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Flughafen Wien AG

Annual Report Apr 11, 2014

744_10-k_2014-04-11_dda8d9a4-46ce-49e9-9fa3-fcde33b9f0f1.pdf

Annual Report

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2013 Gemäß §82 Abs. 4 Börsegesetz Flughafen Wien AG Jahresfinanzbericht

www.viennaairport.com

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

in € Mio.
(ausgenommen Mitarbeiter)
2013 Veränd.
in %
2012 2011 2010
Gesamtumsatz 622,0 +2,4 607,4 582,0 533,8
davon Airport* 331,4 +5,1 315,3 294,6 260,0
davon Handling* 151,9 -2,6 155,9 160,5 165,2
davon Retail & Properties* 121,2 +1,4 119,5 110,6 93,6
davon Sonstige Segmente* 17,5 +5,4 16,6 16,1 14,5
EBITDA 241,5 +9,1 221,4 189,0 168,1
EBITDA-Marge (in %)1 38,8 n.a. 36,5 32,5 31,5
EBIT 112,1 +3,8 108,0 67,2 102,3
EBIT-Marge (in %)2 18,0 n.a. 17,8 11,5 19,2
ROCE (in %)3 5,1 n.a. 4,9 3,2 5,1
Konzernergebnis nach Minderheiten 73,3 +1,9 71,9 31,6 75,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 204,4 +13,7 179,7 178,9 169,7
Eigenkapital 905,9 +6,4 851,6 811,4 823,0
Eigenkapitalquote (in %) 46,4 n.a. 41,3 37,7 41,2
Nettoverschuldung 633,4 -12,0 719,6 751,7 666,3
Bilanzsumme 1.953,9 -5,2 2.061,8 2.150,2 1.998,5
Gearing (in %) 69,9 n.a. 84,5 92,6 81,0
Investitionen4 72,8 -28,0 101,2 260,2 145,5
Ertragsteuern 23,5 +9,7 21,4 13,5 23,0
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt5 4.399 -1,7 4.475 4.525 4.266
Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. 4.247 -1,3 4.306 4.500 4.336

B e tr ie b s w ir t schaf tliche Ke nnz ahle n

* 2012 angepasst an die neue Segmentdarstellung

Erläuterungen: 1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse; 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse; 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbarer Steuern) / durchschnittliches Capital Employed; 4) Investitionen: immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungskorrekturen Vorjahre; 5) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.), exklusive Vorstände und Geschäftsführer;

 Branchenspezifische Verkehrskennzahlen
------------------------------------------
2013 Veränd.
in %
2012 2011 2010
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,0 -0,7 22,2 21,1 19,7
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,8 -3,7 7,1 6,5 5,9
Flugbewegungen 231.179 -5,5 244.650 246.157 246.146
MTOW (in Mio. Tonnen)6 7,9 -2,6 8,1 8,3 8,0
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 256.194 +1,6 252.276 277.784 295.989
Sitzladefaktor (in %)7 74,8 n.a. 73,0 69,6 68,9

Börsentechnische Kennzahlen

2013 Veränd.
in %
2012 2011 2010
Anzahl ausgegebener Aktien (in Mio.) 21 0,0 21 21 21
KGV (per 31.12.) 17,5 +39,1 12,6 19,4 14,2
Gewinn je Aktie (in €) 3,49 +2,0 3,42 1,50 3,61
Dividende je Aktie (in €)8 1,30 +23,8 1,05 1,00 2,00
Dividenden-Rendite (per 31.12.; in %) 2,1 n.a. 2,4 3,4 3,9
Payout-Ratio (in % vom Jahresgewinn) 37,3 n.a. 30,5 66,5 55,5
Marktkapitalisierung (per 31.12.; in € Mio.) 1.281,0 +41,9 902,8 614,3 1.075,8
Börsenkurs: Höchstwert (in €) 61,43 +42,9 42,99 51,98 51,23
Börsenkurs: Tiefstwert (in €) 41,00 +57,5 26,04 25,70 33,11
Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €) 61,00 +41,9 42,99 29,25 51,23
Marktgewichtung ATX Prime
(per 31.12.; in %)9
1,4 n.a. 1,1 1,0 n.a.

6) MTOW: Maximum Take-off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität; 8) Dividende 2013: Vorschlag an Hauptversammlung; 9) ATX Prime: per März 2011 Umstufung der VIE-Aktie vom ATX in den ATX Prime.

Inhalt

Flughafen-Wien-Gruppe

Konzernlagebericht 2013

  • _______ Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • _______ Verkehrsentwicklung
  • _______ Umsatzentwicklung
  • _______ Ertragslage
  • _______ Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur
  • _______ Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • _______ Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • _______ Forschung und Entwicklung
  • _______ Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • _______ Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • _______ Prognosebericht
  • _______ Nachtragsbericht

Konzernabschluss 2013

  • _______ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _______ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • _______ Konzern-Bilanz
  • _______ Konzern-Geldflussrechnung
  • _______ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • _______ Konzern-Anhang
  • _______ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz
  • _______ Bestätigungsvermerk

Einzelabschluss der Flughafen Wien AG

Lagebericht 2013

  • _______ Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • _______ Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien
  • _______ Umsatz
  • _______ Ertragslage
  • _______ Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur
  • _______ Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • _______ Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • _______ Forschung und Entwicklung
  • _______ Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • _______ Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • _______ Prognosebericht
  • _______ Nachtragsbericht

Jahresabschluss 2013

  • _______ Bilanz
  • _______ Gewinn- und Verlustrechnung
  • _______ Anhang
  • _______ Anlagen zum Anhang
  • _______ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz
  • _______ Bestätigungsvermerk
  • _______ Impressum

K o n z e r n l a g e b e r i c h t f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2013

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Wirtschaft, Krisen und andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinfl ussen in hohem Maß die wirtschaftliche Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien ist als zentraleuropäischer, internationaler Hub von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und aufgrund der geographischen Lage insbesondere von jener der CEE-Region abhängig.

Nach zwei Jahren schwächeren Wachstums zeigt die Weltwirtschaft ab Mitte 2013 wieder Anzeichen eines leichten Aufschwunges, wobei sich die Wachstumsdynamik von den Schwellenländern wieder zunehmend auf die Industrienationen verschiebt. Der Euroraum ist im zweiten Quartal 2013 erstmals wieder gewachsen. Kernländer wie Deutschland und Österreich haben sich dabei im Vergleich zur Wirtschaftsleistung der Peripherieländer aber deutlich besser entwickelt. Die Entwicklung der CEE-Region verlief im Jahr 2013 insgesamt sehr gedämpft, wobei außer in Tschechien, Slowenien und Kroatien die Wirtschaftsleistung der anderen CEE-Länder geringfügig ausgeweitet werden konnte. Durch die erwartete Erholung wichtiger Exportmärkte dieser Region wird aber bereits ab 2014 wieder mit einer stärkeren Inlandsnachfrage in diesen Ländern gerechnet. (Quelle: ÖNB)

7

Die österreichische Wirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf 2013 mit einem Wachstum des realen BIP um 0,4 % ebenfalls sehr verhalten. Der reale Konsum der privaten Haushalte wurde bei einem Anstieg der Nettolohnsumme von 2,3 % durch die Inflation von 2 % und die steigende Arbeitslosigkeit gedämpft. Auch der heimische Unternehmenssektor entwickelte sich 2013 nur schwach. Trotz extrem niedrigem Zinsniveau, einer verbesserten Innenfinanzierungskraft der Unternehmen und den etwas gelockerten Kreditvergabekonditionen sinken die Bruttoanlageninvestitionen bei nur geringfügig steigender realer Wertschöpfung in der Sachgüterproduktion, Bauwirtschaft und Dienstleistungen. Der zuletzt verzeichnete Anstieg der Exportauftragseingänge lässt jedoch ab 2014 wieder verbesserte Absatzerwartungen und ein Anspringen der Investitionskonjunktur erwarten. (Quelle: ÖNB)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswir tschaft

Die für den Flughafen wichtige österreichische Tourismuswirtschaft erzielte laut Statistik Austria 2013 mit einem Plus von vorläufig rund 1,2 % gegenüber 2012 wieder einen neuen Nächtigungsrekordwert von 132,6 Mio. Dabei stiegen die Nächtigungen ausländischer Touristen um 1,9 % auf 96,8 Mio. Auch im Jahr 2013 setzte sich der Trend des Gästestrukturwandels fort. Der rückläufige Anteil an Gästen aus Deutschland wird zunehmend durch Reisende aus Zentral- und Osteuropa kompensiert. Während der Anteil der Gäste aus Deutschland in den letzten 10 Jahren kontinuierlich von 45 % auf rund 38 % sinkt, steigt der Anteil an Gästen aus den CEE-Ländern bereits auf rund 8 %. Aber auch Gäste aus der Schweiz, Großbritannien, Belgien, Russland, USA und Schweden verzeichneten 2013 ein Nächtigungsplus. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Nächtigungszahlen bei Gästen aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Rumänien. Die stark steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt tendenziell kürzer wird. (Quelle: Statistik Austria)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Reisetätigkeit der Österreicher entwickelte sich im Jahr 2013 gegenüber 2012 leicht positiv. Im Sommer 2013 (Juli – September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, wurden laut Statistik Austria mit rund 6,75 Mio. um rund 2,9 % mehr Urlaubsreisen unternommen. (Quelle: Statistik Austria)

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien-Schwechat

Die Entwicklung der Passagiere der europäischen Flughäfen zeigt ein durchschnittliches Wachstum von 2,8 %1 . Während Flughäfen in der Türkei, Russland, Island und Norwegen hohe Zuwächse verzeichneten, konnten die EU-Flughäfen nur ein moderates Plus von 1,0 % erzielen.1 Der Flughafen Wien verbuchte einen leichten Rückgang von 0,7 %, nicht zuletzt aufgrund der wetter- und streikbedingten Flugausfälle in der ersten Jahreshälfte sowie durch die fortschreitende Airline-Konsolidierung. Im Berichtsjahr 2013 wurden am Flughafen Wien insgesamt 21.999.926 Passagiere abgefertigt. Während die Anzahl der Lokalpassagiere um 102.305 auf 15.178.223 Passagiere zunahm, verzeichnete der Transfer-Bereich ein Minus von 3,7 %.

Die Flugbewegungen sind auch im Jahr 2013 weiter zurückgegangen. Dies zeigt auch die Entwicklung der europäischen Flughäfen, die einen Rückgang um 1,2 %1 verzeichneten. Am Flughafen Wien wurden 231.179 Bewegungen (minus 5,5 %) registriert. Das Frachtaufkommen erholte sich nach anfänglichen Rückgängen im zweiten Halbjahr 2013 deutlich und verzeichnete im Gesamtjahr noch ein leichtes Plus von 1,6 % auf 256.194 Tonnen. Damit entwickelte sich Wien besser als der europäische Trend, welcher ein durchschnittliches Plus der Frachtmengen um 0,8 %1 zeigt.

Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den Top 10 der pünktlichsten Airports in Europa und konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Servicequalität steigern.

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2012 in %
Flug
bewegungen2
Veränd. zu
2012 in %
London* 125.663,2 3,2 846.330 0,4
Paris** 90.327,2 1,7 702.112 -2,7
Frankfurt 58.036,9 0,9 461.603 -2,1
Amsterdam 52.569,3 3,0 425.565 0,5
Madrid 39.710,9 -12,1 332.361 -10,7
München 38.672,6 0,8 361.779 -4,0
Rom 36.165,8 -2,2 298.001 -3,7
Mailand*** 35.888,9 -1,9 320.475 -5,2
Zürich 24.816,6 0,3 243.774 -2,6
Wien 21.999,9 -0,7 229.652 -5,5
Prag 10.974,2 1,5 % 125.710 -2,3 %
Budapest 8.510,9 0,2 % 77.879 -4,9 %

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2013 im Vergleich

* London Heathrow, Gatwick, Stansted ** Paris Charles de Gaulle, Paris Orly *** Mailand Malpensa, Linate, Bergamo Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2013

1) ACI Airport Council International – Europe. Inhouse; January – December 2013

2) Flugbewegungen lt. ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

Verkehrskennzahlen 2013 Veränd.
in %
2012 2011
MTOW (in Mio. Tonnen) 7,9 -2,6 8,1 8,3
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,0 -0,7 22,2 21,1
davon Lokalpassagiere
(in Mio.)
15,2 0,7 15,1 14,5
davon Transferpassagiere
(in Mio.)
6,8 -3,7 7,1 6,5
Flugbewegungen 231.179 -5,5 244.650 246.157
Fracht (Luftfracht und Trucking; in
Tonnen)
256.194 1,6 252.276 277.784
Sitzladefaktor (in %) 74,8 n.a. 73,0 69,6
Anzahl der Destinationen 177 -1,1 179 174
Anzahl der Airlines 71 0,0 71 73

W ie n: L ok alpass agie r e und Fr acht le gte n 2013 zu, Rückgang bei Transferpassagieren

In einem herausfordernden Jahr 2013, das von einem europaweit schwierigen Marktumfeld für die Luftfahrt, Kapazitätskürzungen bei Fluglinien, den Krisensituationen in Ägypten und dem Nahen und Mittleren Osten sowie von zahlenreichen Flugausfällen durch einen harten Winter 2012/13 mit extremen Schneefällen und durch Streiks in Deutschland geprägt war, konnte der Flughafen Wien ein Passagieraufkommen von insgesamt 21.999.926 (minus 0,7 %) verzeichnen. Während die ersten beiden Quartale spürbar schwächer waren, entwickelte sich die Anzahl der Fluggäste in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich besser.

Die Anzahl der Starts bzw. Landungen am Flughafen Wien verringerte sich 2013 um 5,5 %. Auch das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Rückgang auf 7,9 Mio. Tonnen. Positiv entwickelte sich dagegen der Sitzladefaktor, der mit 74,8 % um 1,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert lag. Diese positive Entwicklung zeigte sich gerade bei den aufkommensstärksten Fluglinien.

Die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) stieg im Jahresvergleich um 1,6 % auf 256.194 Tonnen. Neben der Luftfracht mit einem Zuwachs von 0,5 % war dafür vor allem das Trucking mit einem Plus von 4,2 % am Flughafen Wien verantwortlich. Die Trendwende kam wie erwartet zur Jahresmitte 2013. Der Flughafen Wien war in 2013 Sieger in der "Hub Quality Championship" vor München und Frankfurt. Das Einstellen der Frachterverbindungen der Carrier Saudi Arabian Airlines und Royal Jordanian aus dem Nahen Osten konnte durch die Aufnahme der Cargolux-Flüge ab August kompensiert werden.

Im Jahr 2013 bediente der Flughafen Wien im Linienverkehr insgesamt 177 (2012: 179) Destinationen, davon 42 (2012: 45) in Osteuropa. Damit bleibt der Flughafen Wien trotz eines leichten Passagierrückgangs auf 2.165.556 abfliegende Reisende eine wichtige europäische Ost-West-Drehscheibe.

Regionen 2013 2012 Veränd.
absolut
Anteil
2013 in %
Anteil
2012 in %
Veränd.
Anteil in
%-Punk
ten
Osteuropa 2.165.556 2.226.488 -60.932 19,7 20,1 -0,4
Westeuropa 7.536.817 7.495.253 41.564 68,6 67,8 0,8
Ferner Osten 363.163 384.524 -21.361 3,3 3,5 -0,2
Naher und
Mittlerer Osten
522.691 541.667 -18.976 4,8 4,9 -0,1
Nordamerika 233.682 212.488 21.194 2,1 1,9 0,2
Afrika 157.229 189.733 -32.504 1,4 1,7 -0,3
Südamerika 10.977 8.028 2.949 0,1 0,1 0,0
Gesamt 10.990.115 11.058.181 -68.066 100,0 100,0

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2013 (L inie und Char te r) nach Regionen

Mit einem Zuwachs von 41.564 auf 7.536.817 Passagiere verzeichneten die westeuropäischen Destinationen in 2013 den größten absoluten Passagier-Zuwachs. Durch dieses Plus konnte die Region Westeuropa ihren Anteil am Passagieraufkommen auf 68,6 % weiter steigern. Durch die Neuaufnahme der Destination Chicago flogen im Berichtsjahr um 10,0 % mehr Personen nach Nordamerika, das nun einen Anteil von 2,1 % am abfliegenden Passagieraufkommen hat. Destinationen im Fernen Osten zogen hingegen 5,6 % weniger Reisende an. Durch die Krisensituationen in Ägypten und dem Nahen und Mittleren Osten wurden 2013 für diese Destinationen 3,5 % weniger Passagiere abgefertigt.

Die meisten Passagiere hatten wie auch im Vorjahr Frankfurt als Ziel – hier verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg um 11,1 % auf 659.393 Passagiere. Starke Zuwächse verzeichneten auch Istanbul (plus 20,4 %), Moskau (plus 15,3 %) und Mailand (plus 11,0 %). Auf der Langstrecke starteten die meisten Reisenden in Richtung Bangkok (113.864), gefolgt von New York (87.523) und Tokio (72.874).

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde der Flughafen-Wien-Gruppe – die Austrian Airlines – verzeichnete einen Rückgang bei den Passagieren von 1,6 %. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen auf 49,1 % (2012: 49,5 %). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien.

Gemessen am Passagieranteil folgen NIKI mit 11,0 % (2012: 12,0 %) vor airberlin mit 6,1 % (2012: 6,3 %) und Lufthansa mit unverändert 5,5 %. Die stärksten absoluten Zuwächse verzeichnete die Turkish Airlines mit 35,1 %, die damit ihren Anteil auf 2,3 % steigern konnte. Germanwings steigerte ihren Anteil am Passagieraufkommen durch Umstrukturierungen in der Lufthansa-Gruppe auf 2,7 %.

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) stieg 2013 von 73,0 % auf 74,8 %. Der Flughafen Wien wurde – unverändert gegenüber 2012 - von 71 Fluglinien regelmäßig angeflogen, die 177 Destinationen in 69 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u.a. Cargolux, Kuwait Airways und Germania, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufgenommen haben.

Entgelte- und Incentive-Politik

Am 1. Juli 2012 trat das Flughafenentgeltegesetz (FEG) in Kraft. Die Entgeltanpassungen aufgrund der Pricecap-Formel sowie das Procedere der Anpassungen für 2013 wurden somit durch dieses Gesetz geregelt.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2013 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten Pricecap – Formelmodells. Als Maßzahl für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgeltes gilt hierbei das höchstzulässige Abfluggewicht MTOW der Luftfahrzeuge und für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgeltes Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchst zulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate verringert um das 0,35-fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die 12 Monate jeweils vom 1. August - 31. Juli gelten. Im Fall eines negativen Durchschnittswertes der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1. Jänner 2013:

Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: + 1,56 %
Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside: + 0,72 %
Infrastrukturentgelt Betankung: + 1,14 %

In der General Aviation/Business Aviation wurde das Landeentgelt für Flugzeuge mit bis zu 4 Tonnen MTOW auf eine Flatrate von € 112,37 pro Landung angehoben. Im Gegenzug wurde das Landeentgelt für Flugzeuge von 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % gesenkt. Des Weiteren wurde das Fluggastentgelt in der General Aviation/ Business Aviation auf € 16,80 angehoben und damit dem Fluggastentgelt für den Hauptterminal gleich gesetzt. Im Gegenzug wurde das Fluggastentgelt für alle Passagiere am Flughafen Wien um € 0,01/abfliegender Passagier gesenkt.

Das PRM-Entgelt (Passengers with Reduced Mobility) blieb mit € 0,34 pro abfliegendem Passagier unverändert.

Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt weiterhin einheitlich für alle abfliegenden Passagiere (lokal und transfer) mit € 7,70 festgesetzt.

Um die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen zu forcieren, hat die Flughafen Wien AG beschlossen, den bereits seit vielen Jahren bestehenden Transferincentive ab 1. Jänner 2013 auf € 12,50 pro abfliegendem Transferpassagier anzuheben. Das neue Transferincentiveprogramm sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Auch im Jahre 2013 wurde das Wachstumsincentiveprogramm bestehend aus dem Destinations- und Frequenzincentive sowie dem Frequenzdichteincentive, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, fortgesetzt.

Ziel der mit 1. Jänner 2013 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentiveprogramme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost – bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Umsatzentwicklung 2013

Trotz des leichten Passagier- und Flugbewegungsrückgangs (minus 0,7 % bzw. minus 5,5 %) konnte die Flughafen-Wien-Gruppe im Berichtsjahr 2013 ihre Umsätze gegenüber 2012 um 2,4 % auf € 622,0 Mio. steigern. Das angepasste Sicherheitsentgelt, höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung) und höhere Erlöse aus der Werbeflächenvermietung führten zu diesem Anstieg. Rückgänge verzeichneten vor allem Einnahmen aus jenen Bereichen, die mit Flugbewegungen und MTOW korrelieren.

Aufgrund der Saisonalität des Flughafengeschäfts generiert die FWAG in den Urlaubssaisonen im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Wie auch im Vorjahr war der Umsatz im dritten Quartal mit einem Anteil von 26,6 % an den Jahresumsätzen 2013 am höchsten. Es folgten das zweite Quartal mit 25,5 %, das vierte mit 24,4 % und schließlich das erste Quartal mit 23,5 %.

Entwicklung der Segmente

Im Geschäftsjahr wurden folgende Änderungen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 vorgenommen:

Um den Umstand zu berücksichtigen, dass bei der Steuerung der Geschäftssegmente anhand der Ergebnisse des Segments auch Overhead-Kosten anteilig umgelegt werden, werden nunmehr bisher nicht zugeordnete Kosten des Verwaltungsbereichs den berichteten Segmenten zugeordnet.

Die Kosten der bisher nicht zugeordneten Verwaltung wurden genau analysiert und werden nunmehr gemäß dem Leistungsspektrum dieser Abteilungen mittels sachgerecht ermittelter Schlüssel (z.B. Mengengerüste, monetäre Schlüssel, etc.) auf die vier berichteten Segmente Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente verteilt. Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Zuordnungsschlüssel gewährleistet die Abbildung der aktuellen Leistungsbeziehungen zwischen den operativen Geschäftsbereichen und den Verwaltungsbereichen.

Durch die Zuteilung der Aufwendungen und Erträge des Verwaltungsbereichs entfällt nunmehr die Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das

Konzern-EBIT. Gleiches gilt für immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen der Zentralbereiche. Jene Vermögensgegenstände, die nicht von den einzelnen Geschäftsbereichen, sondern auf zentraler Ebene überwacht und berichtet werden, werden weiterhin als "Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen" ausgewiesen. Diese Werte beinhalten: sonstige Finanzanlagen, Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens, Forderungen an das Finanzamt, sonstige Forderungen und Vermögenswerte, Abgrenzungsposten und Zahlungsmittel und -äquivalente.

  • Der Betrieb des VIP & Business-Centers ist seit 1. Jänner 2013 in der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) angesiedelt, um Synergieeffekte zu lukrieren. Das vormals im Segment Airport ausgewiesene Geschäft ist nun dem Segment Handling zugeordnet, um der veränderten Struktur der internen Organisation Rechnung zu tragen.
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit Personalbereitstellungen für Tochtergesellschaften werden den Sonstigen Segmenten (vormals Segment Airport) zugeordnet.

Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für das Vorjahr 2012 wurden angepasst. Nähere Informationen werden im Anhang (1) erläutert.

Umsätze nach Segmenten

Umsätze nach Segmenten

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Airport 331,4 5,1 315,3
Handling 151,9 -2,6 155,9
Retail & Properties 121,2 1,4 119,5
Sonstige Segmente 17,5 5,4 16,6
Konzern-Umsatz 622,0 2,4 607,4

1) angepasst

Umsatz Segment Airport

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Landeentgelt 57,3 -2,5 58,8
Fluggastentgelt (inkl. PRM) 144,5 7,4 134,6
Infrastrukturentgelt 29,6 1,6 29,1
GAC Gebäude und Hangar 1,6 83,2 0,9
Sicherheitsentgelt 84,3 6,7 79,0
Betankung 2,3 -3,0 2,4
Sondergastdienste 5,2 4,7 5,0
Vermietungen 5,2 12,7 4,6
Flugplatz Vöslau 0,6 3,9 0,6
Sonstiges 0,7 87,0 0,4
Umsatz Segment Airport 331,4 5,1 315,3

1) angepasst

In der Berichtsperiode verzeichnete das Segment Airport ein Umsatzplus von 5,1 % (plus € 16,1 Mio.). Einerseits führte das angepasste Sicherheitsentgelt (seit Juni 2012) zu höheren Erlösen von nunmehr € 84,3 Mio. (2012: € 79,0 Mio.), andererseits führte die geänderte Entgeltstruktur und die Umstellung des Incentiveschemas zu einem Anstieg der Fluggastentgelte inkl. PRM um € 10,0 Mio. auf € 144,5 Mio. Demgegenüber führte die geringere Anzahl an Flugbewegungen (minus 5,5 %) zu einem Rückgang der Landeentgelte, die 2013 einen Umsatzbeitrag von € 57,3 Mio. leisteten (2012: € 58,8 Mio.). Einen leichten Zuwachs verzeichnete das Infrastrukturentgelt: Die Umsätze für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen für Passagiere und Luftfahrzeuge konnten um 1,6 % auf € 29,6 Mio. (2012: € 29,1 Mio.) gesteigert werden. Mit einem Anteil von 53,3 % (2012: 51,9 %) leistete das Segment Airport wie auch in den Vorjahren den größten Beitrag zum Konzernumsatz.

Der Materialaufwand im Segment Airport ist durch die starken Schneefälle zu Beginn des Jahres 2013 und den damit verbundenen Enteisungsmittelverbrauch sowie durch den gestiegenen Materialverbrauch des Terminalbetriebs überproportional um € 2,0 Mio. auf € 6,7 Mio. angestiegen. Der Anstieg des Personalaufwands um 2,3 % zeigt ebenfalls die Auswirkungen des vermehrten Winterdiensteinsatzes zu Beginn des Jahres und der damit verbundenen Kosten bzw. Überstunden. Durch eine Fortführung der Kosteneinsparungsprogramme wurde 2013 eine Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 8,3 Mio erreicht. Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen von € 143,2 Mio., die auch gestiegene Terminal-Betriebskosten beinhalten, ergibt sich ein Segment-EBITDA von € 132,8 Mio. (2012: € 123,9 Mio.).

Der Anstieg der Abschreibungen auf € 90,8 Mio. ist auf die Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 und andere Investitionsprojekte im Vorjahr bzw. im laufenden Jahr zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich dadurch auf € 42,0 Mio. (2012: € 55,6 Mio.).

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Vorfeldabfertigung 104,5 0,7 103,8
Frachtabfertigung 27,4 -10,5 30,6
Sicherheitsdienstleistungen 3,4 -7,9 3,7
Verkehrsabfertigung 8,1 -12,9 9,3
General Aviation 8,5 -1,0 8,6
Umsatz Segment Handling 151,9 -2,6 155,9

Umsatz Segment Handling

1) angepasst

Das Segment Handling verzeichnete im Berichtsjahr einen leichten Rückgang der externen Umsatzerlöse von 2,6 % auf € 151,9 Mio. Die Vorfeldabfertigung entwickelte sich vor allem im Bereich der Einzelleistungen (u.a. Enteisung) sehr positiv für die Flughafen-Wien-Gruppe. Die Umsätze konnten 2013 auf € 104,5 Mio. (2012: € 103,8 Mio.) gesteigert werden. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei 88,5 % (2012: 89,3 %).

Obwohl es im Frachtbereich im ersten Halbjahr zu massiven Cargo-Rückgängen kam, konnte durch ein sehr gutes drittes und viertes Quartal auch die Frachtabfertigung in

Summe ein Volumens-Plus von 1,6 % auf 256.194 Tonnen erreichen. Der Umsatz sank jedoch bedingt durch das schwierige Marktumfeld von € 30,6 Mio. auf € 27,4 Mio. Ungeachtet dessen liegt der durchschnittliche Markanteil des VIE-Handling im Bereich Fracht weiterhin auf dem sehr hohen Niveau von 93,2 % (2012: 94,0 %).

Die Tochtergesellschaft Vienna Airport Security Ges.m.b.H. (VIAS) verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr bei den externen Umsätzen aus Sicherheitsdienstleistungen einen Rückgang um € 0,3 Mio. auf € 3,4 Mio. (2012: € 3,7 Mio.). Auch im Bereich der General Aviation (inkl. Betrieb des VIP- und Business-Centers) sank der Umsatz aufgrund rückläufiger Flugbewegungen und dadurch reduzierter Handling-Aktivitäten auf € 8,5 Mio. In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 24,4 % (2012: 25,7 %).

Den höheren Erlösen aus der Flugzeugenteisung steht auch ein höherer Verbrauch an Enteisungsmitteln gegenüber, der zu einem Anstieg der Materialaufwendungen um € 1,7 Mio. auf € 11,2 Mio. führte. Neben dem gesunkenen Personalaufwand um 2,6 %, der aus dem Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 3.281 auf 3.199 resultiert, konnten auch Einsparungen in Höhe von € 0,8 Mio. im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erzielt werden. Im Jahr 2013 erzielte das Segment Handling ein EBITDA von € 22,6 Mio. (2012: € 18,8 Mio.); die Verbesserung ist vor allem auch auf die positive Entwicklung der Tochtergesellschaft VIAS zurückzuführen. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von € 5,4 Mio. (2012: € 5,9 Mio.) ergibt sich ein EBIT von € 17,2 Mio., was einen Anstieg von 32,8 % bedeutet (2012: € 12,9 Mio.).

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Parkerträge 40,0 -4,4 41,8
Vermietung 39,5 6,2 37,2
Shopping/Gastronomie 41,7 2,9 40,5
Umsatz Segment Retail & Properties 121,2 1,4 119,5

Umsatz Segment Retail & Properties

1) angepasst

Die positive Entwicklung des Segments Retail & Properties setzte sich auch in 2013 fort. Die externen Umsätze beliefen sich auf € 121,2 Mio. (2012: € 119,5 Mio.). Zwar führte im Bereich Parken eine geringere Auslastung der Parkflächen zu einem Umsatzrückgang von 4,4 %, der Vermietungsbereich (Immobilien und Werbeflächen) konnte hingegen vor allem durch verstärktes Vermarkten von Werbeflächen ein deutliches Umsatzplus von 6,2 % auf € 39,5 Mio. erwirtschaften. Einen positiven Trend zeigten auch die Erlöse aus Shopping und Gastronomie, die mit € 41,7 Mio. um € 1,2 Mio. über dem Vorjahreswert lagen. Im Vorjahresvergleich, bereinigt um die Auswirkungen der Insolvenz einer Bestandsnehmerin sowie anderer Sondereffekte, wurde ein Umsatzplus von 6,2 % erreicht.

Im Jahr 2013 wurden 29 neue Geschäftslokale, wie z.B. die neue Billa-Filiale, Porsche Design, Desigual, Frey Wille, Hugo Boss und viele mehr eröffnet. Der Anteil am Konzernumsatz von 19,5 % (2012: 19,7 %) zeigt die Bedeutung des Non-Aviation-Geschäfts am Standort Flughafen Wien.

Neben geringeren Aufwendungen für Material (minus € 0,4 Mio.) blieb der Personalaufwand bei € 6,9 Mio. konstant. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 2,1 Mio. ist unter anderem auf höhere Instandhaltungs- und Sanierungskosten der Immobilien am Standort zurückzuführen. Das EBITDA des Segments Retail & Properties beträgt in 2013 € 61,6 Mio. (2012: € 64,2 Mio.). Die Abschreibungen zeigen eine Reduktion von € 6,4 Mio., im Wesentlichen bedingt durch die im Vorjahr vorgenommenen Wertminderungen der CGU "Real Estate Cargo" und der CGU "Real Estate Office". Das EBIT stieg im Jahresvergleich von € 38,1 Mio. auf € 41,9 Mio.

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Ver- und Entsorgung 6,5 -3,0 6,7
Telekommunikation und EDV 3,1 -2,5 3,2
Materialwirtschaft 1,9 -17,0 2,2
Elektrotechnik, Sicherheitsequipment 2,5 83,0 1,4
Facility Management 1,2 29,4 0,9
Werkstätten 0,4 -15,0 0,5
Besucherzentrum 0,2 34,7 0,2
Sonstiges 1,8 10,5 1,6
Umsatz Sonstige Segmente 17,5 5,4 16,6

Umsatz Segment Sonstige Segmente

1) angepasst

Die externen Umsätze des Berichtssegments "Sonstige Segmente" konnten unter anderem durch den Verkauf von Sicherheitsequipment um 5,4 % auf € 17,5 Mio. gesteigert werden. Während es bei der Ver- und Entsorgung durch geringere Mengen als Folge eines reduzierten Energieverbrauchs zu einem leichten Umsatzrückgang von € 0,2 Mio. kam, stiegen die Leistungen der Elektrotechnik sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Sicherheitsequipment um € 1,1 Mio. Der Bereich der Telekommunikation und EDV blieb auf einem nahezu konstanten Umsatzniveau von € 3,1 Mio. Die Umsätze des Facility Managements stiegen um € 0,3 Mio. Im Bereich der sonstigen Umsätze konnten u.a. durch Reinigungsleistungen und Beratungsleistungen Umsätze in Höhe von € 1,8 Mio. erzielt werden. In Summe beträgt der Anteil der Sonstigen Segmente am Konzernumsatz 2,8 % (2012: 2,7 %).

