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Flughafen Wien AG

Annual Report Apr 28, 2017

744_10-k_2017-04-28_d0a57957-2f19-4c95-857e-7aadc462d484.pdf

Annual Report

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2016 Gemäß §82 Abs. 4 Börsegesetz Flughafen Wien AG Jahresfinanzbericht

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe1

Veränd.
in € Mio. 2016 in % 2015 2014 2013
Gesamtumsatz 741,6 3,0 720,2 693,4 679,9
davon Airport 370,8 3,2 359,2 344,1 331,4
davonHandling 158,4 4,7 151,3 145,7 151,9
davon Retail&Properties 123,9 -3,4 128,2 123,8 121,2
davonMalta 73,1 9,1 67,0 64,3 58,8
davon Sonstige Segmente 15,4 6,3 14,5 15,6 16,6
EBITDA 329,8 5,5 312,5 288,8 272,0
EBITDA-Marge (in %)2 44,5 n. a. 43,4 41,7 40,0
EBIT 172,0 0,1 171,8 149,4 134,6
EBIT-Marge (in %)3 23,2 n. a. 23,9 21,5 19,8
ROCE vor Steuern (in %)4 9,8 n. a. 9,6 8,0 7,0
ROCE nach Steuern (in %)5 7,4 n. a. 7,2 6,0 5,3
Konzernergebnis 112,6 0,7 111,8 91,9 80,7
Konzernergebnis Muttergesellschaft 102,6 2,4 100,3 82,6 72,4
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
255,1 -0,2 255,5 238,3 232,1
Investitionen6 92,0 5,6 87,1 81,1 79,0
Ertragsteuern 40,8 2,4 39,9 32,9 30,5

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

in € Mio. 31.12.2016 Veränd.
in %
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 1.144,0 0,4 1.139,3 1.069,8 1.019,1
Eigenkapitalquote (in %) 56,7 n. a. 52,5 49,7 46,0
Nettoverschuldung 355,5 -27,1 487,8 541,9 675,1
Bilanzsumme 2.018,3 -7,0 2.170,9 2.152,2 2.215,5
Gearing (in %) 31,1 n. a. 42,8 50,7 66,2

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Veränd.
2016 in % 2015 2014 2013
Passagierentwicklung Gruppe
Flughafen Wien (in Mio.) 23,4 2,5 22,8 22,5 22,0
Malta Airport (in Mio.) 5,1 10,0 4,6 4,3 4,1
Košice Airport (in Mio.) 0,4 6,4 0,4 0,4 0,2
Flughafen Wien und Beteiligungen
(VIE, MIA, KSC)
28,9 3,8 27,8 27,1 26,3
Verkehrsentwicklung Wien
Gesamtpassagiere (in Mio.) 23,4 2,5 22,8 22,5 22,0
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,2 -2,0 6,3 6,5 6,8
Flugbewegungen 226.395 -0,2 226.811 230.781 231.179
MTOW (in Mio. Tonnen)7 8,7 3,1 8,4 8,2 7,9
Fracht
(Luftfracht und Trucking; in Tonnen)
282.726 3,7 272.575 277.532 256.194
Sitzladefaktor (in %)8 73,4 n. a. 74,3 75,0 74,8
Veränd.
2016 in % 2015 2014 2013
Anzahl der ausgegebenen Aktien
(in Mio.)9
84,0 0,0 84,0 84,0 84,0
KGV (per 31.12.) 19,2 4,4 18,4 19,5 17,7
Gewinn je Aktie (in €)9 1,22 2,4 1,19 0,98 0,86
Dividende je Aktie (in €)9, 10 0,625 25,0 0,500 0,413 0,325
Dividendenrendite (per 31.12.; in %) 2,67 n. a. 2,28 2,15 2,13
Payout-Ratio
(in % vom Jahresgewinn)
51,2 n. a. 41,9 42,0 37,7
Marktkapitalisierung
(per 31.12.; in € Mio.)
1.965,6 6,8 1.839,6 1.613,2 1.281,0
Börsenkurs: Höchstwert (in €)9 27,45 22,4 22,43 20,38 15,36
Börsenkurs: Tiefstwert (in €)9 18,80 0,0 18,81 14,85 10,25
Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €)9 23,40 6,8 21,90 19,21 15,25
Marktgewichtung ATX (per 31.12.; in %) n. a. n. a. 1,6 1,5 n. a.
Marktgewichtung ATX Prime
(per 31.12.; in %)
0,88 n. a. n. a. n. a. 1,4

Börsentechnische Kennzahlen

Nachhaltigkeitskennzahlen (Standort Flughafen Wien)

2016 Veränd.
in %
2015 2014 2013
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (FTE)11 4.353 -0,2 4.360 4.306 4.399
Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. (FTE) 4.322 -1,3 4.380 4.208 4.247
Frauenquote (in %)12 11,7 n. a. 11,3 11,6 12,5
Anteil weiblicher Führungskräfte (in %)12 15,2 n. a. 16,5 18,1 17,6
Meldepflichtige Arbeitsunfälle(Anzahl)13 119 -5,6 126 n. a. n. a.
Gesamtenergiebedarf (kWh/VE14) 7,28 -2,3 7,45 7,34 8,23
Gesamtmenge Abfall (kg/VE14) 0,15 0,0 0,15 0,14 0,14
Wasserverbrauch (Liter/VE14) 20,1 16,2 17,3 15,9 17,4
Abwasseranfall (Liter/VE14) 20,1 13,6 17,7 17,9 24,1

Erläuterungen:

1) Vergleichswerte angepasst (vgl. Abschnitt VI. Konzernanhang 2016)

2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse

3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse

4) ROCE vor Steuern (Return on Capital Employed before Tax) = EBIT / durchschnittliches Capital Employed

5) ROCE nach Steuern (Return on Capital Employed after Tax) = EBIT abzüglich zurechenbarer Steuern /

durchschnittliches Capital Employed

6) Investitionen: immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen

7) MTOW: Maximum Take-off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität

9) Aktiensplit 1:4 mit Wirkung 27.6.2016 durchgeführt – Historie entsprechend angepasst; alte ISIN AT0000911805

durch neue AT00000VIE62 ersetzt

10) Dividende 2016: Vorschlag an die Hauptversammlung

11) Nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlingen, exklusive Mitarbeitern ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.), exklusive Vorständen und Geschäftsführern gewichtetes "Full-time Equivalent" im Jahresdurchschnitt (FTE)

12) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

13) Ab 2015 Umstellung von Flughafen Wien AG auf Flughafen-Wien-Gruppe am Standort Wien,

Vorjahreswerte nicht vergleichbar

14) Eine Verkehrseinheit (VE) entspricht einem Passagier oder 100 kg Luftfracht bzw. Luftpost.

Inhalt

Flughafen-Wien-Gruppe

Einzelabschluss der Flughafen Wien AG

K o n z e r n l a g e b e r i c h t f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2 0 1 6

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung von Konjunktur und Währungsrelationen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien ist als zentraleuropäischer, internationaler Hub primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone betroffen und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere auch von jener der CEE-Region (Zentral- und Osteuropa). Auch die Flughäfen Malta und Košice werden durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den jeweiligen Regionen wesentlich beeinflusst. Weitere wichtige Faktoren für die FWAG sind zudem die ökonomische und politische Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.

Die Weltwirtschaft im Jahr 2016 wuchs, gemessen am globalen BIP, – wie schon 2015 – um 3,1%. (Quelle: World Economic Outlook des IMF/01/2017)

Im Euroraum betrug das Wirtschaftswachstum für 2016 rund 1,7%. Während sich die Binnennachfrage positiv entwickelte, wirkte der Außenhandel eher dämpfend. Aus mehreren Euroländern kamen zuletzt jedoch positive Konjunktursignale, insbesondere aus jenen, die in den letzten Jahren eine tiefe Rezession durchlaufen hatten (Spanien, Griechenland, Zypern und Portugal). In den EU-Mitgliedstaaten Zentral-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) dürfte das BIP-Plus überdurchschnittliche 3% erreicht haben. Die Arbeitslosenquote lag im Euroraum bei 9,8% (Stand: Oktober 2016), das ist das niedrigste Niveau seit Juli 2009. Die Inflationsrate lag mit 0,6% (Stand: November 2016) weiterhin unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), was ein Beibehalten der lockeren Geldpolitik auch im Jahr 2017 wahrscheinlich macht.

7

Die österreichische Wirtschaft befand sich 2016 in einer von der inländischen Nachfrage getragenen Erholungsphase. Aufgrund der im Jänner 2016 in Kraft getretenen Einkommensteuerreform und wegen der verbesserten Situation am Arbeitsmarkt kam es zu einer markanten Erhöhung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte. Das Wachstum des realen BIP beschleunigte sich auf 1,4%, nachdem es vier Jahre in Folge um weniger als 1% gewachsen war. Die Inflation blieb im Jahr 2016 durch die niedrigen Erdöl- und Energiepreise mit 0,9% weiterhin niedrig. (Quelle: OeNB, Konjunktur aktuell – Dezember 2016)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

2016 verzeichnete der Tourismus in Wien trotz schwieriger geopolitischer Rahmenbedingungen mit einem Zuwachs von 4,4% auf rund 15 Mio. Nächtigungen ein weiteres Rekordjahr. 81% der Nächtigungen entfielen dabei auf ausländische Gäste. Die stärksten Zuwächse nach Regionen verzeichneten dabei Reisende aus Großbritannien (+18,0%) und China (+15,2%). Aber auch die Nächtigungen von inländischen Gästen nahmen um 7,8% zu. Russland, Japan, die arabischen Länder sowie Australien blieben in der Gästestatistik dagegen hinter dem Vorjahr zurück. (Quelle: Wien-Tourismus; Statistik Austria)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Zahl der Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung lag 2016 deutlich über den Vorjahreswerten. Insgesamt wurden rund 15,6 Mio. Urlaubsreisen verzeichnet (2015: 14,2 Mio.), die Geschäftsreisen nahmen im gleichen Zeitraum ebenfalls von 2,6 Mio. auf 2,8 Mio. zu. Besonders stark war das Wachstum der Urlaubsreisen in den Monaten April bis Juni. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)

Verkehrsentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe

Verkehrskennzahlen VIE, MLA, KSC 20161 Veränd.
in %
2015
Gesamtpassagiere 28.868.783 +3,8 27.804.143
davon Lokalpassagiere 22.583.327 +5,6 21.387.457
davon Transferpassagiere 6.184.320 -2,0 6.313.656
Flugbewegungen 271.562 +0,8 269.479
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 297.024 +3,2 287.792

Kumulier te Verkehr sent wicklung der Flughafen W ien -W ien - Gruppe

1) Aufrollung der Verkehrsdaten

Die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive ihrer Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice verzeichnete mit insgesamt 28,9 Mio. Passagieren im Jahr 2016 einen Passagierzuwachs von 3,8% gegenüber dem Vorjahr.

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien 2016

Verkehrskennzahlen 2016 Veränd.
in %
2015 2014
MTOW (in Mio. Tonnen) 8,7 +3,1 8,4 8,2
Gesamtpassagiere (in Mio.) 23,4 +2,5 22,8 22,5
davon Lokalpassagiere (in Mio.) 17,1 +4,3 16,4 15,9
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,2 -2,0 6,3 6,5
Flugbewegungen 226.395 -0,2 226.811 230.781
Fracht (Luftfracht und Trucking; in
Tonnen)
282.726 +3,7 272.575 277.532
Sitzladefaktor (in %) 73,4 n. a. 74,3 75,0
Anzahl der Destinationen 186 +2,8 181 172
Anzahl der Airlines 74 -1,3 75 70

Neuer Passagierrekord (plus 2,5%) durch Zuwachs bei Low- Cost- Carriern

Der Flughafen Wien konnte 2016 mit 23.352.016 abgefertigten Fluggästen ein Wachstum von 2,5% und damit ein All-time High erreichen, vor allem durch eine starke zweite Jahreshälfte mit dem stärksten Einzelmonat (Juli) und dem stärksten Einzeltag (16. September) in der Geschichte des Flughafen Wien.

Entscheidend für die gute Entwicklung im Jahr 2016 waren zahlreiche Erweiterungen der Low-Cost-Carrier, die vor allem das Wachstum der Lokalpassagiere unterstützten (+4,3%). Der Transferverkehr (-2,0%) wurde u. a. durch die Einstellung von transferstarken Langstrecken negativ beeinflusst.

Die Zahl der Bewegungen am Flughafen Wien blieb mit 226.395 (2015: 226.811) fast konstant. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg dagegen durch den Einsatz größerer Flugzeuge im Vergleichszeitraum um 3,1% auf 8.653.173 Tonnen (2015: 8.395.038 Tonnen).

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) sank auf 73,4% (2015: 74,3%).

2016 wurde der Flughafen Wien von 74 Fluglinien, die 186 Destinationen in 72 Ländern bedienten, regelmäßig angeflogen. Neu hinzugekommen sind u. a. die Langstreckendestinationen Havanna, Hongkong und Shanghai.

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2015 in %
Flug
bewegungen1
Veränd. zu
2015 in %
London2 143.141,4 3,9 916.134 2,6
Paris3 97.175,5 1,8 707.366 1,0
Istanbul4 89.661,5 -0,5 669.088 2,4
Amsterdam 63.618,9 9,2 478.866 6,3
Frankfurt 60.786,9 -0,4 452.522 -0,9
Madrid 50.400,4 7,7 377.400 3,1
Rom5 47.105,5 1,9 344.356 -1,4
München 42.261,3 3,1 374.057 3,9
Mailand6 40.207,6 4,1 337.272 3,5
Zürich 27.621,2 5,3 249.892 0,1
Wien 23.352,0 2,5 224.749 -0,2
Prag 13.070,8 8,6 121.343 -3,0
Budapest 11.431,5 11,1 89.619 4,2

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2016 im Vergleich (Auszug)

1) Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

2) London Heathrow, Gatwick, Stansted

3) Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly 4) Istanbul-Atatürk, Istanbul-Sabiha Gökçen

5) Rom-Fiumicino, Rom-Ciampino

6) Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo

Quelle: ACI Europe Traffic Report, December 2016

Die Entwicklung der relevanten europäischen Flughäfen wird mittels definierter Kennzahlen laufend beobachtet. In allen wichtigen Qualitätskriterien, vor allem bei Pünktlichkeit und Gepäckzuverlässigkeit, liegt der Flughafen Wien im absoluten Spitzenfeld.

Passagierentwicklung am Flughafen Wien

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2016 (L inie und Char te r) nach Regionen

Regionen 2016 2015 Veränd.
in %
Anteil
2016 in %
Anteil
2015 in %
Veränd.
Anteil
in %-
Punkten
Westeuropa 8.180.526 7.911.754 +3,4 70,3 69,7 +0,6
Osteuropa 1.908.559 1.917.297 -0,5 16,4 16,9 -0,5
Ferner Osten 425.090 424.400 +0,2 3,7 3,7 -0,1
Naher und
Mittlerer Osten
619.297 583.082 +6,2 5,3 5,1 +0,2
Nordamerika 333.262 325.603 +2,4 2,9 2,9 -0,0
Afrika 153.164 176.281 -13,1 1,3 1,6 -0,2
Lateinamerika 12.133 10.928 +11,0 0,1 0,1 +0,0
11.632.031 11.349.345 +2,5 100,0 100,0

Bei westeuropäischen Destinationen konnte 2016 ein Wachstum von 3,4% auf 8.180.526 abgeflogene Fluggäste erreicht werden, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen auf 70,3% erhöhte (2015: 69,7%). Großteils wurde dieses Ergebnis durch Streckenerweiterungen und -neuaufnahmen von Low-Cost-Carriern, vor allem zu Destinationen in Großbritannien und Spanien, erreicht.

Die Verkehrsentwicklung in Richtung Osteuropa hat sich 2016 mit 1.908.559 abfliegenden Passagieren (-0,5%) nach einigen Jahren mit rückläufiger Entwicklung wieder stabilisiert. Ab dem zweiten Halbjahr 2016 konnte gegenüber dem Vorjahr sogar ein Wachstum erzielt werden. Der Anteil der Reisenden in diese Region nahm um 0,5 Prozentpunkte auf 16,4% ab.

Durch die Aufnahme einer weiteren Destination (Miami) verzeichnete die Region Nordamerika um 2,4% mehr Fluggäste. Ihr Anteil am Passagieraufkommen betrug 2,9%. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (+6,2%), im Fernen Osten (+0,2%) und in Lateinamerika (+11,0%) zogen aufgrund von Erweiterungen des Angebots ebenfalls mehr Reisende an. Die politisch instabile Lage, vor allem im Norden des Kontinents, führte hingegen zu einem Rückgang der abgeflogenen Passagiere nach Afrika um 13,1%.

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. London 604.168 +18,0 512.032 461.630
2. Frankfurt 591.631 -1,1 598.015 680.895
3. Zürich 492.252 +2,1 481.952 476.290
4. Düsseldorf 439.001 +3,2 425.493 398.510
5. Paris 407.057 +7,7 377.981 386.753

Die 5 passagierstärksten Destinationen 2016 (abfliegende Passagiere)

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Moskau 208.622 -18,1 254.640 329.513
2. Bukarest 199.145 +6,2 187.539 201.929
3. Sofia 157.415 -3,5 163.156 162.265
4. Kiew 108.405 +14,1 95.025 72.939
5. Warschau 102.067 -0,7 102.780 103.345
6. Belgrad 90.307 -0,1 90.413 90.289
7. Zagreb 77.761 +0,1 77.671 78.636
8. Tirana 75.802 +6,9 70.936 73.316
9. Prag 70.721 -7,1 76.145 78.329
10. Sarajevo 59.274 +2,1 58.043 57.731
Sonstige 759.040 +2,4 740.949 777.374
Abfliegende Passagiere 1.908.559 -0,5 1.917.297 2.025.666

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns im ze ntr al und osteuropäischen Raum 2016 (abfliegende Passagiere)

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns L angs tr e cke 2016 (abfliegende Passagiere)

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Bangkok 110.959 -1,6 112.782 115.557
2. Chicago 68.065 +11,9 60.802 57.827
3. Taipeh 63.939 -0,9 64.542 54.594
4. Peking 58.158 -9,8 64.493 56.944
5. Toronto 55.197 -4,8 57.975 57.981
6. New York 54.978 -22,4 70.869 86.284
7. Washington 53.192 -23,0 69.061 72.355
8. Newark 52.782 -4,2 55.121 24.183
9. Miami 49.048 n. a. 11.775 0
10. Tokio 47.929 -33,1 71.603 73.715
Sonstige 180.785 +30,4 138.690 129.037
Abfliegende Passagiere 795.032 +2,2 777.713 728.477

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns in de n Nahe n und Mittleren Osten 2016 (abfliegende Passagiere)

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Dubai 212.457 -5,9 225.718 232.128
2. Tel Aviv 166.011 +2,7 161.585 157.155
3. Doha 84.961 +23,2 68.935 48.069
4. Teheran 54.689 +73,2 31.576 27.612
5. Abu Dhabi 37.553 +8,5 34.615 3.121
Sonstige 63.626 +4,9 60.653 70.838
Abfliegende Passagiere 619.297 +6,2 583.082 538.923
Fluglinie 2016 Veränd.
in %
2015 Anteil
in % 2016
Anteil
in % 2015
Austrian 10.402.625 +0,1 10.388.250 44,5 45,6
NIKI 2.158.023 -10,5 2.411.068 9,2 10,6
airberlin 1.440.965 -1,6 1.463.938 6,2 6,4
Germanwings/Eurowings 1.275.117 +44,6 881.770 5,5 3,9
Lufthansa 903.585 +0,6 898.358 3,9 3,9
easyJet1 628.578 +87,0 336.154 2,7 1,5
British Airways 504.014 +11,6 451.705 2,2 2,0
Turkish Airlines 477.195 -2,0 486.764 2,0 2,1
Emirates 420.090 +6,7 393.712 1,8 1,7
SWISS 386.582 +4,9 368.375 1,7 1,6
Sonstige 4.755.242 +1,3 4.694.960 20,4 20,6
davon Lufthansa Gruppe2 13.271.077 +2,9 12.895.615 56,8 56,6
davon airberlin Gruppe3 3.598.988 -7,1 3.875.006 15,4 17,0
Passagiere gesamt 23.352.016 +2,5 22.775.054 100,0 100,0

Passagieraufkommen nach Airlines 2016

1) Inklusive easyJet Switzerland 2) Lufthansa Gruppe: Austrian Airlines, Lufthansa, Germanwings, Eurowings, SWISS, Brussels Airlines, SunExpress,

SunExpress Deutschland 3) airberlin und NIKI

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde des Flughafen Wien – Austrian Airlines – verzeichnete 2016 eine stabile Passagierentwicklung (+0,1%). Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen sank auf 44,5% (2015: 45,6%). Eurowings (inkl. Germanwings) erreichte durch Stationierung weiterer Flugzeuge und Aufnahme zahlreicher Strecken ein Passagierplus von 44,6% und steigerte den Anteil an der Gesamtpassagierzahl auf 5,5% (2015: 3,9%). Erfreulich entwickelten sich darüber hinaus easyJet, British Airways oder auch Emirates, die durch Kapazitätserweiterungen ein starkes Passagierwachstum verzeichnen konnten. Die airberlin Gruppe (NIKI und airberlin) hingegen reduzierte 2016 ihr Angebot stark, der Gesamtpassagieranteil reduziert sich dadurch auf 15,4% (2015: 17,0%).

Wachstum beim Frachtaufkommen (plus 3,7%)

Der Flughafen Wien konnte 2016 das Frachtaufkommen um 3,7% auf 282.726 Tonnen steigern (2015: 272.575). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die abgefertigte Luftfracht, vor allem durch ein erhöhtes Frachtaufkommen aus dem asiatischen Raum, um 3,4% auf 203.033 Tonnen. Das Trucking-Aufkommen stieg um 4,4% auf 79.693 Tonnen.

Verkehrsentwicklung der Flughäfen Malta und Košice

Verkehrskennzahlen 2016 Veränd. in % 2015
MTOW (in Mio. Tonnen) 3,0 6,5 2,9
Gesamtpassagiere (in Mio.) 5,1 10,0 4,6
Flugbewegungen 35.800 4,5 34.242
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 14.210 -5,0 14.964

Malta (vollkonsolidiertes Tochterunternehmen)

Der Flughafen Malta konnte 2016 einen Rekord bei Passagieren und Bewegungen verzeichnen. Mit einem Wachstum von 10,0% wurden erstmals über fünf Millionen Fluggäste abgefertigt, und auch die Zahl der Flugbewegungen legte mit 35.800 gegenüber dem Vorjahr (2015: 34.242) deutlich zu. Der Sitzladefaktor verbesserte sich im Berichtsjahr von 81,5% auf 83,3%. Mit drei neuen Fluglinien und elf neu aufgenommenen Strecken bedienten 37 Fluglinien 92 Destinationen in 35 Ländern.

Der größte Kunde des Flughafen Malta im Jahr 2016 war Ryanair mit einem Anteil an den Passagieren von 34,1%. Sie löste mit einem Passagierzuwachs von 41,3%, u. a. durch die Stationierung eines dritten Flugzeugs am Airport, den bisherigen Spitzenreiter Air Malta ab. Letztere beförderte im Berichtsjahr um 7,5% weniger Fluggäste, da auch die Sitzplatzkapazität um 7,9% reduziert wurde, und kommt nun auf einen Anteil von 31,5%.

Die wichtigsten Destinationen ab Flughafen Malta liegen in Großbritannien (1.354.567 Passagiere), Italien (1.067.815 Passagiere) und Deutschland (666.579 Passagiere), aber auch andere europäische Destinationen entwickelten sich in den letzten Monaten mit der Neuaufnahme zusätzlicher Strecken positiv.

Verkehrskennzahlen 2016 Veränd. in % 2015
MTOW (in Mio. Tonnen) 0,2 15,0 0,1
Gesamtpassagiere (in Mio.) 0,4 6,4 0,4
Flugbewegungen 9.367 11,2 8.426
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 88 -65,1 253

Košice (at-Equity-Beteiligung)

Der Flughafen Košice verzeichnete ein Passagierwachstum von 6,4% auf 436.696 Passagiere (2015: 410.449). Die Flugbewegungen legten ebenfalls um 11,2% auf 9.367 Bewegungen (2015: 8.426) zu.

Im Linienverkehr bedienten 5 Fluglinien 10 Destinationen in 8 Ländern, wobei der größte Kunde des Flughafen Košice Wizz Air ist.

Die wichtigsten Destinationen ab dem Flughafen Košice waren 2016 neben London Luton, Wien und Prag auch Doncaster, Bristol und Warschau.

Entgelte - und Incentive -Politik am Flughafen Wien

Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2016 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2016 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie – bmvit) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgelts gilt das höchstzulässige Abfluggewicht (MTOW) der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt, das landseitige Infrastrukturentgelt und das Sicherheitsentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgelts Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate, verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Nach den entsprechenden Konsultationen mit den Fluglinien beantragte die Flughafen Wien AG folgende Änderungen der Entgelte ab 1. Jänner 2016, welche von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde per Bescheid genehmigt wurden:


Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt:
+1,01%

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt:
+0,85%

Infrastrukturentgelt Betankung:
+0,86%

Das PRM-Entgelt (Entgelt für "Passengers with Reduced Mobility" – Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Das Sicherheitsentgelt wurde infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion schon ab 1. September 2015 um € 0,55 pro abfliegenden Passagier angehoben und betrug unter Berücksichtigung der Anhebung gemäß Price-Cap-Formel im Jahr 2016 € 8,37 pro abfliegenden Passagier.

Das Transfer-Incentive blieb im Jahr 2016 mit € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen stärken soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Die Flughafen Wien AG hat auch im Jahr 2016 das Wachstums-Incentive-Programm – bestehend aus dem Destinations- und Frequenz-Incentive sowie dem Frequenzdichte-Incentive –, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, fortgesetzt. Zudem wurde mit dem Point2Point-Incentive ein nachhaltiges Instrument zur Förderung von lokalem Passagieraufkommen unter gewissen Bedingungen implementiert.

Ziel der mit 1. Jänner 2016 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Allgemeine Hinweise zum Konzernabschluss

In Entsprechung eines Bescheids der Finanzmarktaufsicht (FMA) betreffend die Konsolidierung des Flughafen Malta wurden die Konzernabschlüsse 2015 und 2016 der Flughafen Wien AG so angepasst, als wäre diese Konsolidierung bereits im Jahr 2006 erfolgt.

Nähere Erläuterungen dazu sind im Konzernanhang, Kapitel "VI. Rückwirkende Anpassungen" ersichtlich.

Umsatzentwicklung 2016

Beträge in € Mio. 2016 Veränd. in % 2015
Airport 370,8 3,2 359,2
Handling 158,4 4,7 151,3
Retail & Properties 123,9 -3,4 128,2
Malta 73,1 9,1 67,0
Sonstige Segmente 15,4 6,3 14,5
Externer Konzernumsatz 741,6 3,0 720,2

Externe Umsätze nach Segmenten

Die Umsatzerlöse des Flughafen-Wien-Konzerns (FWAG) stiegen im Vergleich zu 2015 um 3,0% bzw. € 21,4 Mio. von € 720,2 Mio. auf € 741,6 Mio. Die Details zur Umsatzentwicklung finden sich in den nachfolgenden Kapiteln.

Entwicklung der Segmente

Beträge in € Mio. Airport Hand
ling
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmen
te
Konzern
über
leitung
Summe
Segmentumsätze 406,7 229,2 141,6 73,1 124,3 -233,3 741,6
Betriebsleistung 409,3 229,6 143,7 73,1 129,6 -233,3 752,0
Betriebsaufwand1 356,7 213,7 81,9 42,8 118,3 -233,3 580,0
EBITDA 172,2 21,4 69,5 38,9 27,7 0,0 329,8
EBITDA-Marge in % 42,3 9,3 49,1 53,3 22,3 - 44,5
EBIT 52,6 15,9 61,8 30,3 11,4 0,0 172,0
EBIT-Marge in % 12,9 6,9 43,7 41,5 9,1 - 23,2

Ergebnis der Segmente

1) Inklusive at-Equity-Ergebnissen im Segment Sonstige Segmente

Segment Airport

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Landeentgelt 64,6 3,8 62,3
Fluggastentgelt (inkl. PRM-Entgelt) 157,2 0,5 156,4
Infrastrukturentgelt 32,4 2,8 31,6
GAC Gebäude und Hangar 1,5 -26,9 2,0
Sicherheitsentgelt 96,9 8,2 89,5
Betankung 3,0 12,2 2,7
Sondergastdienste (Lounges) 7,8 13,2 6,9
Vermietungen 6,2 -1,8 6,3
Flugplatz Vöslau 0,7 9,9 0,6
Sonstiges 0,5 -52,3 1,0
Umsatz Segment Airport 370,8 3,2 359,2

2016 verzeichnete das Segment Airport ein Umsatzplus von 3,2% bzw. € 11,5 Mio. von € 359,2 Mio. auf € 370,8 Mio. Die Fluggastentgelte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% bzw. € 0,8 Mio. auf € 157,2 Mio. Die Veränderung resultiert einerseits aus dem Passagierwachstum, der Erhöhung der Entgelte ab Jahresbeginn und dem leichten Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transfer-Incentives) und anderseits aus der Erhöhung der Point2Point-Incentives, welche die Stationierung von Flugzeugen für langfristiges Wachstum unterstützen. Auch das passagierabhängige Sicherheitsentgelt legte u. a. aufgrund des Passagierwachstums und der Entgeltanpassungen um 8,2% auf € 96,9 Mio. (2015: € 89,5 Mio.) zu. Durch den Anstieg des MTOW (+3,1%) und des gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelts erhöhten sich die Erlöse aus Landeentgelten trotz der um 0,2% rückläufigen Bewegungen um 3,8% auf € 64,6 Mio. (2015: € 62,3 Mio.). Die Lounges verzeichneten wie auch in den Vorjahren einen Umsatzanstieg um € 0,9 Mio. auf € 7,8 Mio. (2015: € 6,9 Mio.). Mit einem Anteil von 50,0% (2015: 49,9%) leistete das Segment Airport wie schon in den Vorjahren den größten Beitrag zum Konzernumsatz.

Während die internen Umsatzerlöse vor allem im Bereich der Vermietungen an andere Segmente mit € 35,9 Mio. auf Vorjahresniveau blieben (2015: € 36,0 Mio.), stiegen die anderen Erträge um € 0,8 Mio. auf € 2,6 Mio. (2015: € 1,8 Mio.), was u. a. auf höhere aktivierte Eigenleistungen für Investitionsprojekte im Terminalbereich und die Pistensanierung zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand für Enteisungsmittel und sonstiges Material im Segment Airport blieb im Vorjahresvergleich konstant bei € 2,6 Mio. (2015: € 2,6 Mio.). Auch der Personalaufwand blieb bei einem durchschnittlichen Personalstand (exkl. Verwaltung) von 405 Mitarbeitern (2015: 405) trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen aufgrund geringerer Rückstellungsdotierungen und Überstunden konstant bei € 40,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 12,3% bzw. € 6,1 Mio. auf € 43,1 Mio. Dies ist vorwiegend auf geringere externe Instandhaltungs- und Wartungskosten zurückzuführen, da im Berichtsjahr vorwiegend Investitionsprojekte durchgeführt wurden und nunmehr Wartungsleistungen für IKT-Gewerke (Informations- und Kommunikationstechnologie) und diverse Instandsetzungsarbeiten großteils vom Segment Sonstige Segmente bezogen werden. Der interne Betriebsaufwand konnte jedoch gleichzeitig durch Kosten- und Prozessoptimierungen leicht um 0,6% bzw. € 0,9 Mio. auf € 151,3 Mio. reduziert werden.

In Summe ergibt sich für das Jahr 2016 eine EBITDA-Steigerung um 12,5% bzw. € 19,1 Mio. auf € 172,2 Mio. nach € 153,1 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge legte deutlich auf 42,3% (2015: 38,7%) zu.

Der Anstieg der Segmentabschreibungen von € 99,6 Mio. auf nunmehr € 119,6 Mio. (+€ 20,1 Mio.) ist auf den Wertminderungsbedarf von Anschaffungskosten im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste in Höhe von € 30,4 Mio. zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern und die Überstellung von EDV-Anlagen in andere Segmente sowie gesunkene Abschreibungen für Softwareprodukte. Das EBIT des Segments Airport ging daher um 1,7% bzw. € 0,9 Mio. auf € 52,6 Mio. (2015: € 53,5 Mio.) zurück. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 12,9% nach 13,5% im Vorjahr.

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Vorfeldabfertigung 101,8 4,0 97,9
Frachtabfertigung 30,2 5,3 28,7
Sicherheitsdienstleistungen 3,7 2,9 3,6
Verkehrsabfertigung 14,3 9,5 13,1
General Aviation, Sonstiges 8,3 3,9 8,0
Umsatz Segment Handling 158,4 4,7 151,3

Segment Handling

Das Segment Handling konnte im Berichtsjahr 2016 die externen Umsatzerlöse um 4,7% bzw. € 7,1 Mio. auf € 158,4 Mio. steigern. Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung stiegen um 4,0% bzw. € 3,9 Mio. durch den Einsatz größerer Luftfahrzeuge, die Gewinnung neuer Kunden sowie Preisanpassungen von € 97,9 Mio. auf € 101,8 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung erhöhten sich ab dem zweiten Quartal 2016 analog zum um-

geschlagenen Cargo-Volumen sowie durch Zusatzerlöse aus dem Dokumenten-Handling (Start im zweiten Quartal 2016) und dem Mail-Handling (Start im dritten Quartal 2016) im Vorperiodenvergleich kumuliert von € 28,7 Mio. auf € 30,2 Mio. Ein Umsatzplus von € 1,2 Mio. auf € 14,3 Mio. verzeichneten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung, vor allem durch Neukunden im Passagierhandling (Marktanteil auf Basis abgefertigter Passagiere 22,7% im Jahr 2016 nach 21,4% im Jahr 2015). Das Erlösplus aus den Einzelleistungen durch den feuchtkalten November und Dezember (Enteisung) sowie durch die Zusatzerlöse aus sonstigen Dienstleistungen im Passagierhandling wie beispielsweise Ticketing trug ebenfalls zu einer positiven Entwicklung bei. Der durchschnittliche Marktanteil der VIE-Abfertigung (Luftfahrzeuge/Bewegungen) am Gesamtaufkommen am Flughafen Wien stieg 2016 leicht auf 87,6% nach 87,1% im Vorjahr.

Die Tochtergesellschaft Vienna Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) verzeichnete im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen einen leichten Umsatzanstieg von € 3,6 Mio. im Vorjahr auf € 3,7 Mio. Im Bereich der General Aviation (inkl. Betrieb des VIPund Business-Centers) konnte der Umsatz trotz zunehmenden Wettbewerbs um 3,9% auf € 8,3 Mio. (2015: € 8,0 Mio.) gesteigert werden. In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 21,4% (2015: 21,0%).

Die internen Segmentumsatzerlöse mit anderen Segmenten reduzierten sich im Vorjahresvergleich um € 3,2 Mio. auf € 70,8 Mio. Im Wesentlichen betraf dies Sicherheitsdienstleistungen, wo Einsparungen durch Optimierungsmaßnahmen an andere Bereiche weitergegeben wurden. Die anderen Erträge (z. B. aus dem Verkauf von Anlagen) im Segment Handling betrugen € 0,4 Mio. (2015: € 0,6 Mio.).

Im Segment Handling stieg der Materialaufwand aufgrund des höheren Verbrauchs an Enteisungsmitteln für die Flugzeugenteisung um € 0,3 Mio. von € 6,0 Mio. auf € 6,3 Mio. Der Personalaufwand für durchschnittlich 3.021 Mitarbeiter im Segment (exkl. Verwaltung) reduzierte sich um 0,2% von € 164,8 Mio. auf € 164,5 Mio. Der geringere durchschnittliche Personalstand (-1,2%) sowie geringere Rückstellungsdotierungen im Vorjahresvergleich konnten die kollektivvertraglichen Erhöhungen mehr als kompensieren. Während im Jahresdurchschnitt um 50 Arbeiter weniger beschäftigt wurden, nahm die Anzahl der Angestellten vor allem durch den Personalaufbau für das Passagierhandling um 2,6% bzw. 13 Personen zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit € 4,8 Mio. auf Vorjahresniveau. Die internen Betriebsaufwendungen konnten im Vorjahresvergleich hingegen durch den Rückgang bei angemieteten Flächen um € 0,5 Mio. auf € 32,6 Mio. reduziert werden (2015: € 33,2 Mio.).

Im Jahr 2016 erzielte das Segment Handling ein EBITDA von € 21,4 Mio. und verzeichnete so einen Anstieg um 25,9% bzw. € 4,4 Mio. (2015: € 17,0 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf das Umsatzwachstum zurückzuführen. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von € 5,4 Mio. (2015: € 5,5 Mio.) ergibt sich ein EBIT-Anstieg von 38,7% bzw. € 4,4 Mio. auf € 15,9 Mio. nach € 11,5 Mio. im Jahr 2015. EBITDA-Marge sowie EBIT-Marge stiegen auf 9,3% bzw. 6,9% (2015: 7,5% bzw. 5,1%).

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Parkerträge 42,1 0,2 42,0
Vermietung 35,7 -10,4 39,9
Shopping & Gastronomie 46,1 -0,6 46,4
Umsatz Segment Retail & Properties 123,9 -3,4 128,2

Segment Retail & Properties

Die externen Umsatzerlöse des Segments Retail & Properties sanken im Jahr 2016 um 3,4% bzw. € 4,3 Mio. auf € 123,9 Mio. (2015: € 128,2 Mio.). Hauptverantwortlich dafür war die Änderung eines Bestandsvertrags (Hermione), wodurch es nicht nur zum Rückgang der entsprechenden Betriebsaufwendungen, sondern auch zu einem Rückgang der externen Mieterlöse um € 5,2 Mio. kam. In Summe weist der gesamte Vermietungsbereich ein Minus von € 4,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Parkerträge konnten durch Preisanpassungen um € 0,1 Mio. auf € 42,1 Mio. leicht gesteigert werden. Die Erlöse aus Shopping & Gastronomie lagen mit € 46,1 Mio. krisenbedingt (Rückgang bei kaufkräftigen Passagiergruppen) und umbaubedingt (z.B. Duty-free-Neugestaltungen) um € 0,3 Mio. unter dem Vorjahr. Der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz betrug 16,7% (2015: 17,8%).

Die internen Umsatzerlöse, die vorwiegend aus internen Vermietungen erzielt wurden, reduzierten sich um € 0,6 Mio. auf € 17,6 Mio. (2015: € 18,2 Mio.). Die anderen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich um € 0,3 Mio. auf € 2,1 Mio., was auf höhere aktivierte Eigenleistungen, zum Beispiel für Cargo-Gebäude, zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand reduzierte sich leicht um € 0,1 Mio. auf € 0,8 Mio. Der Personalaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 18,2% von € 8,1 Mio. auf € 9,6 Mio. aufgrund von diesem Segment zugeordneten Einmaleffekten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 28,7% bzw. € 4,6 Mio. auf € 20,5 Mio. ist großteils auf eine Rückstellungsauflösung aufgrund geänderter Rahmenbedingungen (Änderung eines Bestandsvertrags) im Jahr 2015 zurückzuführen. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um € 3,1 Mio. auf € 43,3 Mio. (2015: € 40,1 Mio.), vor allem für bezogene Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, Betriebskosten sowie durch einen vermehrten Bezug von EDV-Leistungen.

Das EBITDA sank im Vorjahresvergleich durch den Umsatzrückgang und höhere Betriebsaufwendungen um 16,4% bzw. € 13,6 Mio. auf € 69,5 Mio. (2015: € 83,1 Mio.). Die Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Wertaufholung für ein Officegebäude in Höhe von € 10,1 Mio. gingen in Summe um € 6,5 Mio. auf € 7,7 Mio. zurück (2015: € 14,2 Mio.). Das EBIT reduzierte sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 10,3% bzw. € 7,1 Mio. auf € 61,8 Mio. (2015: € 68,9 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 49,1% (2015: 56,8%), die EBIT-Marge 43,7% (2015: 47,1%).

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Airport 51,5 10,9 46,4
Retail & Property 21,2 6,1 20,0
Sonstige 0,4 -31,0 0,5
Umsatz Segment Malta 73,1 9,1 67,0

Segment Malta

Die externen Umsätze des Segments Malta betrugen im Jahr 2016 € 73,1 Mio. (2015: € 67,0 Mio.). Die Umsätze aus dem Airport-Bereich, welche Erträge aus Tarifen, Aviation-Konzessionen und PRM-Services enthalten, stiegen im Vorjahresvergleich durch das Verkehrswachstum um 10,9% von € 46,4 Mio. auf € 51,5 Mio. Auch die Erlöse aus Retail-Outlets, Werbeflächen und Vermietungen inklusive VIP-Lounges und Parkerlösen konnten im Vorjahresvergleich um € 1,2 Mio. bzw. 6,1% auf € 21,2 Mio. zulegen. Die sonstigen Umsatzerlöse betrugen € 0,4 Mio. (2015: € 0,5 Mio.). In Summe beträgt der Anteil des Segments Malta am Konzernumsatz 9,9% (2015: 9,3%).

Der Materialaufwand – großteils bestehend aus Energiekosten – reduzierte sich im Vorjahresvergleich um € 0,1 Mio. auf € 2,9 Mio. Die Personalaufwendungen betrugen € 8,1 Mio. und lagen somit – bei einem durchschnittlichen Personalstand von 304 Mitarbeitern (2015: 306) – um € 0,1 Mio. unter dem Vorjahr (2015: € 8,3 Mio.) und beinhalten neben den laufenden Gehaltsaufwendungen auch Pensionsaufwendungen und gesetzliche Sozialabgaben. Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von € 21,6 Mio. setzt sich u. a. aus Kosten für Sicherheitspersonal, Reinigung, Personal für PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, Marketingaufwendungen, Mietkosten und Instandhaltungskosten zusammen. Der Anstieg von € 1,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (2015: € 20,0 Mio.) resultierte hauptsächlich aus höheren Marketingkosten und Instandhaltungsaufwendungen. Der interne Betriebsaufwand, der Beratungsleistungen im Konzern betrifft, belief sich auf € 1,5 Mio. (2015: € 1,1 Mio.).

In Summe erzielte das Segment Malta ein EBITDA in Höhe von € 38,9 Mio. (2015: € 34,6 Mio.) mit einer EBITDA-Marge in Höhe von 53,3% (2015: 51,6%). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 8,6 Mio. (2015: € 8,4 Mio.) erzielte das Segment Malta ein EBIT in Höhe von € 30,3 Mio. nach € 26,1 Mio. im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg im Vorjahresvergleich von 39,0% auf 41,5%.

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Ver- und Entsorgung 7,9 36,9 5,8
Telekommunikation und EDV 2,9 -2,2 2,9
Materialwirtschaft 1,2 -13,5 1,4
Elektrotechnik, Sicherheitsequipment, Werkstätten 1,1 -21,9 1,4
Facilitymanagement, bauliche Instandhaltung 1,4 -31,9 2,0
Besucherzentrum 0,4 11,3 0,3
Sonstiges 0,6 -8,4 0,7
Umsatz Sonstige Segmente 15,4 6,3 14,5

Segment Sonstige Segmente

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen 2016 mit € 15,4 Mio. um € 0,9 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 14,5 Mio. Während es bei der Ver- und Entsorgung aufgrund geänderter Vertragsverhältnisse (bisher Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties) zu einem Umsatzanstieg von € 2,1 Mio. bzw. 36,9% auf € 7,9 Mio. kam, reduzierten sich die Umsätze des Facilitymanagements inklusive baulicher Instandhaltung um € 0,6 Mio. auf € 1,4 Mio. Die externen Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH (VAT) sanken um € 0,3 Mio. auf € 1,1 Mio. Die anderwärtigen Umsätze gingen leicht auf € 0,6 Mio. zurück (2015: € 0,7 Mio.). In Summe beträgt der Anteil der Sonstigen Segmente am externen Konzernumsatz 2,1% (2015: 2,0%).

Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u. a. aufgrund der Erbringung technischer, baulicher und EDV-Dienstleistungen sowie der Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 2,8 Mio. auf € 108,9 Mio. zu (2015: € 106,1 Mio.). Die anderen Erträge stiegen ebenfalls, vorwiegend aufgrund höherer aktivierter Eigenleistungen für Investitionsprojekte, von € 3,3 Mio. auf € 5,3 Mio.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank im Vorjahresvergleich um € 1,4 Mio. auf € 23,2 Mio. (2015: € 24,6 Mio.). Der geringere Aufwand für Energie wurde durch den höheren Materialaufwand und den höheren Aufwand für bezogene Leistungen für die Erbringung von technischen Dienstleistungen teilweise kompensiert. Der Personalaufwand nahm hingegen um € 2,1 Mio. bzw. 4,5% auf € 49,8 Mio. (2015: € 47,7 Mio.) zu. Grund dafür waren zum einen der höhere Personalstand (im Durchschnitt exkl. Verwaltung: 671 versus 643 Mitarbeiter), vor allem durch den Personalaufbau im Tochterunternehmen Vienna Airport Technik GmbH und kollektivvertragliche Erhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um € 4,4 Mio. auf € 26,5 Mio. Dies ist auf höhere Kosten für externe Fremdleistungen und höhere Instandhaltungsaufwendungen, die u. a. auch Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT-Gewerke (Informations- und Kommunikationstechnologie) beinhalten, die im Segment Sonstige Segmente bezogen und an die anderen Segmente weiterverrechnet werden, zurückzuführen. Der interne Betriebsaufwand sank um € 3,1 Mio. auf € 4,5 Mio., u. a. aufgrund geringerer bezogener Leistungen anderer Segmente und geringerer interner Mietaufwendungen. Die at-Equity-Ergebnisse, die aufgrund ihres operativen Charakters nunmehr im operativen Ergebnis (EBITDA) gezeigt werden, beinhalten die laufenden Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 2,1 Mio. (2015: € 2,8 Mio.).

In Summe wurde im Jahr 2016 ein Segment-EBITDA in Höhe von € 27,7 Mio. (2015: € 24,7 Mio.) erzielt. Die Abschreibungen stiegen im Vorjahresvergleich im Wesentlichen durch die Übernahme von EDV-Anlagen aus dem Segment Airport um € 3,4 Mio. auf € 16,4 Mio. Dies führte zu einem Rückgang des EBIT um € 0,4 Mio. auf € 11,4 Mio. (2015: € 11,7 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 22,3% (2015: 20,5%), die EBIT-Marge 9,1% (2015: 9,7%).

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der FWAG für das Geschäftsjahr 2016 im Überblick:

Konzernergebnis 2016 Veränd.
in %
2015
Umsatzerlöse 741,6 3,0 720,2
Sonstige betriebliche Erträge 10,4 40,0 7,4
Betriebsleistung 752,0 3,3 727,7
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen -424,3 1,5 -418,0
At-Equity-Ergebnisse 2,1 -24,8 2,8
EBITDA 329,8 5,5 312,5
Abschreibungen, Wertminderungen -167,9 17,7 -142,7
Wertaufholungen 10,1 n. a. 2,0
EBIT 172,0 0,1 171,8
Finanzergebnis -18,5 7,6 -20,1
EBT 153,5 1,1 151,7
Steuern -40,8 2,4 -39,9
Periodenergebnis 112,6 0,7 111,8
davon Ergebnis nicht beherrschende Anteile 10,0 -13,7 11,6
davon Ergebnis Muttergesellschaft 102,6 2,4 100,3
Gewinn je Aktie in EUR 1,22 2,4 1,19

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung, in € Mio.

Auch im Jahr 2016 erreichte die FWAG ein Umsatzplus. Trotz schwieriger Marktbedingungen stiegen die Erlöse um 3,0% bzw. € 21,4 Mio. auf € 741,6 Mio. Dies ist vor allem auf das Wachstum in den Segmenten Airport, Handling und Malta zurückzuführen. Am Flughafen Wien führten das Verkehrswachstum sowie die Entgeltanpassungen zu einem Umsatzplus bei Fluggastentgelten (inkl. PRM-Entgelt) und Sicherheitsentgelten, welche in Summe um € 8,2 Mio. von € 245,9 Mio. auf € 254,1 Mio. anstiegen. Aber auch das Landeentgelt, das sich 2016 auf € 64,6 Mio. belief, trug € 2,3 Mio. zum Umsatzwachstum bei. Im Handling-Bereich konnten vor allem die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung durch Gewinnung neuer Kunden, größere Luftfahrzeuge und Preisanpassungen um € 3,9 Mio. auf € 101,8 Mio. zulegen. Eine positive Entwicklung verzeichnete auch der Flughafen Malta, welcher durch das bessere Verkehrsergebnis die Umsatzerlöse von € 67,0 Mio. auf € 73,1 Mio. steigern konnte. Der Erlösrückgang im Segment Retail & Properties ist auf

eine Änderung eines Bestandsvertrags (Hermione) zurückzuführen, wodurch es neben dem Rückgang der entsprechenden Betriebsaufwendungen auch zu einem Rückgang der externen Mieterlöse kam. In Summe verzeichnete dieses Non-Aviation-Segment Umsatzerlöse in Höhe von € 123,9 Mio. (2015: € 128,2 Mio.).

Aufgrund der Saisonalität des Flughafengeschäfts generiert die FWAG in den Urlaubssaisonen im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 10,4 Mio. um 40,0% über dem Vorjahreswert in Höhe von € 7,4 Mio. Dies ist auf höhere aktivierte Eigenleistungen (v. a. Flughafen Wien AG sowie Tochtergesellschaften VIE Airport Baumanagement GmbH und Vienna Airport Technik GmbH) zurückzuführen, da im Berichtsjahr größere Investitionsprojekte für den Terminalbereich und das Pistensystem betreut wurden. Die Eigenleistungen verdoppelten sich daher nahezu von € 3,7 Mio. auf € 6,8 Mio. Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen betrugen € 0,4 Mio. nach € 0,7 Mio. im Vorjahr. Die übrigen Erträge blieben mit € 2,9 Mio. auf Vorjahresniveau (2015: € 2,9 Mio.) und beinhalten neben Erträgen aus der Auflösung von Investitionszuschüssen auch Erlöse aus der Gewährung von Rechten und sonstige Erlöse.

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Materialaufwand und bezogene Leistungen 35,9 -3,5 37,2
Personalaufwand 272,0 1,2 268,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 116,4 4,0 111,9
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 157,8 12,2 140,7
Summe Betriebsaufwand 582,1 4,2 558,7

Betriebsaufwand 2016 durch Wertminderungen gestiegen

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen verringerten sich im Jahr 2016 von € 37,2 Mio. um € 1,3 Mio. auf € 35,9 Mio. Während die Aufwendungen für Energie markant um € 2,1 Mio. auf € 17,4 Mio. reduziert werden konnten, stieg der sonstige Materialaufwand, u. a. durch einen höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln für die Flugzeugenteisung, um € 1,0 Mio. auf € 15,8 Mio. (2015: € 14,8 Mio.). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich durch das weitere Insourcing von Leistungen in Konzerngesellschaften leicht von € 2,9 Mio. auf € 2,7 Mio.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 1,2% bzw. € 3,2 Mio. von € 268,9 Mio. auf € 272,0 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf kollektivvertragliche Erhöhungen und Rückstellungsbewegungen zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand im Konzern ging leicht um 0,2% auf 4.657 Mitarbeiter zurück (2015: 4.666).

