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Flughafen Wien AG

Annual Report Mar 21, 2012

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2011

Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

n Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

Veränd.
2011 in % 2010 2009 2008
Gesamtumsatz 582,0 9,0 533,8 501,7 548,1
davon Airport 294,6 13,3 260,0 226,5 250,8
davon Handling 160,5 -2,9 165,2 169,8 186,3
davon Retail & Properties 110,6 18,2 93,6 88,8 94,6
davon Sonstige Segmente 16,1 11,3 14,5 16,2 15,8
EBITDA 189,0 12,4 168,1 166,5 201,9
EBITDA-Margin (in %)1) 32,5 - 31,5 33,2 36,8
EBIT 67,2 -34,3 102,3 99,6 133,3
EBIT-Margin (in %)2) 11,5 - 19,2 19,9 24,3
ROCE (in %)3) 3,2 - 5,1 5,4 8,4
Konzernergebnis nach Minderheiten 31,6 -58,3 75,7 73,4 91,1
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 178,9 5,4 169,7 155,5 148,4
Eigenkapital 811,4 -1,4 823,0 794,8 776,4
Eigenkapitalquote (in %) 37,7 - 41,2 42,7 44,7
Nettoverschuldung 751,7 12,8 666,3 613,9 507,3
Bilanzsumme 2.150,2 7,6 1.998,5 1.860,9 1.735,3
Gearing (in %) 92,6 - 81,0 77,2 65,3
Investitionen4) 260,2 78,8 145,5 223,6 298,1
Ertragsteuern 13,5 -41,5 23,0 22,7 27,8
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt5) 4.525 6,1 4.266 4.148 4.266
n
Branchenspezifische Verkehrskennzahlen
MTOW (in Mio. Tonnen)6) 8,3 3,7 8,0 7,3 7,8
Gesamtpassagiere (in Mio.) 21,1 7,2 19,7 18,1 19,7
davon Transferpassagiere (in Mio.) 6,5 10,2 5,9 5,5 5,9
Flugbewegungen 246.157 0,0 246.146 243.430 266.402
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 277.784 -6,2 295.989 254.006 267.985
Sitzladefaktor (in %)7) 69,6 - 68,9 68,7 68,2
n
Börsetechnische Kennzahlen
Anzahl ausgegebener Aktien (in Mio.) 21 0,0 21 21 21
KGV (per 31.12.) 19,4 36,8 14,2 10,0 7,3
Gewinn je Aktie (in €) 1,50 -58,4 3,61 3,49 4,34
Dividende je Aktie (in €)8) 1,00 -50,0 2,00 2,10 2,60
Dividenden-Rendite (per 31.12.; in %) 3,4 - 3,9 6,0 8,2
Pay-out-Ratio (in % vom Jahresgewinn) 66,5 - 55,5 60,1 59,9
Marktkapitalisierung (per 31.12.; in € Mio.) 614,3 -42,9 1.075,8 730,8 666,8
Börsenkurs: Höchstwert (in €) 51,98 1,5 51,23 38,84 81,69
Börsenkurs: Tiefstwert (in €) 25,70 -22,4 33,11 19,06 26,00
Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €) 29,25 -42,9 51,23 34,80 31,75

Erläuterungen: 1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse, 2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse, 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed, 4) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer, 6) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge, 7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität, 8) Dividende 2011: Vorschlag an die Hauptversammlung, 9) Per 21. März 2011 Umstufung der VIE Aktie vom ATX in den ATX Prime

Marktgewichtung ATX (per 31.12.; in %)9) - - 1,4 1,5 2,1

Jahresfinanzbericht 2011 Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Inhalt

Flughafen-Wien-Gruppe

Konzernlagebericht 2011

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Verkehrsentwicklung
  • Umsatzentwicklung
  • Ertragslage
  • Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur
  • Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • Prognosebericht
  • Nachtragsbericht

Konzernabschluss 2011

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Anhang

Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz

Bestätigungsvermerk

Einzelabschluss der Flughafen Wien AG

Lagebericht 2011

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien
  • Umsatz
  • Ertragslage
  • Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur
  • Investitionen
  • Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • Prognosebericht
  • Nachtragsbericht

Jahresabschluss 2011

  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang
  • Anlagen zum Anhang

Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz

  • Bestätigungsvermerk
  • Impressum

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der wirtschaftliche Erfolg eines Flughafens wird von mehreren externen Faktoren beeinflusst. Zum einen korreliert die für einen Flughafen essenzielle Luftverkehrsfrage mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nicht vorhersehbare Ereignisse – wie der isländische Vulkanausbruch im Jahr 2010 – können jedoch zu einem Einbruch der Reisetätigkeit führen, der nicht im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung steht. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Tourismuswirtschaft ausschlaggebend für einen Flughafen, da sie das Luftverkehrsaufkommen wesentlich beeinflusst.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2011 war von einer Verlangsamung des Wachstums ab dem 3. Quartal geprägt. Für 2011 geht die Weltbank von einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,2 % aus nach 3,8 % im Vorjahr. Der Euroraum erreichte 2011 lediglich das verhaltene Vorjahresniveau von 1,7 %. Vergleichsweise positiv entwickelte sich die österreichische Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 3,3 %.

Ein weiterer wesentlicher Indikator für die globale Konjunkturlage ist das Volumen des Welthandels von Gütern und Dienstleistungen. Auch hier fand 2011 eine deutliche Abschwächung des Zuwachses im Vergleich zum Vorjahr statt. Laut Internationalem Währungsfonds betrug das Wachstum des Welthandels 7,5 % nach 12,8 % des Jahres 2010.

Der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entsprechend hielten sowohl die europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Federal Reserve (FED) an ihrer Niedrigzinspolitik fest.

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

Die österreichische Tourismuswirtschaft konnte laut Statistik Austria 2011 schwache Zuwächse verzeichnen. Bei den Nächtigungen stieg der Anteil ausländischer Touristen um 0,9 % auf insgesamt über 90 Millionen Nächtigungen. Die stärksten Zuwächse konnten bei Schweizer Touristen (+12,6 %) und Gästen aus Russland (+25,6 %) verzeichnet werden. Ein Anstieg wurde auch bei Touristen aus Belgien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Ungarn, Polen und Rumänien registriert. Bei deutschen Urlaubern, der größten und wichtigsten Gruppe, wurde ein leichter Rückgang von 1,6 % festgestellt.

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die österreichische Reisetätigkeit entwickelte sich im Jahr 2011 äußerst positiv. Im Sommer 2011 (Juli–September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, wurden laut Statistik Austria rund 6,5 Millionen Urlaubsreisen unternommen. Im Vergleich zum Sommer 2010 wurde somit eine Zunahme von 5,4 % verzeichnet. Rund 57,2 % der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahren machten im Sommer 2011 zumindest eine Reise: 2,3 Millionen Kurzurlaubsreisen stehen 4,2 Millionen Haupturlaubsreisen mit vier oder mehr Nächtigungen gegenüber. Allerdings stieg die Anzahl der Kurzurlaubsreisen mit 11,3 % stärker als die der Haupturlaubsreisen mit 2,4 %. 18,9 % der Reisenden wählten das Flugzeug, um die gewählte Urlaubsdestination zu erreichen. 55,4 % der Urlauber verreisten ins Ausland – wobei Italien (23,8 %), Kroatien (17,5 %), Deutschland (13,2 %), Spanien (6,7 %) und Griechenland (5,2 %) die populärsten Destinationen waren.

Korrelation von Konjunktur- und Luftverkehrsentwicklung

Die Entwicklung der Luftverkehrsindustrie korreliert in hohem Maß mit ökonomischen Zyklen und wird von wirtschaftlichen Krisen substanziell beeinflusst. Sowohl der Fracht- als auch der Reisemarkt für Fluganbieter hängen wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone ab.

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien im europäischen Vergleich

2011 verzeichneten die europäischen Flughäfen ein Passagierwachstum von durchschnittlich 7,3 %1). Der Flughafen Wien verzeichnete ein Wachstum von 7,2 % und hat sich damit im europäischen Durchschnitt entwickelt. Während sich die Anzahl der Transferpassagiere um 10,2 % auf 6.521.292 Passagiere erhöhte, stieg das Lokalpassagiervolumen um 6,0 % auf 14.529.317 Passagiere. Insgesamt wurden im Jahr 2011 am Flughafen Wien 21.106.292 Passagiere gezählt. Die Flugbewegungen sind im europäischen Vergleich um 4,1 % gestiegen. Am Flughafen Wien befanden sich die Bewegungen auf dem Niveau des Vorjahres. Trotz des starken Passagierwachstums im Jahr 2011 blieb die Servicequalität am Flughafen Wien auf sehr hohem Niveau. Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den pünktlichsten Airports Europas und liegt noch vor den anderen Lufthansa-Hubs München, Zürich und Frankfurt.

Passagiere Veränd. zu Flug- Veränd. zu
in Tausend 2010 in % bewegungen 2010 in %
London1) 121.148,4 4,9 858.290 4,1
Frankfurt 56.436,3 6,5 477.113 5,3
Paris2) 88.109,6 6,0 735.422 4,1
Amsterdam 49.754,9 10,0 420.249 8,8
Madrid 49.644,3 -0,4 428.298 -1,0
Rom 37.651,2 3,9 324.132 0,2
München 37.763,7 8,8 388.044 5,5
Mailand3) 36.772,2 5,7 181.491 3,7
Zürich 24.335,7 6,6 238.559 4,7
Wien 21.106,3 7,2 244.611 0,1
Prag 11.788,6 2,0 147.689 -3,3
Budapest 8.911,3 9,0 104.763 4,3

n Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen 2011 im Vergleich

1) London Heathrow, Gatwick und Stansted

2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly

3) Mailand Malpensa, Linate, Bergamo

Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2011

Trotz der negativen Folgen der Ereignisse in Japan (Fukushima) und Nordafrika (Revolutionen in Libyen und Ägypten) wurde das ursprünglich prognostizierte Wachstum von 5 % deutlich übertroffen. Ursache dafür sind auch weggefallene negative Effekte des Vorjahres wie der strenge Winter 2010 sowie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Die Anzahl der Flugbewegung befand sich mit 246.157 Bewegungen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 3,7 % auf 8.269.850 Tonnen. Diese positive Entwicklung – prognostiziert wurde lediglich eine Steigerung von 3,0 % – erklärt sich durch den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge. Der Sitzladefaktor belief sich 2011 auf 69,6 % nach 68,9 % in der Vorperiode.

Im Geschäftsjahr 2011 betrug die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) 277.784 Tonnen und damit um 6,2 % weniger als im Vorjahr. Ursache dieses Rückgangs sind die außergewöhnlichen Zuwächse bei der Luftfracht im Jahr 2010, das Aussetzen einiger Cargo-Rotationen sowie die Einstellung des Flugbetriebs von Air China Cargo und Jade Cargo International. Die Luftfracht verzeichnete mit 199.809 Tonnen einen Rückgang von 8,9 %. Das Trucking erhöhte sich leicht um 1,7 % auf 77.976 Tonnen.

Im Berichtsjahr 2011 bedienten Fluglinien vom Flughafen Wien aus im Linienverkehr 174 (Vorjahr: 177) Destinationen. Mit 44 angeflogenen Destinationen (Vorjahr: 46) entfällt ein großer Teil auf osteuropäische Flughäfen, wodurch sich der Flughafen Wien weiterhin als führende Ost-West-Drehscheibe positionierte. Das Verkehrswachstum nach Osteuropa betrug überdurchschnittliche 14,9 % – insgesamt entspricht das einem Anteil von 19,1 % an den gesamten abfliegenden Passagieren. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 3,5 %, jener in den Fernen Osten um 7,0 %.

Bei den Anteilen der Regionen am Passagieraufkommen kam es im Berichtsjahr zu keinen wesentlichen Änderungen im Vergleich zur Vorperiode. Lediglich Osteuropa konnte durch das überdurchschnittliche Verkehrswachstum von 14,9 % in den osteuropäischen Raum seinen Anteil am Gesamtpassagieraufkommen um 1,2 Prozentpunkte auf 19,1 % ausbauen. Den stärksten Anteil hat nach wie vor Westeuropa mit 69,2 %. Die stärksten Destinationen in Westeuropa sind Frankfurt, London, Zürich und Paris, in Osteuropa die Destinationen Moskau, Bukarest und Sofia. Die meisten Passagiere auf der Langstrecke konnte Bangkok mit 103.359 Fluggästen verbuchen, gefolgt von New York mit 84.325 und Tokio mit 72.222 Passagieren.

n Passagieraufkommen 2011 nach Regionen

Regionen 2011 A nteil in %
Westeuropa 7.122.059 69,23
Osteuropa 1.964.997 19,10
Ferner Osten 408.047 3,97
Naher/Mittlerer Osten 493.594 4,80
Nordamerika 207.473 2,02
Afrika 88.990 0,87
Südamerika 2.225 0,02
Gesamt 10.287.385 100,00

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete 2011 einen Passagierzuwachs von 5,2 % und ist mit einem Anteil von 50,0 % (Vorjahr: 50,9 %) am Passagieraufkommen nach wie vor der dominierende Home Carrier am Flughafen Wien. Der Low-Cost-Carrier NIKI konnte auch im Berichtsjahr 2011 seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien weiter ausbauen. NIKI verzeichnete ein Passagierwachstum von 15,1 % und erhöhte damit seinen Anteil an den Gesamtpassagieren auf 11,6 %. Weitere acht (Vorjahr: 8) Low-Cost-Carrier flogen den Flughafen Wien regelmäßig an. Die Low-Cost-Carrier (inkl. NIKI) erzielten mit 4.583.800 Passagieren eine absolute Steigerung von 5,2 % (Vorjahr: 4,0 %). Ihr Marktanteil reduzierte sich jedoch von 22,1 % auf 21,7 %.

Insgesamt wurde der Flughafen Wien im Berichtsjahr 2011 von 73 Fluglinien regelmäßig angeflogen. Neu hinzugekommen sind u.a. Peoples Vienna Line, Cirrus Airlines, Transavia Airlines, Tap Portugal, Condor, Ural Airlines und SkyWork, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufnahmen. Gleichzeitig stellten sieben Airlines den Flugbetrieb nach Wien ein.

Tarif- und Incentive-Politik

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Tarifsystem an. Vorgenommene Anpassungen der Tarife erfolgen aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten Pricecap-Formelmodells. Diese Tarifanpassungen leiten sich letztendlich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1.1.2011:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif airside, Parktarif +1,29 %
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif landside +1,68 %
  • Infrastrukturtarif Betankung +1,80 %

Der PRM-Tarif blieb mit € 0,34/abfliegendem Passagier unverändert.

Gleichzeitig wurden in der General Aviation die Landetarife für Flugzeuge bis 4 Tonnen MTOW um 20 % angehoben, im Gegenzug wurden die Landetarife für Flugzeuge der General Aviation über 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % bis 0,7 % gesenkt.

Aufgrund der Änderungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG), insbesondere wegen der Bestimmung § 21 (1) LSG, hat die Flughafen Wien AG den Sicherheitstarif pro lokal abfliegendem Passagier mit € 6,89 und pro abfliegendem Transferpassagier mit € 4,49 festgesetzt. Mit dieser Änderung war eine Senkung des Fluggasttarifs um € 0,49 pro abfliegendem Passagier für das Jahr 2011 verbunden.

Um die Rolle des Flughafen Wien als Transferflughafen weiter zu forcieren, besteht seit vielen Jahren ein Transferincentive. Im Geschäftsjahr 2011 wurde dieser Incentive um € 1,15 pro abfliegendem Transferpassagier angehoben. Fluglinien, welche die Hubfunktion des Flughafen Wien nutzten, erhielten somit € 11,36 an Refundierungen pro abfliegendem Transferpassagier. Mit der Anhebung des Transferincentives wurde eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tarifsystems des Flughafens gesetzt. Um die Rolle des Flughafen Wien als Drehscheibe nach Osteuropa und in den Mittleren Osten weiter zu stärken, wurde im Geschäftsjahr das bestehende Wachstumsincentiveprogramm fortgesetzt. Es besteht aus dem Destinations- und Frequenzincentive sowie dem Frequenzdichteincentive und soll die Profilierung als internationaler Brückenkopf zwischen Ost und West unterstützen.

Umsatzentwicklung 2011

Im Berichtsjahr 2011 steigerte die Flughafen-Wien-Gruppe ihre Umsätze um 9,0 % auf € 582,0 Mio. Diese Erhöhung ist auf die positive Verkehrsentwicklung (abgeflogene Passagiere: + 7,2 %) und auf die Verrechnung des neuen Sicherheitstarifs zurückzuführen. Rückwirkend mit 1. Jänner 2011 traten die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitstarifs in Kraft, wodurch die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie der Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtssicherheitsgesetz abgelöst wurden.

Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Dementsprechend war auch im Geschäftsjahr 2011 das dritte Quartal mit einem Anteil von 26,6 % am Jahresumsatz das stärkste Quartal, gefolgt vom zweiten Quartal, das aufgrund des hohen Passagierwachstums einen Anteil von 25,6 % am Jahresumsatz aufweist. Der Anteil am Jahresumsatz des vierten Quartals beläuft sich auf 25,2 %, jener des ersten Quartals auf 22,6 %.

in € M
io.
Veränderung
2011 in % 2010 2009
Airport 294,6 13,3 260,0 226,5
Handling 160,5 -2,9 165,2 169,8
Retail & Properties 110,6 18,2 93,6 88,8
Sonstige Segmente 16,1 11,3 14,5 16,2
Konzernumsatz 582,0 9,0 533,8 501,7

n Konzernumsatz nach Segmenten

in € M
io.
2011 2010 2009
Landetarif 65,3 61,6 67,3
Fluggasttarif inkl. PRM 118,5 112,3 107,8
Infrastrukturtarif 27,5 25,6 23,7
Sicherheitskontrolle 0,0 12,7 9,6
Sicherheitstarif 68,1 0,0 0,0
Betankung 2,9 2,0 2,0
Sondergastdienste 6,5 6,0 5,4
Vermietungen 4,2 4,3 4,8
Passagier- und Gepäckkontrolle 0,3 29,6 2,0
Sonstiges 1,4 5,8 3,9
Umsatz Segment Airport 294,6 260,0 226,5

n Umsatz Segment Airport

Das Segment Airport erzielte im Berichtsjahr externe Umsatzerlöse in Höhe von € 294,6 Mio. (Vorjahr: € 260,0 Mio.). In Summe wurden € 68,1 Mio. aus dem Titel Sicherheit ("Sicherheitstarif") lukriert. Diese Einnahmen ersetzen die im Jahr 2010 ausgewiesenen Erlöse aus Sicherheitskontrollen in der Höhe von € 12,7 Mio. sowie die Erlöse aus Passagier- und Gepäckkontrollen in der Höhe von € 29,6 Mio. Die Erlöse aus dem Landetarif konnten um € 3,6 Mio. auf € 65,3 Mio. verbessert werden. Der Fluggasttarif ist im Vergleich zum Vorjahr um € 6,2 Mio. auf € 118,5 Mio. gestiegen. Auch der Infrastrukturtarif hat sich mit Erlösen in Höhe von € 27,5 Mio. (Vergleichsperiode: € 25,6 Mio.) positiv entwickelt. Mit einem Anteil von 50,6 % (Vorjahr: 48,7 %) leistete das Segment Airport unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz.

in € M
io.
2011 2010 2009
Vorfeldabfertigung 106,8 109,2 97,4
Frachtabfertigung 31,6 34,7 27,7
Sicherheitsdienstleistungen 4,2 3,4 27,1
Verkehrsabfertigung 10,6 10,7 10,1
General Aviation 7,2 7,2 7,4
Umsatz Segment Handling 160,5 165,2 169,8

n Umsatz Segment Handling

Das Segment Handling erzielte externe Umsatzerlöse in Höhe von € 160,5 Mio., was einem Rückgang von € 4,7 Mio. oder 2,9 % entspricht. Die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung sind um € 2,4 Mio. oder 2,2 % auf € 106,8 Mio. gesunken. Der Rückgang ist auf die geringeren Erlöse für Einzelleistungen zurückzuführen. Mit einem stabilen durchschnittlichen Marktanteil von 89,2 % (Vorjahr: 89,3 %) konnte sich der Bereich VIE-Abfertigung gegenüber dem Mitbewerber Fraport Ground Services Austria GmbH, welche neben Passagierabfertigung auch Vorfelddienste am Flughafen Wien erbringt, weiterhin sehr gut behaupten. Mit Ende des Jahres wurde diese Gesellschaft von Fraport an die türkische Celebi-Gruppe verkauft. Somit ist Celebi Ground Handling Austria GmbH neben dem Ground Handling des Flughafen Wien ab Dezember 2011 der zweite Anbieter von Bodenabfertigungsdiensten am Vorfeld. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung sind um 8,8 % auf € 31,6 Mio. zurückgegangen. Dies ist auf die Entwicklung des Frachtvolumens (Luftfracht: -8,9 %, Trucking: +1,7 %) zurückzuführen. Der Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Fracht hat sich im Durchschnitt um 0,8 Prozentpunkte auf 94,8 % erhöht. Die Umsätze aus der Verkehrsabfertigung und aus der General Aviation sind mit € 10,6 Mio. bzw. € 7,2 Mio. (Vorjahr: € 10,7 Mio. bzw. € 7,2 Mio.) nahezu unverändert. Aus den Sicherheitsdienstleistungen konnten Umsätze in der Höhe von € 4,2 Mio. (+23,0 %) lukriert werden. In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 27,6 % (Vorjahr: 31,0 %).

n Umsatz Segment Retail & Properties

in € M
io.
2011 2010 2009
Parkerträge 37,7 34,8 30,7
Vermietung 36,9 31,8 33,6
Shopping/Gastronomie 36,1 26,9 24,5
Umsatz Segment Retail & Properties 110,6 93,6 88,8

Die Umsätze des Segments Retail & Properties beliefen sich im Jahr 2011 auf € 110,6 Mio. nach € 93,6 Mio. im Vorjahr. Während die Umsätze aus dem Parken um 8,1 % auf € 37,7 Mio. gestiegen sind, verzeichneten die Umsätze aus Vermietung einen Anstieg um 15,8 % auf € 36,9 Mio. Aufgrund der Verkehrsentwicklung und der Neuverhandlung von Verträgen sind die Umsätze aus Shopping und Gastronomie um 34,1 % auf € 36,1 Mio. gestiegen. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 162,3 Mio. nach € 153,6 Mio. im Vorjahr. In Summe beträgt der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz 19,0 % (Vorjahr: 17,5 %).

n Umsatz Sonstige Segmente

in € M
io.
2011 2010 2009
Ver- und Entsorgung 6,4 6,1 7,5
Telekommunikation und EDV 3,2 3,3 3,7
Materialwirtschaft 2,2 1,7 1,5
Elektrotechnik 1,4 0,3 0,7
Facility Management 1,1 1,2 1,3
Werkstätten 0,3 0,3 0,3
Sonstiges 1,6 1,5 1,2
Umsatz Sonstige Segmente 16,1 14,5 16,2

Die externen Umsätze des Berichtssegments "Sonstige Segmente" konnten von € 14,5 Mio. auf € 16,1 Mio. verbessert werden. Darunter fallen Umsätze der Ver- und Entsorgung in Höhe von € 6,4 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.), Umsätze aus Telekommunikation und EDV-Dienstleistungen von € 3,2 Mio. (Vorjahr: € 3,3 Mio.), Umsätze für technische Dienstleistungen von € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.) sowie Materiallieferungen von € 2,2 Mio. (Vorjahr: € 1,7 Mio.). Die Leistungen des Facility Managements, die von den Werkstätten erbrachten Dienstleistungen sowie die externen Erlöse der vollkonsolidierten Auslandsbeteiligungen liegen mit insgesamt € 1,9 Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In Summe beträgt der Anteil der Sonstigen Segmente am Konzernumsatz 2,8 % (Vorjahr: 2,7 %).

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe für das Geschäftsjahr 2011 im Überblick:

  • Steigerung der Umsatzerlöse um 9,0 % auf € 582,0 Mio.
  • Betriebsleistung plus 9,5 % auf € 602,4 Mio.
  • Erhöhung des Betriebsaufwands ohne Abschreibungen um 8,2 % auf € 413,4 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 12,4 % auf € 189,0 Mio.
  • Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um € 0,5 Mio. auf € 66,3 Mio.
  • Außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 55,5 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) minus 34,3 % auf € 67,2 Mio.
  • Rückgang des Finanzergebnisses um € 18,5 Mio. auf minus € 22,2 Mio. aufgrund der Wertminderung von at-Equity-bilanzierten Beteiligungen
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) minus 54,4 % auf € 45,0 Mio.
  • Periodenergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen minus 58,3 % auf € 31,6 Mio.
  • Anteil der Gesellschafter der Flughafen Wien AG am Periodenergebnis minus € 44,1 Mio. auf € 31,6 Mio.

n Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Veränderung
in € M
io.
2011 in % 2010 2009
Umsatzerlöse 582,0 9,0 533,8 501,7
Sonstige betriebliche Erträge 20,4 24,8 16,4 15,4
Betriebsleistung 602,4 9,5 550,2 517,1
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen 413,4 8,2 382,1 350,6
EBITDA 189,0 12,4 168,1 166,5
Abschreibungen 121,8 85,1 65,8 66,9
EBIT 67,2 -34,3 102,3 99,6
Finanzergebnis -22,2 508,0 -3,6 -3,6
EBT 45,0 -54,4 98,7 96,0
Steuern 13,5 -41,5 23,0 22,7
Periodenergebnis 31,6 -58,3 75,7 73,3
davon Ergebnis nicht beherrschender Anteile 0,0 -27,2 0,0 0,0
davon Ergebnis Muttergesellschaft 31,6 -58,3 75,7 73,4
Gewinn je Aktie in EUR 1,50 -58,4 3,61 3,49

n Segmentergebnisse 2011

R etail & S onstige N icht
in € M
io.
Airport H andling Properties S egmente zuordenbar Konzern
Betriebsleistung 334,3 218,3 129,8 103,7 8,9 602,4
Betriebsaufwand 277,2 218,1 99,4 99,0 34,0 535,2
EBIT 57,1 0,2 30,3 4,7 -25,1 67,2

Im Jahr 2011 stiegen die Umsatzerlöse um 9,0 % auf € 582,0 Mio. Details dazu siehe ab Seite 9. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Geschäftsjahr 2011 um € 4,1 Mio. auf € 20,4 Mio. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens haben sich die aktivierungspflichtigen Leistungen, die neben der Flughafen Wien AG auch von den beiden Tochtergesellschaften VIE-ÖBA GmbH und

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH erbracht werden, um € 5,4 Mio. erhöht. Die anderen sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. gesunken. In Summe wurde eine Betriebsleistung von € 602,4 Mio. (Vorjahr: € 550,2 Mio.) erzielt.

Betriebsaufwand von € 535,2 Mio.

Veränderung
2011 in % 2010 2009
42,1 -0,7 42,3 37,5
258,5 8,5 238,1 215,4
112,9 11,1 101,6 97,7
121,8 85,1 65,8 66,9
535,2 19,5 447,9 417,5

n Entwicklung Betriebsaufwand

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen waren mit € 42,1 Mio. um 0,7 % niedriger als im Vorjahr. Während die Aufwendungen für Enteisungsmittel, Treibstoff und sonstiges Material um € 4,1 Mio. auf € 18,3 Mio. gesunken sind, haben sich die Aufwendungen für Energie (Strom, Fernwärme) um € 0,6 Mio. auf € 17,4 Mio. erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um € 3,3 Mio. auf € 6,3 Mio. an.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 % auf € 258,5 Mio. gestiegen. Davon entfällt auf das Segment Airport eine Steigerung von € 0,2 Mio. und auf das Segment Handling eine Erhöhung von € 15,7 Mio. Das Segment Retail & Properties wies einen Rückgang von € 0,5 Mio. auf, während das Segment Sonstige Segmente einen Anstieg von € 3,0 Mio. verzeichnete.

Die positive Verkehrsentwicklung sowie die bevorstehende Eröffnung von VIE-Skylink erforderten die Einstellung von zusätzlichem Personal am Flughafen Wien. Im Jahresdurchschnitt waren mit 4.525 Mitarbeitern um 6,1 % mehr Mitarbeiter als im Vorjahr beschäftigt. Während im Segment Airport die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 0,7 % höher war, stieg sie im Segment Handling um 7,2 %. Die sonstigen Segmente verzeichneten einen Anstieg von 4,9 %, die Zahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter im Segment Retail & Properties sank um 12,7 %.

Neben dem höheren durchschnittlichen Mitarbeiterstand und den kollektivvertraglichen Erhöhungen ist der Anstieg des Personalaufwands auf folgende Faktoren zurückzuführen: Die Bruttolöhne und Bruttogehälter erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % bzw. 8,1 % auf € 111,5 Mio. bzw. € 67,9 Mio. Während der Aufwand für die Dotierung der Rückstellungen für offene Urlaube und für Jubiläumsgelder um € 0,1 Mio. bzw. € 1,9 Mio. gesunken ist, sind die Aufwendungen für Altersteilzeit auch durch den Abschluss von 80 zusätzlichen Vereinbarungen um € 6,1 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen für Abfertigungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. höher. Die Aufwendungen für Altersversorgung sanken im Vergleich zum Vorjahr hingegen um € 2,6 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) erhöhten sich um 11,1 % bzw. € 11,3 Mio. auf € 112,9 Mio. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Fremdleistungen sind um 20,4 % bzw. 12,2 % auf € 22,9 Mio. bzw. € 24,9 Mio. gestiegen. Im Gegenzug konnten die Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie für Marketing und Marktkommunikation um € 4,3 Mio. bzw. € 2,3 Mio. gesenkt werden. Durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung bzw. durch den Abgang von Vermögenswerten wird das Ergebnis im Ausmaß von € 7,2 Mio. bzw. € 2,5 Mio. belastet. Die Zuweisungen zu Wertberichtigungen von Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,2 Mio. gestiegen, während im Vorjahr eine im Jahr 2009 gebildete Vorsorge in Höhe von € 2,0 Mio. aufgelöst wurde.

Konzern-EBITDA plus 12,4 %

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 12,4 % auf € 189,0 Mio. (Vorjahr: € 168,1 Mio.). Den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA liefert das Segment Airport mit € 129,2 Mio. (Vorjahr: € 112,4 Mio.) bzw. einem Anteil von 68,3 %, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 63,1 Mio. (Vorjahr: € 52,6 Mio.) mit einem Anteil von 33,4 %. Das EBITDA des Segments Handling beläuft sich auf € 6,3 Mio. (Vorjahr: € 22,0 Mio.), was einem Anteil von 3,4 % entspricht. Die Sonstigen Segmente erwirtschafteten ein EBITDA in Höhe von € 15,2 Mio. (Vorjahr: € 7,1 Mio.) bzw. einen Anteil von 8,1 %. Das nicht zuordenbare negative EBITDA in Höhe von € 24,8 Mio. (Vorjahr: € 26,0 Mio.) ist vor allem auf den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der Verwaltung zurückzuführen.

Veränderung
in € M
io.
2011 in % 2010 2009
Airport 129,2 14,9 112,4 113,3
Handling 6,3 -71,2 22,0 20,8
Retail & Properties 63,1 20,1 52,6 57,0
Sonstige Segmente 15,2 113,4 7,1 4,1
Konzern-EBITDA 189,0 12,4 168,1 166,5

n Entwicklung EBITDA nach Segmenten

n Anteile der Segmente am EBITDA

in % 2011 2010 2009
Airport 68,3 66,9 68,1
Handling 3,4 13,1 12,5
Retail & Properties 33,4 31,3 34,2
Sonstige Segmente 8,1 4,2 2,4
Konzern-EBITDA 100,0 100,0 100,0

Abschreibungen von € 121,8 Mio.

Trotz des hohen Investitionsvolumens sind die planmäßigen Abschreibungen um lediglich € 0,5 Mio. auf € 66,3 Mio. gestiegen, da die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau erst mit der Inbetriebnahme abgeschrieben werden.

n Entwicklung Investitionen und Abschreibungen

in € M
io.
2011 2010 2009
Investitionen 262,8 146,9 224,7
Planmäßige Abschreibungen 66,3 65,8 66,9
Wertminderungen 55,5 0,0 0,0

Technische Gutachter haben im Zuge der Vergangenheitsbewältigung der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigte Kostenerhöhungen festgestellt. In den untersuchten Fällen wurden Schäden in Höhe von € 52,1 Mio. eruiert, die eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 31,6 Mio. zur Folge hatten. Ebenfalls musste ein Bestandsobjekt am Flughafen Wien per Ende des Berichtsjahres mit € 18,3 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben werden – die erwartete Auslastung kann mittelfristig nicht mehr erreicht werden. Aufgrund der aktualisierten Mittelfristplanung für den Standort Flugplatz Vöslau waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 5,6 Mio. erforderlich.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen daher in Summe um € 56,0 Mio. auf € 121,8 Mio.

