Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

FinLab AG Annual Report 2008

May 25, 2009

5396_10-k_2009-05-25_5576a851-80a1-4a33-9c0d-684d83d36c4c.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Inhalt

Altira im Überblick 03

Unsere Leitlinien 04 Finanzkennzahlen 06

Bericht des Managements 09

Vorwort des Vorstands 10 Highlights 2008 16 Das Geschäftsmodell 19 Die Altira-Aktie 28 Bericht des Aufsichtsrats 31

Konzernlagebericht 36

    1. Geschäft und Rahmenbedingungen 37
    1. Ertragslage 42
    1. Finanzlage 43
    1. Vermögenslage 43
    1. Nachtragsbericht 44
    1. Risikobericht 44
    1. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 48
    1. Abhängigkeitsbericht 49

Konzernabschluss 50

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 51 Segmentberichterstattung 52 Konzernbilanz 54 Konzern-Kapitalflussrechnung 56 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 58 Anhang zum Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft 60 Anlagespiegel 2008 94 Anlagespiegel 2007 96 Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2008 98 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 99

Jahresfinanzbericht 2008

Altira Group Jahresfinanzbericht 2008 Altira im Überblick 03 03 Bericht des Managements 09 Konzernlagebericht 36 Konzernabschluss 50

Altira im Überblick

Unsere Leitlinien 04

Finanzkennzahlen 06

Unsere Leitlinien

Die Altira Group – unternehmerisches Asset Management

Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle und private Investoren fokussiert hat.

Experte für Wachstumsmärkte

Hierbei konzentriert sich die Altira Group sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte. In diesen sind die Investmentteams der Altira Group durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Unabhängige Investmentteams unterstützt durch eine institutionelle Infrastruktur

Die Investmentteams der Altira Group sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf. Daneben sind sie in ihren eigenen Produkten investiert bzw. langfristig erfolgsabhängig incentiviert, um einen Gleichlauf der Interessen mit Investoren sicherzustellen. Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die professionelle, institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die unter anderem Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement/Controlling, Recht, Marketing /Vertrieb, Personalwesen und IT übernimmt. Hierdurch wird Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung gewährleistet und es ergeben sich zudem Synergie- wie auch Skaleneffekte.

Darüber hinaus investiert die Altira Group in der Regel auch als Seed Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren in den Produkten und zusätzlich den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird.

Das Ziel der Altira Group: Mehrwert für Investoren schaffen Somit vereint die Altira Group Asset Management-Expertise mit Unternehmertum. Mit diesem Ansatz verfolgt sie das Ziel, das Vermögen ihrer anspruchsvollen Investoren zu mehren, wie etwa der Familie Silvia Quandt, die sowohl Aktionärin der Altira Group als auch Investor in Produkten ihrer Investmentteams ist.

In dieser Aufgabe wird das Management der Altira Group durch hochkarätige Aufsichtsratsmitglieder wie Axel-Günter Benkner, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, und Peter E. Merian, ehemaliger CEO der Sarasin Bank unterstützt.

Finanzkennzahlen

Umsatz2

in Mio. Euro

PF=Performance Fee MF= Management Fee

EBITDA

in Mio. Euro

EBIT

in Mio. Euro

1) Rückblickend im Sinne der besseren Vergleichbarkeit ohne die Einbeziehung der Assets under Management

der Minderheitsbeteiligung an der C-QUADRAT Investment AG, da diese 2007 – 2008 abgebaut wurde.

2) VCH-Teilkonzernzahlen

3) Pro forma IFRS-Konzernzahlen

08 Altira Group Jahresfinanzbericht 2008 Altira im Überblick 03 09 Bericht des Managements 09 Konzernlagebericht 36 Konzernabschluss 50

Bericht des Managements

Vorwort des Vorstands 10

Highlights 2008 16

Das Geschäftsmodell 19

Die Altira-Aktie 28

Bericht des Aufsichtsrats 31

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär

Kapitalmarktumfeld

Das Geschäftsjahr 2008 war für die Finanzbranche geprägt von den schwierigsten Rahmenbedingungen seit Jahrzehnten. Mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 bekam die Abwärtsentwicklung an den internationalen Aktienmärkten eine drastische Beschleunigung. Mittlerweile hat sich die Finanzkrise zu einer allgemeinen Vertrauenskrise aller Kapitalmarktteilnehmer sowie zu einer deutlichen realwirtschaftlichen Rezession entwickelt, die auch das gesamte Jahr 2009 sowie zum Teil das Jahr 2010 prägen wird.

Kennzahlen

Die Altira Group – Ihr Unternehmen – konnte den außergewöhnlichen Turbulenzen an den Kapitalmärkten erfolgreich begegnen und ist heute sehr stabil aufgestellt. Wir erzielten in 2008 18,0 Mio. Euro Umsatz aus Management Fees, die damit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 konstant geblieben sind. Mit den vereinnahmten Management Fees konnten wir trotz unserer in 2008 getätigten zukunftsgerichteten Investitionen vollständig unsere Kosten decken.

Es wurden im Geschäftsjahr 2008 keine Performance Fees erzielt, die im Jahr 2007 noch 9,3 Mio. Euro Umsatzbeitrag leisteten. Dadurch ist der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 um insgesamt 35 Prozent gesunken.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein EBITDA von 5,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit haben wir in einem schwierigen Marktumfeld Stärke bewiesen und ein operativ positives Ergebnis erzielt. Aufgrund von Abschreibungen nach dem Fair Value-Prinzip auf Beteiligungen an unseren eigenen Produkten machten sich die Kurskorrekturen an den Börsen im Jahre 2008 auch in unserem Jahresergebnis bemerkbar. Wir weisen daher einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,3 Mio. Euro aus. Allerdings sind diese Abschreibungen nicht cashrelevant und unabhängig von unserer operativen Performance zu betrachten und können bei einer Verbesserung der Marktsituation auch wieder zu einem positivem Ergebniseffekt führen.

Unsere Bilanz ist mit 49 Mio. Euro Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote von 80 Prozent sehr gesund. Es sind keine Bankverbindlichkeiten vorhanden.

Das Vertrauen des Marktes in die Altira Group wurde im November 2008 mit einer vollständig platzierten Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erneut ausgesprochen. Wir konnten unsere Finanzbasis dadurch weiter stärken und blicken zum Jahresende 2008 auf einen Cash-Bestand von knapp 23 Mio. Euro. Neben der Angermayer, Brumm und Lange Unternehmensgruppe als Mehrheitsgesellschafter sowie dem Family Office der Familie Silvia Quandt als bereits langjährigem Aktionär zählen nun die Allianz Global Investors KAG und weitere namhafte institutionelle Anleger zu unserem Aktionärskreis.

Assets under Management

Mit der Entwicklung der Assets under Management sind wir zufrieden. Diese haben sich einerseits trotz der außergewöhnlichen Verhältnisse an den Aktienmärkten insgesamt um nur 22 Prozent reduziert und andererseits in der grundsätzlichen Struktur verbessert.

In dem Segment Public Markets verringerten sich die Assets under Management von 584 Mio. Euro in 2007 auf 246 Mio. Euro. Ursache für die Verringerung der Assets sind hier zu 91 Prozent zu verzeichnende Kursrückgänge in den Produkten aufgrund der allgemeinen Finanzmarktsituation und nur zu 9 Prozent Mittelabflüsse von Kunden. Hierin zeigt sich das Vertrauen, welches unsere Kunden auch in schwierigen Zeiten in die Produkte der Altira Group haben. Steigende Märkte werden auf Basis sehr treuer Kundenbeziehungen somit automatisch wieder zur entsprechenden Zunahme der Assets under Management führen.

Aufgrund des erfolgreichen Ausbaus unserer Private Equity-Aktivitäten im Geschäftsbereich Private Markets konnten wir die Assets under Management trotz des widrigen Kapitalmarktumfelds um 68 Prozent durch die Einwerbung zusätzlicher Mittel in Höhe von 129 Mio. Euro steigern. Diese Tatsache betrachten wir als besonderen Erfolg. Somit haben uns unsere Kunden bestätigt, dass wir die richtigen Investmentthemen verfolgen, und uns insbesondere auch ihr Vertrauen in die Performance-Stärke unserer Produkte ausgesprochen.

Diversifikation

In den vergangenen Jahren haben wir unser Produktangebot erfolgreich diversifiziert. Zum einen erfolgte diese Diversifikation über verschiedene Anlageklassen, von Private Markets über Public Markets bis hin zu Real Estate. Zum anderen sind wir über unsere Produkte auch innerhalb dieser Anlageklassen wiederum in verschiedenen Märkten diversifiziert.

Die Altira-Produkte investieren sowohl in etablierte Märkte, die strukturellen Veränderungen unterliegen, als auch in "Zukunftsmärkte". Diese Diversifikation ist das Ergebnis der konsequenten Umsetzung unserer auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie und hat sich gerade im turbulenten Jahr 2008 als richtig erwiesen. Während die Einnahmen aus den Publikumsfonds im Geschäftsbereich Public Markets sehr stark mit den Entwicklungen an den Börsen korrelieren und damit die Volatilität des Marktes widerspiegeln, sind die Umsätze im Bereich Private Markets weitaus stabiler. In diesem Bereich bieten wir Produkte an, deren Assets der Altira Group längerfristig zur Verfügung stehen. Wir bieten nicht nur Produkte an, in denen Kunden ihre Gelder für z.B. zehn Jahre, wie bei Private Equity üblich, fest zur Verfügung stellen und damit eine hohe Stabilität der Umsätze gewährleisten, sondern ebenso Produkte, deren Assets der Altira Group dauerhaft zur Verfügung stehen, sogenannte "Evergreen-Assets". Diese Gruppe von Produkten stellt im Marktvergleich eine Besonderheit dar und hat durch die Umsatzstabilität und Langfristigkeit einen sehr hohen Stellenwert für unsere Aktionäre.

Daneben lässt sich ganz grundsätzlich festhalten, dass durch die Diversifikation in unterschiedliche Anlageklassen die Umsätze aus Management Fees auch in schwierigen Börsenzeiten für die Altira Group weitgehend stabil sind.

Investmentteams und Infrastruktur

Beim Ausbau der Investmentteams waren wir in 2008 sehr erfolgreich und konnten weitere exzellente, unternehmerische Investment Manager engagieren. Unsere Investmentteams agieren unabhängig, langfristig und wert(e)orientiert. Sie genießen in Bezug auf ihre Investmententscheidungen vollständige Eigenständigkeit und sind über langfristig orientierte, an der Entwicklung der Investments ausgerichtete Incentivierungen am Erfolg ihrer jeweiligen Anlagestrategie beteiligt. Diese Investment Manager sind dabei hohe finanzielle Eigencommitments – bis hin zu ihrem gesamten Privatvermögen – in die von ihnen gesteuerten Produkte eingegangen. Damit stellen wir in einem hohen Maße den von Kunden immer mehr geforderten Gleichlauf der Interessen, das sogenannte "Alignment of interest", sicher.

Daneben haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in unsere institutionelle Infrastruktur investiert. Sie unterstützt die Investmentteams, sodass sich diese auf ihre Investments konzentrieren können. Themen wie Recht, Personal, Finanzen und Risikomanagement werden innerhalb der Altira Group zentral für alle Investmentteams angeboten und die Investmentteams erhalten die notwendige Unterstützung durch Bereiche wie Produktmanagement, Marketing, Vertrieb sowie Public Relations. Die einzelnen Investmentteams sind heute somit in eine Gesamtorganisation eingebettet, die dem Kunden ein stabiles, transparentes Produkt mit einem umfassenden Service anbieten kann. Durch die Nutzung der Infrastrukturleistungen von allen Investmentteams und durch die Zunahme der Assetbasis ergeben sich zudem deutliche Skaleneffekte für die Altira Group und somit zugleich für unsere Aktionäre.

Geschäftsjahr 2009

Die Altira Group hat sich für 2009 zum Ziel gesetzt, aus einer Position der Stärke heraus die aktuellen Marktverwerfungen zu nutzen und deutlich gestärkt aus der Finanzkrise hervorzugehen. Mit dem Schlagwort "Cash is king" hat die Presse in den vergangenen Monaten immer wieder Unternehmen beleuchtet, die einen hohen Barmittelbestand vorweisen können. Fremdfinanzierungen sind am Markt aufgrund der restriktiven Kreditvergabepolitik der Banken immer schwieriger für kapitalsuchende Unternehmen zu erhalten und so erreichen uns vermehrt hochinteressante Anfragen nach Finanzierungen und Unternehmensbeteiligungen aus den unterschiedlichsten Sektoren. Lange bevor die Finanzkrise im Oktober ihren Höhepunkt erreichte, verfügten unsere Investmentteams in ihren Produkten über eine hohe Cashquote, sei es durch die richtigen Exitstrategien oder durch vorsichtigen Umgang mit der vorhandenen Liquidität, und können heute somit in besonderem Maße von diesen attraktiven Anlagemöglichkeiten profitieren. Damit wird heute die Basis für eine erstklassige Performance für unsere Kunden gelegt und somit auch für eine damit verbundene Performance Fee für die Altira Group und ihre Aktionäre.

Auch die Altira Group selbst verfügt über eine hervorragende Kapitalausstattung. Diese soll u.a. für strategische Zukäufe genutzt werden.

Aufgrund der in den letzten Jahren konsequent auf Stabilität ausgerichteten Organisation können wir unseren Kunden heute transparente Produkte und einen exzellenten Service bieten. Dies ist neben erstklassigen Investmentspezialisten und der damit zusammenhängenden Performance der entscheidende Vertrauens- und Erfolgsfaktor im Asset Management. Daneben haben wir in den vergangenen Jahren systematisch unser Netzwerk ausgebaut und sind stolz, z.B. mit hochkarätig besetzten Aufsichtsräten sowohl in der Altira Group selbst als auch bei vielen unserer Produkte zusammenzuarbeiten. Der Altira-Aufsichtsrat wurde im Jahr 2008 durch die renommierten Persönlichkeiten Axel-Günter Benkner und Peter E. Merian ergänzt. Herr Axel-Günter Benkner ist u.a. Geschäftsführer der Deutschen Vermögensbildungsgesellschaft mbH, einem Tochterunternehmen der DWS Gruppe, deren Vorstandsvorsitzender er bis 2006 war. Herr Peter E. Merian ist Mitglied des Verwaltungsrats sowie Teilhaber der Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. AG, die er von 1994 bis 2006 als Chief Executive Officer führte.

Schlusswort

Der Grundstein für überdurchschnittliche Erfolge wird nach unserer Auffassung nicht in Boomjahren, sondern gerade in schwierigen Marktphasen gelegt. In positiven Kapitalmarktzeiten, wie wir sie in den Jahren 2003 bis 2007 erleben durften, konnte die Altira Group genau diejenigen Erfolge ernten, deren Basis in den schwierigen Jahren zuvor gelegt worden war. Deshalb begreifen wir die aktuelle Phase auch als große Chance, jetzt umsichtig durch den Ausbau der bestehenden Strategien und selektive Akquisitionen die Voraussetzung für erneut überdurchschnittliche Erfolge in der Zukunft schaffen zu können. Auch und gerade in der Finanzdienstleistungsindustrie sind unternehmerische, langfristig orientierte Entscheidungen die Besten.

Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft unseren erfolgreichen Kurs fortsetzen werden, um unser Ziel zu erreichen: Einer der führenden unabhängigen Asset Manager für alternative Investments in Deutschland zu werden.

Wir wünschen Ihnen bei der Durchsicht des Geschäftsberichts viel Freude, danken Ihnen für die anhaltende Unterstützung und freuen uns sehr, wenn sie uns als Aktionär weiterhin verbunden bleiben.

Herzlichst, Ihr

Michael Rieder Vorsitzender des Vorstands

"Wir drücken unsere unternehmerische Verantwortung durch Eigenbeteiligung an unseren Produkten und durch Beteiligung unserer Investment Manager an der Produkt-Performance aus. Damit sitzen wir mit unseren Kunden im selben Boot und stellen die gleiche Interessenlage sicher. Dies wird vom Markt in zunehmendem Maße gefordert."

Chief Executive Officer,

"Wir sprechen von 'unternehmerischem Asset Management'. Daher wird von jedem unserer Mitarbeiter erwartet, selbst ein Stück weit wie ein Unternehmer zu Denken und zu Handeln: Proaktiv, motiviert, kreativ, entscheidungsstark, dabei aber auch immer verantwortungsbewusst und abwägend. Ich denke, das macht uns in Deutschland ziemlich einmalig."

Michael Rieder

Vertrieb & Produktmanagement, Marketing, Presse und Investor Relations sowie Personal

Peter Brumm Finanzen & Risk Management, Controlling, Legal

"Im Bereich Private Equity decken wir große Teile der Wertschöpfungskette ab. Insbesondere bei Unternehmensrestrukturierungen verfügen wir über langjährige Expertise, die gerade in der aktuellen Marktsituation den entscheidenden Vorteil bringt. Es sind die Unternehmer, die diesen Vorteil zu nutzen wissen."

Andreas Lange Chief Investment Officer "In einer Zeit nicht nur der globalen Chancen, sondern auch der weltweiten Herausforderungen–insbesondere Armut und Klimawandel – kommt unseres Erachtens dem Unternehmertum als staatenübergreifende, auf den Prinzipien der Freiheit und Demokratie aufbauende Institution eine entscheidende Bedeutung zu. Unternehmertum ist lösungsorientiert und damit schnell und effizient in der Bewältigung globaler Probleme."

Christian Angermayer Business Development

Highlights 2008

Die Erfahrung der zurückliegenden Jahre hat bewiesen, dass eigenständig agierende Investmentteams oft die bessere Performance liefern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein durchdachter Managementansatz konsequent umgesetzt wird.

Gründung ADC

Im Januar des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Altira ADC Management GmbH ("ADC") als neues Investmentteam ins Leben gerufen. Der Investmentschwerpunkt des ersten Produktes "ADC African Development Corporation" liegt auf mittelständischen Unternehmen in der Region Sub-Sahara-Afrika vor allem im Banken-, Finanzdienstleistungs-, IT- und Telekommunikationssektor.

Mittlerweile wurde ein Team aus zwölf Spezialisten mit internationaler Erfahrung und lokalem Netzwerk zusammengestellt und 21 Mio. Euro Assets für diese Strategie eingeworben. Die ersten vier Investments wurden getätigt und werden von dem Team lokal vor Ort gemanagt.