Neben den gestiegenen externen Erlösen des Segments Sonstige Segmente stiegen auch die internen Erlöse v.a. durch höhere Verrechnung von EDV-Dienstleistungen und Betriebskosten des Terminalbetriebs um 10,9 %. Der Materialaufwand ist leicht um € 0,3 Mio. gesunken. Der Personalaufwand konnte ebenfalls reduziert werden und betrug in 2013 € 43,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf € 23,2 Mio., da in 2012 Wertberichtigungen von sonstigen Forderungen im Ausmaß von € 1,6 Mio. aufgelöst werden konnten. Die Abschreibungen erhöhten sich um € 0,4 Mio., der interne Betriebsaufwand sank um € 0,1 Mio. In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 24,5 Mio. (2012: € 14,4 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 11,1 Mio. (2012: € 1,4 Mio.) ausgewiesen.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe für das Geschäftsjahr 2013 im Überblick:

  • Steigerung der Umsatzerlöse um 2,4 % auf € 622,0 Mio.
  • Betriebsleistung plus 2,3 % auf € 645,8 Mio.
  • Reduktion des Betriebsaufwands ohne Abschreibungen um € 5,8 Mio. auf € 404,3 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 9,1 % auf € 241,5 Mio. (plus € 20,1 Mio.)
  • Erwartungsgemäße Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um € 26,2 Mio. auf € 124,3 Mio. aufgrund der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 im Juni des Vorjahres
  • Senkung der außerplanmäßigen Abschreibungen von € 15,2 Mio. auf € 5,1 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 3,8 % auf € 112,1 Mio. (plus € 4,1 Mio.)
  • Trotz Wegfall von Aktivierungen der Bauzeitzinsen von € 5,8 Mio. liegt Finanzergebnis mit minus € 15,3 Mio. nur € 1,0 Mio. unter Vorjahr
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 3,2 % auf € 96,8 Mio. (plus € 3,0 Mio.)
  • Periodenergebnis Muttergesellschaft plus € 1,4 Mio. auf € 73,3 Mio.
Konzernergebnis in € Mio. 2013 Veränd.
in %
2012 2011
Umsatzerlöse 622,0 2,4 607,4 582,0
Sonstige betriebliche Erträge 23,8 -1,3 24,1 20,4
Betriebsleistung 645,8 2,3 631,5 602,4
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen 404,3 -1,4 410,1 413,4
EBITDA 241,5 9,1 221,4 189,0
Abschreibungen und Wertminderungen 129,4 14,2 113,4 121,8
EBIT 112,1 3,8 108,0 67,2
Finanzergebnis -15,3 7,1 -14,3 -22,2
EBT 96,8 3,2 93,7 45,0
Steuern 23,5 9,7 21,4 13,5
Periodenergebnis 73,3 1,3 72,3 31,6
davon Ergebnis nicht beherrschende
Anteile
-0,0 n.a. 0,4 0,0
davon Ergebnis Muttergesellschaft 73,3 1,9 71,9 31,6
Gewinn je Aktie in EUR 3,49 2,0 3,42 1,50

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Beträge in € Mio. Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
über
leitung
Summe
Betriebsleistung 375,0 224,2 142,2 127,2 -222,8 645,8
Betriebsaufwand 333,1 207,1 100,3 116,1 -222,8 533,7
EBIT 42,0 17,2 41,9 11,1 112,1

Die Umsätze der Flughafen-Wien-Gruppe entwickelten sich trotz der schwierigen Marktbedingungen im Berichtsjahr positiv und stiegen um 2,4 % auf € 622,0 Mio. Dies ist vor allem auf das Wachstum im Segment Airport zurückzuführen. Die Umsätze aus dem Sicherheitsentgelt, welches im Juni 2012 angepasst wurde, stiegen auf € 84,3 Mio. Durch die geänderte Entgeltestruktur bzw. das Incentiveschema konnten auch die Fluggastentgelte inkl. PRM im Berichtsjahr ein Plus von 7,4 % auf € 144,5 Mio. verzeichnen. Im Segment Retail & Properties legten im Vergleich zum Vorjahr vor allem die Werbeflächenerlöse (2013: € 8,4 Mio., plus 28,4 %) durch das volle Betriebsjahr des Check-in 3 zu.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 23,8 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau von € 24,1 Mio. Einerseits führte die geringere Bautätigkeit am Flughafen Wien zu geringeren aktivierten Eigenleistungen (Flughafen Wien AG sowie Tochtergesellschaften ÖBA und VAI), die in 2013 € 8,9 Mio. (2012: € 11,1 Mio.) betrugen. Zum anderen führten im Vorjahr Erträge aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 ("Versicherungsvergleich Uniqa" € 2,5 Mio.) zu höheren sonstigen betrieblichen Erträgen. Dieses Jahr wurden € 4,0 Mio. aus Schadenersatzleistungen (Schiedsvergleich) verbucht, sowie Rückstellungen in Höhe von € 6,3 Mio. unter anderem aufgrund des positiven Ausgangs eines Prozesses aufgelöst.

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 2012 2011
Materialaufwand und
bezogene Leistungen
46,1 6,8 43,2 42,1
Personal 245,8 -1,6 249,7 258,5
Sonstiger betrieblicher
Aufwand
112,3 -4,2 117,2 112,9
Abschreibungen, Wert
minderungen
129,4 14,2 113,4 121,8
Summe Betriebsaufwand 533,7 2,0 523,4 535,2

B e tr ie b s au f wand s tie g we ge n har te n W inte r s (2012/13) und höhe r e r planmäßige r A b schr eib unge n au f € 533,7 Mio.

Nicht zuletzt aufgrund des starken Winters 2012/13 stiegen die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im Berichtsjahr um 6,8 % auf € 46,1 Mio. Durch die starken Schneefälle im ersten Quartal 2013 erhöhte sich der Verbrauch an Enteisungsmitteln einerseits für den Winterdienst, anderseits für die Flugzeugenteisungen überproportional auf € 6,3 Mio. Hingegen konnten die Energieaufwendungen trotz Vollbetriebs des neuen Terminals Check-in 3 um 3,5 % auf € 19,9 Mio. reduziert werden. Der Wareneinsatz stieg analog zu den gestiegenen Umsatzerlösen.

Der Rückgang der Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt um 1,7 % auf 4.399 Mitarbeiter, der sich vor allem durch Prozessoptimierungen ergab, spiegelte sich auch im Rückgang der Personalkosten um € 3,9 Mio. wider. Diese Reduktion der Kosten um 1,6 % auf € 245,8 Mio. konnte trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 sowie der hohen Einsatzdichte des Winterdienstes zu Beginn des Jahres 2013 durch konsequente Kostendisziplin erzielt werden.

Der Personalaufwand im Segment Airport stieg im Wesentlichen durch die höheren Kosten des Winterdienstes sowie analog zum höheren Personalstand um 2,3 %. Im Segment Handling reduzierte sich der Personalaufwand um 2,6 % bedingt durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und Produktivitätssteigerungen. Während der Personalaufwand im Segment Retail & Properties konstant blieb, reduzierten sich die Aufwendungen im Segment Sonstige Segmente um 1,1 %.

Während die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter im Segment Airport geringfügig um 0,9 % stieg, sank die Mitarbeiteranzahl im Segment Handling um 2,5 %. Das Segment Retail & Properties beschäftigte im Durchschnitt um 0,4 % mehr Mitarbeiter als in 2012. Der Mitarbeiterdurchschnitt des Berichtssegments Sonstige Segmente nahm minimal um 0,1 % zu. Bei Stichtagsbetrachtung lag die Mitarbeiteranzahl der Flughafen-Wien-Gruppe Ende 2013 mit 4.247 Mitarbeitern um 58 und somit 1,3 % unter dem Wert zum Jahresbeginn.

Der Aufwand für Löhne sank durch die Reduktion der Mitarbeiteranzahl sowie durch Auflösungen von Urlaubs- und Jubiläumsgeldrückstellungen um € 3,0 Mio., bei den Gehältern kam es zu einer Reduktion auf € 70,3 Mio. Auch hier wirkten der Urlaubsabbau und die Auflösung von sonstigen Personalrückstellungen positiv. Die Aufwendungen für Abfertigungen stiegen um € 0,3 Mio. auf € 9,3 Mio., hingegen blieben die Aufwendungen für die Altersversorgung konstant bei € 3,1 Mio. Die Aufwendungen für Sozialabgaben und sonstige Sozialaufwendungen sanken analog zu den anderen Personalaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten gegenüber 2012 durch den klaren Fokus auf Kosteneinsparung um € 4,9 Mio. gesenkt werden. Um die Kundenzufriedenheit weiter auf hohem Niveau zu halten, stehen Modernisierung, Sanierung und Adaptierung von Gebäuden und Flächen für die Flughafen-Wien-Gruppe im Fokus. Demnach stiegen die Instandhaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um € 8,1 Mio. auf € 33,1 Mio. Der Abtransport der immensen Schneemengen im ersten Quartal 2013 führte zu einer Steigerung der Transportkosten um € 1,2 Mio. Zusätzlich belasteten höhere Reinigungskosten durch den Vollbetrieb der Terminals das Ergebnis. Neben höheren Rechts-, Prüfund Beratungskosten (2013: plus € 0,6 Mio.) kam es auch zu einem Anstieg der Marketing- und Marktkommunikationskosten auf € 19,4 Mio. Positiv wirkte hingegen die Reduktion der Miet- und Pachtaufwendungen um 33,4 % auf € 6,6 Mio. Im Vorjahr wurde das Ergebnis zusätzlich durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen und durch Schadensfälle belastet.

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Airport 132,8 7,1 123,9
Handling 22,6 20,1 18,8
Retail & Properties 61,6 -4,1 64,2
Sonstige Segmente 24,5 70,0 14,4
Konzern-EBITDA 241,5 9,1 221,4
1) angepasst

Konzern-EBITDA plus 9,1 %

EBITDA Konzern Anteile 2013 20121
Airport 55,0 % 56,0 %
Handling 9,3 % 8,5 %
Retail & Properties 25,5 % 29,0 %
Sonstige Segmente 10,2 % 6,5 %
Konzern-EBITDA 100,0 % 100,0 %

1) angepasst

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg gegenüber 2012 um weitere 9,1 % auf € 241,5 Mio. (2012: € 221,4 Mio.). Den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA leistete wie im Vorjahr das Segment Airport mit € 132,8 Mio. (2012: € 123,9 Mio.) bzw. einem Anteil von 55,0 %. Das EBITDA des Segments Handling mit einem Anteil von 9,3 % stieg um € 3,8 Mio. auf € 22,6 Mio. (2012: € 18,8 Mio.). Im Segment Retail & Properties führten höhere Betriebsaufwände zu einem Rückgang des EBITDA um € 2,6 Mio. auf € 61,6 Mio. (2012: € 64,2 Mio.), was einem Anteil am Konzern-EBITDA von 25,5 % entspricht. Die Sonstigen Segmente erwirtschafteten ein EBITDA von € 24,5 Mio. (2012: € 14,4 Mio.) bzw. einen Anteil von 10,2 %.

Abschreibungen und Wertminderungen von € 129,4 Mio.

Beträge in € Mio. 2013 2012 2011
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 72,9 101,7 262,8
Planmäßige Abschreibungen 124,3 98,1 66,3
Wertminderungen 5,1 15,3 55,5

Durch die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Terminal Check-in 3 im Juni des Vorjahres gingen die Investitionsvolumen seit 2011 kontinuierlich zurück. Im Berichtsjahr wurden € 1,4 Mio. in das immaterielle Vermögen und € 71,5 Mio. unter Berücksichtigung der Rechnungskorrekturen aus Vorjahren in das Sachanlagevermögen investiert. Rechnungskorrekturen in 2013 zugunsten des Flughafen Wien im Ausmaß von rund € 8,2 Mio. resultieren aus der Schiedsgerichtsentscheidung im Verfahren gegen einen Auftragnehmer beim Check-in 3 aus dem Dezember 2013. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich erwartungsgemäß hauptsächlich durch das volle Betriebsjahr des neuen Terminals um € 26,2 Mio.

Die Definition der CGU (zahlungsmittelgenerierende Einheit) "Real Estate Cargo", "Real Estate Office" und "Real Estate Parken" wurde im Geschäftsjahr 2012 geändert, um den gegenseitigen Abhängigkeiten der betroffenen Vermögenswerte in ihren Mittelzuflüssen besser Rechnung zu tragen. Dies führte zu einer Zusammenfassung mehrerer Vermögenswerte (Objekte) in einer CGU.

Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten im Geschäftsjahr 2013 zur Erfassung einer Wertminderung bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo" im Gesamtausmaß von € 4,9 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Diese Abwertungen ergeben sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung. In der CGU Airport wurden Wertminderungen in Höhe von € 0,2 Mio. für Sachanlagen erfasst.

Im Vorjahr wurden Wertminderungen im Ausmaß von € 15,3 Mio. in den Segmenten Retail & Properties bzw. Airport ausgewiesen.

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 20121
Airport 42,0 -24,6 55,6
Handling 17,2 32,8 12,9
Retail & Properties 41,9 9,9 38,1
Sonstige Segmente 11,1 n.a. 1,4
Konzern-EBIT 112,1 3,8 108,0

Konzern-EBIT auf € 112,1 Mio. gesteigert

1) angepasst

EBIT Konzern Anteile 2013 20121
Airport 37,4 % 51,5 %
Handling 15,3 % 12,0 %
Retail & Properties 37,4 % 35,3 %
Sonstige Segmente 9,9 % 1,2 %
Konzern-EBIT 100,0 % 100,0 %

1) angepasst

Das Konzern-EBIT konnte trotz der höheren planmäßigen Abschreibungen gegenüber 2012 um € 4,1 Mio. auf € 112,1 Mio. gesteigert werden. Die Belastung durch die planmäßigen Abschreibungen führten zu einer Reduktion des EBIT des Segments Airport auf € 42,0 Mio. (2012: € 55,6 Mio.), stellt aber noch immer den größten Anteil am Konzern-EBIT. Auf das Segment Retail & Properties entfällt mit € 41,9 Mio. (2012: € 38,1 Mio.) 37,3 % des Konzern-EBIT. Das Segment Handling trug im Jahr 2013 15,3 % bzw. € 17,2 Mio. (2012: € 12,9 Mio.) bei. In den Sonstigen Segmenten wurde ein EBIT von € 11,1 Mio. (2012: € 1,4 Mio.) erzielt.

Beträge in € Mio. 2013 V. in % 2012 2011
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity Unternehmen
2,3 n.a. 0,9 0,4
Zinsertrag 2,2 -48,2 4,2 4,6
Zinsaufwand -25,9 3,0 -25,2 -13,6
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 -100,0 0,2 1,6
Finanzergebnis ohne
at-Equity Unternehmen
-21,4 7,7 -19,9 -7,0
Wertminderungen
at-Equity Unternehmen
0,0 n.a. 0,0 -19,4
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity Unternehmen
6,2 9,4 5,6 4,3
Finanzergebnis -15,3 7,1 -14,3 -22,2

F inanze rge b nis b ei minus € 15,3 Mio.

Das Finanzergebnis des Berichtsjahres betrug minus € 15,3 Mio. – nach minus € 14,3 Mio. im Vorjahr. Das Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen erhöhte sich aufgrund höherer Dividenden auf € 2,3 Mio.

Das Minus im Zinsergebnis erhöhte sich gegenüber 2012 von € 21,0 Mio. auf € 23,8 Mio. Der Rückgang der liquiden Mittel und die daraus resultierenden geringeren Zinserträge (2013: € 2,2 Mio.) sind unter anderem auf die Tilgung einer Bankenanleihe zurückzuführen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen stand im direkten Zusammenhang mit der Mehrbelastung in Höhe von € 5,8 Mio. durch den Wegfall der Aktivierung von Bauzeitzinsen. Durch die Reduktion der Verschuldung, das gesunkene Zinsniveau und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen konnte dieser Anstieg jedoch größtenteils kompensiert werden.

Die Ergebnisbeiträge der at-Equity-Beteiligungen entwickelten sich in 2013 positiv und beliefen sich auf € 6,2 Mio. (2012: € 5,6 Mio.).

Ergebnis vor Steuern von € 96,8 Mio.

In Summe erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe 2013 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 96,8 Mio. (2012: € 93,7 Mio.), plus 3,2 %.

Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich. Die Steuerquote als Anteil des Steueraufwands am Gewinn vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2013 24,3 % (2012: 22,8 %).

Vom Periodenergebnis in Höhe von € 73,3 Mio. (2012: € 72,3 Mio.) entfiel der anteilige Verlust der Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) in Höhe von € 5.919,48 auf nicht beherrschende Anteile. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2013 auf € 73,3 Mio. (2012: € 71,9 Mio.).

Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 3,49 (2012: € 3,42).

Finanz wir t schaf tliche Steuer ung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2013 wird eine EBITDA-Marge von 38,8 % nach 36,5 % im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diesen Wert in etwa auf das 2,5-fache zu reduzieren. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 2,62 (Vorjahr: 3,25).

Durch das gesunkene Investitionsvolumen, vorzeitige und planmäßige Tilgungen konnten die Finanzverbindlichkeiten 2013 gegenüber 2012 um € 132,4 Mio. reduziert werden. Die liquiden Mittel reduzierten sich dementsprechend um € 36,5 Mio. und betrugen zum Stichtag € 3,9 Mio. Die Nettoverschuldung unter Berücksichtigung von Veranlagungen beträgt € 633,4 Mio. (Vorjahr: € 719,6 Mio.). Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 905,9 Mio. resultiert daraus ein Gearing von 69,9 % (2012: 84,5 %).

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

in % 2013 2012 2011
EBITDA-Marge3 38,8 36,5 32,5
EBIT-Marge4 18,0 17,8 11,5
ROE5 8,3 8,7 3,9
ROCE vor Steuern6 6,8 6,5 4,2

Rentabilitätskennzahlen

3) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse

4) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 5) ROE (Return on Equity) = Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital

6) ROCE (Return on Capital Employed before Tax) = EBIT / durchschnittliches Capital Employed

(Capital Employed = Langfristiges Vermögen, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten)

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

2013 2012
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
in € Mio. in % der
Bilanzsumme
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.857,6 95,1 1.911,7 92,7
Kurzfristiges Vermögen 96,3 4,9 150,1 7,3
davon liquide Mittel 3,9 0,2 40,4 2,0
Bilanzsumme 1.953,9 100,0 2.061,8 100,0
Passiva
Eigenkapital 905,9 46,4 851,6 41,3
Langfristige Schulden 748,2 38,3 834,2 40,5
Kurzfristige Schulden 299,8 15,3 376,0 18,2
Bilanzsumme 1.953,9 100,0 2.061,8 100,0

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des Flughafen-Wien-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2013 auf € 1.953,9 Mio. und sank damit gegenüber 2012 um 5,2 %. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes im Konzern spiegelt sich im Anstieg der langfristigen Vermögenswerte auf 95,1 % (2012: 92,7 %) wider. Das kurzfristige Vermögen sank hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der liquiden Mittel und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Anteil des Eigenkapitals stieg im Vergleich gegenüber 2012 um 5,1 Prozentpunkte auf 46,4 % bzw. von € 851,6 Mio. auf € 905,9 Mio. Durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden reduzierte sich der Anteil der langfristigen Schulden auf 38,3 % (2012: 40,5 %). Auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten in 2013 abgebaut werden und beliefen sich auf € 299,8 Mio. zum 31. Dezember 2013.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist im Wesentlichen durch die Erfassung der Abschreibungen im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 2,8 % zurückgegangen und belief sich auf € 1.857,6 Mio. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe gegenüber 2012 um 15,1 % auf € 13,7 Mio. verringert. Den Zugängen von € 1,4 Mio. stehen im Wesentlichen Abschreibungen in Höhe von € 4,1 Mio. gegenüber. Im Vorjahr wurde der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" zugeordnete Firmenwert um € 4,3 Mio. abgeschrieben.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.622,2 Mio. die größte Position des langfristigen Vermögens dar: Hier stehen 2013 Zugänge von € 60,9 Mio. den Abschreibungen inkl. Wertminderungen in Höhe von € 116,5 Mio. gegenüber. Im Geschäftsjahr 2013 entfiel mit € 25,8 Mio. der Hauptteil der Zugänge auf die Pistensanierung 16/34.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 44,4 Mio. Diese Veränderung lässt sich im Wesentlichen durch Abschreibungen in Höhe von € 54,3 Mio. und Umbuchungen von € 11,6 Mio. erklären.

Der Posten technische Anlagen stieg um € 1,5 Mio., während sich die Position andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen erwartungsgemäß um € 4,8 Mio. verringerte.

Die Veränderung des Postens "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betrifft neben Zugängen von € 10,5 Mio. und Umbuchungen von minus € 0,8 Mio. auch planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 4,0 Mio. Des Weiteren wurden Wertminderungen in Höhe von € 4,9 Mio. aufgrund der aktualisierten Einschätzungen der Mittelfristplanung einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo" vorgenommen.

Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erhöhte sich durch die positive Entwicklung dieser Beteiligungen und der erfassten anteiligen Periodenergebnisse abzüglich erhaltener Ausschüttungen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sanken überwiegend durch den Rückgang der Ausleihungen.

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich 2013 um 35,8 % auf € 96,3 Mio. Dies ist vorwiegend auf den geringeren Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 40,4 Mio.) durch die Tilgung von Finanzschulden und ein effizientes Liquiditätsmanagement zurückzuführen. Während die Vorräte im Jahresvergleich konstant bei € 4,4 Mio. lagen, kam es durch die Tilgung einer Bankenanleihe zu einer Reduktion der bilanzierten Wertpapiere auf € 20,0 Mio. (2012: € 29,7 Mio.). Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken gegenüber 2012 um € 7,6 Mio. auf € 68,0 Mio. Diese Veränderung ergab sich einerseits aus geringeren Vorsteuerguthaben, andererseits sanken die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trotz Umsatzwachstums aufgrund des aktiven Forderungsmanagements um € 8,4 Mio. auf € 34,3 Mio.

Trotz Verringerung der Buchwerte des langfristigen Vermögens kommt es durch die Reduktion der liquiden Mittel und Forderungen zu einem Anstieg des Anteils des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen auf 95,1 % (2012: 92,7 %).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen-Wien-Gruppe ist im Berichtsjahr um 6,4 % auf € 905,9 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis von € 73,3 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 22,1 Mio. gegenüber. Die Veränderung der sonstigen Rücklage aus der Marktwertbewertung trug ebenfalls geringfügig zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Differenzen aufgrund von Parameteränderungen im Zusammenhang mit dem Sozialkapital (Neubewertungen der leistungsorientierten Pläne) erhöhten das Eigenkapital um € 2,8 Mio. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag betrug 46,4 % (2012: 41,3 %).

Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. Dezember 2013 an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation), Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH, welche rückwirkend mit 31. Dezember 2012 auf die Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. verschmolzen wurde. Die nicht beherrschenden Anteile des Mitgesellschafters veränderten sich durch das laufende Jahresergebnis der Tochtergesellschaft geringfügig.

Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 10,3 % auf € 748,2 Mio. erklärt sich aus

der Tilgung und Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden bestehende Kredite im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) und des Schuldscheindarlehens in der Gesamthöhe von € 249,6 Mio. getilgt bzw. umgeschuldet. Jene Tilgungen, die in 2014 folgen, wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. In Summe reduzierten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten daher um € 87,1 Mio. auf € 551,6 Mio.

Die langfristigen Rückstellungen sind in 2013 um € 1,2 Mio. gesunken. Dies ist vorwiegend auf die Entwicklungen der Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellung zurückzuführen. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um € 3,9 Mio. auf € 34,5 Mio. – im Wesentlichen durch die Umgliederung von Rechnungsabgrenzungen in den kurzfristigen Bereich. Die langfristigen passiven latenten Steuern betrugen zum Stichtag € 29,6 Mio. Die Veränderung zum Vorjahreswert von € 23,4 Mio. ergibt sich primär aufgrund von temporären passiven Latenzen aus dem Sachanlagevermögen.

Die kurzfristigen Passiva sind im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 20,3 % auf € 299,8 Mio. gesunken. Die Lieferantenverbindlichkeiten sanken um € 19,9 Mio., da u.a. Rechnungen im Zusammenhang mit der Bautätigkeit am Flughafen Wien bezahlt wurden. Die kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich um € 13,7 Mio. – hier führte der Urlaubsabbau zu einem Rückgang der Rückstellung für nicht konsumierte Urlaube von € 1,2 Mio. Die kurzfristige Steuerrückstellung erhöhte sich vorrangig aufgrund des besseren Ergebnisses vor Ertragsteuern auf € 10,4 Mio. (2012: € 9,3 Mio.).

Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (minus € 45,4 Mio.) lässt sich unter anderem auf folgende Faktoren zurückführen: Umgliederungen aus dem langfristigen Teil und Neuaufnahmen kurzfristiger Finanzmittel in Höhe von € 65,1 Mio., Tilgungen für ULSG, Schuldscheindarlehen und sonstige Darlehen in Höhe von € 106,2 Mio. sowie Reduktion der Barvorlagen um € 4,2 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten um € 1,5 Mio. lässt sich vor allem auf höhere Verbindlichkeiten aus einer Steuerumlage sowie offenen Verrechnungen mit Beteiligungen zurückführen.

2013 2012 2011
Nettoverschuldung in € Mio.7 633,4 719,6 751,7
Eigenkapitalquote in % 46,4 41,3 37,7
Gearing in %8 69,9 84,5 92,6
Buchmäßiges Eigenkapital in € Mio. 905,9 851,6 811,4
Working Capital in € Mio. -80,1 -77,5 -111,3
Anlagenintensität in %9 95,1 92,7 89,5
Anlagendeckungsgrad in %10 89,0 88,2 94,3

Finanzkennzahlen

7) Nettoverschuldung = verzinsliches Fremdkapital – liquide Mittel – Wertpapiere des Umlaufvermögens

9) Anlagenintenstität = Langfristiges Vermögen / Bilanzsumme

8) Gearing = (verzinsliches Fremdkapital – liquide Mittel) / Eigenkapital

10) Anlagendeckungsgrad = (Eigenkapital + langfristige Schulden) / Langfristiges Vermögen

2013 Veränd.
in %
2012 2011
Flüssige Mittel per 1.1. 40,4 -63,7 111,3 63,6
Cash-Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit
204,4 13,7 179,7 178,9
Cash-Flow aus Investitions
aktivitäten
-86,4 -31,8 -126,7 -187,5
Cash-Flow aus Finanzie
rungsaktivitäten
-154,5 24,7 -123,9 56,3
Endbestand der flüssigen
Mittel
3,9 -90,3 40,4 111,3
Free Cash-Flow 118,0 122,8 53,0 -8,6

G e ld f lussr e chnung – Fr e e C ash - Flow mit € 118,0 Mio. mehr als verdoppelt

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte in 2013 um 13,7 % gesteigert werden. Dies resultiert einerseits aus dem höheren Ergebnis vor Ertragsteuern (2013: € 96,8 Mio.), sowie andererseits aus gestiegenen Abschreibungen (inkl. Wertminderungen), welche in 2013 € 129,4 Mio. betrugen. Im Berichtsjahr wurden weiters Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von € 4,3 Mio. verzeichnet. Die at-Equity Unternehmen trugen € 3,0 Mio. zum operativen Cash-Flow bei. Neben dem Forderungsabbau von € 10,6 Mio., sanken auch Verbindlichkeiten und Rückstellungen zusammen um € 8,7 Mio. Nach Abzug der Auflösung von Investitionszuschüssen (€ 0,2 Mio.) und den Zahlungen für Ertragsteuern in Höhe von € 16,2 Mio. ergibt sich ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 204,4 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeiten betrug minus € 86,4 Mio. gegenüber minus € 126,7 Mio. im Jahr 2012. Durch den Abgang eines Wertpapiers kam es zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio. Den Auszahlungen für das Anlagevermögen von € 97,4 Mio. (2012: € 133,1 Mio.) stehen Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) in Höhe von € 1,1 Mio. gegenüber.

Im Mai 2013 wurde eine Dividende von € 22,1 Mio. (Vorjahr: € 21,0 Mio.) an die Gesellschafter der Muttergesellschaft ausbezahlt. Des Weiteren konnten die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten um € 132,4 Mio. gesenkt werden. Per Saldo resultiert daraus eine Reduktion der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2012 um € 36,5 Mio. auf € 3,9 Mio.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind gegenüber 2012 um 28,3 % auf € 72,9 Mio. gesunken. Rechnungskorrekturen in 2013 zugunsten des Flughafen Wien im Ausmaß von rund € 8,2 Mio. resultieren aus der Schiedsgerichtsentscheidung im Verfahren gegen einen Auftragnehmer beim Check-in 3 aus dem Dezember 2013. Diese Schiedsgerichtsentscheidung führte zu Ansprüchen seitens des Flughafen Wien in Höhe von € 16,7 Mio. inkl. USt. Der Betrag ohne USt in Höhe von € 13,9 Mio. wurde in Höhe von € 4,0 Mio. aufgrund vorangegangener außerplanmäßiger Abschreibungen ertragswirksam, und in Höhe von € 9,9 Mio. direkt anschaffungskostenmindernd (davon in Vorjahren € 1,7 Mio., davon 2013 € 8,2 Mio.) erfasst.

Von den erfolgten Investitionen entfallen € 71,5 Mio. auf Sachanlagevermögen und € 1,4 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte. Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2013 bzw. 2012 sind im Konzernanhang (Punkt 13) erläutert.

Pistensanierung 16/34

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 im Vorjahr stand das Jahr 2013 im Zeichen der Pistensanierung 16/34. In 25 Nächten und an vier Wochenenden im April und Mai 2013 wurden über 220.000 m² Oberfläche saniert und über 80.000 Tonnen Asphalt ab- und neu aufgetragen. Jede Nacht waren mehr als 500 Personen und bis zu 480 Baumaschinen im Einsatz. Im Oktober 2013 wurden noch die letzten Groovingund Markierungsarbeiten durchgeführt. In Summe wurden im Berichtsjahr 2013 € 25,8 Mio. investiert.

Investitionen in € Mio. 2013 Veränderung
in %
2012 2011
Immaterielles Anlagevermögen 1,4 -58,6 3,3 4,5
Sachanlagevermögen 71,5 -27,0 97,9 255,8
Finanzanlagevermögen 0,0 -90,4 0,5 2,5
Investitionen gesamt 72,9 -28,3 101,7 262,8
Finanzierung in € Mio.
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
204,4 13,7 179,7 178,9
Abschreibungen inkl. Wertminde
rungen auf immat. Vermögenswer
te, Sach- und Finanzanlagen
129,4 14,2 113,4 141,6

Investitionen und Finanzierung

Entwicklung der at-Equity Beteiligungen

Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) ist u.a. an drei internationalen Flughäfen beteiligt: Am Flughafen Malta hält die FWAG durchgerechnet einen Anteil von rund 33 % der Aktien. 40 % der Aktien besitzt eine Konsortialgesellschaft, an der die FWAG einen Anteil von 57,1 % hält, 10,1 % besitzt die FWAG direkt (über VIE Malta), 20 % hält die maltesische Regierung, die restlichen Aktien sind an der Börse in Malta gelistet.

Am Flughafen Košice ist die Flughafen Wien AG indirekt mit 66 % beteiligt. Obwohl die Flughafen Wien AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, wird diese Gesellschaft gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Weiters hält der Flughafen Wien 25,15 % an der Flughafen Friedrichshafen GmbH. Zum Bilanzstichtag bestehen Absichten, die Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH zu veräußern (vergleiche Konzernanhang).

Der Airport Malta verzeichnete im Jahr 2013 mit 4.031.376 Passagieren ein Plus von 10,4 % im Vergleich zum Vorjahr und damit ein neues Rekordergebnis. Der Flughafen Košice verzeichnete mit 237.165 Reisenden einen leichten Zuwachs von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Flughafen Friedrichshafen fertigte im Jahr 2013 536.030 Passagiere (minus 1,7 %) ab.

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang (Punkt 34) erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2013 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, überwacht, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen minimiert bzw. auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Dafür werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse analysiert. Verantwortlich sind hierfür die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Identifizierte Risiken und die zu treffenden Maßnahmen werden in einer eigenen Datenbank dokumentiert.

Das Risikomanagement der FWAG wird in der schriftlich dokumentierten Risikomanagement-Richtlinie geregelt. Das operative Risikomanagement ist im Bereich Controlling angesiedelt und koordiniert die Aktivitäten. Alle Beschäftigten der FWAG sind jedoch dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen. Das Risikomanagement ist somit in die laufenden Geschäftsprozesse integriert. Die aktive und offene Kommunikation der Risiken ist hierbei ein deklariertes Ziel und Erfolgsfaktor des Risikomanagement-Systems.

Zur Minimierung bzw. zum Transfer von Schadens- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Die installierten Internen Kontrollsystem (IKS)-Prozesse gewährleisten Richtigkeit und Vollständigkeit bei der Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge in den Büchern der Gesellschaft. Die Revisionsabteilung prüft Geschäftsgebarung und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen wesentlichen Einfluss auf die FWAG haben. Auf Basis der Herbstprognose der Europäischen Kommission geht die FWAG davon aus, dass sich das makro-ökonomische Umfeld im Jahr 2014 positiver als im vergangenen Jahr entwickeln wird. Dementsprechend rechnet die FWAG mit einem Wachstum des Passagieraufkommens am Flughafen Wien.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung von weiteren externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks, etc.) beeinflusst. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben.

Zunehmende Handelsbarrieren, Sanktionen und politische Krisen könnten die globale Angebots- und Nachfragesituation des Luftverkehrs beeinträchtigen. Daher werden diese Entwicklungen intensiv beobachtet und evaluiert, um gegebenenfalls Gegen- bzw. Vorbereitungsmaßnahmen einleiten zu können. Die Entwicklung des Öl- und des damit verbundenen Kerosinpreises kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Luftverkehr ausüben.

Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die FWAG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit einer Anpassung der bereitgestellten Ressourcen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Der Branchenverband IATA prognostiziert für 2014 in Summe steigende Net Profits11 bei europäischen Airlines. Die FWAG erwartet, dass der Wettbewerbs- und Kostendruck für die Airlines dennoch weiterhin hoch bleibt. Es ist davon auszugehen, dass die Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Airports weiter erhöhen.

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtsgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen seit 01. Jänner 2013 pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurzstrecken, € 15 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Trotz der Absenkung der Abgabe von 2012 auf 2013 dämpft die Flugabgabe das Passagieraufkommen nach wie vor. Somit schwächt sie wirtschaftlich den Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartige Steuer einheben.

Durch die EU-Emissionsrichtlinien und Umweltstandards wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit europäischer Airports als Transfer-

hubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas deutlich geschwächt. Die Attraktivität europäischer Airports als Transferhub bzw. das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnten hiervon mittelfristig betroffen sein. Die Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten sowie in der Türkei kann zu einer Verschiebung der globalen (Umsteige-)Verkehrsströme führen.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 49,1 % der am Gesamtaufkommen der Passagiere des Flughafen Wien größte Kunde der FWAG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe Partner ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert.

Die Austrian Airlines konnte im Jahr 2013 große Fortschritte in ihrem Restrukturierungsprogramm erzielen. Ein wesentlicher Bestandteil dessen war die umfangreiche Umflottung im Zuge einer gezielten Flottenharmonisierung, wodurch die Auslastung und somit die Produktivität der Airline gesteigert werden konnte. Durch diese Maßnahmen hat die Austrian Airlines im Gesamtjahr rund 10,8 Mio. Passagiere bezogen auf den Flughafen Wien (minus 1,6 % gegenüber dem Vorjahr) befördert. Mit dem Ausbau der Langstreckenverbindungen, hat die Austrian Airlines einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung unserer Attraktivität als Transferhub beigetragen. Die Austrian Airlines wird voraussichtlich ihre Langstrecke in den nächsten Jahren unter anderem durch Nutzung einer fünften Boeing 777 ab Juli 2014 und die geplante Neuaufnahme der Destination Newark weiter ausbauen und somit ihre bereits 2013 eingeschlagene Strategie fortsetzen. Weiters geht die FWAG davon aus, dass sie den wirtschaftlichen Turn-around schafft und ihre bestehende Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-/West Transfer fortsetzt.

Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Marktanteil von 11,0 % bzw. 6,1 % die Plätze 2 und 3 im Kundenranking der FWAG ein. Hier kam es 2013 im Zuge der Streichung des Osteuropa-Drehkreuzes ebenfalls zu einer rückläufigen Passagierentwicklung. Trotz Verbesserung der Kosteneffizienz konnte der angestrebte wirtschaftliche Turnaround 2013 nicht erreicht werden.

NIKI konnte am Standort Wien seine Funktion als Drehscheibe nach Griechenland innerhalb der airberlin-Gruppe (mit derzeit 19 Destinationen in diesem Land) weiter ausbauen. Wien spielt somit eine wichtige Rolle im Entwicklungsplan der airberlin-Gruppe.

Die Entwicklung bei der airberlin ist angesichts der Ertragssituation trotz Beteiligung und Unterstützung von Etihad Airways mit Unsicherheiten behaftet. Weiteres Kapital in Höhe von € 50 Mio. wird 2014 durch die Aufstockung einer Anleihe am Kapitalmarkt aufgenommen. Mit dem Turn-around-Programm "Turbine" möchte das Unternehmen eine dauerhaft wettbewerbsfähige Ergebnissituation erreichen. Im Zuge dieses Programms wird unter anderem die Flotte reduziert und das Streckennetz optimiert. Die FWAG geht aber davon aus, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf den Flughafen Wien gering sein werden.

Generell versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentivemodellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Bei den Abfertigungsdiensten kommt es vonseiten der Airlines zu einem höheren Preisdruck bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) vereinbart, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen.

Die Anzahl der Flugbewegungen, die für die Handling-Erlöse maßgeblich ist, ist aufgrund von Effizienzsteigerungen bei den Fluggesellschaften (größeres Fluggerät und höhere Sitzladefaktoren) rückläufig. Diese Entwicklung sowie das offensive Marktauftreten des Wettbewerbers Celebi Ground Services Austria GmbH bringen die Erträge aus dem Bereich Handling zunehmend unter Druck.

Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr dennoch ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht weitgehend absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und airberlin/NIKI konnten bereits 2012 – bis 2019 geltende – Handlingverträge für Ramp-Dienstleistungen abgeschlossen werden. Durch den Abschluss dieser Verträge konnte das Absatzmarktrisiko des Geschäftsbereichs Handling deutlich reduziert werden.

Eine Herausforderung erwächst dem Flughafen Wien durch die weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste, die für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp-Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsieht. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Das Risiko eines dritten Handling- Agents wird voraussichtlich frühestens ab 2019/20 und jenes hinsichtlich Selbstabfertigung der Airlines frühestens ab 2017 schlagend. Um negative wirtschaftliche Konsequenzen für den Flughafen Wien zu minimieren bzw. zu vermeiden, wird unter anderem in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) auf EU-Ebene Überzeugungsarbeit geleistet.

Im Cargobereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der ab 2014 geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr eng beobachtet.

Die FWAG vermietet Gebäude und Flächen, die primär von Fluggesellschaften genutzt werden oder von Unternehmen angemietet werden, deren Geschäft von der Entwicklung des Luftverkehrs abhängig ist. Damit unterliegt zumindest dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens und des Konsumverhaltens, die wiederum Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung des Retailbereichs haben können.

Risiken aus der Er schließung neuer Geschäf t sfelder außerhalb des Standortes

Die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang ist der 5-jährige Umstrukturierungsplan der Air Malta, welcher bis 2016 die Überlebensfähigkeit des in Malta ansässigen Home Carriers sicherstellen soll bzw. muss. Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich negative Folgen für unsere Beteiligung in Malta. Durch die beachtlichen Fortschritte der Airline in den vergangenen Jahren wurde dieses Risiko bereits stark reduziert.

Auch politische und regulatorische Risiken, wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen der für den Flughafen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen können, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu einer Wertminderung einzelner Beteiligungen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Investitionsausgaben der FWAG werden überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert.

Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungsund Marktrisikomanagement zuständig, überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings und setzt gegebenenfalls selektiv Zinsderivate ein, um das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen im Konzern-Anhang.

Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredites mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrages haften insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings vorgenommen. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Check-in 3 sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falles positiv abgeschlossen worden. Darüber hinaus werden Schadenersatzansprüche gegen Auftragnehmer aktiv verfolgt. Die FWAG erlangte bisher bereits Schadenswiedergutmachungen im Ausmaß von mehr als € 28 Mio., davon € 14,1 Mio. aus Versicherungsleistungen und Forderungsverzichten und € 13,9 Mio. aus einem positiv entschiedenen Schiedsgerichtsverfahren.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz von Bürgern und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Mit Ende 2013 ist die Zuständigkeit, aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen, auf das neue Bundesverwaltungsgericht übergegangen. Die FWAG rechnet aus heutiger Sicht mit einer Entscheidung frühestens Ende 2014. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheids bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z.B. Lärm, Emissionen, Änderung von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Auf EU-Ebene wird eine Überarbeitung der Richtlinie über Bodenabfertigungsdienste auf Flughäfen vorbereitet. Diese würde nach dem aktuellen Stand im Legislativprozess unter anderem zu einer weiteren Marktöffnung zu ungleichen Marktbedingungen führen und Flughäfen im Wettbewerb mit anderen Abfertigungsbetrieben benachteiligen (Subcontracting-Verbot und Quersubventionierungsverbot trifft nur Flughäfen, Zwang zur rechtlichen Ausgliederung etc).

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der FWAG bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Operative Risiken

Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können insbesondere bei IKT-Projekten (Informations- und Kommunikationstechnologie) frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darauf aufbauend existieren Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung dieses Risikomanagement-Prozesses.

Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Systemausfälle bzw. die Zerstörung von zentralen IKT-Systemen sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten. Im Jahr 2013 wurde das Risiko durch den Ausbau von Präventivmaßnahmen, wie beispielsweise die Implementierung zusätzlicher Redundanzen, weiter vermindert.

Die Nicht-Einhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungsmaßnahmen der Geschäftsführung nach sich ziehen. Daher werden rechtliche Aspekte im Zuge eines Software-Projektes betrachtet und notwendige Schritte eingeleitet. Beispielsweise ist bei Speicherung bzw. Aufbewahrung personenbezogener Daten eine öffentliche Meldepflicht nach Datenschutzgesetz (DSG) erforderlich.

Bei der Basisinfrastruktur, zu der Strom- und Klimaversorgung zählen, besteht ein leicht erhöhtes Risiko hinsichtlich Verfügbarkeit zentraler Systeme. Hierbei wurde ein lokales Problem bei der Stromversorgung festgestellt, wobei unmittelbar entsprechende Maßnahmen zur Behebung eingeleitet wurden.

In sämtlichen zentralen Netzwerk-Knotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiter betrieben werden können. Dennoch existiert ein geringes Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Fehlern (Desasterfälle) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.

Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Darüber hinaus werden die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die mach2-Systeme bilden das Rückgrat der am Flughafen im Einsatz befindlichen IT-Systeme. Sie versorgen praktisch alle anderen Systeme in Near-Real-Time mit der aktuellen Sicht auf die eingehenden und ausgehenden Flüge sowie die geplanten Flüge in der Zukunft. Auch sämtliche dafür notwendigen Stammdaten (z.B. Airlines, etc.) werden hiermit zentral verwaltet und für die angebundenen Systeme bereitgestellt.

Darüber hinaus sind in den mach2-Systemen zusätzlich einige Spezialfunktionen abgebildet, die für einen reibungslosen Flughafenbetrieb notwendig sind. Hierzu zählen beispielsweise die Beladeplanung, Telexempfang, -versand und -verteilung sowie Anzeigesysteme für Passagiere und Mitarbeiter.

Eng daran gekoppelt sind zusätzlich Systeme, die für die Vorfeldplanung, die Bodenabfertigungsdisposition und die Frachtabfertigung verwendet werden.

Als ERP-Software (Enterprise Resource Planning) wird SAP als zentrales Rechnungslegungssystem eingesetzt. Neben Verrechnungsthemen wird eine weitere Komponente von SAP als zentrales Analyse- bzw. Reportingsystem verwendet. Zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen wie Kontrollen sind weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen geplant, um das Risiko eines Ausfalls noch weiter zu reduzieren.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in operationeller Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21:00 Uhr bis 07:00 Uhr), sowie aufgrund einer Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23:30 Uhr bis 05:30 Uhr derzeit eher als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung könnte sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflügen manifestieren.

Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Die erheblichen betrieblichen Haftpflichtrisiken sind durch die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung gedeckt, Risiken aus Terror-Haftpflichtansprüchen durch eine Terror-Haftpflichtversicherung.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der FWAG auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die FWAG verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Rahmenwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standard-Software, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinter liegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. es wird auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen.

Kontrollmaßnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre

Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware. Im Jahr 2012 wurde das bereits Jahrzehnte im Einsatz befindliche operative Airportsystem MACH durch das Folgesystem mach2 abgelöst. In diesem Zusammenhang führt der Servicebereich Informationssysteme laufend Verbesserungen und Erweiterungen einzelner Programm-Module durch. So wurde z.B. in 2013 das Projekt "Passagieraufruf neu" umgesetzt, mit dem Ziel, die Qualität der Passagiersteuerung durch Änderung der bisherigen Aufrufe ("Go to gate" bzw. "Boarding") und damit der auf den Fluginformationsmonitoren dargestellten Statusanzeigen zu erhöhen.

In 2013 wurde auch an der Umsetzung des Projektes CDM-ISP (Collaborative Decision Making - Information Sharing Platform) gearbeitet. Die im Rahmen dieses Projektes zu erstellende Informationsplattform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung, eine bessere Analyse und einen optimierten Ressourceneinsatz, wodurch den beteiligten Systempartnern wesentliche Einsparungen ermöglicht werden.

Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit, welche unter anderem durch die Weiterentwicklung einer flughafenspezifischen App für iOS und Android (viennaairport App) unterstützt wurde.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2013 Ausgaben in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die FWAG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen. Die FWAG verpflichtet sich im Rahmen ihrer Corporate-Social-Responsibility-Strategie neben der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts zu einer kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen. Daher setzt das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen durch den Flugverkehr, welche die Auswirkungen von Schadstoff- und Lärmemissionen auf das Umfeld möglichst gering halten sollen.

So konnte beispielsweise der Energieverbrauch durch eine Vielzahl von Optimierungsprojekten wesentlich und nachhaltig reduziert werden. Bedeutende Einsparungen wurden infolge des Austausches technischer Geräte, der Optimierung bei der Kälteerzeugung, der Erneuerung von Frequenzumformern und der Optimierung bei der Vorfeldbeleuchtung bereits erzielt.

Des Weiteren wurden im Jahr 2013 noch weitere € 1,1 Mio. (2012: € 1,2 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

Die FWAG beteiligt sich an dem von der Airport Council International (ACI, Internationales Gremium aller Flughäfen) betreuten Programm ACAS (Airport Carbon Accreditation System), das zu einer nachhaltigen Reduktion der CO2-Emissionen am Standort beiträgt und durch unabhängige Gutachter erhoben wird. Im Berichtsjahr wurde Level 1 erreicht (Erstellung einer CO2 Emissionsbilanz), Level 2 (Reduktion der CO2 Emissionen am Standort) wird für das Jahr 2015 angestrebt.

Erste Vorbereitungen für eine Implementierung eines Umweltmanagementsystems wie z.B. EMAS/ISO 14.001 wurden getroffen. Somit können zukünftig Synergien betreffend dem Energiemanagement, ökologischer Beschaffung und Nachhaltigkeit verstärkt genutzt werden.

Im Berichtsjahr hat das Management beschlossen, einen neuen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Um eine umfassende Sichtweise gewährleisten zu können, wurde ein bereichsübergreifendes Projekt-Team gebildet. Der Bericht soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 erscheinen.

Im Jahr 2013 wurde verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, Förderungen für umweltrelevante Investitionen zu nutzen. Daher hat sich in der Abteilung Umweltmanagement ein Fördermanagement etabliert. Bei den Investitionen zur Nachrüstung diverser Lüftungsanlagen mit Frequenzumformern konnte eine Förderung von 10 % des Projektvolumens lukriert werden.

Im Berichtsjahr wurde eine neue Flughafen-Radroute in Zusammenarbeit mit den Stadtgemeinden Schwechat und Fischamend errichtet, die die beiden Gemeinden über den Flughafen Wien verbindet. Diese Radroute ist rund 17 km lang, davon wurden 5,5 km neu hergestellt. Die Gesamtkosten betragen rund € 1,5 Mio., wovon 1/3 der Errichtungskosten vom Land gefördert wird und 2/3 der Kosten die Stadtgemeinden Fischamend und Schwechat, der Flughafen Wien und der Förderfonds "klima:aktiv mobil" übernehmen.

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2013 erfolgreich weitergeführt. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2013 wurden für rund 6.200 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei rund 2.800 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt.

2013 2012
Passagieraufkommen [PAX] 21.999.926 22.165.794
Jahresstromverbrauch [kWh] 151.642.950 156.030.072
Jahresstromverbrauch [kWh] je PAX 6,89 7,04
Jahreswärmeverbrauch [MWh] 126.194 123.964
Jahreswärmeverbrauch [MWh] je PAX 0,0057 0,0056
Jahreswasserverbrauch [m³] 650.603 703.974
Jahreswasserverbrauch [m³] je PAX 0,030 0,032
Jahresabwasserentsorgung [m³] 768.420 649.071
Jahresabwasserentsorgung [m³] je PAX 0,035 0,029
Restmüll LFZ [kg] 1.134.400 1.164.280
Restmüll LFZ [kg] je PAX 0,052 0,053
Altpapier VIE [kg] 1.148.920 1.778.500
Altpapier VIE [kg] je PAX 0,052 0,080
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] 5.730 9.250
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] je PAX 0,0003 0,0004
Biogene Abfälle VIE [kg] 182.680 195.560
Biogene Abfälle [kg] je PAX 0,008 0,009
Glas VIE [kg] 110.210 100.010
Glas VIE [kg] je PAX 0,005 0,005
Kunststoffverpackungen VIE [kg] 130.080 135.960
Kunststoffverpackungen VIE [kg] je PAX 0,006 0,006
Gefährlicher Abfall VIE [kg] 195.266 202.574
Gefährlicher Abfall VIE [kg] je PAX 0,009 0,009
Recyclinganteil ( %) 89,3 % 90,3 %

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick:

Arbeitnehmerbelange

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe reduzierte sich im Jahr 2013 aufgrund von Synergieeffekten im Zuge der Umorganisation der Bereiche sowie des laufenden Kosteneinsparungsprogramms um durchschnittlich 77 Beschäftigte. Die größte Reduktion gab es im Segment Handling, wo durch Prozessoptimierungen um durchschnittlich 82 Mitarbeiter weniger eingesetzt wurden.

Stichtagsbezogen gab es zum 31. Dezember 2013 4.247 Mitarbeiter bei der Flughafen-Wien-Gruppe und somit um 59 Mitarbeiter weniger als zum 31. Dezember 2012 (4.306 Mitarbeiter). Als Jobmotor für die Ostregion Österreichs bietet der Flughafen mit seinen hier ansässigen Unternehmen rund 20.000 Arbeitsplätze.

Das bereits in den Vorjahren gestartete Programm zum Urlaubs- und Überstundenabbau wurde 2013 fortgesetzt.

Durchschnitt Mitarbeiter nach Segmenten

2013 Veränd.
in %
20121
Airport 496 0,9 492
Handling 3.199 -2,5 3.281
Retail & Properties 83 0,4 83
Sonstige Segmente 621 0,1 620
Gesamtanzahl 4.399 -1,7 4.475

1) angepasst

2013 Veränd.
in %
2012 2011
Personalstand (Durchschnitt) 4.399 -1,7 4.475 4.525
davon Arbeiter 3.213 -2,7 3.301 3.314
davon Angestellte 1.186 1,0 1.174 1.211
Personalstand (Stichtag) 4.247 -1,3 4.306 4.500
davon Arbeiter 3.050 -2,0 3.112 3.262
davon Angestellte 1.198 0,3 1.194 1.238
Lehrlinge 55 -3,8 57 56
Verkehrseinheiten pro MitarbeiterIn* 7.426 0,9 7.362 6.848
Durchschnittsalter in Jahren* 40,4 1,3 39,9 39,5
Betriebszugehörigkeit in Jahren* 10,9 4,8 10,4 10,5
Anteil Frauen in %* 12,5 0,8 12,4 12,3
Aufwendungen für Weiterbildung
in EUR1
972.000 33,5 730.000 902.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle* 115 -20,7 145 143

Mitarbeiter

*) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

2013 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 0,9 % auf 7.426 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: die kosten- 'lose Anbindung nach Wien, einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.

Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Nach Ausschüttung der jährlichen Dividende an die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung wird den Mitarbeitern der Ertrag aus dieser

Beteiligung ausbezahlt. Im Jahr 2013 wurden rückwirkend für das Geschäftsjahr 2012 rund € 2,2 Mio. ausgeschüttet. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 27,81 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgt entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären, dem Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und der Stadt Wien12 (4,2 Millionen Stückaktien), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Am 08. Juni 2012 wurde die Flughafen Wien AG informiert, dass Silchester International Investors LLP 10,07 % am Unternehmen hält. Am 20. März 2013 hat Silchester International Investors LLP die Flughafen Wien AG über die Unterschreitung eines meldepflichtigen Schwellenwerts informiert, da sein Anteil auf 9,99 % reduziert wurde. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

12) Mit 15. April 2013 hat die Stadt Wien auf dem Weg einer Sacheinlage 4.200.000 Stück Inhaberaktien an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft an die Wien Holding GmbH übertragen. Die Wien Holding GmbH verfügt somit über eine Beteiligung von 20,0 % am Grundkapital der Gesellschaft. Der Syndikatsvertrag blieb davon unberührt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB (European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 69,0 Mio. (derzeit aushaftend € 12,0 Mio.) und auch die ULSG (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz) Finanzierung in Höhe von € 30,0 Mio. (derzeit aushaftend mit € 17,1 Mio.) und andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 159,5 Mio. (derzeit aushaftend € 154,4 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control Klausel" abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 658,5 Mio. (derzeit aushaftend mit € 583,5 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines be-

stimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 417,3 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 %, aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Die Prognose für 2014 zeigt eine leichte Konjunkturbelebung in Österreich an. Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht von einem realen BIP-Wachstum von 1,7 % in 2014 bzw. 2015 aus, welches durch höhere Investitionen und durch eine höhere Exportnachfrage getrieben wird. Die Verbraucherpreise werden mit einem Anstieg von rund 1,8 % prognostiziert, die Arbeitslosenquote wird mit 5,2 % höher als 2013 eingeschätzt. Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2014 real um 5,5 % zunehmen. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Weltweit geht die Weltbank von einem Wachstum von 3,2 % aus, wobei dies hauptsächlich von asiatischen Staaten getragen wird. Im Euroraum wird laut den aktuellen Prognosen das Wachstum aufgrund höherer Arbeitslosenquoten und Schuldentilgungen rund 1 % betragen. Die Entwicklung der CESEE-Länder (Europäische Mitgliedsstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropa) in 2014 wird mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund 2 % ebenfalls positiv eingeschätzt. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Für das Jahr 2014 rechnet die FWAG aufgrund der aktuellen Airline-Strategie sowie der bereits angekündigten neuen Streckenaufnahmen mit einem Wachstum bei den Passagieren von 1 % bis 3 % und einer entwicklung bei den bewegungen in der bandbreite von minus 1 % bis plus 1 %.

Vor diesem hintergrund rechnet die FWag mit einer Steigerung des Umsatzes auf mehr als € 630 Mio. sowie mit einem ebitDa von mindestens € 240 Mio. Das ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht über € 75 Mio. betragen. Die nettoverschuldung soll weiter sinken und unter € 600 Mio. liegen. Die geplanten investitionen sollen im Jahr 2014 rund € 110 Mio. betragen.

Nachtragsbericht

im Jänner 2014 verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus bei den Verkehrszahlen. Die anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zu 2013 um 2,3 % auf 1.406.351 Fluggäste. im gleichen zeitraum verzeichneten die Flugbewegungen ein leichtes Minus von 1,3 %. Das höchstabfluggewicht (MtoW) stieg um 1,5 %, das Frachtaufkommen setzte den positiven trend fort und erhöhte sich um 9,9 %. Die zahl der transferpassagiere ging um 5,4 % zurück, die lokalpassagiere legten hingegen um 6,1 % zu.

Per 1. Jänner 2014 wurden die entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (Feg) festgesetzten indexformel wie folgt geändert:

landeentgelt, infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: + 1,87 %
Fluggastentgelt, infrastrukturentgelt landside: + 0,55 %
infrastrukturentgelt betankung: + 1,83 %

Das PrM-entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegenden Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegenden Passagier ebenfalls unverändert.

Schwechat, am 07. März 2014

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, cFo Vorstandsmitglied, coo

K o n z e r n - A b s c h l u s s 2 0 1 3 d e r F l u g h a f e n Wien AG

  • ______ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • ______ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • ______ Konzern-Bilanz
  • ______ Konzern-Geldfl ussrechnung
  • ______ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

______ Konzernanhang

  • ____ Grundlagen und Methoden
  • ____ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • ____ Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • ____ Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
  • ___ Sonstige Angaben
  • ___ Konzernunternehmen
  • ___ Beteiligungen der Flughafen Wien AG
  • _____ Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsengesetz
  • _____ Bestätigungsvermerk

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ Anhang 2013 2012
Umsatzerlöse 621.993,5 607.371,7
Sonstige betriebliche Erträge (2) 23.782,3 24.098,5
Betriebsleistung 645.775,9 631.470,3
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -46.147,2 -43.188,9
Personalaufwand (4) -245.789,5 -249.664,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -112.344,0 -117.231,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 241.495,2 221.386,0
Planmäßige Abschreibungen (6) -124.300,1 -98.111,1
Wertminderungen (6) -5.116,0 -15.248,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 112.079,1 108.026,3
Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen (8) 2.338,0 932,1
Zinsertrag (9) 2.160,9 4.170,9
Zinsaufwand (9) -25.946,7 -25.199,9
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 187,4
Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen -21.447,9 -19.909,5
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen 6.155,9 5.625,3
Finanzergebnis -15.292,0 -14.284,2
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 96.787,1 93.742,0
Ertragsteuern (11) -23.501,7 -21.414,7
Periodenergebnis 73.285,4 72.327,3
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 73.291,3 71.889,8
Nicht beherrschende Anteile -5,9 437,5
Im Umlauf befindliche Aktien (gewichteter Durch
schnitt in Stück)
(21) 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 3,49 3,42
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) 1,30 1,05
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) 27.300,0 22.050,0
Ausschüttungsquote (in % des Periodenergebnisses) 37,25 30,49

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ 2013 2012
Periodenergebnis 73.285,4 72.327,3
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen 3.706,0 -15.313,2
darauf entfallende latente Steuern
-926,5
3.828,3

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren
437,3 175,6
davon erfolgsneutrale Veränderung 89,3 228,2
davon realisiertes Ergebnis 348,0 -52,6
Cash-Flow Hedge 0,0 240,5
davon realisiertes Ergebnis 0,0 240,5
darauf entfallende latente Steuern -109,3 -104,0
Sonstiges Ergebnis 3.107,4 -11.172,8
Gesamtergebnis 76.392,9 61.154,5
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 76.398,8 60.717,0
Nicht beherrschende Anteile -5,9 437,5

Konzern-Bilanz

zum 31.12.2013

in T€ Anhang 31.12.2013 31.12.2012
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (12) 13.733,1 16.177,0
Sachanlagen (13) 1.622.159,0 1.677.534,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 119.561,1 118.863,6
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (15) 97.865,9 94.718,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 4.290,3 4.419,4
1.857.609,2 1.911.713,2
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (17) 4.360,8 4.356,0
Wertpapiere (18) 20.000,0 29.652,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 68.043,7 75.643,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (20) 3.923,3 40.439,0
96.327,7 150.090,2
Summe Aktiva 1.953.937,0 2.061.803,4
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital (21) 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (22) 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (23) -10.075,9 -13.183,3
Einbehaltene Ergebnisse (24) 645.027,9 593.786,5
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 905.279,3 850.930,6
Nicht beherrschende Anteile (25) 641,9 647,9
905.921,3 851.578,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen (26) 132.460,4 133.707,0
Finanzverbindlichkeiten (27) 551.646,4 638.730,2
Übrige Verbindlichkeiten (28) 34.540,1 38.429,7
Latente Steuern (29) 29.580,7 23.367,1
748.227,7 834.233,9
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (30) 10.429,3 9.258,6
Übrige Rückstellungen (30) 73.635,2 87.272,9
Finanzverbindlichkeiten (27) 105.646,0 151.006,5
Lieferantenverbindlichkeiten (31) 49.717,6 69.583,7
Übrige Verbindlichkeiten (32) 60.359,9 58.869,3
299.788,1 375.991,0
Summe Passiva 1.953.937,0 2.061.803,4

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern 96.787,1 93.742,0
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 129.416,1 113.359,7
- Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 0,0 -13,3
- anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen -6.155,9 -5.625,3
+ Dividendenausschüttungen at-Equity Unternehmen 3.008,9 1.874,6
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -4.250,5 -1.449,2
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen
Mitteln
-223,8 -278,2
- sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 3,9 961,1
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -4,8 -12,7
- Erhöhung / + Senkung Forderungen 10.642,3 -2.474,2
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 13.366,1 -3.672,2
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten -22.041,4 -7.405,5
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 220.547,9 189.006,8
- Zahlungen für Ertragsteuern -16.193,5 -9.336,3
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 204.354,4 179.670,5
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 1.054,7 6.385,0
- Auszahlungen für Anlagenzugang -97.430,9 -133.095,8
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 0,3 0,0
+ Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren 10.000,0 0,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -86.375,9 -126.710,9
- Dividendenausschüttung -22.050,0 -21.000,0
+/- Veränderung der Finanzverbindlichkeiten -132.444,2 -102.850,6
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -154.494,2 -123.850,6
Veränderung des Finanzmittelbestandes -36.515,7 -70.891,0
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 40.439,0 111.330,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.923,3 40.439,0
Nähere Erläuterungen siehe Konzernanhang (33)

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

vom 1.1. bis 31.12.2013

den Gesellschaftern der
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
AfS
Rücklage
Sicherungs
rücklage
Neubewertun
gen von Plänen
Stand zum 1.1.2012 152.670,0 117.657,3 -201,3 -180,4 -9.261,6
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
131,7
Cash-Flow Hedge 180,4
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-11.484,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 131,7 180,4 -11.484,9
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 131,7 180,4 -11.484,9
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2012 152.670,0 117.657,3 -69,6 0,0 -20.746,5
Stand zum 1.1.2013 152.670,0 117.657,3 -69,6 0,0 -20.746,5
Marktwertbewertung von
Wertpapieren
328,0
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
2.779,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 328,0 0,0 2.779,5
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 328,0 0,0 2.779,5
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2013 152.670,0 117.657,3 258,4 0,0 -17.967,1
Muttergesellschaft zurechenbar
Gesamt Nicht beherr
schende Anteile
Gesamt Einbehaltene
Ergebnisse
Summe
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrechnungs
rücklage
811.423,9 210,4 811.213,5 542.896,7 -2.010,5 7.632,9
131,7 131,7 131,7
180,4 180,4 180,4
-11.484,9 -11.484,9 -11.484,9
-11.172,8 0,0 -11.172,8 0,0 -11.172,8 0,0
72.327,3 437,5 71.889,8 71.889,8
61.154,5 437,5 60.717,0 71.889,8 -11.172,8 0,0
-21.000,0 -21.000,0 -21.000,0
851.578,4 647,9 850.930,5 593.786,5 -13.183,3 7.632,9
851.578,4 647,9 850.930,5 593.786,5 -13.183,3 7.632,9
328,0 328,0 328,0
2.779,5 2.779,5 2.779,5
3.107,4 0,0 3.107,4 0,0 3.107,4 0,0
73.285,4 -5,9 73.291,3 73.291,3
76.392,9 -5,9 76.398,8 73.291,3 3.107,4 0,0
-22.050,0 -22.050,0 -22.050,0
905.921,3 641,9 905.279,3 645.027,9 -10.075,9 7.632,9

K o n z e r n - A n h a n g f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2013

Grundlagen und Methoden

Angab en zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilfl ugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilfl ugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befi ndet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Betriebsgenehmigungen

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende:

Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27.3.1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21.8.1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15.9.1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zertifi ziert. Am 31.12.2010 wurde die Zertifi zierungsurkunde erteilt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die Urkunde ist gültig, solange alle Voraussetzungen für die Zertifi zierung erfüllt werden, längstens jedoch bis 31.12.2015. In 2015 wäre planmäßig die nächste Zertifi zierung durchzuführen. Aufgrund von Überlegungen vonseiten der Behörde kann es zu einer Verlängerung der Zertifi zierung bis 2017 kommen, um die nächste Zertifi zierung zeitlich mit dem Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung abzustimmen.

57

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zwecke der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänder ten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:


Änderung von IFRS 1 "Feste Umstel
lungszeitpunkte und ausgeprägte
Hochinflation"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Änderungen IAS 12 "Latente Steuern:
Realisierung zugrunde liegender
Vermögenswerte"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

IFRS 13 "Bewertung mit dem beizule
genden Zeitwert"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Änderungen IAS 19 "Leistungen an
Arbeitnehmer"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Änderungen IAS 1 "Darstellung
einzelner Posten des sonstigen
Ergebnisses"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.

IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseiti
gung während des Abbaubetriebs im
Tagbau"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Änderungen IFRS 7 "Saldierung
finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Verbindlichkeiten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Änderungen von IFRS 1 "Darlehen der
öffentlichen Hand"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2009-2011) vom
Mai 2012
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen.

Die Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sind ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwenden. Der überarbeitete Standard enthält eine Reihe von Änderungen, die sowohl grundsätzliche Änderungen als auch einfache Klarstellungen und Umformulierungen umfassen. Die wichtigste Änderung betrifft die Verpflichtung, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt ihres Entstehens - ohne späteres "Recycling" in die Gewinn- und Verlustrechnung - im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die Flughafen-Wien-Konzern hat das Wahlrecht nach IAS 19 (2004) in Anspruch genommen und diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits in der Vergangenheit im sonstigen Ergebnis neutral erfasst. Die nach IAS 19 (2011) nicht mehr zulässige Korridormethode hat der Konzern nicht angewandt, es entstehen daher daraus keine quantitativen Auswirkungen.

Des Weiteren wird der Ertrag aus Planvermögen nicht mehr auf Basis der erwarteten Planvermögensrenditen bemessen, sondern unter Zugrundelegung desselben Zinssatzes wie für die Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung bewertet. Da der Flughafen-Wien-Konzern derzeit kein Planvermögen im Bestand hat, ergibt sich auch daraus keine Auswirkung auf den Abschluss.

Darüber hinaus sieht der IAS 19 (2011) erweiterte Angabepflichten zu leistungsorientierten Plänen (z.B. Sensitivitätsanalysen), die sofortige Erfassung von nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen im Gewinn oder Verlust im Jahr der Entstehung, sowie Änderungen in der Bilanzierung von Leistungen aus dem Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor.

Aufstockungsleistungen zu Leistungen aus dem Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (sog. Lohnausgleich) in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen werden daher nicht mehr als Abfindungsleistungen ("termination benefit") klassifiziert, sondern als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer ("other longterm employee benefits"). Diese Aufstockungsleistungen sind daher unter Berücksichtigung einer Mindestbetriebszugehörigkeit ratierlich anzusammeln, und nicht zu Beginn des Altersteilzeitverhältnisses rückzustellen. Da de facto nur Mitarbeiter mit langen Betriebszugehörigkeiten Altersteilzeitvereinbarungen im Blockmodell abschließen, ergab sich daraus auf den vorliegenden Abschluss keine materielle Auswirkung und daher

auch keine rückwirkende Anpassung in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IAS 19 (2011).

Infolge der Änderungen zu IAS 1 hat der Flughafen-Wien-Konzern die Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses in seiner Gesamtergebnisrechnung verändert, um Posten, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden, gesondert von den Posten auszuweisen, die nie umgegliedert werden. Die Vergleichsinformation wurde dementsprechend angepasst.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts und stellt Anwendungsleitlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung. IFRS 13 schafft somit einen einheitlichen Rahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und zu den Angaben über die Bewertung, wenn solche von anderen IFRS verlangt oder zugelassen werden (mit Ausnahmen von IAS 17 und IFRS 2). Der Standard ersetzt und erweitert die Abgabepflichten hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in anderen IFRS, einschließlich IFRS 7.

Der beizulegende Zeitwert nach IFRS 13 ist als "exit price" definiert, d.h. als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Vermögenswerts bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie bereits bislang aus der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist.

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat der Flughafen-Wien-Konzern die neuen Vorschriften zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts prospektiv angewendet und keine Vorjahres-Vergleichsinformationen für neue Angaben zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen hatte die Änderung keine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.

Aus der Anwendung der anderen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:


IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Erstmalige Anwendung noch offen, zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Änderungen zu IFRS 9 und IFRS 7
"Verpflichtender Anwendungszeitpunkt
und Anhangangaben bei Übergang"
Erstmalige Anwendung noch offen, zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Hedge Accounting und Änderungen zu
IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39
Erstmalige Anwendung noch offen, zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Änderungen IAS 32 "Saldierung
finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Verbindlichkeiten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Verein
barungen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

Neue Fassung des IAS 27 "Einzel
abschlüsse"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

Neue Fassung des IAS 28 "Anteile an
assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen.

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und
IFRS 12 "Übergangsregelung" vom Juni
2012
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und
IAS 27 "Investmentgesellschaften" vom
Oktober 2012
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IAS 39 "Novation von
Derivaten und Fortsetzung der
Bilanzierung von Sicherungs
geschäften"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

Änderungen zu IAS 36 "Angaben
zum erzielbaren Betrag bei nicht
finanziellen Vermögenswerten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen

IFRIC 21 "Abgaben"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2010-2012)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project 2011-2013)
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Änderungen zu IAS 19 (2011)
"Leistungen an Arbeitnehmer"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.

Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der vorherstehenden Standards und Interpretationen ist nicht geplant. Die Auswirkungen der Änderungen sind wie folgt:

IFRS 10

Infolge von IFRS 10 wird der Flughafen-Wien-Konzern seine Rechnungslegungsmethode mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 ändern. IFRS 10 führt ein einheitliches Beherrschungsmodell zur Ermittlung ein, ob ein Tochterunternehmen konsolidiert werden soll. Der Schwerpunkt dieses Beherrschungsmodells liegt darauf, ob der Konzern die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und seine Verfügungsgewalt dazu einsetzen kann, diese Rendite zu beeinflussen.

Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 10 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Beherrschung ihrer Beteiligungsunternehmen zum 1. Januar 2014 erneut zu beurteilen. Nach den vorläufigen Untersuchungen ergeben sich voraussichtlich keine Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards.

IFRS 11

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Nach IFRS 11 hat der Flughafen-Wien-Konzern seine Anteile an gemeinsamen Vereinbarungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (falls der Konzern Rechte an den einer Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzt und Verpflichtungen für deren Schuld hat) oder als Gemeinschaftsunternehmen (wenn der Konzern Rechte nur am Nettovermögen einer Vereinbarung besitzt) eingestuft.

Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 11 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Einstufung ihrer Gemeinschaftsunternehmen zum 1. Januar 2014 erneut zu beurteilen. Nach den vorläufigen Untersuchungen ergeben sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards.

IFRS 12

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" fasst alle Angaben Verpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31 und verlangt umfangreichere Angaben.

Andere Standards

Die anderen Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 9

IFRS 9 (2009) führt neue Anforderungen für die Einstufung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ein. Nach IFRS 9 (2009) werden finanzielle Vermögenswerte auf Grundlage des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen sie gehalten werden, und der Eigenschaft ihrer vertraglichen Cashflows eingestuft und bewertet. IFRS 9 (2010) führt ergänzend Veränderungen in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten ein. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns wurden noch nicht evaluiert.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden mit Ausnahme von vier Tochtergesellschaften (Vorjahr: vier) sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Flughafen Wien-Gruppe beherrscht werden.

Die vier Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 2,0 % (Vorjahr: unter 2,0 %) des Konzernumsatzes. Intern wurde die Wesentlichkeitsgrenze so festgelegt, dass nur einzeln unwesentliche Tochtergesellschaften nicht konsolidiert werden.

Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzernabschluss 2013 sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (Vorjahr: vierzehn) und sieben ausländische (Vorjahr: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt.

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind. Die direkt an Malta International Airport plc gehaltenen Anteile von 10,1 % werden ebenso als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da anhand der über die Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. gehaltenen Anteile insgesamt ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Bezüglich der at-Equity bilanzierten Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH (den sonstigen Segmenten zugeordnet) bestehen zum Bilanzstichtag Absichten diese zu veräußern. Auf einen gesonderten Ausweis nach IFRS 5 wurde verzichtet, da die Beteiligung zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben ist und sich keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergaben.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2013 und 2012

Im Geschäftsjahr 2013 und 2012 fanden keine Erst- bzw. Entkonsolidierungen statt.

63

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern zum Erwerbszeitpunkt auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen, die gegenwärtig Eigentumsanteile sind und ihren Inhabern im Falle der Liquidation einen Anspruch auf einen entsprechenden Anteil am Nettovermögen des Unternehmens geben, zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen erfasst werden. Alle anderen Bestandteile der nicht beherrschenden Anteile werden im Zeitpunkt ihres Erwerbs zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Als Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem beizulegenden Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen, sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Im Falle des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d.h. die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passive Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.

Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge, Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen den bezahlten Leistungen und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitalein- oder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.

Währungsumrechnung

Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 – 20 Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts - unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne

Managementzwecke überwacht werden, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Mehrjahres-Finanzplänen. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den Detailplanungszeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer bzw. entsprechender Abschreibung. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Betriebsgebäude 33,3
Komponenten Check-in 3:
Rohbau 50
Fassade 25
Innenausbau 20
Technische Gebäudeausrüstung 25
Sonstige Gebäude 10 – 50
Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder 20 – 60
Technischer Lärmschutz 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7 – 20
Technische Anlagen und Maschinen 5 – 20
Fahrzeuge 2 – 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 – 15

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Maßnahmen für den technischen Lärmschutz erstmals als eigenständige Komponente zu Sachanlagen identifiziert. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.

Wer tminder ungen immaterieller Vermögenswer te und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungspreis. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.

Die einzelnen Vermögenswerte der Flughafen-Wien-Gruppe werden solange mit anderen Vermögenswerten zusammengefasst, bis eine Gruppe entsteht, die Mittelzuflüsse

erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten ist. Eine derartige Gruppe wird als Cash Generating Unit (CGU) bezeichnet. Bei der Interpretation der Unabhängigkeit der Mittelzuflüsse orientiert sich die Flughafen-Wien-Gruppe am Konzept der gegenseitigen (komplementären) produktions- oder dienstleistungstechnischen Leistungsbeziehungen bzw. der rechtlichen Abhängigkeit zwischen einzelnen Vermögenswerten.

Im Folgenden werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) der Flughafen-Wien-Gruppe aufgelistet, für die im laufenden und im vergangenen Geschäftsjahr Wertminderungen erfasst wurden:

  • CGU "Real Estate Cargo": Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Real Estate Cargo" betrifft die Vermietung und Bewirtschaftung von Cargogebäuden am Flughafen Wien.
  • CGU "Real Estate Office": Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Real Estate Office" betrifft die Vermietung und Bewirtschaftung von Officegebäuden am Flughafen Wien.
  • CGU "Aviation": Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Aviation" betrifft die Abwicklung des gesamten Leistungsprozesses Aviation (Passagierabfertigung, Sicherheit, Starten und Landen von Flugzeugen).

Die Definition der CGU "Real Estate Cargo", "Real Estate Office" und "Real Estate Parken" wurde im vorangegangenen Geschäftsjahr geändert, um den gegenseitigen Abhängigkeiten der betroffenen Vermögenswerte in ihren Mittelzuflüssen besser Rechnung zu tragen. Dies führte zu einer Zusammenfassung mehrerer Vermögenswerte (Objekte) in einer CGU.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen für den Standort Flughafen Wien Schwechat kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt. Nähere Ausführungen zu den Bewertungstechniken und wesentlichen Parametern siehe unter Punkt (14).

Leasing

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, die dem Leasingnehmer das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung überträgt. Der Flughafen-Wien-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch Leasingnehmer auf.

Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer über, liegt ein Finanzierungsleasing nach IAS 17 vor, anderenfalls kommt es zur Einstufung als Operate Lease.

Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist (Finanzierungsleasing), erfolgt die Aktivierung im langfristigen Vermögen zum niedrigen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen oder zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts (sofern dieser Wert geringer ist). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Wertminderungen werden im Buchwert des aktivierten Leasinggegenstandes erfasst. Die aus Finanzierungsleasingverträgen zukünftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, werden die Mietaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst (Operate Leasing). Tritt der Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber auf, werden die Leasinggegenstände zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. Die Erfassung der Mieterträge erfolgt linear über die Vertragslaufzeit.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.

Rück stellungen für Ab fer tigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit

sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt.

Die Fluktuation (bei Abfertigung und Jubiläum) wurde in Form von jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten, welche aus den Fluktuationsdaten des Konzerns der vergangenen zehn Jahre ermittelt wurden, berücksichtigt. Bei den Mitarbeitern, die sich in der Altersteilzeit befinden, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr getrennt für Arbeiter (6,2 % bei 30,7 % bis 6,7 % bei 92,0 %) und Angestellte (7,7 % bei 41,7 % bis 7,3 % bei 92,2 %) angesetzt. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2 % bis 0,6 %) und Angestellte (7,7 % bis 0,6 %) berücksichtigt. In den Vorjahren wurde ein branchenspezifischer Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Die Auswirkungen aus dieser Schätzungsänderung führten zu versicherungsmathematischen Gewinnen aus demografischen Annahmen. Siehe Punkt (26).

Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2013 2012
Rechnungszinssatz (Pensionen, Abfertigung, Jubiläum) 3,35 % 3,15 %
Rechnungszinssatz (Altersteilzeit) 1,00 % 1,00 %
Lohn- und Gehaltstrend (Abfertigungen, Jubiläum) 3,69 % 3,69 %
Pensionstrend (nur für Pensionen) 2,10 % 2,10 %
Fluktuationsabschlag * n.a. 0,00 %-12,00 %

*2013 Fluktuationswahrscheinlichkeiten wie oben dargestellt

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit werden im jeweils von der Rückstellung betroffenen Aufwand erfasst.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie Investitionszuschüsse behandelt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese

nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Originäre finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere)

In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis (AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forder ungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern der Geschäftstätigkeit berechnet.

Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Entgelte unterliegen der Genehmigungspflicht durch die oberste Zivilluftfahrtbehörde. Diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafen-Infrastruktur und umfassen Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturentgelte. Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste wie zum Beispiel die Vorfeld- und Frachtabfertigung sowie die Verkehrsabfertigung.

Der Flughafen-Wien-Konzern realisiert weiters insbesondere Umsätze aus Parkraumvermietung, Flächenvermietung (mit fixen und variablen (umsatzabhängigen) Entgelten), der Ver- und Entsorgung sowie aus Sicherheitsleistungen. Mieterlöse werden als Umsatzerlöse linear über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterlöse über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Variable Mieten werden periodengerecht (auf Basis der erzielten Umsätze) erfasst. Mieterträge aus sonstigen Immobilien werden als sonstige Erträge ausgewiesen.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus at-Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden im Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.

Ermessensb eur teilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 13.678,9, Vorjahr: T€ 16.122,8) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 54,2, Vorjahr: T€ 54,2), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.622.159,0, Vorjahr: T€ 1.677.534,4), als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 119.561,1, Vorjahr: T€ 118.863,6) sowie Vermögenswerten des Finanzanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 102.156,1, Vorjahr: T€ 99.138,3) inklusive von Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (Buchwert: T€ 97.865,9, Vorjahr: T€ 94.718,9) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung/Wertaufholung vorgenommen. Eine Wertminderung/Wertaufholung beruhen auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung/Wertaufholung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert beziehungsweise dem Nettoveräußerungspreis. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheides bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.

Der Flughafen-Wien-Konzern bildete Wertberichtigungen in Höhe von T€ 7.841,9 (Vorjahr: T€ 8.115,0) auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 102.738,1 (Vorjahr: T€ 105.247,9) sowie für Altersteilzeit mit einem Buchwert von T€ 20.262,0 (Vorjahr: T€ 19.487,0) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuationswahrscheinlichkeiten sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichtsoder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 4.004,2 (Vorjahr: T€ 5.084,7) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 12.118,8 (Vorjahr: T€ 12.802,3) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.

Die steuerliche Außenprüfung von österreichischen in den Konzernabschluss eingebundenen Gesellschaften für die Jahre 2004 bis 2007 (unter anderem auch Körperschaftund Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2008 und 2012 konnte im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen werden und führte zu keinen wesentlichen Beanstandungen. Daraus sich ergebende Verpflichtungen wurden im vorliegenden Konzernabschluss verarbeitet. Die Fortsetzung der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2008-2011 wurde bereits angekündigt. Etwaige sich daraus ergebende Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag mit Unsicherheiten behaftet. Künftige Entwicklungen können daher zu entsprechenden Anpassungen in den Folgeperioden führen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Im Geschäftsjahr wurden folgende Änderungen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 vorgenommen:

Um den Umstand zu berücksichtigen, dass bei der Steuerung der Geschäftssegmente anhand der Ergebnisse des Segments auch Overhead-Kosten anteilig umgelegt werden, werden nunmehr bisher nicht zugeordnete Kosten des Verwaltungsbereichs den berichteten Segmenten zugeordnet.

Die Kosten der bisher nicht zugeordneten Verwaltung wurden genau analysiert und werden nunmehr gemäß dem Leistungsspektrum dieser Abteilungen mittels sachgerecht ermittelter Schlüssel (z.B. Mengengerüste, monetäre Schlüssel, etc.) auf die vier berichteten Segmente Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente verteilt. Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Zuordnungsschlüssel gewährleistet die Abbildung der aktuellen Leistungsbeziehungen zwischen den operativen Geschäftsbereichen und den Verwaltungsbereichen. Durch die Zuteilung der Aufwendungen und Erträge des Verwaltungsbereichs entfällt nunmehr die Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT. Gleiches gilt für immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen der Zentralbereiche. Jene Vermögensgegenstände, die nicht von den einzelnen Geschäftsbereichen, sondern auf zentraler Ebene überwacht und berichtet werden, werden weiterhin als "Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen" ausgewiesen. Diese Werte beinhalten: sonstige Finanzanlagen, Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens, Forderungen an das Finanzamt, sonstige Forderungen und Vermögenswerte, Abgrenzungsposten und Zahlungsmittel und –äquivalente.

Der Betrieb des VIP & Business-Centers ist seit 1. Jänner 2013 in der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) angesiedelt, um Synergieeffekte zu lukrieren. Das vormals im Segment Airport ausgewiesene Geschäft ist nun dem Segment Handling zugeordnet, um der veränderten Struktur der internen Organisation Rechnung zu tragen.

Dienstleistungen im Zusammenhang mit Personalbereitstellungen für Tochtergesellschaften werden den Sonstigen Segmenten (vormals Segment Airport) zugeordnet.

Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für das Vorjahr 2012 wurden angepasst.

Airport

Im Segment Airport werden der Geschäftsbereich "Operations" (vormals: "Aviation" und "Flughafendienste") der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment "Operations" erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Weiters erbringt der Bereich Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebes, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.

Handling

Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich "Abfertigungsdienste" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center sowie die VIP-Lounges und das VIP-Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche "Immobilien- und Centermanagement" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst.

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parken bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst.

Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften hinsichtlich der Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen-Wien-Konzern beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Betriebsergebnisses, dem EBIT (nach Berücksichtigung von Overhead-Kosten). Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.

Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden zentral überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den Finanzanlagen, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten sowie den Zahlungsmitteln und –äquivalenten.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

Die Informationen über geographische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie die Beträge der langfristigen Vermögenswerte. Bei der Zuordnung der Vermögenswerte und Erträge zu geographischen Bereichen wird auf den Standort der Einheit abgestellt (Tochterunternehmen), die diese Erträge erzielt bzw. Vermögenswerte besitzt.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in den "Sonstigen Segmenten" enthalten.

Segmentangaben 2013

2013 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 331.430,8 151.856,5 121.166,0 17.540,2 621.993,5
Interne Segmentumsätze 34.067,1 71.468,0 17.143,3 100.183,7
Segmentumsätze 365.497,8 223.324,5 138.309,3 117.723,9
Segmentergebnis (EBIT) 41.956,6 17.163,1 41.851,8 11.107,6 112.079,1
Wertminderungen 216,0 0,0 4.900,0 0,0 5.116,0
planmäßige
Abschreibungen 90.607,5 5.413,8 14.850,0 13.428,8 124.300,1
Segmentabschreibungen 90.823,5 5.413,8 19.750,0 13.428,8 129.416,1
Segmentinvestitionen* 55.203,1 4.351,9 9.478,1 3.809,1 72.842,1
Segmentvermögen 1.406.569,2 33.014,4 261.589,6 191.500,6 1.892.673,9
davon Buchwerte der
nach der at-Equity
Methode bilanzierten
Unternehmen
97.865,9
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
61.263,1
Konzernvermögen 1.953.937,0
Segmentmitarbeiter
(Durchschnitt)
496 3.199 83 621 4.399

*inklusive Rechnungskorrekturen

2012 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 315.330,1 155.871,7 119.527,8 16.642,1 607.371,7
Interne Segmentumsätze 39.993,7 68.921,5 18.315,0 90.335,6
Segmentumsätze 355.323,9 224.793,2 137.842,8 106.977,6
Segmentergebnis (EBIT) 55.639,0 12.926,2 38.096,3 1.364,8 108.026,3
Wertminderungen 3.365,4 0,0 11.883,2 0,0 15.248,6
planmäßige
Abschreibungen 64.937,1 5.878,0 14.227,6 13.068,4 98.111,1
Segmentabschreibungen 68.302,5 5.878,0 26.110,9 13.068,4 113.359,7
Segmentinvestitionen* 73.143,7 8.545,4 12.809,9 6.692,3 101.191,3
Segmentvermögen 1.446.534,2 36.776,9 301.530,0 170.843,5 1.955.684,6
davon Buchwerte der
nach der at-Equity
Methode bilanzierten
Unternehmen 94.718,9
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
106.118,8
Konzernvermögen 2.061.803,4
Segmentmitarbeiter
(Durchschnitt)
492 3.281 83 620 4.475

Segmentangaben 2012 (angepasst)

*inklusive Rechnungskorrekturen

in T€ 31.12.2013 31.12.2012*
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.406.569,2 1.446.534,2
Handling 33.014,4 36.776,9
Retail & Properties 261.589,6 301.530,0
Sonstige Segmente 191.500,6 170.843,5
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.892.673,9 1.955.684,6
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen
Sonstige Finanzanlagen 3.810,6 3.940,1
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 20.000,0 29.652,0
Forderungen an Finanzamt 14.778,9 21.398,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13.856,2 6.729,6
Abgrenzungsposten 4.894,1 3.959,7
Zahlungsmittel und -äquivalente 3.923,3 40.439,0
Summe nicht zuordenbar 61.263,1 106.118,8
Konzernvermögen 1.953.937,0 2.061.803,4

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

*angepasst

Angaben 2013 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 621.068,1 925,4 0,0 621.993,5
langfristiges Vermögen 1.768.184,6 55.539,3 33.885,4 1.857.609,2

Angaben 2012 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 606.637,2 734,5 0,0 607.371,7
langfristiges Vermögen 1.824.814,9 52.721,8 34.176,5 1.911.713,2

Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2013 ein Beteiligungsergebnis aus at-Equity Unternehmen in Höhe von € 5,0 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.), auf jene am Flughafen Košice in Höhe von € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.). Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.

Informationen über Hauptkunden

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihrem Hauptkunden Erlöse in Höhe von € 225,3 Mio. (Vorjahr: € 222,4 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesem Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2013 2012
Aktivierte Eigenleistungen 8.898,5 11.108,6
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 4.440,9 3.421,5
davon Erträge aus Schadenersatz/Schiedsurteil 4.000,0 2.500,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.307,5 4.890,0
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus
öffentlichen Mitteln
223,8 278,2
Sonstige Mieterträge 844,4 788,6
Erträge aus Versicherungsleistungen 107,6 88,1
Übrige 2.959,7 3.523,5
23.782,3 24.098,5

( 3) Auf wendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2013 2012
Material 23.449,4 19.742,8
Energie 19.859,9 20.588,4
Bezogene Leistungen 2.837,9 2.857,8
46.147,2 43.188,9

(4) Personalaufwand

in T€ 2013 2012
Löhne 109.585,8 112.625,9
Gehälter 70.283,3 70.786,7
Aufwendungen für Abfertigungen 9.255,6 8.947,0
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 1.690,5 1.659,0
Aufwendungen für Altersversorgung 3.061,7 3.063,5
davon Beiträge an Pensionskassen 2.549,3 2.399,7
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und
Beiträge 51.892,8 52.025,3
Andere Personalaufwendungen 1.710,2 2.215,6
245.789,5 249.664,0

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2013 2012
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 680,6 595,1
Instandhaltungen 33.097,2 24.976,4
Fremdleistungen 21.132,0 23.626,2
Beratungsaufwand 6.045,4 5.473,5
Marketing und Marktkommunikation 19.359,3 17.952,6
Post- und Telekommunikation 1.191,1 1.371,1
Miet- und Pachtaufwendungen 6.639,7 9.971,2
Versicherungsaufwendungen 3.348,6 3.351,9
Reisen und Ausbildung 2.057,5 1.572,6
Schadensfälle 352,8 4.398,5
Drohende Verluste 488,3 1.731,9
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle -11,8 1.888,5
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 190,4 2.219,3
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 588,6 629,4
Andere betriebliche Aufwendungen 17.184,4 17.473,1
112.344,0 117.231,4

Die Instandhaltungen beinhalten die laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie die Wartung der EDV-Anlagen, Pisten, Vorfelder, Parkhäuser und Rollwege.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus Gepäckdiensten, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Der Posten "drohende Verluste" umfasst Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben (siehe auch Punkt 26 sonstige übrige Rückstellungen).

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer folgende Leistungen erbracht:

in T€ 2013 2012
Abschlussprüfung 253,6 232,2
Andere Bestätigungsleistungen 62,0 62,0
Sonstige Leistungen 0,5 16,3
316,1 310,6

(6) Abschreibungen und Wertminderungen

in T€ 2013 2012
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte
Planmäßige Abschreibungen 4.065,1 3.845,7
Wertminderungen 0,0 4.340,2
davon Firmenwert CGU "Real Estate Office" 0,0 4.340,2
4.065,1 8.185,9
Abschreibungen Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 116.280,3 90.581,7
Wertminderungen 216,0 3.432,5
davon CGU "Aviation" 216,0 3.432,5
116.496,3 94.014,1
Abschreibungen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Planmäßige Abschreibungen 3.954,7 3.683,7
Wertminderungen 4.900,0 7.476,0
davon CGU "Real Estate Office" 0,0 2.411,0
davon CGU "Real Estate Cargo" 4.900,0 5.065,0
8.854,7 11.159,7

Bei den Werthaltigkeitstests zu den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wurde der erzielbare Betrag für die betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anhand des Nutzungswertes ermittelt. Der Bestimmung der zukünftigen Mittelzuflüsse und -abflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind die Zahlen der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitstests aktuellen Planung der Jahre 2014 bis 2018 zugrunde gelegt. Als Abzinsungssatz wurde ein gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) nach Steuern von 6,1 % (Vorjahr: 6,1 %) herangezogen. Als Basis hierfür dient der risikolose Zinssatz, der sich aus der Rendite für fünfzehnjährige Bundeswertpapiere ableitet. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um eine Marktrisikoprämie.

Die Wertminderungstests führten im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zur Erfassung von Wertminderungen:

Wertminderungen von Immobilien der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo"

Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten im Geschäftsjahr 2013 zur Erfassung einer Wertminderung bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo" im Gesamtausmaß von € 4,9 Mio. Diese Abwertung ergibt sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswertes verwendet wurden, sind der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern und eine Wachstumsrate in der Höhe von 1 % im Anschluss an den Detailplanungszeitraum (5 Jahre). Die geplanten EBITDA basieren auf der Erwartung künftiger Ergebnisse unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen. Die Wertminderung wurde im Segment Retail & Properties erfasst.

Wertminderungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Aviation"

Im Geschäftsjahr wurden Abwertungen von sonstigen Sachanlagen in Höhe von T€ 216,0 durchgeführt. Die Wertminderungen wurden im Segment Airport erfasst.

Die Wertminderungstests führten im Geschäftsjahr 2012 wie folgt zur Erfassung von Wertminderungen:

Firmenwertabschreibung und Wertminderungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office"

Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten im Geschäftsjahr 2012 zur Erfassung einer Wertminderung eines Bürogebäudes innerhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" sowie zur Abschreibung eines dieser Einheit zugeordneten Firmenwertes.

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswertes verwendet wurden, sind der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern, und eine Wachstumsrate in der Höhe von 1 % im Anschluss an den Detailplanungszeitraum (5 Jahre). Die geplanten EBITDA basierten auf der Erwartung künftiger Ergebnisse unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen. Weiters wurde eine Neueinschätzung der zukünftigen Auslastung in den Cash-Flows verarbeitet. Daraus ergab sich eine Wertminderung in Höhe von € 6,7 Mio., die sich in einer Abschreibung des zugeordneten Firmenwertes in Höhe von

€ 4,3 Mio. sowie in einer Wertminderung einer Immobilie in Höhe von € 2,4 Mio. widerspiegelte. Die Wertminderungen wurden im Segment Retail & Properties erfasst.

Wertminderungen von Immobilien der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo"

Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten im Geschäftsjahr 2012 zur Erfassung von Wertminderungen bei insgesamt 3 Immobilien in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo" im Gesamtausmaß von € 5,1 Mio. Diese Abwertungen ergeben sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung.

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswertes verwendet wurden, sind der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern, und eine Wachstumsrate in der Höhe von 1 % im Anschluss an den Detailplanungszeitraum (5 Jahre). Die geplanten EBITDA basierten auf der Erwartung künftiger Ergebnisse unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen. Die Wertminderungen wurden im Segment Retail & Properties erfasst.

Wertminderungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Aviation"

Weiters wurden in 2012 Wertminderungen in Höhe von € 3,4 Mio. durchgeführt. Diese betreffen im Wesentlichen Baucontainer, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen der Segmente Airport sowie Retail & Properties.

(7) Ergebnis der at-Equity bilanzierten Unternehmen

in T€ 2013 2012
Anteilige Periodenergebnisse 6.155,9 5.625,3
6.155,9 5.625,3

Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 1.484,4 (Vorjahr: T€ 1.189,3). Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein anteiliger Verlust in Höhe von T€ 295,1 (Vorjahr: T€ 1.189,3) nicht erfasst, da die betreffenden Anteile zur Gänze abgeschrieben sind.

Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Umsatzerlöse, Periodenergebnis, Vermögenswerte und Schulden) sind der Beilage "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.

(8) Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen

in T€ 2013 2012
Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 2.268,0 789,2
Erträge aus Beteiligungen sonstige Unternehmen 70,0 70,0
Erträge aus Abgang von verbundenen nicht konsolidierten
Unternehmen 0,0 72,9
2.338,0 932,1

(9) Zinsergebnis

in T€ 2013 2012
Zinsen und ähnliche Erträge 2.160,9 4.170,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.946,7 -25.199,9
-23.785,9 -21.029,0

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2013 2012
Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0,0 13,3
Ertrag aus dem Abgang von Wertrechten / Wertpapieren 0,0 174,1
0,0 187,4

(11) Ertragsteuern

in T€ 2013 2012
Aufwand für laufende Ertragsteuern 18.026,9 19.309,7
Aperiodische laufende Ertragsteuern 297,1 -1.379,5
Veränderung latente Steuern 2.898,0 3.484,5
Aperiodische latente Steuern 2.279,7 0,0
23.501,7 21.414,7

Der Steueraufwand des Jahres 2013 von T€ 23.501,7 (Vorjahr: T€ 21.414,7) ist um T€ 695,1 (Vorjahr: T€ 2.020,8) geringer (Vorjahr: geringer) als der rechnerische Steueraufwand von T€ 24.196,8 (Vorjahr: T€ 23.435,5), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 96.787,1 (Vorjahr: T€ 93.742,0) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2013 2012*
Ergebnis vor Ertragsteuern 96.787,1 93.742,0
Rechnerische Ertragsteuer 24.196,8 23.435,5
Anpassung an ausländische Steuersätze -183,8 -550,5
At-Equity Bewertung -1.544,7 -1.196,4
Beteiligungserträge (steuerfrei) -578,8 -218,0
Verluste des laufenden Jahres, für die kein
latenter Steueranspruch angesetzt wurde
0,0 1.085,0
Ausbuchung von latenten Steuern aus steuerlichen
Verlustvorträgen
0,0 1.649,7
Sonstige permanente Differenzen -964,6 -1.411,0
Ertragsteueraufwand der Periode 20.924,9 22.794,3
Aperiodischer Steueraufwand / -ertrag 2.576,8 -1.379,5
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 23.501,7 21.414,7
Effektivsteuersatz 24,3 % 22,8 %

Steuerüberleitungsrechnung

*angepasst

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus. Nähere Erläuterungen dazu siehe Punkt (29).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Langfristiges Vermögen

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Real Estate
Parken"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2013 16.122,8 0,0 54,2 16.177,0
Zugänge 1.360,0 0,0 0,0 1.360,0
Umbuchungen 283,4 0,0 0,0 283,4
Abgänge -22,2 0,0 0,0 -22,2
Abschreibungen -4.065,1 0,0 0,0 -4.065,1
Nettobuchwert zum
31.12.2013
13.678,9 0,0 54,2 13.733,1

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 42.660,1 4.340,2 54,2 47.054,4
Kumulierte Abschreibungen -28.981,2 -4.340,2 0,0 -33.321,4
Nettobuchwert 13.678,9 0,0 54,2 13.733,1

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2012

in T€ Konzessionen
und Rechte
Firmenwert
"Real Estate
Office"
Firmenwert
"Real Estate
Parken"
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2012 10.891,2 4.340,2 54,2 15.285,5
Zugänge 3.284,9 0,0 0,0 3.284,9
Umbuchungen 5.919,6 0,0 0,0 5.919,6
Abgänge -127,2 0,0 0,0 -127,2
Abschreibungen -3.845,7 0,0 0,0 -3.845,7
Wertminderungen 0,0 -4.340,2 0,0 -4.340,2
Nettobuchwert zum
31.12.2012
16.122,8 0,0 54,2 16.177,0

Stand zum 31.12.2012

Anschaffungskosten 41.204,8 4.340,2 54,2 45.599,1
Kumulierte Abschreibungen -25.082,0 -4.340,2 0,0 -29.422,2
Nettobuchwert 16.122,8 0,0 54,2 16.177,0

Die wesentlichen Zugänge bzw. Umbuchungen des Geschäftsjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 741,6 (Vorjahr: T€ 1.076,5) für die Forschung und Entwicklung einzelner Programm-Module der Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr ergab der Wertminderungstest der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" eine Abwertung des zugeordneten Firmenwertes in Höhe von T€ 4.340,2. Nähere Angaben siehe Punkt (6).

in T€ Grund
stücke und
Bauten
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2013
1.193.590,9 331.727,9 81.818,0 70.397,6 1.677.534,4
Zugänge* -1.606,4 30.377,4 17.243,9 14.930,1 60.944,9
Umbuchungen 11.623,6 10.724,6 844,5 -22.632,2 560,4
Abgänge -35,2 -13,3 -335,9 0,0 -384,4
Abschreibungen -54.348,1 -39.580,7 -22.351,5 0,0 -116.280,3
Wertminderungen 0,0 0,0 -216,0 0,0 -216,0
Nettobuchwert zum
31.12.2013
1.149.224,7 333.235,9 77.002,9 62.695,5 1.622.159,0

(13) Sachanlagen

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 1.586.204,5 810.703,8 238.047,5 63.210,4 2.698.166,1
Kumulierte Abschreibungen -436.979,8 -477.467,9 -161.044,6 -514,9 -1.076.007,2
Nettobuchwert 1.149.224,7 333.235,9 77.002,9 62.695,5 1.622.159,0

* In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 13,5 Mio. als negative Zugänge sowie eine Reduktion der Anschaffungskosten aufgrund eines Schiedsurteils in Höhe von € 8,2 Mio. enthalten.

in T€ Grund
stücke und
Bauten
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen in
Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum
1.1.2012
469.317,7 214.425,8 47.600,1 961.197,6 1.692.541,2
Zugänge* 37.847,6 12.128,4 25.755,9 10.777,3 86.509,2
Umbuchungen 728.931,2 136.831,0 29.954,6 -900.210,8 -4.494,0
Abgänge -960,3 -182,1 -498,9 -1.366,6 -3.007,9
Abschreibungen -40.876,7 -31.346,3 -18.358,6 0,0 -90.581,7
Wertminderungen -668,5 -128,9 -2.635,0 0,0 -3.432,5
Nettobuchwert zum
31.12.2012
1.193.590,9 331.727,9 81.818,0 70.397,6 1.677.534,4

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2012

Stand zum 31.12.2012

Anschaffungskosten 1.577.160,9 789.861,2 230.912,6 70.912,5 2.668.847,3
Kumulierte Abschreibungen -383.570,0 -458.133,4 -149.094,6 -514,9 -991.312,9
Nettobuchwert 1.193.590,9 331.727,9 81.818,0 70.397,6 1.677.534,4

* In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 7,3 Mio. als negative Zugänge sowie eine Reduktion der Anschaffungskosten aufgrund der Versicherungserstattung in Höhe von € 8,6 Mio. enthalten.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 88,4 aktiviert (Vorjahr: T€ 5.909,5). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode 3,30 % (Vorjahr: 3,45 %).

Ein Gebäude sowie eine technische Anlage werden als Finanzierungsleasing bilanziert. Finanzierungsleasingverträge:

Entwicklung vom 1. 1. bis 31. 12. 2013

in T€ Grundstücke
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2013 7.603,1 0,0 7.603,1
Zugänge 0,0 170,8 170,8
Abschreibungen -912,4 -25,6 -938,0
Nettobuchwert zum 31.12.2013 6.690,7 145,1 6.835,8

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 9.427,8 170,8 9.598,6
Kumulierte Abschreibungen -2.737,1 -25,6 -2.762,7
Nettobuchwert 6.690,7 145,1 6.835,8
Nutzungsdauer (in Jahren) 11 5
in T€ Grundstücke
und Bauten
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2012 8.515,4 8.515,4
Abschreibungen -912,4 -912,4
Nettobuchwert zum 31.12.2012 7.603,1 7.603,1
 Stand zum 31.12.2012
Anschaffungskosten
Kumulierte Abschreibungen
9.427,8
-1.824,7
9.427,8
-1.824,7
Nettobuchwert 7.603,1 7.603,1
Nutzungsdauer (in Jahren) 11

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2012

Die größten Zugänge der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013 und 2012 werden nachstehend, inklusive aktivierter Fremdkapitalzinsen, angeführt:

 Geschäftsjahr 2013:
-- -- -- -- -- -----------------------
Im Segment Airport in T€ 2013
Piste 16/34 25.801,9
3. Piste 8.564,2
Hangar 7 6.066,3
Kehrblasgeräte 4.479,3
Bahnhofsgebäude 4.241,5
Bestandsgebäude, Süd-Gang 3.164,7
Spezialfahrzeuge 2.249,3
Feuerwehrfahrzeuge 1.382,1
Adaptierungen Check-in 3 1.265,4
Flughafenumzäunung 1.025,4
Im Segment Handling in T€ 2013
Schleppfahrzeuge 1.518,7
Hebe- und Ladefahrzeuge 760,9
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 702,2
PKW, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 385,3
Spezialfahrzeuge 277,5
Röntgengeräte 220,0
Transport- und Gepäckwagen 205,6
Im Segment Retail & Properties in T€ 2013
Speditionsgebäude 7.790,3
Werbeflächen Check-in 3 901,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software, Werkzeuge 847,3
Arbeiten an Gebäuden 192,8
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2013
Datenverarbeitungsmaschinen 2.025,7
Software 991,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 749,2
PKW, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 277,2
Maschinen, Werkzeuge 80,9

Geschäftsjahr 2012:

Im Segment Airport in T€ 2012
Check-in 3 32.935,2
Sicherheitssysteme 9.740,9
3. Piste 9.729,5
Gepäcksortieranlage Check-in 3 5.589,4
Revitalisierung Terminal 2 4.167,9
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software 3.658,7
Leitsystem Check-in 3 3.524,8
Revitalisierung Terminal 1 3.147,9
Möblierung Check-in 3 3.070,2
Bandbrücke 1.280,6
Flughafenumzäunung 1.216,5
Piste 16/34 1.078,2
Fahrzeuge 714,3
Quick Boarding Gates 532,5
Im Segment Handling in T€ 2012
Spezialfahrzeuge 5.444,0
Schleppfahrzeuge 760,8
PKW, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 553,5
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 353,3
Transport- und Gepäckwagen 325,8
Hebe- und Ladefahrzeuge 143,4
Im Segment Retail & Properties in T€ 2012
Speditionsgebäude 9.276,4
Retailausbau Check-in 3 2.202,2
Parkhaus 4 Car Rentalflächen 794,0
Straßen und Parkplätze 572,5
Werbeflächen Check-in 3 443,2
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software, Werkzeuge 412,5
Skidataanlage Parkflächen und Parkhäuser 369,9
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2012
Datenverarbeitungsmaschinen 1.928,6
Host-Ablöse Software 1.661,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.444,1
Software 1.409,1
Gebäude 539,1
Maschinen, Werkzeuge 383,0

Die Umbuchungen im Geschäftsjahr 2012 von geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau in die anderen Anlagenklassen betrafen im Wesentlichen die Terminalerweiterung (Check-in 3) in Höhe von € 658,6 Mio. (unter Berücksichtigung von Wertminderungen in Höhe von € 31,6 Mio.), aktivierte Bauzeitzinsen (€ 57,5 Mio.), die Gepäckförderanlage (€ 46,3 Mio.), und Schnittstellenprojekte (€ 85,5 Mio.). Weiters wurden im Geschäftsjahr Maßnahmen zum technischen Lärmschutz in Höhe von € 34,6 Mio., die als Teil der Anschaffungskosten für die 3. Piste angesetzt wurden, umgebucht und zur Berücksichtigung ihres natürlichen Wertverzehrs einer laufenden Abschreibung unterzogen.

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2013 113.322,4 5.541,2 118.863,6
Zugänge 3.034,9 7.502,3 10.537,2
Umbuchungen 4.674,4 -5.518,2 -843,8
Abgänge -141,2 0,0 -141,2
Abschreibungen -3.954,7 0,0 -3.954,7
Wertminderungen -4.900,0 0,0 -4.900,0
Nettobuchwert zum
31.12.2013
112.035,7 7.525,3 119.561,1

Stand zum 31.12.2013

Anschaffungskosten 190.435,0 7.525,3 197.960,3
Kumulierte Abschreibungen -78.399,2 0,0 -78.399,2
Nettobuchwert 112.035,7 7.525,3 119.561,1
in T€ Als Finanzinvestition
gehaltene
Immobilien
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Nettobuchwert zum 1.1.2012 119.187,4 748,0 119.935,4
Zugänge 5.994,9 5.541,2 11.536,1
Umbuchungen -677,7 -748,0 -1.425,7
Abgänge -22,6 0,0 -22,6
Abschreibungen -3.683,7 0,0 -3.683,7
Wertminderungen -7.476,0 0,0 -7.476,0
Nettobuchwert zum
31.12.2012
113.322,4 5.541,2 118.863,6

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2012

Stand zum 31.12.2012

Anschaffungskosten 186.829,4 5.541,2 192.370,6
Kumulierte Abschreibungen -73.507,0 0,0 -73.507,0
Nettobuchwert 113.322,4 5.541,2 118.863,6
in T€ 2013 2012
Mieteinnahmen 15.007,7 14.687,8
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 6.191,3 5.759,2
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 710,2 924,8

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird auf Basis von Ertragswerten berechnet, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3). Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert T€ 130.824,2 (Vorjahr: T€ 129.799,3).

Bewertungstechnik und Inputfaktoren

Das interne Bewertungsmodell des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedelungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit dem WACC der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Es wurde grundsätzlich mit wenigen Ausnahmen ein Detailplanungszeitraum von 5 Jahren angesetzt und danach mit einer ewigen Rente gerechnet. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2014 und der langfristige Unternehmensplan.

Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren:

  • Mietpreissteigerungen in Höhe von 2,0 %
  • Belegungsraten von 15,94 % 100 % (gewichteter Durchschnitt: 95,17 %)
  • Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 1,0 %
  • Steuersatz in der Höhe von 25 %
  • WACC nach Steuern in Höhe von 6,1 %

Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:

  • Steigende (sinkende) Vermietungserlöse pro qm
  • Höhere (niedrigere) Belegungsrate
  • Reduktion (Erhöhung) des Diskontierungszinssatzes (WACC)
  • Höhere (niedrigere) Wachstumsrate in der ewigen Rente

(15) Beteiligungen an at- Equit y- bilanzier ten Unternehmen

Entwicklung vom 1. 1. bis 31. 12.

in T€ 2013 2012
Nettobuchwert zum 1.1. 94.718,8 90.968,2
Anteilige Periodengewinne 6.178,8 5.637,5
Anteilige Periodenverluste -22,8 -12,3
Dividendenausschüttung -3.008,9 -1.874,6
Nettobuchwert zum 31.12. 97.865,9 94.718,8

(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR) 595,1 813,5
davon Mitarbeitern gewährte Darlehen 90,6 93,1
davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen 504,5 720,3
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS) 3.695,2 3.606,0
davon Beteiligungen an nicht konsolidierten
Unternehmen
157,3 157,3
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere 3.537,9 3.448,6
4.290,3 4.419,4

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 188,6 (Vorjahr: T€ 153,9), ein Darlehen an die AIRPORT JET SET SERVICE, Christian Hirmann Gesellschaft m.b.H. in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 96,8) und Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 90,6 (Vorjahr: T€ 93,1), eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 109,6 (Vorjahr: T€ 116,3) sowie eine Ausleihung betreffend die Vorfinanzierung eines Radweges für die Umlandgemeinden in Höhe von T€ 206,2 (Vorjahr: T€ 353,5).

Die Wertberichtigungen für diese Posten betragen T€ 332,0 (Vorjahr: T€ 332,0).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds und Wertrechte in Höhe von T€ 3.537,8 (Vorjahr: T€ 3.448,6) sowie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von T€ 157,3 (Vorjahr: T€ 157,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2013):

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.

Kurzfristige Vermögenswerte

(17) Vorräte

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Hilfs- und Betriebsstoffe 4.360,8 4.356,0
4.360,8 4.356,0

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.

(18) Wertpapiere

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Rentenpapiere 20.000,0 29.652,0
davon AfS 0,0 9.652,0
davon LaR 20.000,0 20.000,0
20.000,0 29.652,0

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 42.105,9 50.801,9
abzüglich Wertberichtigungen -7.841,9 -8.115,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto (LaR) 34.264,0 42.686,9
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen
Unternehmen
188,6 403,5
Zwischensumme (LaR) 34.452,6 43.090,4
Forderungen gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen
(LaR)
61,8 465,0
Forderungen an Finanzamt 14.778,9 21.398,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
(kein Finanzinstrument)
53,3 68,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (LaR) 13.802,9 6.660,7
Abgrenzungsposten 4.894,1 3.959,7
68.043,7 75.643,2

(19) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Kassenbestand 127,2 131,6
Guthaben bei Kreditinstituten 3.796,0 7.010,4
Kurzfristige Veranlagungen (Termingelder) 0,0 33.297,0
3.923,3 40.439,0

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung höchstens drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2013 bei 0,2 % (Vorjahr: 1,07 %). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Zum Stichtag sind keine Termingelder zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

Eigenkapital

(21) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagene Dividende beträgt € 1,30 (Vorjahr: € 1,05) je Aktie.

(22) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(23) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:

  • a) Available for Sale Rücklage: Die Available for Sale (AfS)-Rücklage resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden.
  • b) Sicherungsrücklage: Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird nur dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst oder aufgelöst wird.
  • c) Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen: Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rück-

stellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis erfasst.

d) Währungsumrechnungsrücklage: Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Jahresabschlusses von ausländischen Tochterunternehmen entstehen.

(24) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2013 ausgewiesen ist.

Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung

In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 % des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10 % des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten.

Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung in den Jahren 2000 und 2001 sowie aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungen betragen insgesamt T€ 14.012,4 und wurden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. In den Berichtsjahren 2012 und 2013 ergaben sich keine Auswirkungen.

(25) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die nicht beherrschenden Anteile zum Bilanzstichtag an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH, welche rückwirkend mit 31. Dezember 2012 auf die Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. verschmolzen wurde.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Langfristige Schulden

(26) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Abfertigungen 71.995,8 71.460,5
Pensionen 15.060,2 16.658,6
Jubiläumsgelder 15.682,1 17.128,8
Altersteilzeit 20.262,0 19.487,0
Sonstige übrige Rückstellungen 9.460,3 8.972,0
132.460,4 133.707,0

Leistungsorientierte Abfertigungspläne

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs.

Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf eine gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Darüber hinaus bestehen für diese Dienstnehmer kollektivvertragliche Abfertigungsverpflichtungen, für die Rückstellungen gebildet werden.

Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko oder Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

in T€ 2013 2012
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
71.460,5 58.513,3
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 7.014,1 6.350,4
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
-2.699,3 13.345,6
davon aus finanziellen Annahmen -972,5 13.345,6
davon aus demografischen Annahmen -1.726,9 0,0
Abfertigungszahlungen -3.779,6 -6.748,8
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
71.995,8 71.460,5

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ -17.781,3 (Vorjahr: T€ -19.805,8).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2013 2012
Dienstzeitaufwand 4.796,3 3.828,5
Zinsaufwand 2.217,8 2.522,0
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand 7.014,1 6.350,4

Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 4.578,6 (Vorjahr: T€ 1.266,8).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2013 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 11,9 Jahren (Vorjahr: 12,4 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus Abfertigungen

in T€ Erhöhung
(+1 %)
Minderung
(-1 %)
Abzinsungssatz -6.486,1 7.583,1
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerung 7.641,6 -5.678,5

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven Mitarbeitern und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen besteht zum Stichtag (sowie zum Vorjahr) kein Planvermögen.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 % der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).

Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in der Höhe von 2,5 % des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.

Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko oder Zinsrisiko.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.

in T€ 2013 2012
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
16.658,6 15.188,2
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 512,4 663,9
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste
versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste(+)
-1.006,6 1.951,1
davon aus finanziellen Annahmen -1.006,6 1.951,1
davon aus demografischen Annahmen 0,0 0,0
Pensionszahlungen -1.104,2 -1.144,5
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
15.060,2 16.658,6

Entwicklung der Rückstellung für Pensionen

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen für Pensionsrückstellungen T€ -185,8 (Vorjahr: T€ -940,7).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2013 2012
Dienstzeitaufwand 8,5 9,6
Zinsaufwand 503,9 654,3
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand 512,4 663,9

Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.276,2 (Vorjahr T€ 1.321,2).

Fälligkeitsprofil der Zusagen

Am 31. Dezember 2013 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 11,8 Jahren (Vorjahr: rund 12,8 Jahre).

Sensitivitätsanalysen

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:

Ve r ände r ung de r leis tungsor ie ntie r te n Ve r p f lichtung (DBO) aus P e nsion e n

in T€ Erhöhung
(+1 %)
Minderung
(-1 %)
Abzinsungssatz -1.201,7 1.396,8
Bezugssteigerung Anwartschaft 20,3 -18,8
Bezugssteigerung Leistungsphase 1.379,8 -1.212,5

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder

in T€ 2013 2012
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
17.128,8 14.199,0
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Ertrag/Auf
wand
-873,5 3.392,9
Jubiläumsgeldzahlungen -573,2 -463,1
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
15.682,1 17.128,8

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2013 2012
Dienstzeitaufwand 1.162,8 960,5
Zinsaufwand 509,3 594,6
Erfolgswirksam im Gewinn und Verlust erfasste versicherungsma
thematische Gewinne (-) / Verluste (+)
-2.545,6 1.837,8
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldertrag/-aufwand -873,5 3.392,9

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt. Aufgrund der Änderungen des IAS 19 (2011) werden ab dem Geschäftsjahr 2013 die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr als Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ("termination benefit") bilanziert, sondern als andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer ("other long term employee benefit"). Dies hat zur Folge, dass die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr zu Beginn des Altersteilzeitverhältnisses in voller Höhe rückgestellt werden, sondern ratierlich verteilt bzw. angesammelt über die Aktivphase unter Berücksichtigung einer faktischen durchschnittlichen Mindestbetriebszugehörigkeit (Angestellte: 24 Jahre; Arbeiter: 15 Jahre). Wäre die geänderte Bilanzierung schon im Vorjahr angewandt worden, hätte dies zu unwesentlichen Auswirkungen geführt. Eine Anpassung der Vorjahresperiode wurde daher nicht vorgenommen.

Entwicklung der Rückstellung für Altersteilzeit

in T€ 2013 2012
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
19.487,0 20.054,6
Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand 4.273,8 3.988,7
Altersteilzeitzahlungen -3.498,8 -4.556,3
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO)
der Verpflichtungen
20.262,0 19.487,0

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2013 2012
Dienstzeitaufwand 3.878,9 4.532,7
Zinsaufwand 172,7 802,2
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-)
/ Verluste (+) 222,2 -1.346,2
Im Personalaufwand erfasster Altersteilzeitaufwand 4.273,8 3.988,7

Sonstige übrige Rückstellungen

in T€ 1.1.2013 Verbrauch Zuweisung 31.12.2013
Sonstige übrige Rückstellungen 8.972,0 0,0 488,3 9.460,3
in T€ 1.1.2012 Verbrauch Zuweisung 31.12.2012
Sonstige übrige Rückstellungen 7.240,1 0,0 1.731,9 8.972,0

Die Position sonstige übrige Rückstellungen beinhaltet eine Rückstellung für drohende Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben.

Der Effekt aus der Aufzinsung dieser Rückstellung beträgt T€ 496,2 (Vorjahr: T€ 400,4).

(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 105.646,0 151.006,5
Langfristige Bankdarlehen 551.646,4 638.730,2
Finanzverbindlichkeiten 657.292,5 789.736,7

In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Barvorlagen in Höhe von € 15,8 Mio. (Vorjahr: € 20,0 Mio.) enthalten.

Die Bankdarlehen weisen folgende Restlaufzeiten auf:

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Bis zu einem Jahr 105.646,0 151.006,5
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 226.646,4 283.596,4
Mehr als fünf Jahre 325.000,0 355.133,7
657.292,5 789.736,7

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2013 beträgt 3,55 % (Vorjahr: 3,57 %).

(28) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Abwasserverband 2.700,0 2.700,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 6.655,1 7.372,9
Verbindlichkeiten aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen 0,0 764,8
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)* 9.355,1 10.837,6
Abgrenzungsposten 23.958,4 26.164,4
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.226,6 1.427,6
34.540,1 38.429,7

*FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform den Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten. Das Leasingverhältnis betrifft die Miete einer Maintenance- und Winterdiensthalle sowie die Miete einer Telefonanlage. Der kurzfristige Anteil dieser Leasingverbindlichkeiten ist unter (32) übrige kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Bis zu einem Jahr 811,5 735,1
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 3.873,3 3.535,3
Mehr als fünf Jahre 2.781,8 3.837,5
7.466,6 8.108,0

Die Leasingverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Die Fälligkeit der Mindestleasingzahlungen sowie die Überleitung zu deren Barwert stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

Restlaufzeit Gesamt
in T€ bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2013
Leasingzahlungen 1.322,6 5.273,5 3.032,5 9.628,6
- Abzinsungsbeträge 511,1 1.400,2 250,7 2.162,0
Barwert 811,5 3.873,3 2.781,8 7.466,6
Restlaufzeit Gesamt
in T€ bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2012
Leasingzahlungen 1.299,6 5.198,6 4.332,1 10.830,4
- Abzinsungsbeträge 564,5 1.663,3 494,6 2.722,4
Barwert 735,1 3.535,3 3.837,5 8.108,0

Der zugrunde liegende Leasingvertrag für das Immobilienleasing weist eine Grundmietzeit von 11 Jahren auf, der Leasingvertrag für die technische Anlage weist eine Grundmietzeit von 5 Jahren auf. Diese werden als Nutzungsdauer zur Abschreibung des jeweiligen Leasingobjektes herangezogen. Sofern keine ordentliche Kündigung seitens der Flughafen Wien AG erfolgt, kommt es zu einer Verlängerung des Immobilien-Leasingvertrags um weitere drei Jahre.

(29) Latente Steuern

in T€ 2013 2012
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 29,6 13,8
Finanzielle Vermögenswerte 199,3 238,9
Rückstellungen für Abfertigungen 7.922,5 8.007,3
Rückstellungen für Pensionen 1.145,7 1.340,9
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 1.422,4 1.929,6
Sonstige Rückstellungen 1.399,3 1.209,6
Steuerliche Verlustvorträge 0,0 62,1
12.118,8 12.802,3
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 39.354,3 33.709,3
Wertpapiere 15,6 202,9
Sonstige Vermögenswerte / Schulden 13,5 93,1
Steuerabgrenzung aus Konsolidierung 2.316,1 2.164,0
41.699,5 36.169,4
Steuerabgrenzung (Saldiert) -29.580,7 -23.367,1

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung

in T€ 2013 2012
Stand zum 1.1. 12.802,3 10.354,6
Erfolgswirksame Veränderungen: 243,0 -1.380,6
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen -926,5 3.828,3
Stand zum 31.12. 12.118,8 12.802,3
in T€ 2013 2012
Stand zum 1.1. 36.169,4 33.961,5
Erfolgswirksame Veränderungen: 5.420,8 2.103,9
Erfolgsneutrale Veränderungen:
Wertpapiere langfristiges Vermögen 22,3 14,6
Wertpapiere kurzfristiges Vermögen 87,0 29,3
Sicherungsrücklage 0,0 60,1
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 109,3 104,0
Stand zum 31.12. 41.699,5 36.169,4

Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung

Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 % angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 32,5 %/35,0 % und für die Slowakei 19,0 %) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cashflow-Hedges sowie auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen.

Auf at-Equity-bilanzierte Beteiligungen und Anteile an Tochtergesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Insgesamt bestehen aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen temporäre Differenzen in Höhe von T€ 551,0 (Vorjahr: T€ 2.596,0), welche zu passiven (Vorjahr: aktiven) latenten Steuern in Höhe von T€ 137,8 (Vorjahr: T€ 649,0) führen würden.

Zum 31. Dezember 2013 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.998,4 (Vorjahr: T€ 2.599,5) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. In diesen Beträgen sind auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge aus Beteiligungsabschreibungen, die auf sieben Jahre verteilt werden müssen, enthalten.

Kurzfristige Schulden

(30) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Nicht konsumierte Urlaube 8.513,3 9.675,8
Andere Personalansprüche 9.147,2 9.100,6
Ertragsteuern 10.429,3 9.258,6
Stiftungsaufwendungen 906,3 906,3
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 28.339,9 43.557,5
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 8.549,3 11.223,9
Sonstige übrige Rückstellungen 18.179,1 12.808,7
84.064,5 96.531,5
in T€ 1.1.2013 Verbrauch Auflösung Zuweisung 31.12.2013
Nicht konsumierte
Urlaube
9.675,8 -1.166,3 -96,0 99,8 8.513,3
Andere Personal
ansprüche
9.100,6 -5.360,6 -2.046,1 7.453,3 9.147,2
Ertragsteuern 9.258,6 -6.736,3 -1,8 7.908,8 10.429,3
Stiftungsaufwen
dungen
906,3 0,0 0,0 0,0 906,3
Nicht fakturierte
Lieferungen und
Leistungen
43.557,5 -23.934,7 -2.497,2 11.214,3 28.339,9
Nicht abgerechnete
Ermäßigungen
11.223,9 -10.152,8 -486,7 7.965,0 8.549,3
Sonstige übrige
Rückstellungen
12.808,7 -5.066,7 -3.301,9 13.739,0 18.179,1
96.531,5 -52.417,3 -8.429,8 48.380,1 84.064,5

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2013

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden, für sonstige Vergütungen sowie für Leistungsprämien.

Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurzfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.

Die Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen betreffen Ermäßigungen, die den Airlines bis zum Bilanzstichtag zu gewähren sind.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadensfälle, Rechtsfälle und sonstige Verpflichtungen zusammen.

(31) Lieferantenverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Gegenüber Dritten 46.843,4 62.383,5
Gegenüber verbundenen Unternehmen 2.843,4 7.168,9
Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 30,8 31,3
49.717,6 69.583,7

(32) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten
Unternehmen 7.938,3 5.891,0
Kreditorische Debitoren 1.597,7 1.094,6
Umweltfonds 29.535,6 26.101,3
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
(kurzfristig) 811,5 735,1
Andere sonstige Verbindlichkeiten 2.595,1 6.770,7
Abgrenzungsposten Löhne 6.815,9 7.182,8
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)* 49.294,1 47.775,5
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 2.295,4 2.024,2
Andere Abgrenzungsposten 1.405,0 1.521,1
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.164,1 7.324,6
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 201,2 223,8
60.359,9 58.869,3

* FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der Annahme, dass die Auszahlungsvoraussetzungen für die zum Stichtag 31.12.2013 offene Verbindlichkeit in 2014 vorliegen werden, wird der Betrag in Höhe von T€ 29.535,6 in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

Sonstige Angaben

(33) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 2.571,3 (Vorjahr: T€ 3.454,1) auf Zinseneinzahlungen und T€ 22.718,2 (Vorjahr: T€ 26.817,9) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen (ohne at-Equity Unternehmen) betrugen T€ 2.358,2 (Vorjahr: T€ 880,1). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Zur Berücksichtigung von Anschaffungen von Sachanlagen aus Vorperioden, die im Geschäftsjahr zahlungswirksam wurden, wurden T€ 24.544,5 (Vorjahr: T€ 31.440,6) zu den Auszahlungen für Anlagenzugänge hinzugerechnet. Weiters wurden in diesem Geschäftsjahr nicht zahlungswirksame Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von € 4,0 Mio. von den Einzahlungen abgezogen.

(34) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forderungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Wertpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:

Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wert
gemindert
Zeitbändern überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden
2013 in T€ gungen
31.12.2013
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tage
von 91 bis
180 Tage
von 181 bis
360 Tage
mehr als
360 Tage
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
68.317,3 62.465,8 1.747,1 166,2 -1,7 359,1 2.780,9
Restlaufzeit
über 1 Jahr
595,1 595,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 68.912,4 63.060,9 1.747,1 166,2 -1,7 359,1 2.780,9
Buchwert
nach
Wert
berichti
davon
weder
wertge
mindert
Zeitbändern überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden
2012 in T€ gungen
31.12.2012
noch
überfällig
bis 30 Tage von 31 bis
90 Tage
von 91 bis
180 Tage
von 181 bis
360 Tage
mehr als
360 Tage
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
70.216,2 63.455,2 1.351,0 307,7 966,8 396,5 2.764,6
Restlaufzeit
über 1 Jahr
720,3 720,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 70.936,5 64.175,5 1.351,0 307,7 966,8 396,5 2.764,6

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

2013 in T€ Wert
berichtigungen
1.1.2013
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigungen
31.12.2013
Einzelwert
berichtigungen
8.375,5 -191,8 -1.226,0 1.194,1 8.151,8
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
14,0 -5,8 8,2
Summe 8.389,4 -191,8 -1.231,7 1.194,1 8.160,0
2012 in T€ Wert
berichtigungen
1.1.2012
Verwendung Auflösung Dotation Wert
berichtigungen
31.12.2012
Einzelwert
berichtigungen
6.769,9 -217,3 -3.166,4 4.989,3 8.375,5
Pauschale (Einzel-)
Wertberichtigungen
19,9 -5,9 14,0
Summe 6.789,7 -217,3 -3.172,3 4.989,3 8.389,4

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2013 T€ 25,8 (Vorjahr: T€ 71,5).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

2013 in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2013
Einzelwert
berichtigung
31.12.2013
Pauschale
(Einzel-) Wert
berichtigung
31.12.2013
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2013
Überfällig <1 Jahr 1.225,9 1.110,5 1,1 114,3
Überfällig >1 Jahr 7.734,1 7.041,3 7,1 685,7
Summe 8.960,0 8.151,8 8,2 800,0
2012* in T€ Buchwert
vor Wert
berichtigungen
31.12.2012
Einzelwert
berichtigung
31.12.2012
Pauschale
(Einzel-) Wert
berichtigung
31.12.2012
Buchwert nach
Wertberichti
gungen
31.12.2012
Überfällig <1 Jahr 5.988,3 5.275,2 8,9 704,3
Überfällig >1 Jahr 3.375,4 3.100,3 5,1 270,0
Summe 9.363,7 8.375,5 14,0 974,3

*angepasst

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Konditionen und (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen-Wien-Konzerns ersichtlich:

2013 in T€ Buchwert
31.12.2013
Brutto
Cashflows
gesamt zum
31.12.2013
< 1 Jahr Cashflows
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre Zins
satz*
Fix verzinste
Bankdarlehen
461.983,8 664.289,3 24.624,7 211.266,6 428.398,0 4,78%
Variabel verzinste
Bankdarlehen
195.308,7 198.174,7 104.711,3 93.463,4 0,94%
Lieferanten
verbindlichkeiten
49.717,6 49.717,6 49.717,6 n.a.
Sonstige
Verbindlichkeiten
51.182,6 51.182,5 48.482,5 2.700,0 n.a.
Finanzierungs
leasing
7.466,6 9.628,6 1.322,6 5.273,5 3.032,5 7,51%
Summe 765.659,2 972.992,8 228.858,7 312.703,5 431.430,5

* gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälligen Haftungsentgelten

2012 in T€ Buchwert
31.12.2012
Brutto
Cashflows
gesamt zum
31.12.2012
< 1 Jahr Cashflows
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre Zins
satz*
Fix verzinste
Bankdarlehen
467.817,5 694.018,4 27.583,5 189.936,6 476.498,3 4,49%
Variabel verzinste
Bankdarlehen
321.919,2 331.187,7 150.227,0 180.960,7 1,90%
Lieferanten
verbindlichkeiten
69.583,7 69.583,7 69.583,7 n.a.
Sonstige
Verbindlichkeiten
50.505,1 50.505,1 47.040,3 3.464,8 n.a.
Finanzierungs
leasing
8.108,0 10.830,4 1.299,6 5.198,6 4.332,1 7,51%
Summe 917.933,5 1.156.125,3 295.734,2 379.560,6 480.830,4

* gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälligen Haftungsentgelten

Von den Bankdarlehen sind aufgrund vertraglicher Bedingungen T€ 505.429,6 (Vorjahr angepasst: T€ 729.906,2) durch Garanten besichert, die im Gegenzug ein Haftungsentgelt erhalten.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2013 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2013 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwer te, Wer tansät ze und b eizulegende Zeit wer te nach Bewertungskategorien

Bewertungs Buchwert Nominal
wert =
2013 in T€ kategorie 31.12.2013 Zeitwert
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 3.923,3 3.923,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 34.452,6
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 34.459,8
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assozierte Unterneh
men
LaR 61,8
davon sonstige Forderungen LaR 13.802,9
davon ausgereichte Darlehen LaR 595,1
Summe LaR 68.912,4
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)* AfS 157,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 3.537,9
davon langfristige Investmentfonds, Wertpa
piere und Wertrechte*
AfS 3.537,9
Summe AfS 3.695,2
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 49.717,6
Finanzverbindlichkeiten FLAC 657.292,5
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 551.646,4
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 105.646,0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 9.355,1
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 6.655,1
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 2.700,0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 49.294,1
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 811,5
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 48.482,6
Summe FLAC 765.659,2

*Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Wertansatz nach IAS 39
Punkt Zeitwert
31.12.2013
Zeitwert
erfolgswirksam
Zeitwert
erfolgsneutral
Anschaffungs
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
(20) 3.923,3
(19) 34.452,6 34.452,6
35.967,0 34.459,8
(18) 21.507,2 20.000,0
(19) 61,8 61,8
(19) 13.802,9 13.802,9
(16) 595,1 595,1
70.419,6 68.912,4
(16) 157,3 157,3 0,0
3.537,9 2.905,1 632,7
(16) 3.537,9 2.905,1 632,7
3.695,2 2.905,1 790,1 0,0
(31) 49.717,6 49.717,6
(27) 666.736,3 657.292,5
(27) 561.090,3 551.646,4
(27) 105.646,0 105.646,0
(28) 10.387,6 9.355,1
(28) 7.687,6 6.655,1
(28) 2.700,0 2.700,0
(32) 49.420,0 49.294,1
(32) 937,5 811,5
(32) 48.482,6 48.482,6
776.261,5 765.659,2

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale) FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Bewertungs Buchwert Nominal
wert =
20121 in T€
AKTIVA
kategorie 31.12.2012 Zeitwert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 40.439,0 40.439,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.090,4
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 27.846,1
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assozierte
Unternehmen
LaR 465,0
davon sonstige Forderungen LaR 6.660,7
davon ausgereichte Darlehen LaR 720,3
Summe LaR 70.936,5
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)2 AfS 157,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 13.100,6
davon langfristige Investmentfonds,
Wertpapiere und Wertrechte2
AfS 3.448,6
davon Rentenpapiere AfS 9.652,0
Summe AfS 13.258,0
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 69.583,7
Finanzverbindlichkeiten FLAC 789.736,7
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 638.730,2
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 151.006,5
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 10.837,6
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 7.372,9
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 3.464,8
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 47.775,5
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 735,1
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 47.040,3
Summe FLAC 917.933,5

1) angepasst

2) Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist,

werden hier teilweise die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Wertansatz nach IAS 39
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Anschaffungs
kosten
Zeitwert
erfolgsneutral
Zeitwert
erfolgswirksam
Zeitwert
31.12.2012
Punkt
40.439,0 (20)
43.090,4 43.090,4 (19)
27.846,1 30.215,7
20.000,0 22.369,6 (18)
465,0 465,0 (19)
6.660,7 6.660,7 (19)
720,3 720,3 (16)
70.936,5 73.306,1
157,3 157,3 (16)
632,8 12.467,8 13.100,6
632,8 2.815,8 3.448,6 (16)
9.652,0 9.652,0 (18)
790,2 12.467,8 13.258,0
69.583,7 69.583,7 (31)
789.736,7 799.851,0 (27)
638.730,2 648.844,5 (27)
151.006,5 151.006,5 (27)
10.837,6 11.984,0 (28)
7.372,9 8.519,2 (28)
3.464,8 3.464,8 (28)
47.775,5 47.889,8 (32)
735,1 849,4 (32)
47.040,3 47.040,3 (32)
917.933,5 929.308,5

Erläuterung der Bewertungskategorien:

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten.

Der beizulegende Zeitwert der Rentenpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" (LaR) wird als Börsenkurs angegeben (Stufe I).

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v.a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt (Stufe II).

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach dem beizulegenden Zeitwert bewertet bzw. gebucht werden (Wertpapiere der Kategorie "Available for Sale"- Zeitwert erfolgsneutral) hinsichtlich der Bewertungskategorien nach IFRS 13 analysiert. Die einzelnen Stufen sind folgendermaßen definiert.

Bewer tungstechniken und Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Stufe 1

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).

Stufe 2

Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.

Stufe 3

In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.

Analyse der in der Bilanz zum b eizulegenden Zeit wer t bewertete Finanzinstrumente

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert. Dabei werden sie in die Stufen 1 bis 3 eingeordnet, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung tragen:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2013
AKTIVA - in T€ Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1
Afs finanzielle Vermögens
werte Gesamt
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1

Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere der Stufe 2 bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze.

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2012
AKTIVA - in T€ Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
10.038,2 2.429,6 0,0 12.467,8
Afs finanzielle Vermögens
werte Gesamt
10.038,2 2.429,6 0,0 12.467,8

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

2013 in T€ aus
Zinsen /
Dividenden
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 87,3 0,0
Kredite und Forderungen (LaR) 1.790,6 -30,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 2.621,0
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -25.916,7
Summe 4.498,9 -25.946,7
2012 in T€ aus
Zinsen /
Dividenden
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
Barreserve 2.103,9
Kredite und Forderungen (LaR) 1.432,1 -18,9
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 1.494,1
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -24.888,1
Hedging -292,8
Summe 5.030,1 -25.199,7

*abzgl. latenter Steuern

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 25.916,7 (Vorjahr: T€ 24.888,1) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2013 Bewertungsgewinne von netto (abzüglich latenter Steuern) plus T€ 67,0 (Vorjahr: Bewertungsgewinn von netto T€ 171,2) im sonstigen Ergebnis erfasst.

aus der Folgebewertung
Währungs
Wertberichti
aus
ergebnis
gung
Abgang*
zum Zeitwert
erfolgsneutral*
umrechnung
zum Zeitwert
erfolgswirk
sam
3,9
-2,4
11,8
261,0 67,0 0,0
1,5
11,8
261,0
67,0 0,0
aus der Folgebewertung
aus
Zinsen /
aus
Dividenden
Zinsen
Ertrag
Aufwand
zum Zeitwert
erfolgswirk
sam
zum Zeitwert
erfolgsneutral*
Währungs
umrechnung
Wertberichti
gung
aus
Abgang*
Netto
ergebnis
2012
2.103,9 1,9 1,9
1.432,1
-18,9
0,0 -1.875,2 -1.875,2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)
1.494,1
0,0 171,2 112,3 283,5
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)
-24.888,1
0,0
-292,8 180,4 180,4
5.030,1
-25.199,7
0,0 171,2 1,9 -1.875,2 292,7 -1.409,5

(36) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapieren (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (34) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungsund Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody`s) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, das Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie die vermehrte Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (34) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (38) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzte die Treasury-Abteilung in der Vergangenheit selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Zinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
  • Zinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow Hedge-Beziehungen gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher/geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 1.389,4 niedriger bzw. um T€ 1.310,7 höher (Vorjahr: T€ 1.489,8 höher/niedriger) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und

Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 1.042,0 niedriger bzw.um T€ 983,0 höher (Vorjahr: T€ 1.117,4 höher/ niedriger) gewesen.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als nicht wesentlich anzusehen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2013 und 2012 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt ab auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelfristig soll jedoch die Fremdkapitalquote nicht mehr als 60 % (Vorjahr: 60 % ) betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2013 2012
Finanzschulden 657.292,5 789.736,7
- liquide Mittel -3.923,3 -40.439,0
- kurzfristige Wertpapiere -20.000,0 -29.652,0
= Netto-Finanzschulden 633.369,2 719.645,7
./. Buchwert Eigenkapital 905.921,3 851.578,4
= Gearing 69,9 % 84,5 %

Das Gearing reduzierte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch Tilgung von Fremdmitteln. Der Veränderung der Fremdmittel steht die Reduzierung des Finanzmittelbestands in Höhe von € 46,2 Mio. gegenüber.

Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel ist, diesen Wert in etwa auf das 2,5-fache zu reduzieren. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 2,62 (Vorjahr: 3,25).

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

(37) Operating-Leasingverhältnisse

Flughafen Wien als Leasinggeber:

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

in T€ 2013 2012
In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen 133.589,6 131.937,2
davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte
Mietzahlungen (Umsatzmieten)
5.023,3 7.899,0
Künftige Mindestleasingzahlungen:
Bis zu einem Jahr 69.129,8 53.332,7
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 165.802,4 137.215,6
Länger als fünf Jahre 104.040,9 71.726,9

Flughafen Wien als Leasingnehmer:

Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie bis inklusive dem Geschäftsjahr 2012 mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Leasingzahlungen dargestellt:

in T€ 2013 2012
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 6.246,5 9.527,2
davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte
Mietzahlungen (Zins)
860,2 1.855,3
Künftige Mindestleasingzahlungen:
Bis zu einem Jahr 6.175,1 8.733,4
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 22.773,0 33.139,6
Länger als fünf Jahre 34.063,0 39.301,3

Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

(38) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer sowie Verwaltungskosten, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.977,5 (Vorjahr: T€ 3.435,7).

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2013 aushaftenden Obligo von € 9,0 Mio. (Vorjahr: € 11,1 Mio.) in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (26).

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 1,2 Mio.) für Sachanlagen in Höhe von € 20,2 Mio. (Vorjahr: € 68,9 Mio.).

( 39) Angab en üb er Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen beinhalten verbundene, nicht vollkonsolidierte Unternehmen des Flughafen-Wien-Konzern, assoziierte Unternehmen, die Aktionäre der Flughafen Wien AG (Land Niederösterreich und Stadt Wien mit jeweils 20 % der Aktien) sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften und die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. Mit Gesellschaften, an denen das Land Niederösterreich und die Stadt Wien direkt oder indirekt Beteiligungen halten, die ebenfalls als nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24 einzustufen sind, bestehen Geschäftsbeziehungen innerhalb des Leistungsspektrums des Flughafen-Wien-Konzerns und der betreffenden Gesellschaften zu fremdüblichen Bedingungen. Die im Berichtsjahr mit diesen Unternehmen im Sinne von IAS 24 durchgeführten Transaktionen betrafen alltägliche Geschäfte des operativen Geschäftsbereiches und waren insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Einkäufe wurden zu Marktpreisen abzüglich handelsüblicher Mengenrabatte sowie sonstiger auf Basis der Geschäftsbeziehung gewährter Rabatte getätigt.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 8.937,2 (Vorjahr: T€ 7.408,4).

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in

Höhe von T€ 985,1 (Vorjahr: T€ 962,9), gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 634,4 (Vorjahr: T€ 643,4) sowie gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen Malta International Airport plc in Höhe von T€ 925,4 (Vorjahr: T€ 734,5). Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäckshandling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze des assoziierten Unternehmens Schedule Coordination Austria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Die Umsätze des Gemeinschaftsunternehmens Malta International Airport plc betreffen im Wesentlichen Beratungsleistungen.

Am 31. Dezember 2013 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschafts-unternehmen T€ 37,3 (Vorjahr: T€ 27,9) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 27,5 (Vorjahr: T€ 33,3).

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 7.938,3 (Vorjahr: T€ 6.655,8) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen auf T€ 30,8 (Vorjahr: T€ 31,3).

Natürliche nahestehende Personen:

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (40) entnommen werden.

(40) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) 2013 2012
Arbeiter 3.213 3.301
Angestellte 1.186 1.174
4.399 4.475

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 folgende Vergütungen:

Bezüge Vorstand 2013 (Auszahlungen)

in T€ fixe Bezüge erfolgsabhän
gige Bezüge
für 2012
Sachbezüge Gesamtbezüge
Dr. Günther Ofner 253,7 183,2 7,2 444,2
Mag. Julian Jäger 253,7 183,2 7,2 444,2
507,5 366,5 14,4 888,4
in T€ fixe Bezüge erfolgsabhän
gige Bezüge
für 2011
Sachbezüge Gesamtbezüge
Dr. Günther Ofner 252,7 80,8 7,2 340,8
Mag. Julian Jäger 252,7 80,8 7,1 340,7
505,5 161,6 14,3 681,5

Bezüge Vorstand 2012 (Auszahlungen)

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2012, die im Jahr 2013 ausbezahlt wurden. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15 % des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden T€ 70,8 (Vorjahr: T€ 44,6) für jeden Vorstand einbezahlt.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 606,8 (Vorjahr: T€ 1.169,4).

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2013

in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 115,9 1.027,4 2.645,7
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 141,6 44,9
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 20,6
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 110,2
Summe 115,9 1.169,0 2.821,5

Au f we ndunge n de s G e schäf t sjahr e s 2012

in T€ Aufsichtsräte Vorstände leitende
Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 121,0 1.025,3 2.294,7
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver
hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen)
0,0 89,2 33,2
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 0,0 18,9
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,0 0,0 82,9
Summe 121,0 1.114,6 2.429,6

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von T€ 115,9 (Vorjahr: T€ 107,8) geleistet.

