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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 20, 2009

744_ir_2009-08-20_790d4bda-3813-4069-90d7-852f2297ec23.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Beträge in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

V
eränderung
1–6/2009 in % 1–6/2008
Gesamtumsatz 244,6 -10,3 272,7
EBITDA 80,1 -23,3 104,4
EBIT 46,7 -33,2 69,9
EBITDA-Margin in %1) 32,8 n.a. 38,3
EBIT-Margin in %2) 19,1 n.a. 25,6
Periodenergebnis nach Minderheiten 34,1 -32,4 50,5
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 62,5 -8,4 68,2
Eigenkapital 755,1 +3,4 730,6
Investitionen3) 89,2 -16,6 106,9
Mitarbeiter4) 4.217 -0,0 4.217

Branchenspezifische Kennzahlen

V eränderung
1–6/2009 in % 1–6/2008
MTOW in Tonnen5) 3.494.293 -9,8 3.875.736
Gesamtpassagiere 8.432.872 -12,7 9.658.386
davon Transferpassagiere 2.518.900 -13,7 2.919.008
Flugbewegungen 119.353 -10,4 133.170
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 106.298 -19,0 131.161
Sitzladefaktor in %6) 65,9 n.a. 66,7

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz

2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz

3) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.)

exklusive Vorstände und Geschäftsführer

5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender 2009

1.–3. Quartal 2009 19. November 2009

Börsennotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra), London

(SEAQ International), New York (ADR)

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

Kurs per 31.12.2008 in € 31,75
Kurs per 30.6.2009 in € 28,90
Market Cap per 30.6.2009 in Mio. € 606,90
Indexgewichtung (ATX) per 30.6.2009 in % 1,34

Abkürzungen (RIC´s) der Informationssysteme

Reuters VIEV.VI
Bloomberg FLUG AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Die Bedingungen in der Luftfahrt sowie das aktuelle gesamtwirtschaftliche Umfeld präsentieren sich auch im zweiten Quartal 2009 als herausfordernd. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 – das durch überaus starkes Verkehrswachstum gekennzeichnet war – beläuft sich der Passagierrückgang der ersten sechs Monate 2009 auf 12,7 Prozent nach 14,8 Prozent im ersten Quartal 2009. Im ersten Halbjahr 2009 wurden 8.432.872 Passagiere befördert, was im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 lediglich einem Rückgang von 1,5 Prozent entspricht. Das Höchstabfluggewicht ging im Vergleich zur Vorperiode um 9,8 Prozent auf 3.494.293 Tonnen zurück, die Flugbewegungen um 10,4 Prozent. Bei der Fracht inklusive Trucking war mit 106.298 Tonnen ein Rückgang von 19,0 Prozent zu verzeichnen.

Aufgrund der Indexformel wurden die Tarife per 1. Jänner 2009 angepasst. Der Landetarif, der Parktarif sowie der Infrastrukturtarif Airside wurden um 0,72 Prozent erhöht; der Fluggasttarif und der Infrastrukturtarif Landside um 0,38 Prozent. Die Gültigkeit der Tarifformel ist bis Ende 2009 befristet. Wir erwarten, dass die Tarifformel im Einvernehmen mit allen Partnern bis inklusive 2012 verlängert wird.

Im ersten Halbjahr 2009 konnten Erlöse in Höhe von € 244,6 Mio. erzielt werden, womit der Rückgang von 10,3 Prozent unter jenem der Verkehrsentwicklung liegt. Im Vergleich zur Vorperiode erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,4 Prozent. Für die Berichtsperiode werden ein EBITDA von € 80,1 Mio. (-23,3 Prozent) und ein EBIT von € 46,7 Mio. (-33,2 Prozent) ausgewiesen. Aufgrund des im Vergleich zum Umsatz schwächeren Rückgangs des Betriebsaufwands reduzierten sich die EBITDA-Margin auf 32,8 Prozent (Vorperiode: 38,3 Prozent) und die EBIT-Margin auf 19,1 Prozent (Vorperiode: 25,6 Prozent). Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus € 3,2 Mio. auf minus € 2,4 Mio. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 10,2 Mio. konnte ein Periodenergebnis von € 34,1 Mio. (Vorperiode: € 50,5 Mio.) erzielt werden.

Per 30. Juni 2009 wurde der Bau der Terminalerweiterung VIE-Skylink unterbrochen, und es wurde der Rücktritt von allen noch laufenden Verträgen mit den Professionalisten der ausführenden Gewerke unter anderem wegen zu hoher Baustellengemeinkosten in Folge der aufgetretenen Bauzeitverlängerung erklärt. Bis Ende September 2009 sollen einerseits fertiggestellte Leistungen abgerechnet und andererseits allfällige Vertragsfortführungen neu verhandelt werden; sollte es keine Einigung geben, werden die Aufträge gemäß Bundesvergabegesetz neu ausgeschrieben werden. Die Aufträge für Projektsteuerung und örtliche Bauaufsicht

Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise: Passagiere -12,7%, MTOW -9,8%, Flugbewegungen -10,4%, Fracht -19,0%.

Unterbrechung der Terminalerweiterung VIE-Skylink per 30.6.2009.

werden per Jahresende 2009 beendet. Eine EU-weite Neuausschreibung dieser Aufträge wird demnächst erfolgen. Die Kosten und Risken im Zusammenhang mit den Vertragsrücktritten können aus heutiger Sicht nicht zuverlässig abgeschätzt werden, wir gehen jedoch davon aus, dass die Vorteile überwiegen.

