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Flughafen Wien AG

Annual Report Apr 13, 2015

744_10-k_2015-04-13_b1980819-608d-465a-b62c-a82598277ca5.pdf

Annual Report

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2014 Gemäß §82 Abs. 4 Börsegesetz Flughafen Wien AG Jahresfinanzbericht

www.viennaairport.com

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

in € Mio.
(ausgenommen Mitarbeiter)
2014 Veränd.
in %
2013 2012 2011
Gesamtumsatz 630,2 1,3 622,0 607,4 582,0
davon Airport* 344,1 3,8 331,4 315,3 294,6
davon Handling* 145,7 -4,0 151,9 155,9 160,5
davon Retail & Properties* 123,8 2,2 121,2 119,5 110,6
davon Sonstige Segmente* 16,6 -5,4 17,5 16,6 16,1
EBITDA 250,2 3,6 241,5 221,4 189,0
EBITDA-Marge (in %)1 39,7 n. a. 38,8 36,5 32,5
EBIT 119,8 6,9 112,1 108,0 67,2
EBIT-Marge (in %)2 19,0 n. a. 18,0 17,8 11,5
ROCE (in %)3 5,6 n. a. 5,1 4,9 3,2
Konzernergebnis nach Minderheiten 82,5 12,5 73,3 71,9 31,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 220,6 7,9 204,4 179,7 178,9
Eigenkapital 952,5 5,1 905,9 851,6 811,4
Eigenkapitalquote (in %) 50,3 n. a. 46,4 41,3 37,7
Nettoverschuldung 506,2 -20,1 633,4 719,6 751,7
Bilanzsumme 1.892,2 -3,2 1.953,9 2.061,8 2.150,2
Gearing (in %) 53,1 n. a. 69,9 84,5 92,6
Investitionen4 75,1 3,1 72,8 101,2 260,2
Ertragsteuern 24,8 5,3 23,5 21,4 13,5
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt5 4.306 -2,1 4.399 4.475 4.525
Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. 4.208 -0,9 4.247 4.306 4.500

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

* 2012 angepasst an die neue Segmentdarstellung

Erläuterungen: 1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse; 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse; 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbarer Steuern) / durchschnittliches Capital Employed; 4) Investitionen: immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungskorrekturen Vorjahre; 5) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.), exklusive Vorstände und Geschäftsführer;


Branchenspezifische Verkehrskennzahlen
--------------------------------------------- --
2014 Veränd.
in %
2013 2012 2011
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,5 2,2 22,0 22,2 21,1
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,5 -3,9 6,8 7,1 6,5
Flugbewegungen 230.781 -0,2 231.179 244.650 246.157
MTOW (in Mio. Tonnen)6 8,2 3,4 7,9 8,1 8,3
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 277.532 8,3 256.194 252.276 277.784
Sitzladefaktor (in %)7 75,0 n. a. 74,8 73,0 69,6

Börsentechnische Kennzahlen

2014 Veränd.
in %
2013 2012 2011
Anzahl ausgegebener Aktien (in Mio.) 21 0,0 21 21 21
KGV (per 31.12.) 19,5 11,4 17,5 12,6 19,4
Gewinn je Aktie (in €) 3,93 12,5 3,49 3,42 1,50
Dividende je Aktie (in €)8 1,65 26,9 1,30 1,05 1,00
Dividendenrendite (per 31.12.; in %) 2,1 n. a. 2,1 2,4 3,4
Payout-Ratio (in % vom Jahresgewinn) 42,0 n. a. 37,3 30,5 66,5
Marktkapitalisierung (per 31.12.; in € Mio.) 1.613,2 25,9 1.281,0 902,8 614,3
Börsenkurs: Höchstwert (in €) 81.50 32,7 61,43 42,99 51,98
Börsenkurs: Tiefstwert (in €) 59.38 44,8 41,00 26,04 25,70
Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €) 76,82 25,9 61,00 42,99 29,25
Marktgewichtung ATX (per 31.12.; in %)9 1,5 n. a. - - -

6) MTOW: Maximum Take-off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität; 8) Dividende 2014: Vorschlag an Hauptversammlung; 9) ATX: per März 2014 Umstufung der VIE-Aktie vom ATX Prime in den ATX

Inhalt

Flughafen-Wien-Gruppe

Konzernlagebericht 2014

  • _______ Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • _______ Verkehrsentwicklung
  • _______ Umsatzentwicklung
  • _______ Ertragslage
  • _______ Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur
  • _______ Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • _______ Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • _______ Forschung und Entwicklung
  • _______ Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • _______ Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • _______ Prognosebericht
  • _______ Nachtragsbericht

Konzernabschluss 2014

  • _______ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _______ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • _______ Konzern-Bilanz
  • _______ Konzern-Geldflussrechnung
  • _______ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • _______ Konzern-Anhang
  • _______ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz
  • _______ Bestätigungsvermerk

Einzelabschluss der Flughafen Wien AG

Lagebericht 2014

  • _______ Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • _______ Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien
  • _______ Umsatz
  • _______ Ertragslage
  • _______ Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur
  • _______ Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • _______ Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • _______ Forschung und Entwicklung
  • _______ Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • _______ Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • _______ Prognosebericht
  • _______ Nachtragsbericht

Jahresabschluss 2014

  • _______ Bilanz
  • _______ Gewinn- und Verlustrechnung
  • _______ Anhang
  • _______ Anlagen zum Anhang
  • _______ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz
  • _______ Bestätigungsvermerk
  • _______ Impressum

K o n z e r n l a g e b e r i c h t f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2014

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Konjunktur und der Währungen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinflussen in hohem Maße die Entwicklung des Luftverkehrs. Die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafen Wien wird als zentraleuropäischer, internationaler Hub primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere von jener der CEE-Region beeinflusst, daneben aber auch von der wirtschaftlichen und politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2014 einen leichten Aufschwung. Aktuell rechnet die EZB mit einem globalen BIP-Wachstum von rund 3,6 %. Während sich Industrienationen wie Großbritannien und die USA durch steigenden Binnenkonsum und eine deutliche Erholung des Arbeitsmarktes zunehmend dynamischer entwickelten, schwächte sich die Wachstumsdynamik der Schwellenländer weiter ab. Das Wirtschaftswachstum der EU-Mitgliedstaaten in den Regionen Zentral-, Ost- und Südosteuropas (ausgenommen Kroatien) beschleunigte sich aber im dritten Quartal wieder. Es lag im Durchschnitt bei plus 2,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum konnte zwar zum Ende des Jahres ebenfalls an Fahrt gewinnen, aber die aktuelle Prognose zeigt ein verhaltenes Wachstum von nur 0,8 %. Für 2015 sollte sich die Konjunktur im Euroraum durch Wirtschaftsimpulse jedoch weiter erholen. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft war 2014 geringer als zu Beginn des Jahres angenommen. Die Österreichische Nationalbank geht nunmehr von einem BIP-Wachstum von rund 0,4 % für 2014 aus. Dies ist vor allem auf die Konjunkturschwäche im Euroraum und die dadurch schwache Nachfrage europäischer Handelspartner der österreichischen Unternehmen zurückzuführen. Der Wertverlust des Euro setzte hingegen positive Impulse für die heimische Exportwirtschaft Richtung USA, Großbritannien und Schweiz. Der reale Konsum der privaten Haushalte stieg nur schwach um 0,5 %, wurde aber zuletzt vom starken Rückgang der Erdölpreise positiv beeinflusst. Über das Gesamtjahr lag die Inflationsrate bei 1,5 %. Trotz des extrem niedrigen Zinsniveaus und der seit Jahresmitte 2014 langsam anziehenden Kreditvergabe bleiben die Investitionstätigkeiten österreichischer Unternehmen für das Gesamtjahr hinter den Erwartungen zurück. Positiv wird jedoch der zum Jahresende steigende Import von Vorleistungsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen bewertet. Von der derzeit schrumpfenden Bauwirtschaft ist allerdings kein Konjunkturimpuls zu erwarten. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswir tschaft

2014 lag die Anzahl der Nächtigungen mit 131,9 Mio. nur knapp unter dem Vorjahresrekord (2013: 132,6 Mio.). Der Rückgang verteilte sich sowohl auf inländische (minus 0,3 %) als auch auf ausländische (minus 0,7 %) Gästenächtigungen. Auch der seit mehreren Jahren erkennbare Trend des Strukturwandels setzte sich 2014 fort: Während Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Russland weniger oft in Österreich nächtigten, konnten im Vorjahresvergleich mehr Gäste aus der Schweiz, Tschechien, Polen und den USA verzeichnet werden. Die stark steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt tendenziell kürzer wird. (Quelle: Statistik Austria, Tourismus 2014)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Reisetätigkeit der Österreicher entwickelte sich im Jahr 2014 gegenüber 2013 leicht positiv. In den ersten drei Quartalen nahmen die Urlaubsreisen insgesamt um 1,5 % auf 14,7 Mio. zu. Im Sommer 2014 (Juli bis September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, blieb das Niveau nahezu konstant bei 6,7 Mio. Urlaubsreisen. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien-Schwechat

Veränd.
Verkehrskennzahlen 2014 in % 2013 2012
MTOW (in Mio. Tonnen) 8,2 +3,4 7,9 8,1
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,5 +2,2 22,0 22,2
davon Lokalpassagiere
(in Mio.)
15,9 +4,6 15,2 15,1
davon Transferpassagiere
(in Mio.)
6,5 -3,9 6,8 7,1
Flugbewegungen 230.781 -0,2 231.179 244.650
Fracht (Luftfracht und Trucking; in
Tonnen)
277.532 +8,3 256.194 252.276
Sitzladefaktor (in %) 75,0 n. a. 74,8 73,0
Anzahl der Destinationen 172 -2,8 177 179
Anzahl der Airlines 70 -1,4 71 71

W ie n: D e utliche s Plus b ei L ok alpass agie r e n und Fr acht 2014, Rückgang bei Transferpassagieren

Die Passagierentwicklung der europäischen Flughäfen zeigt ein Wachstum von durchschnittlich 5,4 %1 . Während Flughäfen in der Türkei, Island und Serbien noch höhere Zuwächse verzeichneten, konnten die EU-Flughäfen ein Plus von 4,9 % erzielen.1

2014 wurden am Flughafen Wien 22.483.158 Passagiere (2013: 21.999.926) abgefertigt, was einem Plus von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses neuen Höchstwerts war es ein wechselhaftes Jahr, das vor allem von politischen Entwicklungen in Osteuropa beeinflusst wurde. Die wichtige West-Ost-Drehscheibenfunktion des Wiener Flughafens war davon stärker betroffen als andere Flughäfen in Westeuropa. Des Weiteren zeichnete sich das Marktumfeld im Jahr 2014 durch Streiks von Airline- und Flughafenpersonal in Deutschland und Frankreich aus.

Der Rückgang im Transferverkehr (minus 3,9 %) konnte jedoch durch einen stark wachsenden Lokalverkehr (plus 4,6 %) kompensiert werden. Unter anderem führten viele Neuaufnahmen von Destinationen, vor allem auf der Langstrecke, zu einem Passagierwachstum. Nach einem schwachen ersten Quartal, entwickelte sich die Anzahl der Fluggäste in der Sommersaison deutlich besser.

Europaweit wurde ein Zuwachs bei Starts und Landungen von 2,6 %1 verzeichnet. Am Flughafen Wien wurden 230.781 Bewegungen registriert – ein Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr (2013: 231.179). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg vor allem durch neue Langstreckenverbindungen im Vergleichszeitraum um 3,4 % auf 8.179.391 Tonnen (2013: 7.913.505 Tonnen).

Die positive Entwicklung des Frachtaufkommens seit dem zweiten Halbjahr 2013 setzte sich auch 2014 fort. Das Gesamtjahr ergab ein deutliches Plus von 8,3 % auf 277.532 Tonnen (2013: 256.194 Tonnen). Neben einem Plus im Trucking mit 3,1 % (am Standort Flughafen Wien) war dafür vor allem die positive Entwicklung der Luftfracht verantwortlich, die um 10,6 % auf 197.761 Tonnen zulegte. Getragen wurde dies beispiels-

weise von Airlines wie Korean Air, TNT Airways, China Southern Airlines und Cargolux. Damit entwickelte sich Wien auch 2014 besser als der europäische Durchschnitt mit einem Plus bei der Frachtmenge von 3,6 %1 .

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2013 in %
Flug
bewegungen2
Veränd. zu
2013 in %
London* 131.459,8 4,6 869.012 2,7
Paris** 92.669,0 2,6 693.222 -1,3
Frankfurt 59.566,1 2,6 458.305 -0,7
Amsterdam 54.978,0 4,6 438.296 3,0
Madrid 41.815,3 5,3 341.911 2,9
München 39.700,5 2,7 357.295 -1,2
Rom 38.506,5 6,5 307.916 3,3
Mailand*** 36.598,1 2,0 319.017 -0,5
Zürich 25.426,9 2,5 248.943 0,9
Wien 22.483,2 2,2 229.450 -0,1
Prag 11.149,9 1,6 122.311 -2,7
Budapest 9.146,7 7,5 80.586 3,5

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2014 im Vergleich (Auszug)

* London Heathrow, Gatwick, Stansted

** Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly

*** Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo

Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2014

Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den Top 10 der pünktlichsten Airports in Europa und konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Servicequalität steigern.

Regionen 2014 2013 Veränd.
in %
Anteil
2014 in %
Anteil
2013 in %
Veränd.
Anteil in
Prozent
punkten
Osteuropa 2.025.666 2.165.556 -6,5 18,1 19,7 -1,6
Westeuropa 7.761.325 7.536.817 +3,0 69,2 68,6 +0,6
Ferner Osten 408.707 363.163 +12,5 3,6 3,3 +0,3
Naher und
Mittlerer Osten
538.923 522.691 +3,1 4,8 4,8 0,0
Nordamerika 298.630 233.682 +27,8 2,7 2,1 +0,6
Afrika 167.341 157.229 +6,4 1,5 1,4 +0,1
Südamerika 12.024 10.977 +9,5 0,1 0,1 0,0
Gesamt 11.212.616 10.990.115 +2,0 100,0 100,0

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2014 (L inie und Char te r) nach Regionen

1 Airports Council International (ACI) Europe. Inhouse; January – December 2014

2 Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

Die westeuropäischen Destinationen als aufkommensstärkste Region des Flughafen Wien verzeichneten einen Zuwachs von 3,0 % auf 7.761.325 abgeflogene Passagiere, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen von 68,6 % auf 69,2 % erhöhte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Frequenzverstärkungen in westeuropäische Hauptstädte getragen. Der Rückgang um 6,5 % auf 2.025.666 abfliegende Passagiere zu Destinationen in Osteuropa ist vor allem auf die Ukraine-Krise zurückzuführen. Weiterhin positiv entwickelten sich die nordamerikanischen Destinationen (plus 27,8 %) aufgrund neuer Destinationen und Frequenzerhöhungen mit 298.630 Reisenden. Damit erhöhte sich ihr Anteil am Passagieraufkommen auf 2,7 %. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (plus 3,1 %), Afrika (plus 6,4 %) und Südamerika (plus 9,5 %) konnten ebenfalls zulegen.

Wie auch in den Vorjahren war Frankfurt die am häufigsten gewählte Destination. Hier verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg um 3,3 % auf 680.895 Passagiere. Starke absolute Passagierzuwächse verzeichneten auch London (plus 8,5 %), Berlin (plus 6,3 %) und Madrid (plus 31,2 %). Auf der Langstrecke war Bangkok die gesuchteste Destination (115.726), gefolgt von New York inkl. Newark (110.467) und Tokio (73.715).

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde des Flughafen-Wien-Konzerns (FWAG) – die Austrian Airlines – verzeichnete einen leichten Rückgang bei den Passagieren von 0,7 %. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen auf 47,7 % (2013: 49,1 %). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien.

Durch Umstrukturierungen innerhalb der Lufthansa Gruppe kam es 2014 zu Verschiebungen zwischen Lufthansa (minus 12,4 %) und Germanwings-Passagieren (plus 20,1 %). NIKI/airberlin haben mit 3.884.471 Passagieren einen Anteil von 17,3 % am Passagieraufkommen (2013: 17,1 %). Turkish Airlines trug mit 496.935 Passagieren 2,2 % zur Gesamtpassagieranzahl bei. Erfreulich entwickelten sich aber auch andere europäische Airlines, wie beispielweise Alitalia, Vueling Airlines, TAP Portugal und easyJet.

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) stieg 2014 von 74,8 % auf 75,0 %. Der Flughafen Wien wurde 2014 von 70 Fluglinien (2013: 71) regelmäßig angeflogen, die 172 Destinationen in 71 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u. a. Air China und Ethiopian Airlines, die den Flughafen Wien in ihr Langstreckendestinationsprogramm aufgenommen haben.

Entgelte- und Incentive-Politik

Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2014 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2014 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgeltes gilt das höchstzulässige Abfluggewicht MTOW der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgeltes Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1. Jänner 2014:

 Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: +1,87 %
Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside: +0,55 %
Infrastrukturentgelt Betankung: +1,83 %

Das PRM-Entgelt (Passengers with Reduced Mobility, d. h. Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) blieb mit € 0,34 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt weiterhin einheitlich für alle abfliegenden Passagiere (lokal und Transfer) mit € 7,70 festgesetzt.

Das ab 1. Jänner 2013 auf € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier angehobene Transfer-Incentive blieb auch im Jahr 2014 in dieser Höhe unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen forcieren soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Die Flughafen Wien AG hat auch im Jahr 2014 das Wachstums-Incentive-Programm bestehend aus Destinations- und Frequenz-Incentives sowie dem Frequenzdichte-Incentive fortgesetzt, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert. Ziel der mit 1. Jänner 2014 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Umsatzentwicklung 2014

Durch das Passagierplus von 2,2 % und die positive Entwicklung des Frachtaufkommens am Flughafen Wien (plus 8,3 %) konnten die Umsatzerlöse des Flughafen-Wien-Konzerns (FWAG) im Vergleich zu 2013 um 1,3 % bzw. € 8,2 Mio. von € 622,0 Mio. auf € 630,2 Mio. gesteigert werden. Die Parkerträge und andere Miet- und Konzessionserträge entwickelten sich im Jahr 2014 ebenfalls positiv. Rückgänge verzeichneten hingegen vor allem die Enteisungserlöse aufgrund des im Vergleich zu 2013 milderen Winters.

Aufgrund der Saisonalität des Flughafengeschäfts generiert die FWAG in den Urlaubssaisonen im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Wie auch im Vorjahr war der Umsatz im dritten Quartal mit einem Anteil von 27,3 % an den Jahresumsätzen 2014 am höchsten. Es folgten das zweite Quartal mit 26,2 %, das vierte mit 24,3 % und schließlich das erste Quartal mit 22,2 %.

Entwicklung der Segmente

Umsätze nach Segmenten

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Airport 344,1 3,8 331,4 315,3
Handling 145,7 -4,0 151,9 155,9
Retail & Properties 123,8 2,2 121,2 119,5
Sonstige Segmente 16,6 -5,4 17,5 16,6
Konzern-Umsatz 630,2 1,3 622,0 607,4

1) Angepasst

Umsatz Segment Airport

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Landeentgelt 59,8 4,4 57,3 58,8
Fluggastentgelt (inkl. PRM) 151,0 4,4 144,5 134,6
Infrastrukturentgelt 30,4 2,5 29,6 29,1
GAC Gebäude und Hangar 1,7 3,8 1,6 0,9
Sicherheitsentgelt 85,9 1,8 84,3 79,0
Betankung 2,4 4,2 2,3 2,4
Sondergastdienste (Lounges) 5,8 12,2 5,2 5,0
Vermietungen 5,7 10,3 5,2 4,6
Flugplatz Vöslau 0,7 7,4 0,6 0,6
Sonstiges 0,7 -0,2 0,7 0,4
Umsatz Segment Airport 344,1 3,8 331,4 315,3

1) Angepasst

In der Berichtsperiode verzeichnete das Segment Airport ein Umsatzplus von 3,8 % bzw. € 12,6 Mio. von € 331,4 Mio. auf € 344,1 Mio. Durch das Passagierwachstum konnten die Fluggastentgelte (inkl. PRM) um 4,4 % auf € 151,0 Mio. (2013: € 144,5 Mio.) und das passagierabhängige Sicherheitsentgelt um 1,8 % auf € 85,9 Mio. (2013: € 84,3 Mio.) gesteigert werden. Trotz des minimalen Rückgangs an Flugbewegungen (minus 0,2 %) erhöhten sich die Erlöse aus Landeentgelten um 4,4 % aufgrund des gestiegenen MTOW (plus 3,4 %) und der angepassten Entgeltstruktur auf € 59,8 Mio. (2013: € 57,3 Mio.). Das Infrastrukturentgelt für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um 2,5 % von € 29,6 Mio. auf € 30,4 Mio. Besonders positiv mit plus 12,2 % entwickelten sich einerseits die Airport-Lounges, die zum Umsatz € 5,8 Mio. beitrugen (2013: € 5,2 Mio.), sowie die Vermietungserlöse, die von € 5,2 Mio. auf € 5,7 Mio. stiegen (plus 10,3 %). Mit einem Anteil von 54,6 % (2013: 53,3 %) leistete das Segment Airport wie auch in den Vorjahren den größten Beitrag zum Konzernumsatz.

Während die internen Umsatzerlöse bei € 34,5 Mio. etwa konstant blieben (2013: € 34,1 Mio.), verzeichneten die anderen Erträge einen Rückgang um die Hälfte auf nunmehr € 4,3 Mio. (2013: € 9,5 Mio.), da im Vorjahr u. a. Schadenersatzleistungen verbucht wurden.

Der Materialaufwand im Segment Airport verringerte sich um 28,6 % durch die im Vorjahresvergleich geringere Belastung aus dem Winterdienst (Enteisungsmittel und Treibstoffe) um € 1,9 Mio. auf € 4,8 Mio. (2013: € 6,7 Mio.). Der Personalaufwand stieg bei einem nahezu identen Personalstand von 499 Mitarbeitern (plus 0,5 %) und trotz der geringen Einsatzdichte des Winterdienstes von € 39,1 Mio. auf € 40,8 Mio. (plus 4,3 %), zum geringeren Teil aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen sowie zum größeren Teil aufgrund von Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 3,3 % bzw. € 1,8 Mio. auf € 55,0 Mio., dies aufgrund höherer Aufwendungen für Instandhaltungen der Terminals und Vorfelder. Der interne Betriebsaufwand konnte hingegen um 1,5 % bzw. € 2,2 Mio. auf € 141,0 Mio. gesenkt werden.

In Summe ergibt sich für das Jahr 2014 eine EBITDA-Steigerung um 6,4 % bzw. € 8,5 Mio. auf € 141,3 Mio. nach € 132,8 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge legte auf 37,3 % (2013: 36,3 %) zu.

Der Anstieg der Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) von € 90,8 Mio. auf € 95,5 Mio. (plus 5,2 %) ist auf die Inbetriebnahme größerer Investitionsprojekte und die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport stieg um 9,0 % von € 42,0 Mio. auf € 45,7 Mio. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 12,1 % nach 11,5 % im Vorjahr.

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Vorfeldabfertigung 94,6 -9,4 104,5 103,8
Frachtabfertigung 30,9 12,9 27,4 30,6
Sicherheitsdienstleistungen 3,4 -0,5 3,4 3,7
Verkehrsabfertigung 8,7 7,2 8,1 9,3
General Aviation, Sonstiges 8,2 -4,2 8,5 8,6
Umsatz Segment Handling 145,7 -4,0 151,9 155,9

Umsatz Segment Handling

1) Angepasst

Das Segment Handling verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang der externen Umsatzerlöse um 4,0 % bzw. € 6,1 Mio. auf € 145,7 Mio. (2013: € 151,9 Mio.). Die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung sind um 9,4 % bzw. € 9,9 Mio. auf € 94,6 Mio. gesunken, was vor allem auf die Rückgänge der Einzelleistungen (insbesondere bei der Flugzeugenteisung) zurückzuführen ist. Im Jahr 2014 wurde eine weitere Handling-Leistung in die Angebotspalette der VIE-Abfertigung aufgenommen – das Passagier-Handling, was u. a. zu einem Anstieg der Erlöse aus der Verkehrsabfertigung um 7,2 % bzw. € 0,6 Mio. auf € 8,7 Mio. führte. Der Bereich VIE-Abfertigung konnte einen durchschnittlichen Marktanteil von 87,7 % (2013: 88,5 %) behaupten.

Die Erlöse aus der Frachtabfertigung sind um 12,9 % bzw. € 3,5 Mio. auf € 30,9 Mio. gestiegen, was auf die Entwicklung des Frachtvolumens (Luftfracht plus 10,6 %, Trucking minus 1,6 %) zurückzuführen ist. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handlings im Bereich Fracht liegt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von 92,5 % (2013: 93,2 %).

Die Tochtergesellschaft Vienna Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) verzeichnete im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen, trotz Wegfall der Dokumentenkontrolle, nahezu stabile externe Umsätze in Höhe von € 3,4 Mio. (minus 0,5 %). Im Bereich der General Aviation (inkl. Betrieb des VIP- und Business-Centers) sank der Umsatz trotz geringfügig höherer Flugbewegungen der General Aviation aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs durch neue Mitbewerber (und dadurch reduzierter Handling-Aktivitäten) leicht um € 0,4 Mio. bzw. 4,2 % auf € 8,2 Mio. In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 23,1 % (2013: 24,4 %).

Sowohl interne Umsatzerlöse mit anderen Segmenten als auch die anderen Erträge im Segment Handling konnten im Vorjahresvergleich auf € 73,9 Mio. (2013: € 71,5 Mio.) bzw. auf € 1,4 Mio. (2013: € 0,9 Mio.) zulegen.

Im Segment Handling kam es durch den milderen Winter zu einem geringeren Einsatz an Enteisungsmitteln, was sich im Rückgang des Materialaufwands um € 3,5 Mio. bzw. 31,0 % auf € 7,7 Mio. niederschlägt. Trotz des geringeren durchschnittlichen Personalstands von 3.126 Mitarbeitern (2013: 3.199 Mitarbeiter) erhöhte sich der Personalaufwand um € 4,5 Mio. bzw. 2,9 % auf € 160,7 Mio., überwiegend aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen und Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und zu einem Teil aufgrund von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen sowie andererseits aufgrund von Einmaleffekten aus im Vorjahr höheren Rückstellungsauflösungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 11,4 % bzw. € 0,5 Mio. auf € 5,3 Mio., da im Vorjahr Forderungswertberichtigungen aufgelöst werden konnten.

Im Jahr 2014 erzielte das Segment Handling ein EBITDA von € 17,6 Mio. und verzeichnete so einen Rückgang um 21,9 % bzw. € 5,0 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Enteisungserlöse und die höhere Belastung durch Personalkosten zurückzuführen. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von € 5,5 Mio. (2013: € 5,4 Mio.) ergibt sich ein EBIT-Rückgang von 29,3 % bzw. € 5,0 Mio. auf € 12,1 Mio. nach € 17,2 Mio. 2013. Sowohl die EBITDA-Marge als auch die EBIT-Marge sanken auf 8,0 % bzw. 5,5 % (2013: 10,1 % bzw. 7,7 %).

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Parkerträge 42,0 5,0 40,0 41,8
Vermietung 38,4 -2,8 39,5 37,2
Shopping/Gastronomie 43,4 4,1 41,7 40,5
Umsatz Segment Retail & Properties 123,8 2,2 121,2 119,5

Umsatz Segment Retail & Properties

1) Angepasst

Nach einem verhaltenen Start zu Beginn des Jahres konnten die externen Umsätze des Segments Retail & Properties im Vorjahresvergleich um 2,2 % bzw. € 2,6 Mio. auf € 123,8 Mio. gesteigert werden. Die positive Entwicklung wurde durch steigende Parkerträge in Höhe von € 42,0 Mio. (plus 5,0 % bzw. € 2,0 Mio.) und höhere Erlösen aus Shopping und Gastronomie in Höhe von € 43,4 Mio. (plus 4,1 % bzw. € 1,7 Mio.) bewirkt. Die Vermietungserlöse sanken hingegen im Vorjahresvergleich, u. a. durch geringere Verrechnungen von Vermietungs-Nebenerlösen. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz von 19,6 % (2013: 19,5 %) unterstreicht die Bedeutung, das Ausbaupotenzial des Non-Aviation-Geschäfts und im Rahmen der Airport-City-Strategie am Standort Flughafen Wien noch stärker auszuschöpfen.

Während die internen Umsatzerlöse primär durch höhere interne Vermietungserlöse um € 1,0 Mio. auf € 18,1 Mio. stiegen, beinhalten die anderen Erträge in Höhe von € 3,9 Mio. (2013: € 3,9 Mio.) in diesem Jahr im Wesentlichen Grundstücksverkäufe.

Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,4 Mio. bzw. 24,3 % auf € 1,4 Mio.; der Personalaufwand stieg hingegen von € 6,9 Mio. auf € 8,0 Mio. (plus 16,1 %) an. Auch im Segment Retail & Properties wirkten die kollektivvertraglichen Erhöhungen und die Personalrückstellungsdotierungen kostenerhöhend. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30,5 % bzw. € 9,5 Mio. auf € 21,7 Mio. ist im Wesentlichen auf geringere Instandhaltungs- und Sanierungskosten der Airport-Immobilien zurückzuführen. Die internen Betriebsaufwendungen gingen aufgrund geringerer Belastungen für den Vermietungsbereich um € 0,8 Mio. auf € 39,8 Mio. (minus 2,1 %) zurück.

Das EBITDA legte daher im Vorjahresvergleich um 21,6 % bzw. € 13,3 Mio. auf € 74,9 Mio. zu. Der Rückgang der Abschreibungen des Segments um 19,3 % auf € 15,9 Mio. (2013: € 19,8 Mio.) ergibt sich primär aus den Wertminderungen im Vorjahr. Das EBIT legte im Vergleich um 41,0 % bzw. € 17,1 Mio. auf € 59,0 Mio. zu. Die EBITDA-Marge betrug 52,8 % (2013: 44,5 %), die EBIT-Marge belief sich auf 41,6 % (2013: 30,3 %).

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Ver- und Entsorgung 6,2 -4,3 6,5 6,7
Telekommunikation und EDV 3,0 -2,6 3,1 3,2
Materialwirtschaft 1,7 -8,7 1,9 2,2
Elektrotechnik, Sicherheitsequipment 1,2 -51,4 2,5 1,4
Facilitymanagement 1,7 43,8 1,2 0,9
Werkstätten 0,6 36,7 0,4 0,5
Besucherzentrum 0,3 26,5 0,2 0,2
Sonstiges 1,9 5,8 1,8 1,6
Umsatz Sonstige Segmente 16,6 -5,4 17,5 16,6

Umsatz Segment Sonstige Segmente

1) Angepasst

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente beliefen sich 2014 auf € 16,6 Mio. nach € 17,5 Mio. im Vorjahr, was einem Minus von 5,4 % bzw. € 1,0 Mio. entspricht. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringe Umsatzerlöse im Bereich der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen inkl. Verkauf von Sicherheitsequipment zurückzuführen. Während es bei der Ver- und Entsorgung durch geringere Mengen als Folge eines reduzierten Energieverbrauchs zu einem leichten Umsatzrückgang von € 0,3 Mio. bzw. 4,3 % auf € 6,2 Mio. kam, stiegen die Umsätze des Facilitymanagements um € 0,5 Mio. auf € 1,7 Mio. Im Bereich der sonstigen Umsätze konnten u. a. durch Beratungsleistungen Umsätze in Höhe von € 1,9 Mio. (2013: € 1,8 Mio.) erzielt werden. In Summe beträgt der Anteil der Sonstigen Segmente am Konzernumsatz 2,6 % (2013: 2,8 %).

Die internen Erlöse nahmen im Vergleichszeitraum aufgrund geringerer Betriebskosten des Terminalbetriebs um € 7,9 Mio. auf € 92,3 Mio. ab. Die anderen Erträge sanken ebenfalls von € 9,5 Mio. auf € 6,6 Mio.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen konnte korrelierend mit dem Umsatzrückgang um 5,3 % bzw. € 1,4 Mio. auf € 25,0 Mio. reduziert werden (2013: € 26,4 Mio.). Der Personalaufwand nahm hingegen leicht um € 0,9 Mio. bzw. 2,1 % auf € 44,6 Mio. (2013: € 43,7 Mio.) zu. Zwar reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand von 621 Mitarbeitern auf 597 Mitarbeiter (minus 3,8 %), jedoch stiegen die Aufwendungen zum geringeren Teil aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen sowie zum größeren Teil aufgrund von Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen. Trotz Zuweisung von Forderungswertberichtigungen im Ausmaß von € 2,8 Mio. konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter anderem aufgrund geringerer Fremdleistungen um 8,7 % bzw. 2,0 Mio. auf € 21,2 Mio. reduziert werden. Die Abschreibungen blieben mit € 13,5 Mio. zum Vorjahr konstant, der interne Betriebsaufwand sank um € 1,1 Mio. auf € 8,3 Mio.

In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 16,4 Mio. (2013: € 24,5 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 2,9 Mio. (2013: € 11,1 Mio.) ausgewiesen.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der FWAG für das Geschäftsjahr 2014 im Überblick:

  • Steigerung der Umsatzerlöse um 1,3 % bzw. € 8,2 Mio. auf € 630,2 Mio.
  • Betriebsleistung trotz geringerer Enteisungserlöse und geringerer sonstiger betrieblicher Erträge auf € 646,3 Mio. gesteigert (2013: € 645,8 Mio.)
  • Reduktion des Betriebsaufwands ohne Abschreibungen um 2,0 % bzw. € 8,2 Mio. auf € 396,1 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 3,6 % bzw. € 8,7 Mio. auf € 250,2 Mio.
  • Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um 4,9 % bzw. € 6,1 Mio. auf € 130,4 Mio.
  • Wegfall der Wertminderungen (2013: € 5,1 Mio.)
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 6,9 % bzw. € 7,7 Mio. auf € 119,8 Mio.
  • Verbesserung des Finanzergebnisses um 14,5 % bzw. € 2,2 Mio. auf minus € 13,1 Mio.
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 10,2 % bzw. € 9,9 Mio. auf € 106,7 Mio.
  • Periodenergebnis Muttergesellschaft plus 12,5 % bzw. € 9,2 Mio. auf € 82,5 Mio.
Veränd.
Konzernergebnis in € Mio. 2014 in % 2013 2012
Umsatzerlöse 630,2 1,3 622,0 607,4
Sonstige betriebliche Erträge 16,1 -32,2 23,8 24,1
Betriebsleistung 646,3 0,1 645,8 631,5
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen 396,1 -2,0 404,3 410,1
EBITDA 250,2 3,6 241,5 221,4
Abschreibungen und Wertminderungen 130,4 0,8 129,4 113,4
EBIT 119,8 6,9 112,1 108,0
Finanzergebnis -13,1 -14,5 -15,3 -14,3
EBT 106,7 10,2 96,8 93,7
Steuern 24,8 5,3 23,5 21,4
Periodenergebnis 81,9 11,8 73,3 72,3
davon Ergebnis nicht beherrschende
Anteile
-0,5 n. a. -0,0 0,4
davon Ergebnis Muttergesellschaft 82,5 12,5 73,3 71,9
Gewinn je Aktie in EUR 3,93 12,5 3,49 3,42

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Beträge in € Mio. Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
über
leitung
Summe
Betriebsleistung 382,9 221,0 145,8 115,5 -218,8 646,3
Betriebsaufwand 337,1 208,8 86,8 112,5 -218,8 526,5
EBIT 45,7 12,1 59,0 2,9 0,0 119,8

Auch im Jahr 2014 stiegen die Umsätze der FWAG trotz der schwierigen Marktbedingungen um 1,3 % bzw. € 8,2 Mio. auf € 630,2 Mio. Dies ist vor allem auf das Wachstum im Segment Airport zurückzuführen. Durch das Passagierwachstum konnten die Erlöse aus Fluggastentgelten inkl. PRM und Sicherheitsentgelt um € 8,0 Mio. bzw. 3,5 % auf € 236,9 Mio. gesteigert werden. Die Landeentgelte lieferten einen Umsatzbeitrag von € 59,8 Mio. (plus 4,4 %). Im Segment Retail & Properties legten im Vergleich zum Vorjahr vor allem die Parkerträge um € 2,0 Mio. (plus 5,0 %) und Shopping-&-Gastronomie-Erlöse um € 1,7 Mio. (plus 4,1 %) zu. Einbußen verzeichneten vor allem die Enteisungserlöse (minus € 9,1 Mio.) aufgrund des vergleichsweisen milden Winters.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich rund um ein Drittel bzw. € 7,7 Mio. auf € 16,1 Mio. (2013: € 23,8 Mio.). Einerseits gingen die aktivierten Eigenleistungen (Flughafen Wien AG sowie Tochtergesellschaften VIE ÖBA GmbH und Vienna Airport Technik GmbH) um 24,2 % bzw. € 2,2 Mio. auf € 6,7 Mio. zurück. Auch die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen sanken im Vorjahresvergleich, da im Vorjahr Schadenersatzleistungen aus dem Schiedsvergleich in Höhe von € 4,0 Mio. verbucht wurden. 2014 wurden hingegen Erträge aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 1,8 Mio. im Wesentlichen durch den Verkauf von Grundstücken verzeichnet. Die übrigen Erträge sanken um 15,3 % bzw. € 0,6 Mio. auf € 3,3 Mio. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen gingen auf

€ 4,0 Mio. (2013: € 6,3 Mio.) zurück, da im Vorjahr ein Gerichtsverfahren zugunsten der FWAG positiv ausgegangen war.

