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First Sensor AG Audit Report / Information 2024

Feb 13, 2025

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First Sensor AG Jahresabschluss (HGB) 2024

FIRST SENSOR AG, BERLIN

1. ZUSAMMENGEFASSTER BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS DER FIRST SENSOR AG

1.1. GRUNDLAGEN DES FIRST SENSOR-KONZERNS

1.1.1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Geschäftszweck und rechtliche Konzernstruktur

Im Einklang mit der Satzung ist der Geschäftszweck des Unternehmens die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb im In- und Ausland von Sensorsystemen aller Art sowie von elektronischen Bauelementen und Geräten. Der First Sensor-Konzern (im Folgenden auch „First Sensor“ oder „die Gruppe“) bestand zum Berichtsstichtag (30.09.2024) aus der Muttergesellschaft First Sensor AG mit Sitz in Berlin und der Tochtergesellschaft First Sensor Lewicki GmbH, an der die First Sensor AG sämtliche Anteile hält. Der Konzernlagebericht wurde mit dem Lagebericht der First Sensor AG nach § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst.

Seit 2020 ist die TE Connectivity Sensors Germany Holding AG, Bensheim, mit knapp 72 Prozent größte Aktionärin der First Sensor AG. Zwischen den Gesellschaften besteht seit dem 14. April 2020 (Handelsregister-Eintragung am 6. Juli 2020) ein Beherrschungs- und mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag.

Segmente

First Sensor entwickelt, produziert und vertreibt Sensorchips, Sensorkomponenten, Sensoren und Sensorsysteme. Der Umsatz wird nach der geographischen Herkunft der Endkunden (DACH-Region, übriges Europa, Nordamerika, Asien, Rest der Welt) berichtet. Eine Segmentierung entsprechend IFRS 8, die sich in internen Organisations- und Berichtsstrukturen widerspiegelt und nach der der Vorstand die Steuerung vornimmt, ist nicht gegeben.

Standorte

Die Gruppe verfügte im Geschäftsjahr 2024 insgesamt über vier Entwicklungs- bzw. Produktionsstandorte in Deutschland: Berlin (Oberschöneweide und Weißensee), Dresden (Klotzsche) und Oberdischingen. Sie sind auf unterschiedliche Produkte und Stufen entlang der Sensorik-Wertschöpfungskette spezialisiert.

Geschäftsprozesse, Produkte und Dienstleistungen

Im Wachstumsmarkt Sensorik entwickelt und fertigt First Sensor Standardprodukte und kundenspezifische Sensorlösungen für die stetig zunehmende Zahl an Anwendungen in den unterschiedlichen Zielmärkten. Entlang der Wertschöpfungskette zeichnet sich First Sensor durch zwei Kernkompetenzen aus: Zum einen besitzt die Gruppe Expertenwissen beim Detektieren von physikalischen Parametern mithilfe des Designs und der Produktion von Sensorchips auf Siliziumbasis. Zum anderen nutzt First Sensor Kenntnisse in der mikroelektronischen Aufbau- und Verbindungstechnik, um diese Chips mit dem besten „form factor“ anwendungsgerecht weiterzuverarbeiten.

Zusätzliches Wachstum kann durch Systemlösungen für neue Anwendungen in den verschiedenen Märkten entstehen. Solche Sensorsysteme übernehmen nicht nur Messaufgaben, sondern reagieren intelligent auf Ergebnisse und kommunizieren mit anderen Systemen. Auf dieser Basis fokussiert sich First Sensor auf die Produktbereiche Pressure und Advanced Electronics und verfügt über ein umfangreiches Angebot eigenentwickelter und -produzierter Standardsensoren, die primär über das Vertriebsnetz von TE Connectivity vertrieben werden.

Durch die langjährige Expertise in der Sensorik ist First Sensor außerdem in der Lage, maßgeschneiderte Sensorlösungen anzubieten, die in den Produkten von Schlüsselkunden anwendungsspezifische Herausforderungen meistern. Darüber hinaus greift das Unternehmen auf eine Vielzahl technischer Lösungen im Bereich der Aktuatorik und Embedded Software zurück, um bei Systemansätzen zu unterstützen. Deshalb ist die Produkt- und Technologieentwicklung ein wesentlicher Kernprozess.

First Sensor kann über die Zusammenarbeit mit der TE Connectivity Solutions GmbH (Schaffhausen, Schweiz - TESOG) an Kunden in mehr als 140 Ländern liefern. Auf der Basis entsprechender Vereinbarungen ist die TESOG Verkaufs- und Distributionspartner der First Sensor AG und hat im Geschäftsjahr 2022 den kompletten Vertrieb des Unternehmens übernommen.

Beschaffungs- und Absatzmärkte

First Sensor bezieht Rohmaterialien, Produkte und Dienstleistungen für seine Geschäftsprozesse. Mehr als drei Viertel haben ihren Ursprung in Europa (76,7 Prozent), aus Asien stammen 13,8 Prozent und aus Amerika kommen 9,5 Prozent.

Seit dem 1. Juni 2022 erfolgt der Vertrieb der Produkte der First Sensor AG ausschließlich über den Distributionspartner TESOG. Für die regionale Aufteilung der Umsätze wird auf den Standort des Endkunden von TESOG abgestellt.

Das größte Umsatzvolumen wurde im Geschäftsjahr 2024 wie bisher im deutschsprachigen Raum realisiert. Der Anteil der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) belief sich auf 53,2 Prozent (VJ: 57,5 Prozent). 19,5 Prozent (VJ: 14,1 Prozent) der Umsätze erwirtschaftete First Sensor in den nicht deutschsprachigen europäischen Ländern. In Nordamerika, mit Schwerpunkt auf den USA, erwirtschaftete der Konzern 5,7 Prozent des Umsatzes (VJ: 12,4 Prozent). Auf Asien entfallen 21,2 Prozent (VJ: 15,7 Prozent) der Umsatzanteile mit Schwerpunkt in China und 0,4 Prozent (VJ: 0,3 Prozent) entfallen auf den Rest der Welt. Die grundsätzliche Absatzentwicklung im Konzern spiegelt sich entsprechend auch bei der First Sensor AG als Einzelgesellschaft wider.

Externe Einflussfaktoren

Externe Einflussfaktoren für das Geschäft, wie zum Beispiel rechtliche, politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Rahmenbedingungen, die eine Veränderung im Nachfrageverhalten der Kunden begründen könnten, sowie regulatorische Rahmenbedingungen sind im positiven wie im negativen Sinne von geringerer Bedeutung für First Sensor.

Durch die Integration in den TE Connectivity-Konzern profitiert First Sensor nicht nur von der dynamisch wachsenden Anzahl von Sensorapplikationen, die für neue Funktionalitäten sowie für Sicherheit, Komfort und Effizienz entwickelt werden. Die globale Reichweite von TE Connectivity erweitert auch die Zahl potenzieller Kunden, die beliefert werden können. Diese Kombination sollte auch mögliche Schwankungen durch konjunkturelle Zyklen mindern.

1.1.2. Ziele und Strategien

Strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder

First Sensor ist Teil von TE Connectivity und damit eingebunden in die TE Connectivity-Strategie für den Geschäftsbereich Sensoren. Ziel der Strategie ist es, Menschen, Maschinen und die Welt nahtlos miteinander zu verbinden, sodass alle weltweit ein besseres Leben führen können. Dafür werden innovative Sensorlösungen entwickelt, die Werte für die Mitarbeiter, Kunden und Investoren schaffen. Sie sollen dazu beitragen, dass die vernetzte Welt sicherer, produktiver und zuverlässiger wird. TE Connectivity setzt dabei auf die Werte Innovation, Integrität, Zuverlässigkeit, Inklusion und Teamwork.

In den verschiedenen Handlungsfeldern konzentriert sich TE Connectivity mittelfristig auf eine ausgeprägte Wachstumsstrategie. Im Mittelpunkt der Aktivitäten von First Sensor stehen Anwendungen in der industriellen Automatisierung und Zustandsüberwachung sowie der Steuerung von Bewegungen. Außerdem konzentriert sich die Gruppe auf Anwendungen in der Medizintechnik wie Diagnostik und Patientenüberwachung.

Drucksensoren sind ein wesentlicher Bestandteil des Produktportfolios. Hier bietet First Sensor für Applikationen in der Industrie und Medizintechnik passende Produkte. Oft sind in diesen High-Tech-Applikationen individuelle, kundenspezifische Lösungen gefragt. Aufgrund der mehr als 30-jährigen Anwendungserfahrung ist First Sensor in der Lage, die unterschiedlichsten Branchen mit passgenauen Lösungen zu bedienen – von leistungsstarken, plattformbasierten Drucksensoren für die Pneumatik und Hydraulik, unter anderem zur Automatisierung industrieller Anlagen, bis hin zu Sonderanfertigungen für hochspezialisierte Medizintechnik-Anwendungen.

Im Bereich Photonics umfasst das Produktprogramm LiDAR-Anwendungen, Imaging-Module und Lichtdetektoren. Sie kommen vorwiegend in Industrie-, Medizin- und Transportanwendungen zum Einsatz. First Sensor konzentriert sich hier vorrangig auf Anwendungen im Industrie- und Medizinbereich. Im Geschäftsjahr 2024 wurde im Rahmen des Produktportfoliomanagements entschieden, im Photonics-Bereich mehr Fokus auf Produktionsdienstleistungen als auf Eigenentwicklung zu legen.

Besonders im Bereich Advanced Electronics hat sich First Sensor auf den steigenden Bedarf an komplexen Lösungen, die in Kundenapplikationen mehrere Funktionen verbinden, konzentriert. Dies bedarf der Kernkompetenzen in Chip-Design und -Produktion sowie in der Aufbau- und Verbindungstechnik. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf den Auf- und Ausbau der Expertise in weiteren Verfahrenstechniken sowie in Software und Sensorik-Kommunikation. In der Zusammenarbeit mit TE Connectivity ergeben sich hier zusätzliche Optionen, die in der Zusammenarbeit stetig weiter validiert werden sollen.

Ergänzend entwickelt First Sensor nicht nur Produkte, sondern auch Lösungen. Beim „Solution Selling“ ist es wichtig, ein tiefgreifendes Verständnis für die Systeme der Kunden zu entwickeln und Trends und Systemprobleme zu erkennen, die gelöst werden müssen. Dies geht häufig mit der Erweiterung des Anteils von Sensoren in diesen Anwendungen und Anwendungsfällen einher. Auf diese Weise erhalten die Kunden ein umfassenderes Wertangebot. Gleichzeitig können der Beschaffungsprozess, die Komplexität und die Kosten reduziert werden, indem beispielsweise die Anzahl der Lieferanten reduziert werden kann.

Strategische Finanzierungsmaßnahmen

Das operative Geschäft finanziert First Sensor vorrangig aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bzw. über den Cash-Pool mit TE Connectivity. Weiterer Finanzierungsbedarf könnte zukünftig auch durch die Hauptaktionärin gedeckt werden. Strategische Finanzierungsmaßnahmen im engeren Sinne wurden bisher nicht vorgenommen und dies ist auch für die Zukunft nicht geplant.

1.1.3. Unternehmensinternes Steuerungssystem

Der Vorstand verantwortet die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Er wird gemäß Gesetz und Satzung vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Aus den strategischen Zielen wird jährlich die Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre abgeleitet. Auf dieser Basis entsteht die jeweilige Detailplanung für das Folgejahr. Der Vorstand stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und setzt sie um.# Mitden Mitarbeiternder erstenFührungsebene unterhalbdesVorstandserörtertder Vorstandregelmäßig strategische und wesentliche operative Fragen, analysiert die aktuelleGeschäftsentwicklungund berät über denUmgang mit Chancen undRisiken. Diese Führungskräfte haben außerdem direkte Berichtslinienzudenregionalen undglobalenFachverantwortlichen von TE Connectivity. DieSteuerung der First Sensor-Unternehmensgruppeerfolgt inerster Liniedurch die kontinuierliche Kontrolleder Zielerreichunghinsichtlichder Jahres- undMittelfristplanung. Abweichungensollensofrühzeitigerkanntwerden, umzeitnah geeignete Maßnahmeneinzuleiten.

Verwendete Steuerungskennzahlen

Seit demGeschäftsjahr 2024 wirdFirst Sensor primär nachden Zielgrößen Umsatz und Investitionsvolumen gesteuert. Diese stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs)dar.Die Änderungder SteuerungskennzahlenimVergleich zumGeschäftsjahr 2023 wurden im Prognosebericht desGeschäftsberichts2023dargestellt. Informationenzuden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren finden sich inder nichtfinanziellenKonzernerklärung(CSR-Bericht). Sie werdenvom Vorstandnichtfür die Beurteilungder Vermögens-, Finanz- undErtragslagedesKonzerns berücksichtigt.

1.1.4. Forschung und Entwicklung

Vielfältigeneue EinsatzmöglichkeitenvonSensorenund Sensorsystemen sind die Treiber für das geplante WachstumvonFirst Sensor. Ausdiesem Grundhat die Entwicklungeine hohe Relevanz für den ErfolgdesUnternehmens. Sie prägtdieUmsetzung kundenspezifischer Lösungenund verantwortetden Produktentwicklungsprozesssowieden Bau von Prototypen. Außerdembildet dieEntwicklung die Grundlage für diePlattform- undTechnologiestrategievonFirst Sensor. Sieist integraler Teil der Strategie undRoadmapsder Sensor BusinessUnitvon TE Connectivity. AlsFolge der fortgeschrittenenIntegration in den TE Connectivity-Konzernist die Entwicklungsarbeit mittlerweile auf Organisationseinheiten aufgeteilt, die auch Standorte außerhalbderFirst Sensor-Gruppe umfassen. Die imFolgendendargestellten F&E-Aktivitäten beziehen sichdaher in erster Linie auf Weiterentwicklungenund Anpassungen durch Mitarbeiter vonFirst Sensor, derenErgebnisse jedoch nichtzwingend mitdenProduktionsstandorten vonFirst Sensor verbunden sind. Die gesamte Expertise umfasstHalbleiterentwicklung undDesign vonSensoren, Aufbau-und Verbindungstechnik sowiedieProzessentwicklungbis zumPrototypenbau, SensorelektroniksowieSoftwareund Systemintegration. Die KoordinationderFachbereicheinnerhalbder Produktentwicklungsprojekte leistetdas Projektmanagement, umdie Einhaltungder definierten Projektziele sicherzustellen. Die Organisationsstruktur istnachSensortechnologien ausgerichtet. Der EntwicklungsbereichPhotonicsbefasst sich mit der EntwicklungvonFotodiodenundbildgebendenSensoren. Die EntwicklungvonDrucksensoren arbeitet vereint mit den entsprechendenEntwicklern der TE ConnectivityimEntwicklungsbereich Pressure &Force. Prozessseitigist die gesamteEntwicklung auf denProjekt-Governance-Prozessder TE Connectivity„LEANPD“ (Lean EnterpriseAcceleratedNew Product Development) abgestellt. Dafür wurden SoftwarelösungenangeglichenunddasDokumentenmanagement an die TE Connectivity- Infrastruktur angebunden.