Trotz der Bauunterbrechung soll das Projekt bis Juli 2011 baulich abgeschlossen werden. Ziel der Unterbrechung ist, dass die Kosten gesenkt und die derzeit prognostizierten Kosten in Höhe von € 830 Mio. unterschritten werden können. Derzeit wird das Projekt unter Einbeziehung der Revision durch interne und externe Prüfer geprüft. Darüber hinaus gibt es Erhebungen der Staatsanwaltschaft sowie der Finanzmarktaufsicht. Ob eine Prüfberechtigung durch den Rechnungshof vorliegt, kann nur durch den Verfassungsgerichtshof geklärt werden. Wir sind fest davon überzeugt, alle gesetzlichen Verpflichtungen zum Wohle der Gesellschaft erfüllt und den Verpflichtungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex entsprochen zu haben. Für den 20. August 2009 wurde zu einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der Tagesordnung "Sonderprüfung gemäß § 118 Aktiengesetz zum Projekt Skylink" eingeladen.

Trotz der Entwicklung der ersten sechs Monate und der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage hält die Flughafen Wien AG ihre Verkehrsprognose für 2009 mit einem Rückgang bei den Passagieren von 9 Prozent sowie beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und bei den Bewegungen von je 8 Prozent aufrecht. Daraus ergibt sich ein erwartetes Passagieraufkommen von rund 18 Mio. Passagieren am Flughafen Wien bis Ende 2009.

Abschließend möchten wir uns bei unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen bedanken. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Engagement auch in herausfordernden Zeiten den Unternehmenserfolg gemeinsam sicherstellen.

Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Am Flughafen Wien wurden im Zeitraum Jänner bis Juni 2009 8.432.872 Passagiere gezählt, ein Minus von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verkehr nach Osteuropa verzeichnete einen Rückgang um 18,9 Prozent, jener nach Westeuropa sank um 11,0 Prozent. Am geringsten von der allgemeinen Wirtschaftskrise betroffen war der Verkehr in die Region Naher Osten, der einen Passagierzuwachs von 1,6 Prozent erzielen konnte. Der Passagieranteil der Austrian Airlines Gruppe ist mit 48,7 Prozent (Vorperiode: 49,4 Prozent) weiterhin rückläufig. Die Low-Cost-Carrier weisen mit einem Passagieranteil von 23,9 Prozent – nach 23,3 Prozent in der Vorperiode – einen Rückgang von 10,2 Prozent auf.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 3.494.293 Tonnen um 9,8 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 19,0 Prozent auf 106.298 Tonnen, die Flugbewegungen in Summe um 10,4 Prozent auf 119.353. Der Sitzladefaktor verringerte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 65,9 Prozent.

Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2009

Im ersten Halbjahr 2009 wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 244,6 Mio. (Vorperiode: € 272,7 Mio.) erzielt, was einem im Vergleich zur Passagierentwicklung unterproportionalen Rückgang um 10,3 Prozent entspricht. Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 8 ab dem Jahr 2009 wurden die Segmente neu strukturiert. Der Umsatz des Segments Airport ist im Vergleich zur Vorperiode um 13,7 Prozent gesunken, was neben dem Verkehrsrückgang auch auf den Rückgang der Sicherheitsbeiträge um € 5,3 Mio. – davon € 3,0 Mio. aus Einmaleffekten – zurückzuführen ist. Das Segment Handling weist einen Rückgang von 8,7 Prozent und das Segment Retail & Properties ein Minus von 5,8 Prozent auf. Der durchschnittliche Marktanteil des Segments Handling erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozentpunkte auf 90,2 Prozent. Die Umsätze des Berichtssegments "Sonstige Segmente" reduzierten sich um 4,3 Prozent.

Ertragslage des ersten Halbjahres 2009

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 27,7 Prozent auf € 6,4 Mio. Dieser Anstieg resultiert vorwiegend aus der Erhöhung der aktivierten Eigenleistungen um € 0,3 Mio. sowie aus vermehrten Erträgen aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen in Höhe von € 0,6 Mio. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten um € 1,9 Mio. auf € 18,9 Mio. reduziert werden. Aufgrund der Einsparungsmaßnahmen, die seit Ende des Jahres 2008 gesetzt werden, ging der Mitarbeiterstand im Vergleich zum 31. Dezember 2008 zurück. Die Zahl der zum Stichtag 30. Juni 2009 Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um 151 Mitarbeiter auf 3.990 Mitarbeiter. In Summe

Passagieranteil der AUA-Gruppe sinkt von 49,4% auf 48,7%, jener der Low-Cost-Carrier steigt von 23,3% auf 23,9%.

