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Flughafen Wien AG

Earnings Release Aug 24, 2007

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Earnings Release

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HOW TO RUN AN AIRPORT

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

(Beträge in Mio. €,
ausgenommen Mitarbeiter)
1–6/2007 Veränderung in % 1–6/2006
Gesamtumsatz 239,9 +6,5 225,3
EBITDA 94,4 +12,4 83,9
EBIT 60,9 +14,1 53,3
EBITDA-Margin in % 1) 38,0 n.a. 36,2
EBIT-Margin in % 2) 24,5 n.a. 23,0
Konzernergebnis nach Minderheiten 42,4 +9,6 38,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 67,9 +10,8 61,2
Eigenkapital 711,9 +5,4 675,2
Investitionen 3) 84,5 +15,4 73,2
Mitarbeiter 4) 3.993 +6,8 3.737
Branchenspezifische Kennzahlen 1–6/2007 Veränderung in % 1–6/2006
MTOW in Tonnen 5) 3.450.619 +5,5 3.272.117
Gesamtpassagiere 8.562.570 +8,9 7.859.467
davon Transferpassagiere 2.852.242 +8,2 2.635.928
Flugbewegungen 121.236 +4,8 115.689
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 131.658 +1,2 130.058
Sitzladefaktor in %6) 67,4 n.a. 66,5

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest,Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen/Betriebsleistung

2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Betriebsleistung

3) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Personalstand im Durchschnitt der Periode gewichtet nach Beschäftigungsgrad inkl. Lehrlinge, Ferialer und

geringfügig Beschäftigte, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), exkl. Vorstände und Geschäftsführer

5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender
1.–3. Quartal 2007 15. November 2007
Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie
-- ----------------------------------------
Kurs per 31.12.2006 in € 74,40
Kurs per 30.6.2007 in € 73,12
Market Cap per 30.6.2007 in €
Mio.
1.535,5
Indexgewichtung (ATX) in % 1,70
Wertpapierkürzel
Reuters VIEV.VI
Bloomberg FLUG AV
Datastream O:FLU
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Börsenotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra), London (SEAQ International), New York (ADR)

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Das Wichtigste vorweg: Der Flughafen Wien konnte im ersten Halbjahr 2007 seinen erfolgreichen Kurs fortsetzen. Mit einem Anstieg des Gesamtpassagieraufkommens um 8,9 Prozent auf rund 8,6 Millionen Fluggäste war seine Wachstumsrate abermals stärker als die der europäischen Gesamtbranche, die laut Airport Council International bei 5,5 Prozent lag. Mit einem Plus von 16,8 Prozent stiegen die Passagierzahlen in Richtung Naher und Mittlerer Osten besonders kräftig. Ausbauen konnten wir auch unsere hervorragende Marktstellung im Osteuropaverkehr – das Passagieraufkommen in diese Region nahm um 20,0 Prozent zu. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von der Austrian Airlines Gruppe. Überdurchschnittlich stark zeigten sich aber erneut auch die Low-Cost-Carrier – nach einem Passagierplus von 38,3 Prozent erhöhte sich ihr Anteil am Gesamtpassagiervolumen von 13,3 Prozent auf 16,8 Prozent bei einer Flugauslastung von 69,2 Prozent. Positiv zu dieser Verkehrsentwicklung haben auch die sieben neuen Fluglinien beigetragen, die wir im ersten Halbjahr 2007 am Flughafen Wien begrüßen durften:Air One,Air Transat, Click Air, Delta Airlines, Estonian Air, SkyEurope Airlines und Saudi Arabian Airlines.

Trotz geringfügiger Tarifsenkungen, die wir per Jahresanfang zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit durchgeführt haben, spiegelt sich die erfreuliche Verkehrsentwicklung in allen relevanten Finanzkennzahlen wider: Die Umsatzerlöse der Flughafen Wien Gruppe konnten um 6,5 Prozent auf € 239,9 Mio. gesteigert werden, das EBITDA um 12,4 Prozent auf € 94,4 Mio., die EBITDA-Margin um 1,8 Prozentpunkte auf 38,0 Prozent, das EBIT um 14,1 Prozent auf € 60,9 Mio. und der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn um 9,6 Prozent auf € 42,4 Mio. Zur Bewältigung des zukünftigen Wachstums wurde unser ambitioniertes Investitions- und Ausbauprogramm im ersten Halbjahr 2007 zügig fortgesetzt. Die Eröffnung des wohl wichtigsten Projekts – die Terminalerweiterung Skylink – ist noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 geplant. Neben weiteren Bauinvestitionen am Standort selbst beteiligte sich die Flughafen Wien AG im zweiten Quartal 2007 an der Flughafen Friedrichshafen GmbH und erwarb 25,15 Prozent der Anteile und ist damit der größte Einzelaktionär der Flughafen Friedrichshafen GmbH. Die Mehrheit wird mit 50,1 Prozent von der öffentlichen Hand, die restlichen Anteile von Unternehmen der Region gehalten. Für uns ist diese Beteiligung am Bodensee-Airport Friedrichshafen ein wichtiger Schritt unserer Wachstumsstrategie mit großem Potenzial: zweistellige Wachstumsraten und ein hohes Wirtschaftswachstum in einer zudem auch für den Tourismus attraktiven Region. Der im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz gelegene Airport Friedrichshafen zählte im Jahr 2006 650.000 Passagiere.