Vorgehen und Schwerpunkte

Unabhängigdavon, obder AnstoßzueinemEntwicklungsprojekt von Kundenseite oder ausdeneigenenReihen kommt, verlaufen Entwicklungsaktivitäten vonFirstSensor entlang einesstrukturierten Prozesses. Vor dem eigentlichen Start des Projektssteht zunächst die Prüfung desBusinessCases. Dabei werden nebenZeitrahmenundKostenauchdiePotenzialedes Projekts für FirstSensor und TE Connectivity gesamt berücksichtigt. Wenn die Prüfungzu einempositivenErgebnis kommt, folgtdie Umsetzungdes Projekts. Ein mehrstufiger Prozessregeltdabei die Organisation von der Konzepterstellung über die Fertigung vonPrototypenbiszur Vorbereitungder Serienproduktion. Mithilfe vorabdefinierter Meilensteineund standardisierten Berichtserfordernissenstellt dieser Prozesssicher, dasssich die Ergebnisse des Entwicklungsprojekts aufjeder StufeimEinklang mitdemgewünschtenZiel befinden und Abweichungenzeitnah erkannt, analysiert undbearbeitetwerden. Die mittel-und kurzfristigenEntwicklungsaktivitäten werden entlangder übergeordneten Unternehmensstrategie aufder Ebene vonTE Connectivity ineiner Technologie-und Produkt-Roadmap gebündelt. Diese stellt sicher, dassProjekte mit Schlüsselkundenbzw. mit hohenUmsatzvolumina Vorrang genießen. Ausdiesem Grundliegtder Schwerpunktzumeinen aufkundenspezifischen Sensorlösungenunddamit aufder Entwicklung neuer Sensorchips. Ergänzt werdendiese durchinnovative Signalelektroniksowie Aufbau-undVerbindungstechnologien.

Kooperationen

First Sensor verfolgt den Ansatz, Innovationsprozessezu öffnen undstrategische Kooperationen mitIndustriepartnernund Forschungseinrichtungen einzugehen. ImRahmengemeinsamer Projekte profitiert jeder Partner vondem AustauschderExpertise undkann diejeweiligenKernkompetenzen einbringen. Durchregelmäßigen engen Kontakt mitForschungsinstitutenträgt die Entwicklungdarüber hinausdazubei, dasswissenschaftliche Erkenntnisse in nutzbareInnovationen überführt werden. Eineeigene über die bestehenden Kooperationen hinausgehendeForschung findet inder Gruppe nicht statt.

F&E-Kennzahlen

Der jährliche F&E -Aufwandwird miteinem Budget hinterlegt. Projektkosten werdenim Rahmenvon Innenaufträgen erfasst und fließenals Aufwand indie Gewinn- undVerlustrechnung. Mit Einbindungin die Strukturen und Abläufe desTE Connectivity-Konzernswurdenselbst erstellte immaterielle Vermögensgegenständenicht mehr geschaffen

in TEUR, wenn nicht anders angegeben 2023 2024
F&E-Aufwand 4.189 2.865
F&E-Quote in % 3,1 2,4
Neue Aktivierung von Entwicklungsleistungen 16 0
Buchwert der Aktivierungen 1.818 0
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen 342 2.254
Anzahl Mitarbeiter F&E (FTE) 52 47
Anzahl Patente und Lizenzen 17 16

Im Geschäftsjahr 2024 betrugder Aufwand für F&E 2,9 Mio. Euro. DieF&E-Quote imVerhältniszumUmsatz sank damit auf2,4Prozent. In der Entwicklung warenimBerichtszeitraum durchschnittlich 47Mitarbeiter beschäftigt.

F&E-Ergebnisse

DieEntwicklungsarbeitkonzentriertesichim abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf Produkte undTechnologien der MEMSDruck- und Gassensorensowieder photonischenSensoren. Der Schwerpunktinder Entwicklungder DrucksensorenlagimBereichBremssystemefür einen führendendeutschen Automobilhersteller sowiebei Durchfluss-Sensorenfür Applikationeninder Gasversorgunginder Halbleiterindustrie, der Medizintechnik undder Klimasteuerung. Auch wurdeein neuartiger Sauerstoffsensor für die Medizintechnik entwickelt. Im BereichPhotonicswurden hauptsächlichfür Infrarotanwendungen etliche kundenspezifische Entwicklungen für Fotodioden und bildgebende Sensoren fertiggestellt. Dazu gehörenAerospaceAnwendungenimWellenlängenbereich1064nmsowie APD LiDAR Sensoren bei 905nm. Hier wurdenbeispielsweiseneue zuverlässigeundlötbare Packages für APD-Arrays, dienach Automobilstandards entwickelt wurden, vorgestellt. DesWeiteren wurdenProjekte imBereichMessautomatisierung, insbesondere der Automatisierungvon optischer Inspektionbearbeitet. Auchwurdenneue Herstellungsprozesse wie Jetten &Schneestrahlen weiterentwickelt und neueste technologische Markttrendsin denBereichen Partikelreduktionund Materialauftragevaluiert, umgesteigertenAnforderungenfür dasPackagingbildgebenderSensoren zubegegnen. Entwicklungsprojekte wiedie genanntenBeispieletragenüblicherweise nach 6bis24Monaten zudenUmsätzen bei. Patente und Gebrauchsmuster werden nur selektivangemeldet. Dabei wirdzunächst geprüft, obder Nutzen einer Anmeldungdie Risiken einerOffenlegungübersteigt, ob eine strategische Notwendigkeit besteht oder ob ausWettbewerbsgründen eine Anmeldungnotwendigist. Patente werdenim Anschluss jährlicheiner Bewertung unterzogen. Wenn sich die Marktsituationenoder die strategische AusrichtungdesUnternehmens geänderthabenoder wennsichdie Werthaltigkeitnicht mehr nachweisenlässt, wird entschieden, bestimmtePatente auslaufenzulassen.

1.2. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds(IWF)erwartet, dass das globale Wachstum2024stabil, aber nichtüberwältigendseinwird. Gegenüber früheren Prognosen gab es bemerkenswerte Korrekturen, wobei die Anhebungender Prognose für dieVereinigtenStaaten die Herabstufungen der Prognosen für andere fortgeschrittene Volkswirtschaften -insbesonderedie größten europäischenLänder - ausglichen. Die langfristigeEntwicklung sieht der IWF nach wie vor wenig optimistisch. Anhaltender struktureller Gegenwind- wie die Bevölkerungsalterung unddie schwacheProduktivität - bremst daspotenzielleWachstumin vielenVolkswirtschaften. In seiner jüngstenPrognose ausOktober 2024 soll die Weltwirtschaft2024um 3,2Prozent wachsenunddamit einen Zehntelprozentpunkt weniger als2023. Dasstärkste Wachstum unter den größeren Ländern erwartet der IWF 2024in Indien und Chinamit sieben beziehungsweise 4,8Prozent. Für die US-Wirtschaft erwartet der IWF eine leichteVerschlechterung auf 2,8 Prozent. Für die Eurozone erwartet der IWF nur schwache Werte mit 0,8 ProzentWachstumin2024. Optimistischer alsdie deutsche Regierungistder IWF hingegen bei denAussichten für 2024: Hier erwarteter eine Stagnation mit einem Wachstumvon null Prozent, währenddie Bundesregierung davonausgeht, dassdie deutsche Wirtschaft 2024 um0,2Prozent schrumpft.

Entwicklungen des Sensormarktes

DasMarktforschungsinstitut WSTS erwartetefür den globalen Halbleitermarktim Jahr 2024einen Anstiegum 16,0 Prozent nach einem Rückgang um 8,2ProzentimvergangenenJahr. Hauptsächlich zwei Kategorien vonHalbleitern sollendasWachstum mitzweistelligenZuwachsraten antreiben: Logikmit 10,7Prozentund Speichermit 76,8 Prozent.# Sensormarkt weltweit: Erwarteter Rückgang und regionale Unterschiede

Für den Sensormarkt weltweit erwarten sie 2024 erneut einen deutlichen Rückgang um 7,4 Prozent nach -9,4 Prozent im Vorjahr. Die regionalen Unterschiede bleiben für die Halbleiterindustrie insgesamt sehr ausgeprägt: Für 2024 wird für die Regionen Amerika und Asien-Pazifik deutliches Wachstum von 25,1 Prozent bzw. 17,5 Prozent erwartet. Im Gegensatz dazu wird für Europa ein geringfügiges Wachstum von 0,5 Prozent erwartet, während für Japan ein leichter Rückgang von 1,1 Prozent prognostiziert wird.

Für 2024 rechnet der Branchenverband ZVEI nur noch mit einem geringen Anstieg des globalen Elektromarkts um 1 Prozent. Ursächlich dafür sei in erster Linie die allgemein schwache Industriekonjunktur, die u.a. vom hohen Zinsniveau, geopolitischer Unsicherheit und Kaufzurückhaltung belastet wird. Für den deutschen Elektromarkt erwartet der Verband 2024 einen Rückgang um 4 Prozent, nachdem er im Vorjahr um 4 Prozent gewachsen war.

Im Jahresverlauf 2024 sanken die Auftragseingänge in der Branche um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Die Aufträge aus dem Inland gingen um 12,0 Prozent und die aus dem Ausland um 10,0 Prozent zurück.

Die größeren Unternehmen des deutschen Branchenverbands AMA (Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.) verzeichneten zum Beginn des Berichtszeitraums einen stärkeren Umsatz- und Auftragsrückgang. So gingen die Umsätze zunächst um sechs Prozent und die Auftragseingänge um drei Prozent zurück. Die Mitglieder des Verbands erwarten für 2024 dennoch ein leichtes Wachstum um 2 Prozent, besonders aufgrund der Belastungen durch die Situation in der Automobilindustrie.

1.2.2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Lage des Konzerns

Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024 und Vergleich mit der prognostizierten Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2024 erreichte der Umsatz der First Sensor-Gruppe 121,4 Mio. Euro (VJ: 134,6 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang um 9,8 Prozent spiegelt insbesondere das schwierigere Marktumfeld wider. Damit wurde die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2024 verfehlt, jedoch die angepasste Spanne von 115 bis 125 Mio. Euro erreicht. Ursächlich waren hierfür die allgemeine Schwäche des Industriemarktes und das Ausbleiben des erwarteten Aufhol-Szenarios sowie der nicht gelungene Abbau der Bestände durch Verkauf.

Angesichts des wirtschaftlichen Umfelds wurden die geplanten Investitionen teilweise zeitlich gestreckt. Das Investitionsvolumen belief sich deshalb auf 5,6 Mio. Euro und lag damit ebenfalls nicht in der Spanne der ursprünglichen Prognose, aber im Rahmen der jüngsten Guidance von 5 bis 7 Mio. Euro. Insgesamt liegt die Entwicklung im Berichtszeitraum damit nicht im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen.

Zielwerte der Steuerungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde ursprünglich ein Konzernumsatz zwischen 135 und 145 Mio. Euro erwartet. Diese Planung wurde am 11.04.2024 auf einen Umsatz zwischen 115 und 125 Mio. Euro reduziert. Für das geplante Investitionsvolumen wurde ursprünglich eine Größenordnung zwischen 8 und 10 Mio. Euro erwartet. Am 09.07.2024 wurde diese Größenordnung auf 5 bis 7 Mio. Euro reduziert.

Vergleich von Ziel- und Ist-Werten 2024

Die folgende Tabelle stellt den erreichten Wert im Geschäftsjahr 2023, die ursprüngliche und die angepasste Guidance für das Geschäftsjahr 2024 sowie den im Geschäftsjahr 2024 erreichten Wert dar:

Angepasste Guidance 01.10.2022-30.09.2023 Angepasste Guidance 01.10.2023-31.01.2024 Angepasste Guidance 11.04.2024 Angepasste Guidance 09.07.2024 30.09.2024
Umsatz in Mio. Euro 134,6 135-145 115-125 115-125 121,4
Investitionen in Mio. Euro 10,4 8-10 8-10 5-7 5,6

Damit wurde die ursprüngliche Planung bezüglich des Umsatzes und des Investitionsvolumens verfehlt, die im Jahresverlauf angepassten Prognosen jedoch erreicht.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Umsatz der First Sensor-Gruppe erreichte 121,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024 gegenüber 134,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Der Höhe nach erreichten sie insgesamt nicht die ursprüngliche Prognose. Der Umsatzrückgang war überwiegend mengenbedingt und konnte durch selektive Preisanpassungen nicht kompensiert werden. Ursächlich für den Umsatzrückgang um 9,8 Prozent war überwiegend das schwierigere Marktumfeld, in dem auch die Umsatzrealisierung durch den ursprünglich vorgesehenen Bestandsabbau nicht wie geplant erfolgen konnte; einige Kundenabrufe haben sich darüber hinaus in die nachfolgenden Perioden verschoben.

