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FinLab AG Annual Report 2012

Jun 28, 2013

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Annual Report

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JAHRES-FINANZBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2012

Altira Group Jahresfinanzbericht 2012

INHALT

Konzernlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 6 Entwicklung der Altira-Group im Geschäftsjahr 8 Nachtragsbericht 12 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 12 Abhängigkeitsbericht 16

Konzernabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 20 Sonstiges Ergebnis 21 Segmentberichterstattung 22 Konzernbilanz 24 Konzern-Kapitalflussrechnung 26 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 28 Anhang zum Konzernabschluss 30 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 69 Anlagespiegel 2012 70 Anlagespiegel 2011 72

JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2012

4 Altira Group Jahresfinanzbericht 2012 5

KONZERNLAGEBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 6

Entwicklung der Altira-Group im Geschäftsjahr 8

Nachtragsbericht 12

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 12

Risikobericht 13

Abhängigkeitsbericht 16

1. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IM GESCHÄFSJAHR 2012

1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG1

In Bezug auf die externen Rahmenbedingungen sind für die Altira Group neben der weltweiten volkswirtschaftlichen Entwicklung vor allem die Entwicklungen an den Kapitalmärkten von Bedeutung.

Die Weltkonjunktur verlor in der ersten Hälfte des Jahres 2012 an Schwung. Nach einem Wachstum von 3,8 % im Jahr 2011 konnte die Weltwirtschaft im Jahr 2012 nur noch mit einer Rate von ca. 3,2 % zulegen. Dies lag wesentlich daran, dass die Staatsschuldenkrise, die Bankenkrise und die makroökonomische Krise im Euro-Raum zur Mitte des Jahres weiter eskalierten und für ein hohes Maß an Unsicherheit in der Weltwirtschaft sorgten. Die öffentlichen und privaten Sektoren in den Industrieländern waren im Jahr 2012 bestrebt, ihre hohen Schuldenquoten zurückzuführen. Die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen führten zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2012.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben einen Teil der notwendigen Konsolidierung bislang aufgeschoben und im Jahr 2012 ein vergleichsweise robustes Wachstum verzeichnen können. Die schwache Nachfrage in den Industrieländern dämpfte über den Außenhandelskanal die Konjunktur in den Schwellenländern. Dennoch trugen die Schwellenländer, zusammen mit den Vereinigten Staaten und Japan, im Jahr 2012 zur Stabilisierung der Weltwirtschaft bei.

Unter der Annahme, dass die Ankündigung der Europäischen Zentralbank vom September 2012, unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt an den Märkten für Staatsanleihen zu intervenieren, einen weiteren Anstieg der Unsicherheit verhindert, dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2013 mit einer Rate von 3,4 % und damit nur unwesentlich höher als im Jahr 2012 zulegen.

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland verlangsamte sich im Laufe des Jahres 2012. Im vierten Quartal 2012 schrumpfte die deutsche Wirtschaft sogar um mehr als ein halbes Prozent (-0,6 Prozent). Im Gegensatz zur Entwicklung in der exportabhängigen Industrie konnte der Dienstleistungsbereich stützend auf die Konjunktur wirken. Für das Jahr 2013 rechnet das DIW Berlin vor allem für das zweite Halbjahr aber mit merklichen Zuwächsen.

1.2 ENTWICKLUNG DER KAPITALMÄRKTE2

Die europäischen Finanzmärkte befinden sich an einem Scheideweg. Nachdem die Integration der Märkte über Jahre hinweg nahezu kontinuierlich zugenommen hatte, sind seit Ausbruch der Finanzkrise deutliche Anzeichen für eine Fragmentierung der Bankensysteme zu erkennen. Die Banken ziehen sich zunehmend auf ihre Heimatmärkte zurück. Hierin zeigt sich die tiefgreifende Vertrauenskrise auf den europäischen Finanzmärkten. Gleichzeitig werden bereits vorab bestehende Strukturprobleme im Bankensektor offenkundig, die sich durch die Krise noch verstärkt haben. Viele Banken in den Problemländern halten notleidende Forderun-

1) Entnommen aus:

  • "Gradual Upturn in Global Growth During 2013", IWF World Economic Outlook Update vom 23.01.2013,
  • Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Jahresgutachten 2012/13", - "Schwächephase der deutschen Wirtschaft ist bereits überwunden", Pressemitteilung des DIW Berlin vom 14.02.2013
  • 2) Entnommen aus:
  • Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Jahresgutachten 2012/13",
  • "Trends und Märkte Spezial", Hypovereinsbank, Newsletter Januar 2013

gen in ihren Bilanzen; Risiken von Banken und Staaten sind eng miteinander verknüpft; viele Banken sind unzureichend kapitalisiert.

Insgesamt konnten die meisten Aktienmärkte 2012 deutliche Kurssteigerungen erzielen. Diese Entwicklung war jedoch geprägt von einer hohen Volatilität. Nach einem sehr guten Start in das Jahr 2012, mussten die Aktienmärkte von März bis Juni einen großen Teil der Gewinne wieder abgeben. Ursächlich hierfür waren Ängste vor einer Verlangsamung der globalen Konjunktur sowie vor einer erneuten Eskalation der Staatsschuldenkrise in der Europäischen Währungsunion (EWU). Da seitens der europäischen, als auch der amerikanischen Notenbank größere Unterstützungsmaßnahmen in Aussicht gestellt wurden, entwickelten sich die Aktienmärkte ab dem 3. Quartal 2012 dann deutlich positiver.

Die Entwicklung der Sektoren war 2012 zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte dominierte vor allem die schwache Entwicklung von Finanz- und Industriesektoren, die zweite Jahreshälfte war geprägt von einer Stabilisierung der zyklischen Sektoren, einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Finanzwerte sowie einer unterdurchschnittlichen Entwicklung stark defensiver Sektoren.

Die Rendite deutscher Bundesanleihen erreichte im Laufe des Jahres 2012 historische Tiefstände – für kurzlaufende Bundesanleihen mussten teilweise negative Renditen in Kauf genommen werden. Ein ähnliches Bild zeigten US-amerikanische Staatsanleihen.

Die breiten Rohstoffindizes wiesen in 2012 nur einen geringen Anstieg auf. Ursache hierfür war in erster Linie der zurückgegangene Preis für Rohöl der Sorte WTI (Nordamerika). Die Rohölnotierungen schwankten im Jahresverlauf – im Spannungsfeld aus Konjunktursorgen und den politischen Unruhen im Nahen Osten – zum Teil erheblich. Die Edelmetalle Gold und insbesondere Silber konnten Gewinne verzeichnen. Auch Industriemetalle und Agrarrohstoffe stiegen 2012. Insgesamt waren im Laufe des vergangenen Jahres Rohstoffe zum Teil von erheblichen Kurschwankungen betroffen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich auf die Entwicklung des Konzerns negativ ausgewirkt.

2. ENTWICKLUNG DER ALTIRA-GROUP IM GESCHÄFTSJAHR 2012

2.1 GESCHÄFTS- UND PORTFOLIOENTWICKLUNG

Das Geschäftsmodell der Altira beruhte bis zum dritten Quartal 2012 darauf, über die "Assets under Management" stabile Einnahmen zur Deckung der Fixkosten der Investmentteams zu generieren. Daneben wurden für die verschiedenen Investment-Vehikel Dienstleistungen in Bereichen (z.B. Buchhaltung, Marketing und Legal) erbracht, welche für eigene Zwecke vorgehalten werden müssen, um bei einer geringen Marge die Auslastung der jeweiligen Mitarbeiter zu erhöhen und damit die Kosten gering zu halten.

Anhand einer guten Performance der einzelnen Investments sollen letztendlich mittels der Wertsteigerungen der Finanzanlagen und der dann erzielbaren Performance-Fees die zusätzlichen Erträge generiert werden, welche mittelfristig zu einer zufriedenstellenden Rendite für unsere Aktionäre führen sollten.

Diese Strategie konnte in den letzten Jahren nicht mehr erfolgreich umgesetzt werden. Während die identifizierten Chancen nicht nutzbar waren, traten wesentliche Risiken des Geschäftsmodels ein. So musste die Altira bereits im Konzernabschluss 2011 aufgrund der Entwicklungen an den Finanz- und Aktienmärkten hohe operative Verluste ausweisen und zudem hohe Abschreibungen und Wertanpassungen auf die Finanzinstrumente vornehmen. Dementsprechend hat sich auch die Altira-Aktie nicht wie prognostiziert entwickeln können. Der Kurs hat sich im Jahresverlauf von 4,40 EUR/Aktie am 31.12.2011 auf 2,28 EUR/Aktie am 31.12.2012 fast halbiert.

Vor allem die letzten Monate des Jahres 2012 standen daher im Zeichen der Restrukturierung. Der Vorstand hat gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, sich zukünftig auf das Beteiligungsgeschäft zu fokussieren.

Wir sind die Umsetzung der neuen Strategie zügig angegangen und hat sich bereits von Investments in den Bereichen "Erneuerbare Energien" und "Emerging Markets" getrennt. Weitere Portfoliobereinigungen konnten bereits in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres realisiert werden bzw. werden in den nächsten Monaten umgesetzt.

Entsprechend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Altira-Konzerns auch stark beeinflusst von der Umsetzung der neuen Strategie. Während aus dem Verkauf der Altira ADC Management GmbH ein hoher Ertrag für die Altira erzielt werden konnte, mussten im Rahmen des Verkaufs der ecolutions GmbH & Co. KGaA erhebliche Wertberichtigungen vorgenommen werden.

Auch in diesem Jahr haben die Infrastrukturkosten das operative Ergebnis erheblich belastet. Berücksichtigt wurden bereits Restrukturierungskosten, die durch die Verkleinerung auf die für die zukünftige Fokussierung notwendige Größe und damit letztendlich den Abbau der Mitarbeiter in diesem Bereich verursacht wurden. Aufgrund von Einmaleffekten, wie bspw. der

Veräußerung der Altira ADC Management GmbH, weisen wir dennoch ein positives operatives Ergebnis (EBIT) aus. Das Finanzergebnis wurde i.W. durch Kursrückgänge unserer Beteiligungen (im Wesentlichen

der Beteiligungen an der Heliad und der ADC African Development Corporation) belastet.

2.1.1 Investmentteam Heliad

Investitionsvehikel

— Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA WKN: A0L1NN / ISIN: DE000A0L1NN5

Die Heliad (www.heliad.com) ist eine von der Altira Heliad Management GmbH verwaltete, an der Frankfurter Börse notierte Beteiligungsgesellschaft. Seit über 10 Jahren investiert Heliad in Unternehmen und hat hierbei unterschiedliche individuelle Finanzierungslösungen strukturiert. Dadurch kann auf einen großen Erfahrungsschatz bei der Umsetzung von Transaktionen zurückgegriffen werden.

Bei der Heliad rechnen wir in 2013 mit weiteren Exits und dem Aufbau einer profitablen Beteiligungsstruktur und damit mittelfristig mit Einnahmen aus Performance Fees. Heliad verfügt über eine gute Ausgangsbasis für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft in 2013 und in Folgejahren.