(41) Vorgänge von b esonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2013 von Bedeutung sind, wie offene rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IaS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 07. März 2014

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFo Vorstandsmitglied, Coo

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
Flughafen Wien AG VIE Österreich VK
Flughafen Wien Immobilienverwer
tungsgesellschaft m.b.H.
IVW VIE Österreich 100,0% VK
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0% VK
Mazur Parkplatz GmbH MAZU VIEL Österreich 100,0% VK
VIE International Beteiligungs
management Gesellschaft m.b.H.
VINT VIAB Österreich 100,0% VK
VIE Liegenschaftsbeteiligungs
gesellschaft m.b.H.
VIEL VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park Errichtungs- und
Betriebsgesellschaft m.b.H.
VOPE VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Aircraft Handling
Gesellschaft m.b.H.
VAH VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Business Park Immo
bilienbesitzgesellschaft m.b.H.
BPIB VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Infrastruktur
Maintenance GmbH
VAI VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport
Beteiligungsholding GmbH
VIAB VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport Security
Services Ges.m.b.H.
VIAS VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park 3 BetriebsGmbH VWTC VIEL Österreich 100,0% VK
BTS Holding, a.s. "v likvidacii" BTSH VIE Slowakei 80,95% VK
KSC Holding, a.s. KSCH VIE Slowakei 100,0% VK
VIE (Malta) Limited VIE
Malta
VINT Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Holding Ltd. VIE MFH VIE Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Ltd. VIE MF VIE MFH Malta 100,0% VK
VIE Operations Holding Limited VIE OPH VINT Malta 100,0% VK
VIE Operations Limited VIE OP VIE OPH Malta 100,0% VK
Gesellschaft zeichen
Kurz
gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
VIE ÖBA GmbH OEBA VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Auslands Projektentwicklung
und Beteiligung GmbH
VAPB VIE Österreich 100,0% VK
City Air Terminal Betriebsgesellschaft
m.b.H.
CAT VIE Österreich 50,1% EQ
SCA Schedule Coordination Austria
GmbH
SCA VIE Österreich 49,0% EQ
Flughafen Friedrichshafen GmbH FDH VINT Deutschland 25,15% EQ
Letisko Košice – Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0% EQ
Malta International Airport p.l.c. MIA VIE Malta Malta 33,0% EQ
Malta Mediterranean Link Consorti
um Limited (Teilkonzern mit Malta
International Airport p.l.c.)
MMLC VIE Malta Malta 57,1% EQ
Columinis Holding GmbH
in Liquidation
CMIS VAPB Österreich 50,0% EQ
GetService Dienstleistungsgesell
schaft m.b.H.
GETS VIAS Österreich 100,0% NK
"GetService"-Flughafen-Sicherheits
und Servicedienst GmbH
GET2 VIAS Österreich 51,0% NK
Salzburger Flughafen Sicherheitsge
sellschaft m.b.H.
SFS VIAS Österreich 100,0% NK
VIE Shops Entwicklungs- und
Betriebsges.m.b.H.
SHOP VIE Österreich 100,0% NK
  • VK = Vollkonsolidierung
  • EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode
  • NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

Erläuterung Konsolidierungsart:

B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht

1. Tochter unternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind:

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, ins
besondere Immobilien sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der
Flughafen Wien AG.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 103.017,7 107.647,8
Schulden 16.624,5 18.148,2
Eigenkapital 86.393,1 89.499,6
Umsatzerlöse 17.042,1 16.661,0
Periodenergebnis 8.417,6 10.639,1

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz: Bad Vöslau
Kapitalanteil: 100 % VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und die Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie
die Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 1.594,1 1.652,0
Schulden 397,9 548,2
Eigenkapital 1.196,2 1.103,8
Umsatzerlöse 921,0 889,4
Periodenergebnis 92,4 -78,3
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatz Mazur sowie Garagierung.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 5.951,9 6.103,8
Schulden 223,7 377,3
Eigenkapital 5.728,2 5.726,5
Umsatzerlöse 2.442,1 2.434,6
Periodenergebnis 1.367,7 1.369,4

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesell
schaften für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektma

nagement.

IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 44.874,8 44.925,3
Schulden 4.643,2 6.806,2
Eigenkapital 40.231,6 38.119,1
Umsatzerlöse 937,9 776,1
Periodenergebnis 2.112,5 489,7

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesell
schaften BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Ent
wicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 33.575,1 31.267,4
Schulden 5.910,0 6.304,0
Eigenkapital 27.665,1 24.963,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 2.701,7 -24.990,2
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office
Park 2.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 41.479,7 42.837,8
Schulden 22.132,6 23.511,6
Eigenkapital 19.347,1 19.326,2
Umsatzerlöse 3.212,8 3.367,8
Periodenergebnis 1.386,9 1.303,0

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm
für alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an.
Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungs
gehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge
im Rahmen der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 7.447,3 7.287,7
Schulden 1.301,2 1.128,3
Eigenkapital 6.146,1 6.159,5
Umsatzerlöse 12.180,5 12.133,0

Vienna Airpor t Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB)

Periodenergebnis 2.232,1 1.582,8

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99 % VIEL 1 % IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 14.147,7 11.719,0
Schulden 9.838,9 9.370,6
Eigenkapital 4.308,8 2.348,4
Umsatzerlöse 9.162,4 9.035,1
Periodenergebnis 1.960,4 602,1
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroan
lagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor
gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer
Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur sowie im Vertrieb von Sicherheits
einrichtungen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 6.084,5 5.961,2
Schulden 3.452,1 3.291,2
Eigenkapital 2.632,4 2.670,0
Umsatzerlöse 19.024,5 15.218,4

Periodenergebnis 1.143,6 1.258,7

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 59.885,4 59.791,8
Schulden 2.216,4 2.157,4
Eigenkapital 57.669,0 57.634,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 34,7 37,8
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrol
len (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres
zuständig. Darüberhinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbran
che (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesell
schaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicher
heitsleistungen für Flughäfen teil.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 32.876,5 25.405,5
Schulden 14.479,6 12.926,9
Eigenkapital 18.397,0 12.478,6
Umsatzerlöse 51.441,5 47.200,6
Periodenergebnis 9.591,6 4.786,8

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 99% VIEL 1% BPIB
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbeson
dere des Office Park 3.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 8.625,2 9.057,9
Schulden 5.915,8 7.300,4
Eigenkapital 2.709,4 1.757,5
Umsatzerlöse 2.329,9 2.352,0
Periodenergebnis 951,9 -3.243,2

BTS Holding a.s. "v likvidacii" (BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 33,25% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
halten.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 3.672,8 3.709,0
Schulden 303,4 308,5
Eigenkapital 3.369,4 3.400,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -31,1 2.296,4

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 52,30% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Hal
tung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungslei
stungen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 33.724,7 34.030,2
Schulden 3.182,7 3.977,5
Eigenkapital 30.542,0 30.052,7
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 489,3 901,7

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,8% VINT 0,2% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistun
gen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die at-equity-Bewertung
des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und
Malta International Airport plc.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 56.439,6 53.357,5
Schulden 11.940,7 13.701,2
Eigenkapital 44.498,9 39.656,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 4.842,6 3.748,1

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta
Finance Ltd.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 14.157,6 7.975,1
Schulden 14,7 16,3
Eigenkapital 14.142,9 7.958,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 6.184,1 7.008,6

VIE Malta Finance Ltd. (VIE MF)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE MFH 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanzin
strumenten.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 173.129,4 294.640,0
Schulden 172.461,8 288.736,7
Eigenkapital 667,6 5.903,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 665,6 5.901,4

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 906,2 3.362,9
Schulden 440,2 2.642,4
Eigenkapital 466,0 720,5
Umsatzerlöse 3.793,8 6.250,1
Periodenergebnis 398,4 310,9

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 214,9 224,4
Schulden 200,9 200,9
Eigenkapital 14,0 23,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -9,5 -25,9
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VINT 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 156,4 256,3
Schulden 33,3 29,0
Eigenkapital 123,1 227,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.070,8 546,1

VIE Operations Holding Limited (VIE OPH)

VIE Operations Limited (VIE OP)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE OPH 0,05% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs
Service- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 552,9 895,2
Schulden 203,4 368,9
Eigenkapital 349,5 526,3
Umsatzerlöse 925,4 734,5
Periodenergebnis 597,5 461,3

2 . Tochter unternehmen und Beteiligungen, die im Konzernabschluss nach der " Equit y- Methode" konsolidiert sind:

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahn-verkehrs
unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check
In-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagie
re; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbin
dungen zwischen Städten und Flughäfen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Langfristige Vermögenswerte 8.979,4 10.056,3
Kurzfristige Vermögenswerte 8.467,6 7.224,6
Langfristige Schulden 338,7 371,8
Kurzfristige Schulden 839,3 1.949,8
Eigenkapital 16.269,0 14.959,2
Umsatzerlöse 10.844,8 10.364,7
Periodenergebnis 1.309,8 1.091,7

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Überein
stimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien
sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von
allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit.
UGB - Werte in T€ 2013* 2012
Vermögenswerte 661,5 744,2
Schulden 104,3 114,5
Eigenkapital 557,3 629,8
Umsatzerlöse 813,1 845,6
Jahresfehlbetrag -46,5 -18,8

*) vorläufige Werte

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: Friedrichshafen, Deutschland
Kapitalanteil: 25,15% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Friedrichshafen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 39.907,7 40.740,5
Schulden 33.101,2 32.762,9
Eigenkapital 6.806,6 7.977,6
Umsatzerlöse 10.678,4 10.436,2
Periodenergebnis -1.173,4 -4.728,6

Flughafen Friedrichshafen GmbH (FDH)

Letisko Košice - Airport Košice, a.s. (KSC)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Košice, Slowakei
Kapitalanteil: 66% KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Košice.
Lokales Recht in T€ 2013 2012
Langfristige Vermögenswerte 35.469,7 38.191,2
Kurzfristige Vermögenswerte 16.792,4 14.345,7
Langfristige Schulden 342,8 416,0
Kurzfristige Schulden 1.111,1 854,3
Eigenkapital 50.808,1 51.266,7
Umsatzerlöse 7.301,2 7.292,7
Periodenergebnis 780,0 1.408,9

Malta International Airport plc. (MIA)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 10,1% VIE Malta 40% MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport.
IFRS-Werte in T€ 2013* 2012**
Langfristige Vermögenswerte 120.147,0 119.129,1
Kurzfristige Vermögenswerte 41.960,2 35.114,5
Langfristige Schulden 70.262,0 71.999,0
Kurzfristige Schulden 24.861,5 19.899,3
Eigenkapital 66.983,8 62.345,2
Umsatzerlöse 58.788,5 52.812,0
Periodenergebnis 14.587,7 12.459,9

*) Vorläufige Werte

**) An endgültige Werte angepasst

Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 2,16 (im Vorjahr: € 1,80) und der Kurswert der direkten 10,1%-igen Anteile T€ 29.517,1 (Vorjahr: T€ 24.597,5).

Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) Group

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: La Valetta, Malta
Kapitalanteil: 57,1% VIE Malta
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International
Airport.
IFRS-Werte in T€ 2013* 2012**
Langfristige Vermögenswerte 146.961,8 145.943,8
Kurzfristige Vermögenswerte 41.999,2 35.656,6
Langfristige Schulden 77.172,0 81.009,0
Kurzfristige Schulden 26.858,8 21.825,0
Eigenkapital 84.930,3 78.766,4
Umsatzerlöse 58.788,5 52.812,0
Periodenergebnis 14.484,7 12.269,4

* Vorläufige Werte

** An endgültige Werte angepasst

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Wien

Columinis Holding GmbH in Liquidation (CMIS)

Kapitalanteil: 50% VAPB Gegenstand des Unternehmens: Gemeinschaftsunternehmen mit dem Zweck des Erwerbes von Unternehmensbeteiligungen.

IFRS-Werte in T€ 2013* 2012
Langfristige Vermögenswerte 0,0 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 14,3 14,7
Langfristige Schulden 0,0 0,0
Kurzfristige Schulden 1,5 1,5
Eigenkapital 12,8 13,2
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -0,4 -6,1

*) Vorläufige Werte

3. Tochter unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Servicelei
stungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind.
UGB - Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 708,0 829,2
Schulden 177,6 242,2
Eigenkapital 530,4 586,9
Umsatzerlöse 1.488,6 2.162,1
Jahresüberschuss 69,3 125,9

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 51% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewer
bes, Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.
UGB - Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 3.387,1 6.845,7
Schulden 2.169,1 2.490,3
Eigenkapital 1.217,9 4.355,4
Umsatzerlöse 8.756,8 7.977,7
Jahresüberschuss 1.060,7 828,4

Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch
derzeit operativ nicht tätig.
UGB - Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 49,4 51,1
Schulden 0,1 0,0
Eigenkapital 49,4 51,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -1,7 -2,8

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H (SHOP)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland.
UGB - Werte in T€ 2013 2012
Vermögenswerte 1,6 4,5
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 1,6 4,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -2,9 -3,6

Flughafen Wien AG

Erklärung des Vorstands

nach § 82 Börseg

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden rechnungslegungsstandards aufgestellte konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der vermögens-, Finanz- und Ertragslage des konzerns vermittelt und dass der konzernlagebericht den geschäftsverlauf, das geschäftsergebnis und die lage des konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der vermögens-, Finanz- und Ertragslage des konzerns entsteht, und dass der konzernlagebericht die wesentlichen risiken und ungewissheiten beschreibt, denen der konzern ausgesetzt ist.

schwechat, 07. März 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger vorstandsmitglied, CFo vorstandsmitglied, Coo

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verant wor tung der geset zlichen Ver treter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des

Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 10. März 2014

KPMG Austria AG

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft L a g e b e r i c h t f ü r d a s Geschäftsjahr 2013

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Wirtschaft, Krisen und andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinfl ussen in hohem Maß die wirtschaftliche Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien ist als zentraleuropäischer, internationaler Hub von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und aufgrund der geographischen Lage insbesondere von jener der CEE-Region abhängig.

Nach zwei Jahren schwächeren Wachstums zeigt die Weltwirtschaft ab Mitte 2013 wieder Anzeichen eines leichten Aufschwunges, wobei sich die Wachstumsdynamik von den Schwellenländern wieder zunehmend auf die Industrienationen verschiebt. Der Euroraum ist im zweiten Quartal 2013 erstmals wieder gewachsen. Kernländer wie Deutschland und Österreich haben sich dabei im Vergleich zur Wirtschaftsleistung der Peripherieländer aber deutlich besser entwickelt. Die Entwicklung der CEE-Region verlief im Jahr 2013 insgesamt sehr gedämpft, wobei außer in Tschechien, Slowenien und Kroatien die Wirtschaftsleistung der anderen CEE-Länder geringfügig ausgeweitet werden konnte. Durch die erwartete Erholung wichtiger Exportmärkte dieser Region wird aber bereits ab 2014 wieder mit einer stärkeren Inlandsnachfrage in diesen Ländern gerechnet. (Quelle: ÖNB)

Die österreichische Wirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf 2013 mit einem Wachstum des realen BIP um 0,4 % ebenfalls sehr verhalten. Der reale Konsum der privaten Haushalte wurde bei einem Anstieg der Nettolohnsumme von 2,3 % durch die Inflation von 2 % und die steigende Arbeitslosigkeit gedämpft. Auch der heimische Unternehmenssektor entwickelte sich 2013 nur schwach. Trotz extrem niedrigem Zinsniveau, einer verbesserten Innenfinanzierungskraft der Unternehmen und den etwas gelockerten Kreditvergabekonditionen sinken die Bruttoanlageninvestitionen bei nur geringfügig steigender realer Wertschöpfung in der Sachgüterproduktion, Bauwirtschaft und Dienstleistungen. Der zuletzt verzeichnete Anstieg der Exportauftragseingänge lässt jedoch ab 2014 wieder verbesserte Absatzerwartungen und ein Anspringen der Investitionskonjunktur erwarten. (Quelle: ÖNB)

Entwicklung der österreichischen Tourismuswir tschaft

Die für den Flughafen wichtige österreichische Tourismuswirtschaft erzielte laut Statistik Austria 2013 mit einem Plus von vorläufig rund 1,2 % gegenüber 2012 wieder einen neuen Nächtigungsrekordwert von 132,6 Mio. Dabei stiegen die Nächtigungen ausländischer Touristen um 1,9 % auf 96,8 Mio. Auch im Jahr 2013 setzte sich der Trend des Gästestrukturwandels fort. Der rückläufige Anteil an Gästen aus Deutschland wird zunehmend durch Reisende aus Zentral- und Osteuropa kompensiert. Während der Anteil der Gäste aus Deutschland in den letzten 10 Jahren kontinuierlich von 45 % auf rund 38 % sinkt, steigt der Anteil an Gästen aus den CEE-Ländern bereits auf rund 8 %. Aber auch Gäste aus der Schweiz, Großbritannien, Belgien, Russland, USA und Schweden verzeichneten 2013 ein Nächtigungsplus. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Nächtigungszahlen bei Gästen aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Rumänien. Die stark steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt tendenziell kürzer wird. (Quelle: Statistik Austria)

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die Reisetätigkeit der Österreicher entwickelte sich im Jahr 2013 gegenüber 2012 leicht positiv. Im Sommer 2013 (Juli – September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, wurden laut Statistik Austria mit rund 6,75 Mio. um rund 2,9 % mehr Urlaubsreisen unternommen. (Quelle: Statistik Austria)

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien-Schwechat

Die Entwicklung der Passagiere der europäischen Flughäfen zeigt ein durchschnittliches Wachstum von 2,8 %1. Während Flughäfen in der Türkei, Russland, Island und Norwegen hohe Zuwächse verzeichneten, konnten die EU-Flughäfen nur ein moderates Plus von 1,0 % erzielen1. Der Flughafen Wien verbuchte einen leichten Rückgang von 0,7 %, nicht zuletzt aufgrund der wetter- und streikbedingten Flugausfälle in der ersten Jahreshälfte sowie durch die fortschreitende Airline-Konsolidierung. Im Berichtsjahr 2013 wurden am Flughafen Wien insgesamt 21.999.926 Passagiere abgefertigt. Während die Anzahl der Lokalpassagiere um 102.305 auf 15.178.223 Passagiere zunahm, verzeichnete der Transfer-Bereich ein Minus von 3,7 %.

Die Flugbewegungen sind auch im Jahr 2013 weiter zurückgegangen. Dies zeigt auch die Entwicklung der europäischen Flughäfen, die einen Rückgang um 1,2 %1 verzeichneten. Am Flughafen Wien wurden 231.179 Bewegungen (minus 5,5 %) registriert. Das Frachtaufkommen erholte sich nach anfänglichen Rückgängen im zweiten Halbjahr 2013 deutlich und verzeichnete im Gesamtjahr noch ein leichtes Plus von 1,6 % auf 256.194 Tonnen. Damit entwickelte sich Wien besser als der europäische Trend, welcher ein durchschnittliches Plus der Frachtmengen um 0,8 %1 zeigt.

Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den Top 10 der pünktlichsten Airports in Europa und konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Servicequalität steigern.

Passagiere
in Tausend
Veränd. zu
2012 in %
Flug
bewegungen2
Veränd. zu
2012 in %
London* 125.663,2 3,2 846.330 0,4
Paris** 90.327,2 1,7 702.112 -2,7
Frankfurt 58.036,9 0,9 461.603 -2,1
Amsterdam 52.569,3 3,0 425.565 0,5
Madrid 39.710,9 -12,1 332.361 -10,7
München 38.672,6 0,8 361.779 -4,0
Rom 36.165,8 -2,2 298.001 -3,7
Mailand*** 35.888,9 -1,9 320.475 -5,2
Zürich 24.816,6 0,3 243.774 -2,6
Wien 21.999,9 -0,7 229.652 -5,5
Prag 10.974,2 1,5 125.710 -2,3
Budapest 8.510,9 0,2 77.879 -4,9

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2013 im Vergleich

* London Heathrow, Gatwick, Stansted ** Paris Charles de Gaulle, Paris Orly *** Mailand Malpensa, Linate, Bergamo Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2013

2) Flugbewegungen lt. ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements

1) ACI Airport Council International – Europe. Inhouse; January – December 2013

Verkehrskennzahlen 2013 Veränd.
in %
2012 2011
MTOW (in Mio. Tonnen) 7,9 -2,6 8,1 8,3
Gesamtpassagiere (in Mio.) 22,0 -0,7 22,2 21,1
davon Lokalpassagiere
(in Mio.)
15,2 0,7 15,1 14,5
davon Transferpassagiere
(in Mio.)
6,8 -3,7 7,1 6,5
Flugbewegungen 231.179 -5,5 244.650 246.157
Fracht (Luftfracht und Trucking; in
Tonnen)
256.194 1,6 252.276 277.784
Sitzladefaktor (in %) 74,8 n.a. 73,0 69,6
Anzahl der Destinationen 177 -1,1 179 174
Anzahl der Airlines 71 0,0 71 73

W ie n: L ok alpass agie r e und Fr acht le gte n 2013 zu, Rückgang bei Transferpassagieren

In einem herausfordernden Jahr 2013, das von einem europaweit schwierigen Marktumfeld für die Luftfahrt, Kapazitätskürzungen bei Fluglinien, den Krisensituationen in Ägypten und dem Nahen und Mittleren Osten sowie von zahlenreichen Flugausfällen durch einen harten Winter 2012/13 mit extremen Schneefällen und durch Streiks in Deutschland geprägt war, konnte der Flughafen Wien ein Passagieraufkommen von insgesamt 21.999.926 (minus 0,7 %) verzeichnen. Während die ersten beiden Quartale spürbar schwächer waren, entwickelte sich die Anzahl der Fluggäste in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich besser.

Die Anzahl der Starts bzw. Landungen am Flughafen Wien verringerte sich 2013 um 5,5 %. Auch das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Rückgang auf 7,9 Mio. Tonnen. Positiv entwickelte sich dagegen der Sitzladefaktor, der mit 74,8 % um 1,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert lag. Diese positive Entwicklung zeigte sich gerade bei den aufkommensstärksten Fluglinien.

Die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) stieg im Jahresvergleich um 1,6 % auf 256.194 Tonnen. Neben der Luftfracht mit einem Zuwachs von 0,5 % war dafür vor allem das Trucking mit einem Plus von 4,2 % am Flughafen Wien verantwortlich. Die Trendwende kam wie erwartet zur Jahresmitte 2013. Der Flughafen Wien war in 2013 Sieger in der "Hub Quality Championship" vor München und Frankfurt. Das Einstellen der Frachterverbindungen der Carrier Saudi Arabian Airlines und Royal Jordanian aus dem Nahen Osten konnte durch die Aufnahme der Cargolux-Flüge ab August kompensiert werden.

Im Jahr 2013 bediente der Flughafen Wien im Linienverkehr insgesamt 177 (2012: 179) Destinationen, davon 42 (2012: 45) in Osteuropa. Damit bleibt der Flughafen Wien trotz eines leichten Passagierrückgangs auf 2.165.556 abfliegende Reisende eine wichtige europäische Ost-West-Drehscheibe.

Regionen 2013 2012 Veränd.
absolut
Anteil
2013 in %
Anteil
2012 in %
Veränd.
Anteil in
%-Punk
ten
Osteuropa 2.165.556 2.226.488 -60.932 19,7 20,1 -0,4
Westeuropa 7.536.817 7.495.253 41.564 68,6 67,8 0,8
Ferner Osten 363.163 384.524 -21.361 3,3 3,5 -0,2
Naher und
Mittlerer Osten
522.691 541.667 -18.976 4,8 4,9 -0,1
Nordamerika 233.682 212.488 21.194 2,1 1,9 0,2
Afrika 157.229 189.733 -32.504 1,4 1,7 -0,3
Südamerika 10.977 8.028 2.949 0,1 0,1 0,0
Gesamt 10.990.115 11.058.181 -68.066 100,0 100,0

Au f komm e n ab f lie ge nde r Pass agie r e 2013 (L inie und Char te r) nach Regionen

Mit einem Zuwachs von 41.564 auf 7.536.817 Passagiere verzeichneten die westeuropäischen Destinationen in 2013 den größten absoluten Passagier-Zuwachs. Durch dieses Plus konnte die Region Westeuropa ihren Anteil am Passagieraufkommen auf 68,6 % weiter steigern. Durch die Neuaufnahme der Destination Chicago flogen im Berichtsjahr um 10,0 % mehr Personen nach Nordamerika, das nun einen Anteil von 2,1 % am abfliegenden Passagieraufkommen hat. Destinationen im Fernen Osten zogen hingegen 5,6 % weniger Reisende an. Durch die Krisensituationen in Ägypten und dem Nahen und Mittleren Osten wurden 2013 für diese Destinationen 3,5 % weniger Passagiere abgefertigt.

Die meisten Passagiere hatten wie auch im Vorjahr Frankfurt als Ziel – hier verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg um 11,1 % auf 659.393 Passagiere. Starke Zuwächse verzeichneten auch Istanbul (plus 20,4 %), Moskau (plus 15,3 %) und Mailand (plus 11,0 %). Auf der Langstrecke starteten die meisten Reisenden in Richtung Bangkok (113.864), gefolgt von New York (87.523) und Tokio (72.874).

Ent wicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Der größte Kunde der Flughafen-Wien-Gruppe – die Austrian Airlines – verzeichnete einen Rückgang bei den Passagieren von 1,6 %. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen auf 49,1 % (2012: 49,5 %). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien.

Gemessen am Passagieranteil folgen NIKI mit 11,0 % (2012: 12,0 %) vor airberlin mit 6,1 % (2012: 6,3 %) und Lufthansa mit unverändert 5,5 %. Die stärksten absoluten Zuwächse verzeichnete die Turkish Airlines mit 35,1 %, die damit ihren Anteil auf 2,3 % steigern konnte. Germanwings steigerte ihren Anteil am Passagieraufkommen durch Umstrukturierungen in der Lufthansa-Gruppe auf 2,7 %.

Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) stieg 2013 von 73,0 % auf 74,8 %. Der Flughafen Wien wurde – unverändert gegenüber 2012 – von 71 Fluglinien

regelmäßig angeflogen, die 177 Destinationen in 69 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u.a. Cargolux, Kuwait Airways und Germania, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufgenommen haben.

Entgelte- und Incentive-Politik

Am 1. Juli 2012 trat das Flughafenentgeltegesetz (FEG) in Kraft. Die Entgeltanpassungen aufgrund der Pricecap-Formel sowie das Procedere der Anpassungen für 2013 wurden somit durch dieses Gesetz geregelt.

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2013 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten Pricecap – Formelmodells. Als Maßzahl für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgeltes gilt hierbei das höchstzulässige Abfluggewicht MTOW der Luftfahrzeuge und für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgeltes Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchst zulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate verringert um das 0,35-fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die 12 Monate jeweils vom 1. August - 31. Juli gelten. Im Fall eines negativen Durchschnittswertes der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1. Jänner 2013:

Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: + 1,56 %
Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside: + 0,72 %
Infrastrukturentgelt Betankung: + 1,14 %

In der General Aviation/Business Aviation wurde das Landeentgelt für Flugzeuge mit bis zu 4 Tonnen MTOW auf eine Flatrate von € 112,37 pro Landung angehoben. Im Gegenzug wurde das Landeentgelt für Flugzeuge von 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % gesenkt. Des Weiteren wurde das Fluggastentgelt in der General Aviation/Business Aviation auf € 16,80 angehoben und damit dem Fluggastentgelt für den Hauptterminal gleich gesetzt. Im Gegenzug wurde das Fluggastentgelt für alle Passagiere am Flughafen Wien um € 0,01/abfliegender Passagier gesenkt.

Das PRM-Entgelt (Passengers with Reduced Mobility) blieb mit € 0,34 pro abfliegendem Passagier unverändert.

Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt weiterhin einheitlich für alle abfliegenden Passagiere (lokal und transfer) mit € 7,70 festgesetzt.

Um die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen zu forcieren, hat die Flughafen Wien AG beschlossen, den bereits seit vielen Jahren bestehenden Transferincentive ab 1. Jänner 2013 auf € 12,50 pro abfliegendem Transferpassagier anzuheben. Das neue Transferincentiveprogramm sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.

Auch im Jahre 2013 wurde das Wachstumsincentiveprogramm bestehend aus dem Destinations- und Frequenzincentive sowie dem Frequenzdichteincentive, welches die

Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, fortgesetzt.

Ziel der mit 1. Jänner 2013 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentiveprogramme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost – bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Umsatzentwicklung 2013

Trotz des leichten Passagier- und Flugbewegungsrückgangs (minus 0,7 % bzw. minus 5,5 %) konnten die Umsätze der Flughafen Wien AG im Berichtsjahr 2013 um € 11,2 Mio. gesteigert werden. Das angepasste Sicherheitsentgelt, höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung) und höhere Erlöse aus der Werbeflächenvermietung führten zu diesem Anstieg. Rückgänge verzeichneten vor allem Einnahmen aus jenen Bereichen, die mit Flugbewegungen und MTOW korrelieren. Zudem ist die Saisonalität des Flughafengeschäfts zu beachten, da die Flughafen Wien AG generell in den Urlaubssaisonen im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse generiert.

Die Airporterträge verzeichneten einen Anstieg um € 14,0 Mio. auf € 307,0 Mio. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem angepassten Sicherheitsentgelt (seit Juni 2012) und führt zu höheren Erlösen von nunmehr € 84,7 Mio. (2012: € 78,5 Mio.). Neben den höheren Fluggastentgelten stiegen auch die Infrastrukturentgelte: für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen für Passagiere und Luftfahrzeuge. Demgegenüber führte die geringere Anzahl an Flugbewegungen (minus 5,5 %) zu einem Rückgang der Landeentgelte, die 2013 einen Umsatzbeitrag von € 62,9 Mio. leisteten. Die temporären Ermäßigungen reduzierten sich durch die geänderte Entgeltstruktur und die Umstellung des Incentiveschemas.

Die Abfertigungserträge verzeichneten im Berichtsjahr einen Rückgang der Umsatzerlöse von 2,5 % auf € 140,9 Mio. Einerseits gingen die Umsätze aus dem Ramp-Handling um € 11,5 Mio. zurück, die Einzelleistungen stiegen jedoch v.a. durch die vermehrten Flugzeugenteisungen auf € 20,7 Mio. an. Der Marktanteil der Vorfeldabfertigung lag bei 88,5 % (2012: 89,3 %). Die Erlöse aus dem Traffic-Handling reduzierten sich auf € 7,8 Mio. Obwohl es im Frachtbereich im ersten Halbjahr zu massiven Cargo-Rückgängen kam, konnte durch ein sehr gutes drittes und viertes Quartal auch die Frachtabfertigung in Summe ein Volumens-Plus von 1,6 % auf 256.194 Tonnen erreichen. Der Umsatz sank jedoch bedingt durch das schwierige Marktumfeld von € 31,2 Mio. auf € 28,2 Mio. Ungeachtet dessen liegt der Markanteil des VIE-Handlings im Bereich Fracht weiterhin auf dem sehr hohen Niveau von 93,2 % (2012: 94,0 %).

Die Non-Aviation-Umsätze entwickelten sich weiterhin positiv und beliefen sich inklusive Erlöse aus verbundenen Unternehmen auf € 155,9 Mio. (2012: € 155,1 Mio.). Zwar führte im Bereich Parken eine geringere Auslastung der Parkflächen zu einem Umsatzrückgang von 4,5 %, die Miet- und Pachterträge (inkl. Umsatzmieten) verzeichneten hingegen unter anderem durch verstärktes Vermarkten von Werbeflächen ein deutliches Umsatzplus von 5,1 % auf € 83,4 Mio.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2013 im Überblick:

  • Steigerung der Umsatzerlöse um 1,9 % auf € 603,8 Mio.
  • Betriebsleistung plus 1,4 % auf € 617,8 Mio.
  • Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um 6,9 % auf € 82,6 Mio.
  • Reduktion des Personalaufwands um 9,5 % auf € 196,9 Mio.
  • Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um € 23,0 Mio. auf € 114,4 Mio. aufgrund der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 im Juni des Vorjahres
  • Senkung der außerplanmäßigen Abschreibungen von € 10,9 Mio. auf € 5,1 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) minus 17,8 % auf € 56,9 Mio.
  • Finanzergebnis aufgrund höherer Dividendenerträge um € 22,9 Mio. auf minus € 2,1 Mio. verringert
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 23,8 % auf € 54,8 Mio.
  • Jahresüberschuss plus 32,9 % auf € 44,3 Mio.
  • Bilanzgewinn € 27,3 Mio.
Beträge in € Mio. 2013 V. in % 2012
Umsatzerlöse 603,8 1,9 592,6
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. aktivierte
Eigenleistungen)
14,1 -16,7 16,9
Betriebsleistung 617,8 1,4 609,4
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen -441,4 0,8 -437,9
EBITDA 176,4 2,9 171,5
Abschreibungen -119,5 16,9 -102,2
EBIT 56,9 -17,8 69,3
Finanzergebnis -2,1 -91,6 -25,0
EBT 54,8 23,8 44,3
Steuern -10,5 -4,1 -10,9
Jahresüberschuss 44,3 32,9 33,4

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung, in € Mio.

Die Umsätze stiegen im Berichtsjahr um 1,9 %, was hauptsächlich auf die positiven Entwicklungen der Airportumsätze sowie Non-Aviation-Umsätze zurückzuführen ist. Details siehe im Kapital Umsatzentwicklung 2013.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 14,1 Mio. um 16,7 % unter dem Vorjahresniveau. Einerseits führte die geringere Bautätigkeit am Flughafen Wien zu geringeren aktivierten Eigenleistungen, die in 2013 € 2,2 Mio. (2012: € 3,5 Mio.) betrugen.

Die Erträge aus dem Anlagenabgang stiegen von € 3,4 Mio. auf € 4,3 Mio. Hier wurden im Vorjahr Erträge aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 ("Versicherungsvergleich Uniqa" € 2,5 Mio.) erfasst. Dieses Jahr wurden € 4,0 Mio. aus Schadenersatzleistungen (Schiedsvergleich) verbucht.

In Summe betrug die Betriebsleistung € 617,8 Mio. (Vorjahr: € 609,4 Mio.).

Beträge in € Mio. 2013 2012
Material, bezogene Leistungen 82,6 77,3
Personal 196,9 217,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand 161,9 143,1
Abschreibungen 119,5 102,2
Summe Betriebsaufwand 560,9 540,2

Betriebsaufwand von € 560,9 Mio.

Nicht zuletzt aufgrund des starken Winters 2012/13 stiegen die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im Berichtsjahr um 6,9 % auf € 82,6 Mio. Durch die starken Schneefälle im ersten Quartal 2013 erhöhte sich der Verbrauch an Enteisungsmitteln einerseits für den Winterdienst, anderseits für die Flugzeugenteisungen überproportional auf € 6,3 Mio. Hingegen konnten die Energieaufwendungen trotz Vollbetriebs des neuen Terminals Check-in 3 um 2,9 % auf € 19,4 Mio. reduziert werden. Die bezogenen Leistungen stiegen aufgrund höherer Verrechnungen betreffend Sicherheitsleistungen auf € 43,4 Mio. an.

Der Rückgang der Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt um 1,5 % auf 3.216 Mitarbeiter, der sich vor allem durch Prozessoptimierungen ergab, spiegelte sich auch im Rückgang der Personalkosten um 9,5 % wider. Diese Reduktion der Kosten um € 20,7 Mio. auf € 196,9 Mio. konnte trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 sowie der hohen Einsatzdichte des Winterdienstes (v.a. 2012/13) durch konsequente Kostendisziplin erzielt werden.