Operative Einsparungen kompensieren hohe Forderungswertberichtungen und Planungskosten nicht zur Gänze.

konnte daher der Personalaufwand – trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen und Einmalzahlungen – um € 1,1 Mio. auf € 107,6 Mio. gesenkt werden. Trotz der Implementierung des Kostenreduktionsprogramms erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Vorperiode um 1,4 Prozent auf € 44,4 Mio. Einsparungen wurden vor allem in den Bereichen Marketing sowie Reise- und Ausbildungskosten erzielt. Diesen Einsparungen stehen Zuweisungen zu Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von € 3,8 Mio. (Vorperiode: € 0,5 Mio.) und die aufwandswirksame Erfassung von Planungskosten in Höhe von € 3,3 Mio. gegenüber. Die Dotierung von Wertberichtigungen von Forderungen umfassen pauschale Wertberichtigungen in Höhe von € 0,5 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,3 Prozent auf € 80,1 Mio. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 3,2 Prozent auf € 33,4 Mio. zurück. Die EBITDA-Marge verschlechterte sich um 5,5 Prozentpunkte auf 32,8 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt € 46,7 Mio. (Vorperiode: € 69,9 Mio.) und resultiert in einer Verschlechterung der EBIT-Marge um 6,5 Prozentpunkte auf 19,1 Prozent.

Das Zinsergebnis konnte um € 1,8 Mio. auf minus € 3,4 Mio. verbessert werden. Dafür waren die gestiegenen Zinserträge in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorperiode: € 1,5 Mio.) sowie die durch die Aktivierung der Bauzeitzinsen verursachte Senkung des Zinsaufwands auf € 5,1 Mio. (Vorperiode: € 6,6 Mio.) verantwortlich. Das Finanzergebnis beträgt minus € 2,4 Mio. (Vorperiode: minus € 3,2 Mio.). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beträgt € 44,3 Mio. nach € 66,6 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres und löst eine Steuerbelastung von € 10,2 Mio. aus. Vom Periodenergebnis in Höhe von € 34,1 Mio. entfällt ein Anteil von minus € 6.311,05 auf Minderheitsgesellschafter. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das erste Halbjahr 2009 auf € 34,1 Mio. nach € 50,5 Mio. in der Vorjahresperiode. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien beläuft sich das Ergebnis je Aktie auf € 1,63 nach € 2,40 im ersten Halbjahr 2008.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Investitionen im ersten Halbjahr € 89,2 Mio.

Vorwiegend aufgrund vermehrter Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 das langfristige Vermögen per 30. Juni 2009 um 3,6 Prozent auf € 1.620,6 Mio. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien liegen mit € 89,2 Mio. unter dem Niveau der Vorjahresperiode (€ 106,9 Mio.), jedoch deutlich über den Abschreibungen in Höhe von € 33,4 Mio. Das kurzfristige Vermögen sank seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 um 16,7 Prozent auf € 142,4 Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf

den Verkauf bzw. die Tilgung von Wertpapieren mit einem Buchwert per 31. Dezember 2008 in Höhe von € 32,2 Mio., die Erfassung von erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Marktbewertungen von Wertpapieren per 30. Juni 2009 in Höhe von € 0,9 Mio. sowie eine Verringerung der liquiden Mittel um € 0,4 Mio. zurückzuführen.

Bilanzpassiva

Nach Ausschüttung der Dividende für das Jahr 2008 in Höhe von € 54,6 Mio. sowie der Berücksichtigung des Periodenergebnisses des ersten Halbjahres 2009 in Höhe von € 34,1 Mio. verzeichnet das Eigenkapital seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 einen Rückgang um 2,7 Prozent auf € 755,1 Mio. Die Minderheitenanteile zum 30. Juni 2009 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote beträgt 42,8 Prozent nach 44,7 Prozent per 31. Dezember 2008.

Die langfristigen Schulden liegen mit € 629,0 Mio. auf dem Niveau von Ende 2008. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 14,1 Prozent auf € 378,9 Mio. resultiert im Wesentlichen aus im Vergleich zum 31. Dezember 2008 höheren kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 184,6 Mio. (31.12.2008: € 120,1 Mio.) sowie der gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 91,2 Mio. (31.12.2008: € 61,6 Mio.). Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen konnten von € 107,9 Mio. auf € 60,4 Mio. reduziert werden und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,5 Prozent auf € 44,3 Mio. Der Senkung der Forderungen sowie der Rückstellungen um € 4,5 Mio. bzw. € 29,5 Mio. steht eine Erhöhung der Verbindlichkeiten in Höhe von € 27,6 Mio. gegenüber. Die Verringerung der Abschreibungen sowie der Zahlungen für Ertragsteuern führten per Saldo zu einer Senkung des Netto-Geldflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um € 5,7 Mio. auf € 62,5 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich um 4,8 Prozent auf minus € 72,8 Mio. Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 105,0 Mio. (Vorperiode: € 107,0 Mio.) stehen Einzahlungen für sonstige Wertpapiere in Höhe von € 32,2 Mio. (Vorperiode € 70,0 Mio.) gegenüber. In der Vorjahresperiode wurden auch Auszahlungen für Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 40,0 Mio. getätigt. Der Auszahlung der Dividende in Höhe von € 54,6 Mio. (Vorperiode: € 52,5 Mio.) stehen Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 64,3 Mio. gegenüber. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern in Höhe von € 0,1 Mio. errechnet sich ein Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe

von € 9,9 Mio. nach minus € 12,3 Mio. im Vorjahr. Daraus resultieren eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von minus € 0,4 Mio. und ein Finanzmittelbestand am Ende der Periode von € 6,2 Mio.

