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FinLab AG — Annual Report 2011
May 8, 2012
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Annual Report
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Altira AG
Frankfurt / Main
Altira Jahresfinanzbericht 2011
JAHRESFINANZBERICHT 2011
ALTIRA GROUP
Unabhängige Investmentteams Institutionelle Infrastruktur Unternehmerisches Asset Management
UNSERE LEITLINIEN
Die Altira Group - unternehmerisches Asset Management
Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset-Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle und private Investoren fokussiert hat.
Experte für Wachstumsmärkte
Die Altira Group konzentriert sich auf neu entstehende, zukunftsorientierte Märkte in den Themengebieten Erneuerbare Energien & Rohstoffe, Afrika und Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen. In diesen Märkten sind die Investmentteams der Altira Group in Nischensegmenten aktiv und durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.
Unabhängige Investmentteams unterstützt durch eine institutionelle Infrastruktur
Die Investmentteams sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und verfügen über einen eigenen Markenauftritt. Daneben sind sie auf Unternehmens- bzw. Produktebene investiert und haben langfristige, erfolgsabhängige Anreizstrukturen, um einen Gleichlauf der Interessen mit den Investoren sicherzustellen. Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die professionelle, institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die insbesondere Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement, Finanzen, Recht, Marketing und Vertrieb(-sunterstützung) sowie IT übernimmt. Hierdurch werden Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung, insbesondere mit Hinblick auf Transparenz in der Investorenkommunikation, gewährleistet. Es können zudem die Vorteile eines gemeinsamen, großen Netzwerks genutzt werden und es ergeben sich darüber hinaus noch weitere Synergie- und Skaleneffekte.
Darüber hinaus investiert die Altira Group in der Regel als Seed Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier in den Produkten ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren und zusätzlich mit den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird. Das Ziel der Altira Group: Mehrwert für Investoren schaffen. Somit vereint die Altira Group Asset Management-Expertise mit Unternehmertum. Mit diesem Ansatz verfolgt sie das Ziel, das Vermögen ihrer Investoren zu mehren.
In dieser Aufgabe wird das Management der Altira Group durch hochkarätige Aufsichtsratsmitglieder wie Axel-Günter Benkner, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, und Dr. Friedrich Schmitz unterstützt.
STRUKTUR
Altira Group
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| Erneuerbare Energien & Rohstoffe | Afrika | Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen | Sonstige Alternative Investments |
|---|---|---|---|
| Erneuerbare Energien (Projektentwicklung) - Altira ecolutions Management GmbH | Afrika (Direktinvestments) - Altira ADC Management GmbH | Deutscher Mittelstand (Direktinvestments) - Altira Heliad Management GmbH | Privater Vermögensaufbau (Dachfonds) - Patriarch MultiManager GmbH |
| Erneuerbare Energien (Direktinvestments) - Altira Renewables Management GmbH | Emerging Markets (Aktien) - VCH Vermögensverwaltung AG | Restrukturierungen Europa (Dachfonds - Clearsight Investments AG | |
| Rohstoffe (Aktien, Derivate) - VCH Vermögensverwaltung AG |
FINANZKENNZAHLEN
Assets under Management in Mio. Euro*

* Anm.: Rückblickend im Sinne der besseren Vergleichbarkeit ohne die at-equity-Konsolidierung der Assets under Management der Minderheitsbeteiligung an der C-Quadrat Investment AG, da diese 2007-2008 abgebaut wurde
Umsatz in Mio. Euro

* Anm.: Aufteilung in Management Fee und Performance Fee
EBIT in Mio. Euro

Konzernergebnis in Mio. Euro

Eigenkapital in Mio. Euro

EK-Quote in Prozent

Bilanzsumme in Mio. Euro

BERICHT DES MANAGEMENTS
VORWORT DES VORSTANDS
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Weltwirtschaft befindet sich in einer jetzt schon vier Jahre währenden Finanz- und Wirtschaftskrise. So war auch das Jahr 2011 dominiert durch die Staatsschulden- und Bankenkrise. Die große Unsicherheit und die erhöhte Volatilität im Kapitalmarkt, welche auf den Finanzmärkten herrscht, machen deutlich, wie fragil die Lage der Weltwirtschaft ist.
Dieses Umfeld hat auch unser Geschäftsjahr geprägt. Insgesamt endete das Jahr mit einem laufenden operativen Ergebnis (EBIT) in Höhe von -3,5 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Steuern (EBT), welches im Wesentlichen einmalige und stichtagsbezogene Wertminderungen reflektiert, in Höhe von -24,9 Mio. Euro.
Trotz des zweifelsohne außerordentlich negativen finanziellen Ergebnisses sehen wir das Jahr 2011 nicht als verlorenes Jahr für die Altira Group an, denn wir haben uns konsequent auf unsere Kerngeschäftsbereiche fokussiert und diese weiter ausbauen können. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Fokussierung - zu der das Jahr 2011 einen wesentlichen Beitrag geleistet hat - mittelfristig auszahlen wird.
Vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur der Industrieländer erweist sich die Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer aufgrund ihrer robusten Wirtschaftsentwicklung immer mehr als die wichtigste Stütze der Weltwirtschaft. Insofern sehen wir uns in dem Ausbau unseres Geschäftsbereichs Afrika, den wir um einen Investmentfonds für Emerging Markets erweitert haben, einmal mehr bestätigt und mit guten Zukunftsaussichten. Unserer Beteiligungsgesellschaft ADC African Development Corporation (ADC) ist es gelungen, in diesem schwierigen Marktumfeld eine Kapitalerhöhung in Höhe von rund 9,2 Mio. Euro durchzuführen und einen strategischen Investor zu gewinnen, sodass der Wachstumskurs der vergangenen Jahre erfolgreich fortgesetzt werden kann.
In dem Geschäftsbereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe ist des Weiteren die personelle Stärkung des institutionellen Fondsbereichs durch den stetigen Ausbau des Erneuerbare Energien-Investmentteams Altira Renewables Management hervorzuheben. Das Fundraising für den von dem Team verwalteten Deutschen Solarfonds "Stabilität 2010" wurde mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 118,5 Mio. Euro, einschließlich einer zusätzlichen Kapitalerhöhung im September, über Plan abgeschlossen. Der Fonds konnte ferner bis zum Jahresende ausinvestiert werden, sodass wir derzeit an der Auflegung eines Nachfolgefonds arbeiten, der für weiteres Wachstum in dem Geschäftsbereich sorgen wird. Auch die Beteiligungsgesellschaft ecolutions konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreiche Transaktionen im Bereich Solarenergie durchführen.
Innerhalb des Geschäftsbereichs Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen wurde unsere Beteiligungsgesellschaft Heliad stabilisiert und erfolgreich ein zweiter Dachfonds des auf Restrukturierungen spezialisierten Investmentteams Clearsight aufgelegt. Per August 2011 wurde der Fonds mit 160 Mio. Euro geschlossen.
So sehr wir von der erfolgreichen Positionierung und dem Ausbau der Teams und Produkte überzeugt sind, mussten wir aufgrund der Entwicklungen an den Finanz- und Aktienmärkten dennoch hohe Abschreibungen auf Finanzinstrumente vornehmen. So mussten neben den Abschreibungen auf Finanzanlagen zum Bewertungsstichtag zudem auch bislang erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasste Wertanpassungen auf Finanzinstrumente durchgeführt werden, um einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung dieser Finanzanlagen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung Rechnung zu tragen.
Insgesamt führte dies zu einem enttäuschenden Jahresergebnis 2011, das sich auch in dem Aktienkurs der Altira AG widerspiegelt. Die positiven Entwicklungen der Kerngeschäftsbereiche werden aktuell noch nicht vom Aktienmarkt honoriert, sodass der Aktienkurs per Jahresende deutlich unter dem Marktwert der Beteiligungen und Vermögensanlagen der Altira AG liegt.
Finanzzahlen
Die Umsatzerlöse sind mit 14,1 Mio. Euro (2010: 17,3 Mio. Euro) um 18,5 Prozent zurückgegangen. Die Betriebsleistung als Summe der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge (2,4 Mio. Euro, 2010: 5,1 Mio. Euro) fiel um rund 26,7 Prozent. Das EBIT der Berichtsperiode liegt mit -3,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis (2010: 4,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug zum Stichtag -24,9 Mio. Euro (2010: 1,2 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen beträgt -24,7 Mio. Euro (2010: 1,1 Mio. Euro). Die Ergebnisverschlechterung resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (1,0 Mio. Euro) sowie der Erhöhung der Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere (17,7 Mio. Euro).
Mit unserem Barmittelbestand von knapp über 7,6 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 81,4 Prozent zum Ende des Jahres 2011 sind wir weiterhin solide finanziert. Der Eigenkapitalwert pro Aktie liegt bei rund 7,30 Euro pro Aktie. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Assets under Management
Die Fokussierung auf unsere drei Schwerpunktthemen Erneuerbare Energien & Rohstoffe, Afrika und Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen ist das Ergebnis einer konsequenten Umsetzung unserer auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie und hat sich gerade in Hinblick auf die sich schnell verändernden Marktrahmenbedingungen als richtig erwiesen. Die Assets under Management betrugen zum 31. Dezember 2011 921 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 18,7 Prozent angestiegen (2010: 776 Mio. Euro).
Aufgeteilt auf die Geschäftsbereiche verteilen sich die Assets wie folgt: Erneuerbare Energien & Rohstoffe 545 Mio. (2010: 238 Mio. Euro), Afrika 85 Mio. Euro (2010: 69 Mio. Euro), Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen 162 Mio. Euro (2010: 168 Mio. Euro) und Alternative Investments 129 Mio. Euro (2010: 300 Mio. Euro). Im Hinblick auf die Assetklassen weisen wir 715 Mio. Euro Assets in den Private Markets aus (2010: 344 Mio. Euro). In den Public Markets verwalten wir Assets in Höhe von 206 Mio. Euro (2010: 322 Mio. Euro).
Ausblick
Operativ werten wir das Jahr 2011 nicht als verlorenes Jahr. Gleichwohl sind wir nicht zufrieden mit dem Kursverlauf der Aktie. Vor dem Hintergrund der hohen Abschreibungen und Wertberichtigungen in diesem Jahr bitten wir unsere Aktionäre weiterhin um Geduld und Vertrauen.
Wir sind davon überzeugt, dass unser Fokus auf alternative Investments in den drei Bereichen Erneuerbare Energien & Rohstoffe, Afrika und Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen eine interessante Ergänzung zu bestehenden Kapitalanlagen darstellt - zum einen, um von dem Wachstum in diesen Märkten zu profitieren und zum anderen, um die notwendige Diversifikation der Kapitalanlagen zu erreichen. Dies hat sich in zahlreichen Gesprächen mit Investoren bestätigt und lässt sich an den Fundraising-Erfolgen des Jahres 2011 eindrucksvoll dokumentieren. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten ihre Qualität im Jahr 2011 erneut deutlich steigern und sind hoch motiviert. Die Altira AG kann nun von einer soliden Basis aus in den nächsten Jahren weiter wachsen.
Mit unseren neuen und ausgebauten Investmentteams werden wir einhergehend mit einem längerem Track Rekord neue Investoren erschließen und die verwalteten Gelder erhöhen. Daneben entwickeln wir basierend auf unserer institutionellen Infrastruktur auch künftig neue Produkte mit unseren Investoren. Zusammen wird dies unsere Einnahmen aus Verwaltungsgebühren und Performance Fees erhöhen, was sich letztlich in dem Kursverlauf der Aktie widerspiegeln sollte.
Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir von Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, in dem abgelaufenen Jahr 2011 erfahren haben und freuen uns auf den weiter anhaltenden Dialog mit Ihnen.
Der Vorstand
DIE ALTIRA AKTIE
Das Jahr 2011 war von vielen Unsicherheiten in der Staatsfinanzierung innerhalb der Euro-Zone sowie den damit verbundenen Schwankungen an den Finanzmärkten geprägt. Auch die Atomkatastrophe in Japan im Kernkraftwerk Fukushima löste im März 2011 Schockwellen über den ganzen Globus aus. Die Revolution in Tunesien im Frühjahr 2011 führte zu Aufständen in einigen Ländern Nordafrikas und in Teilen des Mittleren Ostens. Durch die Revolution begann die Demokratisierung der Region und Despoten wurden vertrieben. Bei vielen Marktteilnehmern führten die Ereignisse in 2011 zu einem gestiegenen Absicherungsbedarf.
Die Hoffnungen auf eine Wirtschaftserholung am Jahresbeginn wurden durch die Staatsschuldenkrise in Europa schnell vernichtet. Besonders hart hat die Schuldenkrise den Finanzwerten in diesem Jahr zugesetzt. Für den europäischen Bankenindex war 2011 das zweitschwärzeste Börsenjahr nach 2008. Sein Pendant für die griechischen Kreditinstitute brach so stark ein wie noch nie in seiner 20-jährigen Geschichte. Die Commerzbank-Aktie verlor beispielsweise auf Jahressicht -71 Prozent - so viel wie kein anderer Dax-Wert. Die Aktien der Deutschen Bank büßten -25 Prozent ein.
Auch unser Aktienkurs entwickelte sich 2011 unerfreulich und nicht zufriedenstellend. Der Kurs der Aktie der Altira AG verlor rund -65,5 Prozent im Vergleich zu -33,7 Prozent des Entry Standard-Index bzw. -14,5 Prozent des SDAX. Der Aktienkurs startete mit 12,75 Euro in das Geschäftsjahr 2011 (31. Dezember 2010) und beendete das Jahr mit einem Kurs in Höhe von 4,40 Euro (31. Dezember 2011). Insgesamt wurden über das Jahr elf Corporate News veröffentlicht, um zeitnah am Kapitalmarkt zu berichten.

Stammdaten
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| _ Transparenzlevel der Deutschen Wertpapierbörse Entry Standard | |
| _ Marktsegment der Deutschen Wertpapierbörse Open Market (Freiverkehr) | |
| _ ISIN DE0001218063 | |
| _ WKN 121 806 | |
| _ Tickersymbol A7A | |
| _ Aktienkurs zum 31. Dezember 2010 | EUR 12,75 |
| _ Aktienkurs zum 31. Dezember 2011 | EUR 4,40 |
| _ Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2011 | EUR 20 Mio. |
| _ Freefloat zum 31. Dezember 2011 | 32,2 % |
| _ Designated Sponsor Silvia Quandt & Cie. AG |
Aktionärsstruktur

Mehrheitsgesellschafter mit rund 68 Prozent der Anteile ist die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH (www.abl-group.de). Diese befindet sich im Privatbesitz der fünf Partner: Christian Angermayer, Peter Brumm, Andreas Lange, Ralph Konrad und Dr. Sebastian Grabmaier.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
nachfolgend informiert der Aufsichtsrat über die Wahrnehmung seiner Aufgaben und die Schwerpunkte seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011.
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben dafür fortlaufend mit den Vorstandsmitgliedern Kontakt gehalten, sich über den Geschäftsverlauf sowie wesentliche Vorgänge informiert und sich mit den Mitgliedern des Vorstands beraten.
Bedeutende Sachverhalte hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern besprochen und sie in die laufende Aufsichtsratsarbeit einbezogen.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen und laufenden Geschäftsentwicklung. Wir hatten dabei stets ausreichend Gelegenheit, uns im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen.
Alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten hat der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Entscheidung vorgelegt. Die Genehmigungen sind nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen und gegebenenfalls ergänzender Erläuterungen durch den Vorstand erteilt worden.
Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung von Vorstand und Aufsichtsrat verliefen in allen Fällen auf Basis gründlicher, sachgerechter Information einvernehmlich, zügig und erfolgreich.
Aufsichtsratssitzungen
Der Aufsichtsrat der Altira AG trat im Geschäftsjahr 2011 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen.
In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, das wirtschaftliche Umfeld, die Umsatz- und Kostenentwicklung, die Verlängerung von Vorstandsmandaten sowie wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen.
Im Einzelnen hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit folgenden Themen auseinandergesetzt:
Sitzung am 7. Feburar 2011
In der Sitzung am 7. Februar 2011 wurde die erneute Bestellung der Herren Peter Brumm und Andreas Lange zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft beschlossen. Gleichzeitig wurde die Zustimmung zu den entsprechenden Vorstandsdienstverträgen erteilt und der Aufsichtsratsvorsitzende ermächtigte, diese für den Gesamtaufsichtsrat zu unterzeichnen.
Sitzung am 7. Juni 2011
In der Bilanzsitzung am 7. Juni 2011 wurden der geprüfte und testierte Jahres- und der Konzernabschluss 2010 erörtert und gebilligt. Ebenso wurden die weiteren Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung erörtert und verabschiedet. Thema war hierbei u. a. die Erörterung der Vorschläge für die Neuwahl des Aufsichtsrats sowie der Wechsel des Abschlussprüfers. Tagesordnungspunkt war ebenso der Bericht des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde die anstehende Verlängerung des Vorstandsmandats von Herrn David Zimmer diskutiert.
