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Flughafen Wien AG

Annual Report Mar 24, 2011

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Annual Report

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Inhalt

Flughafen-Wien-Gruppe

Konzernlagebericht 2010

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Verkehrsentwicklung
  • Umsatzentwicklung
  • Ertragslage
  • Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur
  • Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • Prognosebericht
  • Nachtragsbericht

Konzernabschluss 2010

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Anhang

Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz

Bestätigungsvermerk

Einzelabschluss der Flughafen Wien AG

Lagebericht 2010

  • Angaben zum Unternehmen
  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien
  • Umsatz
  • Ertragslage
  • Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur
  • Investitionen
  • Risiken der zukünftigen Entwicklung
  • Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und
  • Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB
  • Prognosebericht
  • Nachtragsbericht

Jahresabschluss 2010

  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang
  • Bestätigungsvermerk
  • Anlagen zum Anhang

Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz

Impressum

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Geschäftserfolg eines Flughafens wird stark von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der privaten Kaufkraft, die Auswirkungen auf die Reisetätigkeit hat, beeinflusst. Nach der schweren Rezession der Weltwirtschaft infolge der internationalen Finanzkrise trat Mitte 2009 eine Trendwende ein, und die Konjunktur entwickelt sich seither getragen von einer starken Exportdynamik und nicht zuletzt durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik positiv. Laut Daten des Internationalen Währungsfonds ist die Weltwirtschaft 2010 um etwa 5,0 Prozent gewachsen. Im Euroraum konnte laut vorläufigen Daten des Eurostat ein BIP-Wachstum von 1,7 Prozent erzielt werden. Österreichs Wirtschaft legte um 2,0 Prozent zu.

Prognose für 2011

Für 2011 erwarten Wirtschaftsforscher eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz, bis Mitte 2011 dürfte sich die österreichische Konjunktur jedoch parallel zur internationalen Entwicklung abschwächen. Im Euroraum dämpfen das Abflauen des Welthandelswachstums und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte den Konjunkturaufschwung. Die Märkte entwickeln sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Deutschland und jene Märkte – wie Österreich –, die eng mit der deutschen Wirtschaft verflochten sind, werden dank des weltweiten Aufschwungs weiter expandieren, während in Südeuropa und Irland die drastischen Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit die Aussichten dämpfen. Für den Euroraum insgesamt wird daher der Aufschwung in den kommenden Jahren weniger dynamisch verlaufen als in der übrigen Welt. Lediglich in den ostmitteleuropäischen EU-Ländern dürfte die Expansion neuerlich an Dynamik gewinnen.

Für Österreich rechnet das WIFO 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, 2012 mit 2,0 Prozent. Die 2009 und 2010 wirksam gewordenen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung (Steuerreform, Ausweitung der Transfereinkommen, Kurzarbeit) unterstützten die

verfügbaren realen privaten Haushaltseinkommen und stabilisierten über einen Anstieg des privaten Konsums die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Durchschnitt 2011–2015 wird mit einem Konsumwachstum von 1,2 Prozent jährlich gerechnet. Die Weltwirtschaft – insbesondere die Wirtschaft der großen Schwellenländer in Asien und Südamerika – hat die Folgen der Krise schneller als erwartet überwunden, und es wird 2011–2015 mit einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 4,5 Prozent gerechnet.

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

Nach dem Rückgang bei den Nächtigungen im Jahr 2009 konnte 2010 ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Die Zahl der Nächtigungen liegt österreichweit laut Daten der Statistik Austria mit 124,8 Millionen um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (2009: 124,3 Mio.). Mit einem Zuwachs von 10,3 Prozent auf 10,86 Millionen Nächtigungen verzeichnet Wien einen neuen Rekordwert. Unter Wiens Hauptmärkten legten die Nächtigungen aus Russland mit 35 Prozent am stärksten zu, gefolgt von jenen aus Österreich (+14%), Italien und Frankreich (je +12%), Deutschland und den USA (je +11%). Stark zulegen konnten auch neue Märkte wie die Türkei (+34%), die arabischen Länder in Asien und Brasilien (je +21%) sowie China (+28%).

Beziehung von Konjunktur- und Luftverkehrsentwicklung

Zahlreiche Analysen bestätigen die enge Korrelation zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg eines Landes und der Luftverkehrsnachfrage, wobei die Passagierzahlen deutlich stärker fluktuieren als die Wirtschaftsentwicklung. Experten prognostizieren, dass das durchschnittliche Luftverkehrswachstum bis 2030 im Mittel den Zuwachs des globalen mittleren Bruttoinlandsprodukts übersteigen wird. Die Wachstumsraten unterscheiden sich jedoch regional erheblich, wobei China und Indien die größten Wachstumsmärkte darstellen. Nachstehende Grafik zeigt die Passagierentwicklung des Flughafen Wien im Vergleich zum österreichischen BIP-Wachstum und veranschaulicht deren Korrelation. Mit Ausnahme der Jahre 2001 und 2002, wo es aufgrund der Lungenkrankheit SARS zu einem merklichen Einbruch der Passagierzahlen kam, und des "Krisenjahres" 2009 lag das Passagierwachstum immer über jenem der österreichischen Volkswirtschaft.

Korrelation von Wirtschafts- und Passagierentwicklung

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien im europäischen Vergleich

Im Jahr 2010 erholte sich die europäische Luftfahrt deutlich. Jedoch war das Jahr beeinflusst von den Auswirkungen der Aschewolke und dem heftigen Wintereinbruch, was jeweils zu Streichungen von Flügen geführt hat. Im Durchschnitt verzeichneten die europäischen Flughäfen ein Passagierwachstum von 4,2 Prozent1), während das Passagieraufkommen am Flughafen Wien mit 8,7 Prozent mehr als doppelt so stark gestiegen ist. Mit 19.691.206 Passagieren konnte der Flughafen Wien knapp an das Niveau vor der Wirtschaftskrise anschließen und verfehlte die Verkehrsprognose von 9,0 Prozent nur knapp. Belastet durch die Streichung von Flügen weisen die Flugbewegungen zahlreicher europäischer Airports eine negative Entwicklung auf. Während der Flughafen Wien die Flugbewegungen um 1,1 Prozent auf 246.146 steigern konnte, verzeichnete der europäische Durchschnitt einen Rückgang von 1,1 Prozent.

Passagiere Veränderung zu Flug- Veränderung zu
in Tausend 2009 in % bewegungen 2009 in %
London1) 115.837,0 -2,2 826.207 -4,1
Frankfurt 53.009,2 4,1 453.228 0,2
Paris2) 83.369,3 0,4 707.578 -4,2
Amsterdam 45.211,7 3,8 386.316 -1,3
Madrid 49.768,2 2,8 432.430 -0,3
Rom 36.228,5 7,4 323.326 1,4
München 34.721,6 6,2 367.760 -2,4
Mailand 18.947,8 8,0 189.580 3,5
Zürich 22.826,9 4,3 227.819 2,0
Wien 19.691,2 8,7 246.146 1,1
Prag 11.556,9 -0,7 152.805 -4,8
Budapest 8.179,4 1,2 100.408 -3,6

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen im Vergleich

1) London Heathrow, Gatwick und Stansted

2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly

Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2010

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Im Berichtsjahr 2010 konnte der Flughafen Wien die Anzahl seiner Passagiere um 8,7 Prozent auf 19.691.206 steigern und erreichte damit annähernd die Verkehrsprognose von 9,0 Prozent. Ein höheres Wachstum verhinderten der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April sowie der strenge Winter 2010, die zu einer Vielzahl von Annullierungen im Flugverkehr führten. Trotz der negativen Auswirkungen der Aschewolke konnten die Flugbewegungen im Jahresverlauf, insbesondere im dritten und vierten Quartal, um 1,1 Prozent auf 246.146 gesteigert werden. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 9,9 Prozent auf 7.975.333 Tonnen, prognostiziert wurden 10,0 Prozent. Der Sitzladefaktor beträgt 68,9 Prozent nach 68,7 Prozent in der Vorperiode.

Die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) stieg im Geschäftsjahr 2010 um 16,5 Prozent auf 295.989 Tonnen. Dieser hohe Anstieg ist vor allem auf den erhöhten Luftfrachtumschlag in und aus dem Fernen und Nahen Osten und die schnelle wirtschaftliche Erholung zurückzuführen. Die Luftfracht verzeichnete mit 219.334 Tonnen ein Plus von 18,1 Prozent. Das Trucking stieg um 12,3 Prozent auf 76.655 Tonnen.

Der Flughafen Wien bediente im Linienverkehr insgesamt 172 Destinationen, davon 40 Destinationen in Osteuropa. Damit ist der Flughafen Wien auch 2010 die führende Ost-West-Drehscheibe im Vergleich mit anderen europäischen Flughäfen. Der Verkehr nach Osteuropa stieg im Berichtsjahr überdurchschnittlich um 13,6 Prozent nach einem Einbruch von minus 14,6 Prozent im Vorjahr. Einen ebenfalls hohen Zuwachs von 10,0 Prozent verzeichnete das Aufkommen in den Nahen und Mittleren Osten, während der Ferne Osten ein Plus von 3,6 Prozent aufweist.

Bei den Anteilen der Regionen am Linien-Passagieraufkommen kam es zu keinen wesentlichen Änderungen im Vergleich zur Vorperiode. Den stärksten Anteil hat nach wie vor Westeuropa mit 69,6 Prozent. Die stärksten Destinationen sind Frankfurt, London, Zürich und Paris.

Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens 2010 nach Regionen

Abfliegende Passagiere (Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten)

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Die Austrian Airlines Gruppe als Home Carrier am Flughafen Wien verzeichnete ein Passagierwachstum von 12,0 Prozent und erhöhte ihren Anteil am Gesamtpassagieraufkommen von 49,5 Prozent in der Vorperiode auf 50,9 Prozent. Mit einem Passagierwachstum von 27,7 Prozent und einem Anteil von 10,8 Prozent (Vorjahr: 9,2%) konnte der Low-Cost-Carrier NIKI seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien ausbauen. Der Flughafen Wien wird von weiteren acht Low-Cost-Carriern (Vorjahr: elf) regelmäßig angeflogen. Durch den Wegfall von SkyEurope, Tuifly.com und Myair.com verringerte sich der Marktanteil der Low-Cost-Carrier um einen Prozentpunkt auf 22,1 Prozent. Die Low-Cost-Carrier erzielten mit 4.356.707 Passagieren ein Plus von 4,0 Prozent (Vorjahr: -9,0%). Im Berichtsjahr konnten vier neue Fluglinien (Alitalia, British Midland, China Southern Airlines, Wataniya Airlines) akquiriert

werden, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufnahmen. Gleichzeitig stellten vier Fluglinien den Flugbetrieb von/nach Wien ein.

Passagieraufkommen 2010 nach Airlines

50,9% Austrian Airlines Gruppe 10,8% NIKI 7,1% Air Berlin 4,8% Lufthansa 2,3% Germanwings 1,6% Swiss Intl. 1,6% British Airways 1,6% Air France 1,2% Turkish Airlines 1,2% KLM Royal Dutch Airlines 1,1% Emirates 0,9% Iberia 0,9% Brussels Airlines 0,8% Easy Jet 13,2% Sonstige

Tarif- und Incentivepolitik

Die am Flughafen Wien per 1. Jänner 2010 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden gemäß der seit mehreren Jahren geltenden Indexformel ermittelt. Dementsprechend wurden die Tarife um den Verbraucherpreisindex von 0,5 Prozent angehoben, während gleichzeitig der Landetarif erlösneutral um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht wurde. Damit verfügt der Flughafen Wien weiterhin über eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht der Obersten Zivilluftfahrtbehörde, die die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigte.

Umsatzentwicklung

Die Flughafen-Wien-Gruppe konnte die Umsätze im Geschäftsjahr 2010 um 6,4 Prozent auf € 533,8 Mio. steigern. Dieser im Vergleich zum Passagierwachstum von 8,7 Prozent unterproportionale Anstieg ist auf Erlösschmälerungen – unter anderem aufgrund der Verlängerung der Erhöhung des Transfer-Incentives und der mit NIKI und der Austrian Airlines Gruppe geschlossenen Vereinbarungen1) – zurückzuführen.

Konzernumsatz 2010 nach Segmenten

Das Segment Airport konnte im Berichtsjahr externe Umsatzerlöse in Höhe von € 260,0 Mio. (Vorjahr: € 226,5 Mio.) erzielen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die geänderte Zuordnung der Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle in Höhe von € 29,6 Mio. zurückzuführen. Diese wurden im Vorjahr durch das Segment Handling erzielt. Durch die Senkung des Landetarifs um 13,0 Prozent und die Erhöhung des Fluggasttarifs um 7,3 Prozent kommt es zu einer erlösneutralen Verschiebung der Umsätze. Die Umsätze aus dem vom MTOW abhängigen Landetarif sind daher um 8,5 Prozent gesunken, während jene aus dem Fluggasttarif um 4,2 Prozent gestiegen sind. Mit einem Anteil von 48,7 Prozent (Vorjahr: 45,1%) leistete das Segment Airport unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz.

Das Segment Handling erzielte externe Umsatzerlöse in Höhe von € 165,2 Mio., was einem Rückgang von € 4,6 Mio. oder 2,7 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Umsätze aus der Passagier- und Gepäckkontrolle in Höhe von € 27,3 Mio. – anders als im Vorjahr – interne Umsätze darstellen. Die externen Umsätze aus der Sicherheitskontrolle und anderen von VIAS erbrachten Dienstleistungen liegen daher mit € 3,4 Mio. um € 23,7 Mio. unter jenen der Vergleichsperiode. Die Vorfeldabfertigung lieferte mit € 109,2 Mio. (Vorjahr: € 97,4 Mio.) den größten Beitrag zum externen Umsatz des Segments Handling. Diese Entwicklung ist auch auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Einzelleistungen zurückzuführen. Einhergehend mit dem erhöhten Frachtvolumen konnte die Frachtabfertigung um € 6,9 Mio. auf € 34,7 Mio. gesteigert werden. Der Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Fracht hat sich im Durchschnitt um 0,4 Prozentpunkte auf 94,0 Prozent erhöht. In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 31,0 Prozent (Vorjahr: 33,8%).

Die Umsätze des Segments Retail & Properties belaufen sich auf € 93,6 Mio. nach € 88,8 Mio. im Vorjahr. Während die Umsätze aus der Parkierung um 13,6 Prozent auf € 34,8 Mio. gestiegen sind, verzeichneten die Umsätze aus Vermietung einen Rückgang um 5,2 Prozent auf € 31,8 Mio. Diese Entwicklung resultiert einerseits aus gesunkenen Erträgen aus der Vermietung von Werbeflächen

1) Details zu den Vereinbarungen siehe Seite 22

(€ -0,4 Mio.) und andererseits aus dem Rückgang des Umsatzes aus der Vermietung der AUA-Basis (€ -1,1 Mio.). Etwas stärker als das Verkehrswachstum sind die Umsätze aus Shopping und Gastronomie um 9,7 Prozent auf € 26,9 Mio. gestiegen. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 153,6 Mio. nach € 144,8 Mio. im Vorjahr.

Die externen Umsätze des Berichtssegments "Sonstige Segmente" verringerten sich leicht von € 16,2 Mio. auf € 14,5 Mio. Darunter fallen im Wesentlichen Umsätze der Ver- und Entsorgung in Höhe von € 6,1 Mio. (Vorjahr: € 7,5 Mio.), Umsätze aus Telekommunikation und EDV-Dienstleistungen von € 3,3 Mio. (Vorjahr: € 3,7 Mio.) sowie Materiallieferungen von € 1,7 Mio. (Vorjahr: € 1,5 Mio.). Die Leistungen des Facility Managements, die von den Werkstätten erbrachten Dienstleistungen sowie die externen Erlöse der vollkonsolidierten Auslandsbeteiligungen liegen leicht über dem Niveau des Vorjahres (€ +0,3 Mio.).

Entwicklung Konzernumsatz in € Mio.

Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Dementsprechend war auch im Geschäftsjahr 2010 das dritte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 27,1 Prozent das stärkste Quartal, gefolgt vom vierten Quartal, das aufgrund des hohen Passagierwachstums einen Anteil am Jahresumsatz von 25,5 Prozent aufweist. Der Anteil am Jahresumsatz des zweiten Quartals beläuft sich auf 24,4 Prozent, jener des ersten Quartals auf 23,0 Prozent.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe für das Geschäftsjahr 2010 im Überblick:

  • • Steigerung der Umsatzerlöse um 6,4 Prozent auf € 533,8 Mio.
  • • Betriebsleistung plus 6,4 Prozent auf € 550,2 Mio.
  • • Erhöhung des Betriebsaufwands ohne Abschreibungen um 9,0 Prozent auf € 382,1 Mio.
  • • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 1,0 Prozent auf € 168,1 Mio.
  • • Verminderung der Abschreibungen um € 1,1 Mio. auf € 65,8 Mio.
  • • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 2,8 Prozent auf € 102,3 Mio.
  • • Verschlechterung des Finanzergebnisses um € 0,1 Mio. auf minus € 3,6 Mio.
  • • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 2,8 Prozent auf € 98,7 Mio.
  • • Periodenergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen plus 3,2 Prozent auf € 75,7 Mio.
  • • Anteil der Gesellschafter der Flughafen Wien AG am Periodenergebnis plus € 2,3 Mio. auf € 75,7 Mio.

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung, in € Mio.

Veränderung
Konzernergebnis 2010 in % 2009 2008
Umsatzerlöse 533,8 6,4 501,7 548,1
Sonstige betriebliche Erträge 16,4 6,4 15,4 13,2
Betriebsleistung 550,2 6,4 517,1 561,3
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen 382,1 9,0 350,6 359,4
EBITDA 168,1 1,0 166,5 201,9
Abschreibungen 65,8 -1,6 66,9 68,7
EBIT 102,3 2,8 99,6 133,3
Finanzergebnis -3,6 -2,3 -3,6 -14,3
EBT 98,7 2,8 96,0 119,0
Steuern 23,0 1,5 22,7 27,8
Periodenergebnis 75,7 3,2 73,3 91,1
davon Ergebnis nicht beherrschender Anteile 0,0 0,0 0,0
davon Ergebnis Muttergesellschaft 75,7 3,2 73,4 91,1
Gewinn je Aktie in EUR 3,61 3,4 3,49 4,34

Segmentergebnisse 2010 in € Mio.

Retail & Sonstige Nicht
Airport Handling Properties Segmente zuordenbar Konzern
Betriebsleistung 305,0 221,3 110,7 95,3 8,1 550,2
Betriebsaufwand 226,1 206,2 72,7 98,7 34,3 447,9
EBIT 78,9 15,1 38,0 -3,4 -26,3 102,3

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2010 um € 1,0 Mio. auf € 16,4 Mio. erhöht. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens haben sich die aktivierungspflichtigen Leistungen, die neben der Flughafen Wien AG auch von den beiden Tochtergesellschaften VIE-ÖBA GmbH und Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH erbracht werden, um € 1,0 Mio. erhöht. In Summe wurde eine Betriebsleistung von € 550,2 Mio. (Vorjahr: € 517,1 Mio.) erzielt.

Entwicklung Betriebsaufwendungen

2010 2009 2008 2007
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen 42,3 37,5 40,0 37,0
Personalaufwand 238,1 215,4 220,2 213,4
Abschreibungen 65,8 66,9 68,7 70,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 101,6 97,7 99,2 94,4

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen waren mit € 42,3 Mio. um 13,0 Prozent höher als im Vorjahr. Dies ist auf einen höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln (€ +2,3 Mio.) aufgrund des strengen Winters zurückzuführen. Die Aufwendungen für Strom waren mit € 10,8 Mio. um € 1,9 Mio. geringer als im Vorjahr, während die Aufwendung für Fernwärme aufgrund von Preiserhöhungen und eines höheren Verbrauchs um € 2,2 Mio. gestiegen sind. Die Aufwendungen für sonstiges Material erhöhten sich um € 2,0 Mio. auf € 11,4 Mio.

Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung mussten neue Mitarbeiter aufgenommen werden. Im Jahresdurchschnitt waren mit 4.266 Mitarbeitern um 2,8 Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr beschäftigt. Das entspricht dem Niveau von 2008. Während im Segment Airport die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 2,7 Prozent zurückging, stieg sie im Segment Handling um 3,7 Prozent. Der Personalaufwand erhöhte sich um 10,5 Prozent auf € 238,1 Mio., was – neben dem höheren durchschnittlichen Mitarbeiterstand – auf mehr geleistete Überstunden inklusive Winterdienst, kollektivvertragliche Erhöhungen sowie gestiegene Aufwendungen für Abfertigungen und Altersvorsorge zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) stiegen um 4,0 Prozent bzw. € 3,9 Mio. auf € 101,6 Mio. Die Zuweisungen zu Wertberichtigungen von Forderungen sind um € 4,4 Mio. gesunken, und eine im Vorjahr gebildete Vorsorge in Höhe von € 2,0 Mio. konnte aufgelöst werden. In 2009 wurden Kosten im Zusammenhang mit VIE-Skylink in Höhe von € 8,4 Mio. aufwandswirksam erfasst. Dem stehen die Erhöhung der Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation um € 6,9 Mio. sowie der Rechts- und Beratungskosten um € 3,3 Mio. gegenüber. Die Aufwendungen für Miete und Pacht (€ +1,1 Mio.), Instandhaltungen (€ +2,4 Mio.) sowie Fremdleistungen (€ +1,7 Mio.) sind ebenfalls gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 1,0 Prozent auf € 168,1 Mio. (Vorjahr: € 166,5 Mio.). Den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA liefert das Segment Airport mit € 112,4 Mio. (Vorjahr: € 113,3 Mio.) oder einem Anteil von 66,9 Prozent, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 52,6 Mio. (Vorjahr: € 57,0 Mio.) bzw. 31,3 Prozent. Das EBITDA des Segments Handling beläuft sich auf € 22,0 Mio. (Vorjahr: € 20,8 Mio.) bzw. 13,1 Prozent, während die sonstigen Segmente ein EBITDA in Höhe von € 7,1 Mio. (Vorjahr: € 4,1 Mio.) bzw. einen Anteil von 4,2 Prozent erwirtschafteten. Das nicht zuordenbare negative EBITDA ist vor allem auf den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der Verwaltung zurückzuführen.

Entwicklung EBITDA nach Segmenten in € Mio.

2010 2009 2008
112,4 113,3 134,4
22,0 20,8 25,0
52,6 57,0 58,9
7,1 4,1 10,5
168,1 166,5 201,9
-26,0 -28,7 -26,8

Anteil der Segmente am EBITDA in %

2010 2009 2008
Airport 66,9 68,1 66,6
Handling 13,1 12,5 12,4
Retail & Properties 31,3 34,2 29,1
Sonstige Segmente 4,2 2,4 5,2
Konzern-EBITDA 100,0 100,0 100,0
Nicht zuordenbar -15,5 -17,3 -13,4

Trotz des hohen Investitionsvolumens sind die Abschreibungen um € 1,1 Mio. auf € 65,8 Mio. zurückgegangen, da die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau erst mit der Inbetriebnahme der Vermögensgegenstände abgeschrieben werden.

Entwicklung Investitionen und Abschreibungen in € Mio.

2010 2009 2008
Investitionen 146,9 224,7 299,0
Abschreibungen 65,8 66,9 68,7

Das gesteigerte EBITDA und die geringeren Abschreibungen resultierten in einer Verbesserung des EBIT um 2,8 Prozent bzw. € 2,8 Mio. auf € 102,3 Mio. Der größte Anteil am EBIT entfällt mit € 78,9 Mio. (Vorjahr: € 78,7 Mio.) auf das Segment Airport, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 38,0 Mio. (Vorjahr: € 42,8 Mio.). Das Segment Handling erwirtschaftete ein EBIT von € 15,1 Mio. (Vorjahr: € 13,7 Mio.) und konnte damit im Berichtsjahr den größten Zuwachs erzielen. In den sonstigen Segmenten wurde ein EBIT von minus € 3,4 Mio. (Vorjahr: € -6,5 Mio.) erzielt.

Entwicklung EBIT nach Segmenten in € Mio.

2010 2009 2008
Airport 78,9 78,7 97,3
Handling 15,1 13,7 16,9
Retail & Properties 38,0 42,8 46,5
Sonstige Segmente -3,4 -6,5 -0,2
Konzern-EBIT 102,3 99,6 133,3
Nicht zuordenbar -26,3 -29,1 -27,2

Anteil der Segmente am EBIT in %

2010 2009 2008
Airport 77,1 79,1 73,0
Handling 14,8 13,7 12,7
Retail & Properties 37,2 43,0 34,9
Sonstige Segmente -3,4 -6,5 -0,2
Konzern-EBIT 100,0 100,0 100,0
Nicht zuordenbar -25,7 -29,3 -20,4

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit minus € 3,6 Mio. nahezu unverändert. Aufgrund der geringeren Ausschüttungen der Wertpapiere im kurzfristigen Vermögen sind die Zinserträge aus Wertpapieren sowie sonstige Zinserträge im Berichtsjahr auf € 3,4 Mio. (Vorjahr: € 3,6 Mio.) zurückgegangen. Aufgrund höherer Finanzverbindlichkeiten sind die Zinsaufwendungen um 5,4 Prozent auf € 11,0 Mio. gestiegen. Dies ist auf die verpflichtende Aktivierung von Bauzeitzinsen für Investitionsprojekte in Höhe von € 17,2 Mio. (Vorjahr: € 15,9 Mio.) zurückzuführen, die den Zinsaufwand vermindern. Ohne Aktivierung der Bauzeitzinsen wäre der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr von € 26,4 Mio. auf € 28,2 Mio. gestiegen.

Das sonstige Finanzergebnis (exklusive Beteiligungsergebnis at Equity) konnte von minus € 0,3 Mio. auf plus € 0,1 Mio. verbessert werden. Grund dafür ist die Abwertung einer Ausleihung im Geschäftsjahr 2009 um € 0,3 Mio. sowie Zuschreibungen zu Finanzanlagen im Berichtsjahr in Höhe von € 0,1 Mio.

Das Ergebnis aus den at-Equity-bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures beläuft sich auf € 3,6 Mio. (Vorjahr: € 3,4 Mio.). Die Beteiligung am Flughafen Malta lieferte einen Ergebnisbeitrag von € 3,4 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.), jene am Flughafen Košice von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.). Aus der Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen resultiert ein Minus von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € -0,7 Mio.). Weiters entfallen T€ 114,5 (Vorjahr: T€ 40,0) auf die Beteiligung an der City Air Terminalbetriebsgesellschaft m.b.H. sowie T€ 25,5 (Vorjahr: T€ 66,0) auf die Beteiligung an der Schedule Coordination Austria GmbH. In Summe konnte ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von € 98,7 Mio. (Vorjahr: € 96,0 Mio.) erzielt werden.

Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 23,3 Prozent nach 23,6 Prozent im Vorjahr. Vom Periodenergebnis in Höhe von € 75,7 Mio. (Vorjahr: € 73,3 Mio.) entfällt ein Anteil von minus € 30.781,85 auf nicht beherrschende Anteile. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2010 auf € 75,7 Mio. nach € 73,4 Mio. im Vorjahr. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 3,61 nach € 3,49 im Vorjahr.

Finanzwirtschaftliche Steuerung und Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren steigen werden, beeinflussen die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2010 wird eine EBITDA-Margin von 31,5 Prozent nach 33,2 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das langfristig erklärte Ziel der Unternehmensführung.

Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Aufstellung der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Insbesondere zur Finanzierung des Investitionsprogramms der Flughafen-Wien-Gruppe sind die Finanzverbindlichkeiten um € 112,1 Mio. gestiegen. Weiters haben sich die liquiden Mittel um € 58,2 Mio. erhöht, woraus sich im Vergleich zum 31. Dezember 2009 ein Anstieg der Nettoverschuldung um € 52,4 Mio. ergibt. Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 823,0 Mio. resultiert daraus ein Gearing von 81,0 Prozent nach 77,2 Prozent im Vorjahr.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis vom Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

2010 2009 2008
EBITDA-Margin 31,5 33,2 36,8
EBIT-Margin 19,2 19,9 24,3
ROE 9,4 9,3 12,1
ROCE 5,1 5,4 8,4

Rentabilitätskennzahlen in %

Finanzkennzahlen

2010 2009 2008
Nettoverschuldung in € Mio. 666,3 613,9 507,3
Eigenkapitalquote in % 41,2 42,7 44,7
Gearing in % 81,0 77,2 65,3
Buchmäßiges Eigenkapital in € Mio. 823,0 794,8 776,4
Working Capital in € Mio. -153,0 -158,2 -142,1
Anlagenintensität in % 90,3 92,6 90,1
Anlagendeckungsgrad 2 in % 98,6 89,5 89,7

Wertschöpfungsrechnung in € Mio.

Veränderung
Herkunft 2010 in % 2009 2008
Betriebsleistung 550,2 6,4 517,1 561,3
minus Vorleistung -202,0 3,7 -194,8 -207,9
Wertschöpfung 348,2 8,1 322,3 353,4
Verwendung
Mitarbeiter 233,2 10,6 210,8 215,4
Aktionäre 42,0 -4,8 44,1 54,6
Unternehmen 33,7 15,2 29,3 36,5
Fremdkapitalgeber (Zinsen) 11,0 5,4 10,5 13,8
Öffentliche Hand (Steuern) 28,4 2,5 27,7 33,1
Minderheitenanteile 0,0 0,0 0,0
Wertschöpfung 348,2 8,1 322,3 353,4

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum 31.12.2009 um 4,7 Prozent gestiegen und beläuft sich auf € 1.804,1 Mio. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände ist um 3,5 Prozent auf € 12,5 Mio. gesunken. Unverändert zum Vorjahr werden in diesem Bilanzposten Firmenwerte in Höhe von € 4,4 Mio. ausgewiesen. Den wesentlichen Zugängen in Höhe von € 1,1 Mio. – hauptsächlich Software – stehen Abschreibungen in Höhe von € 1,8 Mio. gegenüber. Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.538,6 Mio. den größten Posten des langfristigen Vermögens dar. Den Zugängen in Höhe von € 143,7 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 57,2 Mio. gegenüber. Der überwiegende Teil der Zugänge entfällt mit € 126,4 Mio. auf die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau und betrifft die Terminalerweiterung VIE-Skylink, die dritte Piste sowie die Revitalisierung der Busgates. Der Posten Grundstücke und Gebäude ging um € 33,9 Mio. zurück. Zugängen in Höhe von € 2,9 Mio. stehen Abschreibungen von € 21,3 Mio. gegenüber. Die Veränderung des Postens als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrifft im Wesentlichen Abschreibungen in der Höhe von € 4,4 Mio. sowie Reklassifizierungen in Höhe von € 16,2 Mio. Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden, erhöhte sich überwiegend durch die Zuschreibung der anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010 um € 1,1 Mio.

Das kurzfristige Vermögen stieg 2010 um 40,4 Prozent auf € 194,4 Mio., was vorwiegend auf kurzfristige Veranlagungen in Höhe von € 51,0 Mio. zurückzuführen ist, die in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ausgewiesen werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 7,4 Prozent auf € 61,9 Mio., wobei der überwiegende Teil auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 45,5 Mio. (Vorjahr: € 44,0 Mio.) entfällt. Die Forderungen gegenüber den Steuerbehörden reduzierten sich um 38,7 Prozent auf € 8,6 Mio. und betreffen im Wesentlichen Vorsteuern aus Investitionen sowie Forderungen aus Ertragsteuern. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg im Berichtsjahr vor allem aufgrund der kurzfristigen Veranlagungen um € 58,2 Mio.

auf € 63,6 Mio. Die Vorräte sind aufgrund höherer Lagerbestände an Enteisungsmitteln und sonstigem Material um 36,1 Prozent auf € 4,5 Mio. gestiegen. Wertpapiere in Höhe von € 34,4 Mio. sind zur Verbesserung der Konditionen für die Refinanzierung an inländischen Kreditinstituten verpfändet.