Die Personalaufwendungen in den jeweiligen Segmenten entwickelten sich im Berichtsjahr unterschiedlich. Während der Personalaufwand im Segment Airport mit € 40,0 Mio. auf Vorjahresniveau lag, kam es im Segment Handling zu einer leichten Reduktion der Personalaufwendungen um 0,2% auf € 164,5 Mio. Die Steigerung der Personalkosten im Segment Retail & Properties auf € 9,6 Mio. (2015: € 8,1 Mio.) ist auf diesem Segment zugeordnete Einmaleffekte zurückzuführen. Am Standort Flughafen Malta fielen im Berichtsjahr € 8,1 Mio. Personalkosten an (2015: € 8,3 Mio.). Der Personalaufbau im Segment Sonstige Segmente (v. a. im Technikbereich) schlägt sich auch in einer Erhöhung der Personalaufwendungen von € 47,7 Mio. auf € 49,8 Mio. nieder.

Während die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter im Segment Airport mit 405 Mitarbeitern auf Vorjahresniveau blieb, sank die Mitarbeiteranzahl im Segment Handling um 37 bzw. 1,2% auf 3.021. Das Segment Retail & Properties beschäftigte wie im Vorjahr durchschnittlich 57 Mitarbeiter. Der Flughafen Malta meldete durchschnittlich 304 Angestellte (2015: 306). Der Mitarbeiterdurchschnitt des Berichtssegments Sonstige Segmente stieg im Vorjahresvergleich um 28 bzw. 4,4% auf 671 Beschäftigte. Im Verwaltungsbereich waren im Berichtsjahr 198 Personen tätig (2015: 197).

Der Aufwand für Löhne ging trotz kollektivvertraglicher Erhöhung um € 1,5 Mio. auf € 112,2 Mio. zurück. Dies ist u. a. auf höhere Rückstellungsdotierungen im Vorjahr und die gesunkene Anzahl an Arbeitern zurückzuführen. Die Gehaltsaufwendungen stiegen hingegen auch aufgrund der höheren Zahl an Angestellten um € 2,9 Mio. auf € 88,4 Mio. (2015: € 85,5 Mio.). Die Aufwendungen für Abfertigungen inklusive Beiträgen an Mitarbeitervorsorgekassen stiegen im Berichtsjahr durch höhere Rückstellungsdotierungen um € 0,6 Mio. auf € 9,8 Mio., während die Aufwendungen für die Altersversorgung im Vorjahresvergleich um € 0,4 Mio. auf € 3,1 Mio. zurückgingen (-11,7%). Die Aufwendungen für Sozialabgaben stiegen im Vorjahresvergleich um € 1,5 Mio. bzw. 2,8% auf € 55,8 Mio., die sonstigen Sozialaufwendungen blieben mit € 2,6 Mio. auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich aufgrund mehrerer Effekte um € 4,5 Mio. bzw. 4,0% auf € 116,4 Mio. (2015: € 111,9 Mio.). Der größte Faktor ist eine im Vorjahr vorgenommene Rückstellungsauflösung für Bestandsrisiken aufgrund geänderter Rahmenbedingungen in Höhe von € 11,3 Mio. Gegenläufig konnten die Instandhaltungskosten (inkl. Wartungen) im Vorjahresvergleich um € 5,0 Mio. auf € 30,2 Mio. reduziert werden, da im Berichtsjahr schwerpunktmäßig Investitionsprojekte und im Vorjahr vermehrt Instandhaltungsprojekte durchgeführt wurden. Neben dem Rückgang der dazugehörigen Umsatzerlöse gingen im Zusammenhang mit einer Änderung eines Bestandsvertrags auch die Mietaufwendungen in Summe um € 4,8 Mio. zurück. Ebenso reduzierten sich die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation um 3,6% von € 25,3 Mio. auf € 24,4 Mio. Die bezogenen Fremdleistungen stiegen aufgrund des vermehrten Bedarfs an Fremdpersonal für die Betreuung von Gebäuden im Vorjahresvergleich um € 1,1 Mio. auf € 19,3 Mio. an.

At-Equity-Ergebnis

Das Ergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen reduzierte sich im Vorjahresvergleich um € 0,7 Mio. auf € 2,1 Mio. Dies ist großteils auf geringere Erträge aus der Beteiligung am Flughafen Košice zurückzuführen – diese sanken um € 0,5 Mio. auf € 0,8 Mio. Auch das Ergebnis des Flughafenzugs City Airport Train verringerte sich um € 0,2 Mio. auf € 0,7 Mio.

Konzern-EBITDA plus 5,5%

Veränd.
Beträge in € Mio. 2016 in % 2015
Airport 172,2 12,5 153,1
Handling 21,4 25,9 17,0
Retail & Properties 69,5 -16,4 83,1
Malta 38,9 12,6 34,6
Sonstige Segmente 27,7 12,2 24,7
Konzern-EBITDA 329,8 5,5 312,5
EBITDA Konzern Anteile (in %) 2016 2015
Airport 52,2 49,0
Handling 6,5 5,4
Retail & Properties 21,1 26,6
Malta 11,8 11,1
Sonstige Segmente 8,4 7,9
Konzern-EBITDA 100,0 100,0

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der FWAG stieg gegenüber 2015 um 5,5% bzw. € 17,3 Mio. auf € 329,8 Mio. (2015: € 312,5 Mio.). Die EBITDA-Marge legte auf 44,5% zu (2015: 43,4%).

Planmäßige A b schr eib unge n von € 137,5 Mio., We r t au f holunge n von € 10,1 Mio., Wertminderung von € 30,4 Mio.

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Investitionen langfristiges Vermögen1 92,0 5,6 87,1
Planmäßige Abschreibungen 137,5 -3,6 142,7
Wertminderungen 30,4 n. a. 0,0
Wertaufholungen 10,1 n. a. 2,0

1) Ohne Finanzanlagen

Im Berichtsjahr 2016 beinhaltet das Investitionsvolumen vor allem die Investitionen für die Pistensanierung 11/29 in Höhe von € 25,6 Mio. Die weiteren Zugänge betrafen Investitionen im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste mit € 9,0 Mio. (in der Folge ausgebucht bzw. wertgemindert), die Schaffung von Großraumpositionen am Pier Nord in Höhe von € 2,8 Mio. und Umbauten eines Abfertigungsgebäudes in Höhe von € 2,4 Mio. Am Flughafen Malta wurde vor allem in das Instrumentenlandesystem und in das Pistensystem investiert.

Die Flughafen Wien AG erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes Erkenntnis zum Bauvorhaben Parallelpiste. Da trotz beabsichtigter Einbringung von außerordentlichen Rechtsmitteln und entsprechender Weiterverfolgung des Projekts 3. Piste eine erhöhte Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit des Projekts besteht, wurde im Konzernabschluss 2016 eine Wertminderung von bisher aktivierten Projektkosten in Höhe von € 30,4 Mio. vorgenommen.

Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten zur Erfassung einer Wertaufholung bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" im Gesamtausmaß von € 10,1 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Diese Aufholung ergibt sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten aktuellen Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung und der damit zusammenhängenden steigenden Vermietungsquote des Gebäudes.

Nähere Informationen sind im Konzernanhang (7) angeführt.

Beträge in € Mio. 2016 Veränd. in % 2015 Airport 52,6 -1,7 53,5 Handling 15,9 38,7 11,5 Retail & Properties 61,8 -10,3 68,9 Malta 30,3 15,9 26,1 Sonstige Segmente 11,4 -3,2 11,7 Konzern-EBIT 172,0 0,1 171,8

Konzern-EBIT leicht auf € 172,0 Mio. gesteigert

EBIT Konzern Anteile (in %) 2016 2015
Airport 30,6 31,2
Handling 9,3 6,7
Retail & Properties 35,9 40,1
Malta 17,6 15,2
Sonstige Segmente 6,6 6,8
Konzern-EBIT 100,0 100,0

Das Konzern-EBIT konnte trotz der höheren Abschreibungen (unter Berücksichtigung der Wertaufholung bzw. Wertminderungen) gegenüber 2015 aufgrund des Umsatzwachstums leicht um € 0,2 Mio. auf € 172,0 Mio. (2015: € 171,8 Mio.) zulegen. Die EBIT-Marge reduzierte sich hingegen auf 23,2% (2015: 23,9%).

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity-Unternehmen
0,7 n. a. 0,3
Zinsertrag 3,0 21,9 2,5
Zinsaufwand -22,2 9,5 -24,5
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 -100,0 1,7
Finanzergebnis -18,5 7,6 -20,1

F inanze rge b nis au f minus € 18,5 Mio. ve r b e sse r t

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich von minus € 20,1 Mio. auf minus € 18,5 Mio. Die Beteiligungserträge ohne at-Equity-Unternehmen stiegen im Vorjahresvergleich auf € 0,7 Mio. an. Das negative Zinsergebnis betrug im Berichtsjahr € 19,2 Mio. (2015: € 22,1 Mio.). Der Rückgang spiegelt einerseits geringere Zinsaufwendungen durch die laufende Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 22,2 Mio. (2015: € 24,5 Mio.) und anderseits höhere Zinserträge in Höhe von € 3,0 Mio. (2015: € 2,5 Mio.) wider. Das sonstige Finanzergebnis betrug im Vorjahr € 1,7 Mio. und beinhaltete im Wesentlichen den Verkaufserlös der Beteiligung an der Valletta Cruise Port plc.

Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen werden aufgrund ihres operativen Charakters im operativen Ergebnis (EBITDA) dargestellt. Die Vorjahresperioden wurden entsprechend angepasst.

Konzern-Periodenergebnis von € 112,6 Mio. (plus 0,7%)

In Summe steigerte die FWAG 2016 das Ergebnis vor Ertragsteuern um € 1,7 Mio. auf € 153,5 Mio. (2015: € 151,7 Mio.).

Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen einerseits der Besteuerung durch die Republik Österreich, anderseits – für die maltesischen Gesellschaften – jener des Staates Malta. Die Steuerquote als Anteil des Steueraufwands am Gewinn vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2016 26,6% (2015: 26,3%). Die Ertragsteuern beliefen sich auf € 40,8 Mio. nach € 39,9 Mio. im Vorjahr.

Das Periodenergebnis lag bei € 112,6 Mio. (2015: € 111,8 Mio.). Darin enthalten ist der anteilige Gewinn der Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) in Höhe von T€ 15,1 (2015: minus T€ 5,7), der als Ergebnis für nicht beherrschende Anteile dargestellt wird. Das Ergebnis der Minderheitenanteile an den maltesischen Gesellschaften (MIA-Gruppe und MMLC) belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 10,0 Mio. (2015: € 11,6 Mio.). Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2016 auf € 102,6 Mio. (2015: € 100,3 Mio.), was einem Plus von 2,4% entspricht.

Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien (84 Mio. Stück nach Aktiensplit) errechnet sich ein Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) von € 1,22 (2015: € 1,19).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

2016 2015
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 1.835,9 91,0 1.956,4 90,1
Kurzfristiges Vermögen 182,4 9,0 214,5 9,9
Bilanzsumme 2.018,3 100,0 2.170,9 100,0
PASSIVA
Eigenkapital 1.144,0 56,7 1.139,3 52,5
Langfristige Schulden 652,2 32,3 666,6 30,7
Kurzfristige Schulden 222,2 11,0 365,0 16,8
Bilanzsumme 2.018,3 100,0 2.170,9 100,0

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme der FWAG belief sich zum 31. Dezember 2016 auf € 2.018,3 Mio. und ging damit gegenüber 2015 um 7,0% bzw. € 152,6 Mio. zurück. Dies ist großteils auf den Rückgang des langfristigen Vermögens infolge von planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen von € 1.956,4 Mio. auf € 1.835,9 Mio. zurückzuführen. Der Rückgang des kurzfristigen Vermögens um € 32,0 Mio. spiegelt u. a. die Abbildung des Finanzierungsleasingvertrags mit Austrian Airlines in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" und einen damit verbundenen Abgang der ausgewiesenen Gebäude mit einem Buchwert von € 69,1 Mio. wider.

Der Anteil des Eigenkapitals stieg im Vergleich zu 2015 um 4,2 Prozentpunkte auf 56,7% bzw. von € 1.139,3 Mio. auf € 1.144,0 Mio. Durch die Umgliederung von Finanzverbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen in die kurzfristigen Schulden aufgrund des Fälligkeitsprofils reduzierten sich die langfristigen Schulden um € 14,4 Mio. auf € 652,2 Mio. mit einem Anteil von 32,3% (2015: 30,7%). Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um € 142,9 Mio. wodurch sich ihr Anteil an der Bilanzsumme auf 11,0% reduzierte (2015: 16,8%).

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 6,2% bzw. € 120,5 Mio. auf € 1.835,9 Mio. gesunken. Die Veränderung ergibt sich einerseits durch Investitionen in das langfristige Vermögen in Höhe von € 92,0 Mio. und anderseits durch planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von € 157,8 Mio. und Buchwertabgänge in Höhe von € 48,6 Mio. Zudem nahm der Buchwert der at-Equity-bilanzierten Unternehmen um € 5,6 Mio. ab. In Summe stieg der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen leicht auf 91,0% (2015: 90,1%).

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe gegenüber 2015 um 2,1% bzw. € 3,4 Mio. auf € 159,0 Mio. verringert. Den Zugängen von € 1,3 Mio. stehen Abschreibungen im Wesentlichen für Software und Lizenzen in Höhe von € 4,8 Mio. gegenüber.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.455,9 Mio. (2015: € 1.579,3 Mio.) die größte Position des langfristigen Vermögens dar: Hier stehen Investitionen in Höhe von € 90,6 Mio. planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 126,4 Mio. gegenüber. Im Berichtsjahr wurden außerdem Wertaufholungen im Bereich eines Officegebäudes in Höhe von € 4,2 Mio. erfasst. Weiters kam es durch die erhöhte Rechtsunsicherheit im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben Projekt 3. Piste zu einer Wertminderung in Höhe von € 30,4 Mio. sowie zu einem Buchwertabgang von aktivierten Projektkosten in Höhe von € 48,3 Mio.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% bzw. € 57,6 Mio. auf € 1.064,9 Mio. Neben Investitionen in Höhe von € 11,0 Mio., die auch die Anschaffungen für Grundstücke und Gebäude der neuen Tochtergesellschaft Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH beinhalten, wurden Abschreibungen inklusive Wertaufholungen in Höhe von € 56,4 Mio. erfasst und Umbuchungen aus fertiggestellten Projekten sowie in die Position "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" in Höhe von € 12,2 Mio. vorgenommen.

Der Posten "Technische Anlagen" mit einem Buchwert von € 299,0 Mio. zum 31. Dezember 2016 stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 1,0 Mio., einerseits durch Investitionen und Umbuchungen von fertiggestellten Projekten in Höhe von € 40,4 Mio. und andererseits durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 39,3 Mio. Die Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" verringerte sich erwartungsgemäß um 2,1% bzw. € 1,8 Mio. auf € 83,1 Mio. (2015: € 84,9 Mio.). Die in Bau befindlichen Projekte verzeichneten einen Rückgang des Buchwerts um € 65,1 Mio. auf € 8,8 Mio., welcher im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste steht.

Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 12,3 Mio. und betrug zum Jahresende € 145,8 Mio. (2015: € 133,5 Mio.). Den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 6,3 Mio. steht eine Wertaufholung im Bereich eines Officegebäudes in Höhe von € 6,0 Mio. entgegen. Der Posten stieg zudem durch Zugänge und Umbuchungen aus dem Sachanlagevermögen in Höhe von € 12,7 Mio.

Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, verringerte sich um 12,2% bzw. € 5,6 Mio. von € 45,8 Mio. auf € 40,2 Mio. Dies ist auf Ausschüttungen und eine Rückzahlung von Eigenkapital zurückzuführen. Im Gegenzug wurden laufende Erträge aufgrund der positiven Entwicklung dieser Beteiligungen in Höhe von € 2,1 Mio. verbucht. Die Wertrechte und Wertpapiere (Eigenkapitaltitel) des langfristigen Vermögens veränderten sich im Berichtsjahr kaum und betrugen zum Jahresende 2016 € 2,3 Mio. Die langfristigen Forderungen reduzierten sich erwartungsgemäß durch die laufende Reduktion von Vorauszahlungen von € 32,8 Mio. auf € 32,2 Mio. zum Jahresende 2016.

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 14,9% bzw. € 32,0 Mio. auf € 182,4 Mio. Dies ist u. a. auf die Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" zurückzuführen, die im Vorjahr noch Gebäude in Höhe von € 69,1 Mio. beinhaltete. Durch die Abbildung eines Finanzierungsleasingvertrags mit Austrian Airlines kam es zu einem planmäßigen Abgang dieser Gebäude zu Jahresbeginn 2016.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gingen im Vorjahresvergleich um € 1,3 Mio. auf € 43,4 Mio. zurück. Termingelder in Höhe von € 40,0 Mio. sind hingegen in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, die daher von € 3,7 Mio. auf € 44,2 Mio. zunahmen. Die Forderungen aus Steuern reduzierten sich aufgrund erfolgter Rückzahlungen von € 10,6 Mio. auf € 2,8 Mio. Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen u. a. aufgrund des Umsatzwachstums um 10,7% bzw. € 5,3 Mio. auf € 54,8 Mio. Die Vorräte nahmen um € 0,2 Mio. auf € 6,0 Mio. zu. Auch der Buchwert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2016 stieg durch die Marktwertbewertung um € 0,3 Mio. auf € 21,3 Mio.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der FWAG ist im Berichtsjahr um 0,4% bzw. € 4,7 Mio. auf € 1.144,0 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis von € 112,6 Mio. stehen die Ausschüttung der Dividende der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von € 42,0 Mio. sowie Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteilseigner in Höhe von € 6,9 Mio. gegenüber. Die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung führten zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen in Höhe von € 1,3 Mio. Durch die Aufstockung des durchgerechneten Anteils am Flughafen Malta zum Ende des ersten Quartals 2016 kam es zu einer Umbuchung von den nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von € 22,5 Mio. Die Differenz zum Kaufpreis abzüglich übernommener liquider Mittel in Höhe von € 60,4 Mio. wird in den einbehaltenen Ergebnissen ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich daher auf 56,7% (2015: 52,5%).

Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. Dezember 2016 betreffen die restlichen Anteilseigner des Flughafen Malta (Malta International Airport plc), der Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) sowie der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation). Sie veränderten sich durch das laufende Jahresergebnis der Tochtergesellschaften sowie des Verkaufs von Anteilen an die FWAG. Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile betrug € 83,2 Mio. (2015: € 102,6 Mio.).

Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 2,2% bzw. € 14,4 Mio. auf € 652,2 Mio. resultiert großteils aus der Umgliederung von den langfristigen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 16,4 Mio. aufgrund des Tilgungsprofils sowie aufgrund von vorzeitigen Rückzahlungen in Höhe von € 3,8 Mio. Die langfristigen Rückstellungen sanken von € 158,8 Mio. auf € 153,3 Mio. zum 31. Dezember 2016, im Wesentlichen durch Umgliederung einer sonstigen Rückstellung in die kurzfristigen Rückstellungen aufgrund der planmäßigen Verwendung im nächsten Jahr. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Vorjahresvergleich hingegen um € 10,4 Mio. auf € 43,6 Mio., im Wesentlichen aufgrund einer erhaltenen Vorauszahlung für Bestandsobjekte am Standort Wien. Die passiven latenten Steuern betrugen zum Stichtag € 58,9 Mio. (2015: € 58,0 Mio.).

Die kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 39,1% bzw. € 142,9 Mio. auf € 222,2 Mio. gesunken. Dies ist großteils auf den Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von € 137,1 Mio. auf € 63,9 Mio. zurückzuführen, wobei Umgliederungen im Ausmaß von € 16,4 Mio. Tilgungen in Höhe von € 89,6 Mio. entgegenstehen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vorjahresvergleich aufgrund der Ausbuchung der Verbindlichkeit gegenüber dem Umweltfonds um mehr als die Hälfte von € 84,4 Mio. auf € 34,9 Mio. Während die kurzfristigen

Rückstellungen durch noch nicht abgerechnete Ermäßigungen und sonstige übrige Rückstellungen um 12,7% bzw. € 9,8 Mio. auf € 87,1 Mio. stiegen, reduzierte sich die Steuerrückstellung aufgrund geleisteter Körperschaftsteuerzahlungen für das laufende Jahr und die Vorjahre um € 26,0 Mio. auf € 1,6 Mio. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich um 10,6% bzw. € 4,1 Mio. von € 38,7 Mio. auf € 34,6 Mio.

Finanzkennzahlen

2016 Veränd.
in %
2015
BuchmäßigesEigenkapitalin€Mio. 1.144,0 0,4 1.139,3
Eigenkapitalquote in % 56,7 n. a. 52,5
Nettoverschuldung in € Mio.1 355,5 -27,1 487,8
Gearing in %2 31,1 n. a. 42,8
WorkingCapital in € Mio.3 -71,7 -22,2 -92,3
Anlagenintensität in %4 91,0 n. a. 90,1
Anlagendeckungsgradin % 5 97,8 n. a. 92,3

1) Nettoverschuldung = kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten – liquide Mittel – kurzfristige Wertpapiere und Veranlagungen

2) Gearing = Nettoverschuldung / Eigenkapital

3) Working Capital = Vorräte, kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten (exkl. Passiva aus Investitionstätigkeit)

4) Anlagenintensität = langfristiges Vermögen / Bilanzsumme

5) Anlagendeckungsgrad = (Eigenkapital + langfristige Schulden) / langfristiges Vermögen

Beträge in € Mio. 2016 Veränd.
in %
2015
Flüssige Mittel per 1.1. 44,7 35,5 33,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 255,1 -0,2 255,5
Cashflow aus Investitionsaktivitäten -53,7 -64,4 -151,1
Cashflow aus
Finanzierungsaktivitäten
-202,7 n.a. -92,7
Endbestand der flüssigen Mittel 43,4 -2,9 44,7
Free Cashflow 201,4 92,9 104,4

Geldflussrechnung

Im Berichtsjahr 2016 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 255,1 Mio., ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahr (€ 255,5 Mio.). Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen, Wertaufholungen und Wertminderungen) verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 6,4% bzw. € 18,8 Mio. auf € 311,2 Mio. Neben Einzahlungen aus Dividendenausschüttungen der at-Equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von € 2,7 Mio. wurden auch Zinszahlungen in Höhe von € 22,1 Mio. sowie Einzahlungen aus Zinserträgen in Höhe von € 2,9 Mio. erfasst. Der leichte Rückgang des operativen Cashflows ist jedoch im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen um € 3,6 Mio. (2015: Abbau in Höhe von € 3,3 Mio.) und gestiegene Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 60,0 Mio. (2015: € 41,1 Mio.) zurückzuführen. Die Passiva (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) nahmen im Berichtsjahr um € 7,5 Mio. zu.

Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeiten betrug minus € 53,7 Mio. gegenüber minus € 151,1 Mio. im Jahr 2015. Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 88,4 Mio. (2015: € 90,5 Mio.). Darin ist im Berichtsjahr die Anschaffung weiterer Gebäude im Nahbereich des Flughafen Wien durch den Erwerb der Objektgesellschaft Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH enthalten. Im Vorjahr enthielten die Auszahlungen u. a. den zahlungswirksamen Zugang der Winterdienst- und Geräteeinstellhallen durch Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) in Höhe von € 9,5 Mio. Während es im Vorjahr zu Auszahlungen für "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" in Höhe von € 69,1 Mio. kam, wurde im Jahr 2016 eine Einzahlung in gleicher Höhe erfasst. Die Einzahlungen aus dem Anlagenabgang reduzierten sich im Vorjahresvergleich von € 8,5 Mio. auf € 5,6 Mio. Die Auszahlung für kurzfristige Veranlagungen in Höhe von € 40,0 Mio. betrifft Termingelder.

Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Cashflow aus der Investitionstätigkeit) stieg im Wesentlichen aufgrund von Einzahlungen aus dem Investitionsbereich im Vergleich zu 2015 um € 97,0 Mio. von € 104,4 Mio. auf € 201,4 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 202,7 Mio. ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 93,4 Mio. und auf die Dividendenausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft in Höhe von € 42,0 Mio. und an nicht beherrschende Anteilseigner in Höhe von € 6,9 Mio. zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen betrug im Jahr 2016 minus € 60,4 Mio.

Per Saldo resultiert daraus ein leichter Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2015 um minus 2,9% bzw. € 1,3 Mio. auf € 43,4 Mio.

Investitionen

Investitionen

Beträge in € Mio. 2016 Veränderung
in %
2015
Immaterielles Anlagevermögen 1,3 -42,6 2,2
Sachanlagevermögen inkl.
als Finanzinvestition gehaltener Immobilien
90,7 6,9 84,9
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 0,0 -100,0 69,1

Von den erfolgten Investitionen in das langfristige Vermögen entfallen € 90,7 Mio. auf Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie € 1,3 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte. Die größten Zugänge des langfristigen Vermögens im Geschäftsjahr 2016 bzw. 2015 sind im Konzernanhang (Anhangerläuterung (14)) erläutert.

Das Berichtsjahr stand im Zeichen der Pistensanierung 11/29. Wie bereits im Jahr 2013 wurden in 35 Nächten und an sechs Wochenenden zwischen April und Juni 2016 über 210.000 m² Oberfläche saniert und über 95.000 Tonnen Asphalt ab- und neu aufgetragen. Während der Hauptarbeiten waren mehr als 350 Personen und bis zu 200 Arbeitsgeräte im Einsatz. In Summe wurden im Berichtsjahr 2016 € 25,6 Mio. investiert.

Die weiteren größten Zugänge zum Anlagevermögen betreffen Investitionen im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste mit € 9,0 Mio. (in Folge ausgebucht bzw. wertgemindert), Umbauten für die Schaffung von Großraumpositionen am Pier Nord in Höhe von € 2,8 Mio. und Umbauten eines Abfertigungsgebäudes in Höhe von € 2,4 Mio.

Beteiligungen an ausländischen Flughäfen

Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) war im Jahr 2016 an zwei internationalen Flughäfen beteiligt:

  • Am Flughafen Malta (vollkonsolidiertes Tochterunternehmen) hielt die FWAG per 31. Dezember 2016 durchgerechnet einen Anteil von 48,44% der Aktien: 40% der Aktien besitzt die Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC), an der die FWAG seit Ende des ersten Quartals 2016 einen Anteil von 95,85% hält, 10,1% besitzt die FWAG direkt (über VIE Malta), 20% hält die maltesische Regierung. Die restlichen Aktien sind an der Börse in Malta gelistet.
  • Am Flughafen Košice (at-Equity-Beteiligung) ist die Flughafen Wien AG indirekt mit 66% beteiligt. Obwohl die Flughafen Wien AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, wird diese Gesellschaft gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzernanhang (Anhangerläuterung (37)) erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2016 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzwir tschaftliche Steuerung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der FWAG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die FWAG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.

Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung. Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der FWAG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen abzüglich Wertaufholungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße, ebenso wie die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2016 wird eine EBITDA-Marge von 44,5% nach 43,4% im Vorjahr ausgewiesen.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Darüber hinaus wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 1,1 (2015: 1,6).

Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um € 93,4 Mio., im Wesentlichen durch planmäßige und vorzeitige Tilgungen und den starken Cashflow. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2016 € 43,4 Mio. (2015: € 44,7 Mio.). Die Nettoverschuldung unter Berücksichtigung von Veranlagungen beträgt € 355,5 Mio. (2015: € 487,8 Mio.). Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 1.144,0 Mio. (2015: € 1.139,3 Mio.) resultiert daraus ein Gearing von 31,1% (2015: 42,8%).

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax – ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Zusätzlich werden die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) sowie der Cashflow zur Steuerung des Konzerns herangezogen.

Rentabilitätskennzahlen in % bzw. € Mio.

2016 2015
EBITDA-Marge1 44,5 43,4
EBIT-Marge2 23,2 23,9
ROE3 9,9 10,1
ROCE vorSteuern4 9,8 9,6
ROCEnachSteuern 7,4 7,2
Free Cashflow in € Mio. 201,4 104,4

1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse

2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse

3) ROE (Return on Equity) = Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital

4) ROCE vor Steuern (Return on Capital Employed before Tax) = EBIT / durchschnittliches Capital Employed (Capital Employed = langfristiges Vermögen, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten)

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagementsystem

Um wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung zeitnah und umfassend abbilden zu können, verfügt die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) über ein Risikomanagementsystem, das alle relevante Aspekte identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt. Dieses System ist in der folgenden Grafik wiedergegeben:

Die Prinzipien und Grundsätze des Risikomanagementsystems beruhen einheitlich für die gesamte Gruppe auf dem COSO (Commitee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission) "Standard for Enterprise Risk Management". Die Operationalisierung und Umsetzung dieser Standards erfolgt durch eine eigene Richtlinie. Aufgrund der spezifischen organisatorischen Rahmenbedingungen hat der Flughafen Malta eine eigene Richtlinie zum Risikomanagement erlassen, die auf den eingangs erwähnten gruppenweit einheitlichen Standards aufbaut. In diesen Richtlinien werden jeweils die risikopolitischen Grundsätze sowie die formalisierte Aufbau- und Ablauforganisation für die Wahrnehmung der Aufgaben und Agenden des Risikomanagements festgelegt.

Das Risikomanagement für die Flughafen Wien AG ist organisatorisch im Bereich des strategischen Controllings angesiedelt. Während aus dieser Funktion heraus sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert werden, sind alle Beschäftigten der FWAG dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen, um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen und Risikobeauftragten in den Bereichen und den verbundenen Unternehmen.

Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Begleitet wird dieser Prozess von einer umfassenden Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems in Gestalt einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, die als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht.

Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie des Schutzes des Vermögens der Flughafen-Wien-Gruppe wahr. Daneben prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zu ihrer Abwehr bzw. Minimierung setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Neu eingeführt wurde 2016 ein konzernweites Chancenmanagement, um rechtzeitig neue Ertragspotenziale in allen Unternehmensbereichen zu erkennen und zur Marktreife zu entwickeln.

Im Folgenden werden die maßgeblichen Entwicklungen in den vier Hauptrisikoklassen der Flughafen-Wien-Gruppe dargestellt.

Gesamt wir t schaf tliche, politische und rechtliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe wird wesentlich von der weltweiten, europäischen und regionalen Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen bzw. eine nachhaltige Verlangsamung des Wirtschaftswachstums können daher einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens haben.

Das makroökonomische Umfeld ist in Europa von einem stabilen Wachstum auf einem eher verhaltenen Niveau geprägt. Das BIP in Österreich sollte laut Prognose im Jahr 2017 um 1,5% wachsen und bewegt sich auch mittelfristig auf einem schmalen Wachstumspfad. Für den Euroraum wird im Zeitfenster 2017 bis 2021 von einem durchschnittlichen Wachstum von 1,5% p. a. ausgegangen.

Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland sowie hinsichtlich der Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den wirtschaftlichen und politischen Sanktionen gegen Russland negativ betroffen. Im Verkehr nach Russland scheint jedoch die Talsohle erreicht zu sein. So nehmen beispielsweise Aeroflot und S7 Airlines ab 2017 zusätzliche Flüge zwischen Wien und Moskau auf.

Das Referendum zugunsten des EU-Austritts Großbritanniens hat nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökonomischen Verflechtungen zwischen Österreich und Großbritannien nur geringe Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft (Quelle: IHS, Juni 2016) und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien. Punktuell könnten sich durch die Abschwächung des britischen Pfunds und die damit verbundene geringere Kaufkraft der britischen Passagiere negative Auswirkungen ergeben. Diese könnten aber auch durch mögliche Outbound-Effekte ab Wien ausgeglichen werden. Sollte Großbritannien als Ergebnis der Brexit-Verhandlungen auch den Europäischen Wirtschaftsraum bzw. den Luftverkehrsbinnenmarkt verlassen, könnten sich Nachteile für britische Carrier im Hinblick auf Luftverkehrsrechte im EU-Raum ergeben.

Politische Spannungen bzw. terroristische Bedrohungen in einzelnen Ländern und Regionen haben negative Auswirkungen auf die Buchungslage in den entsprechenden Tourismusdestinationen. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass derartige Rückgänge nur kurzfristiger Natur waren bzw. durch andere Destinationen kompensiert wurden. Negative Effekte auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien würden sich dann ergeben, wenn diese Substitutionseffekte nur teilweise erfolgen oder alternative Destinationen per Individualverkehr bedient werden. Des Weiteren sind nachteilige Umsatzeffekte im Duty-free möglich, falls Passagiere von Non-EU-Destinationen auf Ziele innerhalb des Binnenmarktes ausweichen. Positiv dürfte sich hingegen die angekündigte schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des Atomabkommens auswirken.

Aus regulatorischer und rechtlicher Sicht wurde im Dezember 2015 von der Europäischen Kommission ein neuer Entwurf des "Aviation Package" vorgestellt. Der bisher einzige legislative Vorschlag im Rahmen dieses Pakets betrifft die EASA-Verordnung (European Aviation Safety Agency). Die EU-Behörde soll demnach neue Kompetenzen bekommen. Unklar sind die Chancen für die Umsetzung der Kommissionspläne, umfassende EU-Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten (z.B. den Golfstaaten oder der ASEAN – Association of South-East Asian Nations) abzuschließen, sowie auch der konkrete Inhalt dieser Abkommen. Ob sich eine Liberalisierung des Flugverkehrs bei gleichzeitiger Einführung einer "Fair Competition Clause" verwirklichen lässt, hängt nicht zuletzt von den Mitgliedstaaten (Mandatserteilung) und dem Verhandlungsverlauf ab.

Seit dem Jahr 2012 ist auch die Luftfahrt in das System des "European Union Emissions Trading System" (EU ETS) einbezogen. Die ICAO (International Civil Aviation Organization) hat sich nun auf eine Vorgangsweise zur Reduktion bzw. zum Ausgleich klimaschädlicher Emissionen aus dem Luftverkehr geeinigt. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Kosten der ETS-Zertifikate. Da sich der ETS-Preis für eine Tonne CO2 -Emission derzeit auf einem historischen Tiefstand befindet und in Phase 4 des EU-Emissionshandels (ab 2021) mit einer weiteren Reduktion der ETS-Zertifikate gerechnet werden muss, besteht das Risiko eines Anstiegs der Emissionspreise sowie eines erhöhten Bedarfs an Zertifikaten in der Luftfahrt.

Weiters können Änderungen von behördlichen Auflagen oder relevanten gesetzlichen Grundlagen Einfluss auf das Unternehmensergebnis nehmen. Diese politischen und regulatorischen Risiken werden laufend beobachtet und bewertet. Hinsichtlich der zulässigen Flugbetriebszeiten bzw. der bestehenden Nachtflugregelung erwarten wir keine Veränderung der aktuellen Regelung. In Gestalt des Dialogforums hat die Flughafen Wien AG die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden auf eine breite und sehr stabile Basis gestellt. Im Vordergrund stehen eine transparente Informationspolitik und eine umfassende Einbindung der von Lärmemissionen aus dem Luftverkehr betroffenen Städte und Gemeinden.

Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungen der Geschäftsführung bzw. des Vorstands nach sich ziehen. Die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften wird daher durch unternehmensinterne Richtlinien, die die Umsetzung der Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) sowie der Market Abuse Regulation sicherstellen, gewährleistet. Dabei wurden zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um temporäre Vertraulichkeitsbereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert.

Eine vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über US\$ 168 Mio. (derzeit rund € 160 Mio.) wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Weltweit gesehen präsentiert der Branchenverband IATA (International Air Transportation Association) einen positiven Ausblick für die Luftfahrtbranche und prognostiziert für 2017 ein Passagierwachstum von 4,9% und ein ebenfalls sehr positives Frachtwachstum von 3,3%. Für die europäischen Airlines rechnet die IATA für das Jahr 2017 mit einem Gesamtgewinn in Höhe von nur US\$ 5,6 Mrd. nach Steuern (Quelle: IATA 12/2016). Diese Entwicklung ist auf die sehr kompetitive Markt- und Wettbewerbssituation in der europäischen Luftfahrt sowie auf den gegenüber Anfang 2016 deutlich gestiegenen Kerosinpreis zurückzuführen. Vor allem die offensive Preis- und Wachstumspolitik der Low-Cost-Carrier führt bei vielen Airlines zu sinkenden Erlösen pro verkauften Passagierkilometer. Dazu kommt, dass ab 2017 tendenziell mit weiter steigenden Treibstoffkosten und damit einer weiteren Verschärfung des Margendrucks oder alternativ mit steigenden Flugpreisen zu rechnen ist. Es ist daher davon auszugehen, dass sich nach der im vergangenen Jahr eingeleiteten umfassenden Restrukturierung der airberlin Gruppe die Konsolidierung der Branche in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.

Das Wachstum im innereuropäischen Verkehr wird in den kommenden Jahren vorwiegend von Low-Cost-Airlines bzw. den Zweitmarken der traditionellen Netzwerk-Carrier getrieben. Dies stellt insbesondere für die traditionellen Netzwerk-Carrier eine große Herausforderung dar. Für die Airports bedeutet diese Entwicklung, dass einerseits der Wettbewerb um Low-Cost-Verkehr intensiver wird und andererseits der Druck der Netzwerk-Carrier auf ihre jeweiligen Hub-Airports, Tarife und Vorleistungskosten möglichst niedrig zu halten, weiter steigen wird. Beide Aspekte belasten tendenziell den von den Airports erzielbaren Ertrag pro Passagier und erfordern weiterhin hohe Anstrengungen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Produktivität.

Austrian Airlines ist mit einem Anteil von 44,5% (2016) am gesamten Passagieraufkommen am Standort Wien der größte Kunde der FWAG. Die strategische Ausrichtung der Austrian Airlines und ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Netzwerk-Carrier beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich und werden daher von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert. Die Austrian Airlines konnte im vergangenen Jahr die Zahl der beförderten Passagiere insgesamt um 5,1% steigern und ihr Angebot (gemessen in angebotenen Sitzkilometern) um rund 4,9% ausbauen, am Flughafen Wien jedoch im Wesentlichen kein Passagierwachstum erzielen. Im September 2016 hat der Aufsichtsrat der Lufthansa AG der Umsetzung einer Wachstumsstrategie unter dem Titel "Austrian Next Level" zugestimmt (Quelle: Austrian Airlines Press Release 09/2016). Zwei neue Airbus 320 wurden bereits im Oktober bzw. November 2016 in den Dienst gestellt. Für 2018 ist die Aufstockung der Langstreckenflotte um eine weitere Boeing 777 geplant. Darüber hinaus wird 2017 die Kapazität durch fünf zusätzliche Airbus 320, die auf Basis eines Wet-Lease-Vertrags mit airberlin zukünftig für die Austrian Airlines fliegen, weiter aufgestockt. Die FWAG sieht die wirtschaftliche Entwicklung der Austrian Airlines positiv und bewertet das beschlossene Strategiepaket als Beleg für die wettbewerbsfähige Position der Austrian Airlines im Lufthansa-Verbund und als Bekenntnis zur Fortsetzung einer wachstumsorientierten Netzwerkstrategie mit einem Fokus auf den Ost-West-Verkehr. Eine Änderung dieser Ausrichtung würde die Position des Flughafen Wien als bedeutsame europäische Luftverkehrsdrehscheibe negativ beeinflussen und zu Rückgängen im Transferaufkommen führen.

Zu einer weitreichenden Umstrukturierung ist es in den vergangenen Monaten beim zweitgrößten Carrier am Flughafen Wien, der airberlin Gruppe, gekommen. Es wird erwartet, dass sich als Folge dieser Restrukturierung das Passagieraufkommen der Gruppe am Flughafen Wien im laufenden Jahr deutlich reduzieren wird. Ein Großteil dieser Rückgänge kann aller Voraussicht nach jedoch durch Wachstumsprogramme anderer Carrier kompensiert werden (vor allem durch Eurowings, Austrian Airlines und easyJet). NIKI wird künftig zusammen mit der deutschen Fluglinie TUIfly einen neuen Carrier bilden und die bisher von NIKI bedienten Städteverbindungen sollen eingestellt werden. Aus heutiger Sicht ist geplant, dass die neue Airline mit einer kleineren Flotte, aber größerem Fluggerät ausschließlich klassische Urlaubsdestinationen anfliegt. Die konkrete Aufstellung des neuen Carriers, insbesondere die Frage, wie viele der Flugzeuge am Flughafen Wien stationiert werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt. Daraus ergeben sich gewisse Risiken und Unsicherheiten für die Flughafen Wien AG.

In der unmittelbaren Catchment Area des Flughafen Wien werden insbesondere die Aktivitäten von Low-Cost-Airlines wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet.

Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Die ausländischen Flughafenbeteiligungen in Malta (vollkonsolidiert) und Košice (at-Equity-Konsolidierung) unterliegen ebenfalls den oben genannten branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. In Summe betrachtet hat sich das Verkehrsaufkommen an den beiden Flughäfen im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt.

Malta ist derzeit als Feriendestination sehr gefragt und entwickelt sich immer stärker zu einer Ganzjahresdestination im Tourismus. Das Passagierwachstum von 32,2% im Dezember 2016 bzw. 22,4% im November untermauert diesen Trend sehr eindrucksvoll. Im gesamten Jahr 2016 lag das Passagierwachstum bei 10,0%. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Home-Carriers Air Malta, vor allem nachdem die Suche nach einem strategischen Partner bis dato noch ohne konkrete Ergebnisse verlaufen ist. Die Air Malta verfügte 2016 über einen Marktanteil in der Höhe von rund 31% (gemessen am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Malta). Ein Ausfall der Airline hätte kurzfristig negative Auswirkungen auf das Passagieraufkommen und damit auf das Unternehmensergebnis des Flughafen Malta. Mittel- und langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass neue oder bereits am Standort vertretene Airlines ihre Kapazitäten aufstocken und die bestehende Nachfrage bedienen würden.

Relevant sind für den Flughafen Malta auch die bevorstehenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, da Großbritannien mit einem Anteil von rund 27% (2016) am gesamten Passagieraufkommen den größten Markt darstellt. Ein Austritt ohne Verbleib im Europäischen Wirtschaftsraum bzw. im Luftverkehrsbinnenmarkt könnte zu Einschränkungen bei den Luftverkehrsrechten für britische Carrier im EU-Raum bzw. EU-Carrier in Großbritannien führen. Nachdem die Verhandlungen aber bis dato noch nicht einmal begonnen haben, können derzeit noch keine Aussagen über konkrete Auswirkungen getroffen werden.

Der Flughafen Košice konnte im vergangenen Jahr das Passagieraufkommen um 6,4% steigern. Mit Turkish Airlines wurde ein neuer Netzwerk-Carrier gewonnen, der die ostslowakische Stadt dreimal wöchentlich an das Drehkreuz der Turkish Airlines in Istanbul anbindet.

Im Bereich Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Frachtabfertigung erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin bestehen langfristige Verträge für Dienstleistungen im Bereich Ramp-Handling. Punktuell ist auch der Bereich Abfertigungsdienste von der Restrukturierung der airberlin Gruppe betroffen. So ist aus derzeitiger Sicht mit Rückgängen bei den Erträgen aus der Passagierabfertigung (Check-in) zu rechnen.

Der Geschäftsbereich ist außerdem von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Während dadurch zwar die Passagierzahlen kontinuierlich steigen, ist in den letzten Jahren ein rückläufiger Trend bei den für die Handling-Erlöse maßgeblichen Flugbewegungen zu beobachten. Im Geschäftsbereich Abfertigungsdienste konnte 2016 lediglich ein kleines Wachstum von 0,3% bei den abgefertigten Handling-Bewegungen erreicht werden. Ein weiterer Faktor ist die bereits eingangs angesprochene zunehmende Konsolidierung in der europäischen Luftfahrtindustrie mit einer damit einhergehenden steigenden Marktmacht der Airlines. Diese Entwicklung erhöht den Preisdruck auf vorgelagerte Dienstleister und besonders die Abfertigungsdienste.

Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Auch die Konkurrenz durch andere Frachthandling-Agents führt tendenziell zu einem steigenden Margendruck in den Dienstleistungen der Frachtabfertigung. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.

Im Retail-&-Properties-Bereich vermietet die FWAG Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäftsentwicklung von jener des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dies hat aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten Auswirkungen auf die Ertragssituation der FWAG im Retail- und Immobilienbereich.

Finanz- und Investitionsrisiken

Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig und überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings. Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Durch den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) Ende 2015 wurden zukünftige Zinsänderungsrisiken aus diesem Titel eliminiert. Der sukzessive Abbau der variablen Finanzverbindlichkeiten hat die potenziellen Auswirkungen einer Zinsänderung auf die FWAG bereits deutlich reduziert.

Der bestehende EIB-Kreditvertrag (European Investment Bank) enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags haften nunmehr drei Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen für den Kreditrestbetrag, aktuell € 375 Mio. Mehrere Rechtsgutachten bezweifeln die Rechtmäßigkeit der 25-jährigen Fixzinsbindung und anderer Klauseln des Kreditvertrags, vor allem angesichts des aktuell extrem niedrigen Zinsniveaus, weshalb die FWAG gegenüber dem Kreditgeber EIB den Rechtsweg zur Klärung der Rechtslage beschritten hat.

Detaillierte Angaben über finanzwirtschaftliche Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken und die verwendeten Finanzinstrumente, um diesen Risiken zu begegnen, finden sich im Konzernanhang unter Anhangerläuterung (38).

Die bereits oben angesprochenen allgemeinen bzw. spezifischen Marktrisiken sowie länderspezifische politische und regulatorische Risiken in Malta und der Slowakei können die mittelfristige Planung der Beteiligungen am Flughafen Malta bzw. Košice negativ beeinflussen und zu Wertminderungen von Vermögen, Firmenwerten bzw. Beteiligungsansätzen führen.

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein standardisiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt. Die einzuhaltenden Vorschriften bezüglich Projektorganisation, Prüf- und Freigabeschritten im Rahmen der Abwicklung von Bauprojekten werden von der FWAG in einem eigenen Bauhandbuch (BHB) als verbindliche Konzernanweisung festgelegt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen bildet die Basis für eine zeit- und bedarfsgerechte Bereitstellung von neuen Kapazitäten und die Berechnung von projektspezifischen Renditen. Dadurch wird das Investitionsrisiko von neuen Projekten (z. B. Unterauslastung) deutlich reduziert.

Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (Projekt 3. Piste) statt. Am 9. Februar 2017 wurde dem Anwalt der Flughafen Wien AG (FWAG) auf elektronischem Weg im Verfahren gegen die erstinstanzliche Genehmigung des Baus einer 3. Piste am Flughafen Wien eine das Projekt

nunmehr abweisende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts als Berufungsinstanz zugestellt. Diese abweisende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gegen das Projekt 3. Piste ist aus Sicht der FWAG juristisch und sachlich unhaltbar und falsch. Daher wird das Unternehmen gegen diese Entscheidung höchstgerichtlich außerordentliche Rechtsmittel einlegen. Zur Auswirkung auf den Konzernabschluss wird auf den Konzernanhang, Kapitel "V. Ermessensbeurteilungen und Schätzungen" verwiesen. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, wobei eine 3. Piste nicht vor 2025 zur Verfügung stehen würde. Deshalb wird das Projekt mit Nachdruck verfolgt, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen.

Sämtliche Bewertungen von Vermögenswerten erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Operative Risiken

Über die bereits erwähnten Faktoren hinausgehend wird die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien von überregionalen und externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen latenten Risiken (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Lokale Schadensrisiken, wie etwa Feuer, Naturgewalten, Unfälle oder Terror am Standort, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten stellen ebenfalls Risiken aus dem operativen Betrieb dar. Mit entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen bzw. Notfallplänen sowie mit hohen Sicherheitsstandards leistet der Flughafen Wien eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, Terror-Haftpflichtversicherung etc.).

Da der Flughafen Wien eine kritische Funktion als zentraler Infrastrukturversorger und Rückgrat der internationalen Vernetzung im gesamten osteuropäischen Raum wahrnimmt, werden besonders hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit der eingesetzten IKT-Systeme (Informations- und Kommunikationstechnologie) und die Datensicherheit gestellt. Durch die Einbindung des Risikomanagements in die Planungsprozesse können bei IKT-Projekten Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos eingeleitet werden. Zu den wesentlichsten operativen IKT-Risiken zählen mögliche Ausfälle zentraler IKT-Infrastruktureinrichtungen und -services, die Beeinträchtigung der Grundversorgung bzw. die Zerstörung von zentraler IKT-Infrastruktur sowie ein möglicher Verlust von sensiblen Daten. Ausgelöst durch einen gezielten Cyberangriff im Berichtsjahr wird auf die Stärkung der Abwehrkapazität besonderes Augenmerk gelegt.

Für sämtliche betriebskritischen IKT-Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien "mach2" oder das ERP-System (Enterprise Resource Planning) SAP, stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Aufgrund des geschäftlichen Erfordernisses werden IKT-Systeme in der Regel redundant und, wo nötig, hochverfügbar implementiert, sodass ein Ausfall von einzelnen Komponenten die Verfügbarkeit der Gesamtsysteme nicht gefährdet. Darüber hinaus werden zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Bei der Basisinfrastruktur (Strom-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasser und Abwasser) bestehen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit zu erreichen (z. B. Ringleitungen). Ein Ausfall der Kälteversorgung im Berichtsjahr wurde umfassend analysiert und es wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Derzeit wird an einem Projekt zur weiteren Erhöhung der Ausfallsicherheit in der Stromversorgung gearbeitet. Generell ist jedoch festzuhalten, dass trotz aller gesetzten Maßnahmen ein gewisses Restrisiko hinsichtlich der Verfügbarkeit der Infrastruktur bestehen bleibt, das dem möglichen Eintritt von Ereignissen höherer Gewalt geschuldet ist.

Auch am Malta International Airport sind Pläne für Notfallmaßnahmen, Krisen- sowie betriebliches Kontinuitätsmanagement in Kraft gesetzt. Diese werden regelmäßig überprüft und aktualisiert, um sicherzustellen, dass schnell und effektiv auf Störungen des operativen Betriebs reagiert werden kann.

Der Flughafen Wien ist sich der hohen Bedeutung motivierter und engagierter Mitarbeiter bei der Erreichung der Unternehmensziele bewusst. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden deshalb zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden zahlreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen umgesetzt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Flughafen Wien AG lässt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen, weshalb der Fortbestand des Unternehmens auch zukünftig gesichert ist. Die FWAG erwirtschaftet ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften. Das IKS im weiteren Sinne umfasst außerdem die Sicherung des Vermögens sowie auch die Sicherstellung der Vollständigkeit der Leistungserfassung und -abrechnung.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen. 2015 wurde das System um ein workflowbasiertes Zusatzmodul erweitert. Dieses bietet den verantwortlichen Führungskräften und den kontrolldurchführenden Mitarbeitern dezentrale Einsichtnahme in den jeweils aktuellen Status der IKS-Risiken und Kontrollen. Zusätzlich unterstützt es das IKS durch den Einsatz von automatischen Workflows für die Durchführung sowie die Aktualisierung und Freigabe von Kontrollen und erhöht damit die Effizienz und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Im Laufe des Jahres 2016 erfolgte die etappenweise Ausrollung der Workflows auf alle Geschäfts-, Service- und Fachbereiche sowie die österreichischen verbundenen Gesellschaften.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Einbringlichkeit von Forderungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.

