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Fielmann AG Annual Report 2023

Aug 22, 2024

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Annual Report

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Finanzbericht: 34751879

Fielmann Group AG (vormals: Fielmann Aktiengesellschaft)

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

GESCHÄFTSBERICHT 2023

Die Fielmann-Gruppe ist ein börsennotiertes Familienunternehmen mit Sitz in Hamburg. Über unser Omnichannel-Geschäftsmodell mit digitalen Vertriebskanälen und über 1.000 Niederlassungen versorgen wir unsere 28 Millionen Kunden mit Brillen, Kontaktlinsen, Hörsystemen und Dienstleistungen im Bereich der Augenvorsorge. Gegründet im Jahr 1972, wird das Unternehmen heute in zweiter Generation von Marc Fielmann geführt. Die Familie Fielmann besitzt nach wie vor die Mehrheit der börsennotierten Aktiengesellschaft. Mit seiner kundenfreundlichen Philosophie hilft Fielmann allen Menschen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. Dank des Einsatzes seiner 23.000 Mitarbeitenden weltweit erreicht das Familienunternehmen immer wieder Kundenzufriedenheitswerte von mehr als 90 % und hat bereits mehr als 200 Millionen individuell gefertigte Korrektionsbrillen abgegeben.

Kennzahlen

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2023 2022 2021 2020 2019
Umsatz Mio. €
Außenumsatz 1 inkl. MwSt. 2.267,9 2.031,8 1.938,9 1.630,1 1.764,6
Veränderung % 11,6 4,8 18,9 -7,6 6,9
Konzernumsatz exkl. MwSt. 1.969,1 1.759,0 1.678,2 1.428,9 1.520,7
Veränderung % 11,9 4,8 17,4 -6,0 6,5
Absatz Brillen Tsd. 8.891 8.582 8.291 7.264 8.277
Veränderung % 3,6 3,5 14,1 -12,2 1,5
EBITDA Mio. € 410,1 339,5 396,1 336,7 384,7
Veränderung % 20,8 -14,3 17,6 -12,5 30,0
Gewinn vor Steuern (EBT) Mio. € 193,7 160,4 209,7 175,5 253,8
Veränderung % 20,8 -23,5 19,5 -30,9 1,2
Gewinn nach Steuern Mio. € 130,6 109,7 144,6 120,8 177,3
Veränderung % 19,1 24,1 19,7 -31,9 2,1
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. € 282,8 245,0 346,7 278,5 301,8
Veränderung % 15,4 -29,3 24,5 -7,7 56,4
Finanzvermögen Mio. € 95,6 175,5 277,9 241,4 267,6
Veränderung % -45,5 -36,9 15,1 -9,8 -14,3
Eigenkapitalquote Konzern % 46,6 48,5 50,3 50,1 53,2
Investitionen Mio. € 268,4 152,5 89,2 350,6 116,6
Veränderung % 76,0 71,0 -74,6 200,7 42,0
Anzahl Niederlassungen 1.086 968 913 870 776
Mitarbeitende zum 31. 12. 23.412 22.631 22.028 21.853 20.397
davon Auszubildende 4.058 4.107 4.374 4.516 4.268
Kennzahlen je Aktie
Ergebnis 1,52 1,23 1,63 1,39 2,05
Cashflow 3,37 2,92 4,13 3,32 3,59
Dividende 1,00 0,75 1,50 1,20 -

1 Umsatz inkl. MwSt./​Bestandsveränderung

Finanzkalender

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Bericht 1. Quartal 30. April 2024
Hauptversammlung 11. Juli 2024
Halbjahresbericht 29. August 2024
Analystenkonferenz 30. August 2024
Bericht 3. Quartal 7. November 2024
Vorläufige Zahlen 2024 Februar 2025
Bloomberg FIE
Reuters FIEG.DE
ISIN DE0005772206

Der Bericht wird auf Deutsch und Englisch veröffentlicht. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir überwiegend die männliche Form. Männer, Frauen und Personen anderer geschlechtlicher Identitäten sind dabei grundsätzlich in gleicher Weise gemeint und angesprochen. Auf Wunsch übersenden wir Ihnen gerne den Jahresabschluss der Fielmann Group AG.

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre und Freunde des Unternehmens,

wenngleich dies der Geschäftsbericht des Jahres 2023 ist, erlauben Sie mir, mit einem Ereignis dieses Jahres einzuleiten: Am 3. Januar 2024 ist unser Unternehmensgründer Günther Fielmann nach einem langen und erfüllten Leben im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen. Mein Vater hat die augenoptische Branche revolutioniert. Für ihn stand der Kunde immer im Mittelpunkt. So hat er die Stigmatisierung per Kassenbrille abgeschafft und damit die Brillenmode demokratisiert. Seine Leistungen erfüllen uns mit Respekt und sind für uns Ansporn, allen zu helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. Ich danke ganz herzlich allen Kolleginnen und Kollegen, dem Aufsichtsrat, Partnern, den Medien und der Politik für die Anteilnahme.

Geschäftsjahr 2023

Im Geschäftsjahr 2023 führten hohe Inflationsraten und steigende Zinssätze zu einer schwachen Konsumstimmung. Kunden achteten in diesem Umfeld besonders auf ihr Geld und kauften bevorzugt dort, wo sie garantierte Qualität und herausragenden Service zum günstigen Preis erhalten. In der Augenoptik und Hörakustik ist das die Fielmann-Gruppe. Dank des Vertrauens unserer Kunden und dem herausragenden Einsatz unserer Mitarbeitenden haben wir unsere Marktanteile in wesentlichen Märkten deutlich ausgebaut, unseren Umsatz zweistellig erhöht und die EBITDA-Marge verbessert.

Fielmann erfolgreich auf Wachstumskurs

2023 folgen wir mit unserer Vision 2025 bereits im fünften Jahr unserem Purpose, allen zu helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. In den ersten vier Jahren unserer Transformation (2019‒2022) haben wir den Wachstumsmotor unseres Familienunternehmens wieder angekurbelt: Mit einer Umsatzsteigerung von +12 % waren wir 2023 in unserer Branche das am schnellsten wachsende, global tätige Unternehmen. Treiber dieses Wachstums waren eine starke Entwicklung unserer Bestandsmärkte sowie zusätzliches Wachstum, das aus den Investitionen in die Digitalisierung und Internationalisierung unseres Familienunternehmens resultierte. Insgesamt erzielten wir einen Außenumsatz in Höhe von 2,27 Milliarden €.

EBITDA-Marge um +1,5 Prozentpunkte gesteigert

Seitdem unser Familienunternehmen wieder deutlich wächst, liegt der Fokus seit vergangenem Jahr auf der Verbesserung unserer Profitabilität. Während sich unsere EBITDA-Marge von 25,3 % im Jahr 2019 auf 19,3 % im Jahr 2022 verringerte, konnten wir letztes Jahr mit einer Steigerung auf 20,8 % einen erfolgreichen Turnaround verzeichnen. Die Haupttreiber für diese positive Entwicklung waren eine verbesserte Abverkaufsstruktur sowie die Auswirkungen unseres Kostensparprogramms.

2024 und 2025 werden wir unsere Kernprozesse weiter verschlanken und die Effizienz auf globaler Ebene erhöhen. Wir sind zuversichtlich, dass sich dies positiv auf unser Ergebnis auswirken wird.

Digitalisierung: Rekordumsatz im E-Commerce dank Omnichannel

Dank unserer überlegenen Omnichannel-Plattform, neuer Features und Produkte sowie deren Rollout in weitere Länder wuchsen die digitalen Vertriebskanäle der Fielmann-Gruppe im vergangenen Jahr um +17 % und erreichten damit erstmals einen Außenumsatz von mehr als 100 Millionen € (5 % vom Konzernumsatz). Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da 2023 die Umsätze im Online-Handel in vielen Branchen rückläufig waren. So verzeichnete der Bundesverband E-Commerce & Versandhandel (BEVH) in Deutschland einen Umsatzrückgang von -12 %.

Internationalisierung: Marktanteilsgewinne und Auslandsumsatzanteil von 35 %

Unsere internationalen Märkte setzten ihr starkes Wachstum im Berichtsjahr fort und erreichten in Q4/​2023 mit 35 % den bislang höchsten Anteil am Gesamtumsatz. Das entspricht einer Steigerung des Auslandsmarktanteils um 14 Prozentpunkte seit Einführung der Vision 2025 im Jahr 2019.

Während die Schweiz und Deutschland robustes bis starkes einstelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auswiesen, konnte Österreich beim Umsatz sogar zweistellig wachsen. In einem von niedriger Konsumstimmung geprägten Marktumfeld in Zentraleuropa stieg unser Absatzmarktanteil in Deutschland um +2 Prozentpunkte auf 55 %. Dies ist der höchste Wert der Unternehmensgeschichte. Italien und Polen setzten ihr zweistelliges Umsatzwachstum fort und verzeichneten abermals Marktanteilsgewinne. In Spanien erzielte die Fielmann-Gruppe ein Umsatzwachstum von +42 % über Vorjahr und kommt ihrem Ziel der Marktführerschaft damit immer näher. Weitere Wachstumstreiber waren unsere fortschreitende Expansion in Tschechien und eine Erholung des Geschäfts in der Ukraine.

Ein wesentlicher Meilenstein im Berichtsjahr war die Expansion in die USA mit zwei komplementären Akquisitionen: Einerseits SVS Vision, marktführender Augenoptiker in Michigan, der zudem eine eigene Augenversicherung betreibt (Closing im September 2023), und andererseits die E-Commerce-Plattform Befitting, die den Online-Brillenkauf vereinfacht und sich als Technologieanbieter auf die Digitalisierung der Augenversicherung fokussiert (Closing im Juni 2023). Durch die Kombination dieser beiden Unternehmen werden wir neu definieren, was US-Kunden von Augenoptik und Augenvorsorge erwarten dürfen. Das US-Geschäft trug seit September 2023 insgesamt 32 Millionen € zum Umsatz der Fielmann-Gruppe bei.

Modernisierung: Erhebliche Fortschritte beim kulturellen Wandel

Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Transformation unseres Geschäftsmodells ist unser kultureller Wandel. Wir treiben diesen aktiv voran - von einer hierarchischen, traditionellen Kultur hin zu einem modernen Familienunternehmen. Diese Transformation erfolgt über fünf Dimensionen: transparenter Informationsaustausch, delegierte Entscheidungskompetenz, Lernen aus Fehlern, funktionsübergreifende Zusammenarbeit und moderne Führung. Unser Fortschritt zeigt sich in einer stetigen Verbesserung entlang all dieser Dimensionen, die wir jährlich messen. Indem wir strategische Entscheidungen auf immer mehr Schultern verteilen, wird unser Unternehmen schneller, innovativer und resilienter.