Sitzung am 22. Juli 2011
Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 19. Juli 2011 wurden für die ausscheidenden Mitglieder Robert Depner und Peter Merian die Herren Dr. Friedrich Schmitz und Christian Angermayer als neue Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt. Herr Axel Benkner wurde erneut zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. In seiner Sitzung vom 22. Juli 2011 trat der Aufsichtsrat erstmals in seiner neuen Besetzung zusammen (Konstituierung). Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Herr Benkner und zu seinem Stellvertreter Herr Angermayer gewählt. Der Aufsichtsrat diskutierte im Anschluss daran den Wunsch des Vorstands Michael Rieder, sein Vorstandsmandat vorzeitig zum Ablauf des 31. Juli 2011 niederlegen zu wollen. Nach eingehender Beratung und Erörterung wurde dem Wunsch von Herrn Rieder entsprochen und die vorzeitige Niederlegung seines Vorstandsmandats zustimmend zur Kenntnis genommen. In gleicher Sitzung wurde die Verlängerung des zum 30. September 2011 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn David Zimmer erörtert. Nach eingehender Beratung wurde Herr Zimmer über den 30. September 2011 hinaus erneut zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Gleichzeitig wurde Herrn Zimmer der Vorstandsvorsitz übertragen.
Sitzung am 4. November 2011
In der Sitzung vom 4. November 2011 berichtete der Vorstand an den Aufsichtsrat über die Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der verwalteten bzw. gemanagten Beteiligungen und Assets.
Beschlussfassungen außerhalb von Sitzungen
Neben den Beschlüssen in den ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats fasste der Aufsichtsrat zustimmende Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren zum Abschluss eines neuen Mietvertrags in den bestehenden Geschäftsräumen der Gesellschaft sowie zum Aufbau eines Asset Managements für Rohstoffexplorationsinvestments.
Jahres und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurden von der ifb Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft. Den Prüfauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 erteilt.
Der Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss mit Lagebericht der Altira Aktiengesellschaft und für den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Die Abschlussunterlagen und die beiden Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung eingehend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. In dieser Sitzung wurde vom Abschlussprüfer auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt.
Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2011 wurde zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 AktG erteilt:
Aufgrund des Prüfungsergebnisses haben wir den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| ― | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| ― | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| ― | bei dem Bericht aufgeführte Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." |
Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat gelangte zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht - wie auch die von dem Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch davon vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt und notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.
Besetzung des Aufsichtsrats
Die Amtszeit der zum Beginn des Geschäftsjahres 2011 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats, der Herren Robert Depner, Axel Benkner und Peter Merian, endete ordnungsgemäß zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 19. Juli 2011.
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Juli 2011 die Herren Axel Benkner, Christian Angermayer und Dr. Friedrich Schmitz bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt, zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.
Zum 31. Dezember 2011 bestand der Aufsichtsrat demnach aus drei Mitgliedern, den Herren Axel Benkner (Vorsitzender), Christian Angermayer (stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Friedrich Schmitz.
Dank
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Altira Aktiengesellschaft herzlich für ihren Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Frankfurt am Main, im April 2012
Für den Aufsichtsrat
Axel Benkner, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernlagebericht
1. ALTIRA GROUP IM ÜBERBLICK
Geschäftsmodell
Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle wie auch private Investoren fokussiert. Sie konzentriert sich auf neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte in folgenden Themengebieten:
| ― | Erneuerbare Energien & Rohstoffe |
| ― | Afrika |
| ― | Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen |
Darüber hinaus bietet sie selektiv Investmentprodukte in anderen alternativen Investmentklassen an.
In den einzelnen Themengebieten sind spezialisierte, voneinander unabhängige Investmentteams tätig. Die von diesen Teams verwalteten Investmentprodukte sind als institutionelle geschlossene Fonds, offene Publikums- und Spezialfonds oder Kommanditgesellschaften auf Aktien strukturiert.
Die Altira Group partizipiert an den verwalteten Investitionsvehikeln über Management- und Performance Fees. Diese sind abhängig vom Investitionsvolumen bzw. von der erwirtschafteten Rendite.
Umsatzströme

Als Investor ist die Altira zudem an den Wertveränderungen der Investitionsvehikel direkt beteiligt.
Organisation
Die Investmentteams sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und verfügen über einen eigenen Markenauftritt. Daneben sind sie auf Unternehmens- bzw. Produktebene investiert und haben langfristige, erfolgsabhängige Anreizstrukturen, um einen Gleichlauf der Interessen mit den Investoren sicherzustellen.
Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die professionelle, institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die insbesondere Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement, Finanzen, Recht, Marketing und Vertrieb(-sunterstützung) sowie IT übernimmt. Hierdurch werden Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung, insbesondere mit Hinblick auf Transparenz in der Investorenkommunikation, gewährleistet. Es können zudem die Vorteile eines gemeinsamen, großen Netzwerks genutzt werden und es ergeben sich darüber hinaus noch weitere Synergie- wie auch Skaleneffekte.
Des Weiteren investiert die Altira Group in der Regel als Seed-Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren in den Produkten und zusätzlich den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird.
Investmentteams
Die Altira Aktiengesellschaft ist zumeist Gründungsgesellschafterin der Managementgesellschaften oder sie erwirbt Anteile an bereits bestehenden Managementgesellschaften, um diese an ihre institutionelle Infrastruktur anzuschließen.
Die Altira Group strebt hinsichtlich ihrer Investitionstätigkeiten einen hohen Grad an Diversifikation an. Daher erfolgen die Investitionen in unterschiedlichen Anlageklassen und Märkten sowie über verschiedene Investmentvehikel. Letztere werden entsprechend der Anforderungen der individuellen Bedürfnisse der Investoren strukturiert.
Zum 31. Dezember 2011 waren die folgenden Investmentteams unter den jeweiligen Managementgesellschaften aktiv:
Investmentteams der Altira Group
Altira Group
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| Gesellschaft | Investmentteam | |
|---|---|---|
| Erneuerbare Energien & Rohstoffe | Altira ecolutions Management GmbH | Team ecolutions |
| Altira Renewables Management GmbH | Team Altira Renewables | |
| VCH Vermögensverwaltung AG | Team VCH Rohstoffe | |
| Afrika | Altira ADC Management GmbH | Team ADC |
| VCH Vermögensverwaltung AG | Team VCH Emerging Markets | |
| Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen | Altira Heliad Management GmbH | Team Heliad |
| Clearsight Investments AG | Team Clearsight | |
| Sonstige Alternative Investments | Patriarch Multi-Manager GmbH | Team Patriarch |
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| Fokus | Vehikel |
|---|---|
| Direktinvestitionen in regenerativen Energieanlagen mit Fokus auf Entwicklung von Photovoltaikanlagen | KGaA |
| Direktinvestitionen in regenerativen Energieanlagen mit Fokus auf Photovoltaikanlagen | Private Equity Infrastrukturfonds |
| Investitionen in Aktien von Rohstoffunternehmen und in Rohstoffderivate | Publikumsfonds |
| Direktinvestitionen in Unternehmen im Finanzsektor Subsahara-Afrikas | KGaA (börsennotiert) |
| Investitionen in Aktien von afrikanischen Unternehmen und Unternehmen mit Emerging Markets-Exposure | Publikumsfonds |
| Direktinvestitionen in Unternehmen des deutsprachigen Mittelstands | KGaA (börsennotiert) |
| Investitionen in Private Equity-Fonds mit Fokus auf Restrukturierungen & Sanierungen in Europa | Private Equity Dachfonds |
| Investitionen in Fonds zum privaten Vermögensaufbau | Dachfonds |
Erneuerbare Energien & Rohstoffe
Investmentteam ecolutions
Strategie
Das Investmentteam der ecolutions verwaltet ein Investitionsvehikel, welches weltweit regenerative Energieanlagen entwickelt und finanziert. Ziel der ecolutions ist es, die Lücke zwischen lokalen Projektentwicklern und dem internationalen Kapitalmarkt zu schließen. Fokus der Investitionstätigkeit sind die Planung, Errichtung und Strukturierung von Solarkraftwerken.
Investitionsvehikel
| ― | ecolutions GmbH & Co. KGaA ("ecolutions") |
ecolutions wurde im März 2007 gegründet und wird durch die Altira ecolutions Management GmbH verwaltet. ecolutions finanziert die Entwicklungs- und Bauzeit von Solarkraftwerken mit eigenem Kapital. ecolutions hat sich ein weltweites Netz an Projektentwicklern und Laufzeitinvestoren aufgebaut. Gemeinsam mit diesen entwickelt, strukturiert und finanziert ecolutions weltweit Projekte im Rahmen des Co-Development-Ansatzes. Dieser ist die Basis für den langfristigen Erfolg der ecolutions und garantiert, dass die Interessen aller Parteien innerhalb des Projektes jederzeit gleichgewichtet sind. Darüber hinaus ist ecolutions seit ihrer Gründung 2007 im Bereich der Entwicklung von CO2 -Zertifikaten aktiv.
Investmentteam Altira Renewables
Strategie
Das Investmentteam der Altira Renewables Management GmbH bietet institutionellen Investoren und Family Offices nach ihren Bedürfnissen strukturierte Finanzprodukte im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die Kernkompetenz liegt in der konsequenten rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Optimierung von Projekten. Aufgrund der langjährigen Projekterfahrung des Teams begleitet es alle Phasen der Projektrealisierung lösungsorientiert. Dabei nutzt es ihr weltweites Netzwerk zu Herstellern, Lieferanten, Beratern und Entwicklern. Dies ermöglicht allen Parteien ein Höchstmaß an Qualität und Umsetzungssicherheit.
Investitionsvehikel
| ― | Deutscher Solarfonds "Stabilität 2010" GmbH & Co. KG ("DSF") |
Der DSF wurde für deutsche Versicherungsunternehmen maßgeschneidert und strebt über die Investition in ein sicherheitsorientiertes Portfolio an Photovoltaik-Anlagen in Deutschland stabile, langfristige Ausschüttungen bei einer attraktiven Rendite an. Der Fonds wurde im Jahr 2011 mit einem Volumen von 118,5 Mio. Euro (entspricht einem Investitionsvolumen von rund 440 Mio. Euro) geschlossen und ausinvestiert. Der Fonds hat acht Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt über 200 MW installierter Leistung erworben.
Investmentteam VCH Rohstoffe
Strategie
Das Investmentteam VCH Rohstoffe der VCH Vermögensverwaltung AG legt Investorengelder weltweit in Aktien von Rohstoffunternehmen und Rohstoffderivate an. Investiert wird auf Basis eines fundamentalen Ansatzes in ein diversifiziertes Portfolio aus Einzelaktien bzw. Rohstoffen. Der Fokus liegt auf strukturell knappen Rohstoffen, bei denen eine über den Konjunkturzyklus hinausgehende, anhaltend steigende Nachfrage zu erwarten ist, die auf ein strukturell limitiertes Angebot trifft.
Investitionsvehikel
| ― | VCH Expert Natural Resources WKN: A0BL7N / ISIN: LU0184391075 |
Der VCH Expert Natural Resources wurde im Jahr 2004 aufgelegt und ist ein weltweit anlegender Rohstoff-Aktienfonds. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fonds seiner Anlagekategorie ist dieser wesentlich breiter aufgestellt und investiert in Rohstoffunternehmen mit besonderem Fokus auf den Energie- und Metall-/Bergbausektor.
Investiert wird auf Basis eines proprietären, langjährig erfolgreich erprobten, fundamentalen Ansatzes. Ein aktiver Managementansatz ermöglicht Investitionen in Rohstoffe mit dem höchsten Preissteigerungspotenzial. So entsteht aus einem Anlageuniversum, welches weltweit 800 Unternehmen umfasst, ein diversifiziertes Portfolio aus ca. 50-70 Einzelaktien, die von der strukturellen Knappheit vieler Rohstoffe (bspw. Öl, Gas, Industriemetalle, Gold, Kohle, Platin, Eisenerz) profitieren.
| ― | VCH Commodity Alpha WKN: HAFX5L / ISIN: LU0588332238 |
Der VCH Commodity Alpha wurde im März 2011 aufgelegt und ist ein aktiv gemanagtes, breit diversifiziertes Investment an den internationalen Rohstoffmärkten. Ziel ist die Generierung von Mehrwert gegenüber Rohstoffindizes unter Beibehaltung der attraktiven Korrelationseigenschaften.
Der Fokus liegt auf strukturell knappen Rohstoffen. Dabei deckt der Fonds ein breites Rohstoffspektrum ab und nutzt temporale Marktchancen aus. Basierend auf eigenen Rohstoffmarktanalysen und -prognosen verwaltet das Portfolio-Management aktiv ein Portfolio, das aus bis zu 50 einzelnen Rohstoffen besteht.
Afrika
Investmentteam ADC
Strategie
Das Investmentteam der Altira ADC Management GmbH fokussiert sich auf Mehrheits- und signifikante Minderheitsbeteiligungen an mittelständischen Finanzdienstleistungsunternehmen in Subsahara-Afrika. Der Sektorfokus umfasst neben Geschäfts- und Kreditbanken auch Versicherungen. Dabei wird auch in Unternehmen investiert, die für den Finanzsektor Dienstleistungen aus den Bereichen Telekommunikation oder IT erbringen, z. B. elektronische Zahlungssysteme bereitstellen.
Das Investmentteam fokussiert sich auf sogenannte Frontier Markets in Subsahara-Afrika. Dies sind Länder, die sich noch in einem Frühstadium der Entwicklung ihrer Wirtschaft oder des Finanzmarktes befinden, oftmals an einem Wendepunkt stehen und starkes Wachstumspotenzial aufweisen. Weniger entwickelte Volkswirtschaften und Kapitalmärkte lassen in der Regel Raum für besonders starkes Wachstum und bieten Investoren hohe, langfristige Renditen und geringe Korrelation mit anderen Märkten.
ADC verfolgt einen langfristigen Investmentansatz, betreibt aktives Management mit operativen Mitarbeitern vor Ort und nimmt zudem einen umfangreichen Wissenstransfer vor, um so einen operativen Mehrwert in den Portfoliounternehmen zu generieren und ihre Entwicklung zu fördern.
Investitionsvehikel
| ― | ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA WKN: A1E 8NW / ISIN: DE000A1E8NW9 |
Die ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (www.african-development.com) ist eine von der Altira ADC Management GmbH verwaltete börsennotierte Finanzdienstleistungsgruppe, die sich auf Afrika Investments im hoch rentablen Banken- und Versicherungssektor sowie auf Proprietärinvestitionen in ausgewählten Frontier-Märkten in Subsahara-Afrika spezialisiert hat. Ihre Aktien notieren seit dem 14. Dezember 2010 an der Frankfurter Wertpapierbörse, seit dem 27. Mai 2011 im Prime Standard. Als erste deutsche Beteiligungsgesellschaft ermöglicht sie Investoren, direkt am Aufschwung in den kleineren Volkswirtschaften in Subsahara-Afrika zu partizipieren. Die ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA wurde Ende 2007 gegründet. Das Portfolio bestand per 31. Dezember 2011 aus sechs Beteiligungen an Unternehmen in den Ländern Ruanda, Äquatorialguinea, Simbabwe, Kenia, Botswana und Südafrika.
Investmentteam VCH Emerging Markets
Strategie
Das Investmentteam Emerging Markets der VCH Vermögensverwaltung AG legt Investorengelder in Aktien afrikanischer Unternehmen oder globaler Unternehmen mit Emerging Markets-Exposure an. Investiert wird auf Basis einer Mischung aus Top-down und Bottom-up-Ansatz mit Fokus auf der fundamentalen Analyse der Unternehmen.
Investitionsvehikel
| ― | VCH Africa WKN: HAFX5C / ISIN: LU0563445195 |
Der VCH Africa ist ein panafrikanischer Aktienfonds, der in Unternehmen investiert, die an afrikanischen Börsen gelistet sind oder ihren Fokus auf bzw. die Geschäftstätigkeit hauptsächlich in Afrika haben. Dabei deckt der Fonds maßgeblich die Investmentthemen Konsum, Infrastruktur und Rohstoffe ab, wobei Zielunternehmen auch aus den Bereichen Industrie, Telekommunikation und Finanzen kommen können. Das Fondsmanagement verwaltet aktiv ein Portfolio aus ca. 40-60 Einzelaktien basierend auf der fundamentalen Analyse afrikanischer Unternehmen.
Investitionsvehikel
| ― | VCH Emerging Markets Profiteure WKN: A0RBJ0 / ISIN: LU0416850005 |
Der VCH Emerging Markets Profiteure ist ein Aktienfonds, der in globale Unternehmen der Industrieländer investiert, die gezielt Produkte und Dienstleistungen für Schwellenländer anbieten und dort bereits einen hohen Anteil ihrer Umsätze (>25 Prozent) erwirtschaften. Das Fondsmanagement sucht basierend auf einer Fundamentalanalyse die chancenreichsten Unternehmen aus, wodurch Anleger von dem Wachstum der Schwellenländer bei gleichzeitig hoher Transparenz und Corporate Governance globaler Unternehmen profitieren (Best of Breed). Das aktiv verwaltete Portfolio besteht aus ca. 30-50 Einzelwerten.
Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen
Investmentteam Heliad
Strategie
Das Investmentteam der Altira Heliad Management GmbH begleitet als Eigenkapitalpartner Wachstums- und Veränderungsphasen von Unternehmen. Das Team investiert in börsennotierte sowie nicht notierte Unternehmen und kann Mehrheits- sowie Minderheitsbeteiligungen erwerben. Die Unternehmen verfügen über eine nachweisliche Historie (keine Neugründungen) und befinden sich nicht in einer Restrukturierungssituation. Das Investmentteam passt die Art der Finanzierung dem Einzelfall an und kann Eigenkapital als auch eigenkapitalähnliche Finanzierungslösungen anbieten. Typische Beteiligungssituationen sind Kapitalerhöhungen bei Wachstumsunternehmen, Nachfolgeregelungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen in Sondersituationen.