Konzern-EBIT von € 67,2 Mio.

Das gesteigerte EBITDA und die außerplanmäßigen Abschreibungen resultierten in einem Rückgang des EBIT um 34,3 % bzw. € 35,1 Mio. auf € 67,2 Mio. Der größte Anteil am EBIT entfällt mit € 57,1 Mio. (Vorjahr: € 78,9 Mio.) auf das Segment Airport, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 30,3 Mio. (Vorjahr: € 38,0 Mio.). Das Segment Handling erwirtschaftete ein EBIT von € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 15,1 Mio.). In den Sonstigen Segmenten wurde ein EBIT von € 4,7 Mio. (Vorjahr: € -3,4 Mio.) erzielt.

Veränderung
in € M
io.
2011 in % 2010 2009
Airport 57,1 -27,6 78,9 78,7
Handling 0,2 -98,9 15,1 13,7
Retail & Properties 30,3 -20,2 38,0 42,8
Sonstige Segmente 4,7 -236,5 -3,4 -6,5
Konzern-EBIT 67,2 -34,3 102,3 99,6

n Entwicklung EBIT nach Segmenten

n Anteile der Segmente am EBIT

in % 2011 2010 2009
Airport 85,0 77,1 79,1
Handling 0,2 14,8 13,7
Retail & Properties 45,2 37,2 43,0
Sonstige Segmente 7,0 -3,4 -6,5
Konzern-EBIT 100,0 100,0 100,0

Finanzergebnis minus € 22,2 Mio.

Das Finanzergebnis des Berichtsjahres beträgt minus € 22,2 Mio. – nach minus € 3,6 Mio. im Vorjahr. Das Beteiligungsergebnis ohne at Equity erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 % auf € 0,4 Mio.

Das Zinsergebnis ist von minus € 7,7 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 9,0 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge erhöhten sich – aufgrund des höheren Volumens der kurzfristigen Veranlagungen im Jahr 2011 – um 37,2 % auf € 4,6 Mio., während die Zinsaufwendungen wegen höherer Finanzverbindlichkeiten sowie infolge von zunehmenden Zinsaufwendungen für Finanzierungsleasing um 23,3 % auf € 13,6 Mio. gestiegen sind. Bauzeitzinsen wurden in Höhe von € 23,1 Mio. (Vergleichsperiode: € 17,2 Mio.) aktiviert.

Die Beteiligung von 25,15 % an der Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde 2007 unter der Prämisse zweistelliger Wachstumsraten, eines hohen Wirtschaftswachstums und der Entwicklung der Tourismusregion um einen Kaufpreis (inklusive Nebenkosten) von € 7,7 Mio. erworben. Aufgrund der negativen Entwicklung wurde der Buchwert der Beteiligung in den vergangenen Perioden im Zuge der At-Equity-Bewertungen in mehreren Schritten verringert, sodass der Restbuchwert zum 31.3.2011 € 5,7 Mio. betrug. Die neue Mittelfristplanung der Flughafen Friedrichshafen GmbH, die die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, zeigt, dass die wirtschaftlichen Ziele mittelfristig nicht erreicht werden können. Daraus resultierte die Entscheidung, diese Beteiligung mit Ende des zweiten Quartals 2011 zur Gänze wertzuberichtigen.

Im Jahr 2006 wurden vom Flughafen Wien über ein Konsortium Anteile am Flughafen Košice erworben. Die FWAG hält damit heute indirekt 66 % an der Beteiligung. Der aktuelle Buchwert der Beteiligung vor Wertberichtigung betrug € 47,3 Mio. (31.12.2010: € 47,0 Mio.) und wird nach der At-Equity-Methode bilanziert. Die Gesellschaft konnte bisher zwar gewinnbringend wirtschaften, die nun vorliegende Mittelfristplanung geht aber von einem gegenüber den bisherigen Erwartungen deutlich reduzierten Verkehrswachstum aus. Aus diesem Grund musste die Beteiligung am Flughafen Košice per Jahresende um € 13,7 Mio. wertberichtigt werden.

Ergebnis vor Steuern von € 45,0 Mio.

Das Ergebnis aus den at-Equity-bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures beläuft sich infolgedessen auf minus € 15,1 Mio. (Vorjahr: € 3,6 Mio.). Die Beteiligung am Flughafen Malta lieferte einen Ergebnisbeitrag von € 3,8 Mio. (Vorjahr: € 3,4 Mio.), jene am Flughafen Košice einen Ergebnisbeitrag von minus € 13,1 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.). Aus der Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen resultierte im Jahr 2011 ein Beitrag zum Ergebnis von minus € 6,0 Mio. (Vorjahr: minus € 0,8 Mio.).

In Summe konnte ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von € 45,0 Mio. (Vorjahr: € 98,7 Mio.) erzielt werden.

Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2011 beträgt 29,9 % nach 23,3 % im Vorjahr. Vom Periodenergebnis in Höhe von € 31,6 Mio. (Vorjahr: € 75,7 Mio.) entfällt ein Anteil von minus T€ 22,4 auf nicht beherrschende Anteile. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2011 auf € 31,6 Mio. nach € 75,7 Mio. im Vorjahr. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 1,50 nach € 3,61 im Vorjahr.

Finanzwirtschaftliche Steuerung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren steigen werden, beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2011 wird eine EBITDA-Margin von 32,5 % nach 31,5 % im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Aufstellung der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

Insbesondere zur Finanzierung des Investitionsprogramms der Flughafen-Wien-Gruppe sind die Finanzverbindlichkeiten um € 98,3 Mio. gestiegen. Darüber hinaus haben sich die liquiden Mittel um € 47,7 Mio. erhöht, woraus sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 ein Anstieg der Nettoverschuldung um € 85,4 Mio. auf € 751,7 Mio. ergibt. Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 811,4 Mio. resultiert daraus ein Gearing von 92,6 % nach 81,0 % im Vorjahr.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

in % 2011 2010 2009
EBITDA-Margin 32,5 31,5 33,2
EBIT-Margin 11,5 19,2 19,9
ROE 3,9 9,4 9,3
ROCE 3,2 5,1 5,4

n Rentabilitätskennzahlen

n Finanzkennzahlen

2011 2010 2009
Nettoverschuldung in € Mio. 751,7 666,3 613,9
Eigenkapitalquote in % 37,7 41,2 42,7
Gearing in % 92,6 81,0 77,2
Buchmäßiges Eigenkapital in € Mio. 811,4 823,0 794,8
Working Capital in € Mio. -111,3 -119,4 -98,1
Anlagenintensität in % 89,5 90,3 92,6
Anlagendeckungsgrad 2 in % 94,3 98,6 89,5

n Wertschöpfungsrechnung

Veränderung
in € M
io.
2011 in % 2010 2009
Herkunft
Betriebsleistung 602,4 9,5 550,2 517,1
minus Vorleistung -284,9 41,0 -202,0 -194,8
Wertschöpfung 317,5 -8,8 348,2 322,3
Verwendung
Mitarbeiter 253,2 8,6 233,2 210,8
Aktionäre 21,0 -50,0 42,0 44,1
Unternehmen 10,6 -68,6 33,7 29,3
Fremdkapitalgeber (Zinsen) 13,6 23,3 11,0 10,5
Öffentliche Hand (Steuern) 19,2 -32,5 28,4 27,7
Minderheitenanteile 0,0 -27,2 0,0 0,0
Wertschöpfung 317,5 -8,8 348,2 322,3

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum 31.12.2010 um 6,7 % gestiegen und beläuft sich auf € 1.925,2 Mio. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich um 22,1 % auf € 15,3 Mio. erhöht. Unverändert zum Vorjahr werden Firmenwerte von € 4,4 Mio. ausgewiesen. Den wesentlichen Zugängen von € 4,5 Mio. – hauptsächlich Software – stehen Abschreibungen von € 2,0 Mio. gegenüber. Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.692,5 Mio. den größten Posten des langfristigen Vermögens dar: Zugänge in Höhe von € 254,2 Mio. treffen auf Abschreibungen in Höhe von € 102,4 Mio. Der überwiegende Teil der Zugänge entfällt mit € 216,8 Mio. auf die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau und betrifft die Terminalerweiterung VIE-Skylink, wobei ein Betrag von € 31,6 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben wurde. Der Posten Grundstücke und Gebäude ging um € 9,1 Mio. zurück. Zugängen von € 16,1 Mio. stehen hier planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen von € 22,5 Mio. bzw. € 8,9 Mio. gegenüber. Der Buchwert der technischen Anlagen und Maschinen ist im Vergleich zum Vorjahr um € 21,9 Mio. gesunken. Neben Zugängen von € 3,8 Mio. stehen planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen von € 24,5 Mio. bzw. € 1,7 Mio. Die Veränderung des Postens "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betrifft – neben Zugängen von € 1,5 Mio. – im Wesentlichen planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen von € 4,2 Mio. bzw. € 13,2 Mio. sowie Reklassifizierungen in Höhe von € 3,6 Mio. Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden, verringerte sich überwiegend durch die Wertberichtigung der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH und der Anteile am Flughafen Košice um € 17,5 Mio. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich überwiegend wegen der Reklassifizierung von Planvermögen in Höhe von € 2,5 Mio., das in den Vorjahren mit den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen saldiert wurde.

Das kurzfristige Vermögen stieg 2011 um 15,7 % auf € 224,9 Mio. Dies ist vorwiegend auf den höheren Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von € 111,3 Mio. zurückzuführen. Aufgrund des Verkaufs eines Investmentfonds sind die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens um € 34,8 Mio. auf € 29,5 Mio. gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um € 17,8 Mio. auf € 79,7 Mio. gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um € 11,5 Mio. gesunken, während sich die Forderungen gegenüber den Steuerbehörden um € 26,9 Mio. erhöhten – vorwiegend aufgrund von Vorsteuern aus Investitionen sowie Forderungen aus Ertragsteuern. Auch die sonstigen Forderungen sowie die aktive Rechnungsabgrenzung haben sich um € 1,1 Mio. bzw. € 1,5 Mio. erhöht. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg im Berichtsjahr um € 47,7 Mio. auf € 111,3 Mio.

Aufgrund der im Verhältnis zum Sachanlagevermögen stärkeren Erhöhung der Zahlungsmittel und -äquivalente hat sich der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen im Vergleich zum Vorjahr von 90,3 % auf 89,5 % verringert. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 7,6 % auf € 2.150,2 Mio.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen-Wien-Gruppe ist im Berichtsjahr um 1,4 % auf € 811,4 Mio. gesunken. Dem Periodenergebnis von € 31,6 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 42,0 Mio. gegenüber. Die Marktbewertung von Wertpapieren und Sicherheitsinstrumenten wirkte sich – aufgrund der Veräußerung eines Wertpapiers – mit € 1,4 Mio. negativ auf das Eigenkapital aus, während versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit dem Sozialkapital das Eigenkapital um € 0,3 Mio. erhöhten. Die nicht beherrschenden Anteile zum 31.12.2011 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Aufgrund der investitionsbedingten Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten verringerte sich die Eigenkapitalquote um 3,4 Prozentpunkte auf 37,7 %.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 5,8 % auf € 1.011,6 Mio. resultiert vorwiegend aus der Zuzählung eines Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Höhe von € 100,0 Mio. Durch die Aufstockung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sichert die Flughafen-Wien-Gruppe die mittelfristige Finanzierung ihrer Ausbauvorhaben. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich um € 10,9 Mio. auf € 115,2 Mio. Diese Entwicklung ist auf den Anstieg der Rückstellungen für Altersteilzeit (+€ 7,2 Mio.), Jubiläumsgelder (+€ 0,5 Mio.) und für übrige Rückstellungen (+€ 7,2 Mio.) zurückzuführen. Dem steht die Reduktion der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen um € 1,6 Mio. bzw. um € 2,5 Mio. gegenüber. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind mit € 51,6 Mio. um € 11,1 Mio. höher als im Vorjahr, wobei die Steigerung im Ausmaß von € 8,1 Mio. auf die Erfassung einer Verbindlichkeit für Finanzierungsleasing entfällt. Die langfristigen passiven latenten Steuern sind im Vergleich zum 31.12.2010 um € 6,6 Mio. gestiegen.

Die kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31.12.2010 um € 107,5 Mio. angewachsen. Der Anstieg resultiert zu einem Teil aus der Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf € 71,3 Mio. Die Rückstellungen für Körperschaftsteuer sind im Vergleich zur Vorperiode um € 6,2 Mio. höher, während die übrigen kurzfristigen Rückstellungen um € 0,9 Mio. auf € 110,3 Mio. gestiegen sind. Diese Entwicklung ist auf den Abbau der Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube (-€ 0,5 Mio.) sowie auf die Senkung der Rückstellungen für noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen (-€ 5,4 Mio.) zurückzuführen, während die sonstigen Personalrückstellungen um € 6,8 Mio. höher sind. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 26,3 Mio. auf € 92,5 Mio. gewachsen. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind von € 42,8 Mio. im Vorjahr auf € 45,7 Mio. per 31.12.2011 gestiegen.

2011 2011 2010 2010
in % der in % der
in € M
io. B
ilanzsumme in € M
io. B
ilanzsumme
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.925,2 89,5 1.804,1 90,3
Kurzfristiges Vermögen 224,9 10,5 194,4 9,7
davon liquide Mittel 111,3 5,2 63,6 3,2
Bilanzsumme 2.150,2 100,0 1.998,5 100,0
Passiva
Eigenkapital 811,4 37,7 823,0 41,2
Langfristige Schulden 1.011,6 47,0 955,9 47,8
Kurzfristige Schulden 327,1 15,2 219,6 11,0
Bilanzsumme 2.150,2 100,0 1.998,5 100,0

n Bilanzstruktur

Geldflussrechnung

Trotz des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern von € 45,0 Mio. konnte der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um € 9,2 Mio. auf € 178,9 Mio. verbessert werden. Aufgrund der Sonderabschreibungen ist die Summe der Abschreibungen und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen um € 74,6 Mio. gestiegen. Aus dem Verkauf von Wertpapieren stammende Gewinne in Höhe von € 1,6 Mio. wurden neutralisiert. Der Erhöhung der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten um € 6,0 Mio. bzw. € 1,5 Mio. steht der Anstieg der Rückstellungen um € 12,2 Mio. gegenüber. Die Zahlungen für Ertragsteuern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um € 4,7 Mio. verringert.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt minus € 187,5 Mio. nach minus € 173,5 Mio. im Vorjahr. Den Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von € 223,5 Mio. (Vorjahr: € 173,7 Mio.) stehen Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 1,8 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) sowie Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren in Höhe von € 34,0 Mio. gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Dividende von € 42,0 Mio. (Vorjahr: € 44,1 Mio.) an die Gesellschafter der Muttergesellschaft ausbezahlt. Zudem haben sich die kurz- und langfristigen Darlehen um € 98,3 Mio. (Vorjahr: € 112,1 Mio.) erhöht. Per Saldo resultiert daraus ein Anstieg der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2010 um € 47,7 Mio. auf € 111,3 Mio.

Veränderung
in € M
io.
2011 in % 2010 2009
Flüssige Mittel per 1.1. 63,6 1.072,2 5,4 6,6
Cash-Flow aus dem operativen Bereich 178,9 5,4 169,7 155,5
Cash-Flow aus Investitionsaktivitäten -187,5 8,1 -173,5 -176,0
Cash-Flow aus Finanzierungsaktivitäten 56,3 -9,2 61,9 19,3
Endbestand der flüssigen Mittel 111,3 75,0 63,6 5,4

n Geldflussrechnung, Kurzfassung

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind im Berichtsjahr um 78,9 % auf € 262,8 Mio. gestiegen. Davon entfallen € 255,8 Mio. auf das Sachanlagevermögen, € 4,5 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte sowie € 2,5 Mio. auf das Finanzanlagevermögen.

Terminalerweiterung VIE-Skylink

Der Großteil der Investitionen im Jahr 2011 entfiel mit € 171,8 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink.

Nachdem beim Projekt Skylink im Jahr 2009 im Zuge einer Bauunterbrechung alle Verträge gekündigt bzw. neu verhandelt wurden, konnte im Jahr 2011 die weitgehende bauliche Fertigstellung des Gebäudes erreicht werden.

Insgesamt wurden ab der Wiederaufnahme der Bautätigkeiten im Mai 2010 bis Dezember 2011 mehr als € 260 Mio. verbaut und der Skylink damit baulich fertiggestellt. Offen sind nur noch kleinere Rest- und Komplettierungsleistungen sowie Inbetriebsetzungen von Anlagen. Jene Bau- und Anlagenteile, die Voraussetzung für die bereits laufenden Aktivitäten der Tests und des Probebetriebs sind, wurden planmäßig vorab fertiggestellt.

Im Juni 2011 wurden Testreihen zum Musterboarding gestartet. Am 1. Dezember 2011 begann der operative Probebetrieb in Terminal und Pier. Die sieben Probebetriebstage im Dezember fanden wie geplant vorerst ohne Testpassagiere statt und dienten zur Etablierung der Standardprozesse, unter Verwendung der neuen IKT-Systeme, bei den internen und externen Mitarbeitern. Parallel dazu haben die Eingewöhnungs- und Einschulungsprogramme begonnen sowie die Vorbereitungsarbeiten für die Durchführung eines Parallelbetriebs mit Movement, in welchem Testflüge automatisiert generiert und abgearbeitet werden. Unter besonderer Beobachtung stehen dabei die Funktionen der neuen IKT-Systeme, wie insbesondere das Türsteuerungs- und Videosystem sowie das organisatorische Zusammenspiel zwischen den Boardingagents der Austrian Airlines Gruppe, dem Terminal Operation Center und der Sicherheitszentrale. Ab 5. Jänner 2012 nahmen erstmals Testpassagiere teil.

Die Übernahmen der einzelnen Gewerke und die anschließende Übergabe an den Besteller und die Betreiber sollen bis Ende April 2012 abgeschlossen werden. Parallel zu den Abnahmeaktivitäten werden die Behördenverhandlungen zur Benützungsbewilligung und zu anderen noch erforderlichen Genehmigungen durchgeführt.

Auch der Vermieterausbau für die Gastro- und Retailflächen ist im Wesentlichen fertiggestellt, der Ausbau der einzelnen Shops kann wie geplant durchgeführt werden.

Im Probebetrieb testen den Skylink insgesamt 3.200 Testpassagiere in der Zeit von 5. Jänner 2012 bis 26. April 2012 an insgesamt 33 Probebetriebstagen, darunter an zwei Massenprobebetriebstagen mit bis zu 400 Teilnehmern und zwei Nachtprobebetrieben. An den probebetriebsfreien Tagen werden die Erkenntnisse analysiert und für die nächsten Testdurchgänge umgesetzt. Ziel ist es, möglichst viele Fehler und Probleme im Vorfeld zu erkennen – dafür werden auch Szenarien wie Gatewechsel oder Schwierigkeiten in der Gepäckslogistik künstlich herbeigeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden genau ausgewertet und laufend in das Projekt eingearbeitet. Damit wird gewährleistet, dass noch vor Inbetriebnahme des Skylinks im Juni 2012 eventuelle Probleme entdeckt und behoben werden können.

Durch die Neuaufstellung des Projekts und die Neuverhandlung von Verträgen kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten für die Terminalerweiterung Skylink unter € 770 Mio. liegen werden.

Die Investitionsdetails zeigt die nachfolgende Darstellung:

n Investitionen

Veränderung 2010
in € M
io.
2011 in % 2009
Immaterielles Anlagevermögen 4,5 290,8 1,1 2,2
Sachanlagevermögen 255,8 77,2 144,4 221,4
Finanzanlagevermögen 2,5 90,3 1,3 1,1
Investitionen gesamt 262,8 78,9 146,9 224,7

n Finanzierung

Veränderung 2010 2009
2011 in %
178,9 5,4 169,7 155,5
141,6 111,7 66,9 67,8

n Investitionen 2011 n Investitionen 2010

Im Segment Airport
in T€ 2011
VIE-Skylink 171.790,9
3. Piste 15.762,8
Geräteeinstellhalle 9.427,8
Sicherheitssysteme 5.312,0
Revitalisierung Busgates 3.803,6
Quick Boarding Gates 3.417,1
VIE-Skylink Möblierung 2.446,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung
inkl. Software 1.969,5
VIE-Skylink Leitsystem 1.704,4
Grundstückseinrichtungen
(Vorfelder, Befeuerungsanlagen) 1.697,8
VIE-Skylink Gepäcksortieranlage 1.610,5
Verbreiterung Vorfahrt 1.452,4
Zutrittskontrollanlagen 1.384,4
VIE-Skylink Loungen 1.256,1
2010
95.160,7
11.260,1
6.664,2
2.107,4
2.085,3
1.529,8
1.039,5
925,3
490,7
468,3
287,0

Im Segment Handling

in T€ 2011
Spezialfahrzeuge 3.072,3
Schleppfahrzeuge 441,9
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans,
Lieferwagen 401,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung
inkl. Software 371,9
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 366,9
Hebe- und Ladefahrzeuge 276,0

Im Segment Handling

in T€ 2010
Hebe- und Ladefahrzeuge 1.191,6
Spezialfahrzeuge 1.007,7
Schleppfahrzeuge 966,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 427,4
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans,
Lieferwagen 380,5

n Investitionen 2011 n Investitionen 2010

Im Segment Retail & Properties

in T€ 2011
Nutzungsrecht Abwasserverband 2.700,0
Speditionsgebäude 1.268,3
Ausbau Office Park 3 1.053,0
Retailausbau VIE-Skylink 1.014,6

Im Segment Retail & Properties

in T€ 2010
Werbeflächen Skylink 1.884,6
Ausbau Office Park 3 682,9
Busbahnhof Ankunft alt 467,1
Parkplatz K3 285,3
Retailausbau Skylink WV 270,0
Infrastrukturausbau Westerweiterung 153,0

Im Segment Sonstige Segmente

in T€ 2011
Datenverarbeitungsmaschinen 3.984,4
Software 1.527,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 930,1
Teiladaptierung Winterdienst-Halle 812,0

Im Segment Sonstige Segmente

in T€ 2010
Infrastrukturausbau Westerweiterung 2.023,6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.131,4
Software 1.044,6
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans,
Lieferwagen 402,7
Netzwerk Bestand Erneuerung 380,7
Spezialfahrzeuge 117,2

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang (Punkt 33) erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2011 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Flughafen Wien AG wird in der Risikomanagement-Richtlinie geregelt und hat die Aufgabe, die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, systematisch zu identifizieren, zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken zu setzen. Dafür werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse analysiert. Verantwortlich sind hierfür die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das operative Risikomanagement ist im Bereich Controlling angesiedelt und koordiniert die Aktivitäten. Identifizierte Risiken und die zu treffenden Maßnahmen werden in einer eigenen Datenbank dokumentiert.

Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Die installierten IKS-Prozesse gewährleisten Richtigkeit und Vollständigkeit bei der Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge in den Büchern der Gesellschaft. Die Revisionsabteilung prüft die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit,

Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen Wien AG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist, beeinflusst. Die Flughafen Wien AG geht davon aus, dass sich das makroökonomische Umfeld im Jahr 2012 aufgrund der sich abzeichnenden Verlangsamung der Wachstumsdynamik innerhalb der Europäischen Union weniger positiv darstellt als noch 2011 (vgl. Eurostat, Dezember 2011). Die Prognosen für das Passagierwachstum im Jahr 2012 fallen entsprechend verhalten aus. Mittelfristig gehen Wirtschaftsforscher (vgl. OECD, Europäische Kommission) allerdings wieder von einer deutlichen Erholung der konjunkturellen Entwicklung in Europa aus.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung wesentlich von externen – und damit außerhalb der Kontrolle von einzelnen Unternehmen stehenden – Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstige Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen etc.) determiniert. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die Flughafen Wien AG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit Kosten- und Preisanpassungen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Die Position als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Flughafen Wien. Die Drehscheibenfunktion des Unternehmens wird in erster Linie von der Austrian Airlines Gruppe als größtem Airlinekunden getragen. Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien im Berichtsjahr ein Passagierwachstum von 7,2 %. Mit einem Wachstum von 14,9 % verzeichnete das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa die größte Steigerung.

Insgesamt betrachtet steht die europäische Luftfahrt im Jahr 2012 jedoch vor großen Herausforderungen. Sowohl die erwähnte angespannte makroökonomische Situation als auch branchenspezifische Faktoren belasten die Rahmenbedingungen der Luftfahrt. Dazu zählen insbesondere die Einbeziehung des Luftverkehrs in das EU Emissions Trading Scheme, steigende Treibstoffpreise sowie zunehmender Wettbewerbsdruck. Es ist daher davon auszugehen, dass die europäischen Airlines im Jahr 2012 verstärkt Konsolidierungsstrategien verfolgen werden (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Airports erhöhen.

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtsgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen € 8 für Inlandsflüge und Kurzstrecken, € 20 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Da nur Deutschland, Österreich und Großbritannien eine derartige Steuer einheben, dämpft diese das Passagieraufkommen und schwächt damit wirtschaftlich auch den Flughafen Wien.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von rund 50 % an den Gesamtpassagieren der größte Kunde.

Die Austrian Airlines Gruppe konnte im Jahr 2011 kein positives operatives Ergebnis erzielen. Für das zukünftige Passagier- und Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien ist die weitere Entwicklung der Austrian Airlines Gruppe von großer Bedeutung. Den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround möchte die Fluggesellschaft nun 2012 mit einem Mix aus Kostensenkungen und Erlössteigerungen schaffen. Unter anderem ist die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten am Heimmarkt, die Harmonisierung der Flotte in der Mittelstrecke (Ausflottung der Boeing 737), die Anpassung des Streckennetzes sowie die Reduktion von Sach- und Personalkosten geplant. Für 2014 sollen Wachstumspotenziale in der Langstrecke erschlossen werden.

In den vergangenen Jahren haben neben den traditionellen Netzwerkcarriern auch eine Reihe von jüngeren Airlines mit einem primär auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr ausgerichteten Verkehrsmodell zum Wachstum der Flughafen Wien AG beigetragen, wobei die Nachhaltigkeit der verfolgten Businessmodelle nicht immer gegeben war (z.B. "SkyEurope"). Ein besonders starkes Wachstum konnte im Jahr 2011 NIKI verzeichnen. Mit einem Plus von 15,1 % im Jahresvergleich stieg die Anzahl der beförderten Passagiere auf über 2,4 Millionen. NIKI, nunmehr eine 100%-Tochter der Air Berlin, verfügt nun am Flughafen Wien über einen Marktanteil von 11,6 %.

Das starke Wachstum der seit dem Jahr 2000 in den Markt eingestiegenen sogenannten Low-Cost- bzw. hybriden Airlines beschert dem Flughafen ein zusätzliches Passagier- und Verkehrsaufkommen, verstärkt aber auch den Wettbewerbsdruck auf Netzwerkcarrier. Das überdurchschnittliche Wachstum dieser Carrier hat auch zu einer positiven Diversifizierung des Kundenportfolios der Flughafen Wien AG beigetragen.

Die Flughafen Wien AG versucht mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Tarifund Incentivemodellen für alle Fluglinien wirksame Wachstumsanreize zu bieten. Bei Berücksichtigung der Incentives liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren deutlich unter Frankfurt und günstiger als München und Zürich.

Bei den Handling-Leistungen wird der Preisdruck der Airlines, bei gleichzeitigem Wunsch nach einer höheren Dienstleistungsqualität, immer stärker. Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp Handling (Marktanteil 89,2 %) als auch in der Fracht (Marktanteil 94,8 %) erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards.

Im Berichtsjahr wurde die im Bereich der zugangsbeschränkten Ramp-Handling-Dienstleistungen als zweiter Anbieter zugelassene Tochter der FRAPORT Ground Services an die türkische Celibi Ground Handling Inc. verkauft.

Eine weitere Herausforderung erwächst dem Flughafen Wien im Zuge des von der Europäischen Kommission vorgestellten Richtlinienentwurfs zu den Bodenverkehrsdiensten, der für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsieht. Eine Umsetzung dieser Richtlinie wird allerdings erst mittelfristig erwartet.

Risiken aus der ErschlieSSung neuer Geschäftsfelder auSSerhalb des Standorts

Die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Auch politische und regulatorische Risiken wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen in den für den Flughafen relevanten Gesetzen oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen, und es ergibt sich das Risiko einer Wertminderung des Investments in einzelne Beteiligungen.

Im Berichtsjahr erfolgten Teilwertabschreibungen auf die Beteiligungen an den Airports in Košice sowie Friedrichshafen, wobei letztere nun zur Gänze wertberichtigt ist. Košice, wo nachhaltig positive Ergebnisse erzielt werden, ist es aber nach dem Konkurs des Low-Cost-Carriers SkyEurope nicht gelungen, die damit verbundenen Verkehrsrückgänge durch neue Carrier zu kompensieren. Eine aktualisierte Mittelfristplanung geht daher von einem gegenüber den bisherigen Erwartungen deutlich reduzierten Verkehrswachstum aus. In Friedrichshafen zeigte sich, dass die zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs im Jahr 2007 prognostizierte Verkehrs- und Passagierentwicklung aufgrund des schwierigen Marktumfelds mittelfristig nicht erreicht werden kann.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Investitionsprogramm der Flughafen-Wien-Gruppe wird überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert. Zur Absicherung der Liquidität und um Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen-Wien-Gruppe im Geschäftsjahr 2010 im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) ihre Fremdmittel um € 200,0 Mio. aufstocken. Weitere € 100,0 Mio. wurden im Jänner 2011 zugezählt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Multi-Tranchen-Schuldscheins in Höhe von € 103,5 Mio. im Jahr 2009 wird die mittelfristige Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen gesichert. Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen (33) bis (35) im Konzern-Anhang.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfälle, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings vorgenommen. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Nachdem die Bauaktivitäten bei der Terminalerweiterung Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme für Juni 2012 geplant.

Die Flughafen Wien AG hat bei der Niederösterreichischen Landesregierung einen Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-Gesetz für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids, was frühestens für 2013 erwartet wird, wird nach der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein negativer UVP-Bescheid hätte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2012 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Beim Projekt Skylink sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falls positiv abgeschlossen worden.

Derzeit werden Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft. In diesem Zusammenhang haben technische Gutachter aufgrund von Mängeln in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigten Kostenerhöhungen in den untersuchten Fällen Schäden in Höhe von rund € 52,1 Mio. festgestellt. Ein Wertberichtigungsbedarf von rund € 31,6 Mio. wurde festgestellt. Die Flughafen Wien AG wird Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Firmen mit Nachdruck verfolgen. Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. zurücküberwiesen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Operative Risiken

Die drei wesentlichsten operativen IKT-Risiken Systemausfall, Zerstörung von zentralen Systemen und Mängel in der Compliance wurden 2011 weiter vermindert.

Die Präventivmaßnahmen mittels Redundanz in betriebskritischen Systemen wurden weiter ausgebaut und durch periodische Tests geprüft sowie die Prozesse der Fehlerbehebung weiter optimiert. Insbesondere im Netzwerkbereich wurde durch die derzeit noch laufende Migration auf neue Technologie die Ausfallsicherheit weiter erhöht.

Eine Außensicherungsanlage für das exponierte EDV-Gebäude wurde aus EU-Mitteln installiert und in Betrieb genommen. Dadurch wird ein unerlaubter Zutritt so weit als möglich verhindert. Darüber hinaus werden auch die Überwachungsmaßnahmen in den zentralen Rechenzentren an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Die Datenschutzagenden wurden übergeben, und entsprechende Strukturen werden geschaffen. Eine externe Sicherheitsüberprüfung der FWAG-Website wurde durchgeführt, um das Risiko von Hackerangriffen besser einschätzen und weiter verringern zu können.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in operationeller Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21.00 Uhr bis 07.00 Uhr) sowie aufgrund einer Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23.30 Uhr bis 05.30 Uhr derzeit eher als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung könnte sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflügen manifestieren.