Im Jahr 2023 haben wir über neue Kommunikations- und Meetingformate unsere wachsende Familie von über 23.000 Mitarbeitenden weiter miteinander verbunden. Unser Senior Management wurde mit Blick auf die Unternehmenskultur gezielt weiterentwickelt. Und wir haben die künftige Arbeitswelt für unsere neue Unternehmenszentrale finalisiert, die wir 2025 beziehen werden. Dies sind nur einige der Meilensteine des kulturellen Wandels in unserem Familienunternehmen.

Wachstum in allen Produktkategorien

Im Jahr 2023 verzeichneten wir bei allen Warengruppen starkes Wachstum. Die Hörakustik konnte den Umsatz auf 129 Millionen € ausweiten (+29 % gegenüber Vorjahr). Dies über +18 % organisches Wachstum und einen Sondereffekt in Höhe von +6 % in unseren bestehenden Märkten. Hinzu kommen weitere +5 % Wachstum durch die erstmalige Konsolidierung von Medical Óptica Audición. Der Umsatz mit Sonnenbrillen stieg um +19 % im Vergleich zu 2022 auf 84 Millionen €, während Kontaktlinsen und Pflegemittel einen Anstieg um +10 % auf 167 Millionen € verzeichneten. In unserer wichtigsten Warengruppe, den Korrektionsbrillen, erzielten wir ein Umsatzplus von +9 % auf 1,543 Milliarden €. Dies durch ein Absatzwachstum von +4 % und eine verbesserte Abverkaufsstruktur mit deutlich mehr Gleitsichtgläsern. Sonstige Produkte und Dienstleistungen stiegen um +84 % auf 46 Millionen €. Diese Entwicklung war durch die Ausweitung des Geschäfts mit Schutzbrillen sowie Umsätze mit der Augenvorsorge in den USA geprägt.

Augenvorsorge als neues Geschäftsfeld in Nordamerika und Europa

Mit der Akquisition von SVS Vision in den USA und der Einführung eines innovativen neuen Augen-Check-Ups in Europa wird die Augengesundheit Teil der Fielmann-Gruppe - sowohl in Nordamerika als auch in Europa.

Während die Augenvorsorge normaler Bestandteil des Leistungsspektrums unserer Branche in Nordamerika ist, erfolgt die Versorgung in Kontinentaleuropa vornehmlich über die Augenärzte. Der demografische Wandel in Europa führt zu einer wachsenden Nachfrage von augenärztlichen Leistungen, die sich aufgrund einer sinkenden Zahl an Augenärzten aber immer schwieriger erfüllen lässt. Allein in Deutschland erblinden jedes Jahr unnötigerweise tausende Menschen. Diese Zahl ließe sich mit regelmäßiger Augenvorsorge erheblich reduzieren.

Getreu unserem Purpose erfüllt die Fielmann-Gruppe diesen Kundenwunsch, um allen dabei zu helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. In Zusammenarbeit mit Ocumeda, einem von Schweizer Augenärzten gegründeten Start-up, haben wir eine innovative neue Dienstleistung zwei Jahre lang pilotiert, verbessert und 2023 eingeführt: Zertifizierte Fielmann-Augenoptiker machen in unseren Niederlassungen Bilder vom Augenhintergrund und messen mit modernsten Geräten den Augeninnendruck. Anschließend werden die Daten digital an Augenärzte übermittelt, die eine Auswertung vornehmen und den Kunden binnen weniger Tage einen Ergebnisbericht übermitteln. Kunden mit Auffälligkeiten wird eine Untersuchung durch örtliche Augenärzte oder Kliniken empfohlen.

Gemeinsam mit unseren Partnern in der Augenheilkunde sind wir stolz darauf, die Augenvorsorge für immer mehr Menschen in Europa einfach und schnell zugänglich zu machen. Zum Ende des Berichtsjahres war der Service in mehr als 100 Niederlassungen in Deutschland und der Schweiz verfügbar. Mittlerweile haben mehr als 20.000 Kunden ihre Augen in Fielmann-Niederlassungen prüfen lassen. Wir rechnen damit, den Service bis Ende 2024 in mehr als 400 Niederlassungen anzubieten, zum Jahresende 20.000 Kunden pro Monat und im Gesamtjahr 2024 mehr als 100.000 Kunden mit dieser innovativen Dienstleistung versorgt zu haben.

Fielmann-Gruppe treibt CSR-Agenda voran

Als Familienunternehmen mit sozialen Werten liegt uns das Thema Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility, CSR) sehr am Herzen. 2023 haben wir die Steuerung und Berichterstattung aller CSR-Aktivitäten in einem Team gebündelt, das wir zudem personell verstärkt und mit weiteren finanziellen Mitteln ausgestattet haben. Auf diese Weise sorgen wir dafür, dass der komplexe und stetig wachsende Rechtsrahmen auf mehreren Kontinenten eingehalten wird.

Im Jahr 2023 haben wir zahlreiche Ziele erreicht, auf die wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht detailliert eingehen. Für mich persönlich waren Highlights der Ausbau unserer nachhaltigen Brillenkollektion und die Nachhaltigkeitserfolge, die wir dank der Ideen unserer Mitarbeitenden erzielen konnten.

2023 haben wir unsere Nachhaltigkeitskollektion deutlich erweitert. Wir sind stolz, dass wir als Unternehmen die ISCC-PLUS-Zertifizierung erhalten haben. Hinzu kam eine große Zahl nachhaltiger Modelle unserer Lieferanten. So können Fielmann-Kunden nun aus dem bislang größten und stetig wachsenden Angebot nachhaltiger Produkte wählen.

Selbst kleine Veränderungen haben langfristig eine große Wirkung. Die Ideen unserer Mitarbeitenden, wie wir unsere Produkte und unser Geschäftsmodell nachhaltiger gestalten können, sind für uns entscheidend. So haben wir auf Initiative mehrerer Kolleginnen und Kollegen hin im Jahr 2023 wiederverwendbare Behälter und ablösbare Etiketten eingeführt ebenso wie Füllmaterial aus Pappe anstelle von Plastik für den Transport unserer Produkte. Auf diese Weise werden wir kontinuierlich nachhaltiger.

Unsere Fortschritte bei der Nachhaltigkeit machen uns stolz, denn wir übernehmen Verantwortung für künftige Generationen. Persönlich bin ich dankbar für den proaktiven Ideenaustausch, die respektvollen Diskussionen und die Teamarbeit, die uns voranbringen - sowohl in finanzieller Hinsicht als auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.

Dividende um 33 % erhöht

Angesichts des positiven Geschäftsverlaufs der Fielmann-Gruppe werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Juli 2024 für das Geschäftsjahr 2023 eine erhöhte Dividende von 1,00 € je Aktie (Vorjahr: 0,75 €) empfehlen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs beläuft sich die Dividendenrendite auf 2,0 %. Die Ausschüttung beträgt insgesamt 84 Millionen € (Vorjahr: 63 Millionen €), eine Erhöhung um +33 % zum Vorjahr.

Ausblick

Im vierten Quartal 2023 und Anfang 2024 waren die meisten unserer Märkte von einer verhaltenen Konsumstimmung geprägt. In Deutschland verringerten reduzierte Wachstumsprognosen die Anschaffungsneigung. Mit Blick auf 2024 liegt unser Fokus darauf, neue und bestehende Kunden durch garantierte Qualität und exzellenten Service zu günstigen Preisen langfristig an uns zu binden.

Vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Ausbaus unseres Omnichannel-Geschäftsmodells, unserer starken europäischen Kernmärkte und des Beitrags unserer Akquisitionen in Nordamerika erwarten wir 2024 für den Umsatz eine Wachstumsrate in der Größenordnung des Jahres 2023, was einem Konzernumsatz von rund 2,2 Milliarden € entspricht. Nicht zuletzt aufgrund unseres Kostensparprogramms erwarten wir eine weitere Steigerung unserer Profitabilität, die zu einer ähnlichen oder leicht höheren EBITDA-Marge wie 2023 und einer leicht verbesserten EBT-Marge für 2024 führen wird.

Im Namen des Vorstands danke ich allen unseren Kunden, den 23.000 Kolleginnen und Kollegen in unserer großen Familie, unseren Partnern, Freunden und besonders herzlich Ihnen, liebe Aktionäre, für Ihre Treue zur Fielmann-Gruppe. Lassen Sie uns gemeinsam weiter allen helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen.

Hamburg, 18. April 2024

Marc Fielmann

ORGANE

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

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Prof. Dr. Mark K. Binz 1, 2, 3, 4 (Aufsichtsratsvorsitzender) Rechtsanwalt Binz & Partner Stuttgart
Hans-Georg Frey 1, 4 Unternehmensberater Hanstedt
Carolina Müller-Möhl 2 Verwaltungsratspräsidentin Müller-Möhl Group Zürich (CH)
Hans Joachim Oltersdorf 1, 3, 5 Generalbevollmächtigter MPA Pharma GmbH Rellingen
Marie-Christine Ostermann Geschäftsführende Gesellschafterin Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG Hamm
Pier Paolo Righi 4 CEO & President Karl Lagerfeld International B.V. Amsterdam (NL)
Sarna Marie Elisabeth Röser Mitglied der Geschäftsleitung FAIR VC GmbH Mundelsheim
Hans-Otto Schrader Vorsitzender des Aufsichtsrats Otto AG für Beteiligungen Hamburg
Georg Alexander Zeiss 1,3, 6 Geschäftsführer Fielmann Family Office GmbH Ahrensburg

Vertreter der Arbeitnehmer

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Ralf Greve 1, 2, 3 (Stellv. Aufsichtsratsvors.) Referent Personalentwicklung Fielmann Group AG Hamburg
Heiko Diekhöner Regionalleiter Fielmann Group AG Hamburg
Sieglinde Frieß Stellv. Landesleitung & Tarifkoordination ver.di Hamburg
Jana Furcht 1 Augenoptikermeisterin Fielmann AG & Co. OHG München
Nathalie Hintz 1 Regionalleiterin Fielmann Group AG Hamburg
Frank Schmiedecke Augenoptikermeister Fielmann AG & Co Rathaus OHG Hamburg
Frank Schreckenberg Gewerkschaftssekretär ver.di Berlin
Mathias Thürnau 2 Abteilungsleiter Sales Support Fielmann Group AG Hamburg

1 Mitglied im Personalausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz

2 Mitglied im Vermittlungsausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz

3 Mitglied im Prüfungsausschuss

4 Mitglied im Nominierungsausschuss

5 Bis 31.12.2023

6 Seit 06.03.2024

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2023 den ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. Er hat sich im Berichtsjahr kontinuierlich über alle wichtigen geschäftspolitischen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Bei wichtigen Anlässen gab es auch außerhalb der Sitzungen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand.

Auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Beratungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Unternehmensstrategie, der Personalpolitik, der Planung, der Risikoeinschätzung sowie der Compliance-Organisation der Fielmann Group AG befasst. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat sechsmal getagt. Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden in Präsenz abgehalten, wobei jedoch bei einer Sitzung zwei und bei einer anderen Sitzung drei Aufsichtsratsmitglieder per Videokonferenz zugeschaltet waren. Darüber hinaus gab es zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen, die jeweils digital durchgeführt wurden. Bei einer ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung haben die Aufsichtsratsmitglieder Frau Sieglinde Frieß und Herr Frank Schreckenberg jeweils entschuldigt gefehlt. An den anderen Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen.

Am 19. Januar 2023 fand eine außerordentliche Sitzung statt. Der Vorstand berichtete über das Kostensparprogramm, dessen Ziel es ist, die Rendite wieder zu steigern, um das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen. Dabei sind die in der Analysephase als notwendig identifizierten Maßnahmen vom Vorstand in neun strategischen Initiativen gebündelt worden. Nach deren eingehender Erläuterung durch Herrn Georg Alexander Zeiss erfolgte hierzu ein intensiver Meinungsaustausch. Weitere Gegenstände der Berichterstattung und Beratung waren der bauliche Status betreffend die Errichtung des Produktions- und Logistikstandorts in Chomutov (Tschechien) sowie die aktuellen Überlegungen zur Manufacturing & Logistics (M&L)-Strategie.

Die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 2. März 2023 statt. Nachdem Herr Marc Fielmann über die vorläufigen Eckdaten der Fielmann-Gruppe für 2022 sowie über die bisherige Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr berichtet hatte, war erneut das Kostensparprogramm Beratungsgegenstand. Während es in der vorherigen Sitzung um die Ergebnisse aus der Analysephase ging, berichtete Herr Georg Alexander Zeiss nunmehr über die in der Detaillierungsphase erfolgten Konkretisierungen. Dabei gab er auch einen Ausblick auf die zu erwartenden Einsparungen und ging auf die von den Maßnahmen betroffenen Stellen näher ein.

Als Gast stellte sodann Herr Dr. Lukas Rücker (zu diesem Zeitpunkt Berater, später CEO Fielmann USA) die neue M&L-Strategie ("M&L 2.0") im Detail vor. Mit dieser sollen die Kernprozesse in Fertigung und Logistik verlässlicher, günstiger und schneller gemacht werden. Hierzu sei auch der Vertrieb, das Category Management und der Einkauf mit eingebunden worden. Man plane, die Transformation zu M&L 2.0 bis Ende 2025 abzuschließen.

Im Anschluss an die Diskussion über die neue M&L-Strategie war weiterer Beratungsgegenstand die von Herrn Georg Alexander Zeiss unter Darstellung von drei Szenarien (Base-, Best- und Conservative-Case) vorgetragene Planung für das Jahr 2023. Außerdem beschloss der Aufsichtsrat in dieser Sitzung Änderungen in Bezug auf § 5 ("Zustimmungspflichtige Geschäftsführungsmaßnahmen, Berichterstattung") der Geschäftsordnung für den Vorstand. Insbesondere wurden mit Blick auf die gewachsene Unternehmensgröße dort genannte Schwellenwerte für die Zustimmungspflicht erhöht.

Am 13. April 2023 folgte die Bilanzsitzung. Zunächst erstattete Herr Hans Joachim Oltersdorf als Vorsitzender des Prüfungsausschusses einen Bericht über den erfolgten Austausch zwischen dem Ausschuss und den Wirtschaftsprüfern sowie den dabei gewonnenen Erkenntnissen bezüglich der Abschlussprüfung 2022. Im Anschluss daran berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt (jeweils digital zugeschaltet) von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nochmals zusammenfassend über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für 2022, nachdem sie bereits zuvor am 6. April 2023 in einer digital durchgeführten Vorbereitungssitzung den Aufsichtsratsmitgliedern ausführlich Rede und Antwort über die Abschlussprüfung gestanden hatten. Nach einer Aussprache billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss 2022 nebst jeweiligem Lagebericht, den Vergütungsbericht und die nichtfinanzielle Berichterstattung sowie den vorgelegten Abhängigkeitsbericht und den Nachhaltigkeitsbericht für 2022.

Sodann berichtete Herr Marc Fielmann dem Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2023. Weitere Beratungsthemen waren unter anderem die Entwicklung im E-Commerce, insbesondere die Erweiterung des Online-Angebots um Korrektionsbrillen, das Geschäftsfeld "Augen-Check-Up" und das Kostensparprogramm in den Zentralbereichen. Außerdem genehmigte der Aufsichtsrat die Planung und Prognose für das Geschäftsjahr 2023.

Abschließend wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2023 diskutiert und verabschiedet. Dabei hat der Aufsichtsrat unter anderem beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Firmierung der Gesellschaft in Fielmann Group AG zu ändern und den Unternehmensgegenstand um die Bereiche E-Commerce, Dienstleistungen einschließlich Gesundheitsdienstleistungen sowie Entwicklung von Software zu erweitern, um damit insbesondere der verstärkten Rolle der Fielmann Aktiengesellschaft als Konzern-Holding der Fielmann-Gruppe Rechnung zu tragen.

Am 10. Mai 2023 fand die zweite außerordentliche Aufsichtsratssitzung (digital) statt, deren Beratungsgegenstand der geplante Eintritt der Fielmann-Gruppe in den US-Markt war. Als Gast stellte Herr Dr. Lukas Rücker, der über langjährige berufliche Erfahrungen in der Augenoptikbranche in den USA verfügt, ausführlich die dort geltenden Marktbedingungen, insbesondere das System der Krankenversicherung, vor und ging auf die sich daraus für Fielmann ergebenden Herausforderungen ein. Sodann wurde die geplante Übernahme des US-Unternehmens SVS Vision und des kanadischen Unternehmens Eyevious, das in den USA die E-Commerce-Plattform "Befitting" betreibt und damit den Online-Brillenkauf deutlich vereinfacht, eingehend erörtert. Dargestellt wurden dabei insbesondere auch die besonderen Wachstumschancen, die sich ergeben, wenn die beiden Unternehmen integriert und mit der kundenorientierten Philosophie von Fielmann verbunden werden. Herr Dr. Lukas Rücker erklärte sich bereit, als CEO von Fielmann USA anzutreten. In einem anschließend durchgeführten schriftlichen Umlaufverfahren genehmigte der Aufsichtsrat den Erwerb der beiden Unternehmen und die dabei vorgesehene Akquisitionsfinanzierung.

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 13. Juli 2023 fand die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Nach einem kurzen Rückblick auf die Hauptversammlung wurde zunächst der Stand der Akquisitionen SVS Vision und Eyevious einschließlich der Finanzierung dieser Transaktionen sowie eines geplanten Incentive-Programms für das US-Management thematisiert.

Zudem standen Vorstandsangelegenheiten auf der Tagesordnung. Wie vom Personalausschuss empfohlen wurden die Vorstandsbestellungen von Herrn Marc Fielmann, Herrn Dr. Bastian Körber und Frau Katja Groß um jeweils weitere drei Jahre verlängert. Damit verbunden wurde eine Erhöhung der Vergütungen von Herrn Dr. Körber und Frau Groß beschlossen. Herr Fielmann hatte für sich auf eine Vergütungserhöhung verzichtet. Einer weiteren Beschlussempfehlung des Personalausschusses folgend wurde Herr Steffen Bätjer mit Wirkung ab dem 15. August 2023 auf die Dauer von drei Jahren zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt. Herr Bätjer hat, wie geplant, inzwischen die Nachfolge von Herrn Georg Alexander Zeiss angetreten, der als langjähriger Finanzvorstand zum 31. Dezember 2023 aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

In der Aufsichtsratssitzung am 23. November 2023 berichtete Frau Katja Groß einleitend, dass nunmehr das Objekt Fuhlsbüttler Straße 399 als künftige Zentrale der Fielmann-Gruppe ("Office 2025") feststehe. Nach erfolgter Zustimmung durch den Aufsichtsrat im Umlaufverfahren sei der Mietvertrag unterzeichnet worden. Mit dem für das 3. Quartal 2025 geplanten Umzug in die neue Zentrale werde eine neue, zukunftsfähige Arbeitswelt geschaffen. Sodann beschloss der Aufsichtsrat die Änderung der Aufgabenverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstands zum 1. Januar 2024. In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass der Vorstand künftig von zwei "Group Executives" (Herr Dr. Lukas Rücker und Herr Peter Lothes) unterstützt werde, indem diese globale Verantwortung für einzelne Funktionen übernehmen.

Danach war der Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand. Außerdem legte der Vorstand die Planung für 2024 sowie die Rahmenplanung 2025-2026 dar. Nach der Beantwortung von Fragen seiner Mitglieder genehmigte der Aufsichtsrat die Planungen. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorstand nach ausführlicher Berichterstattung dazu ermächtigt, die bestehende Call-Option hinsichtlich des verbliebenen 20%-Anteils an der Óptica del Penedés S.L. ("Óptica & Audiología Universitaria"), Spanien, die bereits 2020 zu 80% erworben wurde, mit Wirkung ab dem 1. Januar 2024 auszuüben.

In dieser letzten Sitzung im Jahr 2023 waren zudem ein Entwurf der DCGK-Erklärung zum 31. Dezember 2023 sowie eine systembedingte Anpassung im Rahmen des Vorstandsvergütungssystems für die Jahre 2023 und 2024 jeweils Gegenstand der Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat. Abschließend berichteten Herr Steffen Bätjer und Herr Georg Alexander Zeiss über die ESG-Berichterstattungspflichten sowie die erfolgte Umstellung des Buchhaltungssystems von SAP R/​3 auf SAP S/​4HANA.

Im Geschäftsjahr 2023 hatten der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss i.S.d. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz keinen Anlass zusammenzutreten. Der Personalausschuss tagte einmal. Beratungsgegenstand war dabei insbesondere die Nachfolge im Finanzressort, nachdem Herr Georg Alexander Zeiss als Finanzvorstand die Niederlegung seines Amts zum 31. Dezember 2023 angekündigt hatte. Mit Herrn Steffen Bätjer wurde ein hochqualifizierter Nachfolger gefunden.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Zeiss herzlich für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit für die Fielmann-Gruppe und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Herr Zeiss hat auf der Grundlage einer gerichtlichen Bestellung inzwischen die Nachfolge von Herrn Hans Joachim Oltersdorf im Aufsichtsrat angetreten. Dieser hatte sein Amt ebenfalls mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 niedergelegt. Auch Herrn Oltersdorf gilt ein herzlicher Dank für seine besondere Kollegialität und die zahlreichen wertvollen Beiträge in den vielen Jahren seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat.

