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First Sensor AG — Interim / Quarterly Report 2020
Aug 13, 2020
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Interim / Quarterly Report
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First Sensor AG
Berlin
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020
Zwischenbericht zum 30. Juni 2020
Kennzahlen auf einen Blick
Die First Sensor AG erstellt den Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser Bericht wurde jedoch nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim financial reporting" erstellt und wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zusätzlich zu den Kennzahlen nach IFRS werden aufgrund von Transaktionskosten und -rückstellungen in Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG für die Ergebnisdarstellung bereinigte Kennzahlen ausgewiesen. In der Darstellung können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt ergebenen Werten auftreten. Der Konzernzwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen hinsichtlich der voraussichtlichen Entwicklung abweichen.
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| in Mio. Euro sofern nicht anders angegeben | H1 2016 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2019 | H1 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| IFRS / Bereinigt* | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 75,9 | 68,9 | 74,4 | 81,3 | 76,9 |
| Industrial | 35,2 | 36,1 | 37,3 | 43,5 | 39,4 |
| Medical | 16,3 | 12,8 | 16,3 | 18,6 | 21,1 |
| Mobility | 24,4 | 20,0 | 20,7 | 19,2 | 16,5 |
| EBITDA | 10,1 | 7,8 | 8,4 | 12,1* | 7,9* |
| EBITDA-Marge (%) | 13,2 | 11,3 | 11,3 | 14,8* | 10,2* |
| EBIT | 5,5 | 3,4 | 4,1 | 6,8* | 2,3* |
| EBIT-Marge (%) | 7,2 | 4,9 | 5,5 | 8,3* | 3,0* |
| Periodenergebnis | 4,2 | 2,1 | 2,3 | 5,2* | 0,9* |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,38 | 0,19 | 0,22 | 0,52* | 0,10* |
| Operativer Cashflow | 3,6 | 1,8 | -1,9 | 6,8 | -6,4 |
| Free-Cashflow | 1,5 | -3,2 | -5,8 | 1,5 | -10,9 |
| Bilanzsumme | 152,9 | 153,1 | 156,9 | 173,8 | 171,1 |
| Eigenkapital | 75,2 | 79,4 | 82,8 | 87,8 | 83,1 |
| Eigenkapitalquote (%) | 49,2 | 51,8 | 52,8 | 50,5 | 48,6 |
| Nettoverschuldung | 32,1 | 28,0 | 30,5 | 30,4 | 38,0 |
| Working Capital | 39,4 | 38,8 | 43,4 | 38,4 | 46,0 |
| Auftragseingang | 80,2 | 79,5 | 83,7 | 77,9 | 75,1 |
| Auftragsbestand | 101,2 | 90,7 | 102,1 | 94,2 | 91,6 |
| Book-to-Bill-Ratio | 1,06 | 1,15 | 1,13 | 0,96 | 0,98 |
| Mitarbeiter (FTE Periodendurchschnitt) | 785 | 782 | 818 | 873 | 871 |
| Aktienanzahl (Tausend) | 10.171 | 10.211 | 10.216 | 10.228 | 10.269 |
* bereinigt um Transaktionskosten und -rückstellungen in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG
01 An unsere Aktionäre
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner,
seit der großen Depression vor rund 90 Jahren hat kein Ereignis unsere Weltwirtschaft und Gesellschaft so beschäftigt, belastet und verändert wie die Covid-19 Pandemie. Auch die First Sensor-Gruppe musste sich im ersten Halbjahr 2020 den daraus erwachsenden Herausforderungen stellen. Wie Sie an diesem Bericht ablesen können, ist uns dies trotz der zum Teil massiven Auswirkungen auf unsere Zielmärkte und Lieferketten vergleichsweise gut gelungen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erwirtschaftete First Sensor einen Umsatz in Höhe von 76,9 Mio. Euro, was einem Rückgang um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Im zweiten Quartal, in dem besonders im deutschsprachigen Raum als unserem größten Absatzmarkt viele Kunden von Produktionsschließungen betroffen waren, betrug der Rückgang sogar nur 4,3 Prozent.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen hat sich auch die Profitabilität stabil entwickelt. Das bereinigte EBIT lag im zweiten Quartal bei 1,9 Mio. Euro, was eine deutliche sequenzielle Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal bedeutet. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 5,1 Prozent im zweiten Quartal und 3,0 Prozent zum Halbjahr. Umsatz und Ergebnis liegen insgesamt im Rahmen der an die Covid-19 Pandemie angepassten Erwartungen für das Geschäftsjahr.
In unseren Zielmärkten waren die Kunden in unterschiedlichem Ausmaß von der Corona-Krise betroffen. Die meisten namhaften Automobilhersteller mussten ihre Produktionen für mehrere Wochen schließen. Kunden aus der Industrie verschoben ihre Abrufe aus den Rahmenverträgen. Auch die Medizintechnikbranche war mehrheitlich stark von der Pandemie betroffen. Einzig Kunden aus Nischenbereichen wie der Beatmung steigerten ihre Nachfrage deutlich. Auch international war das Bild sehr heterogen und wurde maßgeblich von dem lokalen Infektionsgeschehen beeinflusst. Während Asien allgemein und dort insbesondere China früh Erfolge in den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verzeichnen konnte und Lockerungen zuließ, ist das Bild beispielsweise in den USA noch ein anderes.
Nicht nur der Vertrieb und unsere Produktionsstandorte wurden durch Covid-19 vor Herausforderungen gestellt. So haben wir beispielsweise die erste virtuelle Hauptversammlung abgehalten - eine ungewohnte Erfahrung für alle Beteiligten. Auch unter diesen Umständen sind wir dem berechtigten Interesse der Aktionäre an unserem Unternehmen nachgekommen und haben alle 149 eingegangenen Fragen beantwortet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich ebenfalls an die neuen Gegebenheiten mit ungewohnten Abstands- und Hygienemaßnahmen anpassen. Wo es sich einrichten ließ, haben sie im Home Office gearbeitet und teilweise nebenbei ihre Kinder betreut. Alle haben in dieser Zeit außerordentliche Anstrengungen auf sich genommen, um das Unternehmen gut durch die Krise zu bringen. Dafür gebührt ihnen mein herzlicher Dank!
Nun richten wir unseren Blick nach vorne: Wie wird es nach Covid-19 weitergehen und wann kehren wir zu einem "normalen" Geschäftsverlauf zurück? Wir sehen erste Anzeichen für eine leichte Belebung am Ende des dritten Quartals oder im vierten Quartal 2020. Das entspricht den Erwartungen, die mit der Guidance für das Geschäftsjahr verbunden waren. In 2020 rechnen wir unverändert mit einem Gesamtumsatz zwischen 145 und 155 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3 und 6 Prozent.
Die mittelfristigen Aussichten für First Sensor sind unverändert gut. Dazu beitragen wird auch der Zusammenschluss mit TE, den der abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag untermauert. Er ermöglicht uns, mit unserem starken Produktportfolio Teil eines globalen Unternehmens mit führenden Positionen in Technologie und Fertigung zu sein. TE Connectivitys Größe, die existierende Kundenbasis und technologische Expertise sorgen für ein noch umfassenderes Angebot, welches einer breiteren Kundenbasis zur Verfügung steht. First Sensor erweitert TEs bereits bestehendes, umfassendes Sensorportfolio und fügt ihm weitere Lösungen für Kernwachstumsmärkte, insbesondere Industrial, Medical und Mobility, hinzu. Diese Optionen werden wir uns gezielt erschließen.
