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Flughafen Wien AG

Earnings Release Nov 20, 2008

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Earnings Release

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how to grow! Quartalsweise Tipps und Tricks für's Airport-Business

Quartalsbericht 3/2008

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Beträge in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

1–9/2008 Veränderung in % 1–9/2007
Gesamtumsatz 418,0 +10,6 377,9
EBITDA 164,2 +7,9 152,1
EBIT 112,8 +11,0 101,6
EBITDA-Margin in %1) 3) 4) 39,3 n.a. 40,3
EBIT-Margin in %2) 3) 4) 27,0 n.a. 26,9
Periodenergebnis nach Minderheiten 84,7 +13,7 74,5
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit4) 114,8 -9,1 126,2
Eigenkapital4) 763,5 +5,3 725,1
Investitionen5) 178,8 +49,4 119,7
Mitarbeiter6) 4.266 +4,8 4.069

Branchenspezifische Kennzahlen

1–9/2008 Veränderung in % 1–9/2007
MTOW in Tonnen7) 5.960.604 +9,3 5.451.135
Gesamtpassagiere 15.307.955 +9,0 14.043.370
davon Transferpassagiere 4.616.752 +0,6 4.589.716
Flugbewegungen 203.656 +7,6 189.243
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 201.334 +1,4 198.469
Sitzladefaktor in %8) 68,8 n.a. 69,8

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz

2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz

3) Die Berechnung der EBITDA-Margin und EBIT-Margin erfolgt ab dem ersten Quartal 2008 in Relation zum Umsatz und nicht wie in Vorperioden in Relation zur Betriebsleistung.

4) Vorjahresperiode angepasst

5) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

6) Personalstand im Durchschnitt der Periode gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, Ferialer und geringfügig Beschäftigte,

exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.), exklusive Vorstände und Geschäftsführer

7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender

Verkehrsergebnisse 2008 15. Jänner 2009
Jahresergebnis 2008 26. März 2009
19. Hauptversammlung 23. April 2009
1. Quartal 2009 26. Mai 2009
Halbjahresergebnis 2009 20. August 2009
1.–3. Quartal 2009 19. November 2009

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

Kurs per 31.12.2007 in € 79,00
Kurs per 30.9.2008 in € 44,46
Market Cap per 30.9.2008 in € Mio. 933,7
Indexgewichtung ATX per 30.9.2008 in % 1,57

Börsenotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra), London

(SEAQ International), New York (ADR)

Abkürzungen (RIC´s) der Informationssysteme

Reuters VIE.VI
Bloomberg FLUG AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Unser Unternehmen konnte in den ersten neun Monaten 2008 seinen bisherigen Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Passagierwachstum von 9,0 Prozent auf rund 15,3 Millionen Passagiere während der ersten drei Quartale war die Wachstumsrate abermals stärker als die der europäischen Gesamtbranche, die laut Airports Council International bei 1,2 Prozent lag. Die Passagierzahlen Richtung Nordamerika stiegen mit einem Plus von 14,6 Prozent. Die hervorragende Marktstellung im Osteuropaverkehr konnte weiter gestärkt werden – das Passagieraufkommen in diese Region nahm um 16,2 Prozent zu. Überdurchschnittlich stark zeigten sich erneut die Low-Cost-Carrier, die mit einem Passagierwachstum von 44,9 Prozent ihren Anteil am Gesamtpassagiervolumen von 17,4 Prozent auf 23,2 Prozent erhöhten; ihre Flugauslastung lag bei 68,8 Prozent.

Gestützt auf diese positive Verkehrsentwicklung konnte die Flughafen-Wien-Gruppe die Umsatzerlöse im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10,6 Prozent auf € 418,0 Mio. steigern, das EBITDA um 7,9 Prozent auf € 164,2 Mio. und das EBIT um 11,0 Prozent auf € 112,8 Mio. Die EBITDA-Margin verringerte sich hauptsächlich aufgrund der im Vergleich zum Umsatzanstieg überproportional gestiegenen Materialaufwendungen um 1,0 Prozentpunkte auf 39,3 Prozent, die EBIT-Margin legte um 0,1 Prozentpunkte auf 27,0 Prozent zu. Das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehende Periodenergebnis liegt mit € 84,7 Mio. um 13,7 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Aufgrund von vermehrten Behördenauflagen, einer Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts bzw. einer notwendig gewordenen Neuorganisation der Projektsteuerung kann die Terminalerweiterung VIE-Skylink nicht wie bisher geplant im Juni des Jahres 2009 eröffnet werden, sondern soll schrittweise ab Oktober 2009 in Betrieb genommen werden. Aus den genannten Gründen und auch aus Preissteigerungen resultieren Mehrkosten für das Projekt. Die Gesamtkosten für das Projekt wurden evaluiert und betragen € 657,0 Mio. inklusive angemessener Reserven.

