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FinLab AG — Call Transcript 2007
Jun 5, 2007
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Call Transcript
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News Details
Corporate | 5 June 2007 14:46
Altira AG: Im Company – Talk: Peter Brumm, CEO
mainvestor GmbH / Altira AG / Sonstiges
Veröffentlichung einer Corporate-Interview News, übermittelt durch die DGAP
- ein Unternehmen der EquityStory AG.
Geäußerte Meinungen und Aussagen geben nicht die Meinung des Herausgebers wieder.
'EBIT-Verfünffachung mittelfristig möglich'
- 'Führen viel versprechende Gespräche zur weiteren Expansion im In- und
Ausland.' - 'Initiierung weiterer Immobilienaktien vorstellbar.'
- 'Climate Solutions Management wird ein führender Investor für
Klimaschutz-Projekte.' - 'Sehen Heliad als unterbewertet an.'
- 'Immobilienbereich wichtiger Werttreiber.'
- 'Höherer Freefloat und Prime Standard machen Altira interessanter für
Anleger.'
Altira ist ein breit diversifizierter Asset-Management-Konzern, der mit
mehreren eigenständig auftretenden Tochtergesellschaften in den
Anlageklassen Private Equity, Public Equity, Real Estate und Alternatives
aktiv ist. Altira versteht sich dabei als Wachstumsplattform, auf deren
Netzwerk, Infrastruktur, Management-Know-how und Kapitalressourcen die
verschiedenen Asset-Management-Modelle zurückgreifen können, ohne dabei
ihre jeweilige individuelle Identität aufgeben zu müssen. Im Gegenzug
ermöglicht dies Altira eine breite Diversifikation über verschiedene
Anlageklassen und Kundengruppen hinweg und eine damit verbundene hohe
Stabilität der Unternehmenserträge.
Erst im Januar dieses Jahres absolvierte die Altira mit einer mehr als
zehnfachen Überzeichnung einen der bisher erfolgreichsten Börsengänge in
2007. Seitdem stieg der Kurs kontinuierlich von 28,50 Euro auf aktuell ca.
53 Euro. Die Aktie notiert im Entry Standard der Frankfurter
Wertpapierbörse. Ein Wechsel in den Prime Standard ist Ende des Jahres
geplant.
Nun konnte der Frankfurter Asset Manager am Montag eine Kapitalerhöhung mit
Ausschluss des Bezugsrechts im Umfang von knapp 10% des Grundkapitals
erfolgreich bei institutionellen Investoren im In- und Ausland platzieren.
Die 380.000 neuen Aktien wurden zum Preis von 51,30 ausgegeben, wodurch der
Gesellschaft brutto 19,5 Mio. Euro zufließen.
Ziel der Kapitalerhöhung ist die Stärkung des Eigenkapitals und der Ausbau
der für potentielle Akquisitionen zur Verfügung stehenden liquiden Mittel.
mainvestor: Herr Brumm, Sie konnten Anfang der Woche völlig geräuschlos
19,5 Mio. Euro im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit Ausschluss des
Bezugsrechtes platzieren. Wozu benötigen Sie so kurz nach dem IPO das
frische Kapital?
Peter Brumm: Wir prüfen kontinuierlich – wie beim IPO im Januar angekündigt
– Expansionsmöglichkeiten im In- und Ausland. Mit der Climate Solutions
Management, an der wir 100 Prozent halten, ist uns hier bereits ein guter
Wurf gelungen. Darüber hinaus führen wir weitere viel versprechende
Gespräche und wollen für eventuelle Abschlüsse auch finanziell gerüstet
sein.
mainvestor: Warum haben Sie nicht einfach beim IPO mehr eingesammelt?
Peter Brumm: Uns als Management und auch Mehrheitsgesellschafter war klar,
dass der IPO-Preis mit 28,50 Euro sehr günstig gewählt war. Wir glauben
aber, dass der Kapitalmarkt eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte
honoriert und wollten daher damals bewusst kein höheres Pricing, auch wenn
wir das bei Investoren hätten durchsetzen können. Allerdings waren wir im
Gegenzug nicht bereit, uns auf dem damaligen Niveau mehr verwässern zu
lassen. Darüber hinaus verlaufen unsere Expansionsbestrebungen deutlich
erfolgreicher als noch im Januar von uns erwartet.
mainvestor: Und wie schätzen Sie dann das Pricing der aktuellen
Kapitalerhöhung ein?