Investitionen

Die größte Investition im ersten Halbjahr 2009 entfiel mit € 48,2 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Zudem wurden in die Rampe Vorplatz € 12,5 Mio., in die Feuerwache und Checkpoints € 5,0 Mio., in das Leitsystem € 3,1 Mio. und in die Gepäcksortieranlage € 2,6 Mio. investiert.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Sollte die Übernahme der Austrian Airlines Gruppe durch Lufthansa scheitern, stellen das Management der Fluglinie eine Redimensionierung des Streckennetzes sowie eine Reduktion des Transferverkehrs in den Raum. Nach dieser Redimensionierung müsste eine neuerliche Privatisierung vorbereitet werden. Aus heutiger Sicht geht der Flughafen Wien aber davon aus, dass die Übernahme stattfinden wird. SkyEurope, ein Hauptkunde der Flughafen-Wien-Gruppe, hat am 21. Juni 2009 ein Restrukturierungsverfahren eingeleitet. Der aktuelle Flugverkehr wird planmäßig fortgesetzt, sowohl Linien- als auch Charterflüge. Der nach amerikanischem Vorbild beantragte Schutz vor Gläubigern betrifft alle älteren Schulden. Die Flughafen-Wien-Gruppe hat für die etwaige Wertminderung von Forderungen ausreichend Vorsorge getroffen.

Weitere Risiken bestehen im Ausbau der Flughafen-Kapazitäten durch die etwaige Verpflichtung von neuerlichen Ausschreibungen nach dem Bundesvergabegesetz, Schwierigkeiten bei Garantieübernahmen durch Professionisten und etwaigen Schadenersatzforderungen. Die Möglichkeit der Senkung von Baukosten sollte jedoch diese Risiken überwiegen. Die Aktivierungsfähigkeit von Bauzeitzinsen während der Bauunterbrechung wird derzeit geprüft. Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung anwaltlich betrieben. Der Flughafen Wien erwartet, dass dazu schiedsgerichtliche Schritte erforderlich sein werden. Parallel dazu untersuchen interne und externe Experten, ob aus den geltend gemachten Schadenersatzansprüchen Rückschlüsse auf die Aktivierbarkeit von Herstellungsaufwendungen gezogen werden müssen. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Resultate dieser Untersuchungen auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 negativ auswirken werden. Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen wurden unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit dem Focus East durchgeführt. Die Auswirkungen der Neuen Grippe auf den Luftverkehr sind weiterhin nicht abschätzbar.

Ausblick

Die vorläufigen Verkehrszahlen für Juli zeigen einen weiteren Rückgang in allen Verkehrssegmenten. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sank die Gesamtanzahl der abgefertigten Passagiere um 5,2 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen um 6,8 Prozent und die Summe des Höchstabfluggewichts (MTOW) um 4,7 Prozent ab. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Juli 2009 ein Minus von 10,3 Prozent. Die übrigen europäischen Destinationen weisen einen Rückgang von 1,9 Prozent auf. Jene des Nahen und Mittleren Ostens weisen eine Steigerung von 6,9 Prozent auf. Für das Jahr 2009 erwartet der Flughafen Wien Rückgänge bei den Passagieren von 9 Prozent, beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und bei den Bewegungen von je 8 Prozent. Unter diesen Vorzeichen wird ein Aufkommen von rund 18 Mio. Passagieren für das Gesamtjahr 2009 erwartet.

Die Handlingverträge mit der Austrian Airlines Gruppe konnten im ersten Halbjahr 2009 bis 2012 vertraglich verlängert werden. Mit 1. Juli 2009 ist die Novelle des Luftfahrtsicherheitsgesetzes in Kraft getreten. Derzeit ist der ursprüngliche Vertrag in Geltung, der unter anderem die Abrechnung der Sicherheitsdienstleistungen mit dem Bundesministerium für Innere Angelegenheiten regelt. Es werden jedoch bereits Verhandlungen geführt, die zur Änderung der Abrechnung der Sicherheitsdienstleistungen führen werden.

Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Der erstinstanzliche Bescheid wird aus heutiger Sicht im ersten Halbjahr 2010 erwartet. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Entscheidung über den Baubeginn gefällt. Der ex-post Umweltverträglichkeitsbericht für den Flughafen Wien wurde am 3. April 2009 der verfahrensführenden Behörde BMVIT übergeben. Die auf Grund von Verbesserungsforderungen der Behörde erforderliche Revision 1 des expost UVB wird am 31. Juli 2009 termingerecht eingereicht. Der Beginn der öffentlichen Einsichtnahme ist für Anfang September 2009 vorgesehen. Für das Jahr 2009 sind nunmehr Gesamtinvestitionen in Höhe von € 154,7 Mio. (exklusive Grundstücke) geplant.

Schwechat, am 30. Juli 2009

Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

7 Konzernzwischenlagebericht

Handlingverträge mit Hauptkunden langfristig gesichert.

Segmentberichterstattung

Aufgrund der verpflichtenden Anwendung von IFRS 8 für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, hat die Flughafen-Wien-Gruppe die Segmentberichterstattung an die Erfordernisse von IFRS 8 angepasst. Die daraus resultierenden Änderungen sind in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben ersichtlich.

Veränderung
Airport 1–6/2009 1–6/2008 in %
Externe Segmentumsätze 106.527,6 123.441,2 -13,7
Segment-EBIT 35.844,5 49.724,5 -27,9
Handling
Externe Segmentumsätze 86.292,1 94.505,7 -8,7
Segment-EBIT 5.879,3 9.604,1 -38,8
Retail & Properties
Externe Segmentumsätze 43.668,8 46.358,6 -5,8
Segment-EBIT 20.800,2 23.217,7 -10,4
Sonstige Segmente
Externe Segmentumsätze 7.874,6 8.231,1 -4,3
Segment-EBIT -2.207,6 -83,8 n.a.