Kontrollmaßnahmen

Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird u. a. durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat u. a. zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware sowie alle IKT-Systeme, die in den Fachbereichen zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang, aber auch im Hinblick auf alle anderen Prozesse, werden laufend Optimierungen durchgeführt.

Im Jahr 2016 betrifft das im Wesentlichen folgende Punkte:

  • Die Softwarelösung für das General Aviation Center der FWAG wurde im Zuge eines notwendigen Technologiewechsels vollständig in die Flughafenbetriebssoftware integriert. Dieser Schritt erlaubt effizientere Planung, optimierten Betrieb am Vorfeld und eine Verbesserung bei den verbundenen administrativen Prozessen.
  • 2016 wurde auch an der weiteren Verbesserung der Software zur Unterstützung des CDM-Prozesses (Collaborative Decision Making) gearbeitet. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, aktuell wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet.

Weiter im Fokus steht die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese wird vor allem durch die Inbetriebnahme folgender Systeme unterstützt:

Feedbacksysteme

Die FWAG nutzt an neuralgischen Stellen der Kundenprozesse Feedbackterminals zur Abfrage der Zufriedenheit der Kunden mit der Qualität der Abläufe bzw. der Einrichtungen. Für Passagiere besteht nun die Möglichkeit, ihre Zufriedenheit nicht nur zu den Sicherheitskontrollen und Toiletten, sondern auch zu Shops und Restaurantbetrieben rückzumelden.

Digitale Infokioske

Um Passagieren vor Ort möglichst einfach Informationen zur Verfügung stellen zu können, wurden 2016 interaktive digitale Kioske mit großflächigen Touchscreens entwickelt, deren Benutzerführung auch die Bedürfnisse von Passagieren im Rollstuhl berücksichtigt. In einem ersten Schritt werden nun Detailinformationen zu den Lounges am Flughafen, insbesondere zu den Zutrittsbedingungen, auf diese Weise zugänglich gemacht.

Insgesamt wurden im Servicebereich Informationssysteme im Geschäftsjahr 2016 Ausgaben in Höhe von € 1,0 Mio. (2015: € 0,8 Mio.) für die Entwicklung und Einführung von neuen Systemen als Aufwand erfasst.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt

Die FWAG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen sowie zur kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen. Aufbauend auf den Werten Kundenorientierung, Professionalität, Wirtschaftlichkeit und Respekt entwickelte die FWAG ein umfassendes Energie- und Umweltmanagement. Die Flughafen Wien AG veröffentlichte im Jahr 2015 einen Nachhaltigkeitsbericht, der im Dreijahresrhythmus neu aufgelegt wird. Wesentliche umweltrelevante Daten werden im Rahmen des EMAS-Berichts jährlich auf der Website aktualisiert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Die FWAG konnte sich zuletzt in allen wesentlichen Umweltaspekten deutlich verbessern. Das unterstreichen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Ergebnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz um 11,8% im Zeitraum von 2012 bis 2016.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2016 weitere € 1,1 Mio. (2015: € 1,4 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen des Flugbetriebs auf das Umfeld, vor allem auf die Anrainer, möglichst gering zu halten.

Die Flughafen Wien AG hat im Jahr 2015 das über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehende und wesentlich umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) implementiert und erfüllt damit auch vollinhaltlich die Anforderungen der ISO 14001. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die erstmalige Eintragung in das EMAS-Register fand im Dezember 2015 statt und das erste Überwachungsaudit im Oktober 2016.

Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System (ACAS) ins Leben gerufen. Bereits über 150 Flughäfen haben sich weltweit der Initiative angeschlossen, darunter auch der Flughafen Wien. Die FWAG hat im Berichtsjahr erstmalig eine Level-3-Zertifizierung eingereicht, die eine weitere Reduktion der CO2 -Emissionen am Standort unter verstärkter Einbeziehung sämtlicher am Standort Flughafen ansässigen Unternehmen vorsieht.

Der Flughafen Wien ist das erste Gewerbegebiet, das in Österreich mit dem DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet wurde. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) vergab im Jahr 2014 das erste österreichische Quartierszertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung an die Flughafen Wien AG für ihr Standortprojekt "Airport City".

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2016 erfolgreich weitergeführt. Es hat den Schutz der Gesundheit und die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen, die nahe am Flughafen leben, zum Ziel. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Bis Ende 2016 wurden für 6.288 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei etwas mehr als 2.900 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Darüber hinaus sind Teil- oder Generalsanierungen, die durch den Eigentümer selbst umgesetzt wurden, bei mehr als 300 Wohneinheiten nachträglich aus Mitteln des Lärmschutzprogramms gefördert worden. Ein positiver Nebeneffekt: Durch bessere Gebäudedämmung und daraus resultierende geringere Heizkosten konnte in den betroffenen Gebieten auch der CO2 -Ausstoß um ca. 1.300 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

2016 Veränd.
in %
2015
Verkehrseinheiten VE 25.415.025 2,6 24.763.288
Passagiere PAX 23.352.016 2,5 22.775.054
Verbrauch elektrische Energie pro
Verkehrseinheit
kWh/VE 3,79 -5,0 3,99
Verbrauch elektrische Energie MWh 96.207 -2,6 98.747
Wärmeverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 2,29 -1,6 2,33
Wärmeverbrauch MWh 58.315 1,0 57.734
Kälteverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 1,25 -4,7 1,31
Kälteverbrauch MWh 31.856 -2,2 32.557
Treibstoffverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 1,20 5,8 1,13
Treibstoffverbrauch MWh 30.447 8,6 28.041
Gesamtenergiebedarf pro
Verkehrseinheit
kWh/VE 7,28 -2,3 7,45
Gesamtenergiebedarf MWh 184.969 0,2 184.522
Gesamtenergiebedarf erneuerbare
Energiequellen pro Verkehrseinheit
kWh/VE 2,35 -1,9 2,40
Gesamtenergiebedarf erneuerbare
Energiequellen
MWh 59.846 0,7 59.436
Anteil erneuerbarer Energie am
Gesamtenergiebedarf
% 31,8 n. a. 32,2

Standort Flughafen Wien

Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe (inkl. Flughafen Malta) verringerte sich im Jahr 2016 leicht von 4.666 auf 4.657 Mitarbeiter (-0,2%). Während im Segment Sonstige Segmente vor allem im Technikbereich zusätzliches Personal aufgenommen wurde, reduzierte sich der Arbeitnehmerbestand vor allem im Bereich des Handlings durch weitere Prozessoptimierungen in der Tochtergesellschaft VIAS.

Stichtagsbezogen wurden zum 31. Dezember 2016 4.626 Mitarbeiter in der Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigt und somit um 60 Mitarbeiter weniger als zum Stichtag 31. Dezember 2015 (4.686 Mitarbeiter).

2016 Veränd.
in %
2015
Airport 405 0,0 405
Handling 3.021 -1,2 3.058
Retail & Properties 57 0,4 57
Malta 304 -0,7 306
Sonstige Segmente 671 4,4 643
Verwaltung 198 0,5 197
Gesamtanzahl 4.657 -0,2 4.666

Durchschnitt Mitarbeiter nach Segmenten

Mitarbeiter am Standort Wien 2016 Veränd.
in %
2015
Personalstand (Durchschnitt) 4.353 -0,2 4.360
davon Arbeiter 3.011 -1,5 3.057
davon Angestellte 1.342 2,9 1.303
Personalstand (Stichtag) 4.322 -1,3 4.380
davon Arbeiter 2.955 -3,2 3.052
davon Angestellte 1.366 2,9 1.328
Lehrlinge (Durchschnitt) 46 -16,1 55
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter1 8.147 2,9 7.914
Durchschnittsalter in Jahren1 41,6 n. a. 41,1
Betriebszugehörigkeit in Jahren1 12,0 n. a. 11,3
Anteil Frauen in %1 11,7 n. a. 11,3
Aufwendungen für Weiterbildung in T€1 1.855,1 -3,5 1.922,9
Meldepflichtige Arbeitsunfälle2 119 -5,6 126

Standort Flughafen Wien

1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

2) Standort Wien (Flughafen Wien AG inkl. österreichischer Tochterunternehmen)

2016 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 2,9% auf 8.147 Einheiten.

Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10% der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt den Ertrag aus der Dividendenausschüttung dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2016 kam für das Geschäftsjahr 2015 ein Dividendenertrag von € 4,2 Mio. zur Ausschüttung. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter rund 50% eines Monatsgrundgehalts bzw. Grundlohns 2015. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Die FWAG erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht wird.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist nach dem Aktiensplit vom 27. Juni 2016 in 84.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").

Weitere Details zur Satzung bzw. Aktie sind auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com abrufbar.

2 . Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10%

Die Airports Group Europe S.à.r.l. hält 39,8% der Aktien. Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20%, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10% am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10% bekannt.

3. Syndik at svereinbar ung

40% der Aktien werden von den zwei Aktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, die Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien

Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Der Vorstand der Flughafen Wien AG wurde mit Beschluss der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft, auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, zu erwerben und zu veräußern. Der Erwerb und die Veräußerung können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot erfolgen. Der Gegenwert pro Stückaktie darf die Untergrenze in Höhe von € 21,25 nicht unterschreiten und die Obergrenze von € 30,00 nicht überschreiten. Der Vorstand der Gesellschaft hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Das Darlehen der EIB (European Investment Bank) in Höhe von € 400,0 Mio. (derzeit aushaftend mit € 375,0 Mio.) wurde unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder

indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. (derzeit aushaftend mit € 375,0 Mio.) stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40%, aber mehr als 30% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG erlangt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Corporate Governance

Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UGB für das Geschäftsjahr 2016 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Verkehr sent wicklung Jänner 2017

Inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe im Jänner 2017 ein deutliches Passagierwachstum von 10,8%.

Verkehr sent wicklung am Flughafen W ien

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere am Flughafen Wien stieg im Jänner 2017 um 7,9% auf 1.445.076 Fluggäste. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2017 ein Plus von 3,2% gegenüber dem Jänner 2016 auf 350.250 Passagiere. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg ebenfalls im selben Zeitraum um 9,1% auf 1.082.729. Das Frachtaufkommen lag hingegen unter dem Vorjahr, insgesamt wurden 19.011 Tonnen umgeschlagen – ein Minus von 8,0%. Die Flugbewegungen nahmen um 0,8% zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight/MTOW) stieg um 6,2%.

Verkehrsentwicklung am Flughafen Malta und Flughafen Košice

Ein sehr starkes Passagierplus gab es im Jänner 2017 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 27,3% und auch am Flughafen Košice gab es einen erfreulichen Anstieg um 8,8% beim Passagieraufkommen.

Verkehrsentwicklung Februar 2017

Auch im Februar konnte ein Passagierplus erzielt werden. Das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe stieg um 6,5% auf 1,7 Mio. Reisende.

Entgelte 2017

Per 1. Jänner 2017 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

  • Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: -0,06%
  • Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt:+0,28%
  • Infrastrukturentgelt Betankung: -0,69%

Das PRM-Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Das Sicherheitsentgelt beträgt im Jahr 2017 unter Berücksichtigung der bereits ab 1. September 2015 erfolgten absoluten Anhebung um € 0,55 infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion und der Anhebung gemäß Price-Cap-Formel € 8,39 pro abfliegenden Passagier.

Prognosebericht

Das Wachstum des realen BIP beschleunigte sich im Jahr 2016 auf 1,4%, nachdem es vier Jahre in Folge um weniger als 1% gewachsen war. Für die Jahre 2017 bis 2019 prognostiziert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ein BIP-Wachstum von jeweils 1,5%. Impulse dafür liefert u.a. das Konsumwachstum, wobei die Abschwächung des Wachstums der real verfügbaren Haushaltseinkommen nach der Steuerreform durch einen sukzessiven Rückgang der Sparquote ausgeglichen werden wird.

Die Inflation, die im Jahr 2016 mit 0,9% noch niedrig ausfiel, könnte sich im Jahr 2017 auf 1,5% beschleunigen. In den Jahren 2018 und 2019 könnte die Inflation auf 1,7% bzw. 1,8% steigen.

Für das Jahr 2017 rechnet die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice mit einem Passagierzuwachs zwischen 1% und 3%. Dementsprechend wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 740 Mio. erwartet und ein EBITDA von € 315 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 120 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll auf unter € 350 Mio. reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2017 rund € 100 Mio. vorgesehen.

Für den Standort Wien erwartet der Flughafen Wien für 2017 ein Passagierwachstum zwischen 0% und 2%. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht u.a. durch neue Streckenaufnahmen nach Los Angeles (US), Mahé (SC), Burgas (BG) und Göteborg (SE) durch Austrian Airlines, zu 19 Destinationen durch Eurowings sowie durch Frequenzaufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von Volotea, Flybe/Stobart Air, Germania, S7 Airlines und SunExpress zu erwarten.

Schwechat, am 10. März 2017 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

K o n z e r n a b s c h l u s s 2 0 1 6 der Flughafen Wien AG

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ Anhang 2016 20151
Umsatzerlöse (1) 741.596,0 720.233,8
Sonstige betriebliche Erträge (2) 10.411,0 7.438,7
Betriebsleistung 752.007,0 727.672,5
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -35.858,4 -37.164,0
Personalaufwand (4) -272.037,2 -268.881,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -116.419,0 -111.942,0
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen (6) 2.093,7 2.785,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 329.786,1 312.471,0
Planmäßige Abschreibungen (7) -137.536,0 -142.687,2
Wertaufholungen (7) 10.120,8 2.000,0
Wertminderungen (7) -30.367,3 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 172.003,6 171.783,8
Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen (8) 663,0 264,0
Zinsertrag (9) 2.992,8 2.455,3
Zinsaufwand (9) -22.201,5 -24.531,1
Sonstiges Finanzergebnis (10) 0,0 1.745,0
Finanzergebnis -18.545,7 -20.066,8
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 153.457,9 151.717,0
Ertragsteuern (11) -40.840,8 -39.873,5
Periodenergebnis 112.617,1 111.843,5
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 102.639,2 100.277,3
Nicht beherrschende Anteile 9.977,9 11.566,2
Im Umlauf befindliche Aktien (gewichteter Durch
schnitt in Stück)
(12) 84.000.000 84.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert)2 1,22 1,19

1) Werte für 2015 angepasst (siehe Konzernanhang, Kapitel VI)

2) Das Ergebnis je Aktie wurde aufgrund von IAS 33.26 angepasst, siehe Anhangerläuterung (12) und (23).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ 2016 20151
Periodenergebnis 112.617,1 111.843,5

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen 1.463,5 2.019,8
Darauf entfallende latente Steuern -354,7 -450,4

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung ver
fügbaren Wertpapieren
304,5 -330,5
davon erfolgsneutrale Veränderung 304,5 -182,6
davon realisiertes Ergebnis 0,0 -147,9
Darauf entfallende latente Steuern -75,3 84,3
Sonstiges Ergebnis 1.338,0 1.323,2
Gesamtergebnis 113.955,1 113.166,8
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 104.012,9 101.834,1
Nicht beherrschende Anteile 9.942,2 11.332,6

1) Werte für 2015 angepasst (siehe Konzernanhang, Kapitel VI)

Konzernbilanz

zum 31.12.2016

in T€ Anhang 31.12.2016 31.12.20151 1.1.20151
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (13) 158.964,6 162.329,9 166.791,3
Sachanlagen (14) 1.455.926,9 1.579.319,2 1.623.609,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (15) 145.849,2 133.502,6 143.508,9
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (16) 40.235,1 45.801,2 44.366,2
Sonstige Vermögenswerte (17) 34.910,0 35.474,0 38.499,0
1.835.885,8 1.956.426,9 2.016.774,9
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (18) 5.970,2 5.763,5 5.121,5
Wertpapiere (19) 21.301,7 21.050,9 21.292,2
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte (20) 4.307,9 73.403,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (21) 107.423,5 69.517,7 75.972,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (22) 43.438,5 44.738,2 33.022,9
182.441,8 214.473,2 135.409,2
Summe Aktiva 2.018.327,6 2.170.900,1 2.152.184,1
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital (23) 152.670,0 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (24) 117.657,3 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (25) 2.847,9 1.836,3 641,7
Einbehaltene Ergebnisse (26) 787.576,0 764.473,5 698.484,0
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.060.751,1 1.036.637,2 969.453,1
Nicht beherrschende Anteile (27) 83.224,1 102.647,7 100.371,9
1.143.975,2 1.139.284,9 1.069.824,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen (28) 153.302,3 158.797,4 167.837,2
Finanzverbindlichkeiten (29) 396.310,3 416.525,5 519.629,4
Übrige Verbindlichkeiten (30) 43.627,3 33.244,2 40.135,0
Latente Steuern (31) 58.947,0 58.019,1 60.628,6
652.186,9 666.586,3 788.230,2
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (32) 1.585,4 27.555,0 25.835,9
Übrige Rückstellungen (32) 87.132,9 77.336,3 75.763,8
Finanzverbindlichkeiten (29) 63.917,0 137.104,1 76.611,6
Lieferantenverbindlichkeiten (33) 34.593,7 38.682,0 41.043,9
Übrige Verbindlichkeiten (34) 34.936,5 84.351,5 74.873,9
222.165,4 365.028,9 294.129,0
Summe Passiva 2.018.327,6 2.170.900,1 2.152.184,1

1) Werte für 2015 angepasst (siehe Konzernanhang, Kapitel VI)

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ 2016 20151
Ergebnis vor Ertragsteuern 153.457,9 151.717,0
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 137.536,0 142.687,2
- Wertaufholungen -10.120,8 -2.000,0
+ Wertminderungen 30.367,3 0,0
- Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen -2.093,7 -2.785,7
+ Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen 2.659,7 1.350,7
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -199,0 -1.810,2
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln -224,2 -212,8
- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -52,2 4,8
+ Zins- und Dividendenergebnis 18.545,7 21.811,8
+ Erhaltene Dividenden 663,0 264,0
+ Erhaltene Zinsen 2.898,4 2.455,4
- Bezahlte Zinsen -22.054,9 -24.536,0
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -206,7 -641,9
- Erhöhung / + Senkung Forderungen -3.629,1 3.348,4
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 2.162,0 4.483,8
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten 5.384,8 470,8
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 315.094,1 296.607,3
- Zahlungen für Ertragsteuern -60.011,5 -41.129,9
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 255.082,6 255.477,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 5.550,3 8.509,4
- Auszahlungen für Anlagenzugang -88.376,2 -90.544,2
+/- Ein-/Auszahlung für zum Verkauf stehende Vermögenswerte 69.095,1 -69.095,1
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 15,4 61,9
- Auszahlungen für kurzfristige Veranlagungen -40.000,0 0,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -53.715,4 -151.068,0
- Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG Anteilseigner -42.000,0 -34.650,0
- Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Anteilseigner -6.855,2 -9.056,8
- Auszahlungen aus dem Erwerb von nicht beherrschenden
Anteilen -60.409,5 0,0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,2
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -93.402,3 -42.611,5
- Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
0,0
-202.667,0
-6.375,9
-92.694,1
+ Veränderung des Finanzmittelbestandes
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode
-1.299,7
44.738,2
11.715,3
33.022,9

1) Werte für 2015 angepasst (siehe Konzernanhang, Kapitel VI). Nähere Erläuterungen siehe Anhangerläuterung (35).

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

vom 1.1. bis 31.12.2016

den Gesellschaftern der
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
AfS
Rücklage
Neubewer
tung im
materielles
Vermögen
Neu
bewertungen
von Plänen
Stand zum 1.1.2015 wie zuvor
berichtet
152.670,0 117.657,3 1.258,5 0,0 -26.989,0
Rückwirkende Anpassung 0,0 0,0 5,7 18.925,8 -192,1
Stand zum 1.1.2015 angepasst 152.670,0 117.657,3 1.264,1 18.925,8 -27.181,0
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
-250,6
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
1.807,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -250,6 0,0 1.807,5
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -250,6 0,0 1.807,5
Auflösung Neubewertungsrücklage -362,2
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.20151 152.670,0 117.657,3 1.013,5 18.563,6 -25.373,6
Stand zum 1.1.2016 152.670,0 117.657,3 1.013,5 18.563,6 -25.373,6
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
227,5
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
1.146,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 227,5 0,0 1.146,2
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 227,5 0,0 1.146,2
Auflösung Neubewertungsrücklage -362,2
Änderungen aus dem Erwerb von
nicht beherrschenden Anteilen
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2016 152.670,0 117.657,3 1.241,0 18.201,4 -24.227,4

1) Werte für 2015 angepasst (siehe Konzernanhang, Kapitel VI)

Muttergesellschaft zurechenbar
Gesamt Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Einbehaltene
Ergebnisse
Summe
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrechnungs
rücklage
952.549,0 110,0 952.439,1 700.209,4 -18.097,6 7.632,9
117.275,9 100.261,9 17.014,0 -1.725,3 18.739,4 0,0
1.069.824,9 100.371,9 969.453,1 698.484,0 641,7 7.632,9
-246,2 4,4 -250,6 -250,6
1.569,5 -238,0 1.807,5 1.807,5
1.323,2 -233,6 1.556,8 0,0 1.556,8 0,0
111.843,5 11.566,2 100.277,3 100.277,3
113.166,8 11.332,6 101.834,1 100.277,3 1.556,8 0,0
0,0 0,0 362,2 -362,2
-43.706,8 -9.056,8 -34.650,0 -34.650,0
1.139.284,9 102.647,7 1.036.637,2 764.473,5 1.836,3 7.632,9
1.139.284,9 102.647,7 1.036.637,2 764.473,5 1.836,3 7.632,9
229,2 1,7 227,5 227,5
1.108,8 -37,4 1.146,2 1.146,2

Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 227,5 0,0 1.146,2 0,0 1.373,7 0,0 1.373,7 -35,7 1.338,0 Periodenergebnis 102.639,2 102.639,2 9.977,9 112.617,1 Gesamtergebnis 0,0 0,0 227,5 0,0 1.146,2 0,0 1.373,7 102.639,2 104.012,9 9.942,2 113.955,1 Auflösung Neubewertungsrücklage -362,2 -362,2 362,2 0,0 0,0 0,0

nicht beherrschenden Anteilen -37.898,9 -37.898,9 -22.510,6 -60.409,5 Dividendenausschüttung -42.000,0 -42.000,0 -6.855,2 -48.855,2 Stand zum 31.12.2016 152.670,0 117.657,3 1.241,0 18.201,4 -24.227,4 7.632,9 2.847,9 787.576,0 1.060.751,1 83.224,1 1.143.975,2

K o n z e r n a n h a n g f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2016

I. Unternehmen

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Betriebsgenehmigungen

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende:

Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die aktuelle Urkunde ist bis 31. Dezember 2017 gültig.

Das Tochterunternehmen Malta International Airport plc (MIA) ist für den Betrieb und die Entwicklung des Flughafen Malta verantwortlich. MIA erhielt beginnend ab Juli 2002 eine 65-jährige Konzession für den Betrieb des Flughafens.

II. Grundlagen und Methoden

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2016 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu fortgeführten historischen Anschaffungsund Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar ist oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Verwendung von Ermessensentscheidungen sowie Einschätzungen des Managements, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Diese Ermessensentscheidungen und Schätzungen mit wesentlicher Auswirkung werden im Kapitel "Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen" gesondert dargestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zwecke der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänder ten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant waren und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:


Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2010–2012)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2012–2014)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IAS 19 "Leistungsorien
tierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen

Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung
von Erwerben von Anteilen an einer
gemeinsamen Geschäftstätigkeit"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IAS 16 und IAS 38
"Klarstellung akzeptabler Abschrei
bungsmethoden"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IAS 16 und IAS 41:
"Landwirtschaft: fruchttragende
Pflanzen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IAS 27: "Anwendung
der Equity-Methode in separaten
Abschlüssen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IAS 1: "Angaben
Initiative"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Änderungen zu IFRS 10, 12 und IAS 28:
"Anwendung der Konsolidierungsaus
nahme"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:

Jährliche Verb esser ungen 2010 –2012

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2010–2012 wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Manche Änderungen haben Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Zwei wichtige Änderungen betreffend IFRS 8 und IFRS 13 werden im Folgenden näher erläutert

In IFRS 8 "Geschäftssegmente" neu aufgenommen werden folgende Klarstellungen: Bei der Zusammenfassung von Geschäftssegmenten zu berichtspflichtigen Segmenten sind die von der Geschäftsführung zur Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente zugrunde gelegten Überlegungen (kurze Beschreibung der zusammengefassten Geschäftssegmente, wirtschaftliche Faktoren, die zur Bestimmung der "vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmale" im Sinne des IFRS 8.12 zugrunde gelegt wurden) anzugeben und eine Überleitungsrechnung der Segmentvermögenswerte auf die entsprechenden Beträge in der Bilanz ist nur erforderlich, wenn Angaben zu den Segmentvermögens-

werten auch Teil der Finanzinformationen sind, die regelmäßig an die verantwortliche Unternehmensinstanz (CODM) berichtet werden.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Durch eine Änderung der "Basis for Conclusions" des IFRS 13 wird klargestellt, dass das IASB mit den aus IFRS 13 resultierenden Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit beseitigen wollte, bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Fall von Unwesentlichkeit auf eine Abzinsung zu verzichten.

Jährliche Verb esser ungen 2012–2014

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012–2014 wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Wichtige Änderungen betreffend IAS 19 werden im Folgenden näher erläutert:

IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": In IAS 19 wird klargestellt, dass bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nur erstrangige Unternehmens- oder Staatsanleihen eingesetzt werden, die in der Währung denominiert sind, in der die Zahlungen zu leisten sind. Dies führt dazu, dass die Markttiefe für erstrangige Unternehmens- oder Staatsanleihen auf Währungsebene zu beurteilen ist und nicht auf Länderebene.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen"

Die Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn dieser einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht.

IA S 16 und IA S 38 " Klar stellung ak zeptabler Abschreibungsmethoden"

Die Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" stellen klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden:

  • a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre.
  • b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren.

Die Flughafen-Wien-Gruppe verwendet die lineare Abschreibungsmethode für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, weil die Geschäftsführung davon ausgeht, dass die Abschreibungsmethodik den Wertverzehr des ökonomischen Nutzens am ehesten widerspiegelt. Die Änderungen hatten daher keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

Die Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sollen es Unternehmen ermöglichen, ihren Abschluss durch gezielte Ermessensentscheidungen unternehmensspezifischer zu gestalten. Sie beinhalten im Wesentlichen eine Klarstellung, dass Anhangsangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Die Musterstruktur des Anhangs wird gestrichen, um eine unternehmensspezifischere Gestaltung zu erleichtern, und es wird klargestellt, dass es Unternehmen freisteht, an welcher Stelle des Anhangs Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert werden. Weiters beinhalten die Änderungen Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung und eine Klarstellung, dass Anteile am sonstigen Ergebnis at-Equity-bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung getrennt nach Posten, die in Zukunft in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden oder nicht, darzustellen sind.

Aus der Anwendung der restlichen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:


IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungs
posten"
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen.
Die Europäische Kommission hat
entschieden, diesen vorläufigen
Standard nicht in EU-Recht zu über
nehmen. Der finale Standard wird
abgewartet.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit
Kunden"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen

IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28
"Veräußerung oder Einbringung von
Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Gemeinschaftsun
ternehmen"
Anwendung auf unbestimmte Zeit
verschoben

Änderungen zu IAS 12 "Ansatz von
latenten Steuern bei nicht realisierten
Verlusten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2017 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IAS 7 "Kapitalfluss
rechnung – Angabeninitiative"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2017 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte
Vergütungen – Klassifizierung und
Bewertung"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IFRS 4 "Anwendung
von IFRS 9 Finanzinstrumente mit
IFRS 4 Versicherungsverträge"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Klarstellung zu IFRS 15 "Erlöse aus
Verträgen mit Kunden"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Jährliche Verbesserungen (2014–2016)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2017 bzw.
1. Jänner 2018 beginnen; zum Bilanz
stichtag nicht von der EU in europäisches
Recht übernommen

Änderungen zu IAS 40 "Als Finanz
investition gehaltene Immobilien"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

IFRIC 22 "Währungsumrechnung bei
Anzahlungen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU
in europäisches Recht übernommen

Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der vorherstehenden Standards und Interpretationen ist nicht geplant. Die Auswirkungen der Änderungen sind wie folgt:

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie neue allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

Klassifizierung und Erfassung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie – wie bisher – eine Designation zur Kategorie zum Fair Value ("Fair Value Option") vorgenommen werden.

Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente kann jedoch vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen: Der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Bilanzierung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte

Durch die neuen Vorschriften sind nicht mehr nur eingetretene Verluste, sondern bereits erwartete Verluste zu erfassen. Dabei wird der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste nochmals danach differenziert, ob sich das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich verschlechtert hat oder nicht. Liegt eine Verschlechterung vor und ist das Ausfallrisiko am Stichtag nicht als niedrig einzustufen, sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche erwarteten Verluste über die gesamte Laufzeit zu erfassen. Anderenfalls sind nur die über die Laufzeit des Instruments erwarteten Verluste zu berücksichtigen, die aus künftigen möglichen Verlustereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate resultieren.

Ausnahmeregelungen bestehen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen. Für diese Vermögenswerte müssen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. "Contract Assets" gemäß IFRS 15 ohne wesentliche Finanzierungskomponente) bzw. dürfen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. "Contract Assets" mit wesentlicher Finanzierungskomponente und Leasingforderungen) bereits bei Zugang sämtliche erwarteten Verluste berücksichtigt werden.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Ziel der neuen Regelungen ist es vor allem, das Hedge Accounting stärker an der ökonomischen Risikosteuerung eines Unternehmens zu orientieren. Wie bisher müssen Unternehmen zu Beginn einer Sicherungsbeziehung die jeweilige Risikomanagementstrategie samt Risikomanagementzielen dokumentieren, wobei künftig jedoch das Verhältnis zwischen gesichertem Grundgeschäft und Sicherungsinstrument in der Regel den Vorgaben der Risikomanagementstrategie entsprechen muss. Ändert sich die "Hedge-Ratio" während einer Sicherungsbeziehung, nicht aber das Risikomanagementziel, müssen die in die Sicherungsbeziehung einbezogenen Mengen des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments angepasst werden, ohne dass die Sicherungsbeziehung aufgelöst werden darf. Die Auflösung einer Sicherungsbeziehung wird nach IFRS 9 anders als nach IAS 39 nicht mehr jederzeit ohne Grund möglich sein. Eine Sicherungsbeziehung muss demnach für Rechnungslegungszwecke so lange beibehalten werden, wie sich das für diese Sicherungsbeziehung dokumentierte Risikomanagementziel nicht geändert hat und die übrigen Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllt sind. Weiterhin können unter IFRS 9 unter bestimmten Voraussetzungen auch bei nicht finanziellen Grundgeschäften einzelne Risikokomponenten isoliert betrachtet werden.

Es ändern sich die Vorgaben zum Nachweis der Effektivität von Sicherungsgeschäften: Unter IAS 39 konnten Sicherungsbeziehungen nur dann im Hedge Accounting abgebildet werden, wenn ihre hohe Effektivität sowohl retrospektiv wie prospektiv nachweisbar war und in einer Bandbreite zwischen 80% und 125% lag. Nach IFRS 9 fallen sowohl der retrospektive Nachweis als auch das Effektivitätsband weg. Unternehmen müssen stattdessen ohne Bindung an quantitative Grenzwerte nachweisen, dass zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument eine ökonomische Beziehung besteht, die wegen eines gemeinsamen Basiswerts oder des gesicherten Risikos zu gegenläufigen Wertänderungen führt. Dieser Nachweis kann auch rein qualitativ erfolgen. Die Wertänderungen der ökonomischen Beziehung dürfen jedoch nicht hauptsächlich auf den Einfluss des Kreditrisikos zurückzuführen sein.

IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Jänner 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist.

Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns wurden vorläufig wie folgt evaluiert:

a) Finanzielle Vermögenswerte

Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte, welche derzeit als "Available-for-Sale" klassifiziert werden (siehe Anhangerläuterung (37)), werden zukünftig vermutlich die Voraussetzung erfüllen, welche für die Klassifizierung als "at fair value through other comprehensive income" gelten. Daraus folgt, dass keine wesentlichen Änderungen zur bisherigen Bilanzierung bestehen.

b) Finanzielle Schulden

Auch hieraus erwartet sich die Flughafen-Wien-Gruppe keine wesentlichen Änderungen, da die neuen Änderungen nur die Bilanzierung von finanziellen Schulden betreffen, die als "at fair value through profit and loss" klassifiziert sind. Derzeit hat die Flughafen-Wien-Gruppe keine solchen Verbindlichkeiten im Bestand. Daraus ergibt sich folglich keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows der Flughafen-Wien-Gruppe.

c) Hedge Accounting (Bilanzierungen von Sicherheitsbeziehungen)

Diese Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, da die Flughafen-Wien-Gruppe derzeit kein Hedge Accounting betreibt und dies auch künftig nicht plant.

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten"

Mit IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" wird einem Unternehmen, das IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren. Die Anwendung der Regelung ist allerdings explizit nur für IFRS-Erstanwender vorgesehen; bereits nach IFRS bilanzierende Unternehmen sind von der Anwendung ausgenommen. Es ergeben sich daher keine zukünftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

In IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 "Leasingverhältnisse" fallen
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 27 "Separate Abschlüsse" oder IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" fallen

  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 "Versicherungsverträge"

  • Nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern

Im Unterschied zu den aktuell gültigen Vorschriften sieht der neue Standard ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zum Zeitpunkt zu erfassen, zu dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht.

Weiters enthält der Standard neue, umfangreiche Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu machen sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • Verträge mit Kunden
  • Wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden
  • Jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren

Die Flughafen-Wien-Gruppe erwirtschaftet im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungen im Bereich Verkehr und Abfertigung von Flugzeugen und Passagieren, Parken, Vermietung von Werbe-, Büro-, Shopping- und Gastronomieflächen sowie Erlöse aus Konzessionen. Diese Dienstleistungen werden einzeln an Kunden veräußert oder gemäß Entgeltordnung abgerechnet. Einige dieser Verträge sehen Preisnachlässe, Mengenrabatte oder variabel vom Kundenumsatz abhängige Verrechnungen vor.

Sind Umsatzerlöse nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Umsatzrealisierung erst zu dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern Gewissheit erlangt. Aufgrund derartiger Sachverhalte wurde im Rahmen von IFRS 15 das Konzept der variablen Gegenleistung eingeführt, die bei Vertragsbeginn bestimmt werden muss. Nach IFRS 15 muss die geschätzte variable Gegenleistung begrenzt werden, um eine zu hohe Erfassung von Umsatzerlösen zu verhindern. Der Konzern wird auch weiterhin die einzelnen Verträge analysieren, um die geschätzte variable Gegenleistung und die damit einhergehende Begrenzung zu bestimmen. Es wird erwartet, dass durch die Anwendung der Begrenzungsvorschrift nicht mehr Umsatzerlöse als im Rahmen der derzeit gültigen IFRS abgegrenzt werden.

Der Konzern ist vorläufig zu der Einschätzung gelangt, dass diese Änderungen voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Mit der Einführung von IFRS 16 entfällt künftig die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungsleasing- und Operating-Leasing-Verträgen für den Leasingnehmer.

Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen zu leisten. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Dieses entspricht grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungsleasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben. Das Nutzungsrecht wird planmäßig amortisiert, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert sind ausgenommen.

Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungsleasing- oder Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen.

IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen.

Die Flughafen-Wien-Gruppe tritt als Leasinggeber und Leasingnehmer auf. Als Leasinggeber erwartet der Konzern keine Änderungen an der derzeitigen Einstufung und Bilanzierung. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist, werden in einem ersten Schritt dahingehend untersucht, ob gemäß IFRS 16.5 eine Ausnahme vorliegt. Dies sind Leasingvereinbarungen mit kurzen Laufzeiten und solchen, denen ein "geringwertiger" Vermögenswert (< € 5.000) zugrunde liegt. Danach verbleiben im Flughafen-Wien-Konzern nach vorläufiger Beurteilung einige wenige, jedoch wesentliche Anpassungen. Diese Anpassungen führen einerseits zu einer Erhöhung der Bilanzsumme durch die Aktivierung der Vermögenswerte aus den Nutzungsrechten und die Passivierung der entsprechenden Leasingverbindlichkeiten. Da sich jedoch auf der Passivseite das Fremdkapital erhöht, sinkt andererseits die Eigenkapitalquote. Durch die Einführung von IFRS 16 verändert sich auch die Ergebnisrechnung. Zwar bleibt die Gesamthöhe des über die Laufzeit des Leasingvertrags verrechneten Aufwands gleich, aber die zeitliche Verteilung und die Aufteilung auf verschiedene Ergebnisbestandteile verändern sich. Nach IAS 17 wird der Aufwand bei Mietleasingverhältnissen in aller Regel in Höhe der tatsächlich geleisteten Zahlungen und linear im operativen Ergebnis (EBIT) erfasst. Nach IFRS 16 ist – wie schon bislang bei Finanzierungsleasingverhältnissen – eine Aufteilung in Zinsaufwand und Abschreibungen vorzunehmen. Da der Zinsaufwand unter Anwendung

der Effektivzinsmethode ermittelt wird und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abnimmt, die Abschreibungen jedoch grundsätzlich linear vorgenommen werden, kommt es zu einem degressiven Aufwandsverlauf mit einer Vorverlagerung des Aufwands in die frühen Perioden der Laufzeit. Der Zinsaufwand ist im Finanzergebnis auszuweisen. Da die jährlichen Abschreibungen auf das Nutzungsrecht nach IFRS 16 zudem geringer sind als die Leasingraten, erhöht sich das EBIT. Wird das operative Ergebnis vor Abschreibungen betrachtet (EBITDA), fällt die Steigerung noch größer aus. In der Kapitalflussrechnung kommt es zu einer Verschiebung aus dem operativen Cashflow in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Zinszahlungen können zwar wahlweise weiterhin im operativen Cashflow ausgewiesen werden, die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten ist dagegen in jedem Fall im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zu zeigen.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28

Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder einem Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellen.

Bislang beinhalten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Die Flughafen-Wien-Gruppe geht daher davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden. Zudem wurden die Änderungen der Standards vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.

Andere Standards

Die weiteren Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

III. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Tochterunternehmen

Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften hat:

  • die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben) sowie
  • eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und
  • die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

  • Eine vertragliche Vereinbarung mit den anderen Stimmberechtigten
  • Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren
  • Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, gegenüber den lokalen Rechnungslegungsvorschriften angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge und Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen den bezahlten Leistungen und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenka-

pital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Als Firmenwert wird grundsätzlich der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem Wert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Falle des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d. h., die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passive Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens besitzen. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Beherrschung über eine Vereinbarung, die nur dann besteht, wenn Entscheidungen über die relevanten Aktivitäten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen erfordern.

Die Überlegungen, die zur Bestimmung des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung angestellt werden, sind mit denen vergleichbar, die zur Bestimmung der Beherrschung von Tochterunternehmen erforderlich sind.

Die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungs-

kosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitalein- oder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.

Zusammensetzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss werden mit Ausnahme von vier Tochtergesellschaften (Vorjahr: acht) sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen.

Die vier Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0% (Vorjahr: unter 1,0%) des Konzernumsatzes. Intern wurde die Wesentlichkeitsgrenze so festgelegt, dass nur einzeln unwesentliche Tochtergesellschaften nicht konsolidiert werden.

Der Kreis der zu konsolidierenden Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2016 folgendermaßen verändert.

Inland Ausland Gesamt
Flughafen Wien AG 1 0 1
Tochterunternehmen
31.12.2015 17 12 29
Zugänge 3 2 5
Abgänge 0 1 1
31.12.2016 20 13 33
At-Equity-bewertete Unternehmen
Gemeinschaftsunternehmen
31.12.2015 = 31.12.2016 2 1 3
Assoziierte Unternehmen
31.12.2015 = 31.12.2016 1 0 1
Konsolidierungskreis 31.12.2015 21 13 34
Konsolidierungskreis 31.12.2016 24 14 38

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H, Letisko Košice – Airport Košice, a.s. sowie "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH werden nach der at-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage 1 zum Anhang angeführt. Die Angaben zu Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie nicht beherrschenden Anteilen sind in der Anlage 2 und 3 zum Anhang angegeben bzw. den entsprechenden Kapiteln des Anhangs zu entnehmen.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2016

Seit dem 31. Dezember 2015 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises:

Erstkonsolidierung per Art der
Konsoli
dierung
Anteil am
Kapital
Bemer
kung
MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED 30.3.2016 Vollkon
solidie
rung
100% Erwerb
MMLC Holdings Malta Limited 30.3.2016 Vollkon
solidie
rung
100% Erwerb
Alpha Liegenschaftsentwicklungs
GmbH
26.7.2016 Vollkon
solidie
rung
100% Neu
gründung
Office Park 4 Errichtung und Betriebs
gesellschaftmbH (vormals Beta Liegen
schaftsentwicklungs GmbH)
26.7.2016 Vollkon
solidie
rung
100% Neu
gründung
Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH 21.12.2016 Vollkon
solidie
rung
100% Erwerb

Mit Closing vom 30. März 2016 wurden die Gesellschaften MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED und MMLC Holdings Malta Limited erworben. Nähere Details siehe "Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2016 (Anteilsaufstockung)" sowie Anhangerläuterung (36). Die Gesellschaften werden im Segment Sonstige Segmente ausgewiesen.

Mit Errichtungserklärung vom 26. Juli 2016 wurden zwei neu gegründete Tochtergesellschaften (Alpha Liegenschaftsentwicklungs GmbH und Office Park 4 Errichtung und BetriebsgesellschaftmbH, vormals Beta Liegenschaftsentwicklungs GmbH) für die Entwicklung von Immobilienprojekten eingetragen. Diese werden dem Segment Retail & Properties zugewiesen.

Mit Abtretungsvertrag vom 21. Dezember 2016 wurden 100% der Anteile an der Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH von der Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. und der VIE Immobilien Betriebs GmbH im Rahmen eines Share Deals von der Airport Service Holding GmbH erworben. Bei der erworbenen Gesellschaft handelt es sich um eine reine Objektgesellschaft, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Entkonsolidierung per Art der
Konsolidierung
Anteil am
Kapital
MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED 23.11.2016 Vollkonsolidierung 100%

Die Gesellschaft MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED wurde mit 23. November 2016 liquidiert und entkonsolidiert.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2015

Entkonsolidierung per Art der
Konsoli
dierung
Anteil am
Kapital
Bemer
kung
VIE Logistikzentrum West GmbH & Co
KG (LZW)
31.3.2015 Vollkon
solidie
rung
100% Erwerb
VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB) 18.6.2015 Vollkon
solidie
rung
100% Neu
gründung
VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH
(VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen
Immobilien-Leasing GmbH)
31.12.2015 Vollkon
solidie
rung
100% Erwerb

Mit Kaufvertrag vom 26. März 2015 (Closing: 31. März 2015) wurde die Gesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) von der VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. und der Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100% an der erworbenen Gesellschaft. Die Kommanditgesellschaft wurde mit 31. März 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Bei der erworbenen Gesellschaft Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG handelt es sich um eine reine Objektgesellschaft, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG sind dem Segment Airport zugeordnet.

Mit Errichtungserklärung vom 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH von der VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen. Die neue Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Mit Abtretungsvertrag vom 22. Dezember 2015 (Closing: 31. Dezember 2015) wurde die Gesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) von der Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. und der VIE Immobilien Betriebs GmbH erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100% an der erworbenen Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde mit 31. Dezember 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Bei der erworbenen Gesellschaft handelt es sich um eine reine Objektgesellschaft, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Anteilsaufstockung per Art der
Konsoli
dierung
Anteil am
Kapital
Bemer
kung
Malta Mediterranean Link Consortium
Limited (MMLC)
30.3.2016 Vollkonso
lidierung
95,85% Auf
stockung
Anteil
Malta International Airport plc (MIA) 30.3.2016 Vollkonso
lidierung
48,44%1 Auf
stockung
Anteil
Airport Parking Limited 30.3.2016 Vollkonso
lidierung
48,44%1 Auf
stockung
Anteil
Sky Parks Development Limited 30.3.2016 Vollkonso
lidierung
48,44%1 Auf
stockung
Anteil
Sky Parks Business Centre 30.3.2016 Vollkonso
lidierung
48,44%1 Auf
stockung
Anteil
Kirkop PV Farm Limited 30.3.2016 Nicht kon
solidiert
48,44%1 Auf
stockung
Anteil

Er werb von nicht b eherr schenden Anteilen 2016 (Anteilsaufstockung)

1) Durchgerechneter Konzernanteil

Mit Closing vom 30. März 2016 wurden durch die Erfüllung der Abschlussbedingungen die indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an MMLC Holdings Malta Limited (MMLC Holding, vormals SNC-Lavalin (Malta) Limited, SNCL Malta) von der Flughafen-Wien-Gruppe erworben. MMLC Holding ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt, die ihrerseits 40% an Malta International Airport plc (MIA) hält. Damit steigt der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG an Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) auf 95,85% und am Flughafen Malta (MIA-Gruppe) auf durchgerechnet 48,44%. Bei der erworbenen Gesellschaft MMLC Holdings Malta Limited handelt es sich um eine reine Beteiligungsholding, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar.

Diese Anteilsaufstockung wurde mit 30. März 2016 im Konzern als Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen dargestellt. Die Angaben zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen sind unter Anhangerläuterung (36) ersichtlich.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren linear abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Flughafen-Konzession Malta beträgt 61 Jahre (analog der Konzessionslaufzeit). Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit ihren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen Cash Generating Unit (CGU bzw. zahlungsmittelgenerierende Einheit), der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Cash Generating Units werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht wird, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch

anteilige Minderung von Buchwerten der der Cash Generating Unit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer bzw. entsprechender Abschreibung. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und wird regelmäßig überprüft.

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Betriebsgebäude 33,3–50
Komponenten Terminal 3:
Rohbau 50
Fassade 25
Innenausbau 20
Technische Gebäudeausrüstung 25
Sonstige Gebäude 10–50
Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder 20–60
Technischer Lärmschutz 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7–20
Technische Anlagen und Maschinen 5–20
Fahrzeuge 2–10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2–15

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungsoder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen für den Standort Flughafen Wien-Schwechat kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt. Nähere Ausführungen zu den Bewertungstechniken und wesentlichen Parametern siehe unter Anhangerläuterung (15).

Zum Verkauf stehende Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft, wenn es höchst wahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung oder Ausschüttung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden.

Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet – mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen oder als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird. Wertminderungsaufwendungen bei der erstmaligen Einstufung als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten und spätere Gewinne und Verluste bei Neubewertung werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und jedes nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald es als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft ist.

Wer tminderungen und Wer taufholungen von immateriellen Vermögenswer ten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten erwarteten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten Cash Generating Unit der Vermögenswerte zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit (CGU) entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert bzw. beizulegendem Zeitwert abzüglich Abgangskosten. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von Marktpreisen bzw. anderen Inputfaktoren der Stufe 1 ebenso ein Discounted-Cashflow-Verfahren angewendet, jedoch unter Berücksichtigung von Markterwartungen hinsichtlich der erwarteten Zahlungsströme und des Abzinsungssatzes.

Die einzelnen Vermögenswerte der Flughafen-Wien-Gruppe werden so lange mit anderen Vermögenswerten zusammengefasst, bis eine Gruppe entsteht, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine derartige Gruppe wird als Cash Generating Unit (CGU) bezeichnet. Bei der Interpretation der Unabhängigkeit der Mittelzuflüsse orientiert sich die Flughafen-Wien-Gruppe am Konzept der gegenseitigen (komplementären) produktions- oder dienstleistungstechnischen Leistungsbeziehungen bzw. rechtlichen Abhängigkeiten zwischen einzelnen Vermögenswerten, berücksichtigt aber auch die Art und Weise, in der Investitionsentscheidungen (z. B. zur Erweiterung eines Terminals) getroffen werden. Wenn die Erzeugnisse einer Gruppe von Vermögenswerten auf einem aktiven Markt verkauft werden können, bildet diese jedenfalls eine CGU, auch wenn die Erzeugnisse zur Gänze oder teilweise von anderen Einheiten des Unternehmens genutzt werden.

Leasing

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, die dem Leasingnehmer das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung überträgt. Der Flughafen-Wien-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.

Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer über, liegt ein Finanzierungsleasing nach IAS 17 vor, anderenfalls kommt es zur Einstufung als Operating Lease.

Der Konzern als Leasingnehmer

Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist (Finanzierungsleasing), erfolgt die Aktivierung im langfristigen Vermögen zum niedrigeren Wert aus Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen oder zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts (sofern dieser Wert geringer ist). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Wertminderungen werden im Buchwert des aktivierten Leasinggegenstandes erfasst. Die aus Finanzierungsleasingverträgen zukünftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Zinsaufwendungen und Tilgungen dieser Leasingverbindlichkeit aufgeteilt, sodass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird.

Mietzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Konzern. Bedingte Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasing-Verhältnisses werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Wie in Anhangerläuterung (39) dargestellt, betreffen die Mindestleasingzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen u. a. die Miete für Grundstücke, die an die Regierung von Malta für ein temporäres Nutzungsrecht ("Temporary Emphyteusis") zu bezahlen sind. Die Leasinglaufzeit für diese Verträge bewegt sich von 58 bis 65 Jahre. Die Leasingzahlungen werden dabei gemäß einer Indexierung periodisch angepasst. Die Leasingaufwendungen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Der Konzern als Leasinggeber

Tritt der Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber auf und verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber (Operating Leasing), werden die Leasinggegenstände zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. Die Erfassung der Mieterträge erfolgt grundsätzlich linear über die Vertragslaufzeit, es sei denn, eine andere Methode erscheint besser geeignet.

Beim erstmaligen Ansatz eines Finanzierungsleasingverhältnisses wird eine Leasingforderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingvertrag eingestellt. Die Leasingzahlungen werden so in Zinszahlungen und Tilgung der Leasingforderung aufgeteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung der Forderung erzielt wird.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit berücksichtigt.

Rückstellungen für Abfer tigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation", DBO) angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis ("Other Comprehensive Income") und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der Gewinnrücklagen und werden nicht mehr in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Sämtliche sonstige Veränderungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt.