2.1.2 Investmentteam Patriarch

Investitionsvehikel

— Patriarch Multi-Manager GmbH

Die Patriarch bietet Produkte zum privaten Vermögensaufbau an. Dabei fokussiert sich Patriarch mit der Produktpalette auf breit diversifizierende Dachfonds. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset-Allokation. Für größere Partner legt Patriarch außerdem Dachfonds mit eigenem Label auf. Insgesamt arbeitet Patriarch mit ca. 500 Vertriebspartnern zusammen.

Die Patriarch konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr, vor allem dank der Einführung der "Trend 200"-Produkte, die verwalteten Assets und damit ihren Erfolg steigern.

2.1.3 Investmentteam VCH Rohstoffe

Investitionsvehikel

— VCH Expert Natural Resources WKN: A0BL7N / ISIN: LU0184391075

Der VCH Expert Natural Resources wurde im Jahr 2004 aufgelegt und ist ein weltweit in Rohstoffunternehmen mit besonderem Fokus auf den Energie- und Metall-/Bergbausektor anlegender Rohstoff-Aktienfonds.

Im Geschäftsjahr 2012 musste der Fonds Mittelabflüsse verzeichnen, für das kommende Jahr erwarten wir eine stabile Entwicklung.

2.2 ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse sind mit 11,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro) um 21,1 Prozent zurückgegangen. Die Betriebsleistung als Summe aus Umsatzerlösen, Erträgen aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen und den sonstigen betrieblichen Erträgen (5,7 Mio. Euro, Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) stieg um rund 1,6 Prozent.

Die Umsatzerlöse der zum Segment Private Markets gehörenden Geschäftstätigkeiten betrugen 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro) und die der zum Segment Public Markets gehörenden Geschäftstätigkeiten 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Die übrigen Umsatzerlöse entfallen auf das Segment Holding.

Den Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen (2,9 Mio. Euro, Vorjahr: 9,5 Mio. Euro) standen Buchwertabgänge von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro) gegenüber.

Den Umsätzen und sonstigen betrieblichen Erträgen standen im Geschäftsjahr Aufwendungen für bezogene Leistungen von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro), Personalaufwand von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro), Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 20,9 Mio. Euro) sowie Sachaufwendungen von 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) gegenüber.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen an Dritte geleistete Provisionsaufwendungen des Segments Public Markets.

Positive Einmaleffekte, wie bspw. Gewinne aus dem Abgang von Investmentgesellschaften, in Höhe von rund 4 Mio. Euro führten zu einem positiven operativen Ergebnis.

Das EBIT beträgt 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Bedingt durch das negative Finanzergebnis von 9,0 Mio. Euro (Vorjahr -21,4 Mio. Euro) beträgt das Ergebnis vor Steuern (EBT) -8,8 Mio. Euro (Vorjahr: -24,9 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen beträgt -8,5 Mio. Euro (Vorjahr: -24,7 Mio. Euro).

2.3 FINANZLAGE

Die Kapitalflussrechnung zeigt auf, wie sich die Zahlungsströme innerhalb der Berichtsperiode durch Mittelzu- und Mittelabflüsse entwickelten.

Die Finanzmittelbestände zum Jahresende betrugen 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,6 Mio. Euro). Der Rückgang der Finanzmittel um 0,5 Mio. Euro fällt somit um 3,5 Mio. EUR geringer als im Vorjahr (4,0 Mio. Euro) aus.

Dieser Rückgang resultiert mit -2,0 Mio. Euro aus den Veränderungen des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (0,5 Mio. Euro; Vorjahr: 2,5 Mio. Euro), mit +0,9 Mio. Euro aus den Veränderungen des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (0,9 Mio. Euro; Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), mit +5,1 Mio. Euro aus den Veränderungen des Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-1,3 Mio. Euro; Vorjahr: -6,4 Mio. Euro) sowie mit +0,6 Mio. Euro aus den Veränderungen der konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds (-0,7 Mio. Euro; Vorjahr: -0,1 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis war wesentlich geprägt von Abschreibungen, welche nicht zahlungswirksam sind und so bei gleichzeitiger Reduktion des Working Capital zu einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit führten.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultierte im Wesentlichen aus den Ausgaben für Finanzinvestitionen, welche entsprechend über den Einzahlungen aus Verkäufen von Finanzanlagen und Wertpapieren lagen.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultierte aus der Ausgabe einer Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von EUR 1 Mio. Euro, die bei institutionellen Investoren platziert wurde. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 1. August 2015, die Verzinsung beträgt 7 Prozent p.a.

2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Altira ist zum Stichtag sehr stark auf 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 40,7 Mio. Euro) gesunken. Ursächlich sind im Wesentlichen die Reduzierungen von Aktiva und Passiva aufgrund des Verkaufs von bislang zum Konsolidierungskreis zählenden Tochtergesellschaften.

Die Eigenkapitalquote beträgt 82,3 Prozent (Vorjahr: 81,4 Prozent) und hat sich damit trotz des negativen Jahresergebnisses leicht verbessert.

Das langfristige Vermögen des Altira-Konzerns zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen (11,1 Mio. Euro; Vorjahr: 18,0 Mio. Euro).

Das kurzfristige Vermögen des Konzerns in Höhe von 17,3 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten (7,1 Mio. Euro, Vorjahr: 7,6 Mio. Euro) und im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapiere (5,2 Mio. Euro, Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Ursächlich für die Entwicklung der Vermögenslage sind die Abwertungen auf die Finanzanlagen und Wertpapiere sowie die Reduktion des Working Capital durch Entkonsolidierungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) bestehen im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus einer bis 2017 laufenden Anleihe in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe konnten von 7,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,7 Mio. Euro gesenkt werden. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus den entkonsolidierungsbedingt niedrigeren Rückstellungen (2,0 Mio. Euro, Vorjahr: 4,0 Mio. Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten (1,7 Mio. Euro, Vorjahr: 3,2 Mio. Euro).

Die konjunkturelle Entwicklung und die Situation auf den Kapitalmärkten werden einen derzeit nicht genau abschätzbaren Einfluss auf die Gesamtentwicklung haben. Wir rechnen damit, dass sich das operative Ergebnis unter der Annahme eines Rückgangs der Unsicherheit an den Kapitalmärkten sowie insgesamt positiven Einflüssen der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2013 und 2014 verbessern wird.

Die Altira konzentriert sich zukünftig auf das Beteiligungsmanagement. Dementsprechend sehen wir Chancen und Risiken bei der Akquisition, während der Haltedauer und bei Unternehmensverkäufen.

In der Akquisitionsphase wollen wir von anstehenden Beteiligungsmöglichkeiten frühzeitig Kenntnis erhalten und unsere Ressourcen und Instrumente, die einen ausreichenden und hochwertigen Deal-Flow sicherstellen, optimal einsetzen. Im Ergebnis erwarten wir uns durch diese zielgerichtete Akquisitionsstrategie die Identifikation chancenreicher Unternehmen und eine Erhöhung der Abschlusswahrscheinlichkeit durch die Vermeidung von strukturierten Verkaufsprozessen mit erhöhtem Wettbewerb. Durch unser weitreichendes Netzwerk ergeben sich stetig neue Investitionsmöglichkeiten. Das Netzwerk besteht aus ehemaligen Beteiligungspartnern, Banken, Beratern, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern sowie erfahrenen Industrieexperten, mit denen wir bei der Identifikation und Prüfung von Investitionsmöglichkeiten zusammenarbeiten.

Während der Haltedauer steht für die Altira die Wertsteigerung der Beteiligungen im Vordergrund. Laufende Erträge aus den Beteiligungen wie Dividenden, Gewinnanteile und Zinserträge sind die Basis für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg. Der Betreuung der Portfoliounternehmen wird vom Management eine bedeutende Rolle beigemessen. Zur kontinuierlichen Kontrolle der Entwicklung als auch zur aktiven Identifikation von Wertsteigerungspotentialen werden die vorhandenen Controllingstrukturen und -prozesse laufend hinterfragt und optimiert.

Wir arbeiten gemeinsam mit dem Management unserer Beteiligungen an einer Exit-Strategie, die zum geeigneten Zeitpunkt die geschaffenen Werte realisieren soll. Durch unser weitreichendes Netzwerk und Branchen-Know-how verfügen wir über die für Desinvestments erforderlichen Kontakte.

5. RISIKOBERICHT

5.1 KAPITALMARKTRISIKO

Die wesentlichen Risiken, denen der Konzern bzw. die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, liegen in der Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsumfelds und des Kapitalmarktes.

Ein wesentlicher Teil des Vermögens der Altira ist in börsennotierten Unternehmen investiert, sodass eine negative Aktienkursentwicklung der betroffenen Wertpapiere unmittelbaren negativen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Gruppe hat.

Die wirtschaftliche Lage des Altira-Konzerns hat sich aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zum Jahresende verbessert und ist daher trotz des negativen Ergebnisses weiterhin als gut einzuschätzen. Insbesondere die weiterhin sehr hohe Eigenkapitalquote und die zur Verfügung stehende Liquidität, verbunden mit der, nach Umsetzung der bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, reduzierten Kostenbasis begründen diese Einschätzung.

3. NACHTRAGSBERICHT

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden der Altira Renewables Management GmbH veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 24. Januar 2013 ihre Anteile an der Clearsight Investments AG veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 5. März 2013 ihre Anteile an der Altira Renewables Komplementär GmbH veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 8. März 2013 ihre Anteile an der Magnat Real Estate AG veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Am 8. März 2013 hat uns Herr Bernd Förtsch, Kulmbach, gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft gehören, da ihm die von der Lion Capital AG an unserer Gesellschaft gehaltenen Aktien über die BF Holding GmbH gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.

Am 22. März 2013 hat uns die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH, Frankfurt am Main, gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihr nicht mehr der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft gehört.

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

4. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Die Altira sieht sich für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Sie verfügt über eine sehr solide finanzielle Ausstattung und ausgezeichnete personelle Voraussetzungen, um die Chancen in den herausfordernden Märkten, in denen sie aktiv ist, zu nutzen.

5.2 PRODUKTRISIKO

Neben dem Kapitalmarktrisiko ist jeder Geschäftsbereich von der relativen Wertentwicklung seiner Beteiligungen im Vergleich zum Wettbewerb und dem Zugang zu potenziellen Investoren abhängig.

Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Produkten, die die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen, sich auch Haftungsrisiken ergeben können.

5.3 BESONDERES MARKTRISIKO

Das Management der Altira verfolgt die Strategie, Investitionen in Märkten mit besonderen Chancen zu initiieren, deren Wertentwicklungspotenziale auf Ineffizienzen in diesen Märkten beruhen.

Diese wie auch andere wesentliche Geschäftstätigkeiten der Altira finden somit in Ländern und auf Märkten statt, die schwer kalkulierbaren Risiken wie etwa dem Risiko der politischen Instabilität unterliegen.

Das Management der Altira geht in diesen Märkten davon aus, dass es langfristige Wachstumsmöglichkeiten gibt, die sich jedoch unter Umständen nicht realisieren lassen. Die getätigten Investitionen könnten damit einem Totalverlust ausgesetzt sein.