Mit der Multilateral Investment Guarantee Agency ("MIGA"), einer Tochterorganisation der Weltbank, wurde Anfang 2009 durch ADC ein bisher einmaliger Rahmenvertrag geschlossen, der die Absicherung aller ADC-Direktinvestitionen gegen politische Risiken vorsieht. Mit diesem Versicherungsrahmenvertrag werden sowohl die bestehenden Investitionen in Sub-Sahara-Afrika als auch zukünftige Transaktionen bis zu einer vereinbarten Höchstgrenze von 150 Mio. US-Dollar abgesichert. Das Risiko der Investoren reduziert sich damit erheblich und wir haben mit der MIGA einen starken Kooperationspartner gefunden, der uns nicht nur in unseren Aktivitäten und Verhandlungen vor Ort maßgeblich helfen wird, sondern der darüber hinaus jedem unserer Investments die Einhaltung eines wirtschaftsethischen Verhaltenskodex bescheinigt.

VCH Expert Natural Resources

Für seine herausragende Performance erhielt unser Publikumsfonds VCH Expert Natural Resources (WKN: A0BL7N) zu Beginn des Jahres 2008 zahlreiche Auszeichnungen. So wurde unser Produkt von LIPPER Fund Awards zum besten Rohstofffonds im Ein- und Drei-Jahresvergleich ausgezeichnet. Von der Herald Tribune erhielt dieser Fonds die Auszeichnung "Bester europäischer Rohstofffonds". Derartige Auszeichnungen sind im Publikumsfonds-Geschäft aufgrund des Vertriebsweges in den Retailmarkt sehr wichtig, der Bekanntheitsgrad der Marke VCH wird gestärkt und das Vertrauen in das Produkt erhöht. Dies ist die Basis für zukünftige Zuflüsse von Assets in das Produkt und damit Voraussetzung für erfolgreiches Wachstum.

C-QUADRAT Investment AG

Durch den Verkauf der Beteiligung an dem österreichischen Dachfonds-Anbieter C-QUADRAT Investment AG realisierten wir im März 2008 einen Gewinn von 3,6 Mio. Euro. Die Veräußerung erfolgte aufgrund einer bereits im letzten Geschäftsjahr getroffenen Entscheidung. Mit zuletzt knapp 5 Prozent hatte diese Position keine strategische Relevanz mehr. Wir sind nach wie vor von der außerordentlichen Leistungsfähigkeit des Managements der C-QUADRAT Investment AG überzeugt und sehen auch in der Zukunft weitere interessante und für beide Seiten gewinnbringende Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Erfolgreiche Transaktionen

Heliad

Im April des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte unser Investmentteam Altira Heliad Management GmbH ("Heliad") 49 Prozent des gesamten Portfolios an den renommierten Finanzinvestor Greenpark Capital aus London veräußern. Mit diesem Verkauf an den in 2007 als "Secondary House of the Year" von der Fachzeitschrift EVCJ ausgezeichneten Investor wurde ein Kaufpreis von 45,3 Mio. Euro erzielt. Mit dieser Transaktion konnten ein Gewinn von 12 Mio. Euro erwirtschaftet und für die Heliad-Investoren ein Zuwachs von 20 Prozent in einem Zeitraum von gerade einmal 20 Monaten generiert werden. Das Investmentteam hat damit die erfolgreiche Umsetzung ihrer Investmentstrategie unter Beweis gestellt und ist mit den heute zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln in der Lage, in günstige Kaufopportunitäten am Markt zu reinvestieren. Daneben wurden die verkauften Beteiligungen in einem gesonderten Vehikel weiterhin der Heliad zum Management anvertraut. Insgesamt wurden somit die Umsätze aus diesem Bereich für die Altira Group deutlich erhöht.

CFC

Im Zuge der Heliad-Transaktion beteiligte sich Greenpark Capital ebenfalls zu 49 Prozent an dem Portfolio unseres Investmentteams "Restrukturierung Deutschland" (CFC). Bei einem Kaufpreis von 22,5 Mio. Euro wurde ein Gewinn von 7,1 Mio. Euro erzielt. Für unsere Kunden wurden 102 Prozent Rendite in 13 Monaten erwirtschaftet und auch dieses Investmentteam verfügt aufgrund dieser Transaktion nun zum Zeitpunkt niedriger Marktbewertungen und interessanter Anlageobjekte am Markt über ausreichend liquide Mittel, um die sich ergebenden Opportunitäten gewinnbringend zu nutzen.

Beide Greenpark-Transaktionen sind ein hervorragendes Beispiel für Synergien auf Ebene der institutionellen Infrastruktur der Altira Group, von denen sowohl unsere Investmentteams als auch deren Investoren profitieren. Wir erwarten ebenfalls durch diesen Verkauf erfreuliche Performance Fees in unserem Geschäftsbereich Private Markets, die in 2009 zur Zahlung fällig werden.

Clearsight

Mit der Clearsight Investment AG haben wir Mitte des Jahres unseren Kernbereich Restrukturierungen ausgebaut und ein neues Investmentteam ins Leben gerufen, welches besondere Expertise in der Selektion von Restrukturierungsteams in Europa aufweist. Das Management der Clearsight Investment AG investiert mit den Kundengeldern in die Fonds der besten operativen europäischen Restrukturierungsteams (Dachfonds-Konzept). Damit erhält der Kunde Zugang zum hochinteressanten europäischen Restrukturierungsmarkt und ein breit diversifiziertes Anlageprodukt mit den besten Teams in Europa. Bereits in den ersten Monaten nach Initiierung wurden 37 Mio. Euro Commitments für das aufgelegte Produkt gesichert. Das Management der Clearsight Investment AG verfügt über langjährig erworbenes wertvolles Spezialwissen in diesem Markt und ist in diesem Produkt mit 5 Mio. Euro eigenem Geld investiert.

Kapitalerhöhung 2008

In der schwierigsten Phase der Finanzkrise konnten wir Mitte November 2008 erfolgreich eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital platzieren. Mit Durchführung dieser Kapitalerhöhung sind der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von brutto 4,8 Mio. Euro zugeflossen. Es konnten weitere international agierende institutionelle Investoren gewonnen werden, unter anderem die Allianz Global Investors KAG mit Sitz in Frankfurt am Main, die durch Übernahme der Aktien die 5-Prozent-Schwelle überschritten hat und nunmehr einen Anteil von 5,5 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft hält. Die Zeichnung der Kapitalerhöhung unterstreicht das Vertrauen institutioneller Investoren in die Altira-Aktie und ihre zukünftige Performance. Dieses Vertrauen beruht auf dem Wissen, dass wir mit hervorragenden Investmentteams die richtigen Investmentthemen besetzt haben und durch eine institutionelle Organisation ein stabiles und transparentes Produkt mit umfassendem Service anbieten können.

Altira im Überblick 03 19 Bericht des Managements 09 Konzernlagebericht 36 Konzernabschluss 50

Das Geschäftsmodell

Das Leitmotiv der Altira Group ist "Unternehmerisches Asset Management" und zielt darauf ab, für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

a) Unternehmertum im Unternehmen

Es sind die "Unternehmer", die unsere Produkte erfolgreich machen. Innerhalb der Altira Group bieten wir den Rahmen für eigenverantwortliche Entscheidungen. Unsere Investmentteams genießen in der Umsetzung der Investmentstrategien vollständige Freiheit. Diese Freiheit führt nicht nur zu großer Motivation und überdurchschnittlichem Einsatz der Investment Manager, sondern gerade auch zu einer hohen Identifikation mit ihrer Arbeit.

Darüber hinaus partizipieren die Investmentteams unternehmerisch über entsprechende erfolgsabhängige Incentivierungs-Strukturen bzw. Eigenbeteiligung an der Entwicklung der Produkte.

Dies ist aus unserer Sicht der Schlüssel für erfolgreiche Investments.

b) Investmentteams

Unsere Investmentansätze konzentrieren sich sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte. In diesen sind die Investmentteams der Altira Group durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Investmentteams der Altira Group

Changing Markets Future Markets Investmentteam Altira CFC Management GmbH Altira TIG Management GmbH Clearsight Investment AG Altira Heliad Management GmbH R-QUADRAT Immobilien GmbH Altira ecolutions Management GmbH VCH Vermögensverwaltung AG Greenland Management GmbH Altira ADC Management GmbH Patriarch Multi-Manager GmbH High-Alpha-Strategien — Team Restrukturierung Deutschland — Team Restrukturierung Europa — Team Restrukturierung Europa (Dachfonds) — Team Deutscher Mittelstand — Team Immobilien — Team Klimaschutz — Team Rohstoffe & Erneuerbare Energien — Team Agrar — Team Afrika — Team Dachfonds (Retail) Altira Group

Fokus Assets under Management
— Direktinvestments in
Deutschland in Restrukturierungen
& Sanierungen
45 Mio. Euro
— Europaweite Direktinvestments in
Restrukturierungen & Sanierungen
als Co-Investor
65 Mio. Euro
— Europaweit investierender Dach
fonds für Restrukturierungen &
Sanierungen
14 Mio. Euro
— Unternehmerkapital für den
deutschen Mittelstand
137 Mio. Euro
— Immobilienentwicklung in Ost
europa sowie Sondersituationen
in Deutschland
113 Mio. Euro
— Investments in Projekte zur Strom
erzeugung und CO2-Reduzierung
in Schwellenländern
38 Mio. Euro
— Aktienfonds fokussiert auf
Zukunftsthemen
141 Mio. Euro
— Agrar-Investments in Osteuropa Fundraising
— Development-Investments in
Sub-Sahara-Afrika
21 Mio. Euro
— Diversifizierte Dachfonds 105 Mio. Euro

Vehikel

c) Produktanforderungen

Unseren Kunden bieten wir nur Produkte an, in die wir auch selbst investieren und dadurch unserem Glauben an den Erfolg dieser Produkte Ausdruck verleihen. Wir gestalten diese Produkte so transparent, dass auch unsere Kunden sie in der Tiefe verstehen und aktuelle Entwicklungen verfolgen können. Insbesondere erreichen wir dies durch kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden sowie durch laufende Informationen und fortdauernden Service.

Ein wesentliches Augenmerk wurde im Geschäftsjahr 2008 auf die Transparenz und Qualität unserer Produkte gelegt. Mit Installation der Abteilung Produktmanagement sind wir nun noch effizienter in der Lage, unsere Investmentteams in Themen wie Transparenzanforderung, Know-how in der Strukturierung und Distributionsfähigkeit zu unterstützen. Schlussendlich sehen wir darin die Basis des Produkterfolges.

d) Unsere Umsatzströme

Altira erhält von den verwalteten Produkten Zahlungen aus fortlaufenden Management Fees, die sich auf Basis des Volumens der Vehikel errechnet. Gewinne die auf Produkt-Ebene anfallen, stehen den Kunden zu und Altira partizipiert hiervon in einem zuvor festgelegten Verhältnis mittels der sogenannten Performance Fee.

Altira investiert in der Regel auch als Seed Investor in neue Produkte ihrer Investmentteams. Wertsteigerungen der Produkte werden in der Regel als Zuschreibungen im Jahresfinanzergebnis und im Umsatz der Altira sichtbar.

Umsatzströme

Institutionelle Infrastruktur

e) Institutionelle Infrastruktur

Die institutionelle Infrastruktur übernimmt Aufgaben in den Bereichen Vertrieb/Produktmanagement, Risikomanagement/Controlling, Marketing/Public Relations, Recht, Personalwesen und IT. Somit sind die einzelnen Investmentteams in eine Gesamtorganisation eingebettet, die dem Kunden ein stabiles, transparentes Produkt mit einem umfassenden Service anbieten kann. Zudem ergeben sich Skalenund Synergieeffekte.

f) Unsere Investmentaktivitäten

Unsere Investmentaktivitäten sind stark diversifiziert und erfolgen in verschiedenen Anlageklassen, Märkten und Vehikeln. Innerhalb unserer Geschäftsbereiche Private Markets, Public Markets und Real Estate bieten wir unseren Investoren sowohl Themen, die sich auf etablierte Märkte beziehen, als auch Themen, die in "Zukunftsmärkten" Relevanz aufweisen. Zudem bieten wir unsere Produkte in unterschiedlichen Vehikeln an. Dies sind beispielsweise Publikumsfonds, Kommanditgesellschaften auf Aktien oder Limited Partnership Strukturen.

Private Markets

Private Equity ist Unternehmertum pur. Stets geht es darum, Menschen in ihren Visionen zu unterstützen und Unternehmen oder Projekte langfristig auf die Zukunft auszurichten. Davon profitieren Investoren ebenso wie die finanzierten Unternehmen und nicht zuletzt auch die Allgemeinheit, denn Private Equity ist einer der wichtigsten Motoren zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

CFC

Das Investmentteam Altira CFC Management GmbH ("CFC") beteiligt sich mehrheitlich an deutschen mittelständischen Unternehmen in Restrukturierungsund Sanierungssituationen und führt die Restrukturierungsaktivitäten eigenverantwortlich durch. Investiert wird dabei mittel- bis langfristig nur in solche Unternehmen, die trotz Krisensituation über einen gesunden Kern verfügen. Ziel ist es dabei, die vorhandene Substanz der in Bedrängnis geratenen Unternehmen aufzubereiten und weiter zu entwickeln, um so den Unternehmenswert zu steigern und die Positionierung der Unternehmen so auszurichten, dass sie langfristig und ohne fremde Hilfe am Markt bestehen können. Für den Mehrheitsanteil am Unternehmen wird oftmals nur ein symbolischer Kaufpreis gezahlt. Schwerpunkt der Investments bilden Unternehmen aus der Mode- und Haushaltswarenindustrie. CFC lässt sich damit als operativ agierendes Restrukturierungsteam bezeichnen.

TIG

Das Investmentteam der Altira TIG Management GmbH ("TIG") ist ebenfalls auf mittelständische Unternehmen in Umbruch- und Sondersituationen mit Fokus auf Europa spezialisiert. TIG investiert als Co-Investor gemeinsam mit seinen operativen Restrukturierungsteams vor Ort direkt in diese Unternehmen. Der europäische Ansatz sowie die Tatsache, dass die eigentliche Restrukturierung nicht selbst durchgeführt wird, unterscheidet die TIG im Altira-Verbund von der CFC. Die Investitionskriterien der TIG beziehen sich auf Unternehmungen mit einem qualitativ hochwertigen Produktangebot und Umsätzen von 10 Mio. bis 100 Mio. Euro mit dem Potenzial, durch die Revitalisierung positive Cashflows zu generieren. TIG ist bei ihren Investitionen sektorübergreifend tätig mit Fokus auf Unternehmen der "Old Economy".

Clearsight

Das Management der Clearsight mit Sitz in Zürich investiert mit den von ihr verwalteten Geldern – anders als CFC und TIG – nicht direkt in Restrukturierungsfälle, sondern ermöglicht institutionellen Investoren und Family Offices über einen Dachfonds Zugang zu dieser lukrativen Nische. In diesem Rahmen verfolgt Clearsight einen aktiven, aufwendigen Suchprozess, um aus einer Vielzahl von Teams in ganz Europa systematisch die Besten herauszufiltern. Nicht die größten oder bekanntesten Fonds stehen dabei im Visier, sondern diejenigen mit den nachhaltigsten Renditen. Für Clearsight steht somit der Auswahlprozess der Restrukturierungsteams im Vordergrund; anders als für CFC der Sanierungsfall, der aktiv begleitet wird und für TIG die Investmentchance, die gemeinsam mit Dritten genutzt wird.

Heliad

Das Investmentteam Altira Heliad Management GmbH ("Heliad") stellt Unternehmerkapital für den Mittelstand zur Verfügung und investiert im Gegensatz zu den Teams CFC und TIG in gesunde und erfolgreiche mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die Wachstumskapital benötigen, z.B. um zu expandieren oder Innovationsvorhaben umzusetzen. Dabei fokussiert sich Heliad auf etablierte, eigentümergeführte Dienstleistungsunternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 10 Mio. und 100 Mio. Euro. Die sorgfältig ausgewählten Firmen werden von Heliad im Wesentlichen im Rahmen einer "Buy & Build Strategy" mit Kapital versorgt und in ihrer operativen und strategischen Entwicklung aktiv unterstützt. Mit der Unterstützung von Heliad erwirtschaften derzeit zwölf Unternehmen mit rund 4.500 Beschäftigten zusammen einen Umsatz von über 600 Mio. Euro. Mit dem gewährten Kapital werden neben den Wachstumsstrategien der Unternehmen auch Arbeitsplätze gesichert und der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt.

ecolutions

Unser Klimaschutz-Investmentteam Altira ecolutions Management GmbH ("ecolutions") ist ein führender Investor, Projektentwickler und Dienstleister für Klimaschutzprojekte in Schwellenländern zur Stromerzeugung im Bereich regenerativer Energien sowie Händler von Emissionszertifikaten im CO2-Markt. ecolutions stellt für institutionelle Investoren sorgsam geprüfte und nach westlichen Standards aufbereitete Investitionsmöglichkeiten direkt in regenerative Energieerzeugungsprojekte zusammen und

beteiligt sich auch mit eigenem Kapital an diesen Projektgesellschaften. Geographisch konzentriert sich ecolutions mit lokalen Tochterfirmen auf China und Indien, da hier das größte Potenzial für Treibhausgasreduktion sowie eine starke Nachfrage nach regenerativer Energie besteht. Derzeit befinden sich Projekte im Bereich Windenergie, Biomasse (aus der Verbrennung von Agrar-Abfall) sowie Entgasung von Deponien von über 100 MW in der Umsetzung und ein Volumen von 300 MW in der Pipeline. Neben den Stromerträgen generieren die ecolutions-Klimaschutzprojekte durch die Reduktion von Treibhausgasen Emissionszertifikate im Rahmen des "Clean Development Mechanism" (CDM) des Kyoto-Protokolls. Diese sowie von Dritt-Projekten erworbene Emissionszertifikate handelt das Unternehmen am CO2-Markt. Des Weiteren werden Dienstleistungen im Bereich der technischen Beratung für Klimaschutzprojekte und CDM-Zertifizierung angeboten. Damit deckt ecolutions die gesamte, sich aus dem Clean Development Mechanism ergebende Wertschöpfungskette ab.