Die folgende Darstellung der regionalen Umsatzverteilung bezieht sich auf den Sitz der Endkunden, mit dem die Umsätze realisiert wurden:

01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 Δ absolut in %
DACH* 77.389 64.592 -12.797 -16,5
Übriges Europa 18.968 23.711 4.743 25,0
Nordamerika 6.893 16.721 -9.828 -58,8
Asien 25.692 21.190 4.502 21,2
Rest der Welt 546 342 204 59,6
Gesamt 134.610 121.434 -13.176 -9,8

*Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Der deutliche Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2024 resultiert hauptsächlich aus der DACH-Region und aus Nordamerika. Der Umsatz der DACH-Region repräsentiert 53,2 Prozent des Gesamtumsatzes und war um 16,5 Prozent rückläufig. In Nordamerika sank der Umsatz um mehr als die Hälfte nach dem starken Geschäftsjahr 2023. Die Region repräsentiert damit 5,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Umsätze im übrigen Europa und Asien stiegen hingegen, konnten den Rückgang jedoch nur abmildern. Der Umsatz im übrigen Europa stieg um 25,0 Prozent, hier werden 19,5 Prozent der Gesamtumsätze realisiert. Starkes Wachstum mit einem Zuwachs um 21,2 Prozent zeigte erneut Asien, der Umsatzanteil beläuft sich nun auf 21,2 Prozent. Auf den Rest der Welt entfallen 0,4 Prozent der Umsätze. In den Umsatzerlösen sind 2,1 Mio. Euro enthalten, die dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen sind; dies wurde bereits im Halbjahresbericht dargestellt.

Auftragslage¹

Die Auftragslage schwächte sich im Berichtszeitraum weiter ab. Einem Umsatz von 121,4 Mio. Euro standen Auftragseingänge in Höhe von 97,1 Mio. Euro gegenüber. Daraus resultiert zum Stichtag ein Auftragsbestand in Höhe von 58,9 Mio. Euro und eine Book-to-Bill Ratio von 0,84. Die Volatilität der Auftragseingänge hat sich seit der Einbindung in die TE Connectivity-Vertriebsstruktur leicht erhöht, daher ist die Aussagekraft für das laufende Geschäftsjahr 2025 nur beschränkt valide.

01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 Δ absolut in %
Umsatz 134.610 121.434 -13.176 -9,8
Umsätze mit Produkten 129.329 115.693 -13.636 -10,5
Umsätze aus Dienstleistungen 5.300 5.741 441 8,3
Auftragseingang 105.224 97.085 -8.139 -7,7
Auftragsbestand 77.465 58.857 -18.707 -24,1
Book-to-Bill-Ratio 0,81 0,84 0,03 -

¹ Der Abschnitt „Auftragslage“ ist nicht Bestandteil der Abschlussprüfung durch BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Ergebnis

Der Umsatz der First Sensor-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 betrug 121,4 Mio. Euro (VJ: 134,6 Mio. Euro), das entsprach einem Rückgang um 9,8 Prozent. Der Umsatzrückgang war überwiegend mengenbedingt und konnte durch selektive Preisanpassungen nicht kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 0,9 Mio. Euro (VJ: 1,4 Mio. Euro). Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sank um 1,1 Mio. Euro (VJ: +4,1 Mio. Euro). Die anderen aktivierten Eigenleistungen beliefen sich auf 0 TEUR (VJ: 16 TEUR). Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) sank entsprechend um 13,3 Prozent auf 120,3 Mio. Euro (VJ: 138,8 Mio. Euro).

Der Materialaufwand reduzierte sich um 14,8 Prozent auf 59,0 Mio. Euro (VJ: 69,2 Mio. Euro). Das entspricht einer Materialquote von 48,6 Prozent (VJ: 51,4 Prozent). Die Rohmarge bezogen auf die Gesamtleistung erreichte 51,3 Prozent nach 50,7 Prozent im Vorjahr.

Der Personalaufwand, der sich im Vorjahr auf 42,5 Mio. Euro belief, reduzierte sich im Berichtszeitraum leicht um 1,7 Prozent auf 41,8 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war eine Anpassung des Personaleinsatzes an den Standorten Weißensee und Dresden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken ebenfalls und betrugen 14,1 Mio. Euro (VJ: 16,5 Mio. Euro), überwiegend durch eine Optimierung der Einkäufe und das Absinken der Inflation.

Insgesamt erreichte das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) 6,3 Mio. Euro nach 12,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 5,2 Prozent (VJ: 8,9 Prozent). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind deutlich auf 24,5 Mio. Euro (VJ: 7,7 Mio. Euro) gestiegen, überwiegend als Folge der notwendigen Goodwillabschreibung und der Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug deshalb -18,2 Mio. Euro (VJ: 4,2 Mio. Euro). Das entspricht einer EBIT-Marge von -15,0 Prozent (VJ: 3,1 Prozent).

Das Finanz- und Währungsergebnis betrug im Berichtszeitraum 0,7 Mio. Euro (VJ: 0,2 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte folglich -17,5 Mio. Euro (VJ: 4,4 Mio. Euro). Nach Steuern in Höhe von -0,2 Mio. Euro (VJ: -0,3 Mio. Euro) erreichte das Konzernergebnis -17,7 Mio. Euro (VJ: 4,1 Mio. Euro). Aufgrund der steuerlichen Organschaft fallen Ertragsteuern vorrangig beim Organträger an.

Das Ergebnis je Aktie betrug -1,72 Euro / -1,72 Euro (VJ: 0,40 Euro / 0,40 Euro; jeweils verwässert/unverwässert). Außenstehende Aktionäre erhalten entsprechend den Regelungen im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag eine jährliche Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG, die vom Mehrheitsgesellschafter geleistet wird. Die First Sensor AG trägt lediglich die darauf entfallende Steuer (242 TEUR).

Finanz- und Vermögenslage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Ziel des Finanzmanagements von First Sensor ist es, die notwendige Liquidität für die Produktionsprozesse, das Wachstum und die Investitionen jederzeit sicherzustellen. Die Steuerung erfolgt zentral durch die First Sensor AG. Sie umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Seit dem Geschäftsjahr 2020 nimmt First Sensor an dem Cash-Pool von TE Connectivity teil.

Das Risikosteigen der Zinsen betrifft Fremdkapital, das mittlerweilen nur noch in begrenzter Größenordnung und überwiegend festverzinslich eingesetzt wird. Deshalb nutzt die Gesellschaft keinen Einsatz von Zinsswaps auf variabel verzinsliche Darlehen. Fremdwährungsrisiken durch Materialeinkäufe und Fremdleistungsbezug begegnet First Sensor durch die bevorzugte Vereinbarung von Zahlungen in Euro.# Einekonzernweite Finanz-Risikomanagement-Richtlinie

Die konzernweite Finanz-Risikomanagement-Richtlinie dient der rechtzeitigen Erkennung von Währungs- und Zinsrisiken und regelt die zulässigen Sicherungsinstrumente. Zum Stichtag 30.09.2024 ergaben die ermittelten Risikolimits und Wesentlichkeitsgrenzen keinen Handlungsbedarf zum Abschluss von Sicherungsgeschäften.

Kapitalstruktur

Zum Stichtag 30. September 2024 betrug das Konzerneigenkapital 118,6 Mio. Euro (VJ: 126,8 Mio. Euro). Bezogen auf die Bilanzsumme von 143,0 Mio. Euro (VJ: 169,0 Mio. Euro) errechnet sich daraus eine Eigenkapitalquote von 82,9 Prozent (VJ: 75,1 Prozent). Die Veränderung resultiert überwiegend aus der Bilanzverkürzung als Folge der Goodwill-Abschreibungen und der Wertberichtigung auf die Vorräte auf der Aktivseite und dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf der Passivseite. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten einschließlich Leasingverbindlichkeiten wurden in der Berichtsperiode weiter reduziert und belaufen sich auf 5,2 Mio. Euro (VJ: 7,5 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen ein KfW-Darlehen in Höhe von ursprünglich 13,0 Mio. Euro. Als Sicherheit dient ein verpfändetes Guthabenkonto, das entsprechend der Fristigkeiten als sonstiger kurz- bzw. langfristiger Vermögenswert in Höhe von 5,3 Mio. Euro (VJ: 6,9 Mio. Euro) ausgewiesen wird. Deshalb sind keine Covenants und die Entlassung von Sicherheiten vereinbart.

30.09.2023 30.09.2024
Verschuldungsgrad: Nettoverschuldung zu EBITDA -2,3 -4,7
Zinsdeckungsgrad: EBITDA zu Zinsaufwand 44,0 -31,9
Eigenmittelquote* 86,0 82,9

*Die Eigenmittelquote entspricht der Eigenkapitalquote (VJ: bereinigt um Geschäfts- und Firmenwerte).

30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten(inkl. Leasingverbindlichkeiten) 7.518 5.179 -2.339 -31,1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten(inkl. Leasingverbindlichkeiten) 4.540 2.369 -2.171 -47,8
Finanzmittelfonds 1.531 478 -1.053 -68,8
Cashpool-Forderungen 27.832 22.008 -5.824 -20,9
Forderung gegenüber Gesellschafter aus Verlustausgleich 0 9.345 9.345 100,0
Verpfändete Bankguthaben 6.906 5.281 -1.625 -23,5
Nettoverschuldung(+)/Netto Cash (-) -24.211 -29.565 -5.354 -22,1

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich überwiegend aufgrund von Tilgungsleistungen zum Stichtag auf 2,4 Mio. Euro (VJ: 4,5 Mio. Euro). Die Finanzmittelfonds und die Cashpool-Forderungen (siehe auch Erläuterungen im Anhang 4.8) reduzierten sich zum Stichtag 30.09.2024 zusammen um 6,9 Mio. Euro und beliefen sich insgesamt auf 22,5 Mio. Euro (VJ: 29,4 Mio. Euro). Darüber hinaus besteht im Berichtsjahr eine Forderung auf Verlustausgleich in Höhe von 9,3 Mio. Euro. Insgesamt weist FirstSensor eine Netto-Cash-Position in Höhe von 29,6 Mio. Euro (VJ: 24,2 Mio. Euro) aus.

First Sensor kann eingeräumte Kreditlinien nutzen, wird aber bei Bedarf vorrangig die Möglichkeiten der Finanzierung innerhalb des TE Connectivity-Konzerns nutzen. Daher ist auch für die Zukunft davon auszugehen, dass FirstSensor in der Lage sein wird, das geplante Wachstum und die Investitionen aus den zur Verfügung stehenden Mitteln zu finanzieren. Eine Inanspruchnahme des Kapitalmarkts ist in absehbarer Zeit nicht geplant. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden von FirstSensor nicht eingesetzt.

Investitionen

Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögenswerte waren weiterhin zu vernachlässigen und finden vorrangig auf der Ebene von TE Connectivity statt. Im Bereich der Sachanlagen wurden 5,3 Mio. Euro (VJ: 10,4 Mio. Euro) investiert, vor allem in neue Maschinen und Anlagen an den Standorten in Berlin zur Kapazitätsausweitung und zur Prozessstabilisierung bzw. -verbesserung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte stiegen überwiegend als Folge des Goodwill-Impairments (siehe auch Anhangangabe 4.4.) deutlich auf 18,1 Mio. Euro (VJ: 2,1 Mio. Euro). Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr leicht auf 6,4 Mio. Euro (VJ: 5,6 Mio. Euro).

01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 Δ absolut in %
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 9 -239 -248 n.a.
Investitionen in Sachanlagen -10.357 -5.341 5.026 -48,5
Investitionen -10.358 -5.580 4.778 -46,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -7.548 1.117 8.665 n.a.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -2.095 -18.072 -15.977 762,6
Abschreibungen auf Sachanlagen -5.629 -6.430 -801 14,2
davon aus IFRS16 Miet- und Leasingverhältnissen -747 -712 -35 -4,7
Abschreibungen -7.724 -24.502 -16.778 217,2

Liquidität

Der Wert des Finanzmittelfonds zum 30. September 2024 betrug 0,5 Mio. Euro. Der operative Cashflow für das Geschäftsjahr 2024 erreichte 0,6 Mio. Euro und war damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 14,1 Mio. Euro noch positiv. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 1,1 Mio. Euro (VJ: -7,6 Mio. Euro), im Wesentlichen aus verminderten Auszahlungen für Investitionen. Der Free Cashflow als Saldo aus dem operativen Cashflow und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte deshalb 1,7 Mio. Euro (VJ: 6,5 Mio. Euro).

01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 Δ absolut in %
Operativer Cashflow 14.089 561 -13.528 -96,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.548 1.117 8.665 n.a.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.909 -2.731 3.178 -53,8
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 632 -1.053 -1.685 n.a.
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 899 1.531 632 70,3
Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres 1.531 478 -1.053 -68,8
Free-Cashflow 6.541 1.678 -4.863 -74,3

Aus Sicht des Vorstands ist die Liquiditätsausstattung des Konzerns damit weiterhin komfortabel, auch aufgrund der Möglichkeiten der Finanzierung innerhalb des TE Connectivity-Konzerns. Auch im Geschäftsjahr 2025 wird FirstSensor so in der Lage sein, die Zahlungsverpflichtungen aus dem operativen Geschäft und die Tilgung der Fremdfinanzierung jederzeit zu erfüllen.

Zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von First Sensor wird in der folgenden Tabelle die Liquidität in Form von Liquiditätsgraden aufgeführt. Zur Berechnung der Liquidität ersten Grades wird der Finanzmittelfonds ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gesetzt. Im zweiten Grad werden die kurzfristigen Forderungen hinzugerechnet und im dritten Grad werden die Vorräte mit einbezogen.

30.09.2023 30.09.2024 Δ PP
Liquidität ersten Grades 94,3 201,5 107,2
Liquidität zweiten Grades 171,7 298,6 126,9
Liquidität dritten Grades 348,2 520,0 171,8

Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr 2024 auf 143,0 Mio. Euro (VJ: 169,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf 82,9 Prozent (VJ: 75,1 Prozent). Die Veränderung resultiert überwiegend aus der Bilanzverkürzung um 26,0 Mio. Euro, in erster Linie aufgrund der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes einerseits und dem deutlichen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag andererseits.