Der Prüfungsausschuss ist im Berichtsjahr in insgesamt vier Sitzungen seinen Aufgaben nachgekommen. In allen Sitzungen stand aus dem Vorstand Herr Georg Alexander Zeiss und in der letzten Sitzung zusätzlich Herr Steffen Bätjer dem Prüfungsausschuss Rede und Antwort. Außerdem wurden in den Sitzungen Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen und Revision gehört und befragt.

In der ersten Sitzung am 1. März 2023 standen unter anderem der Abschluss für 2022, die Planung für 2023, das Ausschreibungsverfahren betreffend den für 2023 vorzuschlagenden Abschlussprüfer sowie das Thema "Nachhaltigkeitsziele" auf der Tagesordnung. An der Sitzung am 5. April 2023 nahmen vom Abschlussprüfer Deloitte Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt teil. Mit diesen führte der Prüfungsausschuss, nachdem zuvor Herr Georg Alexander Zeiss seinen Bericht erstattet hatte, ohne Beisein weiterer Personen ein ausführliches Gespräch über den Verlauf und die Ergebnisse der Abschlussprüfung für 2022. In der Sitzung vom 12. Juli 2023 war insbesondere der Bericht 2022/​2023 der Konzernrevision Beratungsgegenstand. Außerdem wurde die Überleitung der Jahresabschlussprüfung auf den neuen Abschlussprüfer thematisiert. In der letzten Sitzung am 22. November 2023 hatte sich der Prüfungsausschuss unter anderem mit den Prüfungsschwerpunkten der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 sowie mit einem Bericht betreffend das Risikomanagement befasst.

Der Aufsichtsrat überprüft fortlaufend und zusätzlich einmal jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens das Vorliegen von Interessenkonflikten seiner Mitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder sind zudem aufgefordert, potenzielle Interessenkonflikte mitzuteilen. Auch im Geschäftsjahr 2023 lagen keine Interessenkonflikte vor.

Der Jahresabschluss der Fielmann Group AG und der gemäß § 315a Handelsgesetzbuch auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 sowie die Berichte über die Lage der Fielmann Group AG und des Konzerns sind durch den Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt a.M., geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Diese Unterlagen, einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, die jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vorlagen, wurden vom Aufsichtsrat geprüft und in der Bilanzsitzung am 18. April 2024 in Gegenwart von Herrn Wirtschaftsprüfer Thorsten Dzulko und Frau Wirtschaftsprüferin Claudia Niendorf-Senger, die über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung berichteten und die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder dazu beantworteten, eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Er hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt, womit der Jahresabschluss zugleich festgestellt ist. Der Aufsichtsrat befürwortet den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schließt sich diesem an. Dem für 2023 vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht sowie dem Vergütungsbericht und der nichtfinanziellen Berichterstattung stimmte der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) im Geschäftsjahr 2023 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands geprüft und sich in der Bilanzsitzung am 18. April 2024 das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende und sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

Hamburg, 18. April 2024

Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ÜBER FIELMANN

Die Fielmann-Gruppe

Fielmann hat die augenoptische Branche geprägt und revolutioniert. Unser Unternehmen entstand aus der einfachen Idee heraus, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, als Günther Fielmann 1972 sein erstes Geschäft in Cuxhaven eröffnete. Innerhalb weniger Jahrzehnte demokratisierte Fielmann die Brillenmode, leistete Pionierarbeit in der Auswahl, bei den Garantien und im Service. Unser Unternehmen ist heute Marktführer in Zentraleuropa und gehört zu den größten Augenoptikern weltweit.

Europa

USA

MARKTÜBERBLICK

Marktüberblick Europa

Brillen

Augenoptischer Markt Europa 1

scrollen

80.000 Fachgeschäfte
40 Mrd. € Umsatz 60 Mio. Brillen

Anteil Brillenträger nach Altersgruppen 2

1 Schätzung Fielmann, 2024

2 Allensbach, Spectaris, Emnid

Sonnenbrillen

Absatzanteil 1

Kundenanteil Sonnenbrillen in Sehstärke 1

Kontaktlinsen

Letzter Kaufort Kontaktlinsen 2

in Deutschland

Hörakustik

Europäischer Hörakustik-Markt 3

scrollen

50 Mio. Menschen mit Hörbedarf 6 Mrd. € Umsatz 7 Mio. abgegebene Hörsysteme

1 Schätzung Fielmann, 2021

2 Langzeitstudie, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag von Fielmann (n = 1.000), 2020

3 AEA-EFHOH-Report, bpb

Marktüberblick USA

Brillen

Augenoptischer Markt USA 1

scrollen

45.000 Fachgeschäfte
77 Mrd. $ Umsatz (inkl. Kontaktlinsen) 98 Mio. Brillen

Anteil Brillenträger

1 Schätzung Fielmann, 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Fielmann Group AG und des Konzerns (Vorbemerkung)

Der Konzernabschluss der Fielmann Group AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Fielmann", "Fielmann-Gruppe", der "Konzern", "wir", "uns") zum 31. Dezember 2023 wurde in Übereinstimmung mit den für den Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS einschließlich der International Accounting Standards), wie sie in der Europäische Union anzuwenden sind, und unter Berücksichtigung der anzuwendenden Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) sowie des ehemaligen Standard Interpretations Committee (SIC) erstellt. Ferner wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß § 315e Abs. 1 HGB beachtet. Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Steuerung des Konzerns nach den Absatzmärkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien, Nordamerika und Sonstige.

1.1 Unternehmensprofil der Fielmann-Gruppe

Die Fielmann-Gruppe versorgt ihre 28 Millionen Kunden mit Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräten und augenärztlichen Grundversorgungsleistungen. Wir helfen allen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. Der Konzern betreibt Ladengeschäfte und eine Omnichannel-Plattform, bestehend aus digitalen Vertriebskanälen und mehr als 1.000 Einzelhandelsgeschäften weltweit. Das 1972 gegründete Unternehmen wird von Marc Fielmann in zweiter Generation geführt. Das Unternehmen betreibt Geschäfte und digitale Vertriebskanäle unter dem Markennamen Fielmann in mehreren Ländern, vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Polen , Tschechien, Ukraine und Luxemburg. Daneben firmiert die Fielmann-Gruppe unter den Marken Optika Clarus in Slowenien, Óptica & Audiología Universitaria und Medical Óptica Audición in Spanien, und SVS Vision in den USA.

Die Fielmann-Gruppe ist tief in der augenoptischen Branche verwurzelt. Mit 23.412 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Vorjahr: 22.631 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) ist Fielmann Designer, Hersteller, Großhändler und Augenoptiker und deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette der augenoptischen Industrie ab. Als Marktführer in Mitteleuropa hält der Fielmann-Konzern in Deutschland einen Stückzahlmarktanteil von mehr als 50 Prozent, ist weltweit drittgrößter augenoptischer Einzelhändler.

1.2 Organisationsstruktur

Die Fielmann Group AG mit Sitz in Hamburg, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Das operative Geschäft der Gruppe wird über regionale Beteiligungen, die direkt oder indirekt von der Muttergesellschaft kontrolliert werden, gesteuert. Die Gruppe ist organisch, aber auch durch Akquisitionen gewachsen. Zu den Übernahmen gehören die slowenische augenoptische Kette Optika Clarus (Erwerb 2019), Óptica & Audiología Universitaria in Spanien (Erwerb 2020) und Medical Óptica Audición in Nordspanien (Erwerb 2022).

Im Geschäftsjahr 2023 erwarb der Fielmann-Konzern zudem mit Wirkung zum 1. September 2023 eine unter dem Namen "SVS Vision" firmierende Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Detroit, Michigan, vollständig. SVS Vision betreibt 82 Optikergeschäfte in neun US-Bundesstaaten mit Schwerpunkt im US-Bundesstaat Michigan. Darüber hinaus betreibt SVS Vision sowohl Produktionsstätten als auch eine eigene Brillenversicherung.

Eyevious Style, Inc. in Calgary, Kanada, und seine Tochtergesellschaften wurden mit Wirkung zum 7. Juni 2023 ebenfalls vollständig übernommen. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft Eye Style of America Ltd. betreibt die E-Commerce-Plattform "Befitting" und bietet Technologien an, die Versicherungskunden beim Kauf optischer Produkte unterstützen.

Der Fielmann-Konzern betreibt Ende 2023 insgesamt 1.086 Geschäfte (Vorjahr: 968 Geschäfte). Nach einem erfolgreichen zweijährigen Pilotversuch in der Schweiz bietet Fielmann seit Anfang 2023 über die Ocumeda AG, Riedt, Schweiz, eine Erweiterung des Dienstleistungsangebots der Gruppe an. In Zusammenarbeit mit Ocumeda wurde die innovative Dienstleistung eines Augen-Check-Up eingeführt, bei der zertifizierte Augenoptiker in den Fielmann-Geschäften den Augeninnendruck messen und Netzhautaufnahmen durchführen, um diese Daten an Augenärzte zu übermitteln, die sie auswerten. Den Kunden wird innerhalb weniger Tage ein Ergebnisbericht zugesendet. Zu den Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft gehören auch die Produktion von optischen Produkten und die dazugehörige Logistik.

Die Aktien der Fielmann Group AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und gehören zum Börsenindex SDAX. Über die KORVA SE, mehrere Stiftungen und direktes Eigenkapital kontrolliert die Familie Fielmann 72,91 Prozent der Aktien der Fielmann Group AG. Der Streubesitz beläuft sich unverändert auf 27,09 Prozent.

1.3 Vorstand und Aufsichtsrat

Die Fielmann Group AG orientiert sich bei der Führung und Kontrolle des Unternehmens an den im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) aufgeführten Standards einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Der Vorstand der Fielmann Group AG besteht aus vier Personen und ist für die Leitung der Fielmann Group AG und des Konzerns verantwortlich. Für den Zeitraum vom 15. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bestand der Vorstand der Fielmann Group AG aus fünf Mitgliedern, nachdem Steffen Bätjer im August als weiteres Mitglied in den Vorstand berufen wurde und Georg Alexander Zeiss im Dezember ausschied.

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen und wird von diesem überwacht.

Marc Fielmann ist Vorsitzender des Vorstands (CEO) und verantwortet darüber hinaus die Bereiche Strategie, IT (bis 31. März 2024) und Category Management und Einkauf. Mit Wirkung zum 15. August 2023 wurde Steffen Bätjer zum Vorstand für Controlling und ab 1. Januar 2024 auch für die Bereiche Finanzen, Compliance, Recht und Steuern bestellt.