Die Fluktuation (bei Abfertigung und Jubiläum) wurde für die österreichischen Konzerngesellschaften in Form von jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten, welche aus den Fluktuationsdaten des Konzerns der vergangenen zehn Jahre ermittelt wurden, berücksichtigt. Bei den Mitarbeitern, die sich in der Altersteilzeit befinden, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Fluktuationswahrscheinlichkeiten Abfertigung (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten)

Österreichische Gesellschaften
(VIE)
2016 2015
Arbeiter: Vom 1. Jahr bei 6,9%: 28,2% bei 6,2%: 30,7%
Bis zum 25. Jahr bei 7,0%: 85,2% bei 6,7%: 92,0%
Angestellte: Vom 1. Jahr bei 8,9%: 42,8% bei 7,7%: 41,7%
Bis zum 25. Jahr bei 7,1%: 86,6% bei 7,3%: 92,2%
Österreichische Gesellschaften
(Tochterunternehmen)
2016 2015
Arbeiter: Vom 1. Jahr bei 6,9%: 28,0% bei 6,2%: 30,7%
Bis zum 25. Jahr bei 1,1%:
0,0%
bei 6,7%: 92,0%
Angestellte: Vom 1. Jahr bei 8,9%: 42,8% bei 7,7%: 41,7%
Bis zum 25. Jahr bei 1,0%: 0,0% bei: 7,3%: 92,2%

Fluktuationswahrscheinlichkeiten Jubiläum

Österreichische Gesellschaften 2016 2015
Arbeiter: Vom 1. Jahr 6,9% 6,2%
Bis zum 25. Jahr 1,1% 0,6%
Angestellte: Vom 1. Jahr 8,9% 7,7%
Bis zum 25. Jahr 1,0% 0,6%

Für die österreichischen Konzerngesellschaften wurde als rechnungsmäßiges Pensionsalter das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden für die österreichischen Gesellschaften die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte. Für die maltesischen Gesellschaften wurden Lebenserwartungen für Männer (79 Jahre) und Frauen (83 Jahre) hinterlegt.

Mit Ausnahme der Fluktuationswahrscheinlichkeiten blieben die demografischen Parameter im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2016 2015
Österreichische Gesellschaften
Rechnungszinssatz
(Pensionen, Abfertigung, Jubiläum)
1,30% 1,78%
Rechnungszinssatz (Altersteilzeit) 0,30% 0,30%
Lohn- und Gehaltstrend
(Abfertigung, Jubiläum)
3,41% 3,69%
Pensionstrend (nur für Pensionen) 2,10% 2,10%
Maltesische Gesellschaften
Rechnungszinssatz (Pensionen) 1,60% 2,00%
Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%

Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen werden im jeweils von der Rückstellung betroffenen Aufwand erfasst. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden in der jeweils von der Rückstellung betroffenen Position erfasst.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie Investitionszuschüsse behandelt.

Bemessung der beizulegenden Zeitwerte

Der Konzern bewertet Finanzinstrumente und nicht finanzielle Vermögenswerte zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Anhangerläuterung (37) angeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld beruht.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Der Flughafen-Wien-Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.

Stufe 1

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).

Stufe 2

Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d. h. wie Kurse) oder indirekt (d. h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.

Stufe 3

In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig ei-

nen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Beteiligungen und Wertpapiere

In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis (Available-for-Sale(AfS)-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe in der Regel erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die spätere Fälligkeit wird, soweit wesentlich, mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern der Geschäftstätigkeit berechnet.

Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Verkehrs- und Abfertigungsentgelte

Einige Entgelte unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafeninfrastruktur und umfassen Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturentgelte. Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste wie zum Beispiel die Vorfeld- und Frachtabfertigung sowie die Verkehrsabfertigung.

Miet- und sonstige Entgelte

Der Flughafen-Wien-Konzern realisiert weiters insbesondere Umsätze aus Parkraumvermietung, Flächenvermietung (mit fixen und variablen (umsatzabhängigen) Entgelten), der Ver- und Entsorgung sowie aus Sicherheitsleistungen. Mieterlöse werden als Umsatzerlöse linear über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterlöse über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Variable Mieten werden periodengerecht (auf Basis der erzielten Umsätze) erfasst.

Konzessionserlöse

Konzessionserlöse (Ground-Handling Malta) werden entsprechend den jeweiligen vertraglichen Grundlagen periodengerecht über den Konzessionszeitraum verteilt. Soweit von einem überwiegend wahrscheinlichen Ressourcenzufluss ausgegangen werden kann und die Höhe verlässlich ermittelbar ist, erfolgt eine Erlöserfassung.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrags mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswerts bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Zinserträge werden im Finanzerfolg erfasst.

Dividenden

Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst; das ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem die Anteilseigner die Dividende beschließen. Dividenden werden im Finanzerfolg ausgewiesen.

V. Ermessensbeur teilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Rück wirkende Anpassung betref fend Vollkonsolidierung Malta International Airpor t plc (MIA bzw. MIA- Gruppe) sowie Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC)

Für Zwecke der rückwirkenden erstmaligen Vollkonsolidierung der MMLC und der MIA-Gruppe wurden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet (Kaufpreisallokation). In Bezug auf den vorher gehaltenen Anteil stellt dies eine Neubewertung dar. Im Zuge der Kaufpreisallokation wurden ein immaterieller Vermögenswert für die Konzession zum Betrieb des Flughafen Malta in Höhe von T€ 148.829,2 und ein Firmenwert in Höhe von T€ 28.407,6 angesetzt. Diese Schritte beruhen auf Schätzungen und Ermessensentscheidungen. Weitere Erläuterungen erfolgen im Kapitel "VI. Rückwirkende Anpassungen".

Werthaltigkeit von Vermögenswerten

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von Konzessionen und Rechten (Buchwert in Höhe von T€ 130.502,8, Vorjahr: T€ 133.868,1), Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 28.461,8, Vorjahr: T€ 28.461,8), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.455.926,9, Vorjahr: T€ 1.579.319,2), als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 145.849,2, Vorjahr: T€ 133.502,6) sowie langfristigen finanziellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 75.145,1, Vorjahr: T€ 81.275,1) inklusive Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (Buchwert: T€ 40.235,1, Vorjahr: T€ 45.801,2) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung/Wertaufholung vorgenommen. Eine Wertminderung/ Wertaufholung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung/Wertaufholung hindeuten, berücksichtigt. Die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, ist folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruht in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Nutzungsdauern

Bei Überprüfung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten des immateriellen Vermögens, des Sachanlagevermögens und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Restnutzungsdauer) vorgenommen. Bei der jährlichen Überprüfung der Nutzungsdauern können gegebenenfalls Verkürzungen oder Verlängerungen der Nutzungsdauern vorgenommen werden.

Projekt 3. Piste

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, wobei eine 3. Piste nicht vor 2025 zur Verfügung stehen würde. Deshalb wird das Projekt mit Nachdruck verfolgt, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Flughafen Wien AG erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes Erkenntnis zum Bauvorhaben Parallelpiste (Projekt 3. Piste). Da trotz beabsichtigter Einbringung von außerordentlichen Rechtsmitteln und entsprechender Weiterverfolgung des Projekts 3. Piste eine erhöhte Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit des Projekts besteht, wurde eine Beurteilung hinsichtlich Ansatz und Werthaltigkeit vorgenommen.

Die den Anlagen in Bau zugeordneten Buchwerte betrugen zum 31. Dezember 2015 T€ 69.650,4 und erhöhten sich aufgrund von Zugängen bis zum 31. Dezember 2016 auf T€ 78.663,5. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds und die korrespondierenden aktivierten Projektkosten in Höhe von T€ 48.296,2 wurden daher aufgrund des Entfalls der Zahlungsverpflichtung ausgebucht. Die verbleibenden Projektkosten in Höhe von T€ 30.367,3 wurden zur Gänze wertgemindert (außerplanmäßig abgeschrieben).

Die weiteren Komponenten im Sachanlagevermögen sind unter Berücksichtigung der geänderten Rahmenbedingungen auch ohne den Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste als werthaltig anzusehen: Die Evaluierung der Grundstücke mit einem Buchwert von T€ 48.353,0 (Vorjahr: T€ 48.353,0) ergab, dass aufgrund alternativer Nutzungsmöglichkeiten im Unternehmen die Werthaltigkeit weiterhin gegeben ist. Die Komponenten des technischen Lärmschutzes mit einem Buchwert von T€ 33.336,0 (Vorjahr: T€ 35.857,2) unterliegen aufgrund der fortgesetzten Nutzungsmöglichkeit ebenfalls keiner Wertminderung.

Forderungswertberichtigungen

Der Flughafen-Wien-Konzern bildete Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.926,7 (Vorjahr: T€ 5.661,8) auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 3.044,9 (Vorjahr: T€ 3.055,9) auf sonstige Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Schuldnern resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Schuldner sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage des Vertragspartners kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Sozialkapitalrückstellungen

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 129.229,7 (Vorjahr: T€ 129.527,1) sowie für Altersteilzeit mit einem Buchwert von T€ 20.638,2 (Vorjahr: T€ 21.055,0) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuationswahrscheinlichkeiten sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.

Sonstige Rückstellungen

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten und Prozessen oder anderen ausstehenden Verpflichtungen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 1.806,9 (Vorjahr: T€ 1.217,5) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Hinsichtlich einer von einem ehemaligen Bestandsnehmer gegen die Flughafen Wien AG in New York eingebrachten Klage über US\$ 168 Mio. (derzeit rund € 160 Mio.) – wegen vermeintlicher Diskriminierung – ist das Management zur Einschätzung gelangt, dass die Klage jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage entbehrt. Eine Rückstellung für behauptete Ansprüche wurde im vorliegenden Abschluss nicht gebildet.

Latente Steuern

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 23.847,7 (Vorjahr: T€ 22.838,9) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.

Betriebsprüfung

Die steuerliche Außenprüfung von österreichischen in den Konzernabschluss eingebundenen Gesellschaften für die Jahre 2008 bis 2011 (u.a. auch Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2012 und 2013 wurde im Geschäftsjahr beendet. Zum Bilanzstichtag sich daraus ergebende Verpflichtungen sind im vorliegenden Konzernabschluss verarbeitet. Künftige Entwicklungen aufgrund von Beeinspruchungen können zu entsprechenden Anpassungen in den Folgeperioden führen.

Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

Die Flughafen-Malta-Gruppe (Teilkonzern der Flughafen-Wien-Gruppe) betreibt ihre kommerziellen und betrieblichen Tätigkeiten im Rahmen einer Konzession, welche im Jahr 2002 von der Regierung Maltas gewährt wurde. Eine detaillierte Analyse hat ergeben, dass die Flughafen-Malta-Gruppe aufgrund des hohen Grads an nicht regulierten Aktivitäten nicht unter den Anwendungsbereich von IFRIC 12 fällt.

VI. Rückwirkende Anpassungen

a) Konsolidierungskreis

Im Rahmen einer Anlassprüfung der Rechnungslegung der Flughafen Wien AG ist die Finanzmarktaufsicht (FMA) mit Bescheid vom 27. Dezember 2016 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Malta International Airport plc, ihre Tochterunternehmen (MIA-Gruppe) und die Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) durch Vollkonsolidierung in die Abschlüsse vor 31. März 2016 aus den unten angeführten Gründen einzubeziehen waren:

Die Flughafen Wien AG hatte ab 2006 durch vertragliche Rechte und passive Mitinvestoren die praktische Fähigkeit, beide Gesellschaften zu lenken. Da dadurch die Voraussetzungen der Beherrschung im Sinne des IFRS 10 erfüllt waren, hätte die Flughafen Wien AG die Gesellschaften bereits in den vorangegangenen Abschlüssen voll konsolidieren müssen.

Die Flughafen Wien AG hatte im Quartalsabschluss zum 31. März 2016 die Malta International Airport plc, ihre Tochterunternehmen (MIA-Gruppe) und die Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) mit Erwerbsstichtag 30. März 2016 erstmals voll konsolidiert. Bis zu diesem Stichtag erfolgte eine at-Equity-Konsolidierung der Ergebnisse.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung (Vollkonsolidierung) zum 31. März 2016 wurde die zuvor gehaltene Beteiligung um € 51,8 Mio. erfolgswirksam aufgewertet. Dabei wurden zum Q1/2016 Vermögenswerte in Höhe von € 425 Mio. und Schulden in Höhe von € 184 Mio. angesetzt. Diese vorläufige Erstkonsolidierung wurde auch in den Abschlüssen zum 30. Juni 2016 und 30. September 2016 fortgeführt.

Im Konzernabschluss 2016 erfolgte daher eine rückwirkende Anpassung der Abschlüsse, beginnend ab 2006. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 einschließlich Vergleichszahlen für frühere Perioden wird so dargestellt, als ob eine Vollkonsolidierung bereits ab Q1/2006 stattgefunden hätte.

Zum Erwerbszeitpunkt hat der Erwerber die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, die übernommenen Schulden und alle nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen getrennt vom Geschäfts- bzw. Firmenwert anzusetzen. Die Flughafen Wien AG hat für den Erwerb mit Kontrollerlangung zum 31. März 2006 IFRS 3 (2004) angewendet, welcher gemäß IFRS 3.59 (2004) vorsieht:

Wenn ein Unternehmenszusammenschluss mehr als eine Tauschtransaktion umfasst, können die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt jeder Transaktion unterschiedlich sein. Dadurch dass (a) die identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt jeder Tauschtransaktion fiktiv neu bewertet werden, um den Betrag jedes mit der jeweiligen Transaktion verbundenen Geschäfts- bzw. Firmenwerts zu bestimmen, und (b) die identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens dann vom Erwerber zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden müssen, stellt jede Anpassung dieser beizulegenden Zeitwerte in Bezug auf den vorher gehaltenen Anteil des Erwerbers eine Neubewertung dar, die auch als solche zu bilanzieren ist.

Beträge in T€ 31.3.2006
Immaterielle Vermögenswerte 148.829,2
Sachanlagen 55.818,0
Langfristige sonstige Vermögenswerte 39.885,2
Vorräte 1.021,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7.000,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.003,3
Summe Vermögenswerte 261.557,4
Langfristige Rückstellungen -3.340,4
Langfristige Finanzverbindlichkeiten -52.494,9
Latente Steuern -50.678,6
Steuerrückstellungen -2.599,8
Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten -5.809,1
Summe Schulden -114.922,8

Die Flughafen Wien AG hat folgende erworbene Vermögenswerte bzw. übernommene Schulden der MIA-Gruppe bzw. der MMLC identifiziert:

Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 146.634,6
----------------------------------------------------- -----------

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde eine Konzession zum Betrieb des Flughafen Malta als immaterieller Vermögenswert identifiziert und betraglich mittels Residualwertmethode ermittelt. Die Abschreibung erfolgt über eine Laufzeit von 61 Jahren (ab 2006).

Der Geschäfts- bzw. Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:

Beträge in T€ 31.3.2006
Anschaffungskosten (Altanteile) 24.766,3
Neubewertungsrücklage (Altanteile) 22.095,2
Anschaffungskosten (Neuanteile) 28.480,1
Nicht beherrschende Anteile zum 31.3.2006 99.700,7
Abzüglich: identifizierbares erworbenes Nettovermögen -146.634,6
Geschäfts- bzw. Firmenwert 28.407,6

Die Neubewertungsrücklage wird über eine Laufzeit von 61 Jahren in die einbehaltenen Ergebnisse aufgelöst.

b) Ausweis at-Equity-Ergebnisse

Die at-Equity-Ergebnisse werden ab dem laufenden Berichtsjahr aufgrund des operativen Charakters der in den Konzernabschluss der Flughafen-Wien-Gruppe at-Equity einbezogenen Gesellschaften zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage innerhalb des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen. Diese Änderung wurde vorgenommen, weil dies die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbessert. Die Vorjahresangaben wurden angepasst.

c) Übersicht Auswirkungen

Die Auswirkungen auf die jeweiligen Positionen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und zum 1. Jänner 2015 sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in T€
Wie zuvor
berichtet
2015
Rückwir
kende
Anpas
sung
Angepasst
2015
Umsatzerlöse 654.389,3 a) 65.844,4 720.233,8
Sonstige betriebliche Erträge 7.438,7 a) 0,0 7.438,7
Betriebsleistung 661.828,1 65.844,4 727.672,5
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -34.151,5 a) -3.012,5 -37.164,0
Personalaufwand -260.599,8 a) -8.281,4 -268.881,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -91.926,1 a) -20.015,9 -111.942,0
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen 0,0 a), b) 2.785,7 2.785,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 275.150,6 37.320,4 312.471,0
Planmäßige Abschreibungen -134.255,1 a) -8.432,1 -142.687,2
Wertaufholungen 2.000,0 a) 0,0 2.000,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 142.895,5 28.888,3 171.783,8
Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen 264,0 a) 0,0 264,0
Zinsertrag 1.558,8 a) 896,5 2.455,3
Zinsaufwand -22.298,7 a) -2.232,5 -24.531,1
Sonstiges Finanzergebnis -119,6 a) 1.864,6 1.745,0
Finanzergebnis ohne at-Equity-Unternehmen -20.595,4 528,6 -20.066,8
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen 8.600,8 b) -8.600,8 0,0
Finanzergebnis -11.994,6 -8.072,1 -20.066,8
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 130.900,9 20.816,1 151.717,0
Ertragsteuern -30.472,9 a) -9.400,5 -39.873,5
Periodenergebnis 100.428,0 11.415,6 111.843,5
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 100.433,7 a) -156,4 100.277,3
Nicht beherrschende Anteile -5,7 a) 11.571,9 11.566,2
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück) 84.000.000 84.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert)1 1,20 -0,01 1,19

1) Das Ergebnis je Aktie wurde aufgrund von IAS 33.26 angepasst, siehe Anhangerläuterung (12) und (23).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in T€
Wie zuvor
berichtet
2015
Rückwir
kende
Anpas
sung
Angepasst
2015
Periodenergebnis 100.428,0 11.415,6 111.843,5

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen 2.565,8 -546,0 2.019,8
Darauf entfallende latente Steuern -641,5 191,1 -450,4

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Marktbewertung von zur
Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
-337,1 6,6 -330,5
davon erfolgsneutrale Veränderung -189,1 6,6 -182,6
davon realisiertes Ergebnis -147,9 0,0 -147,9
Darauf entfallende latente Steuern 84,3 0,0 84,3
Sonstiges Ergebnis 1.671,6 -348,3 1.323,2
Gesamtergebnis 102.099,5 11.067,2 113.166,8
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 102.105,2 -271,1 101.834,1
Nicht beherrschende Anteile -5,7 11.338,3 11.332,6
Konzernbilanz
in T€
Wie zuvor
berichtet
31.12.2015
Rück
wirkende
Anpassung
Angepasst
31.12.2015
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 8.881,3 153.448,5 162.329,9
Sachanlagen 1.515.192,2 64.127,1 1.579.319,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 115.384,1 18.118,6 133.502,6
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 106.440,0 -60.638,9 45.801,2
Sonstige Vermögenswerte 2.663,0 32.811,0 35.474,0
1.748.560,6 207.866,3 1.956.426,9
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.946,9 816,6 5.763,5
Wertpapiere 21.050,9 0,0 21.050,9
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 73.403,0 0,0 73.403,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 57.026,2 12.491,5 69.517,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.668,5 40.069,7 44.738,2
161.095,4 53.377,8 214.473,2
Summe Aktiva 1.909.656,0 261.244,1 2.170.900,1
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 0,0 152.670,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 0,0 117.657,3
Sonstige Rücklagen -16.426,1 18.262,4 1.836,3
Einbehaltene Ergebnisse 765.993,0 -1.519,5 764.473,5
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.019.894,3 16.742,9 1.036.637,2
Nicht beherrschende Anteile 104,3 102.543,4 102.647,7
1.019.998,5 119.286,3 1.139.284,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen 154.393,6 4.403,9 158.797,4
Finanzverbindlichkeiten 382.467,5 34.058,0 416.525,5
Übrige Verbindlichkeiten 22.339,7 10.904,5 33.244,2
Latente Steuern 19.858,5 38.160,6 58.019,1
579.059,3 87.527,0 666.586,3
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 26.368,8 1.186,1 27.555,0
Übrige Rückstellungen 58.452,9 18.883,4 77.336,3
Finanzverbindlichkeiten 109.253,9 27.850,2 137.104,1
Lieferantenverbindlichkeiten 35.241,3 3.440,6 38.682,0
Übrige Verbindlichkeiten 81.281,1 3.070,4 84.351,5
310.598,1 54.430,8 365.028,9
Summe Passiva 1.909.656,0 261.244,1 2.170.900,1
Konzernbilanz
in T€
Wie zuvor
berichtet
1.1.2015
Rück
wirkende
Anpassung
Angepasst
1.1.2015
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 10.903,0 155.888,4 166.791,3
Sachanlagen 1.561.171,6 62.437,9 1.623.609,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 124.866,6 18.642,3 143.508,9
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 102.520,4 -58.154,2 44.366,2
Sonstige Vermögenswerte 3.957,5 34.541,5 38.499,0
1.803.419,0 213.355,9 2.016.774,9
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.293,9 827,7 5.121,5
Wertpapiere 21.292,2 0,0 21.292,2
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 0,0 0,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 60.975,8 14.996,8 75.972,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.242,1 30.780,8 33.022,9
88.804,0 46.605,2 135.409,2
Summe Aktiva 1.892.223,0 259.961,1 2.152.184,1
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 0,0 152.670,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 0,0 117.657,3
Sonstige Rücklagen -18.097,6 18.739,4 641,7
Einbehaltene Ergebnisse 700.209,4 -1.725,3 698.484,0
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 952.439,1 17.014,0 969.453,1
Nicht beherrschende Anteile 110,0 100.261,9 100.371,9
952.549,0 117.275,9 1.069.824,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen 163.844,6 3.992,6 167.837,2
Finanzverbindlichkeiten 457.721,3 61.908,1 519.629,4
Übrige Verbindlichkeiten 29.612,5 10.522,5 40.135,0
Latente Steuern 21.033,9 39.594,7 60.628,6
672.212,2 116.018,0 788.230,2
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 24.790,1 1.045,7 25.835,9
Übrige Rückstellungen 60.850,9 14.912,9 75.763,8
Finanzverbindlichkeiten 72.055,1 4.556,4 76.611,6
Lieferantenverbindlichkeiten 37.793,6 3.250,2 41.043,9
Übrige Verbindlichkeiten 71.971,9 2.901,9 74.873,9
267.461,7 26.667,2 294.129,0
Summe Passiva 1.892.223,0 259.961,1 2.152.184,1
in T€ Konzern-Geldflussrechnung Wie zuvor
berichtet
2015
Rückwir
kende
Anpassung
Angepasst
2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 130.900,9 20.816,1 151.717,0
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 134.255,1 8.432,1 142.687,2
- Wertaufholungen -2.000,0 0,0 -2.000,0
- Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen -8.600,8 5.815,1 -2.785,7
+ Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen 4.681,1 -3.330,4 1.350,7
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 32,7 -1.842,9 -1.810,2
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln -212,8 0,0 -212,8
- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 4,8 0,0 4,8
+ Zins- und Dividendenergebnis 20.475,8 1.336,0 21.811,8
+ Erhaltene Dividenden 264,0 0,0 264,0
+ Erhaltene Zinsen 1.558,9 896,5 2.455,4
- Bezahlte Zinsen -22.303,5 -2.232,5 -24.536,0
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -653,0 11,1 -641,9
- Erhöhung / + Senkung Forderungen 196,4 3.152,0 3.348,4
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 648,0 3.835,8 4.483,8
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten -208,2 679,0 470,8
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 259.039,5 37.567,9 296.607,3
- Zahlungen für Ertragsteuern -30.626,8 -10.503,1 -41.129,9
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 228.412,7 27.064,8 255.477,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 5.457,9 3.051,5 8.509,4
- Auszahlungen für Anlagenzugang -83.268,3 -7.275,9 -90.544,2
- Auszahlung für zum Verkauf stehende Vermögenswerte -69.095,1 0,0 -69.095,1
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 0,0 61,9 61,9
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -146.905,5 -4.162,6 -151.068,0
- Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG Anteilseigner -34.650,0 0,0 -34.650,0
- Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Anteilseigner 0,0 -9.056,8 -9.056,8
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanz
verbindlichkeiten
0,2 0,0 0,2
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -38.055,1 -4.556,4 -42.611,5
- Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -6.375,9 0,0 -6.375,9
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -79.080,8 -13.613,2 -92.694,1
Veränderung des Finanzmittelbestandes 2.426,4 9.289,0 11.715,3
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 2.242,1 30.780,8 33.022,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.668,5 40.069,7 44.738,2

VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Airport

Im Segment Airport werden der Geschäftsbereich Operations der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste in Österreich erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, der Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Weiters erbringt der Bereich Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.

Handling

Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich Abfertigungsdienste der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation. Das General Aviation Center beinhaltet auch das VIP- und Business-Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche Immobilien- und Centermanagement der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst.

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flughafenbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parken bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Malta

Das Segment Malta umfasst neben dem Flughafen Malta (Malta International Airport plc, MIA) auch die direkt von diesem gehaltenen Beteiligungen (im Folgenden: MIA-Gruppe). Der Flughafen Malta und seine Beteiligungen sind für den Betrieb des Flughafen Malta verantwortlich. Neben den klassischen Aviation-Dienstleistungen generieren die Unternehmen der MIA-Gruppe auch Erlöse im Bereich des Parkens sowie der Vermietung von Retail- und Office-Flächen. Das Handling wird im Rahmen einer Konzessionsvereinbarung von zwei externen Unternehmen durchgeführt.

Sonstige Segmente

Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment Sonstige Segmente zusammengefasst.

Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften: Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Weiters werden diesem Segment die nicht berichtspflichtigen nach der at-Equity-Methode bilanzierten Anteile sowie Beteiligungsholdinggesellschaften, die keine operative Tätigkeit ausüben, zugeordnet.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen-Wien-Konzern beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des EBITDA bzw. EBIT (nach Berücksichtigung von Overheadkosten). Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen (bzw. Wertaufholungen) ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.

Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden zentral überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, ausgenommen Vermögenswerte der MIA-Gruppe.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unter Berücksichtigung von Rechnungskorrekturen.

Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie die Beträge der langfristigen Vermögenswerte. Bei der Zuordnung der Vermögenswerte und Erträge zu geografischen Bereichen wird auf den Standort der Einheit abgestellt (Tochterunternehmen), die diese Erträge erzielt bzw. diese Vermögenswerte besitzt.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Änderungen im Geschäftsjahr 2016

Die Tochtergesellschaften MMLC Holdings Malta Limited und MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED (bis 23. November 2016) werden im Segment Sonstige Segmente ausgewiesen.

Die zwei neu gegründeten Tochtergesellschaften zur Entwicklung von Immobilienprojekten (Alpha Liegenschaftsentwicklungs GmbH und Office Park 4 Errichtung und BetriebsgesellschaftmbH, vormals Beta Liegenschaftsentwicklungs GmbH) werden dem Segment Retail & Properties zugewiesen.

Die im Geschäftsjahr 2016 erworbene Gesellschaft Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH wird ebenfalls dem Segment Retail & Properties zugewiesen.

Segmentangaben 2016

2016 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 370.767,8 158.382,3 123.938,5 73.064,8 15.442,7 741.596,0
Interne Segmentumsätze 35.934,4 70.774,5 17.626,2 0,0 108.894,4
Segmentumsätze 406.702,2 229.156,7 141.564,7 73.064,8 124.337,1
Externe sonstige
betriebliche Erträge
593,5 415,8 1.470,5 15,3 1.066,9 3.562,0
Interne sonstige
betriebliche Erträge1
1.976,3 23,0 644,0 0,0 4.205,7 6.849,0
Betriebsleistung 409.271,9 229.595,6 143.679,2 73.080,1 129.609,7
Material und sonstige
bezogene Leistungen
2.613,0 6.340,7 804,1 2.918,7 23.181,9 35.858,4
Personalaufwand 40.023,0 164.472,9 9.596,0 8.131,9 49.813,3 272.037,2
Sonstige Aufwendungen 43.075,5 4.793,6 20.502,1 21.587,9 26.459,9 116.419,0
Anteilige Periodenergebnis
se at-Equity-Unternehmen
0,0 0,0 0,0 0,0 2.093,7 2.093,7
Interner Aufwand 151.341,5 32.619,8 43.252,4 1.499,1 4.516,7
Segment EBITDA 172.218,9 21.368,5 69.524,6 38.942,4 27.731,6 329.786,1
Planmäßige
Abschreibungen
89.263,7 5.443,4 17.817,8 8.635,9 16.375,2 137.536,0
Wertaufholungen 0,0 0,0 10.120,8 0,0 0,0 10.120,8
Wertminderungen 30.367,3 0,0 0,0 0,0 0,0 30.367,3
Segmentabschreibungen 119.631,1 5.443,4 7.696,9 8.635,9 16.375,2
Segment EBIT 52.587,8 15.925,2 61.827,7 30.306,5 11.356,4 172.003,6
Segmentinvestitionen2 54.547,8 7.851,5 11.217,0 7.159,4 11.190,2 91.965,7
Segmentvermögen 1.191.971,8 35.714,6 294.591,1 319.287,7 98.658,7 1.940.224,1
davon Buchwerte der

Unternehmen 40.235,1

(nicht zuordenbar) 78.103,5 Konzernvermögen 2.018.327,6

Verwaltung) 499 3.052 103 304 698 4.657

1) Betrifft aktivierte Eigenleistungen

Segmentmitarbeiter (Durchschnitt inkl.

nach der at-Equity-Methode bilanzierten

Sonstiges

2) Inklusive Rechnungskorrekturen, ohne Finanzanlagen

Segmentangaben 2015

2015 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 359.219,8 151.284,3 128.240,9 66.965,8 14.523,0 720.233,8
Interne Segmentumsätze 36.046,8 73.948,8 18.177,4 0,0 106.094,5
Segmentumsätze 395.266,7 225.233,1 146.418,3 66.965,8 120.617,5
Externe sonstige
betriebliche Erträge
851,0 574,4 1.504,5 0,0 819,2 3.749,1
Interne sonstige
betriebliche Erträge1
934,1 0,0 282,6 0,0 2.473,0 3.689,7
Betriebsleistung 397.051,7 225.807,5 148.205,3 66.965,8 123.909,7
Material und sonstige
bezogene Leistungen
2.598,7 6.041,7 903,0 3.012,5 24.608,1 37.164,0
Personalaufwand 39.962,2 164.830,9 8.116,6 8.281,4 47.690,1 268.881,1
Sonstige Aufwendungen 49.130,2 4.807,3 15.929,9 19.976,4 22.098,2 111.942,0
Anteilige
Periodenergebnisse
at-Equity-Unternehmen
0,0 0,0 0,0 0,0 2.785,7 2.785,7
Interner Aufwand 152.281,4 33.150,9 40.132,6 1.121,4 7.581,3
Segment EBITDA 153.079,3 16.976,6 83.123,3 34.574,2 24.717,7 312.471,0
Planmäßige
Abschreibungen
99.558,2 5.498,1 16.212,6 8.432,1 12.986,3 142.687,2
Wertaufholung 0,0 0,0 2.000,0 0,0 0,0 2.000,0
Segmentabschreibungen 99.558,2 5.498,1 14.212,6 8.432,1 12.986,3
Segment EBIT 53.521,1 11.478,5 68.910,8 26.142,0 11.731,4 171.783,8
Segmentinvestitionen2 43.685,0 3.558,3 21.466,9 7.187,9 11.170,3 87.068,4
Segmentvermögen 1.316.048,0 32.479,0 358.947,6 321.410,5 98.007,2 2.126.892,4
davon Buchwerte der
nach der at-Equity
Methode bilanzierten
Unternehmen
45.801,2
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
44.007,7
Konzernvermögen 2.170.900,1
Segmentmitarbeiter
(Durchschnitt inkl.
Verwaltung)
500 3.097 88 306 675 4.666

1) Betrifft aktivierte Eigenleistungen

2) Inklusive Rechnungskorrekturen, ohne Finanzanlagen

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.191.971,8 1.316.048,0
Handling 35.714,6 32.479,0
Retail & Properties 294.591,1 358.947,6
Malta 319.287,7 321.410,5
Sonstige Segmente 98.658,7 98.007,2
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.940.224,1 2.126.892,4

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen1
Sonstige Finanzanlagen 2.584,6 2.574,0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 21.301,7 21.050,9
Forderungen an Finanzamt 2.816,8 10.562,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 43.162,9 2.980,6
Abgrenzungsposten 1.349,3 1.745,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.888,3 5.094,0
Summe nicht zuordenbar 78.103,5 44.007,7
Konzernvermögen 2.018.327,6 2.170.900,1

1) Ausgenommen Vermögenswerte der MIA-Gruppe

Angaben 2016 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 668.531,2 73.064,8 0,0 741.596,0
Langfristiges Vermögen 1.535.221,8 266.375,7 34.288,3 1.835.885,8

Angaben 2015 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 653.267,9 66.965,8 0,0 720.233,8
Langfristiges Vermögen 1.653.048,6 268.505,2 34.873,1 1.956.426,9

Im Vermögen der Region Slowakei ist die von der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft gehaltene Beteiligung enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Košice entfällt im Geschäftsjahr 2016 ein Beteiligungsergebnis aus at-Equity-Unternehmen in Höhe von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.).

Informationen über Hauptkunden

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihren Hauptkunden Lufthansa Group (inkl. Austrian Airlines) Erlöse in Höhe von € 284,4 Mio. (Vorjahr: € 276,9 Mio.) sowie airberlin group (inkl. NIKI) Erlöse in Höhe von € 75,9 Mio. (Vorjahr: € 80,7 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesen Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2016 2015
Aktivierte Eigenleistungen 6.849,0 3.689,7
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 442,3 660,5
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen
aus öffentlichen Mitteln
224,2 212,8
Gewährung von Rechten 1.265,8 1.239,9
Erträge aus Versicherungsleistungen 40,8 101,5
Übrige 1.588,9 1.534,4
10.411,0 7.438,7

(3) Auf wendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2016 2015
Material 15.787,3 14.804,6
Energie 17.364,8 19.497,2
Bezogene Leistungen 2.706,4 2.862,3
35.858,4 37.164,0

(4) Personalaufwand

in T€ 2016 2015
Löhne 112.224,0 113.693,0
Gehälter 88.413,4 85.509,5
Aufwendungen für Abfertigungen 9.837,4 9.286,6
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 2.015,6 1.864,2
Aufwendungen für Altersversorgung 3.137,4 3.553,3
davon Beiträge an Pensionskassen 2.639,0 2.760,2
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Abgaben und Beiträge 55.804,7 54.281,9
Andere Personalaufwendungen 2.620,4 2.556,9
272.037,2 268.881,1
in T€ 2016 2015
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 625,3 648,4
Instandhaltungen 30.181,2 35.142,3
Fremdleistungen Dritte 19.279,0 18.163,0
Fremdleistungen nahestehende Unternehmen 11.311,6 11.182,3
Beratungsaufwand 7.852,3 7.778,9
Marketing und Marktkommunikation 24.358,3 25.264,9
Post- und Telekommunikationsaufwand 1.217,7 1.487,0
Miet- und Pachtaufwendungen 4.722,8 9.567,0
Versicherungsaufwendungen 2.538,4 3.184,4
Reisen und Ausbildung 3.154,9 3.236,8
Schadensfälle 758,6 191,3
Drohende Verluste 0,0 -11.298,9
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle 700,5 -165,2
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 243,2 595,4
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 510,7 604,1
Andere betriebliche Aufwendungen 8.964,5 6.360,3
116.419,0 111.942,0

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Instandhaltungen beinhalten die Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie die Wartung der EDV-Anlagen, Pisten, Vorfelder, Rollwege und Parkhäuser.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation System", aus Gepäckdiensten, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen, IT-Leistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH sowie den Malta International Airport plc zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Der Posten "Drohende Verluste" umfasste Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben (siehe auch Anhangerläuterung (28) "Langfristige Rückstellungen" unter "Sonstige übrige Rückstellungen"). Die Rückstellung für drohende Verluste konnte aufgrund geänderter Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2015 aufgelöst werden.

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, Kooperationen mit Airlines sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer folgende Leistungen erbracht:

in T€ 2016 2015
Abschlussprüfung 275,7 230,5
Andere Bestätigungsleistungen 12,0 12,0
Sonstige Leistungen 159,1 92,5
446,8 334,9

(6) Ergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen

Die at-Equity-Ergebnisse werden ab dem laufenden Berichtsjahr aufgrund des operativen Charakters der in den Konzernabschluss der Flughafen-Wien-Gruppe at-Equity einbezogenen Gesellschaften innerhalb des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen. Diese Änderung wurde vorgenommen, weil dies die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage verbessert. Die Vorjahresangaben wurden angepasst.

in T€ 2016 2015
Anteilige Periodenergebnisse 2.093,7 2.785,7
2.093,7 2.785,7

Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt wie im Vorjahr T€ 0,0. Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Anlage 2 "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.

(7) Abschreibungen, Wer tminder ungen und Wertaufholungen

2016 2015
4.803,0 6.724,8
126.442,2 130.395,5
6.290,8 5.566,9
137.536,0 142.687,2
30.367,3 0,0
30.367,3 0,0
4.150,5 0,0
5.970,3 0,0
0,0 2.000,0
10.120,8 2.000,0

Da trotz beabsichtigter Einbringung von außerordentlichen Rechtsmitteln und entsprechender Weiterverfolgung des Projekts 3. Piste eine erhöhte Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit des Projekts besteht, wurde im Konzernabschluss 2016 eine Wertminderung von bisher aktivierten Projektkosten in Höhe von € 30,4 Mio. vorgenommen (siehe ebenso Kapitel "Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen").

Die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten zur Erfassung einer Wertaufholung ("Reversal of Impairment Loss") bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" im Gesamtausmaß von T€ 10.120,8. Der erzielbare Betrag für die betreffende zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Verkaufskosten ermittelt. Diese Aufholung ergibt sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten aktuellen Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung und der damit zusammenhängenden steigenden Vermietungsquote des Gebäudes. Die Wertaufholung ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Der Wertminderungstest im Geschäftsjahr 2015 für die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Real Estate Cargo" führte zur Erfassung einer Wertaufholung ("Reversal of Impairment Loss") einer in früheren Geschäftsjahren erfassten Wertminderung in Höhe von T€ 2.000,0. Der erzielbare Betrag für die betreffende zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Verkaufskosten ermittelt. Diese Aufholung ergab sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten aktuellen Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung und der damit zusammenhängenden steigenden Vermietungsquote. Die Wertaufholung ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Bewertungstechnik und Inputfaktoren

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC ("Weighted Average Cost of Capital") der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2017 (Vorjahr: Budgetierung 2016) und die langfristigen Planungsrechnungen des Konzerncontrollings.

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren für die CGU "Real Estate Office":

  • Mietpreissteigerungen je nach Art des Objektes in Höhe von 0,0% bis 2,0% (Vorjahr: 1,0% bis 2,0%)
  • Belegungsraten von 57,5% bis 100,0%, gewichteter Durchschnitt: 91,7% (Vorjahr: 62,8% bis 100,0%, gewichteter Durchschnitt: 87,0%)
  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 0,0% (Vorjahr: 0,0%)
  • Steuersatz in Höhe von 25,0% (Vorjahr: 25,0%)
  • WACC nach Steuern in Höhe von 4,9% (Vorjahr: 5,2%)

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren für die CGU "Real Estate Cargo" (Vorjahr):

  • Mietpreissteigerungen in Höhe von 1,0% bis 2,0%
  • Belegungsraten von 39,63% bis 100%, gewichteter Durchschnitt: 86,1%
  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 0,0%
  • Steuersatz in Höhe von 25%
  • WACC nach Steuern in Höhe von 5,2%

Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:

  • Steigende (sinkende) Vermietungserlöse pro m²
  • Höhere (niedrigere) Belegungsrate
  • Reduktion (Erhöhung) des Diskontierungszinssatzes (WACC)
  • Höhere (niedrigere) Wachstumsrate in der ewigen Rente

(8) Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen

in T€ 2016 2015
Erträge aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 103,0 124,0
Erträge aus Beteiligungen sonstiger Unternehmen 560,0 140,0
663,0 264,0

(9) Zinsergebnis

in T€ 2016 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 2.992,8 2.455,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.201,5 -24.531,1
-19.208,7 -22.075,8

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2016 2015
Ertrag aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten 0,0 1.864,6
Verluste aus dem Abgang von Wertrechten 0,0 -119,6
0,0 1.745,0

Der Ertrag aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten im Geschäftsjahr 2015 betrifft den Verkauf der finanziellen Beteiligung an der Valletta Cruise Port plc.

(11) Ertragsteuern

in T€ 2016 2015
Aufwand für laufende Ertragsteuern 40.343,0 42.849,0
Veränderung latente Steuern 497,8 -2.975,5
40.840,8 39.873,5

Der Steueraufwand des Jahres 2016 von T€ 40.840,8 (Vorjahr: T€ 39.873,5) ist um T€ 2.476,4 (Vorjahr: T€ 1.944,2) höher als der rechnerische Steueraufwand von T€ 38.364,5 (Vorjahr: T€ 37.929,3), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% auf den Gewinn vor Ertragsteuern in Höhe von T€ 153.457,9 (Vorjahr: T€ 151.717,0) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2016 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 153.457,9 151.717,0
Rechnerische Ertragsteuer 38.364,5 37.929,3
Anpassung an ausländische Steuersätze 2.892,7 2.322,7
At-Equity-Bewertung -523,4 -696,4
Beteiligungserträge (steuerfrei) -165,8 -66,0
Sonstige permanente Differenzen -60,7 431,4
Ertragsteueraufwand der Periode 40.507,3 39.920,9
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag 333,5 -47,4
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 40.840,8 39.873,5
Effektivsteuersatz 26,6% 26,3%

Steuerüberleitungsrechnung

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus. Nähere Erläuterungen dazu siehe Anhangerläuterung (31).

(12) Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt die im Durchschnitt im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stimmrechte.

Nach dem Aktiensplit vom 27. Juni 2016 befanden sich im Geschäftsjahr 2016 84.000.000 Aktien im Umlauf. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) von € 1,22 für das Geschäftsjahr 2016 sowie von € 1,19 für das Vorjahr.

VIII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Langfristiges Vermögen

(13) Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Malta"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2016 133.868,1 54,2 28.407,6 162.329,9
Zugänge 1.250,9 0,0 0,0 1.250,9
Umbuchungen 186,9 0,0 0,0 186,9
Abschreibungen -4.803,0 0,0 0,0 -4.803,0
Nettobuchwert zum
31.12.2016
130.502,8 54,2 28.407,6 158.964,6

Stand zum 31.12.2016

Anschaffungskosten 191.717,5 54,2 28.407,6 224.519,5
Kumulierte Abschreibungen -61.214,7 0,0 0,0 -65.554,9
Nettobuchwert 130.502,8 54,2 28.407,6 158.964,6

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2015

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Malta"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2015 138.329,5 54,2 28.407,6 166.791,3
Zugänge 2.155,5 0,0 0,0 2.155,5
Umbuchungen 110,7 0,0 0,0 110,7
Abgänge -2,9 0,0 0,0 -2,9
Abschreibungen -6.724,8 0,0 0,0 -6.724,8
Nettobuchwert zum
31.12.2015
133.868,1 54,2 28.407,6 162.329,9

Stand zum 31.12.2015

Anschaffungskosten 190.896,3 54,2 28.407,6 223.698,3
Kumulierte Abschreibungen -57.028,2 0,0 0,0 -61.368,4
Nettobuchwert 133.868,1 54,2 28.407,6 162.329,9

Der Posten "Konzessionen und Rechte" enthält zum 31. Dezember 2016 eine Konzession zum Betrieb des Flughafen Malta mit einem Buchwert in Höhe von T€ 122.601,1 (Vorjahr: T€ 125.040,9) und einer Restlaufzeit von rund 50 Jahren.

Die wesentlichen Zugänge bzw. Umbuchungen des Geschäftsjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 961,7 (Vorjahr: T€ 762,1) für die Forschung und Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

Üb erpr üfung von zahlungsmit telgenerierenden Einheiten mit einem Geschäfts- oder Firmenwert

Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Werthaltigkeitstest für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit durchgeführt, welche einen Firmenwert enthält.

Der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Malta" ist ein Firmenwert in Höhe von T€ 28.407,6 (Vorjahr: T€ 28.407,6) zugeordnet.

Bewertungstechnik und Inputfaktoren

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Malta" basiert auf dem beizulegendem Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechniken als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC ("Weighted Average Cost of Capital") der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe unter Berücksichtigung einer Länderrisikoprämie für Malta abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2017 und die Planungsrechnungen des Konzerncontrollings.

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren der CGU "Malta":

  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 0,5%
  • Steuersatz in Höhe von 35%
  • WACC nach Steuern in Höhe von 5,0%

Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts beruht auf spezifischen Cashflow-Prognosen für fünf Jahre (Detailplanungszeitraum) und einer auf das letzte Jahr des Detailplanungszeitraums aufsetzenden weiterführenden Zahlungsreihe mit einer jährlichen Wachstumsrate von 0,5% bis zum Ende der Konzession im Juli 2067 (Grobplanungszeitraum).

Das geplante EBITDA wird auf Basis der allgemeinen Markterwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Luftfahrt im Allgemeinen und der Verkehrsentwicklung am Flughafen Malta im Besonderen geschätzt.

Die Wachstumsprognose für die Umsatzerlöse erfolgt unter Berücksichtigung der Mengen- und Preisentwicklung der vergangenen Jahre sowie der erwartbaren marktund preisseitigen Wachstumsdynamik in den nächsten fünf Jahren.

Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:

  • Reduktion (Erhöhung) des Diskontierungszinssatzes (WACC)
  • Höhere (niedrigere) Wachstumsrate im Grobplanungszeitraum

Der geschätzte erzielbare Ertrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Malta" übersteigt deren Buchwert um annähernd € 228 Mio. Da der Firmenwert aufgrund der rückwirkenden Anpassungen im Geschäftsjahr 2016 (siehe Kapitel VI) erstmalig angesetzt wurde, wurde im Geschäftsjahr 2015 kein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Das Management hat festgestellt, dass eine für möglich gehaltene Änderung von zwei wesentlichen Annahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die nachstehende Tabelle zeigt den Betrag, um den sich diese beiden Annahmen jeweils ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag gleich dem Buchwert ist.

Er forde r liche Ä nde r ung, damit de r e r zie lb ar e B e tr ag de m Buchwe r t e nt spr icht:

Beträge in % 2016
Diskontierungszinssatz (WACC) 9,83
Wachstumsrate im Grobplanungszeitraum -5,39

(14) Sachanlagen

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ Grund
stücke und
Bauten
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2016
1.122.466,2 298.048,6 84.895,3 73.909,1 1.579.319,2
Zugänge1 11.038,5 38.499,8 24.621,5 16.450,1 90.609,9
Umbuchungen -12.240,8 1.866,5 472,3 -2.847,0 -12.749,0
Wertaufholungen 4.150,5 0,0 0,0 0,0 4.150,5
Abgänge -1,1 -34,5 -262,4 -48.296,2 -48.594,3
Abschreibungen -60.514,9 -39.331,2 -26.596,1 0,0 -126.442,2
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 -30.367,3 -30.367,3
Nettobuchwert zum
31.12.2016
1.064.898,5 299.049,2 83.130,5 8.848,7 1.455.926,9

1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,5 Mio. als negative Zugänge enthalten.

Anschaffungskosten 1.700.542,0 874.176,0 304.796,0 39.216,0 2.918.730,1
Kumulierte Abschreibungen -635.643,6 -575.126,8 -221.665,5 -30.367,3 -1.462.803,2
Nettobuchwert 1.064.898,5 299.049,2 83.130,5 8.848,7 1.455.926,9

Stand zum 31.12.2016

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2015

Andere
Anlagen,
Tech Betriebs Geleistete
nische und Anzahlun
Grund Anlagen Geschäfts gen und
in T€ stücke und
Bauten
und Ma
schinen
ausstat
tung
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2015 1.148.584,7 316.840,2 89.992,7 68.191,9 1.623.609,5
Zugänge1 22.210,4 17.153,9 21.724,0 14.174,4 75.262,7
Umbuchungen 14.301,4 4.814,2 994,8 -8.457,3 11.653,1
Abgänge -112,8 -254,7 -443,1 0,0 -810,6
Abschreibungen -62.517,4 -40.505,1 -27.373,0 0,0 -130.395,5
Nettobuchwert zum
31.12.2015
1.122.466,2 298.048,6 84.895,3 73.909,1 1.579.319,2

Stand zum 31.12.2015

Anschaffungskosten 1.701.051,9 850.003,7 288.902,7 74.424,0 2.914.382,2
Kumulierte Abschreibungen -578.585,6 -551.955,1 -204.007,4 -514,9 -1.335.063,0
Nettobuchwert 1.122.466,2 298.048,6 84.895,3 73.909,1 1.579.319,2

1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,8 Mio. als negative Zugänge enthalten.

Hinsichtlich der Angaben zu den im Geschäftsjahr 2016 und 2015 erfassten Wertminderungen und Wertaufholungen siehe Anhangerläuterung (7).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert (Vorjahr: T€ 0,0). Die größten Zugänge zu den Sachanlagen, den immateriellen Vermögenswerten und den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Geschäftsjahr 2016 und 2015 werden nachstehend angeführt:

Geschäftsjahr 2016:

Im Segment Airport in T€ 2016
Pistensystem 11/29 25.643,5
Projekt 3. Piste (in der Folge ausgebucht bzw. wertgemindert) 9.012,2
Großraumpositionen Pier Nord 2.750,3
Hochleistungsschleuder Piste 1.784,7
Trafostation 3/11 1.664,1
Rollwege 1.248,7
Frachtpositionen 1.184,2
Baggage Logistics Center 1.048,3
Im Segment Handling in T€ 2016
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 1.832,5
Spezialfahrzeuge 1.751,7
Flugzeug-, Diesel- und Elektroschlepper 1.480,4
Startaggregate und Arbeitstreppen 1.356,2
Hebe- und Ladefahrzeuge 664,2
Transport- und Gepäckwagen 474,5
Im Segment Retail & Properties in T€ 2016
Abfertigungsgebäude 2.359,2
Air Cargo Center Ost 1.507,7
Grundstücke 1.441,5
Adaptierungen Office Park 3 451,2
Einzelplatzüberwachung Parkhaus 4 423,8
Im Segment Malta in T€ 2016
Vorfeld 9 1.716,0
Instrumentenlandesystem (ILS) 1.568,0
Röntgenmaschinen 255,0
FIDS-Raum 375,0
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2016
Stromerzeugungsanlagen 2.796,0
Datenverarbeitungsmaschinen 1.381,3
Kanalisation 1.316,8
Software 1.223,0

Geschäftsjahr 2015:

Im Segment Airport in T€ 2015
Pistensystem 11/29 13.332,0
Winterdienst- und Geräteeinstellhallen 9.994,6
Projekt 3. Piste 7.888,1
Röntgengeräte 2.191,1
Spezialfahrzeuge 1.485,6
Rollwege 1.070,0
Flughafenbahnhof 902,6
Verladefräse für Vorfeld und Pierbereiche 884,4
Fahrzeuge Feuerwehr 828,5
Im Segment Handling in T€ 2015
Spezialfahrzeuge 1.224,3
Hebe- und Ladefahrzeuge 539,8
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 488,5
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 445,7
Transport- und Gepäckwagen 195,4
Im Segment Retail & Properties in T€ 2015
Flugbetriebsgebäude und Hangar 16.580,5
Containerdorf 1.886,5
Adaptierungen Office Park 3 307,8
Erweiterung Air Cargo Center Ost 276,0
Charterbus-Parkplatz 267,5
Im Segment Malta in T€ 2015
Erweiterung Parkplätze und Sicherheitsinfrastruktur 4.060,0
Terminalerweiterung 1.880,0
Piste 1.000,0
Netzwerk Infrastruktur und Hardware 300,0
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2015
Datenverarbeitungsmaschinen 2.697,1
Software 1.775,5
Trafostationen 1.518,2
Kältemaschinen 1.336,5
KV-Leitung 533,0
Passagierflussmessung 528,3

(15) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2016

in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2016 133.502,6 0,0 133.502,6
Zugänge 104,9 0,0 104,9
Umbuchungen 12.562,1 0,0 12.562,1
Wertaufholung 5.970,3 0,0 5.970,3
Abschreibungen -6.290,8 0,0 -6.290,8
Nettobuchwert zum
31.12.2016
145.849,2 0,0 145.849,2

Stand zum 31.12.2016

Anschaffungskosten 226.378,3 0,0 226.378,3
Kumulierte Abschreibungen -80.529,1 0,0 -80.529,1
Nettobuchwert 145.849,2 0,0 145.849,2

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2015

in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2015 143.508,9 0,0 143.508,9
Zugänge 9.650,2 0,0 9.650,2
Umbuchungen -11.763,9 0,0 -11.763,9
Umgliederung in zum Verkauf
stehende Vermögenswerte
-4.307,9 0,0 -4.307,9
Wertaufholung 2.000,0 0,0 2.000,0
Abgänge -17,8 0,0 -17,8
Abschreibungen -5.566,9 0,0 -5.566,9
Nettobuchwert zum
31.12.2015
133.502,6 0,0 133.502,6

Stand zum 31.12.2015

Anschaffungskosten 217.889,2 0,0 217.889,2
Kumulierte Abschreibungen -84.386,5 0,0 -84.386,5
Nettobuchwert 133.502,6 0,0 133.502,6

Hinsichtlich der Angaben zu den im Geschäftsjahr 2016 und 2015 erfassten Wertaufholungen siehe Anhangerläuterung (7).

in T€ 2016 2015
Mieteinnahmen 18.013,6 16.591,9
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 6.880,1 7.551,7
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 179,0 548,6

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Gebäude, die überwiegend zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden:

Beizulegender Zeitwert

Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien T€ 168.705,6 (Vorjahr: T€ 151.256,2).

Bewertungstechnik und Inputfaktoren

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2017 (Vorjahr: Budgetierung 2016) und die langfristigen Planungsrechnungen des Konzerncontrollings.

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren:

  • Mietpreissteigerungen je nach Art des Objektes in Höhe von 0,0% bis 2,0% (Vorjahr: 1,0% bis 2,0%)
  • Belegungsraten von 44,1% bis 100,0%, gewichteter Durchschnitt: 92,6% (Vorjahr: 39,6% bis 100,0%, gewichteter Durchschnitt: 86,5%)
  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 0,0% (Vorjahr: 0,0%)
  • Steuersatz in Höhe von 25,0% bis 35,0% (Vorjahr: 25,0% bis 35,0%)
  • WACC nach Steuern in Höhe von 4,6% bis 6,1% (Vorjahr: 5,2%)

Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:

  • Steigende (sinkende) Vermietungserlöse pro m2
  • Höhere (niedrigere) Belegungsrate
  • Reduktion (Erhöhung) des Diskontierungszinssatzes (WACC)
  • Höhere (niedrigere) Wachstumsrate in der ewigen Rente

(16) Beteiligungen an at- Equit y- bilanzier ten Unternehmen

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.

in T€ 2016 2015
Nettobuchwert zum 1.1. 45.801,2 44.366,2
Anteilige Periodengewinne 2.093,7 2.785,7
Rückzahlung von Eigenkapital -5.000,0 0,0
Dividendenausschüttung -2.659,7 -1.350,7
Nettobuchwert zum 31.12. 40.235,1 45.801,2

Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Anlage 2 "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen. Details siehe unter Anhangerläuterung (6).

(17) Sonstige Vermögenswerte

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR1) 419,8 390,8
davon Mitarbeitern gewährte Darlehen 157,8 89,0
davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen 262,0 301,8
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS²) 2.426,2 2.372,5
davon Anteile an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen
116,3 116,3
davon langfristige Wertrechte, Wertpapiere
(Eigenkapitaltitel) sowie Investmentfonds
2.309,9 2.256,1
Abgrenzungsposten³ 32.064,0 32.710,7
34.910,0 35.474,0

Erläuterung der Bewertungskategorien: 1) LaR = Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), 2) AfS = zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale), 3) kein Finanzinstrument

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 172,3 (Vorjahr: T€ 192,5) und Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 157,8 (Vorjahr: T€ 89,0), eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 89,8 (Vorjahr: T€ 96,4) sowie eine Ausleihung betreffend die Vorfinanzierung eines Radweges für die Umlandgemeinden in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 13,0).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen längerfristig gehaltene Wertrechte und Wertpapiere (Eigenkapitaltitel) in Höhe von T€ 2.206,2 (Vorjahr: T€ 2.155,8), Anteile an Investmentfonds in Höhe von T€ 103,6 (Vorjahr: T€ 100,3) sowie

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 116,3 (Vorjahr: T€ 116,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2016 und 2015):

  • GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
  • Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H.
  • VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.
  • Kirkop PV Farm Limited
  • Luqa PV Farm Limited liquidiert 2016
  • Gudja PV Farm Limited liquidiert 2016
  • Gudja Two PV Farm Limited liquidiert 2016
  • Gudja Three PV Farm Limited liquidiert 2016

Der Abgrenzungsposten betrifft eine geleistete Mietvorauszahlung für ein temporäres Nutzungsrecht von Grundstücken ("Temporary Emphyteusis"). Diese Vorauszahlung wird über die Laufzeit, welche sich von 58 bis 65 Jahre bewegt, verteilt (siehe Kapitel "IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden").

Kurzfristige Vermögenswerte

(18) Vorräte

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Hilfs- und Betriebsstoffe 5.970,2 5.763,5
5.970,2 5.763,5

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.

(19) Wertpapiere

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Schuldtitel (AfS1) 21.301,7 21.050,9
21.301,7 21.050,9

Erläuterung der Bewertungskategorien: 1) AfS = zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

Bei dem Schuldtitel handelt es sich um eine Ergänzungskapitalobligation.

(20) Zum Verkauf stehende Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2016 werden Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 4.307,9 (Vorjahr: T€ 4.307,9) in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen. Die Flughafen-Wien-Gruppe erwartet weiterhin, dass der Verkauf dieser Grundstücke innerhalb des nächsten Jahres erfolgt. Die Grundstücke stehen im Zusammenhang mit vorgesehenen Veräußerungen für einen Gewerbe- und Industriepark im Umland und sind weiterhin dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Zum 31. Dezember 2015 waren zudem Gebäude mit einem Buchwert von T€ 69.095,1 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" (Segment Retail & Properties) nach IFRS 5 ausgewiesen. Die Sachanlagen betreffen Hangar- und Flugbetriebsgebäude, die im Jahr 2015 erworben wurden und durch eine vereinnahmte Mietvorauszahlung zu Jahresbeginn 2016 wirtschaftlich an den Mieter Austrian Airlines übertragen wurden.

Die Vermögenswerte sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Es sind keine Wertminderungsaufwendungen entstanden. Die Bilanzierung gemäß IFRS 5 führte zum 31. Dezember 2016 sowie zum 31. Dezember 2015 auch zu keiner Erfassung von Gewinnen oder Verlusten.

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 58.696,4 55.041,6
Abzüglich Wertberichtigungen -3.926,7 -5.661,8
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen
Unternehmen
62,0 137,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto (LaR1) 54.831,7 49.517,1
Forderungen gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen
(LaR1)
2.425,0 2.114,4
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (LaR1) 43.162,9 2.913,4
Forderungen an Finanzamt² 2.816,8 10.562,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte² 1.028,7 799,6
Abgrenzungsposten² 3.158,5 3.610,1
107.423,5 69.517,7

(21) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Erläuterung der Bewertungskategorien: 1) LaR = Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), 2) kein Finanzinstrument

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen beinhalten kurzfristige Veranlagungen mit einer Bindungsdauer von mehr als drei Monaten in Höhe von T€ 40.000,0. Der durchschnittliche Zinssatz für die Veranlagung liegt bei 0,35%.

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestand 143,4 147,6
Guthaben bei Kreditinstituten 43.295,1 44.590,7
43.438,5 44.738,2

(22) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung höchstens drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2016 bei 0,00% (Vorjahr: 0,05%). Die Cash-Dispositionen in Malta sind Teil einer Nettingvereinbarung betreffend Verzinsung mit in Malta gehaltenen Finanzverbindlichkeiten. Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind keine Veranlagungen in fremden Währungen (Vorjahr: US\$ 200.000) enthalten.

Zum Stichtag sind wie im Vorjahr keine Termingelder zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

Eigenkapital

(23) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 84.000.000 Stück (Vorjahr: 21.000.000 Stück) auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote"). In der 28. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 31. Mai 2016 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Die Umstellung an der Wiener Börse erfolgte mit Wirkung 27. Juni 2016. Für jede Stückaktie erhielten die Aktionäre dadurch drei weitere Stückaktien. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 befanden sich daher 84.000.000 (Vorjahr: 21.000.000) Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Nach dem Aktiensplit vom 27. Juni 2016 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte betreffend Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33.26 mit der aktuellen Aktienanzahl berechnet.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2016 vorgeschlagene Dividende beträgt € 0,625 (Vorjahr: € 0,50) je Aktie.

(24) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(25) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:

  • a) Available-for-Sale-Rücklage: Die Available-for-Sale(AfS)-Rücklage resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden, erfasst.
  • b) Neubewertung immaterielles Vermögen: Neubewertungsrücklage aus der anteiligen Aufwertung um die stillen Reserven der im Erstkonsolidierungszeitpunkt (2006) gehaltenen Altanteile an MMLC und MIA-Gruppe gemäß IFRS 3.59 (2004).
  • c) Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen: Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • d) Währungsumrechnungsrücklage: Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Jahresabschlusses von ausländischen Tochterunternehmen entstehen.

(26) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31. Dezember 2016 ausgewiesen ist.

(27) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften.

Die nicht beherrschenden Anteile an der Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) betragen nach dem Closing vom 30. März 2016 zum Bilanzstichtag 4,15% (Vorjahr: 42,9%) sowie an Malta International Airport plc und seinen Tochterunternehmen

(MIA-Gruppe) durchgerechnet 51,56% (Vorjahr: durchgerechnet 67,06%). Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen im Geschäftsjahr 2016 ist unter Anhangerläuterung (36) erläutert.

Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Zu den Angaben für wesentliche nicht beherrschende Anteile siehe Anlage 3 zum Anhang.

Langfristige Schulden

(28) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Abfertigungen 85.049,8 85.417,7
Pensionen 18.225,2 18.124,1
Jubiläumsgelder 25.954,7 25.985,3
Altersteilzeit 20.638,2 21.055,0
Sonstige übrige Rückstellungen 3.434,4 8.215,3
153.302,3 158.797,4

Leistungsorientier te Ab fer tigungspläne österreichischer Konzerngesellschaften

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und der Höhe des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs.

Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf eine gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Darüber hinaus bestehen für diese Dienstnehmer (Arbeiter: Eintritte bis 30. Juni 2014; Angestellte: Eintritte bis 31. Oktober 2014) kollektivvertragliche Abfertigungsverpflichtungen, für die Rückstellungen gebildet werden.

Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken wie beispielsweise dem Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" zu entnehmen.

in T€ 2016 2015
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
85.417,7 82.959,5
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 6.614,3 6.707,5
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
-2.111,3 -308,2
davon aus finanziellen Annahmen 1.271,1 0,0
davon aus demografischen Annahmen -2.995,8 0,0
davon aus erfahrungsbedingten Annahmen -386,6 -308,2
Abfertigungszahlungen -4.870,9 -3.941,1
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
85.049,8 85.417,7

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ -23.371,4 (Vorjahr: T€ -24.954,9).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2016 2015
Dienstzeitaufwand 5.100,4 5.234,2
Zinsaufwand 1.513,8 1.473,3
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand1 6.614,3 6.707,5

1) Ohne freiwillige Abfertigungen

Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 5.861,0 (Vorjahr: T€ 5.105,3).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2016 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 10,2 Jahren (Vorjahr: 10,5 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

in T€ Erhöhung
(+1%)
Minderung
(-1%)
Abzinsungssatz -7.891,4 9.286,2
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerung 8.545,1 -7.444,1

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus Abfertigungen

Leistungsorientierte Pensionspläne

Leistungsorientierte Pensionspläne österreichischer Konzerngesellschaften

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven Mitarbeitern und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen besteht zum Stichtag (sowie zum Vorjahresstichtag) kein Planvermögen.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100% der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Leistungsorientierte Pensionspläne maltesischer Konzerngesellschaften

Der Flughafen Malta gewährt aufgrund der Rentenverordnung "Pensions Ordinance (Cap 93)" einzelnen aktiven Mitarbeitern, welche dem öffentlichen Sektor vor 15. Jänner 1979 beigetreten sind und von der Gesellschaft übernommen worden sind, Pensionszuschüsse. Zum Bilanzstichtag besteht für diese Verpflichtung wie im Vorjahr kein Planvermögen.

Mitarbeitern des Flughafen Malta werden weiters leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen gewährt.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko oder dem Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" zu entnehmen.

Beitragsorientier te Pensionspläne österreichischer Konzerngesellschaften

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum zwischen dem 1. September 1986 und dem 1. November 2014 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).

Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in Höhe von 2,5% des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. November 2014 wurde kein beitragsorientierter Pensionsplan abgeschlossen. Für diese Mitarbeiter fallen auch keine Pensionskassenbeiträge mehr an.

in T€ 2016 2015
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
18.124,1 20.624,5
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 361,1 431,0
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
647,8 -1.711,7
davon aus finanziellen Annahmen 677,1 546,0
davon aus demografischen Annahmen 0,0 0,0
davon aus erfahrungsbedingten Annahmen -29,3 -2.257,7
Pensionszahlungen -907,8 -1.219,7
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
18.225,2 18.124,1

Entwicklung der Rückstellung für Pensionen

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für Pensionsrückstellungen T€ -1.522,4 (Vorjahr: T€ -1.047,7).

in T€ 2016 2015
Dienstzeitaufwand 114,8 129,9
Zinsaufwand 246,3 301,1
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand1 361,1 431,0

Der Personalaufwand enthält:

1) Ohne Pensionskassenbeiträge

Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.015,5 (Vorjahr: T€ 1.046,3).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2016 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 13,7 Jahren (Vorjahr: 13,6 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus P e nsion e n

in T€ Erhöhung
(+1%)
Minderung
(-1%)
Abzinsungssatz -1.135,3 1.324,3
Bezugssteigerung Anwartschaft 2,7 -2,5
Bezugssteigerung Leistungsphase 1.282,9 -1.126,4

Rück stellungen für Jubiläumsgelder österreichischer Konzerngesellschaften

Den Mitarbeitern am Standort Flughafen Wien gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder

in T€ 2016 2015
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
25.985,3 23.653,0
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 890,3 3.017,5
Jubiläumsgeldzahlungen -920,9 -685,2
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
25.954,7 25.985,3

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2016 2015
Dienstzeitaufwand 1.880,6 1.686,0
Zinsaufwand 453,1 411,0
Erfolgswirksam im Gewinn und Verlust erfasste ver
sicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
-1.443,3 920,6
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand 890,3 3.017,5

Rückstellungen für Alter steilzeit österreichischer Konzerngesellschaften

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt. Die Lohnausgleichszahlungen werden als andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer ("Other Long-Term Employee Benefit") bilanziert und somit über die Aktivphase unter Berücksichtigung einer faktischen durchschnittlichen Mindestbetriebszugehörigkeit (Angestellte: 24 Jahre; Arbeiter: 15 Jahre) ratierlich verteilt bzw. angesammelt.

in T€ 2016 2015
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen 21.055,0 21.425,1
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 4.259,9 3.996,7
Altersteilzeitzahlungen -4.676,7 -4.366,9
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
20.638,2 21.055,0

Entwicklung der Rückstellung für Altersteilzeit

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2016 2015
Dienstzeitaufwand 3.290,8 3.433,0
Zinsaufwand 55,5 57,3
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische
Gewinne (-) / Verluste (+)
913,6 506,5
Im Personalaufwand erfasster Altersteilzeitaufwand 4.259,9 3.996,7

Sonstige übrige Rückstellungen

in T€ 1.1.2016 Um
buchung1
Auflösung 31.12.2016
Sonstige übrige Rückstellungen 8.215,3 -4.781,0 0,0 3.434,4

1) Umbuchung zwischen kurz- und langfristigen Rückstellungen

Die sonstigen übrigen Rückstellungen wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht abgezinst.

in T€ 1.1.2015 Um
buchung1
Auflösung 31.12.2015
Sonstige übrige Rückstellungen 19.175,1 339,1 -11.298,9 8.215,3

1) Umbuchung zwischen kurz- und langfristigen Rückstellungen

Im Geschäftsjahr 2015 konnte eine Rückstellung für drohende Verluste für Bestandsrisiken aus Operating-Leasing-Verträgen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen in Höhe von T€ 11.298,9 aufgelöst werden.

(29) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (FLAC1) 63.917,0 137.104,1
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (FLAC1) 396.310,3 416.525,5
Finanzverbindlichkeiten 460.227,3 553.629,6

Erläuterung der Bewertungskategorien:

1) FLAC = finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Barvorlagen in Höhe von € 32,5 Mio. (Vorjahr: € 34,0 Mio.) enthalten.

Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Bis zu einem Jahr 63.917,0 137.104,1
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 112.544,4 120.190,7
Mehr als fünf Jahre 283.765,9 296.334,8
460.227,3 553.629,6

Die Finanzverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Langfristige
Finanz
verbindlichkeiten
Kurzfristige
Finanz
verbindlichkeiten
Gesamt
Stand 1.1.2016 416.525,5 137.104,1 553.629,6
Rückzahlungen -3.800,0 -89.602,3 -93.402,3
Umgliederung -16.415,2 16.415,2 0,0
Stand 31.12.2016 396.310,3 63.917,0 460.227,3

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten beträgt 4,15% (Vorjahr: 4,20%).

Details zu Besicherungen sind in Anhangerläuterung (37) angeführt.

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Andere finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC1) 10.633,2 10.233,7
Abgrenzungsposten² 32.284,5 22.076,9
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln² 709,6 933,6
43.627,3 33.244,2

(30) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Erläuterung der Bewertungskategorien: 1) FLAC = finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost), 2) kein Finanzinstrument

Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Mietaufwendungen, welche über die Vertragslaufzeit linear erfasst werden.

Die Abgrenzungsposten beinhalten von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm sowie andere erhaltene Vorauszahlungen für Bestandsobjekte. Die Mietvertragsdauer für den Flugsicherungsturm beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

(31) Latente Steuern

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.489,2 1.113,1
Finanzielle Vermögenswerte 0,0 134,5
Rückstellungen für Abfertigungen 10.205,3 10.568,2
Rückstellungen für Pensionen 2.891,7 2.792,4
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 2.899,6 3.014,1
Sonstige Verbindlichkeiten 4.616,6 4.243,2
Sonstige Rückstellungen 745,2 896,5
Sonstige Vermögenswerte/Schulden 0,0 76,8
23.847,7 22.838,9
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 82.243,4 80.210,9
Wertpapiere 325,4 262,7
Sonstige Vermögenswerte/Schulden 225,8 384,4
82.794,7 80.858,0
Steuerabgrenzung (saldiert) -58.947,0 -58.019,1

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

in T€ 2016 2015
Stand zum 1.1. 22.838,9 22.690,5
Erfolgswirksame Veränderungen 1.363,5 598,7
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen -354,7 -450,4
Stand zum 31.12. 23.847,7 22.838,9

Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung

Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung

in T€ 2016 2015
Stand zum 1.1. 80.858,0 83.319,1
Erfolgswirksame Veränderungen 1.861,4 -2.376,8
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Wertrechte langfristiges Vermögen 12,6 -23,9
Schuldtitel (Wertpapiere) kurzfristiges Vermögen 62,7 -60,3
Summe erfolgsneutrale Veränderungen 75,3 -84,3
Stand zum 31.12. 82.794,7 80.858,0

Bei der Berechnung der tatsächlichen und latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25% bzw. für Malta von 35% angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 5,0% bis 35,0% und für die Slowakei 22,0%) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sowie auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen.

Auf at-Equity-bilanzierte Beteiligungen und Anteile an Tochtergesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Insgesamt bestehen aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen temporäre Differenzen in Höhe von T€ 1.934,1 (Vorjahr: T€ 2.500,2), welche zu passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 483,5 (Vorjahr: T€ 625,0) führen würden.

Zum 31. Dezember 2016 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.609,0 (Vorjahr: T€ 1.726,1) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge.

Kurzfristige Schulden

(32) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Nicht konsumierte Urlaube 8.846,5 8.810,2
Andere Personalansprüche 9.105,1 8.385,4
Ertragsteuern 1.585,4 27.555,0
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 41.681,2 42.034,0
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 13.349,1 7.261,5
Sonstige übrige Rückstellungen 14.150,9 10.845,2
88.718,2 104.891,3
in T€ 1.1.2016 Um
buchung
Ver
brauch
Auf
lösung
Zu
weisung
31.12.2016
Nicht konsumier
te Urlaube
8.810,2 0,0 -318,9 -204,0 559,3 8.846,5
Andere Personal
ansprüche
8.385,4 0,0 -6.032,9 -1.159,3 7.911,9 9.105,1
Ertragsteuern 27.555,0 0,0 -24.885,7 -2.643,5 1.559,6 1.585,4
Nicht fakturierte
Lieferungen und
Leistungen
42.034,0 0,0 -33.267,8 -1.391,4 34.306,5 41.681,2
Nicht abgerechne
te Ermäßigungen
7.261,5 0,0 -6.828,9 -380,7 13.297,1 13.349,1
Sonstige übrige
Rückstellungen
10.845,2 4.781,0 -8.899,3 -1.225,4 8.649,5 14.150,9
104.891,3 4.781,0 -80.233,5 -7.004,3 66.283,9 88.718,2

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2016

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden, für sonstige Vergütungen sowie für Leistungsprämien.

Die Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen betreffen Ermäßigungen, die den Airlines bis zum Bilanzstichtag zu gewähren sind.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadensfälle, Rechtsfälle und sonstige Verpflichtungen zusammen.

(33) Lieferantenverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Gegenüber Dritten 31.956,9 35.790,1
Gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 681,4 776,3
Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 1.955,5 2.115,6
34.593,7 38.682,0

(34) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten
Unternehmen 5.397,1 13.941,6
Kreditorische Debitoren 995,4 1.604,0
Umweltfonds 0,0 41.335,8
Andere sonstige Verbindlichkeiten 10.035,3 7.627,2
Abgrenzungsposten Löhne 7.265,7 8.076,6
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC1) 23.693,5 72.585,1
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern2 938,4 1.429,5
Andere Abgrenzungsposten2 2.781,1 1.954,1
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.301,0 8.175,4
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln2 222,5 207,4
34.936,5 84.351,5

Erläuterung der Bewertungskategorien: 1) FLAC = finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost), 2) kein Finanzinstrument

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betrafen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren, die aufgrund des abweisenden Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts zum Bauvorhaben Projekt 3. Piste per 31. Dezember 2016 unter Korrektur der aktivierten Projektkosten ausgebucht wurden.

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

IX. Konzern-Geldflussrechnung

(35) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (22) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Zur Berücksichtigung von Anschaffungen (Investitionen) von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen (inkl. als Finanzinvestition gehaltener Immobilien) und Finanzanlagen aus Vorperioden, die im Geschäftsjahr zahlungsunwirksam (Vorjahr: zahlungswirksam) wurden, wurden T€ 3.589,5 (Vorjahr: T€ 3.475,8) von den Auszahlungen für Anlagenzugänge abgerechnet (Vorjahr: hinzugerechnet).

X. Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

(36) Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Mit 30. März 2016 erwarb der Konzern 100% der Anteile an MIA HOLDINGS (CANADA) LIMITED und MMLC Holdings Malta Limited. Dadurch stieg der Anteil an dem Tochterunternehmen Malta Mediterranean Link Consortium Limited von 57,1% auf 95,85%. Unter Berücksichtigung des 10,1%-Anteils der VIE (Malta) Limited erhöhte sich auch der durchgerechnete Anteil an der Malta International Airport Gruppe von 32,94% auf 48,44%.

Die nicht beherrschenden Anteile per 31. Dezember 2016 betreffen daher 4,15% der Anteile an der Malta Mediterranean Link Consortium Limited sowie durchgerechnet 51,56% der Anteile am Malta International Airport plc. Die Angaben betreffend wesentliche nicht beherrschende Anteile sind der Anlage 3 zum Anhang zu entnehmen.

Bezüglich des Erwerbs der MMLC Holdings Malta Limited wird auf das Kapitel "Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis" verwiesen.

Der Konzern erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von T€ 22.510,6 sowie eine Verringerung der einbehaltenen Ergebnisse von T€ 37.898,9, die den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist. Der Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile ergibt sich wie folgt:

T€
Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile 22.510,6
Gezahlter Kaufpreis an nicht beherrschende Anteile1 60.409,5
Rückgang des Eigenkapitals der Eigentümer des Mutterunternehmens -37.898,9

1) Kaufpreis in Höhe von T€ 63.688,8 abzüglich erworbener Zahlungsmittel der MMLC Holdings Malta Limited

XI.Finanzinstrumente und Risikomanagement

(37) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forder ungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Wertpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen.

Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wert
gemindert
Zeitbändern überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden
2016 in T€ gungen
31.12.2016
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tagen
von 91 bis
180 Tagen
von 181 bis
360 Tagen
mehr als
360 Tage
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
100.419,5 91.818,4 448,9 5.796,5 1.151,1 469,4 75,0
Restlaufzeit
über 1 Jahr
419,8 419,8 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 100.839,4 92.238,2 448,9 5.796,5 1.151,1 469,4 75,0
Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wert
gemindert
Zeitbändern überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden
2015 in T€ gungen
31.12.2015
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tagen
von 91 bis
180 Tagen
von 181 bis
360 Tagen
mehr als
360 Tage
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
54.545,0 44.150,5 1.907,8 4.937,2 528,9 426,4 32,4
Restlaufzeit
über 1 Jahr
390,8 390,8 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 54.935,8 44.541,3 1.907,8 4.937,2 528,9 426,4 32,4

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

2016 in T€ Wert
berichtigung
1.1.2016
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigung
31.12.2016
Einzelwert
berichtigungen
8.703,6 -2.147,3 -337,3 738,1 6.957,1
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
14,1 0,0 0,0 0,4 14,5
Summe 8.717,7 -2.147,3 -337,3 738,5 6.971,6
2015 in T€ Wert
berichtigung
1.1.2015
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigung
31.12.2015
Einzelwert
berichtigungen
9.688,7 -526,2 -1.303,7 844,7 8.703,6
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
45,9 0,0 -31,7 0,0 14,1
Summe 9.734,6 -526,2 -1.335,4 844,7 8.717,7

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2016 T€ 299,3 (Vorjahr: T€ 325,5).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

2016 in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2016
Einzelwert
berichtigung
31.12.2016
Pauschale
(Einzel-)Wert
berichtigung
31.12.2016
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2016
Überfällig < 1 Jahr 458,5 404,4 1,0 53,1
Überfällig > 1 Jahr 7.173,4 6.552,7 13,5 607,2
Summe 7.631,9 6.957,1 14,5 660,3
2015 in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2015
Einzelwert
berichtigung
31.12.2015
Pauschale
(Einzel-)Wert
berichtigung
31.12.2015
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2015
Überfällig < 1 Jahr 1.125,3 818,7 1,9 304,6
Überfällig > 1 Jahr 10.154,4 7.884,9 12,2 2.257,3
Summe 11.279,7 8.703,6 14,1 2.561,9

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Konditionen und (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen-Wien-Konzerns ersichtlich:

2016 in T€ Wäh
rung
Buchwert
31.12.2016
Brutto
Cashflows
gesamt zum
31.12.2016
< 1 Jahr Cashflows
1–5 Jahre
> 5 Jahre Zins
satz1
Fix verzinste
Finanzverbind
lichkeiten
EUR 390. 130,0 526.128,8 45.081,4 162.520,1 318.527,2 4,71%
Variabel verzins
te Finanzver
bindlichkeiten
EUR 70.097,3 76.551,0 37.140,6 10.535,5 28.874,9 1,08%
Lieferantenver
bindlichkeiten
EUR 34.593,7 34.593,7 34.593,7 0,0 0,0
Sonstige Ver
bindlichkeiten
EUR 34.326,6 34.326,6 23.693,5 0,0 10.633,2
Summe 529.147,6 671.600,0 140.509,2 173.055,6 358.035,3

1) Gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälliger Haftungsentgelte

2015 in T€ Wäh
rung
Buchwert
31.12.2015
Brutto
Cashflows
gesamt zum
31.12.2015
< 1 Jahr Cashflows
1–5 Jahre
> 5 Jahre Zins
satz1
Fix verzinste
Finanzverbind
lichkeiten
EUR 439.796,3 602.337,3 66.422,9 175.905,8 360.008,6 4,91%
Variabel verzins
te Finanzver
bindlichkeiten
EUR 113.833,3 117.748,8 92.120,2 12.040,8 13.587,9 1,49%
Lieferantenver
bindlichkeiten
EUR 38.682,0 38.682,0 38.682,0 0,0 0,0
Sonstige Ver
bindlichkeiten
EUR 82.818,9 82.818,9 72.585,1 0,0 10.233,7
Summe 675.130,4 841.587,0 269.810,2 187.946,6 383.830,2

1) Gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälliger Haftungsentgelte

Von den Bankdarlehen sind aufgrund vertraglicher Bedingungen T€ 378.667,5 (Vorjahr: T€ 427.721,3) durch Garanten besichert, die im Gegenzug ein Haftungsentgelt erhalten.

Der Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von T€ 400.000,0 (derzeit aushaftend: T€ 375.000,0) enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Mit 5. August 2016 wurden die Haftungsquoten für das gesamte Kreditobligo durch Garantentausch auf nunmehr drei der fünf bestehenden Garanten neu aufgeteilt.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2016 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen

aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2016 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 13.275,0 der Flughafen Malta Gruppe sind durch eine allgemeine Hypothek besichert. Die Hypothek umfasst die Vermögenswerte der MIA-Gruppe mit Ausnahme des Terminals und anderer Gebäude. Die MIA-Gruppe hat im Ausmaß von T€ 16.000,0 weitere Garantien für Finanzverbindlichkeiten abgegeben.

Finanzverbindlichkeiten im Ausmaß von T€ 2.710,0 (Vorjahr: T€ 4.810,0) sind mit Unternehmensanteilen (Aktien betreffend Tochterunternehmen) besichert.

Buchwer te, Wer tansätze und beizulegende Zeitwer te nach Bewertungskategorien

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso vorwiegend kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (v. a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) bezieht sich auf einen börsennotierten Fonds (Stufe 1).

Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

AKTIVA Buchwerte Zeitwert
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Wert
papiere
Forderungen
und sonstige
Vermögens
werte
Zahlungsmit
teläquivalente
Zahlungs
mittel und
Summe
Stufe 1
Stufe 2
31. Dezember 2016
Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst
Wertrechte AfS 1.573,6 1.573,6 1.573,6
Fonds AfS 103,6 103,6 103,6
Schuldtitel (Wertpapiere) AfS 21.301,7 21.301,7 21.301,7
Finanzielle Vermögenswerte, nicht erfasst zum
Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 54.831,7 54.831,7
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen LaR 2.425,0 2.425,0
Sonstige Forderungen3 LaR 43.162,9 43.162,9
Ausgereichte Darlehen LaR 419,8 419,8
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 AfS 632,6 632,6
Beteiligungen2 AfS 116,3 116,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 43.438,5
43.438,5
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 32.064,0 7.004,0 39.068,0
Summe 34.910,0 21.301,7 107.423,5 43.438,5
207.073,7
31. Dezember 2015
Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst
Wertrechte AfS 1.523,2 1.523,2 1.523,2
1.523,2
Fonds AfS 100,3 100,3
100,3
100,3
Schuldtitel (Wertpapiere) AfS 21.050,9 21.050,9 21.050,9
21.050,9
Finanzielle Vermögenswerte, nicht erfasst zum
Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 49.517,1 49.517,1
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen LaR 2.114,4 2.114,4
SonstigeForderungen3 LaR 2.913,4 2.913,4
Ausgereichte Darlehen LaR 390,8 390,8
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 AfS 632,6 632,6
Beteiligungen2 AfS 116,3 116,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 44.738,2 44.738,2
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 32.710,7 14.972,7 47.683,3
Summe 35.474,0 21.050,9 69.517,7 44.738,2 170.780,7

1) Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen

3) Abzüglich Wertberichtigungen

2) Aufgrund von Unwesentlichkeit (und einer fehlenden Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.

Buchwerte Zeitwert
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Sonstige
Forderungen
Zahlungs
Bewer
finanzielle
und sonstige
mittel und
tungs
Vermögens
Wert
Vermögens
Zahlungsmit
kategorie
werte
papiere
werte
teläquivalente
Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert erfolgsneutral 1.573,6 1.573,6 1.573,6
Zeitwert erfolgsneutral 103,6 103,6 103,6
Zeitwert erfolgsneutral 21.301,7 21.301,7 21.301,7
Fortgeführte Anschaffungskosten 54.831,7
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.425,0
Fortgeführte Anschaffungskosten 43.162,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 419,8
Anschaffungskosten 632,6
Anschaffungskosten 116,3
Nominalwert = Zeitwert 43.438,5 43.438,5
39.068,0
207.073,7 43.438,5
Zeitwert erfolgsneutral 1.523,2 1.523,2 1.523,2
Zeitwert erfolgsneutral 100,3 100,3 100,3
Zeitwert erfolgsneutral 21.050,9 21.050,9 21.050,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 49.517,1
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.114,4
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.913,4
Fortgeführte Anschaffungskosten 390,8
Anschaffungskosten 632,6
Anschaffungskosten 116,3
Nominalwert = Zeitwert 44.738,2 44.738,2
47.683,3
170.780,7 44.738,2
PASSIVA Buchwerte
Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Finanzver
bindlich
keiten
Übrige
Verbind
lichkeiten
Finanz
verbind
lichkeiten
Lieferan
tenver
bindlich
keiten
31. Dezember 2016
Finanzielle Schulden,
erfasst zum Zeitwert
n. a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 34.593,7
Finanzverbindlichkeiten FLAC 396.310,3 63.917,0
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 10.633,2
Keine finanzielle Schulden
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 32.994,1
Summe 396.310,3 43.627,3 63.917,0 34.593,7
31. Dezember 2015
Finanzielle Schulden,
erfasst zum Zeitwert
n. a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 38.682,0
Finanzverbindlichkeiten FLAC 416.525,5 137.104,1
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 10.233,7
Keine finanzielle Schulden
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 23.010,5
Summe 416.525,5 33.244,2 137.104,1 38.682,0
Zeitwert
Wertansatz
nach IAS 39
Summe Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Summe Übrige
Verbind
lichkei
ten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
34.593,7
Fortgeführte
Anschaffungskosten
503.433,0 503.433,0 460.227,3
Fortgeführte
Anschaffungskosten
34.326,6 23.693,5
44.237,2
573.384,8
11.243,0
34.936,5
Fortgeführte
Anschaffungskosten
38.682,0
Fortgeführte
Anschaffungskosten
575.171,8 575.171,8 553.629,6
Fortgeführte
Anschaffungskosten
82.818,9 72.585,1
34.776,9 11.766,4
709.907,3 84.351,5

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

2016 in T€ Aus
Zinsen/
Dividenden
Ertrag
Aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 1.100,1
Kredite und Forderungen (LaR) 512,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 2.043,0
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -22.201,5
Summe 3.655,8 -22.201,5
2015 in T€ Aus
Zinsen/
Dividenden
Ertrag
Aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 1.007,9
Kredite und Forderungen (LaR) 61,9
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 1.649,5
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -24.531,1
Summe 2.719,3 -24.531,1

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 22.201,5 (Vorjahr: T€ 24.531,1) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2016 Bewertungsgewinne (Vorjahr: -verluste) von brutto T€ 304,5 bzw. netto abzüglich latenter Steuern T€ 229,2 (Vorjahr: brutto T€ 182,6; netto T€ 141,9) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Das Nettoergebnis aus dem Abgang betrifft im Geschäftsjahr 2015 den Abgang eines Wertrechts sowie den Verkauf der Beteiligung an der Valletta Cruise Port plc.

Aus der Folgebewertung
Zum Zeitwert
erfolgsneutral
Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
Aus
Abgang
Nettoergebnis
2016
-2,3 -2,3
-700,5 -700,5
304,5 304,5
0,0
304,5 -2,3 -700,5 0,0 -398,3
Aus der Folgebewertung
Zum Zeitwert
erfolgsneutral
Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
Aus
Abgang
Nettoergebnis
2015
-4,6 -4,6
165,2 165,2
-182,6 1.745,0 1.562,5

Summe 2.719,3 -24.531,1 -182,6 -4,6 165,2 1.745,0 1.723,0

(38) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertrechten (Investmentfonds, Anleihen) und Termingelder gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (37) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungsund Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kreditrating von zumindest A (S&P, Moody's) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko, resultierend aus Forderungsausfällen, wird durch kurze Zahlungsfristen, das Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie die vermehrte Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (37) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (40) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Zinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis 2016 um T€ 330,2 niedriger bzw. T€ 330,2 höher gewesen. Das Eigenkapital unter Berücksichtigung der Steuerwirkung wäre um T€ 280, 7 niedriger bzw. T€ 280,7 höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden.

Zum 31. Dezember 2015 waren nur kurzfristige variable Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr im Bestand. Daher ergaben sich keine hypothetischen Ergebnisauswirkungen aus variablen Finanzschulden.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als nicht wesentlich anzusehen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2016 und 2015 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und unwesentlichen Beteiligungen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbare kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt ab auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzernbilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, es soll jedoch mittelfristig nicht mehr als 60% betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2016 2015
Finanzschulden 460.227,3 553.629,6
– liquide Mittel -43.438,5 -44.738,2
– kurzfristige Veranlagung1 -40.000,0 0,0
– kurzfristige Wertpapiere -21.301,7 -21.050,9
= Nettoverschuldung 355.487,1 487.840,5
/ Buchwert Eigenkapital 1.143.975,2 1.139.284,9
= Gearing 31,1% 42,8%

1) Die kurzfristigen Veranlagen betreffen Termingelder, siehe Anhangerläuterung (21).

Das Gearing reduzierte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch Tilgung von Fremdmitteln.

Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 1,1 (2015: 1,6).

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

XII. Sonstige Angaben

(39) Leasingverhältnisse

Operating Leasing

Flughafen Wien als Leasinggeber

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden an den Standorten Flughafen Wien und Flughafen Malta (inkl. der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

in T€ 2016 2015
In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen 156.376,8 157.049,8
davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte
Mietzahlungen (Umsatzmieten)
37.372,3 37.139,9
Künftige Mindestleasingzahlungen:
Bis zu einem Jahr 90.203,8 78.511,5
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 253.485,0 213.722,1
Länger als fünf Jahre 101.040,6 131.849,7

Flughafen Wien als Leasingnehmer

in T€ 2016 2015
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 2.748,8 7.815,6
davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte
Mietzahlungen (Zins)
0,0 569,2
Künftige Mindestleasingzahlungen:
Bis zu einem Jahr 2.063,8 2.014,2
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 8.279,8 8.623,5
Länger als fünf Jahre 110.970,2 112.127,3

Die in der Geschäftsperiode 2015 erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen waren an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

Zahlungen aus Operating-Lease-Verträgen betreffen die Grundmiete, die an die Regierung von Malta für ein temporäres Nutzungsrecht ("Temporary Emphyteusis") zu bezahlen ist. Die Leasinglaufzeit für diese Verträge bewegt sich von 58 bis 65 Jahre. Die Leasingzahlungen werden gemäß einer Indexierung periodisch angepasst. Die Leasingaufwendungen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Finance Leasing

Nach dem im Dezember 2015 realisierten Kauf der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) durch die Flughafen-Wien-Gruppe wurde am 4. Jänner 2016 der Mietvertrag für die für den Flugverkehrsbetrieb wesentlichen Immobilien mit der Austrian Airlines neu gestaltet. Dabei handelt es sich vorwiegend um Hangar- und Flugbetriebsgebäude sowie Werkstätten.

Die Austrian Airlines hat im Zuge der Neugestaltung des Mietvertrags eine Mietvorauszahlung an die Flughafen-Wien-Gruppe in Höhe von € 79,6 Mio. geleistet. Zudem gab die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft eine Garantieerklärung betreffend die Übernahme von Abrisskosten nach Ablauf des Bestandsverhältnisses ab. Den Vertragsanpassungen wurde im Konzernabschluss 2015 mit dem gesonderten Bilanzpostenausweis als "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" betreffend Hangar- und Flugbetriebsgebäude anteilig Rechnung getragen.

Im Konzernabschluss 2016 des Leasinggebers (Flughafen-Wien-Gruppe) wird der Sachverhalt mit Vereinnahmung der Mietvorauszahlung und Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums als Finanzierungsleasing abgebildet, die Mietvorauszahlung mit der Leasingforderung aufgerechnet.

(40) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer sowie Verwaltungskosten, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in Höhe von T€ 1.505,4 (Vorjahr: T€ 2.010,1).

Zum Bilanzstichtag bestanden betreffend Malta International Aiport plc Streitigkeiten mit der maltesischen Regierung (Streitwert: rund € 2,8 Mio.) sowie Forderungen einzelner Arbeitnehmer. Aus Sicht des Flughafen-Wien-Konzerns sind sämtliche Ansprüche unbegründet.

Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Anhangerläuterung (28).

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 32,4 Mio. (Vorjahr: € 26,8 Mio.).

(41) Angab en üb er Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen beinhalten nicht vollkonsolidierte verbundene Unternehmen des Flughafen-Wien-Konzerns, assoziierte Unternehmen, die Aktionäre der Flughafen Wien AG (Land Niederösterreich und Stadt Wien mit jeweils 20% der Aktien, Airports Group Europe S.à.r.l. mit 39,80%) sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften und die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. Mit Gesellschaften, an denen das Land Niederösterreich und die Stadt Wien direkt oder indirekt Beteiligungen halten, die ebenfalls als nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24 einzustufen sind, bestehen

Geschäftsbeziehungen innerhalb des Leistungsspektrums des Flughafen-Wien-Konzerns und der betreffenden Gesellschaften zu fremdüblichen Bedingungen. Die im Berichtsjahr mit diesen Unternehmen im Sinne von IAS 24 durchgeführten Transaktionen betrafen alltägliche Geschäfte des operativen Geschäftsbereichs und waren insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Einkäufe wurden zu Marktpreisen abzüglich handelsüblicher Mengenrabatte sowie sonstiger auf Basis der Geschäftsbeziehung gewährter Rabatte getätigt.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 944,1 (Vorjahr: T€ 1.238,4). Die aufwandswirksam erfassten Leistungen der "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) betrugen im Geschäftsjahr T€ 10.233,7 (Vorjahr: T€ 9.943,9).

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.159,5 (Vorjahr: T€ 1.124,9), gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) in Höhe von T€ 573,7 (Vorjahr: T€ 522,7) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen SCA Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 625,0 (Vorjahr: T€ 636,5). Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäckhandling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze mit dem assoziierten Unternehmen SCA Schedule Coordination Austria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Die Umsätze mit dem Gemeinschaftsunternehmen GET2 betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG.

Am 31. Dezember 2016 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen T€ 2.401,3 (Vorjahr: T€ 2.089,3) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 23,8 (Vorjahr: T€ 25,1).

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 7.352,5 (Vorjahr: T€ 16.056,8) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen auf T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 0,4).

Natürliche nahestehende Personen

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (42) entnommen werden.

(42) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände und Geschäftsführer):

2016 2015
Arbeiter 3.011 3.057
Angestellte 1.646 1.609
Arbeitnehmer insgesamt 4.657 4.666

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 folgende Vergütungen:

Bezüge Vorstand 2016 (Auszahlungen)

in T€ Fixe Bezüge
2016
Erfolgsabhän
gige Bezüge
für 2015
Sachbezüge
2016
Gesamtbezüge
2016
Dr. Günther Ofner 286,8 264,5 11,5 562,9
Mag. Julian Jäger 286,8 264,5 10,3 561,7
573,7 529,0 21,9 1.124,5
in T€ Fixe
Bezüge
2015
Erfolgs
abhängige
Bezüge
für 2014
Sach
bezüge
2015
Gesamt
bezüge
2015 ohne
Langfrist
bonus
Erfolgsab
hängiger
Langfrist
bonus
2012–
2014
Gesamt
bezüge
2015 mit
Langfrist
bonus
Dr. Günther Ofner 264,5 192,5 8,6 465,7 185,5 651,2
Mag. Julian Jäger 264,5 192,5 8,6 465,7 185,5 651,2
529,0 385,1 17,3 931,4 370,9 1.302,3

Bezüge Vorstand 2015 (Auszahlungen)

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge, die im Jahr 2015 ausbezahlt wurden, betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2014 sowie erfolgsabhängige Bezüge aus der Vergangenheit für langfristige Ziele. Im Jahr 2016 betreffen die ausbezahlten erfolgsabhängigen Bezüge die Prämien für das Geschäftsjahr 2015. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15% des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden T€ 82,7 (Vorjahr: T€ 96,4) für jeden Vorstand einbezahlt.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 435,6 (Vorjahr: T€ 1.199,0).

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG, das Management der MIA sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

 Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2016
in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 184,3 1.100,2 2.806,0
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 86,1 42,0
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 25,6
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 98,0
Summe 184,3 1.186,3 2.971,5

Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2015

in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 196,4 1.075,3 2.865,7
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 192,8 19,7
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 176,7
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 79,9
Summe 196,4 1.268,1 3.142,0

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von T€ 184,3 (Vorjahr: T€ 196,4) geleistet.

(43) Vorgänge von b esonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Am 9. Februar 2017 erhielt die Flughafen Wien AG ein abweisendes Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts zum Projekt 3. Piste (siehe dazu Kapitel "V. Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen").

Darüber hinaus sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2016 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gebucht oder gemäß IAS 10 offengelegt werden müssten, bekannt bzw. wurden im vorliegenden Konzernabschluss bereits berücksichtigt.

Schwechat, am 10. März 2017 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
anteil1
Konsolidie
rungsart
ment
Seg
Flughafen Wien AG VIE Österreich VK Alle ohne
Malta
Flughafen Wien Immobilien
verwertungsgesellschaft m.b.H.
IVW VIE Österreich 100,0 % VK Airport,
Retail &
Properties
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0% VK Airport
Mazur Parkplatz GmbH MAZU VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
VIE International Beteiligungs
management Gesellschaft m.b.H.
VINT VIAB Österreich 100,0% VK Sonstige
VIE Liegenschaftsbeteiligungs
gesellschaft m.b.H.
VIEL VIE Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
VIE Office Park Errichtungs
und Betriebsgesellschaft m.b.H.
VOPE VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
Vienna Aircraft Handling
Gesellschaft m.b.H.
VAH VIE Österreich 100,0% VK Handling
Vienna Airport Business Park Immo
bilienbesitzgesellschaft m.b.H.
BPIB VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
Vienna Airport Technik GmbH VAT VIE Österreich 100,0% VK Sonstige
Vienna International Airport
Beteiligungsholding GmbH
VIAB VIE Österreich 100,0% VK Sonstige
Vienna International Airport Security
Services Ges.m.b.H.
VIAS VIE Österreich 100,0% VK Handling
VIE Office Park 3 BetriebsGmbH VWTC VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
VIE Logistikzentrum West GmbH
& Co KG
LZW VIEL Österreich 100,0% VK Airport
VIE Immobilien Betriebs GmbH IMB VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH VFI BPIB Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
Airport Services VIE
IMMOBILIEN GmbH
BPL VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
Alpha Liegenschaftsentwicklungs
GmbH
ALG BPIB Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
Office Park 4 Errichtungs- und Be
triebs GmbH (ehem. Beta Liegen
schaftsentwicklungs GmbH)
BLG VIEL Österreich 100,0% VK Retail &
Properties
VIE Airport Baumanagement GmbH VAB VIE Österreich 100,0% VK Sonstige
Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
anteil1
Konsolidie
rungsart
ment
Seg
Vienna Passenger Handling Services
GmbH
VPHS VIE Österreich 100,0% VK Sonstige
BTS Holding a.s. "v likvidacii" BTSH VIE Slowakei 81,0% VK Sonstige
KSC Holding a.s. KSCH VIE Slowakei 100,0% VK Sonstige
VIE (Malta) Limited VIE
Malta
VINT Malta 100,0% VK Sonstige
VIE Malta Finance Holding Ltd. VIE MFH VIE Malta 100,0% VK Sonstige
VIE Malta Finance Ltd. VIE MF VIE MFH Malta 100,0% VK Sonstige
VIE Operations Holding Limited VIE OPH VINT Malta 100,0% VK Sonstige
VIE Operations Limited VIE OP VIE OPH Malta 100,0% VK Sonstige
MMLC Holdings Malta Limited MMLCH VINT Malta 100,0% VK Sonstige
Malta Mediterranean Link
Consortium Limited
MMLC VIE Malta Malta 95,9% VK Sonstige
Malta International Airport plc MIA MMLC Malta 48,4% VK Malta
Airport Parking Limited APL MIA Malta 48,4% VK Malta
Sky Parks Development Limited SPD MIA Malta 48,4% VK Malta
Sky Parks Business Centre Limited SBC MIA Malta 48,4% VK Malta
City Air Terminal Betriebsgesellschaft
m.b.H.
CAT VIE Österreich 50,1% EQ Sonstige
SCA Schedule Coordination Austria
GmbH
SCA VIE Österreich 49,0% EQ Sonstige
Letisko Košice – Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0% EQ Sonstige
"GetService"-Flughafen-Sicherheits
und Servicedienst GmbH
GET2 VIAS Österreich 51,0% EQ Sonstige
GetService Dienstleistungs
gesellschaft m.b.H.
GETS VIAS Österreich 100,0% NK Sonstige
Salzburger Flughafen Sicherheits
gesellschaft m.b.H.
SFS VIAS Österreich 100,0% NK Sonstige
VIE Shops Entwicklungs- und
Betriebsges.m.b.H.
SHOP VIE Österreich 100,0% NK Sonstige
Kirkop PV Farm Limited KPV MIA Malta 48,4% NK Malta

1) Durchgerechnet

Erläuterung Konsolidierungsart:

VK = Vollkonsolidierung

EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode

NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.

