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FinLab AG Interim / Quarterly Report 2009

Sep 15, 2009

5396_10-q_2009-09-15_f763776b-0702-4dd6-a0b4-6c0e95955cf2.pdf

Interim / Quarterly Report

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HALBJahresfinanzbericht ZUM 30. JUNI 2009

Unabhängige Investmentteams, institutionelle Infrastruktur Unternehmerisches Asset Management

Inhalt

Altira im Überblick 03

Unsere Leitlinien 04 Finanzkennzahlen 06 Stammdaten 08

Bericht des Managements 09

Vorwort des Vorstands 10 Das Geschäftsmodell 17 Investmentteams 23

Konzernhalbjahresabschluss 32

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 33 Konzernbilanz 34 Konzern-Kapitalflussrechnung 36 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 38 Erläuterungen zum Zwischenabschluss der Altira Aktiengesellschaft 40 Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. Juni 2009 50

Finanzkalender 51

HALBJahresfinanzbericht ZUM 30. JUNI 2009

Altira Group Halbjahresfinanzbericht 2009 Altira im Überblick 03 03 Bericht des Managements 09 Konzernhalbjahresabschluss 32

Altira im Überblick

Unsere Leitlinien 04

Finanzkennzahlen 06

Stammdaten 08

Unsere Leitlinien

Die Altira Group – unternehmerisches Asset Management

Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle und private Investoren fokussiert hat.

Experte für Wachstumsmärkte

Hierbei konzentriert sich die Altira Group sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte. In diesen sind die Investmentteams der Altira Group durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Unabhängige Investmentteams unterstützt durch eine institutionelle Infrastruktur

Die Investmentteams der Altira Group sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf. Daneben sind sie in ihren eigenen Produkten investiert bzw. langfristig erfolgsabhängig incentiviert, um einen Gleichlauf der Interessen mit Investoren sicherzustellen. Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die professionelle, institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die unter anderem Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement/Controlling, Recht, Marketing /Vertrieb, Personalwesen und IT übernimmt. Hierdurch wird Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung gewährleistet und es ergeben sich zudem Synergie- wie auch Skaleneffekte.

Darüber hinaus investiert die Altira Group in der Regel auch als Seed Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren in den Produkten und zusätzlich den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird.

Das Ziel der Altira Group: Mehrwert für Investoren schaffen Somit vereint die Altira Group Asset Management-Expertise mit Unternehmertum. Mit diesem Ansatz verfolgt sie das Ziel, das Vermögen ihrer anspruchsvollen Investoren zu mehren, wie etwa das der Familie Silvia Quandt, die sowohl Aktionärin der Altira Group als auch Investor in Produkten ihrer Investmentteams ist.

In dieser Aufgabe wird das Management der Altira Group durch hochkarätige Aufsichtsratsmitglieder wie Axel-Günter Benkner, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, und Peter E. Merian, ehemaliger CEO der Sarasin Bank, unterstützt.

Finanzkennzahlen

H1 2008 H1 2009

2009 –0,2

H1 2008

1) Rückblickend im Sinne der besseren Vergleichbarkeit ohne die "at equity"-Konsolidierung der Assets under Management der Minderheitsbeteiligung an der C-QUADRAT Investment AG, da diese 2007 – 2008 abgebaut wurde.

EK-Quote in Prozent 72 80

H1 2009

H1 2008 Bilanzsumme

H1 2009

48,7

in Mio. Euro

Stammdaten

Transparenzlevel der Deutschen Wertpapierbörse Entry Standard

Marktsegment der Deutschen Wertpapierbörse Open Market (Freiverkehr)

ISIN DE0001218063

WKN 121 806

Tickersymbol A7A

Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2009 EUR 77 Mio.

Designated Sponsor Close Brothers Seydler AG Altira im Überblick 03 09 Bericht des Managements 09 Konzernhalbjahresabschluss 32

Bericht des Managements

Vorwort des Vorstands 10

Das Geschäftsmodell 17

Investmentteams 23

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär

Kapitalmarktumfeld

Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 war im ersten Quartal von starken Turbulenzen und im zweiten Quartal von einer Erholung an den Kapitalmärkten geprägt. Wir konnten die Altira Group auch in diesem Zeitraum erfolgreich weiterentwickeln und freuen uns ganz besonders, dass dies auch vom Kapitalmarkt honoriert wurde und durch den Anstieg des Aktienkurses in der Spitze um 62 Prozent auch in der Marktkapitalisierung der Gesellschaft sichtbar ist.

Kennzahlen

Wir sind mit den Zahlen angesichts des Kapitalmarktumfeldes zufrieden. Der Konzernumsatz verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des ersten Halbjahres 2008 von 9,9 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang liegt im Wesentlichen darin begründet, dass aufgrund der schwachen Kapitalmärkte Ende 2008 bis März 2009 die Bemessungsgrundlagen für die Management Fees gesunken sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen in Summe knapp 1,5 Mio. Euro Zuschreibungen auf Finanzanlagen aus, die aufgrund des verbesserten Kapitalmarktumfeldes positiven Effekt haben. Das EBITDA beträgt 0,7 Mio. Euro. Es konnte insgesamt ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden, was angesichts der Turbulenzen der vergangenensechs Monate sehr positiv ist.

Mit unserem Barmittelbestand von 16 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 80 Prozent zum Ende des Halbjahres sind wir sehr solide finanziert. Daneben können wir unseren Wachstumskurs vorantreiben, ohne Fremdkapital verwenden zu müssen. Diese Kapitalausstattung soll neben der Entwicklung des operativen Geschäfts für gezielte strategische Zukäufe genutzt werden. Auf Produktebene ermöglichen uns die vorhandene Liquidität und die attraktiven Marktbewertungen der für uns interessanten Zielunternehmen Kaufopportunitäten.

Assets under Management

Die Assets under Management sind im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2008 mit 677 Mio. Euro stabil geblieben (Geschäftsjahr 2008: 680 Mio. Euro). Trotz der allgemein sehr schwierigen Kapitalmarktsituation des ersten Quartals 2009 haben unsere Kunden Vertrauen in unsere Arbeit und glauben an die nachhaltige Unternehmensstrategie.

Die Assets under Management teilen sich auf die Segmente wie folgt auf: Private Markets: 296 Mio. Euro, Public Markets: 268 Mio. Euro und Real Estate: 113 Mio. Euro¹. Im Vergleich zum Ende des Jahres 2008 haben sich die Assets im Segment Private Markets, indem wir die Private Equity-Aktivitäten bündeln, um 8 Prozent verringert (2008: 320 Mio. Euro) und im

1) Hierbei handelt es sich um die Zurechnung von Assets under Management aufgrund einer Beteiligung in Höhe von 22,5 Prozent am österreichischen Immobilienprojektentwickler R-QUADRAT, der wiederum 500 Mio. Euro Assets verwaltet.

Altira Group
Deutscher Mittelstand &
Restrukturierungen
Erneuerbare Energien &
Rohstoffe
Afrika Ausgewählte
"Alternative
Investments"
Team Deutscher
Mittelstand
(Direktinvestments):
— Altira Heliad
Management¹
Team Erneuerbare
Energien
(Projekte):
— Altira ecolutions
Management¹
Team Afrika
(Direktinvestments):
— Altira ADC
Management¹
Team privater
Vermögensaufbau
(Dachfonds):
— Patriarch Multi-Manager¹
Team Restrukturierungen
Europa
(Dachfonds):
— Clearsight
Investments²
Team Erneuerbare
Energien
(Aktien):
— VCH New Energy³
Minderheitsbeteiligung
Real Estate:
— R-QUADRAT Immobilien
Team Restrukturierungen
Deutschland
(Direktinvestments):
— Altira CFC
Management¹
Team Rohstoffe
(Aktien):
— VCH Expert Natural
Resources ³
Team Restrukturierungen
Europa
(Direktinvestments als
Co-Investor):
— Altira TIG
Management¹
Vehikel

1) Deutsche GmbH 2) Schweizer AG 3) beraten durch VCH Vermögensverwaltung AG

Die Altira Group konzentriert sich mit ihren Investmentteams sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte im Rahmen ihrer Schwerpunktbereiche "Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen", "Erneuerbare Energien & Rohstoffe", "Afrika" sowie weiteren ausgewählten Alternativen Investments.

Publikumsfondsbereich, den Public Markets, um 9 Prozent erhöht (2008: 246 Mio. Euro). Die Verringerung in den Private Markets ist lediglich bedingt durch die leicht gesunkenen Buchwerte der eigenen Produkte, während die Assets under Management stabil gehalten werden konnten. In den Public Markets ist deutlich zu erkennen, dass wir von dem Trend profitieren, dass das Vertrauen der Kapitalanleger in aktienbasierte Produkte wieder zunimmt und unsere auf Diversifikation ausgerichtete Strategie sich zum Nutzen unserer Anteilseigner auszahlt.

