Annual Report • Mar 27, 2008
Annual Report
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| Flughafen-Wien-Gruppe | |
|---|---|
| Konzernlagebericht | 2 |
| Gesamtwirtschaftliches Umfeld | 2 |
| Verkehrsentwicklung | 4 |
| Umsatzentwicklung | 7 |
| Ertragslage | 10 |
| Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur | 16 |
| Investitionen | 19 |
| Finanzinstrumente | 20 |
| Forschung und Entwicklung | 20 |
| Zweigniederlassungen | 20 |
| Offenlegung gemäß § 243a UGB | 21 |
| Risiken | 23 |
| Prognosebericht | 24 |
| Nachtragsbericht | 25 |
| Konzernabschluss | 26 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 26 |
| Konzern-Bilanz | 27 |
| Konzern-Geldflussrechnung | 28 |
| Aufstellung der erfassten Gewinne und Verluste | 29 |
| Entwicklung Konzern-Eigenkapital | 30 |
| Konzern-Anhang | 32 |
| Bestätigungsvermerk | 101 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 103 |
| Einzelabschluss der Flughafen Wien AG 2007 nach UGB | |
| Lagebericht | 105 |
| Bilanz | 129 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 131 |
| Anhang | 133 |
| Bestätigungsvermerk | 146 |
| Anlagen zum Anhang | 148 |
| Anlagenspiegel | 148 |
| Unversteuerte Rücklagen und Investitionszuschüsse | 150 |
| Beteiligungen | 151 |
| Erklärung des Vorstands | 156 |
|---|---|
| ------------------------- | ----- |
Der Geschäftsverlauf eines Flughafens wird auch von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der internationalen Verflechtung seines Einzugsgebiets bestimmt. Ebenso wirkt sich die private Kaufkraft über das damit verbundene Reiseverhalten aus.
Laut vorläufigen Daten des WIFO ging das Wirtschaftswachstum des Euroraums im Jahr 2007 leicht von 2,9 Prozent auf 2,6 Prozent zurück. Während sich in Deutschland, Frankreich und Italien eine leichte Konjunktureintrübung abzeichnete, konnte in Österreich der Wachstumskurs mit einem Anstieg des realen BIP von 3,4 Prozent (2006: 3,3%) fortgesetzt werden. Einmal mehr bildete die starke Exportleistung, die sowohl dem schwachen Dollar als auch hohen Rohstoffkosten erfolgreich trotzte, die treibende Kraft dieser Entwicklung. Die meisten neuen EU-Mitgliedsländer im Osten und Südosten Europas konnten ihre prosperierende Entwicklung auch im Jahr 2007 fortsetzen. Während Tschechien einen BIP-Anstieg von 5,8 Prozent ausweist und die Slowakei einen Anstieg von 8,7 Prozent, musste Ungarn ein Abflachen der Wachstumsdynamik von 3,9 Prozent auf 2,0 Prozent verzeichnen. In den USA vermochte selbst eine deutliche Lockerung der Zinspolitik durch die Notenbank FED eine Abschwächung der Konjunktur auf 2,1 Prozent nach 2,9 Prozent nicht zu verhindern.
Ein Mehrjahresvergleich des österreichischen BIP-Wachstums mit der Entwicklung des Passagier- und Frachtaufkommens des Flughafen Wien verdeutlicht die Abnahme der Korrelation während der letzten Jahre. Die kräftige Entwicklung der österreichischen Exportwirtschaft, die wirtschaftliche Dynamik der angrenzenden Nachbarstaaten, aber auch die zunehmende Bedeutung der Low-Cost-Carrier verringerten die Abhängigkeit zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Unterstützt durch die Verlagerung der Schengen-Grenzen und die starke wirtschaftliche Entwicklung erwarten wir auch in Zukunft starke Wachstumsimpulse aus unseren östlichen EU-Nachbarländern. Unsere Position als wichtigster Flughafen dieser prosperierenden Region werden wir mit gezielten Aktivitäten verteidigen und weiter ausbauen.
Mit rund 121,4 Millionen Nächtigungen konnte die österreichische Tourismuswirtschaft im Jahr 2007 einen Anstieg von 1,7 Prozent verbuchen; die Anzahl der Gäste stieg um 3,3 Prozent auf 31,1 Millionen. Der Wiener Städtetourismus verzeichnete nach einem Plus von 3,4 Prozent auf 9,7 Millionen Nächtigungen das fünfte Rekordjahr in Folge.
Nach dem durch 9/11 verursachten Einbruch im Jahr 2001 verzeichnet der europäische Luftverkehr einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Die Erweiterung der Europäischen Union stimulierte das Reiseaufkommen ebenso wie die zunehmende Bedeutung der Low-Cost-Carrier. Das Passagieraufkommen des Flughafen Wien wächst schon seit mehreren Jahren stärker als der europäische Durchschnitt.
| Passagiere | Veränderung zu | Flug- | Veränderung zu | |
|---|---|---|---|---|
| in Tausend | 2006 in % | bewegungen | 2006 in % | |
| London1) | 127.064,1 | 1,3 | 925.996 | 1,1 |
| Paris2) | 86.360,1 | 4,7 | 776.801 | 1,9 |
| Frankfurt | 54.161,9 | 2,6 | 479.469 | 1,1 |
| Madrid | 52.156,1 | 14,0 | 498.809 | 11,3 |
| Amsterdam | 47.793,6 | 3,7 | 435.973 | 3,0 |
| Rom3) | 38.207,5 | 9,2 | 369.145 | 5,2 |
| München | 33.959,4 | 10,4 | 406.594 | 5,3 |
| Mailand4) | 33.811,8 | 7,5 | 364.053 | 4,7 |
| Zürich | 20.687,0 | 7,8 | 223.806 | 0,9 |
| Wien | 18.768,5 | 11,3 | 254.870 | 7,3 |
| Prag | 12.478,1 | 7,7 | 171.276 | 5,1 |
| Budapest | 8.580,7 | 4,0 | 116.866 | -2,0 |
1) London Heathrow, Gatwick und Stansted
2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly
3) Fiumicino, Campino
4) Malpensa, Linate Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2007
Aufgrund seiner geografischen Lage profitiert der Flughafen Wien von der prosperierenden Entwicklung der zentral- und osteuropäischen Volkswirtschaften und der engen Vernetzung österreichischer Unternehmen mit diesen Märkten. Sein Einzugsgebiet zählt etwa 14 Millionen Einwohner und erstreckt sich über den Osten Österreichs sowie Teile Ungarns, Tschechiens, der Slowakei und Sloweniens.
Im Geschäftsjahr 2007 konnte der Flughafen Wien die Anzahl seiner Passagiere um 11,3 Prozent auf 18,8 Millionen steigern; der gesamteuropäische Durchschnitt weist ein Plus von 6,5 Prozent auf. Das Höchstabfluggewicht verzeichnete einen Anstieg von 8,6 Prozent, die Flugbewegungen von 7,3 Prozent. Die umgeschlagene Gesamtfracht war mit 272.362 Tonnen um 2,5 Prozent höher als im Vorjahr, wobei die Luftfracht einen Anstieg von 2,1 Prozent auf 191.789 Tonnen und das Trucking eine Steigerung von 3,4 Prozent auf 80.573 Tonnen erzielten.
Seine Spitzenrolle als Ost-West-Drehscheibe konnte der Flughafen Wien 2007 weiter festigen. Die vom Flughafen Wien aus angeflogenen 48 Osteuropa-Destinationen weisen in Summe ein Passagierplus von 24,8 Prozent aus. Mit einem Zuwachs von 18,5 Prozent war auch die Verkehrsentwicklung in den Nahen und Mittleren Osten überdurchschnittlich stark. Die Low-Cost-Carrier lieferten auch 2007 wichtige Wachstumsimpulse, steigerten sie doch ihr Passagieraufkommen um 57,2 Prozent auf rund 3,5 Millionen. Ihr Anteil an der gesamten Passagieranzahl des Flughafen Wien erhöhte sich damit von 13,2 Prozent auf 18,7 Prozent.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde der Flughafen Wien von 68 Linienfluggesellschaften angeflogen, die in Summe mit 192 Liniendestinationen 96,0 Prozent des Gesamtpassagieraufkommens generierten. Das größte Passagieraufkommen verzeichnete die Destination Frankfurt mit 432.811 Fluggästen, gefolgt von London mit 400.831 und Paris mit 359.469 Passagieren. Bei den Osteuropa-Destinationen führt Moskau die Reihung mit 150.327 Passagieren an, vor Bukarest mit 148.310 und Sofia mit 128.482 Fluggästen. Auf der Langstrecke steht 2007 Bangkok mit 107.156 Fluggästen an der Spitze, gefolgt von Washington mit 82.823 und Tokio mit 81.496 Passagieren.
Bei den Low-Cost-Carrier führt Air Berlin mit 1.257.972 Passagieren, vor NIKI mit 1.033.343 beförderten Fluggästen und SkyEurope mit 633.663 Passagieren. Im Geschäftsjahr 2007 wurde der Flughafen Wien von acht Low-Cost-Gesellschaften regelmäßig angeflogen.
Trotz eines Rückgangs von 13,3 Prozent auf 74.625 Passagiere führte die Destination Antalya auch 2007 den Charterverkehr an. Weit abgeschlagen folgen Hurghada, Monastir und Heraklion.
Die Austrian Airlines Gruppe profitierte 2007 von ihrem strategischen Fokus auf die Destinationen Zentral- und Osteuropas, Asiens und des Nahen und Mittleren Ostens und konnte eine positive Verkehrsentwicklung verzeichnen. Sie führt das Ranking der Airlines nach Passagieranteilen an, wenngleich sich der Anteil von 57,0 Prozent des Vorjahres auf 52,6 Prozent reduzierte. Mit 6,7 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen nimmt Air Berlin den zweiten Rang ein, gefolgt von NIKI mit 5,5 Prozent, Lufthansa mit 5,3 Prozent und Sky-Europe mit 3,4 Prozent.
1) Abfliegende Passagiere
konzernlagebericht
Die am Flughafen Wien per 1.1.2007 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden aufgrund der seit mehreren Jahren geltenden – und zuletzt 2006 leicht adaptierten – Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.
Auch für den Tarifantrag per 1.1.2007 hat sich die Flughafen Wien AG entschlossen, die Absenkungen aus den passagierbezogenen Tarifen zur Gänze erlösneutral auf den Landetarif umzulegen, um den Fluggesellschaften eine kostengünstigere Tarifstruktur anzubieten und ihr Auslastungsrisiko vermehrt mitzutragen.
Erstmals wird in der Tarifordnung per 1.1.2007 zwischen einem Landetarif für Passagierflüge und einem Landetarif für Frachtflüge unterschieden. Notwendig wurde diese Aufteilung durch die zuvor beschriebene und zum dritten Mal durchgeführte Umschichtung der Absenkung aus den passagierbezogenen Tarifen auf den allgemeingültigen Landetarif. Es erschien angebracht, diese Umschichtung ausschließlich für Passagierflüge anzuwenden.
Daraus resultieren per 1.1.2007 folgende Änderungen:
| Landetarif für Passagierflüge: | -1,38% |
|---|---|
| Landetarif für Frachtflüge: | +0,1% |
| Infrastrukturtarif Airside: | +0,1% |
| Fluggasttarif und Infrastrukturtarif Landside: | unverändert |
| Infrastrukturtarif Betankung: | -2,02% |
Die Tarife der General Aviation wurden gemäß Indexformel wie folgt angepasst:
| Landetarif General Aviation: | +0,1% |
|---|---|
| Fluggasttarif General Aviation: | -0,73% |
| Infrastrukturtarif Betankung: | -2,02% |
Zur Stärkung der Transfer-Funktion wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab Oktober 2007 bis Mai 2008 um € 0,55 anzuheben. Die Refundierung an jene Fluglinien, die die Hub-Funktion des Flughafen Wien mittragen, beträgt daher für diesen Zeitraum € 8,76 pro abfliegenden Transferpassagier. Die weiteren Incentiveprogramme zur Förderung der Hub-Funktion – der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive – wurden 2007 fortgesetzt.
Der Flughafen Wien hat im Jahr 2007 € 656.500 (2006: € 610.000) für Umweltschutzmaßnahmen verwendet. Neben unternehmensinternen Anstrengungen zur Optimierung der Ver- und Entsorgung von Ressourcen werden vor allem die Themenbereiche Lärmund Schadstoffemission fokussiert, um die Beeinflussung des angrenzenden Umfelds möglichst gering zu halten. Das im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm löste im Jahr 2006 das bis dahin freiwillig angebotene Förderungsprogramm zum Einbau von Lärmschutzfenstern ab. Für die erste Jahreshälfte 2008 ist der Start der baulichen Maßnahmen dieses Programms geplant. Zudem wurde die Anzahl der Luftgütemessungen im Berichtsjahr erhöht, um noch gezielter einen etwaigen Handlungsbedarf erkennen zu können.
Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2007 4.087 (2006: 3.834) Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Region. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich zum einen in der erfreulichen Verkehrsentwicklung, ist zum Teil aber auch auf die Verstärkung der Sicherheitsdienstleistungen zurückzuführen. Für die Mitarbeiter sind unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsprogramme eingerichtet, die auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht nehmen.
Einen wichtigen Stellenwert nehmen auch die Themenbereiche Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsförderung ein. Die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter stieg 2007 zwar leicht von 154 (2006) auf 161 an, die meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Flugbewegungen nahmen hingegen um 3 Prozent ab. Das Spektrum der freiwillig angebotenen Sozialleistungen reicht vom betriebseigenen Kindergarten, kostenlosen Werkverkehr bis hin zu Unterstützungszahlungen für Zusatzunfall- und Zusatzkrankenversicherungen.
Die Flughafen-Wien-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2007 die Umsatzerlöse um 12,4 Prozent auf € 521,4 Mio. steigern. Der im Vergleich zur Verkehrsentwicklung überproportionale Anstieg erklärt sich durch die ausgezeichnete Entwicklung des Segments Non-Aviation, aber auch die Segmente Airport und Handling konnten deutliche Steigerungen erzielen.
Mit einem Umsatzanteil von 46,5 Prozent bildet das Segment Airport unverändert den stärksten Geschäftsbereich, wobei sich der Anteil um 0,9 Prozentpunkte erhöhte. Das Segment Handling folgt mit einem Umsatzanteil von 28,2 Prozent, um 1,9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Dank nachhaltiger Umsatzzuwächse konnte das Segment Non-Aviation seinen Anteil am Gesamtumsatz der Flughafen-Wien-Gruppe um 1,0 Prozentpunkte auf 25,3 Prozent steigern.
Trotz Tarifsenkungen konnte das Segment Airport einen im Vergleich zur Verkehrsentwicklung überproportionalen Umsatzanstieg von 14,6 Prozent auf € 242,2 Mio. erzielen. Die Flughafentarife (Lande-, Fluggast- und Infrastrukturtarif) wirken über die Verkehrsentwicklung direkt in den Geschäftsverlauf des Segments ein. Bei den Passagieren konnte 2007 ein Plus von 11,3 Prozent verzeichnet werden, 7,3 Prozent bei den Flugbewegungen und 8,6 Prozent beim für die Berechnung des Landetarifs maßgeblichen Höchstabfluggewicht.
Die Auslastung der Flugzeuge stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 69,2 Prozent an. In Summe wurden um 1,9 Millionen Passagiere mehr als im Vorjahr gezählt. Von diesem Wachstum ist den Low-Cost-Carrier ein Anteil von rund 66,7 Prozent, der Austrian Airlines Gruppe von knapp 13,6 Prozent und etwa 19,7 Prozent den restlichen Fluggesellschaften zuzuordnen. Der Anteil der Austrian Airlines Gruppe an der Gesamtpassagierzahl ging somit von 57,0 Prozent auf 52,6 Prozent zurück. Der Anteil der Low-Cost-Carrier hingegen stieg um 5,5 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent – ihr Passagierwachstum belief sich auf 57,2 Prozent.
Das Segment Handling erzielte im Geschäftsjahr 2007 trotz witterungsbedingt geringerer Flugzeugenteisungsleistungen und des anhaltend starken Wettbewerbs eine Umsatzsteigerung um 5,3 Prozent auf € 147,0 Mio. Hauptverantwortlich für diese positive Entwicklung waren der Anstieg der abgefertigten Fracht um 2,5 Prozent, das Plus an Abfertigungsvorgängen von 6,6 Prozent (Linien- und Charter-Verkehr) sowie das verstärkte Abfertigungsvolumen im Bereich des General Aviation Center.
Die Bereiche Vorfeldabfertigung und Verkehrsabfertigung erwirtschafteten einen Umsatzanstieg von 3,6 Prozent, die Frachtabfertigung einen von 2,8 Prozent und die General Aviation einen Anstieg von 34,6 Prozent. Auf der Kundenseite wurden die größten Zuwächse mit SkyEurope, Austrian Airlines Gruppe, NIKI und der Air Berlin erzielt. Der durchschnittliche Marktanteil ging im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf 89,0 Prozent zurück.
Das Segment Non-Aviation konnte in der Berichtsperiode 2007 einen überdurchschnittlichen Anstieg der Umsatzerlöse um 17,2 Prozent auf € 132,2 Mio. erzielen. Die wichtigsten Faktoren dieser Entwicklung bildeten wie schon im Vorjahr die Bereiche Sicherheit, Parkierung und Vermietung. Die Umsatzerlöse aus Sicherheitsleistungen konnten um 18,9 Prozent gesteigert werden. Per 6. November 2006 trat eine EU-Verordnung betreffend Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck in Kraft, was sich ebenso auf den Geschäftsverlauf auswirkte wie die im Wesentlichen erst im zweiten Halbjahr 2006 erfolgte Inbetriebnahme zusätzlicher Kontrollstraßen im Pier Ost.
Die Umsatzerlöse aus Parkierung konnten dank höherer Kapazitäten und Preisanpassungen bei Kurzparkern um 16,8 Prozent verbessert werden. Durch den Erwerb des Bürogebäudes World Trade Center (nunmehr Office Park 3) und die Eröffnung des Office Park 2 im zweiten Halbjahr 2007 konnten die Mieterlöse im Vorjahresvergleich um € 4,9 Mio. gesteigert werden. Die originären Umsätze der Shop- und Gastronomiebetreiber verzeichneten gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 11,9 Prozent.
Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres in der Regel geringere Ergebnisse erzielt als im zweiten und dritten Quartal, die von der Urlaubssaison in Europa profitieren. Im Geschäftsjahr 2007 war jedoch das vierte Quartal, in dem 27,5 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet wurden, das umsatzstärkste, gefolgt vom dritten Quartal mit 26,5 Prozent, dem zweiten Quartal mit 24,8 Prozent und dem ersten mit 21,3 Prozent. Zurückzuführen ist diese Normabweichung auf die Verkehrsaufnahme neuer Fluglinien sowie auf Frequenzerhöhungen und neue Destinationen, die vorwiegend von Low-Cost-Carrier im vierten Quartal 2007 erfolgten.
Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe lässt sich für das Geschäftsjahr 2007 wie folgt zusammenfassen:
Aufgrund eines Anstiegs der sonstigen betrieblichen Erträge um 7,1 Prozent auf € 14,3 Mio. entwickelte sich die Betriebsleistung mit einem Plus von 12,3 Prozent auf € 535,7 Mio. proportional zum Umsatzplus von 12,4 Prozent. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vorwiegend aus der teilweisen Auflösung der Rücklage für Währungsumrechnungen in Höhe von € 2,6 Mio., die mit der Kapitalrückführung der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava, möglich wurde. Die von der Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH erbrachten, aktivierungspflichtigen Leistungen für die Flughafen Wien AG gingen um € 0,5 Mio. zurück.
Die Erhöhung der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um 7,3 Prozent auf € 37,0 Mio. begründet sich im Wesentlichen durch im Vorjahresvergleich gestiegene Kosten für Strom und Fernwärme sowie durch an Kunden weiterverrechnete bezogene Leistungen. Die Aufwendungen für Enteisungsmittel waren aufgrund des milden Winters deutlich geringer als im Vorjahr.
Im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2007 ist eine Rückstellungsdotierung in Höhe von € 6,0 Mio. für Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit den Zwischenergebnissen der Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen enthalten. Der Anstieg der um diesen Betrag bereinigten Personalaufwendungen um 4,8 Prozent auf € 207,4 Mio. ist auf einen im Vorjahresvergleich höheren Beschäftigtenstand und auf kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Im Rahmen des Kollektivvertragsabschlusses 2007 der Flughafen Wien AG wurden Einmalzahlungen in Höhe von € 2,3 Mio. ausbezahlt, die zwar im Jahr 2007 ergebniswirksam waren, aber keine langfristigen Belastungen auslösen. Zudem musste die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter vor allem aufgrund der Ausweitung der Sicherheitsdienstleistungen und der positiven Verkehrsentwicklung um 6,6 Prozent auf 4.087 erhöht werden.
Die Aufwendungen für Überstunden konnten damit jedoch gesenkt werden. Vorwiegend bedingt durch den Anstieg der Sicherheitsleistungen sind dem Segment Non-Aviation 73,6 Prozent des Personalzuwachses zuzuschreiben, 27,1 Prozent dem Segment Handling. Im Segment Airport hingegen ging der durchschnittliche Personalstand um 1,1 Prozent zurück. In den Verwaltungsbereichen stieg die Mitarbeiteranzahl um 1,5 Prozent. Gemessen an den Verkehrseinheiten je Mitarbeiter konnte die bereits ausgezeichnete Produktivität der Flughafen Wien AG im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent erhöht werden.
Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 25,5 Prozent auf € 94,4 Mio. ist insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für Marketing und Fremdleistungen sowie auf höhere Vorsorgen für Forderungsausfälle zurückzuführen.
| 2007 | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|
| Airport | 69,3 | 66,7 | 67,1 |
| Handling | 10,2 | 11,5 | 15,0 |
| Non-Aviation | 31,3 | 33,4 | 33,9 |
| Konzern-EBITDA | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| nicht zuordenbar | -10,8 | -11,6 | -16,0 |
Das nicht zuordenbare Ergebnis entfällt im Wesentlichen auf Verwaltungsaufwendungen.
11
Entwicklung Abschreibungen und Investitionen in € Mio.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte im Geschäftsjahr 2007 um 12,6 Prozent auf € 191,0 Mio. verbessert werden. Das Segment Airport lieferte mit € 132,3 Mio. (+16,8%) den größten EBITDA-Beitrag, gefolgt vom Segment Non-Aviation mit € 59,7 Mio. (+5,4%). Trotz des Anstiegs der Personalaufwendungen konnte das Segment Handling das EBITDA mit € 19,4 Mio. auf Vorjahresniveau halten.
Die Abschreibungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (inklusive als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) stiegen im Vorjahresvergleich um 7,1 Prozent auf € 70,6 Mio. Ausgelöst wurde dieser Anstieg durch das hohe Investitionsvolumen, die Inbetriebnahme von Großprojekten wie dem Hangar 6 im zweiten Halbjahr 2006, die unterjährige Inbetriebnahme des Office Park 2 sowie durch den Erwerb des Bürogebäudes World Trade Center (nunmehr: Office Park 3). Die Abschreibungsaufwendungen beinhalten auch außerplanmäßige Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten infolge eingeschränkter betrieblicher und technischer Verwertbarkeit. In der Berichtsperiode 2007 wurden € 193,8 Mio. in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (inklusive als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) investiert. Die Investitionen liegen damit um 274,3 Prozent über dem Wert der korrespondierenden Abschreibungsaufwendungen, was die hohe Investitionsbereitschaft und -kraft der Flughafen-Wien-Gruppe beweist.
| 2007 | Veränderung in % | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 94,1 | 24,3 | 75,7 | 66,7 |
| Handling | 11,8 | -7,5 | 12,8 | 15,5 |
| Non-Aviation | 35,2 | 0,0 | 35,2 | 34,5 |
| Konzern-EBIT | 120,3 | 16,1 | 103,7 | 92,3 |
| nicht zuordenbar | -20,8 | 3,9 | -20,0 | -24,4 |
| 2007 | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|
| Airport | 78,2 | 73,0 | 72,3 |
| Handling | 9,8 | 12,3 | 16,8 |
| Non-Aviation | 29,3 | 34,0 | 37,3 |
| Konzern-EBIT | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| nicht zuordenbar | -17,3 | -19,3 | -26,4 |
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im Geschäftsjahr 2007 um 16,1 Prozent auf € 120,3 Mio. verbessert werden. Das Segment Airport lieferte mit € 94,1 Mio. (+24,3%) den größten EBIT-Beitrag, gefolgt vom mit € 35,2 Mio. auf Vorjahresniveau liegenden Segment Non-Aviation. Das Segment Handling verzeichnete hingegen infolge gestiegener Personalaufwendungen einen Rückgang des EBIT um 7,5 Prozent auf € 11,8 Mio.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 4,5 Mio. auf minus € 6,4 Mio. Diese Entwicklung ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Der Zinsaufwand war aufgrund der planmäßigen Erhöhung der Fremdfinanzierung des Investitionsprogramms um € 3,1 Mio. höher als im Vorjahr. Zudem führte die angespannte Kapitalmarktlage zu niedrigeren Börsekursen von Wertpapieren per 31.12.2007, weshalb Wertminderungen in Höhe von € 3,9 Mio. erfolgswirksam berücksichtigt werden mussten. Direkt den Investitionen zuordenbare Zinszahlungen in Höhe von € 6,1 Mio. verringerten den ergebniswirksamen Zinsaufwand des Berichtsjahres, da diese nach IFRS-Rechnungslegung aktivierungsfähig sind und über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Investitionsobjekte verteilt werden. Vor allem die geringeren Ausschüttungen des GF7-Investmentfonds führten zu einem Rückgang der Zinserträge um € 2,5 Mio. auf € 7,6 Mio. Aus diesen Entwicklungen resultiert ein Zinsergebnis für das Geschäftsjahr 2007 von € -7,0 Mio. nach € -1,4 Mio. im Vorjahr.
Das Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen konnte gegenüber dem Vorjahr um € 2,3 Mio. auf € 4,0 Mio. gesteigert werden, wovon € -0,2 Mio. auf die Beteiligung an der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. entfallen, € 0,1 Mio. auf die Beteiligung an der Schedule Coordination Austria GmbH, € 2,5 Mio. auf die Beteiligungen am Flughafen Malta, € 1,6 Mio. auf die Beteiligung am Flughafen Košice und € 0,1 Mio. auf den Flughafen Friedrichshafen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) wurde um 11,9 Prozent auf € 114,0 Mio. verbessert. Die Einkommen der im Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften werden nahezu ausschließlich in Österreich besteuert. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2007 beläuft sich auf 23,3 Prozent nach 23,9 Prozent im Jahr 2006. Das Periodenergebnis verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 12,8 Prozent auf € 87,5 Mio., wovon € -0,2 Mio. den Minderheitsgesellschaftern und € 87,7 Mio. den Gesellschaftern der Muttergesellschaft Flughafen Wien AG zuzuordnen sind. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Anstieg des Ergebnisses je Aktie von 14,2 Prozent auf € 4,18.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.
Die Steigerung des Umsatzes ist die Ausgangsbasis nahezu jeder unternehmerischen Erfolgsrechnung und trägt der Absicht nach substanziellem Wachstum Rechnung. Die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe werden in starkem Umfang von der Entwicklung der Abschreibungsaufwendungen beeinflusst. Bedingt durch das massive Investitionsprogramm werden die Abschreibungen auch in den Folgejahren ansteigen. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, wird das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße definiert. Neben dem EBITDA verwendet der Konzern als maßgebende Steuerungskennzahl die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zur Betriebsleistung darstellt. Für die Berichtsperiode 2007 wird eine EBITDA-Margin von 35,7 Prozent ausgewiesen, nach 35,6 Prozent im Vorjahr. Die Verteidigung dieser hohen Profitabilität ist das erklärte Ziel der Unternehmensführung.
Oberste Priorität nimmt auch die Absicherung einer soliden Finanzstruktur ein, um die Schuldentilgungsfähigkeit zu gewährleisten und die Unternehmenssubstanz nicht zu gefährden. Gemessen wird diese finanzielle Sicherheit an der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Netto-Finanzschulden zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Als Teil dieser Steuerungsgröße werden auch die Netto-Finanzverbindlichkeiten und die Eigenkapitalquote als wichtige Kenngrößen gegenüber Investoren, Analysten und Fremdkapitalgebern erörtert.
Zur Messung der Rentabilität der Geschäftsentwicklung werden vom Konzern ergänzend zur EBITDA-Margin die Kennzahlen EBIT-Margin und vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE) in die Unternehmenssteuerung einbezogen.