Ich bedanke mich bei allen Aktionären, die diese Transaktion unterstützt haben. Dank gilt außerdem Dr. Dirk Rothweiler, der als Vorsitzender des Vorstands den Weg von First Sensor in den TE-Konzern begleitet hat und zum 30. Juni 2020 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Ich freue mich darauf, Ihnen in den kommenden Berichten von unserer fortschreitenden Integration zu berichten.
Ihr
Marcus Resch
Vorstand
Die First Sensor-Aktie
Stabile Kursentwicklung in volatilem Umfeld
Während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 erlebten die Aktienmärkte weltweit eine äußerst hohe Volatilität. In der zweiten Februarhälfte mehrten sich die Anzeichen, dass die Covid-19 Pandemie kein lokales Geschehen in China bleiben würde. Die wachsende Unsicherheit belastete die Aktienkurse. Anfang März setzte ein starker Einbruch ein, der den deutschen Leitindex DAX insgesamt um fast 40 Prozent in den Keller schickte. Am 16. März 2020, als die Regierung schließlich umfassende Maßnahmen zum Lockdown in Kraft setzte, erreichte der Index seinen Tiefpunkt. Der deutsche Technologieindex TecDAX war mit einem Rückgang um 28 Prozent nur unwesentlich weniger betroffen. Während der DAX bis zur Jahresmitte zwar einen Großteil der Verluste wieder aufholen und seinen Rückgang seit Jahresbeginn auf 10 Prozent reduzieren konnte, erreichte der TecDAX bereits Mitte Mai wieder das Niveau vor dem Einbruch. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft führen auch am Ende des ersten Halbjahrs weiterhin zu starken Schwankungen der Kurse.
Im Gegensatz zu diesem volatilen Umfeld profitierte der Kurs der First Sensor-Aktie vom Zusammenschluss mit TE. Der Schlusskurs lag im gesamten Zeitraum stabil in einer Spanne zwischen 37,50 und 39,00 Euro. Lediglich am 16. März war intraday ein kurzer Rücksetzer auf 33,05 Euro zu verzeichnen, der aber am Ende des Handelstages schon wieder ausgeglichen war.
Hauptversammlung stimmt Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu
Als Folge der Genehmigung des Zusammenschlusses am 12. März 2020 hat First Sensor mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG eine neue Großaktionärin, die 71,87 Prozent der Aktien hält. Nachdem bereits im Dezember 2019 gemeldet wurde, dass First Sensor in Verhandlungen über den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der First Sensor AG und der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG eingetreten war, wurde dieser am 14. April 2020 erfolgreich abgeschlossen. In der Folge wechselten Ende April die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat. Auf der Hauptversammlung am 26. Mai 2020, die erstmals als virtuelle Veranstaltung ohne die Anwesenheit der Aktionäre stattfand, wurde diesen Veränderungen mit großer Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde unter anderem auch beschlossen, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie auszuschütten.
Kennzahlen
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| 31.12.2019 | 30.06.2020 | Δ absolut | Δ in % | |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital (EUR) | 51.346.980 | 51.346.980 | 0 | 0,00 |
| Aktienanzahl (gewichtet, unverwässert) | 10.269.396 | 10.269.396 | 0 | 0,00 |
| Aktienanzahl (verwässert) | 10.374.637 | 10.391.810 | 17.173 | 0,17 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 0,26 | -0,40 | -0,66 | n. a. |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) | 0,26 | -0,40 | -0,66 | n. a. |
| Jahresendkurs (EUR), XETRA-Schlusskurs | 37,85 | 38,80 | 0,95 | 2,51 |
| Höchstkurs (EUR) | 38,50 | 39,00 | 0,50 | 1,30 |
| Tiefstkurs (EUR) | 17,35 | 37,50 | 20,15 | 116,14 |
02 Konzernzwischenlagebericht
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Entwicklungen der Gesamtwirtschaft
Der Internationale Währungsfonds hat in seiner jüngsten Analyse seine Erwartungen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2020 nochmals deutlich abgesenkt. Nach Einschätzung der Experten erlebe die Welt infolge der Covid-19 Pandemie "die schlimmste Rezession" seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren. Für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) sagt der IWF einen Rückgang von 4,9 Prozent voraus. Das sind 1,9 Prozentpunkte mehr als noch im April prognostiziert.
Besonders betroffen sieht der IWF den Euro-Raum. Für die Währungsunion sagt er einen Einbruch von 10,2 Prozent voraus. Mit einem Minus von 12,8 Prozent stehen erwartungsgemäß Italien und Spanien an der Spitze. Rückgänge dieser Größenordnung erwarten die Experten sonst nirgendwo weltweit. Die jüngste Prognose der EU-Kommission fällt etwas günstiger aus. Sie rechnet in ihrer April-Schätzung mit einem niedrigeren Rückgang von nunmehr 7,7 Prozent nach zuvor 8,7 Prozent.
Deutschland liegt mit einem erwarteten Minus von 7,8 Prozent ungefähr im Durchschnitt der Prognosen für die Industrienationen. Doch auch hier haben die IWF-Ökonomen gegenüber ihrer vorherigen Prognose die Zahlen noch einmal um 0,8 Prozentpunkte gesenkt. Die EU-Kommission sieht die Entwicklung der deutschen Wirtschaft zwar etwas positiver, prognostiziert allerdings auch einen Rückgang um 6,3 Prozent.
Übereinstimmend sind jedoch alle Prognosen mit hohen Unsicherheiten behaftet, da der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens noch nicht abzusehen ist.
Entwicklungen des Sensormarktes
Laut des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verzeichneten seine Mitglieder in den ersten Monaten des Jahres mit einem Minus von 11,8 Prozent deutliche Auftragsrückgänge. Kumuliert von Januar bis einschließlich Mai dieses Jahres verfehlte die Produktion ihr Vorjahresniveau um 9,2 Prozent. Der aggregierte Branchenumsatz büßte in diesem Zeitraum 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Alleine im Mai sank der Umsatz um 22,4 Prozent. Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik erwartet für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang um vier Prozent. Ein Viertel der Mitgliedsunternehmen hat Kurzarbeit angemeldet. Besonders betroffen sind Zulieferer der Automobilindustrie, die deutliche Umsatzverluste verkraften müssen. Sie und Zulieferer in den Maschinen- und Anlagenbau blicken besonders pessimistisch auf das zweite Quartal 2020.
Industrial
Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sank der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Zeitraum März bis Mai 2020 um real 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 16 Prozent weniger Bestellungen. Die Auslandsaufträge blieben 25 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Auch das statistische Bundesamt stellte fest, dass die Industrie in den ersten Monaten des Jahres einen dramatischen Einbruch zu verzeichnen hatte. Nach einem starken Rückgang der Produktion im März und April verbesserte sich die Lage im Mai etwas, doch im Jahresvergleich ging die Gesamtherstellung um 19,3 Prozent zurück. Das entspricht zwar einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vormonat, aber das Vorkrisenniveau ist noch lange nicht erreicht. Im Vergleich zu Februar liegt die Gesamtproduktion im Mai noch 19 Prozent niedriger.
Medical
Entsprechend einer Analyse der Verbands Spectaris hat die Medizintechnik-Branche ebenfalls mit deutlichen Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen und erwartet mehrheitlich einen Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Die Auftragsentwicklung bleibt zur Jahresmitte - abgesehen von Nischenbereichen wie Beatmungsgeräten oder Intensivbetten - besorgniserregend. Besonders betroffen ist der Export, der für 65 Prozent des Geschäftsvolumens steht. Hier betragen die Umsatzrückgänge voraussichtlich 12 Prozent.