5.4 ABHÄNGIGKEIT DER GESELLSCHAFT VON SCHLÜSSELPERSONEN

Das erfolgreiche Management der Konzerngesellschaften ist in hohem Maße von einigen Schlüsselpersonen abhängig. Überdurchschnittliches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk bilden die Grundlage des Erfolgs.

Das Kern-Team der Gesellschaft verfügt über dieses erforderliche Know-how sowie das für den Geschäftserfolg benötigte Beziehungsnetzwerk. Somit hängt der zukünftige Erfolg der Altira wesentlich von diesen Personen ab.

Über Anreizsysteme und individuelle Maßnahmen zur Karriereentwicklung und –förderung wird sichergestellt, dass diese Mitarbeiter auch zukünftig für die Altira tätig sein werden.

5.5 OPERATIONELLE RISIKEN

Das operationelle Risiko der Geschäftstätigkeit der Konzernmuttergesellschaft konzentriert sich auf die zeitnahe Verfügbarkeit aussagekräftiger Informationen zu den Konzerngesellschaften, um mögliche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Durch die Implementierung eines adäquaten Controlling-Systems hat der Vorstand diesem Risiko vorgebeugt. Vielfältige operationelle Risiken entstehen zudem in den einzelnen Konzerngesellschaften, die eigenständig in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig sind und dort den jeweiligen Marktrisiken unterliegen.

Ferner bestehen wesentliche Risiken aus der Unsicherheit im Hinblick auf steuerliche Rahmenbedingungen, da für zahlreiche relevante Steuergesetze Veränderungen in der Verwaltungspraxis diskutiert werden. So wurden in den letzten Jahren verschiedene Gerichtsverfahren geführt, deren Ergebnisse sich im ungünstigen Fall negativ auf die Ertragslage der Altira Group auswirken können.

Der Altira stehen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um die genannten Chancen und Risiken direkt zu adressieren und entsprechend davon zu profitieren bzw. die Risiken bestmöglich zu vermeiden.

5.6 RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement der Altira identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.

Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:

  1. Strategische Risiken (Entwicklung des Kapitalmarktumfelds, Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber, Human Resources)

  2. Finanzielle Risiken (Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen, Wertpapiere und Beteiligungen), Liquiditätsrisiko, Rechtliche Risiken, Risiken aus Änderungen des Steuerrechts)

  3. Operative Risiken (Finanzbuchhaltung und Controlling, Zahlungsflüsse, IT-Sicherheit)

Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder eine Früherkennung von Risiken, Information und Kommunikation sowie die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.

Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfelds sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften.

6. ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH, Frankfurt am Main, hielt zum 31. Dezember 2012 rd. 49% der Aktien der Gesellschaft. Daneben hat die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH für einen Treugeber rd. 19% der Aktien der Ge sellschaft treuhänderisch gehalten. Auf der Grundlage der Stimmenpräsenz auf den Hauptver sammlungen der letzten Jahre (zumindest seit 2010) konnte die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH praktisch immer mit der Präsenzmehrheit rechnen und somit ei nen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, so dass die Altira Aktiengesell schaft gemäß § 17 Abs. 1 und 2 AktG zum 31. Dezember 2012 abhängiges Unternehmen der Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH war.

Der Vorstand hat daher für das Geschäftsjahr 2012 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz erstellt. Dieser Bericht schließt mit fol gender Erklärung des Vorstands:

"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenom men oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Ge genleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die Gesellschaft nicht benachteiligt worden ist."

Frankfurt am Main, 12. Juni 2013

David Zimmer Stefan Schütze Juan Rodriguez CEO Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Altira Group Konzernlagebericht 19 Jahresfinanzbericht 2012

18

KONZERNJAHRESABSCHLUSS

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 20
Sonstiges Ergebnis 21
Segmentberichterstattung 22
Konzernbilanz 24
Konzern-Kapitalflussrechnung 26
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 28
Anhang zum Konzernabschluss 30
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 69
Anlagespiegel 2012 70
Anlagespiegel 2011 72
1989 - Johann Stoff, deutscher Stoff, der Stoff, der Stoff, der Stoff, der Stoff, der Stoff, der Stoff, der S
8

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 6.1 11.111 14.079
Erträge aus Beteiligungen 6.2 23 315
Ergebnis aus Equity-Bewertung 6.2 258 -25
Sonstige betriebliche Erträge 6.3 5.698 2.444
Erträge gesamt 17.090 16.814
Direkte Kosten des Umsatzes (DKU) (Aufwendungen für
bezogene Leistungen)
6.4 -1.729 -1.800
Personalaufwendungen 6.5 -7.746 -11.255
Sachaufwendungen 6.6 -7.332 -7.217
Operatives Ergebnis (EBIT) 283 -3.459
Finanzergebnis 6.7 -9.043 -21.431
Ergebnis vor Steuern (EBT) -8.760 -24.890
6.8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -220 73
Ergebnis nach Steuern -8.979 -24.817
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 7.8 440 93
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens
zustehender Gewinn
-8.539 -24.724
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien 4.538.670 4.538.670
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -1,88 -5,45
in TEUR Anhang 2012 2011
Periodenergebnis -8.979 -24.817
Unrealisierte Gewinne und Verluste
aus der Währungsumrechnung
7.8 -31 147
Veränderung der Neubewertungsrücklage 7.8 -158 5.749
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 7.8 54 -274
Gesamtergebnis -9.114 -19.195

SONSTIGES ERGEBNIS

Holding Private Markets Public Markets Gesamt
in TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Umsatzerlöse 753 824 6.840 7.804 3.518 5.451 11.111 14.079
Konzernumlagen 3.753 785 -3.243 -534 -510 -251 0 0
Erträge aus Beteiligungen 23 315 0 0 0 0 23 315
Erträge aus Equity-Bewertung 258 -25 0 0 0 0 258 -25
Sonstige betriebliche Erträge 4.605 1.046 282 794 811 604 5.698 2.444
Erträge gesamt 9.391 2.945 3.879 8.064 3.819 5.804 17.090 16.814
Direkte Kosten des Umsatzes (DKU)
(Aufwendungen für bezogene Leistungen)
0 0 -184 -119 -1.545 -1.681 -1.729 -1.800
Personalaufwendungen -3.532 -5.106 -2.850 -4.452 -1.364 -1.697 -7.746 -11.255
Sachaufwendungen -3.889 -2.987 -2.603 -3.133 -840 -1.096 -7.332 -7.217
Segment-EBIT 1.971 -5.148 -1.760 361 71 1.329 283 -3.459
Finanzergebnis -8.199 -19.370 -1.115 -839 270 -1.221 -9.043 -21.431
Ergebnis vor Steuern (EBT) -6.228 -24.518 -2.875 -479 341 108 -8.760 -24.890
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 194 -126 -173 -93 52 -220 73
Ergebnis nach Steuern -6.228 -24.325 -3.001 -651 247 159 -8.979 -24.817
Segmentvermögenswerte 37.781 41.410 6.065 7.573 5.050 6.618 48.896 55.600
Konsolidierung -19.664 -14.875
Segmentvermögenswerte nach Konsolidierung 29.232 40.725
Investitionen in langfristiges Vermögen (ohne Finanzanlagen) 366 63 130 229 47 6 542 298

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
inkl. Geschäfts- oder Firmenwert
7.1 / 7.2 328 659
Sachanlagen 7.1 592 486
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.3 306 152
Übrige Finanzanlagen 7.3 10.751 17.863
Latente Steuern 7.4 0 178
Langfristiges Vermögen, gesamt 11.977 19.338
Kurzfristiges Vermögen
Wertpapiere 7.5 5.236 7.126
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.6 737 2.128
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
7.6 11 1.048
Forderungen gegen verbundene Unternehmen,
nicht konsolidiert
7.6 27 28
Sonstige Vermögenswerte 7.6 3.862 1.475
Ertragssteuerforderungen 7.6 287 1.974
Guthaben bei Kreditinstituten 7.7 7.096 7.609
Kurzfristiges Vermögen, gesamt 17.255 21.387
Bilanzsumme 29.232 40.725
Š
ipital
netes Kapital
ücklagen
rücklagan

KONZERNBILANZ

Passiva

in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 7.8 4.539 4.539
Kapitalrücklagen 34.597 34.597
Gewinnrücklagen -14.699 -6.147
Neubewertungsrücklage 7.8 0 158
Den Aktionären zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile 24.437 33.147
Nicht-beherrschende Anteile 7.8 -390 -4
Eigenkapital, gesamt 24.047 33.143
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Anleihen 7.9 1.000 0
Langfristige Rückstellungen 7.9 312 428
Sonstige Verbindlichkeiten 7.9 157 0
Passive latente Steuern 7.4 40 25
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 1.509 453
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Steuerrückstellungen 7.9 68 771
Sonstige Rückstellungen 7.9 1.900 3.162
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen,
nicht konsolidiert
7.10 2 18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.10 1.536 1.466
Sonstige Verbindlichkeiten 7.10 170 1.714
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 3.676 7.130
Bilanzsumme 29.232 40.725

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

in TEUR Anhang 2012 2011
1. Konzernergebnis -8.979 -24.817
2. abzüglich Erlösen aus dem Verkauf von Wertpa
-
pieren und Finanzanlagen
6.7 -2.882 -9.476
3. Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanz
-
anlagen
6.7 3.980 10.472
4. Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen 6.7 -2.285 -16
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpa
-
piere
6.7 10.399 20.893
6. Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten
Unternehmen
6.3 -258 25
7. Veränderung der Rücklage für Neubewertung aus
Rückstellungen und latenten Steuern
7.8 0 454
8. Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriel
-
le Vermögenswerte
6.6 324 338
9. Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
6.6 5 16
10. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 7.9 -2.080 -187
11. Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen/
Erträge
8.1 -1.409 0
12. Zunahme/Abnahme von Forderungen und sons
-
tigen Aktiva
7.6 2.097 6.956
13. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und
sonstiger Passiva
7.9/7.10 1.552 -2.151
14. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 464 2.506
15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage
-
vermögen und immaterielle Vermögenswerte
7.3 -164 -298
16. Einzahlungen aus der Rückzahlung von Ausleihun
-
gen des langfristigen Vermögens
7.3 303 0
17. Auszahlungen für Ausleihungen des langfristigen
Vermögens
7.3 -500 -4.058
18. Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 7.3 -2.724 -3.288
19. Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere des
kurzfristigen Vermögens
7.3 -152 -8.255
20. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
und Finanzanlagen
7.3 1.956 9.476
21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.282 -6.423
22. Einzahlungen aus Aufnahme von Fremdmitteln 7.8 941 0
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 941 0
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanz
-
mittelbestand
124 -3.916
25. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des
Finanzmittelfonds
3. -668 -57
26. Fremdwährungsbedingte Änderungen des Finanz
-
mittelfonds
31 0
27. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.609 11.583
28. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.7/8.1 7.096 7.609

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Neubewer
tungsrücklage
Den Akti
onären zu
zurechnende
Eigenkapital
bestandteile
gesamt
Nicht-be
herrschende
Anteile
Eigenkapital
gesamt
Stand 01.01.2011 4.539 34.597 18.427 -5.591 51.972 362 52.334
Erfolgswirksame Veränderung der Neubewertungsrücklage 11.052 11.052 11.052
Erfolgsneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklage -5.304 -5.304 -5.304
Veränderung der Anteilshöhe anderer Gesellschafter -274 -274
Periodenergebnis -24.724 -24.724 -93 -24.817
Währungsdifferenz 147 147 147
Gesamtergebnis -24.577 5.749 -18.828 -367 -19.195
Stand 31.12.2011 4.539 34.597 -6.147 158 33.147 -4 33.143
Veränderung der Neubewertungsrücklage -158 -158
Periodenergebnis -8.539 -8.539 -440 -8.979
Währungsdifferenz -31 -31 54 23
Gesamtergebnis -8.571 -158 -8.728 -386 -9.114
Abgang von Tochterunternehmen 19 19
Stand 31.12.2012 4.539 34.597 -14.699 0 24.437 -390 24.047
Anhang 7.8 7.8 7.8 7.8

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS DER ALTIRA AKTIENGESELLSCHAFT

1. Angaben zum Unternehmen

Der Sitz der Altira Aktiengesellschaft (im Nachfolgenden "Altira AG" oder "Gesellschaft" genannt) befindet sich in Frankfurt am Main (Deutschland), Grüneburgweg 18.