ADC

Das Investmentteam Altira ADC Management GmbH ("ADC") fokussiert sich auf Development-Investments in Sub-Sahara-Afrika und investiert in ausgewählten Ländern dieser Region in kleine und mittelständische Unternehmen. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft mit Management vor Ort auf Unternehmen aus den Sektoren Banken/ Finanzdienstleistungen, IT, Telekommunikation und Real Estate. Die getätigten Investitionen leisten einen Beitrag dazu, die Wirtschaft in den jeweiligen afrikanischen Ländern zu entwickeln und zu stärken. Somit generiert die Kapitalunterstützung und Beratung lokaler Unternehmen durch ADC einen Mehrwert für ihre Investoren und leistet zudem einen wertvollen entwicklungspolitischen Beitrag.

Public Markets

Patriarch

Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich Dachfonds bzw. eine individuelle Fondsvermögensverwaltung geradezu ideal. Daher fokussiert sich das Investmentteam Patriarch mit ihrer Produktpalette auf breit diversifizierte Dachfonds. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert dieses Investmentteam wertvolle Bausteine für die Asset-Allokation. Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf.

Darüber hinaus ist dieses Investmentteam als Produktschmiede innerhalb der Altira Group für alle Sparplanprodukte verantwortlich.

VCH

Aktienfonds werden von unserem Investmentteam VCH abgedeckt. Getreu dem Leitgedanken "Investments mit Zukunft" richtet VCH ihre Produktpalette auf Zukunftsregionen und -branchen aus. Flagschiffprodukte sind der VCH Expert Natural Resources, ein Fonds der in Aktien aus dem Segment Rohstoffe investiert, und der VCH New Energy, spezialisiert auf Aktien im Bereich der regenerativen Energien.

Real Estate

R-QUADRAT

R-QUADRAT, an der die Altira Group 22,5 Prozent hält, ist ein österreichischer Immobilien Asset Manager mit Hauptsitz in Wien, welcher sich seit der Gründung im Jahr 2004 erfolgreich als Nischenplayer im Bereich Real Estate Opportunities positioniert hat. R-QUADRAT deckt dabei von der Projektsuche über die Entwicklung und Vermietung bis hin zum Verkauf die gesamte Dienstleistungspalette im Immobilienbereich ab.

Greenland

Das Investmentteam Greenland investiert in landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Agrarbetriebe in EU-Osteuropa. Aufgrund der dort relativ niedrigen Bodenpreise und der erwarteten langfristigen Preisangleichung innerhalb der EU ist neben den laufenden Bewirtschaftungserlösen ein zusätzliches Wertsteigerungspotenzial gegeben. Die übernommenen Betriebe werden größtenteils eigenständig durch Betriebsleiter oder Dienstleister bewirtschaftet. Bei Agrar-Investments handelt es sich um eine attraktive Assetklasse, die aufgrund ihrer geringen Korrelation mit anderen Assets einen wertvollen Baustein in der Vermögensverwaltung darstellt und gerade in Zeiten turbulenter Börsenphasen erhebliche Stabilität beweist. Derzeit befindet sich das Team im Fundraising.

Die Altira-aktie

Dem Abwärtstrend an den Aktienmärkten konnte sich auch die Altira-Aktie nicht entziehen und so notierte die Aktie zu Jahresende bei 17,00 Euro, während sie mit 38,50 Euro ins Jahr gestartet ist.

Die Aktivitäten im Bereich Investor Relations wurden im Jahre 2008 stark ausgebaut und der Dialog mit der Financial Community weiter intensiviert. Die Gesellschaft nahm im zweiten Halbjahr an vier Kapitalmarktkonferenzen teil und führte über 50 Einzelgespräche, sogenannte "One-on-One's", mit Investoren. Roadshows wurden in den Städten Frankfurt, München und London in Zusammenarbeit mit renommierten Brokerhäusern durchgeführt. Die Präsenz am Markt konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erhöht und der Bekanntheitsgrad weiter gesteigert werden. Gerade in schwierigen Zeiten ist eine kontinuierliche Kommunikation mit dem Kapitalmarkt von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Wenn die gegenwärtige Krise – wie jede Krise vor ihr – zu Ende geht, wird es darauf ankommen, für wieder steigende Märkte gut positioniert zu sein. Eine kontinuierliche Kommunikation schafft Vertrauen, welches bei vielen Unternehmen im Zuge der Turbulenzen an den Kapitalmärkten im Jahr 2008 vielfach bei Investoren verloren gegangen ist. Wir sind zuversichtlich, hier aufgrund von Transparenz, Präsenz und Dialog eine Ausnahme zu bilden.

Im September 2008 übernahm Herr Olaf Meier, 38, die Leitung der IR-Aktivitäten und damit die Verantwortung für die Investorenbetreuung, Finanzkommunikation und Kontaktpflege zu den Analysten. Herr Meier verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Investor Relations und war zuvor in internationalen Konzernen für die Leitung der Investor Relations-Abteilungen verantwortlich.

Stammdaten

Transparenzlevel der Deutschen Wertpapierbörse Entry Standard

Marktsegment der Deutschen Wertpapierbörse Open Market (Freiverkehr)

ISIN DE0001218063

WKN 121 806

Tickersymbol A7A

Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2008 77 Mio. Euro

Designated Sponsor Close Brothers Seydler AG

Aktionärsstruktur

Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH

Mehrheitsgesellschafter mit rund 62 Prozent der Anteile ist die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH (www.abl-group.de). Diese befindet sich wiederum im Privatbesitz der fünf Partner Christian Angermayer, Peter Brumm, Andreas Lange, Ralph Konrad und Dr. Sebastian Grabmaier.

Darüber hinaus sind an der Altira AG neben dem Freefloat als größere Aktionäre die Familie Silvia Quandt, ein Familienzweig der Herbert Quandt-Erben, die Allianz Global Investors sowie Führungskräfte und Mitarbeiter der Altira beteiligt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Altira AG ist seinen Beratungs- und Kontrollaufgaben im Geschäftsjahr 2008 in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand nachgekommen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben während des Geschäftsjahres fortlaufend, das heißt auch außerhalb von turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen, mit dem Vorstandsvorsitzenden Kontakt gehalten, sich über den Geschäftsverlauf und wesentliche Vorgänge informiert und sich mit ihm und den anderen Mitgliedern des Vorstands beraten. Wichtige Entscheidungen wurden unmittelbar und frühzeitig besprochen.

Bedeutende Sachverhalte hat der Aufsichtsratsvorsitzende bei Bedarf auch per E-Mail oder telefonisch den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern mitgeteilt, erforderlichenfalls deren Meinung eingeholt und sie in die laufende Aufsichtsratsarbeit einbezogen.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen und laufenden Geschäftsentwicklung.

Alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten hat der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Entscheidung vorgelegt. Die Genehmigungen sind nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen und gegebenenfalls ergänzender Erläuterungen durch den Vorstand erteilt worden.

Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung von Vorstand und Aufsichtsrat verliefen in allen Fällen auf Basis gründlicher, sachgerechter Information einvernehmlich, zügig und erfolgreich.

Aufsichtsratssitzungen

Der Aufsichtsrat der Altira AG trat im Geschäftsjahr 2008 zu fünf ordentlichen Sitzungen zusammen.

In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, das wirtschaftliche Umfeld, die Umsatz- und Kostenentwicklung sowie wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen.

Im Einzelnen hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

Sitzung am 15. Februar 2008:

In dieser Sitzung wurde Herr Michael Rieder zum weiteren Vorstandsmitglied und gleichzeitig zum Vorstandsvorsitzenden der Altira AG bestellt.

Sitzung am 25. Juni 2008:

In der Bilanzsitzung am 25. Juni 2008 wurden der Jahres- und der Konzernabschluss 2007 erörtert und gebilligt. Darüber hinaus wurde der Gewinnverwendungsvorschlag diskutiert und der Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorgeschlagen. Ebenso wurden die weiteren Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung erörtert und verabschiedet. Weiterhin wurde die aktuelle Besetzung des Aufsichtsrats diskutiert.

Sitzung am 26. August 2008:

Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft, welche am selben Tag stattfand, trat der Aufsichtsrat erstmals in der neuen Besetzung zusammen. Anstelle der Herren Dr. Peter Schmidt und Gerhard Lange wurden die Herren Peter E. Merian und Axel-Günter Benkner in den Aufsichtsrat gewählt. Neben der Konstituierung wurde der Halbjahresbericht erörtert. Des Weiteren wurde eine Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand diskutiert.

Sitzung am 4. November 2008:

In seiner Sitzung vom 4. November 2008 diskutierte der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der Finanzkrise. Gleichzeitig wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2009 erörtert und eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand verabschiedet.

Sitzung am 23. Dezember 2008:

In der Sitzung vom 23. Dezember 2008 wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2009 endgültig verabschiedet.

Neben den vorgenannten ordentlichen Sitzungen hat der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren mit Datum vom 17. November 2008 der Ausnutzung des genehmigten Kapitals der Gesellschaft durch Ausgabe von 300.000 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zum Ausgabebetrag von 16,00 Euro je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre zugestimmt. Der Ausschluss des Bezugsrechts erfolgte gemäß §5 Absatz 2 lit. c) der Satzung der Gesellschaft (Kapitalerhöhung unter 10 Prozent des Grundkapitals).

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2008 sowie der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 wurden von der Verhülsdonk & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, geprüft. Den Prüfauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2008 erteilt.

Der Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft wurde gemäß §315a HGB auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Die Abschlussunterlagen und die beiden Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis seiner Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Altira Aktiengesellschaft nach §172 AktG festgestellt.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) gemäß §312 AktG für das Geschäftsjahr 2008 wurde zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß §313 AktG erteilt:

Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Verträgen die Gesellschaft nicht benachrichtigt wurde.
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands der Altira AG gemäß §312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat gelangte zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht – wie auch die von dem Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch davon vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt und notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrates

Die Mitglieder des Aufsichtsrats Herr Dr. Peter Schmidt und Herr Gerhard Lange sind mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. August 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Ganz herzlich möchte ich den Mitgliedern für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit im Gremium danken. Beide Mitglieder des Aufsichtsrats sind jederzeit engagiert und konstruktiv in der Diskussion und auch in der Entscheidungsfindung gewesen und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft. Mit Ausscheiden von Herrn Dr. Schmidt und Herrn Lange wurden durch die ordentliche Hauptversammlung vom 26. August 2008 Herr Axel-Günter Benkner und Herr Peter E. Merian als Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Altira Aktiengesellschaft herzlich für den engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr, ohne die die Auswirkungen der Finanzkrise die Altira Group sicher nicht in derart moderatem Verhältnis belastet hätte.

Frankfurt am Main, im Mai 2009 Für den Aufsichtsrat

Robert Depner

(Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Altira im Überblick 03 35 Bericht des Managements 09 Konzernlagebericht 36 Konzernabschluss 50

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Robert Depner

Herr Robert Depner verfügt über eine mehr als 30-jährige Erfahrung im Bankwesen und der Vermögensverwaltung. Seine Bankkarriere begann er bei der Dresdner Bank in Köln. Er wechselte dann zum Bankhaus Marcard Stein & Co., wo er als stellvertretender Abteilungsleiter für Rentenhandel und Auslandsbörsen zuständig war. Weitere Stationen waren Merrill Lynch, New York, und Sociéte Generale-Elsässische Bank, Köln. Dort verantwortete er als Hauptabteilungsleiter die Wertpapierabteilung sowie das Börsenbüro Düsseldorf. Sein weiterer Werdegang führte Herrn Depner als geschäftsführenden Gesellschafter zu einer privaten Vermögensverwaltungsgesellschaft. Dort war er für den Bereich Akquisition und Betreuung von Privatkunden und institutionellen Anlegern verantwortlich. 1983 wechselte er als Generalbevollmächtigter zu einem privaten Bankhaus in Köln deren persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter er 1986 wurde. Seit 1991 ist Herr Depner Vorstand der VCH Vermögensverwaltung AG.

Axel-Günter Benkner

Herr Axel-Günter Benkner trat 1980 als Portfolio Manager in die DWS, dem Asset Management der Deutschen Bank AG ein und wurde ab 1990 zum Geschäftsführer ernannt. Von 2002 bis 2007 war Herr Benkner Mitglied des Vorstands des BVI Bundesverband Investment und Asset Management. 2003 wurde er Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, 2005 weltweiter Leiter des Wertpapierfondsgeschäfts und Mitglied des Management Committee Germany der Deutschen Bank. Seit 2006 beschäftigt sich Axel-Günter Benkner insbesondere mit Charity- und Musikprojekten und erfüllt sich damit einen Lebenstraum.

Peter E. Merian

Herr Peter E. Merian trat 1988 in die Schweizer Privatbank Sarasin ein und wurde 1989 Teilhaber. Zunächst leitete er die Abteilung Privatkundengeschäft in Basel. Von 1994 bis September 2006 war er Vorsitzender der Geschäftsleitung und Chief Executive Officer. Peter E. Merian ist u.a. Mitglied des Verwaltungsrates der National Zeitung und Basler Nachrichten AG sowie Nationale Suisse. Zudem engagiert er sich in zahlreichen öffentlichen Institutionen, Stiftungen, Vereinen, Verbänden und Kommissionen (z.B. seit 1996 Präsident der Zulassungsstelle der SWX Swiss Exchange).

Konzernlagebericht 2008

    1. Geschäft und Rahmenbedingungen 37
    1. Ertragslage 42
    1. Finanzlage 43
    1. Vermögenslage 43
    1. Nachtragsbericht 44
    1. Risikobericht 44
    1. Chancen und Risiken zur zukünftigen Entwicklung 48
    1. Abhängigkeitsbericht 49

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Altira Group ist eine eigentümergeführte, börsennotierte Asset Management-Gesellschaft, die sich auf alternative Investmentstrategien für institutionelle und private Investoren fokussiert hat.

Hierbei konzentriert sich die Altira Group sowohl auf etablierte als auch neu entstehende, zukunftsorientierte Wachstumsmärkte. In diesen sind die Investmentteams der Altira Group durch ihr spezialisiertes Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre unternehmerische Denk- und Handlungsweise in der Lage, mittels eines aktiven Investmentansatzes ("High-Alpha-Strategien") eine nachhaltig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Die Investmentteams der Altira Group sind in ihren Anlageentscheidungen unabhängig und treten mit einem eigenen Branding am Markt auf. Daneben sind sie in ihren eigenen Produkten investiert bzw. langfristig erfolgsabhängig incentiviert, um einen Gleichlauf der Interessen mit Investoren sicherzustellen. Gleichzeitig greifen die Investmentteams gemeinsam auf die professionelle, institutionelle Infrastruktur der Gruppe zu, die unter anderem Aufgaben in den Bereichen Risikomanagement/Controlling, Recht, Marketing/Vertrieb, Personalwesen und IT übernimmt. Hierdurch wird Stabilität sowie ein hoher Grad an Serviceleistung gewährleistet und es ergeben sich zudem Synergie- wie auch Skaleneffekte. Darüber hinaus investiert die Altira Group in der Regel auch als Seed Investor in die Produkte ihrer Investmentteams, sodass auch hier ein Gleichlauf der Interessen mit den Investoren in den Produkten und zusätzlich den Aktionären der Gruppe sichergestellt wird.

Marktumfeld

Für die Altira Group ist insbesondere die allgemeine Kapitalmarktentwicklung sowie die Entwicklung der einzelnen Anlageklassen von Bedeutung. Somit sah sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem im Vergleich zum Vorjahr drastisch veränderten Umfeld konfrontiert. Die Krise, die 2007 im Bankensektor als sogenannte "Subprime-Krise" begonnen hatte, erfasste 2008 auch die Realwirtschaft. Es konnte durchweg nur ein gemäßigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnet werden. Das Statistische Bundesamt geht in seinem Bericht zum Bruttoinlandsprodukt vom 14. Januar 2009 im Jahresdurchschnitt von einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent aus, dies nur aufgrund der moderaten ersten Jahreshälfte.

Die Finanzbranche erlebte 2008 das schwierigste Geschäftsjahr seit Jahrzehnten. Der drohende Zusammenbruch des globalen Finanzsystems konnte nur durch massive Intervention von Regierungen und Zentralbanken abgewendet werden. Das Vertrauen in die Stabilität der nationalen und internationalen Finanzmärkte wurde insbesondere durch die Insolvenz einer US-amerikanischen Investmentbank im September 2008 erschüttert, die das bereits sehr volatile Marktumfeld in eine beschleunigte Abwärtsentwicklung stürzte. Der DAX hat im Jahresverlauf 40 Prozent seines Wertes eingebüßt und es gibt einige Finanztitel, die über 90 Prozent ihrer Marktkapitalisierung im Verlauf des Jahres 2008 verloren haben.

In der Private Equity-Branche ist die Anzahl der Unternehmenstransaktionen deutlich im Vergleich zu 2007 zurückgegangen. So war das zweite Halbjahr 2008 laut einer Studie von Ernst & Young (German Private Equity Activity December 2008) wertmäßig das schwächste

Halbjahr für deutsche Private Equity-Transaktionen seit fünf Jahren. Der Rückgang von Private Equity finanzierten Transaktionen, insbesondere bei größeren Buyouts, ist vor allem auf die derzeitig schwierigen Rahmenbedingungen der Kreditmärkte zurückzuführen. Die Kreditvergabepolitik des Bankensektors hat sich laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank im vierten Quartal 2008 weiter verschärft. So geben 56 Prozent der befragten Institute an, die Maßstäbe einer Kreditvergabe leicht zu verschärfen, 9 Prozent werden ihre Anforderungen sogar deutlich anheben. Dabei sind nicht nur Großunternehmen betroffen, die schon in den vorangegangenen Quartalen durch schärfere Kreditkonditionen betroffen waren. Die strengeren Standards werden auch auf mittelständische und kleine Unternehmen ausgeweitet. Gleichzeitig planen 45 Prozent der Institute ihre Anforderungen an Firmenkredite im ersten Quartal 2009 weiter anzuheben. Eine Absenkung der Standards ist vorerst nicht geplant. Für Private Equity-Häuser, auch im Small- und MidCap-Bereich, ist eine hohe Fremdfinanzierung von Unternehmenskäufen daher bis auf Weiteres eingeschränkt und alternative Finanzierungsformen sowie höhere Eigenkapitalfinanzierungen gewinnen an Bedeutung.