Schadenrisiken

Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der Flughafen-Wien-Gruppe auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der Flughafen Wien AG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Das Ziel des Internen Kontrollsystems ist es, das Management dabei zu unterstützen, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Der Prozess des Internen Kontrollsystems (IKS) beinhaltet das Kontrollumfeld, die Risikobeurteilung, die Kontrollmaßnahmen, die Information und die Kommunikation sowie die Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Diese Kontrollen werden in einer IKS-Datenbank gespeichert, welche – neben anderen Auswertungen – die unternehmensweite Abfrage der Wirksamkeit sämtlicher IKS-Kontrollen des Unternehmens ermöglicht. Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens und berichtet direkt an den Gesamtvorstand.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der Flughafen Wien AG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen.

Die Implementierung des Internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinter liegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. es wird auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen.

KontrollmaSSnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. sie werden entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen. Das Vier-Augen-Prinzip wird sichergestellt.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Information und Kommunikation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Überwachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das Interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme ist als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie laufend mit der Verbesserung und Erweiterung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafensoftware und einzelner Standardapplikationen beschäftigt.

Auch im Jahr 2011 war der Servicebereich Informationssysteme damit beschäftigt, die Umsetzung des Projekts CDM-ISP (Collaboration Decision Making-Information Sharing Platform) voranzutreiben. Die im Rahmen dieses Projekts zu erstellende Information Sharing Platform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung und eine bessere Analyse und Optimierung der Ressourcen, was den beteiligten Systempartnern wesentliche Einsparungen ermöglicht. In diesem Zusammenhang lagen die Projektkosten im Jahr 2011 bei € 0,3 Mio. (2010: € 0,3 Mio.).

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und setzt eine Vielzahl von Maßnahmen um. So wurden im Jahr 2011 T€ 1.260,3 (2010: T€ 913,3) in den Umweltschutz investiert. Im Fokus stand dabei vor allem die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

2011 2010 Passagieraufkommen (PAX) 21.106.292 19.691.206 Jahresstromverbrauch (kWh) 135.871.470 128.187.468 Jahresstromverbrauch (kWh) je PAX 6,44 6,51 Jahreswärmeverbrauch (MWh) 122.317 131.218 Jahreswärmeverbrauch (MWh) je PAX 0,0058 0,0067 Jahreswasserverbrauch (m³) 674.472 745.771 Jahreswasserverbrauch (m³) je PAX 0,032 0,038 Jahresabwasserentsorgung (m³) 663.500 683.876 Restmüll LFZ (kg) 1.125.500 999.990 Restmüll LFZ (kg) je PAX 0,053 0,051 Altpapier VIE (kg) 2.016.180 1.782.280 Altpapier VIE (kg) je PAX 0,10 0,09 Alu/Dosen/Metall VIE (kg) 6.395 5.630 Biogene Abfälle VIE (kg) 217.580 195.160 Biogene Abfälle VIE (kg) je PAX 0,010 0,010 Glas VIE (kg) 74.281 85.364 Glas VIE (kg) je PAX 0,004 0,004 Kunststoffverpackungen VIE (kg) 145.660 160.540 Kunststoffverpackungen VIE (kg) je PAX 0,007 0,008 Gefährlicher Abfall VIE (kg) 140.257 118.733 Gefährlicher Abfall VIE (kg) je PAX 0,007 0,006 Recyclinganteil (%) 90,9% 88,6%

n Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick

Arbeitnehmerbelange

Aufgrund des im Berichtsjahr gestiegenen Verkehrsaufkommens erhöhte sich der Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe um 259 Beschäftigte. Die größte Steigerung gab es im Segment Handling – vor allem im Bereich Sicherheitskontrollen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um insgesamt 221, um den mit der Eröffnung des neuen Terminals einhergehenden Sicherheitsaspekten rechtzeitig gerecht zu werden.

Das bereits in den Vorjahren gestartete unternehmensweite Kostensenkungsprogramm mit vermehrtem Urlaubs- und Überstundenabbau wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Zusätzlich wurden durch eine unternehmensweite Umorganisation Synergieeffekte erzielt.

Veränderung
2011 in % 2010 2009
Personalstand 4.525 6,1 4.266 4.148
davon Arbeiter 3.314 6,9 3.101 2.993
davon Angestellte 1.211 4,0 1.165 1.156
Lehrlinge 56 7,4 52 43
Verkehrseinheiten pro MitarbeiterIn1) 6.848 2,4 6.686 6.194
Durchschnittsalter in Jahren1) 39,5 0,8 39,2 39,2
Betriebszugehörigkeit in Jahren1) 10,5 1,9 10,3 10,4
Anteil Frauen in %1) 12,3 0,0 12,3 13,0
Aufwendungen für Weiterbildung in EUR1) 902.000 -14,5 1.055.000 973.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle1) 143 -13,3 165 123
Quote der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter 43,5 -12,3 49,6 37,5
1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

n Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Segmenten

Airport 415 0,7 412 423
Handling 3.285 7,2 3.064 2.956
Retail & Properties 67 -12,7 77 77
Sonstige Segmente 600 4,9 572 539
Nicht zuordenbar 158 11,8 141 153

Im Berichtsjahr stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" aufgrund der starken Verkehrsentwicklung der Flughafen Wien AG um 2,4 % auf 6.848 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: die kostenlose Anbindung nach Wien, ein Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote. Mit der im Jahr 2000 gegründeten Mitarbeiterstiftung wird zudem sichergestellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafen Wien AG direkt am Unternehmenserfolg teilhaben. Die Mitarbeiterstiftung hält 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Rückwirkend für das Geschäftsjahr 2010 wurde an die Mitarbeiter ein Betrag in Höhe von rund € 4,20 Mio. ausbezahlt, was pro Mitarbeiter 56,25 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts entspricht.

Offenlegung gemäSS § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären, dem Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und der Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalbeteiligungen an der Gesellschaft über 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Aktienrückkauf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB-(European Investment Bank)Darlehen in Höhe von € 400 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 103,5 Mio. und auch die ULSG-(Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz)- Finanzierung in Höhe von € 300 Mio. wurden unter der sogenannten "Change of Control Klausel" abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 803,5 Mio. wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 653,5 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 %, aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Entschädigungsvereinbarungen bei öffentlichem Übernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht für 2012 in seiner gesamtwirtschaftlichen Prognose von einem realen BIP-Wachstum der österreichischen Wirtschaft von 0,4 % aus. Die Prognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung sind deutlich eingetrübt, was trotz guter wirtschaftlicher Fundamentaldaten negative Auswirkungen auf Österreich mit einer sehr exportorientierten Volkswirtschaft hat. Für den Euroraum prognostiziert das WIFO eine Stagnation. Weltweit wird ein gehemmtes Wachstum von 3,2 % erwartet.

Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2012 real um 3,5 % wachsen. Bei der Arbeitslosenquote wird ein moderater Anstieg auf 7,1 % prognostiziert. Die privaten Konsumausgaben sollen um lediglich 0,8 % zulegen.

Für das Jahr 2012 und vor dem Hintergrund der prognostizierten schwachen Konjunkturlage erwartet die Flughafen Wien AG ein Plus bei den Passagieren in der Bandbreite von 0 % bis 1 %, einen Rückgang bei den Bewegungen von 0 % bis 1 % und einen Rückgang von 2 % bis 3 % beim Höchstabfluggewicht (MTOW).

Die Flughafen Wien Gruppe erwartet ein Plus beim Umsatz und, nach den Sonderabschreibungen in 2011, wieder ein verbessertes Periodenergebnis, das aber deutlich hinter den letzten Jahren zurückbleiben wird. 2012 werden insgesamt € 160 Mio. investiert. Um die Verschuldung stabil zu halten, wurden jedoch die Investitionen bis 2015 von € 650 Mio. auf € 590 Mio. gekürzt.

Nachtragsbericht

Im Jänner 2012 setzte sich die positive Entwicklung der Verkehrszahlen fort. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2011 um 9,0 % auf insgesamt 1.397.711 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Minus von 2,7 %, das Höchstabfluggewicht (MTOW) ist um 4,5 % und das Frachtaufkommen um 10,1 % gesunken. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 19,4 %.

Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif +0,81 %
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside +0,39 %
  • Infrastrukturtarif Betankung +0,68 %

Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegendem Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif bleibt mit € 4,49/abfliegendem Transferpassagier sowie € 6,89/lokal abfliegendem Passagier ebenfalls unverändert.

Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung wird der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 gesenkt, der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegendem Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/abfliegendem Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegendem Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegendem Passagier.

Im Jänner 2012 wurden € 64 Mio. aus dem im Geschäftsjahr 2009 zugezählten Schuldscheindarlehen vorzeitig getilgt.

Der Vorstand

Schwechat, am 27. Februar 2012

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Konzernabschluss 2011 der Flughafen Wien AG

  • 40 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 41 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 42 Konzern-Bilanz
  • 43 Konzern-Geldflussrechnung
  • 44 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • 46 Konzernanhang
  • 46 Grundlagen und Methoden
  • 51 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • 63 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 77 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
  • 93 Sonstige Angaben
  • 113 Konzernunternehmen
  • 115 Beteiligungen der Flughafen Wien AG
  • 130 Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsengesetz
  • 131 Bestätigungsvermerk

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2011

in T€ Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse (1) 581.996,7 533.834,7
Sonstige betriebliche Erträge (2) 20.436,9 16.376,8
Betriebsleistung 602.433,6 550.211,5
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -42.057,3 -42.341,2
Personalaufwand (4) -258.453,3 -238.108,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -112.916,5 -101.625,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 189.006,5 168.136,1
Planmäßige Abschreibungen (6) -66.332,0 -65.811,1
Wertminderungen (6) -55.489,2 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 67.185,2 102.325,1
Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen (8) 365,0 325,1
Zinsertrag (9) 4.620,7 3.368,5
Zinsaufwand (9) -13.603,3 -11.031,7
Sonstiges Finanzergebnis (10) 1.598,0 83,1
Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen -7.019,6 -7.255,0
Wertminderungen At-Equity-Beteiligungen (7) -19.419,2 0,0
Anteilige Periodenergebnisse At-Equity-Unternehmen (7) 4.286,8 3.611,6
Finanzergebnis -22.152,0 -3.643,5
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 45.033,2 98.681,6
Ertragsteuern (11) -13.453,3 -22.994,9
Periodenergebnis 31.580,0 75.686,7
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 31.602,4 75.717,5
Nicht beherrschende Anteile -22,4 -30,8
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück) (21) 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 1,50 3,61
Vorgeschlagene / ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) 1,00 2,00
Vorgeschlagene / ausbezahlte Dividende (in T€) 21.000,0 42.000,0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2011

in T€ 2011 2010
Periodenergebnis 31.580,0 75.686,7
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste
Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren -2.141,3 1.467,5
davon erfolgsneutrale Veränderung -232,4 1.467,5
davon realisierte Gewinne (-) / Verluste (+) -1.908,9 0,0
Cash-Flow Hedge 216,9 82,9
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 437,8 -8.940,2
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten 371,7 1.847,5
Sonstiges Ergebnis -1.115,0 -5.542,4
Gesamtergebnis 30.465,0 70.144,3
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 30.487,4 70.175,1
Nicht beherrschende Anteile -22,4 -30,8

Konzern-Bilanz

zum 31.12.2011

AKTIVA

in T€ Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (12) 15.285,5 12.523,2
Sachanlagen (13) 1.692.541,2 1.538.593,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 119.935,4 139.366,2
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (15) 90.968,2 108.485,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 6.514,4 5.151,8
1.925.244,6 1.804.120,2
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (17) 4.343,3 4.504,4
Wertpapiere (18) 29.535,0 64.351,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 79.705,4 61.887,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (20) 111.330,0 63.632,7
224.913,7 194.375,6
Summe Aktiva 2.150.158,3 1.998.495,7

PASSIVA

in T€ Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital
Grundkapital (21) 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (22) 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (23) -2.010,5 -895,5
Einbehaltene Ergebnisse (24) 542.896,7 553.294,3
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 811.213,5 822.726,1
Nicht beherrschende Anteile (25) 210,4 232,8
811.423,9 822.958,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen (26) 115.195,1 104.342,5
Finanzverbindlichkeiten (27) 821.285,4 794.112,9
Übrige Verbindlichkeiten (28) 51.557,8 40.441,1
Latente Steuern (11) 23.606,9 17.037,4
1.011.645,2 955.934,0
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (29) 7.194,5 951,6
Übrige Rückstellungen (29) 110.318,1 109.375,4
Finanzverbindlichkeiten (27) 71.301,9 204,0
Lieferantenverbindlichkeiten (30) 92.531,6 66.267,4
Übrige Verbindlichkeiten (31) 45.743,0 42.804,5
327.089,2 219.602,9
Summe Passiva 2.150.158,3 1.998.495,7

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2011

in T€ 2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuern 45.033,2 98.681,6
+ Abschreibungen / - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 139.281,9 64.683,4
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 699,6 374,2
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren -1.556,6 0,0
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln -617,3 -1.024,0
- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 216,9 82,9
- Erhöhung / + Senkung Vorräte 161,1 -1.193,6
- Erhöhung / + Senkung Forderungen -6.001,8 5.101,9
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 12.233,1 20.971,5
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten 1.527,4 -1.190,4
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 190.977,6 186.487,5
- Zahlungen für Ertragsteuern -12.064,9 -16.744,1
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 178.912,6 169.743,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 1.847,0 182,9
- Auszahlungen für Anlagenzugang -223.477,4 -173.668,1
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 96,0 0,0
+ Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren 34.048,7 0,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -187.485,7 -173.485,2
- Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -42.000,0 -44.100,0
- Auszahlungen für den Erwerb nicht beherrschender Anteile 0,0 -6.047,9
Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 98.270,4 112.093,7
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 56.270,4 61.945,8
Veränderung des Finanzmittelbestands 47.697,3 58.204,1
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 63.632,7 5.428,6
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 111.330,0 63.632,6

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Grund- Kapital- AfS- S icherungs-
in T€ kapital rücklagen R ücklage rücklage
Stand zum 1.1.2010 152.670,0 117.657,3 304,1 -405,2
Marktwertbewertung von Wertpapieren 1.100,6
Cash-Flow Hedge 62,2
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.100,6 62,2
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.100,6 62,2
Erwerb nicht beherrschende Anteile Put-Option
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2010 152.670,0 117.657,3 1.404,7 -343,1
Stand zum 1.1.2011 152.670,0 117.657,3 1.404,7 -343,1
Marktwertbewertung von Wertpapieren -1.606,0
Cash-Flow Hedge 162,7
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -1.606,0 162,7
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -1.606,0 162,7
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2011 152.670,0 117.657,3 -201,3 -180,4
uttergesellschaft zurechenbar Den Gesellschaftern der M
Nicht umme Währungs- S Versicherungs-
beherrschende inbehaltene onstige E umrechnungs- S mathematische
esamt nteile G esamt A rgebnisse G ücklagen E rücklage R Gewinne/Verluste
794.792,4 263,6 794.528,9 519.554,7 4.646,9 7.632,9 -2.884,8
1.100,6 1.100,6 1.100,6
62,2 62,2 62,2
-6.705,2 -6.705,2 -6.705,2 -6.705,2
-5.542,4 0,0 -5.542,4 0,0 -5.542,4 0,0 -6.705,2
75.686,7 -30,8 75.717,5 75.717,5
70.144,3 -30,8 70.175,1 75.717,5 -5.542,4 0,0 -6.705,2
2.122,1 2.122,1 2.122,1 0,0
-44.100,0 -44.100,0 -44.100,0
822.958,9 232,8 822.726,1 553.294,3 -895,5 7.632,9 -9.589,9
822.958,9 232,8 822.726,1 553.294,3 -895,5 7.632,9 -9.589,9
-1.606,0 -1.606,0 -1.606,0
162,7 162,7 162,7
328,3 328,3 328,3
328,3
-1.115,0
0,0 -1.115,0 0,0 -1.115,0 0,0 328,3
31.580,0 -22,4 31.602,4 31.602,4
30.465,0 -22,4 30.487,4 31.602,4 -1.115,0 0,0 328,3
-42.000,0 -42.000,0 -42.000,0
811.423,9 210,4 811.213,5 542.896,7 -2.010,5 7.632,9 -9.261,6

KonzernAnhang

Grundlagen und Methoden

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anhangsangaben gemäß § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Darüber hinaus wird Planvermögen, welches vom Barwert der Pensionsverpflichtungen in Abzug gebracht wird, zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänderten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:

Neue Fassung des IAS 24 "Angaben zu
nahestehenden Personen" und Änderung
an IFRS 8
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2011 beginnen.
Änderungen IFRIC 14 betreffend freiwillig
vorausgezahlte Beträge im Rahmen von
Mindestfinanzierungsvorschriften
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2011 beginnen.
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlich
keiten durch Eigenkapitalinstrumente"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Änderungen zu IAS 32 betreffend die
Klassifizierung von ausgegebenen Rechten
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
Verbesserungen einzelner IFRS
(Improvement Project) vom Mai 2010
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Jänner 2011
beginnen.
Änderungen IFRS 1 und IFRS 7 "Begrenzte
Befreiung erstmaliger Anwender von
Vergleichangaben nach IFRS 7"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

Der geänderte IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen" ist erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2011 beginnen. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen einerseits die Vereinfachung der Angabepflicht von Unternehmen, die unter der Beherrschung oder maßgeblichem Einfluss der öffentlichen Hand stehen, und andererseits wurde die Definition von "nahestehenden Unternehmen und Personen" grundlegend überarbeitet. Aus der Änderung des Standards resultieren für die Flughafen-Wien-Gruppe keine Anpassungen.

Aus der Anwendung der anderen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Änderung von IFRS 1 "Feste Umstellungszeit
punkte und ausgeprägte Hochinflation"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2011 beginnen; zum Bilanz
stichtag nicht von der EU in europäisches
Recht übernommen.
Änderung von IFRS 7 betreffend den Transfer
von finanziellen Vermögenswerten
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
Änderungen IFRS 7 "Saldierung finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller Verbind
lichkeiten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente" Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2015 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen
Unternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
IFRS 13 "Bewertung mit dem beizulegenden
Zeitwert"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
Änderungen IAS 1 "Darstellung einzelner
Posten des sonstigen Ergebnisses"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2012 beginnen; zum Bilanz
stichtag nicht von der EU in europäisches
Recht übernommen.
Änderungen IAS 12 "Latente Steuern:
Realisierung zugrunde liegender Vermögens
werte"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2012 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
Änderungen IAS 19 "Leistungen an
Arbeitnehmer"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.
Neue Fassung des IAS 27 "Einzelabschlüsse" Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
Neue Fassung des IAS 28 "Anteile an
assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.
Änderungen IAS 32 "Saldierung finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller
Verbindlichkeiten"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2014 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.
IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung
während des Abbaubetriebs im Tagbau"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; zum
Bilanzstichtag nicht von der EU in europäi
sches Recht übernommen.

Die Auswirkungen aus der künftigen Anwendung der vorstehenden Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG sind nicht im Vorhinein abschätzbar. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist nicht geplant.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen (mit Ausnahme von sechs Tochterunternehmen). Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Flughafen-Wien-Gruppe beherrscht werden.

Die sechs Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 2,0 % (Vorjahr: unter 2,0 %) des Konzernumsatzes.

Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die

Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzernabschluss 2011 sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (Vorjahr: vierzehn) und sieben ausländische (Vorjahr: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (Vorjahr: vier) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt.

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2011

A rt der A nteil am
Entkonsolidierung per Konsolidierung Kapital B emerkung
Austroport Boden- und
Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. 30.9.2011 at Equity 25% Verkauf

Mit Verkaufsvertrag vom 20. September 2011 wurde der 25%-Anteil der at-Equity-konsolidierten Austroport Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. an die AIRPORT JET SET SERVICE Christian Hirmann Gesellschaft m.b.H. zu historischen Anschaffungskosten verkauft. Der Verkauf der Anteile hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzern.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

E rwerbs- Art der A nteil am
Erstkonsolidierung zeitpunkt Konsolidierung Kapital B emerkung
VIE ÖBA GmbH 6.5.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
VIE Auslands Projektentwicklung
und Beteiligung GmbH 27.4.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
VIE Operations Holding Limited 27.12.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
VIE Operations Limited 27.12.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
Columinis Holding GmbH 30.7.2010 at Equity 50,0% Gründung

Die Flughafen Wien AG hat die Gesellschaft VIE ÖBA GmbH mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 35,0 neu gegründet. Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.

Die Gesellschaft VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH wurde mit einem Stammkapital von T€ 35,0 von der Flughafen Wien AG als 100%-Tochter neu gegründet. Der Gegenstand dieser Gesellschaft liegt in der Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe.

Die Columinis Holding GmbH wurde als Gemeinschaftunternehmen der Gesellschaften VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH und ATUST Holding GmbH jeweils mit einer Stammkapitaleinlage von T€ 17,5 neu gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen hat den Zweck des Erwerbs von Unternehmensbeteiligungen und wird im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH und die Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft.m.b.H haben die Gesellschaft VIE Operations Holding Limited mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Die VIE Operations Holding Limited und die Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft.m.b.H haben die VIE Operations Limited mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Der Sitz der Gesellschaften VIE Operations Ltd sowie VIE Operations Holding Ltd liegt in Luqa, Malta. Der Gegenstand der Gesellschaften liegt in der Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb und Management von internationalen Flughäfen.

Im Geschäftsjahr 2010 fanden keine Entkonsolidierungen statt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern zum Erwerbszeitpunkt auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen, die gegenwärtig Eigentumsanteile sind und ihren Inhabern im Fall der Liquidation einen Anspruch auf einen entsprechenden Anteil am Nettovermögen des Unternehmens geben, zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen

erfasst werden. Alle anderen Bestandteile der nicht beherrschenden Anteile werden im Zeitpunkt ihres Erwerbs zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Als Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem beizulegenden Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Im Fall des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d.h. die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passivische Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.

Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge, Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der bezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitalein- oder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte. Die direkt an MIA gehaltenen Anteile von 10,1 % werden als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da anhand der über die MMLC gehaltenen Anteile insgesamt ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und sind im Flughafen-Wien-Konzern mit Ausnahme von Firmenwerten unwesentlich. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht wird, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Mehrjahres-Finanzplänen. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den Detailplanungszeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet.

Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Betriebsgebäude 33,3
Sonstige Gebäude 10–50
Start-/Landebahnen, Rollwege,Vorfelder 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7–20
Technische Anlagen und Maschinen 5–20
Fahrzeuge 5–10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–15

Der Flughafen-Wien-Konzern verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind.

Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungspreis. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt.

Leasing

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, die dem Leasingnehmer das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung überträgt. Der Flughafen-Wien-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch Leasingnehmer auf.

Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggenstand auf den Leasingnehmer über, liegt ein Finanzierungsleasing nach IAS 17 vor, anderenfalls kommt es zur Einstufung als Operate Lease.

Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist (Finanzierungsleasing), erfolgt die Aktivierung im langfristigen Vermögen zum niedrigen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen oder zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts (sofern dieser Wert geringer ist). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Wertminderungen werden im Buchwert des aktivierten Leasinggegenstands erfasst. Die aus Finanzierungsleasingverträgen zukünftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, werden die Mietaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt im Sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst (Operate Leasing). Tritt der Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber auf, werden die Leasinggegenstände zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. Die Erfassung der Mieterträge erfolgt linear über die Vertragslaufzeit.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.

Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im Sonstigen Ergebnis erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2011 2010
Rechnungszinssatz 4,50% 4,50%
Lohn- und Gehaltstrend 3,72% 3,77%
Pensionstrend (nur für Pensionen) 2,01% 1,50%–2,14%
Erwarteter Veranlagungsertrag der Versicherung (nur für Pensionen)1) n.a. 3,60%
Fluktuationsabschlag (gestaffelt) 0,00%–12,00% 0,00%–12,00%

1) Der erwartete Ertrag ergibt sich aus den Renditen des abgelaufenen Berichtsjahres.

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung, Pension und Jubiläumsgeld werden im Finanzergebnis erfasst.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse behandelt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Originäre finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere)

In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis (Marktwertbewertungsrücklage = AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Derivative finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Der Flughafen-Wien-Konzern setzt einzelne derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung der aus Investitionen und Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein. Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen sind, werden bei Vertragsabschluss mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht in der Regel den Anschaffungskosten) angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen maßgebend und entsprechen bei gehandelten Derivaten dem Marktwert. Bei nicht börsegehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet. Die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt grundsätzlich ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer das derivative Finanzinstrument ist in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden.

Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erfasst, negative in den übrigen Verbindlichkeiten.

Der Konzern wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 ("Hedge Accounting") zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft im sonstigen Ergebnis (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet. Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Tarife unterliegen der Genehmigungspflicht durch die oberste Zivilluftfahrtbehörde, diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafen-Infrastruktur und umfassen Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturtarife. Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste wie zum Beispiel die Vorfeld- und Frachtabfertigung sowie Verkehrsabfertigung. Der Flughafen-Wien-Konzern realisiert weiters insbesondere Umsätze aus Parkierung, Umsatzabgaben, Vermietung, der Ver- und Entsorgung sowie aus Sicherheitsleistungen.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus At-Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden im Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.

Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden. Die Anteile an at-Equity-bilanzierten Unternehmen weisen einen Buchwert in Höhe von T€ 90.968,2 (Vorjahr: T€ 108.485,8) auf.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich. Immobilien werden durch Sachverständigengutachten bewertet. Ansatzfähige immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Da eine marktpreisorientierte Bewertung ("Market Approach") von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren ("Income Approach") herangezogen. Für die Bewertung von Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method") angewandt. Hierbei wird der Barwert der Einkommensströme aus dem vorhandenen Kundenstamm ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Einkommensströme erwirtschaftet, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse neben den operativen Kosten auch kalkulatorische Nutzungsentgelte für diese "unterstützenden" Vermögenswerte ("Contributory Asset Charges") berücksichtigt. Bei dieser Bewertung wird die Verringerung der geplanten Einkommensströme im Zeitablauf nach Maßgabe einer angemessenen Schrumpfungsrate ("Churn Rate") der Kunden beachtet.

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 10.891,2, Vorjahr: T€ 8.128,9) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 4.394,4, Vorjahr: T€ 4.394,4), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.692.541,2, Vorjahr: T€ 1.538.593,1), als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 119.935,4, Vorjahr: T€ 139.366,2) sowie Vermögenswerten des Finanzanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 97.482,6, Vorjahr: T€ 113.637,6) werden Schätzungen hinsichtlich

Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert beziehungsweise dem Nettoveräußerungspreis. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen in Bau.

Der Flughafen-Wien-Konzern bildet Wertberichtigungen in Höhe von T€ 4.890,2 (Vorjahr: T€ 4.284,6) auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 87.900,4 (Vorjahr: T€ 91.502,0) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehaltsund Pensionserhöhungen zugrunde.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 2.616,1 (Vorjahr: T€ 2.303,1) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen den mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im

Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 10.354,6 (Vorjahr: T€ 12.106,1) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisationsund Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 sind für die Identifikation der Geschäftssegmente die Teilbereiche des Unternehmens zu identifizieren, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Ausgangsbasis für die Segmentberichterstattung sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren ähnlich sind, können mit berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst werden.

Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften die einzelnen Geschäftssegmente dar, die in den nachfolgenden Darstellungen zu Berichtssegmenten zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt daher anhand von Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDA, EBIT, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftsbereiche "Aviation" und "Flughafendienste" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Centers und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.

Handling

Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich "Abfertigungsdienste" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche "Immobilien- und Centermanagement" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst.

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst.

Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften betreffend die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen Wien beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Betriebsergebnisses, dem EBIT. Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.

Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese Informationen vom Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig überwacht werden.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden nicht regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Verwaltung, den Finanzanlagen, den langfristigen Forderungen, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten, den Zahlungsmitteln und -äquivalenten.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie der Beträge der langfristigen Vermögenswerte, bei denen es sich nicht um Finanzinstrumente, latente Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen handelt. Dabei wird nach der Lage im Herkunftsland des Unternehmens und in allen Drittländern insgesamt unterschieden. Sofern diese in einem Drittland eine wesentliche Höhe erreichen, werden diese gesondert angegeben.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in den "Sonstigen Segmenten" enthalten, sofern die jeweilige Muttergesellschaft selbst nicht einem einzelnen operativen Segment zugeordnet ist.

Segmentangaben 2011

R etail & S onstige
in T€ (ausgenommen M
itarbeiter) A
irport H andling P roperties S egmente Konzern
Externe Segmentumsätze 294.629,2 160.495,2 110.641,4 16.110,0 581.875,9
Interne Segmentumsätze 33.360,0 57.063,7 17.933,9 77.502,1
Segmentumsätze 327.989,3 217.559,0 128.575,3 93.612,1
Sonstige externe Umsätze1) 120,8
Konzernumsatz 581.996,7
Segmentergebnis 57.086,2 163,3 30.347,4 4.690,8 92.287,8
Sonstiges (nicht zuordenbar) -25.102,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 67.185,2
Wertminderungen 37.222,3 0,0 18.266,9 0,0 55.489,2
Planmäßige Abschreibungen 34.845,2 6.181,4 14.484,9 10.554,1 66.065,6
Segmentabschreibungen 72.067,5 6.181,4 32.751,8 10.554,1
Sonstige (nicht zuordenbar) 266,4
Konzernabschreibungen 121.821,3
Segmentinvestitionen 230.837,2 5.010,6 10.269,8 13.549,5 259.667,1
Sonstige (nicht zuordenbar) 575,2
Konzerninvestitionen 260.242,4
Segmentvermögen 1.432.861,9 32.153,1 321.941,4 169.003,0 1.955.959,5
davon Buchwerte der nach
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen und Joint Ventures 90.968,2
Sonstiges (nicht zuordenbar) 194.198,9
Konzernvermögen 2.150.158,3
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 415 3.285 67 600 4.367
Sonstige (nicht zuordenbar) 158
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.525

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmentangaben 2010

R etail & S onstige
in T€ (ausgenommen M
itarbeiter) A
irport H andling P roperties S egmente Konzern
Externe Segmentumsätze 259.996,5 165.223,6 93.616,2 14.478,3 533.314,5
Interne Segmentumsätze 38.581,8 54.760,9 15.951,9 75.111,3
Segmentumsätze 298.578,3 219.984,5 109.568,1 89.589,6
Sonstige externe Umsätze1) 520,2
Konzernumsatz 533.834,7
Segmentergebnis 78.869,7 15.126,5 38.035,7 -3.437,5 128.594,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -26.269,3
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 102.325,1
Segmentabschreibungen
Planmäßige Abschreibungen 33.539,0 6.887,1 14.515,3 10.582,9 65.524,2
Sonstige (nicht zuordenbar) 286,8
Konzernabschreibungen 65.811,1
Segmentinvestitionen 127.527,4 4.195,2 4.846,9 8.708,3 145.277,7
Sonstige (nicht zuordenbar) 242,1
Konzerninvestitionen 145.519,8
Segmentvermögen 1.279.343,4 37.878,5 346.884,9 184.122,5 1.848.229,3
davon Buchwerte der nach
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen und Joint Ventures 108.485,8
Sonstiges (nicht zuordenbar) 150.266,4
Konzernvermögen 1.998.495,7
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 412 3.064 77 572 4.124
Sonstige (nicht zuordenbar) 141
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.266

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 2011 2010
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 92.287,8 128.594,4
Verwaltungsbereich
Umsatz 6.715,2 6.286,4
Sonstige betriebliche Erträge 2.157,2 1.793,3
Materialaufwand -1.027,4 -893,1
Personalaufwand -16.318,9 -14.363,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.362,2 -18.805,6
Abschreibungen -266,4 -286,8
Summe nicht zuordenbar -25.102,5 -26.269,3
Konzern-EBIT 67.185,2 102.325,1

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.432.861,9 1.279.343,4
Handling 32.153,1 37.878,5
Retail & Properties 321.941,4 346.884,9
Sonstige Segmente 169.003,0 184.122,5
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.955.959,5 1.848.229,3
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen der Verwaltung 1.204,9 1.010,0
Sonstige Finanzanlagen 6.045,9 4.564,5
Langfristige Forderungen 86,5 106,8
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 29.535,0 64.351,0
Vorräte 242,5 175,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,1 44,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 339,0 348,8
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 77,8 128,9
Forderungen an Finanzamt 35.477,5 8.609,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.002,1 3.931,8
Abgrenzungsposten 4.850,7 3.362,8
Zahlungsmittel und -äquivalente 111.330,0 63.632,7
Summe nicht zuordenbar 194.198,9 150.266,4
Konzernvermögen 2.150.158,3 1.998.495,7

Angaben 2011 nach Regionen

in T€ Österreich M alta S lowakei Konzern
Außenumsätze 581.205,4 791,3 0,0 581.996,7
Langfristiges Vermögen 1.841.575,0 50.423,1 33.246,5 1.925.244,6

Angaben 2010 nach Regionen

in T€ Österreich M alta S lowakei Konzern
Außenumsätze 533.104,4 730,3 0,0 533.834,7
Langfristiges Vermögen 1.708.767,9 48.315,6 47.036,6 1.804.120,2

Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2011 ein Beteiligungsergebnis aus At-Equity-Unternehmen (inklusive Wertminderungen) in Höhe von € 3,8 Mio. (Vorjahr: € 3,4 Mio.) und auf die Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von minus € 13,1 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.). Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.