Geschäftsbereich 1: Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen

Investmentteam Heliad:

Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel als neues Mitglied im Aufsichtsrat

Unser Investmentteam Heliad, fokussiert auf Beteiligungen in deutsche mittelständische Unternehmen, konnte Herrn Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel als Mitglied des Aufsichtsrats gewinnen. Herr Prof. Dr. Henkel war Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Vorsitzender der Geschäftsführung von IBM Deutschland sowie Chef der IBM EMEA. Aktuell bekleidet Prof. Dr. Henkel neben diesem Mandat u.a. Aufsichtsratsposten bei der Continental AG und der Bayer AG. Wir freuen uns sehr, dass Herr Prof. Dr. Henkel dem Heliad-Team mit seiner Erfahrung und dem Netzwerk im deutschen Mittelstand zur Verfügung steht. Wir erachten seine Zusage für diese Gremienfunktion als weitere Bestätigung für unsere in den letzten Jahren erfolgreich etablierte Unternehmensstruktur.

Antaios:

Erfolgreiche Auflage eines neuen Produktes

Mit dem "Antaios German Deep Value Fund" haben wir im ersten Quartal 2009 einen Fonds mit Fokus auf börsennotierte deutsche mittelständische Unternehmen im Segment Small-/ MicroCaps ins Leben gerufen. Dieser Fonds nutzt gezielt die Verwerfungen am deutschen Kapitalmarkt und investiert in deutlich unterbewertete Aktien, die im Sog der Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen wurden, deren Fundamentaldaten jedoch zum Zeitpunkt der Investition gesund sind. Dabei wird nur in Unternehmen investiert, deren Geschäftsmodell keinen hohen Kapitaleinsatz erfordert, deren Bilanz einen Eigenkapitalanteil von über 50 Prozent aufweist und die über ein gutes Management verfügen, welches in der Lage ist, den Markt und die Entwicklung des eigenen Unternehmens realistisch einzuschätzen. Der Fonds wurde von der Altira Group geseeded und weist zum Ende der Berichtsperiode ein Volumen von 2,5 Mio. Euro auf. Seit Auflegung erzielte der Antaios German Deep Value Fund die erfreuliche Performance von 25 Prozent (zum Stichtag des 30. Juni 2009) und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes¹ von 35 Prozent. Im Rahmen des Investmentscreenings

werden Synergien mit unserem Investmentteam Heliad gehoben, welches sich auf Investments in nicht börsennotierte Unternehmen gleicher Größenordnung fokussiert hat.

Clearsight: Erfolgreicher Verlauf der Platzierungsphase

Der "Clearsight Turnaround I, L.P." erzielte im ersten Halbjahr 2009 bereits gute Platzierungserfolge. Entgegen dem allgemein schwierigen Markttrend im ersten Halbjahr für die Platzierung neuer Private Equity-Fonds konnten bereits 42 Mio. Euro an verbindlichen Zusagen, sogenannten "commitments", von Investoren eingeholt werden. Bis zum Jahresende wird ein Zielvolumen von 80 bis 100 Mio. Euro angestrebt.

Neben dem richtigen Thema "Restrukturierungen", welches in der aktuellen Phase umfangreiche interessante Anlagemöglichkeiten bietet und welches wir frühzeitig besetzt haben, ist dies ein gutes Beispiel für das erfolgreiche Business Model der Altira Group ganz allgemein: Erfolgreiche Investmentteams schließen sich der Altira Group an, greifen auf die institutionelle Infrastruktur zurück und können sich somit vom ersten Tag an voll auf die Investmententscheidungen konzentrieren, während die Infrastruktur alle wichtigen Aufgaben um das Investment herum übernimmt. Neben dem investierten Geld der Altira Group und des Managements in das Produkt konnte die institutionelle Infrastruktur durch den Vertrieb erfolgreich weitere Gelder bei institutionellen Kunden einsammeln.

Geschäftsbereich 2: Erneuerbare Energien & Rohstoffe

VCH New Energy:

Produkt-Partnerschaft mit Signal Iduna/Hansa-Invest

Einen besonderen Erfolg konnte unser Investmentteam VCH New Energy verzeichnen. Aufgrund unserer Expertise im Bereich Erneuerbarer Energien wurden wir von HansaInvest – einer Gesellschaft der Signal Iduna Gruppe – mandatiert, das Portfolio für den Nachhaltigkeitsfonds "SI ÖkoSelect" zu verwalten. Das Team weist besondere Erfahrung im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Nachhaltigkeitsinvestments auf. So ist der verantwortliche Fondsmanager Olaf Koester Mitglied im "Finanzforum: Klimawandel" und Vorstandsmitglied im "Forum Nachhaltige Geldanlagen". Durch diese Gremienarbeit hat Herr Koester Zugang zu den aktuellen Technologievorhaben des Bundesforschungsministeriums im Bereich Klimawandel und kann dieses Wissen bei den Anlageentscheidungen des Investmentteams hervorragend einbringen.

ecolutions:

Johannes-Jürgen Bernsen, ehemaliger Geschäftsführer DEG unterstützt ecolutions

Unser Investmentteam ecolutions konnte mit Herrn Johannes-Jürgen Bernsen einen ausgewiesenen Fachmann im Bereich der Investitionsfinanzierung in Asien für eine Position im Investmentcommittee gewinnen. Herr Bernsen war 32 Jahre für die DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH in Köln tätig, davon von 2001 bis zu seinem Ruhestand 2008 als Geschäftsführer. Die DEG ist eine der führenden Förderbanken.

Geschäftsbereich 3: Afrika

ADC African Development Corporation: Abschluss einer Kapitalgarantie-Versicherung mit der MIGA und weiterer Aufbau des Portfolios durch Beteiligung an der Bank BANGE

Unser Investmentteam Afrika konnte mit der Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA), einer Tochter der Weltbank, einen bisher einmaligen Rahmenvertrag abschließen, der die Absicherung des Investment-Portfolios gegen politische Risiken vorsieht. Mit diesem Versicherungsrahmenvertrag werden sowohl die bestehenden Investitionen in Sub-Sahara Afrika als auch zukünftige Transaktionen bis zu einer vereinbarten Höchstgrenze von 100 Mio. US-Dollar abgesichert. Somit erhalten unsere Investoren im ADC Zugang zu dem hochinteressanten afrikanischen Private Equity-Markt und tragen nur die mit den Direktinvestments im Unternehmen verbundenen operativen Risiken.

Diese Partnerschaft mit der MIGA ist ein neues Konzept, welches das Investmentteam Afrika mit der Weltbank-Gruppe aufgesetzt hat. Über die Versicherung des Portfolios hinaus wurde das Investmentteam, die ADC African Development Corporation (ADC), einer intensiven Generalprüfung bezogen auf "social sustainability" unterzogen. Hierbei wurde ADC auf Einhaltung eines internationalen Verhaltenskodex überprüft, der sicherstellt, dass die Investitionen beispielsweise keine Menschenrechte verletzen, Korruption begünstigen, Industrien wie Waffen, Alkohol und Glücksspiel fördern und keine Umweltverschmutzungen hervorrufen. Daneben baute das Team das Portfolio weiter aus und erwarb einen 25-prozentigen Anteil an der Nationalbank in Äquatorialguinea (Banco Nacional de Guinea Equatorial – BANGE). Damit konnte das Portfolio im Kernsegment "Financial Services" ausgebaut werden. ADC wurde von der Regierung eingeladen, sich an dem Investment "aktiv" zu beteiligen, es wurde ADC ein Mitbestimmungsrecht bei der Besetzung des Managements eingeräumt und wir sind daran beteiligt, die Strategie der Bank weiterzuentwickeln. Schon nach kurzer Zeit konnten respektable Restrukturierungserfolge vom neuen Management in Zusammenarbeit mit ADC erzielt werden und wir sehen uns darin bestätigt, dass der afrikanische Kontinent sehr gute Investmentmöglichkeiten mit einem aktiven Ansatz bietet.

Geschäftsbereich 4: Sonstige "Alternative Investments"

Patriarch Multi-Manager: Kooperation Berenberg Bank/DJE Kapital AG

Das Investmentteam Patriarch, Dachfondsspezialist für Produkte des langfristigen Vermögensaufbaus, ist zur Auflegung eines neuen Produktes mit der renommierten Privatbank Berenberg Bank und DJE Kapital AG eine Kooperation eingegangen. Mit dem Kapitalabsicherungsfonds "Patriarch Multi Asset Dynamisch" wurde ein international anlegender Aktienfonds ins Leben gerufen, der den gestiegenen Anforderungen des Risikomanagements des Kapitalmarktes Rechnung trägt. Das Risikomanagement obliegt dabei nicht dem Fondsmanagement selbst (DJE Kapital AG), sondern der Berenberg Bank in externer Funktion. Dadurch ist ein zusätzlicher Mechanismus implementiert, der den Anleger gegen Verluste absichern soll.

Patriarch Multi-Manager: Partnerschaft mit der PrismaLife im Bereich Versicherungshaftungsdach

Seit dem 1. Januar 2009 wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Versicherungsmakler dahingehend verschärft, dass qualifizierte Schulungen nachzuweisen sind und das Versicherungsunternehmen die Haftung für die Beratung übernehmen müssen. Patriarch übernimmt innerhalb dieser Kooperation die Schulungen und ist über ein Provisionsmodell direkt am Vertriebserfolg beteiligt. Damit baut sich für Patriarch ein kontinuierlicher, langfristig anhaltender Umsatzstrom auf und profitiert zudem vom Zugang zum Vertriebsnetzwerk der PrismaLife.

Kapitalmarkt/ Aktie

Insbesondere am starken Anstieg des Aktienkurses von in der Tiefe 10,49 Euro am 22. April 2009 auf 17,00 Euro zum 30. Juni 2009 ist zu erkennen, dass unser Geschäftsmodell und unsere Equity Story trotz der für Finanzdienstleister besonders intensiven Wirtschaftskrise zunehmend am Markt Berücksichtigung findet. Insbesondere zu Beginn des zweiten Quartals konnten wir weitere namhafte institutionelle Investoren aus dem Umfeld von Family Offices gewinnen und durften u.a. den Einstieg eines Zweiges der Werhahn-Familie mit einem Anteil von 2 Prozent verkünden. Neben Investoren wie der Familie Silvia Quandt und Allianz Global Investors konnten wir somit unsere hochkarätige Eigentümerstruktur weiter ausbauen.

Schlusswort/ Ausblick

Es mehren sich die Anzeichen, dass das Tal der Rezession durchschritten ist und ein Grundvertrauen zurückkehrt. Dies ist zum einen belegt durch den IFO-Geschäftsklimaindex, der im Juli 2009 zum vierten Mal in Folge gestiegen ist und zeigt, dass die Stimmung kontinuierlich ansteigt, sowie zum anderen durch das für das zweite Quartal veröffentlichte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent. Daneben zeigen uns die vielfältigen Gespräche mit dem Kapitalmarkt, dass unser Fokus auf Alternative Investments in den drei Bereichen Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen, Erneuerbare Energien & Rohstoffe sowie Afrika eine interessante Ergänzung zu den bestehenden Kapitalanlagen darstellen – zum einen, um von dem Wachstum in diesen Märkten zu profitieren, zum anderen, um die notwendige Diversifikation der Kapitalanlagen zu erreichen. Das nachhaltige Geschäftsmodell und vor allem die institutionelle Infrastruktur um alle Produkte schafft Vertrauen bei unseren Investoren.

Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir von Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, in dieser für unsere gesamte Branche und die Weltwirtschaft außerordentlich schwierigen Zeit erfahren haben. Wir freuen uns auf den weiter anhaltenden Dialog mit Ihnen und wünschen viel Freude bei der Durchsicht dieses Berichtes. Sollten Sie Fragen und/oder Anregungen haben, freuen wir uns ganz besonders auf Ihre Kontaktaufnahme und nehmen uns gerne Zeit, um ausführlich mit Ihnen zu diskutieren.

Herzlichst, Ihr

Michael Rieder Vorsitzender des Vorstands

das geschäftsmodell

Die Investmentstrategien der Altira Group

Die Altira Group fokussiert sich auf alternative Investmentstrategien, insbesondere im Bereich Private Equity, sowohl für institutionelle als auch private Investoren. Sie konzentriert sich hierbei zum einen auf etablierte und zum anderen auf neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte im Rahmen ihrer Schwerpunktbereiche

  • Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen
  • Erneuerbare Energien & Rohstoffe
  • Afrika sowie weiteren
  • ausgewählten Alternativen Investments.

Die Investmentteams der Altira Group können die Chancen der Wachstumsmärkte durch die Anwendung eines aktiven Investmentansatzes, d.h. sogenannte High-Alpha-Strategien, zur Erzielung einer nachhaltig überdurchschnittlichen Rendite ausnutzen. Hierfür besitzen die Investmentteams der Altira Group das entsprechende spezialisierte Wissen sowie die notwendige unternehmerische Denkweise und entsprechende vollständige Freiheiten mit Hinblick auf Investmententscheidungen, die in der Organisationsstruktur der Altira Group verankert sind.

Die drei Maximen der Altira Group bei der konkreten Ausgestaltung ihrer Produkte lauten:

  • Wir bieten unseren Kunden Produkte an, in die wir auch selbst investieren.
  • Wir gestalten diese Produkte so transparent, dass unsere Kunden sie verstehen und aktuelle Entwicklungen verfolgen können.
  • Wir richten uns nach den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden und bieten ihnen die für sie passenden Vehikelstrukturen an.

Die Unternehmensstruktur der Altira Group

In dem chancenreichen Umfeld der Wachstumsmärkte, auf die sich die Altira Group spezialisiert hat, können typischerweise flexible, spezialisierte und für ihr Unternehmertum von In-vestoren geschätzte Investmentboutiquen am besten agieren. Auf der anderen Seite vermissen Investoren bei Investmentboutiquen oft einen ausreichenden Grad an Institutionalisierung. Letztere impliziert jedoch Stabilität und Kontinuität durch Strukturen und Prozesse sowie Qualitätsstandards insbesondere auch mit Hinblick auf Transparenz in der Investorenkommunikation.

Bei der Altira Group finden Investoren beide Aspekte vereint: die Performancestärke von Investmentboutiquen sowie eine institutionelle Infrastruktur.

So sind die Investmentteams der Altira Group in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf ("Multi-Marken-Strategie"), als wären sie eigenständige Investmentboutiquen. Des Weiteren sind die Investmentmanager über stark erfolgsabhängige Vergütungen und Eigeninvestments auf Unternehmens- wie auch Produktebene incentiviert ("Alignment of Interest"). Diese drei Faktoren – hoher Grad an Eigenverantwortung durch die Unabhängigkeit in den Anlageentscheidungen, eigene Brands sowie entsprechende finanzielle Anreize – bewirken eine überdurchschnittliche Motivation hinsichtlich Leistungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit der Investmentmanager sowie Identifikation mit den Produkten. Die Altira Group bietet damit ein Umfeld, das die unternehmerischen Qualitäten und Ansprüche solcher Investmentmanager befriedigt, die etwas Eigenes aufbauen und selbstgesteuert arbeiten wollen. Hierdurch kann das Unternehmen die besten Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet für sich gewinnen.

Gleichzeitig verbindet die Investmentteams der Altira Group eine stabile, institutionelle Infrastruktur für Aufgaben wie u.a. Risikomanagement, Finanzen/Controlling, Recht, Marketing und Vertrieb(-sunterstützung) sowie IT. Hierdurch können sich die Investmentmanager auf ihre Investmenttätigkeit konzentrieren und Flexibilität, Reaktionsfähigkeit sowie Qualitätsstandards auch bei Wachstum des verwalteten Vermögens aufgrund von Skaleneffekten (durch Arbeitsteilung) bewahren. Den Investoren kann gleichzeitig die von ihnen geforderte Institutionalisierung insbesondere mit Hinblick auf Transparenz in der Investorenkommunikation geboten werden. Darüber hinaus hat die institutionelle Infrastruktur auch weitere Vorteile: denn sie ermöglicht die Nutzung von Kosten-, Wissens- sowie Netzwerksynergien, die unabhängige Investmentboutiquen nicht heben können. Zudem investiert die Altira Group in der Regel auch Seed Money in neue Produkte gemäß der Maxime: "Wir bieten unseren Kunden Produkte an, in die wir auch selbst investieren." Als eigentümergeführte Asset Management-Gesellschaft setzt die Altira Group generell auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit in der Unternehmens-führung und garantiert auch hierdurch Investoren in den Produkten der Investmentteams sowie ihren Aktionären Stabilität und Kontinuität.

Die Investmentteams der Altira Group verbindet eine stabile, institutionelle Infrastruktur für Aufgaben wie u.a. Risikomanagement, Finanzen /Controlling, Recht, Marketing und Vertrieb(-sunterstützung) sowie IT. Darüber hinaus ermöglicht die institutionelle Infrastruktur Seed Money Investitionen in neue Produkte und die Nutzung von Kosten-, Wissens- sowie Netzwerksynergien.