1. Tochter unternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind:

a) Österreichische Tochterunternehmen

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für
alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation, an. Die
wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentä
tigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen
der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 11.500,8 12.839,1
Periodenergebnis 1.078,3 1.560,9
Sonstiges Ergebnis 22,0 -18,4
Gesamtergebnis 1.100,3 1.542,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 8.416,7 8.239,5
Kurz- und langfristige Schulden 2.160,2 1.985,2
Nettovermögen 6.256,5 6.254,3

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz: Bad Vöslau
Kapitalanteil: 100% VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie
Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 994,4 932,1
Periodenergebnis 113,5 62,3
Sonstiges Ergebnis -0,8 -1,2
Gesamtergebnis 112,7 61,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 2.513,4 1.782,4
Kurz- und langfristige Schulden 859,2 240,9
Nettovermögen 1.654,2 1.541,5

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes Mazur sowie Garagierung.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 2.666,4 2.473,4
Periodenergebnis 1.430,1 1.301,6
Sonstiges Ergebnis -0,6 0,1
Gesamtergebnis 1.429,5 1.301,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 6.286,3 5.886,9
Kurz- und langfristige Schulden 505,5 228,7
Nettovermögen 5.780,8 5.658,3

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafenprivatisierungen. Die
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -0,5 9,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -0,5 9,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 121.401,7 57.713,4
Kurz- und langfristige Schulden 0,1 0,1
Nettovermögen 121.401,6 57.713,4

VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaf
ten für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 895,0 844,6
Periodenergebnis 3.939,4 643,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 3.939,4 643,8
Nettovermögen 111.863,1 44.234,9
Kurz- und langfristige Schulden 166,9 439,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 112.030,0 44.674,7
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbe
sondere Immobilien, sowie Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden auf dem Gelände der
Flughafen Wien AG.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 17.664,4 17.541,6
Periodenergebnis 7.834,9 7.144,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 7.834,9 7.144,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 63.765,9 89.834,3
Kurz- und langfristige Schulden 3.618,3 5.137,6
Nettovermögen 60.147,6 84.696,7

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesell
schaften BPIB, VOPE, MAZUR, LZW, IMB, ALG, BLG, BPL und VWTC, welche ihren Geschäfts
zweck im Ankauf, sowie in der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehen
den Liegenschaften haben.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 2.665,3 2.464,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 2.665,3 2.464,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 53.552,7 54.887,4
Kurz- und langfristige Schulden 10.000,1 14.000,0
Nettovermögen 43.552,7 40.887,4

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office
Park 2.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 4.552,1 3.748,7

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99% VIEL 1% IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 3.582,7 9.159,5
Periodenergebnis 2.876,9 10.657,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 2.876,9 10.657,8
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 109.934,7 26.563,6
Kurz- und langfristige Schulden 81.782,9 1.288,8
Nettovermögen 28.151,7 25.274,8

Vienna Airpor t Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB)

VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99% VIEL 1% BPIB

Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere des Office Park 3.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 3.127,4 2.619,4
Periodenergebnis 7.488,6 45,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 7.488,6 45,8
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 15.712,0 8.339,9
Kurz- und langfristige Schulden 5.381,9 5.498,4
Nettovermögen 10.330,1 2.841,5

VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99,7% VIEL 0,3% IVW
Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung von
Liegenschaften, die Vermietung der im Eigentum der Gesellschaft stehenden Superädifikats
gebäude (Winterdienst- und Maintenance Halle) sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.
Beträge in T€ 2016 20151
Umsatzerlöse 1.833,4 1.366,0
Periodenergebnis 883,6 571,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 883,6 571,2
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 15.484,2 16.285,1
Kurz- und langfristige Schulden 4.566,2 6.130,6

Nettovermögen 10.918,0 10.154,5

1) Erworben mit 31. März 2015

VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Der Betrieb von Immobilien sowie die Funktion als Komple
mentärin in Tochter- und Enkeltochtergesellschaften der Flughafen Wien Aktiengesellschaft.
Beträge in T€ 2016 20151
Umsatzerlöse 9,2 3,6
Periodenergebnis -4,3 -3,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -4,3 -3,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 699,8 601,3
Kurz- und langfristige Schulden 192,4 89,5
Nettovermögen 507,4 511,7
1) Neugründung mit 18. Juni 2015

VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 94% BPIB 6% IMB
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Verwaltung von Flugbetriebsgebäuden.
Beträge in T€ 2016 20151
Umsatzerlöse 1.350,8 0,0
Periodenergebnis -944,3 0,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -944,3 0,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 88.374,8 85.677,3
Kurz- und langfristige Schulden 79.372,0 75.730,2
Nettovermögen 9.002,9 9.947,2

1) Erworben mit 31. Dezember 2015

Alpha Liegenschaftsentwicklungs GmbH (ALG)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% BPIB
Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung von Immobi
lienprojekten, die Vermietung und Veräußerung von Immobilien und das Facility- und Immobili
enmanagement und die Erbringung von damit verbundenen Beratungs- und Dienstleistungen.
Beträge in T€ 20161 2015
Umsatzerlöse 0,0 n.a.
Periodenergebnis -3,3 n.a.
Sonstiges Ergebnis 0,0 n.a.
Gesamtergebnis -3,3 n.a.
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 33,4 n.a.
Kurz- und langfristige Schulden 1,6 n.a.
Nettovermögen 31,7 n.a.

1) Neugründung mit 26. Juli 2016

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung von Immobi
lienprojekten, die Vermietung und Veräußerung von Immobilien und das Facility- und Immobili
enmanagement und die Erbringung von damit verbundenen Beratungs- und Dienstleistungen.
Beträge in T€ 20161 2015
Umsatzerlöse 0,0 n.a.
Periodenergebnis -5,5 n.a.
Sonstiges Ergebnis 0,0 n.a.
Gesamtergebnis -5,5 n.a.
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 31,1 n.a.
Kurz- und langfristige Schulden 1,6 n.a.
Nettovermögen 29,5 n.a.
1) Neugründung mit 26. Juli 2016

Airport Services VIE IMMOBILIEN GmbH (BPL)
Sitz: Fischamend
Kapitalanteil: 94% BPIB 6% IMB
Gegenstand des Unternehmens:
Beträge in T€ 20161 2015
Umsatzerlöse 0,0 n.a.
Periodenergebnis -1,3 n.a.
Sonstiges Ergebnis 0,0 n.a.
Gesamtergebnis -1,3 n.a.
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 3.431,5 n.a.
Kurz- und langfristige Schulden 1.972,0 n.a.
Nettovermögen 1.459,5 n.a.
1) Erworben mit 21. Dezember 2016

Office Park 4 Errichtungs- und Betriebs GmbH, vormals Beta Liegenschaftsentwicklungs GmbH (BLG)

Vienna Airport Technik GmbH (VAT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanla
gensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungs

einrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung, und in der Installation elektrischer Infrastruktur.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 40.826,7 35.798,6
Periodenergebnis 1.683,2 1.316,4
Sonstiges Ergebnis 16,8 39,2
Gesamtergebnis 1.700,0 1.355,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 9.266,0 7.863,2
Kurz- und langfristige Schulden 6.170,7 5.107,9
Nettovermögen 3.095,3 2.755,3

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)
----------------------------------------------------------------------- --
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE

Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre inländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 50.804,5 52.986,0
Periodenergebnis 8.630,5 8.372,4
Sonstiges Ergebnis 87,8 631,9
Gesamtergebnis 8.718,3 9.004,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 27.182,5 30.441,8
Kurz- und langfristige Schulden 10.075,8 12.953,4
Nettovermögen 17.106,7 17.488,4

VIE Airport Baumanagement GmbH (VAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 3.374,0 3.355,2
Periodenergebnis 127,2 343,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 127,2 343,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 406,7 576,2
Kurz- und langfristige Schulden 237,4 184,2
Nettovermögen 169,3 392,1

Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des Anhanges zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 5.147,3 3.490,7
Periodenergebnis 105,3 82,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 105,3 82,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1.034,0 607,9
Kurz- und langfristige Schulden 781,5 460,6
Nettovermögen 252,6 147,3

b) Slowakische Tochterunternehmen

BTS Holding a.s. "v likvidacii" (BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 33,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flug
häfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 101,7 -30,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 101,7 -30,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 709,7 864,1
Kurz- und langfristige Schulden 60,6 316,7
Nettovermögen 649,1 547,4

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 52,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung
der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 748,6 1.254,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 748,6 1.254,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 34.368,6 34.721,5
Kurz- und langfristige Schulden 810,8 1.912,3
Nettovermögen 33.557,8 32.809,2

c) Maltesische Tochterunternehmen

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,8% VINT 0,2% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen
für Flughäfen. Halten der Beteiligung an der Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. sowie
Malta International Airport plc.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 3.855,4 5.644,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 3.855,4 5.644,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 65.157,9 61.161,9
Kurz- und langfristige Schulden 9.647,1 6.621,7
Nettovermögen 55.510,8 54.540,3

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE 0,05% VIAB

Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -37,8 -37,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -37,8 -37,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 14.744,5 14.784,8
Kurz- und langfristige Schulden 13,6 16,2
Nettovermögen 14.730,8 14.768,6

VIE Malta Finance Ltd. (VIE MF)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE MFH 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanzinstru
menten.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 477,2 503,2
Sonstiges Ergebnis -74,8 -71,9
Gesamtergebnis 402,5 431,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 21.667,5 51.364,0
Kurz- und langfristige Schulden 20.196,8 50.442,5
Nettovermögen 1.470,7 921,5

VIE Operations Holding Limited (VIE OPH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VINT 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.001,9 476,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.001,9 476,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 397,6 474,8
Kurz- und langfristige Schulden 290,9 396,2
Nettovermögen 106,7 78,6
 VIE Operations Limited (VIE OP)
----------------------------------- -- --
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil:
99,95% VIE OPH 0,05% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service
und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 1.245,1 1.121,4
Periodenergebnis 732,1 742,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 732,1 742,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 740,3 665,2
Kurz- und langfristige Schulden 191,1 121,6
Nettovermögen 549,2 543,6
 MMLC Holdings Malta Limited (MMLCH)
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 100% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung an der Malta Mediterranean Link
Consortium Ltd. (MMLC).
Beträge in T€ 20161 2015
Umsatzerlöse 0,0 n.a.
Periodenergebnis 956,5 n.a.
Sonstiges Ergebnis 0,0 n.a.
Gesamtergebnis 956,5 n.a.
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 15.843,3 n.a.
Kurz- und langfristige Schulden 18,4 n.a.
Nettovermögen 15.824,9 n.a.
1) Erworben mit 30. März 2016
 Malta Mediterranean Link Consor
tium Ltd. (MMLC )
Sitz: La Valetta, Malta
57,1% VIE Malta
Kapitalanteil:
38,8% MMLCH
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International
Airport p.l.c. (MIA).
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 5.350,5 5.882,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 5.350,5 5.882,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 50.357,5 49.978,6
Kurz- und langfristige Schulden 2.725,5 5.197,0
Nettovermögen 47.632,0 44.781,6
Sitz: Luqa, Malta
10,1% VIE Malta
Kapitalanteil:
40,0% MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Malta International Airport.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 69.553,5 63.689,6
Periodenergebnis 20.354,8 19.986,5
Sonstiges Ergebnis -69,2 -348,3
Gesamtergebnis 20.285,5 19.638,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 159.098,9 157.649,7
Kurz- und langfristige Schulden 72.963,3 78.295,8
Nettovermögen 86.135,6 79.353,9

Malta International Airpor t plc. (MIA)

Airpor t Parking Limited (APL)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 100% MIA
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes und der Garagierung am Flughafen
Malta.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 2.320,9 2.270,7
Periodenergebnis 352,3 280,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 352,3 280,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1.286,0 831,0
Kurz- und langfristige Schulden 701,3 598,5
Nettovermögen 584,8 232,5

Sky Parks Development Limited (SPD)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 100% MIA
Flughafen Malta. Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung und Management von Officegebäuden am
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 1.682,5 1.628,6
Periodenergebnis -114,8 -257,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -114,8 -257,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 18.910,4 20.599,4
Kurz- und langfristige Schulden 18.569,2 22.143,4
Nettovermögen 341,2 -1.544,0
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 100% MIA
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb von Officegebäuden (Skypark) am Flughafen Malta.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 3.088,1 2.878,0
Periodenergebnis 383,4 361,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 383,4 361,2
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1.657,7 1.613,8
Kurz- und langfristige Schulden 1.623,9 1.963,5
Nettovermögen 33,8 -349,7

Sky Parks Business Center Limited (SBC)

2. Gemeinschaftsunternehmen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind:

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsun
ternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in
Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagiere;
Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindun

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 12.566,2 12.065,5
Periodenergebnis 1.460,9 1.904,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.460,9 1.904,3

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

gen zwischen Städten und Flughäfen.

Beträge in T€ 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen 653,0 625,8
Zinserträge 0,1 0,1
Zinsaufwendungen 1,2 0,8
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 476,9 623,5
Beträge in T€
31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 5.800,6 15.571,2
Langfristige Vermögenswerte 6.859,9 7.218,4
Kurzfristige Schulden 2.893,2 2.437,4
Langfristige Schulden 249,8 281,0

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8,5 7,2
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 0,0 0,0

1) Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Beträge in T€ 2016 2015
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
10.055,7 9.101,6
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 731,9 954,1
Ausbezahlte Dividende und Kapitalrückzahlungen -6.019,3 0,0
Buchwert zum 31.12. 4.768,3 10.055,7

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschafts
unternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 51,0% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes,
Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 10.956,1 10.783,7
Periodenergebnis 1.052,4 978,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.052,4 978,8

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Beträge in T€ 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen 281,0 305,5
Zinserträge 0,0 0,0
Zinsaufwendungen 0,2 0,5
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 328,5 307,7
Beträge in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 3.146,0 3.393,2
Langfristige Vermögenswerte 1.277,1 1.399,4
Kurzfristige Schulden 3.044,0 3.550,1
Langfristige Schulden 120,4 88,1
Nettovermögen 1.258,7 1.154,3

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,4 3,1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 0,0 0,0

1) Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2016 2015
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
588,7 538,3
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 536,7 499,2
Ausbezahlte Dividende -483,5 -448,8
Buchwert zum 31.12. 641,9 588,7

Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Košice, Slowakei
Kapitalanteil: 66% KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Košice.
Beträge in T€ 20161 2015
Umsatzerlöse 9.121,4 9.625,5
Periodenergebnis 1.479,3 2.006,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.479,3 2.006,8

1) Vorläufige Werte

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Beträge in T€ 20161 2015
Planmäßige Abschreibungen 745,1 809,5
Zinserträge 27,9 59,5
Zinsaufwendungen 0,0 0,0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 460,1 594,3
1) Vorläufige Werte
Beträge in T€ 31.12.20161 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 17.385,6 18.051,8
Langfristige Vermögenswerte 36.857,9
36.755,3
Kurzfristige Schulden 1.659,7 1.871,5

Nettovermögen 51.913,2 52.262,2

1) Vorläufige Werte

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.20161 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.469,6 15.491,7
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten2 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten2 0,0 0,0

1) vorläufige Werte

2) ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 31.12.20161 31.12.15
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
34.493,1 34.093,1
Anpassung Gesamtergebnis (aperiodisch) -198,3 -44,5
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 976,4 1.324,5
Sonstige 380,1 389,7
Ausbezahlte Dividende -1.144,2 -889,7
Buchwert zum 31.12. 34.506,9 34.873,1

1) vorläufige Werte

3. Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind:

Beteiligungsverhältnis: Assoziiertes Unternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49% VIE

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

Beträge in T€ 20161 20151
Umsatzerlöse 948,8 989,6
Periodenergebnis 70,1 111,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 70,1 111,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 729,7 678,9
Kurz- und langfristige Schulden 124,3 117,5
Nettovermögen 605,5 561,4

1) Vorläufige Werte

Beträge in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Buchwerte der Anteile an nicht wesentlichen assoziierten
Unternehmen, SCA
318,0 283,7

4. Tochter unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Servicelei
stungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 1.537,3 1.942,3
Periodenergebnis 71,6 102,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 71,6 102,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 812,8 930,9
Kurz- und langfristige Schulden 280,1 366,8

Nettovermögen 532,7 564,1

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch
derzeit operativ nicht tätig.
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -1,9 -1,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -1,9 -1,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 45,1 47,0
Kurz- und langfristige Schulden 0,1 0,1
Nettovermögen 45,1 47,0

Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H (SHOP)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Ge

schäften auf Flughäfen im In- und Ausland, sowie Erwerb und Verwaltung anderer Unternehmen.

Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -5,4 -3,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -5,4 -3,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1,2 6,5
Kurz- und langfristige Schulden 0,1 0,0
Nettovermögen 1,2 6,5

Kirkop PV Farm Limited (KFL)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 100% MIA
Gegenstand des Unternehmens: Die Haupttätigkeit des Unternehmens liegt darin die Mög
lichkeiten der Stromerzeugung mit Photovoltaik zu erforschen.
Beträge in T€ 2016 2015
Beträge in T€ 2016 2015
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 0,0 0,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1,2 1,2
Kurz- und langfristige Schulden 0,0 0,0
Nettovermögen 1,2 1,2

Übrige nicht konsolidierte Gesellschaften (in 2016 liquidiert) Folgende Gesellschaften mit einem Stammkapital in Höhe von jeweils T€ 1,2 (2015: T€ 1,2), Kapitalanteil 100 % MIA, Sitz in Luqa, Malta, wurden im Geschäftsjahr 2016 liquidiert:

  • Luqa PV Farm Limited
  • Gudja PV Farm Limited
  • Gudja Two PV Farm Limited
  • Gudja Three PV Farm Limited

Diese Gesellschaften waren nie operativ tätig und hatten daher abgesehen vom Stammkapital und Zahlungsmitteln weder Vermögenswerte noch Schulden.

Wesentliche nicht beherrschende Anteile

Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für den Teilkonzern Malta International Airport plc - der wesentliche nicht beherrschende Anteile enthält. Diese werden entsprechend den Rechnungslegungsmethoden des Konzerns erstellt und um die fortgeführten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt verändert. Der Teilkonzern Malta International Airport plc ist dem Segment Malta zugeordnet. Unter Sonstige sind Tochterunternehmen mit unwesentlichen nicht beherrschenden Anteilen in Summe zusammengefasst. Diese betreffen die Gesellschaften MMLC und BTSH.

in T€ MIA Gruppe vor
konzerninternen
Eliminierungen
Konzerninterne
Eliminierungen
Prozentsatz nicht beherrschende Anteile durchgerechnet 51,56% 51,56%
Prozentsatz nicht beherrschende Anteile
nicht durchgerechnet
49,90% 49,90%
Firmenwert 28.407,6 0,0
Übrige Langfristige Vermögenswerte 237.968,1 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 52.912,0 0,0
Langfristige Schulden 96.621,1 0,0
Kurzfristige Schulden 32.932,0 -254,0
Nettovermögen 189.734,6 254,0
Nettovermögen der nicht beherrschenden Anteile 83.180,2
Umsatzerlöse 73.064,8 0,0
Periodenergebnis 19.026,6 1.499,1
Sonstiges Ergebnis -69,2 0,0
Gesamtergebnis 18.957,4 1.499,1
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
Periodenergebnis
9.970,0 0,0
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
Gesamtergebnis
9.934,3 0,0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 28.320,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.134,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -24.280,2
davon Dividende an nicht beherrschende Anteile -6.751,5
Nettoerhöhung (Nettoabnahme) der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
-3.094,0

Geschäftsjahr 2016

Gesamt Sonstige nach
konzerninternen
Eliminierungen
Konzerninterne
Eliminierungen
Sonstige vor
konzerninternen
Eliminierungen
MIA Gruppe nach
konzerninternen
Eliminierungen
51,56%
49,90%
0,0 0,0 0,0 28.407,6
0,0 -49.506,2 49.506,2 237.968,1
1.561,1 0,0 1.561,1 52.912,0
610,0 610,0 0,0 96.621,1
2.198,5 -587,6 2.786,1 32.678,0
-1.247,4 -49.528,5 48.281,1 189.988,6
83.224,1 43,9 -2.056,4 2.100,4 83.180,2
0,0 0,0 0,0 73.064,8
17,8 -5.434,4 5.452,1 20.525,7
0,0 0,0 0,0 -69,2
17,8 -5.434,4 5.452,1 20.456,5
7,9 -233,5 241,4 9.970,0
9.942,2 7,9 -233,5 241,4 9.934,3
4.846,1
0,0
-4.600,0
-6.855,2 -103,8

Geschäftsjahr 2015

MIA Gruppe vor
konzerninternen
Konzerninterne
in T€ Eliminierungen Eliminierungen
Prozentsatz nicht beherrschende Anteile durchgerechnet 67,06% 67,06%
Prozentsatz nicht beherrschende Anteile
nicht durchgerechnet
49,90% 49,90%
Firmenwert 28.407,6 0,0
Übrige Langfristige Vermögenswerte 239.997,2 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 52.905,3 0,0
Langfristige Schulden 84.817,0 0,0
Kurzfristige Schulden 52.286,3 0,0
Nettovermögen 184.206,9 0,0
Nettovermögen der nicht beherrschenden Anteile 104.479,0 0,0
Umsatzerlöse 66.965,8 0,0
Periodenergebnis 17.301,3 1.121,4
Sonstiges Ergebnis -348,3 0,0
Gesamtergebnis 16.953,0 1.121,4
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
Periodenergebnis 11.602,3 0,0
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
Gesamtergebnis
11.368,7 0,0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 30.419,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.162,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -17.339,4
davon Dividende an nicht beherrschende Anteile -7.426,6
Nettoerhöhung (Nettoabnahme) der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
8.917,7
0,0
0,0
67,06%
49,90%
0,0 0,0 28.407,6
-49.506,2 49.506,2 239.997,2
1.336,5 0,0 1.336,5 52.905,3
2.710,0 0,0 2.710,0 84.817,0
2.461,1 -342,6 2.803,7 52.286,3
-3.834,6 -49.163,6 45.329,0 184.206,9
102.647,7 -1.831,3 -21.146,9 19.315,6 104.479,0
0,0 0,0 0,0 66.965,8
-100,6 -5.953,2 5.852,6 18.422,7
0,0 0,0 0,0 -348,3
-100,6 -5.953,2 5.852,6 18.074,4
-36,0 -2.553,9 2.517,9 11.602,3
11.332,6 -36,0 -2.553,9 2.517,9 11.368,7
6.249,7
0,0
-5.900,0
-9.056,8 -1.630,2

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Schwechat, 10. März 2017

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzern-Geldflussrechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Werthaltigkeit von Sachanlagen
    1. Ansatz und Bewertung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste
    1. Rückwirkende Anpassungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der MMLC/MIA-Gruppe

1.Werthaltigkeit von Sachanlagen

Siehe Anhang Abschnitt V. und IV. sowie Note (7)

Das Risiko für den Abschluss

Bei der Flughafen Wien Aktiengesellschaft repräsentiert das Sachanlagevermögen mit EUR 1.455,9 Mio. rund 72 % der Bilanzsumme, weshalb der Bewertung des Sachanlagevermögens besondere Bedeutung zukommt.

Im Falle von Anhaltspunkten für Wertminderungen oder dafür, dass eine Wertminderung, die in früheren Perioden erfasst wurde, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte (Triggering Events), werden Sachanlagen durch Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht.

Den Werthaltigkeitstests liegen Annahmen und Schätzungen zugrunde. Die Werthaltigkeit ist im Wesentlichen abhängig von der Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse für Zwecke der Discounted Cash Flow-Berechnung, von den zugrunde gelegten Diskontierungszinssätzen, Wachstumsraten und vom betrachteten Planungszeitraum.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Beurteilung, ob Triggering Events vorliegen, haben wir in Gesprächen mit dem Vorstand und dem Management ein Verständnis über die Planungsannahmen und die relevanten Prozesse erlangt. In der Folge haben wir die vorgelegte Dokumentation ("Trigger Liste") analysiert und die darin dargelegten Annahmen und Schätzungen mit unseren Erkenntnissen aus der Konzernabschlussprüfung, insbesondere der Ergebnisanalysen, verglichen.

In weiterer Folge haben wir die Wertminderungstests geprüft. Die der Bewertung zugrunde gelegten Plandaten haben wir auf das aktuelle und vom Aufsichtsrat genehmigte Unternehmensbudget übergeleitet. Die den Wertminderungstests zugrunde gelegten weiteren Parameter haben wir kritisch gewürdigt.

Zur Beurteilung der Planungstreue haben wir die tatsächlichen Zahlungsflüsse mit den in Vorperioden angenommenen Planzahlen verglichen und Abweichungen mit dem Management besprochen.

Die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen

haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt und das zur Ermittlung der Diskontierungssätze verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.

Die betroffenen Buchwerte haben wir mit der Anlagenbuchhaltung abgestimmt. Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben im Anhang in Zusammenhang mit den durchgeführten Werthaltigkeitstests angemessen und vollständig sind.

2.Ansat z und Bewer tung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste

Siehe Anhang Abschnitt V

Das Risiko für den Abschluss

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes, formell rechtskräftiges Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts als Berufungsinstanz zum Bauvorhaben Parallelpiste (Projekt 3. Piste).

Im Zuge der Konzernabschlusserstellung hat der Vorstand den Ansatz und die Werthaltigkeit der einzelnen Komponenten vor diesem Hintergrund beurteilt. Die den Anlagen in Bau zugeordneten Buchwerte betrugen zum 31. Dezember 2015 EUR 69,7 Mio. und erhöhten sich aufgrund von Zugängen bis zum 31. Dezember 2016 auf EUR 78,7 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds und die korrespondierenden aktivierten Projektkosten in Höhe von EUR 48,3 Mio. wurden daher aufgrund des Entfalls der Zahlungsverpflichtung ausgebucht. Die verbleibenden Projektkosten in Höhe von EUR 30,4 Mio. wurden zur Gänze wertgemindert. Die Evaluierung der Buchwerte von Grundstücken (EUR 48,4 Mio.) ergab, dass aufgrund alternativer Nutzungsmöglichkeiten die Werthaltigkeit weiterhin gegeben ist. Die Komponenten des technischen Lärmschutzes (EUR 33,3 Mio.) unterliegen aufgrund der fortgesetzten Nutzungsmöglichkeit ebenfalls keiner Wertminderung.

Die Auswirkung des Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts auf Ansatz und Bewertung des Projektes 3. Piste beruhen auf Schätzungen und Ermessensentscheidungen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Beurteilung des Vorstands, dass es sich bei dem ergangenen Erkenntnis um ein berücksichtigungspflichtiges Ereignis nach dem Ende der Berichtsperiode nach IAS 10 handelt, überprüft.

Zur Einschätzung des Vorstands, dass aufgrund der rechtskräftigen Abweisung des Genehmigungsantrages durch den Bundesverwaltungsgerichtshof keine Zahlungen an den Umweltfonds zu leisten sind, hat der Vorstand eine anwaltliche Stellungnahme eingeholt. Dadurch hat sich bestätigt, dass die Ausbuchung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umwelfonds sachgerecht ist.

Die im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste getroffenen Einschätzungen und angewandten Bilanzierungsmethoden haben wir mit dem Management und der Rechtsabteilung besprochen.

Wir haben dabei insbesondere die Herleitung hinsichtlich Ansatz und Werthaltigkeit der einzelnen Komponenten aus den relevanten Rechnungslegungsstandards sowie den vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen durch den Vorstand nachvollzogen und in weiterer Folge die Angemessenheit der Angaben im Anhang beurteilt.

3.Rück wirkende Anpassungen im Zusammenhang mit der Konsolidier ung der MMLC/MIA - Gr uppe

Siehe Anhang Abschnitt V., VI. und X.

Das Risiko für den Abschluss

Mit 30. März 2016 hat die Flughafen Wien Aktiengesellschaft ihre Anteile an der Holdinggesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) von 57,10 % auf 95,85 % und die durchgerechneten Anteile an der Malta International Airport plc. und deren Tochtergesellschaften (MIA-Gruppe) von 32,94 % auf 48,44 % aufgestockt und im Quartalsabschluss zum 31. März 2016 die Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert. Bis zu diesem Stichtag erfolgte eine at-Equity-Konsolidierung der Anteile.

Im Rahmen einer Anlassprüfung der Rechnungslegung ist die Finanzmarktaufsicht mit Bescheid vom 27. Dezember 2016 zu dem Ergebnis gekommen, dass die MIA-Gruppe und die MMLC aufgrund vertraglicher Rechte und passiver Mitinvestoren seit 2006 durch Vollkonsolidierung in die Konzernabschlüsse einzubeziehen waren, da die Flughafen Wien Aktiengesellschaft seit 2006 die praktische Fähigkeit hatte, beide Gesellschaften zu lenken und die Voraussetzungen im Sinne des IFRS 10 erfüllt waren.

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft hat somit im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 eine rückwirkende Anpassung gemäß IAS 8 in den Eröffnungssalden der frühesten dargestellten Periode vorgenommen, wobei die Darstellung derart erfolgt, als ob die Erstkonsolidierung bereits zum 31. März 2006 stattgefunden hätte. Im Zuge der rückwirkenden Kaufpreisallokation wurden ein immaterieller Vermögenswert für die Konzession zum Betrieb des Flughafen Malta in Höhe von EUR 148,8 Mio. und ein Firmenwert in Höhe von EUR 28,4 Mio. angesetzt.

Die Transaktion vom 30. März 2016 wurde in der Folge als Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen bilanziert.

Für Zwecke der rückwirkenden erstmaligen Vollkonsolidierung der MMLC und der MIA-Gruppe wurden rückwirkend zum 31. März 2006 die übernommenen Vermögenswerte und Schulden identifiziert und unter Berücksichtigung von Planungen und weiteren Annahmen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet (Kaufpreisallokation).

Die rückwirkende Vollkonsolidierung beruht auf Schätzungen und Ermessensentscheidungen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unsere Prüfung des Ansatzes und der Bewertung der im Rahmen der rückwirkenden Anpassung erfassten Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und deren Fortschreibung beinhaltete insbesondere die folgenden Schritte:

  • Beurteilung der im Rahmen der Erstkonsolidierung identifizierten Vermögenswerte und Schulden und deren Bewertung auf Angemessenheit und Plausibilität,
  • Prüfung der gewählten Methoden und zugrundeliegenden Parameter zur Ermittlung der beizulegenden Werte im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 31. März 2006, insbesondere betreffend die identifizierte Konzession zum Betrieb des Flughafen Malta,
  • Nachvollzug der rechnerischen Richtigkeit der Ermittlung der beizulegenden Werte sowie des Firmenwertes,
  • Nachvollzug der Fortentwicklung der identifizierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Neubewertungsrücklage, der nicht beherrschenden Anteile und der erfassten Ergebnisse, inklusive dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen im Geschäftsjahr 2016.

Darüber hinaus haben wir geprüft, ob die Angaben im Anhang zur rückwirkenden Anpassung vollständig und angemessen sind.

Verant wor tlichkeiten der geset zlichen Ver treter und des Pr üfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verant wor tlichkeiten des Abschlusspr üfer s für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie

dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige geset zliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht diese sonstigen Informationen ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Heidi Schachinger.

Wien, am 10. März 2017

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger

Wirtschaftsprüferin

F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft L a g e b e r i c h t f ü r d a s Geschäftsjahr 2016

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung von Konjunktur und Währungsrelationen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien ist als zentraleuropäischer, internationaler Hub primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone betroffen und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere auch von jener der CEE-Region (Zentral- und Osteuropa). Auch die Flughäfen Malta und Košice werden durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den jeweiligen Regionen wesentlich beeinflusst. Weitere wichtige Faktoren für die FWAG sind zudem die ökonomische und politische Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.

Die Weltwirtschaft im Jahr 2016 wuchs, gemessen am globalen BIP, – wie schon 2015 – um 3,1%. (Quelle: World Economic Outlook des IMF/01/2017)

Im Euroraum betrug das Wirtschaftswachstum für 2016 rund 1,7%. Während sich die Binnennachfrage positiv entwickelte, wirkte der Außenhandel eher dämpfend. Aus mehreren Euroländern kamen zuletzt jedoch positive Konjunktursignale, insbesondere aus jenen, die in den letzten Jahren eine tiefe Rezession durchlaufen hatten (Spanien, Griechenland, Zypern und Portugal). In den EU-Mitgliedstaaten Zentral-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) dürfte das BIP-Plus überdurchschnittliche 3% erreicht haben. Die Arbeitslosenquote lag im Euroraum bei 9,8% (Stand: Oktober 2016), das ist das niedrigste Niveau seit Juli 2009. Die Inflationsrate lag mit 0,6% (Stand: November 2016) weiterhin unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), was ein Beibehalten der lockeren Geldpolitik auch im Jahr 2017 wahrscheinlich macht.

Die österreichische Wirtschaft befand sich 2016 in einer von der inländischen Nachfrage getragenen Erholungsphase. Aufgrund der im Jänner 2016 in Kraft getretenen Einkommensteuerreform und wegen der verbesserten Situation am Arbeitsmarkt kam es zu einer markanten Erhöhung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte. Das Wachstum des realen BIP beschleunigte sich auf 1,4%, nachdem es vier Jahre in Folge um weniger als 1% gewachsen war. Die Inflation blieb im Jahr 2016 durch die niedrigen Erdölund Energiepreise mit 0,9% weiterhin niedrig. (Quelle: OeNB, Konjunktur aktuell – Dezember 2016)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

2016 verzeichnete der Tourismus in Wien trotz schwieriger geopolitischer Rahmenbedingungen mit einem Zuwachs von 4,4% auf rund 15 Mio. Nächtigungen ein weiteres Rekordjahr. 81% der Nächtigungen entfielen dabei auf ausländische Gäste. Die stärksten Zuwächse nach Regionen verzeichneten dabei Reisende aus Großbritannien (+18,0%) und China (+15,2%). Aber auch die Nächtigungen von inländischen Gästen nahmen um 7,8% zu. Russland, Japan, die arabischen Länder sowie Australien blieben in der Gästestatistik dagegen hinter dem Vorjahr zurück. (Quelle: Wien-Tourismus; Statistik Austria)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Zahl der Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung lag 2016 deutlich über den Vorjahreswerten. Insgesamt wurden rund 15,6 Mio. Urlaubsreisen verzeichnet (2015: 14,2 Mio.), die Geschäftsreisen nahmen im gleichen Zeitraum ebenfalls von 2,6 Mio. auf 2,8 Mio. zu. Besonders stark war das Wachstum der Urlaubsreisen in den Monaten April bis Juni. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien 2016

Verkehrskennzahlen 2016 Veränd. in % 2015 2014
MTOW (in Mio. Tonnen) 8,7 +3,1 8,4 8,2
Gesamtpassagiere (in Mio.) 23,4 +2,5 22,8 22,5
davon Lokalpassagiere (in Mio.) 17,1 +4,3 16,4 15,9
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,2 -2,0 6,3 6,5
Flugbewegungen 226.395 -0,2 226.811 230.781
Fracht (Luftfracht und Trucking;
in Tonnen)
282.726 +3,7 272.575 277.532
Sitzladefaktor in % 73,4 n. a. 74,3 75,0
Anzahl der Destinationen 186 +2,8 181 172
Anzahl der Airlines 74 -1,3 75 70

N e u e r Pass agie r r e kord ( plus 2,5%) durch Zu wachs bei Low-Cost-Carriern

Der Flughafen Wien konnte 2016 mit 23.352.016 abgefertigten Fluggästen ein Wachstum von 2,5% und damit ein All-time High erreichen, vor allem durch eine starke zweite Jahreshälfte mit dem stärksten Einzelmonat (Juli) und dem stärksten Einzeltag (16. September) in der Geschichte des Flughafen Wien.

Entscheidend für die gute Entwicklung im Jahr 2016 waren zahlreiche Erweiterungen der Low-Cost-Carrier, die vor allem das Wachstum der Lokalpassagiere unterstützten (+4,3%). Der Transferverkehr (-2,0%) wurde u. a. durch die Einstellung von transferstarken Langstrecken negativ beeinflusst.

Die Zahl der Bewegungen am Flughafen Wien blieb mit 226.395 (2015: 226.811) fast konstant. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg dagegen durch den Einsatz größerer Flugzeuge im Vergleichszeitraum um 3,1% auf 8.653.173 Tonnen (2015: 8.395.038 Tonnen).

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) sank auf 73,4% (2015: 74,3%).

2016 wurde der Flughafen Wien von 74 Fluglinien, die 186 Destinationen in 72 Ländern bedienten, regelmäßig angeflogen. Neu hinzugekommen sind u. a. die Langstreckendestinationen Havanna, Hongkong und Shanghai.

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2015 in %
Flug
bewegungen1
Veränd. zu
2014 in %
London2 143.141,4 3,9 916.134 2,6
Paris3 97.175,5 1,8 707.366 1,0
Istanbul4 89.661,5 -0,5 669.088 2,4
Amsterdam 63.618,9 9,2 478.866 6,3
Frankfurt 60.786,9 -0,4 452.522 -0,9
Madrid 50.400,4 7,7 377.400 3,1
Rom5 47.105,5 1,9 344.356 -1,4
München 42.261,3 3,1 374.057 3,9
Mailand6 40.207,6 4,1 337.272 3,5
Zürich 27.621,2 5,3 249.892 0,1
Wien 23.352,0 2,5 224.749 -0,2
Prag 13.070,8 8,6 121.343 -3,0
Budapest 11.431,5 11,1 89.619 4,2

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2016 im Vergleich (Auszug)

1 Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

2 London Heathrow, Gatwick, Stansted

3 Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly

4 Istanbul-Atatürk, Istanbul-Sabiha Gökçen

5 Rom-Fiumicino, Rom-Ciampino

6 Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo Quelle: ACI Europe Traffic Report, December 2016

Die Entwicklung der relevanten europäischen Flughäfen wird mittels definierter Kennzahlen laufend beobachtet. In allen wichtigen Qualitätskriterien, vor allem bei Pünktlichkeit und Gepäckzuverlässigkeit, liegt der Flughafen Wien im absoluten Spitzenfeld.

Passagierentwicklung am Flughafen Wien

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2016 (L inie und Char te r) nach Regionen

Regionen 2016 2015 Veränd.
in %
Anteil
2016 in %
Anteil
2015 in %
Veränd.
Anteil in
Prozent
punkten
Westeuropa 8.180.526 7.911.754 +3,4 70,3 69,7 +0,6
Osteuropa 1.908.559 1.917.297 -0,5 16,4 16,9 -0,5
Ferner Osten 425.090 424.400 +0,2 3,7 3,7 -0,1
Naher und
Mittlerer Osten
619.297 583.082 +6,2 5,3 5,1 +0,2
Nordamerika 333.262 325.603 +2,4 2,9 2,9 -0,0
Afrika 153.164 176.281 -13,1 1,3 1,6 -0,2
Lateinamerika 12.133 10.928 +11,0 0,1 0,1 +0,0
Gesamt 11.632.031 11.349.345 +2,5 100,0 100,0

Bei westeuropäischen Destinationen konnte 2016 ein Wachstum von 3,4% auf 8.180.526 abgeflogene Fluggäste erreicht werden, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen auf 70,3% erhöhte (2015: 69,7%). Großteils wurde dieses Ergebnis durch Streckenerweiterungen und -neuaufnahmen von Low-Cost-Carriern, vor allem zu Destinationen in Großbritannien und Spanien, erreicht.

Die Verkehrsentwicklung in Richtung Osteuropa hat sich 2016 mit 1.908.559 abfliegenden Passagieren (-0,5%) nach einigen Jahren mit rückläufiger Entwicklung wieder stabilisiert. Ab dem zweiten Halbjahr 2016 konnte gegenüber dem Vorjahr sogar ein Wachstum erzielt werden. Der Anteil der Reisenden in diese Region nahm um 0,5 Prozentpunkte auf 16,4% ab.

Durch die Aufnahme einer weiteren Destination (Miami) verzeichnete die Region Nordamerika um 2,4% mehr Fluggäste. Ihr Anteil am Passagieraufkommen betrug 2,9%. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (+6,2%), im Fernen Osten (+0,2%) und in Lateinamerika (+11,0%) zogen aufgrund von Erweiterungen des Angebots ebenfalls mehr Reisende an. Die politisch instabile Lage, vor allem im Norden des Kontinents, führte hingegen zu einem Rückgang der abgeflogenen Passagiere nach Afrika um 13,1%.

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. London 604.168 +18,0 512.032 461.630
2. Frankfurt 591.631 -1,1 598.015 680.895
3. Zürich 492.252 +2,1 481.952 476.290
4. Düsseldorf 439.001 +3,2 425.493 398.510
5. Paris 407.057 +7,7 377.981 386.753

Die 5 pass agie r s t är k s te n D e s tination e n 2016 (abfliegende Passagiere)

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns im ze ntr al und osteuropäischen Raum 2016 (abfliegende Passagiere)

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Moskau 208.622 -18,1 254.640 329.513
2. Bukarest 199.145 +6,2 187.539 201.929
3. Sofia 157.415 -3,5 163.156 162.265
4. Kiew 108.405 +14,1 95.025 72.939
5. Warschau 102.067 -0,7 102.780 103.345
6. Belgrad 90.307 -0,1 90.413 90.289
7. Zagreb 77.761 +0,1 77.671 78.636
8. Tirana 75.802 +6,9 70.936 73.316
9. Prag 70.721 -7,1 76.145 78.329
10. Sarajevo 59.274 +2,1 58.043 57.731
Sonstige 759.040 +2,4 740.949 777.374
Abfliegende Passagiere 1.908.559 -0,5 1.917.297 2.025.666
Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Bangkok 110.959 -1,6 112.782 115.557
2. Chicago 68.065 +11,9 60.802 57.827
3. Taipeh 63.939 -0,9 64.542 54.594
4. Peking 58.158 -9,8 64.493 56.944
5. Toronto 55.197 -4,8 57.975 57.981
6. New York 54.978 -22,4 70.869 86.284
7. Washington 53.192 -23,0 69.061 72.355
8. Newark 52.782 -4,2 55.121 24.183
9. Miami 49.048 n. a. 11.775 0
10. Tokio 47.929 -33,1 71.603 73.715
Sonstige 180.785 +30,4 138.690 129.037
Abfliegende Passagiere 795.032 +2,2 777.713 728.477

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns L angs tr e cke 2016 (abfliegende Passagiere)

Ent w icklung de s Pass agie r au f komm e ns in de n Nahe n und Mittleren Osten 2016

Destinationen 2016 Veränd. in % 2015 2014
1. Dubai 212.457 -5,9 225.718 232.128
2. Tel Aviv 166.011 +2,7 161.585 157.155
3. Doha 84.961 +23,2 68.935 48.069
4. Teheran 54.689 +73,2 31.576 27.612
5. Abu Dhabi 37.553 +8,5 34.615 3.121
Sonstige 63.626 +4,9 60.653 70.838
Abfliegende Passagiere 619.297 +6,2 583.082 538.923
Fluglinie 2016 Veränd.
in %
2015 Anteil in %
2016
Anteil in %
2015
Austrian 10.402.625 +0,1 10.388.250 44,5 45,6
NIKI 2.158.023 -10,5 2.411.068 9,2 10,6
airberlin 1.440.965 -1,6 1.463.938 6,2 6,4
Germanwings/Eurowings 1.275.117 +44,6 881.770 5,5 3,9
Lufthansa 903.585 +0,6 898.358 3,9 3,9
easyJet1 628.578 +87,0 336.154 2,7 1,5
British Airways 504.014 +11,6 451.705 2,2 2,0
Turkish Airlines 477.195 -2,0 486.764 2,0 2,1
Emirates 420.090 +6,7 393.712 1,8 1,7
SWISS 386.582 +4,9 368.375 1,7 1,6
Sonstige 4.755.242 +1,3 4.694.960 20,4 20,6
davon Lufthansa Gruppe2 13.271.077 +2,9 12.895.615 56,8 56,6
davon airberlin Gruppe3 3.598.988 -7,1 3.875.006 15,4 17,0
Passagiere gesamt 23.352.016 +2,5 22.775.054 100,0 100,0

Passagieraufkommen nach Airlines 2016

1 Inklusive easyJet Switzerland

2 Lufthansa Gruppe: Austrian Airlines, Lufthansa, Germanwings, Eurowings, SWISS, Brussels Airlines, SunExpress,

SunExpress Deutschland

3 airberlin und NIKI

Ent wicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde des Flughafen Wien – Austrian Airlines – verzeichnete 2016 eine stabile Passagierentwicklung (+0,1%). Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen sank auf 44,5% (2015: 45,6%). Eurowings (inkl. Germanwings) erreichte durch Stationierung weiterer Flugzeuge und Aufnahme zahlreicher Strecken ein Passagierplus von 44,6% und steigerte den Anteil an der Gesamtpassagierzahl auf 5,5% (2015: 3,9%). Erfreulich entwickelten sich darüber hinaus easyJet, British Airways oder auch Emirates, die durch Kapazitätserweiterungen ein starkes Passagierwachstum verzeichnen konnten. Die airberlin Gruppe (NIKI und airberlin) hingegen reduzierte 2016 ihr Angebot stark, der Gesamtpassagieranteil reduziert sich dadurch auf 15,4% (2015: 17,0%).

Wachstum beim Frachtaufkommen (plus 3,7%)

Der Flughafen Wien konnte 2016 das Frachtaufkommen um 3,7% auf 282.726 Tonnen steigern (2015: 272.575). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die abgefertigte Luftfracht, vor allem durch ein erhöhtes Frachtaufkommen aus dem asiatischen Raum, um 3,4% auf 203.033 Tonnen. Das Trucking-Aufkommen stieg um 4,4% auf 79.693 Tonnen.

Entgelte - und Incentive -Politik am Flughafen Wien

Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2016 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2016 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie – bmvit) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgelts gilt das höchstzulässige Abfluggewicht (MTOW) der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt, das landseitige Infrastrukturentgelt und das Sicherheitsentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgelts Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate, verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Nach den entsprechenden Konsultationen mit den Fluglinien beantragte die Flughafen Wien AG folgende Änderungen der Entgelte ab 1. Jänner 2016, welche von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde per Bescheid genehmigt wurden:


Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt:
+1,01%

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt:
+0,85%

Infrastrukturentgelt Betankung:
+0,86%

Das PRM-Entgelt (Entgelt für "Passengers with Reduced Mobility" – Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Das Sicherheitsentgelt wurde infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion schon ab 1. September 2015 um € 0,55 pro abfliegenden Passagier angehoben und betrug unter Berücksichtigung der Anhebung gemäß Price-Cap-Formel im Jahr 2016 € 8,37 pro abfliegenden Passagier.

Das Transfer-Incentive blieb im Jahr 2016 mit € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen stärken soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Die Flughafen Wien AG hat auch im Jahr 2016 das Wachstums-Incentive-Programm – bestehend aus dem Destinations- und Frequenz-Incentive sowie dem Frequenzdichte-Incentive –, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, fortgesetzt. Zudem wurde mit dem Point2Point-Incentive ein nachhaltiges Instrument zur Förderung von lokalem Passagieraufkommen unter gewissen Bedingungen implementiert.

Ziel der mit 1. Jänner 2016 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Umsatzentwicklung 20161

Durch das Passagierplus von 2,5% und die Entgeltanpassungen konnten die Umsatzerlöse der Flughafen Wien AG im Vergleich zu 2015 um 3,0% bzw. € 19,5 Mio. von € 654,2 Mio. auf € 673,7 Mio. gesteigert werden. Die Miet- und Konzessionserträge sowie die Erlöse aus den Flughafen-Lounges entwickelten sich im Jahr 2016 ebenfalls positiv.

Die Airport-Erträge verzeichneten einen Anstieg um 3,3% bzw. € 11,0 Mio. auf € 341,8 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen: Die passagierabhängigen Entgelte (Fluggastentgelt, PRM-Entgelt, Sicherheitsentgelt) stiegen durch das Passagierwachstum (+2,5%) und die Entgeltanpassungen. Auf der anderen Seite konnte auch das Landeentgelt aufgrund des gestiegenen MTOW (+3,1%) trotz leicht rückläufiger Bewegungen zum Umsatzwachstum beitragen.

Auch die Abfertigungserträge verzeichneten im Berichtsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse von 4,7% bzw. € 6,6 Mio. auf € 146,9 Mio. (2015: € 140,3 Mio.). Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung stiegen durch den Einsatz größerer Luftfahrzeuge, die Gewinnung neuer Kunden sowie Preisanpassungen. Auch die Erlöse aus der Frachtabfertigung erhöhten sich ab dem zweiten Quartal 2016 analog zum umgeschlagenen Cargo-Volumen sowie durch Zusatzerlöse aus dem Dokumenten-Handling (Start im zweiten Quartal 2016) und dem Mail-Handling (Start im dritten Quartal 2016). Aber auch der Bereich Einzelleistungen (inkl. Enteisung) sowie Zusatzerlöse aus sonstigen Dienstleistungen im Passagierhandling konnten zum Umsatzplus beitragen. Der durchschnittliche Marktanteil der VIE-Abfertigung (Luftfahrzeuge/Bewegungen) am Gesamtaufkommen am Flughafen Wien betrug 2016 87,6% nach 87,1% im Vorjahr.

Die Non-Aviation-Erlöse inklusive Erlösen von Konzerngesellschaften legten im Jahr 2016 in Summe um 1,0% bzw. € 1,9 Mio. auf € 185,0 Mio. zu. Die positive Entwicklung ist großteils auf Miet- und Konzessionserlöse sowie die positive Entwicklung der Flughafen-Lounges, die um € 0,9 Mio. auf € 7,8 Mio. anstiegen, zurückzuführen. Die Parkerträge sind nahezu stabil zum Vorjahr mit Umsatzerlösen in Höhe von € 39,4 Mio. (2015: € 39,5 Mio.).

1 ) Die Vorjahresbeträge wurden gemäß RÄG 2014 angepasst, vgl. dazu Anhang, Kapitel "Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden".

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2016 im Überblick:

Beträge in € Mio. 2016 Veränd. in % 2015
Umsatzerlöse 673,7 3,0 654,2
Sonstige betriebliche Erträge
(inkl. aktivierter Eigenleistungen)
8,3 9,9 7,5
Betriebsleistung 682,0 3,1 661,8
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen -458,7 4,4 -439,4
EBITDA 223,3 0,4 222,4
Abschreibungen -141,4 19,1 -118,7
EBIT 81,9 -21,0 103,6
Finanzergebnis 28,3 n. a. 7,1
EBT 110,2 -0,4 110,7
Steuern 1,4 n. a. -21,9
Jahresüberschuss 111,6 25,8 88,8

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Auch im Jahr 2016 erreichte die Flughafen Wien AG ein Umsatzplus. Trotz schwieriger Marktbedingungen stiegen die Umsatzerlöse um 3,0% bzw. € 19,5 Mio. auf € 673,7 Mio. Dies ist vor allem auf die Airport-Umsätze zurückzuführen, die durch Entgeltanpassungen und Passagierwachstum zulegten. Auch die Erlöse aus dem Abfertigungsbereich konnten durch die Gewinnung neuer Kunden, Enteisungserlöse und Passagierhandling ein Umsatzplus verzeichnen. Die Non-Aviation-Umsätze konnten ebenfalls gesteigert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) liegen mit € 8,3 Mio. um € 0,7 Mio. über dem Vorjahresniveau. Die aktivierten Eigenleistungen stiegen im Vorjahresvergleich auf € 2,2 Mio. (2015: € 1,2 Mio.), da 2016 diverse Investitionsprojekte durchgeführt bzw. begonnen wurden. Die Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen beliefen sich auf € 2,4 Mio. (2015: € 1,5 Mio.) und resultieren u. a. aus einer Zuschreibung eines Cargo-Gebäudes. Während die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit € 2,4 Mio. auf Vorjahresniveau lagen, reduzierten sich die übrigen Erträge aufgrund geringerer Auflösungen von Forderungswertberichtigungen auf € 1,0 Mio. (2015: € 2,1 Mio.).