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 2012
Materialaufwand und
bezogene Leistungen
38,9 -15,7 46,1 43,2
Personal 254,1 3,4 245,8 249,7
Sonstiger betrieblicher
Aufwand
103,1 -8,2 112,3 117,2
Abschreibungen und Wert
minderungen
130,4 0,8 129,4 113,4
Summe Betriebsaufwand 526,5 -1,3 533,7 523,4

Betriebsaufwand um 1,3 % auf € 526,5 Mio. durch Kosteneinspar unge n und milde r e n W inte r r e duzie r t

Der im Vergleich zu 2013 mildere Winter Anfang 2014 führte neben geringeren Aufwendungen für Enteisungsmittel und Treibstoffe auch zu einem Rückgang der Energiekosten, wobei zusätzlich Energiesparmaßnahmen kostendämpfend wirkten. Der Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für Energie) reduzierte sich daher um 22,5 % bzw. € 9,7 Mio. auf € 33,6 Mio. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um € 2,5 Mio. auf € 5,3 Mio., vor allem durch höheren Fremdaufwand für Kundenaufträge sowie herstellungsbezogene Dienstleistungen.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 3,4 % bzw. € 8,3 Mio. von € 245,8 Mio. auf € 254,1 Mio. Dies ist zum geringeren Teil auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen in der Höhe von 2,0 % ab Mai 2014 und zum größeren Teil auf Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen zurückzuführen. Die Aufwendungen für den Winterdienst reduzierten sich analog zur geringeren Einsatzdichte. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ging um 2,1 % auf 4.306 Mitarbeiter zurück.

Die Effekte aus kollektivvertraglichen Erhöhungen und Rückstellungsdotierungen für Sozialkapital zeigen sich in allen Segmenten: Im Segment Airport stieg der Personalaufwand trotz geringerer Belastungen durch den milden Winter um 4,3 %. Das Segment Handling verzeichnete einen Anstieg um 2,9 % unter Berücksichtigung von Einmaleffekten aus im Vorjahr höheren Rückstellungsauflösungen. Auch in den Segmenten Retail & Properties und Sonstige Segmente legten die Aufwendungen aus dem Personalbereich im Vorjahresvergleich um 16,1 % bzw. 2,1 % zu.

Während die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter im Segment Airport geringfügig um 0,5 % stieg, sank die Mitarbeiteranzahl im Segment Handling um 2,3 %. Das Segment Retail & Properties beschäftigte im Durchschnitt um 1,4 % mehr Mitarbeiter als im Jahr 2013. Der Mitarbeiterdurchschnitt des Berichtssegments Sonstige Segmente ging um 3,8 % zurück.

Der Aufwand für Löhne stieg leicht um € 0,4 Mio. bzw. 0,4 % auf € 110,0 Mio. Der positive Effekt aus der geringeren Einsatzdichte des Winterdienstes wurde durch Rückstellungsdotierungen infolge der Zinssatzsenkung aufgehoben. Die Gehaltsaufwendungen nahmen ebenfalls um € 7,7 Mio. bzw. 11,0 % auf € 78,0 Mio. zu. Auch hier wirkten die Rückstellungsdotierungen des Sozialkapitals belastend. Die Aufwendungen für Abfertigungen stiegen um 1,8 % bzw. € 0,2 Mio. auf € 9,4 Mio., während die Aufwendungen für die Altersversorgung im Vorjahresvergleich nahezu konstant bei € 3,1 Mio. blieben (plus 1,6 %). Die Aufwendungen für Sozialabgaben sanken um € 0,3 Mio. bzw. 0,7 % auf € 51,6 Mio., die sonstigen Sozialaufwendungen nahmen hingegen um € 0,3 Mio. bzw. 15,5 % auf € 2,0 Mio. zu.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vorjahresvergleich durch den klaren Fokus auf Kosteneinsparung und den Wegfall der Belastungen des schneereichen Winters 2012/2013 um € 9,2 Mio. bzw. 8,2 % auf € 103,1 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungskosten verringerten sich aufgrund geringerer Wartungskosten für Anlagen und Gebäude sowie antizyklischer Sanierungsmaßnahmen um € 8,9 Mio. bzw. 27,0 % auf € 24,1 Mio. Auch die Transportkosten sanken um die Hälfte bzw. um € 1,0 Mio., da der Abtransport der großen Schneemassen 2013 belastend wirkte. Während sich die Fremdleistungen um € 7,6 Mio. bzw. 35,9 % auf € 13,5 Mio. reduzierten, stiegen die Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, durch den erweiterten Leistungsumfang um € 3,5 Mio. bzw. 39,1 % auf € 12,4 Mio. Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation verzeichneten einen Anstieg von 6,1 % auf € 20,5 Mio. (2013: € 19,4 Mio.). Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen lagen mit € 4,7 Mio. um € 1,3 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres (minus 21,5 %). Gebildete Wertberichtigungen (inkl. Auflösungen) zu Forderungen belasteten das Ergebnis in Summe mit € 3,1 Mio.

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121
Airport 141,3 6,4 132,8 123,9
Handling 17,6 -21,9 22,6 18,8
Retail & Properties 74,9 21,6 61,6 64,2
Sonstige Segmente 16,4 -33,2 24,5 14,4
Konzern-EBITDA 250,2 3,6 241,5 221,4

Konzern-EBITDA plus 3,6 %

1) Angepasst

EBITDA Konzern Anteile 2014 2013 20121
Airport 56,5 % 55,0 % 56,0 %
Handling 7,0 % 9,3 % 8,5 %
Retail & Properties 30,0 % 25,5 % 29,0 %
Sonstige Segmente 6,5 % 10,2 % 6,5 %
Konzern-EBITDA 100,0 % 100,0 % 100,0 %

1) Angepasst

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der FWAG stieg gegenüber 2013 um weitere 3,6 % bzw. € 8,7 Mio. auf € 250,2 Mio. (2013: € 241,5 Mio.).

Beträge in € Mio. 2014 2013 2012
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 75,1 72,9 101,7
Planmäßige Abschreibungen 130,4 124,3 98,1
Wertminderungen 0,0 5,1 15,3

Planmäßige Abschreibungen von € 130,4 Mio.

Im Berichtsjahr 2014 ist das Investitionsvolumen wieder leicht um 3,0 % angestiegen. Zwar erreicht es noch nicht das Niveau der Jahre vor Inbetriebnahme des Terminal 3, doch wurden in Summe € 75,1 Mio. (unter Berücksichtigung von Rechnungskorrekturen aus Vorjahren; 2013: € 72,9 Mio.) investiert. Davon entfielen € 1,3 Mio. auf das immaterielle Vermögen und € 73,7 Mio. auf das Sachanlagevermögen. 2013 entfielen insbesondere Rechnungskorrekturen im Ausmaß von € 8,2 Mio. auf eine Schiedsgerichtsentscheidung zugunsten der Flughafen Wien AG im Verfahren gegen einen Auftragnehmer beim Terminal 3. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich durch die laufenden Investitionsprojekte sowie durch die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern.

Im Berichtsjahr 2014 ergaben sich keine Wertminderungen für die FWAG.

Im Vorjahr wurden Wertminderungen im Ausmaß von € 5,1 Mio. erfasst. Die durchgeführten Werthaltigkeitstests führten im Geschäftsjahr 2013 zur Erfassung einer Wertminderung bei einer Immobilie (CGU "Real Estate Cargo") im Gesamtausmaß von € 4,9 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wurde. In der CGU "Airport" wurden Wertminderungen in Höhe von € 0,2 Mio. für Sachanlagen erfasst.

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 20121)
Airport 45,7 9,0 42,0 55,6
Handling 12,1 -29,3 17,2 12,9
Retail & Properties 59,0 41,0 41,9 38,1
Sonstige Segmente 2,9 -73,7 11,1 1,4
Konzern-EBIT 119,8 6,9 112,1 108,0
1) Angepasst

Konzern-EBIT auf € 119,8 Mio. gesteigert

EBIT Konzern Anteile 2014 2013 20121)
Airport 38,2 % 37,4 % 51,5 %
Handling 10,1 % 15,3 % 12,0 %
Retail & Properties 49,3 % 37,4 % 35,3 %
Sonstige Segmente 2,4 % 9,9 % 1,2 %
Konzern-EBIT 100,0 % 100,0 % 100,0 %

1) Angepasst

Das Konzern-EBIT konnte trotz der höheren planmäßigen Abschreibungen durch die Verbesserung des EBITDA und Wegfall von Wertminderungen gegenüber 2013 um € 7,7 Mio. bzw. 6,9 % auf € 119,8 Mio. gesteigert werden.

Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013 2012
Beteiligungsergebnis ohne
At-Equity-Unternehmen
0,1 -94,1 2,3 0,9
Zinsertrag 0,9 -58,4 2,2 4,2
Zinsaufwand -24,2 -6,9 -25,9 -25,2
Sonstiges Finanzergebnis 0,1 n. a. 0,0 0,2
Finanzergebnis ohne At
Equity-Unternehmen
-23,1 7,5 -21,4 -19,9
Anteilige Perioden
ergebnisse und Ergebnisse
aus dem Abgang von
At-Equity-Unternehmen
10,0 62,2 6,2 5,6
Finanzergebnis -13,1 -14,5 -15,3 -14,3

F inanze rge b nis au f minus € 13,1 Mio. ve r b e sse r t

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich von minus € 15,3 Mio. auf minus € 13,1 Mio. Im Vorjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe von € 2,3 Mio. erzielt. Diese Erträge beinhalteten im Vorjahr auch eine Ausschüttung der Beteiligung "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2), die seit Beginn des Jahres 2014 durch die Erstkonsolidierung nunmehr als At-Equity-Ergebnis, jedoch weiterhin im Finanzergebnis, dargestellt wird. Im Jahr 2014 gingen die Beteiligungserträge daher auf € 0,1 Mio. zurück.

Das Zinsergebnis reduzierte sich einerseits durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen sowie andererseits aufgrund geringerer Zinserträge, u. a. aufgrund der Tilgung einer Bankenanleihe Mitte des Vorjahres, von minus € 23,8 Mio. auf minus € 23,3 Mio. (minus 2,2 %).

Die Ergebnisbeiträge der At-Equity-Beteiligungen (inkl. Ergebnisse aus dem Abgang von At-Equity-Beteiligungen) entwickelten sich auch im Jahr 2014 positiv und beliefen sich auf € 10,0 Mio. (2013: € 6,2 Mio.). Hier wurde ein einmaliger Effekt aus der Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. sowie der Verkauf der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH (Wertaufholung in Q2/2014) mit € 2,3 Mio. erfasst. Die laufenden Ergebnisse der At-Equity-Beteiligungen beliefen sich auf € 7,1 Mio., wovon € 1,0 Mio. auf den Flughafen Košice und € 4,7 Mio. auf den Flughafen Malta entfielen. Die Entkonsolidierung der Columinis Holding GmbH (Liquidation in Q2/2014) führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen im Finanzergebnis.

Periodenergebnis nach nicht b eherr schenden Anteilen von € 82,5 Mio. (plus 12,5 %)

In Summe steigerte die FWAG 2014 das Ergebnis vor Ertragsteuern um € 9,9 Mio. bzw. 10,2 % auf € 106,7 Mio. (2013: € 96,8 Mio.).

Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich. Die Steuerquote als Anteil des Steueraufwands am Gewinn vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2014 23,2 % (2013: 24,3 %).

Das Periodenergebnis lag bei € 81,9 Mio. (2013: € 73,3 Mio.). Darin enthalten ist der anteilige Verlust der Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) in der Höhe von minus € 0,5 Mio., welcher als Ergebnis für nicht beherrschende Anteile dargestellt wird. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2014 nach Abzug des anteiligen Verlusts auf € 82,5 Mio. (2013: € 73,3 Mio.), was einem Plus von 12,5 % entspricht.

Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 3,93 (2013: € 3,49).

Finanz wir t schaf tliche Steuer ung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der FWAG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die FWAG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der FWAG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2014 wird eine EBITDA-Marge von 39,7 % nach 38,8 % im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation in etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 2,02 (2013: 2,62).

Trotz eines leicht höheren Investitionsvolumens reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten um € 127,5 Mio., im Wesentlichen durch vorzeitige und planmäßige Tilgungen. Die liquiden Mittel reduzierten sich dementsprechend um € 1,7 Mio. und betrugen zum Stichtag € 2,2 Mio. Die Nettoverschuldung unter Berücksichtigung von Veranlagungen beträgt € 506,2 Mio. (2013: € 633,4 Mio.). Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 952,5 Mio. (2013: € 905,9 Mio.) resultiert daraus ein Gearing von 53,1 % (2013: 69,9 %).

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

Rentabilitätskennzahlen
--- -- -- ------------------------- --
in % 2014 2013 2012
EBITDA-Marge1 39,7 38,8 36,5
EBIT-Marge2 19,0 18,0 17,8
ROE3 8,8 8,3 8,7
ROCE vor Steuern4 7,5 6,8 6,5

1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse

2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse

3) ROE (Return on Equity) = Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital

4) ROCE (Return on Capital Employed before Tax) = EBIT / durchschnittliches Capital Employed (Capital Employed = langfristiges Vermögen, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten)

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzstruktur

2014 2013
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.803,4 95,3 1.857,6 95,1
Kurzfristiges Vermögen 88,8 4,7 96,3 4,9
Bilanzsumme 1.892,2 100,0 1.953,9 100,0
Passiva
Eigenkapital 952,5 50,3 905,9 46,4
Langfristige Schulden 672,2 35,5 748,2 38,3
Kurzfristige Schulden 267,5 14,1 299,8 15,3
Bilanzsumme 1.892,2 100,0 1.953,9 100,0

Die Bilanzsumme der FWAG belief sich zum 31. Dezember 2014 auf € 1.892,2 Mio. und sank damit gegenüber 2013 um 3,2 % bzw. € 61,7 Mio. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes im Konzern spiegelt sich im Anstieg des Anteils der langfristigen Vermögenswerte auf 95,3 % (2013: 95,1 %) wider. Das kurzfristige Vermögen sank hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte.

Der Anteil des Eigenkapitals stieg im Vergleich zu 2013 um 3,9 Prozentpunkte auf 50,3 % bzw. von € 905,9 Mio. auf € 952,5 Mio. Durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden reduzierte sich der Anteil der langfristigen Schulden auf 35,5 % (2013: 38,3 %). Auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten 2014 um 10,8 % abgebaut werden und beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf € 267,5 Mio.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 2,9 % bzw. € 54,2 Mio. zurückgegangen und belief sich auf € 1.803,4 Mio.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe gegenüber 2013 um 20,6 % bzw. € 2,8 Mio. auf € 10,9 Mio. verringert. Den Zugängen von € 1,3 Mio. stehen im Wesentlichen Abschreibungen in Höhe von € 4,2 Mio. gegenüber.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.561,2 Mio. (2013: € 1.622,2 Mio.) die größte Position des langfristigen Vermögens dar: Hier stehen Investitionen in Höhe von € 62,6 Mio. den Abschreibungen in Höhe von € 121,1 Mio. gegenüber.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % bzw. € 41,5 Mio. auf € 1.107,7 Mio. Diese Veränderung lässt sich im Wesentlichen durch Abschreibungen in Höhe von € 56,2 Mio., Investitionen inkl. Umbuchungen von fertiggestellten Projekten in Höhe von € 15,2 Mio. und Abgängen in Höhe von € 0,5 Mio. erklären.

Der Posten "Technische Anlagen" mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2014 von € 316,8 Mio. sank um 4,9 % bzw. € 16,4 Mio. einerseits durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 39,9 Mio. Andererseits wurden € 23,6 Mio. in diesem Bereich investiert bzw. von Anlagen in Bau umgebucht. Auch die Position "Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattungen" verringerte sich erwartungsgemäß um 11,2 % bzw. € 8,6 Mio. auf € 68,4 Mio. Die in Bau befindlichen Projekte verzeichneten einen Anstieg des Buchwerts um 8,8 % bzw. € 5,5 Mio. zum 31. Dezember 2014 auf € 68,2 Mio.

Die Veränderung des Postens "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betrifft neben Zugängen von € 11,2 Mio. und Umbuchungen von € 1,7 Mio. auch planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 5,1 Mio. Der Buchwert dieser Immobilien beträgt zum 31. Dezember 2014 € 124,9 Mio. (31. Dezember 2013: € 119,6 Mio.).

Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erhöhte sich um 4,8 % bzw. € 4,7 Mio. von € 97,9 Mio. auf € 102,5 Mio. Die bis 2013 nicht konsolidierte Beteiligung "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) wurde zu Beginn 2014 erstmalig aufgrund der zunehmenden Übernahme operativer Tätigkeiten im Konzern mit einem Buchwert in Höhe von € 0,6 Mio. als At-Equity-Beteiligung erfasst. Dadurch kam es in der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" zu einer Verringerung der Anteile an nicht einbezogenen Unternehmen in Höhe von € 0,1 Mio.

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich 2014 um 7,8 % bzw. € 7,5 Mio. auf € 88,8 Mio. Während die Vorräte mit € 4,3 Mio. nahezu stabil blieben, erhöhten sich die Wertpapiere aufgrund der Marktwertbewertung um 6,5 % bzw. € 1,3 Mio. auf € 21,3 Mio. Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Umsatzwachstums um 5,0 % bzw. € 1,7 Mio. auf € 36,2 Mio. Der Rückgang der Finanzamtsforderungen ist im Wesentlichen auf geringere Vorsteuerguthaben zurückzuführen. Die sonstigen Forderungen, die von € 13,9 Mio. auf € 7,6 Mio. sanken, beinhalteten zum Vorjahresstichtag eine Forderung aus einem Schiedsurteil in Höhe von € 4,6 Mio., die zu Beginn des Jahres 2014 bezahlt wurde. Die Zahlungsmittel und -äquivalente verringerten sich seit 31. Dezember 2013 um 42,9 % bzw. € 1,7 Mio. auf € 2,2 Mio. (2013: € 3,9 Mio.).

Trotz Verringerung der Buchwerte des langfristigen Vermögens kommt es durch die Reduktion der liquiden Mittel und Forderungen zu einem leichten Anstieg des Anteils des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen auf 95,3 % (2013: 95,1 %).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der FWAG ist im Berichtsjahr um 5,1 % bzw. € 46,6 Mio. auf € 952,5 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis von € 81,9 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 27,3 Mio. gegenüber. Die Veränderung der sonstigen Rücklagen aus der Marktwertbewertung von Schuldtiteln und Wertrechten trug € 1,0 Mio. zur Eigenkapitalsteigerung bei. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten aufgrund von Parameteränderungen im Zusammenhang mit dem Sozialkapital (Neubewertungen der leistungsorientierten Pläne) verringerten das Eigenkapital um € 9,0 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich daher einerseits aufgrund des positiven Periodenergebnisses und anderseits durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und Reduktion der Buchwerte und betrug zum Stichtag 50,3 % (2013: 46,4 %).

Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. Dezember 2014 an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation), Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. Diese veränderten sich durch das laufende Jahresergebnis der Tochtergesellschaft, welches eine Wertberichtigung zu Forderungen im Ausmaß von € 2,8 Mio. enthielt.

Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 10,2 % bzw. € 76,0 Mio. auf € 672,2 Mio. erklärt sich im Wesentlichen durch Tilgungen und Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden bestehende Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) in der Gesamthöhe von € 155,5 Mio. getilgt sowie in Höhe von € 28,0 Mio. aufgenommen. Jene Tilgungen, die im Jahr 2015 folgen, wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. In Summe reduzierten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten daher um 17,0 % bzw. € 93,9 Mio. auf € 457,7 Mio.

Die langfristigen Rückstellungen sind in 2014 um 23,7 % bzw. € 31,4 Mio. auf € 163,8 Mio. gestiegen, da sich im Wesentlichen die Sozialkapitalrückstellungen aufgrund der aktualisierten Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen) erhöhten. Weiters wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von € 7,9 Mio. in die langfristigen Schulden umgegliedert. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 14,3 % bzw. € 4,9 Mio. auf € 29,6 Mio. – im Wesentlichen durch die Umgliederung von sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen in den kurzfristigen Bereich. Die langfristigen passiven latenten Steuern betrugen zum Stichtag € 21,0 Mio. Die Veränderung zum Vorjahreswert in Höhe von € 29,6 Mio. ergibt sich primär durch Latenzen im Bereich des Sozialkapitals.

Die kurzfristigen Passiva sind im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 10,8 % bzw. € 32,3 Mio. auf € 267,5 Mio. gesunken. Während die kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen durch die bestimmungsgemäße Verwendung und Anpassung der Fristigkeiten um 17,4 % bzw. € 12,8 Mio. auf € 60,9 Mio. sanken, erhöhte sich die Steuerrückstellung durch das positive Konzernergebnis um € 14,4 Mio. auf € 24,8 Mio. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich um 24,0 % bzw. € 11,9 Mio. von € 49,7 Mio. auf € 37,8 Mio. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Vergleichszeitraum hingegen um 19,2 % bzw. € 11,6 Mio. auf € 72,0 Mio. Dies ist auf Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils, höhere Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und die Dotierung des Umweltfonds zurückzuführen.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 31,8 % bzw. € 33,6 Mio. auf € 72,1 Mio. Im Wesentlichen stehen Umgliederungen aus dem langfristigen Teil sowie Neuaufnahmen kurzfristiger Finanzmittel (inkl. Barvorlagen) in Höhe von € 56,2 Mio. Tilgungen für ULSG-Darlehen, Schuldscheindarlehen und sonstige Darlehen in Höhe von € 89,8 Mio. gegenüber.

Finanzkennzahlen

2014 2013 2012
Nettoverschuldung in € Mio.1 506,2 633,4 719,6
Eigenkapitalquote in % 50,3 46,4 41,3
Gearing in %2 53,1 69,9 84,5
Buchmäßiges Eigenkapital in € Mio. 952,5 905,9 851,6
Working Capital in € Mio.3 -101,0 -80,1 -77,5
Anlagenintensität in %4 95,3 95,1 92,7
Anlagendeckungsgrad in %5 90,1 89,0 88,2

1) Nettoverschuldung = verzinsliches Fremdkapital – liquide Mittel – Wertpapiere des Umlaufvermögens

2) Gearing = (verzinsliches Fremdkapital – liquide Mittel) / Eigenkapital

3) Working Capital = Vorräte, kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten (exkl. Passiva aus Investitionstätigkeit)

4) Anlagenintenstität = langfristiges Vermögen / Bilanzsumme

5) Anlagendeckungsgrad = (Eigenkapital + langfristige Schulden) / Langfristiges Vermögen

2014 Veränd.
in %
2013 2012
Flüssige Mittel per 1.1. 3,9 -90,3 40,4 111,3
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
220,6 7,9 204,4 179,7
Cashflow aus Investitions
aktivitäten
-67,5 -21,9 -86,4 -126,7
Cashflow aus
Finanzierungsaktivitäten
-154,8 0,2 -154,5 -123,9
Endbestand der flüssigen
Mittel
2,2 -42,9 3,9 40,4
Free Cashflow 153,1 29,8 118,0 53,0

Geldflussrechnung – Free Cashflow auf € 153,1 Mio. gesteigert

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte 2014 um 7,9 % bzw. € 16,2 Mio. auf € 220,6 Mio. gesteigert werden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBT und Abschreibungen) von 4,8 % bzw. plus € 10,9 Mio. auf € 237,1 Mio. Weiters wurden die anteiligen Periodenergebnisse und die Einzahlungen der Dividendenausschüttungen der At-Equity-Beteiligungen mit minus € 4,6 Mio. und Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen im Ausmaß von € 3,5 Mio. berücksichtigt. Während die Vorräte nahezu konstant blieben, sanken die Forderungen um € 9,0 Mio., u. a. aufgrund geringer Finanzamt- und sonstiger Forderungen. Die Passiva (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) nahmen um € 1,2 Mio. zu. Im Berichtsjahr waren zudem Zahlungen für Ertragsteuern von € 18,4 Mio. zu leisten.

Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeiten betrug minus € 67,5 Mio. gegenüber minus € 86,4 Mio. im Jahr 2013. Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 74,8 Mio. (2013: € 97,4 Mio.). Bei den Einzahlungen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 7,3 Mio. wurde u. a. der Verkauf der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie der zahlungswirksame Effekt des Schiedsurteils aus dem Vorjahr berücksichtigt. Im Vorjahr kam es durch den Abgang von kurzfristigen Wertpapieren zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.

Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Cashflow aus der Investitionstätigkeit) stieg im Vergleich zu 2013 um 29,8 % bzw. € 35,2 Mio. von € 118,0 Mio. auf € 153,1 Mio. an.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 154,8 Mio. ist auf die Summe aus Aufnahme (plus € 28,0 Mio.) und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 155,5 Mio. und der Dividendenausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft vom Mai 2014 in Höhe von € 27,3 Mio. zurückzuführen.

Per saldo resultiert daraus eine Reduktion der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 42,9 % bzw. € 1,7 Mio. auf € 2,2 Mio.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind gegenüber 2013 um 3,0 % bzw. € 2,2 Mio. auf € 75,1 Mio. gestiegen. Im Vorjahr wurden insbesondere Rechnungskorrekturen zugunsten des Flughafen Wien im Ausmaß von rund € 8,2 Mio. aus der Schiedsgerichtsentscheidung im Verfahren gegen einen Auftragnehmer beim Terminal 3 aus dem Dezember 2013 berücksichtigt.

Von den erfolgten Investitionen entfallen € 73,7 Mio. auf Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie € 1,3 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte. Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 sind im Konzernanhang (Punkt (13)) erläutert. Die Abweichung gegenüber der ursprünglichen Prognose von € 110 Mio. ergibt sich primär aus Verschiebungen in Folgeperioden und Kostenreduktionen.

Das Berichtsjahr war durch mehrere größere Bauprojekte geprägt. Bereits im Sommer konnte der neue Hangar 7 (Investitionen 2014: € 10,9 Mio.) von neuen Bestandsnehmern bezogen werden. Im Spätherbst erfolgte die Eröffnung des neuen Pier West (Investitionen 2014: € 9,6 Mio.). Der Dezember stand ganz im Zeichen der Inbetriebnahme des neuen ÖBB-Bahnhofs am Flughafen Wien (Investitionen 2014: € 7,8 Mio.) sowie der Fertigstellung der neuen Fracht-Vorfeldpositionen, in welche im Berichtsjahr € 11,8 Mio. investiert wurden. Diese Investitionen wurden segmentübergreifend getätigt.

Investitionen und Finanzierung

Investitionen in € Mio. 2014 Veränderung
in %
2013 2012
Immaterielles Anlagevermögen 1,3 -2,1 1,4 3,3
Sachanlagevermögen 73,7 3,2 71,5 97,9
Finanzanlagevermögen 0,0 n. a. 0,0 0,5
Investitionen gesamt 75,1 3,0 72,9 101,7

Finanzierung in € Mio.

Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
220,6 7,9 204,4 179,7
Abschreibungen inkl. Wertminde
rungen auf immat. Vermögens
werte, Sachanlagen und als Finanz
investition gehaltene Immobilien
130,4 0,8 129,4 113,4

Positive Entwicklung der At-Equity-Beteiligungen

Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) war im Jahr 2014 an drei internationalen Flughäfen beteiligt:

Am Flughafen Malta hält die FWAG durchgerechnet einen Anteil von rund 33 % der Aktien. 40 % der Aktien besitzt eine Konsortialgesellschaft, an der die FWAG einen Anteil von 57,1 % hält, 10,1 % besitzt die FWAG direkt (über VIE Malta), 20 % hält die maltesische Regierung. Die restlichen Aktien sind an der Börse in Malta gelistet.

Der Airport Malta konnte das Rekordergebnis von 2013 im Berichtsjahr nochmals steigern und verzeichnete mit 4,29 Mio. Passagieren ein Plus von 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Am Flughafen Košice ist die Flughafen Wien AG indirekt mit 66 % beteiligt. Obwohl die Flughafen Wien AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, wird diese Gesellschaft gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Der Flughafen Košice verzeichnete mit 356.750 Reisenden einen Zuwachs von 50,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Die 25,15%-Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH wurden im Geschäftsjahr 2014 zu gleichen Teilen an die Stadt Friedrichshafen und den Landkreis Bodensee verkauft. Nach Zustimmung des Bundeskartellamtes zur Transaktion wurde die Flughafen Friedrichshafen GmbH entkonsolidiert.

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang (Punkt (34)) erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2014 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt werden. Dieses System kann in der folgenden Grafik wiedergegeben werden.

Das Risikomanagementsystem wird dabei von risikopolitischen Grundsätzen in Form der Risikostrategie gesteuert. Auf diese Leitlinien stützt sich eine klar definierte Risikomanagement-Aufbauorganisation, welche über die gesamte Struktur der Flughafen-Wien-Gruppe hinweg gültig ist.

Das Risikomanagement ist dabei organisatorisch im Bereich Controlling angesiedelt. Aus dieser Funktion heraus werden sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert, es sind jedoch alle Beschäftigten der FWAG dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen, um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen und Risikobeauftragten.

Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Unterstützt wird dieser Prozess von einer umfassenden schriftlichen Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems der FWAG in Form der unternehmensweit gültigen Risikomanagementrichtlinie und einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, welche als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht. Schließlich ist die aktive und offene Kommunikation der Risiken ein deklariertes Ziel und Erfolgsfaktor des Risikomanagementsystems.

Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie der Sicherung des Vermögens wahr. Zusätzlich prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der regionalen, europäischen und weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen wesentlichen Einfluss auf die FWAG haben. Auf Basis der Herbstprognose der Europäischen Kommission geht die FWAG davon aus, dass sich das makroökonomische Umfeld im Jahr 2015 positiver als im Vorjahr entwickeln wird.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung von externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben.

Zunehmende Handelsbarrieren, Sanktionen und politische Krisen könnten die globale Angebots- und Nachfragesituation des Luftverkehrs beeinträchtigen. Im vergangenen Geschäftsjahr traf dies insbesondere auf die politische Lage in der Ukraine und in den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten zu. Daher werden diese Entwicklungen intensiv beobachtet und evaluiert, um gegebenenfalls Gegen- bzw. Vorbereitungsmaßnahmen einleiten zu können. Die Entwicklung des Öl- und des damit verbundenen Kerosinpreises kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Luftverkehr ausüben.

Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die FWAG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit einer Anpassung der bereitgestellten Ressourcen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Der Branchenverband IATA prognostiziert für 2015 in Summe steigende Gewinne1 bei europäischen Airlines. Die FWAG erwartet, dass der Wettbewerbs- und Kostendruck für die Airlines dennoch weiterhin hoch bleibt. Es ist davon auszugehen, dass die Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Flughäfen weiter erhöhen.

1) IATA Airline Industry Economic Performance, Dezember 2014

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen seit 1. Jänner 2013 pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurzstrecken-, € 15 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die Abgabe dämpft das Passagieraufkommen und schwächt somit die Wettbewerbsposition des Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartigen Steuern einheben.

Durch die EU-Emissionsrichtlinien und -Umweltstandards wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit europäischer Airports als Transfer-Hubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas deutlich geschwächt. Die Attraktivität europäischer Airports als Transfer-Hub bzw. das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnten hiervon mittelfristig betroffen sein. Die Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten sowie in der Türkei kann langfristig gesehen zu einer Verschiebung der globalen (Umsteige-)Verkehrsströme führen.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 47,7 % gemessen am Gesamtaufkommen der Passagiere größter Kunde der FWAG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier verbunden mit der Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe als Partner integriert ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert.

Im Herbst 2014 wurde die Einigung auf einen neuen Kollektivvertrag für das Bordpersonal der Austrian Airlines bekanntgegeben. Dadurch konnte der Rechtsstreit über den Betriebsübergang auf die Tochter Tyrolean Airlines beigelegt und die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass ab März 2015 der gesamte Flugbetrieb wieder über die Austrian Airlines abgewickelt wird. Durch diese Einigung ist die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Airline beträchtlich gesunken.

Die Austrian Airlines wurde durch die Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten im vergangenen Jahr negativ beeinflusst, wodurch es auf Gesamtunternehmensebene zu einem Passagierrückgang von 1,1 % kam. Ein Rückgang von 2,5 % im europäischen Kontinentalverkehr konnte durch die positive Entwicklung der Langstrecke (plus 7,3 %) teilweise ausgeglichen werden. Außerdem wurden die Kapazitäten mit einer zusätzlichen Boeing 777 erweitert. Im Ergebnis hat die Austrian Airlines im Gesamtjahr am Flughafen Wien rund 10,7 Mio. Passagiere (minus 0,7 % gegenüber dem Vorjahr) befördert. Mit dem Ausbau der Langstreckenverbindungen (Newark) wurde ein weiterer Beitrag zur Stärkung der Attraktivität als Transfer-Hub geleistet. Die FWAG geht davon aus, dass die Airline nach der Kollektivvertragseinigung den Konsolidierungskurs weiter fortsetzen kann, den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround schafft und damit die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer legt. Es bleibt jedoch ein Restrisiko hinsichtlich der weiteren Entwicklung, welches von verschiedenen Faktoren (übergeordnete Strategie der Konzernmutter, Wettbewerbsumfeld, regulatorische Rahmenbedingungen etc.) abhängt.

Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Passagieranteil von 11,0 % bzw. 6,2 % die Plätze 2 und 3 im Kundenranking der FWAG ein. Auf Gruppenebene konnte

airberlin die Passagierzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 0,6 % steigern. Auch am Flughafen Wien entwickelte sich der Verkehr mit plus 2,7 % bei NIKI bzw. plus 4,0 % bei airberlin positiv. Trotz umfassender Maßnahmen und Verbesserung der Kosteneffizienz konnte jedoch der wirtschaftliche Turnaround der airberlin Gruppe auch 2014 nicht erreicht werden.

Die strategische Neuausrichtung und Restrukturierung ist bei NIKI zum großen Teil abgeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde eine strategische Partnerschaft mit Etihad Airways realisiert, welche unter anderem ein Codesharing-Programm mit täglichen NIKI-Flügen nach Abu Dhabi umfasst. Zusätzlich wurde das Destinationsportfolio punktuell angepasst, was sowohl zur Streichung bisheriger Destinationen (u. a. Frankfurt und Kopenhagen) als auch zur Aufnahme neuer Strecken (u. a. Larnaca und Madrid) geführt hat.