Dr. Bastian Körbers Zuständigkeit umfasst die Bereiche Vertrieb, Marketing, Expansion und bis zum 14. August 2023 das Controlling. Darüber hinaus ist Dr. Bastian Körber ab dem 15. August 2023 auch für den Bereich Real Estate zuständig. Katja Gros ist für die Bereiche Personal & Organisation verantwortlich. Darüber hinaus leitet Frau Gros seit dem 1. Januar 2024 den Bereich Produktion & Logistik und ist seit dem 1. April 2024 für den Bereich Digital & IT als Vorstandsmitglied zuständig.

Georg Alexander Zeiss ist zum 31. Dezember 2023 aus dem Vorstand der Gruppe ausgeschieden. Bis zu diesem Zeitpunkt war Herr Zeiss für die Bereiche Finanzen, Immobilien (bis 14. August 2023), Recht, Compliance und Produktion & Logistik verantwortlich.

Der Aufsichtsrat der Fielmann Group AG ist nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) gebildet und besteht aus 16 Mitgliedern (sechs Frauen und zehn Männer). Neben seiner Überwachungsfunktion berät er den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in wesentliche Geschäftsvorgänge eingebunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Um die Effizienz seiner Tätigkeit zu steigern, hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss, einen Prüfungsausschuss, einen Vermittlungsausschuss und einen Nominierungsausschuss eingerichtet. Damit folgte der Aufsichtsrat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben.

2 Konzernerklärung zur Unternehmensführung

Die Standards der Unternehmensführung sind gemäß §§ 315d, 289f HGB in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Sie enthält die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die von Vorstand und Aufsichtsrat der Fielmann Group AG im Dezember 2023 abgegeben wurde. Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht und ist im Internet unter www.fielmann-group.com abzurufen. Sie ist zudem Teil des Geschäftsberichts und des Konzernlageberichts.

3 Geschäftsmodell

Die Fielmann-Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Augenoptik ab, ist Designer, Produzent, Großhändler und Augenoptiker. Im brandenburgischen Rathenow befindet sich unser größter Produktions- und Logistikstandort. Dort werden auftragsbezogen Mineral- und Kunststoffgläser gefertigt, in der Randschleiferei mit der bestellten Fassung zur individuellen Brille zusammenfügt und im Nachtsprung in die Niederlassungen geliefert. Zusätzlich zum Standort in Rathenow nutzt Fielmann weitere Produktions- und Logistikstandorte, die entweder im Eigenbetrieb, im Joint Venture oder durch die Beauftragung Dritter betrieben werden. Im Berichtsjahr wurden im Tagesdurchschnitt mehr als 17.000 Gläser (Vorjahr: 17.000 Gläser) ausgeliefert und über 62.000 Aufträge (Vorjahr: 55.000 Aufträge) abgewickelt. In Summe produzierte Fielmann 4,1 Millionen Gläser aller Veredelungsstufen und versendete 8,9 Millionen Brillenfassungen in die Niederlassungen (Vorjahr: 4,3 Millionen Gläser, 8,5 Millionen Brillenfassungen).

Das Produktsortiment der Fielmann-Gruppe beinhaltet Fassungen, Gläser, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Schutzbrillen, verwandte Artikel, Zubehör und erlaubnisfreie Handelswaren aller Art. Durch ihr Omnichannel-Geschäftsmodells verbindet die Gruppe digitale Vertriebskanäle und persönlichen Kundenservice in mehr als 1.086 Niederlassungen (Vorjahr: 968).

Zunehmend bietet die Fielmann-Gruppe in Deutschland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten eine augenärztliche Grundversorgung an. In Deutschland und der Schweiz werden solche Dienstleistungen wie der Augen-Check-Up durch die Ocumeda in mehr als 100 Niederlassungen angeboten, wobei geplant ist, die Einführung in diesen beiden Ländern auf den Großteil des Filialnetzes auszudehnen. Wir gehen davon aus, dass wir diese Dienstleistung bis Ende 2024 in mehr als 400 Geschäften anbieten werden. In den Vereinigten Staaten bietet die Gruppe die augenärztliche Grundversorgung über ein Ärztenetz in ihrem SVS Vision-Filialnetz an. Neben den augenoptischen Dienstleistungen bietet die Fielmann-Gruppe ihren Kunden Hörsysteme und Hörgeräte-Services an 385 Standorten (Vorjahr: 352) in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien und Slowenien an. Im vergangenen Jahr konnte Fielmann seinen Marktanteil in Deutschland ausbauen.

4 Regulatorisches Umfeld

Die Mehrheit der durch die Fielmann-Gruppe vertriebenen Produkte sind Medizinprodukte. Die Herstellung und der Vertrieb dieser Produkte ist in vielen Märkten streng reguliert und unterliegt vielen Auflagen.

Optik-Markt

In den meisten west- und mitteleuropäischen Märkten spielen Erstattungen durch Krankenkassen in der Augenoptik nur eine untergeordnete Rolle.

In Deutschland hat nur eine sehr begrenzte Gruppe von Menschen Anspruch auf die Erstattung von Brillen mit Korrekturgläsern durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dazu gehören Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren sowie Erwachsene mit erheblichen Sehbehinderungen auf beiden Augen.

In der Schweiz haben viele Kunden eine private Krankenversicherung, die den Kauf von Brillen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts abdeckt. In Österreich werden die Leistungen von den Krankenkassen nach Abzug der Selbstbeteiligung teilweise erstattet. Nur Kinder und bedürftige Personen sind vom Selbstbehalt befreit. In Spanien sind für Bedürftige Erstattungen im Rahmen der Sozialhilfe durch die Krankenkassen möglich.

In den USA haben Versicherte in der Regel Anspruch auf optische Leistungen, entweder im Rahmen eines vom Arbeitgeber bereitgestellten Versicherungspakets oder durch staatliche oder bundesstaatliche Unterstützungsprogramme, wie Medicare und Medicaid.

Hörakustik-Markt

Im Bereich der Hörakustik haben gesetzlich Versicherte in mitteleuropäischen Märkten, in denen die Fielmann-Gruppe Hörsysteme anbietet (Deutschland, der Schweiz und Österreich), größtenteils Anspruch auf eine Behandlung, die ihr Hörvermögen so weit wie möglich nach dem neuesten Stand der Medizintechnik wiederherstellt. In Spanien werden diese Leistungen von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen.

5 Markt- und Technologieposition

Die Märkte für optische und akustische Produkte profitieren von starken Wachstumsfaktoren: Die alternde Bevölkerung und die zunehmende Kurzsichtigkeit der jüngeren Generationen sind die Haupttreiber dieser Entwicklung.

Dank der starken Marken und des umfassenden Omnichannel-Netzwerks ist die Fielmann-Gruppe gut positioniert, um diese Wachstumstrends zu nutzen. In Mitteleuropa ist Fielmann Marktführer, in Spanien und Osteuropa baut Fielmann seine Position weiter aus und ist zuversichtlich, mittel- bis langfristig eine marktführende Position zu erreichen. Die Märkte in Südeuropa, Westeuropa und Nordamerika bieten erhebliche Wachstumschancen.

In Deutschland beträgt der durchschnittliche Jahresumsatz je Fielmann-Niederlassung 2,5 Millionen € (Vorjahr: 2,3 Millionen €), im Vergleich zu rund 0,3 Millionen € bei traditionellen Optikergeschäften (Vorjahr: 0,3 Millionen €).

In der Schweiz erwirtschaftet jede Fielmann-Niederlassung einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 5,2 Millionen € (Vorjahr: 5,6 Millionen €), in Österreich durchschnittlich 2,6 Millionen € (Vorjahr: 2,4 Millionen €). In Spanien beläuft sich der entsprechende Wert auf 1,7 Millionen € (Vorjahr: 1,5 Millionen €). Mit der Übernahme von SVS Vision ist die Gruppe am 1. September 2023 in den US-Markt eingetreten. Das Unternehmen ist Marktführer in Michigan und betreibt insgesamt 82 Geschäfte in neun US-Bundesstaaten. Die Geschäfte erzielten 2023 einen durchschnittlichen Jahresumsatz von jeweils 1,2 Millionen €.

Fielmann treibt die internationale Expansion voran, indem die Omnichannel-Plattform eingeführt und neue Geschäfte eröffnet werden. Die Umsätze in den wichtigsten Märkten außerhalb Deutschlands wuchsen zweistellig, mit Ausnahme der Schweiz, die in einem schwierigen Umfeld ein Umsatzwachstum von +4,4 Prozent erzielte. Insgesamt trugen die internationalen Märkte im Geschäftsjahr 2023 rund 625,3 Millionen € bzw. 31,8 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent) zu unserem Konzernumsatz bei und erzielten damit ein Wachstum von 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (506,3 Millionen €).

Wir haben eine Omnichanel-Plattform für die wichtigsten Produktkategorien entwickelt. Neben der Entwicklung eines nahtlosen Zusammenspiels von digitalen Services, E-Commerce-Kanälen und persönlichem Service in unseren Geschäften investiert Fielmann in innovative Technologien wie z.B. optische Messtechnik und augenoptische Dienstleistungen. Fielmann Ventures entwickelt diese Technologien und Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen und innovativen Start-ups.

6 Steuerungssystem

6.1 Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

In der gesamten Gruppe verwendet Fielmann dieselben finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, um seine Leistung zu bewerten.

Zur Messung der finanziellen Leistung verwendet Fielmann vier wichtige Leistungsindikatoren:

(I) Brillenabsatz,

(II) Umsatz,

(III) Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA bzw. die EBITDA Marge),

(IV) das Ergebnis vor Steuern (EBT bzw. die EBT Marge).

Fielmann leitet sein Wachstum und seine Ertragsentwicklung unmittelbar aus der Vertriebsstatistik sowie - ohne weitere Bereinigungen - aus der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden monatlich ermittelt und intern berichtet.

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren verwendet Fielmann die "Kundenzufriedenheit" und ermitteln diese Kennzahl regelmäßig durch Kundenbefragungen in unseren Kerngebieten.

Die zentralen Leistungsindikatoren sind wie folgt definiert:

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Brillenabsatz: Verkaufte Anzahl an Brillen inklusive Sonnenbrillen mit Korrektionsgläsern, ohne Kontaktlinsen (Normlinsen) und Hörsysteme sowie anderer Handelsware
Umsatz: Konsolidierter Umsatz der Gruppe ohne Berücksichtigung interner Lieferbeziehungen, wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen wie in der Konzern-GuV ausgewiesen
EBT: Ergebnis vor Steuern wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen
Kundenzufriedenheit: Prozentualer Anteil der "sehr zufriedenen" und "zufriedenen" Kunden, ermittelt in Umfragen der Fielmann Group AG oder durch unabhängige Marktforschungsinstitute im Auftrag von Fielmann.

Die ermittelten Werte dieser bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben einen bestimmenden Einfluss auf die Höhe der Vergütung der Niederlassungs- und Geschäftsleitung sowie des Vorstandes.