Die Unternehmenskultur bei der Altira Group

Die Altira Group ist eine eigentümergeführte Asset Management-Gesellschaft, die seit zehn Jahren Wert auf nachhaltige Unternehmensführung legt. "Wir verstehen uns als Unternehmer". Dies war und ist der Leitgedanke bei der Altira Group. Hinter dem Begriff "Unternehmertum" stehen die Begriffe Erfolgsorientierung, Verantwortung, Qualitätsbewusstsein, Dynamik, Innovation und Leidenschaft. Sie prägen nicht nur die Unternehmensstrategie und -struktur der Altira Group, sondern auch die Unternehmenskultur. Jeder Mitarbeiter der Altira Group, sowohl auf Ebene der Investmentteams als auch auf Ebene der institutionellen Infrastruktur, beweist Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Kreativität, Flexibilität, Offenheit sowie Toleranz im tägliche Arbeiten und Miteinander.

Die Altira Group und ihre Mitarbeiter sind sich zudem ihrer übergeordneten gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. In einer Welt zunehmender Globalisierung und Komplexität entstehen Chancen, aber auch Risiken und Ungleichgewichte. Gerade der Finanzindustrie kommt hier eine wichtige Allokations- und Ausgleichsfunktion zu. Die Altira Group sieht es in ihrer Verantwortung, mit ihren Aktivitäten nicht nur Werte für ihre Investoren und Aktionäre, sondern zugleich auch für die Allgemeinheit zu schaffen. Daher hat die Altira Group unter anderem auch mehrere Nachhaltigkeitsthemen bei ihren Produkten, z.B. Klimaschutz, Erneuerbare Energien sowie Afrika, und engagiert sich darüber hinaus außerhalb des Kerngeschäftes gesellschaftlich.

Unternehmertum findet sich bei der Altira Group sowohl in der Struktur, Strategie als auch insbesondere in der Kultur wieder.

Überblick Investmentteams und Assets under Management

Die Altira Group ist mit neun Investmentteams aktiv. Sie ist dabei zumeist mehrheitlich als Gründungsgesellschafter an den Managementgesellschaften beteiligt oder erwirbt gegebenenfalls Anteile an bereits bestehenden Asset Management-Gesellschaften, die sich der Altira Group und ihrer institutionellen Infrastruktur anschließen wollen.

Die Investmentaktivitäten der Altira Group sind stark diversifiziert und erfolgen in verschiedenen Anlageklassen, Märkten und über verschiedene Vehikel (Publikumsfonds, Gesellschaftsstrukturen auf Aktienbasis oder Limited Partnership-Strukturen). Letztere werden entsprechend der Anforderungen an die jeweilige Assetklasse sowie der individuellen Bedürfnisse der Investoren strukturiert.

Über besonderes Know-how verfügt die Altira Group z.B. bei der Strukturierung und Entwicklung von börsennotierten Beteiligungsgesellschaften mit der Rechtsform GmbH & Co. KGaA. Beispiele hierfür sind Heliad (www.heliad.com), CFC (www.cfc.eu.com) oder TIG Themis Industries Group (www.themis-industries.de). Alle wurden von der Altira Group erfolgreich gegründet, mit Seed Money ausgestattet, durch verschiedene Kapitalerhöhungen geführt und an die Börse gebracht. Ebenso gilt dies für ecolutions (www.ecolutions.de) sowie für die ADC African Development Corporation (www.african-development.com), die aber beide noch vor einem Börsengang stehen.

Der Vorteil dieser Vehikelstruktur ist ihr langfristiger, nachhaltiger Charakter ("Evergreen Vehicle"), ihre Liquidität sowie Transparenz.

Investmentteams

Geschäftsbereich 1: Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen

Heliad – Team Deutscher Mittelstand (Direktinvestments)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Altira Heliad Management GmbH verwaltet Vehikel, die Mehrheitsanteile oder signifikante Minderheitsanteile an wachstumsstarken Unternehmen im deutschsprachigen Raum erwerben. Fokus liegt dabei auf etablierten, eigentümergeführten Geschäftsmodellen aus dem Dienstleistungssektor ("Asset Light"-Fokus) mit einem Umsatz zwischen 10 –100 Mio. Euro. Bei diesen verfolgt Heliad insbesondere eine auf Buy-and-Build ausgerichtete Strategie in Partnerschaft mit dem jeweiligen Management der Unternehmen.

Mit diesem Investitionsfokus positioniert sich Heliad mit seinen Vehikeln in der attraktiven Nische von SmallCap-Buyouts im Dienstleistungssektor. In diesem Bereich fehlen ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen, sodass Heliad einen echten volkswirtschaftlichen Nutzen bringt.

Unter der Führung von Herrn Ralf Flore und Herrn Thomas Kunder verfügt Heliad über ein sehr erfahrenes Investmentteam mit kombiniert rund 80 Jahren Erfahrung in den Bereichen Private Equity, M&A, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung und Controlling.

Investitionsvehikel:

1. Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA

Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA (www.heliad.com) ist eine von der Altira Heliad Management GmbH verwaltete, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft. Die Gesellschaft verfügt derzeit über 13 Unternehmen mit insgesamt fast 4.900 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von über 650 Mio. Euro. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 gegründet. Ihre Aktien notieren an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard. Im Aufsichtsrat der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA sitzt u.a. Prof. Dr. h. c. Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Chef von IBM Deutschland.

2. Heliad Investments Limited (exklusiv für Greenpark Capital Ltd.)

Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA hat im April 2008 einen Anteil von knapp 50 Prozent ihres Unternehmensportfolios an Fonds an Greenpark Capital Ltd. veräußert, der in dem Vehikel Heliad Investments Limited gehalten wird. Greenpark ist eine unabhängige, global tätige Beteiligungsgesellschaft für Secondary Private Equity-Investments und verwaltet Fonds im Gesamtwert von 1,3 Mrd. Euro.

CFC – Team Restrukturierungen Deutschland (Direktinvestments)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Altira CFC Management GmbH verwaltet Vehikel, die sich auf den Erwerb und die Sanierung von mittelständischen Unternehmen in Deutschland spezialisiert haben.

CFC übernimmt mit einem Zeithorizont von in der Regel drei bis fünf Jahren Mehrheiten an Unternehmen aus Handel und Industrie mit Umsätzen im Bereich von 30 – 250 Mio. Euro, die durch Liquiditätsprobleme, Überschuldung, unzureichende Profitabilität, ungelöste Nachfolgen oder eine Kombination mehrerer dieser Faktoren in eine Krisensituation geraten sind, welche in den meisten Fällen existenzbedrohend ist. Dennoch verfügen die von CFC akquirierten defizitären oder schwach profitablen Unternehmen über einen gesunden Kern (z.B. stabile Umsatz-/Kundenbasis) und können so in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Management durch absehbare Maßnahmen zurück in die Profitabilität und darüber hinaus zu einem "best in class"-Status geführt werden.

CFC verfügt über ein sehr erfahrenes Turnaround Investmentteam um die Herren Marcus Linnepe, Dr. Frank Nellissen und Stephan Möller. Insgesamt haben die CFC-Investmentmanager in ihrer beruflichen Laufbahn kumuliert bereits 43 Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 3 Mrd. Euro erfolgreich restrukturiert.

Investitionsvehikel:

1. CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA

CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA (www.cfc.eu.com) ist eine von dem Investmentteam Altira CFC Management GmbH verwaltete, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft. Das Portfolio besteht derzeit aus fünf Unternehmen. Das Vehikel wurde 2006 aufgelegt. Die Aktien notieren an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard.

Mitte 2008 wurden 49 Prozent des CFC-Beteiligungsportfolios an Fonds von Greenpark Capital Ltd., London, veräußert. Greenpark ist eine unabhängige, global tätige Beteiligungsgesellschaft für Secondary Private Equity Investments und verwaltet Fonds im Gesamtwert von 1,3 Mrd. Euro. Durch die Transaktion realisierte CFC ein Multiple von 1,2x auf das eingesetzte Kapital, was einer durchschnittlichen Rendite (IRR) von 102 Prozent entspricht.

Im Aufsichtsrat der CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA sitzen u.a. Steven K. N. Wilkinson, Gründer und Vorstand der Buchanan Capital Holding, sowie Herr Clemens Reif, Geschäftsführer und Vorstand der Chrilian Aktiengesellschaft sowie Mitglied des Hessischen Landtags.

2. Palace Park Investments Ltd. (exklusiv für Greenpark Capital Ltd.)

Die Mitte 2008 durch die CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA veräußerten 49 Prozent an dem CFC-Beteiligungsportfolios an Fonds an Greenpark Capital Ltd. werden in dem Vehikel Palace Park Investments Ltd. gehalten. Greenpark vertraut die operative Wertsteigerung des Portfolios auch weiterhin der Altira CFC Management GmbH an.

