Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

First Sensor AG Annual Report 2004

Dec 11, 2004

159_10-k_2004-12-11_a8bdac42-09ba-409a-9895-23b49c5c9b4c.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG

GESCHÄFTSBERICHT für das Jahr 2004

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 1

Silicon Sensor International AG

Wertpapier-Kenn-Nr. 720 190

Ostendstr. 1 D-12459 Berlin Telefon: (030) 63 99 23 99 Telefax: (030) 63 99 23 88 E-Mail: [email protected] www.silicon-sensor.com

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 2

Inhalt

Vorwort 5
Konzernlagebericht und Lageberichtder Silicon Sensor International AG für das Geschäftsjahr 2004 10
UmsatzErgebnis 1112
Konzernfinanzierung 15
Mitarbeiter 16
Produktentwicklungen 16
RisikomanagementAusblick 1719
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2004, Aktiva 21
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2004, Passiva 22
Konzerngewinn- und Verlustrechnung 2004 23
Konzern-Kapitalflussrechnung 2004 24
Eigenkapitalveränderungsrechnung 2004 25
Konzernanhang zum 31. Dezember 2004 26
1.Allgemeines2.Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 292a Abs. 1 und 2 HGB3.Darstellung der Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden4.Änderungen der Konzernstruktur5.Liquide Mittel6.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen7.Vorräte8.Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände9.Sachanlagen10.Immaterielle Vermögensgegenstände und Firmenwert11.Rückstellungen12.Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten13.Kurzfristige Darlehen14.Langfristige verzinsliche Darlehen15.Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer16.Gezeichnetes Kapital17.Kapitalrücklage18.Umsatzerlöse19.Sonstige betriebliche Erträge20.Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen21.Materialaufwand, Aufwand für bezogene Leistungen22.Personalaufwand23.Sonstige betriebliche Aufwendungen24.Steuern vom Einkommen und Ertrag25.Ergebnis je Aktie26.Anmerkungen zur Kapitalflussrechnung27.Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen28.Segmentberichterstattung29.Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen30.Finanzinstrumente31.Weitere Erläuterungen aufgrund von Vorschriften des HGB 5732.Corporate Governance 2626283838383839394041414142424547474747484848495051525254555759
Bestätigungsvermerk 60
Freiwillige AngabenEntsprechenserklärung 6263
Bericht des Aufsichtsrates 64

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 3

Jahresabschluss 2004 für den Silicon Sensor Konzern

Kennzahlen 01.10. - 31.12.2004 (IV. Quartal 2004)

01.10.2004 -31.12.2004 01.10.2003 -31.12.2003 Änderung in % Änderung
TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 3.243 2.764 479 17
Auftragsbestand 8.178 8.384 -206 -2
EBITDA 1.126 741 385 52
EBIT 570 407 163 40
Quartalsüberschuss 491 189 302 160
Quartalsüberschuss
Euro/Stückaktie 0,21 0,08 0,13 163
Aktienzahl 2.317.500 2.250.000 67.500 3
Aufwendung für Forschung
und Entwicklung 116 157 -41 -26
Mitarbeiter (31.12.) 102 101 1 1

Kennzahlen 2004

Kennzahlen 01.01. - 31.12.2004 (Jahresabschluss 2004)

01.01.2004 -31.12.2004TEuro 01.01.2003 -31.12.2003TEuro Änderung inTEuro % Änderung
Umsatzerlöse 13.841 11.959 1.882 16
Auftragsbestand 8.178 8.384 -206 -2
EBITDA 3.475 2.360 1.115 47
EBIT 2.201 1.152 1.049 91
Jahresüberschuss 1.484 720 764 106
Jahresüberschuss
Euro/Stückaktie 0,65 0,32 0,33 103
Aktienzahl, gewichtet 2.275.993 2.250.000 25.993 1
Aufwendung für Forschung
und Entwicklung 479 619 -140 -23
Mitarbeiter (31.12.) 102 101 1 1

Vorwort des Vorstandes

Silicon Sensor weiter auf Wachstumskurs – Gesteigertes Ergebnis stellt eine solide Basis für die weitere Entwicklung dar

Sehr verehrte Damen und Herren Aktionäre, sehr verehrte Geschäftspartner,

in die Freude über das im Geschäftsjahr 2004 Erreichte mischt sich tiefe Trauer über das Ableben unseres verehrten Vorstandskollegen und Geschäftsführers der Lewicki microelectronic GmbH Dr. Edmund Rickus. Er verstarb am 10.01.2005 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren. Mit Dr. Rickus verlieren wir eine hervorragende Persönlichkeit. Er wurde von unseren Geschäftspartnern sehr geschätzt und war bei seinen Mitarbeitern hoch geachtet und beliebt.

Die alleinige Geschäftsführung der Lewicki microelectronic GmbH hat das Mitglied der Geschäftsleitung, Herr Maximilian Sailer, seit dem 11.01.2005 übernommen. Wir wünschen Herrn Sailer viel Erfolg bei dieser neuen Herausforderung.

Der Silicon Sensor Konzern hat im Geschäftsjahr 2004 wiederum ein solides Wachstumstempo erreicht und dabei von den sich verbesserten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitiert. Wir freuen uns, Ihnen zum wiederholten Male über eine solide Geschäftsentwicklung berichten zu können. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 16 % von 11,96 Mio. Euro auf 13,84 Mio. Euro stieg, erhöhte sich der Gewinn um 106 %.

Das EBITDA stieg um 47 % von 2.360 TEuro (31.12.2003) auf 3.475 TEuro (31.12.2004). Das operative Ergebnis EBIT nahm um 91 % von 1.152 TEuro (31.12.2003) auf 2.201 TEuro (31.12.2004) zu. Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern konnte im vergangenen Jahr um 106 % von 720 TEuro (31.12.2003) auf 1.484 TEuro (31.12.2004) verbessert werden. Der Gewinn je Aktie betrug im Berichtszeitraum 0,65 Euro und verbesserte sich damit um 0,33 Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (31.12.2003: 0,32 Euro).

Die aktuelle Entwicklung in den USA gibt Anlass zu der Einschätzung, dass die amerikanische Tochtergesellschaft im laufenden Geschäftsjahr erneut einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis liefern wird.

Die derzeit geführten Verhandlungen mit großen Kunden konnten im Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen werden und schlagen sich deshalb noch nicht im Auftragsbestand nieder. Der Auftragsbestand blieb mit 8,18 Mio. Euro zum 31.12.2004 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (31.12.2003: 8,38 Mio. Euro). Insgesamt lässt sich eine

Tendenz zu immer kurzfristigeren Auftragsvergaben durch unsere Kunden erkennen, dies gilt vor allem für den Bereich der Hybridfertigung.

Die Produktionstätigkeit behält ihren Schwerpunkt bei kundenspezifischen Produkten mit einem teilweise sehr hohen Entwicklungsanteil. Schwerpunkt sind weiterhin kundenspezifische Hybridschaltungen und Sensorlösungen sowie Avalanche-Fotodioden.

Im Berichtszeitraum wurden die Voraussetzungen für ein weiteres solides Wachstum des Silicon Sensor Konzerns geschaffen. Wachstumsimpulse erwartet der Vorstand aus den Bereichen optische Kommunikation, Sicherheitstechnik und Automotive, in denen über neue Aufträge von namhaften Kunden intensiv verhandelt wird.

Der Vorstand nutzt die Gelegenheit, mit der Vorlage der Geschäftszahlen zugleich allen Mitarbeitern für ihre Ideen und ihren zuverlässigen Einsatz zur Prosperität des Konzerns seine Anerkennung auszusprechen. Ebenso danken wir dem Aufsichtsrat für seine konstruktive Begleitung aller Geschäftsprozesse und seinen Rat bei sämtlichen strategischen Weichenstellungen zur Absicherung einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung des Konzerns.

Nicht zuletzt ist das Engagement unserer Aktionäre ein gewichtiger Grund, am Ende eines erfolgreichen Geschäftsjahres, in dem weitreichende Entscheidungen für die Zukunft des Silicon Sensor Konzerns gefallen sind, Dank zu sagen.

Berlin, im März 2005

Silicon Sensor International AG Der Vorstand

Dr. Bernd Kriegel Dr. Hans-Georg Giering

Geschäftsentwicklung

Die Silicon Sensor Gruppe ist ein spezialisierter Hersteller von optoelektronischen Sensoren (Fotodetektoren) zur Erkennung und Messung von Alpha-, Beta-, Gamma- und Röntgenstrahlung sowie von UV-Licht, sichtbarem Licht und Nahinfrarot-Strahlung. Gleichzeitig entwickelt und fertigt die Silicon Sensor Gruppe hochzuverlässige kundenspezifische Hybridschaltungen und Produkte der Mikrosystemtechnik. Zu den Auftraggebern der Gesellschaft gehören namhafte Konzerne und Forschungsinstitute, die aufgrund ihrer produktionstechnischen und strategischen Ausrichtung hochspezialisierte Fertigungsprozesse auslagern.

Das Unternehmen bewegt sich vorwiegend im Markt für optoelektronische Sensorikprodukte. Diese Produkte gehen als entscheidende Grundkomponenten in alle nur denkbaren Bereiche applikativer Anwendungen ein. Damit macht sich die Silicon Sensor Gruppe gleichzeitig weitestgehend vom Zyklus einzelner Branchen unabhängig. Das Marktumfeld für diese High End Produkte wird allgemein als günstig bewertet und das zukünftige Wachstumspotential positiv eingeschätzt.

Die Silicon Sensor Gruppe gehört zu den wenigen Unternehmen in der Welt, die für diesen Markt optische High End Sensoren für höchste Ansprüche entwickeln und produzieren. Die von der Silicon Sensor Gruppe in der jüngsten Vergangenheit entwickelten und hergestellten Avalanche-Fotodioden (APD) und Avalanche Fotodiodenarrays nehmen weltweit einen Spitzenplatz in Qualität und Geschwindigkeit ein. Verwendet werden APDs von unseren Kunden beispielsweise in hochpräzisen Abstandsmesssystemen für unterschiedlichste Anwendungsfälle.

Die Sicherstellung der für das Wachstum der Silicon Sensor Gruppe notwendigen Liquidität begleitet uns seit der Gründung des Unternehmens. Auch in diesem Bereich sind wir einen großen Schritt nach vorn gelangt. Der operative Cashflow wurde um 122 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert. Die liquiden Mittel stiegen gegenüber dem Vorjahr um 255 % von 1.065 TEuro (31.12.2003) auf 3.780 TEuro (31.12.2004) an.

Gemäß den Planungen für die folgenden Geschäftsjahre kann davon ausgegangen werden, dass das weitere Wachstum gesichert ist. Die Liquiditätsplanung des Konzerns geht dabei von einem weiteren Umsatzwachstum und damit verbundenen positiven operativen Cashflows aus. Der Vorstand betrachtet die Liquidität als ausreichend, um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen.

Auslandsentwicklung

Nach dem Ausbau des Marktanteils der Silicon Sensor Gruppe in Europa liegt das größte Wachstumspotenzial für die Zukunft in den amerikanischen und asiatischen Märkten. Um auf diesen Märkten weiter Fuß zu fassen und die Internationalisierung des Unternehmens auszubauen, wurde die Entwicklung der Pacific Silicon Sensor Inc. planmäßig vorangetrieben. 2004 erreichte unsere amerikanische Tochterfirma bei einer Umsatzsteigerung um 28 % von 766 TUSD (31.12.2003) auf 981 TUSD (31.12.2004) erstmals ein positives Jahresergebnis. Das erreichte organische Wachstum ist ein Beleg für die zunehmende Akzeptanz der Produkte der Silicon Sensor Gruppe auch auf dem amerikanischen Markt. Für die amerikanische Tochtergesellschaft wird im Geschäftsjahr 2005 ein kontinuierlicher Anstieg des Ergebnisbeitrages erwartet.

Mitarbeiterentwicklung

Der Erfolg des SIS-Konzerns ist auf umfangreiches Know How der Mitarbeiter und über 30-jährige Erfahrung bei der Entwicklung und Produktion von optischen High Class Sensoren sowie hochzuverlässiger Hybridschaltungen zurückzuführen. Für die Realisierung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung ist neben der Motivation der Mitarbeiter auch die Verfügbarkeit neuer, qualifizierter Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Der Personalbestand des Silicon Sensor Konzerns änderte sich auf 102 Beschäftigte zum Jahresende 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (zum Ende des Geschäftsjahres 2003 wurden 101 Mitarbeiter beschäftigt).

Ausblick

Der SIS-Konzern ist im Markt der optischen Sensoren als bedeutender Spezialanbieter kundenspezifischer Anforderungen mit hohen Qualitätsparametern eingeführt.

Der Konzern erwartet in fast allen Tochterfirmen ein Wachstum im Umsatz und Ertrag. Es wird davon ausgegangen, dass in der Pacific Silicon Sensor Inc. sowie in der Silicon Sensor GmbH Umsatz und Ertrag am stärksten steigen werden. Aber auch unsere anderen Tochtergesellschaften werden Gewinne erwirtschaften, so dass wir planen, das Jahr 2005 mit einem gegenüber 2004 verbesserten Konzernergebnis abzuschließen.

Die Marktbedeutung der Silicon Sensor Gruppe wird im Jahr 2005 weiter verstärkt und das vorhandene Know How als strategischer Erfolgsfaktor zu einem kontinuierlichen Umsatz- und Ertragswachstum genutzt.

Die Abhängigkeit des Silicon Sensor Konzerns von einigen Hauptkunden konnte durch die Verbreiterung der Kundenbasis in den letzten beiden Geschäftsjahren deutlich verringert werden. Daneben wird der begonnene Ausbau der Marktpräsenz in USA und Asien mittelfristig Nachfrageschwankungen und Abhängigkeiten von Großkunden auf dem europäischen Markt kompensieren helfen. Risiken der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sollen durch die eingeschlagenen neuen Geschäftsfelder minimiert werden.