Weitere Kennzahlen werden regelmäßig oder fakultativ ermittelt und gehen bedarfsweise in unsere kontinuierliche Berichterstattung ein.

Gegenwärtig betrachtet die Gruppe zusätzlich folgende Leistungsindikatoren, die Aufschluss über die operative Entwicklung und das Erreichen strategischer Ziele geben:

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die Anzahl der Niederlassungen mit und ohne Hörakustik-Angebot
der durchschnittliche Absatz und Umsatz je Niederlassung
der Absatz von Hörakustik-Produkten und Kontaktlinsen
das für den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt des Niederlassungsnetzes sowie für Produktion und Infrastruktur verwendete Investitionsvolumen.

Alle Steuerungskennzahlen werden auf ihre nachhaltige Aussagekraft überprüft und gegebenenfalls ersetzt. Eine andere Abverkaufsstruktur, neue Produkte oder eine Modifikation des Verkaufsmixes können zu einer geänderten Einschätzung führen. Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen werden extern quartalsweise auf Konzern- und Segmentebene berichtet. Über die Kundenzufriedenheit wird einmal jährlich auf Konzernebene Bericht erstattet. Zufriedene Kunden empfehlen Fielmann weiter. Eine hohe Kundenzufriedenheit ist Indikator einer hohen Kundenbindung.

6.2 Berechnungsmethode relativer Kennzahlen

Im Wirtschaftsbericht geht die Fielmann Group zusätzlich auf nachstehende relative Kennzahlen ein:

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EBITDA-Rendite: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen /​ Konzerngesamtleistung x 100
Rendite vor Steuern im Konzern: Ergebnis vor Steuern /​ Konzerngesamtleistung x 100
Steuerquote des Fielmann-Konzerns: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag /​ Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100
Umsatzrendite vor Steuern Segmente: Segmentergebnis vor Steuern /​ Segmentumsatzerlöse extern x 100
Nettorendite: Jahresüberschuss /​ Konzerngesamtleistung x 100
Eigenkapitalrendite nach Steuern: Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind /​ Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens x 100

7 Wirtschaftsbericht

Die nachfolgend aufgeführten externen Kennzahlen sowie Ausführungen zu gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen basieren auf Veröffentlichungen bis zum 9. Februar 2024.

7.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

7.1.1 Europa

Nach zunächst solidem Wirtschaftswachstum in 2022 schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt zum Jahresende 2022 und erholte sich 2023 kaum. Die nach wie vor hohe, wenn auch rückläufige Inflation, die schwache Auslandsnachfrage und die verschärfte Geldpolitik der EZB haben die Entwicklung der europäischen Wirtschaft im vergangenen Jahr gedämpft.

Die Erwerbs- und Beschäftigungsquoten 2023 entwickelten sich sehr erfreulich und erreichten im zweiten Quartal den höchsten jemals aufgezeichneten Stand in der EU, und die Arbeitslosenquote lag im Laufe des Jahres nahe ihrem Rekordtief.

Trotz der restriktiveren Geldpolitik, die sich in einem steilen Anstieg der Zinsen widerspiegelt, sind die Investitionen - gestützt durch insgesamt solide Unternehmensbilanzen - weiter angestiegen

7.1.2 Konjunkturelle Entwicklung in West- und Mitteleuropa (Deutschland, Schweiz, Österreich, Slowenien)

Die west- und mitteleuropäischen Volkswirtschaften, die in 2022 noch mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen hatten, gerieten 2023 durch den starken Anstieg der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise infolge des 2022 begonnenen Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen geopolitischen Verschiebungen sowie durch Veränderungen in den makroökonomischen Versorgungsketten unter starken Druck.

Darüber hinaus führten die Versuche, die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas deutlich zu verringern, zu einem vorübergehenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage mit einem deutlich steigenden Preisniveau. Diese bereits 2022 begonnene Energiekrise wirkte sich sowohl auf die Kaufkraft der privaten Haushalte als auch auf das verarbeitende Gewerbe negativ aus.

In Deutschland war die Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2023 leicht rückläufig. Der Kaufkraftverlust aufgrund der hohen Inflation und die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen wirkten sich auf die Konsumausgaben und die Investitionen aus. Diese negative Entwicklung wurde jedoch durch das anhaltend hohe Beschäftigungsniveau in Verbindung mit einem sogar leichten Anstieg der Reallöhne abgemildert. Nach einer schwachen ersten Jahreshälfte ging die Industrieproduktion im weiteren Verlauf des Jahres weiter zurück. Darüber hinaus gingen die Exporte zurück, da sich auch die wirtschaftliche Lage der wichtigsten Handelspartner Deutschlands verschlechterte.

Die schwache Konjunktur im internationalen Industriesektor wirkte sich auch auf das verarbeitende Gewerbe in der Schweiz aus. Dennoch wurde die Wirtschaft durch die Dynamik der Exporte von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen gestützt. Die Binnennachfrage war dagegen schwach und die privaten Konsumausgaben stiegen nur geringfügig. Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor sehr niedrig, und die Inflation blieb aufgrund der geringeren Energieabhängigkeit von Russland in der Nähe der Preisstabilität.

Die österreichische Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2023 aufgrund der hohen Energiepreise, die sich auf die privaten Haushalte und die Industrie auswirkten, der steigenden Lohnstückkosten und des schleppenden Exportwachstums. Der Arbeitsmarkt hat sich jedoch trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds gut behauptet. Die Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 laufen aus, und es wurden Schritte unternommen, um die Auswirkungen der hohen Energiepreise zu mildern.

Die slowenische Wirtschaft ist auch in einem schwierigen Umfeld weiterhin stark gewachsen. Die privaten Konsumausgaben blieben jedoch eher gering, im Gegensatz zur Investitionstätigkeit, die vor allem vom Baugewerbe getragen wurde. Im August wurde Slowenien von außergewöhnlich schweren Überschwemmungen heimgesucht, die beträchtliche Schäden an der Infrastruktur und an Wohngebäuden verursachten und somit auch das BIP-Wachstum beeinträchtigten, für das ein höherer Wert prognostiziert worden war.

7.1.3 Konjunkturelle Entwicklung in Südeuropa (Spanien, Italien)

Spanien verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum, das im Laufe des Jahres jedoch an Dynamik verlor. Insbesondere die negative Entwicklung des Tourismussektors und die schwächere Wirtschaftslage bei Spaniens wichtigsten Handelspartnern ist hierfür ausschlaggebend. Im Inland wirkte sich der Rückgang im Immobiliensektor angesichts des hohen Zinsniveaus negativ auf das Investitionswachstum aus. Zudem fiel das Beschäftigungswachstum zunehmend geringer aus, so dass auch der Anstieg der Realeinkommen der privaten Haushalte nur begrenzt positiven Einfluss auf den Konsum hatte.

Die wirtschaftliche Erholung der drittgrößten Volkswirtschaft der EU, Italien, kam im zweiten Quartal 2023 zum Stillstand. Obwohl die Erwerbsbeteiligung leicht anstieg, wirkte sich das abrupte Ende der Steuervergünstigungen für bestimmte Bautätigkeiten negativ auf die Gesamtwirtschaft aus. Insgesamt stieg die italienische Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 jedoch leicht an.

7.1.4 Konjunkturelle Entwicklung in Osteuropa (Polen, Tschechien, Ukraine)

Die polnische Wirtschaft wuchs 2023 nach Jahren des stetigen Aufschwungs erstmals nur leicht. Die Ausgaben der privaten Haushalte wurden, trotz niedriger Arbeitslosenquote und einem Wachstum der Reallöhne, durch die hohe Inflation und das geringe Verbrauchervertrauen gebremst. Insbesondere die Nähe zur Ukraine und das Auflösen der wirtschaftlichen Verbundenheit zu Russland haben sich dämpfend ausgewirkt.

Die tschechische Wirtschaft entwickelt sich seit geraumer Zeit eher gedämpft. Hauptgründe sind die schwache Inlandsnachfrage aufgrund hoher Zinsen und hoher Inflation. Zuletzt schwächte sich aber auch die Auslandsnachfrage aufgrund der ungünstigen Entwicklung in Deutschland - ein großer Handelspartner - ab.

In der vom Krieg gebeutelten Ukraine sank das BIP nach ersten Schätzungen im Jahr 2023 um ein Drittel.

7.1.5 Konjunkturelle Entwicklung in den USA

In den USA nahmen sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen spürbar zu. Bei den Wohnungsbauinvestitionen hat sich der Abschwung fortgesetzt, aber etwas abgeschwächt. Die restriktive Geldpolitik sowie eine geringere Dynamik der Beschäftigungsnachfrage haben die Konsumnachfrage im 4. Quartal jedoch gedämpft. Demgegenüber sind die Unternehmensinvestitionen, auch angesichts der staatlichen Förderprogramme, weiterhin gestiegen. Insgesamt verzeichneten die USA aber ein robustes Wirtschaftswachstum.

7.2 Branchenbezogenes Umfeld

7.2.1 Der augenoptische Markt

Die Verunsicherung der Kunden in Folge steigender Verbraucherpreise führte insbesondere ab dem Sommer zu einer Kaufzurückhaltung in der Augenoptik. Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) ermittelte für 2023 einen Absatz der augenoptischen Branche in Deutschland von 12,2 Millionen Brillen (Vorjahr: 12,5 Millionen Brillen), ein Rückgang um 2,7 Prozent. Der Gesamtumsatz der Branche wird vom ZVA auf 6,8 Milliarden € geschätzt (Vorjahr: 6,7 Milliarden €), was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. Die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte einschließlich aller Zweigniederlassungen und Betriebsstätten lag nach Angaben des Zentralverbandes zum Ende des Berichtszeitraumes bei rund 11.000 Geschäften (Vorjahr: 11.100 Geschäfte). Zugleich setzte sich der Konzentrationsprozess durch vertikale und horizontale Integration in der internationalen augenoptischen Branche fort. Im Jahr 2023 befanden sich in Deutschland rund 2.500 Filialen im Besitz der zehn größten Einzelhändler. Bei insgesamt rund 11.000 Geschäften entspricht dies einem Anteil von 23 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) an allen Geschäften.

Nach Schätzungen der Fielmann-Gruppe ging der Absatz in der Schweiz leicht zurück, während der Umsatz währungskursbedingt um 3,5 Prozent anstieg. Insgesamt lag der Absatz der Branche bei rund 1,0 Millionen Brillen und der Umsatz bei 1,2 Milliarden CHF (Vorjahr: 1,3 Milliarden CHF). Die Zahl der Optikergeschäfte in der Schweiz belief sich wie im Vorjahr auf rund 1.100. In Österreich blieb die Zahl der verkauften Brillen nach unseren Schätzungen unverändert bei 1,2 Millionen (Vorjahr: 1,2 Millionen), während der Umsatz um ca. 4,0 Prozent auf 0,5 Milliarden € (Vorjahr: 0,4 Milliarden €) stieg.