Clearsight – Team Restrukturierungen Europa (Dachfonds)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Clearsight Investments AG mit Sitz in Zürich ermöglicht institutionellen Investoren und Family Offices über Dachfonds Zugang zu der lukrativen Nische von Private Equity für Unternehmensrestrukturierungen. Clearsight verfolgt hierfür einen aktiven, aufwendigen Suchprozess, um aus einer Vielzahl von Private Equity-Teams für Restrukturierungen in ganz Europa systematisch die Besten herauszufiltern. Nicht die größten oder bekanntesten Fonds stehen dabei im Visier, sondern diejenigen mit den nachhaltigsten Renditen. Falls die Private Equity-Teams noch keinen Fonds haben, strukturiert Clearsight gemeinsam mit ihnen einen solchen und macht sie dadurch investierbar. In beiden Fällen hat das Management der Zielfonds i.d.R. eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung am eigenen Fonds. Durch die Investition in eine Vielzahl von Investmentteams aus unterschiedlichen europäischen Ländern wird eine breite Diversifikation sichergestellt.

Das Clearsight-Investmentteam wird von Herrn Jakub Crhonek geführt.

Investitionsvehikel:

1. Clearsight Turnaround Fund I, L.P.

Der Fonds Clearsight Turnaround Fund I, L.P. wurde 2008 aufgelegt und richtet sich vorrangig an institutionelle Investoren und Family Offices in Europa und den USA. In einem ersten Closing wurden insgesamt 35 Mio. Euro von institutionellen Investoren zugesagt. Neben dem Investment in den Clearsight-Fonds besteht für Investoren die Möglichkeit, direkt in die jeweiligen Fonds der von Clearsight ausgewählten Private Equity-Teams für Restrukturierungen zu investieren. Auf diese Art und Weise werden für die Investoren zusätzliche Investmentmöglichkeiten generiert, ohne dass hierfür Gebühren in Rechnung gestellt werden.

Bisher wurden drei Investments in Private Equity-Teams für Restrukturierungen mit sehr erfolgreichem Track Record (im Durchschnitt Multiple 5,3x, IRR 61 Prozent) getätigt: Verdoso (Frankreich), Endless (Großbritannien) und Nimbus (Niederlande). Die Management-Teams der Fonds haben eine durchschnittliche Beteiligung in Höhe von 15 Prozent an den eigenen Fonds. Auch Jakub Crhonek vom Clearsight-Investmentteam hat sich mit 5 Mio. Euro eigenen Mitteln am Clearsight Turnaround Fund I, L.P. beteiligt.

TIG Themis Industries Group – Team Restrukturierungen Europa (Direktinvestments als Co-Investor)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Altira TIG Management GmbH verwaltet eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, die auf Investitionen in mittelständische Unternehmen mit Restrukturierungsbedarf in Europa spezialisiert ist. TIG erwirbt als Co-Investor von erfahrenen, lokalen Private Equity-Teams für Restrukturierungen Minderheiten an Unternehmen aller Branchen. Die Unternehmen generieren in der Regel einen Umsatz zwischen 10 und 100 Mio. Euro und verfügen trotz Krisensituation über einen gesunden Kern. Die lokalen Private Equity-Teams, mit denen TIG zusammenarbeitet, setzen dann nachhaltige, operative Restrukturierungsmaßnahmen in den akquirierten Unternehmen um. Hierdurch werden die TIG-Beteiligungen innerhalb kurzer Zeit wieder wettbewerbsfähig und ertragsstark und werden im Anschluss an die Sanierung entweder weiterveräußert oder verbleiben als dividenden- und ertragsstarke Basisinvestments im TIG-Portfolio.

Das TIG-Investmentteam wird durch Herr Christoph D. Kauter geführt.

Investitionsvehikel:

1. TIG Themis Industries GmbH & Co. KGaA

TIG Themis Industries GmbH & Co. KGaA (www.themis-industries.de) ist die von dem Investmentteam Altira TIG Management GmbH verwaltete, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft.

Aktuell befindet sich TIG im Prozess, ein Portfolio an Direktinvestments in mittelständische Unternehmen mit Restrukturierungsbedarf in Europa aufzubauen. Das erste Investment wurde im Juli 2009 getätigt: gemeinsam mit Frankfurt CapitalPartners (FCP) AG hat TIG 100 Prozent der i-d media AG in Berlin im Rahmen eines Asset Deals übernommen.

Die TIG Themis Industries GmbH & Co. KGaA wurde im Jahre 2001 gegründet und war anfangs als breit diversifizierender, internationaler Private Equity-Dachfonds aufgestellt. Im Sommer 2008 beschloss die Geschäftsführung sich auf den Restrukturierungssektor und Direktinvestments zu fokussieren.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Frankfurter Wertpapierbörse im Entry Standard.

Geschäftsbereich 2: Erneuerbare Energien & Rohstoffe

ecolutions – Team Erneuerbare Energien (Projekte)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Altira ecolutions Management GmbH verwaltet eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf die Entwicklung von Projekten zur Erzeugung regenerativer Energie in den Wachstumsmärkten China und Indien spezialisiert hat. Hierbei werden neben Strom auch spezielle handelbare Emissionsrechte unter dem CDM-Mechanismus des Kyoto-Protokolls, sogenannten Certified Emission Rights, kurz CER, produziert.

ecolutions bietet alle notwendigen Dienstleistungen für die erfolgreiche Entwicklung und Registrierung von solchen, dem Klimaschutz zuträglichen Projekten aus einer Hand an. In der Regel strebt ecolutions eine Minderheitsbeteiligung an den Projekten an, während die Mehrheit an institutionelle Investoren syndiziert wird, wobei ecolutions üblicherweise die Distribution der durch die Projekte generierten Emissionszertifikate für alle Projekteigentümer übernimmt.

Die Projekte von ecolutions können so eine solide Basisrendite aus dem Verkauf regenerativer Energie erwirtschaften und verfügen durch die handelbaren CO2-Zertifikate über ein zusätzliches Renditepotenzial. ecolutions erzielt neben diesen Einkünften aus dem Beteiligungportfolio davon unabhängige Einkünfte aus Servicedienstleistungen für Dritte.

Investitionsvehikel:

1. ecolutions GmbH & Co. KGaA

ecolutions GmbH & Co. KGaA (www.ecolutions.de) ist die von dem ecolutions Investmentteam verwaltete Beteiligungsgesellschaft (gegründet 2007). Ende 2008 hat ecolutions GmbH & Co. KGaA Investitionszusagen in Höhe von insgesamt 11,3 Mio. Euro im Rahmen von Projekten gemacht. Aufgrund dieser Investitionen sollen regenerative Energieerzeugungsanlagen mit einer installierten Gesamtkapazität von 76 MW geplant und gebaut werden.

VCH Vermögensverwaltung (Teams Erneuerbare Energien & Rohstoffe)

Die VCH Vermögensverwaltung konzentriert sich auf die Verwaltung von Publikumsfonds. Getreu dem Leitgedanken "Investments mit Zukunft" ist die Produktpalette konsequent auf Zukunftsregionen und -branchen ausgerichtet.

Maßgeblich für den Erfolg der VCH Investment Group und ihrer Fonds ist die sorgfältige Auswahl des jeweiligen Managers. Während das Management der "VCH-Style-Produkte" auf intern entwickelten Ansätzen beruht, arbeitet VCH bei den "Expert-Style-Produkten" mit den erfolgreichsten externen Spezialisten im jeweiligen Segment zusammen. So erhalten Anleger im Rahmen des "Expert-Ansatzes" Zugang zu renommierten Asset Management-Boutiquen und Anlagespezialisten Europas.

A) VCH – Team Erneuerbare Energien (Aktien)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam VCH Investment Group legt Investorengelder weltweit in Aktien und Aktienfonds aus dem Bereich der erneuerbaren Energien an. Im Fokus stehen neben den "traditionellen" alternativen Energien wie Solar und Windkraft auch Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz sowie Wasserversorgung. Damit deckt die Anlagestrategie die gesamte Wertschöpfungskette von Energieproduktion bis hin zur Distribution und Energieeinsparung ab. Das Investmentteam besteht aus den Herren Olaf Koester, Gunter Greiner und Robert Runge. Neben dem Management von eigenen Fonds agiert das Investmentteam auch als Berater des Fondsmanagements Dritter (z.B. Signal Iduna).

Investitionsvehikel:

1. VCH New Energy

Der VCH New Energy Aktienfonds wurde im Jahr 2007 aufgelegt. Bereits im ersten Quartal 2008 belegte der VCH New Energy bei einer Analyse der Care Group, einer auf nachhaltige Investments spezialisierten unabhängigen Forschungs- und Beratungsunternehmung aus der Schweiz, den Spitzenplatz bei der Wertentwicklung von jungen Investmentfonds mit dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Die sehr hohen Qualitätsstandards des VCH New Energy wurden auch durch sehr gute Ratings von Telos bestätigt.