Mobility
Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie haben die Automobilmärkte weltweit einbrechen lassen. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) gingen im ersten Halbjahr 2020 die PKW-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35 Prozent auf 1,21 Millionen zurück. Ähnlich ist das Bild auf den internationalen Märkten: So war der europäische PKW-Markt bis Mai um 43 Prozent rückläufig, der US-Markt um 23 Prozent und der chinesische Markt um 27 Prozent. Von Januar bis Juni wurden an den deutschen Standorten knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge hergestellt, das sind 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das zweite Halbjahr deutet sich eine leichte Erholung an. Der VDA rechnet daher für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang des PKW-Weltmarkts um 17 Prozent.
Noch stärker werden die Nutzfahrzeugmärkte durch die Krise getroffen. Der weltweite Absatz von Nutzfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 6 Tonnen wird nach VDA-Prognosen im Jahr 2020 um 24 Prozent auf 2,6 Millionen Einheiten zurückgehen. Für den US-Markt wird mit einem Minus von 40 Prozent gerechnet. In Westeuropa (-35 Prozent) und Deutschland (-29 Prozent) wird der Rückgang ebenfalls beispiellos sein.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Umsatzentwicklung
Während viele Märkte und Branchen im zweiten Quartal 2020 stärker von den Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie betroffen waren, entwickelte sich der Geschäftsverlauf von First Sensor weitgehend stabil. Der Umsatz lag mit 38,1 Mio. Euro zwar 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (39,9 Mio. Euro), veränderte sich gegenüber dem Vorquartal (38,8 Mio. Euro) jedoch nur unwesentlich. Für das erste Halbjahr 2020 summiert er sich dementsprechend auf 76,9 Mio. Euro. Der Rückgang um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (81,3 Mio. Euro) liegt im Rahmen der Erwartungen.
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| In TEUR | 6M 2019 | 6M 2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Industrial | 43.544 | 39.371 | -4.173 | -9,6 |
| Medical | 18.585 | 21.066 | 2.481 | 13,4 |
| Mobility | 19.146 | 16.493 | -2.653 | -13,9 |
| Gesamt | 81.275 | 76.930 | -4.345 | -5,3 |
Die Entwicklung in den Zielmärkten zeigt ein heterogenes Bild. Im Zielmarkt Industrial gingen die Umsätze zum Halbjahr um 9,6 Prozent auf 39,4 Mio. Euro zurück (VJ: 43,5 Mio. Euro). Mit 19,1 Mio. Euro im zweiten Quartal gab der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal (21,4 Mio. Euro) um 10,6 Prozent nach und spiegelt damit die konjunkturellen Rahmenbedingungen wider. Stärker rückläufig entwickelte sich das Geschäft im Zielmarkt Mobility. Hier sank der Umsatz im ersten Halbjahr um 13,9 Prozent auf 16,5 Mio. Euro (VJ: 19,1 Mio. Euro). Auf das zweite Quartal entfielen nur 6,5 Mio. Euro (VJ: 9,7 Mio. Euro) Umsatz, was einem Minus von 33,2 Prozent entspricht. Hier haben sich die Corona-bedingten Produktionsschließungen praktisch aller Automobilhersteller niedergeschlagen. Im Gegensatz dazu konnte der Umsatz im Zielmarkt Medical im ersten Halbjahr 2020 um 13,4 Prozent ausgebaut werden. Er summierte sich auf 21,1 Mio. Euro (VJ: 18,6 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert nahezu ausschließlich aus dem zweiten Quartal, wo mit einem Umsatz von 12,6 Mio. Euro (VJ: 8,8 Mio. Euro) ein Wachstum von 42,6 Prozent realisiert wurde. Hier profitierte First Sensor von der Sonderkonjunktur bei den Herstellern von Beatmungsgeräten als Folge der Covid-19 Pandemie.
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| In TEUR | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 | Q4 2019 | Q1 2020 | Q2 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrial | 22.183 | 21.362 | 21.745 | 21.339 | 20.275 | 19.096 |
| Medical | 9.760 | 8.825 | 8.887 | 7.944 | 8.485 | 12.582 |
| Mobility | 9.454 | 9.692 | 10.949 | 9.135 | 10.024 | 6.470 |
| Gesamt | 41.397 | 39.879 | 41.581 | 38.419 | 38.783 | 38.147 |
Die internationale Umsatzverteilung wurde in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs ebenfalls maßgeblich durch das zeitlich versetzte Infektionsgeschehen in den verschiedenen Regionen beeinflusst. Am stärksten betroffen waren die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) und das restliche Europa. Hier sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,0 Mio. Euro, veränderte sich aber vom ersten zum zweiten Quartal nur unwesentlich. Der Umsatzanteil in Asien konnte im Berichtszeitraum weiter ausgebaut werden. Er stieg um 6,9 Prozent auf 12,2 Mio. Euro (VJ: 11,4 Mio. Euro). Hier profitierte First Sensor von den frühen Lockerungen speziell in der Automobilindustrie. Der Umsatz in Nordamerika entwickelte sich stabil und belief sich auf 9,9 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang bei bestehenden Kunden als Folge des temporären Lockdowns konnte durch neue Kundenprojekte kompensiert werden.
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| In TEUR | 6M 2019 | 6M 2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| DACH* | 39.687 | 38.157 | -1.530 | -3,9 |
| Übriges Europa | 19.632 | 16.122 | -3.510 | -17,9 |
| Nordamerika | 9.895 | 9.932 | 37 | 0,4 |
| Asien | 11.423 | 12.212 | 789 | 6,9 |
| Rest der Welt | 638 | 506 | -132 | -20,6 |
| Gesamt | 81.275 | 76.930 | -4.345 | -5.3 |
* Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein
Auftragslage
Im zweiten Quartal 2020 ging der Auftragseingang auf 31,7 Mio. Euro zurück (VJ: 35,6 Mio. Euro). Damit ergeben sich für das erste Halbjahr 2020 insgesamt 75,1 Mio. Euro nach 77,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang um 2,8 Mio. Euro oder 3,6 Prozent. Zur Jahresmitte 2020 resultiert daraus ein Auftragsbestand in Höhe von 91,6 Mio. Euro (VJ: 94,2 Mio. Euro), was einem Minus von 2,7 Prozent entspricht. Etwas mehr als die Hälfte des Auftragsbestands wird noch im laufenden Geschäftsjahr umsatzwirksam werden.
In Anbetracht der Rahmenbedingungen verfügt First Sensor somit über eine vergleichsweise stabile Auftragslage, gestützt durch eine leicht verbesserte Book-to-Bill-Ratio von 0,98. Im Vergleich zum ersten Quartal entwickelten sich die Auftragseingänge zuletzt jedoch deutlich zurückhaltender. Erste Anzeichen für eine Normalisierung der Geschäftslage werden frühestens Ende des dritten, voraussichtlich aber im vierten Quartal erwartet und hängen stark von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.
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| In TEUR | 6M 2019 | 6M 2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 77.906 | 75.117 | -2.789 | -3,6 |
| Auftragsbestand | 94.180 | 91.645 | -2.535 | -2,7 |
| Book-to-Bill-Ratio | 0,96 | 0,98 | 0,02 | 2,1 |
Ergebnis 1
Im ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete First Sensor einen Umsatz in Höhe von 76,9 Mio. Euro (VJ: 81,3 Mio. Euro). Der Rückgang um 5,3 Prozent fiel angesichts der Corona-bedingten Rahmenbedingungen vergleichsweise mild aus. Im zweiten Quartal wurden Umsätze in Höhe von 38,1 Mio. Euro erzielt nach 39,9 Mio. Euro im Vorjahr. In diesem Zeitraum, in dem besonders im deutschsprachigen Raum viele Kunden von Produktionsschließungen betroffen waren, betrug der Rückgang sogar nur 4,3 Prozent.