Der deutsche Aktienmarkt zeichnete sich durch stark sinkende Kurse und hohe Volatilitäten aus. Aus diesem Grund war die Anzahl der Börsengänge in Deutschland stark rückläufig. Laut Jahresstatistik der Deutschen Börse AG wurden im Transparenzsegment "Prime Standard" 2008 nur zwölf Erstnotizen vollzogen (2007: 33 Erstnotizen) wobei nur zwei Unternehmen ihre Aktien im Rahmen eines initialen öffentlichen Angebots (IPO) platziert haben und zehn Unternehmen aus anderen Segmenten in den Prime Standard aufgestiegen sind. Im Entry Standard wurden 16 Neuzugänge verzeichnet (2007: 43 Unternehmen). Fünf Unternehmen sind hierbei aus dem Open Market (Freiverkehr) aufgestiegen. Branchenübergreifend kam es zu starken Kursverlusten. Diese vor allem durch die weltweite Finanzkrise verursachten Entwicklungen führten auch auf dem deutschen Fondsmarkt zu Rekordabflüssen. Das Fondsvermögen von Aktienfonds reduzierte sich laut Jahresstatistik des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. dabei um 42 Prozent und von Dachfonds um 13 Prozent. Kursgewinne waren an den Aktien- und Fondsmärkten in der zweiten Jahreshälfte 2008 so gut wie nicht zu erzielen.

Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr

Die Assets under Management reduzierten sich über alle Assetklassen hinweg insgesamt um 22 Prozent.

Im Geschäftsbereich Private Markets konnten die Assets under Management von 191 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 320 Mio. Euro im Jahr 2008 gesteigert werden, was einer Zuwachsrate von 68 Prozent entspricht. Mit der ADC African Development Corporation wurde ein neues Investmentteam ins Leben gerufen, welches sich auf Direktinvestments in dem Zukunftsmarkt Sub-Sahara-Afrika konzentriert. Das Investmentteam agiert dabei aus der Altira ADC Management GmbH heraus, welche zu 100 Prozent der Altira gehört und verwaltet ein Vehikel mit 21 Mio. Euro Fondsvolumen. Diese Gelder wurden vollständig im Geschäftsjahr 2008 eingeworben.

Der Geschäftsbereich Public Markets entwickelte sich im Geschäftsjahr dem Markt entsprechend. Die Fondsvolumina reduzierten sich von 584 Mio. Euro auf 246 Mio. Euro. Mittelabflüsse lagen dabei nur bei 9 Prozent während 91 Prozent durch stark rückläufige Aktienkurse verursacht wurden. Hieran ist die starke Kundenbasis der Altira im Retailbereich deutlich zu erkennen. Kaum Anleger zogen ihre Mittel aus den Fonds ab, dennoch sanken die Fondsvolumina aufgrund der Kursentwicklungen im Jahr 2008 an den internationalen Aktienmärkten. Die Volumina des Fonds VCH Expert Natural Resources reduzierten sich während des Geschäftsjahres von 295 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro, was einem Rückgang von 66 Prozent entspricht. Auch der Dachfonds-Bereich konnte sich den aktuellen Markttendenzen nicht entziehen und verzeichnete Ende 2008 105 Mio. Euro Assets under Management, während er mit 167 Mio. Euro in das Geschäftsjahr gestartet ist. Dies entspricht einem Rückgang von 37 Prozent.

Im Geschäftsbereich Real Estate wird Immobilienvermögen privater und institutioneller Anleger durch die R-QUADRAT Immobilien GmbH ("R-QUADRAT") verwaltet, an welcher die Altira Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Die Assets under Management haben sich in diesem Geschäftsbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht erhöht. Sie stellen hierbei eine pro-rata Betrachtung des verwalteten Immobilienvermögens der R-QUADRAT dar, an welcher Altira über die Altira ImmoFinanz GmbH zum Stichtag 22,5 Prozent hält. Bei einem verwalteten Immobilienvermögen von 500 Mio. Euro sind somit 113 Mio. Euro den Assets under Management der Altira Group zuzurechnen. Mit Aktionärsvereinbarung vom 18. Dezember 2008 zwischen der Altira ImmoFinanz GmbH, der Altira AG und der Metis Holding AG erhöhte sich die Beteiligungsquote der Altira ImmoFinanz GmbH von 20,01 Prozent auf 22,5 Prozent. Daraus ergibt sich pro-rata der im Geschäftsjahr 2008 erzielte Zuwachs an Assets under Management in diesem Geschäftsbereich.

Veränderung im Vorstand

Mit Eintritt von Michael Rieder im Februar des Berichtsjahres als Vorstandsvorsitzender der Altira AG (Chief Executive Officer), der das bisherige Vorstandsteam um die Unternehmensgründer Christian Angermayer, Peter Brumm und Andreas Lange verstärkt, wurden die Ressorts innerhalb der Altira neu aufgeteilt. Die Aufgabenbereiche Vertrieb, Produktmanagement, Human Resources, Marketing, Public Relations und Investor Relations fallen damit in den Zuständigkeitsbereich von Herrn Rieder. Christian Angermayer zeichnet sich für den Bereich Business Development verantwortlich. Herr Peter Brumm ist Finanzvorstand und verantwortet die Bereiche Finance, Controlling, Recht, IT und Risikomanagement. Andreas Lange ist weiterhin als Chief Investment Officer (CIO) für die Investmentstrategien der Altira Group verantwortlich.

C-QUADRAT

Mit Verkauf der Beteiligung an dem österreichischen Dachfonds Anbieter C-QUADRAT Investment AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Veräußerungserlös von 3,6 Mio. Euro erzielt. Die Veräußerung erfolgte aufgrund der Entscheidung im Geschäftsjahr 2007, diese Position mit zuletzt knapp 5 Prozent als strategische Position abzubauen.

Beteiligungen an Vehikeln

Zum Bilanzstichtag hielt die Altira Group folgende Beteiligungen:

Beteiligungen an Vehikeln

Unternehmen Stammkapital/
Grundkapital
in TEUR
Beteiligungs
quote
in %
Altira ImmoFinanz GmbH, Frankfurt am Main1 25 100,00
Altira CFC Management GmbH, Dortmund 25 75,00
Altira ecolutions Management GmbH, Frankfurt am Main 100 100,00
Patriarch Multi-Manager GmbH, Frankfurt am Main 250 100,00
Altira Heliad Management GmbH, Frankfurt am Main 25 100,00
VCH Investment Group AG, Frankfurt am Main 650 100,00
Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main 25 50,20
Altira TIG Management GmbH 25 100,00
Altira ADC Management GmbH 25 100,00
Clearsight Investment AG 100 TCHF 40,00

1) Zwischenholding für die Beteiligung über 22,5 Prozent an der R-QUADRAT Immobilien GmbH

Beteiligungen an Altira-Produkten (Vehikel)

Unternehmen Stammkapital/
Grundkapital
in TEUR
Beteiligungs
quote
in %
ADC African Development Corporation GmbH & Co. KGaA 14.429 9,70
CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA 6.435 3,73
ecolutions GmbH & Co. KGaA 28.400 10,50
Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA 70.000 10,70
TIG Themis Industries Group GmbH & Co. KGaA 5.332 3,80
Squadra Immobilien GmbH & Co. KGaA 25.100 17,93
Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA 50 50,00

2. Ertragslage

Die Betriebsleistung als Summe der Umsatzerlöse (18,0 Mio. Euro, Vorjahr: 27,7 Mio. Euro) und der sonstigen betrieblichen Erträge (3,6 Mio. Euro, Vorjahr: 5,9 Mio. Euro) ging von 33,6 Mio. Euro auf 21,6 Mio. Euro zurück. Dies entspricht einem Rückgang von rund 36 Prozent. Hierbei trugen die Umsatzerlöse der Bereiche Private Markets mit 9,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) und Public Markets mit 9,0 Mio. Euro (Vorjahr: 20,6 Mio. Euro) zum Erfolg bei. Eine Darstellung der Umsatzerlöse des Real Estate-Bereiches wird aufgrund der "Equity"-Bilanzierungsmethode nicht vorgenommen. Neben der Betriebsleistung wurden rund 3,6 Mio. Euro Gewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie 0,4 Mio. Euro Erträge aus Beteiligungen erzielt.

Den Erlösen standen zum Stichtag Aufwendungen für bezogene Leistungen von 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 12,0 Mio. Euro), Personalaufwand von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro), Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere von 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Euro Mio.) gegenüber. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen an Dritte geleistete Provisionsaufwendungen des Segments Public Markets.

Das EBITDA beträgt 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,7 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug zum Stichtag –1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern beträgt –2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang ist vor allem durch die um 6,7 Mio. Euro gestiegenen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere, die um 2,5 Mio. Euro gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 2,3 Mio. Euro und der Erträge aus Beteiligungen um 1,5 Mio. Euro begründet. Das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen konnte dagegen von 1,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,6 Mio. Euro im Berichtsjahr gesteigert werden. Dem Umsatzrückgang von 9,7 Mio. Euro steht ein Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 7,4 Mio. Euro gegenüber.

3. Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt auf, wie sich die Zahlungsströme innerhalb der Berichtsperiode durch Mittelzu- und Mittelabflüsse entwickelten.

Die Finanzmittelbestände zum Jahresende betragen 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 24,7 Mio. Euro). Die Verminderung der Finanzmittel resultiert aus dem Cashflow der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von –6,2 Mio. Euro, dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,4 Mio. Euro und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit von 2,1 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus den im Zuge der im Herbst 2008 stattgefundenen Kapitalerhöhung zugeflossenen Mittel in Höhe von 4,8 Mio. Euro abzüglich gezahlter Dividenden. Es fielen 0,3 Mio. Euro Kapitalerhöhungskosten an. Außerdem wurden Dividenden in Höhe von 2,1 Mio. Euro ausgeschüttet.

4. Vermögenslage

Das langfristige Vermögen des Altira-Konzerns zum 31. Dezember 2008 in Höhe von 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 38,2 Mio. Euro) besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen (21,1 Mio. Euro), Sachanlagen (0,8 Mio. Euro), aktiven latenten Steuern (0,4 Mio. Euro) und immateriellen Vermögenswerten einschließlich des aus der Konsolidierung resultierenden Geschäfts- und Firmenwerts (1,0 Mio. Euro).

Das kurzfristige Vermögen des Konzerns in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 41,3 Mio. Euro) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten (22,9 Mio. Euro), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11,4 Mio. Euro) und im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapiere (3,5 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme hat sich von 79,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2007 auf 61,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008 vermindert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen durch Wertminderungen von Finanzanlagen und Wertpapieren begründet.

Die Eigenkapitalquote beträgt 80,1 Prozent (Vorjahr: 73,0 Prozent). Es bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben.

6. Risikobericht

Entwicklung der Konzerngesellschaften

Der wirtschaftliche Erfolg des Altira-Konzerns wird in erster Linie durch die Entwicklung der Konzerngesellschaften bestimmt. Aufgrund der breiten Aufstellung der Gesellschaft in den verschiedenen Anlageklassen konnte die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen Bereichen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Trotz allem wird der Gesamterfolg natürlich weiterhin nachhaltig durch die jeweiligen Einzelentwicklungen geprägt. Der zukünftige Erfolg der Altira Group wird zudem signifikant durch Investitionen in neue Investmentteams und deren Produkte (Vehikel) bestimmt. Jedes neue Engagement ist in der Regel mit besonderen Chancen, aber auch besonderen Risiken verbunden, da oftmals die zukünftige Entwicklung aufgrund des Mangels an Erfahrungswerten schwer zu prognostizieren ist. Da regelmäßig der Einsatz größerer personeller Ressourcen und Investitionsmittel notwendig ist, besteht gerade beim Eingehen einer Investition das höchste Risiko. Diese Engagements sollen der Gesellschaft ein weiteres starkes Wachstum sichern, können gegebenenfalls aber auch das Ergebnis überdurchschnittlich belasten – dieses umso mehr, da mit dem Wachstum der Altira Group die Investitionsbeträge im Zeitablauf deutlich zugenommen haben.

Kapitalmarktrisiko

Das vermutlich wesentlichste Risiko des Konzerns bzw. der Konzerngesellschaften (mittelbar über ihre Beteiligungen) bei der Erfüllung der Erwartungen der Aktionäre und des Managements hinsichtlich des Erreichens der Wachstumsziele liegt in der Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsumfelds, des allgemeinen Kapitalmarktes sowie insbesondere der Entwicklung derjenigen Teilbereiche, in denen die Altira Group über ihre Investmentteams und über die von diesen initiierten Anlageprodukten (Vehikel) vertreten ist.

Ein wesentlicher Teil des Anlagevermögens der Altira Group ist in von konzernzugehörigen Unternehmen initiierten, börsennotierten Vehikel investiert, sodass eine negative Aktienkursentwicklung der betroffenen Wertpapiere unmittelbaren negativen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft hat.

Ferner stehen einzelne Umsätze des Konzerns in direktem Zusammenhang mit der Wertentwicklung der verwalteten oder beratenen Investitionsvehikel, da die sogenannten gewinnabhängigen Vergütungen im Regelfall nur bei einer absolut positiven Wertentwicklung (bei gleichzeitiger Erreichung von historischen Höchstwerten, der so genannten "High Water Mark") gezahlt werden und demnach auch für längere Zeit komplett ausfallen können.

Da Altira über ihre Mehrheitsbeteiligungen Management-Entgelte u.a. aus börsennotierten Investmentvehikeln erhält, ist bei einem negativen Kapitalmarktumfeld für die entsprechenden Vehikel unter Umständen für einen längeren Zeitraum kein Wachstum möglich, sodass sich auch die Einnahmen der Altira Group im Folgenden nicht positiv entwickeln würden.

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass das zukünftige Konzernergebnis auf verschiedene Arten signifikant und kumulativ negativ von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängen kann.

Produktrisiko

Neben dem allgemeinen Kapitalmarktrisiko, von dem im Grunde alle Altira-Gesellschaften abhängig sind, ist jeder einzelne Geschäftsbereich zudem von der relativen Wertentwicklung seiner Produkte im Vergleich zum Wettbewerb und dem Zugang zu potenziellen Investoren abhängig. Bei einer negativen relativen Entwicklung eines Produktes besteht ein hohes Risiko, dass sich die Volumina in diesem Produkt deutlich negativ entwickeln und das Produkt damit gegebenenfalls vom Markt genommen werden muss. Da die Altira Group als Asset Manager ihre Einnahmen aus den ihr anvertrauten Assets erhält, kann dies somit zu signifikanten Einnahmeausfällen führen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Produkten, die die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können, in Einzelfällen auch Haftungsrisiken entstehen können.

Besonderes Marktrisiko

Das Management der Altira Group ist bemüht, Produkte in Märkten mit besonderen Chancen zu initiieren, deren Wertentwicklungspotenziale auf Ineffizienzen in diesen Märkten beruhen. Beispiele hierfür sind etwa die Investitionen in Klimaschutzprojekte in China und Indien (ecolutions) oder Private Equity-Investments in Afrika (ADC African Development Corporation). Diese wie auch andere wesentliche Geschäftstätigkeiten der Altira Group finden somit in Ländern und Märkten statt, die unkalkulierbaren Risiken wie etwa dem Risiko der politischen Instabilität unterliegen. Für die getätigten Investments in Sub-Sahara Afrika wurde das Risiko der politischen Instabilität sowie weitere nicht-operationelle Risiken bei der Mutural Investment Guarantee Agency ("MIGA"), ein Tochterunternehmen der Weltbank, mit Vertrag vom 5. Februar 2009 weitgehend abgesichert.

Das Management der Altira Group geht in diesen Märkten davon aus, dass es langfristige Wachstumsmöglichkeiten gibt, die sich jedoch unter Umständen nicht realisieren lassen. Die getätigten Investitionen könnten damit einem Totalverlust ausgesetzt sein und die Altira Group würde neben ihrem eigenen Investment in das jeweilige Produkt auch die Einnahmen aus der Verwaltung desselbigen verlieren sowie Reputationsrisiken erleiden.

Abhängigkeit der Gesellschaft von Schlüsselpersonen

Das erfolgreiche Management der Konzerngesellschaften ist in hohem Maße von einigen Schlüsselpersonen abhängig. Überdurchschnittliches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk bilden gerade im Asset Management die Grundlage des Erfolges. Das Kern-Team der Gesellschaft, das die Geschäftstätigkeit in vielen Jahren aufgebaut hat, verfügt über dieses erforderliche Know-how sowie das für den Geschäftserfolg benötigte Beziehungsnetzwerk. Somit hängt der zukünftige Erfolg der Altira Group wesentlich von diesen Personen ab.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko der Geschäftstätigkeit der Konzernmuttergesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die zeitnahe Verfügbarkeit aussagekräftiger Informationen zu den Konzerngesellschaften und den verwalteten Produkten, um unerwartete mögliche Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Durch die Implementierung eines adäquaten Controllingsystems hat der Vorstand diesem Risiko vorgebeugt. Vielfältige operationelle Risiken entstehen zudem in den einzelnen Konzerngesellschaften, die eigenständig in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig sind. Ferner bestehen wesentliche Risiken aus der Unsicherheit im Hinblick auf steuerliche Rahmenbedingungen, da für zahlreiche relevante Steuergesetze Veränderungen in der Verwaltungspraxis diskutiert werden. So wurden in den letzten Jahren etwa verschiedene Gerichtsverfahren im Bereich der Umsatzsteuer geführt, deren Ergebnisse sich im für die Altira Group ungünstigen Falle deutlich negativ auf die Ertragslage auswirken können.

Auch im Bereich der Körperschaft- und Gewerbesteuer sind in den nächsten Jahren einige Urteile zu erwarten, die unter Umständen negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben könnten. Problematisch ist hierbei insbesondere die potenzielle zeitliche Rückwirkung dieser möglichen Änderungen, da es nicht immer um Gesetzesänderungen, sondern teilweise auch um die Interpretation bestehender Gesetze geht.

Durch die mittlerweile gewonnene Größe und Kapitalstärke des Konzerns stehen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um die genannten Chancen und Risiken direkt zu adressieren und entsprechend davon zu profitieren bzw. die Risiken bestmöglich zu vermeiden. Auch unter Berücksichtigung der Risiken, denen der Altira-Konzern ausgesetzt ist, ist der Vorstand zuversichtlich, dass sich die Altira Group langfristig weiter positiv entwickeln wird.