Ein starkes Netzwerk, die Reputation als Partner des Mittelstandes wahrgenommen zu werden und der eigentümerorientierte sowie proaktive Hands-on-Ansatz erlauben Heliad den Zugang zu attraktiven Investments.
Investitionsvehikel
| ― | Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA WKN: A0L 1NN / ISIN: DE000A0L1NN5 |
Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA (www.heliad.com) ist eine von der Altira Heliad Management GmbH verwaltete, an der Frankfurter Börse notierte Beteiligungsgesellschaft. Seit über zehn Jahren investiert Heliad in Unternehmen und hat hierbei unterschiedliche individuelle Finanzierungslösungen strukturiert. Dadurch kann auf einen großen Erfahrungsschatz bei der Umsetzung von Transaktionen zurückgegriffen werden.
Investmentteam Clearsight
Strategie
Das Investmentteam der Clearsight Investments AG (www.clearsight-invest.com) mit Sitz in Zürich, Schweiz, ermöglicht institutionellen Investoren und Family Offices über Dachfonds Zugang zu der lukrativen Nische von Private Equity für Unternehmensrestrukturierungen bzw. Turnarounds. Clearsight verfolgt hierfür einen aktiven, aufwendigen Suchprozess, um aus einer Vielzahl von Private Equity-Teams für Turnarounds in ganz Europa systematisch die besten herauszufiltern. Im Visier stehen dabei diejenigen mit den nachhaltigsten Renditen.
Sollten die Private Equity-Teams noch über kein Fondsvehikel verfügen, so strukturiert Clearsight gemeinsam mit ihnen ein solches und macht sie dadurch investierbar. In beiden Fällen hält das Management der Zielfonds in der Regel überdurchschnittlich hohe Beteiligungen an den eigenen Fonds. Durch die Investition der Clearsight in eine Vielzahl von Private Equity-Teams für Turnarounds aus unterschiedlichen europäischen Ländern wird eine breite Diversifikation sichergestellt.
Investitionsvehikel
| ― | Clearsight Fund I |
Der Fonds Clearsight I wurde 2008 als Dachfonds aufgelegt und richtet sich vorrangig an institutionelle Investoren und Family Offices in Europa. Im Jahr 2009 wurde die Mittelbeschaffung von institutionellen Investoren durchgeführt. Im Januar 2010 wurde der Fonds mit einem Volumen von 95 Mio. Euro geschlossen.
| ― | Clearsight Fund II |
Der Fonds Clearsight II wurde 2011 als Nachfolgeprodukt aufgelegt und richtet sich ebenfalls vorrangig an institutionelle Investoren und Family Offices in Europa. In 2011 wurde der Fonds mit einem Volumen von 160 Mio. Euro geschlossen.
Sonstige Alternative Investments
Investmentteam Patriarch
Patriarch bietet Produkte zum privaten Vermögensaufbau an. Dabei fokussiert sich Patriarch mit der Produktpalette auf breit diversifizierende Dachfonds. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset-Allokation. Für größere Partner legt Patriarch außerdem Dachfonds mit eigenem Label auf. Innerhalb der Altira Group steht Patriarch als Marke für das Breitengeschäft. Die Aufgabe von Patriarch besteht neben der Produktkonzipierung darin, die besten Dachfondsmanager und Fondsvermögensverwalter zu identifizieren, auszuwählen und deren Tätigkeit einem effektiven Controlling zu unterziehen. So greift Patriarch auf das Know-how von renommierten Fondsanalysten, Dachfondsmanagern, Vermögensverwaltern und Family Offices Europas zurück. Investoren können über Patriarch-Produkte von diesen Leistungen profitieren. Insgesamt arbeitet Patriarch mit ca. 500 Vertriebspartnern zusammen.
2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2011
In Bezug auf die externen Rahmenbedingungen sind für die Altira Group neben der weltweiten volkswirtschaftlichen Entwicklung vor allem die Entwicklungen an den Kapitalmärkten von Bedeutung.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung1
Die Weltwirtschaft befindet sich nunmehr in der dritten Phase einer jetzt schon vier Jahre währenden Finanz- und Wirtschaftskrise. Die von den nationalen Regierungen der Industrie- und Schwellenländer expansiv ausgerichtete Geld- und Fiskalpolitik, wie die Stabilisierung der Banken und die Konjunkturprogramme, führte zu einer teilweise kräftigen Erholung nach der Krise. Die staatliche Verschuldung in den Industrieländern weitete sich dadurch massiv aus, teilweise sogar auf ein Niveau jenseits der langfristigen Tragfähigkeit. Nunmehr dominiert im Jahr 2011 und wahrscheinlich noch im Jahr 2012 eine Staatsschulden- und Bankenkrise die wirtschaftliche Entwicklung. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Dynamik - gerade im Euro-Raum und in den Vereinigten Staaten - abschwächen wird.
Vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur der Industrieländer erweist sich die Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer aufgrund ihrer robusten Wirtschaftsentwicklung immer mehr als die wichtigste Stütze der Weltwirtschaft. Doch für die Schwellenländer gehen ebenfalls erhebliche konjunkturelle Gefahren vom global sehr unsicheren Umfeld aus. Die historisch niedrigen Zinsen und die hohe Liquiditätsbereitstellung in den Industrieländern machten sogenannte Carry-Trades wieder attraktiv. Dies stellt die Geldpolitik der betroffenen Länder mit hohen Zinsniveaus vor erhebliche Probleme, da Überhitzungstendenzen eine restriktivere Geldpolitik mit entsprechenden Zinserhöhungen erfordern. Dadurch würde jedoch der Zustrom an Kapital noch weiter ansteigen und zu einer weiteren Aufwertung der heimischen Währung führen.
1) Entnommen aus: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Jahresgutachten 2011/12"
Entwicklung der Kapitalmärkte
Die große Unsicherheit, die auf den Finanzmärkten wieder seit Jahresmitte 2011 herrscht, macht deutlich, wie fragil die Lage der Weltwirtschaft trotz der zwischenzeitlichen Erholung immer noch ist. Die abrupt angestiegene Unsicherheit zeigte sich in der sprunghaft erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten, die in ihrem Ausmaß mit den Schwankungen früherer Krisen zu vergleichen ist.2
Der DAX schloss am letzten Handelstag 2011 mit einem Gesamtjahresverlust von 14,7 Prozent und hat damit seinen Gewinn des Vorjahres nahezu komplett wieder abgegeben. Der Entry Standard-Index verlor sogar 187,45 Punkte und damit fast 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Fondsmarkt hat sich auch in 2011 weiter verbessert. Die Investmentfondsbranche verwaltete per 30. November 2011 ein Vermögen von insgesamt 1.756 Mrd. Euro, wovon fast die Hälfte für institutionelle Anleger in Spezialfonds (827 Mrd. Euro) gemanagt wird.3
Für das Gesamtjahr 2011 verzeichnete die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Europa 430 Neuemissionen im Volumen von zusammen 26,5 Mrd. Euro gegenüber 380 Emissionen und einem Emissionsvolumen von 26,3 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die IPO-Tätigkeit blieb demnach nahezu unverändert. In den USA und China wurden zum Teil erheblich geringere Volumina an den Börsen platziert.4
Die Private Equity-Branche entwickelte sich auch in 2011 sehr gut. Ein Vergleich der Investitionen im Jahresverlauf Q1 bis Q3 2011 mit dem Jahr 2010 zeigt, dass mit 4.669 Mio. Euro sowohl das Ergebnis des Vergleichszeitraums (3.284 Mio. Euro) als auch bereits das Gesamtjahresergebnis des Vorjahres mit 4.646 Mio. Euro übertroffen werden konnten.5
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich auf die Entwicklung des Konzerns negativ ausgewirkt.
2) Entnommen aus: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Jahresgutachten 2011/12"
3) Bundesverband Investment und Asset Management e.V.: Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 30. November 2011
4) PwC: IPO Watch Europe Q4 2011
5) Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V.: Der deutsche Beteiligungsmarkt im 3. Quartal 2011
3. ENTWICKLUNG DES KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2011
Gesamtbeurteilung durch den Vorstand
Das Geschäftsjahr 2011 war für die Altira Group insgesamt ein Jahr der Konsolidierung.
Zwischen den verschiedenen Tochtergesellschaften der Gruppe gab es jedoch erhebliche Unterschiede - von der Restrukturierung bis zum starken Wachstum einzelner Gesellschaften sind alle Unternehmensphasen abgedeckt worden.
Im Bereich Erneuerbare Energien wurden die im Vorjahr und laufenden Jahr eingeworbenen Mittel des Altira Renewables Teams erfolgreich in Solaranlagen investiert. Das Investmentteam wurde erweitert und der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt. Das Team der ecolutions entwickelte einen der größten Solarparks in Deutschland und konnte ihn kurzfristig sehr erfolgreich weiterveräußern. Die wesentliche Herausforderung stellten gleichwohl die sinkenden Margen im Solargeschäft dar, was sich bereits in 2011 bemerkbar machte.
Im Themengebiet Rohstoffe konnte der neu aufgelegte Fonds VCH Commodity Alpha ein gutes erstes Jahr abschließen. Im Gegenzug hatte der VCH Expert Natural Resources Mittelabflüsse zu verzeichnen und seine Performance litt insbesondere im August im Rahmen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten. Als Sub-Segment der Anlageklasse Rohstoffe hat in 2011 der Bereich der Rohstoff-Exploration für die Altira zunehmend an Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang startete die Altira Group erste Aktivitäten, in deren Rahmen Rohstoff-Projekte - insbesondere in Afrika - identifiziert und erste Bohrungen durchgeführt wurden. Um über das notwendige Fachwissen zu verfügen, erwarb sie einen Anteil von 55 Prozent an der Gesellschaft Gaia Mineral Resources Ltd.
Im Geschäftsbereich Afrika konnte die ADC African Development Corporation auch in 2011 über weitere Wertsteigerungen ihrer Beteiligungen berichten. Mit dem in 2010 eingeworbenen Kapital wurden insbesondere zwei weitere Akquisitionen getätigt. Das Risikoprofil bleibt für den jungen (Beteiligungs-)Markt Afrika anspruchsvoll, wir sind jedoch davon überzeugt, dass die Gesellschaft aufgrund der anfänglichen Erfolge ihren guten Weg wird weiter fortschreiten können. Des Weiteren wurde im Bereich Afrika in 2011 mit dem VCH Africa ein Investmentfonds neu aufgelegt. Der Fonds konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten.
Im Bereich Deutscher Mittelstand gab es bei Heliad Veränderungen in der Geschäftsleitung und des Teams. Im Rahmen einer Neuordnung konnten die Beteiligungen zwar mit den fortgeführten Anschaffungskosten überwiegend erfolgreich veräußert werden, aufgrund der schwierigen Kapitalmarktverhältnisse und einiger operativer Herausforderungen mussten jedoch auch in Teilen umfangreichere Abwertungen vorgenommen werden.
Das auf Restrukturierungen spezialisierte Investmentteam Clearsight hingegen konnte erfolgreich den zweiten Fonds schließen und ist damit für die nächsten Jahre mit ausreichend Investitionskapital ausgestattet.
Insgesamt konnte die Mitarbeiter- und Organisationsqualität der Altira Group in 2011 erneut gesteigert werden. Die betrieblichen Abläufe wurden optimiert und Prozesse neu definiert, um den zunehmenden Anforderungen der internationalen Expansion der Gruppe Rechnung zu tragen.
Auf Vorstandsebene übernahm Herr David Zimmer im Juli 2011 den Vorstandsvorsitz von Herrn Michael Rieder, der zum 8. August 2011 aus persönlichen Gründen aus der Altira Group ausschied. Herr Christian Angermayer ist am 31. Mai 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden und seit dem 19. Juli 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Altira Aktiengesellschaft.
Das laufende operative Ergebnis in Höhe von -3,5 Mio. Euro ist neben den überwiegenden einmaligen Belastungen auf das Ausbleiben von Performance Fees und dem Rückgang der Assets under Management bei der VCH und der Heliad gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 zurückzuführen. Insgesamt ist das Ergebnis in Höhe von -21,9 Mio. Euro erheblich durch unrealisierte und realisierte Verluste in Verbindung mit der Bewertung und dem Verkauf von Beteiligungen und Aktien geprägt. Trotz des zweifelsohne außerordentlich negativen finanziellen Ergebnisses sehen wir das Jahr für die Altira Group nicht als verlorenes Jahr an, denn wir haben uns konsequent auf unsere Kerngeschäftsbereiche fokussiert und diese weiter ausbauen können. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Fokussierung - zu der das Jahr 2011 einen wesentlichen Beitrag geleistet hat - mittelfristig auszahlen wird. Dieser Entwicklung sollte dann auch der Aktienkurs folgen, der im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem zusätzlich noch anspruchsvollen Umfeld für Aktienmärkte erheblich gelitten hat.
Ertragslage
Die Ertragslage der Altira Group ist im Wesentlichen abhängig von der Höhe und der Entwicklung der verwalteten Investitionen.
Assets under Management
Die Altira Group verwaltete zum Stichtag 31. Dezember 2011 Investitionen ("Assets under Management - AuM") in Höhe von 921 Mio. Euro (Vorjahr: 776 Mio. Euro)1 . Dies entspricht einer Steigerung der AuM gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Prozent.
Während die AuM im Geschäftsbereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen mit 162 Mio. Euro (Vorjahr: 168 Mio. Euro) leicht rückläufig waren, konnten die Assets im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe mit 545 Mio. Euro (Vorjahr: 238 Mio. Euro) zulegen2 . Die Assets des Geschäftsbereichs Afrika konnten aufgrund einer weiteren Kapitalerhöhung der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA auf 85 Mio. Euro (Vorjahr: 69 Mio. Euro) gesteigert werden. Sonstige Alternative Investments umfassen AuM von 129 Mio. Euro (Vorjahr: 300 Mio. Euro). Der Rückgang ist größtenteils auf die Verkäufe von Magnat und Varengold sowie einen leichten Rückgang der Assets der Patriarch-Fonds (-11 Prozent) zurückzuführen.
Im Hinblick auf die Assetklassen ergibt sich folgende Verteilung: Im Bereich Private Equity stiegen die AuM in 2011 von 453 Mio. Euro auf 715 Mio. Euro. Im Bereich Public Equity sanken die AuM in 2011 von 322 Mio. Euro auf 206 Mio. Euro.
1) Die "Assets under Management" von Mehrheitsbeteiligungen werden in der Gesamt-Asset-Berechnung voll konsolidiert. "Assets under Management" von Minderheitsbeteiligungen werden pro rata gemäß der Beteiligungsquote gerechnet.
2) Die Berechnungsbasis der "Assets und Management" der von Altira Renewables Management GmbH verwalteten Fonds bildet bis 2010 ausschließlich das Eigenkapital der Fonds. Ab 2011 wird das Gesamtkapital berücksichtigt.
Entwicklung der Ertragslage
Die Betriebsleistung als Summe der Umsatzerlöse (14,1 Mio. Euro, Vorjahr: 17,3 Mio. Euro), der Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen (0,3 Mio. Euro, Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) und der sonstigen betrieblichen Erträge (2,4 Mio. Euro, Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) fiel um rund 26,7 Prozent.
Die Umsatzerlöse der zum Segment Private Markets gehörenden Geschäftstätigkeiten betrugen 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro) und die der zum Segment Public Markets gehörenden Geschäftstätigkeiten 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro).
Den Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen (9,5 Mio. Euro, Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) standen Buchwertabgänge von 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) gegenüber.
Den Umsätzen und sonstigen betrieblichen Erträgen standen im Geschäftsjahr Aufwendungen für bezogene Leistungen von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro), Personalaufwand von 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro), Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere von 20,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro), Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) gegenüber. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen an Dritte geleistete Provisionsaufwendungen des Segments Public Markets.
Das EBIT beträgt -3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug zum Stichtag -24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen beträgt -24,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).
Die Ergebnisverschlechterung resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (1,0 Mio. Euro) sowie der Erhöhung der Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere (17,7 Mio. Euro).
Den Erlösrückgängen standen zudem ein Anstieg des Personalaufwands um 1,2 Mio. Euro und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro gegenüber.
Die wesentlichen Abweichungen zur Vorjahresprognose ergeben sich zum einen aus dem verschlechterten Finanzergebnis, welches vor allem auf die Bewertung der börsennotierten Wertpapiere zurückzuführen ist, und zum anderen aus den gesunkenen Performance Fees aus den Investment-Vehikeln.
Finanzlage
Die Kapitalflussrechnung zeigt auf, wie sich die Zahlungsströme innerhalb der Berichtsperiode durch Mittelzu- und Mittelabflüsse entwickelten.
Die Finanzmittelbestände zum Jahresende betrugen 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro). Der Rückgang der Finanzmittel resultiert in Summe überwiegend aus dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -6,4 Mio. Euro sowie dem gegenläufigen Anstieg des Cashflow der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 2,5 Mio. Euro.
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus den Ausgaben für Finanzinvestitionen, welche entsprechend über den Einzahlungen aus Verkäufen von Finanzanlagen und Wertpapieren lagen. Zudem war das Konzernergebnis wesentlich geprägt von Abschreibungen, welche nicht zahlungswirksam sind und so bei gleichzeitiger Reduktion des Working Capital zu einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit führten.