Die Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurde gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres um 11,7 Prozent auf 1,9 Mio. Euro reduziert (VJ: 2,1 Mio. Euro). Wie sich im ersten Quartal abzeichnete, haben Kunden teilweise Abrufe aus Rahmenvereinbarungen verschoben. Die aktivierten Entwicklungsleistungen gingen auf 1,1 Mio. Euro zurück (VJ: 1,8 Mio. Euro). Besonders im zweiten Quartal wirkten sich Projektverschiebungen entsprechend aus. Die Gesamtleistung reduzierte sich daher um 6,2 Prozent auf 79,9 Mio. Euro (VJ: 85,2 Mio. Euro).
Der Materialaufwand sank überwiegend aufgrund des Umsatzrückgangs um 2,6 Prozent auf 38,8 Mio. Euro (VJ: 39,8 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich auf 50,4 Prozent (VJ: 49,0 Prozent) für das Halbjahr und auf 49,0 Prozent (VJ: 48,3 Prozent) im zweiten Quartal. Die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung lag im zweiten Quartal bei 52,4 Prozent (VJ: 53,7 Prozent) und zum Halbjahr bei 51,5 Prozent (VJ: 53,3 Prozent). Mit einer Normalisierung der Produktion wird auch eine Verbesserung der Margen erwartet.
Der Personalaufwand stand besonders im zweiten Quartal unter dem Einfluss verschiedener Effekte. Auf diesen Zeitraum entfallen 12,8 Mio. Euro (VJ: 13,2 Mio. Euro) bei einer entsprechenden Quote von 33,5 Prozent (VJ: 33,1 Prozent). Zum Halbjahr belief sich der bereinigte Personalaufwand aufgrund von Personalanpassungen, überwiegend im Bereich der Zeitarbeit, und der Inanspruchnahme von Kurzarbeit an drei Konzernstandorten auf 26,8 Mio. Euro (VJ: 26,2 Mio. Euro). Das entspricht einer Quote von 34,8 Prozent (VJ: 32,2 Prozent).
Die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 7,2 Mio. Euro (VJ: 8,0 Mio. Euro). 3,4 Mio. Euro (VJ: 4,0 Mio. Euro) entfielen auf das zweite Quartal.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte trotz des Umsatzrückgangs 7,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr (VJ: 12,1 Mio. Euro). Davon entfielen 4,7 Mio. Euro auf das zweite Quartal (VJ: 5,7 Mio. Euro). Damit erreichte die bereinigte EBITDA-Marge im ersten Halbjahr 2020 10,2 Prozent (VJ: 14,8 Prozent) und im zweiten Quartal 12,5 Prozent (VJ: 14,4 Prozent). Mit Blick auf die Rahmenbedingungen erwies sich die bereinigte Profitabilität von First Sensor damit besonders im zweiten Halbjahr als robust.
Die Abschreibungen blieben gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Sie beliefen sich auf 5,6 Mio. Euro (VJ: 5,4 Mio. Euro). Nach 1,1 Mio. Euro planmäßigen Firmenwertabschreibungen verbleibt zum Halbjahr ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) von 2,3 Mio. Euro (VJ: 6,8 Mio. Euro). Im zweiten Quartal wurden 1,9 Mio. Euro (VJ: 2,6 Mio. Euro) erzielt, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal bedeutet. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 3,0 Prozent zum Halbjahr (VJ: 8,3 Prozent) und 5,1 Prozent im zweiten Quartal (VJ: 6,5 Prozent). Sie liegt damit im Rahmen der Erwartungen für das Geschäftsjahr.
Das Finanzergebnis belastete nach sechs Monaten die Ertragslage mit 1,0 Mio. Euro (VJ: 0,8 Mio. Euro), darunter Währungsgewinne und -verluste saldiert mit -220 TEUR. Das operative Vorsteuerergebnis erreicht 1,3 Mio. Euro (VJ: 5,9 Mio. Euro) nach sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr. 1,6 Mio. Euro (VJ: 2,0 Mio. Euro) hat das zweite Quartal dazu beigetragen und das negative Ergebnis vom ersten Quartal mehr als ausgeglichen.
Das bereinigte Periodenergebnis im Konzern beträgt zur Jahresmitte 2020 0,9 Mio. Euro (VJ: 5,2 Mio. Euro). Das entspricht einem operativen Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von 0,10 Euro (VJ: 0,52 Euro).
Auch in der ersten Jahreshälfte 2020 fielen Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG an, die das bereinigte Ergebnis belasteten. So führten Transaktionskosten und -rückstellungen im Berichtszeitraum zu einem zusätzlichen Personalaufwand von 4,6 Mio. Euro (VJ: 2,9 Mio. Euro) sowie zu zusätzlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (VJ: 1,5 Mio. Euro). Unter dem Einfluss dieser Sondereffekte ging das EBITDA auf 2,8 Mio. Euro (VJ: 7,7 Mio. Euro) zurück. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 3,7 Prozent (VJ: 9,5 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr war mit -2,8 Mio. Euro negativ (VJ: 2,3 Mio. Euro). Per 30.06.2020 beträgt das Periodenergebnis nach Sondereffekten -4,1 Mio. Euro (VJ: 764 TEUR). Das entspricht einem Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von -0,40 Euro (VJ: 0,08 Euro).
1 Die nachfolgende Ergebnisbetrachtung erfolgt nach IFRS sowie zusätzlich bereinigt um Transaktionskosten und -rückstellungen in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG. Bereinigte Kennzahlen werden über den Zusatz "bereinigt" ausgewiesen.
Überleitung Konzern-EBIT
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| in TEUR | 6M 2019 (IFRS) |
Marge von Umsatz |
6M 2019 bereinigt |
Marge von Umsatz |
6M 2020 (IFRS) |
Marge von Umsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 81.275 | - | 81.275 | - | 76.930 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 922 | - | 922 | - | 672 | - |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.127 | - | 2.127 | - | 1.879 | - |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.801 | - | 1.801 | - | 1.138 | - |
| Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | -39.819 | - | -39.819 | - | -38.786 | - |
| Rohergebnis | 46.306 | - | 46.306 | - | 41.833 | - |
| Personalaufwand | -29.112 | - | -26.212 | - | -31.377 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.461 | - | -7.961 | - | -7.635 | - |
| Operatives Ergebnis (EBITDA) | 7.733 | 9,5 % | 12.133 | 14,9 % | 2.821 | 3,7 % |
| Abschreibungen | -4.294 | - | -4.294 | - | -4.484 | - |
| Operatives Ergebnis vor Firmenwertabschreibung (EBITA) | 3.438 | 4,2 % | 7.838 | 9,6 % | -1.663 | - |
| Firmenwertabschreibung | -1.115 | - | -1.115 | -1.115 | - | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.323 | 2,9 % | 6.723 | 8,3 % | -2.778 | - |
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| in TEUR | 6M 2020 bereinigt |
Marge von Umsatz |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 76.930 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 672 | - |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1.879 | - |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.138 | - |
| Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | -38.786 | - |
| Rohergebnis | 41.833 | - |
| Personalaufwand | -26.798 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.156 | - |
| Operatives Ergebnis (EBITDA) | 7.879 | 10,2 % |
| Abschreibungen | -4.484 | - |
| Operatives Ergebnis vor Firmenwertabschreibung (EBITA) | 3.395 | 4,4 % |
| Firmenwertabschreibung | -1.115 | - |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.280 | 3,0 % |
Finanzlage
Zum Stichtag 30.06.2020 reduzierte sich das Eigenkapital der First Sensor-Gruppe um 7,6 Prozent auf 83,1 Mio. Euro (31.12.2019: 89,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote veränderte sich als Folge der Bilanzverkürzung nur geringfügig und beträgt 48,6 Prozent nach 50,0 Prozent zum Bilanzstichtag.