Segmentergebnisse in T€

Segment Airport

Im Vergleich zur Segmentberichterstattung nach IAS 14 führte die Darstellung nach IFRS 8 zu keinen Veränderungen. In den ersten sechs Monaten konnten externe Erlöse in Höhe von € 106,5 Mio. erzielt werden, womit ein Rückgang in Höhe von 13,7 Prozent ausgewiesen wird. Dafür verantwortlich ist einerseits die Verkehrsentwicklung (Passagiere: -12,7 Prozent, Flugbewegungen: -10,4 Prozent, Höchstabfluggewicht: -9,8 Prozent). Andererseits wurden im ersten Halbjahr 2009 aus dem Titel Sicherheitsbeitrag um € 5,3 Mio. weniger erwirtschaftet als in der Vergleichsperiode 2008. Davon resultieren € 3,0 Mio. als Einmaleffekt aus der Endabrechnung 2008 infolge zu hoch angenommener Kostenschätzungen (Auswirkung von Projektverschiebungen) sowie € 2,3 Mio. aus der später als geplanten Inbetriebnahme des VIE-Skylink.

Aufgrund der Indexformel wurden die Tarife per 1. Jänner 2009 angepasst. Der Landetarif, der Parktarif sowie der Infrastrukturtarif Airside wurden um 0,72 Prozent erhöht; der Fluggasttarif und der Infrastrukturtarif Landside um 0,38 Prozent. Die Gültigkeit der Tarifformel ist bis Ende 2009 befristet. Wir erwarten, dass die Tarifformel im Einvernehmen mit allen Partnern bis inklusive 2012 verlängert wird. Während der Anteil der Austrian Airlines

Verkehrsentwicklung und Rückgang des Sicherheitsbeitrages lösen Umsatzrückgang um 13,7% auf € 106,5 Mio. aus.

Gruppe an der Gesamtpassagierzahl im Berichtszeitraum von 49,4 Prozent auf 48,7 Prozent zurückging, stieg der Anteil der Low-Cost-Carrier um 0,6 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent – ihr Passagierrückgang betrug 10,2 Prozent.

Aufgrund der geringeren Aufwendungen für Marketingkooperationen sowie gesunkener Abschreibungen konnten die externen Betriebsaufwendungen auf € 51,0 Mio. (-8,2 Prozent) gesenkt werden. Das Segment-EBITDA für das erste Halbjahr 2009 beläuft sich auf € 53,2 Mio. (Vorperiode: € 68,8 Mio.) und das Segment-EBIT auf € 35,8 Mio. (Vorperiode: € 49,7 Mio.).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst nunmehr neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH auch die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. erbracht werden. Das Segment konnte im ersten Halbjahr 2009 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 86,3 Mio. (Vorperiode: € 94,5 Mio.) erzielen, was einem Rückgang von 8,7 Prozent entspricht.

Die Umsätze aus der Sicherheitskontrolle (VIAS) liegen mit € 14,7 Mio. um 15,3 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode. Der Personalaufwand konnte um € 0,3 Mio. gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um € 0,4 Mio. verringert.

Im Bereich General Aviation (VAH) ist ein Rückgang der Erlöse um 13,7 Prozent auf € 4,1 Mio. zu verzeichnen. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten um € 1,0 Mio. gesenkt werden. Der Personalaufwand hat sich geringfügig erhöht.

Die Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung sind um 2,3 Prozent gesunken, wobei die im Vergleich zur Verkehrsentwicklung günstigere Entwicklung auf die Steigerung der Umsätze aus Sonderleistungen im ersten Quartal 2009 zurückzuführen ist. Der Rückgang der externen Erlöse um 19,0 Prozent im Bereich der Frachtabfertigung ist zum Teil auf den Markteintritt der Swissport als Frachthandling Agent ab 1. April 2008 zurückzuführen. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Abfertigungen konnte gegenüber der Vergleichsperiode um 0,8 Prozentpunkte auf 90,2 Prozent ausgebaut werden. Der Personalaufwand des Bereichs VIE-Handling konnte aufgrund der Reduktion von Überstunden und Zeitguthaben, der natürlichen Personalabgänge sowie der niedrigen kollektivvertraglichen Erhöhung um € 3,0 Mio. gesenkt werden. Weiters gab es Einsparungen bei den Abschreibungen und dem sonstigen Aufwand.

In Summe konnte der externe Betriebsaufwand des Segments Handling um € 4,6 Mio. oder 5,5 Prozent auf € 78,0 Mio. reduziert werden, was auf Umsatzminus von 8,7%; Kosteneinsparungen konnten EBIT-Rückgang nicht verhindern.

eine Fortsetzung der Senkung der Kosten im Personalbereich um € 3,2 Mio. sowie des Rückgangs des Materialaufwands um 14,8 Prozent zurückzuführen ist. Das Segment-EBIT ging auf € 5,9 Mio. (Vorperiode: € 9,6 Mio.) zurück und das EBITDA auf € 9,5 Mio. (Vorperiode: € 13,6 Mio.).