2. SI ÖkoSelect

Der SI ÖkoSelect Dachfonds wurde von der Signal Iduna-Tochter Hansainvest im Mai 2009 aufgelegt. Der Fonds investiert weltweit in Aktien und Aktienfonds und beteiligt sich auch an nicht börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Hier kann die VCH als Berater des Fondsmanagements besondere Expertise vorweisen, durch die der SI ÖkoSelect im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern deutlich breiter aufgestellt ist und neben den "traditionellen" alternativen Energien wie Solar und Windkraft ebenfalls Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz und Energiespeicherung sowie Wasserversorgung im Fokus hat.

B) VCH – Team Rohstoffe (Aktien)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Rohstoffe wird von dem Sub Advisor Mayr Investment Managers GmbH gestellt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Investmentfonds-Teams aus dieser Sparte ist der Investmentansatz des VCH /Mayr-Teams wesentlich breiter. Es investiert in Aktien des gesamten Rohstoffuniversums, also in Produzenten von Edel- & Nichtedelmetallen ebenso wie Erdöl- und Gasunternehmen und Gesellschaften aus den Bereichen Nahrungsmittel, Landund Forstwirtschaft sowie Wasserversorgung.

Investitionsvehikel:

1. VCH Expert Natural Resources

Der Fonds wurde 2004 aufgelegt und ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. 2006 als "Bester Rohstoff-Fonds Europas" von Herald Tribune. Bei der Euro-Fund Award-Verleihung 2008 setzte sich der VCH Expert Natural Resources sowohl im Ein- und Dreijahreszeitraum an die Spitze seiner Anlagekategorie. Bei den Lipper Fund Awards 2008 (Deutschland, Österreich sowie auf gesamteuropäischer Ebene) konnte der VCH Expert Natural Resources aufgrund seiner risikoadjustierten Performance ebenfalls den ersten Rang in der Kategorie "Equity Sector Natural Resources" belegen.

Geschä sbereich 3: Afrika

ADC – Team Afrika (Direktinvestments)

Strategie und Investmentteam:

Das Investmentteam Altira ADC Management GmbH (ADC) managt eine Beteiligungsgesellschaft, die in kleine und mittelständische Unternehmen in Ländern Sub-Sahara Afrikas investiert. Spezieller Fokus liegt hierbei auf die Sektoren Banken & Finanzdienstleistungen, IT & Telekommunikation, Real Estate & Infrastruktur sowie Natural Resources, welche von dem ökonomischen Aufschwung der Region und dem demographischen Wandel am meisten profi tieren werden.

Typischerweise erwirbt ADC mindestens 25 Prozent, wenn möglich Mehrheitsbeteiligungen an den Gesellschaften, um maßgeblich Entwicklungen vorantreiben zu können. Das typische Eigenkapitalinvestment von ADC liegt bei bis zu 5 Mio. US-Dollar je Transaktion.

ADC verfolgt einen langfristigen Investmentansatz und betreibt aktives Hands-On-Management durch eigene Mitarbeiter vor Ort in den afrikanischen Portfoliogesellschaften, um diese nach internationaler Best-Practice zu entwickeln und zu Marktführern in ihrem Segment auszubauen. ADC generiert durch den Transfer von Know-How und Kapital so nicht nur einen Mehrwert für Investoren, sondern leistet auch einen wertvollen entwicklungspolitischen Beitrag.

Investitionsvehikel:

1. ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (ADC KGaA)

ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (www.african-development.com) ist die von dem ADC Investmentteam verwaltete Beteiligungsgesellschaft. Es ist die erste deutsche Beteiligungsgesellschaft, die es insbesondere institutionellen Investoren ermöglicht, direkt in Privatunternehmen in dieser Region zu investieren.

Die ADC KGaA wurde Ende 2007 gegründet und hat bereits die ersten Investitionen in 2008 getätigt. Das Portfolio besteht derzeit aus vier Gesellschaften:

  • Simtel S.A.R.L., Ruanda (IT)
  • Iveri Payment Technologies Ltd., Südafrika (IT)
  • Banco Nacional de Guinea Equatorial (BANGE), Äquatorialguinea (Bank)
  • Hydrotech Africa (Natural Resources).

Geschäftsbereich 4: Sonstige "Alternative Investments" 1

Patriarch Multi-Manager – Team privater Vermögensaufbau (Dachfonds)

Strategie und Investmentteam:

Patriarch bietet Produkte zum privaten Vermögensaufbau an. Dabei fokussiert Patriarch sich mit der Produktpalette auf breit diversifizierende Dachfonds. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset Allokation. Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf.

Die Aufgabe von Patriarch besteht neben der Produktkonzipierung darin, die besten Dachfondsmanager und Fondsvermögensverwalter zu identifizieren, auszuwählen, sowie ein effektives Controlling dieser durchzuführen. Insgesamt arbeitet Patriarch mit ca. 500 Vertriebspartnern zusammen.

Das Investmentteam wurde im Jahr 2004 gegründet und wird von den Herrn Dirk Fischer und Herrn Peter Brumm geleitet.

Investitionsvehikel:

Patriarch hat vier Produktkategorien:

  • Patriarch Select Fondsvermögensverwaltung
  • Patriarch Select Dachfonds
  • Patriarch Versicherungsbereich (Prisma, WWK und Skandia)
  • Patriarch Labelfonds

Ende November 2008 wurden zwei Patriarch-Fonds durch das österreichische "geld-magazin" ausgezeichnet. In der Kategorie Gemischte Dachfonds "Ausgewogen", 1 Jahres Performance belegte der "Patriarch Select Ertrag" Platz 1. Die weiteren unter dem Dach der Patriarch aufgelegten Fonds schlugen sich bei den für die Award-Verleihung ermittelten Rankings vom "geld-magazin" ebenfalls gut. So konnte u.a. der "Patriarch Aktien-Strategie Global" in der Kategorie Gemischte Dachfonds "Aktienorientiert", 1 Jahres Performance Platz 3 erzielen.

1) Altira Group hält zudem einen Minderheitsanteil an R-QUADRAT Immobilien GmbH ist ein österreichisches Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, welches sich seit der Gründung im Jahr 2004 erfolgreich als Nischenplayer im Bereich Real Estate Opportunities positioniert hat. R-QUADRAT deckt dabei von der Projektsuche über die Entwicklung und Vermietung bis hin zum Verkauf die gesamte Dienstleistungspalette im Immobilienbereich ab.

Konzernhalbjahresabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 33

Konzernbilanz 34

Konzern-Kapitalflussrechnung 36

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 38

Erläuterungen zum Zwischenabschluss der Altira Aktiengesellschaft 40

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. Juni 2009 50

KOnzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 1. Halbjahr
2009
1. Halbjahr
2008
Umsatzerlöse 7.361 9.872
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen 490 7.131
Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen –383 –3.539
Sonstige betriebliche Erträge 1.758 884
Aufwendungen für bezogene Leistungen –1.251 –2.895
Personalaufwand – 4.191 – 4.496
Sonstige betriebliche Aufwendungen –3.194 – 3.383
Erträge aus Beteiligungen 130 1.424
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere –759 –1.462
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
–133 –139
Betriebsergebnis –172 3.397
Zinsen und ähnliche Erträge 237 451
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 8 – 6
Ergebnis vor Steuern 57 3.842
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 448 –311
Ergebnis nach Steuern –391 3.531
Anteile von Minderheitsgesellschaftern – 28 – 30
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens
zustehendes Gewinn
–419 3.501
Ergebnis je Aktie –0,09 0,83

Konzernbilanz

Aktiva

in TEUR 30.06.2009 31.12.2008
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
inkl. Geschäfts- oder Firmenwert
1.050 1.047
Sachanlagen 787 789
Finanzanlagen 23.430 21.130
Latente Steuern 366 366
Langfristiges Vermögen, gesamt 25.633 23.332
Kurzfristiges Vermögen
Wertpapiere 4.939 3.478
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.176 3.220
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
605 914
Sonstige Vermögenswerte 13.868 7.338
Guthaben bei Kreditinstituten 15.713 22.877
Kurzfristiges Vermögen, gesamt 36.301 37.827
Bilanzsumme 61.934 61.159

Passiva

in TEUR 30.06.2009 31.12.2008
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 4.539 4.539
Kapitalrücklagen 34.597 34.597
Gewinnrücklagen 15.731 16.154
Neubewertung von Finanzinstrumenten – 6.320 – 6.403
Den Aktionären zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile 48.547 48.887
Anteile anderer Gesellschafter 144 117
Eigenkapital, gesamt 48.691 49.004
Langfristige Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern 331 268
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 331 268
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Steuerrückstellungen 3.955 1.420
Sonstige Rückstellungen 4.318 6.256
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.384 2.100
Sonstige Verbindlichkeiten 2.222 2.105
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 12.912 11.887
Bilanzsumme 61.934 61.159