Die Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale – 33 Shops und 19 Gastronomiebetriebe – im neuen Terminalbereich wurden in der Berichtsperiode abgeschlossen. Die erwartete Mindestmiete im Skylink für ein volles Betriebsjahr wird rund € 23,0 Mio. betragen und liegt damit 45 Prozent über den zu Beginn des Tenderverfahrens erwarteten Mieteinkünften. Dies wurde vor allem durch die Umgestaltung und Optimierung der Retailflächen erreicht. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen erwarten wir insgesamt eine Summe von deutlich über € 40,0 Mio. p.a.

Anfang Juni 2008 wurde die Erweiterung des Parkhaus 4 um 2.250 Stellplätze planmäßig abgeschlossen, womit nun mit 4.638 Stellplätzen auf acht Ebenen, einem Busdeck und einem Tiefgeschoß das größte Parkhaus Österreichs betrieben wird. Es wurden sieben zusätzliche Lifte sowie eine Brücke, die in den Abflugbereich führt, errichtet.

Passagierwachstum von 9,0 Prozent: Weiterer Anstieg Richtung Osteuropa und Nordamerika sowie bei den Low-Cost-Carrier (+44,9%).

Steigerung des Umsatzes um 10,6 Prozent und des EBITDA um 7,9 Prozent.

2

Die kartellrechtliche Genehmigung für den im Juni 2008 erfolgten Erwerb von weiteren 33,2 Prozent der Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s., die wiederum 66 Prozent der Aktien am Flughafen Košice hält, wurde im dritten Quartal erteilt. Die Aufstockung der Beteiligung an der KSC Holding a.s. ist ein weiterer Schritt unserer Wachstumsstrategie mit großem Potenzial: Der Flughafen Košice konnte in den ersten drei Quartalen 2008 eine Steigerung des Verkehrsaufkommens um 48,5 Prozent auf 486.351 Fluggäste verzeichnen. Der Flughafen Malta, an dem der Flughafen Wien über ein Konsortium 40 Prozent und etwas mehr als 10 Prozent der Anteile direkt hält, steigerte die Passagieranzahl in der Berichtsperiode um 7,8 Prozent auf 2.504.600. Mit 519.921 Fluggästen konnte der Flughafen Friedrichshafen das Vorjahresniveau halten.

Bedingt durch das geringere Wachstum bei den Passagierzahlen wurde die Prognose für die Verkehrsentwicklung im Gesamtjahr 2008 angepasst. Wir erwarten ein Passagierwachstum von 6,0 statt bisher 8,0 Prozent. Die Flugbewegungen werden aus heutiger Sicht um nur 5,0 Prozent (statt bisher 6,0 Prozent) steigen. Die Prognose für das Höchstabfluggewicht (MTOW) bleibt mit 6,0 Prozent unverändert.

Abschließend möchten wir uns bei unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen bedanken. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem täglichen Einsatz den Erfolg des Flughafen Wien erst möglich machen.

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

3

Konzernzwischenlagebericht

Die wichtigsten Daten zum Geschäftsverlauf der ersten drei Quartale 2008:

  • • 9,0 Prozent mehr Passagiere am Flughafen Wien
  • • Gesamtumsatz mit € 418,0 Mio. um 10,6 Prozent über dem Vorjahreswert
  • • EBITDA-Anstieg um 7,9 Prozent auf € 164,2 Mio.
  • • EBIT-Anstieg um 11,0 Prozent auf € 112,8 Mio.
  • • Periodenergebnis vor Minderheiten plus 10,8 Prozent auf € 84,7 Mio.
  • • Anstieg des Ergebnisses je Aktie um 13,5 Prozent auf € 4,03

Verkehrsentwicklung

Am Flughafen Wien wurden in den ersten neun Monaten 2008 15.307.955 Passagiere gezählt, um 9,0 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während der Verkehr nach Osteuropa um 16,2 Prozent anstieg, verzeichnete die Region Naher und Mittlerer Osten einen Aufkommenszuwachs von 5,8 Prozent sowie die Region Nordamerika von 14,6 Prozent. Trotz der sich international abzeichnenden partiellen Marktsättigung und des zunehmenden Verdrängungswettbewerbs unter den Low-Cost-Carrier tragen diese Anbieter überdurchschnittlich zum Wachstum des Flughafen Wien bei. In Summe konnten sie ihre Passagierzahl um 44,9 Prozent auf 3.545.047 Passagiere erhöhen, womit ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2007 von 17,4 Prozent auf 23,2 Prozent stieg.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 5.960.604 Tonnen um 9,3 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, die Flugbewegungen stiegen um 7,6 Prozent auf 203.656. Der Sitzladefaktor verringerte sich um 1,0 Prozentpunkte auf 68,8 Prozent, während das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) in Summe um 1,4 Prozent auf 201.334 Tonnen zunahm.