Gestützt auf den positiven Verlauf des ersten Halbjahres sind wir auch für die Gesamtentwicklung des Geschäftjahres 2007 zuversichtlich und können die bisherigen Prognosen anheben: Das Passagieraufkommen sollte statt um 5,0 Prozent auf 8,0 Prozent anwachsen, die Flugbewegungen statt 2,0 Prozent um 4,5 Prozent und das MTOW um 5,0 Prozent statt der bislang erwarteten 3,0 Prozent. Abschließend möchten wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen danken. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt unsere besondere Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft, auf die der Erfolg des Flughafen Wien basiert.

Mag. Christian Domany Vorstandsmitglied

Mag. Herbert Kaufmann Vorstandsmitglied und Sprecher des Vorstands

Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied

Anstieg der Passagieranzahl am Flughafen Wien im 1. Halbjahr 2007 um 8,9 Prozent; sieben neue Fluglinien ex Wien.

Weitere Verbesserung aller Finanzkennzahlen.

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Die positive Entwicklung der europäischen Luftverkehrsbranche hielt im ersten Halbjahr 2007 an. Laut Angaben von Airport Council International konnten die europäischen Flughäfen im Durchschnitt ein Passagierplus von 5,5 Prozent verzeichnen.

Am Flughafen Wien wurden im ersten Halbjahr 2007 8.562.570 Passagiere gezählt, ein Plus von 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während im Osteuropaverkehr ein Anstieg von 20,0 Prozent erreicht werden konnte, verzeichnete die Region Naher und Mittlerer Osten einen Aufkommenszuwachs von 16,8 Prozent. Obwohl im Sektor der Low-Cost-Carrier international eine partielle Marktsättigung und ein verschärfter Verdrängungswettbewerb zu beobachten ist, war dieses Marktsegment am Flughafen Wien wiederum ein wichtiger Impulsgeber. In Summe konnten die Low-Cost-Carrier ihre Passagierzahl um 38,3 Prozent auf 1.442.521 Passagiere steigern, womit ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 von 13,3 Prozent auf 16,8 Prozent anwuchs.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war im ersten Halbjahr 2007 mit 3.450.619 Tonnen um 5,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) nahm um 1,2 Prozent auf 131.658 Tonnen zu, die Flugbewegungen in Summe um 4,8 Prozent auf 121.236.

Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2007

Die Umsatzerlöse konnten im ersten Halbjahr 2007 um 6,5 Prozent auf € 239,9 Mio. gesteigert werden. Dank der positiven Verkehrsentwicklung konnte im Segment Airport trotz der Absenkung des Landetarifes um 1,38 Prozent ein Umsatzplus von 6,8 Prozent auf € 107,4 Mio. erzielt werden. Der Umsatzrückgang des Segments Handling um 0,8 Prozent auf € 70,2 Mio. erklärt sich vorwiegend durch den milden Winter, der weniger Flugzeugenteisungen erforderte und damit einen Rückgang der Erlöse aus Einzelleistungen um 26,5 Prozent auslöste. Die Steigerung der Abfertigungsvorgänge um 3,6 Prozent konnte diese Entwicklung nahezu zur Gänze wettmachen. Der durchschnittliche Marktanteil ging gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,0 Prozentpunkte auf 88,8 Prozent zurück. Die positive Umsatzentwicklung des Segments Non-Aviation setzte sich im 1. Halbjahr 2007 mit einem Plus von 15,6 Prozent auf € 62,2 Mio. fort; verantwortlich für diese Entwicklung waren vorwiegend Ertragssteigerungen aus der Sicherheitskontrolle, der Vermietung, Shops und Gastronomie sowie der Parkierung.