Das Schwergewicht des Wachstums wird aufgrund der multifunktionalen industriellen Anwendung auch künftig im Bereich der Sensorik liegen. Die Entwicklungskompetenz des Unternehmens ist die Grundlage für die anerkannte hohe Produktqualität anspruchsvoller, optoelektronischer Problemlösungen.

Berlin, im März 2005

Silicon Sensor International AG Der Vorstand

Dr. Bernd Kriegel Dr. Hans-Georg Giering

Lagebericht

Konzernlagebericht und Lagebericht der Silicon Sensor International AG für das Geschäftsjahr 2004

  • ß Umsatzsteigerung um 16 % von 12 auf 14 Mio. Euro
  • ß EBIT-Steigerung um 91 % von 1.152 auf 2.201 TEuro
  • ß Ergebnissteigerung um 106 % von 720 auf 1.484 TEuro
  • ß Liquide Mittel um 255 % von 1,0 auf 3,8 Mio. Euro gesteigert
  • ß Operativer Cashflow von 1,75 auf 3,87 Mio. Euro verbessert
  • ß Weltweite Entwicklung des verstärkten Einsatzes von kundenspezifischen optoelektronischen Sensoren ist Basis für weiteres Wachstum

Bilanzierungsverfahren

Die Silicon Sensor International AG (im folgenden "SIS") hat den Konzernabschluss entsprechend den Vorgaben der Deutschen Börse AG und zur Sicherung einer besseren internationalen Vergleichbarkeit in Übereinstimmung mit den Internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellt.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

entwickeln und herzustellen.

Die allgemeine Entwicklung des Marktes wird geprägt durch langsam steigende Wirtschaftswachstumsraten. Nach den Einschätzungen des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) gilt die Nutzbarmachung von Licht als kommender Markt. Rund 15 % der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe werden schon heute durch Optische Technologien beeinflusst. Das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik IPM Freiburg geht davon aus, dass 30 % der elektronischen Technologien in Zukunft durch optische ersetzt werden. Während der Absatz der Halbleiterindustrie im Chipgeschäft (Prozessoren, Speicher) auch aus diesem Grund stark rückläufig ist, existieren jedoch keine Anzeichen für einen derart starken Wachstumsrückgang im Geschäft mit optischen High End Sensoren. Das von der SIS betriebene kundenspezifische Nischengeschäft mit High End Anwendungen wird sich nach der Einschätzung des Vorstandes in Zukunft positiv vom Marktverlauf abheben, weil es die Kunden in die Lage versetzt, innovativere optische Anwendungen zu

Umsatz

Umsatzwachstum ungebrochen

Im Konzern stieg der Umsatz um 16 % von 11,96 Mio. Euro (2003) auf 13,84 Mio. Euro (2004). Zum Umsatzwachstum trugen fast alle Tochterfirmen aus dem Bereich des Kerngeschäftes bei. Lediglich die Silicon Instruments GmbH verzeichnete, bedingt durch Auftragsverlagerungen in das nächste Geschäftsjahr, einen Umsatzrückgang. Die Lewicki microelectronic GmbH erreichte ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, konnte aber das sehr gute Vorjahresergebnis nicht übertreffen. Die Silicon Sensor GmbH steigerte sehr deutlich Umsatz und Gewinn und erreichte das beste Jahresergebnis seit ihrer Gründung im Jahre 1991. Vor allem legte sie den Grundstein für eine weitere positive Entwicklung in den Folgejahren. Die Silicon Projects GmbH als interner IT-Dienstleister des Konzerns stabilisierte ihren Umsatz erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau.

Silicon Sensor GmbH (+2,283 Mio.Euro; +45,0 %)
Lewicki microelectronic GmbH (+0,111Mio.Euro;+ 1,9%)
Pacific Silicon Sensor Inc. (+0,214Mio.USD; +28,0 %)
Silicon Instruments GmbH Berlin (-0,205 Mio.Euro; -44,0 %)
Silicon Projects GmbH (+0,011 Mio. Euro)

Gesamtumsatz des Silicon Sensor Konzerns vor Konsolidierung in TEuro

Umsatzwachstum (vor Konsolidierung) in TEuro

UMSATZ in TEuro 2002 2003 2004
Silicon Sensor 4.566 5.058 7.341
Pacific Silicon Sensor 720 752 963
Silicon Instruments 592 466 261
Silicon Projects 581 526 537
Lewicki microelectronic 5.636 5.858 5.969
Gesamt 12.095 12.660 15.071

Anmerkung: Die Umsätze der Pacific Silicon Sensor Inc. wurden mit einem einheitlichen Dollarkurs umgerechnet, um eine bessere Vergleichbarkeit zu erreichen.

Umsatz in TEuro

Ergebnis

Struktur der Konzerngewinn- und Verlustrechnung

% Gesamt % Gesamt
TEuro 2004 leistung 2003 leistung
Umsatz 13.841 99 % 11.959 97 %
Gesamtleistung 13.921 100 % 12.374 100 %
Materialeinsatz -3.268 24 % -3.289 27 %
Rohertrag 10.653 77 % 9.085 73 %
Personalaufwand -5.013 36 % -4.693 38 %
Abschreibungen(Anlagevermögen, Goodwill) -1.274 9 % -1.208 10 %
Sonstige Aufwendungen -2.165 16 % -2.032 16 %
Operatives Ergebnis 2.201 16 % 1.152 9 %
Finanz- undBeteiligungsergebnis -183 -1 % -286 -2 %
Konzernergebnis vorSteuern 2.018 15 % 866 7 %
Ertragsteuern -531 4 % -154 1 %
Auf Fremdbesitz entfallenderVerlust -3 0 % 8 0 %
Konzernergebnis 1.484 11 % 720 6 %

und Lagebericht

Das Konzernergebnis entwickelte sich im laufenden Geschäftsjahr positiv. Die Personalkostenquote und der prozentuale Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung verringerte sich gegenüber dem Vorjahresniveau leicht. Die Steigerung des Umsatzes, die Ausnutzung von Synergien zwischen den Konzerngesellschaften sowie das verbesserte Finanzergebnis erbrachten eine Verdoppelung des Konzernergebnisses nach Steuern.

Das Ergebnis je Aktie lag trotz der auf 2.317.500 gestiegenen Aktienzahl mit 0,65 Euro (31.12.2004) um 103 % über dem Ergebnis des Vorjahres (0,32 Euro) und übertrifft damit die Erwartungen der Analysten.

Investitionen

Die gesamten Investitionen im Konzern beliefen sich im Jahr 2004 auf rund 0,5 Mio. Euro. Die Investitionsquote betrug damit rund 4 %.

Die Investitionen betrafen insbesondere die Erweiterung der Produktionsbasis und die Qualitätssicherung, um in Zukunft die gesteckten Wachstumsziele unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Risikomanagementsysteme zu erreichen. Die Investitionstätigkeit sichert gleichzeitig die Innovationsfähigkeit des Silicon Sensor Konzerns für die Zukunft.

Akquisitionen

Im Jahr 2004 wurden keine weiteren Akquisitionsverhandlungen geführt. Dennoch suchte der Silicon Sensor Konzern auf der Basis seiner gestiegenen Profitabilität nach synergetisch kompatiblen Unternehmen, um langfristig die Marktposition im Sensormarkt verstärkt ausbauen zu können. Ausgangspunkt für weitere Akquisitionsüberlegungen war die erfolgreiche Eingliederung der Lewicki microelectronic GmbH und die damit verbundenen positiven Effekte für den Ausbau der Marktposition im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004.

Zur Lage der Silicon Sensor International AG

Die Silicon Sensor International AG entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr erfreulich positiv. Die Gesamtleistung der Silicon Sensor International AG blieb nahezu unverändert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg durch die guten Ergebnisse der Tochterfirmen trotz der Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 945 TEuro (31.12.2003) auf 1.127 TEuro (31.12.2004) sowie eines Forderungsverzichtes in Höhe von 0,5 Mio. Euro gegenüber der amerikanischen Tochtergesellschaft. Mit diesem Verzicht stärken wir das Eigenkapital dieser Gesellschaft und damit die Position der Pacific Silicon Sensor Inc. auf ihren Heimatmärkten. Positiv wertet der Vorstand das Anwachsen der liquiden Mittel von 230 TEuro (31.12.2003) auf 2,5 Mio. Euro (31.12.2004). Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft wird der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2004 in Höhe von 1.037.592,24 Euro in andere Gewinnrücklagen einzustellen.

Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet der Vorstand eine solide Entwicklung sowie eine weitere Ergebnisverbesserung.

Die Silicon Sensor Aktie

Die Silicon Sensor Aktie konnte genau wie im letzten Geschäftsjahr wieder eine positive Kursperformance ausweisen und dabei die Performance von DAX und TecDax deutlich überflügeln. Bezogen auf den durchschnittlichen Xetra Schlusskurs betrug die Performance der Silicon Sensor Aktie im Jahr 2004 +191 %.

Zu dieser außerordentlichen Performance der Aktie hat sicher auch das Engagement von starken Finanzinvestoren beigetragen, die ein weitergehendes und langfristiges Interesse an der Gesellschaft signalisiert haben. Darüber hinaus ist ein steigendes Interesse von institutionellen Anlegern an der Silicon Sensor Aktie zu verzeichnen.

Ein weiteres Indiz für die gute Entwicklung der Silicon Sensor International AG ist die Bereitschaft der Mitarbeiter zur Zeichnung neuer Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2004 wurden insgesamt 67.500 neue Aktien durch Mitarbeiter der Gesellschaft gezeichnet. Der Gesellschaft flossen dadurch insgesamt 358 TEuro liquide Mittel zu.

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 13

Nach Abschluss des Berichtszeitraumes hat die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, dem Vorstand nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i. V. m. § 134 InvG angezeigt, dass die FPM Funds SICAV, 2 Boulevard Konrad Adenauer, L-1115 Luxemburg, Luxemburg, mehr als 5 % des Stammkapitals der Silicon Sensor International AG erlangt hat. Die Stimmrechtsanteile an der Silicon Sensor International AG haben am 02.03.2005 die Schwelle von 5 % überschritten und betragen 6,1 %.

Der Vorstand begrüßt mit dem FPM Funds, einem Teil der DWS Investment Gruppe, einen neuen starken Partner der Silicon Sensor International AG im Aktionärskreis.

Weiterhin hat die Invision Asset Management AG, Zug, Schweiz, dem Vorstand nach § 21 Abs. 1 WpHG angezeigt, dass die Hitech Premium N.V., De Ruyterkade 62 Willemstad, Curacao, eine 100% Tochtergesellschaft der an der Schweizer Börse notierten und von der Invision verwalteten Beteiligungsgesellschaft Mach Hitech AG, mehr als 5 % des Stammkapitals der Silicon Sensor International AG erlangt hat. Die Stimmrechtsanteile an der Silicon Sensor International AG haben am 21.01.2005 die Schwelle von 5 % überschritten und betragen 5,06 %.

Mach Hitech beteiligt sich an schnell wachsenden und innovativen Gesellschaften der Technologieindustrie. Der Fokus liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen mit Hauptsitz in Europa. Dabei profitieren Unternehmen und Investoren vom Know-how und dem Netzwerk des Teams. Mach Hitech ist an der Schweizer Börse notiert.

Die Invision Asset Management AG gehört zur Invision Gruppe. Zu den Investitionsgrundsätzen der Invision AG gehört es, die Portfoliounternehmen unternehmerisch zu unterstützen und mit ihrem Team aktiv einen Mehrwert zu schaffen. Firmen kommen damit nicht nur in den Genuss von Kapitalzufluss, sondern profitieren auch direkt von den Erfahrungen und vom weitreichenden Beziehungsnetz des Investmentteams. Diese Unterstützung umfasst alle Unternehmensbereiche, von der Strategie- und Produktentwicklung bis zur Finanzberatung.

Der Vorstand begrüßt mit der von der Invision Asset Management AG, Zug, Schweiz, verwalteten Hitech Premium N.V. einen starken Partner der Silicon Sensor International AG im Aktionärskreis als Garant für weiteres Wachstum. Der Freefloat beträgt zurzeit rund 89 %.

31.12.2004 31.12.2003 31.12.2002
Aktienkurs (Euro) 11,89 4,08 3,45
Aktienzahl 2.317.500 2.250.000 2.250.000
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,65 0,32 0,16
KGV 18 13 22
KUV 1,99 0,74 0,67
Freefloat 2.261.000 1.540.000 754.500

Aktien-Kennzahlen (Xetra)

Konzernfinanzierung

Konzern Kapitalflussrechnung

Im Vorjahresvergleich ergibt sich folgende Cashflow Entwicklung:

TEuro 2004 2003 Veränderung
Operativer Cashflow 3.871 1.747 2.124
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -396 -587 191
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -753 -914 161
Währungsdifferenzen -7 -6 -1
Veränderung der liquiden Mittel 2.715 240 2.475
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 1.065 825
Liquide Mittel zu Ende des Geschäftsjahres 3.780 1.065

Der operative Cashflow konnte gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich verbessert werden. Insgesamt bewegt sich der Cashflow trotz des Finanzierungsbedarfes für neue Projekte, der hohen Investitionsquote und der konsequenten Rückführung von Bankverbindlichkeiten deutlich im positiven Bereich. Der Vorstand geht von einem weiteren Anstieg des operativen Cashflows im laufenden Geschäftsjahr aus.

Liquidität gesichert

Der Finanzmittelbestand hat sich gegenüber dem Ende des Vorjahres um 2,715 Mio. Euro erhöht. Gemäß den Planungen für die folgenden Geschäftsjahre kann davon ausgegangen werden, dass das weitere solide Wachstum gesichert ist. Die Liquiditätsplanung des Konzerns geht dabei von dem geplanten Umsatzwachstum und dem damit verbundenen positiven operativen Cashflow aus. Für ein überproportionales strategisches Wachstum in der Zukunft wären weitere Eigenkapital- und Fremdkapitalmaßnahmen erforderlich.

