Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

First Sensor AG Annual Report (ESEF) 2024

Feb 13, 2025

Preview isn't available for this file type.

Download source file

First Sensor AG 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 first-sensor:ChangeOverPreviousYearMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 first-sensor:ChangeOverPreviousYearMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 first-sensor:ChangeOverPreviousYearMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2022-10-01 2023-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2024-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 52990036Z3X91Z60TZ27 2023-10-01 2024-09-30 iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares 2. ZUSAMMENGEFASSTER BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS DER FIRST SENSOR AG 2.1. GRUNDLAGEN DES FIRST SENSOR-KONZERNS 2.1.1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Geschäftszweck und rechtliche Konzernstruktur Im Einklang mit der Satzungist der GeschäftszweckdesUnternehmensdieEntwicklung, Produktionund der Vertriebim In-und Auslandvon Sensorsystemen aller Art sowie vonelektronischen Bauelementenund Geräten.Der First Sensor-Konzern (imFolgenden auch„First Sensor“ oder „dieGruppe“)bestandzumBerichtsstichtag(30.09.2024)ausder Muttergesellschaft First Sensor AG mitSitzin Berlin undder Tochtergesellschaft First Sensor Lewicki GmbH, ander dieFirst SensorAG sämtliche Anteilehält. Der Konzernlagebericht wurde mit dem Lagebericht der First Sensor AG nach§ 315 Abs. 5 HGBi.V.m. § 298 Abs. 2HGBzusammengefasst. Seit 2020ist die TE Connectivity SensorsGermany Holding AG, Bensheim, mit knapp72Prozent größte Aktionärinder First Sensor AG. Zwischen den Gesellschaftenbesteht seit dem14. April 2020 (Handelsregister-Eintragungam 6. Juli 2020) einBeherrschungs-und mit Wirkung abdem1. Januar 2021einGewinnabführungsvertrag. Segmente First Sensor entwickelt, produziert und vertreibt Sensorchips, Sensorkomponenten, Sensoren undSensorsysteme. Der Umsatz wirdnach der geographischen Herkunft der Endkunden (DACH-Region,übrigesEuropa, Nordamerika, Asien, Rest der Welt)berichtet. EineSegmentierung entsprechend IFRS 8, diesichininternen Organisations-und Berichtsstrukturen widerspiegelt undnachder der VorstanddieSteuerungvornimmt, ist nicht gegeben. Standorte DieGruppeverfügteimGeschäftsjahr 2024insgesamtüber vier Entwicklungs-bzw. ProduktionsstandorteinDeutschland: Berlin(Oberschöneweide undWeißensee), Dresden(Klotzsche)undOberdischingen. SiesindaufunterschiedlicheProdukteund Stufenentlangder Sensorik- Wertschöpfungskette spezialisiert. Geschäftsprozesse, Produkte und Dienstleistungen Im Wachstumsmarkt Sensorikentwickelt undfertigt First Sensor Standardprodukte undkundenspezifischeSensorlösungenfür diestetig zunehmendeZahl anAnwendungenin den unterschiedlichenZielmärkten. Entlangder Wertschöpfungskettezeichnet sichFirstSensor durchzwei Kernkompetenzenaus: Zumeinen besitzt dieGruppeExpertenwissenbeim Detektierenvonphysikalischen Parametern mithilfedesDesignsundder ProduktionvonSensorchips aufSiliziumbasis. Zumanderen nutzt First Sensor Kenntnisseinder mikroelektronischen Aufbau- undVerbindungstechnik, umdiese Chipsmit dembesten„formfactor“ anwendungsgerecht weiterzuverarbeiten. ZusätzlichesWachstumkann durchSystemlösungen für neueAnwendungeninden verschiedenen Märktenentstehen. Solche Sensorsystemeübernehmen nicht nur Messaufgaben, sondernreagierenintelligent aufErgebnisseund kommunizieren mit anderenSystemen. Auf dieser Basisfokussiert sichFirst Sensor aufdie ProduktbereichePressure und AdvancedElectronicsund verfügt über einumfangreiches Angebot eigenentwickelter und -produzierter Standardsensoren, die primär über dasVertriebsnetz vonTE Connectivityvertriebenwerden. Durchdie langjährigeExpertiseinder Sensorikist First Sensor außerdeminder Lage,maßgeschneiderteSensorlösungenanzubieten, diein denProdukten von Schlüsselkunden anwendungsspezifische Herausforderungen meistern. Darüber hinaus greift dasUnternehmenauf eineVielzahl technischer LösungenimBereichder AktuatorikundEmbeddedSoftwarezurück, umbei Systemansätzenzuunterstützen. Deshalbist dieProdukt-und Technologieentwicklungeinwesentlicher Kernprozess. 27 First Sensor kannüber dieZusammenarbeit mit der TE ConnectivitySolutions GmbH (Schaffhausen, Schweiz - TESOG) an Kundenin mehr als 140 Ländernliefern. Auf der Basisentsprechender Vereinbarungenist dieTESOG Verkaufs-undDistributionspartner der First Sensor AG undhat im Geschäftsjahr 2022den komplettenVertriebdesUnternehmensübernommen. Beschaffungs- und Absatzmärkte First Sensor bezieht Rohmaterialien, Produkte undDienstleistungen für seine Geschäftsprozesse. Mehr alsdrei Viertel habenihrenUrsprungin Europa (76,7Prozent), aus Asienstammen 13,8Prozent und aus Amerikakommen9,5 Prozent. Seit dem 1.Juni2022erfolgt der Vertriebder ProduktederFirst Sensor AG ausschließlich über denDistributionspartner TESOG. Für dieregionaleAufteilungder Umsätze wird auf denStandort desEndkunden von TESOG abgestellt. Das größteUmsatzvolumen wurdeim Geschäftsjahr 2024 wiebisher imdeutschsprachigenRaumrealisiert. Der Anteil derDACH-Region(Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) beliefsichauf53,2Prozent (VJ: 57,5 Prozent). 19,5Prozent (VJ: 14,1 Prozent)derUmsätze erwirtschafteteFirst Sensor indennicht deutschsprachigeneuropäischen Ländern.InNordamerika, mit Schwerpunkt aufden USA, erwirtschafteteder Konzern5,7Prozent desUmsatzes (VJ: 12,4 Prozent). Auf Asienentfallen 21,2Prozent (VJ: 15,7 Prozent)der Umsatzanteile mit Schwerpunkt inChinaund0,4 Prozent (VJ: 0,3 Prozent)entfallen auf den Rest der Welt. Die grundsätzlicheAbsatzentwicklungimKonzern spiegelt sich entsprechend auchbei der First Sensor AG alsEinzelgesellschaft wider. Externe Einflussfaktoren ExterneEinflussfaktoren für dasGeschäft, wiezumBeispiel rechtliche, politische, wirtschaftliche, ökologischeund sozialeRahmenbedingungen, die eineVeränderungimNachfrageverhaltender Kundenbegründen könnten,sowie regulatorische Rahmenbedingungensindim positiven wieim negativenSinnevongeringerer Bedeutung für FirstSensor. DurchdieIntegrationinden TE Connectivity-Konzern profitiert First Sensor nicht nur vonder dynamisch wachsendenAnzahl von Sensorapplikationen, die für neueFunktionalitätensowie für Sicherheit, Komfort undEffizienz entwickelt werden. Die globale ReichweitevonTE Connectivityerweitert auchdieZahl potenzieller Kunden, diebeliefert werden können. DieseKombinationsollteauchmögliche Schwankungen durchkonjunkturelleZyklen mindern. 2.1.2. Ziele und Strategien Strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder First Sensor ist Teil vonTE Connectivity und damiteingebundenindie TE Connectivity-Strategie für den GeschäftsbereichSensoren. Ziel der Strategie ist es, Menschen, Maschinen unddieWelt nahtlosmiteinander zuverbinden, sodass alle weltweit einbesseresLebenführenkönnen. Dafür werden innovativeSensorlösungenentwickelt, die Werte fürdie Mitarbeiter, Kunden und Investoren schaffen. Siesollendazu beitragen, dassdie vernetzte Welt sicherer, produktiver undzuverlässiger wird.TE Connectivitysetzt dabei auf die Werte Innovation, Integrität, Zuverlässigkeit, Inklusion und Teamwork. Indenverschiedenen Handlungsfeldernkonzentriert sichTE Connectivitymittelfristig auf eine ausgeprägteWachstumsstrategie. Im Mittelpunkt der AktivitätenvonFirst Sensor stehenAnwendungeninder industriellenAutomatisierungundZustandsüberwachung sowieder Steuerungvon Bewegungen. Außerdem konzentriert sich dieGruppe auf Anwendungeninder MedizintechnikwieDiagnostikund Patientenüberwachung. Drucksensorensindein wesentlicherBestandteil desProduktportfolios. Hier bietet First Sensor für Applikationeninder Industrie undMedizintechnik passendeProdukte. Oft sindin diesenHigh-Tech-Applikationenindividuelle, kundenspezifische Lösungengefragt.Aufgrundder mehr als 30-jährigen Anwendungserfahrungist First Sensor inder Lage, dieunterschiedlichstenBranchenmit passgenauen Lösungenzu bedienen –vonleistungsstarken, plattformbasiertenDrucksensoren für die Pneumatikund Hydraulik, unter anderemzur Automatisierungindustrieller Anlagen, bishinzu Sonderanfertigungenfür hochspezialisierte Medizintechnik-Anwendungen. Im BereichPhotonicsumfasst dasProduktprogrammLiDAR-Anwendungen, Imaging-Moduleund Lichtdetektoren. Siekommen vorwiegendin Industrie-, Medizin-und TransportanwendungenzumEinsatz. First Sensor konzentriert sichhier vorrangig aufAnwendungenim Industrie-und 28 Medizinbereich. Im Geschäftsjahr 2024 wurdeimRahmendesProduktportfoliomanagements entschieden,imPhotonicsbereich mehrFokus auf Produktionsdienstleistungenals aufEigenentwicklungzulegen. BesondersimBereichAdvancedElectronics hat sichFirst Sensor aufdensteigenden BedarfankomplexenLösungen, dieinKundenapplikationen mehrereFunktionenverbinden, konzentriert. Dies bedarfder Kernkompetenzenin Chip-Designund-Produktionsowieinder Aufbau- und Verbindungstechnik. Darüber hinaussetzt dasUnternehmenaufdenAuf-undAusbauderExpertiseinweiterenVerfahrenstechnikensowiein SoftwareundSensorik-Kommunikation. Inder Zusammenarbeit mit TE Connectivityergeben sichhier zusätzliche Optionen, dieinder Zusammenarbeit stetig weiter validiert werden sollen. Ergänzend entwickeltFirst Sensor nicht nur Produkte, sondern auchLösungen. Beim„SolutionSelling“ ist es wichtig, eintiefgreifendesVerständnisfür dieSystemeder Kundenzu entwickeln und TrendsundSystemproblemezu erkennen, diegelöst werden müssen. Dies geht häufig mit der Erweiterungdes Anteilsvon Sensorenin diesenAnwendungen und Anwendungsfällen einher. Aufdiese WeiseerhaltendieKundenein umfassenderesWertangebot. Gleichzeitig könnenderBeschaffungsprozess, dieKomplexität unddieKostenreduziert werden, indembeispielsweise dieAnzahl der Lieferantenreduziertwerden kann. Strategische Finanzierungsmaßnahmen DasoperativeGeschäft finanziertFirst Sensor vorrangig ausdemoperativenCashflowund denvorhandenenliquiden Mittelnbzw. über den Cash- Pool mit TE Connectivity. Weiterer Finanzierungsbedarfkönntezukünftig auchdurchdie Hauptaktionäringedeckt werden. Strategische Finanzierungsmaßnahmenimengeren Sinne wurdenbisher nicht vorgenommen unddiesist auch für dieZukunft nicht geplant. 2.1.3. Unternehmensinternes Steuerungssystem Der Vorstandverantwortet die strategischeAusrichtungdesUnternehmens. Er wird gemäß Gesetz undSatzungvom Aufsichtsrat beratenund überwacht. AusdenstrategischenZielen wird jährlichdie Mittelfristplanungfür die nächstendrei Jahreabgeleitet. Auf dieser Basis entsteht die jeweiligeDetailplanungfür dasFolgejahr. Der Vorstandstimmt diese mit dem Aufsichtsrat abundsetztsieum. Mit den Mitarbeiternder erstenFührungsebeneunterhalbdesVorstandserörtert der Vorstandregelmäßigstrategische und wesentlicheoperative Fragen, analysiert dieaktuelleGeschäftsentwicklungundberät über denUmgang mit ChancenundRisiken. Diese Führungskräfte habenaußerdem direkteBerichtslinienzudenregionalen undglobalenFachverantwortlichen von TE Connectivity. DieSteuerung der First Sensor-Unternehmensgruppeerfolgt inerster LiniedurchdiekontinuierlicheKontrolleder Zielerreichunghinsichtlichder Jahres- undMittelfristplanung. Abweichungensollensofrühzeitigerkanntwerden, umzeitnahgeeigneteMaßnahmeneinzuleiten. Verwendete Steuerungskennzahlen Seit demGeschäftsjahr 2024 wirdFirst Sensor primär nachden ZielgrößenUmsatz und Investitionsvolumen gesteuert. Diesestellen die bedeutsamstenfinanziellenLeistungsindikatoren (KPIs)dar.Die Änderungder SteuerungskennzahlenimVergleichzumGeschäftsjahr 2023 wurden im Prognosebericht desGeschäftsberichts2023dargestellt. Informationenzuden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren findensichinder nichtfinanziellenKonzernerklärung(CSR-Bericht). Siewerdenvom Vorstandnicht für dieBeurteilungder Vermögens-,Finanz- undErtragslagedesKonzerns berücksichtigt. 29 2.1.4. Forschung und Entwicklung VielfältigeneueEinsatzmöglichkeitenvonSensorenundSensorsystemensind die Treiber für das geplanteWachstumvonFirst Sensor. Ausdiesem Grundhat dieEntwicklungeinehoheRelevanz für denErfolgdesUnternehmens. Sie prägt dieUmsetzungkundenspezifischer Lösungenund verantwortet den Produktentwicklungsprozesssowieden Bau von Prototypen. Außerdembildet dieEntwicklung dieGrundlagefür diePlattform- undTechnologiestrategievonFirst Sensor. Sieistintegraler Teil der Strategie undRoadmapsder Sensor BusinessUnit von TE Connectivity. AlsFolge der fortgeschrittenenIntegrationinden TE Connectivity-Konzernist dieEntwicklungsarbeit mittlerweile auf Organisationseinheiten aufgeteilt, die auchStandorte außerhalbderFirst Sensor-Gruppeumfassen. DieimFolgendendargestelltenF&E-Aktivitätenbeziehensichdaher in erster Linie auf WeiterentwicklungenundAnpassungen durch Mitarbeiter vonFirst Sensor, derenErgebnisse jedoch nichtzwingend mit denProduktionsstandorten vonFirst Sensor verbundensind. Die gesamteExpertiseumfasst HalbleiterentwicklungundDesignvonSensoren, Aufbau-undVerbindungstechnik sowiedieProzessentwicklungbis zumPrototypenbau, SensorelektroniksowieSoftwareund Systemintegration. Die KoordinationderFachbereicheinnerhalbder Produktentwicklungsprojekteleistet das Projektmanagement, umdieEinhaltungder definierten Projektzielesicherzustellen. Die Organisationsstruktur ist nachSensortechnologien ausgerichtet. Der EntwicklungsbereichPhotonicsbefasst sich mit der Entwicklungvon FotodiodenundbildgebendenSensoren. DieEntwicklungvonDrucksensoren arbeitet vereint mit denentsprechendenEntwicklernder TE ConnectivityimEntwicklungsbereichPressure &Force. Prozessseitigist die gesamteEntwicklung auf denProjekt-Governance-Prozessder TE Connectivity„LEANPD“ (Lean EnterpriseAcceleratedNew Product Development) abgestellt. Dafür wurdenSoftwarelösungenangeglichenunddasDokumentenmanagement andie TE Connectivity- Infrastruktur angebunden. Vorgehen und Schwerpunkte Unabhängigdavon, obder AnstoßzueinemEntwicklungsprojekt vonKundenseiteoder ausdeneigenenReihenkommt, verlaufen EntwicklungsaktivitätenvonFirst Sensor entlang einesstrukturiertenProzesses. Vor dem eigentlichenStart des Projektssteht zunächst diePrüfung desBusinessCases. Dabei werdennebenZeitrahmenundKostenauchdiePotenzialedes Projekts für First Sensor und TE Connectivity gesamt berücksichtigt. Wenndie Prüfungzu einempositivenErgebnis kommt, folgtdieUmsetzungdes Projekts.Ein mehrstufiger Prozessregelt dabei die Organisationvonder Konzepterstellung über dieFertigung vonPrototypenbiszur Vorbereitungder Serienproduktion. Mithilfevorabdefinierter Meilensteineund standardisierten Berichtserfordernissenstellt dieser Prozesssicher, dasssich dieErgebnissedes Entwicklungsprojekts aufjeder StufeimEinklang mit demgewünschtenZiel befindenund Abweichungenzeitnaherkannt, analysiert undbearbeitet werden. Die mittel-undkurzfristigenEntwicklungsaktivitäten werden entlangder übergeordnetenUnternehmensstrategie aufder Ebene vonTE Connectivity ineiner Technologie-und Produkt-Roadmap gebündelt. Diese stellt sicher, dassProjekte mit Schlüsselkundenbzw. mit hohenUmsatzvolumina Vorrang genießen. Ausdiesem Grundliegt der Schwerpunkt zumeinen aufkundenspezifischenSensorlösungenunddamit aufder Entwicklung neuer Sensorchips. Ergänzt werdendiesedurchinnovativeSignalelektroniksowie Aufbau-undVerbindungstechnologien. Kooperationen First Sensor verfolgt denAnsatz, InnovationsprozessezuöffnenundstrategischeKooperationenmit IndustriepartnernundForschungseinrichtungen einzugehen. ImRahmengemeinsamer Projekteprofitiert jeder Partner vondem AustauschderExpertise undkann diejeweiligenKernkompetenzen einbringen. Durchregelmäßigenengen Kontakt mitForschungsinstitutenträgt dieEntwicklungdarüber hinausdazubei, dasswissenschaftliche Erkenntnissein nutzbareInnovationen überführt werden. Eineeigene über diebestehenden KooperationenhinausgehendeForschung findet inder Gruppenicht statt. 30 F&E-Kennzahlen Der jährlicheF&E -Aufwandwirdmit einem Budget hinterlegt. Projektkosten werdenim Rahmenvon Innenaufträgen erfasst und fließenals Aufwand indieGewinn- undVerlustrechnung. Mit Einbindungindie StrukturenundAbläufedesTE Connectivity-Konzernswurdenselbst erstellte immaterielleVermögensgegenständenicht mehr geschaffen inTEUR,wenn nichtandersangegeben 2023 2024 F&E-Aufwand 4.189 2.865 F&E-Quotein % 3,1 2,4 NeueAktivierungvonEntwicklungsleistungen 16 0 BuchwertederAktivierungen 1.818 0 AbschreibungenaufaktivierteEntwicklungsleistungen 342 2.254 AnzahlMitarbeiterF&E (FTE) 52 47 AnzahlPatenteundLizenzen 17 16 Im Geschäftsjahr 2024 betrugder Aufwand für F&E 2,9 Mio. Euro. DieF&E-QuoteimVerhältniszumUmsatzsank damit auf2,4Prozent. Inder Entwicklung warenimBerichtszeitraum durchschnittlich47Mitarbeiter beschäftigt. F&E-Ergebnisse DieEntwicklungsarbeit konzentriertesichim abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf ProdukteundTechnologien der MEMSDruck- und Gassensorensowieder photonischenSensoren. Der Schwerpunkt inder Entwicklungder DrucksensorenlagimBereichBremssystemefür einen führendendeutschen Automobilhersteller sowiebei Durchfluss-Sensorenfür Applikationeninder Gasversorgunginder Halbleiterindustrie, der Medizintechnik undder Klimasteuerung. Auch wurdeein neuartiger Sauerstoffsensor für die Medizintechnikentwickelt. Im BereichPhotonicswurdenhauptsächlichfür Infrarotanwendungen etliche kundenspezifischeEntwicklungenfür Fotodioden undbildgebende Sensoren fertiggestellt. Dazu gehörenAerospaceAnwendungenimWellenlängenbereich1064nmsowieAPD LiDAR Sensoren bei 905nm. Hier wurdenbeispielsweiseneuezuverlässigeundlötbarePackages für APD-Arrays, dienach Automobilstandards entwickelt wurden, vorgestellt. DesWeiterenwurdenProjekteimBereichMessautomatisierung, insbesondereder Automatisierungvonoptischer Inspektionbearbeitet. Auchwurdenneue Herstellungsprozesse wieJetten &Schneestrahlen weiterentwickelt und neuestetechnologische MarkttrendsindenBereichen Partikelreduktionund Materialauftragevaluiert, umgesteigertenAnforderungenfür dasPackagingbildgebenderSensorenzubegegnen. Entwicklungsprojekte wiedie genanntenBeispieletragenüblicherweisenach 6bis24MonatenzudenUmsätzen bei. Patenteund Gebrauchsmuster werden nur selektivangemeldet. Dabei wirdzunächstgeprüft, obder Nutzen einer AnmeldungdieRisikeneinerOffenlegungübersteigt, ob eine strategischeNotwendigkeit besteht oder ob ausWettbewerbsgründen eine Anmeldungnotwendigist. Patentewerdenim Anschluss jährlicheiner Bewertung unterzogen. Wenn sichdie Marktsituationenoder diestrategische AusrichtungdesUnternehmens geändert habenoder wennsichdie Werthaltigkeit nicht mehr nachweisenlässt, wird entschieden, bestimmtePatente auslaufenzulassen. 31 2.2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Der InternationaleWährungsfonds(IWF)erwartet, dass das globale Wachstum2024stabil, aber nicht überwältigendseinwird. Gegenüber früheren Prognosen gab es bemerkenswerteKorrekturen, wobeidie Anhebungender Prognosefür dieVereinigtenStaaten dieHerabstufungen der Prognosen für andere fortgeschrittene Volkswirtschaften-insbesonderedie größten europäischenLänder- ausglichen. DielangfristigeEntwicklung sieht der IWF nach wievor wenig optimistisch. Anhaltender struktureller Gegenwind- wiedieBevölkerungsalterung unddieschwacheProduktivität - bremst daspotenzielleWachstuminvielenVolkswirtschaften. In seiner jüngstenPrognose ausOktober 2024 soll dieWeltwirtschaft 2024um 3,2Prozent wachsenunddamit einenZehntelprozentpunkt weniger als2023. Dasstärkste Wachstum unter dengrößerenLändern erwartet der IWF 2024inIndien undChinamit siebenbeziehungsweise4,8Prozent. Für dieUS-Wirtschaft erwartet der IWF eineleichteVerschlechterung auf 2,8 Prozent. Für dieEurozoneerwartet der IWF nur schwache Werte mit 0,8 Prozent Wachstumin2024. Optimistischer alsdie deutscheRegierungist der IWF hingegenbei denAussichten für 2024: Hier erwartet er eine Stagnation mit einem Wachstumvonnull Prozent, währenddie Bundesregierung davonausgeht, dassdiedeutsche Wirtschaft 2024 um0,2Prozent schrumpft. Entwicklungen des Sensormarktes DasMarktforschungsinstitut WSTSerwartetefür denglobalenHalbleitermarktim Jahr 2024einen Anstiegum 16,0 Prozent nach einem Rückgang um 8,2Prozent imvergangenenJahr. Hauptsächlichzwei KategorienvonHalbleitern sollendasWachstummit zweistelligenZuwachsraten antreiben: Logikmit 10,7Prozent undSpeichermit 76,8 Prozent. Für den Sensormarkt weltweit erwartensie2024 erneut einendeutlichenRückgangum7,4 Prozent nach -9,4ProzentimVorjahr.DieregionalenUnterschiede bleibenfür die Halbleiterindustrieinsgesamt sehr ausgeprägt: Für 2024 wird für dieRegionen AmerikaundAsia-Pazifik eindeutlichesWachstumvon25,1 Prozent bzw. 17,5 Prozent erwartet. ImGegensatz dazu wirdfür Europaein geringfügigesWachstumvon0,5Prozent erwartet, während für Japan einleichter Rückgangvon1,1Prozent prognostiziert wird. Für 2024rechnet der BranchenverbandZVEInur nochmit einemgeringenAnstieg desglobalenElektromarktsum 1 Prozent. Ursächlichdafür seiin erster Liniedie allgemein schwacheIndustriekonjunktur, dieu.a. vomhohen Zinsniveau, geopolitischerUnsicherheit und Kaufzurückhaltungbelastet wird. Für dendeutschenElektromarkt erwartet der Verband 2024einenRückgangum4 Prozent, nachdem erimVorjahr um4 Prozent gewachsen war. Im Jahresverlauf 2024sankendie Auftragseingängein der Branche um 10,9Prozent imVergleichzumVorjahreswert. Die Aufträgeausdem Inland gingenum12,0Prozent unddie ausdemAuslandum 10,0Prozent zurück. Die größerenUnternehmendesdeutschen BranchenverbandsAMA (Verband für Sensorikund Messtechnike.V.) verzeichnetenzum Beginndes Berichtszeitraumseinen stärkerenUmsatz-und Auftragsrückgang. Sogingen dieUmsätzezunächst umsechsProzent unddie Auftragseingängeum drei Prozentzurück.Die Mitglieder des Verbandeserwarten für 2024 dennocheinleichtesWachstumum 2Prozent, besonders aufgrundder BelastungendurchdieSituationinder Automobilindustrie. 32 2.2.2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Lage des Konzerns Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024 und Vergleich mit der prognostizierten Entwicklung Im Geschäftsjahr 2024 erreichteder Umsatz der First Sensor-Gruppe121,4 Mio. Euro (VJ: 134,6 Mio. Euro). Der Umsatzrückgangum9,8Prozent spiegelt insbesonderedas schwierigere Marktumfeldwider. Damit wurdedie ursprünglichePrognose für dasGeschäftsjahr 2024verfehlt, jedochdie angepassteSpannevon115 bis125Mio. Euroerreicht. Ursächlichwarenhierfür dieallgemeine SchwächedesIndustriemarktes unddasAusbleiben deserwarteten Aufholszenariossowie der nicht gelungeneAbbau der BeständedurchVerkauf. AngesichtsdeswirtschaftlichenUmfelds wurdendiegeplantenInvestitionen teilweisezeitlichgestreckt. Das Investitionsvolumenbeliefsich deshalb auf 5,6Mio. Euro undlag damit ebenfallsnicht inder Spanneder ursprünglichenPrognose, aber imRahmen derjüngsten Guidancevon5bis 7Mio. Euro. Insgesamt liegt dieEntwicklungimBerichtszeitraumdamit nicht imRahmen der ursprünglichenErwartungen. Zielwerte der Steuerungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2024 Für das Geschäftsjahr 2024wurdeursprünglicheinKonzernumsatzzwischen 135 und145Mio. Euroerwartet. Diese Planung wurdeam 11.04.2024 auf einenUmsatz zwischen115 und125 Mio. Euroreduziert. Für dasgeplanteInvestitionsvolumenwurdeursprünglicheineGrößenordnung zwischen8und10Mio. Euroerwartet. Am09.07.2024wurdedieseGrößenordnung auf5bis7 Mio. Euroreduziert. Vergleich von Ziel- und Ist-Werten 2024 Die folgende Tabelle stellt den erreichtenWertimGeschäftsjahr 2023, dieursprünglicheund dieangepasste Guidance für dasGeschäftsjahr 2024 sowie denimGeschäftsjahr 2024 erreichtenWert dar: Angepasste Angepasste 01.10.2022- Guidance Guidance Guidance 01.10.2023- 30.09.2023 31.01.2024 11.04.2024 09.07.2024 30.09.2024 134,6 115-125 UmsatzinMio.Euro 135-145 115-125 121,4 InvestitioneninMio.Euro 10,4 8-10 8-10 5-7 5,6 Damit wurdedieursprüngliche Planung bezüglichdesUmsatzesund des Investitionsvolumensverfehlt, dieim Jahresverlauf angepasstenPrognosen jedoch erreicht. 