Ertragslage des ersten Halbjahres 2007

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 29,2 Prozent auf € 8,3 Mio. resultiert überwiegend aus einer teilweisen Auflösung der Rücklage für Währungsumrechnungen in Höhe von € 4,1 Mio., die als Folge der Kapitalrückführungen der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava durchgeführt wurde und das Halbjahresergebnis der Flughafen Wien Gruppe wesentlich beeinflusste. Die von der Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH erbrachten aktivierungspflichtigen Leistungen für die Flughafen Wien AG reduzierten sich um € 1,8 Mio.

Der Rückgang der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im ersten Halbjahr 2007 um 12,9 Prozent auf € 16,1 Mio. ist vorwiegend auf den witterungsbedingt geringeren Einsatz von Enteisungsmitteln zurückzuführen.

Steigerung MTOW um 5,5 Prozent, Flugbewegungen um 4,8 Prozent, Frachtvolumen um 1,2 Prozent.

Die Personalaufwendungen nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,8 Prozent auf € 103,1 Mio. zu. Zum einem wurden im Zuge des Kollektivvertragsabschlusses 2007 der Flughafen Wien AG Einmalzahlungen von € 1,7 Mio. ausbezahlt, die das Ergebnis des ersten Halbjahres 2007 belasten, aber nicht langfristig wirken. Zum anderen musste die Anzahl der Mitarbeiter vor allem aufgrund der Ausweitung der Sicherheitsdienstleistungen auf die Prüfung von Flüssigkeiten im Handgepäck und der positiven Verkehrsentwicklung um 6,8 Prozent auf 3.993 erhöht werden. Die Aufwendungen für Überstunden gingen hingegen zurück.

Resultierend aus einem Rückgang der Instandhaltungen und einer Erhöhung der Mietund Marketingaufwendungen verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Anstieg um 5,7 Prozent auf € 34,6 Mio. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen um 9,5 Prozent auf € 33,5 Mio. zu.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 12,4 Prozent auf € 94,4 Mio. Bei einem Umsatzwachstum von 6,5 Prozent verbesserte sich die EBITDA-Margin um 1,8 Prozentpunkte auf 38,0 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 14,1 Prozent auf € 60,9 Mio. und die EBIT-Margin um 1,5 Prozentpunkte auf 24,5 Prozent angehoben werden.

Die Beteiligungserträge aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um € 0,7 Mio. auf € 1,1 Mio. gesteigert werden. Aufgrund der gestiegenen Fremdfinanzierung verschlechterte sich das Zinsergebnis im Berichtszeitraum um € 1,7 Mio. auf € -4,5 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stieg um 12,7 Prozent auf € 57,7 Mio. an, wodurch eine um 10,2 Prozent höhere Steuerbelastung von € 13,8 Mio. ausgelöst wurde. Vom Periodengewinn in Höhe von € 43,8 Mio. entfällt ein Anteil von € 1,5 Mio. auf Minderheitsgesellschafter. Somit beläuft sich der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn für das erste Halbjahr 2007 auf € 42,4 Mio., um 9,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt € 2,02 (Vorjahresperiode: € 1,84) und entspricht auch dem verwässerten Ergebnis.

Ertragslage des zweiten Quartals 2007

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich aufgrund der Umsatzsteigerungen und des Einmaleffektes aus der Auflösung der Währungsrücklage um 16,9 Prozent auf € 53,1 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete im zweiten Quartal 2007 einen Anstieg um 22,6 Prozent auf € 35,9 Mio. Das Finanzergebnis verringerte sich um € 1,1 Mio. auf € -1,8 Mio. gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) legte um 19,3 Prozent auf € 34,1 Mio. zu und bedingte eine Erhöhung des Steueraufwandes um 16,5 Prozent auf € 8,2 Mio. Daraus errechnet sich ein Periodengewinn in Höhe von € 25,9 Mio. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Periodengewinn beläuft sich für das zweite Quartal 2007 auf € 1,2 Mio.; der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg um 14,7 Prozent auf € 24,7 Mio. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal beträgt € 1,18 (Vorjahresperiode: € 1,03) und entspricht auch dem verwässerten Ergebnis.

Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 2006 aufgrund der starken Investitionstätigkeit um 6,8 Prozent auf € 1.298,5 Mio. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen im Vorjahresvergleich um 15,4 Prozent auf € 84,5 Mio. und liegen deutlich über den Abschreibungen in Höhe von € 33,5 Mio. Das kurzfristige Vermögen verringerte sich im selben Zeitraum um 12,2 Prozent auf € 236,5

Steigerung EBITDA um 12,4 Prozent, Umsatz um 6,5 Prozent; Anstieg EBITDA-Margin um 1,8 Prozentpunkte auf 38,0 Prozent.

Mio. Dieser Rückgang ist vorwiegend auf geringere Forderungen und sonstige Vermögenswerte infolge der Tilgung von Darlehensforderungen in Höhe von € 22,6 Mio. durch Minderheitsgesellschafter sowie auf geringere Barveranlagungen bei Kreditinstituten zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des Umsatzwachstums um € 6,0 Mio. auf € 59,1 Mio.

Veränderung der Verbindlichkeitenstruktur aufgrund massiver Investitionen.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital ging seit dem Bilanzstichtag 31.12.2006 um 3,7 Prozent auf € 711,9 Mio. zurück. Dem Periodengewinn des ersten Halbjahres 2007 in Höhe von € 43,8 Mio. steht ein Abgang von Minderheitenanteilen um € 23,0 Mio. sowie die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von € 46,2 Mio. gegenüber. Die Minderheitenanteile betreffen die Anteile der Mitgesellschafter an den beiden slowakischen Holding-Gesellschaften BTS Holding a.s., Bratislava, und KSC Holding a.s., Kosˇice. Die Eigenkapitalquote beträgt 46,4 Prozent (zum 31.12.2006: 49,8 %).

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 27,2 Prozent auf € 617,4 Mio. ist vorwiegend auf die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von € 100,0 Mio. zur Investitionsfinanzierung zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 21,2 Prozent auf € 205,7 Mio., vor allem aufgrund der im Vergleich zum letzten Jahresabschluss deutlich geringeren Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen sowie für nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen.

Geldflussrechnung

Der Rückgang der Forderungen im ersten Halbjahr 2007 ist um € 30,2 Mio. höher als der Vergleichswert der Vorjahresperiode. Die Abschreibungen waren um € 2,3 Mio. höher, die Rückstellungen um € 14,6 Mio. geringer, wodurch sich der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit um € 6,6 Mio. oder 10,8 Prozent auf € 67,9 Mio. verbesserte. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen waren um 15,4 Prozent höher als in der Vorjahresperiode und führten zu einer Steigerung des Netto-Geldflusses aus der Investitionstätigkeit um € 29,3 Mio. oder 21,8 Prozent auf € -164,0 Mio. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit des ersten Halbjahres 2007 bildet die Summe aus der Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von € 100,0 Mio., der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von € 46,2 Mio. und den zuvor beschriebenen Auszahlungen in Höhe von € 23,0 Mio. an Minderheitsgesellschafter. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Kreditaufnahme errechnet sich eine Verringerung des Netto-Geldflusses aus der Finanzierungstätigkeit um € 197,0 Mio. oder 86,3 Prozent auf € 31,2 Mio. Inklusive der Veränderung der Neubewertungsrücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie der Währungsumrechnung erfolgt ein Rückgang des Finanzmittelbestands gegenüber dem 31. Dezember 2006 um € 146,8 Mio. auf € 64,8 Mio.

Investitionen

Die größten Investitionen im ersten Halbjahr 2007 entfielen mit € 35,0 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink, mit € 16,8 Mio. auf den Office Park II, mit € 10,0 Mio. auf Gepäcksortieranlagen und mit € 3,6 Mio. auf den Ausbau des Bahnhofs. Die Finanzanlagen der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund des Erwerbs der 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von € 7,7 Mio.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007 bestehen weiterhin in der Erhaltung der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit unserem Hauptkunden Austrian Airlines Gruppe, in der Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie in der bedarfsgerechten Bereitstellung der Flughafen-Kapazitäten.

Anstieg des Nettogeldflusses um 10,8 Prozent.

Ausblick

Die positive Entwicklung des Verkehrsaufkommens setzte sich auch im Juli 2007 fort. Das Passagieraufkommen stieg um 9,1 Prozent, bei den Flugbewegungen konnte ein Plus von 7,3 Prozent und beim MTOW von 8,8 Prozent verzeichnet werden. Dem erfreulichen Trend der ersten sieben Monate Rechnung tragend wurden auch die Prognosewerte für das Gesamtjahr 2007 neu ermittelt. Für das Passagieraufkommen wird nunmehr ein Anstieg um 8,0 Prozent (bisherige Prognose 5,0 %), für die Flugbewegungen um 4,5 Prozent (bisherige Prognose 2,0 %) und für das das MTOW um 5,0 Prozent (bisherige Prognose 3 %) erwartet. Die Verkehrsaufnahme der Fluglinie easyJet und die Erhöhung der Frequenzen sowie neue Destinationen von SkyEurope Airlines im zweiten Halbjahr werden diese Entwicklung mitunterstützen.