Die Eigenkapitalrendite drückt das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital aus. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).
| 2007 | 20061) | 2005 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA-Margin | 35,7 | 35,6 | 34,5 |
| EBIT-Margin | 22,5 | 21,7 | 21,3 |
| ROE | 12,0 | 11,3 | 11,6 |
| ROCE | 9,1 | 9,2 | 10,2 |
| ROS | 36,6 | 36,6 | 36,5 |
1) angepasst
| 2007 | Veränderung in % | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Herkunft | ||||
| Betriebsleistung | 535,7 | 12,3 | 477,3 | 433,5 |
| Minus Vorleistung | -193,5 | 16,7 | -165,7 | -147,1 |
| Wertschöpfung | 342,3 | 9,9 | 311,5 | 286,4 |
| Mitarbeiter | 208,6 | 7,7 | 193,7 | 180,6 |
|---|---|---|---|---|
| Aktionäre | 52,5 | 13,6 | 46,2 | 42,0 |
| Unternehmen | 35,2 | 15,0 | 30,9 | 32,3 |
| Fremdkapitalgeber (Zinsen) | 14,6 | 27,2 | 11,5 | 1,6 |
| Öffentliche Hand (Steuern) | 31,6 | 9,7 | 28,8 | 29,6 |
| Minderheitenanteile | -0,2 | -129,2 | 0,8 | 0,4 |
| Wertschöpfung | 342,3 | 9,9 | 311,5 | 286,4 |
| 2007 | Veränderung in % | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 521,4 | 12,4 | 463,9 | 410,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14,3 | 7,1 | 13,4 | 23,2 |
| Betriebsleistung | 535,7 | 12,3 | 477,3 | 433,5 |
| Betriebsaufwand | ||||
| ohne Abschreibungen | 344,7 | 12,1 | 307,6 | 283,8 |
| EBITDA | 191,0 | 12,6 | 169,6 | 149,7 |
| Abschreibungen | 70,6 | 7,1 | 66,0 | 57,4 |
| EBIT | 120,3 | 16,1 | 103,7 | 92,3 |
| Finanzergebnis | -6,4 | 249,4 | -1,8 | 7,7 |
| EBT | 114,0 | 11,9 | 101,9 | 100,0 |
| Steuern | 26,5 | 9,1 | 24,3 | 25,3 |
| Periodenergebnis | 87,5 | 12,8 | 77,6 | 74,7 |
| davon Ergebnis Minderheiten | -0,2 | -129,2 | 0,8 | 0,4 |
| davon Ergebnis Muttergesellschaft | 87,7 | 14,2 | 76,8 | 74,3 |
| Gewinn je Aktie in € | 4,18 | 14,2 | 3,66 | 3,54 |
| Airport | Handling | Non-Aviation | |
|---|---|---|---|
| Betriebsleistung | 273,2 | 170,8 | 199,9 |
| Betriebsaufwand | 179,1 | 159,0 | 164,7 |
| Ergebnis vor Zinsen | |||
| und Ertragsteuern | 94,1 | 11,8 | 35,2 |
Anstieg der Bilanzsumme um 7,7 Prozent auf € 1.560,9 Mio.
Das langfristige Vermögen per 31.12.2007 ist mit € 1.333,8 Mio. um 13,1 Prozent höher als zum Bilanzstichtag des Vorjahres, womit sein Anteil am Gesamtvermögen von 81,4 Prozent auf 85,5 Prozent anstieg. Vor allem die Posten Sachanlagen und Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen weisen deutliche Zuwächse aus. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen waren mit € 193,8 Mio. um 6,5 Prozent geringer als im Vorjahr, übertreffen aber die korrespondierenden Abschreibungsaufwendungen in Höhe von € 70,6 Mio. deutlich. Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden, erhöhte sich vorwiegend aufgrund des Erwerbs von 25,15 Prozent der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH im Gegenwert von € 7,7 Mio. Die aktiven latenten Steuern gingen um 78,3 Prozent auf € 1,2 Mio. zurück. Im Vergleich zum Vorjahr mussten höhere passive latente Steuern aufgrund der Aktivierung von Fremdkapitalzinsen für Sachanlageninvestitionen angesetzt werden. Zudem lösten der Abbau der versicherungsmathematischen Verluste aus Abfertigungsrückstellungen sowie die Realisierung der Steuerbegünstigung aus der Mitarbeiterbeteiligung-Privatstiftung diesen Rückgang aus.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich im selben Zeitraum um 15,8 Prozent auf € 227,0 Mio., womit sein Anteil am Gesamtvermögen um 4,1 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent gesunken ist. Zum Teil ist dieser Rückgang auf die Tilgung von Darlehensforderungen durch Minderheitsgesellschafter in Höhe von € 22,6 Mio. zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich vorwiegend aufgrund geringerer Forderungen gegenüber dem Bundesministerium für Inneres um € 7,2 Mio. auf € 43,2 Mio. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten reduzierte sich im Berichtsjahr um 68,1 Prozent auf € 29,3 Mio. Liquide Mittel in Höhe von € 52,1 Mio. wurden im Berichtsjahr als Liquiditätsreserve in kurzfristige Wertpapiere veranlagt. Die Bilanzsumme weist einen Anstieg von 7,7 Prozent auf € 1.560,9 Mio. aus.
Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr um 1,9 Prozent auf € 734,9 Mio. Dem Periodenergebnis des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von € 87,5 Mio. stehen die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von € 46,2 Mio. sowie ein Abgang von Minderheitenanteilen anderer Gesellschafter an der slowakischen Holding-Gesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava, in Höhe von € 23,0 Mio. gegenüber. Negativ auf den Eigenkapitalausweis wirkten auch die Neubewertung der Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern mit Put-Option, die in Höhe von € 7,4 Mio. direkt im Eigenkapital erfasst wurde, sowie der Abbau der Rücklage aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen im Zuge des Abgangs von Minderheitenanteilen an der BTS Holding a.s., Bratislava. Geringere versicherungsmathematische Verluste der Abfertigungsrückstellungen erhöhten hingegen das Eigenkapital. In Kombination mit dem investitionsbedingten Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ging die Eigenkapitalquote per Jahresende 2007 von 49,8 Prozent des Vorjahres auf 47,1 Prozent zurück.
Die Zunahme der langfristigen Schulden um € 138,4 Mio. auf € 607,9 Mio. resultiert vorwiegend aus einem Darlehen in Höhe von € 100,0 Mio., das zu festen Konditionen mit der Europäischen Investitionsbank zur Finanzierung des Investitionsprogramms abgeschlossen wurde. Zudem wurde eine Umgliederung von langfristigen Anteilen passiver Abgrenzungsposten, die bislang unter den kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, in Höhe von € 27,9 Mio. vorgenommen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds, der als Resultat des Mediationsverfahrens eingerichtet wurde, erhöhten sich im Berichtszeitraum um € 4,7 Mio. auf € 10,5 Mio. Die Rückstellungen für Abfertigungen konnten hingegen aufgrund eines um 0,5 Prozentpunkte höheren Rechnungszinssatzes reduziert werden, ebenso die Rückstellungen für Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterstiftung. Die in Vorjahren erhaltenen Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln werden unter dem Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen und reduzieren sich jährlich durch Auflösungen in Höhe der anteilsmäßigen Abschreibungen.
Der Rückgang der kurzfristigen Schulden um 15,4 Prozent von € 257,9 Mio. auf € 218,1 Mio. ist auf im Vorjahresvergleich geringere übrige Rückstellungen in Höhe von € 10,2 Mio. vorwiegend für nicht abgerechnete Ermäßigungen sowie nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um € 4,9 Mio. zurück, da im Berichtsjahr höhere Ertragsteuervorauszahlungen geleistet wurden. Die übrigen Verbindlichkeiten verringerten sich vorwiegend aufgrund der Umgliederung des langfristigen Teils der passiven Abgrenzungsposten um € 25,1 Mio.
Einhergehend mit der teilweisen Fremdfinanzierung des Investitionsprogramms, die im Geschäftsjahr 2005 einsetzte, stieg das Gearing im Geschäftsjahr 2007 von 25,2 Prozent des Vorjahres auf 40,4 Prozent.
17
| Bilanzstruktur in € Mio. | |||
|---|---|---|---|
| Aktiva | 2007 | 20061) | 2005 |
| Langfristiges Vermögen | 1.333,8 | 1.179,2 | 1.084,5 |
| Kurzfristiges Vermögen | 227,0 | 269,5 | 109,0 |
| davon liquide Mittel | 29,3 | 91,9 | 58,2 |
| Bilanzsumme in € Mio. | 1.560,9 | 1.448,7 | 1.193,4 |
| Passiva | 2007 | 20061) | 2005 |
| Eigenkapital | 734,9 | 721,3 | 653,8 |
| Langfristige Schulden | 607,8 | 469,5 | 144,9 |
| Kurzfristige Schulden | 218,1 | 257,9 | 394,7 |
| Bilanzsumme in € Mio. | 1.560,9 | 1.448,7 | 1.193,4 |
| Finanzkennzahlen in % | |||
| 2007 | 20061) | 2005 | |
| Nettoverschuldung in € Mio. | 297,0 | 181,4 | 112,5 |
| Anlagenintensität | 85,4 | 81,0 | 89,8 |
| Anlagendeckungsgrad 2 | 100,8 | 101,5 | 74,5 |
| Eigenkapitalquote | 47,1 | 49,8 | 54,8 |
Gearing 40,4 25,2 17,2 Working Capital in € Mio. -162,3 -166,8 -173,3
1) angepasst
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr um € 22,2 Mio. auf € 164,4 Mio. Diese Veränderung resultiert vorwiegend in einem im Vorjahresvergleich stärkeren Rückgang der Forderungen in Höhe von € 70,5 Mio. sowie der Abnahme der Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von € 49,9 Mio. Positiv wirkten sich das um € 12,1 Mio. verbesserte Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und der Anstieg der Abschreibungen um € 5,0 Mio. aus.
Einem Rückgang der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Vorjahresvergleich um € 13,4 Mio. steht ein Anstieg der Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere um € 27,3 Mio. gegenüber. In Summe erhöhte sich der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit um € 10,7 Mio. auf € -277,1 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit der Berichtsperiode bildet die Summe aus der Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von € 100,0 Mio., der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von € 46,2 Mio. und den Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter der slowakischen Holding-Gesellschaft BTS Holding a.s. in Höhe von € 23,0 Mio. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Kreditaufnahme verringerte sich der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit um € 142,8 Mio. oder 74,0 Prozent auf € 50,1 Mio. Inklusive der positiven Wirkung der Währungsumrechnung erfolgte ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2006 um € 62,6 Mio. auf € 29,3 Mio.
Geldflussrechnung, Kurzfassung in € Mio.
| 2007 | Veränderung in % | 20061) | 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel per 1.1. | 91,9 | 296,3 | 23,2 | 108,0 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 164,4 | 15,6 | 142,2 | 158,0 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | -277,1 | 4,0 | -266,4 | -336,9 |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 50,1 | -74,0 | 192,9 | 128,2 |
| Währungsumrechnung | 0,0 | n.a. | 0,0 | 0,9 |
| Endbestand der flüssigen Mittel | 29,3 | -68,1 | 91,9 | 58,2 |
1) angepasst
Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachund Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2007 um 20,2 Prozent auf € 201,5 Mio. zurück. Hiervon entfielen € 193,8 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, um 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch deutlich höher als die Abschreibungsaufwendungen in Höhe von € 70,6 Mio. Das wichtigste Bauvorhaben bildet wie im Vorjahr die Terminalerweiterung VIE-Skylink, dessen Eröffnung noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 erfolgen soll und die "Design Capacity" auf 24 Millionen Passagiere anheben wird – die reale Gesamtkapazität wird jedoch deutlich größer sein.
Zudem erfolgte die Fertigstellung des Office Park 2; die Erweiterung des Parkhauses 4 wurde in Angriff genommen, und die Arbeiten zum Ausbau des Bahnhofs Flughafen wurden fortgesetzt. Mit dem Kauf des bisherigen World Trade Center, das im Kernbereich des Flughafens liegt und grundlegend adaptiert wird, wurde die Basis des Office Park 3 gelegt. Die Parkraumkapazitäten der Flughafen Wien AG wurden mit dem Kauf der Mazur Parkplatz GmbH um 5.000 Stellplätze erhöht.
Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf € 7,7 Mio. und galten im Wesentlichen dem Erwerb von 25,15 Prozent der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH.
Verteilung der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Segmenten in € Mio.
(inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen)
| Sachanlagen | |
|---|---|
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 82,2 |
| Office Park 2 – AUA Head Office | 18,3 |
| Erweiterung Vorfeld Nordost | 15,7 |
| Parkhaus 4 Erweiterung | 12,5 |
| Gepäcksortieranlage | 12,0 |
| Ausbau Bahnhof | 7,2 |
| Sicherheitssysteme | 4,4 |
| Enteisungsmittelbefüllungsanlage | 2,5 |
| Großraumvorfeldbusse | 2,2 |
| Finanzanlagen | |
| Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen | 7,7 |
(inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen)
| Sachanlagen | |
|---|---|
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 77,0 |
| Erweiterung Vorfeld Nordost | 23,4 |
| Office Park 2 – AUA Head Office | 20,8 |
| Gepäcksortieranlage | 11,9 |
| Hangar 6 | 11,4 |
| Ausbau Bahnhof | 7,8 |
| Grundstücke | 5,5 |
| Parkhaus 7 (Ost) Erweiterung | 4,4 |
| Finanzanlagen | |
| Beteiligung am Flughafen Košice | 37,0 |
| Erweiterung der Beteiligung | |
| am Flughafen Malta | 7,0 |
| Investitionen | 2007 | Veränderung in % | 20061) | 2005 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,9 | -54,9 | 2,0 | 1,9 |
| Sachanlagen | 192,9 | -6,0 | 205,2 | 317,2 |
| Finanzanlagen | 7,7 | -82,9 | 45,2 | 24,0 |
| Investitionen gesamt | 201,5 | -20,2 | 252,4 | 343,1 |
| Finanzierung | 2007 | Veränderung in % | 20061) | 2005 |
| Netto-Geldfluss aus | ||||
| laufender Geschäftstätigkeit | 164,4 | 15,6 | 142,2 | 158,0 |
| Abschreibungen auf immaterielle | ||||
| Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen | 70,8 | 5,8 | 66,9 | 58,4 |
1) angepasst
Zu den eingesetzten Finanzinstrumenten wird auf den Konzern-Anhang verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden im Flughafen-Wien-Konzern wie im Vorjahr keine Forschungsaktivitäten unterhalten. Entwicklungsausgaben für die Verbesserung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware betrugen in der Berichtsperiode T€ 1.286,1 nach T€ 1.037,3 im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2007 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("One Share = one Vote").
40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Bundesland Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrages, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit.
Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent sowie die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedarf der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
21
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) kann eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 400 Mio. vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, dass dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und das Bundesland Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Keinen Kontrollwechsel stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und des Bundeslandes Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und das Bundesland Wien dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Das Risikomanagement der Flughafen-Wien-Gruppe ist in alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Beteiligungsmanagement und das Beteiligungs-Controlling der Flughafen Wien AG stehen beratend und überwachend zur Seite. Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Projekt mit dem Ziel gestartet, das bestehende Risikomanagementsystem weiterzuentwickeln und zu verbessern. Der Projektabschluss ist für Mitte 2008 geplant.
Die Drehscheiben-Funktion des Flughafen Wien wird in erster Linie von unserem Haupt-Airlinekunden, der Austrian Airlines Gruppe, genutzt. Diese konnte im Geschäftsjahr 2007 durch ihre engagierte "Focus East-Expansion" nach Zentral- und Osteuropa Passagierzuwächse verzeichnen. Mit gezielten Marketingmaßnahmen werden wir den Flughafen Wien noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mitteleuropäischen Wirtschaftsraum positionieren. Die Sicherung der Kernkompetenzen der Austrian Airlines Gruppe steht somit auch im Interesse des Flughafen Wien.
Es werden laufend Möglichkeiten zur Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts überprüft. Derartige Vorhaben müssen den Unternehmenswert der Flughafen-Wien-Gruppe steigern und ihre Dividendenpolitik begünstigen. Die bestehenden Beteiligungen an den Flughäfen Malta und Košice entsprechen diesen Vorgaben gänzlich. Mit dem Kauf von 25,15 Prozent der Anteile am Flughafen Friedrichshafen konnte diese Strategie im Berichtsjahr fortgesetzt werden.
Die Ausbaumaßnahmen des Flughafen Wien werden in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften vorgenommen. Durch die Planung der Terminalerweiterung VIE-Skylink, die sich an der Passagierentwicklung orientiert, wird das wirtschaftliche Risiko dieses umfangreichen Investments minimiert, aber dennoch eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazität gewährleistet.
Die Finanzierung des umfangreichen Ausbauprogramms erforderte die Aufnahme langfristiger Fremdmittel, die überwiegend zu festen Konditionen verzinst werden. Die Eigenkapitalquote von 47,1 Prozent, die hohe Ertragskraft sowie die daraus resultierende gute Bonität der Flughafen-Wien-Gruppe gewährleisten auch zukünftig die Finanzierung der Ausbauvorhaben sowie allfälliger weiterer Airport-Akquisitionen. Detaillierte Angaben über die finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter der Anmerkung (35) im Konzern-Anhang.
Die jüngsten Prognosen zur österreichischen Konjunkturentwicklung gehen von einer leichten Abschwächung im Jahr 2008 aus. Unterstützt von der wirtschaftlichen Dynamik der Catchment Area und dem weltweiten Wachstum der Luftverkehrsbranche erwartet der Flughafen Wien auch für das Geschäftsjahr 2008 eine Verkehrsentwicklung, die über dem gesamteuropäischen Durchschnitt liegt.
Die gute Verkehrsentwicklung des Jahres 2007 hat sich auch im Jänner 2008 fortgesetzt. Die Passagieranzahl stieg im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um 14,5 Prozent auf 1.314.531 Fluggäste an, die Flugbewegungen um 11,6 Prozent, das Höchstabfluggewicht MTOW um 14,5 Prozent, die Fracht um 9,4 Prozent. Die Anzahl der Lokalpassagiere entwickelte sich mit einem Plus von 23,8 Prozent auf 891.732 Fluggäste überdurchschnittlich. Das Passagieraufkommen in die osteuropäischen Destinationen legte im Jänner 2008 um 29,1 Prozent zu, das Aufkommen in den Nahen und Mittleren Osten um 15,4 Prozent.
Sollten keine wesentlichen Störfaktoren eintreten, wird für das Gesamtjahr 2008 ein Anstieg der Passagierzahl um 8,0 Prozent und von jeweils 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und den Flugbewegungen erwartet. Diese Zunahme sollte sowohl aus dem erwarteten Wachstum der Austrian Airlines Gruppe – vor allem im osteuropäischen Raum – als auch durch die weiterhin überdurchschnittliche Dynamik der Low-Cost-Carrier resultieren.
Für das Jahr 2008 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 320,0 Mio. vorgesehen. Somit wird das mehrjährige Investitionsprogramm am Flughafen Wien weiterhin zielstrebig fortgesetzt; das wichtigste Bauvorhaben bildet die Terminalerweiterung VIE-Skylink, dessen Eröffnung noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 erfolgen soll. Im Jahr 2008 werden die Montagetätigkeiten der Gebäudetechnik und des Innenausbaus fortgesetzt sowie die Ende 2007 begonnene operative Inbetriebnahmeplanung. Die Tender-Verfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale im neuen Terminalbereich werden planmäßig abgewickelt. Als Reaktion auf das starke Wachstum werden in der Berichtsperiode 2008 fünf zusätzliche Schengen Bus-Gates in Betrieb genommen. Im Herbst 2007 wurde mit den Baumaßnahmen betreffend Kernzonengestaltung und Verkehrsinfrastrukturbauwerke begonnen.
Die Fertigstellung der Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.250 Stellplätze ist noch vor der UEFA EURO 2008TM vorgesehen. Der im Vorjahr begonnene Bau des "Airport Logistic Center" in Form eines Superädifikats im Bereich Cargo Nord soll im ersten Halbjahr 2008 abgeschlossen sein. Hier kommen Kleinflächen für Logistikunternehmen zur Vermietung. Das bisherige World Trade Center, ein Bürogebäude mit 18.000 m2 , wird nach seinem Umbau als Office Park 3 betrieben werden.
Die derzeitige Beschwerde bei der EU-Kommission geht gegen die Republik Österreich und nicht gegen die Flughafen Wien AG. Inhalt der Beschwerde ist die Behauptung, dass die UVP-Richtlinie der EU nicht ordnungsgemäß ins österreichische Recht umgesetzt worden sei. Für den Flughafen Wien sind aus einer Umsetzung der UVP-Richtlinie der EU keine relevanten Auswirkungen zu erwarten.
Für sämtliche Bauten, die die Flughafen Wien AG derzeit errichtet bzw. bereits errichtet hat, liegen alle nach österreichischem Gesetz notwendigen Bescheide und Bewilligungen vor. Bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink wurde die Notwendigkeit einer UVP anhand des österreichischen UVP-Gesetzes geprüft. Die Behörde (das Land Niederösterreich) kam zu dem Schluss, dass auch hier keine Notwendigkeit einer UVP besteht, und hat einen entsprechenden Feststellungsbescheid erlassen. Die laufenden Bauvorhaben werden wie geplant fortgesetzt, da nach österreichischem Recht gültige Bescheide vorliegen.
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2008 zeigt bisher in allen Segmenten und auf allen Standorten weiteres stetiges Wachstum. Die umfangreichen Ausbaumaßnahmen am Standort Wien-Schwechat befinden sich im Rahmen der Planung. Die seit Jahren angewandte Internationalisierungsstrategie wird weiterhin verfolgt. Mit den Minderheitsgesellschaftern der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. werden Verhandlungen über den Erwerb der restlichen Anteile geführt.
Schwechat, am 20. Februar 2008
Der Vorstand
Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007
| in T€ | Anhang | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 521.424,6 | 463.888,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 14.315,0 | 13.369,7 |
| Betriebsleistung | 535.739,6 | 477.258,1 | |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | (3) | -37.007,7 | -34.474,2 |
| Personalaufwand | (4) | -213.365,9 | -197.927,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -94.373,5 | -75.208,3 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | |||
| Abschreibungen (EBITDA) | 190.992,5 | 169.648,6 | |
| Abschreibungen | (6) | -70.648,6 | -65.964,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 120.343,9 | 103.684,1 | |
| Beteiligungsergebnis ohne at equity Unternehmen | (8) | 350,0 | -2.208,5 |
| Zinsergebnis | (9) | -7.017,7 | -1.413,8 |
| Sonstiges Finanzergebnis | (10) | -3.744,8 | 26,4 |
| Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen | -10.412,5 | -3.595,8 | |
| Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen | (7) | 4.038,3 | 1.771,4 |
| Finanzergebnis | -6.374,2 | -1.824,4 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 113.969,7 | 101.859,7 | |
| Ertragsteuern | (11) | -26.515,0 | -24.308,3 |
| Periodenergebnis | 87.454,7 | 77.551,4 | |
| Davon entfallend auf: | |||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 87.678,0 | 76.785,4 | |
| Minderheitsgesellschafter | -223,4 | 766,0 | |
| Im Umlauf befindliche Aktien | |||
| (gewichteter Durchschnitt in Stück) | (21) | 21.000.000 | 21.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 4,18 | 3,66 | |
| Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) | 2,50 | 2,20 | |
| Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) | 52.500,0 | 46.200,0 |
zum 31. Dezember 2007
| in T€ | Anhang | 31.12.2007 | 31.12.20061) |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 9.318,1 | 6.141,2 |
| Sachanlagen | (13) | 1.098.496,0 | 1.016.664,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (14) | 122.595,1 | 59.594,1 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (15) | 99.704,1 | 88.501,0 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (16) | 2.528,0 | 2.762,0 |
| Latente Steuerabgrenzung | (11) | 1.193,7 | 5.512,2 |
| Langfristiges Vermögen | 1.333.834,9 | 1.179.174,9 | |
| Vorräte | (17) | 3.378,2 | 2.931,3 |
| Wertpapiere | (18) | 142.078,6 | 91.173,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (19) | 52.268,8 | 83.521,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (20) | 29.293,0 | 91.868,9 |
| Kurzfristiges Vermögen | 227.018,6 | 269.495,4 | |
| Summe Aktiva | 1.560.853,5 | 1.448.670,3 | |
| Passiva | |||
| in T€ | Anhang | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Grundkapital | (21) | 152.670,0 | 152.670,0 |
| Kapitalrücklagen | (22) | 117.657,3 | 117.657,3 |
| Sonstige Rücklagen | (23) | -2.421,7 | -4.581,5 |
| Einbehaltene Ergebnisse | (24) | 466.317,4 | 431.545,4 |
| Minderheitenanteile | (25) | 711,8 | 23.989,9 |
| Eigenkapital | 734.934,8 | 721.281,1 | |
| Rückstellungen | (26) | 92.274,3 | 95.935,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | (27) | 468.191,9 | 359.809,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (28) | 47.366,9 | 13.323,4 |
| Latente Steuerabgrenzung | (11) | 0,0 | 391,0 |
| Langfristige Schulden | 607.833,1 | 469.459,5 | |
| Steuerrückstellungen | (29) | 582,3 | 5.522,4 |
| Übrige Rückstellungen | (29) | 100.768,8 | 110.971,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | (27) | 144,8 | 4.652,9 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | (30) | 65.172,9 | 60.242,7 |
1) angepasst (siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang auf Seite 34)
Übrige Verbindlichkeiten (31) 51.416,8 76.540,2 Kurzfristige Schulden 218.085,6 257.929,7 Summe Passiva 1.560.853,5 1.448.670,3
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007
| in T€ | 2007 | 20061) |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 113.969,7 | 101.859,7 |
| + Abschreibungen / - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen |
71.886,9 | 66.837,9 |
| + Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen |
-89,1 | 2.286,3 |
| - Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
-1.412,9 | -1.447,1 |
| - sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge |
34,8 | 0,0 |
| - Erhöhung / + Senkung Vorräte |
-444,2 | -115,6 |
| - Erhöhung / + Senkung Forderungen |
34.749,5 | -35.709,0 |
| + Erhöhung / - Senkung Rückstellungen |
-10.862,9 | 10.064,8 |
| + Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten |
-10.298,3 | 18.665,5 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | -1.674,0 | 784,8 |
| Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 195.859,7 | 163.227,3 |
| - Zahlungen für Ertragsteuern |
-31.446,3 | -21.008,7 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 164.413,3 | 142.218,6 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) |
7.314,7 | 223,0 |
| + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang |
13,4 | 34,7 |
| + Einzahlungen aus Kapitalherabsetzung bestehender Beteiligungen |
0,0 | 7.924,6 |
| - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) |
-193.799,4 | -207.197,1 |
| - Auszahlungen für Finanzanlagenzugang |
-7.713,3 | -45.175,4 |
| - Auszahlungen für Unternehmenserwerbe |
-30.853,0 | 0,0 |
| Veränderung aus Änderung Konsolidierungkreis | 0,0 | 28,4 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | 0,0 | 2.493,0 |
| - Auszahlungen für Wertpapiere |
-52.099,2 | -24.766,8 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -277.136,9 | -266.435,5 |
| - Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals |
-46.200,0 | -42.000,0 |
| Veränderung Minderheitsgesellschafter | -5.624,8 | 37.982,7 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | ||
| von Minderheitsgesellschaftern | -1.903,3 | 3.156,6 |
| Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | 103.874,0 | 193.762,7 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 50.145,8 | 192.902,0 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -62.577,7 | 68.685,0 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | 1,8 | 0,0 |
| + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode |
91.868,9 | 23.183,9 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 29.293,0 | 91.868,9 |
1) angepasst; Erläuterungen siehe Anhangerläuterung (32)
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007
| in T€ | 2007 | 20061) |
|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto) | ||
| Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | ||
| direkt im Eigenkapital verrechnet | -10,8 | -2.474,1 |
| ins Ergebnis der laufenden Periode umgebucht | 2.550,6 | 0,0 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | -3.061,2 | 4.848,2 |
| Marktwertbewertung Put-Option Minderheiten | -7.411,3 | 0,0 |
| Cash-Flow Hedge | 34,8 | 0,0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.951,9 | 9.061,3 |
| Mitarbeiterstiftung | 1.197,0 | 1.380,0 |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten | -1.623,4 | -2.284,3 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste | -6.372,4 | 10.531,1 |
| Periodenergebnis | 87.454,7 | 77.551,4 |
| Summe der erfassten Gewinne und Verluste | 81.082,3 | 88.082,5 |
| davon entfallend auf: | ||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 83.131,9 | 85.459,9 |
| Minderheitsgesellschafter | -2.049,6 | 2.622,5 |
| 1) angepasst |
| Beträge in T€ | Grund- kapital |
Kapital- rücklagen |
AfS- Rücklage |
Sicherungs- rücklage |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2006 | 152.670,0 | 117.657,3 | -49,8 | 0,0 |
| Währungsumrechnung | ||||
| Marktwertbewertung von Wertpapieren | -1.855,6 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | ||||
| Mitarbeiterstiftung | ||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | -1.855,6 | 0,0 |
| Periodenergebnis | ||||
| Summe der erfassten Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | -1.855,6 | 0,0 |
| Minderheitenanteile | ||||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Stand zum 31.12.2006 | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.905,4 | 0,0 |
| Stand zum 1.1.2007 | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.905,4 | 0,0 |
| Anpassungen | ||||
| Stand zum 1.1.2007 angepasst | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.905,4 | 0,0 |
| Stand zum 1.1.2007 | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.905,4 | 0,0 |
| Währungsumrechnung | ||||
| Marktwertbewertung Put-Option | ||||
| Minderheitsgesellschafter | ||||
| Marktwertbewertung von Wertpapieren | 1.904,7 | |||
| Cash-Flow Hedge | 26,1 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | ||||
| Mitarbeiterstiftung | ||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | 1.904,7 | 26,1 |
| Periodenergebnis | ||||
| Summe der erfassten Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | 1.904,7 | 26,1 |
| Kapitalrückzahlung Minderheitenanteile | ||||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Stand zum 31.12.2007 | 152.670,0 | 117.657,3 | -0,7 | 26,1 |
| Summe | Währungs- | Versicherungs- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Minderheiten | Summe vor | Einbehaltene | sonstiger | umrechnungs- | mathematische | |
| Gesamt | anteile | Minderheiten | Ergebnisse | Rücklagen | rücklage | Gewinne/Verluste |
| 653.831,2 | 0,0 | 653.831,2 | 396.017,5 | -12.513,6 | -526,5 | -11.937,2 |
| 4.848,2 | 1.856,5 | 2.991,6 | 2.991,6 | 2.991,6 | ||
| -1.855,6 | -1.855,6 | -1.855,6 | ||||
| 6.795,9 | 6.795,9 | 6.795,9 | 6.795,9 | |||
| 742,5 | 742,5 | 742,5 | 0,0 | |||
| 10.531,1 | 1.856,5 | 8.674,5 | 742,5 | 7.932,0 | 2.991,6 | 6.795,9 |
| 77.551,4 | 766,0 | 76.785,4 | 76.785,4 | |||
| 88.082,5 | 2.622,5 | 85.459,9 | 77.527,9 | 7.932,0 | 2.991,6 | 6.795,9 |
| 21.367,4 | 21.367,4 | 0,0 | ||||
| -42.000,0 | -42.000,0 | -42.000,0 | ||||
| 721.281,1 | 23.989,9 | 697.291,2 | 431.545,4 | -4.581,5 | 2.465,1 | -5.141,3 |
| 739.196,4 | 38.748,7 | 700.447,7 | 431.545,4 | -1.425,0 | 5.621,7 | -5.141,3 |
| -17.915,4 | -14.758,8 | -3.156,6 | -3.156,6 | -3.156,6 | ||
| 721.281,1 | 23.989,9 | 697.291,2 | 431.545,4 | -4.581,5 | 2.465,1 | -5.141,3 |
| 721.281,1 | 23.989,9 | 697.291,2 | 431.545,4 | -4.581,5 | 2.465,1 | -5.141,3 |
| -3.061,2 | -1.826,2 | -1.234,9 | -1.234,9 | -1.234,9 | ||
| -7.411,3 | -7.411,3 | -7.411,3 | 0,0 | |||
| 1.904,7 | 1.904,7 | 1.904,7 | ||||
| 26,1 | 26,1 | 26,1 | ||||
| 1.463,9 | 1.463,9 | 1.463,9 | 1.463,9 | |||
| 705,3 | 705,3 | 705,3 | 0,0 | |||
| -6.372,4 | -1.826,2 | -4.546,2 | -6.706,0 | 2.159,8 | -1.234,9 | 1.463,9 |
| 87.454,7 | -223,4 | 87.678,0 | 87.678,0 | |||
| 81.082,3 | -2.049,6 | 83.131,9 | 80.972,0 | 2.159,8 | -1.234,9 | 1.463,9 |
| -21.228,6 | -21.228,6 | 0,0 | ||||
| -46.200,0 | -46.200,0 | -46.200,0 | ||||
| 734.934,8 | 711,8 | 734.223,0 | 466.317,4 | -2.421,7 | 1.230,2 | -3.677,4 |
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien sowie den Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2007 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie mit § 245a UGB. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbart wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen langund kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die maltesischen Tochtergesellschaften (Teilkonzern der VIE Malta Ltd.) hatten bis inklusive dem Geschäftsjahr 2005/2006 den 31. März als Bilanzstichtag.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.