Peter Brumm: Die Altira hat sich im ersten Halbjahr deutlich
weiterentwickelt, und ich bin mir sicher, dass die neuen Aktionäre auf der
Basis des aktuellen Einstiegspreises von 51,30 Euro ebenso viel Freude
haben werden wie die Erstzeichner bei IPO. Für uns ist auch diesmal eine
Verwässerung um 10% die maximale Schmerzgrenze.
mainvestor: Können Sie uns verraten, wer die neuen Aktien gezeichnet hat?
Peter Brumm: Der Großteil ging an einen ausländischen Investor, an unseren
bestehenden Gesellschafter, die Familie Silvia Quandt, sowie an ein
weiteres renommiertes Family Office.
mainvestor: Sie erwähnten Climate Solutions Management. Wie ist hier der
Stand der Dinge?
Peter Brumm: Die im Februar gegründete CSM ist auf einem guten Weg zu einem
der führenden deutschen Investoren für Klimaschutz-Projekte und Erneuerbare
Energien. Innerhalb kurzer Zeit konnten wir ein schlagkräftiges,
fünfköpfiges Team aufbauen und den ersten Fonds – ecolutions – mit einem
Startkapital von 17 Mio. Euro aufsetzen.
mainvestor: Was ist die Anlagestrategie von ecolutions?
Peter Brumm: ecolutions investiert primär breit gestreut weltweit in
Projekte, die eine Verringerung des CO2-Ausstosses zur Folge haben bzw. CO2
absorbieren. Gemäß dem Kyoto-Protokoll erhalten Betreiber solcher Projekte
so genannte Klimaschutz-Credits (Emissionsrechte-Zertifikate), die später
gewinnbringend veräußert werden können. Beispielhafte Projekte sind etwa
die Versiegelung von Mülldeponien, Solaranlagen, Biomassekraftwerke oder
Biokraftstoffen, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Aktuell können hier Renditen im deutlich zweistelligen Bereich realisiert
werden. Zudem investiert ecolutions auch in Projekte und Unternehmen, die
entweder von den veränderten Klimabedingungen profitieren bzw. Lösungen für
dadurch entstandene Probleme offerieren.
mainvestor: Als weiteren Grund für die Kapitalerhöhung haben Sie angegeben,
damit interessanter für institutionelle Investoren werden zu wollen.
Peter Brumm: Genau. Obwohl wir sehr stolz auf die Kursentwicklung seit dem
IPO sind – schon jetzt hat sich der Altira Kurs fast verdoppelt - so läuft
doch das operative Geschäft aus unserer Sicht dem Kurs immer noch voraus.
Eine aktuelle Researchstudie von SRC prognostiziert etwa für dieses Jahr
ein EBIT von 16,29 Mio. Euro und für 2008 von 22,93 Mio. Euro, womit ich
insbesondere aufgrund unserer Akquisitionsbemühungen gut leben kann.
Verglichen mit unserer Peer Group sind wir damit immer noch deutlich
unterbewertet. SRC sieht Potential bis mindestens 86 Euro, macht aber einen
Abschlag von 21 Euro aufgrund des geringen Freefloats und des Listings im
Entry Standard. Tatsächlich machen uns ein größerer Freefloat und der für
das 2. Halbjahr geplante Wechsel in den Prime Standard interessanter für
institutionelle Investoren, was auch den Abschlag zur Peer Group vermindern
sollte.
mainvestor: Sie haben sich mit mehr als 10% an der Heliad beteiligt, eine
Private Equity Gesellschaft, die von ihrer Tochter Sigma verwaltet wird.
Das sind immerhin etwas mehr als 8 Mio. Euro. Was rechtfertigt diese
Liquiditätsbindung?