Die Altira AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 58865 eingetragen.

Der satzungsmäßige Geschäftsgegenstand der Altira AG ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen oder von Beteiligungen aller Art, soweit hierfür keine besonderen gesetzlichen Erlaubnisse benötigt werden.

Die Altira AG ist am Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Einbeziehung in den Entry Standard notiert.

Die Altira AG ist zwar Mutterunternehmen nach § 290 HGB, sie ist jedoch nach § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Insofern stellt die Altira AG den IFRS-Konzernabschluss freiwillig nach § 315a Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorschriften (§ 315a Abs. 1 HGB) auf.

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Der Konzernabschluss soll am 26. Juni 2013 in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zur Offenlegung freigegeben werden.

2. Grundlagen des Konzernabschluss

Der Konzernabschluss ist unter Berücksichtigung sämtlicher veröffentlichter und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der EU verabschiedeter Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwenden waren, aufgestellt worden. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung neuer Standards wird kein Gebrauch gemacht.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern).

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund dieser Darstellung können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung (bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Überleitung vom Gewinn/Verlust zum Gesamtergebnis), die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung, die Segmentberichterstattung sowie den Anhang (Notes). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

nach International Financial Reporting Standards (IFRS) zum 31. Dezember 2012

Die folgenden Änderungen an IFRS-Standards waren zum 31.12.2012 verpflichtend anzuwenden:

IAS 12: Ertragsteuern

Einführung einer Ausnahmeregelung zum bestehenden Grundsatz der Bemessung latenter Steueransprüche oder -schulden aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

IFRS 1: Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards Einführung einer Befreiungsregelung bei schwerwiegender Hochinflation und Beseitigung im Standard enthaltener fester Anwendungszeitpunkte.

IFRS 7: Finanzinstrumente: Angaben Einführung zusätzlicher Angaben, die für die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten gelten.

Aus der Anwendung der Standards haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2012 begonnen haben, besteht für die folgenden Änderungen ein Wahlrecht, diese freiwillig vorzeitig anzuwenden:

IAS 1: Darstellung des Abschlusses

Der Ausweis der im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income – OCI) der Gesamtergebnisrechnung dargestellten Posten wurde geändert. Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Juli 2012 begonnen haben.

IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer

Änderungen bei den Pensionsrückstellungen (Abschaffung der "Korridormethode)" und den Altersteilzeitverpflichtungen (Ratierliche Bildung von Rückstellungen im "Blockmodell").

IAS 27: Separate Abschlüsse

Überarbeitung der Konsolidierungsregelungen und Übernahme in den IFRS 10 Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Überarbeitung der Bilanzierungsregelungen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 9: Finanzinstrumente

Neufassung der Vorschriften zur Einstufung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten.

Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Das EU-Endorsement wurde auf unbestimmte Zeit verschoben und ist derzeit nicht zu erwarten.

IFRS 10: Konzernabschlüsse

Änderung der Definition von Beherrschung und Einführung von Ausnahmen für Investmentgesellschaften. In der EU verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen

Reduzierung der Anzahl gemeinsamer Vereinbarungen auf "gemeinschaftliche Tätigkeiten" und "Gemeinschaftsunternehmen" und Verbot der Anwendung der Quotenkonsolidierung. In der EU verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 12: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

Vereinigung der für Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, "Structured Entities" und nicht konsolidierten "Structured Entities" geltenden Angabepflichten in einem Standard. In der EU verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 13: Bemessung des beizulegenden Zeitwertes

Vereinheitlichung der Vorschriften zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes. Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen oder begonnen haben.

Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Wesentliche Auswirkungen aus der zukünftigen Anwendung dieser Änderungen werden nicht erwartet.

3. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die in- und ausländischen Gesellschaften, bei denen die Altira AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Den Jahresabschlüssen der in den Altira AG Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 (Beteiligungen, an denen der Altira

Konzern 20% oder mehr der Stimmrechte hält):

Beteiligung und Sitz Anteil am
Kapital
Angewandte
Konsolidierungsmethode
Altira Growth Capital GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsolidierung
Altira Heliad Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsolidierung
Altira Renewables Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsolidierung
Clearsight Investments AG,
Zürich (Schweiz)
40,00 Equity-Methode
GAIA Mineral Resources Limited,
Republic of Mauritius
55,00 Vollkonsolidierung
Patriarch Multi-Manager GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsolidierung
VCH Investment Group AG,
Frankfurt am Main
100,00 Vollkonsolidierung
VCH Vermögensverwaltung AG,
Köln
74,50 Vollkonsolidierung
Altira Beteiligungs Management GmbH,
Frankfurt am Main1
75,00
Altira Renewables Komplementär GmbH,
Frankfurt am Main
100,00
Bettlefield Aktiengesellschaft,
Hamburg
37,00
DMB Deutsche Mittelstandsbeteiligungs GmbH,
Frankfurt am Main2
100,00
GAIA Mineral Resources Zambia Limited,
Republic of Zambia
55,00
Greenland Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00
Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA,
Frankfurt am Main
100,00
Seyes GmbH,
Bayreuth
20,00
75,00
100,00
37,00
100,00
55,00
100,00
100,00
20,00

1) vormals Altira CFC Management GmbH, Dortmund

2) vormals Edelweiß 007 GmbH

Die Altira Beteiligungs Management GmbH (vormals: Altira CFC Management GmbH), die Altira Renewables Komplementär GmbH, die DMB Deutsche Mittelstandsbeteiligungs GmbH, die GAIA Resources Zambia Limited, die Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA und die Greenland Management GmbH werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht bzw. nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen.

Die zum 31.12.2011 zum Konsolidierungskreis gehörenden Altira Advisory GmbH und die Frontier Capital Partners GmbH wurden ebenso wie die ACQ 2. Beteiligungs GmbH mit Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2012 nach Maßgabe der Verschmelzungsverträge auf die Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA verschmolzen.

Aus dem Abgang der Frontier Capital Partners GmbH fielen Gewinne in Höhe von TEUR 194 an.

Aus dem Abgang der Altira Advisory GmbH fielen Gewinne in Höhe von TEUR 25 an.

Aus dem Abgang der Altira Renewables Komplementär GmbH fielen Gewinne in Höhe von TEUR 4 an.

Aus dem Abgang der Altira Beteiligungs Management GmbH (vormals: Altira CFC Management GmbH) fielen Verluste in Höhe von TEUR 280 an.

Die Altira Growth Capital GmbH, die Altira Renewables 2. Komplementär GmbH und die Altira Deutscher Solarfonds II GmbH & Co. KG wurden von der Altira AG im Berichtsjahr neu gegründet. Die nominale Stammeinlage wurde eingezahlt. Weitere Anschaffungskosten fielen nicht an.

Die DMB Deutsche Mittelstandsbeteiligungs GmbH (vormals: Edelweiß 007 GmbH) wurde von der Altira AG im Geschäftsjahr erworben. Der Kaufpreis betrug TEUR 25.

Zum 1. September 2012 wurden sämtliche Anteile an der Altira Ecolutions Management GmbH veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von TEUR 50. Aus dem Abgang resultiert ein Gewinn in Höhe von TEUR 498.

Am 15. November 2012 wurden sämtliche Anteile an der die Altira ADC Management GmbH veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von TEUR 551. Aus dem Abgang resultiert ein Gewinn in Höhe von TEUR 3.012.

Am 6. Dezember 2012 wurden sämtliche Anteile an der die BDS Business Development Services Ltd. veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von TEUR 5. Aus dem Abgang resultiert ein Verlust in Höhe von TEUR 21.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2012 wurden sämtliche Anteile an der die Altira Renewables 2. Komplementär GmbH und der Altira Deutscher Solarfonds II GmbH & Co. KG veräußert. Die Veräußerung erfolgte ergebnisneutral und ohne Abflüsse von Zahlungsmitteln.

4. Assoziierte Unternehmen

Venture Capital-Unternehmen haben nach IAS 28.1 ein Wahlrecht, ob sie Anteile an assoziierten Unternehmen entweder nach der Equity-Methode oder gemäß IAS 39 bilanzieren. Nur wenn der erstmalige Ansatz erfolgswirksam mit dem Fair Value erfolgte, kann das Wahlrecht ausgeübt werden.

Wesentliche assoziierte Unternehmen, auf die die Altira AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Anschaffungskostenprinzip) bewertet.

Die Altira AG hielt zum Stichtag an der Clearsight Investments AG, Zürich, einen Anteil von 40 % am Grundkapital. Die Beteiligung wurde nach der Equity-Methode wie folgt bewertet:

in TEUR Vermögen
31.12.2012
Verbindlich
keiten
31.12.2012
Umsatz
erlöse
2012
Perioden
ergebnis
2012
Clearsight Investments AG, Zürich 914 149 2.202 642
in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 306 152
in TEUR 2012 2011
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 258 -25

Am 31. Juli 2012 wurde bei Gründung eine Beteiligung an der Bettlefield AG in Höhe von 37% des Aktienkapitals übernommen.

Die Seyes GmbH und die Bettlefield AG haben eine untergeordnete Bedeutung.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Abschlusses angewendet worden sind, werden im Folgenden dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die beschriebenen Methoden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt.

5.1 Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Anfallende Transaktionskosten werden als Aufwand erfasst. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Ertrag oder Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ergibt sich im Zuge der Kapitalkonsolidierung ein Überschuss (d.h. die Anschaffungskosten der Beteiligung des Mutterunternehmens sind höher als das anteilige, neubewertete Eigenkapital des Tochterunternehmens), so wird dieser Überschuss gem. IFRS 3.41 als Geschäftsoder Firmenwert angesetzt. Gem. IFRS 3.55 ist dieser Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abzuschreiben, sondern es ist zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs einmal jährlich ein Impairment-Test nach IAS 36 durchzuführen. Die ggf. zu berücksichtigende Wertminderung wird durch Ermittlung des erzielbaren Betrags der dem betreffenden Geschäftsoder Firmenwert zugeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Sollten Ereignisse oder Umstände auf eine mögliche Wertminderung hinweisen, wird der Impairment-Test häufiger durchgeführt.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2010 wurden die direkt dem Erwerb zuordenbare Transaktionskosten als Teil der Anschaffungskosten behandelt.