33 Ertragslage Umsatzentwicklung Der Umsatz der First Sensor-Gruppeerreichte 121,4Mio. EuroimGeschäftsjahr 2024 gegenüber 134,6Mio. EuroimGeschäftsjahr 2023. Der Höhe nacherreichtensieinsgesamt nicht die ursprünglichePrognose. Der Umsatzrückgang war überwiegend mengenbedingt undkonntedurchselektive Preisanpassungennicht kompensiertwerden. Ursächlich für denUmsatzrückgangum9,8Prozent war überwiegenddasschwierigere Marktumfeld, indemauch dieUmsatzrealisierungdurch denursprünglich vorgesehenenBestandsabbau nicht wiegeplanterfolgen konnte; einigeKundenabrufe habensich darüber hinausin dienachfolgenden Periodenverschoben. Die folgendeDarstellungder regionalenUmsatzverteilungbezieht sichaufdenSitz der Endkunden, mitdemdieUmsätzerealisiert wurden: 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% 64.592 DACH 77.389 -12.797 -16,5 23.711 ÜbrigesEuropa 18.968 4.743 25,0 6.893 Nordamerika 16.721 -9.828 -58,8 25.692 Asien 21.190 4.502 21,2 546 RestderWelt 342 204 59,6 Gesamt 134.610 121.434 -13.176 -9,8 Deutschland,Österreich,Schweiz,Liechtenstein Der deutlicheUmsatzrückgangim Geschäftsjahr 2024resultiert hauptsächlich ausderDACH-Regionund ausNordamerika. Der Umsatz derDACH- Regionrepräsentiert 53,2Prozent desGesamtumsatzesundwar um 16,5Prozent rückläufig. In Nordamerikasank der Umsatz ummehr alsdieHälfte nachdemstarkenGeschäftsjahr 2023. DieRegionrepräsentiert damit 5,7Prozent desGesamtumsatzes. DieUmsätzeimübrigenEuropa undAsien stiegenhingegen, konntendenRückgang jedoch nur abmildern. Der Umsatz imübrigenEuropa stiegum25,0Prozent, hier werden19,5 Prozent der Gesamtumsätzerealisiert. StarkesWachstummit einemZuwachsum21,2Prozent zeigteerneut Asien, derUmsatzanteil beläuft sichnun auf 21,2 Prozent. AufdenRest der Welt entfallen 0,4 Prozent der Umsätze. IndenUmsatzerlösen sind 2,1 Mio. Euroenthalten, diedemGeschäftsjahr 2023 zuzuordnensind; dieswurdebereitsim Halbjahresbericht dargestellt. Auftragslage1 Die Auftragslage schwächte sichimBerichtszeitraumweiter ab. EinemUmsatz von121,4 Mio. Eurostanden Auftragseingängein Höhe von97,1Mio. Euro gegenüber. Darausresultiert zum StichtageinAuftragsbestandin Höhe von58,9Mio. Euro undeineBook-to-Bill Ratiovon 0,84. DieVolatilität der Auftragseingängehat sich seit der EinbindungindieTE Connectivity-Vertriebsstruktur leicht erhöht, daher ist dieAussagekraft für daslaufende Geschäftsjahr 2025nur beschränkt valide. 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% Umsatz 134.610 121.434 -13.176 -9,8 UmsätzemitProdukten 129.329 115.693 -13.636 -10,5 UmsätzeausDienstleistungen 5.300 5.741 441 8,3 Auftragseingang 105.224 97.085 -8.139 -7,7 Auftragsbestand 77.465 58.857 -18.707 -24,1 Book-to-Bill-Ratio 0,81 0,84 0,03 - 1 DerAbschnitt„Auftragslage“istnichtBestandteilderAbschlussprüfungdurchBDOAG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. 34 Ergebnis Der Umsatz der First Sensor-Gruppeim Geschäftsjahr2024 betrug121,4Mio. Euro (VJ: 134,6Mio. Euro),das entspricht einem Rückgangum9,8 Prozent. Der Umsatzrückgangwar überwiegend mengenbedingt undkonntedurchselektive Preisanpassungennicht kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichenErträgebeliefen sich auf 0,9 Mio. Euro (VJ: 1,4 Mio. Euro). Der Bestandan fertigenund unfertigenErzeugnissen sankum 1,1 Mio. Euro (VJ: +4,1 Mio. Euro). Dieanderen aktiviertenEigenleistungenbeliefensichauf 0TEUR (VJ:16TEUR).Die Gesamtleistung (ohnesonstige betrieblicheErträge)sankentsprechend um13,3 Prozent auf120,3 Mio. Euro (VJ: 138,8 Mio. Euro). Der Materialaufwandreduziertesichum 14,8 Prozentauf59,0 Mio.Euro (VJ: 69,2 Mio. Euro). Dasentspricht einer Materialquotevon48,6 Prozent (VJ: 51,4 Prozent). DieRohmargebezogen auf die Gesamtleistungerreichte 51,3 Prozent nach 50,7ProzentimVorjahr. Der Personalaufwand, der sichimVorjahr auf 42,5 Mio. Eurobelief, reduziertesichim Berichtszeitrumleicht um1,7 Prozent auf 41,8 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war eine Anpassung des Personaleinsatzesanden StandortenWeißenseeundDresden. Diesonstigenbetrieblichen Aufwendungensanken ebenfallsundbetrugen14,1Mio. Euro (VJ: 16,5 Mio. Euro), überwiegenddurch eineOptimierungder Einkäufe unddas Absinkender Inflation. Insgesamt erreichte dasErgebnisvor Abschreibungen, ZinsenundSteuern (EBITDA)6,3 Mio. Euronach12,0Mio. Euroim Vorjahr.DieEBITDA-Margebetrug5,2Prozent (VJ: 8,9Prozent). Die AbschreibungenaufSachanlagenundimmaterielleVermögenswertesind deutlichauf24,5Mio.Euro (VJ: 7,7Mio. Euro)gestiegen, überwiegend alsFolgeder notwendigenGoodwillabschreibungundder Abschreibungenauf selbst geschaffeneimmaterielleVermögenswerte. Das Betriebsergebnis(EBIT) betrugdeshalb -18,2 Mio. Euro(VJ: 4,2 Mio. Euro).Dasentspricht einer EBIT-Margevon -15,0Prozent (VJ: 3,1Prozent). DasFinanz-und WährungsergebnisbetrugimBerichtszeitraum0,7Mio. Euro (VJ: 0,2Mio. Euro). DasErgebnisvor Steuern (EBT) erreichtefolglich- 17,5 Mio. Euro(VJ: 4,4 Mio. Euro). NachSteuerninHöhe von-0,2Mio. Euro (VJ: -0,3Mio. Euro) erreichtedasKonzernergebnis-17,7 Mio. Euro(VJ: 4,1 Mio. Euro). Aufgrundder steuerlichenOrganschaft fallenErtragsteuernvorrangigbeim Organträgeran.DasErgebnis jeAktiebetrug -1,72Euro/- 1,72Euro (VJ: 0,40Euro/ 0,40Euro; jeweilsverwässert/unverwässert). AußenstehendeAktionäreerhalten entsprechenddenRegelungenim Beherrschungs-undGewinnabführungsvertrageine jährliche Ausgleichszahlung gemäß § 304AktG, die vomMehrheitsgesellschafter geleistet wird. DieFirst Sensor AGträgt lediglichdiedaraufentfallende Steuer (242 TEUR). Finanz- und Vermögenslage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Ziel desFinanzmanagementsvonFirst Sensorist es,dienotwendige Liquidität für die Produktionsprozesse, dasWachstumund dieInvestitionen jederzeit sicherzustellen. DieSteuerung erfolgtzentral durch dieFirst Sensor AG. Sieumfasst primärdie Liquiditätssteuerung, dieBeschaffungvon Fremdkapital sowiedas Management vonZins-und Währungsrisiken. Seit dem Geschäftsjahr 2020nimmt First Sensor andemCash-Pool von TE Connectivityteil. DasRisikosteigender Zinsen betrifft Fremdkapital,das mittlerweilenur nochinbegrenzter Größenordnung undüberwiegend festverzinslich eingesetzt wird. Deshalbnutzt dieGesellschaft keinenEinsatz vonZinsswaps aufvariabel verzinslicheDarlehen. Fremdwährungsrisikendurch MaterialeinkäufeundFremdleistungsbezugbegegnet First Sensor durchdie bevorzugteVereinbarung vonZahlungeninEuro. EinekonzernweiteFinanz-Risikomanagement-Richtliniedient der rechtzeitigenErkennungvon Währungs-undZinsrisikenundregelt diezulässigen Sicherungsinstrumente. ZumStichtag30.09.2024 ergabendie ermitteltenRisikolimits undWesentlichkeitsgrenzen keinen Handlungsbedarfzum Abschlussvon Sicherungsgeschäften. 35 Kapitalstruktur ZumStichtag30. September 2024betrugdasKonzerneigenkapital 118,6 Mio. Euro(VJ: 126,8 Mio. Euro).Bezogen aufdie Bilanzsummevon 143,0Mio. Euro (VJ: 169,0 Mio. Euro)errechnet sichdaraus eineEigenkapitalquote von82,9Prozent (VJ: 75,1 Prozent). DieVeränderungresultiert überwiegend aus der Bilanzverkürzung alsFolgederGoodwill-Abschreibungenundder Wertberichtigung auf dieVorräteaufder Aktivseiteunddem Rückgangder Verbindlichkeitenaus LieferungenundLeistungen auf der Passivseite. DielangfristigenFinanzverbindlichkeiten einschließlich Leasingverbindlichkeiten wurdenin der Berichtsperiode weiter reduziert undbelaufen sich auf 5,2 Mio. Euro (VJ: 7,5 Mio. Euro). Diesist imWesentlicheneinKfW-Darlehenin Höhevonursprünglich13,0Mio. Euro. AlsSicherheit dient ein verpfändetes Guthabenkonto, das entsprechendderFristigkeitenalssonstiger kurz- bzw. langfristigerVermögenswert inHöhevon 5,3 Mio. Euro (VJ: 6,9Mio. Euro) ausgewiesen wird. DeshalbsindkeineCovenants unddieEntlassungvonSicherheitenvereinbart. 30.09.2023 30.09.2024 Verschuldungsgrad:NettoverschuldungzuEBITDA -2,3 -4,7 Zinsdeckungsgrad:EBITDA zu Zinsaufwand 44,0 -31,9 Eigenmittelquote 86,0 82,9 DieEigenmittelquoteentsprichtderEigenkapitalquote(VJ:bereinigtumGeschäfts-undFirmenwerte). inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% LangfristigeFinanzverbindlichkeiten(inkl.Leasingverbindlichkeiten) 7.518 5.179 -2.339 -31,1 KurzfristigeFinanzverbindlichkeiten(inkl. Leasingverbindlichkeiten) 4.540 2.369 -2.171 -47,8 Finanzmittelfonds 1.531 478 -1.053 -68,8 Cashpool-Forderungen 27.832 22.008 -5.824 -20,9 ForderunggegenüberGesellschafterausVerlustausgleich 0 9.345 9.345 100,0 VerpfändeteBankguthaben 6.906 5.281 -1.625 -23,5 Nettoverschuldung(+)/Netto Cash (-) -24.211 -29.565 -5.354 -22,1 Die kurzfristigenFinanzverbindlichkeiten reduziertensichüberwiegendaufgrund von TilgungsleistungenzumStichtagauf2,4 Mio. Euro(VJ: 4,5 Mio. Euro). DieFinanzmittelfondsunddieCashpool-Forderungen(siehe auchErläuterungenimAnhang4.8)reduziertensichzumStichtag30.09.2024 zusammenum6,9 Mio. Euroundbeliefensichinsgesamt auf22,5Mio. Euro (VJ: 29,4 Mio. Euro). Darüberhinausbesteht imBerichtsjahr eine Forderung aufVerlustausgleichinHöhe von9,3 Mio.Euro. Insgesamt weist First Sensor eineNetto-Cash-Positionin Höhe von29,6Mio. Euro (VJ: 24,2 Mio. Euro)aus. First Sensor kanneingeräumteKreditliniennutzen,wird aber bei Bedarfvorrangig dieMöglichkeitender FinanzierunginnerhalbdesTE Connectivity- Konzernsnutzen. Daher ist auch für die Zukunft davon auszugehen, dassFirst Sensorinder Lageseinwird, dasgeplanteWachstumunddie Investitionenaus denzur Verfügungstehenden Mittelnzufinanzieren. EineInanspruchnahme desKapitalmarktsist inabsehbarer Zeit nicht geplant. AußerbilanzielleFinanzierungsinstrumente werden vonFirst Sensor nicht eingesetzt. 36 Investitionen Investitionenim Bereichder immateriellenVermögenswertewaren weiterhinzuvernachlässigen undfinden vorrangig auf der Ebenevon TE Connectivitystatt. Im Bereichder Sachanlagen wurden5,3 Mio. Euro(VJ: 10,4Mio. Euro)investiert, vor allemin neue Maschinenund Anlagenan denStandortenin Berlinzur Kapazitätsausweitung undzur Prozessstabilisierungbzw. -verbesserung. Die AbschreibungenaufimmaterielleVermögenswertestiegen überwiegend alsFolge desGoodwill-Impairments(siehe auchAnhangangabe4.4.) deutlich auf 18,1 Mio. Euro(VJ: 2,1 Mio. Euro). DieAbschreibungen auf Sachanlagenerhöhten sichimBerichtsjahr leicht auf 6,4 Mio. Euro(VJ: 5,6 Mio. Euro). 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% InvestitioneninimmaterielleVermögenswerte 9 -239 -248 n.a. Investitionenin Sachanlagen -10.357 -5.341 5.026 -48,5 -5.580 Investitionen -10.358 4.778 -46,1 1.117 CashflowausInvestitionstätigkeit -7.548 8.665 n.a. -18.072 AbschreibungenaufimmaterielleVermögenswerte -2.095 -15.977 762,6 -6.430 AbschreibungenaufSachanlagen -5.629 -801 14,2 -712 - davonaus IFRS16Miet- und Leasingverhältnissen -747 -35 -4,7 Abschreibungen -7.724 -24.502 -16.778 217,2 Liquidität Der Wert desFinanzmittelfondszum30. September 2024 betrug0,5Mio. Euro. Der operativeCashflow fürdasGeschäftsjahr 2024erreichte 0,6 Mio. Euro undwar damit imVergleichzumVorjahreswert von14,1Mio. Euronochpositiv. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 1,1 Mio. Euro(VJ: -7,6 Mio. Euro), imWesentlichen ausverminderten Auszahlungenfür Investitionen. Der FreeCashflowalsSaldoaus dem operativen Cashflowund dem Cashflow ausder Investitionstätigkeit erreichte deshalb1,7Mio. Euro (VJ: 6,5Mio. Euro). 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% OperativerCashflow 14.089 561 -13.528 -96,0 CashflowausderInvestitionstätigkeit -7.548 1.117 8.665 n.a. CashflowausderFinanzierungstätigkeit -5.909 -2.731 3.178 -53,8 ZahlungswirksameVeränderungderliquidenMittel 632 -1.053 -1.685 n.a. Finanzmittelfonds zuBeginndesGeschäftsjahres 899 1.531 632 70,3 Finanzmittelfonds zumEndedesGeschäftsjahres 1.531 478 -1.053 -68,8 Free-Cashflow 6.541 1.678 -4.863 -74,3 AusSicht desVorstandsist die LiquiditätsausstattungdesKonzernsdamit weiterhinkomfortabel, auchaufgrundder MöglichkeitenderFinanzierung innerhalbdesTE Connectivity-Konzerns. AuchimGeschäftsjahr 2025 wirdFirst Sensor soinder Lagesein, dieZahlungsverpflichtungenausdem operativen Geschäft unddie Tilgungder Fremdfinanzierung jederzeit zu erfüllen. 37 Zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit vonFirst Sensor wirdinder folgendenTabelledie Liquidität inFormvon Liquiditätsgraden aufgeführt. Zur Berechnungder Liquidität ersten Grades wirdderFinanzmittelfondsinsVerhältniszuden kurzfristigenVerbindlichkeitengesetzt. ImzweitenGrad werden diekurzfristigenForderungenhinzugerechnetundimdrittenGradwerden dieVorräte mit einbezogen. in% 30.09.2023 30.09.2024 ΔPP LiquiditäterstenGrades 94,3 201,5 107,2 LiquiditätzweitenGrades 171,7 298,6 126,9 LiquiditätdrittenGrades 348,2 520,0 171,8 Vermögenslage Die Bilanzsummesankim Geschäftsjahr 2024auf143,0 Mio. Euro(VJ: 169,0 Mio. Euro). DieEigenkapitalquotestiegauf82,9Prozent (VJ: 75,1 Prozent). DieVeränderung resultiert überwiegendausder Bilanzverkürzungum 26,0 Mio. Euro,inersterLinieaufgrund der Abschreibungdes Geschäfts-oder Firmenwertes einerseitsund desdeutlichenRückgangsder VerbindlichkeitenausLieferungenund LeistungenzumBilanzstichtag andererseits. Aktiva DielangfristigenVermögenswertesankenum20,5Mio. Euro auf 56,7 Mio. Euro (VJ: 77,2 Mio. Euro), hauptsächlich aufgrundder vollständigen Abschreibungen auf Geschäfts-undFirmenwerte (-16,0Mio. Euro) sowie auf immaterielleVermögenswerte(-2,1 Mio. Euro). DieSachanlagen reduziertensichleicht um0,9 Mio. Euro, dadieplanmäßigen Abschreibungen aufSachanlageninHöhe von6,5Mio. Eurodie Investitionen von5,6 Mio. Euroüberstiegen. DieSummeder kurzfristigenVermögenswerte reduzierte sichebenfalls, undzwar von91,8 Mio. Euro auf86,3 Mio. Euro. Wesentliche Veränderungen hier betrafen dieVorräte, sie sankenim Berichtszeitraumvon 43,6 Mio. Euroauf36,8Mio. Euro, überwiegend alsFolgeder Wertminderung aufVorrätezumStichtagum6,7 Mio.Euro, dieaufwandswirksam erfasst wurden.Die kurzfristigen finanziellenVermögenswerte erhöhtensichum3,5 Mio. Euroauf33,0 Mio. Euro (VJ: 29,5 Mio. Euro). Passiva Auf der Passivseite reduzierte sichdasEigenkapital auf118,6 Mio. Euro(VJ: 126,8Mio. Euro). DasgezeichneteKapital erhöhte sichdurchdieAusgabe von4.000 Aktienim Rahmeneines Aktienoptionsplans. DieVeränderungder Kapitalrücklageum 0,1 Mio. Euroresultiert ebenfalls aus denneu ausgegebenenAktien. DurchdasErgebnisnachIFRSreduziertensichdieGewinnrücklagen auf56,0 Mio. Euro (VJ: 64,4Mio. Euro). DielangfristigenFinanzverbindlichkeiten wurdenimBerichtszeitraumauf5,2 Mio. Euroreduziert (VJ:7,5Mio. Euro). Dadurchsankenauchdie langfristigenSchuldeninsgesamt auf7,5 Mio. Euro(VJ: 10,0 Mio. Euro). DiekurzfristigenSchuldenreduziertensich ebenfallsdeutlichvon 32,1 Mio. Euro auf16,9 Mio. Euro, in erster Linie aufgrund desdeutlichenRückgangsder Verbindlichkeiten aus LieferungenundLeistungenum-7,8Mio. Euro. DasWorkingCapital verändertesichzum 30.09.2024nur unwesentlichundbelief sich auf 45,1 Mio. Euro(VJ: 45,5 Mio. Euro). DasCapital Employed sank auf 102,0Mio. Euro (VJ: 122,7 Mio. Euro). AufgrunddesnegativenErgebnisseserreichtedas ROCE(Returnon Capital Employed)17,8Prozent (VJ: 3,5Prozent). 38 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der First Sensor AG (HGB) Ertragslage der First Sensor AG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER FIRST SENSOR AG 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 ∆absolut in% Umsatzerlöse 122.875 111.861 -11.015 -9,0 BestandsveränderungenanfertigenundunfertigenErzeugnissen 4.397 -1.670 -6.067 n.a. AndereaktivierteEigenleistungen 16 0 -16 -100,0 Gesamtleistung 127.289 110.191 -17.098 -13,4 ÜbrigesonstigebetrieblicheErträge 1.407 840 -567 -40,3 AufwendungenfürRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffe -50.155 -40.756 9.399 18,7 AufwendungenfürbezogeneLeistungen -15.258 -14.994 264 1,7 Rohergebnis 63.283 55.280 -8.002 -12,6 LöhneundGehälter -33.306 -32.719 587 1,8 SozialeAbgaben -6.373 -6.501 -127 -2,0 ÜbrigesonstigebetrieblicheAufwendungen -16.691 -14.053 2.637 15,8 OperativesErgebnis (EBITDA) 6.912 2.008 -4.904 -70,9 AbschreibungenaufimmaterielleVermögensgegenständeund Sachanlagen -8.918 -15.412 -6.494 -72,8 Betriebsergebnis(EBIT) -2.006 -13.404 -11.398 568,2 ErträgeausErgebnisabführungen 4.042 3.768 -274 -6,8 SonstigeZinsenundähnlicheErträge 268 733 465 173,6 ZinsenundähnlicheAufwendungen -85 -82 3 -3,5 ErgebnisvorSteuern 2.219 -8.984 -11.203 n.a. SteuernvomEinkommenundErtrag -303 -328 -25 -8,2 SonstigeSteuern -30 -33 -3 -10,0 ErgebnisvorGewinnabführung/Verlustübernahme 1.886 -9.345 -11.232 n.a. Gewinnabführung/Verlustübernahme -1.886 9.345 11.232 n.a. Periodenergebnis 0 0 0 - Verlust-/Gewinnvortrag 41.986 41.986 0 - Gewinnausschüttung 0 0 0 - Bilanzgewinn(nachGewinnabführung) 41.986 41.986 0 - Der Umsatz der EinzelgesellschaftFirst Sensor AG gingim Geschäftsjahr 2024 um9,0Prozent auf 111,9Mio.Euro (VJ: 122,9Mio. Euro)zurück. Die Begründung findet ihreEntsprechungimKonzern. DieBestände anfertigenundunfertigenErzeugnissensankenim Berichtszeitraumum1,7 Mio. Euro. ImGeschäftsjahr 2024 wurdenkeineEigenleistungen aktiviert (VJ: 16TEUR). DieGesamtleistung beliefsichauf 110,2 Mio. Euro(VJ: 127,3 Mio. Euro). Diesonstigen betrieblichenErträge sankenauf0,8Mio.Euro (VJ: 1,4Mio. Euro). Der Materialaufwandbezogen auf dieGesamtleistungsankum 14,8Prozent auf55,8 Mio. Euro (VJ: 65,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer Materialaufwandsquotevon 50,8 Prozent (VJ: 51,4Prozent).Der Rohertragbelief sich auf 55,3 Mio. Euro(VJ: 63,3 Mio. Euro). Der Personalaufwand gingleicht zurückauf39,2Mio. Euro (VJ: 39,7 Mio. Euro). Dasentspricht einer Personalaufwandsquotevon35,7Prozent (VJ: 31,2Prozent). Diesonstigen betrieblichenAufwendungen verringertensichauf14,1Mio.Euro (VJ: 16,7 Mio. Euro). DieAbschreibungen warenauchim EinzelabschlussdurchdieGoodwillabschreibungen unddie Abschreibung der selbst geschaffenenVermögenswertedeutlichüber dem Vorjahreswert bei 15,0Mio. Euro (VJ:8,9 Mio. Euro). DasBetriebsergebnis(EBIT)betrug -13,4Mio. Euro (VJ: -2,0Mio. Euro). 39 Esbesteht einGewinnabführungsvertrag mit der First Sensor Lewicki GmbH, ausdemErträgein Höhevon3,8Mio. Euro(VJ: 4,0 Mio. Euro) resultieren. AussonstigenZinsenundähnlichenErträgenund Aufwendungen ergibt sichsaldiert ein Betragvon0,7 Mio. Euro (VJ: 0,2Mio. Euro). DasVorsteuerergebnisbeträgt entsprechend-9,0Mio. Euro (VJ: 2,2Mio. Euro). SteuernvomEinkommenundErtragbelaufensichauf-0,3Mio. Euro (VJ: -0,3 Mio. Euro). Der mit der TE ConnectivityGermanySensors HoldingAG bestehendeGewinnabführungsvertrag führt zu einem Ausgleich des negativenJahresergebnisses. Der VerlustausgleichdurchTE Connectivitybeläuft sich auf 9,3 Mio. Euro(imVorjahr Gewinnabführung: -1,9Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2024weist dieFirst Sensor AGwieimVorjahr einJahresergebnisvon0Euroaus. 40 Finanz- und Vermögenslage der First Sensor AG AKTIVA inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 ∆absolut in% 876 -209 -23,8 ImmaterielleVermögenswerte 667 SelbsterstellteimmaterielleVermögenswerte 1.818 -1.818 -100,0 0 Geschäfts-oderFirmenwert 7.817 -7.817 -100,0 0 31 -31 -100,0 GeleisteteAnzahlungen 0 49.475 -76 -0,2 Sachanlagen 49.399 7.912 0 0,0 AnteileanverbundenenUnternehmen 7.912 67.928 -9.950 -14,6 Anlagevermögen 57.978 41.439 -6.985 -16,9 Vorräte 34.454 84 10 11,4 ForderungenausLieferungenund Leistungen 94 42.480 2.269 5,3 Forderungen gegenverbundeneUnternehmen 44.749 7.218 -1.664 -23,1 SonstigeVermögensgegenstände 5.554 LiquideMittel 1.140 -745 -65,4 395 SummekurzfristigeVermögensgegenstände/Umlaufvermögen 92.362 -7.116 -7,7 85.246 53 152 285,9 AktiveRechnungsabgrenzungsposten 205 160.342 143.428 -16.914 -10,5 AKTIVA ZumStichtag30.09.2024 sankdie Bilanzsummeum10,5Prozent auf143,4Mio. Euro (VJ: 160,3Mio. Euro). Auf der AktivseitereduziertensichimAnlagevermögendie Geschäfts-oder Firmenwertedurch die Abschreibungauf 0 Mio. Euro(VJ: 7,8 Mio. Euro) unddiedamit verbundenenselbsterstelltenimmateriellenVermögenswerte auf0 Mio. Euro (VJ: 1,8 Mio.Euro) aufgrundvonWertminderungen. Ursachenhierfür sindAnnahmenvonverringertenUmsätzenundeinemgeringerenBestandsabbauimVergleichzuden vorherigen Planungen. Die Sachanlagenverändertensichnur unwesentlichund betrugen49,4Mio. Euro (VJ: 49,5 Mio. Euro)alsFolgeder Investitionenim Berichtszeitraum, die unter demNiveauihrer Abschreibungenlagen. Insgesamt sank das Anlagevermögenum 10,0 Mio. Euroauf58,0Mio. Euro (VJ: 67,9 Mio. Euro). DasUmlaufvermögenreduzierte sichvon92,4Mio. Euro auf85,2 Mio. Euro. WesentlicheVeränderungenbetrafen dieVorräte, dieauf34,5Mio. Eurozurückgingen (VJ: 41,5 Mio. Euro). Aufgrundder Umstellung desVertriebesaufdasverbundeneUnternehmen TESOG alsalleinigenVerkaufs- undDistributionspartner betrugendie Forderungen aus Lieferungenund LeistungenzumStichtagnur 94 TEUR (VJ: 84 TEUR). DieForderungen gegenverbundeneUnternehmeninHöhe von35,4Mio.Euro (VJ: 42,5 Mio. Euro)enthaltennebendenForderungen gegenüber TESOG auchdie Cashpool-Forderungen. DiesonstigenVermögensgegenstände reduziertensichum 1,7 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro. DieliquidenMittel beliefensich zumStichtag auf 0,4 Mio. Euro(VJ: 1,1 Mio. Euro). 41 PASSIVA inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 ∆absolut in% GezeichnetesKapital 51.657 20 0,0 51.677 Kapitalrücklage 22.203 105 0,5 22.308 Gewinnrücklagen 6.004 0 0,0 6.004 Bilanzgewinn 41.986 0 0,0 41.986 Eigenkapital 121.850 126 0,1 121.976 SonderpostenfürZuschüsseundZulagen 2.276 -144 -6,3 2.132 Rückstellungen 9.290 -3.072 -33,1 6.218 VerbindlichkeitgegenüberKreditinstituten 6.906 -1.625 -23,5 5.281 Verbindlichkeitaus Gewinnabführung 1.886 -1.886 -100,0 0 ErhalteneAnzahlungenaufBestellungen 1 69 6.900,0 70 Verbindlichkeitenaus LieferungenundLeistungen 6.976 -2.004 -28,7 4.971 VerbindlichkeitengegenüberverbundenenUnternehmen 7.650 -5.552 -72,6 2.098 SonstigeVerbindlichkeiten 3.506 -2.825 -80,6 681 PASSIVA 160.342 143.428 -16.914 -10,5 DasEigenkapital der First Sensor AGbetrugzum Bilanzstichtag122,0 Mio. Euround erhöhte sichdamitnur geringfügig (VJ: 121,9 Mio. Euro). Als Folgeder Bilanzverkürzungstieg dieEigenkapitalquote auf85,0 Prozent (VJ: 76,0Prozent). DieRückstellungenstehenimZusammenhang mit ausstehendenRechnungen, Personalverpflichtungensowiemöglichen Gewährleistungsansprüchen. Sie gingen von9,3 Mio.Euroauf6,2 Mio. Euro zurück. PlanmäßigeTilgungenreduziertendieVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenweiter von 6,9Mio. Euroauf 5,3Mio. Euro. Aufder Basis des Beherrschungs-undGewinnabführungsvertrags mit TE ConnectivitywurdenzumStichtagdes Vorjahres 1,9Mio. EuroalsVerbindlichkeit ausgewiesen. DieVerbindlichkeitenausLieferungenund Leistungen reduziertensichauf5,0 Mio. Euro (VJ:7,0 Mio. Euro). DiesonstigenVerbindlichkeiten, darunter Verbindlichkeiten ausUmsatzsteuer, reduziertensichauf0,7 Mio. Euro (VJ: 3,5 Mio. Euro). Der operativeCashflow beliefsich auf0,5 Mio. Euro (VJ: 14,6 Mio. Euro). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt aufgrund der getätigten Investitionen0,5Mio. Euro (VJ: -9,4Mio. Euro). Der FreeCashflowbetrugentsprechend 1,1 Mio. Euro(VJ: 5,2Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungtätigkeit belief sichimBerichtsjahr auf –1,8 Mio. Euro (VJ: -4,9Mio. Euro). 42 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr 2024 erreichteder Umsatz der First Sensor-Gruppe121,4 Mio. Euro nach134,6 Mio. EuroimGeschäftsjahr 2023. Dieser Rückgang entsprachnicht der ursprünglichenPlanungund spiegelt dasbelastendegesamt-undbranchenspezifischeUmfeld wider. Insgesamt wurdedamit zwar nicht die ursprüngliche,aber dieangepassteUmsatzguidancevon 115bis 125Mio. Euroerreicht. Die geplanten Investitionenwurden aufgrunddeswirtschaftlichenUmfeldsteilweisezeitlichgestreckt,sodass das Volumenim Geschäftsjahr 2024 nur 5,6Mio. Euro erreichte. Der Schwerpunkt der Aktivitätenlag auf der Verbesserungvon Prozessen, umvoneiner zukünftigwieder steigenden Nachfrageüberdurchschnittlichzu profitieren. DasInvestitionsvolumenerreichtedamit ebenfallsnicht die ursprüngliche Prognose, sonderndie angepasste Guidancevon 5bis7 Mio. Euro. Insgesamt liegt dieEntwicklungimBerichtszeitraumdamit nicht imRahmen der ursprünglichenErwartungen. DieFirst Sensor-Gruppekonnte sichdem konjunkturellenUmfeldimGeschäftsjahr 2024 nicht entziehenund hat angesichts der Herausforderungen das Geschäftsjahr trotzdem operativgut gemeistert;gleiches gilt für dieFirst Sensor AG. Damit sinddieVoraussetzungen für einemittel-und langfristige Ausweitungdes Geschäftsundeine erfolgreicheZukunft gegeben. Gesamtaussage zur First Sensor AG Für das Geschäftsjahr 2024wurdeeinUmsatz zwischen 125und135 Mio. Euroerwartet. Der erzielteUmsatz von111,9 Mio. Eurolagunter diesem ursprünglichenZiel. Für dieFirst Sensor AGwurdekeinseparatesZiel für das Investitionsbudget geplant, darund 95Prozent desVolumens der GruppeaufdasEinzelunternehmen entfallen. Insgesamt blieb dieGeschäftsentwicklung aufgrundder gesamt-und branchenspezifischen Rahmenbedingungenhinter denErwartungenzurück. Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren Der gesondertenichtfinanzielleBericht (CSR-Bericht) wurdeauch auf der Internetseiteder Gesellschaft dauerhaft zugänglichgemacht. Mitarbeiter Überwiegend alsFolgeder unbefriedigenden Geschäftsentwicklunggingdie Zahl der Beschäftigten bei First Sensor im Geschäftsjahr 2024zurück. Die Anzahl der festangestelltenMitarbeiter sankzum Berichtsstichtag am30. September 2024um10,5Prozent auf621FTE (Full TimeEquivalent). Zusätzlichwaren beiFirst Sensor am Stichtag30Auszubildendebeschäftigt (VJ: 23), die Ausbildungsquote beläuftsich auf 3,4 Prozent. ZumStichtagbeschäftigte dieFirst Sensor AG574Mitarbeiter (FTE –Full Time Equivalent; VJ: 651). NACHTRAGSBERICHT An dieser Stelle wird auf dieAngabenim Anhang verwiesen (Ziff. 4.36). 43 2.3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 2.3.1. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der InternationaleWährungsfonds(IWF)hat am22. Oktober 2024seine jüngstePrognosezur wirtschaftlichenEntwicklungveröffentlicht. Danach soll dieWeltwirtschaft auch2025um3,2 Prozent wachsen. Für dieUSAerwartet der IWF eineleichteVerschlechterung undprognostiziert für 2025 einWachstumum2,2Prozent.Für die Eurozoneerwartet der IWF 2025ebenfallsnur schwache Werte mit 1,2 Prozent Wachstum. Der IWF hat auch seineErwartungenandasdeutscheWirtschaftswachstum2025imVergleichzur vergangenenPrognose herabgesenkt. Sosoll diedeutsche Wirtschaft 2025 nur um0,8Prozentwachsen. Damitist der IWF optimistischer alsverschiedeneForschungsinstitute, die jüngst für 2025im Durchschnitt einsehr verhaltenesWachstumvon0,3bis0,4Prozent erwarteten. Sieführtenan, dasssich dieAussichtenin denvergangenen Monatenverschlechtert haben, vor allemdeshalb, weil sichdieStimmungund dieErwartungen der Unternehmen seit dem Herbst wieder deutlich eingetrübt haben. DieRisikenfür dieglobalen Aussichten sindlaut IWF angesichtsder erhöhten politischenUnsicherheiteher negativ. Plötzliche Ausbrüchevon Volatilität aufdenFinanzmärktenkönnten diefinanziellenBedingungenverschärfenund InvestitionenundWachstumbelasten. WeitereStörungen desDisinflationsprozesses, die möglicherweise durchneue Rohstoffpreisspitzeninmittenanhaltender geopolitischer Spannungen ausgelöst werden, könnten dieZentralbanken daranhindern, dieGeldpolitikzulockern, was dieFinanzpolitikunddieFinanzstabilität vor erhebliche Herausforderungen stellenwürde. ZudenGründenfür dieverschlechtertenErwartungenfür Deutschlandzählt der IWF unter anderemdenFachkräftemangel, aber auch einen schwachen Binnenkonsum. Zudem werdeDeutschland durchdie Haushaltskonsolidierungund einenstarkenRückgangder Immobilienpreise belastet, heißt esim Bericht der Organisation. Aufgrundder Integrationin den TE Connectivity-KonzernhabensichdieAuswirkungender Konjunkturentwicklung in einzelnenRegionen der Welt aufFirst Sensor reduziert. Eine weltweitenegativeEntwicklungwürdejedoch Belastungen auch für dieGeschäftsentwicklung vonFirst Sensor im Geschäftsjahr 2025(01.10.2024-30.09.2025) bedeuten. Entwicklung des Sensormarktes Laut einer Studie des MarktforschungsinstitutsWSTSsoll der Halbleitermarkt 2025 weiter kräftig wachsen. Dieses Wachstumsoll inerster Linie aus denSektorenLogikundSpeichern resultieren, für die jeweils einAnstieg um10bzw. 25Prozent prognostiziert wird. Alle anderenSektorensollen einstelligeWachstumsratenaufweisen, darunter Sensoren mit 6,3 Prozent. Für denGesamtmarkt der Halbleiterindustrie wird erwartet, dassAmerika undAsia-Pazifikihr zweistelligesWachstumim Jahresvergleichhalten werden, während dieerwartete Wachstumsrate für Europamit 8,7Prozent angegebenwird. ZudenwichtigstenFaktoren, diedasWachstumdesSensormarktesbeeinflussen, zählen siediesteigendeNachfrage nach IoT-Technologie-basierten Geräten, diesteigendeNachfrage nach Sensorenbei„Smart City“-Anwendungen, FortschritteimAutomatisierungssektor und neueAnwendungen vonRadar inder Fernerkundung. Außerdemwirderwartet, dassdiezunehmendeVerbreitung vontragbarenGerätenundinnovativen Anwendungenimbiomedizinischen Sektor sowiedasWachstumim Automobilsektorlukrative Möglichkeitenfür denglobalenMarkt schaffen werden. Die Mitglieder desdeutschenBranchenverbandsAMA (Verband für Sensorik und Messtechnike.V.) verzeichnetenzuletzt einenUmsatzrückgangum sechs Prozent. DieseEntwicklunglagunter denErwartungen, aber imEinklang mit demTrenddes produzierenden GewerbesinDeutschland. Auch dieAuftragseingängewarenzuletzt rückläufig. Dieallgemeine Lagehat mittlerweile auchAuswirkungenaufdie Beschäftigungssituation. Rundein Fünftel der Mitgliedsunternehmenberichtet vonKurzarbeit. AngesichtsdesrückläufigenWirtschaftswachstumssieht der AMAVerbanddiebesten Ansätze für eine positiveEntwicklunginInnovationundDiversifizierung. InsbesonderedieDigitalisierung, dieAutomatisierungundder Ausbau nachhaltiger Technologienbieten denMitgliedsunternehmender BrancheweiterhinPotenziale für künftigesWachstum. 44 Prognose für den Verlauf des Geschäftsjahres 2025 (01.10.2024 – 30.09.2025) Umsatz Im Geschäftsjahr 2024 (01.10.2023-30.09.2024)erzieltedieFirst Sensor-GruppeeinenUmsatz von121,4Mio. Euro. DieUmsatzentwicklung entsprachdamit nicht denursprünglichenErwartungen(135bis145 Mio. Euro), aber der am11. April 2024 angepasstenPrognose (115bis125Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet First Sensor einenUmsatz zwischen110 und120Mio. Eurounddamitvorübergehend einenweiterenleichten Umsatzrückgang. Ursächlichfür dieseErwartungisteinerseitsdasschwächere Marktumfeldund andererseitsaktives Management des Produktportfolios, weshalbeinzelneProdukteauslaufenwerdenoder bereits ausgelaufensind. Investitionen Die Investitionenim Geschäftsjahr 2024 erreichten5,6Mio. Eurounddamit ebenfallsnicht dieursprünglich geplanteGrößenordnung (8bis10 Mio. Euro), aber die am9. Juli 2024 angepasste Prognosevon 5bis7 Mio. Euro. Für diezweiteSteuerungskennziffer, die RealisierungdesgeplantenVolumens der InvestitionenimGeschäftsjahr2025, wirderneut eine Größenordnungzwischen5 und7 Mio. Eurogeplant. DiesesBudget ist einegute Basis für die zukünftigeerfolgreicheEntwicklungder Gruppeund schafft einebelastbareGrundlagefürweiteresWachstum. Geschäftsjahr 2024 und Guidance 2025 2024 Guidance2025 WesentlichePrämissen KonjunkturellesUmfeldbelastetweiterhin,aktives Umsatz[Mio.Euro] 121,4 110 –120 ManagementdesProduktportfolios FürKapazitätserweiterungen undModernisierungenim Investitionen[Mio.Euro] 5,6 5-7 Geschäftsjahr2025 Finanz- und Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2025 werden sichdie Sachanlagenundder BestandanVorrätenplanmäßigaufdemNiveaudesabgelaufenen Jahresbewegen. Die Finanzierung wird aus denbestehendenliquiden Mittelnunddenunter den finanziellenVermögenswertenausgewiesenenForderungenausdem Cashpoolingsowie dem operativen Cashflow erfolgen.First Sensor nimmtam TE Connectivity-Cash-Pool teil undverfügt zumStichtagüber einen Finanzmittelfondsin Höhevon 0,5 Mio. EurosowieCash-Pool-GuthabeninHöhe von22,0Mio. Euro. Darüber hinausbesteht eineForderungzum Verlustausgleichdurch den Mehrheitsaktionär in Höhevon9,3 Mio. Euro. Der operativeCashflow war 2024durchdenGeschäftsverlaufbei schwierigerenRahmenbedingungenbelastet. Es wirderwartet, dasssichdieser im Geschäftsjahr 2025wieder deutlichpositiventwickelt. Außerdemist zu erwarten, dassFirst Sensor auchim Geschäftsjahr 2025durchgängigeine positiveNetto-Cash-Position ausweisen wird. Ausblick für die First Sensor AG Für das Geschäftsjahr 2025erwartet der Vorstand keinensignifikanten weiterenUmsatzrückgang. NacheinemUmsatz in Höhevon112,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024wirddaher fürdas Geschäftsjahr 2025einUmsatz zwischen105und115 Mio. Euroerwartet. DasInvestitionsbudget der Gruppe für das Geschäftsjahr 2025entfällt zu rund 83 Prozent aufdieFirstSensor AG. Gesamtaussage Der Umsatzim Konzernerreichte121,4 Mio. Euro, das Investitionsvolumenbetrug5,6Mio. Euro. Beidesentsprach nicht der ursprünglichen Erwartung, aber denzuletzt angepasstenSpannen. 45 First Sensor konzentriert sichdarauf,dieWachstumschancenzunutzen, die die IntegrationindenTE Connectivity-Konzern bietet. Der Vorstand der First Sensor AGgeht deshalbdavon aus, dasssichder First Sensor-Konzernauchzukünftigpositiventwickelt unddurchdie Investitionen die Grundlage für eineauch mittelfristig erfolgreicheEntwicklunggeschaffen werden. Der Vorstanderwartet, dass das Geschäftsjahr 2025herausfordernd wirdundrechnet mit einemleicht rückläufigenUmsatz von 110bis120Mio. Euro sowie mit einem Investitionsvolumenzwischen5und7Mio.Euro. Mittel-undlangfristigerwartetder Vorstand weiterhineinepositive Unternehmensentwicklung. 46 2.3.2. Chancen– und Risikobericht ChancenundRisikensindinder folgendenDarstellung alsEinflüsseoder Ereignissezuverstehen, diedazugeeignet sind, dass dieZielsetzungdes Managementsbezüglichder kurz-und mittelfristigenUnternehmensentwicklungübertroffenoder unterschritten wird. Ziel des Chancenmanagementsist es, solcheOpportunitäten frühzeitigzuerkennen und gezielt zu verfolgen. DasRisikomanagement hingegensoll sicherstellen, dass Risikennicht nur rechtzeitigerkannt, sondernzeitnahGegenmaßnahmenergriffenwerdenkönnen, umderenEinflussaufdas Unternehmenzu kontrollierenundnach Möglichkeit zuminimieren. Risikomanagementsystem DieFirst Sensor AGundihreTochtergesellschaft sindim Rahmenihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl vonRisiken ausgesetzt, dieuntrennbar mit unternehmerischem Handeln verbundensind. SiekönnendieVermögens-, Finanz-undErtragslagenegativbeeinflussen.Der gewissenhafteUmgang mit Risikenist deshalbelementarer Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Zur Sicherung deskurz- undlangfristigen Unternehmenserfolgs bedarfesfolglich eineslebendigen Risikobewusstseins, einer offenenRisikokulturundeines wirksamen Risikomanagementsystems. First Sensor verfügt über ein Risikomanagement- und internes Kontrollsystem, das der Vorstand der First Sensor AG verantwortet. Die entsprechende Richtlinie wurde im Geschäftsjahr 2024 aktualisiert. Sie soll sicherstellen, dass die Risikosituation regelmäßig analysiert sowie die identifizierten Risiken bewertet, gesteuert und kontrolliert werden. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist in das entsprechende Managementsystemvon TE Connectivityintegriert. Hierdurchwirdauchder interneKontrollrahmen von TE Connectivityundden respektivenGesellschaftensowie dieweltweiteEinhaltung desSarbanes-OxleyAct (SOX)sowiedieEinhaltungder zugrundeliegenden Gesetzgebung vorgegeben. DasRisikomanagement wird vomFachbereichFinanceinenger Zusammenarbeit mit denFührungskräftender Gesellschaften, StandorteundGeschäftsbereichegesteuert. Es wirdergänzt durch einCompliancemanagement, dasauchdieUmsetzungundEinhaltungder ethischenGrundsätzeder Unternehmensführung (Verhaltenskodex) sowie der gesetzlichen Bestimmungen, die Leitlinien des Handelns der UnternehmendesTE Connectivity-Konzerns sind, berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wirdregelmäßigineinemstrukturiertenProzessüber dieRisikolage undCompliancedesUnternehmensinformiert und überwacht indiesemRahmendie Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Ziele und Strategie WichtigstesZiel desRisiko- undCompliance-Managementsist es, potenzielle Risiken frühzeitigzuidentifizieren, ihreEintrittswahrscheinlichkeit und mögliche AuswirkungenaufdenGeschäftsverlaufzuverlässig einzuschätzen, siezusteuernund –soweitmöglich– sinnvoll zubegrenzen. Gleichzeitig sollenErfolgschancen gewahrt werden, soweit derenRisikogehalt einangemessenesMaß nicht überschreitet. Auf dieser Basiswerdendurch angemessene MaßnahmendieRisikenimEinklangmit der Unternehmensstrategieder First Sensor-Gruppegesteuert. Je nach Bewertungder Risiken werden unterschiedlicheStrategien verfolgt. Risiken, diegravierende Nachteile für dieUnternehmensentwicklung habenkönnen oder sogar denBestand gefährden würden, werdenweitestmöglich vermieden. Weniger bedeutendeRisiken werdeninihrer Auswirkungbegrenzt. Hierfür werdenbeispielsweisebestimmte Maximalwerte vorgegeben, regelmäßigund systematischKontrollendurchgeführt und/oder aufkonsequenteFunktionstrennunggeachtet. Womöglichund sinnvoll, werden Risikenausgelagert, beispielsweiseaufVersicherungen oder Zulieferer. AndereRisiken werden bewusst undkontrolliert eingegangen. DieRegelungen desBeherrschungs- undGewinnabführungsvertrags mit TE Connectivitybietenfür außenstehende AktionärevonFirst Sensor einen wirksamenSchutz gegenüber den Risikenundihren möglichen Folgen für dieUnternehmensentwicklung. Struktur und Prozesse DieStrukturen undProzessedesEnterprise Risk Managements (ERM)sindkonzernweit standardisiert DieGrundlage bildet dassogenannte„First Sensor-Risikohaus“ inAnlehnung an das RahmenwerkCOSOERM. Esdeckt fünf Risikokategorienab, die fürdasUnternehmenwesentlichsind, und wird ergänzt durchdasCompliancemanagement. 47 Die Risikokategorien vonFirst Sensor: Entlangdieser Risikokategorien erfolgt quartalsweise dasRisk Assessment,alsodieIdentifikationundBewertungpotenzieller Risiken, denen sichdas Unternehmen ausgesetzt sieht. Dies erfolgt dezentral undwirdüber entsprechendeeinheitliche Berichtsformatedokumentiert. Hierfür wird innerhalbder RisikokategorieneineVielzahl vonRisikotypendurch jeden Berichtendenbetrachtet undbewertet. Die auf dieser Basisentstehenden Einzelberichtewerdenanschließendim KonzernfachbereichFinance validiert undzueiner GesamtrisikolagederUnternehmensgruppekonsolidiert. DasErgebnisdieses strukturierten Prozessesmündetinden Quartalsrisikobericht, derinschriftlicherFormanVorstandundAufsichtsrat der First Sensor AG kommuniziert wird. DieseAnalysensind dieBasis, umgegebenenfallsMaßnahmenzur Steuerungzuergreifen. Um diefür First Sensor alsrelevant eingestuftenRisikendurchgeeigneteKontrollaktivitätenaktivzubegrenzenunddie festgelegten Kontrollaktivitätenregelmäßigauf Angemessenheit undEffektivität zu überprüfen, wird dasERMmit einem InternenKontrollsystem(IKS)ergänzt. Der Umfangund dieWirksamkeit desSystemswerdenregelmäßig überwacht und, wonotwendig, durchneue Kontrollaktivitätenerweitert,z. B. in der FormvonRichtlinien oder Prozessanweisungen. Ergänzt werdendieKontrollaktivitätendurch das IKSdesTEConnectivity-Konzerns. DasRisikoberichtswesenwirddurcheinrobustes Chancenreporting ergänzt. DieChancenlageder Unternehmensgruppe wirddamit ebenfallsin einem systematischenProzessquartalsweise parallelzur Risikolageerhoben. Risikobewertung Die BewertungvonRisiken erfolgt anhandeiner unternehmensspezifischen Bewertungsmatrix, dieEintrittswahrscheinlichkeiten undpotenzielle SchadenshöhenvonmöglichenEreignissenbetrachtetund daraus Prioritäten ableitet. Eintrittswahrscheinlichkeit Rating PotenzielleSchadenshöhejeEreignis Rating Sehrunwahrscheinlich 0 Keine 0 Unwahrscheinlich,abervorhanden 1 <500 TEUR 1 Wahrscheinlich,wennkeineGegenmaßnahmen >500 TEUR <2Mio.EUR/und/oderErreichung 2 2 ergriffenwerden strategischerZieleistgefährdet >2Mio.EURund/oderErreichung Sehrwahrscheinlich,wennkeineGegenmaßnahmen 3 strategischerZieleistgefährdetund/oder 3 ergriffenwerden VerstößegegenRechtundRegularien DieEintrittswahrscheinlichkeit unddie möglichen Auswirkungenwerdenjeweils auf einer Rating-Skalavonnull bis drei gewichtet und miteinander multipliziert. Ist der darauserrechnete Risikofaktor oberhalbder Wesentlichkeits-Schwellevon drei,werden Maßnahmenzur SteuerungdesRisikos definiert undderenWirksamkeit periodischüberwacht. Entsprechend werdendie kumuliertenRisikenindieKategorien„gering“, „mittel“ oder „hoch“ eingestuft. 48 Wesentliche Risiken WesentlicheRisiken(mit einemRisikofaktor vondrei und mehr), über die nachfolgendberichtet wird, definiert der Vorstandalssolche, diezum Zeitpunkt der BerichtserstellungvoraussichtlichEinfluss aufdieErreichungder Unternehmenszielehaben können unddamit für den verständigen Adressatenentscheidungsrelevant sind. DieDarstellungundBeurteilung der Risikenerfolgt nach der UmsetzungvonRisikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Strategische Risiken DiestrategischenRisikenumfassen makroökonomischeRisikensowiebestimmteRisiken aus ProduktenundTechnologien. Die makroökonomischenRisiken schätzt First Sensorderzeit als„mittel“ ein. Nach wievor fehlender deutschenKonjunktur dynamische Impulse, um einenWegausdemKrisenmoduszufinden. Dies spürenauchdie Kundenin den unterschiedlichen Absatzmärkten. Die Inflationhingegen hat sich wieder auf einemnormalenNiveaueingestellt. EinedeutlicheVerschlechterungder wirtschaftlichenRahmenbedingungen würde auchFirst Sensor undihreKundentreffen. DenRisiken ausProdukten undTechnologien wird vorallemdurch die aktive SteuerungdesProduktportfoliosund strategische Technologie- Roadmaps entgegengesteuert, dieregelmäßigaktualisiert werden. DiestrategischenRisiken werdeninsgesamt als„mittel“ eingestuft. Operative Risiken Unter operativen RisikenwerdenVertriebsrisiken,Entwicklungs-und Technologierisiken, Produktions-,Qualitäts-, Einkaufs-und Lagerrisiken, IT- Risikenund Personalrisikenzusammengefasst. DasProfil derVertriebsrisikenhat sichseit demGeschäftsjahr 2022durchdie UmstellungdesVertriebsaufdieZusammenarbeit mit der TE ConnectivitySolutionsGmbH (Schaffhausen, Schweiz)verändert. Seither werden die für denVertrieb notwendigen Ressourcendurch TE Connectivity gesteuert. Vertriebsrisiken beschränken sichdeshalbimWesentlichenaufVerhandlungen mit Endkunden überPreiseundvereinbarte Abnahmemengen. Sie werden deshalb als„mittel“ bewertet. Für dieim vergangenen Jahr identifizierten HerausforderungenimEntwicklungs- undTechnologiebereichwurden verschiedeneMaßnahmen ergriffen, umdieAuswirkungenaufdas operativeGeschäft zubegrenzen. Unter anderem wurden neueLieferanten qualifiziert, umstabile Lieferungenzu gewährleistenundgezielteVerbesserungender Produktionsqualität eingeleitet.DieEntwicklungs-undTechnologierisiken werden deshalbmit „mittel“ bewertet. Produktions- undQualitätsrisiken werdendurchdieInvestitionenin neueMaschinenundAusrüstungminimiert. Sie werdendeshalb als„mittel“ eingestuft. IT-Risiken ergebensichzumZeitpunkt der Berichterstellunglediglich bei einer Tochtergesellschaft. Darüber hinaus istFirst Sensor allgemeinenRisiken imZusammenhang mit Cybersicherheitsvorfällenund anderenStörungender IT-Infrastruktur ausgesetzt. Diesewerden durchtechnische MaßnahmenundSchulungender Mitarbeiter aufder EbenevonTE Connectivity eingegrenzt. Siestellenfür dieFirst Sensor-Gruppeinsgesamt ein „mittleres“ Risiko dar. Die Personalrisiken, denensichdasUnternehmengegenübersieht, werdenmit „niedrig“ bewertet. ImEinklangmit der Geschäftsentwicklunghat sich der Bedarf an weiterenFachkräftenspürbar reduziert. DieseRisikenwerden deshalbals„niedrig“ eingestuft. Die operativenRisiken werdeninsgesamt als„mittel“ eingestuft. Finanzbezogene Risiken In der Kategorie finanzbezogeneRisiken werden RisikenausdemRechnungslegungsprozess undder Finanzberichterstattung, Liquiditäts-und Wechselkursrisiken, WorkingCapital RisikensowieVersicherungs-und Haftungsrisikenzusammengefasst. DurchdenZusammenschluss mit TE Connectivityhabendiese Risiken für First Sensor anRelevanz verloren. Zwar ist dieBerichterstattung nachden neuenKonzernrichtlinien anspruchsvoller geworden,aber mit entsprechendenKapazitätenzubewältigen.DaFirst Sensor Teilnehmer des CashPools 49 ist, sinddie Liquiditätsrisikenzuvernachlässigen. Gleiches gilt für dieRisikenausWechselkursveränderungen, daFirst Sensor nunmehr fast ausschließlichimEUR-Raumtätigist. LediglichimBereichdes Working Capitalsgibt eszur Sicherungder Lieferfähigkeit weiterhineinenerhöhten BestandanVorräten, der weiterhinein Risiko beinhaltet, das sich aber nachdenWertberichtigungenimBerichtsjahr deutlichvermindert hat.. Die finanzbezogenenRisiken werdeninsgesamt weiterhinals„gering“ bewertet. Regulatorische Risiken Regulatorische Risikenumfassenpolitischeund rechtlicheRisikensowieCompliance-bezogeneRisiken. ZudenpolitischenRisiken gehörenunter anderem geopolitischeundhandelsbezogeneKonflikte. Insgesamt werdendieseRisiken beiFirst Sensor als„gering“ eingestuft. Nachhaltigkeitsrisiken AlsNachhaltigkeitsrisikenwerdenRisikenbezeichnet, die sich auf denBereichESG(Environmental, Social, Governance)vonFirst Sensor beziehen. Im Einklangmit der nichtfinanziellenBerichterstattung wurden dieseRisikenindasRisikoassessment einbezogen. Im Geschäftsjahr 2024 gab es keineRisiken, diezuberichten wären. Insgesamt werden dieseRisiken deshalb als„niedrig“ eingestuft. Zusammengefasste Risikolage NachEinschätzungdesVorstandssind dieRisiken, denenFirst Sensor zumZeitpunkt der Berichterstellungundfür die aktuellePlanungsperiode ausgesetzt ist, beherrschbar. Dazuzählen auchdiemöglichen Auswirkungen desKriegesinder Ukraineund anderer geopolitischer Konflikte, die sich jedoch nicht zuverlässig einschätzenlassen. InjedemFall sieht der Vorstand denFortbestand der Unternehmensgruppein keiner Weise alsgefährdet an. Insbesonderein Anbetracht desZugriffs auf denCashpool unddes Gewinnabführungsvertrags mit TE Connectivity undder darausresultierenden Pflicht zur Verlustübernahmeist dieRisikotragfähigkeit desFirst Sensor Konzernsnicht aufdieeigenenquantitativen Möglichkeitenbeschränkt. Trotz der umfassendenAnalyse vonRisikenkannderenEintretenaber nicht vollständigausgeschlossenwerden. Chancen und Risiken der First Sensor AG DieGeschäftsentwicklungder First Sensor AGunterliegt aufgrundihrer Rolle imKonzerndengleichenRisiken und Chancen wiedieGruppe. Insofern wird aufdieErläuterungen aufKonzernebeneimChancen-undRisikobericht verwiesen. 50 Chancenmanagementsystem Ebensowie dieRisiken werden auchdieChancenimKonzernsystematischidentifiziert, transparent dokumentiert undinunternehmerische Entscheidungen einbezogen. Sierepräsentieren möglichekünftigeEntwicklungen oder Ereignisse, diezueiner für dasUnternehmenpositiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. FirstSensor unterscheidetChancen wieRisikendanach, obsie strategischer, operativer, finanzbezogener oder regulatorischer Natur sind. Strategische Chancen Der Zusammenschluss mit TE Connectivity unddieEinbindungindasVertriebsnetzwerkvonTE Connectivitybietenzusätzliche Chancen für First Sensor. Dieszeigen einige neueProjektemit interessantemPotenzial. Durch dieeffiziente Kombinationder RessourceninEntwicklung, Vertrieb, ProduktionundEinkaufbietensich Möglichkeiten, diesichFirst Sensor nur inVerbindung mit TE Connectivity erschließen kann. Umsichdiese Chancenzu erschließen, müssendie Investitioneninder Produktionumgesetzt werdenunddasbenötigteMaterial inausreichender Mengezur Verfügungstehen. Operative Chancen First Sensor hat mithilfevonTE ConnectivitydieZahl der neuenEntwicklungsprojektedeutlicherhöht,zum Beispiel imBereichvon Transmittern und Druck-Sensoren. Solltendiese Anwendungen für die Industrie-oder Medizintechnik schneller alserwartet marktreif werdenoder sollteder Bedarf höher alserwartet sein, könntensichdieWachstumszielevonFirst Sensor alszu konservativerweisen.Hier hatFirst Sensor dieChance, durchdie Vertriebsreichweite des TE Connectivity-Netzwerksdie Marktpräsenz deutlichzuerhöhen. Darüber hinausprofitiertFirst Sensor auchvom TE Connectivity-Lieferantennetzwerkund verringert sodenEinflussvonzeitweise gestörtenLieferketten.Auch beider Personalgewinnungund Mitarbeiterbindung eröffnet der Zusammenschluss fürFirst Sensor neuePerspektivenals Teil einesweltweit präsenten, starken Partners. Für vieleKundenbestehenRahmenverträgeüber eineLaufzeit von ein biszwei Jahren, indenenAbnahmemengen garantiert werden, gleichzeitig aber auch Abnahmevarianzendefiniert sind.Da positive Abnahmevarianzen nichtindie operativePlanungeinfließen, können sichhierausChancen für zusätzlicheUmsatzbeiträge ergeben. First Sensor arbeitet auch weiter daran, Produktionsprozesseunter dem Stichwort „operativeExzellenz“zu optimieren. Dazu gehörennebendem ManufacturingExecutionSystems (MES) auch gezielteInvestitioneninneue Anlagen. Sollten einzelne Maßnahmen schneller als geplant realisiert werden, könntedieszueiner Erhöhung der monatlichen Produktionsmengenundsomit zumehr Umsatz führen. Gleichesgilt für ungeplant höhere Umsätze mit wesentlichenKunden, die aufgrund vonSkaleneffektenstets aucheinen positivenEinfluss auf dieProfitabilität hätten. Finanzbezogene Chancen und regulatorische Chancen In beidenKategoriensieht First Sensor aktuell keineChancen, aufderen RealisierungdasUnternehmenEinflusshätte. Zusammengefasste Chancenlage First Sensor ist gut positioniert, ummit ihrenProduktenundinternenMaßnahmendie Chancenin denZielmärkten systematischzunutzen. Während dasUnternehmeneinerseitsgezielt daran arbeitet,sichdieseChancenzuerschließen, ist esandererseitsbesondersin dem aktuellen Marktumfeld eher unwahrscheinlich, dass hier kurzfristigeErfolgeverbucht werdenkönnen. 