Derzeit betrachtet der Vorstand die Liquidität als ausreichend, um die Wachstumsziele zu erreichen.

Bilanzstruktur in 2004

Das Grundkapital, das in der Bilanz als gezeichnetes Kapital ausgewiesen wird beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2004 6.953 TEuro und setzt sich aus 2.317.500 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 3,00 Euro zusammen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Juni 2008 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.375.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Das genehmigte Kapital beträgt somit zum 31. Dezember 2004 3.375.000 Euro.

Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag um 0,8 Mio. Euro (6 %) auf 14,7 Mio. Euro gestiegen. Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag um

1,83 Mio. Euro auf 9,78 Mio. Euro (Vj. 7,95 Mio. Euro) gestiegen. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 67 % (Vj. 57 %). Der Silicon Sensor Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel von 3.780 TEuro (Vj. 1.065 TEuro).

Mitarbeiter

Zum 31.12.2004 waren bei Silicon Sensor weltweit insgesamt 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber 101 zum 31.12.2003 beschäftigt, davon 4 im Ausland und 98 im Inland.

Produktentwicklungen

Die Grundphilosophie des Konzerns ist auf kundenspezifische Produkte gerichtet. Somit versteht sich die Silicon Sensor Gruppe als technologisch orientierter Dienstleister im High-Tech Umfeld.

Die Silicon Sensor GmbH hat neben kundenspezifischen Entwicklungsprojekten auch im Jahr 2004 die Technologie für NIR-Epitaxie-Avalanche-Fotodioden (APD) weiterentwickelt. Die NIR-APD´s werden in der Zukunft am stärksten zum Wachstum beitragen.

Die Silicon Sensor GmbH entwickelte die Arraytechnik erfolgreich weiter.

In der Lewicki microelectronic GmbH werden neben vielen kundenspezifischen Projekten für medizinische, Luft- und Raumfahrtanwendungen auch spezielle Entwicklungen für die Sicherheitstechnik vorangetrieben.

In der Pacific Silicon Sensor Inc. wurden anwendungsfreundliche Systemmodule für Avalanche-Fotodioden, für positionsempfindliche Fotodioden und für wellenlängen-empfindliche Fotodioden entwickelt. Auch in Kalifornien konzentriert sich der Konzern auf kundenspezifische Produktentwicklungen.

Die Silicon Instruments GmbH fertigt den Handheld Gamma Finder für den Kooperationspartner W.O.M. World of Medicine AG und treibt die Entwicklungen einer neuartigen Positronensonde zur Krebserkennung erfolgreich voran. Gleichzeitig werden weitere Forschungsprojekte zu Sensorapplikationen bearbeitet.

Im Jahr 2004 wurden im Konzern Mittel in Höhe von 0,5 Mio. Euro für Forschung- und Entwicklung aufgewendet. Damit senkte sich dieser Aufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 19 % (2003: 0,619 Mio. Euro). Der Grund für diese Absenkung besteht in der zunehmenden Bereitschaft unserer Kunden, Entwicklungsaufträge an die Gesellschaft zu vergeben. In der Folge sinkt der eigene Aufwand der Silicon Sensor Gruppe für Forschung und Entwicklung.

Risikomanagement

Silicon Sensor ist im Rahmen seiner nationalen und internationalen Geschäftstätigkeiten mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Alle unsere weltweiten Aktivitäten werden ständig überwacht und gesteuert.

Der Vorstand hat das Risikomanagement unter folgende Risikogrundsätze gestellt:

  • ß Durch eine wertorientierte Unternehmensführung soll die Werthaltigkeit des Unternehmens stetig gesteigert und die Vermögensrendite kontinuierlich verbessert werden.
  • ß Die Organisation der betrieblichen Abläufe unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln zu internen Kontrollsystemen unterliegt dem Prinzip der dezentralen Führung. Die Tochterfirmen, Unternehmensbereiche bzw. Fachbereiche sind für ihre jeweils eigenen Geschäftsprozesse unter Einhaltung definierter Richtlinien und Vorgaben des Vorstandes verantwortlich. Dabei sind die jeweils betriebsinternen Vorgänge in den Unterlagen zur Prozessstandardisierung nach ISO abgebildet und stellen die Grundlage des innerbetrieblichen Handelns dar.
  • ß Zur Erfassung, Bewertung, Überwachung und Steuerung der Geschäftsprozesse verfügt Silicon Sensor über einen unternehmenseinheitlichen Strategie-, Planungs-, und Budgetierungsprozess, der auch 2004 angewandt wurde. Unterstützt wird dieser Prozess durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie ein monatliches Reporting. Es werden die Daten zur Auftrags-, Beschäftigungs- sowie Ertrags- und Vermögenslage berichtet.
  • ß Um kumulative Risiken und Einzelrisiken prozess- und firmenübergreifend bewerten und verfolgen zu können, erfolgte 2004 eine Risikodiskussion zwischen Vorstand und Geschäftsführern der Tochterunternehmen auf der Basis von Quartalsmeetings.
  • ß Das konzernweite Berichts- und Kontrollsystem stellt eine zeitnahe und sachgerechte Information aller Entscheidungsträger sicher. Der Geschäftserfolg ist permanent ablesbar und Veränderungen des Geschäftsumfeldes sind frühzeitig erkennbar, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Risiken der zukünftigen Entwicklung im Konzern

Für den Silicon Sensor Konzern besteht im Rahmen des internationalen Wettbewerbes ein Risiko darin, dass die für das geplante Wachstum notwendigen Kapazitäten im Personalbereich nicht oder nur zu höheren Kosten als geplant bereitgestellt werden können. Das Risiko bezieht sich dabei insbesondere auf hochqualifizierte Mitarbeiter.

Das geplante Wachstum des Silicon Sensor Konzerns erfordert eine ständige Sicherung der Liquidität. Für unvorhersehbare Entwicklungen bestehen Liquiditätsreserven. Zur Sicherung der geplanten Liquidität im

Geschäftsjahr 2005 tragen insbesondere die bestehenden und derzeit nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien der Gesellschaft in Höhe von 1,85 Mio. Euro bei.

Der Vorstand sieht die Entwicklungserwartungen der Firmen Silicon Instruments GmbH und Pacific Silicon Sensor Inc. positiv. Die bisher erfolgten Investitionen in diese Gesellschaften sollen in der weiteren Zukunft das Wachstum des Konzerns mitbestimmen. Es besteht für die Silicon Instruments GmbH ein Risiko dahingehend, dass wichtige Kunden ihre selbst gesteckten Ziele für den Vertrieb über bestehende und erweiterte Kanäle nicht erreichen. Dies würde die Profitabilität der Gesellschaft beeinflussen.

Die Silicon Sensor GmbH hat die Arbeiten an der Thermomigrationsanlage fortgesetzt. Die Produktionsreife der Anlage, einer Weltneuheit konnte nicht wie geplant im zweiten Halbjahr 2004 erreicht werden. Es wird angestrebt, die Produktionsreife jetzt im zweiten Halbjahr 2005 zu erreichen. Aufgrund der hochkomplizierten Technologieentwicklung, die sich in dieser Anlage vergegenständlicht, ist es nicht ausgeschlossen, dass eine größere Zeitspanne bis zur Herstellung der Produktionsreife vergeht als bisher in den Planungen enthalten ist.

Die günstigen Entwicklungen der weltweiten Aktienmärkte im Geschäftsjahr 2004 haben sich auch auf den Börsenkurs der Silicon Sensor Aktie ausgewirkt. Derzeit besteht kein erhöhtes Risiko, dass Kursbewegungen, die aus allgemeinen Markttrends resultieren, eintreten und zu einer Unterbewertung der Silicon Sensor Aktie führen, die den zukünftigen Finanzierungsspielraum durch Eigenkapitalmaßnahmen des Silicon Sensor Konzerns nachhaltig beschränkt.

Ausblick

Entwicklung des Marktumfeldes ist sehr schwer abschätzbar

Die konjunkturelle Entwicklung im Marktumfeld der Sensorik hat sich weltweit seit dem zweiten Halbjahr 2004 verbessert. Der positive Trend der Umsatzentwicklung im Silicon Sensor Konzern wird vorrangig durch die kundenspezifische Ausrichtung des Konzerns getragen. Potentielles Wachstum wird neben den Auswirkungen der Produktentwicklungen auch der weitere Eintritt in den US-amerikanischen Markt bewirken.

Für das Geschäftsjahr 2005 rechnet der Vorstand mit weiteren Auswirkungen des schnell wachsenden Marktes für Avalanche Fotodioden auf die weitere Erhöhung des Umsatzes.

Für dieses Marktsegment sieht sich der Silicon Sensor Konzern besonders gut gerüstet, weil in den vergangenen Jahren gerade für dieses Segment bedeutende Entwicklungsvorläufe erzielt wurden.

Auftragsbestand

Die derzeit geführten Verhandlungen mit großen Kunden konnten im Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen werden und schlagen sich deshalb noch nicht im Auftragsbestand nieder. Der Auftragsbestand blieb mit 8,18 Mio. Euro zum 31.12.2004 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (31.12.2003: 8,38 Mio. Euro). Insgesamt lässt sich eine Tendenz zu immer kurzfristigeren Auftragsvergaben durch unsere Kunden erkennen, dies gilt vor allem für den Bereich der Hybridfertigung.

Akquisitionen maßvoll

Silicon Sensor wird auch weiterhin bestrebt sein, nach Eingliederung der erfolgreichen Akquisitionen, bei Bedarf weitere Akquisitionen zu prüfen und gegebenenfalls voranzutreiben. Diese werden auch künftig unter Beachtung der konzerninternen Regeln zur Optimierung des Shareholder Values betrieben.

In die Zukunft gerichtete Aussagen

In unseren Planungen für das kommende Geschäftsjahr haben wir die Unsicherheiten für die künftige wirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich der Veränderung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Entwicklung der Wettbewerbssituation, der Akzeptanz unserer Produkte, Verfahren und unseres Images durch den Markt, der partiellen Abhängigkeit von Kunden und Lieferanten und die Veränderung der Währungsparitäten, soweit aus heutiger Sicht absehbar, berücksichtigt.

Erwartungen in den Tochterfirmen

Der Konzern erwartet in fast allen Tochterfirmen ein Wachstum im Umsatz und Ertrag. Es wird davon ausgegangen, dass in der Pacific Silicon Sensor Inc. sowie in der Silicon Sensor GmbH Umsatz und Ertrag am stärksten steigen werden. Aber auch unsere anderen Tochtergesellschaften werden Gewinne erwirtschaften, so dass wir planen, das Jahr 2005 mit einem gegenüber 2004 verbesserten Konzernergebnis abzuschließen.

Erwartungen für den Konzern

Aufgrund der dargestellten künftigen Entwicklungen unserer Gesellschaft sowie der erzielten Ergebnisse im ersten Quartal 2005 erwarten wir für das Jahr 2005 insgesamt gegenüber dem Jahr 2004 einen erneuten Anstieg des Umsatzes und des Ergebnisses. Bei dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwarten wir einen positiven Effekt aufgrund aller anfangs beschriebenen Maßnahmen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 10.01.2005 verstarb der Vorstand der Gesellschaft und langjährige Geschäftsführer der Lewicki microelectronic GmbH, Herr Dr. Edmund Rickus, nach langer schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren. Mit Dr. Rickus verlieren wir eine hervorragende Persönlichkeit. Die alleinige Geschäftsführung der Lewicki microelectronic GmbH hat das Mitglied der Geschäftsleitung, Herr Maximilian Sailer, seit dem 11.01.2005 übernommen.

Mit Wirkung zum 28.02.2005 ist Herr Dr. Hanno Marquardt aus persönlichen Gründen von seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender zurückgetreten. Wir danken Herrn Dr. Marquardt für die von Ihm geleistete Arbeit für die Gesellschaft.