Risikomanagement

Das Risikomanagement des Altira-Konzerns identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.

Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:

1. Strategische Risiken

  • Entwicklung des Kapitalmarktumfelds als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe
  • Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber
  • Human Resources

2. Finanzielle Risiken

  • Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikel)
  • Liquiditätsrisiko
  • Rechtliche Risiken
  • Risiken aus Änderungen des Steuerrechts

3. Operative Risiken

  • Finanzbuchhaltung und Controlling
  • Zahlungsflüsse
  • IT-Sicherheit

Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder die Früherkennung von Risiken, Information und Kommunikation sowie die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.

Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfelds sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira Group in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften. So wurden im Geschäftsjahr 2008 zur Absicherung von Markt- und Währungsrisiken in Aktienmärkten, die erhöhten Schwankungen ausgesetzt sind – insbesondere in Schwellenländern – Indexfutures verkauft und Währungsterminverkäufe getätigt. Des Weiteren wurden zeitweise Hebelzertifikate zur Absicherung im Publikumsfondsbereich eingesetzt.

7. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Vorstand plant, die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auch in den kommenden Jahren weiter deutlich auszubauen. Das Wachstum wird hierbei generell über sämtliche Geschäftsbereiche angestrebt. Erfahrungsgemäß verhält sich die Finanzbranche jedoch zyklisch, sodass sich das Wachstum letztendlich auf einzelne Bereiche konzentrieren wird, für die der Markt in dem jeweiligen Zeitraum aufnahmebereit ist.

Im Bereich Public Markets dominiert aufgrund der Finanzkrise und dem Einbruch des Aktienmarktes im Jahr 2008 die Nervosität an den Kapitalmärkten sowie die Frustration vieler Anleger, sodass das allgemeine Aktienfondsgeschäft marktseitig vor schwierigen Jahren stehen dürfte. Neben diesem generellen Kapitalmarktrisiko bieten aber aktuell auch Sondersituationen besondere Chancen. So ist etwa der Markt für private Altersversorgung nach wie vor einer der großen Wachstumsmärkte in Deutschland, da sich die Bevölkerung nicht mehr allein auf die staatliche Rente verlassen möchte. Der Anteil der privaten und betrieblichen Altersvorsorge sollte somit in den nächsten Jahren deutlich steigen und damit dem Asset Management-Markt weitere Liquidität zuführen. Profiteur innerhalb der Altira Group ist hier besonders das Investmentteam Patriarch, welches mit Dachfonds-Produkten auf den Markt der privaten Vermögensbildung und Altersvorsorge abzielt.

Unabhängig von dem oben angeführten Kapitalmarktrisiko entstehen regelmäßig neue Anlageklassen bzw. wachsen einige Anlageklassen deutlich schneller als der Marktdurchschnitt. Gerade im Bereich "Zukunftsmärkte" möchte die Altira Group von einem solchen überdurchschnittlichen Wachstumspotenzial profitieren. Aus diesen Überlegungen heraus ist die Altira Group z.B. in den Markt der Klimaschutzinvestments und Private Equity-Investitionen in Afrika eingestiegen. Nach dem erfolgreichen Aufbau dieser Investmentteams sind wir aktuell in weiteren Investitionsphasen. Daher ist bei den Vehikeln dieser Investmentteams geplant, neue Investitionsmittel einzuwerben und somit auch die Assets under Management der Altira Group zu steigern.

Generell ist insbesondere für unsere Investitionsansätze in den "Zukunftsmärkten" großes Interesse am Markt zu erkennen. Jede einzelne Fundraising-Bemühung ist jedoch auch von der Marktstimmung zum Zeitpunkt des Fundraisings sowie von der Konkurrenzsituation und anderen Faktoren abhängig. Es besteht somit das Risiko, dass die Wachstumsziele insbesondere aufgrund der gegenwärtigen Kapitalmarktsituation nicht erreicht werden können. Mittelfristig besteht zudem bei diesen Strategien – wie grundsätzlich bei allen Assetklassen – das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen für Investitionen, also etwa das Preisniveau oder die Verfügbarkeit von Investitionsopportunitäten, weiter negativ verändern und damit ebenfalls das Wachstum beschränkt oder gänzlich unmöglich ist.

Die langfristig erfolgreiche Arbeit im Bereich der Investitionen in Projekte, die Klimaschutzzertifikate generieren, ist zudem konditional mit dem Abschluss einer Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll verbunden. Ferner besteht insbesondere in Afrika aber auch in Asien eine Abhängigkeit von der jeweiligen politischen Situation.

Dem Vorstand der Altira sind diese Risiken bewusst – aufgrund der hervorragenden Chancen in diesen Märkten ergibt sich aus Sicht der Gesellschaft jedoch nichts desto trotz ein sehr attraktives Chance-Risiken-Profil. Alles in allem erwartet der Vorstand gerade in den "Zukunftsmärkten" in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der verwalteten Anlagegelder und der damit verbundenen Umsätze aus Management-Entgelte.

Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Investitionsstrategien konzentriert sich der Vorstand auf die Wahrnehmung von akquisitorischen Opportunitäten. Verschiedene Optionen werden aktuell geprüft und könnten gegebenenfalls im Jahr 2009 zu weiterem Wachstum beitragen. Insbesondere aufgrund des hohen Bestands an liquiden Mitteln und des stark zurückgegangen Preisniveaus ist die Altira Group diesbezüglich hervorragend positioniert.

Zusammenfassend sieht der Vorstand die Altira Group unter Abwägung aller Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung auf einem guten Weg, auf Sicht von drei bis fünf Jahren durch organisches Wachstum sowie durch Akquisitionen zu einem der größten unabhängigen deutschen Asset Manager zu wachsen.

8. Abhängigkeitsbericht

Die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH mit Sitz in Wiesau ist mit mehr als 50 Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt.

Der Vorstand hat daher für das Geschäftsjahr 2008 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands:

"Die Gesellschaft wurde durch Verträge mit dem herrschenden Unternehmen oder diesem verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt."

Frankfurt am Main, im Mai 2009 Michael Rieder Peter Brumm Andreas Lange Christian Angermayer

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 51

Segmentberichterstattung 52

Konzernbilanz 54

Konzern-Kapitalflussrechnung 56

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 58

Anhang zum Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft 60

Anlagespiegel 2008 94

Anlagespiegel 2007 96

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2008 98

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 99

KOnzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2008 2007
Umsatzerlöse 6.1 17.975 27.726
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen 6.2 7.131 6.612
Sonstige betriebliche Erträge 6.3 3.569 5.941
Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen 6.4 – 3.539 –5.169
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.5 – 4.590 –11.970
Personalaufwand 6.6 –7.685 –7.185
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.7 –7.679 – 5.197
Erträge aus Beteiligungen 6.8 363 1.902
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere 6.9 –7.543 – 876
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
6.10 – 319 –261
Betriebsergebnis –2.317 11.523
Zinsen und ähnliche Erträge 6.11 1.244 875
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 91 –65
Ergebnis vor Steuern –1.164 12.333
Steuern 6.12 –1.127 – 2.702
Ergebnis nach Steuern –2.291 9.631
Anteile von Minderheitsgesellschaftern –106 – 43
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens
zustehendes Ergebnis
–2.397 9.588
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie
in EUR
8.3 –0,56 2,39

Segmentberichterstattung

in TEUR 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 Umsatzerlöse 0 0 8.969 7.165 9.006 20.561 0 0 17.975 27.726 Umlagen an das Segment Holding 2.829 2.653 – 987 –765 –1.710 –1.796 –132 –92 0 0 Umlagen an das Segment Public Markets 0 0 –230 0 230 0 0 0 0 0 Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen 7.016 5.591 0 968 115 53 0 0 7.131 6.612 Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen 2.050 4.833 38 0 517 595 0 0 2.605 5.428 Übrige sonstige betriebliche Erträge 330 355 256 53 379 105 0 0 965 513 Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen – 3.400 – 4.082 0 –1.003 –139 – 84 0 0 –3.539 –5.169 Aufwendungen für bezogene Leistungen – 278 0 –627 – 972 – 3.685 –10.998 0 0 – 4.590 –11.970 Personalaufwand –2.999 – 3.396 –3.402 –1.941 –1.284 –1.848 0 0 –7.685 –7.185 Sonstige betriebliche Aufwendungen –3.408 –1.665 –2.161 –1.255 –1.995 – 2.187 –115 – 90 –7.679 – 5.197 Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen –1.445 –162 0 0 0 0 1.805 1.761 360 1.599 Laufende Erträge aus Beteiligungen 2 180 0 0 1 2 0 121 3 303 EBITDA 697 4.307 1.856 2.250 1.435 4.403 1.558 1.700 5.546 12.660 Abschreibungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen –5.871 – 765 –32 –11 –1.640 –100 0 0 –7.543 –876 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – 86 – 57 – 66 – 25 –168 –179 0 0 – 320 –261 EBIT –5.260 3.485 1.758 2.214 –373 4.124 1.558 1.700 –2.317 11.523 Zinsen und ähnliche Erträge 714 480 294 244 227 151 9 0 1.244 875 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3 –14 – 91 –9 –3 –27 0 –15 –91 – 65 EBT – 4.543 3.951 1.961 2.449 –149 4.248 1.567 1.685 –1.164 12.333 Ertragsteuern 96 100 –808 –1.004 – 408 –1.798 –7 0 –1.127 –2.702 Ergebnis – 4.447 4.051 1.153 1.445 –557 2.450 1.560 1.685 –2.291 9.631 Anteile von Minderheitsgesellschaftern 0 5 –120 – 49 –18 –2 32 3 –106 – 43 Ergebnis nach Minderheiten – 4.447 4.056 1.033 1.396 –575 2.448 1.592 1.688 –2.397 9.588 Anteile an assoziierten Unternehmen 14 836 0 0 0 0 3.001 2.827 3.015 3.663 Gesamtsegmentvermögen 42.249 52.306 4.531 7.666 9.996 16.661 4.646 2.857 61.422 79.490

Holding Private Markets Public Markets Real Estate Gesamt

Private Markets Public Markets Real Estate Gesamt
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
8.969 7.165 9.006 20.561 0 0 17.975 27.726
–987 –765 –1.710 –1.796 –132 – 92 0 0
–230 0 230 0 0 0 0 0
0 968 115 53 0 0 7.131 6.612
38 0 517 595 0 0 2.605 5.428
256
0
53
–1.003
379
–139
105
– 84
0
0
0
0
965
–3.539
513
–5.169
–627 – 972 – 3.685 –10.998 0 0 – 4.590 –11.970
–3.402 –1.941 –1.284 –1.848 0 0 –7.685 –7.185
–2.161 –1.255 –1.995 –2.187 –115 – 90 –7.679 –5.197
0 0 0 0 1.805 1.761 360 1.599
0 0 1 2 0 121 3 303
1.856 2.250 1.435 4.403 1.558 1.700 5.546 12.660
–32 –11 –1.640 –100 0 0 –7.543 – 876
–66 –25 –168 –179 0 0 – 320 –261
1.758 2.214 –373 4.124 1.558 1.700 –2.317 11.523
294 244 227 151 9 0 1.244
– 91 – 9 –3 – 27 0 –15 – 91
1.961 2.449 –149 4.248 1.567 1.685 –1.164 12.333
–808 –1.004 – 408 –1.798 –7 0 –1.127 –2.702
1.153 1.445 –557 2.450 1.560 1.685 –2.291 9.631
–120 – 49 –18 – 2 32 3 –106
1.033 1.396 –575 2.448 1.592 1.688 –2.397 9.588
0 0 0 0 3.001 2.827 3.015 3.663
4.531 7.666 9.996 16.661 4.646 2.857 61.422 79.490

Konzernbilanz

Aktiva

in TEUR Anhang 31.12.2008 31.12.2007
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
inkl. Geschäfts- oder Firmenwert 7.1 / 7.2 1.047 1.199
Sachanlagen 7.1 789 506
Finanzanlagen 7.3 21.130 35.826
Latente Steuern 7.4 366 699
Langfristiges Vermögen, gesamt 23.332 38.230
Kurzfristiges Vermögen
Wertpapiere 7.5 3.478 5.572
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.6 3.220 5.158
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.6 914 272
Sonstige Vermögenswerte 7.6 7.338 5.521
Guthaben bei Kreditinstituten 7.7 22.877 24.737
Kurzfristiges Vermögen, gesamt 37.827 41.260
Bilanzsumme 61.159 79.490

Passiva

Anhang 31.12.2008 31.12.2007
7.8 4.539 4.239
7.8 34.597 30.362
7.8 16.154 20.690
7.8 – 6.403 2.754
48.887 58.045
–7
49.004 58.038
7.4 268 365
268 365
7.9 1.420 4.218
7.9 6.256 8.485
7.10 6 206
7.10 2.100 5.188
7.10 2.105 2.990
11.887 21.087
79.490
7.8 117
61.159

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

in TEUR Anhang 2008 2007
1. Konzernergebnis vor Minderheiten – 2.291 9.631
2. abzüglich Erlösen aus dem Verkauf
von Wertpapieren und Finanzanlagen
6.2 – 7.131 –6.612
3. + Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere
6.9 7.544 876
4. + Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
6.10 319 261
5. Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen 6.3 – 2.606 –5.428
6. – /+ Ergebnis aus der Beteiligung an
assoziierten Unternehmen
6.8 –360 –1.599
7. + Buchwertabgang von Wertpapieren
und Finanzanlagen
6.4 3.539 5.169
8. + Veränderung der Neubewertungsrücklage
aus Rückstellungen
7.8 741 505
9. +/– Sonstige zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
1.719 –201
10. +/– Zunahme /Abnahme der Rückstellungen 7.9 – 5.027 4.342
11. – /+ Zunahme /Abnahme von Forderungen
und sonstigen Aktiva
7.6 /7.4 – 521 – 4.156
12. + Umgliederung verliehener Wertpapiere
in Forderungen
2.000 0
13. +/– Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten
und sonstiger Passiva
7.10 – 4.173 2.550
14. = Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit –6.247 5.338
15. Auszahlungen für Investitionen in
das Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögensgegenstände
Anlage
spiegel
– 736 – 326
16. Auszahlungen für den Erwerb von
Tochtergesellschaften
Anlage
spiegel
0 – 250
17. Auszahlungen für Investitionen
in Finanzanlagen
Anlage
spiegel
– 2.598 –19.501
18. Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere
des kurzfristigen Vermögens
7.5 –2.036 –4.704
19. + Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapiere
und Finanzanlagen
6.2 7.131 6.612
20. + Einzahlung aus Kaufpreisrückerstattung assoziierte
Unternehmen
365 0
21. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 2.126 –18.169

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

in TEUR Anhang 2008 2007
22. + Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen 7.8 4.800 30.324
23. Auszahlungen für Kapitalerhöhungen
(Kosten der Kapitalerhöhung)
7.8 – 265 – 916
24. Ausschüttungen – 2.119 0
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.416 29.408
26. Zahlungswirksame Veränderungen des
Finanzmittelbestands
(Summe der Zeilen 14, 21 und 25)
–1.705 16.577
27. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds
3. –155 21
28. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 24.737 8.139
29. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.7/ 8.1 22.877 24.737

Konzern-eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital-
4.239 30.362
300 4.500
–265
4.539 34.597
3.479 1.714
760 29.564
– 916
4.239 30.362
Kapital rücklage
Eigenkapital
gesamt
Minderheiten-
anteile
Den Aktio-
nären der Ge-
sellschaft zu
zurechnende
Eigenkapital
bestandteile
Auf die
Aktionäre der
Gesellschaft
entfallendes
Jahres-
ergebnis
Währungs-
differenz
Gewinn-
rücklage
Neu-
bewertung
von
Finanz-
instrumenten
58.038 –7 58.045 0 1 20.689 2.754
4.800 4.800
– 265 – 265
– 9.157 –9.157 –9.157
– 2.119 –2.119 –2.119
– 20 – 20 –20
– 2.291 106 – 2.397 – 2.397
18 18
49.004 117 48.887 –2.397 –19 18.570 –6.403
22.003 125 21.878 0 0 11.101 5.584
30.324 30.324
–916 – 916
– 2.830 – 2.830 –2.830
1 1 1
9.631 43 9.588 9.588
–175 –175
58.038 –7 58.045 9.588 1 11.101 2.754

Anhang zum Konzernabschluss der Altira Aktiengesellschaft

nach International Financial Reporting Standards (IFRS) zum 31. Dezember 2008

1. Angaben zum Unternehmen

Der Sitz der Altira Aktiengesellschaft (im Nachfolgenden "Altira AG" oder "Gesellschaft" genannt) befindet sich in Frankfurt am Main, Grüneburgweg 18.

Die Altira AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Frankfurt am Main unter der Nummer HR-B 58865 eingetragen.

Der satzungsmäßige Geschäftsgegenstand der Altira AG ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen oder von Beteiligungen aller Art, soweit hierfür keine besonderen gesetzlichen Erlaubnisse benötigt werden. Die Unternehmen des Altira-Konzerns verwalten für institutionelle Investoren Gelder in den Geschäftsbereichen Private Markets, Public Markets und Real Estate.

Die Altira AG ist am Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Einbeziehung in den Entry Standard notiert.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss der Altira AG zum 31. Dezember 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden alle für den Erstellungszeitraum verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC) beachtet.

Das IASB und das IFRIC haben – gegenüber dem Abschluss zum 31. Dezember 2007 – eine Reihe von Änderungen bei bestehenden Standards sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die seit dem 1. Januar 2008 verpflichtend anzuwenden sind. Dies betrifft im Einzelnen die folgenden Standards:

  • IFRS 7, IAS 39 Änderungen zur Umklassifizierung von Finanzinstrumenten
  • IAS 29 (R) Rechnungslegung in Hochinflationsländern
  • IFRIC 11, IFRS 2 –Transaktionen unter Verwendung eigener Aktien oder von Aktien, die von anderen Konzern-Unternehmen emittiert wurden
  • IFRIC 12 –Vereinbarungen von Dienstleistungskonzessionen
  • IFRIC 13 Programme zur Kundenbindung
  • IFRIC 16, IAS 21, IAS 39 Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Aus den geänderten und den neuen IFRS, die seit dem 1. Januar 2008 verpflichtend anzuwenden sind, haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss zum 31. Dezember 2008 ergeben.