Im laufenden Jahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns
relevant waren und für Geschäftsjahre, die am 1. Jänner 2007 begannen, in Kraft getreten sind. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:
Konzernunternehmen"
• IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung"
Aus der Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows des Flughafen-Wien-Konzerns.
Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:
| • Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht über nommen. |
|---|---|
| • Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht über nommen. |
| • Änderung des IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht über nommen. |
| • Änderung des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht über nommen. |
| • Überarbeitung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht über nommen. |
| • IFRS 8 "Operative Segmente" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. |
| • IFRIC 11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. |
• IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessi onsvereinbarungen"
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen.
Die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten", die die zwingende Aktivierung von Fremdkapitalkosten bei Anschaffung oder Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vorsieht, wird im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG bereits seit dem Geschäftsjahr 2006 durch Inanspruchnahme des Wahlrechts des derzeit anzuwendenden IAS 23 berücksichtigt. Die anderen Standards und Interpretationen wurden noch nicht angewandt. Aus der künftigen Anwendung der anderen vorstehenden Standards und Interpretationen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG ergeben.
Die Flughafen Wien AG hat im vorliegenden Abschluss folgende Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen, um zuverlässigere und relevantere Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln:
Gegenüber den im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde der Ausweis der Verpflichtungen aus dem Mediationsvertrag im Zusammenhang mit der Errichtung der dritten Piste auf eine Nettodarstellung geändert. Bisher wurden die bis zum geplanten Baubeginn geschätzten Umweltfondsbeiträge und Lärmschutzmaßnahmen inklusive Dialogforum als Anschaffungs- bzw. Herstellnebenkosten erfasst. Auf der Passivseite wurden Rückstellungen für Investitionen in entsprechender Höhe gebildet. Soweit die Erfüllung des Mediationsvertrags durch konkret umzusetzende Umweltmaßnahmen erfolgt, werden diese einzelnen Maßnahmen nunmehr im Zeitpunkt der Umsetzung als Anschaffungs- bzw. Herstellungsnebenkosten der dritten Piste erfasst. Die gemäß Leistungsvertrag "Umweltfonds" zu leistenden jährlichen Beträge werden in Höhe ihres Barwerts als Verbindlichkeit ausgewiesen und stellen im Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitraum der dritten Piste ebenfalls Nebenkosten dar. Die Vorjahresbeträge wurden folglich angepasst: Die ausgewiesenen Anschaffungsund Herstellnebenkosten für noch nicht durchgeführte Lärmschutzmaßnahmen und noch nicht den bisherigen Rechnungsperioden zuzuordnenden Umweltfondsbeiträge wurden mit den Rückstellungen erfolgsneutral verrechnet. Umweltfondsbeiträge, die bisherige Rechnungsperioden betreffen, werden in Höhe ihres jeweiligen Barwerts als langfristige Verbindlichkeit passiviert.
Der Flughafen-Wien-Konzern hat für jede vorangegangene Berichtsperiode ausgewiesene Vergleichszahlen dahin gehend angepasst, als wären die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden immer angewendet worden. Die Vergleichszahlen wurden wie folgt angepasst:
| 31.12.2006 | Anpassung | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | angepasst | 31.12.2006 | Differenz | Nr. |
| Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.141,2 | 7.055,3 | -914,1 | 3 |
| Sachanlagen | 1.016.664,3 | 1.109.800,1 | -93.135,8 | 1 und 4 |
| Als Finanzinvestition gehaltene | ||||
| Immobilien | 59.594,1 | 0,0 | 59.594,1 | 4 |
| Beteiligungen an at equity | ||||
| bilanzierten Unternehmen | 88.501,0 | 87.586,9 | 914,1 | 3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.762,0 | 5.954,1 | -3.192,1 | 2 |
| Latente Steuerabgrenzung | 5.512,2 | 5.512,2 | 0,0 | |
| Langfristiges Vermögen | 1.179.174,9 | 1.215.908,8 | -36.733,9 | |
| Vorräte | 2.931,3 | 2.931,3 | 0,0 | |
| Wertpapiere | 91.173,6 | 0,0 | 91.173,6 | 5 |
| Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögenswerte | 83.521,6 | 83.521,6 | 0,0 | |
| Zahlungsmittel und | ||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 91.868,9 | 183.042,5 | -91.173,6 | 5 |
| Kurzfristiges Vermögen | 269.495,4 | 269.495,4 | 0,0 | |
| Summe Aktiva | 1.448.670,3 | 1.485.404,2 | -36.733,9 | |
| Passiva | ||||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 | |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 | |
| Sonstige Rücklagen | -4.581,5 | -1.425,0 | -3.156,6 | 6 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 431.545,4 | 431.545,4 | 0,0 | |
| Minderheitenanteile | 23.989,9 | 38.748,7 | -14.758,8 | 6 und 7 |
| Eigenkapital | 721.281,1 | 739.196,4 | -17.915,4 | |
| Rückstellungen | 95.935,4 | 117.547,8 | -21.612,4 | 1 und 2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 359.809,8 | 359.809,8 | 0,0 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 13.323,4 | 7.519,4 | 5.804,0 | 1 |
| Latente Steuerabgrenzung | 391,0 | 391,0 | 0,0 | |
| Langfristige Schulden | 469.459,5 | 485.267,9 | -15.808,4 | |
| Steuerrückstellungen | 5.522,4 | 5.522,4 | 0,0 | |
| Übrige Rückstellungen | 110.971,5 | 131.897,0 | -20.925,5 | 1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.652,9 | 4.652,9 | 0,0 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 60.242,7 | 60.242,7 | 0,0 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 76.540,2 | 58.624,9 | 17.915,4 | 6 und 7 |
| Kurzfristige Schulden | 257.929,7 | 260.939,8 | -3.010,1 | |
| Summe Passiva | 1.448.670,3 | 1.485.404,2 | -36.733,9 |
Auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Ergebnis je Aktie (verwässert wie unverwässert) ergaben sich aufgrund der vorgenommenen Anpassungen keine wesentlichen Auswirkungen.
In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen (mit Ausnahme von sieben Tochterunternehmen). Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von uns beherrscht werden. Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.
Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
In den Konzernabschluss 2007 sind neben der Flughafen Wien AG elf inländische (Vorjahr: acht) und drei ausländische (Vorjahr: drei) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Die Minderheitenanteile an der KSC Holding a.s. werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, da die Minderheitsgesellschafter über einen Anspruch auf Verkauf ihrer Anteile an die Flughafen Wien AG verfügen (Put-Option). Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: drei) nach der Equity-Methode bewertet.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt. An den ausländischen Tochtergesellschaften BTS Holding, a.s. und KSC Holding, a.s. beträgt der Kapitalanteil der Flughafen Wien AG aufgrund von stimmrechtslosen Vorzugsaktien weniger als die Hälfte. Diese Gesellschaften werden jedoch vollkonsolidiert, da der Flughafen Wien AG die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien zusteht. Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.
Sieben Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr 2007 auf unter 1,0 Prozent des Konzernumsatzes.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Erwerbs- zeitpunkt |
Art der Konsolidierung |
Anteil am Kapital |
Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Corvin WTC Airport Business Center Ver | ||||
| mietungs GmbH (nunmehr Vienna Office | ||||
| Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H.) | 4.4.2007 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Erwerb |
| Vienna International Airport | ||||
| Beteiligungsholding GmbH | 21.4.2007 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Gründung |
| Mazur Parkplatz GmbH | 1.8.2007 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Erwerb |
| Flughafen Friedrichshafen GmbH | 25.5.2007 | At-Equity | 25,15% | Erwerb |
Die Flughafen-Wien-Gruppe erwarb am 4. April 2007 100,0 Prozent der Anteile an der Corvin WTC Airport Business Center Vermietungs GmbH, Wien (nunmehr Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H., Schwechat), für einen Kaufpreis in Höhe von T€ 27.104,4. Der Kaufpreis wurde mit Barmitteln beglichen. Das erworbene Unternehmen besitzt und betreibt das "World Trade Center"-Bürogebäude (nunmehr Office Park 3) am Flughafen Wien-Schwechat. Im Zuge der Kaufpreisaufteilung wurde das Bürogebäude in Höhe von T€ 5.591,1 an den beizulegenden Zeitwert angepasst sowie ein Firmenwert in Höhe von T€ 4.380,0 ermittelt, der im Wesentlichen auf das erwartete langfristige Entwicklungspotenzial des Office Park 3 zurückzuführen ist. Mit dem Erwerb der Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. sind Barmittel in Höhe von T€ 598,5 übernommen worden. Der konsolidierte Ergebnisbeitrag der Tochtergesellschaft seit dem Erwerb beträgt T€ 1.046,1. Wäre die Akquisition zum 1. Jänner 2007 erfolgt, würden die geschätzten konsolidierten Umsatzerlöse T€ 3.847,9 betragen sowie das geschätzte konsolidierte Periodenergebnis T€ 4.698,2 (inklusive außerordentliches Ergebnis in Höhe von T€ 3.610,1).
Zum 1. August 2007 hat die Flughafen Wien AG über ihre Konzerngesellschaft VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. 100 Prozent der Anteile an der Mazur Parkplatz GmbH, Schwechat, für einen Kaufpreis in Höhe von T€ 4.380,0 erworben. Der Kaufpreis wurde mit Barmitteln beglichen. Aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierte ein Firmenwert in Höhe von T€ 54,2; Barmittel in Höhe von T€ 32,9 wurden übernommen. Mit dem Erwerb der Gesellschaft wurden die Parkraumkapazitäten des Flughafens Wien um rund 5.000 Stellplätze erweitert. Der konsolidierte Ergebnisbeitrag der Tochtergesellschaft in den ersten fünf Monaten seit dem Erwerb beträgt T€ 30,3. Unter der Annahme, dass der Unternehmenszusammenschluss bereits zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden hätte, würde der geschätzte Umsatzbeitrag T€ 1.330,0 und das geschätzte Periodenergebnis T€ 120,0 betragen.
Die folgenden Vermögenswerte und Schulden wurden im Rahmen der Akquisition von Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. sowie Mazur Parkplatz GmbH erworben:
| in T€ | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
Anpassung an beizulegende Zeitwerte |
Buchwerte unmittelbar vor Erwerb |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 14,3 | 0,0 | 14,3 |
| Sachanlagen | 27.635,8 | 5.591,1 | 22.044,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3,8 | 0,0 | 3,8 |
| Vorräte | 2,7 | 0,0 | 2,7 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 212,6 | 0,0 | 212,6 |
| Aktive latente Steuerabgrenzung | 2.136,2 | 0,0 | 2.136,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 631,4 | 0,0 | 631,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | -0,4 | 0,0 | -0,4 |
| Rückstellungen | -147,9 | 0,0 | -147,9 |
| Verbindlichkeiten | -2.040,6 | 0,0 | -2.040,6 |
| Passive latente Steuerabgrenzung | -1.397,8 | -1.397,8 | 0,0 |
| Erworbenes Nettovermögen | 27.050,2 | 4.193,3 | 22.856,9 |
| Firmenwerte | 4.434,2 | ||
| Bar bezahlter Kaufpreis | 31.484,4 |
Am 25. Mai 2007 wurde im Zuge einer Kapitalerhöhung ein Anteil von 25,15 Prozent an der Flughafen Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, erworben. Die Gesellschaft betreibt den Flughafen in Friedrichshafen. Der Kaufpreis inklusive aktivierter Nebenkosten in Höhe von T€ 191,2 beträgt T€ 7.691,2 und ist unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden die beim Flughafen Friedrichshafen bestehenden Kundenbeziehungen als ein im Beteiligungsansatz enthaltener immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Wertermittlung der Kundenbeziehungen erfolgte anhand der Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method"). Die Kundenbeziehungen sind mit einem anteiligen beizulegenden Zeitwert von T€ 212,3 bewertet. Der im Beteiligungsansatz enthaltene Firmenwert beträgt T€ 2.043,6.
Im Geschäftsjahr 2007 fanden keine Entkonsolidierungen statt.
Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden unabhängig von der Beteiligungshöhe in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst.
Beim Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Unternehmen, die bereits als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen erworbenen Eigenkapital als Firmenwert angesetzt.
Minderheitenanteile am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen, es sei denn, die Minderheitsgesellschafter verfügen über einen Anspruch auf Rückzahlung ihres Kapitalanteils oder auf Verkauf ihrer Anteile an die Muttergesellschaft. Minderheitenanteile bestehen aus dem Betrag solcher Anteile zum Tag des Unternehmenszusammenschlusses und dem Minderheitenanteil an den Änderungen des Eigenkapitals ab dem Zeitpunkt des Zusammenschlusses.
Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen und bleiben bis zu dem Zeitpunkt einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden – soweit wesentlich – eliminiert.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondie-
renden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.
Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.
Berichtswährung und funktionale Währung der österreichischen Konzerngesellschaften ist der Euro. Funktionale Währung der ausländischen Tochtergesellschaften und der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen ist die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Abschlüsse der sich außerhalb der Euro-Zone befindlichen Gesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Im Rahmen dieser Methode werden die Posten des Eigenkapitals teilweise mit dem historischen Kurs, die übrigen Bilanzposten mit dem Bilanzstichtagskurs und die Aufwendungen und Erträge mit dem durchschnittlichen Jahreskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Währungsumrechnungsrücklage erfasst.
Die für die Umrechnung ausländischer Abschlüsse angewandten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro folgendermaßen entwickelt:
| Stichtagskurs 1 EUR = |
Jahresdurchschnittskurs 1 EUR = |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2007 | 31.12.2006 | 2007 | 2006 | |
| Maltesische Lire (MTL) | 0,429 | 0,428 | 0,429 | 0,428 |
| Slowakische Kronen (SKK) | 33,58 | 34,60 | 33,77 | 37,14 |
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und sind im Flughafen-Wien-Konzern unwesentlich. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht werden, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Finanzplänen für fünf Jahre (2008 bis 2012) und einer ewigen Rente (ab 2012). Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den fünfjährigen Zeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.
Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Jahre | |
|---|---|
| Betriebsgebäude | 33,3 |
| Sonstige Gebäude | 10–50 |
| Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder | 20 |
| Sonstige Grundstückseinrichtungen | 7–20 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5–20 |
| Fahrzeuge | 5–10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4–15 |
Der Flughafen-Wien-Konzern verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz (vor Steuern) berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasingverhältnis trägt. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in dessen Bilanz angesetzt und nach den für den jeweiligen Vermögenswert einschlägigen Bilanzierungsvorschriften bewertet. In einem Operating Lease erfassen sowohl Leasinggeber als auch Leasingnehmer die Leasingraten erfolgswirksam.
Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen anzusetzen und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abzuschreiben. Zugleich wird in Höhe des Buchwerts des Leasinggegenstands eine Leasingverbindlichkeit angesetzt. Der Leasinggeber setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasingaufwendungen bzw. -erträge werden in Tilgungen der Leasingverbindlichkeit bzw. -forderung und in Finanzaufwendungen bzw. -erträge aufgeteilt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungsoder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungsoder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige
Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 1999-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte (im Vorjahr für einen gemischten Bestand).
Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder zum 31. Dezember 2007 und 2006 wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 4,75% | 4,25% |
| Lohn- und Gehaltstrend | 3,5% | 3,5% |
| Pensionstrend (nur für Pensionen) | 1,5% | 1,5% |
| Erwarteter Veranlagungsertrag der Versicherung (nur für Pensionen)1) | 4,125% | 4,125% |
| Fluktuationsabschlag (gestaffelt) | 0%–12% | 0%–12% |
1) Der erwartete Ertrag ergibt sich aus den Renditen des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.
Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung, Pension und Jubiläumsgeld werden im Finanzergebnis erfasst.
Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse behandelt.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Ausleihungen werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden in der Regel mit dem Barwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.
Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode
zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Lässt sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.
Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital (Marktwertbewertungsrücklage = AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaftem und signifikantem Absinken des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.
Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die noch im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt. Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Erstbuchwert abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rech nung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.
Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Flughafen-Wien-Konzern setzt einzelne derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung der aus Investitionen und Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen sind, werden bei Vertragsabschluss mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht in der Regel den Anschaffungskosten) angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen maßgebend und entsprechen bei gehandelten Derivaten dem Marktwert. Bei nicht börsegehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet. Die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt grundsätzlich ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer das derivative Finanzinstrument ist in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden. Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erfasst, negative in den übrigen Verbindlichkeiten.
Der Konzern wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 ("Hedge Accounting") zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.
Die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllt der Flughafen Wien Konzern wie folgt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten) zukünftigen Transaktionen als auch die Messung der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht, die zwischen 80 Prozent und 125 Prozent liegen muss. Wird eine Sicherungsbeziehung ineffektiv, wird sie aufgelöst.
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet.
Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.
Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt verbunden. Dies gilt insbesondere für solche Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich. Immobilien werden durch Sachverständigengutachten bewertet. Ansatzfähige immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Da eine marktpreisorientierte Bewertung ("Market Approach") von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren ("Income Approach") herangezogen. Für die Bewertung von Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method") angewandt. Hierbei wird der Barwert der Einkommensströme aus dem vorhandenen Kundenstamm ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Einkommensströme erwirtschaftet, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse neben den operativen Kosten auch kalkulatorische Nutzungsentgelte für diese "unterstützenden" Vermögenswerte ("Contributory Asset Charges") berücksichtigt. Bei dieser Bewertung wird die Verringerung der geplanten Einkommensströme im Zeitablauf nach Maßgabe einer angemessenen Schrumpfungsrate ("Churn Rate") der Kunden beachtet.
Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten sowie Vermögenswerten des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung nicht nur vorübergehend eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maß auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.
Der Flughafen-Wien-Konzern bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichtsoder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.
Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.
Der Flughafen-Wien-Konzern weist nach dem primären Berichtsformat die Geschäftsbereiche Airport, Handling und Non-Aviation aus. Diese Segmente stellen strategische Geschäftsbereiche dar, die sich in ihren Produkten und Dienstleistungen, den Kundenprofilen sowie dem regulatorischen Umfeld unterscheiden. Als sekundäres Berichtsformat werden geografische Segmentinformationen dargestellt.
Das Segment Airport erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Loungen. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen.
Das Segment Handling beschäftigt sich mit Servicedienstleistungen betreffend die Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren. Gemäß den EU-Richtlinien ist dieses Segment nicht dem Flughafenbetreiber (Flughafen Wien AG) alleine vorbehalten, sondern es können neben den Fluggesellschaften selbst auch Drittanbieter am Flughafen Wien ihre Handlingdienste anbieten. Seit Ende 2000 ist die deutsche Gesellschaft Fraport Ground Services Austria GmbH, früher VAS Flughafenbodenverkehrsdienste GmbH, am Flughafen Wien tätig.
Das Segment Non-Aviation umfasst verschiedene Leistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie, Parkierung, Sicherheitsdienstleistungen, Entwicklung und Vermarktung von Immobilien, Verkehrsanbindung, Haustechnik, Reinigung, Ver- und Entsorgung, Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Telekommunikation, Baumanagement sowie Beratungsleistungen.
Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen Wien beurteilt die Leistung der Segmente u.a. anhand des Betriebsergebnisses, des EBIT. Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet. Segmentvermögen und -schulden
umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie wesentliche Rückstellungen. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen, Segmentschulden, Segmentinvestitionen sowie die Außenumsätze werden darüber hinaus im sekundären Berichtsformat nach Regionen gegliedert dargestellt. Die Zuordnung des Segmentvermögens, der Segmentinvestitionen und der Außenumsätze zu den Regionen erfolgt grundsätzlich nach dem Standort des betreffenden Vermögens.
Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.
Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Wesentlichen nicht direkt nur einem Segment zurechenbar. Insofern wird deren Anteil am Periodenergebnis und deren Buchwert bei den Segmentinformationen nicht angegeben.
| Non | |||
|---|---|---|---|
| Airport | Handling | Aviation | Konzern |
| 242.165,2 | 146.984,5 | 132.178,3 | 521.328,0 |
| 27.068,6 | 23.152,9 | 62.548,9 | |
| 269.233,8 | 170.137,4 | 194.727,2 | |
| 96,6 | |||
| 521.424,6 | |||
| 94.088,8 | 11.804,6 | 35.222,5 | 141.116,0 |
| -20.772,1 | |||
| 120.343,9 | |||
| 38.181,9 | 7.613,6 | 24.468,1 | 70.263,6 |
| 385,0 | |||
| 70.648,6 | |||
| 138.231,7 | 12.060,6 | 43.101,6 | 193.393,9 |
| 405,4 | |||
| 193.799,4 | |||
| 818.780,7 | 41.459,8 | 415.419,8 | 1.275.660,4 |
| 285.193,2 | |||
| 1.560.853,5 | |||
| Non | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Airport | Handling | Aviation | Konzern |
| Segmentschulden | 94.172,4 | 69.744,6 | 123.768,6 | 287.685,7 |
| Sonstige (nicht zuordenbar)1) | 538.233,1 | |||
| Konzernschulden | 825.918,7 | |||
| Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) | 378 | 2.089 | 1.465 | 3.932 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 155 | |||
| Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) | 4.087 |
1) Das nicht zuordenbare Konzernvermögen und die nicht zuordenbaren Konzernschulden betreffen im Wesentlichen Finanzanlagen, liquide Mittel, die latente Steuerabgrenzung, Finanzverbindlichkeiten, Steuerrückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten.
| Non | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Airport | Handling | Aviation | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 211.272,7 | 139.641,3 | 112.779,5 | 463.693,5 |
| Interne Segmentumsätze | 27.759,3 | 22.186,0 | 59.777,4 | |
| Segmentumsätze | 239.032,0 | 161.827,2 | 172.556,9 | |
| Sonstige externe Umsätze | 195,0 | |||
| Konzernumsatz | 463.888,5 | |||
| Segmentergebnis | 75.705,5 | 12.755,0 | 35.212,5 | 123.673,1 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -19.989,0 | |||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 103.684,1 | |||
| Segmentabschreibungen | 37.516,1 | 6.676,4 | 21.413,1 | 65.605,7 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 358,8 | |||
| Konzernabschreibungen | 65.964,5 | |||
| Segmentinvestitionen1) | 145.281,1 | 7.676,8 | 54.052,7 | 207.010,6 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 186,5 | |||
| Konzerninvestitionen | 207.197,1 | |||
| Segmentvermögen1) | 722.281,5 | 40.021,8 | 372.102,1 | 1.134.405,4 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | 314.264,9 | |||
| Konzernvermögen | 1.448.670,3 | |||
| Segmentschulden1) | 92.499,6 | 69.659,1 | 126.596,5 | 288.755,2 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 438.634,0 | |||
| Konzernschulden | 727.389,2 | |||
| Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) | 382 | 2.020 | 1.278 | 3.681 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 153 | |||
| Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) | 3.834 | |||
1) angepasst
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 520.905,8 | 518,8 | 0,0 | 521.424,6 |
| EBIT | 121.922,7 | 199,7 | -1.778,6 | 120.343,9 |
| Vermögen | 1.469.518,8 | 50.253,3 | 41.081,4 | 1.560.853,5 |
| Investitionen | 193.799,4 | 0,0 | 0,0 | 193.799,4 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 4.087 | 0 | 0 | 4.087 |
Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis in Höhe von € 2,5 Mio. und auf die Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von € 1,6 Mio. Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 463.365,9 | 522,6 | 0,0 | 463.888,5 |
| EBIT | 103.488,9 | 389,3 | -194,0 | 103.684,1 |
| Vermögen1) | 1.335.757,0 | 50.770,8 | 62.142,5 | 1.448.670,3 |
| Investitionen1) | 207.197,1 | 0,0 | 0,0 | 207.197,1 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 3.834 | 0 | 0 | 3.834 |
1) angepasst
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen | 6.340,3 | 6.764,1 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 560,5 | 75,1 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.170,9 | 2.002,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | ||
| aus öffentlichen Mitteln | 1.412,9 | 1.447,1 |
| Erträge aus der Gewährung von Rechten | 899,5 | 777,1 |
| Erträge aus Versicherungsleistungen | 42,8 | 154,1 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 13,2 | 44,3 |
| Kursdifferenzen | 2.491,3 | 1.687,6 |
| Übrige | 383,5 | 417,7 |
| 14.315,0 | 13.369,7 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Material | 16.718,5 | 17.741,5 |
| Energie | 14.435,7 | 12.160,5 |
| Bezogene Leistungen | 5.853,4 | 4.572,2 |
| 37.007,7 | 34.474,2 |
Im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2007 ist eine Rückstellungsdotierung in Höhe von € 6,0 Mio. für Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit den Zwischenergebnissen der Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen enthalten. Der Anstieg der um diesen Betrag bereinigten Personalaufwendungen um 4,8 Prozent auf € 207,4 Mio. ist auf einen im Vorjahresvergleich höheren Beschäftigtenstand und auf kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Im Rahmen des Kollektivvertragsabschlusses 2007 der Flughafen Wien AG wurden Einmalzahlungen in Höhe von € 2,3 Mio. ausbezahlt, die zwar im Jahr 2007 ergebniswirksam waren, aber keine langfristigen Belastungen auslösen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist vor allem aufgrund der Ausweitung der Sicherheitsdienstleistungen und der positiven Verkehrsentwicklung um 6,6 Prozent auf 4.087 erhöht worden. Vorwiegend bedingt durch den Anstieg der Sicherheitsleistungen sind dem Segment Non-Aviation 73,6 Prozent des Personalzuwachses zuzuschreiben, 27,1 Prozent dem Segment Handling. Im Segment Airport hingegen ging der durchschnittliche Personalstand um 1,1 Prozent zurück. In den Verwaltungsbereichen stieg die Mitarbeiteranzahl um 1,5 Prozent.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) | 300,2 | 233,3 |
| Instandhaltungen | 17.585,0 | 17.645,3 |
| Fremdleistungen | 12.304,7 | 10.466,9 |
| Beratungsaufwand | 6.166,1 | 6.457,2 |
| Marketing und Marktkommunikation | 26.122,9 | 15.220,5 |
| Post- und Telekommunikation | 1.786,6 | 1.700,9 |
| Miet- und Pachtaufwendungen | 8.946,0 | 8.109,0 |
| Versicherungsaufwendungen | 3.996,0 | 4.397,0 |
| Reisen und Ausbildung | 1.854,7 | 1.459,7 |
| Schadenfälle | 209,3 | 1.552,2 |
| Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle | 2.444,5 | 398,2 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 471,4 | 422,5 |
| Kursdifferenzen | 1.596,2 | 1.046,1 |
| Andere betriebliche Aufwendungen | 10.589,8 | 6.099,4 |
| 94.373,5 | 75.208,3 |
Die Instandhaltungen beinhalten neben den laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie für Wartung der EDV-Anlagen auch Sanierungen von Pisten, Vorfeldern und Rollwegen. Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus der Manipulation der Kofferkulis, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.
Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen. Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien, sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 1.984,6 | 2.117,0 |
| Abschreibungen infolge Wertminderung | 2.086,5 | 723,5 |
| 4.071,1 | 2.840,5 | |
| Abschreibungen Sachanlagen | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 66.577,5 | 63.124,0 |
| 70.648,6 | 65.964,5 | |
In der Berichtsperiode wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.086,5 aufgrund eingeschränkter betrieblicher oder technischer Verwertbarkeit auf Basis einer Schätzung des erzielbaren Betrages in Form des beizulegenden Zeitwertes außerplanmäßig wertgemindert (Vorjahr: T€ 723,5). Der Wertminderungsaufwand ist dem Segment Non-Aviation zugeordnet.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Erträge | 4.220,9 | 2.244,0 |
| Aufwendungen | -182,6 | -472,6 |
| Beteiligungsergebnis at equity | 4.038,3 | 1.771,4 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 224,0 | 156,9 |
| Erträge aus Beteiligungen sonstige Unternehmen | 126,0 | 76,3 |
| Aufwendungen aus Abgang von verbundenen nicht | ||
| konsolidierten Unternehmen | 0,0 | -1.941,7 |
| Aufwendungen aus verbundenen nicht konsolidierten | ||
| Unternehmen | 0,0 | -500,0 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 350,0 | -2.208,5 |
| (9) Zinsergebnis | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2007 | 2006 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 7.628,2 | 10.104,4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14.645,9 | -11.518,2 |
| -7.017,7 | -1.413,8 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Bewertungsergebnis Wertpapiere (zu Handelszwecken gehalten) | 178,6 | 26,4 |
| Wertminderungen auf Wertpapiere (zur Veräußerung verfügbar) | -3.923,4 | 0,0 |
| -3.744,8 | 26,4 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 23.120,3 | 20.279,6 |
| Aperiodischer Aufwand für laufende Ertragsteuern | 355,0 | 0,0 |
| Veränderung latenter Steuern | 3.039,7 | 4.028,7 |
| 26.515,0 | 24.308,3 |
Der Steueraufwand des Jahres 2007 von T€ 26.515,0 ist um T€ 1.977,4 geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 28.492,4, der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern (T€ 113.969,7) ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 113.969,7 | 101.859,7 |
| Rechnerische Ertragsteuer | 28.492,4 | 25.464,9 |
| Anpassungen des rechnerischen Steueraufwands | ||
| Permanente Differenzen | -3.038,2 | -376,0 |
| Anpassung an ausländische Steuersätze | 6,7 | -780,6 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 25.460,9 | 24.308,3 |
| Aperiodischer Ertragsteueraufwand | 355,0 | 0,0 |
| Wertanpassungen aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge | 699,1 | 0,0 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 26.515,0 | 24.308,3 |
| Effektivsteuersatz | 23,3% | 23,9% |
Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus:
| Steuerabgrenzung | ||
|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Aktive latente Steuerabgrenzung | ||
| Sachanlagen | 292,9 | 338,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 728,2 | 918,6 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 3.423,8 | 4.006,4 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.667,0 | 1.700,0 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 791,3 | 879,4 |
| Aktienübertragung in Stiftung | 4.295,2 | 6.393,8 |
| Übrige Rückstellungen | 3.070,4 | 2.845,9 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.907,9 | 688,7 |
| 16.176,8 | 17.771,6 | |
| Passive latente Steuerabgrenzung | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 13.016,0 | 9.722,4 |
| Wertpapiere | 671,1 | 969,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 194,3 | 441,0 |
| Steuerabgrenzung aus Konsolidierung | 1.101,7 | 1.517,3 |
| 14.983,1 | 12.650,3 | |
| Summe Steuerabgrenzung (saldiert) | 1.193,7 | 5.121,2 |
Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:
| in T€ | ||
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 5.512,2 | 11.716,5 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 735,5 | 0,0 |
| Erfolgswirksame Veränderungen | -3.430,7 | -3.664,4 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen | -1.623,4 | -2.539,9 |
| Stand zum 31.12. | 1.193,6 | 5.512,2 |
| in T€ | ||
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 391,0 | 0,0 |
| Erfolgswirksame Veränderung | -391,0 | 364,3 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | 0,0 | 26,7 |
| Stand zum 31.12. | 0,0 | 391,0 |
Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde der in Österreich geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 35% und für die Slowakei 19%) berechnet. Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf die direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cash-Flow Hedges, die Mitarbeiterstiftung sowie auf die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.
Als immaterielle Vermögenswerte werden Firmenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Software sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.
| in T€ | Konzessionen und Rechte |
Firmen werte |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2007 | |||
| Nettobuchwert zum 1.1.2007 | 6.141,2 | 0,0 | 6.141,2 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 14,3 | 4.434,4 | 4.448,7 |
| Zugänge | 920,8 | 0,0 | 920,8 |
| Umbuchungen | 1.904,6 | 0,0 | 1.904,6 |
| Abgänge | -26,2 | 0,0 | -26,2 |
| Abschreibungen | -4.071,1 | 0,0 | -4.071,1 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2007 | 4.883,7 | 4.434,4 | 9.318,1 |
| Stand zum 31.12.2007 | |||
| Anschaffungskosten | 23.638,1 | 4.434,4 | 28.072,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | -18.754,4 | 0,0 | -18.754,4 |
| Nettobuchwert | 4.883,7 | 4.434,4 | 9.318,1 |
| in T€ | Konzessionen und Rechte |
Gesamt | |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2006 |
| Nettobuchwert zum 1.1.2006 | 6.056,4 | 6.056,4 |
|---|---|---|
| Zugänge | 2.041,1 | 2.041,1 |
| Umbuchungen | 884,2 | 884,2 |
| Abschreibungen | -2.840,5 | -2.840,5 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2006 | 6.141,2 | 6.141,2 |
| Anschaffungskosten | 20.970,5 | 20.970,5 |
|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -14.829,3 | -14.829,3 |
| Nettobuchwert | 6.141,2 | 6.141,2 |
Im Geschäftsjahr 2007 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 1.286,1 (Vorjahr: T€ 1.037,3) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.
| in T€ | Grund- stücke und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2007 | |||||
| Nettobuchwert zum 1.1.2007 | 500.297,0 | 274.490,7 | 45.580,4 | 196.296,1 | 1.016.664,3 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 4.357,8 | 0,0 | 25,4 | 0,0 | 4.383,3 |
| Zugänge | 5.172,4 | 21.217,8 | 20.161,4 | 126.983,1 | 173.534,7 |
| Umbuchungen | 717,8 | 1.265,8 | 228,6 | -27.253,5 | -25.041,3 |
| Abgänge | -6.834,9 | -109,9 | -254,6 | 0,0 | -7.199,5 |
| Abschreibungen | -21.589,7 | -26.166,8 | -16.088,9 | 0,0 | -63.845,4 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2007 | 482.120,5 | 270.697,5 | 49.652,4 | 296.025,7 | 1.098.496,0 |
| Anschaffungskosten | 721.569,0 | 624.391,7 | 166.505,8 | 296.540,6 | 1.809.007,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -239.448,5 | -353.694,2 | -116.853,4 | -514,9 | -710.511,0 |
| Nettobuchwert | 482.120,5 | 270.697,5 | 49.652,4 | 296.025,7 | 1.098.496,0 |
| Andere Anlagen | Geleistete | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grund- | Technische | Betriebs- und | Anzahlungen | ||
| stücke | Anlagen und | Geschäfts- | und Anlagen | ||
| in T€ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Gesamt |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2006 | |||||
| Nettobuchwert zum 1.1.2006 | 437.909,5 | 211.339,6 | 47.963,3 | 188.009,8 | 885.222,1 |
| Zugänge | 19.320,0 | 41.549,9 | 12.533,4 | 121.652,1 | 195.055,4 |
| Umbuchungen | 65.734,0 | 46.112,8 | 240,8 | -113.365,8 | -1.278,2 |
| Abgänge | -219,2 | -167,8 | -183,3 | 0,0 | -570,4 |
| Abschreibungen | -22.447,3 | -24.343,7 | -14.973,7 | 0,0 | -61.764,7 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2006 | 500.297,0 | 274.490,7 | 45.580,4 | 196.296,1 | 1.016.664,3 |
| Anschaffungskosten | 724.568,4 | 604.106,7 | 153.988,8 | 196.811,0 | 1.679.474,9 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -224.271,4 | -329.616,0 | -108.408,4 | -514,9 | -662.810,6 |
| Nettobuchwert | 500.297,0 | 274.490,7 | 45.580,4 | 196.296,1 | 1.016.664,3 |
Im Geschäftsjahr 2007 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 6.137,9 aktiviert (Vorjahr: T€ 1.470,9). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode wie im Vorjahr 4,4 Prozent.
Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2007 und 2006 werden nachstehend, inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen, angeführt:
| Im Segment Airport in T€ | 2007 | |
|---|---|---|
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 82.179,2 | |
| Vorfelderweiterung Nordost | 15.691,6 | |
| Gepäcksortieranlage | 11.983,7 | |
| Ausbau Bahnhof Flughafen | 7.175,0 | |
| Sicherheitssysteme | 4.442,7 | |
| Grundstücke | 1.582,6 | |
| Entwässerung Flugbetrieb | 1.415,4 | |
| Im Segment Handling in T€ | 2007 | |
| Großraumvorfeldbusse | 2.227,5 | |
| Enteisungsmittelbefüllungsanlage | 2.506,7 | |
| Enteisungsfahrzeuge | 1.786,0 | |
| Im Segment Non-Aviation in T€ | 2007 | |
| Office Park 2 – AUA Head Office | 18.319,9 | |
| Parkhaus 4 Erweiterung | 12.477,9 | |
| Kernzonengestaltung | 1.896,9 | |
| Im Segment Airport in T€ | 2006 | |
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 77.045,1 | |
| Vorfelderweiterung Nordost | 23.436,2 | |
| Gepäcksortieranlage | 11.935,8 | |
| Ausbau Bahnhof Flughafen | 7.843,2 | |
| Grundstücke | 5.471,9 | |
| Im Segment Handling in T€ | 2006 | |
| Passagierbusse, Flugzeugschlepper, Diesel- und Elektroschlepper, | ||
| Passagiertreppen etc. | 7.676,8 | |
| Im Segment Non-Aviation in T€ | 2006 | |
| Office Park 2 – AUA Head Office | 20.752,0 | |
| Hangar 6 | 11.423,7 | |
| Parkhaus 7 (Ost) Erweiterung | 4.422,5 | |
| Infrastrukturgebäude Nordost | 2.891,9 | |
| Air Cargo Center | 2.698,7 | |
| (14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| in T€ | 2007 | 2006 |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12. | ||
| Nettobuchwert zum 1.1. | 59.594,1 | 50.458,9 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 23.249,7 | 0,0 |
| Zugänge | 19.343,9 | 10.100,6 |
| Umbuchungen | 23.136,6 | 393,9 |
| Abschreibungen | -2.729,3 | -1.359,2 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 122.595,1 | 59.594,1 |
| Stand zum 31.12. | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 147.364,9 | 70.150,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | -24.769,8 | -10.556,4 |
| Nettobuchwert | 122.595,1 | 59.594,1 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
| Mieteinnahmen | 11.361,7 | 5.268,8 |
|---|---|---|
| Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien | 3.770,9 | 2.145,4 |
| Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien | 786,3 | 0,0 |
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen im Wesentlichen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Buchwert ist auf die Eröffnung des Office Park 2 (Head Office der Austrian Airlines Gruppe) sowie auf den Erwerb des Bürogebäudes World Trade Center (jetzt: Office Park 3) in der Berichtsperiode 2007 zurückzuführen. Die betrieblichen Aufwendungen für zurzeit nicht vermietete Immobilien ist durch notwendige Sanierungsarbeiten leer stehender Büroflächen im Office Park 3 bedingt. Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entspricht nach internen Wertermittlungen (auf Basis von Ertragswerten) zum Bilanzstichtag im Wesentlichen dem Buchwert.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12. | ||
| Nettobuchwert zum 1.1. | 88.501,0 | 52.603,3 |
| Währungsumrechnung | 992,6 | -4,0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 121,7 |
| Zugänge | 7.673,8 | 44.007,5 |
| Umbuchungen | 0,0 | 96,9 |
| Zuschreibungen | 2.719,2 | 72,7 |
| Abgänge | 0,0 | -7.924,6 |
| Abschreibungen | -182,6 | -472,6 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 99.704,1 | 88.501,0 |
| Stand zum 31.12. | ||
| Anschaffungskosten | 99.532,4 | 90.865,9 |
(15) Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen
Die Ab- und Zuschreibungen beinhalten die Veränderung des Wertansatzes der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen. Die Zugänge in der Berichtsperiode betreffen im Wesentlichen den 25,15-Prozent-Anteilserwerb am Flughafen Friedrichshafen. Die Abgänge im Vorjahr resultieren aus der Kapitalherabsetzung der Malta Mediterranean Link Consortium Ltd.
Kumulierte Ergebnisse 171,7 -2.364,9 Nettobuchwert 99.704,1 88.501,0
(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen | 217,5 | 479,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) | 2.310,4 | 2.282,5 |
| 2.528,0 | 2.762,0 |
Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Societé Internationale Télécommunications Aeronautiques SC in Höhe von T€ 41,8 (Vorjahr: T€ 46,4) und den Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 84,4 (Vorjahr: T€ 337,5) sowie eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 91,3 (Vorjahr: T€ 95,7).
Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds in Höhe von T€ 976,1 (Vorjahr: T€ 983,2) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.333,9 (Vorjahr: T€ 1.298,9), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden:
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2007):
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.262,7 | 2.931,3 |
| Geleistete Anzahlungen | 115,5 | 0,0 |
| 3.378,2 | 2.931,3 |
Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb.
| (18) Wertpapiere | ||
|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Investmentfonds | 72.211,6 | 71.207,2 |
| Rentenpapiere | 69.867,0 | 19.966,4 |
| 142.078,6 | 91.173,6 |
Die Investmentfonds wurden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet, während die Rentenpapiere als "zu Handelszwecken gehalten" kategorisiert sind. Sämtliche Wertpapiere dienen der Liquiditätsvorsorge.
In der Berichtsperiode wurden die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Investmentfonds um T€ 3.923,4 erfolgswirksam im Wert gemindert, da die Wertminderungen dauerhaft waren. Zum Stichtag sind Wertpapiere in Höhe T€ 72.211,6 zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt, im Wesentlichen, um bei Aufnahme von kurzfristigen Barvorlagen günstige Kreditkonditionen zu erhalten.
| 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|
| 46.426,8 | 53.118,5 |
| -3.222,7 | -2.704,5 |
| 43.204,2 | 50.414,0 |
| 268,2 | 209,9 |
| 0,1 | 23.044,8 |
| 1.583,9 | 2.426,2 |
| 5.242,3 | 5.638,5 |
| 1.970,0 | 1.788,2 |
| 52.268,8 | 83.521,6 |
Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 188,0 | 184,3 |
| Kurzfristige Veranlagungen (Termingelder) | 11.000,0 | 76.050,0 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 18.105,0 | 15.634,6 |
| 29.293,0 | 91.868,9 |
Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Termingeldern lag zum 31. Dezember 2007 bei 3,95 Prozent (Vorjahr: 3,83%). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien. Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2007 vorgeschlagene Dividende beträgt € 2,50 je Aktie.
Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.
Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.
Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2007 ausgewiesen ist.
In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10 % des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten. Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung werden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. Abgesehen von der Übertragung der eigenen Aktien in den Jahren 2000 und 2001 resultieren die Auswirkungen aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungsverpflichtungen:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 12.056,2 | 11.313,7 |
| Teilauflösung Rückstellung für Stiftungsaufwand | 1.197,0 | 1.380,0 |
| Latente Steuern | -491,7 | -637,5 |
| Stand zum 31.12. | 12.761,5 | 12.056,2 |
Die Minderheitenanteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die Minderheitenanteile zum Bilanzstichtag betreffen die beiden Minderheitsgesellschafter RZB Holding GmbH und Penta Investments Limited an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 50.734,1 | 53.372,9 |
| Pensionen | 18.909,6 | 18.699,2 |
| Jubiläumsgelder | 10.380,6 | 10.285,4 |
| Altersteilzeit | 9.696,0 | 9.056,9 |
| Stiftungsaufwendungen (langfristiger Anteil) | 2.554,0 | 4.521,0 |
| 92.274,3 | 95.935,4 |
Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezuges.
Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Im Fall eines kollektivvertraglichen Abfertigungsüberhangs werden jedoch für diese Dienstnehmer Rückstellungen gebildet.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 53.372,9 | 59.366,2 |
| Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis | 2,5 | 0,0 |
| Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand | 5.790,2 | 6.222,5 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-)/Verluste (+) -2.180,8 | -6.475,2 | |
| Abfertigungszahlungen | -6.250,9 | -5.740,6 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 50.734,1 | 53.372,9 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 3.569,2 | 4.154,8 |
| Zinsaufwand | 2.221,0 | 2.067,7 |
| Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand | 5.790,2 | 6.222,5 |
Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen wurden teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, welche gemäß IAS 19 Planvermögen darstellen. Der Rückstellungsbetrag wurde um diese Versicherungsansprüche verringert.
Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 Prozent der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an.
Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.
Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan). Das Unternehmen leistet Beiträge in der Höhe von 2,5 Prozent des Monatsgrundbezuges, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, jedoch spätestens nach zehn Dienstjahren, unverfallbar.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. | 22.230,6 | 21.891,3 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. | -3.320,9 | -3.192,1 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. | 18.909,6 | 18.699,2 |
| 2007 | 2006 |
|---|---|
| 21.891,3 | 24.803,1 |
| 399,8 | 411,7 |
| 915,0 | 854,6 |
| 228,9 | -2.586,1 |
| -1.204,4 | -1.592,1 |
| 22.230,6 | 21.891,3 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 1.1 | 3.192,1 | 2.983,6 |
| Ertrag aus Planvermögen | 128,8 | 208,5 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. | 3.320,9 | 3.192,1 |
Das Planvermögen umfasst qualifizierte Rückdeckungsversicherungen.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 399,8 | 411,7 |
| Zinsaufwand | 915,0 | 854,6 |
| Ertrag aus Planvermögen | -128,8 | -208,5 |
| Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand | 1.186,0 | 1.057,8 |
Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 10.285,4 | 10.876,3 |
| Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand | 350,2 | -270,9 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | -255,0 | -320,1 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 10.380,6 | 10.285,4 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 706,3 | 817,1 |
| Zinsaufwand | 427,2 | 365,6 |
| Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-) / Verluste (+) | -783,4 | -1.453,6 |
| Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand | 350,2 | -270,9 |
Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt.
| in T€ | 1.1.2007 | Verbrauch | Neubildung | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| Altersteilzeit | 9.056,9 | -2.666,0 | 3.305,1 | 9.696,0 |
Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurz- und langfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.
| in T€ | 1.1.2007 | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| Stiftungsaufwendungen | 5.689,8 | -1.200,0 | -1.197,0 | 3.292,8 |
| davon kurzfristig | 1.168,8 | 738,8 | ||
| davon langfristig | 4.521,0 | 2.554,0 |
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Bankdarlehen kurzfristig | 144,8 | 4.652,9 |
| Bankdarlehen langfristig | 468.191,9 | 359.809,8 |
| 468.336,7 | 364.462,7 |
Die Aufnahme der Bankdarlehen erfolgte zur Finanzierung der umfangreichen Ausbauvorhaben am Flughafen Wien. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von € 100,0 Mio. bei der Europäischen Investitionsbank zu festen Konditionen aufgenommen. Zum Stichtag beträgt das Kreditvolumen bei der Europäischen Investitionsbank € 400,0 Mio. mit einer fixen Verzinsung beider Tranchen von durchschnittlich 4,5 Prozent. Beide Darlehen haben eine Laufzeit bis Juni 2031, wovon die ersten neun Jahre tilgungsfrei sind.
Die Bankdarlehen weisen folgende Restlaufzeiten auf:
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 144,8 | 4.652,9 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 15.111,0 | 1.833,8 |
| Mehr als fünf Jahre | 453.080,9 | 357.976,1 |
| 468.336,7 | 364.462,7 |
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen.
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 1.422,5 | 1.380,7 |
| Umweltfonds | 10.478,6 | 5.804,0 |
| Abgrenzungsposten | 30.689,8 | 0,0 |
| Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 4.776,0 | 6.138,7 |
| 47.366,9 | 13.323,4 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren.
Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038. Im Vorjahr waren diese Abgrenzungsposten unter den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Nicht konsumierte Urlaube | 12.991,8 | 10.287,6 |
| Andere Personalansprüche | 11.100,8 | 8.301,3 |
| Ertragsteuern | 582,3 | 5.522,4 |
| Stiftungsaufwendungen | 738,8 | 1.168,8 |
| Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen | 59.304,7 | 65.126,4 |
| Nicht abgerechnete Ermäßigungen | 7.392,1 | 19.237,7 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 9.240,6 | 6.849,6 |
| 101.351,1 | 116.493,8 |
| Änderung Konsoli- |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 1.1.2007 | dierungs kreis |
Verbrauch | Auflösung Neubildung | 31.12.2007 | |
| Nicht konsumierte Urlaube | 10.287,6 | 8,8 | -71,1 | -32,7 | 2.799,2 | 12.991,8 |
| Andere Personalansprüche | 8.301,3 | 0,0 | -3.164,3 | -3.614,5 | 9.578,2 | 11.100,8 |
| Ertragsteuern | 5.522,4 | 0,0 | -5.511,4 | -8,9 | 580,3 | 582,3 |
| Stiftungsaufwendungen1) | 1.168,8 | 0,0 | -1.168,8 | 0,0 | 738,8 | 738,8 |
| Nicht fakturierte Lieferungen | ||||||
| und Leistungen | 65.126,4 | 88,6 | -32.403,1 | -2.990,4 | 29.483,2 | 59.304,7 |
| Nicht abgerechnete | ||||||
| Ermäßigungen | 19.237,7 | 0,0 | -18.630,2 | -292,4 | 7.077,0 | 7.392,1 |
| Sonstige übrige | ||||||
| Rückstellungen | 6.849,6 | 51,1 | -2.019,7 | -648,5 | 5.008,0 | 9.240,6 |
| 116.493,8 | 148,5 | -62.968,5 | -7.587,5 | 55.264,7 | 101.351,1 |
1) Die Entwicklung der Rückstellung für Stiftungsaufwendungen erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.
Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Einmalzahlungen für Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit den Zwischenergebnissen der Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen sowie Leistungsprämien.
Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadenersatzforderungen, für noch nicht abgerechnete Betriebskostenabrechnungen und der Haftpflichtversicherung für das Jahr 2007 zusammen.
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Gegenüber Dritten | 61.444,7 | 56.446,5 |
| Gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.728,0 | 3.796,1 |
| Gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 0,1 | 0,1 |
| 65.172,9 | 60.242,7 |
| 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|
| 1.659,8 | 9.647,8 |
| 5.147,6 | 4.772,0 |
| 1.362,6 | 1.412,8 |
| 4.302,1 | 3.695,0 |
| 1.971,5 | 584,1 |
| 6.404,0 | 5.619,0 |
| 2.064,7 | 30.426,1 |
| 26.620,4 | 17.915,4 |
| 1.884,1 | 2.468,1 |
| 51.416,8 | 76.540,2 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern bestehen aufgrund einer Put-Option für die Minderheitsgesellschafter an der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. zum Verkauf ihrer Anteile.
Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm. Im Geschäftsjahr 2007 wird der langfristige Anteil dieses Abgrenzungspostens unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Fonds der flüssigen Mittel kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.
Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 8.041,4 (Vorjahr: T€ 7.672,3) auf Zinseneinzahlungen und T€ 18.638,1 (Vorjahr: T€ 12.028,0) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen T€ 1.881,7 (Vorjahr: T€ 2.244,8). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Die Geldflussrechnung aus dem Erwerb von Tochterunternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2007 |
|---|
| -31.484,4 |
| 631,4 |
| -30.853,0 |
Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen und sonstigen finanzielle Vermögenswerte sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:
| Buchwert nach |
Davon weder wertge- |
in den folgenden Zeitbändern überfällig | Davon nicht wertgemindert und | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007 in T€ | Wertbe- richtigungen 31.12.2007 |
mindert noch über- fällig |
bis 30 Tage |
von 31 bis 90 Tage |
von 91 bis 180 Tage |
von 181 bis 360 Tage |
Mehr als 360 Tage |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 47.660,1 | 39.092,8 | 3.689,0 | 3.375,8 | 298,3 | 26,1 | 0,0 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 217,5 | 217,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 47.877,6 | 39.310,4 | 3.689,0 | 3.375,8 | 298,3 | 26,1 | 0,0 |
| Buchwert nach |
Davon weder wertge- |
in den folgenden Zeitbändern überfällig | Davon nicht wertgemindert und | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertbe- | mindert | bis | von 31 | von 91 | von 181 | Mehr als | |
| 2006 in T€ | richtigungen 31.12.2006 |
noch über- fällig |
30 Tage |
bis 90 Tage |
bis 180 Tage |
bis 360 Tage |
360 Tage |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 54.410,0 | 36.460,4 | 6.073,5 | 10.055,0 | 599,5 | 32,9 | 89,2 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 479,5 | 479,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 54.889,5 | 36.939,9 | 6.073,5 | 10.055,0 | 599,5 | 32,9 | 89,2 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:
| Wertberichtigung | Wertberichtigung | ||
|---|---|---|---|
| 2007 in T€ | 1.1.2007 | Veränderung1) | 31.12.2007 |
| Einzelwertberichtigungen | 2.684,2 | 2.206,5 | 4.890,8 |
| Pauschale (Einzel-)wertberichtigungen | 9,1 | 16,4 | 25,5 |
| 2.693,3 | 2.222,9 | 4.916,2 |
1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung
| Wertberichtigung | Wertberichtigung | ||
|---|---|---|---|
| 2006 in T€ | 1.1.2006 | Veränderung1) | 31.12.2006 |
| Einzelwertberichtigungen | 2.799,3 | -115,1 | 2.684,2 |
| Pauschale (Einzel-)wertberichtigungen | 12,9 | -3,9 | 9,1 |
| 2.812,3 | -119,0 | 2.693,3 |
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2007 T€ 95,4 (Vorjahr: T€ 142,1).
Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:
| 2007 in T€ | Buchwert vor Wertbe- richtigungen 31.12.2007 |
Einzelwert- berichtigung 31.12.2007 |
Pauschale (Einzel-)Wert- berichtigung 31.12.2007 |
Buchwert nach Wertbe- richtigungen 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| Überfällig <1 Jahr | 817,7 | 721,3 | 25,5 | 70,9 |
| Überfällig >1 Jahr | 4.882,6 | 4.169,5 | 0,0 | 713,2 |
| Summe | 5.700,3 | 4.890,8 | 25,5 | 784,1 |
| 2006 in T€ | Buchwert vor Wertbe- richtigungen 31.12.2006 |
Einzelwert- berichtigung 31.12.2006 |
Pauschale (Einzel-)Wert- berichtigung 31.12.2006 |
Buchwert nach Wertbe- richtigungen 31.12.2006 |
|---|---|---|---|---|
| Überfällig <1 Jahr | 218,3 | 176,6 | 9,1 | 32,7 |
| Überfällig >1 Jahr | 3.010,9 | 2.507,6 | 0,0 | 503,2 |
| Summe | 3.229,2 | 2.684,2 | 9,1 | 535,9 |
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen Wien ersichtlich:
| Brutto-Cash- | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Flows Ge- | |||||
| Buchwert | samt zum | Cash-Flows | |||
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2007 | <1 Jahr | 1–5 Jahre | >5 Jahre |
| Fix verzinste Bankdarlehen | 446.425,7 | 828.115,0 | 20.079,7 | 97.339,3 | 710.696,0 |
| Variabel verzinste Bankdarlehen | 21.911,0 | 22.509,8 | 22.509,8 | 0,0 | 0,0 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 65.172,9 | 65.172,9 | 65.172,9 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 18.461,9 | 18.461,9 | 7.983,3 | 10.478,6 | 0,0 |
| Summe | 115.745,7 | 107.817,9 | 710.696,0 |
| Brutto-Cash- Flows Ge- |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | samt zum | Cash-Flows | |||
| in T€ | 31.12.2006 | 31.12.2006 | <1 Jahr | 1–5 Jahre | >5 Jahre |
| Fix verzinste Bankdarlehen | 341.314,7 | 682.313,8 | 15.596,0 | 68.629,3 | 598.088,5 |
| Variabel verzinste Bankdarlehen | 23.148,0 | 23.884,0 | 23.884,0 | 0,0 | 0,0 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 60.242,7 | 60.242,7 | 60.242,7 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.848,4 | 11.848,4 | 6.044,4 | 5.804,0 | 0,0 |
| Summe | 105.767,2 | 74.433,3 | 598.088,5 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2007 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten sind nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2007 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Wertansatz nach IAS 39
| in T€ | Bewertungs- kategorie |
Buchwert 31.12.2007 |
Nominal- wert = Zeitwert |
Fortge- führte An- schaffungs- kosten |
|
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 29.293,0 | 29.293,0 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 43.204,2 | 43.204,2 | ||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 4.572,3 | 4.572,3 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert) | AfS | 1.334,3 | 1.141,6 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 73.187,7 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere | HfT | 69.867,0 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate mit Hedgebeziehung | Hedging | 34,8 | |||
| PASSIVA | |||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 65.172,9 | 65.172,9 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 468.336,7 | 468.336,7 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 18.461,9 | 18.461,9 | ||
| Wertansatz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bewertungs- kategorie |
Buchwert 31.12.2006 |
Nominal- wert = Zeitwert |
Fortge- führte An- schaffungs- kosten |
|
| AKTIVA | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 91.868,9 | 91.868,9 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 50.414,0 | 50.414,0 | ||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 25.318,6 | 25.318,6 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert) | AfS | 1.299,3 | 1.141,6 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 72.190,4 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere | HfT | 19.966,4 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedgebeziehung | HfT | 266,0 | |||
| PASSIVA |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 60.242,7 | 60.242,7 |
|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 364.462,7 | 364.462,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 11.848,4 | 11.848,4 |
| Bewertungs- in T€ kategorie |
Nominal- führte An- Buchwert wert = schaffungs- 31.12.2007 Zeitwert kosten |
An- schaffungs- kosten |
Zeitwert erfolgs- neutral |
Zeitwert erfolgs- wirksam |
Zeitwert 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve |
29.293,0 29.293,0 |
29.293,0 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR |
43.204,2 43.204,2 |
43.204,2 | |||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR |
4.572,3 4.572,3 |
4.572,3 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS |
1.334,3 1.141,6 |
192,7 | 1.334,3 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS |
73.187,7 | 632,6 | 343,5 | 72.211,6 | 73.187,7 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere HfT |
69.867,0 | 69.867,0 | 69.867,0 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate mit Hedgebeziehung Hedging |
34,8 | 34,8 | 34,8 | ||
| PASSIVA | |||||
| Lieferantenverbindlichkeiten FLAC |
65.172,9 65.172,9 |
65.172,9 | |||
| Finanzverbindlichkeiten FLAC |
468.336,7 468.336,7 |
425.233,9 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten FLAC |
18.461,9 18.461,9 |
18.461,9 | |||
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading) Hedging – Sicherungsmaßnahmen FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
| Zeitwert 31.12.2006 |
Zeitwert erfolgs- wirksam |
Zeitwert erfolgs- neutral |
An- schaffungs- kosten |
|---|---|---|---|
| 91.868,9 | |||
| 50.414,0 | |||
| 25.318,6 | |||
| 1.299,3 | 157,7 | ||
| 72.190,4 | 71.557,8 | 632,6 | |
| 19.966,4 | 19.966,4 | ||
| 266,0 | 266,0 | ||
| 60.242,7 | |||
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteilungen sind nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt.
| 2007 in T€ | Aus Zinsen |
Zum Zeit- wirksam |
Zum Zeit- wert erfolgs- wert erfolgs- neutral |
Währungs- um- rechnung |
Wert- berichti- gung |
Abgang | Netto- Aus ergebnis 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 1.640,1 | 1.661,3 | 3.301,3 | ||||
| Kredite und | |||||||
| Forderungen (LaR) | 1.344,0 | -22,2 | -736,8 | 585,1 | |||
| Zur Veräußerung | |||||||
| verfügbare finanzielle | |||||||
| Vermögenswerte (AfS) | 369,9 | -3.923,4 | 2.539,6 | -1.013,8 | |||
| Zu Handelszwecken | |||||||
| gehaltene Finanz | |||||||
| instrumente (HfT) | 5.161,3 | 178,6 | 191,0 | 5.531,0 | |||
| Finanzielle Schulden | |||||||
| zu fortgeführten | |||||||
| Anschaffungskosten | |||||||
| (FLAC) | -13.637,3 | 0,3 | -13.637,0 | ||||
| Hedging | 34,8 | 34,8 | |||||
| Summe | -5.121,9 | -3.744,8 | 2.574,5 | 1.639,3 | -736,8 | 191,0 | -5.198,7 |
| Aus der Folgebewertung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2006 in T€ | Aus Zinsen |
Zum Zeit- wirksam |
Zum Zeit- wert erfolgs- wert erfolgs- neutral |
Währungs- um- rechnung |
Wert- berichti- gung |
Abgang | Netto- Aus ergebnis 2006 |
| Barreserve | 2.174,9 | 1.677,6 | 3.852,5 | ||||
| Kredite und | |||||||
| Forderungen (LaR) | 2.096,4 | 8,8 | -353,9 | 1.751,3 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle |
|||||||
| Vermögenswerte (AfS) | 6.142,4 | -500,0 | -2.474,1 | 2,8 | 3.171,0 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanz |
|||||||
| instrumente (HfT) | -325,9 | 292,4 | -33,6 | ||||
| Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten |
|||||||
| (FLAC) | -10.379,8 | 0,9 | -10.378,9 | ||||
| Summe | -292,1 | -207,6 | -2.474,1 | 1.687,3 | -353,9 | 2,8 | -1.637,6 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.
In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet sind, gehen sowohl Zins- als auch Marktwertbewertungseffekte ein. Der Gewinn aus dem Abgang im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von T€ 191,0 betrifft den Verkauf eines Zinsderivats.
Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 13.637,0 beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch Zinserträge aus der Aktivierung von Fremdkapitalzinsen sowie die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert. Enthalten sind hierunter auch Zinserträge aus einem Zinsderivat, welches der Flughafen Wien in der Berichtsperiode im Rahmen eines Cash-Flow Hedge als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat.
Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2007 Bewertungsverluste von netto T€ 10,9 (Vorjahr: Bewertungsverluste von netto T€ 2.474,1) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2007 Verluste von insgesamt T€ 2.474,1 in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.
Im Geschäftsjahr 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Receiver Zinsswap ("Empfange fix – zahle variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäftes, die sich aus den Veränderungen des variablen Zinssatzes ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen des Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, das variabel verzinsliche Bankdarlehen in eine festverzinsliche Finanzschuld zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.
| Strukturierte Zinsswaps | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| Nominalwerte in T€ | 10.000,0 | 25.920,0 |
| Beizulegender Zeitwert | 34,8 | 266,0 |
| Durchschnittlich empfangener Zinssatz | 4,68% | 3,14% |
| Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz | 3,78% | 2,60% |
| Restlaufzeit in Jahren | 4,9 | 9,1 |
Die Bewertung erfolgt zu Marktdaten des Bewertungsstichtages. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) zugrunde. Die durchschnittlich variablen Zinssätze, die während der Laufzeit der Zinstauschvereinbarungen wesentlichen Änderungen unterliegen können, entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen Zinssätzen.
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Terms Match Method nach IAS 39.AG 108 ermittelt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der kumulativen Dollar-Offset-Methode überprüft. Dazu wird bei Grund- und Sicherungsgeschäft die Zahlungsstromänderungen ermittelt und zueinander ins Verhältnis gesetzt. Liegt der Quotient zwischen 80 Prozent und 125 Prozent, ist der Hedge effektiv. Die Sicherungsbeziehung war zum Abschlussstichtag effektiv. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts resultiert im Geschäftsjahr 2007 ein in der Sicherungsrücklage erfasster Gewinn von T€ 34,8.
Ziel des Risikomanagements des Flughafen-Wien-Konzerns ist die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle und nicht finanzielle Risiken jeglicher Art. Das Risikomanagement ist in die operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden. Risiken werden von den jeweils zuständigen verantwortlichen Geschäftsbereichen bearbeitet. Aus Tochtergesellschaften resultierende Risiken werden primär durch die Geschäftsführung der Gesellschaften, sekundär durch das Beteiligungsmanagement und das Beteiligungscontrolling der Flughafen Wien AG überwacht. Risiken der Beteiligungsunternehmen werden direkt vom Beteiligungsmanagement beziehungsweise durch die vom Flughafen Wien entsandten Vertreter in den einzelnen Gremien (Aufsichtsrat, Beirat, Gesellschafterversammlung) wahrgenommen.
Zentrale Stelle des internen Berichtswesens ist der Bereich Strategie und Controlling, dem die Durchführung der operativen und strategischen Planung unter Einbindung der jeweiligen Bereiche obliegt. Dieser Bereich erstellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten aus den jeweiligen Geschäfts-, Service- und Fachbereichen sowie den konsolidierten Unternehmen monatlich interne Berichte. Auf Basis dieser monatlichen Berichte an den Vorstand und an alle Leiter der ersten Führungsebene werden Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung identifiziert und analysiert, so dass Erfolgsrisiken zeitnah erkannt und Maßnahmen zu ihrer Handhabung ergriffen werden können. Durch regelmäßige Berichterstattung in seinen Sitzungen wird der Aufsichtsrat in diesen Prozess eingebunden. Das Risikomanagement ist somit integraler Bestandteil unseres gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.
Um mögliche finanzielle Folgen eintretender Risiken zu begrenzen beziehungsweise ganz auszuschließen, haben wir für bestimmte Schadenfälle und Haftungsrisiken entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
Neben den Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet. Sie überprüft regelmäßig Geschäfte und Organisationsabläufe auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das bestehende Risikomanagementsystem weiterzuentwickeln und zu verbessern. Voraussichtlich Mitte 2008 wird dieses Projekt abgeschlossen sein.
Der Geschäftsverlauf des Flughafens Wien ist vor allem von der weltweiten Verkehrsentwicklung abhängig. Die Gefahr eines Verkehrsrückganges aufgrund von Terror, Kriegen oder sonstigen externen Schocks (z.B. SARS-Krankheit) kann grundsätzlich von einem einzelnen Unternehmen nur sehr schwer eingegrenzt werden.
Am Flughafen Wien wird den Auswirkungen eines solchen Schocks vor allem durch hohe Qualitätsansprüche im Bereich Sicherheit und aktiver Öffentlichkeitsarbeit begegnet. Dies vor allem durch eine enge Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus wird je nach Intensität und Auswirkung eines solchen Ereignisses sowohl mit einer flexiblen Kosten- und Preisgestaltung als auch mit einem entsprechend angepassten Investitionsprogramm reagiert.
Durch den hohen Marktanteil der Austrian Airlines Gruppe am Flughafen Wien sind die nachhaltige Entwicklung dieser Fluglinie als leistungsstarker und eigenständiger Home-Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe ein Partner ist, entscheidende Komponenten für unser Unternehmen. Diese Entwicklung wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet.
Mit entsprechenden Marketingmaßnahmen sowie flexiblen Kosten- und Preisgestaltungsprogrammen, die allen Fluglinien zukommen, wird versucht, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Mit den Tarifabsenkungen und Veränderungen des Tarifmodells und der damit verbundenen Beteiligung am Auslastungsrisiko der Fluglinien sowie mit Incentive-Programmen wurden die Kosten der Fluglinien gesenkt und die Förderung der strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen ausgeweitet. Weiters wird mit Hilfe von gezielten Marketingmaßnahmen den Fluglinien die Vorteilhaftigkeit des Standorts Wien nahegebracht und zusätzlicher Verkehr nach Wien generiert.
Dem Wettbewerb mit anderen Serviceanbietern (z.B. im Bereich Handling oder Sicherheitsdienstleistungen) wird durch individuelle Serviceangebote in Hinblick auf deren Preisgestaltung begegnet.
Der Flughafen Wien ist im Rahmen seiner Position als bedeutendster Ost-West-Hub Europas einem Kapazitätsrisiko ausgesetzt, dem durch entsprechend angepasste Investitionsprogramme begegnet wird. Die Investitionsprogramme basieren auf einem laufend adaptierten Masterplan.
Diese Investitionsprojekte werden durch eine Risikobewertung bereits in der Vorprojektphase sowie durch ständiges Monitoring im Rahmen eines dafür entwickelten Analyseund Bewertungsverfahrens überwacht. Die Ergebnisse in Form eines Risikoprofils bilden den integralen Bestandteil der Entscheidungsfindung. Aus diesen Analyseergebnissen werden Maßnahmen zur Risikovermeidung und -absicherung abgeleitet. Das Monitoring wird im Rahmen des Projekt-Controllings durchgeführt.
Eine besondere Situation ergibt sich bei den Planungsarbeiten für die Kapazitätserweiterung im Pistenbereich (3. Piste). Der Investition ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelagert. Hier wird dem Risiko mit Hilfe eines Mediationsverfahrens durch Kommunikation und Abstimmung begegnet.
Zu den Schadenrisiken gehören Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder terroristische Aktivitäten ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, haben wir diese Risiken durch einen entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt.
Rechtliche Risiken bestehen im Bereich von behördenrechtlichen Auflagen vor allem hinsichtlich umweltrechtlicher Bestimmungen (z.B. Lärm, Emissionen). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen von Mediationsverfahren (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.
Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Der Flughafen Wien hat mit der Genehmigungsbehörde ein Indexmodell bis Ende 2009 vereinbart. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.
Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken sowie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.
Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) als Liquiditätsreserve gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind. Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.
Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungsund Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody´s) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften gemanagt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, dem Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie der vermehrten Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.
Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen. Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein. Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
• Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
• Zinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
• Zinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedge-Beziehungen gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
• Zinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2007 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 261,5 (31. Dezember 2006: T€ 202,7) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 261,5 ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus den variabel verzinslichen Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2007 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtung von Steuerwirkungen um T€ 196,1 höher (geringer) gewesen. Dies ist neben den variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten auf die erfolgsneutrale Bewertung der beiden als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Investmentfonds zurückzuführen.
Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.
Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.
Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen Wien Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.
Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.
Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und somit mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 behaftet.
Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als gering anzusehen, und folglich wird auf eine quantitative Währungssensitivitätsanalyse verzichtet.
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2007 und 2006 hatte der Flughafen-Wien-Konzern keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.
Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Nettoverschuldung nicht mehr als 70 Prozent betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | 468.336,7 | 364.462,7 |
| - Liquide Mittel |
-29.293,0 | -91.868,9 |
| - Kurzfristige Wertpapiere |
-142.078,6 | -91.173,6 |
| = Netto-Finanzschulden |
296.965,1 | 181.420,2 |
| ./. Buchwert Eigenkapital | 734.934,8 | 721.281,1 |
| = Gearing |
40,4% | 25,2% |
Das Gearing erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von € 100,0 Mio.
Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.
In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).
| in T€ | 2007 | 20061) |
|---|---|---|
| In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen | 110.139,3 | 91.492,0 |
| Davon bedingte Mietzahlungen aufgrund umsatzabhängiger Mieten | 6.671,0 | 5.193,4 |
| Bis zu einem Jahr | 45.396,8 | 42.040,6 |
|---|---|---|
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 31.455,7 | 46.053,9 |
| Länger als fünf Jahre | 60.003,9 | 100.698,5 |
1) angepasst
Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebsund Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Mindestleasingzahlungen dargestellt:
| 2007 | 20061) |
|---|---|
| 8.899,5 | 8.090,5 |
| 4.924,6 | 5.028,7 |
| Bis zu einem Jahr | 9.273,7 | 7.747,9 |
|---|---|---|
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 37.043,5 | 25.810,5 |
| Länger als fünf Jahre | 97.059,7 | 96.789,4 |
1) angepasst
Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 5.300,8 (Vorjahr: T€ 5.542,5).
Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 191,4 Mio. (Vorjahr: € 207,0 Mio.).
Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten jeweils 20 Prozent der Aktien an der Flughafen Wien AG. Beide haben aufgrund ihrer Beteiligungshöhe einen maßgeblichen Einfluss auf die Flughafen Wien AG und gelten daher als nahestehende Unternehmen der Flughafen Wien AG. Sowohl mit dem Land Niederösterreich als auch mit der Stadt Wien wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen unterhalten.
Darüber hinaus sind alle verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements und die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG nahestehende Unternehmen oder Personen. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung.
Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2007 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 961,9 (Vorjahr: T€ 1.111,7) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 887,6 (Vorjahr: T€ 853,4).
Am 31. Dezember 2007 betrug der Gesamtbestand an Forderungen gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen T€ 103,8 (Vorjahr: T€ 72,5). Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen auf T€ 4.302,0 (Vorjahr: T€ 3.695,4).
Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.
Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:
| im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 3.027 | 2.821 |
| Angestellte | 1.060 | 1.013 |
| 4.087 | 3.834 |
| 2007 | 2007 | 2007 | 2007 | 2006 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgsab- | Sach- | Gesamt- | Gesamt | ||
| in T€ | Fixe Bezüge hängige Bezüge | bezüge | bezüge | bezüge | |
| Mag. Christian Domany | 253,8 | 169,3 | 7,2 | 430,3 | 432,3 |
| Mag. Herbert Kaufmann | 253,8 | 169,3 | 7,5 | 430,5 | 432,6 |
| Ing. Gerhard Schmid | 253,8 | 169,3 | 7,5 | 430,5 | 432,6 |
| 761,4 | 507,8 | 22,1 | 1.291,4 | 1.297,5 |
Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 folgende Vergütungen:
Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management. Zur Abdeckung der Pensionsansprüche des Vorstands besteht eine Rückdeckungsversicherung. Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 652,3 (Vorjahr: T€ 636,9).
Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | Leitende Angestellte |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 110,0 | 1.462,3 | 1.410,5 |
| Leistungen nach Beendigung des | |||
| Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 517,1 | 47,4 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 2,5 | 8,6 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung | |||
| des Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 38,7 | 55,3 |
| 110,0 | 2.020,6 | 1.521,9 |
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | Leitende Angestellte |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 112,4 | 1.297,5 | 1.265,7 |
| Leistungen nach Beendigung des | |||
| Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 461,9 | -346,4 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 2,2 | 7,9 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung | |||
| des Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 41,4 | 381,7 |
| 112,4 | 1.803,1 | 1.308,9 |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2007 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Mit den Minderheitsgesellschaftern der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. werden Verhandlungen über den Erwerb restlicher Anteile geführt.
Der Vorstand der Flughafen Wien AG hat den geprüften Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 am 20. Februar 2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Schwechat, am 20. Februar 2008
Der Vorstand
Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
Anlage 1 zu Anhang
| Kurz- | Ober- gesell- |
Konsoli- Konzern- dierungs |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | zeichen | schaft | Land | anteil | art |
| Flughafen Wien AG | VIE | Österreich | VK | ||
| Flughafen Wien Immobilienverwertungs | |||||
| gesellschaft m.b.H. | IVW | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| Mazur Parkplatz GmbH | MAZU | VIEL | Österreich | 100,0% | VK |
| VIE International Beteiligungsmanagement | |||||
| Gesellschaft m.b.H. | VINT | VIAB | Österreich | 100,0% | VK |
| VIE Liegenschaftsbeteiligungs | |||||
| gesellschaft m.b.H. | VIEL | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. VOPE | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | |
| Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. | VAH | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| Vienna Airport Business Park Immobilienbesitz | |||||
| gesellschaft m.b.H. | BPIB | VIEL | Österreich | 100,0% | VK |
| Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH | VAI | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH | VIAB | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. | VIAS | VIE | Österreich | 100,0% | VK |
| VIE WTC BetriebsGmbH "Vienna Office Park 3 Betriebs | |||||
| gesellschaft m.b.H." | VWTC | VIEL | Österreich | 100,0% | VK |
| BTS Holding, a.s. | BTSH | VIE | Slowakei | 47,7% | VK |
| KSC Holding, a.s. | KSCH | VIE | Slowakei | 47,7% | VK |
| VIE (Malta) Limited | VIE Malta | VINT | Malta | 100,0% | VK |
| Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. | APBF | VIE | Österreich | 25,0% | EQ |
| City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. | CAT | VIE | Österreich | 50,1% | EQ |
| SCA Schedule Coordination Austria GmbH | SCA | VIE | Österreich | 40,0% | EQ |
| Flughafen Friedrichshafen GmbH | FDH | VINT | Deutschland | 25,15% | EQ |
| Letisko Košice – Airport Košice, a.s. | KSC | KSCH | Slowakei | 66,0% | EQ |
| Malta International Airport p.l.c. | MIA VIE Malta | Malta | 10,1% | EQ | |
| Malta Mediterranean Link Consortium Limited | |||||
| (Teilkonzern mit Malta International Airport p.l.c.) | MMLC VIE Malta | Malta | 57,1% | EQ | |
| GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | GETS | VIAS | Österreich | 100,0% | NK |
| "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und | |||||
| Servicedienst GmbH | GET2 | VIAS | Österreich | 51,0% | NK |
| Salzburger Flughafen | |||||
| Sicherheitsgesellschaft m.b.H. | SFS | VIAS | Österreich | 100,0% | NK |
| VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. | SHOP | VIE | Österreich | 100,0% | NK |
| VIE Indien Projektentwicklung & Beteiligung GmbH | VIND | VINT | Österreich | 100,0% | NK |
| Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International | |||||
| Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH | VIE BBI | VIE | Deutschland | 100,0% | NK |
| VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited | |||||
| Liability Company, in Liquidation | VIAS Hellas | VIAS | Griechenland | 100,0% | NK |
Erläuterung Konsolidierungsart:
VK = Vollkonsolidierung; EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode; NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit
Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht
Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften. Kapitalanteil: 99% VIEL; 1% IVW. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 5.789,0 | 6.125,0 |
| Schulden | 629,1 | 619,8 |
| Eigenkapital | 5.159,9 | 5.505,3 |
| Umsatzerlöse | 6.540,8 | 6.811,6 |
| Periodenergebnis | -345,4 | -31,6 |
Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der Flughafen Wien AG. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ 2007 |
2006 |
|---|---|
| Vermögenswerte 112.228,8 |
117.349,4 |
| Schulden 29.080,0 |
32.080,0 |
| Eigenkapital 83.148,8 |
85.269,4 |
| Umsatzerlöse 14.894,3 |
14.733,3 |
| Periodenergebnis 4.387,4 |
6.508,1 |
Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung). Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 2.260,5 | 1.828,1 | |||
| Schulden | 2.149,7 | 1.745,3 | |||
| Eigenkapital | 110,9 | 82,7 | |||
| Umsatzerlöse | 15.006,8 | 12.470,4 | |||
| Periodenergebnis | 1.275,2 | 1.229,3 |
Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 3.329,3 | 3.408,6 |
| Schulden | 1.492,1 | 1.139,2 |
| Eigenkapital | 1.837,2 | 2.269,4 |
| Umsatzerlöse | 6.928,7 | 7.693,9 |
| Periodenergebnis | 817,8 | 1.565,9 |
Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 19.405,6 | 16.118,9 |
| Schulden | 11.227,6 | 9.455,1 |
| Eigenkapital | 8.178,0 | 6.663,8 |
| Umsatzerlöse | 34.134,9 | 28.798,3 |
| Periodenergebnis | 2.610,6 | 2.174,4 |
Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften BPIB, VOPE, MAZUR & VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwicklung und Vermarktung der im Eigentum stehenden Liegenschaften haben. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien IFRS-Werte in T€ 2007 2006 Vermögenswerte 56.874,3 16.272,8 Schulden 8.435,0 0,0 Eigenkapital 48.439,4 16.272,8 Umsatzerlöse 0,0 0,0 Periodenergebnis -133,4 35,8
Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaften für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement. Kapitalanteil: 100% VIAB. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| Vermögenswerte 56.074,8 |
2006 |
|---|---|
| 27.512,6 | |
| Schulden 292,6 |
89,5 |
| Eigenkapital 55.782,1 |
27.423,1 |
| Umsatzerlöse 2.568,7 |
47,0 |
| Periodenergebnis 159,0 |
-542,6 |
Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office Park 2. Kapitalanteil: 100% VIEL. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 48.395,1 | 24.853,3 |
| Schulden | 30.302,4 | 15.964,6 |
| Eigenkapital | 18.092,7 | 8.888,8 |
| Umsatzerlöse | 1.647,2 | 140,4 |
| Periodenergebnis | 903,9 | 45,5 |
Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten. Kapitalanteil: 47,7%. Sitz: 811 03 Bratislava; Slowakei
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 1.374,7 | 50.012,6 |
| Schulden | 11,4 | 415,6 |
| Eigenkapital | 1.363,3 | 49.597,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -427,1 | 1.557,6 |
Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen. Kapitalanteil: 47,7%. Sitz: 811 03 Bratislava; Slowakei
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 39.706,7 | 36.998,3 |
| Schulden | 4.994,7 | 4.851,7 |
| Eigenkapital | 34.711,9 | 32.146,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 1.586,8 | -92,7 |
Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die at-equity-Bewertung des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta International Airport plc. Kapitalanteil: 99,8% VINT; 0,2% VIE BBI. Sitz: Malta
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 50.253,3 | 50.770,8 |
| Schulden | 19.745,7 | 21.714,7 |
| Eigenkapital | 30.507,6 | 29.056,1 |
| Umsatzerlöse | 518,8 | 522,6 |
| Periodenergebnis | 2.020,7 | 1.756,3 |
Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere des Office Park 3. Kapitalanteil: 99% VIEL, 1% BPIB. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 20071) |
|---|---|
| Vermögenswerte | 24.958,9 |
| Schulden | 1.995,2 |
| Eigenkapital | 22.963,7 |
| Umsatzerlöse | 3.847,9 |
| Periodenergebnis | 2.327,1 |
1) Gesamtes Geschäftsjahr 2007; Erwerbszeitpunkt 4.4.2007
Betrieb des Parkplatz Mazur sowie Garagierung. Kapitalanteil: 100% VIEL. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 20071) |
|---|---|
| Vermögenswerte | 4.577,5 |
| Schulden | 232,0 |
| Eigenkapital | 4.345,6 |
| Umsatzerlöse | 566,2 |
| Periodenergebnis | -8,5 |
1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet; Erwerbszeitpunkt ab 1.8.2007
Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 20071) |
|---|---|
| Vermögenswerte | 55.454,2 |
| Schulden | 0,0 |
| Eigenkapital | 55.454,2 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -0,4 |
1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet
Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenabfertigung am Flughafen Wien tätig. Kapitalanteil: 25% + 1 Anteil. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 945,5 | 985,6 |
| Schulden | 1.106,7 | 1.176,4 |
| Eigenkapital | -161,2 | 190,8 |
| Umsatzerlöse | 3.756,7 | 2.763,9 |
| Periodenergebnis | 29,6 | -209,3 |
Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagiere; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen. Kapitalanteil: 50,1%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| IFRS-Werte in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 18.798,7 | 17.900,2 |
| Schulden | 5.829,4 | 5.642,6 |
| Eigenkapital | 12.969,3 | 12.257,6 |
| Umsatzerlöse | 7.826,4 | 6.892,3 |
| Periodenergebnis | -246,1 | -826,0 |
Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit. Kapitalanteil 40%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 548,9 | 314,1 |
| Schulden | 173,1 | 114,7 |
| Eigenkapital | 375,8 | 226,4 |
| Umsatzerlöse | 921,5 | 884,5 |
| Periodenergebnis | 171,4 | 136,4 |
Betrieb des Flughafens Košice. Kapitalanteil: 60% KSCH. Sitz: Košice, Slowakei
| in T€ | 2007 |
|---|---|
| Vermögenswerte | 337.386,6 |
| Schulden | 283.860,1 |
| Eigenkapital | 53.526,5 |
| Umsatzerlöse | 1.770,1 |
| Periodenergebnis | -790,8 |
Betrieb des Flughafens Friedrichshafen. Kapitalanteil: 25,15% VINT. Sitz: Friedrichshafen, Deutschland
| 20071) | 20061) |
|---|---|
| 37.066,4 | 36.290,9 |
| 18.202,9 | 23.288,6 |
| 18.863,5 | 13.002,3 |
| 9.757,9 | 10.103,4 |
| -284,8 | 294,2 |
1) gesamte Geschäftsjahre 2007 und 2006; Erwerbszeitpunkt 25.5.2007
Halten der Beteiligung am Malta International Airport plc. Kapitalanteil 57,1% VIE Malta. Sitz: Malta
| IFRS-Werte in T€ | 20071) | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 143.474,4 | 141.495,5 |
| Schulden | 82.415,9 | 83.090,7 |
| Eigenkapital | 61.058,5 | 58.404,8 |
| Umsatzerlöse | 44.435,1 | 39.359,7 |
| Periodenergebnis | 3.128,5 | 2.575,0 |
1) Vorläufige Werte
Betrieb des Flughafens Malta International Airport plc. Kapitalanteil: 10,1% VIE Malta; 40% MMLC. Sitz: Malta
| 20071) | 20062) |
|---|---|
| 120.181,7 | 115.609,1 |
| 68.333,1 | 65.281,27 |
| 51.848,6 | 50.327,9 |
| 44.435,1 | 32.834,9 |
| 9.079,5 | 7.285,6 |
1) Vorläufige Werte
2) Rumpfgeschäftsjahr (9 Monate) infolge Änderung des Bilanzstichtags.
Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug umgerechnet € 3,22 (Vorjahr: € 3,20).
Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Serviceleistungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind. Kapitalanteil: 100% VIAS. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 697,9 | 682,6 |
| Schulden | 221,7 | 126,5 |
| Eigenkapital | 476,2 | 556,1 |
| Umsatzerlöse | 1.719,8 | 1.572,1 |
| Periodenergebnis | 144,0 | 257,1 |
Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes, Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc. Kapitalanteil: 51% VIAS. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 2.569,7 | 1.948,6 |
| Schulden | 954,7 | 862,5 |
| Eigenkapital | 1.615,0 | 1.086,1 |
| Umsatzerlöse | 3.824,7 | 3.082,3 |
| Periodenergebnis | 528,9 | 177,4 |
Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch derzeit operativ nicht tätig. Kapitalanteil: 100% VIAS. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 57,4 | 59,0 |
| Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapital | 57,4 | 59,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -1,6 | 2,0 |
Die VIE BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP Berlin-Brandenburg International Partner GmbH & CoKG beteiligt, die für die Verfolgung des Projektes "Flughafen Berlin" tätig war. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 12529 Schönefeld, Deutschland
| in T€ | 2006 |
|---|---|
| Vermögenswerte | 2.714,5 |
| Schulden | 1.588,1 |
| Eigenkapital | 1.126,4 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -564,7 |
Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland. Kapitalanteil: 100%. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 23,3 | 27,9 |
| Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapital | 23,3 | 27,9 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -4,7 | -2,6 |
Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen an Flughafen-Projekten insbesondere in Indien. Kapitalanteil: 74% VINT; 26% VIE. Sitz: 1300 Flughafen Wien
| in T€ | 20071) |
|---|---|
| Vermögenswerte | 33,6 |
| Schulden | 0,4 |
| Eigenkapital | 33,2 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -1,8 |
1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet.
Sicherheitsdienstleistungen für Flughäfen. Diese Gesellschaft wurde zur Teilnahme der VIAS an den Ausschreibungen für Sicherheitsdienstleistungen auf griechischen Flughäfen gegründet. Kapitalanteil: 100%. Sitz: Athen, Griechenland
| in T€ | 2005 |
|---|---|
| Eigenkapital | 11,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -2,6 |
(Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)
An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss.
Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Schwechat, am 20. Februar 2008
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2007 acht Sitzungen abgehalten, und zwar am 14. Februar, 21. März, 10. April, 13. April, 24. Mai, 22. August, 14. November und 12. Dezember. Weiters fanden sieben Sitzungen des Präsidial- und Personalausschusses, drei des Prüfungsausschusses und eine des Strategieausschusses statt.
Die Ausschüsse behandelten die wesentlichen Fragen der Unternehmensentwicklung und -gestaltung, insbesondere die mittelfristige strategische Positionierung der Gesellschaft sowie die Fragen der Akquisition bzw. der Beteiligung an anderen Flughäfen, und berichteten darüber dem Aufsichtsratsplenum.
Über die Entwicklung der Geschäfte und über die Lage der Konzerngesellschaften wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand laufend informiert. Der Aufsichtsrat war dadurch in der Lage, die Gebarung des Unternehmens ständig zu überprüfen und den Vorstand bei Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zu unterstützen.
Die Flughafen Wien AG hat sich mit einstimmigem Beschluss des Aufsichtsrats, der auf Antrag des Vorstands in der Sitzung am 2. April 2003 gefasst wurde, zur Einhaltung der Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex verpflichtet. Der Aufsichtsrat hat die darin festgelegten Kompetenzen und Verantwortungen wahrgenommen.
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, 1090 Wien, Porzellangasse 51, wurde in der 17. Hauptversammlung der Flughafen Wien AG zum Abschlussprüfer gewählt und mit der Prüfung beauftragt. Sie prüfte unter Einbeziehung des Lage- und des Konzern-Lageberichts den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 und versah beide mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, erstellt nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften, den Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde, sowie den Lage- und den Konzern-Lagebericht über das Geschäftsjahr 2007 vor und berichtete eingehend und detailliert darüber.
Der Prüfungsausschuss hat in seinen Sitzungen in Anwesenheit und mit Unterstützung des Wirtschaftsprüfers den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lage- und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2007 der Flughafen Wien AG eingehend erörtert, geprüft und darüber dem Aufsichtsrat berichtet.
Der Aufsichtsrat billigte in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers den Jahresabschluss und den Lagebericht des Geschäftsjahres 2007 der Flughafen Wien AG. Somit war der Jahresabschluss 2007 der Flughafen Wien AG festgestellt.
Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, dass vom verteilungsfähigen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 von € 52.505.652,47 eine Dividende von € 2,50 je Aktie, das sind insgesamt € 52.500.000,00 ausgeschüttet und der verbleibende Rest von € 5.652,47 auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, den Führungskräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2007 geleistete Arbeit und spricht seine Anerkennung aus.
GD Stv. Johannes Coreth Vorsitzender des Aufsichtsrats
Schwechat, am 26. März 2008
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien sowie den Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Der Geschäftsverlauf eines Flughafens wird unter anderem von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der internationalen Verflechtung seines Einzugsgebiets bestimmt. Ebenso wirkt sich die private Kaufkraft über das damit verbundene Reiseverhalten aus.
Laut vorläufigen Daten des WIFO ging das Wirtschaftswachstum des Euroraums im Jahr 2007 leicht von 2,9 Prozent auf 2,6 Prozent zurück. Während sich in Deutschland, Frankreich und Italien eine leichte Konjunktureintrübung abzeichnete, konnte in Österreich der Wachstumskurs mit einem Anstieg des realen BIP von 3,4 Prozent (2006: 3,3%) fortgesetzt werden. Einmal mehr bildete die starke Exportleistung, die sowohl dem schwachen Dollar wie auch hohen Rohstoffkosten erfolgreich trotzte, die treibende Kraft dieser Entwicklung. Die meisten neuen EU-Mitgliedsländer im Osten und Südosten Europas konnten ihre prosperierende Entwicklung auch im Jahr 2007 fortsetzen. Während Tschechien einen BIP-Anstieg von 5,8 Prozent ausweist und die Slowakei einen Anstieg von 8,7 Prozent, musste Ungarn ein Abflachen der Wachstumsdynamik von 3,9 Prozent auf 2,0 Prozent verzeichnen. In den USA vermochte selbst eine deutliche Lockerung der Zinspolitik durch die Notenbank FED eine Abschwächung der Konjunktur auf 2,1 Prozent nach 2,9 Prozent nicht zu verhindern.
Ein Mehrjahresvergleich des österreichischen BIP-Wachstums mit der Entwicklung des Passagier- und Frachtaufkommens des Flughafen Wien verdeutlicht die Abnahme der Korrelation während der letzten Jahre. Die kräftige Entwicklung der österreichischen Exportwirtschaft, die wirtschaftliche Dynamik der angrenzenden Nachbarstaaten, aber auch die zunehmende Bedeutung der Low-Cost-Carrier verringerten die Abhängigkeit zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Unterstützt durch die Verlagerung der Schengen-Grenzen und die starke wirtschaftliche Entwicklung erwarten wir auch in Zukunft starke Wachstumsimpulse aus unseren östlichen EU-Nachbarländern. Unsere Position als wichtigster Flughafen dieser prosperierenden Region werden wir mit gezielten Aktivitäten verteidigen und weiter ausbauen.
Mit rund 121,4 Millionen Nächtigungen konnte die österreichische Tourismuswirtschaft im Jahr 2007 einen Anstieg von 1,7 Prozent verbuchen; die Anzahl der Gäste stieg um 3,3 Prozent auf 31,1 Millionen. Der Wiener Städtetourismus verzeichnete nach einem Plus von 3,4 Prozent auf 9,7 Millionen Nächtigungen das fünfte Rekordjahr in Folge.
Nach dem durch 9/11 verursachten Einbruch im Jahr 2001 verzeichnet der europäische Luftverkehr einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Die Erweiterung der Europäischen Union stimulierte das Reiseaufkommen ebenso wie die zunehmende Bedeutung der Low-Cost-Carrier. Das Passagieraufkommen des Flughafen Wien wächst schon seit mehreren Jahren stärker als der europäische Durchschnitt.
| Passagiere | Veränderung zu | Flug- | Veränderung zu | |
|---|---|---|---|---|
| in Tausend | 2006 in % | bewegungen | 2006 in % | |
| London1) | 127.064,1 | 1,3 | 925.996 | 1,1 |
| Paris2) | 86.360,1 | 4,7 | 776.801 | 1,9 |
| Frankfurt | 54.161,9 | 2,6 | 479.469 | 1,1 |
| Madrid | 52.156,1 | 14,0 | 498.809 | 11,3 |
| Amsterdam | 47.793,6 | 3,7 | 435.973 | 3,0 |
| Rom3) | 38.207,5 | 9,2 | 369.145 | 5,2 |
| München | 33.959,4 | 10,4 | 406.594 | 5,3 |
| Mailand4) | 33.811,8 | 7,5 | 364.053 | 4,7 |
| Zürich | 20.687,0 | 7,8 | 223.806 | 0,9 |
| Wien | 18.768,5 | 11,3 | 254.870 | 7,3 |
| Prag | 12.478,1 | 7,7 | 171.276 | 5,1 |
| Budapest | 8.580,7 | 4,0 | 116.866 | -2,0 |
1) London Heathrow, Gatwick und Stansted
2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly
3) Fiumicino, Campino
4) Malpensa, Linate Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2007
Aufgrund seiner geografischen Lage profitiert der Flughafen Wien von der prosperierenden Entwicklung der zentral- und osteuropäischen Volkswirtschaften und der engen Vernetzung österreichischer Unternehmen mit diesen Märkten. Sein Einzugsgebiet zählt etwa 14 Millionen Einwohner und erstreckt sich über den Osten Österreichs sowie Teile Ungarns, Tschechiens, der Slowakei und Sloweniens.
Im Geschäftsjahr 2007 konnte der Flughafen Wien die Anzahl seiner Passagiere um 11,3 Prozent auf 18,8 Millionen steigern; der gesamteuropäische Durchschnitt weist ein Plus von 6,5 Prozent auf. Das Höchstabfluggewicht verzeichnete einen Anstieg von 8,6 Prozent, die Flugbewegungen von 7,3 Prozent. Die umgeschlagene Gesamtfracht war mit 272.362 Tonnen um 2,5 Prozent höher als im Vorjahr, wobei die Luftfracht einen Anstieg von 2,1 Prozent auf 191.789 Tonnen und das Trucking eine Steigerung von 3,4 Prozent auf 80.573 Tonnen erzielten.
Seine Spitzenrolle als Ost-West-Drehscheibe konnte der Flughafen Wien 2007 weiter festigen. Die vom Flughafen Wien aus angeflogenen 48 Osteuropa-Destinationen weisen in Summe ein Passagierplus von 24,8 Prozent aus. Mit einem Zuwachs von 18,5 Prozent war auch die Verkehrsentwicklung in den Nahen und Mittleren Osten überdurchschnittlich stark. Die Low-Cost-Carrier lieferten auch 2007 wichtige Wachstumsimpulse, steigerten sie doch ihr Passagieraufkommen um 57,2 Prozent auf rund 3,5 Millionen. Ihr Anteil an der gesamten Passagieranzahl des Flughafen Wien erhöhte sich damit von 13,2 Prozent auf 18,7 Prozent.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde der Flughafen Wien von 68 Linienfluggesellschaften angeflogen, die in Summe mit 192 Liniendestinationen 96,0 Prozent des Gesamtpassagieraufkommens generierten. Das größte Passagieraufkommen verzeichnete die Destination Frankfurt mit 432.811 Fluggästen, gefolgt von London mit 400.831 und Paris mit 359.469 Passagieren. Bei den Osteuropa-Destinationen führt Moskau die Reihung mit 150.327 Passagieren an, vor Bukarest mit 148.310 und Sofia mit 128.482 Fluggästen. Auf der Langstrecke steht 2007 Bangkok mit 107.156 Fluggästen an der Spitze, gefolgt von Washington mit 82.823 und Tokio mit 81.496 Passagieren.
Bei den Low-Cost-Carriern führt Air Berlin mit 1.257.972 Passagieren, vor NIKI mit 1.033.343 beförderten Fluggästen und SkyEurope mit 633.663 Passagieren. Im Geschäftsjahr 2007 wurde der Flughafen Wien von acht Low-Cost-Gesellschaften regelmäßig angeflogen.
Trotz eines Rückgangs von 13,3 Prozent auf 74.625 Passagiere führte die Destination Antalya auch 2007 den Charterverkehr an. Weit abgeschlagen folgen Hurghada, Monastir und Heraklion.
Die Austrian Airlines Gruppe profitierte 2007 von ihrem strategischen Fokus auf die Destinationen Zentral- und Osteuropas, Asiens und des Nahen und Mittleren Ostens und konnte eine positive Verkehrsentwicklung verzeichnen. Sie führt das Ranking der Airlines nach Passagieranteilen an, wenngleich sich der Anteil von 57,0 Prozent des Vorjahres auf 52,6 Prozent reduzierte. Mit 6,7 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen nimmt Air Berlin den zweiten Rang ein, gefolgt von NIKI mit 5,5 Prozent, Lufthansa mit 5,3 Prozent und SkyEurope mit 3,4 Prozent.
1) Abfliegende Passagiere
Die am Flughafen Wien per 1.1.2007 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden aufgrund der seit mehreren Jahren geltenden – und zuletzt 2006 leicht adaptierten – Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.
Auch für den Tarifantrag per 1.1.2007 hat sich die Flughafen Wien AG entschlossen, die Absenkungen aus den passagierbezogenen Tarifen zur Gänze erlösneutral auf den Landetarif umzulegen, um den Fluggesellschaften eine kostengünstigere Tarifstruktur anzubieten und ihr Auslastungsrisiko vermehrt mitzutragen.
Erstmals wird in der Tarifordnung per 1.1.2007 zwischen einem Landetarif für Passagierflüge und einem Landetarif für Frachtflüge unterschieden. Notwendig wurde diese Aufteilung durch die zuvor beschriebene und zum dritten Mal durchgeführte Umschichtung der Absenkung aus den passagierbezogenen Tarifen auf den allgemein gültigen Landetarif. Es erschien angebracht, diese Umschichtung ausschließlich für Passagierflüge anzuwenden.
Daraus resultieren per 1.1.2007 folgende Änderungen:
| Landetarif für Passagierflüge: | -1,38% |
|---|---|
| Landetarif für Frachtflüge: | +0,1% |
| Infrastrukturtarif Airside: | +0,1% |
| Fluggasttarif und Infrastrukturtarif Landside: | unverändert |
| Infrastrukturtarif Betankung: | -2,02% |
Die Tarife der General Aviation wurden gemäß Indexformel wie folgt angepasst:
| Landetarif General Aviation: | +0,1% |
|---|---|
| Fluggasttarif General Aviation: | -0,73% |
| Infrastrukturtarif Betankung: | -2,02% |
Zur Stärkung der Transferfunktion wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab Oktober 2007 bis Mai 2008 um € 0,55 anzuheben. Die Refundierung an jene Fluglinien, die die Hubfunktion des Flughafen Wien mittragen, beträgt daher für diesen Zeitraum € 8,76 pro abfliegenden Transferpassagier. Die weiteren Incentiveprogramme zur Förderung der Hubfunktion – der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive – wurden 2007 fortgesetzt.
Der Flughafen Wien hat im Jahr 2007 € 656.500 (2006: € 610.000) für Umweltschutzmaßnahmen verwendet. Neben unternehmensinternen Anstrengungen zur Optimierung der Ver- und Entsorgung von Ressourcen werden vor allem die Themenbereiche Lärmund Schadstoffemission fokussiert, um die Beeinflussung des angrenzenden Umfelds möglichst gering zu halten. Das im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm löste im Jahr 2006 das bis dahin freiwillig angebotene Förderungsprogramm zum Einbau von Lärmschutzfenstern ab. Für die erste Jahreshälfte 2008 ist der Start der baulichen Maßnahmen dieses Programms geplant. Zudem wurde die Anzahl der Luftgütemessungen im Berichtsjahr erhöht, um noch gezielter einen etwaigen Handlungsbedarf erkennen zu können.
Die Flughafen AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2007 3.116 (2006: 3.036) Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Region. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich in der erfreulichen Verkehrsentwicklung. Für die Mitarbeiter sind unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsprogramme eingerichtet, die auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Einen wichtigen Stellenwert nehmen auch die Themenbereiche Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsförderung ein. Das Spektrum der freiwillig angebotenen Sozialleistungen reicht vom betriebseigenen Kindergarten, kostenlosen Werkverkehr bis hin zu Unterstützungszahlungen für Zusatzunfall- und Zusatzkrankenversicherungen.
Die Flughafen Wien AG konnte den Umsatz des Geschäftsjahres 2007 dank der sehr zufrieden stellenden Verkehrsentwicklung um 10,4 Prozent auf € 472,9 Mio. verbessern.
Die Airporterträge verzeichnen einen Umsatzanstieg von 10,0 Prozent auf € 198,8 Mio. und sind mit 42,0 Prozent (2006: 42,2%) am Gesamtumsatz unverändert die stärkste Ertragsart. Die Ursache der Umsatzsteigerung liegt vor allem in der positiven Verkehrsentwicklung.
Die Verkehrsentwicklung 2007 lässt sich wie folgt auf den Punkt bringen: plus 11,3 Prozent bei den Passagieren, ein Anstieg von 7,3 Prozent der Flugbewegungen und von 8,6 Prozent beim für die Berechnung des Landetarifs maßgeblichen Höchstabfluggewicht. Die Auslastung der Flugzeuge stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 69,2 Prozent an. In Summe wurden um 1,9 Millionen Passagiere mehr als im Vorjahr gezählt. Von diesem Wachstum ist den Low-Cost-Carriern ein Anteil von rund 66,7 Prozent, der Austrian Airlines Gruppe von knapp 13,6 Prozent und etwa 19,7 Prozent den restlichen Fluggesellschaften zuzuordnen. Der Anteil der Austrian Airlines Gruppe an der Gesamtpassagierzahl ging somit von 57,0 Prozent auf 52,6 Prozent zurück. Der Anteil der Low-Cost-Carrier hingegen stieg um 5,5 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent – ihr Passagierwachstum belief sich auf 57,2 Prozent.
Die Abfertigungserträge, die im Berichtsjahr für 28,8 Prozent des Gesamtumsatzes der Flughafen Wien AG verantwortlich waren, konnten den Umsatz dank der Zunahme der Abfertigungsdienste (+ 5,4%) und der Frachterträge (+ 6,6%), trotz des Rückgangs bei den Einzelleistungen (- 8,5%), um 3,3 Prozent auf € 136,4 Mio. erhöhen. Hauptverantwortlich für diese positive Entwicklung waren der Anstieg der abgefertigten Fracht um 2,5 Prozent und das Plus an Abfertigungsvorgängen von 6,6 Prozent (Linien- und Charter-Verkehr). Auf der Kundenseite wurden die größten Zuwächse mit SkyEurope, NIKI und der Austrian Airlines Gruppe erzielt. Der durchschnittliche Marktanteil ging im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf 89,0 Prozent zurück.
Die Non-Aviation-Erträge konnten in der Berichtsperiode 2007 einen überdurchschnittlichen Anstieg um 19,1 Prozent auf € 137,7 Mio. erzielen. Die wichtigsten Faktoren dieser Entwicklung bildeten wie schon im Vorjahr die Bereiche Parkierung und Vermietung. Die Umsatzerlöse aus Parkierung konnten dank höherer Kapazitäten und Preisanpassungen bei Kurzparkern um 17,9 Prozent verbessert werden. Die originären Umsätze der Shopund Gastronomiebetreiber verzeichneten gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 12,1 Prozent.
Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres in der Regel geringere Ergebnisse erzielt als im zweiten und dritten Quartal, die von der Urlaubssaison in Europa profitieren. Im Geschäftsjahr 2007 war jedoch das vierte Quartal, in dem 27,6 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet wurden, das umsatzstärkste, gefolgt vom dritten Quartal mit 26,4 Prozent, dem zweiten Quartal mit 24,8 Prozent und dem ersten mit 21,2 Prozent. Zurückzuführen ist diese Normabweichung auf die Verkehrsaufnahme neuer Fluglinien sowie auf Frequenzerhöhungen und neue Destinationen, die vorwiegend von Low-Cost-Carriern im vierten Quartal 2007 erfolgten.
Die Ergebnisentwicklung 2007 der Flughafen Wien AG lässt sich für das Geschäftsjahr 2007 wie folgt zusammenfassen:
Aufgrund eines Anstiegs der Non-Aviation-Erträge um 19,1 Prozent auf € 137,7 Mio. entwickelte sich die Betriebsleistung mit einem Plus von 10,2 Prozent ausgezeichnet. Die Erhöhung der Non-Aviation-Erträge resultiert vorwiegend aus dem großen Anstieg bei den Erträgen für Miet-, Konzessions- und Gästebetreuung.
Die Senkung der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um 4,5 Prozent auf € 29,3 Mio. begründet sich im Wesentlichen durch die reduzierten Aufwendungen für Enteisungsmittel aufgrund des milden Winters.
Die Personalaufwendungen nahmen im Vorjahresvergleich um 0,9 Prozent auf € 179,0 Mio. zu. Im Rahmen des Kollektivvertragsabschlusses 2007 der Flughafen Wien AG wurden Einmalzahlungen in Höhe von € 2,3 Mio. ausbezahlt, die zwar im Jahr 2007 ergebniswirksam waren, aber keine langfristigen Belastungen auslösen. Zudem musste die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter vor allem aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung um 2,6 Prozent auf 3.116 erhöht werden. Die Aufwendungen für Überstunden konnten damit jedoch gesenkt werden. Gemessen an den Verkehrseinheiten je Mitarbeiter konnte die bereits ausgezeichnete Produktivität der Flughafen Wien AG im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent erhöht werden.
Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 15,9 Prozent auf € 101,9 Mio. ist insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für Marketing sowie Fremdleistungen und Leistungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte im Geschäftsjahr 2007 um 21,7 Prozent auf € 171,3 Mio. verbessert werden.
Die Abschreibungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen im Vorjahresvergleich um 6,8 Prozent auf € 66,0 Mio. Ausgelöst wurde dieser Anstieg durch das hohe Investitionsvolumen. Die Abschreibungsaufwendungen beinhalten auch außerplanmäßige Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten infolge eingeschränkter betrieblicher und technischer Verwertbarkeit. In der Berichtsperiode
2007 wurden € 168,0 Mio. in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. Die Investitionen liegen damit um 154,6 Prozent über dem Wert der korrespondierenden Abschreibungsaufwendungen, was die hohe Investitionsbereitschaft und -kraft der Flughafen Wien AG beweist.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im Geschäftsjahr 2007 um 33,4 Prozent auf € 105,3 Mio. verbessert werden.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 9,4 Mio. auf € 2,0 Mio. Diese Entwicklung ist vor allem auf folgende Faktoren zurückzuführen: Die Erträge aus Beteiligungen stiegen auf Grund der wesentlich höheren Gewinnausschüttungen der Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. und der Vienna International Airport Security Services GmbH von € 2,6 Mio. auf € 10,2 Mio. Weiters verringerten sich die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens um € 6,8 Mio. auf € 0,1 Mio. Die Aufwendungen für Zinsen stiegen hingegen um € 7,7 Mio. auf € 20,9 Mio.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) wurde um 49,9 Prozent auf € 107,3 Mio. verbessert. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2007 beläuft sich auf 18,6 Prozent nach 23,8 Prozent im Jahr 2006. Der Steuerausgleich in der Unternehmensgruppe senkte den Steueraufwand 2007 bei der Flughafen Wien AG um € 2,4 Mio.
Das Periodenergebnis verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg um 60,1 Prozent auf € 87,4 Mio.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.
Die Steigerung des Umsatzes ist die Ausgangsbasis nahezu jeder unternehmerischen Erfolgsrechnung und trägt der Absicht nach substanziellem Wachstum Rechnung. Die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG werden in starkem Umfang von der Entwicklung der Abschreibungsaufwendungen beeinflusst. Bedingt durch das massive Investitionsprogramm werden die Abschreibungen auch in den Folgejahren ansteigen. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, wird das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße definiert. Neben dem EBITDA verwendet der Konzern als maßgebende Steuerungskennzahl die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz darstellt. Für die Berichtsperiode 2007 wird eine EBITDA-Margin von 35,6 Prozent nach 32,2 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Verteidigung dieser hohen Profitabilität ist das erklärte Ziel der Unternehmensführung.