5.2 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Gegebenenfalls eintretende Wertminderungen werden erfasst. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich bei Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Vorschriften von IFRS 3 als Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über den erworbenen Anteil am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens. Die Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getestet und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

5.3 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den Sachaufwendungen berücksichtigt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

5.4 Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft bzw. zusätzlich, wenn entsprechende Indikatoren vorliegen. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände eintreten, wonach der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsbedarf wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit).

Bei gegebenenfalls anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den fortgeführten Wert beschränkt, der sich ergeben würde, wenn für den Vermögenswert (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwands wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine Umkehr des Wertminderungsaufwandes erfolgt nicht auf angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte.

5.5 Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die Anteile an den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen sowie Ausleihungen des langfristigen Vermögens ausgewiesen.

Die Beteiligungen und die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden in den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" geführt.

Ausleihungen, für die keine feste Fälligkeit vereinbart ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die der Bewertung zugrunde liegenden Zeitwerte ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen. Wenn für nicht börsennotierte Beteiligungen im Einzelfall ein Fair Value nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden diese hilfsweise zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wertansatz zum Tragen kommt (IAS 39.46c). Die Anschaffungskosten werden mit dem Preis zum Erfüllungstag ermittelt.

Bei Veräußerung oder bei Feststellung einer nachhaltigen Wertminderung wird der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung bzw. Aufwand aus der Wertberichtigung in das Jahresergebnis einbezogen.

Die Bestände der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugehörenden Wertpapiere werden im Rahmen der Anlagestrategie der Altira auf Basis der Fair Value-Entwicklung der einzelnen Wertpapiere gesteuert.

Die Wertänderungen der als "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

Wertänderungen aus der Bewertung zum Zeitwert von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst. Liegt ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor (IAS 39.59), wird der direkt im Eigenkapital angesetzte kumulierte Verlust vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (IAS 39.67).

Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten sind unter dem Punkt 8.1 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten erläutert.

5.6 Latente Steuern

Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert gebildet werden.

Grundlage für die Berechnungen der latenten Steuern sind die aktuellen Steuersätze, die für den Zeitraum gelten, in dem sich zeitliche Unterschiede voraussichtlich ausgleichen. Es wurde ein einheitlicher Konzernsteuersatz von 31,9% zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15% und dem darauf anfallenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde ein Gewerbesteuersatz von 16,075% berücksichtigt.

Saldierungen von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerschulden wurden entsprechend der Regelungen des IAS 12 vorgenommen.

Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem

Umfang bilanziert, im dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjekts und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen.

5.7 Wertpapiere

Die Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet.

Die Wertänderungen der "zu Handelszwecken gehaltenen" Wertpapiere werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zum Fair Value werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst. Liegt ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor (IAS 39.59), wird der direkt im Eigenkapital angesetzte kumulierte Verlust vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (IAS 39.67).

5.8 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen bewertet (Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten).

5.9 Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

5.10 Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 passiviert, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem Ereignis der Vergangenheit bestehen, die mit einem wahrscheinlichen Ressourcenabfluss verbunden sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

Da der Effekt als nicht wesentlich anzusehen ist, wird auf die Ermittlung eines unternehmensspezifischen Abzinsungsfaktors verzichtet und stattdessen der für die Rechnungslegung nach deutschem Handelsrecht (HGB) zu verwendende Zinssatz der Bundesbank herangezogen.

5.11 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

5.12 Erträge und Aufwendungen

Umsätze und Erträge werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Chancen und Risiken müssen auf den Käufer übergangen sein und die Verfügungsmacht des Verkäufers muss erloschen sein.

Die Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen. Erträge aus laufenden Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung realisiert, zeitabhängige Vergütungen werden zeitanteilig vereinnahmt.

Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden die laufenden Erträge aus Dividendeneinnahmen, und unter den Erträgen aus Equity-Bewertung das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach IAS 28 ausgewiesen.

Unter dem Finanzergebnis werden die Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung und der Veräußerung von Finanzinstrumenten ausgewiesen.

5.13 Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende und latente Steuern.

5.14 Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit den zum Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften erfolgt die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge zu Durchschnittskursen. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung werden erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnung von Abschlüssen, für welche die funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgte für die Bilanzposten mit den Schlusskursen zum Bilanzstichtag und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen. Abweichend davon wird das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Wertänderungen des Vorjahres-Reinvermögens aufgrund veränderter historischer Kurse werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Kurs, der am Tag des Geschäftsvorfalls gültig war, in Euro umgerechnet.

5.15 Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. In diesem Fall erfolgt keine Aktivierung des Leasinggegenstandes im Altira-Konzern.

Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, die im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

5.16 Eventualschulden und finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang und den Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte, bedungene Einlagen für Anteile an Personengesellschaften.

5.17 Wesentliche Annahmen und Schätzungen

Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt worden sind. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach heutigem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die im Konzernabschluss berücksichtigten Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests sowie auf Ansatz und Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.

Wesentliche Anpassungen der ausgewiesenen Vermögenswerte und Rückstellungen könnten im folgenden Geschäftsjahr bei folgenden Posten durch eine Neubewertung erforderlich werden:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Geschäfts- und Firmenwert 229 526
Finanzanlagen 11.057 18.015
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 5.236 7.126
Sonstige Rückstellungen 2.212 3.162

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen ausschließlich durch Konzerngesellschaften erbrachte Dienstleistungen. Weitere bedeutsame Kategorien von Umsatzerlösen liegen nicht vor.

6.2 Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus der Equity-Bewertung

Die Erträge aus Beteiligungen setzen sich zusammen aus den Aufwendungen und Erträgen aus Beteiligungen, insbesondere aus erhaltenen Dividenden.

Die Erträge aus der Equity-Bewertung setzen sich zusammen aus den Aufwendungen und Erträgen der assoziierten Unternehmen.

6.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012 2011
Erträge aus der Entkonsolidierung 3.733 0
Auflösung von Rückstellungen 730 436
Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen 449 387
Währungsgewinne 49 315
Übrige sonstige betriebliche Erträge 737 1.306
5.698 2.444

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen.

6.4 Direkte Kosten des Umsatzes (Aufwendungen für bezogene Leistungen)

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen Aufwendungen für Anlageberatungsvergütungen und Vertriebsprovisionen.

6.5 Personalaufwendungen

Der Personalaufwand beinhaltet die Vergütungen der Vorstände und Geschäftsführer der Konzernunternehmen sowie der beschäftigten Mitarbeiter. Die Arbeitnehmer des Konzerns sind im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufenden Beitragszahlungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst werden. Darüber hinaus bestehen keine Zusagen zur Altersvorsorge.

in TEUR 2012 2011
Löhne und Gehälter -6.523 -10.422
Soziale Abgaben -667 -718
Sonstiger Personalaufwand -556 -115
-7.746 -11.255

6.6 Sachaufwendungen

Die Sachaufwendungen setzen sich aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen zusammen. Die wesentlichen Positionen stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2012 2011
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen -324 -338
Bank- und Versicherungsgebühren -108 -11
Beratungs- und Prüfungskosten -1.164 -825
Bürokosten -72 -37
Forderungsausfälle -328 -483
KFZ-Kosten -165 -184
Kosten für Marketing und Finanzmarktinformationen -697 -860
Kosten für Kommunikation und IT -399 -475
Reise- und Bewirtungskosten -1.353 -1.387
Raumkosten -881 -780
Verluste aus der Entkonsolidierung -306 -10
Übrige sonstige Aufwendungen -1.535 -1.827
-7.332 -7.217

Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten und sowie Beiträge und Gebühren. Die Aufwendungen für die Differenzen aus der Umrechnung von Währung betragen TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 286).

6.7 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich zusammen aus:

in TEUR 2012 2011
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen 2.882 9.476
Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen -3.980 -10.472
Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapieren -8.114 -20.893
Zinsen und ähnliche Erträge 288 508
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19 -51
-9.043 -21.431

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Bewertungskategorien:

in TEUR 2012 2011
Beteiligungen der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet"
1.584 0
Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermö
genswerte
0 1.186
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie "erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet"
216 0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
956 6.841
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zu Handelszwecken
gehalten"
126 1.449
2.882 9.476

Der Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren betrifft folgende Bewertungskategorien:

in TEUR 2012 2011
Beteiligungen der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet"
-1.585 0
Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermö
genswerte
0 -1.631
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie "erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet"
-1.223 0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
-988 -8.312
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zu Handelszwecken
gehalten"
-140 -1.599
Aufwandswirksame Auflösung der Neubewertungsrücklage aus dem Abgang
von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte" -44 1.070
-3.980 -10.472

Die Zinsen und ähnlichen Erträge sowie Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Verzinsung von Darlehen, Bankguthaben und Kontokorrentverbindlichkeiten.

Die Wertveränderungen der Finanzinstrumente sind unter dem Punkt 8.1 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten näher erläutert.

6.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende und latente Steuern. Die laufenden Ertragsteuern entsprechen der erwarteten Steuerschuld, die aus dem zu versteuernden Einkommen aus der laufenden Periode resultiert.

in TEUR 2012 2011
Tatsächlicher Steueraufwand der Periode -208 -110
Anpassungen für Ertragssteuern früherer Perioden 83 126
Latente Steuern -95 57
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -220 73

Die Überleitung von der theoretisch zu erwartenden Steuerbelastung einer Kapitalgesellschaft zum tatsächlich im Konzernabschluss erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2012 2011
Konzernergebnis vor Steuern -8.760 -24.890
Theoretischer Steuerstz in Prozent 31,93 31,93
Theoretischer Steuerertrag 2.797 7.947
Veränderungen des theoretischen Steuerertrags
Minderung durch steuerfreie Erträge -3.674 -8.272
Erhöhung auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 657 397
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -220 73
Steuerquote in Prozent -2,5 0,3

Der theoretische Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen. Bei dem in Frankfurt am Main angewandten gewerbesteuerlichen Hebesatz von 460 Prozent ergibt sich eine steuerliche Belastung von 31,93 %. Dieser Prozentsatz liegt der Ermittlung der latenten Steuern zugrunde.

Ertragsteuern die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, einschließlich der Umgliederungsbeträge, entfallen, waren wie im Vorjahr nicht zu erfassen.

Die Ausschüttung von Dividenden unterliegt dem in Deutschland maßgeblichen System des Kapitalertragssteuerabzugs.

Aufgrund fehlender verlässlicher Nutzbarkeit im Planungszeitraum von drei Jahren sind die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von EUR 25,5 Mio. (Vorjahr EUR 15,6 Mio.) nicht nutzbar. Die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge sind hinsichtlich der noch ausstehenden Bescheide der Finanzbehörden für die Jahre 2011 und 2012 vorläufig und beziehen sich auf die körperschaftsteuerliche Gewinnermittlung.

6.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen ergibt sich wie folgt:

in TEUR 2012 2011
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -8.979 -24.817
abzgl. nicht beherrschende Anteile aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
440 93
ergibt das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis aus
fortzuführenden Geschäftsbereichen
-8.539 -24.724
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien 4.538.670 4.538.670
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) -1,88 -5,45

Für das Geschäftsjahr 2012 ist keine Dividendenzahlung geplant.