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. Dies betrifft im Einzelnen folgende Regelwerke:

  • IFRS 1 (R) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
  • IFRS 2 (R) Anteilsbasierte Vergütungen
  • IFRS 3 (R) Unternehmenszusammenschlüsse
  • IFRS 8 Operative Segmente
  • IAS 1 (R) Darstellung des Abschlusses
  • IAS 23 (R) Fremdkapitalkosten
  • IAS 27 (R) Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS
  • IAS 28 (R) Anteile an assoziierten Unternehmen
  • IAS 31 (R) Anteile an Joint Ventures
  • IAS 32 (R) Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung
  • IAS 39 (R) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
  • IFRIC 14, IAS 19 Obergrenze von Vermögenswerten bei leistungsorientierten Plänen, Mindestfinanzierungsanforderungen und ihre Wechselwirkung
  • IFRIC 15, IAS 11, IAS 18 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien
  • IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer
  • IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden
  • Improvements to IFRSs Änderungen zu Ansatz, Bewertung, Ausweis und redaktionelle Änderungen zu den 20 IFRS-Standards

Die Regelungen des IFRS 8 werden im vorliegenden Abschluss angewendet. Von der Möglichkeit, weitere Standards und Interpretationen vorzeitig anzuwenden, die am 31. Dezember 2008 verabschiedet worden sind, wird im vorliegenden Abschluss kein Gebrauch gemacht.

Aus der künftigen Anwendung der neuen Standards und Interpretationen werden – bis auf Änderungen in der Darstellung der gegebenen Informationen – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss erwartet.

Die Altira AG ist kein Mutterunternehmen im Sinne des § 315a Absatz 1 oder 2 HGB, das zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS verpflichtet ist. Die Altira AG stellt den IFRS-Konzernabschluss freiwillig gemäß § 315a Absatz 3 HGB auf. Die ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften werden berücksichtigt.

Neben den im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine darüber hinausgehenden Ansprüche oder Verpflichtungen gegenüber Dritten.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die offen gelegten Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von diesen Einschätzungen bzw. Annahmen abweichen.

Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der Altira AG sowie der von ihr beherrschten Tochtergesellschaften nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde von der Gesellschaft aufgestellt und am 7. Mai 2009 dem Aufsichtsrat übersandt. Nach der Aufsichtsratssitzung am 15. Mai 2009 hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrats abgegeben. Mit Billigung durch den Aufsichtsrat wurde der Jahresabschluss zur Veröffentlichung freigegeben.

3. Konsolidierungskreis

Die Tochtergesellschaften, auf die die Muttergesellschaft einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, werden gemäß IAS 27 in den Konsolidierungskreis einbezogen. Beherrschung ist nach IAS 27.4 die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Dies kann vermutet werden, wenn das Mutterunternehmen entweder direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält.

Unternehmenskäufe werden nach der Erwerbsmethode ("purchase method") gemäß IFRS 3 bilanziert, d.h. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden mit ihren Fair Values im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Unterschiedsbeträge ergeben sich als Differenz zwischen Anschaffungskosten des Unternehmenskaufes und dem Anteil des Erwerbers an den Fair Values der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Unterschiedsbetrag wird gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird gegebenenfalls sofort erfolgswirksam erfasst.

Den Jahresabschlüssen der in den Altira AG Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Für die Aufstellung des Anteilsbesitzes mit Nennung aller vollkonsolidierten Unternehmen verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

Am 11. Februar 2008 hat die Altira AG die Altira ADC Management GmbH (vormals ADC African Development Management GmbH), Frankfurt am Main, sowie am 21. Juli 2008 die Altira TIG Management GmbH (vormals Themis Management GmbH), Frankfurt am Main, neu gegründet. Im Zuge der Gründung hat die Altira AG jeweils TEUR 25 in das Eigenkapital dieser Gesellschaften eingezahlt.

Die Altira ADC Management GmbH weist im Berichtsjahr Umsatzerlöse von TEUR 449 und ein Ergebnis von TEUR –281 aus, die Altira TIG Management GmbH hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 510 und ein Ergebnis von TEUR 172 erwirtschaftet.

Mit Vertrag vom 24. September 2008 hat die Altira AG ihre Beteiligung in Höhe 51,0 Prozent an der CAESAR Special Opportunities Management S.à r.l.,Luxembourg, veräussert. Die CEASAR Special Opportunities Management S.à r.l. ist daher aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aus der Entkonsolidierung resultiert ein Entkonsolidierungsergebnis von TEUR 49.

Die CAESAR Special Opportunities Management S.à r.l., Luxembourg, hat im Berichtsjahr bis zum Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis ein Ergebnis von TEUR –9 bei Umsatzerlösen von TEUR 388 erwirtschaftet.

Im Vorjahr hat die CAESAR Special Opportunities Management S.à r.l. ein Ergebnis von TEUR –10 bei Umsatzerlösen von TEUR 330 erwirtschaftet.

Darüber hinaus hat die Altira AG mit Wirkung zum 1. Januar 2008 ihre Beteiligung an der VCH Financial Services GmbH veräussert. Das Entkonsolidierungsergebnis des Teilkonzerns VCH Financial Services GmbH beträgt TEUR 0. Der Teilkonzern VCH Financial Services GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis von TEUR –138 bei Umsatzerlösen von TEUR 167 erzielt.

Die Heliad AG hat ihren Sitz in Zürich, Schweiz. Die übrigen Tochterunternehmen haben ihren Sitz im Inland.

Die SophistiCapital AG wird wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Altira AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag.

4. Assoziierte Unternehmen

Grundsätzlich werden die Anteile an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bilanziert. Das assoziierte Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern maßgeblichen Einfluss hat und das weder eine Tochter noch ein Joint Venture des Anteilseigners ist. Grundlage für die Bilanzierung nach der "Equity"-Methode ist der Abschluss des assoziierten Unternehmens, der unter Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt wurde.

Die Beteiligungen an der R-QUADRAT Immobilien GmbH, Wien, an der CAESAR Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main, und die im Berichtsjahr erworbene Beteiligung an der Clearsight Investments AG, Zürich, wurden als assoziierte Unternehmen nach der "Equity"-Methode bewertet.

Mit Eintragung in das Handelsregister vom 20. Oktober 2008 war die CAESAR Industrial Technologies S.à.r.l. & Co. KGaA in eine GmbH mit der Firma CAESAR Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main, umgewandelt worden.

Auf einen Ansatz der Beteiligungen an der Seyes GmbH, Bayreuth und der Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, nach der "Equity"-Methode wurde wegen ihrer untergeordneten Bedeutung verzichtet.

Darüber hinaus bestanden keine Beteiligungen, die nach der "Equity"-Methode zu bilanzieren waren.

in TEUR Vermögen Verbindlich-
keiten
Umsatz-
erlöse
Jahres
ergebnis
31.12.2008 31.12.2008 2008 2008
R-QUADRAT Immobilien GmbH, Wien1 20.363 7.030 1.075 614
Clearsight Investments AG, Zürich 105 67 196 –  28
20.468 7.097 1.271 586

1) Vorläufiger Jahresabschluss

Ein Jahresabschluss der CAESAR Industrial Technologies GmbH, zum 31. Dezember 2008 liegt nicht vor.

5. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Gegebenenfalls eintretende Wertminderungen werden erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich bei Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Vorschriften von IFRS 3 als Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über den erworbenen Anteil am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens. Die Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getestet und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere, die Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Beteiligungen ausgewiesen.

Die dem langfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden nach IAS 39 den Bewertungskategorien "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value through Profit or loss" zugeordnet.

Die Bestände der der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value trough Profit or loss" zugehörenden Wertpapiere werden im Rahmen der Anlagestrategie des Altira-Konzerns auf Basis der Fair Value-Entwicklung der einzelnen Wertpapiere gesteuert.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bewertet.

Die Beteiligungen werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" geführt.

Die der Bewertung der Wertpapierbestände zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen.

Die Wertänderungen der als "finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value trough Profit or loss" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung in den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere" erfasst. Im Berichtsjahr ergaben sich Zuschreibungen in Höhe von TEUR 2.050 (Vorjahr: TEUR 4.782) und Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.848 (Vorjahr: TEUR 211).

Vermögensgewinne und -verluste aus der Bewertung zum Fair Value von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Im Berichtsjahr ergaben sich Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.179 (Vorjahr: TEUR 1.316).

Wenn für nicht börsennotierte Beteiligungen im Einzelfall ein Fair Value nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden diese hilfsweise zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wertansatz zum Tragen kommt (IAS 39.46c). Die Anschaffungskosten werden mit dem Preis zum Erfüllungstag ermittelt. Bei Veräußerung oder bei Feststellung einer nachhaltigen Wertminderung wird der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung bzw. Aufwand aus der Wertberichtigung in das Jahresergebnis einbezogen.

Ausleihungen, für die keine feste Fälligkeit vereinbart ist, werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten Konzept bilanziert, wonach sie auf alle Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert gebildet werden. Grundlage für die Berechnungen der latenten Steuern sind die aktuellen Steuersätze, die für den Zeitraum gelten, in dem sich zeitliche Unterschiede voraussichtlich ausgleichen.

Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Wertpapiere

Die dem kurzfristigen Vermögen zugeordneten Wertpapiere werden der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen bewertet (Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten).

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Rückstellungen

Steuerschulden und Rückstellungen werden gemäß IAS 37 passiviert, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus einem Ereignis der Vergangenheit bestehen, die mit einem wahrscheinlichen Ressourcenabfluss verbunden sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erträge und Aufwendungen

Umsätze werden erfasst, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen. Erträge aus laufenden Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung realisiert, zeitabhängige Vergütungen werden zeitanteilig vereinnahmt.

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen die aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte realisierten Erlöse. Der Buchwertabgang von Wertpapieren und Finanzanlagen betrifft den bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte bestehenden Buchwert.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden auch die Erträge aus der Aufwertung von Wertpapieren und Finanzanlagen gezeigt. Die der Neubewertung der Wertpapiere und Finanzanlagen zugrunde liegenden Fair Values ergeben sich aus den am Stichtag notierten Börsenkursen oder zeitnah zum Stichtag erfolgten Transaktionen.

Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden sowohl die laufenden Erträge aus Dividendeneinnahmen als auch das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach IAS 28 ausgewiesen. Für eine Aufteilung der Erträge aus Beteiligungen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende und latente Steuern.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Kurs, der am Tag des Geschäftsvorfalls gültig war, in Euro umgerechnet.

Die am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögenswerte und Schulden der Heliad Management AG, Oberwil bei Zug, Schweiz, werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. In Schweizer Franken ausgewiesene Aufwendungen und Erträge werden zum Durchschnittskurs in die Darstellungswährung Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Wesentliche Annahmen und Schätzungen

Die im Konzernabschluss berücksichtigten Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests sowie auf Ansatz und Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.

Wesentliche Anpassungen der ausgewiesenen Vermögenswerte und Rückstellungen könnten im folgenden Geschäftsjahr bei folgenden Posten durch eine Neubewertung erforderlich werden:

in TEUR
Finanzanlagen 21.130
Wertpapiere 3.478
Sonstige Rückstellungen 6.256

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen Provisionserträge, Vergütungen für die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten sowie variable Anlageberatungsvergütungen.

6.2 Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten
des langfristigen Vermögens
Wertpapiere "zur Veräußerung verfügbar" 7.016 2.638
Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten
des kurzfristigen Vermögens
Wertpapiere "zu Handelszwecken gehalten" 115 3.974
7.131 6.612

6.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 2.605 (Vorjahr: TEUR 5.428) Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen zum Fair Value und mit TEUR 965 (Vorjahr: TEUR 513) übrige sonstige betriebliche Erträge.

Die Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren und Finanzanlagen betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Erträge aus der Aufwertung von Finanzinstrumenten
des langfristigen Vermögens
Finanzielle Vermögenswerte
"bewertet zum Fair Value through Profit or loss"
2.050 4.782
Erträge aus der Aufwertung von Finanzinstrumenten
des kurzfristigen Vermögens
Wertpapiere "zu Handelszwecken gehalten" 555 646
2.605 5.428

6.4 Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren

Der Buchwertabgang von Finanzanlagen und Wertpapieren betrifft folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie
"zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
7.771 3.185
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie
"bewertet zum Fair Value mit through Profit or loss"
0 0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens der Kategorie
"zu Handelszwecken gehalten"
139 4.001
Ertragswirksame Auflösung der Neubewertungsrücklage
aus dem Abgang von Wertpapieren
– 4.371 –2.017
3.539 5.169

Die ertragswirksame Auflösung der Neubewertungsrücklage aus dem Abgang von Wertpapieren resultiert aus dem Abgang von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte".

6.5 Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Anlageberatungsvergütungen und Vertriebsprovisionen.

6.6 Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet die Vergütungen der Vorstände und Geschäftsführer der Konzernunternehmen sowie der beschäftigten Mitarbeiter.

Die Arbeitnehmer des Konzerns sind im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufenden Beitragszahlungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst werden. Darüber hinaus bestehen keine Zusagen zur Altersvorsorge.

in TEUR 2008 2007
Löhne und Gehälter 6.854 6.148
Soziale Abgaben 697 372
Sonstiger Personalaufwand 134 665
7.685 7.185

Der sonstige Personalaufwand betrifft die Bildung einer Rückstellung für den zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands, der dann entsteht, wenn die bereits zum 31. Dezember 2008 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden. Außerdem ist im sonstigen Personalaufwand ein Betrag in Höhe von TEUR 103 für Bildung einer Rückstellung für die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen enthalten.

6.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Fremdarbeiten 1.667 1.896
Marketing- und Reisekosten 2.213 1.890
Raumkosten 675 566
Übrige 3.124 845
7.679 5.197

6.8 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 1.599) das Ergebnis aus der Bewertung assoziierter Unternehmen nach der "Equity"-Methode (IAS 28) und mit TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 303) laufende Erträge aus erhaltenen Ausschüttungen.

6.9 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Abschreibungen auf Finanzinstrumente
des langfristigen Vermögens
Finanzielle Vermögenswerte
"bewertet zum Fair Value through Profit or loss"
2.848 211
Abschreibungen auf Finanzinstrumente
des kurzfristigen Vermögens
Wertpapiere "zu Handelszwecken gehalten" 4.695 665
7.543 876

6.10 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

6.11 Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Verzinsung von Bankguthaben. Ein Betrag von TEUR 42 betrifft Zinserträge, die von der CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA für Zurverfügungstellung eines Darlehens vergütet wurden und ein Betrag von TEUR 21 betrifft Zinserträge, die von der TIG Themis Industries Group GmbH & Co. KGaA für Stundung der Verwaltungsgebühren vergütet wurden.

6.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende und latente Steuern. Die laufenden Ertragsteuern entsprechen der erwarteten Steuerschuld, die aus dem zu versteuernden Einkommen aus der laufenden Periode resultiert.

in TEUR 2008 2007
Effektive Steuern 1.239 2.676
Bildung passiver latenter Steuern 878 257
Ertragswirksame Auflösung passiver latenter Steuern – 975 – 231
Ertragswirksame Bildung aktiver latenter Steuern –15 0
1.127 2.702

Die Überleitung von der theoretisch zu erwartenden Steuerbelastung einer Kapitalgesellschaft zum tatsächlich im Konzernabschluss erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2008 2007
Konzernergebnis vor Steuern –1.164 12.333
Theoretischer Steuersatz in Prozent 31,93 40,14
Theoretischer Steueraufwand 0 4.950
Veränderung des theoretischen Steueraufwands auf Grund:
Steuerminderung durch steuerfreie Erträge – 2.454 – 2.459
Steuererhöhung auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 3.581 211
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.127 2.702
Steuerquote in Prozent –96,8 21,90

Der theoretische Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zusammen. Im Zuge der Unternehmenssteuerreform reduziert sich der Körperschaftsteuersatz vom Veranlagungszeitraum 2008 an auf 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags, wobei die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer entfällt und die Gewerbesteuermesszahl auf 3,5 Prozent abgesenkt wird. Bei dem in Frankfurt am Main angewandten Hebesatz von 460 Prozent ergibt sich somit eine steuerliche Belastung von 31,925 Prozent. Dieser Prozentsatz liegt der Ermittlung der latenten Steuern zugrunde.

7. Erläuterungen zur Konzernbilanz

7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Zusammensetzung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt, der eine Anlage zum Konzernanhang darstellt.

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen erworbene Software-Lizenzen.

Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen liegt zwischen 3 und 20 Jahren.

7.2 Geschäfts- oder Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung im Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Aufgrund bestehender Werthaltigkeit waren keine Abschreibungen erforderlich.

Die Abgänge beim Geschäfts- oder Firmenwert betreffen die Entkonsolidierung der CAESAR Special Opportunities Management S.à r.l..

Für die Buchwertentwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts verweisen wir auf den Anlagespiegel, der eine Anlage zum Anhang darstellt.

7.3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.015 3.663
Beteiligungen 135 135
Wertpapiere des langfristigen Vermögens 16.994 32.028
Ausleihungen 986 0
21.130 35.826

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der "Equity"-Methode bewertet. Im Berichtsjahr wurden Zuschreibungen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 1.761) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.366 (Vorjahr: TEUR 162) vorgenommen. Außerdem wurden Erträge aus Dividendenansprüchen und Kaufpreisrückerstattungen in Höhe von TEUR 1.632 erzielt. Damit ergibt sich ein Ergebnis aus der Bewertung der assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 360.

Für die nach der "Equity"-Methode bewerteten Beteiligungen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, die eine Anlage des Anhangs darstellt.

Die unter den Beteiligungen ausgewiesenen Unternehmensanteile werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" geführt. Im Berichtsjahr und im Vorjahr ergaben sich keine Neubewertungen der Beteiligungen.

Die Wertpapiere des langfristigen Vermögens betreffen folgende Bestände:

in TEUR 2008 2007
Wertpapiere "bewertet zum Fair Value mit GuV-Effekt" 14.442 16.525
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte" 2.552 15.503
16.994 32.028

Aus der Bewertung der Wertpapiere der Kategorie "bewertet zum Fair Value through Profit or loss" zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Nettoergebnis von TEUR –798 (Vorjahr: TEUR 4.571).

Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.179 (Vorjahr: TEUR 1.316) aus der Bewertung der Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst.

Aus dem Abgang von Wertpapieren des langfristigen Vermögens ergibt sich folgendes Ergebnis:

in TEUR 2008 2007
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie
"zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" 3.616 1.470
Wertpapiere des langfristigen Vermögens der Kategorie
"bewertet zum Fair Value through Profit or loss" 0 0
3.616 1.470

7.4 Aktive und passive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf die Bildung einer Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands gebildet, die in einer zukünftigen Periode entstehen, wenn die bereits zum 31. Dezember 2008 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden. Es wurde ein Steuersatz von 31,925 Prozent angesetzt.

Die passiven latenten Steuern wurden auf die Wertzuschreibungen der Wertpapiere gebildet.

7.5 Wertpapiere

Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet.

Aus der Bewertung der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Nettoergebnis von TEUR – 4.140 (Vorjahr: TEUR –19).

Aus dem Abgang von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens ergibt sich ein Ergebnis von TEUR –24 (Vorjahr: TEUR –27).

7.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögenswerte betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Darlehen 3.111 2.423
Forderungen aus Vorsteuer 1.531 1.589
Forderungen aus Ertragsteuer 858 254
Geleistete Marginzahlungen 0 281
Übrige 1.838 974
7.338 5.521

7.7 Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen vollständig dem Finanzmittelfonds.

7.8 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in auf den Namen lautende Stammaktien. Bei den Aktien handelt es sich um Stückaktien mit einem Nennwert von je EUR 1,00.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtrates am 17. November 2008 beschlossen, das Grundkapital von TEUR 4.239 unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006 /I um TEUR 300 auf TEUR 4.539 zu erhöhen.

Die Kapitalerhöhung wurde erfolgreich platziert und am 26. November 2008 ins Handelsregister eingetragen.

Die Anzahl der Stückaktien erhöhte sich durch diese Kapitalerhöhungen von 4.238.670 Stück um 300.000 Stück auf 4.538.670 Stück.

Das bis zum 30. September 2011 genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2006 /I) beträgt zum 31. Dezember 2008 TEUR 1.059.

Von der Möglichkeit, das Grundkapital bedingt bis zu TEUR 2.119 (Bedingtes Kapital 2007/I) zu erhöhen, hat die Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Der Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr TEUR 4.500 zugeführt. Ein Betrag in Höhe von TEUR 265 für Kosten der Eigenkapitalbeschaffung wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage beinhaltet die erfolgsneutral berücksichtigten Wertänderungen der der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte sowie alle in Zusammenhang mit der Bewertung dieser Vermögenswerte vorgenommenen Anpassungen von latenten Steuern und Rückstellungen.

Im Berichtsjahr wurde die Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch des Vorstands aus zum Bilanzstichtag vorgenommenen Zuschreibungen auf Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" um einen Betrag von TEUR 741 erfolgsneutral aufgelöst, woraus eine Erhöhung der Neubewertungsrücklage in gleicher Höhe resultiert. Die auf diese Rückstellung gebildeten aktiven latenten Steuern wurden erfolgsneutral um einen Betrag von TEUR 348 reduziert, woraus sich eine Minderung der Neubewertungsrücklage in dieser Höhe ergibt.

Aus dem Abgang von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" resultiert eine Verminderung der Neubewertungsrücklage um TEUR 4.371. Aus der Wertminderung des Bestands der Wertpapiere dieser Kategorie zum Bilanzstichtag resultiert eine Verminderung der Neubewertungsrücklage um TEUR 5.179.

Minderheitenanteile

An folgenden Konzernunternehmen sind fremde Anteilseigner beteiligt:

Beteiligung Anteil
Minderheiten
am Kapital
in %
Altira CFC Management GmbH 25,00
Greenland Management GmbH 49,80
VCH Vermögensverwaltung AG 25,50

7.9 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die erwarteten Zahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 01.01.2008 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2008
Bonus 5.179 3.267 246 838 2.504
Rückstellung für zukünftigen
Bonusanspruch des
Vorstands 1.753 0 710 0 1.043
Sonstige Personal
rückstellungen 97 97 0 200 200
Jahresabschluss und Prüfung 133 116 8 197 206
Rückstellung für Ansprüche
aus anteilsbasierter
Vergütung 0 0 0 103 103
Sonstige 1.323 138 0 1.015 2.200
8.485 3.618 964 2.353 6.256

Die Rückstellung für Bonus betrifft im Wesentlichen den vertraglichen Anspruch des Vorstands auf die Auszahlung der erfolgsabhängigen Tantieme, die sich nach dem nach HGB berechneten Konzernergebnis bemisst.

Die Rückstellung für zukünftigen Bonusanspruch betrifft solche zukünftigen Tantieme-Ansprüche des Vorstands, die in einer zukünftigen Periode entstehen, wenn die bereits zum 31. Dezember 2008 nach IFRS berücksichtigten Wertzuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden.

7.10 Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und werden jeweils zum Nominalbetrag bzw. in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Vertriebsprovisionen und Subberaterverträgen des Segments Public Markets.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen folgende Posten:

in TEUR 2008 2007
Mietzuschuss 556 635
Abzuführende Umsatzsteuer 297 766
Lohn- und Kirchensteuer 133 125
Vereinnahmte Verwaltungsvergütung 110 188
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7 18
Kaufpreisverbindlichkeit 0 1.021
Übrige 1.002 237
2.105 2.990

Die im Vorjahr ausgewiesene Kaufpreisverbindlichkeit betraf den Erwerb eines Geschäftsanteils an der R-QUADRAT Immobilien GmbH, Wien.

Die vereinnahmten Verwaltungsvergütungen betreffen bereits vereinnahmte Verwaltungsvergütungen für das Jahr 2009 des Segments Public Markets.

7.11 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Kategorien, für die Stichtage 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 zur Bilanz übergeleitet:

in TEUR zum zu fort- nicht im Bilanz
Fair Value geführten An- Anwendungs- ausweis
bewertet schaffungs- bereich
kosten von
bewertet IFRS 7
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.015 3.015
Beteiligungen 135 135
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte" 2.552 2.552
Wertpapiere bewertet zum Fair Value
mit GuV-Effekt 14.442 14.442
Ausleihungen 986 986
Finanzanlagen, gesamt 17.129 986 3.015 21.130
Kurzfristiges Vermögen
Wertpapiere, zu Handelszwecken gehalten 3.478 3.478
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.220 3.220
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 914 914
Sonstige Vermögensgegenstände 7.338 7.338
Guthaben bei Kreditinstituten 22.877 22.877
Kurzfristiges Vermögenswerte, gesamt 3.478 34.349 0 37.827

31. Dezember 2008

31. Dezember 2007

in TEUR zum zu fort- nicht im Bilanz
Fair Value geführten An- Anwendungs- ausweis
bewertet schaffungs- bereich
kosten von
bewertet IFRS 7
Langfristiges Vermögen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.663 3.663
Beteiligungen 135 135
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte" 15.503 15.503
Wertpapiere bewertet zum Fair Value
mit GuV-Effekt 16.525 16.525
Finanzanlagen, gesamt 32.163 0 3.663 35.826
Kurzfristiges Vermögen
Wertpapiere, zu Handelszwecken gehalten 5.572 5.572
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.158 5.158
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 272 272
Sonstige Vermögensgegenstände 5.521 5.521
Guthaben bei Kreditinstituten 24.737 24.737
Kurzfristiges Vermögen, gesamt 5.572 35.688 0 41.260
in TEUR 2008 2007
Börsennotierte Aktien 3.636 19.582
Nicht börsennotierte Aktien 13.372 12.419
Anteile an Investmentfonds 2.633 5.268
Festverzinsliche Wertpapiere 171 185
Zertifikate 660 145
20.472 37.599

Der Wertpapierbestand des Altira-Konzerns setzt sich insgesamt wie folgt zusammen:

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkung hypothetischer Änderungen von Marktpreisen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Bei einer Wertänderung von 10 Prozent der zum Bestand des Altira-Konzerns gehörenden börsennotierten Aktien würde sich eine Wertänderung von TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 1.958) ergeben, wovon ein Betrag von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 408) ergebniswirksam und ein Betrag von TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 1.550) über die Neubewertungsrücklage berücksichtigt werden würde. Eine Änderung des Fair Value der nicht börsennotierten im Bestand befindlichen Aktien um 10 Prozent würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 1.337 (Vorjahr: TEUR 1.242) ergeben. Eine Wertänderung der Anteile an Investmentfonds würde eine ergebniswirksame Wertänderung von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 527) verursachen.

Da sich die Geschäftstätigkeit des Altira-Konzerns vor allem auf den Euro-Währungsraum konzentriert, ist das Währungsrisiko auf einzelne Investitionen beschränkt. Zum Bilanzstichtag hielt der Konzern 85.000 Anteile an dem Investmentfonds VCH Expert Emerging Markets, der vor allem in Wachstumsmärkte außerhalb der Eurozone investiert, mit einem Fair Value von TEUR 366.

Außerdem hat die Altira Anteile der African Development Corporation GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, mit einem Fair Value von TEUR 3.372 im Bestand. Die African Development Corporation investiert vornehmlich in Finanzdienstleistungsunternehmen in Afrika.

Da der Altira-Konzern fast vollständig mit Eigenkapital finanziert ist, ist das direkte Zinsänderungsrisiko auf die im Bestand befindlichen festverzinslichen Wertpapiere beschränkt. Der Fair Value dieser Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 171.

Durch eine Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass finanzielle Verpflichtungen jederzeit durch das Vorhalten ausreichender Liquidität erfüllt werden können.

Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Da die ausgewiesenen liquiden Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten um ca. EUR 11,0 Mio. überdecken, ist der Altira-Konzern nur geringen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.

Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien des IAS 39 setzt sich zusammen aus dem Bewertungsergebnis und den Abgangserfolgen:

in TEUR 2008 2007
Wertpapiere "bewertet zum Fair Value through Profit or loss"
Bewertungsergebnis – 798 4.571
Abgangsergebnis 0 0
–798 4.571
Wertpapiere "zu Handelszwecken gehalten"
Bewertungsergebnis – 4.140 –19
Abgangsergebnis –24 –27
– 4.164 – 46
Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte"
Bewertungsergebnis 0 0
Abgangsergebnis 3.616 1.470
3.616 1.470
–1.346 5.995

8. Sonstige Angaben

8.1 Angaben zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.

Im Berichtsjahr fanden Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 1.244 (Vorjahr: TEUR 875) und Zahlungsmittelabflüsse aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 51) statt. Die gezahlten Ertragsteuern betrugen TEUR 5.322 (Vorjahr: TEUR 556). Der Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) am Anfang und Ende der Periode besteht aus Bankguthaben.

8.2 Angaben zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung des Altira-Konzerns erfolgt entsprechend der internen Organisationsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Die berichtspflichtigen Segmente stellen strategische Konzerngeschäftsfelder dar, die sich in ihren Dienstleistungen und Produkten unterscheiden. Die Umsatzerlöse des Altira-Konzerns werden im Wesentlichen in den Ländern Deutschland, Luxembourg und Österreich erwirtschaftet, die zu einem geographischen Segment zusammengefasst sind.

Der Altira-Konzern gliedert sich in die Segmente Holding, Private Markets, Public Markets und Real Estate.

Holding

Die Holding ist für die Steuerung und Unternehmensentwicklung des Konzerns sowie für die Erbringung zentralisierter Management- und Verwaltungsdienstleistungen zuständig, für die sie Umlagen aus den anderen Segmenten erhält. Die Altira AG beteiligt sich an Kapital-Management-Gesellschaften, die in den Geschäftsfeldern Private Markets, Public Markets und Real Estate tätig sind. Außerdem investiert sie Eigenkapital in von diesen Management-Gesellschaften verwalteten Fonds.

Private Markets

Das Segment Private Markets umfasst die Aktivitäten des Altira-Konzerns im Bereich der nicht börsennotierten Kapitalanlagen. Hierzu zählen der Private Equity-Markt, Restrukturierungsfonds, Klimaschutz-Investments sowie Development-Investments in Afrika. Der Altira-Konzern beteiligt sich als Gründungsgesellschafter an Kapitalmanagement-Gesellschaften oder erwirbt Beteiligungen an bereits bestehenden Kapitalmanagement-Gesellschaften, die jeweils auf bestimmte Marktsegmente der Private Markets fokussiert sind. Zu den Private Equity-Management-Gesellschaften des Konzerns gehören zum 31. Dezember 2008 im Wesentlichen die Altira Heliad Management GmbH (vormals Sigma Capital Management GmbH), die Altira CFC Management GmbH (vormals CFC Industrie Beteiligungs Verwaltungs GmbH), die Altira ecolutions Management GmbH (vormals ecolutions Management GmbH), die Altira TIG Management GmbH (vormals Themis Management GmbH) und die Altira ADC Management GmbH (vormals ADC African Development Management GmbH).

Public Markets

Dieser Bereich betrifft das Management von Finanzprodukten und Portfolios, die in liquide bzw. börsennotierte Vermögenswerte investieren. Hierzu zählen insbesondere die Investmentfonds der VCH Investment Group AG sowie die Dachfonds der Patriarch Multi-Manager GmbH. Die Umsatzerlöse des Segments Public Markets betreffen im Wesentlichen Management Fees und Performance Fees für die Verwaltung der VCH Investmentfonds.

Real Estate

In diesem Segment sind die Aktivitäten des Altira-Konzerns in der Verwaltung von Immobilienvermögen zusammengefasst. Die Altira-Beteiligung R-QUADRAT Immobilien GmbH hat sich dabei auf die Region Osteuropa spezialisiert und deckt von der Projektsuche über die Entwicklung und Vermietung bis hin zum Verkauf die gesamte Dienstleistungspalette im Immobilienbereich ab.

Die Greenland Management GmbH investiert das Geld ihrer Anleger insbesondere in Osteuropa in landwirtschaftlich genutzte Flächen und verantwortet deren Bewirtschaftung. Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen des Segments Real Estate betrifft die im Berichtsjahr erworbene Beteiligung an der R-QUADRAT Immobilien GmbH, Wien, Österreich.

8.3 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der Altira AG zustehenden Jahresergebnisses und der zeitanteilig gewichteten Durchschnittsanzahl der Aktien:

2008 2007
Periodenergebnis in TEUR – 2.397 9.588
Zeitanteilig gewichtete Durchschnittsanzahl
der im Umlauf befindlichen Aktien
4.268.178 4.006.506
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis
je Aktie in EUR –0,56 2,39

Für das Geschäftsjahr 2008 ist keine Dividendenzahlung vorgesehen.

8.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag hat die Altira AG folgende Patronatserklärungen abgegeben:

    1. in Höhe von bis zu EUR 50.000,00 zugunsten der Altira CFC Management GmbH, Dortmund
    1. in Höhe von bis zu EUR 250.000,00 zugunsten der Patriarch Multi-Manager GmbH, Frankfurt am Main
    1. in Höhe von bis zu EUR 300.000,00 zugunsten der Altira ADC Management GmbH, Frankfurt am Main
    1. in Höhe von bis zu EUR 150.000,00 zugunsten der Greenland Management GmbH, Frankfurt am Main

Aus einem auf die Dauer von fünf Jahren fest abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von ca. drei Jahren resultieren Mietverpflichtungen über TEUR 1.622. Als Mietsicherheit wurde eine Bankbürgschaft über TEUR 132 geleistet.

Aus einem weiteren Mietvertrag resultieren Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 80.

Darüber hinaus hat die Altira AG gegenüber dem Clearsight Turnaround Fund I, L.P., St. Peter Port, Guernsey, eine Darlehenszusage in Höhe von EUR 4.999.950 übernommen, von der am Bilanzstichtag noch ein noch nicht eingeforderter Betrag von EUR 4.514.200 offensteht.

Weitere Eventualverbindlichkeiten oder sonstige aus der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

8.5 Nahe stehende Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 ist über Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen zu berichten.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 hielt die Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe GmbH, Wiesau, rund 61,7 Prozent des Grundkapitals der Altira AG. Daher werden die AB & L GmbH sowie deren Tochtergesellschaften als nahe stehende Unternehmen angesehen. Da die AB & L GmbH zum Bilanzstichtag rund 48,6 Prozent der Anteile an der Aragon AG, Wiesbaden, hält, sind die Aragon AG sowie ihre Tochterunternehmen nahe stehende Unternehmen.

Die vom Altira-Konzern verwalteten in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften werden als sonstige nahe stehende Unternehmen klassifiziert.

Der Altira-Konzern hat im Berichtsjahr von den von Konzernunternehmen verwalteten in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften Gebühren für die Übernahme der Verwaltung und Geschäftsführung in Höhe von TEUR 6.077 (Vorjahr: TEUR 6.025) und für Durchführung einer Kapitalerhöhung eine Gebühr in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 0) erhalten.

Darüber hinaus hat der Altira-Konzern von der Aragon AG und von Tochtergesellschaften der Aragon AG Vergütungen und Umlagen für sonstige Dienstleistungen in Höhe von TEUR 82 erhalten und einen Betrag von TEUR 35 an die Aragon AG geleistet.

Im Berichtsjahr hat die Altira AG an folgende von Konzernunternehmen verwalteten in der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA organisierten Gesellschaften Einlagen in das Eigenkapital geleistet:

Nahe stehendes Unternehmen Kapital
einlage
in TEUR
CAESAR Industrial Technologies S.à r.l. & Co. KGaA, Frankfurt am Main 599
Greenland Real Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main 25
624

Die Altira AG hat der CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KGaA im Berichtsjahr ein Darlehen in Höhe von TEUR 500 zu einem Zinssatz von 10 Prozent gewährt. Aus der Verzinsung dieses Darlehens hat die Altira AG Zinserträge in Höhe von TEUR 42 vereinnahmt.

Darüber hinaus hat die zum Altira-Konzern gehörende Sigma Capital Management GmbH für die Stundung der fälligen Vergütung für Übernahme der Geschäftsführungstätigkeit der TIG Themis Industries Group GmbH & Co. KGaA Zinsen in Höhe von TEUR 21 berechnet. Der zugrunde liegende Zinssatz betrug 6 Prozent. Zum Bilanzstichtag waren die fälligen Vergütungen sowie die Stundungszinsen vereinnahmt.