Informationen über Hauptkunden

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihrem Hauptkunden Erlöse in Höhe von € 214,6 Mio. (Vorjahr: € 183,4 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesem Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2011 2010
Aktivierte Eigenleistungen 14.870,5 9.437,8
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 86,5 64,1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.195,7 3.433,4
Erträge aus derAuflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 617,3 1.024,0
Sonstige Mieterträge 767,4 694,7
Erträge aus Versicherungsleistungen 456,8 247,6
Übrige 1.442,7 1.475,0
20.436,9 16.376,8

Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen sind im Geschäftsjahr 2011 vor allem durch Aktivierung der im Zusammenhang mit Bauvorhaben von Konzerngesellschaften erbrachten Leistungen gestiegen.

(3) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2011 2010
Material 18.330,4 22.455,3
Energie 17.414,1 16.833,2
Bezogene Leistungen 6.312,9 3.052,8
42.057,3 42.341,2

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen waren mit € 42,1 Mio. um 0,7 % niedriger als im Vorjahr. Während die Aufwendungen für Enteisungsmittel, Treibstoff und sonstiges Material um € 4,1 Mio. auf € 18,3 Mio. gesunken sind, haben sich die Aufwendungen für Energie (Strom, Fernwärme) um € 0,6 Mio. auf € 17,4 Mio. erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 3,3 Mio. auf € 6,3 Mio. gestiegen.

(4) Personalaufwand

in T€ 2011 2010
Löhne 116.079,7 105.229,6
Gehälter 74.097,8 66.557,8
Aufwendungen für Abfertigungen 10.776,3 9.350,2
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 3.970,8 3.044,8
Aufwendungen für Altersversorgung 4.448,6 7.096,3
davon Beiträge an Pensionskassen 3.734,3 5.929,8
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 50.806,9 47.667,4
Andere Personalaufwendungen 2.244,0 2.206,9
258.453,3 238.108,2

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 % auf 4.525 Mitarbeiter gestiegen. Während im Segment Airport die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 0,7 % höher war, stieg sie im Segment Handling um 7,2 %. Die sonstigen Segmente verzeichneten einen Anstieg von 4,9 %, während die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Segment Retail & Properties um 12,7 % gesunken ist.

Zum 31. Dezember 2011 waren 4.501 (31.12.2010: 4.337) Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 3,8 %.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 8,5 % auf € 258,5 Mio. Neben dem höheren durchschnittlichen Mitarbeiterstand und den kollektivvertraglichen Erhöhungen ist dies auf folgende Faktoren zurückzuführen: Die Bruttolöhne und Bruttogehälter sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % bzw. 8,1 % auf € 111,5 Mio. bzw. € 67,9 Mio. gestiegen. Während der Aufwand für die Dotierung der Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und für Jubiläumsgelder um € 0,1 Mio. bzw. € 1,9 Mio. gesunken ist, sind die Aufwendungen für Altersteilzeit auch durch den Abschluss von 80 zusätzlichen Vereinbarungen um € 6,1 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen für Abfertigungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. höher, während die Aufwendungen für Altersversorgung im Vergleich zum Vorjahr um € 2,6 Mio. gesunken sind.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2011 2010
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 453,4 409,8
Instandhaltungen 22.924,2 19.035,0
Fremdleistungen 18.852,5 16.590,8
Beratungsaufwand 7.956,5 12.244,2
Marketing und Marktkommunikation 23.938,4 26.208,0
Post- und Telekommunikation 1.411,6 1.520,9
Miet- und Pachtaufwendungen 9.147,4 9.390,8
Versicherungsaufwendungen 3.449,9 3.503,4
Reisen und Ausbildung 1.866,6 1.922,7
Schadensfälle 435,9 284,4
Drohende Verluste 7.240,1 0,0
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle 892,5 -160,8
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 984,5 424,8
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 516,1 512,8
Andere betriebliche Aufwendungen 12.846,8 9.739,0
112.916,5 101.625,9

Die Instandhaltungen beinhalten neben den laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie für Wartung der EDV-Anlagen auch Sanierungen von Pisten, Vorfeldern und Rollwegen.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus der Manipulation der Kofferkulis, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Der Posten drohende Verluste umfasst Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer folgende Leistungen erbracht:

Beratungsaufwand

in T€ 2011 2010
Abschlussprüfung 265,6 258,6
Andere Bestätigungsleistungen 54,4 53,5
Sonstige Leistungen 51,0 102,1
371,0 414,3

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.

(6) Abschreibungen

in T€ 2011 2010
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte
Planmäßige Abschreibungen 2.015,2 1.790,4
Wertminderungen 4,9 0,0
2.020,0 1.790,4
Abschreibungen Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 60.074,8 59.651,3
Wertminderungen 42.329,9 0,0
102.404,7 59.651,3
Abschreibungen als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Planmäßige Abschreibungen 4.242,0 4.369,4
Wertminderungen 13.154,5 0,0
17.396,5 4.369,4
Abschreibungen gesamt 121.821,3 65.811,1

Bei den Werthaltigkeitstests zu den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien wurde der erzielbare Betrag für die betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anhand des Nutzungswerts ermittelt. Der Bestimmung der zukünftigen Mittelzuflüsse und -abflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind die Zahlen der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitstests aktuellen Planung der Jahre 2012 bis 2016 zugrunde gelegt. Als Abzinsungssatz wurde ein länderindividueller gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) von 5,68 % (Vorjahr: 5,24 %) herangezogen.

Die Wertminderungstests führten wie folgt zur Erfassung von Wertminderungen:

VIE- Skylink

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertminderungen betreffend VIE- Skylink in Höhe von € 31,6 Mio. erfasst, die sich durch gutachtliche Stellungnahmen zu Mängeln in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer ergeben haben und die zu einer ungerechtfertigten Kostenerhöhung führten. Somit kam es zur Anpassung der Anschaffungs- und Herstellungskosten im Sinne des IAS 16.22, da ungewöhnliche Mengen an Ausschuss, unnötiger Arbeitsaufwand oder andere Faktoren keine Bestandteile der Herstellungskosten des selbst hergestellten Vermögenswerts darstellen. Diese Wertminderung betrifft die zahlungsmittelgenerierende Einheit Aviation und das Segment Airport.

Immobilie am Standort Schwechat

Für eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie am Standort Schwechat, die als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit des Segments Retail & Properties anzusehen ist, haben sich im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen der durchgeführten Werthaltigkeitstests Wertminderungen in Höhe von rund € 18,3 Mio. ergeben. Die Wertminderungen beruhen im Wesentlichen auf dem Umstand, dass bei dem Gebäude die ursprünglich erwartete Auslastung mittelfristig nicht erreicht werden kann.

Flugplatz Standort Vöslau

Der Flugplatz am Standort Vöslau war in der Vergangenheit aufgrund seiner geplanten Funktion als Ausweichflughafen für den Standort Schwechat der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Aviation" zugeordnet. Nachdem von dieser Funktion nicht weiter auszugehen ist, wurde der Standort Vöslau im Geschäftsjahr 2011 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit beurteilt und ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Aufgrund dieses Werthaltigkeitstests wurden im Geschäftsjahr 2011 Wertminderungen in Höhe von € 5,6 Mio. erfasst, die das Segment Airport betreffen.

in T€ 2011 2010
Anteilige Periodenergebnisse 4.286,8 3.611,6
Wertminderungen -19.419,2 0,0
Beteiligungsergebnis at Equity -15.132,4 3.611,6

(7) Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen

Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 40,1). Im Geschäftsjahr wurde ein anteiliger Gewinn in Höhe von T€ 40,1 (Vorjahr: T€ 101,8) nicht erfasst.

In den Aufwendungen aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen sind Wertminderungen gemäß IAS 36 in Höhe von T€ 19.419,2 enthalten, welche die assoziierten Unternehmen Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC) als jeweils eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten betreffen.

Die 25,15 %-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde im zweiten Quartal 2007 unter der Prämisse zweistelliger Wachstumsraten, eines hohen Wirtschaftswachstums und der Entwicklung der Tourismusregion um einen Kaufpreis (inklusive Nebenkosten) von € 7,7 Mio. erworben. Aufgrund der negativen Entwicklung wurde der Buchwert der Beteiligung in den vergangenen Perioden im Zuge der At-Equity-Bewertungen immer wieder verringert. Die neue Mittelfristplanung der Flughafen Friedrichshafen GmbH für die Jahre 2012 bis 2015, welche die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, zeigt, dass die wirtschaftlichen Ziele mittelfristig nicht erreicht werden können. Der Werthaltigkeitstest, der auf der Ermittlung des Nutzungswerts aufbaute, resultierte in einer Abschreibung in Höhe von € 5,7 Mio. und ist den sonstigen Segmenten zuzuordnen. Als Abzinsungssatz wurde ein länderindividueller gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) von 5,25 % (Vorjahr: 5,26 %) herangezogen. Die Detailplanungsphase umfasste 9 Jahre, wobei für den über die Mittelfristplanung hinausgehenden Zeitraum ein Verkehrs- bzw. EBIT-Wachstum von 4,0 % bzw. 5,0 % p.a. und in der ewigen Rente eine Wachstumsrate von 2,0 % p.a. angenommen wurde.

Im 4. Quartal 2006 wurden vom Flughafen Wien über ein Konsortium Anteile am Flughafen Košice erworben, die FWAG hält damit heute indirekt 66 % an der Beteiligung. Die Beteiligung wird nach der At-Equity-Methode bilanziert (Vergleiche Angaben zum Konsolidierungskreis). Die Gesellschaft konnte bisher zwar gewinnbringend wirtschaften, die nun vorliegende Mittelfristplanung für die Jahre 2012 bis 2016 geht aber von einem gegenüber den bisherigen Erwartungen deutlich reduzierten Verkehrswachstum aus. Der Werthaltigkeitstest, der auf der Ermittlung des Nutzungswerts aufbaute, führte zu einer anteiligen Wertminderung der Vermögenswerte im Einzelabschluss des Flughafen Košice in Höhe von € 13,7 Mio. Die Wertminderung ist in den laufenden Ergebnissen des Flughafen Košice enthalten, wird jedoch separat dargestellt und ist den sonstigen Segmenten zuzuordnen. Als Abzinsungssatz wurde ein länderindividueller gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) von 8,5 % (Vorjahr: 6,45 %) herangezogen. Die Detailplanungsphase umfasste 10 Jahre, wobei für den über die Mittelfristplanung hinausgehenden Zeitraum ein Verkehrs- bzw. EBIT-Wachstum von 2,5 % bzw. 2,8 % p.a. und in der ewigen Rente eine Wachstumsrate 2,5 % p.a. angenommen wurde.

(8) Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-bilanzierte Unternehmen

in T€ 2011 2010
Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 81,0 255,1
Erträge aus Beteiligungen sonstige Unternehmen 70,0 70,0
Erträge aus Abgang von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 214,0 0,0
Verlust aus Abgang von sonstigen Finanzanlagen -0,1 0,0
Sonstiges Beteiligungsergebnis 365,0 325,1

(9) Zinsergebnis

in T€ 2011 2010
Zinsen und ähnliche Erträge 4.620,7 3.368,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.603,3 -11.031,7
-8.982,6 -7.663,2

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2011 2010
Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 41,5 83,1
Ertrag aus dem Abgang von Wertpapieren 1.556,6 0,0
1.598,0 83,1

(11) Ertragsteuern

in T€ 2011 2010
Aufwand für laufende Ertragsteuern 6.517,3 16.675,8
Aperiodischer Aufwand für laufende Ertragsteuern -5,1 2,0
Veränderung latenter Steuern 6.941,1 6.317,1
13.453,3 22.994,9

Die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 6.569,4 (Vorjahr: T€ 4.531,5) ist auf temporäre Differenzen zurückzuführen. Die Veränderung in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ -61,8) resultiert aus der Verwendung von steuerlichen Verlustvorträgen.

Der Steueraufwand des Jahres 2011 von T€ 13.453,3 (Vorjahr: T€ 22.994,9) ist um T€ 2.195,0 (Vorjahr: T€ 1.675,5) höher (Vorjahr: geringer) als der rechnerische Steueraufwand von T€ 11.258,3 (Vorjahr: T€ 24.670,4), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 45.033,2 (Vorjahr: T€ 98.681,6) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

Steuerüberleitungsrechnung

in T€ 2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuern 45.033,2 98.681,6
Rechnerische Ertragsteuer 11.258,3 24.670,4
Steuerminderung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze -1.568,8 -15,5
Steuereffekte aus Kürzungen für lokale Steuer -431,5 -1.247,0
Permanente Differenzen -52,1 -8,7
Steuereffekte aus At-Equity-Ergebnissen -996,7 -1.092,8
-3.049,2 -2.364,1
Steuermehrung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze 15,6 58,1
Steuereffekte aus Hinzurechnungen für lokale Steuer 453,9 438,5
Steuereffekte aus At-Equity-Ergebnissen 4.779,8 189,9
5.249,3 686,5
Ertragsteueraufwand der Periode 13.458,4 22.992,9
Aperiodischer Steueraufwand -5,1 2,0
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 13.453,3 22.994,9
Effektivsteuersatz 29,9% 23,3%

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus:

Latente Steuerabgrenzung

in T€ 2011 2010
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 53,7 118,1
Finanzielle Vermögenswerte 274,5 315,6
Rückstellungen für Abfertigungen 4.812,6 5.022,7
Rückstellungen für Pensionen 918,9 1.357,5
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 1.364,0 1.186,6
Sonstige Rückstellungen 1.219,0 2.393,8
Steuerliche Verlustvorträge 1.711,8 1.711,8
10.354,6 12.106,1
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 30.670,1 26.833,6
Wertpapiere 166,2 746,7
Sonstige Vermögenswerte / Schulden 484,9 822,1
Steuerabgrenzung aus Konsolidierung 2.640,4 741,0
33.961,5 29.143,5
Summe Steuerabgrenzung -23.606,9 -17.037,4

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Aktive Steuerabgrenzung

2010
11.086,3
-1.215,3
2.235,1
2.235,1
10.354,6 12.106,1
2011
12.106,1
-1.642,0
-109,4
-109,4

Passive Steuerabgrenzung

in T€ 2011 2010
Stand zum 1.1. 29.143,5 23.654,1
Erfolgswirksame Veränderungen 5.299,1 5.101,8
Erfolgsneutrale Veränderungen
Wertpapiere langfristiges Vermögen 45,7 0,3
Wertpapiere kurzfristiges Vermögen -581,0 366,6
Sicherungsrücklage 54,2 20,7
Summe erfolgsneutrale Veränderungen -481,1 387,6
Stand zum 31.12. 33.961,5 29.143,5

Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 % angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 32,5 % / 35,0 % und für die Slowakei 19,0 %) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf die direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cash-flow Hedges sowie auf die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

Auf at-Equity-bilanzierte Beteiligungen und Anteilen an Tochtergesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Insgesamt bestehen aus at-Equitybilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen temporäre Differenzen in Höhe von T€ 6.346,6 (Vorjahr: T€ 11.171,7), welche zu aktiven (Vorjahr: passiven) latenten Steuern in Höhe von T€ 1.586,7 (Vorjahr: T€ 2.792,9) führen würden.

Zum 31. Dezember 2011 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 938,7 (Vorjahr: T€ 731,0) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, die – aufgrund der Unsicherheit über die Anerkennung durch die Abgabenbehörde – nicht angesetzt wurden. Im Falle der Anerkennung dieser Verlustvorträge können diese ohne Befristung verwendet werden. In diesen Beträgen sind auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge aus Beteiligungsabschreibungen, die auf sieben Jahre verteilt werden müssen, enthalten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Langfristiges Vermögen

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Als immaterielle Vermögenswerte werden Firmenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Software sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.

Konzessionen
in T€ und Rechte Firmenwerte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2011
Nettobuchwert zum 1.1.2011 8.128,9 4.394,4 12.523,2
Zugänge 4.480,3 0,0 4.480,3
Umbuchungen 302,0 0,0 302,0
Abschreibungen -2.015,2 0,0 -2.015,2
Wertminderungen -4,9 0,0 -4,9
Nettobuchwert zum 31.12.2011 10.891,2 4.394,4 15.285,5
Stand zum 31.12.2011
Anschaffungskosten 34.860,9 4.394,4 39.255,2
Kumulierte Abschreibungen -23.969,7 0,0 -23.969,7
Nettobuchwert 10.891,2 4.394,4 15.285,5
Konzessionen
in T€ und Rechte Firmenwerte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010
Nettobuchwert zum 1.1.2010 8.583,3 4.394,4 12.977,6
Zugänge 1.146,5 0,0 1.146,5
Umbuchungen 191,0 0,0 191,0
Abgänge -1,6 0,0 -1,6
Abschreibungen -1.790,4 0,0 -1.790,4
Nettobuchwert zum 31.12.2010 8.128,9 4.394,4 12.523,2
Stand zum 31.12.2010
Anschaffungskosten 30.297,7 4.394,4 34.692,0
Kumulierte Abschreibungen -22.168,8 0,0 -22.168,8
Nettobuchwert 8.128,9 4.394,4 12.523,2

Die wesentlichen Zugänge des Berichtjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 1.930,0 (Vorjahr: T€ 2.585,8) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

(13) Sachanlagen

A ndere
T echnische A nlagen, G eleistete
A nlagen B etriebs- und A nzahlungen
G rundstücke und G eschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten M aschinen ausstattung in Bau G esamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2011
Nettobuchwert zum 1.1.2011 478.461,5 236.276,0 43.433,4 780.422,2 1.538.593,1
Zugänge1) 16.124,5 3.799,8 17.553,8 216.759,9 254.237,9
Umbuchungen 6.212,3 558,6 26,3 -3.540,9 3.256,4
Abgänge 0,0 -1,3 -347,6 -792,7 -1.141,6
Abschreibungen -22.546,2 -24.514,3 -13.014,3 0,0 -60.074,8
Wertminderungen -8.934,4 -1.693,0 -51,5 -31.651,0 -42.329,9
Nettobuchwert zum 31.12.2011 469.317,7 214.425,8 47.600,1 961.197,6 1.692.541,2

Stand zum 31.12.2011

Anschaffungskosten 801.278,3 661.292,1 190.327,2 993.363,5 2.646.261,2
Kumulierte Abschreibungen -331.960,6 -446.866,3 -142.727,1 -32.165,9 -953.720,0
Nettobuchwert 469.317,7 214.425,8 47.600,1 961.197,6 1.692.541,2

1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von T€ 3.657,6 als negative Zugänge enthalten.

A ndere
T echnische A nlagen, G eleistete
A nlagen B etriebs- und A nzahlungen
G rundstücke und G eschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten M aschinen ausstattung in Bau G esamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010
Nettobuchwert zum 1.1.2010 512.346,7 256.180,4 45.323,2 657.489,3 1.471.339,5
Zugänge1) 2.934,6 2.988,9 11.396,7 126.370,0 143.690,2
Umbuchungen -15.429,0 2.366,0 66,4 -3.351,0 -16.347,5
Abgänge -43,1 -200,9 -107,7 -86,1 -437,8
Abschreibungen -21.347,9 -25.058,3 -13.245,1 0,0 -59.651,3
Nettobuchwert zum 31.12.2010 478.461,5 236.276,0 43.433,4 780.422,2 1.538.593,1
Stand zum 31.12.2010
Anschaffungskosten 776.752,6 657.204,0 180.100,5 780.937,1 2.394.994,2
Kumulierte Abschreibungen -298.291,2 -420.928,0 -136.667,1 -514,9 -856.401,0
Nettobuchwert 478.461,5 236.276,0 43.433,4 780.422,2 1.538.593,1

1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von T€ 13.666,9 als negative Zugänge enthalten

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 23.107,6 aktiviert (Vorjahr: T€ 17.160,3). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode 4,0 % (Vorjahr: 3,6 %).

Im Berichtsjahr wurde ein Gebäude als Finanzierungsleasing aktiviert. Der Zugang in Höhe von € 9,4 Mio. wird im Posten Grundstücke und Bauten ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge

Grundstücke
T€ und Bauten Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2011
Nettobuchwert zum 1.1.2011 0,0 0,0
Zugänge 9.427,8 9.427,8
Abschreibungen -912,4 -912,4
Nettobuchwert zum 31.12.2011 8.515,4 8.515,4
Stand zum 31.12.2011
Anschaffungskosten 9.427,8 9.427,8
Kumulierte Abschreibungen -912,4 -912,4
Nettobuchwert 8.515,4 8.515,4
Nutzungsdauer 11 Jahre

Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2011 und 2010 werden nachstehend, inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen, angeführt:

Im Segment Airport in T€ 2011
VIE-Skylink 171.790,9
3. Piste 15.762,8
Geräteeinstellhalle 9.427,8
Sicherheitssysteme 5.312,0
Revitalisierung Busgates 3.803,6
Quick Boarding Gates 3.417,1
VIE-Skylink Möblierung 2.446,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software 1.969,5
VIE-Skylink Leitsystem 1.704,4
Grundstückseinrichtungen (Vorfelder, Befeuerungsanlagen) 1.697,8
VIE-Skylink Gepäcksortieranlage 1.610,5
Verbreiterung Vorfahrt 1.452,4
Zutrittskontrollanlagen 1.384,4
VIE-Skylink Loungen 1.256,1
Im Segment Handling in T€ 2011
Spezialfahrzeuge 3.072,3
Schleppfahrzeuge 441,9
Pkw,Autobusse, Kleinbusse,Vans, Lieferwagen 401,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software 371,9
Bodengeräte für Vorfeldabfertigung 366,9
Hebe- und Ladefahrzeuge 276,0
Im Segment Retail & P
roperties in T€
2011
Nutzungsrecht Abwasserverband 2.700,0
Speditionsgebäude 1.268,3
Ausbau Office Park 3 1.053,0
VIE-Skylink Retailausbau 1.014,6
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2011
Datenverarbeitungsmaschinen 3.984,4
Software 1.527,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 930,1
Teiladaptierung Winterdienst-Halle 812,0

Im Segment Airport in T€ 2010

VIE-Skylink 95.160,7
3. Piste 11.260,1
Sicherheitssysteme 6.664,2
SIKO-Kontrollstraßen 2.107,4
Revitalisierung Busgates 2.085,3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.529,8
Grundstücke 1.039,5
Rampe Vorplatz 925,3
Revitalisierung Terminal 2 490,7
Infrastrukturausbau Westerweiterung 468,3
Feuerwache und Checkpoints 287,0

Im Segment Handling in T€ 2010

Hebe- und Ladefahrzeuge 1.191,6
Spezialfahrzeuge 1.007,7
Schleppfahrzeuge 966,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 427,4
Pkw,Autobusse, Kleinbusse,Vans, Lieferwagen 380,5

Im Segment Retail & Properties in T€ 2010

Werbeflächen Skylink 1.884,6
Ausbau Office Park 3 682,9
Busbahnhof Ankunft alt 467,1
Parkplatz K3 285,3
Infrastrukturausbau Westerweiterung 153,0

Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2010

Infrastrukturausbau Westerweiterung 2.023,6
Datenverarbeitungsmaschinen 1.578,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.131,4
Software 1.044,6
Flugzeugenteisungsanlage 499,0
Pkw,Autobusse, Kleinbusse,Vans, Lieferwagen 402,7
Netzwerk Bestand Erneuerung 380,7
Spezialfahrzeuge 117,2

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

A ls Finanz- Geleistete
investition A nzahlungen
gehaltene und Anlagen
in T€ I mmobilien in Bau Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2011
Nettobuchwert zum 1.1.2011 139.366,2 0,0 139.366,2
Zugänge 776,2 748,0 1.524,2
Umbuchungen -3.558,4 0,0 -3.558,4
Abschreibungen -4.242,0 0,0 -4.242,0
Wertminderungen -13.154,5 0,0 -13.154,5
Nettobuchwert zum 31.12.2011 119.187,4 748,0 119.935,4
Stand zum 31.12.2011
Anschaffungskosten 172.274,3 748,0 173.022,3
Kumulierte Abschreibungen -53.086,9 0,0 -53.086,9
Nettobuchwert 119.187,4 748,0 119.935,4
A ls Finanz- Geleistete
investition A nzahlungen
gehaltene und Anlagen
in T€ I mmobilien in Bau Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010
Nettobuchwert zum 1.1.2010 126.896,0 0,0 126.896,0
Zugänge 683,1 0,0 683,1
Umbuchungen 16.156,5 0,0 16.156,5
Abschreibungen -4.369,4 0,0 -4.369,4
Nettobuchwert zum 31.12.2010 139.366,2 0,0 139.366,2
Stand zum 31.12.2010
Anschaffungskosten 177.279,8 0,0 177.279,8
Kumulierte Abschreibungen -37.913,6 0,0 -37.913,6
Nettobuchwert 139.366,2 0,0 139.366,2
in T€ 2011 2010
Mieteinnahmen 13.667,9 13.604,6
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 6.387,0 7.102,3
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 1.472,2 638,2

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Die betrieblichen Aufwendungen für zurzeit nicht vermietete Immobilien sind durch notwendige Sanierungsarbeiten leer stehender Büroflächen im Office Park 3 bedingt.

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt nach internen Wertermittlungen (auf Basis von Ertragswerten) zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres T€ 133.193,3 (Vorjahr: T€ 164.609,4).

(15) Beteiligungen an at-equity-bilanzierten Unternehmen

in T€ 2011 2010
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.
Nettobuchwert zum 1.1. 108.485,9 107.368,9
Anteilserwerbe (Zugang) 0,0 85,9
Anteilsverkäufe (Abgang) -15,5 0,0
Anteilige Periodengewinne 4.604,3 4.371,2
Anteilige Periodenverluste -306,6 -759,6
Wertminderungen -19.419,2 0,0
Dividendenausschüttung -2.380,6 -2.580,6
Nettobuchwert zum 31.12. 90.968,2 108.485,9

(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR) 1.412,6 1.608,2
davon Mitarbeitern gewährte Darlehen 86,5 106,8
davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen 1.326,1 1.501,3
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS) 5.101,8 3.543,7
davon Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen 192,3 1.323,3
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere
4.909,4
2.220,4
6.514,4 5.151,8

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 84,3 (Vorjahr: T€ 70,0), ein Darlehen an die AIRPORT JET SET SERVICE, Christian Hirmann Gesellschaft m.b.H. in Höhe von T€ 225,8 (Vorjahr: T€ 450,0) und den Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 86,5 (Vorjahr: T€ 106,8) eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 122,9 (Vorjahr: T€ 129,5) sowie eine Ausleihung aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von T€ 893,2 (Vorjahr: T€ 851,8).

Die Wertberichtigungen für diese Posten betragen T€ 332,0 (Vorjahr: T€ 332,0).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds und Wertrechte in Höhe von T€ 4.909,4 (Vorjahr: T€ 2.220,4) sowie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von T€ 192,3 (Vorjahr: T€ 1.323,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Aufgrund des Liquidationsbeschlusses vom 22.7.2011 des Amtsgerichtes Potsdams wurde der Beteiligungsansatz der nicht konsolidierten Gesellschaft Flughafen Wien / Berlin Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH – kurz VIE BBI – in Höhe von € 1,1 Mio. erfolgswirksam als Buchwertabgang ausgebucht. Da zum Stichtag 30.9.2011 eine Verbindlichkeit der Flughafen Wien AG gegenüber VIE BBI aus Verrechnungen in Höhe von € 1,3 Mio. bestand und diese Verbindlichkeit erfolgswirksam als Erlös ausgebucht werden konnte, kommt es in Folge zu einem Liquidationsgewinn von € 0,2 Mio.

Mit Verkaufsvertrag vom 6.9.2011 wurden auch die Anteile der nicht konsolidierten OAO Petroport veräußert. Der Verlust aus der Veräußerung der Anteile beträgt T€ 0,1.

Der 1%-Anteil der nicht konsolidierten AIRPORT JET SET SERVICE Christian Hirmann Gesellschaft m.b.H. (AJSS) wurde vom Gesellschafter zu historischen Anschaffungskosten zurückerworben. Der Verlust aus der Veräußerung der Anteile beträgt T€ 10,9.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2011):

  • GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
  • "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH
  • Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H.
  • VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company, in Liquidation
  • VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.
  • Indian Airports Holding GmbH

Kurzfristiges Vermögen

(17) Vorräte

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Hilfs- und Betriebsstoffe 4.343,3 4.504,4
4.343,3 4.504,4

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.

(18) Wertpapiere

31.12.2011 31.12.2010
0,0 34.401,0
29.535,0 29.950,0
9.535,0 9.950,0
20.000,0 20.000,0
29.535,0 64.351,0

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

Zum Stichtag sind keine Wertpapiere (Vorjahr: T€ 34.401,0) zur Verbesserung der Konditionen zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

Der Rückgang bei den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 34,8 Mio. ist im Wesentlichen auf den Verkauf eines Investmentfonds zurückzuführen.

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 38.848,5 49.790,2
Abzüglich Wertberichtigungen -4.890,2 -4.284,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto (LaR) 33.958,3 45.505,7
Forderungen gegenüber
nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (LaR) 339,0 348,8
Zwischensumme 34.297,3 45.854,5
Forderungen gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen (LaR) 77,8 128,9
Forderungen an Finanzamt 35.477,5 8.609,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kein Finanzinstrument) 201,1 0,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (LaR) 4.800,9 3.931,8
Abgrenzungsposten 4.850,7 3.362,8
79.705,4 61.887,5

(19) Kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables).

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer (€ 18,6 Mio.) sowie Vorsteuerguthaben in Höhe von € 22,1 Mio., die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert wurde.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand 125,5 140,8
Guthaben bei Kreditinstituten 15.204,5 12.491,9
Kurzfristige Veranlagungen (Termingelder) 96.000,0 51.000,0
111.330,0 63.632,7

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung höchstens drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2011 bei 1,72 % (Vorjahr: 1,35 %). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Zur Verbesserung der Konditionen sind zum Stichtag Termingelder in Höhe T€ 23.000,0 (Vorjahr: T€ 0,0) zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

Eigenkapital

(21) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2011 vorgeschlagene Dividende beträgt € 1,00 (Vorjahr: € 2,00) je Aktie.

(22) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(23) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:

  • a) Available-for-Sale-Rücklage: Die Available-for-Sale (AfS)-Rücklage resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden.
  • b) Sicherungsrücklage: Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cash-Flow Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird nur dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst, oder führt im Fall von nichtfinanziellen Grundgeschäften entsprechend dem angewendeten Bilanzierungsgrundsatz zu einer Anpassung des Buchwerts.
  • c) Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • d) Währungsumrechnungsrücklage: Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Jahresabschlusses von ausländischen Tochterunternehmen entstehen.

(24) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2011 ausgewiesen ist.

Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 % des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10 % des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten.

Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung in den Jahren 2000 und 2001 sowie aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungen betragen insgesamt T€ 14.012,4 und wurden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. In den Berichtsjahren 2010 und 2011 ergaben sich keine Auswirkungen.

(25) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die nicht beherrschenden Anteile zum Bilanzstichtag betreffen die RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Langfristige Schulden

(26) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Abfertigungen 58.513,3 61.040,7
Pensionen 15.188,2 16.748,4
Jubiläumsgelder 14.199,0 13.713,0
Altersteilzeit 20.054,6 12.840,5
Sonstige übrige Rückstellungen 7.240,1 0,0
115.195,1 104.342,5

Rückstellungen für Abfertigungen

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs.

Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Darüber hinaus bestehen für diese Dienstnehmer kollektivvertragliche Abfertigungsverpflichtungen, für die Rückstellungen gebildet werden.

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

in T€ 2011 2010
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 61.040,7 52.806,6
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 6.805,6 6.305,4
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 79,7 8.027,3
Abfertigungszahlungen -9.412,7 -6.098,6
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 58.513,3 61.040,7

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ -9.784,2 (Vorjahr: T€ -9.670,8).