Die Entwicklung bei der airberlin Gruppe ist angesichts der Ertragssituation trotz Beteiligung und Unterstützung von Etihad Airways mit Unsicherheiten behaftet. Die Gruppe befindet sich weiterhin in der Verlustzone, womit trotz Erfolgen im Zuge des Turnaround-Programms "Turbine" weiterer Handlungsbedarf besteht. Mitte 2014 wurde ein weiteres Restrukturierungsprogramm angekündigt, welches auf eine Ergebnisverbesserung von € 400 Mio. bis 2016 abzielt, ein Großteil davon durch Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerungen und Netzwerk-Restrukturierungen. Die FWAG geht aber davon aus, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf den Flughafen Wien gering sein werden.

Generell versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zunehmend Entwicklungen am Flughafen Bratislava zu bemerken, welche ein relevantes Ausmaß für die FWAG haben. Dies betrifft vor allem die verstärkte Präsenz des Low-Cost-Segments (v. a. Ryanair und flydubai), das durch die Stationierung von Flugzeugen und Ausweitung des Destinationsportfolios den Wettbewerbsdruck in der Catchment Area erhöht.

Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin konnten langfristige Handling-Verträge für Ramp-Dienstleistungen abgeschlossen werden. Durch den Abschluss dieser Verträge wurde das Absatzmarktrisiko des Geschäftsbereichs Handling deutlich reduziert.

Bei den Abfertigungsdiensten kommt es vonseiten der Airlines zu einem höheren Preisdruck bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) abgeschlossen, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen. Die Anzahl jener Flugbewegungen, die für die Handling-Erlöse der Flughafen Wien AG maßgeblich ist, ist weiter rückläufig, wenngleich das Ausmaß des Rückgangs stark abgenommen hat (nur mehr minus 1,2 % im Vergleich zu 2013).

Im Zuge des Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für das Jahr 2015 wurde Ende 2014 bekanntgegeben, dass das Vorhaben zur Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste nicht mehr weiterverfolgt wird. Somit ist davon auszugehen, dass etwaige negative Konsequenzen aus der Zulassung eines dritten Ramp-Handling-Agents und damit

die Zunahme des Wettbewerbsdrucks und der Verlust von Marktanteilen an Mitbewerber nicht unmittelbar zu erwarten sind. Ob und wann seitens der Kommission ein neuer Vorstoß unternommen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.

Die FWAG vermietet Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäft von der Entwicklung des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dies ist aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten mit Auswirkungen auf die Ertragssituation im Retail- und Immobilienbereich verbunden.

Risiken aus der Er schließung neuer Geschäf t sfelder außerhalb des Standortes

Die verbleibenden ausländischen Flughafen-Beteiligungen in Malta und Košice – Friedrichshafen wurde 2014 verkauft – unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang ist der 5-jährige Umstrukturierungsplan der Air Malta, welcher bis 2016 die Überlebensfähigkeit des in Malta ansässigen Home-Carriers sicherstellen soll bzw. muss. Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich negative Folgen für die Beteiligung am Flughafen Malta. Während in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt werden konnten, befindet sich die Airline weiterhin in der Verlustzone. Allerdings wird am Turnaround für das Geschäftsjahr 2016 festgehalten.

Auch politische und regulatorische Risiken, wie zum Beispiel die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen oder Änderungen der für den Flughafen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, welche zu zusätzlichen Betriebskosten führen können, sind laufend zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu einer Wertminderung einzelner Beteiligungen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Investitionsausgaben der FWAG werden durch den operativen Cashflow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert.

Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig, überprüft die entsprechenden Risikopositionen

regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings und setzt gegebenenfalls selektiv Zinsderivate ein, um das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen im Konzern-Anhang.

Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio. Nachdem eine Garantin im August 2014 durch ein Rating-Downgrade ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z. B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Im Sommer 2012 wurde von der verfahrensführenden Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, ein erstinstanzlicher positiver UVP-Bescheid für die Errichtung der "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) erteilt. Innerhalb der vorgegebenen Frist wurden 23 Berufungen gegen diesen erstinstanzlichen Bescheid beim Umweltsenat eingebracht. Aufgrund der Einwendungen bzw. der veränderten Rechtslage wurden in zweiter Instanz ergänzende gutachterliche Stellungnahmen eingeholt. Mit Ende 2013 ging die Kompetenz vom Umweltsenat auf das neu geschaffene Bundesverwaltungsgericht über, welches nunmehr für die zweitinstanzliche Verhandlung zuständig ist. Anfang Jänner 2015 fand dazu eine mündliche Verhandlung statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2015 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste (3. Piste) mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer aktualisierten

Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Drehscheibe.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z. B. Lärm, Emissionen, Änderung von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z. B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Durch den Projektstart zur Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS im Jahr 2014 wird die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich nach positiver, externer Zertifizierung im Oktober 2015 nachweislich gewährleistet.

Die Liberalisierung der Bodenabfertigungsdienste wird auf Ebene der Europäischen Kommission nicht mehr weiterverfolgt, wodurch es vorerst zu keiner weiteren Marktöffnung kommen wird.

Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungsmaßnahmen der Geschäftsführung nach sich ziehen. Daher werden rechtliche Aspekte im Zuge sämtlicher Softwareprojekte betrachtet und notwendige Schritte eingeleitet. Beispielsweise ist bei Speicherung bzw. Aufbewahrung personenbezogener Daten eine öffentliche Meldepflicht nach Datenschutzgesetz (DSG) erforderlich. Die Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) wurde vom Flughafen Wien in einer unternehmensinternen Richtlinie umgesetzt. Zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen wurden ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um Ad-hoc-Bereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert. Der Compliance-Verantwortliche der Flughafen Wien AG informiert jährlich den Aufsichtsrat, erstellt einen Tätigkeitsbericht und übermittelt diesen in geeigneter Weise an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA).

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der FWAG bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

IKT-Risiken

Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können insbesondere bei IKT-Projekten (Informations- und Kommunikationstechnologie) frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darauf aufbauend existieren Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung dieses Risikomanagementprozesses.

Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Systemausfälle bzw. die Zerstörung von zentralen IKT-Systemen sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten. Im Jahr 2014 wurde das Risiko durch den Ausbau von Präventivmaßnahmen wie beispielsweise der Implementierung zusätzlicher Redundanzen weiter vermindert.

Bei der Basisinfrastruktur, zu der Strom- und Klimaversorgung zählen, besteht das Risiko hinsichtlich Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit, etwa durch Ringleitungen, zu erreichen.

In sämtlichen zentralen Netzwerkknotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiterbetrieben werden können. Dennoch existiert ein geringes Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Fehlern (Desasterfälle) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.

Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Darüber hinaus werden die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die mach2-Systeme bilden das Rückgrat der am Flughafen im Einsatz befindlichen IT-Systeme. Sie versorgen praktisch alle anderen Systeme in Near-Real-Time mit der aktuellen Sicht auf die eingehenden und ausgehenden Flüge sowie die geplanten zukünftigen Flüge. Ebenfalls werden sämtliche dafür notwendigen Stammdaten (z. B. Airlines etc.) zentral verwaltet und für die angebundenen Systeme bereitgestellt.

Darüber hinaus sind in den mach2-Systemen zusätzliche Spezialfunktionen abgebildet, die für einen reibungslosen Flughafenbetrieb notwendig sind. Hierzu zählen beispielsweise die Beladeplanung, Telexempfang, -versand und -verteilung sowie Anzeigesysteme für Passagiere und Mitarbeiter.

Eng daran gekoppelt sind zusätzlich Systeme, die für die Vorfeldplanung, die Bodenabfertigungsdisposition und die Frachtabfertigung verwendet werden.

Als ERP-Software (Enterprise Resource Planning) wird SAP als zentrales Rechnungslegungs- und Personalmanagementsystem eingesetzt. Neben Verrechnungsthemen wird eine weitere Komponente von SAP als zentrales Analyse- bzw. Reporting-System verwendet. Zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen sind weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen geplant, um das Risiko eines Ausfalls noch weiter zu reduzieren.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in betrieblicher Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr und die Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr) derzeit als eher stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung, welche sich besonders in einer Reduktion von Frachtund Langstreckenflügen manifestieren könnte, ist derzeit nicht absehbar.

Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Die erheblichen betrieblichen Haftpflichtrisiken sind durch die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung gedeckt, Risiken aus Terror-Haftpflichtansprüchen durch eine Terror-Haftpflichtversicherung. Die effiziente und zentrale Abwicklung des Versicherungswesens wird in der entsprechenden Fachabteilung abgewickelt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der FWAG auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die FWAG erwirtschaftet aus heutiger Sicht auch ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzern-weiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinterliegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.

Kontrollmaßnahmen

Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware. Im Jahr 2012 wurde das bereits Jahrzehnte im Einsatz befindliche operative Airport-System MACH durch das Folgesystem mach2 abgelöst.

In diesem Zusammenhang führt der Servicebereich Informationssysteme laufend Verbesserungen und Erweiterungen einzelner Programmmodule durch.

Im Jahr 2014 wurden im Zuge der Erneuerung des Passagierleitsystems einige Verbesserungen an den elektronischen Anzeigesystemen vorgenommen. So wurden zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden Layouts an Fluginformationsmonitoren optimiert, weiters wurden auf den Informationsmonitoren Wartezeitenanzeigen bei Gepäckausgabe und Sicherheitskontrolle sowie Wegzeitenanzeigen zu den Gates implementiert.

2014 wurde auch an der Umsetzung des Projekts CDM-ISP (Collaborative Decision Making – Information Sharing Platform) gearbeitet. Die im Rahmen dieses Projekts zu erstellende Informationsplattform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Standort Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung, eine bessere Analyse und einen optimierten Ressourceneinsatz, wodurch den beteiligten Systempartnern (Airlines, Pax und Ground Handling, Air Traffic Control) wesentliche Einsparungen ermöglicht werden. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, künftig wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet.

Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit, die unter anderem durch die Weiterentwicklung einer flughafenspezifischen App für iOS und Android (Vienna Airport App) unterstützt wurde.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 Ausgaben in Höhe von € 0,6 Mio. (2013: € 0,7 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die FWAG bekennt sich zu einem schonenden, zu Nachhaltigkeit orientierten Umweltmanagement. Die FWAG verpflichtet sich im Rahmen ihrer Corporate-Social-Responsibility-Strategie neben der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts zu einer kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen. Daher setzt das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen durch den Flugverkehr. Dadurch sollen die Auswirkungen von Schadstoff- und Lärmemissionen auf das Umfeld möglichst gering gehalten werden.

So konnte beispielsweise der Energieverbrauch durch eine Vielzahl von Optimierungsprojekten wesentlich und nachhaltig reduziert werden. Bedeutende Einsparungen wurden infolge des Austausches technischer Geräte, der weiteren Optimierung von Lüftungsanlagen durch den Einbau von Umluftklappen sowie diverser Beleuchtungsoptimierungen in den Bereichen Vorfeld, Terminals und diverser Werbeflächen realisiert.

Des Weiteren wurden im Jahr 2014 noch weitere € 1,1 Mio. (2013: € 1,1 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

Im Fokus des Umweltmanagements standen im Berichtsjahr die Vorbereitungen im Rahmen des Inkrafttretens des Energieeffizienzgesetzes im Jahr 2015. Das neue Energieeffizienzgesetz verpflichtet Unternehmen zur Durchführung regelmäßiger Energie-Audits oder zur Implementierung eines Energiemanagementsystems. Die Flughafen Wien AG hat sich entschlossen – über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus –, das noch umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS einzuführen. Ziel von EMAS ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Mithilfe von EMAS können ökologische und ökonomische Optimierungspotenziale aufgezeigt sowie Betriebsstoffe bzw. Energie und damit Kosten eingespart werden. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die vollständige Einführung (inklusive Zertifizierung) wird bis zum 31. Oktober 2015 abgeschlossen sein.

Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System ins Leben gerufen. Bereits über 100 Flughäfen haben sich der Initiative angeschlossen, darunter auch der Flughafen Wien. Allein im Jahr 2013 erreichten die beteiligten europäischen Flughäfen eine Reduktion von 353.842 Tonnen CO2 . Die FWAG hat im Berichtsjahr Level 1, der die Erstellung einer CO2 -Emissionsbilanz umfasst, zum zweiten Mal in Folge erreicht. Die nächste Stufe – Level 2, der bereits die Reduktion der CO2 -Emissionen am Standort vorsieht – wird für das Jahr 2015 angestrebt.

Die Airport City Vienna ist das erste Gewerbegebiet in Österreich, welches mit dem Quartierszertifikat für Gewerbegebiete durch ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft) im Dezember 2014 ausgezeichnet wurde. Bewertet wurde der Standort, der u. a. über 70.000 m² Büro- und Conferencing-Fläche, Hotelangebote und Verkehrsangebote umfasst, nach verschiedenen Kriterien, wie der ökologischen und ökonomischen Qualität, sowie soziokulturellen und funktionalen Merkmalen. Mit diesem Zertifikat ist gewährleistet, dass die Standortentwicklung der Airport City Vienna in objektivierter Form nachhaltige Kriterien berücksichtigt.

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2014 erfolgreich weitergeführt. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2014 wurden für rund 6.235 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei 2.878 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Im Zuge der Umsetzung des Lärmschutzprogramms konnten durch Fenstertausch und -sanierung (17.000 Fenster seit 2007) bis zu 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

2014 2013
Passagieraufkommen [PAX] 22.483.158 21.999.926
Jahresstromverbrauch [kWh] 144.161.388 151.642.950
Jahresstromverbrauch [kWh] je PAX 6,50 6,89
Jahreswärmeverbrauch [MWh] 107.065 126.194
Jahreswärmeverbrauch [MWh] je PAX 0,0048 0,0057
Jahreswasserverbrauch [m³] 582.704 650.603
Jahreswasserverbrauch [m³] je PAX 0,026 0,030
Jahresabwasserentsorgung [m³] 601.501 768.420
Jahresabwasserentsorgung [m³] je PAX 0,027 0,035
Restmüll Lfz [kg] 1.168.080 1.134.400
Restmüll Lfz [kg] je PAX 0,053 0,052
Altpapier Lfz [kg] 843.660 1.148.920
Altpapier Lfz [kg] je PAX 0,038 0,052
Restmüll VIE [kg] 2.859.820 2.813.660
Restmüll VIE [kg] je PAX 0,128 0,127
Altpapier VIE [kg] 522.020 497.560
Altpapier VIE [kg] je PAX 0,023 0,023
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] 6.030 5.730
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] je PAX 0,0003 0,0003
Biogene Abfälle VIE [kg] 159.500 182.680
Biogene Abfälle [kg] je PAX 0,007 0,008
Glas VIE [kg] 122.820 110.210
Glas VIE [kg] je PAX 0,006 0,005
Kunststoffverpackungen VIE [kg] 154.950 130.080
Kunststoffverpackungen VIE [kg] je PAX 0,007 0,006
Gefährlicher Abfall VIE [kg] 229.850 195.266
Gefährlicher Abfall VIE [kg] je PAX 0,010 0,009
Recyclinganteil (%) 90,8 % 89,3 %

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick:

Die Reduktion des Stromverbrauchs von 4,9 % gegenüber 2013 ist wesentlich durch umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen speziell in den Bereichen Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung getrieben, wo nunmehr Frequenzumformer Lüfter bedarfsgerecht steuern und zusätzlich eingebaute Umluftklappen weitere Energiereduktionen ermöglichen.

Eine geringere Anzahl an Heizgradtagen im Jahr 2014 kann als Hauptgrund dafür genannt werden, dass sich der Gesamtwärmeverbrauch um 15,2 % im Vergleich zum Vorjahr reduzierte.

Da immer mehr Airlines auf Gratis-Tageszeitungen im Economy-Bereich verzichten, ist die Altpapiermenge aus Flugzeugen im Vergleich zu 2013 um 26,6 % zurückgegangen. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird.

Arbeitnehmerbelange

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe reduzierte sich von 4.399 auf 4.306 Mitarbeiter im Jahr 2014 (minus 2,1 %) aufgrund von Synergieeffekten im Zuge der Umorganisation der Bereiche sowie des laufenden Kosteneinsparungsprogramms um durchschnittlich 93 Beschäftigte. Die größte Reduktion gab es im Segment Handling, wo durch Prozessoptimierungen um durchschnittlich 73 Mitarbeiter weniger eingesetzt wurden (minus 2,3 %).

Stichtagsbezogen wurden zum 31. Dezember 2014 4.208 Mitarbeiter bei der FWAG beschäftigt und somit um 39 Mitarbeiter weniger als zum 31. Dezember 2013 (4.247 Mitarbeiter).

2014 Veränd.
in %
2013 20121
Airport 499 0,5 496 492
Handling 3.126 -2,3 3.199 3.281
Retail & Properties 84 1,4 83 83
Sonstige Segmente 597 -3,8 621 620
Gesamtanzahl 4.306 -2,1 4.399 4.475

Durchschnitt Mitarbeiter nach Segmenten

1) Angepasst

2014 Veränd.
in %
2013 2012
Personalstand (Durchschnitt) 4.306 - 2,1 4.399 4.475
davon Arbeiter 3.112 - 3,1 3.213 3.301
davon Angestellte 1.193 0,6 1.186 1.174
Personalstand (Stichtag) 4.208 - 0,9 4.247 4.306
davon Arbeiter 2.964 - 2,8 3.050 3.112
davon Angestellte 1.244 3,9 1.198 1.194
Lehrlinge (Durchschnitt) 56 2,4 55 57
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter1 7.699 3,7 7.426 7.362
Durchschnittsalter in Jahren1 40,7 0,7 40,4 39,9
Betriebszugehörigkeit in Jahren1 11,1 1,8 10,9 10,4
Anteil Frauen in %1 11,6 - 7,2 12,5 12,4
Aufwendungen für Weiterbildung in
EUR1
987.000 1,0 972.000 730.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle1 115 n. a. 115 145

Mitarbeiter

1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

2014 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 3,7 % auf 7.699 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: die

kostenlose Anbindung nach Wien, einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.

Bereits vor über zehn Jahren wurde eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2014 wurden rückwirkend für das Geschäftsjahr 2013 rund € 2,73 Mio. aus der bezogenen Dividende von der Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung an die Mitarbeiter ausgeschüttet. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 34,09 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen.Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht.Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Am 7. November 2014 hat Airports Group Europe S.à r.l., eine Gesellschaft mit beschränk-

ter Haftung mit Sitz im Großherzogtum Luxemburg, ein freiwilliges öffentliches Angebot gemäß §§ 4 ff. Übernahmegesetz für bis zu 6.279.000 Aktien mit Stimmrechten an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft veröffentlicht. Dies entspricht bis zu 29,9% der Stimmrechte. Am 19. Dezember 2014 wurde die Flughafen Wien AG durch Airports Group Europe S.à r.l. informiert, dass Airports Group Europe S.à r.l. zum Ende der Annahmefrist 6.279.000 Aktien der Flughafen Wien AG (dies entspricht 29,9% der Stimmrechte) erworben hat. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB (European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio. als auch andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 101,34 Mio. (derzeit aushaftend € 78,64 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel

abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 501,34 Mio. (derzeit aushaftend mit € 478,64 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 %, aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Corporate Governance

Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UGB für das Geschäftsjahr 2014 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Prognosebericht

Die Prognose der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) zeigt nach einem wachstumsschwachen Jahr auch keine nennenswerte Konjunkturbelebung für das Jahr 2015. Zwar soll das BIP-Wachstum mit 0,7 % geringfügig stärker ausfallen als 2014 (0,4 %), jedoch wird aufgrund des schwachen Wachstums die Arbeitslosigkeit auf 5,3 % steigen. Die Inflationsrate soll sich auf dem aktuellen Niveau von rund 1,5 % einpendeln, was den privaten Konsum stützen kann. Auch das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht in seiner Konjunkturprognose von einem verhaltenen Wachstum von 0,5 % aus. Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2015 real um 2,5 % zunehmen. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Der markante Rückgang der Rohölpreise könnte sich, sofern er nachhaltig ist, weiter positiv auf die Wirtschaftsleistung auswirken. Die EZB rechnet mit einem globalen BIP-Wachstum von 4,0 % (2014: 3,6 %). Während die chinesische Wirtschaft weiter wachsen soll (plus 7,0 %), wird die Wirtschaftsleistung Japans mit einer Prognose von 1,1 % als schwach eingestuft. Im Euroraum wirken geringe Investitionsvolumina, Überschusskapazitäten und die Schwäche des Welthandels dämpfend auf die Konjunkturprognose der EZB, die aktuell mit einem Plus von 1,0 % rechnet. Für 2016 wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % prognostiziert. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Für das Jahr 2015 rechnet die FWAG verkehrsseitig insgesamt mit einem rückläufigen ersten Quartal 2015. Im weiteren Jahresverlauf wird sich diese Entwicklung aber aus Sicht des Flughafens wieder verbessern, und für das Gesamtjahr 2015 wird ein Passagierzuwachs zwischen 0 % und 2 % erwartet. Impulse dafür werden die im Sommerflugplan 2015 geplanten Aufstockungen und Erweiterungen der Flugangebote der Airlines ab Wien, beispielsweise zu Destinationen in den Vereinigten Staaten, Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, der Türkei, Estland, Moldawien, Montenegro und der Schweiz liefern.

Vor diesem Hintergrund bewertet die FWAG die Geschäftsaussichten für 2015 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 645 Mio. erwartet und eine Steigerung beim EBITDA auf über € 250 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 85 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter auf unter € 500 Mio. reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2015 rund € 95 Mio. vorgesehen.

Nachtragsbericht

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere ging, wie vom Flughafen Wien erwartet, im Jänner zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Anzahl der Fluggäste um 5,9 % auf insgesamt 1.323.682. Neben den negativen Auswirkungen der Krisensituationen in Russland und der Ukraine und der damit verbundenen rückläufigen Entwicklung im Transferverkehr war dafür vor allem die Reduktion des Flugangebots der Austrian Airlines ausschlaggebend. Ein deutliches Passagierwachstum verzeichneten dagegen beispielsweise Qatar Airways, Iberia oder auch Air France-KLM. Gut entwickelt haben sich auch die 2014 neu aufgenommenen Strecken von Air China und Ethiopian Airlines.

Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2015 einen Rückgang von 18,5 % gegenüber dem Jänner 2014, was nahezu zur Gänze auf die erwähnten Reduktionen bei Austrian Airlines zurückzuführen ist. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank im selben Zeitraum um 1,2 %. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jänner 2015 einen Rückgang um 1,1 %. Die Flugbewegungen sanken um 4,5 % und das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) entwickelte sich mit minus 0,6 % ebenfalls leicht rückläufig.

Per 1. Jänner 2015 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

 Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: +1,68 %

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt:
+0,69 %

Infrastrukturentgelt Betankung:
+1,68 %

Das PRM-Entgelt wurde von € 0,34 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.

Schwechat, am 3. März 2015

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

K o n z e r n - A b s c h l u s s 2 0 1 4 d e r F l u g h a f e n Wien AG

  • ______ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _ _____ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • ______ Konzern-Bilanz
  • ______ Konzern-Geldflussrechnung
  • ______ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • _ _____ Konzernanhang
  • _ ___ Grundlagen und Methoden
  • ____ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • _ ___ Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • ____ Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
  • ____ Sonstige Angaben
  • _ ___ Konzernunternehmen
  • _ ___ Beteiligungen der Flughafen Wien AG
  • ______ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsengesetz
  • ______ Bestätigungsvermerk

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ Anhang 2014 2013
Umsatzerlöse (1) 630.157,2 621.993,5
Sonstige betriebliche Erträge (2) 16.125,5 23.782,3
Betriebsleistung 646.282,7 645.775,9
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -38.907,7 -46.147,2
Personalaufwand (4) -254.051,8 -245.789,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -103.104,1 -112.344,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 250.219,2 241.495,2
Planmäßige Abschreibungen (6) -130.442,6 -124.300,1
Wertminderungen (6) 0,0 -5.116,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 119.776,5 112.079,1
Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen (8) 139,0 2.338,0
Zinsertrag (9) 898,6 2.160,9
Zinsaufwand (9) -24.167,1 -25.946,7
Sonstiges Finanzergebnis (10) 74,1 0,0
Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen -23.055,3 -21.447,9
Ergebnis aus dem Abgang von At-Equity-Unternehmen (7) 2.250,6 0,0
Anteilige Periodenergebnisse At-Equity-Unternehmen (7) 7.732,9 6.155,9
Finanzergebnis -13.071,8 -15.292,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 106.704,7 96.787,1
Ertragsteuern (11) -24.755,2 -23.501,7
Periodenergebnis 81.949,5 73.285,4
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 82.481,5 73.291,3
Nicht beherrschende Anteile -532,0 -5,9
Im Umlauf befindliche Aktien (gewichteter Durch
schnitt in Stück)
(21) 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 3,93 3,49
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) 1,65 1,30
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) 34.650,0 27.300,0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ 2014 2013
Periodenergebnis 81.949,5 73.285,4
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen -12.029,2 3.706,0
darauf entfallende latente Steuern 3.007,3 -926,5
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls
in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren
1.333,5 437,3
davon erfolgsneutrale Veränderung 1.382,0 89,3
davon realisiertes Ergebnis -48,5 348,0
darauf entfallende latente Steuern -333,4 -109,3
Sonstiges Ergebnis -8.021,8 3.107,4
Gesamtergebnis 73.927,8 76.392,9
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 74.459,7 76.398,8
Nicht beherrschende Anteile -532,0 -5,9

Konzern-Bilanz

zum 31.12.2014

in T€ Anhang 31.12.2014 31.12.2013
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (12) 10.903,0 13.733,1
Sachanlagen (13) 1.561.171,6 1.622.159,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 124.866,6 119.561,1
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (15) 102.520,4 97.865,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 3.957,5 4.290,3
1.803.419,0 1.857.609,2
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (17) 4.293,9 4.360,8
Wertpapiere (18) 21.292,2 20.000,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 60.975,8 68.043,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (20) 2.242,1 3.923,3
88.804,0 96.327,7
Summe Aktiva 1.892.223,0 1.953.937,0
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital (21) 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (22) 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (23) -18.097,6 -10.075,9
Einbehaltene Ergebnisse (24) 700.209,4 645.027,9
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 952.439,1 905.279,3
Nicht beherrschende Anteile (25) 110,0 641,9
952.549,0 905.921,3
Langfristige Schulden
Rückstellungen (26) 163.844,6 132.460,4
Finanzverbindlichkeiten (27) 457.721,3 551.646,4
Übrige Verbindlichkeiten (28) 29.612,5 34.540,1
Latente Steuern (29) 21.033,9 29.580,7
672.212,2 748.227,7
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (30) 24.790,1 10.429,3
Übrige Rückstellungen (30) 60.850,9 73.635,2
Finanzverbindlichkeiten (27) 72.055,1 105.646,0
Lieferantenverbindlichkeiten (31) 37.793,6 49.717,6
Übrige Verbindlichkeiten (32) 71.971,9 60.359,9
267.461,7 299.788,1
Summe Passiva 1.892.223,0 1.953.937,0

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 106.704,7 96.787,1
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 130.442,6 129.416,1
Anteilige Periodenergebnisse At-Equity-Unternehmen -7.732,9 -6.155,9
+ Dividendenausschüttungen At-Equity-Unternehmen 3.122,8 3.008,9
+ Verluste / – Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -3.517,1 -4.250,5
Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen
Mitteln
-207,8 -223,8
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge* -361,5 -1.130,7
+ Zins- und Dividendenergebnis* 23.129,4 21.447,9
+ Erhaltene Dividenden* 139,0 2.345,5
+ Erhaltene Zinsen* 1.475,0 2.571,3
Bezahlte Zinsen* -24.381,9 -25.230,1
Erhöhung / + Senkung Vorräte 66,9 -4,8
Erhöhung / + Senkung Forderungen 8.986,9 10.642,3
+ Erhöhung / – Senkung Rückstellungen 6.570,7 13.366,1
+ Erhöhung / – Senkung Verbindlichkeiten -5.414,3 -22.041,4
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 239.022,6 220.547,9
Zahlungen für Ertragsteuern -18.431,4 -16.193,5
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 220.591,2 204.354,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 7.263,0 1.054,7
Auszahlungen für Anlagenzugang -74.791,2 -97.430,9
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 71,9 0,3
+ Einzahlungen aus Abgang von kurzfristigen Wertpapieren 0,0 10.000,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -67.456,2 -86.375,9
Dividendenausschüttung -27.300,0 -22.050,0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkei
ten
27.990,0 124.000,0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -155.506,1 -256.444,2
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -154.816,1 -154.494,2
Veränderung des Finanzmittelbestandes -1.681,2 -36.515,7
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 3.923,3 40.439,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.242,1 3.923,3

* Aufgrund von Änderungen in der Darstellung wurden zu diesen Posten die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst. Nähere Erläuterungen siehe Konzernanhang (33).

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

vom 1.1. bis 31.12.2014

den Gesellschaftern der
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
AfS
Rücklage
Neubewertun
gen von Plänen
Stand zum 1.1.2013 152.670,0 117.657,3 -69,6 -20.746,5
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
328,0
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
2.779,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 328,0 2.779,5
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 328,0 2.779,5
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2013 152.670,0 117.657,3 258,4 -17.967,1
Stand zum 1.1.2014 152.670,0 117.657,3 258,4 -17.967,1
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
1.000,1
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-9.021,9

Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.000,1 -9.021,9 0,0 -8.021,8 0,0 -8.021,8 0,0 -8.021,8 Periodenergebnis 82.481,5 82.481,5 -532,0 81.949,5 Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.000,1 -9.021,9 0,0 -8.021,8 82.481,5 74.459,7 -532,0 73.927,8 Dividendenausschüttung -27.300,0 -27.300,0 -27.300,0 Stand zum 31.12.2014 152.670,0 117.657,3 1.258,5 -26.989,0 7.632,9 -18.097,6 700.209,4 952.439,1 110,0 952.549,0

Muttergesellschaft zurechenbar
Gesamt Nicht beherr
schende
Anteile
Gesamt Einbehaltene
Ergebnisse
Summe
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrechnungs
rücklage
851.578,4 647,9 850.930,5 593.786,5 -13.183,3 7.632,9
328,0 328,0 328,0
2.779,5 2.779,5 2.779,5
3.107,4 0,0 3.107,4 0,0 3.107,4 0,0
73.285,4 -5,9 73.291,3 73.291,3
76.392,9 -5,9 76.398,8 73.291,3 3.107,4 0,0
-22.050,0 -22.050,0 -22.050,0
905.921,3 641,9 905.279,3 645.027,9 -10.075,9 7.632,9
905.921,3 641,9 905.279,3 645.027,9 -10.075,9 7.632,9
1.000,1 1.000,1 1.000,1
-9.021,9 -9.021,9 -9.021,9
-8.021,8 0,0 -8.021,8 0,0 -8.021,8 0,0
81.949,5 -532,0 82.481,5 82.481,5
73.927,8 -532,0 74.459,7 82.481,5 -8.021,8 0,0
-27.300,0 -27.300,0 -27.300,0
952.549,0 110,0 952.439,1 700.209,4 -18.097,6 7.632,9

K o n z e r n - A n h a n g f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2014

Grundlagen und Methoden

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Betriebsgenehmigungen

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende:

Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die Urkunde ist bis Ende 2015 gültig bzw. solange alle Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllt werden.

Aufgrund der EU-VO 139/2014 und der damit einhergehenden verpflichtenden EU-Zertifizierung bis Ende 2017 wurde bereits im Jahr 2014 von der Flughafen Wien AG der Antrag auf Verlängerung des Zertifikats bis 31. Dezember 2017 gestellt. Diesem wurde seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie am 12. Dezember 2014 entsprochen und der Flughafen Wien AG wurde eine neue Zertifizierungsurkunde übergeben.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2014 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zwecke der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänder ten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:


Änderungen IAS 32 "Saldierung
finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Verbindlichkeiten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

IFRS 11 "Gemeinschaftliche
Vereinbarungen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Neue Fassung des IAS 27
"Einzelabschlüsse"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Neue Fassung des IAS 28 "Anteile an
assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und
IFRS 12 "Übergangsregelung"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und
IAS 27 "Investmentgesellschaften"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IAS 39
"Novation von Derivaten und Fortset
zung der Bilanzierung von Sicherungs
geschäften"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IAS 36
"Angaben zum erzielbaren Betrag bei
nicht finanziellen Vermögenswerten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende neue und überarbeitete Standards, welche die Konsolidierung, Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und von Beteiligungen sowie die damit verbundenen Angaben neu regeln, erstmalig angewendet:

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Beherrschungsmodell zur Ermittlung ein, ob ein Tochterunternehmen konsolidiert werden soll. Der Schwerpunkt dieses Beherrschungsmodells liegt darauf, ob der Konzern die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und seine Verfügungsgewalt dazu einsetzen kann, diese Rendite zu beeinflussen. IFRS 10 ersetzt die bisherigen Konsolidierungsleitlinien gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung von Zweckgesellschaften". Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 10 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Beherrschung ihrer Beteiligungsunternehmen zum 1. Jänner 2014 erneut beurteilt. Durch die erstmalige Anwendung dieses Standards hat sich keine Veränderung des Konsolidierungskreises des Flughafen-Wien-Konzerns ergeben.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Nach IFRS 11 hat der

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Flughafen-Wien-Konzern seine Anteile an gemeinsamen Vereinbarungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (falls der Konzern Rechte an den einer Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzt und Verpflichtungen für deren Schuld hat) oder als Gemeinschaftsunternehmen (wenn der Konzern Rechte nur am Nettovermögen einer Vereinbarung besitzt) eingestuft. Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 11 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Einstufung ihrer Gemeinschaftsunternehmen zum 1. Jänner 2014 ebenfalls neu beurteilt. Diese Beurteilung der gemeinsamen Vereinbarungen des Flughafen-Wien-Konzerns führte zu keiner Änderung der Bilanzierung nach der At-Equity-Methode, jedoch zu einer Umklassifizierung der Anteile der Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) sowie der Anteile am Malta International Airport Ltd. (MIA) in assoziierte Unternehmen.

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" fasst alle Angaben-Verpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31 und verlangt im Jahresabschluss umfangreichere Angaben.

Aus der Anwendung der anderen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:


IFRIC 21 "Abgaben"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen

IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungs
posten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit
Kunden"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2017 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2010–2012)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2011–2013)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2012–2014)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IAS 19 (2011)
"Leistungsorientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen

Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28
"Veräußerung oder Einbringung von
Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Gemeinschafts
unternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
von Erwerben von Anteilen an einer zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
gemeinsamen Geschäftstätigkeit" europäisches Recht übernommen
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
"Klarstellung akzeptabler zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
Abschreibungsmethoden" europäisches Recht übernommen
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
"Landwirtschaft: zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
Fruchttragende Pflanzen" europäisches Recht übernommen
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Änderungen zu IAS 27 oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
"Anwendung der Equity-Methode in zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
separaten Abschlüssen" europäisches Recht übernommen

Änderungen zu IAS 1
"Angabeninitiative"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Änderungen zu IFRS 10, 12 und IAS 28: oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen;
"Anwendung der Konsolidierungs zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
ausnahme" europäisches Recht übernommen

Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der vorherstehenden Standards und Interpretationen ist nicht geplant. Die Auswirkungen der Änderungen sind wie folgt:

IFRS 9

IFRS 9 (2009) "Finanzinstrumente" führt neue Anforderungen für die Einstufung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ein. Nach IFRS 9 (2009) werden finanzielle Vermögenswerte auf Grundlage des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen sie gehalten werden, und der Eigenschaft ihrer vertraglichen Cashflows eingestuft und bewertet. IFRS 9 (2010) führt ergänzend Änderungen in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten ein. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns wurden noch nicht evaluiert.