Berlin, 15. März 2005

Silicon Sensor International AG Der Vorstand

Dr. Bernd Kriegel Dr. Hans-Georg Giering

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 20

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2004 und 2003 (IFRS)

A K T I V A Anhangsangabe 31.12.2004TEuro 31.12.2003TEuro
VERMÖGENSWERTE
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Liquide Mittel 5 3.780 1.065
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 904 1.181
Vorräte 7 3.360 3.765
Rechnungsabgrenzungsposten u. sonst.
kurzfristige Vermögenswerte 8 224 596
Summe kurzfristige Vermögenswerte 8.268 6.607
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen 9 4.398 5.193
Immaterielle Vermögenswerte 10 133 178
Firmenwert 10 1.846 1.846
Latente Steueransprüche 24 39 22
Sonstige langfristige Vermögenswerte 21 22
Summe langfristige Vermögenswerte 6.437 7.261
Summe Vermögenswerte 14.705 13.868

Konzernbilanz, Aktiva

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2004 und 2003 (IFRS)

P A S S I V A Anhangsangabe 31.12.2004TEuro 31.12.2003TEuro
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Kurzfristige Darlehen 13 664 1.027
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 262 301
Erhaltene Anzahlungen 138 125
Rückstellungen 11 197 222
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 654 178
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 12 853 1.093
Summe kurzfristige Schulden 2.768 2.946
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Langfristige verzinsliche Darlehen 14 1.367 1.697
Pensionsverpflichtungen 15 242 229
Rückstellungen 11 39 46
Latente Steuern 24 249 261
Rechnungsabgrenzungsposten 259 354
Einlagen stiller Gesellschafter 0 383
Summe langfristige Schulden 2.156 2.970
Minderheitenanteile 3 0
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 16 6.953 6.750
Rücklagen 17 3.216 3.061
Währungsausgleichsposten -204 -188
Bilanzverlust -187 -1.671
Summe Eigenkapital 9.778 7.952
Summe Eigenkapital und Schulden 14.705 13.868

Konzernbilanz, Passiva

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2004 und 2003 (IFRS)

Quartal IV01.10.2004 - Quartal IV01.10.2003 - Jahresbericht01.01.2004 - Jahresbericht01.01.2003 -
31.12.2004TEuro 31.12.2003TEuro Anhangsangabe 31.12.2004TEuro 31.12.2003TEuro
LaufendeGeschäftstätigkeiten * *
Umsatzerlöse 3.243 2.764 18 13.841 11.959
Sonstige betriebliche Erträge 51 51 19 420 449
Bestandsveränderungenan fertigen und unfertigenErzeugnissen -297 -172 20 -429 -205
Andere aktivierteEigenleistungen 17 71 89 171
Materialaufwand/ Aufwandfür bezogene Leistungen -681 -612 21 -3.268 -3.289
Personalaufwand -1.011 -1.076 22 -5.013 -4.693
Abschreibungen aufSachanlagen und aufImmaterielle Vermögens
gegenstände -556 -334 9,10 -1.274 -1.208
Sonstige betrieblicheAufwendungen -196 -285 23 -2.165 -2.032
Betriebsergebnis 570 407 2.201 1.152
Zinserträge 13 2 50 7
Zinsaufwendungen -36 -62 -188 -275
Währungsgewinne 47 35 47 35
Währungsverluste -92 -53 -92 -53
Ergebnis vor Steuern undMinderheitenanteilen 502 329 2.018 866
Steuern vom Einkommen undErtrag -8 -148 24 -531 -154
Ergebnis vorMinderheitenanteilen 494 181 1.487 712
Minderheitenanteile -3 8 -3 8
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 491 189 1.484 720
Einfaches Ergebnis
je AktieAnzahl der Aktien, die derBerechnung des einfachenErgebnisses je Aktiezugrunde lagen (Tausend 0,21 0,08 25 0,65 0,32
Stück Aktien) 2.276 2.250 2.276 2.250
Verwässertes Ergebnisje Aktie 0,22 0,08 25 0,65 0,32
Anzahl der Aktien, die derBerechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktiezugrunde lagen (Tausend
Stück Aktien) 2.290 2.250 2.290 2.250

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

* Die Quartalsangaben erfolgen in Übereinstimmung mit dem Regelwerk der Deutschen Börse AG und sind nicht Bestandteil des geprüften Jahresabschlusses nach IFRS.

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2004 und 2003 (IFRS)

01.01. - 01.01. -
31.12.04 31.12.03
TEuro TEuro
Betriebsergebnis 2.201 1.152
Anpassung zur Überleitung des Jahresüberschuss/-fehlbetrages zum Mittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 1.274 1.208
Erträge aus Zuwendungen -95 -193
Verlust aus Anlageabgängen 3 3
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen -19 67
Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die
nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind 994 275
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind -228 -522
Gezahlte Ertragssteuern -84 0
Gezahlte Zinsen -175 -243
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.871 1.747
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
und in immaterielle Vermögensgegenstände -474 -759
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlage
vermögen und immateriellen Vermögensgegenständen 28 5
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 0 160
Erhaltene Zinsen 50 7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -396 -587
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 358 0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.128 -914
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 400 0
Auszahlungen aus der Ablösung des stillen Gesellschafters -383 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-753 -914
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des
Finanzmittelbestandes -7 -6
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes 2.715 240
Finanzmittelbestand zu Beginn des GeschäftsjahresFinanzmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres* 1.0653.780 8251.065

Konzern-Kapitalflussrechnung

* Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Finanzmittelbestandes verweisen wir auf Note 5.

Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Geschäftsjahre 2004 und 2003 (IFRS)

ne

Anzahl Aktien in '000 Gezeichnetes Kapital TEuro Kapitalrücklage TEuro Bilanzverlust TEuro Währungsausgleichsposten TEuro Summe Eigenkapital TEuro Stand 31. Dezember 2002 2.250 6.750 3.061 -2.391 -105 7.315 Differenzen aus Währungsumrechnung -83 -83 Konzernjahresüberschuss 720 720 Stand 31. Dezember 2003 2.250 6.750 3.061 -1.671 -188 7.952 Barkapitalerhöhung durch Ausübung von Aktienoptionen 68 203 155 358 Differenzen aus Währungsumrechnung -16 -16 Konzernjahresüberschuss 1.484 1.484 Stand 31. Dezember 2004 2.318 6.953 3.216 -187 -204 9.778

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang zum 31. Dezember 2004 (IFRS)

1. Allgemeines

Die Silicon Sensor International AG, Berlin, (nachfolgend ,SIS', oder ,die Gesellschaft') und ihre Tochterunternehmen sind in der Sensorherstellungsindustrie sowie in der Mikrosystemtechnik tätig. Das Geschäft der Gesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von kundenspezifischen optischen Halbleitersensoren-Systemen aller Art sowie die Entwicklung und Herstellung von Hybridschaltungen. Innerhalb des SIS-Konzerns treten mehrere Tochtergesellschaften als selbständige Business-Units am Markt auf. Die Pacific Silicon Sensor Inc. (nachfolgend 'PSS') übernimmt, neben der kundenspezifischen Entwicklung und dem kundenspezifischen Packaging von optischen Sensoren, im Wesentlichen den Vertrieb von Sensorchips und Sensorensystemen aller Art im nordamerikanischen und asiatischen Markt. Die Silicon Projects GmbH gewährleistet im Wesentlichen den IT-Support, bzw. unterstützt über eine Internetplattform die Vermarktungsaktivitäten des Konzerns. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich im Geschäftsjahr 2004 von 101 auf 102 erhöht. Sitz der SIS ist Ostendstraße 1, in Berlin.

2. Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 292a Abs. 1 und 2 HGB

Die SIS hat von dem in § 292a Abs. 1 und 2 HGB vorgesehenen Recht Gebrauch gemacht, den Konzernabschluss des SIS-Konzerns in Übereinstimmung mit den internationalen Rechnungslegungsstandards zu erstellen. Der Konzernabschluss der SIS zum 31. Dezember 2004 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) – den International Financial Reporting Standards (IFRS) – aufgestellt.

Der für die Befreiung von der handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungspflicht erforderliche Einklang der Konzernrechnungslegung mit der 7. EU Richtlinie wurde auf Grundlage der Auslegung der Richtlinie durch den DRS 1 "Befreiender Konzernabschluss nach § 292 a HGB" vorgenommen. Der Konzernlagebericht wurde im Einklang mit § 315 HGB erstellt.

Die Unterschiede zwischen IFRS und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen betreffen die folgenden Sachverhalte:

ß Latente Steuern werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen auf zeitliche Differenzen gebildet, sofern sie ergebniswirksam entstanden sind und ihre Auflösung künftig zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Dazu zählen auch quasi-permanente Differenzen. Nach den IFRS sind latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen dem Steuerwert eines Vermögensgegenstandes und einer Schuld gegenüber dem Buchwert in der Bilanz anzusetzen.

Temporäre Differenzen sind damit weiter gefasst als zeitliche Differenzen.

  • ß Im Gegensatz zur handelsrechtlichen Rechnungslegung werden die auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste eines konsolidierten Tochterunternehmens, wenn diese anteiligen Verluste den Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens übersteigen, den Mehrheitsgesellschaftern zunächst zugewiesen. Der übersteigende Betrag und jeder weitere auf Minderheitenanteile entfallende Verlust ist dann nicht mehr gegen Minderheitenanteile im Konzernabschluss zu verrechnen. Die Entstehung eines negativen Ausgleichspostens ist auf diese Weise grundsätzlich ausgeschlossen. Weist das Tochterunternehmen in der Zukunft Gewinne aus, sind diese Gewinne den Mehrheitenanteilen so lange in voller Höhe zuzuweisen, bis der zuvor vom Mehrheitsgesellschafter übernommene Verlustanteil der Minderheitsgesellschafter ausgeglichen ist.
  • ß Pensionsrückstellungen sind gemäß den geltenden IFRS Vorschriften entsprechend der 'Projected Unit Credit Method' zu bewerten. Das deutsche Handelsrecht sieht ein Methodenwahlrecht vor, das unter anderem das steuerliche Teilwertverfahren zulässt. Hieraus ergeben sich Unterschiede in der Höhe der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Regelungen zur Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, Planänderungen, Dienstzeitaufwand vergangener Perioden und Planvermögen.
  • ß Der Überschuss der Anschaffungskosten der Anteile an einem Unternehmen über den vom erwerbenden Unternehmen am Tage der Transaktion erworbenen Anteil der beizulegenden Verkehrswerte der zugehörigen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden und Eventualschulden, wird als Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögensgegenstand angesetzt. Das Unternehmen hat gemäß IFRS 3 i. V. m. IAS 36 im Geschäftsjahr 2004 das Wahlrecht in Anspruch genommen, den Firmenwert nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen kumulierten Abschreibungen wurden mit den historischen Anschaffungskosten des Firmenwertes verrechnet. Das deutsche Handelsrecht sieht eine planmäßige Abschreibung des Firmenwertes über die voraussichtliche Nutzungsdauer vor.
  • ß Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gemäß den IFRS zum Stichtagskurs umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsgewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Nach den handelsrechtlichen Grundsätzen gilt für Forderungen das Niederstwert- und für Verbindlichkeiten das Höchstwertprinzip. Die aus einer langfristigen Forderung der SIS gegenüber der PSS resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst, da die Forderung aufgrund ihres langfristigen Charakters den Nettoinvestitionen der SIS in die PSS zuzuordnen ist.
  • ß Gemäß den IFRS sind die Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz eines Unternehmens nach ihrer Liquiditätsnähe, d. h. in kurzund langfristigen Gliederungsgruppen darzustellen.

Die handelsrechtliche Rechnungslegung unterscheidet sich insoweit maßgeblich von den IFRS, da sie lediglich auf der Aktivseite der Bilanz eine Unterscheidung der Vermögensposten nach der Liquiditätsnähe (Unterscheidung nach Anlage- und Umlaufvermögen) kennt.

3. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss der SIS wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, aufgestellt.

Dabei wurden sämtliche zum Bilanzstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS) beachtet.

Änderungen einzelner Standards aufgrund der Improvement Projekte des IASB (einschließlich der Änderungen der IAS 32 und IAS 39) wurden hierbei nicht berücksichtigt.

Von den im Geschäftsjahr 2004 verabschiedeten IFRS Standards,

  • ß IFRS 2: Anteilsbasierte Vergütung (Share based Payments),
  • ß IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse (Business Combinations),
  • ß IFRS 4: Versicherungsverträge (Insurance Contracts),
  • ß IFRS 5: Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations),
  • ß IFRS 6: Erkundung und Bewertung von Bodenschätzen (Exploration for and Evaluation of Mineral Resources)

sind ausschließlich IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse aufgrund des Wahlrechts in IFRS 3.85 in Bezug auf die Behandlung des Firmenwertes ab dem 01.01.2004 vorzeitig und retrospektiv in Kombination mit den ebenfalls im Jahr 2004 überarbeiteten IAS 36: Wertminderungsprüfungen und IAS 38: Immaterielle Vermögensgegenstände angewendet worden. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die Erläuterungen unter "Immaterielle Vermögenswerte (b) Firmenwert" verwiesen.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses der SIS angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind die folgenden:

Darstellungsmethode

Die Erstellung des Abschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Vorstand muss zur Erstellung des konsolidierten Konzernabschlusses bestmögliche Schätzungen und Annahmen nach dem derzeitigen Kenntnisstand treffen, die Einfluss auf die ausgewiesenen Werte der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten und die Angaben über Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag haben sowie die bilanzierten Erlöse und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Die später tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Der Abschluss wird in Euro (Tausend) erstellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Gruppe enthält die SIS und die von ihr beherrschten Unternehmen. Die Beherrschung resultiert daraus, dass der Konzern direkt oder indirekt über 50 % der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals einer Gesellschaft hält und/ oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart steuern kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert. Das Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Eigenkapital und der entsprechende Periodengewinn werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen.

Für Unternehmenskäufe wurde die Erwerbsmethode herangezogen. In den vergangenen Jahren erworbene Unternehmen wurden ab dem Datum des Erwerbs in den Konzernabschluss einbezogen.

Leistungsbeziehungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften der SIS-Gruppe einschließlich der Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der SIS einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Die Einzelabschlüsse der Beteiligungen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Herstellung von Vorräten bestimmt sind, werden nicht auf einen unter ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegenden Wert abgewertet, wenn die Fertigerzeugnisse, in die sie eingehen, voraussichtlich zu den Herstellungs-

kosten oder darüber verkauft werden können. Dabei sind noch anfallende Verkaufskosten zu berücksichtigen. Wenn jedoch ein Preisrückgang für diese Stoffe darauf hindeutet, dass die Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse über dem Nettoveräußerungswert liegen werden, werden die Stoffe auf den Nettoveräußerungswert abgewertet.

Unter diesen Umständen können die Wiederbeschaffungskosten für die Stoffe die beste verfügbare Bemessungsgrundlage für den Nettoveräußerungswert sein.

Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse sind zu Herstellkosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Personalkosten, Materialkosten und den zurechenbaren Anteil der Produktionsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Veraltete Artikel und solche mit geringem Umschlag werden angemessen wertberichtigt.

Forderungen

Forderungen werden nach der Vornahme von Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen.

Finanzinstrumente

In der Bilanz enthaltene finanzielle Vermögensgegenstände und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige Darlehen.

Da überwiegend von der Gesellschaft ausgereichte Forderungen und Verbindlichkeiten sowie marktgerecht verzinsliche Darlehen vorliegen, werden diese mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert.

Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bei Abgängen des Sachanlagevermögens werden die historischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein Gewinn oder Verlust aus dem Anlageabgang erfolgswirksam erfasst.

Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der linearen Methode über folgende Nutzungsdauern vorgenommen.

Gebäude 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 – 10 Jahre
Andere Anlagen , Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 – 10 Jahre

Konzernanhang

Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden regelmäßig überprüft, um eine Übereinstimmung des wirtschaftlichen Nutzens mit der Abschreibungsdauer zu gewährleisten.

Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und ab Fertigstellung und Inbetriebnahme abgeschrieben. Die Herstellungskosten beinhalten die produktionsbezogenen Vollkosten. Darin enthalten sind Fertigungseinzel- und gemeinkosten, die durch die im Zusammenhang mit der Errichtung der Anlagen erbrachten Arbeitsleistungen der eigenen Mitarbeiter verursacht wurden.

Instandhaltungs- und Erhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der SIS – Konzern aktiviert immaterielle Vermögenswerte,

  • (a) wenn sich der Vermögenswert aufgrund von in der Vergangenheit liegenden Ereignissen im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet und
  • (b) wenn anzunehmen ist, dass ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesem Vermögenswert dem Unternehmen zufließt sowie
  • (c) wenn die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Diese Vorgehensweise findet Anwendung, wenn ein immaterieller Vermögenswert extern erworben wird. Intern erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen des IAS 38.45 in Höhe der angefallenen, direkt zurechenbaren Entwicklungskosten angesetzt. Gemeinkosten, die bei der Erzeugung des Vermögenswerts notwendigerweise anfallen und die dem Vermögenswert auf vernünftiger und stetiger Basis zugeordnet werden können, werden ebenfalls aktiviert. Die Aktivierung der Kosten endet, wenn das Produkt fertiggestellt und allgemein freigegeben ist. Voraussetzung zur Aktivierung der Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38.45 die folgenden sechs Anforderungen, die in den vorliegenden Fällen vollständig erfüllt sind:

    1. Technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Vermögensgegenstandes, damit dieser zur internen Nutzung und/oder zum Verkauf zur Verfügung steht;
    1. die Absicht, den immateriellen Vermögensgegenstand fertigzustellen und zu nutzen oder zu verkaufen;
    1. die Fähigkeit, den immateriellen Vermögensgegenstand zu nutzen oder zu verkaufen;
    1. der Nachweis des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens;
    1. die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögensgegenstand nutzen oder verkaufen zu können und
    1. die Fähigkeit der Gesellschaft, die dem Vermögensgegenstand während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Nach IAS 38 werden immaterielle Vermögenswerte einheitlich über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beginnt, sobald der Vermögenswert genutzt werden kann. Abschreibungszeitraum und -plan werden jährlich am Ende eines Geschäftsjahres überprüft.

(a) Software

Neue Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bzw. vier Jahren linear abgeschrieben.

(b) Firmenwert

Der Überschuss der Anschaffungskosten der Anteile an einem Unternehmen über den vom erwerbenden Unternehmen am Tage der Transaktion erworbenen Anteil der beizulegenden Verkehrswerte der zugehörigen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden und Eventualschulden, wird als Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögensgegenstand angesetzt.

Das Unternehmen hat gemäß IFRS 3 i. V. m. IAS 36 im Geschäftsjahr 2004 das Wahlrecht in Anspruch genommen, den Firmenwert nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen kumulierten Abschreibungen wurden mit den historischen Anschaffungskosten des Firmenwertes verrechnet.

Unabhängig davon, ob irgendein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, wird jährlich der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu welcher der Firmenwert gehört, ermittelt. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

(c) Forschungs- und Entwicklungskosten

Es wurden weder in 2004 noch in 2003 Entwicklungskosten aktiviert, da die Voraussetzung für Aktivierung nicht gegeben waren. Die aufwandswirksam erfassten Entwicklungskosten beliefen sich auf TEuro 500 in 2004 und TEuro 619 in 2003.

(d) Dauerhafte Wertminderung von langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine mögliche Wertminderung immer dann geprüft, wenn auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der äußeren Umstände Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der dem Vermögenswert am Abschlussstichtag beizulegende Wert dauerhaft unter seinem Buchwert liegt. Sofern der Buchwert eines Vermögenswertes den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden sind, eine Wertminderung erfasst. Der beizulegende Wert ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzwert. Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem durch einen Verkauf des Vermögenswertes in

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 32

einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen Parteien erzielbaren Betrag. Der Nutzwert entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der dauerhaften Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu schätzen oder, falls dies nicht möglich ist, für die kleinste identifizierbare Cash generierende Einheit.

Die in Vorjahren vorgenommenen Abwertungen werden aufgehoben, sobald substanzielle Hinweise vorliegen, dass die Wertminderung für den Vermögenswert nicht länger besteht oder sich verringert hat. Die Aufhebung der Wertminderung wird als Ertrag bilanziert.

Operating-Leasingverhältnis

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses sind als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erfassen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:

  • (a) der Gesellschaft aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist,
  • (b) es wahrscheinlich ist (d. h. mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und
  • (c) eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung erforderlichen Ausgaben dar, d. h. den Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern der Effekt hieraus wesentlich ist.

Als Eventualverbindlichkeiten werden im Anhang Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil:

  • (a) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist; oder
  • (b) die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offen gelegt.

Verbindlichkeiten

Gegenwärtige Verpflichtungen (rechtlich oder faktisch) eines Unternehmens, die aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit entstanden sind und deren Erfüllung voraussichtlich zu einem Abfluss von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen beinhalten, führt, werden – wenn sie nicht unter die Rückstellungen zu subsumieren sind - als Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Leistungen an Arbeitnehmer

Leistungsorientierte Pläne

Der Konzern sieht für ein ehemaliges Vorstandsmitglied einen leistungsorientierten Pensionsplan vor. Zur Bestimmung der Pensionsverpflichtungen und -aufwendungen wendet die Gesellschaft das Anwartschaftsbarwertverfahren an. Das Anwartschaftsbarwertverfahren geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruches erdient wird und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Bei Einführung eines neuen Planes oder einer Verbesserung eines bestehenden Planes wird nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit derjenigen Anwartschaften, die von der Planänderung betroffen sind, verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Planes unverfallbar sind, wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung von Pensionsleistungen werden zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung erfolgswirksam erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden in voller Höhe sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Die Pensionsverpflichtungen werden zum Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows unter Verwendung eines Abzinsungssatzes bemessen, der dem Zinssatz für Staatsanleihen nahe kommt, die in Währung und Laufzeit der Währung und geschätzten Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung entsprechen.

Beitragsorientierte Pläne

Zusätzlich zu den oben erläuterten leistungsorientierten Plänen bestehen für zwei Vorstandsmitglieder beitragsorientierte Pläne. Es handelt sich um Versorgungszusagen einer überbetrieblichen Versorgungskasse. Die Gesellschaft zahlt festgelegte monatliche Beiträge an die Versorgungskasse. Von dem Konzern aufgewendete Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden in dem Jahr, auf das sie sich beziehen, ergebniswirksam verrechnet. Gleiches gilt für den Aufwand aus staatlichen Rentenversicherungen.

Fremdwährungen

(a) Fremdwährungsgeschäfte

Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden bzw. aus der Umrechnung am Bilanzstichtag zu den Stichtagskursen, sind in der Periode, in denen sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag zu erfassen.

(b) Ausländische Tochterunternehmen

Alle ausländischen, in die Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen der SIS, werden als wirtschaftlich selbständige ausländische Einheiten angesehen, da sie in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig sind. Ihre Berichtswährungen entsprechen der jeweiligen Landeswährung. Die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen werden, werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird zum Durchschnittskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind bis zur Veräußerung der Nettoinvestition erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen.

Aktienoptionen

Der Belegschaft und der Unternehmensleitung der SIS Gruppe wurden Optionen auf den Erwerb von Stammaktien der Gesellschaft gewährt.

Aus Aktienoptionsplänen resultierende Verpflichtungen und Kosten werden bei Gewährung der Optionen nicht als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen werden die erhaltenen Zahlungen im Eigenkapital bilanziert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig als Ertrag erfasst, und zwar in der Periode, in welcher der Gesellschaft die entsprechenden Aufwendungen entstehen, die für die Gewährung der Zuwendung maßgebend waren. Empfangene Zuwendungen sind in der Bilanz unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Erträge aus der Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens werden gegen die entsprechenden Aufwendungen gerechnet.

Umsatzrealisierung

Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • (a) Der SIS Konzern hat die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen.
  • (b) Dem SIS Konzern verbleibt weder ein fortdauerndes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Beherrschung über die verkauften Gegenstände und Rechte.
  • (c) Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden.
  • (d) Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird.
  • (e) Die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden.

In Übereinstimmung mit dem in IAS 18 beschriebenen Prinzip der Periodenabgrenzung werden Erträge und Aufwendungen, die sich auf dieselbe Transaktion oder dasselbe sonstige Ereignis beziehen, gleichzeitig erfasst.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und unter Berücksichtigung von Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeiten-Methode berechnet. Latente Ertragsteuern spiegeln die steuerlichen Auswirkungen zeitlich begrenzter Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögensgegenstandes oder einer Verbindlichkeit in der Handelsbilanz und seinem Wert in der Steuerbilanz wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode, in der ein Vermögensgegenstand realisiert oder eine Verbindlichkeit erfüllt wird, erwartet werden. Die Bewertung latenter Steuerverbindlichkeiten und ansprüche berücksichtigt die Erwartung des Unternehmens hinsichtlich der Realisierbarkeit der Steuerpositionen zum Stichtag.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, in dem sich die temporären Unterschiede wahrscheinlich umkehren.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn diese mit ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können. Der SIS - Konzern setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Nutzung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt wird der latente Steueranspruch in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, entweder zum Teil oder insgesamt, zu verwenden.

Latente Steuerverbindlichkeiten sind für alle zu versteuernden temporären Unterschiede zu bilanzieren, soweit die latenten Steuerverbindlichkeiten nicht einem Geschäftswert entstammen, dessen Abschreibung für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig ist.

Segmente

Geschäftsfelder: Zum Zweck der Unternehmenssteuerung wurde der Konzern im Geschäftsjahr 2004 analog zum Vorjahr auf der Basis einer weltweiten Grundlage in zwei Hauptbetriebsbereichen organisiert. Die Bereiche bilden die Basis, auf der der Konzern seine übergeordneten Segmentinformationen darstellt. Finanzinformationen über Geschäftsfelder und geographische Segmente sind als Anhangsangabe 28 dargestellt.

Transaktionen zwischen den Segmenten: Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transfers zwischen Geschäftsfeldern und zwischen geographischen Segmenten. Solche Transfers werden zu allgemeinen Marktpreisen bilanziert, die nicht verbundenen Kunden für ähnliche Dienstleistungen berechnet werden. Diese Transfers sind bei der Konsolidierung eliminiert worden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag an dem der Abschluss zur Veröffentlichung freigeben wird, werden sofern diese Ereignisse weitere substanzielle Hinweise zu Gegebenheiten liefern und diese bereits am Bilanzstichtag vorgelegen haben, in der Bilanz ausgewiesen.

Ereignisse die Gegebenheiten anzeigen, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, werden bei Wesentlichkeit im Anhang angegeben.

Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der SIS hat am 15. März 2005 festgelegt, dass der Konzernabschluss der SIS zum 31. Dezember 2004 an den Aufsichtsrat weitergereicht werden kann.

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 37 4. Änderungen der Konzernstruktur

Anteilserwerb:

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 19. März 2003 erwarb die SIS nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Geschäftsführer der Pacific Silicon Sensor Inc., USA ('PSS') vertragsgemäß 15 % der Aktien (15.000 Aktien) an der PSS. Nach diesem Kauf hält die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 100 % (100.000 Aktien) der Aktien der PSS. Sowohl in 2003 und 2004 wurde die PSS als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

5. Liquide Mittel

2004 2003
TEuro TEuro
Schecks 10 0
Kassenbestand 4 4
Guthaben bei Kreditinstituten 3.766 1.061
3.780 1.065

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2004 2003
TEuro TEuro
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 934 1.196
Abzüglich Wertberichtigungen auf
zweifelhafte Forderungen -30 -15
904 1.181

Es wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEuro 30 (Vorjahr: TEuro 15) vorgenommen.

7. Vorräte

2004 2003
TEuro TEuro
Fertigerzeugnisse und Waren
zum Veräußerungswert, netto 157 186
zu Anschaffungs- und Herstellungskosten 716 691
Zwischensumme 873 877
Unfertige Erzeugnisse zum Veräußerungswert,
netto 117 396
zu Herstellungskosten 1.758 1.813
Zwischensumme 1.875 2.209
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, zu
Anschaffungskosten 612 679
Summe 3.360 3.765

Insgesamt wurden auf die Herstellungskosten der Vorratsbestände zum Bilanzstichtag Wertkorrekturen in Höhe von TEuro 1.088 (2003: TEuro 1.003) vorgenommen.

8. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände

2004 2003
TEuro TEuro
Rechnungsabgrenzungsposten 106 192
Steuererstattungsansprüche 13 213
Übrige 105 191
224 596

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEuro 95 (2003: TEuro 95) für Altersvorsorgeansprüche, die an Herrn Dr. Kriegel persönlich verpfändet sind und somit nicht zur freien Verfügung der Gesellschaft stehen.

9. Sachanlagen

Grund Techn. Betriebs Geleistete 2004 2003
stücke und Anlagen und Ge Anzahlun Gesamt Gesamt
Gebäude und schäfts gen und
Maschinen ausstat Anlagen
tung im Bau
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Anschaffungs
kosten
1. Januar 2004 3.401 5.519 2.869 158 11.947 11.312
Zugänge 0 236 111 91 438 703
Abgänge 0 19 2 10 31 16
Umbuchungen 0 66 28 -94 0 0
Währungsdiffe
renzen 0 -9 -12 0 -21 -52
31. Dez. 2004 3.401 5.793 2.994 145 12.333 11.947
Kumulierte
Abschreibungen
1. Januar 2004 1.216 3.365 2.173 0 6.754 5.860
Abschreibung 110 865 219 0 1.194 920
Abgänge 0 0 0 0 0 6
Währungsdiffe
renzen 0 -6 -7 0 -13 -20
31. Dez. 2004 1.326 4.224 2.385 0 7.935 6.754
Nettobuchwert 2.075 1.569 609 145 4.398 5.193

Die Maschinen und Anlagen sowie die Geschäftsausstattung der Silicon Sensor GmbH (im folgenden "SSO") wurden zur Besicherung von kurzfristigen Darlehen (vgl. Note 13) sicherungsübereignet.