Der Aufwand für Löhne sank durch die Reduktion der Mitarbeiteranzahl sowie durch geringere Urlaubs- und Jubiläumsgeldrückstellungen um € 2,5 Mio. Die Gehälter konnten trotz höheren Personalstands leicht auf € 63,8 Mio. reduziert werden. Auch hier wirkten der Urlaubsabbau und die Auflösung von sonstigen Personalrückstellungen positiv. Die Aufwendungen für Abfertigungen sanken auf € 6,1 Mio., die Pensionsaufwendungen auf € 2,1 Mio., hauptsächlich aufgrund von Parameteränderungen (Fluktuation und Zinssatz). Die Aufwendungen für Sozialabgaben und sonstige Sozialaufwendungen sanken analog zu den anderen Personalaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber 2012 um € 18,8 Mio. bzw. 13,1 %. Dies ist im Wesentlichen auf die Sanierung der Piste 16/34 zurückzuführen, die im Jahr 2013 mit Gesamtaufwendungen von € 25,8 Mio. zu Buche schlug. Neben höheren Instandhaltungskosten, die unter anderem durch die Modernisierung, Sanierung und Adaptierung von Gebäuden und Flächen anfielen, stiegen auch die Fremdleistungen von verbundenen Unternehmen für den Terminalbetrieb (z.B. Reinigung) um € 4,3 Mio. Die Rechts-, Prüf- und Beratungskosten stiegen im Berichtsjahr um € 0,7 Mio., die Marketing- und Marktkommunikationskosten verzeichneten einen Anstieg auf € 19,4 Mio.

Positiv wirkte hingegen die Reduktion der Miet- und Pachtaufwendungen um 65,2 % auf € 1,4 Mio. Im Vorjahr wurde das Ergebnis zusätzlich durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen und durch Schadensfälle belastet.

EBITDA legt um 2,9 % auf € 176,4 Mio. zu

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG stieg um 2,9 % auf € 176,4 Mio. (2012: € 171,5 Mio.) aufgrund höherer Umsatzerlöse.

Abschreibungen von € 119,5 Mio.

Beträge in € Mio. 2013 2012
Abschreibungen 119,5 102,2
Investitionen 68,5 109,6

2013 wurden € 1,4 Mio. in immaterielles Anlagevermögen sowie € 67,0 Mio. in Sachanlagevermögen investiert. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 23,0 Mio. Dies ist vor allem auf die Inbetriebnahme des Check-in 3 im Juni 2012 zurückzuführen.

Im Berichtsjahr wurde eine Frachtimmobilie am Flughafen Wien in Höhe von € 4,9 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Des Weiteren wurden im Bereich des Sachanlagevermögens Wertminderungen in Höhe von € 0,2 Mio. erfasst. Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 10,9 Mio. erfasst.

EBIT von € 56,9 Mio.

Aufgrund der Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen reduzierte sich das EBIT gegenüber 2012 um 17,8 %.

Finanzergebnis auf minus € 2,1 Mio. reduzier t

Das Finanzergebnis des Berichtsjahres beträgt minus € 2,1 Mio. – nach minus € 25,0 Mio. in 2012. Höhere Beteiligungserträge führten zu einem Anstieg des Beteiligungsergebnisses von € 6,1 Mio. auf € 19,8 Mio. Die Erträge aus Ausleihungen nahmen um € 0,7 Mio. auf € 0,8 Mio. ab. Während sich die Zinserträge auf € 2,9 Mio. reduzierten, konnten die Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Anlagevermögens auf € 1,7 Mio. gesteigert werden. Der Zinsaufwand reduzierte sich um € 11,4 Mio. aufgrund der im Geschäftsjahr 2013 durchgeführten Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten.

Ergebnis vor Steuern um € 10,5 Mio. auf € 54,8 Mio. gestiegen

In Summe erzielte die Flughafen Wien AG 2013 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 54,8 Mio. (2012: € 44,3 Mio.). Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 19,1 % (2012: 24,7 %). Der Jahresüberschuss beträgt € 44,3 Mio. (Vorjahr: € 33,4 Mio.).

Finanz wir t schaf tliche Steuer ung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2013 wird eine EBITDA-Marge von 29,2 % nach 28,9% im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen.

Durch das gesunkene Investitionsvolumen sowie vorzeitige und planmäßige Tilgungen konnten die Finanzverbindlichkeiten 2013 gegenüber 2012 reduziert werden. Die liquiden Mittel reduzierten sich dementsprechend um € 34,5 Mio. und betrugen zum Stichtag € 1,5 Mio.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

2013 2012
EBIT in € Mio. 56,9 69,3
EBITDA in € Mio. 176,4 171,5
EBIT - Marge in % 9,4 % 11,7 %
EBITDA - Marge in % 29,2 % 28,9 %
ROE in % 6,2 % 4,8 %

Rentabilitätskennzahlen

Erläuterungen zu den Kennzahlen:

EBIT-Marge: EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Formel: EBIT / Umsatz

EBITDA-Marge: EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Formel: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz

ROE: (Return on Equity after Tax). Formel: Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse). Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus laufendes Jahr / 2

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

2013 2012
Aktiva
Anlagevermögen in % 94,9 % 92,8 %
Umlaufvermögen in % 5,1 % 7,2%
Summe Aktiva in T€ 1.815.133,9 1.939.370,4
Passiva
Eigenmittel* in % 40,1 % 36,4 %
Fremdkapital in % 59,9 % 63,6 %
Summe Passiva in T€ 1.815.133,9 1.939.370,4

Bilanzstruktur der Flughafen Wien AG

*) inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse

Die Bilanzsumme der Flughafen Wien AG belief sich zum 31. Dezember 2013 auf T€ 1.815.133,9 und sank damit gegenüber 2012 um 6,4 %. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes spiegelt sich im Anstieg der Vermögenswerte auf einen Anteil an den gesamten Aktiva von 94,9 % (2012: 92,8 %) wider. Das kurzfristige Vermögen (Umlaufvermögen) sank hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der liquiden Mittel.

Der Anteil des Eigenkapitals (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse) an der Bilanzsumme stieg im Vergleich gegenüber 2012 um 3,7 Prozentpunkte. Primär durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten reduzierte sich der Anteil der Schulden auf 59,9 % (2012: 63,6 %).

Bilanzaktiva

Das Gesamtvermögen der Flughafen Wien AG reduzierte sich um 6,4 % oder € 124,2 Mio. auf € 1.815,1 Mio. (Vorjahr: € 1.939,4 Mio.). Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe gegenüber 2012 um € 2,2 Mio. auf € 12,9 Mio. reduziert. Den Zugängen von € 1,4 Mio. stehen Abschreibungen von € 3,8 Mio. gegenüber.

Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.463,8 Mio. die größte Position des Vermögens dar: hier stehen Zugänge von € 67,0 Mio. den Abschreibungen in Höhe von € 115,7 Mio. gegenüber. Die größten Investitionen entfallen auf folgende Projekte: Speditionsgebäude, Hangar 7, 3. Piste sowie Fahrzeuge (inkl. Spezialfahrzeuge). Der Buchwert der Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund reduzierte sich auf € 1.079,0 Mio. Dies ist vor allem auf die Abschreibungen im Berichtsjahr in Höhe von € 53,9 Mio. zurückzuführen.

Der Posten technische Anlagen und Maschinen ist ebenfalls durch die Erfassung der laufenden Abschreibungen auf € 243,1 Mio. gesunken. Im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde in 2013 € 16,8 Mio. investiert. Der Buchwert zum 31. Dezember 2013 betrug € 72,9 Mio. Die noch in Bau befindlichen Projekte inkl. geleisteter Anzahlungen beliefen sich zum Stichtag auf € 68,8 Mio.

Das Umlaufvermögen (exkl. Rechnungsabgrenzungsposten) reduzierte sich 2013 um 35,0 % auf € 88,3 Mio. Dies ist vorwiegend auf den geringeren Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 36,0 Mio.) durch die Tilgung von Finanzschulden zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken gegenüber 2012 um € 4,7 Mio. auf € 70,4 Mio. Primär reduzierten sich die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein aktives Forderungsmanagement von € 40,9 Mio. auf € 32,5 Mio. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen hingegen auf € 13,7 Mio. (2012: € 10,2 Mio.) an. Die Vorräte stiegen gegenüber 2012 auf € 4,4 Mio. Die Wertpapiere reduzierten sich aufgrund der Tilgung von Wertpapieren um € 8,9 Mio. auf nunmehr € 12,1 Mio. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg im Vergleich zum Vorjahr durch höhere Vorauszahlungen unter anderem für Gebühren und sonstige Leistungen.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen Wien AG ist im Berichtsjahr um 3,3 % auf € 718,0 Mio. gestiegen. Dem Jahresüberschuss in Höhe von € 44,3 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 22,1 Mio. gegenüber.

Die Rückstellungen konnten in 2013 von € 212,1 Mio. auf € 200,5 Mio. reduziert werden. Während die Rückstellung für Abfertigungen auf € 68,7 Mio. zunahm, reduzierte sich die Pensionsrückstellung auf € 15,1 Mio. In den sonstigen Rückstellungen wirkte der Urlaubsabbau positiv. Durch die Erfassung von Schlussrechnungen konnte auch die Rückstellung für noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen um € 14,9 Mio. reduziert werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 1,3 % oder € 6,8 Mio. aufgrund von Tilgungen der Finanzschulden und Reduzierung der Barvorlagen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 24,0 % auf € 44,7 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten aufgrund der Tilgung von Intercompany-Krediten um € 111,9 Mio. auf € 250,8 Mio. gesenkt werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten konnten ebenfalls im Ausmaß von € 2,0 Mio. durch die Realisierung von Abgrenzungen abgebaut werden. Die Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich aufgrund von Auflösungen um € 1,2 Mio. auf € 24,4 Mio.

Geldflussrechnung

in T€ 2013 2012
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Jahresüberschuss 44.329,7 33.350,6
+ Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und
Sachanlagen
119.498,7 102.228,7
Zuschreibungen zu Finanzanlagen -645,4 -733,4
+ Veränderung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen
Mitteln
-223,6 -278,2
+/– Veränderung des Sozialkapitals -1.518,4 16.110,2
+/– Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen 775,0 -567,6
–/+ Gewinne(-)/Verluste(+) aus Abgängen von immateriellen
Anlagen und Sachanlagen
-4.154,2 -1.618,6
+/– Gewinne/Verluste aus Abgängen von Finanzanlagen 0,0 -140,5
+ Ergebnis aus Abgang Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.100,0 -690,1
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und
Erträge
3,9 720,6
Betrieblicher Cash-flow 156.965,8 148.381,8
-/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte -425,4 201,7
-/+ Zunahme/ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
8.464,7 -8.470,2
-/+ Veränderung der Forderungen gegen verbundene
Unternehmen und assoziierte Unternehmen
-3.473,6 -2.112,4
-/+ Zunahme/ Abnahme der sonstigen Forderungen und
Vermögensgegenstände (ohne Finanzierung) sowie
Rechnungsabgrenzungsposten
2.503,9 16.130,1
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Liefer
ungen und Leistungen und der sonstigen Rückstellungen
2.908,1 -4.103,6
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegen
Konzernunternehmen (ohne Finanzierung)
7.974,7 18.016,2
+/- Zunahme/ Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten
(ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten
-3.213,0 -2.289,7
14.739,4 17.372,1
Operativer Cash-flow 171.705,1 165.753,9
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit:
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
und Sachanlagen
-74.566,7 -127.187,0
+ Einzahlungen für immaterielle Anlagen und Sachanlagen 501,4 3.630,1
- Investitionen in Finanzanlagen -130,8 -545,1
+ Abgänge von Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens
15.423,0 15.337,5
-58.773,1 -108.764,5
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit:
- Dividendenausschüttungen/Einlagenrückzahlungen -22.050,0 -21.000,0
+/- Veränderung der mittel- und kurzfristigen Finanz
verbindlichkeiten
-125.350,4 -99.147,5
-147.400,4 -120.147,5
Veränderung der flüssigen Mittel -34.468,4 -63.158,1

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sanken in 2013 auf € 68,5 Mio. Rechnungskorrekturen in 2013 zugunsten des Flughafen Wien im Ausmaß von rund € 8,2 Mio. resultieren aus der Schiedsgerichtsentscheidung im Verfahren gegen einen Auftragnehmer beim Check-in 3 aus dem Dezember 2013. Diese Schiedsgerichtsentscheidung führte zu Ansprüchen seitens des Flughafen Wien in Höhe von € 16,7 Mio. inkl. USt. Der Betrag ohne USt in Höhe von € 13,9 Mio. wurde in Höhe von € 4,0 Mio. aufgrund vorangegangener außerplanmäßiger Abschreibungen ertragswirksam, und in Höhe von € 9,9 Mio. direkt anschaffungskostenmindernd (davon in Vorjahren € 1,7 Mio., davon 2013 € 8,2 Mio.) erfasst. Von den erfolgten Investitionen entfallen € 67,0 Mio. auf Sachanlagevermögen, € 1,4 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte sowie € 0,1 Mio. auf das Finanzanlagevermögen.

Projektbezeichnung Zugänge in T€ 3. Piste 8.564,2 Speditionsgebäude 7.789,4

Hangar 7 6.066,3 Kehrblasgeräte 4.479,3 Bahnhofsgebäude 4.241,5

Die Investitionsdetails zeigt die nachfolgende Darstellung:

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2013 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Im Geschäftsjahr 2007 hat die Flughafen Wien AG zur Sicherung des Zahlungsstrom risikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Zinsswap ("Empfange variabel – zahle fix") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswaps designiert. Der Zinsswap ist im Geschäftsjahr 2012 ausgelaufen. Weiters wurde der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, überwacht, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen minimiert bzw. auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Dafür werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse analysiert. Verantwortlich sind hierfür die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Identifizierte Risiken und die zu treffenden Maßnahmen werden in einer eigenen Datenbank dokumentiert.

Das Risikomanagement der FWAG wird in der schriftlich dokumentierten Risikomanagement-Richtlinie geregelt. Das operative Risikomanagement ist im Bereich Controlling angesiedelt und koordiniert die Aktivitäten. Alle Beschäftigten der FWAG sind jedoch dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen. Das Risikomanagement ist somit in die laufenden Geschäftsprozesse integriert. Die aktive und offene Kommunikation der Risiken ist hierbei ein deklariertes Ziel und Erfolgsfaktor des Risikomanagement-Systems.

Zur Minimierung bzw. zum Transfer von Schadens- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Die installierten Internen Kontrollsystem (IKS)-Prozesse gewährleisten Richtigkeit und Vollständigkeit bei der Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge in den Büchern der Gesellschaft. Die Revisionsabteilung prüft Geschäftsgebarung und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen wesentlichen Einfluss auf die FWAG haben. Auf Basis der Herbstprognose der Europäischen Kommission geht die FWAG davon aus, dass sich das makro-ökonomische Umfeld im Jahr 2014 positiver als im vergangenen Jahr entwickeln wird. Dementsprechend rechnet die FWAG

mit einem Wachstum des Passagieraufkommens am Flughafen Wien.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung von weiteren externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks, etc.) beeinflusst. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben.

Zunehmende Handelsbarrieren, Sanktionen und politische Krisen könnten die globale Angebots- und Nachfragesituation des Luftverkehrs beeinträchtigen. Daher werden diese Entwicklungen intensiv beobachtet und evaluiert, um gegebenenfalls Gegen- bzw. Vorbereitungsmaßnahmen einleiten zu können. Die Entwicklung des Öl- und des damit verbundenen Kerosinpreises kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Luftverkehr ausüben.

Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die FWAG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit einer Anpassung der bereitgestellten Ressourcen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Der Branchenverband IATA prognostiziert für 2014 in Summe steigende Net Profits3 bei europäischen Airlines. Die FWAG erwartet, dass der Wettbewerbs- und Kostendruck für die Airlines dennoch weiterhin hoch bleibt. Es ist davon auszugehen, dass die Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Airports weiter erhöhen.

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtsgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen seit 01. Jänner 2013 pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurzstrecken, € 15 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Trotz der Absenkung der Abgabe von 2012 auf 2013 dämpft die Flugabgabe das Passagieraufkommen nach wie vor. Somit schwächt sie wirtschaftlich den Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartige Steuer einheben.

Durch die EU-Emissionsrichtlinien und Umweltstandards wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit europäischer Airports als Transferhubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas deutlich geschwächt. Die Attraktivität europäischer Airports als Transferhub bzw. das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnten hiervon mittelfristig betroffen sein. Die Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten sowie in der Türkei kann zu einer Verschiebung der globalen (Umsteige-)Verkehrsströme führen.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 49,1% der am Gesamtaufkommen der Passagiere des Flughafen Wien größte Kunde der FWAG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe Partner ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert.

Die Austrian Airlines konnte im Jahr 2013 große Fortschritte in ihrem Restrukturierungsprogramm erzielen. Ein wesentlicher Bestandteil dessen war die umfangreiche Umflottung im Zuge einer gezielten Flottenharmonisierung, wodurch die Auslastung und somit die Produktivität der Airline gesteigert werden konnte. Durch diese Maßnahmen hat die Austrian Airlines im Gesamtjahr rund 10,8 Mio. Passagiere bezogen auf den Flughafen Wien (minus 1,6 % gegenüber dem Vorjahr) befördert. Mit dem Ausbau der Langstreckenverbindungen, hat die Austrian Airlines einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung unserer Attraktivität als Transferhub beigetragen. Die Austrian Airlines wird voraussichtlich ihre Langstrecke in den nächsten Jahren unter anderem durch Nutzung einer fünften Boeing 777 ab Juli 2014 und die geplante Neuaufnahme der Destination Newark weiter ausbauen und somit ihre bereits 2013 eingeschlagene Strategie fortsetzen. Weiters geht die FWAG davon aus, dass sie den wirtschaftlichen Turn-around schafft und ihre bestehende Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-/West Transfer fortsetzt.

Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Marktanteil von 11,0 % bzw. 6,1 % die Plätze 2 und 3 im Kundenranking der FWAG ein. Hier kam es 2013 im Zuge der Streichung des Osteuropa-Drehkreuzes ebenfalls zu einer rückläufigen Passagierentwicklung. Trotz Verbesserung der Kosteneffizienz konnte der angestrebte wirtschaftliche Turnaround 2013 nicht erreicht werden.

NIKI konnte am Standort Wien seine Funktion als Drehscheibe nach Griechenland innerhalb der airberlin-Gruppe (mit derzeit 19 Destinationen in diesem Land) weiter ausbauen. Wien spielt somit eine wichtige Rolle im Entwicklungsplan der airberlin-Gruppe.

Die Entwicklung bei der airberlin ist angesichts der Ertragssituation trotz Beteiligung und Unterstützung von Etihad Airways mit Unsicherheiten behaftet. Weiteres Kapital in Höhe von € 50 Mio. wird 2014 durch die Aufstockung einer Anleihe am Kapitalmarkt aufgenommen. Mit dem Turn-around-Programm "Turbine" möchte das Unternehmen eine dauerhaft wettbewerbsfähige Ergebnissituation erreichen. Im Zuge dieses Programms wird unter anderem die Flotte reduziert und das Streckennetz optimiert. Die FWAG geht aber davon aus, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf den Flughafen Wien gering sein werden.

Generell versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentivemodellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.

Bei den Abfertigungsdiensten kommt es vonseiten der Airlines zu einem höheren Preisdruck bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) vereinbart, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen.

Die Anzahl der Flugbewegungen, die für die Handling-Erlöse maßgeblich ist, ist aufgrund von Effizienzsteigerungen bei den Fluggesellschaften (größeres Fluggerät und höhere Sitzladefaktoren) rückläufig. Diese Entwicklung sowie das offensive Marktauftreten des Wettbewerbers Celebi Ground Services Austria GmbH bringen die Erträge aus dem Bereich Handling zunehmend unter Druck.

Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr dennoch ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht weitgehend absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und airberlin/NIKI konnten bereits 2012 – bis 2019 geltende – Handlingverträge für Ramp-Dienstleistungen abgeschlossen werden. Durch den Abschluss dieser Verträge konnte das Absatzmarktrisiko des Geschäftsbereichs Handling deutlich reduziert werden.

Eine Herausforderung erwächst dem Flughafen Wien durch die weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste, die für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp-Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsieht. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Das Risiko eines dritten Handling- Agents wird voraussichtlich frühestens ab 2019/20 und jenes hinsichtlich Selbstabfertigung der Airlines frühestens ab 2017 schlagend. Um negative wirtschaftliche Konsequenzen für den Flughafen Wien zu minimieren bzw. zu vermeiden, wird unter anderem in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) auf EU-Ebene Überzeugungsarbeit geleistet.

Im Cargobereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der ab 2014 geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr eng beobachtet.

Die FWAG vermietet Gebäude und Flächen, die primär von Fluggesellschaften genutzt werden oder von Unternehmen angemietet werden, deren Geschäft von der Entwicklung des Luftverkehrs abhängig ist. Damit unterliegt zumindest dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens und des Konsumverhaltens, die wiederum Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung des Retailbereichs haben können.

Risiken aus der Er schließung neuer Geschäf t sfelder außerhalb des Standortes

Die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang ist der 5-jährige Umstrukturierungsplan der Air Malta, welcher bis 2016 die Überlebensfähigkeit des in Malta ansässigen Home Carriers sicherstellen soll bzw. muss. Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich negative Folgen für unsere Beteiligung in Malta. Durch die beachtlichen Fortschritte der Airline in den vergangenen Jahren wurde dieses Risiko bereits stark reduziert.

Auch politische und regulatorische Risiken, wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen der für den Flughafen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen können, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu einer Wertminderung einzelner Beteiligungen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Investitionsausgaben der FWAG werden überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert.

Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungsund Marktrisikomanagement zuständig, überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings und setzt gegebenenfalls selektiv Zinsderivate ein, um das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredites mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrages haften insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings vorgenommen. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Check-in 3 sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falles positiv abgeschlossen worden. Darüber hinaus werden Schadenersatzansprüche gegen Auftragnehmer aktiv verfolgt. Die FWAG erlangte bisher bereits Schadenswiedergutmachungen im Ausmaß von mehr als € 28 Mio., davon € 14,1 Mio. aus Versicherungsleistungen und Forderungsverzichten und € 13,9 Mio. aus einem positiv entschiedenen Schiedsgerichtsverfahren.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz von Bürgern und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Mit Ende 2013 ist die Zuständigkeit, aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen, auf das neue Bundesverwaltungsgericht übergegangen. Die FWAG rechnet aus heutiger Sicht mit einer Entscheidung frühestens Ende 2014. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheids bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z.B. Lärm, Emissionen, Änderung von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Auf EU-Ebene wird eine Überarbeitung der Richtlinie über Bodenabfertigungsdienste auf Flughäfen vorbereitet. Diese würde nach dem aktuellen Stand im Legislativprozess unter anderem zu einer weiteren Marktöffnung zu ungleichen Marktbedingungen führen und Flughäfen im Wettbewerb mit anderen Abfertigungsbetrieben benachteiligen (Subcontracting-Verbot und Quersubventionierungsverbot trifft nur Flughäfen, Zwang zur rechtlichen Ausgliederung etc).

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der FWAG bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Operative Risiken

Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können insbesondere bei IKT-Projekten (Informations- und Kommunikationstechnologie) frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darauf aufbauend existieren Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung dieses Risikomanagement-Prozesses.

Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Systemausfälle bzw. die Zerstörung von zentralen IKT-Systemen sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten. Im Jahr 2013 wurde das Risiko durch den Ausbau von Präventivmaßnahmen, wie beispielsweise die Implementierung zusätzlicher Redundanzen, weiter vermindert.

Die Nicht-Einhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungsmaßnahmen der Geschäftsführung nach sich ziehen. Daher werden rechtliche Aspekte im Zuge eines Software-Projektes betrachtet und notwendige Schritte eingeleitet. Beispielsweise ist bei Speicherung bzw. Aufbewahrung personenbezogener Daten eine öffentliche Meldepflicht nach Datenschutzgesetz (DSG) erforderlich.

Bei der Basisinfrastruktur, zu der Strom- und Klimaversorgung zählen, besteht ein leicht erhöhtes Risiko hinsichtlich Verfügbarkeit zentraler Systeme. Hierbei wurde ein lokales Problem bei der Stromversorgung festgestellt, wobei unmittelbar entsprechende Maßnahmen zur Behebung eingeleitet wurden.

In sämtlichen zentralen Netzwerk-Knotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiter betrieben werden können. Dennoch existiert ein geringes Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Fehlern (Desasterfälle) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.

Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. Darüber hinaus werden die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die mach2-Systeme bilden das Rückgrat der am Flughafen im Einsatz befindlichen IT-Systeme. Sie versorgen praktisch alle anderen Systeme in Near-Real-Time mit der aktuellen Sicht auf die eingehenden und ausgehenden Flüge sowie die geplanten Flüge in der Zukunft. Auch sämtliche dafür notwendigen Stammdaten (z.B. Airlines, etc.) werden hiermit zentral verwaltet und für die angebundenen Systeme bereitgestellt.

Darüber hinaus sind in den mach2-Systemen zusätzlich einige Spezialfunktionen abgebildet, die für einen reibungslosen Flughafenbetrieb notwendig sind. Hierzu zählen beispielsweise die Beladeplanung, Telexempfang, -versand und -verteilung sowie Anzeigesysteme für Passagiere und Mitarbeiter.

Eng daran gekoppelt sind zusätzlich Systeme, die für die Vorfeldplanung, die Bodenabfertigungsdisposition und die Frachtabfertigung verwendet werden.

Als ERP-Software (Enterprise Resource Planning) wird SAP als zentrales Rechnungslegungssystem eingesetzt. Neben Verrechnungsthemen wird eine weitere Komponente von SAP als zentrales Analyse- bzw. Reportingsystem verwendet. Zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen wie Kontrollen sind weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen geplant, um das Risiko eines Ausfalls noch weiter zu reduzieren.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in operationeller Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21:00 Uhr bis 07:00 Uhr), sowie aufgrund einer Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23:30 Uhr bis 05:30 Uhr derzeit eher als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung könnte sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflügen manifestieren.

Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Die erheblichen betrieblichen Haftpflichtrisiken sind durch die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung gedeckt, Risiken aus Terror-Haftpflichtansprüchen durch eine Terror-Haftpflichtversicherung.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der FWAG auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die FWAG verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Rahmenwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standard-Software, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinter liegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. es wird auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen.

Kontrollmaßnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Information und Kommunik ation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Üb er wachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre

Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware. Im Jahr 2012 wurde das bereits Jahrzehnte im Einsatz befindliche operative Airportsystem MACH durch das Folgesystem mach2 abgelöst. In diesem Zusammenhang führt der Servicebereich Informationssysteme laufend Verbesserungen und Erweiterungen einzelner Programm-Module durch. So wurde z.B. in 2013 das Projekt "Passagieraufruf neu" umgesetzt, mit dem Ziel, die Qualität der Passagiersteuerung durch Änderung der bisherigen Aufrufe ("Go to gate" bzw. "Boarding") und damit der auf den Fluginformationsmonitoren dargestellten Statusanzeigen zu erhöhen.

In 2013 wurde auch an der Umsetzung des Projektes CDM-ISP (Collaborative Decision Making - Information Sharing Platform) gearbeitet. Die im Rahmen dieses Projektes zu erstellende Informationsplattform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung, eine bessere Analyse und einen optimierten Ressourceneinsatz, wodurch den beteiligten Systempartnern wesentliche Einsparungen ermöglicht werden.

Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit, welche unter anderem durch die Weiterentwicklung einer flughafenspezifischen App für iOS und Android (viennaairport App) unterstützt wurde.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2013 Ausgaben in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen. Die FWAG verpflichtet sich im Rahmen ihrer Corporate-Social-Responsibility-Strategie neben der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts zu einer kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen. Daher setzt das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen durch den Flugverkehr, welche die Auswirkungen von Schadstoff- und Lärmemissionen auf das Umfeld möglichst gering halten sollen.

So konnte beispielsweise der Energieverbrauch durch eine Vielzahl von Optimierungsprojekten wesentlich und nachhaltig reduziert werden. Bedeutende Einsparungen wurden infolge des Austausches technischer Geräte, der Optimierung bei der Kälteerzeugung, der Erneuerung von Frequenzumformern und der Optimierung bei der Vorfeldbeleuchtung bereits erzielt.

Des Weiteren wurden im Jahr 2013 noch weitere € 1,1 Mio. (2012: € 1,2 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

Die FWAG beteiligt sich an dem von der Airport Council International (ACI, Internationales Gremium aller Flughäfen) betreuten Programm ACAS (Airport Carbon Accreditation System), das zu einer nachhaltigen Reduktion der CO2-Emissionen am Standort beiträgt und durch unabhängige Gutachter erhoben wird. Im Berichtsjahr wurde Level 1 erreicht (Erstellung einer CO2 Emissionsbilanz), Level 2 (Reduktion der CO2 Emissionen am Standort) wird für das Jahr 2015 angestrebt.

Erste Vorbereitungen für eine Implementierung eines Umweltmanagementsystems wie z.B. EMAS/ISO 14.001 wurden getroffen. Somit können zukünftig Synergien betreffend dem Energiemanagement, ökologischer Beschaffung und Nachhaltigkeit verstärkt genutzt werden.

Im Berichtsjahr hat das Management beschlossen, einen neuen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Um eine umfassende Sichtweise gewährleisten zu können, wurde ein bereichsübergreifendes Projekt-Team gebildet. Der Bericht soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 erscheinen.

Im Jahr 2013 wurde verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, Förderungen für umweltrelevante Investitionen zu nutzen. Daher hat sich in der Abteilung Umweltmanagement ein Fördermanagement etabliert. Bei den Investitionen zur Nachrüstung diverser Lüftungsanlagen mit Frequenzumformern konnte eine Förderung von 10 % des Projektvolumens lukriert werden.

Im Berichtsjahr wurde eine neue Flughafen-Radroute in Zusammenarbeit mit den Stadtgemeinden Schwechat und Fischamend errichtet, die die beiden Gemeinden über den Flughafen Wien verbindet. Diese Radroute ist rund 17 km lang, davon wurden 5,5 km neu hergestellt. Die Gesamtkosten betragen rund € 1,5 Mio., wovon 1/3 der Errichtungskosten vom Land gefördert wird und 2/3 der Kosten die Stadtgemeinden Fischamend und Schwechat, der Flughafen Wien und der Förderfonds "klima:aktiv mobil" übernehmen.

Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2013 erfolgreich weitergeführt. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2013 wurden für rund 6.200 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei rund 2.800 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt.

2013 2012
Passagieraufkommen [PAX] 21.999.926 22.165.794
Jahresstromverbrauch [kWh] 151.642.950 156.030.072
Jahresstromverbrauch [kWh] je PAX 6,89 7,04
Jahreswärmeverbrauch [MWh] 126.194 123.964
Jahreswärmeverbrauch [MWh] je PAX 0,0057 0,0056
Jahreswasserverbrauch [m³] 650.603 703.974
Jahreswasserverbrauch [m³] je PAX 0,030 0,032
Jahresabwasserentsorgung [m³] 768.420 649.071
Jahresabwasserentsorgung [m³] je PAX 0,035 0,029
Restmüll LFZ [kg] 1.134.400 1.164.280
Restmüll LFZ [kg] je PAX 0,052 0,053
Altpapier VIE [kg] 1.148.920 1.778.500
Altpapier VIE [kg] je PAX 0,052 0,080
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] 5.730 9.250
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] je PAX 0,0003 0,0004
Biogene Abfälle VIE [kg] 182.680 195.560
Biogene Abfälle [kg] je PAX 0,008 0,009
Glas VIE [kg] 110.210 100.010
Glas VIE [kg] je PAX 0,005 0,005
Kunststoffverpackungen VIE [kg] 130.080 135.960
Kunststoffverpackungen VIE [kg] je PAX 0,006 0,006
Gefährlicher Abfall VIE [kg] 195.266 202.574
Gefährlicher Abfall VIE [kg] je PAX 0,009 0,009
Recyclinganteil (%) 89,3 % 90,3 %

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick:

Arbeitnehmerbelange

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen Wien AG reduzierte sich im Jahr 2013 aufgrund von Synergieeffekten im Zuge der Umorganisation der Bereiche sowie des laufenden Kosteneinsparungsprogramms um durchschnittlich 50 Beschäftigte. Das bereits in den Vorjahren gestartete Programm zum Urlaubs- und Überstundenabbau wurde 2013 fortgesetzt.

Mitarbeiter 2013 V. in % 2012
Personalstand (Durchschnitt) 3.216 -1,5 3.266
davon Arbeiter 2.151 -3,1 2.220
davon Angestellte 1.065 1,8 1.046
Personalstand (Stichtag) 3.035 -2,0 3.098
Verkehrseinheiten pro MitarbeiterIn 7.426 0,9 7.362
Durchschnittsalter in Jahren 40,4 1,3 39,9
Betriebszugehörigkeit in Jahren 10,9 4,8 10,4
Anteil Frauen in % 12,5 0,8 12,4
Aufwendungen für Weiterbildung in EUR 972.000 33,5 730.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 115 -20,7 145

2013 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 0,9 % auf 7.426 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: die kostenlose Anbindung nach Wien, einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.

Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Nach Ausschüttung der jährlichen Dividende an die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung wird den Mitarbeitern der Ertrag aus dieser Beteiligung ausbezahlt. Im Jahr 2013 wurden rückwirkend für das Geschäftsjahr 2012 rund € 2,2 Mio. ausgeschüttet. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 27,81 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgt entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären, dem Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und der Stadt Wien4 (4,2 Millionen Stückaktien), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalb eteiligungen an der Gesellschaf t üb er 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Am 08. Juni 2012 wurde die Flughafen Wien AG informiert, dass Silchester International Investors LLP 10,07 % am Unternehmen hält. Am 20. März 2013 hat Silchester International Investors LLP die Flughafen Wien AG über die Unterschreitung eines meldepflichtigen Schwellenwerts informiert, da sein Anteil auf 9,99 % reduziert wurde. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

4) Mit 15. April 2013 hat die Stadt Wien auf dem Weg einer Sacheinlage 4.200.000 Stück Inhaberaktien an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft an die Wien Holding GmbH übertragen. Die Wien Holding GmbH verfügt somit über eine Beteiligung von 20,0 % am Grundkapital der Gesellschaft. Der Syndikatsvertrag blieb davon unberührt.

5. Stimmrecht skontrolle b ei Kapitalb eteiligung der Mitarb eiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abb er ufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Ak tienr ückk auf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB (European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 69,0 Mio. (derzeit aushaftend € 12,0 Mio.) und auch die ULSG (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz) Finanzierung in Höhe von € 30,0 Mio. (derzeit aushaftend mit € 17,1 Mio.) und andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 159,5 Mio. (derzeit aushaftend € 154,4 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control Klausel" abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 658,5 Mio. (derzeit aushaftend mit € 583,5 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine

natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 417,3 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 %, aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Ent schädigungsvereinbar ungen b ei öf fentlichem Üb ernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Die Prognose für 2014 zeigt eine leichte Konjunkturbelebung in Österreich an. Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht von einem realen BIP-Wachstum von 1,7 % in 2014 bzw. 2015 aus, welches durch höhere Investitionen und durch eine höhere Exportnachfrage getrieben wird. Die Verbraucherpreise werden mit einem Anstieg von rund 1,8 % prognostiziert, die Arbeitslosenquote wird mit 5,2 % höher als 2013 eingeschätzt. Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2014 real um 5,5 % zunehmen. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Weltweit geht die Weltbank von einem Wachstum von 3,2 % aus, wobei dies hauptsächlich von asiatischen Staaten getragen wird. Im Euroraum wird laut den aktuellen Prognosen das Wachstum aufgrund höherer Arbeitslosenquoten und Schuldentilgungen rund 1 % betragen. Die Entwicklung der CESEE-Länder (Europäische Mitgliedsstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropa) in 2014 wird mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund 2 % ebenfalls positiv eingeschätzt. (Quelle: ÖNB, WIFO)

Für das Jahr 2014 rechnet die FWAG aufgrund der aktuellen Airline-Strategie sowie der bereits angekündigten neuen Streckenaufnahmen mit einem Wachstum bei den Passagieren von 1 % bis 3 % und einer Entwicklung bei den Bewegungen in der Bandbreite von minus 1 % bis plus 1 %.