IFRS 14

Mit IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" wird einem Unternehmen, das IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren. Die Anwendung der Regelung ist allerdings explizit nur für IFRS-Erstanwender vorgesehen; bereits nach IFRS bilanzierende Unternehmen sind von der Anwendung ausgenommen. Es ergeben sich daher keine zukünftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG.

IFRS 15

In IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 "Leasingverhältnisse" fallen
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 27 "Separate Abschlüsse" oder IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" fallen
  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 "Versicherungsverträge"
  • Nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern

Im Unterschied zu den aktuell gültigen Vorschriften sieht der neue Standard ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zum Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht.

Weiters enthält der Standard neue, umfangreiche Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu machen sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • Verträge mit Kunden
  • Wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden
  • Jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren

Die Flughafen-Wien-Gruppe erwartet aufgrund der Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, dass Anpassungen im Bereich "Interne Kontrollen" notwendig sein werden. Im Detail wurden allfällige Anpassungen der IT-Architektur sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards zum Bilanzstichtag noch nicht evaluiert.

Änderungen von IFRS 10 und IAS 28

Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellen.

Bislang beinhalten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Die Flughafen-Wien-Gruppe geht daher davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden.

Änderungen von IFRS 11

Die Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht.

Die Flughafen-Wien-Gruppe geht nicht davon aus, dass die Änderungen an IFRS 11 einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Andere Standards

Die weiteren Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

a) Tochterunternehmen

Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

  • die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben) sowie
  • eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen bestehen und
  • die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

  • Eine vertragliche Vereinbarung mit den anderen Stimmberechtigten
  • Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren
  • Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, gegenüber den lokalen Rechnungslegungsvorschriften angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge und Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen den bezahlten Leistungen und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Als Firmenwert wird grundsätzlich der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem Wert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Falle des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d. h., die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passive Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.

b) Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungs-prozesse.

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens besitzen. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Beherrschung über eine Vereinbarung, die nur dann besteht, wenn Entscheidungen über die relevanten Aktivitäten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen erfordern.

Die Überlegungen, die zur Bestimmung des maßgeblichen Einflusses oder der gemein-schaftlichen Führung angestellt werden, sind mit denen vergleichbar, die zur Bestimmung der Beherrschung von Tochterunternehmen erforderlich sind.

Die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitalein- oder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.

Währungsumrechnung

Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen Cash Generating Unit (zahlungsmittelgenerierende Einheit), der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Cash Generating Units werden durch die Zusammenfassung von Ver-

mögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht wird, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der Cash Generating Unit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cashflow(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Mehrjahresfinanzplänen. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den Detailplanungszeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital", WACC).

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer bzw. entsprechender Abschreibung. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und wird regelmäßig überprüft.

Jahre
Betriebsgebäude 33,3
Komponenten Terminal 3:
Rohbau 50
Fassade 25
Innenausbau 20
Technische Gebäudeausrüstung 25
Sonstige Gebäude 10–50
Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder 20–60
Technischer Lärmschutz 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7–20
Technische Anlagen und Maschinen 5–20
Fahrzeuge 2–10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2–15

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Maßnahmen für den technischen Lärmschutz erstmals als eigenständige Komponente zu Sachanlagen identifiziert. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von zehn bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungsoder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen für den Standort Flughafen Wien-Schwechat kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt. Nähere Ausführungen zu den Bewertungstechniken und wesentlichen Parametern siehe unter Punkt (14).

Wer tminder ungen immaterieller Vermögenswer te, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten Cash Generating Unit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert beziehungsweise beizulegendem Zeitwert abzüglich Abgangskosten. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von Marktpreisen bzw. anderen Inputfaktoren der Stufe 1 ebenso ein Discounted-Cashflow-Verfahren angewendet, jedoch unter Berücksichtigung von Markterwartungen hinsichtlich der erwarteten Zahlungsströme und des Abzinsungssatzes.

Die einzelnen Vermögenswerte der Flughafen-Wien-Gruppe werden so lange mit anderen Vermögenswerten zusammengefasst, bis eine Gruppe entsteht, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten ist. Eine derartige Gruppe wird als Cash Generating Unit (CGU) bezeichnet. Bei der Interpretation der Unabhängigkeit der Mittelzuflüsse orientiert sich die Flughafen-Wien-Gruppe am Konzept der gegenseitigen (komplementären) produktions- oder dienstleistungstechnischen Leistungsbeziehungen bzw. rechtlichen Abhängigkeiten zwischen einzelnen Vermögenswerten, berücksichtigt aber auch die Art und Weise, in der Investitionsentscheidungen (z. B. zur Erweiterung eines Terminals) getroffen werden. Wenn die Erzeugnisse einer Gruppe von Vermögenswerten auf einem aktiven Markt verkauft werden können, bildet diese jedenfalls eine CGU, auch wenn die Erzeugnisse zur Gänze oder teilweise von anderen Einheiten des Unternehmens genutzt werden.

Im Folgenden werden die Cash Generating Units (CGU) der Flughafen-Wien-Gruppe aufgelistet, für die im Vorjahr Wertminderungen erfasst wurden:

  • CGU "Real Estate Cargo": Die Cash Generating Unit "Real Estate Cargo" betrifft die Vermietung und Bewirtschaftung von Cargo-Gebäuden am Flughafen Wien.
  • CGU "Aviation": Die Cash Generating Unit "Aviation" betrifft die Abwicklung des gesamten Leistungsprozesses Aviation (Passagierabfertigung, Sicherheit, Starten und Landen von Flugzeugen).

Leasing

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, die dem Leasingnehmer das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung überträgt. Der Flughafen-Wien-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch Leasingnehmer auf.

Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer über, liegt ein Finanzierungsleasing nach IAS 17 vor, anderenfalls kommt es zur Einstufung als Operating Lease.

Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist (Finanzierungsleasing), erfolgt die Aktivierung im langfristigen Vermögen zum niedrigeren Wert aus Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen oder zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts (sofern dieser Wert geringer ist). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Wertminderungen werden im Buchwert des aktivierten Leasinggegenstandes erfasst. Die aus Finanzierungsleasingverträgen zukünftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, werden die Mietaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst (Operating Leasing). Tritt der Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber auf, werden die Leasinggegenstände zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. Die Erfassung der Mieterträge erfolgt linear über die Vertragslaufzeit.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit berücksichtigt.

Rück stellungen für Ab fer tigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis ("Other Comprehensive Income") und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der Gewinnrücklagen und werden nicht mehr in die Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Sämtliche sonstigen Veränderungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt.

Die Fluktuation (bei Abfertigung und Jubiläum) wurde in Form von jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten, welche aus den Fluktuationsdaten des Konzerns der vergangenen zehn Jahre ermittelt wurden, berücksichtigt. Bei den Mitarbeitern, die sich in der Altersteilzeit befinden, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr getrennt für Arbeiter (6,2 % bei 30,7 % bis 6,7 % bei 92,0 %) und Angestellte (7,7 % bei 41,7 % bis 7,3 % bei 92,2 %) angesetzt. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2 % bis 0,6 %) und Angestellte (7,7 % bis 0,6 %) berücksichtigt.

Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2014 2013
Rechnungszinssatz (Pensionen, Abfertigung, Jubiläum) 1,78 % 3,35 %
Rechnungszinssatz (Altersteilzeit) 0,30 % 1,00 %
Lohn- und Gehaltstrend (Abfertigungen, Jubiläum) 3,69 % 3,69 %
Pensionstrend (nur für Pensionen) 2,10 % 2,10 %

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen werden im jeweils von der Rückstellung betroffenen Aufwand erfasst.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie Investitionszuschüsse behandelt.

Bemessung der beizulegenden Zeitwerte

Der Konzern bewertet Finanzinstrumente und nicht finanzielle Vermögenswerte zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Angabe (34) angeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, erfolgt.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Der Flughafen-Wien-Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.

Stufe 1

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).

Stufe 2

Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d. h. wie Kurse) oder indirekt (d. h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.

Stufe 3

In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über

Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Beteiligungen und Wertpapiere

In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis (AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe in der Regel erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forder ungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern der Geschäftstätigkeit berechnet.

Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Verkehrs- und Abfertigungsentgelte:

Einige Entgelte unterliegen der Genehmigungspflicht durch die oberste Zivilluftfahrtbehörde. Diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafeninfrastruktur und umfassen Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturentgelte. Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste wie zum Beispiel die Vorfeld- und Frachtabfertigung sowie die Verkehrsabfertigung.

Miet- und sonstige Entgelte:

Der Flughafen-Wien-Konzern realisiert weiters insbesondere Umsätze aus Parkraumvermietung, Flächenvermietung (mit fixen und variablen (umsatzabhängigen) Entgelten), der Ver- und Entsorgung sowie aus Sicherheitsleistungen. Mieterlöse werden als Umsatzerlöse linear über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterlöse über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Variable Mieten werden periodengerecht (auf Basis der erzielten Umsätze) erfasst.

Zinserträge:

Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrags mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswerts bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Zinserträge werden im Finanzerfolg erfasst.

Dividenden:

Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst; das ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem die Anteilseigner die Dividende beschließen. Dividenden werden im Finanzerfolg ausgewiesen.

Ermessensb eur teilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 10.848,8, Vorjahr: T€ 13.678,9) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 54,2, Vorjahr: T€ 54,2), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.561.171,6, Vorjahr: T€ 1.622.159,0), als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 124.866,6, Vorjahr: T€ 119.561,1) sowie langfristigen finanziellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 106.477,8, Vorjahr: T€ 102.156,1) inklusive Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (Buchwert: T€ 102.520,4, Vorjahr: T€ 97.865,9) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung/Wertaufholung vorgenommen. Eine Wertminderung/Wertaufholung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung/Wertaufholung hindeuten, berücksichtigt. Die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, ist folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruht in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Bei Überprüfung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten des immateriellen Vermögens, des Sachanlagevermögens und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Restnutzungsdauer) vorgenommen. Bei der jährlichen Überprüfung der Nutzungsdauern können gegebenenfalls Verkürzungen oder Verlängerungen der Nutzungsdauern vorgenommen werden.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und der damit zusammenhängenden Prüfungserfordernisse bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste (3. Piste) mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten Projektkosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungsbzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt. Die zugeordneten Buchwerte betragen derzeit im Bereich Sachanlagen (exkl. Grundstücke und Anlagen in Bau) T€ 38.055,5 (Vorjahr: T€ 43.194,8) sowie im Bereich Anlagen in Bau T€ 62.463,3 (Vorjahr: T€ 51.886,6). Eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertbarkeit der Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 47.883,1 (2013: T€ 48.091,7) bedarf ebenfalls einer näheren Evaluierung, wobei von der Notwendigkeit einer partiellen Wertminderung auszugehen ist.

Der Flughafen-Wien-Konzern bildete Wertberichtigungen in Höhe von T€ 6.442,6 (Vorjahr: T€ 7.841,9) auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 3.059,8 (Vorjahr: T€ 318,1) auf sonstige Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Schuldnern resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Schuldner sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage des Vertragspartners kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 123.244,4 (Vorjahr: T€ 102.738,1) sowie für Altersteilzeit mit einem Buchwert von T€ 21.425,1 (Vorjahr: T€ 20.262,0) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuationswahrscheinlichkeiten sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Verpflichtungen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 3.346,5 (Vorjahr: T€ 4.004,2) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 11.298,9 (Vorjahr: T€ 9.460,3) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 16.671,0 (Vorjahr: T€ 12.118,8) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die

Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.

Die derzeit laufende steuerliche Außenprüfung von österreichischen in den Konzernabschluss eingebundenen Gesellschaften für die Jahre 2008 bis 2011 (unter anderem auch Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2012 und 2013 führten vorläufig zu keinen wesentlichen Beanstandungen. Daraus sich bisher ergebende Verpflichtungen wurden im vorliegenden Konzernabschluss verarbeitet. Etwaige sich daraus ergebende Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag mit Unsicherheiten behaftet. Künftige Entwicklungen können daher zu entsprechenden Anpassungen in den Folgeperioden führen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden mit Ausnahme von drei Tochtergesellschaften (Vorjahr: vier) sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen.

Die drei Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0 % (Vorjahr: unter 2,0 %) des Konzernumsatzes. Intern wurde die Wesentlichkeitsgrenze so festgelegt, dass nur einzeln unwesentliche Tochtergesellschaften nicht konsolidiert werden.

In den Konzernabschluss 2014 sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (Vorjahr: vierzehn) und sieben ausländische (Vorjahr: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und drei ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage 1 zum Anhang angeführt.

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. sowie "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH werden nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. ist ein assoziiertes Unternehmen, da zwar ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, aufgrund des qualifizierten Stimmrechtserfordernisses für die relevanten Entscheidungen im Unternehmen jedoch keine Beherrschungsmöglichkeit gegeben ist. Die anderen Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Die direkt an Malta International Airport plc gehaltenen Anteile werden als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da anhand der über die Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. gehaltenen Anteile insgesamt ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2014

Erstkonsolidierung per Art der Konso
lidierung
Anteil am
Kapital
"GetService"-Flughafen-Sicherheits
und Servicedienst GmbH
1.1.2014 at Equity 51,0 %

Mit 1. Jänner 2014 wurde die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung für den operativen Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurde das Unternehmen wegen seiner untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen. Das Unternehmen wurde als Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11 eingestuft, obwohl eine Stimmrechtsmehrheit durch die Flughafen-Wien-Gruppe vorliegt. Es handelt sich jedoch um nicht substanzielle Stimmrechte, da wesentliche Entscheidungen nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 75 % (und damit unter den beiden Gesellschaftern mit Einstimmigkeit) möglich sind. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Entkonsolidierung per Art der
Konso
lidierung
Anteil am
Kapital
Bemer
kung
Columinis Holding GmbH
in Liquidation
19.5.2014 at Equity 50,0 % Liquida
tion
Flughafen Friedrichshafen GmbH 20.8.2014 at Equity 25,15 % Verkauf

Mit Firmenbuchbeschluss vom 19. Mai 2014 erfolgte die Liquidation der Columinis Holding GmbH. Die Entkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die Flughafen Wien AG hat ihren gesamten Anteil an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von 25,15 % zu gleichen Teilen an die Stadt Friedrichshafen und den Landkreis Bodensee im dritten Quartal 2014 übertragen. Als letzte Vertragspartei haben am 22. Juli 2014 auch die verantwortlichen politischen Gremien des Landkreises Bodensee ihre Zustimmung zu der Transaktion erteilt. Das Bundeskartellamt stimmte am 20. August 2014 dem Erwerb der Anteile zu. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde daher mit 20. August 2014 entkonsolidiert.

Änder ungen des Konsolidier ungskreises 2013

Im Geschäftsjahr 2013 fanden keine Erst- bzw. Entkonsolidierungen statt.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Airport

Im Segment Airport werden der Geschäftsbereich Operations der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Weiters erbringt der Bereich Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.

Handling

Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich Abfertigungsdienste der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation. Das General Aviation Center beinhaltet auch das VIP- und Business-Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche Immobilien- und Centermanagement der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst.

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flughafenbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parken bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment Sonstige Segmente zusammengefasst.

Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften hinsichtlich der Erbringung von technischen Dienstleistungen und Reparaturen, von Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, von technischen Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie von Baumanagementund Beratungsleistungen.

Weiters werden diesem Segment die nicht berichtspflichtigen nach der At-Equity-Methode bilanzierten Anteile sowie Beteiligungsholdinggesellschaften, die keine operative Tätigkeit ausüben, zugeordnet.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen-Wien-Konzern beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des EBITDA bzw. EBIT (nach Berücksichtigung von Overheadkosten). Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.

Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden zentral überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht

zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten sowie den Zahlungsmitteln und -äquivalenten.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unter Berücksichtigung von Rechnungskorrekturen.

Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie die Beträge der langfristigen Vermögenswerte. Bei der Zuordnung der Vermögenswerte und Erträge zu geografischen Bereichen wird auf den Standort der Einheit abgestellt (Tochterunternehmen), die diese Erträge erzielt bzw. Vermögenswerte besitzt.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Segmentangaben 2014

2014 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 344.076,0 145.713,8 123.777,3 16.590,0 630.157,2
Interne Segmentumsätze 34.512,3 73.903,9 18.123,8 92.267,4
Segmentumsätze 378.588,4 219.617,7 141.901,1 108.857,4
Externe sonstige
betriebliche Erträge
2.025,4 1.350,6 3.582,5 2.422,3 9.380,9
Interne sonstige
betriebliche Erträge*
2.262,5 1,4 294,6 4.186,2 6.744,7
Betriebsleistung 382.876,3 220.969,7 145.778,2 115.465,9
Material und sonstige
bezogene Leistungen
4.815,9 7.708,3 1.397,3 24.986,3 38.907,7
Personalaufwand 40.796,0 160.706,2 7.969,1 44.580,5 254.051,8
Sonstige Aufwendungen 54.998,5 5.266,7 21.673,2 21.165,6 103.104,1
Interner Aufwand 140.988,2 29.665,1 39.807,8 8.346,3
Segment EBITDA 141.277,7 17.623,4 74.930,9 16.387,1 250.219,2
Planmäßige
Abschreibungen
95.545,9 5.493,8 15.936,9 13.466,1 130.442,6
Segment EBIT 45.731,9 12.129,7 58.994,0 2.921,0 119.776,5
Segmentinvestitionen** 56.419,9 6.514,4 5.135,3 6.995,4 75.065,0
Segmentvermögen 1.367.663,5 33.601,6 276.193,4 163.412,9 1.840.871,5
davon Buchwerte der
nach der At-Equity
Methode bilanzierten
Unternehmen
102.520,4
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
51.351,5
Konzernvermögen 1.892.223,0
Segmentmitarbeiter

(Durchschnitt) 499 3.126 84 597 4.306

* Betrifft aktivierte Eigenleistungen

** Inklusive Rechnungskorrekturen ohne Finanzanlagen

Segmentangaben 2013***

2013 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 331.430,8 151.856,5 121.166,0 17.540,2 621.993,5
Interne Segmentumsätze 34.067,1 71.468,0 17.143,3 100.183,7
Segmentumsätze 365.497,8 223.324,5 138.309,3 117.723,9
Externe sonstige
betriebliche Erträge
7.212,6 916,1 3.589,4 3.165,7 14.883,9
Interne sonstige
betriebliche Erträge*
2.301,2 0,0 265,8 6.331,4 8.898,5
Betriebsleistung 375.011,7 224.240,6 142.164,6 127.221,0
Material und sonstige
bezogene Leistungen
6.742,6 11.172,2 1.845,3 26.387,1 46.147,2
Personalaufwand 39.096,0 156.168,0 6.864,3 43.661,1 245.789,5
Sonstige Aufwendungen 53.235,2 4.728,7 31.199,2 23.181,0 112.344,0
Interner Aufwand 143.157,8 29.594,8 40.654,0 9.455,4
Segment EBITDA 132.780,2 22.576,9 61.601,7 24.536,4 241.495,2
Planmäßige
Abschreibungen
90.607,5 5.413,8 14.850,0 13.428,8 124.300,1
Wertminderungen 216,0 0,0 4.900,0 0,0 5.116,0
Segment EBIT 41.956,6 17.163,1 41.851,8 11.107,6 112.079,1
Segmentinvestitionen** 55.203,1 4.351,9 9.478,1 3.809,1 72.842,1
Segmentvermögen 1.406.569,2 33.014,4 261.589,6 191.500,6 1.892.673,9
davon Buchwerte der
nach der At-Equity
Methode bilanzierten
Unternehmen
97.865,9
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
61.263,1
Konzernvermögen 1.953.937,0
Segmentmitarbeiter
(Durchschnitt) 496 3.199 83 621 4.399

* Betrifft aktivierte Eigenleistungen

** Inklusive Rechnungskorrekturen ohne Finanzanlagen

*** Zeilengliederung angepasst

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.367.663,5 1.406.569,2
Handling 33.601,6 33.014,4
Retail & Properties 276.193,4 261.589,6
Sonstige Segmente 163.412,9 191.500,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.840.871,5 1.892.673,9
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen
Sonstige Finanzanlagen 3.855,4 3.810,6
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 21.292,2 20.000,0
Forderungen an Finanzamt 12.063,5 14.778,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.572,1 13.856,2
Abgrenzungsposten 4.326,1 4.894,1
Zahlungsmittel und -äquivalente 2.242,1 3.923,3
Summe nicht zuordenbar 51.351,5 61.263,1
Konzernvermögen 1.892.223,0 1.953.937,0

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

Angaben 2014 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 629.152,7 1.004,5 0,0 630.157,2
Langfristiges Vermögen 1.710.782,1 58.154,2 34.482,8 1.803.419,0

Angaben 2013 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 621.068,1 925,4 0,0 621.993,5
Langfristiges Vermögen 1.768.184,6 55.539,3 33.885,4 1.857.609,2

Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2014 ein Beteiligungsergebnis aus At-Equity-Unternehmen in Höhe von € 4,7 Mio. (Vorjahr: € 5,0 Mio.), auf jene am Flughafen Košice in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.). Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.

Informationen über Hauptkunden

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihren Hauptkunden Lufthansa Group (inkl. Austrian Airlines) Erlöse in Höhe von € 273,0 Mio. (Vorjahr: € 280,4 Mio.) sowie Air Berlin Group (inkl. NIKI) Erlöse in Höhe von € 74,6 Mio. (Vorjahr: € 73,0 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesen Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2014 2013
Aktivierte Eigenleistungen 6.744,7 8.898,5
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 1.849,3 4.440,9
davon Erträge aus Schadenersatz/Schiedsurteil 0,0 4.000,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.012,1 6.307,5
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus
öffentlichen Mitteln
207,8 223,8
Gewährung von Rechten 1.076,4 844,4
Erträge aus Versicherungsleistungen 110,2 107,6
Übrige 2.125,1 2.959,7
16.125,5 23.782,3

( 3) Auf wendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2014 2013
Material 16.026,8 23.449,4
Energie 17.548,2 19.859,9
Bezogene Leistungen 5.332,7 2.837,9
38.907,7 46.147,2

(4) Personalaufwand

in T€ 2014 2013
Löhne 109.997,2 109.585,8
Gehälter 77.991,9 70.283,3
Aufwendungen für Abfertigungen 9.425,1 9.255,6
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 1.692,0 1.690,5
Aufwendungen für Altersversorgung 3.109,8 3.061,7
davon Beiträge an Pensionskassen 2.597,1 2.549,3
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und
Beiträge 51.552,5 51.892,8
Andere Personalaufwendungen 1.975,2 1.710,2
254.051,8 245.789,5

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2014 2013
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 591,5 680,6
Instandhaltungen 24.147,8 33.097,2
Fremdleistungen Dritte 13.545,4 21.132,0
Fremdleistungen nahestehende Unternehmen 12.431,6 8.937,2
Beratungsaufwand 4.748,2 6.045,4
Marketing und Marktkommunikation 20.535,7 19.359,3
Post- und Telekommunikation 1.126,4 1.191,1
Miet- und Pachtaufwendungen 6.775,3 6.639,7
Versicherungsaufwendungen 3.077,6 3.348,6
Reisen und Ausbildung 2.102,6 2.057,5
Schadensfälle 103,5 352,8
Drohende Verluste 1.838,6 488,3
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle 3.187,3 -11,8
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 656,9 190,4
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 556,3 588,6
Andere betriebliche Aufwendungen 7.679,3 8.247,2
103.104,1 112.344,0

Die Instandhaltungen beinhalten die laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie die Wartung der EDV-Anlagen, Pisten, Vorfelder, Rollwege und Parkhäuser.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus Gepäckdiensten, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften

Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH (vormals Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH) zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Der Posten "Drohende Verluste" umfasst Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben (siehe auch Punkt (26) "Sonstige übrige Rückstellungen").

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien, sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer folgende Leistungen erbracht:

in T€ 2014 2013
Abschlussprüfung 260,3 253,6
Andere Bestätigungsleistungen 12,0 62,0
Sonstige Leistungen 4,2 0,5
276,5 316,1

(6) Abschreibungen und Wertminderungen

in T€ 2014 2013
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte
Planmäßige Abschreibungen 4.202,3 4.065,1
4.202,3 4.065,1
Abschreibungen Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 121.090,8 116.280,3
Wertminderungen 0,0 216,0
davon CGU "Aviation" 0,0 216,0
121.090,8 116.496,3
Abschreibungen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Planmäßige Abschreibungen 5.149,5 3.954,7
Wertminderungen 0,0 4.900,0
davon CGU "Real Estate Cargo" 0,0 4.900,0
5.149,5 8.854,7
130.442,6 129.416,1

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2014 führten zu keiner Erfassung von Wertminderungen.

Der Wertminderungstest im Geschäftsjahr 2013 für die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Real Estate Cargo" führte zur Erfassung einer Wertminderung im Gesamtausmaß von € 4,9 Mio. Der erzielbare Betrag für die betreffende zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde anhand des Nutzungswerts ermittelt. Der Bestimmung der zukünftigen Mittelzuflüsse und -abflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurden die Zahlen der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitstests aktuellen Planung der Jahre 2014 bis 2018 zugrunde gelegt. Als Abzinsungssatz wurde ein gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) nach Steuern von 6,1 % herangezogen. Die Abwertung ergab sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswerts verwendet wurden, sind der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern und eine Wachstumsrate in der Höhe von 1 % im Anschluss an den Detailplanungszeitraum (5 Jahre). Die geplanten EBITDAs basieren auf der Erwartung künftiger Ergebnisse unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen. Die Wertminderung wurde im Segment Retail & Properties erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden darüber hinaus Abwertungen von sonstigen Sachanlagen in Höhe von T€ 216,0 erfasst. Die Wertminderungen wurden im Segment Airport erfasst.

in T€ 2014 2013
Anteilige Periodenergebnisse 7.732,9 6.155,9
Ergebnis aus dem Abgang von At-Equity-Unternehmen 2.250,6 0,0
9.983,5 6.155,9

(7) Ergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen

Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 1.484,4). Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein anteiliger Verlust in Höhe von T€ 295,1 nicht erfasst, da die betreffenden Anteile zur Gänze abgeschrieben sind.

Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Beilage "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.

Das Ergebnis aus dem Abgang von At-Equity-Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 betrifft den Verkauf der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie die Liquidation der Columinis Holding GmbH in Liquidation.

in T€ 2014 2013
Erträge aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 69,0 2.268,0
Erträge aus Beteiligungen sonstiger Unternehmen 70,0 70,0
139,0 2.338,0

(8) Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen

(9) Zinsergebnis

in T€ 2014 2013
Zinsen und ähnliche Erträge 898,6 2.160,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.167,1 -25.946,7
-23.268,4 -23.785,9

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2014 2013
Ertrag aus dem Abgang von Wertpapieren 74,1 0,0
74,1 0,0

(11) Ertragsteuern

in T€ 2014 2013
Aufwand für laufende Ertragsteuern 30.209,0 18.026,9
Aperiodische laufende Ertragsteuern 419,0 297,1
Veränderung latente Steuern -5.426,3 2.898,0
Aperiodische latente Steuern -446,6 2.279,7
24.755,2 23.501,7

Der Steueraufwand des Jahres 2014 von T€ 24.755,2 (Vorjahr: T€ 23.501,7) ist um T€ 1.921,0 (Vorjahr: T€ 695,1) geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 26.676,2 (Vorjahr: T€ 24.196,8), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern von T€ 106.704,7 (Vorjahr: T€ 96.787,1) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 106.704,7 96.787,1
Rechnerische Ertragsteuer 26.676,2 24.196,8
Anpassung an ausländische Steuersätze -328,5 -183,8
At-Equity-Bewertung -2.495,9 -1.544,7
Beteiligungserträge (steuerfrei) -34,8 -578,8
Sonstige permanente Differenzen 965,7 -964,6
Ertragsteueraufwand der Periode 24.782,7 20.924,9
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag -27,6 2.576,8
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 24.755,2 23.501,7
Effektivsteuersatz 23,2 % 24,3 %

Steuerüberleitungsrechnung

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus. Nähere Erläuterungen dazu siehe Punkt (29).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Langfristiges Vermögen

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Real Estate
Parken"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2014 13.678,9 0,0 54,2 13.733,1
Zugänge 1.331,1 0,0 0,0 1.331,1
Umbuchungen 55,3 0,0 0,0 55,3
Abgänge -14,2 0,0 0,0 -14,2
Abschreibungen -4.202,3 0,0 0,0 -4.202,3
Nettobuchwert zum
31.12.2014
10.848,8 0,0 54,2 10.903,0

Stand zum 31.12.2014

Anschaffungskosten 41.122,7 4.340,2 54,2 45.517,0
Kumulierte Abschreibungen -30.273,9 -4.340,2 0,0 -34.614,0
Nettobuchwert 10.848,8 0,0 54,2 10.903,0

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Real Estate
Parken"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2013 16.122,8 0,0 54,2 16.177,0
Zugänge 1.360,0 0,0 0,0 1.360,0
Umbuchungen 283,4 0,0 0,0 283,4
Abgänge -22,2 0,0 0,0 -22,2
Abschreibungen -4.065,1 0,0 0,0 -4.065,1
Nettobuchwert zum
31.12.2013
13.678,9 0,0 54,2 13.733,1

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 42.660,1 4.340,2 54,2 47.054,4
Kumulierte Abschreibungen -28.981,2 -4.340,2 0,0 -33.321,4
Nettobuchwert 13.678,9 0,0 54,2 13.733,1

Die wesentlichen Zugänge bzw. Umbuchungen des Geschäftsjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 614,4 (Vorjahr: T€ 741,6) für die Forschung und Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

(13) Sachanlagen

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ Grund
stücke und
Bauten
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2014
1.149.224,7 333.235,9 77.002,9 62.695,5 1.622.159,0
Zugänge* 797,7 3.740,1 13.181,1 44.851,2 62.570,1
Umbuchungen 14.384,5 19.894,7 3.306,4 -39.354,8 -1.769,1
Abgänge -509,8 -83,2 -104,5 0,0 -697,5
Abschreibungen -56.173,4 -39.947,3 -24.970,1 0,0 -121.090,8
Nettobuchwert zum
31.12.2014
1.107.723,7 316.840,2 68.415,7 68.191,9 1.561.171,6

Stand zum 31.12.2014

Anschaffungskosten 1.596.942,1 830.911,7 233.299,4 68.706,8 2.729.860,1
Kumulierte Abschreibungen -489.218,5 -514.071,4 -164.883,7 -514,9 -1.168.688,5
Nettobuchwert 1.107.723,7 316.840,2 68.415,7 68.191,9 1.561.171,6

* In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 4,5 Mio. als negative Zugänge enthalten.

in T€ Grund
stücke und
Bauten
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2013
1.193.590,9 331.727,9 81.818,0 70.397,6 1.677.534,4
Zugänge* -1.606,4 30.377,4 17.243,9 14.930,1 60.944,9
Umbuchungen 11.623,6 10.724,6 844,5 -22.632,2 560,4
Abgänge -35,2 -13,3 -335,9 0,0 -384,4
Abschreibungen -54.348,1 -39.580,7 -22.351,5 0,0 -116.280,3
Wertminderungen 0,0 0,0 -216,0 0,0 -216,0
Nettobuchwert zum
31.12.2013
1.149.224,7 333.235,9 77.002,9 62.695,5 1.622.159,0

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 1.586.204,5 810.703,8 238.047,5 63.210,4 2.698.166,1
Kumulierte Abschreibungen -436.979,8 -477.467,9 -161.044,6 -514,9 -1.076.007,2
Nettobuchwert 1.149.224,7 333.235,9 77.002,9 62.695,5 1.622.159,0

* In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 13,5 Mio. als negative Zugänge sowie eine Reduktion der Anschaffungskosten aufgrund eines Schiedsurteils in Höhe von € 8,2 Mio. enthalten.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 0,0 aktiviert (Vorjahr: T€ 88,4). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug im Vorjahr 3,30 %.

In den Sachanlagen sind ein Gebäude mit einem Nettobuchwert von T€ 5.778,3 (Vorjahr: T€ 6.690,7) sowie eine technische Anlage mit einem Nettobuchwert von T€ 211,6 (Vorjahr: T€ 145,1) enthalten, die als Finanzierungsleasing bilanziert sind.

Die größten Zugänge der Sachanlagen, der immateriellen Vermögenswerte und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Geschäftsjahr 2014 und 2013 werden nachstehend, inklusive aktivierter Fremdkapitalzinsen, angeführt:

Im Segment Airport in T€ 2014
Frachtpositionen 11.699,1
Hangar 7 10.560,5
3. Piste 8.228,5
Pier West 9.409,4
Flughafen Bahnhof 7.798,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software 1.795,1
Röntgengeräte 1.514,9
Leitsystem 1.092,9
Im Segment Handling in T€ 2014
Schleppfahrzeuge 2.049,2
Spezialfahrzeuge 1.283,5
Road-Feeder-Service-Bahnen 1.006,9
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 888,7
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 522,1
Im Segment Retail & Properties in T€ 2014
Charterbusterminal 1.789,3
Retail-Ausbau 1.333,6
Speditionsgebäude 1.064,2
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2014
Datenverarbeitungsmaschinen 1.930,3
Software 1.204,6
Trafostationen 573,6
Kältemaschinen 568,5

Geschäftsjahr 2014:

Geschäftsjahr 2013:

Im Segment Airport in T€ 2013
Piste 16/34 25.801,9
3. Piste 8.564,2
Hangar 7 6.066,3
Kehrblasgeräte 4.479,3
Bahnhofsgebäude 4.241,5
Bestandsgebäude, Süd-Gang 3.164,7
Spezialfahrzeuge 2.249,3
Feuerwehrfahrzeuge 1.382,1
Adaptierungen Terminal 3 1.265,4
Flughafenumzäunung 1.025,4
Im Segment Handling in T€ 2013
Schleppfahrzeuge 1.518,7
Hebe- und Ladefahrzeuge 760,9
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 702,2
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 385,3
Spezialfahrzeuge 277,5
Röntgengeräte 220,0
Transport- und Gepäckwagen 205,6
Im Segment Retail & Properties in T€ 2013
Speditionsgebäude 7.790,3
Werbeflächen Terminal 3 901,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software, Werkzeuge 847,3
Arbeiten an Gebäuden 192,8
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2013
Datenverarbeitungsmaschinen 2.025,7
Software 991,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 749,2
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 277,2
Maschinen, Werkzeuge 80,9

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2014

in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2014 112.035,7 7.525,3 119.561,1
Zugänge 85,8 11.078,0 11.163,8
Umbuchungen 20.317,1 -18.603,3 1.713,8
Abgänge -2.422,5 0,0 -2.422,5
Abschreibungen -5.149,5 0,0 -5.149,5
Nettobuchwert zum
31.12.2014
124.866,6 0,0 124.866,6

Stand zum 31.12.2014

Anschaffungskosten 208.727,7 0,0 208.727,7
Kumulierte Abschreibungen -83.861,0 0,0 -83.861,0
Nettobuchwert 124.866,6 0,0 124.866,6

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2013 113.322,4 5.541,2 118.863,6
Zugänge 3.034,9 7.502,3 10.537,2
Umbuchungen 4.674,4 -5.518,2 -843,8
Abgänge -141,2 0,0 -141,2
Abschreibungen -3.954,7 0,0 -3.954,7
Wertminderungen -4.900,0 0,0 -4.900,0
Nettobuchwert zum
31.12.2013
112.035,7 7.525,3 119.561,1

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 190.435,0 7.525,3 197.960,3
Kumulierte Abschreibungen -78.399,2 0,0 -78.399,2
Nettobuchwert 112.035,7 7.525,3 119.561,1
in T€ 2014 2013
Mieteinnahmen 14.436,5 15.007,7
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 7.109,2 6.191,3
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 570,7 710,2

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Gebäude, die überwiegend zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden:

Beizulegender Zeitwert

Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien T€ 143.066,8 (Vorjahr: T€ 130.824,2).