Das Investitionsprogramm am Flughafen Wien wird zielstrebig fortgesetzt; das wichtigste Bauvorhaben bildet die Terminalerweiterung Skylink, dessen Eröffnung noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 erfolgen soll. Bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres wird das Tenderverfahren zur Vergabe von 52 Geschäftslokalen im neuen Terminalbereich abgewickelt. Die Erweiterung des Parkhaus 4 um rund 2.000 Stellplätze wurde planmäßig im Sommer in Angriff genommen. Zudem werden die Parkraumkapazitäten der Flughafen Wien AG mit dem Kauf des Mazur-Parkplatzes – er liegt in der Nähe des Flughafen-Geländes und zählt rund 5.000 Stellplätze – erweitert. Im Bereich Cargo Nord wurde mit dem Bau des "Airport Logistic Center" begonnen. Hier werden ab 2008 kleinflächige Vermietungen an Logistikunternehmen durchgeführt. Im Office Park I wird im zweiten Halbjahr das Besucherzentrum "Visitair Center" eröffnet, der Office Park II ist fertiggestellt und bereits zu 100 Prozent vermietet und das bisherige World Trade Center, ein Bürogebäude mit 18.000 m2 , wird nach seinem Umbau als Office Park III betrieben werden.

Schwechat, am 31. Juli 2007

Mag. Christian Domany Vorstandsmitglied

Mag. Herbert Kaufmann Vorstandsmitglied und Sprecher des Vorstands Ing. Gerhard Schmid

Vorstandsmitglied

Beträge in T€ 1-6/2007 1–6/2006 Veränderung in %
Airport
Externe Segmentumsätze 107.373,4 100.493,9 6,8
Segment-EBIT 43.782,4 36.431,9 20,2
Handling
Externe Segmentumsätze 70.225,1 70.810,3 -0,8
Segment-EBIT 4.722,0 8.831,8 -46,5
Non-Aviation
Externe Segmentumsätze 62.244,6 53.824,5 15,6
Segment-EBIT 19.794,3 18.733,5 5,7

Segmentberichterstattung

Positive Verkehrsentwicklung ermöglicht Umsatzplus trotz Tarifsenkung.

Segment Airport

Im Einklang mit der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +8,9 %, Flugbewegungen: +4,8 %, Höchstabfluggewicht: +5,5 %) konnte das Segment Airport die externen Umsätze im ersten Halbjahr 2007 trotz Tarifsenkungen um 6,8 Prozent auf € 107,4 Mio. steigern. Nach einem Plus der Passagieranzahl von 4,1 Prozent auf 4,7 Mio. reduzierte sich der Anteil der Austrian Airlines Gruppe an der Gesamtpassagierzahl von 56,8 Prozent auf 54,3 Prozent. Der Vergleichswert der Low-Cost-Carrier stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent – ihr Passagierwachstum betrug 38,3 Prozent. Mit 1. Jänner 2007 wurden der Lande- und Parktarif um 1,38 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 2,02 Prozent abgesenkt. Der Fluggasttarif blieb gegenüber der Vorjahresperiode unverändert. Diese attraktiven Tarifgestaltungen werden die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafen Wien weiterhin absichern. Der Anstieg der Betriebsaufwendungen um 2,6 Prozent auf € 49,2 Mio. ist im Wesentlichen auf im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Abschreibungen und Marketingaktivitäten zurückzuführen. Dieser Anstieg verlief jedoch unterproportional zum Umsatzwachstum, wodurch sich das Segment-EBIT um 20,2 Prozent auf € 43,8 Mio. verbesserte. Das Segment-EBITDA erhöhte sich um 16,8 Prozent auf € 62,7 Mio.

Umsatzstagnation und Ergebniseintrübung

Segment Handling

Aufgrund weniger Flugzeugenteisungsleistungen lagen die externen Umsatzerlöse des Segment Handlings mit € 70,2 Mio. knapp unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg jedoch der externe Betriebsaufwand vorwiegend aufgrund höherer Personalaufwendungen – die Mitarbeiterzahl wurde um 4,3 Prozent erhöht – und Abschreibungen um € 3,2 Mio. oder 5,3 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um einen Prozentpunkt auf 88,8 Prozent zurück. Diese Faktoren führten in Summe zu einer Verringerung des Segment-EBIT um 46,5 Prozent auf € 4,7 Mio. und des Segment-EBITDA um 31,0 Prozent auf € 8,4 Mio.