Aufgrund der im Verhältnis zum Sachanlagevermögen stärkeren Erhöhung der Zahlungsmittel und -äquivalente hat sich der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen im Vergleich zum Vorjahr von 92,6 Prozent auf 90,3 Prozent verringert. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 7,4 Prozent auf € 1.998,5 Mio.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen-Wien-Gruppe ist im Berichtsjahr um 3,5 Prozent auf € 823,0 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis von € 75,7 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von € 44,1 Mio. gegenüber. Die Marktbewertung von Wertpapieren und Sicherheitsinstrumenten wirkte sich mit € 1,2 Mio. positiv auf das Eigenkapital aus, während versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit dem Sozialkapital das Eigenkapital um € 6,7 Mio. verringerten. Aus dem Erwerb der restlichen 19,05 Prozent der Anteile an der KSC Holding a.s. erhöhte sich das Eigenkapital um € 2,1 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile zum 31.12.2010 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Aufgrund der investitionsbedingten Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten verringerte sich die Eigenkapitalquote um 1,5 Prozentpunkte auf 41,2 Prozent.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 27,9 Prozent auf € 955,9 Mio. resultiert vorwiegend aus der Aufnahme eines Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Höhe von € 200,0 Mio. Durch die Aufstockung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sichert die Flughafen-Wien-Gruppe mittelfristig die Finanzierung ihrer Ausbauvorhaben. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich um € 11,4 Mio. auf € 104,3 Mio. Diese Entwicklung ist auf gestiegene Abfertigungs- (€ +8,2 Mio.) und Jubiläumsgeldrückstellungen (€ +2,4 Mio.) sowie die Erhöhung der anderen Rückstellungen für das Sozialkapital (Pensionen und Altersteilzeit) in Höhe von € 0,8 Mio. zurückzuführen.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten gingen um 19,3 Prozent auf € 40,4 Mio. zurück. Dies resultiert einerseits aus der Rückführung eines Darlehens an die Eigentümer nicht beherrschender Anteile in Höhe von € 1,6 Mio. Andererseits verringerten sich die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds, der als Resultat des Mediationsverfahrens eingerichtet wurde, um € 6,5 Mio. Im Berichtsjahr wurden € 5,8 Mio. erfolgsneutral dotiert und ein Betrag von € 10,5 Mio. aufgrund des prognostizierten Auszahlungstermins in die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die langfristigen passiven latenten Steuern sind im Vergleich zum 31.12.2009 um € 4,5 Mio. gestiegen.

Die kurzfristigen Schulden konnten um € 99,3 Mio. auf € 219,6 Mio. gesenkt werden. Aufgrund der Aufnahme langfristiger Kredite verringerten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um € 90,5 Mio. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen sind um 20,4 Prozent auf € 109,4 Mio. gestiegen, was im Wesentlichen auf Rückstellungen für noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen (€ +8,8 Mio.) und Rückstellungen für Ermäßigungen gegenüber Airlines (€ +10,3 Mio.) zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um 36,2 Prozent auf € 66,3 Mio. reduziert werden, während sich die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um € 10,0 Mio. erhöhten. Diese Veränderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem als kurzfristig ausgewiesenen Teil des Umweltfonds (€ +10,5 Mio.), höheren Abgrenzungen für sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (€ +2,6 Mio.), dem Wegfall der Verbindlichkeit gegenüber den Eigentümern nicht beherrschender Anteile (€ -8,2 Mio.), niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen (€ -1,4 Mio.) sowie höheren Abgrenzungen für kreditorische Debitoren (€ +3,6 Mio.) sowie anderen Abgrenzungen (€ +2,3 Mio.).

2010 2010 2009 2009
in % der in % der
in € Mio. Bilanzsumme in € Mio. Bilanzsumme
1.804,1 90,3 1.722,5 92,6
194,4 9,7 138,4 7,4
63,6 3,2 5,4 0,3
1.998,5 100,0 1.860,9 100,0
in % der in % der
in € Mio. Bilanzsumme in € Mio. Bilanzsumme
823,0 41,2 794,8 42,7
955,9 47,8 747,2 40,2
219,6 11,0 318,9 17,1
1.998,5 100,0 1.860,9 100,0

Bilanzstruktur

Geldflussrechnung

Vorwiegend aufgrund des um € 2,7 Mio. auf € 98,7 Mio. gestiegenen Ergebnisses vor Ertragsteuern ist der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um € 14,3 Mio. auf € 169,7 Mio. gestiegen. Die Summe aus Abschreibungen und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen ist um € 0,1 Mio. gestiegen. Der Erhöhung der Vorräte um € 1,2 Mio. sowie der Rückstellungen um € 21,0 Mio. steht die Senkung der Forderungen um € 5,1 Mio. gegenüber. Die Zahlungen für Ertragsteuern haben sich um € 0,8 Mio. erhöht.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt minus € 173,5 Mio. nach minus € 176,0 Mio. im Vorjahr. Den Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von € 173,7 Mio. stehen Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 0,2 Mio. gegenüber. Im Vorjahr wurden Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von € 32,2 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine Dividende in Höhe von € 44,1 Mio. (Vorjahr: € 54,6 Mio.) an die Gesellschafter der Muttergesellschaft ausbezahlt. Der Ankauf der RZB-Anteile an der KSC Holding a.s. führte zu Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von € 6,0 Mio. Zudem haben sich die kurz- und langfristigen Darlehen um € 112,1 Mio. erhöht. Insgesamt ergibt sich daraus ein Anstieg der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2009 um € 58,2 Mio. auf € 63,6 Mio.

Geldflussrechnung, Kurzfassung, in € Mio.

Veränderung
2010 in % 2009 2008
Flüssige Mittel per 1.1. 5,4 -18,3 6,6 29,3
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 169,7 9,2 155,5 148,4
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit -173,5 -1,4 -176,0 -234,7
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 61,9 221,1 19,3 63,5
Währungsumrechnung 0,0 0,0 0,0 0,1
Endbestand der flüssigen Mittel 63,6 1.072,2 5,4 6,6

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind im Berichtsjahr um 34,6 Prozent auf € 146,9 Mio. zurückgegangen. Davon entfallen € 144,4 Mio. auf das Sachanlagevermögen, € 1,1 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte sowie € 1,3 Mio. auf das Finanzanlagevermögen.

Terminalerweiterung VIE-Skylink

Der Großteil der Investitionen entfiel mit € 95,2 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Derzeit entstehen ein neuer Pier mit bis zu 17 gebäudenahen Flugzeugpositionen (sogenannte "Finger") sowie ein neuer Terminal mit zusätzlichen Check-in-Schaltern, einer modernen Gepäcksortieranlage sowie großzügigen Shopping- und Gastronomieflächen. Das Passagierflusskonzept auf drei Ebenen mit Vertikalverbindungen sorgt für kurze Wege und überschaubare Distanzen und garantiert auch in Zukunft die wettbewerbsfähige Minimum Connecting Time von 25 Minuten. Andererseits wird damit auch der Trennung von abfliegenden und ankommenden Passagieren entsprochen. Im Sinne des One-Roof-Konzepts schließt die Terminalerweiterung VIE-Skylink direkt an die bestehenden Flächen an, und es entsteht ein neues großzügiges Zentrum mit Zugängen zu Bahnverbindungen und Parkhäusern.

Nach der Neuausrichtung des Projekts VIE-Skylink und einer Bauunterbrechung wurden die Aktivitäten im Februar 2010 wieder aufgenommen. Seit dem Sommer arbeiten alle Gewerke intensiv an der planmäßigen baulichen Fertigstellung, und die Baustellenumsätze stiegen kontinuierlich. Der Baufortschritt gestaltet sich zufriedenstellend.

Parallel zu den Bauarbeiten wird die Inbetriebnahme des neuen Terminals vorbereitet. Inbetriebnahme-Konzepte wurden erarbeitet, und eine Inbetriebnahme-Organisation wurde aufgebaut. Seit dem Sommer finden regelmäßig Workshops zur Vorbereitung der Inbetriebnahme statt. Die Flughafen Wien AG wird dabei von internationalen Experten, die für die Errichtung und Inbetriebnahme von Terminals an internationalen Flughäfen verantwortlich waren, unterstützt. Zur Vorbereitung der Inbetriebnahme wurden mehrere Funktionsverantwortliche und Arbeitsgruppen bestimmt, die in einem ständigen Austausch mit dem Errichtungsteam die planmäßige Inbetriebnahme gewährleisten sollen. Der Probebetrieb soll im vierten Quartal 2011 aufgenommen werden.

Nach der Neuausrichtung des Projekts sind alle Voraussetzungen gegeben, um den Terminplan und den Kostenrahmen einzuhalten. Der Generalablaufplan der Projektsteuerung bestätigt den Rahmenterminplan mit der planmäßigen baulichen Fertigstellung 2011 und gewährleistet die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2012. Auch der vorgesehene Kostenrahmen mit einer Obergrenze von € 830 Mio. kann nach Hochrechnungen der neuen Projektsteuerung eingehalten werden. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers bereits berücksichtigt. Ziel ist es jedoch, diese Obergrenze zu unterschreiten.

Das Vergabeverfahren für einen Totalübernehmer wurde im Berichtszeitraum intensiv vorangetrieben. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wird abhängig vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG getroffen werden.

Zur Vergabe der Shop- und Gastronomieflächen wurden im zweiten Halbjahr 2010 die Gespräche mit den aus dem Tender-Verfahren 2007/2008 erstgereihten Kandidaten wieder aufgenommen. Unter Beibehaltung der Qualitätskriterien des vom Flughafen Wien erarbeiteten Center-Mix konnten die Verträge zur Vergabe der kommerziellen Flächen mit den größten Betreibern unterzeichnet werden.

Weitere Investitionen

Die weiteren Investitionen betrafen den technischen Lärmschutz und Umweltfonds mit € 10,1 Mio., Sicherheitssysteme mit € 6,7 Mio., den Infrastrukturausbau Westerweiterung mit € 2,6 Mio., Sicherheitskontrollstraßen mit € 2,1 Mio. und die Revitalisierung von Busgates mit € 2,1 Mio. In Werbeflächen wurden € 1,9 Mio., in Software € 1,0 Mio., in Hub-Bühnen € 1,2 Mio., in Schleppfahrzeuge € 1,0 Mio. sowie in Grundstücke € 1,0 Mio. investiert.

Verteilung der Investitionen in materielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Segmenten in € Mio.

Die größten Zugänge 2010 in € Mio.

(inklusive aktivierten Fremdkapitalzinsen)

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software 1,0

Sachanlagen

Terminalerweiterung VIE-Skylink 95,2
3. Piste 11,3
Sicherheitssysteme 6,7
Spezial-, Schlepp- und Ladefahrzeuge 3,3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,1
Infrastrukturausbau Westerweiterung 2,6
Sicherheitskontrollstraßen 2,1
Revitalisierung Busgates 2,1
Werbeflächen 1,9
Datenverarbeitungsmaschinen 1,6
Grundstücke 1,0
Rampe Vorplatz 0,9

Die größten Zugänge 2009 in € Mio.

(inklusive aktivierten Fremdkapitalzinsen)

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software 1,7

Sachanlagen

Terminalerweiterung VIE-Skylink 115,4
3. Piste 13,3
Rampe Vorplatz 13,0
Sicherheitssysteme 9,1
Neuerrichtung Feuerwache und Checkpoint 8,7
ÖBB-Bahnhof 6,7
Grundstücke 6,0
Rollwege und Vorfelder 4,9
Leitsystem 4,4
Gepäcksortieranlage 4,0
Schrankenanlagen Parkhäuser und -flächen 2,2
Speditionsgebäude 2,1

Finanzanlagen

Wertrechte 1,2

Finanzanlagen

Ausleihungen 1,1
-------------- -----

Investitionen und Finanzierung in € Mio.

Veränderung
2010 in % 2009 2008
Investitionen
Immaterielles Anlagevermögen 1,1 -47,7 2,2 5,2
Sachanlagevermögen 144,4 -34,8 221,4 292,9
Finanzanlagevermögen 1,3 20,5 1,1 0,9
Investitionen gesamt 146,9 -34,6 224,7 299,0
Finanzierung
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 169,7 9,2 155,5 148,4
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen 66,9 -1,4 67,8 70,3

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2010 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Flughafen Wien AG wird in der Risikomanagement-Richtlinie geregelt und hat die Aufgabe, die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, systematisch zu identifizieren, zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken zu setzen. Dabei werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse berücksichtigt. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Risikomanagement im Generalsekretariat der Flughafen Wien AG steht dem Prozess beratend, unterstützend und koordinierend zur Seite. Zusätzlich unterstützen das Beteiligungsmanagement bzw. das Beteiligungscontrolling den Risikomanagement-Prozess.

Die identifizierten Risiken werden in einer eigenen Datenbank in Form einer Risikolandschaft dokumentiert. Diese Anwendung wird laufend optimiert, um eine für das Unternehmen möglichst effektive und effiziente Nutzung zu gewährleisten. Entsprechende Schritte zur weiteren Verstärkung der systemtechnischen Vernetzung der Risikolandschaft werden geprüft.

Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr bzw. Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen Wien AG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist, beeinflusst. Externe Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder andere externe Schocks (wie z.B. die Lungenkrankheit SARS, Vulkanasche) führen zu einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, können aber von einem einzelnen Unternehmen nicht verhindert werden. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Auf einen solchen möglichen Rückgang des Verkehrsaufkommens könnte die Flughafen Wien AG je nach Intensität und Dauer flexibel mit Kosten- und Preisanpassungen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Die Positionierung als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Flughafen Wien, wobei diese Drehscheibenfunktion vor allem von der Austrian Airlines Gruppe als größtem Airlinekunden getragen wird. Diese verzeichnete im Berichtsjahr am Flughafen Wien ein Passagierwachstum von insgesamt 12,0 Prozent; das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa stieg sogar um 15,8 Prozent. Die zukünftige Rolle der Austrian Airlines Gruppe innerhalb des Lufthansa-Konzernverbunds ist daher von großer Bedeutung für die Flughafen-Wien-Gruppe. Anpassungen des Flugplans im Zuge der Integration wurden im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossen. Trotz der Tatsache, dass es zwischen Lufthansa, Swiss und der Austrian Airlines Gruppe punktuelle Überschneidungen bei den Osteuropadestinationen gibt, geht der Flughafen Wien davon aus, dass die Austrian Airlines Gruppe ihre Wachstumsstrategie mit dem Fokus Osteuropa fortsetzen wird. In Zukunft wird sich der Flughafen Wien daher noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum positionieren.

Weiters setzt die Austrian Airlines Gruppe unter dem Namen "Austrian Next Generation" ein Konzept um, mit dem das Unternehmen neu ausgerichtet und saniert wird. Dieses Konzept besteht aus drei Säulen: 1) Eine neue aktive Marktstrategie mit den Schwerpunkten erstklassiges Service und verbessertes Flugangebot zu niedrigeren Kosten 2) Die kostenseitige Sanierung durch schlankere Unternehmensstrukturen und 3) Synergien mit dem Lufthansa-Konzern auf den Gebieten Verkauf und Vertrieb.

Die Flughafen Wien AG ist bestrebt, die wirtschaftliche Stellung des Flughafens durch nachhaltige Anreize für Fluglinien, die langfristig Wien-basiertes Wachstum generieren und gleichzeitig den Aufbau bzw. die Stärkung eines Umsteigesystems (Hub) betreiben, weiterzuentwickeln. Dafür hat die Flughafen Wien AG Vereinbarungen mit Austrian Airlines und NIKI zur weiteren Verbesserung der bestehenden Systempartnerschaften geschlossen.

Der für den Zeitraum 2010 bis 2012 auf den Flughafen Wien entfallende Betrag liegt bei etwa € 17,0 Mio. pro Jahr. Diese Beträge werden aber nur dann voll wirksam, wenn vereinbarte Wachstumsziele erreicht werden.

Ziel dieser neuen Vereinbarungen ist es, gemeinsame Wachstumsperspektiven zu nutzen. Darin enthalten ist die Verlängerung der im Vorjahr beschlossenen Erhöhung des Transfer-Incentives auf € 10,21 pro Passagier, die bis Ende Juni 2010 gegolten hätte. Außerdem wurden im Rahmen dieser Vereinbarungen Maßnahmen getroffen, die zur Flächenoptimierung an der AUA-Basis am Flughafen Wien beitragen. Ebenso wird die Zusammenarbeit im Rahmen der Systempartnerschaft zur Verbesserung von gemeinsamen Kernprozessen verstärkt, mit dem Ziel, die daraus entstehenden Kosten- und Leistungsvorteile zu teilen.

Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 tritt ab 31. März 2011 das Flugabgabegesetz (FlugAbgG) in Kraft. Die Luftfahrtsgesellschaften haben demnach für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen € 8 für Inlandsflüge und Kurzstrecke, € 20 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die mit der Einhebung der Flugabgabe verbundenen möglichen Auswirkungen auf das Passagieraufkommen gilt es zu beobachten.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Der Zusammenschluss sowie die Übernahme von Airlines und deren fortschreitende Konzentration in Allianzen stärken deren Marktmacht.

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 50,9 Prozent an den Gesamtpassagieren der größte Kunde der Flughafen Wien AG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe Partner ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert. Die strategische Positionierung der Austrian Airlines Gruppe im Rahmen des Lufthansa-Konzerns sowie die Umsetzung der Strategie "Austrian Next Generation" bietet interessante Wachstumsperspektiven für die AUA, ist aber auch mit Unwägbarkeiten und Unsicherheiten behaftet, die jedenfalls Auswirkungen auf die Luftverkehrsdrehscheibe Wien hätten.

Weiters trägt die Entwicklung der Low-Cost-Carrier zum Wachstum der Flughafen Wien AG bei. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass diese Kunden nicht immer wirtschaftlich solide Partner sind. Im Berichtszeitraum konnte das Verkehrsaufkommen der Low-Cost-Carrier um 4,0 Prozent gesteigert werden, wobei NIKI mit 27,7 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete. Diese überdurchschnittlichen Wachstumsraten verstärken den Kostendruck auf traditionelle Carrier.

Die Flughafen Wien AG versucht mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Tarifund Incentive-Modellen, die allen Fluglinien gleichermaßen zukommen, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Auslastungsrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Rechnet man die Incentives mit ein, liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren unter dem europäischen Durchschnitt.

Bei den Handling-Leistungen wird der Preisdruck der Airlines, bei gleichzeitigem Wunsch nach einer höheren Dienstleistungsqualität, immer stärker. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) vereinbart, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen. Der Flughafen Wien sichert seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards ab. Das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren – wie zum Beispiel an Fraport (Ramp Handling) oder Swissport (Fracht) –, wird dadurch minimiert. Um die hohen Qualitätsansprüche erfüllen zu können, sind ausreichend Kapazitäten notwendig. Daher wird die Infrastruktur stetig ausgebaut. Der Verlust eines wichtigen Kunden im Bereich Handling würde das Ergebnis entsprechend beeinträchtigen. Auch die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen im Frachtbereich, insbesondere von den asiatischen Carriern Korean und Asiana sowie der ALC (Austrian Lufthansa Cargo), stellt ein Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung dieser Airlines sowie die Akquirierung neuer Kunden wird dieses Risiko möglichst reduziert.

Risiken aus der Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts

Auch die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen im Wesentlichen den beschriebenen Risiken. Ein Konkurs oder andere weitreichende Entwicklungen des jeweiligen Home Carriers sowie die Veränderung von externen Faktoren

hätten einen negativen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung des jeweiligen Airports. Auch politische und regulatorische Risiken wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen in den für den Flughafen relevanten Gesetzen oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen, und es ergibt sich das Risiko einer Wertminderung des Investments in einzelne Beteiligungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Investitionsprogramm der Flughafen-Wien-Gruppe wird überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert. Zur Absicherung der Liquidität und um Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen-Wien-Gruppe im Berichtsjahr im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) ihre Fremdmittel um € 200,0 Mio. aufstocken. Weitere € 100,0 Mio. wurden im Jänner 2011 zugezählt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Multi-Tranchen-Schuldscheins in Höhe von € 103,5 Mio. im Jahr 2009 wird die mittelfristige Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen zu günstigen Konditionen gesichert. Detaillierte Angaben über verwendete Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftliche Risiken wie Liquiditätsrisken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen (33) bis (35) im Konzern-Anhang.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe werden im Rahmen eines Masterplans, der laufend adaptiert wird, definiert und unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfälle, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Risiken beim Ausbau der Flughafenkapazitäten bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink für das erste Halbjahr 2012 geplant. Im Falle einer späteren Inbetriebnahme besteht das Risiko, dass die Kapazitäten der bestehenden Terminalgebäude nicht ausreichen und das Wachstum am Standort Wien stagniert. Weiters würde eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink zu Verzögerungen bei anderen Investitionsprojekten führen.

Eine Herausforderung stellt auch die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-Gesetz für das

Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein negativer UVP-Bescheid hätte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit dem Focus East.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.

Der Abschluss der Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EG vom 11. März 2009 über Flughafenentgelte in nationales Recht ist in den ersten Monaten des Jahres 2011 zu erwarten.

Nach dieser Richtlinie ist es unter anderem möglich, Non-Aviation-Erlöse bei der Tarifberechnung einzubeziehen, den Nutzern im Tarifgenehmigungsverfahren Parteienrechte einzuräumen sowie eine allfällige neue Price-Cap-Regelung einzuführen.

Dies kann nachhaltige Auswirkungen auf das bestehende Tarifsystem der Flughafen Wien AG haben.

Im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehen Auseinandersetzungen aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen. Aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass einzelne Auftragnehmer die Flughafen Wien AG gerichtlich in Anspruch nehmen werden. Eine Quantifizierung eventueller Beendigungsansprüche ist derzeit nicht möglich.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung anwaltlich geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Im Bereich der Sicherheitskontrollen könnte es durch kurzfristig veranlasste Kapazitätserweiterungen aufgrund eines starken Verkehrswachstums zu Engpässen kommen, da Mitarbeiter erst rekrutiert und ausgebildet werden müssen.

Operative Risiken

Die wesentlichsten operativen Risiken im IKT-Bereich (Informations- und Kommunikationstechnologie) gründen unserer Auffassung nach in einem Ausfall eines Kernsystems oder Services (bspw. Netzwerk-Infrastruktur), der unmittelbar oder mangels erfolgter Wiederinstandsetzung innerhalb der Toleranzzeiten zu einer Verzögerung im Flugbetrieb oder dessen Stilllegung mündet. Die Flughafen Wien AG setzt als primäre Notfallmaßnahme hier stark auf Redundanz in Systemen, Infrastruktur und Personen, um Ausfälle tunlichst zu vermeiden. Zur Abrundung ist auf zweiter Ebene ein effektives Datensicherungskonzept implementiert, welches im Anlassfall die rasche Wiederherstellbarkeit von Daten und Systemen sicherstellt. Beide Szenarien werden durch regelmäßige Notfallübungen trainiert und stetig im Ablauf verbessert. Insbesondere wurden 2010 die Redundanz und Ausfallsicherheit im Bereich Netzwerk und Datenspeicher noch weiter angehoben.

Als weiterer Grund für einen weitreichenden Ausfall von Systemen sehen wir physische Beeinträchtigung oder Zerstörung zentraler IKT-Infrastruktur durch bspw. Vandalismus, Umweltschäden oder Terrorismus. Durch den Ausbau von Schutzmaßnahmen betreffend Gebäudeinfrastruktur, Zugangskontrolle und Monitoring wird sichergestellt, dass vorsätzliche bzw. unbeabsichtigte Fehlleistungen in kritischen Systemräumen sowie Schäden durch äußere Umwelteinflüsse vermieden bzw. frühzeitig erkannt und durch geeignete Notmaßnahmen zeitnahe adressiert werden. 2010 wurden nach den zentralen Rechenzentren auch weitere System- und Technikräume mit Kontrollmaßnahmen ausgestattet und Abläufe betreffend den Zugang betriebsfremder Personen (Wartung) durch ein Vieraugenprinzip weiter abgesichert sowie Notübungen abgehalten.

Mangelnde Compliance mit regulativen Vorgaben zum Betrieb einer IKT-Infrastruktur kann behördliche Stilllegungen oder finanziell schmerzhafte Auflagen nach sich ziehen, die schlussendlich auch in einem kurzfristigen Serviceausfall oder dessen Einstellung münden können. Diesem Risiko begegnet die Flughafen Wien AG durch Einsetzung eines speziellen geprüften internen Kontrollsystems im EDV-Bereich, das die Erfüllung der Anforderungen an einen ordnungsgemäßen IKT-Betrieb sicherstellt. Das interne Kontrollsystem wurde 2010 erneut horizontal um neue IKT-Services erweitert und vertikal durch Einsetzung weiterer Kontrollmaßnahmen verfeinert.

Schadenrisiken

Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der Flughafen-Wien-Gruppe auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven, um den Ausbau des Flughafens ohne Verzögerungen voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der Flughafen Wien AG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Einleitung

Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dabei zu unterstützen, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Der Prozess des internen Kontrollsystems beinhaltet das Kontrollumfeld, die Risikobeurteilung, die Kontrollmaßnahmen, die Information und die Kommunikation sowie die Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Diese Kontrollen werden in einer IKS-Datenbank erfasst, welche – neben anderen Auswertungen – die unternehmensweite Abfrage der Wirksamkeit sämtlicher IKS-Kontrollen des Unternehmens ermöglicht. Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens und berichtet direkt an den Gesamtvorstand.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur, im Rahmen der das Management und die Mitarbeiter operieren, prägt das Kontrollumfeld grundlegend. Die Flughafen Wien AG arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinterliegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.

Die laufende Evaluierung der von den jeweilig zuständigen Stellen durchgeführten internen Kontrollmaßnahmen basiert auf einem risikoorientierten Modell. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich änderndes Geschäftsumfeld können ebenso das Risiko eines wesentlichen Fehlers in der Finanzberichterstattung begründen. Die laufende Evaluierung der Risiken sowie die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgen anhand der zu diesem Zweck eingerichteten Risikomanagement-Datenbank.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt.

Kontrollmaßnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch, um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird bzw. diese entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Es liegt in der Verantwortung des Vorstands, dass die Hierarchieebenen derart ausgestaltet sind, dass eine Aktivität nicht von derselben Person durchgeführt und kontrolliert wird, d.h. das Vieraugenprinzip sichergestellt wird.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC-Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.

Bei der Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems werden die durchzuführenden Kontrollen systematisch erfasst und in der IKS-Datenbank mit verschiedenen Kategorien und Eigenschaften versehen. Dabei wird jedes einzelne Risiko – neben anderen Kriterien – mit der Definition einer Kontrollbeschreibung, der Art der Kontrolle, der Häufigkeit der Durchführung, dem Kontrollkriterium sowie der Kontrolleffektivität bewertet.

Information und Kommunikation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden die Finanzberichterstattung und die in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien wie Bereichs-, Sektoren- und Managementsitzungen regelmäßig diskutiert. In diesen Gremien sind neben dem Management auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen vertreten. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Überwachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.

Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das Top-Management erhält regelmäßig Finanzberichte wie z.B. monatliche Berichte über die Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der jeweiligen Segmente, der Nettoverschuldung sowie der Forderungen. Parallel dazu wird der Aufsichtsrat regelmäßig über die Finanzierungen der Flughafen-Wien-Gruppe informiert. Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern des Rechnungswesens und dem Gesamtvorstand vor Weiterleitung an die zuständigen internen Gremien vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats einer abschließenden Würdigung unterzogen.

Forschung und Entwicklung

Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die Flughafen Wien AG keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinne. Im Berichtsjahr war der Geschäftsbereich Flughafendienste jedoch bei dem Forschungsprojekt ASaP (Airport Security and Productivity) engagiert, das zum Ziel hat, die Produktivität weiter zu optimieren, ohne dabei das Sicherheitsniveau zu gefährden. Dieses Forschungsprojekt wird gemeinsam mit dem Institut für empirische Sozialforschung GmbH (IFES), der Alcatel-Lucent Austria AG und dem Austrian Institute of Technology GmbH (AIT) durchgeführt.

Der Servicebereich Informationssysteme der Flughafen Wien AG startete im Jahr 2010 die Umsetzung des Projekts CDM-ISP (Collaboration Decision Making-Information Sharing Platform). Die im Rahmen dieses Projekts zu erstellende Information Sharing Platform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Mit diesem Tool wird dann bei Einführung dieses Prozesses eine exaktere Planung, bessere Analyse und Optimierung der Ressourcen in einer großen Reihe von Fällen möglich sein. Zusammenfassend kann behauptet werden, dass mit CDM ein gemeinsames Verständnis sowie gemeinsame Daten zwischen der Austro Control AG, den verschiedenen Airlines (bspw. Austrian Airlines AG) und der Flughafen Wien AG sowie den Handling-Agents vorliegen werden. In diesem Zusammenhang lagen die Projektkosten im Jahr 2010 bei € 0,3 Mio. Zudem wurde in die Verbesserung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware investiert.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. In Maßnahmen zum Umweltschutz wurden im Berichtsjahr T€ 913,3 (2009: T€ 799,3) investiert. Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten. Weiters wurde die Umsetzung des im Mediationsvertrag vereinbarten Lärmschutzprogramms Flughafen Wien weiter vorangetrieben. Insgesamt sind rund 11.000 Haushalte anspruchsberechtigt, die Erstellung von Gutachten und die Umbauarbeiten schreiten stetig voran. Das Ziel des Lärmschutzprogramms ist es, die Lebensqualität der Anrainer sowohl im 2-Pisten-System als auch in einem möglichen 3-Pisten-System zu steigern.

2010 2009
Passagieraufkommen 19.691.206 18.114.103
Jahresstromverbrauch in kWh 128.187.468 129.536.376
Jahresstromverbrauch in kWh je Passagier 6,51 7,15
Jahreswärmeverbrauch in MWh 131.218,40 117.943,00
Jahreswärmeverbrauch in MWh je Passagier 0,0067 0,0065
Jahreswasserverbrauch in m³ 745.771 604.650
Jahreswasserverbrauch in m³ je Passagier 0,038 0,033
Jahresabwasserentsorgung in m³ 683.876 581.434
Jahresabwasserentsorgung in m³ je Passagier 0,035 0,032
Restmüll LFZ in kg 999.990 1.012.540
Restmüll LFZ in kg je Passagier 0,051 0,056
Altpapier VIE in kg 1.782.280 1.881.560
Altpapier VIE in kg je Passagier 0,09 0,10
Alu/Dosen/Metall VIE in kg 5.630 9.646
Alu/Dosen/Metall VIE in kg je Passagier 0,0003 0,0005
Biogene Abfälle VIE in kg 195.160 202.440
Biogene Abfälle VIE in kg je Passagier 0,010 0,011
Glas VIE in kg 85.364 78.794
Glas VIE in kg je Passagier 0,004 0,004
Kunststoffverpackungen VIE in kg 160.540 168.895
Kunststoffverpackungen VIE in kg je Passagier 0,008 0,009
Gefährlicher Abfall VIE in kg 118.733 186.079
Gefährlicher Abfall VIE in kg je Passagier 0,006 0,010
Recyclinganteil in % 88,6% 90,0%

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick

Arbeitnehmerbelange

Aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens erhöhte sich der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe um 118 Beschäftigte und ist mit 4.266 etwa auf dem Stand von 2008. Die größten Zuwächse waren im Segment Handling in den Bereichen Abfertigungsdienste und Sicherheitsdienstleistungen zu verzeichnen. Hier waren Personalaufnahmen notwendig, um die gestiegenen Mengen, die Verschiebung von Spitzen und den vermehrten Aufwand bei größeren Flugzeugen bewältigen zu können. Weiters wurden im Sonstigen Segment im technischen Bereich, bei den Informationssystemen und im Bereich VIE-Skylink neue Mitarbeiter aufgenommen.

Im Berichtsjahr stieg die Kennzahl Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter aufgrund der starken Verkehrsentwicklung um 7,9 Prozent auf 6.686 Einheiten.