Aufgrund der geänderten Auftragssituation hatte sich der Nutzungswert zweier Maschinen des Segments "Auftragsbezogene Chips- und Bauelemente Produktion" verändert. Im Geschäftsjahr 2004 wurde daher eine außerplanmäßige Wertminderung auf diese Maschinen in Höhe von TEuro 294 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2003 wurden keine außerplanmäßigen Wertminderungen vorgenommen.

10. Immaterielle Vermögensgegenstände und Firmenwert

2004 2003
Software Geschäftswert Summe Summe
TEuro TEuro TEuro TEuro
Anschaffungs
kosten
1. Januar 2003 682 2.324 3.006 2.955
Zugänge 36 0 36 56
Währungsdifferenzen -2 0 -2 -5
31. Dezember 2003 716 2.324 3.040 3.006
Kumulierte
Abschreibungen
1. Januar 2004 504 478 982 695
Abschreibungen 80 0 80 288
Währungsdifferenzen -1 0 -1 -1
31. Dezember 2004 583 478 1.061 982
Nettobuchwert 133 1.846 1.979 2.024

Der Geschäftswert zum 31. Dezember 2004 betrifft die Lewicki microelectronic GmbH, Oberdischingen (im folgenden "LME"). Die SIS erwarb im Geschäftsjahr 2000 alle Anteile an der LME. Da der Kaufpreis den Wert des Eigenkapitals der LME übersteigt, weist die SIS einen Firmenwert aus.

Gemäß IAS 36 wurde zum 31. Dezember 2004 eine Überprüfung des Firmenwertes auf eine mögliche Wertminderung durchgeführt.

Dabei wurde zunächst als zahlungsmittelgenerierende Einheit die LME definiert, die über das Segment "Auftragsbezogene Chips- und Bauelemente Produktion" vom Management gesteuert und überwacht wird. Die von der SIS durch die LME als zahlungsmittelgenerierende Einheit vereinnahmten künftigen freien Cashflows wurden auf Basis der jüngsten vom Management genehmigten 5-jährigen Finanz- und Ergebnisplanung vorsichtig geschätzt. Die künftigen Cashflows beinhalten die anschließende Ermittlung eines Terminal Values.

Diese Planung beruht auf folgenden wesentlichen Annahmen:

  • Deutlicher Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2005, danach langsamer Anstieg der Umsatzerlöse, die jedoch im Planungszeitraum unterhalb der Umsätze des Geschäftsjahres 2004 verharren.
  • In der 5 Jahres Betrachtung wurde unterstellt, dass Kostenentwicklungen aus Material und Personal vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Zusätzliche Kostensteigerungen werden nicht erwartet.
  • Geringfügig unter den jährlichen Abschreibungen liegende Ersatzbzw. Erhaltungsinvestitionen
  • Abzinsungsfaktor basierend auf der WACC Methode in Höhe von 7,38 %.

Eine notwendige Wertminderung ergab sich aus dieser Betrachtung im Geschäftsjahr 2004 nicht. Im Geschäftsjahr 2003 wurde ebenfalls keine außerplanmäßige Wertminderung vorgenommen.

11. Rückstellungen

Gewährleistung Sonstige Summe
TEuro TEuro TEuro
31. Dezember 2003 228 40 268
Zuführung 66 40 106
Verbrauch 98 40 138
31. Dezember 2004 196 40 236
Kurzfristig 157 40 197
Mittel-/ langfristig 39 0 39
31. Dezember 2004 196 40 236

Die aufgeführte Rückstellung für Gewährleistung, die für Reparaturen und den Ersatz von fehlerhaften Produkten gebildet wurde, basiert auf Umsatzvolumen und Erfahrungswerten.

Die Inanspruchnahme der Rückstellung für Gewährleistungen wird im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von 2 Jahren erwartet.

12. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

2004 2003
TEuro TEuro
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt 450 488
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 55 99
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 88 84
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern 67 79
Übrige 193 343
853 1.093

13. Kurzfristige Darlehen

2004 2003
TEuro TEuro
Besichert
Bankdarlehen mit 5,00 % Zinssatz 67 67
Bankdarlehen mit 5,15 % Zinssatz 133 0
Bankdarlehen mit 5,60 % Zinssatz 267 266
Bankdarlehen mit 6,90 % Zinssatz 197 186
Bankdarlehen mit 7,75 % Zinssatz 0 438
Bankdarlehen mit 8,25 % Zinssatz 0 70
Gesamt kurzfristige Darlehen 664 1.027

Die kurzfristigen Darlehen beinhalten auch den kurzfristigen Teil der langfristigen Darlehen und sind festverzinslich sowie durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit einem Buchwert von TEuro 1.665 (Vorjahr: TEuro 2.275) besichert. Hinsichtlich der Besicherung des kurzfristigen Teils der langfristigen Darlehen verweisen wir auf Note 14.

14. Langfristige verzinsliche Darlehen

2004 2003
TEuro TEuro
Besichert
Bankdarlehen mit 6,90 % Zinssatz fällig in 2005 0 197
Bankdarlehen mit 5,60 % Zinssatz fällig in 2009 933 1.201
Bankdarlehen mit 5,15 % Zinssatz fällig in 2007 200 0
Bankdarlehen mit 5,00 % Zinssatz fällig in 2009 234 299
1.367 1.697

Die langfristigen Darlehen sind durch Verpfändung von Geschäftsanteilen an der LME und eine Buchgrundschuld besichert. Der Nettobuchwert der Vermögensgegenstände und Schulden der LME im Konzernabschluss beläuft sich auf TEuro 4.238 (Vorjahr: TEuro 4.646). Die Grundschuld beläuft sich auf TEuro 1.380 (Vorjahr: TEuro 1.380).

15. Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionspläne

Die Gesellschaft hat eine Pensionszusage an ein Vorstandsmitglied erteilt. Für zwei weitere Vorstandsmitglieder bestehen beitragsorientierte Zusagen.

Die Höhe der Leistungen für die zum Bilanzstichtag noch bestehende Pensionszusage richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für zahlbare Leistungen in Form von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten gebildet.

Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt.

Die Höhe der erwarteten Pensionsverpflichtung, die in der Bilanz passiviert wurde, betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2004 TEuro 242 (Vorjahr: TEuro 229).

Die Pensionsaufwendungen, die im Personalaufwand enthalten sind, lassen sich wie folgt aufgliedern:

2004 2003
TEuro TEuro
Laufender Dienstzeitaufwand 13 11
Erfasste versicherungsmathematische
Nettogewinne/ -verluste -12 20
Zinsaufwand auf die Verpflichtungen 12 11
Summe Pensionsaufwendungen (-erträge) 13 42

Die Bewegungen innerhalb der in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtung stellen sich wie folgt dar:

2004 2003
TEuro TEuro
Nettoverbindlichkeit zu Beginn des Jahres 229 187
In der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasste Pensionsaufwendungen 13 42
Nettoverbindlichkeit am Jahresende 242 229

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen herangezogen wurden, stellen sich zum 31. Dezember 2004, bzw. 2003, wie folgt dar:

2004 2003
% %
Abzinsungssatz 5,35 5,35
Rentenanpassungen 2,0 2,0
Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,0 2,0

Das die Pensionszusage betreffende Vorstandsmitglied ist am 10. Januar 2005 verstorben.

Die Gesellschaft erfasst ihre Rechte aus einem Versicherungsvertrag als Vermögensgegenstand, da die Gesellschaft selbst Versicherungsnehmer ist.

Der beizulegende Wert des Versicherungsanspruchs betrug zum 31. Dezember 2004 TEuro 95 (Vorjahr: TEuro 95) und wird in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, da er künftig kurzfristig liquidiert werden soll. Derzeit ist der Versicherungsanspruch noch an Herrn Dr. Kriegel persönlich verpfändet.

Neben den Zahlungen in die staatliche Rentenversicherung von TEuro 269 (2003: TEuro 257) leistet die Gesellschaft Zahlungen in beitragsorientierte Pläne für die drei Vorstände der SIS in Höhe von TEuro 177 (2003: TEuro 177).

Aktienoptionsplan

Die 2001 ("SOP 2001") und 2002 ("SOP 2002") erstellten Aktienoptionspläne sehen die Gewährung von Optionen auf den Erwerb von Stammaktien an die Belegschaft und den Vorstand des SIS-Konzerns vor. Dabei entspricht der Ausübungspreis je Aktie dem Marktpreis dieser Aktien während einer Frist von fünf Tagen vor der Gewährung der Optionen an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die maximale Laufzeit einer Option liegt bei fünf Jahren.

Die nach Ausübung der Optionen erworbenen Aktien haben volle Stimmrechte und Dividendenberechtigung.

Die Aktienoptionen können erst nach einer Wartefrist von zwei Jahren ab dem Ausgabetag ausgeübt werden. Die Ausübung der Optionen erfolgt vorbehaltlich der folgenden Bedingungen:

  • (a) Voraussetzung für die Ausübung der Optionsrechte ist, dass in einem Zeitraum von sechs Wochen vor der Ausübung ("Ausübungsfenster") die Ausübungshürde mindestens einmalig erreicht wurde. Die Ausübungshürde ist erreicht, wenn der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an fünf aufeinander folgenden Handelstagen den Ausübungspreis um mehr als 10 % übersteigt (SOP 2001, SOP 2002) und wenn die Wertentwicklung der Aktie der Gesellschaft, in dem Zeitraum von der Einräumung der jeweiligen Aktienoptionen bis zum Beginn des jeweiligen Ausübungsfensters die durchschnittliche Wertentwicklung aller Aktien des NEMAX ALL SHARE Indexes (oder einem vergleichbaren Nachfolgeindex, der NEMAX ALL SHARE ist in März 2003 weggefallen), um mindestens 5 % in demselben Zeitraum übertrifft. Die Ausübungshürden der in den Geschäftsjahren 2001 -2003 ausgegebenen Aktienoptionen wurden im Geschäftsjahr 2004 erreicht.
  • (b) Optionsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in den zwei Wochen, die der Bekanntgabe von Quartalsergebnissen vorausgehen und nicht in der Zeit vom Geschäftsjahresende bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres ("Sperrfristen"). Dieses gilt auch, wenn sich in den Sperrfristen ein Ausübungsfenster öffnet.

Während der 5-jährigen Laufzeit der Aktienoptionspläne können maximal 205.000 (SOP 2001: 120.000; SOP 2002: 85.000) Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Bezugsrechte können in jährlichen Tranchen von maximal 33 1/3 % (SOP 2001) bzw. 50 % (SOP 2002) abgerufen werden. Im Geschäftsjahr 2001 wurden 40.000 Optionen, in 2002 82.500 Optionen und in 2003 82.500 Optionen an Mitarbeiter und an leitende Mitarbeiter gewährt. Der Ausgabekurs entspricht dem Marktkurs der SIS Aktien zum Zeitpunkt der Ausreichung der Aktienoptionen.

(c) Die Optionsrechte verfallen nach Ablauf des Ausübungszeitraums, d. h. nach 5 Jahren nach dem Ende der 2 jährigen Wartezeit. Die Optionsrechte sind unübertragbar, es sei denn, der Bezugsberechtigte verstirbt nachdem er die ihm gewährten Optionsrechte erworben hat. In diesem Fall sind seine Erben berechtigt, zu den gleichen Konditionen die Optionen einmalig auszuüben. Bei Kündigung des Anstellungs- oder Organverhältnisses durch die Gesellschaft oder den Bezugsberechtigten sowie bei sonstiger Beendigung des Anstellungs- oder Organverhältnisses – gleich aus welchem Grunde – verfallen die Optionsrechte, soweit sie bis zum Beendigungsdatum des Anstellungsoder Organverhältnisses noch nicht ausübbar sind. Optionsrechte, die bis zum Beendigungsdatum ausübbar sind, kann der Bezugs-berechtigte nur in dem auf das Beendigungsdatum folgenden Ausübungsfenster ausüben.

Die ausgegeben Optionen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

davon im
Geschäftsjahr
Anzahl Optionen ausgeübt am: Ausgabejahr Ausgabekurs
40.000 2001 5,27
- 1.500 14.07.04
- 9.000 16.07.04
- 8.000 02.08.04
- 2.000 03.08.04
- 500 06.08.04
- 500 25.08.04
- 3.000 24.11.04
15.500
40.000 2002 6,39
- 1.000 14.07.04
- 8.500 16.07.04
- 8.000 02.08.04
- 2.000 03.08.04
- 400 06.08.04
- 3.000 24.11.04
- 100 03.12.04
17.000
42.500 2002 4,11
- 9.000 10.08.04
- 4.000 09.09.04
- 500 14.09.04
- 500 28.10.04
- 2.000 08.11.04
- 3.000 24.11.04
- 500 26.11.04
- 500 06.12.04
22.500
82.500 2003 3,55

16. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital, das in der Bilanz als gezeichnetes Kapital ausgewiesen wird beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2004 TEuro 6.953 und setzt sich aus 2.317.500 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von Euro 3 zusammen. Die Veränderungen des Grundkapitals der SIS stellen sich wie folgt dar:

Stammaktien (ausgegebenund eingezahlt)(in Tausend) Betrag des Grundkapitals(in TEUR)
2004 2003 2004 2003
1. Januar 2.250 2.250 6.750 6.750
Ausgabe neuer Aktien
durch Ausübung von
Aktienoptionen 68 0 203 0
31. Dezember 2.318 2.250 6.953 6.750

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Juni 2008 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.375.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Ausgabe neuer Aktien aus genehmigten Kapital soll den Vorstand in die Lage versetzen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates auf kurzfristig auftretende

Finanzierungserfordernisse im Zusammenhang mit der Umsetzung von strategischen Entscheidungen reagieren zu können.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist nur in den folgenden Fällen zulässig:

  • ß zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • ß um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft auszugeben;
  • ß zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen;
  • ß wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der Stückaktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;
  • ß zum Zwecke der weiteren Platzierung von Aktien im Rahmen einer Börseneinführung von Aktien der Gesellschaft.