Umsatzentwicklung der ersten drei Quartale 2008

Die Steigerung der Umsatzerlöse um 10,6 Prozent auf € 418,0 Mio. wurde von allen drei Segmenten getragen. Trotz der Absenkung des Fluggasttarifs per Jahresanfang 2008 um 1,04 Prozent erzielte das Segment Airport insbesondere dank der positiven Verkehrsentwicklung ein Umsatzplus von 11,4 Prozent auf € 192,1 Mio. Vorwiegend aufgrund der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent höheren Abfertigungsvorgänge konnte das Segment Handling die Umsatzerlöse um 7,2 Prozent auf € 116,8 Mio. verbessern. Der durchschnittliche Marktanteil des Handling erhöhte sich im selben Zeitraum um 0,7 Prozentpunkte auf 89,6 Prozent. Vor allem höhere Einnahmen aus der Parkierung, der Vermietung von Büro- und Werbeflächen, den Geschäfts- und Gastronomieflächen sowie aus der Sicherheitskontrolle führten in Summe zu einem Umsatzplus im Segment Non-Aviation von 12,6 Prozent auf € 108,6 Mio.

Ertragslage der ersten drei Quartale 2008

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 34,5 Prozent von € 11,6 Mio. auf € 7,6 Mio. beruht hauptsächlich auf der im Vorjahreszeitraum erfolgten teilweisen Auflösung der Rücklage für Währungsumrechnungen, die als Folge der Kapitalrückführung der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava, durchgeführt wurde.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen nahmen in der Berichtsperiode um 19,3 Prozent auf € 29,7 Mio. zu. Dieser Anstieg erklärt sich vor allem durch höhere Treibstoffkosten, den witterungsbedingt vermehrten Einsatz von Enteisungsmitteln sowie deutlich gestiegene Energiekosten infolge von Mengen- und Preissteigerungen.

Die Erhöhung der Personalaufwendungen um 6,3 Prozent auf € 165,0 Mio. ist im Wesentlichen auf den durchschnittlich höheren Beschäftigtenstand zurückzuführen. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2008 ausgeweiteten Sicherheitsdienstleistungen und der positiven Verkehrsentwicklung wurde eine Aufstockung der Mitarbeiteranzahl der Flughafen-Wien-Gruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf 4.266 notwendig. Vorwiegend wegen gestiegener Aufwendungen für Marketingkooperationen und Instandhaltungen sowie aufgrund höherer Vorsorgen für Forderungsausfälle verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Summe einen Anstieg um 16,7 Prozent auf € 66,7 Mio. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen um 1,7 Prozent auf € 51,4 Mio. zu.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9 Prozent auf € 164,2 Mio. Bei einem Umsatzwachstum von 10,6 Prozent und aufgrund überproportional gestiegener Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sowie sonstiger betrieblicher Aufwendungen verringerte sich die EBITDA-Margin um 1,0 Prozentpunkte auf 39,3 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 11,0 Prozent auf € 112,8 Mio. und die EBIT-Margin um 0,1 Prozentpunkte auf 27,0 Prozent angehoben werden.

Vorwiegend wegen im Vergleich zur Vorperiode rückgängiger Zinserträge aus Wertpapierveranlagungen erhöhte sich das negative Finanzergebnis um rund € 1,5 Mio. auf € -3,5 Mio. Die Beteiligungserträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von € 3,4 Mio. entsprechen nahezu dem Niveau der Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) nahm um 9,8 Prozent auf € 109,3 Mio. zu und resultiert in einer um 6,2 Prozent höheren Steuerbelastung von € 24,5 Mio. Vom Periodenergebnis in Höhe von € 84,7 Mio. entfällt ein Anteil von € -8.128,24 auf Minderheitsgesellschafter. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für die ersten drei Quartale 2008 auf € 84,7 Mio., um 13,7 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt € 4,03 nach € 3,55 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und entspricht auch dem verwässerten Ergebnis.