Vor diesem Hintergrund rechnet die FWAG mit einer Steigerung des Konzern-Umsatzes auf mehr als € 630 Mio. sowie mit einem Konzern-EBITDA von mindestens € 240 Mio. Das Konzern-Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht über € 75 Mio. betragen. Die

Konzern-Nettoverschuldung soll weiter sinken und unter € 600 Mio. liegen. Die geplanten investitionen im Konzern sollen im Jahr 2014 rund € 110 Mio. betragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer bedeutung, die einen wesentlichen einfluss auf unsere ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten.

Nachtragsbericht

im Jänner 2014 verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus bei den Verkehrszahlen. Die anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zu 2013 um 2,3 % auf 1.406.351 Fluggäste. im gleichen Zeitraum verzeichneten die Flugbewegungen ein leichtes Minus von 1,3 %. Das höchstabfluggewicht (MtOW) stieg um 1,5 %, das Frachtaufkommen setzte den positiven trend fort und erhöhte sich um 9,9 %. Die Zahl der transferpassagiere ging um 5,4 % zurück, die lokalpassagiere legten hingegen um 6,1 % zu.

Per 1. Jänner 2014 wurden die entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (Feg) festgesetzten indexformel wie folgt geändert:

landeentgelt, infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: + 1,87 %
Fluggastentgelt, infrastrukturentgelt landside: + 0,55 %
infrastrukturentgelt betankung: + 1,83 %

Das PrM-entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegenden Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegenden Passagier ebenfalls unverändert.

Schwechat, am 07. März 2014

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, cFO Vorstandsmitglied, cOO

E i n z e l a b s c h l u s s 2 0 1 3 der Flughafen Wien AG

Bilanz der Flughafen Wien AG

zum 31.12.2013

AKTIVA 31.12.2013
in €
31.12.2012
in T€
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 12.868.530,29 15.065,0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.078.957.551,47 1.115.688,1
2. technische Anlagen und Maschinen 243.116.818,71 268.579,4
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
72.934.366,75 77.581,6
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 68.825.048,80 72.939,7
Summe II 1.463.833.785,73 1.534.788,9
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 190.756.648,10 190.756,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 41.785.495,20 46.302,9
3. Beteiligungen 9.116.686,50 9.116,7
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage
vermögens
3.148.771,07 3.062,4
5. sonstige Ausleihungen 504.474,71 720,3
Summe III 245.312.075,58 249.959,0
Summe A 1.722.014.391,60 1.799.812,9
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 4.360.793,96 3.935,4
II. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.474.970,00 40.939,7
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
13.706.396,10 10.241,5
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
61.831,36 53,0
4. sonstige Forderungen und Vermögens
gegenstände
24.156.277,98 23.877,5
Summe II 70.399.475,44 75.111,7
III. Wertpapiere und Anteile
1. sonstige Wertpapiere und Anteile 12.050.000,00 20.950,0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.518.558,94 35.987,0
Summe B 88.328.828,34 135.984,1
C Rechnungsabgrenzungsposten 4.790.638,93 3.573,4
Summe AKTIVA 1.815.133.858,87 1.939.370,4
Passiva 31.12.2013
in €
31.12.2012
in T€
A Eigenkapital
I. Grundkapital 152.670.000,00 152.670,0
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 117.657.318,52 117.657,3
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 2.579.158,88 2.579,2
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 417.800.888,90 400.330,9
Summe III 420.380.047,78 402.910,0
IV. Bilanzgewinn 27.305.339,67 22.051,3
davon Gewinnvortrag: € 1.340,59; VJ: T€ 9,1
Summe A 718.012.705,97 695.288,7
B Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve auf Grund von
Sonderabschreibungen
9.074.833,44 9.519,1
2. sonstige unversteuerte Rücklagen 159.203,15 159,2
Summe B 9.234.036,59 9.678,3
C Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.427.847,32 1.651,4
D Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 68.666.213,94 67.826,9
2. Rückstellungen für Pensionen 15.060.204,66 16.658,6
3. Rückstellungen für Steuern 7.739.091,26 6.567,0
4. sonstige Rückstellungen 109.056.992,55 121.094,9
Summe D 200.522.502,41 212.147,4
E Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 504.139.354,01 510.939,8
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
44.660.678,94 58.739,6
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
250.756.054,01 362.618,3
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
7.943.143,78 6.656,2
5. sonstige Verbindlichkeiten, 54.044.042,64 56.083,8
davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 0,0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
€ 6.021.461,34; VJ: T€ 6.238,6
Summe E 861.543.273,38 995.037,7
F Rechnungsabgrenzungsposten 24.393.493,20 25.566,8
Summe Passiva 1.815.133.858,87 1.939.370,4
Haftungsverhältnisse 68.491.092,25 72.409,5

Gewinn- und Verlustrechnung der Flughafen Wien AG

vom 1.1. bis 31.12.2013

1.1. - 31.12.2013
in €
1.1. - 31.12.2012
in T€
1. Umsatzerlöse 603.754.792,25 592.575,6
2. aktivierte Eigenleistungen 2.204.624,14 3.510,4
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlage
vermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
4.301.109,34 3.428,1
b) Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen
4.392.171,30 4.471,6
c) Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln
223.848,22 278,2
d) übrige 2.937.592,00 5.181,7
Summe 3. 11.854.720,86 13.359,6
4. Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) 617.814.137,25 609.445,5
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 39.241.904,43 37.225,4
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.405.534,92 40.107,9
Summe 5. 82.647.439,35 77.333,4
6. Personalaufwand
a) Löhne 81.613.611,97 84.133,5
b) Gehälter 63.829.816,21 63.883,0
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistun
gen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
6.094.969,92 20.743,4
d) Aufwendungen für Altersversorgung 2.055.106,13 5.014,6
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
41.731.273,39 41.902,0
f) sonstige Sozialaufwendungen 1.556.008,51 1.874,3
Summe 6. 196.880.786,13 217.550,9
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
119.498.742,84 102.228,7
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf
das Anlagevermögen gem. §204 Abs 2 UGB:
€ 5.116.006,80; Vorjahr: T€ 10.874,0
1.1. - 31.12.2013
in €
1.1. - 31.12.2012
in T€
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen 574.264,15 493,3
b) übrige 161.288.670,65 142.567,6
Summe 8. 161.862.934,80 143.060,9
Summe 5. - 8. 560.889.903,12 540.173,8
9. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 8) 56.924.234,13 69.271,7
10. Erträge aus Beteiligungen 19.821.428,65 6.066,3
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 19.738.688,65; VJ: T€ 5.983,6
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
828.136,43 1.523,3
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 820.815,82; VJ: T€ 1.517,1
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.864.218,32 4.629,3
davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 1.219.925,06; VJ: T€ 1.826,8
13. Erträge aus dem Abgang von und der
Zuschreibung zu Finanzanlagen
1.745.354,00 1.563,9
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.363.674,43 38.769,7
davon betreffend verbundene Unternehmen:
€ 4.669.030,21; VJ: T€ 16.479,4
15. Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 10 bis 14) -2.104.537,03 -24.986,8
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 54.819.697,10 44.284,9
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.489.991,90 -10.934,3
18. Jahresüberschuss 44.329.705,20 33.350,6
19. Auflösung unversteuerter Rücklagen 444.293,88 121,7
20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 17.470.000,00 11.430,0
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.340,59 9,1
22. Bilanzgewinn 27.305.339,67 22.051,3

A n h a n g z u m J a h r e s a b s c h l u s s 2 0 1 3 d e r F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2013

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilfl ugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilfl ugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befi ndet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende: Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27.3.1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21.8.1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien sowie für die Piste 11/29 erteilt.

Am 15.9.1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.

Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zertifiziert. Am 31.12.2010 wurde die Zertifizierungsurkunde erteilt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die Urkunde ist gültig, solange alle Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllt werden, längstens jedoch bis 31.12.2015. In 2015 wäre planmäßig die nächste Zertifizierung durchzuführen. Aufgrund von Überlegungen vonseiten der Behörde kann es zu einer Verlängerung der Zertifizierung bis 2017 kommen, um die nächste Zertifizierung zeitlich mit dem Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung abzustimmen.

Allgemeine Angaben

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (§ 201 Abs. 2 UGB) sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln (§ 222 Abs. 2 UGB), aufgestellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.

Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

Rechtliche Verhältnisse

Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31. Dezember 2013 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Größenklasse

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs 3 UGB.

Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertungsmethoden

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplan-mäßige Abschreibungen, angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.

Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 bis 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren, beim technischen Lärmschutz 20 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Maßnahmen für den technischen Lärmschutz, die als Projektkosten im Zusammenhang mit der 3. Piste angesetzt wurden, umgebucht und zur Berücksichtigung ihres natürlichen Wertverzehrs einer laufenden Abschreibung unterzogen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.

Abschreibungsbeginn ist das Aktivierungsdatum (Inbetriebnahmedatum). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Seit dem Geschäftsjahr 2012 erfolgen diese monatsgenau (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen werden nur im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung bzw. Wertsteigerung (bis max. Anschaffungskosten) vorgenommen.

Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Einstandskosten bzw. unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder zum höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Von der Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 (2) UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.

Die Aktivierungsmöglichkeit von aktiven latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen.

Rück stellungen

Rückstellungen werden in der Höhe ihres voraussichtlichen Anfalles unter Berücksichtigung des Vorsichtsgrundsatzes gebildet. Bezüglich Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit wird auf die im Anhang enthaltenen Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten verwiesen.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente

Der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien Aktiengesellschaft die Anteile an der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren derivativen Finanzinstrumente.

Angaben zu wesentlichen Posten der Bilanz

Ak tiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 92.442,0 (2012: T€ 92.393,4).

Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 534,8 (2012: T€ 605,2) sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC-Holding) mit einem Betrag von T€ 110,5 (2012: T€ 114,9) vorgenommen.

Von den Ausleihungen sind T€ 2.599,4 (2012: T€ 2.696,1) innerhalb eines Jahres fällig.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Beträge in T€ 2013 2012
Aktien 494,9 494,9
Sonstige 2.653,9 2.567,5
3.148,8 3.062,4

Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus Versicherungsverträgen in Höhe von T€ 2.516,0 (2012: T€ 2.429,6) enthalten.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung aufgrund geringer Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 7.707,8 (2012: T€ 7.637,3).

Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.

Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:

Beträge in T€ 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.475,0 40.939,7
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 13.706,4 10.241,5
Forderungen an assoziierte Unternehmen 61,8 53,0
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 24.065,7 23.784,3
Summe 70.308,9 75.018,6

Restlaufzeiten bis zu einem Jahr

Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr

Beträge in T€ 2013 2012
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 90,6 93,1
Summe 90,6 93,1

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Kreditkartenabrechnungen in der Höhe von T€ 1.303,4 (2012: T€ 1.681,4) und Zinsabgrenzungen in der Höhe von T€ 346,2 (2012: T€ 770,5) enthalten sowie sonstige Forderungen aus in Umlauf befindlichen Geldern in Höhe von T€ 2.607,3, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:

Beträge in T€ 2013 2012
Forderungen aus Steuern 14.270,3 20.594,5
Forderungen aus Schiedsvergleich 4.584,5 0,0
Forderungen aus in Umlauf befindlichen Geldern 2.607,3 0,0
Forderungen an Kreditkartenunternehmen 1.303,4 1.681,4
Zinsabgrenzungen 346,2 770,5
Forderungen für Bezugsvorschüsse 330,3 327,6
Übrige sonstige Forderungen 714,2 503,4
Summe 24.156,3 23.877,5

Die Forderungen aus Steuern betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 11.104,0 (2012: T€ 11.104,0) sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.

Eigene Aktien

Das Unternehmen hält zum 31.12.2013 keine eigenen Aktien.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Beträge in T€ Buchwert
2013
Marktwert
2013
Buchwert
2012
Marktwert
2012
RZB Anleihe
(nachrangig)
n.a. n.a. 8.900,0 9.652,0
RLB NÖ Ergänzungs
kapital
12.050,0 13.021,6 12.050,0 13.477,7
Summe 12.050,0 13.021,6 20.950,0 23.129,7

Im Geschäftsjahr 2013 waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens keine Zuschreibungen möglich (2012: unterlassene Zuschreibungen T€ 752,0). Eine nachrangige Anleihe der RZB wurde zu Anschaffungskosten in Höhe von T€ 10.000,00 getilgt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 10.649,8 (2012: T€ 11.212,9).

Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31. Dezember 2013 auf € 152.670.000,00 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stammaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Österreichischen Kontrollbank verbrieft sind.

Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 400.330,9 um T€ 17.470,0 auf T€ 417.800,9.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 27.305,3 (2012: T€ 22.051,3).

Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€
Bilanzgewinn zum 31.12.2012 22.051,3
- Gewinnausschüttung 22.050,0
+ Jahresüberschuss 44.329,7
+ Auflösung unversteuerte Rücklagen 444,3
- Dotierung Gewinnrücklagen 17.470,0
Bilanzgewinn zum 31.12.2013 27.305,3

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung (Anlage 5) dargestellt.

Rückstellungen

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 3,35 % (2012: 3,15 %) nach der "projected unit credit method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, gemischter Bestand zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2012: 3,69 %) angenommen. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr getrennt für Arbeiter (6,2 % bei 30,7 % bis 6,7 % bei 92,0 %) und Angestellte (7,7 % bei 41,7 % bis 7,3 % bei 92,2 %) angesetzt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19), mit einem Zinsfuß von 3,35 % (2012: 3,15 %) nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, "Angestellte", zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004

(Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2012: 3,69 %), als Pensionstrend eine von 2,1 % (2012: 2,1 %) angenommen. Da nur mehr zwei aktive Mitarbeiter Ansprüche aus Leistungspensionen haben, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angenommen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 3,35 % (2012: 3,15 %) nach der "projected unit credit method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationstafeln AVÖ 2008-P, gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2012: 3,69 %) angenommen. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2 % bis 0,6 %) und Angestellte (7,7 % bis 0,6 %) berücksichtigt (2012: 12 % vom 1. Dienstjahr bis 0,25 % im 19. Dienstjahr). Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 1,0 % (2012: 1,0 %) nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69 % (2012: 3,69 %) angenommen. Lohnnebenkosten wurden in der Höhe von ca. 21 % (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 14.896,3 (2012: T€ 15.655,6), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 20.262,0 (2012: T€ 19.487,0), nicht konsumierter Urlaub T€ 6.940,0 (2012: T€ 8.074,0), Prämien für das Berichtsjahr und Vorjahre T€ 2.696,2 (2012: T€ 2.744,5), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 26.479,4 (2012: T€ 41.384,6), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 8.549,9 (2012: T€ 11.223,9), Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen T€ 3.972,5 (2012: T€ 4.878,5) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in der Höhe von T€ 5.562,4 (2012: T€ 5.562,4).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:

Restlaufzeiten bis zu einem Jahr

Beträge in T€ 2013 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.664,4 47.381,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.660,7 58.739,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 86.806,1 80.118,3
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
7.943,1 5.891,4
Sonstige Verbindlichkeiten 44.690,9 46.010,9
Summe 204.765,1 238.141,3

Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren

Beträge in T€ 2013 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158.475,0 108.425,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,0 764,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150.250,0 243.000,0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.871,3 3.535,3
Summe 312.596,3 355.725,1

Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren

Beträge in T€ 2013 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325.000,0 355.133,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.700,0 39.500,0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.481,8 6.537,5
Summe 344.181,8 401.171,3

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 163.950,0 (2012: T€ 282.500,0) die Finanzierungstätigkeit. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen unter anderem aus der Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Aufwendungen enthalten, die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden: Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 5.029,8 (2012: T€ 5.470,5) aus der Abrechnung Dezember 2013 bzw. 2012, Guthaben von Kunden in der Höhe von T€ 1.470,0 (2012: T€ 1.052,4), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6.021,5 (2012: T€ 6.238,6) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 217,3 (2012: T€ 188,5).

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 23.227,0 (2012: T€ 24.181,5).

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien Aktiengesellschaft für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.977,5 (2012: T€ 3.435,7).

Die Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H., die zu 100 % im Besitz des Konzerns steht, hat im Dezember 2005 einen Leasingvertrag mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Werftanlagen am Flughafen Wien abgeschlossen. Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung der variablen Leasingraten in Höhe von derzeit monatlich rund T€ 367,9 und T€ 27,6 über eine Restlaufzeit von 12 Jahren sowie für die jährliche Bauzinszahlung in der Höhe von T€ 479,1 über eine Laufzeit von 12 Jahren. Bis zum Laufzeitende wurde eine Gesamthaftung von T€ 62.713,6 (2012: T€ 67.573,9) unter der Bilanz angesetzt.

Die Flughafen Wien AG hat zugunsten der VIE Office Park 3 BetriebsgmbH zur Abdeckung der gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Diese Patronatserklärung ist mit einem Höchstbetrag von T€ 2.800,0 (2012: T€ 1.400,0) begrenzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 21,0 Mio. (2012: € 69,7 Mio.).

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer in Form von Nachstiftungen, zu tragen.

Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:

Beträge in T€ 2014 2014-2018
Verbindlichkeiten aus Operating Leasing Geschäften 945,6 4.728,0
Verbindlichkeiten aus Fruchtnießungsvertrag gegenüber
verbundenen Unternehmen
17.042,1 85.210,5
Summe 17.987,7 89.938,5

Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren

Die Flughafen Wien AG haftet gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem Schuldscheindarlehen des verbundenen Unternehmens VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von maximal T€ 69.000,0. Derzeit sind T€ 12.000,0 aushaftend. Da diese Finanzierungen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet sind, ist eine weitere Angabe im Posten Eventualverbindlichkeiten nicht geboten.

Gegenüber der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich haftet die Flughafen Wien AG für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem ULSG Finanzierungsprogramm für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von maximal T€ 30.000,0. Derzeit sind T€ 17.142,9 aushaftend. Da diese Finanzierungen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet sind, ist eine weitere Angabe im Posten Eventualverbindlichkeiten nicht geboten.

Die Flughafen Wien AG haftet weiters gegenüber der Raiffeisenbank International sowie der BAWAG für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit kurzfristigen Finanzierungen in der Höhe von € 100,0 Mio. ("Loan agreements") sowie in der Höhe von € 25,0 Mio. ("Working Capital Facility") für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. Derzeit sind in Summe € 124,0 Mio. aushaftend. Da diese Finanzierungen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet sind, ist eine weitere Angabe im Posten Eventualverbindlichkeiten nicht geboten.

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2013 aushaftenden Obligo von € 9,0 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung

Beträge in T€ 2013 2012
Airporterträge 306.981,7 292.971,9
Abfertigungserträge 140.882,3 144.532,7
Aviation Umsatz 447.864,0 437.504,5
Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge 115.090,1 112.070,9
Übrige Erträge 40.800,7 43.000,2
Non Aviation Umsatz 155.890,8 155.071,0
Umsatzerlös gesamt 603.754,8 592.575,6
davon verbundene Unternehmen 13.602,3 13.775,2

Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.

Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 2,4 % auf T€ 447.864,0 ist unter anderem auf höhere Sicherheitsentgelte sowie geringere Ermäßigungen zurückzuführen.

Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 0,5 % auf T€ 155.890,8 und resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatz- und Raummieten inklusive Werbeflächen.

Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 um 9,5 % auf T€ 196.880,8 (2012: T€ 217.550,9). Die Reduktion ist auch auf geringere Dotierungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund von Parameteränderungen (Fluktuation) sowie der Zinssatzentwicklung zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Löhne reduzierten sich um T€ 2.519,9 auf T€ 81.613,6; die Aufwendungen für Gehälter sanken um T€ 53,2 auf T€ 63.829,8. Die Reduzierung der Löhne ist auf einen niedrigeren durchschnittlichen Personalstand, geringere Einmalzahlungen sowie gesunkene Dotationen für Jubiläumsgelder zurückzuführen. Die Gehälter reduzierten sich durch geringere geleistete Überstunden sowie gesunkene Dotationen für Jubiläumsgelder.

Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:

Beträge in T€ 2013 2012
Veränderungen Abfertigungsrückstellung 839,3 12.231,1
Zahlungen für Abfertigungen (inkl. freiwillige Abfertigung) 4.034,5 7.320,5
Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse 1.221,2 1.191,8
Summe Aufwendungen für Abfertigungen 6.095,0 20.743,4

Die Abschreibungen erhöhten sich um 16,9 % bzw. T€ 17.270,1 auf T€ 119.498,7 gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene planmäßige Abschreibungen

des Check-in 3 zurückzuführen. Gegenläufig wirkt die Reduktion der außerplanmäßigen Abschreibungen T€ 5.116,0 (Vorjahr: T€ 10.874,0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ 2013 2012
Instandhaltungen 54.992,7 26.466,1
Leistungen verbundene Unternehmen 52.424,6 48.143,9
Marketing und Marktkommunikation 19.326,1 17.789,6
Fremdleistungen 12.321,5 14.473,5
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 5.698,6 5.023,4
Sonstige Betriebskosten 4.207,5 7.077,4
Versicherungsaufwand 3.254,1 3.243,5
Fahrt, Reise- und Ausbildungskosten 1.715,7 1.302,3
Transporte 1.544,7 428,1
Miete und Pacht 1.389,4 3.991,6
Zuweisungen zu Wertberichtigungen 1.161,9 4.939,1
Post- und Telekomaufwand 1.137,2 1.307,1
Verluste aus Anlagenabgängen 146,9 1.809,5
Schadensfälle 109,2 4.353,1
Übrige Aufwendungen 2.432,8 2.712,6
Summe 161.862,9 143.060,9

Zu den auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird auf die diesbezüglichen Angaben im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG verwiesen.

Der Finanzerfolg beläuft sich auf minus T€ 2.104,5 (2012: T€ -24.986,8) und setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ 2013 2012
Erträge aus Beteiligungen 19.821,4 6.066,3
davon aus verbundenen Unternehmen 19.738,7 5.983,6
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 828,1 1.523,3
davon aus verbundenen Unternehmen 820,8 1.517,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.864,2 4.629,3
davon aus verbundenen Unternehmen 1.219,9 1.826,8
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen
1.745,4 1.563,9
davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
645,4 733,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -27.363,7 -38.769,7
davon aus verbundenen Unternehmen -4.669,0 -16.479,4
Summe -2.104,5 -24.986,8

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 2.294,7 (2012: T€ 1.503,6) enthalten.

Die Flughafen Wien AG ist seit 2005 Gruppenträger einer Steuergruppe gemäß § 9 KStG. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen T€ 10.490,0 (2012: T€ 10.934,3) und betreffen den Steueraufwand des Gruppenträgers für das laufende Geschäftsjahr sowie einen aperiodischen Aufwand in Höhe von T€ 300,0.

Sonstige Angaben

Organe und Arbeitnehmer

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

Dr. Gabriele DOMSCHITZ Mag. Bettina GLATZ-KREMSNER Mag. Erwin HAMESEDER Komm. Rat Dr. Burkhard HOFER Ing. Ewald KIRSCHNER Dr. Franz LAUER (bis 30.4.2013) Prof. Hans-Jörgen MANSTEIN (bis 30.4.2013) Komm. Rat Prof. Alfons METZGER (bis 30.4.2013) Dkfm. Dr. Claus J. RAIDL (bis 30.4.2013) Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER Dr. Karin REST, MBA (ab 30.04.2013) Mag. Gerhard STARSICH (ab 30.04.2013) DI Herbert PAIERL (ab 30.04.2013) Mag. Robert LASSHOFER (ab 30.04.2013)

Vom Betriebsrat wurden delegiert:

Ing. Manfred BIEGLER Thomas SCHÄFFER Heinz WESSELY Heinz STRAUBY Michael STRASSEGGER

Als Aufsichtsratsvorsitzender fungierte:

Ing. Ewald KIRSCHNER (ab 30.04.2013) Mag. Erwin HAMESEDER (bis 30.4.2013)

Als dessen Stellvertreter wirkten:

Mag. Erwin HAMESEDER (ab 30.04.2013) Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER Ing. Ewald KIRSCHNER (bis 30.4.2013)

Als Vorstandsdirektoren wirkten im Geschäftsjahr 2013:

Mag. Julian JÄGER Mag. Dr. Günther OFNER

Der durchschnittliche Personalstand (ohne Vorstandsmitglieder) betrug:

2013 2012
Arbeiter 2.151 2.220
Angestellte 1.065 1.046
Arbeitnehmer insgesamt 3.216 3.266

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 folgende Vergütungen:

Bezüge Vorstand 2013 (Auszahlungen)

in T€ fixe Bezüge erfolgs
abhängige
Bezüge für
2012
Sachbezüge Gesamt
bezüge
Dr. Günther Ofner 253,7 183,2 7,2 444,2
Mag. Julian Jäger 253,7 183,2 7,2 444,2
507,5 366,5 14,4 888,4

Bezüge Vorstand 2012 (Auszahlungen)

in T€ fixe Bezüge erfolgs
abhängige
Bezüge für
2011
Sachbezüge Gesamt
bezüge
Dr. Günther Ofner 252,7 80,8 7,2 340,8
Mag. Julian Jäger 252,7 80,8 7,1 340,7
505,5 161,6 14,3 681,5

Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2012, die im Jahr 2013 ausbezahlt wurden.

Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15 % des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden T€ 70,8 (2012: T€ 44,6) für jeden Vorstand einbezahlt.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 606,8 (2012: T€ 1.169,4).

Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 296,7 (2012: T€ 205,3), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 7.853,3 (2012: T€ 25.552,7) an.

Die Vergütungen für Sitzungsgelder (Zahlungen) an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2013 T€ 115,9 (2012: T€ 107,8).

An mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.

schwechat, am 07. märz 2014

Der Vorstand:

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied,cFO Vorstandsmitglied, cOO

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Jänner 2013 bis 31. Dezember 2013

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens in € Stand
01.01.2013
Zugänge
direkt
Umbuchung Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 38.157.019,56 1.352.295,35 283.369,53 187.646,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund
1.403.409.200,73 18.924.079,86 15.779.837,40 22.089.759,08
2. technische Anlagen und Maschinen 772.667.076,27 8.828.060,74 9.464.107,15 24.288.577,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
224.262.540,83 16.839.653,72 1.006.127,72 10.987.050,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in
Bau
72.939.729,09 22.441.216,43 -26.533.441,80 22.454,92
Summe 2.473.278.546,92 67.033.010,75 -283.369,53 57.387.842,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 192.456.648,10 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
48.784.458,36 0,00 0,00 5.162.765,35
3. Beteiligungen 9.116.686,50 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage
vermögens
3.062.403,01 86.368,06 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 720.333,13 44.406,38 0,00 260.264,80
Summe 254.140.529,10 130.774,44 0,00 5.423.030,15
Gesamt 2.765.576.095,58 68.516.080,54 0,00 62.998.518,79
-645.354,00 0,00 46.302.906,55 41.785.495,20 0,00 1.836.197,81 43.621.693,01
0,00 0,00 9.116.686,50 9.116.686,50 0,00 0,00 9.116.686,50
0,00 0,00 3.062.403,01 3.148.771,07 0,00 0,00 3.148.771,07
0,00 0,00 720.333,13 504.474,71 0,00 0,00 504.474,71
-645.354,00 0,00 249.958.977,29 245.312.075,58 0,00 3.536.197,81 248.848.273,39
-645.354,00 119.498.742,84 1.799.812.899,93 1.722.014.391,60 0,00 1.049.079.265,73 2.771.093.657,33
  1. Anteile an verbundenen Unternehmen 192.456.648,10 0,00 0,00 0,00 192.456.648,10 1.700.000,00 0,00 190.756.648,10 190.756.648,10 0,00 0,00
1.416.023.358,91 337.065.807,44 -168.092,64 1.078.957.551,47 1.115.688.057,42 53.928.344,63 0,00
766.670.666,62 523.553.847,91 6.429,12 243.116.818,71 268.579.438,92 40.028.012,99 0,00
231.121.271,70 158.186.904,95 161.663,52 72.934.366,75 77.581.648,66 21.727.014,54 0,00
68.825.048,80 0,00 0,00 68.825.048,80 72.939.729,09 0,00 0,00
2.482.640.346,03 1.018.806.560,30 0,00 1.463.833.785,73 1.534.788.874,09 115.683.372,16 0,00
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte
kumulierte
Stand Abschreibungen Umbuchungen Stand Stand Abschreibung Zuschreibung
Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 Abschreibungen 31.12.2013 01.01.2013 Geschäftsjahr Geschäftsjahr
187.646,53 39.605.037,91 26.736.507,62 0,00 12.868.530,29 15.065.048,55 3.815.370,68 0,00

Ent wicklung der Bewer tungsreser ve aufgr und von Sonderabschreibungen

Anlage 2 zum Anhang

Beträge in € Stand
01.01.2013
Verbrauch
zur De
ckung der
direkten
Abschrei
bung
Auflösung
zu abge
gangenen
Anlagen
Dotierung Stand
31.12.2013
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und
Bauten
1.227.601,23 0,00 0,00 0,00 1.227.601,23
2. technische Anlagen
und Maschinen
1.093.125,93 16.538,37 16.549,19 0,00 1.060.038,37
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
2.177.553,33 368.640,42 41.112,72 0,00 1.767.800,19
Gesamt 4.498.280,49 385.178,79 57.661,91 0,00 4.055.439,79

Ent wicklung der Bewer tungsreser ve aufgr und von Übertragung stiller Reserven gemäß § 12 EStG

Anlage 3 zum Anhang

Beträge in € Stand
01.01.2013
Verbrauch zur
Deckung der
direkten
Abschreibung
Dotierung Stand
31.12.2013
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.020.846,83 1.453,18 0,00 5.019.393,65
Gesamt 5.020.846,83 1.453,18 0,00 5.019.393,65

Entwicklung der sonstigen unversteuerten Rücklagen

Anlage 4 zum Anhang

Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG

Beträge in € Stand
1.1.2013
Auflösung Dotierung Stand
31.12.2013
1994 0,00 0,00 0,00 0,00
1996 0,00 0,00 0,00 0,00
1997 0,00 0,00 0,00 0,00
1998 0,00 0,00 0,00 0,00
2000 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15
Gesamt 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15

Ent wicklung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Anlage 5 zum Anhang

Beträge in € Stand
01.01.2013
Abgang Auflösung Dotierung Stand
31.12.2013
I. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und
Bauten
1.422.539,01 0,00 171.457,55 0,00 1.251.081,46
2. technische Anlagen
und Maschinen
160.585,13 0,00 38.676,37 0,00 121.908,76
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
68.313,22 0,00 13.456,12 0,00 54.857,10
Gesamt 1.651.437,36 0,00 223.590,04 0,00 1.427.847,32

To c h t e r u n t e r n e h m e n u n d B e t e i l i g u n g e n d e r Flughafen Wien AG 1

Anlage 6 zum Anhang

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung
von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und
Gebäuden am Gelände der Flughafen Wien AG.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 85.731,1 88.837,2
Umsatzerlöse 17.042,1 16.661,0

Jahresüberschuss 8.417,9 11.522,7

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm
für alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an.
Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehil
fentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im
Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 5.583,4 5.583,4
Umsatzerlöse 12.180,5 12.133,0
Jahresüberschuss 2.293,7 1.503,6

1) Österreichische Gesellschaften nach UGB

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroan
lagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor
gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer
Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
in T€ 2013 2012
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 2.500,6 2.573,3
Umsatzerlöse 19.024,5 15.218,4
Jahresüberschuss 1.195,3 1.175,9

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE

Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.

in T€ 2013 2012
Eigenkapital 17.695,5 11.545,0
Umsatzerlöse 51.441,5 47.200,6
Jahresüberschuss 10.131,1 4.085,8

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesell
schaften BPIB, VOPE, MAZUR & VWTC welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwick
lung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 26.069,1 23.614,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 2.454,7 -25.243,2

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell

schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.

in T€ 2013 2012
Eigenkapital 57.668,9 57.634,2
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 34,7 37,8

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H (VIE-Shops)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 1,6 4,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -2,9 -3,6

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrs
unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie der Betrieb von
Check-In Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit der Gepäcklogistik für Flug
passagiere; die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von
Verkehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 15.551,3 13.823,3
Umsatzerlöse 10.844,8 10.364,7

Jahresüberschuss 1.727,2 1.445,6

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Überein

stimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

in T€ 20131 2012
Eigenkapital 557,3 629,8
Umsatzerlöse 813,1 845,6
Jahresfehlbetrag -46,5 -18,8

1) vorläufige Werte

BTS Holding a.s. "v likvidacii"(BTSH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 33,25% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
halten.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Eigenkapital 3.369,4 3.400,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag / -überschuss -31,1 2.296,4

K SC Holding a.s. (K SCH)

Sitz: Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE 52,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben der Hal
tung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungslei
stungen.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Eigenkapital 30.542,0 30.052,7
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 489,3 901,7

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen
aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 448,1 688,9
Umsatzerlöse 3.793,8 6.250,1
Jahresüberschuss 407,2 310,6

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz: Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen.
in T€ 2013 2012
Eigenkapital 14,0 23,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -9,5 -25,9

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Luqa, Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE 0,05 % VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta
Finance Ltd.
IFRS-Werte in T€ 2013 2012
Eigenkapital 14.142,9 7.958,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresüberschuss 6.184,1 7.008,6

Erklärung des Vorstands

nach § 82 Börseg

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der vermögens-, Finanz- und Ertragslage des unternehmens vermittelt und dass der lagebericht den geschäftsverlauf, das geschäftsergebnis und die lage des unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der lagebericht die wesentlichen risiken und ungewissheiten beschreibt, denen das unternehmen ausgesetzt ist.

schwechat, 07. März 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger vorstandsmitglied, CFo vorstandsmitglied, Coo

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verant wor tung der geset zlichen Ver treter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwor tung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanz¬lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 10. März 2014

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Impressum

Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

http://www.viennaairport.com

DVr: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Leitung: mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 e-mail: [email protected] mario santi Telefon: +43/1/7007-22826 e-mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 e-mail: [email protected]

Pressestelle

peter Kleemann, mAs Telefon: +43/1/7007-23000 e-mail: [email protected]

Hersteller

ueberreuter print GmbH 2100 Korneuburg

Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://ir.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: http://www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: http://www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: http://www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: http://www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): http://www.viemediation.at

Dieser Geschäftsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von Corporate Publishing und Media Solutions VGN (Leitung: martin moser) produziert.

Konzeption, Gestaltung und Produktion: Dieter Dalinger, Gabriele rosenzopf, msc Layout und Tabellensatz: petra meier Vorstandsporträts: Leszek Wisniewski Infografik: rene Gatti, Gabriele rosenzopf, msc Lektorat: Thomas Lederer

Disclaimer: Dieser Geschäftsbericht enthält Annahmen und prognosen, die wir auf Basis aller uns bis redaktionsschluss am 07. märz 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. sollten die den prognosen zugrunde liegenden einschätzungen nicht eintreffen oder risiken, wie die im risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die pDF-Ausgabe des Geschäftsberichts 2013 der Flughafen Wien AG finden sie auf unserer Homepage: http://ir.viennaairport.com unter dem menuepunkt: publikationen und Berichte. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche schreibweise verwendet. selbstverständlich sind damit Frauen und männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Geschäftsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

www.viennaairport.com

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