Der Personalaufwand enthält

in T€ 2011 2010
Dienstzeitaufwand 4.116,1 3.606,9
Zinsaufwand 2.689,5 2.698,5
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand 6.805,6 6.305,4

Historische Information Abfertigungsrückstellung

in T€ 2011 2010 2009 2008 2007
Barwert (DBO) der
Verpflichtungen zum 31.12. 58.513,3 61.040,7 52.806,6 49.910,1 50.734,1
Erfahrungsbedingte Anpassungen
(+) Gewinn / (-) Verlust 274,6 -1.504,1 630,0 -2.365,1 -1.216,4
In % des Barwerts der Verpflichtung
(DBO) zum Periodenende 0,5 -2,5 1,2 -4,7 -2,4

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 2.401,5 (Vorjahr: T€ 2.670,2).

Rückstellungen für Pensionen

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen wurden teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, welche gemäß IAS 19 Planvermögen darstellten. Der Rückstellungsbetrag wurde um diese Versicherungsansprüche verringert. Nach der Übertragung der Pensionsansprüche im Geschäftsjahr 2011 an eine Pensionskasse stellen diese Wertrechte nach Übertragung kein Planvermögen mehr dar.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 % der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).

Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in der Höhe von 2,5 % des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraums von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraums, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.

Überleitung der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung

in T€ 2011 2010
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 15.188,2 19.254,8
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. 0,0 -2.506,4
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. 15.188,2 16.748,4

Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO)

in T€ 2011 2010
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 1.1. 19.254,8 22.735,6
Dienstzeitaufwand 14,8 256,6
Zinsaufwand 699,5 909,9
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) -588,9 912,9
Pensionszahlungen -4.192,1 -5.560,2
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 15.188,2 19.254,8

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne für Pensionsrückstellungen T€ 522,5 (Vorjahr: T€ 80,9).

Entwicklung des Planvermögens

in T€ 2011 2010
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 1.1 2.506,4 5.089,5
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen 0,0 209,9
Planabgeltungen -2.506,4 -2.792,9
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. 0,0 2.506,4

Das Planvermögen umfasste qualifizierte Rückdeckungsversicherungen.

Der Personalaufwand enthält

in T€ 2011 2010
Dienstzeitaufwand 14,8 256,6
Zinsaufwand 699,5 909,9
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen 0,0 -209,9
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand 714,3 956,6

Historische Information Pensionsverpflichtung

in T€ 2011 2010 2009 2008 2007
Barwert (DBO) der
Verpflichtungen zum 31.12. 15.188,2 19.254,8 22.735,6 22.068,6 22.230,6
Planvermögen zum
beizulegenden Zeitwert 0,0 -2.506,4 -5.089,5 -4.940,0 -3.320,9
Unterdeckung (+) / Überschuss (-) 15.188,2 16.748,4 17.646,1 17.128,6 18.909,6
Erfahrungsbedingte Anpassungen
(+) Gewinn / (-) Verlust 759,7 -1.719,1 -1.196,3 -570,3 -1.651,6
In % des Barwerts derVerpflichtung
(DBO) am Periodenende 5,0 -8,9 -5,3 -2,6 -7,4
In % des Planvermögens
am Periodenende n.a. -68,6 -23,5 -11,5 -49,7

Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.298,3 (Vorjahr: T€ 1.321,6).

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder

in T€ 2011 2010
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 13.713,0 11.317,5
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 933,7 2.812,1
Jubiläumsgeldzahlungen -447,7 -416,6
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 14.199,0 13.713,0

Der Personalaufwand enthält

in T€ 2011 2010
Dienstzeitaufwand 974,1 841,7
Zinsaufwand 607,7 586,4
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) -648,0 1.384,0
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand 933,7 2.812,1

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt.

Entwicklung der Rückstellung Altersteilzeit

in T€ 1.1.2011 Verbrauch N eubildung 31.12.2011
Altersteilzeit 12.840,5 -3.003,6 10.217,7 20.054,6

(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 71.301,9 204,0
Langfristige Bankdarlehen 821.285,4 794.112,9
Finanzverbindlichkeiten 892.587,3 794.316,9

Die Aufnahme der Bankdarlehen erfolgte zur Finanzierung der umfangreichen Ausbauvorhaben am Flughafen Wien.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde durch die Konzerngesellschaft VIE Malta Finance Ltd. im Rahmen des ULSG (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz) eine Finanzierung über € 300,0 Mio. abgeschlossen, wobei im Jahr 2010 € 200,0 Mio. zugezählt wurden.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden die restlichen € 100,0 Mio. des Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) an die VIE Malta Finance Ltd. zugezählt.

Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Jahr 71.301,9 204,0
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 404.482,9 334.361,9
Mehr als fünf Jahre 416.802,5 459.751,0
892.587,3 794.316,9

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen.

(28) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Abwasserverband 2.700,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 8.108,0 0,0
Umweltfonds (langfristiger Anteil) 11.692,9 10.489,3
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten 22.500,8 10.489,3
Abgrenzungsposten 27.405,3 28.524,8
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.651,7 1.427,0
51.557,8 40.441,1

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der Annahme, dass die Auszahlungsvoraussetzungen für die Hälfte der Verbindlichkeit in 2011 vorliegen werden, wird je ein Betrag in Höhe von T€ 11.692,9 sowohl in den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten wie auch in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten. Das Leasingverhältnis betrifft die Miete einer Maintenance- und Winterdiensthalle. Der kurzfristige Anteil dieser Leasingverbindlichkeit ist unter (31) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Leasingverbindlichkeit weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeiten der Leasingverbindlichkeiten

31.12.2011
683,8
3.288,5
4.819,5

Die Fälligkeit der Mindestleasingzahlungen sowie die Überleitung zu deren Barwert stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Gesamt in T€ bis 1 Jahr 1–5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2011 Leasingzahlungen 1.299,6 5.198,6 5.631,8 12.130,0 - Abzinsungsbeträge 615,9 1.910,1 812,3 3.338,3 Barwert 683,8 3.288,5 4.819,5 8.791,8

Überleitung der Mindestleasingzahlungen auf Barwert

Der zugrunde liegende Leasingvertrag weist eine Grundmietzeit von 11 Jahren auf, die als Nutzungsdauer zur Abschreibung des Leasingobjekts herangezogen wird. Sofern keine ordentliche Kündigung seitens der Flughafen Wien AG erfolgt, kommt es zu einer Verlängerung des Leasingvertrags um weitere drei Jahre.

In der Berichtsperiode sind € 0,1 Mio. als sonstiger betrieblicher Aufwand aufgrund einer Preisindexierung des Leasingvertrags erfasst. Die Preisindexierung erfolgt einmal jährlich auf Grundlage des VPI 2005.

Kurzfristige Schulden

(29) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Nicht konsumierte Urlaube 9.441,8 9.948,9
Andere Personalansprüche 12.470,2 5.649,6
Ertragsteuern 7.194,5 951,6
Stiftungsaufwendungen 906,3 906,3
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 53.965,2 66.919,0
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 24.571,6 17.812,3
Sonstige übrige Rückstellungen 8.962,9 8.139,2
117.512,7 110.326,9

Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen vom 1.1. bis 31.12.2011

in T€ 1.1.2011 Verbrauch A uflösung N eubildung 31.12.2011
Nicht konsumierte Urlaube 9.948,9 -604,1 -2,2 99,2 9.441,8
Andere Personalansprüche 5.649,6 -2.321,6 -761,2 9.903,5 12.470,2
Ertragsteuern 951,6 -811,4 -137,4 7.191,8 7.194,5
Stiftungsaufwendungen 906,3 0,0 0,0 0,0 906,3
Nicht fakturierte Lieferungen
und Leistungen 66.919,0 -19.023,4 -1.104,4 7.174,0 53.965,2
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 17.812,3 -16.339,8 -312,9 23.412,1 24.571,6
Sonstige übrige Rückstellungen 8.139,2 -2.141,5 -767,0 3.732,2 8.962,9
110.326,9 -41.241,8 -3.085,2 51.512,8 117.512,7

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden, für sonstige Vergütungen sowie für Leistungsprämien.

Die Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen betreffen Ermäßigungen, die den Airlines bis zum Bilanzstichtag zu gewähren sind.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadenersatz, einer Rückstellung für Haftpflichtversicherung für das Jahr 2011 sowie Rückstellungen für Fremdkapitalkosten zusammen.

Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurzfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.

(30) Lieferantenverbindlichkeiten
in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Gegenüber Dritten 85.967,6 59.650,9
Gegenüber verbundenen Unternehmen 6.550,6 6.600,7
Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 13,4 15,8
92.531,6 66.267,4

(30) Lieferantenverbindlichkeiten

(31) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 4.882,7 4.409,0
Kreditorische Debitoren 1.556,1 4.801,0
Umweltfonds (kurzfristiger Teil) 11.692,9 10.489,3
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (kurzfristiger Teil) 683,8 0,0
Andere sonstige Verbindlichkeiten 6.586,3 1.758,7
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten
zu Anschaffungskosten bewertet (FLAC) 25.401,8 21.458,0
Derivative Finanzinstrumente (Hedging) 240,5 457,4
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 1.624,2 1.826,6
Andere Abgrenzungsposten (PRA) 1.494,1 1.914,5
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.287,3 7.093,8
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 278,0 1.024,0
Andere sonstige Verbindlichkeiten (keine finanzielle Verbindlichkeit) 18,7 185,4
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 9.398,6 8.844,8
45.743,0 42.804,5

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

Aufgrund der erwarteten Auszahlungstermine erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds von den langfristigen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Sonstige Angaben

(32) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 4.338,1 (Vorjahr: T€ 2.179,9) auf Zinseneinzahlungen und T€ 32.964,6 (Vorjahr: T€ 25.732,6) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen T€ 171,2 (Vorjahr: T€ 1.476,3). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Als nicht zahlungswirksame Transaktion wurden noch nicht bezahlte Anschaffungen von Sachanlagen aus der Geldflussrechnung eliminiert. Unter Berücksichtigung von Auszahlungen, die in Vorjahren eliminiert wurden, ergab sich eine Eliminierung von minus T€ 39.313,3 (Vorjahr: plus T€ 26.809,5).

(33) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forderungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:

D
B
uchwert
avon
weder
Davon nicht wertgemindert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
2011 in T€ nach
Wertberich-
tigungen
31.12.2011
wertge-
mindert
noch
überfällig T
Bis
30
age
Von
31 bis
Von
91 bis
90 Tage 180 Tage
Von M
181 bis
360 Tage
ehr
als
360 Tage
Restlaufzeit bis 1 Jahr 39.176,1 36.899,0 699,3 274,5 -92,0 396,2 113,6
Restlaufzeit über 1 Jahr 21.326,1 21.326,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 60.502,2 58.225,1 699,3 274,5 -92,0 396,2 113,6
B
2010 in T€
D
uchwert
avon
weder
Davon nicht wertgemindert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
nach
Wertberich-
tigungen
31.12.2010
wertge-
mindert
noch
überfällig T
Bis
30
age
Von
31 bis
Von
91 bis
90 Tage 180 Tage
Von M
181 bis
360 Tage
ehr
als
360 Tage
Restlaufzeit bis 1 Jahr 49.915,2 40.089,0 5.434,3 1.482,7 344,4 876,2 540,1
Restlaufzeit über 1 Jahr 21.501,3 21.501,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 71.416,5 61.590,3 5.434,3 1.482,7 344,4 876,2 540,1

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigung Wertberichtigung
2011 in T€ 1.1.2011 Verwendung Auflösung D otation 31.12.2011
Einzelwertberichtigungen 6.105,4 -264,0 -507,3 1.435,8 6.769,9
Pauschale (Einzel-)-
Wertberichtigungen 78,7 0,0 -58,8 0,0 19,9
6.184,1 -264,0 -566,2 1.435,8 6.789,7
Wertberichtigung Wertberichtigung
2010 in T€ 1.1.2010 Verwendung Auflösung D otation 31.12.2010
Einzelwertberichtigungen 12.200,3 -5.825,6 -994,5 725,1 6.105,4
Pauschale (Einzel-)-
Wertberichtigungen 108,5 0,0 -29,8 0,0 78,7
12.308,8 -5.825,6 -1.024,3 725,1 6.184,1

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2011 T€ 194,9 (Vorjahr: T€ 138,4).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

Buchwert vor auschale B uchwert nach
Wertberich- E inzelwert- (Einzel-) Wert- Wertberich-
tigungen berichtigung berichtigung tigungen
2011 in T€ 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2011
Überfällig < 1 Jahr 2.042,5 1.694,1 6,1 342,3
Überfällig > 1 Jahr 5.613,2 5.075,7 13,8 523,7
Summe 7.655,7 6.769,9 19,9 865,9
Buchwert vor
Wertberich- E
inzelwert- auschale B
(Einzel-) Wert-
uchwert nach
Wertberich-
tigungen berichtigung berichtigung tigungen
2010 in T€ 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Überfällig < 1 Jahr 1.068,7 848,4 16,2 204,1
Überfällig > 1 Jahr 6.239,5 5.257,0 62,5 920,0
Summe 7.308,2 6.105,4 78,7 1.124,1

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen Wien ersichtlich:

B rutto-
C ash-Flows
B uchwert gesamt zum Cash-Flows
2011 in T€ 31.12.2011 31.12.2011 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Z inssatz1)
Fix verzinste Bankdarlehen 471.426,3 764.567,8 31.209,6 509.765,3 223.593,0 4,5%
Variabel verzinste Bankdarlehen 421.161,0 448.967,8 113.618,5 335.349,3 3,5%
Lieferantenverbindlichkeiten 92.531,6 92.531,6 92.531,6 n.a.
SonstigeVerbindlichkeiten 39.110,8 39.110,8 39.110,8 n.a.
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing 8.791,8 12.130,0 1.299,6 5.198,6 5.631,8 7,5%
DerivativeVerbindlichkeiten 240,5 248,6 248,6 3,8%
Summe 1.033.262,0 1.357.556,8 278.018,8 850.313,2 229.224,8

1) gewichteter Durchschnitt zum Stichtag

B rutto-
C ash-Flows
B uchwert gesamt zum
20101) in T€ 31.12.2010 31.12.2010 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Z inssatz2)
Fix verzinste Bankdarlehen 473.411,6 801.324,8 21.285,7 159.847,8 620.191,2 4,5%
Variabel verzinste Bankdarlehen 320.905,3 349.268,3 28.295,1 320.973,3 2,7%
Lieferantenverbindlichkeiten 66.267,4 66.267,4 66.267,4 n.a.
SonstigeVerbindlichkeiten 31.947,3 31.947,3 31.947,3 n.a.
DerivativeVerbindlichkeiten 457,4 474,9 304,5 170,4 3,8%
Summe 892.989,1 1.249.282,8 148.100,0 480.991,5 620.191,2

1) Werte angepasst, 2) gewichteter Durchschnitt zum Stichtag

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2011 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2011 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Wertansatz nach IAS 39 Zeitwerte nach Bewertungskategorien Fortgeführte Zeitwert Zeitwert

B ewertungs- B uchwert N ominalwert =
2011 in T€ kategorie 31.12.2011 Zeitwert
AKTI
VA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 111.330,0 111.330,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 34.297,3
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen1) LaR 26.204,9
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assoziierte Unternehmen LaR 77,8
davon sonstige Forderungen LaR 4.800,9
davon ausgereichte Darlehen LaR 1.326,1
Summe LaR 60.502,2
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 192,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 14.444,4
davon langfristige Investmentfonds,
Wertpapiere und Wertrechte AfS 4.909,4
davon Rentenpapiere AfS 9.535,0
Summe AfS 14.636,8
PASSI
VA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 92.531,6
Finanzverbindlichkeiten FLAC 892.587,3
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 821.285,4
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 71.301,9
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 22.500,8
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 8.108,0
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 14.392,9
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 25.401,8
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 683,8
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 24.718,0
Summe FLAC 1.033.021,5
Derivative finanzielle Schulden
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 240,5

1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, grundsätzlich den Zeitwerten entsprechen.

Wertansatz nach IAS
39
Zeitwert eitwert Z Fortgeführte
eitwert erfolgs- Z erfolgs- nschaffungs- Anschaffungs- A
Punkt 31.12.2011 wirksam neutral kosten kosten
(20) 111.330,0
(19) 34.297,3 34.297,3
26.204,9 26.204,9
(18) 20.000,0 20.000,0
(19) 77,8 77,8
(19) 4.800,9 4.800,9
(16) 1.326,1 1.326,1
60.502,2 60.502,2
192,3 192,3
14.444,4 13.811,8 632,6
(16) 4.909,4 4.276,8 632,6
9.535,0 9.535,0
14.636,8 13.811,8 825,0
(30) 92.531,6 92.531,6
(27) 885.642,3 892.587,3
(27)
(27)
821.285,4
71.301,9
(28)
(28)
24.369,8 22.500,8
(28) 9.976,9
14.392,9
8.108,0
14.392,9
25.559,4 25.401,8
841,4 683,8
24.718,0 24.718,0
1.028.103,1 1.033.021,5
240,5 240,5

vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)

Hedging – Sicherungsmaßnahmen

FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Wertansatz nach IAS 39

Zeitwerte
nach
Bewertungskategorien
B ewertungs- B uchwert N ominalwert =
2010 in T€ kategorie 31.12.2010 Zeitwert
AKTI
VA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 63.632,7 63.632,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 45.854,5
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen 1) LaR 25.562,0
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assoziierte Unternehmen LaR 128,9
davon sonstige Forderungen LaR 3.931,8
davon ausgereichte Darlehen LaR 1.501,3
Summe LaR 71.416,5
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 1.323,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 46.571,4
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere AfS 2.220,4
davon kurzfristige Investmenfonds AfS 34.401,0
davon Rentenpapiere AfS 9.950,0
Summe AfS 47.894,7
PASSI
VA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 66.267,4
Finanzverbindlichkeiten FLAC 794.316,9
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 31.947,3
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 10.489,3
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 21.458,0
Summe FLAC 892.531,7
Derivative finanzielle Schulden
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 457,4

1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)

Hedging – Sicherungsmaßnahmen

FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Wertansatz nach IAS
39
Zeitwert eitwert Z Fortgeführte
eitwert erfolgs- Z erfolgs- nschaffungs- Anschaffungs- A
Punkt 31.12.2010 wirksam neutral kosten kosten
63.632,7
45.854,5 45.854,5
25.562,0 25.562,0
20.000,0 20.000,0
128,9 128,9
3.931,8 3.931,8
1.501,3 1.501,3
71.416,5 71.416,5
1.323,3 193,4 1.129,9
46.571,4 45.938,8 632,6
2.220,4 1.587,7 632,6
34.401,0 34.401,0
9.950,0 9.950,0
47.894,7 45.938,8 826,0 1.129,9
66.267,4 66.267,4
623.249,2 794.316,9
31.947,3 31.947,3
10.489,3 10.489,3
21.458,0 21.458,0
721.464,0 892.531,7
457,4 457,4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt.

Bewertungstechniken und Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wird wie folgt bestimmt:

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen) (Stufe 1).

Der beizulegende Zeitwert von Wertpapieren (Investmentfonds) und Wertrechten, die nicht selbst an der Börse gehandelt werden, jedoch ausschließlich notierte Aktien und Anleihen, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden, beinhalten, wird von den Marktwerten der notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert von anderen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden (außer Derivaten) wird unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet (Stufe 3).

Der beizulegende Zeitwert der Derivate (Zinsswaps) entspricht dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

In der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert. Dabei werden sie in die Stufen 1 bis 3 eingeordnet, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung tragen:

  • die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise (Stufe 1),
  • Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen (Stufe 2) und
  • nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren) (Stufe 3).
31.12.2011
S tufe 1 S tufe 2 S tufe 3 G esamt
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) 9.891,1 3.920,7 0,0 13.811,8
Afs finanzielle Vermögenswerte Gesamt 9.891,1 3.920,7 0,0 13.811,8
PASSI
VA
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Zeitwert
Derivate mit Sicherungsbeziehung (Hedging) 0,0 240,5 0,0 240,5
Derivate Gesamt 0,0 240,5 0,0 240,5
31.12.2010
S tufe 1 S tufe 2 S tufe 3 G esamt
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) 10.304,6 35.634,2 0,0 45.938,8
Afs finanzielle Vermögenswerte Gesamt 10.304,6 35.634,2 0,0 45.938,8
PASSI
VA
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Zeitwert
Derivate mit Sicherungsbeziehung (Hedging) 0,0 457,4 0,0 457,4
Derivate Gesamt 0,0 457,4 0,0 457,4

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Wesentliche Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere: Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere wird, sofern sie unter die Stufe 1 fallen, anhand von zum jeweiligen Stichtag gültigen Marktpreisen (Börsekursen) ermittelt. Die in der Stufe 2 eingeordneten Wertpapiere (Investmentfonds) und Wertrechte werden zwar nicht selbst an der Börse gehandelt, beinhalten jedoch ausschließlich Aktien und Anleihen, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird von den Marktwerten der an den öffentlichen Börsen notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet.

Derivate mit Sicherungsbeziehungen: Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Aus der Folgebewertung
A
Z
2011 in T€
us A
insen Z
Ertrag A
Z
us Z
insen
ufwand
um Z
eitwert Z
erfolgs-
wirksam
um
eitwert
erfolgs-
Währungs- Wert- A
neutral umrechnung berichtigung A
N
us
bgang
etto-
ergebnis
2011
Barreserve 1.919,5 0,3 0,3
Kredite und
Forderungen (LaR) 2.065,0 1,0 -1.023,1 -1.022,2
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte (AfS) 703,3 -174,3 1.770,6 1.596,4
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -13.262,6 0,0
Hedging -251,7 216,9 216,9
Summe 4.687,7 -13.514,2 0,0 42,6 1,3 -1.023,1 1.770,6 791,4
Aus der Folgebewertung
A
Z
2010 in T€
us A
insen Z
Ertrag A
Z
us Z
insen
ufwand
um Z
eitwert Z
erfolgs-
wirksam
um
eitwert
erfolgs-
Währungs- N
Wert- A
neutral umrechnung berichtigung A
us
bgang
etto-
ergebnis
2010
Barreserve 38,9 -0,9 -0,9
Kredite und
Forderungen (LaR) 1.525,6 2,3 243,9 246,2
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte (AfS) 1.873,9 1.100,6 1.100,6
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -10.668,0 0,0
Hedging -304,9 82,9 82,9
Summe 3.438,3 -10.972,9 0,0 1.183,5 1,4 243,9 0,0 1.428,8

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet sind, gehen sowohl Zins- als auch Marktwertbewertungseffekte ein.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 13.262,6 (Vorjahr: T€ 10.668,0) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert. Enthalten sind hierunter auch Zinserträge aus einem Zinsderivat, welches der Flughafen Wien in der Berichtsperiode im Rahmen eines Cash-Flow Hedge als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2011 Bewertungsgewinne / -verluste von netto minus T€ 174,3 (Vorjahr: Bewertungsgewinne von netto T€ 1.100,6) im Eigenkapital erfasst.

(34) Derivative Finanzinstrumente

Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps)

In 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Zinsswap ("Zahle fix –Empfange variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswaps designiert. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen des variablen Zinssatzes ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen des Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, das variabel verzinsliche Bankdarlehen in eine festverzinsliche Finanzschuld zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Strukturierte Zinsswaps

31.12.2011 31.12.2010
Nominale in T€ 10.000,0 10.000,0
Beizulegender Zeitwert in T€ -240,5 -457,4
Durchschnittlich empfangener Zinssatz 1,14% 0,77%
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 3,76% 3,76%
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 0,9 1,9

Die Bewertung erfolgt zu Marktdaten des Bewertungsstichtages. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) zugrunde. Die durchschnittlich variablen Zinssätze, die während der Laufzeit der Zinstauschvereinbarungen wesentlichen Änderungen unterliegen können, entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen Zinssätzen.

Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts resultiert im Geschäftsjahr 2011 ein in der Sicherungsrücklage erfasster Gewinn von T€ 162,7 (Vorjahr: Gewinn von T€ 62,2).

(35) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungsund Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungs- und Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody's) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko, resultierend aus Forderungsausfällen, wird durch kurze Zahlungsfristen, dem Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie der vermehrten Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (37) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längere Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Zinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
  • Zinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedge-Beziehungen gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
  • Zinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher/geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 2.271,0 niedriger/höher (Vorjahr: T€ 2.076,9 höher/niedriger) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 2.271,0 (Vorjahr: T€ 2.076,9) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 1.703,3 niedriger/ höher (Vorjahr: T€ 1.557,7 höher/niedriger) gewesen. Bei der Erstellung dieser Analyse wurde unterstellt, dass andere Faktoren, wie z.B. Fremdwährungskurse, konstant bleiben.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als nicht wesentlich anzusehen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Fremdkapitalquote nicht mehr als zwei Drittel betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2011 2010
Finanzschulden 892.587,3 794.316,9
- Liquide Mittel -111.330,0 -63.632,7
- Kurzfristige Wertpapiere -29.535,0 -64.351,0
= Netto-Finanzschulden 751.722,3 666.333,2
./. Buchwert Eigenkapital 811.423,9 822.958,9
= Gearing 92,6% 81,0%

Das Gearing erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von € 98,3 Mio. (Vorjahr: € 112,1 Mio.). Der Veränderung der Fremdmittel steht die Erhöhung des Finanzmittelbestands in Höhe von € 47,7 Mio. (Vorjahr: € 58,2 Mio.) gegenüber.

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

(36) Operating-Leasing-verhältnisse

Flughafen Wien als Leasinggeber

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

Konzern Leasinggeber

in T€ 2011 2010
In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen 118.420,4 116.150,2
davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte
Mietzahlungen (Umsatzmieten) 8.576,0 7.149,3
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 58.711,9 57.139,0
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 41.186,1 93.348,7
Länger als fünf Jahre 109.162,7 193.994,9

Flughafen Wien als Leasingnehmer

Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Leasingzahlungen dargestellt:

Konzern Leasingnehmer

in T€ 2011 2010
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 8.676,1 7.879,9
davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte Mietzahlungen (Zins) 2.022,6 1.659,4
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 8.761,8 8.579,6
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 33.200,2 27.677,7
Länger als fünf Jahre 52.044,3 54.644,2

Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

(37) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbands Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in Höhe von T€ 3.878,4 (Vorjahr: T€ 4.316,2).

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2011 aushaftenden Obligo von € 13,2 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Seit 2009 ist eine steuerliche Außenprüfung der österreichischen Gesellschaften für die Jahre 2004 bis 2007 (Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2008 und 2009 im Gange, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Etwaige sich daraus ergebende Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nicht verlässlich abschätzbar.

Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (26).

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 2,8 Mio. (Vorjahr: € 4,1 Mio.) für Sachanlagen in Höhe von € 112,0 Mio. (Vorjahr: € 184,0 Mio.).

(38) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten jeweils 20 % der Aktien an der Flughafen Wien AG. Beide haben aufgrund ihrer Beteiligungshöhe einen maßgeblichen Einfluss auf die Flughafen Wien AG. Daher gelten diese sowie Unternehmen, die vom Land Niederösterreich oder der Stadt Wien beherrscht werden oder unter gemeinschaftlicher Führung bzw. maßgeblichem Einfluss stehen, als nahe stehende Unternehmen der Flughafen Wien AG. Sowohl mit dem Land Niederösterreich als auch mit der Stadt Wien bzw. mit Unternehmen, die von diesen beherrscht werden oder unter gemeinschaftlicher Führung bzw. maßgeblichem Einfluss stehen, wurden im Geschäftsjahr für sich genommen signifikante Geschäftsbeziehungen unterhalten.

Darüber hinaus sind alle verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements und die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG nahe stehende Unternehmen oder Personen. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 6.092,0 (Vorjahr: T€ 5.636,4).

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 948,4 (Vorjahr: T€ 1.153,5), gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 676,6 (Vorjahr: T€ 492,9) sowie gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen Malta International Airport plc. in Höhe von T€ 789,3 (Vorjahr: T€ 730,3) . Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft.m.b.H erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäckshandling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze des assoziierten Unternehmens Schedule Coordination Austria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Die Umsätze des Gemeinschaftsunternehmens Malta International Airport plc. betreffen im Wesentlichen Beratungsleistungen.

Am 31. Dezember 2011 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen T€ 23,5 (Vorjahr: T€ 534,9) und gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 48,3 (Vorjahr: T€ 43,9).

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 4.882,7 (Vorjahr: T€ 4.409,0) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 13,4 (Vorjahr: T€ 15,8).

Natürliche nahe stehende Personen

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.

(39) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) 2011 2010
Arbeiter 3.314 3.101
Angestellte 1.211 1.165
4.525 4.266

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 folgende Vergütungen:

L eistungen
E rfolgsab- aus Anlass der
hängige B eendigung
Fixe B ezüge S ach- des Arbeits- G esamt-
2011 in T€ B ezüge für 2010 bezüge verhältnisses bezüge
Ing. Gerhard Schmid 256,7 84,8 7,5 323,2 672,1
Komm.-Rat Ernest Gabmann 256,7 84,8 7,2 50,7 399,3
Dr. Christoph Herbst 166,6 0,0 0,0 0,0 166,6
Dr. Günther Ofner 80,6 0,0 2,3 0,0 82,9
Mag. Julian Jäger 80,6 0,0 2,3 0,0 82,9
841,2 169,5 19,3 373,9 1.403,9
E rfolgsab-
hängige
Fixe B ezüge Sach- G esamt
2010 in T€ B ezüge für 2009 bezüge bezüge
Mag. Herbert Kaufmann 254,1 84,6 7,5 346,2
Ing. Gerhard Schmid 254,1 84,6 7,5 346,2
Komm.-Rat Ernest Gabmann 254,1 70,5 7,2 331,9
762,4 239,8 22,1 1.024,3

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2010, die im Jahr 2011 ausbezahlt wurden. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.450,8 (Vorjahr: T€ 630,8). Für ehemalige Mitglieder des Vorstands wurden im Berichtsjahr Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 4,3 Mio. an eine Pensionskasse übertragen.

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

L eitende
2011 in T€ Aufsichtsräte Vorstände A ngestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 136,1 1.362,9 2.009,8
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 25,4 24,2
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 3,2 9,2
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 165,4 521,1
Summe 136,1 1.557,0 2.564,3

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von T€ 141,1 geleistet.

L eitende
2010 in T€ Aufsichtsräte Vorstände A ngestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 121,6 1.123,5 2.112,4
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 981,4 896,7
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 4,0 31,3
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 882,3 172,0
Summe 121,6 2.991,3 3.212,3

(40) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Im Jänner 2012 wurde ein Teil des Schuldscheindarlehens in Höhe von € 64 Mio. rückgeführt. Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Marge vereinbart.

Die im EIB-Kreditvertrag enthaltene Bedingung zu Haftungen qualifizierter Garantinnen für die Finanzierung wurde durch eine Rating-Herabstufung einer Garantin im Dezember verletzt (Volumen € 100 Mio.). Gemeinsam mit EIB werden neben dem Garantinnentausch noch andere Möglichkeiten der Besicherung geprüft.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 27. Februar 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft zeichen
Kurz
gesell
schaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
FlughafenWienAG VIE Österreich VK
FlughafenWien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. IVW VIE Österreich 100,0% VK
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0% VK
Mazur ParkplatzGmbH MAZU VIEL Österreich 100,0% VK
VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. VINT VIAB Österreich 100,0% VK
VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. VIEL VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. VOPE VIEL Österreich 100,0% VK
ViennaAircraftHandlingGesellschaftm.b.H. VAH VIE Österreich 100,0% VK
ViennaAirport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. BPIB VIEL Österreich 100,0% VK
ViennaAirport Infrastruktur Maintenance GmbH VAI VIE Österreich 100,0% VK
Vienna InternationalAirport Beteiligungsholding GmbH VIAB VIE Österreich 100,0% VK
Vienna InternationalAirport Security Services Ges.m.b.H. VIAS VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park 3 BetriebsGmbH VWTC VIEL Österreich 100,0% VK
BTS Holding, a.s. BTSH VIE Slowakei 80,95% VK
KSC Holding, a.s. KSCH VIE Slowakei 100,00% VK
VIE (Malta) Limited VIE
Malta
VINT Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Holding Ltd. VIE
MFH
VIE Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Ltd. VIE MF VIE MFH Malta 100,0% VK
VIE Operations Holding Limited VIE
OPH
VINT Malta 100,0% VK
VIE Operations Limited VIE OP VIE OPH Malta 100,0% VK
VIE ÖBA GmbH OEBA VIE Österreich 100,0% VK
ViennaAuslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH VAPB VIE Österreich 100,0% VK
CityAir Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. CAT VIE Österreich 50,1% EQ
SCA Schedule CoordinationAustria GmbH SCA VIE Österreich 49,0% EQ
Flughafen Friedrichshafen GmbH FDH VINT Deutschland 25,15% EQ
Letisko Košice –Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0% EQ

Fortsetzung: Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft zeichen
Kurz
gesell
schaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
Malta InternationalAirport p.l.c. MIA VIE Malta Malta 10,1% EQ
Malta Mediterranean Link Consortium Limited
(Teilkonzern mit Malta InternationalAirport p.l.c.)
MMLC VIE Malta Malta 57,1% EQ
Columinis Holding GmbH CMIS VAPB Österreich 50,0% EQ
GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. GETS VIAS Österreich 100,0% NK
"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH GET2 VIAS Österreich 51,0% NK
Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. SFS VIAS Österreich 100,0% NK
VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. SHOP VIE Österreich 100,0% NK
IndianAirports Holding GmbH VIND VINT Österreich 100,0% NK
VIAS Hellas SecurityAir Transport Services Limited Liability Company, in
Liquidation
VIAS
Hellas
VIAS Griechenland 100,0%

Erläuterung Konsolidierungsart:

VK = Vollkonsolidierung, EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode, NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.

1. Tochterunternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbeson
dere Immobilien, sowie der Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der Flughafen
Wien AG.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 105.186,0 107.990,4
Vermögenswerte 105.186,0 107.990,4
Schulden 24.345,6 20.982,0
Eigenkapital 80.840,5 87.008,4
Umsatzerlöse 16.118,4 15.774,3
Periodenergebnis 1.486,1 7.496,8

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz: 2540 Bad Vöslau – Flugplatz
Kapitalanteil: 100% VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie die
Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
2011 2010
1.546,1 5.942,6
368,5 415,3
1.177,6 5.527,3
843,1 819,6
-4.350,4 -117,0

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

Sitz: 2320 Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes Mazur sowie Garagierung.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 5.760,2 6.128,9
Schulden 300,8 1.038,0
Eigenkapital 5.459,4 5.091,0
Umsatzerlöse 2.190,7 1.731,7
Periodenergebnis 1.097,1 739,7

VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaften
für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 44.697,0 65.091,9
Schulden 7.067,6 8.542,7
Eigenkapital 37.629,4 56.549,2
Umsatzerlöse 335,7 1.837,7
Periodenergebnis -18.919,8 -206,2

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften
BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwicklung und
Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 58.051,6 57.928,8
Schulden 6.698,0 7.146,5
Eigenkapital 51.353,6 50.782,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.671,3 1.380,1

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office Park 2.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 43.787,0 44.897,1
Schulden 24.763,8 25.870,7
Eigenkapital 19.023,2 19.026,3
Umsatzerlöse 3.150,2 3.148,5
Periodenergebnis 996,9 1.010,8

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle
Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentli
chen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätigkeit für
die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General
Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 7.227,9 7.305,4
Schulden 1.112,2 1.196,4
Eigenkapital 6.115,7 6.109,0
Umsatzerlöse 11.733,2 11.354,9
Periodenergebnis 1.709,5 1.686,4

Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 99% VIEL, 1% IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 9.648,4 8.524,5
Schulden 7.902,0 2.487,6
Eigenkapital 1.746,3 6.036,9
Umsatzerlöse 8.207,4 6.100,6
Periodenergebnis -4.290,5 247,1

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagen
sektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrich
tungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der
Installation elektrischer Infrastruktur.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 4.440,4 4.276,5
Schulden 1.878,7 1.874,9
Eigenkapital 2.561,7 2.401,6
Umsatzerlöse 12.765,2 10.993,8
Periodenergebnis 1.160,5 1.089,2

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaf
ten und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesell
schaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 59.700,1 59.569,7
Schulden 2.103,5 2.022,2
Eigenkapital 57.596,5 57.547,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 49,1 2.092,5

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Per
sonen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig.
Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhl
transporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über
ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flug
häfen teil.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 18.368,5 19.115,1
Schulden 10.243,3 9.792,1
Eigenkapital 8.125,1 9.323,0
Umsatzerlöse 39.238,3 34.533,8
Periodenergebnis -150,2 1.610,7

VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 99% VIEL, 1% BPIB
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere
des Office Park 3.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 10.241,2 22.932,8
Schulden 5.240,5 2.408,4
Eigenkapital 5.000,7 20.524,4
Umsatzerlöse 2.741,6 2.104,3
Periodenergebnis -15.523,7 -622,3

BTS Holding a.s. (BTSH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE, 33,25% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flughäfen.
Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
IFRS
-Werte in T€
2011
2010
Vermögenswerte 1.264,1 1.245,7
Schulden 160,1 23,6
Eigenkapital 1.104,1 1.222,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -117,9 -161,6

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE, 52,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung der
Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen.
IFRS
-Werte in T€
2011
Vermögenswerte 33.137,1 47.866,1
Schulden 3.986,1 5.572,2
Eigenkapital 29.151,0 42.293,9
Eigenkapital 29.151,0 42.293,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -13.143,0 772,4

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz: Malta

Kapitalanteil: 99,8% VINT, 0,2% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die At-Equity-Bewertung des Teilkon
zernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta Internatio
nal Airport plc.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 51.202,8 48.742,6
Schulden 14.994,5 16.003,7
Eigenkapital 36.208,3 32.738,9
Umsatzerlöse 2,0 730,3
Periodenergebnis 3.469,4 3.476,5

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 994,6 978,9
Schulden 44,3 0,0
Eigenkapital 950,3 978,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -28,6 1.575,4

VIE Malta Finance Ltd. (VIE MF)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE MFH, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanzinstrumenten.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 416.065,5 306.811,9
Schulden 409.382,7 306.809,9
Eigenkapital 6.682,8 2,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 6.680,8 959,0

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller
Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
IFRS
-Werte in T€
2011
Vermögenswerte 3.764,1 2.086,4
Schulden 3.354,5 2.081,8
Eigenkapital 409,6 4,5
Umsatzerlöse 6.424,2 1.870,0
Periodenergebnis 405,1 -30,5

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100 % VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteili
gungen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 263,9 318,2
Schulden 214,5 284,8
Eigenkapital 49,4 33,4
Umsatzerlöse 488,7 353,3
Periodenergebnis 16,0 -1,6

VIE Operations Holding Limited (VIE OPH)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VINT, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 11,9 4,0
Schulden 30,7 2,0
Eigenkapital -18,8 2,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -20,8 0,0

VIE Operations Limited (VIE OP)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE OPH, 0,05% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service
und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 926,1 2,0
Schulden 461,1 0,0
Eigenkapital 465,0 2,0
Umsatzerlöse 789,3 0,0
Periodenergebnis 463,0 0,0

2. Tochterunternehmen und Beteiligungen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunter
nehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in-Ein
richtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagiere; Beratung
von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen zwischen
Städten und Flughäfen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Langfristige Vermögenswerte 10.827,9 11.668,9
Kurzfristige Vermögenswerte 5.258,7 4.833,2
Langfristige Schulden 400,7 431,4
Kurzfristige Schulden 1.818,3 2.571,4
Eigenkapital 13.867,5 13.499,3
Umsatzerlöse 9.726,7 9.309,6
Periodenergebnis 368,2 228,6

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstim
mung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den
sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem

Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

UGB
-Werte in T€
20111) 2010
Vermögenswerte 790,8 826,8
Schulden 116,3 133,2
Eigenkapital 674,5 693,6
Umsatzerlöse 871,6 874,5
Jahresüberschuss 5,4 52,0

1) vorläufige Werte

Flughafen Friedrichshafen GmbH (FDH)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: Friedrichshafen, Deutschland
Kapitalanteil: 25,15% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Friedrichshafen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 46.846,2 49.893,5
Schulden 34.139,8 34.526,3
Eigenkapital 12.706,4 15.367,1
Umsatzerlöse 10.564,1 10.659,7
Periodenergebnis -2.660,7 -2.938,3

Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Košice, Slowakei
Kapitalanteil: 66% KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Košice.
T€ 2011 2010
Langfristige Vermögenswerte 37.125,5 56.728,9
Kurzfristige Vermögenswerte 14.026,9 15.459,0
Langfristige Schulden 507,0 3.353,2
Kurzfristige Schulden 786,5 691,5
Eigenkapital 49.858,9 68.143,2
Umsatzerlöse 9.185,6 8.943,2
Periodenergebnis -19.300,2 1.188,7

Malta International Airport plc. (MIA)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Malta
Kapitalanteil: 10,1% VIE Malta, 40% MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport.
IFRS
-Werte in T€
20111) 20102)
Langfristige Vermögenswerte 106.550,2 109.217,5
Kurzfristige Vermögenswerte 39.142,5 25.515,8
Langfristige Schulden 69.773,4 64.161,6
Kurzfristige Schulden 16.594,2 14.382,0
Eigenkapital 59.325,2 56.189,6
Umsatzerlöse 52.429,7 51.342,1
Periodenergebnis 11.909,4 10.691,2

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst

Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 1,70 (im Vorjahr: € 1,66) und der Kurswert der Anteile T€ 11.615,50 (Vorjahr: T€ 11.342,19).

Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) Group

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Malta
Kapitalanteil: 57,1% VIE Malta
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International Air
port.
IFRS
-Werte in T€
20111) 20102)
Langfristige Vermögenswerte 133.365,0 136.032,2
Kurzfristige Vermögenswerte 38.628,1 26.523,9
Langfristige Schulden 80.883,4 77.371,6
Kurzfristige Schulden 17.375,9 16.471,9
Eigenkapital 73.733,9 68.712,7
Umsatzerlöse 52.429,7 51.342,1
Periodenergebnis3) 4.531,7 4.081,3

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst, 3) Nur anteiliges Periodenergebnis

Columinis Holding GmbH (CMIS)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Österreich
Kapitalanteil: 50,0% VAPB
Gegenstand des Unternehmens: Gemeinschaftsunternehmen mit dem Zweck des Erwerbs von
Unternehmensbeteiligungen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010
Langfristige Vermögenswerte 0,0 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 20,1 33,3
Langfristige Schulden 0,0 0,0
Kurzfristige Schulden 0,8 9,0
Eigenkapital 19,3 24,2
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -4,9 -10,8

3. Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Serviceleistun
gen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind.
UGB
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 1.323,3 967,9
Schulden 475,3 345,0
Eigenkapital 848,0 622,9
Umsatzerlöse 3.058,7 2.483,9
Jahresüberschuss 306,1 161,7

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 51% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes,
Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.
UGB
-Werte in T€
2011
Vermögenswerte 5.657,0 4.730,9
Schulden 1.341,0 1.202,9
Eigenkapital 4.316,0 3.528,0
Umsatzerlöse 5.784,7 5.202,5
Jahresüberschuss 788,0 639,8

Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)

Sitz: 5020 Salzburg
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch derzeit
operativ nicht tätig.
UGB
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 53,8 55,1
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 53,8 55,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -1,3 -1,6

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H (SHOP)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäf
ten auf Flughäfen im In- und Ausland.
UGB
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 8,1 12,3
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 8,1 12,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -4,1 -5,6

Indian Airports Holding GmbH (VIND)

Sitz:
1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 74% VINT, 26% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteili
gungen an Flughafen-Projekten insbesondere in Indien.
UGB
-Werte in T€
2011 2010
Vermögenswerte 63,8 54,3
Schulden 22,9 12,6
Eigenkapital 40,9 41,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -0,8 -3,3

VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company (VIAS Hellas), in Liquidation

Sitz: Athen, Griechenland
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Sicherheitsdienstleistungen für Flughäfen. Diese Gesellschaft
wurde zur Teilnahme der VIAS an den Ausschreibungen für Sicherheitsdienstleistungen auf grie
chischen Flughäfen gegründet.
T€ 2005
Eigenkapital 11,7
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -2,6

Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Flughafen Wien AG

  • Beteiligung (≤50%)
  • Direkte AG-Tochtergesellschaft /Beteiligung Indirekte AG-Tochtergesellschaft /Beteiligung

Prozentangaben beziehen sich auf Kapitalanteile Stand: 31.12.2011

Flughafen Wien AG

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Schwechat, am 27. Februar 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 5. März 2012

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

lagebericht der Flughafen Wien AG

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der wirtschaftliche Erfolg eines Flughafens wird von mehreren externen Faktoren beeinflusst. Zum einen korreliert die für einen Flughafen essenzielle Luftverkehrsfrage mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nicht vorhersehbare Ereignisse – wie der isländische Vulkanausbruch im Jahr 2010 – können jedoch zu einem Einbruch der Reisetätigkeit führen, der nicht im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung steht. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Tourismuswirtschaft ausschlaggebend für einen Flughafen, da sie das Luftverkehrsaufkommen wesentlich beeinflusst.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2011 war von einer Verlangsamung des Wachstums ab dem 3. Quartal geprägt.

Für 2011 geht die Weltbank von einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,2 % aus, nach 3,8 % im Vorjahr. Der Euro-Raum erreichte 2011 lediglich das verhaltene Vorjahresniveau von 1,7 %. Vergleichsweise positiv entwickelte sich die österreichische Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 3,3 %.

Ein weiterer wesentlicher Indikator für die globale Konjunkturlage ist das Volumen des Welthandels von Gütern und Dienstleistungen. Auch hier fand 2011 eine deutliche Abschwächung des Zuwachses im Vergleich zum Vorjahr statt. Laut Internationalem Währungsfonds betrug das Wachstum des Welthandels 7,5 % nach 12,8 % des Jahres 2010.

Der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entsprechend hielten sowohl die europäische Zentralbank (EZB), als auch die US-Notenbank Federal Reserve (FED) an ihrer Niedrigzinspolitik fest.

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

Die österreichische Tourismuswirtschaft konnte laut Statistik Austria 2011 schwache Zuwächse verzeichnen. Bei den Nächtigungen stieg der Anteil ausländischer Touristen um 0,9 % auf insgesamt über 90 Millionen Nächtigungen. Die stärksten Zuwächse konnten bei Schweizer Touristen (+12,6 %) und Gästen aus Russland (+25,6 %) verzeichnet werden. Ein Anstieg wurde auch bei Touristen aus Belgien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Ungarn, Polen und Rumänien registriert. Bei deutschen Urlaubern, der größten und wichtigsten Gruppe, wurde ein leichter Rückgang von 1,6 % festgestellt.

Entwicklung der österreichischen Reisetätigkeit

Die österreichische Reistätigkeit entwickelte sich im Jahr 2011 äußerst positiv. Im Sommer 2011 (Juli-September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, wurden laut Statistik Austria rund 6,5 Mio. Urlaubsreisen unternommen. Im Vergleich zum Sommer 2010 wurde somit eine Zunahme von 5,4 % verzeichnet. Rund 57,2 % der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahren machten im Sommer 2011 zumindest eine Reise: 2,3 Millionen Kurzurlaubsreisen stehen 4,2 Millionen Haupturlaubsreisen mit vier oder mehr Nächtigungen gegenüber. Allerdings stieg die Anzahl der Kurzurlaubsreisen mit 11,3 % stärker als die der Haupturlaubsreisen mit 2,4 %. 18,9 % der Reisenden wählten das Flugzeug um die gewählte Urlaubsdestination zu erreichen. 55,4 % der Urlauber verreisten ins Ausland – wobei Italien (23,8 %), Kroatien (17,5 %), Deutschland (13,2 %), Spanien (6,7 %) und Griechenland (5,2 %) die populärsten Destinationen waren.

Korrelation von Konjunktur- und Luftverkehrsentwicklung

Die Entwicklung der Luftverkehrsindustrie korreliert in hohem Maß mit ökonomischen Zyklen und wird von wirtschaftlichen Krisen substanziell beeinflusst. Sowohl der Fracht- als auch der Reisemarkt für Fluganbieter hängen wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone ab.

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien im europäischen Vergleich

2011 verzeichneten die europäischen Flughäfen ein Passagierwachstum von durchschnittlich 7,3 %1). Der Flughafen Wien verzeichnete ein Wachstum von 7,2 % und hat sich damit im europäischen Durchschnitt entwickelt. Während sich die Anzahl der Transferpassagiere um 10,2 % auf 6.521.292 Passagiere erhöhte, stieg das Lokalpassagiervolumen um 6,0 % auf 14.529.317 Passagiere. Insgesamt wurden im Jahr 2011 am Flughafen Wien 21.106.292 Passagiere gezählt. Die Flugbewegungen sind im europäischen Vergleich um 4,1 % gestiegen. Am Flughafen Wien befanden sich die Bewegungen auf dem Niveau des Vorjahres. Trotz des starken Passagierwachstums im Jahr 2011 blieb die Servicequalität am Flughafen Wien auf sehr hohem Niveau. Im internationalen Vergleich zählt der Flughafen Wien weiterhin zu den pünktlichsten Airports Europas und liegt noch vor den anderen Lufthansa-Hubs München, Zürich und Frankfurt.

1) ACI Airports Council International – Europe. Inhouse; January-December 2011

Passagiere V eränd. zu Flug- V eränd. zu
in Tausend 2010 in % bewegungen 2010 in %
London1) 121.148,4 4,9 858.290 4,1
Paris2) 88.109,6 6,0 735.422 4,1
Frankfurt 56.436,3 6,5 477.113 5,3
Amsterdam 49.754,9 10,0 420.249 8,8
Madrid 49.644,3 -0,4 428.298 -1,0
München 37.763,7 8,8 388.044 5,5
Rom 37.651,2 3,9 324.132 0,2
Mailand3) 36.772,2 5,7 181.491 3,7
Zürich 24.335,7 6,6 238.559 4,7
Wien 21.106,3 7,2 244.611 0,1
Prag 11.788,6 2,0 147.689 -3,3
Budapest 8.911,3 9,0 104.763 4,3

n Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen im Vergleich

1) London Heathrow, Gatwick und Stansted

2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly

3) Mailand Malpensa, Linate, Bergamo

Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2011

Trotz der negativen Folgen der Ereignisse in Japan (Fukushima) und Nordafrika (Revolutionen in Libyen und Ägypten) wurde das ursprünglich prognostizierte Wachstum von 5 % deutlich übertroffen. Ursache dafür sind auch weggefallene negative Effekte des Vorjahres wie der strenge Winter 2010 sowie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Die Anzahl der Flugbewegung befand sich mit 246.157 Bewegungen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 3,7 % auf 8.269.850 Tonnen. Diese positive Entwicklung – prognostiziert wurde lediglich eine Steigerung von 3,0 % – erklärt sich durch den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge. Der Sitzladefaktor belief sich 2011 auf 69,6 % nach 68,9 % in der Vorperiode.

Im Geschäftsjahr 2011 betrug die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) 277.784 Tonnen und damit um 6,2 % weniger als im Vorjahr. Ursache dieses Rückgangs sind die außergewöhnlichen Zuwächse bei der Luftfracht im Jahr 2010, das Aussetzen einiger Cargo Rotation sowie die Einstellung des Flugbetriebes von Air China Cargo und Jade Cargo International. Die Luftfracht verzeichnete mit 199.809 Tonnen einen Rückgang von 8,9 %. Das Trucking erhöhte sich leicht um 1,7 % auf 77.976 Tonnen.

Im Berichtsjahr 2011 bedienten Fluglinien vom Flughafen Wien aus im Linienverkehr 174 (Vorjahr: 177) Destinationen. Mit 44 angeflogenen Destinationen (Vorjahr: 46) entfällt ein großer Teil auf osteuropäische Flughäfen, wodurch sich der Flughafen Wien weiterhin als führende Ost-West-Drehscheibe positionierte. Das Verkehrswachstum nach Osteuropa betrug überdurchschnittliche 14,9 % – insgesamt entspricht das einem Anteil von 19,1 % an den gesamten abfliegenden Passagieren. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 3,5 %, jener in den Fernen Osten um 7,0 %.

Bei den Anteilen der Regionen am Linien-Passagieraufkommen kam es im Berichtsjahr zu keinen wesentlichen Änderungen im Vergleich zur Vorperiode. Lediglich Osteuropa konnte durch das überdurchschnittliche Verkehrswachstum von 14,9 % in den osteuropäischen Raum seinen Anteil

am Gesamtpassagieraufkommen um 1,2 %-Punkte auf 19,1 % ausbauen. Den stärksten Anteil hat nach wie vor Westeuropa mit 69,2 %. Die stärksten Destinationen in Westeuropa sind Frankfurt, London, Zürich und Paris, in Osteuropa die Destinationen Moskau, Bukarest und Sofia. Die meisten Passagiere auf der Langstrecke konnte Bangkok mit 103.359 Fluggästen verbuchen, gefolgt von New York mit 84.325 und Tokio mit 72.222 Passagieren.

Entwicklung des Linien Passagieraufkommen 2011 nach Regionen

n Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens

Regionen 2011 A nteil in %
Westeuropa 7.122.059 69,23 %
Osteuropa 1.964.997 19,10 %
Ferner Osten 408.047 3,97 %
Naher/Mittlerer Osten 493.594 4,80 %
Nordamerika 207.473 2,02 %
Afrika 88.990 0,87 %
Südamerika 2.225 0,02 %
Gesamt 10.287.385 100,00 %

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete 2011 einen Passagierzuwachs von 5,2 % und ist mit einem Anteil von 50,0 % (Vorjahr: 50,9 %) am Passagieraufkommen nach wie vor der dominierende Home Carrier am Flughafen Wien. Der Low-Cost-Carrier NIKI konnte auch im Berichtsjahr 2011 seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien weiter ausbauen. NIKI verzeichnete ein Passagierwachstum von 15,1 % und erhöhte damit seinen Anteil an den Gesamtpassagieren auf 11,6 %. Weitere acht (Vorjahr: 8) Low Cost Carrier flogen den Flughafen Wien regelmäßig an. Die Low Cost Carrier (inkl. NIKI) erzielten mit 4.583.800 Passagieren eine absolute Steigerung von 5,2 % (Vorjahr: 4,0 %). Ihr Marktanteil reduzierte sich jedoch von 22,1 % auf 21,7 %.

Insgesamt wurde der Flughafen Wien im Berichtsjahr 2011 von 73 Fluglinien regelmäßig angeflogen. Neu hinzugekommen sind u.a. Peoples Vienna Line, Cirrus Airlines, Transavia Airlines, Tap Portugal, Condor, Ural Airlines und SkyWork, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufnahmen. Gleichzeitig stellten sieben Airlines den Flugbetrieb nach Wien ein.

Tarif- und Incentive-Politik

Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Tarifsystem an. Vorgenommene Anpassungen der Tarife erfolgen aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vereinbarten Pricecap-Formelmodells. Diese Tarifanpassungen leiten sich letztendlich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.

Dadurch ergaben sich folgende Änderungen per 1.1.2011:
Landetarif, Infrastrukturtarif airside, Parktarif + 1,29 %
Fluggasttarif, Infrastrukturtarif landside + 1,68 %
Infrastrukturtarif Betankung + 1,80 %

Der PRM-Tarif blieb mit € 0,34/abfliegendem Passagier unverändert.

Gleichzeitig wurden in der General Aviation die Landetarife für Flugzeuge bis 4 Tonnen MTOW um 20 % angehoben, im Gegenzug wurden die Landetarife für Flugzeuge der General Aviation über 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % bis 0,7 % gesenkt.

Aufgrund der Änderungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG), insbesondere wegen der Bestimmung § 21 (1) LSG, hat die Flughafen Wien AG den Sicherheitstarif pro lokal abfliegendem Passagier mit € 6,89 und pro abfliegendem Transferpassagier mit € 4,49 festgesetzt. Mit dieser Änderung war eine Senkung des Fluggasttarifes um € 0,49 pro abfliegendem Passagier für das Jahr 2011 verbunden.

Um die Rolle des Flughafens Wien als Transferflughafen weiter zu forcieren besteht seit vielen Jahren ein Transferincentive. Im Geschäftsjahr 2011 wurde dieser Incentive um € 1,15 pro abfliegendem Transferpassagier angehoben. Fluglinien, welche die Hubfunktion des Flughafens Wien nutzten, erhielten somit € 11,36 an Refundierungen pro abfliegenden Transferpassagier. Mit der Anhebung des Transferincentives wurde eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tarifsystems des Flughafens gesetzt. Um die Rolle des Flughafens Wien als Drehscheibe nach Osteuropa und dem Mittleren Ostern weiter zu stärken, wurde im Geschäftsjahr das bestehende Wachstumsincentiveprogramm fortgesetzt. Es besteht aus dem Destinations- und Frequenzincentive sowie dem Frequenzdichteincentive und soll die Profilierung als internationaler Brückenkopf zwischen Ost und West unterstützen.

Umsatz

Umsatzanstieg überproportional zur Verkehrsentwicklung

Die Flughafen Wien AG konnte im Geschäftsjahr 2011 Umsätze in Höhe von € 567,0 Mio. erzielen. Der daraus resultierende Umsatzanstieg von 8,5 % entwickelte sich überproportional zur Zunahme des Passagieraufkommens um 7,2 % und ist vorwiegend auf den starken Zuwachs der Aviation Erträge zurückzuführen. Der Rückgang bei den Non-Aviation-Erträgen um 15,5 % ist vor allem auf den Wegfall der Erträge aus Sicherheitsleistungen zurückzuführen.

Die Airporterträge verzeichnen einen Umsatzanstieg von 38,5 % auf € 273,8 Mio. Die Ursache der Umsatzzunahme, welche durch die erhöhten Ermäßigungen eingeschränkt wurde, liegt vor allem am 2011 eingeführten Sicherheitstarif und in der positiven Verkehrsentwicklung.

Im Jahr 2011 wurden 21,1 Mio. Passagiere und damit um 7,2 % mehr als im Vorjahr abgefertigt. Dies bedeutet eine Steigerung um 1,4 Millionen Passagiere. Beim Höchstabfluggewicht verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus von 3,7 %. Die Anzahl der Bewegungen blieben im Vergleich zum Vorjahr gleich. Beim Frachtumschlag (inkl. Trucking) wurde um 6,2 % weniger als im Vorjahr verzeichnet.

Die Airporterträge konnten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 273,8 Mio. (Vorjahr: € 197,6) erzielen. In Summe wurden € 67,7 Mio. aus dem Titel Sicherheit ("Sicherheitstarif") lukriert. Das entspricht im Vergleich zu den im Jahr 2010 ausgewiesenen Erlösen aus Sicherheitstarif in der Höhe von € 2,6 Mio. einem Mehrertrag von € 65,0 Mio. Die Erlöse aus dem Landetarif konnten um 4,8 % auf € 72,0 Mio. verbessert werden. Der Fluggasttarif ist im Vergleich zum Vorjahr um € 11,0 Mio. auf € 164,4 Mio. gestiegen. Auch der Infrastrukturtarif hat sich mit Erlösen in Höhe von € 23,6 Mio. (Vergleichsperiode: € 21,3 Mio.) positiv entwickelt.

Bei den Abfertigungserträgen konnten im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von € 149,9 Mio. verzeichnet werden. Der Rückgang von 3,5 % ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Erlöse aus Einzelleistung (Leistungen außerhalb der Handlingverträge, wie z.B. Flugzeugenteisung, zusätzliche Gerätebeistellungen sowie zusätzliche Personalleistungen) einen rückläufigen Verlauf nahmen, wodurch eine Reduzierung um 29,1 % resultierte. Mit einem stabilen durchschnittlichen Marktanteil von 89,2 % (Vorjahr: 89,3 %) konnte sich der Bereich VIE Abfertigung gegenüber dem Mitbewerber Fraport Ground Services Austria GmbH, welche neben Passagierabfertigung auch Vorfelddienste am Flughafen Wien erbringt, weiterhin sehr gut behaupten. Mit Ende des Berichtsjahres wurde diese an die türkische Celebi Gruppe verkauft. Somit ist Celebi Ground Handling Austria GmbH neben dem Ground Handling des Flughafen Wiens ab Dezember 2011 der zweite Anbieter von Bodenabfertigungsdiensten am Vorfeld. Das Ramp-Handling stieg gegenüber 2010 um 3,5 % auf € 100,9 Mio. Das Traffic-Handling erhöhte sich um 1,9 % auf € 11,7 Mio.

Weiters entwickelten sich die Erträge aus Frachtumschlag mit einem Absinken um 10,4 % negativ. Dies ist auf die Entwicklung des Frachtvolumens (Luftfracht: -8,9 %, Trucking: +1,7 %) zurückzuführen. Der Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Fracht hat sich im Durchschnitt um 0,8 %-Punkte auf 94,8 % erhöht.

Im Jahr 2011 wurden 277.784 Tonnen Fracht umgeschlagen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Gesamtminus von 6,2 % bedeutet.

Die Umsätze des Non-Aviation belaufen sich im Berichtsjahr auf € 143,2 Mio. (Vorjahr: € 169,6 Mio.). Die Umsätze der Miet-, und Konzessionserträge schlugen mit € 105,5 Mio. gegenüber € 104,9 Mio. im Vorjahr zu buche. Die Umsätze aus der Parkierung wuchsen um 7,4 % auf € 30,4 Mio. Die Erlöse aus Sicherheitsleistungen welche aus der Einbehaltung des Fixbetrages gem. § 4a Abs. 3 LSG resultierten, fielen zu Gänze weg. Dieser Betrag wurde für die Erbringung der Sicherheitsleistungen vereinnahmt. Die Sicherheitsleistungen werden ab 2011 durch die Tochterfirma Vienna International Airport Security Services erbracht. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 162,3 Mio. nach € 153,6 Mio. im Vorjahr. In Summe beträgt der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz 19,0 % (Vorjahr: 17,5 %).

Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Dementsprechend war auch im Geschäftsjahr 2011 das dritte Quartal mit einem Anteil von 26,6 % am Jahresumsatz das stärkste Quartal, gefolgt vom zweiten Quartal, das aufgrund des hohen Passagierwachstums einen Anteil von 25,6 % am Jahresumsatz aufweist. Der Anteil am Jahresumsatz des vierten Quartals beläuft sich auf 25,2 %, jener des ersten Quartals auf 22,6 %.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2011 lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Anstieg der Umsatzerlöse um 8,5 % auf € 567,0 Mio.
  • Betriebsleistung plus 7,9 % auf € 578,9 Mio.
  • Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um 4,2 % auf € 69,1 Mio.
  • Erhöhung des Personalaufwands um € 3,4 Mio. auf € 214,0 Mio.
  • Betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibungen plus € 4,8 Mio. auf € 407,8 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 27,8 % auf € 171,7 Mio.
  • Erhöhung der Abschreibungen um 52,8 % auf € 92,8 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 7,2 % auf € 78,9 Mio.
  • Finanzergebnis minus € 6,6 Mio. auf minus € 22,0 Mio.
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) minus 2,3 % auf € 56,9 Mio.
  • Jahresüberschuss plus 2,7 % auf € 46,5 Mio.
  • Bilanzgewinn minus 50,0 % auf € 21,0 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen aufgrund der verminderten Auflösung von Rückstellungen um € 3,8 Mio. auf € 5,7 Mio. gesunken. In Summe stieg die Betriebsleistung auf € 578,9 Mio. (Vorjahr: € 536,7 Mio.).

n Entwicklung Betriebsaufwendungen

Beträge in € Mio. 2011 2010
Material, bezogene Leistungen 69,1 66,4
Personal 214,0 210,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand 124,1 125,4
Abschreibungen 92,8 60,7
Summe Betriebsaufwand 500,0 463,1

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen erhöhten sich um € 2,8 Mio. oder 4,2 % auf € 69,1 Mio.