Vermögenslage
Das langfristige Vermögen des Altira-Konzerns zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 19,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,2 Mio. Euro) besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen (18 Mio. Euro).
Das kurzfristige Vermögen des Konzerns in Höhe von 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten (7,6 Mio. Euro), Forderungen und sonstige Vermögenswerte (4,7 Mio. Euro) und im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapiere (7,1 Mio. Euro).
Ursächlich für die Entwicklung der Vermögenslage sind die Abwertungen auf die Finanzanlagen und Wertpapiere sowie die Reduktion des Working Capital.
Die Bilanzsumme ist mit 40,7 Mio. Euro (Vorjahr: 61,7 Mio. Euro) stark gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 81,4 Prozent (Vorjahr: 84,8 Prozent). Trotz des negativen Jahresergebnisses ist die wirtschaftliche Lage der Altira Group gut.
4. NACHTRAGSBERICHT
Die Gesellschaft hat sämtliche Anteile an den nicht zu den Kernbeteiligungen zählenden Unternehmen CFC Industriebeteiligungen AG (240.000 Aktien) und an der SQUADRA Immobilien GmbH & Co. KGaA (430.000 Aktien) am 10. Februar 2012 veräußert. Der Verkauf hat keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 der Altira Aktiengesellschaft.
Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
5. RISIKOBERICHT
Entwicklung der Konzerngesellschaften
Der wirtschaftliche Erfolg des Altira-Konzerns wird in erster Linie durch die Entwicklung der Investmentvehikel bestimmt.
Aufgrund der breiten Aufstellung der Gesellschaft in den verschiedenen Anlageklassen konnte die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen Bereichen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Trotz allem wird der Gesamterfolg weiterhin nachhaltig durch die jeweiligen Einzelentwicklungen geprägt.
Der zukünftige Erfolg der Altira Group wird signifikant durch Investitionen in neue Investmentteams und deren Produkte (Vehikel) bestimmt. Jedes neue Engagement ist in der Regel mit besonderen Chancen, aber auch besonderen Risiken verbunden, da die zukünftige Entwicklung aufgrund des Mangels an Erfahrungswerten schwer zu prognostizieren ist.
Da regelmäßig der Einsatz größerer personeller Ressourcen und Investitionsmittel notwendig ist, besteht gerade beim Eingehen einer Investition hohes Risiko. Diese Engagements sollen der Gesellschaft ein weiteres starkes Wachstum sichern, können gegebenenfalls aber auch das Ergebnis überdurchschnittlich belasten - dieses umso mehr, da mit dem Wachstum der Altira Group in den vergangenen Jahren die Investitionsbeträge im Zeitablauf deutlich zugenommen haben.
Kapitalmarktrisiko
Die wesentlichen Risiken, denen der Konzern bzw. die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind liegen in der Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsumfelds und des Kapitalmarktes - insbesondere in der Entwicklung derjenigen Teilbereiche, in denen die Altira Group über ihre Investmentteams und über die von diesen initiierten Anlageprodukte (Vehikel) vertreten ist.
Ein wesentlicher Teil des Anlagevermögens der Altira Group ist in von konzernzugehörigen Unternehmen initiierten, börsennotierten Vehikeln investiert, sodass eine negative Aktienkursentwicklung der betroffenen Wertpapiere unmittelbaren negativen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Gruppe hat.
Ferner stehen einzelne Umsätze des Konzerns in direktem Zusammenhang mit der Wertentwicklung der verwalteten oder beratenen Investitionsvehikel, da die gewinnabhängigen Vergütungen im Regelfall nur bei einer absolut positiven Wertentwicklung (bei gleichzeitiger Erreichung von historischen Höchstwerten, der so genannten "High Water Mark") erzielt werden und demnach auch für längere Zeit komplett ausfallen können.
Da die Altira Group Management-Entgelte u. a. aus börsennotierten Investmentvehikeln erhält, ist bei einem negativen Kapitalmarktumfeld für die entsprechenden Vehikel unter Umständen für einen längeren Zeitraum kein Wachstum möglich, sodass sich auch die Einnahmen der Altira Group nicht positiv entwickeln würden.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass zukünftige Konzernergebnisse auf verschiedene Arten signifikant von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängen kann.
Produktrisiko
Neben dem Kapitalmarktrisiko ist jeder einzelne Geschäftsbereich zudem von der relativen Wertentwicklung seiner Produkte im Vergleich zum Wettbewerb und dem Zugang zu potenziellen Investoren abhängig.
Bei einer negativen relativen Entwicklung eines Produktes besteht ein hohes Risiko, dass sich die Volumina in diesem Produkt deutlich negativ entwickeln und das Produkt gegebenenfalls vom Markt genommen werden muss.
Da die Altira Group als Asset Manager ihre Einnahmen aus den ihr anvertrauten Assets erhält, kann dies somit zu signifikanten Einnahmeausfällen führen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Produkten, die die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können, in Einzelfällen auch Haftungsrisiken entstehen können.
Besonderes Marktrisiko
Das Management der Altira Group ist bemüht, Produkte in Märkten mit besonderen Chancen zu initiieren, deren Wertentwicklungspotenziale auf Ineffizienzen in diesen Märkten beruhen. Beispiele hierfür sind etwa die Private Equity-Investments in Afrika über die ADC African Development Corporation.
Diese wie auch andere wesentliche Geschäftstätigkeiten der Altira Group finden somit in Ländern und Märkten statt, die schwer kalkulierbaren Risiken wie etwa dem Risiko der politischen Instabilität unterliegen. Für die getätigten Investments in Subsahara-Afrika wurde das Risiko der politischen Instabilität sowie weitere nicht-operationelle Risiken bei der Multilateral Investment Guarantee Agency ("MIGA"), ein Tochterunternehmen der Weltbank, mit Vertrag vom 5. Februar 2009 teilweise abgesichert.
Das Management der Altira Group geht in diesen Märkten davon aus, dass es langfristige Wachstumsmöglichkeiten gibt, die sich jedoch unter Umständen nicht realisieren lassen. Die getätigten Investitionen könnten damit einem Totalverlust ausgesetzt sein und die Altira Group würde neben ihrem eigenen Investment in das jeweilige Produkt auch die Einnahmen aus der Verwaltung der gemanagten Vehikel verlieren sowie Reputationsschäden erleiden.
Abhängigkeit der Gesellschaft von Schlüsselpersonen
Das erfolgreiche Management der Konzerngesellschaften ist in hohem Maße von einigen Schlüsselpersonen abhängig. Überdurchschnittliches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk bilden gerade im Asset Management die Grundlage des Erfolgs. Das Kern-Team der Gesellschaft, das die Geschäftstätigkeit in vielen Jahren aufgebaut hat, verfügt über dieses erforderliche Know-how sowie das für den Geschäftserfolg benötigte Netzwerk aus Beziehungsnetzwerk. Somit hängt der zukünftige Erfolg der Altira Group wesentlich von diesen Personen ab.
Über Anreizsysteme und individuelle Maßnahmen zur Karriereentwicklung und -förderung wird sichergestellt, dass diese Mitarbeiter auch zukünftig für die Altira tätig sein werden.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko der Geschäftstätigkeit der Konzernmuttergesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die zeitnahe Verfügbarkeit aussagekräftiger Informationen zu den Konzerngesellschaften und den verwalteten Produkten, um mögliche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.
Durch die Implementierung eines adäquaten Controlling-Systems hat der Vorstand diesem Risiko vorgebeugt. Vielfältige operationelle Risiken entstehen zudem in den einzelnen Konzerngesellschaften, die eigenständig in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig sind und dort den jeweiligen Marktrisiken unterliegen.
Ferner bestehen wesentliche Risiken aus der Unsicherheit im Hinblick auf steuerliche Rahmenbedingungen, da für zahlreiche relevante Steuergesetze Veränderungen in der Verwaltungspraxis diskutiert werden. So wurden in den letzten Jahren verschiedene Gerichtsverfahren geführt, deren Ergebnisse sich im ungünstigen Fall deutlich negativ auf die Ertragslage der Altira Group auswirken können.
Durch die mittlerweile gewonnene Größe und Kapitalstärke des Konzerns stehen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um die genannten Chancen und Risiken direkt zu adressieren und entsprechend davon zu profitieren bzw. die Risiken bestmöglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren.
Risikomanagement
Das Risikomanagement des Altira-Konzerns identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.
Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:
1. Strategische Risiken
| ― | Entwicklung des Kapitalmarktumfelds als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe |
| ― | Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber |
| ― | Human Resources |
2. Finanzielle Risiken
| ― | Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikeln) |
| ― | Liquiditätsrisiko |
| ― | Rechtliche Risiken |
| ― | Risiken aus Änderungen des Steuerrechts |
3. Operative Risiken
| ― | Finanzbuchhaltung und Controlling |
| ― | Zahlungsflüsse |
| ― | IT-Sicherheit |
Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder eine Früherkennung von Risiken, Information und Kommunikation sowie die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.
Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfelds sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira Group in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften.
6. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Die Altira Group wird sich im laufenden Geschäftsjahr auf ihre bestehenden Investmentstrategien konzentrieren. Gleichzeitig werden vereinzelt neue Produktideen und Investmentteams geprüft werden, wobei eine Grundvoraussetzung ist, dass diese thematisch zu den bestehenden Geschäftsbereichen passen.
Im Bereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe sind wir gut positioniert und erwarten ein nachhaltiges Wachstum über die nächsten Jahre. Besonders der Bereich Erneuerbare Energien wird aufgrund der Energiewende in Deutschland und auch in anderen ausländischen Märkten der Altira Group langfristiges Wachstum sichern. Bis 2022 beabsichtigt Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie. Damit das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 einen Anteil von mindestens 35 Prozent erneuerbare Energien an der Stromerzeugung bei gleichzeitiger Senkung der CO2 -Emissionen um 40 Prozent zu generieren, auch erreicht werden kann, bedarf es hoher Investitionen. Die Leitstudie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom Dezember 2010 geht - und dies noch vor der Energiewende - von einem Investitionsbedarf von 202 Mrd. Euro im Zeitraum von 2010 bis 2020 aus. Wir sind daher zuversichtlich, aufgrund unserer Spezialisierung, unseres differenzierten Investmentansatzes und bei gleichzeitiger Fokussierung auf institutionelle Investoren wie Versicherungsgesellschaften und Versorgungswerke zusätzliche Mittel einwerben zu können. Im Bereich Rohstoffe werden strukturelle Knappheiten einiger Rohstoffe langfristig zu Preiserhöhungen führen, die wiederum zu mehr Mittelzufluss in diesem Bereich führen werden. Mit unserem komplementären Angebot im Publikumsfondsbereich und der Rohstoff-Exploration sollte es uns im Verlauf des Jahres 2012 gelingen, Mittelzuflüsse für unsere Fonds und Projekte zu generieren.
Auch der Bereich Afrika steht aufgrund seines Wachstumstrends und in Zusammenspiel mit den Unsicherheiten innerhalb der Eurozone und der USA im Investoreninteresse. Wir werden uns in 2012 auf die Weiterentwicklung des Portfolios der ADC konzentrieren und selektiv Beteiligungen prüfen, aber auch weitere Kapitalerhöhungen in Betracht ziehen. Unsere Publikumsfonds sollten auf Basis des gesteigerten Investoreninteresses bei einem Rückgang der Kapitalmarktunsicherheiten ihre Assets under Management steigern können.
Im Bereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen rechnen wir bei der Heliad nach der durchgeführten Portfoliobereinigung und des niedrigen Bewertungsniveaus einzelner Beteiligungen in 2011 mit einem Anstieg des Ergebnisses aus dem Beteiligungsgeschäft und damit mittelfristig mit Erträgen in Form von Performance Fees. Genau quantifizierbar ist dieses Ergebnis jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Heliad verfügt aber über eine gute Ausgangsbasis für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft in 2012 und in Folgejahren. Bei Clearsight wird sich das Team auf die Investition der neu akquirierten Gelder fokussieren. Aus dem ersten Fonds können weitere Rückflüsse für 2012 erwartet werden.
Die Einwerbung neuer Assets ist letztlich auch von der Marktstimmung zum Zeitpunkt des Fund Raisings sowie von der Konkurrenzsituation und anderen Faktoren (z. B. die Reduzierung von staatlichen Fördermaßnahmen im Bereich Erneuerbare Energien) abhängig. Es besteht somit das Risiko, dass Wachstumsziele nicht oder nicht so schnell wie geplant erreicht werden können. Mittelfristig besteht zudem bei spezialisierten Strategien - wie grundsätzlich bei allen Assetklassen - das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen für Investitionen, also etwa das Preisniveau oder die Verfügbarkeit von Investitionsopportunitäten, negativ verändern und damit das Wachstum beschränken oder unmöglich machen. Der Vorstand der Altira Group ist gleichwohl überzeugt, dass aufgrund der guten Chancen in den Wachstumsthemen der Gesellschaft in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der verwalteten Anlagegelder und der damit verbundenen Umsätze aus Management-Entgelten erwartet werden kann.
Die Altira Group ist für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Sie verfügt über eine sehr solide finanzielle Ausstattung und ausgezeichnete personelle Voraussetzungen, um die Chancen in den herausfordernden Märkten, in denen sie aktiv ist, zu ergreifen. Die konjunkturelle Entwicklung und die Situation auf den Kapitalmärkten werden einen derzeit nicht genau abschätzbaren Einfluss auf die Gesamtentwicklung haben. Eine genaue Prognose können wir daher nicht geben. Wir rechnen jedoch damit, dass das operative Ergebnis in 2012 und 2013 deutlich besser ausfallen wird. In 2011 haben wir dazu einen wichtigen Grundstein gelegt.
7. ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist mit mehr als 50 Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt.
Der Vorstand hat daher für das Geschäftsjahr 2011 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz erstellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands:
"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die Gesellschaft nicht benachteiligt worden ist."
Frankfurt am Main, im März 2012
Konzernabschluss
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.2 | 14.079 | 17.308 |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.3 | 315 | 362 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 6.3 | -25 | 174 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.4 | 2.444 | 5.092 |
| Erträge gesamt | 16.814 | 22.936 | |
| Direkte Kosten des Umsatzes (DKU) (Aufwendungen für bezogene Leistungen) | 6.5 | -1.800 | -2.433 |
| Personalaufwand | 6.6 | -11.255 | -10.077 |
| Sachkosten | 6.7 | -7.217 | -6.298 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -3.459 | 4.128 | |
| Finanzergebnis | 6.8 | -21.431 | -2.928 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -24.890 | 1.200 | |
| 6.9 | |||
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 73 | -13 | |
| Ergebnis nach Steuern | -24.817 | 1.187 | |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 7.8 | 93 | -131 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehender Gewinn | -24.724 | 1.056 | |
| Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien | 4.538.670 | 4.538.670 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -5,45 | 0,23 |
SONSTIGES ERGEBNIS
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| in TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | -24.817 | 1.187 | |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung | 147 | -97 | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | 5.749 | -2.603 | |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | -274 | -131 | |
| Gesamtergebnis | -19.195 | -3.562 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| Holding | Private Markets | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 824 | 1.249 | 7.804 | 7.080 |
| Konzernumlagen | 785 | 5.954 | -534 | -2.618 |
| Erträge aus Beteiligungen | 291 | 536 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.046 | 601 | 794 | 3.375 |
| Erträge gesamt | 2.160 | 2.386 | 8.598 | 10.455 |
| Direkte Kosten des Umsatzes (DKU) | 0 | 0 | -119 | -266 |
| Personalaufwand | -5.106 | -5.014 | -4.452 | -3.467 |
| Sachkosten | -2.987 | -3.741 | -3.133 | -1.644 |
| Segment-EBIT | -5.933 | -6.369 | 894 | 5.078 |
| Finanzergebnis | -19.370 | -85 | -839 | -2.734 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -25.304 | -6.454 | 55 | 2.344 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 194 | 105 | -173 | 75 |
| Ergebnis nach Steuern | -25.110 | -6.349 | -117 | 2.419 |
| Segmentvermögenswerte | 41.410 | 51.743 | 7.573 | 7.938 |
| Konsolidierung | ||||
| Segmentvermögenswerte nach Konsolidierung | ||||
| Investitionen in langfristiges Vermögen (ohne Finanzanlagen) | 63 | 113 | 229 | 16 |
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| Public Markets | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 5.451 | 8.979 | 14.079 | 17.308 |
| Konzernumlagen | -251 | -3.336 | 0 | 0 |
| Erträge aus Beteiligungen | 0 | 0 | 291 | 536 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 604 | 1.116 | 2.444 | 5.092 |
| Erträge gesamt | 6.055 | 10.095 | 16.814 | 22.936 |
| Direkte Kosten des Umsatzes (DKU) | -1.681 | -2.167 | -1.800 | -2.433 |
| Personalaufwand | -1.697 | -1.596 | -11.255 | -10.077 |
| Sachkosten | -1.096 | -913 | -7.217 | -6.298 |
| Segment-EBIT | 1.580 | 5.419 | -3.459 | 4.128 |
| Finanzergebnis | -1.221 | -109 | -21.431 | -2.928 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 359 | 5.310 | -24.890 | 1.200 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 52 | -193 | 73 | -13 |
| Ergebnis nach Steuern | 411 | 5.117 | -24.817 | 1.187 |
| Segmentvermögenswerte | 6.618 | 11.942 | 55.600 | 71.623 |
| Konsolidierung | -14.875 | -9.934 | ||
| Segmentvermögenswerte nach Konsolidierung | 40.725 | 61.689 | ||
| Investitionen in langfristiges Vermögen (ohne Finanzanlagen) | 6 | 195 | 298 | 324 |
Konzernbilanz
Aktiva
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Geschäfts- oder Firmenwert | 7.1 / 7.2 | 659 | 1.070 |
| Sachanlagen | 7.1 | 486 | 549 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 7.3 | 152 | 176 |
| Übrige Finanzanlagen | 7.3 | 17.863 | 21.061 |
| Latente Steuern | 7.4 | 178 | 340 |
| Langfristiges Vermögen, gesamt | 19.338 | 23.196 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Wertpapiere | 7.5 | 7.126 | 12.085 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.6 | 2.128 | 6.000 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 7.6 | 1.048 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen, nicht konsolidiert | 7.6 | 28 | 1.218 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.6 | 1.475 | 3.640 |
| Ertragssteuerforderungen | 7.6 | 1.974 | 3.967 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.7 | 7.609 | 11.583 |
| Kurzfristiges Vermögen, gesamt | 21.387 | 38.493 | |
| Bilanzsumme | 40.725 | 61.689 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 7.8 | 4.539 | 4.539 |
| Kapitalrücklagen | 34.597 | 34.597 | |
| Gewinnrücklagen | -6.147 | 18.427 | |
| Neubewertungsrücklage | 7.8 | 158 | -5.591 |
| Den Aktionären zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile | 33.147 | 51.972 | |
| Nicht-beherrschende Anteile | 7.8 | -4 | 362 |
| Eigenkapital, gesamt | 33.143 | 52.334 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Rückstellungen | 7.9 | 428 | 0 |
| Passive latente Steuern | 7.4 | 25 | 346 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 453 | 346 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Steuerrückstellungen | 7.9 | 771 | 677 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.9 | 3.162 | 3.871 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.10 | 0 | 85 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, nicht konsolidiert | 7.10 | 18 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.10 | 1.466 | 1.741 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.10 | 1.714 | 2.635 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 7.130 | 9.009 | |
| Bilanzsumme | 40.725 | 61.689 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| in TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| 1. Konzernergebnis | -24.817 | 1.187 | |
| 2. abzüglich Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.8 | -9.476 | -2.870 |
| 3. Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.8 | 10.472 | 2.885 |
| 4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | 6.8 | 20.893 | 3.199 |
| 5. Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.8 | -16 | -2.741 |
| 6. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6.7 | 338 | 289 |
| 7. Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 16 | 0 | |
| 8. Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen | 6.3 | 25 | -150 |
| 9. Veränderung der Rücklage für Neubewertung aus Rückstellungen und latenten Steuern | 7.8 | 454 | -414 |
| 10. Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0 | -799 | |
| 11. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 7.9 | -187 | -2.427 |
| 12. Zunahme/Abnahme von Forderungen und sonstigen Aktiva | 7.6 | 6.956 | 714 |
| 13. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva | 7.10 | -2.151 | -675 |
| 14. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 2.506 | -1.802 | |
| 15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände | -298 | -324 | |
| 16. Ein- und Auszahlungen aus Ausleihungen des langfristigen Vermögens | -4.058 | 73 | |
| 17. Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | 7.3 | -3.2881 | -690 |
| 18. Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 7.5 | -8.255 | -3.877 |
| 19. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.8 | 9.476 | 2.870 |
| 20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.422 | -1.948 | |
| 21. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 | |
| 22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestand (Summe der Zeilen 14, 20 und 21) | -3.916 | -3.750 | |
| 23. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 3. | -57 | 0 |
| 24. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 11.583 | 15.333 | |
| 25. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.7 | 7.609 | 11.583 |
1) Investitionen in Höhe von TEUR 195 waren nicht zahlungswirksam.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Neubewertungsrücklage | Den Aktionären zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | 4.539 | 34.597 | 18.427 | -5.591 | 51.972 |
| Erfolgswirksame Veränderung der Neubewertungsrücklage | 11.052 | 11.052 | |||
| Erfolgsneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklage | -5.304 | -5.304 | |||
| Veränderung der Anteilshöhe anderer Gesellschafter | |||||
| Periodenergebnis | -24.724 | -24.724 | |||
| Währungsdifferenz | 147 | 147 | |||
| Gesamtergebnis | -24.577 | 5.749 | -18.828 | ||
| Stand 31.12.2011 | 4.539 | 34.597 | -6.147 | 158 | 33.147 |
| Anhang | 7.8 | 7.8 | 7.8 | ||
| Stand 01.01.2010 | 4.539 | 34.597 | 17.468 | -8.194 | 48.410 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | 2.603 | 2.603 | |||
| Periodenergebnis | 1.056 | ||||
| Währungsdifferenz | -97 | -97 | |||
| Gesamtergebnis | -97 | 2.603 | 3.562 | ||
| Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | ||||
| Stand 31.12.2010 | 4.539 | 34.597 | 17.371 | -5.591 | 51.972 |
| Periodenergebnis | 1.056 | ||||
| Stand 01.01.2011 | 4.539 | 34.597 | 18.427 | -5.591 | 51.972 |
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| in TEUR | Nichtbeherrschende Anteile | Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | 362 | 52.334 |
| Erfolgswirksame Veränderung der Neubewertungsrücklage | 11.052 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklage | -5.304 | |
| Veränderung der Anteilshöhe anderer Gesellschafter | -274 | -274 |
| Periodenergebnis | -93 | -24.817 |
| Währungsdifferenz | 147 | |
| Gesamtergebnis | -367 | -19.195 |
| Stand 31.12.2011 | -4 | 33.143 |
| Anhang | 7.8 | |
| Stand 01.01.2010 | 225 | 48.635 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | 2.603 | |
| Periodenergebnis | 131 | 1.187 |
| Währungsdifferenz | -97 | |
| Gesamtergebnis | 131 | 3.693 |
| Erwerb von Tochterunternehmen | 6 | 6 |
| Stand 31.12.2010 | 362 | 52.334 |
| Periodenergebnis | ||
| Stand 01.01.2011 | 362 | 52.334 |
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS zum 31. Dezember 2011
DER ALTIRA AKTIENGESELLSCHAFT
nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
1. Angaben zum Unternehmen
Der Sitz der Altira Aktiengesellschaft (im Nachfolgenden "Altira AG" oder "Gesellschaft" genannt) befindet sich in Frankfurt am Main (Deutschland), Grüneburgweg 18.
Die Altira AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 58865 eingetragen.
Der satzungsmäßige Geschäftsgegenstand der Altira AG ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen oder von Beteiligungen aller Art, soweit hierfür keine besonderen gesetzlichen Erlaubnisse benötigt werden. Die Unternehmen des Altira-Konzerns verwalten für institutionelle Investoren Gelder in den vier Geschäftsbereichen Erneuerbare Energien & Rohstoffe, Afrika, Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen sowie Sonstige Alternative Investments.
Die Altira AG ist am Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Einbeziehung in den Entry Standard notiert. Die Altira AG ist zwar Mutterunternehmen nach § 290 HGB, sie ist jedoch nach § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Insoferner stellt die Altira AG den IFRS-Konzernabschluss freiwillig nach § 315a Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorschriften (§ 315a Abs. 1 HGB).
Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Der Konzernabschluss soll am 19. April 2012 in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zur Offenlegung freigegeben werden.
2. Grundlagen des Konzernabschluss
Der Konzernabschluss ist unter Berücksichtigung sämtlicher veröffentlichter und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der EU verabschiedeter Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden waren, aufgestellt worden. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung neuer Standards wird kein Gebrauch gemacht.
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern).
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund dieser Darstellung in Tausend Euro kann es auch zu Kumulierungen von Rundungsdifferenzen kommen.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.
Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung (bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Überleitung vom Gewinn/Verlust zum Gesamtergebnis), die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurden die nach IAS 1.54 (n) und IAS 1.82 (h) geforderten separaten Angaben zu Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten und dem Beteiligungen an bzw. dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nicht wie gefordert in der Bilanz bzw. Gesamtergebnisrechnung sondern dem Anhang dargestellt. Im vorliegenden Abschluss erfolgt der Ausweis unter Angabe der Vorjahreswerte, wie in IAS 1 gefordert.
Die folgenden Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmals anzuwenden, ohne, dass diese wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hatten.
IAS 1: Annual Improvements
Der IAS 1 Darstellung des Abschlusses wurde im Zuge der Annual Improvements geändert, insoweit, dass klargestellt wurde, dass eine Überleitung des sonstigen Ergebnisses je Position entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechung oder in den Angaben zum Jahresabschluss erfolgen kann. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
IFRS 3: Annual Improvements
Im Zuge der Annual Improvements wurde IFRS 3 im Hinblick auf die Bewertung von nichtbeherrschenden Anteilen geändert. Die Änderung sieht vor, dass die Option nach IFRS 3, die nicht-beherrschenden Anteile entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum beteiligungsproportionalen Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten, nur dann verfügbar ist, wenn die nicht-beherrschenden Anteile bereits bestehen und deren Inhabern einen beteiligungsproportionalen Anspruch am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens im Falle der Liquidation einräumen. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
IFRS 3 wurde geändert, um die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungsprogrammen, die von Mitarbeitern des erworbenen Unternehmens gehalten werden, zu verdeutlichen. Die Änderungen präzisieren insbesondere, dass anteilsbasierte Vergütungstransaktionen des erworbenen Unternehmens, welche nicht ersetzt werden, im Erwerbszeitpunkt gemäß IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung zu bewerten sind ("marktbasierter Wert").
IFRS 7: Annual Improvements
Diese Änderung betrifft die Klarstellung bestehender Anhangangaben. Es sollen zunehmend qualitative Angaben im Zusammenhang mit den quantitativen Angaben gemacht werden. Zudem beinhaltet die Änderung eine Klarstellung hinsichtlich der gebotenen Verdichtung von Angaben zu Ausfallrisiken und erhaltenen Sicherheiten. Des Weiteren sind Erleichterungen bei der Angabe zu neuverhandelten erhaltenen Darlehen vorgesehen. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
IAS 24: Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die Änderungen des IAS 24 sehen zum einen eine Vereinfachung der Offenlegungspflichten für Unternehmen vor, die von Regierungen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder maßgeblich beeinflusst werden. Zudem wurde durch die Änderung die Definition eines nahe stehenden Unternehmens bzw. einer nahestehenden Person verdeutlicht. So werden nach der überarbeiteten Version des Standards Unternehmen, auf die die oberste Holdinggesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen der obersten Holdinggesellschaft) auch als nahe stehende Unternehmen und Personen angesehen. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
IAS 27: Annual Improvements
Im Zuge der Veröffentlichung von IAS 27 (2008) ergaben sich eine Reihe von Änderungen an IAS 21, IAS 28 und IAS 32. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
IFRIC 13: Annual Improvements
Eine Änderung des IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme erfolgte im Rahmen der Annual Improvements; hierbei erfolgte eine Klarstellung bezüglich der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Prämiengutschriften. Die Interpretation tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft.
IFRIC 14: Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung
Die Änderungen der Interpretation beziehen sich auf die Vorauszahlungen im Rahmen der Mindestdotierungsverpflichtungen. Nach der Änderung wird nun gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Die Interpretation tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft.
IAS 32: Finanzinstrumente: Darstellung
Mit dieser Änderung an IAS 32 wird klargestellt, wie bestimmte Bezugsrechte zu bilanzieren sind, wenn die emittierten Instrumente nicht auf die funktionale Währung des Emittenten lauten. Werden solche Instrumente den gegenwärtigen Eigentümern anteilsgemäß zu einem festen Betrag angeboten, so sollten sie auch dann als Eigenkapitalinstrumente eingestuft werden, wenn ihr Bezugsrechtskurs auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lautet. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Änderungen haben keinen Einfluss auf den Konzernabschluss. Falls der Konzern in Zukunft solche Bezugsrechte ausgeben sollte, würde die Änderung an IAS 32 deren Klassifizierung beeinflussen.
IAS 34: Annual Improvements
Änderungen zur Zwischenberichterstattung und zu Segmentangaben für das Gesamtvermögen. Die Änderung des Standards ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
IFRIC 19: Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente
Die Interpretation erläutert die Bilanzierung für den Fall, dass ein Unternehmen eine finanzielle Verbindlichkeit teilweise oder vollständig durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Aus der Anwendung der Standards haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Gesellschaft ergeben.
Neben den für den Konzernabschluss verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen gibt es weitere neue und überarbeitete Standards und Interpretationen, die aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese neuen Regelungen wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet. Diese neuen bzw. geänderten und noch nicht anzuwendenden IFRS sind in nachfolgender Übersicht dargestellt.
Neue, noch nicht im Geschäftsjahr 2011 anzuwendende Vorschriften des IASB
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| Neue Regelung | Zeitlicher Anwendungsbereich | Auswirkung auf den Konzern | |
|---|---|---|---|
| IFRS 1 - Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards | EU-Endorsement ausstehend 01.07.2011 | Regelungen zur Hyperinflation und Beseitigung fixer Daten | Keine wesentliche Auswirkung |
| IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben | 01.07.2011 | Angaben zum Transfer von Finanzinstrumenten | Erweiterte Angaben im Anhang |
| IFRS 9 - Finanzinstrumente: Angaben | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2015 | Regelung zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten mit einer Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Zeitwert | Erweiterte Angaben im Anhang |
| IFRS 10 - Konzernabschlüsse | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Leitlinien zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises | Keine wesentliche Auswirkung |
| IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Regelungen zur bilanziellen Abbildung von Gemeinschaftsunternehmen | Keine Auswirkung |
| IFRS 12 - Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Angabeerfordernisse hinsichtlich gehaltener Anteile an anderen Unternehmen | Erweiterte Angaben im Anhang |
| IFRS 13 - Bemessung des beizulegenden Zeitwertes | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Vereinheitlichung der Vorschriften zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes | Keine wesentliche Auswirkung |
| IAS 1 - Darstellung des Abschlusses | EU-Endorsement ausstehend 01.07.2012 | Darstellung des Other Comprehensive Income | Keine wesentliche Auswirkung |
| IAS 12 - Ertragsteuern | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2012 | Bilanzierung latenter Steuern auf als inanzinvestition gehaltene Immobilien und neu bewertetes Sachanlagevermögen | Keine wesentliche Auswirkung |
| IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Abschaffung der Korridormethode im Rahmen der Bewertung der Pensionsverpflichtung sowie Erweiterung der Angabeerfordernisse | Keine Auswirkung |
| IAS 27 - Separate Abschlüsse | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Überarbeitung der Konsolidierungsregelungen und Übernahme in den IFRS 10 | Keine wesentliche Auswirkung |
| IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | EU-Endorsement ausstehend 01.01.2013 | Überarbeitung der Bilanzierungsregelungen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | Keine wesentliche Auswirkung |
| Improvement-Projekt 2010 | IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7, IAS 1, IAS 27, IAS 24, IFRIC 13 | Keine wesentliche Auswirkung |
3. Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst die in- und ausländischen Gesellschaften, bei denen die Altira AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.
Den Jahresabschlüssen der in den Altira AG Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES (Beteiligungen, an denen der Altira-Konzern 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält)
zum 31. Dezember 2011
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| Beteiligung und Sitz | Anteil am Kapital | Angewandte Konsolidierungsmethode |
|---|---|---|
| ADC Business Development Services Ltd., Republic of Mauritius | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ADC Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Advisory GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira CFC Management GmbH, Dortmund | 75,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ecolutions Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Heliad Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Komplementär GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Clearsight Investments AG, Zürich (Schweiz) | 40,00 | Equity Methode |
| Frontier Capital Partners GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| GAIA Mineral Resources Limited, Republic of Mauritius | 55,00 | Vollkonsolidierung |
| Patriarch MultiManager GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Investment Group AG, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Vermögensverwaltungs AG, Köln | 74,50 | Vollkonsolidierung |
| ACQ 2. Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Altira Renewables 2. Komplementär GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| GAIA Mineral Resources Zambia Limited, Republic of Zambia | 55,00 | - |
| Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Seyes GmbH, Bayreuth | 20,00 | - |
Die ACQ 2. Beteiligungs GmbH, die Altira Renewables 2. Komplementär GmbH, die GAIA Resources Zambia Limited und die Greenland Management GmbH werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen.
Die Altira Renewables 2. Komplementär GmbH wurde von der Altira AG im Berichtsjahr neu gegründet. Die nominale Stammeinlage wurde eingezahlt. Weitere Anschaffungskosten fielen nicht an.
Die bislang ebenfalls zum Konsolidierungskreis gehörende Altira TIG Management GmbH wurde mit Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2011 nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 26. August 2011 auf die Altira Heliad Management GmbH verschmolzen.
Der Anteil der Altira AG an der Frontier Capital Partners GmbH wurde von 74,9 Prozent auf 100 Prozent erhöht. Der Kaufpreis betrug TEUR 6.
Mit Wirkung zum 30. November 2011 wurden sämtliche Anteile an der Heliad Management (CH) AG, Schweiz veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von TEUR 86. Aus der Entkonsolidierung resultiert ein Aufwand von TEUR -10, der im Aufwand berücksichtigt wird.
Im Oktober 2011 erwarb die Altira AG einen beherrschenden Anteil von 55 Prozent an der GAIA Mineral Resources Limited, Mauritius, und mittelbar deren 100-prozentige Tochtergesellschaft GAIA Resources Zambia Limited, Sambia.
Die GAIA Mineral Resources Limited, Mauritius, ist eine Investmentgesellschaft mit Fokus auf Mineral-Prospecting- und Exploration-Projekte in Afrika. Daneben werden aktuell Aktivitäten in Kanada und Argentinien betreut.
Aus dem Kauf ergab sich kein unmittelbarer Mittelabfluss. Die Allokation des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden wurde zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 18. Oktober 2011 vorgenommen und stellt sich folgendermaßen dar:
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| in TEUR | Beizulegender Wert zum Erwerbszeitpunkt | Bisheriger Buchwert beim Tochterunternehmen |
|---|---|---|
| Sachanlagevermögen | 0 | 58 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 38 |
| Wertpapiere | 520 | 652 |
| Ausleihungen | 0 | 132 |
| Langfristige Vermögenswerte | 520 | 880 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 4 |
| Zahlungsmittel | 24 | 24 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 24 | 28 |
| Langfristiges Fremdkapital | -1.016 | -1.016 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | -49 | -49 |
| Erworbenes Reinvermögen | -521 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 234 | |
| Geschäfts- und Firmenwert gesamt | 287 | |
| Gesamte Gegenleistung | 1.014 | |
| Die Gegenleistung sich wie folgt zusammen: | ||
| Bezahlter Kaufpreis | 0 | |
| Übernahme Gesellschafterdarlehen | 1.014 | |
| Gesamte Gegenleistung | 1.014 | |
| davon Zahlungsmittelabfluss im Berichtsjahr | 0 |
Aus der Erstkonsolidierung der GAIA Mineral Resources Limited ergab sich ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von TEUR 28.
Der Geschäfts- und Firmenwert umfasst vor allem die nicht vertraglichen Kundenbeziehungen und das Fachwissen der Mitarbeiter. Die GAIA Mineral Resources Limited stellt eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit dar.
Der GAIA Mineral Resources Limited hat seit dem Zugang zum Konsolidierungskreis keinen Betrag zum Umsatz und einen Betrag von TEUR 5 zum Ergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Erwerb zu Beginn der Berichtsperiode 2011 stattgefunden, so hätte sich das Konzernergebnis der Altira AG im Berichtsjahr um TEUR 407 reduziert.
4. Assoziierte Unternehmen
Venture Capital-Unternehmen haben nach IAS 28.1 ein Wahlrecht, ob sie Anteile an assoziierten Unternehmen entweder nach der Equity-Methode oder gemäß IAS 39 bilanzieren. Nur wenn der erstmalige Ansatz erfolgswirksam mit dem Fair Value erfolgte, kann das Wahlrecht ausgeübt werden.
Wesentliche assoziierte Unternehmen, auf die die Altira AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss werden nach dem Anschaffungskostenprinzip bewertet.
Die Altira AG hält an der Clearsight Investments AG, Zürich, einen Anteil von 40 Prozent am Grundkapital. Die Beteiligung wurde nach der Equity-Methode bewertet:
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| in TEUR | Vermögen 31.12.2011 | Verbindlichkeiten 31.12.2011 | Umsatzerlöse 2011 | Jahresergebnis 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Clearsight Investments AG, Zürich1 | 514 | 135 | 1.623 | 253 |
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| in TEUR | Vermögen 31.12.2010 | Verbindlichkeiten 31.12.2010 | Umsatzerlöse 2010 | Jahresergebnis 2010 |
|---|---|---|---|---|
| Clearsight Investments AG, Zürich1 | 577 | 136 | 1.311 | 362 |
Der Buchwert der Beteiligung an der Clearsight Investments AG beträgt TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 176). Der Anteil am Jahresergebnis beträgt TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 145). Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR -25 (Vorjahr: TEUR 150) resultiert in voller Höhe aus dieser Bewertung.
Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung erfolgt der Ansatz der Beteiligungen an der Seyes GmbH, Bayreuth, und der Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt, nach dem Anschaffungskostenprinzip.
5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Abschlusses angewendet worden sind, werden im Folgenden dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die beschriebenen Methoden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt.
5.1 Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Anfallende Transaktionskosten werden als Aufwand erfasst.
Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Ertrag oder Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ergibt sich im Zuge der Kapitalkonsolidierung ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung des Mutterunternehmens mit dem anteiligen, neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens, so ist dieser Überschuss gem. IFRS 3.41 als Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Gem. IFRS 3.55 ist dieser nicht planmäßig abzuschreiben, sondern es ist zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs einmal jährlich ein Impairment-Test nach IAS 36 durchzuführen. Die ggf. zu berücksichtigende Wertminderung wird durch Ermittlung des erzielbaren Betrags der dem betreffenden Geschäfts- oder Firmenwert zugeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Sollten Ereignisse oder Umstände auf eine mögliche Wertminderung hinweisen, wird der Impairment-Test häufiger durchgeführt.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2010 wurden die direkt dem Erwerb zuordenbare Transaktionskosten als Teil der Anschaffungskosten behandelt.
5.2 Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Gegebenenfalls eintretende Wertminderungen werden erfasst. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich bei Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Vorschriften von IFRS 3 als Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über den erworbenen Anteil am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens. Die Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getestet und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
5.3 Sachanlagen
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.
5.4 Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft bzw. zusätzlich, wenn entsprechende Indikatoren vorliegen. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände eintreten, wonach der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsbedarf wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die die Cashflows separat identifiziert werden können zahlungsmittelgenerierende Einheit).
Bei gegebenenfalls anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Die Erhöhung des Buchwerts ist dabei auf den fortgeführten Wert beschränkt, der sich ergeben würde, wenn für den Vermögenswert (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwands wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine Umkehr des Wertminderungsaufwandes erfolgt nicht auf angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte.
5.5 Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die Beteiligungen sowie Ausleihungen des langfristigen Vermögens ausgewiesen.
Die Beteiligungen und die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden in den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" geführt.
Ausleihungen, für die keine feste Fälligkeit vereinbart ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Zeitwerte ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen. Wenn für nicht börsennotierte Beteiligungen im Einzelfall ein Fair Value nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden diese hilfsweise zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wertansatz zum Tragen kommt (IAS 39.46c). Die Anschaffungskosten werden mit dem Preis zum Erfüllungstag ermittelt.
Bei Veräußerung oder bei Feststellung einer nachhaltigen Wertminderung wird der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung bzw. Aufwand aus der Wertberichtigung in das Jahresergebnis einbezogen.
Die Bestände der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugehörenden Wertpapiere werden im Rahmen der Anlagestrategie der Altira auf Basis der Fair Value-Entwicklung der einzelnen Wertpapiere gesteuert.
Die Wertänderungen der als "finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere" erfasst.
Wertänderungen aus der Bewertung zum Zeitwert von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst.
Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten sind unter dem Punkt 8.1 (weitere Angaben zu Finanzinstrumenten) erläutert.
5.6 Latente Steuern
Latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten Konzept bilanziert, wonach sie auf alle Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert gebildet werden.
Grundlage für die Berechnungen der latenten Steuern sind die aktuellen Steuersätze, die für den Zeitraum gelten, in dem sich zeitliche Unterschiede voraussichtlich ausgleichen. Es wurde ein einheitlicher Steuersatz von 31,9 Prozent zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15 Prozent und dem darauf anfallenden Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent wurde ein Gewerbesteuersatz von 16,075 Prozent berücksichtigt.
Saldierungen von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerschulden wurden entsprechend der Regelungen des IAS 12 vorgenommen.
Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.
Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, im dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjekts und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen.
5.7 Wertpapiere
Die Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet.
Die Wertänderungen der "zu Handelszwecken gehaltenen" Wertpapiere werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere" erfasst.
Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zum Fair Value werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst.
5.8 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen bewertet (Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten).
5.9 Liquide Mittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten.
5.10 Rückstellungen
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 passiviert, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem Ereignis der Vergangenheit bestehen, die mit einem wahrscheinlichen Ressourcenabfluss verbunden sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.
Da der Effekt als nicht wesentlich anzusehen ist, wird auf die Ermittlung eines unternehmenspezifischen Abzinsungsfaktors verzichtet und stattdessen der für die Rechnungslegung nach deutschem Handelsrecht (HGB) zu verwendende Zinssatz der Bundesbank herangezogen.
5.11 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
5.12 Erträge und Aufwendungen
Umsätze und Erträge werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Chancen und Risiken müssen auf den Käufer übergangen sein und die Verfügungsmacht des Verkäufers muss erloschen sein.
Die Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen. Erträge aus laufenden Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung realisiert, zeitabhängige Vergütungen werden zeitanteilig vereinnahmt.
Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen die aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte realisierten Erlöse. Der Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen betrifft den bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte bestehenden Buchwert.
Unter dem Finanzergebnis werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen gezeigt.
Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden sowohl die laufenden Erträge aus Dividendeneinnahmen als auch das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach IAS 28 ausgewiesen.
Die Aufteilung der Erträge aus Beteiligungen wird in der Segmentberichterstattung dargestellt.
5.13 Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende und latente Steuern.
5.14 Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit den zum Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften erfolgt die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge zu Durchschnittskursen. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung von Abschlüssen, für welche die funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgte für die Bilanzposten mit den Schlusskursen zum Bilanzstichtag und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen. Abweichend davon wird das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Wertänderungen des Vorjahres-Reinvermögens aufgrund veränderter historischer Kurse werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Kurs, der am Tag des Geschäftsvorfalls gültig war, in Euro umgerechnet.
5.15 Leasing
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. In diesem Fall erfolgt keine Aktivierung des Leasinggegenstandes im Altira-Konzern.
Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, die im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
5.16 Eventualschulden und finanzielle Verpflichtungen
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang und den Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte, bedungene Einlagen für Anteile an Personengesellschaften.
5.17 Wesentliche Annahmen und Schätzungen
Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt worden sind. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die im Konzernabschluss berücksichtigten Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests sowie auf Ansatz und Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.
Wesentliche Anpassungen der ausgewiesenen Vermögenswerte und Rückstellungen könnten im folgenden Geschäftsjahr bei folgenden Posten durch eine Neubewertung erforderlich werden
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 526 | 1.070 |
| Finanzanlagen | 18.015 | 21.237 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 7.126 | 12.085 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.162 | 4.852 |
6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
6.1 Ausweisänderungen
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde vom neuen Management der Gesellschaft zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Klarheit des Ausweises im Vergleich zum vorherigen Abschluss geändert.
Im Wesentlichen werden in der aktuellen Gliederung die operativen Einflüsse auf das Ergebnis getrennt von den nicht-operativen Einflüssen dargestellt.
Zur besseren Vergleichbarkeit des vorliegenden Abschlusses mit dem des Vorjahres ist die Gewinn- und Verlustrechnung nachfolgend in der Gliederung des Vorjahresabschlusses dargestellt:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 14.079 | 17.308 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 9.476 | 2.870 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.444 | 5.092 |
| Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | -10.472 | -2.885 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.800 | -2.433 |
| Personalaufwand | -11.255 | -10.077 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.879 | -6.009 |
| Erträge aus Beteiligungen | 315 | 360 |
| Ergebnis aus at equity Bewertung | -25 | 176 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | -20.893 | -3.199 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -338 | -289 |
| Betriebsergebnis | -25.348 | 914 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 508 | 314 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -51 | -28 |
| Ergebnis vor Steuern | -24.890 | 1.200 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 73 | -13 |
| Ergebnis nach Steuern | -24.817 | 1.187 |
| Anteile von Minderheitsgesellschaftern | 93 | -131 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehender Gewinn | -24.724 | 1.056 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -5,45 | 0,23 |
6.2 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen Provisionserträge, Vergütungen für die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten, variable Anlageberatungsvergütungen und Vergütungen für die Erbringung von vertraglich vereinbarten Dienstleistungen für die von Konzerngesellschaften betreuten Anlagevehikel.
6.3 Aufwendungen und Erträge aus Beteiligungen
Das Beteiligungsergebnis betrifft mit TEUR -25 (Vorjahr: TEUR 174) das Ergebnis aus der Bewertung assoziierter Unternehmen und mit TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 362) sonstige Verluste und Erträge aus Beteiligungen.
6.4 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 2.741) Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen zum Fair Value und mit TEUR 2.428 (Vorjahr: TEUR 2.351) übrige sonstige betriebliche Erträge, welche sich in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: 1.267) aus der Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 136) aus Währungsdifferenzen ergeben.
6.5 Direkte Kosten des Umsatzes (Aufwendungen für bezogene Leistungen)
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Anlageberatungsvergütungen und Vertriebsprovisionen.
6.6 Personalaufwendungen
Der Personalaufwand beinhaltet die Vergütungen der Vorstände und Geschäftsführer der Konzernunternehmen sowie der beschäftigten Mitarbeiter.
Die Arbeitnehmer des Konzerns sind im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufenden Beitragszahlungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst werden. Darüber hinaus bestehen keine Zusagen zur Altersvorsorge.
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 10.422 | 9.037 |
| Soziale Abgaben | 718 | 674 |
| Sonstiger Personalaufwand | 115 | 366 |
| 11.255 | 10.077 |
6.7 Sachaufwendungen
Die Sachkosten setzen sich aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen zusammen. Die wesentlichen Positionen stellen sich folgendermaßen dar:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Raumkosten | 780 | 869 |
| Marketingkosten | 860 | 1.616 |
| Reisekosten | 1.387 | 486 |
| Verwaltungkosten | 1.455 | 1.108 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | 338 | 289 |
| übrige sonstige Aufwendungen | 2.397 | 1.930 |
| 7.217 | 6.298 |
Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen, Währungsdifferenzen und EDV-Kosten.
6.8 Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich zusammen aus den Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen, dem Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen, den Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapieren (TEUR -20.893, Vorjahr: TEUR -3.199), den Zinsen und ähnlichen Erträgen (TEUR 508, Vorjahr: TEUR 314) sowie den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (TEUR -51, Vorjahr: TEUR -28).
Der Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren betrifft folgende Posten:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | -1.631 | 0 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | -8.312 | 415 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | -1.599 | 2.108 |
| Aufwandswirksame Auflösung der Neubewertungsrücklage aus dem Abgang von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 1.070 | 362 |
| -10.472 | 2.885 |
Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 1.186 | 0 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 6.841 | 639 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 1.449 | 2.231 |
| 9.476 | 2.870 |
Die Zinsen und ähnlichen Erträge sowie Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Verzinsung von Bankguthaben und Kontokorrentverbindlichkeiten.
Die Wertveränderungen der Finanzinstrumente sind unter dem Punkt 8.1 (weitere Angaben zu Finanzinstrumenten) näher erläutert.
6.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende und latente Steuern. Die laufenden Ertragsteuern entsprechen der erwarteten Steuerschuld, die aus dem zu versteuernden Einkommen aus der laufenden Periode resultiert.
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand der Periode | -110 | -140 |
| Anpassungen für Ertragssteuern früherer Perioden | 126 | 0 |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen zur Steuerbilanz | 57 | 127 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 73 | -13 |
Die Überleitung von der theoretisch zu erwartenden Steuerbelastung einer Kapitalgesellschaft zum tatsächlich im Konzernabschluss erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | -24.890 | 1.200 |
| Theoretischer Steuersatz in Prozent | 31,93% | 31,93% |
| Theoretischer Steueraufwand/-ertrag | 7.947 | -383 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwands/-ertrags | ||
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge | -8.272 | -275 |
| Steuererhöhung auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 397 | 645 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 73 | -13 |
Der theoretische Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus der Körperschaftsteuer (15 Prozent), dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen. Bei dem in Frankfurt am Main angewandten gewerbesteuerlichen Hebesatz von 460 Prozent ergibt sich eine steuerliche Belastung von 31,9 Prozent. Dieser Prozentsatz liegt der Ermittlung der latenten Steuern zugrunde.
Die Ausschüttung von Dividenden unterliegt dem in Deutschland maßgeblichen System des Kapitalertragssteuerabzugs.
Aufgrund fehlender Übertragungsmöglichkeiten im Planungszeitraum sind steuerliche Verlustvorträge (TEUR 15.574, Vorjahr: TEUR 1.551) für die Ermittlung latenter Steuern nicht rele-
6.10 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (TEUR) | -24.817 | 1.187 |
| abzgl. nicht beherrschende Anteile aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (TEUR) | 93 | -131 |
| ergibt das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (TEUR) | -24.724 | 1.056 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | -5,45 | 0,23 |
Für das Geschäftsjahr 2011 ist keine Dividendenzahlung geplant.
7. Erläuterungen zur Konzernbilanz
7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Zusammensetzung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt, der eine Anlage zum Konzernanhang darstellt.
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen erworbene Software-Lizenzen.
Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen liegt zwischen 3 und 20 Jahren.
Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung fielen nicht an und wurden daher weder im Aufwand erfasst noch aktiviert.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden nicht aktiviert.
7.2 Geschäfts- oder Firmenwert
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den Erstkonsolidierungen im Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit (IAS 36), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugewiesen wird, wurden die jeweiligen Gesellschaften festgelegt. Der erzielbare Betrag wurde als Nettoveräußerungserlös abzüglich Kosten der Veräußerung auf Basis eines Discounted Cash Flow (DCF) Verfahrens ermittelt. Die verwendeten Kapitalkosten in Höhe von 7,08 Prozent (Vorjahr: 4,69-8,02 Prozent) wurden aus verfügbaren Branchendaten ermittelt.
Abschreibungen in Höhe von TEUR 645 wurden auf den Geschäfts- und Firmenwert der VCH Investment Group AG vorgenommen und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung der GAIA Mineral Resources Ltd. ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 287 ermittelt und aktiviert. Details können den Ausführungen in dem Abschnitt 3. (Konsolidierungskreis) entnommen werden.
Für die Buchwertentwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts verweisen wir auf den Anlagespiegel, der eine Anlage zum Anhang darstellt.
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| GAIA Mineral Resources Limited | 287 | 0 |
| Patriarch Multi-Manager GmbH | 228 | 228 |
| ADC Business Development Services Limited | 10 | 10 |
| VCH Vermögensverwaltung AG | 2 | 2 |
| VCH Investmentgroup AG | 0 | 645 |
| 527 | 885 |
7.3 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 152 | 176 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) | 114 | 0 |
| Beteiligungen | 1.884 | 2.909 |
| Wertpapiere des langfristigen Vermögens | 12.942 | 17.366 |
| Ausleihungen | 2.922 | 786 |
| 18.015 | 21.237 |
Im Vorjahr im kurzfristigen Vermögen ausgewiesene Wertpapiere der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" in Höhe von TEUR 187 wurden im laufenden Berichtsjahr aufgrund veränderter Einstufung durch das Management umgewidmet und als Wertpapiere des langfristigen Vermögens der gleichen Kategorie ausgewiesen.
Im Vorjahr unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesene Darlehen in Höhe von TEUR 2.400 wurden im laufenden Berichtsjahr als Ausleihungen im langfristigen Vermögen ausgewiesen.
Die Wertpapiere des langfristigen Vermögens betreffen folgende Bestände:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | 8.245 | 13.237 |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 4.697 | 4.129 |
| 12.942 | 17.366 |
7.4 Aktive und passive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf eine Verbindlichkeit für Optionen gebildet. Es wurde ein Steuersatz von 31,9 Prozent angesetzt. Die passiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf die Abzinsung von langfristigen Schulden gebildet.
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| in TEUR | Zeitliche Differenzen | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.11 | Veränderung | 31.12.10 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | 0 | 512 | -512 |
| Sonstige Vermögenswerte | 57 | 627 | -570 |
| Langfristige Schulden | -78 | 52 | -130 |
| Kurzfristige Schulden | 500 | 1.471 | -971 |
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| Latente Steuer | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 163 |
| Sonstige Vermögenswerte | 18 | 0 | 182 | 0 |
| Langfristige Schulden | 0 | -25 | 0 | -42 |
| Kurzfristige Schulden | 160 | 0 | 0 | -310 |
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| erfolgsneutral | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aufwand (+) | / Ertrag (-) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | 80 | -258 | -243 | 30 |
| Sonstige Vermögenswerte | 164 | 0 | ||
| Langfristige Schulden | 17 | 42 | ||
| Kurzfristige Schulden | 93 | -111 | 57 | -199 |
7.5 Wertpapiere
Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Wertpapiere der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 4.220 | 3.771 |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 2.906 | 8.314 |
| 7.126 | 12.085 |
Im Vorjahr im kurzfristigen Vermögen ausgewiesene Wertpapiere der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" in Höhe von TEUR 187 wurden im laufenden Berichtsjahr aufgrund veränderter Einstufung durch das Management umgewidmet und als Wertpapiere des langfristigen Vermögens der gleichen Kategorie ausgewiesen.
7.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag angesetzt.
Im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Darlehen in Höhe von TEUR 2.400 wurden im laufenden Berichtsjahr als Ausleihungen im langfristigen Vermögen ausgewiesen.
Forderungen aus Ertragssteuern werden in Höhe von TEUR 1.974 (Vorjahr: TEUR 3.946) ausgewiesen.
Die sonstigen Vermögenswerte betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Anteile an Darlehen | 12 | 2.624 |
| Forderungen aus Vorsteuer | 429 | 105 |
| Übrige | 1.034 | 932 |
| 1.475 | 3.661 |
Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen gegenüber verwaltetem Investmentvermögen aus der Übernahme von Anzahlungen.
7.7 Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen vollständig dem Finanzmittelfonds und bestehen im Wesentlichen aus Kontokorrent- und Tagesgeldkonten sowie aus Festgeldanlagen.
7.8 Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.538.670 und ist eingeteilt in 4.538.670 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 hat beschlossen, dass gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung noch in Höhe von TEUR 1.059 bestehende Genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und der Gesellschaft ein neues Genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 2.269 (Genehmigtes Kapital 2009/I) zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 2.269 zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.
Außerdem besteht noch das Bedingte Kapital 2007/I in Höhe von TEUR 2.119, das für die Gewährung von Bezugs- und/oder Wandlungsrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen geschaffen wurde. Es wurden bislang jedoch keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben. Von der Möglichkeit, das Grundkapital bedingt bis zu TEUR 2.119 (Bedingtes Kapital 2007/I) zu erhöhen, hat die Gesellschaft daher im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht.
Zudem hat die ordentliche Hauptversammlung vom 10. August 2010 beschlossen, die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien zu ermächtigen. Die Gesellschaft wurde ermächtigt, vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten
Die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.
Im Berichtszeitraum wurden Wertanpassungen auf Finanzinstrumente in folgender Höhe in der Neubewertungsrücklage erfasst:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bewertung und Abgänge von Beteiligungen | -1.661 | 1.469 |
| Bewertung und Abgänge von Wertpapieren | -4.191 | -684 |
| Veränderungen aufgrund erfolgswirksamer Berücksichtigung dauerhafter Wertminderungen | 11.052 | 2.233 |
Nicht beherrschende Anteile
Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die nicht den Aktionären der Altira zuzuordnenden Anteile am Eigenkapital der folgenden vollkonsolidierten Konzernunternehmen:
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| in % | Anteil Minderheiten am Kapital Tochterunternehmen |
|---|---|
| Altira CFC Management GmbH | 25 |
| VCH Vermögensverwaltung AG | 25,5 |
| GAIA Mineral Resources Limited | 45 |
Das Saldo der im sonstigen Ergebnis erfassten und im Eigenkapital ausgewiesenen Umrechnungsdifferenzen beträgt TEUR 31 (Vorjahr TEUR -116). Im Berichtsjahr wurden Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR -43) aus der Umrechnung des Vorjahres-Reinvermögens aufgrund veränderter historischer Kurse erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
7.9 Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen die erwarteten Zahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuer.
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| in TEUR | 01.01.2011 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellung Tantieme | 973 | 698 | 275 | 105 | 105 |
| sonstige Personalrückstellungen | 1.627 | 1.412 | 104 | 1.586 | 1.697 |
| Jahresabschluss und Prüfung | 198 | 149 | 11 | 166 | 204 |
| Beitragrückstellungen | 327 | 42 | 285 | ||
| Provisionsrückstellungen | 368 | 21 | 20 | 411 | 738 |
| Sonstige | 364 | 412 | 26 | 634 | 560 |
| 3.857 | 2.734 | 436 | 2.902 | 3.589 |
Die sonstigen Personalrückstellungen betreffen Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Urlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbeschädigtenabgaben.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Reisekosten und Mietnebenkosten.
Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 428 haben Laufzeiten von über ein Jahr und wurden in Höhe von TEUR 74 abgezinst. Der Zinsertrag wird unter dem Finanzergebnis ausgewiesen. Die ratierliche Auflösung der Abzinsung wird ebenfalls über das Finanzergebnis erfasst.
7.10 Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag bzw. in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Vertriebsprovisionen und Subberaterverträgen des Segments Public Markets.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Mietzuschuss | 0 | 211 |
| Abzuführende Umsatzsteuer | 20 | 59 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 171 | 636 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 4 | 59 |
| Verbindlichkeiten aus Optionen | 500 | 624 |
| übrige Verbindlichkeiten | 1.019 | 1.046 |
| 1.714 | 2.635 |
Die Verbindlichkeiten aus Optionen betreffen in 2010 gewährte Call-Optionen. Der Zeitwert der Call-Optionen zum Stichtag wurde durch ein Binomialmodell berechnet. Die Optionen berechtigen den Inhaber, bis zum 30. Dezember 2012 Aktien aus dem Bestand der Altira AG zu beziehen. Aus der Gewährung der Optionen resultierten keine Zahlungsströme.
8. SONSTIGE ANGABEN
8.1 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Kategorien, für die Stichtage 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 zur Bilanz übergeleitet:
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| 31. Dezember 2011 in TEUR |
Fair Value | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 152 | 152 | 152 | |
| Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 66 | 66 | 66 | |
| Beteiligungen der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 1.818 | 1.818 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.697 | 4.697 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 3.915 | 3.915 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 1.754 | 355 | 1.754 | |
| Wertpapiere der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 2.577 | 2.577 | ||
| Ausleihungen | 2.922 | 2.922 | 2.922 | |
| Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) | 114 | 114 | 144 | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 18.015 | 3.457 | 152 | 18.015 |
| Wertpapiere der Kategorie zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 2.906 | 2.906 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.220 | 4.220 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.128 | 2.128 | 2.128 | |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.048 | 1.048 | 1.048 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) | 28 | 28 | 28 | |
| Sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen | 3.448 | 1.474 | 1.974 | 3.448 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.609 | 7.609 | 7.609 | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 21.387 | 12.287 | 1.974 | 21.387 |
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| 31. Dezember 2010 in TEUR |
Fair Value | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 176 | 176 | 176 | |
| Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 131 | 131 | 131 | |
| Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 2.779 | 2.779 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.129 | 4.129 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or Loss", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.195 | 4.195 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or Loss", bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 4.425 | 4.425 | 4.425 | |
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or Loss", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 4.616 | 4.616 | ||
| Ausleihungen | 786 | 17 | 786 | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 21.237 | 4.573 | 176 | 21.237 |
| Wertpapiere zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 3.659 | 3.659 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 8.313 | 8.313 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or Loss", bewetet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 113 | 113 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.000 | 6.000 | 6.000 | |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.218 | 1.218 | 1.218 | |
| Sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen | 7.607 | 3.640 | 3.967 | 7.607 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 11.583 | 11.583 | 11.583 | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 38.493 | 22.441 | 3.967 | 38.493 |
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| 31. Dezember 2011 in TEUR |
Fair Value | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 582 | 82 | 582 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.484 | 1.484 | 1.484 |
| Kurzfristige finanzielle Schulden | 1.984 | 1.566 | 2.066 |
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| 31. Dezember 2010 in TEUR |
Fair Value | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Optionen | 624 | 0 | 624 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.741 | 1.741 | 1.741 |
| Kurzfristige finanzielle Schulden | 2.365 | 1.741 | 2.365 |
Der Bestand an Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens der Altira setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| börsennotierte Wertpapiere | 11.330 | 16.456 |
| nicht börsennotierte Wertpapiere | 4.218 | 9.054 |
| Anteile an Investmentfonds | 4.294 | 3.412 |
| festverzinsliche Wertpapiere | 190 | 357 |
| Zertifikate | 36 | 172 |
| 20.068 | 29.451 |
Die Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag ein Börsenkurs und regelmäßiger Handel an einer Börse oder eine regelmäßige Kursnotierung während der Berichtsperiode vorlag, wurden mit diesem Kurs zum Stichtag bewertet. Aus der ergebniswirksamen Bewertung der börsennotierten Finanzinstrumente resultierten im Berichtsjahr Zuschreibungen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2.332) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.663 (Vorjahr: TEUR 2.890).
Bei der Bewertung der Finanzinstrumente der Kategorie "ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren" würden sich keine erheblichen Änderungen ergeben, wenn diese mit plausiblen alternativen Annahmen durchgeführt worden wäre. Die Überleitung von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz nach IFRS 7.27B stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 01.01.2011 | Zugänge | Gewinne und Verluste, erfasst in der GuV-Rechnung | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen der Kategorie "etragswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 4.729 | 1.905 | -2.239 | 4.395 |
Ergebniswirksame Wertänderungen auf Forderungen wurden in Höhe von TEUR 919 (Vorjahr: TEUR 0) im Finanzergebnis ausgewiesen. Weitere Abwertungen auf Forderungen aus dem operativem Geschäft wurden in Höhe von TEUR 483 (Vorjahr: TEUR 201) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die übrigen nicht börsennotierten Finanzinstrumente, die zum beizulegendem Zeitwert ausgewiesen werden, wurden anhand von Bewertungsverfahren bewertet, die auf dem Net Asset Value des betreffenden Finanzinstruments beruhen. Ergebniswirksam waren Zuschreibungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 410) und Abschreibungen von TEUR 4.020 (Vorjahr: TEUR 309).
Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkung hypothetischer Änderungen von Marktpreisen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Bei einer Kursänderung von 10 Prozent der zum Bestand gehörenden börsennotierten Wertpapiere würde sich eine Wertänderung von TEUR 1.133 (Vorjahr: TEUR 1.646) ergeben, wovon ein Betrag von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 402) ergebniswirksam und ein Betrag von TEUR 760 (Vorjahr: TEUR 1.244) über die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten berücksichtigt werden würde.
Eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts der nicht börsennotierten Wertpapiere um 10 Prozent würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 905) ergeben. Eine Wertänderung der Anteile an Investmentfonds um 10 Prozent würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 341) verursachen.
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien des IAS 39 setzt sich zusammen aus dem Bewertungsergebnis und den Abgangserfolgen:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Finanzinstrumente "ergebniswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertet" (langfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis | -6.596 | 1.382 |
| Abgangsergebnis | -445 | 0 |
| -7.041 | 1.382 | |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (langfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis (Impairment) | -1.891 | -1.431 |
| Abgangsergebnis | 0 | 0 |
| -1.891 | -1.431 | |
| Wertpapiere zu Handelszwecken gehalten (kurzfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis | -3.124 | 392 |
| Abgangsergebnis | -150 | 123 |
| -3.274 | 515 | |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (kurtzfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis | -6.722 | -801 |
| Abgangsergebnis | -401 | -138 |
| -7.123 | -939 | |
| -19.329 | -473 |
Im Berichtsjahr wurden auf Finanzinstrumente Wertanpassungen in folgender Höhe erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Wertminderungen von Wertpapieren des langfristigen Vermögens | -3.515 | 0 |
| Zuschreibungen auf Wertpapiere des langfristigen Vermögens | 0 | 301 |
| Zuschreibungen auf Beteiligungen | 0 | 1.469 |
| Wertminderungen von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens | -2.243 | -1.664 |
| Zuschreibungen auf Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 0 | 679 |
| -5.758 | 785 |
Zum Berichtsstichtag sind keine finanziellen Vermögenswerte überfällig aber nicht wertgemindert worden. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn ein finanzieller Vermögenswert uneinbringlich erscheint. Dies ist der Fall, wenn dieser finanzieller Vermögenswert länger als 180 Tage überfällig ist und keine Einigung über eine Verlängerung der Zahlungsfrist erzielt werden konnte, oder wenn es offensichtliche Hinweise oder Tatsachen gibt, die einen Ausgleich ausschließen.
8.2 Angaben zur Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.
Im Berichtsjahr fanden Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 310) und Zahlungsmittelabflüsse aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 21) statt. Gezahlt wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 1.021), erstattet wurden TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 0).
Der Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) besteht aus Bankguthaben.
8.3 Angaben zur Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung der Altira basiert auf der internen Berichtsstruktur und gliedert sich in die Segmente Holding, Private Markets und Public Markets. Die Investmentteams des Konzerns sind jeweils einem der Segmente Private Markets oder Public Markets zugeordnet.
Die Umsatzerlöse der Altira werden im Wesentlichen in Deutschland erwirtschaftet.
Die Segmente werden wie folgt beschrieben:
Holding
Das Segment Holding ist für die Steuerung und Unternehmensentwicklung des Konzerns sowie für die Erbringung zentralisierter Management- und Verwaltungsdienstleistungen zuständig, für die Umlagen aus den anderen Segmenten sowie aus von den vom Konzern betreuten Anlagevehikeln und Fonds berechnet werden. Außerdem investiert die Altira Eigenkapital in vom Konzern verwaltete Fonds. Die Erträge und Aufwendungen aus dieser Investitionstätigkeit werden dem Segment Holding zugeordnet.
Private Markets
Das Segment Private Markets umfasst die Aktivitäten der Altira im Bereich der nicht börsennotierten Kapitalanlagen. Hierzu zählen der Private Equity-Markt, Restrukturierungsfonds, Klimaschutz-Investments sowie Development-Investments in Afrika.
Zu den Private Markets-Gesellschaften des Konzerns gehören zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen die Altira Heliad Management GmbH, die Altira ecolutions Management GmbH, die Altira ADC Management GmbH, die ADC Business Development Services und die Altira Renewables Management GmbH.
Die Umsatzerlöse des Segments Private Markets mit externen Kunden, die jeweils mehr als 10 Prozent der Gesamtumsatzerlöse ausmachen, betragen insgesamt TEUR 3.855 (Vorjahr: TEUR 4.332).
Public Markets
Dieser Bereich betrifft das Management von Finanzprodukten und Portfolios, die in liquide bzw. börsennotierte Vermögenswerte investieren. Hierzu zählen insbesondere die Investmentfonds der VCH Investment Group AG sowie die Dachfonds der Patriarch Multi-Manager GmbH. Die Umsatzerlöse des Segments Public Markets resultieren im Wesentlichen aus Management und Performance Fees für die Verwaltung der VCH Investmentfonds.
Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden zu marktüblichen Bedingungen wie unter fremden Dritten ermittelt.
Die ausgewiesenen Wertminderungen und Wertaufholungen (IAS 36.129/130) betreffen mit folgenden wesentlichen Ausnahmen ausschließlich das Segment "Holding":
| ― | die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts (TEUR 645) der VCH Investment Group AG betrifft das Segment "Public Markets" |
| ― | Wertminderungen auf Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 721 betrifft das Segment "Public Markets" |
| ― | Wertminderungen auf Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 995 betrifft das Segment "Private Markets" |
8.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag hat die Altira AG folgende Patronatserklärungen abgegeben:
- in Höhe von bis zu EUR 150.000,00 zugunsten der Greenland Management GmbH
Die aus den Patronatserklärungen zu erwartende Verpflichtung ist im Konzernabschluss unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Über diese Rückstellungen hinausgehende Inanspruchnahmen erwarten wir zurzeit nicht.
Aus einer Darlehenszusage gegenüber der Clearsight Investment AG, Schweiz, in Höhe von EUR 5.000.000,00 wurden bisher EUR 2.219.952,70 abgerufen. Zum Bilanzstichtag besteht daher eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von EUR 2.780.047,30. Die Inanspruchnahme der Abrufe ist in voller Höhe zu erwarten.
Weitere Eventualverbindlichkeiten noch sonstige aus der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
Aus einem auf die Dauer von fünf Jahren und vier Monate fest abgeschlossenen Mietvertrag resultieren Mietverpflichtungen über TEUR 3.295, der Mietvertrag endet im April 2017. Als Mietsicherheit wurde eine Bankbürgschaft über TEUR 205 geleistet.
Die künftigen Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aus diesem Operating-Lease-Vertrag ergeben sich wie folgt:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 618 | 482 |
| länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 2.471 | - |
| über fünf Jahre | 154 | - |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 3.244 | 482 |
8.5 Nahe stehende Unternehmen und Personen
Zum Bilanzstichtag übt die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH (ABL), Frankfurt am Main einen beherrschenden Einfluss auf die Altira AG aus. Daher werden die ABL sowie alle Unternehmen, auf die die ABL oder die Gesellschafter der ABL einen maßgeblichen Einfluss ausüben, als nahe stehende Unternehmen betrachtet.
Die Altira AG hat an die ABL Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 45) geleistet und Erstattungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) erhalten.
Die ABL beherrscht des Weiteren die Aragon AG, Wiesbaden, ABL Consulting & Advisory GmbH, Frankfurt am Main, die Silvia Quandt & Cie. AG, Frankfurt am Main, die Film House Germany AG und die CH2 AG, Hamburg. Diese Gesellschaften sowie deren Tochterunternehmen sind nahe stehende Unternehmen der Altira AG.
Die Altira übt über ihre Beteiligung einen maßgeblichen Einfluss auf die Seyes GmbH, Bayreuth, aus, deren IT-Dienstleistungen sie in Anspruch nimmt.
Von diesen nahe stehenden Unternehmen hat die Altira AG Vergütungen für sonstige Dienstleistungen und Weiterbelastungen von Auslagen in Höhe von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 398) erhalten und einen Betrag von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 75) an diese geleistet.
Die vom Altira-Konzern verwalteten, in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten, Gesellschaften werden als sonstige nahestehende Unternehmen klassifiziert.
Die Altira weist im Berichtsjahr Erträge von den sonstigen nahe stehende Unternehmen für die Übernahme der Verwaltung und Geschäftsführung und für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 6.394 (Vorjahr: TEUR 4.960) und Aufwendungen für Weiterbelastungen von TEUR 21 aus.
Der Heliad wurden im Berichtsjahr 131.000 Aktien der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zu einem Gesamtpreis von TEUR 1.153 verkauft. In Verbindung mit der Kaufpreisermittlung wurde ein unabhängiges Gutachten angefertigt.
Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber nahe stehenden Unternehmen Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.528 (Vorjahr: TEUR 1.556). Aus Darlehen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 2.385 (Vorjahr: 2.308). Die Darlehen werden mit 5 Prozent p.a. verzinst.
Gegenüber Personen in Schlüsselpositionen der Gesellschaft und ihres beherrschenden Unternehmens bestehen Forderungen aus Mitarbeiterdarlehen in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: 175).
Die Bezüge der Personen in Schlüsselpositionen der Gesellschaft ergeben sich wie folgt:
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| in TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Entlohnung des Vorstands | 1.162 | 945 |
| Erfolgsabhängige Entlohnung des Vorstands | 594 | 698 |
| Rückstellung für die erfolgsabhängige Entlohnung des Vorstands | 125 | 583 |
| Aufsichtsratvergütungen | 90 | 75 |
Im Berichtsjahr wurde außerdem ein Gesamtbetrag von TEUR 698 aus bereits im Vorjahr zurückgestellten erfolgsabhängigen Vergütungen ausbezahlt (Vorjahr: TEUR 1.106). Die insgesamt im Berichtsjahr an die Mitglieder des Vorstands ausbezahlten Vergütungen betragen damit TEUR 1.162 (Vorjahr: TEUR 2.749).
Die Rückstellungen für Ansprüche des Vorstands auf erfolgsabhängige Vergütungen wurden zum 31. Dezember 2011 mit TEUR 125 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 973).
Zur Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds nach § 314 Abs. 1 Abs. 6 Buchstabe a Satz 5 ff. HGB besteht keine Verpflichtung, da die Altira AG keine börsennotierte Aktiengesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr Aufsichtsratvergütungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 75). Kosten wurden in Höhe von TEUR 2 übernommen.
8.6 Anteilsbesitz
Alle Beteiligungen, an denen die Altira 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, sind in der Anlage zum Konzernanhang aufgeführt.
Die Altira hält an folgenden großen Kapitalgesellschaften eine Beteiligung, die mehr als 5 Prozent der Stimmrechte überschreitet:
| ― | Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main |
| ― | MAGNAT Real Estate AG, Frankfurt am Main |
8.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft hat sämtliche Anteile an den nicht zu den Kernbeteiligungen zählenden Unternehmen CFC Industriebeteiligungen AG (240.000 Aktien) und an der SQUADRA Immobilien GmbH & Co. KGaA (430.000 Aktien) am 10. Februar 2012 veräußert. Der Verkauf hat keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der Altira Aktiengesellschaft.
Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
8.8 Angaben zum Kapitalmanagement
Ziel des Kapitalmanagements ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes durch das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die angestrebte Eigenkapitalverzinsung soll ohne langfristig zur Verfügung gestelltes Fremdkapital erreicht werden.
Steuerungsgröße des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital nach IFRS.
Investitionen werden dabei nur getätigt, wenn sichergestellt werden kann, dass die Altira jederzeit in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dazu werden der Bestand an flüssigen Mitteln und die geplanten Mittelzu- und -abflüsse täglich durch das Management der Gesellschaft überwacht.
Da die Gesellschaft keine wesentlichen Fremdfinanzierungen in Anspruch nimmt, sind weitere Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich des Kapitalmanagements nicht notwendig.
8.9 Angaben zum Risikomanagement
Das Risikomanagement der Altira identifiziert, analysiert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.
Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:
1. Strategische Risiken
| ― | Entwicklung des Kapitalmarktumfelds als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe |
| ― | Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber |
| ― | Human Resources |
2. Finanzielle Risiken
| ― | Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikel) |
| ― | Liquiditätsrisiko |
| ― | Rechtliche Risiken |
| ― | Risiken aus Änderungen des Steuerrechts |
3. Operative Risiken
| ― | Finanzbuchhaltung und Controlling |
| ― | Zahlungsflüsse |
| ― | IT-Sicherheit |
Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements
Die Geschäftstätigkeit der Altira konzentriert sich fast ausschließlich auf den Euro-Währungsraum. Daher ist das Währungsrisiko auf einzelne Investitionen beschränkt. So hält die Altira AG Anteile an der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (ADC), Frankfurt am Main. Die ADC investiert vornehmlich in Finanzdienstleistungs- und sonstige Dienstleistungsunternehmen in Afrika und arbeitet dort mit lokalen Währungen und mit US-Dollar. Daneben ist die Altira im geringeren Umfang vom Währungsrisiko zum Schweizer Franken betroffen.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Hebelzertifikate zur Absicherung von Marktrisiken im Publikumsfondsbereich eingesetzt.
Zur Absicherung gegen operative und rechtliche Risiken wird ein internes Kontrollsystem (IKS) angewandt.
Aufgrund der Finanzierungsstruktur ist für die Altira das direkte Risiko von Zinsänderungen nicht wesentlich.
Der Wert von finanziellen Vermögenswerten kann bei unvorteilhafter Geschäftsentwicklung des Emittenten im Extremfall auf null absinken.
Durch eine Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass finanzielle Verpflichtungen jederzeit durch das Vorhalten ausreichender Liquidität erfüllt werden können.
Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Da die ausgewiesenen liquiden Mittel ausreichend sind, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken, ist die Altira nur geringfügig unmittelbaren Liquiditätsrisiken ausgesetzt.
Weitere Angaben zu Art und Ausmaß der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken erfolgen im Konzernlagebericht.
8.10 Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt wurden in den Konzernunternehmen 70 Mitarbeiter (Vorjahr: 69) - ohne die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung der Konzernunternehmen - beschäftigt, davon 29 weibliche (Vorjahr: 29) und 41 männliche (Vorjahr: 40).
8.11 Abschlussprüfer
Im Geschäftsjahr 2011 hat die mit der Prüfung des Konzernabschlusses beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 65) für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 7,5 (Vorjahr: TEUR 5) für andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3) für sonstige Leistungen zuzüglich Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.
Für die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 70) gebildet.
8.12 Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand:
bis zum 31. Mai 2011
Herr Christian Angermayer, Frankfurt am Main,
Unternehmer
Herr David Zimmer, CEO, Bonn,
MBA, Rechtsanwalt
Herr Andreas Lange, CFO, Frankfurt am Main,
Diplom-Kaufmann
Herr Peter Brumm, Business Development, Frankfurt am Main,
Diplom-Kaufmann
Im Juli 2011 löste Herr David Zimmer, Herrn Michael Rieder als Vorstandsvorsitzender ab. Herr Michael Rieder ist zum 08. August 2011 aus dem Vorstand und dem Unternehmen ausgeschieden.
Aufsichtsrat:
Herr Axel-Günter Benkner (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Nidderau,
selbstständiger Unternehmensberater
seit dem 19. Juli 2011
Herr Christian Angermayer (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Frankfurt am Main,
Unternehmer
seit dem 19. Juli 2011
Herr Dr. Friedrich Schmitz, Frankfurt am Main
Vorstand der CE Asset Management AG
bis zum 19. Juli 2011
Herr Robert Depner, Bergisch Gladbach,
Vorstand der VCH Vermögensverwaltung AG
bis zum 19. Juli 2011
Herr Peter E. Merian, Binningen, Schweiz,
selbstständiger Unternehmensberater
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Abschnitt "nahe stehende Personen und Unternehmen" angegeben.
ANLAGESPIEGEL 2011
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| Anschaffungs- und Herstellkosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2011 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Zugang | Abgang | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Software | 635 | -7 | 74 | 0 | 702 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 287 | 0 | 0 | 1.172 |
| 1.520 | 280 | 74 | 0 | 1.874 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Gebäude | 106 | 0 | 0 | 0 | 106 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.067 | 65 | 224 | -262 | 1.094 |
| 1.173 | 65 | 224 | -262 | 1.200 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 25 | 0 | 0 | 0 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 1.224 | 0 | 3.851 | -2.779 | 2.296 |
| 3. Ausleihungen1 | 1.100 | 172 | 1.839 | 0 | 3.111 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.212 | 787 | 3.708 | -880 | 23.827 |
| 5. Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)2 | 64 | 110 | 0 | 0 | 174 |
| 22.625 | 1.069 | 9.398 | -3.659 | 29.433 | |
| 25.318 | 1.414 | 9.696 | -3.921 | 32.507 |
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| Wertberichtigungen3 | Wertberichtigungen3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2011 | Zugang | Veränderung des Konsolidierungskreises | Abgang | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Software | -450 | -125 | 6 | 0 | -569 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | -646 | 0 | 0 | -646 |
| -450 | -771 | 6 | 0 | -1.215 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Gebäude | -87 | -19 | 0 | 0 | -106 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -537 | -195 | -14 | 137 | -608 |
| -624 | -214 | -14 | 137 | -714 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 151 | -24 | 0 | 0 | 127 |
| 2. Beteiligungen | 1.621 | -3.659 | 0 | 1.626 | -412 |
| 3. Ausleihungen1 | -314 | -188 | 0 | 314 | -188 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | -2.846 | -8.762 | -53 | -776 | -10.885 |
| 5. Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)2 | 0 | -59 | 0 | 0 | -59 |
| -1.388 | -12.692 | -53 | 2.716 | -11.417 | |
| -2.462 | -13.676 | -61 | 2.853 | -13.346 |
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| Restbuchwert | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2010 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Software | 134 | 185 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 526 | 885 |
| 659 | 1.070 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 18 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 486 | 530 |
| 486 | 549 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 152 | 176 |
| 2. Beteiligungen | 1.884 | 2.845 |
| 3. Ausleihungen1 | 2.923 | 786 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 12.942 | 17.366 |
| 5. Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)2 | 114 | 64 |
| 18.015 | 21.237 | |
| 19.160 | 22.856 |
1) Darlehen mit einem Buchwert in Höhe von ca. TEUR 2.400 wurden vom kurz- in das langfristige Vermögen umgegliedert und unter den Zugängen ausgewiesen.
2) Im Vorjahresabschluss wurden die nicht konsolidierten Unternehmen unter den Beteiligungen ausgewiesen.
3) Die Wertminderungen auf Finanzanlagen beinhalten erfolgswirksame und erfolgsneutrale Bestandteile.
ANLAGESPIEGEL 2010 (zum Vergleich)
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| Anschaffungs- und Herstellkosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2010 | Zugang | Abgang | Stand 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| EDV-Software und Lizenzen | 593 | 43 | 1 | 635 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 0 | 0 | 885 |
| 1.478 | 43 | 1 | 1.520 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.461 | 281 | 569 | 1.173 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 25 | 0 | 0 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 1.287 | 1 | 0 | 1.288 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.136 | 317 | 241 | 20.212 |
| 4. Ausleihungen | 801 | 372 | 73 | 1.100 |
| 22.249 | 690 | 314 | 22.625 | |
| 25.188 | 1.014 | 884 | 25.318 |
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| Wertberichtigungen | Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2010 | Abschreibung | Zuschreibung über die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | Zuschreibung | Abgang | Stand 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| EDV-Software und Lizenzen | -345 | -105 | 0 | 0 | 0 | -450 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -345 | -105 | 0 | 0 | 0 | -450 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -724 | -184 | 0 | 0 | 284 | -624 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1 | -24 | 0 | 174 | 0 | 151 |
| 2. Beteiligungen | 153 | -290 | 1.758 | 0 | 0 | 1.621 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | -4.551 | -197 | 301 | 1.601 | 0 | -2.846 |
| 4. Ausleihungen | -293 | -309 | 0 | 288 | 0 | -314 |
| -4.690 | -820 | 2.059 | 2.063 | 0 | -1.388 | |
| -5.759 | -1.109 | 2.059 | 2.063 | 284 | -2.462 |
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| Restbuchwert | Restbuchwert | |
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.2010 | Stand 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| EDV-Software und Lizenzen | 185 | 248 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 885 |
| 1.070 | 1.133 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 549 | 737 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 176 | 26 |
| 2. Beteiligungen | 2.909 | 1.440 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 17.366 | 15.585 |
| 4. Ausleihungen | 786 | 508 |
| 21.237 | 17.559 | |
| 22.856 | 19.429 |
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES (Beteiligungen, an denen der Altira-Konzern 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält) zum 31. Dezember 2011
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| Beteiligung und Sitz | Anteil am Kapital | Angewandte Konsolidierungsmethode |
|---|---|---|
| ADC Business Development Services Ltd., Republic of Mauritius | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ADC Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Advisory GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira CFC Management GmbH, Dortmund | 75,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ecolutions Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Heliad Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Komplementär GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Clearsight Investments AG, Zürich (Schweiz) | 40,00 | Equity Methode |
| Frontier Capital Partners GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| GAIA Mineral Resources Limited, Republic of Mauritius | 55,00 | Vollkonsolidierung |
| Patriarch MultiManager GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Investment Group AG, Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Vermögensverwaltungs AG, Köln | 74,50 | Vollkonsolidierung |
| ACQ 2. Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Altira Renewables 2. Komplementär GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| GAIA Mineral Resources Zambia Limited, Republic of Zambia | 55,00 | - |
| Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Seyes GmbH, Bayreuth | 20,00 | - |
Bei den anderen Unternehmen im Sinne des §313 Abs. 2 Nr. 4 HGB waren die Angaben von Eigenkapital und Ergebnis nicht erforderlich, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Altira Aktiengesellschaft,
wir haben den von der Altira Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 18. April 2012
**ifb Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ralph Wenner, Wirtschaftsprüfer
ppa. Steffen Urban, Wirtschaftsprüfer
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