7. Erläuterungen zur Konzernbilanz

7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Zusammensetzung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt, der eine Anlage zum Konzernanhang darstellt.

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen erworbene Software-Lizenzen.

Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen liegt zwischen 3 und 20 Jahren.

Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung fielen nicht an und wurden daher weder im Aufwand erfasst noch aktiviert.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden nicht aktiviert.

7.2 Geschäfts- oder Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den Erstkonsolidierungen im Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit (IAS 36), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugewiesen wird, wurden die jeweiligen Gesellschaften festgelegt. Der erzielbare Betrag wurde als Nettoveräußerungserlös abzüglich Kosten der Veräußerung auf Basis eines Discounted Cash Flow (DCF) Verfahrens ermittelt. Die verwendeten Kapitalkosten in Höhe von 6,70% (Vorjahr: 7,08%) wurden aus verfügbaren Branchendaten ermittelt.

Abschreibungen in Höhe von TEUR 287 wurden auf den Geschäfts- und Firmenwert der GAIA Mineral Resources vorgenommen und im Finanzergebnis ausgewiesen. Ein durch die Gesellschaft betriebenes Explorationsprojekt musste eingestellt werden und wird daher zukünftig keine Zahlungsmittel generieren.

Für die Buchwertentwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts verweisen wir auf den Anlagespiegel, der eine Anlage zum Anhang darstellt.

Aufgrund der Entkonsolidierung der ADC Business Development Services Limited ist der entsprechende Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 10 abgegangen

229 527
GAIA Mineral Resources Limited 0 287
ADC Business Development Services Limited 0 10
VCH Vermögensverwaltung AG 1 2
Patriarch Multi-Manager GmbH 228 228
in TEUR 31.12.2012 31.12.2011

7.3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen folgende Posten:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 306 152
Anteile an verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 120 114
Beteiligungen 2.641 1.884
Wertpapiere des langfristigen Vermögens 7.386 12.942
Ausleihungen 604 2.923
11.057 18.015

Die Wertpapiere des langfristigen Vermögens betreffen folgende Bestände:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet"
3.179 8.245
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte" 4.207 4.697
7.386 12.942

7.4 Aktive und passive latente Steuern

Es wurde ein Steuersatz von 31,93 % angesetzt. Die passiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf die Abzinsung von langfristigen Schulden gebildet.

Zeitliche Differenzen
in TEUR 2012 Verände
rung
2011
Sachanlagen 48 48 0
Finanzanlagen 0 0 0
Sonstige Vermögenswerte 10 67 -57
Langfristige Schulden -67 11 -78
Kurzfristige Schulden 0 -500 500
Latente Steuer erfolgsneutral Aufwand (+) / Ertrag (-)
31.12.2012 31.12.2011
in TEUR Aktiv Passiv Aktiv Passiv 2012 2011 2012 2011
Sachanlagen 0 -15 0 0 0 0 15 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0 80 0 -243
Sonstige Vermögenswerte 0 -3 18 0 0 0 -76 164
Langfristige Schulden 0 -21 0 -25 0 0 -4 17
Kurzfristige Schulden 0 0 160 0 0 93 160 57
2011 2012 2011
15
$\mathbf{0}$ $\overline{0}$
80 $\overline{0}$ $-243$
$\mathbf 0$ $-76$ 164
$\overline{0}$ $-4$ 17
93 160 57

7.5 Wertpapiere

Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Wertpapiere der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" 4.133 4.220
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte" 1.103 2.906
5.236 7.126

7.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen aus Ertragssteuern betreffen folgende Posten:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Ausleihungen 2.585 0
Kaufpreisforderungen 643 550
Forderungen aus Vorsteuer 337 429
Forderungen aus Ertragssteuern 287 1.974
Übrige 297 496
4.149 3.449

7.7 Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen vollständig dem Finanzmittelfonds und bestehen im Wesentlichen aus Kontokorrent- und Tagesgeldkonten sowie aus Festgeldanlagen.

7.8 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.538.670 und ist eingeteilt in 4.538.670 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 hat beschlossen, dass gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung noch in Höhe von TEUR 1.059 bestehende Genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und der Gesellschaft ein neues Genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 2.269 (Genehmigtes

Kapital 2009/I) zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 2.269 zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.

Außerdem besteht noch das Bedingte Kapital 2007/I in Höhe von TEUR 2.119, das für die Gewährung von Bezugs- und/oder Wandlungsrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen geschaffen wurde. Es wurden bislang jedoch keine Optionsoder Wandelschuldverschreibungen begeben. Von der Möglichkeit, das Grundkapital bedingt bis zu TEUR 2.119 (Bedingtes Kapital 2007/I) zu erhöhen, hat die Gesellschaft daher im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht.

Zudem hat die ordentliche Hauptversammlung vom 10. August 2010 beschlossen, die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien zu ermächtigen. Die Gesellschaft wurde ermächtigt, vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.

Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten

Die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.

Im Berichtszeitraum wurden Wertanpassungen auf Finanzinstrumente in folgender Höhe in im Eigenkapital erfasst:

in TEUR 2012 2011
Bewertung und Abgänge Beteiligungen 0 -1.661
Bewertung und Abgänge von Wertpapieren -3.248 -4.191
Veränderungen aufgrund erfolgswirksamer Berücksichtigung dauerhafter
Wertminderungen
3.090 11.052
-158 5.200

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile sind unverändert und betreffen die nicht den Aktionären der Altira zuzuordnenden Anteile am Eigenkapital der folgenden vollkonsolidierten Konzernunternehmen:

VCH Vermögensverwaltung AG
GAIA Mineral Resources Limited
in % Anteil Minderheiten
am Kapital
Tochterunternehmen
VCH Vermögensverwaltung AG 25,5
GAIA Mineral Resources Limited 45

Konzernabschluss 53

Der Saldo der im sonstigen Ergebnis erfassten und im Eigenkapital ausgewiesenen Ergebnisanteile beträgt TEUR 54 (Vorjahr TEUR -274).

Im Berichtsjahr wurden Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR -31 (Vorjahr: TEUR 147) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

7.9 Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 428) betreffen die "Beitragsrückstellungen EDW" sowie Teile der unter "sonstige" ausgewiesenen Rückstellungen und haben Laufzeiten von über einem Jahr. Die Fälligkeit ist unbestimmt und wird zu jährlich gleichen Teilen erwartet. Diese Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 74) abgezinst. Die Bildung und ratierliche Auflösung der Abzinsung wird über das Finanzergebnis erfasst und in der nachfolgenden Tabelle unter den Zuführungen ausgewiesen. Aus der Fortschreibung der verwendeten Zinssätze ist kein wesentlicher Effekt entstanden.

Die Steuerrückstellungen betreffen die erwarteten Zahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuer.

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2011 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2012 Wahrschein
lichkeit der
Inanspruch
nahme
Beitragsrückstellun
gen EDW
285 -24 -19 24 266 mittel
Personalrückstel
lungen
1.802 -1.519 -292 641 632 mittel
Jahresabschluss
und
Prüfung
204 -179 -16 152 161 hoch
AR-Rückstellungen 82 -52 0 41 71 hoch
Provisionsrückstel
lungen
472 -472 0 131 131 hoch
Sonstige 745 -238 -403 847 951 mittel
3.590 -2.484 -730 1.836 2.212

Die Personalrückstellungen betreffen Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Urlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbeschädigtenabgaben.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen und Mietnebenkosten.

7.10 Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 0) bestehen aus einer mit 7% p.a. verzinslichen Anleihe (WKN A1PGS1) welche die Altira AG im August 2012 begeben hat. Die Rückzahlung der Anleihe ist am 1. August 2015 fällig. Der Ansatz erfolgt zum Nominalbetrag, der Zinsaufwand wird im Finanzergebnis erfasst.

Die Zinsen werden jährlich zum gleichen Zeitpunkt an die Anleihezeichner ausgezahlt. Die zum Stichtag anteilig zu erfassende Verbindlichkeit für diese Zinszahlungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) wird unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag bzw. in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Vertriebsprovisionen und Subberaterverträgen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen folgende Posten:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Lohn- und Kirchensteuer 137 171
Abzuführende Umsatzsteuer 4 20
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 4
Verbindlichkeiten aus Optionen 0 500
übrige Verbindlichkeiten 29 1.019
170 1.714

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Optionen betrafen in 2010 gewährte Call-Optionen. Der Zeitwert der Call-Optionen zum Stichtag wurde durch ein Binomialmodell berechnet. Die Optionen berechtigten den Inhaber, bis zum 30. Dezember 2012 Aktien aus dem Bestand der Altira AG zu beziehen. Die Call-Optionen sind zum 31.12.2012 ohne Inanspruchnahme ausgelaufen und führten zu einem Ertrag in voller Höhe.

8. SONSTIGE ANGABEN

8.1 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Kategorien, für die Stichtage 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 zur Bilanz übergeleitet:

  1. Dezember 2012 in TEUR
Fair Value zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
nicht im
Anwen
dungs
bereich von
IFRS 7
Bilanz
ausweis

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 306 306 306 Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) 110 110 Beteiligungen der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren 2.531 2.531 Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten 4.207 4.207 Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten 3.179 3.179 Ausleihungen 604 604 604 Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert), bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46c 120 120 Langfristige finanzielle Vermögenswerte 10.827 834 306 11.057 Wertpapiere der Kategorie zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten 1.103 1.103 Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten 4.133 4.133 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 737 737 737 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11 11 11 Forderungen gegen verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) 27 27 27 Sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 4.148 3.862 287 4.148 Guthaben bei Kreditinstituten 7.096 7.096 7.096 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 17.255 11.732 287 17.255

31. Dezember 2012
in TEUR
Fair Value zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Bilanz
ausweis
Langfristige Anleihen 1.000 1.000 1.000
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 157 157
Langfristige finanzielle Schulden 1.157 1.000 1.157
31. Dezember 2012
in TEUR
Fair Value zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Bilanz
ausweis
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
5 5 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.536 1.536 1.536
Kurzfristige finanzielle Schulden 1.541 1.541 1.541
31. Dezember 2011
in TEUR
Fair Value zu fortgeführ
ten Anschaf
fungs
kosten be
wertet
nicht im
Anwen
dungs
bereichvon
IFRS 7
Bilanz
ausweis
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 152 152 152
Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) 66 66 66
Beteiligungen der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit Hilfe
von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
1.818 1.818
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu
Kursen auf aktiven Märkten
4.697 4.697
Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet zu Kursen
auf aktiven Märkten
3.915 3.915
Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet zu
Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c)
1.754 355 1.754
Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit
Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
2.577 2.577
Ausleihungen 2.922 2.922 2.922
Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert), bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46c 114 114 114
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 18.015 3.457 152 18.015
Wertpapiere der Kategorie zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten 2.906 2.906
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen
auf aktiven Märkten
4.220 4.220
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.128 2.128 2.128
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.048 1.048 1.048
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) 28 28 28
Sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 3.448 1.474 1.974 3.448
Guthaben bei Kreditinstituten 7.609 7.609 7.609
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 21.387 12.287 1.974 21.387
31. Dezember 2011
in TEUR
Fair Value zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Bilanz
ausweis
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
582 82 582
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.484 1.484 1.484
Kurzfristige finanzielle Schulden 1.984 1.566 2.066

Der Bestand an Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens der Altira setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Börsennotierte Wertpapiere 8.338 11.330
davon bewertet über das sonstige Ergebnis 3.029 3.726
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung 5.309 7.604
Nicht börsennotierte Wertpapiere 0 4.218
davon bewertet über das sonstige Ergebnis 0 4.218
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Anteile an Investmentfonds 4.133 4.294
davon bewertet über das sonstige Ergebnis 4.133 4.294
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
0 0
Festverzinsliche Wertpapiere 151 190
davon bewertet über das sonstige Ergebnis 151 190
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Zertifikate 0 36
davon bewertet über das sonstige Ergebnis 0 36
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
12.622 20.068

Die Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag ein Börsenkurs und regelmäßiger Handel an einer Börse oder eine regelmäßige Kursnotierung während der Berichtsperiode vorlag, wurden mit diesem Kurs zum Stichtag bewertet.