In der Berichtsperiode veränderte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter mit einem Zuwachs von 3,1 % auf insgesamt 3.385 Mitarbeiter geringfügig. Der Personalaufwand nahm in Summe um € 3,4 Mio. oder 1,6 % auf € 214,0 Mio. zu. Dieser Zuwachs ist vor allem auf Lohn- u. Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die reduzierten Aufwendungen für Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung wirkten hingegen abschwächend.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um € 1,3 Mio. auf € 124,1 Mio., wobei die hauptsächlichen Ursachen für das Absinken bei den Marketingaufwendungen (-€ 2,4 Mio.), den Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (-€ 4,2 Mio.) zu finden waren, steigernd wirkten im Wesentlichen der sonstige Betriebsaufwand (€ 2,0 Mio.) sowie die Zunahme der Instandhaltungen (€ 1,7 Mio.) und die Fremdleistungen für verbundene Unternehmen (€ 1,5 Mio.).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG erhöhte sich im Berichtsjahr um 27,9 % auf € 171,7 Mio. (Vorjahr: € 134,3 Mio.).

n
Abschreibungen und Investitionen (ohne Finanzanlagen)
Beträge in € Mio. 2011 2010
Abschreibungen 92,8 60,7
Investitionen 237,6 140,1

Aufgrund des gesteigerten EBITDA ist das EBIT im Berichtsjahr um 7,2 % auf € 78,9 Mio. (Vorjahr: € 73,6 Mio.) verbessert.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 6,6 Mio. oder 42,8 % auf minus € 22,0 Mio. Hauptgrund für diese negative Entwicklung waren vor allem mit einem Zuwachs von € 15,5 Mio. die gestiegenen Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen, sowie der Wegfall der Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens (Vorjahr: € 5,6 Mio.). Positiv wirkten sich vor allem die um € 1,1 Mio. besseren Erträge aus Beteiligungen, die höheren Zinsen und ähnliche Erträge mit einem Plus von € 2,9 Mio., sowie der Anstieg bei den Erträgen aus dem Abgang und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens mit Plus € 1,5 Mio. aus.

Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2011 beträgt 18,3 % nach 22,3 % im Vorjahr. Der Jahresüberschuss in Höhe € 46,5 Mio. erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,2 Mio.

Angaben zur Unternehmenssteuerung

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren steigen werden, beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2011 wird eine EBITDA-Margin von 29,7 % nach 25,0 % im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Aufstellung der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.

Die Finanzverbindlichkeiten Flughafen Wien AG sind um € 2,0 Mio. gesunken. Darüber hinaus haben sich die liquiden Mittel um € 6,7 Mio. erhöht, woraus sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 ein Rückgang der Nettoverschuldung um € 8,7 Mio. ergibt. Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 682,8 Mio. resultiert daraus ein Gearing von 52,9 % nach 54,5 % im Vorjahr.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

V
eränderung
2011 in % 2010
567,0 8,5 522,5
11,9 -16,2 14,2
578,8 7,9 536,7
-407,2 1,2 -402,4
171,7 27,9 134,3
-92,8 -52,8 -60,7
78,9 7,2 73,6
-22,0 42,8 -15,4
56,9 -2,3 58,2
-10,4 -19,6 -13,0
46,5 2,7 45,2

n Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Aktiva

Das Gesamtvermögen vergrößerte sich im Berichtsjahr um 8,6 % auf € 2.033,3 Mio. (€ 1.872,2 Mio. im Vorjahr). Aufgrund des weiterhin intensiven Investitionsprogramms stieg das Anlagevermögen um 8,1 % auf € 1.816,9 Mio. (€ 1.680,2 Mio.). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sanken gegenüber dem Vorjahr um 52,9 % auf € 28,9 Mio. (€ 61,4 Mio. im Vorjahr). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kam es zu einem Rückgang um € 11,9 Mio. auf € 32,5 Mio. Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände stiegen um € 39,2 Mio. auf € 99,1 Mio. Damit war diese Positionen für den Anstieg des Umlaufvermögens von € 189,6 auf € 212,3 Mio. hauptverantwortlich.

Passiva

Das Eigenkapital stieg durch das bessere Ergebnis des Geschäftsjahres um 0,7 % auf € 682,8 Mio. Der freien Rücklage wurde ein Betrag von € 25,5 Mio. zugeführt, welche sich somit auf € 391,5 Mio. erhöhte. Die Rückstellungen stiegen um 4,1 % von € 204,1 Mio. auf € 212,6 Mio. Hauptverursacher für diesen Effekt war der Anstieg bei den Rückstellungen Altersteilzeit um € 7,2 Mio., die Zunahme der sonstigen Rückstellungen um € 5,2 Mio. sowie die Erhöhung der Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen um € 5,1 Mio. Die Rückstellungen für noch nicht fakturierte Eingangsrechnungen reduzierten sich um € 9,4 Mio. Die Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen (minus € 2,5 Mio.) und Pensionsverpflichtungen (minus € 4,1 Mio.) verminderten sich. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder (plus € 0,4 Mio.) veränderte sich geringfügig. Eine Rückstellung für Steuern musste auf Grund einer von Finanzamt geleisteten Rückzahlung der Sondervorauszahlung gemäß § 205(3) BAO für das Jahr 2006, welche mangels durchgeführter Veranlagung der Körperschaftssteuer eingegangen ist, gebildet werden. Bei den Verbindlichkeiten kam es zu einem Zuwachs von € 149,7 Mio. auf € 1.099,8 Mio. Dieser Umstand ist vor allem auf die am Bilanzierungsstichtag um € 111,0 Mio. vermehrten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich mit einem Minus von € 2,0 Mio. auf € 489,0 Mio. unwesentlich.

n Cash Flow

in T€ 2011 2010
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
+/– Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 46.462,8 45.243,6
+ Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen 92.763,4 60.704,6
Zuschreibungen zu Finanzanlagen -831,3 -1.027,3
+ Unversteuerte Rücklagen -521,3 -1.024,0
+/– Veränderung des Sozialkapitals -6.195,6 6.225,5
+/– Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen 7.214,1 1.667,7
–/+ Gewinne(-)/Verluste(+) bei Anlagenabgängen/Wertkorrekturen 4.519,0 13.863,8
+/– Gewinne Verluste aus Abgängen von Finanzanlagen -214,1 -30,2
+ Ergebnis aus Abgang Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.556,6 0,0
Betrieblicher Cash-flow 141.640,4 125.623,7
–/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte 161,1 -1.173,6
–/+ Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Abnehmer 11.907,2 -12.647,4
–/+ Zunahme/ Abnahme der Forderungen an
Konzernunternehmen (ohne Finanzierung) 11,0 -4.401,8
–/+ Zunahme/ Abnahme der sonstigen Forderungen und Vermögens-
gegenstände (ohne Finanzierung) sowie Rechnungsabgrenzungsposten -29.720,4 6.113,1
+/– Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Lieferanten und
erhaltene Anzahlungen -14.359,5 -22.974,2
+/– Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegen
Konzernunternehmen (ohne Finanzierung) 11.499,0 15.089,3
+/– Zunahme/ Abnahme der sonstigen Rückstellungen 7.448,1 24.681,4
+/– Zunahme/ Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten
(ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten 16.063,9 9.045,7
3.010,4 13.732,6
Operativer Cash-flow 144.650,8 139.356,3
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit:
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
und Sachanlagen -200.146,6 -156.263,1
+ Abgänge von immateriellen Anlagen und Sachanlagen 213,0 52,3
Investitionen in Finanzanlagen -223,0 -244,7
+ Abgänge von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 38.749,0 6.623,4
-161.407,6 -149.832,1
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit:
Dividendenausschüttungen/Einlagenrückzahlungen -42.000,0 -44.100,0
+/– Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 97.963,0 112.401,8
55.963,0 68.301,8
Veränderung der flüssigen Mittel 39.206,2 57.826,0

n Rentabilitätskennzahlen

78.931,6 73.638,8
171.695,1 134.343,4
13,6 13,7
29,7 25,0
6,7 6,6

n Bilanzstruktur

Aktiva

Langfristiges Vermögen in % 89,4 89,7
Kurzfristiges Vermögen in % 10,6 10,3
Summe Aktiva in T€ 2.033.266,2 1.872.211,2
Passiva
Eigenmittel in % 34,2 36,9
Fremdkapital in % 65,8 63,1
Summe Passiva in T€ 2.033.266,2 1.872.211,2

Erläuterungen zu den Kennzahlen:

EBIT-Margin

EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT / Betriebsleistung

EBITDA-Margin

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Formel: (EBIT + Abschreibungen)/Betriebsleistung

ROE

(Return on Equity after Tax) Formel: Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse) Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus lfd Jahr/2

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind im Berichtsjahr um 69,6 % auf € 237,9 Mio. gestiegen. Davon entfallen € 233,2 Mio. auf das Sachanlagevermögen, € 4,4 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte sowie € 0,2 Mio. auf das Finanzanlagevermögen.

Terminalerweiterung VIE-Skylink

Der Großteil der Investitionen im Jahr 2011 entfiel mit € 153,8 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink.

Nachdem beim Projekt Skylink im Jahr 2009 im Zuge einer Bauunterbrechung alle Verträge gekündigt bzw. neu verhandelt wurden, konnte im Jahr 2011 die weitgehende bauliche Fertigstellung des Gebäudes erreicht werden.

Insgesamt wurden ab der Wiederaufnahme der Bautätigkeiten im Mai 2010 bis Dezember 2011 mehr als € 232 Mio. verbaut und der Skylink damit baulich fertiggestellt. Offen sind nur noch kleinere Rest- und Komplettierungsleistungen sowie Inbetriebsetzungen von Anlagen. Jene Bau- und Anlagenteile, die Voraussetzung für die bereits laufenden Aktivitäten der Tests und des Probebetriebs sind, wurden planmäßig vorab fertiggestellt.

Im Juni 2011 wurden Testreihen zum Musterboarding gestartet. Am 1. Dezember 2011 begann der operative Probebetrieb in Terminal und Pier. Die sieben Probebetriebstage im Dezember fanden wie geplant vorerst ohne Testpassagiere statt und dienten zur Etablierung der Standardprozesse, unter Verwendung der neuen IKT-Systeme, bei den internen und externen Mitarbeitern. Parallel dazu haben die Eingewöhnungs- und Einschulungsprogramme begonnen, sowie die Vorbereitungsarbeiten für die Durchführung eines Parallelbetriebs mit Movement, in welchem Testflüge automatisiert generiert und abgearbeitet werden. Unter besonderer Beobachtung stehen dabei die Funktionen der neuen IKT-Systeme, wie insbesondere das Türsteuerungs- und Videosystem sowie das organisatorische Zusammenspiel zwischen den Boardingagents der AUA, dem Terminal Operation Center und der Sicherheitszentrale. Ab 5. Jänner 2012 nahmen erstmals Testpassagiere teil.

Die Übernahmen der einzelnen Gewerke und anschließend die Übergabe an den Besteller und die Betreiber sollen bis Ende April 2012 abgeschlossen werden. Parallel zu den Abnahmeaktivitäten werden die Behördenverhandlungen zur Benützungsbewilligung und zu anderen noch erforderlichen Genehmigungen durchgeführt.

Auch der Vermieterausbau für die Gastro- und Retailflächen ist im Wesentlichen fertiggestellt, der Ausbau der einzelnen Shops kann wie geplant durchgeführt werden.

Im Probebetrieb testen den Skylink insgesamt 3.200 Testpassagieren in der Zeit von 5. Jänner 2012 bis 26. April 2012 an insgesamt 33 Probebetriebstagen, darunter an zwei Massenprobebetriebstagen mit bis zu 400 Teilnehmern und zwei Nachtprobebetrieben. An den probebetriebsfreien Tagen werden die Erkenntnisse analysiert und für die nächsten Testdurchgänge umgesetzt. Ziel ist es, möglichst viele Fehler und Probleme im Vorfeld zu erkennen – dafür werden auch Szenarien wie Gatewechsel oder Schwierigkeiten in der Gepäckslogistik künstlich herbeigeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden genau ausgewertet und laufend in das Projekt eingearbeitet.

Damit wird gewährleistet, dass noch vor Inbetriebnahme des Skylinks im Juni 2012 eventuelle Probleme entdeckt und behoben werden können.

Durch die Neuaufstellung des Projektes und die Neuverhandlung von Verträgen kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten für die Terminalerweiterung Skylink unter € 770 Mio. liegen werden.

Die Investitionsdetails zeigt die nachfolgende Darstellung:

n
Die größten Zugänge
in € Mio. 2011
Sachanlagen
Terminalerweiterung VIE-Skylink 153,8
Dritte Piste 14,5
Kommunalzentrum West 9,4
Sicherheitssysteme 4,5
Revitalisierung B-Busgates 4,3
Quick Boardinggates 3,2
Speditionsgebäude 2,2
Spezial-, Schlepp- und Ladefahrzeuge 2,1
Sicherheitskontrollstraßen 2,0

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2011 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Im Geschäftsjahr 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Zinsswap ("Empfange variabel – zahle fix") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Flughafen Wien AG wird in der Risikomanagement-Richtlinie geregelt und hat die Aufgabe die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, systematisch zu identifizieren, zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken zu setzen. Dafür werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse analysiert. Verantwortlich sind hierfür die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das operative Risikomanagement ist im Bereich Controlling angesiedelt und koordiniert die Aktivitäten. Identifizierte Risiken und die zu treffenden Maßnahmen werden in einer eigenen Datenbank dokumentiert.

Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Die installierten IKS-Prozesse gewährleisten Richtigkeit und Vollständigkeit bei der Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge in den Büchern der Gesellschaft. Die Revisionsabteilung prüft die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen Wien AG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist, beeinflusst. Die Flughafen Wien AG geht davon aus, dass sich das makroökonomische Umfeld im Jahr 2012 aufgrund der sich abzeichnenden Verlangsamung der Wachstumsdynamik innerhalb der Europäischen Union weniger positiv darstellt als noch 2011 (vgl. Eurostat, Dezember 2011). Die Prognosen für das Passagierwachstum im Jahr 2012 fallen entsprechend verhalten aus. Mittelfristig gehen Wirtschaftsforscher (vgl. OECD, Europäische Kommission) allerdings wieder von einer deutlichen Erholung der konjunkturellen Entwicklung in Europa aus.

Darüber hinaus wird die Verkehrsentwicklung wesentlich von externen – und damit außerhalb der Kontrolle von einzelnen Unternehmen stehenden – Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstige Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen etc.) determiniert. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Auf einen durch derartige Schocks ausgelösten Rückgang im Verkehrsaufkommen würde die Flughafen Wien AG je nach Intensität und Nachhaltigkeit flexibel mit Kosten- und Preisanpassungen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Die Position als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Flughafen Wien. Die Drehscheibenfunktion des Unternehmens wird in erster Linie von der Austrian Airlines Gruppe als größtem Airlinekunden getragen. Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien im Berichtsjahr ein Passagierwachstum von 7,2 %. Mit einem Wachstum von 14,9 % verzeichnete das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa die größte Steigerung.

Insgesamt betrachtet steht die europäische Luftfahrt im Jahr 2012 jedoch vor großen Herausforderungen. Sowohl die erwähnte angespannte makroökonomische Situation als auch branchenspezifische Faktoren belasten die Rahmenbedingungen der Luftfahrt. Dazu zählen insbesondere die Einbeziehung des Luftverkehrs in das EU Emissions Trading Scheme, steigende Treibstoffpreise sowie zunehmender Wettbewerbsdruck. Es ist daher davon auszugehen, dass die europäischen Airlines im Jahr 2012 verstärkt Konsolidierungsstrategien verfolgen werden (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Airports erhöhen.

Mit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 ist für Airlines in Österreich eine zusätzliche Kostenbelastung entstanden. Die Luftfahrtsgesellschaften haben nunmehr für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen € 8 für Inlandsflüge und Kurzstrecken, € 20 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Da nur Deutschland, Österreich und Großbritannien eine derartige Steuer einheben, dämpft diese das Passagieraufkommen und schwächt damit wirtschaftlich auch den Flughafen Wien.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von rund 50 % an den Gesamtpassagieren der größte Kunde.

Die AUA konnte im Jahr 2011 kein positives operatives Ergebnis erzielen. Für das zukünftige Passagier- und Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien ist die weitere Entwicklung der AUA von großer Bedeutung. Den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround möchte die Fluggesellschaft nun 2012 mit einem Mix aus Kostensenkungen und Erlössteigerungen schaffen. Unter anderem ist die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten am Heimmarkt, die Harmonisierung der Flotte in der Mittelstrecke (Ausflottung der Boeing 737), die Anpassung des Streckennetzes sowie die Reduktion von Sach- und Personalkosten geplant. Für 2014 sollen Wachstumspotenziale in der Langstrecke erschlossen werden.

In den vergangenen Jahren haben neben den traditionellen Netzwerkcarriern auch eine Reihe von jüngeren Airlines mit einem primär auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr ausgerichteten Verkehrsmodell zum Wachstum der Flughafen Wien AG beigetragen, wobei die Nachhaltigkeit der verfolgten Businessmodelle nicht immer gegeben war (z.B. "SkyEurope"). Ein besonders starkes Wachstum konnte im Jahr 2011 "Fly NIKI" verzeichnen. Mit einem Plus von 15,1 % im Jahresvergleich stieg die Anzahl der beförderten Passagiere auf über 2,4 Millionen. "Fly NIKI", nunmehr eine 100 % Tochter der Air Berlin, verfügt nun am Flughafen Wien über einen Marktanteil von 11,6 %.

Das starke Wachstum der seit dem Jahr 2000 in den Markt eingestiegenen sogenannten Low Cost bzw. hybriden Airlines beschert dem Flughafen ein zusätzliches Passagier- und Verkehrsaufkommen, verstärkt aber auch den Wettbewerbsdruck auf Netzwerkcarrier. Das überdurchschnittliche Wachstum dieser Carrier hat auch zu einer positiven Diversifizierung des Kundenportfolios der Flughafen Wien AG beigetragen.

Die Flughafen Wien AG versucht mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Tarifund Incentivemodellen für alle Fluglinien wirksame Wachstumsanreize zu bieten. Bei Berücksichtigung der Incentives, liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren deutlich unter Frankfurt und günstiger als München und Zürich.

Bei den Handling-Leistungen wird der Preisdruck der Airlines, bei gleichzeitigem Wunsch nach einer höheren Dienstleistungsqualität, immer stärker. Die Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp Handling (Marktanteil 89,2 %) als auch in der Fracht (Marktanteil 94,8 %) erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards.

Im Berichtsjahr wurde die im Bereich der zugangsbeschränkten Ramp Handling Dienstleistungen als zweiter Anbieter zugelassene Tochter der FRAPORT Ground Services an die türkische Celibi Ground Handling Inc. verkauft.

Eine weitere Herausforderung erwächst dem Flughafen Wien im Zuge des von der Europäischen Kommission vorgestellten Richtlinienentwurfs zu den Bodenverkehrsdiensten, der für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest 3 Agents (derzeit 2) im Ramp Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsieht. Eine Umsetzung dieser Richtlinie wird allerdings erst mittelfristig erwartet.

Risiken aus der ErschlieSSung neuer Geschäftsfelder auSSerhalb des Standortes

Die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen ebenfalls den beschriebenen branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Auch politische und regulatorische Risiken wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen in den für den Flughafen relevante Gesetzen oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und es ergibt sich das Risiko einer Wertminderung des Investments in einzelne Beteiligungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Investitionsprogramm der Flughafen-Wien-Gruppe wird überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert. Zur Absicherung der Liquidität und um Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen-Wien-Gruppe im Geschäftsjahr 2010 im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) ihre Fremdmittel um € 200,0 Mio. aufstocken. Weitere € 100,0 Mio. wurden im Jänner 2011 zugezählt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Multi-Tranchen-Schuldscheins in Höhe von € 103,5 Mio. im Jahr 2009 wird die mittelfristige Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen gesichert.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfälle, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle wird durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings vorgenommen. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduzieren das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Nachdem die Bauaktivitäten bei der Terminalerweiterung Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme für Juni 2012 geplant.

Die Flughafen Wien AG hat bei der der Niederösterreichischen Landesregierung einen Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-Gesetz für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids, was frühestens für 2013 erwartet wird, wird nach der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein negativer UVP-Bescheid hätte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2012 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Beim Projekt Skylink sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falles, positiv abgeschlossen worden.

Derzeit werden Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft. In diesem Zusammenhang haben technische Gutachter aufgrund von Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigten Kostenerhöhungen in den untersuchten Fällen Schäden in Höhe von rund € 52,1 Mio. festgestellt. Ein Wertberichtigungsbedarf von rund € 31,6 Mio. wurde festgestellt. Die Flughafen Wien AG wird Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Firmen mit Nachdruck verfolgen. Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. zurücküberwiesen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Operative Risiken

Die drei wesentlichsten operativen IKT-Risiken Systemausfall, Zerstörung von zentralen Systemen und Mängel in der Compliance wurden 2011 weiter vermindert.

Die Präventivmaßnahmen mittels Redundanz in betriebskritischen Systemen wurden weiter ausgebaut und durch periodische Tests geprüft sowie die Prozesse der Fehlerbehebung weiter optimiert. Insbesondere im Netzwerkbereich wurde durch die derzeit noch laufende Migration auf neue Technologie die Ausfallsicherheit weiter erhöht.

Eine Außensicherungsanlage für das exponierte EDV Gebäude wurde aus EU Mitteln installiert und in Betrieb genommen. Dadurch wird ein unerlaubter Zutritt so weit als möglich verhindert. Darüber hinaus werden auch die Überwachungsmaßnahmen in den zentralen Rechenzentren an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Die Datenschutzagenden wurden übergeben und entsprechende Strukturen werden geschaffen. Eine externe Sicherheitsüberprüfung der FWAG Website wurde durchgeführt, um das Risiko von Hackerangriffen besser einschätzen und weiter verringern zu können.

Umweltrisiken

Die Situation am Flughafen Wien ist durch die bereits bestehenden Beschränkungen in operationeller Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An- und Abflugstrecken in der Zeit von 21:00 Uhr bis 07:00 Uhr), sowie aufgrund einer Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23:30 Uhr bis 05:30 Uhr derzeit eher als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung könnte sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflüge manifestieren.

Schadenrisiken

Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der Flughafen-Wien-Gruppe auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der Flughafen Wien AG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dabei zu unterstützen, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Der Prozess des internen Kontrollsystems (IKS) beinhaltet das Kontrollumfeld, die Risikobeurteilung, die Kontrollmaßnahmen, die Information und die Kommunikation sowie die Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Diese Kontrollen werden in einer IKS-Datenbank gespeichert, welche – neben anderen Auswertungen – die unternehmensweite Abfrage der Wirksamkeit sämtlicher IKS-Kontrollen des Unternehmens ermöglicht. Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens und berichtet direkt an den Gesamtvorstand.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der Flughafen Wien AG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit Anderen sicherzustellen.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinter liegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. es wird auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen.

KontrollmaSSnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. sie werden entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen. Das Vier-Augen-Prinzip wird sichergestellt.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Information und Kommunikation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Überwachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.

Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet.

Forschung und Entwicklung

Der Servicebereich Informationssysteme ist als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie laufend mit der Verbesserung und Erweiterung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafensoftware und einzelner Standardapplikationen beschäftigt.

Auch im Jahr 2011 war der Servicebereich Informationssysteme damit beschäftigt die Umsetzung des Projektes CDM-ISP (Collaboration Decision Making-Information Sharing Platform) voranzutreiben. Die im Rahmen dieses Projektes zu erstellende Information Sharing Platform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Die Einführung dieser Prozesse ermöglicht eine exaktere Planung, bessere Analyse und Optimierung der Ressourcen, was den beteiligten Systempartnern wesentliche Einsparungen ermöglicht. In diesem Zusammenhang lagen die Projektkosten im Jahr 2011 bei € 0,3 Mio. (2010: € 0,3 Mio.).

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und setzt eine Vielzahl von Maßnahmen um. So wurden im Jahr 2011 T€ 1.260,3 (2010: T€ 913,3) in den Umweltschutz investiert. Im Fokus stand dabei vor allem die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten.

2011 2010
Passagieraufkommen [PAX] 21.106.292 19.691.206
Jahresstromverbrauch [kWh] 135.871.470 128.187.468
Jahresstromverbrauch [kWh] je PAX 6,44 6,51
Jahreswärmeverbrauch [MWh] 122.317 131.218
Jahreswärmeverbrauch [MWh] je PAX 0,0058 0,0067
Jahreswasserverbrauch [m³] 674.472 745.771
Jahreswasserverbrauch [m³] je PAX 0,032 0,038
Jahresabwasserentsorgung [m³] 663.500 683.876
Restmüll LFZ [kg] 1.125.500 999.990
Restmüll LFZ [kg] je PAX 0,053 0,051
Altpapier VIE [kg] 2.016.180 1.782.280
Altpapier VIE [kg] je PAX 0,10 0,09
Alu/Dosen/Metall VIE [kg] 6.395 5.630
Biogene Abfälle VIE [kg] 217.580 195.160
Biogene Abfälle VIE [kg] je PAX 0,010 0,010
Glas VIE [kg] 74.281 85.364
Glas VIE [kg] je PAX 0,004 0,004
Kunststoffverpackungen VIE [kg] 145.660 160.540
Kunststoffverpackungen VIE [kg] je PAX 0,007 0,008
Gefährlicher Abfall VIE [kg] 140.257 118.733
Gefährlicher Abfall VIE [kg] je PAX 0,007 0,006
Recyclinganteil ( %) 90,9 % 88,6 %

n Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick

Arbeitnehmerbelange

Aufgrund des im Berichtsjahr gestiegenen Verkehrsaufkommens erhöhte sich der Mitarbeiterstand in der Flughafen Wien AG auf 3.385 Beschäftigte. Die größte Steigerung gab es im Bereich Handling. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um insgesamt 102 Mitarbeiter

Das bereits in den Vorjahren gestartete unternehmensweite Kostensenkungsprogramm mit vermehrtem Urlaubs- und Überstundenabbau wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Zusätzlich wurden durch eine unternehmensweite Umorganisation Synergieeffekte erzielt.

2011 in % 2010 2009
3.385 3,1 3.283 3.236
2.301 3,6 2.222 2.265
1.081 1,9 1.061 1.071
56 7,4 52 43
6.848 2,4 6.686 6.194
39,5 0,8 39,2 39,2
10,5 1,9 10,3 10,4
12,3 0,0 12,3 13,0
902.000 -14,5 1.055.000 973.000
143 -13,3 165 123
43,5 -12,3 49,6 37,5
V eränderung

n Mitarbeiter

1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

Im Berichtsjahr stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" aufgrund der starken Verkehrsentwicklung der Flughafen Wien AG um 2,4 % auf 6.848 Einheiten.

Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen: Die kostenlose Anbindung nach Wien, ein Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.

Mit der im Jahr 2000 gegründeten Mitarbeiterstiftung wird zudem sichergestellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafen Wien AG direkt am Unternehmenserfolg teilhaben. Die Mitarbeiterstiftung hält 10 % der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt analog zur Dividendenausschüttung den Ertrag aus dieser Beteiligung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Rückwirkend für das Geschäftsjahr 2010 wurde an die Mitarbeiter ein Betrag in Höhe von rund € 4,2 Mio. ausbezahlt, was pro Mitarbeiter 56,25 % des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts entspricht.

Offenlegung gemäSS § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 % der Aktien werden von den zwei Kernaktionären dem Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und der Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalbeteiligungen an der Gesellschaft über 10 %

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 %, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 % am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 % bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Aktienrückkauf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB (European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 103,5 Mio. und auch die ULSG (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz) Finanzierung in Höhe von € 300 Mio. wurden unter der sogenannten "Change of Control Klausel" abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 803,5 Mio. wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 653,5 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 % aber mehr als 30 % der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Entschädigungsvereinbarungen bei öffentlichem Übernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Aufgrund der Verschlechterung der außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der verbreiteten wirtschaftlichen Unsicherheit prognostizieren Wirtschaftsforscher und Analysten für 2012 ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Jahr 2011. Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) geht in ihrer gesamtwirtschaftlichen Prognose von einem realen BIP Wachstum der österreichischen Wirtschaft von 0,4 % aus. Als Folgen der seit 2011 bestehende Finanz-, Schulden- und Vertrauenskrise sind die Prognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich eingetrübt, was trotz guter wirtschaftlicher Fundamentaldaten starke Auswirkungen auf Österreich mit einer sehr exportorientierten Volkswirtschaft hat. Für den Euroraum prognostiziert das WIFO ein stagniertes Wirtschaftswachstum von 0,0 %. Weltweit wird ein gehemmtes Wachstum von 3,2 % erwartet.

Die österreichischen Warenexporte sollen laut WIFO 2012 real um 3,5 % wachsen. Bei der Arbeitslosenquote wird ein moderater Anstieg auf 7,1 % prognostiziert. Die privaten Konsumausgaben sollen um lediglich 0,8 % zulegen.

Für das Jahr 2012 und vor dem Hintergrund der prognostizierten schwachen Konjunkturlage erwartet die Flughafen Wien AG ein Plus bei den Passagieren in der Bandbreite von 0 % bis 1 %, einen Rückgang bei den Bewegungen von 0 % bis 1 % und einen Rückgang von 2 % bis 3 % beim Höchstabfluggewicht (MTOW).

Die Flughafen Wien Gruppe erwartet ein Plus beim Umsatz und, nach den Sonderabschreibungen in 2011, wieder ein verbessertes Periodenergebnis, das aber deutlich hinter den letzten Jahren zurückbleiben wird. 2012 werden insgesamt € 160 Mio. investiert. Um die Verschuldung stabil zu halten, wurden jedoch die Investitionen bis 2015 von € 650 Mio. auf € 590 Mio. gekürzt.

Nachtragsbericht

Im Jänner 2012 setzte sich die positive Entwicklung der Verkehrszahlen fort. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2011 um 9,0 % auf insgesamt 1.397.711 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Minus von 2,7 %, das Höchstabfluggewicht (MTOW) ist um 4,5 % und das Frachtaufkommen um 10,1 % gesunken. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 19,4 %.

Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif + 0,81 %
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside + 0,39 %
  • Infrastrukturtarif Betankung + 0,68 %

Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif bleibt mit € 4,49/abfliegender Transferpassagier sowie € 6,89/lokal abfliegender Passagier ebenfalls unverändert.

Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung wird der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 gesenkt, der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.