In Spanien verkauften 9.720 Optikergeschäfte im Berichtsjahr ca. 6,0 Millionen Brillen (Vorjahr: 6,0 Millionen). Die Branche erwirtschaftete einen geschätzten Umsatz von 2,0 Milliarden € (Vorjahr: 2,0 Milliarden €).

In den USA werden jährlich rund 98 Millionen Brillen verkauft. Der Umsatz beläuft sich auf geschätzte 76,5 Milliarden USD.

7.2.2 Der Hörakustik-Markt

Im vergangenen Jahr gab es bundesweit 7.335 Hörakustikgeschäfte (Vorjahr: 7.250), die rund 1,6 Millionen Hörsysteme (Vorjahr: 1,6 Millionen) anpassten, so die Schätzungen der Bundesinnung der Hörakustiker (BIHA). Der Gesamtumsatz der Hörakustikbranche im Inland lag bei rund 1,8 Milliarden € (Vorjahr: 1,6 Milliarden €). Zahlen für die anderen europäischen Märkte liegen nicht vor.

7.3 Gesamtaussage zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für die Fielmann-Gruppe relevanten Märkten sowie das branchenspezifische Umfeld wird durch eine Vielzahl exogener Einflussfaktoren beeinflusst und spiegelt sich in Europa in einem allgemein geringen Konsumentenvertrauen wider. Die augenoptische Branche konnte sich der allgemeinen Kaufzurückhaltung nicht gänzlich entziehen. Wir erwarten weiterhin eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Insgesamt erachtet der Vorstand die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Fielmann Group AG als auch für den Fielmann-Konzern als positiv.

8 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Fielmann-Gruppe

8.1 Ertragslage

Die Fielmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 ihren Absatz und Umsatz gesteigert und baute seine Marktanteile auf den wichtigsten Märkten aus. In Deutschland weitete die Fielmann-Gruppe den Absatz-Marktanteil auch auf Grund der hohen Kundenzufriedenheit um zwei Prozentpunkte aus. In Ost- und Südeuropa legten die meisten Märkte im Vergleich zum Vorjahr zweistellig zu, unsere Marktanteile stiegen in ähnlicher Größenordnung. Über alle regionalen Märkte hinweg verzeichnete Fielmann einen Absatzanstieg um 3,6 Prozent auf 8,9 Millionen Brillen (Vorjahr: 8,6 Millionen Brillen). Die Zahl der verkauften Normlinsen erhöhte sich um 14,1 Prozent auf rund 444 Millionen (Vorjahr: 389 Millionen), wovon mehr als 50 Prozent im Versand abgesetzt wurden. Der Absatz im Bereich der Hörakustik belief sich auf über 119,0 Tausend Systeme (Vorjahr: 106,2 Tausend Systeme), ein Anstieg um 12,1 Prozent. Der Konzernumsatz wuchs um 11,9 Prozent auf 1.969,1Millionen € (Vorjahr: 1.759,0 Millionen €). Der Umsatzzuwachs war neben dem Mengenwachstum auf die verstärkte Nachfrage nach hochwertigen Gläsern und Fassungen zurückzuführen.

Die zentraleuropäischen Märkte wiesen ein solides einstelliges Wachstum zum Vorjahr auf. In Spanien, Tschechien, Italien und Polen verzeichneten wir zweistellige Umsatzzuwächse. Insgesamt trugen die internationalen Märkte im Geschäftsjahr 2023 rund 625,3 Millionen € zum Konzernumsatz bei, wuchsen damit um 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (506,3 Millionen €). Einschließlich Bestandsveränderungen errechnet sich eine Konzerngesamtleistung in Höhe von 1.972,1 Millionen € (Vorjahr: 1.763,1 Millionen €). Das EBITDA, Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen, lag bei 410,1 Millionen €, ein Anstieg um 20,8 Prozent (Vorjahr: 339,5 Millionen €). Die EBITDA Marge, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, beläuft sich auf 20,8 Prozent (Vorjahr: 19,3 Prozent). Das Vorsteuerergebnis (EBT) der Fielmann-Gruppe betrug 193,7 Millionen € (+20,8 Prozent, Vorjahr: 160,4 Millionen €). Dies entspricht einer Rendite vor Steuern von 9,8 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent). Die Steuerquote der Fielmann-Gruppe, bezogen auf das EBT, betrug 32,6 Prozent nach 31,6 Prozent im Vergleichszeitraum.

Der Gewinn nach Steuern lag bei 130,6 Millionen €, ein Anstieg um 19,1 Prozent (Vorjahr: 109,7 Millionen €), woraus sich eine Nettorendite, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, von 6,6 Prozent ergibt (Vorjahr: 6,2 Prozent). Nach Abzug von Minderheitsanteilen verblieb ein den Anteilseignern der Fielmann Group AG zuzuordnender Gewinn von 127,6 Millionen €, eine Steigerung um 23,1 Prozent (Vorjahr: 103,7 Millionen €). Damit betrug die Eigenkapitalrendite nach Steuern 14,7 Prozent (Vorjahr: 12,9 Prozent). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,52 € (Vorjahr: 1,23 €).

8.2 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Fielmann-Konzerns stieg im Berichtsjahr um 12,4 Prozent auf 1.986,5 Millionen € (Vorjahr: 1.766,7 Millionen €).

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 30,1 Prozent auf 218,9 Millionen € (Vorjahr: 168,2 Millionen €). Dem Zugang durch Beteiligungserwerb sowie sonstige Zugänge in Höhe von 74,9 Millionen € stehen Abschreibungen und Abgänge von 21,2 Millionen € gegenüber. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen stehen ebenso wie die Zugänge bei den Firmenwerten maßgeblich im Zusammenhang mit dem Erwerb der SVS Vision (Detroit, USA), der Eyevious Style (Calgary, Kanada) sowie der Ocumeda AG (Riedt, Schweiz).

Insgesamt stiegen die Firmenwerte um 83,0 Millionen € auf 300,0 Millionen € (Vorjahr: 216,7 Millionen €).

Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen, unter anderem in neue Niederlassungen, in den Ausbau von Hörakustikstudios, den Umbau bestehender Niederlassungen und in die Verbesserung der Logistik in Rathenow, führten zu bilanziellen Zugängen von 89,7 Millionen € und übertrafen die Abschreibungen auf Sachanlagen um 50,4 Prozent. Hierdurch erhöhte sich das Sachanlagevermögen auf 390,8 Millionen € zum Bilanzstichtag 2023 (Vorjahr: 360,8 Millionen €), was 19,7 Prozent am Gesamtvermögen des Konzerns entsprach (Vorjahr: 20,4 Prozent). Das Sachanlagevermögen war zum Bilanzstichtag 2023 zu 237,0 Prozent durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 236, 5 Prozent).

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen entstanden durch die Anmietung von Ladenlokalen sowie in geringem Umfang durch PKW-Leasing. Der Anstieg um 9,1 Prozent auf 509,9 Millionen € ist auf Neuanmietungen von Ladenlokalen im In- und Ausland zurückzuführen sowie auf die Erstkonsolidierung der US-amerikanischen Optikkette SVS Vision (Vorjahr: 467,3 Millionen €).

Der Rückgang der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 10,9 Millionen € auf 5,7 Millionen € (Vorjahr: 16,6 Millionen €) steht im Zusammenhang mit der Verwendung freier liquider Mittel von Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum Zeitpunkt des Erwerbs. Im Hinblick auf die verstärkte Investitionstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Finanzanlagen mehr getätigt. Vor diesem Hintergrund sanken auch die Anlagen mit einer Endfälligkeit von über drei Monaten um 75,7 Millionen € auf 22,9 Millionen € (Vorjahr: 98,6 Millionen €). Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 510,4 Millionen € (Vorjahr: 489,9 Millionen €). Die Vorräte stiegen auf Grund der Ausweitung des Konsolidierungskreises um rund 6,8 Millionen €, aber auch um die Lieferfähigkeit aller Produktgruppen zu erhöhen, um insgesamt 22,7 Prozent bzw. 41,5 Millionen € auf 224,7 Millionen € (Vorjahr: 183,2 Millionen €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbezogen um 11,3 Millionen € auf 55,6 Millionen € (Vorjahr: 44,3 Millionen €), sind aber aufgrund des Geschäftsmodells ohnehin als nicht wesentlich zu betrachten. Auf die Erstkonsolidierung der SVS Vision entfallen hiervon rund 2,9 Millionen €. Die kurzfristigen Finanzanlagen sanken durch die erhöhten Investitionen, insbesondere durch die Kaufpreiszahlung für Beteiligungen an der SVS Vision (Detroit, USA), der Eyevious Style (Calgary, Kanada) sowie der Ocumeda AG (Riedt, Schweiz). Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel und Anlagen mit bis zu drei Monaten Restlaufzeit zum Erwerbszeitpunkt) belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 58,9 Millionen € (Vorjahr: 51,2 Millionen €).

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögenslage der Fielmann-Gruppe.fv

8.3 Finanzlage

Das Finanzvermögen (übrige langfristige Finanzanlagen, sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristige Finanzanlagen sowie Zahlungsmittel und Äquivalente) zum Bilanzstichtag belief sich auf 95,6 Millionen € (Vorjahr: 175,5 Millionen €). Der Rückgang um 79,9 Millionen € ist insbesondere auf die Ausschüttung der Dividende im Juli 2023 sowie die Kaufpreiszahlung für Beteiligungen an SVS Vision (Detroit, USA), der Eyevious Style (Calgary, Kanada) sowie der Ocumeda AG (Riedt, Schweiz) zurückzuführen. Insgesamt investierte die Fielmann-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 rund 268,4 Millionen € in Beteiligungen.

Unter Berücksichtigung der Finanzverbindlichkeiten verfügte Fielmann zum Jahresende 2023 über eine negative Nettoposition von 30,6 Millionen € (Vorjahr: positive Nettoposition in Höhe 89,9 Millionen €). Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens ausgerichtet. Anlagerichtlinien sehen Obergrenzen sowohl für einzelne Adressen als auch für Anlageklassen vor. Die Anlageentscheidungen erfolgen zentral. Langfristige Anlagen entfallen vorrangig auf Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Group AG gehalten werden. Hinsichtlich weiterer Angaben, insbesondere aufgrund der veränderten Fristigkeit der Anlagen, wird auf Textziffer 28 im Konzernanhang verwiesen. Wegen des erhöhten Liquiditätsbedarfs auf Grund der getätigten Übernahmen, hatte sich der Vorstand entschieden, keine zusätzlichen Investitionen am Kapitalmarkt zu tätigen.