2010 Veränderung in % 2009 2008
Personalstand 4.266 2,8 4.148 4.266
davon Arbeiter 3.101 3,6 2.993 3.119
davon Angestellte 1.165 0,8 1.156 1.146
Lehrlinge 52 20,1 43 36
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter1) 6.686 7,9 6.194 6.624
Durchschnittsalter in Jahren1) 39,2 0,0 39,2 38,6
Betriebszugehörigkeit in Jahren1) 10,3 -1,0 10,4 9,8
Anteil Frauen in %1) 12,3 -5,4 13,0 12,7
Aufwendungen für Weiterbildung
in EUR1) 1.055.000 8,4 973.000 1.072.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle1) 165 34,1 123 149
Quote der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter 49,6 32,3 37,5 44,9

Mitarbeiter

1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

Mitarbeiter nach Segmenten

2010 Veränderung in % 2009 2008
Airport 412 -2,7 423 399
Handling 3.064 3,7 2.955 3.132
Retail & Properties 77 0,1 77 79
Sonstige Segmente 572 6,1 539 502
Nicht zuordenbar 141 -7,8 153 154

Mitarbeiter nach Segmenten

Anzahl im Jahresdurchschnitt, Veränderungen zum Vorjahr in Klammern

Motivation und Unternehmensidentifikation

Um die Unternehmensidentifikation zu erhöhen und die Motivation zu fördern, bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern eine Vielzahl an freiwilligen Sozialleistungen. Als Ergänzung zur gesetzlichen Pensionsversicherung und zu einer eventuellen privaten Altersversorgung werden vom Unternehmen 2,5 Prozent eines Monatsbezugs je Mitarbeiter an eine betriebliche Pensionskasse überwiesen. Dem jeweiligen Dienstnehmer wird die Möglichkeit geboten, mit einem Betrag in selber Höhe selbst Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Auch leistet das Unternehmen Unterstützungszahlungen beim Abschluss von zusätzlichen Unfall-, Kranken- bzw. Pensionsversicherungen an die Mitarbeiter.

Weiters wird ein kostenloser Werkverkehr mit dem City Airport Train (CAT) sowie Bussen in die Umlandgemeinden angeboten. Im Jahr 2010 investierte die Flughafen Wien AG dafür insgesamt € 785.000. Der gewährte Essenszuschuss von € 1 pro Arbeitstag beläuft sich in Summe auf € 544.000. Der vom Unternehmen geförderte Kultur- und Sportverein bietet Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote bei ausgewählten Partnern in der Umgebung des Flughafen Wien.

Die Flughafen Wien AG möchte nicht auf die Kreativität ihrer Mitarbeiter verzichten und ruft sie im Sinne eines ständigen Verbesserungsprozesses auf, ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge im betrieblichen Vorschlagswesen einzubringen. Jeder in die Praxis umgesetzte Verbesserungsvorschlag wird von einer Bewertungskommission prämiert. Die Mitarbeiterzeitung "Blockzeit", die vier Mal im Jahr erscheint, informiert über Neuigkeiten und Veränderungen im Unternehmen. Stellenausschreibungen, aktuelle flughafenspezifische Themen sowie spezielle Angebote finden die Mitarbeiter im Intranet.

Leistungsorientierte Entlohnung

Die Entlohnung der Vorstandsmitglieder und der Mitarbeiter der ersten und zweiten Managementebene beinhaltet eine erfolgsabhängige Gehaltskomponente. Die Höhe dieser variablen Vergütung bemisst sich an der Erreichung finanzieller sowie qualitativer Ziele – so hängt etwa die Vergütung der Bereichsleiter auch vom Ergebnis der Kundenbefragung ab. Ein Aktienoptionsprogramm ist nicht eingerichtet.

Arbeitsstiftung

Die Flughafen Wien AG ist seit Juni 2009 Mitglied der offenen Arbeitsstiftung Steyr, welche bereits 1993 gegründet wurde und namhafte Mitgliedsunternehmen aus ganz Österreich umfasst. Ziel dieser offenen Arbeitsstiftung ist die zielorientierte Begleitung bei der beruflichen Reintegration von Arbeitnehmern, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die Flughafen Wien AG sieht diesen Beitritt als strategische Personalmaßnahme und bringt damit zum Ausdruck, dass sie als Arbeitgeber auch für ehemals Beschäftigte Verantwortung übernimmt. Im Berichtsjahr wurde insgesamt fünf Mitarbeitern der Eintritt in die offene Arbeitsstiftung Steyr ermöglicht.

Mitarbeiterstiftung

Um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter der Flughafen Wien AG direkt am Unternehmenserfolg teilhaben, wurde im Jahr 2000 eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. Sie hält 10 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG und hat den Zweck, den Ertrag aus dieser Beteiligung im Jahr des Zuflusses an die Mitarbeiter der Flughafen Wien AG auszuschütten. Im Berichtsjahr wurde – analog zur Dividendenausschüttung rückwirkend für das Geschäftsjahr 2009 – ein Betrag in Höhe von € 4,41 Mio. ausbezahlt. Das entspricht pro Mitarbeiter 60,72 Prozent des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgt entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen. Der Stiftungsvorstand, der Beirat und der Stiftungsprüfer bilden die in der Satzung definierten und von der Flughafen Wien AG völlig unabhängig agierenden Organe der Mitarbeiterstiftung.

Gesundheit und Arbeitssicherheit

Die dem Bereich Flughafendienste zugeordneten Präventivdienste, bestehend aus Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit, haben die Aufgabe, bei der Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen zu beraten und zu unterstützen. Dazu finden unter anderem regelmäßige Arbeitsplatzbegehungen sowie Gespräche mit einzelnen Mitarbeitern oder Mitarbeitergruppen statt. Die Schwerpunkte im Berichtsjahr lagen auf den bereits bewährten Aktionen "Sicherheit an 1. Stelle – Safety Karl", der "Mobilen Getränkeversorgung" sowie dem Seminar "Gesunder Rücken" und Raucherentwöhnprogrammen. Angeboten und von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werden auch Vorsorgeuntersuchungen, Erste-Hilfe-Grund- und Refresherkurse sowie Impfaktionen.

Trotz der vielen Initiativen war das Jahr 2010 aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes kein erfreuliches, denn die seit dem Jahr 2000 sinkende Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist angestiegen. Dieser Zuwachs hat unterschiedliche Ursachen. Unter anderem haben die Bedingungen des extrem heißen Juli, aber auch des frühen Winters Ende November/Anfang Dezember Anteil an dieser Entwicklung. Der Flughafen Wien nimmt diese Entwicklung ernst und unternimmt alles, um Unfälle zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Die Unfallursachen werden bereichsspezifisch im Detail analysiert, um entsprechende technische, organisatorische und persönliche Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen.

Arbeitsunfälle

2010 Veränderung in % 2009 2008 2007
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 165 34,1 123 149 161
1.000-Mitarbeiter-Quote 49,6 32,3 37,5 44,9 50,6

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalbeteiligungen an der Gesellschaft über 10 Prozent

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Aktienrückkauf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB(European Investment Bank)-Darlehen in Höhe von € 400 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 103,5 Mio. und auch die ULSG(Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz)-Finanzierung in Höhe von € 300 Mio. wurden unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 803,5 Mio. wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 653,5 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent, aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Entschädigungsvereinbarungen bei öffentlichem Übernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Für 2011 erwarten Wirtschaftsforscher eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz, wobei sich die Märkte unterschiedlich schnell entwickeln und der Aufschwung im Euroraum weniger dynamisch verlaufen wird als in der übrigen Welt. Während für Österreich bis 2015 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent prognostiziert wird, sollen die "neuen" EU-Staaten um 3,7 Prozent wachsen, und für die Weltwirtschaft wird ein durchschnittliches Wachstum von 4,5 Prozent bis 2015 erwartet. Einhergehend mit der wirtschaftlichen Entwicklung wird auch für den Luftverkehr mit einem weiteren Wachstum gerechnet, wobei das Wachstum weniger stark als 2010 ausfallen dürfte. Im Durchschnitt erwarten Experten bis 2020 einen jährlichen Passagieranstieg von 4,2 Prozent.

Für das Jahr 2011 prognostiziert die Flughafen Wien AG einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, ein Plus von 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Bewegungen von 2,0 Prozent.

Der Projektplan der Flughafen-Wien-Gruppe sieht im Jahr 2011 ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von € 344,6 Mio. vor. Dieses beinhaltet auch den nicht aktivierungsfähigen Projektaufwand in Höhe von € 14,9 Mio., womit sich ein reines Investitionsvolumen in Höhe von € 329,7 Mio. exklusive Bauzeitzinsen ergibt.

Nachtragsbericht

Im Jänner 2011 setzte sich die positive Entwicklung der Verkehrszahlen fort. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2010 um 6,7 Prozent auf insgesamt 1.282.574 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 0,7 Prozent, das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 12,8 Prozent, und das Frachtaufkommen erhöhte sich um 0,6 Prozent. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 4,6 Prozent.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: +1,29%
  • • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: +1,68%
  • • Infrastrukturtarif Betankung: +1,80%

Damit bietet der Flughafen Wien weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur.

Im Jänner 2011 wurden € 100 Mio. aus der im Berichtsjahr im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes abgeschlossenen Finanzierung zugezählt.

Schwechat, am 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Konzernabschluss 2010 der Flughafen Wien AG

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2010

in T€ Anhang 2010 2009
Umsatzerlöse (1) 533.834,7 501.687,5
Sonstige betriebliche Erträge (2) 16.376,8 15.386,8
Betriebsleistung 550.211,5 517.074,3
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -42.341,2 -37.474,3
Personalaufwand (4) -238.108,2 -215.394,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -101.625,9 -97.731,6
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 168.136,1 166.474,1
Abschreibungen (6) -65.811,1 -66.908,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 102.325,1 99.565,2
Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen (8) 325,1 225,0
Zinsertrag (9) 3.368,5 3.570,3
Zinsaufwand (9) -11.031,7 -10.470,9
Sonstiges Finanzergebnis (10) 83,1 -302,8
Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen -7.255,0 -6.978,3
Beteiligungsergebnis At-Equity-Unternehmen (7) 3.611,6 3.417,4
Finanzergebnis -3.643,5 -3.560,9
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 98.681,6 96.004,3
Ertragsteuern (11) -22.994,9 -22.657,3
Periodenergebnis 75.686,7 73.346,9
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 75.717,5 73.360,9
Nicht beherrschende Anteile -30,8 -13,9
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück) (21) 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 3,61 3,49
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) 2,00 2,10
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) 42.000,0 44.100,0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2010

in T€ 2010 2009
Periodenergebnis 75.686,7 73.346,9
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.467,5 664,0
Cash-Flow Hedge 82,9 -164,2
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -8.940,2 -1.939,6
Mitarbeiterstiftung 0,0 1.288,0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten 1.847,5 38,0
Sonstiges Ergebnis -5.542,4 -113,9
Gesamtergebnis 70.144,3 73.233,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 70.175,1 73.247,0
Nicht beherrschende Anteile -30,8 -13,9

Konzern-Bilanz

zum 31.12.2010

AKTIVA

in T€ Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (12) 12.523,2 12.977,6
Sachanlagen (13) 1.538.593,1 1.471.339,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 139.366,2 126.896,0
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (15) 108.485,8 107.368,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 5.151,8 3.923,3
1.804.120,2 1.722.505,4
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (17) 4.504,4 3.310,8
Wertpapiere (18) 64.351,0 62.884,7
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 61.887,5 66.802,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (20) 63.632,7 5.428,6
194.375,6 138.426,2
Summe Aktiva 1.998.495,7 1.860.931,6

PASSIVA

in T€ Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital
Grundkapital (21) 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (22) 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (23) -895,5 4.646,9
Einbehaltene Ergebnisse (24) 553.294,3 519.554,7
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 822.726,1 794.528,9
Nicht beherrschende Anteile (25) 232,8 263,6
822.958,9 794.792,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen (26) 104.342,5 92.943,0
Finanzverbindlichkeiten (27) 794.112,9 591.551,6
Übrige Verbindlichkeiten (28) 40.441,1 50.137,6
Latente Steuern (11) 17.037,4 12.567,8
955.934,0 747.199,9
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (29) 951,6 835,0
Übrige Rückstellungen (29) 109.375,4 90.863,2
Finanzverbindlichkeiten (27) 204,0 90.671,6
Lieferantenverbindlichkeiten (30) 66.267,4 103.804,1
Übrige Verbindlichkeiten (31) 42.804,5 32.765,3
219.602,9 318.939,3
Summe Passiva 1.998.495,7 1.860.931,6

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 31.12.2010

in T€ 2010 2009
Ergebnis vor Ertragsteuern 98.681,6 96.004,3
+ Abschreibungen / - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 64.683,4 64.599,2
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 374,2 734,6
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren 0,0 33,8
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln -1.024,0 -1.354,8
- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 82,9 -164,2
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -1.193,6 225,1
- Erhöhung / + Senkung Forderungen 5.101,9 555,7
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 20.971,5 -14.027,0
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten -1.190,4 24.793,6
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 186.487,5 171.400,4
- Zahlungen für Ertragsteuern -16.744,1 -15.926,7
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 169.743,4 155.473,7
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 182,9 1.140,9
- Auszahlungen für Anlagenzugang -173.668,1 -209.274,2
+ Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren 0,0 32.152,6
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -173.485,2 -175.980,7
- Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -44.100,0 -54.600,0
- Auszahlungen für den Erwerb nicht beherrschender Anteile -6.047,9 0,0
Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 112.093,7 73.892,8
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 61.945,8 19.292,8
Veränderung des Finanzmittelbestands 58.204,1 -1.214,3
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 5.428,6 6.642,8
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 63.632,6 5.428,6

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Grund- Kapital- AfS- Sicherungs-
kapital rücklagen Rücklage rücklage
152.670,0 117.657,3 -194,0 -282,1
498,0
-123,2
0,0 0,0 498,0 -123,2
0,0 0,0 498,0 -123,2
152.670,0 117.657,3 304,1 -405,2
152.670,0 117.657,3 304,1 -405,2
1.100,6
62,2
0,0 0,0 1.100,6 62,2
0,0 0,0 1.100,6 62,2
152.670,0 117.657,3 1.404,7 -343,1
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar
Nicht Summe Währungs- Versicherungs-
beherrschende Einbehaltene Sonstige umrechnungs- mathematische
Gesamt Anteile Gesamt Ergebnisse Rücklagen rücklage Gewinne/Verluste
776.384,3 277,5 776.106,8 500.052,7 5.726,8 7.632,9 -1.430,0
498,0 498,0 498,0
-123,2 -123,2 -123,2
-1.454,7 -1.454,7 -1.454,7 -1.454,7
966,0 966,0 966,0 0,0
-113,9 0,0 -113,9 966,0 -1.079,9 0,0 -1.454,7
73.346,9 -13,9 73.360,9 73.360,9
73.233,0 -13,9 73.247,0 74.326,9 -1.079,9 0,0 -1.454,7
-224,9 -224,9 0,0
-54.600,0 -54.600,0 -54.600,0
794.792,4 263,6 794.528,9 519.554,7 4.646,9 7.632,9 -2.884,8
794.792,4 263,6 794.528,9 519.554,7 4.646,9 7.632,9 -2.884,8
1.100,6 1.100,6
62,2 62,2
-6.705,2 -6.705,2 -6.705,2 -6.705,2
-5.542,4 0,0 -5.542,4 0,0 -5.542,4 0,0 -6.705,2
75.686,7 -30,8 75.717,5 75.717,5
70.144,3 -30,8 70.175,1 75.717,5 -5.542,4 0,0 -6.705,2
2.122,1 2.122,1 0,0
-44.100,0 -44.100,0 -44.100,0
232,8
822.958,9
822.726,1 553.294,3 -895,5 7.632,9 -9.589,9

Konzern-Anhang

Grundlagen und Methoden

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn wird von der Konzerngesellschaft Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH betrieben. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals auch Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2010 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie mit § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Darüber hinaus wird Planvermögen, welches vom Barwert der Pensionsverpflichtungen in Abzug gebracht wird, zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänderten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:

Verbesserungen einzelner IFRS Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
(improvement project) vom April 2009 oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen.
Änderungen IFRS 2 betreffend
anteilsbasierte Vergütungen im Konzern,
die in bar erfüllt werden
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen.
Änderungen zu IFRS 1 betreffend zusätzliche Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Ausnahmen für erstmalige Anwender oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen.
IFRIC 18 "Übertragung von Vermögens Anzuwenden auf Geschäftsfälle, die am oder
werten durch einen Kunden" nach dem 1. November 2009 eintreten.
IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
Eigentümer" oder nach dem 31. Oktober 2009 beginnen.
Änderung des IAS 27 "Konzern- und Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
separate Einzelabschlüsse nach IFRS" oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
Überarbeitung des IFRS 3 "Unternehmens Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
zusammenschlüsse" oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente:
Ansatz und Bewertung" betreffend zur
Sicherung qualifizierte Instrumente
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IAS 27 und IFRS 3

Die Änderung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" hat zur Folge, dass es zu einer Einführung eines transaktionsbezogenen Wahlrechts für die Bewertung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die entweder zum beizulegenden Zeitwert oder in der Höhe des Anteils der nicht beherrschenden Gesellschafter am beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet werden können, kommt. IFRS 3 (2008) fordert weiters, erwerbsbezogene Kosten getrennt von dem Unternehmenszusammenschluss zu bilanzieren, und führt daher grundsätzlich zu einer erfolgswirksamen Erfassung solcher Kosten. Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 3 (2008) prospektiv auf alle Unternehmenszusammenschlüsse ab dem 1. Jänner 2010 an. IAS 27 (2008) "Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS" schreibt vor, dass Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital zu erfassen sind, wenn es keine Änderung der Beherrschung gibt. Der Standard schreibt auch vor, wie bei Beherrschungsverlust zu bilanzieren ist. Ein verbleibender Anteil im Unternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus folgender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst. Beide Änderungen haben jedoch im Geschäftsjahr 2010 keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Aus der Anwendung der anderen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Änderungen IAS 24 "Angaben zu nahestehen
den Personen" und Änderung an IFRS 8
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2011 beginnen.
Änderungen IFRIC 14 betreffend freiwillig
vorausgezahlte Beträge im Rahmen von
Mindestfinanzierungsvorschriften
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2011 beginnen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente" Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.1)
Änderungen IFRS 1 und IFRS 7
"Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender
von Vergleichangaben nach IFRS 7"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Verbesserungen einzelner IFRS (improvement
project) vom Mai 2010
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2011 beginnen; zum Bilanz
stichtag nicht von der EU in europäisches
Recht übernommen.1)
Änderungen zu IAS 32 betreffend die
Klassifizierung von ausgegebenen Rechten
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
Änderung von IFRS 7 betreffend den Transfer
von finanziellen Vermögenswerten
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.1)
Änderung von IFRS 1 "Feste Umstellungs
zeitpunkte und ausgeprägte Hochinflation"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.1)
Änderung von IAS 12 "Rückgewinnung der
zugrunde liegenden Vermögenswerte"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Jänner 2012 beginnen;
zum Bilanzstichtag nicht von der EU in
europäisches Recht übernommen.1)

1) Das Datum des Inkrafttretens laut EU-Verordnung kann vom Inkrafttreten laut International Accounting Standards Board abweichen.

Die Auswirkungen aus der künftigen Anwendung der vorstehenden Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG sind nicht im Vorhinein abschätzbar. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist nicht geplant.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen (mit Ausnahme von sieben Tochterunternehmen und einem assoziierten Unternehmen). Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Flughafen-Wien-Gruppe beherrscht werden.

Die sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0 Prozent (Vorjahr: unter 1,0 Prozent) des Konzernumsatzes.

Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzernabschluss 2010 sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (Vorjahr: zwölf) und sieben ausländische (Vorjahr: fünf) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt.

Mit Abtretungsvertrag vom 22. Oktober 2009 wurde ein Geschäftsanteil an der SCA Schedule Coordination Austria GmbH entsprechend einer voll eingezahlten Stammeinlage im Nennbetrag von € 6.750 zu einem Kaufpreis von € 68.400 erworben. Gemäß Punkt 6 des Abtretungsvertrags war der Übergang aller mit dem Geschäftsanteil verbundenen Rechte und Verbindlichkeiten auf den neuen Gesellschafter mit Ablauf des 31. Dezember 2009 wirksam. Auf die erworbenen Anteile entfällt ein Firmenwert in Höhe von € 8.536,20, der gemäß IAS 28.23 im Beteiligungsansatz enthalten ist und nicht separat ausgewiesen wird.

Mit Abtretungsvertrag vom 18. Juni 2010 wurden 19,05 Prozent der Anteile an der KSC Holding a.s. erworben. Die Flughafen-Wien-Gruppe hält nun 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die wiederum zu 66 Prozent am Flughafen Košice beteiligt ist. In diesem Zusammenhang ergab sich in der aktuellen Periode ein Ergebnis aus der Bewertung der Verbindlichkeit Put-Option, das direkt im Eigenkapital erfasst wurde.

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

Erwerbs- Art der Anteil
zeitpunkt Konsolidierung am Kapital Bemerkung
6.5.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
27.4.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
27.12.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
27.12.2010 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
30.7.2010 at Equity 50,0% Gründung

Die Flughafen Wien AG hat die Gesellschaft VIE ÖBA GmbH mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 35,0 neu gegründet. Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.

Die Gesellschaft VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH wurde mit einem Stammkapital von T€ 35,0 von der Flughafen Wien AG als 100-Prozent-Tochter neu gegründet. Der Gegenstand dieser Gesellschaft liegt in der Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe.

Die Columinis Holding GmbH wurde als Gemeinschaftunternehmen der Gesellschaften VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH und ATUST Holding GmbH jeweils mit einer Stammkapitaleinlage von T€ 17,5 neu gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen hat den Zweck des Erwerbs von Unternehmensbeteiligungen und wird im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH und die Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H haben die Gesellschaft VIE Operations Holding Limited mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Die VIE Operations Holding Limited und die Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft.m.b.H haben die VIE Operations Limited mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Der Sitz der Gesellschaften liegt in Luqa, Malta. Der Gegenstand der Gesellschaften liegt in der Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb und Management von internationalen Flughäfen.

Im Geschäftsjahr 2010 fanden keine Entkonsolidierungen statt.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

Erwerbs- Art der Anteil
Name der Gesellschaft zeitpunkt Konsolidierung am Kapital Bemerkung
VIE Malta Finance Holding Ltd. 1.6.2009 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
VIE Malta Finance Ltd. 1.6.2009 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung

Die Flughafen Wien AG und die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH haben die Gesellschaft VIE Malta Finance Holding Ltd. mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Die VIE Malta Finance Holding Ltd. und die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH haben die VIE Malta Finance Ltd. mit einem Stammkapital von T€ 2,0 gegründet. Der Sitz der Gesellschaften liegt in Luqa, Malta. Der Gegenstand der Gesellschaften liegt in einer Finanzierungstätigkeit für die Flughafen-Wien-Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2009 fanden keine Entkonsolidierungen statt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Als Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem beizulegenden Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Im Fall des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d.h. die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passivische Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.

Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge, Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der bezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitaleinoder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte. Die direkt an MIA gehaltenen Anteile von 10,1 Prozent werden als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da anhand der über die MMLC gehaltenen Anteile insgesamt ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und sind im Flughafen-Wien-Konzern unwesentlich. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht wird, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Mehrjahres-Finanzplänen. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den Detailplanungszeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Betriebsgebäude 33,3
Sonstige Gebäude 10–50
Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7–20
Technische Anlagen und Maschinen 5–20
Fahrzeuge 5–10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–15

Der Flughafen-Wien-Konzern verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind.

Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mithilfe eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz (vor Steuern) berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.

Vermietete und gemietete Vermögenswerte

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasingverhältnis trägt. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in dessen Bilanz angesetzt und nach den für den jeweiligen Vermögenswert einschlägigen Bilanzierungsvorschriften bewertet. In einem Operating Lease erfassen sowohl Leasinggeber als auch Leasingnehmer die Leasingraten erfolgswirksam.

Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen anzusetzen und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abzuschreiben. Zugleich wird in Höhe des Buchwerts des Leasinggegenstands eine Leasingverbindlichkeit angesetzt. Der Leasinggeber setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasingaufwendungen bzw. -erträge werden in Tilgungen der Leasingverbindlichkeit bzw. -forderung und in Finanzaufwendungen bzw. -erträge aufgeteilt. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr weder Finance-Lease-Verhältnisse mit dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber noch als Leasingnehmer.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als

Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.

Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2010 2009
Rechnungszinssatz 4,50% 5,30%
Lohn- und Gehaltstrend 3,77% 3,70%
Pensionstrend (nur für Pensionen) 1,50%–2,14% 2,12%
Erwarteter Veranlagungsertrag der Versicherung (nur für Pensionen)1) 3,60% 3,26%
Fluktuationsabschlag (gestaffelt) 0,00%–12,00% 0,00%–12,00%

1) Der erwartete Ertrag ergibt sich aus den Renditen des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung, Pension und Jubiläumsgeld werden im Finanzergebnis erfasst.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse behandelt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Originäre finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere)

In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital (Marktwertbewertungsrücklage = AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der

Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Derivative finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Der Flughafen-Wien-Konzern setzt einzelne derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung der aus Investitionen und Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein. Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen sind, werden bei Vertragsabschluss mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht in der Regel den Anschaffungskosten) angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen maßgebend und entsprechen bei gehandelten Derivaten dem Marktwert. Bei nicht börsengehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet. Die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt grundsätzlich ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer das derivative Finanzinstrument ist in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden.

Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erfasst, negative in den übrigen Verbindlichkeiten.

Der Konzern wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 ("Hedge Accounting") zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet. Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus At-Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden im Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.

Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden. Die Anteile an at-Equity-bilanzierten Unternehmen weisen einen Buchwert in Höhe von T€ 108.485,8 (Vorjahr: T€ 107.368,9) auf.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich. Immobilien werden durch Sachverständigengutachten bewertet. Ansatzfähige immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Da eine marktpreisorientierte Bewertung ("Market Approach") von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel

ein kapitalwertorientiertes Verfahren ("Income Approach") herangezogen. Für die Bewertung von Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method") angewandt. Hierbei wird der Barwert der Einkommensströme aus dem vorhandenen Kundenstamm ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Einkommensströme erwirtschaftet, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse neben den operativen Kosten auch kalkulatorische Nutzungsentgelte für diese "unterstützenden" Vermögenswerte ("Contributory Asset Charges") berücksichtigt. Bei dieser Bewertung wird die Verringerung der geplanten Einkommensströme im Zeitablauf nach Maßgabe einer angemessenen Schrumpfungsrate ("Churn Rate") der Kunden beachtet.

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 8.128,9, Vorjahr: T€ 8.583,3) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 4.394,4, Vorjahr: T€ 4.394,4), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.538.593,1, Vorjahr: T€ 1.471.339,5), als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 139.366,2, Vorjahr: T€ 126.896,0) sowie Vermögenswerten des Finanzanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 113.637,6, Vorjahr: T€ 111.292,3) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Aufgrund von laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen in Bau. Die Unsicherheiten sind dadurch begründet, dass die Prüfungen der von dritter Seite für die Anlagen in Bau erbrachten Leistungen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses noch im Laufen sind. Sollten sich Beanstandungen der erbrachten Leistungen ergeben, können daraus Anpassungen der aktivierten Beträge resultieren.

Der Flughafen-Wien-Konzern bildet Wertberichtigungen in Höhe von T€ 4.284,6 (Vorjahr: T€ 10.409,3) auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit,

die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 91.502,0 (Vorjahr: T€ 81.770,1) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 2.303,1 (Vorjahr: T€ 2.906,4) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 12.106,1 (Vorjahr: T€ 11.086,3) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 seit dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, die selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst:

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.

Handling

Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen Wien beurteilt die Leistung der Segmente u.a. anhand des Betriebsergebnisses, des EBIT. Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.

Aufgrund der internen Berichterstattung werden die externen und internen Erlöse sowie die planmäßigen Abschreibungen erläutert. Andere Postionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese Informationen vom Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig überwacht werden.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden nicht regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Verwaltung, den Finanzanlagen, den langfristigen Forderungen, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten, den Zahlungsmitteln und -äquivalenten.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie die Beträge der langfristigen Vermögenswerte, bei denen es sich nicht um Finanzinstrumente, latente Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen handelt. Dabei wird nach der Lage im Herkunftsland des Unternehmens und in allen Drittländern insgesamt unterschieden. Sofern diese in einem Drittland eine wesentliche Höhe erreichen, werden diese gesondert angegeben.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in den "Sonstigen Segmenten" enthalten, sofern die Muttergesellschaft selbst nicht einem einzelnen operativen Segment zugeordnet ist.

Segmentangaben 2010

Retail & Sonstige
in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 259.996,5 165.223,6 93.616,2 14.478,3 533.314,5
Interne Segmentumsätze 38.581,8 54.760,9 15.951,9 75.111,3
Segmentumsätze 298.578,3 219.984,5 109.568,1 89.589,6
Sonstige externe Umsätze1) 520,2
Konzernumsatz 533.834,7
Segmentergebnis 78.869,7 15.126,5 38.035,7 -3.437,5 128.594,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -26.269,3
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 102.325,1
Segmentabschreibungen 33.539,0 6.887,1 14.515,3 10.582,9 65.524,2
Sonstige (nicht zuordenbar) 286,8
Konzernabschreibungen 65.811,1
Segmentinvestitionen 127.527,4 4.195,2 4.846,9 8.708,3 145.277,7
Sonstige (nicht zuordenbar) 242,1
Konzerninvestitionen 145.519,8
Segmentvermögen 1.279.343,4 37.878,5 346.884,9 184.122,5 1.848.229,3
Davon Buchwerte der nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen und Joint Ventures 108.485,8
Sonstiges (nicht zuordenbar) 150.266,4
Konzernvermögen 1.998.495,7
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 412 3.064 77 572 4.124
Sonstige (nicht zuordenbar) 141
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.266

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmentangaben 2009

Retail & Sonstige
in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 226.468,5 169.787,7 88.826,6 16.225,4 501.308,2
Interne Segmentumsätze 28.741,8 28.377,7 15.501,7 70.593,9
Segmentumsätze 255.210,3 198.165,4 104.328,3 86.819,3
Sonstige externe Umsätze1) 379,3
Konzernumsatz 501.687,5
Segmentergebnis 78.723,0 13.673,4 42.785,6 -6.471,3 128.710,8
Sonstiges (nicht zuordenbar) -29.145,6
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 99.565,2
Segmentabschreibungen 34.591,8 7.149,5 14.216,7 10.538,9 66.496,9
Sonstige (nicht zuordenbar) 412,1
Konzernabschreibungen 66.908,9
Segmentinvestitionen 201.026,6 3.526,9 11.020,6 7.769,7 223.343,8
Sonstige (nicht zuordenbar) 241,6
Konzerninvestitionen 223.585,3
Segmentvermögen 1.182.614,6 40.832,8 356.738,1 184.953,6 1.765.139,0
Davon Buchwerte der nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen und Joint Ventures 107.368,9
Sonstiges (nicht zuordenbar) 95.792,6
Konzernvermögen 1.860.931,6
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 423 2.955 77 539 3.995
Sonstige (nicht zuordenbar) 153
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.148

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 2010 2009
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 128.594,4 128.710,8

Verwaltungsbereich:

Umsatz 6.286,4 6.220,7
Sonstige betriebliche Erträge 1.793,3 1.881,5
Materialaufwand -893,1 -575,8
Personalaufwand -14.363,5 -13.179,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.805,6 -23.080,9
Abschreibungen -286,8 -412,1
Summe nicht zuordenbar -26.269,3 -29.145,6
Konzern-EBIT 102.325,1 99.565,2

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.279.343,4 1.182.614,6
Handling 37.878,5 40.832,8
Retail & Properties 346.884,9 356.738,1
Sonstige Segmente 184.122,5 184.953,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.848.229,3 1.765.139,0
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung 1.010,0 1.084,5
Sonstige Finanzanlagen 4.564,5 3.310,4
Langfristige Forderungen 106,8 111,3
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 64.351,0 62.884,7
Vorräte 175,2 113,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44,3 33,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 348,8 456,1
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 128,9 140,3
Forderungen an Finanzamt 8.609,5 14.040,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.931,8 5.315,6
Abgrenzungsposten 3.362,8 2.874,6
Zahlungsmittel und -äquivalente 63.632,7 5.428,6
Summe nicht zuordenbar 150.266,4 95.792,6
Konzernvermögen 1.998.495,7 1.860.931,6

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

Angaben 2010 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 533.104,4 730,3 0,0 533.834,7
Langfristiges Vermögen 1.708.767,9 48.315,6 47.036,6 1.804.120,2

Angaben 2009 nach Regionen

in T€ Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 501.040,4 647,1 0,0 501.687,5
Langfristiges Vermögen 1.629.031,9 46.326,9 47.146,6 1.722.505,4

Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis in Höhe von € 3,4 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.) und auf die Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.) Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.

Informationen über Hauptkunden

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihrem Hauptkunden Erträge in Höhe von € 183,4 Mio. (Vorjahr: € 184,5 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesem Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2010 2009
Aktivierte Eigenleistungen 9.437,8 8.470,0
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 64,1 65,3
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.433,4 3.899,1
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 1.024,0 1.354,8
Erträge aus der Gewährung von Rechten 694,7 818,0
Erträge aus Versicherungsleistungen 247,6 122,8
Übrige 1.475,0 656,8
16.376,8 15.386,8

Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen sind im Geschäftsjahr 2010 vor allem durch Aktivierung der im Zusammenhang mit Bauvorhaben von Konzerngesellschaften erbrachten Leistungen gestiegen.