Ertragslage des dritten Quartals 2008

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg aufgrund der im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegenen Personalaufwendungen und höherer Vorsorgen für Forderungsausfälle unterproportional zur Umsatzentwicklung um 3,5 Prozent auf € 59,8 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete im dritten Quartal 2008 einen Anstieg um 5,4 Prozent auf € 42,9 Mio. Im selben Zeitraum verringerte sich das Finanzergebnis insbesondere wegen gesunkener Zinserträge aus Wertpapierveranlagungen und Beteiligungserträgen der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen um insgesamt € 1,5 Mio. auf € -0,3 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf € 42,6 Mio. zu. Unter Berücksichtigung des unter dem Vorjahresniveau liegenden Steueraufwands resultiert daraus ein Periodenergebnis in Höhe von € 34,3 Mio. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Periodenergebnis beläuft sich für das dritte Quartal 2008 auf € -135,67, der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehenden Periodengewinn stieg damit um 6,5 Prozent auf € 34,3 Mio. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das dritte Quartal 2008 beträgt € 1,63 (Vorjahresperiode: € 1,53) und entspricht auch dem verwässerten Ergebnis.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen wurde einhergehend mit der anhaltend starken Investitionstätigkeit seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 um 9,8 Prozent auf € 1.464,4 Mio. erhöht. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen liegen mit € 178,8 Mio. um 49,4 Prozent über dem Niveau der Vorjahresperiode und belaufen sich damit auf ein Vielfaches der Abschreibungen in Höhe von € 51,4 Mio.

Das kurzfristige Vermögen ging im selben Zeitraum um 7,1 Prozent auf € 211,0 Mio. zurück. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf um € 23,8 Mio. geringere liquide Mittel sowie einen um € 16,5 Mio. niedrigeren Wertpapierbestand infolge der planmäßigen Tilgung von Schuldverschreibungen zurückzuführen. Die unter dem Posten Forderungen und sonstige Vermögenswerte ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bedingt durch die Umsatzsteigerung um € 17,7 Mio. auf € 61,0 Mio.

Bilanzpassiva

Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 stieg das Eigenkapital um 3,9 Prozent auf € 763,5 Mio. Dem Periodenergebnis der ersten drei Quartale 2008 in Höhe von € 84,7 Mio. und dem Anstieg der Währungsumrechnungsrücklage um € 4,7 Mio. steht im Wesentlichen die im zweiten Quartal 2008 erfolgte Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von € 52,5 Mio., die erfolgsneutrale Abwertung von Wertpapieren in Höhe von € 5,0 Mio. sowie die Marktwertbewertung der Put-Option betreffend Minderheitsgesellschaftern gegenüber. Die per 30. September 2008 ausgewiesenen Minderheitenanteile betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote am Ende des dritten Quartals 2008 beläuft sich auf 45,6 Prozent nach 47,1 Prozent per 31. Dezember 2007.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 4,0 Prozent auf € 632,0 Mio. resultiert vorwiegend aus einem langfristigen Darlehen in Höhe von € 22,4 Mio., das zur Investitionsfinanzierung aufgenommen wurde. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 28,3 Prozent auf € 279,9 Mio. erklärt sich vorwiegend aus der Aufnahme von kurzfristigen Barvorlagen in Höhe von € 83,0 Mio. Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten um € 16,6 Mio. ist insbesondere auf die Tilgung der Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern mit Put-Option zurückzuführen. Der Rückgang der übrigen Rückstellungen um € 6,8 Mio. ergibt sich

Weiterhin starke Investitionstätigkeit: +49,4 Prozent auf € 178,8 Mio.

aufgrund geringerer Vorsorgen für nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen sowie für nicht abgerechnete Ermäßigungen.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,8 Prozent auf € 109,3 Mio. Der Anstieg der Forderungen in den ersten drei Quartalen 2008 ist um € 39,9 Mio. und der Abbau von Rückstellungen um € 18,8 Mio. höher als die entsprechenden Vergleichswerte der Vorjahresperiode. Im selben Zeitraum verringerten sich die Verbindlichkeiten um € 4,8 Mio., während sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um € 3,1 Mio. erhöhten. Diese Entwicklungen sowie um € 1,9 Mio. gestiegene Zahlungen für Ertragsteuern führten per Saldo zu einem Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 114,8 Mio., der damit um 11,5 Mio. oder 9,1 Prozent unter dem Niveau der Vorjahresperiode liegt.