Aus der ergebniswirksamen Bewertung der börsennotierten Finanzinstrumente resultierten im Berichtsjahr Zuschreibungen in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 1) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.240 (Vorjahr: TEUR 2.663).

Bei der Bewertung der Finanzinstrumente der Kategorie "ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren" würden sich keine erheblichen Änderungen ergeben, wenn diese mit plausiblen alternativen Annahmen durchgeführt worden wäre. Die Überleitung von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz nach IFRS 7.27B stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 01.01.2012 Zugänge Abgänge Gewinne
und Verlus
te, erfasst
in der GuV
Rechngung
31.12.2012
Beteiligungen der Kategorie
"ertragswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertet" ,
bewertet mit Hilfe von Inputda
ten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren
4.395 814 -1.219 -1.143 2.847

Ergebniswirksame Wertänderungen auf Forderungen aus Kaufpreisen und Darlehen wurden in Höhe von TEUR 2.040 (Vorjahr: TEUR 919) im Finanzergebnis ausgewiesen. Forderungsausfälle aus dem operativem Geschäft wurden in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 483) unter den Sachaufwendungen erfasst.

Die übrigen nicht börsennotierten Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wurden anhand von Bewertungsverfahren bewertet, die auf dem Net Asset Value des betreffenden Finanzinstruments beruhen. Ergebniswirksam waren Zuschreibungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und Abschreibungen von TEUR 1.621 (Vorjahr: TEUR 4.020).

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkung hypothetischer Änderungen von Marktpreisen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Bei Kursänderungen von 10 % würden sich folgende Wertänderungen ergeben:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Börsennotierte Finanzinstumente -1.262 -1.581
davon bewertet über das sonstige Ergebnis -731 -760
davon bewertet über die Gewinn- und Verlustrechnung -531 -821

Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien des IAS 39 setzt sich zusammen aus dem Bewertungsergebnis und den Abgangserfolgen:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Finanzinstrumente der Kategorie " zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte"
Bewertungsergebnis -2.069 -1.891
Abgangsergebnis 0 0
-2.069 -1.891
Finanzinstrumente der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet"
Bewertungsergebnis -1.621 -6.596
Abgangsergebnis -1.008 -445
-2.629 -7-041
Kursfristige finanzielle Vermögenswerte
Finanzinstrumente der Kategorie " zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte"
Bewertungsergebnis -924 -6.722
Abgangsergebnis -76 -401
-1.000 -7.123
Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten"
Bewertungsergebnis -1.140 -3.124
Abgangsergebnis -14 -150
-1.154 -3.274
-6.852 -19.329

Im Berichtsjahr wurden auf Finanzinstrumente Wertanpassungen in folgender Höhe erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Wertminderungen von Wertpapieren des langfristigen Vermögens -2.069 -3.037
Wertminderungen von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens -924 -3.029
-2.993 -6.066

Aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen wurden in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten - wie in den Erläuterungen unter 7.8 Eigenkapital erläutert - Wertänderungen im Rahmen des Impairments erfolgswirksam berücksichtigt.

Zum Berichtsstichtag bestehen keine nicht wertgeminderten, überfälligen finanziellen Vermögenswerte. Im Altira-Konzern wird eine Wertminderung vorgenommen, wenn ein finanzieller Vermögenswert uneinbringlich erscheint. Dies ist der Fall, wenn dieser finanzieller Vermögenswert länger als 180 Tage überfällig ist und keine Einigung über eine Verlängerung der Zahlungsfrist erzielt werden konnte, oder wenn es offensichtliche Hinweise oder Tatsachen gibt, die einen Ausgleich ausschließen.

8.2 Angaben zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.

Im Berichtsjahr fanden Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 228) und Zahlungsmittelabflüsse aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 16) statt.

Gezahlt wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 106), erstattet wurden TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 99).

Der Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) besteht aus Bankguthaben.

8.3 Angaben zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung der Altira basiert auf der internen Berichtsstruktur und gliedert sich in die Segmente Holding, Private Markets und Public Markets. Die Investmentteams des Konzerns sind jeweils einem der Segmente Private Markets oder Public Markets zugeordnet.

Die Umsatzerlöse der Altira werden im Wesentlichen in Deutschland erwirtschaftet.

Die Segmente werden wie folgt beschrieben:

Holding

Das Segment Holding ist für die Steuerung und Unternehmensentwicklung des Konzerns sowie für die Erbringung zentralisierter Management- und Verwaltungsdienstleistungen zuständig. Außerdem investiert die Altira Eigenkapital in vom Konzern verwaltete Fonds. Die Erträge und Aufwendungen aus dieser Investitionstätigkeit wurden dem Segment Holding zugeordnet.

Private Markets

Das Segment Private Markets umfasst die Aktivitäten der Altira im Bereich der nicht börsennotierten Kapitalanlagen. Hierzu zählten der Private Equity-Markt, Restrukturierungsfonds, Klimaschutz-Investments sowie Development-Investments in Afrika.

Wesentliche, im Vorjahr mit zum Segment gehörige Gesellschaften (Altira ecolutions Management GmbH, Altira ADC Management GmbH und ADC Business Development Services Limited) wurden im Geschäftsjahr veräußert und daher entkonsolidiert. In der Segmentberichterstattung wurden die Aufwendungen und Erträge bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt mit ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse des Segments Private Markets mit externen Kunden, die jeweils mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse ausmachen, betragen insgesamt TEUR 6.563 (Vorjahr TEUR 3.855).

Public Markets

Dieser Bereich betrifft das Management von Finanzprodukten und Portfolios, die in liquide bzw. börsennotierte Vermögenswerte investieren.

Hierzu zählen insbesondere die Investmentfonds der VCH Investment Group AG sowie die Dachfonds der Patriarch Multi-Manager GmbH. Die Umsatzerlöse des Segments Public Markets resultieren im Wesentlichen aus Management und Performance Fees für die Verwaltung der Investmentfonds.

Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden zu marktüblichen Bedingungen wie unter fremden Dritten ermittelt.

Die ausgewiesenen Wertminderungen und Wertaufholungen (IAS 36.129/130) betrafen im Wesentlichen das Segment "Holding".

8.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag hat der Altira Konzern folgende Patronatserklärungen abgegeben:

  • in Höhe von bis zu EUR 200.000,00 zugunsten der DMB Deutsche Mittelstandsbeteiligungs GmbH,
  • in Höhe von bis zu EUR 30.000,00 zugunsten der Greenland Management GmbH,
  • in Höhe von bis zu EUR 200.000,00 zugunsten der Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA

Die aus den Patronatserklärungen zu erwartende Verpflichtung ist im Konzernabschluss unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Über diese Rückstellungen hinausgehende Inanspruchnahmen erwarten wir zurzeit nicht.

Aus einer Darlehenszusage gegenüber der Clearsight Investments AG, Schweiz, in Höhe von TEUR 5.000 wurden bisher TEUR 2.987 abgerufen. Zum Bilanzstichtag besteht daher eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.013. Die Inanspruchnahme der Abrufe ist in voller Höhe zu erwarten.

Weitere Eventualverbindlichkeiten und aus der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Aus einem in 2011 auf die Dauer von 5 Jahren und sechs Monate fest abgeschlossenen Mietvertrag resultieren zum Stichtag Mietverpflichtungen über insgesamt TEUR 2.978. Der Mietvertrag endet im April 2017 und kann durch die Altira um weitere fünf Jahre verlängert werden. Als Mietsicherheit wurde eine Bankbürgschaft über TEUR 205 geleistet.

Die künftigen Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aus diesem Operating-Lease-Vertrag ergeben sich wie folgt:

in TEUR Immobilien
31.12.2012 31.12.2011
Bis zu einem Jahr 618 618
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 2.360 2.471
Über fünf Jahre 154
Summe Mindestleasingzahlungen 2.978 3.244

Die tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen werden durch den Abschluss von Untermietverträgen reduziert. Da diese jeweils kurzfristig kündbar sind, wurden die Beträge in der Berechnung der Mindestleasingverpflichtungen nicht berücksichtigt.

8.5 Nahestehende Unternehmen und Personen

— Zum Bilanzstichtag übte die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH werden die ABL sowie alle Unternehmen, auf die die ABL oder die Gesellschafter der ABL

(ABL), Frankfurt am Main einen beherrschenden Einfluss auf die Altira AG aus. Daher einen maßgeblichen Einfluss ausübten, als nahestehende Unternehmen betrachtet.

Der Altira Konzern hat an die ABL Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 80) geleistet und Erstattungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) erhalten.

— Die ABL beherrschte zum Stichtag des Weiteren die Aragon AG, Wiesbaden und die Silvia nehmen waren nahestehende Unternehmen der Altira AG. Die Altira übt über ihre Beteiligung einen maßgeblichen Einfluss auf die Seyes GmbH, Bayreuth, aus, deren IT-Dienst-

Quandt & Cie. AG, Frankfurt am Main. Diese Gesellschaften sowie deren Tochterunterleistungen sie in Anspruch nimmt.

Von diesen nahestehenden Unternehmen hat die Altira AG Vergütungen für sonstige Dienstleistungen und Weiterbelastungen von Auslagen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 356) erhalten und einen Betrag von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 210) an diese geleistet.

— Die vom Altira-Konzern verwalteten, in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisier-

ten, Gesellschaften werden als sonstige nahestehende Unternehmen klassifiziert.

Die Altira weist im Berichtsjahr Erträge von den sonstigen nahestehenden Unternehmen für die Übernahme der Verwaltung und Geschäftsführung und für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.496 (Vorjahr: TEUR 6.394) und Aufwendungen für Weiterbelastungen von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 21) aus.

Von der Heliad wurden im Berichtsjahr sämtliche Anteile an der DMB Deutsche Mittelstandsbeteiligungs GmbH (vormals: Edelweiß 007 GmbH) gekauft. Der Kaufpreis entsprach dem Eigenkapital der neu gegründeten Gesellschaft.

Zum Bilanzstichtag bestanden gegenüber nahestehenden Unternehmen per Saldo Nettoverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr Nettoforderungen: TEUR 1.528). Aus Darlehen bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 2.585 (Vorjahr: 2.385). Die Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst.