51 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess Eine wesentlicheZielsetzung desrechnungslegungsbezogenenIKSist es, einengesetzeskonformen (Konzern-)Abschlusssicherzustellenundsodie Zuverlässigkeit und Transparenz der finanziellen Berichterstattungzugewährleisten. UmdiesesZiel zuerreichen, hatFirst Sensor Strukturen, ProzesseundKontrollenimplementiert, die gewährleistensollen, dass dieErgebnissedes Rechnungslegungsprozesses frei vonFehlernsind und fristgerecht vorliegen. DasrechnungslegungsbezogeneIKS wird vomVorstand ausgestaltet undseine Wirksamkeit vom Aufsichtsrat der First Sensor AG überwacht. Dasrechnungslegungsbezogene IKSvonFirst Sensor wurdein Anlehnungan dieStandards des American Institute of CertifiedPublic Accountants ausgestaltet. Esbietet einenRahmenfür die Prüfungder fünfFinancial Statement Assertions: dieVollständigkeit von Transaktioneninnerhalb eines Berichtszeitraums, dietatsächlicheExistenz unddas Auftreten einer verbuchten Transaktion, diekorrekte BewertungundZuordnungeiner Transaktion, eineÜberprüfungder Genauigkeit vonRechtenundVerpflichtungensowieeineÜberprüfung,obTransaktionenin denrichtigenKonten ausgewiesen werden. DieFinancial Statement Assertions sollenzusammenmit denKontrollzieleneinevollständige Abdeckungder Risiken gewährleisten. Durch eine einheitliche, strukturierte undverständlicheDokumentation aller Kontrollenin allen bedeutenden Prozessensoll die Wirksamkeit desrechnungslegungsbezogenen IKSüberwacht werden. Dasrechnungslegungsbezogene IKSvonFirst Sensorist ebenfallsin das entsprechende ManagementsystemvonTE Connectivityeinbezogen. Das InterneKontrollsystem der Gesellschaft, alsTeil des TE Connectivity Konzerns, wirddurch über 80Finanzrichtlinien sowiedurch mehr als 450 Richtlinien maßgeblichfür dieunterschiedlichenFunktionsbereiche geprägt. Eineregelmäßige Auditierungdieser Richtlinien wird an allenStandorten desUnternehmens durchgeführt, umderenEinhaltungsicherzustellen. Durch geeigneteMaßnahmenund Prozessesoll dieoperativeWirksamkeit des IKSder Gesellschaft gewährleistet werden. Diese Maßnahmen beinhalten diefortlaufendeÜberwachungund Bewertungder Kontrollprozesse, regelmäßigeMitarbeiterschulungen, dieTrennungvonZuständigkeitenzur VermeidungvonBetrug („Fraud“) undFehlernsowieeinen Feedbackmechanismuszur schnellenProblembehebung. DieinterneÜberprüfung der Finanzberichterstattungist einkritischer Bestandteil desinternen Kontrollsystemsder Gesellschaft unddient als Schutzmaßnahme, um die Genauigkeit undZuverlässigkeit der finanziellenBerichterstattungdesUnternehmenssicherzustellen. DieseÜberprüfung, diejährlichdurchgeführt wird, beinhaltet eineUntersuchung der Finanzunterlagen, umpotenzielleRisiken vonFehldarstellungen oder Betrugzu erkennen undzu beseitigen. Der Prozessbesteht auszwei Teilen, einerseitsdemsog. PolicySelf-Assessment sowie entsprechenden Stichprobenkontrollenund andererseits auseinemFinancial Review, welcher auf einer kritischenBilanz-Analysebasiert. Nach Abschlussdes ProzesseswerdendieErgebnisse dem Management berichtet. WesentlicheFeststellungen werden über einenKorrekturmaßnahmenplan (CAP) adressiert. Eineunabhängige Bewertungder Angemessenheit undWirksamkeit derinternenKontrollen erfolgt durchdasInternal Audit Teamvon TE Connectivity. Es überprüft wesentliche finanziellesowie wirtschaftlicheAspektedesUnternehmens. Dieserfolgt durchzwei voneinander unabhängigePrüfungen, dasklassische operativeAudit sowie das kontinuierlicheAudit. DieFrequenz desoperativen Auditshängt vonder jeweiligen Geschäftseinheit und einer vorgelagertenRisikobeurteilung ab. Der Auditprozessdauert üblicherweisevier bisacht Wochen.Daskontinuierliche Audit wirdhingegenfür alle dezentralen„standardisierten“ Prozesseangewendet. Bestandteil dieser Auditssind auch Aspekte der Compliance. Am Ende der Audits wirdein Abschlussgespräch mit demManagement geführt, bei demdas Internal Audit TeamseineErgebnissepräsentiert und eine Bewertungsnote vergibt. Basierendauf den SchlussfolgerungenwerdenCorrective Action Plans (CAP) aufgestellt, um Optimierungenumzusetzen. Dielaufende WeiterentwicklungundAnpassungdesrechnungslegungsbezogenen IKStragendazubei, dieZuverlässigkeit der Rechnungslegungzu gewährleisten undauch nachhaltigzuverbessern. Trotz dieser Bestrebungen können auchangemesseneundfunktionsfähigeingerichteteSysteme keine absoluteSicherheit zur Identifikationund Steuerungder Risikengewähren. 52 2.4. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals DieZusammensetzungdes gezeichnetenKapitalswirdimAbschnitt [4.11]des Konzernanhangs dargestellt.AlleAktiengewährenidentische Rechte gemäß Aktiengesetz. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Vereinbarungenüber Beschränkungen, diedieStimmrechte oder dieÜbertragung von Aktien betreffen, sinddem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt. Es gelten ansonstenlediglichdie gesetzlichenVorschriftengemäß§136 Abs. 1 AktGsowieHandelsverbotegemäß Art. 19 Abs. 11 MAR, insbesonderefür Mitglieder desVorstands. Direkte Beteiligungen am Grundkapital, die zehn Prozent überschreiten Angabenzudirektenoder indirektenBeteiligungenamKapital, die10vonHundert der Stimmrechte überschreiten, findensichimAbschnitt [4.34]im Konzernanhangundim Abschnitt „Weitere Angaben“ des AnhangszumEinzelabschluss. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Essindkeine Aktienmit Sonderrechten ausgestattet, insbesonderekeine, die Kontrollbefugnisseverleihen. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Arbeitnehmer, dieam Kapital beteiligt sind, übenihreStimmrechteunmittelbar aus. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung Für dieErnennungund Abberufungder Mitglieder desVorstands (§§84, 85 AktG)undfür dieÄnderungder Satzung (§179 AktG)geltendie gesetzlichenVorschriften. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien und zum Rückkauf von Aktien Das Kapital ist bedingt erhöht für die Ausgabe von Aktien an Führungskräfte im Rahmen der Ausübungsphase eines Optionsplans. Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt [4.19] im Konzernanhang. Vereinbarungen der Gesellschaft unter der Bedingung eines Kontrollwechsels und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft im Falle eines Übernahmeangebots Der Kontrollwechsel ist 2020eingetreten, dieFirstSensor AG gehört nunmehr mehrheitlichzu TE Connectivity.Vereinbarungen für denFall eines weiterenKontrollwechselswurdennicht geschlossen. 53 2.5. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN DieEntsprechenserklärungzumDeutschen CorporateGovernanceKodexgemäß § 161 AktG sowiedie(Konzern-)Erklärungzur Unternehmensführungsind aufder InternetseitederGesellschaftim Bereich Investor Relations unterhttps://www.first-sensor.com/de/investor- relations/corporate-governancedauerhaft öffentlichzugänglichgemacht. Auf der Internetseite der Gesellschaft ist auchderVergütungsbericht nach §162AktG, dasgeltendeVergütungssystemnach §87aAktGundder letzteVergütungsbeschlussder Hauptversammlungnach §113Abs. 3AktGveröffentlicht. DieGesellschaft erstellt einen Berichtüber Nachhaltigkeit (gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht), der sichan demFormat desDeutschen Nachhaltigkeitskodex orientiert. Der Bericht ist eineigenständiger Bestandteil desGeschäftsberichtsundsteht auch auf der Internetseiteder GesellschaftzumDownloadbereit. HinsichtlichdesRisikomanagementsbezogenaufdieFinanzinstrumenteverweisen wir aufZiff. 4.33. FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENTimKonzernanhang. Aufgrundihrer RolleimKonzern geltendiegleichen Angaben für dieFirst Sensor AG. Berlin, den29. Januar 2025 First Sensor AG Thibault Kassir RobinMaly DirkSchäfer Vorstand Vorstand Vorstand 54 3. KONZERNJAHRESABSCHLUSS 2024 3.1. KONZERNBILANZ (IFRS) 3.1.1. Konzernbilanz Aktiva Konzern- AKTIVA in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Veränderung anhang Immaterielle Vermögenswerte (4.3) 2.801 720 -2.081 Geschäfts- oder Firmenwert (4.4) 15.979 0 -15.979 Sachanlagen (4.5) 53.144 52.291 -853 Langfristige finanzielle Vermögenswerte (4.8) 5.281 3.656 -1.625 Summe langfristige Vermögenswerte 77.205 56.668 -20.537 Vorräte (4.6) 43.622 36.751 -6.871 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4.7) 16.599 15.344 -1.255 Finanzielle Vermögenswerte (4.8) 29.458 32.979 3.521 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (4.9) 576 781 205 Liquide Mittel (4.10) 1.531 478 -1.053 Summe kurzfristige Vermögenswerte 91.786 86.333 -5.453 Summe Aktiva 168.991 143.000 -25.991 3.1.2. Konzernbilanz Passiva Konzern- PASSIVA in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Veränderung anhang Gezeichnetes Kapital (4.11) 51.657 51.677 20 Kapitalrücklage (4.12) 10.811 10.916 105 Gewinnrücklagen (4.12) 64.367 55.977 -8.390 Summe Eigenkapital 126.835 118.571 -8.264 Pensionsrückstellungen (4.13) 184 214 30 Langfristige Finanzverbindlichkeiten (4.15) 7.518 5.179 -2.339 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (4.17) 2.321 2.132 -189 Summe langfristige Schulden 10.023 7.525 -2.498 Steuerrückstellungen (4.28) 838 235 -603 Sonstige kurzfristige Rückstellungen (4.14) 168 66 -102 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (4.15) 4.540 2.369 -2.171 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17 75 58 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.18) 14.736 6.940 -7.796 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (4.18) 11.834 7.220 -4.614 Summe kurzfristige Schulden 32.133 16.904 -15.229 Summe PASSIVA 168.991 143.000 -25.991 55 3.2. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS) 3.2.1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR Veränderung -anhang 30.09.2023 30.09.2024 Umsatzerlöse (4.20) 134.610 121.434 -13.176 Sonstige betriebliche Erträge (4.21) 1.436 891 -545 Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (4.22) 4.142 -1.093 -5.235 Andere aktivierte Eigenleistungen (4.23) 16 0 -16 Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen (4.24) -69.234 -59.004 10.230 Personalaufwand (4.25) -42.530 -41.798 732 Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.26) -16.477 -14.090 2.387 Operatives Ergebnis (EBITDA) 11.963 6.340 -5.623 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -7.724 -24.502 -16.778 Betriebsergebnis (EBIT) 4.239 -18.162 -22.401 Finanzergebnis 150 666 516 Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen 4.389 -17.496 -21.885 Steuern vom Einkommen und Ertrag (4.28) -303 -242 61 Ergebnis der Periode 4.086 -17.738 -21.824 Ergebnis je Aktie in Euro (unverwässert) (4.29) 0,40 -1,72 -2,12 Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert) (4.29) 0,40 -1,72 -2,12 56 3.2.2. Sonstiges Ergebnis Konzern- 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR Veränderung anhang 30.09.2023 30.09.2024 Ergebnis der Periode 4.086 -17.738 -21.824 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus (4.13) -1 3 4 leistungsorientierten Plänen Posten, die nachträglich nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung -1 3 4 umklassifiziert werden Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0 0 umklassifiziert werden können Summe Sonstiges Ergebnis -1 3 4 Gesamtergebnis 4.085 -17.735 -21.820 Davon entfallen auf die Aktionäre der First Sensor AG 4.085 -17.735 -21.820 57 3.3. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS) Nicht Anz. der Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Übrige beherrschende Summe in TEUR Aktien in Tsd. Kapital rücklage rücklagen Rücklagen Anteile Eigenkapital Konzernanhang (4.11) (4.11) (4.12) (4.12) (4.12) Stand 01. Oktober 2022 10.322 51.612 10.574 62.174 0 0 124.360 Periodenergebnis 0 0 0 4.086 0 0 4.086 Sonstiges direkt im Eigenkapital 0 0 0 -1 0 0 -1 erfasstes Ergebnis Gesamtergebnis 0 0 0 4.085 0 0 4.085 Verlustausgleich durch / Gewinnabführung an TE 0 0 0 -1.886 0 0 -1.886 Connectivity Sensors Germany Holding GmbH, Bensheim Aktienbasierte Vergütung 0 0 0 0 0 0 0 Kapitalerhöhung aus der Ausgabe 9 45 237 0 0 0 282 neuer Aktien (IFRS 2) Sonstige Veränderungen 0 0 0 -6 0 0 -6 Stand 30. September 2023 10.331 51.657 10.811 64.367 0 0 126.835 Nicht Anz. der Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Übrige beherrschende Summe in TEUR Aktien in Tsd. Kapital rücklage rücklagen Rücklagen Anteile Eigenkapital Konzernanhang (4.11) (4.11) (4.12) (4.12) (4.12) Stand 01. Oktober 2023 10.331 51.657 10.811 64.367 0 0 126.835 Periodenergebnis 0 0 0 -17.738 0 0 -17.738 Sonstiges direkt im Eigenkapital 0 0 0 3 0 0 3 erfasstes Ergebnis Gesamtergebnis 0 0 0 -17.735 0 0 -17.735 Verlustausgleich durch TE Connectivity Sensors Germany 0 0 0 9.345 0 0 9.345 Holding GmbH, Bensheim Kapitalerhöhung aus der Ausgabe 4 20 105 0 0 0 125 neuer Aktien (IFRS 2) Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0 0 Stand 30. September 2024 10.335 51.677 10.916 55.977 0 0 118.571 58 3.4. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR Veränderung 30.09.2023 30.09.2024 ERGEBNIS VOR STEUERN 4.389 -17.496 -21.885 Zinsen -138 -676 -538 Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7.724 24.502 16.778 Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 158 32 -126 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwände/Erträge 5.213 9.261 4.049 Veränderungen der Rückstellungen -331 -69 262 Veränderungen Working Capital 2.487 -10.977 -13.464 Veränderungen sonstiger Vermögenswerte und Schulden -3.101 -3.171 -70 Gezahlte Ertragsteuern -2.311 -845 1.466 CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 14.089 561 -13.528 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -10.358 -5.580 4.778 und in immaterielle Vermögenswerte Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 1.352 -2 -1.354 und immateriellen Vermögenswerten sowie von Beteiligungen Veränderungen Investitionen in finanzielle Vermögenswerte 1.048 5.824 4.776 Erhaltene Zinsen 411 875 464 CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -7.548 1.117 8.665 Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 282 125 -157 Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -5.183 -1.921 3.262 Auszahlungen für Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten -736 -736 0 Gezahlte Zinsen und Gebühren -272 -198 74 CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -5.909 -2.731 3.178 ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS 632 -1.053 -1.685 Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 0 0 FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE (4.30) 899 1.531 632 FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE (4.30) 1.531 478 -1.053 UmgliederungderAbschreibungenaufVorräteinderVorjahresspalte 59 4. KONZERNANHANG 4.1. DARSTELLUNG DER KONZERNVERHÄLTNISSE Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen ist die First Sensor AG mit Sitz in Berlin, Peter-Behrens-Straße 15, 12459 Berlin , eingetragen im Handelsregister Berlin- Charlottenburg in der Abteilung B unter der Nummer HRB 69326. Die First Sensor AG ist im Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard unter der ISIN DE0007201907 notiert. Die First Sensor AG und ihr Tochterunternehmen, im Folgenden First Sensor als Konzernbezeichnung, sind im Bereich der Sensorherstellung sowie in der Mikrosystemtechnik tätig. Das Geschäft der Gesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von kundenspezifischen, optischen und nichtoptischen Halbleitersensoren und Sensorsystemen. Darüber hinaus entwickelt und fertigt First Sensor hochzuverlässige, kundenspezifische Hybridschaltungen und Produkte der Mikrosystemtechnik und des Advanced Packagings. Der vorliegende Konzernabschluss berücksichtigt alle dem Vorstand bekannten Ereignisse bis zum 29.01.2025. Die First Sensor AG stellt als Muttergesellschaft der First Sensor-Gruppe für den kleinsten Kreis an Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) und den darüber hinaus geltenden handelsrechtlichen Vorschriften auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die First Sensor-Gruppe wird in den Konzernabschluss der TE Connectivity Ltd. , Schaffhausen / Schweiz, einbezogen, welche zum 30. September 2024 einen Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt und diesen im Internet auf der Homepage der TE Connectivity plc. (https://investors.te.com/financial-reports/annual-reports/default.aspx) veröffentlicht. Unmittelbares Mutterunternehmen der First Sensor AG ist die TE Connectivity Sensors Germany Holding AG , Bensheim. Rechnungslegungsgrundsätze Der Konzernabschluss der First Sensor wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union verpflichtendanzuwenden sind, und den darüber hinaus geltenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Das Geschäftsjahr des First Sensor Konzerns (First Sensor AG und ihr Tochterunternehmen) umfasst den Zeitraum vom 01.10. eines Jahres bis zum 30.09. des Folgejahres. Die Berichtsperiode umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Konzernbilanz und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Die Aufgliederung dieser Posten ist im Konzernanhang aufgeführt. In der Darstellung können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt ergebenen Werten auftreten. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die Bilanzstruktur wurde wie im Vorjahr nach absteigender Fristigkeit gegliedert. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten wird von einer Erfüllung innerhalb von 12 Monaten ausgegangen. Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Abschluss zum 30. September 2024 erstmals verpflichtend anzuwenden sind: Aus der erstmaligen Anwendung der Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 17 Versicherungsverträge sowie der Änderungen aus der Reform der Referenzzinssätze (Phase 2) betreffend IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 16 und IFRS 17haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. 60 Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Abschluss zum 30. September 2024 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind: − Änderungen IAS1 –KlassifizierungvonVerbindlichkeitenals kurz-oder langfristig: keine wesentlichenAuswirkungen − ÄnderungIAS7undIFRS7– AnhangangabenimZusammenhang mit Reverse-Factoring-Vereinbarungen: keinewesentlichen Auswirkungen − Änderungen IFRS16: Leasingverbindlichkeit auseiner SaleandLeaseback-Transaktion: keinewesentlichen Auswirkungen Änderungen (Inkrafttretenvoraussichtlichbei Geschäftsjahresbeginn nachdem 01.01.2025) von Standards(Amendments): − Änderungen IAS21: Währungsumrechnung bei fehlenderUmtauschbarkeit: keine wesentlichen Auswirkungen Die folgenden Änderungensind für den am1. Januar2026beginnendenjährlichen Berichtszeitraumanzuwenden: − Änderungen ander Klassifizierungund BewertungvonFinanzinstrumenten(ÄnderungenanIFRS9Finanzinstrumente und IFRS7) − Verträge, die auf naturabhängigeElektrizität Bezugnehmen(Änderungen an IFRS9und IFRS 7) Die folgendenStandardsund Änderungensindfür denam1. Januar 2027beginnenden jährlichenBerichtszeitraum anzuwenden: − IFRS 18Darstellungund Offenlegungim Abschluss − IFRS 19 TochterunternehmenohneöffentlicheRechenschaftspflicht: Angaben. ZumZeitpunkt der in der EU verpflichtendenAnwendungder neuenStandardsund Interpretationenhat undwird dieGesellschaft diese berücksichtigen. Einevorzeitige freiwillige Anwendung erfolgt nicht. Für diebeschlossenen Änderungenund dendaraus resultierenden Anpassungen erwartet die Gesellschaft keinerlei signifikanten Anpassungsbedarf. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten sowie Änderungen bei Schätzungen Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die wichtigsten Annahmen sowie wesentliche Quellen von Schätzunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert: − Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden, Nutzungsdauern der Vermögenswerte sowie Wertminderungen von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen und Planungsrechnungen des Managements. Erläuterungen sind unter 4.4 zu finden. − Im RahmenderDurchführungvonImpairment Tests werdenAnnahmengetroffen, die der Ermittlungdes erzielbarenBetragszugrunde liegen. Darüber hinauswurdebereitsim vorigenGeschäftsjahr eineNeu-DefinitionderzahlungsmittelgenerierendenEinheit vorgenommen. Wir verweisen auf den Abschnitt unten„Wertminderungstest der Geschäfts-oder Firmenwerteundlangfristigen Vermögenswerte“. − Um geänderte Erwartungen in Bezug auf die zukünftigen Umsatzentwicklungen und die damit zusammenhängende Verwertbarkeit der Vorräte abzubilden, wurde die Bewertungsrichtlinie zur Vorratsbewertung abgeändert. Aufgrund dieser Anpassung ergab sich ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 6.657 für das aktuelle Geschäftsjahr. − In Anlehnung an, diebei TE Connectivity erfolgte Bewertung, ist der risikoloseZinssatz indiesem Jahr nacheinemanderenVerfahren ermittelt worden. Der Effekt aus dieser Änderunghat keine wesentliche AuswirkungaufdenImpairment-Test (4.4). − Hinsichtlichder Umsatzerlösrealisation können beider Vertragsbeurteilungan verschiedenenStellen Annahmenerforderlichsein. Zudem ist zubeurteilen, obeinezeitpunkt- oder zeitraumbezogeneErlösrealisierung vorliegt. DieUmsatzerlösesinddurchdasVertriebsmodell nur zeitpunktbezogenzuermitteln. Nachkalkulationenhinsichtlichder Profitabilität der vertriebenenProdukte könnenzuEnt-oder BelastungenimFolgejahr führen (4.20). Im Berichtsjahr führtedieszu einem zusätzlichenUmsatz in HöhevonTEUR 2.117. 61 Die tatsächlichen Werte können zu einem späteren Zeitpunkt in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam. Alle Annahmen und Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die im Konzernabschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Konzernbilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Konzernanhang zu entnehmen. Wertminderungstest der Geschäfts- oder Firmenwerte und langfristigen Vermögenswerte First Sensor testet jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer langfristiger Vermögenswerte auf Grundlage der Vorschriften des IAS 36. Basis für den Werthaltigkeitstest ist der Vergleich zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes („carrying amount“) und dem erzielbaren Betrag, der aus dem Vermögenswert bzw. der Gruppe von Vermögenswerten oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwirtschaftet werden kann. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ergibt sich aus der Abzinsung des operativen Cashflows der Planungsperiode mit den mittels einer Peer-Group-Analyse abgeleiteten gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (nachfolgend WACC). Der Nutzungswert wurde auf der Grundlage der Konzernplanung ermittelt. Auf eine indikative Kontrolle anhand des Ertragswertverfahrens wurde verzichtet. Die Ertragsplanung beruht im Wesentlichen auf vergangenen Erfahrungen in Verbindung mit den Erwartungen des Managements hinsichtlich der Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und des relevanten Marktes. Wesentliche langfristige Vermögenswerte, die jährlich aufWerthaltigkeit getestet werden, sind die in der First Sensor-Gruppe ausgewiesenen Firmenwerte sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbeschränkter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Bei immateriellen Vermögenswerten mit beschränkter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen wird ein Wertminderungstest nur bei Vorliegen objektiver Anhaltspunkte durchgeführt. Im Rahmen des Wertminderungstestes wurde identifiziert, dass der ‚Value-in-Use‘ der ‚Cash Generating Unit‘ (CGU) unterhalb deren Buchwertes lag. Dies führte im Geschäftsjahr 2024 zur vollständigen Abschreibung des ‚Goodwill‘. Da der Wertberichtigungsbedarf den ‚Goodwill‘ überstieg, wurden die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte auf einen Wertminderungsbedarf hin untersucht. Das Ergebnis daraus war ein zusätzlicherAbschreibungsbedarf der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.534. Einzelheiten sind unter Aufzählungspunkt 4.3. angegeben. Aktienbasierte Vergütungen First Sensor hat ausgewählten Mitarbeitern und Organmitgliedern in der Vergangenheit aktienbasierte Vergütungen gewährt. Die Bewertung des Personalaufwandes für diese aktienbasierten Vergütungen enthält Schätzungen über die Erfüllung der mit diesen Optionen verbundenen Bedingungen sowie über Marktparameter. Die Erfassung des Personalaufwandes aus den gewährten Aktienoptionen ist seit März 2023abgeschlossen. 62 63 4.2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss der Gruppe enthält die First Sensor AG und das von ihr beherrschte Unternehmen. Die Beherrschung resultiert daraus, dass die First Sensor AG direkt oder indirekt über 50 Prozent der Stimmrechte bzw. des gezeichneten Kapitals einer Gesellschaft hält und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart steuern kann, dass sie von dessen Aktivitäten profitiert. Verluste eines Tochterunternehmens werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auch dann zugeordnet, wenn dies zu einem negativen Saldo führt, sofern gegenüber den Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss ein entsprechender Erstattungsanspruch besteht. Das folgende Unternehmen wurde als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen: Unternehmen Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Beteiligungsquote First Sensor Lewicki GmbH Oberdischingen Entwicklung,mikroelektronischerAufbauundVertriebvon und-gruppen;Leistungselektronik 100% Konsolidierungsmethoden Der Jahresabschluss der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaft basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsstandards, Berichtsperioden und Stichtagen, die mit denen des Mutterunternehmens übereinstimmen. Konzerninterne Salden sowie Transaktionen und daraus resultierende konzerninterne Gewinne sowie Dividenden zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden in voller Höhe eliminiert. Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbarenNettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden zum großen Teil als Aufwand erfasst. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden inÜbereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld darstellen, werden inÜbereinstimmung mit IFRS 9 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglichkumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andereVermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. 64 WenneinGeschäfts-oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierendenEinheit zugeordnet wurdeund einGeschäftsbereichdieser Einheit veräußert wird, wird der demveräußertenGeschäftsbereichzuzurechnende Geschäfts-oder Firmenwert alsBestandteil des Buchwertsdes Geschäftsbereichsbei der ErmittlungdesErgebnisses ausder VeräußerungdiesesGeschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert desveräußerten Anteilsdes Geschäfts-oder Firmenwertswirdaufder Grundlageder relativen WertedesveräußertenGeschäftsbereichsund desverbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierendenEinheit ermittelt. Nachder Veräußerung oder Liquidation der Beteiligungen an Tochterunternehmen werden dieseimKonzernentkonsolidiert. Dazu werden sämtlicheVermögengegenständeund Schuldender veräußertenGesellschaftenausder Konzernbilanz entfernt unddiebestehenden Konsolidierungsbuchungenaufgehoben. ImRahmenderEntkonsolidierungwerdendie Bilanzender ausländischen Tochterunternehmenmit dem zumZeitpunkt der Entkonsolidierunggeltenden Stichtagskursumgerechnet. LediglichdieForderungenund/oder Verbindlichkeiten der Konzernmuttergesellschaft verbleibeninder Konzernbilanz. Währungsumrechnung Die Berichtswährung der First Sensor-Gruppe ist EUR und entspricht der funktionalen Währung der Muttergesellschaft. Sämtliche Konzerngesellschaften haben EUR als funktionale Währung, daher entstehen in der Bilanz keine Umrechnungseffekte aus Fremdwährungen. Fremdwährungstransaktionen sind bei der erstmaligen Erfassung mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs von der Fremdwährung in die funktionale Währung umzurechnen. Umrechnungsdifferenzen, die aus der Erfüllung von monetären Posten oder der Umrechnung von monetären Posten zu anderen Umrechnungskursen als dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung entstehen, sind als Aufwand oder Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der letztmaligen Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Ausländische Tochterunternehmen Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde keinerlei Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen gehalten. Liquide Mittel und Finanzmittelfonds Liquide Mittel umfassen Barmittel, Festgeldeinlagen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten und Sichteinlagen. Beschränkt verfügbare Mittel mit Restlaufzeiten über drei Monate werden unter den lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten erfasst. Finanzielle Vermögenswerte Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert, sobald First Sensor Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Die erstmalige Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten werden einbezogen, wenn der finanzielle Vermögenswert bzw. die finanzielle Verbindlichkeit nicht zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen imPeriodenergebnis bewertet wird. Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wird im separaten Unterabschnitt dargestellt. Nach IFRS 9 werden im Rahmen der Folgebilanzierung alle finanziellen Vermögenswerte in zwei Kategorien aufgeteilt, nämlich diejenigen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wenn finanzielle Vermögenswerte zumbeizulegenden Zeitwert bewertet werden, können Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss, FVTPL) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu erfassen sein. 65 Erfüllt einfinanziellerVermögenswert die folgendenzwei Bedingungen, wird eszu fortgeführtenAnschaffungskosten (ggf. unter Anwendungder Effektivzinsmethode)bewertet: − DieZielsetzung desGeschäftsmodellsdesUnternehmens wird dadurcherreicht, dass dievertraglichenZahlungsströme finanzieller Vermögenswertevereinnahmt werden. − Dievertraglichen Bedingungen des finanziellenVermögenswertsführenzu festgelegtenZeitpunktenzuZahlungsströmen, die einzig RückzahlungenvonTeilendes Nominalwertsundder Zinsen aufdienoch nichtzurückgezahltenTeiledesNominalwertssind. Die Anschaffungskosten werdenunter Berücksichtigungsämtlicher Disagien und Agienbei Erwerbberechnet und beinhaltensämtlicheGebühren, dieeinintegraler Teil desEffektivzinssatzesundder Transaktionskosten sind. Zinserträgewerdeninder Konzern-Gewinn-undVerlustrechnung unter dem PostenFinanzergebnis erfasst. Erfüllt einfinanzieller Vermögenswert die folgendenzwei Bedingungen, wirdeszumbeizulegendenZeitwert mit Erfassung der WertänderungenimsonstigenErgebnis(FVTOCI)bewertet: − DieZielsetzung desGeschäftsmodellsdesUnternehmensliegt darin, die finanziellenVermögenswertezuhalten, um sodievertraglichen Zahlungsströmezu vereinnahmenund diese finanziellenVermögenswertezuveräußernsowie − dievertraglichenBedingungendes finanziellenVermögenswertsführenzu festgelegtenZeitpunktenzuZahlungsströmen, die einzig RückzahlungenvonTeilendes Nominalwertsundder Zinsen aufdienoch nichtzurückgezahltenTeiledesNominalwertssind. Alle anderenfinanziellenVermögenswerte, welchedievoran genannten Bedingungennicht erfüllen, müssenzum beizulegendenZeitwert mit Erfassung der WertänderungenimPeriodenergebnisbewertet werden (at fair valuethroughprofit orloss,FVTPL), sofernsie nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind. First Sensor erfasst für die erwarteten Ausfälle von finanziellen Vermögenswerten („expected loss model“) Wertminderungen auf Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte oder ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes werden dann ausgebucht, wenn First Sensor die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte, aus denen der Vermögenswert besteht, verliert oder die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme auslaufen. Beider Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Vermögenswerten, die als FVTOCI erfasst wurden, werden die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Wertminderung First Sensor ermittelt am Bilanzstichtag die erwarteten Ausfälle von finanziellen Vermögenswerten nach dem „expected loss model“ und erfasst Wertminderungen auf Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden. Der Betrag der erwartetenAusfälle bzw. die Kriterien bei der Beurteilung des Ausfallrisikos werden zum Ende einer Berichtsperiode aktualisiert bzw. überprüft. Beim expected loss model wird zwischen der allgemeinen und vereinfachten Vorgehensweise unterschieden: Bei der allgemeinen Vorgehensweise wird nach dem Drei-Stufen-Modell, beginnend mit dem „12-month-expected credit loss“ (Stufe 1) mit, sofern notwendig, Migration in den „lifetimeexpected credit loss“ (Stufe 2 und 3) vorgegangen. Bei der Beurteilung des Ausfallsrisikos berücksichtigt die Gesellschaft sowohl qualitative als auch quantitative Informationen, die verfügbar und entscheidungsrelevant sind, um eine solche Beurteilung zu unterstützen. Dies beinhaltet sowohl historische als auch zukünftige Informationen, u. a.Branchenentwicklung, Rating, Sicherheiten. Dabei werden auch länderspezifische Ausfallraten der Vergangenheit herangezogen, um die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit zu bestimmen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die Gesellschaft das vereinfachte Verfahren an. Danach werden für diese Finanzinstrumente Wertminderungen auf Basis der erwarteten Ausfälle über deren Gesamtlaufzeit gebildet. Dabei werden vergangenheits- und zukunftsorientierte Informationen bei der Ableitung der Ausfallwahrscheinlichkeiten und bei der Ermittlung des erwarteten Verlustes verwendet. Die Wertminderungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 66 Saldierung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden so saldiert, dass nur der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen wird. Dies geschieht erst dann, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. In der Berichtsperiode wurden insbesondere die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hinsichtlich desCash-Pools mit der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH saldiert. Beizulegender Zeitwert Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird durch den am Berichtsstichtag notierten Marktpreis oder öffentlich notierten Preis (vom Käufer gebotener Geldkurs bei Long-Position und Briefkurs bei Short-Position) ohne Abzug der Transaktionskosten bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden, wird unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischenFinanzinstruments, die Verwendung von Discounted-Cashflow-Methoden und anderer Bewertungsmodelle. Bezüglich der Analyse der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten und weitere Einzelheiten dazu, wie Finanzinstrumente bewertet werden, wird auf den Abschnitt Derivative Finanzinstrumente verwiesen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen deren Buchwerten entsprechen. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Herstellung von Vorräten bestimmt sind, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und nicht auf einen unter ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegenden Wert abgewertet, wenn die Fertigerzeugnisse, in die sie eingehen, voraussichtlich zu den Herstellungskosten oder darüber verkauft werden können. Dabei sind noch anfallende Verkaufskosten zu berücksichtigen.Wenn jedoch ein Preisrückgang für diese Stoffe darauf hindeutet, dass die Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse über dem Nettoveräußerungswert liegen werden, werden die Stoffe auf den Nettoveräußerungswert abgewertet. Sind die Gründe einer früheren Abwertung entfallen, werden die Zuschreibungen als Minderung des Materialaufwands berücksichtigt. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Personalkosten, Materialkosten und den zurechenbaren Anteil der Produktionsgemeinkosten. Sie werden auf Basis einer Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Veraltete Artikel und solche mit geringem Umschlag werdenangemessen wertberichtigt. Im Rahmen von Gängigkeitstests und Reichweitenanalysen wird ein Wertminderungsbedarf auf das Vorratsvermögen ermittelt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. Bei Abgängen des Sachanlagevermögens werden diehistorischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein Gewinn oder Verlust aus dem Anlagenabgang erfolgswirksam erfasst. 67 Die Abschreibungenwerdenplanmäßigentsprechendderlinearen Methode über folgendeNutzungsdauern vorgenommen: Gebäude 25–33Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 – 23 Jahre Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden regelmäßig überprüft, um eine Übereinstimmung des wirtschaftlichen Nutzens mit der Abschreibungsdauer zu gewährleisten. Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und ab Fertigstellung und Inbetriebnahme abgeschrieben. Die Herstellungskosten beinhalten die produktionsbezogenen Vollkosten. Darin enthalten sind Fertigungseinzelkosten und Fertigungsgemeinkosten, dieim Zusammenhang mit der Errichtung der Anlagen durch die erbrachten Arbeitsleistungen der eigenen Mitarbeiter verursacht wurden. Immaterielle Vermögenswerte Die Voraussetzungen des IAS 38 zur Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten werden bei der First Sensor Gruppe nicht mehr erfüllt, daher entfällt dies zum ersten Mal im Geschäftsjahr 2024. Diese Einschätzung steht im Einklang mit Richtlinien, die im TE Connectivity- Konzern zur Anwendung kommen. Die Voraussetzungen des IAS 38 für die Aktivierung von Entwicklungsleistungen werden nicht mehr erfüllt, daher erfolgt keine Aktivierung. Bereits begonnene Projekte (Anlagen im Bau) werden erfolgswirksam aufgelöst. Des Weiteren werden erworbene Entwicklungen (Fertigungs-Know-how) als immaterielle Vermögenswerte angesetzt, sofern diese verlässlich bewertet werden können und Kontrolle über die Verwertung der Ergebnisse dieser Entwicklungsprojekte besteht. Abnutzbare immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Nicht abnutzbare immaterielle Vermögenswerte (Firmenwerte) werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen erfasst. Nach IAS 38 werden abnutzbare immaterielle Vermögenswerte einheitlich über die geschätzteNutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beginnt, sobald der Vermögenswert genutzt werden kann. Abschreibungszeitraum und -plan werden jährlich am Ende eines Geschäftsjahres überprüft. (a) Software Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. (b) Geschäfts- oder Firmenwerte Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Diese ergeben sich aus dem Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden unter Berücksichtigung latenter Steuern. Wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt und mindestens jährlich zum Bilanzstichtag wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU), zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert gehört, ermittelt. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Liegt der erzielbare Wert nur um bis zu 10 Prozent über dem Buchwert,wird über eine Sensitivitätsrechnung ein theoretisches Wertberichtigungspotential ermittelt. Hierzu werden sowohl das zugrunde gelegte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 5 bis 10 Prozent reduziert als auch der risikolose Basiszinssatz um 0,5 bis 1 Prozentpunkt angehoben und die Auswirkungen auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt. 68 (c) Forschungs- und Entwicklungskosten Aufwand aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der er entstanden ist, es sei denn, die Voraussetzungen des IAS 38.57 sind im Fall von Entwicklungsaufwendungen erfüllt. (d) Entwicklungen First Sensor hat im Rahmen eines Unternehmenserwerbs Entwicklungsleistungen erworben. Diese werden linear über 20 Jahre planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen werden planmäßig vorgenommen, wenn die Vermarktung der Entwicklung beginnt. (e) Wertminderung von langfristigen Vermögenswerten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine mögliche Wertminderung immer dann geprüft, wenn auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der äußeren Umstände Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der für den Vermögenswert am Abschlussstichtag erzielbare Wert dauerhaft unter seinem Buchwert liegt oder wenn eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich ist (Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht genutzt werden, sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzterNutzungsdauer). Sofern der Buchwert eines Vermögenswertes den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden sind, eine Wertminderung erfasst. Der erzielbare Wert ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglichVeräußerungskosten entspricht dem durch einen Verkauf des Vermögenswertes in einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen Parteien erzielbaren Betrag. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der dauerhaften Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu schätzen oder, falls dies nicht möglich ist, für die kleinste identifizierbare Cash generierende Einheit. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind. Eine Rückstellung ist immer dann anzusetzen, wenn − der Gesellschaft auseinemvergangenenEreigniseinegegenwärtigeVerpflichtung(rechtlichoder faktisch) entstandenist, − es wahrscheinlich ist (d.h. mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichemNutzen erforderlichist, und − einezuverlässigeSchätzungder HöhederVerpflichtung möglichist. Der alsRückstellung erfassteBetrag stellt diebestmöglicheSchätzungder zur Erfüllungder zumBilanzstichtagbestehendenVerpflichtungdar, d.h. denBetrag, den dasUnternehmenbei zuverlässiger Betrachtungzur Erfüllung der Verpflichtungam Bilanzstichtag oder zuihrer Übertragung aufeine drittePartei andiesemTagzahlen müsste. Die Bewertungerfolgt unter einem Vollkostenansatz unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen. Langfristige Rückstellungen werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, sofern der Effekt hieraus wesentlich ist. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwendungen erfasst. Als Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernanhang die Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil: − der Abfluss vonRessourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtungnicht wahrscheinlichist oder − dieHöhe der Verpflichtungnicht ausreichendzuverlässig geschätzt werdenkann. Finanzielle Verbindlichkeiten Im Berichtszeitraum wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder als FVTPL erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als FVTPL klassifiziert, sofern − dieFair ValueOption ausgeübt wurde, − dieVerbindlichkeit dem Handelsbestandzugeordnet wurde, oder − dieVerbindlichkeit bedingteAnsprüche einesErwerbersimRahmen einesUnternehmenszusammenschlussesimSinne des IFRS3 betrifft. Negative Marktwerte aus Derivaten werden als FVTPL erfasst. FinanzielleVerbindlichkeiten, die alsFVTPLklassifiziert wurden, werden mit dem beizulegendenZeitwert erfasst. Veränderungen desbeizulegenden Zeitwerts werden, sofernsie kein Bestandteil einerSicherungsbeziehungsind, inder Konzern-Gewinn-undVerlustrechnungerfasst. FinanzielleVerbindlichkeiten, diezufortgeführtenAnschaffungskostenklassifiziert wurden, werden mit dem beizulegendenZeitwert abzüglich der direkt zurechenbarenTransaktionskosten erfasst. Bei zufortgeführten Anschaffungskosten bilanziertenfinanziellenVerbindlichkeitenwerden GewinneundVerlusteimRahmender Amortisationmittelsder EffektivzinsmethodesowieimFall der Ausbuchung erfolgswirksamerfasst. FinanzielleVerbindlichkeiten werdennicht mehr ausgewiesen, wenndiesegetilgt sind, dasheißt, wenndieimVertrag genanntenVerpflichtungen beglichen, aufgehobenoder ausgelaufen sind. ZumBilanzstichtag wurden alle finanziellenVerbindlichkeitenzu fortgeführten Anschaffungskostenunter Anwendungder Effektivzinsmethode bewertet. Leistungen an Arbeitnehmer Leistungsorientierte Pläne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 als Leistungen an Arbeitnehmer nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Ermittlung der leistungsorientiertenVerpflichtungen erfolgt jährlich von unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen. Bei der Berechnung dieser Leistungsverpflichtungen werden neben biometrischen Berechnungsgrundlagen insbesondere die jeweils aktuelle langfristige Kapitalmarktrendite sowie aktuelle Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Die Ableitung des Rechnungszinses erfolgt dabei für dieEurozone anhand von Unternehmensanleihen des iBoxx™ Corporates AA. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit und des Lebensalters der Pensionsberechtigten berücksichtigt. Die unmittelbaren Pensionszusagen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Daten gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, werden sofort bei ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die im Sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie darauf entfallende latente Steuern werden in Folgeperioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und darauf entfallende latente Steuern werden gesondert in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Den Pensionsrückstellungen gegenüber existiert kein Planvermögen, das die Pensionsverpflichtung mindern würde. 69 70 Aktienoptionen Durch einen Aktienoptionsplan ist die Möglichkeit geschaffen, ausgewählte Mitarbeiter, d.h. Vorstand, Geschäftsführungen und Mitarbeiter von First Sensor, mittel- und langfristig an dem künftigen Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Die Bilanzierung der anteilsbasierten Vergütung, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen wird, erfolgt nach IFRS 2. Danach setzt der Konzern die erhaltenen Güter oder Dienstleistungen und die entsprechende Erhöhung des Eigenkapitals direkt mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenenGüter oder Dienstleistungen an, sofern dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist dies nicht der Fall, ermittelt der Konzern deren Wert und die entsprechende Eigenkapitalerhöhung indirekt unter Bezugnahme auf den beilzulegenden Wert der gewährten Eigenkapitalinstrumente. Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, fließen nicht in die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts ein. Stattdessenberücksichtigt der Konzern diese durch Anpassung der Anzahl der in die Bestimmung des Transaktionsbetrags einbezogenen Eigenkapitalinstrumente. Die Erfassung der aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt über den Zeitraum, in dem die Ausübungs- bzw. Leistungsbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Dieser Zeitraum endet am Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit, d.h. dem Zeitpunkt, an dem der betreffende Mitarbeiter unwiderruflich bezugsberechtigt wird. Die an jedem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus derGewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der Betrag, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird, reflektiert die Entwicklung der zu Beginn und am Ende desBerichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen. Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, wird kein Aufwand erfasst. Hiervon ausgenommen sind Vergütungsrechte, für deren Ausübbarkeit bestimmte Marktbedingungen erfüllt sein müssen. Diese werden unabhängig davon, ob die Marktbedingungen erfüllt sind, alsausübbar betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungsbedingungen erfüllt sind. Der verwässernde Effekt der ausstehenden Aktienoptionen wird bei der Berechnung der Ergebnisse je Aktie als zusätzliche Verwässerung berücksichtigt (zu Einzelheiten siehe Konzernanhang 4.29. Ergebnis je Aktie). Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Konzernbilanz als abgegrenzte Investitionszuschüsse und -zulagen dargestellt. Diese werden über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts in gleichenjährlichen Raten erfolgswirksam aufgelöst. Umsatzrealisierung Umsätze werden in Übereinstimmung mit dem Fünf-Schritte-Ansatz (five-step-approach) des IFRS 15 realisiert. Dabei wird geprüft, ob die Leistungsversprechen separate, voneinander getrennte Leistungsverpflichtungen darstellen bzw. ob im Vertrag weitere Zusagen enthalten sind, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, denen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet werden muss. Das Modell besteht aus den nachfolgenden fünf Schritten: − IdentifizierungdesVertragsmit demKunden − Identifizierungder eigenständigenLeistungsverpflichtungenimVertrag − BestimmungdesTransaktionspreises − VerteilungdesTransaktionspreisesauf die Leistungsverpflichtungen − Erfassung desErlöses(zeitpunkt- oder zeitraumbezogen) 71 DieErfassungder Erlöseerfolgt nachMaßgabe der Übertragung der Beherrschungsmacht (control) auf denKunden. Diese erfolgt imKonzernfast ausschließlichzeitpunktbezogen, wenn der KundeBesitz anden Produktenerlangt. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus der Transaktion verlässlich bestimmbar und während der Berichtsperiode zugeflossen ist. Zinserträge Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Steuern Latente Steuern Aufgrund des am 14. April 2020 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG als Muttergesellschaft, dem die Hauptversammlung durch Beschluss am 26. Mai 2020 zustimmte, besteht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 ein Organschaftsverhältnis im Sinne des § 14 KStG. Ebenso besteht zwischen der First Sensor AG als Mutterunternehmen und der First Sensor Lewicki GmbH als Tochtergesellschaft ein Gewinnabführungsvertrag und somit ein Organschaftsverhältnis im Sinne des § 14 KStG. Infolge derkörperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft werden das zu versteuernde Einkommen und der Gewerbeertrag der First Sensor AG und der First Sensor Lewicki GmbH der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG als oberste Organträgerin ab dem Veranlagungs- bzw. Erhebungszeitraum 2021 zugerechnet. Infolgedessen werden seit dem 1. Januar 2021 keine latenten Steuern mehr bilanziert. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Für die Berechnung desBetrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist. Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Sonstigen Ergebnis erfasst. Leasingverhältnisse Gemäß IFRS 16 werden alle vertraglichen Vereinbarungen, in denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, danach beurteilt, ob ein Vermögenswert eindeutig identifizierbar ist, der Konzern innerhalb der Laufzeit im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen erhält sowie über das Rechtverfügt, über den Vermögenswert entscheiden zu können. Sofern dies der Fall ist, wird in der Konzern-Bilanz ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit angesetzt. Die erstmalige Bewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen. Zur Abzinsung werden, die den Leasingverträgen zugrundeliegenden Zinssätze verwendet. Für Verträge ohne eigenen Zinssatz werden Konzern-Grenzfremdkapitalzinssätze in Abhängigkeit von der Laufzeit der Verträge verwendet; diese Grenzfinanzierungszinssätze liegen zwischen 1,39 % und 2,79 %. Des Weiteren werden hinreichend feststehende Zahlungen für Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie variable Zahlungen (z. B. Indexbasierte Zahlungen) in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit einbezogen. Die Leasingverbindlichkeit wird abhängig von ihrer Fristigkeitunter den kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Das Nutzungsrecht wird bei Erstansatz mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten angesetzt. Die Nutzungsrechte am jeweiligen Leasingobjekt werden als separater Posten im Sachanlagevermögen ausgewiesen und über die Dauer der Verträge linear abgeschrieben. Falls die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes kleiner als die Laufzeit des Leasingvertrags ist, wird über den kürzeren Zeitraum abgeschrieben. Die bilanzierten Leasingverhältnisse weisen Laufzeiten zwischen 1 Monat und 35 Jahren auf. 72 DieFolgebewertungder Leasingverbindlichkeit erfolgt durchErhöhung desBuchwertes umdieVerzinsungder Leasingverbindlichkeit (unter Anwendungder Effektivzinsmethode)unddurchReduzierungdesBuchwertsum die geleisteten Leasingzahlungen. Bei der Beurteilung dieser VerträgewirdvondenVereinfachungsmöglichkeiten für dasKurzzeit-Leasing (short-term-leasemit Laufzeitenkleiner als einJahr) sowiefür betraglich kleine Leasingverhältnisse (small-ticket-lease beizugrundeliegendenVermögenswertenvonunter USD 5.000) Gebrauchgemacht.Für solche Leasingverhältnisse werden weder Nutzungsrechte nochLeasingverbindlichkeiten angesetzt. Stattdessen werden dieLeasingaufwendungenals Aufwandin der Konzern-Gewinn-undVerlustrechnungerfasst. Vonder Möglichkeit einer Portfoliobildungähnlicher Verträge wird nicht Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen Ausfall- und Liquiditätsrisiko First Sensor trägt dafür Sorge, dass genügend Zahlungsmittel und Kreditlinien zur Verfügung stehen, um die finanziellen Verpflichtungen zu jeder Zeit erfüllen zu können. Ausfallrisiken bzw. das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditzusagen, Kreditlinien und Kontrollverfahren gesteuert. Sofern angemessen, beschafft sich das Unternehmen Sicherheiten in Form von Rechten an Wertpapieren oder vereinbart Rahmen-Kompensationsabkommen. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den Buchwert der in der Konzern-Bilanz aktivierten Finanzinstrumente begrenzt. Wechselkursrisiko Da die Konzerngesellschaften überwiegend Geschäfte tätigen, die in EUR abgeschlossen sind, besteht kein erhebliches Wechselkursrisiko. Wurden in der Berichtsperiode Materialeinkäufe im Ausland getätigt, wurden Fremdwährungsrisiken durch die teilweisen Fakturierungen in EUR reduziert. 73 4.3. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Konzessionen, Selbst erstellte in TEUR Lizenzen und Immaterielle Kundenstamm Geleistete Summe Ähnliches Vermögenswerte Anzahllungen Anschaffungskosten 1. Oktober 2022 9.771 4.081 19.573 286 33.711 Zugänge 29 0 0 0 29 Abgänge -1.677 -635 0 -55 -2.364 Umbuchungen 194 0 0 -149 45 30. September 2023 8.319 3.446 19.573 82 31.421 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2022 7.998 1.936 19.573 50 29.558 Zugänge 1.039 342 0 1 1.382 Abgänge -1.671 -649 0 0 -2.321 Umbuchungen 0 0 0 0 0 30. September2023 7.366 1.629 19.573 51 28.619 Buchwert 01. Oktober 2022 1.773 2.144 0 236 4.153 Buchwert 30. September 2023 953 1.818 0 31 2.801 Konzessionen, Selbst erstellte in TEUR Lizenzen und Immaterielle Kundenstamm Geleistete Summe Ähnliches Vermögenswerte Anzahllungen Anschaffungskosten 1. Oktober 2023 8.319 3.446 19.573 82 31.421 Zugänge 11 0 0 0 11 Abgänge 0 0 0 0 0 Umbuchungen 31 0 0 -31 0 30. September 2024 8.361 3.446 19.573 51 31.432 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2023 7.366 1.629 19.573 51 28.619 Zugänge 275 1.818 0 0 2.093 Abgänge -1 0 0 0 -1 Umbuchungen 0 0 0 0 0 30. September2024 7.641 3.446 19.573 51 30.712 Buchwert 01. Oktober 2023 953 1.818 0 31 2.801 Buchwert 30. September 2024 720 0 0 0 720 Immaterielle Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag weder als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet noch anderweitig verfügungsbeschränkt. 4.4. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwerts wurde der Nutzungswert des First Sensor-Konzerns als zahlungsmittelgenerierender Einheit berechnet und dem entsprechenden Buchwert gegenübergestellt. Liegt der Buchwert über dem Nutzungswert, so erfolgt eine Wertberichtigung. Der Nutzungswert ergibt sich aus der Abzinsung der operativen Cashflows der Planungsperiode mit dem mittels einer Peer-Group-Analyseabgeleiteten WACC. Als Parameter für den Impairment-Test wurden die folgenden Basisannahmen getroffen: Annahmen Impairment Test 2023 2024 Risikoloser Basiszinssatz 2,64% 4,61% Marktrisikoprämie 7,06% 7,01% Betafaktor 1,18% 1,11% Fremdkapitalzinssatz vor Steuern 6,79% 5,54% WACC vor Steuern 10,81% 10,30% First Sensor wurdeimGeschäftsjahrweiterindie TE Connectivity-Gruppeintegriert. NachdemErwerbdurchdieTE ConnectivitySensors Germany Holding AGwurdezwischen demErwerber undder First Sensor AGam14. April 2020 (HR-Eintragungam 6.Juli 2020)ein Beherrschungs-undmit Wirkungzum1. Januar 2021einErgebnisabführungsvertraggeschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgtedieEinbindungder First Sensor-Gruppein dieglobaleVertriebsorganisation der TE Connectivity-Gruppe. Mit der Übernahmeder Vertriebstätigkeitenerfolgte auch eine entsprechende Anpassungdes Pricings. IndiesemZusammenhang wurdeauch festgelegt, dassdie TE Connectivity-Gruppeder First Sensor-Gruppekeine Steuerumlagenberechnen wird. Bei einer VeränderungdesWACCvor Steuernum -/+1%verändert sichdieBewertungsdifferenz zwischenValuein UseundBuchwert deutlichvon 18,6 Mio. EUR auf28,6Mio. EUR bzw. auf 5,9 Mio. EUR. EineVeränderungder Wachstumsrate um+/-1 %bewirkt eineErhöhungdes Unterschiedsbetrags auf23,7 Mio. EUR bzw. auf 12,4Mio. EUR. Bei einer gleichzeitigenErhöhungdes WACCum1 %undMinderungder Wachstumsrateum1 %(Worst-Case-Szenario)würdesicheineÄnderungdesValue-in-Usein Höhevon32,4Mio. EUR ergeben. 01.10.2022- 01.10.2023- in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Anschaffungskosten 1. Oktober 25.275 25.275 Zugänge 0 0 Abgänge 0 0 30. September 25.275 25.275 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober -9.296 -9.296 Zugänge 0 -15.979 Abgänge 0 0 30. September -9.296 -25.275 Buchwert 1. Oktober 15.979 15.979 Buchwert 30. September 15.979 0 74 75 Im Geschäftsjahr 2011 erwarb First Sensor sämtliche Geschäftsanteile an der MEMSfab GmbH. Aus diesem Erwerb resultierte ein Firmenwert von TEUR 455. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 27. Juni 2013 mit Nachtrag vom 30. Oktober 2013 wurde die Gesellschaft unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes gemäß § 2 UmwG, auf die First Sensor AG verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Impairment-Test dahingehend geändert, dass die aus den Erwerben der First Sensor Technology GmbH, der Sensortechnics-Gruppe sowie der MEMSfab GmbH stammenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die seit mehreren Jahren durchgehend in der First Sensor AG aufgegangen sind, einem einheitlichen Wertminderungstest unterzogen werden, der die First Sensor AG als zahlungsmittelgenerierendeEinheit (CGU) zugrunde legt. Hintergrund ist, dass spätestens seit den jeweiligen Verschmelzungen auf die First Sensor AG der Wertschöpfungsprozess innerhalb der First Sensor AG zunehmend nicht mehr isoliert in den einzelnen Einheiten, sondern über diese einzelnen Einheiten hinweg erfolgt. So sind der Entwicklungs- und Produktionsprozess mittlerweile so gesteuert, dass in den einzelnen Einheiten bestimmte,nicht mehr isoliert zu betrachtende Wertschöpfungen stattfinden. Auch organisatorisch werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Einheiten seit der Einführung des neuen ERP-Systems SAP zum 1. Januar 2018 nicht mehr isoliert als Teilprozesse innerhalb der jeweiligen Einheiten, sondern als ein übergreifender laufender Produktionsprozess abgebildet und geführt. Die identifizierten Zahlungsströme innerhalb derEinheiten können somit nicht mehr als weitestgehend unabhängig von den anderen Einheiten angesehen werden. Im Zusammenhang mit dem Erwerb durch die TE Connectivity-Gruppe und der Integration der First Sensor-Gruppe in die TE Connectivity-Gruppe wurden alle wesentlichen ausländischen Tochtergesellschaften, die überwiegend aus dem Erwerb der Sensortechnics-Gruppe stammen, imGeschäftsjahr 2020 verkauft. In diesem Zusammenhang ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.837 abgegangen. Die Höhe des abgegangenen Geschäfts- oder Firmenwertes hat sich dabei an den Verhältnissen der Marktwerte der abgehenden und verbleibenden Einheiten bemessen. Sowohl vor als auch nach anteiligem Abgang der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Überprüfung auf mögliche Wertminderungvorgenommen. Die Überprüfung der Firmenwerte der Gesellschaft auf eine mögliche Wertminderung wurde auf Basis des Nutzungswertes unter Berücksichtigung folgender Annahmen durchgeführt: − Ausgehend vomGeschäftsjahr 2024wird für dasnächste Geschäftsjahr mit gleichbleibendenUmsätzen geplant. Für 2026 werdenleicht steigende und für 2027 moderat steigendeUmsätzeerwartet. − Für diePlanungsgrößendesJahres2027 (Terminal Value)wurdeeineorganischeWachstumsratevon1,5Prozent unterstellt. − Der Abzinsungsfaktor, basierend auf der WACC-Methode, berechnet sichzu10,3Prozent ohneBerücksichtigungvonSteuern (VJ: 10,81 Prozent vor Steuern). − Der Detailplanungszeitraumbeträgt wieimVorjahr 3Jahre. Ausdem Impairment-Test ergab sicheine WertminderungzumAbschlussstichtag. Ursachenfür dieseWertminderung sind Annahmenvon verringertenUmsätzenundvermindertemBestandsabbau gegenüber denvorherigen Planungen. Der Wertminderungsbetragübersteigt denWert desGoodwills, sodassdarüber hinaussowohl dieimmateriellenVermögenswerte, dieselbst erstelltenimmateriellenVermögenswerteund die Sachanlagenebenfalls einer Werthaltigkeitsprüfungunterzogen wurden. ImHinblick auf dieimmateriellenVermögenswerte unddas Sachanlagevermögenergab sichkeinWertminderungsbedarf, lediglich dieselbst erstelltenimmateriellenVermögenswerte hielten der Überprüfung nicht Standundwurdenvollständig abgeschrieben.Da das Produktportfolio in der Zukunft Veränderungenunterworfen sein wird, geht der Vorstand bei seinenAnnahmenhinsichtlichder Prognosen, davonaus, dass keinezusätzlichen ZusatzumsätzeausdenEntwicklungsleistungenzuerzielen sind. 76 4.5. SACHANLAGEN Technische Betriebs- und Geleistete Grundstücke und Anlagen und Geschäfts- Anzahlungen, in TEUR Gebäude Maschinen ausstattung AnlagenimBau Nutzungsrechte Summe Anschaffungskosten 1.Oktober2022 19.705 53.536 5.358 15.362 5.504 99.465 Zugänge 170 6.713 53 3.429 101 10.466 Abgänge -1 -12.018 -2.191 -6 -1.513 -15.729 Umbuchungen 608 12.192 401 -13.246 0 -45 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 30. September 2023 20.482 60.423 3.621 5.539 4.092 94.157 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2022 9.628 32.859 4.177 18 2.212 48.893 Zugänge 631 4.494 470 0 747 6.342 Abgänge -1 -10.524 -2.187 0 -1.509 -14.221 Umbuchungen 0 0 0 0 0 0 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 30. September 2023 10.258 26.829 2.460 18 1.450 41.015 Buchwert 1. Oktober 2022 10.078 20.677 1.180 15.344 3.292 50.571 Buchwert 30. September 2023 10.224 33.594 1.161 5.522 2.642 53.144 Technische Betriebs- und Geleistete Grundstücke und Anlagen und Geschäfts- Anzahlungen, in TEUR Gebäude Maschinen ausstattung AnlagenimBau Nutzungsrechte Summe Anschaffungskosten 1. Oktober 2023 20.482 60.422 3.621 5.539 4.092 94.157 Zugänge 143 907 8 4.513 39 5.610 Abgänge 0 -33 -590 0 -336 -960 Umbuchungen 410 7.006 66 -7.483 0 0 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 30. September 2024 21.035 68.302 3.106 2.569 3.795 98.807 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2023 10.258 26.829 2.460 18 1.450 41.015 Zugänge 659 4.683 376 0 712 6.429 Abgänge -1 -5 -590 0 -332 -928 Umbuchungen 0 0 0 0 0 0 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 30. September 2024 10.916 31.507 2.246 18 1.829 46.516 Buchwert 1. Oktober 2023 10.224 33.594 1.161 5.522 2.642 53.144 Buchwert 30. September 2024 10.119 36.795 860 2.551 1.966 52.291 DieNutzungsrechtewurdenim AusweisdemSachanlagevermögenzugeordnet, dieEntwicklung der imSachanlagevermögen enthaltenen Nutzungsrechte (IFRS16)stellt sich wie folgt dar: Nutzungsrechte an Nutzungsrechte an Betriebs- und Nutzungsrechte an in TEUR Grundstücken und Gebäude Geschäftsausstattung Fahrzeugen Summe Anschaffungskosten 1. Oktober 2023 3.402 17 673 4.092 Zugänge 26 0 13 39 Abgänge -46 0 -290 -336 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 30. September 2024 3.382 17 396 3.795 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2023 889 13 547 1.449 Zugänge 622 3 86 712 Abgänge -46 0 -286 -332 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 30. September 2024 1.466 17 347 1.829 Buchwert 1. Oktober 2023 2.513 4 126 2.642 Buchwert 30. September 2024 1.916 0 49 1.966 Nutzungsrechtean Nutzungsrechtean Betriebs-und Nutzungsrechtean inTEUR GrundstückenundGebäude Geschäftsausstattung Fahrzeugen Summe Anschaffungskosten 1.Oktober2022 4.849 18 636 5.502 Zugänge 55 0 48 103 Abgänge -1.502 -1 -10 -1.513 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 30. September 2023 3.402 17 673 4.092 Kumulierte Abschreibungen 1. Oktober 2022 1.772 11 429 2.212 Zugänge 620 2 124 746 Abgänge --1.503 0 -6 -1.509 Währungsdifferenzen 0 0 0 0 Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 30. September 2023 889 13 547 1.449 Buchwert 1. Oktober 2022 3.077 6 206 3.290 Buchwert 30. September 2023 2.513 4 126 2.642 77 4.6. VORRÄTE in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.117 12.138 Unfertige Erzeugnisse 20.373 19.245 Fertige Erzeugnisse und Waren 6.108 5.361 Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 23 7 Gesamt 43.622 36.751 Die Vorräte werden nach dem FIFO-Prinzip bewertet. Die Methode zur Berechnung der Wertminderung auf Vorräte wurde im Geschäftsjahr 2024 angepasst. Die Methode ist in der Richtlinie zur Vorratsbewertung beschrieben und führt im Vergleich zum Vorjahr zu einer erhöhten Abwertung in Höhe von TEUR 6.657. Die Wertminderung auf Vorräte betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 12.554 (VJ: TEUR 5.897). Die Gliederung ist TEUR 6.268 (VJ: TEUR 3.298) für RHB, TEUR 5.684 (VJ: TEUR 2.026) auf unfertige Erzeugnisse und TEUR 602 (VJ: TEUR 573) auf fertige Erzeugnisse. Die nichtwertberichtigten Vorräte betrugen TEUR 15.306 (VJ: TEUR 14.092) und gliedern sich in TEUR 4.113 (VJ: TEUR 4.880) RHB, TEUR 7.649 (VJ: TEUR 6.983) unfertige Erzeugnisse und TEUR 3.544 (VJ: TEUR 2.230) fertige Erzeugnisse. Die Umsatzkosten enthielten im Geschäftsjahr 2024 Verbräuche von Vorräten in Höhe von TEUR 84.946 (VJ: TEUR 102.914). Sicherungsübereignete Vorräte bestanden zum Bilanzstichtag, wie bereits im Vorjahr,nicht. 4.7. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.627 15.369 Abzüglich Wertberichtigungen -28 -25 Gesamt 16.599 15.344 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 30. September 2024 Forderungen in Höhe von TEUR 13.642 (VJ: TEUR 15.121) gegenüber verbundenenUnternehmen, vorrangig gegenüber der TE Connectivity-Vertriebsgesellschaft, enthalten. Forderungen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen von TEUR 25 (VJ: TEUR 28) wurden wertberichtigt. Die Wertminderungen betreffen Forderungen gegenüber fremden Dritten aus der Zeit vor Umstellung auf die TE Connectivity-Vertriebsorganisation. Die Wertberichtigungen erfolgten auf Basis von Einzelfallbetrachtungen sowieunter der Verwendung von vergangenheits- und zukunftsorientierten Informationen bei der Ableitung der Ausfallwahrscheinlichkeiten und bei der Ermittlung des erwarteten Verlustes. Die Einzelwertberichtungen entsprechen einer Ausfallquote von 0,2 Prozent (VJ: 0,2 Prozent). 78 DieEntwicklungdesWertberichtigungskontos stelltsich wie folgt dar: 01.10.2022- 01.10.2023- in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Beginn der Periode 542 28 Aufwandswirksame Zuführung 0 5 Inanspruchnahme -514 -8 Auflösung 0 0 Entkonsolidierung 0 0 Ende der Periode 28 25 Zum 30. September 2024 stellt sich die Altersstruktur der Überfälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar: in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Nicht fällig 16.055 14.613 -1.443 -9,0 Weniger als 60 Tage 0 0 0 0 Zwischen 61 und 91 Tagen 67 36 -31 -46,3 Zwischen 91 und 120 Tagen 0 2 2 n.a. Mehr als 120 Tage 477 692 215 45,2 Gesamt 16.599 15.344 -1.255 -7,6 In den vorherigen Berichten enthielten die Tabellen unausgeglichene offene Posten, dies wurde auch rückwirkend korrigiert.Eine Alterung der Forderungen entsteht überwiegend aus Kundenreklamationen, die einen zeitaufwändigen Überprüfungsprozess nach sich ziehen und am Ende der Prüfung regelmäßig zu einer Bestätigung der Forderung führen oder durch Ausstellung einer Gutschrift aufgelöst werden. 4.8. KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten hauptsächlich Forderungen gegen Gesellschafter (Cashpooling) in Höhe von TEUR 22.008 (i. Vj. TEUR 27.832). Im Berichtsjahr ist hierbei zusätzlich der kurzfristige Anteil des verpfändeten Bankkontos, welches das KfW- Darlehen absichert, inHöhe von TEUR 1.625 (i.Vj. 1.625) enthalten. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.656 (i. Vj. 5.281) stellen ausschließlich den langfristigen Anteil des verpfändeten Bankkontos zur Absicherung des KfW-Darlehens dar, welches im Punkt 4.15 näher erläutert wird. Die Höhe des Guthabens auf dem LBBW-Bankkonto, welches der Besicherung des KfW-Darlehens dient, entspricht immer genau der Verbindlichkeit aus dem Darlehen. 79 80 4.9. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Rechnungsabgrenzungsposten 58 205 Umsatzsteuerforderungen 0 0 Übrige 518 576 Gesamt 576 781 Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte resultiert größtenteils aus Anzahlungen und Rechnungsabgrenzungsposten, die im Berichtsjahr TEUR 440 (i.Vj. TEUR 195) ausmachen. 4.10. LIQUIDE MITTEL in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Guthaben bei Kreditinstituten 1.531 478 Gesamt 1.531 478 Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Teil mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Der beizulegende Zeitwert der liquiden Mittel bei Finanzinstituten beträgt TEUR 478 (VJ: TEUR 1.531). 4.11. GEZEICHNETES KAPITAL Das Grundkapital, das in der Konzern-Bilanz als gezeichnetes Kapital ausgewiesen wird, beträgt zum Bilanzstichtag 51.677.480,00 Euro (VJ: 51.657.480,00 Euro) und setzt sich aus 10.335.496 Stückaktien (VJ: 10.331.496 Stückaktien) mit einem rechnerischen Wert nach § 160 Abs. 1 Nr. 3 HGB von 5,00 Euro pro Aktie zusammen. Das Grundkapital der First Sensor AG hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20.000,00 Euro durch ausgeübte Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsprogramm 2016 erhöht. 