Infolge der Tilgung von Schuldverschreibungen in Höhe von € 70,0 Mio. und der im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 39,1 Mio. geringeren Auszahlungen für Unternehmenserwerbe konnte der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit um € 33,5 Mio. oder 16,6 Prozent auf € -168,7 Mio. verbessert werden. Dies obwohl die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um € 59,1 Mio. sowie in Wertpapiere um € 10,3 Mio. höher ausfielen als in der Vorjahresperiode.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit der ersten neun Monate 2008 bildet im Wesentlichen die Summe aus der Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von € 22,4 Mio. und kurzfristiger Barvorlagen in Höhe von € 83,0 Mio. sowie der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von € 52,5 Mio. Aufgrund der Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von € 100,0 Mio. im Vorjahr und unter Berücksichtigung der in der Vorjahresperiode erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von € 46,2 Mio. sowie Auszahlungen in Höhe von € 23,0 Mio. an Minderheitsgesellschafter errechnet sich ein um € 4,5 Mio. oder 12,9 Prozent auf € 30,0 Mio. verringerter Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit. In Summe erfolgte ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2007 um € 23,8 Mio. auf € 5,5 Mio.

Investitionen

Die größten Investitionen in den ersten drei Quartalen 2008 entfielen mit € 105,7 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink, mit € 11,9 Mio. auf die Erweiterung des Parkhauses 4, mit € 8,4 Mio. auf die Gepäcksortieranlage, mit € 5,4 Mio. auf Sicherheitssysteme, mit € 4,9 Mio. auf die Vorfelderweiterung Nordost sowie mit € 4,5 Mio. auf die neue Feuerwehrwache.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres 2008 bestehen die wesenlichen Risiken und Ungewissheiten weiterhin in der Aufrechterhaltung der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit dem Hauptkunden Austrian Airlines Gruppe, in der Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie in der bedarfsgerechten Bereitstellung der Flughafen-Kapazitäten. Drastische Ölpreisund damit verbundene Kerosinpreissteigerungen könnten insbesondere im Kundensegment Low-Cost-Carrier zu Flugstreichungen und Streckenstilllegungen führen oder deren jeweilige Liquiditätslage nachteilig beeinträchtigen.

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7

Ausblick

Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ging im Oktober 2008 die Gesamtanzahl der abgefertigten Passagiere um 2,1 Prozent zurück. Die Flugbewegungen nahmen um 0,3 Prozent und die Summe des Höchstabfluggewichts (MTOW) um 2,5 Prozent zu. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Oktober 2008 ein Minus von 2,9 Prozent und die übrigen europäischen Destinationen einen Rückgang von 5,3 Prozent.

Die Terminalerweiterung VIE-Skylink soll schrittweise ab Oktober 2009 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen € 657,0 Mio. inklusive angemessener Reserven.

Im Oktober 2008 ist der "Bahnhof Flughafen" in Betrieb gegangen. Das Projekt Bahnhof Flughafen sieht mittelfristig den Ausbau des Bahnhofs zu einem Verkehrsknotenpunkt vor, der auch von Fernreisezügen angefahren wird.

Die im Herbst 2007 begonnenen Baumaßnahmen betreffend Kernzonengestaltung (im Wesentlichen der Vorplatz zur Terminalerweiterung) verlaufen weiterhin planmäßig und sollen mit Ende November 2008 abgeschlossen sein. Der Bau des zweiten "Airport Logistic Center", wo Kleinflächen für Logistikunternehmen zur Vermietung kommen, erfolgt im Bereich Cargo Nord und wird im vierten Quartal 2008 finalisiert.

Auf der Expo Real in München wurde im Oktober 2008 das Projekt "Neubau und Sanierung Office Park 3" vorgestellt. Nach Fertigstellung des gesamten Projekts sollen ab 2011 im Office Park 3 rund 25.000 m2 Büroflächen – davon 12.000 m2 neue Büroflächen – verfügbar sein.

Schwechat, am 31. Oktober 2008

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

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Segmentberichterstattung

Segmentergebnisse in T€

1–9/2008 1–9/2007 Veränderung in %
Airport
Externe Segmentumsätze 192.102,0 172.387,9 11,4
Segment-EBIT 83.398,9 71.308,6 17,0
Handling
Externe Segmentumsätze 116.782,4 108.929,4 7,2
Segment-EBIT 13.018,7 10.179,3 27,9
Non-Aviation
Externe Segmentumsätze 108.580,7 96.465,2 12,6
Segment-EBIT 37.381,7 32.837,1 13,8

Segment Airport

Einhergehend mit der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +9,0%, Flugbewegungen: +7,6%, Höchstabfluggewicht: +9,3%) konnte das Segment Airport die externen Umsätze in den ersten neun Monaten 2008 trotz Tarifsenkungen um 11,4 Prozent auf € 192,1 Mio. steigern. Zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Flughafen Wien wurden der Fluggasttarif und der Infrastrukturtarif-Passage mit 1. Jänner 2008 um 1,04 Prozent sowie der Lande- und Parktarif um 0,09 Prozent gesenkt.