Des Weiteren besteht bedingtes Kapital in Höhe von 615.000 Euro für die Ausgabe von 205.000 neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe (Bedingtes Kapital I, II). Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplans 2001 und 2002 von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen.

Darüber hinaus wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 600.000 Euro durch die Ausgabe von 200.000 neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht (Bedingtes Kapital III). Die bedingte Kapitalerhöhung ist bis zum 31.12.2006 nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- oder Bezugsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Im Geschäftsjahr wurden 47.500 Optionsrechte des Bedingten Kapital I und 20.000 Optionsrechte des Bedingten Kapital II im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Mitarbeiter ausgeübt. Entsprechend wurden 67.500 neue Stückaktien gezeichnet und das Grundkapital entsprechend um TEUR 203 erhöht.

Somit beträgt das gesamte Bedingte Kapital (Bedingtes Kapital I, II und III) zum Bilanzstichtag 1.012.500 Euro.

17. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2004 wie folgt:

2004 2003
TEuro TEuro
1. Januar 3.061 3.061
Agio aus der Ausgabe neuer Aktien durch Ausübung
von Aktienoptionen 155 0
31. Dezember 3.216 3.061

Im Geschäftsjahr 2004 wurden 67.500 neue Aktien im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Mitarbeiter gezeichnet. Das über den Nennwert hinausgehende Agio in Höhe von TEuro 155 wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

18. Umsatzerlöse

2004 2003
TEuro % TEuro %
Inland 11.634 84,06 10.123 84,66
Europa 1.172 8,47 824 6,87
Israel 13 0,09 8 0,07
USA 1.022 7,38 1.004 8,40
13.841 100,00 11.959 100,00

19.Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2004 2003
TEuro TEuro
Erträge aus Zuwendungen
•Investitionszulagen 22 32
•Investitionszuschüsse 73 100
Erträge aus sonstigen Sachbezügen 84 50
Periodenfremde Erträge 55 114
Versicherungsentschädigungen 22 27
Erträge aus öffentlichen Fördermitteln 5 61
Übrige 159 65
420 449

20. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

2004 2003
TEuro TEuro
Unfertige Erzeugnisse -407 -255
Fertige Erzeugnisse -22 50
-429 -205

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 47

21. Materialaufwand, Aufwand für bezogene Leistungen

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

2004 2003
TEuro TEuro
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.733 2.717
Bezogene Leistungen
•Montageleistungen 343 428
•Materialbearbeitung 8 20
•Implantation 120 71
•Übrige 64 53
Gesamt bezogene Leistungen 535 572
3.268 3.289

22. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2004 2003
TEuro TEuro
Löhne und Gehälter 3.989 3.747
Soziale Abgaben einschließlich Altersvorsorge 1.024 946
5.013 4.693

23. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:

2004 2003
TEuro TEuro
Miet- und Raumkosten 287 287
Kosten Investor / Public Relations 245 128
Kosten Warenabgabe 154 159
Werbekosten 142 85
Instandhaltungsaufwendungen 134 113
Versicherungen 132 132
Leasingkosten 119 91
Reisekosten, Bewirtungen 104 89
Kfz-Kosten 79 101
Rechts- und Beratungskosten 61 40
Kosten Hauptversammlung 45 85
Ausgangsfrachten 42 34
Kommunikationskosten 40 38
Aufsichtsratsvergütung 39 38
Garantieleistungen 34 129
Verluste aus Abgang Anlage- / Umlaufvermögen 30 3
Nebenkosten des Geldverkehrs 18 25
Verpackung 13 14
Patentkosten 8 3
Prüfung und Erstellung des Jahres- und
der Zwischenabschlüsse, Buchhaltungskosten 164 157
Übrige 275 281
2.165 2.032

24. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Zusammensetzung des Steueraufwands stellt sich wie folgt dar:

2004 2003
TEuro TEuro
Tatsächlicher Steuerertrag/ -aufwand -560 -177
Latenter Steueraufwand/ -ertrag aus der Umkehr
temporärer Differenzen 29 23
-531 -154

Die Ertragsteuern umfassen die in den jeweiligen Ländern gezahlten oder zahlbaren Ertragsteuern sowie alle latenten Steuern.

Die Ertragsteuern umfassen Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und die entsprechenden ausländischen Steuern. In der Bundesrepublik Deutschland beträgt der Ertragsteuersatz ab 2001 auf ausgeschüttete und thesaurierte Ergebnisse einheitlich 25 %. Des Weiteren wird ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % erhoben. Die Gewerbesteuer wird je nach Gemeinde mit einem Satz zwischen 15,25 % und 17,01 % erhoben.

Im Jahr 2003 wurde der Körperschaftsteuersatz im Rahmen des Flutopferhilfegesetzes einmalig für ein Jahr von 25 % auf 26,5 % angehoben. Für die Gesellschaft ergeben sich daraus keine wesentlichen Effekte, so dass dieser einmalige Effekt bei der künftigen Steuerplanung nicht berücksichtigt wurde.

In den Geschäftsjahren 2004 und 2003 belief sich der gewichtete durchschnittliche Steuersatz des Konzerns (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag), der zur Berechnung der latenten Steuern herangezogen wurde, auf 38,9 %. Da in der derzeitigen Steuerplanung des Konzerns davon ausgegangen wird, dass kurz-/ mittelfristig keine wesentlichen Ergebniseffekte aus ausländischen Konzerngesellschaften entstehen, die zu einer Ertragsteuerbelastung führen, wird ein möglicher Effekt aus abweichenden ausländischen Steuersätzen vernachlässigt. Korrespondierend werden alle Verlustvorträge aus ausländischen Konzerngesellschaften in voller Höhe nicht aktiviert.

2004 2003 TEuro TEuro Ergebnis vor Ertragsteuern 2.018 866 Steuerertrag (+), -aufwand (-) zum angesetzten Steuersatz -785 -337 Überleitung zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 232 218 Firmenwertabschreibung 0 -60 Nicht aktivierte Verlustvorträge 0 -63 Steuerfreie Erträge 8 12 Übrige 14 76 Steueraufwand/ -ertrag -531 -154

Die Überleitung des effektiven Steuersatzes zu dem gesetzlichen Steuersatz gestaltet sich wie folgt:

Latente Steuern werden gebildet, um alle wesentlichen zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen dem Einzelabschluss und der Steuerbilanz sowie die zeitlich begrenzten Unterschiede aufgrund von Konsolidierungsanpassungen zu erfassen. Darüber hinaus werden latente Steueransprüche aktiviert, sofern nicht verwendete steuerliche Verlustvorträge existieren. In den vergangenen Geschäftsjahren wurden die auf die Verluste/ Verlustvorträge entfallenden aktiven Steuern nicht aktiviert, da die Nutzungsmöglichkeit nicht hinreichend sicher war. Im Geschäftsjahr 2004 lagen steuerliche Verlustvorträge bei der SII, der PSS und der SIP vor.

Die folgende Übersicht zeigt die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge bei den einzelnen Konzerngesellschaften:

2004 2003
TEuro TEuro
SIS 0 * 155*
PSS 1.055 * 1.471*
SII 37 * 309*
SIP 0 * 28*
1.092 1.963

* Geschätzt, da bei diesen Gesellschaften noch keine Steuererklärungen bzw. -bescheide vorliegen

Die Verlustvorträge der deutschen Konzerngesellschaften könnten zeitlich unbegrenzt genutzt werden, die der PSS verfallen nach ca. 20 Jahren.

Die latenten Steuerposten setzen sich wie folgt zusammen:

1. Januar2004 Aufwand/Ertrag 31. Dez.2004
TEuro TEuro TEuro
Pensionsrückstellungen 22 2 24
Sonstige Rückstellungen 0 15 15
Aktive latente Steuern 22 17 39
Grundstück LME 261 12 249
Latente Steuerverbindlichkeit 261 12 249
Latente Steuerverbindlichkeit, netto 239 29 210

25. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Stammaktionären zuzurechnenden laufenden Ergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien ermittelt.

Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen von Optionsrechten aus der Ausübung von Aktienoptionen bereinigt (siehe Erläuterung 15). Die Anzahl der Optionsrechte ermittelt sich als gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich des gewichteten Durchschnitts der Anzahl an Stammaktien, die bei Umwandlung aller Optionsrechte in Stammaktien ausgegeben würden.

Im Geschäftsjahr 2004 wurden die Ausübungshürden von Teilen der bisher ausgereichten Optionen erreicht, so dass eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie gegeben war. Im Geschäftsjahr 2003 wurden diese Ausübungshürden nicht erreicht.

Für das Geschäftsjahr 2004
Periodengewinn GewichteteDurchschnittszahl an Aktien(in Tausend) Ergebnisje Aktie
Den Aktionären zuzurechnenderPeriodengewinn 1.484
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Den Stammaktionären zur Verfügungstehender Periodengewinn 1.484 2.276 0,65
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Den Stammaktionären zur Verfügungstehender Periodengewinn 1.484 2.290 0,65

Die SIS weist den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Übereinstimmung mit IAS 7 'Kapitalflussrechnung' nach der indirekten Methode aus, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittelzu- oder Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder der Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten in Verbindung mit dem Cashflow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit angepasst wird. Die Überleitung erfolgt ausgehend vom Betriebsergebnis, so dass Zins- und Steuerzahlungen als separate Positionen innerhalb des operativen Cashflows dargestellt werden.

Zur Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes verweisen wir auf Note 5.

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 51

27. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

(1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

(2) Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen und Büroausstattung, aus dem Leasing von PkW's und aus Zuwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die sich daraus ergebenden Eventualverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2005 2006 bis 2008 ab 2009
TEuro TEuro TEuro
Miet- und Leasing 371 630 0
Beitragsorientierte
Pensionspläne 137 411 1.082
508 1.041 1.082

Die über die Gesamtvertragslaufzeit zu entrichtenden Miet- und Leasingaufwendungen betragen TEuro 1.001 (Vorjahr: TEuro 472). Im Geschäftsjahr 2004 wurden für Miet- und Leasingverpflichtungen Gesamtaufwendungen in Höhe von TEuro 407 (Vorjahr: TEuro: 387) aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

28. Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen werden auf folgender Grundlage erstellt:

(1) Geschäftsfelder

Auftragsbezogene Chip- und Bauelementeproduktion

Im Wesentlichen entwickelt und fertigt der Konzern in diesem Segment hochwertige, kundenspezifische Silizium-Sensoren. Die Sensoren werden beispielsweise in der Geodäsie zur Erdvermessung und in der Raumfahrt zur Untersuchung und Überwachung von Blutwerten und Kreislauf-Funktionen von Astronauten im Weltall eingesetzt. Zudem werden Chips zu komplexen, kundenspezifischen Hybridschaltungen und Baugruppen verarbeitet.

Sonstige Produktion

Das Segment umfasst im Wesentlichen Anwendungen von Sensoren im klinischen Bereich für extra- und intraoperative Detektion von Tumorzellenverbänden. Insbesondere beinhaltet das Segment Halbleiterstrahlungssensoren für den Industrie- und Laboralltag sowie PC-Messsysteme für Schichtdickenmessungen, PET Radiochemie und Dosimetrie.

Geschäftsfelder

Auftragsbezogene Chipund BauelementeProduktion SonstigeProduktion Eliminierungen Konzern
2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsätze
Externe Verkäufe 13.660 11.493 181 466 0 0 13.841 11.959
Innenumsätze 10 21 80 0 -90 -21 0 0
Gesamte Umsätze 13.670 11.514 261 466 -90 -21 13.841 11.959
Ergebnis
Segmentergebnis 2.165 1.216 36 -64 2.201 1.152
Zinserträge/-aufwendungen -138 -268
Währungsgewinne/-verluste -45 -18
Einkommensteuern -531 -154
Minderheitenanteile -3 8
Jahresüberschuss 1.484 720
Vermögenswerte
Segmentvermögen 14.213 13.230 441 403 14.654 13.633
Latente Steueransprüche 39 22
Steuererstattungs
ansprüche 12 213
Summe
Vermögenswerte 14.705 13.868
SchuldenSegmentschulden 1.818 2.203 172 167 1.990 2.370
Latente Steuerschulden 249 261
Kurzfristige Darlehen 664 1.027
Steuerverbindlichkeiten 654 178
Langfristige verzinsliche
Darlehen 1.367 1.697
Einlage stiller
Gesellschafter 0 383
Summe Schulden 4.924 5.916
Sonstige Informationen
Investitionen 471 756 3 3 474 759
Abschreibungen 1.262 1.186 12 22 1.274 1.208
Andere nicht
zahlungswirksame
Aufwendungen 108 1.056 5 5 113 1.061

(2) Geographische Segmente

Umsätze 2004 2003
TEuro TEuro
Deutschland 11.634 10.123
Europa 1.172 824
Israel 13 8
USA 1.022 1.004
13.841 11.959

Vermögensgegenstände 2004TEuro 2003TEuro
DeutschlandUSA 13.931731 13.001632
Segmentvermögen 14.662 13.633
Investitionen 2004TEuro 2003TEuro

Deutschland 465 757 USA 9 2

474 759

29. Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen

(1) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Der Konzern führt mit nahe stehenden Unternehmen und Personen eine Vielzahl von Transaktionen durch. Diese Transaktionen sind Teil der normalen Geschäftstätigkeit und werden wie unter fremden Dritten gehandhabt. Zu den wesentlichen Transaktionen zählen:

  • a. Im Geschäftsjahr 2003: Verkauf von Gütern im nennenswerten Umfang zu marktüblichen Preisen an das nahe stehende Unternehmen Dr. Johannes Heidenhain GmbH. Im Geschäftsjahr 2004 veräußerte die Dr. Johannes Heidenhain GmbH vollständig ihr Aktienpaket an der SIS und ist daher kein nahe stehendes Unternehmen mehr. Bis zum Ausscheiden der Dr. Johannes Heidenhain GmbH wurden Umsätze in Höhe von TEuro 390 getätigt.
  • b. Mit Vertrag vom 20./24. Juli 1995 hat sich die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH im Rahmen einer typisch stillen Beteiligung mit TEuro 383 an der SSO beteiligt. Hieraus resultierten Aufwendungen für Zinsen, Beratung und Gewinnanteile in Höhe von TEuro 35 in 2004 bzw. TEuro 46 in 2003.