Aktiva

Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 20,5 Mio. Euro auf 56,7 Mio. Euro (VJ: 77,2 Mio. Euro), hauptsächlich aufgrund der vollständigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (-16,0 Mio. Euro) sowie auf immaterielle Vermögenswerte (-2,1 Mio. Euro). Die Sachanlagen reduzierten sich leicht um 0,9 Mio. Euro, da die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 6,5 Mio. Euro die Investitionen von 5,6 Mio. Euro überstiegen. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich ebenfalls, und zwar von 91,8 Mio. Euro auf 86,3 Mio. Euro. Wesentliche Veränderungen hier betrafen die Vorräte, sie sanken im Berichtszeitraum von 43,6 Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro, überwiegend als Folge der Wertminderung auf Vorräte zum Stichtag um 6,7 Mio. Euro, die aufwandswirksam erfasst wurden. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 3,5 Mio. Euro auf 33,0 Mio. Euro (VJ: 29,5 Mio. Euro).

Passiva

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital auf 118,6 Mio. Euro (VJ: 126,8 Mio. Euro). Das gezeichnete Kapital erhöhte sich durch die Ausgabe von 4.000 Aktien im Rahmen eines Aktienoptionsplans. Die Veränderung der Kapitalrücklage um 0,1 Mio. Euro resultierte ebenfalls aus den neu ausgegebenen Aktien. Durch das Ergebnis nach IFRS reduzierten sich die Gewinnrücklagen auf 56,0 Mio. Euro (VJ: 64,4 Mio. Euro). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum auf 5,2 Mio. Euro reduziert (VJ: 7,5 Mio. Euro). Dadurch sanken auch die langfristigen Schulden insgesamt auf 7,5 Mio. Euro (VJ: 10,0 Mio. Euro). Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich ebenfalls deutlich von 32,1 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro, in erster Linie aufgrund des deutlichen Rückgangs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um -7,8 Mio. Euro.

Das Working Capital veränderte sich zum 30.09.2024 nur unwesentlich und belief sich auf 45,1 Mio. Euro (VJ: 45,5 Mio. Euro). Das Capital Employed sank auf 102,0 Mio. Euro (VJ: 122,7 Mio. Euro). Aufgrund des negativen Ergebnisses erreicht das ROCE (Return on Capital Employed) 17,8 Prozent (VJ: 3,5 Prozent).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der First Sensor AG (HGB)

Ertragslage der First Sensor AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER FIRST SENSOR AG

01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 in TEUR Δ absolut in %
Umsatzerlöse 122.875 111.861 -11.015 -9,0
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.397 -1.670 -6.067 n.a.
Andere aktivierte Eigenleistungen 16 0 -16 -100,0
Gesamtleistung 127.289 110.191 -17.098 -13,4
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.407 840 -567 -40,3
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -50.155 -40.756 9.399 18,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.258 -14.994 264 1,7
Rohergebnis 63.283 55.280 -8.002 -12,6
Löhne und Gehälter -33.306 -32.719 587 1,8
Soziale Abgaben -6.373 -6.501 -127 -2,0
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -16.691 -14.053 2.637 15,8
Operatives Ergebnis (EBITDA) 6.912 2.008 -4.904 -70,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -8.918 -15.412 -6.494 -72,8
Betriebsergebnis (EBIT) -2.006 -13.404 -11.398 568,2
Erträge aus Ergebnisabführungen 4.042 3.768 -274 -6,8
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 268 733 465 173,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -85 -82 3 -3,5
Ergebnis vor Steuern 2.219 -8.984 -11.203 n.a.
Steuern vom Einkommen und Ertrag -303 -328 -25 -8,2
Sonstige Steuern -30 -33 -3 -10,0
Ergebnis vor Gewinnabführung/Verlustübernahme 1.886 -9.345 -11.232 n.a.
Gewinnabführung/Verlustübernahme -1.886 9.345 11.232 n.a. # Periodenergebnis

0
0
0

  • Verlust-/Gewinnvortrag
    41.986
    41.986
    0

  • Gewinnausschüttung
    0
    0
    0

  • Bilanzgewinn(nachGewinnabführung)
    41.986
    41.986
    0

Der Umsatz der Einzelgesellschaft First Sensor AG ging im Geschäftsjahr 2024 um 9,0 Prozent auf 111,9 Mio. Euro (VJ: 122,9 Mio. Euro) zurück. Die Begründung findet ihre Entsprechung im Konzern. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sanken im Berichtszeitraum um 1,7 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Eigenleistungen aktiviert (VJ: 16 TEUR). Die Gesamtleistung belief sich auf 110,2 Mio. Euro (VJ: 127,3 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 0,8 Mio. Euro (VJ: 1,4 Mio. Euro). Der Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung sank um 14,8 Prozent auf 55,8 Mio. Euro (VJ: 65,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer Materialaufwandsquote von 50,8 Prozent (VJ: 51,4 Prozent). Der Rohertrag belief sich auf 55,3 Mio. Euro (VJ: 63,3 Mio. Euro). Der Personalaufwand ging leicht zurück auf 39,2 Mio. Euro (VJ: 39,7 Mio. Euro). Das entspricht einer Personalaufwandsquote von 35,7 Prozent (VJ: 31,2 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf 14,1 Mio. Euro (VJ: 16,7 Mio. Euro). Die Abschreibungen waren auch im Einzelabschluss durch die Goodwillabschreibungen und die Abschreibung der selbst geschaffenen Vermögenswerte deutlich über dem Vorjahreswert bei 15,0 Mio. Euro (VJ: 8,9 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug -13,4 Mio. Euro (VJ: -2,0 Mio. Euro). Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der First Sensor Lewicki GmbH, aus dem Erträge in Höhe von 3,8 Mio. Euro (VJ: 4,0 Mio. Euro) resultieren. Aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen und Aufwendungen ergibt sich saldiert ein Betrag von 0,7 Mio. Euro (VJ: 0,2 Mio. Euro). Das Vorsteuerergebnis beträgt entsprechend -9,0 Mio. Euro (VJ: 2,2 Mio. Euro). Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf -0,3 Mio. Euro (VJ: -0,3 Mio. Euro). Der mit der TE Connectivity Germany Sensors Holding AG bestehende Gewinnabführungsvertrag führt zu einem Ausgleich des negativen Jahresergebnisses. Der Verlustausgleich durch TE Connectivity beläuft sich auf 9,3 Mio. Euro (im Vorjahr Gewinnabführung: -1,9 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2024 weist die First Sensor AG wie im Vorjahr ein Jahresergebnis von 0 Euro aus.

Finanz- und Vermögenslage der First Sensor AG

AKTIVA in TEUR

30.09.2023 30.09.2024 ∆ absolut in %
Immaterielle Vermögenswerte 876 667 -209 -23,8
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 1.818 0 -1.818 -100,0
Geschäfts-oder Firmenwert 7.817 0 -7.817 -100,0
Geleistete Anzahlungen 31 0 -31 -100,0
Sachanlagen 49.475 49.399 -76 -0,2
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.912 7.912 0 0,0
Anlagevermögen 67.928 57.978 -9.950 -14,6
Vorräte 41.439 34.454 -6.985 -16,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94 84 -10 -11,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.749 42.480 2.269 5,3
Sonstige Vermögensgegenstände 7.218 5.554 -1.664 -23,1
Liquide Mittel 1.140 395 -745 -65,4
Summe kurzfristige Vermögensgegenstände/Umlaufvermögen 92.362 85.246 -7.116 -7,7
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 53 205 152 285,9
AKTIVA 160.342 143.428 -16.914 -10,5

Zum Stichtag 30.09.2024 sank die Bilanzsumme um 10,5 Prozent auf 143,4 Mio. Euro (VJ: 160,3 Mio. Euro). Auf der Aktivseite reduzierten sich im Anlagevermögen die Geschäfts-oder Firmenwerte durch die Abschreibung auf 0 Mio. Euro (VJ: 7,8 Mio. Euro) und die damit verbundenen selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte auf 0 Mio. Euro (VJ: 1,8 Mio. Euro) aufgrund von Wertminderungen. Ursachen hierfür sind Annahmen von verringerten Umsätzen und einem geringeren Bestandsabbau im Vergleich zu den vorherigen Planungen. Die Sachanlagen veränderten sich nur unwesentlich und betrugen 49,4 Mio. Euro (VJ: 49,5 Mio. Euro) als Folge der Investitionen im Berichtszeitraum, die unter dem Niveau ihrer Abschreibungen lagen. Insgesamt sank das Anlagevermögen um 10,0 Mio. Euro auf 58,0 Mio. Euro (VJ: 67,9 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen reduzierte sich von 92,4 Mio. Euro auf 85,2 Mio. Euro. Wesentliche Veränderungen betrafen die Vorräte, die auf 34,5 Mio. Euro zurückgingen (VJ: 41,5 Mio. Euro). Aufgrund der Umstellung des Vertriebes auf das verbundene Unternehmen TESOG als alleinigen Verkaufs- und Distributionspartner betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag nur 94 TEUR (VJ: 84 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 35,4 Mio. Euro (VJ: 42,5 Mio. Euro) enthalten neben den Forderungen gegenüber TESOG auch die Cashpool-Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 1,7 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag auf 0,4 Mio. Euro (VJ: 1,1 Mio. Euro).

PASSIVA in TEUR

30.09.2023 30.09.2024 ∆ absolut in %
Gezeichnetes Kapital 51.657 51.677 20 0,0
Kapitalrücklage 22.203 22.308 105 0,5
Gewinnrücklagen 6.004 6.004 0 0,0
Bilanzgewinn 41.986 41.986 0 0,0
Eigenkapital 121.850 121.976 126 0,1
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 2.276 2.132 -144 -6,3
Rückstellungen 9.290 6.218 -3.072 -33,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.906 5.281 -1.625 -23,5
Verbindlichkeit aus Gewinnabführung 1.886 0 -1.886 -100,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1 70 69 6.900,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.976 4.971 -2.004 -28,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.650 2.098 -5.552 -72,6
Sonstige Verbindlichkeiten 3.506 681 -2.825 -80,6
PASSIVA 160.342 143.428 -16.914 -10,5

Das Eigenkapital der First Sensor AG betrug zum Bilanzstichtag 122,0 Mio. Euro und erhöhte sich damit nur geringfügig (VJ: 121,9 Mio. Euro). Als Folge der Bilanzverkürzung stieg die Eigenkapitalquote auf 85,0 Prozent (VJ: 76,0 Prozent). Die Rückstellungen stehen im Zusammenhang mit ausstehenden Rechnungen, Personalverpflichtungen sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen. Sie gingen von 9,3 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro zurück. Planmäßige Tilgungen reduzierten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiter von 6,9 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro. Auf der Basis des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit TE Connectivity wurden zum Stichtag des Vorjahres 1,9 Mio. Euro als Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 5,0 Mio. Euro (VJ: 7,0 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten, darunter Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, reduzierten sich auf 0,7 Mio. Euro (VJ: 3,5 Mio. Euro). Der operative Cashflow belief sich auf 0,5 Mio. Euro (VJ: 14,6 Mio. Euro). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt aufgrund der getätigten Investitionen 0,5 Mio. Euro (VJ: -9,4 Mio. Euro). Der Free Cashflow betrug entsprechend 1,1 Mio. Euro (VJ: 5,2 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf –1,8 Mio. Euro (VJ: -4,9 Mio. Euro).

Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2024 erreichte der Umsatz der First Sensor-Gruppe 121,4 Mio. Euro nach 134,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Dieser Rückgang entsprach nicht der ursprünglichen Planung und spiegelt das belastende gesamt- und branchenspezifische Umfeld wider. Insgesamt wurde damit zwar nicht die ursprüngliche, aber die angepasste Umsatzguidance von 115 bis 125 Mio. Euro erreicht. Die geplanten Investitionen wurden aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes teilweise zeitlich gestreckt, so dass das Volumen im Geschäftsjahr 2024 nur 5,6 Mio. Euro erreichte. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag auf der Verbesserung von Prozessen, um von einer zukünftig wieder steigenden Nachfrage überdurchschnittlich zu profitieren. Das Investitionsvolumen erreichte damit ebenfalls nicht die ursprüngliche Prognose, sondern die angepasste Guidance von 5 bis 7 Mio. Euro. Insgesamt liegt die Entwicklung im Berichtszeitraum damit nicht im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen. Die First Sensor-Gruppe konnte sich dem konjunkturellen Umfeld im Geschäftsjahr 2024 nicht entziehen und hat angesichts der Herausforderungen das Geschäftsjahr trotzdem operativ gut gemeistert; gleiches gilt für die First Sensor AG. Damit sind die Voraussetzungen für eine mittel- und langfristige Ausweitung des Geschäfts und eine erfolgreiche Zukunft gegeben.

Gesamtaussage zur First Sensor AG

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde ein Umsatz zwischen 125 und 135 Mio. Euro erwartet. Der erzielte Umsatz von 111,9 Mio. Euro lag unter diesem ursprünglichen Ziel. Für die First Sensor AG wurde kein separates Ziel für das Investitionsbudget geplant, da 95 Prozent des Volumens der Gruppe auf das Einzelunternehmen entfallen. Insgesamt blieb die Geschäftsentwicklung aufgrund der gesamt- und branchenspezifischen Rahmenbedingungen hinter den Erwartungen zurück.

Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht (CSR-Bericht) wurde auch auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Mitarbeiter

Überwiegend als Folge der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung ging die Zahl der Beschäftigten bei First Sensor im Geschäftsjahr 2024 zurück. Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter sank zum Berichtsstichtag am 30. September 2024 um 10,5 Prozent auf 621 FTE (Full Time Equivalent). Zusätzlich waren bei First Sensor am Stichtag 30 Auszubildende beschäftigt (VJ: 23), die Ausbildungsquote beläuft sich auf 3,4 Prozent. Zum Stichtag beschäftigte die First Sensor AG 574 Mitarbeiter (FTE – Full Time Equivalent; VJ: 651).