Gegenüber Personen in Schlüsselpositionen der Gesellschaft und ihres beherrschenden Unternehmens bestanden Forderungen aus Mitarbeiterdarlehen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 188).

Die Bezüge der Personen in Schlüsselpositionen der Gesellschaft ergeben sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Erfolgsunabhängige Entlohnung des Vorstands 1.040 1.162
Erfolgsabhängige Entlohnung des Vorstands 0 594
Aufsichtsratvergütungen 52 90
1.092 1.846

Im Berichtsjahr wurden keine im Vorjahr zurückgestellten erfolgsabhängigen Vergütungen ausbezahlt (Vorjahr: TEUR 698). Die insgesamt im Berichtsjahr an die Mitglieder des Vorstands ausbezahlten Vergütungen betragen damit TEUR 1.040 (Vorjahr: TEUR 1.162).

Zur Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds nach § 314 Abs. 1 Abs. 6 Buchstabe a Satz 5 ff. HGB besteht keine Verpflichtung, da die Altira AG keine börsennotierte Aktiengesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr Aufsichtsratvergütungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 90). Kosten wurden im laufenden Geschäftsjahr nicht (Vorjahr: TEUR 2) übernommen.

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu Bedingungen wie gegenüber Dritten durchgeführt.

8.6 Anteilsbesitz

Alle Beteiligungen, an denen die Altira 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, sind in der Anlage zum Konzernanhang aufgeführt.

Die Altira hält an folgenden großen Kapitalgesellschaften eine Beteiligung, die mehr als 5 Prozent der Stimmrechte überschreitet:

— Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main

— MAGNAT Real Estate AG, Frankfurt am Main

8.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden der Altira Renewables Management GmbH veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 24. Januar 2013 ihre Anteile an der Clearsight Investments AG veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 5. März 2013 ihre Anteile an der Altira Renewables Komplementär GmbH veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Die Gesellschaft hat am 8. März 2013 ihre Anteile an der Magnat Real Estate AG veräußert. Der Verkauf hat keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012.

Am 8. März 2013 hat uns Herr Bernd Förtsch, Kulmbach, gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft gehören, da ihm die von der Lion Capital AG an unserer Gesellschaft gehaltenen Aktien über die BF Holding GmbH gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.

Am 22. März 2013 hat uns die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH , Frankfurt am Main, gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihr nicht mehr der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft gehört.

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

8.8 Angaben zum Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes durch das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die angestrebte Eigenkapitalverzinsung soll möglichst ohne langfristig zur Verfügung gestelltes Fremdkapital erreicht werden.

Steuerungsgröße des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital nach IFRS.

Investitionen werden dabei nur getätigt, wenn sichergestellt werden kann, dass die Altira jederzeit in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dazu werden der Bestand an flüssigen Mitteln und die geplanten Mittelzu- und -abflüsse täglich durch das Management der Gesellschaft überwacht.

Da die Gesellschaft keine wesentlichen Fremdfinanzierungen in Anspruch nimmt, sind weitere Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich des Kapitalmanagements nicht notwendig.

8.9 Angaben zum Risikomanagement

Das Risikomanagement der Altira identifiziert, analysiert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.

Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:

1. Strategische Risiken

  • Entwicklung des Kapitalmarktumfelds
  • Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber
  • Human Resources

2. Finanzielle Risiken

  • Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen)
  • Liquiditätsrisiko
  • Rechtliche Risiken
  • Risiken aus Änderungen des Steuerrechts

3. Operative Risiken

  • Finanzbuchhaltung und Controlling
  • Zahlungsflüsse
  • IT-Sicherheit

Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements

Die Geschäftstätigkeit der Altira konzentriert sich fast ausschließlich auf den Euro-Währungsraum. Daher ist das Währungsrisiko auf einzelne Investitionen beschränkt. So hält die Altira AG Anteile an der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (ADC), Frankfurt am Main. Die ADC investiert vornehmlich in Finanzdienstleistungs- und sonstige Dienstleistungsunternehmen in Afrika und arbeitet dort mit lokalen Währungen und mit US-Dollar. Daneben ist die Altira im geringeren Umfang vom Währungsrisiko zum Schweizer Franken betroffen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Hebelzertifikate zur Absicherung von Marktrisiken im Publikumsfondsbereich eingesetzt.

Zur Absicherung gegen operative und rechtliche Risiken wird ein internes Kontrollsystem (IKS) angewandt.

Aufgrund der Finanzierungsstruktur ist für die Altira das direkte Risiko von Zinsänderungen nicht wesentlich.

Der Wert von finanziellen Vermögenswerten kann bei unvorteilhafter Geschäftsentwicklung des Emittenten im Extremfall auf null absinken.

Durch eine Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass finanzielle Verpflichtungen jederzeit durch das Vorhalten ausreichender Liquidität erfüllt werden können.

Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Da die ausgewiesenen liquiden Mittel ausreichend sind, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken, ist die Altira nur geringfügig unmittelbaren Liquiditätsrisiken ausgesetzt.

Weitere Angaben zu Art und Ausmaß der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken erfolgen im Konzernlagebericht.

8.10 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden in den Konzernunternehmen 78 Mitarbeiter (Vorjahr: 70) – ohne die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung der Konzernunternehmen – beschäftigt.

8.11 Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durch den Konzernabschlussprüfer TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 60) für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 7,5) für andere Bestätigungsleistungen zuzüglich Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.

Für die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr. TEUR 81) gebildet.

8.12 Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand:

Herr David Zimmer, CEO, Frankfurt am Main, MBA, Volljurist

Seit dem 26.06.2012 und bis zum 15.05.2013 Herr Matthias Graat, Vorstand Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb, Düsseldorf Investment Banker

Bis zum 22.11.2012 Herr Andreas Lange, CFO, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Bis zum 22.11.2012 Herr Peter Brumm, Business Development, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Aufsichtsrat:

Herr Axel-Günter Benkner (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Nidderau, selbstständiger Unternehmensberater

Bis zum 16.11.2012 Herr Christian Angermayer (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Frankfurt am Main, Unternehmer

Herr Dr. Friedrich Schmitz, Frankfurt am Main Vorstand der CE Asset Management AG

Am 4. Januar 2013 wurde Herr Achim Lindner auf Antrag des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft durch das Amtsgericht Frankfurt am Main bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung als Ersatz für den ausgeschiedenen Herrn Christian Angermayer zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Mit Wirkung zum 15. Mai 2013 wurden die Herren Stefan Schütze und Juan Rodriguez zu Vorständen der Altira AG berufen. Herr Matthias Graat ist zum gleichen Zeitpunkt als Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden.

Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Abschnitt "nahestehende Personen und Unternehmen" angegeben.

Frankfurt am Main, 12. Juni 2013

David Zimmer Stefan Schütze Juan Rodriguez

CEO Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Altira Aktiengesellschaft,

Wir haben den von der Altira Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

.

Köln, 25. Juni 2013

ifb Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Ralph Wenner) (ppa. Steffen Urban)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ANLAGESPIEGEL 2012

Anschaffungskosten Wertberichtigungen Buchwerte
in TEUR Stand
Effekte aus
01.01.2012
Wechsel
kursände
rungen
Zu-/Abgang
Zugang der
aus Ände
rung des
Konsolidie
rungskrei
ses
Abgang der
Periode
Stand
31.12.2012
Stand
01.01.2012
Abgang der
Periode
Abschrei
bung der
Periode
Zuschrei
bung der
Periode
Stand
31.12.2012
Stand
31.12.2012
Stand
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 1.172 -10 1.162 -646 -287 -933 229 526
EDV-Software und Lizenzen 702 -8 77 772 -569 5 -109 -673 98 134
1.874 -18 77 1.934 -1.215 5 -396 -1.606 328 659
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 106 104 210 -106 -18 -124 86 0
Technische Anlagen und
Maschinen
1.094 -140 361 -188 1.127 -608 207 -220 -621 506 486
1.200 -140 465 -188 1.337 -714 207 -238 -745 592 486
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.296 -55 831 -40 3.032 -412 20 -392 2.641 1.884
2. Beteiligungen an assoziier
ten Unternehmen
25 1 26 127 -103 256 280 306 152
3. Ausleihungen1 3.111 -21 161 763 -2.694 1.321 -188 70 -598 -717 604 2.923
4. Wertpapiere 23.827 -131 2.052 -16.840 8.908 -10.885 14.098 -5.139 404 -1.522 7.386 12.942
5. Verbundene Unternehmen
(nicht konsolidiert)
174 44 76 -46 248 -59 -68 -127 120 114
29.433 -19 19 3.722 -19.619 13.535 -11.417 14.065 -5.805 680 -2.478 11.057 18.015
32.507 -19 -138 4.264 -19.807 16.806 -13.346 14.277 -6.439 680 -4.829 11.977 19.160

1) Im Vorjahr unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Darlehen wurden im Berichtsjahr in das kurzfristige Vermögen (TEUR 2.585) umgegliedert.

ANLAGESPIEGEL 2011

Anschaffungs- und Herstellkosten Wertberichtigungen³ Restbuchwert
in TEUR Stand
01.01.2011
Verände
rung des
Konsolidie
rungskrei
ses
Zugang Abgang Stand
31.12.2011
Stand
Zugang
Verände
Abgang
01.01.2011
rung des
Konsolidie
rungskrei
ses
Stand
31.12.2011
Stand
31.12.2011
Stand
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software 635 -7 74 0 702 -450
-125
6
0
-569 134 185
Geschäfts- oder Firmenwert 885 287 0 0 1.172 0
-646
0
0
-646 526 885
1.520 280 74 0 1.874 -450
-771
6
0
-1.215 659 1.070
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 106 0 0 0 106 -87
-19
0
0
-106 0 18
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
1.067 65 224 -262 1.094 -537
-195
-14
137
-608 486 530
1.173 65 224 -262 1.200 -624
-214
-14
137
-714 486 549
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 25 0 0 0 25 151
-24
0
0
127 152 176
2. Beteiligungen 1.224 0 3.851 -2.779 2.296 1.621
-3.659
0
1.626
-412 1.884 2.845
3. Ausleihungen1 1.100 172 1.839 0 3.111 -314
-188
0
314
-188 2.923 786
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 20.212 787 3.708 -880 23.827 -2.846
-8.762
-53
-776
-10.885 12.942 17.366
5. Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)² 64 110 0 0 174 0
-59
0
0
-59 114 64
22.625 1.069 9.398 -3.659 29.433 -1.388
-12.692
-53
2.716
-11.417 18.015 21.237
25.318 1.414 9.696 -3.921 32.507 -2.462
-13.676
-61
2.853
-13.346 19.160 22.856

1) Darlehen mit einem Buchwert in Höhe von ca. TEUR 2.400 wurden vom kurz- in das langfristige Vermögen umgegliedert und unter den Zugängen ausgewiesen.

2) Im Vorjahresabschluss wurden die nicht konsolidierten Unternehmen unter den Beteiligungen ausgewiesen.

3) Die Wertminderungen auf Finanzanlagen beinhalten erfolgswirksame und erfolgsneutrale Bestandteile.

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