Bewertungstechnik und Inputfaktoren

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2015 und der langfristige Unternehmensplan.

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren:

  • Mietpreissteigerungen in der Höhe von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %)
  • Belegungsraten von 30,95 % bis 100 %, gewichteter Durchschnitt: 88,65 % (Vorjahr: 15,94 % bis 100 %, gewichteter Durchschnitt: 95,17 %)
  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 0,0 % (Vorjahr: 1,0 %)
  • Steuersatz in der Höhe von 25 % (Vorjahr: 25 %)
  • WACC nach Steuern in Höhe von 5,4% (Vorjahr: 6,1 %)

Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:

  • Steigende (sinkende) Vermietungserlöse pro m2
  • Höhere (niedrigere) Belegungsrate
  • Reduktion (Erhöhung) des Diskontierungszinssatzes (WACC)
  • Höhere (niedrigere) Wachstumsrate in der ewigen Rente

(15) Beteiligungen an at- Equit y- bilanzier ten Unternehmen

in T€ 2014 2013
Nettobuchwert zum 1.1. 97.865,9 94.718,9
Anteilige Periodengewinne 7.760,9 6.178,8
Anteilige Periodenverluste -28,1 -22,8
Anteilsverkäufe (Abgang) -6,6 0,0
Umbuchung aus Änderungen Konsolidierungskreis 51,0 0,0
Dividendenausschüttung -3.122,8 -3.008,9
Nettobuchwert zum 31.12. 102.520,4 97.865,9

Entwicklung vom 1. 1. bis 31. 12.

Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Beilage "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.

Die Erstkonsolidierung der "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) führte zu einer Erhöhung des At-Equity-Beteiligungsansatzes um T€ 596,7; der in den anteiligen Periodengewinnen enthalten ist.

(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR) 612,7 595,1
davon Mitarbeitern gewährte Darlehen 102,1 90,6
davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen 510,6 504,5
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS) 3.344,8 3.695,2
davon Beteiligungen an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen
106,3 157,3
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere 3.238,5 3.537,9
3.957,5 4.290,3

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 201,4 (Vorjahr: T€ 188,6) und Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 102,1 (Vorjahr: T€ 90,6), eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 103,0 (Vorjahr: T€ 109,6) sowie eine Ausleihung betreffend die Vorfinanzierung eines Radweges für die Umlandgemeinden in Höhe von T€ 206,2 (Vorjahr: T€ 206,2).

Die Wertberichtigungen für diese Posten betragen T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 332,0).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen längerfristig gehaltene (Vorjahr: Investmentfonds und Wertrechte) Wertrechte in Höhe von T€ 3.238,5 (Vorjahr: T€ 3.537,9) sowie Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 106,3 (Vorjahr: T€ 157,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2014):

  • GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
  • Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H.
  • VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.

Kurzfristige Vermögenswerte

(17) Vorräte

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Hilfs- und Betriebsstoffe 4.293,9 4.360,8
4.293,9 4.360,8

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.

(18) Wertpapiere

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Schuldtitel 21.292,2 20.000,0
21.292,2 20.000,0

Bei dem Schuldtitel handelt es sich um eine Ergänzungskapital-Obligation.

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 42.615,9 42.105,9
abzüglich Wertberichtigungen -6.442,6 -7.841,9
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen
Unternehmen
14,1 188,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto (LaR) 36.187,5 34.452,6
Forderungen gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen
(LaR)
826,5 61,8
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (LaR) 7.541,8 13.802,9
Forderungen an Finanzamt 12.063,5 14.778,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 30,4 53,3
Abgrenzungsposten 4.326,1 4.894,1
60.975,8 68.043,7

(19) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kassenbestand 140,4 127,2
Guthaben bei Kreditinstituten 2.101,7 3.796,0
2.242,1 3.923,3

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung höchstens drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2014 bei 0,05 % (Vorjahr: 0,2%) Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Zum Stichtag sind keine Termingelder zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

Eigenkapital

(21) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2014 vorgeschlagene Dividende beträgt € 1,65 (Vorjahr: € 1,30) je Aktie.

(22) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(23) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:

  • a) Available-for-Sale-Rücklage: Die Available-for-Sale(AfS)-Rücklage resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden, erfasst.
  • b) Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen: Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • c) Währungsumrechnungsrücklage: Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Jahresabschlusses von ausländischen Tochterunternehmen entstehen.

(24) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31. Dezember 2014 ausgewiesen ist.

Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung

In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 % des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten. Die Auswirkungen dieser Gewährung in den Jahren 2000 und 2001 sowie aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungen in diesen und Folgejahren betrugen insgesamt T€ 14.012,4 und wurden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. In den Berichtsjahren 2013 und 2014 ergaben sich keine weiteren Auswirkungen.

(25) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die nicht beherrschenden Anteile zum Bilanzstichtag an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Langfristige Schulden

(26) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Abfertigungen 82.959,5 71.995,8
Pensionen 16.631,9 15.060,2
Jubiläumsgelder 23.653,0 15.682,1
Altersteilzeit 21.425,1 20.262,0
Sonstige übrige Rückstellungen 19.175,1 9.460,3
163.844,6 132.460,4

Leistungsorientierte Abfertigungspläne

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs.

Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf eine gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Darüber hinaus bestehen für diese Dienstnehmer (Arbeiter: Eintritte bis 30. Juni 2014, Angestellte: Eintritte bis 31. Oktober 2014) kollektivvertragliche Abfertigungsverpflichtungen, für die Rückstellungen gebildet werden.

Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.

in T€ 2014 2013
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
71.995,8 71.460,5
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 6.974,8 7.014,1
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
9.872,9 -2.699,3
davon aus finanziellen Annahmen 12.122,3 -972,5
davon aus demografischen Annahmen -2.249,3 -1.726,9
Abfertigungszahlungen -5.884,0 -3.779,6
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
82.959,5 71.995,8

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ -25.186,0 (Vorjahr: T€ -17.781,3).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2014 2013
Dienstzeitaufwand 4.578,6 4.796,3
Zinsaufwand 2.396,2 2.217,8
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand* 6.974,8 7.014,1

* Ohne freiwillige Abfertigungen

Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 4.105,7 (Vorjahr: T€ 4.578,6).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2014 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 10,8 Jahren (Vorjahr: 11,9 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus Abfertigungen

in T€ Erhöhung
(+1 %)
Minderung
(-1 %)
Abzinsungssatz -8.098,2 9.569,2
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerung 8.849,7 -7.676,8

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven Mitarbeitern und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen besteht zum Stichtag (sowie zum Vorjahr) kein Planvermögen.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 % der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko oder dem Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum zwischen dem 1. September 1986 und dem 1. November 2014 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).

Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in der Höhe von 2,5 % des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. November 2014 wurde kein beitragsorientierter Pensionsplan abgeschlossen. Für diese Mitarbeiter fallen auch keine Pensionskassenbeiträge mehr an.

in T€ 2014 2013
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
15.060,2 16.658,6
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 512,6 512,4
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste(+)
2.156,3 -1.006,6
davon aus finanziellen Annahmen 2.125,7 -1.006,6
davon aus demografischen Annahmen 30,6 0,0
Pensionszahlungen -1.097,2 -1.104,2
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
16.631,9 15.060,2

Entwicklung der Rückstellung für Pensionen

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für Pensionsrückstellungen T€ -1.802,9 (Vorjahr: T€ -185,8).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2014 2013
Dienstzeitaufwand 8,1 8,5
Zinsaufwand 504,5 503,9
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand 512,6 512,4

Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.276,9 (Vorjahr T€ 1.276,2).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2014 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 11,2 Jahren (Vorjahr: 11,8 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus P e nsion e n

in T€ Erhöhung
(+1 %)
Minderung
(-1 %)
Abzinsungssatz -1.411,7 1.653,8
Bezugssteigerung Anwartschaft 27,3 -25,3
Bezugssteigerung Leistungsphase 1.603,4 -1.402,2

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder

in T€ 2014 2013
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
15.682,1 17.128,8
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Ertrag/Auf
wand
8.763,0 -873,5
Jubiläumsgeldzahlungen -792,1 -573,2
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
23.653,0 15.682,1

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2014 2013
Dienstzeitaufwand 1.097,5 1.162,8
Zinsaufwand 508,7 509,3
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 3.407,5 0,0
Erfolgswirksam im Gewinn und Verlust erfasste ver
sicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
3.749,4 -2.545,6
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand/-ertrag 8.763,0 -873,5

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt. Aufgrund der Änderungen des IAS 19 (2011) wurden ab dem Geschäftsjahr 2013 die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr als Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ("Termination Benefit") bilanziert, sondern als andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer ("Other Long-term Employee Benefit"). Dies hat zur Folge, dass die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr zu Beginn des Altersteilzeitverhältnisses in voller Höhe rückgestellt werden, sondern ratierlich verteilt bzw. angesammelt über die Aktivphase unter Berücksichtigung einer faktischen durchschnittlichen Mindestbetriebszugehörigkeit (Angestellte: 24 Jahre; Arbeiter: 15 Jahre) werden.

in T€ 2014 2013
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
20.262,0 19.487,0
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 4.773,7 4.273,8
Altersteilzeitzahlungen -3.610,6 -3.498,8
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
21.425,1 20.262,0

Entwicklung der Rückstellung für Altersteilzeit

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2014 2013
Dienstzeitaufwand 3.302,3 3.878,9
Zinsaufwand 182,5 172,7
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische
Gewinne (-) / Verluste (+)
1.289,0 222,2
Im Personalaufwand erfasster Altersteilzeitaufwand 4.773,7 4.273,8

Sonstige übrige Rückstellungen

in T€ 1.1.2014 Um
buchung*
Zuweisung 31.12.2014
Sonstige übrige Rückstellungen 9.460,3 7.876,1 1.838,6 19.175,1

* Umbuchung einer im Vorjahr noch als kurzfristig ausgewiesenen Rückstellung

in T€ 1.1.2013 Verbrauch Zuweisung 31.12.2013
Sonstige übrige Rückstellungen 8.972,0 0,0 488,3 9.460,3

Die Position "Sonstige übrige Rückstellungen" betrifft überwiegend Vorsorgen für drohende Verluste, die sich im Zusammenhang mit unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen ergeben. Der Effekt aus der Aufzinsung dieser Rückstellung beträgt T€ 550,5 (Vorjahr: T€ 496,2).

(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 72.055,1 105.646,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 457.721,3 551.646,4
Finanzverbindlichkeiten 529.776,4 657.292,5

In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Barvorlagen in Höhe von € 43,8 Mio. (Vorjahr: € 15,8 Mio.) enthalten.

Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu einem Jahr 72.055,1 105.646,0
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 157.721,3 226.646,4
Mehr als fünf Jahre 300.000,0 325.000,0
529.776,4 657.292,5

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2014 beträgt 4,19 % (Vorjahr: 3,55 %).

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Abwasserverband 0,0 2.700,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 5.779,8 6.655,1
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)* 5.779,8 9.355,1
Abgrenzungsposten 22.754,1 23.958,4
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.078,6 1.226,6
29.612,5 34.540,1

(28) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

* FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten. Das Leasingverhältnis betrifft die Miete einer Maintenance- und Winterdiensthalle sowie die Miete einer Telefonanlage. Der kurzfristige Anteil dieser Leasingverbindlichkeiten ist unter (32) "Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu einem Jahr 873,3 811,5
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 4.132,9 3.873,3
Mehr als fünf Jahre 1.646,9 2.781,8
6.653,2 7.466,6

Die Leasingverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Die Fälligkeit der Mindestleasingzahlungen sowie die Überleitung zu deren Barwert stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

Gesamt
in T€ bis 1 Jahr 31.12.2014
Leasingzahlungen 1.324,6 5.246,5 1.732,9 8.304,0
– Abzinsungsbeträge 451,3 1.113,6 86,0 1.650,8
Barwert 873,3 4.132,9 1.646,9 6.653,2
Gesamt
in T€ bis 1 Jahr 31.12.2013
Leasingzahlungen 1.322,6 1–5 Jahre
5.273,5
über 5 Jahre
3.032,5
9.628,6
– Abzinsungsbeträge 511,1 1.400,2 250,7 2.162,0
Barwert 811,5 3.873,3 2.781,8 7.466,6

(29) Latente Steuern

in T€ 2014 2013
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 26,8 29,6
Finanzielle Vermögenswerte 165,6 199,3
Rückstellungen für Abfertigungen 10.608,9 7.922,5
Rückstellungen für Pensionen 1.604,9 1.145,7
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 2.804,6 1.422,4
Sonstige Rückstellungen 1.460,2 1.399,3
16.671,0 12.118,8
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 37.505,3 39.354,3
Wertpapiere 323,1 15,6
Sonstige Vermögenswerte / Schulden 5,8 13,5
Steuerabgrenzung aus Konsolidierung -129,2 2.316,1
37.704,9 41.699,5
Steuerabgrenzung (saldiert) -21.033,9 -29.580,7

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung

in T€ 2014 2013
Stand zum 1.1. 12.118,8 12.802,3
Erfolgswirksame Veränderungen 1.544,9 243,0
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen 3.007,3 -926,5
Stand zum 31.12. 16.671,0 12.118,8
in T€ 2014 2013
Stand zum 1.1. 41.699,5 36.169,4
Erfolgswirksame Veränderungen -4.328,0 5.420,8
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Wertpapiere langfristiges Vermögen 10,3 22,3
Wertpapiere kurzfristiges Vermögen 323,1 87,0
Summe erfolgsneutrale Veränderungen 333,4 109,3
Stand zum 31.12. 37.704,9 41.699,5

Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung

Bei der Berechnung der tatsächlichen und latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 % angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 5,0 % bis 35,0 % und für die Slowakei 19,0 %) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sowie auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen.

Auf at-Equity-bilanzierte Beteiligungen und Anteile an Tochtergesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Insgesamt bestehen aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen temporäre Differenzen in Höhe von T€ 12.863,2 (Vorjahr: T€ 551,0), welche zu passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 3.215,8 (Vorjahr: T€ 137,8) führen würden.

Zum 31. Dezember 2014 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.980,7 (Vorjahr: T€ 1.998,4) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. In diesen Beträgen sind auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge aus Beteiligungsabschreibungen, die auf sieben Jahre verteilt werden müssen, enthalten.

Kurzfristige Schulden

(30) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Nicht konsumierte Urlaube 8.472,5 8.513,3
Andere Personalansprüche 8.729,2 9.147,2
Ertragsteuern 24.790,1 10.429,3
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 28.473,6 28.339,9
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 7.185,5 8.549,3
Sonstige übrige Rückstellungen 7.990,1 19.085,4
85.641,0 84.064,5
in T€ 1.1.2014 Umbu
chung
Ver
brauch
Auflö
sung
Zuwei
sung
31.12.2014
Nicht konsumier
te Urlaube
8.513,3 0,0 -161,5 -45,0 165,7 8.472,5
Andere Personal
ansprüche
9.147,2 0,0 -4.773,4 -2.514,6 6.870,0 8.729,2
Ertragsteuern 10.429,3 0,0 -8.040,9 -47,5 22.449,2 24.790,1
Nicht fakturierte
Lieferungen und
Leistungen
28.339,9 0,0 -17.188,1 -958,8 18.280,6 28.473,6
Nicht abgerechne
te Ermäßigungen
8.549,3 0,0 -7.825,6 -723,7 7.185,5 7.185,5
Sonstige übrige
Rückstellungen
19.085,4 -7.876,1 -3.882,8 -2.198,6 2.862,2 7.990,1
84.064,5 -7.876,1 -41.872,3 -6.488,2 57.813,2 85.641,0

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2014

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden, für sonstige Vergütungen sowie für Leistungsprämien.

Die Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen betreffen Ermäßigungen, die den Airlines bis zum Bilanzstichtag zu gewähren sind.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadensfälle, Rechtsfälle und sonstige Verpflichtungen zusammen.

(31) Lieferantenverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Gegenüber Dritten 34.643,9 46.843,4
Gegenüber verbundenen Unternehmen 1.077,6 2.843,4
Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 2.072,1 30,8
37.793,6 49.717,6

(32) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten
Unternehmen 10.835,3 7.938,3
Kreditorische Debitoren 1.051,4 1.597,7
Umweltfonds 35.069,9 29.535,6
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
(kurzfristig) 873,3 811,5
Andere sonstige Verbindlichkeiten 6.115,4 2.595,1
Abgrenzungsposten Löhne 6.975,9 6.815,9
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)* 60.921,3 49.294,1
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 2.127,1 2.295,4
Andere Abgrenzungsposten 1.611,4 1.405,0
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.098,8 7.164,1
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 213,4 201,2
71.971,9 60.359,9

* FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der Annahme, dass die Auszahlungsvoraussetzungen für die zum Stichtag 31. Dezember 2014 offene Verbindlichkeit im Jahr 2015 vorliegen werden, wird der Betrag in Höhe von T€ 35.069,9 in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

Sonstige Angaben

(33) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Zur Berücksichtigung von Anschaffungen (Investitionen) von Sachanlagen aus Vorperioden, die im Geschäftsjahr zahlungsunwirksam (Vorjahr: zahlungswirksam) wurden, wurden T€ 310,6 (Vorjahr: T€ 24.544,5) zu den Auszahlungen für Anlagenzugänge abgerechnet (Vorjahr: hinzugerechnet).

(34) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forder ungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Wertpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:

Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wert
gemindert
davon nicht wertgemindert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
2014 in T€ gungen
31.12.2014
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tagen
von 91 bis
180 Tagen
von 181 bis
360 Tagen
mehr als
360 Tage
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
44.555,8 40.173,2 968,9 442,9 903,6 279,6 0,0
Restlaufzeit
über 1 Jahr
612,7 612,7 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 45.168,5 40.785,9 968,9 442,9 903,6 279,6 0,0
Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wertge
mindert
davon nicht wertgemindert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
2013 in T€ gungen
31.12.2013
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tagen
von 91 bis
180 Tagen
von 181 bis
360 Tagen
mehr als
360 Tagen
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
68.317,3 62.465,8 1.747,1 164,5 0,0 359,1 2.780,9
Restlaufzeit
über 1 Jahr
595,1 595,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 68.912,4 63.060,9 1.747,1 164,5 0,0 359,1 2.780,9

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

2014 in T€ Wert
berichtigungen
1.1.2014
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigungen
31.12.2014
Einzelwert
berichtigungen
8.151,8 -1.769,1 -980,1 4.053,9 9.456,6
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
8,2 0,0 0,0 37,7 45,9
Summe 8.160,0 -1.769,1 -980,1 4.091,6 9.502,4
2013 in T€ Wert
berichtigungen
1.1.2013
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigungen
31.12.2013
Einzelwert
berichtigungen
8.375,5 -191,8 -1.226,0 1.194,1 8.151,8
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
14,0 0,0 -5,8 0,0 8,2
Summe 8.389,4 -191,8 -1.231,7 1.194,1 8.160,0

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2014 T€ 75,8 (Vorjahr: T€ 25,8).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

2014 in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2014
Einzelwert
berichtigung
31.12.2014
Pauschale
(Einzel-)Wert
berichtigung
31.12.2014
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2014
Überfällig < 1 Jahr 1.324,2 1.028,7 6,7 288,8
Überfällig > 1 Jahr 9.965,9 8.427,9 39,2 1.498,8
Summe 11.290,1 9.456,6 45,9 1.787,7
2013 in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2013
Einzelwert
berichtigung
31.12.2013
Pauschale
(Einzel-)Wert
berichtigung
31.12.2013
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2013
Überfällig < 1 Jahr 1.225,9 1.110,5 1,1 114,3
Überfällig > 1 Jahr 7.734,1 7.041,3 7,1 685,7
Summe 8.960,0 8.151,8 8,2 800,0

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Konditionen und (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen-Wien-Konzerns ersichtlich:

2014 in T€ Wäh
rung
Buchwert
31.12.2014
Brutto
Cashflows
gesamt zum
31.12.2014
< 1 Jahr Zins
satz*
Fix verzinste
Finanzverbind
lichkeiten
EUR 455.975,0 635.831,0 50.186,2 1–5 Jahre
197.679,1
> 5 Jahre
387.965,6
4,80%
Variabel verzin
ste Finanzver
bindlichkeiten
EUR 73.801,4 74.149,0 44.058,2 30.090,8 0,45%
Lieferanten
verbindlichkei
ten
EUR 37.793,6 37.793,6 37.793,6 n. a.
Sonstige
Verbindlichkei
ten
EUR 60.048,0 60.048,0 60.048,0 n. a.
Finanzierungs
leasing
EUR 6.653,2 8.304,0 1.324,6 5.246,5 1.732,9 7,51%
Summe 634.271,2 816.125,6 193.410,7 233.016,4 389.698,5
Wäh Buchwert Brutto
Cashflows
gesamt zum
Cashflows Zins
2013 in T€ rung 31.12.2013 31.12.2013 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre satz*
Fix verzinste
Finanzverbind
lichkeiten
EUR 461.983,8 664.289,3 24.624,7 211.266,6 428.398,0 4,78%
Variabel verzin
ste Finanzver
bindlichkeiten
EUR 195.308,7 198.174,7 104.711,3 93.463,4 0,94%
Lieferanten
verbindlichkei
ten
EUR 49.717,6 49.717,6 49.717,6 n. a.
Sonstige
Verbindlichkei
ten
EUR 51.182,6 51.182,5 48.482,5 2.700,0 n. a.
Finanzierungs
leasing
EUR 7.466,6 9.628,6 1.322,6 5.273,5 3.032,5 7,51%
Summe 765.659,2 972.992,8 228.858,7 312.703,5 431.430,5

* Gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälliger Haftungsentgelte

Von den Bankdarlehen sind aufgrund vertraglicher Bedingungen T€ 455.975,0 (Vorjahr: T€ 505.429,6) durch Garanten besichert, die im Gegenzug ein Haftungsentgelt erhalten.

Der Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von T€ 400.000,0 gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt T€ 400.000,0. Nachdem eine Garantin im August 2014 durch ein Rating-Downgrade ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2014 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwer te, Wer tansätze und beizulegende Zeitwer te nach Bewertungskategorien

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso regelmäßig kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v. a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available for Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet. (Stufe 2)

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach Bewertungskategorien. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie übrige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.

AKTIVA Buchwerte
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Wert
papiere
Forderungen
und sonstige
Vermögens
werte
31. Dezember 2014
Finanzielle Vermögenswerte
zum Zeitwert erfasst
Wertrechte AfS 2.605,8
Schuldtitel (Wertpapiere) AfS 21.292,2
Finanzielle Vermögenswerte
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* LaR 36.187,5
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen LaR 826,5
Sonstige Forderungen** LaR 7.541,8
Ausgereichte Darlehen LaR 612,7
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** AfS 632,7
Beteiligungen*** AfS 106,3
Zahlungsmittel und -äquivalente Barreserve
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 16.420,0
Summe 3.957,5 21.292,2 60.975,8
31. Dezember 2013
Finanzielle Vermögenswerte
zum Zeitwert erfasst
Investmentfonds und Wertrechte AfS 2.905,1 2.905,1 389,1
2.516,0
2.905,1 Zeitwert erfolgsneutral
Finanzielle Vermögenswerte
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* LaR 34.452,6 34.452,6 Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen LaR 61,8 61,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Forderungen** LaR 13.802,9 13.802,9 Fortgeführte Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen LaR 595,1 595,1 Fortgeführte Anschaffungskosten
Schuldtitel (Wertpapiere)**** LaR 20.000,0 20.000,0 21.507,2 21.507,2 Fortgeführte Anschaffungskosten
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** AfS 632,7 632,7 Anschaffungskosten
Beteiligungen*** AfS 157,3 157,3 Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und -äquivalente Barreserve 3.923,3 3.923,3 Nominalwert = Zeitwert
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 19.726,4 19.726,4
Summe 4.290,3 20.000,0 68.043,7 3.923,3 96.257,2

* Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen

** Abzüglich Wertberichtigungen

*** Aufgrund Unwesentlichkeit (und fehlender Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.

**** Stufe angepasst

Zeitwert
Zahlungs
mittel und
Zahlungsmit
teläquivalente
Summe
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Summe
Wertansatz nach IAS 39
2.605,8 2.605,8 2.605,8 2.605,8 Zeitwert erfolgsneutral
21.292,2 21.292,2 21.292,2 21.292,2 Zeitwert erfolgsneutral
36.187,5 36.187,5 Fortgeführte Anschaffungskosten
826,5 826,5 Fortgeführte Anschaffungskosten
7.541,8 7.541,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
612,7 Fortgeführte Anschaffungskosten
632,7 Anschaffungskosten
106,3 Anschaffungskosten
2.242,1 2.242,1 Nominalwert = Zeitwert
16.420,0 16.420,0
60.975,8 2.242,1 88.467,6
Zeitwert erfolgsneutral 2.905,1 2.516,0 389,1 2.905,1
Fortgeführte Anschaffungskosten 34.452,6
Fortgeführte Anschaffungskosten 61,8
Fortgeführte Anschaffungskosten 13.802,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 595,1
Fortgeführte Anschaffungskosten 21.507,2 21.507,2 20.000,0
Anschaffungskosten 632,7
Anschaffungskosten 157,3
Nominalwert = Zeitwert 3.923,3 3.923,3
19.726,4
96.257,2 3.923,3

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

PASSIVA Buchwerte
Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Finanzver
bindlich
keiten
Übrige Ver
bindlich
keiten
Finanzver
bindlich
keiten
Lieferan
tenver
bindlich
keiten
31. Dezember 2014
Finanzielle Schulden
erfasst zum Zeitwert
Finanzielle Schulden
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 37.793,6
Finanzverbindlichkeiten FLAC 457.721,3 72.055,1
Leasingverbindlichkeiten FLAC 5.779,8
Übrige Verbindlichkeiten FLAC
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 23.832,7
Summe 457.721,3 29.612,5 72.055,1 37.793,6
31. Dezember 2013*
Finanzielle Schulden
Finanzielle Schulden
erfasst zum Zeitwert
Finanzielle Schulden
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 49.717,6
Finanzverbindlichkeiten FLAC 551.646,4 105.646,0
Leasingverbindlichkeiten FLAC 6.655,1
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 2.700,0
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 25.185,0
Summe 551.646,4 34.540,1 105.646,0 49.717,6

* Angepasst

Zeitwert
Wertansatz
nach IAS 39
Summe Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Summe Übrige
Verbind
lichkeiten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
37.793,6
Fortgeführte
Anschaffungskosten
559.821,4 559.821,4 529.776,4
Fortgeführte
Anschaffungskosten
7.760,8 7.760,8 6.653,2 873,3
Fortgeführte
Anschaffungskosten
60.048,0 60.048,0
34.883,3 11.050,6
669.154,4 71.971,9
Fortgeführte
Anschaffungskosten
49.717,6
Fortgeführte
Anschaffungskosten
666.736,3 666.736,3 657.292,5
Fortgeführte
Anschaffungskosten
8.625,1 8.625,1 7.466,6 811,5
Fortgeführte
Anschaffungskosten
51.182,6 48.482,6
36.250,9 11.065,8
801.910,1 60.359,9

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

2014 in T€ aus
Zinsen/
Dividenden
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 2,3
Kredite und Forderungen (LaR) 90,5 -30,1
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 944,8
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -24.137,0
Summe 1.037,6 -24.167,1
2013* in T€ aus
Zinsen/
Dividenden
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 87,3
Kredite und Forderungen (LaR) 1.790,6 -30,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 2.621,0
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -25.916,7
Summe 4.498,9 -25.946,7

* Angepasst

aus der Folgebewertung
zum Zeitwert
erfolgsneutral
Währungs
umrechnung
Wertberichti
gung
aus
Abgang
Nettoergebnis
2014
-2,0 -2,0
-3.187,3 -3.187,3
1.382,0 25,6 1.407,6
0,0
1.382,0 -2,0 -3.187,3 25,6 -1.781,7
aus der Folgebewertung
aus
Zinsen/
aus
Dividenden
Zinsen
zum Zeitwert
Ertrag
Aufwand
erfolgsneutral
Währungs
umrechnung
Wertberichti
gung
aus
Abgang
Nettoergebnis
2013
87,3 3,9 3,9
1.790,6
-30,0
-2,4 11,8 9,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)
2.621,0
89,3
348,0 437,3
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)
-25.916,7
0,0
4.498,9
-25.946,7
89,3
1,5 11,8 348,0 450,6

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 24.137,0 (Vorjahr: T€ 25.916,7) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2014 Bewertungsgewinne von brutto T€ 1.382,0 bzw. netto abzüglich latenter Steuern T€ 1.036,5 (Vorjahr: brutto T€ 89,3, netto T€ 67,0) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Das Nettoergebnis 2014 aus dem Abgang betrifft den Verkauf von Wertpapieren.

(35) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertrechten (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (34) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungsund Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kreditrating von zumindest A (S&P, Moody's) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, das

Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie die vermehrte Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (34) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (37) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Zinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher/geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 300,0 niedriger bzw. um T€ 263,7 höher (Vorjahr: T€ 1.389,4 niedriger bzw. T€ 1.310,7 höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 225,0 niedriger bzw. um T€ 197,8 höher (Vorjahr: T€ 1.042,0 niedriger bzw. T€ 983,0 höher) gewesen.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als nicht wesentlich anzusehen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und unwesentlichen Beteiligungen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt ab auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, es soll jedoch mittelfristig nicht mehr als 60 % betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2014 2013
Finanzschulden 529.776,4 657.292,5
– liquide Mittel -2.242,1 -3.923,3
– kurzfristige Wertpapiere -21.292,2 -20.000,0
= Netto-Finanzschulden 506.242,1 633.369,2
./. Buchwert Eigenkapital 952.549,0 905.921,3
= Gearing 53,1 % 69,9 %

Das Gearing reduzierte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch Tilgung von Fremdmitteln.

Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation in etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 2,02 (2013: 2,62).

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

(36) Operating-Leasing-Verhältnisse

Flughafen Wien als Leasinggeber:

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

2014 2013
138.977,9 133.589,6
4.524,1 5.023,3
70.593,9 69.129,8
143.347,9 165.802,4
106.500,4 104.040,9

Flughafen Wien als Leasingnehmer:

Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Leasingzahlungen dargestellt:

in T€ 2014 2013
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 6.196,3 6.246,5
davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte
Mietzahlungen (Zins)
792,5 860,2
Künftige Mindestleasingzahlungen:
Bis zu einem Jahr 5.913,8 6.175,1
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 21.768,0 22.773,0
Länger als fünf Jahre 28.394,1 34.063,0

Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

(37) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer sowie Verwaltungskosten, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.503,1 (Vorjahr: T€ 2.977,5).

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2014 aushaftenden Obligo von € 6,91 Mio. (Vorjahr: € 9,0 Mio.) in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es die Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (26). Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 8,2 Mio. (Vorjahr: € 20,2 Mio.).

( 38) Angab en üb er Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen beinhalten verbundene, nicht voll konsolidierte Unternehmen des Flughafen-Wien-Konzerns, assoziierte Unternehmen, die Aktionäre der Flughafen Wien AG (Land Niederösterreich und Stadt Wien mit jeweils 20 % der Aktien, Airports Group Europe S.à r.l mit 29,9 %) sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften und die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. Mit Gesellschaften, an denen das Land Niederösterreich und die Stadt Wien direkt oder indirekt Beteiligungen halten, die ebenfalls als nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24 einzustufen sind, bestehen Geschäftsbeziehungen innerhalb des Leistungsspektrums des Flughafen-Wien-Konzerns und der betreffenden Gesellschaften zu fremdüblichen Bedingungen. Die im Berichtsjahr mit diesen Unternehmen im Sinne von IAS 24 durchgeführten Transaktionen betrafen alltägliche Geschäfte des operativen Geschäftsbereichs und waren insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Einkäufe wurden zu Marktpreisen abzüglich handelsüblicher Mengenrabatte sowie sonstiger auf Basis der Geschäftsbeziehung gewährter Rabatte getätigt.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 3.688,2 (Vorjahr inkl. GET2: T€ 8.937,2). Die aufwandswirksamen erfassten Leistungen der "GetService"- Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) betrugen im Geschäftsjahr T€ 8.743,40 (Vorjahr: in nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen enthalten).

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.058,1 (Vorjahr: T€ 985,1), gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) in Höhe von T€ 531,7 (Vorjahr: nicht konsolidiert), gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 385,4 (Vorjahr: T€ 634,4) sowie gegenüber dem assoziierten Malta International Airport plc in Höhe von T€ 1.008,8 (Vorjahr: T€ 925,4). Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäck-Handling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze mit dem assoziierten Unternehmens Schedule Coordination Austria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Die Umsätze mit dem assoziierten Unternehmen Malta International Airport plc betreffen im Wesentlichen Beratungsleistungen. Die Umsätze mit dem Gemeinschaftsunternehmen GET2 betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG.

Am 31. Dezember 2014 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen T€ 756,6 (Vorjahr: T€ 37,3) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 69,9 (Vorjahr: T€ 27,5).

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 12.903,8 (Vorjahr: T€ 7.938,3) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen auf T€ 3,7 (Vorjahr: T€ 30,8).

Natürliche nahestehende Personen:

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.

(39) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände und Geschäftsführer):

2014 2013
Arbeiter 3.112 3.213
Angestellte 1.193 1.186
4.306 4.399

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 folgende Vergütungen:

in T€ Fixe Bezüge Erfolgsabhän
gige Bezüge
für 2013
Sachbezüge Gesamtbezüge
Dr. Günther Ofner 259,3 189,6 8,4 457,3
Mag. Julian Jäger 259,3 189,6 8,4 457,3
518,6 379,1 16,8 914,6

Bezüge Vorstand 2014 (Auszahlungen)

 Bezüge Vorstand 2013 (Auszahlungen)
-- -- -- -- ---------------------------------------
in T€ Fixe Bezüge Erfolgsabhän
gige Bezüge
für 2012
Sachbezüge Gesamtbezüge
Dr. Günther Ofner 253,7 183,2 7,2 444,2
Mag. Julian Jäger 253,7 183,2 7,2 444,2
507,5 366,5 14,4 888,4

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2013, die im Jahr 2014 ausbezahlt wurden. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15 % des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden T€ 67,3 (Vorjahr: inkl. Teilnachzahlung aus 2012: T€ 70,8) für jeden Vorstand einbezahlt.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 984,7 (Vorjahr: T€ 606,8).

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2014

in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 117,4 1.054,1 2.891,6
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 134,7 44,7
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 282,1
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 473,3
Summe 117,4 1.188,8 3.691,7

Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2013

in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 115,9 1.027,4 2.645,7
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 141,6 44,9
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 20,6
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 110,2
Summe 115,9 1.169,0 2.821,5

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von T€ 117,4 (Vorjahr: T€ 115,9) geleistet.