Oberste Priorität nimmt auch die Absicherung einer soliden Finanzstruktur ein, um die Schuldentilgungsfähigkeit zu gewährleisten und die Unternehmenssubstanz nicht zu gefährden. Gemessen wird diese finanzielle Sicherheit an der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Netto-Finanzschulden zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Als Teil dieser Steuerungsgröße werden auch die Netto-Finanzverbindlichkeiten und die Eigenkapitalquote als wichtige Kenngrößen gegenüber Investoren, Analysten und Fremdkapitalgebern erörtert.
Zur Messung der Rentabilität der Geschäftsentwicklung werden vom Konzern ergänzend zur EBITDA-Margin die Kennzahlen EBIT-Margin und vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax; ROE) in die Unternehmenssteuerung einbezogen.
Die Eigenkapitalrendite drückt das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital aus. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital; WACC). Die Eigenkapitalkosten entsprechen der Rendite, die ein Investor bei einer Anlage mit äquivalentem Risiko am Kapitalmarkt erwartet. Die Fremdkapitalkosten werden auf Basis der Finanzierungskonditionen der Flughafen Wien AG am Fremdkapitalmarkt ermittelt. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen wird in dieser Berechnung berücksichtigt.
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| EBITDA-Margin | 35,6 | 32,2 |
| EBIT-Margin | 21,9 | 18,1 |
| ROE | 13,5 | 8,8 |
| 2007 | Veränderung in % | 2006 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 472,9 | 10,4 | 428,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5,1 | -10,5 | 5,7 |
| Betriebsleistung | 481,5 | 10,2 | 436,8 |
| Betriebsaufwand ohne Abschreibungen | 310,2 | 4,8 | 296,1 |
| EBITDA | 171,3 | 21,7 | 140,7 |
| Abschreibungen | 66,0 | 6,8 | 61,8 |
| EBIT | 105,3 | 33,4 | 78,9 |
| Finanzergebnis | 2,0 | 127,8 | -7,4 |
| EBT | 107,3 | 49,9 | 71,6 |
| Steuern | 19,9 | 17,1 | 17,0 |
| Jahresgewinn | 87,4 | 60,1 | 54,6 |
Das Gesamtvermögen vermehrte sich im Berichtsjahr um 7,2 Prozent auf € 1.463,5 Mio. (€ 1.365,1 Mio. im Vorjahr). Aufgrund des weiterhin intensiven Investitionsprogramms stieg das Anlagevermögen um 10,9 Prozent auf € 1.255,3 Mio. (2006: € 1.132,4 Mio.).
Während sich die Wertpapiere des Umlaufvermögens um € 52,1 Mio. auf € 139,4 Mio. erhöhten, sanken die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände um € 70,3 Mio. auf € 15,4 Mio.
Damit waren diese beiden Positionen für den Rückgang des Umlaufvermögens von € 231,0 auf € 206,2 Mio. hauptverantwortlich.
Das Eigenkapital stieg durch das ausgezeichnete Ergebnis des Geschäftsjahres um 6,8 Prozent auf € 656,1 Mio. an. Der freien Rücklage wurde ein Betrag von € 35,6 Mio. zugeführt, welche sich somit auf € 330,7 Mio. erhöhte.
Die Rückstellungen verringerten sich um 25,0 Prozent von € 237,8 Mio. auf € 178,3 Mio. Hauptverursacher für diesen Effekt war der Rückgang der Rückstellungen für nicht fakturierte Anlagen um € 45,5 Mio. sowie die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um € 9,5 Mio. Rückstellungen für Steuern mussten auf Grund der hohen geleisteten Vorauszahlungen im Abschlussjahr nicht gebildet werden (2006: € 5,0 Mio.).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich wegen des erhöhten Finanzierungsbedarfs um € 103,9 Mio. auf € 468,3 Mio.
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresüberschuss | 87.410,6 | 54.584,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen | 65.997,3 | 61.810,1 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und WP des UV | 90,2 | 4.192,0 |
| Zuschreibungen zu Finanzanlagen | -886,1 | -930,5 |
| Auflösung Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | -1.412,9 | -1.447,1 |
| Veränderung des Sozialkapitals | -2.354,3 | 6.157,7 |
| Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen | 673,3 | -7.030,0 |
| Ergebnis aus Anlagenabgang | -2.598,9 | -200,9 |
| Betrieblicher Cash-Flow | 146.919,3 | 117.135,9 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte | -446,9 | -115,6 |
| Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.385,8 | 2.351,9 |
| Zunahme/Abnahme der Forderungen an Konzernunternehmen | ||
| (ohne Finanzierung) | 8.983,1 | -2.519,0 |
| Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen sowie Vermögens | ||
| gegenstände (ohne Finanzierung) sowie Rechnungsabgrenzungsposten | -1.845,5 | 6.919,1 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.596,3 | 1.571,5 |
| Zunnahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Konzernunternehmen | ||
| (ohne Finanzierung) | -1.308,4 | 17.906,9 |
| Zunahme/Abnahme der Anzahlungen von Kunden | 65,2 | 40,7 |
| Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen | -20.621,1 | 19.650,6 |
| Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzierung) | ||
| und Rechnungsabgrenzungsposten | -1.663,4 | 4.248,6 |
| -3.854,8 | 50.054,6 | |
| Operativer Cash-Flow | 143.064,5 | 167.190,5 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen | -168.022,5 | -181.149,7 |
| Abgänge von immateriellen Anlagen und Sachanlagen | 7.271,2 | 757,3 |
| Investitionen in Finanzanlagen | -139.647,3 | -108.449,8 |
| Abgänge von Finanzanlagen | 29.314,0 | 45.331,5 |
| -271.084,6 | -243.510,7 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenausschüttung | -46.200,0 | -42.000,0 |
| Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | 103.874,0 | 193.762,7 |
| 57.674,0 | 151.762,7 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel | -70.346,2 | 75.442,4 |
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| EBIT in T€ | 105.284,0 | 78.922,9 |
| EBITDA in T€ | 171.281,3 | 140.733,0 |
| EBIT Margin in % | 21,9 | 18,1 |
| EBITDA Margin in % | 35,6 | 32,2 |
| ROE in % | 13,5 | 8,8 |
| Bilanzstruktur | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristiges Vermögen in % | 85,8 | 82,9 |
| Kurzfristiges Vermögen in % | 14,2 | 17,1 |
| Summe Aktiva in T€ | 1.463.451,2 | 1.365.141,4 |
| Eigenkapital in % | 45,7 | 46,1 |
|---|---|---|
| Fremdkapital in % | 54,3 | 53,9 |
| Summe Passiva in T€ | 1.463.451,2 | 1.365.141,4 |
EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT / Betriebsleistung
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenFormel: (EBIT + Abschreibungen) / Betriebsleistung
(Return on Equity after Tax)
Formel: Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital
(inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse)
Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus lfd. Jahr / 2
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2007 um 20,6 Prozent auf € 282,8 Mio. Hiervon entfielen € 168,0 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Abschreibungsaufwendungen für immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen schlugen sich mit € 66,0 Mio. nieder. Das wichtigste Bauvorhaben bildet wie im Vorjahr die Terminalerweiterung VIE-Skylink, dessen Eröffnung noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 erfolgen soll. Der Flughafen Wien wird damit eine jährliche Abfertigungskapazität von 24 Millionen Passagieren erreichen.
Die Erweiterung des Parkhauses 4 wurde in Angriff genommen und die Arbeiten zum Ausbau des Bahnhofs Flughafen fortgesetzt.
Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf € 114,8 Mio. Davon betrifft ein Betrag in Höhe von € 27,2 Mio. die Einbringung der Anteile an der VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft mbH in die neu gegründete Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH sowie einen Anteil an der neu gegründeten VIE Indien Projektentwicklung & Beteiligung GmbH. Der restliche Betrag entfällt auf geleistete Gesellschafterzuschüsse sowie eine Ausleihung.
| Sachanlagen | |
|---|---|
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 78,1 |
| Erweiterung Vorfeld Nordost | 15,7 |
| Parkhaus 4 Erweiterung | 12,4 |
| Gepäcksortieranlage | 11,3 |
| Ausbau Bahnhof | 7,2 |
| Enteisungsmittelbefüllstation | 2,5 |
| Gesellschafterzuschüsse | 60,6 |
|---|---|
| Ausleihung an VIE Office Park Errichtungs | |
| und Betriebsgesellschaft m.b.H. | 27,0 |
Im Geschäftsjahr 2007 wurden in der Flughafen Wien AG wie im Vorjahr keine Forschungsaktivitäten unterhalten. Entwicklungsausgaben für die Verbesserung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware betrugen in der Berichtsperiode T€ 1.286,1 nach T€ 1.037,3 im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2007 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("One Share = One Vote").
40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Bundesland Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten.
Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrages, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit.
Die wechselseitigen Übernahmsrechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmsrecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent sowie die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedarf der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) kann eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 400 Mio. vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, dass dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und das Bundesland Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Keinen Kontrollwechsel stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Nieder-
österreich und des Bundeslandes Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und das Bundesland Wien dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Im Geschäftsjahr 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Receiver Zinsswap ("Empfange fix – zahle variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.
Ziel des Risikomanagements der Flughafen Wien AG ist die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle und nicht finanzielle Risiken jeglicher Art. Das Risikomanagement ist in die operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden. Risiken werden von den jeweils zuständigen verantwortlichen Geschäftsbereichen bearbeitet. Aus Tochtergesellschaften resultierende Risiken werden primär durch die Geschäftsführung der Gesellschaften, sekundär durch das Beteiligungsmanagement und das Beteiligungscontrolling der Flughafen Wien AG überwacht. Risiken der Beteiligungsunternehmen werden direkt vom Beteiligungsmanagement beziehungsweise durch die vom Flughafen Wien entsandten Vertreter in den einzelnen Gremien (Aufsichtsrat, Beirat, Gesellschafterversammlung) wahrgenommen.
Zentrale Stelle des internen Berichtswesens ist der Bereich Strategie und Controlling, dem die Durchführung der operativen und strategischen Planung unter Einbindung der jeweiligen Bereiche obliegt. Dieser Bereich erstellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten aus den jeweiligen Geschäfts-, Service- und Fachbereichen sowie den konsolidierten Unternehmen monatlich interne Berichte. Auf Basis dieser monatlichen Berichte an den Vorstand und an alle Leiter der ersten Führungsebene werden Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung identifiziert und analysiert, so dass Erfolgsrisiken zeitnah erkannt und Maßnahmen zu ihrer Handhabung ergriffen werden können. Durch regelmäßige Berichterstattung in seinen Sitzungen wird der Aufsichtsrat in diesen Prozess eingebunden. Das Risikomanagement ist somit integraler Bestandteil unseres gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.
Um mögliche finanzielle Folgen eintretender Risiken zu begrenzen beziehungsweise ganz auszuschließen, haben wir für bestimmte Schadenfälle und Haftungsrisiken entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
Neben den Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet. Sie überprüft regelmäßig Geschäfte und Organisationsabläufe auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das bestehende Risikomanagementsystem weiterzuentwickeln und zu verbessern. Voraussichtlich Mitte 2008 wird dieses Projekt abgeschlossen sein.
Der Geschäftsverlauf des Flughafens Wien ist vor allem von der weltweiten Verkehrsentwicklung abhängig.
Die Gefahr eines Verkehrsrückganges aufgrund von Terror, Kriegen oder sonstigen externen Schocks (z.B. SARS-Krankheit) kann grundsätzlich von einem einzelnem Unternehmen nur sehr schwer eingegrenzt werden. Am Flughafen Wien werden den Auswirkungen eines solchen Schocks vor allem durch hohe Qualitätsansprüche im Bereich Sicherheit und aktiver Öffentlichkeitsarbeit begegnet. Dies vor allem durch eine enge Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus wird je nach Intensität und Auswirkung eines solchen Ereignisses sowohl mit einer flexiblen Kosten- und Preisgestaltung als auch mit einem entsprechend angepassten Investitionsprogramm reagiert.
Durch den hohen Marktanteil der Austrian Airlines Gruppe am Flughafen Wien ist die nachhaltige Entwicklung dieser Fluglinie als leistungsstarker und eigenständiger Home-Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe ein Partner ist, eine entscheidende Komponente für unser Unternehmen. Diese Entwicklung wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet.
Mit entsprechenden Marketingmaßnahmen sowie flexiblen Kosten- und Preisgestaltungsprogrammen, die allen Fluglinien zukommen, wird versucht dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Mit den Tarifabsenkungen und Veränderungen des Tarifmodells und der damit verbundenen Beteiligung am Auslastungsrisiko der Fluglinien sowie mit Incentive-Programmen wurden die Kosten der Fluglinien gesenkt und die Förderung der strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen ausgeweitet. Weiters wird mit Hilfe von gezielten Marketingmaßnahmen den Fluglinien die Vorteilhaftigkeit des Standorts Wien nahe gebracht und zusätzlicher Verkehr nach Wien generiert.
Dem Wettbewerb mit anderen Serviceanbietern (z.B. im Bereich Handling oder Sicherheitsdienstleistungen) wird durch individuelle Serviceangebote in Hinblick auf deren Preisgestaltung begegnet.
Der Flughafen Wien ist im Rahmen seiner Position als bedeutendster Ost-West-Hub Europas einem Kapazitätsrisiko ausgesetzt, dem durch entsprechend angepasste Investitionsprogramme begegnet wird. Die Investitionsprogramme basieren auf einem laufend adaptierten Masterplan.
Diese Investitionsprojekte werden durch eine Risikobewertung bereits in der Vorprojektphase sowie durch ständiges Monitoring im Rahmen eines dafür entwickelten Analyseund Bewertungsverfahrens überwacht. Die Ergebnisse in Form eines Risikoprofils bilden den integralen Bestandteil der Entscheidungsfindung. Aus diesen Analyseergebnissen werden Maßnahmen zur Risikovermeidung und -absicherung abgeleitet. Das Monitoring wird im Rahmen des Projekt-Controllings durchgeführt.
Eine besondere Situation ergibt sich bei den Planungsarbeiten für die Kapazitätserweiterung im Pistenbereich (3. Piste). Der Investition ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelagert. Hier wird dem Risiko mit Hilfe eines Mediationsverfahrens durch Kommunikation und Abstimmung begegnet.
Zu den Schadenrisiken gehören Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder terroristische Aktivitäten ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, haben wir diese Risiken durch einen entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt.
Rechtliche Risiken bestehen im Bereich von behördenrechtlichen Auflagen vor allem hinsichtlich umweltrechtlicher Bestimmungen (z.B. Lärm, Emissionen). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen von Mediationsverfahren (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.
Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Der Flughafen Wien hat mit der Genehmigungsbehörde ein Indexmodell bis Ende 2009 vereinbart. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.
Die Flughafen Wien AG unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss der Gesellschaft haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.
Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert.
Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) als Liquiditätsreserve gehalten, die jederzeit liquidierbar sind.
Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungs- und
Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody`s) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften gemanagt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, das Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie die vermehrte Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschriftoder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.
Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längere Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.
Die Flughafen Wien AG unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.
Die Währungskursrisiken des Flughafen Wien Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.
Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Im operativen Bereich wickelt die Flughafen Wien AG ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Wechselkursrisiko der Flughafen Wien AG aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.
Zum Risikomanagement wird auf den vorhergehenden Abschnitt verwiesen.
Die Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien wird in erster Linie von unserem Haupt-Airlinekunden, der Austrian Airlines Gruppe, genutzt. Diese konnte im Geschäftsjahr 2007 durch ihre engagierte "Focus East-Expansion" nach Zentral- und Osteuropa, aber auch nach Asien und in den Pazifischen Raum Passagierzuwächse verzeichnen. Mit gezielten Marketingmaßnahmen werden wir den Flughafen Wien noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mitteleuropäischen Wirtschaftsraum positionieren. Die Sicherung der Kernkompetenzen der Austrian Airlines Gruppe steht somit auch im Interesse des Flughafen Wien.
Es werden laufend Möglichkeiten zur Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts überprüft. Derartige Vorhaben müssen den Unternehmenswert der Flughafen Wien AG steigern und ihre Dividendenpolitik begünstigen. Die bestehenden Beteiligungen an den Flughäfen Malta und Košice entsprechen diesen Vorgaben gänzlich. Mit dem Kauf von 25,15 Prozent der Anteile am Flughafen Friedrichshafen konnte diese Strategie im Berichtsjahr fortgesetzt werden.
Die Ausbaumaßnahmen des Flughafen Wien werden in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften vorgenommen. Durch die Planung der Terminalerweiterung VIE-Skylink, die sich an der Passagierentwicklung orientiert, wird das wirtschaftliche Risiko dieses umfangreichen Investments minimiert, aber dennoch eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazität gewährleistet.
Die Finanzierung des umfangreichen Ausbauprogramms erforderte die Aufnahme langfristiger Fremdmittel, die überwiegend zu festen Konditionen verzinst werden. Die Eigenkapitalquote von 45,7 Prozent, die hohe Ertragskraft sowie die daraus resultierende gute Bonität der Flughafen Wien AG gewährleisten auch zukünftig die Finanzierung der Ausbauvorhaben sowie allfälliger weiterer Airport-Akquisitionen. Detaillierte Angaben über die finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungsund Währungsrisiken finden sich im vorhergehenden Abschnitt.
Die jüngsten Prognosen zur österreichischen Konjunkturentwicklung gehen von einer leichten Abschwächung im Jahr 2008 aus. Unterstützt von der wirtschaftlichen Dynamik der Catchment-Area und dem weltweiten Wachstum der Luftverkehrsbranche erwartet der Flughafen Wien auch für das Geschäftsjahr 2008 eine Verkehrsentwicklung, die über dem gesamteuropäischen Durchschnitt liegt.
Die gute Verkehrsentwicklung des Jahres 2007 hat sich auch im Jänner 2008 fortgesetzt. Die Passagieranzahl stieg im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um 14,5 Prozent auf 1.314.531 Fluggäste an, die Flugbewegungen um 11,6 Prozent, das Höchstabfluggewicht MTOW um 14,5 Prozent, die Fracht um 9,4 Prozent. Die Anzahl der Lokalpassagiere entwickelte sich mit einem Plus von 23,8 Prozent auf 891.732 Fluggäste überdurchschnittlich. Das Passagieraufkommen in die osteuropäischen Destinationen legte im Jänner 2008 um 29,1 Prozent zu, das Aufkommen in den Nahen und Mittleren Osten um 15,4 Prozent.
Sollten keine wesentlichen Störfaktoren eintreten, wird für das Gesamtjahr 2008 ein Anstieg der Passagierzahl um 8,0 Prozent und von jeweils 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und den Flugbewegungen erwartet. Diese Zunahme sollte sowohl aus dem erwarteten Wachstum der Austrian Airlines Gruppe – vor allem im osteuropäischen Raum – wie auch durch die weiterhin überdurchschnittliche Dynamik der Low-Cost-Carrier resultieren.
Für das Jahr 2008 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 320,0 Mio. vorgesehen. Somit wird das mehrjährige Investitionsprogramm am Flughafen Wien weiterhin zielstrebig fortgesetzt; das wichtigste Bauvorhaben bildet die Terminalerweiterung VIE-Skylink, dessen Eröffnung noch vor der Verkehrsspitze des Jahres 2009 erfolgen soll. Im Jahr 2008 werden die Montagetätigkeiten der Gebäudetechnik und des Innenausbaus fortgesetzt sowie die Ende 2007 begonnene operative Inbetriebnahmeplanung. Die Tender-Verfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale im neuen Terminalbereich werden planmäßig abgewickelt. Als Reaktion auf das starke Wachstum werden in der Berichtsperiode 2008 fünf zusätzliche Schengen-Busgates in Betrieb genommen.
Die Fertigstellung der Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.250 Stellplätze ist noch vor der UEFA EURO 2008TM vorgesehen. Der im Vorjahr begonnene Bau des "Airport Logistic Center" in Form eines Superädifikats im Bereich Cargo Nord soll im ersten Halbjahr 2008 abgeschlossen sein. Hier kommen Kleinflächen für Logistikunternehmen zur Vermietung. Das bisherige World Trade Center, ein Bürogebäude mit 18.000 m2 , wird nach seinem Umbau von der Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft mbH betrieben werden.
Der Office Park 2 wurde mit Ende des 2. Quartals 2007 dem Mieter Austrian Airlines übergeben, eine zweigeschossige Tiefgarage dient auch dem Flughafen Wien zur Ausweitung der Parkraumkapazitäten. Im Mittelpunkt des Retailgeschäfts stehen die optimale Ausschöpfung der bestehenden Geschäftsflächen, gleichzeitig laufen jedoch die Vorbereitungen für eine möglichst optimale Vermarktung der künftigen Verkaufsflächen im VIE-Skylink.
Die derzeitige Beschwerde bei der EU-Kommission geht gegen die Republik Österreich und nicht gegen die Flughafen Wien AG. Inhalt der Beschwerde ist die Behauptung, dass die UVP-Richtlinie der EU nicht ordnungsgemäß ins österreichische Recht umgesetzt worden sei.
Für den Flughafen Wien sind aus einer Umsetzung der UVP-Richtlinie der EU keine relevanten Auswirkungen zu erwarten.
Für sämtliche Bauten, die die Flughafen Wien AG derzeit errichtet bzw. bereits errichtet hat, liegen alle nach österreichischem Gesetz notwendigen Bescheide und Bewilligungen vor. Bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink wurde die Notwendigkeit einer UVP anhand des österreichischen UVP-Gesetzes geprüft. Die Behörde (das Land Niederösterreich) kam zu dem Schluss, dass auch hier keine Notwendigkeit einer UVP besteht, und hat einen entsprechenden Feststellungsbescheid erlassen. Die laufenden Bauvorhaben werden wie geplant fortgesetzt, da nach österreichischem Recht gültige Bescheide vorliegen.
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2008 zeigt bisher in allen Segmenten und auf allen Standorten weiteres stetiges Wachstum.
Die umfangreichen Ausbaumaßnahmen am Standort Wien-Schwechat befinden sich im Rahmen der Planung.
Die seit Jahren angewandte Internationalisierungsstrategie wird weiterhin verfolgt. Mit den Minderheitsgesellschaftern der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. werden Verhandlungen über den Erwerb der restlichen Anteile geführt.
Schwechat, am 20. Februar 2008
Der Vorstand
Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
zum 31. Dezember 2007
| Aktiva | 31.12.2007 in € | 31.12.2006 in T€ |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| 1. Konzessionen und Rechte | 4.398.799,17 | 5.352,4 |
| II.Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 422.731.632,84 | 439.382,8 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 232.526.697,46 | 238.967,5 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 48.434.000,15 | 44.466,7 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 290.656.351,34 | 206.466,2 |
| Summe II | 994.348.681,79 | 929.283,2 |
| III.Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 186.296.241,11 | 148.789,1 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 60.475.506,66 | 36.452,3 |
| 3. Beteiligungen | 9.053.323,50 | 9.053,3 |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 632.627,77 | 3.309,8 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 133.151,17 | 142,0 |
| Summe III | 256.590.850,21 | 197.746,6 |
| Summe A. | 1.255.338.331,17 | 1.132.382,2 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.378.233,07 | 2.931,3 |
| II.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.875.012,06 | 34.260,9 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.712.205,40 | 16.695,3 |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 98,00 | 0,1 |
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 8.433.514,33 | 4.040,2 |
| Summe II | 48.020.829,79 | 54.996,4 |
| III.Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 139.394.314,51 | 87.295,1 |
| Summe III | 139.394.314,51 | 87.295,1 |
| IV.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 15.434.306,22 | 85.780,5 |
| Summe B. | 206.227.683,59 | 231.003,3 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.885.200,42 | 1.755,9 |
| Summe Aktiva | 1.463.451.215,18 | 1.365.141,4 |
| Passiva | 31.12.2007 in € | 31.12.2006 in T€ |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 152.670.000,00 | 152.670,0 |
| II. Kapitalrücklagen (gebundene) | 117.657.318,52 | 117.657,3 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 2.579.158,88 | 2.579,2 |
| 2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 330.679.695,07 | 295.074,9 |
| Summe III | 333.258.853,95 | 297.654,1 |
| IV. Bilanzgewinn | ||
| davon Gewinnvortrag: € 5.836,41; VJ: T€ 5,5 | 52.505.652,47 | 46.205,8 |
| Summe A. | 656.091.824,94 | 614.187,2 |
| B. Unversteuerte Rücklagen | ||
| 1. Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen | 6.521.311,42 | 7.210,5 |
| 2. Sonstige unversteuerte Rücklagen | 171.795,93 | 176,6 |
| Summe B. | 6.693.107,35 | 7.387,1 |
| C. Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 6.138.596,64 | 7.551,5 |
| D. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 49.398.384,00 | 52.107,1 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 22.230.578,91 | 21.891,3 |
| 3. Steuerrückstellungen | 2.064,50 | 5.022,4 |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 106.684.187,15 | 158.809,7 |
| Summe D. | 178.315.214,56 | 237.830,5 |
| E. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 468.336.681,69 | 364.462,7 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 216.448,20 | 151,2 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 58.557.401,35 | 47.961,1 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 31.454.607,04 | 32.763,1 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 4.302.110,79 | 3.695,0 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten, | 24.115.304,37 | 19.696,7 |
| davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 8.392,2 | ||
| davon im Rahmen der sozialen | ||
| Sicherheit: € 4.263.667,41; VJ: T€ 4.010,1 | ||
| Summe E. | 586.982.553,44 | 468.729,7 |
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | 29.229.918,25 | 29.455,4 |
| Summe Passiva | 1.463.451.215,18 | 1.365.141,4 |
| Haftungsverhältnisse | 139.665.679,92 | 134.725,9 |
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007
| 1.1.–31.12.2007 | 1.1.–31.12.2006 | |
|---|---|---|
| in € | in T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | 472.932.427,36 | 428.466,6 |
| 2. Aktivierte Eigenleistungen | 3.475.163,51 | 2.603,7 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit | ||
| Ausnahme der Finanzanlagen | 540.114,81 | 74,2 |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.864.655,52 | 1.217,5 |
| c) Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | ||
| aus öffentlichen Mitteln | 1.412.874,66 | 1.447,1 |
| d) Übrige | 1.286.697,62 | 3.007,2 |
| Summe 3. | 5.104.342,61 | 5.746,1 |
| Betriebsleistung | ||
| (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) | 481.511.933,48 | 436.816,4 |
| 4. Aufwendungen für Material und | ||
| sonstige bezogene Herstellungsleistungen | ||
| a) Materialaufwand | 27.853.027,96 | 27.049,5 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.435.666,53 | 3.625,5 |
| Summe 4. | 29.288.694,49 | 30.675,0 |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne | 75.647.300,17 | 73.961,2 |
| b) Gehälter | 56.659.002,86 | 51.216,1 |
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an | ||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 4.087.584,60 | 14.239,8 |
| d) Aufwendungen für Altersversorgung | 3.201.944,58 | 1.711,8 |
| e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | ||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben | ||
| und Pflichtbeiträge | 37.821.332,04 | 34.792,1 |
| f) Sonstige Sozialaufwendungen | 1.626.902,18 | 1.555,3 |
| Summe 5. | 179.044.066,43 | 177.476,3 |
| 1.1.–31.12.2007 | 1.1.–31.12.2006 | |
|---|---|---|
| in € | in T€ | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle | ||
| Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 65.997.282,24 | 61.810,1 |
| davon außerplanmäßige Abschreibungen auf das | ||
| Anlagevermögen gemäß § 204 Abs 2 UGB: | ||
| € 1.785.123,14; Vj: T€ 0 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen | 254.228,59 | 226,4 |
| b) Übrige | 101.643.621,25 | 87.705,8 |
| Summe 7. | 101.897.849,84 | 87.932,2 |
| Summe 4.–7. | 376.227.893,00 | 357.893,6 |
| 8. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 7) | 105.284.040,48 | 78.922,9 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen, davon | ||
| aus verbundenen Unternehmen: | ||
| € 10.093.415,31; VJ: T€ 2.550,6 | 10.228.215,31 | 2.626,9 |
| 10.Erträge aus anderen Wertpapieren | ||
| und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 5.271,39 | 1.103,7 |
| 11.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: | ||
| € 2.304.131,60; VJ: T€ 1.591,1 | 9.400.518,05 | 8.055,1 |
| 12.Erträge aus dem Abgang von und der | ||
| Zuschreibung zu Finanzanlagen | 3.377.354,41 | 930,5 |
| 13.Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren | ||
| des Umlaufvermögens, davon Abschreibungen: | ||
| € 90.224,52; VJ: T€ 4.192,0 | 90.224,52 | 6.856,5 |
| 14.Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon betreffend | ||
| verbundene Unternehmen: € 1.160.332,81; VJ: T€ 408,3 | 20.881.015,29 | 13.199,1 |
| 15.Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 9 bis 14) | 2.040.119,35 | -7.339,4 |
| 16.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 107.324.159,83 | 71.583,5 |
| 17.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -19.913.525,46 | -16.998,9 |
| 18.Jahresüberschuss | 87.410.634,37 | 54.584,5 |
| 19.Auflösung unversteuerter Rücklagen | 693.959,26 | 236,6 |
| 20.Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 35.604.777,57 | 8.620,9 |
| 21.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 5.836,41 | 5,5 |
| 22.Bilanzgewinn | 52.505.652,47 | 46.205,8 |
Der Abschluss basiert auf den derzeit geltenden handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Er wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung erstellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.
Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31.12.2007 ein Ergebnisabführungsvertrag. Neben diesem Vertrag bestand zum 31.12.2006 noch ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs 3 UGB.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 224 ff UGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.
Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel beim immateriellen Anlagevermögen zwischen 4 und 10 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 bis 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 10 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.
Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.
Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Von der Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 (2) UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.
Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen.
Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet.
Zins- und Fremdwährungssicherungsgeschäfte werden bei der Bewertung der originären Finanzinstrumente berücksichtigt. Die Änderungen der Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen qualifizieren, werden bei auftretenden Verlusten erfolgswirksam erfasst.
Gegenüber den im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde der Ausweis der Verpflichtungen aus dem Mediationsvertrag im Zusammenhang mit der Errichtung der dritten Piste auf eine Nettodarstellung geändert:
Bisher wurden die bis zum geplanten Baubeginn geschätzten Umweltfondsbeiträge und Lärmschutzmaßnahmen inklusive Dialogforum als Anschaffungs- bzw. Herstellnebenkosten erfasst. Auf der Passivseite wurden Rückstellungen für Investitionen in entsprechender Höhe gebildet. Soweit die Erfüllung des Mediationsvertrags durch konkret umzusetzende Umweltmaßnahmen erfolgt, werden diese einzelnen Maßnahmen nunmehr im Zeitpunkt
der Umsetzung als Anschaffungs- bzw Herstellungsnebenkosten der dritten Piste erfasst. Die gemäß Leistungsvertrag "Umweltfonds" zu leistenden jährlichen Beträge werden in Höhe ihres Nominale als Verbindlichkeit ausgewiesen und stellen im Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitraum der dritten Piste ebenfalls Nebenkosten dar. Die ausgewiesenen Anschaffungs- und Herstellungsnebenkosten für noch nicht durchgeführte Lärmschutzmaßnahmen und noch nicht den bisherigen Rechnungsperioden zuzuordnenden Umweltfondsbeiträge wurden mit den Rückstellungen erfolgsneutral verrechnet. Umweltfondsbeiträge, die bisherige Rechnungsperioden betreffen, werden in Höhe ihres jeweiligen Nominale als langfristige Verbindlichkeit passiviert.
Im Geschäftsjahr wurden die Rückdeckungswerte einer Versicherung von den Wertrechten des Anlagevermögens zu den sonstigen Forderungen umgegliedert (T€ 2.677).
Die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst.
Zur Absicherung künftiger Zinssteigerungen wurde im Jahr 2007 ein Festzinsswap mit einem Nominale von T€ 10.000,0 und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestand ein positiver Marktwert, daher wurde keine Drohverlustrückstellung gebildet.
Der im Geschäftsjahr 2006 abgeschlossene Zinsswap über einen Betrag von T€ 25.920,0 mit einer Laufzeit bis 2016 wurde im Geschäftsjahr 2007 glattgestellt.
Die Bewertung des Zinsswap wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der uns zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.
| in T€ | Buchwert 2007 | Marktwert 2007 | Buchwert 2006 | Marktwert 2006 |
|---|---|---|---|---|
| EUR/CHF | 0 | 44,8 | 0 | 266,0 |
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen. Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 86.813,6 (2006: T€ 86.005,1).
Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 886,1 (2006: T€ 930,5) vorgenommen. Von den Ausleihungen sind T€ 1.512,8 (2006: T€ 1.512,8) innerhalb eines Jahres fällig.
Zu den Abgängen bei den Anlagen in Bau wird auf den Abschnitt Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| in T€ | Buchwert 2007 | Marktwert 2007 | Buchwert 2006 | Marktwert 2006 |
|---|---|---|---|---|
| Aktien | 494,9 | 494,9 | 494,9 | 494,9 |
| Sonstige | 137,7 | 137,7 | 2.814,9 | 2.814,9 |
| 632,6 | 632,6 | 3.309,8 | 3.309,8 |
Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung wegen mangelnder Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.132,6 (2006: T€ 2.672,0).
Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.
Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr Flughafen Wien AG | |
|---|---|
| -------------------------------------------------- | -- |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.875,0 | 34.260,9 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.712,2 | 16.695,3 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 5.671,9 | 3.957,9 |
| Summe | 45.259,1 | 54.914,1 |
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 2.761,6 | 82,4 |
| Summe | 2.761,6 | 82,4 |
In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Erträge von untergeordneter Bedeutung enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Forderungen Rückkaufwert | ||
| Rückdeckungsversicherung (Pensionen) | 3.320,9 | 514,9 |
| Zinsabgrenzungen | 1.743,2 | 71,9 |
| Forderungen an Kreditkartenunternehmen | 907,1 | 512,0 |
| Geleistete sonstige Anzahlungen | 513,2 | 1.537,6 |
| Forderungen für Bezugsvorschüsse | 350,4 | 368,0 |
| Übrige sonstige Forderungen | 1.598,7 | 1.035,9 |
| Summe | 8.433,5 | 4.040,2 |
Die Forderungen betreffend Rückkaufswert / Rückdeckungsversicherung (Pensionen) sind verpfändet.
Das Unternehmen hält zum 31.12.2007 keine eigenen Aktien.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| in T€ | Buchwert 2007 | Marktwert 2007 | Buchwert 2006 | Marktwert 2006 |
|---|---|---|---|---|
| GF 7 Fonds | 38.180,9 | 38.224,7 | 37.045,1 | 37.045,1 |
| R 63 Fonds | 31.551,4 | 33.986,9 | 30.309,9 | 34.162,1 |
| Griechische | ||||
| Staatsanleihen | 69.662,0 | 69.867,0 | 19.940,0 | 19.966,4 |
| 139.394,3 | 142.078,6 | 87.295,0 | 91.173,6 |
Im Geschäftsjahr wurden bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mögliche Zuschreibungen im Ausmaß von T€ 2.479,3 unterlassen. Zur Erzielung günstigerer Konditionen bei der Aufnahme von Barvorlagen wurde der GF 7 Fonds mit T€ 38.224,7 an die Bank Austria und der R 63 Fonds mit T€ 32.890,5 an die Raiffeisen Zentralbank verpfändet. Darüber hinaus besteht noch ein Pfandrecht in Höhe von T€ 1.096,4 am R 63 Fonds.
Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 11.145,0 (2006: T€ 14.080,5).
Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Übertragung eigener Aktien in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Der daraus entstandene Aufwand kann gemäß Kapitalmarktoffensive-Gesetz in zehn Jahresraten geltend gemacht werden.
Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31.12.2007 auf € 152.670.000,00. Es ist zerlegt in 21,000.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien.
Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar.
Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 295.074,9 um T€ 35.604,8 auf T€ 330.679,7. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 52.505,7 (2006: T€ 46.205,8).
Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:
| Bilanzgewinn zum 31.12.2006 | 46.205,8 |
|---|---|
| – Gewinnausschüttung | -46.200,0 |
| + Jahresüberschuss | 87.410,6 |
| + Auflösung unversteuerter Rücklagen | 694,0 |
| – Dotierung Gewinnrücklage | -35.604,8 |
| Bilanzgewinn zum 31.12.2007 | 52.505,7 |
Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus beiliegenden Aufstellungen ersichtlich.
Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung dargestellt.
Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 4,75 Prozent nach der "projected unit credit method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 1999-P, gemischter Bestand zugrunde gelegt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 4,75 Prozent nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 1999-P, "Angestellte" zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen.
Die Rückstellungen für Steuern resultieren aus der Verpflichtung der Flughafen Wien AG i.H.v. T€ 2,1 aufgrund der noch nicht rechtskräftigen Veranlagung der Körperschaftsteuer 2005.
In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 9.868,5 (2006: T€ 9.853,3), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 9.696,0 (2006: T€ 9.023,0), nicht konsumierter Urlaub T€ 11.903,6 (2006: T€ 9.272,1), Rückstellungen für Einmalzahlungen an Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit Zwischenergebnissen bei den Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen T€ 6.000,0 (2006: T€ 0,0), Prämien für das Berichtsjahr T€ 1.576,8 (2006: T€ 1.359,5), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 47.452,7 (2006: T€ 95.807,7).
Gegenüber den im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde der Ausweis der Verpflichtungen aus dem Mediationsvertrag im Zusammenhang mit der Errichtung der dritten Piste auf eine Nettodarstellung geändert. Durch die dadurch erforderliche Auflösung der Rückstellung für noch nicht fakturierte Leistungen in Höhe von T€ 30.749,6 und der Umbuchung auf Verbindlichkeiten Umweltfonds in Höhe von T€ 11.220,9 kam es zu einem wesentlichen Absinken bei der Rückstellung für noch nicht fakturierte Leistungen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).
Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 4,75 Prozent nach der "projected unit credit method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationstafeln AVÖ-P 1999 gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen.
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:
| 2007 | 2006 |
|---|---|
| 144,8 | 4.648,1 |
| 216,4 | 151,2 |
| 58.557,4 | 47.961,1 |
| 31.454,6 | 32.763,1 |
| 4.302,1 | 3.695,0 |
| 12.894,4 | 19.696,7 |
| 107.569,7 | 108.915,1 |
| 2007 | 2006 |
| 4.108,4 | 2.415,6 |
| 11.220,9 | 0,0 |
| 15.329,3 | 2.415,6 |
| 2007 | 2006 |
| 464.083,5 | 357.396,3 |
| 464.083,5 | 357.396,3 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Lohn- und Gehaltsaufwendungen in der Höhe von € 5,0 Mio. (2006: € 5,2 Mio.) aus der Abrechnung Dezember 2007, die nach dem 31.12.2007 zahlungswirksam werden, sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds in der Höhe von € 11,2 Mio. (2006: € 0,0 Mio.) und Guthaben von Kunden in der Höhe von € 1,9 Mio. (2006: € 0,9 Mio.) enthalten.
Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 28.155,5 (2006: T€ 29.083,6).
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet VIE für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 5.300,8.
Die Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H., die zu 100 Prozent im Besitz des Konzerns steht, hat im Dezember 2005 einen Leasingvertrag mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Werftanlagen am Flughafen Wien abgeschlossen. Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung der variablen Leasingraten in Höhe von derzeit monatlich rund T€ 622,2 über einen Zeitraum von 18 Jahren.
Für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 191,4 Mio. (2006: € 207,0 Mio.) eingegangen.
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.
| Umsatzerlöse Flughafen Wien AG in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Airporterträge | 198.818,1 | 180.796,1 |
| Abfertigungserträge | 136.386,6 | 132.045,0 |
| Aviation-Umsatz | 335.204,6 | 312.841,1 |
| Miet-, Pacht- u. Nutzungserträge, Parkerträge | 100.740,9 | 79.734,6 |
| Übrige Erträge | 36.986,9 | 35.890,9 |
| Non-Aviation-Umsatz | 137.727,8 | 115.625,5 |
| Umsatzerlöse gesamt | 472.932,4 | 428.466,6 |
| davon an verbundene Unternehmen | 9.498,0 | 7.364,2 |
Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen. Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.
Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr geht sowohl auf die gestiegenen Airporterträge als auch auf den Anstieg bei den Abfertigungserträgen zurück.
Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 19,1 Prozent (T€ 22.102,2) gegenüber dem Vorjahr und resultiert vor allem aus dem Anstieg der Miet-, Pacht- und Nutzungserträge und der Parkerträge.
Die Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln resultieren aus den Abschreibungen bzw. dem Abgang der mit vollen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzten Vermögensgegenstände. Die Auflösung der in den Vorjahren gebildeten Investitionszuwachsprämie gem. § 108e EStG ist in Höhe von T€ 766,1 (2006: T€ 766,1) enthalten.
Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 um 0,9% auf T€ 179.044,1 (2006: T€ 177.476,3). Der Anstieg ist vor allem auf die gestiegenen Aufwendungen für Gehälter um T€ 5.442,9 auf T€ 56.659,0, die erhöhten Aufwendungen für Löhne um T€ 1.686,1 auf T€ 75.647,3 sowie den Zuwachs bei den Aufwendungen für Altersversorgung um T€ 1.490,2 auf T€ 3.201,9, die vermehrten sozialen Abgaben für Arbeiter und Angestellte um T€ 3.029,2 auf T€ 37.821,3, vermindert um den Rückgang bei den Aufwendungen für Abfertigungen um T€ 10.152,2 auf T€ 4.087,6, zurückzuführen. Im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2007 ist eine Rückstellungsdotierung in Höhe von T€ 6.000,0 für Einmalzahlungen an Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit Zwischenergebnissen bei den Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen enthalten.
Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Dotierung Abfertigungsrückstellung | -2.708,7 | 8.104,2 |
| Zahlungen für Abfertigungen | 6.200,4 | 5.649,8 |
| Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse | 595,9 | 485,8 |
| Summe Aufwendungen für Abfertigungen | 4.087,6 | 14.239,8 |
Die Abschreibungen erhöhten sich um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Leistungen von verbundenen Unternehmen | 27.941,6 | 24.981,5 |
| Marketing und Marktkommunikation | 26.008,1 | 15.199,5 |
| Instandhaltungen | 14.195,7 | 17.483,6 |
| Fremdleistungen | 10.293,1 | 8.659,7 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 5.290,0 | 6.149,5 |
| Versicherungsaufwand | 3.003,8 | 3.363,8 |
| Post- und Telekomaufwand | 1.695,5 | 1.637,6 |
| Übrige Aufwendungen | 13.470,0 | 10.457,0 |
| Summe | 101.897,8 | 87.932,2 |
Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ 2.040,1 (2006: T€ -7.339,4) und setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 10.228,2 | 2.626,9 |
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 5,3 | 1.103,7 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.400,5 | 8.055,1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.304,1 | 1.591,1 |
| Erträge aus dem Abgang von | ||
| und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 3.377,4 | 930,5 |
| davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen | ||
| an verbundene Unternehmen | 886,1 | 930,5 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen und | ||
| aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | -90,2 | -6.856,5 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -90,2 | -4.864,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -20.881,1 | -13.199,1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -1.160,3 | -408,3 |
| Summe | 2.040,1 | -7.339,4 |
In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.246,4 (2006: T€ 1.228,6) enthalten.
Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stiegen um T€ 2.914,6 auf T€ 19.913,5.
Die rechnerische Ertragsteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 26.831,0. Die tatsächliche Steuerquote 2007 liegt mit 18,6 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 23,8 Prozent.
Der Steueraufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr aufgrund des Steuerausgleichs in der Unternehmensgruppe um T€ 2.382,9.
Es wurde wie im Vorjahr kein Abgrenzungsposten für aktivierbare Steuerabgrenzungen gemäß § 198 (10) UGB gebildet.
Johannes Coreth, Generaldirektor-Stellvertreter Niederösterreichische Versicherung Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Dr. Christoph Herbst, Rechtsanwalt Dr. Franz Lauer, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung, i. R. Hans-Jörgen Manstein, Manstein Zeitschriftenverlag GesmbH KR Alfons Metzger, Metzger Realitäten Gruppe Dkfm. Alfred Reiter, Vorstandsvorsitzender Investkredit Bank AG i.R. KR Karl Samstag, Generaldirektor a.D. Bank Austria Creditanstalt AG KR Dr. Karl Skyba, Generaldirektor a.D. Wiener Stadtwerke Holding AG
Ing. Manfred Biegler, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrat Gerhard Gager, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats (bis 25. April 2007) Eduard Oettl, Angestelltenbetriebsrat Dieter Rozboril, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats (Vorsitzender ab 26. April 2007) Thomas Schäffer, stellvertretender Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Karl Hromadka, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats (ab 26. April 2007)
GD Stv. Johannes Coreth
Als dessen Stellvertreter wirkte: KR Karl Samstag Dkfm. Alfred Reiter
Ministerialrat Dr. Rolf A. Neidhart
Mag. Herbert Kaufmann, Vorstandsmitglied, Sprecher des Vorstandes Ing. Gerhard Schmid, Vorstandsmitglied Mag. Christian Domany, Vorstandsmitglied
Direktor Ernest Eisner Mag. Franz Imlinger Dr. Johannes Freiler DI Werner Hackenberg MMag. Michael Höferer Mag. Friedrich Lehr, MBA Direktor Karl Schleinzer Direktor Michael Tmej
Der durchschnittliche Personalstand betrug:
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 2.139 | 2.082 |
| Angestellte | 977 | 954 |
| Arbeitnehmer insgesamt | 3.116 | 3.036 |
1) ohne Vorstandsmitglieder
Die Mitglieder des Vorstandes der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand im Geschäftsjahr 2007 Vergütungen in Höhe von T€ 1.291,4 (2006: T€ 1.297,5). Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf T€ 652,3 (2006: T€ 636,9).
Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen inklusive frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 923,9 (2006: T€ 435,2), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 6.365,6 (2006: T€ 15.516,4) an.
Die Aufwendungen für Sitzungsgelder und Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2007 T€ 110,0 (2006: T€ 112,4).
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen für Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsratsmitglieder.
Schwechat, 20. Februar 2008
Der Vorstand
Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 20. Februar 2008
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Anlage 1 zum Anhang
| Entwicklung zu Anschaffungs- und | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugänge | ||||
| in T€ | 1.1.2007 | direkt | Umbuchung | Abgänge | |
| Posten des Anlagevermögens | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| 1. Konzessionen und Rechte | 19.142.120,01 | 838.913,88 | 1.904.636,03 | 296.497,67 | |
| Summe | 19.142.120,01 | 838.913,88 | 1.904.636,03 | 296.497,67 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 586.063.978,85 | 6.196.323,42 | 1.463.939,80 | 13.288.561,80 | |
| 2. Technische Anlagen | |||||
| und Maschinen | 602.361.868,92 | 21.621.011,68 | 1.253.770,83 | 2.109.185,27 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- | |||||
| und Geschäftsausstattung | 150.474.427,63 | 19.575.493,71 | 228.646,92 | 8.018.512,50 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen | |||||
| und Anlagen in Bau | 206.466.196,11 | 119.790.732,02 | -4.850.993,58 | 30.749.583,21 | |
| Summe | 1.545.366.471,51 | 167.183.560,83 | -1.904.636,03 | 54.165.842,78 | |
| III.Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an | |||||
| verbundenen Unternehmen | 151.459.144,61 | 87.763.663,19 | 0,00 | 50.256.566,69 | |
| 2. Ausleihungen an | |||||
| verbundene Unternehmen | 43.143.524,16 | 27.000.000,00 | 0,00 | 3.772.665,35 | |
| 3. Beteiligungen | 9.053.323,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) | |||||
| des Anlagevermögens | 3.309.796,95 | 55,00 | 0,00 | 2.677.224,18 | |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 142.018,70 | 4.489,04 | 0,00 | 13.356,57 | |
| Summe | 207.107.807,92 | 114.768.207,23 | 0,00 | 56.719.812,79 | |
| Gesamt | 1.771.616.399,44 | 282.790.681,94 | 0,00 | 111.182.153,24 |
| Herstellungskosten | kumulierte | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Abschreibungen | Stand | Stand | Abschreibung | Zuschreibung |
| 31.12.2007 | Stand 31.12.2007 | 31.12.2007 | 1.1.2007 | Geschäftsjahr | Geschäftsjahr |
| 21.589.172,25 | 17.190.373,08 | 4.398.799,17 | 5.352.448,71 | 3.671.183,73 | 0,00 |
| 21.589.172,25 | 17.190.373,08 | 4.398.799,17 | 5.352.448,71 | 3.671.183,73 | 0,00 |
| 580.435.680,27 | 157.704.047,43 | 422.731.632,84 | 439.382.795,85 | 17.456.615,78 | 0,00 |
| 623.127.466,16 | 390.600.768,70 | 232.526.697,46 | 238.967.498,18 | 29.257.869,80 | 0,00 |
| 162.260.055,76 | 113.826.055,61 | 48.434.000,15 | 44.466.703,15 | 15.611.612,93 | 0,00 |
| 290.656.351,34 | 0,00 | 290.656.351,34 | 206.466.196,11 | 0,00 | 0,00 |
| 1.656.479.553,53 | 662.130.871,74 | 994.348.681,79 | 929.283.193,29 | 62.326.098,51 | 0,00 |
| 188.966.241,11 | 2.670.000,00 | 186.296.241,11 | 148.789.144,61 | 0,00 | 0,00 |
| 66.370.858,81 | 5.895.352,15 | 60.475.506,66 | 36.452.320,56 | 90.224,52 | -886.075,97 |
| 9.053.323,50 | 0,00 | 9.053.323,50 | 9.053.323,50 | 0,00 | 0,00 |
| 632.627,77 | 0,00 | 632.627,77 | 3.309.796,95 | 0,00 | 0,00 |
| 133.151,17 | 0,00 | 133.151,17 | 142.018,70 | 0,00 | 0,00 |
| 265.156.202,36 | 8.565.352,15 | 256.590.850,21 | 197.746.604,32 | 90.224,52 | -886.075,97 |
| 1.943.224.928,14 | 687.886.596,97 | 1.255.338.331,17 | 1.132.382.246,32 | 66.087.506,76 | -886.075,97 |
Anlage 2 zum Anhang
| Verbrauch zur | Auflösung zu | |||
|---|---|---|---|---|
| Deckung der direkten | abgegangenen | |||
| in € | Stand 1.1.2007 | Abschreibung | Anlagen | Stand 31.12.2007 |
| I. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke | 1.882.885,23 | 479.227,93 | 59.479,81 | 1.344.177,49 |
| und Bauten | ||||
| 2. Technische | 298.041,95 | 149.020,76 | 0,00 | 149.021,19 |
| Anlagen und | ||||
| Maschinen | ||||
| Gesamt | 2.180.927,18 | 628.248,69 | 59.479,81 | 1.493.198,68 |
Anlage 3 zum Anhang
| Verbrauch zur | |||
|---|---|---|---|
| Deckung der direkten | |||
| Stand 1.1.2007 | Abschreibung | Dotierung | Stand 31.12.2007 |
| 5.029.565,93 | 1.453,19 | 0,00 | 5.028.112,74 |
| 5.029.565,93 | 1.453,19 | 0,00 | 5.028.112,74 |
Anlage 4 zum Anhang
| in € | Stand 1.1.2007 | Auflösung | Dotierung | Stand 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| Investitionsfreibetrag | ||||
| gemäß § 10 EStG | ||||
| 1994 | 5.412,31 | 0,00 | 0,00 | 5.412,31 |
| 1996 | 4.647,35 | 0,00 | 0,00 | 4.647,35 |
| 1997 | 452,57 | 0,00 | 0,00 | 452,57 |
| 1998 | 886,72 | 0,00 | 0,00 | 886,72 |
| 2000 | 165.174,55 | 4.777,57 | 0,00 | 160.396,98 |
| Gesamt | 176.573,50 | 4.777,57 | 0,00 | 171.795,93 |
Anlage 5 zum Anhang
| Stand | Stand | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € | 1.1.2007 | Abgang | Auflösung | Dotierung | 31.12.2007 |
| I. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke | 3.168.097,85 | 0,01 | 365.201,31 | 0,00 | 2.802.896,53 |
| und Bauten | |||||
| 2. Technische Anlagen | 1.203.681,27 | 90,85 | 281.514,13 | 0,00 | 922.076,29 |
| und Maschinen | |||||
| Gesamt | 4.371.779,12 | 90,86 | 646.715,44 | 0,00 | 3.724.972,82 |
Anlage 6 zum Anhang
| Stand | Stand | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 1.1.2007 | Abgang | Auflösung | 31.12.2007 |
| Investitionszuwachsprämie | ||||
| gemäß § 108e EStG | ||||
| 2002 | 650.620,06 | 0,00 | 216.873,24 | 433.746,82 |
| 2003 | 867.611,31 | 0,00 | 216.902,88 | 650.708,43 |
| 2004 | 1.661.460,81 | 0,00 | 332.292,24 | 1.329.168,57 |
| Gesamt | 3.179.692,18 | 0,00 | 766.068,36 | 2.413.623,82 |
Anlage 7 zum Anhang
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der Flughafen Wien AG.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 80.950,1 | 83.820,7 | -2.870,6 | -3,4 |
| Umsatzerlöse | 14.894,3 | 14.733,3 | 161,0 | 1,1 |
| Jahresüberschuss | 3.637,4 | 6.508,1 | -2.870,7 | -44,1 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 56,0 | 56,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse | 15.006,8 | 12.470,4 | 2.536,4 | 20,3 |
| Jahresüberschuss | 1.246,4 | 1.228,6 | 17,9 | 1,5 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.832,3 | 2.264,3 | -432,0 | -19,1 |
| Umsatzerlöse | 6.928,7 | 7.693,9 | -765,3 | -9,9 |
| Jahresüberschuss | 818,0 | 1.563,4 | -745,3 | -47,7 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 7.786,7 | 6.283,8 | 1.502,9 | 23,9 |
| Umsatzerlöse | 34.134,9 | 28.798,3 | 5.336,6 | 18,5 |
| Jahresüberschuss | 2.591,9 | 2.178,3 | 413,6 | 19,0 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften BPIB, VOPE, MAZUR & VWTC welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwicklung und Vermarktung der im Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 48.394,4 | 16.272,8 | 32.121,6 | 197,4 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | -178,4 | 35,8 | -214,2 | -598,5 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 55.454,1 | - | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlöse | 0,0 | - | n.a. | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -0,5 | - | n.a. | n.a. |
Sitz: 12529 Schönefeld, Deutschland. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die VIE-BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP Berlin-Brandenburg International Partner GmbH & CoKG beteiligt, die für die Verfolgung des Projektes "Flughafen Berlin" tätig war.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | - | 1.126,4 | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlöse | - | 0,0 | n.a. | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | - | -564,7 | n.a. | n.a. |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 100% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 23,3 | 27,9 | -4,7 | -16,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -4,7 | -2,6 | -2,1 | -81,2 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 50,1% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat; der Betrieb von Check In-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagiere, die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 11.246,7 | 11.584,9 | -338,1 | -2,9 |
| Umsatzerlöse | 7.826,4 | 6.892,3 | 934,0 | 13,6 |
| Jahresfehlbetrag | -338,1 | -1.111,5 | 773,3 | 69,6 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 25,0% + 1 Anteil VIE. Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenabfertigung am Flughafen Wien tätig.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | -161,2 | -190,8 | 29,6 | 15,5 |
| Umsatzerlöse | 3.756,7 | 2.763,9 | 992,8 | 35,9 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 29,6 | -209,3 | 238,9 | 114,1 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 40,0% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien, sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 375,8 | 226,4 | 149,4 | 66,0 |
| Umsatzerlöse | 921,5 | 884,5 | 37,0 | 4,2 |
| Jahresüberschuss | 171,4 | 136,4 | 35,0 | 25,7 |
Sitz: 811 03 Bratislava; Slowakei. Kapitalanteil: 47,7% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.363,3 | 49.597,0 | -48.233,7 | -97,3 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | -427,1 | 1.557,6 | -1.984,7 | -127,4 |
Sitz: 811 03 Bratislava; Slowakei. Kapitalanteil: 47,7% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 34.711,9 | 32.146,7 | 2.565,2 | 8,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 1.586,8 | -92,7 | 1.679,5 | 1.811,8 |
Sitz: 1300 Flughafen Wien. Kapitalanteil: 26% VIE. Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe insbesondere in Indien.
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 33,2 | - | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlöse | 0,0 | - | n.a. | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -1,8 | - | n.a. | n.a. |
Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz bestätigt der Vorstand der Flughafen Wien AG,
dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss seines Wissens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt;
dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen die Flughafen-Wien-Gruppe ausgesetzt ist, beschreibt.
Schwechat, 20. Februar 2008
Der Vorstand
Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 A-1300 Wien-Flughafen Telefon: +43/1/7007/0 Telefax: +43/1/7007/23001 http://www.viennaairport.com
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Robert Dusek Telefon: +43/1/7007/23126 E-mail: [email protected]
E-mail: [email protected]
Mag. Brigitta Pongratz Telefon: +43/1/7007-22399 E-mail: [email protected] Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Jahresfinanzbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin) verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer beide Geschlechter.
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