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2009

in TEUR 1. Halbjahr
2009
1. Halbjahr
2008
1. Konzernergebnis vor Minderheiten – 391 3.531
2. abzüglich Erlösen aus dem Verkauf
von Wertpapieren und Finanzanlagen
– 490 –7.131
3. + Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere
759 1.462
4. + Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
133 139
5. Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen –1.477 –823
6. – /+ Ergebnis aus der Beteiligung an
assoziierten Unternehmen
–130 –1.424
7. + Buchwertabgang von Wertpapieren
und Finanzanlagen
383 3.539
8. + Veränderung der Neubewertungsrücklage
aus Rückstellungen
0 1.089
9. +/– Sonstige zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
– 42 13
10. +/– Zunahme /Abnahme der Rückstellungen 597 16
11. – /+ Zunahme /Abnahme von Forderungen
und sonstigen Aktiva
– 6.177 – 2.433
12. +/– Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten
und sonstiger Passiva
491 –1.112
13. = Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit –6.344 –3.134
14. Auszahlungen für Investitionen in
das Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögensgegenstände
–125 – 228
15. Auszahlungen für den Erwerb von
Tochtergesellschaften
0 0
16. Auszahlungen für Investitionen
in Finanzanlagen
–185 –118
17. Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere
des kurzfristigen Vermögens
–1.500 –1.026
18. + Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren
und Finanzanlagen
490 7.131
19. + Rückzahlungen von Ausleihungen des langfristigen Vermögens 500 0
20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit –820 5.759

für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2009

in TEUR 1. Halbjahr
2009
1. Halbjahr
2008
21. + Einzahlungen aus Darlehensaufnahme 0 0
22. + Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen 0 0
23. Auszahlungen für Kapitalerhöhungen
(Kosten der Kapitalerhöhung)
0 0
24. + Erhaltene Dividenden 0 365
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 365
26. Zahlungswirksame Veränderungen des
Finanzmittelbestands
(Summe der Zeilen 13, 20 und 25) –7.164 2.990
27. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds
0 0
28. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 22.877 24.737
29. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 15.713 27.727

Konzern-eigenkapitalveränderungsrechnung

in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Stand 01.01.2009 4.539 34.597
Kapitalerhöhung gegen Einlage
Aufwendungen für die Eigenkapitalbeschaffung
Veränderung Neubewertungsrücklage
Ausschüttung
Veränderung Währungsdifferenz
Periodenergebnis
Minderheitenanteile Abgang
Stand 30.06.2009 4.539 34.597
Gezeichnetes
Kapital-
Kapital
rücklage
Neu-
bewertung
von
Finanz-
instrumenten
Ergebnis-
vortrag
Währungs-
differenz
Auf die
Aktionäre der
Gesellschaft
entfallendes
Jahres-
ergebnis
Den Aktio-
nären der Ge-
sellschaft zu
zurechnende
Eigenkapital
bestandteile
Minderheiten-
anteile
Eigenkapital
gesamt
4.539
34.597
–6.403 16.173 –19 0 48.887 117 49.004
0 0
Aufwendungen für die Eigenkapitalbeschaffung 0 0
83 83 83
0 0
– 4 – 4 – 4
– 419 – 419 27 – 392
0 0
4.539
34.597
–6.320 16.173 –23 – 419 48.547 144 48.691

Erläuterungen zum zwischenabschluss der Altira Aktiengesellschaft

zum 30. Juni 2009

1. Angaben zum Unternehmen

Der Sitz der Altira Aktiengesellschaft (im Nachfolgenden "Altira AG" oder "Gesellschaft" genannt) befindet sich in Frankfurt am Main, Grüneburgweg 18.

Die Altira AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 58865 eingetragen.

Der satzungsmäßige Geschäftsgegenstand der Altira AG ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen oder von Beteiligungen aller Art, soweit hierfür keine besonderen gesetzlichen Erlaubnisse benötigt werden. Die Unternehmen des Altira-Konzerns verwalten für institutionelle Investoren Gelder in den Geschäftsbereichen Private Markets, Public Markets und Real Estate.

Die Altira AG ist am Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Einbeziehung in den Entry Standard notiert.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses

Die vorliegende Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung der Altira AG zum 30. Juni 2009 wurden auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Da der Zwischenbericht nicht sämtliche für den Abschluss eines vollständigen Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben enthält, sollte der Zwischenbericht im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 gelesen werden.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

3. Konsolidierungskreis

Die Tochtergesellschaften, auf die die Muttergesellschaft einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, werden gemäß IAS 27 in den Konsolidierungskreis einbezogen. Beherrschung ist nach IAS 27.4 die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Dies kann vermutet werden, wenn das Mutterunternehmen entweder direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Unternehmenskäufe werden nach der Erwerbsmethode ("purchase method") gemäß IFRS 3 bilanziert, d.h. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden mit ihren Fair Values im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Unterschiedsbeträge ergeben sich als Differenz zwischen Anschaffungskosten des Unternehmenskaufes und dem Anteil des Erwerbers an den Fair Values der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Unterschiedsbetrag wird gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird gegebenenfalls sofort erfolgswirksam erfasst.

Am 9. Dezember 2008 erwarb die Altira AG 100 Prozent der Geschäftsanteile der ADC Business Development Services, Republic of Mauritius. Die erstmalige Einbeziehung der ADC Business Development Services in den Konzernabschluss der Altira AG erfolgt nach der Erwerbsmethode zum 1. Januar 2009.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der ADC Business Development Services stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR Beizulegender
Wert zum
Erwerbs
zeitpunkt
Bisheriger
Buchwert
Sonstige Vermögenswerte 1 1
Sonstige Verbindlichkeiten 6 6
Nettovermögen – 5
Anschaffungskosten 6
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 11

Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb beträgt TEUR 6.

Die ADC Business Development Services hat seit dem Einbezug in den Konzernabschluss einen Betrag von TEUR 21 zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen.

Für die Aufstellung des Anteilsbesitzes mit Nennung aller vollkonsolidierten Unternehmen, der nach der "Equity"-Methode bewerteten Beteiligungen sowie der unter den Beteiligungen ausgewiesenen Beteiligungen verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

Die SophistiCapital AG und die ACQ 2. Beteiligungs GmbH werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Altira AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag.

4. Assoziierte Unternehmen

Grundsätzlich werden die Anteile an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bilanziert. Das assoziierte Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern maßgeblichen Einfluss hat und das weder eine Tochter noch ein Joint Venture des Anteilseigners ist. Grundlage für die Bilanzierung nach der "Equity"-Methode ist der Abschluss des assoziierten Unternehmens, der unter Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt wurde.

Die Beteiligungen an der R-QUADRAT Immobilien GmbH, Wien, an der Clearsight Investments AG, Zürich, sowie der CAESAR Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main, wurden als assoziierte Unternehmen nach der "Equity"-Methode bewertet.

Auf einen Ansatz der Beteiligungen an der Seyes GmbH, Bayreuth und der Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, nach der "Equity"-Methode wurde wegen ihrer untergeordneten Bedeutung verzichtet.

5. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Gegebenenfalls eintretende Wertminderungen werden erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich bei Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Vorschriften von IFRS 3 als Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über den erworbenen Anteil am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens. Die Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getestet und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere, die Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Beteiligungen ausgewiesen.

Die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value through Profit or loss" zugeordnet.

Die Bestände der der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value trough Profit or loss" zugehörenden Wertpapiere werden im Rahmen der Anlagestrategie des Altira-Konzerns auf Basis der Fair Value-Entwicklung der einzelnen Wertpapiere gesteuert.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bewertet.

Die Beteiligungen werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" geführt.

Die der Bewertung der Wertpapierbestände zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen.

Die Wertänderungen der als "finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value trough Profit or loss" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung in den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere" erfasst.

Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung zum Fair Value von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden im Posten "Neubewertung von Finanzinstrumenten" erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Wenn für nicht börsennotierte Beteiligungen im Einzelfall ein Fair Value nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden diese hilfsweise zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wertansatz zum Tragen kommt (IAS 39.46c). Die Anschaffungskosten werden mit dem Preis zum Erfüllungstag ermittelt. Bei Veräußerung oder bei Feststellung einer nachhaltigen Wertminderung wird der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung bzw. Aufwand aus der Wertberichtigung in das Jahresergebnis einbezogen.

Ausleihungen, für die keine feste Fälligkeit vereinbart ist, werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten Konzept bilanziert, wonach sie auf alle Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert gebildet werden. Grundlage für die Berechnungen der latenten Steuern sind die

aktuellen Steuersätze, die für den Zeitraum gelten, in dem sich zeitliche Unterschiede voraussichtlich ausgleichen.

Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Wertpapiere

Die dem kurzfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen bewertet (Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten).