Die Betriebsleistung stieg im Berichtsjahr aufgrund der höheren Umsatzerlöse um 3,1% bzw. € 20,2 Mio. auf € 682,0 Mio. an.

Beträge in € Mio. 2016 2015
Materialaufwand, bezogene Leistungen 64,8 69,7
Personalaufwand 208,4 205,5
Sonstiger betrieblicher Aufwand 185,5 164,2
Abschreibungen 141,4 118,7
Summe Betriebsaufwand 600,1 558,1

B e tr ie b s au f wand durch Ins t andhaltungsproje k te und außerplanmäßige Abschreibungen belastet

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen verringerten sich im Jahr 2016 von € 69,7 Mio. um € 4,9 Mio. auf € 64,8 Mio. Der Rückgang der Energieaufwendungen um € 1,9 Mio. auf € 14,4 Mio. ist im Wesentlichen auf geringere Einkaufspreise sowie auf einen geringeren Verbrauch aufgrund getroffener Energieeffizienzmaßnahmen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Materialaufwendungen von € 10,0 Mio. auf € 9,6 Mio. ist im Wesentlichen auf die Zusammenführung des Servicebereichs Technische Dienstleistungen mit der Technik-Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH und den geringeren Treibstoffverbrauch zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken aufgrund von Optimierungsmaßnahmen um 6,0% bzw. € 2,6 Mio. auf € 40,9 Mio.

Der Personalaufwand stieg leicht um 1,4% bzw. € 2,9 Mio. auf € 208,4 Mio. (2015: € 205,5 Mio.). Im Berichtsjahr konnte trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen der Aufwand für Löhne durch geringere Rückstellungsdotierungen für Jubiläumsgelder um € 0,6 Mio. auf € 82,9 Mio. reduziert werden. Die Gehaltsaufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich durch den höheren durchschnittlichen Personalstand (Angestellte) und kollektivvertragliche Erhöhungen um € 1,4 Mio. auf € 69,4 Mio. Die gesamte durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Arbeiter und Angestellte) ging leicht um 0,3% auf 3.120 Mitarbeiter zurück (2015: 3.129).

Die Aufwendungen für Abfertigungen reduzierten sich im Vorjahrsvergleich durch geringere Rückstellungserfordernisse um € 1,9 Mio. auf € 6,8 Mio. Die Aufwendungen für die Altersversorgung stiegen hingegen um € 2,7 Mio. auf € 3,5 Mio., was auf eine Rückstellungsauflösung im Vorjahr zurückzuführen ist.

Die Aufwendungen für Sozialabgaben stiegen analog zu den Bruttobezügen um € 1,3 Mio. auf € 43,4 Mio. (2015: € 42,2 Mio.). Die sonstigen Sozialaufwendungen blieben mit € 2,4 Mio. auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Vorjahresvergleich um € 21,3 Mio. auf € 185,5 Mio. zu. Dies ist großteils auf gestiegene Instandhaltungskosten in Höhe von € 45,2 Mio. (2015: € 29,8 Mio.) zurückzuführen, in denen externe Aufwendungen für die Sanierung der Piste 11/29 in Höhe von € 23,1 Mio. enthalten sind. Die höheren Fremdleistungen von Konzernunternehmen beinhalten u. a. auch technische und bauliche Dienstleistungen, die vom Tochterunternehmen Vienna Airport Technik GmbH bezogen wurden, und betrugen im Berichtsjahr € 86,8 Mio. nach € 81,3 Mio. im Vorjahr. Die Fremdleistungen von externen Unternehmen stiegen ebenfalls um € 1,3 Mio. auf € 10,4 Mio. (2015: € 9,1 Mio.). Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation gingen im Vorjahresvergleich von € 21,7 Mio. auf € 19,9 Mio. zurück. Der sonstige Betriebsaufwand stieg hingegen aufgrund von Abbruchkosten für Gebäude um € 1,4 Mio. auf € 4,6 Mio.

EBITDA legte um 0,4% auf € 223,3 Mio. zu

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr leicht um 0,4% auf € 223,3 Mio. zulegen (2015: € 222,4 Mio.).

Beträge in € Mio. 2016 2015
Abschreibungen 112,4 118,7
Außerplanmäßige Abschreibungen 29,0 0,0
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 121,5 148,4

Planmäßige A b schr eib unge n von € 112,4 Mio., außerplanmäßige Abschreibungen von € 29,0 Mio.

2016 wurden € 1,1 Mio. in immaterielles Anlagevermögen sowie € 54,7 Mio. in Sachanlagevermögen investiert. Die Finanzanlagen stiegen durch Investitionen in Höhe von € 65,7 Mio. durch die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie aufgrund von begebenen Ausleihungen an Tochtergesellschaften.

Die planmäßigen Abschreibungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch verringerte Abschreibungen im Bereich von Software und technischen Anlagen um € 6,4 Mio. auf € 112,4 Mio. ab.

Die Flughafen Wien AG erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes Erkenntnis zum Bauvorhaben Parallelpiste (3. Piste). Da trotz beabsichtigter Einbringung von außerordentlichen Rechtsmitteln und entsprechender Weiterverfolgung des Projekts 3. Piste eine erhöhte Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit des Projekts besteht, wurde im Jahresabschluss 2016 eine Wertminderung von bisher aktivierten Projektkosten in Höhe von € 29,0 Mio. vorgenommen. In diesem Zusammenhang kam es zu einem Buchwertabgang von Anlagen in Bau sowie der dazugehörigen sonstigen Verbindlichkeit in Höhe von € 48,3 Mio.

EBIT sink t aufgr und außerplanmäßiger Abschreibung um 21,0% auf € 81,9 Mio.

Aufgrund der höheren Belastung durch die außerplanmäßige Abschreibung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste reduzierte sich das EBIT der Flughafen Wien AG um 21,0% bzw. € 21,7 Mio. auf € 81,9 Mio.

Positives Finanzergebnis von € 28, 3 Mio.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr von € 7,1 Mio. auf € 28,3 Mio. Dies ist großteils auf höhere Beteiligungserträge von Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen der Flughafen Wien AG in Höhe von € 45,9 Mio. (2015: € 28,0 Mio.) zurückzuführen.

Das Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls um € 1,1 Mio. auf minus € 20,3 Mio., da einerseits höhere Zinserträge (€ 1,6 Mio.) und andererseits geringere Zinsaufwendungen durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten (€ 21,9 Mio.) im Berichtsjahr verzeichnet wurden. Weiters wurden Zuschreibungen zu Finanzanlagen in Höhe von € 2,2 Mio. verzeichnet.

Ergebnis vor Steuern leicht um 0,4% auf € 110, 2 Mio. gesunken

In Summe erzielte die Flughafen Wien AG 2016 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 110,2 Mio. (2015: € 110,7 Mio.). Durch die Erfassung von aktiven latenten Steuern in Höhe von € 19,2 Mio. wurde in Summe ein Steuerertrag in Höhe von € 1,4 Mio. ausgewiesen. Im Vorjahr betrug der Steueraufwand € 21,9 Mio. Der Jahresüberschuss legte daher im Vorjahresvergleich um € 22,9 Mio. auf € 111,6 Mio. zu (2015: € 88,8 Mio.).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

2016 2015
Aktiva
Anlagevermögen in % 92,3 95,3
Umlaufvermögen in % 7,7 4,7
Summe Aktiva in T€ 1.735.066,3 1.765.836,8
Passiva
Eigenmittel1 in % 50,8 45,9
Fremdkapital in % 49,2 54,1
Summe Passiva in T€ 1.735.066,3 1.765.836,8

Bilanzstruktur der Flughafen Wien AG

1) Inklusive Investitionszuschüssen

Die Bilanzsumme der Flughafen Wien AG belief sich zum 31. Dezember 2016 auf € 1.735,1 Mio. und ging damit gegenüber 2015 um 1,7% bzw. € 30,8 Mio. zurück. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes der Gesellschaft spiegelt sich im Anteil des Anlagevermögens von 92,3% (2015: 95,3%) wider. Das Umlaufvermögen nahm vor allem im Bereich der sonstigen Forderungen aus der Veranlagung von Termingeldern zu.

Der Anteil des Eigenkapitals (inkl. Investitionszuschüssen) stieg im Vergleich zu 2015 um 4,9 Prozentpunkte auf 50,8% bzw. von € 811,4 Mio. auf € 880,8 Mio. Durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie den Rückgang von Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierte sich der Anteil der Schulden auf 49,2% (2015: 54,1%).

Bilanzaktiva

Das Anlagevermögen reduzierte sich im Berichtsjahr um 4,8% bzw. € 81,3 Mio. auf € 1.602,0 Mio. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 9,3% bzw. € 0,8 Mio. auf € 7,7 Mio. Den Zugängen von € 1,1 Mio. stehen Abschreibungen von € 2,2 Mio. gegenüber.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.214,1 Mio. die größte Position des Vermögens dar: Hier stehen Zugänge von € 54,7 Mio. und Zuschreibungen in Höhe von € 2,0 Mio. den Abschreibungen in Höhe von € 139,1 Mio. und Buchwertabgängen in Höhe von € 50,1 Mio. gegenüber. Die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 29,0 Mio. sowie ein Buchwertabgang von aktivierten Projektkosten in Höhe von € 48,3 Mio. stehen im Zusammenhang mit der erhöhten Rechtsunsicherheit beim Bauvorhaben 3. Piste.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, reduzierte sich um 4,3% bzw. € 43,4 Mio. auf € 965,1 Mio. 2016 wurden Investitionen (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen) in Höhe von € 6,9 Mio. getätigt und Abschreibungen (saldiert mit einer Zuschreibung) in Höhe von € 50,1 Mio. erfasst.

Der Posten "Technische Anlagen und Maschinen" ist ebenfalls durch die Erfassung der laufenden Abschreibungen in Höhe von € 36,8 Mio. sowie von Zugängen (inkl. Umbuchungen von Anlagen in Bau) in Höhe von € 14,1 Mio. auf € 187,4 Mio. gesunken (2015: € 209,7 Mio.).

Im Bereich "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" wurden 2016 € 17,9 Mio. investiert (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen). Der Buchwert zum 31. Dezember 2016 betrug € 53,5 Mio.

Die noch in Bau befindlichen Projekte inklusive geleisteter Anzahlungen beliefen sich zum Stichtag auf € 8,1 Mio. (2015: € 71,1 Mio.). Die Reduktion steht im Zusammenhang mit der vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 29,0 Mio. von aktivierten Projektkosten für das Projekt 3. Piste und einem Buchwertabgang in Höhe von € 48,3 Mio.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen im Berichtsjahr im Wesentlichen durch einen geleisteten Zuschuss an ein Konzernunternehmen zum Erwerb von weiteren Konzerngesellschaften um insgesamt € 65,4 Mio. auf € 264,3 Mio. Im Bereich der Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden neben Tilgungen in Höhe von € 10,6 Mio. neue Ausleihungen in Höhe von € 1,9 Mio. erfasst. Im Bereich der Beteiligungen erfolgte seitens eines assoziierten Unternehmens eine Rückzahlung von Eigenkapital, wodurch sich der Buchwert um € 5,0 Mio. auf € 4,1 Mio. reduzierte.

Das Umlaufvermögen (exkl. Rechnungsabgrenzungsposten) stieg 2016 um 41,7% bzw. € 33,7 Mio. auf € 114,5 Mio. (2015: € 80,8 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf höhere sonstige Forderungen zurückzuführen, die eine Veranlagung von Termingeldern in Höhe von € 40,0 Mio. (Laufzeit bis 2017) beinhalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Umsatzwachstums sowie geringerer Wertberichtigungen um 4,4% bzw. € 1,6 Mio. auf € 39,0 Mio. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um € 0,6 Mio. auf € 11,6 Mio. Auch die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, nahmen um € 0,7 Mio. auf € 2,2 Mio. zu.

Während sich die Vorräte um € 0,1 Mio. leicht auf € 3,6 Mio. erhöhten, blieben die Wertpapiere des Umlaufvermögens mit € 12,1 Mio. zum Vorjahr unverändert. Die liquiden Mittel (ohne Berücksichtigung von Termingeldern) reduzierten sich von € 2,5 Mio. auf € 0,7 Mio.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten reduzierte sich aufgrund von stichtagsbezogenen geringeren Vorauszahlungen um € 0,4 Mio. auf € 1,4 Mio. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf € 17,2 Mio. und betreffen vor allem steuerliche Latenzen im Bereich des Sozialkapitals und Anlagevermögens.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüssen) der Flughafen Wien AG stieg im Berichtsjahr um 8,6% bzw. € 69,4 Mio. auf € 880,8 Mio. Dem Jahresüberschuss in Höhe von € 111,6 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von € 42,0 Mio. gegenüber.

Die Rückstellungen reduzierten sich im Berichtsjahr um 11,1% bzw. € 25,9 Mio. auf € 207,7 Mio. (2015: € 233,6 Mio.). Der Hauptgrund sind geleistete Körperschaftsteuerzahlungen für das laufende Jahr und Vorperioden, wodurch sich die Rückstellung für Steuern um € 28,1 Mio. reduzierte. Weiters verzeichnete die Flughafen Wien AG einen

Rückgang der sonstigen Rückstellungen (exkl. Jubiläumsgeldrückstellung), der vor allem auf einen geringeren Stand der Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von € 18,2 Mio. (minus € 2,1 Mio.) zurückzuführen ist. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Ermäßigungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 10,9% bzw. € 50,6 Mio. auf € 411,2 Mio. aufgrund von Tilgungen der Finanzschulden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 16,9% auf € 24,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Vorjahresvergleich hingegen um € 31,1 Mio. auf € 164,2 Mio. (2015: € 133,0 Mio.); sie beinhalten vor allem sonstige Verbindlichkeiten aus für Tochtergesellschaften veranlagten Mitteln. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, reduzierten sich aufgrund von geleisteten Ausschüttungen bzw. Rückzahlungen um € 8,7 Mio. auf € 7,3 Mio.

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten wirkte die Ausbuchung der Verbindlichkeit gegenüber dem Umweltfonds reduzierend, wodurch sich der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten von € 58,2 Mio. auf € 17,6 Mio. reduzierte. Innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzung wurden planmäßige Auflösungen in Höhe von € 0,7 Mio. erfasst.

Geldflussrechnung

in T€ 2016 2015
Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Jahresüberschuss 111.615,4 88.754,8
+ Abschreibungen auf immaterielle Anlagen
und Sachanlagen
141.369,0 118.721,9
- Zuschreibungen zu Sachanlagen -2.000,0 0,0
- Zuschreibungen zu Finanzanlagen -2.210,1 -376,8
+ Abwertung von Finanzanlagen 0,0 239,0
- Veränderung der Investitionszuschüsse
aus öffentlichen Mitteln
-223,6 -212,8
+/- Veränderung des Sozialkapitals -497,6 2.006,0
+/- Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen -387,3 -363,8
-/+ Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgängen von
immateriellen Anlagen und Sachanlagen
-169,3 -974,8
-/+ Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgängen von
Finanzanlagen
0,0 267,5
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -116,6 626,8
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
-1.642,2 -2.778,3
-/+ Veränderung der Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen und assoziierten Unternehmen
-1.333,9 1.627,9
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen
und Vermögensgegenstände sowie der
Rechnungsabgrenzungsposten
7.973,6 2.666,7
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen und der sonstigen Rückstellungen
inkl. Steuerzahlungen
-56.006,1 -4.206,5
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber
Konzernunternehmen
22.436,1 4.095,4
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten
und Rechnungsabgrenzungsposten
7.081,5 3.958,8
Operativer Cashflow 225.888,7 214.051,6
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit:
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
und Sachanlagen
-45.482,1 -53.877,7
+ Einzahlungen für immaterielle Anlagen und Sachanlagen 431,0 1.545,2
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -65.701,4 -95.576,2
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 12,4 0,0
Auszahlungen für kurzfristige Veranlagungen -40.000,0 0,0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
15.606,0 8.288,3
-135.134,1 -139.620,5
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit:
Dividendenausschüttungen -42.000,0 -34.650,0
+/– Veränderung der mittel- und kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten
-50.552,7 -38.054,1
-92.552,7 -72.704,1
Veränderung der flüssigen Mittel -1.798,1 1.727,1
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 2.460,5 733,4
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 662,3 2.460,5

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen sind im Jahr 2016 leicht von € 148,4 Mio. auf € 121,5 Mio. gesunken. Von den erfolgten Investitionen entfallen € 54,7 Mio. auf Sachanlagevermögen und € 1,1 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände. Im Bereich der Finanzanlagen wurden Investitionen in Höhe von € 65,7 Mio., im Wesentlichen für Zuschüsse zum Erwerb weiterer Konzerngesellschaften, erfasst.

Die größten Zugänge im Bereich der Sachanlagen betreffen Investitionen im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste in Höhe von € 9,0 Mio. (in der Folge ausgebucht bzw. außerplanmäßig abgeschrieben), die Schaffung von Großraumpositionen am Pier Nord in Höhe von € 2,8 Mio. sowie ein Abfertigungsgebäude in Höhe von € 2,4 Mio. Weiters wurden rund € 11,0 Mio. in Fahrzeuge (inkl. Spezialfahrzeugen) investiert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2016 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt.

Finanzwir tschaftliche Steuerung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die FWAG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.

Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung. Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der FWAG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2016 wird eine EBITDA-Marge von 33,1% nach 34,0% im Vorjahr ausgewiesen.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Auf Konzernebene wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt, gemessen. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen.

Die Finanzverbindlichkeiten verringerten sich durch Tilgungen 2016 gegenüber 2015. Die liquiden Mittel unter Berücksichtigung von Termingeldern (sonstige Forderung in Höhe von € 40,0 Mio.) stiegen um € 38,2 Mio. und betrugen zum Stichtag € 40,7 Mio.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax – ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

2016 2015
EBIT in € Mio. 81,9 103,6
EBITDA in € Mio. 223,3 222,4
EBIT-Marge in % 12,2% 15,8%
EBITDA-Marge in % 33,1% 34,0%
ROE in % 13,2% 11,3%

Rentabilitätskennzahlen in € Mio. bzw. in %

Erläuterungen zu den Kennzahlen:

EBIT-Marge

EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT / Umsatz

EBITDA-Marge

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Formel: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz

ROE

(Return on Equity after Tax)

Formel: Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüssen)

Durchschnittliches Eigenkapital: (Eigenkapital Vorjahr plus laufendes Jahr) / 2

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagementsystem

Um wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung zeitnah und umfassend abbilden zu können, verfügt die Flughafen Wien AG (FWAG) über ein Risikomanagementsystem, das alle relevanten Aspekte identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt. Dieses System ist in der folgenden Grafik wiedergegeben:

Quelle: adaptiert aus Denk, Exner-Merkelt, Ruthner (2008): Corporate Risk Managment

Die Prinzipien und Grundsätze des Risikomanagementsystems beruhen einheitlich für die gesamte Gruppe auf dem COSO (Commitee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission) "Standard for Enterprise Risk Management". Die Operationalisierung und Umsetzung dieser Standards erfolgt durch eine eigene Richtlinie. Aufgrund der spezifischen organisatorischen Rahmenbedingungen hat der Flughafen Malta eine eigene Richtlinie zum Risikomanagement erlassen, die auf den eingangs erwähnten gruppenweit einheitlichen Standards aufbaut. In diesen Richtlinien werden jeweils die risikopolitischen Grundsätze sowie die formalisierte Aufbau- und Ablauforganisation für die Wahrnehmung der Aufgaben und Agenden des Risikomanagements festgelegt.

Das Risikomanagement für die Flughafen Wien AG ist organisatorisch im Bereich des strategischen Controllings angesiedelt. Während aus dieser Funktion heraus sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert werden, sind alle Beschäftigten der FWAG dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu

beteiligen, um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen und Risikobeauftragten in den Bereichen und den verbundenen Unternehmen.

Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Begleitet wird dieser Prozess von einer umfassenden Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems in Gestalt einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, die als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht.

Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie des Schutzes des Vermögens der Flughafen-Wien-Gruppe wahr. Daneben prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zu ihrer Abwehr bzw. Minimierung setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Neu eingeführt wurde 2016 ein konzernweites Chancenmanagement, um rechtzeitig neue Ertragspotenziale in allen Unternehmensbereichen zu erkennen und zur Marktreife zu entwickeln.

Im Folgenden werden die maßgeblichen Entwicklungen in den vier Hauptrisikoklassen der Flughafen Wien AG als Muttergesellschaft der Flughafen-Wien-Gruppe dargestellt.

Gesamt wir t schaf tliche, politische und rechtliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe wird wesentlich von der weltweiten, europäischen und regionalen Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen bzw. eine nachhaltige Verlangsamung des Wirtschaftswachstums können daher einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens haben.

Das makroökonomische Umfeld ist in Europa von einem stabilen Wachstum auf einem eher verhaltenen Niveau geprägt. Das BIP in Österreich sollte laut Prognose im Jahr 2017 um 1,5% wachsen und bewegt sich auch mittelfristig auf einem schmalen Wachstumspfad. Für den Euroraum wird im Zeitfenster 2017 bis 2021 von einem durchschnittlichen Wachstum von 1,5% p. a. ausgegangen.

Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland sowie hinsichtlich der Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den wirtschaftlichen und politischen Sanktionen gegen Russland negativ betroffen. Im Verkehr nach Russland scheint jedoch die Talsohle erreicht zu sein. So nehmen beispielsweise Aeroflot und S7 Airlines ab 2017 zusätzliche Flüge zwischen Wien und Moskau auf.

Das Referendum zugunsten des EU-Austritts Großbritanniens hat nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökono-

mischen Verflechtungen zwischen Österreich und Großbritannien nur geringe Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft (Quelle: IHS, Juni 2016) und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien. Punktuell könnten sich durch die Abschwächung des britischen Pfunds und die damit verbundene geringere Kaufkraft der britischen Passagiere negative Auswirkungen ergeben. Diese könnten aber auch durch mögliche Outbound-Effekte ab Wien ausgeglichen werden. Sollte Großbritannien als Ergebnis der Brexit-Verhandlungen auch den Europäischen Wirtschaftsraum bzw. den Luftverkehrsbinnenmarkt verlassen, könnten sich Nachteile für britische Carrier im Hinblick auf Luftverkehrsrechte im EU-Raum ergeben.

Politische Spannungen bzw. terroristische Bedrohungen in einzelnen Ländern und Regionen haben negative Auswirkungen auf die Buchungslage in den entsprechenden Tourismusdestinationen. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass derartige Rückgänge nur kurzfristiger Natur waren bzw. durch andere Destinationen kompensiert wurden. Negative Effekte auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien würden sich dann ergeben, wenn diese Substitutionseffekte nur teilweise erfolgen oder alternative Destinationen per Individualverkehr bedient werden. Des Weiteren sind nachteilige Umsatzeffekte im Duty-free möglich, falls Passagiere von Non-EU-Destinationen auf Ziele innerhalb des Binnenmarktes ausweichen. Positiv dürfte sich hingegen die angekündigte schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des Atomabkommens auswirken.

Aus regulatorischer und rechtlicher Sicht wurde im Dezember 2015 von der Europäischen Kommission ein neuer Entwurf des "Aviation Package" vorgestellt. Der bisher einzige legislative Vorschlag im Rahmen dieses Pakets betrifft die EASA-Verordnung (European Aviation Safety Agency). Die EU-Behörde soll demnach neue Kompetenzen bekommen. Unklar sind die Chancen für die Umsetzung der Kommissionspläne, umfassende EU-Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten (z. B. den Golfstaaten oder der ASEAN – Association of South-East Asian Nations) abzuschließen, sowie auch der konkrete Inhalt dieser Abkommen. Ob sich eine Liberalisierung des Flugverkehrs bei gleichzeitiger Einführung einer "Fair Competition Clause" verwirklichen lässt, hängt nicht zuletzt von den Mitgliedstaaten (Mandatserteilung) und dem Verhandlungsverlauf ab.

Seit dem Jahr 2012 ist auch die Luftfahrt in das System des "European Union Emissions Trading System" (EU ETS) einbezogen. Die ICAO (International Civil Aviation Organization) hat sich nun auf eine Vorgangsweise zur Reduktion bzw. zum Ausgleich klimaschädlicher Emissionen aus dem Luftverkehr geeinigt. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Kosten der ETS-Zertifikate. Da sich der ETS-Preis für eine Tonne CO2 -Emission derzeit auf einem historischen Tiefstand befindet und in Phase 4 des EU-Emissionshandels (ab 2021) mit einer weiteren Reduktion der ETS-Zertifikate gerechnet werden muss, besteht das Risiko eines Anstiegs der Emissionspreise sowie eines erhöhten Bedarfs an Zertifikaten in der Luftfahrt.

Weiters können Änderungen von behördlichen Auflagen oder relevanten gesetzlichen Grundlagen Einfluss auf das Unternehmensergebnis nehmen. Diese politischen und regulatorischen Risiken werden laufend beobachtet und bewertet. Hinsichtlich der zulässigen Flugbetriebszeiten bzw. der bestehenden Nachtflugregelung erwarten wir keine Veränderung der aktuellen Regelung. In Gestalt des Dialogforums hat die Flughafen Wien AG die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden auf eine breite und sehr stabile Basis gestellt. Im Vordergrund stehen eine transparente Informationspolitik und eine umfassende Einbindung der von Lärmemissionen aus dem Luftverkehr betroffenen Städte und Gemeinden.

Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungen der Geschäftsführung bzw. des Vorstands nach sich ziehen. Die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften wird daher durch unternehmensinterne Richtlinien, die die Umsetzung der Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) sowie der Market Abuse Regulation sicherstellen, gewährleistet. Dabei wurden zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um temporäre Vertraulichkeitsbereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert.

Eine vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über US\$ 168 Mio. (derzeit rund € 160 Mio.) wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Weltweit gesehen präsentiert der Branchenverband IATA (International Air Transportation Association) einen positiven Ausblick für die Luftfahrtbranche und prognostiziert für 2017 ein Passagierwachstum von 4,9% und ein ebenfalls sehr positives Frachtwachstum von 3,3%. Für die europäischen Airlines rechnet die IATA für das Jahr 2017 mit einem Gesamtgewinn in Höhe von nur US\$ 5,6 Mrd. nach Steuern (Quelle: IATA 12/2016). Diese Entwicklung ist auf die sehr kompetitive Markt- und Wettbewerbssituation in der europäischen Luftfahrt sowie auf den gegenüber Anfang 2016 deutlich gestiegenen Kerosinpreis zurückzuführen. Vor allem die offensive Preis- und Wachstumspolitik der Low-Cost-Carrier führt bei vielen Airlines zu sinkenden Erlösen pro verkauften Passagierkilometer. Dazu kommt, dass ab 2017 tendenziell mit weiter steigenden Treibstoffkosten und damit einer weiteren Verschärfung des Margendrucks oder alternativ mit steigenden Flugpreisen zu rechnen ist. Es ist daher davon auszugehen, dass sich nach der im vergangenen Jahr eingeleiteten umfassenden Restrukturierung der airberlin Gruppe die Konsolidierung der Branche in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.

Das Wachstum im innereuropäischen Verkehr wird in den kommenden Jahren vorwiegend von Low-Cost-Airlines bzw. den Zweitmarken der traditionellen Netzwerk-Carrier getrieben. Dies stellt insbesondere für die traditionellen Netzwerk-Carrier eine große Herausforderung dar. Für die Airports bedeutet diese Entwicklung, dass einerseits der Wettbewerb um Low-Cost-Verkehr intensiver wird und andererseits der Druck der Netzwerk-Carrier auf ihre jeweiligen Hub-Airports, Tarife und Vorleistungskosten möglichst niedrig zu halten, weiter steigen wird. Beide Aspekte belasten tendenziell den von den Airports erzielbaren Ertrag pro Passagier und erfordern weiterhin hohe Anstrengungen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Produktivität.

Austrian Airlines ist mit einem Anteil von 44,5% (2016) am gesamten Passagieraufkommen am Standort Wien der größte Kunde der FWAG. Die strategische Ausrichtung der Austrian Airlines und ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Netzwerk-Carrier beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich und werden daher von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert. Die Austrian Airlines konnte im vergangenen Jahr die Zahl der beförderten Passagiere insgesamt um 5,1% steigern und ihr Angebot (gemessen in angebotenen Sitzkilometern) um rund 4,9% ausbauen, am Flughafen Wien jedoch im Wesentlichen kein Passagierwachstum

erzielen. Im September 2016 hat der Aufsichtsrat der Lufthansa AG der Umsetzung einer Wachstumsstrategie unter dem Titel "Austrian Next Level" zugestimmt (Quelle: Austrian Airlines Press Release 09/2016). Zwei neue Airbus 320 wurden bereits im Oktober bzw. November 2016 in den Dienst gestellt. Für 2018 ist die Aufstockung der Langstreckenflotte um eine weitere Boeing 777 geplant. Darüber hinaus wird 2017 die Kapazität durch fünf zusätzliche Airbus 320, die auf Basis eines Wet-Lease-Vertrags mit airberlin zukünftig für die Austrian Airlines fliegen, weiter aufgestockt. Die FWAG sieht die wirtschaftliche Entwicklung der Austrian Airlines positiv und bewertet das beschlossene Strategiepaket als Beleg für die wettbewerbsfähige Position der Austrian Airlines im Lufthansa-Verbund und als Bekenntnis zur Fortsetzung einer wachstumsorientierten Netzwerkstrategie mit einem Fokus auf den Ost-West-Verkehr. Eine Änderung dieser Ausrichtung würde die Position des Flughafen Wien als bedeutsame europäische Luftverkehrsdrehscheibe negativ beeinflussen und zu Rückgängen im Transferaufkommen führen.

Zu einer weitreichenden Umstrukturierung ist es in den vergangenen Monaten beim zweitgrößten Carrier am Flughafen Wien, der airberlin Gruppe, gekommen. Es wird erwartet, dass sich als Folge dieser Restrukturierung das Passagieraufkommen der Gruppe am Flughafen Wien im laufenden Jahr deutlich reduzieren wird. Ein Großteil dieser Rückgänge kann aller Voraussicht nach jedoch durch Wachstumsprogramme anderer Carrier kompensiert werden (vor allem durch Eurowings, Austrian Airlines und easyJet). NIKI wird künftig zusammen mit der deutschen Fluglinie TUIfly einen neuen Carrier bilden und die bisher von NIKI bedienten Städteverbindungen sollen eingestellt werden. Aus heutiger Sicht ist geplant, dass die neue Airline mit einer kleineren Flotte, aber größerem Fluggerät, ausschließlich klassische Urlaubsdestinationen anfliegt. Die konkrete Aufstellung des neuen Carriers, insbesondere die Frage, wie viele der Flugzeuge am Flughafen Wien stationiert werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt. Daraus ergeben sich gewisse Risiken und Unsicherheiten für die Flughafen Wien AG.

In der unmittelbaren Catchment Area des Flughafen Wien werden insbesondere die Aktivitäten von Low-Cost-Airlines wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet.

Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Die ausländischen Flughafenbeteiligungen in Malta (vollkonsolidiert) und Košice (at-Equity-Konsolidierung) unterliegen ebenfalls den oben genannten branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. In Summe betrachtet hat sich das Verkehrsaufkommen an den beiden Flughäfen im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt.

Malta ist derzeit als Feriendestination sehr gefragt und entwickelt sich immer stärker zu einer Ganzjahresdestination im Tourismus. Das Passagierwachstum von 32,2% im Dezember 2016 bzw. 22,4% im November untermauert diesen Trend sehr eindrucksvoll. Im gesamten Jahr 2016 lag das Passagierwachstum bei 10,0%. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Home-Carriers Air Malta, vor allem nachdem die Suche nach einem strategischen Partner bis dato noch ohne konkrete Ergebnisse verlaufen ist. Die Air Malta verfügte 2016 über einen Marktanteil in der Höhe von rund 31% (gemessen am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Malta). Ein

Ausfall der Airline hätte kurzfristig negative Auswirkungen auf das Passagieraufkommen und damit auf das Unternehmensergebnis des Flughafen Malta. Mittel- und langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass neue oder bereits am Standort vertretene Airlines ihre Kapazitäten aufstocken und die bestehende Nachfrage bedienen würden.

Relevant sind für den Flughafen Malta auch die bevorstehenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, da Großbritannien mit einem Anteil von rund 27% (2016) am gesamten Passagieraufkommen den größten Markt darstellt. Ein Austritt ohne Verbleib im Europäischen Wirtschaftsraum bzw. im Luftverkehrsbinnenmarkt könnte zu Einschränkungen bei den Luftverkehrsrechten für britische Carrier im EU-Raum bzw. EU-Carrier in Großbritannien führen. Nachdem die Verhandlungen aber bis dato noch nicht einmal begonnen haben, können derzeit noch keine Aussagen über konkrete Auswirkungen getroffen werden.

Der Flughafen Košice konnte im vergangenen Jahr das Passagieraufkommen um 6,4% steigern. Mit Turkish Airlines wurde ein neuer Netzwerk-Carrier gewonnen, der die ostslowakische Stadt dreimal wöchentlich an das Drehkreuz der Turkish Airlines in Istanbul anbindet.

Im Bereich Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Frachtabfertigung erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin bestehen langfristige Verträge für Dienstleistungen im Bereich Ramp-Handling. Punktuell ist auch der Bereich Abfertigungsdienste von der Restrukturierung der airberlin Gruppe betroffen. So ist aus derzeitiger Sicht mit Rückgängen bei den Erträgen aus der Passagierabfertigung (Check-in) zu rechnen.

Der Geschäftsbereich ist außerdem von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Während dadurch zwar die Passagierzahlen kontinuierlich steigen, ist in den letzten Jahren ein rückläufiger Trend bei den für die Handling-Erlöse maßgeblichen Flugbewegungen zu beobachten. Im Geschäftsbereich Abfertigungsdienste konnte 2016 lediglich ein kleines Wachstum von 0,3% bei den abgefertigten Handling-Bewegungen erreicht werden. Ein weiterer Faktor ist die bereits eingangs angesprochene zunehmende Konsolidierung in der europäischen Luftfahrtindustrie mit einer damit einhergehenden steigenden Marktmacht der Airlines. Diese Entwicklung erhöht den Preisdruck auf vorgelagerte Dienstleister und besonders die Abfertigungsdienste.

Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Auch die Konkurrenz durch andere Frachthandling-Agents führt tendenziell zu einem steigenden Margendruck in den Dienstleistungen der Frachtabfertigung. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.

Im Retail-&-Properties-Bereich vermietet die FWAG Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäftsentwicklung von jener des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der

Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dies hat aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten Auswirkungen auf die Ertragssituation der FWAG im Retail- und Immobilienbereich.

Finanz- und Investitionsrisiken

Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig und überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings. Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Durch den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) Ende 2015 wurden zukünftige Zinsänderungsrisiken aus diesem Titel eliminiert. Der sukzessive Abbau der variablen Finanzverbindlichkeiten hat die potenziellen Auswirkungen einer Zinsänderung auf die FWAG bereits deutlich reduziert.

Der bestehende EIB-Kreditvertrag (European Investment Bank) enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags haften nunmehr drei Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen für den Kreditrestbetrag, aktuell € 375 Mio. Mehrere Rechtsgutachten bezweifeln die Rechtmäßigkeit der 25-jährigen Fixzinsbindung und anderer Klauseln des Kreditvertrags, vor allem angesichts des aktuell extrem niedrigen Zinsniveaus, weshalb die FWAG gegenüber dem Kreditgeber EIB den Rechtsweg zur Klärung der Rechtslage beschritten hat.

Detaillierte Angaben über finanzwirtschaftliche Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken und die verwendeten Finanzinstrumente, um diesen Risiken zu begegnen, finden sich im Konzernanhang unter Anhangerläuterung (38).

Die bereits oben angesprochenen allgemeinen bzw. spezifischen Marktrisiken sowie länderspezifische politische und regulatorische Risiken in Malta und der Slowakei können die mittelfristige Planung der Beteiligungen am Flughafen Malta bzw. Košice negativ beeinflussen und zu Wertminderungen von Vermögen, Firmenwerten bzw. Beteiligungsansätzen führen.

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein standardisiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z. B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt. Die einzuhaltenden Vorschriften bezüglich Projektorganisation, Prüf- und Freigabeschritten im Rahmen der Abwicklung von Bauprojekten werden von der FWAG in einem eigenen Bauhandbuch (BHB) als verbindliche Konzernanweisung festgelegt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen bildet die Basis für eine zeit- und bedarfsgerechte Bereitstellung von neuen Kapazitäten und die Berechnung von projektspezifischen Renditen. Dadurch wird das Investitionsrisiko von neuen Projekten (z. B. Unterauslastung) deutlich reduziert.

Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (Projekt 3. Piste) statt. Am 9. Februar 2017 wurde dem Anwalt der Flughafen Wien AG (FWAG) auf elektronischem Weg im Verfahren gegen die erstinstanzliche Genehmigung des Baus einer 3. Piste am Flughafen Wien eine das Projekt nunmehr abweisende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts als Berufungsinstanz zugestellt. Diese abweisende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gegen das Projekt 3. Piste ist aus Sicht der FWAG juristisch und sachlich unhaltbar und falsch. Daher wird das Unternehmen gegen diese Entscheidung höchstgerichtlich außerordentliche Rechtsmittel einlegen. Zur Auswirkung wird auf den Anhang, Kapitel "Erläuterungen zur Bilanz" verwiesen. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, wobei eine 3. Piste nicht vor 2025 zur Verfügung stehen würde. Deshalb wird das Projekt mit Nachdruck verfolgt, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen.

Sämtliche Bewertungen von Vermögenswerten erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Operative Risiken

Über die bereits erwähnten Faktoren hinausgehend wird die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien von überregionalen und externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen latenten Risiken (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Lokale Schadensrisiken, wie etwa Feuer, Naturgewalten, Unfälle oder Terror am Standort, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten stellen ebenfalls Risiken aus dem operativen Betrieb dar. Mit entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen bzw. Notfallplänen sowie mit hohen Sicherheitsstandards leistet der Flughafen Wien eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, Terror-Haftpflichtversicherung etc.).

Da der Flughafen Wien eine kritische Funktion als zentraler Infrastrukturversorger und Rückgrat der internationalen Vernetzung im gesamten osteuropäischen Raum wahrnimmt, werden besonders hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit der eingesetzten IKT-Systeme (Informations- und Kommunikationstechnologie) und die Datensicherheit gestellt. Durch die Einbindung des Risikomanagements in die Planungsprozesse können bei IKT-Projekten Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos eingeleitet werden. Zu den wesentlichsten operativen IKT-Risiken zählen mögliche Ausfälle zentraler IKT-Infrastruktureinrichtungen und -services, die Beeinträchtigung der Grundversorgung bzw. die Zerstörung von zentraler IKT-Infrastruktur sowie ein möglicher Verlust von sensiblen Daten. Ausgelöst durch einen gezielten Cyberangriff im Berichtsjahr wird auf die Stärkung der Abwehrkapazität besonderes Augenmerk gelegt.

Für sämtliche betriebskritischen IKT-Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien "mach2" oder das ERP-System (Enterprise Resource Planning) SAP, ste-

hen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Aufgrund des geschäftlichen Erfordernisses werden IKT-Systeme in der Regel redundant und, wo nötig, hochverfügbar implementiert, sodass ein Ausfall von einzelnen Komponenten die Verfügbarkeit der Gesamtsysteme nicht gefährdet. Darüber hinaus werden zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Bei der Basisinfrastruktur (Strom-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasser und Abwasser) bestehen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit zu erreichen (z. B. Ringleitungen). Ein Ausfall der Kälteversorgung im Berichtsjahr wurde umfassend analysiert und es wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Derzeit wird an einem Projekt zur weiteren Erhöhung der Ausfallsicherheit in der Stromversorgung gearbeitet. Generell ist jedoch festzuhalten, dass trotz aller gesetzten Maßnahmen ein gewisses Restrisiko hinsichtlich der Verfügbarkeit der Infrastruktur bestehen bleibt, das dem möglichen Eintritt von Ereignissen höherer Gewalt geschuldet ist.

Auch am Malta International Airport sind Pläne für Notfallmaßnahmen, Krisen- sowie betriebliches Kontinuitätsmanagement in Kraft gesetzt. Diese werden regelmäßig überprüft und aktualisiert, um sicherzustellen, dass schnell und effektiv auf Störungen des operativen Betriebs reagiert werden kann.

Der Flughafen Wien ist sich der hohen Bedeutung motivierter und engagierter Mitarbeiter bei der Erreichung der Unternehmensziele bewusst. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden deshalb zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden zahlreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen umgesetzt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Flughafen Wien AG lässt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen, weshalb der Fortbestand des Unternehmens auch zukünftig gesichert ist. Die FWAG erwirtschaftet ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften. Das IKS im weiteren Sinne umfasst außerdem die Sicherung des Vermögens sowie auch die Sicherstellung der Vollständigkeit der Leistungserfassung und -abrechnung.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen. 2015 wurde das System um ein workflowbasiertes Zusatzmodul erweitert. Dieses bietet den verantwortlichen Führungskräften und den kontrolldurchführenden Mitarbeitern dezentrale Einsichtnahme in den jeweils aktuellen Status der IKS-Risiken und Kontrollen. Zusätzlich unterstützt es das IKS durch den Einsatz von automatischen Workflows für die Durchführung sowie die Aktualisierung und Freigabe von Kontrollen und erhöht damit die Effizienz und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Im Laufe des Jahres 2016 erfolgte die etappenweise Ausrollung der Workflows auf alle Geschäfts-, Service- und Fachbereiche sowie die österreichischen verbundenen Gesellschaften.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Einbringlichkeit von Forderungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.

Kontrollmaßnahmen

Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird u. a. durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat u. a. zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware sowie alle IKT-Systeme, die in den Fachbereichen zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang, aber auch im Hinblick auf alle anderen Prozesse, werden laufend Optimierungen durchgeführt.

Im Jahr 2016 betrifft das im Wesentlichen folgende Punkte:

  • Die Softwarelösung für das General Aviation Center der FWAG wurde im Zuge eines notwendigen Technologiewechsels vollständig in die Flughafenbetriebssoftware integriert. Dieser Schritt erlaubt effizientere Planung, optimierten Betrieb am Vorfeld und eine Verbesserung bei den verbundenen administrativen Prozessen.
  • 2016 wurde auch an der weiteren Verbesserung der Software zur Unterstützung des CDM-Prozesses (Collaborative Decision Making) gearbeitet. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, aktuell wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet.

Weiter im Fokus steht die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese wird vor allem durch die Inbetriebnahme folgender Systeme unterstützt:

Feedbacksysteme

Die FWAG nutzt an neuralgischen Stellen der Kundenprozesse Feedbackterminals zur Abfrage der Zufriedenheit der Kunden mit der Qualität der Abläufe bzw. der Einrichtungen. Für Passagiere besteht nun die Möglichkeit, ihre Zufriedenheit nicht nur zu den Sicherheitskontrollen und Toiletten, sondern auch zu Shops und Restaurantbetrieben rückzumelden.

Digitale Infokioske

Um Passagieren vor Ort möglichst einfach Informationen zur Verfügung stellen zu können, wurden 2016 interaktive digitale Kioske mit großflächigen Touchscreens entwickelt, deren Benutzerführung auch die Bedürfnisse von Passagieren im Rollstuhl berücksichtigt. In einem ersten Schritt werden nun Detailinformationen zu den Lounges am Flughafen, insbesondere zu den Zutrittsbedingungen, auf diese Weise zugänglich gemacht.

Insgesamt wurden im Servicebereich Informationssysteme im Geschäftsjahr 2016 Ausgaben in Höhe von € 1,0 Mio. (2015: € 0,8 Mio.) für die Entwicklung und Einführung von neuen Systemen als Aufwand erfasst.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt

Die FWAG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen sowie zur kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen.

Aufbauend auf den Werten Kundenorientierung, Professionalität, Wirtschaftlichkeit und Respekt entwickelte die FWAG ein umfassendes Energie- und Umweltmanagement. Die Flughafen Wien AG veröffentlichte im Jahr 2015 einen Nachhaltigkeitsbericht, der im Dreijahresrhythmus neu aufgelegt wird. Wesentliche umweltrelevante Daten werden im Rahmen des EMAS-Berichts jährlich auf der Website aktualisiert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Die FWAG konnte sich zuletzt in allen wesentlichen Umweltaspekten deutlich verbessern. Das unterstreichen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Ergebnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz um 11,8% im Zeitraum von 2012 bis 2016.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2016 weitere € 1,1 Mio. (2015: € 1,4 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen des Flugbetriebs auf das Umfeld, vor allem auf die Anrainer, möglichst gering zu halten.

Die Flughafen Wien AG hat im Jahr 2015 das über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehende und wesentlich umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) implementiert und erfüllt damit auch vollinhaltlich die Anforderungen der ISO 14001. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die erstmalige Eintragung in das EMAS-Register fand im Dezember 2015 statt und das erste Überwachungsaudit im Oktober 2016.Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System (ACAS) ins Leben gerufen. Bereits über 150 Flughäfen haben sich weltweit der Initiative angeschlossen, darunter auch der Flughafen Wien. Die FWAG hat im Berichtsjahr erstmalig eine Level-3-Zertifizierung eingereicht, die eine weitere Reduktion der CO2 - Emissionen am Standort – unter verstärkter Einbeziehung sämtlicher am Standort Flughafen ansässigen Unternehmen – vorsieht.

Der Flughafen Wien ist das erste Gewerbegebiet, das in Österreich mit dem DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet wurde. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) vergab im Jahr 2014 das erste österreichische Quartierszertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung an die Flughafen Wien AG für ihr Standortprojekt "Airport City".

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2016 erfolgreich weitergeführt. Es hat den Schutz der Gesundheit und die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen, die nahe am Flughafen leben, zum Ziel. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Bis Ende 2016 wurden für 6.288 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei etwas mehr als 2.900 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Darüber hinaus sind Teil- oder Generalsanierungen, die durch den Eigentümer selbst umgesetzt wurden, bei mehr als 300 Wohneinheiten nachträglich aus Mitteln des Lärmschutzprogramms gefördert worden. Ein positiver Nebeneffekt: Durch bessere Gebäudedämmung und daraus resultierende geringere Heizkosten konnte in den betroffenen Gebieten auch der CO2 -Ausstoß um ca. 1.300 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Standort Flughafen Wien 2016 Veränd.
in %
2015
Verkehrseinheiten VE 25.415.025 2,6 24.763.288
Passagiere PAX 23.352.016 2,5 22.775.054
Verbrauch elektrische Energie
pro Verkehrseinheit
kWh/VE 3,79 -5,0 3,99
Verbrauch elektrische Energie MWh 96.207 -2,6 98.747
Wärmeverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 2,29 -1,6 2,33
Wärmeverbrauch MWh 58.315 1,0 57.734
Kälteverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 1,25 -4,7 1,31
Kälteverbrauch MWh 31.856 -2,2 32.557
Treibstoffverbrauch pro Verkehrseinheit kWh/VE 1,20 5,8 1,13
Treibstoffverbrauch MWh 30.447 8,6 28.041
Gesamtenergiebedarf
pro Verkehrseinheit
kWh/VE 7,28 -2,3 7,45
Gesamtenergiebedarf MWh 184.969 0,2 184.522
Gesamtenergiebedarf erneuerbare
Energiequellen pro Verkehrseinheit
kWh/VE 2,35 -1,9 2,40
Gesamtenergiebedarf
erneuerbare Energiequellen
MWh 59.846 0,7 59.436
Anteil erneuerbarer Energie
am Gesamtenergiebedarf
% 31,8 n. a. 32,2

Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen Wien AG reduzierte sich im Berichtsjahr leicht von 3.129 auf 3.120 Mitarbeiter (-0,3%).

Mitarbeiter 2016 Veränd.
in %
2015
Personalstand (Durchschnitt) 3.120 -0,3 3.129
davon Arbeiter 2.036 -1,4 2.065
davon Angestellte 1.083 1,9 1.064
Personalstand (Stichtag) 3.105 -0,2 3.110
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter 8.147 2,9 7.914
Durchschnittsalter in Jahren 41,6 n. a. 41,1
Betriebszugehörigkeit in Jahren 12,0 n. a. 11,3
Anteil Frauen in % 11,7 n. a. 11,3
Aufwendungen für Weiterbildung in T€ 1.855,1 -3,5 1.922,9
Meldepflichtige Arbeitsunfälle1 119 -5,6 126

1) Bezogen auf Flughafen-Wien-Gruppe

2016 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 2,9% auf 8.147 Einheiten.

Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10% der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt den Ertrag aus der Dividendenausschüttung dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2016 kam für das Geschäftsjahr 2015 ein Dividendenertrag von € 4,2 Mio. zur Ausschüttung. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter rund 50% eines Monatsgrundgehalts bzw. Monatsgrundlohns 2015. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Die Flughafen Wien AG erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht wird.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist nach dem Aktiensplit vom 27. Juni 2016 in 84.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").

Weitere Details zur Satzung bzw. Aktie sind auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com abrufbar.

2 . Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10%

Die Airports Group Europe S.à.r.l. hält 39,8% der Aktien. Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20%, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10% am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10% bekannt.

3. Syndik at svereinbar ung

40% der Aktien werden von den zwei Aktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, die Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien

Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Der Vorstand der Flughafen Wien AG wurde mit Beschluss der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft, auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, zu erwerben und zu veräußern. Der Erwerb und die Veräußerung können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot erfolgen. Der Gegenwert pro Stückaktie darf die Untergrenze in Höhe von € 21,25 nicht unterschreiten und die Obergrenze von € 30,00 nicht überschreiten. Der Vorstand der Gesellschaft hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Das Darlehen der EIB (European Investment Bank) in Höhe von € 400,0 Mio. (derzeit aushaftend mit € 375,0 Mio.) wurde unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder

indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. (derzeit aushaftend mit € 375,0 Mio.) stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40%, aber mehr als 30% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG erlangt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Corporate Governance

Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UGB für das Geschäftsjahr 2016 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien Jänner 2017

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere am Flughafen Wien stieg im Jänner 2017 um 7,9% auf 1.445.076 Fluggäste. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2017 ein Plus von 3,2% gegenüber dem Jänner 2016 auf 350.250 Passagiere. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg ebenfalls im selben Zeitraum um 9,1% auf 1.082.729. Das Frachtaufkommen lag hingegen unter dem Vorjahr, insgesamt wurden 19.011 Tonnen umgeschlagen – ein Minus von 8,0%. Die Flugbewegungen nahmen um 0,8% zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight/MTOW) stieg um 6,2%.

Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien Februar 2017

Auch im Februar konnte ein Passagierplus erzielt werden. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien stieg um 3,2% auf 1,4 Mio. Reisende.

Entgelte 2017 am Flughafen Wien

Per 1. Jänner 2017 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

 Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: -0,06%
 Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt: +0,28%
 Infrastrukturentgelt Betankung: -0,69%

Das PRM-Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Das Sicherheitsentgelt beträgt im Jahr 2017 unter Berücksichtigung der bereits ab 1. September 2015 erfolgten absoluten Anhebung um € 0,55 infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion und der Anhebung gemäß Price-Cap-Formel € 8,39 pro abfliegenden Passagier.

Prognosebericht

Das Wachstum des realen BIP beschleunigte sich im Jahr 2016 auf 1,4%, nachdem es vier Jahre in Folge um weniger als 1% gewachsen war. Für die Jahre 2017 bis 2019 prognostiziert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ein BIP-Wachstum von jeweils 1,5%. Impulse dafür liefert u. a. das Konsumwachstum, wobei die Abschwächung des Wachstums der real verfügbaren Haushaltseinkommen nach der Steuerreform durch einen sukzessiven Rückgang der Sparquote ausgeglichen werden wird.

Die Inflation, die im Jahr 2016 mit 0,9% noch niedrig ausfiel, könnte sich im Jahr 2017 auf 1,5% beschleunigen. In den Jahren 2018 und 2019 könnte die Inflation auf 1,7% bzw. 1,8% steigen.

Für das Jahr 2017 rechnet die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice mit einem Passagierzuwachs zwischen 1% und 3%. Dementsprechend wird eine Steigerung beim Konzern-Umsatz auf mehr als € 740 Mio. erwartet und ein Konzern-EBITDA von € 315 Mio. angepeilt. Das Konzernergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 120 Mio. liegen. Die Konzern-Nettoverschuldung des Unternehmens soll auf unter € 350 Mio. reduziert werden. Für Investitionen des Konzerns sind im Jahr 2017 rund € 100 Mio. vorgesehen.

Für den Standort Wien erwartet der Flughafen Wien für 2017 ein Passagierwachstum zwischen 0% und 2%. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht u. a. durch neue Streckenaufnahmen nach Los Angeles (US), Mahé (SC), Burgas (BG) und Göteborg (SE) durch Austrian Airlines, zu 19 Destinationen durch Eurowings sowie durch Frequenzaufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von Volotea, Flybe/Stobart Air, Germania, S7 Airlines und SunExpress zu erwarten.

Schwechat, am 10. März 2017 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

E i n z e l a b s c h l u s s 2 0 1 6 der Flughafen Wien AG

Bilanz der Flughafen Wien AG

zum 31.12.2016

AKTIVA 31.12.2016
in €
31.12.2015
in T€
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 7.726.499,65 8.515,4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 965.081.307,12 1.008.433,0
2. Technische Anlagen und Maschinen 187.441.515,07 209.681,1
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
53.456.057,26 57.725,2
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 8.141.832,86 71.105,0
Summe II 1.214.120.712,31 1.346.944,4
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 264.314.397,39 198.942,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 109.264.000,16 117.340,8
3. Beteiligungen 4.116.686,50 9.116,7
4. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
2.206.236,98 2.155,8
5. Sonstige Ausleihungen 262.019,08 301,8
Summe III 380.163.340,11 327.857,8
Summe A 1.602.010.552,07 1.683.317,6
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 3.643.898,01 3.527,3
II. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
98.124.114,11 62.731,4
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 157.752,59 89,0
III. Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 12.050.000,00 12.050,0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 662.343,80 2.460,5
Summe B 114.480.355,92 80.769,2
C Rechnungsabgrenzungsposten 1.359.843,76 1.750,0
D Aktive latente Steuern 17.215.558,00 0,0
Summe AKTIVA 1.735.066.309,75 1.765.836,8
PASSIVA 31.12.2016
in €
31.12.2015
in T€
A Eigenkapital
I. Eingefordertes, gezeichnetes und einbezahltes
Grundkapital
152.670.000,00 152.670,0
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 117.657.318,52 117.657,3
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 2.579.158,88 2.579,2
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 554.512.020,31 495.392,0
Summe III 557.091.179,19 497.971,2
IV. Bilanzgewinn
davon Gewinnvortrag: € 8.417,10; Vj.: T€ 8,1 52.503.808,34 42.008,4
Summe A 879.922.306,05 810.306,9
B Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 867.859,85 1.079,1
C Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 81.624.326,74 81.925,5
2. Rückstellungen für Pensionen 13.635.336,03 13.720,3
3. Rückstellungen für Steuern 25.791,00 28.141,9
4. Sonstige Rückstellungen 112.424.915,23 109.798,0
Summe C 207.710.369,00 233.585,7
D Verbindlichkeiten 624.710.375,75 698.350,3
davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr 199.312.925,75 315.882,8
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 425.397.450,00 382.467,5
E Rechnungsabgrenzungsposten 21.855.399,10 22.514,8
Summe PASSIVA 1.735.066.309,75 1.765.836,8

Gewinn- und Verlustrechnung der Flughafen Wien AG

vom 1.1. bis 31.12.2016

1.1.–31.12.2016
in €
1.1.–31.12.2015
in T€
1. Umsatzerlöse 673.705.850,54 654.230,1
2. Aktivierte Eigenleistungen 2.171.774,56 1.202,4
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der
Zuschreibung zum Anlagevermögen mit
Ausnahme der Finanzanlagen
2.392.197,51 1.481,1
b) Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
2.449.977,09 2.514,4
c) Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln
223.644,29 212,8
d) Übrige 1.030.680,07 2.111,4
Summe 3. 6.096.498,96 6.319,7
4. Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) 681.974.124,06 661.752,2
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 23.961.137,23 26.261,8
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.872.240,34 43.464,0
Summe 5. 64.833.377,57 69.725,8
6. Personalaufwand
a) Löhne 82.881.262,83 83.451,8
b) Gehälter 69.425.709,76 68.042,7
c) Soziale Aufwendungen 56.069.186,80 54.008,0
davon für Altersversorgung 3.480.487,99 810,2
davon für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
6.774.135,90 8.667,2
davon für gesetzlich vorgeschriebene Sozial-
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
43.438.458,15 42.184,3
Summe 6. 208.376.159,39 205.502,6
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
141.368.984,75 118.721,9
davon außerplanmäßige
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
€ 29.009.517,99; Vj.: T€ 0,0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen 522.127,38 519,8
b) Übrige 184.968.036,42 163.646,3
Summe 8. 185.490.163,80 164.166,1
Summe 5.–8. 600.068.685,51 558.116,3
9. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 4 bis 8) 81.905.438,55 103.635,9
10. Erträge aus Beteiligungen 45.884.145,43 28.020,0
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 44.292.117,87; Vj.: T€ 27.867,7
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
479.211,15 488,2
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 470.599,68; Vj.: T€ 480,0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.636.499,54 1.332,9
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 192.953,48; Vj.: T€ 289,6
13. Erträge aus dem Abgang von
und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
2.210.146,29 376,8
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens
0,00 506,5
davon Abschreibungen: € 0,00; Vj.: T€ 239,0
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.894.741,16 22.646,2
davon betreffend verbundene Unternehmen:
€ 1.794.049,58; Vj.: T€ 555,3
16. Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 10 bis 15) 28.315.261,25 7.065,2
17. Ergebnis vor Steuern 110.220.699,80 110.701,1
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.394.691,44 -21.946,3
davon latente Steuern 19.196.200,75 115,2
19. Jahresüberschuss 111.615.391,24 88.754,8
20. Auflösung von Gewinnrücklagen 0,00 345,6
21. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 59.120.000,00 47.100,0
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.417,10 8,1
23. Bilanzgewinn 52.503.808,34 42.008,4

A n h a n g z u m J a h r e s a b s c h l u s s 2 0 1 6 d e r F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2016

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende:

Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die aktuelle Urkunde ist bis 31. Dezember 2017 gültig.

Allgemeine Angaben

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (§ 201 Abs. 2 UGB) sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln (§ 222 Abs. 2 UGB), aufgestellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.

Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten; hinsichtlich der Änderungen durch das RÄG 2014 wird auf die nachfolgenden Darstellungen verwiesen.

Die Vorjahresbeträge sind hinsichtlich der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an die geänderten Vorgaben des RÄG 2014 angepasst worden. Dies betrifft insbesondere die Umgliederung der unversteuerten Rücklagen nach Abzug der darauf lastenden latenten Steuern in das Eigenkapital, Umgliederungen von sonstigen Erlösen zu den Umsatzerlösen und die geänderte Darstellung des Anlagenspiegels.

Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit werden die Forderungen und Verbindlichkeiten nunmehr gemäß § 223 Abs. 6 Z 2 UGB im Anhang aufgegliedert.

Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der Flughafen Wien AG.

Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand etc.

Rechtliche Verhältnisse

Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31. Dezember 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Größenklasse

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs. 3 UGB.

Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden

Für die Erstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften gemäß den §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 beibehalten.

Die Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 betreffen insbesondere folgende Punkte:

  • Zuschreibungen werden nunmehr generell bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei einer Wertaufholung vorgenommen, wobei auf maximal jenen Wert zugeschrieben wird, der sich unter Berücksichtigung einer durchgängigen Normalabschreibung als Restbuchwert ergibt. Dabei kann gemäß § 124b Z 270 EStG für die bis zum 31. Dezember 2015 unterlassenen Zuschreibungen eine steuerliche Zuschreibungsrücklage gebildet werden, die gemäß § 906 Abs. 32 UGB als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und entsprechend diesen steuerlichen Bestimmungen aufgelöst wird.
  • Die latenten Steuern werden gemäß den geänderten gesetzlichen Bestimmungen ab 1. Jänner 2016 erfasst.

Die Änderungen führen aufgrund von Umwertungen und Ausweisänderungen zu Beginn des Geschäftsjahres im Wesentlichen zu folgenden Auswirkungen auf den Jahresabschluss für das laufende Geschäftsjahr:

  • a) Durch Anpassung der Vorjahresbeträge
  • Umgliederung vom Posten "Unversteuerte Rücklagen" in die Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 6.101,1
  • Umgliederung vom Posten "Unversteuerte Rücklagen" zum Posten "(Latente) Steuerrückstellung" in Höhe von T€ 1.980,6
  • b) Durch ertragswirksame Erfassung im laufenden Geschäftsjahr
  • Ertragswirksame Nachaktivierung von latenten Steuern zum 1. Jänner 2016 in Höhe von T€ 17.247,3
  • Erfassung unterlassener Zuschreibungen in Höhe von T€ 2.000,0 im Sachanlagevermögen
  • c) Durch Ausweisänderung in den Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung
  • Umgliederung von T€ 1.429,1 von den sonstigen, übrigen betrieblichen Erträgen zum Posten "Umsatzerlöse"
  • Ausweisänderung durch den Entfall des Postens "Auflösung unversteuerter Rücklagen"

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.

Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 und 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren, beim technischen Lärmschutz sind es 20 Jahre.

Abschreibungsbeginn ist das Aktivierungsdatum (Inbetriebnahmedatum). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und monatsgenau (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem beizulegenden Wert auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Liegt der beizulegende Wert unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert, sofern die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Der beizulegende Wert wird unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögensgegenstand verbundenen Risiken.

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen werden nur im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung bzw. Wertsteigerung (bis max. Anschaffungskosten) vorgenommen.

Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.

Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder zum höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Einstandskosten bzw. unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung aufgrund geringer Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

L atente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs. 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatzes von 25% gebildet.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rück stellungen

Rückstellungen werden in der Höhe ihres voraussichtlichen Anfalls unter Berücksichtigung des Vorsichtsgrundsatzes gebildet. Bezüglich Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit wird auf die im Anhang enthaltenen Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten verwiesen.

In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau Betriebs-GmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren derivativen Finanzinstrumente.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 7.726,5 reduzierten sich um 9,3% oder um T€ 788,9 und betreffen im Wesentlichen Konzessionen und Rechte.

Die Sachanlagen in Höhe von T€ 1.214.120,7 reduzierten sich um 9,9% oder T€ 132.823,7. Darin sind Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen in Bau enthalten.

Die Flughafen Wien AG erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes Erkenntnis zum Bauvorhaben Parallelpiste (Projekt 3. Piste). Da trotz beabsichtigter Einbringung von außerordentlichen Rechtsmitteln und entsprechender Weiterverfolgung des Projekts 3. Piste eine erhöhte Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit des Projekts besteht, wurde eine Beurteilung hinsichtlich Ansatz und Werthaltigkeit vorgenommen.

Die den Anlagen in Bau zugeordneten Buchwerte betrugen zum 31. Dezember 2015 T€ 68.292,6 und erhöhten sich aufgrund von Zugängen bis zum 31. Dezember 2016 auf T€ 77.305,7. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds und die korrespondierenden aktivierten Projektkosten in Höhe von T€ 48.296,2 wurden daher aufgrund des Entfalls der Zahlungsverpflichtung ausgebucht. Die verbleibenden Projektkosten in Höhe von T€ 29.009,5 wurden zur Gänze wertgemindert (außerplanmäßig abgeschrieben).

Die weiteren Komponenten im Sachanlagevermögen sind unter Berücksichtigung der geänderten Rahmenbedingungen auch ohne den Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste als werthaltig anzusehen: Die Evaluierung der Grundstücke mit einem Buchwert von T€ 48.353,0 (Vorjahr: T€ 48.353,0) ergab, dass aufgrund alternativer Nutzungsmöglichkeiten im Unternehmen die Werthaltigkeit weiterhin gegeben ist. Die Komponenten des technischen Lärmschutzes mit einem Buchwert von T€ 31.818,1 (Vorjahr: T€ 34.198,3) unterliegen aufgrund der fortgesetzten Nutzungsmöglichkeit ebenfalls keiner Wertminderung.

Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 93.589,7 (2015: T€ 92.148,2).

Im Berichtsjahr wurde eine Zuschreibung in Höhe von T€ 2.000,0 für ein Gebäude am Standort vorgenommen.

Finanzanlagen

Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 288,2 (2015: T€ 376,8) sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC-Holding) mit einem Betrag von T€ 239,0 (2015: T€ 0,0) vorgenommen.

Von den Ausleihungen sind T€ 3.199,4 (2015: T€ 8.828,2) innerhalb eines Jahres fällig. Anteile an einem verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2016 um T€ 1.683,0 zugeschrieben.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Beträge in T€ 2016 2015
Aktien 494,9 494,9
Sonstige 1.711,3 1.660,9
2.206,2 2.155,8

Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus Versicherungsverträgen in Höhe von T€ 1.573,6 (2015: T€ 1.523,2) enthalten.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

 31.12.2016 Forderungen mit einer Restlaufzeit
Beträge in T€ bis
zu einem
Jahr
von einem
bis fünf
Jahren
von mehr
als fünf
Jahren
Gesamt
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
38.974,3 0,0 0,0 38.974,3
2. Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
11.639,1 0,0 0,0 11.639,1
3. Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
2.225,2 0,0 0,0 2.225,2
4. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
45.127,8 157,8 0,0 45.285,6
97.966,4 157,8 0,0 98.124,1
 31.12.2015 Forderungen mit einer Restlaufzeit
Beträge in T€ bis zu
einem
Jahr
von einem
bis
fünf Jahren
von mehr
als fünf
Jahren
Gesamt
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
37.332,1 0,0 0,0 37.332,1
2. Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
11.048,1 0,0 0,0 11.048,1
3. Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.482,2 0,0 0,0 1.482,2
4. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
12.780,0 89,0 0,0 12.869,0
62.642,4 89,0 0,0 62.731,4

Bei den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.375,0 (2015: T€ 5.368,3).

Der Posten "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.

Es wurde eine pauschale Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 13,7 (2015: T€ 11,7) gebildet.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2016 2015
Forderungen aus Veranlagung von Termingeldern 40.000,0 0,0
Forderungen aus Steuern 2.443,3 10.249,9
Forderungen an Kreditkartenunternehmen 1.534,0 1.414,4
Übrige sonstige Forderungen 1.308,2 1.204,7
Summe 45.285,6 12.869,0

In den "sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen" sind u. a. Kreditkartenabrechnungen in Höhe von T€ 1.534,0 (2015: T€ 1.414,4) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die Forderungen aus Steuern betrafen im Jahr 2015 im Wesentlichen Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 11.104,0 sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden. Im Berichtsjahr 2016 beträgt die Forderung in Summe T€ 2.443,3.

Eigene Aktien

Das Unternehmen hält zum 31. Dezember 2016 keine eigenen Aktien.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Beträge in T€ Buchwert
2016
Marktwert
2016
Buchwert
2015
Marktwert
2015
RLB NÖ Ergänzungs
kapital
12.050,0 12.834,3 12.050,0 12.683,1
Summe 12.050,0 12.834,3 12.050,0 12.683,1

Im Geschäftsjahr 2016 waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens keine Zuschreibungen möglich.

L atente Steuern

Die latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:

Beträge in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuerabgrenzung1
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3.594,6 0,0
Personalrückstellungen 14.045,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 1.870,6 0,0
19.510,2 0,0
Passive latente Steuerabgrenzung
Anteile an verbundenen Unternehmen -420,7 0,00
Sachanlagen -1.873,9 -1.980,6
-2.294,6 -1.980,6
Steuerabgrenzung (saldiert) 17.215,6 -1.980,6

1) Im Vorjahr wurde die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB i. d. F. vor RÄG 2014 in Höhe von T€ 17.247,3 nicht in Anspruch genommen.

Die latenten Steuern werden gemäß den geänderten gesetzlichen Bestimmungen ab 1. Jänner 2016 erfasst. Der zum 1. Jänner 2016 bestehende Saldo an aktiven latenten Steuern wurde zur Gänze erfolgswirksam aktiviert.

PASSIVA

Eigenkapital

Gr undk apital

Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31. Dezember 2016 auf € 152.670.000,00 und ist geteilt in 84.000.000 Stück (2015: 21.000.000 Stück) auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stammaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind.

In der 28. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 31. Mai 2016 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Für jede Stückaktie erhielten die Aktionäre somit drei weitere Stückaktien. Dadurch wurde die Anzahl der Aktien von bisher 21 Millionen auf 84 Millionen erhöht. Das Grundkapital blieb unverändert.

Kapitalrücklagen

Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die anderen Rücklagen (inkl. freie Rücklage) veränderten sich von T€ 495.392,0 um T€ 59.120,0 auf T€ 554.512,0. In den Vergleichszahlen erfolgte gemäß RÄG 2014 eine Umgliederung der unversteuerten Rücklagen nach Abzug der darauf lastenden latenten Steuern in die Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 52.503,8 (2015: T€ 42.008,4). Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€
Bilanzgewinn zum 31.12.2015 42.008,4

Gewinnausschüttung
42.000,0
+
Jahresüberschuss
111.615,4

Dotierung Gewinnrücklagen
59.120,0
Bilanzgewinn zum 31.12.2016 52.503,8

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach dem Eigenkapital gesondert ausgewiesen wurden.

Rückstellungen

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 1,30% (2015: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,41% (2015: 3,69%) angenommen. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten), gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, getrennt für Arbeiter (6,9% bei 28,2% bis 7,0% bei 85,2%; 2015: 6,2% bei 30,7% bis 6,7% bei 92,0%) und Angestellte (8,9% bei 42,8% bis 7,1% bei 86,6%; 2015: 7,7% bei 41,7% bis 7,3% bei 92,2%), angesetzt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Höhe von minus T€ 1.944,4 (2015: T€ 560,6) werden unmittelbar erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS 19), mit einem Zinsfuß von 1,30% (2015: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln AVÖ 2008-P Angestellte von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,41% (2015: 3,69%), als Pensionstrend eine von 2,10% (2015: 2,10%) angenommen. Da nur mehr zwei aktive Mitarbeiter Ansprüche aus Leistungspensionen haben, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angenommen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Höhe von T€ 536,2 (2015: minus T€ 2.257,7) werden unmittelbar erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 1,30% (2015: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method". Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,41% (2015: 3,69%) angenommen. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten, gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,9% bis 1,1%; 2015: 6,2% bis 0,6%) und Angestellte (8,9% bis 1,0%; 2015: 7,7% bis 0,6%), berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Höhe von minus T€ 1.191,6 (2015: T€ 865,0) werden unmittelbar erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 0,3% (2015: 0,3%) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,41% (2015: 3,69%) angenommen. Lohnnebenkosten wurden in der Höhe von 7,3% sowie Dienstgeber-Sozialversicherungsbeiträge in der Höhe von pauschal 21,48% (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Höhe von T€ 911,9 (2015: T€ 493,3) werden unmittelbar erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 24.227,7 (2015: T€ 24.339,2), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 20.628,1 (2015: T€ 21.015,4), nicht konsumierter Urlaub T€ 7.564,3 (2015: T€ 7.325,2), Prämien für das Berichtsjahr und Vorjahre T€ 2.114,8 (2015: T€ 1.958,3), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 18.238,8 (2015: T€ 20.342,0), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 13.349,1 (2015: T€ 7.261,5), Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen T€ 3.179,4 (2015: T€ 3.040,9) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in Höhe von T€ 5.562,4 (2015: T€ 5.562,4).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

 31.12.2016 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
Beträge in T€ bis
zu einem
Jahr
von einem
bis fünf
Jahren
von mehr
als fünf
Jahren
Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
59.334,8 101.833,8 250.000,0 411.168,5
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
24.500,5 0,0 0,0 24.500,5
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
90.588,0 16.000,0 57.563,7 164.151,7
4. Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
7.282,5 0,0 0,0 7.282,5
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.607,1 0,0 0,0 17.607,1
davon aus Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
5.995,3 0,0 0,0 5.995,3
199.312,9 117.833,8 307.563,7 624.710,4

Die Restlaufzeiten des Vorjahres stellen sich wie folgt dar:

 31.12.2015 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
Beträge in T€ bis
zu einem
Jahr
von einem
bis fünf
Jahren
von mehr
als fünf
Jahren
Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
79.253,8 107.467,5 275.000,0 461.721,3
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
29.468,5 0,0 0,0 29.468,5
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
133.027,3 0,0 0,0 133.027,3
4. Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
15.970,7 0,0 0,0 15.970,7
5. Sonstige Verbindlichkeiten 58.162,5 0,0 0,0 58.162,5
davon aus Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
6.186,9 0,0 0,0 6.186,9
315.882,8 107.467,5 275.000,0 698.350,3

Die "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" betreffen mit T€ 90.563,7 (2015: T€ 42.400,0) die Finanzierungstätigkeit sowie u. a. die Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. und für die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH veranlagten Bankguthaben.

In den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende Aufwendungen enthalten, die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden: Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in Höhe von T€ 5.463,0 (2015: T€ 5.238,8) aus der Abrechnung Dezember 2016 bzw. 2015, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 5.995,3 (2015: T€ 6.186,9) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 194,9 (2015: T€ 212,3). Im Vorjahr wurde eine Verbindlichkeit gegenüber dem Umweltfonds in Höhe von T€ 41.335,8 ausgewiesen. Diese Verbindlichkeit, die sich zum 31. Dezember 2016 auf T€ 48.296,2 belief, wurde aufgrund des abweisenden Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts im Berichtsjahr unter Korrektur der aktivierten Projektkosten ausgebucht.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 20.363,4 (2015: T€ 21.317,9).

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2016 bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt € 61.235.130,90 (2015: T€ 68.197,9). Diese teilen sich wie folgt auf:

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in Höhe von T€ 1.505,4 (2015: T€ 2.010,1).

Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung von Verpflichtungen aus Leasingverträgen der Tochtergesellschaft Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. in Höhe von derzeit T€ 56.929,7 (2015: T€ 63.387,8).

Die Flughafen Wien AG hat zugunsten der VIE Office Park 3 BetriebsgmbH zur Abdeckung der gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Diese Patronatserklärung ist mit einem Höchstbetrag von T€ 2.800,0 (2015: T€ 2.800,0) begrenzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 26,2 Mio. (2015: € 23,4 Mio.).

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer in Form von Nachstiftungen, zu tragen.

Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:

Beträge in T€ 2017 2017-2021
Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften 919,0 4.595,0
Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften
gegenüber verbundenen Unternehmen
1.813,5 9.067,4
Verbindlichkeiten aus Fruchtnießungsvertrag gegenüber
verbundenen Unternehmen
17.664,4 88.322,1
Summe 20.396,9 101.984,5

Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren

Die Flughafen Wien AG haftet – auch drei Monate nach vollständiger Tilgung – weiters gegenüber der Raiffeisen Bank International für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit kurzfristigen Finanzierungen in Höhe von € 20,0 Mio. ("Loan Agreements") für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. Der Kredit wurde mit Ende Oktober 2016 vollständig getilgt. Die Haftung der Flughafen Wien AG endete somit mit Ende Jänner 2017. Da diese Finanzierungen im Vorjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet waren, ist eine weitere Angabe im Posten "Eventualverbindlichkeiten" nicht geboten.

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2016 aushaftenden Obligo von € 2,7 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es die Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Beträge in T€ 2016 2015
Airport-Erträge 341.793,5 330.764,4
Abfertigungserträge 146.895,9 140.318,3
Aviation Umsatz 488.689,5 471.082,7
Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge 125.929,8 124.582,8
Übrige Erträge 59.086,6 58.564,6
Non-Aviation Umsatz 185.016,4 183.147,4
Umsatzerlös gesamt 673.705,9 654.230,1
davon verbundene Unternehmen1 30.109,1 29.633,2

1) Inklusive Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.

Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 3,7% auf T€ 488.689,5 ist auf das Verkehrswachstum und Entgeltanpassungen (Passagiere: +2,5%, MTOW: +3,1%, Cargo: +3,7%) zurückzuführen.

Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 1,0% auf T€ 185.016,4 und resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen aus Miet-, Pacht- und Nutzungserträgen.

Auf wendungen für Material und sonstige b ezogene Herstellungsleistungen

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen belaufen sich auf T€ 64.833,4 nach T€ 69.725,8 im vorherigen Geschäftsjahr. Der Rückgang ist auf geringere Aufwendungen für Strom und Fernwärme sowie geringeren Aufwand für bezogene Sicherheitsdienstleistungen zurückzuführen.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,4% auf T€ 208.376,2 (2015: T€ 205.502,6). Die Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere Dotierungen für Pensionen zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Löhne reduzierten sich um T€ 570,5 auf T€ 82.881,3, die Aufwendungen für Gehälter stiegen um T€ 1.383,0 auf T€ 69.425,7.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Mitarbeitervorsorgekassen gliedern sich wie folgt:

Beträge in T€ 2016 2015
Aufwendungen für Abfertigungen 5.344,9 7.328,2
Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse 1.429,3 1.339,0
Summe Aufwendungen für Abfertigungen 6.774,1 8.667,2

Im Personalaufwand sind nachstehende Komponenten enthalten:

Beträge in T€ 2016 2015
Dotierung/Auflösung der Rückstellung für Jubiläumsgelder
in Löhne (Dotierung) 405,1 1.372,6
in Gehälter (Dotierung) 404,3 1.329,5
in Löhne (Verwendung) -275,4 -282,6
in Gehälter (Verwendung) -645,5 -402,6
Summe Veränderung Rückstellung -111,5 2.016,9
Beträge in T€ 2016 2015
Dotierung/Auflösung der Rückstellung für Altersteilzeit
in Löhne (Dotierung) 748,9 893,6
in Gehälter (Dotierung) 2.564,0 2.201,3
in Löhne (Verwendung) -1.374,7 -1.298,2
in Gehälter (Verwendung) -2.238,7 -2.075,3
in Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Beiträge
-86,7 -85,3
Summe Veränderung Rückstellung -387,3 -363,8

Abschreibungen

Die Abschreibungen stiegen um 19,1% bzw. T€ 22.647,1 auf T€ 141.369,0 gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 29.009,5 für aktivierte Projektkosten im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben Projekt 3. Piste erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ 2016 2015
Leistungen von Konzernunternehmen 86.824,3 81.274,8
Instandhaltungen 45.212,2 29.773,2
Marketing und Marktkommunikation 19.938,7 21.687,1
Fremdleistungen 10.389,6 9.128,7
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 5.577,1 5.767,5
Sonstige Betriebsaufwendungen 4.591,3 3.142,1
Fahrt, Reise- und Ausbildungskosten 2.747,2 2.735,4
Versicherungsaufwand 2.125,0 2.731,2
Miete und Pacht 1.655,5 1.578,4
Post- und Telekomaufwand 1.195,2 1.336,5
Schadensfälle 702,3 156,4
Transporte 616,9 589,5
Zuweisungen zu Wertberichtigungen 522,9 743,9
Sonstige Steuern 522,1 519,8
Verluste aus Anlagenabgängen 222,9 506,3
Übrige Aufwendungen 2.647,1 2.495,2
Summe 185.490,2 164.166,1

Zu den auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird auf die diesbezüglichen Angaben im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG verwiesen.

Finanzergebnis

Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ 28.315,3 (2015: T€ 7.065,2) und setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ 2016 2015
Erträge aus Beteiligungen 45.884,1 28.020,0
davon aus verbundenen Unternehmen 44.292,1 27.867,7
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 479,2 488,2
davon aus verbundenen Unternehmen 470,6 480,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.636,5 1.332,9
davon aus verbundenen Unternehmen 193,0 289,6
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung
zu Finanzanlagen
2.210,1 376,8
davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
527,1 376,8
Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren
des Umlaufvermögens
0,0 -506,5
davon aus verbundenen Unternehmen 0,0 -239,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.894,7 -22.646,2
davon aus verbundenen Unternehmen -1.794,0 -555,3
28.315,3 7.065,2

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von der Organgesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH in Höhe von T€ 1.098,1 (2015: T€ 1.535,7) enthalten.

Steuern vom Einkommen

Die Flughafen Wien AG ist seit 2005 Gruppenträger einer Steuergruppe gemäß § 9 KStG. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (ohne latente Steuern) betrugen T€ 17.801,5 (2015: T€ 22.061,5) und betreffen den Steueraufwand des Gruppenträgers für das laufende Geschäftsjahr sowie einen aperiodischen Ertrag (Vorjahr: Aufwand) in Höhe von T€ 166,5 (2015: T€ 552,5). Der latente Steuerertrag beträgt T€ 19.196,2. Der Saldo aus negativen Steuerumlagen beträgt T€ 71,0 (2015: T€ 72,0).

Sonstige Angaben

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Abgesehen vom Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts zum Bauprojekt 3. Piste (siehe Erläuterungen zum Anlagevermögen) sind keine Sachverhalte zu berichten.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von € 52.503.808,34 eine Dividende von € 0,625 je Aktie, das sind in Summe € 52.500.000,00, auszuschütten und den Restbetrag (€ 3.808,34) auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe und Arbeitnehmer

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:

Dr. Gabriele DOMSCHITZ Mag. Bettina GLATZ-KREMSNER Mag. Erwin HAMESEDER Komm.-Rat Dr. Burkhard HOFER Ing. Ewald KIRSCHNER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER Dr. Karin REST MBA Mag. Gerhard STARSICH DI Herbert PAIERL Mag. Robert LASSHOFER

Vom Betriebsrat wurden delegiert:

Thomas SCHÄFFER Heinz STRAUBY Michael STRASSEGGER (bis 15.12.2016) Herbert FRANK Thomas FAULHUBER David JOHN (ab 15.12.2016)

Als Aufsichtsratsvorsitzender fungierte:

Ing. Ewald KIRSCHNER

Als dessen Stellvertreter wirkten:

Mag. Erwin HAMESEDER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER

Als Vorstandsdirektoren wirkten im Geschäftsjahr 2016:

Mag. Julian JÄGER Mag. Dr. Günther OFNER

2016 2015
Arbeiter 2.036 2.065
Angestellte 1.083 1.064
Arbeitnehmer insgesamt 3.120 3.129

D e r durchschnit tliche P e r sonals t and (ohn e Vor s t andsmitglie de r) betrug:

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 folgende Vergütungen:

Bezüge Vorstand 2016 (Auszahlungen)

in T€ fixe Bezüge
2016
erfolgsab
hängige Bezüge
für 2015
Sachbezüge
2016
Gesamt
bezüge 2016
Dr. Günther Ofner 286,8 264,5 11,5 562,9
Mag. Julian Jäger 286,8 264,5 10,3 561,7
573,7 529,0 21,9 1.124,5

Bezüge Vorstand 2015 (Auszahlungen)

in T€ Fixe
Bezüge
2015
Erfolgs
abhängige
Bezüge für
2014
Sach
bezüge
2015
Gesamt
bezüge
2015 ohne
Langfrist
bonus
Erfolgsab
hängiger
Langfrist
bonus
2012–
2014
Gesamt
bezüge
2015 mit
Langfrist
bonus
Dr. Günther Ofner 264,5 192,5 8,6 465,7 185,5 651,2
Mag. Julian Jäger 264,5 192,5 8,6 465,7 185,5 651,2
529,0 385,1 17,3 931,4 370,9 1.302,3

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge, die im Jahr 2015 ausbezahlt wurden, betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2014 sowie erfolgsabhängige Bezüge aus der Vergangenheit für langfristige Ziele. Im Jahr 2016 betreffen die ausbezahlten erfolgsabhängigen Bezüge die Prämien für das Geschäftsjahr 2015. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15% des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden T€ 82,7 (2015: T€ 96,4) für jeden Vorstand einbezahlt.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 435,6 (2015: T€ 1.199,0).

Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 226,0 (2015: T€ 292,4), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 10.028,6 (2015: T€ 9.185,0) an.

Die Vergütungen für Sitzungsgelder (Zahlungen) an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2016 T€ 184,3 (2015: T€ 196,4).

An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.

Schwechat, 10. März 2017 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied,CFO Vorstandsmitglied, COO

Anlagen zum Anhang

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Jänner 2016 bis 31. Dezember 2016

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens
in €
Stand
1.1.2016
Zugänge
direkt
Umbuchung Abgänge Stand
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 39.020.859,88 1.125.048,31 308.968,12 609.805,39 39.845.070,92
Summe 39.020.859,88 1.125.048,31 308.968,12 609.805,39 39.845.070,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten,
einschließlich der Bauten
auf fremdem Grund
1.442.521.079,46 1.613.797,22 5.239.926,40 3.579.107,82 1.445.795.695,26
2. Technische Anlagen und
Maschinen
803.879.526,90 1.011.292,51 13.135.601,74 15.951.730,64 802.074.690,51
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
224.498.284,04 16.259.941,64 1.623.411,80 9.483.364,40 232.898.273,08
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
71.105.027,81 35.818.030,37 -20.307.908,06 49.463.799,27 37.151.350,85
Summe 2.542.003.918,21 54.703.061,74 -308.968,12 78.478.002,13 2.517.920.009,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
200.642.630,54 63.688.766,85 0,00 0,00 264.331.397,39
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
118.474.060,98 1.948.792,81 0,00 10.552.765,35 109.870.088,44
3. Beteiligungen 9.116.686,50 0,00 0,00 5.000.000,00 4.116.686,50
4. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
2.155.816,33 50.420,65 0,00 0,00 2.206.236,98
5. Sonstige Ausleihungen 301.839,61 13.386,82 0,00 53.207,35 262.019,08
Summe 330.691.033,96 65.701.367,13 0,00 15.605.972,70 380.786.428,39
Gesamt 2.911.715.812,05 121.529.477,18 0,00 94.693.780,22 2.938.551.509,01
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Buchwerte
Stand
Zu
Umbu
Stand
Stand
Stand
Zugänge
schreibungen
chungen
Abgänge
31.12.2016
31.12.2016
1.1.2016
2.224.832,69
0,00
0,00
611.747,38
32.118.571,27
7.726.499,65
8.515.373,92
2.224.832,69
0,00
0,00
611.747,38
32.118.571,27
7.726.499,65
8.515.373,92
Stand
31.12.2016
1.1.2016
30.505.485,96
39.845.070,92
39.845.070,92
30.505.485,96
5.239.926,40
3.579.107,82
1.445.795.695,26
434.088.048,86
52.105.485,09 2.000.000,00 -8.139,62 3.471.006,19 480.714.388,14 965.081.307,12 1.008.433.030,60
15.951.730,64
802.074.690,51
594.198.382,80
36.826.114,97 0,00 8.139,62 16.399.461,95 614.633.175,44 187.441.515,07 209.681.144,10
232.898.273,08
166.773.045,99
21.203.034,01 0,00 0,00 8.533.864,18 179.442.215,82 53.456.057,26 57.725.238,05
37.151.350,85 0,00
29.009.517,99
0,00 0,00 0,00 29.009.517,99 8.141.832,86 71.105.027,81
2.517.920.009,70 1.195.059.477,65 139.144.152,06 2.000.000,00 0,00 28.404.332,32 1.303.799.297,39 1.214.120.712,31 1.346.944.440,56
198.942.630,54 264.314.397,39 17.000,00 0,00 0,00 1.683.000,00 0,00 1.700.000,00
117.340.826,41 109.264.000,16 606.088,28 0,00 0,00 527.146,29 0,00 1.133.234,57
9.116.686,50 4.116.686,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.155.816,33 2.206.236,98 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
301.839,61 262.019,08 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
327.857.799,39 380.163.340,11 623.088,28 0,00 0,00 2.210.146,29 0,00 2.833.234,57

Gesamt 2.911.715.812,05 121.529.477,18 0,00 94.693.780,22 2.938.551.509,01 1.228.398.198,18 141.368.984,75 4.210.146,29 0,00 29.016.079,70 1.336.540.956,94 1.602.010.552,07 1.683.317.613,87

To c h t e r u n t e r n e h m e n u n d B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG 1

Anlage 2 zum Anhang

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung
von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und
Gebäuden am Gelände der Flughafen Wien AG.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 60.151,9 84.696,7
Umsatzerlöse 17.664,4 17.541,6
Jahresüberschuss 7.839,2 7.383,6

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz:
Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für
alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation, an. Die
wesentlichen Umsatzträger sind das Private-Aircraft-Handling sowie die Erfüllungsgehilfen
tätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen
der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 5.699,8 5.699,8
Umsatzerlöse 11.500,8 12.839,1
Jahresüberschuss 1.098,1 1.535,7

1) Österreichische Gesellschaften nach UGB

Vienna Airport Technik GmbH (VAT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanla
gensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungs
einrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung,
und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 3.052,6 2.670,8
Umsatzerlöse 40.829,4 35.798,6
Jahresüberschuss 1.741,8 1.336,4

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen
(Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Dar
über hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhl
transporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über
ihre inländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen
teil.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 17.048,7 16.760,1
Umsatzerlöse 50.981,5 53.169,6
Jahresüberschuss 9.388,7 9.120,0

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaf
ten BPIB, VOPE, MAZUR, LZW, IMB, ALG, BLG, BPL und VWTC, die ihren Geschäftszweck im An
kauf sowie in der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaf

ten haben.

in T€ 2016 2015
Eigenkapital 41.974,5 38.977,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 2.997,1 2.392,9
Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)
--- -- -------------------------------------------------------------- --
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell

schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafenprivatisierungen. Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.

in T€ 2016 2015
Eigenkapital 121.401,5 57.713,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag / -überschuss -0,5 9,5

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. (VIE-Shops)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Ge
schäften auf Flughäfen im In- und Ausland sowie Erwerb und Verwaltung anderer Unterneh
men.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 1,2 6,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -5,4 -3,1

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Expresses als Eisenbahnverkehrs
unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie der Betrieb von
Check-in-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte, verbunden mit der Gepäcklogistik für Flug
passagiere; die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Ver
kehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 9.484,5 20.052,0

Umsatzerlöse 12.566,2 12.065,5 Jahresüberschuss 1.447,0 1.980,7

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Überein

stimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

in T€ 20161) 2015
Eigenkapital 605,5 561,4
Umsatzerlöse 948,8 989,6
Jahresüberschuss 70,1 111,4

1) Vorläufige Werte

BTS Holding a.s. "v likvidacii" (BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 33,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flug
häfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
IFRS-Werte in T€ 2016 2015
Eigenkapital 649,1 547,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 101,7 -30,0

K SC Holding a.s. (K SCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 52,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben der Hal
tung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungsleis
tungen.
IFRS-Werte in T€ 2016 2015
Eigenkapital 33.557,8 32.809,2

Umsatzerlöse 0,0 0,0 Jahresüberschuss 748,6 1.254,5

283

V IE A ir p or t B aumanage m e nt G mb H ( VAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
in T€ 2016 2015
Eigenkapital 169,8 386,4
Umsatzerlöse 3.374,5 3.355,2
Jahresüberschuss 133,4 347,3

Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des Anhangs zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz.

in T€ 2016 2015
Eigenkapital 252,2 141,4
Umsatzerlöse 5.153,9 3.492,7
Jahresüberschuss 110,8 76,3

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta
Finance Ltd.
IFRS-Werte in T€ 2016 2015
Eigenkapital 14.730,8 14.768,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0

Jahresfehlbetrag -37,8 -37,6

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Schwechat, 10. März 2017

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Werthaltigkeit von Sachanlagen
    1. Ansatz und Bewertung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste

1.Werthaltigkeit von Sachanlagen

Siehe Anhang, Seite 258, Abschnitt "Bilanzierung und Bewertungsmethoden", "Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen"

Das Risiko für den Abschluss

Bei der Flughafen Wien Aktiengesellschaft repräsentiert das Sachanlagevermögen mit EUR 1.214,1 Mio. rund 70 % der Bilanzsumme, weshalb der Bewertung des Sachanlagevermögens besondere Bedeutung zukommt.

Im Falle von Anhaltspunkten für Wertminderungen oder dafür, dass eine Wertminderung, die in früheren Perioden erfasst wurde, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte (Triggering Events), werden Sachanlagen durch Vergleich des Buchwerts mit dem beizulegenden Wert auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht.

Den Werthaltigkeitstests liegen Annahmen und Schätzungen zugrunde. Die Werthaltigkeit ist im Wesentlichen abhängig von der Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse für Zwecke der Discounted Cash Flow-Berechnung, von den zugrunde gelegten Diskontierungszinssätzen, Wachstumsraten und vom betrachteten Planungszeitraum.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Beurteilung, ob Triggering Events vorliegen, haben wir in Gesprächen mit dem Vorstand und dem Management ein Verständnis über die Planungsannahmen und die relevanten Prozesse erlangt. In der Folge haben wir die vorgelegte Dokumentation ("Trigger Liste") analysiert und die darin dargelegten Annahmen und Schätzungen mit unseren Erkenntnissen aus der Jahresabschlussprüfung, insbesondere der Ergebnisanalysen, verglichen.

In weiterer Folge haben wir die Wertminderungstests geprüft. Die der Bewertung zugrunde gelegten Plandaten haben wir auf das aktuelle und vom Aufsichtsrat genehmigte Unternehmensbudget übergeleitet. Die den Wertminderungstests zugrunde gelegten weiteren Parameter haben wir kritisch gewürdigt.

Zur Beurteilung der Planungstreue haben wir die tatsächlichen Zahlungsflüsse mit den in Vorperioden angenommenen Planzahlen verglichen und Abweichungen mit dem Management besprochen.

Die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt und das zur Ermittlung der Diskontierungssätze verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.

Die betroffenen Buchwerte haben wir mit der Anlagenbuchhaltung abgestimmt. Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben im Anhang in Zusammenhang mit den durchgeführten Werthaltigkeitstests angemessen und vollständig sind.

2.Ansat z und Bewer tung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste

Siehe Anhang, Seite 261, Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz", "Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen"

Das Risiko für den Abschluss

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft erhielt am 9. Februar 2017 ein abweisendes, formell rechtskräftiges Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts als Berufungsinstanz zum Bauvorhaben Parallelpiste (Projekt 3. Piste).

Im Zuge der Jahresabschlusserstellung hat der Vorstand den Ansatz und die Werthaltigkeit der einzelnen Komponenten vor diesem Hintergrund beurteilt. Die den Anlagen in Bau zugeordneten Buchwerte betrugen zum 31. Dezember 2015 EUR 68,3 Mio. und erhöhten sich aufgrund von Zugängen bis zum 31. Dezember 2016 auf EUR 77,3 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds und die korrespondierenden aktivierten Projektkosten in Höhe von EUR 48,3 Mio. wurden daher aufgrund des Entfalls der Zahlungsverpflichtung ausgebucht. Die verbleibenden Projektkosten in Höhe von EUR 29,0 Mio. wurden zur Gänze wertgemindert (außerplanmäßig abgeschrieben). Die Evaluierung der Buchwerte von Grundstücken (EUR 48,4 Mio.) ergab, dass aufgrund alternativer Nutzungsmöglichkeiten die Werthaltigkeit weiterhin gegeben ist. Die Komponenten des technischen Lärmschutzes (EUR 31,8 Mio.) unterliegen aufgrund der fortgesetzten Nutzungsmöglichkeit ebenfalls keiner Wertminderung.

Die Auswirkung des Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts auf Ansatz und Bewertung des Projektes 3. Piste beruhen auf Schätzungen und Ermessensentscheidungen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Beurteilung des Vorstands, dass es sich bei dem ergangenen Erkenntnis um ein berücksichtigungspflichtiges Ereignis nach dem Ende der Berichtsperiode handelt, überprüft.

Zur Einschätzung des Vorstands, dass aufgrund der rechtskräftigen Abweisung des Genehmigungsantrages durch den Bundesverwaltungsgerichtshof keine Zahlungen an den Umweltfonds zu leisten sind, hat der Vorstand eine anwaltliche Stellungnahme eingeholt. Dadurch hat sich bestätigt, dass die Ausbuchung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umwelfonds sachgerecht ist.

Die im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste getroffenen Einschätzungen und angewandten Bilanzierungsmethoden haben wir mit dem Management und der Rechtsabteilung besprochen.

Wir haben dabei insbesondere die Herleitung hinsichtlich Ansatz und Werthaltigkeit der einzelnen Komponenten aus den relevanten Rechnungslegungsstandards sowie den vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen durch den Vorstand nachvollzogen und in weiterer Folge die Angemessenheit der Angaben im Anhang beurteilt.

Verant wor tlichkeiten der geset zlichen Ver treter und des Pr üfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder, die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verant wor tlichkeiten des Abschlusspr üfer s für die Pr üfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige geset zliche und andere rechtliche Anforder ungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Heidi Schachinger.

Wien, am 10. März 2017

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger

Wirtschaftsprüferin

Glossar

  • Austro Control: Verantwortlich für den sicheren und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs im österreichischen Luftraum
  • Catchment Area: Geografische Region, innerhalb derer der Flughafen Wien binnen zweier Autostunden erreicht werden kann bzw. von der aus die Anfahrt kürzer ist als zu jedem anderen gleichrangigen Flughafen
  • Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV): Verordnung zur Etablierung von Grundsätzen für die Informationsweitergabe im Unternehmen sowie betreffend organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Insiderinformationsmissbrauch für Emittenten; mit 1. November 2007 in Kraft getreten
  • Flugbewegungen: Starts und Landungen
  • General Aviation: Allgemeine Luftfahrt
  • Handling: Abfertigungsdienste für Luftfahrzeuge
  • Home-Carrier: Heimische Fluggesellschaft
  • Hub: Umsteigeflughafen
  • Incentive: Entgeltpolitische Anreize wie das Destinations-, das Frequenz- sowie das Frequenzdichte-Incentive zur Förderung der Aufnahme von Flugverbindungen sowie einer Frequenzverdichtung; Transfer-Incentive zur Förderung der Hub-Funktion
  • Lärmgebühren: Von der Lautstärke eines Flugzeugmodells abhängige Gebühren, die seit Juli 2010 zum Teil verrechnet werden

  • Lärmschutzprogramm: Vereinbarung im Rahmen des Mediationsvertrags, nach der unter bestimmten Voraussetzungen der Einbau von Lärmschutzfenstern zum Schutze der Gesundheit und Wohnqualität der Anrainer zumindest teilweise vom Flughafen Wien finanziert wird

  • Lärmzone: Jener Bereich, in dem ein bestimmter Lärmpegel überschritten wird
  • Maximum Take-off Weight (MTOW): Höchstabfluggewicht; vom Hersteller für jeden Flugzeugtyp festgelegtes, maximal erlaubtes Startgewicht
  • Minimum Connecting Time: Kürzeste benötigte Zeit beim Umsteigevorgang auf einem Hub-Flughafen
  • Point-to-Point-Verkehr: Direktverbindung zwischen zwei Punkten.
  • Ramp-Handling: Dienstleistungen in Zusammenhang mit Be-/Entladung, Gepäckabfertigung, Cateringtransport, Kabinenreinigung und Sanitärservice, Passagiertransport etc.
  • Trucking: Luftfracht, die auf Lkw transportiert wird (Luftfrachtersatzverkehr)
  • Terminal 3: Terminalerweiterung, die in Richtung Nordost an den bestehenden Terminal 2 anschließt
  • VISITAIR Center: Seit 2007 bestehendes Ausstellungs- und Informationszentrum über den Flughafen Wien

Berechnung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

  • Anlagenintensität: Anlagevermögen / Gesamtvermögen
  • Anlagendeckungsgrad 2: (Eigenkapital + langfristige Schulden) / Anlagevermögen
  • Capital Employed: Sachanlagevermögen + immaterielle Vermögensgegenstände + langfristige Forderungen + Working Capital
  • EBIT nach Steuern: EBIT abzüglich zurechenbarer Steuern vom Ertrag
  • EBITDA-Marge: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz
  • EBIT-Marge: EBIT / Umsatz
  • Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Bilanzsumme
  • Gearing (Verschuldungsgrad): Nettoverschuldung / Eigenkapital
  • ROE (Return on Equity after Tax): Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital
  • ROCE (Return on Capital Employed after Tax): EBIT nach Steuern / durchschnittliches Capital Employed
  • ROS, Umsatzrendite (Return on Sales): EBIT / Umsatz
  • Nettoverschuldung (Net Debt): Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten – liquide Mittel – kurzfristige Wertpapiere
  • Working Capital: Vorräte + kurzfristige-Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände – kurzfristige Steuerrückstellungen – übrige kurzfristige Rückstellungen – Lieferantenverbindlichkeiten – übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
  • Weighted Average Cost of Capital (WACC): Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten für Eigen- und Fremdkapital

Abkürzungsverzeichnis

  • ACI: Airports Council International (internationale Flughafenvertretung)
  • BMVIT: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • CO2: Kohlendioxid
  • IATA: International Air Transport Association (Dachverband der Fluggesellschaften)
  • ICAO: International Civil Aviation Organization (Internationale Zivilluftfahrtorganisation)
  • Lfz: Luftfahrzeug
  • PAX: Passagier
  • VIAS: Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H.

Impressum

Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

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Dieser Finanzbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

Content Marketing / Corporate Publishing produziert. (Managing Director: Erich Schönberg)

Konzeption und Gestaltung: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Alexander Puff, Infografik: Rene Gatti Lektorat: Mag. Thomas Lederer

Disclaimer: Dieser Jahresfinanzbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss im März 2017 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Jahresfinanzberichts 2016 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Bericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Jahresfinanzbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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