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst neben den Bereichen Shopping, Gastronomie und Parkierung auch die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien. Die Erbringung der Sicherheitsdienstleistungen ist nunmehr dem Segment Handling zugeordnet. Die restlichen Geschäftsfelder sind in den Sonstigen Segmenten enthalten. Das Segment Retail & Properties verzeichnete im ersten Halbjahr 2009 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 43,7 Mio. Der damit ausgewiesene Rückgang um 5,8 Prozent ist hauptsächlich auf die Abnahme der Parkerträge um 8,3 Prozent auf € 15,1 Mio. zurückzuführen. Die Umsätze aus sonstiger Vermietung gingen um 0,5 Prozent auf € 16,7 Mio. zurück. Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie waren mit € 11,8 Mio. um 7,4 Prozent geringer als in der Vorjahresperiode.

Die externen betrieblichen Aufwendungen nahmen lediglich um € 0,2 Mio. (+1,1 Prozent) zu, was sich im Wesentlichen aus der Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 1,7 Mio. erklärt. Dieser Senkung stehen eine Erhöhung der Personalkosten in Höhe von € 1,0 Mio. sowie die Erhöhung der Abschreibungen um € 1,1 Mio. gegenüber. Der Materialaufwand konnte um € 0,2 Mio. gesenkt werden. In Summe konnte ein Segment-EBITDA in Höhe von € 27,8 Mio. (Vorperiode € 29,1 Mio.) und ein Segment-EBIT in Höhe von € 20,8 Mio. (Vorperiode: 23,2 Mio.) erzielt werden.

Sonstige Segmente

Das neu geschaffene Berichtssegment "Sonstige Segmente" erbringt unterschiedliche externe und konzerninterne Dienstleistungen und umfasst jene Konzerngesellschaften, die mittelbar oder unmittelbar Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und sonst keine operative Tätigkeit ausüben. Im ersten Halbjahr 2009 konnten externe Umsatzerlöse in Höhe von € 7,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 8,2 Mio.) sowie interne Umsatzerlöse in Höhe von € 35,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 33,8 Mio.) erzielt werden.

Aufgrund der aufwandswirksamen Erfassung von Planungskosten in Höhe von € 3,3 Mio. erhöhte sich der externe Betriebsaufwand um 8,7 Prozent auf € 43,4 Mio. Der Senkung des Aufwands für Material und bezogene Leistungen um 8,7 Prozent auf € 10,9 Mio. steht eine Erhöhung des Personalaufwands in Höhe von 5,2 Prozent gegenüber. Die internen Betriebsaufwendungen sind um € 0,5 Mio. gestiegen. Daraus errechnet sich ein EBIT von minus € 2,2 Mio. (Vorperiode: minus € 0,1 Mio.) und ein EBITDA in Höhe von € 2,9 Mio. (Vorperiode: € 5,2 Mio.).