Im Bereich der langfristigen Schulden verringerten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten seit Jahresbeginn aufgrund von Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich um 4,6 Mio. Euro auf 21,0 Mio. Euro (31.12.2019: 25,6 Mio. Euro).
Gegenläufig zum Anstieg der Finanzverbindlichkeiten im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten überwiegend im Bereich der Rückstellungen auf 15,9 Mio. Euro nach 17,0 Mio. Euro am Jahresende 2019. Nach einem temporären Anstieg im ersten Quartal normalisierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie betrugen auch als Folge des geringeren Einkaufvolumens im zweiten Quartal nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres noch 8,4 Mio. Euro (Stichtag: 8,8 Mio. Euro).
Aufgrund des geringeren Bestands an liquiden Mitteln erhöhte sich die Nettoverschuldung zum Halbjahresstichtag um 14,7 Mio. Euro auf 38,0 Mio. Euro. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt zum Stichtag 45,7 Prozent (31.12.2019: 25,8 Prozent). Der Rückgang der liquiden Mittel um 15,0 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit TE Connectivity, der Dividendenzahlung von gut 2,0 Mio. Euro im Mai 2020 und pandemiebedingten Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte.
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| In TEUR | 31.12.2019 | 30.06.2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 19.052 | 14.854 | -4.198 | -22,0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.301 | 32.811 | 4.510 | 15,9 |
| Liquide Mittel | -32.260 | -17.278 | -14.982 | -46,4 |
| Nettoverschuldung | 23.219 | 37.948 | 14.729 | 63,4 |
Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass First Sensor in der Lage sein wird, das operative Geschäft und das geplante Wachstum aus den zur Verfügung stehenden Mitteln und im Verbund mit TE Connectivity zu finanzieren.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden von First Sensor nicht eingesetzt.
Investitionen
Während der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte im Vorjahr aus der Erstanwendung von IFRS 16 resultierte, waren die zahlungswirksamen Investitionen im ersten Halbjahr 2020 leicht rückläufig auf 4,6 Mio. Euro (VJ: 5,3 Mio. Euro). Mit 5,6 Mio. Euro (VJ: 5,4 Mio. Euro) lagen die Abschreibungen ungefähr auf Vorjahresniveau und waren im Berichtszeitraum rund 0,9 Mio. Euro höher als die Investitionen. Die erwarteten Investitionen im Gesamtjahr werden unverändert 8 bis 10 Mio. Euro betragen.
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| in TEUR | H1 2019 | H1 2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Zugang zu den immateriellen Vermögenswerten | 11.511 | 1.581 | -9.930 | -86,3 |
| Investitionen in Sachanlagen | 3.516 | 3.277 | -239 | -6,8 |
| Zahlungswirksame Investitionen | 5.304 | 4.606 | -698 | -7,3 |
| Verkauf von Sachanlagevermögen und Beteiligung | 44 | 0 | -44 | -15,2 |
| Sonstige Effekte | -30 | 93 | 123 | n. a. |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -5.290 | -4.513 | 777 | -14,7 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte |
-2.675 | -2.722 | -47 | 1,8 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -2.734 | -2.878 | -144 | 5,3 |
| Abschreibungen | -5.409 | -5.600 | -191 | 3,5 |
Liquidität
Die geringere Profitabilität im ersten Halbjahr belastete auch den Cashflow. Darüber hinaus wirkte sich der Anstieg des Working Capitals durch höhere Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Deshalb belief sich der operative Cashflow in der ersten Jahreshälfte 2020 auf -6,4 Mio. Euro (VJ: 6,8 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hingegen war mit 4,5 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr (5,3 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -4,0 Mio. Euro (VJ: -4,5 Mio. Euro) und war geprägt von der Dividendenzahlung sowie der Inanspruchnahme von Krediten und deren Regeltilgungen.
Der Free-Cashflow als Summe von operativem Cashflow und Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum mit -10,9 Mio. Euro (VJ: +1,5 Mio. Euro) entsprechend deutlich negativ.
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| In TEUR | H1 2019 | H1 2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 6.790 | -6.419 | -13.209 | n. a. |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.290 | -4.513 | 777 | -14,7 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.517 | -4.043 | 474 | -10,4 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -3.017 | -14.975 | -11.958 | 396,4 |
| Währungsdifferenzen | 14 | -7 | -21 | n. a. |
| Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres | 28.534 | 32.260 | 3.726 | 13,1 |
| Liquide Mittel zum Ende der Periode | 25.531 | 17.278 | -8.253 | -32,3 |
| Free-Cashflow | 1.500 | -10.932 | -12.432 | n. a. |
Vermögenslage
Im Verlauf des ersten Halbjahrs 2020 reduzierte sich die Bilanzsumme um 4,7 Prozent auf 171,1 Mio. Euro (31.12.2019: 179,7 Mio. Euro).
Im Bereich der langfristigen Vermögenswerte sanken die immateriellen Vermögenswerte und die Nutzungsrechte aus Leasing durch planmäßige Abschreibungen um 1,9 Mio. Euro. Als Folge der Aktivierung von Entwicklungsleistungen erhöhten sich hingegen die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte um 0,7 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro (31.12.2019: 8,2 Mio. Euro).
Bei der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten die Vorräte einen Anstieg um 9,1 Prozent auf 39,0 Mio. Euro (31.12.2019: 35,7 Mio. Euro). Gleichzeitig stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 26,7 Prozent auf 15,9 Mio. Euro (VJ: 12,5 Mio. Euro) an. Beides steht in Zusammenhang mit den Einflüssen der Covid-19 Pandemie auf den Geschäftsverlauf.
Die genannten Effekte, die niedrigere Profitabilität, die Zahlung der Dividende sowie Zahlungen in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG hatten wesentlichen Einfluss auf die liquiden Mittel. Diese gingen zum Stichtag auf 17,3 Mio. Euro zurück (VJ: 32,3 Mio. Euro).
Das Working Capital, also das Verhältnis des Vorratsbestands plus der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Anzahlungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, beläuft sich zur Jahresmitte 2020 auf 46,0 Mio. Euro (31.12.2019: 38,4 Mio. Euro). Ebenso verzeichnete das Capital Employed einen Anstieg von 150,0 auf 154,5 Mio. Euro.
Gesamtaussage
Im Verlauf des ersten Halbjahrs 2020 standen viele Regionen und Märkte unter dem Einfluss der Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie. Der Geschäftsverlauf von First Sensor entwickelte sich unter diesen Rahmenbedingungen weitgehend stabil. Für das erste Halbjahr 2020 summierte sich der Umsatz auf 76,9 Mio. Euro. Dieser Rückgang um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (81,3 Mio. Euro) lag im Rahmen der Erwartungen für das Geschäftsjahr.
Die Profitabilität konnte stabilisiert werden. Im zweiten Quartal wurde ein bereinigtes EBIT in Höhe von 1,9 Mio. Euro erzielt, was eine deutliche sequenzielle Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal bedeutet. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 3,0 Prozent zum Halbjahr und 5,1 Prozent im zweiten Quartal.