NACHTRAGSBERICHT

An dieser Stelle wird auf die Angaben im Anhang verwiesen (Ziff. 4.36).

1.3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1.3.1. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am 22. Oktober 2024 seine jüngste Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung veröffentlicht. Danach soll die Weltwirtschaft auch 2025 um 3,2 Prozent wachsen. Für die USA erwartet der IWF eine leichte Verschlechterung und prognostiziert für 2025 ein Wachstum um 2,2 Prozent. Für die Eurozone erwartet der IWF 2025 ebenfalls nur schwache Werte mit 1,2 Prozent Wachstum. Der IWF hat auch seine Erwartungen an das deutsche Wirtschaftswachstum 2025 im Vergleich zur vergangenen Prognose herabgesenkt. So soll die deutsche Wirtschaft 2025 nur um 0,8 Prozent wachsen. Damit ist der IWF optimistischer als verschiedene Forschungsinstitute, die jüngst für 2025 im Durchschnitt ein sehr verhaltenes Wachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent erwarteten.# First Sensor AG

Development of the Sensor Market

The prospects have deteriorated in recent months, primarily because the mood and expectations of companies have clouded over again significantly since autumn. The risks for the global outlook are rather negative, according to the IMF, given the increased political uncertainty. Sudden outbreaks of volatility in financial markets could tighten financial conditions and burden investment and growth. Further disruptions to the disinflation process, possibly triggered by new commodity price peaks amid ongoing geopolitical tensions, could prevent central banks from loosening monetary policy, which would pose significant challenges for fiscal policy and financial stability. Among the reasons for the deteriorating expectations for Germany, the IMF cites, among others, the shortage of skilled workers, but also weak domestic consumption. In addition, Germany is burdened by fiscal consolidation and a sharp decline in real estate prices, according to the organization's report. Due to its integration into the TE Connectivity Group, the effects of the economic development in individual regions of the world on First Sensor have been reduced. However, a global negative development would also mean burdens for the business development of First Sensor in the financial year 2025 (01.10.2024-30.09.2025).

Development of the Sensor Market

According to a study by the market research institute WSTS, the semiconductor market is expected to continue to grow strongly in 2025. This growth is primarily expected to result from the logic and memory sectors, for which an increase of 10% and 25% respectively is forecast. All other sectors are expected to show single-digit growth rates, including sensors with 6.3 percent. For the semiconductor industry as a whole, America and Asia-Pacific are expected to maintain their double-digit year-on-year growth, while the expected growth rate for Europe is stated as 8.7 percent. Among the most important factors influencing the growth of the sensor market are the increasing demand for IoT technology-based devices, the increasing demand for sensors in "Smart City" applications, advances in the automation sector, and new applications of radar in remote sensing. Furthermore, the increasing proliferation of wearable devices and innovative applications in the biomedical sector, as well as growth in the automotive sector, are expected to create lucrative opportunities for the global market.

Members of the German industry association AMA (Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.) recently recorded a decline in sales of six percent. This development was below expectations but in line with the trend in the manufacturing industry in Germany. New orders were also declining recently. The general situation has now also affected the employment situation. Around one-fifth of member companies report short-time work. In view of the declining economic growth, the AMA Association sees the best approaches for positive development in innovation and diversification. In particular, digitalization, automation, and the expansion of sustainable technologies continue to offer growth potential for member companies in the industry.

Forecast for the Course of the Financial Year 2025 (01.10.2024 – 30.09.2025)

Revenue

In the financial year 2024 (01.10.2023-30.09.2024), the First Sensor Group achieved revenue of EUR 121.4 million. Revenue development thus did not meet the original expectations (EUR 135 to 145 million), but did meet the forecast adjusted on April 11, 2024 (EUR 115 to 125 million). For the financial year 2025, First Sensor expects revenue between EUR 110 and 120 million, and thus temporarily a further slight decline in revenue. This expectation is attributable, on the one hand, to the weaker market environment and, on the other hand, to active management of the product portfolio, as a result of which individual products will be discontinued or have already been discontinued.

Investments

Investments in the financial year 2024 reached EUR 5.6 million and thus also did not reach the originally planned scale (EUR 8 to 10 million), but did reach the adjusted forecast of EUR 5 to 7 million on July 9, 2024. For the second key performance indicator, the realization of the planned volume of investments in the financial year 2025, an order of magnitude between EUR 5 and 7 million is again planned. This budget is a good basis for the future successful development of the Group and creates a robust foundation for further growth.

Financial Year 2024 and Guidance 2025

2024 Guidance 2025
Revenue [Mio. Euro] 121.4 110–120
Investments [Mio. Euro] 5.6 5-7

Essential Premises: Economic environment continues to be burdened, active management of product portfolio. For capacity expansions and modernizations in the financial year 2025.

Financial and Asset Situation

In the financial year 2025, property, plant and equipment and inventories are planned to remain at the level of the past year. Financing will be provided from existing liquid funds and receivables from cash pooling shown under financial assets, as well as from operating cash flow. First Sensor participates in the TE Connectivity cash pool and had financial resources of EUR 0.5 million and cash pool credit balances of EUR 22.0 million as of the reporting date. In addition, there is a claim for loss compensation from the majority shareholder in the amount of EUR 9.3 million. Operating cash flow in 2024 was burdened by business performance under more difficult framework conditions. It is expected that this will develop significantly positively again in the financial year 2025. Furthermore, it is expected that First Sensor will continuously show a positive net cash position in the financial year 2025.

Outlook for First Sensor AG

For the financial year 2025, the Executive Board expects no significant further decline in revenue. After revenue of EUR 112.0 million in the financial year 2024, revenue is therefore expected to be between EUR 105 and 115 million for the financial year 2025. The Group's investment budget for the financial year 2025 is allocated approximately 83 percent to First Sensor AG.

Overall Statement

Revenue in the Group reached EUR 121.4 million, and the investment volume was EUR 5.6 million. Both did not meet the original expectations, but did meet the recently adjusted ranges. First Sensor is focusing on leveraging the growth opportunities offered by integration into the TE Connectivity Group. The Executive Board of First Sensor AG therefore assumes that the First Sensor Group will continue to develop positively and that investments will create the foundation for successful development in the medium term as well. The Executive Board expects the financial year 2025 to be challenging and anticipates slightly declining revenue of EUR 110 to 120 million and an investment volume of between EUR 5 and 7 million. In the medium and long term, the Executive Board continues to expect positive corporate development.

1.3.2. Opportunities and Risks Report

Opportunities and risks are to be understood in the following presentation as influences or events that are capable of exceeding or undershooting management's objectives regarding short- and medium-term corporate development. The aim of opportunities management is to identify such opportunities early on and to pursue them in a targeted manner. Risk management, on the other hand, is intended to ensure that risks are not only recognized in good time but that countermeasures can be taken promptly to control and, if possible, minimize their impact on the company.

Risk Management System

First Sensor AG and its subsidiaries are exposed to a variety of risks in the course of their business activities, which are intrinsically linked to entrepreneurial action. They can negatively influence the asset, financial, and earnings situation. Prudent management of risks is therefore an integral part of responsible corporate governance. Consequently, a lively risk awareness, an open risk culture, and an effective risk management system are required to secure short- and long-term corporate success.

First Sensor has a risk management and internal control system for which the Executive Board of First Sensor AG is responsible. The corresponding directive was updated in the financial year 2024. It is intended to ensure that the risk situation is regularly analyzed and that identified risks are assessed, managed, and controlled. The company's risk management system is integrated into the corresponding management system of TE Connectivity. This also governs the internal control framework of TE Connectivity and the respective companies, as well as global compliance with the Sarbanes-Oxley Act (SOX) and compliance with the underlying legislation. Risk management is managed by the Finance department in close cooperation with the management of the companies, locations, and business units. It is supplemented by compliance management, which also takes into account the implementation and adherence to the ethical principles of corporate governance (Code of Conduct) and the legal provisions that are the guidelines for the actions of the companies in the TE Connectivity Group. The Supervisory Board is regularly informed about the company's risk situation and compliance in a structured process and, within this framework, monitors the effectiveness of the risk management system.

Objectives and Strategy

The primary goal of risk and compliance management is to identify potential risks early on, to reliably assess their probability of occurrence and possible impact on business operations, to manage them, and – where possible – to limit them sensibly. At the same time, opportunities for success are to be preserved as long as their risk content does not exceed an appropriate level.# Auf dieser Basis werdendurch angemessene Maßnahmen die Risiken im Einklang mit der Unternehmensstrategie der FirstSensor-Gruppe gesteuert.

Je nach Bewertung der Risiken werden unterschiedliche Strategien verfolgt. Risiken, die gravierende Nachteile für die Unternehmensentwicklung haben können oder sogar den Bestand gefährden würden, werden weitestmöglich vermieden. Weniger bedeutende Risiken werden in ihrer Auswirkung begrenzt. Hierfür werden beispielsweise bestimmte Maximalwerte vorgegeben, regelmäßig und systematisch Kontrollen durchgeführt und/oder auf konsequente Funktionstrennung geachtet. Womöglich und sinnvoll, werden Risiken ausgelagert, beispielsweise auf Versicherungen oder Zulieferer. Andere Risiken werden bewusst und kontrolliert eingegangen. Die Regelungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit TE Connectivity bieten für außenstehende Aktionäre von First Sensor einen wirksamen Schutz gegenüber den Risiken und ihren möglichen Folgen für die Unternehmensentwicklung.

Struktur und Prozesse

Die Strukturen und Prozesse des Enterprise Risk Managements (ERM) sind konzernweit standardisiert. Die Grundlage bildet das sogenannte „First Sensor-Risikohaus“ in Anlehnung an das Rahmenwerk COSO ERM. Es deckt fünf Risikokategorien ab, die für das Unternehmen wesentlich sind, und wird ergänzt durch das Compliancemanagement.

Die Risikokategorien von First Sensor:

Entlang dieser Risikokategorien erfolgt quartalsweise das Risk Assessment, als die Identifikation und Bewertung potenzieller Risiken, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht. Dies erfolgt dezentral und wird über entsprechende einheitliche Berichtsformate dokumentiert. Hierfür wird innerhalb der Risikokategorien eine Vielzahl von Risikotypen durch jeden Berichtenden betrachtet und bewertet. Die auf dieser Basis entstehenden Einzelberichte werden anschließend im Konzernfachbereich Finance validiert und zu einer Gesamtrisikolage der Unternehmensgruppe konsolidiert. Das Ergebnis dieses strukturierten Prozesses mündet in den Quartalsrisikobericht, der in schriftlicher Form an Vorstand und Aufsichtsrat der First Sensor AG kommuniziert wird. Diese Analysen sind die Basis, um gegebenenfalls Maßnahmen zur Steuerung zu ergreifen.

Um die für First Sensor als relevant eingestuften Risiken durch geeignete Kontrollaktivitäten aktiv zu begrenzen und die festgelegten Kontrollaktivitäten regelmäßig auf Angemessenheit und Effektivität zu überprüfen, wird das ERM mit einem Internen Kontrollsystem (IKS) ergänzt. Der Umfang und die Wirksamkeit des Systems werden regelmäßig überwacht und, wo notwendig, durch neue Kontrollaktivitäten erweitert, z. B. in der Form von Richtlinien oder Prozessanweisungen. Ergänzt werden die Kontrollaktivitäten durch das IKS des TE Connectivity-Konzerns. Das Risikoberichtswesen wird durch ein robustes Chancenreporting ergänzt. Die Chancenlage der Unternehmensgruppe wird damit ebenfalls in einem systematischen Prozess quartalsweise parallel zur Risikolage erhoben.

Risikobewertung

Die Bewertung von Risiken erfolgt anhand einer unternehmensspezifischen Bewertungsmatrix, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenzielle Schadenshöhen von möglichen Ereignissen betrachtet und daraus Prioritäten ableitet.

Eintrittswahrscheinlichkeit Rating Potenzielle Schadenshöhe je Ereignis Rating
Sehr unwahrscheinlich 0 Keine 0
Unwahrscheinlich, aber vorhanden 1 < 500 TEUR 1
Wahrscheinlich, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden 2 > 500 TEUR < 2 Mio. EUR/und/oder Erreichung strategischer Ziele ist gefährdet 2
Sehr wahrscheinlich, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden 3 > 2 Mio. EUR und/oder Erreichung strategischer Ziele ist gefährdet und/oder Verstöße gegen Recht und Regularien 3

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen werden jeweils auf einer Rating-Skala von null bis drei gewichtet und miteinander multipliziert. Ist der daraus errechnete Risikofaktor oberhalb der Wesentlichkeitsschwelle von drei, werden Maßnahmen zur Steuerung des Risikos definiert und deren Wirksamkeit periodisch überwacht. Entsprechend werden die kumulierten Risiken in die Kategorien „gering“, „mittel“ oder „hoch“ eingestuft.

Wesentliche Risiken

Wesentliche Risiken (mit einem Risikofaktor von drei und mehr), über die nachfolgend berichtet wird, definiert der Vorstand als solche, die zum Zeitpunkt der Berichtserstellung voraussichtlich Einfluss auf die Erreichung der Unternehmensziele haben können und damit für den verständigen Adressaten entscheidungsrelevant sind. Die Darstellung und Beurteilung der Risiken erfolgt nach der Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung).

Strategische Risiken

Die strategischen Risiken umfassen makroökonomische Risiken sowie bestimmte Risiken aus Produkten und Technologien. Die makroökonomischen Risiken schätzt First Sensor derzeit als „mittel“ ein. Nach wie vor fehlen deutschen Konjunktur dynamische Impulse, um einen Weg aus dem Krisenmodus zu finden. Dies spüren auch die Kunden in den unterschiedlichen Absatzmärkten. Die Inflation hingegen hat sich wieder auf einem normalen Niveau eingestellt. Eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würde auch First Sensor und ihre Kunden treffen. Den Risiken aus Produkten und Technologien wird vor allem durch die aktive Steuerung des Produktportfolios und strategische Technologie-Roadmaps entgegengesteuert, die regelmäßig aktualisiert werden. Die strategischen Risiken werden insgesamt als „mittel“ eingestuft.