(3) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2010 2009
Material 22.455,3 17.615,2
Energie 16.833,2 16.548,4
Bezogene Leistungen 3.052,8 3.310,8
42.341,2 37.474,3

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um € 4,9 Mio. oder 13,0 Prozent auf € 42,3 Mio. gestiegen. Dies ist vor allem auf den um € 2,3 Mio. höheren Verbrauch von Enteisungsmitteln zurückzuführen. Auch der Verbrauch von Treibstoffen und sonstigem Material hat sich um € 0,5 Mio. bzw. € 2,0 Mio. erhöht. Die Aufwendungen für Energie bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Aufwendungen für Strom gesunken und jene für Fernwärme gestiegen sind. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind überwiegend aufgrund der niedrigeren Aufwendungen für Brokerage gesunken.

(4) Personalaufwand

in T€ 2010 2009
Löhne 105.229,6 95.133,9
Gehälter 66.557,8 62.468,3
Aufwendungen für Abfertigungen 9.350,2 7.434,8
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 3.044,8 1.073,6
Aufwendungen für Altersversorgung 7.096,3 3.542,9
davon Beiträge an Pensionskassen 5.929,8 1.540,0
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 47.667,4 44.543,8
Andere Personalaufwendungen 2.206,9 2.270,4
238.108,2 215.394,2

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 4.266 Mitarbeiter gestiegen. Der größte Anstieg resultierte aus dem Segment Handling (plus 108 Mitarbeiter), gefolgt von den sonstigen Segmenten (plus 33 Mitarbeiter). Im Segment Airport ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 2,7 Prozent gesunken. Zum 31. Dezember 2010 waren 4.337 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 10,5 Prozent. Der Personalaufwand erhöht sich um 10,5 Prozent auf € 238,1 Mio. und ist – neben dem höheren durchschnittlichen Mitarbeiterstand – auch auf eine höhere Anzahl an geleisteten Überstunden inklusive Winterdienst, kollektivvertragliche Erhöhungen, gestiegene Aufwendungen für Abfertigungen sowie höhere Dotierungen und Auszahlungen für Pensionskassenbeiträge im Vergleich zum Berichtsjahr 2009 zurückzuführen.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2010 2009
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 409,8 410,0
Instandhaltungen 19.035,0 16.622,4
Fremdleistungen 16.590,8 14.852,1
Beratungsaufwand 12.244,2 8.971,5
Marketing und Marktkommunikation 26.208,0 19.280,9
Post- und Telekommunikation 1.520,9 1.633,1
Miet- und Pachtaufwendungen 9.390,8 8.307,6
Versicherungsaufwendungen 3.503,4 3.571,5
Reisen und Ausbildung 1.922,7 1.774,8
Schadensfälle 284,4 78,6
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle -160,8 4.156,1
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 424,8 800,1
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 512,8 426,3
Andere betriebliche Aufwendungen 9.739,0 16.846,7
101.625,9 97.731,6

Die Instandhaltungen beinhalten neben den laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie für Wartung der EDV-Anlagen auch Sanierungen von Pisten, Vorfeldern und Rollwegen.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems" aus der Manipulation der Kofferkulis, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von den Abschlussprüfern folgende Leistungen erbracht:

in T€ 2010 2009
Abschlussprüfung 258,6 251,2
Andere Bestätigungsleistungen 53,5 3,5
Sonstige Leistungen 102,1 0,0
414,3 254,7

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien, sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.

Im Vorjahr waren in den anderen betrieblichen Aufwendungen Kosten in Höhe von € 8,4 Mio. enthalten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink standen.

(6) Abschreibungen

in T€ 2010 2009
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte
Planmäßige Abschreibungen 1.790,4 1.930,6
1.790,4 1.930,6
Abschreibungen Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 64.020,7 64.978,3
64.020,7 64.978,3
Abschreibungen gesamt 65.811,1 66.908,9

(7) Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen

in T€ 2010 2009
Erträge 4.699,9 4.073,3
Aufwendungen -1.088,3 -655,9
Beteiligungsergebnis at Equity 3.611,6 3.417,4

Im Geschäftsjahr wurde ein anteiliger Gewinn in Höhe von T€ 101,8 (Vorjahr: T€ 21,2) nicht erfasst. Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 40,1 (Vorjahr: T€ 141,9).

(8) Beteiligungsergebnis ohne die at-Equity-bilanzierten Unternehmen

in T€ 2010 2009
Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 255,1 225,0
Erträge aus Beteiligungen sonstige Unternehmen 70,0 0,0
Sonstiges Beteiligungsergebnis 325,1 225,0

(9) Zinsergebnis

in T€ 2010 2009
Zinsen und ähnliche Erträge 3.368,5 3.570,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.031,7 -10.470,9
-7.663,2 -6.900,6

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2010 2009
Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 83,1 0,0
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 0,0 4,3
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren 0,0 -38,0
Wertminderungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 0,0 -269,1
83,1 -302,8

(11) Ertragsteuern

in T€ 2010 2009
Aufwand für laufende Ertragsteuern 16.675,8 15.520,7
Aperiodischer Aufwand für laufende Ertragsteuern 2,0 -1,9
Veränderung latenter Steuern 6.317,1 7.138,5
22.994,9 22.657,3

Die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 4.531,5 (Vorjahr: T€ 7.349,4) ist auf temporäre Differenzen zurückzuführen. Die Veränderung in Höhe von T€ -61,8 (Vorjahr: T€ -248,8) resultiert aus der Verwendung von steuerlichen Verlustvorträgen.

Der Steueraufwand des Jahres 2010 von T€ 22.994,9 (Vorjahr: T€ 22.657,3) ist um T€ 1.675,5 (Vorjahr: T€ 1.343,7) geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 24.670,4 (Vorjahr: T€ 24.001,1), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25,0 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 98.681,6 (Vorjahr: T€ 96.004,3) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

Steuerüberleitungsrechnung

in T€ 2010 2009
Ergebnis vor Ertragsteuern 98.681,6 96.004,3
Rechnerische Ertragsteuer 24.670,4 24.001,1
Steuerminderung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze -15,5 -72,3
Steuereffekte aus Kürzungen für lokale Steuer -1.247,0 -620,6
Permanente Differenzen -8,7 0,0
At-Equity-Bewertung -1.092,8 -1.018,3
-2.364,1 -1.711,2
Steuermehrung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze 58,1 48,7
Steuereffekten aus Hinzurechnungen für lokale Steuer 438,5 68,4
Permanenten Differenzen 0,0 21,0
At-Equity-Bewertung 189,9 231,2
686,5 369,4
Ertragsteueraufwand der Periode 22.992,9 22.659,2
Aperiodischer Steueraufwand 2,0 -1,9
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 22.994,9 22.657,3
Effektivsteuersatz 23,3% 23,6%

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus:

Steuerabgrenzung

in T€ 2010 2009
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 118,1 153,7
Finanzielle Vermögenswerte 315,6 358,9
Rückstellungen für Abfertigungen 5.022,7 4.017,9
Rückstellungen für Pensionen 1.357,5 1.610,6
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 1.186,6 798,9
Aktienübertragung in Stiftung 0,0 98,1
Sonstige Rückstellungen 2.393,8 2.274,6
Steuerliche Verlustvorträge 1.711,8 1.773,7
12.106,1 11.086,3
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 26.833,6 21.492,9
Wertpapiere 746,7 379,9
Sonstige Vermögenswerte / Schulden 822,1 886,7
Steuerabgrenzung aus Konsolidierung 741,0 894,6
29.143,5 23.654,1
Summe Steuerabgrenzung -17.037,4 -12.567,8

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung
in T€ 2010 2009
Stand zum 1.1. 11.086,3 12.095,2
Erfolgswirksame Veränderungen -1.215,3 -1.171,9
Erfolgsneutrale Veränderungen
Versicherungsmathematische Differenzen 2.235,1 484,9
Mitarbeiterstiftung 0,0 -322,0
Summe erfolgsneutrale Veränderungen 2.235,1 162,9
Stand zum 31.12. 12.106,1 11.086,3
Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung
in T€
2010 2009
Stand zum 1.1. 23.654,1 17.562,4
Erfolgswirksame Veränderungen 5.101,8 5.966,7
Erfolgsneutrale Veränderungen
Wertpapiere langfristiges Vermögen 0,3 2,9
Wertpapiere kurzfristiges Vermögen 366,6 163,2
Sicherungsrücklage 20,7 -41,1
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 387,6 124,9
Stand zum 31.12. 29.143,5 23.654,1

Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25,0 Prozent angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 32,5%/35,0% und für die Slowakei 19,0%) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf die direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cash-Flow Hedges, die Mitarbeiterstiftung sowie auf die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

Zum 31. Dezember 2010 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 699,2 (Vorjahr: T€ 699,2) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, die – aufgrund der Unsicherheit über die Anerkennung durch die Abgabenbehörde – nicht angesetzt wurden. Im Falle der Anerkennung dieser Verlustvorträge können diese ohne Befristung verwendet werden.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Langfristiges Vermögen

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Als immaterielle Vermögenswerte werden Firmenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Software sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.

Konzessionen
in T€ und Rechte Firmenwerte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010
Nettobuchwert zum 1.1.2010 8.583,3 4.394,4 12.977,6
Zugänge 1.146,5 0,0 1.146,5
Umbuchungen 191,0 0,0 191,0
Abgänge -1,6 0,0 -1,6
Abschreibungen -1.790,4 0,0 -1.790,4
Nettobuchwert zum 31.12.2010 8.128,9 4.394,4 12.523,2

Stand zum 31.12.2010

Anschaffungskosten 30.297,7 4.394,4 34.692,0
Kumulierte Abschreibungen -22.168,8 0,0 -22.168,8
Nettobuchwert 8.128,9 4.394,4 12.523,2
Konzessionen
in T€ und Rechte Firmenwerte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2009
Nettobuchwert zum 1.1.2009 8.321,3 4.394,4 12.715,7
Zugänge 2.192,6 0,0 2.192,6
Abschreibungen -1.930,6 0,0 -1.930,6
Nettobuchwert zum 31.12.2009 8.583,3 4.394,4 12.977,6
Stand zum 31.12.2009
Anschaffungskosten 30.328,6 4.394,4 34.723,0
Kumulierte Abschreibungen -21.745,3 0,0 -21.745,3
Nettobuchwert 8.583,3 4.394,4 12.977,6

Die wesentlichen Zugänge des Berichtjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 2.585,8 (Vorjahr: T€ 1.491,8) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

(13) Sachanlagen

Andere
Technische Anlagen, Geleistete
Anlagen Betriebs- und Anzahlungen
Grundstücke und Geschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010
Nettobuchwert zum 1.1.2010 512.346,7 256.180,4 45.323,2 657.489,3 1.471.339,5
Zugänge1) 2.934,6 2.988,9 11.396,7 126.370,0 143.690,2
Umbuchungen -15.429,0 2.366,0 66,4 -3.351,0 -16.347,5
Abgänge -43,1 -200,9 -107,7 -86,1 -437,8
Abschreibungen -21.347,9 -25.058,3 -13.245,1 0,0 -59.651,3
Nettobuchwert zum 31.12.2010 478.461,5 236.276,0 43.433,4 780.422,2 1.538.593,1
Stand zum 31.12.2010
Anschaffungskosten 776.752,6 657.204,0 180.100,5 780.937,1 2.394.994,2

Kumulierte Abschreibungen -298.291,2 -420.928,0 -136.667,1 -514,9 -856.401,0 Nettobuchwert 478.461,5 236.276,0 43.433,4 780.422,2 1.538.593,1

1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von T€ 13.666,9 als negative Zugänge enthalten.

Andere
Technische Anlagen, Geleistete
Anlagen Betriebs- und Anzahlungen
Grundstücke und Geschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2009
Nettobuchwert zum 1.1.2009 488.352,2 254.868,4 49.444,8 528.322,6 1.320.988,0
Zugänge 14.672,8 12.163,4 8.215,2 185.246,0 220.297,3
Umbuchungen 32.267,3 14.744,0 1.455,0 -55.383,1 -6.916,8
Abgänge -1.055,5 -9,0 -96,4 -696,1 -1.857,0
Abschreibungen -21.890,1 -25.586,4 -13.695,5 0,0 -61.172,0
Nettobuchwert zum 31.12.2009 512.346,7 256.180,4 45.323,2 657.489,3 1.471.339,5
Stand zum 31.12.2009
Anschaffungskosten 794.465,2 655.681,8 178.528,1 658.004,2 2.286.679,3
Kumulierte Abschreibungen -282.118,4 -399.501,4 -133.205,0 -514,9 -815.339,7
Nettobuchwert 512.346,7 256.180,4 45.323,2 657.489,3 1.471.339,5

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 17.160,3 aktiviert (Vorjahr: T€ 15.939,3). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode 3,6 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent).

Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2010 und 2009 werden nachstehend, inklusive aktivierter Fremdkapitalzinsen, angeführt:

Im Segment Airport in T€ 2010
VIE-Skylink 95.160,7
3. Piste 11.260,1
Sicherheitssysteme 6.664,2
SIKO-Kontrollstraßen 2.107,4
Revitalisierung Busgates 2.085,3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.529,8
Grundstücke 1.039,5
Rampe Vorplatz 925,3
Revitalisierung Terminal 2 490,7
Infrastrukturausbau Westerweiterung 468,3
Feuerwache und Checkpoints 287,0
Im Segment Handling in T€ 2010
Hebe- und Ladefahrzeuge 1.191,6
Spezialfahrzeuge 1.007,7
Schleppfahrzeuge 966,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 427,4
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 380,5
Im Segment Retail & Properties in T€ 2010
Werbeflächen Skylink 1.884,6
Ausbau Office Park 3 682,9
Busbahnhof Ankunft alt 467,1
Parkplatz K3 285,3
Infrastrukturausbau Westerweiterung 153,0
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2010
Infrastrukturausbau Westerweiterung 2.023,6
Datenverarbeitungsmaschinen 1.578,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.131,4
Software 1.044,6
Flugzeugenteisungsanlage 499,0
Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen 402,7
Netzwerk Bestand Erneuerung 380,7
Spezialfahrzeuge 117,2
Im Segment Airport in T€ 2009
Terminalerweiterung VIE-Skylink 115.371,6
3. Piste 13.295,0
Rampe Vorplatz 13.011,2
Sicherheitssysteme 9.089,2
Feuerwache und Checkpoints 8.373,3
ÖBB-Bahnhof 6.722,3
Grundstücke 5.966,8
Rollwege und Vorfelder 4.868,8
Leitsystem 4.378,6
Gepäcksortieranlage 3.988,1
Im Segment Handling in T€ 2009
Spezialfahrzeuge 2.180,4
Betriebsausstattung 1.107,8
Im Segment Retail & Properties in T€ 2009
Schrankenanlage Parkhäuser und -flächen 2.208,4
Speditionsgebäude 2.087,3
Office Park 1 1.257,9
Im Segment Sonstige Segmente in T€ 2009
Software 1.681,4
Datenverarbeitungsmaschinen 1.086,3
Infrastrukturausbau Westerweiterung 1.091,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 895,9
Trafostation 663,2
(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
in T€ 2010 2009
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.
Nettobuchwert zum 1.1. 126.896,0 122.690,1
Zugänge 683,1 1.095,4
Umbuchungen 16.156,5 6.916,8
Abschreibungen -4.369,4 -3.806,3
Nettobuchwert zum 31.12. 139.366,2 126.896,0
Stand zum 31.12.2010
Anschaffungskosten 177.279,8 158.573,8
Kumulierte Abschreibungen -37.913,6 -31.677,8

Nettobuchwert 139.366,2 126.896,0

in T€ 2010 2009
Mieteinnahmen 13.604,6 14.161,3
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 7.102,3 4.651,3
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 638,2 677,3

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen im Wesentlichen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Die betrieblichen Aufwendungen für zurzeit nicht vermietete Immobilien sind durch notwendige Sanierungsarbeiten leer stehender Büroflächen im Office Park 3 bedingt.

Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen ein Speditionsgebäude, das per 31.12.2010 als Finanzinvestition gehaltene Immobilie klassifiziert wurde.

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt nach internen Wertermittlungen (auf Basis von Ertragswerten) zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres T€ 164.609,4.

At Equity in T€ 2010 2009
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.
Nettobuchwert zum 1.1. 107.368,9 104.790,1
Anteilserwerbe 85,9 0,0
Anteilige Periodengewinne 4.371,2 4.043,3
Anteilige Periodenverluste -744,4 -640,6
Abschreibung identifizierter Vermögensgegenstände -15,3 -15,3
Dividendenausschüttung -2.580,6 -808,6
Nettobuchwert zum 31.12. 108.485,8 107.368,9
Stand zum 31.12.
Fortgeschriebene Anschaffungskosten 108.490,6 107.373,6
Kumulierte Wertanpassungen -4,7 -4,7
Nettobuchwert 108.485,8 107.368,9
(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
in T€
31.12.2010 31.12.2009
Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR) 1.608,2 1.614,0
davon Mitarbeitern gewährte Darlehen 106,8 111,3
davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen 1.501,3 1.502,7

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS) 3.543,7 2.309,3 davon Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen 1.323,3 1.323,3 davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere 2.220,4 986,0

(15) Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

5.151,8 3.923,3

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 70,0 (Vorjahr: T€ 59,0), ein Darlehen an die Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H in Höhe von T€ 450,0 (Vorjahr: T€ 500,0) und den Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 106,8 (Vorjahr: T€ 111,3) sowie eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 129,5 (Vorjahr: T€ 135,0).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds in Höhe von T€ 2.220,4 (Vorjahr: T€ 986,0) sowie Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.323,3 (Vorjahr: T€ 1.323,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden:

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2010):

  • Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH, in Liquidation
  • GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
  • "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH
  • Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H.
  • VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company, in Liquidation
  • VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.
  • Indian Airports Holding GmbH

Anteile an nicht konsolidierten assoziierten Unternehmen (2010):

• OAO "Petroport-konzessii" Open Stock Company

Kurzfristiges Vermögen

(17) Vorräte

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Hilfs- und Betriebsstoffe 4.504,4 3.310,8
4.504,4 3.310,8

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.

(18) Wertpapiere

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Kurzfristige Investmentfonds (AfS)1) 34.401,0 33.984,7
Rentenpapiere 29.950,0 28.900,0
davon AfS1) 9.950,0 8.900,0
davon LaR1) 20.000,0 20.000,0
64.351,0 62.884,7

1) Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

Zum Stichtag sind Wertpapiere in Höhe von T€ 34.401,0 (Vorjahr T€ 33.984,7) zur Verbesserung der Konditionen zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

(19) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 49.790,2 54.384,8
Abzüglich Wertberichtigungen -4.284,6 -10.409,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 45.505,7 43.975,5
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 348,8 456,1
Zwischensumme 45.854,5 44.431,6
Forderungen gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 128,9 140,3
Forderungen an Finanzamt 8.609,5 14.040,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.931,8 5.315,6
Abgrenzungsposten 3.362,8 2.874,6
61.887,5 66.802,0

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Kassenbestand 140,8 130,4
Guthaben bei Kreditinstituten 12.491,9 5.298,1
Kurzfristige Veranlagungen (Termingelder) 51.000,0 0,0
63.632,7 5.428,6

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2010 bei 1,35 Prozent (Vorjahr: 0,35 Prozent). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Eigenkapital

(21) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2010 vorgeschlagene Dividende beträgt € 2,00 (Vorjahr: € 2,10) je Aktie.

(22) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(23) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:

  • a) Available-for-Sale-Rücklage: Die Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden.
  • b) Sicherungsrücklage: Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cash-Flow Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird nur dann in die Gewinnund Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst, oder führt im Fall von nicht-finanziellen Grundgeschäften entsprechend dem angewendeten Bilanzierungsgrundsatzes zu einer Anpassung des Buchwerts.
  • c) Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstigen Gesamtergebnis) erfasst.
  • d) Währungsumrechnungsrücklage: Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Jahresabschlusses von ausländischen Tochterunternehmen entstehen.

(24) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2010 ausgewiesen ist.

Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung

In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10 % des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten.

Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung werden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. Abgesehen von der Übertragung der eigenen Aktien in den Jahren 2000 und 2001 resultieren die Auswirkungen aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungsverpflichtungen:

in T€ 2010 2009
Stand zum 1.1. 14.012,4 13.046,4
Teilauflösung Rückstellung für Stiftungsaufwand 0,0 1.288,0
Latente Steuern 0,0 -322,0
Stand zum 31.12. 14.012,4 14.012,4

(25) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die nicht beherrschenden Anteile zum Bilanzstichtag betreffen die RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Langfristige Schulden

(26) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Abfertigungen 61.040,7 52.806,6
Pensionen 16.748,4 17.646,1
Jubiläumsgelder 13.713,0 11.317,5
Altersteilzeit 12.840,5 11.172,8
104.342,5 92.943,0

Rückstellungen für Abfertigungen

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und dem zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs. Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Im Falle eines kollektivvertraglichen Abfertigungsüberhangs werden jedoch für diese Dienstnehmer Rückstellungen gebildet.

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

in T€ 2010 2009
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 52.806,6 49.910,1
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 6.305,4 6.361,3
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 8.027,3 1.879,5
Abfertigungszahlungen -6.098,6 -5.344,3
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 61.040,7 52.806,6

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ 9.670,8 (Vorjahr: T€ 3.650,3).

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2010 2009
Dienstzeitaufwand 3.606,9 3.673,9
Zinsaufwand 2.698,5 2.687,4
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand 6.305,4 6.361,3
in T€ 2010 2009 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen
zum 31.12. 61.040,7 52.806,6 49.910,1 50.734,1
Erfahrungsbedingte Anpassungen
(+) Gewinn / (-) Verlust -1.504,1 630,0 -2.365,1 -1.216,4
In % des Barwerts der Verpflichtung
(DBO) zum Periodenende -2,5 1,2 -4,7 -2,4

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 2.670,2 (Vorjahr T€ 3.140,9).

Rückstellungen für Pensionen

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen wurden teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, welche gemäß IAS 19 Planvermögen darstellen. Der Rückstellungsbetrag wurde um diese Versicherungsansprüche verringert. Im Geschäftsjahr 2011 werden voraussichtlich keine Beträge in das Planvermögen eingezahlt werden.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 Prozent der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).

Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in Höhe von 2,5 Prozent des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraums von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraums, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.

Überleitung der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung

in T€ 2010 2009
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 19.254,8 22.735,6
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. -2.506,4 -5.089,5
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. 16.748,4 17.646,1

Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO)

in T€
2010
2009
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 1.1.
22.735,6
22.068,6
Dienstzeitaufwand
256,6
966,5
Zinsaufwand
909,9
1.036,3
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
912,9
-81,1
Pensionszahlungen1)
-5.560,2
-1.254,7
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12.
19.254,8
22.735,6

1) davon Übertrag an Pensionskasse T€ -4.326,7

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne für Pensionsrückstellungen T€ 80,9 (Vorjahr T€ 765,6).

Entwicklung des Planvermögens

in T€ 2010 2009
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 1.1. 5.089,5 4.940,0
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen 209,9 149,5
Planabgeltungen1) -2.792,9 0,0
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. 2.506,4 5.089,5

1) davon Übertrag Planvermögen T€ -2.744,9

Das Planvermögen umfasst qualifizierte Rückdeckungsversicherungen.

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2010 2009
Dienstzeitaufwand 256,6 966,5
Zinsaufwand 909,9 1.036,3
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen -209,9 -149,5
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand 956,6 1.853,4

Historische Information Pensionsverpflichtung

in T€ 2010 2009 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen
zum 31.12. 19.254,8 22.735,6 22.068,6 22.230,6
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert -2.506,4 -5.089,5 -4.940,0 -3.320,9
Unterdeckung (+) / Überschuss (-) 16.748,4 17.646,1 17.128,6 18.909,6
Erfahrungsbedingte Anpassungen
(+) Gewinn / (-) Verlust -1.719,1 -1.196,3 -570,3 -1.651,6
In % des Barwerts der Verpflichtung
(DBO) am Periodenende -8,9 -5,3 -2,6 -7,4
In % des Planvermögens am Periodenende -68,6 -23,5 -11,5 -49,7

Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.321,6 (Vorjahr T€ 1.411,8).

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder

in T€ 2010 2009
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 11.317,5 10.637,1
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 2.812,1 1.140,2
Jubiläumsgeldzahlungen -416,6 -459,8
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 13.713,0 11.317,5

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2010 2009
Dienstzeitaufwand 841,7 589,6
Zinsaufwand 586,4 573,1
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 1.384,0 -22,5
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand 2.812,1 1.140,2

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt.

in T€ 1.1.2010 Verbrauch Neubildung 31.12.2010
Altersteilzeit 11.172,8 -2.423,1 4.090,8 12.840,5

Rückstellung für Stiftungsaufwand

Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurz- und langfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.

in T€ 1.1.2010 = 31.12.2010
Stiftungsaufwendungen 906,3
davon kurzfristig 906,3

(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 204,0 90.671,6
Langfristige Bankdarlehen 794.112,9 591.551,6
Finanzverbindlichkeiten 794.316,9 682.223,2

Die Aufnahme der Bankdarlehen erfolgte zur Finanzierung der umfangreichen Ausbauvorhaben am Flughafen Wien.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde durch die Konzerngesellschaft VIE Malta Finance Ltd. im Rahmen des ULSG (Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz) eine Finanzierung über € 300,0 Mio. abgeschlossen, wobei im Berichtsjahr € 200,0 Mio. zugezählt wurden. Diese Finanzierung weist eine Laufzeit von fünf Jahren sowie zum Bilanzstichtag eine nominelle Verzinsung von durchschnittlich 2,2 Prozent auf.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde durch die Konzerngesellschaft VIE Malta Finance Ltd. ein Schuldscheindarlehen in Höhe von € 103,5 Mio. begeben. Dieses Schuldscheindarlehen weist eine Laufzeit von vier bis sechs Jahren sowie eine Verzinsung von durchschnittlich 3,6 Prozent auf. Wie im Vorjahr beträgt das Kreditvolumen bei der Europäischen Investitionsbank € 400,0 Mio. mit einer fixen Verzinsung beider Tranchen von durchschnittlich 4,5 Prozent. Diese Darlehen haben eine Laufzeit bis Juni 2031, wovon die ersten neun Jahre tilgungsfrei sind.

Aufgrund des Abschlusses der ULSG-Finanzierung konnten die kurzfristen Finanzverbindlichkeiten von € 90,7 Mio. auf € 0,2 Mio. reduziert werden.

Die Bankdarlehen weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2010 31.12.2009
Bis zu einem Jahr 204,0 90.671,6
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 334.361,9 59.561,6
Mehr als fünf Jahre 459.751,0 531.990,0
794.316,9 682.223,2

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen.

(28) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus nicht beherrschenden Anteilen 0,0 1.585,7
Umweltfonds (langfristiger Anteil) 10.489,3 17.017,3
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten 10.489,3 18.603,0
Abgrenzungsposten 28.524,8 29.083,6
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.427,0 2.451,0
40.441,1 50.137,6

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der Annahme, dass die Auszahlungsvoraussetzungen für die Hälfte der Verbindlichkeit in 2011 vorliegen werden, wird je ein Betrag in Höhe von T€ 10.489,3 sowohl in den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten wie auch in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertig gestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform den Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

Kurzfristige Schulden

(29) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Nicht konsumierte Urlaube 9.948,9 10.295,7
Andere Personalansprüche 5.649,6 5.446,1
Ertragsteuern 951,6 835,0
Stiftungsaufwendungen 906,3 906,3
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 66.919,0 58.070,5
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 17.812,3 7.531,1
Sonstige übrige Rückstellungen 8.139,2 8.613,4
110.326,9 91.698,3

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2010

in T€ 1.1.2010 Verbrauch Auflösung Neubildung 31.12.2010
Nicht konsumierte Urlaube 10.295,7 -1.027,7 0,0 680,9 9.948,9
Andere Personalansprüche 5.446,1 -3.255,7 -387,0 3.846,0 5.649,6
Ertragsteuern 835,0 -833,7 0,0 950,2 951,6
Stiftungsaufwendungen 906,3 0,0 0,0 0,0 906,3
Nicht fakturierte Lieferungen
und Leistungen 58.070,5 -29.143,1 -3.113,8 41.105,5 66.919,0
Nicht abgerechnete
Ermäßigungen 7.531,1 -6.710,5 -820,6 17.812,3 17.812,3
Sonstige übrige Rückstellungen 8.613,4 -1.850,5 -2.538,9 3.915,2 8.139,2
91.698,3 -42.821,2 -6.860,2 68.310,1 110.326,9

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden sowie für Leistungsprämien.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadenersatzforderungen, einer Rückstellung für Sicherheitsbeiträge und der Haftpflichtversicherung für das Jahr 2010 zusammen.

(30) Lieferantenverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Gegenüber Dritten 59.650,9 97.512,1
Gegenüber verbundenen Unternehmen 6.600,7 6.232,0
Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 15,8 60,0
66.267,4 103.804,1

(31) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 31.12.20091)
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen 4.409,0 5.775,1
Kreditorische Debitoren 4.801,0 1.225,8
Umweltfonds (kurzfristiger Teil) 10.489,3 0,0
Andere sonstige Verbindlichkeiten 1.758,7 1.555,9
Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 21.458,0 8.556,8
Derivative Finanzinstrumente 457,4 540,3
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 1.826,6 1.412,0
Andere Abgrenzungsposten (PRA) 1.914,5 2.210,7
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.093,8 4.522,4
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.024,0 1.024,0
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 0,0 8.170,0
Andere sonstige Verbindlichkeiten (keine finanzielle Verbindlichkeit) 185,4 50,2
Abgrenzungsposten Löhne 8.844,8 6.278,8
42.804,5 32.765,3

1) Vergleichswerte angepasst

Die Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen bestand 2009 aufgrund einer Put-Option für die nicht beherrschenden Gesellschafter an der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. zum Verkauf ihrer Anteile. Mit Juni 2010 wurden 19,05 Prozent der verbleibenden Anteile an der KSC Holding a.s. erworben. Zum 31. Dezember 2010 bestehen daher keine Verpflichtungen aus nicht beherrschenden Anteilen aufgrund der Put-Option.

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

Aufgrund der erwarteten Auszahlungstermine erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds von den langfristigen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Sonstige Angaben

(32) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 2.179,9 (Vorjahr: T€ 4.739,1) auf Zinseneinzahlungen und T€ 25.732,6 (Vorjahr: T€ 22.089,8) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen T€ 1.476,3 (Vorjahr: T€ 1.063,6). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Als nicht zahlungswirksame Transaktion wurden noch nicht bezahlte Anschaffungen von Sachanlagen aus der Geldflussrechnung eliminiert. Unter Berücksichtigung von Auszahlungen, die in Vorjahren eliminiert wurden, ergab sich eine Eliminierung von T€ +26.809,5 (Vorjahr: T€ -15.422,6).