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Rückstellungen

Steuerschulden und Rückstellungen werden gemäß IAS 37 passiviert, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem Ereignis der Vergangenheit bestehen, die mit einem wahrscheinlichen Ressourcenabfluss verbunden sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erträge und Aufwendungen

Umsätze werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen. Erträge aus laufenden Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung realisiert, zeitabhängige Vergütungen werden zeitanteilig vereinnahmt.

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen die aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte realisierten Erlöse. Der Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen betrifft den bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte bestehenden Buchwert.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden auch die Erträge aus der Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen gezeigt. Die der Neubewertung der Wertpapiere und Finanzanlagen zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen.

Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden sowohl die laufenden Erträge aus Dividendeneinnahmen als auch das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach IAS 28 ausgewiesen. Für eine Aufteilung der Erträge aus Beteiligungen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende und latente Steuern.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Kurs, der am Tag des Geschäftsvorfalls gültig war, in Euro umgerechnet.

Die am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögenswerte und Schulden der Altira Heliad AG, Zürich (Schweiz), werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. In Schweizer Franken ausgewiesene Aufwendungen und Erträge werden zum Durchschnittskurs in die Darstellungswährung Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Wesentliche Annahmen und Schätzungen

Die im Konzernabschluss berücksichtigten Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests sowie auf Ansatz und Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen Provisionserträge, Vergütungen für die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten sowie variable Anlageberatungsvergütungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 1.477 Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen zum Fair Value und mit TEUR 281 übrige sonstige betriebliche Erträge.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Anlageberatungsvergütungen und Vertriebsprovisionen.

Der Personalaufwand beinhaltet die Vergütungen der Vorstände und Geschäftsführer der Konzernunternehmen sowie der beschäftigten Mitarbeiter.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdarbeiten, Marketing- und Reisekosten, Mietaufwendungen sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen das Ergebnis aus der Bewertung assoziierter Unternehmen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 385 Aufwand aus laufenden Steuern und mit TEUR 63 Aufwand aus latenten Steuern.

7. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen mit TEUR 889 den Geschäfts- und Firmenwert und mit TEUR 161 im Wesentlichen erworbene Software-Lizenzen.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung im Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Aufgrund bestehender Werthaltigkeit waren keine Abschreibungen erforderlich.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen mit TEUR 19.450 Wertpapiere des langfristigen Vermögens, mit TEUR 3.146 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, mit TEUR 163 Beteiligungen und mit TEUR 671 Ausleihungen.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf die im Zwischenabschluss berücksichtigten Wertminderungen der Wertpapiere gebildet, soweit diese Wertminderungen in den Steuerbilanzen der Einzelabschlüsse noch nicht vorgenommen wurden sowie auf die Bildung einer Rückstellung für zukünftige Bonusansprüche des Vorstands, die dann entstehen, wenn die bereits zum 30. Juni 2009 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Wertpapiere auch nach HGB realisiert werden. Es wurde ein Steuersatz von 31,925 Prozent angesetzt.

Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens

Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen vollständig dem Finanzmittelfonds.

Eigenkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.538.670 auf den Namen lautende Stammaktien. Bei den Aktien handelt es sich um Stückaktien mit einem Nennwert von je EUR 1,00.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 hat beschlossen, das gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung noch in Höhe von TEUR 1.059 bestehende Genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und der Gesellschaft ein neues Genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 2.269 (Genehmigtes Kapital 2009) zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 2.269 zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.

Außerdem besteht noch das Bedingte Kapital 2007/I in Höhe von TEUR 2.119.

Zudem hat die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 beschlossen, die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien zu ermächtigen. Die Gesellschaft wurde ermächtigt, vom Tag der Beschlussfassung an für 18 Monate bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.

Neubewertung von Finanzinstrumenten

Die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.

Minderheitenanteile

An folgenden Konzernunternehmen sind fremde Anteilseigner beteiligt:

Beteiligung Anteil
Minderheiten
am Kapital
in %
Altira CFC Management GmbH 25,00
Greenland Management GmbH 49,80
VCH Vermögensverwaltung AG 25,50

Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.538.670 auf den Namen lautende Stammaktien. Bei den Aktien handelt es sich um Stückaktien mit einem Nennwert von je EUR 1,00. Das bis zum 30. September 2011 Genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2006/I) beträgt zum 30. Juni 2008 TEUR 1.359. Von der Möglichkeit das Grundkapital bedingt bis zu TEUR 2.119 (Bedingtes Kapital 2007/I) zu erhöhen hat die Gesellschaft in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

Die Neubewertungsrücklage beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Steuerrückstellungen betreffen die erwarteten Zahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuer.

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Bonusansprüche, sonstige Personalrückstellungen und Rückstellungen für Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag bzw. in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

8. Sonstige Angaben

8.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag hat die Altira AG folgende Patronatserklärungen abgegeben:

    1. in Höhe von bis zu EUR 250.000,00 zugunsten der Patriarch Multi-Manager GmbH, Frankfurt am Main
    1. in Höhe von bis zu EUR 300.000,00 zugunsten der Altira ADC Management GmbH, Frankfurt am Main
    1. in Höhe von bis zu EUR 150.000,00 zugunsten der Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main

Aus einem auf die Dauer von fünf Jahren fest abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von ca. 2,5 Jahren resultieren Mietverpflichtungen über TEUR 1.351. Als Mietsicherheit wurde eine Bankbürgschaft über TEUR 132 geleistet.

Aus einem weiteren Mietvertrag resultieren Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 80.

Darüber hinaus hat die Altira AG gegenüber dem Clearsight Turnaround Fund I, L.P., St. Peter Port, Guernsey, eine Darlehenszusage in Höhe von EUR 4.999.950 übernommen, von der am Bilanzstichtag noch ein noch nicht eingeforderter Betrag von EUR 4.328.660,63 offensteht.

Weitere Eventualverbindlichkeiten oder sonstige aus der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

8.2 Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand Herr Michael Rieder, CEO, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Peter Brumm, CFO, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Andreas Lange, CIO, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Christian Angermayer, CSO, Wiesau, Unternehmer

Aufsichtsrat

Herr Robert Depner (Vorsitzender des Aufsichtrats), Bergisch Gladbach, Vorstand der VCH Vermögensverwaltung AG

Herr Axel-Günter Benkner, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Nidderau, Geschäftsführer der Deutschen Vermögensbildungsgesellschaft mbH, DWS Gruppe

Herr Peter E. Merian, Binningen (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats der Bank Sarasin & Cie AG

Aufstellung des Anteilsbesitzes

zum 30. Juni 2009

Beteilung und Sitz Anteil am
Kapital
Angewandte
Konsoli
in % dierungs
methode
ADC Business Development Services,
Republic of Mauritius
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira ADC Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira ImmoFinanz GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira CFC Management GmbH,
Dortmund
75,00 Vollkonsoli
dierung
Altira ecolutions Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira Heliad AG,
Zürich (Schweiz)
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira Heliad Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
Altira TIG Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
CAESAR Industrial Technologies GmbH,
Frankfurt am Main
49,90 Equity
Methode
Clearsight Investments AG,
Zürich (Schweiz)
40,00 Equity
Methode
Greenland Management GmbH,
Frankfurt am Main
50,20 Vollkonsoli
dierung
Patriarch Multi-Manager GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
R-QUADRAT Immobilien GmbH,
Wien (Österreich)
22,51 Equity
Methode
VCH Investment Group AG,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsoli
dierung
VCH Vermögensverwaltung AG,
Köln
74,50 Vollkonsoli
dierung
ACQ 2. Beteiligungs GmbH,
Frankfurt am Main
100,00
Greenland Real Investments
GmbH & Co. KGaA,
Frankfurt am Main
50,00
Seyes GmbH,
Bayreuth
20,00
SophistiCapital AG,
Bayreuth
50,20

Finanzkalender

  1. August 2009

Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht – vollständiger Bericht

  1. September 2009 SRC Research Forum Financial Services, Hilton, Frankfurt am Main

  2. November 2009 Veröffentlichung Q3/2009 (Excerpt)

Altira Group

Altira Aktiengesellschaft

Grüneburgweg 18 D-60322 Frankfurt am Main

T +49 (0) 69.719 12 80-00 F +49 (0) 69.719 12 80-011 [email protected] www.altira-group.de

Vorstand

Michael Rieder (CEO), Peter Brumm, Andreas Lange, Christian Angermayer

Aufsichtsrat

Robert Depner (Vorsitzender), Axel-Günter Benkner, Peter E. Merian

Investor Relations Olaf Meier

T +49 (0) 69.719 12 80-123 F +49 (0) 69.719 12 80-089 [email protected]

Media Relations Stefanie Erhardt

T +49 (0) 69.719 12 80-124 F +49 (0) 69.719 12 80-089 [email protected] www.altira-group.de