Der Anteil der Austrian Airlines Gruppe an der Gesamtpassagierzahl des Flughafen Wien reduzierte sich von 53,8 Prozent auf 49,8 Prozent, nachdem sie in den ersten drei Quartalen 2008 eine im Gesamtvergleich unterproportionale Verkehrsentwicklung von 0,9 Prozent auf 7,6 Mio. Passagiere verzeichnete. Der Vergleichswert der Low-Cost-Carrier stieg um 5,8 Prozentpunkte auf 23,2 Prozent – ihr Passagierwachstum betrug in Summe 44,9 Prozent.

Trotz der gestiegenen externen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 81,0 Mio. (+4,4%), die vorwiegend aus höheren Aufwendungen für Material und Instandhaltungen resultieren, konnte das Segment-EBIT um 17,0 Prozent auf € 83,4 Mio. gesteigert werden. Das Segment-EBITDA verzeichnete einen Anstieg um 12,0 Prozent auf € 111,4 Mio.

Der Anstieg der Abfertigungsvorgänge um 8,4 Prozent und die um 9,8 Prozent gesteigerten Erlöse aus Einzelleistungen resultierten in verbesserten Umsatzerlösen von € 116,8 Mio. (+ 7,2%).

Segment Handling

Die um 7,2 Prozent auf € 116,8 Mio. verbesserten externen Umsatzerlöse im Segment Handling erklären sich insbesondere durch den Anstieg der Abfertigungsvorgänge um 8,4 Prozent. Zudem konnten die Erlöse aus Einzelleistungen um 9,8 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig erhöhte sich der externe Betriebsaufwand um 7,1 Prozent auf € 101,3 Mio. Dieser Anstieg ist vorwiegend auf höhere Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sowie gestiegene Personalaufwendungen – der Beschäftigtenstand musste kapazitätsbedingt im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,0 Prozent ausgebaut werden – zurückzuführen.

Trotz Tarifsenkungen konnten die Umsätze um 11,4 Prozent auf € 192,1 Mio. gesteigert werden.

Der durchschnittliche Marktanteil des Handling konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,7 Prozentpunkte auf 89,6 Prozent ausgebaut werden. Mit dem Eintritt der Swissport als Frachthandling-Agent ab 1. April 2008 verringerte sich der durchschnittliche Marktanteil im Frachtbereich Trucking um 11,0 Prozentpunkte auf 89,0 Prozent. Trotzdem konnte das Segment-EBIT um 27,9 Prozent auf € 13,0 Mio. und das Segment-EBITDA um 19,4 Prozent auf € 18,9 Mio. verbessert werden.

Segment Non-Aviation

Der Anstieg der externen Umsätze des Segments Non-Aviation um 12,6 Prozent auf € 108,6 Mio. stammt vorwiegend aus der positiven Entwicklung der Parkentgelte, der Mieteinnahmen und der Erträge aus der Sicherheitskontrolle. Die Shops und Gastronomiebetriebe erwirtschafteten um 10,2 Prozent höhere Originär-Umsätze als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Die externen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um € 10,9 Mio. oder 11,1 Prozent. Diese Steigerung erklärt sich im Wesentlichen durch deutlich höhere Energiekosten infolge von Mengen- und Preissteigerungen sowie gestiegene Aufwendungen für Instandhaltungen und Fremdpersonal. In Summe errechnet sich ein im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,8 Prozent auf € 37,4 Mio. verbessertes Segment-EBIT und ein um 10,7 Prozent auf € 54,6 Mio. höheres Segment-EBITDA.

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Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in T€