Operative Risiken

Unter operativen Risiken werden Vertriebsrisiken, Entwicklungs- und Technologierisiken, Produktions-, Qualitäts-, Einkaufs- und Lagerrisiken, IT-Risiken und Personalrisiken zusammengefasst. Das Profil der Vertriebsrisiken hat sich seit dem Geschäftsjahr 2022 durch die Umstellung des Vertriebs auf die Zusammenarbeit mit der TE Connectivity Solutions GmbH (Schaffhausen, Schweiz) verändert. Seither werden die für den Vertrieb notwendigen Ressourcen durch TE Connectivity gesteuert. Vertriebsrisiken beschränken sich deshalb im Wesentlichen auf Verhandlungen mit Endkunden über Preise und vereinbarte Abnahmemengen. Sie werden deshalb als „mittel“ bewertet.

Für die im vergangenen Jahr identifizierten Herausforderungen im Entwicklungs- und Technologiebereich wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf das operative Geschäft zu begrenzen. Unter anderem wurden neue Lieferanten qualifiziert, um stabile Lieferungen zu gewährleisten und gezielte Verbesserungen der Produktionsqualität eingeleitet. Die Entwicklungs- und Technologierisiken werden deshalb mit „mittel“ bewertet.

Produktions- und Qualitätsrisiken werden durch die Investitionen in neue Maschinen und Ausrüstung minimiert. Sie werden deshalb als „mittel“ eingestuft.

IT-Risiken ergeben sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung lediglich bei einer Tochtergesellschaft. Darüber hinaus ist First Sensor allgemeinen Risiken im Zusammenhang mit Cybersicherheitsvorfällen und anderen Störungen der IT-Infrastruktur ausgesetzt. Diese werden durch technische Maßnahmen und Schulungen der Mitarbeiter auf der Ebene von TE Connectivity eingegrenzt. Sie stellen für die First Sensor-Gruppe insgesamt ein „mittleres“ Risiko dar.

Die Personalrisiken, denen sich das Unternehmen gegenübersieht, werden mit „niedrig“ bewertet. Im Einklang mit der Geschäftsentwicklung hat sich der Bedarf an weiteren Fachkräften spürbar reduziert. Diese Risiken werden deshalb als „niedrig“ eingestuft.

Die operativen Risiken werden insgesamt als „mittel“ eingestuft.

Finanzbezogene Risiken

In der Kategorie finanzbezogene Risiken werden Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess und der Finanzberichterstattung, Liquiditäts- und Wechselkursrisiken, Working Capital Risiken sowie Versicherungs- und Haftungsrisiken zusammengefasst. Durch den Zusammenschluss mit TE Connectivity haben diese Risiken für First Sensor an Relevanz verloren. Zwar ist die Berichterstattung nach den neuen Konzernrichtlinien anspruchsvoller geworden, aber mit entsprechenden Kapazitäten zu bewältigen. Da First Sensor Teilnehmer des Cashpools ist, sind die Liquiditätsrisiken zu vernachlässigen. Gleiches gilt für die Risiken aus Wechselkursveränderungen, da First Sensor nunmehr fast ausschließlich im EUR-Raum tätig ist. Lediglich im Bereich des Working Capitals gibt es zur Sicherung der Lieferfähigkeit weiterhin einen erhöhten Bestand an Vorräten, der weiterhin ein Risiko beinhaltet, das sich aber nach den Wertberichtigungen im Berichtsjahr deutlich vermindert hat. Die finanzbezogenen Risiken werden insgesamt weiterhin als „gering“ bewertet.

Regulatorische Risiken

Regulatorische Risiken umfassen politische und rechtliche Risiken sowie Compliance-bezogene Risiken. Zu den politischen Risiken gehören unter anderem geopolitische und handelsbezogene Konflikte. Insgesamt werden diese Risiken bei First Sensor als „gering“ eingestuft.

Nachhaltigkeitsrisiken

Als Nachhaltigkeitsrisiken werden Risiken bezeichnet, die sich auf den Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) von First Sensor beziehen. Im Einklang mit der nichtfinanziellen Berichterstattung wurden diese Risiken in das Risikoassessment einbezogen. Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine Risiken, die zu berichten wären. Insgesamt werden diese Risiken deshalb als „niedrig“ eingestuft.

Zusammengefasste Risikolage

Nach Einschätzung des Vorstands sind die Risiken, denen First Sensor zum Zeitpunkt der Berichterstellung und für die aktuelle Planungsperiode ausgesetzt ist, beherrschbar. Dazu zählen auch die möglichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und anderer geopolitischer Konflikte, die sich jedoch nicht zuverlässig einschätzen lassen. In jedem Fall sieht der Vorstand den Fortbestand der Unternehmensgruppe in keiner Weise als gefährdet an. Insbesondere in Anbetracht des Zugriffs auf den Cashpool und des Gewinnabführungsvertrags mit TE Connectivity und der daraus resultierenden Pflicht zur Verlustübernahme ist die Risikotragfähigkeit des First Sensor Konzerns nicht auf die eigenen quantitativen Möglichkeiten beschränkt. Trotz der umfassenden Analyse von Risiken kann deren Eintreten aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Chancen und Risiken der First Sensor AG

Die Geschäftsentwicklung der First Sensor AG unterliegt aufgrund ihrer Rolle im Konzern den gleichen Risiken und Chancen wie die Gruppe. Insofern wird auf die Erläuterungen auf Konzernebene im Chancen- und Risikobericht verwiesen.# Chancenmanagementsystem

Ebenso wie die Risiken werden auch die Chancen im Konzern systematisch identifiziert, transparent dokumentiert und in unternehmerische Entscheidungen einbezogen. Sie repräsentieren mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. First Sensor unterscheidet Chancen wie Risiken danach, ob sie strategischer, operativer, finanzbezogener oder regulatorischer Natur sind.

Strategische Chancen

Der Zusammenschluss mit TE Connectivity und die Einbindung in das Vertriebsnetzwerk von TE Connectivity bieten zusätzliche Chancen für First Sensor. Dies zeigen einige neue Projekte mit interessantem Potenzial. Durch die effiziente Kombination der Ressourcen in Entwicklung, Vertrieb, Produktion und Einkauf bieten sich Möglichkeiten, die sich First Sensor nur in Verbindung mit TE Connectivity erschließen kann. Um sich diese Chancen zu erschließen, müssen die Investitionen in der Produktion umgesetzt werden und das benötigte Material in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Operative Chancen

First Sensor hat mithilfe von TE Connectivity die Zahl der neuen Entwicklungsprojekte deutlicherhöht, zum Beispiel im Bereich von Transmittern und Druck-Sensoren. Sollten diese Anwendungen für die Industrie- oder Medizintechnik schneller als erwartet marktreif werden oder sollte der Bedarf höher als erwartet sein, könnten sich die Wachstumsziele von First Sensor als zu konservativ erweisen. Hier hat First Sensor die Chance, durch die Vertriebsreichweite des TE Connectivity-Netzwerks die Marktpräsenz deutlich zu erhöhen. Darüber hinaus profitiert First Sensor auch vom TE Connectivity-Lieferantennetzwerk und verringert so den Einfluss von zeitweise gestörten Lieferketten. Auch bei der Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung eröffnet der Zusammenschluss für First Sensor neue Perspektiven als Teil eines weltweit präsenter, starken Partners. Für viele Kunden bestehen Rahmenverträge über eine Laufzeit von ein bis zwei Jahren, in denen Abnahmemengen garantiert werden, gleichzeitig aber auch Abnahmevarianzen definiert sind. Da positive Abnahmevarianzen nicht in die operative Planung einfließen, können sich hieraus Chancen für zusätzliche Umsatzbeiträge ergeben. First Sensor arbeitet auch weiter daran, Produktionsprozesse unter dem Stichwort „operative Exzellenz“ zu optimieren. Dazu gehören neben dem Manufacturing Execution System (MES) auch gezielte Investitionen in neue Anlagen. Sollten einzelne Maßnahmen schneller als geplant realisiert werden, könnte dies zu einer Erhöhung der monatlichen Produktionsmengen und somit zu mehr Umsatz führen. Gleiches gilt für ungeplant höhere Umsätze mit wesentlichen Kunden, die aufgrund von Skaleneffekten stets auch einen positiven Einfluss auf die Profitabilität hätten.

Finanzbezogene Chancen und regulatorische Chancen

In beiden Kategorien sieht First Sensor aktuell keine Chancen, auf deren Realisierung das Unternehmen Einfluss hätte.

Zusammengefasste Chancenlage

First Sensor ist gut positioniert, um mit ihren Produkten und internen Maßnahmen die Chancen in den Zielmärkten systematisch zu nutzen. Während das Unternehmen einerseits gezielt daran arbeitet, sich diese Chancen zu erschließen, ist es andererseits besonders in dem aktuellen Marktumfeld eher unwahrscheinlich, dass hier kurzfristige Erfolge verbucht werden können.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Eine wesentliche Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen IKS ist es, einen gesetzeskonformen (Konzern-)Abschluss sicherzustellen und so die Zuverlässigkeit und Transparenz der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat First Sensor Strukturen, Prozesse und Kontrollen implementiert, die gewährleisten sollen, dass die Ergebnisse des Rechnungslegungsprozesses frei von Fehlern sind und fristgerecht vorliegen. Das rechnungslegungsbezogene IKS wird vom Vorstand ausgestaltet und seine Wirksamkeit vom Aufsichtsrat der First Sensor AG überwacht. Das rechnungslegungsbezogene IKS von First Sensor wurde in Anlehnung an die Standards des American Institute of Certified Public Accountants ausgestaltet. Es bietet einen Rahmen für die Prüfung der fünf Financial Statement Assertions: die Vollständigkeit von Transaktionen innerhalb eines Berichtszeitraums, die tatsächliche Existenz und das Auftreten einer verbuchten Transaktion, die korrekte Bewertung und Zuordnung einer Transaktion, eine Überprüfung der Genauigkeit von Rechten und Verpflichtungen sowie eine Überprüfung, ob Transaktionen in den richtigen Konten ausgewiesen werden. Die Financial Statement Assertions sollen zusammen mit den Kontrollzielen eine vollständige Abdeckung der Risiken gewährleisten. Durch eine einheitliche, strukturierte und verständliche Dokumentation aller Kontrollen in allen bedeutenden Prozessen soll die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS überwacht werden. Das rechnungslegungsbezogene IKS von First Sensor ist ebenfalls in das entsprechende Managementsystem von TE Connectivity einbezogen. Das Interne Kontrollsystem der Gesellschaft, als Teil des TE Connectivity Konzerns, wird durch über 80 Finanzrichtlinien sowie durch mehr als 450 Richtlinien maßgeblich für die unterschiedlichen Funktionsbereiche geprägt. Eine regelmäßige Auditierung dieser Richtlinien wird an allen Standorten des Unternehmens durchgeführt, um deren Einhaltung sicherzustellen. Durch geeignete Maßnahmen und Prozesse soll die operative Wirksamkeit des IKS der Gesellschaft gewährleistet werden. Diese Maßnahmen beinhalten die fortlaufende Überwachung und Bewertung der Kontrollprozesse, regelmäßige Mitarbeiterschulungen, die Trennung von Zuständigkeiten zur Vermeidung von Betrug („Fraud“) und Fehlern sowie einen Feedbackmechanismus zur schnellen Problembehebung. Die interne Überprüfung der Finanzberichterstattung ist ein kritischer Bestandteil des internen Kontrollsystems der Gesellschaft und dient als Schutzmaßnahme, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der finanziellen Berichterstattung des Unternehmens sicherzustellen. Diese Überprüfung, die jährlich durchgeführt wird, beinhaltet eine Untersuchung der Finanzunterlagen, um potenzielle Risiken von Fehldarstellungen oder Betrug zu erkennen und zu beseitigen. Der Prozess besteht aus zwei Teilen, einerseits dem sog. Policy Self-Assessment sowie entsprechenden Stichprobenkontrollen und andererseits aus einem Financial Review, welcher auf einer kritischen Bilanz-Analyse basiert. Nach Abschluss des Prozesses werden die Ergebnisse dem Management berichtet. Wesentliche Feststellungen werden über einen Korrekturmaßnahmenplan (CAP) adressiert. Eine unabhängige Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit der internen Kontrollen erfolgt durch das Internal Audit Team von TE Connectivity. Es überprüft wesentliche finanzielle sowie wirtschaftliche Aspekte des Unternehmens. Dies erfolgt durch zwei voneinander unabhängige Prüfungen, das klassische operative Audit sowie das kontinuierliche Audit. Die Frequenz des operativen Audits hängt von der jeweiligen Geschäftseinheit und einer vorgelagerten Risikobeurteilung ab. Der Auditprozess dauert üblicherweise vier bis acht Wochen. Das kontinuierliche Audit wird hingegen für alle dezentralen „standardisierten“ Prozesse angewendet. Bestandteil dieser Audits sind auch Aspekte der Compliance. Am Ende der Audits wird ein Abschlussgespräch mit dem Management geführt, bei dem das Internal Audit Team seine Ergebnisse präsentiert und eine Bewertungsnote vergibt. Basierend auf den Schlussfolgerungen werden Corrective Action Plans (CAP) aufgestellt, um Optimierungen umzusetzen. Die laufende Weiterentwicklung und Anpassung des rechnungslegungsbezogenen IKS tragen dazu bei, die Zuverlässigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten und auch nachhaltig zu verbessern. Trotz dieser Bestrebungen können auch angemessene und funktionsfähig eingerichtete Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewähren.

1.4. Übernahmerechtliche Angaben und Erläuterungen

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Abschnitt [4.11] des Konzernanhangs dargestellt. Alle Aktien gewähren identische Rechte gemäß Aktiengesetz.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Vereinbarungen über Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt. Es gelten ansonsten lediglich die gesetzlichen Vorschriften gemäß § 136 Abs. 1 AktG sowie Handelsverbote gemäß Art. 19 Abs. 11 MAR, insbesondere für Mitglieder des Vorstands.