Die stille Beteiligung wurde am 1.10.2004 abgelöst.

c. Vergütungen aus Managementverträgen mit nahe stehenden Personen

In der Bilanz sind die folgenden Beträge, die aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen bzw. nahe stehenden Personen stammen, enthalten:

2004TEuro 2003TEuro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 189
Einlagen stiller Gesellschafter 0 383
0 572

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres betrafen ausschließlich Leistungsbeziehungen des Konzerns mit der Dr. Johannes Heidenhain GmbH.

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 54

(2) Die Angaben zu Vergütungen, die aus Managementverträgen von nahe stehenden Personen (Vorstand und Aufsichtsrat) resultieren, umfassen auch die Geschäftsführungsorgane der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen.

2004VergütungTEuro 2003VergütungTEuro
Gezahlte Vergütungen ausManagementverträgen
1.014 903

Den Mitgliedern des Vorstandes und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften wurden im Jahr 2004 keine (2003: 55.500) Bezugsrechte auf Aktien der SIS im Rahmen des Aktienoptionsprogramms gewährt. Von den Bezugsrechten wurden im Geschäftsjahr 2004 46.000 Bezugsrechte ausgeübt. 15.000 Bezugsrechte wurden zum Ausgabepreis von Euro 5,27, 15.000 weitere Bezugsrechte zum Ausgabepreis von Euro 6,39 und 16.000 Bezugsrechte zum Ausgabepreis von Euro 4,11. Insgesamt besitzt der Vorstand und die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften damit zum Stichtag 91.000 Bezugsrechte (2003: 137.000). Für ein Vorstandsmitglied besteht eine leistungsorientierte Pensionszusage. Darüber hinaus werden für zwei Vorstände Zahlungen in beitragsorientierte Pensionspläne geleistet. Wir verweisen auf die Darstellung in Note 15.

30. Finanzinstrumente

Finanzrisikomanagement

Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Des Weiteren finanziert sich die Gesellschaft zum Teil mit Bankdarlehen, woraus sich Zinsrisiken ergeben. Die Gesellschaft geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Sicherungsgeschäfte wurden daher nicht vorgenommen. Fremdwährungsrisiken werden durch die selbstständige operative Tätigkeit der PSS reduziert.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Der Gesellschaft stehen dafür Kreditlinien im Betrag TEuro 1.350 (2003: 842) zur Verfügung. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von Euro 3.375.000 (2003: 3.375.000) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken bzw. das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditzusagen, Kreditlinien und Kontrollverfahren gesteuert. Sofern angemessen, beschafft sich das Unternehmen Sicherheiten in Form von Rechten an Wertpapieren oder vereinbart Rahmen-Kompensationsabkommen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den in der Bilanz aktivierten Beträgen der finanziellen Posten.

Zinsrisiken

Die an die Gesellschaft ausgereichten Darlehen werden fest verzinst. Aus den mit festen Zinssätzen versehenen Darlehen ergeben sich Zinsänderungsrisiken, die sich auf den Wert der Darlehen auswirken können. Das Risiko wird nicht als wesentlich erachtet.

Zeitwert

Schätzung des Zeitwertes

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite und langfristige Darlehen.

Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.

Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert langfristiger Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen auf Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeitsund Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

31. Weitere Erläuterungen aufgrund von Vorschriften des HGB

Die nachfolgenden Erläuterungen enthalten zusätzliche Informationen, welche Pflichtbestandteile des Anhangs i. S. d. HGB sind.

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Bernd Kriegel, Berlin Vorsitzender Dr. rer. nat. Physik

Dr. Hans-Georg Giering, Deuben/ Berlin Dr. rer. nat. Physik

Dr. Edmund Rickus, Ehingen bis 10. Januar 2005 Dr. rer. nat. Physik

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Hanno Marquardt, Bonn Vorsitzender Rechtsanwalt seit 24. Juni 2004 bis 28. Februar 2005

Weitere Aufsichtsratsmandate:

ß Allerthal-Werke AG, Grasleben Vorsitzender

ß Rheiner Moden AG, Rheine Vorsitzender

ß Porzellanfabrik Zeh, Scherzer & Co. AG, Rehau Vorsitzender

Dr. Rudolf Scheid, Swistthal Vorsitzender Rechtsanwalt bis 24. Juni 2004

Dr. Michael Altwein, Darmstadt stellv. Vorsitzender Diplom-Physiker seit 24. Juni 2004

Vorsitzender seit 01. März 2005

Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien:

ß Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH, Darmstadt

Gerhard Hagenau, Chieming stellv. Vorsitzender Diplom-Kaufmann bis 24. Juni 2004

Ernst Hofmann, Wiesbaden Unternehmensberater

Edgar Most, Berlin stellv. Vorsitzender Bankdirektor seit 01. März 2005

Weitere Aufsichtsratsmandate:

  • ß Chemieanlagenbau Straßfurt AG, Straßfurt
  • ß Aker MTW Werft GmbH, Wismar
  • ß Aker Warnemünde Operations GmbH, Wismar
  • ß Peene-Werft GmbH, Wolgast
  • ß Kondor Wessels Deutschland GmbH & Co. KG, Berlin
  • ß LEIPA Georg Leinfelder GmbH, Schwedt Vorsitzender
  • ß Sodawerk Straßfurt GmbH & Co. KG, Straßfurt Vorsitzender

Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien:

  • ß Institut für Getreideverarbeitung GmbH, Potsdam stellv. Vorsitzender
  • ß BioCon Valley GmbH, Greifswald
  • ß DRESEARCH Digital Media Systems GmbH, Berlin

Prof. Dr. Ing. Dr. E.h. Herbert Reichl, Baierbrunn bis 24. Juni 2004 Universitätsprofessor

Prof. Dr. Hans Richter, Frankfurt/O. Direktor IHP GmbH

Mitteilungspflichtige Beteiligungen gem. § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG

Folgende Mitteilungen gem. § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG hat die SIS AG im Geschäftsjahr erhalten und gem. § 41 Abs. 3 und § 25 Abs. 1 WpHG veröffentlicht:

"Die KDV Kapitalbeteiligungsgesellschaft der Deutschen Versicherungswirtschaft AG, Düsseldorf, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Silicon Sensor International AG, Berlin, Deutschland, am 31.08.2004 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 4,3 % beträgt."

"Von der Dr. Johannes Heidenhain GmbH, haben wir mit Schreiben vom 5. Februar 2004 folgende Mitteilung erhalten:

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Hiermit teilen wir Ihnen gem. § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Silicon Sensor International AG am 5. Februar 2004 die Schwelle von 10 % und 5 % unterschritten hat."

"Die Invision Asset Management AG, Zug, Schweiz, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die Hitech Premium N.V., De Ruyterkade 62 Willemstad, Curacao, eine 100% Tochtergesellschaft der an der Schweizer Börse notierten und von der Invision verwalteten Beteiligungsgesellschaft Mach Hitech AG, mehr als 5 % des Stammkapitals der Silicon Sensor International AG erlangt hat. Die Stimmrechtsanteile an der Silicon Sensor International AG haben am 21.01.2005 die Schwelle von 5 % überschritten und betragen 5,06 %."

"Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns im Auftrag des FPM Funds SICAV, 2 Boulevard Konrad Adenauer, L-1115 Luxemburg, Luxemburg gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i. V. m. § 134 InvG mitgeteilt, dass die vorgenannte Investmentgesellschaft am 02.03.2005 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der Silicon Sensor

SILICON SENSOR INTERNATIONAL AG 58 International AG, Berlin, Deutschland, überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 6,1 % hält."

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2004:

2004TEuro 2003TEuro
Deutschland 98 97
Übrige Länder 4 4
102 101

Konsolidierte Tochterunternehmen

Unternehmen Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Beteilgungsquote
Silicon Sensor GmbH Berlin Entwicklung, Produktion,Vertrieb von HalbleiterSensoren 100 %
Lewicki microelectronicGmbH Oberdischingen Herstellung u. VertriebmikroelektronischerBauelmente und -gruppen 100 %
Pacific Silicon Sensor,Inc. WestlakeVillage, USA Entwicklung, Produktionund Vertrieb von Sensorsystemen und Vertrieb vonSensor-Chips 100 %
Silicon Projects GmbH Berlin Entwicklung, Produktion,Vertrieb von Soft- undHardware, Internetdienstleistungen 80 %
Silicon InstrumentsGmbH Berlin Entwicklung, Produktion,Vertrieb von Modulen undGeräten der Strahlungssensorik 70 %

32. Corporate Governance

Die Gesellschaft hat die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG abgegeben und auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 15. März 2005

Silicon Sensor International AG Der Vorstand

Dr. Bernd Kriegel Dr. Hans-Georg Giering

Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Silicon Sensor International AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 geprüft. Die Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Wertansätze und Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung, die sich auch auf den vom Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht zusammen mit den übrigen Angaben des Konzernabschlusses insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen."

Berlin, 23. März 2005

Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Selter Glöckner

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Freiwillige Angaben

Von den Organmitgliedern wurden am 31. Dezember 2004 folgende Aktienanteile an der Gesellschaft (in Stück) gehalten:

Dr. Hans-Georg Giering 15.000 (31. Dezember 2003: 11.000)

Gemäß den Bestimmungen des SOP 2001 und des SOP 2002 wurden im Geschäftsjahr 2004 keine Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstandes sowie die Geschäftsführer und Mitarbeiter verbundener Unternehmen ausgegeben.

Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen stellt sich wie folgt dar:

2004 2003
Mitglieder
des Vorstandes 0 28.500 Aktienoptionen
Geschäftsführer
verbundener Unternehmen 0 27.000 Aktienoptionen
Mitarbeiter 0 27.000 Aktienoptionen

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Die Silicon Sensor Gruppe identifiziert sich mit den Prinzipien und Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Leitung sowie Kontrolle des Unternehmens. Denn diese dienen zum Erhalt und zur Steigerung des Vertrauens bei Aktionären, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und bei der Öffentlichkeit.

Vorstand und Aufsichtsrat der Silicon Sensor International AG erklären, dass seit Abgabe der letzten Erklärung gemäß § 161 AktG den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 21. Mai 2003 entsprochen wurde und wird. Lediglich die folgenden Empfehlungen werden nicht oder noch nicht angewendet:

  • ß Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird im Anhang des Konzernabschlusses nicht individualisiert angegeben (Ziffer 4.2.4 und 5.4.5 des Kodex'), da ein Individualausweis nicht mehr kapitalmarktrelevante Informationen als ein differenzierter kollektiver Ausweis enthält.
  • ß Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten derzeit keine erfolgsabhängige Vergütung (Ziffer 5.4.5 des Kodex'). Die Hauptversammlung hat am 30. Mai 2001 die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder festgelegt und dabei keine erfolgsabhängigen Bestandteile eingeführt.
  • ß Für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestehen keine Altersgrenzen (Ziffer 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex').
  • ß Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse (Ziffer 5.3 des Kodex'), sondern wird immer in seiner Gesamtheit beraten.
  • ß Die Zwischenberichte werden innerhalb der Frist, die nach der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse maßgeblich ist, und damit nicht zwingend binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht (Ziffer 7.1.2 des Kodex').

Berlin, im März 2005

Silicon Sensor International AG

Vorstand Aufsichtsrat

Bericht des Aufsichtsrates

2004 war für den Silicon Sensor Konzern ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr. Es war insbesondere geprägt vom weiteren Ausbau des Geschäfts der einzelnen Konzerngesellschaften. Daneben standen die Veränderungen in der Aktionärstruktur, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften und die Entwicklung des Amerikageschäftes im Mittelpunkt der Anstrengungen. Als besonders erfreulich ist die stark gestiegene Profitabilität der Gesellschaft, der stark verbesserte operative Cashflow und die sehr positive Performance der Aktie im erfolgreichen Geschäftsjahr 2004 herauszuheben.

Der Aufsichtsrat hat sich während des vergangenen Geschäftsjahres kontinuierlich über den Geschäftsverlauf der Silicon Sensor International AG sowie ihrer Tochtergesellschaften informiert und konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung uneingeschränkt überzeugen. In insgesamt vier gemeinsamen Sitzungen wurden wesentliche Fragen der Geschäftspolitik und der zukünftigen Strategien für Wachstum und Internationalisierung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eingehend erörtert. Darüber hinaus fanden eine Vielzahl von Besprechungen zwischen dem Vorstand und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats statt.

Der Konzernabschluss mit Lagebericht sowie der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2004 mit Lagebericht wurden von der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen und die Lageberichte lagen dem Aufsichtsrat vor und wurden von ihm geprüft und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. März 2005 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich besprochen. Wir haben den aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Dieser ist damit festgestellt. Den Konzernjahresabschluss haben wir ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen und gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre überdurchschnittlichen Leistungen und wünscht ihnen für die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2005 viel Erfolg. Besonderer Dank gilt wie immer unseren bisherigen wie neu hinzugekommenen Aktionärinnen und Aktionären, die der Gesellschaft ihr Vertrauen geschenkt haben und schenken.

Berlin, im März 2005

Silicon Sensor International AG Der Aufsichtsrat

Dr. Michael Altwein Vorsitzender