1–9/2008 1–9/2007 Veränd. in % 7–9/2008 7–9/2007
Umsatzerlöse 417.966,2 377.851,6 10,6 145.300,1 137.990,1
Sonstige betriebliche Erträge 7.605,4 11.604,5 -34,5 2.608,4 3.329,6
Betriebsleistung 425.571,5 389.456,1 9,3 147.908,5 141.319,6
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen -29.681,3 -24.887,0 19,3 -8.882,1 -8.789,3
Personalaufwand -164.982,4 -155.262,6 6,3 -56.265,9 -52.140,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -66.711,1 -57.177,1 16,7 -22.979,5 -22.621,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) 164.196,7 152.129,4 7,9 59.781,0 57.768,6
Abschreibungen -51.387,5 -50.543,0 1,7 -16.860,5 -17.055,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 112.809,2 101.586,4 11,0 42.920,5 40.713,1
Beteiligungsergebnis ohne at equity Unternehmen 406,0 350,0 16,0 0,0 0,0
Zinsergebnis -7.484,9 -5.912,1 26,6 -2.290,2 -1.398,5
Sonstiges Finanzergebnis 133,0 52,6 152,8 0,0 231,0
Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen -6.945,9 -5.509,5 26,1 -2.290,2 -1.167,5
Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen 3.405,1 3.482,6 -2,2 1.991,0 2.342,3
Finanzergebnis -3.540,8 -2.026,8 74,7 -299,3 1.174,8
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 109.268,4 99.559,6 9,8 42.621,3 41.887,9
Ertragsteuern -24.544,2 -23.113,4 6,2 -8.361,2 -9.288,8
Periodenergebnis 84.724,2 76.446,2 10,8 34.260,1 32.599,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 84.732,3 74.534,2 13,7 34.260,2 32.179,8
Minderheitsgesellschafter -8,1 1.912,0 -100,4 -0,1 419,3
Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert 4,03 3,55 13,5 1,63 1,53
Konzern-Bilanz in T€
AKTIVA 30.9.2008 31.12.2007 Veränderung in %
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 8.597,8 9.318,1 -7,7
Sachanlagen 1.225.209,6 1.098.496,0 11,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 123.727,0 122.595,1 0,9
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 103.998,4 99.704,1 4,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.582,3 2.528,0 2,1
Latente Steuerabgrenzung 310,7 1.193,7 -74,0
1.464.425,8 1.333.834,9 9,8
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.235,7 3.378,2 -4,2
Wertpapiere 125.541,7 142.078,6 -11,6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 76.710,7 52.268,8 46,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.481,4 29.293,0 -81,3
210.969,5 227.018,6 -7,1
Summe Aktiva 1.675.395,4 1.560.853,5 7,3
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -2.775,8 -2.421,7 14,6
Einbehaltene Ergebnisse 495.174,9 466.317,4 6,2
Minderheitenanteile 782,8 711,8 10,0
763.509,3 734.934,8 3,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen 94.375,1 92.274,3 2,3
Finanzverbindlichkeiten 490.591,9 468.191,9 4,8
Übrige Verbindlichkeiten 46.183,7 47.366,9 -2,5
Latente Steuerabgrenzung 876,3 0,0 n.a.
632.027,0 607.833,1 4,0
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 2.560,9 582,3 339,8
Übrige Rückstellungen 93.991,2 100.768,8 -6,7
Finanzverbindlichkeiten 83.238,6 144,8 n.a.
Lieferantenverbindlichkeiten 65.267,1 65.172,9 0,1
Übrige Verbindlichkeiten 34.801,3 51.416,8 -32,3
279.859,1 218.085,6 28,3
Summe Passiva 1.675.395,4 1.560.853,5 7,3

Konzern-Geldflussrechnung in T€

1–9/2008 1–9/20071) Veränderung in %
Netto-Geldfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit 114.754,5 126.234,0 -9,1
aus der Investitionstätigkeit -168.671,8 -202.132,0 -16,6
aus der Finanzierungstätigkeit 30.028,9 34.482,8 -12,9
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestands -23.888,4 -41.415,2 -42,3
Veränderung aus Währungsumrechnung 76,8 7,8 882,6
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 29.293,0 92.500,2 -68,3
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.481,4 51.092,8 -89,3

1) angepasst (siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses 2007 auf Seite 130)

Aufstellung der erfassten Gewinne und Verluste in T€

1–9/2008 1–9/20071)
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
direkt im Eigenkapital verrechnet -6.669,8 -337,3
ins Ergebnis der laufenden Periode umgebucht 0,0 0,0
Veränderung aus Währungsumrechnung
direkt im Eigenkapital verrechnet 4.764,0 239,6
ins Ergebnis der laufenden Periode umgebucht 0,0 -3.453,8
Marktwertbewertung Put-Option Minderheitsgesellschafter -3.374,8 0,0
Cash-Flow Hedge -48,7 0,0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten 1.679,6 84,3
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste -3.649,7 -3.467,2
Periodenergebnis 84.724,2 76.446,2
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 81.074,5 72.979,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 81.003,4 72.923,5
Minderheitsgesellschafter 71,1 55,5

1) angepasst (siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses 2007 auf Seite 130)