Schwechat, am 27. Februar 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Einzelabschluss

Einzelabschluss 2011 der Flughafen Wien AG

Bilanz der Flughafen Wien AG

zum 31.12.2011

AKTIVA 31.12.2011 in € 31.12.2010 in T€
A) Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 9.536.016,02 6.752,0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 451.735.812,70 452.404,0
2. Technische Anlagen und Maschinen 164.522.637,68 187.416,5
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 44.746.143,27 40.816,6
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 891.073.323,70 734.092,5
Summe II 1.552.077.917,35 1.414.729,5
III.Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 190.765.748,10 191.895,7
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 49.475.571,65 51.778,5
3. Beteiligungen 9.116.686,50 9.121,7
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 450,0
5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 4.553.299,54 4.372,2
6. Sonstige Ausleihungen 1.326.141,22 1.051,3
Summe III 255.237.447,01 258.669,5
Summe A) 1.816.851.380,38 1.680.151,0
B) Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 4.137.113,99 4.298,2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.469.522,27 44.376,7
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.105.750,31 8.065,9
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 76.476,30 127,3
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 39.416.198,92 11.383,5
Summe II 80.067.947,80 63.953,4
III.
Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 28.900.000,00 61.392,1
Summe III 28.900.000,00 61.392,1
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 99.145.067,76 59.939,4
Summe B) 212.250.129,55 189.583,2
C) Rechnungsabgrenzungsposten 4.164.728,28 2.477,0
Summe Aktiva 2.033.266.238,21 1.872.211,2
Passiva 31.12.2011 in € 31.12.2010 in T€
A) Eigenkapital
I.
Grundkapital
152.670.000,00 152.670,0
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 117.657.318,52 117.657,3
III.Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 2.579.158,88 2.579,2
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 388.900.888,90 363.400,9
Summe III 391.480.047,78 365.980,0
IV. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag: € 4.250,90 (VJ: T€ 5,0) 21.009.077,87 42.004,3
Summe A) 682.816.444,17 678.311,6
B) Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 9.629.403,52 9.671,4
2. Sonstige unversteuerte Rücklagen 170.602,10 170,6
Summe B) 9.800.005,62 9.842,0
C) Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.929.656,57 2.451,0
D) Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 55.595.795,00 58.102,5
2. Rückstellungen für Pensionen 15.188.165,00 19.254,8
3. Rückstellungen für Steuern 5.594.000,00 -
4. Sonstige Rückstellungen 136.214.257,66 126.768,2
Summe D) 212.592.217,66 204.125,6
E) Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 489.087.270,07 491.125,0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 44.020,55 526,3
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.798.032,47 57.194,2
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 467.362.253,55 356.334,4
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.896.070,06 4.424,8
6. Sonstige Verbindlichkeiten,
davon aus Steuern: € 0,0 (VJ: T€ 0,0)
davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit: € 6.147.334,65 (VJ: T€ 6.084,6) 57.603.415,07 40.443,2
Summe E) 1.099.791.061,77 950.047,9
F) Rechnungsabgrenzungsposten 26.336.852,42 27.433,2
Summe Passiva 2.033.266.238,21 1.872.211,2
Haftungsverhältnisse 89.352.453,96 92.147,9

Gewinn- und Verlustrechnung der Flughafen Wien AG

vom 1.1. bis 31.12.2011

1.1. – 31.12.2011 1.1. – 31.12.2010
in € in T€
1. Umsatzerlöse 566.987.779,35 522.545,6
2. Aktivierte Eigenleistungen 6.210.376,17 4.634,2
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 73.835,75 46,7
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.014.995,35 5.163,9
c) Erträge aus der Auflösung von Investitions-
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln 617.328,58 1.024,0
d) Übrige 2.991.446,81 3.303,4
Summe 3. 5.697.606,49 9.538,0
Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) 578.895.762,01 536.717,8
4. Aufwendungen für Material und
sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 33.677.686,21 37.313,6
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 35.456.820,69 29.059,6
Summe 4. 69.134.506,90 66.373,2
5. Personalaufwand
a) Löhne 90.040.915,12 82.618,9
b) Gehälter 67.001.370,14 61.851,9
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 9.664.197,03 16.207,7
d) Aufwendungen für Altersversorgung 3.859.750,54 8.039,4
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 41.324.381,19 39.780,7
f) Sonstige Sozialaufwendungen 2.073.370,78 2.112,4
Summe 5. 213.963.984,80 210.611,0
6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 92.763.437,02 60.704,6
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf
das Anlagevermögen gemäß § 204 Abs 2 UGB:
€ 31.624.794,62 (Vorjahr: T€ 0,0)
1.1. – 31.12.2011 1.1. – 31.12.2010
in € in T€
7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen 355.975,41 303,4
b) Übrige 123.746.242,58 125.086,8
Summe 7. 124.102.217,99 125.390,3
Summe 4. – 7. 499.964.146,71 463.079,0
8.
Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 7)
78.931.615,30 73.638,8
9.
Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: € 12.575.914,71
(VJ: T€ 13.632,9) 12.657.870,71 13.712,4
10.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.599.959,23
(VJ: T€ 1.702,6) 1.624.076,18 1.707,6
11.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.201.127,42
(VJ: T€ 732,4) 6.914.832,86 3.973,1
12.Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen 2.601.920,34 1.057,5
13.Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens,
davon Abschreibungen: € 0,0 (VJ: T€ 0,0) 0,00 5.562,4
14.Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon betreffend verbundene Unternehmen:
€ 23.640.382,44 (VJ: T€ 6.512,5) 45.840.968,42 30.320,8
15.Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 9 bis 14) -22.042.268,33 -15.432,7
16.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 56.889.346,97 58.206,1
17.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.426.500,00 -12.962,5
18.Jahresüberschuss 46.462.846,97 45.243,6
19.Auflösung unversteuerter Rücklagen 41.980,00 1,5
20.Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 0,00 1.645,8
21.Zuweisung zu Gewinnrücklagen 25.500.000,00 1.600,0
22.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.250,90 5,0
23.Bilanzgewinn 21.009.077,87 42.004,3

Anhang zum einzelabschluss 2011 der Flughafen Wien AG

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2011 der Flughafen Wien AG

Allgemeine Angaben

Der Abschluss basiert auf den derzeit geltenden unternehmensrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Er wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung erstellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

Rechtliche Verhältnisse

Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31.12.2011 ein Ergebnisabführungsvertrag.

GröSSenklasse

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs 3 UGB.

Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 224 ff UGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.

Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.

Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel beim immateriellen Anlagevermögen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 bis 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen in Bau. Die Unsicherheiten sind dadurch begründet, dass die Prüfungen der von dritter Seite für die Anlagen in Bau erbrachten Leistungen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses noch im Laufen sind. Sollten sich Beanstandungen der erbrachten Leistungen ergeben, können daraus Anpassungen der aktivierten Beträge resultieren.

Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Von der Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 (2) UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen.

Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Zins- und Fremdwährungssicherungsgeschäfte werden bei der Bewertung der originären Finanzinstrumente berücksichtigt. Die Änderungen der Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen qualifizieren, werden bei auftretenden Verlusten erfolgswirksam erfasst.

Zinsswap

Zur Absicherung künftiger Zinssteigerungen wurde im Jahr 2007 ein Festzinsswap mit einem Nominale von T€ 10.000,0 und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestand ein negativer Marktwert, daher wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die Bewertung des Zinsswap wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der uns zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.

B uchwert M arktwert B uchwert M arktwert
in T€ 2011 2011 2010 2010
EUR -240,5 -240,5 -457,4 -457,4

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen. Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 92.419,1 (2010: T€ 91.508,8).

Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 670,3 (2010: T€ 730,6), sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC-Holding) mit einem Betrag von T€ 119,5 (2010: T€ 253,6) vorgenommen. Von den Ausleihungen sind T€ 2.721,8 (2010: T€ 2.607,0) innerhalb eines Jahres fällig.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

B
uchwert B
uchwert
in T€ 2011 2010
Aktien 494,9 494,9
Sonstige 4.058,4 3.877,3
4.553,3 4.372,2

Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus Versicherungsverträgen enthalten (T€ 3.920,7).

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung wegen mangelnder Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 4.436,0 (2010: T€ 4.108,9).

Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.

Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2011 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.469,5 44.376,7
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.105,8 8.065,9
Forderungen an assoziierte Unternehmen 76,5 127,3
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 39.329,7 11.276,7
Summe 79.981,5 63.846,6

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2011 2010
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 86,5 106,8
Summe 86,5 106,8

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Kreditkartenabrechnungen in der Höhe von T€ 1.453,0 und Zinsabgrenzungen in der Höhe von T€ 1.169,3 enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:

Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2011 2010
Forderungen aus Steuern 34.941,4 7.790,4
Forderungen an Kreditkartenunternehmen 1.453,0 1.437,2
Zinsabgrenzungen 1.169,3 920,7
Forderungen für Bezugsvorschüsse 391,9 453,9
Übrige sonstige Forderungen 1.460,6 781,3
Summe 39.416,2 11.383,5

Die Forderungen aus Steuern betreffen Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von € 18,6 Mio. sowie Vorsteuerguthaben in Höhe von € 22,1 Mio., die mit Verbindlichkeiten für Lohnund Gehaltsabgaben saldiert werden.

Eigene Aktien

Das Unternehmen hält zum 31.12.2011 keine eigenen Aktien.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

B uchwert M arktwert B uchwert M arktwert
in T€ 2011 2011 2010 2010
GF 7 Fonds 0,0 0,0 32.492,1 34.401,0
RZB Anleihe (nachrangig) 8.900,0 9.535,0 8.900,0 9.950,0
RLB NÖ Ergänzungskapital 20.000,0 21.689,2 20.000,0 21.066,0
28.900,0 31.224,2 61.392,1 65.417,0

Im Geschäftsjahr waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens Zuschreibungen in Höhe von T€ 635,0 möglich (2010: unterlassene Zuschreibungen T€ 2.958,9).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 7.379,8 (2010: T€ 7.858,2).

Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31.12.2011 auf € 152.670.000,00. Es ist zerlegt in 21,000.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien.

Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 363.400,9 um T€ 25.500,0 auf T€ 388.900,9.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 21.009,1 (2010: T€ 42.004,3).

Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:

in T€

Bilanzgewinn zum 31.12.2010 42.004,3
Gewinnausschüttung -42.000,0
+ Jahresüberschuss 46.462,8
+ Auflösung unversteuerter Rücklagen 42,0
Dotierung Gewinnrücklage -25.500,0
Bilanzgewinn zum 31.12.2011 21.009,1

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung dargestellt.

Rückstellungen

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 4,5 % (2010: 4,5 %) nach der "projected unit credit method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, gemischter Bestand zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,72 % (2010: 3,77 %) angenommen. Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von 1 Dienstjahr (12,0 %) bis 19 Dienstjahre (0,25 %) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19), mit einem Zinsfuß von 4,5 % (2010: 4,5 %) nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, "Angestellte", zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,72 % (2010: 3,77 %), als Pensionstrend eine von 2,01 % (2010: 2,14 %) angenommen. Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von 1 Dienstjahr (12,0 %) bis 19 Dienstjahre (0,25 %) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 13.246,9 (2010: T€ 12.869,1), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 20.054,6 (2010: T€ 12.840,5), nicht konsumierter Urlaub T€ 7.743,4 (2010: T€ 8.337,5), Prämien für das Berichtsjahr und Vorjahre T€ 3.353,1 (2010: T€ 2.203,0), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 47.112,9 (2010: T€ 56.523,8), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 24.571,6 (2010: T€ 17.812,3), Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen T€ 8.050,6 (2010: T€ 2.939,3), sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH. von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in der Höhe von T€ 5.562,4 (2010: T€ 5.562,4).

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 4,5 % (2010: 4,5 %), nach der "projected unit credit method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationstafeln AVÖ 2008-P, gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,72 % (2010: 3,77 %) angenommen. Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von 1 Dienstjahr (12,0 %) bis 19 Dienstjahre (0,50 %) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Zum Bilanzstichtag p. 31.12.2011 wurde die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen erstmals nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 4,5 %, nach der "projected unit credit method". Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,72 % angenommen. Lohnnebenkosten wurden in der Höhe von 21 % (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrunglage) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:

Beträge in T€ 2011 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.444,7 204,0
Erhaltene Anzahlungen 44,0 526,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.798,0 57.194,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.862,3 52.834,4
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.896,1 4.424,8
Sonstige Verbindlichkeiten 34.474,1 28.901,6
Summe 212.519,2 144.085,3

Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre

Beträge in T€ 2011 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78.175,0 31.170,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 300.000,0 303.500,0
Sonstige Verbindlichkeiten 15.609,8 11.541,5
Summe 393.784,8 346.211,5

Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

Beträge in T€ 2011 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 382.467,5 459.751,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.500,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.519,5 0,0
Summe 493.487,0 459.751,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit T€ 403.500,0 aus Finanzierungstätigkeit sowie aus der Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 7.570,7 (2010: T€ 7.280,5) aus der Abrechnung Dezember 2011 bzw. 2010, Guthaben von Kunden in der Höhe von T€ 1.520,2 (2010: T€ 2.379,0), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6.147,3 (2010: T€ 6.084,6), sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 126,0 (2010: T€ 232,6) die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Festgelder in Höhe von T€ 23.000,0 verpfändet.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 25.136,0 (2010: T€ 26.090,6).

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet VIE für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 3.878,4.

Die Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H., die zu 100 % im Besitz des Konzerns steht, hat im Dezember 2005 einen Leasingvertrag mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Werftanlagen am Flughafen Wien abgeschlossen. Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung der variablen Leasingraten in Höhe von derzeit monatlich rund T€ 432,5 und T€ 38,6 über eine Restlaufzeit von 14 Jahren, sowie für die jährliche Bauzinszahlung in der Höhe von T€ 450,6 über eine Laufzeit von 14 Jahren. Bis zum Laufzeitende wurde eine Gesamthaftung von T€ 85.474,1 unter der Bilanz angesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 114,5 Mio. (2010: € 188,0 Mio.).

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:

Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre

Beträge in T€ 2012 2012 – 2016
Verbindlichkeiten aus Operating Leasing Geschäften 2.646,1 13.230,1
Verbindlichkeiten aus Fruchtnießungsvertrag gegenüber
verbundenen Unternehmen 16.118,4 80.592,0
Summe 20.776,5 93.822,1

Die Flughafen Wien AG haftet gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem Schuldscheindarlehen des verbundenen Unternehmens VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von T€ 103.500,0.

Gegenüber der BAWAG/PSK, Hypo NOE Gruppe Bank AG, Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, Raiffeisen Landesbank Niederösterreich. Raiffeisenbank International und der Unicredit Bank Austria haftet die Flughafen Wien AG für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem ULSG Finanzierungsprogramm für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von maximal T€ 300.000,0.

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2011 aushaftenden Obligo von € 13,2 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG, hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2011 2010
Airporterträge 273.810,9 197.637,6
Abfertigungserträge 149.946,3 155.349,3
Aviation-Umsatz 423.757,2 352.986,9
Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge 100.244,2 100.156,1
Übrige Erträge 42.986,4 69.402,6
Non Aviation-Umsatz 143.230,6 169.558,7
Umsatzerlöse gesamt 566.987,8 522.545,6
davon an verbundene Unternehmen 14.255,0 13.410,3

Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.

Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 20,0 % (T€ 70.770,4) gegenüber dem Vorjahr geht auf die Änderung der Verrechnung des Sicherheitstarifs zurück.

Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG sank um 8,5 % (T€ 26.328,2) gegenüber dem Vorjahr und resultiert vor allem aus dem Wegfall der Erträge aus Sicherheitsdienstleistungen von

T€ 41.782,9, einem Anstieg der Mieterlöse um T€ 10.136,2 und der Ver- und Entsorgung inkl. Informatik um T€ 2.076,3, sowie der Parkerträge um T€ 2.103,5.

Die Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln resultieren aus den Abschreibungen bzw. dem Abgang der mit vollen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzten Vermögensgegenstände. Die Auflösung der in den Vorjahren gebildeten Investitionszuwachsprämie gem § 108e EStG ist in Höhe von T€ 332,3 (2010: T€ 766,1) enthalten.

Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um 1,6 % auf T€ 213.964,0 (2010: T€ 210.611,0). Der Anstieg ist hauptsächlich auf die aufgrund der Steigerung der Mitarbeiterzahl, der kollektivvertraglichen Erhöhungen und der gestiegenen Aufwendungen für Altersteilzeit, sowie der verminderten Aufwendungen für Abfertigungsverpflichtungen und Pensionsverpflichtungen begründet. Die Aufwendungen für Löhne erhöhten sich um T€ 7.422,0 auf T€ 90.040,9, die Aufwendungen für Gehälter stiegen um T€ 5.149,4. Die Reduktion bei den Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung betrug T€ 10.723,1.

Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:

Beträge in T€ 2011 2010
Veränderung Abfertigungsrückstellung -2.506,7 7.539,4
Zahlungen für Abfertigungen 11.101,3 7.723,9
Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse 1.069,6 944,4
Summe Aufwendungen für Abfertigungen 9.664,2 16.207,7

Aufwendungen für Abfertigungen Flughafen Wien AG

Die Abschreibungen steigen um 52,8 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 31.624,8 auf Anlagen in Bau zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2011 2010
Leistungen von verbundenen Unternehmen 41.775,0 40.302,5
Marketing und Marktkommunikation 23.729,2 26.138,8
Instandhaltungen 20.288,4 18.565,2
Fremdleistungen 12.190,2 12.207,3
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 7.433,2 11.617,8
Miete und Pacht 3.120,8 3.642,4
Versicherungsaufwand 3.356,8 3.372,7
Sonstiger Betriebsaufwand 4.080,8 2.071,5
Fahrt, Reise- und Ausbildungskosten 1.527,6 1.726,5
Post- und Telekomaufwand 1.365,8 1.474,8
Zuweisung zu Wertberichtigung zu Forderungen 1.083,6 703,7
Verluste aus Anlagenabgängen 935,4 243,5
Übrige Aufwendungen 3.215,4 3.323,6
Summe 124.102,2 125.390,3

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, betragen in Summe T€ 328,3 (Vorjahr: T€ 374,3), wovon T€ 94,5 auf die Prüfung des Jahresabschlusses (Vorjahr: T€ 90,0) und T€ 225,7 (Vorjahr: T€ 284,3) auf andere Leistungen entfallen.

Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ -22.042,3 (2010: T€ -15.432,7) und setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzerfolg Flughafen
Wien
AG
-------------- ------------------------- --
Beträge in T€ 2011 2010
Erträge aus Beteiligungen 12.657,9 13.712,4
davon aus verbundenen Unternehmen 12.575,9 13.632,9
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 1.624,1 1.707,6
davon aus verbundenen Unternehmen 1.600,0 1.702,6
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.914,8 3.973,1
davon aus verbundenen Unternehmen 2.201,1 732,4
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 2.601,9 1.057,5
davon aus der Zuschreibung zu
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 831,3 1.027,3
Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren
des Umlaufvermögens 0,0 -5.562,4
davon aus verbundenen Unternehmen 0,0 -5.562,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -45.841,0 -30.320,8
davon aus verbundenen Unternehmen -23.640,4 -6.512,5
Summe -22.042,3 -15.432,7

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.694,9 (2010: T€ 1.632,8) enthalten.

Im Abschlussjahr waren keine Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens zu verzeichnen (2010: T€ 5.562,4). Die Aufwendungen 2010 resultieren aus einer Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsgesmbH. von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option".

Die Flughafen Wien AG ist seit 2005 Gruppenträger einer Steuergruppe gemäß § 9 KStG. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken um T€ 2.536,0 auf T€ 10.426,5 und betreffen den Steueraufwand des Gruppenträgers für das laufende Geschäftsjahr.

Die rechnerische Ertragsteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 14.222,3. Die tatsächliche Steuerquote 2011 liegt mit 18,3 % unter dem Niveau des Vorjahreswerts von 22,3 %.

Es wurde wie im Vorjahr kein Abgrenzungsposten für aktivierbare Steuerabgrenzungen gemäß § 198 (10) UGB gebildet.

Sonstige Angaben

Organe und Arbeitnehmer

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2011 an: Johannes CORETH, Generaldirektor-Stellvertreter Niederösterreichische Versicherung i. R. (bis 29.4.2011) Dr. Gabriele DOMSCHITZ, Vorstandsdirektorin der Wiener Stadtwerke Holding AG (ab 29.4.2011) Mag. Bettina GLATZ-KREMSNER, Vorstandsdirektorin der Casinos Austria AG und der Österreichische Lotterien Ges.m.b.H. (ab 29.4.2011) Mag. Erwin HAMESEDER, Generaldirektor Raiffeisen Holding NÖ-Wien reg. Gen.m.b.H. (ab 31.8.2011) Dr. Christoph HERBST, Rechtsanwalt (ruhend ab 1.1.2011 bis 31.8.2011) Komm. Rat Dr. Burkhard HOFER, Generaldirektor EVN AG a.D. Ing. Ewald KIRSCHNER, Generaldirektor GESIBA Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft (ab 29.4.2011) Dr. Franz LAUER, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung, i. R. Hans-Jörgen MANSTEIN, Manstein Zeitschriftenverlag GesmbH Komm. Rat Prof. Alfons METZGER, Metzger Realitäten Gruppe Dkfm. Dr. Claus J. RAIDL, Präsident der Österreichischen Nationalbank (ab 31.8.2011) Dkfm. Alfred REITER, Vorstandsvorsitzender Investkredit Bank AG i.R. (bis 29.4.2011) Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER, Generaldirektor der OMV Aktiengesellschaft a. D. (ab 29.4.2011) Komm. Rat Karl SAMSTAG, Generaldirektor a.D. Bank Austria Creditanstalt AG, (bis 29.4.2011) Komm. Rat Dr. Karl SKYBA, Generaldirektor a.D. Wiener Stadtwerke Holding AG, (bis 29.4.2011)

Vom Betriebsrat wurden delegiert:

Ing. Manfred BIEGLER, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Thomas SCHÄFFER, stellvertretender Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Dieter ROZBORIL, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Karl HROMADKA, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Heinz WESSELY, Arbeiterbetriebsrat

Als Aufsichtsratsvorsitzender fungierte: Mag. Erwin HAMESEDER (ab 31.8.2011) Dr. Christoph HERBST (ruhend ab 1.1.2011 bis 31.8.2011)

als dessen Stellvertreter wirkten: Ing. Ewald KIRSCHNER (ab 29.4.2011) Dkfm. Alfred REITER (bis 29.4.2011) Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER (ab 29.4.2011) Komm. Rat Karl SAMSTAG (bis 29.4.2011)

Vertreter der Aufsichtsbehörde war: Dr. Peter FRANZMAYR (bis 10.10.2011) Mag. Josef HACKL (ab 10.10.2011)

Als Vorstandsdirektoren wirkten im Geschäftsjahr 2011: Ing. Gerhard SCHMID, Vorstandsmitglied (bis 31.12.2011) Komm. Rat Ernest GABMANN, Vorstandsmitglied (bis 31.12.2011) Dr. Christoph HERBST, Vorstandsvorsitzender (bis 31.8.2011) Mag. Julian JÄGER (ab 5.9.2011) Mag. Dr. Günther OFNER (ab 5.9.2011)

Gesamtprokuristen waren im Geschäftsjahr 2011: Direktor Ernest EISNER (bis 4.10.2011) Mag. Franz IMLINGER (bis 30.11.2011) DI Werner HACKENBERG MMag. Michael HÖFERER Mag. Friedrich LEHR, MBA (bis 30.11.2011) Direktor Karl SCHLEINZER (bis 30.11.2011) Direktor Michael TMEJ DI Norbert STEINER Mag. Christoph LEHR Mag. Andreas SCHADENHOFER Mag. Andreas EDER (ab 1.12.2011) Mag. Wolfgang FASCHING (ab 1.12.2011)

Der durchschnittliche Personalstand betrug:

1)
Flughafen Wien AG
2011 2010
Arbeiter 2.301 2.222
Angestellte 1.084 1.061
Arbeitnehmer insgesamt 3.385 3.283

1) ohne Vorstandsmitglieder

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 folgende Vergütungen:

2011 2011 2011 2011 2011 2010
L eistungen
Erfolgsab- aus Anlass der
hängige B
eendigung
Fixe B ezüge S ach- des Arbeits- G esamt G esamt
in T€ B ezüge für 2010 bezüge verhältnisses bezüge bezüge
Mag. Herbert Kaufmann 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 346,2
Ing. Gerhard Schmid 256,7 84,8 7,5 323,2 672,1 346,2
Komm. Rat Ernest Gabmann 256,7 84,8 7,2 50,7 399,3 331,9
Dr. Christoph Herbst 166,6 0,0 0,0 0,0 166,6 0,0
Dr. Günther Ofner 80,6 0,0 2,3 0,0 82,9 0,0
Mag. Julian Jäger 80,6 0,0 2,3 0,0 82,9 0,0
841,2 169,5 19,3 373,9 1.403,9 1.024,3

Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2010, die im Jahr 2011 ausbezahlt wurden.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf T€ 1.450,8 (2010: T€ 630,8).

Im Berichtsjahr wurden Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorständen in Höhe von T€ 4.340,5 an eine Pensionskasse übertragen.

Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 736,1 (2010: T€ 2.932,4), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 12.787,8 (2010: T€ 21.314,6) an.

Die Vergütungen für Sitzungsgelder an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2011 T€ 141,1 (2010: T€ 121,6).

An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.

Schwechat, 27. Februar 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied,COO

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Jänner 2011 bis 31. Dezember 2011

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte

Stand Zugänge
Posten des Anlagevermögens in € 1.1.2011 direkt Umbuchung
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 26.573.360,97 4.411.665,43 302.031,73
2. Geschäfts(Firmen)wert 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe 26.573.360,97 4.411.665,43 302.031,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 656.973.855,16 15.963.070,41 2.649.062,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 651.909.235,95 4.209.761,38 189.723,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 174.512.699,99 17.100.040,03 26.305,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 734.092.498,14 195.943.027,92 -3.167.123,07
Summe 2.217.488.289,24 233.215.899,74 -302.031,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 194.565.660,40 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 55.769.989,06 0,00 0,00
3. Beteiligungen 9.121.343,50 0,00 0,00
4. Sonstige Beteiligungen 380,00 0,00 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 450.000,00 0,00 -450.000,00
6. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 4.372.237,97 181.061,57 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 1.277.315,93 41.920,85 450.000,00
Summe 265.556.926,86 222.982,42 0,00
Gesamt 2.509.618.577,07 237.850.547,59 0,00
Kumulierte
Zuschreibung Stand Abschreibung Stand Abschreibungen Stand
Geschäftsjahr 1.1.2011 Geschäftsjahr 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2011 Abgänge
0,00 1.929.718,44 6.752.037,78 9.536.016,02 21.569.694,57 31.105.710,59 181.347,54
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.929.718,44 6.752.037,78 9.536.016,02 21.569.694,57 31.105.710,59 181.347,54
0,00 19.129.943,37 452.403.963,23 451.735.812,70 223.699.835,30 675.435.648,00 150.339,59
0,00 27.166.020,94 187.416.482,80 164.522.637,68 491.445.562,95 655.968.200,63 340.520,33
12.912.959,65 40.816.584,35 44.746.143,27 139.788.769,95 184.534.913,22 7.104.132,49
31.624.794,62 734.092.498,14 891.073.323,70 31.624.794,62 922.698.118,32 4.170.284,67
90.833.718,58 1.552.077.917,35 1.414.729.528,52 886.558.962,82 2.438.636.880,17 11.765.277,08
0,00 191.895.660,40 190.765.748,10 1.700.000,00 192.465.748,10 2.099.912,30
-789.813,27 0,00 51.778.523,73 49.475.571,65 3.201.652,06 52.677.223,71 3.092.765,35
0,00 9.121.343,50 9.116.686,50 0,00 9.116.686,50 4.657,00
0,00 380,00 0,00 0,00 0,00 380,00
0,00 450.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 4.372.237,97 4.553.299,54 0,00 4.553.299,54 0,00
-41.453,29 0,00 1.051.319,97 1.326.141,22 184.542,67 1.510.683,89 258.552,89
-831.266,56 0,00 258.669.465,57 255.237.447,01 5.086.194,73 260.323.641,74 5.456.267,54
-831.266,56 92.763.437,02 1.816.851.380,38 1.680.151.031,87 913.214.852,12 2.730.066.232,50 17.402.892,16

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte

Entwicklung der Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen

Anlage 2 zum Anhang

D Verbrauch zur A
eckung der
uflösung
zu abge-
S tand direkten gangenen S tand
in € 1.1.2011 A bschreibung A nlagen D otierung 31.12.2011
I. Sachanlagen
1. Grundstücke
und Bauten 1.227.833,00 0,00 0,00 0,00 1.227.833,00
2. Technische Anlagen
und Maschinen 1.094.974,66 0,00 74,98 0,00 1.094.899,68
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 2.324.822,67 0,00 40.451,84 0,00 2.284.370,83
Gesamt 4.647.630,33 0,00 40.526,82 0,00 4.607.103,51

Entwicklung der Bewertungsreserve aufgrund von Übertragung stiller Reserven gemäSS § 12 ESTG

Anlage 3 zum Anhang

Verbrauch zur
D eckung der
S tand direkten S tand
in € 1.1.2011 A bschreibung D otierung 31.12.2011
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.023.753,19 1.453,18 0,00 5.022.300,01
Gesamt 5.023.753,19 1.453,18 0,00 5.022.300,01

Entwicklung der sonstigen unversteuerten Rücklagen

Anlage 4 zum Anhang

S tand S tand
in € 1.1.2011 A uflösung D otierung 31.12.2011
Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG
1994 5.412,31 0,00 0,00 5.412,31
1996 4.647,35 0,00 0,00 4.647,35
1997 452,57 0,00 0,00 452,57
1998 886,72 0,00 0,00 886,72
2000 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15
Gesamt 170.602,10 0,00 0,00 170.602,10

Entwicklung der InvestitionszuschüSSe aus öffentlichen Mitteln

Anlage 5 zum Anhang

S tand S tand
in € 1.1.2011 A bgang A uflösung D otierung 31.12.2011
I. Sachanlagen
1. Grundstücke
und Bauten 1.880.755,43 0,00 232.646,07 0,00 1.648.109,36
2. Technische Anlagen
und Maschinen 237.937,87 0,00 38.676,36 0,00 199.261,51
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 0,00 0,00 13.714,30 96.000,00 82.285,70
Gesamt 2.118.693,30 0,00 285.036,73 96.000,00 1.929.656,57

Entwicklung der Investitionszuwachsprämie

Anlage 6 zum Anhang

S tand S tand
in € 1.1.2011 A bgang A uflösung 31.12.2011
Investitionszuwachsprämie gemäß § 108e EStG
2004 332.291,85 0,00 332.291,85 0,00
Gesamt 332.291,85 0,00 332.291,85 0,00

Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Anlage 7 zum Anhang

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung von
Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäu
den am Gelände der Flughafen Wien AG.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 79.294,5 84.967,5 -5.673,0 -6,7
Umsatzerlöse 16.118,4 15.774,3 344,1 2,2
Jahresüberschuss 1.981,0 7.654,6 -5.673,6 -74,1

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle
Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentli
chen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätigkeit für
die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General
Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 5.583,4 5.583,4 0,0 0,0
Umsatzerlöse 11.733,2 11.354,9 378,3 3,3
Jahresüberschuss 1.694,9 1.645,7 49,2 3,0

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagen
sektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrich
tungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der
Installation elektrischer Infrastruktur.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 2.497,0 2.346,8 150,2 6,4
Umsatzerlöse 12.765,2 10.993,8 1.771,4 16,1
Jahresüberschuss 1.150,2 1.048,4 101,9 9,7

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Per
sonen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Darüber hin
aus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte,
Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und
ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 7.456,8 8.673,6 -1.216,8 -14,0
Umsatzerlöse 39.238,3 34.533,8 4.704,4 13,6
Jahresfehlbetrag -89,8 1.207,1 -1.296,9 -107,4

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften
BPIB, VOPE, MAZUR & VWTC welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwicklung und Ver
marktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 50.257,6 49.941,3 316,3 0,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresüberschuss 1.416,3 1.122,1 294,2 26,2

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaf
ten und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesell
schaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 57.596,4 57.547,4 49,1 0,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresüberschuss 49,1 2.092,5 -2.043,5 -97,7

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H (VIE-Shops)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäf
ten auf Flughäfen im In- und Ausland.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 8,1 12,3 -4,1 -33,8
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresfehlbetrag -4,1 -5,6 1,4 25,8

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunter
nehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie der Betrieb von Check-In
Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit der Gepäcklogistik für Flugppassagiere;
die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindun
gen zwischen Städten und Flughäfen.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 12.377,8 11.904,3 473,5 4,0
Umsatzerlöse 9.726,7 9.309,6 417,1 4,5
Jahresüberschuss 473,5 289,3 184,2 63,7

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstim
mung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien, sowie den
sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem
Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.
in T€ 20111) 2010 2) Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 674,5 693,6 -692,9 -99,9
Umsatzerlöse 871,6 874,5 -873,6 -99,9
Jahresüberschuss 5,4 52,0 -52,0 -100,0

1) vorläufige Werte, 2) angepasst an endgültige Werte

BTS Holding a.s. (BTSH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flughäfen.
Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 1.104,1 1.222,0 -117,9 -9,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.

Jahresfehlbetrag -117,9 -161,6 43,6 27,0

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben der Haltung
der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Kosˇice, die Erbringung von Beratungsleistungen.
IFRS
-Werte in T€
2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 29.151,0 42.293,9 -13.142,9 -31,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresfehlbetrag -13.143,0 772,4 -13.915,4 -1.801,6

Indien Airports Holding GmbH (VIND)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 26% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteili
gungen an Flughafen-Projekten insbesondere in Indien.
in T€ 2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 40,9 41,6 -0,7 -1,8
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresfehlbetrag -0,8 -3,3 2,5 -75,9

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100,00% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller
Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.
in T€ 2011 20101) Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 378,3 -22,5 400,7 -1.783,2

Umsatzerlöse 6.424,2 1.870,0 4.554,2 243,5

Jahresüberschuss 400,7 -45,1 445,9 -988,1
1) Rumpfgeschäftsjahr - 2010 gegründet

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100,00% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteili
gungen.
in T€ 2011 20101) Veränderung Veränd. in %
Eigenkapital 49,4 33,4 16,0 48,0
Umsatzerlöse 488,7 353,3 135,4 38,3

Jahresüberschuss 16,0 -1,6 17,7 -1.095,4

1) Rumpfgeschäftsjahr - 2010 gegründet

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz:
Kapitalanteil:
Malta
99,95% VIE; 0,05% VIAB
IFRS
-Werte in T€
2011 2010 Veränderung Veränd. in %
Vermögenswerte 994,6 978,9 15,7 1,6
Schulden 44,3 0,0 44,3 n.a.
Eigenkapital 950,3 978,9 -28,6 -2,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Periodenergebnis -28,6 1.575,4 -1.604,0 -101,8

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Schwechat, am 27. Februar 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung

von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 5. März 2012

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001 www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]

Pressestelle

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]

Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet:

Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien:

www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at

Disclaimer:

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 27. Februar 2012 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

Die Online-Ausgabe des Geschäftsberichts 2011 des Flughafen Wien finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com unter: http://gb2011.viennaairport.com

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Jahresfinanzbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen.

Dieser Jahresfinanzbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG von Mensalia (www.mensalia.at) erstellt.

www.viennaairport.com

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