(33) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forderungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

gungen:
Davon
Buchwert
weder
Davon nicht wertgemindert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
2010 in T€ Wertberich-
tigungen
31.12.2010
nach
wertge-
mindert
noch
überfällig
Bis
30
Tage
Von
31 bis
90 Tage
Von
91 bis
180 Tage
Von
181 bis
360 Tage
Mehr
als
360 Tage
Restlaufzeit bis 1 Jahr 49.915,2 40.089,0 5.434,3 1.482,7 344,4 876,2 540,1
Restlaufzeit über 1 Jahr 21.501,3 21.501,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 71.416,5 61.590,3 5.434,3 1.482,7 344,4 876,2 540,1

Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Entwicklung der Wertberichti-

Buchwert Davon
weder
Davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
2009 in T€ nach
wertge-
Wertberich-
mindert
tigungen
noch
31.12.2009
überfällig
Bis
30
Tage
Von
31 bis
90 Tage
Von
91 bis
180 Tage
Von
181 bis
360 Tage
Mehr
als
360 Tage
Restlaufzeit bis 1 Jahr 49.683,4 35.971,8 3.217,9 7.333,0 619,2 925,0 97,4
Restlaufzeit über 1 Jahr 21.614,0 21.614,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 71.297,4 57.585,8 3.217,9 7.333,0 619,2 925,0 97,4

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigung Wertberichtigung
2010 in T€ 1.1.2010 Veränderung1) 31.12.2010
Einzelwertberichtigungen 12.200,3 -6.095,0 6.105,4
Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen 108,5 -29,8 78,7
12.308,8 -6.124,8 6.184,1

1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung

Wertberichtigung
2009 in T€ 1.1.2009 Veränderung1) 31.12.2009
Einzelwertberichtigungen 8.210,8 3.989,6 12.200,3
Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen 49,6 58,9 108,5
8.260,4 4.048,5 12.308,8

1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2010 T€ 138,4 (Vorjahr: T€ 43,0).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

Buchwert vor Pauschale Buchwert nach
Wertberich- Einzelwert- (Einzel-)Wert- Wertberich-
tigungen berichtigung berichtigung tigungen
2010 in T€ 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Überfällig < 1 Jahr 1.068,7 848,4 16,2 204,1
Überfällig > 1 Jahr 6.239,5 5.257,0 62,5 920,0
Summe 7.308,2 6.105,4 78,7 1.124,1
Buchwert vor
Wertberich-
tigungen
Einzelwert-
berichtigung
Pauschale
(Einzel-)Wert-
berichtigung
Buchwert nach
Wertberich-
tigungen
2009 in T€ 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Überfällig < 1 Jahr 5.706,3 5.357,4 108,4 240,6
Überfällig > 1 Jahr 7.276,0 6.808,0 0,1 467,9
Summe 12.982,4 12.165,4 108,5 708,5

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen Wien ersichtlich:

Brutto-
Cash-Flows
Buchwert gesamt zum Cash-Flows
2010 in T€ 31.12.2010 31.12.2010 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Fix verzinste Bankdarlehen 473.411,6 737.747,1 21.285,7 129.774,1 586.687,3
Variabel verzinste Bankdarlehen 320.905,3 271.332,9 28.308,5 243.024,3 0,0
Lieferantenverbindlichkeiten 66.267,4 66.267,4 66.267,4 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 31.947,3 31.947,3 31.947,3 0,0 0,0
Derivative Verbindlichkeiten 457,4 474,9 304,5 170,4 0,0
Summe 148.113,5 372.968,9 586.687,3
Brutto-
Cash-Flows
Buchwert gesamt zum Cash-Flows
20091) in T€ 31.12.2009 31.12.2009 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Fix verzinste Bankdarlehen 558.059,2 845.907,5 111.535,6 124.455,8 609.916,2
Variabel verzinste Bankdarlehen 124.164,0 119.963,5 19.963,5 44.800,0 55.200,0
Lieferantenverbindlichkeiten 103.804,1 103.804,1 103.804,1 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten1) 27.159,8 27.165,5 25.583,3 0,0 1.582,2
Derivative Verbindlichkeiten 540,3 572,3 158,6 413,7 0,0
Summe 261.045,0 169.669,5 666.698,4

1) angepasst

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2010 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2010 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, grundsätzlich den Zeitwerten entsprechen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Wertansatz nach IAS 39

Zeitwerte nach Bewertungskategorien Fortgeführte Zeitwert Zeitwert

Bewertungs- Buchwert Nominalwert =
2010 in T€ kategorie 31.12.2010 Zeitwert
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 63.632,7 63.632,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 45.854,5
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen1) LaR 25.562,0
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assoziierten Unternehmen LaR 128,9
davon sonstige Forderungen LaR 3.931,8
davon ausgereichte Darlehen LaR 1.501,3
Summe LaR 71.416,5
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 1.323,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 46.571,4
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere AfS 2.220,4
davon kurzfristige Investmentfonds AfS 34.401,0
davon Rentenpapiere AfS 9.950,0
Summe AfS 47.894,7
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 66.267,4
Finanzverbindlichkeiten2) FLAC 794.316,9
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 31.947,3
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 10.489,3
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 21.458,0
Summe FLAC 892.531,7
Derivative finanzielle Schulden
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 457,4

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading), Hedging – Sicherungsmaßnahmen,

FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

2) Aufgrund des hohen Anteils an langfristigen festverzinslichen Krediten und der seit dem Jahr 2009 unverändert hohen Risikoprämien bei Finanzierungen (credit spreads), ergab sich eine deutliche Abweichung der beizulegenden Zeitwerte von den fortgeführten Anschaffungskosten.

Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert Zeitwert Fortgeführte
Zeitwert erfolgs- erfolgs- Anschaffungs- Anschaffungs-
31.12.2010 wirksam neutral kosten kosten
63.632,7
45.854,5 45.854,5
25.562,0 25.562,0
20.000,0 20.000,0
128,9 128,9
3.931,8 3.931,8
1.501,3 1.501,3
71.416,5 71.416,5
1.323,3 193,4 1.129,9
46.571,4 45.938,8 632,6
2.220,4 1.587,7 632,6
34.401,0 34.401,0
9.950,0 9.950,0
47.894,7 45.938,8 826,0 1.129,9
66.267,4 66.267,4
623.249,2 794.316,9
31.947,3 31.947,3
10.489,3 10.489,3
21.458,0 21.458,0
721.464,0 892.531,7
457,4 457,4

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Wertansatz nach IAS 39

Zeitwerte nach Bewertungskategorien Fortgeführte Zeitwert Zeitwert

Bewertungs- Buchwert Nominalwert =
2009 in T€ kategorie 31.12.2009 Zeitwert
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 5.428,6 5.428,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 44.431,6
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen1) LaR 26.958,5
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. assoziierten Unternehmen LaR 140,3
davon sonstige Forderungen LaR 5.315,6
davon ausgereichte Darlehen LaR 1.502,7
Summe LaR 71.390,1
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 1.323,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 43.870,8
davon langfristige Investmentfonds und Wertpapiere AfS 986,0
davon kurzfristige Investmentfonds AfS 33.984,7
davon Rentenpapiere AfS 8.900,0
Summe AfS 45.194,1
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 103.804,1
Finanzverbindlichkeiten2) FLAC 682.223,2
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 27.159,8
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 18.603,0
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 8.556,8
Summe FLAC 813.187,1
Derivative finanzielle Schulden
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 540,3

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading), Hedging – Sicherungsmaßnahmen

FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

2) Aufgrund des hohen Anteils an langfristigen festverzinslichen Krediten und der im Jahr 2009 unverändert hohen Risikoprämien bei Finanzierungen (credit spreads), ergab sich eine deutliche Abweichung der beizulegenden Zeitwerte von den fortgeführten Anschaffungskosten.

Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert Zeitwert Fortgeführte
Zeitwert erfolgs- erfolgs- Anschaffungs- Anschaffungs-
Punkt 31.12.2009 wirksam neutral kosten kosten
(20) 5.428,6
(19) 44.431,6 44.431,6
26.958,5 26.958,5
(18) 20.000,0 20.000,0
(19) 140,3 140,3
(19) 5.315,6 5.315,6
(16) 1.502,7 1.502,7
71.390,1 71.390,1
1.323,3 193,4 1.129,9
43.870,8 43.238,1 632,6
986,0 353,4 632,6
33.984,7
8.900,0
45.194,1 43.238,1 826,0 1.129,9
103.804,1 103.804,1
433.661,6 682.223,2
27.159,8 27.159,8
18.603,0 18.603,0
8.556,8 8.556,8
564.625,5 813.187,1
540,3 540,3

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt.

Bewertungstechniken und Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wird wie folgt bestimmt: Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Wechsel, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen) (Stufe 1).

Die in der Stufe 2 eingeordneten Wertpapiere werden zwar nicht selbst an der Börse gehandelt, beinhalten jedoch ausschließlich Aktien und Anleihen, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird von den Marktwerten der an den öffentlichen Börsen notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet.

Der beizulegende Zeitwert von anderen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden (außer Derivaten) wird unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet (Stufe 3). Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Der beizulegende Zeitwert von Derivaten wird anhand von Marktpreisen ermittelt. Bei nicht börsengehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet.

In der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert. Dabei werden sie in die Stufen 1 bis 3 eingeordnet, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung tragen:

  • die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise (Stufe 1),
  • Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen (Stufe 2) und
  • nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren) (Stufe 3).
31.12.2010
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) 10.304,6 35.634,2 0,0 45.938,8
Afs finanzielle Vermögenswerte Gesamt 10.304,6 35.634,2 0,0 45.938,8
PASSIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Derivate mit Sicherungsbeziehung (Hedging) 0,0 457,4 0,0 457,4
Derivate Gesamt 0,0 457,4 0,0 457,4
31.12.2009
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) 9.253,4 33.984,7 0,0 43.238,1
Afs finanzielle Vermögenswerte Gesamt 9.253,4 33.984,7 0,0 43.238,1
PASSIVA
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Derivate mit Sicherungsbeziehung (Hedging) 0,0 540,3 0,0 540,3
Derivate Gesamt 0,0 540,3 0,0 540,3

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Wesentliche Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere

Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere wird, sofern sie unter die Stufe 1 fallen, anhand von zum jeweiligen Stichtag gültigen Marktpreisen (Börsenkursen) ermittelt. Die in der Stufe 2 eingeordneten Wertpapiere werden zwar nicht selbst an der Börse gehandelt, beinhalten jedoch ausschließlich Aktien und Anleihen, die an öffentlichen

Börsen gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird von den Marktwerten der an den öffentlichen Börsen notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet.

Derivate mit Sicherungsbeziehungen

Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

aus der Folgebewertung
2010 in T€ aus
Zinsen
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
zum
Zeitwert
erfolgs-
wirksam
zum
Zeitwert
erfolgs-
Währungs- Wert-
neutral umrechnung berichtigung
aus
Abgang
Netto-
ergebnis
2010
Barreserve 38,9 -0,9 -0,9
Kredite und
Forderungen (LaR) 1.525,6 2,3 243,9 246,2
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte (AfS) 1.873,9 1.100,6 1.100,6
Finanzielle Schulden zu
fortgeführten An
schaffungskosten (FLAC) -10.668,0 0,0
Hedging -304,9 82,9 82,9
Summe 3.438,3 -10.972,9 0,0 1.183,5 1,4 243,9 0,0 1.428,8

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

aus der Folgebewertung
2009 in T€ aus
Zinsen
Ertrag
aus
Zinsen
Aufwand
zum
Zeitwert
erfolgs-
wirksam
zum
Zeitwert
erfolgs-
Währungs- Wert-
neutral umrechnung berichtigung
aus
Abgang
Netto-
ergebnis
2009
Barreserve 39,6 -1,0 -1,0
Kredite und
Forderungen (LaR) 2.073,1 -0,8 -4.425,0 -4.425,8
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte (AfS) 2.261,3 500,3 -33,7 466,6
Finanzielle Schulden zu
fortgeführten An
schaffungskosten (FLAC) -9.454,3 0,0
Hedging -212,7 -164,2 -164,2
Summe 4.374,0 -9.667,1 0,0 336,0 -1,8 -4.425,0 -33,7 -4.124,5

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren

Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet sind, gehen sowohl Zins- als auch Marktwertbewertungseffekte ein.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 10.668,0 (Vorjahr: T€ 9.454,3) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert. Enthalten sind hierunter auch Zinserträge aus einem Zinsderivat, welches der Flughafen Wien in der Berichtsperiode im Rahmen eines Cash-Flow Hedge als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2010 Bewertungsgewinne von netto T€ 1.100,6 (Vorjahr: Bewertungsgewinne von netto T€ 500,3) im Eigenkapital erfasst.

(34) Derivative Finanzinstrumente

Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps)

In 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Zinsswap ("Zahle fix – Empfange variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswaps designiert. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen des variablen Zinssatzes ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen des Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, das variabel verzinsliche Bankdarlehen in eine festverzinsliche Finanzschuld zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Strukturierte Zinsswaps

31.12.2010 31.12.2009
Nominalwerte in T€ 10.000,0 10.000,0
Beizulegender Zeitwert -457,4 -540,3
Durchschnittlich empfangener Zinssatz 0,77% 0,72%
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 3,76% 3,76%
Restlaufzeit in Jahren 1,9 2,9

Die Bewertung erfolgt zu Marktdaten des Bewertungsstichtags. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) zugrunde. Die durchschnittlich variablen Zinssätze, die während der Laufzeit der Zinstauschvereinbarungen wesentlichen Änderungen unterliegen können, entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen Zinssätzen.

Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts resultiert im Geschäftsjahr 2010 ein in der Sicherungsrücklage erfasster Gewinn von T€ 62,2 (Vorjahr: Verlust von T€ 123,2).

(35) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungsund Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungs- und Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody's) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch

kurze Zahlungsfristen, dem Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie der vermehrten Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (37) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längere Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

• Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

  • Zinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
  • Zinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedge-Beziehungen gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
  • Zinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher/geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 2.076,9 niedriger/höher (Vorjahr: T€ 657,0 höher/niedriger) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 2.076,9 (Vorjahr: T€ 657,0) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 1.557,7 niedriger/höher (Vorjahr: T€ 492,7 höher/niedriger) gewesen. Bei der Erstellung dieser Analyse wurde unterstellt, dass andere Faktoren, wie z.B. Fremdwährungskurse, konstant bleiben.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und somit mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 behaftet.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als gering anzusehen, und folglich wird auf eine quantitative Währungssensitivitätsanalyse verzichtet.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2010 und 2009 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Fremdkapitalquote nicht mehr als zwei Drittel betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2010 2009
Finanzschulden 794.316,9 682.223,2
-
Liquide Mittel
-63.632,7 -5.428,6
-
Kurzfristige Wertpapiere
-64.351,0 -62.884,7
=
Netto-Finanzschulden
666.333,2 613.909,9
./. Buchwert Eigenkapital 822.958,9 794.792,4
=
Gearing
81,0% 77,2%

Das Gearing erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von € 112,1 Mio. (Vorjahr: € 73,9 Mio.). Der Veränderung der Fremdmittel steht die Erhöhung des Finanzmittelbestands in Höhe von € 58,2 Mio. gegenüber.

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

(36) Operating-Leasing-Verhältnisse

Flughafen Wien als Leasinggeber

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

in T€ 2010 2009
In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen 116.150,2 109.092,9
davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen
(Umsatzmieten) 7.149,3 5.996,1
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 57.139,0 53.724,5
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 93.348,7 90.386,9
Länger als fünf Jahre 193.994,9 230.429,7

Flughafen Wien als Leasingnehmer

Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Leasingzahlungen dargestellt:

in T€ 2010 2009
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 7.879,9 8.101,9
Davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte Mietzahlungen (Zins) 1.659,4 3.217,4
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 8.579,6 6.861,7
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 27.677,7 22.965,4
Länger als fünf Jahre 54.644,2 57.206,5

Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

(37) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbands Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in Höhe von T€ 4.316,2 (Vorjahr: T€ 4.672,9).

Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2010 aushaftenden Obligo von € 15,3 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Seit 2009 ist eine steuerliche Außenprüfung der österreichischen Gesellschaften für die Jahre 2004 bis 2007 (Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2008 und 2009 im Gange, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Etwaige sich daraus ergebende Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nicht verlässlich abschätzbar.

Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (26).

Zur Verpfändung von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens siehe Punkt (18).

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 4,1 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 184,0 Mio. (Vorjahr € 103,3 Mio.).

(38) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten jeweils 20 Prozent der Aktien an der Flughafen Wien AG. Beide haben aufgrund ihrer Beteiligungshöhe einen maßgeblichen

Einfluss auf die Flughafen Wien AG und gelten daher als nahestehende Unternehmen der Flughafen Wien AG. Sowohl mit dem Land Niederösterreich als auch mit der Stadt Wien wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen unterhalten.

Darüber hinaus sind alle verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements und die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG nahestehende Unternehmen oder Personen. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 5.636,4 (Vorjahr: T€ 5.637,1).

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.153,5 (Vorjahr: T€ 1.017,9) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 492,9 (Vorjahr: T€ 490,5). Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft.m.b.H erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäckhandling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze des assoziierten Unternehmens Schedule Coordination Austria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Am 31. Dezember 2010 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen T€ 534,9 (Vorjahr: T€ 525,7) und gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 43,9 (Vorjahr: T€ 85,9).

Die Wertberichtigungen für diese Posten betragen T€ 332,0 (Vorjahr: T€ 372,0).

Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 4.409,0 (Vorjahr: T€ 5.775,1) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 15,8 (Vorjahr: T€ 60,0).

Natürliche nahestehende Personen

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.

(39) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

Im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) 2010 2009
Arbeiter 3.101 2.993
Angestellte 1.165 1.156
4.266 4.148

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 folgende Vergütungen:

2010 2010 2010 2010
Erfolgsab-
Fixe hängige Sach- Gesamt
in T€ Bezüge Bezüge 2009 bezüge bezüge
Mag. Christian Domany 0,0 0,0 0,0 0,0
Mag. Herbert Kaufmann 254,1 84,6 7,5 346,2
Ing. Gerhard Schmid 254,1 84,6 7,5 346,2
Komm.Rat Ernest Gabmann 254,1 70,5 7,2 331,9
762,4 239,8 22,1 1.024,3
2009 2009 2009 2009
Erfolgsab-
Fixe hängige Sach- Gesamt
in T€ Bezüge Bezüge 2008 bezüge bezüge
Mag. Christian Domany 190,3 145,1 5,4 340,8
Mag. Herbert Kaufmann 253,8 145,1 7,5 406,4
Ing. Gerhard Schmid 253,8 145,1 7,5 406,4
Komm.Rat Ernest Gabmann 211,7 0,0 5,6 217,2
909,5 435,3 25,9 1.370,7

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2009, die im Jahr 2010 ausbezahlt wurden. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management. Zur Abdeckung der Pensionsansprüche des Vorstands besteht eine Rückdeckungsversicherung. Im Berichtsjahr wurden Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 4,0 Mio. an eine Pensionskasse übertragen.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 630,8 (Vorjahr: T€ 675,6).

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

Geschäftsjahr 2010

Leitende
in T€ Aufsichtsräte Vorstände Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 121,6 1.123,5 2.112,4
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 981,4 896,7
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 4,0 31,3
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 882,3 172,0
Summe 121,6 2.991,3 3.212,3

Geschäftsjahr 2009

Leitende
in T€ Aufsichtsräte Vorstände Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 160,4 1.370,7 1.923,5
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 1.012,4 66,9
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 3,5 12,8
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 83,9 82,6
Summe 160,4 2.470,5 2.085,8

(40) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Im Jänner 2011 setzte sich die positive Entwicklung der Verkehrszahlen fort. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2010 um 6,7 Prozent auf insgesamt 1.282.574 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 0,7 Prozent, das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 12,8 Prozent, und das Frachtaufkommen erhöhte sich um 0,6 Prozent. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2011 eine Steigerung von 4,6 Prozent gegenüber dem Jänner 2010.

Im Jänner 2011 wurden € 100 Mio. aus der im Berichtsjahr 2010 im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes abgeschlossenen Finanzierung zugezählt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2010 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft Kurzzeichen gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
Flughafen Wien AG VIE Österreich VK
Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. IVW VIE Österreich 100,0% VK
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0% VK
Mazur Parkplatz GmbH MAZU VIEL Österreich 100,0% VK
VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. VINT VIAB Österreich 100,0% VK
VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. VIEL VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. VOPE VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. VAH VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. BPIB VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH VAI VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH VIAB VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. VIAS VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park 3 BetriebsGmbH VWTC VIEL Österreich 100,0% VK
BTS Holding, a.s. BTSH VIE Slowakei 80,95% VK
KSC Holding, a.s. KSCH VIE Slowakei 100,0% VK
VIE (Malta) Limited VIE Malta VINT Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Holding Ltd. VIE MFH VIE Malta 100,0% VK
VIE Malta Finance Ltd. VIE MF VIE MFH Malta 100,0% VK
VIE Operations Holding Limited VIE OPH VINT Malta 100,0% VK
VIE Operations Limited VIE OP VIE OPH Malta 100,0% VK
VIE ÖBA GmbH OEBA VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH VAPB VIE Österreich 100,0% VK
Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. APBF VIE Österreich 25,0% EQ
City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. CAT VIE Österreich 50,1% EQ
SCA Schedule Coordination Austria GmbH SCA VIE Österreich 49,0% EQ
Flughafen Friedrichshafen GmbH FDH VINT Deutschland 25,15% EQ
Letisko Košice – Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0% EQ
Malta International Airport p.l.c. MIA VIE Malta Malta 10,1% EQ
Malta Mediterranean Link Consortium Limited (Teilkonzern
mit Malta International Airport p.l.c.)
MMLC VIE Malta Malta 57,1% EQ
Columinis Holding GmbH CMIS VAPB Österreich 50,0% EQ
GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. GETS VIAS Österreich 100,0% NK
"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH GET2 VIAS Österreich 51,0% NK

Fortsetzung: Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Gesellschaft Kurzzeichen gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. SFS VIAS Österreich 100,0% NK
VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. SHOP VIE Österreich 100,0% NK
Indian Airports Holding GmbH VIND VINT Österreich 100,0% NK
Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International
Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH, in Liquidation
VIE BBI VIE Deutschland 100,0% NK
OAO "Petroport-konzessii" Offene Aktiengesellschaft PETR VINT Russland 25,0% NK
VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability
Company, in Liquidation
VIAS Hellas VIAS Griechenland 100,0% NK

Erläuterung Konsolidierungsart:

VK = Vollkonsolidierung, EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode, NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.

1. Tochterunternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbe
sondere Immobilien, sowie der Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der
Flughafen Wien AG.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 107.990,4 110.940,3
Schulden 20.982,0 23.932,7
Eigenkapital 87.008,4 87.007,5
Umsatzerlöse 15.774,3 15.748,5
Periodenergebnis 7.496,8 7.495,8

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz: 2540 Bad Vöslau – Flugplatz
Kapitalanteil: 100% VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie die
Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 5.942,6 5.965,5
Schulden 415,3 320,5
Eigenkapital 5.527,3 5.645,0
Umsatzerlöse 819,6 761,5

Periodenergebnis -117,0 -364,2

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

Sitz: 2320 Schwechat
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes Mazur sowie Garagierung.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 6.128,9 5.358,2
Schulden 1.038,0 525,4
Eigenkapital 5.091,0 4.832,8
Umsatzerlöse 1.731,7 1.329,6
Periodenergebnis 739,7 468,7

VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaf
ten für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 65.091,9 61.240,8
Schulden 8.542,7 2.430,6
Eigenkapital 56.549,2 58.810,3
Umsatzerlöse 1.837,7 2.172,3
Periodenergebnis -206,2 1.990,4

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaf
ten BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwick
lung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
IFRS-Werte in T€ 2010
2009
Vermögenswerte
57.928,8
57.179,9
Schulden 7.146,5
7.777,7
Eigenkapital
50.782,3
49.402,2
Umsatzerlöse 0,0
0,0

Periodenergebnis 1.380,1 1.042,4

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office
Park 2.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 44.897,1 45.986,6
Schulden 25.870,7 27.000,1
Eigenkapital 19.026,3 18.986,5
Umsatzerlöse 3.148,5 3.148,3
Periodenergebnis 1.010,8 952,2

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für
alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die
wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfen
tätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen
der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 7.305,4 7.441,8
Schulden 1.196,4 1.357,0
Eigenkapital 6.109,0 6.084,7
Umsatzerlöse 11.354,9 11.260,0
Periodenergebnis 1.686,4 1.434,8

Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB)

Sitz:
1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil:
99% VIEL, 1% IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften.
IFRS-Werte in T€
2010
2009
Vermögenswerte
8.524,5
6.111,4
Schulden
2.487,6
321,6
Eigenkapital
6.036,9
5.789,8
Umsatzerlöse
6.100,6
7.225,9
Periodenergebnis
247,1
995,3

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanla

gensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur.

IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 4.276,5 5.100,7
Schulden 1.874,9 3.279,6
Eigenkapital 2.401,6 1.821,1
Umsatzerlöse 10.993,8 9.913,3
Periodenergebnis 1.089,2 493,7

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 59.569,7 57.468,0
Schulden 2.022,2 0,0
Eigenkapital 57.547,5 57.468,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 2.092,5 2.006,7

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen
(Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Darü
berhinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltrans
porte, Großgepäckkontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre
in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für
Flughäfen teil.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 19.115,1 16.567,4
Schulden 9.792,1 7.213,4
Eigenkapital 9.323,0 9.354,0
Umsatzerlöse 34.533,8 32.748,0
Periodenergebnis 1.610,7 1.518,6

VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 99% VIEL, 1% BPIB
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere
des Office Park 3.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 22.932,8 23.758,7
Schulden 2.408,4 2.611,9
Eigenkapital 20.524,4 21.146,8
Umsatzerlöse 2.104,3 1.874,8
Periodenergebnis -622,3 -1.435,4

BTS Holding a.s. (BTSH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE, 33,25% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
halten.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 1.245,7 1.403,8
Schulden 23,6 20,2
Eigenkapital 1.222,0 1.383,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -161,6 -73,1

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE, 52,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung
der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 47.866,1 47.190,1
Schulden 5.572,2 5.668,5
Eigenkapital 42.293,9 41.521,5
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 772,4 1.228,2

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz: Malta

Kapitalanteil: 99,8% VINT, 0,2% VIAB

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die At-Equity-Bewertung des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta International Airport plc.

IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 48.742,6 48.600,4
Schulden 16.003,7 18.737,9
Eigenkapital 32.738,9 29.862,5
Umsatzerlöse 730,3 647,1
Periodenergebnis 3.476,5 2.338,4

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance
Ltd.
IFRS-Werte in T€ 2010 20091)
Vermögenswerte 978,9 10,9
Schulden 0,0 32,5
Eigenkapital 978,9 -21,6
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.575,4 -23,6

1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet

VIE Malta Finance Ltd. (VIE MF)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE MFH, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanz
instrumenten.
IFRS-Werte in T€ 20091)
Vermögenswerte 306.811,9 106.486,6
Schulden 306.809,9 105.914,6
Eigenkapital 2,0 572,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 959,0 570,0

1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
------- ---------------------

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber.

IFRS-Werte in T€ 2010
Vermögenswerte 2.086,4
Schulden 2.081,8
Eigenkapital 4,5
Umsatzerlöse 1.870,0
Periodenergebnis -30,5

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

Sitz:
1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen.
IFRS-Werte in T€ 2010
Vermögenswerte 318,2
Schulden 284,8
Eigenkapital 33,4
Umsatzerlöse 353,3
Periodenergebnis -1,6

VIE Operations Holding Limited (VIE OPH)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VINT, 0,05% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited.
IFRS-Werte in T€ 2010
Vermögenswerte 4,0
Schulden 2,0
Eigenkapital 2,0
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis 0,0

VIE Operations Limited (VIE OP)

Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,95% VIE OPH, 0,05% VINT

Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Serviceund Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen.

IFRS-Werte in T€ 2010
Vermögenswerte 2,0
Schulden 0,0
Eigenkapital 2,0
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis 0,0

2. Tochterunternehmen und Beteiligungen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode konsolidiert sind:

Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. (APBF)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 25% + 1 Anteil VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenabferti
gung am Flughafen Wien tätig.
UGB-Werte in T€ 20101) 20092)
Vermögenswerte 1.392,1 1.183,8
Schulden 1.549,3 1.694,3
Eigenkapital -157,1 -510,5
Umsatzerlöse 6.184,5 5.298,8
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 353,9 132,7

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunter
nehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in
Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäcklogistik für Flugpassagiere;
Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen
zwischen Städten und Flughäfen.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte 11.668,9 12.496,3
Kurzfristige Vermögenswerte 4.833,2 6.325,2
Langfristige Schulden 431,4 462,2
Kurzfristige Schulden 2.571,4 5.088,6
Eigenkapital 13.499,3 13.270,8
Umsatzerlöse 9.309,6 9.052,6
Periodenergebnis 228,6 79,5

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 49% VIE

Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

UGB-Werte in T€ 20101) 20092)
Vermögenswerte 826,8 802,9
Schulden 133,2 137,7
Eigenkapital 693,6 665,2
Umsatzerlöse 874,5 966,5
Jahresüberschuss 52,0 164,7

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst

Flughafen Friedrichshafen GmbH (FDH)

Beteiligungsverhältnis: assoziiertes Unternehmen
Sitz: Friedrichshafen, Deutschland
Kapitalanteil: 25,15% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Friedrichshafen.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 49.893,5 44.230,0
Schulden 34.526,3 25.924,6
Eigenkapital 15.367,1 18.305,4
Umsatzerlöse 10.659,7 9.330,2
Periodenergebnis -2.938,3 -2.547,2

Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Košice, Slowakei
Kapitalanteil: 66% KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Košice.
Werte in T€ 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte 56.728,9 53.972,3
Kurzfristige Vermögenswerte 15.458,9 16.219,7
Langfristige Schulden 3.353,2 674,8
Kurzfristige Schulden 691,4 767,9
Eigenkapital 68.143,2 68.749,3
Umsatzerlöse 8.943,2 10.802,5
Periodenergebnis 1.188,7 1.986,4

Malta International Airport plc. (MIA)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Malta
Kapitalanteil: 10,1% VIE Malta, 40% MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport.
IFRS-Werte in T€ 20101) 20092)
Langfristige Vermögenswerte 109.591,3 108.531,4
Kurzfristige Vermögenswerte 24.398,5 18.345,4
Langfristige Schulden 65.064,5 63.822,5
Kurzfristige Schulden 12.735,6 9.677,2
Eigenkapital 56.189,6 53.377,0
Umsatzerlöse 51.342,1 46.446,1
Periodenergebnis 10.691,2 8.842,5

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst

Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsenkurs zum Bilanzstichtag betrug € 1,66 (im Vorjahr: € 2,45) und der Kurswert der Anteile T€ 11.342,19 (Vorjahr: T€ 16.740,0).

Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC) Group

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Malta
Kapitalanteil: 57,1% VIE Malta
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International Airport.
IFRS-Werte in T€ 20101) 20092)
Langfristige Vermögenswerte 136.032,2 135.346,2
Kurzfristige Vermögenswerte 26.517,8 19.671,8
Langfristige Schulden 77.371,6 79.132,5
Kurzfristige Schulden 16.465,8 11.852,2
Eigenkapital 68.712,7 64.033,3
Umsatzerlöse 51.343,6 46.446,1
Periodenergebnis3) 4.077,2 3.116,0

1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst, 3) Nur anteiliges Periodenergebnis

Columinis Holding GmbH (CMIS)

Beteiligungsverhältnis: Gemeinschaftsunternehmen
Sitz: Österreich
Kapitalanteil: 50,0% VAPB
Gegenstand des Unternehmens: Gemeinschaftsunternehmen mit dem Zweck des Erwerbs

von Unternehmensbeteiligungen.