Vorwiegend niedrigere Parkerträge lösten Umsatzrückgang um 5,8% auf € 43,7 Mio. aus.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Veränd.
Verlustrechnung in T€ 1–6/2009 1–6/2008 in % 4–6/2009 4–6/2008
Umsatzerlöse 244.585,3 272.666,1 -10,3 123.168,2 143.893,8
Sonstige betriebliche Erträge 6.380,6 4.996,9 27,7 3.588,1 2.692,3
Betriebsleistung 250.965,8 277.663,1 -9,6 126.756,4 146.586,1
Aufwendungen für Material
und bezogene Leistungen -18.883,0 -20.799,2 -9,2 -7.899,8 -9.888,1
Personalaufwand -107.604,1 -108.716,4 -1,0 -55.047,5 -56.364,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.357,9 -43.731,7 1,4 -25.388,3 -22.736,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) 80.120,8 104.415,7 -23,3 38.420,7 57.596,8
Abschreibungen -33.425,0 -34.527,0 -3,2 -16.830,5 -17.438,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 46.695,8 69.888,7 -33,2 21.590,3 40.157,9
Beteiligungsergebnis ohne
at equity Unternehmen 0,0 406,0 -100,0 0,0 406,0
Zinsergebnis -3.425,8 -5.194,7 -34,1 -1.811,4 -2.599,4
Sonstiges Finanzergebnis -33,8 133,0 -125,4 0,0 28,0
Finanzergebnis ohne
at equity Unternehmen -3.459,6 -4.655,7 -25,7 -1.811,4 -2.165,4
Beteiligungsergebnis
at equity Unternehmen 1.072,0 1.414,1 -24,2 1.444,5 1.577,4
Finanzergebnis -2.387,6 -3.241,6 -26,3 -366,9 -588,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 44.308,1 66.647,1 -33,5 21.223,4 39.569,9
Ertragsteuern -10.173,5 -16.183,0 -37,1 -4.629,7 -9.911,9
Periodenergebnis 34.134,6 50.464,1 -32,4 16.593,6 29.658,0
Davon entfallend auf
Gesellschafter der Muttergesellschaft 34.141,0 50.472,1 -32,4 16.597,4 29.670,2
Minderheitsgesellschafter -6,3 -8,0 -21,0 -3,7 -12,2
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert/verwässert 1,63 2,40 -32,1 0,79 1,41
Aufstellung der erfassten Gewinne Veränd.
und Verluste in T€ 1–6/2009 1–6/2008 in % 4–6/2009 4–6/2008
Periodenergebnis 34.134,6 50.464,1 -32,4 16.593,6 29.658,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
Direkt im Eigenkapital verrechnet -925,0 -5.662,9 -83,7 -333,5 -2.909,0
Latente Steuern 231,2 1.415,7 -83,7 83,4 727,3
Veränderung aus Währungsumrechnung
Direkt im Eigenkapital verrechnet 0,0 1.918,7 -100,0 0,0 1.645,6
Cash-Flow-Hedge -173,4 6,3 n.a. 36,0 91,1
Latente Steuern 43,4 -1,6 n.a. -9,0 -22,8
Summe der direkt im Eigenkapital
erfassten Gewinne und Verluste -823,8 -2.323,9 -64,6 -223,1 -467,8
Summe der erfassten Gewinne
und Verluste 33.310,9 48.140,3 -30,8 16.370,5 29.190,2
Davon entfallend auf
Gesellschafter der Muttergesellschaft 33.317,2 48.069,0 -30,7 16.374,3 29.145,0
Minderheitsgesellschafter -6,3 71,2 -108,9 -3,7 45,2
Veränderung
Konzern-Bilanz in T€ 30.6.2009 31.12.2008 in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12.105,1 12.715,7 -4,8
Sachanlagen 1.370.169,3 1.320.988,0 3,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 129.827,0 122.690,1 5,8
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 105.463,5 104.790,1 0,6
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.072,3 3.075,6 -0,1
1.620.637,1 1.564.259,5 3,6
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.596,5 3.535,9 1,7
Wertpapiere 61.307,2 94.418,6 -35,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 71.323,1 66.427,3 7,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.196,6 6.642,8 -6,7
142.423,3 171.024,6 -16,7
Summe Aktiva 1.763.060,4 1.735.284,1 1,6
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen 4.903,0 5.726,8 -14,4
Einbehaltene Ergebnisse 479.593,7 500.052,7 -4,1
Minderheitenanteile 271,2 277,5 -2,3
755.095,2 776.384,3 -2,7
Veränderung
Konzern-Bilanz in T€ (Fortsetzung) 30.6.2009 31.12.2008 in %
Langfristige Schulden
Rückstellungen 91.503,7 89.327,3 2,4
Finanzverbindlichkeiten 488.126,7 488.198,2 0,0
Übrige Verbindlichkeiten 41.203,0 43.693,9 -5,7
Latente Steuerabgrenzung 8.184,6 5.467,2 49,7
629.018,0 626.686,6 0,4
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 562,1 300,0 87,4
Übrige Rückstellungen 60.363,5 107.854,2 -44,0
Finanzverbindlichkeiten 184.551,7 120.132,3 53,6
Lieferantenverbindlichkeiten 91.205,2 61.579,9 48,1
Übrige Verbindlichkeiten 42.264,6 42.346,8 -0,2
378.947,1 332.213,1 14,1
Summe Passiva 1.763.060,4 1.735.284,1 1,6
Veränderung
Konzern-Geldflussrechnung in T€ 1–6/2009 1–6/2008 in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 62.486,3 68.191,5 -8,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang
(ohne Finanzanlagen) 7,9 90,8 -91,2
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 3,3 399,6 -99,2
- Auszahlungen für Anlagenzugang
(ohne Finanzanlagen) -104.986,9 -106.899,3 -1,8
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang 0,0 -104,2 -100,0
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 0,0 57,0 -100,0
+ Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen
(Wertpapiere) 32.152,6 70.000,0 -54,1
- Auszahlungen für Wertpapiere 0,0 -40.000,0 -100,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -72.823,0 -76.456,1 -4,8
- Auszahlungen für die Bedienung des
Eigenkapitals -54.600,0 -52.500,0 4,0
+ Veränderung Minderheitsgesellschafter 142,6 333,8 -57,3
-
Veränderung aus Währungsumrechnung von
Minderheitsgesellschaftern 0,0 -213,6 -100,0
+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 64.347,9 40.054,8 60,6
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 9.890,5 -12.325,0 -180,2
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes -446,3 -20.589,6 -97,8
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 6.642,8 29.293,0 -77,3
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.196,6 8.703,4 -28,8
Summe Einbe
Entwicklung des Kapital- sonstige haltene Minder
Konzern-Eigenkapitals Grund- rück- Rück- Ergeb- heiten
in T€ kapital lagen lagen nisse anteile Gesamt
Stand zum 1.1.2008 152.670,0 117.657,3 -2.421,7 466.317,4 711,8 734.934,8
Währungsumrechnung 1.839,5 79,2 1.918,7
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -4.247,2 -4.247,2
Cash-Flow-Hedge 4,7 4,7
Direkt im Eigenkapital
erfasste Gewinne
und Verluste 0,0 0,0 -2.403,1 0,0 79,2 -2.323,9
Periodenergebnis 50.472,1 -8,0 50.464,1
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -2.403,1 50.472,1 71,2 48.140,3
Dividendenausschüttung -52.500,0 -52.500,0
Stand zum 30.6.2008 152.670,0 117.657,3 -4.824,8 464.289,5 783,0 730.575,0
Stand zum 1.1.2009 152.670,0 117.657,3 5.726,8 500.052,7 277,5 776.384,3
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -693,7 -693,7
Cash-Flow-Hedge -130,1 -130,1
Direkt im Eigenkapital erfasste
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -823,8 0,0 0,0 -823,8
Periodenergebnis 34.141,0 -6,3 34.134,6
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -823,8 34.141,0 -6,3 33.310,9
Dividendenausschüttung -54.600,0 -54.600,0
Stand zum 30.6.2009 152.670,0 117.657,3 4.903,0 479.593,7 271,2 755.095,2