Umsatz und Ergebnis liegen damit im Rahmen der Guidance für das Geschäftsjahr. Erwartet wird ein Gesamtumsatz zwischen 145 und 155 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3 und 6 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf sind außerdem zusätzliche Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG zu erwarten, die aktuell noch nicht präzise beziffert werden können.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben haben, sind nicht bekannt.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Dem weltweiten Einbruch der Konjunkturdaten als Folge der Covid-19 Pandemie folgten in vielen Nationen Programme zur Stimulierung der Wirtschaft. Allein 1,8 Billionen Euro umfasst das Rettungspaket der EU, um den Wiederaufbau zu fördern. So richten sich die Blicke zunehmend auf die Zeit "nach Corona" und die Frage, wann die Wirtschaft in welchen Regionen wieder Fuß fasst. So meldete China, wo sich die Folgen der Pandemie als erstes manifestierten, für das zweite Quartal bereits wieder 3,2 Prozent Wachstum. Auch für Deutschland, das erst später betroffen war und zudem ein energisches Krisenmanagement betrieb, mehren sich aktuell die Anzeichen für eine Erholung. Die EU-Kommission rechnet aktuell dennoch mit einem Minus von 6,3 Prozent für die deutsche Wirtschaft in 2020. Unter den G7-Industrienationen steht das Land damit gut da; einzig in Japan soll die Rezession milder ausfallen. Für die Wirtschaft der USA wird 2020 hingegen mit einem Rückgang um 8,0 Prozent gerechnet. Allgemein erwartet das IfW in seiner jüngsten Prognose, dass sich Unternehmen im In- und Ausland noch für geraume Zeit mit Investitionen zurückhalten, da über den Fortgang der Pandemie weiterhin eine hohe Unsicherheit herrscht und die Eigenkapitalbasis vieler Unternehmen durch die Absatzflaute angegriffen wird.
Entwicklung des Sensormarktes
Der Einbruch der nationalen und internationalen Absatzmärkte wirkt sich zeitversetzt auf die Hersteller von Sensoren und Messtechnik aus. Vor allem Zulieferer der Automobilindustrie werden noch auf unbestimmte Zeit betroffen sein. Die Experten von Strategy Analytics erwarten, dass der Markt für Automotive-Halbleiter im Jahr 2020 um fast 7 Prozent schrumpfen wird. Ihrer Einschätzung nach behindern die unverändert erheblichen Auswirkungen der Pandemie in den wichtigsten Produktionsregionen eine Erholung durch eine gestaffelte Rückkehr zur normalen Fahrzeugproduktion. Auch das Fachmagazin Markt&Technik hebt hervor, dass die Branche Monate, wenn nicht in einigen Fällen Jahre von der Pandemie betroffen sein wird. Allerdings beflügeln ihrer Meinung nach in der Corona-Krise auch spezielle Applikationen Entwicklungen und Absatz. Dazu zählen Produkte rund um die Beatmung; allen voran Drucksensoren, Luftstromsensoren sowie Temperatursensoren.
Industrial
Der Branchenverband VDMA sieht erste Indikatoren für eine Aufhellung der konjunkturellen Lage. 60 Prozent der Teilnehmer der aktuellen Mitgliederumfrage erwarten Umsatzsteigerungen im kommenden Geschäftsjahr. Gut ein Viertel rechnet sogar mit einer Entspannung innerhalb der nächsten drei Monate. Der ZVEI erkennt ebenfalls Chancen für eine Erholung. Das Geschäftsklima hat sich den Experten zufolge im Juni 2020 verbessert, befindet sich aber per saldo immer noch 24 Zähler unterhalb der Null-Linie. Vor allem die allgemeinen Geschäftserwartungen verbesserten sich deutlich. Beim Blick auf die nächsten sechs Monate erwarten 26 Prozent der Firmen anziehende und 42 Prozent gleichbleibende Geschäfte.
Medical
Die Innovationskraft ist ungebrochen und der Industriewandel in der Medizintechnik zu integrierten Dienstleistungsangeboten schreitet stetig voran. Der globale Bedarf an Medizinprodukten und -technologien war deshalb noch nie so groß wie heute. In einer aktuellen Studie erwartet Roland Berger deshalb, dass Innovationen in den Bereichen Sensorik, Diagnostik und Datenverarbeitung in der gesamten Branche neue, datengetriebene Services und Geschäftsmodelle erlauben.
Mobility
Für das Gesamtjahr 2020 prognostiziert der Automobilverband VDA einen Rückgang der PKW-Inlandsproduktion von 25 Prozent und einen Rückgang des PKW-Weltmarkts um 17 Prozent. Mit einer ersten langsamen Erholung wird im zweiten Halbjahr gerechnet. Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Covid-19 Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt weiter einzudämmen.
Prognose für den Geschäftsverlauf 2020
Umsatz
Wie erwartet ist der weltweite Konjunktureinbruch als Folge der Covid-19 Pandemie an vielen Kunden von First Sensor nicht spurlos vorüber gegangen. Dennoch war der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2020 relativ stabil. Der Umsatz liegt mit einem Rückgang um 5,3 Prozent auf 76,9 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen und der Guidance für das Geschäftsjahr 2020, die einen Umsatz zwischen 145 und 155 Mio. Euro vorsieht. Auf der Basis der Halbjahreszahlen und der aktuellen Auftragslage hat die Guidance weiterhin Bestand.
Eine Normalisierung des Geschäftsbetriebs kann aktuell noch nicht mit Zuverlässigkeit vorausgesagt werden. Das dynamische Infektionsgeschehen in den USA belastet die Nachfrage von Kunden auch aus dem Zielmarkt Mobility. Asien, insbesondere China, ist hingegen dank konsequenter Reaktionen auf die Pandemie bereits wieder auf Wachstumskurs. Es bleibt abzuwarten, ob sich eine dynamischere Entwicklung bereits Ende des dritten Quartals oder erst im vierten Quartal in den Umsätzen von First Sensor zeigen wird.
Ergebnis
Obgleich sich der Umsatzrückgang belastend auf die Profitabilität auswirkte, stabilisierte sich diese bereits im zweiten Quartal. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 12,5 Prozent nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 14,4 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge entwickelte sich ebenfalls planmäßig und erreichte im zweiten Quartal bereits wieder 5,1 Prozent. Auch hier ist die Ausgangslage gut, um die Guidance für das Gesamtjahr mit einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3 und 6 Prozent zu erreichen. Dazu beitragen werden die in den vergangenen Monaten ergriffenen Maßnahmen zur Kosteneinsparung, die erst mit Zeitverzug ihre volle Wirkung entfalten. Im weiteren Jahresverlauf sind außerdem zusätzliche Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG zu erwarten, die aktuell noch nicht präzise beziffert werden können.
Finanz- und Vermögenslage
Mit einer Belebung des Geschäfts sollten sich die Veränderungen im Working Capital wieder normalisieren. In Verbindung mit den Anpassungsmaßnahmen an die geänderten Rahmenbedingungen ist auch ein positiver Einfluss auf die Liquidität zu erwarten.
Investitionen und Abschreibungen werden sich wie geplant voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres einstellen. Der operative Cashflow wird auch in der zweiten Jahreshälfte durch die Sondereffekte in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss belastet bleiben.
Gesamtaussage
Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie haben wie erwartet Spuren in der Umsatzentwicklung von First Sensor hinterlassen. Das Ausmaß entspricht den Einschätzungen, die das Management der Guidance für das Geschäftsjahr 2020 zugrunde gelegt hatte. Das Ziel, einen Umsatz zwischen 145 und 155 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3 und 6 Prozent zu erreichen, wird deshalb bestätigt. Die Maßnahmen zur Sicherung der Profitabilität haben sich als effektiv erwiesen und entfalten ihre Wirksamkeit auch noch im dritten Quartal. Damit ist First Sensor gut aufgestellt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und die mittelfristigen Wachstumsziele weiter zu verfolgen. Der Zusammenschluss mit TE wird dies zusätzlich unterstützen.
Chancen- und Risikobericht
Im Geschäftsbericht 2019 hat First Sensor die Risiken und Chancen für den Konzern ausführlich erläutert. Wesentliche Änderungen der dort beschriebenen Sachverhalte haben sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 nicht ergeben.