Die Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA hat in 2008 eine Umlage für Investor Relations an die Altira Heliad Management GmbH in Höhe von TEUR 19 bezahlt. Zudem hat die Heliad eine Forderung gegen die Altira Heliad Management GmbH aus verauslagten Personalkosten in Höhe von TEUR 39.

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber nahe stehenden Unternehmen Forderungen in Höhe von TEUR 453 und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 611.

In den Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen ist ein Teilbetrag von TEUR 486 enthalten, der den Teilerwerb eines Fonds von der TIG Themis Industries Group GmbH & Co. KGaA betrifft. Die Fondsanteile wurden zum Buchwert erworben.

Außerdem hat die Altira AG der PA Beteiligungen GmbH, Frankfurt am Main, eine Wertpapierleihe über Wertpapiere mit einem Fair Value von TEUR 2.000 gewährt. Der Zinssatz beträgt 1,2 Prozent p.a.. Die Gesellschafter der Angermayer, Brumm & Lange Unternehmensgruppe üben maßgeblichen Einfluß auf die PA Beteiligungen GmbH aus.

Gegen die R-QUADRAT Immobilien GmbH, die als assoziiertes Unternehmen nach der Equity Methode bewertet wird, bestehen zudem Forderungen aus Dividendenansprüchen in Höhe von TEUR 554.

Zwischen der VCH Investment Group AG und der Patriarch Multi-Manager GmbH bestehen Vertriebsvereinbarungen mit dem Aragon-Konzern im Rahmen des operativen Geschäfts.

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands ergeben sich wie folgt:

in TEUR 2008 2007
Erfolgsunabhängige Komponente 766 737
Erfolgsabhängige Komponente 244 0
Bildung einer Rückstellung für die erfolgsabhängige Komponente 0 1.593

Im Berichtsjahr wurde außerdem ein Gesamtbetrag von TEUR 2.679 aus bereits im Vorjahr zurückgestellten erfolgsabhängigen Vergütungen ausbezahlt (Vorjahr: TEUR 322). Die insgesamt im Berichtsjahr an die Mitglieder des Vorstands ausbezahlten Vergütungen betragen damit TEUR 3.689 (Vorjahr: TEUR 1.059).

Darüber hinaus wird im Konzernabschluss eine Rückstellung für zukünftig entstehende Ansprüche des Vorstands auf erfolgsabhängige Vergütungen in Höhe TEUR 1.043 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 1.752), die dann entstehen, wenn die nach IFRS berücksichtigten Zuschreibungen auf Finanzanlagen auch nach HGB realisiert werden. Dieser Betrag wird jedoch erst zur Auszahlung fällig, wenn die entsprechenden nach IFRS berücksichtigten Ergebnisbeiträge auch nach HGB realisiert werden.

Zur Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds nach § 314 Abs. 1 Abs. 6 Buchstabe a Satz 5 ff. HGB besteht keine Verpflichtung, da die Altira AG keine börsennotierte Aktiengesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

An die Mitglieder des Aufsichtrats wurden im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 6) bezahlt. Des Weiteren besteht zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit für Aufsichtsratsvergütung in Höhe von TEUR 82.

8.6 Aktienbasierte Vergütungen

Im Geschäftsjahr 2008 hat die Altira AG einen "virtuellen Aktienoptionsplan" eingeführt, im Rahmen dessen die Optionsberechtigten zum Zeitpunkt der Ausübung der Option eine an die Wertentwicklung der Aktie gekoppelte Barzahlung erhalten. Dieser Plan wurde gemäß den Bestimmungen des IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Im aktuellen Geschäftsjahr kam es zu keinen Aufhebungen oder Änderungen des Plans. Die Aktienoptionen haben sich im aktuellen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Optionen Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode 2008 ausstehende Optionen 0
In der Berichtsperiode 2008 gewährte Optionen 128.000
In der Berichtsperiode 2008 verwirkte Optionen 0
In der Berichtsperiode 2008 ausgeübte Optionen 0
In der Berichtsperiode 2008 verfallene Optionen 0
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen 128.000
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare Optionen 0
  • Der Auszahlungsbetrag der Optionen der Tranche 1 entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Schlusswert und dem Ausübungskurs. Der Schlusswert entspricht dem Platzierungspreis je Aktie im Rahmen der durchgeführten Kapitalerhöhung. Der Auszahlungsbetrag der Tranche 2 ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktpreis und dem Ausübungskurs. Der Marktpreis errechnet sich als der Volumen gewichtete Durchschnittspreis der Aktie der Gesellschaft zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 30. Juni 2013. Der Auszahlungsbetrag der Tranche 3 und 4 entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Schlusswert und dem Ausübungskurs. Der Schlusswert ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen, die dem Ausübungsstichtag vorausgehen.
  • Die Ausübung der Optionen ist nur am Ende der Laufzeit, in einem definierten Ausübungszeitraum, möglich. Dieser beträgt im Falle der Optionen der Tranche 1, 3 und 4 jeweils 1 Jahr. Die Optionen der Tranche 2 werden automatisch am Ende der Laufzeit ausgeübt.
  • Wenn der Optionsinhaber nach Zuteilung der Optionen und vor dem Unverfallbarkeitsdatum der jeweiligen Options-Tranchen nicht mehr in einem Dienstverhältnis mit der Gesellschaft steht verfallen alle zugeteilten Optionen, die noch nicht unverfallbar geworden sind.

— Die Unverfallbarkeit der Optionen tritt an verschiedenen Zeitpunkten während der Laufzeit ein (vesting in instalments):

Jahr Anzahl
2008 3.000
2009 17.000
2010 16.000
2011 24.000
2012 24.000
2013 44.000

Die gewichtete durchschnittliche erwartete Vertragsrestlaufzeit für die zum 31. Dezember 2008 ausstehenden Aktienoptionen beträgt 5,21 Jahre.

Die Ausübungspreise für zum Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen liegen in der Bandbreite zwischen EUR 31,00 und EUR 45,00.

Der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Binomialmodells oder einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der während des Geschäftsjahres gewährten Optionen beträgt EUR 2,68. Für die Bewertung wurden folgende Parameter zum 31. Dezember 2008 zugrunde gelegt:

Paramenter Tranche 1 Tranche 2 Tranche 3 Tranche 4
Dividendenrendite in % 1,00 1,00 1,00 1,00
Erwartete Volatilität in % 46,01 46,56 46,28 46,28
Risikoloser Zinssatz in % 2,44 2,36 2,67 2,67
Laufzeit der Option in Jahren 5,13 4,50 5,67 5,67
Aktienkurs am Bewertungsstichtag in EUR 17,00 17,00 17,00 17,00
Angewandtes Modell Binominal Monte Carlo Binominal Binominal

Im Rahmen der Bewertung wurde mittels Binomialmodell und Monte Carlo Simulation die maximale Laufzeit der Optionen abgebildet und wenn zutreffend die Möglichkeit der frühzeitigen Ausübungen in der Berechnung des Optionswertes berücksichtigt.

Da aufgrund der noch jungen Börsennotierung für die Schätzung der Volatilität kein laufzeitadäquater Börsenkurs des Unternehmens zur Verfügung stand, wurde die zukünftige Volatilität während der erwarteten Laufzeit der Aktienoptionen auf Basis laufzeitadäquater historischer Volatilitäten einer Peer Group vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann.

Die risikolosen Zinssätze wurden vom Markt abgeleitet mit einer Restlaufzeit, die der erwarteten Laufzeit der zu bewertenden Option entspricht.

Die erwartete Dividendenrendite wurde auf Basis der historischen Dividendenzahlung und unter Berücksichtigung der Managementerwartung über die zukünftige Entwicklung ermittelt.

Der erfasste Aufwand für während des Geschäftsjahres erhaltene Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2008 2007
Aufwand aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 103 0

Zum 31. Dezember 2008 beträgt der Buchwert der Schuld aus Wertsteigerungsrechten TEUR 103 (2007: TEUR 0). Zum Bilanzstichtag waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar.

8.7 Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist eine Anlage zum Konzernanhang.

Der Altira-Konzern hält an folgender großen Kapitalgesellschaft eine Beteiligung, die mehr als 5 Prozent der Stimmrechte überschreitet:

Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main

8.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wurden folgende Gesellschaften des Konzerns umbenannt:

  • ADC African Development Management GmbH in Altira ADC Management GmbH
  • Ecolutions Management GmbH in Altira Ecolutions Management GmbH
  • Sigma Capital Management GmbH in Altira Heliad Management GmbH
  • Themis Management GmbH in Altira TIG Management GmbH
  • CFC Industrie Beteiligungen Verwaltungs GmbH in Altira CFC Management GmbH

8.9 Angaben zum Kapitalmanagement

Das Management des Altira-Konzerns strebt das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals an.

Die Altira AG beteiligt sich mit ihrem Eigenkapital an Vermögensverwaltungs-Gesellschaften, um durch die erwirtschafteten Managementgebühren ihre Ertragsbasis kontinuierlich weiter zu vergrößern. Die Höhe der Managementgebühren wird dabei wesentlich vom Volumen der jeweils verwalteten Vermögen sowie von der erzielten Rendite bestimmt. Darüber hinaus investiert die Altira AG Eigenkapital in von diesen Management-Gesellschaften verwalteten Fonds, um so direkt von dem erzielten Anlageerfolg dieser Fonds zu profitieren.

8.10 Angaben zum Risikomanagement

Das Risikomanagement des Altira-Konzerns identifiziert und vermeidet bzw. begrenzt die wesentlichen Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Darüber hinaus fördert das Risikomanagement das Erkennen und das Wahrnehmen von Chancen und trägt somit auch zu einer Weiterentwicklung des Konzerns und zu einem höheren Unternehmenserfolg bei.

Zur Systematisierung wurden drei Gruppen von Risikofeldern gebildet:

  1. Strategische Risiken

  2. Entwicklung des Kapitalmarktumfelds als wesentliche Geschäftsgrundlage für eine im Asset Management tätige Unternehmensgruppe

  3. Marktumfeld und Positionierung der Mitbewerber
  4. Human Resources

    1. Finanzielle Risiken
  5. Preisänderungsrisiken (mögliche negative Wertentwicklung von im Bestand befindlichen Wertpapieren und Beteiligungen sowie Wertentwicklung der von den Investmentteams verwalteten Vehikel)
  6. Liquiditätsrisiko
  7. Rechtliche Risiken
  8. Risiken aus Änderungen des Steuerrechts

  9. Operative Risiken

  10. Finanzbuchhaltung und Controlling

  11. Zahlungsflüsse
  12. IT-Sicherheit

Das Risikomanagement umfasst zu jedem einzelnen der möglichen Risikofelder die Früherkennung von Risiken, Information und Kommunikation sowie die Risikobewältigung durch Festlegung und Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen.

Preisänderungsrisiken resultieren vor allem durch eine mögliche negative Entwicklung des gesamten Kapitalmarktumfelds sowie durch die Wertentwicklung einzelner Aktienkurse und Zeitwerte von im eigenen Bestand und in verwalteten Portfolien befindlichen Beteiligungen und Wertpapieren. Diesen Preisänderungsrisiken begegnet die Altira Group in Einzelfällen durch das Eingehen von Sicherungsgeschäften. So wurden im Geschäftsjahr 2008 zur Absicherung von Markt- und Währungsrisiken in Aktienmärkten, die erhöhten Schwankungen ausgesetzt sind – insbesondere in Schwellenländern – Indexfutures verkauft und Währungsterminverkäufe getätigt. Des Weiteren wurden zeitweise Hebelzertifikate zur Absicherung im Publikumsfondsbereich eingesetzt.

8.11 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden in den Konzernunternehmen 64 Mitarbeiter (Vorjahr: 46) – ohne die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung der Konzernunternehmen – beschäftigt, davon 31 weibliche (Vorjahr: 24) und 33 männliche (Vorjahr: 22).

8.12 Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand Herr Michael Rieder, CEO (ab 15. Februar 2008), Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Peter Brumm, CFO (bis 15. Februar 2008 CEO), Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Andreas Lange, CIO, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann

Herr Christian Angermayer, CSO, Wiesau, Unternehmer

Herr Michael Hallacker, Vorstand Vertrieb (vom 19. Juli 2007 bis 29. Februar 2008), Georgenhausen, Diplom-Kaufmann

Aufsichtsrat

Herr Robert Depner (Vorsitzender des Aufsichtrats), Bergisch Gladbach, Vorstand der VCH Vermögensverwaltung AG

Herr Axel-Günter Benkner (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, ab 26. August 2008), Nidderau, Geschäftsführer der Deutschen Vermögensbildungsgesellschaft mbH, DWS Gruppe

Herr Peter E. Merian (Mitglied des Aufsichtsrats, ab 26. August 2008), Binningen, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats der Bank Sarasin & Cie AG

Herr Dr. Peter Schmidt (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis 26. August 2008), Alfter, Unternehmensberater

Herr Gerhard Lange (Mitglied des Aufsichtsrats, bis 26. August 2008), Neckargemünd, Unternehmensberater

Die Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Abschnitt "nahe stehende Personen und Unternehmen" angegeben.

Anlagespiegel 2008

in TEUR Stand
01.01.2008
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögenswerte
EDV-Software 255 174 0 429
Geschäfts- oder Firmenwert 1.090 0 210 880
1.345 174 210 1.309
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
914 562 156 1.320
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen
2.064 624 0 2.688
2. Beteiligungen 135 15 15 135
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 22.877 973 4.451 19.399
4. Ausleihungen 0 986 0 986
25.076 2.598 4.466 23.208
27.335 3.334 4.832 25.837

Anschaffungs- und Herstellungskosten Wertberichtigungen Restbuchwert

Restbuchwert
Abgänge Stand
31.12.2008
Stand
31.12.2008
Stand
31.12.2007
0 –262 167 109
0 0 880 1.090
0 –262 1.047 1.199
82 – 531 789 506
0 327 3.015 3.663
0 0 135 135
– 5.572 – 2.405 16.994 32.028
0 0 986
–5.572 –2.078 21.130 35.826
–5.490 –2.871 22.966 37.531

Anlagespiegel 2007

(zum Vergleich)

in TEUR Stand
01.01.2007
Erstkonsoli-
dierung
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2007
I. Immaterielle Vermögenswerte
EDV-Software 133 0 133 11 255
Geschäfts- oder Firmenwert 660 215 215 1.090
793 215 348 11 1.345
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
695 50 193 24 914
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen
40 0 2.064 40 2.064
2. Beteiligungen 119 5 49 38 135
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.657 0 17.388 1.168 22.877
6.816 5 19.501 1.246 25.076
8.304 270 20.042 1.281 27.335

Anschaffungs- und Herstellungskosten Wertberichtigungen Restbuchwert

Restbuchwert Wertberichtigungen
Minderung (–), Erhöhung (+)
31.12.2006 31.12.2007 Stand
31.12.2007
Zuschrei-
bungen
Abgänge Abschrei-
bungen
Stand
01.01.2007
54 109 –146 0 11 –78 –79
660 1.090 0 0
714 1.199 –146 0 11 –78 –79
450 506 – 408 0 20 –183 –245
40 3.663 1.599 1.761 0 –162 0
119 135 0 0 0 0 0
14.569 32.028 9.151 4.782 – 2.016 –1.527 7.912
14.728 35.826 10.750 6.543 –2.016 –1.689 7.912
15.892 37.531 10.196 6.543 –1.985 –1.950 7.588

Aufstellung des Anteilsbesitzes

zum 31. Dezember 2008

Beteilung und Sitz Anteil am
Kapital
Eigen-
kapital
Jahres-
ergebnis
Angewandte
Konsoli
in % 31.12.2008
in TEUR
2008
in TEUR
dierungs
methode
Altira ADC Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 – 256 – 281 Vollkonsoli
dierung
Altira ImmoFinanz GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 2.263 1.145 Vollkonsoli
dierung
Altira CFC Management GmbH,
Dortmund
75,00 –24 –157 Vollkonsoli
dierung
Clearsight Investments AG,
Zürich (Schweiz)
40,00 39 – 28 Equity
Methode
Altira ecolutions Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 21 –112 Vollkonsoli
dierung
Greenland Management GmbH,
Frankfurt am Main
50,20 – 47 – 66 Vollkonsoli
dierung
Heliad AG,
Zürich (Schweiz)
100,00 – 248 –136 Vollkonsoli
dierung
Patriarch Multi-Manager GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 –193 – 75 Vollkonsoli
dierung
R-QUADRAT Immobilien GmbH,
Wien (Österreich)
22,51 13.333 614 Equity
Methode
Altira Heliad Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 1.544 1.519 Vollkonsoli
dierung
Altira TIG Management GmbH,
Frankfurt am Main
100,00 197 172 Vollkonsoli
dierung
VCH Investment Group AG,
Frankfurt am Main
100,00 4.208 – 513 Vollkonsoli
dierung
VCH Vermögensverwaltung AG,
Köln
74,50 566 67 Vollkonsoli
dierung
CAESAR Industrial Technologies GmbH,
Frankfurt am Main
49,901 Equity
Methode
Greenland Management GmbH,
Frankfurt am Main
50,00 45 –15 Vollkonsoli
dierung
Seyes GmbH,
Bayreuth
20,001
SophistiCapital AG,
Bayreuth
50,201

1) Jahresabschluss liegt nicht vor

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Altira Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 15. Mai 2009 Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft

Konrad Pochhammer, Wirschaftsprüfer Dr. Steffen Görlitz, Wirtschaftsprüfer

Altira Group

Altira Aktiengesellschaft

Grüneburgweg 18 D-60322 Frankfurt am Main

T +49 (0) 69.719 12 80-00 F +49 (0) 69.719 12 80-011 [email protected] www.altira-group.de

Vorstand

Michael Rieder (CEO), Peter Brumm, Andreas Lange, Christian Angermayer

Aufsichtsrat

Robert Depner (Vorsitzender), Axel-Günter Benkner, Peter E. Merian

Investor Relations

Olaf Meier

T +49 (0) 69.719 12 80-123 F +49 (0) 69.719 12 80-089 [email protected]

Finanzkalender

  1. Juni 2009 Veröffentlichung Q1 (Excerpt)

  2. Juli 2009 Ordentliche Jahreshauptversammlung

  3. August 2009 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht – vollständiger Bericht

  4. November 2009 Veröffentlichung Q3 (Excerpt) www.altira-group.de