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2009 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem Jahresabschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2008 gelesen werden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Mit Ausnahme der unten angeführten Auswirkungen der Änderungen von einzelnen Standards und Interpretationen wurden im verkürzten Konzernzwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2008. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

IFRS 8 Geschäftssegmente

(anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen)

IFRS 8 – ein Standard der umfangreiche Angaben vorsieht – hat zu einer Redesignation der berichtspflichtigen Segmente der Flughafen-Wien-Gruppe geführt (siehe Anmerkung (3)), nimmt jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Überarbeitung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

(anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen)

Der geänderte Standard IAS 1 hat zu einer Reihe von terminologischen Änderungen und zu einer Reihe von Änderungen der Präsentation des Abschlusses und zur Änderung von Angaben geführt, hat aber keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

(3) Segmentberichterstattung

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig ab dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 verfolgt wesentlich konsequenter als IAS 14 den Management-Ansatz und sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind. Gemäß der Vorgängerbestimmung IAS 14 musste das Unterneh-

men zwei Arten von Segmenten (Geschäftssegmente und geographische Segmente) anhand des "risks and rewards"-Ansatzes identifizieren. Das System der internen Berichterstattung an das Management diente bei der Identifikation der Segmente nur als Ausgangspunkt.

Als Resultat der Einführung von IFRS 8 wurde der Management-Ansatz strikt verfolgt. Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst:

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebes, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.

Handling

Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, die Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Retail & Sonstige
1–6/2009 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 106.527,6 86.292,1 43.668,8 7.874,6 244.363,2
Interne Segmentumsätze 14.420,5 12.655,5 7.838,9 35.906,2
Segmentumsätze 120.948,0 98.947,6 51.507,7 43.780,8
Sonstige externe Umsätze1) 222,1
Konzernumsatz 244.585,3
Segmentergebnis 35.844,5 5.879,3 20.800,2 -2.207,6 60.316,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -13.620,6
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 46.695,8

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2009 nach Geschäftsbereichen

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2008 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–6/2008 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 123.441,2 94.505,7 46.358,6 8.231,1 272.536,7
Interne Segmentumsätze 14.311,9 12.847,2 5.254,8 33.782,3
Segmentumsätze 137.753,1 107.352,9 51.613,4 42.013,4
Sonstige externe Umsätze1) 129,4
Konzernumsatz 272.666,1
Segmentergebnis 49.724,5 9.604,1 23.217,7 -83,8 82.462,5
Sonstiges (nicht zuordenbar) -12.573,7
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 69.888,7

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

1–6/2009 1–6/2008
60.316,4 82.462,5
2.783,5 2.682,9
1.400,8 726,2
-27,4 -572,5
-6.141,4 -6.464,7
-11.392,6 -8.739,6
-243,5 -206,0
-13.620,6 -12.573,7
46.695,8 69.888,7

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Angaben zum Segmentvermögen

in T€ 30.6.2009 31.12.2008
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.081.176,4 1.023.905,4
Handling 48.689,7 50.331,1
Retail & Properties 373.087,4 358.897,8
Sonstige Segmente 170.129,3 172.484,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.673.082,8 1.605.618,9
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung 1.083,5 1.529,1
Finanzanlagen 9.353,4 9.301,0
Langfristige Forderungen 98,8 98,8
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 61.307,2 94.418,6
Vorräte 47,4 138,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,0 0,1
Forderungen gg. verbundene Unternehmen 507,2 266,2
Forderungen gg. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,4 0,1
Forderungen an Finanzamt 3.671,3 9.945,7
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.754,6 4.973,4
Abgrenzungsposten 2.953,2 2.350,8
Zahlungsmittel und -äquivalente 6.196,6 6.642,8
Summe nicht zuordenbar 89.977,6 129.665,2
Konzernvermögen 1.763.060,4 1.735.284,1

(4) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

(5) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG zwölf inländische (31.12.2008: zwölf) und fünf ausländische (31.12.2008: drei) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Im ersten Halbjahr 2009 wurden zwei ausländische Tochtergesellschaften gegründet, die bis zum Stichtag keine operative Tätigkeit aufgenommen haben. Die Minderheitenanteile an der KSC Holding a.s. werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, da die Minderheitsgesellschafter über einen Anspruch auf Verkauf ihrer Anteile an die Flughafen Wien AG verfügen (Put-Option). Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2008: drei) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2008: vier) nach der Equity-Methode bewertet. Sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(6) Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden im ersten Halbjahr 2009 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

Im ersten Halbjahr 2009 wurde eine Dividende in Höhe von insgesamt € 54,6 Mio. an die Aktionäre ausgeschüttet (Vorperiode: € 52,5 Mio.).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(7) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Nach dem 30. Juni 2009 wurden aufgrund der Begebung eines Schuldscheindarlehens Fremdmittel in Höhe von € 103,5 Mio. zugezählt. Diese Fremdmittel weisen Fristigkeiten von vier bis sechs Jahren auf.

Für den 20. August 2009 wurde zu einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der Tagesordnung "Sonderprüfung gemäß § 118 Aktiengesetz zum Projekt Skylink" eingeladen.

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2009 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen gelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 30. Juli 2009

Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

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