01.10.2022– 30.09.2023 Aktien * Grundkapital ** Beginn des Geschäftsjahres 10.322 51.612 Aktienoptionsplan 2016 9 45 Ende des Geschäftsjahres 10.331 51.657 01.10.2023– 30.09.2024 Aktien Grundkapital BeginndesGeschäftsjahres 10.331 51.657 Aktienoptionsplan 2016 4 20 Ende des Geschäftsjahres 10.335 51.677 * Aktienzahl in Tausend ** in TEUR 81 Bedingtes Kapital Das bedingte Kapital der First Sensor AG ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Bedingtes Kapital 2016/II 295 94 Gesamt 295 94 Zum 30. September 2024 betrug das bedingte Kapital insgesamt TEUR 94 (VJ: TEUR 295). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplans 2016/II von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. 4.12. RÜCKLAGEN Die Rücklagen entwickelten sich entsprechend den in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Werten. Die Positionen werden im Folgenden erläutert: a) Kapitalrücklage - Aktienaufgeld DurchdieAusübungvon4.000 BezugsrechtenausdemAOP2016zueinem AusübungspreisvonEuro 31,32hatsichim Jahr 2024dieKapitalrücklage um den über dem Nennwert proAktie (5,00Euro)liegenden Ausübungspreisuminsgesamt TEUR 105 (VJ: TEUR 237)erhöht. Der durchschnittliche AktienkurszumZeitpunkt der Ausübung der OptionenbetrugEUR 59,80. b) Kapitalrücklage – Aktienoptionen Der erfolgswirksamimPersonalaufwand erfasstesowiealsZuführungzu den KapitalrücklagenbilanzierteAufwand auslaufenden Aktienoptionsprogrammenbeträgt TEUR 0(VJ: TEUR 0). c) Gewinnrücklagen DieGewinnrücklagenenthalten den Bilanzgewinn undandereGewinnrücklagensowie versicherungsmathematischeGewinne undVerlusteaus der Neubewertungder Pensionen. Dieser Ertragbelief sichzum30. September 2024auf TEUR 3. Der Verlustausgleichsanspruchaus dem mit der TE ConnectivitygeschlossenenErgebnisabführungsvertragführteim Geschäftsjahr 2024zueiner Erhöhungder Gewinnrücklagenum TEUR 9.345(VJ: TEUR –1.886).DieseAngabe entspricht inihrem Wesen einer Dividendenzahlung. DieGewinnrücklagenhabensichinsgesamt umTEUR 8.390vermindert. d) Übrige Rücklagen Aufgrundder nicht mehr benötigtenWährungsausgleichspostensind dieübrigenRücklagen auf 0Euroabgeschmolzen. 4.13. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN Mitglieder der Geschäftsführung einer Gesellschaft, die auf die FIRST SENSOR AG verschmolzen wurde, spätere Niederlassung München (FSM), welche in 2021 geschlossen wurde, haben leistungsorientierte Pensionszusagen erhalten. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Finanzierung der Versorgungszusagen erfolgt durch die Bildung von Pensionsrückstellungen. Zum Bilanzstichtag betrug diePensionsrückstellung TEUR 214 (VJ: TEUR 184). Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen und der zur Deckung dieser Verpflichtungen notwendigen Aufwendungen erfolgt nach dem gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Verfahren (Anwartschaftsbarwertverfahren). Der Zinsaufwand wird erfolgswirksam im Finanzergebnis sowie etwaiger laufender Dienstzeitaufwand 82 erfolgswirksamimPersonalaufwanderfasst. VersicherungsmathematischeGewinne undVerlustesowieetwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand werden erfolgsneutral erfasst. Die „Defined Benefit Obligation“ hat sich wie folgt geändert: 01.10.2022– 01.10.2023– in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Defined Benefit Obligation (DBO) am 01. Oktober 254 235 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 Zinsaufwand 9 8 Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) -1 -3 Pensionszahlungen -27 -26 Defined Benefit Obligation (DBO) am 30. September 235 214 Es existieren wie im Vorjahr keine Aktivwerte, die die Pensionsverpflichtung mindern würden. Der Rückstellungsbetrag entspricht daher der Defined Benefit Obligation. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 26 (VJ: TEUR 27) erwartet. Auch für die Geschäftsjahre 2025 bis 2028 werden Pensionszahlungen in vergleichbarer Höhe erwartet. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck sowie folgende Annahmen zugrunde: in % 30.09.2023 30.09.2024 Zinssatz 4,10 3,40 Gehaltstrend 0 0 Rententrend 2,50 2,00 Eine Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen (Zinssatz, Gehaltstrend, Rententrend) um einen Prozentpunkt nach oben oder unten hätte jeweils eine Auswirkung von unter TEUR 50 auf die Defined Benefit Obligation. 4.14. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN in TEUR 01.10.2022- 01.10.2023- 30.09.2023 30.09.2024 Sonstige kurzfristige Rückstellungen am 01. Oktober 427 168 Verbrauch -341 0 Auflösung 0 -102 Zuführung 81 0 Abgang Konsolidierungskreis 0 0 Sonstige kurzfristige Rückstellungen am 30. September 168 66 Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind zu allen dargestellten Zeitpunkten kurzfristig und betreffen ausschließlich Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen. Diese wurden für Produkte passiviert, die in den vergangenen zwei Jahren verkauft wurden. Die den Berechnungender Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem garantiebehafteten Umsatz und den aktuell verfügbaren Informationen über Reklamationen, die innerhalb des zweijährigen Gewährleistungszeitraums liegen. 83 4.15. FINANZVERBINDLICHKEITEN inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Kurzfristig bis 1 Jahr 3.808 1.650 Langfristig 5.306 3.656 davon 1 bis 5 Jahre 5.306 3.656 davon mehr als 5 Jahre 0 0 Gesamt 9.114 5.306 Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten enthalten auch die Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Diese sind im Konzernanhang gesondert in der Position 16 erläutert und nicht in der vorstehenden Aufgliederung der Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um TEUR 2.158 verringert, hiervon entfielen TEUR 1.886 auf die Gewinnabführung aus dem Fiskaljahr 2023 und TEUR 271 auf die Tilgung von Krediten. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten entfielen TEUR 1.650 auf die Tilgung desKfW-Darlehens. Die darauf entfallenden Zinsen sind vollständig gezahlt. In den Finanzverbindlichkeiten ist ein KfW-Darlehen mit einem Wert von ursprünglich 13 Mio. Euro enthalten. Das Darlehen wurde im Jahr 2018 mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Festzinssatz von 1,15% p.a. aufgenommen und ab dem 31. März 2020 vierteljährlich getilgt. Der bilanzierteWert zum 30. September 2024 beträgt 5,3 Mio. Euro. Als Sicherheit dient ein verpfändetes Guthabenkonto bei der Landesbank Baden- Württemberg. Sonstiges Zum Bilanzstichtag 30. September 2024 verfügte First Sensor über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Kreditinstituten von TEUR 0 (VJ: TEUR 1.000). Aufgrund des im Geschäftsjahr 2020 eingesetzten Cash Pools mit der TE Connectivity-Gruppe werden keine Kreditlinien bei Kreditinstituten mehr benötigt. Im Rahmen der Cashpooling-Vereinbarung mit TE Connectivity werden alle Bewegungen der angebundenenBankkonten laufend über den Cashpool ausgeglichen. 4.16. LEASINGVERBINDLICHKEITEN Die Leasingverbindlichkeiten, die im Posten Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten sind, teilen sich wie folgt auf: in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Kurzfristig bis 1 Jahr 733 719 Langfristig 2.211 1.522 davon 1 bis 5 Jahre 1.547 858 davon mehr als 5 Jahre 664 664 Gesamt 2.944 2.241 Die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 116 (VJ: TEUR 186). Die aufgrund der in Anspruch genommenen Vereinfachungsregelungen weiterhin als Leasingaufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verbuchten Beträge beliefen sich auf TEUR 24 (VJ: TEUR 39) und werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Personal stellen im Wesentlichen Bonus-Verpflichtungen sowie tarifliche Sonderzahlungen aus den laufenden Arbeitsverträgen dar. Die Verbindlichkeiten aus Steuern resultieren zum überwiegenden Teil aus abzuführender Lohn- und Umsatzsteuer. Alle kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht verzinst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der folgenden Tabelleaufgegliedert nach Konzernverbindlichkeiten und Nicht-Konzernverbindlichkeiten: 4.18. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 VerbindlichkeitengegenPersonal 3.692 3.028 VerbindlichkeitenausSteuern 3.271 774 AbgegrenzteVerbindlichkeitenausLieferungenundLeistungen 4.713 3.252 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 13 Verbindlichkeiten und Abgrenzungen für Restrukturierungskosten 0 0 Übrige 153 153 Gesamt 11.834 7.220 01.10.2022- 01.10.2023- in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen extern 10.616 6.121 -4.495 -42,3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.218 1.099 -119 -9,8 Gesamt 11.834 7.220 -4.614 -39,0 84 4.17. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten abgegrenzte Investitionszuschüsse/-zulagen in Höhe von TEUR 2.132 (VJ: TEUR 2.321). Diese betreffen Zuwendungen der öffentlichen Hand und wurden im Wesentlichen in Form von Investitionsförderungen für die neu errichteten Produktionsanlagen in Berlin gewährt. Die gewährten Investitionsförderungen sind an den Nachweis der durchgeführten Investitionsmaßnahmen sowie die zukünftige Einhaltung von Verbleibensvoraussetzungen der geförderten Vermögenswerte und die Schaffung von Arbeitsplätzen geknüpft. AOP 2016/II Beschluss der Hauptversammlung 04.05.2016 Laufzeit Aktienoptionsplan 3 Jahre Wartefrist nach dem Ausgabezeitpunkt 4 Jahre Ausübungszeitraum nach Ablauf der Wartefrist 3 Jahre Maximale Bezugsrechte (Gesamtvolumen) 520.000 85 4.19. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG Aktienoptionsplan 2016/II Im Geschäftsjahr 2024 besteht nur noch der Aktienoptionsplan 2016/II. Hierin ist geregelt, dass die Gewährung von Optionen auf den Erwerb von Stammaktien an Mitglieder des Vorstands, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer von verbundenenUnternehmen der Gesellschaft möglich ist. Die Ausübung der Optionen erfolgt vorbehaltlich der nachfolgend genannten Bedingungen. Der Aktienoptionsplan 2016/II wurde auf der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 beschlossen. Dieser sieht vor, bis zu 520.000 Bezugsrechte an Mitglieder des Vorstands, Mitglieder der Geschäftsführung verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft und Führungskräfte der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2019 auszugeben. Soweit Bezugsrechte aufgrund des Ausscheidens von Bezugsberechtigten innerhalb desErmächtigungszeitraums verwirken, darf eine entsprechende Anzahl von Bezugsrechten erneut ausgegeben werden. Das Gesamtvolumen der Bezugsrechte des Aktienoptionsplans 2016/II verteilt sich auf die berechtigten Personengruppen wie folgt: − Mitglieder desVorstandsder Gesellschaft erhaltenhöchstensinsgesamt biszu 160.000 Optionen(biszuca. 30,8Prozent) − Mitglieder der Geschäftsführungverbundener Unternehmenerhalten höchstensinsgesamt biszu70.000Optionen (biszuca. 13,5 Prozent) − Führungskräfteder Gesellschaft erhaltenhöchstensinsgesamt biszu 290.000 Optionen(biszu ca. 55,7Prozent) Bezugsrechte konnten erstmalsimGeschäftsjahr 2016ausgegeben werden. Die Bezugsrechtekönnenerstmalsnach Ablauf einerWartezeit vonvier Jahrenabdem jeweiligen Ausgabetag ausgeübt werden. Insgesamt haben dieBezugsrechteeineLaufzeit von jeweilssieben Jahren abdemAusgabetag; anschließendverfallensieersatzlos. Nach Ablaufder Wartefrist können dieBezugsrechteausgeübt werden,wennineinem Zeitraumvon30Börsentagenvor derjeweiligenAusübungdasErfolgsziel erreicht war. Der Ausübungspreisentspricht jeweilsdem Durchschnittder SchlusskursederAktie anden30aufeinander folgenden Börsentagenvor dem jeweiligen Ausgabetagder Optionenzuzüglich20 Prozent. Für dieim Geschäftsjahr 2017 und2018 ausgegebenenBezugsrechte beträgt der Ausübungspreis jedoch mindestens15,00Euro. DasErfolgsziel ist erreicht, wenn der Schlusskursder Aktiean30aufeinander folgenden Börsentagenden Ausübungspreiserreicht oder überschreitet. Der Ausübungspreis für die Bezugsrechtebeträgt 11,95Euroinder ersten Tranche, sowie16,03Euroin der zweiten Trancheund31,32Euroin der dritten TranchejeBezugsrecht. Die Ausübung der Bezugsrechtesetztneben demErreichendesErfolgszielszwingendvoraus, dass der Berechtigte für jezehngewährte Bezugsrechte eine Aktieder Gesellschaft spätestenssechs Monate nachdem Ausgabetagder jeweiligenBezugsrechteerworbenunddiese ununterbrochenbiszumZeitpunkt der erstenAusübungdieser Bezugsrechte imeigenenNamen gehaltenhat. Erfolgt keinentsprechender Nachweis über denErwerbvon Aktien, könnendieBezugsrechtenicht ausgeübt werden. 86 Die Bezugsrechtesindvererblich, nicht aber übertragbar oder veräußerbar.Siekönnen nicht verpfändetwerden. Zur BedienungdesAktienoptionsplans 2016/IIwurdedasBedingte Kapital 2016/IIin Höhevon2.600.000,00Euro geschaffen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 290.000 Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan2016/IIgewährt.Davonwurden 110.000 Bezugsrechte anden damaligenFinanzvorstandgewährt.Der Wert einer ausgegebenenOptionbetrug2,00Euro undwurde mittelsdes Black-Scholes-Modellsermittelt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 78.000 BezugsrechteausdemAktienoptionsplan2016/II gewährt. Davon wurden25.000Bezugsrechte an den damaligenFinanzvorstandgewährt.Der Wert einer ausgegebenenOptionbetrug3,08Euro undwurde mittelsdes Black-Scholes-Modellsermittelt. Hierbei wurdendie folgenden Parameter zugrundegelegt: Aktienkurs amGewährungstagvon 11,73Euro,Volatilität von39,4Prozent undein Zinssatz von0,0Prozent. DesWeiteren wurdeunterstellt, dass eine jährliche Nichtausübungsrate von 15 Prozent eintreten wird. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 101.000 Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan2016/IIgewährt.Davonwurden 25.000Bezugsrechteanden damaligenFinanzvorstandgewährt.Der Wert einer ausgegebenenOptionbetrug7,91Euro undwurde mittelsdes Black-Scholes-Modellsermittelt. Hierbei wurdendie folgenden Parameter zugrundegelegt: Aktienkurs amGewährungstagvon 25,20Euro,Volatilität von44,32 Prozent und ein Zinssatz von0,0Prozent. DesWeiteren wurdeunterstellt, dass eine jährliche Nichtausübungsrate von 15 Prozent eintreten wird. Im Geschäftsjahr 2020 sind160.000BezugsrechtemitdemAusscheiden des damaligenFinanzvorstandesabgefundenworden. Die Anzahl der ausübbarenAktienoptionenzum Beginndes Geschäftsjahres 2024betrug 7.000Stück. ImLaufedes Geschäftsjahreswurden4.000 Aktienoptioneninneue Aktien gewandelt, somit betrugdie Anzahl der ausübbaren AktienoptionenzumGeschäftsjahresende2024noch 3.000 Stück. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 4.20. UMSATZERLÖSE 01.10.2022 - 01.01.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % DACH 77.389 64.592 -12.797 -16,5 Übriges Europa 18.968 23.711 4.743 25,0 Nordamerika 16.721 6.893 -9.828 -58,8 Asien 21.190 25.692 4.502 21,2 Rest der Welt 342 545 203 59,4 Gesamt 134.610 121.434 -13.176 -9,8 Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von kundenspezifischen Halbleitersensoren und Sensorsystemen, sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Vertrieb an Endkunden der Vertriebsgesellschaft. Das Zahlungsziel für die erbrachten Lieferungen und Leistungen beträgt 30 Tage. Erlösschmälerungen sind in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 30 (VJ: TEUR 27) gewährt worden. Die regionale Verteilung erfolgt im Hinblick auf den Endkunden. Die First Sensor Gruppe verbucht den Umsatz mehrheitlich mit der Vertriebsorganisation der TE ConnectivitySolutions GmbH (TESOG) mit Sitz in der Schweiz. 4.21. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% ErträgeausderAuflösungvonRückstellungenundabgegrenztenVerbindlichkeiten 176 441 265 150,6 Erträge aus sonstigen Sachbezügen 32 23 -9 -28,1 Weiterbelastung Vertriebskosten -6 1 7 -116,7 Sonstige 1.235 426 -809 -65,5 Gesamt 1.437 891 -546 -38,0 4.22. BESTANDSVERÄNDERUNGEN AN FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSEN 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Unfertige Erzeugnisse 2.913 -6.996 -9.909 n.a. Fertige Erzeugnisse 1.229 5.904 4.675 380,4 Gesamt 4.142 -1.092 -5.234 -126,4 87 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 16 0 -16 -100,0 Übrige aktivierte Aufwendungen 0 0 0 0,0 Gesamt 16 0 -16 -100,0 4.24. MATERIALAUFWAND, AUFWAND FÜR BEZOGENE LEISTUNGEN Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 54.070 44.103 -9.967 -18,4 Bezogene Leistungen 15.164 14.901 -263 -1,7 Gesamt 69.234 59.004 -10.230 -14,8 4.25. PERSONALAUFWAND Der Personalaufwand gliedert sich in die folgenden Positionen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% Löhne und Gehälter 34.722 33.922 -800 -2,3 Überstunden- und Urlaubszahlungen 1.031 980 -51 -4,9 Soziale Abgaben 6.670 6.799 129 1,9 Altersvorsorge 106 97 -9 -8,5 Gesamt 42.530 41.798 -732 -1,7 88 4.23. AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN Aufgrund der fortschreitenden Integration in den TE Connectivity-Konzern finden Entwicklungsleistungen nicht mehr nur ausschließlich innerhalb der First Sensor Gruppe statt, sondern auch und im Wesentlichen in anderen legalen Einheiten des TE Connectivity-Konzerns. Daher entspricht die Minderung der zu aktivierenden Eigenleistungen den Erwartungen. Die aufwandswirksam erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 2.864 (VJ: TEUR 4.681). 4.26. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: in TEUR 01.10.2022 - 01.10.2023 - Δ absolut in % 30.09.2023 30.09.2024 Werkzeuge und Kleingeräte 4.753 3.652 -1.101 -23,2 IT-Kosten 2.651 3.012 361 13,6 Raumkosten 1.702 1.426 -276 -16,2 Konzernumlage 972 1.153 181 18,6 Sonstige Aufwendungen 1.800 806 -994 -55,2 Instandhaltung, Reparaturen 950 767 -183 -19,3 Arbeitskleidung und Arbeitsschutz 535 669 134 25,0 Kfz-Kosten 466 470 4 0,9 Reisekosten 382 400 18 4,7 Periodenfremde Aufwendungen 3 257 254 n.a. Fortbildungskosten 337 240 -97 -28,8 Rechts- und Beratungskosten 486 199 -287 -59,1 Versicherungen 136 170 34 25,0 Allgemeine Verwaltung 508 163 -345 -67,9 Jahresabschlussprüfung 146 144 -2 -1,4 Personalbeschaffung 121 130 9 7,4 Investor Relations 34 102 68 200,0 Kommunikationskosten 91 88 -3 -3,3 Vertriebs- und Marketingkosten 117 79 -38 -32,5 Aufsichtsratsvergütung 60 60 0 0,0 Sonstige Steuern 37 38 1 2,7 Anlagenabgänge 158 28 -130 -82,3 Kosten der Warenabgabe 30 27 -3 -10,0 Gewährleistungsaufwendungen 2 10 8 n.a. Gesamt 16.477 14.090 -2.387 -14,5 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter einem Jahr in Höhe von TEUR 24 (i.V. TEUR 39) sowie Leasingaufwendungen für Vermögenswerte von geringem Wert in Höhe von TEUR 48 (i.V. TEUR 93). 4.27. FINANZERGEBNIS Das Finanzergebnis setzte sich wie folgt zusammen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Zinserträge 411 875 464 112,9 Zinsaufwendungen -272 -198 74 -27,2 Übrige 11 -10 -21 -190,9 Gesamt 150 666 517 344,7 89 Die Zinserträge entstehen zum überwiegenden Teil aus der Verzinsung der liquiden Mittel im Cash Pool in Höhe von TEUR 795 (i.V. TEUR 408). Die Zinsaufwendungen im Wert von TEUR 198 (i.V. TEUR 272) resultieren hauptsächlich aus der Leasing Bilanzierung nach IFRS 16 und dem KfW- Darlehen sowie anderen Investmentdarlehen. Neue Investment darlehen wurden nicht aufgenommen. DasÜbrigeFinanzergebnisbeinhaltet sowohl WährungsgewinneinHöhevon TEUR 141 (i.V. TEUR 30) als auchWährungsverlusteinHöhe von TEUR - 151 (i.V. TEUR -19). 4.28. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der TE Connectivity Sensors Germany Holding AG fallen für die First Sensor Gruppe lediglich auf den Minderheitsaktionären zuzurechnende Erträge Steuern an. Aktive und passive latente Steuern werden aufgrund der Organschaft nicht mehr gebildet. Die wesentlichen Bestandteile des Ertragssteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Laufende Ertragsteuern 303 242 -61 -20,1 Latente Steuern 0 0 0 0,0 AusgewiesenerSteuerbetrag 303 242 -61 -20,1 Die Überleitung zwischen dem Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag und dem Produkt aus ausgewiesenem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen: 01.10.2022 - 01.10.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Ergebnis vor Ertragsteuern 4.389 -17.496 -21.885 n.a. Steuersatz 30% 30% Errechneter Steueraufwand, -ertrag (Aufwand positiv, Ertrag negativ) 1.317 -5.249 -6.566 n.a. Periodenfremde Steuern -4 -86 -82 >500 Gezahlte Kapitalertragssteuer 0 21 21 100,0 Steuern auf Minderheitenausgleich 307 307 0 0,0 Steuerliche Organschaft mit TE Connectivity -1.317 5.249 6.566 n.a. Steuerertrag / -aufwand 303 242 -61 -20,1 Die Ertragsteuern umfassen die in Deutschland gezahlten oder zu zahlenden Ertragsteuern. Die Ertragsteuern für 2024 umfassen Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer. In der Bundesrepublik Deutschland beträgt der Körperschaftsteuersatz auf ausgeschüttete und thesaurierte Gewinne 15 Prozent. Des Weiteren wird ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5 Prozent erhoben. 90 Der steuerliche Aufwandist im Rückstellungsspiegelin denPositionenVerbrauchundZuführung abgebildet.Verbräucheergebensich ausden geleisteten Abschlagszahlungen aufdie Ertragssteuern. Steuerliche Verlustvorträge bestehen wie im Vorjahr nicht. 4.29. ERGEBNIS JE AKTIE Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Stammaktien, die sich aus der Umwandlung aller potenziellen Bezugsrechte mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergeben würden, geteilt. Nachfolgende Tabelle enthält die verwendeten Beträge bei der Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses je Aktie: 4.30. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE, EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Die First Sensor AG und damit der Konzern haftet nach § 74 Abgabenordnung für die beim steuerlichen Organträger entstehenden Steuern, bei denen sich die Steuerpflicht auf den Geschäftsbetrieb der First Sensor AG gründet. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihresEintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden. 01.10.2022- 01.10.2023- inTEUR 30.09.2023 30.09.2024 Steuerrückstellungenam01.Oktober 531 838 Verbrauch 0 -845 Auflösung 0 -86 Zuführung 307 328 Abgang Konsolidierungskreis - Steuerrückstellungen am 30. September 838 235 01.10.2022 - 01.10.2023- in TEUR, sofern nicht anders angegeben 30.09.2023 30.09.2024 Δ absolut in % Ergebnis der Aktionäre 4.086 -17.738 -21.824 -534,1 Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien in tausend Stück (unverwässert) 10.330 10.333 3 0,0 Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,40 -1,72 -2,12 n.a. Verwässerungseffekt durch Bezugsrechte 7 8 1 14,3 Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien in tausend Stück (verwässert) 10.337 10.340 3 0,0 Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 0,40 -1,72 -2,12 -534,0 91 2026 in TEUR 2025 bis 2028 Ab 2029 Bestellobligo 14.680 3.049 0 Bürgschaften 0 0 0 Gesamt 14.680 3.049 0 92 DesWeiterenergeben sich finanzielleVerpflichtungen ausder Anmietung von Büroräumen undBüroausstattung, ausdem Leasingvon Anlagegütern, Pkwsowie Bürotechnik, Erbpachtverbindlichkeiten, Gebäudeleasing undausZuwendungen ausbeitragsorientiertenPensionsplänen. Alle Miet-und Leasingverpflichtungenwerdenseit dem1. Januar 2019grundsätzlich nachIFRS16bewertet undim Sachanlagevermögenbzw. als FinanzielleVerbindlichkeit bilanziert. Dieindensonstigen betrieblichenAufwendungenverbleibendenAufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeitunter einemJahr sowieLeasingaufwendungenfürVermögenswertevon geringemWert belaufensichauf TEUR 324in der Berichtsperiode (VJ:TEUR 394). Diesonstigen finanziellenVerpflichtungenstellensichwie folgt dar: Das Bestellobligo 2025 bezieht sich auf bestellte Anlagegüter und Vorratsvermögen. 4.31. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die First Sensor-Gruppe besteht seit dem Verkauf oder Auflösung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften nur noch aus der Muttergesellschaft, First Sensor AG und der First Sensor Lewicki GmbH. Das konsolidierte Ergebnis der Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wird monatlich ermittelt, aufbereitet und durch den Vorstand der Gesellschaft analysiert. Diese Geschäftseinheiten repräsentieren jedoch keine Segmente im Sinne des IFRS 8. Die First Sensor-Gruppe macht zwar 92% der Umsätze mit der TE Connectivity Service Gesellschaft mbH, Schweiz., Eine Abhängigkeit in diesem Fall ist nicht gegeben, da die TE Connectivity Service Gesellschaft mbH, Schweiz, durch die Zugehörigkeit zum TE Connectivity-Konzern, für die First Sensor-Gruppe ein nahestehendes Unternehmen darstellt und eher als Vertriebsgesellschaft zu betrachten ist. 4.32. TRANSAKTIONEN ZWISCHEN NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 sind der Mehrheitsgesellschafter TE Connectivity Sensors Germany Holding AG, die TE Connectivity plc., Irland, und deren Tochtergesellschaften sowie assoziierten Unternehmen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen betreffen im Wesentlichen das Cash-Management-System, den laufenden Liefer- und Verrechnungsverkehr und Dienstleistungsverträge. Durch die Teilnahme am Cash-Management-System der TE Connectivity-Gruppe nutzt die First Sensor mögliche Skaleneffekte. Alle Geschäfte mit nahestehendenUnternehmen sind vertraglich vereinbart. Der Gesellschaft sind keine Umstände bekannt, die gegen die Annahme sprechen, dass alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen zu Bedingungen durchgeführt werden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Transaktionen mit Personen oder Gesellschaften, die von First Sensor beeinflusst werden können oder die First Sensor beeinflussen können, sind offen zu legen, sofern die entsprechenden Transaktionen nicht durch Einbeziehung von konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss bereits erfasst wurden. 01.10.2022 - 01.01.2023 - in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Verkauf von Waren und Dienstleistungen Umsatzerlöse 123.201 112.174 sonstige betriebliche Erträge -9 0 Kauf von Waren Materialaufwand -78.874 -69.027 sonstige betriebliche Aufwendungen -4.112 -4.094 Finanzierung Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 461 806 93 Die folgenden Transaktionen wurdenmit PersonenundUnternehmen, diealsnahestehendePersonenoder UnternehmenzurFirst Sensor gehören, getätigt: Lieferungen und Leistungen zwischen First Sensor und Gesellschaften der TE Connectivity-Gruppe: Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber dem Mehrheitsaktionär Forderungen aus dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Diese belaufen sich zum 30.09.2024 auf TEUR 9.345 (Vj: Verbindlichkeit 1.886). Dies ist auch weiter unten unter dem Punkt ‘Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der TE Connectivity-Gruppe ‘ erläutert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: in TEUR 01.10.2022 - 01.10.2023 - Δ absolut in % 30.09.2023 30.09.2024 IT-Kosten 2.034 2.571 537 26,4 Umlagen TE Connectivity 1.285 1.104 -181 -14,1 Versicherungsaufwendungen 120 165 45 37,5 Sonstige betriebliche Aufwendungen 131 117 -14 -10,7 Verwaltungskosten 79 69 -10 -12,7 Anlagenabgänge (Restbuchwert bei Buchverlust) 180 28 -152 -84,4 Kfz-Kosten -3 18 21 -700,0 Reisekosten, Bewirtung 21 12 -9 -42,9 QM-Kosten 258 10 -248 -96,1 Sonstiger Betriebsbedarf 7 0 -7 -100,0 Gesamt 4.112 4.094 -18 -0,4 Aufgrund des veränderten Vertriebsmodells betragen im Geschäftsjahr 2024 die Umsatzerlöse mit Gesellschaften der TE Connectivity-Gruppe 92 Prozent. Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen der Integration in die TE Connectivity-Gruppe zunehmend Management Leistungen an Serviceeinheiten der TE Connectivity-Gruppe übertragen. Entsprechend steigen die Konzernumlagen aus Serviceverträgen. 94 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der TE Connectivity-Gruppe: in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.034 13.589 Cash Pool 28.934 22.008 aus Verlustausgleich durch TE Connectivity 0 9.345 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.495 1.746 aus Gewinnabführung an TE Connectivity 1.886 0 *ggü. Mehrheitsaktionär Vorstand − Thibault Kassir, Scottsdale/AZ, USA − RobinJan Maly, Meilen/ Schweiz − DirkKarl Schäfer, Mannheim DenVorstandsmitgliedernder First Sensor AG werdenkeineVergütungen für ihreTätigkeit alsVorstandvon der First Sensor AGoder einemDritten gewährt oder zugesagt. Für dasVorstandsmitgliedDirk Karl Schäfer erhält dieFirst Sensor AG eine demzeitlichenAufwandentsprechende WeiterbelastungvonGehaltsbestandteilen(TEUR 49)durch den Arbeitgeber (TE Connectivity Germany GmbH). Mit Wirkungzum1. Februar 2024 wurdeder Arbeitsvertrag desVorstandsmitgliedsRobinMaly mit seinem Arbeitgeber, der TE ConnectivitySolutions GmbH, Schaffhausen /Schweiz, dahingehend geändert, dassdasVorstandsmitglied Robin Maly einenbestimmtenAnteil seiner Arbeitszeitfür die First Sensor Gruppe aufwendet Durchdiese Änderung wird der auf die aufgewandteZeit entfallendeAnteil an seiner Vergütunginder Schweiz für denZeitraumFebruar bis September 2024imVergütungsbericht ausgewiesen (TEUR 109). Weitere AngabensindimVergütungsbericht veröffentlicht. Aufsichtsrat Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch § 13 der Satzung geregelt sowie von der Hauptversammlung festgelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist gemäß dem letzten Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2021 geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten demnach nach Ablauf desGeschäftsjahres eine Vergütung von TEUR 20 für jedes volle Jahr der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat. Für den Vorsitzenden erhöht sich diese Vergütung auf TEUR 50, für seinen Stellvertreter erhöht sich die Vergütung auf TEUR 30. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen. DiePrämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Ein Selbstbehalt ist nicht vereinbart. Die Gesellschaft erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die ihm bei der Ausübung seines Amtes entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie die auf die Vergütung gegebenenfalls entfallende Umsatzsteuer. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 60 (VJ: TEUR 60). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung und nehmen auch nicht am Aktienoptionsplan der Gesellschaft teil. Sonstige nahestehende Personen und Unternehmen Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine weiteren Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Personen oder Unternehmen getätigt. 95 4.33. FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT Risikomanagement für Finanzinstrumente First Sensor hat in der Berichtsperiode seine Produkte und Dienstleistungen weltweit veräußert und die Materialbeschaffungen in einem internationalen Umfeld getätigt. Da die Konzerngesellschaften zunehmend Geschäfte tätigen, die in EUR abgeschlossen sind und in der Berichtsperiode Materialeinkäufe im Ausland soweit möglich in EUR erfolgten, sind Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse nur ingewissem Umfang entstanden. Fremdwährungsrisiken werden bei Bedarf durch den Abschluss von Devisentermingeschäften im Zusammenhang mit Materialeinkäufen reduziert. Dies ist weder im Vorjahreszeitraum noch im Geschäftsjahr 2024 erfolgt. Die wesentlichen Finanzinstrumente der Gesellschaft bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, liquiden Mitteln, kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte (Cashpool), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Bankdarlehen. Ziel der finanziellen Verbindlichkeiten ist es, das operative Geschäft der Gesellschaft zu finanzieren. Die wesentlichen Risiken resultieren aus Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zins- undZeitwertrisiken. Sonstige Preisrisiken aus Finanzinstrumenten sind nicht gegeben. Zeitwertrisiko Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist der Betrag, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen getauscht werden könnte. Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar: Der beizulegende Zeitwert von nicht notierten Instrumenten, Darlehen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zuvergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen geschätzt. In der Vergangenheit hat First Sensor derivative Finanzinstrumente mit verschiedenen Finanzinstituten mit guter Bonität abgeschlossen. Zinsswaps werden unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Input-Parametern bewertet. Zu den am häufigstenangewandten Bewertungsverfahren gehören die Forward-Preis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modellebeziehen verschiedene Größen mit ein, wie z. B. Bonität der Geschäftspartner, Devisen-Kassa- und Termin-Kurse und Zinsstrukturkurven. DieÄnderungen des Ausfallrisikos der Gegenseite hatten keine Auswirkungen auf die Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung undanderen zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumenten. Weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2024 wurden derartigeVerträge mit Finanzinstituten abgeschlossen. Einstufung und beizulegender Zeitwert Die folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 30. September 2024 der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Zudem werden die aggregierten Buchwerte pro Bilanzposten dargestellt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.Leasingverbindlichkeiten werden nach IFRS 16 erfasst und bewertet. Diese sind im Konzernanhang gesondert in der Position 16 erläutert. In der Konzernbilanz werden die Leasingverbindlichkeiten innerhalb der Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. KategorieFinanzinstrumente(IFRS9) Überleitungzum Bilanzposten Bilanzposten Erfolgswirksamzum Zufortgeführten Zufortgeführten beizulegenden Zeitwert Anschaffungskosten Anschaffungskosten 30.09.2023 bewertete Fremdkapital- bewertete finanzielle bewertete finanzielle instrumente sowie Vermögenswerte Verbindlichkeiten Derivate AKTIVA in TEUR Forderungen aus Lieferungen und - 16.599 - - 16.599 Leistungen Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - 29.458 - - 29.458 Liquide Mittel - 1.531 - - 1.531 PASSIVA in TEUR Langfristige Finanzverbindlichkeiten - - 5.306 2.212 7.518 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - - - 2.321 2.321 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - - 3.808 733 4.540 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und - - 14.736 - 14.736 Leistungen Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten - - - 11.834 11.834 Die folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 30. September 2024 der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Zudem werden die aggregierten Buchwerte pro Bilanzposten dargestellt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 60 (VJ: TEUR -203). Überleitung zum Kategorie Finanzinstrumente (IFRS 9) Bilanzposten Bilanzposten Erfolgswirksamzum beizulegendenZeitwert Zufortgeführten Zufortgeführten bewertete Fremdkapital- Anschaffungskosten Anschaffungskosten 30.09.2024 instrumente sowie bewertete finanzielle bewertete finanzielle Derivate Vermögenswerte Verbindlichkeiten AKTIVA in TEUR Forderungen aus Lieferungen und - 15.344 - - 15.344 Leistungen Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - 32.979 - - 32.979 Liquide Mittel - 478 - - 478 PASSIVA in TEUR Langfristige Finanzverbindlichkeiten - - 3.656 1.522 5.179 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - - - 2.132 2.132 KurzfristigeFinanzverbindlichkeiten - - 1.650 719 2.369 VerbindlichkeitenausLieferungenund - - 6.940 - 6.940 Leistungen Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten - - - 7.220 7.220 96 97 Hierarchie beizulegender Zeitwerte Der Konzern verwendet die folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: − Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktivenMärktenfür gleichartigeVermögenswerteoder Verbindlichkeiten. − Stufe 2: Verfahren, bei denensämtliche Input-Parameter, diesich wesentlich auf denerfasstenbeizulegendenZeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. − Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden,die sich wesentlichaufdenerfasstenbeizulegendenZeitwert auswirkenundnicht auf beobachtbarenMarktdaten basieren. In der Vergangenheit hat First Sensor derivativeFinanzinstrumentemit dem beizulegendenZeitwert bilanziert. Sieunterliegen einer wiederkehrendenBewertungzum beizulegendenZeitwert undwurdender Stufe2zugeordnet. ZumBilanzstichtag wurden alle finanziellenVermögenswerteundSchuldenimKonzernzu fortgeführtenAnschaffungskostenbewertet. Währendder BerichtsperiodegabeskeineVeränderungender Methodenzur ErmittlungdesbeizulegendenZeitwerts. Die Beurteilung, obesbei finanziellenVermögenswerten undVerbindlichkeiten,diezumbeizulegendenZeitwert bilanziert werden,zueinem TransferzwischendenStufen der Fair-Value-Hierarchie gekommenist, erfolgt jeweilszumEndeder Berichtsperiode. Inder abgelaufenenBerichtsperiode wurdenkeine Umgruppierungenvorgenommen. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr 2024 und 2023 waren keine Verträge für Währungskursabsicherungen vorhanden. Zinssensitivität Da die liquiden Mittel täglich bzw. kurzfristig fällig sind, unterliegen diese nur einem unwesentlichen Risiko von Wertschwankungen. Eine Zinsveränderung um 100 Basispunkte würde einen Ergebniseffekt von maximal 0,1 Mio. Euro (VJ: 0,1 Mio. Euro) haben. Währungsrisiken und Währungssensitivität Die Konzerngesellschaften tätigen Geschäfte, die überwiegend in Euro abgeschlossen werden. Daher bestehen nur in geringem Umfang Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Diese Fremdwährungen sind auf Grund ihrer Beträge von untergeordneter Bedeutung. Wesentliche Buchwerte der auf fremde Währung lautenden finanziellen Vermögenswerte und Schulden, soweit sie einem erfolgswirksamen Währungskursrisiko unterliegen, existieren im Geschäftsjahr 2024 nicht. Da mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 keine Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften mehr gehalten werden, entfällt nahezu das Risiko im Falle einer Abwertung des Euro gegenüber den relevantenWährungen, die in den auf fremde Währungen lautenden Abschlüssen der ehemaligen Tochtergesellschaften zur Anwendung kamen. Außerdem wurden auch bei der First Sensor AG in Fremdwährung geführte Bankkonten in den TE Connectivity-Cashpool aufgenommen, so dass First Sensor zum 30. September 2024 über keine wesentlichen Fremdwährungsbestände auf Bankkonten mehr verfügt. Mit der Umstellung des Vertriebsmodells erfolgt die Fakturierung der Forderungen ausschließlich in EUR. Lediglich Einkäufe werden in sehr begrenztem Umfang noch in Fremdwährung getätigt. Relevante Währung ist USD. Das Währungskursrisiko ist zu vernachlässigen. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko stellt das Risiko von finanziellen Verlusten dar, falls eine Gegenpartei einer Verpflichtung gegenüber dem Konzern nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko betrifft insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie die Anlage von liquiden Mitteln. Ein Ausfallereignis liegt vor, wenn die Vertragspartei den Verpflichtungengegenüber dem Konzern nicht nachkommen kann. Dies kann Zahlungsverzögerungen oder die Zahlungsunfähigkeit betreffen. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns beschränkt sich auf den Buchwert der am Bilanzstichtag bilanzierten finanziellen Vermögenswerte (siehe Abschnitt Einstufung und beizulegender Zeitwert). Fällig Fällig Fällig 30.09.2023 in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Verzinste Darlehen 2.265 5.710 0 7.975 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.736 0 0 14.736 Sonstige Verbindlichkeiten 11.834 0 0 11.834 Leasingverbindlichkeiten 733 1.547 664 2.944 Gesamt 29.568 7.257 664 37.489 Fällig Fällig Fällig 30.09.2024 in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Verzinste Darlehen 1.650 3.656 0 5.306 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.940 0 0 6.940 Sonstige Verbindlichkeiten 7.220 0 0 7.220 Leasingverbindlichkeiten 719 1.004 518 2.241 Gesamt 16.529 4.660 518 21.707 98 DasAusfallrisiko betrifft insbesonderedieForderungenausLieferungenund Leistungen, ist jedoch durchdieEinbindungindasTE Connectivity- Vertriebsmodell vonuntergeordneter Bedeutung. Beiallen übrigen finanziellenVermögenswertenwirddasAusfallrisikoebenfalls alsvon untergeordneter Bedeutungeingeschätzt. DieGruppeüberwacht für die verbleibendenexternenKunden bzw. VertragsparteienregelmäßigdasZahlungsverhalten. Für Forderungen aus Lieferungenund Leistungen werden auf Basisvon Informationen der aktuellen wirtschaftlichen LagederGegenpartei und historischen ErfahrungswertenhinsichtlichdesZahlungsverhaltensentsprechendeWertminderungenvorgenommen. Wertberichtigungenwerden somit gebildet, wenndie erwarteten künftigenZahlungsströmegeringer sind alsder Buchwert derForderungen.DieForderungender Gruppegegenüber der Vertriebsgesellschaft werdenaktiv durch das International Shared Service Center betreut. Zur MinderungdesAusfallrisikosbestehenkeine Sicherheitenoder sonstige Kreditverbesserungsmaßnahmen. EntsprechendIFRS9 wendet First Sensor dasExpected Loss Model zur BestimmungvonWertberichtigungenan, sodass auchzu erwartendeVerlusteund nicht nur bereits eingetreteneVerlusteerfasst werden. Liquiditätsrisiko Vor dem Hintergrund der Einbindung in das Cashpooling sieht First Sensor das Liquiditätsrisiko in einem geringeren Umfang. Das Liquiditätsrisiko umfasst auch Fälligkeiten von Verbindlichkeiten. Bzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen feste Zahlungsziele mit den Lieferanten. Daher besteht kein Risiko, dass Zahlungen früher zu leisten sind. Der Konzern überwacht das Liquiditätsvolumen mittels eines automatisierten Reportingtools. Dieses Tool berücksichtigt täglich die liquiden Mittel, die Laufzeit der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) sowieerwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Zum jeweiligen Bilanzstichtag weisen die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf: Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet. 99 Risikokonzentrationen Der Konzern ist auf einen Kunden als Vertriebspartner fokussiert. Eine Risikokonzentration besteht aus Sicht des Vorstands dennoch nicht, da die TESOG auf ein ausgewogenes Kundenportfolio und langfristige Kundenbeziehungen sowie die Risikodiversifikation hinsichtlich branchenbezogener Endmärkte und regionaler Absatzregionen bedacht ist. Kapitalsteuerung Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von First Sensor ist es, die notwendige Liquidität für die Produktionsprozesse, das Wachstum und die Investitionen jederzeit sicherzustellen. Die Steuerung erfolgt zentral durch die First Sensor AG. Sie umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Seit dem Geschäftsjahr 2020 nimmt First Sensor an demCash-Pool von TE Connectivity teil. Die Steuerung der Kapitalstruktur des Konzerns erfolgt in Abhängigkeit von Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bei Bedarf wird First Sensor vorrangig die Möglichkeiten der Finanzierung innerhalb des TE Connectivity-Konzerns nutzen. Daher ist auch für die Zukunft davonauszugehen, dass First Sensor in der Lage sein wird, das geplante Wachstum und die Investitionen aus den zur Verfügung stehenden Mitteln zu finanzieren. Die Geschäftsleitung überwacht die Kapitalstruktur der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der Eigenkapitalquote: in TEUR 30.09.2023 30.09.2024 Δabsolut in% Eigenkapital 126.835 118.571 -8.264 -6,5 Bilanzsumme 168.991 143.000 -25.991 -15,4 Eigenkapitalquote 75,1% 82,9% 7,8pp - Durch eine Änderung der Darlehensverträge im Kalenderjahr 2023 werden keine Finanzkennzahlen (Covenants) der Gesellschaft in der Berichtsperiode gefordert. 100 4.34. WEITERE ERLÄUTERUNGEN AUFGRUND VON VORSCHRIFTEN DES HGB DienachfolgendenErläuterungen enthaltenzusätzliche Informationen, diePflichtbestandteiledesKonzernanhangs gemäßHGBsind. Vorstand Name PositionimVorstand ThibaultKassir VorstandohnegesondertenGeschäftsbereich(ab14.April2022) RobinJanMaly VorstandohnegesondertenGeschäftsbereich(ab20.April2021) DirkKarlSchäfer VorstandohnegesondertenGeschäftsbereich(ab01.Juni2021) DieVorstände vertretendie Gesellschaft gemeinsamohneZuordnungeines eigenenGeschäftsbereiches. Aufsichtsrat Name/ Mitgliedschafteningesetzlich Mitgliedschafteninvergleichbarenin-und Tätigkeitsbezeichnung PositionimAufsichtsrat zubildendenAufsichtsräten ausländischenKontrollgremien MichaelGerosa VorsitzenderdesAufsichtsrats keine TEConnectivityPolandServicessp.zo.o.in seit19.April2021 Krakau,Polen(MitglieddesVerwaltungsrats), SeniorDirector/Regional (MitglieddesAufsichtsrats ControllerEMEA,TEConnectivity seit18.Februar2021) TycoElectronicsFinlandOyinHelsinki,Finnland Ltd.,Schaffhausen,Schweiz (MitglieddesVerwaltungsrats), TEConnectivitySvenskaABinUpplands-Vasby, Schweden(MitglieddesVerwaltungsrats), TycoElectronicsSaudiArabiaLimitedinRiyadh, Saudi-Arabien(MitglieddesVerwaltungsrats), TEConnectivity(Denmark)ApSinGlostrup, Dänemark(MitglieddesVerwaltungsrats), TycoElectronics(Gibraltar)LimitedinGibraltar (MitglieddesVerwaltungsrats) PeterMcCarthy Stellv.VorsitzenderdesAufsichtsrats keine keine seit26.Mai2020 SeniorDirectorProduct Management,TEConnectivity MitglieddesAufsichtsrats GermanyGmbH,Bensheim seit1.Mai2020 StephanItter MitglieddesAufsichtsrats LäppleAutomotiveGmbH,Teublitz;FIBRO keine CEO,LäppleAG,Heilbronn seit1.Mai2020 GmbH,Weinsberg OlgaWolfenberg MitglieddesAufsichtsrats keine keine (Arbeitnehmervertreterin) seit03.Mai2019 RobTilmanns MitglieddesAufsichtsrats keine keine DirectorCommercialExcellence, seit24.Juni2021 TEConnectivityCorporation, Berwyn/USA ChristophFindeisen MitglieddesAufsichtsrats keine keine seit26.August2021 (Arbeitnehmervertreter) Schwellenwert Höhe des Datum der erreicht bzw. Stimmrechtsanteils Meldepflichtiger Datum der Schwellen- Datum der über- zum Zeitpunkt der Stimm- Zurechnung Name/Firma Wohnort/Sitz Mitteilung berührung Veröffentlichung /unterschritten Mitteilung in % rechte gemäß TE Connectivity Ltd. Aktionär: TE Schaffhausen, 3%, 5%, 10%, ConnectivitySensors Schweiz 13.03.2020 12.03.2020 13.03.2020 15%,20%,25%und 71,87 7.380.905 §34WpHG Germany Holding AG 30% überschritten John Addis Wilmington, Aktionär: FourWorld Delaware, 10% Capital Management Vereinigte 03.09.2021 02.09.2021 07.09.2021 überschritten 12,31 1.267.452 §34WpHG LLC Staatenvon Amerika Syquant Capital SAS Paris, Frankreich 23.10.2020 20.10.2020 23.10.2020 3%überschritten 3,4 349.767 §34WpHG 101 Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Nach den uns übermittelten Stimmrechtsmitteilungen hielten zum 30. September 2024 folgende Personen/Gesellschaften mehr als 3 Prozent der Aktien der First Sensor AG. Diese können dann von den aktuellen Stimmrechtsanteilen abweichen, wenn keine Meldeschwelle seit der letzten Meldung erreicht wurde und die Person oder Institution daher keine Verpflichtung zur Meldung hatte: Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, gegliedert nach Produktion und Administration, ergibt sich wie folgt: DurchschnittlicheMitarbeiterzahl 01.10.2023-30.09.2024 Produktion 300 Administration 369 Gesamt 669 Darüber hinaus waren durchschnittlich 30 Auszubildende beschäftigt. Honorare des Abschlussprüfers In TEUR 01.10.2022-30.09.2023 01.10.2023-30.09.2024 Abschlussprüfungsleistungen 150 183 (davon für Vorjahr: 0 / 23) Sonstige Leistungen 0 0 (davon für Vorjahr: 0 / 0) Gesamt 150 183 Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Jahresabschlusses der First Sensor AG nach HGB, des First Sensor Konzernabschlusses nach IFRS sowie des Jahresabschlusses der First Sensor Lewicki GmbH nach HGB. Der Abschlussprüfer prüft den Einzelabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss ab dem Prüfungszeitraum 2023. Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB Die nachfolgende inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung des Jahresabschlusses: First Sensor Lewicki GmbH, Oberdischingen Dirk Schäfer Vorstand 102 4.35. CORPORATE GOVERNANCE Die Gesellschaft hat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 4.36. NACHTRAGSBERICHT Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der First Sensor AG und des Konzerns gehabt hätten. Berlin, den 29. Januar 2025 First Sensor AG Thibault Kassir Robin Maly Vorstand Vorstand