Peter Brumm: Sie kennen sicher das Börsenbeispiel von André Kostolany mit
dem Hund und dem Herrchen. Manchmal laufen Aktienkurse einfach der
fundamentalen Entwicklung hinterher. Die Heliad ist bei den aktuellen
Kursen eine Substanzperle sondergleichen. Der Net Asset Value – also der
innere Wert – liegt bei 1,35 Euro, der Kurs bei ca. 1,18 Euro. Und im
inneren Wert sind die meisten Portfoliounternehmen noch zu
Anschaffungspreisen angesetzt. Der Kapitalmarkt reagiert hier aufgrund
verschiedener Momentum-Faktoren irrational. Meldungen zu Neuinvestments und
erfolgreichen Exits sollten zeitnah die Aufmerksamkeit wieder stärker auf
Heliad lenken. Ich bin davon überzeugt, dass die Altira mit dem
Heliad-Investment noch sehr viel Freude haben wird.
mainvestor: Wie entwickelt sich der Geschäftsbereich Public Equity?
Peter Brumm: Bei der VCH Investment Group ist nach wie vor der
Rohstoff-Fonds VCH Expert Natural Resources das Flagschiff-Produkt. Am
Montag hatte er zum ersten Mal seit Auflegung mehr als 200 Mio. Euro
Volumen. Und da er nach wie vor einer der besten Rohstoff-Fonds Europas ist
und zudem im Juli dreijährigen Geburtstag feiert, erwarte ich weiter gute
Zuflüsse. Bei Patriarch konnten wir letzte Woche die Beteiligung auf 100%
aufstocken. Patriarch entwickelt sich aufgrund des Fokus auf
Sparplanprodukte zum Vermögensaufbau sehr stabil und baut kontinuierlich
Assets auf.
mainvestor: Im Fokus Ihrer Expansionsbemühungen liegt laut Ihren Aussagen
bei den letzten Analystenkonferenzen insbesondere der Immobilienbereich.
Wie geht es hier voran?
Peter Brumm: Der Immobilienbereich ist tatsächlich aufgrund mehrerer
Faktoren einer der wichtigsten Werttreiber. Zum einen kann man hier bei
überdurchschnittlichen Performanceergebnissen auch überdurchschnittliche
Fees – deutlich mehr als im Aktien- und auch als im Private Equity Bereich
– durchsetzen. Zum anderen gehört der Bereich Immobilien-Asset-Management
zu den größten Wachstumsmärkten im Asset Management generell. Und zum
dritten haben wir mit unserem Kooperationspartner R-Quadrat, mit dem wir
die auf Osteuropa fokussierte Immobilienaktie Magnat Real Estate
Opportunities initiiert haben, einen erfahrenen und renommierten
Kooperationspartner. Die Magnat konnte im April ihr Eigenkapital bereits
erfolgreich um 45 Mio. Euro erhöhen, was aufgrund des Leverage-Effektes ca.
100 Mio. Euro neue Investitions-Liquidität und feetragende Assets bedeutet.
Und ich kann mir auch vorstellen, mit R-Quadrat weitere Immobilenaktien zu
initiieren.
mainvestor: Ihre plakative Aussage bei einer Präsentation war, dass Sie
innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre einer der profitabelsten Asset
Manager mit einem deutlich zweistelligen EBIT werden wollen. Das würde also
mindestens 50 Mio. Euro EBIT oder mehr bedeuten. Stehen sie noch dazu?
Peter Brumm: Auf jeden Fall. Das ist natürlich ein anspruchsvolles Ziel,
immerhin entspricht dies ja nahezu einer Verfünffachung des EBITs gegenüber
2006, aber wenn wir weiterhin ein erfolgreiches Händchen bei Akquisitionen
haben, die bestehenden Tochtergesellschaften weiter überdurchschnittliche
Renditen für ihre jeweiligen Anleger abliefern und uns allen die
Kapitalmärkte gewogen bleiben, ist das ein durchaus machbares Ziel, an dem
wir uns gerne messen lassen.
Dieses Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zur Zeichnung
oder zum Kauf eines Wertpapiers dar, noch bilden diese Dokument oder darin
enthaltene Informationen eine Grundlage für eine vertragliche oder
anderweitige Verpflichtung irgendeiner Art. Vor einer Wertpapierdisposition
wenden Sie sich bitte an Ihren Bankberater oder Vermögensverwalter. Die in
diesem Interview geäußerten Meinungen und Aussagen geben nicht die Meinung
der mainvestor GmbH wieder. Die mainvestor GmbH unterhält
Geschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen.