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FinLab AG — Annual Report 2010
Aug 3, 2011
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Annual Report
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Altira AG
Frankfurt / Main
Altira Jahresbericht 2010
JAHRESFINANZBERICHT 2010
Unabhängige Investmentteams institutionelle Infrastruktur Unternehmerisches Asset Management
ALTIRA IM ÜBERBLICK
UNSERE LEITLINIEN
Die Altira Group - unternehmerisches Asset Management
Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle und private Investoren fokussiert hat.
Experte für Wachstumsmärkte
Hierbei konzentriert sich die Altira Group sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte. In diesen sind die Investmentteams der Altira Group durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.
Unabhängige Investmentteams unterstützt durch eine institutionelle Infrastruktur
Die Investmentteams der Altira Group sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf. Sie investieren in ihre eigenen Produkte bzw. sind langfristig erfolgsabhängig incentiviert, um einen Gleichlauf der Interessen mit Investoren sicherzustellen Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die unter anderem Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement/Controlling, Recht, Marketing/Vertrieb, Personalwesen und IT übernimmt. Hierdurch wird Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung gewährleistet und es ergeben sich Synergie- und auch Skaleneffekte.
Darüber hinaus investiert die Altira Group in der Regel auch als Seed Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier in den Produkten ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren und zusätzlich mit den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird.
Das Ziel der Altira Group: Mehrwert für Investoren schaffen
Somit vereint die Altira Group Asset Management-Expertise mit Unternehmertum. Mit diesem Ansatz verfolgt sie das ziel, das Vermögen ihrer anspruchsvollen Investoren zu mehren, wie etwa der Familie Silvia Quandt, die sowohl Aktionärin der Altira Group als auch Investorin in Produkten ihrer Investmentteams ist.
In dieser Aufgabe wird das Management der Altira Group durch hochkarätige Aufsichtsratsmitglieder wie Axel-Günter Benkner, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, und Peter E. Merian, ehemaliger CEO der Sarasin Bank, unterstützt.
STRUKTUR
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| Altira Group | |||
|---|---|---|---|
| Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen | Erneuerbare Energien & Rohstoffe | Afrika | Sonstige Alternative Investments |
| --- | --- | --- | --- |
| Deutscher Mittelstand (Direktinvestments) | Erneuerbare Energien (Projektentwicklung) | Afrika (Direktinvestments) | Privater Vermögensaufbau (Dachfonds) |
| - Altira Heliad Management GmbH | - Altira ecolutions Management GmbH | - Altira ADC Management GmbH | - Patriarch Multi-Manager GmbH |
| Restrukturierungen Europa (Dachfonds) | Erneuerbare Energien (Direktinvestments) | Frontier Markets (Aktien) | Managed Futures |
| - Clearsight Investments AG | - Altira Renewables Management GmbH | - Frontier Capital Partners GmbH | - Varengold Wertpapierhandelsbank AG |
| Erneuerbare Energien (Aktien) | Restrukturierungen Immobilien | ||
| - VCH Vermögensverwaltung AG | - MAGNAT Real Estate AG | ||
| Rohstoffe (Aktien) | |||
| - VCH Vermögensverwaltung AG |
FINANZKENNZAHLEN
_ Assets under Management1

_ Umsatz
1.) Anmerkung: Rückblickend im Sinne der besseren Vergleichbarkeit ohne die at-equity-Konsolidierung der Assets under Management der Minderheitsbeteiligung an der C-Quadrat Investment AG, da diese 2007 - 2008 abgebaut wurde.

_ EBITDA

_ EBIT

_ Konzernergebnis

_ Eigenkapital

_ EK-Quote

_ Bilanzsumme

BERICHT DES MANAGEMENTS
VORWORT DES VORSTANDS
Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,
das Jahr 2010 war für die Altira Group ein erfolgreiches Jahr. Es stand im Zeichen der bereits im Vorjahr eingeleiteten Fokussierung auf die drei Geschäftsbereiche
| ― | Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen |
| ― | Erneuerbare Energien & Rohstoffe |
| ― | Afrika |
Dabei konnte die Altira Group von ihrem klaren Profil sowie dem zurückgewonnenen Vertrauen der Anleger in die Asset Management-Branche profitieren.
_ Profitables Geschäftsjahr 2010
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr 2010 auf 1,2 Mio. Euro (2009: 1,4 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich um 0,1 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro (2009: 1,1 Mio. Euro) verbessert.
Mit 17,3 Mio. Euro sind unsere Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent zurückgegangen. Während die Umsätze im Bereich Private Equity aufgrund von Bewertungsanpassungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 gesunken sind, konnten unsere Publikumsfonds am Börsenaufschwung partizipieren und den Rückgang im Bereich Private Equity teilweise kompensieren. Neben Management Fees von 14,7 Mio. Euro konnten wir Performance Fees in Höhe von 2,6 Mio. Euro erwirtschaften.
Wesentliche Voraussetzungen für unser auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtetes Geschäftsmodell sind eine starke Kapitalausstattung sowie ein umfassendes Risikomanagement, das gleichermaßen den Schutz des Vermögens und die Reputation unseres Unternehmens sicherstellt. Unsere Bilanz ist mit rund 52,3 Mio. Euro Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote von 85 Prozent das Fundament unserer Stabilität. Es sind keine nennenswerten Bankverbindlichkeiten vorhanden und wir verfügen mit über 11,6 Mio. Euro an liquiden Mitteln über ausreichend Kapital, um das Geschäftsmodell auch in 2011 nachhaltig profitabel weiter zu entwickeln, sowohl operativ als auch über strategische Zukäufe.
_ Stabiler Aktienkurs und Aktionärsbasis
Auf das Gesamtjahr 2010 betrachtet ist die Aktie bis zum Jahresende um knapp 4,5 Prozent gestiegen. Diese positive Kursentwicklung lässt sich auf das Wachstum der Assets zurückführen und zeigt das zurückgewonnene Vertrauen in die Asset Management-Branche sowie das mittelfristige Wachstumspotenzial der Altira Group.
Unsere (Groß-)Aktionäre sind uns auch in diesem Jahr treu geblieben. Neben der Angermayer, Brumm und Lange Unternehmensgruppe als Mehrheitsgesellschafter sowie dem Family Office der Familie Silvia Quandt als bereits langjährigem Aktionär sind uns weiter die Allianz Global Investors KAG und Frau José Marie Kolb, Mitglied der Werhahn-Familie und Gesellschafterin der Werhahn KG, sowie ein europäisch ausgerichteter SmallCap Fonds einer namhaften international tätigen Privatbank mit Sitz in Frankfurt am Main verbunden.
_ Erweiterung der Produkte und Steigerung der Assets under Management
Im Jahr 2010 hat die Altira Group ihre Produkte innerhalb ihrer Geschäftsbereiche weiter ausgebaut. Im Ergebnis konnten die Assets under Management (AuM) gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent gesteigert werden. Die Altira AG verwaltet per Stichtag 31.12.2010 775,6 Mio. Euro (2009: 698,0 Mio. Euro).
Während die AuM im Geschäftsbereich Deutscher Mittelstand und Restrukturierungen mit 168,4 Mio. Euro (2009: 219,6 Mio. Euro) rückläufig waren, konnten die Assets im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe auf 238,0 Mio. Euro (2009: 176,2 Mio. Euro) zulegen. Hervorzuheben ist der erfolgreiche Aufbau des Investmentteams Altira Renewables, das Produkte im Bereich Erneuerbarer Energien für institutionelle Investoren verwaltet und mit Gründung in 2010 bereits den ersten Fonds im Bereich Solar erfolgreich auflegen konnte. Im dritten Geschäftsbereich Afrika ist es der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA gelungen, neue Mittel einzuwerben und die Gesellschaft an die Börse zu bringen. Die AuM konnten so deutlich auf 69,0 Mio. Euro (2009: 18,7 Mio. Euro) gesteigert werden. Der Bereich Sonstige Alternative Investments umfasst Beteiligungen der Altira Group und AuM von 300,2 Mio. Euro (2009: 283,5 Mio. Euro). Im Hinblick auf die Asset-Klassen ergibt sich folgende Verteilung: Im Bereich Private Equity stiegen die AuM von 388,0 Mio. Euro in 2009 auf 453,3 Mio. Euro und im Bereich Public Equity von 310,0 Mio. Euro auf 322,3 Mio. Euro.
Während die Einnahmen aus den Publikumsfonds relativ stark geblieben sind, verzeichnete der Private Equity-Bereich gesunkene Umsätze. Die Altira Group bietet sowohl "klassische" Private Equity-Produkte mit fest definierter Laufzeit an, als auch Produkte, deren Assets der Altira Group dauerhaft zur Verfügung stehen, sogenannte "Evergreen-Assets". Diese Gruppe von Produkten stellt im Marktvergleich eine Besonderheit dar und hat durch ihre tendenzielle Umsatzstabilität und Langfristigkeit einen sehr hohen Stellenwert für die Aktionäre der Altira Group. Sie bedeuten für die Gesellschaft einen stabilen Cash Flow und tragen fundamental zu der Erwirtschaftung eines kontinuierlichen Ergebnisses bei, was sich wiederum langfristig positiv in der Aktienkursentwicklung widerspiegeln wird.
_ Fokussiertes Geschäftsmodell
Die Altira Group hat sich auf drei Geschäftsbereiche fokussiert, innerhalb derer Investmentteams verschiedene Produkte für Investoren verwalten. Durch die Spezialisierung verfügen die Investmentteams über besonderes Know-how und sind in der Lage, für die Investoren einen echten Mehrwert zu generieren. Dies kommt auch den Investmentteams selbst zugute, da diese sich innerhalb eines Geschäftsbereiches untereinander mit ihrem Know-how austauschen können. Daneben ist es ein weiterer entscheidender Vorteil, dass die Altira Group in allen drei Geschäftsbereichen Investmentteams und Produkte sowohl im Private wie auch im Public Equity aufgebaut hat. Die Investmentteams bekommen so wertvolle Einsichten desselben Marktes aus unterschiedlichen Blickwinkeln und gewinnen dadurch ein tieferes Verständnis, welches auch Rückschlüsse für die eigenen Anlageentscheidungen erlaubt und so letztlich den Kunden zugutekommt. Es sind die einzelnen Personen der Investmentteams, die die Produkte erfolgreich machen. Sie genießen in der Umsetzung der Investmentstrategien vollständige Freiheit. Diese Freiheit führt nicht nur zu großer Motivation und überdurchschnittlichem Einsatz der Investmentteams, sondern insbesondere zu einer hohen Identifikation mit ihrer Aufgabe.
Die zunehmende Nachfrage nach innovativen, kapitalmarktunabhängigen Investmentlösungen seitens institutioneller Investoren fordert im Sinne eines qualitativen Risikomanagements gleichzeitig ein Höchstmaß an Transparenz, persönlichem Service und stetigem Austausch. Dies können spezialisierte Boutiquen, die in alternativen Anlageklassen oft besonders erfolgreich sind, in dieser Form selten leisten. Sie benötigen neben "Seed Capital" und einer institutionellen Infrastruktur für alle Non-Investment Aufgaben auch einen effektiven Vertrieb ihrer Produkte. Die Altira Group mit ihrer institutionellen Infrastruktur nimmt für ihre Investmentteams somit eine Art "Inkubator-Rolle" ein und ermöglicht Investoren damit Zugang zu attraktiven, alternativen Investments auf Basis verlässlicher Strukturen.
Dieses Setup erlaubt es der Altira Group, neue, exzellente Investmentteams in ihren Geschäftsbereichen für sich zu gewinnen und an sich zu binden. In 2010 ist es ihr so gelungen, ein eigenes Rohstoff- und Erneuerbare Energien-Investmentteam aufzubauen und mit dem Afrika-Experten Jens Schleuniger ein eigenes Investmentteam für das Management eines afrikanischen Aktienfonds zu gründen.
Zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und der institutionellen Infrastruktur wurde in 2010 die Altira Advisory GmbH gegründet. Sie agiert als Bindeglied zwischen institutionellen Investoren auf der Suche nach geeigneten individuellen, alternativen Investmentlösungen einerseits und passenden, spezialisierten Investmentteams und -produkten andererseits.
_ Chancenreiches Jahr 2011
Das Jahr 2011 ist ein Jahr voller Chancen, gerade in den Bereichen, in denen die Altira Group aktiv ist. Die Entwicklungen in den ersten Monaten zeigen, dass sich die Altira Group auf die richtigen Geschäftsbereiche konzentriert hat. An den Umwälzungen und der fortlaufenden Demokratisierung in der arabischen Welt wird der Bereich Afrika positiv partizipieren. Auch der Bereich Erneuerbare Energien wird in 2011 vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan und der Trendwende weg von atomarer Energie vor neuen Wachstumschancen stehen. Die gegenwärtige Neubewertung der Risiken nuklearer Energieerzeugung dürfte dazu führen, dass die Förderung erneuerbarer Energien weiter verbessert wird. Auch der Bereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen ist für weiteres Wachstum gut positioniert. Die Altira Group profitiert von dem vermehrten Wunsch institutioneller Investoren, zukünftige Private Equity-Investments in attraktiven, spezialisierten Bereichen zu tätigen. Hierunter fällt unter anderem das Investmentteam Clearsight mit einer Ausrichtung auf das Segment Turnarounds und Restrukturierungen.
Die Altira Group ist daher hervorragend aufgestellt, um mit einer soliden Bilanz sowie einer gesunden Mischung aus etablierten und neuen Produkten weiter zu wachsen. Durch die über die letzten Jahre aufgebaute institutionelle Infrastruktur, welche die Investmentteams in ihrer Arbeit unterstützt, werden in der Gruppe Synergien erzeugt und zukünftig auch nennenswerte Skaleneffekte erzielt. Zusammen mit der hinzugewonnenen Vertriebsstärke ist dies ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gewinnung neuer Mandate und damit für zukünftiges Wachstum.
Wir sind unseren Aktionärinnen und Aktionären unverändert verpflichtet und möchten die Altira Group zu einem der erfolgreichsten unabhängigen Alternativen Asset Manager entwickeln und damit langfristig nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre schaffen.
Wir danken Ihnen für Ihr anhaltendes Vertrauen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz.
Frankfurt am Main, im Juni 2011
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Rieder, Vorsitzender des Vorstands
HIGHLIGHTS 2010
"Das Jahr 2010 war ein wichtiges Jahr für die Altira Group. Die Weichen wurden auf Wachstum gestellt: Das Know-how in den drei Geschäftsbereichen wurde ausgebaut, es wurden gezielt neue Produkte aufgelegt und der Vertrieb erweitert."
Michael Rieder
Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen
Die bereits in 2009 angestoßene Fusion zwischen der Heliad und der TIG zu Deutschlands fünftgrößtem Private Equity-Player wurde erfolgreich abgeschlossen und die Geschäftsführung umgebaut, um Heliad auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu führen.
Des Weiteren konnte der in 2008 aufgelegte Clear-sight Turnaround Fund I bereits heute eine sichtbare exzellente Performance erzielen. Der Investmentmanager Jakub Chronek sowie die Altira Group haben selbst zu einem erheblichen Teil in den Fonds investiert, sodass eine hohe Interessenkongruenz zwischen den Initiatoren, dem Investmentteam und den Anlegern hergestellt ist. Die Performance und das Setup zusammen mit dem anhaltenden Investoreninteresse an der spezialisierten Investmentstrategie bieten eine gute Grundlage für ein Nachfolgeprodukt in 2011. Dies sollte zu weiterem Wachstum führen.
Erneuerbare Energien & Rohstoffe
Im Bereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe gab es im Jahr 2010 zahlreiche positive Neuerungen. Im Bereich Erneuerbare Energien hat die Altira Group den Fokus auf den Solarmarkt weiter vertieft. Zum einen durch die Fokussierung der Geschäftsstrategie der ecolutions GmbH & Co. KGaA auf die Projektentwicklung von Solarkraftwerken (Insgesamt wurden Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 45 MW finanziert, entwickelt und ans Netz gebracht. So konnte die Gesellschaft erstmals Profitabilität erreichen). Zum anderen wurde der Geschäftsbereich im vierten Quartal durch die Gründung des Investmentteams Altira Renewables Management GmbH weiter ausgebaut. Das Team wird im Bereich Erneuerbare Energien Produkte für institutionelle Investoren konzipieren und managen. Bereits mit Gründung fand die erfolgreiche Auflage des Deutschen Solarfonds Stabilität 2010 statt, der in einem engen Dialog mit den Investoren, deutschen Versicherungen, maßgeschneidert wurde. Der Fonds baut ein geographisch diversifiziertes Portfolio aus Photovoltaik-Anlagen in Deutschland und dem europäischen Ausland auf, die über eine 20-jährige Laufzeit gemanagt werden. In einem ersten Closing im November 2010 konnten 77,5 Mio. Euro Eigenkapital eingeworben werden. Ein zweites, finales Closing erfolgte im Februar 2011 mit 112,5 Mio. Euro. Die Altira Group konnte durch die Platzierung nicht nur ihre AuM signifikant steigern und Umsätze für die nächsten Jahre sichern, sie konnte auch ihre Position bei institutionellen Investoren weiter festigen.
Der Erfolg knüpft an den Platzierungserfolg von Clearsight im Jahr 2009 an und demonstriert eindrucksvoll, dass die Altira Group institutionellen Investoren die Vorteile von spezialisierten Investmentteams auf der einen Seite sowie die institutionelle Infrastruktur mit höchsten Standards bzgl. Zuverlässigkeit, Transparenz und Service auf der anderen Seite bieten kann.
Bereits im Jahr 2009 wurde im Bereich Rohstoffe die strategische Entscheidung umgesetzt, interne Expertise aufzubauen und ein eigenes Team von Experten zu verpflichten. In diesem Rahmen wurde dem Team auch die Verantwortung für den bestehenden Rohstoff-Aktienfonds VCH Expert Natural Resources (LU0184391075) übertragen. Mit dem Führungswechsel hat der Fonds auch seinen Management-Ansatz neu ausgerichtet. Anstatt auf Basis eines quantitativen, investiert der Fonds nunmehr auf Basis eines fundamentalen Ansatzes in ein diversifiziertes Portfolio aus Einzelaktien, die von der strukturellen Knappheit vieler Rohstoffe (bspw. Öl, Gas, Industriemetalle, Gold, Kohle, Platin, Eisenerz) profitieren. Die Qualität des neuen Investmentansatzes und Managements wurde durch ein AA-Rating von Telos bestätigt.
Um Kunden ein umfassendes Angebot zu bieten, das neben Aktien auch den direkten Zugang zu der Asset-Klasse über Derivate ermöglicht, wurde 2010 beschlossen, die Produktpalette um einen weiteren Fonds zu erweitern. Die Auflage des VCH Commodity Alpha (LU0588332238) erfolgte im März 2011. Ferner werden beide Produkte mit Anteilsklassen speziell für institutionelle Investoren ausgestattet, was die Attraktivität für diese Investorenklasse erhöhen und zu steigenden Assets im Bereich Rohstoffe in den kommenden Jahren führen sollte.
Afrika
Die ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA, die sich mit ihrer Anlagestrategie auf den Banken- und Versicherungsmarkt in ausgewählten "Frontier Markets" in Subsahara-Afrika fokussiert, hat sich in 2010 nicht nur operativ in den einzelnen Portfoliogesellschaften erfreulich entwickelt. Es ist ihr auch gelungen, neue Mittel einzuwerben und die Gesellschaft an die Börse zu bringen. Im ersten Halbjahr wurde über eine private Platzierung an ausgewählte Investoren eine Kapitalerhöhung um 6,1 Mio. Euro durchgeführt. Im Dezember 2010 erfolgte dann der Gang an die Frankfurter Wertpapierbörse (Entry Standard). Im Rahmen des IPOs konnten weitere 43 Mio. Euro bei institutionellen Investoren sowie Family Offices platziert werden.
Das größere Bilanzvolumen und die zusätzliche Liquidität wird es der Gesellschaft nicht nur ermöglichen, weiter zu wachsen und das Team auszubauen, sondern gerade auch von den interessanten Anlagemöglichkeiten in der Region zu profitieren und die Position als "First Mover" weiter auszubauen. Die Altira Group profitiert von einem größeren Umsatz und bei erfolgreicher Umsetzung der Projekte von einer Erfolgsbeteiligung. Einhergehend mit weiterem Unternehmenswachstum und neuen Investments ist für das erste Halbjahr 2011 ein Wechsel in den Prime Standard der Deutschen Börse geplant, um den höchsten Transparenzanforderungen des Kapitalmarktumfeldes gerecht zu werden und damit weitere Investorengruppen zu erschließen.
Der Geschäftsbereich Afrika ist ein Kernthema der Altira Group und somit wurde in 2010 die Produktpalette um ein liquides Produkt, einen Publikumsfonds, erweitert. Der Grundstein hierfür wurde durch die Gründung eines neuen Investmentteams um Jens Schleuniger gelegt. Zuletzt war er Fondsmanager bei der DWS und ist ein langjähriger Afrika-Experte. So erzielte er beispielsweise im Januar 2010 im Rahmen der Vergabe des €uro Fund Awards den 3. Platz in der Kategorie "Aktienfonds Mittlerer Osten/Aktienfonds Afrika" für den Zeitraum von einem Jahr. Die Auflage des neuen Publikumsfonds VCH Africa (LU0563445195) erfolgte im März 2011.
Gründung Altira Advisory
Im dritten Quartal 2010 gründete die Altira Group die Altira Advisory GmbH, die als Bindeglied zwischen institutionellen Investoren auf der Suche nach geeigneten alternativen Investmentlösungen einerseits und den spezialisierten Investmentteams andererseits agiert. Die Gründung ist eine Antwort auf die zunehmende Nachfrage nach alternativen Investmentlösungen und dem erhöhten Bedarf an persönlicher Beratung, Service und gemeinsamer Produktkonzeption mit dem Kunden. Hierbei bietet die Altira Group mit ihrer institutionellen Infrastruktur im Allgemeinen und der Altira Advisory im Speziellen eine Lösung: Sie bietet einerseits institutionellen Investoren über maßgeschneiderte, individuelle Konzepte Zugang zu attraktiven, alternativen Investments und andererseits über Investmentteams eine Übernahme aller nicht-investmentbezogenen Aufgaben, sodass diese sich auf die Umsetzung der Anlagestrategie fokussieren können. Neben dem CEO der Altira Group, Michael Rieder, wurde das Team um erfahrene Experten wie Oliver Brandt und Josef Pfannenstill als Geschäftsführer erweitert.
DIE AKTIE
Der Aktienkurs startete mit 12,20 Euro in das Geschäftsjahr 2010. Obwohl das operative Geschäft der Altira Group bereits Anfang 2010 anzog, reagierte der Aktienkurs nach einem kleinen Hoch zunächst negativ und fand zwischen April und Juni Unterstützung bei 10,00 Euro, fiel zwischen Juni und Oktober noch bis auf 9,00 Euro. Im vierten Quartal drehte sich der Trend und die Aktie konnte fast 30 Prozent auf 12,75 Euro zulegen und folgte dem Aufwärtstrend noch bis in das nächste Jahr.
Das Management hat den Dialog mit dem Kapitalmarkt weiter vorangetrieben und stets über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Zudem wurden 13 Corporate News veröffentlicht, um zeitnah am Kapitalmarkt zu berichten. Auch die Veröffentlichung börsenrechtlich nicht vorgeschriebener Quartalsergebnisse wurde von den Investoren der Altira Group wertgeschätzt.
_ Performance der Altira-Aktie im Geschäftsjahr

Stammdaten
_ Transparenzlevel der Deutschen Wertpapierbörse Entry Standard
_ Marktsegment der Deutschen Wertpapierbörse Open Market (Freiverkehr)
_ ISIN DE00012186063
_ WKN 121 806
_ Tickersymbol A7A
_ Aktienkurs zum 04. Januar 2010 12,20 Euro
_ Aktienkurs zum 31. Dezember 2010 12,75 Euro
_ Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2010 69 Mio. Euro
_ Freefloat zum 31. Dezember 2010 23,80 %
_ Designated Sponsor Silvia Quandt & Cie. AG
Aktionärsstruktur

Unter den Aktionären der Altira Group finden sich namhafte Investoren. Dies bestätigt das Geschäftsmodell der Altira Group und ihre Positionierung in den strategischen Märkten 'Deutscher Mittelstand und Restrukturierung', 'Erneuerbare Energien und Rohstoffe' sowie Afrika'.
Als eigentümergeführte Aktiengesellschaft ist darüber hinaus ein Großteil der Aktien in Besitz der Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe, deren Eigentümer die Mehrheit im Vorstand der Altira Group bilden. Somit erreicht die Altira Group wirkungsvoll ein "Alignment of Interests" (Interessenskongruenz) zwischen ihrem Management und ihren Aktionären.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der Altira AG ist seinen Beratungs- und Kontrollaufgaben im Geschäftsjahr 2010 in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand nachgekommen.
_ Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben während des Geschäftsjahres fortlaufend, das heißt zum Teil mehrfach im Monat, mit dem Vorstandsvorsitzenden Kontakt gehalten, sich über den Geschäftsverlauf und wesentliche Vorgänge informiert und sich mit ihm und den anderen Mitgliedern des Vorstands beraten.
Bedeutende Sachverhalte hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern besprochen und sie in die laufende Aufsichtsratsarbeit einbezogen.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen und laufenden Geschäftsentwicklung.
Alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten hat der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Entscheidung vorgelegt. Die Genehmigungen sind nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen und gegebenenfalls ergänzender Erläuterungen durch den Vorstand erteilt worden.
Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung von Vorstand und Aufsichtsrat verliefen in allen Fällen auf Basis gründlicher, sachgerechter Information - einvernehmlich, zügig und erfolgreich.
_ Aufsichtsratssitzungen
Der Aufsichtsrat der Altira AG trat im Geschäftsjahr 2010 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen.
In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, das wirtschaftliche Umfeld, die Umsatz- und Kostenentwicklung sowie wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen.
Im Einzelnen hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit folgenden Themen auseinandergesetzt:
_ Sitzung am 14. April 2010
In der Sitzung am 14. April 2010 wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss erörtert. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Ebenfalls Gegenstand der Sitzung war die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit dem CEO der Gesellschaft, Herrn Michael Rieder.
_ Sitzung am 30. Juni 2010
In der Bilanzsitzung am 30. Juni 2010 wurden der geprüfte, testierte Jahres- und der Konzernabschluss 2009 erörtert und gebilligt. Ebenso wurden die weiteren Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung besprochen und verabschiedet.
_ Sitzung am 10. August 2010
Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft, welche am gleichen Tag stattfand, trat der Aufsichtsrat zusammen und diskutierte die Zahlen der Gesellschaft und des Konzerns für das erste Halbjahr 2009. Darüber hinaus berichtete der Vorstand zur finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns.
_ Sitzung am 29. Oktober 2010
In seiner Sitzung vom 29. Oktober 2010 hat der Aufsichtsrat unter anderem das vom Vorstand vorgelegte Budget für das Geschäftsjahr 2011 verabschiedet.
_ Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss mit Lagebericht der Altira Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden von der Verhülsdonk & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, geprüft. Den Prüfauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. August 2010 erteilt.
Der Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss mit Lagebericht der Altira Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Die Abschlussunterlagen und die beiden Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis seiner Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt.
_ Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2010 wurde zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und den folgenden, uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 AktG erteilt:
Aufgrund des Prüfungsergebnisses haben wir den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Verträgen die Gesellschaft nicht benachteiligt wurde,
3. bei dem Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung, als die durch den Vorstand sprechen. "
Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat gelangte zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht - wie auch die von dem Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt und notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Altira Aktiengesellschaft herzlich für den engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Frankfurt am Main, im Juni 2011
Mit freundlichen Grüßen
Für den Aufsichtsrat
Robert Depner, Vorsitzender des Vorstands
Konzernlagebericht
1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
Die Altira Group fokussiert sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle wie auch private Investoren, insbesondere im Bereich Private Equity. Sie konzentriert sich hierbei sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte im Rahmen ihrer Geschäftsbereiche
| ― | Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen |
| ― | Erneuerbare Energien & Rohstoffe |
| ― | Afrika |
Die Investmentteams der Altira Group streben durch die Anwendung eines aktiven Investmentansatzes (High-Alpha-Strategie) eine nachhaltige und überdurchschnittliche Rendite an. Dazu partizipieren die Investmentteams unternehmerisch von erfolgsabhängigen Incentivierungs-Strukturen bzw. Eigenbeteiligung an der Entwicklung der Produkte, was aus unserer Sicht einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren ist. Die Investmentteams der Altira Group verfügen über spezialisiertes Wissen sowie die notwendige unternehmerische Denkweise und - im Rahmen der Altira Group - vollständige Freiheiten im Hinblick auf Investmententscheidungen.
Die Umsetzung in konkrete Investmentprodukte erfolgt innerhalb der jeweiligen Investmentteams der Altira Group. Gleichzeitig verbindet sie eine stabile, institutionelle Infrastruktur für Aufgaben wie u. a. Risikomanagement, Finanzen/Controlling, Recht, Marketing und Vertrieb (-sunterstützung) sowie IT. Hierdurch können sich die Investmentmanager auf ihre Investmenttätigkeit konzentrieren und - aufgrund von Skaleneffekten (durch Arbeitsteilung) - Flexibilität, Reaktionsfähigkeit sowie Qualitätsstandards auch bei Wachstum des verwalteten Vermögens bewahren. Den Investorenwünschen und -anforderungen kann gleichzeitig Rechnung getragen werden, z.B. mit Hinblick auf Transparenz in der Investorenkommunikation. Darüber hinaus hat die institutionelle Infrastruktur auch weitere Vorteile: sie ermöglicht die Nutzung von Kosten-, Wissens- sowie Netzwerksynergien, die andere unabhängige Investmentboutiquen nicht heben können.
Die Altira Group erhält aus den verwalteten Produkten Zahlungen in Form von fortlaufenden Management Fees, die sich auf Basis des Volumens der Vehikel errechnen. Gewinne, die auf Produktebene anfallen, stehen den Kunden zu, wobei Altira zu einem zuvor festgelegten Verhältnis mittels der sogenannten Performance Fee hieran partizipiert.
Die Altira Group investiert in der Regel auch als Seed Investor in neue Produkte ihrer Investmentteams. Wertsteigerungen der Produkte werden in der Regel als Zuschreibungen im Jahresfinanzergebnis und im Umsatz der Altira Group sichtbar.
Umsatzströme

Investmentteams der Altira Group
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| Altira Group | ||||
|---|---|---|---|---|
| Investmentteam | Gesellschaft | Fokus | Vehikel | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen | Deutscher Mittelstand (Direktinvestments) - Heliad | Altira Heliad Management GmbH | Direktinvestitionen in Unternehmen des deutschsprachigen Mittelstands | KGaA (börsennotiert), L.P. |
| Restrukturierungen Europa (Dachfonds) - Clearsight | Clearsight Investments AG | Investitionen in Private Equity-Fonds mit Fokus auf Restrukturierungen & Sanierungen in Europa | Private Equity Dachfonds | |
| Erneuerbare Energien & Rohstoffe | Erneuerbare Energien (Projektentwicklung) - ecolutions | Altira ecolutions Management GmbH | Direktinvestitionen in regenerativen Energieanlagen mit Fokus auf Entwicklung von Photovoltaikanlagen | KGaA, L.P. |
| Erneuerbare Energien (Direktinvestments) - Altira Renewables | Altira Renewables Management GmbH | Direktinvestitionen in regenerativen Energieanlagen mit Fokus auf Investitionen in Photovoltaikanlagen ab Financial Closing | Private Equity Infrastrukturfonds | |
| Erneuerbare Energien (Aktien) - VCH | VCH Vermögensverwaltung AG | Investitionen in Aktien von Erneuerbare Energien Unternehmen | Publikumsfonds | |
| Rohstoffe (Aktien) - VCH | VCH Vermögensverwaltung AG | Investitionen in Aktien von Rohstoffunternehmen (u.a.) | Publikumsfonds | |
| Afrika | Afrika (Direktinvestments) - ADC | Altira ADC Management GmbH | Direktinvestitionen in Unternehmen im Finanzsektor Subsahara-Afrikas | KGaA (börsennotiert) |
| Frontier Markets (Aktien) | Frontier Capital Partners GmbH | Investitionen in Aktien von afrikanischen Unternehmen | Publikumsfonds | |
| Sonstige Alternative Investments | Privater Vermögensaufbau (Dachfonds) | Patriarch Multi-Manager GmbH | Investitionen in Fonds zum privaten Vermögensaufbau | Dachfonds |
| Managed Futures | Varengold Wertpapierhandelsbank AG | Single Manager (Managed Futures) sowie Capital Markets Brokerage | Managed Accounts, Dach-Hedgefonds | |
| Restrukturierungen Immobilien | MAGNAT Real Estate AG | Immobilien-Development in Osteuropa, Österreich und Deutschland | AG (börsennotiert) |
Zu den Maximen der Altira Group zählt, dass sie ihren Kunden nur Produkte anbietet, in die sie auch selbst investiert, wodurch wir unserem Glauben an den Erfolg dieser Produkte Ausdruck verleihen. Wir gestalten diese Produkte so transparent, dass auch unsere Kunden sie in allen Details verstehen und aktuelle Entwicklungen verfolgen können. Insbesondere erreichen wir dies durch kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden, durch fortdauernde Informationsübermittlung und Service.
Mit Implementierung der Abteilung Produktmanagement haben wir besondere Transparenz in Bezug auf unsere Produkte geschaffen und konzentrieren uns auf Qualität und Service für unsere internen wie externen Kunden. Zudem sind wir nun in der Lage, unsere Investmentteams bei Themen wie Transparenzanforderung, Know-how in der Strukturierung und Distributionsfähigkeit auf noch effizientere Weise zu unterstützen. Schlussendlich sehen wir darin die Basis des Produkterfolges.
Innerhalb der Geschäftsbereiche bietet die Altira Group ihre Produkte in Form von Publikumsfonds, Kommanditgesellschaften auf Aktien oder Limited Partnership-Strukturen an (s. Grafik auf S. 30/31).
Marktumfeld
In Bezug auf das Marktumfeld sind für die Altira Group sowohl Kapitalmarktentwicklungen als auch die Entwicklungen der einzelnen Anlage-Klassen von Bedeutung.
Wegen der Maßnahmenausweitung der Notenbanken zur Bekämpfung der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise setzten die Aktien- und Rohstoffmärkte in 2010 den positiven Trend des Vorjahres fort. Der Dax schloss Ende Dezember 2010 mit einem Gesamtjahresgewinn von 16 Prozent. Der Entry Standard blieb dagegen stabil mit einem Gewinn um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen spiegeln das Vertrauen internationaler Investoren in die deutsche Wirtschaft und in heimische Unternehmen wider. Auch die Realwirtschaft erholte sich und Maßnahmen wie Kurzarbeit und Konjunkturprogramme wurden beendet. Das Statistische Bundesamt verzeichnete einen Anstieg des BIP von insgesamt 3,6 Prozent zum Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, 12. Januar 2011).
Der Fondsmarkt hat sich in 2010 dank Spezialfonds nach einer leichten Erholung im Jahre 2009 nach Angaben des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. weiter verbessert (206,0 Mrd. Euro in 2010 gegenüber 197,0 Mrd. Euro in 2009), ist aber noch immer vom Vorkrisen-Niveau in 2007 (247,0 Mrd. Euro) entfernt.
Für das Gesamtjahr 2010 verzeichnet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in ihrem "IPO Watch Europe" 381 Emissionen im Volumen von zusammen 26,3 Milliarden Euro gegenüber lediglich 126 Emissionen und einem Emissionsvolumen von 7,1 Mrd. Euro im Krisenjahr 2009.
Die Private Equity-Branche hat sich in 2010 leicht erholt. Aus der Jahresstatistik 2010 des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften geht hervor, dass sich das Fundraising-Volumen mit 930,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreswert (2009: 1.070,0 Mio. Euro) zwar etwas vermindert hat. Die Anzahl der Transaktionen stieg im Jahresvergleich jedoch auf 95 (2009: 85). Der Wert der getätigten Transaktionen verdoppelte sich fast und lag so bei 410,0 Mio. Euro (2009: 241,0 Mio. Euro). Sowohl in Bezug auf die Anzahl als auch auf den Wert der Transaktionen war 2010 eine Erholung der Branche zu erkennen, die nicht zuletzt einer verbesserten Kreditvergabe zuzuschreiben ist.
Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr
Die Altira Group verwaltet per Stichtag 31.12.2010 775,6 Mio. Euro (2009: 698,0 Mio. Euro).1 Dies entspricht einer Steigerung der AuM gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent.
Während die AuM im Geschäftsbereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen mit 168,4 Mio. Euro (2009: 219,6 Mio. Euro) leicht rückläufig waren, konnten die AuM im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe mit 238,0 Mio. Euro (2009: 176,2 Mio. Euro) zulegen. Hervorzuheben ist die Auflage eines Solarfonds der zum Stichtag 77,5 Mio. Euro AuM zu diesem Bereich beiträgt. Die Assets des dritten Geschäftsbereichs Afrika konnten aufgrund einer Kapitalerhöhung der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA deutlich auf 69,0 Mio. Euro (2009: 18,7 Mio. Euro) gesteigert werden. Sonstige Alternative Investments umfassen AuM von 300,2 Mio. Euro (2009: 283,5 Mio. Euro).
Im Hinblick auf die Asset-Klassen ergibt sich folgende Verteilung: Im Bereich Private Equity stiegen die AuM von 388,0 Mio. Euro in 2009 auf 453,3 Mio. Euro und im Bereich Public Equity stiegen die AuM von 310,0 Mio. Euro auf 322,3 Mio. Euro.
1) Anmerkung: Die Assets under Management von Mehrheitsbeteiligungen werden in der Gesamt-Asset-Berechnung voll konsolidiert. Assets under Management von Minderheitsbeteiligungen werden pro rata gemäß der Beteiligungsquote gerechnet.
_ Veränderung im Vorstand
2010 blieb der Vorstand des Vorjahres in gleicher Zusammensetzung erhalten.
_ Beteiligungen an Vehikeln
Zum Bilanzstichtag hielt die Altira Group folgende wesentliche Beteiligungen an Investitionsvehikeln:
Beteiligungen an Altira-Produkten (Vehikel)
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| Unternehmen | Grundkapital in TEUR |
Beteiligungsquote in % |
|---|---|---|
| ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA | 7.646 | 7,5 |
| Clearsight Turnaround Fund I, L.P. | 95.0891 | 5,3 |
| ecolutions GmbH & Co. KGaA | 28.400 | 11,1 |
| Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA | 12.146 | 8,4 |
1) Zugesagtes Kapital aller Investoren
2. GESCHÄFTSBEREICHE UND INVESTMENTTEAMS
Die Altira Group ist zumeist mehrheitlich als Gründungsgesellschafter an den Managementgesellschaften beteiligt oder erwirbt gegebenenfalls Anteile an bereits bestehenden Asset Management-Gesellschaften, die sich der Altira Group und ihrer institutionellen Infrastruktur anschließen wollen.
Durch ihre Investmentaktivitäten strebt die Altira Group einen hohen Grad an Diversifikation an, indem Investitionen in verschiedene Anlage-Klassen und Märkte und über verschiedene Vehikel (Publikumsfonds, Gesellschaftsstrukturen auf Aktienbasis oder Limited Partnership Strukturen) erfolgen. Letztere werden entsprechend den Anforderungen der individuellen Bedürfnisse der Investoren strukturiert.
Geschäftsbereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen
_ Investmentteam Deutscher Mittelstand Heliad
Strategie
Das Investmentteam Altira Heliad Management GmbH fokussiert sich auf Marktnischen, denen ein langfristiger Wachstumstrend zugrundeliegt. Besonderes Merkmal der Unternehmensstrategie ist die intensive Begleitung von unternehmerisch geprägten Wachstumsunternehmen aus dem Dienstleistungssektor (Asset-Light-Fokus) durch aktive Unterstützung in strategischen und operativen Bereichen des jeweiligen Unternehmens. Die Unternehmen der Gruppe erwirtschaften typischerweise mehr als 10,0 Mio. Euro Jahresumsatz und werden mehrheitlich übernommen.
Ein starkes Netzwerk, die Reputation als Partner des Mittelstandes wahrgenommen zu werden und der eigentümerorientierte und proaktive Hands-on-Ansatz erlauben Heliad den Zugang zu attraktiven Investments. Heliad fokussiert sich dabei auf Dienstleistungsunternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen und Wachstumspotenzial.
Investitionsvehikel
| ― | Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA WKN: A0L 1NN / ISIN: DE000A0L1NN5 |
Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA (www.heliad.com) ist eine von der Altira Heliad Management GmbH verwaltete, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, die derzeit 20 Portfoliogesellschaften verwaltet. Die acht Kernunternehmen erwirtschaften mit insgesamt rund 3.000 Beschäftigten ein Umsatzvolumen von über 300,0 Mio. Euro. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 gegründet. Ihre Aktien notieren an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard.
Sowohl auf der Hauptversammlung der Heliad am 26. August 2010 als auch auf der Hauptversammlung der TIG Themis Industries Group am 27. August 2010 wurde der Fusion beider Unternehmen mit großer Mehrheit zugestimmt und der Prozess im Dezember 2010 abgeschlossen. Nach der Fusion mit der TIG Themis Industries Group hat die Heliad ihre begonnene Strategie der Portfoliobereinigung und Fokussierung auf Wachstumsunternehmen verstärkt fortgesetzt und ihre Geschäftsführung neu aufgestellt.
| ― | Heliad Investments Ltd. |
Mit der größten Transaktion in ihrer Geschichte verkaufte die Heliad 2008 rund die Hälfte ihrer damaligen Beteiligungen an einen Fonds eines renommierten englischen Finanzinvestors. Im Rahmen dieser Transaktion wurden die Assets in ein neues Investitionsvehikel "Heliad Investments Ltd." transferiert, welches weiterhin durch Altira Heliad AG in der Schweiz, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Altira Heliad Management GmbH, verwaltet wird.
_ Investmentteam Restrukturierungen Europa (Dachfonds) Clearsight
Strategie
Das Investmentteam Clearsight Investments AG (www.clearsight-invest.com) mit Sitz in Pfäffikon, Kanton Schwyz, ermöglicht institutionellen Investoren und Family Offices über Dachfonds Zugang zu der lukrativen Nische von Private Equity für Unternehmensrestrukturierungen bzw. Turnarounds. Clearsight verfolgt hierfür einen aktiven, aufwendigen Suchprozess, um aus einer Vielzahl von Private Equity-Teams für Turnarounds in ganz Europa systematisch die Besten herauszufiltern. Im Visier stehen dabei diejenigen mit den nachhaltigsten Renditen.
Sollten die Private Equity-Teams über kein Fondsvehikel verfügen, so strukturiert Clearsight gemeinsam mit ihnen ein solches und macht sie dadurch investierbar. In beiden Fällen hält das Management der Zielfonds in der Regel überdurchschnittlich hohe Beteiligungen an den eigenen Fonds. Durch die Investition der Clearsight in eine Vielzahl von Private Equity-Teams für Turnarounds aus unterschiedlichen europäischen Ländern wird eine breite Diversifikation sichergestellt.
Investitionsvehikel
| ― | Clearsight Turnaround Fund I, L.P. |
Der Fonds Clearsight Turnaround Fund I, L.P. wurde 2008 als Dachfonds aufgelegt und richtet sich vorrangig an institutionelle Investoren und Family Offices in Europa. Im Jahr 2009 wurde die Mittelbeschaffung von institutionellen Investoren durchgeführt. Im Januar 2010 wurde der Fonds mit einem Volumen von 95,0 Mio. Euro geschlossen.
Geschäftsbereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe
_ Investmentteam Erneuerbare Energien (Projektentwicklung) ecolutions
Strategie
Das Investmentteam Altira ecolutions Management GmbH verwaltet ein Investitionsvehikel, das weltweit regenerative Energieanlagen entwickelt und finanziert. Ziel der ecolutions Management GmbH ist es, die Lücke zwischen lokalen Projektentwicklern und dem internationalen Kapitalmarkt zu schließen. Fokus der Investitionstätigkeit sind die Planung, Errichtung und Strukturierung von Solarkraftwerken.
Investitionsvehikel
| ― | ecolutions GmbH & Co. KGaA ("ecolutions") |
Die ecolutions GmbH & Co. KGaA wurde im März 2007 gegründet und wird durch die Altira ecolutions Management GmbH verwaltet. ecolutions finanziert die Entwicklungs- und Bauphase von Solarkraftwerken mit eigenem Kapital und hat sich ein weltweites Netz an Projektentwicklern und Laufzeitinvestoren aufgebaut. Gemeinsam mit diesen entwickelt, strukturiert und finanziert ecolutions global Projekte im Rahmen des Co-Development-Ansatzes. Dieser ist die Basis für den langfristigen Erfolg der ecolutions und garantiert, dass die Interessen aller Parteien innerhalb des Projektes jederzeit gleichgewichtet sind. Darüber hinaus ist ecolutions seit Gründung 2007 im Bereich der Entwicklung von CO2 -Zertifikaten aktiv.
_ Investmentteam Erneuerbare Energien (Direktinvestments) Altira Renewables
Strategie
Das Investmentteam Altira Renewables Management GmbH strukturiert und verwaltet auf die Bedürfnisse von institutionellen Investoren zugeschnittene, geschlossene Fonds im Bereich Erneuerbare Energien. Der derzeitige Investitionsfokus liegt auf der Photovoltaik.
Die langjährige Zusammenarbeit des Teams mit den in der Renewables Projektfinanzierung führenden Kreditinstituten und die schnelle Verfügbarkeit des für große Projekte erforderlichen Eigenkapitals über die aktuell verwalteten Fonds macht die Altira Renewables Management zu einem attraktiven und zuverlässigen Partner für Projektentwickler und erlaubt so den Zugang zu attraktiven und großen Photovoltaikprojekten.
Investitionsvehikel
| ― | Deutscher Solarfonds "Stabilität 2010" GmbH & Co. KG ("DSF") |
Der DSF wurde für deutsche Versicherungsunternehmen maßgeschneidert und strebt über die Investition in ein sicherheitsorientiertes Portfolio von Photovoltaik-Anlagen stabile, langfristige Ausschüttungen bei einer attraktiven Rendite an. Der Fokus liegt vornehmlich auf Deutschland und zu einem geringeren Teil auf Italien sowie anderen europäischen Ländern mit staatlich geregelten Einspeisevergütungssystemen.
_ Investmentteam Erneuerbare Energien (Aktien) VCH
Strategie
Das Investmentteam Erneuerbare Energien VCH Vermögensverwaltung AG legt Investorengelder weltweit in Aktien und Aktienfonds aus dem Bereich der erneuerbaren Energien an. Im Fokus des Fondsmanagements stehen die sogenannten "Next Generation Energies" wie Geothermie und Energiespeicherung sowie Technologien zur Energieeffizienzsteigerung. Im Investmentprozess schließt ein Nachhaltigkeitsfilter des Fondsmanagements Branchen aus, die ethisch oder ökologisch bedenklich sind.
Investitionsvehikel
| ― | VCH New Energy WKN: A0M JV9 / ISIN: LU0283850484 |
Der VCH New Energy Aktienfonds wurde im Jahr 2007 aufgelegt und legt weltweit in Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien an. Im Vergleich zu den meisten Mitbewerbern dieses Sektors ist dieser Fonds deutlich breiter aufgestellt. So stehen neben den "traditionellen" alternativen Energien wie Solar und Windkraft auch Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz sowie Wasserversorgung im Fokus. Damit deckt der Fonds die gesamte Wertschöpfungskette von der Energieproduktion bis hin zur Distribution und Energieeinsparung ab. Die sehr hohen Qualitätsstandards des VCH New Energy wurden durch das AA Rating von Telos wiederholt bestätigt.
| ― | SI ÖkoSelect WKN: A0N EKV / ISIN: DE000A0NEKV8 |
Seit Juni 2009 verfügt die VCH Vermögensverwaltung AG über ein Verwaltungsmandat über den SI ÖkoSelect, der von der Signal Iduna-Tochter Hansainvest im Mai 2009 aufgelegt wurde. Der Fonds investiert weltweit in Aktien und Aktienfonds und beteiligt sich auch an nicht börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.
_ Investmentteam Rohstoffe (Aktien) VCH
Strategie
Das Investmentteam Rohstoffe der VCH Vermögensverwaltung AG legt Investorengelder weltweit in Aktien von Rohstoffunternehmen und in Rohstoffderivate an. Investiert wird auf Basis eines fundamentalen Ansatzes in ein diversifiziertes Portfolio aus Einzelaktien bzw. Rohstoffen. Der Fokus liegt auf strukturell knappen Rohstoffen, bei denen eine über den Konjunkturzyklus hinausgehende, anhaltend steigende Nachfrage zu erwarten ist, die auf ein strukturell limitiertes Angebot trifft.
Investitionsvehikel
| ― | VCH Expert Natural Resources WKN: A0B L7N / ISIN: LU0184391075 |
Der VCH Expert Natural Resources wurde im Jahr 2004 aufgelegt und ist ein weltweit anlegender Rohstoff-Aktienfonds. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fonds seiner Anlagekategorie ist dieser wesentlich breiter aufgestellt und investiert in Rohstoffunternehmen mit besonderem Fokus auf den Energie- und Metall-/Bergbausektor.
Investiert wird auf Basis eines proprietären, langjährig erfolgreich erprobten, fundamentalen Ansatzes. Ein aktiver Managementansatz ermöglicht Investitionen in Rohstoffe mit dem höchsten Preissteigerungspotenzial. So entsteht aus einem Anlageuniversum, welches weltweit 600 Unternehmen umfasst, ein diversifiziertes Portfolio aus ca. 30-50 Einzelaktien, die von der strukturellen Knappheit vieler Rohstoffe (bspw. Öl, Gas, Industriemetalle, Gold, Kohle, Platin, Eisenerz) profitieren.
| ― | VCH Commodity Alpha WKN: HAF X5L / ISIN: LU0588332238 |
Der VCH Commodity Alpha wurde im März 2011 aufgelegt und ist ein aktiv gemanagtes, breit diversifiziertes Investment in die internationalen Rohstoffmärkte. Ziel ist die Generierung von Mehrwert gegenüber Rohstoffindizes unter Beibehaltung der attraktiven Korrelationseigenschaften.
Der Fokus liegt auf strukturell knappen Rohstoffen. Dabei deckt der Fonds ein breites Rohstoffspektrum ab und nutzt temporale Marktchancen aus. Basierend auf eigenen Rohstoffmarktanalysen und -prognosen verwaltet das Portfolio Management aktiv ein Portfolio bestehend aus bis zu 50 einzelnen Rohstoffen.
Geschäftsbereich Afrika
_ Investmentteam Afrika (Direktinvestments) ADC
Strategie
Das Investmentteam Altira ADC Management GmbH fokussiert sich auf Mehrheits- und signifikante Minderheitsbeteiligungen an mittelständischen Finanzdienstleistungsunternehmen in Subsahara-Afrika. Die Eigenkapitalinvestitionen von ADC liegen zwischen 2 bis 5 Mio. Euro je Transaktion. Der Sektorfokus umfasst neben Geschäfts- und Kreditbanken auch Versicherungen. Dabei wird auch in Unternehmen investiert, die für den Finanzsektor Dienstleistungen aus den Bereichen Telekommunikation oder IT erbringen, z. B. elektronische Zahlungsverkehrslösungen bereitstellen.
ADC fokussiert sich auf sogenannte Frontier Markets in Subsahara-Afrika. Dies sind Länder, die sich noch in einem Frühstadium der Entwicklung ihrer Wirtschaft oder des Finanzmarktes befinden, oftmals an einem Wendepunkt stehen und starkes Wachstumspotenzial aufweisen. Weniger entwickelte Volkswirtschaften und Kapitalmärkte lassen in der Regel Raum für besonders starkes Wachstum und bieten Investoren hohe, langfristige Renditen und geringe Korrelation mit anderen Märkten.
ADC verfolgt einen langfristigen Investmentansatz, betreibt aktives Management mit Mitarbeitern vor Ort und nimmt zudem einen umfangreichen Wissenstransfer vor, um so einen operativen Mehrwert in den Portfoliounternehmen zu generieren und ihre Entwicklung zu fördern.
Investitionsvehikel
| ― | ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA WKN: A1E 8NW / ISIN: DE000A1E8NW9 |
Die ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (www.african-development.com) ist eine von der Altira ADC Management GmbH verwaltete, börsennotierte Finanzdienstleistungsholding, die auf den höchst profitablen Banken- und Versicherungsmarkt in ausgewählten "Frontier Markets" in Subsahara-Afrika fokussiert ist. Ihre Aktien notieren seit dem 14.12.2010 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Entry Standard. Für das erste Halbjahr 2011 ist ein Wechsel in den Prime Standard geplant. Als erste deutsche Beteiligungsgesellschaft ermöglicht sie Investoren, direkt am Aufschwung in den kleineren Volkswirtschaften in Subsahara-Afrika zu partizipieren.
Die ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA wurde Ende 2007 gegründet. Das Portfolio besteht derzeit aus sechs Beteiligungen an Unternehmen in den Ländern Ruanda, Äquatorialguinea, Simbabwe, Kenia, Südafrika und Botswana.
_ Investmentteam Frontier Markets (Aktien) Frontier Capital Partners
Strategie
Das Investmentteam der Frontier Capital Partners GmbH fokussiert sich auf Frontier Markets, im Fokus stehen primär afrikanische Märkte. Die Investment-Boutique wurde im vierten Quartal 2010 zusammen mit dem Frontier Markets-Experten Jens Schleuniger gegründet. Zum Bilanzstichtag waren noch keine Produkte aufgelegt worden. Die Auflage neuer Produkte erfolgte im März 2011 initial mit der Auflage des Publikumsfonds VCH Africa.
Investitionsvehikel
| ― | VCH Africa WKN: HAF X5C / ISIN: LU0563445195 |
Der VCH Africa ist ein panafrikanischer Aktienfonds. Der Fonds investiert in afrikanische Unternehmen mit besonderem Fokus auf die Frontier Markets in Subsahara-Afrika, die sich als Emerging Markets in einem früheren Stadium der wirtschaftlichen Entwicklung befinden und häufig an einem Wendepunkt stehen, sodass das Potenzial besonders hoch ist. Zielunternehmen kommen aus den Bereichen Konsum, Industrie, Telekommunikation, Finanzen und Rohstoffe. Investiert wird auf Basis einer Mischung aus Top-down- und Bottom-up-Ansatz mit Fokus auf fundamentale Analyse afrikanischer Unternehmen. So entsteht - einem stringenten, langjährig erfolgreich erprobten Investmentprozess folgend - ein diversifiziertes Portfolio aus rund 40 bis 60 Einzelaktien.
Sonstige Alternative Investments
Zu den Sonstigen Alternativen Investments gehören die Patriarch Multi-Manager GmbH (Patriarch), Beteiligungen an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG (Varengold) und der Magnat Real Estate AG (Magnat).
Patriarch bietet Produkte zum privaten Vermögensaufbau an. Dabei fokussiert sich Patriarch mit der Produktpalette auf breit diversifizierte Dachfonds. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset-Allokation. Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf. Innerhalb der Altira Group steht Patriarch als Marke für das Breitengeschäft. Die Aufgabe von Patriarch besteht neben der Produktkonzipierung darin, die besten Dachfondsmanager und Fondsvermögensverwalter zu identifizieren, auszuwählen und ein effektives Controlling derselben durchzuführen. So greift Patriarch auf das Know-how renommierter Fondsanalysten, Dachfondsmanager, Vermögensverwalter und Family Offices Europas zurück. Investoren können über Patriarch-Produkte von diesen Leistungen profitieren. Insgesamt arbeitet Patriarch mit ca. 500 Vertriebspartnern zusammen.
Varengold ist eine eigentümergeführte, börsennotierte deutsche Investmentbank mit den Kerngeschäftsfeldern Asset Management mit Managed Futures und Capital Markets-Brokerage. Varengold verfügt seit mehr als 15 Jahren über nachhaltige Expertise und Leistung im Asset Management rund um Managed Futures und ist die einzige deutsche Investmentbank mit exklusivem Fokus auf diesen Bereich. Sie verwaltet hauptsächlich Kundengelder institutioneller Investoren in maßgeschneiderten Strukturen sowie zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Managed Futures-Produkte für Privatinvestoren.
Die Altira Group hält an der Varengold eine Minderheitsbeteiligung und profitiert dabei insbesondere von der stabilisierenden und risikominimierenden Wirkung der Asset-Klasse Managed Futures. Das Interesse von institutionellen und privaten Anlegern an Managed Futures-Strategien ist besonders vor dem Hintergrund der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich gestiegen.
Magnat ist eine börsennotierte Immobiliengesellschaft mit Fokus auf Immobilien-Development in osteuropäischen, österreichischen und deutschen Ballungsräumen. Mit ihrer Tätigkeit deckt Magnat die gesamte Wertschöpfungskette vom Erwerb über die Entwicklung bis hin zur Veräußerung von Projekten und Bauland ab.
3. ERTRAGSLAGE
Die Betriebsleistung als Summe der Umsatzerlöse (17,3 Mio. Euro, 2009: 19,4 Mio. Euro) und der sonstigen betrieblichen Erträge (5,1 Mio. Euro, 2009: 12,6 Mio. Euro) ist von 32 Mio. Euro auf 22,4 Mio. Euro zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 30 Prozent. In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres ist ein Einmaleffekt aus dem Tausch von Anteilen an einer Tochtergesellschaft gegen Anteile an einer börsennotierten Gesellschaft in Höhe von 8,5 Mio. Euro enthalten. Um diesen Einmaleffekt bereinigt beläuft sich die Betriebsleistung des Vorjahres auf 23,5 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem bereinigten Vorjahresergebnis ergibt sich somit ein Rückgang der Betriebsleistung um ca. 5 Prozent.
Hierbei trugen die Umsatzerlöse der zum Segment Private Markets gehörenden Geschäftstätigkeit mit 7,1 Mio. Euro (2009: 10,3 Mio. Euro) und der zum Segment Public Markets gehörenden Geschäftstätigkeit mit 9 Mio. Euro (2009: 8,8 Mio. Euro) zum Erfolg bei. Das Segment Holding erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse im Höhe von 1,2 Mio. Euro (2009: 0,2 Mio. Euro), die im Wesentlichen aus der Erbringung von Dienstleistungen für vom Altira Konzern verwalteten Investitionsvehikeln resultieren. Neben der Betriebsleistung wurden rund 0,02 Mio. Euro Verlust aus dem Verkauf von Wertpapieren (2009: Gewinn in Höhe von 0,1 Mio. Euro) sowie 0,5 Mio. Euro Erträge aus Beteiligungen (2009: 0,3 Mio. Euro) erzielt.
Den Erlösen standen zum Stichtag Aufwendungen für bezogene Leistungen von 2,4 Mio. Euro (2009: 4,2 Mio. Euro), Personalaufwand von 10,1 Mio. Euro (2009: 10,1 Mio. Euro), Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere von 3,2 Mio. Euro (2009: 6,6 Mio. Euro), Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 0,3 Mio. Euro (2009: 0,3 Mio. Euro) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 6 Mio. Euro (2009: 10,5 Mio. Euro) gegenüber. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen an Dritte geleistete Provisionsaufwendungen des Segments Public Markets. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres betreffen mit 3,2 Mio. Euro den Aufwand aus Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft im Rahmen des Tausches von Anteilen an dieser Tochtergesellschaft gegen Anteile an einer börsennotierten Gesellschaft. Bereinigt um diesen Einmaleffekt betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres 7,3 Mio. Euro. Im Vergleich mit den bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres ergibt sich im Berichtsjahr ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,3 Mio. Euro oder ca. 18 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Umsatzrückgang um 2,1 Mio. Euro oder 11 Prozent. Darüber hinaus war im Vorjahresergebnis ein positiver Einmaleffekt aus dem Tausch von Anteilen in Höhe von 5,3 Mio. Euro enthalten. Dem Rückgang der Erträge im Vergleich zum Vorjahr standen ein Rückgang der Aufwendungen aus bezogenen Leistungen um 1,8 Mio. Euro, ein Rückgang der Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere um 3,4 Mio. Euro und ein Rückgang der um den Einmaleffekt bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1,3 Mio. Euro gegenüber.
Das EBITDA beträgt 4,4 Mio. Euro (2009: 7,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte sich um 0,1 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro (2009: 1,1 Mio. Euro) verbessern. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen beträgt 1,1 Mio. Euro (2009: 1,3 Mio. Euro).
4. FINANZLAGE
Die Kapitalflussrechnung zeigt auf, wie sich die Zahlungsströme innerhalb der Berichtsperiode durch Mittelzu- und Mittelabflüsse entwickelten.
Die Finanzmittelbestände zum Jahresende betragen 11,6 Mio. Euro (2009: 15,3 Mio. Euro). Der Rückgang der Finanzmittel resultiert aus dem Cashflow der betrieblichen Tätigkeit sowie dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit.
5. VERMÖGENSLAGE
Das langfristige Vermögen des Altira-Konzerns zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 23,2 Mio. Euro (2009: 19,6 Mio. Euro) besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen (21,2 Mio. Euro), Betriebs- und Geschäftsausstattung (0,5 Mio. Euro), aktiven latenten Steuern (0,3 Mio. Euro) und immateriellen Vermögenswerten einschließlich des aus der Konsolidierung resultierenden Geschäfts- und Firmenwertes (1,1 Mio. Euro).
Das kurzfristige Vermögen des Konzerns in Höhe von 38,5 Mio. Euro (2009: 41,5 Mio. Euro) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten (11,6 Mio. Euro), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (14,8 Mio. Euro) und im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapiere (12,1 Mio. Euro).
Die Bilanzsumme beträgt 61,7 Mio. Euro (2009: 61,1 Mio. Euro).
Die Eigenkapitalquote beträgt 84,8 Prozent (2009: 79,6 Prozent). Es bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
6. NACHTRAGSBERICHT
Im Geschäftsjahr 2010 wurde der "Deutscher Solarfonds Stabilität 2010" aufgelegt und es erfolgte im November 2010 ein erstes Closing bei 77,5 Mio. Euro. Des Weiteren wurde beschlossen, dass die VCH Vermögensverwaltung AG als Initiator zwei Publikumsfonds auflegen wird.
Nach dem Stichtag 31.12.2010 erfolgte im Februar 2011 das zweite und damit finale Closing des Solarfonds in Höhe von 112,5 Mio. Euro. Ferner wurden im März 2011 der VCH Africa und ein weiterer Fonds aufgelegt. Der VCH Africa ist ein panafrikanischer Aktienfonds. Der zweite Fonds VCH Commodity Alpha investiert direkt in Rohstoffe über Rohstoffderivate.
Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
7. RISIKOBERICHT
Entwicklung der Konzerngesellschaften
Der wirtschaftliche Erfolg des Altira-Konzerns wird in erster Linie durch die Entwicklung der Konzerngesellschaften bestimmt. Aufgrund der breiten Aufstellung der Gesellschaft in den verschiedenen Anlageklassen konnte die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen Bereichen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Trotz allem wird der Gesamterfolg natürlich weiterhin nachhaltig durch die jeweiligen Einzelentwicklungen geprägt. Der zukünftige Erfolg der Altira Group wird zudem signifikant durch Investitionen in neue Investmentteams und deren Produkte (Vehikel) bestimmt. Jedes neue Engagement ist in der Regel mit besonderen Chancen, aber auch besonderen Risiken verbunden, da oftmals die zukünftige Entwicklung aufgrund des Mangels an Erfahrungswerten schwer zu prognostizieren ist. Da regelmäßig der Einsatz größerer personeller Ressourcen und Investitionsmittel notwendig ist, besteht gerade beim Eingehen einer Investition das höchste Risiko. Diese Engagements sollen der Gesellschaft ein weiteres starkes Wachstum sichern, können gegebenenfalls aber auch das Ergebnis überdurchschnittlich belasten - dieses umso mehr, da mit dem Wachstum der Altira Group die Investitionsbeträge im Zeitablauf deutlich zugenommen haben.
Kapitalmarktrisiko
Das vermutlich wesentlichste Risiko des Konzerns bzw. der Konzerngesellschaften (mittelbar über ihre Beteiligungen) bei der Erfüllung der Erwartungen der Aktionäre und des Managements hinsichtlich des Erreichens der Wachstumsziele liegt in der Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsumfeldes, des allgemeinen Kapitalmarktes sowie insbesondere der Entwicklung derjenigen Teilbereiche, in denen die Altira Group über ihre Investmentteams und über die von diesen initiierten Anlageprodukte (Vehikel) vertreten ist.
Ein wesentlicher Teil des Anlagevermögens der Altira Group ist in von konzernzugehörigen Unternehmen initiierten, börsennotierten Vehikel investiert, sodass eine negative Aktienkursentwicklung der betroffenen Wertpapiere unmittelbaren negativen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft hat.
Ferner stehen einzelne Umsätze des Konzerns in direktem Zusammenhang mit der Wertentwicklung der verwalteten oder beratenen Investitionsvehikel, da die gewinnabhängigen Vergütungen im Regelfall nur bei einer absolut positiven Wertentwicklung (ggf. bei gleichzeitiger Erreichung von historischen Höchstwerten, der sogenannten "High Water Mark") gezahlt werden und demnach auch für längere Zeit komplett ausfallen können.
Da Altira über ihre Mehrheitsbeteiligungen Management-Entgelte u. a. aus börsennotierten Investmentvehikeln erhält, ist bei einem negativen Kapitalmarktumfeld für die entsprechenden Vehikel - unter Umständen für einen längeren Zeitraum - kein Wachstum möglich, sodass sich auch die Einnahmen der Altira Group im Folgenden nicht positiv entwickeln würden.
Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass das zukünftige Konzernergebnis auf verschiedene Arten signifikant und kumulativ negativ von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängen kann.
Produktrisiko
Neben dem allgemeinen Kapitalmarktrisiko, von dem im Grunde alle Altira-Gesellschaften abhängig sind, ist jeder einzelne Geschäftsbereich zudem von der relativen Wertentwicklung seiner Produkte zum Wettbewerb und dem Zugang zu potenziellen Investoren abhängig. Bei einer relativ negativen Entwicklung eines Produkts besteht ein hohes Risiko, dass sich die Volumina in diesem Produkt deutlich negativ entwickeln und das Produkt damit gegebenenfalls vom Markt genommen werden muss. Da die Altira Group als Asset Manager ihre Einnahmen aus den ihr anvertrauten Assets erhält, kann dies somit zu signifikanten Einnahmeausfällen führen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Produkten, die die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können, in Einzelfällen auch Haftungsrisiken entstehen können.
Besonderes Marktrisiko
Das Management der Altira Group ist bemüht, Produkte in Märkten mit besonderen Chancen zu initiieren, deren Wertentwicklungspotenziale auf Ineffizienzen in diesen Märkten beruhen. Beispiele hierfür sind etwa Private Equity-Investments in Afrika (ADC African Development Corporation). Diese wie auch andere wesentliche Geschäftstätigkeiten der Altira Group finden somit in Ländern und Märkten statt, die unkalkulierbaren Risiken wie etwa dem Risiko der politischen Instabilität unterliegen. Für die getätigten Investments in Sub-Sahara Afrika wurde das Risiko der politischen Instabilität sowie weitere nicht-operationelle Risiken bei der Multilateral Investment Guarantee Agency ("MIGA"), ein Tochterunternehmen der Weltbank, mit Vertrag vom 5. Februar 2009 teilweise abgesichert.
Das Management der Altira Group geht in diesen Märkten davon aus, dass es langfristige Wachstumsmöglichkeiten gibt, die sich jedoch unter Umständen nicht realisieren lassen. Die getätigten Investitionen könnten damit einem Totalverlust ausgesetzt sein und die Altira Group würde neben ihrem eigenen Investment in das jeweilige Produkt auch die Einnahmen aus der Verwaltung desselbigen verlieren und Reputationsrisiken erleiden.
Abhängigkeit der Gesellschaft von Schlüsselpersonen
Das erfolgreiche Management der Konzerngesellschaften ist in hohem Maße von einigen Schlüsselpersonen abhängig. Überdurchschnittliches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk bilden gerade im Asset Management die Grundlage des Erfolgs. Das Kern-Team der Gesellschaft, das die Geschäftstätigkeit in vielen Jahren aufgebaut hat, verfügt über dieses erforderliche Know-how und das für den Geschäftserfolg benötigte Beziehungsnetzwerk. Somit hängt der zukünftige Erfolg der Altira Group wesentlich von diesen Personen ab.
Operative Risiken
Das operative Risiko der Geschäftstätigkeit der Konzernmuttergesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die zeitnahe Verfügbarkeit aussagekräftiger Informationen zu den Konzerngesellschaften und den verwalteten Produkten, um unerwartete, mögliche Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Durch die Implementierung eines adäquaten Controllingsystems hat der Vorstand diesem Risiko vorgebeugt. Vielfältige operative Risiken entstehen zudem in den einzelnen Konzerngesellschaften, die eigenständig in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig sind. Ferner bestehen wesentliche Risiken in der Unsicherheit steuerlicher Rahmenbedingungen, da für zahlreiche Steuergesetze Änderungen in der Verwaltungspraxis diskutiert werden. So wurden in den letzten Jahren etwa verschiedene Gerichtsverfahren im Bereich der Umsatzsteuer geführt, deren Ergebnisse sich im für die Altira Group ungünstigen Falle deutlich negativ auf die Ertragslage auswirken können.
Auch im Bereich der Körperschaft- und Gewerbesteuer sind in den nächsten Jahren einige Urteile zu erwarten, die unter Umständen negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben könnten. Problematisch ist hierbei insbesondere die potenzielle zeitliche Rückwirkung dieser möglichen Änderungen, da es nicht immer um Gesetzesänderungen, sondern teilweise auch um die Interpretation bestehender Gesetze geht.
Durch die mittlerweile gewonnene Größe und Kapitalstärke des Konzerns stehen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um die genannten Chancen und Risiken direkt zu adressieren und entsprechend davon zu profitieren bzw. die Risiken möglichst zu vermeiden. Auch unter Berücksichtigung der Risiken, denen der Altira-Konzern ausgesetzt ist, ist der Vorstand zuversichtlich, dass sich die Altira Group langfristig weiter positiv entwickeln wird.
Risikomanagement
Das Risikomanagement des Altira-Konzerns identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.
Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:
1. Strategische Risiken
| ― | Entwicklung des Kapitalmarktumfeldes als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe |
| ― | Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber |
| ― | Human Resources |
2. Finanzielle Risiken
| ― | Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikeln) |
| ― | Liquiditätsrisiko |
| ― | Rechtliche Risiken |
| ― | Risiken aus Änderungen des Steuerrechts |
3. Operative Risiken
| ― | Finanzbuchhaltung und Controlling |
| ― | Zahlungsflüsse |
| ― | IT-Sicherheit |
Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder eine Früherkennung von Risiken, Information, Kommunikation und die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.
Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfeldes sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira Group in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften.
8. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Das Wachstum der Altira Group fokussiert sich weiterhin auf Strategien innerhalb ihrer drei Geschäftsbereiche. Im Bereich Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen ist ein Nachfolgeprodukt für den von Clearsight erfolgreich verwalteten Dachfonds geplant. Im Bereich Erneuerbare Energien & Rohstoffe ist in 2010 mit der Auflage des Solarfonds ein erster wichtiger Wachstumsschritt erfolgt. Weitere Erneuerbare Energien-Fonds für die gleiche Zielgruppe werden folgen, wodurch auch die Diversifikation der Umsätze der Altira Group vorangetrieben und so eine Partizipation an den aussichtsreichen Entwicklungen dieses Sektors erzielt wird. Daneben soll die ecolutions GmbH & Co. KGaA verstärkt zur Börsenreife weiterentwickelt werden.
Darüber hinaus wird das Wachstum im Bereich Rohstoffe bei VCH vorangetrieben. Die Profitabilität im Bereich Rohstoffe konnte in 2010 durch Internalisierung der Umsätze und Aufbau eines eigenen Investmentteams erhöht werden. Des Weiteren wurde in 2010 beschlossen, die Produktpalette um einen weiteren Publikumsfonds VCH Commodity Alpha, der direkt über Derivate in Rohstoffe investiert, zu komplementieren. Die Auflage erfolgte im März 2011. Ferner werden beide Rohstoffprodukte mit Anteilsklassen speziell für institutionelle Investoren ausgestattet, was die Attraktivität für diese Investorenklasse erhöhen und in den kommenden Jahren zu steigenden Assets im Bereich Rohstoffe führen sollte.
Im Geschäftsbereich Afrika ist in 2010 die Börseneinführung der ADC bereits erfolgt. Des Weiteren wurde die Frontier Capital Partners GmbH gegründet, die sich auf Frontier Markets fokussieren wird. Frontier Markets befinden sich in einem früheren Stadium der wirtschaftlichen Entwicklung als Emerging Markets und sind häufig an einem Wendepunkt, sodass das Potenzial besonders hoch ist. Die Auflage neuer Produkte erfolgte im März 2011 initial mit der Auflage des Publikumsfonds VCH Africa. Weitere Produkte werden folgen und die AuM im Geschäftsbereich Afrika (neben der ADC) erhöhen.
Die Einwerbung neuer Assets ist letztlich auch von der Marktstimmung zum Zeitpunkt des Fundraisings sowie von der Konkurrenzsituation und anderen Faktoren abhängig. Es besteht somit das Risiko, dass Wachstumsziele nicht oder nicht so schnell wie geplant erreicht werden können. Mittelfristig besteht zudem bei spezialisierten Strategien - wie grundsätzlich bei allen Assetklassen - das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen für Investitionen, also etwa das Preisniveau oder die Verfügbarkeit von Investitionsopportunitäten, negativ verändern und damit das Wachstum beschränken oder unmöglich machen wird. So sind beispielsweise die Chancen in Afrika auch abhängig von der jeweiligen politischen Situation. Der Altira Group sind diese Risiken bewusst. Aufgrund der hervorragenden Chancen in ihren Geschäftsbereichen ergibt sich aus Sicht der Gesellschaft jedoch nichts desto trotz ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil, denn die Altira Group sieht gerade in ihren Geschäftsbereichen in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der verwalteten Anlagegelder und der damit verbundenen Umsätze aus Management-Entgelten.
Die gesunde Mischung aus etablierten und neuen Produkten in ihren Geschäftsbereichen wird das Wachstum bei begrenztem Risiko vorantreiben. Dabei wird auch die neu gegründete Altira Advisory GmbH behilflich sein. Sie agiert als Bindeglied zwischen den institutionellen Investoren auf der Suche nach geeigneten, individuellen, alternativen Investmentlösungen einerseits und den passenden, spezialisierten Investmentteams und -produkten andererseits.
Für das Geschäftsjahr 2011 wurden die Finanzkennzahlen konservativ geplant und die Kostenbasis soll sich gegenüber 2010 nicht wesentlich erhöhen. Die Altira Group plant das Geschäftsjahr 2011 im einstelligen Millionenbereich auf Basis EBIT positiv abzuschließen. Hierbei ist die aktuelle Marktvolatilität berücksichtigt und die konservativen Planungen können bei positivem Marktsentiment schnell übertroffen werden.
Bestens gerüstet für das kommende Jahr, sowohl hinsichtlich der Auswahl der konkreten Investmentthemen und der Steuerung der Investments durch das jeweilige Investmentteam als auch hinsichtlich eines positiven prognostizierten Kapitalmarktumfelds, ist der Vorstand der Altira Group überzeugt, für das Unternehmen und seine Anleger ein sehr attraktives Chance/ Risiko-Profil gefunden zu haben.
9. ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH mit Sitz in Wiesau ist mit mehr als 50 Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt.
Der Vorstand hat daher für das Geschäftsjahr 2010 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz erstellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands:
"Die Gesellschaft wurde durch Verträge mit dem herrschenden Unternehmen oder diesem verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt."
Frankfurt am Main, im Juni 2011
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.1 | 17.308 | 19.381 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.2 | 2.870 | 490 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.3 | 5.092 | 12.628 |
| Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.4 | -2.885 | -383 |
| Aufwendungen für bezogenen Leistungen | 6.5 | -2.433 | -4.248 |
| Personalaufwand | 6.6 | -10.077 | -10.045 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.7 | -6.009 | -10.448 |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.8 | 536 | 271 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | 6.9 | -3.199 | -6.571 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6.10 | -289 | -305 |
| Betriebsergebnis | 914 | 770 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.11 | 314 | 415 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6.11 | -28 | -69 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.200 | 1.116 | |
| Steuern | 6.12 | -13 | 279 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.187 | 1.395 | |
| Anteile von Minderheitsgesellschaftern | 7.8 | -131 | -81 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehender Gewinn | 1.056 | 1.314 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 8.3 | 0,23 | 0,29 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.187 | 1.395 | |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung | -97 | 0 | |
| Neubewertung von Finanzinstrumenten, klassifiziert als "Available for Sale" | 7.8 | 2.603 | -1.791 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 7.8 | -131 | -81 |
| 3.562 | -477 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| Holding | Private Markets | Public Markets | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.249 | 236 | 7.080 | 10.336 | 8.979 | 8.809 |
| Umlagen an das Segment Holding | 5.954 | 3.747 | -2.618 | -1.081 | -3.336 | -2.658 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 2.868 | 0 | 0 | 0 | 2 | 490 |
| Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen | 2.599 | 1.346 | 2 | 8 | 140 | 395 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 601 | 9.933 | 634 | 746 | 1.116 | 114 |
| Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | -2.847 | 0 | 0 | 0 | -38 | -383 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 0 | 0 | -266 | -405 | -2.167 | -3.843 |
| Personalaufwand | -5.014 | -4.918 | -3.467 | -4.264 | -1.596 | -863 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.582 | -6.166 | -1.575 | -3.414 | -852 | -857 |
| Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen | 150 | 12 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Laufende Erträge aus Beteiligungen | 386 | 44 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBITDA | 2.364 | 4.234 | -210 | 1.926 | 2.248 | 1.204 |
| Abschreibungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen | -2.897 | -5.786 | 0 | -77 | -302 | -708 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -159 | -126 | -69 | -114 | -61 | -65 |
| EBIT | -692 | -1.678 | -279 | 1.735 | 1.885 | 431 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 206 | 280 | 10 | 46 | 98 | 88 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14 | -14 | -5 | -32 | -9 | -23 |
| EBT | -500 | -1.412 | -274 | 1.749 | 1.974 | 496 |
| Ertragsteuern | 105 | -483 | 75 | 616 | -193 | 146 |
| Ergebnis | -395 | -1.895 | -199 | 2.365 | 1.781 | 642 |
| Anteile von Minderheitsgesellschaftern | 0 | -95 | -54 | -36 | 6 | |
| Ergebnis nach Minderheiten | -395 | -1.895 | -294 | 2.311 | 1.745 | 648 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 176 | 26 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte (ohne Finanzinstrumente) | 113 | 151 | 16 | 101 | 195 | 98 |
| Gesamtsegmentvermögen | 43.346 | 41.898 | 6.401 | 7.687 | 11.942 | 11.507 |
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| Real Estate | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 0 | 0 | 17.308 | 19.381 |
| Umlagen an das Segment Holding | 0 | -8 | 0 | 0 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 0 | 0 | 2.870 | 490 |
| Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen | 0 | 0 | 2.741 | 1.749 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 0 | 86 | 2.351 | 10.879 |
| Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | 0 | 0 | -2.885 | -383 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 0 | 0 | -2.433 | -4.248 |
| Personalaufwand | 0 | 0 | -10.077 | -10.045 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | -11 | -6.009 | -10.448 |
| Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen | 0 | 215 | 150 | 227 |
| Laufende Erträge aus Beteiligungen | 0 | 0 | 386 | 44 |
| EBITDA | 0 | 282 | 4.402 | 7.646 |
| Abschreibungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen | 0 | 0 | -3.199 | -6.571 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | -289 | -305 |
| EBIT | 0 | 282 | 914 | 770 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 1 | 314 | 415 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 | -28 | -69 |
| EBT | 0 | 283 | 1.200 | 1.116 |
| Ertragsteuern | 0 | 0 | -13 | 279 |
| Ergebnis | 0 | 283 | 1.187 | 1.395 |
| Anteile von Minderheitsgesellschaftern | 0 | -33 | -131 | -81 |
| Ergebnis nach Minderheiten | 0 | 250 | 1.056 | 1.314 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 176 | 26 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte (ohne Finanzinstrumente) | 0 | 0 | 324 | 350 |
| Gesamtsegmentvermögen | 0 | 0 | 61.689 | 61.092 |
Konzernbilanz
Aktiva
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Geschäfts- oder Firmenwert | 7.1/7.2 | 1.070 | 1.133 |
| Sachanlagen | 7.1 | 549 | 737 |
| Finanzanlagen | 7.3/7.11 | 21.237 | 17.559 |
| Latente Steuern | 7.4 | 340 | 124 |
| Langfristiges Vermögen, gesamt | 23.196 | 19.553 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Wertpapiere | 7.5/7.11 | 12.085 | 10.667 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.6 | 6.000 | 6.197 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 7.6 | 1.218 | 248 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.6 | 7.607 | 9.094 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.7 | 11.583 | 15.333 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 38.493 | 41.539 | |
| Bilanzsumme | 61.689 | 61.092 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 7.8 | 4.539 | 4.539 |
| Kapitalrücklagen | 34.597 | 34.597 | |
| Gewinnrücklagen | 18.427 | 17.468 | |
| Neubewertung von Finanzinstrumenten | 7.8 | -5.591 | -8.194 |
| Den Aktionären zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile | 51.972 | 48.410 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 7.8 | 362 | 225 |
| Eigenkapital, gesamt | 52.334 | 48.635 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Passive latente Steuern | 7.4 | 346 | 153 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 346 | 153 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Steuerrückstellungen | 7.9 | 677 | 1.452 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.9 | 3.871 | 5.523 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.10 | 85 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.10 | 1.741 | 4.185 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.10 | 2.635 | 1.143 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 9.009 | 12.304 | |
| Bilanzsumme | 61.689 | 61.092 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
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| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Konzernergebnis vor Minderheiten | 1.187 | 1.395 | ||
| 2. | - | abzüglich Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.2 | -2.870 | -490 |
| 3. | + | Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | 6.9 | 3.199 | 6.571 |
| 4. | + | Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6.10 | 289 | 305 |
| 5. | - | Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.3 | -2.741 | -1.749 |
| 6. | -/+ | Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen | 6.8 | -150 | -227 |
| 7. | + | Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.4 | 2.885 | 383 |
| 8. | + | Veränderung der Rücklage für Neubewertung aus Rückstellungen und latenten Steuern | 7.8 | -414 | -40 |
| 9. | - | Ergebnisbeitrag aus Anteilstausch | 0 | -5.304 | |
| 10. | +/- | Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -799 | -434 | |
| 11. | +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 7.9 | -2.427 | -701 |
| 12. | -/+ | Zunahme/Abnahme von Forderungen und sonstigen Aktiva | 7.6/7.4 | 714 | -4.067 |
| 13. | + | Umgliederung verliehener Wertpapiere aus (Vorjahr in) Forderungen | 0 | -2.000 | |
| 14. | +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva | 7.10 | -675 | 1.118 |
| 15. | \= | Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | -1.802 | -5.240 | |
| 16. | - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände | Anlagespiegel | -324 | -350 |
| 17. | + | Einzahlungen aus der Rückzahlung von Ausleihungen des langfristigen Vermögens | Anlagespiegel | 73 | 185 |
| 18. | - | Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | Anlagespiegel | -690 | -1.123 |
| 19. | - | Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 7.5 | -3.877 | -1.500 |
| 20. | + | Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen | 6.2 | 2.870 | 490 |
| 21. | \= | Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -1.948 | -2.298 | |
| 22. | Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen | 7.8 | 0 | 0 | |
| 23. | - | Auszahlungen für Kapitalerhöhungen (Kosten der Kapitalerhöhung) | 7.8 | 0 | 0 |
| 24. | - | Ausschüttungen | 0 | 0 | |
| 25. | \= | Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 | |
| 26. | Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Summe der Zeilen 15, 21 und 25) | -3.750 | -7.538 | ||
| 27. | - | Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | -6 | |
| 28. | + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 3. | 15.333 | 22.877 |
| 29. | \= | Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.7/8.1 | 11.583 | 15.333 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Kumuliertes Ergebnis aus Vorjahren | Währungsrücklagen | Gewinnrücklage, gesamt | Neubewertung von Finanzinstrumenten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 4.539 | 34.597 | 16.173 | -19 | 16.154 | -8.194 |
| Ergebnis 2009 | 1.314 | 1.314 | ||||
| Stand 01.01.2010 | 4.539 | 34.597 | 17.487 | -19 | 17.468 | -8.194 |
| Veränderung der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | 2.603 | |||||
| Periodenergebnis | 0 | |||||
| Währungsdifferenz | -97 | -97 | ||||
| Gesamtergebnis | -97 | -97 | 2.603 | |||
| Erwerb von Tochterunternehmen | ||||||
| Stand 31.12.2010 | 4.539 | 34.597 | 17.487 | -116 | 17.371 | -5.591 |
| Anhang | 7.8 | 7.8 | 7.8 | |||
| Stand 31.12.2008 | 4.539 | 34.597 | 18.570 | -19 | 18.551 | -6.403 |
| Ergebnis 2008 | -2.397 | |||||
| Stand 01.01.2009 | 4.539 | 34.597 | 16.173 | -19 | 16.154 | -6.403 |
| Veränderung der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | -1.791 | |||||
| Periodenergebnis | 0 | |||||
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | ||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -1.791 | |||
| Abgang Minderheitenanteile aus Entkonsolidierung | ||||||
| Stand 31.12.2009 | 4.539 | 34.597 | 16.173 | -19 | 16.154 | -8.194 |
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| in TEUR | Auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallendes Jahresergebnis | Den Gesellschaftern zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile, gesamt | Minderheitenanteile | Eigenkapital, gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 47.096 | 144 | 47.240 | |
| Ergebnis 2009 | 1.314 | 81 | 1.395 | |
| Stand 01.01.2010 | 48.410 | 225 | 48.635 | |
| Veränderung der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | 2.603 | 2.603 | ||
| Periodenergebnis | 1.056 | 1.056 | 131 | 1.187 |
| Währungsdifferenz | -97 | -97 | ||
| Gesamtergebnis | 1.056 | 3.562 | 131 | 3.693 |
| Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | 6 | 6 | |
| Stand 31.12.2010 | 1.056 | 51.972 | 362 | 52.334 |
| Anhang | 7.8 | |||
| Stand 31.12.2008 | 51.284 | 11 | 51.295 | |
| Ergebnis 2008 | 0 | 106 | 106 | |
| Stand 01.01.2009 | 48.887 | 117 | 49.004 | |
| Veränderung der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | -1.791 | -1.791 | ||
| Periodenergebnis | 1.314 | 1.314 | 81 | 1.395 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | ||
| Gesamtergebnis | 1.314 | -477 | 81 | -396 |
| Abgang Minderheitenanteile aus Entkonsolidierung | 0 | 27 | 27 | |
| Stand 31.12.2009 | 1.314 | 48.410 | 225 | 48.635 |
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS DER ALTIRA AKTIENGESELLSCHAFT
nach International Financial Reporting Standards (IFRS) zum 31. Dezember 2010
1. Angaben zum Unternehmen
Der Sitz der Altira Aktiengesellschaft (im Nachfolgenden "Altira AG" oder "Gesellschaft" genannt) befindet sich in Frankfurt am Main, Grüneburgweg 18.
Die Altira AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Frankfurt am Main, Deutschland, unter der Nummer HRB 58865 eingetragen.
Der satzungsmäßige Geschäftsgegenstand der Altira AG ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen oder von Beteiligungen aller Art, soweit hierfür keine besonderen gesetzlichen Erlaubnisse benötigt werden. Die Unternehmen des Altira-Konzerns verwalten für institutionelle Investoren Gelder in den vier Geschäftsbereichen Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen, Erneuerbare Energien & Rohstoffe, Afrika sowie Sonstige Alternative Investments.
Die Altira AG ist am Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Einbeziehung in den Entry Standard notiert.
2. Grundlagen des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden alle für den Erstellungszeitraum verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) sowie des Standard Interpretations Committee (SIC) beachtet.
Die Altira AG ist kein Mutterunternehmen im Sinne des § 315a Absatz 1 oder 2 HGB, das zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS verpflichtet ist. Die Altira AG stellt den IFRS Konzernabschluss freiwillig gemäß § 315a Absatz 3 HGB auf. Die ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften werden berücksichtigt.
Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der Altira AG sowie der von ihr beherrschten Tochtergesellschaften nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, abgesehen von den verpflichtend anzuwendenden Änderungen der IFRS. Das IASB und das IFRIC haben - gegenüber dem Abschluss zum 31. Dezember 2009 -eine Reihe von Änderungen bei bestehenden Standards sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die seit dem 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden sind.
Dies betrifft die Standards IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet)" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse". Die Änderungen des IFRS 3 betreffen die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive Unternehmenserwerbe. Diese Neuregelungen können sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- und Firmenwerts, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der ein Unternehmenszusammenschluss erfolgt, und auf künftige Ergebnisse auswirken. IAS 27 (überarbeitet) schreibt vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führt, als Transaktionen mit Eigentümern bilanziert wird. Aus einer derartigen Transaktion kann daher weder eine Änderung des Geschäfts- und Firmenwerts noch ein Gewinn- oder Verlust resultieren. Weitere Neuregelungen betreffen die Bilanzierungsregelungen für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen. Diese Änderungen der Rechnungslegungsmethoden wurden ggf. prospektiv angewandt.
Aus den nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:
| ― | IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung |
| ― | IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung |
| ― | IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer |
| ― | Verbesserungen zu IFRS 2008 und 2009 (Sammelstandards) |
Aus den geänderten und den neuen IFRS, die seit dem 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden sind, haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss zum 31. Dezember 2010 ergeben.
Das IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2010 noch nicht anzuwenden waren. Die Altira AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.
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| Titel | Vom IASB veröffentlicht | Anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach den aufgeführten Stichtagen beginnen |
|---|---|---|
| Änderung von IFRS 1 - Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 | Januar 2010 | 1. Juli 2010 |
| IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009) | November 2009 | 1. Januar 2011 |
| Änderung von IAS 32 - Klassifizierung von Bezugsrechten | Oktober 2009 | 1. Februar 2010 |
| Änderung von IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen | November 2009 | 1. Januar 2011 |
| IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten | November 2009 | 1. Juli 2009 |
| Verbesserungen zu IFRS 2010 | Mai 2010 | Je nach geändertem Standard |
Änderung von IFRS 1 - Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7
Die Neuregelung erlaubt es den IFRS Erstanwendern, die für die im März 2009 veröffentlichte Änderung des IFRS 7 - Verbesserung der Angaben geltenden Übergangsregelungen in Anspruch zu nehmen. Diese Bestimmungen befreien im ersten Jahr der Anwendung von der Pflicht, für die geforderten Angaben Vergleichsinformationen in den Anhang aufzunehmen. Da die Altira AG kein Erstanwender ist, kommt dieser Standard nicht zur Anwendung.
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Mit den Änderungen wurden zum einen die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen überarbeitet, um die Identifizierung von solchen Beziehungen zu erleichtern, und zum anderen die einer öffentlichen Stelle nahe stehenden Unternehmen partiell von der Angabepflicht über Geschäftsvorfälle mit dieser öffentlichen Stelle und anderen dieser öffentlichen Stelle nahe stehenden Unternehmen befreit. Der Standard sieht retrospektive Anwendung vor. Aus der Erweiterung der Definition werden künftig voraussichtlich weitere Angaben über den Kreis der nahe stehenden Unternehmen des Konzerns resultieren. Die Anwendung der überarbeiteten Definition wird derzeit überprüft. Die Änderung wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben.
Änderung von IAS 32 - Klassifizierung von Bezugsrechten
Dabei wurde die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit angepasst, um die Einstufung bestimmter Bezugsrechte (sowie bestimmter Optionen und Optionsscheine) dann als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind, wenn solche Rechte zum Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in beliebiger Währung berechtigen und das Unternehmen sie anteilig allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet. Da die Altira AG derartige Bezugsrechte nicht eingeräumt hat, werden aus dieser Regelung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultieren.
Änderungen von IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen
Die Anwendung der im Juli 2007 veröffentlichten Interpretation IFRIC 14, mit der eine Begrenzung eines sich ergebenen Vermögenswerts aus einem leistungsorientierten Plan auf seinen erzielbaren Betrag erreicht werden sollte, hatte für Unternehmen in bestimmten Ländern einige nicht beabsichtigte Konsequenzen. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, die Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen als einen Vermögenswert zu behandeln. Aus der Anwendung dieser Neuerungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet, da die Altira AG und ihre in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen keine Verpflichtungen aus Pensionen haben.
IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten
Die Interpretation stellt klar, dass die zur Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit an einen Gläubiger ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt gemäß IAS 39.41 klassifiziert wurde. Die ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Falls dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann, ist der Bewertung der beizulegende Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit zugrunde zu legen. Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Änderung sieht retrospektive Anwendung vor. Da derartige Transaktionen bei der Altira AG zur Zeit nicht vorliegen, wird aus der Anwendung der Neuerungen keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.
Bei den Verbesserungen zu IFRS 2010 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Mai 2010 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS beinhaltet. Die Anwendungszeitpunkte und Übergangsregelungen werden pro Standard vorgegeben. Sofern nachfolgend nichts anderes angegeben ist, finden einzelne Regelungen erstmals für das Geschäftsjahr Anwendung, das am oder nach dem 1.Januar 2011 beginnt. Der Konzern hat folgende Änderungen noch nicht angewandt und prüft mögliche Auswirkungen:
IFRS 1 - Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
Änderung von Rechnungslegungsmethoden im Jahr der erstmaligen Anwendung, Neubewertung als Grundlage für angenommene Anschaffungs- oder Herstellungskosten, Verwendung angenommener Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten für Geschäftsaktivitäten auf Märkten, die dem Regulierungsprozess unterliegen.
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
| ― | Übergangsvorschriften für bedingte Gegenleistung aus einem Unternehmenszusammenschluss, der vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des überarbeiteten IFRS stattfand: Die Änderung stellt klar, dass die Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IAS 32 "Finanzinstrumente Darstellung" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", welche den Ausschluss der bedingten Gegenleistung aus dem Anwendungsbereich dieser Standards aufheben, nicht für bedingte Gegenleistungen gelten, die sich aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben, deren Erwerbszeitpunkt vor der Anwendung von IFRS 3 (überarbeitet 2008) liegt. Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. |
| ― | Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss: Die Änderung beschränkt den Anwendungsbereich des Bewertungswahlrechts insoweit, als ausschließlich die Bestandteile der Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die in gegenwärtiges Eigentumsrecht und im Falle einer Liquidation für den Inhaber einen anteiligen Anspruch am Nettovermögen des Unternehmens begründen, entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil des gegenwärtigen Eigentumsrechts am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet werden dürfen. Andere Bestandteile der Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet, sofern nicht ein anderer IFRS (z.B. IFRS 2) einen anderen Bewertungsmaßstab vorschreibt. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.Juli 2010 beginnen. |
| ― | Nicht ersetzte und freiwillig ersetzte anteilsbasierte Vergütung: Gemäß dieser Änderung ist ein Unternehmen (im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses) zur Erfassung des Ersatzes der anteilsbasierten Vergütung (ob obligatorisch oder freiwillig) verpflichtet, d.h. zur Aufteilung zwischen der Gegenleistung und dem aus dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand. Ersetzt das Unternehmen die aktualisierten Vergütungszusagen des erworbenen Unternehmens, die aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses verfallen, erfasst es diese als den nach dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand. Die Änderung verdeutlicht außerdem die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen, die das erwerbende Unternehmen nicht durch eigene anteilsbasierte Vergütungszusagen ersetzt: Sofern diese ausübbar sind, stellen sie Anteile ohne beherrschenden Einfluss dar und werden mit dem marktbasierten Wert angesetzt. Sofern diese noch nicht ausübbar sind, sind sie mit dem marktbasierten Wert zu bewerten, als ob sie zum Erwerbszeitpunkt gewährt wurden, und zwischen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und dem nach dem Unternehmenszusammenschluss entstanden Aufwand aufzuteilen. Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.Juli 2010 beginnen. Der Standard schreibt prospektive Anwendung an dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 3 (2008) vor. |
IFRS 7 Finanzinstrumente: Die Änderung verdeutlicht die Wechselwirkung zwischen den quantitativen und den qualitativen Angaben sowie die Art und den Umfang von Risiken aus Finanzinstrumenten und beinhaltet insbesondere Änderungen, die quantitative Angaben über das Ausfallrisiko betreffen. Diese Änderung ist rückwirkend anzuwenden.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Die Änderung stellt klar, dass die Analyse des sonstigen Ergebnisses für einzelne Eigenkapitalbestandteile entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang zu erfolgen hat. Diese Änderung ist rückwirkend anzuwenden.
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse: Die Änderung stellt klar, dass die aus IAS 27 resultierenden Folgeänderungen in IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen, IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen sowie IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, oder zu einem früheren Zeitpunkt, sofern eine vorzeitige Anwendung von IAS 27 beschlossen wird. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Der Standard schreibt rückwirkende Anwendung vor.
IAS 34 Zwischenberichterstattung: Die Änderung enthält Leitlinien zur Anwendung von Angabegrundsätzen in IAS 34 und erweitert die Liste von angabepflichtigen Ereignissen und Geschäftsvorfällen insbesondere um folgende Beispiele: Umstände, die voraussichtlich die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten und deren Klassifizierung beeinflussen werden, Überleitung von Finanzinstrumenten zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, Änderungen der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten, Änderungen bei Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. Diese Änderung ist rückwirkend anzuwenden.
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme: Die Änderung stellt klar, dass dann der beizulegende Zeitwert einer Prämiengutschrift anhand des beizulegenden Zeitwerts der Prämien bewertet wird, gegen die sie eingelöst werden kann, sonstige den Kunden, die keine Prämiengutschriften aus einem ursprünglichen Verkauf erworben haben, gewährte Skonti und Anreize mitzuberücksichtigen sind. Diese Änderung ist rückwirkend anzuwenden.
Insbesondere die Änderungen zu IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüssen", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung" betreffen die Altira AG und werden teilweise zu einer ausgeweiteten Berichterstattung führen. Sie werden jedoch voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden sowie künftige Ergebnisse des Konzerns haben.
Folgende Standards sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses noch nicht in EU-Recht übernommen worden:
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| Titel | Vom IASB veröffentlicht | Zeitlicher Anwendungsbereich, falls EU-Endorsement erfolgt |
|---|---|---|
| Änderung von IFRS 1 - Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender | Dezember 2010 | 1. Juli 2011 |
| Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten | Oktober 2010 | 1. Juli 2011 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | November 2009 | 1. Januar 2013 |
| Fortentwicklung von IFRS 9 - Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten | Oktober 2010 | 1. Januar 2013 |
| Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte | Dezember 2010 | 1. Januar 2012 |
| IFRS 10 - Consolidated Financial Statements | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 11 - Joint Arrangements | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 12 - Disclosure of Interests in Other Entities | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 13 - Fair Value Measurement | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
IFRS 1 Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender
Da die Altira AG nicht in Währungsräumen aktiv ist, die von überdurchschnittlicher Inflation betroffen ist, wird aus dieser Regelung keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultieren.
Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten
Die Änderung bestimmt neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden, und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Angewendet auf die heute im Bestand der Altira AG befindlichen Finanzinstrumente werden aus der Anwendung dieses Standards keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
Der erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Der zeitliche Anwendungsbereich bleibt unverändert (1. Januar 2013). Den Unternehmen steht es allerdings frei, die Bestimmungen aus der 2009-Fassung vorzeitig und separat von den Regelungen zu finanziellen Verbindlichkeiten anzuwenden. Die vorzeitige Anwendung der Regelungen zu finanziellen Verbindlichkeiten ist ebenfalls gestattet, dann allerdings zusammen mit der 2009-Fassung. Der Standard sieht grundsätzlich retrospektive Anwendung vor. Aus diesen Regelungen wird keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Altira AG erwartet.
Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Die Änderung sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte basierend auf der Annahme bewertet werden, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert wird. Aufgrund der in Deutschland zur Anwendung gelangenden Regelungen zur Besteuerung von Beteiligungsverkäufen, die eine weitgehende Steuerbefreiung vorsehen, wird aus der Anwendung dieser Neuerungen keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Altira AG erwartet.
IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und somit auch für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Die Altira AG prüft mögliche Auswirkungen.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Die Altira AG prüft mögliche Auswirkungen.
IFRS 12 regelt die Anhangangaben zu Unternehmensverbindungen und Joint Arrangements. Die Altira AG prüft mögliche Auswirkungen.
IFRS 13 befaßt sich mit der Ermittlung von Zeitwerten. Die Altira AG prüft mögliche Auswirkungen.
Der Konzernabschluss wurde von der Gesellschaft aufgestellt und am 30. Mai 2011 dem Aufsichtsrat übersandt. Nach der Aufsichtsratssitzung am 7. Juni 2011 hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrats abgegeben. Mit Billigung durch den Aufsichtsrat wurde der Jahresabschluss zur Veröffentlichung freigegeben.
3. Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst diejenigen Gesellschaften, bei denen die Altira AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.
Den Jahresabschlüssen der in den Altira AG Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag.
Im Berichtsjahr hat die Altira AG folgende Gesellschaften gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
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| in TEUR | Anteil der Altira AG am Kapital in % |
Stamm kapital | Anschaffungskosten der Altira AG | Gründungsdatum |
|---|---|---|---|---|
| Altira Advisory GmbH | 100,00 | 25 | 25 | 7. Juli 2010 |
| Altira Renewables Komplementär GmbH | 100,00 | 25 | 25 | 7. Juli 2010 |
| Altira Renewables Management GmbH | 100,00 | 25 | 25 | 7. Juli 2010 |
| Frontier Capital Partners GmbH | 74,90 | 25 | 19 | 29. September 2010 |
Sitz ist jeweils Frankfurt am Main.
Umsatz und Jahresergebnis der neu gegründeten Töchter sind in folgender Tabelle aufgeführt:
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| in TEUR | Umsatz im Berichtsjahr | Ergebnis im Berichtsjahr |
|---|---|---|
| Altira Advisory GmbH | 0 | -2 |
| Altira Renewables Komplementär GmbH | 2 | 1 |
| Altira Renewables Management GmbH | 884 | -79 |
| Frontier Capital Partners GmbH | 0 | -1 |
Die neu gegründeten Tochterunternehmen sind in folgenden Geschäftsfeldern tätig:
Firma
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| Altira Advisory GmbH | Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb und die Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen und die Vermittlung von Finanzprodukten wie etwa Investmentfonds, sofern hierfür neben der Genehmigung nach § 34 c der Gewerbeordnung keine weiteren Genehmigungen erforderlich sind. |
| Altira Renewables Komplementär GmbH | Gegenstand der Gesellschaft ist die Beteiligung an Unternehmen sowie die Verwaltung und das Management, insbesondere die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen Personen- und Kapitalgesellschaften. |
| Altira Renewables Management GmbH | Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst auch die Übernahme der Gesellschafterstellung als Komplementärin oder als geschäftsführende Kommanditistin in einer Personenhandelsgesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien. |
| Frontier Capital Partners GmbH | Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Dienstleistungen im Finanzbereich sowie die Beratung von Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor. |
Die Altira AG hat jeweils die auf ihren Anteil entfallende nominale Stammeinlage eingezahlt. Weitere Anschaffungskosten fielen nicht an. Aus der Erstkonsolidierung der im Berichtsjahr neu gegründeten Gesellschaften resultieren keine Unterschiedsbeträge. Aus der Erstkonsolidierung der Frontier Capital Partners GmbH ergab sich ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von TEUR 6. Aus der Erstkonsolidierung der übrigen neuen Tochtergesellschaften resultieren keine Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse.
Für die Aufstellung des Anteilsbesitzes mit Nennung aller vollkonsolidierten Unternehmen verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.
Die SophistiCapital AG, die ACQ 2. Beteiligungs GmbH und die Greenland Management GmbH werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen.
4. Assoziierte Unternehmen
Grundsätzlich werden die Anteile an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bilanziert. Das assoziierte Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern maßgeblichen Einfluss hat und das weder eine Tochter noch ein Joint Venture des Anteilseigners ist. Grundlage für die Bilanzierung nach der "Equity"-Methode ist der Abschluss des assoziierten Unternehmens, der unter Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt wurde.
Die Altira AG hält an der Clearsight Investments AG, Zürich, einen Anteil von 40 % am Grundkapital. Die Beteiligung an der Clearsight Investments AG wurde als assoziiertes Unternehmen nach der "Equity"-Methode bewertet:
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| in TEUR | Vermögen 31.12.2010 | Verbindlichkeiten 31.12.2010 | Umsatz erlöse 31.12.2010 | Jahresergebnis 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Clearsight Investments AG, Zürich | 577 | 136 | 1.311 | 362 |
Der Buchwert der Beteiligung an der Clearsight Investments AG beträgt TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 26). Der Anteil am Jahresergebnis beträgt TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 11). Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen resultiert in voller Höhe aus der Bewertung der assoziierten Unternehmen und beträgt TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 227).
Auf einen Ansatz der Beteiligungen an der Seyes GmbH, Bayreuth, und der Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA nach der "Equity"-Methode wurde wegen ihrer untergeordneten Bedeutung verzichtet.
5. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Abschlusses angewendet worden sind, werden im Folgenden dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die beschriebenen Methoden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt.
_ Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Anfallende Transaktionskosten werden als Aufwand erfasst. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Ertrag oder Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ergibt sich im Zuge der Kapitalkonsolidierung ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung des Mutterunternehmens mit dem anteiligen, neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens, so ist dieser Überschuss gem. IFRS 3.41 als Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Gem. IFRS 3.55 ist dieser nicht planmäßig abzuschreiben, sondern es ist zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs einmal jährlich ein Impairment-Test nach IAS 36 durchzuführen. Die ggf. zu berücksichtigende Wertminderung wird durch Ermittlung des erzielbaren Betrags der dem betreffenden Geschäfts- oder Firmenwert zugeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Sollten Ereignisse oder Umstände auf eine mögliche Wertminderung hinweisen, wird der Impairment-Test häufiger durchgeführt.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2010 wurden die direkt dem Erwerb zuordenbare Transaktionskosten als Teil der Anschaffungskosten behandelt.
_ Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Gegebenenfalls eintretende Wertminderungen werden erfasst.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich bei Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Vorschriften von IFRS 3 als Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über den erworbenen Anteil am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens. Die Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getestet und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
_ Sachanlagen
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.
_ Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die Beteiligungen sowie Ausleihungen des langfristigen Vermögens ausgewiesen.
Die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value through Profit or Loss" zugeordnet.
Die Bestände der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value through Profit or Loss" zugehörenden Wertpapiere werden im Rahmen der Anlagestrategie des Altira-Konzerns auf Basis der Fair Value-Entwicklung der einzelnen Wertpapiere gesteuert.
Die übrigen dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bewertet.
Die Beteiligungen werden in den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value through Profit or Loss" geführt.
Die der Bewertung der Wertpapierbestände zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen. Wenn für nicht börsennotierte Beteiligungen im Einzelfall ein Fair Value nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden diese hilfsweise zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wertansatz zum Tragen kommt (IAS 39.46c). Die Anschaffungskosten werden mit dem Preis zum Erfüllungstag ermittelt. Bei Veräußerung oder bei Feststellung einer nachhaltigen Wertminderung wird der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung bzw. Aufwand aus der Wertberichtigung in das Jahresergebnis einbezogen.
Ausleihungen an einen Private Equity-Dachfonds wurden als "finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value through Profit or Loss" klassifiziert. Im übrigen werden Ausleihungen, für die keine feste Fälligkeit vereinbart ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Wertänderungen der als "finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value through Profit or Loss" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere" erfasst.
Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung zum Fair Value von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst.
_ Latente Steuern
Latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten Konzept bilanziert, wonach sie auf alle Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert gebildet werden. Grundlage für die Berechnungen der latenten Steuern sind die aktuellen Steuersätze, die für den Zeitraum gelten, in dem sich zeitliche Unterschiede voraussichtlich ausgleichen.
Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.
_ Wertpapiere
Die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet.
Die Wertänderungen der "zu Handelszwecken gehaltenen" Wertpapiere werden erfolgswirksam erfasst.
Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung zum Fair Value von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst.
_ Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen bewertet (Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten).
_ Liquide Mittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten.
_ Rückstellungen
Steuerschulden und Rückstellungen werden gemäß IAS 37 passiviert, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem Ereignis der Vergangenheit bestehen, die mit einem wahrscheinlichen Ressourcenabfluss verbunden sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.
_ Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
_ Erträge und Aufwendungen
Umsätze werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen. Erträge aus laufenden Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung realisiert, zeitabhängige Vergütungen werden zeitanteilig vereinnahmt.
Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen die aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte realisierten Erlöse. Der Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen betrifft den bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte bestehenden Buchwert.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden auch die Erträge aus der Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen gezeigt. Die der Neubewertung der Wertpapiere und Finanzanlagen zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen.
Aufwendungen aus Miete werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden sowohl die laufenden Erträge aus Dividendeneinnahmen als auch das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach IAS 28 ausgewiesen. Für eine Aufteilung der Erträge aus Beteiligungen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende und latente Steuern.
_ Währungsumrechnung
Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Kurs, der am Tag des Geschäftsvorfalls gültig war, in Euro umgerechnet.
Die am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögenswerte und Schulden der Altira Heliad AG, Zürich, Schweiz, werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. In Schweizer Franken ausgewiesene Aufwendungen und Erträge werden zum Durchschnittskurs in die Darstellungswährung Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
_ Wesentliche Annahmen und Schätzungen
Die im Konzernabschluss berücksichtigten Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests sowie auf Ansatz und Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.
Wesentliche Anpassungen der ausgewiesenen Vermögenswerte und Rückstellungen könnten im folgenden Geschäftsjahr bei folgenden Posten durch eine Neubewertung erforderlich werden:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Finanzanlagen | 21.237 | 17.559 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 12.085 | 10.667 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.871 | 5.523 |
6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
_ 6.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen Provisionserträge, Vergütungen für die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten, variable Anlageberatungsvergütungen und Vergütungen für die Erbringung von vertraglich vereinbarten Dienstleistungen für die von Konzerngesellschaften betreuten Anlagevehikel.
_ 6.2 Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen
Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten des kurzfristigen Vermögens | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 639 | 0 |
| Wertpapiere der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 2.231 | 490 |
| 2.870 | 490 |
_ 6.3 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 2.741 (Vorjahr: TEUR 1.749) Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen zum Fair Value und mit TEUR 2.351 (Vorjahr: TEUR 2.382) übrige sonstige betriebliche Erträge.
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres betrafen mit TEUR 8.497 den Ertrag aus dem Tausch der Beteiligung an der zum Konsolidierungskreis gehörenden Altira Immofinanz GmbH gegen Anteile an der Magnat Real Estate AG, Frankfurt am Main.
Die Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Aufwertung von Finanzinstrumenten des langfristigen Vermögens | ||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum "Fair Value through Profit or Loss" | 1.601 | 525 |
| Ausleihungen bewertet zum "Fair Value through Profit or Loss" | 288 | 0 |
| Erträge aus der Aufwertung von Finanzinstrumenten des kurzfristigen Vermögens | ||
| Wertpapiere, "zu Handelszwecken gehalten" | 852 | 1.224 |
| 2.741 | 1.749 |
_ 6.4 Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren
Der Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren betrifft folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 415 | 0 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 2.108 | 383 |
| Aufwandswirksame Auflösung der Neubewertungsrücklage aus dem Abgang von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 362 | 0 |
| 2.885 | 383 |
Die ertragswirksame Auflösung der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten aus dem Abgang von Wertpapieren resultiert aus dem Abgang von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte".
_ 6.5 Aufwendungen für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Anlageberatungsvergütungen und Vertriebsprovisionen.
_ 6.6 Personalaufwand
Der Personalaufwand beinhaltet die Vergütungen der Vorstände und Geschäftsführer der Konzernunternehmen sowie der beschäftigten Mitarbeiter.
Die Arbeitnehmer des Konzerns sind im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufenden Beitragszahlungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst werden. Darüber hinaus bestehen keine Zusagen zur Altersvorsorge.
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 9.037 | 9.102 |
| Soziale Abgaben | 674 | 796 |
| Sonstiger Personalaufwand | 366 | 147 |
| 10.077 | 10.045 |
Der sonstige Personalaufwand betrifft die Bildung einer Rückstellung für den zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands, der dann entsteht, wenn die bereits zum Ende des Berichtsjahres nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden.
_ 6.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Marketing- und Reisekosten | 1.616 | 1.502 |
| Raumkosten | 869 | 694 |
| Fremdarbeiten | 705 | 818 |
| Entkonsolidierung Altira Immofinanz GmbH | 0 | 3.218 |
| Übrige | 2.819 | 4.216 |
| 6.009 | 10.448 |
_ 6.8 Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 227) das Ergebnis aus der Bewertung und Ausschüttung assoziierter Unternehmen und mit TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 44) laufende Erträge aus sonstigen erhaltenen Ausschüttungen.
_ 6.9 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Finanzinstrumente des langfristigen Vermögens | ||
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum "Fair Value through Profit or Loss" | 198 | 4.887 |
| Beteiligungen | 0 | 40 |
| Ausleihungen bewertet zum "Fair Value through Profit or Loss" | 309 | 293 |
| Impairment auf Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 1.431 | 0 |
| Abschreibungen auf Finanzinstrumente des kurzfristigen Vermögens | ||
| Wertpapiere, "zu Handelszwecken gehalten" | 460 | 1.351 |
| Impairment auf Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 801 | 0 |
| 3.199 | 6.571 |
_ 6.10 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen.
_ 6.11 Zinsen und ähnliche Erträge sowie Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Erträge sowie Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Verzinsung von Bankguthaben und Kontokorrentverbindlichkeiten.
_ 6.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende und latente Steuern. Die laufenden Ertragsteuern entsprechen der erwarteten Steuerschuld, die aus dem zu versteuernden Einkommen aus der laufenden Periode resultiert.
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | -140 | 461 |
| Bildung passiver latenter Steuern | -426 | -714 |
| Auflösung passiver latenter Steuern | 450 | 717 |
| Bildung aktiver latenter Steuern | 103 | 0 |
| Auflösung aktiver latenter Steuern | 0 | -185 |
| -13 | 279 |
Die Überleitung von der theoretisch zu erwartenden Steuerbelastung einer Kapitalgesellschaft zum tatsächlich im Konzernabschluss erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 1.200 | 1.116 |
| Theoretischer Steuersatz in Prozent | 31,93 | 31,93 |
| Theoretischer Steueraufwand | -383 | -356 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwands auf Grund: | ||
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge | 645 | 641 |
| Steuererhöhung auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -275 | -6 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -13 | 279 |
| Steuerquote in Prozent | 1,10 | -25,00 |
Der theoretische Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zusammen. Im Zuge der Unternehmenssteuerreform reduzierte sich der Körperschaftsteuersatz vom Veranlagungszeitraum 2008 an auf 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags, wobei die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer entfällt und die Gewerbesteuermesszahl auf 3,5 Prozent abgesenkt wird. Bei dem in Frankfurt am Main angewandten Hebesatz von 460 Prozent ergibt sich somit eine steuerliche Belastung von 31,925 Prozent. Dieser Prozentsatz liegt der Ermittlung der latenten Steuern zugrunde.
7. Erläuterungen zur Konzernbilanz
_ 7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Zusammensetzung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt, der eine Anlage zum Konzernanhang darstellt.
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen erworbene Software-Lizenzen.
Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen liegt zwischen 3 und 20 Jahren.
_ 7.2 Geschäfts- oder Firmenwert
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung im Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Aufgrund bestehender Werthaltigkeit waren keine Abschreibungen erforderlich.
Für die Buchwertentwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts verweisen wir auf den Anlagespiegel, der eine Anlage zum Anhang darstellt.
_ 7.3 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 176 | 26 |
| Beteiligungen | 2.909 | 1.440 |
| Wertpapiere des langfristigen Vermögens | 17.366 | 15.585 |
| Ausleihungen | 786 | 508 |
| 21.237 | 17.559 |
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bewertet. Im Berichtsjahr wurden Zuschreibungen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 142) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 49) vorgenommen. Außerdem wurden laufende Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 134) erzielt. Damit ergibt sich ein Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 277).
Für die nach der "Equity"-Methode bewerteten Beteiligungen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, die eine Anlage des Anhangs darstellt.
Die unter den Beteiligungen ausgewiesenen Unternehmensanteile werden in den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Fair Value through Profit or Loss" geführt. Eine Beteiligung der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurde im Berichtsjahr um TEUR 1.469 (Vorjahr: TEUR 192) aufgewertet. Die Aufwertung wurde erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten berücksichtigt. Im Vorjahr wurden zwei Beteiligungen der Bewertungskategorie "Fair Value through Profit or Loss" um insgesamt TEUR 40 abgewertet.
Ein unter den Ausleihungen ausgewiesener Betrag in Höhe von TEUR 769 (Vorjahr: TEUR 458) betrifft Ausleihungen an einen Private Equity-Dachfonds mit unbestimmter Laufzeit, die zum Fair Value bewertet wurden. Der übrige unter den Ausleihungen ausgewiesene Betrag von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 50) wurde zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und hat ebenfalls eine unbestimmte Laufzeit.
Die Wertpapiere des langfristigen Vermögens betreffen folgende Bestände:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Wertpapiere bewertet zum "Fair Value through Profit or Loss" | 13.237 | 11.756 |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 4.129 | 3.829 |
| 17.366 | 15.585 |
_ 7.4 Aktive und passive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf die Bildung einer Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands gebildet, die in einer zukünftigen Periode entstehen, wenn die bereits zum 31. Dezember 2010 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch in dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellten Einzelabschluss realisiert werden. Es wurde ein Steuersatz von 31,925 Prozent angesetzt. Die passiven latenten Steuern wurden auf die Wertzuschreibungen der Wertpapiere gebildet.
_ 7.5 Wertpapiere
Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Wertpapiere "zu Handelszwecken gehalten" | 3.772 | 4.469 |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | 8.313 | 6.198 |
| 12.085 | 10.667 |
_ 7.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag angesetzt.
Die sonstigen Vermögenswerte betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Darlehen | 2.624 | 2.882 |
| Forderungen aus Vorsteuer | 105 | 1.861 |
| Forderungen aus Ertragssteuer | 3.946 | 3.721 |
| Übrige | 932 | 630 |
| 7.607 | 9.094 |
_ 7.7 Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen vollständig dem Finanzmittelfonds.
_ 7.8 Eigenkapital
_ Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.538.670 und ist eingeteilt in 4.538.670 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 hat beschlossen, das gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung noch in Höhe von TEUR 1.059 bestehende Genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und der Gesellschaft ein neues Genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 2.269 (Genehmigtes Kapital 2009/I) zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 2.269 zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.
Außerdem besteht noch das Bedingte Kapital 2007/I in Höhe von TEUR 2.119, das für die Gewährung von Bezugs- und/oder Wandlungsrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen geschaffen wurde. Es wurden bislang jedoch keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben. Von der Möglichkeit, das Grundkapital bedingt bis zu TEUR 2.119 (Bedingtes Kapital 2007/I) zu erhöhen, hat die Gesellschaft daher im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht.
Zudem hat die ordentliche Hauptversammlung vom 10. August 2010 beschlossen, die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien zu ermächtigen. Die Gesellschaft wurde ermächtigt, vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
_ Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten
Die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.
_ Minderheitenanteile
An folgenden vollkonsolidierten Konzernunternehmen sind fremde Anteilseigner beteiligt:
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| Tochterunternehmen | Anteil Minderheiten am Kapital in % |
|---|---|
| Altira CFC Management GmbH | 25,00 |
| Frontier Capital Partners GmbH | 25,10 |
| VCH Vermögensverwaltung AG | 25,50 |
_ 7.9 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen die erwarteten Zahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuer.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 01.01.2010 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bonus | 2.373 | 2.035 | 338 | 1.509 | 1.509 |
| Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands | 298 | 0 | 0 | 675 | 973 |
| Sonstige Personalrückstellungen | 196 | 174 | 16 | 112 | 118 |
| Jahresabschluss und Prüfung | 197 | 125 | 40 | 166 | 198 |
| Rückstellung für Ansprüche aus anteilsbasierter Vergütung | 91 | 0 | 77 | 0 | 14 |
| Rückstellung für Call Option | 200 | 200 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 2.168 | 559 | 796 | 246 | 1.059 |
| 5.523 | 3.093 | 1.267 | 2.708 | 3.871 |
Die Rückstellung für Bonus betrifft im Wesentlichen den vertraglichen Anspruch des Vorstands auf die Auszahlung der erfolgsabhängigen Tantieme, die sich nach dem nach HGB berechneten Konzernergebnis bemisst.
Die Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch betrifft solche zukünftigen Tantieme-Ansprüche des Vorstands, die in einer zukünftigen Periode entstehen, wenn die bereits zum 31. Dezember 2010 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden.
Die sonstigen Personalrückstellungen betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbeschädigtenabgaben.
Die Rückstellung für Call Option betraf eine Rückstellung für eine gewährte Option, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010 ausgeübt wurde.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Verlustausgleich gegenüber Erstzeichnern eines Fonds, Rückstellungen für Reisekosten, Mietnebenkosten und sonstige Verpflichtungen.
_ 7.10 Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag bzw. in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Vertriebsprovisionen und Subberaterverträgen des Segments Public Markets. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen folgende Posten:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mietzuschuss | 211 | 399 |
| Abzuführende Umsatzsteuer | 59 | 139 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 636 | 115 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 59 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Optionen | 624 | 0 |
| Übrige | 1.046 | 489 |
| 2.635 | 1.143 |
Die Verbindlichkeiten aus Option betreffen eine im Berichtsjahr gewährte Call-Option. Der Zeitwert der Call-Option wurde durch ein Binomialmodell berechnet. Die Option berechtigt den Inhaber, bis zum 30. Dezember 2012 Aktien aus dem Bestand der Altira AG zu beziehen. Aus der Gewährung der Option resultieren keine Zahlungsströme.
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten.
_ 7.11 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Kategorien, für die Stichtage 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 zur Bilanz übergeleitet:
31. Dezember 2010
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| in TEUR | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 176 | 176 | ||
| Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 131 | 131 | ||
| Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 2.779 | 2.779 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.129 | 4.129 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.195 | 4.195 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 4.425 | 4.425 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 4.616 | 4.616 | ||
| Ausleihungen | 769 | 17 | 786 | |
| Finanzanlagen, gesamt | 16.488 | 4.573 | 176 | 21.237 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Wertpapiere, zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 3.659 | 3. 659 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 8.313 | 8.313 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 113 | 113 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.000 | 6.000 | ||
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.218 | 1.218 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 7.607 | 7.607 | ||
| Guthaben bei Kreditinstituten | 11.583 | 11.583 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 12.085 | 26.408 | 0 | 38.493 |
31. Dezember 2009
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| in TEUR | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Bilanzausweis |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 26 | 26 | ||
| Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 130 | 130 | ||
| Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 1.310 | 1.310 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 3.829 | 3.829 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 629 | 629 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 c) | 4.525 | 4.525 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 6.602 | 6.602 | ||
| Ausleihungen | 458 | 50 | 508 | |
| Finanzanlagen, gesamt | 12.828 | 4.705 | 26 | 17.559 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Wertpapiere, zu "Handelszwecken gehalten", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 4.356 | 4.356 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", bewertet zu Kursen auf aktiven Märkten | 6.198 | 6.198 | ||
| Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss", bewertet mit Hilfe von Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | 113 | 113 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.197 | 6.197 | ||
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 248 | 248 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 9.094 | 9.094 | ||
| Guthaben bei Kreditinstituten | 15.333 | 15.333 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 10.667 | 30.872 | 0 | 41.539 |
Der Bestand an Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens des Altira-Konzerns setzt sich insgesamt wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Börsennotierte Aktien | 16.456 | 10.474 |
| Nicht börsennotierte Aktien | 9.054 | 11.239 |
| Anteile an Investmentfonds | 3.412 | 4.053 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 357 | 208 |
| Zertifikate | 172 | 277 |
| 29.451 | 26.251 |
Die Beteiligungen und Wertpapiere, für die am Bilanzstichtag ein Börsenkurs und regelmäßiger Handel an einer Börse oder eine regelmäßige Kursnotierung während der Berichtsperiode vorlag, wurden mit diesem Kurs zum Stichtag bewertet. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente betrug zum Stichtag TEUR 23.076 (Vorjahr: TEUR 16.322). Aus der Bewertung der börsennotierten Finanzinstrumente resultieren im Berichtsjahr ertragswirksame Zuschreibungen von TEUR 2.332 (Vorjahr: TEUR 1.749) und Abschreibungen von TEUR 2.890 (Vorjahr: TEUR 2.114).
Der Buchwert der nicht börsennotierten Finanzanlagen des langfristigen Vermögens und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens betragen zum Stichtag TEUR 12.925 (Vorjahr: TEUR 11.904). Aus der Bewertung der nicht börsennotierten Finanzinstrumente resultieren im Berichtsjahr ertragswirksame Zuschreibungen von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 0) und Abschreibungen von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 4.456).
Die nicht börsennotierten Finanzinstrumente, die zum Fair Value ausgewiesen werden, wurden anhand von Bewertungsverfahren bewertet, die auf dem auf den Altira-Konzern entfallenden Net Asset Value des betreffenden Finanzinstruments beruhen.
Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkung hypothetischer Änderungen von Marktpreisen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Bei einer Wertänderung von 10 Prozent der zum Wertpapierbestand des Altira-Konzerns gehörenden börsennotierten Aktien würde sich eine Wertänderung von TEUR 1.646 (Vorjahr: TEUR 1.047) ergeben, wovon ein Betrag von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 44) ergebniswirksam und ein Betrag von TEUR 1.244 (Vorjahr: TEUR 1.003) über die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten berücksichtigt werden würde. Eine Änderung des Fair Value der nicht börsennotierten im Wertpapierbestand befindlichen Aktien um 10 Prozent würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 905 (Vorjahr: TEUR 1.124) ergeben. Eine Wertänderung der Anteile an Investmentfonds um 10 Prozent würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 341 (Vorjahr: TEUR 405) verursachen.
Da sich die Geschäftstätigkeit des Altira-Konzerns vor allem auf den Euro-Währungsraum konzentriert, ist das Währungsrisiko auf einzelne Investitionen beschränkt. So hat die Altira Anteile der ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA (ADC), Frankfurt am Main, im Bestand. Die ADC investiert vornehmlich in Finanzdienstleistungs- und sonstige Dienstleistungsunternehmen in Afrika.
Da der Altira-Konzern fast vollständig mit Eigenkapital finanziert ist, ist das direkte Zinsänderungsrisiko auf die im Bestand befindlichen festverzinslichen Wertpapiere beschränkt. Der Fair Value dieser Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 208).
Der Wert von finanziellen Vermögenswerten kann bei unvorteilhafter Geschäftsentwicklung des Emittenten im Extremfall auf null absinken.
Durch eine Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass finanzielle Verpflichtungen jederzeit durch das Vorhalten ausreichender Liquidität erfüllt werden können.
Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Da die ausgewiesenen liquiden Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten um ca. EUR 2,6 Mio. überdecken, ist der Altira-Konzern nur geringen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.
Aufgrund geänderter Marktbedingungen wurden in den Zwischenabschlüssen berücksichtigte Abschreibungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr TEUR 418) durch Zuschreibungen und analog Zuschreibungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 194) durch Abschreibungen korrigiert.
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien des IAS 39 setzt sich zusammen aus dem Bewertungsergebnis und den Abgangserfolgen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Finanzinstrumente "bewertet zum Fair Value through Profit or Loss" (langfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis | 1.382 | -4.695 |
| Abgangsergebnis | 0 | 0 |
| 1.382 | -4.695 | |
| Wertpapiere zu Handelszwecken gehalten (kurzfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis | 392 | -127 |
| Abgangsergebnis | 123 | 107 |
| 515 | -20 | |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (langfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis (Impairment) | -1.431 | 0 |
| Abgangsergebnis | 0 | 0 |
| -1.431 | 0 | |
| Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (kurzfristiges Vermögen) | ||
| Bewertungsergebnis (Impairment) | -801 | 0 |
| Abgangsergebnis | -138 | 0 |
| -939 | 0 | |
| -473 | -4.715 |
Im Berichtsjahr wurden auf Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" Wertanpassungen in folgender Höhe erfolgsneutral in der Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten erfasst:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zuschreibungen auf Wertpapiere des langfristigen Vermögens | 301 | 325 |
| Zuschreibungen auf Beteiligungen | 1.469 | 192 |
| Wertminderungen von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens | -1.664 | -465 |
| Zuschreibungen auf Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 679 | 0 |
| 785 | 52 |
Das maximale Ausfallrisiko der zum Fair Value bewerteten Ausleihungen beträgt TEUR 769 (Vorjahr: TEUR 458).
8. Sonstige Angaben
_ 8.1 Angaben zur Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.
Im Berichtsjahr fanden Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 324) und Zahlungsmittelabflüsse aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 1) statt. Die gezahlten Ertragsteuern betrugen TEUR 1.021 (Vorjahr: TEUR 1.388).
Der Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) am Anfang und Ende der Periode besteht aus Bankguthaben.
_ 8.2 Angaben zur Segmentberichterstattung
Die Altira Group fokussiert sich auf alternative Investmentstrategien, insbesondere im Bereich Private Equity, sowohl für institutionelle als auch private Investoren. Sie konzentriert sich hierbei auf die Geschäftsbereiche
| ― | Deutscher Mittelstand & Restrukturierungen |
| ― | Erneuerbare Energien & Rohstoffe |
| ― | Afrika |
Die Investmentteams der Altira Group sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf. Gleichzeitig greifen sie auf die institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die u.a. Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement, Finanzen/ Controlling, Recht, Marketing und Vertriebsunterstützung sowie IT übernimmt.
Die Segmentberichterstattung des Altira-Konzerns basiert auf der internen Berichtsstruktur und gliedert sich in die Segmente Holding, Private Markets und Public Markets. Die Investmentteams des Altira-Konzerns sind jeweils einem der Segmente Private Markets oder Public Markets zugeordnet.
Mit der Veräußerung der Beteiligung R-QUADRAT Immobilien GmbH im Geschäftsjahr 2009 wurden die unter dem Segment Real Estate zusammengefassten Geschäftstätigkeiten eingestellt. Das Segment Real Estate war daher im Berichtsjahr 2009 letztmalig Gegenstand der Berichterstattung.
Die Umsatzerlöse des Altira-Konzerns werden im Wesentlichen in Deutschland erwirtschaftet.
Die Segmente werden wie folgt beschrieben:
_ Holding
Das Segment Holding ist für die Steuerung und Unternehmensentwicklung des Konzerns sowie für die Erbringung zentralisierter Management- und Verwaltungsdienstleistungen zuständig, für die Umlagen aus den anderen Segmenten sowie aus von den vom Konzern betreuten Anlagevehikeln und Fonds berechnet werden. Außerdem investiert die Altira Eigenkapital in vom Konzern verwalteten Fonds. Die Erträge und Aufwendungen aus dieser Investitionstätigkeit werden dem Segment Holding zugeordnet.
_ Private Markets
Das Segment Private Markets umfasst die Aktivitäten des Altira-Konzerns im Bereich der nicht börsennotierten Kapitalanlagen. Hierzu zählen der Private Equity-Markt, Restrukturierungsfonds, Klimaschutz-Investments sowie Development-Investments in Afrika. Der Altira-Konzern beteiligt sich als Gründungsgesellschafter an Kapitalmanagement-Gesellschaften oder erwirbt Beteiligungen an bereits bestehenden Kapitalmanagement-Gesellschaften, die jeweils auf bestimmte Marktsegmente der Private Markets fokussiert sind. Zu den Private Equity-Management-Gesellschaften des Konzerns gehören zum 31. Dezember 2010 im Wesentlichen die Altira Heliad Management GmbH, die Altira ecolutions Management GmbH, die Altira ADC Management GmbH, die ADC Business Development Services und die Altira Renewables Management GmbH.
Die Umsatzerlöse des Segments Private Markets mit externen Kunden, die jeweils mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse ausmachen, betragen insgesamt TEUR 4.332 (Vorjahr TEUR 3.862).
_ Public Markets
Dieser Bereich betrifft das Management von Finanzprodukten und Portfolios, die in liquide bzw. börsennotierte Vermögenswerte investieren. Hierzu zählen insbesondere die Investmentfonds der VCH Vermögensverwaltung AG sowie die Dachfonds der Patriarch Multi-Manager GmbH. Die Umsatzerlöse des Segments Public Markets betreffen im Wesentlichen Management Fees und Performance Fees für die Verwaltung der VCH Investmentfonds.
_ Real Estate
Im Segment Real Estate wurden Aktivitäten des Altira-Konzerns in der Verwaltung von Immobilienvermögen zusammengefasst.
Dem Segment Holding ist die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen zugeordnet, das nach der "Equity"-Methode bewertet wird und zum 31. Dezember 2010 einen Buchwert von TEUR 176 aufweist (Vorjahr: TEUR 26).
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden gegebenenfalls zu marktüblichen Bedingungen wie unter fremden Dritten ermittelt.
_ 8.3 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der Altira AG zustehenden Jahresergebnisses und der zeitanteilig gewichteten Durchschnittsanzahl der Aktien:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Periodenergebnis in TEUR | 1.056 | 1.314 |
| Im Umlauf befindliche Aktien | 4.538.670 | 4.538.670 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,23 | 0,29 |
Für das Geschäftsjahr 2010 ist keine Dividendenzahlung vorgesehen.
_ 8.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag hat die Altira AG folgende Patronatserklärungen abgegeben:
1. in Höhe von bis zu EUR 550.000,00 zugunsten der Altira ADC Management GmbH, Frankfurt am Main (die Altira ADC Management GmbH ist als Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen)
2. in Höhe von bis zu EUR 150.000,00 zugunsten der Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main
Altira haftet im Rahmen von Bürgschaften für ihre Tochtergesellschaft Patriarch Multi-Manager GmbH mit einem Betrag von bis zu TEUR 60.
Aus einem auf die Dauer von fünf Jahren fest abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von ca. einem Jahr resultieren Mietverpflichtungen über TEUR 482. Als Mietsicherheit wurde eine Bankbürgschaft über TEUR 132 geleistet.
Darüber hinaus hat die Altira AG gegenüber dem Clearsight Turnaround Fund I, L.P., St. Peter Port, Guernsey, eine Darlehenszusage in Höhe von EUR 4.999.950 übernommen, von der am Bilanzstichtag noch ein noch nicht eingeforderter Betrag von EUR 3.891.208 offensteht.
Weitere Eventualverbindlichkeiten oder sonstige aus der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
_ 8.5 Nahe stehende Unternehmen und Personen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 hielt die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH (ABL), Frankfurt am Main, rund 61,7 Prozent des Grundkapitals der Altira AG. Daher werden die ABL sowie alle Unternehmen, auf die die ABL oder die Gesellschafter der ABL einen maßgeblichen Einfluss ausüben, als nahe stehende Unternehmen zu betrachtet.
Da die ABL zum Bilanzstichtag rund 45 Prozent der Anteile an der Aragon AG, Wiesbaden, hält, sind die Aragon AG sowie ihre Tochterunternehmen nahe stehende Unternehmen.
Die vom Altira-Konzern verwalteten in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften werden als sonstige nahe stehende Unternehmen klassifiziert.
Der Altira-Konzern hat im Berichtsjahr von den von Konzernunternehmen verwalteten in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften satzungsmäßige Gebühren für die Übernahme der Verwaltung und Geschäftsführung in Höhe von TEUR 4.176 (Vorjahr: TEUR 8.531) erhalten. Darüber hinaus hat die Altira AG an die in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften für vertraglich erbrachte Dienstleistungen Vergütungen in Höhe von TEUR 784 (Vorjahr: TEUR 332) berechnet.
Ferner hat der Altira-Konzern von der Aragon AG und von Tochtergesellschaften der Aragon AG Vergütungen und Umlagen für sonstige Dienstleistungen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr TEUR 188) erhalten und einen Betrag von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 23) an den Aragon-Konzern geleistet.
Die Altira AG hat an die ABL Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 0) geleistet und Erstattungen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) erhalten.
Über Beteiligungen üben die Gesellschafter der ABL bzw. die ABL selbst maßgeblichen Einfluss auf die Silvia Quandt & Cie AG (SQ), Frankfurt am Main, und die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG (biw), Willich aus. Von der biw hat die Altira AG im Berichtsjahr einen Ertrag für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 20 erhalten und an die biw einen Betrag von TEUR 180 geleistet. Von der SQ hat die Altira AG im Berichtsjahr einen Betrag von TEUR 78 für erbrachte Dienstleistungen erhalten und an die SQ einen Betrag von TEUR 65 geleistet.
Der Altira-Konzern übt über die Beteiligung in Höhe von 20 % am Kapital einen maßgeblichen Einfluss auf die Seyes GmbH, Bayreuth, aus. Für erbrachte EDV Dienstleistungen hat der Altira-Konzern im Berichtsjahr einen Betrag in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 152) an die Seyes GmbH entrichtet.
Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von TEUR 1.556 (Vorjahr: TEUR 598) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 14).
Gegen eine Gesellschaft, auf die die ABL maßgeblichen Einfluß ausübt, bestehen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.365. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent. Die Darlehensforderung werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Außerdem unterhält die Altira AG Bankguthaben in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr TEUR 1) bei der biw.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands ergeben sich wie folgt:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Komponente | 945 | 793 |
| Erfolgsabhängige Komponente | 698 | 250 |
| Bildung einer Rückstellung für die erfolgsabhängige Komponente | 583 | 1.342 |
Im Berichtsjahr wurde außerdem ein Gesamtbetrag von TEUR 1.106 aus bereits im Vorjahr zurückgestellten erfolgsabhängigen Vergütungen ausbezahlt (Vorjahr: TEUR 1.434). Die insgesamt im Berichtsjahr an die Mitglieder des Vorstands ausbezahlten Vergütungen betragen damit TEUR 2.749 (Vorjahr: TEUR 2.477).
Darüber hinaus wird im Konzernabschluss eine Rückstellung für zukünftig entstehende Ansprüche des Vorstands auf erfolgsabhängige Vergütungen in Höhe von TEUR 973 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 298), die dann entstehen, wenn die nach IFRS berücksichtigten Zuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden. Dieser Betrag wird jedoch erst zur Auszahlung fällig, wenn die entsprechenden nach IFRS berücksichtigten Ergebnisbeiträge auch nach HGB realisiert werden.
Zur Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds nach § 314 Abs. 1 Abs. 6 Buchstabe a Satz 5 ff. HGB besteht keine Verpflichtung, da die Altira AG keine börsennotierte Aktiengesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.
An die Mitglieder des Aufsichtrats wurden im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 75) für das Vorjahr bezahlt und weitere TEUR 25 werden in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Des Weiteren besteht zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit für die Aufsichtsratsvergütung des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 75).
_ 8.6 Aktienbasierte Vergütungen
Im Geschäftsjahr 2008 hat die Altira AG einen "virtuellen Aktienoptionsplan" eingeführt, im Rahmen dessen ausgewählte Mitarbeiter als Optionsberechtigte zum Zeitpunkt der Ausübung der Option eine an die Wertentwicklung der Aktie gekoppelte Barzahlung erhalten. Dieser Plan wurde gemäß den Bestimmungen des IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert. Ein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Gesellschaft besteht nicht.
Die für den Barausgleich entstehende Verbindlichkeit wird unter Anwendung eines Binomialmodells und einer Monte Carlo-Simulation mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung sowie an jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
Weder im Geschäftsjahr 2009 noch im Geschäftsjahr 2010 kam es zu einer Aufhebung oder Änderung dieses Plans. Die Optionen wurden in vier Tranchen ausgegeben und unterliegen folgenden wesentlichen Bedingungen:
| ― | Der Auszahlungsbetrag der Optionen der Tranche 1 entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Schlusswert und dem Ausübungskurs. Der Schlusswert entspricht dem Platzierungspreis je Aktie im Rahmen der durchgeführten Kapitalerhöhung. Der Auszahlungsbetrag der Tranche 2 ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktpreis und dem Ausübungskurs. Der Marktpreis errechnet sich als der Volumen gewichtete Durchschnittspreis der Aktie der Gesellschaft zwischen dem 01.01.2013 und dem 30.06.2013. Der Auszahlungsbetrag der Tranche 3 und 4 entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Schlusswert und dem Ausübungskurs. Der Schlusswert ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen, die dem Ausübungsstichtag vorausgehen. |
| ― | Die Ausübung der Optionen ist nur am Ende der Laufzeit, in einem definierten Ausübungszeitraum, möglich. Dieser beträgt im Falle der Optionen der Tranche 1, 3 und 4 jeweils 1 Jahr. Die Optionen der Tranche 2 werden automatisch am Ende der Laufzeit ausgeübt. |
| ― | Wenn der Optionsinhaber nach Zuteilung der Optionen und vor dem Unverfallbarkeitsdatum der jeweiligen Options-Tranchen nicht mehr in einem Dienstverhältnis mit der Gesellschaft steht, verfallen alle zugeteilten Optionen, die noch nicht unverfallbar geworden sind. |
| ― | Die Unverfallbarkeit der Optionen tritt an verschiedenen Zeitpunkten während der Laufzeit ein (vesting in instalments): |
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| Jahr | Anzahl |
|---|---|
| 2008 | 3.000 |
| 2009 | 17.000 |
| 2010 | 16.000 |
| 2011 | 24.000 |
| 2012 | 24.000 |
| 2013 | 44.000 |
Die Wertsteigerungsrechte haben sich im aktuellen und vergangenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2010 ausstehende Optionen | 124.000 | 128.000 |
| In der Berichtsperiode gewährte Optionen | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode verwirkte Optionen | 106.000 | 4.000 |
| In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode verfallene Optionen | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen | 18.000 | 124.000 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausübbare Optionen | 0 | 0 |
Die Optionen der Tranche 2 sind im Geschäftsjahr 2009 und die Optionen der Tranche 1 im Geschäftsjahr 2010 ersatzlos verwirkt. 6.000 Optionen der Tranche 4 sind ebenfalls im Geschäftsjahr 2010 ersatzlos verwirkt. Die gewichtete durchschnittliche erwartete Vertragsrestlaufzeit für die zum 31. Dezember 2010 ausstehenden Wertsteigerungsrechte betragt 3,67 Jahre (31.12.2009: 4,23 Jahre).
Der Ausübungspreis für zum Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen der Tranche 3 beträgt EUR 31,00 und für Optionen der Tranche 4 EUR 35,00. Der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Binomialmodells oder einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der Optionen beträgt zum 31.12.2010 EUR 0,92 (31.12.2009: EUR 1,26).
Für die Bewertung wurden zum 31.12.2009 folgende Parameter zugrunde gelegt:
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| Parameter | Tranche 1 | Tranche 3 | Tranche 4 |
|---|---|---|---|
| Dividendenrendite in % | 0,83 | 0,83 | 0,83 |
| Erwartete Volatilität in % | 51,28 | 49,78 | 49,78 |
| Risikoloser Zinssatz in % | 2,29 | 2,44 | 2,44 |
| Laufzeit der Option in Jahren | 4,13 | 4,67 | 4,67 |
| Aktienkurs am Bewertungsstichtag in EUR | 12,79 | 12,79 | 12,79 |
| Angewandtes Modell | Binomial | Binomial | Binomial |
Für die Bewertung wurden zum 31.12.2010 folgende Parameter zugrunde gelegt:
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| Parameter | Tranche 3 | Tranche 4 |
|---|---|---|
| Dividendenrendite in % | 1,00 | 1,00 |
| Erwartete Volatilität in % | 41,45 | 41,45 |
| Risikoloser Zinssatz in % | 1,46 | 1,46 |
| Laufzeit der Option in Jahren | 3,67 | 3,67 |
| Aktienkurs am Bewertungsstichtag in EUR | 12,75 | 12,75 |
| Angewandtes Modell | Binomial | Binomial |
Im Rahmen der Bewertung wurde mittels Binomialmodell und Monte Carlo Simulation die maximale Laufzeit der Optionen abgebildet und wenn zutreffend die Möglichkeit der frühzeitigen Ausübungen in der Berechnung des Optionswertes berücksichtigt.
Da aufgrund der noch jungen Börsennotierung für die Schätzung der Volatilität bis zum 31.12.2009 kein laufzeitadäquater Börsenkurs des Unternehmens zur Verfügung stand, wurde die zukünftige Volatilität während der erwarteten Laufzeit der Aktienoptionen auf Basis laufzeitadäquater historischer Volatilitäten einer Peer Group vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Zum 31.12.2010 konnte bereits auf die laufzeitadäquate historische Volatilität der Gesellschaft zurückgegriffen werden. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die risikolosen Zinssätze wurden vom Markt abgeleitet mit einer Restlaufzeit, die der erwarteten Laufzeit der zu bewertenden Option entspricht. Die erwartete Dividendenrendite wurde auf Basis der historischen Dividendenzahlung und unter Berücksichtigung der Managementerwartung über die zukünftige Entwicklung ermittelt.
Im Berichtsjahr wurde ein Ertrag aus Auflösung der Rückstellung für Wertsteigerungsrechte in Höhe von TEUR 77 erfasst (Vorjahr Ertrag in Höhe von TEUR 12).
Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert der Schuld aus Wertsteigerungsrechten TEUR 14 (31. Dezember 2009: TEUR 91). Zum Bilanzstichtag waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar.
_ 8.7 Anteilsbesitz
Die Aufstellung aller Beteiligungen, an denen der Altira-Konzern 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, ist eine Anlage zum Konzernanhang.
Der Altira-Konzern hält an folgenden großen Kapitalgesellschaften eine Beteiligung, die mehr als 5 Prozent der Stimmrechte überschreitet:
| ― | Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main |
| ― | Magnat Real Estate AG, Frankfurt am Main |
_ 8.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Geschäftsjahr 2010 wurde der "Deutscher Solarfonds Stabilität 2010" aufgelegt und es erfolgte im November 2010 ein erstes Closing bei 77,5 Mio. Euro. Im Februar 2011 erfolgte das finale Closing des Solarfonds in Höhe von 112,5 Mio. Euro. Ferner wurden im März 2011 der VCH Africa und der Fonds VCH Commodity Alpha aufgelegt. Der VCH Africa ist ein panafrikanischer Aktienfonds. Der Fonds VCH Commodity Alpha investiert über Rohstoffderivate in Rohstoffe.
_ 8.9 Angaben zum Kapitalmanagement
Das Management des Altira-Konzerns strebt das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Die Altira AG beteiligt sich mit ihrem Eigenkapital an Vermögensverwaltungs-Gesellschaften, um durch die erwirtschafteten Managementgebühren ihre Ertragsbasis kontinuierlich weiter zu vergrößern. Die Höhe der Managementgebühren wird dabei wesentlich vom Volumen der jeweils verwalteten Vermögen sowie von der erzielten Rendite bestimmt. Darüber hinaus investiert die Altira AG Eigenkapital in von diesen Management-Gesellschaften verwalteten Fonds, um so direkt von dem erzielten Anlageerfolg dieser Fonds zu profitieren.
_ 8.10 Angaben zum Risikomanagement
Das Risikomanagement des Altira-Konzerns identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.
Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:
1. Strategische Risiken
| ― | Entwicklung des Kapitalmarktumfelds als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe |
| ― | Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber |
| ― | Human Resources |
2. Finanzielle Risiken
| ― | Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikel) |
| ― | Liquiditätsrisiko |
| ― | Rechtliche Risiken |
| ― | Risiken aus Änderungen des Steuerrechts |
3. Operative Risiken
| ― | Finanzbuchhaltung und Controlling |
| ― | Zahlungsflüsse |
| ― | IT-Sicherheit |
Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder die Früherkennung von Risiken, Information und Kommunikation sowie die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.
Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfelds sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira Group in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Hebelzertifikate zur Absicherung von Marktrisiken im Publikumsfondsbereich eingesetzt.
_ 8.11 Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt wurden in den Konzernunternehmen 69 Mitarbeiter (Vorjahr: 78) -ohne die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung der Konzernunternehmen - beschäftigt, davon 29 weibliche (Vorjahr: 35) und 40 männliche (Vorjahr: 43).
_ 8.12 Abschlussprüfer
Im Geschäftsjahr 2010 hat die mit der Prüfung des Konzernabschlusses beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 60) für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 3) für andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) für sonstige Leistungen zuzüglich Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.
Für die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr. TEUR 60) gebildet.
_ 8.13 Vorstand und Aufsichtsrat
_Vorstand
Herr Michael Rieder, CEO, Frankfurt am Main,
Diplom-Kaufmann
Herr David Zimmer, CFO, Bonn,
MBA, Jurist
Herr Peter Brumm, Business Development, Frankfurt am Main,
Diplom-Kaufmann
Herr Andreas Lange, CIO, Frankfurt am Main,
Diplom-Kaufmann
Herr Christian Angermayer, Business Development und Investor Relations, Frankfurt am Main,
Unternehmer
_ Aufsichtsrat
Herr Robert Depner (Vorsitzender des Aufsichtrats), Bergisch Gladbach,
Vorstand der VCH Vermögensverwaltung AG
Herr Axel-Günter Benkner (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Nidderau,
selbstständiger Unternehmensberater
Herr Peter E. Merian, Binningen, Schweiz,
selbstständiger Unternehmensberater
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Abschnitt "nahe stehende Personen und Unternehmen" angegeben.
ANLAGESPIEGEL 2010
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.10 | Zugang | Abgang | Stand 31.12.10 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| EDV-Software und Lizenzen | 593 | 43 | 1 | 635 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 0 | 0 | 885 |
| 1.478 | 43 | 1 | 1.520 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.461 | 281 | 569 | 1.173 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 25 | 0 | 0 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 1.287 | 1 | 0 | 1.288 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.136 | 317 | 241 | 20.212 |
| 4. Ausleihungen | 801 | 372 | 73 | 1.100 |
| 22.249 | 690 | 314 | 22.625 | |
| 25.188 | 1.014 | 884 | 25.318 |
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| Wertberichtigungen Minderung Buchwert (-), Erhöhung Buchwert (+) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.10 | Abschreibung | Zuschreibung über die Rücklage für Neubewertung von Finanzinstrumenten | Zuschreibung | Abgang | Stand 31.12.10 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| EDV-Software und Lizenzen | -345 | -105 | 0 | 0 | 0 | -450 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -345 | -105 | 0 | 0 | 0 | -450 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -724 | -184 | 0 | 0 | 284 | -624 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1 | -24 | 0 | 174 | 0 | 151 |
| 2. Beteiligungen | 153 | -290 | 1.758 | 0 | 0 | 1.621 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | -4.551 | -197 | 301 | 1.601 | 0 | -2.846 |
| 4. Ausleihungen | -293 | -309 | 0 | 288 | 0 | -314 |
| -4.690 | -820 | 2.059 | 2.063 | 0 | -1.388 | |
| -5.759 | -1.109 | 2.059 | 2.063 | 284 | -2.462 |
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| Restbuchwert | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.10 | Stand 31.12.09 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| EDV-Software und Lizenzen | 185 | 248 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 885 |
| 1.070 | 1.133 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 549 | 737 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 176 | 26 |
| 2. Beteiligungen | 2.909 | 1.440 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 17.366 | 15.585 |
| 4. Ausleihungen | 786 | 508 |
| 21.237 | 17.559 | |
| 22.856 | 19.429 |
ANLAGESPIEGEL 2009
(zum Vergleich)
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.09 | Zugang | Abgang | Stand 31.12.09 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| EDV-Software und Lizenzen | 429 | 166 | 2 | 593 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 880 | 10 | 5 | 885 |
| 1.309 | 176 | 7 | 1.478 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.320 | 174 | 33 | 1.461 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.688 | 0 | 2.663 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 135 | 1.162 | 10 | 1.287 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 19.399 | 1.757 | 1.020 | 20.136 |
| 4. Ausleihungen | 986 | 0 | 185 | 801 |
| 23.208 | 2.919 | 3.878 | 22.249 | |
| 25.837 | 3.269 | 3.918 | 25.188 |
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| Wertberichtigungen Minderung Buchwert (-), Erhöhung Buchwert (+) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.09 | Abschreibung | Zuschreibung | Abgang | Stand 31.12.09 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| EDV-Software und Lizenzen | -262 | -83 | 0 | 0 | -345 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -262 | -83 | 0 | 0 | -345 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -531 | -222 | 0 | 29 | -724 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 327 | -49 | 142 | -419 | 1 |
| 2. Beteiligungen | 0 | -40 | 193 | 0 | 153 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | -2.405 | -6.050 | 3.249 | 655 | -4.551 |
| 4. Ausleihungen | 0 | -293 | 0 | 0 | -293 |
| -2.078 | -6.432 | 3.584 | 236 | -4.690 | |
| -2.871 | -6.737 | 3.584 | 265 | -5.759 |
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| Restbuchwert | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.09 | Stand 31.12.08 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| EDV-Software und Lizenzen | 248 | 167 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 885 | 880 |
| 1.133 | 1.047 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 737 | 789 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 26 | 3.015 |
| 2. Beteiligungen | 1.440 | 135 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 15.585 | 16.994 |
| 4. Ausleihungen | 508 | 986 |
| 17.559 | 21.130 | |
| 19.429 | 22.966 |
AUFSTELLUNG DES ANTEILBESITZES
(Beteiligungen, an denen der Altira-Konzern 20 % oder mehr der Stimmrechte hält)
zum 31. Dezember 2010
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| Beteiligung | Sitz | Anteil am Kapital in % |
Angewandte Konsolidierungsmethode |
|---|---|---|---|
| ADC Business Development Services | Republic of Mauritius | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ADC Management GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Advisory GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira CFC Management GmbH | Dortmund | 75,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira ecolutions Management GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Heliad AG | Zürich (Schweiz) | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Heliad Management GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Komplementär GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira Renewables Management GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Altira TIG Management GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| Clearsight Investments AG | Zürich (Schweiz) | 40,00 | Equity Methode |
| Frontier Capital Partners GmbH | Frankfurt am Main | 74,90 | Vollkonsolidierung |
| Patriarch MultiManager GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Investment Group AG | Frankfurt am Main | 100,00 | Vollkonsolidierung |
| VCH Vermögensverwaltungs AG | Köln | 74,50 | Vollkonsolidierung |
| ACQ 2. Beteiligungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,00 | - |
| Greenland Management GmbH | Frankfurt am Main | 50,20 | - |
| Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA | Frankfurt am Main | 50,00 | - |
| Seyes GmbH | Bayreuth | 20,00 | - |
| SophistiCapital AG | Bayreuth | 50,20 | - |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Altira Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 25. Mai 2011
**Verhülsdonk & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft**
Konrad Pochhammer, Wirtschaftsprüfer
Dr. Steffen Görlitz, Wirtschaftsprüfer
Altira Group
Altira Aktiengesellschaft
Grüneburgweg 18
D-60322 Frankfurt am Main
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| T | +49 (0) 69 . 719 12 80 - 00 |
| F | +49 (0) 69 . 719 12 80 - 011 |
www.altira-group.de
Vorstand
Michael Rieder (CEO), David Zimmer,
Andreas Lange, Peter Brumm, Christian Angermayer
Aufsichtsrat
Robert Depner (Vorsitzender), Axel-Günter Benkner,
Peter E. Merian
Investor Relations
Alexandra zu Knyphausen
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| T | +49 (0) 69 . 719 12 80 - 0 |
| F | +49 (0) 69 . 719 12 80 - 999 |
www.altira-group.de