Direkte Beteiligungen am Grundkapital, die zehn Prozent überschreiten

Angaben zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten, finden sich im Abschnitt [4.34] im Konzernanhang und im Abschnitt „Weitere Angaben“ des Anhangs zum Einzelabschluss.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es sind keine Aktien mit Sonderrechten ausgestattet, insbesondere keine, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind, üben ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) und für die Änderung der Satzung (§ 179 AktG) gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien und zum Rückkauf von Aktien

Das Kapital ist bedingt erhöht für die Ausgabe von Aktien an Führungskräfte im Rahmen der Ausübungsphase eines Optionsplans. Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt [4.19] im Konzernanhang.

Vereinbarungen der Gesellschaft unter der Bedingung eines Kontrollwechsels und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft im Falle eines Übernahmeangebots

Der Kontrollwechsel ist 2020 eingetreten, die First Sensor AG gehört nunmehr mehrheitlich zu TE Connectivity. Vereinbarungen für den Fall eines weiteren Kontrollwechsels wurden nicht geschlossen.

29

1.5.# SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG sowie die (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung sind auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter https://www.first-sensor.com/de/investor-relations/corporate-governance dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Auf der Internetseite der Gesellschaft ist auch der Vergütungsbericht nach §162 AktG, das geltende Vergütungssystem nach §87a AktG und der letzte Vergütungsbeschluss der Hauptversammlung nach §113 Abs. 3 AktG veröffentlicht.

Die Gesellschaft erstellt einen Bericht über Nachhaltigkeit (gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht), der sich an dem Format des Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientiert. Der Bericht ist ein eigenständiger Bestandteil des Geschäftsberichts und steht auch auf der Internetseite der Gesellschaft zum Download bereit.

Hinsichtlich des Risikomanagements bezogen auf die Finanzinstrumente verweisen wir auf Ziff. 4.33. FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT im Konzernanhang. Aufgrund ihrer Rolle im Konzern gelten die gleichen Angaben für die First Sensor AG.

Berlin, den 29. Januar 2025

First Sensor AG

Thibault Kassir Robin Maly Dirk Schäfer
Vorstand Vorstand Vorstand

30 Jahresabschluss der First Sensor AG; Berlin zum 30. September 2024

Bilanz zum 30. September 2024

AKTIVA in TEUR

30.09.2023 30.09.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.818 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 876 667
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.817 0
4. Geleistete Anzahlungen 31 0
10.541 667
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.055 9.988
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.835 36.100
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.102 820
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.483 2.490
49.475 49.399
III. Finanzanlagen
Anteile an verbunden Unternehmen 7.912 7.912
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.650 10.236
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.676 18.687
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.976 5.295
4. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 137 235
41.439 34.454
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84 94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.480 44.749
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.218 5.554
49.782 50.397
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.140 395
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53 205
Aktiva 160.342 143.428

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PASSIVA in TEUR

30.09.2023 30.09.2024
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.657 51.677
II. Kapitalrücklage 22.203 22.308
III. Gewinnrücklagen 6.004 6.004
IV. Bilanzgewinn 41.986 41.986
121.850 121.976
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 2.276 2.132
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 290 244
2. Steuerrückstellungen 838 235
3. Sonstige Rückstellungen 8.162 5.739
9.290 6.218
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 6.906 5.281
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1 70
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.976 4.971
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.537 2.098
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.506 681
davon aus Steuern TEUR 566 (i.Vj. TEUR 400), davon im Rahmen der sozialen Sicherheit, TEUR 13 (i.Vj. TEUR 1) 26.925 13.102
PASSIVA 160.342 143.428

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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024

01.10.2022 - 30.09.2023 01.10.2023 - 30.09.2024
in TEUR
1. Umsatzerlöse 122.875 111.861
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.397 -1.670
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 16 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.407 840
Gesamtleistung 128.695 111.030
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -50.155 -40.756
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.258 -14.994
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.306 -32.719
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.373 -6.501
davon für Altersversorgung TEUR -202 (i.Vj. TEUR -174)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.918 -15.412
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.691 -14.053
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.042 3.768
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 268 733
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 653 (i.Vj. TEUR 266)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -85 -82
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -303 -328
13. Ergebnis nach Steuern 1.916 -9.312
14. Sonstige Steuern -30 -33
15. Aufwendungen / Erlöse aus Gewinnabführungsverträgen -1.886 9.345
16. Jahresüberschuss 0 0
17. Gewinnvortrag 41.986 41.986
19. Bilanzgewinn 41.986 41.986

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FIRST SENSOR AG, BERLIN

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. OKTOBER 2023 BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2024

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS (alle Beträge in TEUR, sofernnicht andersangegeben)

1. Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die First Sensor AG (FIS) ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß §267 Abs.3 HGB. Sie ist unter der Nummer HRB69326B im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (1 bis 20 Jahre) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

Die aus der Verschmelzung der Sensortechnics GmbH im Jahr 2011 und der Elbau GmbH im Jahr 2013 resultierenden Firmenwerte beinhalten im Wesentlichen spezifisches Knowhow der Mitarbeiter, das langfristig nutzbar ist; daher erfolgt die Abschreibung über einen Zeitraum von 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Gebäude: 25-33 Jahre, technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1-23 Jahre) linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind Einzelkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Fremdbezüge werden aktiviert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Finanzanlagen werden nur im Fall einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestehen die hierfür einschlägigen Gründe an einem späteren Bilanzstichtag nicht mehr, wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben.

34

Die Vorräte werden durch Einzelfeststellung der Anschaffungskosten bzw. den Einstandswert zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Personalkosten, Materialkosten und den zurechenbaren Anteil der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der bei den Herstellungskosten zugrunde gelegte Beschäftigungsgrad beträgt 82 %. Veraltete Artikel und Artikel mit geringer Umschlagshäufigkeit werden über ein Pauschalverfahren in allen Vorratsgruppen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Auf Fremdwährungen lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der in der Bilanz ausgewiesene Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen betrifft gewährte Fördermittel, die passivisch abgegrenzt werden. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt planmäßig entsprechend der im Förderbescheid bezifferten Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter (30 Jahre), dies weicht von der betriebsüblichen Nutzungsdauer der Anlagegüter (2 – 22 Jahre) ab.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsverfahren ermittelt. Der zum Bilanzstichtag verwendete laufzeitkongruente Rechnungszinssatz beträgt 1,87 Prozent (VJ: 1,81 Prozent). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,00 Prozent (VJ: 2,50 Prozent) bei den Renten ausgegangen.# Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die tatsächlichen Werte können zu einem späteren Zeitpunkt in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

35 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2024 ist in folgender Tabelle dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.10.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 30.09.2024 Gesamt
in TEUR
Gesamt 149.193 5.565 -603 0 154.156
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.160 41 0 0 45.202
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446 0 0 0 3.446
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.881 41 0 0 7.922
3. Geschäfts- oder Firmenwert 33.782 0 0 0 33.782
4. Geleistete Anzahlungen 151 0 0 0 51
II. Sachanlagen 96.122 5.524 -603 0 101.042
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.320 143 0 411 18.874
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.537 247 -33 6.988 73.739
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.781 644 -570 66 5.921
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.483 4.490 0 -7.465 2.507
III. Finanzanlagen 7.912 0 0 0 7.912
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.912 0 0 0 7.912
Kumulierte Abschreibungen Stand am 01.10.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 30.09.2024 Buchwerte 30.09.2024
in TEUR
Gesamt -81.641 -15.412 575 0 -96.178 57.978
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -34.650 -9.885 0 0 -44.535 667
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -1.629 -1.818 0 0 -3.446 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -7.004 -251 0 0 -7.255 667
3. Geschäfts- oder Firmenwert -25.965 -7.817 0 0 -33.782 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 51
II. Sachanlagen -46.692 -5.527 575 0 -51.643 49.399
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -8.266 -620 0 0 -8.886 9.988
2. Technische Anlagen und Maschinen -33.085 -4.558 5 0 -37.638 36.100
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.323 -348 570 0 -5.101 820
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 2.490
III. Finanzanlagen 0 0 0 0 0 7.912
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 7.912

36

Im Berichtsjahr wurden keine Entwicklungskosten mehr aktiviert (VJ: TEUR16). Die noch vorhandenen selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte wurden im Rahmen der Überprüfung des Goodwills auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und in voller Höhe abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte im Bau wurden abgeschrieben. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,9 Mio. Euro (VJ: 2,2 Mio. Euro).

4. Vorräte

in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.650 10.236
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 19.676 18.687
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.976 5.295
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 137 235
Gesamt 41.439 34.454

Die Vorräte werden nach dem FIFO-Prinzip bewertet. Die Methode zur Berechnung der Wertminderung auf Vorräte wurde im Geschäftsjahr 2024 angepasst. Um geänderte Erwartungen in Bezug auf die zukünftigen Umsatzentwicklungen und die damit zusammenhängende Verwertbarkeit der Vorräte abzubilden, wurde die Bewertungsrichtlinie zur Vorratsbewertung abgeändert. Aufgrund dieser Anpassung ergab sich ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 6.626 für das aktuelle Geschäftsjahr. Die Wertminderung auf Vorräte beläuft sich zum 30. September 2024 auf TEUR 12.123 (VJ: TEUR 5.497) und gliedert sich in TEUR 5.936 (VJ: TEUR 2.978) für RHB, TEUR 5.605 (VJ: TEUR 1.965) unfertige Erzeugnisse und TEUR 582 (VJ: TEUR 554) fertige Erzeugnisse auf. Dieser Aufwand wurde für Wertberichtigungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren in der Position Materialaufwand und für Unfertige und Fertige Erzeugnisse in den Bestandsveränderungen ausgewiesen.

5. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist unmittelbar Mutterunternehmen für folgendes Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, das damit auch verbundenes Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB ist:

in TEUR Beteiligung (%) Eigenkapital Ergebnis
Inland First Sensor Lewicki GmbH, Oberdischingen (Ergebnis nach Gewinnabführung) 100 4.792 0

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 94 (VJ: TEUR 84) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum Stichtag bestanden Wertberichtigungen von TEUR 12 (VJ: TEUR 21) auf überfällige Rechnungen und Rechnungsausfälle.

37

7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Gegen den Hauptaktionär und andere Unternehmen aus dem Konzernkreis der TE-Connectivity bestehen Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 40.981 (VJ: TEUR 23.302), die überwiegend aus dem Cash-Pooling und dem Anspruch zum Verlustausgleich resultieren. Darin enthalten sind Forderungen gegen die First Sensor Lewicki GmbH, Oberdischingen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 3.768 (VJ: TEUR 4.042). Im Übrigen resultieren die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr im Verbundbereich. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Gliederung der sonstigen Vermögensgegenstände ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Anzahlungen 53 0
Forderungen gegenüber Personal 6 26
Verpfändetes Bankguthaben 6.906 5.281
Sonstige 253 246
Gesamt 7.218 5.554

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände, bis auf das verpfändete Bankguthaben, haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

9. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus Sichtguthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 395 (VJ: TEUR 1.140). Seit September 2020 ist die First Sensor AG in den Cash-Pool der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH eingebunden. Zum Stichtag wurden im Cash-Pool TEUR 17.994 (VJ: TEUR 23.302) zugunsten der Gesellschaft verwaltet. Der Ausweis findet in der Bilanz unter dem Posten ‚Forderungen gegen verbundene Unternehmen‘ statt.

10. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 205 (VJ: TEUR 53) entsteht auf Grund von geleisteten Zahlungen in Verbindung mit zukünftigen Leistungen.

11. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 30. September 2024 TEUR 51.677 (VJ: TEUR 51.657) und setzt sich aus 10.335.496 Stückaktien (VJ: 10.331.496 Stückaktien) im rechnerischen Nennwert von 5,00 Euro zusammen. Das gezeichnete Kapital der First Sensor AG hat sich durch ausgeübte Aktienoptionen im Berichtsjahr um 4.000 Aktien erhöht. Dies entspricht einer Kapitalerhöhung von EUR 20.000.

38

12. Kapitalrücklage

Die Entwicklung der Kapitalrücklage ist im Folgenden dargestellt:

in TEUR 01.10.2022 / 01.10.2023 30.09.2023 / 30.09.2024
21.966 22.203
Ausübung Aktienoptionen 237 105
22.203 22.308

Die Kapitalrücklage kann in einer Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals verwendet werden:
* zum Ausgleiche eines Jahresfehlbetrags, so weiter nicht durch einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann;
* zum Ausgleiche eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr, soweit er nicht durch einen Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.

Der Anteil der Kapitalrücklage, der 10 Prozent des Grundkapitals übersteigt, darf verwendet werden:
* zum Ausgleiche eines Jahresfehlbetrags, so weiter nicht durch einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist;
* zum Ausgleiche eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr, soweit er nicht durch einen Jahresüberschuss gedeckt ist;
* zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nach den §§ 207 bis 220 AktG.

13. Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2024 nicht verändert.

14. Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital der First Sensor AG ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Bedingtes Kapital 2013/I - -
Bedingtes Kapital 2016/II 295 94
Bedingtes Kapital 2017/I - -
Bedingtes Kapital 2017/II - -
Gesamt 295 94

Zum 30. September 2024 betrug das bedingte Kapital insgesamt TEUR 94 (VJ: TEUR 295). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten im Rahmen der jeweiligen Aktienoptionspläne aus dem Bedingten Kapital 2016/II von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. Das bedingte Kapital 2013/I, 2017/I und 2017/II besteht nicht mehr.

39

15. Ausschüttungssperre

In der Bilanz des Jahresabschlusses der First Sensor AG werden keine selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände mehr (VJ: TEUR 1.818) ausgewiesen. Somit ergibt sich ein Betrag in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 1.818), der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Der Differenzbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,87 Prozent; VJ: 1,81 Prozent) und der vergangenen sieben Jahre (1,91 Prozent; VJ: 1,66 Prozent) beträgt TEUR 1 (VJ: TEUR 13) und ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ebenfalls ausschüttungsgesperrt.

16. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Investitionszuschüsse für die Erweiterung der Betriebsstätte sowie die Investitionszulagen werden als Sonderposten abgegrenzt und entsprechend dem im Förderungsbescheid angegebenen Verpflichtungszeitraum aufgelöst. In der Berichtsperiode wurden TEUR 2.132 (VJ: TEUR 2.276) abgegrenzt.

17. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.739 (VJ: TEUR 8.162) gliedern sich wie folgt:

in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Personenbezogene Rückstellungen 3.531 2.813
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 4.488 2.329
Übrige Rückstellungen 143 597
Gesamt 8.162 5.739

40

18.# Verbindlichkeiten

Die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

## in TEUR 30.09.2023 bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.906 1.625 5.281 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.976 6.976 0 0
Erhaltene Anzahlungen 1 1 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.537 9.537 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.506 3.480 26 0
Gesamt 26.926 21.619 5.307 0
## in TEUR 30.09.2024 bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.281 1.625 3.656 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.971 4.971 0 0
Erhaltene Anzahlungen 70 70 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.098 2.098 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 681 681 0 0
Gesamt 13.101 9.445 3.656 0

Das unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 5.281 (VJ: TEUR 6.906) ist durch ein verpfändetes Guthabenkonto bei der Landesbank Baden-Württemberg besichert. Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25 (VJ: TEUR 242) sind durch Eigentumsrechte an den Mietkaufobjekten besichert.

19. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

20. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

## in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Steuerverbindlichkeiten 3.223 566
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 13
Mietkaufverbindlichkeiten 242 25
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 39 78
Gesamt 3.506 681

Der Rückgang der Steuerverbindlichkeiten resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.

21. Latente Steuern

Aufgrund des am 14.04.2020 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG als Muttergesellschaft, dem die Hauptversammlung durch Beschluss am 26.05.2020 zustimmte, besteht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 ein Organschaftsverhältnis im Sinne des § 14 KStG. Infolge der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft werden das zu versteuernde Einkommen und der Gewerbeertrag der First Sensor AG der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG als Organträgerin ab dem Veranlagungs- bzw. Erhebungszeitraum 2021 zugerechnet. Infolgedessen werden seit dem 1. Januar 2021 keine latenten Steuern mehr bilanziert.

22. Haftungsverhältnisse, Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Die First Sensor AG haftet nach § 74 Abgabenordnung für die beim ertragsteuerlichen Organträger entstehenden Steuern, bei denen sich die Steuerpflicht auf den Geschäftsbetrieb der First Sensor AG gründet. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität des Organträgers nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

## in TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
aus Mietverträgen 642 819 0 1.462
Bestellobligo 13.830 3.475 0 17.305
aus Leasingverträgen 94 47 0 141
aus Erbpachtvertrag 23 96 924 1.043
Gesamt 14.589 4.437 924 19.950

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2025 und 2026. Das Bestellobligo resultiert vorwiegend aus Investitionen und Materialbestellungen für die Produktion. Darüber hinaus bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

23. Umsatzerlöse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 hat die First Sensor AG einen Umsatz von TEUR 111.861 (VJ: TEUR 122.875) erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich folgendermaßen in Umsätze mit Drittkunden und mit verbundenen Unternehmen. In den Umsätzen mit verbundenen Unternehmen sind Anpassungen aus Verrechnungspreisen in Höhe von TEUR 2.116 (VJ: TEUR 0) enthalten, die das Vorjahr betreffen.

## 01.10.2022 – 01.10.2023 – in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Drittkunden 0 0
Verbundene Unternehmen 122.875 111.861
Gesamt 122.875 111.861

Die First Sensor AG verbucht den Umsatz zum allergrößten Teil mit der Vertriebsorganisation der TE Connectivity (TESOG) mit Sitz in der Schweiz. Drüber hinaus gibt es auch noch Umsätze mit anderen Gesellschaften des TE-Konzerns und vereinzelt Gutschriften oder Forderungsausfälle aus Lieferungen an Dritte aus Vorjahren, die im Berichtszeitraum weniger als TEUR 10 (VJ: TEUR -128) betragen haben.

Die regionale Aufteilung (bezogen auf die Endkunden) ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

## 01.10.2022 - 01.01.2023 - in TEUR Δ absolut in % 30.09.2023 30.09.2024
DACH* 56.847 57.721 874 1,5
Europäische Union 25.602 21.344 -4.258 -16,6
Übriges Ausland 40.426 32.796 -7.630 -18,9
Gesamt 122.875 111.861 -11.014 -9,0

*Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

24. Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen reduzieren sich auf TEUR 0 (VJ: TEUR 16). Aufgrund der fortschreitenden Integration in den TE Connectivity-Konzern finden Entwicklungsleistungen nicht mehr nur ausschließlich innerhalb der First Sensor Gruppe statt, sondern auch und im Wesentlichen in anderen legalen Einheiten des TE Connectivity-Konzerns. Daher entspricht die Minderung der zu aktivierenden Eigenleistungen den Erwartungen.

25. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge teilen sich auf die folgenden Sachverhalte auf:

## 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Periodenfremde Erträge 176 293
Auflösung von Rückstellungen 176 293
Übrige Erträge
Währungsgewinne 23 132
Auflösung Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen 148 144
Sonstige 1.060 271
Gesamt 1.407 840

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen teilen sich in die folgenden Kostenarten auf:

## 01.10.2022 - 01.10.2023 – in TEUR 30.09.2023 30.09.2024
Sonstige 3.058 3.474
Werkzeuge und Kleingeräte 4.287 3.285
Arbeitskleidung, Maschinenmiete 1.454 1.621
Mieten und Raumkosten 1.665 1.426
Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen 972 1.153
Instandhaltungsaufwendungen 908 697
Übrige periodenfremde Aufwendungen 1.734 526
Kfz-Kosten 417 436
Reise und Bewirtungskosten 374 394
Investor Relations 273 226
Rechts und Beratungskosten 628 166
Versicherungen 115 148
Währungsverluste 36 145
Personalbeschaffung 120 130
Hauptversammlung 103 102
Werbe- und Vertriebskosten 116 80
Verluste aus Anlagenabgängen 151 28
Wertberichtigung von Forderungen 280 15
Kosten der Warenabgabe 0 0
Gesamt 16.691 14.053

In den ‚Sonstige‘ innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 2.859 (VJ: TEUR 2.518) IT-Kosten sowie Serviceleistungen enthalten.

27. Erträge aus Gewinnabführungen und Beteiligungen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 3.768 (VJ: TEUR 4.042) betreffen im Geschäftsjahr 2024 den in voller Höhe übernommenen Gewinn der First Sensor Lewicki GmbH.

28. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 733 (VJ: TEUR 268) enthalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 653 (VJ: TEUR 266). Der Rest entfällt auf Zinserträge auf Bankguthaben.

29. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr wurden Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 (VJ: TEUR 85) insbesondere für Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens erfasst.

30. Gewinnabführung / Verlustausgleich, Jahresüberschuss /-verlust und Bilanzgewinn /-verlust

Aufgrund des am 14.04.2020 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG als Muttergesellschaft, dem die Hauptversammlung durch Beschluss am 26.05.2020 zustimmte, wird der gesamte handelsrechtliche Verlust von der TE Connectivity Sensors Germany Holdings AG übernommen. Gemäß § 277 Abs. 3 HGB wird der Verlustausgleich als Ertrag innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sodass ein Jahresergebnis von Null auszuweisen ist. Der Ertrag aus Verlustausgleich entspricht demzufolge dem Ergebnis vor Gewinnabführung / Verlustausgleich von TEUR -9.345 (VJ: TEUR 1.886 Gewinnabführung).

WEITERE ANGABEN

Vorstand

  • Robin Jan Maly, Meilen / Schweiz (seit 20. April 2021), Mitglied des Vorstands ohne gesonderten Aufgabenbereich
  • Dirk Karl Schäfer, Mannheim (seit 1. Juni 2021), Mitglied des Vorstands ohne gesonderten Aufgabenbereich
  • Thibault Kassir, Scottsdale / USA (seit 21. April 2022), Mitglied des Vorstands ohne gesonderten Aufgabenbereich

Die Vorstände übernehmen die Organfunktion im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrags. Operative Managementleistungen werden überwiegend durch First Sensor-Mitarbeiter und Serviceeinheiten der TE-Gruppe, die auch die jeweiligen Entscheidungsvorlagen für den Vorstand vorbereiten, übernommen. Die im Geschäftsjahr 2023/2024 bestellten Mitglieder des Vorstands haben in diesem Rahmen die Vorstandstätigkeiten zusätzlich übernommen und erhalten weder durch die First Sensor AG noch durch andere Gesellschaften von TE Connectivity eine Vergütung für ihre Vorstandstätigkeit bei der First Sensor AG. Für das Vorstandsmitglied Dirk Karl Schäfer erhält die First Sensor AG eine dem zeitlichen Aufwand entsprechende Weiterbelastung von Gehaltsbestandteilen durch den Arbeitgeber (TE Connectivity Germany GmbH). Weitere Angaben werden im Vergütungsbericht veröffentlicht.

Aufsichtsrat

Name/ Tätigkeit Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien Position im Aufsichtsrat
Michael Gerosa Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 19. April 2021 (Mitglied des Aufsichtsrats seit 18. keine TE Connectivity Poland Services sp. z o.o.
Februar 2021) Controller EMEA, TE Connectivity
Tyco Electronics Finland Oy
Helsinki, Finnland
Switzerland AG, Schaffhausen, (Mitglied des Verwaltungsrats), Schweiz
TE Connectivity Svenska AB
in Upplands-Väsby, Schweden (Mitglied des Verwaltungsrats),
Tyco Electronics Saudi Arabia Limited
in Riyadh, Saudi-Arabien (Mitglied des Verwaltungsrats),
TE Connectivity (Denmark) ApS
in Glostrup, Dänemark (Mitglied des Verwaltungsrats),

Peter McCarthy
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
keine
keine
Senior Director Product seit 1. Mai 2020
Management, TE Connectivity Germany GmbH, Bensheim

Stephan Itter
Mitglied des Aufsichtsrats
Läpple Automotive GmbH, Teublitz; FIBRO
keine
seit 1. Mai 2020
GmbH, Weinsberg
CEO, Läpple AG, Heilbronn

Olga Wolfenberg
Mitglied des Aufsichtsrats
keine
keine
(Arbeitnehmervertreter)
seit 03. Mai 2019

Rob Tilmanns
Mitglied des Aufsichtsrats
keine
Keine
Senior Director Business Seit 24. Juni 2021
Development, TE Connectivity Corporation, Berwyn/USA

Christoph Findeisen
Mitglied des Aufsichtsrats
keine
keine
(Arbeitnehmervertreter)
Seit 26. August 2021

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch § 13 der Satzung geregelt sowie von der Hauptversammlung festgelegt. Die Aufsichtsratsvergütung wurde gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2014 neu geregelt. Drei Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach Ablauf des Geschäftsjahres eine Vergütung von TEUR 20 für jedes volle Jahr der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat. Für den Vorsitzenden erhöht sich diese Vergütung auf TEUR 50, für seinen Stellvertreter erhöht sich die Vergütung auf TEUR 30.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Ein Selbstbehalt ist nicht vereinbart.

Die Gesellschaft erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die ihm bei der Ausübung seines Amtes entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie die auf die Vergütung gegebenenfalls entfallende Umsatzsteuer.

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 60 (VJ: TEUR 60). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung und nehmen auch nicht am Aktienoptionsplan der Gesellschaft teil.

46 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2024 beschäftigten Mitarbeiter nach den Bereichen Produktion und Administration ergibt sich wie folgt:

01.10.2023- 30.09.2024
Produktion 267
Administration 351
Gesamt 618

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit § 315a HGB nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Zudem wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der TE Connectivity Plc., in Galway/ Irland einbezogen, die zum 30. September 2024 einen Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt und diesen im Internet auf der Homepage der TE Connectivity Ltd. (https://investors.te.com/financial-reports/annual-reports/default.aspx) veröffentlicht.

Prüfungsgebühren

In TEUR

2023 2024
Abschlussprüfung 135 170

Der Abschlussprüfer erbringt ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Die Prüfungsgebühren umfassen die Prüfung des Jahresabschlusses der First Sensor AG nach HGB TEUR 110 (VJ: TEUR 105) und des Konzernabschlusses nach IFRS TEUR 35 (VJ: TEUR 25). Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein Nachforderungsbetrag in Höhe von TEUR 25 im aktuellen Berichtsjahr enthalten.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der First Sensor AG und des Konzerns gehabt hätten.

Erklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG abgegeben und auf der Webseite der Gesellschaft https://www.first-sensor.com/de/investor-relations/corporate-governance/entsprechenserklaerung/dauerhaft zugänglich gemacht.

47 Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nach den uns übermittelten Stimmrechtsmitteilungen hielten zum 30. September 2024 folgende Personen/Gesellschaften mehr als 3 Prozent der Aktien der First Sensor AG. Diese können von den aktuellen Stimmrechtsanteilen abweichen, wenn keine Meldeschwelle seit der letzten Meldung erreicht wurde und die Person oder Institution daher keine Verpflichtung zur Meldung hatte:

Name/Firma Wohnort/Sitz Datum der Mitteilung Höhedes Stimmrechtsanteils zum Zeitpunkt der Mitteilung in % Datum der Zurechnung gemäß § 34 WpHG Anzahl der Stimmrechte Schwellenwert erreicht bzw. überschritten
TE Connectivity Ltd. Schaffhausen, Schweiz 13.03.2020 71,87 13.03.2020 7.380.905 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten
Aktionär: TE Connectivity Sensors Germany Holding AG Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 03.09.2021 12,31 07.09.2021 1.267.452 10% überschritten
Aktionär: Four World Capital Management LLC Paris, Frankreich 23.10.2020 3,4 23.10.2020 349.767 3% überschritten
Syquant Capital SAS Berlin 29. Januar 2025 - - - -

First Sensor AG

Thibault Kassir
Robin Maly
Dirk Schäfer

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