(40) Vorgänge von b esonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2014 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gebucht oder gemäß IAS 10 offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 3. März 2015

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
ment
Seg
Flughafen Wien AG VIE Österreich VK Alle
Flughafen Wien Immobilien
verwertungsgesellschaft m.b.H.
IVW VIE Österreich 100,0 % VK Airport,
Retail &
Properties
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0 % VK Airport
Mazur Parkplatz GmbH MAZU VIEL Österreich 100,0 % VK Retail &
Properties
VIE International Beteiligungs
management Gesellschaft m.b.H.
VINT VIAB Österreich 100,0 % VK Sonstige
VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesell
schaft m.b.H.
VIEL VIE Österreich 100,0 % VK Retail &
Properties
VIE Office Park Errichtungs- und
Betriebsgesellschaft m.b.H.
VOPE VIEL Österreich 100,0 % VK Retail &
Properties
Vienna Aircraft Handling Gesellschaft
m.b.H.
VAH VIE Österreich 100,0 % VK Handling
Vienna Airport Business Park Immo
bilienbesitzgesellschaft m.b.H.
BPIB VIEL Österreich 100,0 % VK Retail &
Properties
Vienna Airport Technik GmbH VAT VIE Österreich 100,0 % VK Sonstige
Vienna International Airport Beteili
gungsholding GmbH
VIAB VIE Österreich 100,0 % VK Sonstige
Vienna International Airport Security
Services Ges.m.b.H.
VIAS VIE Österreich 100,0 % VK Handling
VIE Office Park 3 BetriebsGmbH VWTC VIEL Österreich 100,0 % VK Retail &
Properties
BTS Holding a.s. "v likvidacii" BTSH VIE Slowakei 80,95 % VK Sonstige
KSC Holding a.s. KSCH VIE Slowakei 100,0 % VK Sonstige
VIE (Malta) Limited VIE
Malta
VINT Malta 100,0 % VK Sonstige
VIE Malta Finance Holding Ltd. VIE MFH VIE Malta 100,0 % VK Sonstige
VIE Malta Finance Ltd. VIE MF VIE MFH Malta 100,0 % VK Sonstige
VIE Operations Holding Limited VIE OPH VINT Malta 100,0 % VK Sonstige
VIE Operations Limited VIE OP VIE OPH Malta 100,0 % VK Sonstige
Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
ment
Seg
VIE ÖBA GmbH OEBA VIE Österreich 100,0 % VK Sonstige
Vienna Passenger Handling Services
GmbH
VPHS VIE Österreich 100,0 % VK Sonstige
City Air Terminal Betriebsgesellschaft
m.b.H.
CAT VIE Österreich 50,1 % EQ Sonstige
SCA Schedule Coordination Austria
GmbH
SCA VIE Österreich 49,0 % EQ Sonstige
Letisko Košice – Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0 % EQ Sonstige
Malta International Airport plc MIA VIE Malta Malta 33,0 % EQ Sonstige
Malta Mediterranean Link Consor
tium Limited (Teilkonzern mit Malta
International Airport plc)
MMLC VIE Malta Malta 57,1 % EQ Sonstige
"GetService"-Flughafen-Sicherheits
und Servicedienst GmbH
GET2 VIAS Österreich 51,0 % EQ Sonstige
GetService Dienstleistungs
gesellschaft m.b.H.
GETS VIAS Österreich 100,0 % NK Sonstige
Salzburger Flughafen Sicherheits
gesellschaft m.b.H.
SFS VIAS Österreich 100,0 % NK Sonstige
VIE Shops Entwicklungs- und
Betriebsges.m.b.H.
SHOP VIE Österreich 100,0 % NK Sonstige
  • Erläuterung Konsolidierungsart:
  • VK = Vollkonsolidierung
  • EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode
  • NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.

1. Tochter unternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind:

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbe
sondere Immobilien, sowie Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden auf dem Gelände der
Flughafen Wien AG
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 17.279,0 17.042,1
Periodenergebnis 14.959,0 8.417,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 14.959,0 8.417,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 99.584,5 103.017,7
Kurz- und langfristige Schulden 6.650,4 16.624,5

Nettovermögen 92.934,1 86.393,1

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz: Bad Vöslau
Kapitalanteil: 100 % VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie
Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 970,3 921,0
Periodenergebnis 175,3 92,4
Sonstiges Ergebnis -2,0 -0,1
Gesamtergebnis 173,3 92,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1.540,6 1.594,1
Kurz- und langfristige Schulden 171,2 397,9
Nettovermögen 1.369,4 1.196,2

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes Mazur sowie Garagierung
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 2.373,7 2.442,1
Periodenergebnis 1.272,1 1.367,7
Sonstiges Ergebnis -0,7 2,9
Gesamtergebnis 1.271,4 1.370,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 5.818,0 5.951,9
Kurz- und langfristige Schulden 189,5 223,7
Nettovermögen 5.628,6 5.728,2

VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIAB

Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaften für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 1.013,3 937,9
Periodenergebnis 3.359,5 2.112,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 3.359,5 2.112,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 48.476,1 44.874,8
Kurz- und langfristige Schulden 4.884,9 4.643,2
Nettovermögen 43.591,1 40.231,6

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE

Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf sowie in der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 2.757,3 2.701,7
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 2.757,3 2.701,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 35.938,4 33.575,1
Kurz- und langfristige Schulden 5.516,0 5.910,0
Nettovermögen 30.422,4 27.665,1
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office
Park 2
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 3.219,7 3.212,8
Periodenergebnis 1.395,8 1.386,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.395,8 1.386,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 40.145,2 41.479,7
Kurz- und langfristige Schulden 20.807,4 22.132,6
Nettovermögen 19.337,9 19.347,1

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm
für alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation, an.
Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private-Aircraft-Handling sowie die Erfüllungs
gehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge
im Rahmen der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 12.335,6 12.180,5
Periodenergebnis 1.930,6 2.232,1
Sonstiges Ergebnis -73,2 49,2
Gesamtergebnis 1.857,5 2.281,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 7.934,9 7.447,3
Kurz- und langfristige Schulden 1.798,3 1.301,2
Nettovermögen 6.136,5 6.146,1

Vienna Airpor t Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H.
(BPIB)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99 % VIEL 1 % IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 8.678,9 9.162,4
Periodenergebnis 1.972,7 1.960,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.972,7 1.960,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 18.253,5 14.147,7
Kurz- und langfristige Schulden 11.972,0 9.838,9
Nettovermögen 6.281,5 4.308,8

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE

Vienna Airpor t Technik GmbH (VAT), vormals:

Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im Elektroanlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung, und in der Installation elektrischer Infrastruktur sowie im Vertrieb von Sicherheitseinrichtungen.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 14.690,0 19.024,5
Periodenergebnis 1.810,5 1.143,6
Sonstiges Ergebnis 45,8 87,8
Gesamtergebnis 1.856,3 1.231,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 5.427,9 6.084,5
Kurz- und langfristige Schulden 2.128,1 3.452,1
Nettovermögen 3.299,7 2.632,4

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafenprivatisierungen. Die
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 34,8 34,7
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 34,8 34,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 59.981,7 59.885,4
Kurz- und langfristige Schulden 2.277,8 2.216,4
Nettovermögen 57.703,9 57.669,0

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE

Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 51.987,2 51.441,5
Periodenergebnis 9.310,6 9.591,6
Sonstiges Ergebnis -323,5 324,7
Gesamtergebnis 8.987,1 9.916,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 29.512,5 32.876,5
Kurz- und langfristige Schulden 12.228,4 14.479,6
Nettovermögen 17.284,1 18.397,0

VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99 % VIEL 1 % BPIB

Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere des Office Park 3.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 2.531,0 2.329,9
Periodenergebnis 86,3 951,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 86,3 951,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 8.476,7 8.625,2
Kurz- und langfristige Schulden 5.681,0 5.915,8
Nettovermögen 2.795,7 2.709,4

BTS Holding a.s. "v likvidacii" (BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7 % VIE 33,25 % VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
2014 2013
0,0 0,0
-2.792,0 -31,1
0,0 0,0
-2.792,0 -31,1
885,6 3.672,8
308,2 303,4
577,4 3.369,4

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7 % VIE 52,3 % VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben dem
Halten der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungs
leistungen.
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.012,7 489,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.012,7 489,3
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 34.309,2 33.724,7
Kurz- und langfristige Schulden 2.754,5 3.182,7

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,8 % VINT 0,2 % VIAB

Nettovermögen 31.554,7 30.542,0

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die At-Equity-Bewertung des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta International Airport plc.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 4.397,4 4.842,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 4.397,4 4.842,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 58.506,7 56.439,6
Kurz- und langfristige Schulden 9.610,3 11.940,7
Nettovermögen 48.896,3 44.498,9

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95 % VIE 0,05 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta
Finance Ltd.
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 663,3 6.184,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 663,3 6.184,1
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 14.824,3 14.157,6
Kurz- und langfristige Schulden 18,1 14,7
Nettovermögen 14.806,2 14.142,9
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95 % VIE MFH 0,05 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanz
instrumenten
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 488,2 665,6
Sonstiges Ergebnis 385,2 0,0
Gesamtergebnis 873,4 665,6
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 51.736,5 173.129,4
Kurz- und langfristige Schulden 50.861,1 172.461,8
Nettovermögen 875,4 667,6

VIE ÖBA GmbH (OEBA)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil:
100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 3.463,6 3.793,8
Periodenergebnis 246,1 398,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 246,1 398,4
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 517,4 906,2
Kurz- und langfristige Schulden 218,3 440,2
Nettovermögen 299,1 466,0

Vienna Passenger Handling Ser vices GmbH (VPHS), vormals
VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne
des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des
Anhangs zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz.
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -14,0 -9,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -14,0 -9,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 65,7 214,9
Kurz- und langfristige Schulden 0,6 200,9

Nettovermögen 65,0 14,0

VIE Operations Holding Limited (VIE OPH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95 % VINT 0,05 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.205,2 1.070,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.205,2 1.070,8
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 408,9 156,4
Kurz- und langfristige Schulden 180,6 33,3
Nettovermögen 228,3 123,1

VIE Operations Limited (VIE OP)

Kapitalanteil: 99,95 % VIE OPH 0,05 % VINT

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 1.007,5 925,4
Periodenergebnis 673,0 597,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 673,0 597,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 395,3 552,9
Kurz- und langfristige Schulden 244,8 203,4
Nettovermögen 150,5 349,5

2. Gemeinschaftsunternehmen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind:

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Expresses als Eisenbahnverkehrs
unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von
Check-in-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flug
passagiere; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Ver
kehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 11.495,8 10.844,8
Periodenergebnis 1.897,9 1.309,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0

Gesamtergebnis 1.897,9 1.309,8

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Beträge in T€ 2014 2013
Planmäßige Abschreibungen 623,1 761,0
Zinserträge 3,6 1,5
Zinsaufwendungen 0,3 0,4
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 621,6 402,1
Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 12.048,7 8.467,6
Langfristige Vermögenswerte 7.756,1 8.979,4
Kurzfristige Schulden 1.328,3 839,3
Langfristige Schulden 309,6 338,7

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5,8 5,9
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0

* Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2014 2013
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
8.150,8 7.494,6
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 950,8 656,2
Erhaltene Dividende 0,0 0,0
Buchwert zum 31.12. 9.101,6 8.150,8

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschafts
unternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 51 % VIAS 49 % CKV Group
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewer
bes, Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 9.615,4 8.756,8
Periodenergebnis 885,6 1.098,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 885,6 1.098,9

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Beträge in T€ 2014 2013
Planmäßige Abschreibungen 155,7 88,6
Zinserträge 0,2 0,0
Zinsaufwendungen 0,6 0,1
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 293,9 351,3
Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 2.360,8 2.592,6
Langfristige Vermögenswerte 850,9 844,5
Kurzfristige Schulden 2.076,2 2.086,9
Langfristige Schulden 80,0 80,2
Nettovermögen 1.055,5 1.270,0

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,7 3,6
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0

* Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2014 2013*
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
647,7 n. a.
Anpassung Nettovermögen (aperiodisch) -596,7 n. a.
Anpassung Periodenergebnis (aperiodisch) 596,7 n. a.
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 451,6 n. a.
Erhaltene Dividende -561,0 n. a.
Buchwert zum 31.12. 538,3 n. a.

* Im Geschäftsjahr 2013 nicht konsolidiert

Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Košice, Slowakei
Kapitalanteil: 66 % KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Košice
Beträge in T€ 2014* 2013
Umsatzerlöse 9.048,1 7.301,2
Periodenergebnis 1.571,3 780,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 1.571,3 780,0

* Vorläufige Werte

Beträge in T€ 2014* 2013
Planmäßige Abschreibungen 834,2 889,8
Zinserträge 95,0 104,5
Zinsaufwendungen 0,0 0,0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 427,4 476,8
* Vorläufige Werte
Beträge in T€ 31.12.2014* 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 18.952,2 16.792,4
Langfristige Vermögenswerte 34.994,3 35.469,7
Kurzfristige Schulden 1.695,1 1.111,1
Langfristige Schulden 595,3 342,8
Nettovermögen 51.656,1 50.808,1

Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.711,1 14.258,7
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten* 0,0 0,0

* Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
33.533,4 33.848,8
Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 1.037,1 514,8
Sonstige 352,0 328,0
Erhaltene Dividende -439,7 -806,2
Buchwert zum 31.12. 34.482,8 33.885,4

3. Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind:

Beteiligungsverhältnis: Assoziiertes Unternehmen
Sitz: La Valetta, Malta
Kapitalanteil: 57,1 % VIE Malta
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International
Airport
Beträge in T€ 2014 2013
Gewinn und Verlust 16.730,7 14.484,7
Sonstiges Ergebnis -68,0 -121,4
Gesamtergebnis 16.662,7 14.363,3
den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 10.056,1 8.679,8
den Anteilseignern des Beteiligungsunternehmens
zuzurechnen
6.606,6 5.683,5
Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 45.902,0 41.999,2
Langfristige Vermögenswerte 146.676,5 146.961,8
Kurzfristige Schulden 26.819,5 26.858,8
Langfristige Schulden 72.128,2 77.172,0
Nettovermögen 93.630,7 84.930,3
den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 44.307,4 40.190,3
den Anteilseignern des Beteiligungsunternehmens
zuzurechnen
49.323,3 44.740,0

Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) Group

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmen
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
25.546,6 23.616,1
Anpassung Nettovermögen (aperiodisch) 0,0 -257,6
Anpassung Periodenergebnis (aperiodisch) -698,7 257,6
Periodenergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 3.787,8 3.272,7
Sonstiges Ergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist -15,4 -27,4
Erhaltene Dividende -1.084,9 -1.233,4
Firmenwerte 667,1 667,1
Sonstiges 37,1 -126,4
Buchwert zum 31.12. 28.239,6 26.168,8

Malta International Airport plc (MIA)

Beteiligungsverhältnis: Assoziiertes Unternehmen
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 10,1 % VIE Malta 40 % MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport
Beträge in T€ 2014 2013
Gewinn und Verlust 16.828,8 14.587,7
Sonstiges Ergebnis -68,0 -121,4
Gesamtergebnis 16.760,8 14.466,3

Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 2,35 (im Vorjahr: € 2,16) und der Kurswert der direkten 10,1%igen Anteile T€ 32.113,5 (Vorjahr: T€ 29.517,1).

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 45.837,6 41.960,2
Langfristige Vermögenswerte 119.861,7 120.147,0
Kurzfristige Schulden 24.757,9 24.843,8
Langfristige Schulden 67.318,2 70.279,6
Nettovermögen 73.623,2 66.983,8

Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2014 2013
Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmen
zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital)
6.765,4 6.296,9
Anpassung Nettovermögen (aperiodisch) 0,0 -43,4
Anpassung Periodenergebnis (aperiodisch) -43,4 43,4
Periodenergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist 1.699,7 1.473,4
Sonstiges Ergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist -6,9 -12,3
Erhaltene Dividende -1.024,9 -956,6
Firmenwerte 22.569,1 22.569,1
Sonstiges -44,5 0,0
Buchwert zum 31.12. 29.914,6 29.370,5
Beteiligungsverhältnis: Assoziiertes Unternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49 % VIE

Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten

Beträge in T€ 2014* 2013
Umsatzerlöse 805,0 813,1
Periodenergebnis -57,3 -46,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -57,3 -46,5
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 596,9 661,5
Kurz- und langfristige Schulden 122,0 104,3
Nettovermögen 474,9 557,3

* Vorläufige Werte

Beträge in T€ 31.12.2014 31.12.2013*
Buchwerte der Anteile an nicht wesentlichen assoziierten
Unternehmen
243,5 290,4

* 2013: inkl. Buchwerte CMIS (Columinis Holding GmbH in Liquidation)

4. Tochter unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Service
leistungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 4.591,6 1.488,6
Periodenergebnis 141,0 78,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis 141,0 78,0
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 1.180,7 708,3
Kurz- und langfristige Schulden 548,2 147,7
Nettovermögen 632,5 560,6
 Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)
Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIAS

Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch derzeit operativ nicht tätig.

Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -1,4 -1,7
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -1,4 -1,7
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 48,0 49,4
Kurz- und langfristige Schulden 0,0 0,1
Nettovermögen 48,0 49,4

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H (SHOP)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland
Beträge in T€ 2014 2013
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -2,0 -2,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Gesamtergebnis -2,0 -2,9
Kurz- und langfristige Vermögenswerte 0,1 1,6
Kurz- und langfristige Schulden 0,4 0,0
Nettovermögen -0,4 1,6

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Schwechat, 3. März 2015

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verant wor tung der geset zlichen Ver treter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 3. März 2015

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft L a g e b e r i c h t f ü r d a s Geschäftsjahr 2014

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Konjunktur und der Währungen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinflussen in hohem Maße die Entwicklung des Luftverkehrs. Die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafen Wien wird als zentraleuropäischer, internationaler Hub primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere von jener der CEE-Region beeinflusst, daneben aber auch von der wirtschaftlichen und politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2014 einen leichten Aufschwung. Aktuell rechnet die EZB mit einem globalen BIP-Wachstum von rund 3,6 %. Während sich Industrienationen wie Großbritannien und die USA durch steigenden Binnenkonsum und eine deutliche Erholung des Arbeitsmarktes zunehmend dynamischer entwickelten, schwächte sich die Wachstumsdynamik der Schwellenländer weiter ab. Das Wirtschaftswachstum der EU-Mitgliedstaaten in den Regionen Zentral-, Ost- und Südosteuropas (ausgenommen Kroatien) beschleunigte sich aber im dritten Quartal wieder. Es lag im Durchschnitt bei plus 2,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum konnte zwar zum Ende des Jahres ebenfalls an Fahrt gewinnen,

aber die aktuelle Prognose zeigt ein verhaltenes Wachstum von nur 0,8 %. Für 2015 sollte sich die Konjunktur im Euroraum durch Wirtschaftsimpulse jedoch weiter erholen. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft war 2014 geringer als zu Beginn des Jahres angenommen. Die Österreichische Nationalbank geht nunmehr von einem BIP-Wachstum von rund 0,4 % für 2014 aus. Dies ist vor allem auf die Konjunkturschwäche im Euroraum und die dadurch schwache Nachfrage europäischer Handelspartner der österreichischen Unternehmen zurückzuführen. Der Wertverlust des Euro setzte hingegen positive Impulse für die heimische Exportwirtschaft Richtung USA, Großbritannien und Schweiz. Der reale Konsum der privaten Haushalte stieg nur schwach um 0,5 %, wurde aber zuletzt vom starken Rückgang der Erdölpreise positiv beeinflusst. Über das Gesamtjahr lag die Inflationsrate bei 1,5 %. Trotz des extrem niedrigen Zinsniveaus und der seit Jahresmitte 2014 langsam anziehenden Kreditvergabe bleiben die Investitionstätigkeiten österreichischer Unternehmen für das Gesamtjahr hinter den Erwartungen zurück. Positiv wird jedoch der zum Jahresende steigende Import von Vorleistungsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen bewertet. Von der derzeit schrumpfenden Bauwirtschaft ist allerdings kein Konjunkturimpuls zu erwarten. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswir tschaft

2014 lag die Anzahl der Nächtigungen mit 131,9 Mio. nur knapp unter dem Vorjahresrekord (2013: 132,6 Mio.). Der Rückgang verteilte sich sowohl auf inländische (minus 0,3 %) als auch auf ausländische (minus 0,7 %) Gästenächtigungen. Auch der seit mehreren Jahren erkennbare Trend des Strukturwandels setzte sich 2014 fort: Während Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Russland weniger oft in Österreich nächtigten, konnten im Vorjahresvergleich mehr Gäste aus der Schweiz, Tschechien, Polen und den USA verzeichnet werden. Die stark steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt tendenziell kürzer wird. (Quelle: Statistik Austria, Tourismus 2014)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Reisetätigkeit der Österreicher entwickelte sich im Jahr 2014 gegenüber 2013 leicht positiv. In den ersten drei Quartalen nahmen die Urlaubsreisen insgesamt um 1,5 % auf 14,7 Mio. zu. Im Sommer 2014 (Juli bis September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, blieb das Niveau nahezu konstant bei 6,7 Mio. Urlaubsreisen. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien-Schwechat

Verkehrskennzahlen 2014 Veränd.
in %
2013 2012
MTOW (in Mio. Tonnen) 8,2 +3,4 7,9 8,1
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,5 +2,2 22,0 22,2
davon Lokalpassagiere
(in Mio.)
15,9 +4,6 15,2 15,1
davon Transferpassagiere
(in Mio.)
6,5 -3,9 6,8 7,1
Flugbewegungen 230.781 -0,2 231.179 244.650
Fracht (Luftfracht und Trucking; in
Tonnen)
277.532 +8,3 256.194 252.276
Sitzladefaktor (in %) 75,0 n. a. 74,8 73,0
Anzahl der Destinationen 172 -2,8 177 179
Anzahl der Airlines 70 -1,4 71 71

W ie n: D e utliche s Plus b ei L ok alpass agie r e n und Fr acht 2014, Rückgang bei Transferpassagieren

Die Passagierentwicklung der europäischen Flughäfen zeigt ein Wachstum von durchschnittlich 5,4 %1 . Während Flughäfen in der Türkei, Island und Serbien noch höhere Zuwächse verzeichneten, konnten die EU-Flughäfen ein Plus von 4,9 % erzielen.1

2014 wurden am Flughafen Wien 22.483.158 Passagiere (2013: 21.999.926) abgefertigt, was einem Plus von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses neuen Höchstwerts war es ein wechselhaftes Jahr, das vor allem von politischen Entwicklungen in Osteuropa beeinflusst wurde. Die wichtige West-Ost-Drehscheibenfunktion des Wiener Flughafens war davon stärker betroffen als andere Flughäfen in Westeuropa. Des Weiteren zeichnete sich das Marktumfeld im Jahr 2014 durch Streiks von Airline- und Flughafenpersonal in Deutschland und Frankreich aus.

Der Rückgang im Transferverkehr (minus 3,9 %) konnte jedoch durch einen stark wachsenden Lokalverkehr (plus 4,6 %) kompensiert werden. Unter anderem führten viele Neuaufnahmen von Destinationen, vor allem auf der Langstrecke, zu einem Passagierwachstum. Nach einem schwachen ersten Quartal entwickelte sich die Anzahl der Fluggäste in der Sommersaison deutlich besser.

Europaweit wurde ein Zuwachs bei Starts und Landungen von 2,6 %1 verzeichnet. Am Flughafen Wien wurden 230.781 Bewegungen registriert – ein Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr (2013: 231.179). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg vor allem durch neue Langstreckenverbindungen im Vergleichszeitraum um 3,4 % auf 8.179.391 Tonnen (2013: 7.913.505 Tonnen).

Die positive Entwicklung des Frachtaufkommens seit dem zweiten Halbjahr 2013 setzte sich auch 2014 fort. Das Gesamtjahr ergab ein deutliches Plus von 8,3 % auf 277.532 Tonnen (2013: 256.194 Tonnen). Neben einem Plus im Trucking mit 3,1 % (am Standort Flughafen Wien) war dafür vor allem die positive Entwicklung der Luftfracht verantwortlich, die um 10,6 % auf 197.761 Tonnen zulegte. Getragen wurde dies beispielsweise von Airlines wie Korean Air, TNT Airways, China Southern Airlines und Cargolux. Damit entwickelte sich Wien auch 2014 besser als der europäische Durchschnitt mit einem Plus bei der Frachtmenge von 3,6 %1 .

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2013 in %
Flug
bewegungen2
Veränd. zu
2013 in %
London* 131.459,8 4,6 869.012 2,7
Paris** 92.669,0 2,6 693.222 -1,3
Frankfurt 59.566,1 2,6 458.305 -0,7
Amsterdam 54.978,0 4,6 438.296 3,0
Madrid 41.815,3 5,3 341.911 2,9
München 39.700,5 2,7 357.295 -1,2
Rom 38.506,5 6,5 307.916 3,3
Mailand*** 36.598,1 2,0 319.017 -0,5
Zürich 25.426,9 2,5 248.943 0,9
Wien 22.483,2 2,2 229.450 -0,1
Prag 11.149,9 1,6 122.311 -2,7
Budapest 9.146,7 7,5 80.586 3,5

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2014 im Vergleich (Auszug)

* London Heathrow, Gatwick, Stansted ** Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly *** Mailand Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo

Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2014

Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den Top 10 der pünktlichsten Airports in Europa und konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Servicequalität steigern.

Regionen 2014 2013 Veränd.
in %
Anteil
2014 in %
Anteil
2013 in %
Veränd.
Anteil in
Prozent
punkten
Osteuropa 2.025.666 2.165.556 -6,5 18,1 19,7 -1,6
Westeuropa 7.761.325 7.536.817 +3,0 69,2 68,6 +0,6
Ferner Osten 408.707 363.163 +12,5 3,6 3,3 +0,3
Naher und
Mittlerer Osten
538.923 522.691 +3,1 4,8 4,8 0,0
Nordamerika 298.630 233.682 +27,8 2,7 2,1 +0,6
Afrika 167.341 157.229 +6,4 1,5 1,4 +0,1
Südamerika 12.024 10.977 +9,5 0,1 0,1 0,0
Gesamt 11.212.616 10.990.115 +2,0 100,0 100,0

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2014 (L inie und Char te r) nach Regionen

1) Airports Council International (ACI) Europe. Inhouse; January – December 2014

2) Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

Die westeuropäischen Destinationen als aufkommensstärkste Region des Flughafen Wien verzeichneten einen Zuwachs von 3,0 % auf 7.761.325 abgeflogene Passagiere, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen von 68,6 % auf 69,2 % erhöhte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Frequenzverstärkungen in westeuropäische Hauptstädte getragen. Der Rückgang um 6,5 % auf 2.025.666 abfliegende Passagiere zu Destinationen in Osteuropa ist vor allem auf die Ukraine-Krise zurückzuführen. Weiterhin positiv entwickelten sich die nordamerikanischen Destinationen (plus 27,8 %) aufgrund neuer Destinationen und Frequenzerhöhungen mit 298.630 Reisenden. Damit erhöhte sich ihr Anteil am Passagieraufkommen auf 2,7 %. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (plus 3,1 %), Afrika (plus 6,4 %) und Südamerika (plus 9,5 %) konnten ebenfalls zulegen.

Wie auch in den Vorjahren war Frankfurt die am häufigsten gewählte Destination. Hier verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg um 3,3 % auf 680.895 Passagiere. Starke absolute Passagierzuwächse verzeichneten auch London (plus 8,5 %), Berlin (plus 6,3 %) und Madrid (plus 31,2 %). Auf der Langstrecke war Bangkok die gesuchteste Destination (115.726), gefolgt von New York inkl. Newark (110.467) und Tokio (73.715).

Ent wicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde der Flughafen Wien AG – die Austrian Airlines – verzeichnete einen leichten Rückgang bei den Passagieren von 0,7 %. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen auf 47,7 % (2013: 49,1 %). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien.

Durch Umstrukturierungen innerhalb der Lufthansa Gruppe kam es 2014 zu Verschiebungen zwischen Lufthansa (minus 12,4 %) und Germanwings-Passagieren (plus 20,1 %). NIKI/airberlin haben mit 3.884.471 Passagieren einen Anteil von 17,3 % am Passagieraufkommen (2013: 17,1 %). Turkish Airlines trug mit 496.935 Passagieren 2,2 % zur Gesamtpassagieranzahl bei. Erfreulich entwickelten sich aber auch andere europäische Airlines, wie beispielweise Alitalia, Vueling Airlines, TAP Portugal und easyJet.

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) stieg 2014 von 74,8 % auf 75,0 %. Der Flughafen Wien wurde 2014 von 70 Fluglinien (2013: 71) regelmäßig angeflogen, die 172 Destinationen in 71 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u. a. Air China und Ethiopian Airlines, die den Flughafen Wien in ihr Langstreckendestinationsprogramm aufgenommen haben.

Entgelte- und Incentive-Politik

Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2014 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2014 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgeltes gilt das höchstzulässige Abfluggewicht MTOW der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgeltes Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1. Jänner 2014:

 Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: +1,87 %

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside:
+0,55 %
 Infrastrukturentgelt Betankung: +1,83 %

Das PRM-Entgelt (Passengers with Reduced Mobility, d. h. Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) blieb mit € 0,34 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt weiterhin einheitlich für alle abfliegenden Passagiere (lokal und Transfer) mit € 7,70 festgesetzt.

Das ab 1. Jänner 2013 auf € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier angehobene Transfer-Incentive blieb auch im Jahr 2014 in dieser Höhe unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen forcieren soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Die Flughafen Wien AG hat auch im Jahr 2014 das Wachstums-Incentive-Programm bestehend aus Destinations- und Frequenz-Incentives sowie dem Frequenzdichte-Incentive fortgesetzt, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert. Ziel der mit 1. Jänner 2014 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Umsatzentwicklung 2014

Durch das Passagierplus von 2,2 % und die positive Entwicklung des Frachtaufkommens am Flughafen Wien (plus 8,3 %) konnten die Umsatzerlöse der Flughafen Wien AG im Vergleich zu 2013 um 1,7 % bzw. € 10,5 Mio. von € 603,8 Mio. auf € 614,2 Mio. gesteigert werden. Die Parkerträge und andere Miet- und Konzessionserträge entwickelten sich im Jahr 2014 ebenfalls positiv. Rückgänge verzeichneten hingegen vor allem die Enteisungserlöse aufgrund des im Vergleich zu 2013 milderen Winters.

Die Airport-Erträge verzeichneten einen Anstieg um 3,6 % bzw. € 10,9 Mio. auf € 317,9 Mio. Durch das Passagierwachstum konnten die Bruttoerlöse aus den Fluggastentgelten (inkl. PRM) um 2,6 % bzw. € 4,8 Mio. auf € 193,5 Mio. sowie das passagierabhängige Sicherheitsentgelt von € 84,7 Mio. auf € 86,5 Mio. gesteigert werden. Trotz des minimalen Rückgangs an Flugbewegungen (minus 0,2 %) erhöhten sich die Erlöse aus Landeentgelten um 5,5 % aufgrund des gestiegenen MTOW (plus 3,4 %) und der angepassten Entgeltstruktur auf € 66,4 Mio. (2013: € 62,9 Mio.). Das Infrastrukturentgelt für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um 2,3 % bzw. € 0,5 Mio. auf € 23,1 Mio. Die Erlösschmälerungen (Skonti und Incentives) reduzierten sich im Wesentlichen durch die geringere Anzahl an Transferpassagieren.

Die Abfertigungserträge verzeichneten im Berichtsjahr einen Rückgang der Umsatzerlöse von 4,1 % bzw. € 5,7 Mio. auf € 135,1 Mio. Zwar stiegen die Bruttoerlöse aus der Frachtabfertigung aufgrund der positiven Entwicklung des Cargo-Volumens um 13,5 % bzw. € 3,8 Mio. auf € 32,0 Mio., jedoch verzeichneten vor allem die Einzelleistungen einen Rückgang um 42,9 % bzw. € 8,9 Mio. auf € 11,8 Mio., im Wesentlichen aufgrund geringerer Erlöse aus der Flugzeugenteisung in Folge des milderen Winters.

Die Non-Aviation-Erlöse inkl. Erlösen von Konzerngesellschaften legten 2014 in Summe um 3,4 % bzw. € 5,3 Mio. auf € 161,2 Mio. zu. Die positive Entwicklung wurde durch steigende Parkerträge (plus 6,6 % bzw. € 2,1 Mio.) und andere Miet- und Konzessionserträge (plus 3,7 % bzw. € 3,0 Mio.) bewirkt. Die Lounges trugen ein Umsatzplus von 10,3 % bzw. € 0,6 Mio. bei.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2014 im Überblick:

  • Steigerung der Umsatzerlöse um 1,7 % bzw. € 10,5 Mio. auf € 614,2 Mio.
  • Betriebsleistung trotz geringerer Enteisungserlöse und geringerer sonstiger betrieblicher Erträge auf € 623,4 Mio. gesteigert (2013: € 617,8 Mio.)
  • Reduktion des Betriebsaufwands ohne Abschreibungen um 3,6 % bzw. € 15,9 Mio. auf € 425,5 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 12,2 % bzw. € 21,5 Mio. auf € 197,9 Mio.
  • Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um 4,6 % bzw. € 5,3 Mio. auf € 119,7 Mio.
  • Wegfall der außerplanmäßigen Abschreibungen (2013: € 5,1 Mio.)
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 37,5 % bzw. € 21,3 Mio. auf € 78,2 Mio.
  • Verbesserung des Finanzergebnisses um 93,0 % bzw. € 2,0 Mio. auf minus € 0,1 Mio.
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 42,5 % bzw. € 23,3 Mio. auf € 78,1 Mio.
  • Steigerung des Jahresüberschusses um 31,6 % bzw. € 14,0 Mio. auf € 58,4 Mio.
  • Bilanzgewinn € 34,7 Mio. (2013: € 27,3 Mio.)
Beträge in € Mio. 2014 V. in % 2013
Umsatzerlöse 614,2 1,7 603,8
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. aktivierter
Eigenleistungen)
9,2 -34,6 14,1
Betriebsleistung 623,4 0,9 617,8
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen -425,5 -3,6 -441,4
EBITDA 197,9 12,2 176,4
Abschreibungen -119,7 0,2 -119,5
EBIT 78,2 37,5 56,9
Finanzergebnis -0,1 -93,0 -2,1
EBT 78,1 42,5 54,8
Steuern -19,7 88,2 -10,5
Jahresüberschuss 58,4 31,6 44,3

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Die Umsätze der Flughafen Wien AG konnten im Berichtsjahr trotz geringerer Enteisungserlöse im Wesentlichen aufgrund der positiven Entwicklung der Airport-Umsätze und der Non-Aviation-Umsätze um 1,7 % bzw. € 10,5 Mio. auf € 614,2 Mio. gesteigert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 9,2 Mio. um rund ein Drittel bzw. € 4,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen zurückzuführen, da im Vorjahr Schadenersatzleistungen aus dem Schiedsvergleich in Höhe von € 4,0 Mio. verbucht wurden. Während die aktivierten Eigenleistungen der Flughafen Wien AG bei € 2,2 Mio. nahezu konstant blieben, gingen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 14,4 % bzw. € 0,6 Mio. auf € 3,8 Mio. zurück.

Die Betriebsleistung stieg im Berichtsjahr aufgrund der höheren Umsatzerlöse um 0,9 % bzw. € 5,6 Mio. auf € 623,4 Mio. an.

Beträge in € Mio. 2014 2013
Material, bezogene Leistungen 76,0 82,6
Personal 221,6 196,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 127,9 161,9
Abschreibungen 119,7 119,5
Summe Betriebsaufwand 545,2 560,9

B e tr ie b s au f wand um 2,8 % bz w. € 15,7 Mio. au f € 5 45,2 Mio. reduziert

Der im Vergleich zu 2013 mildere Winter Anfang 2014 führte neben geringeren Aufwendungen für Enteisungsmittel und Treibstoffe auch zu einem Rückgang der Energiekosten, wobei zusätzlich Energiesparmaßnahmen kostendämpfend wirkten. Der Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für Energie) reduzierte sich daher um 20,1 % bzw. € 7,9 Mio. auf € 31,4 Mio. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (inkl. Verrechnungen für Sicherheitsleistungen) stiegen leicht um 2,8 % bzw. € 1,2 Mio. auf € 44,6 Mio.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 12,6 % bzw. € 24,7 Mio. von € 196,9 Mio. auf € 221,6 Mio. Dies ist zum geringeren Teil auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen in der Höhe von 2,0 % ab Mai 2014 und zum größeren Teil auf Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen zurückzuführen. Die Aufwendungen für den Winterdienst reduzierten sich analog zur geringeren Einsatzdichte. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ging um 1,0 % auf 3.183 Mitarbeiter zurück.