Weitere Umsatzund Ergebnissteigerungen.

Segment Non-Aviation

Der Anstieg der externen Umsätze des Segments Non-Aviation um 15,6 Prozent auf € 62,2 Mio. stammt vorwiegend aus der weiterhin positiven Entwicklung der Parkentgelte, der Mieterträge und der Erträge aus der Sicherheitskontrolle. Die Shops und Gastronomiebetriebe erwirtschafteten um 9,7 Prozent höhere Originär-Umsätze. Die externen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um € 3,6 Mio. oder 5,9 Prozent. Dieser Anstieg erklärt sich im Wesentlichen aus höheren Personalkosten infolge der Geschäftsausweitung der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. und gestiegenen Abschreibungsaufwendungen, die durch die Inbetriebnahme verschiedener Baulichkeiten im zweiten Halbjahr 2006 ausgelöst wurden. Das Segment-EBIT verzeichnete einen Anstieg um 5,7 Prozent auf € 19,8 Mio., das Segment-EBITDA um 6,9 Prozent auf € 30,5 Mio.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn-und Veränd.
Verlustrechnung in T€ 1–6/2007 1–6/2006 in % 4–6/2007 4–6/2006
Umsatzerlöse 239.861,6 225.260,3 6,5 129.027,4 118.607,3
Sonstige betriebliche Erträge 8.274,9 6.405,0 29,2 6.380,2 3.361,6
Betriebsleistung 248.136,5 231.665,4 7,1 135.407,6 121.968,9
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen -16.097,7 -18.484,7 -12,9 -7.145,1 -7.572,0
Personalaufwand -103.122,1 -96.571,1 6,8 -54.542,7 -49.745,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.555,9 -32.682,9 5,7 -20.664,2 -19.282,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) 94.360,9 83.926,7 12,4 53.055,5 45.369,1
Abschreibungen -33.487,5 -30.582,5 9,5 -17.151,0 -16.092,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 60.873,3 53.344,1 14,1 35.904,4 29.276,8
Beteiligungsergebnis ohne at equity
Unternehmen 350,0 217,3 61,0 350,0 217,3
Zinsergebnis -4.513,6 -2.789,7 61,8 -3.141,5 -1.535,0
Sonstiges Finanzergebnis -178,4 0,0 -100,0 -98,0 0,0
Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen -4.342,0 -2.572,3 68,8 -2.889,5 -1.317,7
Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen 1.140,4 388,3 193,7 1.119,5 642,1
Finanzergebnis -3.201,6 -2.184,1 46,6 -1.770,0 -675,6
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 57.671,8 51.160,1 12,7 34.134,5 28.601,3
Ertragsteuern -13.824,6 -12.549,1 10,2 -8.189,1 -7.031,6
Periodenergebnis 43.847,2 38.611,0 13,6 25.945,3 21.569,6
davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 42.354,4 38.633,0 9,6 24.736,8 21.574,0
Minderheitsgesellschafter 1.492,8 -22,0 n.a. 1.208,6 -4,4
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert/verwässert 2,02 1,84 9,8 1,18 1,03
Konzern-Bilanz in T€ 30.6.2007 31.12.2006 Veränderung in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 10.772,8 7.055,3 52,7
Sachanlagen 1.180.337,0 1.109.800,1 6,4
Finanzanlagen assoziierte Unternehmen – at equity 96.399,9 87.586,9 10,1
Sonstige Finanzanlagen 5.264,8 5.101,7 3,2
Forderungen 852,4 852,4 0,0
Latente Steuerabgrenzung 4.850,6 5.512,2 -12,0
1.298.477,4 1.215.908,8 6,8
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.166,9 2.931,3 8,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 64.853,0 83.521,6 -22,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 168.520,3 183.042,5 -7,9
236.540,2 269.495,4 -12,2
AKTIVA 1.535.017,6 1.485.404,2 3,3
Konzern-Bilanz in T€
(Fortsetzung)
30.6.2007 31.12.2006 Veränderung in %
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -3.405,7 -1.425,0 139,0
Einbehaltene Ergebnisse 427.699,8 431.545,4 -0,9
Minderheitenanteile 17.289,8 38.748,7 -55,4
711.911,2 739.196,4 -3,7
Langfristige Schulden
Rückstellungen 118.746,9 117.547,8 1,0
Finanzverbindlichkeiten 460.762,7 359.809,8 28,1
Verbindlichkeiten 36.410,4 7.519,4 384,2
Latente Steuerabgrenzung 1.473,8 391,0 277,0
617.393,8 485.267,9 27,2