Unverändert sind die Folgen der Covid-19 Pandemie in der zweiten Jahreshälfte 2020 schwer abzuschätzen. Aktuell ist jedoch davon auszugehen, dass das Infektionsgeschehen weltweit und eine mögliche zweite Infektionswelle in Deutschland für die First Sensor-Gruppe primär dazu führen würden, dass sich Umsätze und die entsprechenden Ergebnisbeiträge in das nächste Jahr verschieben. Dies hätte keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe.
03 Konzernzwischenjahresabschluss
Konzernbilanz (IFRS)
AKTIVA
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| in TEUR | 31.12.2019 | 30.06.2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.767 | 7.408 | -1.359 |
| Nutzungsrechte | 7.472 | 6.950 | -522 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 8.244 | 8.938 | 694 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 29.816 | 29.816 | 0 |
| Sachanlagen | 41.102 | 41.512 | 410 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 95.401 | 94.624 | -777 |
| Vorräte | 35.726 | 38.973 | 3.247 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.512 | 15.854 | 3.342 |
| Steuererstattungsansprüche | 944 | 611 | -333 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 2.813 | 3.747 | 934 |
| Liquide Mittel | 32.260 | 17.278 | -14.982 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 84.255 | 76.463 | -7.792 |
| Summe AKTIVA | 179.656 | 171.087 | -8.569 |
PASSIVA
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| in TEUR | 31.12.2019 | 30.06.2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 51.347 | 51.347 | 0 |
| Kapitalrücklage | 18.200 | 18.264 | 64 |
| Gewinnrücklagen | 1.416 | 1.642 | 226 |
| Währungsausgleichsposten | 6 | 54 | 48 |
| Neubewertungsrücklage | -58 | -60 | -2 |
| Bilanzgewinn | 17.491 | 10.380 | -7.111 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.479 | 1.491 | 12 |
| Summe Eigenkapital | 89.881 | 83.118 | -6.763 |
| Pensionsrückstellungen | 272 | 272 | 0 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 25.581 | 20.990 | -4.591 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.516 | 3.399 | -117 |
| Latente Steuerschulden | 3.249 | 3.033 | -216 |
| Summe langfristige Schulden | 32.619 | 27.694 | -4.925 |
| Steuerrückstellungen | 642 | 742 | 100 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 559 | 556 | -4 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 29.897 | 34.236 | 4.339 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 272 | 447 | 175 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.759 | 8.426 | -333 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 17.027 | 15.868 | -1.159 |
| Summe kurzfristige Schulden | 57.156 | 60.275 | 3.119 |
| Summe PASSIVA | 179.656 | 171.087 | -7.069 |
Konzerngesamtergebnisrechnung (IFRS)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01.- 30.06.2019 |
01.01.- 30.06.2020 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 81.275 | 76.930 | -4.345 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 922 | 672 | -250 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.127 | 1.879 | -248 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.801 | 1.138 | -663 |
| Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | -39.819 | -38.786 | 1.033 |
| Personalaufwand | -29.112 | -31.377 | -2.265 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.461 | -7.635 | 1.826 |
| Operatives Ergebnis (EBITDA) | 7.733 | 2.821 | -4.912 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -5.410 | -5.599 | -189 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.323 | -2.778 | -5.101 |
| Zinserträge | 28 | 20 | -8 |
| Zinsaufwendungen | -867 | -788 | 79 |
| Währungsgewinne | 226 | 282 | 56 |
| Währungsverluste | -222 | -502 | -280 |
| Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen | 1.488 | -3.766 | -5.254 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -723 | -352 | 371 |
| Überschuss / Fehlbetrag der Periode | 764 | -4.118 | -4.882 |
| Auf die Aktionäre der First Sensor AG entfallender Überschuss/Fehlbetrag der Periode | 661 | -4.131 | -4.792 |
| Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallender Überschuss/Fehlbetrag der Periode | 104 | 13 | 91 |
| Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert = unverwässert) | 0,08 | -0,40 | -0,48 |
SONSTIGES ERGEBNIS
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| in TEUR | 01.01.- 30.06.2019 |
01.01.- 30.06.2020 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Überschuss / Fehlbetrag der Periode | 764 | -4.118 | -4.882 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die nachträglich nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | 0 | 0 | 0 |
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 |
| Neubewertung derivativer Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden können | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 764 | -4.118 | -4.882 |
| Davon entfallen auf die Aktionäre der First Sensor AG | 661 | -4.131 | -4.792 |
| Davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile | 104 | 13 | 91 |
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
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| in TEUR | Anzahl der Aktien in Tsd. |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Währungs- ausgleichs- posten |
Neube- wertungs- rücklage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2019 | 10.222 | 51.112 | 17.234 | 1.004 | 19 | -29 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -41 | -7 |
| Gesamtergebnisrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | -41 | -7 |
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 | 245 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 6 | 30 | 60 | 0 | 0 | 0 |
| Verwendung Bilanzgewinn | 0 | 0 | 0 | -2 | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2019 | 10.228 | 51.142 | 17.539 | 1.002 | -21.578 | -35.972 |
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| in TEUR | Bilanzgewinn | Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2019 | 18.125 | 1.302 | 88.767 |
| Periodenergebnis | 868 | 104 | 972 |
| Sonstiges direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 0 | 0 | -48 |
| Gesamtergebnisrechnung | 868 | 104 | 924 |
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 | 245 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 90 |
| Verwendung Bilanzgewinn | -2.252 | 0 | -2.254 |
| Stand 30. Juni 2019 | 16.741 | 1.405 | 87.772 |
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| in TEUR | Anzahl der Aktien in Tsd. |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Währungs- ausgleichs- posten |
Neube- wertungs- rücklage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2020 | 10.269 | 51.347 | 18.200 | 1.416 | 6 | -58 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 48 | -2 |
| Gesamtergebnisrechnung | 0 | 51.347 | 18.200 | 1.416 | 54 | -60 |
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 | 64 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verwendung Bilanzgewinn | 0 | 0 | 0 | 226 | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2020 | 10.269 | 51.347 | 18.264 | 1.642 | 54 | -60 |
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| in TEUR | Bilanzgewinn | Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2020 | 17.491 | 1.479 | 89.881 |
| Periodenergebnis | -4.105 | 13 | -4.092 |
| Sonstiges direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 0 | 0 | 46 |
| Gesamtergebnisrechnung | 13.386 | 1.492 | 85.835 |
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 | 64 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 |
| Verwendung Bilanzgewinn | -3.007 | 0 | -2.781 |
| Stand 30. Juni 2020 | 10.379 | 1.492 | 83.118 |
Konzernkapitalflussrechnung (IFRS)
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| in TEUR | 01.01.- 30.06.2019 |
01.01.- 30.06.2020 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 1.488 | -3.766 | -5.254 |
| Zinsen | 801 | 768 | -33 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 5.410 | 5.599 | 189 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | -2 | -36 | -34 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 245 | 63 | -182 |
| Veränderungen der Rückstellungen | -167 | -3 | 164 |
| Veränderungen Working Capital | -1.040 | -6.915 | -5.875 |
| Veränderung sonstiger Vermögenswerte und Schulden | 1.295 | -1.659 | -2.954 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.240 | -469 | 771 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.790 | -6.419 | -13.209 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte | -5.321 | -4.585 | 736 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten sowie von Beteiligungen | 3 | 53 | 50 |
| Erhaltene Zinsen | 28 | 20 | -8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.290 | -4.513 | 777 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 89 | -692 | -781 |
| Gezahlte Dividenden | -2.044 | -2.054 | -10 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -3.728 | -619 | 3.109 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -777 | -822 | -45 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 2.773 | 931 | -1.842 |
| Gezahlte Zinsen und Gebühren | -830 | -788 | 42 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.517 | -4.043 | 474 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -3.017 | -14.975 | -11.958 |
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Finanzmittelfonds | 14 | -7 | -21 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 28.534 | 32.260 | 3.726 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 25.531 | 17.278 | -8.253 |
04 Konzernanhang
Der vorliegende Zwischenbericht der First Sensor AG zum 30. Juni 2020 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) wurden dabei beachtet.