IFRS-Werte in T€ 2010
Langfristige Vermögenswerte 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 33,3
Langfristige Schulden 0,0
Kurzfristige Schulden 9,0
Eigenkapital 24,2
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -10,8

3. Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Serviceleistun
gen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind.
UGB-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 967,9 1.111,0
Schulden 345,0 431,6
Eigenkapital 622,9 679,4
Umsatzerlöse 2.483,9 2.504,6

Jahresüberschuss 161,7 218,7

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 51% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes,
Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.
UGB-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 4.730,9 4.109,9
Schulden 1.202,9 1.220,1
Eigenkapital 3.528,0 2.889,9
Umsatzerlöse 5.202,5 5.001,4
Jahresüberschuss 639,8 716,3

Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)

Sitz: 5020 Salzburg
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch
derzeit operativ nicht tätig.
UGB-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 55,1 56,8
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 55,1 56,8
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -1,6 -0,6

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H (SHOP)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland.
UGB-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 12,3 17,9
Schulden 0,0 0,1
Eigenkapital 12,3 17,8
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Jahresfehlbetrag -5,6 -3,1

Indian Airports Holding GmbH (VIND)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 74% VINT, 26% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen an Flughafen Projekten, insbesondere in Indien.
UGB-Werte in T€ 2010 2009
Vermögenswerte 54,3 88,4
Schulden 12,6 19,9
Eigenkapital 41,6 68,5
Umsatzerlöse 0,0 68,2
Jahresüberschuss -3,3 31,4

Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIE BBI), in Liquidation

Sitz: 12529 Schönefeld, Deutschland
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIE BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP
Berlin-Brandenburg International Partner GmbH & Co.KG beteiligt, die für die Verfolgung des
Projekts "Flughafen Berlin" tätig war. Die Gesellschaft befindet sich seit September 2008 in
Liquidation.
DHGB-Werte in T€ 2009
Vermögenswerte 2.207,8
Schulden 867,8
Eigenkapital 1.340,0
Umsatzerlöse 0,0
Jahresfehlbetrag -0,5

VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company (VIAS Hellas), in Liquidation

Sitz: Athen, Griechenland
Kapitalanteil: 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Sicherheitsdienstleistungen für Flughäfen. Diese Gesellschaft
wurde zur Teilnahme der VIAS an den Ausschreibungen für Sicherheitsdienstleistungen auf
griechischen Flughäfen gegründet.
in T€ 2005
Eigenkapital 11,7
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -2,6

OAO "Petroport-konzessii" Offene Aktiengesellschaft

Sitz: Russland
Kapitalanteil: 25% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Flughafenconsulting (S.P.V zur Verfolgung des Bids des
Flughafens Pulkovo).
in T€ 20101) 2009
Vermögenswerte 279,2 508,9
Schulden 1.330,4 1.507,5
Eigenkapital -1.051,2 -998,7
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 5,1 -994,0

1) Vorläufiges Ergebnis

Umrechnung mit Stichtagskurs 31.12.2009: 1€=43,154 RUB lt. OeNB Umrechnung mit Stichtagskurs 31.12.2010: 1€=40,820 RUB lt. OeNB

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Schwechat, am 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 28. Februar 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Lagebericht der Flughafen Wien AG

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien sowie den Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Geschäftserfolg eines Flughafens wird stark von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der privaten Kaufkraft, die Auswirkungen auf die Reisetätigkeit hat, beeinflusst. Nach der schweren Rezession der Weltwirtschaft infolge der internationalen Finanzkrise trat Mitte 2009 eine Trendwende ein, und die Konjunktur entwickelt sich seither getragen von einer starken Exportdynamik und nicht zuletzt durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik positiv. Laut Daten des Internationalen Währungsfonds ist die Weltwirtschaft 2010 um etwa 5,0 Prozent gewachsen. Im Euroraum konnte laut vorläufigen Daten des Eurostat ein BIP-Wachstum von 1,7 Prozent erzielt werden. Österreichs Wirtschaft legte um 2,0 Prozent zu.

Prognose für 2011

Für 2011 erwarten Wirtschaftsforscher eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz, bis Mitte 2011 dürfte sich die österreichische Konjunktur jedoch parallel zur internationalen Entwicklung abschwächen. Im Euroraum dämpfen das Abflauen des Welthandelswachstums und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte den Konjunkturaufschwung. Die Märkte entwickeln sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Deutschland und jene Märkte – wie Österreich –, die eng mit der deutschen Wirtschaft verflochten sind, werden dank des weltweiten Aufschwungs weiter expandieren, während in Südeuropa und Irland die drastischen Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit die Aussichten dämpfen. Für den Euroraum insgesamt wird daher der Aufschwung in den kommenden Jahren weniger dynamisch verlaufen als in der übrigen Welt. Lediglich in den ostmitteleuropäischen EU-Ländern dürfte die Expansion neuerlich an Dynamik gewinnen.

Für Österreich rechnet das WIFO 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, 2012 mit 2,0 Prozent. Die 2009 und 2010 wirksam gewordenen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung (Steuerreform, Ausweitung der Transfereinkommen, Kurzarbeit) unterstützten die verfügbaren realen privaten Haushaltseinkommen und stabilisierten über einen Anstieg des privaten Konsums die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Durchschnitt 2011–2015 wird mit einem Konsumwachstum von 1,2 Prozent jährlich gerechnet. Die Weltwirtschaft – insbesondere die Wirtschaft der großen Schwellenländer in Asien und Südamerika – hat die Folgen der Krise schneller als erwartet überwunden und es wird 2011-2015 mit einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 4,5 Prozent gerechnet.

Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft

Nach dem Rückgang bei den Nächtigungen im Jahr 2009 konnte 2010 ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Die Zahl der Nächtigungen liegt österreichweit laut Daten der Statistik Austria mit 124,8 Millionen um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (2009: 124,3 Mio.). Mit einem Zuwachs von 10,3 Prozent auf 10,86 Millionen Nächtigungen verzeichnet Wien einen neuen Rekordwert. Unter Wiens Hauptmärkten legten die Nächtigungen aus Russland mit 35 Prozent am stärksten zu, gefolgt von jenen aus Österreich (+14%), Italien und Frankreich (je +12%), Deutschland und den USA (je +11%). Stark zulegen konnten auch neue Märkte wie die Türkei (+34%), die arabischen Länder in Asien und Brasilien (je 21%) sowie China (+28%).

Beziehung von Konjunktur- und Luftverkehrsentwicklung

Zahlreiche Analysen bestätigen die enge Korrelation zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg eines Landes und der Luftverkehrsnachfrage, wobei die Passagierzahlen deutlich stärker fluktuieren als die Wirtschaftsentwicklung. Experten prognostizieren, dass das durchschnittliche Luftverkehrswachstum bis 2030 im Mittel den Zuwachs des globalen mittleren Bruttoinlandsprodukts übersteigen wird. Die Wachstumsraten unterscheiden sich jedoch regional erheblich, wobei China und Indien die größten Wachstumsmärkte darstellen. Nachstehende Grafik zeigt die Passagierentwicklung des Flughafen Wien im Vergleich zum österreichischen BIP-Wachstum und veranschaulicht deren Korrelation. Mit Ausnahme der Jahre 2001 und 2002, wo es aufgrund der Lungenkrankheit SARS zu einem merklichen Einbruch der Passagierzahlen kam, und dem "Krisenjahr" 2009 lag das Passagierwachstum immer über jenem der österreichischen Volkswirtschaft.

Korrelation von Wirtschafts- und Passagierentwicklung

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien im europäischen Vergleich

Im Jahr 2010 erholte sich die europäische Luftfahrt deutlich. Jedoch war das Jahr beeinflusst von den Auswirkungen der Aschewolke und dem heftigen Wintereinbruch, welche jeweils zu Streichungen von Flügen geführt haben. Im Durchschnitt verzeichneten die europäischen Flughäfen ein Passagierwachstum von 4,2 Prozent1), während das Passagieraufkommen am Flughafen Wien mit 8,7 Prozent mehr als doppelt so stark gestiegen ist. Mit 19.691.206 Passagieren konnte der Flughafen Wien knapp an das Niveau vor der Wirtschaftskrise anschließen und verfehlte die Verkehrsprognose von 9,0 Prozent nur knapp. Trotz des starken Passagierwachstums zählte der Flughafen Wien weiter zu den pünktlichsten Airports Europas und liegt vor den anderen Star-Alliance-Hubs München, Zürich und Frankfurt. Belastet durch die Streichung von Flügen weisen die Flugbewegungen zahlreicher europäischer Airports eine negative Entwicklung auf. Während der Flughafen Wien die Flugbewegungen um 1,1 Prozent auf 246.146 steigern konnte, verzeichnete der europäische Durchschnitt einen Rückgang von 1,1 Prozent. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 9,9 Prozent auf 7.975.333 Tonnen. Damit konnten die prognostizierten 10,0 Prozent beinahe erreicht werden. Der Sitzladefaktor beträgt 68,9 Prozent nach 68,7 Prozent in der Vorperiode. Für das Geschäftsjahr 2011 prognostiziert die Flughafen Wien AG ein Passagierwachstum von 5,0 Prozent und einen Anstieg der Flugbewegungen von 2,0 Prozent.

Verkehrsentwicklung europäischer Flughäfen im Vergleich

Passagiere Veränderung zu Flug- Veränderung zu
in Tausend 2009 in % bewegungen 2009 in %
London1) 115.837,0 -2,2 826.207 -4,1
Paris2) 83.369,3 0,4 707.578 -4,2
Frankfurt 53.009,2 4,1 453.228 0,2
Madrid 49.768,2 2,8 432.430 -0,3
Amsterdam 45.211,7 3,8 386.316 -1,3
Rom 36.228,5 7,4 323.326 1,4
München 34.721,6 6,2 367.760 -2,4
Zürich 22.826,9 4,3 227.819 2,0
Wien 19.691,2 8,7 246.146 1,1
Mailand 18.947,8 8,0 189.580 3,5
Prag 11.556,9 -0,7 152.805 -4,8
Budapest 8.179,4 1,2 100.408 -3,6

1) London Heathrow, Gatwick und Stansted

2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly

Quelle: ACI Europe Traffic Report Dezember 2010

Die Verkehrsentwicklung im Detail

Die umgeschlagene Gesamtfracht (Cargo) stieg im Geschäftsjahr 2010 um 16,5 Prozent auf 295.989 Tonnen. Dieser hohe Anstieg ist vor allem auf den erhöhten Luftfrachtumschlag in und aus dem Fernen und Nahen Osten und die schnelle wirtschaftliche Erholung zurückzuführen. Die Luftfracht verzeichnete mit 219.334 Tonnen ein Plus von 18,1 Prozent. Das Trucking stieg um 12,3 Prozent auf 76.655 Tonnen.

Der Flughafen Wien bediente im Linienverkehr insgesamt 172 Destinationen, davon 40 Destinationen in Osteuropa. Damit ist der Flughafen Wien auch 2010 die führende Ost-West--Drehscheibe im Vergleich mit anderen europäischen Flughäfen. Der Verkehr nach Osteuropa stieg im Berichtsjahr überdurchschnittlich um 13,6 Prozent nach einem Einbruch von minus 14,6 Prozent im Vorjahr. Einen ebenfalls hohen Zuwachs von 10,0 Prozent verzeichnete das Aufkommen in den Nahen und Mittleren Osten, während der Ferne Osten ein Plus von 3,6 Prozent aufweist.

Bei den Anteilen der Regionen am Linien-Passagieraufkommen kam es zu keinen wesentlichen Änderungen im Vergleich zur Vorperiode. Den stärksten Anteil hat nach wie vor Westeuropa mit 69,6 Prozent. Die stärksten Destinationen sind Frankfurt, London, Zürich und Paris.

Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens 2010 nach Regionen

Abfliegende Passagiere (Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten)

69,6% Westeuropa (-0,2) 17,9% Osteuropa (+0,7) 5,0% Naher/Mittlerer Osten (+0,0) 4,0% Ferner Osten (-0,2) 2,1% Nordamerika (-0,2) 1,4% Afrika (+0,0)

Entwicklung der wesentlichen Airlines am Flughafen Wien

Die Austrian Airlines Gruppe als Homecarrier am Flughafen Wien verzeichnete ein Passagierwachstum von 12,0 Prozent und erhöhte ihren Anteil am Gesamtpassagieraufkommen von 49,5 Prozent in der Vorperiode auf 50,9 Prozent. Mit einem Passagierwachstum von 27,7 Prozent und einem Anteil von 10,8 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent) konnte der Low-Cost-Carrier NIKI seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien ausbauen. Der Flughafen Wien wird von weiteren sieben Low-Cost-Carriern (Vorjahr: 11) regelmäßig angeflogen. Durch den Wegfall von SkyEurope, Tuifly.com und Myair.com verringerte sich der Marktanteil der Low-Cost-Carrier um einen Prozentpunkt auf 22,1 Prozent. Die Low-Cost-Carrier erzielten mit 4.356.707 Passagieren ein Plus von 4,0 Prozent (Vorjahr: -9,0 Prozent). Im Berichtsjahr konnten vier neue Fluglinien (Alitalia, British Midland, China Southern Airlines, Wataniya Airlines) akquiriert werden, die den Flughafen Wien in ihr Destinationsprogramm aufnahmen. Gleichzeitig stellten vier Fluglinien den Flugbetrieb von/nach Wien ein.

Passagieraufkommen 2010 nach Airlines

50,9% Austrian Airlines Gruppe 10,8% NIKI 7,1% Air Berlin 4,8% Lufthansa 2,3% Germanwings 1,6% Swiss Intl. 1,6% British Airways 1,6% Air France 1,2% Turkish Airlines 1,2% KLM Royal Dutch Airlines 1,1% Emirates 0,9% Iberia 0,9% Brussels Airlines 0,8% Easy Jet 13,2% Sonstige

Tarif- und Incentive-Politik

Die am Flughafen Wien per 1. Jänner 2010 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden gemäß der seit mehreren Jahren geltenden Indexformel ermittelt. Dementsprechend wurden die Tarife um den Verbraucherpreisindex von 0,5 Prozent angehoben, während gleichzeitig der Landetarif erlösneutral um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht wurde. Damit verfügt der Flughafen Wien weiterhin über eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht der Obersten Zivilluftfahrtbehörde, die die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigte.

Umsatz

Umsatzanstieg überproportional zur Verkehrsentwicklung

Die Flughafen Wien AG konnte im Geschäftsjahr 2010 Umsätze in Höhe von € 522,5 Mio. erzielen. Der daraus resultierende Umsatzanstieg von 12,3 Prozent entwickelte sich überproportional zur Zunahme des Passagieraufkommens um 8,7 Prozent und ist vorwiegend auf den starken Zuwachs der Non-Aviation Erträge zurückzuführen. Der geringere Umsatzanstieg bei den Aviation Erträgen ist vor allem auf Erlösschmälerungen – unter anderem aufgrund der Verlängerung der Erhöhung des Transferincentive und der mit NIKI und der Austrian Airlines Gruppe geschlossenen Vereinbarungen – zurückzuführen.

Die Airporterträge verzeichnen einen Umsatzanstieg von 1,9 Prozent auf € 197,6 Mio. Die Ursache der Umsatzzunahme, welche durch die erhöhten Ermäßigungen eingeschränkt wurde, liegt vor allem in der positiven Verkehrsentwicklung.

Im Jahr 2010 wurden 19,7 Mio. Passagiere und damit um 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr abgefertigt. Dies bedeutet eine Steigerung um 1,6 Millionen Passagiere. Beim Höchstabfluggewicht verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus von 9,9 Prozent. Die Bewegungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent. Beim Frachtumschlag (inkl. Trucking) wurde um 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr verzeichnet. Weiterhin einen wesentlichen Anteil am gesamten Passagieraufkommen hatten – wie im Vorjahr – die Low-Cost-Carrier. Der Anteil der Austrian Airlines Gruppe – gemessen am Passagieranteil – ist von 49,5 Prozent im Vorjahr auf 50,9 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr unwesentlich angestiegen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Charter und Linie) stieg von 68,7 Prozent im Jahr 2009 auf 68,9 Prozent.

Die Airporterträge konnten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 197,6 Mio. (Vorjahr: € 193,9 Mio.) erzielen. Die Entwicklung der Erlöse des vom MTOW abhängigen Landetarifs (-5,1%) sowie des Fluggasttarifs (+16,8%) ist durch folgende Ursache zu erklären. Durch die Senkung des Landetarifs um 13,0 Prozent und die Erhöhung des Fluggasttarifs um 7,3 Prozent kommt es zu einer erlösneutralen Verschiebung der Umsätze. Mit einem Anteil von 37,8 Prozent (Vorjahr 41,7%) leisten die Airporterträge unverändert den größten Beitrag zum Gesamtumsatz.

Bei den Abfertigungserträgen konnten im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von € 155,3 Mio. verzeichnet werden. Der starke Anstieg von 14,2 Prozent ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Erlöse aus Frachtumschlag einen sehr positiven Verlauf nahmen und

einen Zuwachs von 29,6 Prozent aufwiesen und die Erlöse aus Einzelleistungen eine starke Erhöhung um 19,9 Prozent zu verzeichnen hatten. Das Ramp-Handling stieg gegenüber 2009 um 9,4 Prozent auf € 97,5 Mio. Das Traffic-Handling erhöhte sich um 6,1 Prozent auf € 11,5 Mio.

Im Jahr 2010 wurden 295.989 Tonnen Fracht umgeschlagen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Gesamtplus von 16,5 Prozent bedeutet. Die reine Luftfracht verzeichnete ein Plus von 18,1 Prozent. Das Gesamtaufkommen im Bereich Trucking lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau.

Die Umsätze des Non-Aviation belaufen sich im Berichtsjahr auf € 169,6 Mio. (Vorjahr: € 135,3 Mio.). Die Umsätze der Miet-, und Konzessionserträge beliefen sich auf € 104,9 Mio. nach € 96,6 Mio. im Vorjahr. Die Umsätze aus der Parkierung wuchsen um 14,3 Prozent auf € 28,3 Mio. und daher am stärksten. Die Erlöse aus Sicherheitsleistungen welche aus der Einbehaltung des Fixbetrags gem. § 4a Abs. 3 LSG resultieren, erhöhten sich von € 2,0 Mio. auf € 29,4 Mio. Dieser Betrag wurde für die Erbringung der Sicherheitsleistungen vereinnahmt. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 153,6 Mio. nach € 144,8 Mio. im Vorjahr.

Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Dementsprechend war auch im Geschäftsjahr 2010 das dritte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 27,1 Prozent das stärkste Quartal gefolgt vom vierten Quartal, das aufgrund des hohen Passagierwachstums einen Anteil am Jahresumsatz von 25,5 Prozent aufweist. Der Anteil am Jahresumsatz des zweiten Quartals beläuft sich auf 24,4 Prozent, jener des ersten Quartals auf 23,0 Prozent.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2010 lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Anstieg der Umsatzerlöse um 12,3 Prozent auf € 522,5 Mio.
  • Betriebsleistung plus 12,5 Prozent auf € 536,7 Mio.
  • Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um 91,4 Prozent auf € 66,4 Mio.
  • Erhöhung des Personalaufwands um € 26,0 Mio. auf € 210,6 Mio.
  • Betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibungen plus € 62,7 Mio. auf € 402,4 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) minus 2,3 Prozent auf € 134,3 Mio.
  • Verminderung der Abschreibungen um 2,4 Prozent auf € 60,7 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 2,2 Prozent auf € 73,6 Mio.
  • Finanzergebnis minus € 3,8 Mio. auf minus € 15,4 Mio.
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) minus 8,5 Prozent auf € 58,2 Mio.
  • Jahresüberschuss minus 12,0 Prozent auf € 45,2 Mio.
  • Bilanzgewinn minus 4,8 Prozent auf € 42,0 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von Rückstellungen um € 2,1 Mio. auf € 9,5 Mio. gestiegen. In Summe stieg die Betriebsleistung auf € 536,7 Mio. (Vorjahr: € 477,2 Mio.).

Entwicklung Betriebsaufwendungen

in € Mio. 2010 2009
Material, bezogene Leistungen 66,4 34,7
Personal 210,6 184,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand 125,4 120,4
Abschreibungen 60,7 62,2
Summe Betriebsaufwand 463,1 401,9

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen erhöhten sich um € 31,7 Mio. oder 91,4 Prozent auf € 66,4 Mio. Dies ist vor allem auf die erstmals von der VIAS verrechneten Sicherheitskontrollleistungen in der Höhe von € 27,3 Mio. zurückzuführen.

In der Berichtsperiode veränderte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent auf insgesamt 3.283 Mitarbeiter geringfügig. Der Personalaufwand nahm in Summe um € 26,0 Mio. oder 14,1 Prozent auf € 210,6 Mio. zu. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die erhöhten Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung (Plus € 12,2 Mio.) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 5,0 Mio. auf € 125,4 Mio., wobei die hauptsächlichen Ursachen für den Anstieg bei den Marketingaufwendungen (€ 6,9 Mio.), den Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (€ 3,2 Mio.), den Instandhaltungen (€ 3,0 Mio.), den Aufwendungen für Fremdpersonal (€ 1,3 Mio.) und den gestiegenen Aufwendungen für Miete und Pacht festzustellen waren. Verringert haben sich vor allem die sonstigen Betriebsaufwendungen (€ 8,5 Mio.) und die Zuweisungen zu Wertberichtigungen zu Forderungen (€ 4,0 Mio.).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG ging im Berichtsjahr um 2,3 Prozent auf € 134,3 Mio. (Vorjahr: € 137,5 Mio.) zurück.

in € Mio. 2010 2009 Abschreibungen 60,7 62,2 Investitionen 140,1 206,6

Abschreibungen und Investitionen (ohne Finanzanlagen)

Aufgrund des geringeren EBITDA ist das EBIT im Berichtsjahr um 2,2 Prozent auf € 73,6 Mio. (Vorjahr: € 75,3 Mio.) gesunken.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 3,8 Mio. oder 32,6 Prozent auf minus € 15,4 Mio. Hauptgrund für diese negative Entwicklung waren vor allem mit einem Plus von € 5,3 Mio. die gestiegenen Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen, sowie die um € 2,8 Mio. höheren Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Positiv wirkten sich vor allem die um € 3,5 Mio. besseren Erträge aus Beteiligungen aus.

Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 22,3 Prozent nach 19,2 Prozent im Vorjahr. Der Jahresüberschuss in Höhe von € 45,2 Mio. verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um € 6,2 Mio.

Angaben zur Unternehmenssteuerung

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren ansteigen werden, haben erheblichen Einfluss auf die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2010 wird eine EBITDA-Margin von 25,7 Prozent nach 29,5 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das langfristig erklärte Ziel der Unternehmensführung.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Die Flughafen Wien AG will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

Veränderung
in € Mio. 2010 in % 2009
Umsatzerlöse 522,5 12,3 465,3
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. aktiv. Eigenleistung) 14,2 20,3 11,8
Betriebsleistung 536,7 12,5 477,1
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen -402,4 18,5 - 339,6
EBITDA 134,3 - 2,3 137,5
Abschreibungen -60,7 2,4 - 62,2
EBIT 73,6 - 2,2 75,3
Finanzergebnis -15,4 32,6 - 11,7
EBT 58,2 - 8,5 63,6
Steuern -13,0 5,9 - 12,2
Jahresüberschuss 45,2 - 12,0 51,4

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Aktiva

Das Gesamtvermögen vergrößerte sich im Berichtsjahr um 7,5 Prozent auf € 1.872,2 Mio. (€ 1.742,2 Mio. im Vorjahr). Aufgrund des weiterhin intensiven Investitionsprogramms stieg das Anlagevermögen um 3,7 Prozent auf € 1.680,2 Mio. (€ 1.620,0 Mio.). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände stiegen um € 57,8 Mio. auf € 59,9 Mio. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kam es zu einem Zuwachs um € 12,6 Mio. auf € 44,4 Mio. Damit waren diese Positionen für den Anstieg des Umlaufvermögens von € 120,4 auf € 189,6 Mio. hauptverantwortlich.

Passiva

Das Eigenkapital sank durch das geringere Ergebnis des Geschäftsjahres um 0,1 Prozent auf € 678,3 Mio. Der freien Rücklage wurde ein Betrag von € 1,6 Mio. zugeführt, welche sich somit auf € 363,4 Mio. erhöhte. Die Rückstellungen stiegen um 19,0 Prozent von € 171,6 Mio. auf € 204,1 Mio. Hauptverursacher für diesen Effekt war der Anstieg bei den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um € 11,7 Mio. sowie die Zunahme der sonstigen Rückstellungen um € 13,9 Mio. Ebenfalls erhöhend wirkte die Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen (Plus € 7,5 Mio.) sowie die Rückstellung für Jubiläumsgelder (Plus € 2,2 Mio.). Rückstellungen für Steuern mussten wie im Vorjahr aufgrund der hohen geleisteten Vorauszahlungen im Abschlussjahr keine gebildet werden. Bei den Verbindlichkeiten kam es zu einem Zuwachs von € 97,8 Mio. auf € 950,0 Mio. Dieser Umstand ist vor allem auf die am Bilanzierungsstichtag um € 216,5 Mio. vermehrten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich wegen der geringeren Barvorlagen um € 87,6 Mio. auf € 491,1 Mio. und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigten einen Rückgang um € 39,3 Mio. auf € 57,2 Mio.

Cash Flow in T€ 2010 2009 Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit +/– Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 45.243,6 51.394,0 + Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen 60.704,6 62.212,4 + Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 1.109,1 – Zuschreibungen zu Finanzanlagen -1.027,3 -786,4 + Unversteuerte Rücklagen -1.024,0 -1.354,8 +/– Veränderung des Sozialkapitals 6.225,5 3.887,6 +/– Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen 1.667,7 885,3 –/+ Gewinne(-)/Verluste(+) bei Anlagenabgängen 13.863,8 399,4 –/+ Gewinne(-)/Verluste(+) aus Abgängen von Finanzanlagen -30,2 0,0 + Ergebnis aus Abgang Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 -158,2 Betrieblicher Cash-flow 125.623,7 117.588,5 –/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -1.173,6 411,3 –/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Abnehmer -12.647,4 7.127,3 –/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Konzernunternehmen (ohne Finanzierung) -4.401,8 -1.435,7 –/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände (ohne Finanzierung) sowie Rechnungsabgrenzungsposten 6.113,1 -4.370,9 +/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Lieferanten -22.974,2 27.671,1 +/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Konzernunternehmen (ohne Finanzierung) 15.089,3 11.155,2 +/– Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 24.681,4 -19.433,5 +/– Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten 9.045,7 -550,3 13.732,6 20.574,4 Operativer Cash-flow 139.356,3 138.162,9 Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen -156.263,1 -192.223,5 + Abgänge von immateriellen Anlagen und Sachanlagen 52,3 5.845,9 – Investitionen in Finanzanlagen -244,7 -6.840,4 + Abgänge von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 6.623,4 34.760,1 -149.832,1 -158.457,9 Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit

Veränderung der flüssigen Mittel 57.826,0 -1.002,2
68.301,8 19.292,8
+/– Veränderung der mittel- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 112.401,8 73.892,8
Dividendenausschüttungen/Einlagenrückzahlungen -44.100,0 - 54.600,0

Rentabilitätskennzahlen

2010 2009
EBIT in T€ 73.638,8 75.279,0
EBITDA in T€ 134.343,4 137.491,4
EBIT-Margin in % 13,7 15,8
EBITDA-Margin in % 25,0 28,8
ROE in % 6,6 7,4

Bilanzstruktur

1.872.211,2 1.742.154,4
10,3 7,0
89,7 93,0

Passiva

Summe Passiva in T€ 1.872.211,2 1.742.154,4
Fremdkapital in % 63,1 60,4
Eigenmittel in % 36,9 39,6

Erläuterungen zu den Kennzahlen:

EBIT-Margin

EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT/Betriebsleistung

EBITDA-Margin

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Formel: (EBIT + Abschreibungen)/Betriebsleistung

ROE

(Return on Equity after Tax) Formel: Periodenergebnis/durchschnittliches Eigenkapital (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse) Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus lfd Jahr/2

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind im Berichtsjahr um 34,2 Prozent auf € 140,3 Mio. zurückgegangen. Davon entfallen € 139,0 Mio. auf das Sachanlagevermögen, € 1,1 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte sowie € 0,2 Mio. auf das Finanzanlagevermögen.

Terminalerweiterung VIE-Skylink

Der Großteil der Investitionen entfiel mit € 81,7 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Derzeit entstehen ein neuer Pier mit bis zu 17 gebäudenahen Flugzeugpositionen (sogenannten "Finger") sowie ein neuer Terminal mit zusätzlichen Check-in-Schaltern, einer modernen Gepäcksortieranlage sowie großzügigen Shopping- und Gastronomieflächen. Das Passagierfluss-Konzept auf drei Ebenen mit Vertikalverbindungen sorgt für kurze Wege und überschaubare Distanzen und garantiert auch in Zukunft die wettbewerbsfähige Minimum Connecting Time von 25 Minuten. Andererseits wird damit auch der Trennung von abfliegenden und ankommenden Passagieren entsprochen. Im Sinne des One-Roof-Konzepts schließt die Terminalerweiterung VIE-Skylink direkt an die bestehenden Flächen an und es entsteht ein neues großzügiges Zentrum mit Zugängen zu Bahnverbindungen und Parkhäusern.

Nach der Neuausrichtung des Projekts VIE-Skylink und einer Bauunterbrechung wurden die Aktivitäten im Februar 2010 wieder aufgenommen. Seit dem Sommer arbeiten alle Gewerke intensiv an der planmäßigen baulichen Fertigstellung und die Baustellenumsätze stiegen kontinuierlich. Der Baufortschritt gestaltet sich zufriedenstellend.

Parallel zu den Bauarbeiten wird die Inbetriebnahme des neuen Terminals vorbereitet. Inbetriebnahme-Konzepte wurden erarbeitet und eine Inbetriebnahme-Organisation wurde aufgebaut. Seit dem Sommer finden regelmäßig Workshops zur Vorbereitung der Inbetriebnahme statt. Die Flughafen Wien AG wird dabei von internationalen Experten, die für die Errichtung und Inbetriebnahme von Terminals an internationalen Flughäfen verantwortlich waren, unterstützt. Zur Vorbereitung der Inbetriebnahme wurden mehrere Funktionsverantwortliche und Arbeitsgruppen bestimmt, die in einem ständigen Austausch mit dem Errichtungsteam die planmäßige Inbetriebnahme gewährleisten sollen. Der Probebetrieb soll im 4. Quartal 2011 aufgenommen werden.

Nach der Neuausrichtung des Projekts sind alle Voraussetzungen gegeben, um den Terminplan und den Kostenrahmen einzuhalten. Der Generalablaufplan der Projektsteuerung bestätigt den Rahmenterminplan mit der planmäßigen baulichen Fertigstellung 2011 und gewährleistet die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2012. Auch der vorgesehene Kostenrahmen mit einer Obergrenze von € 830 Mio. kann nach Hochrechnungen der neuen Projektsteuerung eingehalten werden. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers bereits berücksichtigt. Ziel ist es jedoch, diese Obergrenze zu unterschreiten.

Das Vergabeverfahren für einen Totalübernehmer wurde im Berichtszeitraum intensiv vorangetrieben. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wird abhängig vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG getroffen werden.

Zur Vergabe der Shop- und Gastronomieflächen wurden im zweiten Halbjahr 2010 die Gespräche mit den aus dem Tender-Verfahren 2007/2008 erstgereihten Kandidaten wieder aufgenommen. Unter Beibehaltung der Qualitätskriterien des vom Flughafen Wien erarbeiteten Center-Mix konnten die Verträge zur Vergabe der kommerziellen Flächen mit den größten Betreibern unterzeichnet werden.

Weitere Investitionen

Die weiteren Investitionen betrafen den technischen Lärmschutz und Umweltfonds mit € 10,5 Mio., Sicherheitssysteme mit € 6,2 Mio., den Infrastrukturausbau Westerweiterung mit € 2,6 Mio., Sicherheitskontrollstraßen mit € 2,1 Mio. und die Revitalisierung von Busgates mit € 2,1 Mio. In Werbeflächen wurden € 1,8 Mio., in Spezial-, Schlepp- und Ladefahrzeuge € 3,3 Mio. investiert.

2010
81,7
10,5
6,2
3,3
2,6
2,1
2,1
1,8
1,0
0,5

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2010 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Im Geschäftsjahr 2008 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Zinsswap ("Empfange variabel – zahle fix") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Flughafen Wien AG wird in der Risikomanagement-Richtlinie geregelt und hat die Aufgabe die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, systematisch zu identifizieren, zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken zu setzen. Dabei werden alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse berücksichtigt. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Risikomanagement im Generalsekretariat der Flughafen Wien AG steht dem Prozess beratend, unterstützend und koordinierend zur Seite. Zusätzlich unterstützen das Beteiligungsmanagement bzw. das Beteiligungscontrolling den Risikomanagement-Prozess.

Die identifizierten Risiken werden in einer eigenen Datenbank in Form einer Risikolandschaft dokumentiert. Diese Anwendung wird laufend optimiert, um eine für das Unternehmen möglichst effektive und effiziente Nutzung zu gewährleisten. Entsprechende Schritte zur weiteren Verstärkung der systemtechnischen Vernetzung der Risikolandschaft werden geprüft.

Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Damit hat der Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftsverlauf der Flughafen Wien AG wird wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs, die wiederum maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist, beeinflusst. Externe Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder andere externe Schocks (wie z.B. die Lungenkrankheit SARS, Vulkanasche) führen zu einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, können aber von einem einzelnen Unternehmen nicht verhindert werden. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Sicherheitsstandards und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Auf einen solchen möglichen Rückgang des Verkehrsaufkommens könnte die Flughafen Wien AG je nach Intensität und Dauer flexibel mit Kosten- und Preisanpassungen sowie mit einer entsprechenden Adaptierung des Investitionsprogramms reagieren.