Der Aufwand für Löhne stieg um 2,5 % bzw. € 2,0 Mio. auf € 83,6 Mio. Der positive Effekt aus der geringeren Einsatzdichte des Winterdienstes wurde durch Rückstellungsdotierungen infolge der Zinssatzsenkung aufgehoben. Die Gehaltsaufwendungen nahmen ebenfalls um 11,6 % bzw. € 7,4 Mio. auf € 71,2 Mio. zu. Auch hier wirkten die Rückstellungsdotierungen des Sozialkapitals belastend. Die Aufwendungen für Abfertigungen stiegen um € 11,8 Mio. auf € 17,9 Mio. aufgrund höherer Rückstellungsdotierungen durch die Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes. Dieser Effekt wirkte auch auf die Aufwendungen für Altersversorgung, die sich im Vorjahresvergleich um € 3,2 Mio. auf € 5,3 Mio. erhöhten. Die Aufwendungen für Sozialabgaben stiegen leicht um 0,7 % bzw. € 0,3 Mio. auf € 42,0 Mio. Die sonstigen Sozialaufwendungen blieben bei € 1,6 Mio. auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vorjahresvergleich durch geringere Instandhaltungskosten, den klaren Fokus auf Kosteneinsparung und den Wegfall der Belastungen des schneereichen Winters 2012/2013 um 21,0 % bzw. € 33,9 Mio. auf € 127,9 Mio. reduziert werden. Die Aufwendungen für Instandhaltungen sanken durch antizyklische Sanierungsmaßnahmen um € 31,3 Mio. auf € 23,6 Mio. Im Vorjahr wurden für die Sanierung der Piste 16/34 Gesamtaufwendungen von € 25,8 Mio. erfasst. Auch die Transportkosten sanken um 68,4 % bzw. € 1,1 Mio., da der Abtransport der großen Schneemassen 2013 belastend wirkte. Während sich die Fremdleistungen um € 1,7 Mio. bzw. 13,5 % auf € 10,7 Mio. reduzierten, stiegen die Leistungen von Konzerngesellschaften durch den erweiterten Leistungsumfang dieser Konzerngesellschaften um 1,3 % bzw. € 0,7 Mio. auf € 51,8 Mio. Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation verzeichneten einen Anstieg von 6,1 % auf € 20,5 Mio. (2013: € 19,4 Mio.). Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen lagen mit € 4,4 Mio. um € 1,3 Mio. bzw. 23,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

EBITDA legte um 12, 2 % auf € 197,9 Mio. zu

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG stieg einerseits durch gestiegene Erträge, andererseits durch die geringere Kostenbelastung um 12,2 % auf € 197,9 Mio. (2013: € 176,4 Mio.).

Abschreibungen von € 119,7 Mio.

Beträge in € Mio. 2014 2013
Abschreibungen 119,7 119,5
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 80,0 68,5

2014 wurden € 1,2 Mio. in immaterielles Anlagevermögen sowie € 78,6 Mio. in Sachanlagevermögen investiert. Neben dem höheren Investitionsvolumen stiegen auch die planmäßigen Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um € 5,3 Mio. auf € 119,7 Mio., u. a. durch die Neuschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern. 2013 wurde eine Frachtimmobilie in Höhe von € 4,9 Mio. und sonstiges Sachanlagevermögen in Höhe von € 0,2 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben.

EBIT um 37,5 % auf € 78, 2 Mio. verbesser t

Durch den lediglich geringfügigen Anstieg der Abschreibungen um € 0,2 Mio. auf € 119,7 Mio. konnte das EBIT der Flughafen Wien AG um 37,5 % bzw. € 21,3 Mio. auf € 78,2 Mio. gesteigert werden.

Finanzergebnis auf minus € 0,1 Mio. reduzier t

Das Finanzergebnis reduzierte sich von minus € 2,1 Mio. auf minus € 0,1 Mio. Höhere Beteiligungserträge in Höhe von € 22,1 Mio. (plus 11,3 % bzw. € 2,2 Mio.) stehen geringeren Erträgen aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen, die sich im Vorjahresvergleich um 67,6 % bzw. € 1,2 Mio. auf € 0,6 Mio. reduzierten, gegenüber.

Das Zinsergebnis reduzierte sich einerseits durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen sowie andererseits aufgrund geringerer Zinserträge, u. a. aufgrund der Tilgung einer Bankenanleihe Mitte des Vorjahres, von minus € 24,5 Mio. auf minus € 23,6 Mio. (minus 3,7 %).

Ergebnis vor Steuern stieg um 42,5 % auf € 78,1 Mio.

In Summe erzielte die Flughafen Wien AG 2014 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 78,1 Mio. (2013: € 54,8 Mio.). Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 25,3 % (2013: 19,1 %). Der Jahresüberschuss legte im Vorjahresvergleich um 31,6 % von € 44,3 Mio. auf € 58,4 Mio. zu.

Finanz wir t schaf tliche Steuer ung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2014 wird eine EBITDA-Marge von 32,2 % nach 29,2 % im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Auf Konzernebene wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt, gemessen. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen.

Trotz eines höheren Investitionsvolumens reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten durch vorzeitige und planmäßige Tilgungen 2014 gegenüber 2013. Die liquiden Mittel reduzierten sich dementsprechend um € 0,8 Mio. und betrugen zum Stichtag € 0,7 Mio.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

Rentabilitätskennzahlen

2014 2013
EBIT in € Mio. 78,2 56,9
EBITDA in € Mio. 197,9 176,4
EBIT-Marge in % 12,7 9,4
EBITDA-Marge in % 32,2 29,2
ROE in % 7,8 6,2

Erläuterungen zu den Kennzahlen:

EBIT-Marge: EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Formel: EBIT / Umsatz

EBITDA-Marge: EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Formel: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz

ROE: (Return on Equity after Tax). Formel: Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse). Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus laufendes Jahr / 2

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzstruktur der Flughafen Wien AG

2014 2013
Aktiva
Anlagevermögen in % 95,3 % 94,9 %
Umlaufvermögen in % 4,7 % 5,1 %
Summe Aktiva in T€ 1.753.991,3 1.815.133,9
Passiva
Eigenmittel* in % 43,3 % 40,1 %
Fremdkapital in % 56,7 % 59,9 %
Summe Passiva in T€ 1.753.991,3 1.815.133,9

*) Inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüssen

Die Bilanzsumme der Flughafen Wien AG belief sich zum 31. Dezember 2014 auf € 1.754,0 Mio. und sank damit gegenüber 2013 um 3,4 % bzw. € 61,1 Mio. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes der Gesellschaft spiegelt sich im Anstieg des Anteils des Anlagevermögens auf 95,3 % (2013: 94,9 %) wider. Das Umlaufvermögen sank hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der sonstigen Forderungen.

Der Anteil des Eigenkapitals (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüssen) stieg im Vergleich zu 2013 um 3,2 Prozentpunkte auf 43,3 % bzw. von € 728,7 Mio. auf € 759,6 Mio. Durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten reduzierte sich der Anteil der Schulden auf 56,7 % (2013: 59,9 %).

Bilanzaktiva

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 3,0 % bzw. € 51,0 Mio. auf € 1.671,1 Mio. zum 31. Dezember 2014. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 20,2 % bzw. € 2,6 Mio. auf € 10,3 Mio. Den Zugängen von € 1,2 Mio. stehen Abschreibungen von € 4,0 Mio. gegenüber.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.420,1 Mio. die größte Position des Vermögens dar: Hier stehen Zugänge von € 78,6 Mio. den Abschreibungen in Höhe von € 115,7 Mio. gegenüber.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, reduzierte sich um 1,6 % bzw. € 17,0 Mio. auf € 1.062,0 Mio. Im Jahr 2014 wurden Investitionen (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen) in Höhe von € 39,8 Mio. getätigt und Abschreibungen in Höhe von € 52,0 Mio. erfasst.

Der Posten "Technische Anlagen und Maschinen" ist ebenfalls durch die Erfassung der laufenden Abschreibungen in Höhe von € 39,9 Mio. sowie von Zugängen (inkl. Umbuchungen von Anlagen in Bau) in Höhe von € 25,4 Mio. auf € 227,5 Mio. gesunken.

Im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden im Jahr 2014 € 16,1 Mio. investiert (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen). Der Buchwert zum 31. Dezember 2014 betrug € 64,8 Mio.

Die noch in Bau befindlichen Projekte inklusive geleisteter Anzahlungen beliefen sich zum Stichtag auf € 65,8 Mio. (2013: € 68,8 Mio.).

Das Umlaufvermögen (exkl. Rechnungsabgrenzungsposten) reduzierte sich 2014 um 11,0 % bzw. € 9,7 Mio. auf € 78,6 Mio. Dies ist auf geringere sonstige Forderungen, die im Vergleichszeitraum auf € 13,0 Mio. nahezu halbiert wurden, zurückzuführen. Diese beinhalteten zum Vorjahresstichtag eine Forderung aus einem Schiedsurteil in Höhe von € 4,6 Mio. sowie Forderungen aus im Umlauf befindlichen Geldern in Höhe von € 2,6 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Umsatzwachstums um 6,4 % bzw. € 2,1 Mio. auf € 34,6 Mio. Während die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit € 13,6 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau lagen, stiegen die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um € 0,5 Mio. an. Die Wertpapiere bleiben mit € 12,1 Mio. zum Vorjahr unverändert. Die liquiden Mittel sanken von € 1,5 Mio. auf € 0,7 Mio.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sank im Vergleich zum Vorjahr durch geringere Vorauszahlungen, u. a. für Gebühren und sonstige Leistungen.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen Wien AG stieg im Berichtsjahr um 4,4 % bzw. € 31,7 Mio. auf € 749,8 Mio. Dem Jahresüberschuss in Höhe von € 58,4 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 27,3 Mio. gegenüber.

Die unversteuerten Rücklagen verringerten sich durch die bestimmungsgemäße Auflösung um € 0,7 Mio. auf € 8,5 Mio.

Die Rückstellungen stiegen 2014 um 16,4 % bzw. € 32,8 Mio. auf € 233,4 Mio. an, da sich im Wesentlichen die Sozialkapitalrückstellungen aufgrund der aktualisierten Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen) erhöhten. Die Rückstellungen für Steuern erhöhten sich durch das bessere operative Ergebnis der Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen (exkl. Jubiläumsgeldrückstellung) reduzierten sich im Wesentlichen durch die bestimmungsgemäße Verwendung um 3,5 % bzw. € 3,3 Mio. auf € 90,8 Mio.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 0,9 % bzw. € 4,4 Mio. auf € 499,8 Mio. aufgrund von Tilgungen der Finanzschulden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 25,5 % auf € 33,3 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten im Wesentlichen aufgrund der Tilgung von Intercompany-Krediten um € 118,3 Mio. auf € 132,4 Mio. gesenkt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um € 4,5 Mio. auf € 12,5 Mio., im Wesentlichen aufgrund höherer Veranlagungen dieser Gesellschaften bei der Flughafen Wien AG.

Während die sonstigen Verbindlichkeiten primär durch die Dotierungen für den Umweltfonds um € 5,6 Mio. auf € 59,6 Mio. stiegen, reduzierten sich die passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgrund von Auflösungen um € 0,9 Mio. auf € 23,5 Mio.

Geldflussrechnung

in T€ 2014 2013
Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
+/– Jahresüberschuss 58.351,2 44.329,7
+ Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und
Sachanlagen
119.690,7 119.498,7
Zuschreibungen zu Finanzanlagen -565,1 -645,4
+ Veränderung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen
Mitteln
-135,9 -223,6
+/– Veränderung des Sozialkapitals 19.356,3 -1.518,4
+/– Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen 1.117,2 775,0
–/+ Gewinne (–) / Verluste (+) aus Abgängen von
immateriellen Anlagen und Sachanlagen
243,9 -4.154,2
+ Ergebnis aus Abgang Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 -1.100,0
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und
Erträge
0,0 3,9
Betrieblicher Cashflow 198.058,3 156.965,8
–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 206,6 -425,4
–/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
-2.078,8 8.464,7
–/+ Veränderung der Forderungen gegen verbundene
Unternehmen und assoziierte Unternehmen
-389,9 -3.473,6
–/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen und
Vermögensgegenstände (ohne Finanzierung) sowie
Rechnungsabgrenzungsposten
7.661,3 2.503,9
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen und der sonstigen Rückstellungen
-2.179,9 2.908,1
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegen
Konzernunternehmen (ohne Finanzierung)
7.753,5 7.974,7
+/– Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten
(ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten
4.656,8 -3.213,0
15.629,5 14.739,4
Operativer Cashflow 213.687,8 171.705,1
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit:
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
und Sachanlagen
-70.874,1 -74.566,7
+ Einzahlungen für immaterielle Anlagen und Sachanlagen 4.437,5 501,4
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -191,6 -130,8
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
5.369,3 15.423,0
-61.258,9 -58.773,1
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit:
Dividendenausschüttungen -27.300,0 -22.050,0
+/– Veränderung der mittel- und kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten
-125.914,0 -125.350,4
-153.214,0 -147.400,4
Veränderung der flüssigen Mittel -785,2 -34.468,4

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind gegenüber 2013 um 16,7 % bzw. € 11,5 Mio. auf € 80,0 Mio. gestiegen. Von den erfolgten Investitionen entfallen € 78,6 Mio. auf Sachanlagevermögen und € 1,2 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte.

Das Berichtsjahr war durch mehrere größere Bauprojekte geprägt. Bereits im Sommer konnte der neue Hangar 7 (Investitionen 2014: € 10,9 Mio.) von neuen Bestandsnehmern bezogen werden. Im Spätherbst erfolgte die Eröffnung des neuen Pier West (Investitionen 2014: € 9,6 Mio.). Der Dezember stand ganz im Zeichen der Inbetriebnahme des neuen ÖBB-Bahnhofs am Flughafen Wien (Investitionen 2014: € 7,8 Mio.) sowie der Fertigstellung der neuen Fracht-Vorfeldpositionen, in welche im Berichtsjahr € 11,8 Mio. investiert wurden.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2014 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt werden. Dieses System kann in der folgenden Grafik wiedergegeben werden.

Das Risikomanagementsystem wird dabei von risikopolitischen Grundsätzen in Form der Risikostrategie gesteuert. Auf diese Leitlinien stützt sich eine klar definierte Risikomanagement-Aufbauorganisation, welche über die gesamte Struktur der Flughafen-Wien-Gruppe hinweg gültig ist.

Das Risikomanagement ist dabei organisatorisch im Bereich Controlling angesiedelt. Aus dieser Funktion heraus werden sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert, es sind jedoch alle Beschäftigten der FWAG dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen sowie Risikobeauftragten.

Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Unterstützt wird dieser Prozess von einer umfassenden schriftlichen Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems der FWAG in Form der unternehmensweit gültigen Risikomanagementrichtlinie und einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, welche als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht. Schließlich ist die aktive und offene

Kommunikation der Risiken ein deklariertes Ziel und Erfolgsfaktor des Risikomanagementsystems.

Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie der Sicherung des Vermögens wahr. Zusätzlich prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der regionalen, europäischen und weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen wesentlichen Einfluss auf die FWAG haben. Auf Basis der Herbstprognose der Europäischen Kommission geht die FWAG davon aus, dass sich das makroökonomische Umfeld im Jahr 2015 positiver als im Vorjahr entwickeln wird.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung von externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben.

Zunehmende Handelsbarrieren, Sanktionen und politische Krisen könnten die globale Angebots- und Nachfragesituation des Luftverkehrs beeinträchtigen. Im vergangenen Geschäftsjahr traf dies insbesondere auf die politische Lage in der Ukraine und in den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten zu. Daher werden diese Entwicklungen intensiv beobachtet und evaluiert, um gegebenenfalls Gegen- bzw. Vorbereitungsmaßnahmen einleiten zu können. Die Entwicklung des Öl- und des damit verbundenen Kerosinpreises kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Luftverkehr ausüben.

Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die FWAG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit einer Anpassung der bereitgestellten Ressourcen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Der Branchenverband IATA prognostiziert für 2015 in Summe steigende Gewinne1 bei europäischen Airlines. Die FWAG erwartet, dass der Wettbewerbs- und Kostendruck für die Airlines dennoch weiterhin hoch bleibt. Es ist davon auszugehen, dass die Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Flughäfen weiter erhöhen.

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen seit 1. Jänner 2013 pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurzstrecken-, € 15 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die Abgabe dämpft das Passagieraufkommen und schwächt somit die Wettbewerbsposition des Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartigen Steuern einheben.

Durch die EU-Emissionsrichtlinien und -Umweltstandards wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit europäischer Airports als Transfer-Hubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas deutlich geschwächt. Die Attraktivität europäischer Airports als Transfer-Hub bzw. das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnten hiervon mittelfristig betroffen sein. Die Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten sowie in der Türkei kann langfristig gesehen zu einer Verschiebung der globalen (Umsteige-)Verkehrsströme führen.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 47,7 % gemessen am Gesamtaufkommen der Passagiere größter Kunde der FWAG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier verbunden mit der Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe als Partner integriert ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert.

Im Herbst 2014 wurde die Einigung auf einen neuen Kollektivvertrag für das Bordpersonal der Austrian Airlines bekanntgegeben. Dadurch konnte der Rechtsstreit über den Betriebsübergang auf die Tochter Tyrolean Airlines beigelegt und die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass ab März 2015 der gesamte Flugbetrieb wieder über die Austrian Airlines abgewickelt wird. Durch diese Einigung ist die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Airline beträchtlich gesunken.

Die Austrian Airlines wurde durch die Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten im vergangenen Jahr negativ beeinflusst, wodurch es auf Gesamtunternehmensebene zu einem Passagierrückgang von 1,1 % kam. Ein Rückgang von 2,5 % im europäischen Kontinentalverkehr konnte durch die positive Entwicklung der Langstrecke (plus 7,3 %) teilweise ausgeglichen werden. Außerdem wurden die Kapazitäten mit einer zusätzlichen Boeing 777 erweitert. Im Ergebnis hat die Austrian Airlines im Gesamtjahr am Flughafen Wien rund 10,7 Mio. Passagiere (minus 0,7 % gegenüber dem Vorjahr) befördert. Mit dem Ausbau der Langstreckenverbindungen (Newark) wurde ein weiterer Beitrag

1) IATA Airline Industry Economic Performance, Dezember 2014

zur Stärkung der Attraktivität als Transfer-Hub geleistet. Die FWAG geht davon aus, dass die Airline nach der Kollektivvertragseinigung den Konsolidierungskurs weiter fortsetzen kann, den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround schafft und damit die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer legt. Es bleibt jedoch ein Restrisiko hinsichtlich der weiteren Entwicklung, welches von verschiedenen Faktoren (übergeordnete Strategie der Konzernmutter, Wettbewerbsumfeld, regulatorische Rahmenbedingungen etc.) abhängt.

Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Passagieranteil von 11,0 % bzw. 6,2 % die Plätze 2 und 3 im Kundenranking der FWAG ein. Auf Gruppenebene konnte airberlin die Passagierzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 0,6 % steigern. Auch am Flughafen Wien entwickelte sich der Verkehr mit plus 2,7 % bei NIKI bzw. plus 4,0 % bei airberlin positiv. Trotz umfassender Maßnahmen und Verbesserung der Kosteneffizienz konnte jedoch der wirtschaftliche Turnaround der airberlin Gruppe auch 2014 nicht erreicht werden.

Die strategische Neuausrichtung und Restrukturierung ist bei NIKI zum großen Teil abgeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde eine strategische Partnerschaft mit Etihad Airways realisiert, welche unter anderem ein Codesharing-Programm mit täglichen NIKI-Flügen nach Abu Dhabi umfasst. Zusätzlich wurde das Destinationsportfolio punktuell angepasst, was sowohl zur Streichung bisheriger Destinationen (u. a. Frankfurt und Kopenhagen) als auch zur Aufnahme neuer Strecken (u. a. Larnaca und Madrid) geführt hat.

Die Entwicklung bei der airberlin Gruppe ist angesichts der Ertragssituation trotz Beteiligung und Unterstützung von Etihad Airways mit Unsicherheiten behaftet. Die Gruppe befindet sich weiterhin in der Verlustzone, womit trotz Erfolgen im Zuge des Turnaround-Programms "Turbine" weiterer Handlungsbedarf besteht. Mitte 2014 wurde ein weiteres Restrukturierungsprogramm angekündigt, welches auf eine Ergebnisverbesserung von € 400 Mio. bis 2016 abzielt, ein Großteil davon durch Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerungen und Netzwerk-Restrukturierungen. Die FWAG geht aber davon aus, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf den Flughafen Wien gering sein werden.

Generell versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zunehmend Entwicklungen am Flughafen Bratislava zu bemerken, welche ein relevantes Ausmaß für die FWAG haben. Dies betrifft vor allem die verstärkte Präsenz des Low-Cost-Segments (v. a. Ryanair und flydubai), das durch die Stationierung von Flugzeugen und Ausweitung des Destinationsportfolios den Wettbewerbsdruck in der Catchment Area erhöht.

Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin konnten langfristige Handling-Verträge für Ramp-Dienstleistungen abgeschlossen werden. Durch den Abschluss dieser Verträge wurde das Absatzmarktrisiko des Geschäftsbereichs Handling deutlich reduziert.

Bei den Abfertigungsdiensten kommt es vonseiten der Airlines zu einem höheren Preisdruck bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) abgeschlossen, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen. Die Anzahl jener Flugbewegungen, die für die Handling-Erlöse der Flughafen Wien AG maßgeblich ist, ist weiter rückläufig, wenngleich das Ausmaß des Rückgangs stark abgenommen hat (nur mehr minus 1,2 % im Vergleich zu 2013).

Im Zuge des Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für das Jahr 2015 wurde Ende 2014 bekanntgegeben, dass das Vorhaben zur Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste nicht mehr weiterverfolgt wird. Somit ist davon auszugehen, dass etwaige negative Konsequenzen aus der Zulassung eines dritten Ramp-Handling-Agents und damit die Zunahme des Wettbewerbsdrucks und der Verlust von Marktanteilen an Mitbewerber nicht unmittelbar zu erwarten sind. Ob und wann seitens der Kommission ein neuer Vorstoß unternommen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.

Die FWAG vermietet Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäft von der Entwicklung des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften, etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dies ist aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten mit Auswirkungen auf die Ertragssituation im Retail- und Immobilienbereich verbunden.

Risiken aus der Er schließung neuer Geschäf t sfelder außerhalb des Standortes

Die verbleibenden ausländischen Flughafen-Beteiligungen in Malta und Košice – Friedrichshafen wurde 2014 verkauft – unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang ist der 5-jährige Umstrukturierungsplan der Air Malta, welcher bis 2016 die Überlebensfähigkeit des in Malta ansässigen Home-Carriers sicherstellen soll bzw. muss. Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich negative Folgen für die Beteiligung am Flughafen Malta. Während in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt werden konnten, befindet sich die Airline weiterhin in der Verlustzone. Allerdings wird am Turnaround für das Geschäftsjahr 2016 festgehalten.

Auch politische und regulatorische Risiken, wie zum Beispiel die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen oder Änderungen der für den Flughafen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, welche zu zusätzlichen Betriebskosten führen können, sind laufend zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu einer Wertminderung einzelner Beteiligungen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Investitionsausgaben der FWAG werden durch den operativen Cashflow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert.

Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig, überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings und setzt gegebenenfalls selektiv Zinsderivate ein, um das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen im Konzern-Anhang.

Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio. Nachdem eine Garantin im August 2014 durch ein Rating-Downgrade ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z. B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Im Sommer 2012 wurde von der verfahrensführenden Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, ein erstinstanzlicher positiver UVP-Bescheid für die Errichtung der "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) erteilt. Innerhalb der vorgegebenen Frist wurden 23 Berufungen gegen diesen erstinstanzlichen Bescheid beim Umweltsenat eingebracht. Aufgrund der Einwendungen bzw. der veränderten Rechtslage wurden in zweiter Instanz ergänzende gutachterliche Stellungnahmen eingeholt. Mit Ende 2013 ging die Kompetenz vom Umweltsenat auf das neu geschaffene Bundesverwaltungsgericht über, welches nunmehr für die zweitinstanzliche Verhandlung zuständig ist. Anfang Jänner 2015 fand dazu eine mündliche Verhandlung statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2015 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste (3. Piste) mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Drehscheibe.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z. B. Lärm, Emissionen, Änderung von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z. B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Durch den Projektstart zur Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS im Jahr 2014 wird die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich nach positiver, externer Zertifizierung im Oktober 2015 nachweislich gewährleistet.

Die Liberalisierung der Bodenabfertigungsdienste wird auf Ebene der Europäischen Kommission nicht mehr weiterverfolgt, wodurch es vorerst zu keiner weiteren Marktöffnung kommen wird.

Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungsmaßnahmen der Geschäftsführung nach sich ziehen. Daher werden rechtliche Aspekte im Zuge sämtlicher Softwareprojekte betrachtet und notwendige Schritte eingeleitet. Beispielsweise ist bei Speicherung bzw. Aufbewahrung personenbezogener Daten eine öffentliche Meldepflicht nach Datenschutzgesetz (DSG) erforderlich. Die Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) wurde vom Flughafen Wien in einer unternehmensinternen Richtlinie umgesetzt. Zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen wurden ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um Ad-hoc-Bereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert. Der Compliance-Verantwortliche der Flughafen Wien AG informiert jährlich den Aufsichtsrat, erstellt einen Tätigkeitsbericht und übermittelt diesen in geeigneter Weise an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA).

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der FWAG bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

IKT-Risiken

Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können insbesondere bei IKT-Projekten (Informations- und Kommunikationstechnologie) frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darauf aufbauend existieren Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung dieses Risikomanagementprozesses.

Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Systemausfälle bzw. die Zerstörung von zentralen IKT-Systemen sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten. Im Jahr 2014 wurde das Risiko durch den Ausbau von Präventivmaßnahmen wie beispielsweise der Implementierung zusätzlicher Redundanzen weiter vermindert.

Bei der Basisinfrastruktur, zu der Strom- und Klimaversorgung zählen, besteht das Risiko hinsichtlich Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit, etwa durch Ringleitungen, zu erreichen.

In sämtlichen zentralen Netzwerkknotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiterbetrieben werden können. Dennoch existiert ein geringes Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Fehlern (Desasterfälle) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.

Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Darüber hinaus werden die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die mach2-Systeme bilden das Rückgrat der am Flughafen im Einsatz befindlichen IT-Systeme. Sie versorgen praktisch alle anderen Systeme in Near-Real-Time mit der aktuellen Sicht auf die eingehenden und ausgehenden Flüge sowie die geplanten zukünftigen Flüge. Ebenfalls werden sämtliche dafür notwendigen Stammdaten (z. B. Airlines etc.) zentral verwaltet und für die angebundenen Systeme bereitgestellt.

Darüber hinaus sind in den mach2-Systemen zusätzliche Spezialfunktionen abgebildet, die für einen reibungslosen Flughafenbetrieb notwendig sind. Hierzu zählen beispielsweise die Beladeplanung, Telexempfang, -versand und -verteilung sowie Anzeigesysteme für Passagiere und Mitarbeiter.

Eng daran gekoppelt sind zusätzlich Systeme, die für die Vorfeldplanung, die Bodenabfertigungsdisposition und die Frachtabfertigung verwendet werden.

Als ERP-Software (Enterprise Resource Planning) wird SAP als zentrales Rechnungslegungs- und Personalmanagementsystem eingesetzt. Neben Verrechnungsthemen wird eine weitere Komponente von SAP als zentrales Analyse- bzw. Reporting-System verwendet. Zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen sind weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen geplant, um das Risiko eines Ausfalls noch weiter zu reduzieren.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in betrieblicher Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr und die Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr) derzeit als eher stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung, welche sich besonders in einer Reduktion von Frachtund Langstreckenflügen manifestieren könnte, ist derzeit nicht absehbar.

Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Die erheblichen betrieblichen Haftpflichtrisiken sind durch die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung gedeckt, Risiken aus Terror-Haftpflichtansprüchen durch eine Terror-Haftpflichtversicherung. Die effiziente und zentrale Abwicklung des Versicherungswesens wird in der entsprechenden Fachabteilung abgewickelt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der Flughafen Wien AG auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die Flughafen Wien AG erwirtschaftet aus heutiger Sicht auch ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der Flughafen Wien AG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinterliegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.

Kontrollmaßnahmen

Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware. Im Jahr 2012 wurde das bereits Jahrzehnte im Einsatz befindliche operative Airport-System MACH durch das Folgesystem mach2 abgelöst.

In diesem Zusammenhang führt der Servicebereich Informationssysteme laufend Verbesserungen und Erweiterungen einzelner Programmmodule durch.

Im Jahr 2014 wurden im Zuge der Erneuerung des Passagierleitsystems einige Verbesserungen an den elektronischen Anzeigesystemen vorgenommen. So wurden zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden Layouts an Fluginformationsmonitoren optimiert, weiters wurden auf den Informationsmonitoren Wartezeitenanzeigen bei Gepäckausgabe und Sicherheitskontrolle sowie Wegzeitenanzeigen zu den Gates implementiert.

2014 wurde auch an der Umsetzung des Projekts CDM-ISP (Collaborative Decision Making – Information Sharing Platform) gearbeitet. Die im Rahmen dieses Projekts zu erstellende Informationsplattform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Standort Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung, eine bessere Analyse und einen optimierten Ressourceneinsatz, wodurch den beteiligten Systempartnern (Airlines, Pax und Ground Handling, Air Traffic Control) wesentliche Einsparungen ermöglicht werden. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, künftig wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet.

Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit, die unter anderem durch die Weiterentwicklung einer flughafenspezifischen App für iOS und Android (Vienna Airport App) unterstützt wurde.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 Ausgaben in Höhe von € 0,6 Mio. (2013: € 0,7 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden, zu Nachhaltigkeit orientierten Umweltmanagement. Die Flughafen Wien AG verpflichtet sich im Rahmen ihrer Corporate-Social-Responsibility-Strategie neben der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts zu einer kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen. Daher setzt das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen durch den Flugverkehr. Dadurch sollen die Auswirkungen von Schadstoff- und Lärmemissionen auf das Umfeld möglichst gering gehalten werden.

So konnte beispielsweise der Energieverbrauch durch eine Vielzahl von Optimierungsprojekten wesentlich und nachhaltig reduziert werden. Bedeutende Einsparungen wurden infolge des Austausches technischer Geräte, der weiteren Optimierung von Lüftungsanlagen durch den Einbau von Umluftklappen sowie diverser Beleuchtungsoptimierungen in den Bereichen Vorfeld, Terminals und diverser Werbeflächen realisiert.

Des Weiteren wurden im Jahr 2014 noch weitere € 1,1 Mio. (2013: € 1,1 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

Im Fokus des Umweltmanagements standen im Berichtsjahr die Vorbereitungen im Rahmen des Inkrafttretens des Energieeffizienzgesetzes im Jahr 2015. Das neue Energieeffizienzgesetz verpflichtet Unternehmen zur Durchführung regelmäßiger Energie-Audits oder zur Implementierung eines Energiemanagementsystems. Die Flughafen Wien AG hat sich entschlossen – über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus –, das noch umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS einzuführen. Ziel von EMAS ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Mithilfe von EMAS können ökologische und ökonomische Optimierungspotenziale aufgezeigt sowie Betriebsstoffe bzw. Energie und damit Kosten eingespart werden. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die vollständige Einführung (inklusive Zertifizierung) wird bis zum 31. Oktober 2015 abgeschlossen sein.

Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System ins Leben gerufen. Bereits über 100 Flughäfen haben sich der Initiative angeschlossen – darunter auch der Flughafen Wien. Allein im Jahr 2013 erreichten die beteiligten europäischen Flughäfen eine Reduktion von 353.842 Tonnen CO2 . Die Flughafen Wien AG hat im Berichtsjahr Level 1, der die Erstellung einer CO2 -Emissionsbilanz umfasst, zum zweiten Mal in Folge erreicht. Die nächste Stufe – Level 2, der bereits die Reduktion der CO2 -Emissionen am Standort vorsieht – wird für das Jahr 2015 angestrebt.

Die Airport City Vienna ist das erste Gewerbegebiet in Österreich, welches mit dem Quartierszertifikat für Gewerbegebiete durch ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft) im Dezember 2014 ausgezeichnet wurde. Bewertet wurde der Standort, der u. a. über 70.000 m² Büro- und Conferencing-Fläche, Hotel- und Verkehrsangebote umfasst, nach verschiedenen Kriterien, wie der ökologischen und

ökonomischen Qualität, sowie soziokulturellen und funktionalen Merkmalen. Mit diesem Zertifikat ist gewährleistet, dass die Standortentwicklung der Airport City Vienna in objektivierter Form nachhaltige Kriterien berücksichtigt.

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2014 erfolgreich weitergeführt. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2014 wurden für rund 6.235 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei 2.878 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Im Zuge der Umsetzung des Lärmschutzprogramms konnten durch Fenstertausch und -sanierung (17.000 Fenster seit 2007) bis zu 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

2014 2013
Passagieraufkommen [PAX] 22.483.158 21.999.926
Jahresstromverbrauch [kWh] 144.161.388 151.642.950
Jahresstromverbrauch [kWh] je PAX 6,50 6,89
Jahreswärmeverbrauch [MWh] 107.065 126.194
Jahreswärmeverbrauch [MWh] je PAX 0,0048 0,0057
Jahreswasserverbrauch [m³] 582.704 650.603
Jahreswasserverbrauch [m³] je PAX 0,026 0,030
Jahresabwasserentsorgung [m³] 601.501 768.420
Jahresabwasserentsorgung [m³] je PAX 0,027 0,035
Restmüll Lfz [kg] 1.168.080 1.134.400
Restmüll Lfz [kg] je PAX 0,053 0,052
Altpapier Lfz [kg] 843.660 1.148.920
Altpapier Lfz [kg] je PAX 0,038 0,052
Restmüll VIE [kg] 2.859.820 2.813.660
Restmüll VIE [kg] je PAX 0,128 0,127
Altpapier VIE [kg] 522.020 497.560
Altpapier VIE [kg] je PAX 0,023 0,023
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] 6.030 5.730
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] je PAX 0,0003 0,0003
Biogene Abfälle VIE [kg] 159.500 182.680
Biogene Abfälle [kg] je PAX 0,007 0,008
Glas VIE [kg] 122.820 110.210
Glas VIE [kg] je PAX 0,006 0,005
Kunststoffverpackungen VIE [kg] 154.950 130.080
Kunststoffverpackungen VIE [kg] je PAX 0,007 0,006
Gefährlicher Abfall VIE [kg] 229.850 195.266
Gefährlicher Abfall VIE [kg] je PAX 0,010 0,009
Recyclinganteil ( %) 90,8 % 89,3 %

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick:

Die Reduktion des Stromverbrauchs von 4,9 % gegenüber 2013 ist wesentlich durch umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen speziell in den Bereichen Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung getrieben, wo nunmehr Frequenzumformer Lüfter bedarfsgerecht steuern und zusätzlich eingebaute Umluftklappen weitere Energiereduktionen ermöglichen.

Eine geringere Anzahl an Heizgradtagen im Jahr 2014 kann als Hauptgrund dafür genannt werden, dass sich der Gesamtwärmeverbrauch um 15,2 % im Vergleich zum Vorjahr reduzierte.

Da immer mehr Airlines auf Gratis-Tageszeitungen im Economy-Bereich verzichten, ist die Altpapiermenge aus Flugzeugen im Vergleich zu 2013 um 26,6 % zurückgegangen. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird.

Arbeitnehmerbelange

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen Wien AG reduzierte sich von 3.216 auf 3.183 Mitarbeiter im Jahr 2014 (minus 1,0 %) aufgrund von Synergieeffekten im Zuge der Umorganisation der Bereiche sowie des laufenden Kosteneinsparungsprogramms.