Es handelt sich hierbei um einen verkürzten Abschluss, der nicht alle Angaben eines IFRS-Konzernabschlusses enthält, sodass dieser Abschluss in Verbindung mit dem Anhang des Konzernabschlusses 2019 zu lesen ist.
Entwicklung der First Sensor-Gruppe
Der First Sensor-Konzern besteht aus der Muttergesellschaft First Sensor AG mit Sitz in Berlin und 9 Tochtergesellschaften, an denen die AG die Mehrheitsanteile hält. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis. Das langfristige Vermögen und die Investitionen in das langfristige Vermögen entfallen zum überwiegenden Teil auf Deutschland.
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| Langfristiges Vermögen in TEUR | 30.06.2019 | 30.06.2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 91.856 | 94.734 | 2.878 | 3,1 |
| Übriges Europa | 2.715 | 710 | -2.005 | -73,8 |
| Nordamerika | 943 | 680 | -263 | -27,9 |
| Gesamt | 95.514 | 96.124 | 610 | 0,6 |
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| Investitionen in TEUR | 30.06.2019 | 30.06.2020 | Δ absolut | in % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 3.843 | 4.501 | 658 | 17,1 |
| Übriges Europa | 7.278 | 13 | -7.265 | -99,8 |
| Nordamerika | 429 | 91 | -338 | -78,8 |
| Gesamt | 11.550 | 4.605 | -6.945 | -60,1 |
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| Mitarbeiteranzahl (FTE) 30.06.2019 | 30.06.2020 | Δ absolut | Δ in % |
|---|---|---|---|
| Deutschland 834 | 812 | -22 | -2,6 |
| Übriges Europa 34 | 35 | 1 | 2,9 |
| Nordamerika 23 | 25 | 2 | 8,7 |
| Gesamt 891 | 872 | -19 | -2,1 |
Immaterielle Vermögenswerte
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| in TEUR | Auftrags- bestand |
Konzessionen, Lizenzen und Ähnliches |
Nutzungsrechte (IFRS16) |
Geschäfts- und Firmenwert |
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
Kunden- stamm/ Marke |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| 01. Januar 2019 | 1.452 | 14.430 | 0 | 39.112 | 8.993 | 24.075 |
| Anpassung IFRS 16 zum 1. Januar 2019 | 0 | 0 | 8.948 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 223 | 44 | 0 | 2.896 | 0 |
| Abgänge | 0 | -9 | 0 | 0 | -166 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 644 | 0 | 0 | -21 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 1 | 9 | 0 | 19 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 1.452 | 15.289 | 9.001 | 39.112 | 11.721 | 24.075 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 1. Januar 2019 | 1.452 | 10.744 | 0 | 9.296 | 2.872 | 17.292 |
| Zugänge | 0 | 1.082 | 1.526 | 0 | 605 | 2.177 |
| Abgänge | 0 | -9 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 1 | 3 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 1.452 | 11.818 | 1.529 | 9.296 | 3.477 | 19.469 |
| Buchwert 31. Dezember 2019 | 0 | 3.471 | 7.472 | 29.816 | 8.244 | 4.606 |
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| in TEUR | Geleistete Anzahlungen |
31.12.2019 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| 01. Januar 2019 | 779 | 88.841 |
| Anpassung IFRS 16 zum 1. Januar 2019 | 0 | 8.948 |
| Zugänge | 578 | 3.741 |
| Abgänge | 0 | -175 |
| Umbuchungen | -623 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 29 |
| 31. Dezember 2019 | 734 | 101.384 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| 1. Januar 2019 | 0 | 41.656 |
| Zugänge | 44 | 5.434 |
| Abgänge | 0 | -9 |
| Umbuchungen | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 4 |
| 31. Dezember 2019 | 44 | 47.085 |
| Buchwert 31. Dezember 2019 | 690 | 54.299 |
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| in TEUR | Auftrags- bestand |
Konzessionen, Lizenzen und Ähnliches |
Nutzungsrechte (IFRS16) |
Geschäfts- und Firmenwert |
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
Kunden- stamm/ Marke |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| 1. Januar 2020 | 1.452 | 15.289 | 9.001 | 39.112 | 11.721 | 24.075 |
| Zugänge | 0 | 29 | 252 | 0 | 1.034 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 15 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -11 | 0 | -13 | 0 |
| 30. Juni 2020 | 1.452 | 15.333 | 9.242 | 39.112 | 12.743 | 24.075 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01. Januar 2020 | 1.452 | 11.818 | 1.529 | 9.296 | 3.477 | 19.469 |
| Zugänge | 0 | 523 | 767 | 0 | 328 | 1.100 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -5 | 0 | 0 | 0 |
| 30. Juni 2020 | 1.452 | 12.340 | 2.292 | 9.296 | 3.805 | 20.569 |
| Buchwert 30. Juni 2020 | 0 | 2.992 | 6.950 | 29.816 | 8.938 | 3.506 |
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| in TEUR | Geleistete Anzahlungen |
30.06.2020 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| 1. Januar 2020 | 734 | 101.384 |
| Zugänge | 265 | 1.580 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | -42 | -26 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -24 |
| 30. Juni 2020 | 957 | 102.914 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| 01. Januar 2020 | 44 | 47.085 |
| Zugänge | 4 | 2.722 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 1 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -5 |
| 30. Juni 2020 | 48 | 49.802 |
| Buchwert 30. Juni 2020 | 910 | 53.112 |
Immaterielle Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag weder als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet noch anderweitig verfügungsbeschränkt.
Anmerkungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung
Die Gesellschaft hat im Jahr 2020 Ausschüttungen i. H. von 2.054 TEUR an die Aktionäre geleistet (VJ: TEUR 2.044).
Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen
Transaktionen mit Personen oder Gesellschaften, die von First Sensor beeinflusst werden können oder die First Sensor beeinflussen können, sind offen zu legen, sofern die entsprechenden Transaktionen nicht durch Einbeziehung von konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss bereits erfasst wurden.
Im Berichtszeitraum wurden keinerlei Transaktionen mit dem Unternehmen nahestehenden Personen durchgeführt.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben haben, sind nicht bekannt.
Berlin, den 12. August 2019
First Sensor AG
Marcus Resch
Vorstand
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
gemäß §§ 297 Abs. 2 S. 4, 315 Abs. 1 S. 5 HGB
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Berlin, den 12. August 2020
First Sensor AG
Marcus Resch
Vorstand
Finanzkalender 2020
25. März
JAHRESERGEBNIS 2019
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2019 & Bilanzpressekonferenz
15. Mai
Q1-ERGEBNIS 2020
Veröffentlichung Q1-Quartalsmitteilung 2020
26. Mai
ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG 2020
Virtuelle Hauptversammlung
29. Mai
DIVIDENDENZAHLUNG
13. August
HALBJAHRESERGEBNIS 2020 / ANALYSTENKONFERENZ
Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 https://webcasts.eqs.com/firstsensor20200813
12. November
Q3-ERGEBNIS 2020
Veröffentlichung Q3-Quartalsmitteilung 2020
Da wir Terminverschiebungen nicht ausschließen können, empfehlen wir Ihnen, den aktuellen Stand unter www.first-sensor.com im Bereich Investor Relations, Finanzkalender abzufragen.
Dieser Konzernhalbjahresfinanzbericht liegt in deutscher und in englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen im Internet unter www.first-sensor.com zum Download bereit.