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in T€

Grund- Kapital- Sonstige Einbehaltene Minderheiten- Gesamt
kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse anteile
Stand zum 1.1.2007 152.670,0 117.657,3 -1.425,0 431.545,4 38.748,7 739.196,4
Anpassungen1) -3.156,6 -14.758,8 -17.915,4
Stand zum 1.1.2007 angepasst 152.670,0 117.657,3 -4.581,5 431.545,4 23.989,9 721.281,1
Währungsumrechnung -1.357,7 -1.856,5 -3.214,2
Marktwertbewertung von
Wertpapieren -253,0 -253,0
Direkt im Eigenkapital erfasste
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -1.610,7 0,0 -1.856,5 -3.467,2
Periodenergebnis 74.534,2 1.912,0 76.446,2
Summe der erfassten Gewinne
und Verluste 0,0 0,0 -1.610,7 74.534,2 55,5 72.979,0
Minderheitenanteile -22.951,6 -22.951,6
Dividendenausschüttung -46.200,0 -46.200,0
Stand zum 30.9.2007 152.670,0 117.657,3 -6.192,2 459.879,6 1.093,8 725.108,5

1) siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses 2007 auf Seite 130

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in T€

Grund- Kapital- Sonstige Einbehaltene Minderheiten- Gesamt
kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse anteile
Stand zum 1.1.2008 152.670,0 117.657,3 -2.421,7 466.317,4 711,8 734.934,8
Währungsumrechnung 4.684,8 79,2 4.764,0
Marktwertbewertung Put-Option
Minderheitsgesellschafter 0,0 -3.374,8 -3.374,8
Marktwertbewertung von
Wertpapieren -5.002,4 -5.002,4
Cash-Flow Hedge -36,5 -36,5
Direkt im Eigenkapital erfasste
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -354,1 -3.374,8 79,2 -3.649,7
Periodenergebnis 84.732,3 -8,1 84.724,2
Summe der erfassten Gewinne
und Verluste 0,0 0,0 -354,1 81.357,5 71,1 81.074,5
Dividendenausschüttung -52.500,0 -52.500,0
Stand zum 30.9.2008 152.670,0 117.657,3 -2.775,8 495.174,9 782,8 763.509,3

Segmentergebnisse

1–9/2008 in T€

Airport Handling Non-Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 192.102,0 116.782,4 108.580,7 417.465,2
Interne Segmentumsätze 21.943,1 19.621,7 50.469,0
Segmentumsätze 214.045,1 136.404,1 159.049,8
Sonstige externe Umsätze 501,0
Konzernumsatz 417.966,2
Segmentergebnis 83.398,9 13.018,7 37.381,7 133.799,3
Sonstiges (nicht zuordenbar) -20.990,1
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 112.809,2

1–9/2007 in T€

Airport Handling Non-Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 172.387,9 108.929,4 96.465,2 377.782,5
Interne Segmentumsätze 21.132,5 17.068,3 45.427,5
Segmentumsätze 193.520,4 125.997,6 141.892,7
Sonstige externe Umsätze 69,1
Konzernumsatz 377.851,6
Segmentergebnis 71.308,6 10.179,3 32.837,1 114.325,0
Sonstiges (nicht zuordenbar) -12.738,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 101.586,4

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. September 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbart wurden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem Jahresabschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2007 gelesen werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden die gleichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2007. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, insbesondere zu den im Vergleich zum Konzernabschluss 2006 geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG elf inländische (31.12.2007: elf) und drei ausländische (31.12.2007: drei) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Die Minderheitenanteile an der KSC Holding a.s. werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, da Minderheitsgesellschafter über einen Anspruch auf Verkauf ihrer Anteile an die Flughafen Wien AG verfügen (Put-Option). Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2007: drei) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2007: vier) nach der Equity-Methode bewertet. Sieben Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

Im den ersten neun Monaten 2008 fanden keine Erst- oder Entkonsolidierungen statt. Die im Juni 2008 zusätzlich erworbenen Anteile an den slowakischen Tochtergesellschaften KSC Holding a.s. und BTS Holding a.s. wurden im dritten Quartal 2008 nach der kartellbehördlichen Genehmigung am 4. September 2008 in den Konzernabschluss einbezogen. Der Erwerb dieser Minderheitenanteile wurde als Transaktion innerhalb der Gesellschaftersphäre dargestellt und die Differenz zwischen Kaufpreis und untergehenden Minderheitenanteilen (Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern mit Put-Option) vollständig erfolgsneutral erfasst.

Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden in den ersten drei Quartalen 2008 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. September 2008 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen gelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 31. Oktober 2008

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

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