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 9.413,3 5.522,4 70,5
Übrige Rückstellungen 94.098,5 131.897,0 -28,7
Finanzverbindlichkeiten 4.007,2 4.652,9 -13,9
Lieferantenverbindlichkeiten 64.767,8 60.242,7 7,5
Übrige Verbindlichkeiten 33.425,8 58.624,9 -43,0
205.712,6 260.939,8 -21,2
PASSIVA 1.535.017,6 1.485.404,2 3,3
Konzern-Geldflussrechnung in T€ 1–6/2007 1–6/2006 Veränderung in %
Nettogeldfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit 67.864,4 61.227,6 10,8
aus der Investitionstätigkeit -163.984,9 -134.640,1 21,8
aus der Finanzierungstätigkeit 31.155,6 228.094,5 -86,3
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestandes -64.964,9 154.682,0 -142,0
Veränderung der Neubewertungsrücklage für Wertpapiere 626,0 -343,9 -282,0
Veränderung aus Währungsumrechnung 3,9 -1.037,3 -100,4
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 129.107,5 58.231,5 121,7
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 64.772,4 211.532,2 -69,4
davon Wertpapiere des Umlaufvermögens 37.671,1 34.703,7 8,6
davon unrealisierte Gewinn (+) / Verluste (-) -1.501,8 331,2 -553,4
Aufstellung der erfassten
Gewinne und Verluste in T€ 1–6/2007 1–6/2006
Wertänderungen von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren
direkt im Eigenkapital verrechnet 701,8 -1.402,7
in das Ergebnis der laufenden Periode umgebucht 0,0 0,0
Veränderungen aus der Währungsumrechnung
direkt im Eigenkapital verrechnet 946,7 -1.037,3
in das Ergebnis der laufenden Periode umgebucht -3.453,8 0,0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
verrechnete Posten -175,5 350,6
Summe der direkt im Eigenkapital
erfassten Gewinne und Verluste -1.980,8 -2.089,4
Periodenergebnis 43.847,2 38.611,0
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 41.866,4 36.521,6
davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 40.373,7 36.543,6
Minderheitsgesellschafter 1.492,8 -22,0
Entwicklung des Konzern- Grund- Kapital- Sonstige Einbehaltene Minderheiten
Eigenkapitals in T€ kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse anteile Gesamt
Stand zum 1.1.2006 152.670,0 117.657,3 -12.513,6 396.017,5 0,0 653.831,2
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste -2.089,4 38.633,0 -22,0 36.521,6
Zugänge von Minderheiten 26.818,1 26.818,1
Dividendenausschüttung -42.000,0 -42.000,0
Stand zum 30.6.2006 152.670,0 117.657,3 -14.603,0 392.650,5 26.796,1 675.170,9
Stand zum 1.1.2007 152.670,0 117.657,3 -1.425,0 431.545,4 38.748,7 739.196,4
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste -1.980,7 42.354,4 1.492,8 41.866,4
Abgänge von Minderheiten -22.951,6 -22.951,6
Dividendenausschüttung -46.200,0 -46.200,0
Stand zum 30.6.2007 152.670,0 117.657,3 -3.405,7 427.699,8 17.289,8 711.911,2
Segmentergebnisse 1–6 2007, in T€ Airport Handling Non-Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 107.373,4 70.225,1 62.244,6 239.843,1
Interne Segmentumsätze 14.796,9 11.047,5 29.778,4
Segmentumsätze 122.170,3 81.272,6 92.022,9
Sonstige externe Umsätze 18,5
Konzernumsatz 239.861,6
Segmentergebnis 43.782,4 4.722,0 19.794,3 68.298,7
Sonstiges (nicht zuordenbar) -7.425,4
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 60.873,3
Segmentergebnisse 1–6 2006, in T€ Airport Handling Non-Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 100.493,9 70.810,3 53.824,5 225.128,6
Interne Segmentumsätze 13.320,9 10.947,5 29.162,3
Segmentumsätze 113.814,7 81.757,8 82.986,7
Sonstige externe Umsätze 131,7
Konzernumsatz 225.260,3
Segmentergebnis 36.431,9 8.831,8 18.733,5 63.997,3
Sonstiges (nicht zuordenbar) -10.653,1
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 53.344,1

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2007 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit diese von der Europäischen Union übernommen wurden.