Mitarbeiter 2014 V. in % 2013
Personalstand (Durchschnitt) 3.183 -1,0 3.216
davon Arbeiter 2.128 -1,1 2.151
davon Angestellte 1.056 -0,8 1.065
Personalstand (Stichtag) 3.087 1,7 3.035
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter 7.699 3,7 7.426
Durchschnittsalter in Jahren 40,7 0,7 40,4
Betriebszugehörigkeit in Jahren 11,1 1,8 10,9
Anteil Frauen in % 11,6 -7,2 12,5
Aufwendungen für Weiterbildung in EUR 987.000 1,0 972.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 115 n. a. 115

2014 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der Flughafen Wien AG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 3,7 % auf 7.699 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: die kostenlose Anbindung nach Wien, einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.

Bereits vor über zehn Jahren wurde eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2014 wurden rückwirkend für das Geschäftsjahr 2013 rund € 2,73 Mio. aus der bezogenen Dividende von der Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung

an die Mitarbeiter ausgeschüttet. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 34,09 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Am 7. November 2014 hat Airports Group Europe S.à r.l., eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz im Großherzogtum Luxemburg, ein freiwilliges öffentliches Angebot gemäß §§ 4 ff. Übernahmegesetz für bis zu 6.279.000 Aktien mit Stimmrechten an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft veröffentlicht. Dies entspricht bis zu 29,9% der Stimmrechte. Am 19. Dezember 2014 wurde die Flughafen Wien AG durch Airports Group Europe S.à r.l. informiert, dass Airports Group Europe S.à r.l. zum Ende der Annahmefrist 6.279.000 Aktien der Flughafen Wien AG (dies entspricht 29,9% der Stimmrechte) erworben hat. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB (European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio. als auch andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 101,34 Mio. (derzeit aushaftend € 78,64 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 501,34 Mio. (derzeit aushaftend mit € 478,64 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein

Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 %, aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Corporate Governance

Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UGB für das Geschäftsjahr 2014 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.

Prognosebericht

Die Prognose der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) zeigt nach einem wachstumsschwachen Jahr auch keine nennenswerte Konjunkturbelebung für das Jahr 2015. Zwar soll das BIP-Wachstum mit 0,7 % geringfügig stärker ausfallen als 2014 (0,4 %), jedoch wird aufgrund des schwachen Wachstums die Arbeitslosigkeit auf 5,3 % steigen. Die Inflationsrate soll sich auf dem aktuellen Niveau von rund 1,5 % einpendeln, was den privaten Konsum stützen kann. Auch das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht in seiner Konjunkturprognose von einem verhaltenen Wachstum von 0,5 % aus. Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2015 real um 2,5 % zunehmen. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Der markante Rückgang der Rohölpreise könnte sich, sofern er nachhaltig ist, weiter positiv auf die Wirtschaftsleistung auswirken. Die EZB rechnet mit einem globalen BIP-Wachstum von 4,0 % (2014: 3,6 %). Während die chinesische Wirtschaft weiter wachsen soll (plus 7,0 %), wird die Wirtschaftsleistung Japans mit einer Prognose von 1,1 % als schwach eingestuft. Im Euroraum wirken geringe Investitionsvolumina, Überschusskapazitäten und die Schwäche des Welthandels dämpfend auf die Konjunkturprognose

der EZB, die aktuell mit einem Plus von 1,0 % rechnet. Für 2016 wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % prognostiziert. (Quelle: ÖNB, Konjunkturbericht)

Für das Jahr 2015 rechnet die Flughafen Wien AG verkehrsseitig insgesamt mit einem rückläufigen ersten Quartal 2015. Im weiteren Jahresverlauf wird sich diese Entwicklung aber aus Sicht des Flughafens wieder verbessern, und für das Gesamtjahr 2015 wird ein Passagierzuwachs zwischen 0 % und 2 % erwartet. Impulse dafür werden die im Sommerflugplan 2015 geplanten Aufstockungen und Erweiterungen der Flugangebote der Airlines ab Wien, beispielsweise zu Destinationen in den Vereinigten Staaten, Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, der Türkei, Estland, Moldawien, Montenegro und der Schweiz liefern.

Vor diesem Hintergrund bewertet die Flughafen Wien AG die Geschäftsaussichten für 2015 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Konzern-Umsatz auf mehr als € 645 Mio. erwartet und eine Steigerung beim Konzern-EBITDA auf über € 250 Mio. angepeilt. Das Konzern-Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 85 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Konzerns soll weiter auf unter € 500 Mio. reduziert werden. Für Investitionen im Konzern sind im Jahr 2015 rund € 95 Mio. vorgesehen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage hatten.

Nachtragsbericht

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere ging, wie vom Flughafen Wien erwartet, im Jänner zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Anzahl der Fluggäste um 5,9 % auf insgesamt 1.323.682. Neben den negativen Auswirkungen der Krisensituationen in Russland und der Ukraine und der damit verbundenen rückläufigen Entwicklung im Transferverkehr war dafür vor allem die Reduktion des Flugangebots der Austrian Airlines ausschlaggebend. Ein deutliches Passagierwachstum verzeichneten dagegen beispielsweise Qatar Airways, Iberia oder auch Air France-KLM. Gut entwickelt haben sich auch die 2014 neu aufgenommenen Strecken von Air China und Ethiopian Airlines.

Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2015 einen Rückgang von 18,5 % gegenüber dem Jänner 2014, was nahezu zur Gänze auf die erwähnten Reduktionen bei Austrian Airlines zurückzuführen ist. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank im selben Zeitraum um 1,2 %. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jänner 2015 einen Rückgang um 1,1 %. Die Flugbewegungen sanken um 4,5 % und das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) entwickelte sich mit minus 0,6 % ebenfalls leicht rückläufig.

Per 1. Jänner 2015 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

 Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: +1,68 %

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside,
Sicherheitsentgelt: +0,69 %
 Infrastrukturentgelt Betankung: +1,68 %

Das PRM-Entgelt wurde von € 0,34 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.

Schwechat, am 3. März 2015

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

E i n z e l a b s c h l u s s 2 0 1 4 der Flughafen Wien AG

Bilanz der Flughafen Wien AG

zum 31.12.2014

AKTIVA 31.12.2014
in €
31.12.2013
in T€
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 10.263.498,14 12.868,5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.061.963.426,88 1.078.957,6
2. Technische Anlagen und Maschinen 227.543.699,43 243.116,8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
64.766.813,53 72.934,4
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 65.819.196,42 68.825,0
Summe II 1.420.093.136,26 1.463.833,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 190.821.648,10 190.756,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 37.012.083,32 41.785,5
3. Beteiligungen 9.116.686,50 9.116,7
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage
vermögens
3.238.482,91 3.148,8
5. Sonstige Ausleihungen 510.591,08 504,5
Summe III 240.699.491,91 245.312,1
Summe A 1.671.056.126,31 1.722.014,4
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 4.154.169,78 4.360,8
II. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.553.778,76 32.475,0
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
13.637.648,44 13.706,4
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
520.513,30 61,8
4. Sonstige Forderungen und Vermögens
gegenstände
12.981.652,91 24.156,3
Summe II 61.693.593,41 70.399,5
III. Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 12.050.000,00 12.050,0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 733.372,97 1.518,6
Summe B 78.631.136,16 88.328,8
C Rechnungsabgrenzungsposten 4.303.993,58 4.790,6
Summe AKTIVA
1.753.991.256,05
1.815.133,9
---------------------------------- -------------
Passiva 31.12.2014
in €
31.12.2013
in T€
A Eigenkapital
I. Grundkapital 152.670.000,00 152.670,0
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 117.657.318,52 117.657,3
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 2.579.158,88 2.579,2
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 442.190.888,90 417.800,9
Summe III 444.770.047,78 420.380,0
IV. Bilanzgewinn 34.658.074,31 27.305,3
davon Gewinnvortrag: € 5.339,67; VJ: T€ 1,3
Summe A 749.755.440,61 718.012,7
B Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve aufgrund von
Sonderabschreibungen
8.383.308,49 9.074,8
2. Sonstige unversteuerte Rücklagen 159.203,15 159,2
Summe B 8.542.511,64 9.234,0
C Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.291.941,55 1.427,8
D Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 79.024.885,00 68.666,2
2. Rückstellungen für Pensionen 16.631.875,99 15.060,2
3. Rückstellungen für Steuern 24.536.852,76 7.739,1
4. Sonstige Rückstellungen 113.167.258,87 109.057,0
Summe D 233.360.872,62 200.522,5
E Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 499.775.321,14 504.139,4
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
33.268.183,83 44.660,7
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
132.427.619,34 250.756,1
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
12.475.052,49 7.943,1
5. Sonstige Verbindlichkeiten, 59.611.513,45 54.044,0
davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 0,0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
€ 6.065.403,61; VJ: T€ 6.021,5
Summe E 737.557.690,25 861.543,3
F Rechnungsabgrenzungsposten 23.482.799,38 24.393,5
Summe Passiva 1.753.991.256,05 1.815.133,9
Haftungsverhältnisse 74.650.676,59 68.491,1

Gewinn- und Verlustrechnung der Flughafen Wien AG

vom 1.1. bis 31.12.2014

1.1.–31.12.2014
in €
1.1.–31.12.2013
in T€
1. Umsatzerlöse 614.245.609,27 603.754,8
2. Aktivierte Eigenleistungen 2.249.072,64 2.204,6
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlage
vermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
190.984,31 4.301,1
b) Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen
3.759.738,76 4.392,2
c) Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln
207.819,77 223,8
d) Übrige 2.787.433,13 2.937,6
Summe 3. 6.945.975,97 11.854,7
4. Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z. 1 bis 3) 623.440.657,88 617.814,1
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 31.354.112,75 39.241,9
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 44.629.180,74 43.405,5
Summe 5. 75.983.293,49 82.647,4
6. Personalaufwand
a) Löhne 83.615.580,57 81.613,6
b) Gehälter 71.216.876,19 63.829,8
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistun
gen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
17.888.670,64 6.095,0
d) Aufwendungen für Altersversorgung 5.266.053,58 2.055,1
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
42.009.594,15 41.731,3
f) Sonstige Sozialaufwendungen 1.610.122,51 1.556,0
Summe 6. 221.606.897,64 196.880,8
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
119.690.683,66 119.498,7
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf
das Anlagevermögen gem. § 204 Abs. 2 UGB:
€ 0,0; Vorjahr: T€ 5.116,0
1.1.–31.12.2014
in €
1.1.–31.12.2013
in T€
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 17 fallen 486.421,24 574,3
b) Übrige 127.429.944,28 161.288,7
Summe 8. 127.916.365,52 161.862,9
Summe 5.–8. 545.197.240,31 560.889,9
9. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z. 4 bis 8) 78.243.417,57 56.924,2
10. Erträge aus Beteiligungen 22.069.252,70 19.821,4
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 21.987.002,70; VJ: T€ 19.738,7
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
803.616,18 828,1
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 795.868,85; VJ: T€ 820,8
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.248.911,86 2.864,2
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 598.712,22; VJ: T€ 1.219,9
13. Erträge aus dem Abgang von und der
Zuschreibung zu Finanzanlagen
565.141,47 1.745,4
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.835.057,09 27.363,7
davon betreffend verbundene Unternehmen:
€ 1.590.344,05; VJ: T€ 4.669,0
15. Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z. 10 bis 14) -148.134,88 -2.104,5
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 78.095.282,69 54.819,7
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.744.073,00 -10.490,0
18. Jahresüberschuss 58.351.209,69 44.329,7
19. Auflösung unversteuerter Rücklagen 691.524,95 444,3
20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 24.390.000,00 17.470,0
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.339,67 1,3
22. Bilanzgewinn 34.658.074,31 27.305,3

A n h a n g z u m J a h r e s a b s c h l u s s 2 0 1 4 d e r F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2014

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende: Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die Urkunde ist bis Ende 2015 gültig bzw. solange alle Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllt werden.

Aufgrund der EU-VO 139/2014 und der damit einhergehenden verpflichtenden EU-Zertifizierung bis Ende 2017 wurde bereits im Jahr 2014 von der Flughafen Wien AG der Antrag auf Verlängerung des Zertifikats bis 31. Dezember 2017 gestellt. Diesem wurde seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie am 12. Dezember 2014 entsprochen und der Flughafen Wien AG wurde eine neue Zertifizierungsurkunde übergeben.

Allgemeine Angaben

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (§ 201 Abs. 2 UGB) sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln (§ 222 Abs. 2 UGB), aufgestellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.

Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

Rechtliche Verhältnisse

Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31. Dezember 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Größenklasse

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs. 3 UGB.

Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertungsmethoden

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.

Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 und 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren, beim technischen Lärmschutz 20 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Maßnahmen für den technischen Lärmschutz, die als Projektkosten im Zusammenhang mit der 3. Piste angesetzt wurden, umgebucht und zur Berücksichtigung ihres natürlichen Wertverzehrs einer laufenden Abschreibung unterzogen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.

Abschreibungsbeginn ist das Aktivierungsdatum (Inbetriebnahmedatum). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und monatsgenau (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und der damit zusammenhängenden Prüfungserfordernisse bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen werden nur im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung bzw. Wertsteigerung (bis max. Anschaffungskosten) vorgenommen.

Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.

Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder zum höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Einstandskosten bzw. unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Von der Wertaufholung gemäß § 208 Abs. 1 UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 Abs. 2 UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.

Die Aktivierungsmöglichkeit von aktiven latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB wurde nicht in Anspruch genommen.

Rück stellungen

Rückstellungen werden in der Höhe ihres voraussichtlichen Anfalls unter Berücksichtigung des Vorsichtsgrundsatzes gebildet. Bezüglich Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit wird auf die im Anhang enthaltenen Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten verwiesen.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente

Der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau Betriebs-GmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren derivativen Finanzinstrumente.

Angaben zu wesentlichen Posten der Bilanz

Ak tiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 92.259,2 (2013: T€ 92.442,0).

Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 458,9 (2013: T€ 534,8) sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC Holding) mit einem Betrag von T€ 106,3 (2013: T€ 110,5) vorgenommen.

Von den Ausleihungen sind T€ 3.599,4 (2013: T€ 2.599,4) innerhalb eines Jahres fällig.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Beträge in T€ 2014 2013
Aktien 494,9 494,9
Sonstige 2.743,6 2.653,9
3.238,5 3.148,8

Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus Versicherungsverträgen in Höhe von T€ 2.605,8 (2013: T€ 2.516,0) enthalten.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung aufgrund geringer Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 6.225,1 (2013: T€ 7.707,8).

Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.

Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:

Beträge in T€ 2014 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.553,8 32.475,0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 13.637,6 13.706,4
Forderungen an assoziierte Unternehmen 520,5 61,8
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 12.879,6 24.065,7
Summe 61.591,5 70.308,9

Restlaufzeiten bis zu einem Jahr

Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr

Beträge in T€ 2014 2013
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 102,1 90,6
Summe 102,1 90,6

Es wurde eine pauschale Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 45,0 (2013: T€ 8,0) gebildet.

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind u. a. Kreditkartenabrechnungen in der Höhe von T€ 1.393,2 (2013: T€ 1.303,4) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2014 2013
Forderungen aus Steuern 10.459,0 14.270,3
Forderungen aus Schiedsvergleich 0,0 4.584,5
Forderungen aus in Umlauf befindlichen Geldern 0,0 2.607,3
Forderungen an Kreditkartenunternehmen 1.393,2 1.303,4
Übrige sonstige Forderungen 1.129,5 1.390,7
Summe 12.981,7 24.156,3

Die Forderungen aus Steuern betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 11.104,0 (2013: T€ 11.104,0) sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.

Eigene Aktien

Das Unternehmen hält zum 31. Dezember 2014 keine eigenen Aktien.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Beträge in T€ Buchwert
2014
Marktwert
2014
Buchwert
2013
Marktwert
2013
RLB NÖ Ergänzungs
kapital
12.050,0 12.828,6 12.050,0 13.021,6
Summe 12.050,0 12.828,6 12.050,0 13.021,6

Im Geschäftsjahr 2014 waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens keine Zuschreibungen möglich.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 16.150,4 (2013: T€ 10.649,8).

Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31. Dezember 2014 auf € 152.670.000,00 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stammaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind.

Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 417.800,9 um T€ 24.390,0 auf T€ 442.190,9.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 34.658,1 (2013: T€ 27.305,3).

Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€
Bilanzgewinn zum 31.12.2013
Gewinnausschüttung -27.300,0
+ Jahresüberschuss 58.351,2
+ Auflösung unversteuerte Rücklagen 691,5
Dotierung Gewinnrücklagen -24.390,0
Bilanzgewinn zum 31.12.2014 34.658,1

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung (Anlage 5) dargestellt.

Rückstellungen

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 1,78 % (2013: 3,35 %) nach der "Projected Unit Credit Method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln von F. W. Pagler AVÖ 2008-P gemischter Bestand zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2013: 3,69 %) angenommen. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr getrennt für Arbeiter (6,2 % bei 30,7 % bis 6,7 % bei 92,0 %) und Angestellte (7,7 % bei 41,7 % bis 7,3 % bei 92,2 %) angesetzt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS 19), mit einem Zinsfuß von 1,78 % (2013: 3,35 %) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln von F. W. Pagler AVÖ 2008-P "Angestellte" zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2013: 3,69 %), als Pensionstrend eine von 2,10 % (2013: 2,10 %) angenommen. Da nur mehr zwei aktive Mitarbeiter Ansprüche aus Leistungspensionen haben, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angenommen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 1,78 % (2012: 3,35 %) nach der "Projected Unit Credit Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2013: 3,69 %) angenommen. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2 % bis 0,6 %) und Angestellte (7,7 % bis 0,6 %) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 0,3 % (2013: 1,0 %) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2013: 3,69 %) angenommen. Lohnnebenkosten wurden in der Höhe von ca. 21 % (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 22.322,3 (2013: T€ 14.896,3), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 21.379,2 (2013: T€ 20.262,0), nicht konsumierter Urlaub T€ 7.030,6 (2013: T€ 6.940,0), Prämien für das Berichtsjahr und Vorjahre T€ 2.892,6 (2013: T€ 2.696,2), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 26.382,2 (2013: T€ 26.479,4), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 7.185,5 (2013: T€ 8.549,9), Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen T€ 3.488,7 (2013: T€ 3.972,5) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in der Höhe von T€ 5.562,4 (2013: T€ 5.562,4).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:

Beträge in T€ 2014 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72.054,1 20.664,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.268,2 44.660,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 132.427,6 86.806,1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 12.475,1 7.943,1
Sonstige Verbindlichkeiten 53.831,7 44.690,9
Summe 304.056,6 204.765,1

Restlaufzeiten bis zu einem Jahr

Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren

Beträge in T€ 2014 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 127.721,3 158.475,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 150.250,0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.132,9 3.871,3
Summe 131.854,2 312.596,3

Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren

Beträge in T€ 2014 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.000,0 325.000,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 13.700,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.646,9 5.481,8
Summe 301.646,9 344.181,8

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 42.400,0 (2013: T€ 163.950,0) die Finanzierungstätigkeit sowie unter anderem die Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Aufwendungen enthalten, die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden: Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 5.456,2 (2013: T€ 5.029,8) aus der Abrechnung Dezember 2014 bzw. 2013, Guthaben von Kunden in der Höhe von T€ 949,2 (2013: T€ 1.470,0), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6.065,4 (2013: T€ 6.021,5) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 217,1 (2013: T€ 217,3). Darüber hinaus werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds in Höhe von T€ 35.069,9 (2013: T€ 29.535,6) im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 22.272,4 (2013: T€ 23.227,0).

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.503,1 (2013: T€ 2.977,5).

Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung von Verpflichtungen aus Leasingverträgen der Tochtergesellschaft Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. in Höhe von derzeit T€ 69.347,6 (2013: T€ 62.713,6).

Die Flughafen Wien AG hat zugunsten der VIE Office Park 3 BetriebsgmbH zur Abdeckung der gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Diese Patronatserklärung ist mit einem Höchstbetrag von T€ 2.800,0 (2013: T€ 2.800,0) begrenzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 8,4 Mio. (2013: € 21,0 Mio.).

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer in Form von Nachstiftungen, zu tragen.

Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:

Beträge in T€ 2015 2015-2019
Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften 840,0 4.200,0
Verbindlichkeiten aus Fruchtnießungsvertrag gegenüber
verbundenen Unternehmen
17.279,0 86.394,9
Summe 18.119,0 90.594,9

Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren

Die Flughafen Wien AG haftet weiters gegenüber der Raiffeisenbank International für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit kurzfristigen Finanzierungen in der Höhe von € 30,0 Mio. ("Loan Agreements") für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. Derzeit sind in Summe € 30,0 Mio. aushaftend. Da diese Finanzierungen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet sind, ist eine weitere Angabe im Posten "Eventualverbindlichkeiten" nicht geboten.

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2014 aushaftenden Obligo von € 6,91 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungs-

gesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es die Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung

Beträge in T€ 2014 2013
Airport-Erträge 317.906,8 306.981,7
Abfertigungserträge 135.134,9 140.882,3
Aviation Umsatz 453.041,6 447.864,0
Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge 120.239,6 115.090,1
Übrige Erträge 40.964,3 40.800,7
Non-Aviation Umsatz 161.204,0 155.890,8
Umsatzerlös gesamt 614.245,6 603.754,8
davon verbundene Unternehmen 13.470,4 13.602,3

Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.

Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 1,2 % auf T€ 453.041,6 ist einerseits auf das Verkehrs- und Frachtwachstum (Passagiere: +2,2 %, MTOW: +3,4 %, Cargo: +8,3 %) zurückzuführen, andererseits führte der milde Winter 2014 zu geringeren Umsätzen aus Einzelleistungen (Flugzeugenteisungen).

Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 3,4 % auf T€ 161.204,0 und resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatz- und Raummieten inkl. Werbeflächen sowie höheren Parkerträgen.

Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 um 12,6 % auf T€ 221.606,9 (2013: T€ 196.880,8). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf höhere Dotierungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder zurückzuführen, unter anderem auch aufgrund der Anpassung des Rechnungszinssatzes.

Die Aufwendungen für Löhne erhöhten sich um T€ 2.002,0 auf T€ 83.615,6, die Aufwendungen für Gehälter um T€ 7.387,1 auf T€ 71.216,9.

Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:

Beträge in T€ 2014 2013
Veränderungen Abfertigungsrückstellung 10.358,7 839,3
Zahlungen für Abfertigungen (inkl. freiwillige Abfertigung) 6.276,5 4.034,5
Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse 1.253,5 1.221,2
Summe Aufwendungen für Abfertigungen 17.888,7 6.095,0

Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,2 % bzw. T€ 191,9 auf T€ 119.690,7 gegenüber dem Vorjahr. Im Vorjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 5.116,0 erfasst.

Beträge in T€ 2014 2013
Leistungen Konzernunternehmen 51.760,0 52.424,6
Instandhaltungen 23.645,0 54.992,7
Marketing und Marktkommunikation 20.508,1 19.326,1
Fremdleistungen 10.663,2 12.321,5
Sonstige Betriebskosten 4.914,2 4.207,5
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 4.379,2 5.698,6
Versicherungsaufwand 2.969,7 3.254,1
Fahrt, Reise- und Ausbildungskosten 1.730,0 1.715,7
Miete und Pacht 1.488,2 1.389,4
Zuweisungen zu Wertberichtigungen 1.199,6 1.161,9
Post- und Telekomaufwand 1.079,7 1.137,2
Transporte 487,9 1.544,7
Sonstige Steuern 486,4 574,3
Verluste aus Anlagenabgängen 434,9 146,9
Schadensfälle 83,0 109,2
Übrige Aufwendungen 2.087,3 1.858,5
Summe 127.916,4 161.862,9

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Zu den auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird auf die diesbezüglichen Angaben im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG verwiesen.

Der negative Finanzerfolg beläuft sich auf minus T€ 148,1 (2013: minus T€ 2.104,5) und setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ 2014 2013
Erträge aus Beteiligungen 22.069,3 19.821,4
davon aus verbundenen Unternehmen 21.987,0 19.738,7
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 803,6 828,1
davon aus verbundenen Unternehmen 795,9 820,8
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.248,9 2.864,2
davon aus verbundenen Unternehmen 598,7 1.219,9
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen
565,1 1.745,4
davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
565,1 645,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.835,1 -27.363,7
davon aus verbundenen Unternehmen -1.590,3 -4.669,0
Summe -148,1 -2.104,5

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.867,0 (2013: T€ 2.294,7) enthalten.

Die Flughafen Wien AG ist seit 2005 Gruppenträger einer Steuergruppe gemäß § 9 KStG. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen T€ 19.744,1 (2013: T€ 10.490,0) und betreffen den Steueraufwand des Gruppenträgers für das laufende Geschäftsjahr sowie einen aperiodischen Aufwand in Höhe von T€ 384,1 (2013: T€ 300,0).

Sonstige Angaben

Organe und Arbeitnehmer

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:

Dr. Gabriele DOMSCHITZ Mag. Bettina GLATZ-KREMSNER Mag. Erwin HAMESEDER Komm.-Rat Dr. Burkhard HOFER Ing. Ewald KIRSCHNER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER Dr. Karin REST MBA Mag. Gerhard STARSICH DI Herbert PAIERL Mag. Robert LASSHOFER

Vom Betriebsrat wurden delegiert:

Ing. Manfred BIEGLER (bis 16.2.2015) Thomas SCHÄFFER Heinz WESSELY (bis 21.11.2014) Heinz STRAUBY Michael STRASSEGGER Herbert FRANK (ab 16.2.2015) Thomas FAULHUBER (ab 21.11.2014)

Als Aufsichtsratsvorsitzender fungierte:

Ing. Ewald KIRSCHNER

Als dessen Stellvertreter wirkten:

Mag. Erwin HAMESEDER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER

Als Vorstandsdirektoren wirkten im Geschäftsjahr 2014:

Mag. Julian JÄGER Mag. Dr. Günther OFNER

2014 2013
Arbeiter 2.128 2.151
Angestellte 1.056 1.065
Arbeitnehmer insgesamt 3.183 3.216

Der durchschnittliche Personalstand (ohne Vorstandsmitglieder) betrug:

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 folgende Vergütungen:

 Bezüge Vorstand 2014 (Auszahlungen)
in T€ fixe Bezüge erfolgs
abhängige
Bezüge für
2013
Sachbezüge Gesamt
bezüge
Dr. Günther Ofner 259,3 189,6 8,4 457,3
Mag. Julian Jäger 259,3 189,6 8,4 457,3
518,6 379,1 16,8 914,6
in T€ fixe Bezüge erfolgs
abhängige
Bezüge für
2012
Sachbezüge Gesamt
bezüge
Dr. Günther Ofner 253,7 183,2 7,2 444,2
Mag. Julian Jäger 253,7 183,2 7,2 444,2
507,5 366,5 14,4 888,4

Bezüge Vorstand 2013 (Auszahlungen)

Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2013, die im Jahr 2014 ausbezahlt wurden.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15 % des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden T€ 67,3 (2013 inkl. Teilnachzahlung aus 2012: T€ 70,8) für jeden Vorstand einbezahlt.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 984,7 (2013: T€ 606,8).

Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 652,7 (2013: T€ 296,7), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 22.502,0 (2013: T€ 7.853,3) an.

Die Vergütungen für Sitzungsgelder (Zahlungen) an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2014 T€ 117,4 (2013: T€ 115,9).

An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.

Schwechat, am 3. März 2015

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied,CFO Vorstandsmitglied, COO

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2014

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens in € Stand
1.1.2014
Zugänge
direkt
Umbuchung Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 39.605.037,91 1.233.528,08 152.828,98 2.894.582,50
Summe 39.605.037,91 1.233.528,08 152.828,98 2.894.582,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund
1.416.023.358,91 5.093.733,09 34.701.607,16 8.399.482,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 766.670.666,62 4.820.506,12 20.583.440,89 5.471.247,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
231.121.271,70 12.799.042,93 3.306.388,70 20.280.396,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in
Bau
68.825.048,80 55.838.413,35 -58.744.265,73 100.000,00
Summe 2.482.640.346,03 78.551.695,49 -152.828,98 34.251.126,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 192.456.648,10 65.000,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
43.621.693,01 0,00 0,00 5.338.553,35
3. Beteiligungen 9.116.686,50 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage
vermögens
3.148.771,07 89.711,84 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 504.474,71 36.842,73 0,00 30.726,36
Summe 248.848.273,39 191.554,57 0,00 5.369.279,71
Gesamt 2.771.093.657,33 79.976.778,14 0,00 42.514.988,33
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte
Abgänge Stand
31.12.2014
Kumulierte
Abschreibungen
31.12.2014
Stand
31.12.2014
Stand
1.1.2014
Abschreibung
Geschäftsjahr
Zuschreibung
Geschäftsjahr
2.894.582,50 38.096.812,47 27.833.314,33 10.263.498,14 12.868.530,29 3.983.454,94 0,00
2.894.582,50 38.096.812,47 27.833.314,33 10.263.498,14 12.868.530,29 3.983.454,94 0,00
1.447.419.217,05 385.455.790,17 1.061.963.426,88 1.078.957.551,47 51.956.242,51 0,00
786.603.366,41 559.059.666,98 227.543.699,43 243.116.818,71 39.890.437,09 0,00
226.946.306,54 162.179.493,01 64.766.813,53 72.934.366,75 23.860.549,12 0,00
65.819.196,42 0,00 65.819.196,42 68.825.048,80 0,00 0,00
2.526.788.086,42 1.106.694.950,16 1.420.093.136,26 1.463.833.785,73 115.707.228,72 0,00
0,00 0,00 190.756.648,10 190.821.648,10 1.700.000,00 192.521.648,10
-565.141,47 0,00 41.785.495,20 37.012.083,32 1.271.056,34 38.283.139,66
0,00 0,00 9.116.686,50 9.116.686,50 0,00 9.116.686,50
0,00 0,00 3.148.771,07 3.238.482,91 0,00 3.238.482,91
0,00 0,00 504.474,71 510.591,08 0,00 510.591,08
-565.141,47 0,00 245.312.075,58 240.699.491,91 2.971.056,34 243.670.548,25
-565.141,47 119.690.683,66 1.722.014.391,60 1.671.056.126,31 1.137.499.320,83 2.808.555.447,14

Ent wicklung der Bewer tungsreser ve aufgr und von Sonderabschreibungen

Anlage 2 zum Anhang

Beträge in € Stand
1.1.2014
Verbrauch
zur De
ckung der
direkten
Abschrei
bung
Auflösung
zu abge
gangenen
Anlagen
Dotierung Stand
31.12.2014
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und
Bauten
1.227.601,23 0,00 0,00 0,00 1.227.601,23
2. Technische Anlagen
und Maschinen
1.060.038,37 21.027,19 0,00 0,00 1.039.011,18
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
1.767.800,19 664.782,93 4.261,65 0,00 1.098.755,61
Gesamt 4.055.439,79 685.810,12 4.261,65 0,00 3.365.368,02

Ent wicklung der Bewer tungsreser ve aufgr und von Übertragung stiller Reserven gemäß § 12 EStG

Anlage 3 zum Anhang

Beträge in € Stand
1.1.2014
Verbrauch zur
Deckung der
direkten
Abschreibung
Dotierung Stand
31.12.2014
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.019.393,65 1.453,18 0,00 5.017.940,47
Gesamt 5.019.393,65 1.453,18 0,00 5.017.940,47

Entwicklung der sonstigen unversteuerten Rücklagen

Anlage 4 zum Anhang

Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG

Beträge in € Stand
1.1.2014
Auflösung Dotierung Stand
31.12.2014
2000 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15
Gesamt 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15

Ent wicklung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Anlage 5 zum Anhang

Beträge in € Stand
1.1.2014
Abgang Auflösung Dotierung Stand
31.12.2014
I. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und
Bauten
1.251.081,46 0,00 170.899,34 0,00 1.080.182,12
2. Technische Anlagen
und Maschinen
121.908,76 0,00 22.315,88 59.323,00 158.915,88
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
54.857,10 0,00 14.604,55 12.591,00 52.843,55
Gesamt 1.427.847,32 0,00 207.819,77 71.914,00 1.291.941,55

To c h t e r u n t e r n e h m e n u n d B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG 1

Anlage 6 zum Anhang

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung
von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und
Gebäuden auf dem Gelände der Flughafen Wien AG.
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 92.695,1 85.731,1
Umsatzerlöse 17.279,0 17.042,1

Jahresüberschuss 15.382,0 8.417,9

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm
für alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an.
Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private-Aircraft-Handling sowie die Erfüllungs
gehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge
im Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 5.583,4 5.583,4
Umsatzerlöse 12.335,6 12.180,5
Jahresüberschuss 1.858,5 2.293,7

1) Österreichische Gesellschaften nach UGB

V ie nna A ir p or t Te chnik Gmb H ( VAT ), vor mals: Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im Elektro
anlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor
gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer
Prägung, und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 3.231,6 2.500,6
Umsatzerlöse 14.690,0 19.024,5

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Jahresüberschuss 1.916,5 1.195,3

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrol

len (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.

in T€ 2014 2013
Eigenkapital 16.386,2 17.695,5
Umsatzerlöse 51.987,2 51.441,5
Jahresüberschuss 8.764,1 10.131,1

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesell
schaften BPIB, VOPE, MAZUR & VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf sowie in der
Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 28.584,4 26.069,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 2.515,3 2.454,7

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 57.703,8 57.668,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 34,8 34,7

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H (VIE-Shops)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland
in T€ 2014 2013
Eigenkapital -0,4 1,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -2,0 -2,9

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Expresses als Eisenbahnverkehrs
unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von
Check-in-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit der Gepäcklogistik für Flug
passagiere; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Ver
kehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 18.070,1 15.551,3
Umsatzerlöse 11.495,8 10.844,8

Jahresüberschuss 2.517,9 1.727,2

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Überein
stimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien
sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und Realisierung von allen

mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten in T€ 2014* 2013

Eigenkapital 474,9 557,3
Umsatzerlöse 805,0 813,1
Jahresfehlbetrag -57,3 -46,5

* Vorläufige Werte

BTS Holding a.s. "v likvidacii" (BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7 % VIE 33,25 % VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
halten.
IFRS-Werte in T€ 2014 2013
IFRS-Werte in T€ 2014 2013
Eigenkapital 577,4 3.369,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -2.792,0 -31,1

K SC Holding a.s. (K SCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7 % VIE 52,3 % VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben dem
Halten der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungs
leistungen.
IFRS-Werte in T€ 2014 2013
Eigenkapital 31.554,7 30.542,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 1.012,7 489,3

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 287,7 448,1
Umsatzerlöse 3.463,6 3.793,8
Jahresüberschuss 247,2 407,2

V ie nna Passe nge r Handling S e r vice s Gmb H ( V PHS ), vor mals: V ie nna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne
des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des
Anhangs zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz.
in T€ 2014 2013
Eigenkapital 65,0 14,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0

Jahresfehlbetrag -14,0 -9,5

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95 % VIE 0,05 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta
Finance Ltd.
IFRS-Werte in T€ 2014 2013
Eigenkapital 14.806,2 14.142,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 663,3 6.184,1

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Schwechat, 3. März 2015

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verant wor tung der geset zlichen Ver treter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwor tung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 3. März 2015

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Impressum

Medieninhaber

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

http://www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]

Pressestelle

Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]

Hersteller

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Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at

Dieser Geschäftsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von VGN – Corporate Publishing und Media Solutions produziert. (Managing Director: Erich Schönberg)

Konzeption und Gestaltung: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Fillip Stuchlik Vorstandsporträts: Ian Ehm Infografik: Rene Gatti, Fillip Stuchlik, Gabriele Rosenzopf MSc Lektorat: Mag. Thomas Lederer

Disclaimer: Dieser Geschäftsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 3. März 2015 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Geschäftsberichts 2014 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Geschäftsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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