Branchenrisiken

Die Positionierung als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Flughafen Wien, wobei diese Drehscheibenfunktion vor allem von der Austrian Airlines Gruppe als größtem Airlinekunden getragen wird. Diese verzeichnete im Berichtsjahr am Flughafen Wien ein Passagierwachstum von insgesamt 12,0 Prozent; das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa stieg sogar um 15,8 Prozent. Die zukünftige Rolle der Austrian Airlines Gruppe innerhalb des Lufthansa-Konzernverbunds ist daher von großer Bedeutung für die Flughafen-Wien-Gruppe. Anpassungen des Flugplans im Zuge der Integration wurden im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossen. Trotz der Tatsache, dass es zwischen Lufthansa, Swiss und der Austrian Airlines Gruppe punktuelle Überschneidungen bei den Osteuropadestinationen gibt, geht der Flughafen Wien davon aus, dass die Austrian Airlines Gruppe ihre Wachstumsstrategie mit dem Fokus Osteuropa fortsetzen wird. In Zukunft wird sich der Flughafen Wien daher noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum positionieren.

Weiters setzt die Austrian Airlines Gruppe unter dem Namen "Austrian Next Generation" ein Konzept um, mit dem das Unternehmen neu ausgerichtet und saniert wird. Dieses Konzept besteht aus drei Säulen: 1) Eine neue aktive Marktstrategie mit den Schwerpunkten erstklassiges Service und verbessertes Flugangebot zu niedrigeren Kosten 2) Die kostenseitige Sanierung durch schlankere Unternehmensstrukturen und 3) Synergien mit dem Lufthansa-Konzern auf den Gebieten Verkauf und Vertrieb.

Die Flughafen Wien AG ist bestrebt, die wirtschaftliche Stellung des Flughafens durch nachhaltige Anreize für Fluglinien, die langfristig Wien-basiertes Wachstum generieren und gleichzeitig den Aufbau, bzw. die Stärkung eines Umsteigesystems (Hub) betreiben, weiter zu entwickeln. Dafür hat die Flughafen Wien AG Vereinbarungen mit Austrian Airlines und NIKI zur weiteren Verbesserung der bestehenden Systempartnerschaften geschlossen.

Der für den Zeitraum 2010 bis 2012 auf den Flughafen Wien entfallende Betrag liegt bei etwa € 17,0 Mio. pro Jahr. Diese Beträge werden aber nur dann voll wirksam, wenn vereinbarte Wachstumsziele erreicht werden.

Ziel dieser neuen Vereinbarungen ist es, gemeinsame Wachstumsperspektiven zu nutzen. Darin enthalten ist die Verlängerung der im Vorjahr beschlossenen Erhöhung des Transfer-Incentive auf € 10,21 pro Passagier, die bis Ende Juni 2010 gegolten hätte. Außerdem wurden im Rahmen dieser Vereinbarungen Maßnahmen getroffen, die zur Flächenoptimierung an der AUA-Basis am Flughafen Wien beitragen. Ebenso wird die Zusammenarbeit im Rahmen der Systempartnerschaft zur Verbesserung von gemeinsamen Kernprozessen verstärkt, mit dem Ziel, die daraus entstehenden Kosten- und Leistungsvorteile zu teilen.

Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 tritt ab 31. März 2011 das Flugabgabegesetz (FlugAbgG) in Kraft. Die Luftfahrtsgesellschaften haben demnach für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe an das Finanzamt zu entrichten. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen € 8 für Inlandsflüge und Kurzstrecke, € 20 für Mittelstrecken- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die mit der Einhebung der Flugabgabe verbundenen möglichen Auswirkungen auf das Passagieraufkommen gilt es zu beobachten.

Marktrisiken und Risiken aufgrund der Kundenstruktur

Der Zusammenschluss sowie die Übernahme von Airlines und deren fortschreitende Konzentration in Allianzen stärken deren Marktmacht.

Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil von 50,9 Prozent an den Gesamtpassagieren der größte Kunde der Flughafen Wien AG. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe Partner ist, beeinflussen den Geschäftserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert. Die strategische Positionierung der Austrian Airlines Gruppe im Rahmen des Lufthansa Konzerns sowie die Umsetzung der Strategie "Austrian Next Generation" bietet interessante Wachstumsperspektiven für die AUA ist aber auch mit Unwägbarkeiten und Unsicherheiten behaftet, die jedenfalls Auswirkungen auf die Luftverkehrsdrehscheibe Wien hätten.

Weiters trägt die Entwicklung der Low-Cost-Carrier zum Wachstum der Flughafen Wien AG bei. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass diese Kunden nicht immer wirtschaftlich solide Partner sind. Im Berichtszeitraum konnte das Verkehrsaufkommen der Low-Cost-Carrier um 4 Prozent gesteigert werden, wobei NIKI mit 27,7 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete. Diese überdurchschnittlichen Wachstumsraten verstärken den Kostendruck auf traditionelle Carrier.

Die Flughafen Wien AG versucht mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Tarifund Incentivemodellen, die allen Fluglinien gleichermaßen zukommen, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Auslastungsrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Rechnet man die Incentives mit ein, liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren unter dem europäischen Durchschnitt.

Bei den Handling-Leistungen wird der Preisdruck der Airlines, bei gleichzeitigem Wunsch nach einer höheren Dienstleistungsqualität, immer stärker. Es werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) vereinbart, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen. Der Flughafen Wien sichert seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards ab. Das Risiko Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren – wie zum Beispiel an Fraport (Ramp Handling) oder Swissport (Fracht) – wird dadurch minimiert. Um die hohen Qualitätsansprüche erfüllen zu können, sind ausreichend Kapazitäten notwendig. Daher wird die Infrastruktur stetig ausgebaut. Der Verlust eines wichtigen Kunden im Bereich Handling würde das Ergebnis entsprechend beeinträchtigen. Auch die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen im Frachtbereich, insbesondere von den asiatischen Carriern Korean und Asiana sowie der ALC (Austrian Lufthansa Cargo) stellt ein Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung dieser Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden wird dieses Risiko möglichst reduziert.

Risiken aus der Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts

Auch die ausländischen Flughafen-Beteiligungen (Malta, Košice und Friedrichshafen) unterliegen im Wesentlichen den beschriebenen Risiken. Ein Konkurs oder andere weitreichende Entwicklungen des jeweiligen Home Carriers sowie die Veränderung von externen Faktoren hätten einen negativen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung des jeweiligen Airports. Auch

politische und regulatorische Risiken wie z.B. die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen, Änderungen in den für den Flughafen relevanten Gesetzen oder Behördenauflagen, die zu zusätzlichen Betriebskosten führen, sind ständig zu beobachten. Solche Einflussfaktoren können die mittelfristige Planung beeinflussen und es ergibt sich das Risiko einer Wertminderung des Investments in einzelne Beteiligungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Investitionsprogramm der Flughafen Wien AG wird überwiegend durch den operativen Cash-Flow sowie durch langfristige Fremdmittel, die fix oder variabel verzinst werden, finanziert. Zur Absicherung der Liquidität und um Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) ihre Fremdmittel um € 200,0 Mio. aufstocken. Weitere € 100,0 Mio. wurden im Jänner 2011 zugezählt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Multi-Tranchen-Schuldscheins in Höhe von € 103,5 Mio. im Jahr 2009, wird die mittelfristige Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen zu günstigen Konditionen gesichert.

Investitionsrisiko

Die Ausbauprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe werden im Rahmen eines Masterplans, der laufend adaptiert wird, definiert und unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikokontrolle erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Sofern durch die Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z.B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt.

Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen reduzieren das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.

Risiken beim Ausbau der Flughafenkapazitäten bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink für das erste Halbjahr 2012 geplant. Im Falle einer späteren Inbetriebnahme besteht das Risiko, dass die Kapazitäten der bestehenden Terminalgebäude nicht ausreichen und das Wachstum am Standort Wien stagniert. Weiters würde eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink zu Verzögerungen bei anderen Investitionsprojekten führen.

Eine Herausforderung stellt auch die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-Gesetz für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein negativer UVP-Bescheid hätte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit dem Focus East.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.

Der Abschluss der Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EG vom 11. März 2009 über Flughafenentgelte in nationales Recht ist in den ersten Monaten des Jahres 2011 zu erwarten.

Nach dieser Richtlinie ist es unter anderem möglich, Non-Aviation Erlöse bei der Tarifberechnung einzubeziehen, den Nutzern im Tarifgenehmigungsverfahren Parteienrechte einzuräumen sowie eine allfällige neue Price-Cap-Regelung einzuführen.

Dies kann nachhaltige Auswirkungen auf das bestehende Tarifsystem der Flughafen Wien AG haben.

Im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehen Auseinandersetzungen aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen. Aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass einzelne Auftragnehmer die Flughafen Wien AG gerichtlich in Anspruch nehmen werden. Eine Quantifizierung eventueller Beendigungsansprüche ist derzeit nicht möglich.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.

Personalrisiken

Motivierte und engagierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe bei. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.

Im Bereich der Sicherheitskontrollen könnte es durch kurzfristige veranlasste Kapazitätserweiterungen aufgrund eines starken Verkehrswachstums zu Engpässen kommen, da Mitarbeiter erst rekrutiert und ausgebildet werden müssen.

Operative Risiken

Die wesentlichsten operativen Risiken im IKT-Bereich (Informations- und Kommunikationstechnologie) gründen unserer Auffassung nach in einem Ausfall eines Kernsystems oder Services (bspw. Netzwerk Infrastruktur), der unmittelbar oder mangels erfolgter Wiederinstandsetzung innerhalb der Toleranzzeiten zu einer Verzögerung im Flugbetrieb oder der Stilllegung dieses mündet. Die Flughafen Wien AG setzt als primäre Notfallmaßnahme hier stark auf Redundanz in Systemen, Infrastruktur und Personen, um Ausfälle tunlichst zu vermeiden. Zur Abrundung ist auf zweiter Ebene ein effektives Datensicherungskonzept implementiert, welches im Anlassfall die rasche Wiederherstellbarkeit von Daten und Systemen sicherstellt. Beide Szenarien werden durch regelmäßige Notfallübungen trainiert und stetig im Ablauf verbessert. Insbesondere wurde 2010 die Redundanz und Ausfallsicherheit im Bereich Netzwerk und Datenspeicher noch weiter angehoben.

Als weiterer Grund für einen weitreichenden Ausfall von Systemen sehen wir physische Beeinträchtigung oder Zerstörung zentraler IKT Infrastruktur durch bspw. Vandalismus, Umweltschäden oder Terrorismus. Durch den Ausbau von Schutzmaßnahmen betreffend Gebäudeinfrastruktur, Zugangskontrollen und Monitoring wird sichergestellt, dass vorsätzliche bzw. unbeabsichtigte Fehlleistungen in kritischen Systemräumen sowie Schäden durch äußere Umwelteinflüsse vermieden bzw. frühzeitig erkannt und durch geeignete Notmaßnahmen zeitnahe adressiert werden. 2010 wurden nach den zentralen Rechenzentren auch weitere System- und Technikräume mit Kontrollmaßnahmen ausgestattet und Abläufe betreffend den Zugang betriebsfremder Personen (Wartung) durch ein Vier-Augen-Prinzip weiter abgesichert sowie Notübungen abgehalten.

Mangelnde Compliance mit regulativen Vorgaben zum Betrieb einer IKT Infrastruktur können behördliche Stilllegungen oder finanziell schmerzhafte Auflagen nach sich ziehen, die schlussendlich auch in einem kurzfristigen Serviceausfall oder dessen Einstellung münden können. Diesem Risiko begegnet die Flughafen Wien AG durch Einsetzung eines speziellen geprüften internen Kontrollsystems im EDV Bereich, dass die Erfüllung der Anforderungen an einen ordnungsgemäßen IKT Betrieb sicher stellt. Das interne Kontrollsystem wurde 2010 erneut horizontal um neue IKT Services erweitert und vertikal durch Einsetzung weiterer Kontrollmaßnahmen verfeinert.

Schadenrisiken

Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Gesamtbewertung der Risikosituation hat ergeben, dass der Fortbestand der Flughafen-Wien-Gruppe auf absehbare Zeit gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt unter dem Gesichtspunkt der Liquidität über genügend Reserven um den Ausbau des Flughafens ohne Verzögerungen voranzutreiben.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der Flughafen Wien AG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.

Einleitung

Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dabei zu unterstützen, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.

Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Der Prozess des internen Kontrollsystems beinhaltet das Kontrollumfeld, die Risikobeurteilung, die Kontrollmaßnahmen, die Information und die Kommunikation sowie die Überwachung. Dabei werden finanz- und rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Diese Kontrollen werden in einer IKS-Datenbank erfasst, welche – neben anderen Auswertungen – die unternehmensweite Abfrage der Wirksamkeit sämtlicher IKS-Kontrollen des Unternehmens ermöglicht. Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens und berichtet direkt an den Gesamtvorstand.

Kontrollumfeld

Die Unternehmenskultur im Rahmen der das Management und die Mitarbeiter operieren, prägt das Kontrollumfeld grundlegend. Die Flughafen Wien AG arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit Anderen sicherzustellen.

Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.

Risikobeurteilung

Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird jährlich der Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinter liegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und -Kontrollen auftreten. Die laufende Evaluierung der von den jeweiligen zuständigen Stellen durchgeführten internen Kontrollmaßnahmen basiert auf einem risikoorientierten Modell. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich änderndes Geschäftsumfeld können ebenso das Risiko eines wesentlichen Fehlers in der Finanzberichterstattung begründen. Die laufende Evaluierung der Risiken sowie die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt anhand der zu diesem Zweck eingerichteten Risikomanagement-Datenbank.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Jahresabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt.

Kontrollmaßnahmen

Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichsund Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch, um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird bzw. diese entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Es liegt in der Verantwortung des Vorstands, dass die Hierarchieebenen derart ausgestaltet sind, dass eine Aktivität nicht von derselben Person durchgeführt und kontrolliert wird, d.h. das Vier-Augen-Prinzip sichergestellt wird.

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Bei der Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems werden die durchzuführenden Kontrollen systematisch erfasst und in der IKS-Datenbank mit verschiedenen Kategorien und Eigenschaften versehen. Dabei wird jedes einzelne Risiko – neben anderen Kriterien – mit der Definition einer Kontrollbeschreibung, der Art der Kontrolle, der Häufigkeit der Durchführung, dem Kontrollkriterium sowie der Kontrolleffektivität bewertet.

Information und Kommunikation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden die Finanzberichterstattung und die in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien wie Bereichs-, Sektoren- und Managementsitzungen regelmäßig diskutiert. In diesen Gremien sind neben dem Management auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen vertreten. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.

Überwachung

Die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.

Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das Topmanagement erhält regelmäßig Finanzberichte wie z.B. monatliche Berichte über die Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der jeweiligen Segmente, der Nettoverschuldung sowie der Forderungen. Parallel dazu wird der Aufsichtsrat regelmäßig über die Finanzierungen der Flughafen-Wien-Gruppe informiert. Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern des Rechnungswesens und dem Gesamtvorstand vor Weiterleitung an die zuständigen internen Gremien vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats einer abschließenden Würdigung unterzogen.

Forschung und Entwicklung

Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die Flughafen Wien AG keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinne. Im Berichtsjahr war der Geschäftsbereich Flughafendienste jedoch bei dem Forschungsprojekt ASaP (Airport Security and Productivity) engagiert, das zum Ziel hat die Produktivität weiter zu optimieren ohne dabei das Sicherheitsniveau zu gefährden. Dieses Forschungsprojekt wird gemeinsam mit dem Institut für empirische Sozialforschung GmbH (IFES), der Alcatel-Lucent Austria AG und dem Austrian Institute of Technology GmbH (AIT) durchgeführt.

Der Servicebereich Informationssysteme der Flughafen Wien AG startete im Jahr 2010 die Umsetzung des Projekts CDM-ISP (Collaboration Decision Making-Information Sharing Platform). Die im Rahmen dieses Projekts zu erstellende Information Sharing Platform stellt die Grundlage für die Einführung des CDM-Prozesses am Flughafen Wien dar. Mit diesem Tool wird dann bei Einführung dieses Prozesses eine exaktere Planung, bessere Analyse und Optimierung der Ressourcen in einer großen Reihe von Fällen möglich sein. Zusammenfassend kann behauptet werden, dass mit CDM ein gemeinsames Verständnis sowie gemeinsame Daten zwischen der Austro Control AG, den verschiedenen Airlines (bspw. Austrian Airlines AG) und der Flughafen Wien AG sowie den Handling-Agents vorliegen werden. In

diesem Zusammenhang lagen die Projektkosten im Jahr 2010 bei € 0,3 Mio. Zudem wurde in die Verbesserung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware investiert.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. In Maßnahmen zum Umweltschutz wurden im Berichtsjahr T€ 913,3 (2009: T€ 799,3) investiert. Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten. Weiters wurde die Umsetzung des im Mediationsvertrag vereinbarten Lärmschutzprogramms Flughafen Wien weiter vorangetrieben. Insgesamt sind rund 11.000 Haushalte anspruchsberechtigt, die Erstellung von Gutachten und die Umbauarbeiten schreiten stetig voran. Das Ziel des Lärmschutzprogramms ist es, die Lebensqualität der Anrainer sowohl im 2-Pisten-System als auch in einem möglichen 3-Pisten-System zu steigern.

2010 2009
Passagieraufkommen 19.691.206 18.114.103
Jahresstromverbrauch in kWh 128.187.468 129.536.376
Jahresstromverbrauch in kWh je Passagier 6,51 7,15
Jahreswärmeverbrauch in MWh 131.218,40 117.943,00
Jahreswärmeverbrauch in MWh je Passagier 0,0067 0,0065
Jahreswasserverbrauch in m³ 745.771 604.650
Jahreswasserverbrauch in m³ je Passagier 0,038 0,033
Jahresabwasserentsorgung in m³ 683.876 581.434
Jahresabwasserentsorgung in m³ je Passagier 0,035 0,032
Restmüll LFZ in kg 999.990 1.012.540
Restmüll LFZ in kg je Passagier 0,051 0,056
Altpapier VIE in kg 1.782.280 1.881.560
Altpapier VIE in kg je Passagier 0,09 0,10
Alu/Dosen/Metall VIE in kg 5.630 9.646
Alu/Dosen/Metall VIE in kg je Passagier 0,0003 0,0005
Biogene Abfälle VIE in kg 195.160 202.440
Biogene Abfälle VIE in kg je Passagier 0,010 0,011
Glas VIE in kg 85.364 78.794
Glas VIE in kg je Passagier 0,004 0,004
Kunststoffverpackungen VIE in kg 160.540 168.895
Kunststoffverpackungen VIE in kg je Passagier 0,008 0,009
Gefährlicher Abfall VIE in kg 118.733 186.079
Gefährlicher Abfall VIE in kg je Passagier 0,006 0,010
Recyclinganteil in % 88,6 90,0

Umweltrelevante Kennzahlen der Flughafen Wien AG im Überblick

Arbeitnehmerbelange

Aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens erhöhte sich der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen Wien AG um 169 Beschäftigte und liegt mit 3.247 etwa auf dem Stand von 2008. Die größten Zuwächse waren in den Bereichen Handling und Abfertigungsdienste zu verzeichnen. Hier waren Personalaufnahmen notwendig, um die gestiegenen Mengen, die Verschiebung von Spitzen und den vermehrten Aufwand bei größeren Flugzeugen bewältigen zu können. Weiters wurden im Technischen Bereich, bei den Informationssystemen und im Bereich VIE-Skylink neue Mitarbeiter aufgenommen.

Im Berichtsjahr stieg die Kennzahl Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter aufgrund der starken Verkehrsentwicklung um 7,9 Prozent auf 6.686 Einheiten.

2010 Veränderung in % 2009 2008
Lehrlinge 52 20,1 43 36
Verkehrseinheiten pro MitarbeiterIn 6.686 7,9 6.194 6.624
Durchschnittsalter in Jahren 39,2 0,0 39,2 38,6
Betriebszugehörigkeit in Jahren 10,3 -1,0 10,4 9,8
Anteil Frauen in % 12,3 -5,4 13,0 12,7
Aufwendungen für Weiterbildung in € 1.055.000 8,4 973.000 1.072.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 165 34,1 123 149
Quote der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter 49,6 32,3 37,5 44,9

Mitarbeiter

Motivation und Unternehmensidentifikation

Um die Unternehmensidentifikation zu erhöhen und die Motivation zu fördern, bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern eine Vielzahl an freiwilligen Sozialleistungen. Als Ergänzung zur gesetzlichen Pensionsversicherung und zu einer eventuellen privaten Altersversorgung werden vom Unternehmen 2,5 Prozent eines Monatsbezugs je Mitarbeiter an eine betriebliche Pensionskasse überwiesen. Dem jeweiligen Dienstnehmer wird die Möglichkeit geboten, mit einem Betrag in selber Höhe selbst Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Auch leistet das Unternehmen Unterstützungszahlungen beim Abschluss von zusätzlichen Unfall-, Kranken- bzw. Pensionsversicherungen an die Mitarbeiter.

Weiters wird ein kostenloser Werkverkehr mit dem City Airport Train (CAT) sowie Bussen in die Umlandgemeinden angeboten. Im Jahr 2010 investierte die Flughafen Wien AG dafür insgesamt € 785.000. Der gewährte Essenszuschuss von € 1 pro Arbeitstag beläuft sich in Summe auf € 544.000. Der vom Unternehmen geförderte Kultur- und Sportverein bietet Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote bei ausgewählten Partnern in der Umgebung des Flughafen Wien.

Die Flughafen Wien AG möchte nicht auf die Kreativität ihrer Mitarbeiter verzichten und ruft sie im Sinne eines ständigen Verbesserungsprozesses auf, ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge im betrieblichen Vorschlagswesen einzubringen. Jeder in die Praxis umgesetzte Verbesserungsvorschlag wird von einer Bewertungskommission prämiert. Die Mitarbeiterzeitung "Blockzeit", die vier Mal im Jahr erscheint, informiert über Neuigkeiten und Veränderungen im Unternehmen. Stellenausschreibungen, aktuelle flughafenspezifische Themen sowie spezielle Angebote finden die Mitarbeiter im Intranet.

Leistungsorientierte Entlohnung

Die Entlohnung der Vorstandsmitglieder und der Mitarbeiter der ersten und zweiten Managementebene beinhaltet eine erfolgsabhängige Gehaltskomponente. Die Höhe dieser variablen Vergütung bemisst sich an der Erreichung finanzieller sowie qualitativer Ziele – so hängt etwa die Vergütung der Bereichsleiter auch vom Ergebnis der Kundenbefragung ab. Ein Aktienoptionsprogramm ist nicht eingerichtet.

Arbeitsstiftung

Die Flughafen Wien AG ist seit Juni 2009 Mitglied der offenen Arbeitsstiftung Steyr, welche bereits 1993 gegründet wurde und namhafte Mitgliedsunternehmen aus ganz Österreich umfasst. Ziel dieser offenen Arbeitsstiftung ist die zielorientierte Begleitung bei der beruflichen Reintegration von Arbeitnehmern, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die Flughafen Wien AG sieht diesen Beitritt als strategische Personalmaßnahme und bringt damit zum Ausdruck, dass sie als Arbeitgeber auch für ehemals Beschäftigte Verantwortung übernimmt. Im Berichtsjahr wurde insgesamt fünf Mitarbeitern der Eintritt in die offene Arbeitsstiftung Steyr ermöglicht.

Mitarbeiterstiftung

Um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter der Flughafen Wien AG direkt am Unternehmenserfolg teilhaben, wurde im Jahr 2000 eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. Sie hält 10 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG und hat den Zweck, den Ertrag aus dieser Beteiligung im Jahr des Zuflusses an die Mitarbeiter der Flughafen Wien AG auszuschütten. Im Berichtsjahr wurde – analog zur Dividendenausschüttung rückwirkend für das Geschäftsjahr 2009 – ein Betrag in Höhe von rund € 4,41 Mio. ausbezahlt. Das entspricht pro Mitarbeiter 60,72 Prozent des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgt entsprechend der jährlichen Bruttobasisbezüge. Der Stiftungsvorstand, der Beirat und der Stiftungsprüfer bilden die in der Satzung definierten und von der Flughafen Wien AG völlig unabhängig agierenden Organe der Mitarbeiterstiftung.

Gesundheit und Arbeitssicherheit

Die dem Bereich Flughafendienste zugeordneten Präventivdienste, bestehend aus Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit, haben die Aufgabe bei der Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen zu beraten und zu unterstützen. Dazu finden unter anderem regelmäßige Arbeitsplatzbegehungen sowie Gespräche mit einzelnen Mitarbeitern oder -gruppen statt. Die Schwerpunkte im Berichtsjahr lagen auf den bereits bewährten Aktionen "Sicherheit an 1. Stelle – Safety Karl", der "Mobilen Getränkeversorgung" sowie dem Seminar "Gesunder Rücken" und Raucherentwöhnprogrammen. Angeboten und von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werden auch Vorsorgeuntersuchungen, Erste-Hilfe-Grund- und Refresherkurse sowie Impfaktionen.

Trotz der vielen Initiativen war das Jahr 2010 aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes kein erfreuliches, denn die seit dem Jahre 2000 sinkende Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist angestiegen. Dieser Zuwachs hat unterschiedliche Ursachen. Unter anderem haben die Bedingungen des extrem heißen Juli aber auch des frühen Winters Ende November/Anfang Dezember Anteil an dieser Entwicklung. Der Flughafen Wien nimmt diese Entwicklung ernst und unternimmt alles um Unfälle zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Die Unfallursachen werden bereichsspezifisch im Detail analysiert, um entsprechende technische, organisatorische und persönliche Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen.

Arbeitsunfälle Veränderung
2010 in % 2009 2008 2007
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 165 +34,1 123 149 161
1.000 Mitarbeiter-Quote 49,6 +32,3 37,5 44,9 50,6

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalbeteiligungen an der Gesellschaft über 10 Prozent

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Aktienrückkauf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Sowohl das EIB-(European Investment Bank) Darlehen in Höhe von € 400 Mio., ein Schuldschein-Darlehen in Höhe von € 103,5 Mio. und auch die ULSG-(Unternehmensliquiditätsstärku ngsgesetz) Finanzierung in Höhe von € 300 Mio. wurden unter der sogenannten "Change of Control Klausel" abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 803,5 Mio. wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 653,5 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslands Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Entschädigungsvereinbarungen bei öffentlichem Übernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Für 2011 erwarten Wirtschaftsforscher eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz, wobei sich die Märkte unterschiedlich schnell entwickeln und der Aufschwung im Euroraum weniger dynamisch verlaufen wird als in der übrigen Welt. Während für Österreich bis 2015 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent prognostiziert wird, sollen die "neuen" EU-Staaten um 3,7 Prozent wachsen und für die Weltwirtschaft wird ein durchschnittliches Wachstum von 4,5 Prozent bis 2015 erwartet. Einhergehend mit der wirtschaftlichen Entwicklung wird auch für den Luftverkehr mit einem weiteren Wachstum gerechnet, wobei das Wachstum weniger stark als 2010 ausfallen dürfte. Im Durchschnitt erwarten Experten bis 2020 einen jährlichen Passagieranstieg von 4,2 Prozent.

Für das Jahr 2011 prognostiziert die Flughafen Wien AG einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, plus 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Bewegungen von 2,0 Prozent.

Der Projektplan der Flughafen-Wien-Gruppe sieht im Jahr 2011 ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von € 344,6 Mio. vor. Dieses beinhaltet auch den nicht aktivierungsfähigen Projektaufwand in Höhe von € 14,9 Mio., womit sich ein reines Investitionsvolumen in Höhe von € 329,7 Mio. exklusive Bauzeitzinsen ergibt.

Nachtragsbericht

Im Jänner 2011 setzte sich die positive Entwicklung der Verkehrszahlen fort. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2010 um 6,7 Prozent auf insgesamt 1.282.574 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 0,7 Prozent, das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 12,8 Prozent und das Frachtaufkommen erhöhte sich um 0,6 Prozent. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 4,6 Prozent.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: +1,29 Prozent
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: +1,68 Prozent
  • Infrastrukturtarif Betankung: +1,80 Prozent

Damit bietet der Flughafen Wien weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur.

Im Jänner 2011 wurden € 100 Mio. aus der im Berichtsjahr im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes abgeschlossenen Finanzierung zugezählt.

Schwechat, am 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Abschluss 2010 der Flughafen Wien AG

Bilanz der Flughafen Wien AG

zum 31.12.2010

Aktiva 31.12.2010 in € 31.12.2009 in T€
A) Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 6.752.037,78 7.107,0
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 452.403.963,23 467.030,5
2. Technische Anlagen und Maschinen 187.416.482,80 210.243,2
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.816.584,35 43.431,1
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 734.092.498,14 628.227,3
Summe II 1.414.729.528,52 1.348.932,1
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 191.895.660,40 191.825,7
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 51.778.523,73 55.886,9
3. Beteiligungen 9.121.723,50 9.053,3
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 450.000,00 500,0
5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 4.372.237,97 5.722,1
6. Sonstige Ausleihungen 1.051.319,97 1.002,7
Summe III 258.669.465,57 263.990,7
Summe A) 1.680.151.031,87 1.620.029,8
B) Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 4.298.220,95 3.124,6
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.376.688,06 31.729,3
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.065.902,74 3.652,0
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 127.343,62 139,4
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 11.383.505,85 18.226,9
Summe II 63.953.440,27 53.747,6
III. Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 61.392.133,76 61.392,1
Summe III 61.392.133,76 61.392,1
IV. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten 59.939.394,01 2.113,4
Summe B) 189.583.188,99 120.377,8
C) Rechnungsabgrenzungsposten 2.476.980,74 1.746,7
Summe Aktiva 1.872.211.201,60 1.742.154,4
Passiva 31.12.2010 in € 31.12.2009 in T€
A) Eigenkapital
I. Grundkapital 152.670.000,00 152.670,0
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 117.657.318,52 117.657,3
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 2.579.158,88 2.579,2
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 363.400.888,90 361.800,9
Summe III 365.980.047,78 364.380,0
IV. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag: € 4.992,94; VJ: T€ 9,9 42.004.250,90 44.105,0
Summe A) 678.311.617,20 678.812,4
B) Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve aufgrund von
Sonderabschreibungen 9.671.383,52 8.027,0
2. Sonstige unversteuerte Rücklagen 170.602,10 170,6
Summe B) 9.841.985,62 8.197,6
C) Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 2.450.985,15 3.475,0
D) Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 58.102.501,00 50.563,1
2. Rückstellungen für Pensionen 19.254.835,34 22.735,6
3. Sonstige Rückstellungen 126.768.235,55 98.252,2
Summe D) 204.125.571,89 171.551,0
E) Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 491.124.989,16 578.723,2
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 526.345,35 364,7
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.194.157,77 96.530,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 356.334.370,28 139.834,7
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.424.837,47 5.835,2
6. Sonstige Verbindlichkeiten,
davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 0,0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
€ 6.084.617,73; VJ: T€ 3.811,2 40.443.162,04 30.969,8
Summe E) 950.047.862,07 852.257,6
F) Rechnungsabgrenzungsposten 27.433.179,67 27.860,8
Summe Passiva 1.872.211.201,60 1.742.154,4
Haftungsverhältnisse 92.147.945,68 87.620,5

Gewinn- und Verlustrechnung der Flughafen Wien AG

vom 1.1. bis 31.12.2010

1.1.–31.12.2010 1.1.–31.12.2009
in € in T€
1. Umsatzerlöse 522.545.634,17 465.312,4
2. Aktivierte Eigenleistungen 4.634.157,82 4.471,6
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 46.686,67 62,0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.163.925,14 3.736,8
c) Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen
aus öffentlichen Mitteln 1.024.001,44 1.354,8
d) Übrige 3.303.431,91 2.214,9
Summe 3. 9.538.045,16 7.368,5
Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) 536.717.837,15 477.152,4
4. Aufwendungen für Material und
sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 37.313.621,71 32.925,6
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.059.585,03 1.747,3
Summe 4. 66.373.206,74 34.673,0
5. Personalaufwand
a) Löhne 82.618.874,23 74.207,8
b) Gehälter 61.851.945,58 58.987,5
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 16.207.672,56 8.546,7
d) Aufwendungen für Altersversorgung 8.039.384,94 3.461,7
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 39.780.715,15 37.384,4
f) Sonstige Sozialaufwendungen 2.112.399,41 2.049,3
Summe 5. 210.610.991,87 184.637,4
6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 60.704.554,61 62.212,4
1.1.–31.12.2010 1.1.–31.12.2009
(Fortsetzung) in € in T€
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen 303.437,21 355,3
b) Übrige 125.086.819,09 119.995,3
Summe 7. 125.390.256,30 120.350,6
Summe 4.–7. 463.079.009,52 401.873,4
8. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 7) 73.638.827,63 75.279,0
9. Erträge aus Beteiligungen,
davon aus verbundenen Unternehmen: € 13.632.913,77
VJ: T€ 10.130,1 13.712.353,77 10.169,3
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.702.593,64
VJ: T€ 2.265,4 1.707.587,94 2.302,3
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen: € 732.366,80
VJ: T€ 384,2 3.973.102,62 3.856,3
12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen 1.057.461,42 982,6
13. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren
des Umlaufvermögens
davon Abschreibungen: € 0,0; VJ: T€ 1.109,1 5.562.420,29 1.457,6
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen: € 6.512.454,52
VJ: T€ 3.259,0 30.320.786,69 27.495,3
15. Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 9 bis 14) -15.432.701,23 -11.642,5
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 58.206.126,40 63.636,5
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.962.500,00 -12.242,5
18. Jahresüberschuss 45.243.626,40 51.394,0
19. Auflösung unversteuerter Rücklagen 1.453,19 2,6
20. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 1.645.821,63 1.790,4
21. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 1.600.000,00 5.511,2
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.992,94 9,9
23. Bilanzgewinn 42.004.250,90 44.105,0

Anhang zum Jahresabschluss 2010 der Flughafen Wien AG

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2010 der Flughafen Wien AG

Allgemeine Angaben

Der Abschluss basiert auf den derzeit geltenden unternehmensrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Er wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung erstellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

Rechtliche Verhältnisse

Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31.12.2010 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Größenklasse

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs 3 UGB.

Gliederungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 224 ff UGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.

Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.

Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel beim immateriellen Anlagevermögen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 bis 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und den damit zusammenhängenden Prüfungserfordernissen bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungsund Herstellungskosten der Anlagen in Bau. Die Unsicherheiten sind dadurch begründet, dass die Prüfungen der von dritter Seite für die Anlagen in Bau erbrachten Leistungen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses noch im Laufen sind. Sollten sich Beanstandungen der erbrachten Leistungen ergeben, können daraus Anpassungen der aktivierten Beträge resultieren.

Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungsoder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Von der Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 (2) UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen.

Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Zins- und Fremdwährungssicherungsgeschäfte werden bei der Bewertung der originären Finanzinstrumente berücksichtigt. Die Änderungen der Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen qualifizieren, werden bei auftretenden Verlusten erfolgswirksam erfasst.

Zinsswap

Zur Absicherung künftiger Zinssteigerungen wurde im Jahr 2008 ein Festzinsswap mit einem Nominale von T€ 10.000,0 und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestand ein negativer Marktwert, daher wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die Bewertung des Zinsswap wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der uns zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.

Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
in T€ 2010 2010 2009 2009
EUR -457,4 -457,4 -573,8 -573,8

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 91.508,8 (2009: T€ 90.469,4).

Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 730,6 (2009: T€ 786,4) sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC-Holding) mit einem Betrag von T€ 253,6 (2009: T€ 0,0) vorgenommen. Von den Ausleihungen sind T€ 2.607,0 (2009: T€ 2.610,9) innerhalb eines Jahres fällig.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Buchwert Buchwert
in T€ 2010 2009
Aktien 494,9 494,9
Sonstige 3.877,3 5.227,2
4.372,2 5.722,1

Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus den Rückdeckungsversicherungen (Pension) enthalten (T€ 3.739,6). Davon sind T€ 2.506,4 verpfändet.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung wegen mangelnder Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 4.108,9 (2009: T€ 10.248,7).

Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.

Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.376,7 31.729,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.065,9 3.652,0
Forderungen an assoziierte Unternehmen 127,3 139,4
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 11.276,7 18.115,6
Summe 63.846,6 53.636,3

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 106,8 111,3
Summe 106,8 111,3

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Kreditkartenabrechnungen in der Höhe von T€ 1.437,2 und Zinsabgrenzungen in der Höhe von T€ 920,7 enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:

Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Forderungen aus Steuern 7.790,4 13.351,6
Forderungen an Kreditkartenunternehmen 1.437,2 1.552,4
Zinsabgrenzungen 920,7 916,4
Forderungen für Bezugsvorschüsse 453,9 454,6
Übrige sonstige Forderungen 781,3 1.951,8
Summe 11.383,5 18.226,9

Eigene Aktien

Das Unternehmen hält zum 31.12.2010 keine eigenen Aktien.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Buchwert Kurswert Buchwert Kurswert
in T€ 2010 2010 2009 2009
GF 7 Fonds 32.492,1 34.401,0 32.492,1 33.984,7
RZB Anleihe (nachrangig) 8.900,0 9.950,0 8.900,0 8.900,0
RLB NÖ Ergänzungskapital 20.000,0 21.066,0 20.000,0 21.050,0
61.392,1 65.417,0 61.392,1 63.934,7

Im Geschäftsjahr waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens Zuschreibungen in Höhe von T€ 2.958,9 möglich (Vorjahr: unterlassene Zuschreibungen T€ 1.492,6).

Zur Erzielung günstigerer Konditionen bei der Aufnahme von Barvorlagen wurde der GF 7 Fonds mit T€ 34.401,0 (2009: T€ 33.984,7) an die Bank Austria verpfändet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 7.858,2 (2009: T€ 6.858,5).

Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31.12.2010 auf € 152.670.000,00. Es ist zerlegt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien.

Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 361.800,9 um T€ 1.600,0 auf T€ 363.400,9.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 42.004,3 (2009: T€ 44.105,0).

Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:

in T€

Bilanzgewinn zum 31.12.2009 44.105,0
Gewinnausschüttung -44.100,0
+ Jahresüberschuss 45.243,6
+ Auflösung unversteuerter Rücklagen 1,5
Zuweisung unversteuerte Rücklagen -1.645,8
Dotierung Gewinnrücklage -1.600,0
Bilanzgewinn zum 31.12.2010 42.004,3

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung dargestellt.

Rückstellungen

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 4,5 Prozent (2009: 5,3%) nach der "projected unit credit method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, gemischter Bestand zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,77 Prozent (2009: 3,7%) angenommen. Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von 1 Dienstjahr (12,0%) bis 19 Dienstjahre (0,25%) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19), mit einem Zinsfuß von 4,5 Prozent (2009: 5,3%) nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, "Angestellte", zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,77 Prozent (2009: 3,7%), als Pensionstrend eine von 2,14 Prozent (2009: 2,12%) angenommen. Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von

1 Dienstjahr (12,0%) bis 19 Dienstjahre (0,25%) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 12.869,1 (2009: T€ 10.702,2), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 12.840,5 (2009: T€ 11.172,8), nicht konsumierter Urlaub T€ 8.337,5 (2009: T€ 9.362,7), Prämien für das Berichtsjahr T€ 2.203,0 (2009: T€ 1.949,7), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 56.523,8 (2009: T€ 44.774,7), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 17.812,3 (2009: T€ 7.588,1) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in der Höhe von T€ 5.562,4.

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS 19) mit einem Zinsfuß von 4,5 Prozent (2009: 5,3%), nach der "projected unit credit method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationstafeln AVÖ 2008-P, gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,77 Prozent (2009: 3,7%) angenommen.Fluktuationsabschläge wurden gestaffelt von 1 Dienstjahr (12,0%) bis 19 Dienstjahre (0,50%) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
-------------------------------- --
Beträge in T€ 2010 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 204,0 95.151,6
Erhaltene Anzahlungen 526,3 364,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.194,2 96.530,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.834,4 36.334,7
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 4.424,8 5.835,2
Sonstige Verbindlichkeiten 28.901,6 11.507,5
Summe 144.085,3 245.723,7

Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre

Beträge in T€ 2010 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.170,0 5.400,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 303.500,0 103.500,0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.541,5 19.462,3
Summe 346.211,5 128.362,9
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Beträge in T€ 2010 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 459.751,0 478.171,0
Summe 459.751,0 478.171,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit T€ 303.500,00 aus Finanzierungstätigkeit sowie aus der Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagtem Bankguthaben.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 7.280,5 (2009: T€ 5.149,5) aus der Abrechnung Dezember 2010 bzw. 2009, Guthaben von Kunden in der Höhe von T€ 2.379,0 (2009: T€ 1.181,4 ), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6.084,6 (2009: T€ 3.811,2), sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 232,6 (2009: T€ 237,2) die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 26.090,6 (2009: T€ 27.045,1).

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbands Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet VIE für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 4.316,2.

Die Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H., die zu 100 Prozent im Besitz des Konzerns steht, hat im Dezember 2005 einen Leasingvertrag mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Werftanlagen am Flughafen Wien abgeschlossen. Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung der variablen Leasingraten in Höhe von derzeit monatlich rund T€ 411,0 und T€ 35,5 über eine Restlaufzeit von 15 Jahren bzw. 18 Jahren, sowie für die jährliche Bauzinszahlung in der Höhe von T€ 427,3 über eine Laufzeit von 15 Jahren. Bis zum Laufzeitende wurde eine Gesamthaftung von T€ 87.831,7 unter der Bilanz angesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 188,0 Mio. (2009: € 104,4 Mio.).

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:

Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre
Beträge in T€ 2011 2011–2015
Verbindlichkeiten aus Operating Leasing Geschäften 2.790,8 9.036,9
Summe 2.790,8 9.036,9

Die Flughafen Wien AG haftet gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem Schuldscheindarlehen des verbundenen Unternehmens VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von T€ 103.500,0.

Gegenüber der BAWAG/PSK, Hypo NOE Gruppe Bank AG, Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, Raiffeisen Landesbank Niederösterreich, Raiffeisenbank International und der Unicredit Bank Austria haftet die Flughafen Wien AG für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem ULSG Finanzierungsprogramm für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von maximal T€ 300.000,0.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Airporterträge 197.637,6 193.947,3
Abfertigungserträge 155.349,3 136.063,5
Aviation-Umsatz 352.986,9 330.010,8
Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge 100.156,1 92.329,4
Übrige Erträge 69.402,6 42.972,1
Non Aviation-Umsatz 169.558,7 135.301,6
Umsatzerlöse gesamt 522.545,6 465.312,4
davon an verbundene Unternehmen 13.410,3 13.098,9

Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung, Erträge aus Sicherheitsdienstleistungen sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.

Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 7,0 Prozent (T€ 22.976,1) gegenüber dem Vorjahr geht sowohl auf die erhöhten Airporterträge als auch auf den Anstieg der Abfertigungserträge zurück.

Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 25,3 Prozent (T€ 34.257,2) gegenüber dem Vorjahr und resultiert vor allem aus der Zunahme der Erträge aus Sicherheitsdienstleistungen um T€ 27.385,1 auf T€ 29.412,9 sowie der Miet-, Pacht- und Nutzungserträge und der Parkerträge.

Die Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln resultieren aus den Abschreibungen bzw. dem Abgang der mit vollen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzten Vermögensgegenstände. Die Auflösung der in den Vorjahren gebildeten Investitionszuwachsprämie gem § 108e EStG ist in Höhe von T€ 766,1 (2009: T€ 766,1) enthalten.

Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 14,1 Prozent auf T€ 210.611,0 (2009: T€ 184.637,4). Der Anstieg ist hauptsächlich auf die aufgrund der Steigerung der Mitarbeiterzahl, der kollektivvertraglichen Erhöhungen sowie der verminderten Auflösung der Rückstellung für nicht verbrauchte Urlaube, gestiegenen Aufwendungen für Löhne um T€ 8.411,0 auf T€ 82.618,9 sowie dem Zuwachs bei den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen um T€ 5.714,5 auf T€ 10.389,8 zurückzuführen. Bei den Gehaltsaufwendungen kam es zu einem Anstieg um 4,9 Prozent in der Höhe von T€ 2.864,5 auf T€ 61.851,9. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen nahmen um T€ 6.524,1 auf T€ 13.857,3 zu.

Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:

Aufwendungen für Abfertigungen Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Dotierung Abfertigungsrückstellung 7.539,4 2.539,6
Zahlungen für Abfertigungen 7.723,9 5.236,5
Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse 944,4 770,7
Summe Aufwendungen für Abfertigungen 16.207,7 8.546,7

Die Abschreibungen verringerten sich um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Leistungen von verbundenen Unternehmen 40.302,5 39.715,6
Marketing und Marktkommunikation 26.138,8 19.195,9
Instandhaltungen 18.565,2 15.473,2
Fremdleistungen 12.207,3 10.841,3
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 11.617,8 8.460,5
Miete und Pacht 3.642,4 2.449,0
Versicherungsaufwand 3.372,7 2.931,3
Sonstiger Betriebsaufwand 2.071,5 10.594,1
Fahrt-, Reise- und Ausbildungskosten 1.726,5 1.588,1
Post- und Telekomaufwand 1.474,8 1.576,3
Zuweisung zu Wertberichtigung zu Forderungen 703,7 4.679,6
Transporte 701,8 206,3
Übrige Aufwendungen 2.865,2 2.639,2
Summe 125.390,3 120.350,6

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betragen in Summe T€ 374,3 (Vorjahr T€ 215,3), wovon T€ 90,0 auf die Prüfung des Jahresabschlusses (Vorjahr T€ 88,3) und T€ 284,3 (Vorjahr T€ 127,0) auf andere Leistungen entfallen.

Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ -15.432,7 (2009: T€ -11.642,5) und setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzerfolg Flughafen Wien AG

Beträge in T€ 2010 2009
Erträge aus Beteiligungen 13.712,4 10.169,3
davon aus verbundenen Unternehmen 13.632,9 10.130,1
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 1.707,6 2.302,3
davon aus verbundenen Unternehmen 1.702,6 2.265,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.973,1 3.856,3
davon aus verbundenen Unternehmen 732,4 384,2
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 1.057,5 982,6
davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.027,3 786,4
Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des
Umlaufvermögens -5.562,4 -1.457,6
davon aus verbundenen Unternehmen -5.562,4 -310,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.320,8 -27.495,3
davon aus verbundenen Unternehmen -6.512,5 -3.259,0
Summe -15.432,7 -11.642,5

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.632,8 (2009: T€ 1.430,1) enthalten.

Im Abschlussjahr waren Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in der Höhe von T€ 5.562,4 zu verzeichnen (2009: T€ 1.457,6). Die Aufwendungen 2010 resultieren aus einer Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsgesmbH. von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option".

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stiegen um T€ 720,0 auf T€ 12.962,5.

Die rechnerische Ertragsteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 14.551,5. Die tatsächliche Steuerquote 2010 liegt mit 22,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahreswerts von 19,2 Prozent.

Der Steueraufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr aufgrund des Steuerausgleichs in der Unternehmensgruppe um T€ 2.190,0.

Es wurde wie im Vorjahr kein Abgrenzungsposten für aktivierbare Steuerabgrenzungen gemäß § 198 (10) UGB gebildet.

Sonstige Angaben

Organe und Arbeitnehmer

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:

Johannes CORETH, Generaldirektor-Stellvertreter Niederösterreichische Versicherung i. R. Dr. Christoph HERBST, Rechtsanwalt (ruhend ab 1.1.2011) Dr. Franz LAUER, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung, i. R. Hans-Jörgen MANSTEIN, Manstein Zeitschriftenverlag GesmbH Komm.Rat Prof. Alfons METZGER, Metzger Realitäten Gruppe Dkfm. Alfred REITER, Vorstandsvorsitzender Investkredit Bank AG i.R. Komm.Rat Karl SAMSTAG, Generaldirektor a.D. Bank Austria Creditanstalt AG Komm.Rat Dr. Karl SKYBA, Generaldirektor a.D. Wiener Stadtwerke Holding AG Komm.Rat Dr. Burkhard HOFER, Generaldirektor EVN AG

Vom Betriebsrat wurden delegiert:

Ing. Manfred BIEGLER, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Thomas SCHÄFFER, stellvertretender Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Dieter ROZBORIL, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Karl HROMADKA, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Heinz WESSELY, Arbeiterbetriebsrat

Als Aufsichtsratsvorsitzender fungierte:

Dr. Christoph HERBST (ruhend ab 1.1.2011)

Als dessen Stellvertreter wirkten:

Komm.Rat Karl SAMSTAG (Stellvertreter des Vorsitzenden ab 1.1.2011) Dkfm. Alfred REITER

Vertreter der Aufsichtsbehörde war:

Ministerialrat Dr. Rolf A. NEIDHART (bis 31.12.2010) Ministerialrat Mag. Dr. Christine ROSE (ab 1.1.2011)

Als Vorstandsdirektoren wirkten im Geschäftsjahr 2010:

Mag. Herbert KAUFMANN, Vorstandsmitglied, Sprecher des Vorstands (bis 31.12.2010) Ing. Gerhard SCHMID, Vorstandsmitglied Komm.Rat Ernest GABMANN, Vorstandsmitglied Dr. Christoph HERBST, Vorstandsvorsitzender (ab 1.1.2011)

Gesamtprokuristen waren im Geschäftsjahr 2010:

Direktor Ernest EISNER Mag. Franz IMLINGER Dr. Johannes FREILER, MBA (bis 31.12.2010) DI Werner HACKENBERG MMag. Michael HÖFERER Mag. Friedrich LEHR, MBA Direktor Karl SCHLEINZER Direktor Michael TMEJ Michael KOCHWALTER (bis 18.2.2010) DI Norbert STEINER Mag. Christoph LEHR Mag. Andreas SCHADENHOFER (ab 29.6.2010)

Der durchschnittliche Personalstand betrug:

Flughafen Wien AG1) 2010 2009
Arbeiter 2.222 2.165
Angestellte 1.061 1.071
Arbeitnehmer insgesamt 3.283 3.236

1) ohne Vorstandsmitglieder

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 folgende Vergütungen:

2010 2010 2010 2010 2009
erfolgsab-
fixe hängige Sach- Gesamt- Gesamt
in T€ Bezüge Bezüge bezüge bezüge bezüge
Mag. Herbert Kaufmann 254,1 84,6 7,5 346,2 406,4
Ing. Gerhard Schmid 254,1 84,6 7,5 346,2 406,4
Komm. Rat Ernest Gabmann 254,1 70,5 7,2 331,9 217,2
Mag. Christian Domany 0,0 0,0 0,0 0,0 340,8
762,4 239,8 22,1 1.024,3 1.370,7

Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2009, die im Jahr 2010 ausbezahlt wurden.

Im Berichtsjahr wurden Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 4,0 Mio. an eine Pensionskasse übertragen.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 630,8 (2009: T€ 675,6).

Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 2.932,4 (2009: T€ 791.4), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 21.314,6 (2009: T€ 10.541,5) an.

Die Aufwendungen für Sitzungsgelder und Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2010 T€ 121,6 (2009: T€ 160,4).

An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.

Schwechat, 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines

möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 28. Februar 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Jänner 2010 bis 31. Dezember 2010

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte

Stand Zugänge
Posten des Anlagevermögens in € 1.1.2010 direkt Umbuchung
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und Rechte 26.632.005,13 1.109.635,91 191.034,78
2. Geschäfts(Firmen)wert 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe 26.632.005,13 1.109.635,91 191.034,78
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 656.821.232,36 3.039.230,32 727.543,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 650.771.671,94 5.377.998,08 1.763.568,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 173.435.867,08 10.603.128,72 66.394,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 628.227.328,67 119.933.082,49 -2.748.540,97
Summe 2.109.256.100,05 138.953.439,61 -191.034,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 194.495.660,40 70.000,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.862.545,41 0,00 0,00
3. Beteiligungen 9.052.943,50 68.400,00 0,00
4. Sonstige Beteiligungen 380,00 0,00 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 500.000,00 0,00 0,00
6. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 5.722.139,47 86.568,77 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 1.271.796,34 19.728,28 0,00
Summe 271.905.465,12 244.697,05 0,00
Gesamt 2.407.793.570,30 140.307.772,57 0,00
Buchwerte
Kumulierte
Abschreibungen
31.12.2010
Stand
31.12.2010
Stand
1.1.2010
Abschreibung
Geschäftsjahr
Zuschreibung
Geschäftsjahr
19.821.323,19
0,00
6.752.037,78 0,00 7.106.971,49
0,00
1.653.989,75
0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
19.821.323,19 6.752.037,78 7.106.971,49 1.653.989,75 0,00
204.569.891,93 452.403.963,23 467.030.528,02 18.087.970,27 0,00
464.492.753,15 187.416.482,80 210.243.161,23 27.777.275,48 0,00
133.696.115,64 40.816.584,35 43.431.109,95 13.185.319,11 0,00
0,00 734.092.498,14 628.227.328,67 0,00 0,00
802.758.760,72 1.414.729.528,52 1.348.932.127,87 59.050.564,86 0,00
2.670.000,00 191.895.660,40 191.825.660,40 0,00 0,00
3.991.465,33 51.778.523,73 55.886.895,96 0,00 -984.184,12
0,00 9.121.343,50 9.052.943,50 0,00 0,00
0,00 380,00 380,00 0,00 0,00
0,00 450.000,00 500.000,00 0,00 0,00
0,00 4.372.237,97 5.722.139,47 0,00 0,00
225.995,96 1.051.319,97 1.002.688,96 0,00 -43.111,42
6.887.461,29 258.669.465,57 263.990.708,29 0,00 -1.027.295,54
829.467.545,20 1.680.151.031,87 1.620.029.807,65 60.704.554,61 -1.027.295,54

Entwicklung der Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen

Anlage 2 zum Anhang

Stand Verbrauch zur
Deckung der
direkten
Auflösung
zu abge-
gangenen
Stand
in € 1.1.2010 Abschreibung Anlagen Dotierung 31.12.2010
I. Sachanlagen
1. Grundstücke
und Bauten 1.216.157,01 0,00 0,00 11.675,99 1.227.833,00
2. Technische Anlagen
und Maschinen 823.191,14 0,00 0,00 271.783,52 1.094.974,66
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 962.460,56 0,00 0,00 1.362.362,11 2.324.822,67
Summe 3.001.808,71 0,00 0,00 1.645.821,62 4.647.630,33
Gesamt 3.001.808,71 0,00 0,00 1.645.821,62 4.647.630,33

Entwicklung der Bewertungsreserve aufgrund von Übertragung stiller Reserven gemäß § 12 ESTG

Anlage 3 zum Anhang

Verbrauch zur
Deckung der
Stand direkten Stand
in € 1.1.2010 Abschreibung Dotierung 31.12.2010
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.025.206,37 1.453,18 0,00 5.023.753,19
Gesamt 5.025.206,37 1.453,18 0,00 5.023.753,19

Entwicklung der sonstigen unversteuerten Rücklagen

Stand Stand
in € 1.1.2010 Auflösung Dotierung 31.12.2010
Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG
1994 5.412,31 0,00 0,00 5.412,31
1996 4.647,35 0,00 0,00 4.647,35
1997 452,57 0,00 0,00 452,57
1998 886,72 0,00 0,00 886,72
2000 159.203,15 0,00 0,00 159.203,15
Gesamt 170.602,10 0,00 0,00 170.602,10

Anlage 4 zum Anhang

Entwicklung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Anlage 5 zum Anhang

Stand Stand
in € 1.1.2010 Abgang Auflösung Dotierung 31.12.2010
I. Sachanlagen
1. Grundstücke
und Bauten 2.113.401,40 0,00 232.645,97 0,00 1.880.755,43
2. Technische Anlagen
und Maschinen 480.098,43 0,00 242.160,56 0,00 237.937,87
Gesamt 2.593.499,83 0,00 474.806,53 0,00 2.118.693,30

Entwicklung der Investitionszuwachsprämie

Anlage 6 zum Anhang

Stand Stand
in € 1.1.2010 Abgang Auflösung 31.12.2010
Investitionszuwachsprämie
gemäß § 108e EStG
2003 216.902,67 0,00 216.902,67 0,00
2004 664.584,09 0,00 332.292,24 332.291,85
Gesamt 881.486,76 0,00 549.194,91 332.291,85

Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Anlage 7 zum Anhang

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
Aufgabe
der
IVW
umfasst
die
gewerbliche
Vermietung
von
Wirtschaftsgütern,
insbesondere
Immobilien sowie
den
Erwerb
von
Liegenschaften
und
Gebäuden
am
Gelände
der
Flughafen
Wien
AG.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 84.967,5 84.808,8 158,6 0,2

Umsatzerlöse 15.774,3 15.748,5 25,8 0,2 Jahresüberschuss 7.654,6 7.495,8 158,9 2,1

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Diese
Gesellschaft
bietet
ein
Komplettserviceprogramm
für
alle
Sparten
der
Allgemeinen
Luftfahrt,
insbesondere
aber
für
die
Business
Aviation
an.
Die
wesentlichen
Umsatzträger
sind
das
Private
Aircraft
Handling
sowie
die
Erfüllungsgehilfen
tätigkeit
für
die
Flughafen
Wien
AG
im
Rahmen
der
Abfertigung
der
Luftfahrzeuge
im
Rahmen
der
General
Aviation
(inkl.
Betankung
und
Hangarierung).
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 5.583,4 5.583,4 0,0 0,0
Umsatzerlöse 11.354,9 11.260,0 94,9 0,8
Jahresüberschuss 1.645,7 1.432,1 213,7 14,9

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
Gesellschaft
erbringt
Dienstleistungen
am
Elektroanla
gensektor.
Weiters
ist
sie
tätig
in
der
Errichtung
von
elektrischen
Anlagen
und
Versorgungsein
richtungen,
überwiegend
an
technischen
Einrichtungen
flughafenspezifischer
Prägung
und
in

der Installation elektrischer Infrastruktur.

in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 2.346,8 1.798,6 548,2 30,5
Umsatzerlöse 10.993,8 9.913,3 1.080,5 10,9
Jahresüberschuss 1.048,4 495,4 553,0 111,6

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
VIAS
ist
für
die
Durchführung
der
Sicherheitskontrollen
(Personen-
und
Handgepäckskontrollen)
im
Auftrag
der
Flughafen
Wien
AG
zuständig.
Darüber
hinaus
erbringt
sie
Leistungen
für
andere
Kunden
aus
der
Luftfahrtbranche
(Rollstuhltrans
porte,
Großgepäckskontrollen,
Dokumentenkontrolle
etc.).
Die
Gesellschaft
nimmt
über
ihre
in-
und
ausländischen
Beteiligungen
an
Ausschreibungen
von
Sicherheitsleistungen
für
Flughäfen
teil.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 8.673,6 8.963,2 -289,6 -3,2
Umsatzerlöse 34.533,8 32.748,0 1.785,8 5,5
Jahresüberschuss 1.207,1 1.453,3 -246,2 -16,9

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
Gesellschaft
dient
als
Holding
für
die
Tochtergesellschaf
ten
BPIB,
VOPE,
MAZUR
&
VWTC,
welche
ihren
Geschäftszweck
im
Ankauf,
der
Entwicklung
und
Vermarktung
der
in
ihrem
Eigentum
stehenden
Liegenschaften
haben.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 49.941,3 48.819,2 1.122,1 2,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresüberschuss 1.122,1 775,4 346,7 44,7

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Akquisition
und
Beteiligung internationaler Tochtergesell
schaften
und
Beteiligungen,
Mitwirkung
bei
internationalen Flughafen-Privatisierungen.
Die
Gesellschaft
dient
als
Holding
für
die
Tochtergesellschaft
VINT.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 57.547,4 57.467,8 79,5 0,1
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresüberschuss 2.092,5 2.006,7 85,9 4,3

Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIE-BBI), in Liquidation

Sitz: 12529 Schönefeld, Deutschland
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
VIE
BBI
ist
an
der
Entwicklungsgesellschaft
BBIP
Berlin-Brandenburg
International
Partner
GmbH
&
CoKG
beteiligt,
die
für
die
Verfolgung
des
Projekts
"Flughafen
Berlin"
tätig
war.
Die
Gesellschaft
befindet
sich
seit
September
2008
in
Liquidation.
in T€ 2009
Eigenkapital 1.340,0
Umsatzerlöse 0,0
Jahresfehlbetrag -0,5

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H (VIE-Shops)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Planung,
Entwicklung,
Vermarktung und
Betrieb
von
Geschäften
auf
Flughäfen
im
In-
und
Ausland.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 12,3 17,8 -5,6 -31,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresfehlbetrag -5,6 -3,1 -2,5 -82,0

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 50,1% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Betrieb
des City-Airport-Express
als
Eisenbahnverkehrsunter
nehmen
auf
der
Strecke
Wien-Mitte
und
Flughafen
Schwechat
sowie
der
Betrieb
von
Check-In
Einrichtungen
am
Bahnhof
Wien-Mitte
verbunden mit
der
Gepäcklogistik
für Flugpassagiere;
die
Beratung
von
Dritten
betreffend
die
Organisation und
Durchführung
von Verkehrsanbindun
gen
zwischen
Städten
und
Flughäfen.
in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 11.904,3 11.617,4 286,8 2,5
Umsatzerlöse 9.309,6 9.052,6 257,0 2,8
Jahresüberschuss 289,3 89,1 200,1 224,5

Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. (APBF)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 25% + 1 Anteil VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Die
Gesellschaft
ist
im
Bereich
der Flughafen-Bodenabferti
gung
am
Flughafen
Wien
tätig.
in T€ 20101) 20092) Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital -157,1 -510,5 353,4 69,2
Umsatzerlöse 6.184,5 5.298,8 885,7 16,7
Jahresüberschuss 353,9 132,7 221,2 166,7

1) vorläufige Werte, 2) angepasst an endgültige Werte

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 49% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Zuweisung
und
Akkordierung
von
Zeitnischen
in
Übereinstim
mung
mit
den
gesetzlichen
Bestimmungen,
den
von
der
IATA
definierten
Prinzipien
sowie
den
sonstigen
anwendbaren
gesetzlichen
Bestimmungen
und
die
Realisierung
von
allen
mit
dem
Unternehmenszweck
direkt
oder
indirekt
verbundenen
Tätigkeiten.
in T€ 2010 20091) Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 693,6 665,2 28,4 4,3
Umsatzerlöse 874,5 966,5 -92,0 -9,5
Jahresüberschuss 52,0 164,7 -112,6 -68,4

1) angepasst an endgültige Werte

BTS Holding a.s. (BTSH)

IFRS-Werte in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
halten.
Flughäfen.
Die
Gesellschaft
sollte
zudem
die
geplante
Beteiligung
am
Flughafen Bratislava
Gegenstand
des
Unternehmens:
Erbringung
von
Service-
und
Beratungsleistungen für
Kapitalanteil: 47,7% VIE
Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Eigenkapital 1.222,0 1.383,6 -161,6 -11,7
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Jahresfehlbetrag -161,6 -73,1 -88,6 -121,2

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil: 47,7% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Unternehmenszweck
der
Gesellschaft
ist,
neben
der
Haltung
der
Beteiligung
von
66
Prozent
am
Flughafen
Košice,
die
Erbringung
von
Beratungsleistungen.
IFRS-Werte in T€ 2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 42.293,9 41.521,5 772,4 1,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.

Indien Airports Holding GmbH (VIND)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 26% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen
an
Flughafen-Projekten
insbesondere in
Indien.
2010 2009 Veränd. Veränd. in %
Eigenkapital 41,6 68,5 -26,9 -39,2
Umsatzerlöse 0,0 68,2 -68,2 -100,0

Jahresfehlbetrag -3,3 31,4 -34,7 -110,6

VIE ÖBA GmbH (OEBA)

Sitz: 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil: 100,00% VIE
Gegenstand
des
Unternehmens:
Erbringung
von
Bauleistungen
und
Baudienstleistungen
aller
Art,
unter
anderem
für
Bauprojekte
der
Flughafen
Wien
AG
bzw.
anderer
Auftraggeber.
in T€ 20101)
Eigenkapital -22,5
Umsatzerlöse 1.870,0
Jahresfehlbetrag -45,1

1) Rumpfgeschäftsjahr – 2010 gegründet

Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB)

1300 Flughafen Wien
100,00% VIE
20101)
33,4
353,3
-1,6

1) Rumpfgeschäftsjahr – 2010 gegründet

VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH)

Sitz: Malta Kapitalanteil: 99,95% VIE, 0,05% VIAB Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd.

IFRS-Werte in T€ 2010 20091) Veränd. Veränd. in %
Vermögenswerte 978,9 10,9 957,3 8.754,0
Schulden 0,0 32,5 -43,2 -132,9
Eigenkapital 978,9 -21,6 1.000,4 -4.642,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 n.a.
Periodenergebnis 1.575,4 -23,6 1.599,0 -6.789,2

1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Schwechat, am 28. Februar 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Impressum

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001 www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Mario Santi Tel.: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]

Pressestelle

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen.

Dies ist ein Mensalia-Bericht.

www.viennaairport.com

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