Der verkürzte Zwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem Jahresabschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2006 gelesen werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Zwischenabschluss wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Jahresabschluss 2006. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006, der die Grundlage für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Saisonalität des Flughafengeschäftes

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge ist das gesteigerte Passagiervolumen während der Urlaubssaison in Europa.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG zehn inländische (31. Dezember 2006: acht) und drei ausländische (31. Dezember 2006: drei) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2006: drei) und fünf ausländische Unternehmen (31. Dezember 2006: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Kauf eines Bürogebäudes am Standort.

Die Flughafen Wien Gruppe erwarb am 4. April 2007 100,0 Prozent der Anteile an der Corvin WTC Airport Business Center Vermietungs GmbH, Wien (nunmehr VIE WTC Betriebs GmbH, Schwechat), für einen Kaufpreis in Höhe von T€ 27.104,4. Das erworbene Unternehmen besitzt und betreibt das "World Trade Center"-Bürogebäude am Flughafen Wien Schwechat. Der konsolidierte Ergebnisbeitrag der Tochtergesellschaft in den ersten drei Monaten seit dem Erwerb beträgt T€ 709,2. Wäre die Akquisition zum 1. Jänner 2007 erfolgt, würden die geschätzten konsolidierten Umsatzerlöse T€ 2.093,0 betragen sowie das geschätzte konsolidierte Periodenergebnis für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2007 T€ 4.362,0 (inklusive außerordentliches Ergebnis in Höhe von T€ 3.610,1).

Angesetzte Werte Anpassung an Buchwerte
Beträge in T€ bei Erwerb beizulegende Zeitwerte vor dem Erwerb
Immaterielle Vermögenswerte 14,3 0,0 14,3
Sachanlagen 23.291,8 5.591,1 17.700,7
Sonstige Finanzanlagen 3,8 0,0 3,8
Vorräte 2,7 0,0 2,7
Forderungen und
andere Vermögenswerte 212,6 0,0 212,6
Aktive latente Steuerabgrenzung 2.136,2 0,0 2.136,2
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 598,5 0,0 598,5
Finanzverbindlichkeiten -0,4 0,0 -0,4
Rückstellungen -96,8 0,0 -96,8
Verbindlichkeiten -2.040,5 0,0 -2.040,5
Passive latente Steuerabgrenzung -1.397,8 -1.397,8 0,0
Erworbenes Nettovermögen 22.724,4 4.193,3 18.531,1
Firmenwert 4.380,0
Bar bezahlter Kaufpreis 27.104,4

Die Akquisition der VIE WTC Betriebs GmbH wirkt sich auf die Vermögens- und Finanzlage zum Erwerbszeitpunkt wie folgt aus:

Der im Zuge der Kaufpreisverteilung angesetzte Firmenwert ist im Wesentlichen auf das erwartete langfristige Entwicklungspotenzial des World Trade Center am Flughafen Wien Schwechat zurückzuführen.

Am 25. Mai 2007 wurden im Zuge einer Kapitalerhöhung 25,15 Prozent der Flughafen Friedrichshafen GmbH erworben. Die Gesellschaft betreibt den Flughafen in Friedrichshafen. Der Kaufpreis inklusive aktivierter Nebenkosten beträgt T€ 7.661,4 und ist unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst. Die endgültige Feststellung des im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwertes wird im Rahmen der Bestimmungen für den erstmaligen Ansatz des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse erfolgen. Akquisition von 25,15 Prozent der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH.

Sonstige Angaben

Die Flughafen Wien AG nahm im Mai 2007 eine Dividendenauszahlung in Höhe von T€ 46.200,0 für das Geschäftsjahr 2006 vor.

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen. Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Jahresabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden im ersten Halbjahr 2007 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2007 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Erklärung des Vorstandes

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind (IAS 34 – Zwischenberichterstattung) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2007 vermittelt nach unserem besten Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen. Ebenso vermittelt der beigefügte Konzernzwischenlagebericht nach unserem besten Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und gibt Auskunft über den Geschäftsverlauf und die Auswirkungen bestehender und zukünftiger Risiken auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Schwechat, am 31. Juli 2007

Mag. Christian Domany Vorstandsmitglied

Mag. Herbert Kaufmann Vorstandsmitglied und

Sprecher des Vorstands Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied

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