Die Fielmann-Gruppe ist nur geringfügig langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingegangen. Darüber hinaus bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden im Berichtsjahr als Überbrückungskredit zur Finanzierung von Beteiligungen, zur Begleichung von Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft sowie für die Inanspruchnahme von Avalen genutzt. Insgesamt standen der Fielmann Group AG zur kurzfristigen Liquiditätssicherung zum Jahresende feste Kreditlinien in Höhe von 250 Millionen € bei verschiedenen Banken zur Verfügung. Diese waren zum Bilanzstichtag mit 72,1 Millionen € beansprucht worden (Vorjahr: 24,5 Millionen €).

Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapital im Konzern stieg zum Jahresende 2023 um 8,3 Prozent bzw. um 66,5 Millionen € auf 867,7 Millionen € (Vorjahr: 801,2 Millionen €). Die Eigenkapitalquote blieb mit 46,6 Prozent auf einem gewohnt hohen Niveau (Vorjahr: 48,5 Prozent).

Die langfristigen Schulden summierten sich zum Jahresende 2023 auf 530,9 Millionen € (Vorjahr: 521,7 Millionen €). Ausschlaggebend für den Anstieg war die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für neue Standorte in Bestandsmärkten sowie im Rahmen der internationalen Expansion durch übernommene Mietverpflichtungen stammten.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 0,2 Millionen € (Vorjahr: 0,4 Millionen €). Der Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten stammt insbesondere aus der Bewertung einer Put-Option für die bei den Alteigentümern der spanischen Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. verbliebenen Anteile, diese wurden den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zugeordnet. Die langfristigen Rückstellungen stiegen um 7,7 Millionen € auf 33,0 Millionen € (Vorjahr: 25,2 Millionen €). Sie enthalten Pensionsrückstellungen in Höhe von 7,2 Millionen € (Vorjahr: 6,8 Millionen €), die ausschließlich auf das Segment Deutschland zurückgehen und überwiegend unverfallbare Pensionszusagen betreffen.

Die kurzfristigen Schulden stiegen im Wesentlichen durch die Zuordnung der Put-Option sowie der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken um 35,2 Prozent auf 529,5 Millionen € (Vorjahr: 391,8 Millionen €). Darüber hinaus stiegen die kurzfristigen Rückstellungen um 10,2 Prozent auf 75,2 Millionen € (Vorjahr: 68,3 Millionen €). Diese stehen weitestgehend im Zusammenhang mit leistungsbezogenen Vergütungen von Mitarbeitenden sowie für Garantien.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbezogen um 6,9 Millionen € auf 92,2 Millionen € (Vorjahr: 85,2 Millionen €). Wesentliche Änderungen in den Zahlungsbedingungen erfolgten im Betrachtungszeitraum nicht. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Ausübung der Put- und Call-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L in Höhe von 61,3 Millionen €.

Die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Vertragsverbindlichkeiten aus der Nulltarifversicherung und aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen und nahmen mit dem wachsenden Geschäftsvolumen zu. Die Fremdkapitalquote der Fielmann-Gruppe beläuft sich zum Stichtag auf 53,4 Prozent nach 51,7 Prozent im Vorjahr.

8.4 Cashflow-Entwicklung und Investitionen

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg um 15,4 Prozent auf 282,8 Millionen € (Vorjahr: 245,0 Millionen €). Der deutliche Anstieg ist in erster Linie auf die Zunahme des Ergebnisses vor Steuern bei gleichzeitig höheren erfolgswirksam erfassten Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen sowie Aufwendungen im Finanzergebnis und auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich insbesondere die Zunahme der Vorräte aus. Der operative Cashflow je Aktie stieg auf 3,37 € (Vorjahr: 2,92 €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -143,3 Millionen € (Vorjahr: -159,8 Millionen €). Der hohe Zahlungsmittelabfluss im Betrachtungszeitraum war stark durch die Übernahmen von SVS Vision, Eyevious Style sowie der Ocumeda AG geprägt. Im Berichtsjahr wurde darüber hinaus stark in den Ausbau und die Modernisierung des Niederlassungsnetzes investiert. Gegenläufig wirkten sich die geringen Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit aus. Die Auszahlungen für Sachanlagen beliefen sich in Summe auf 84,0 Millionen € (Vorjahr: 82,0 Millionen €).

Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und aus der Investitionstätigkeit stieg auf 139,5 Millionen € (Vorjahr: 85,1 Millionen €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sank um 36,9 Prozent auf -132,0 Millionen € (Vorjahr: -209,2 Millionen €). Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf die reduzierte Dividendenzahlung zurückzuführen. Die Ausschüttung der Fielmann Group AG für das Geschäftsjahr 2022 im Juli 2023 belief sich auf 63,0 Millionen € (Vorjahr: 126,0 Millionen €). Entlastend wirkte sich die Erhöhung der Fremdfinanzierung hierbei aus. In Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel und Äquivalente leicht um 7,7 Millionen € auf 58,9 Millionen € zum Bilanzstichtag 2023 (Vorjahr: 51,3 Millionen €).

8.5 Geschäftsverlauf im Konzern

Im Jahr 2023 hat die Fielmann-Gruppe ihre Vision 2025 weiter verfolgt und ihre Position in den Augenoptik- und Hörakustikmärkten der westlichen Märkte gestärkt. Organisches Wachstum wurde getrieben durch den fortlaufenden Ausbau unserer Omnichannel-Plattform, die Eröffnung neuer Geschäfte und die Verlagerung an attraktivere Standorte.

Die Anzahl der Geschäfte wurde durch Neueröffnungen und die Übernahme unseres nordamerikanischen Geschäfts um 118 auf insgesamt 1.086 bis Ende 2023 erhöht. Durch organisches Wachstum kamen 36 neue Niederlassungen hinzu, während 82 Niederlassungen im Rahmen der Übernahme von SVS Vision in den USA erworben wurden. Gleichzeitig verfügen nun 33 weitere Geschäfte über Hörakustik-Studios, so dass sich die Gesamtzahl auf 385 erhöht.

8.6 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2023 führten anhaltend hohe Inflationsraten bei steigenden Zinssätzen zu einer gedämpften Konsumstimmung. Kunden kauften bevorzugt dort, wo sie garantierte Qualität und Service zum günstigen Preis erhalten. In der Augenoptik und Hörakustik ist das die Fielmann-Gruppe. Unser Familienunternehmen hat seine Marktanteile in wesentlichen Märkten ausgebaut, das Umsatzziel der Vision 2025 erreicht und die EBITDA-Marge verbessert. Der Konzernumsatz wuchs um 11,9 Prozent auf 1,97 Milliarden € (Vorjahr: 1,76 Milliarden €). Diese Zahlen entsprechen unserer im September kommunizierten und im November bestätigten Prognose. Treiber dieser positiven Entwicklung war unser starkes organisches Wachstum in den Bestandsmärkten sowie zusätzliches Wachstum durch Akquisitionen. Die Investitionen in die Digitalisierung und Internationalisierung beförderten das überproportionale Wachstum der digitalen Vertriebskanäle. Die internationalen Märkte setzten ihr starkes Wachstum fort.

Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr um 20,8 Prozent, das EBT im Jahresvergleich um 20,8 Prozent auf 193,7 Millionen €. Mit einer Eigenkapitalquote von 46,6 Prozent zum Bilanzstichtag 2023 bleibt Fielmann überaus solide finanziert. Die Investitionen wurden überwiegend aus dem laufenden Cashflow und der vorhandenen Liquidität finanziert.

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2023 2022
Jahresüberschuss Mio. € 130,6 109,7
Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse Mio. € -3,0 -6,1
Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind Mio. € 127,6 103,7
Anzahl Aktien Mio. St. 84,0 84,0
Ergebnis je Aktie 1,52 1,23

9 Wesentliche Einflussfaktoren der Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 48,0 Prozent auf 30,2 Millionen € (Vorjahr: 20,4 Millionen €). Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Bewertungsgewinne bei Finanzinstrumenten und erhaltene Boni. Durch Währungsdifferenzen, insbesondere zwischen Euro und US-Dollar sowie zwischen Euro und Schweizer Franken, erzielte der Fielmann-Konzern im Berichtszeitraum einen Ertrag von rund 7,1 Millionen €, nach 4,8 Millionen € im Vorjahr. Die Bewertung der Put- und Call-fOption zum Erwerb der verbliebenen Restbeteiligung der Alteigentümer der Gesellschaften Óptica del Penedés, S.L. und Ocumeda AG führte zu einem Ergebnis von 2,4 Millionen €. Im Berichtsjahr wurden aufgrund nachhaltig höherer Cashflows in der Vergangenheit vorgenommene Wertminderungen in Höhe von 7,8 Millionen € wieder zugeschrieben.

Der Materialaufwand nahm unterproportional zur Konzerngesamtleistung um lediglich 3,9 Prozent auf 398,7 Millionen € zu (Vorjahr: 383,7 Millionen €). Die Aufwandsquote verbesserte sich insgesamt auf 20,2 Prozent (Vorjahr: 21,8 Prozent) wegen einer verbesserten Abverkaufsstruktur.

Der Personalaufwand stieg um 13,6 Prozent auf 865,9 Millionen € (Vorjahr: 762,0 Millionen €). Im Verhältnis zur Konzerngesamtleistung erhöhte sich die Personalaufwandsquote damit auf 43,9 Prozent nach 43,2 Prozent im Jahr 2022. Um dem Fachkräftemangel in der Augenoptik und Hörakustik zu begegnen, wurden in mehreren Märkten die Gehälter erhöht und angepasst, dies insbesondere für Augenoptiker und Hörakustiker in unseren Niederlassungen. Darüber hinaus trug die erhöhte Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um 3,4 Prozent auf 23.412 (Vorjahr: 22.631) zur absoluten Steigerung um 103,9 Millionen € bei. 1.213 Mitarbeitende waren in Hörakustikstudios tätig (Vorjahr: 1.166 Mitarbeitende).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 327,6 Millionen € (Vorjahr: 298,3 Millionen €). Die Werbeaufwendungen sanken im Betrachtungszeitraum um 8,4 Prozent. Ein Anstieg von rund 14,5 Millionen € entfällt auf die Wartung und Instandhaltung, insbesondere im Bereich der IT. Die Sonstigen Personalkosten stiegen um 10,0 Millionen € und die Kosten im Bereich des Geldverkehrs um 3,0 Millionen €. Demgegenüber sanken die allgemeinen Bürokosten um 15,2 Millionen €. Kosten für Beratung und Dienstleistungen blieben insgesamt auf dem Vorjahresniveau. Der Aufwand für Währungsdifferenzen stieg um weitere 1,1 Millionen €.

Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 erhöhten sich um 6,0 Prozent auf 101,6 Millionen € (Vorjahr: 95,9 Millionen €). Sie stehen vorrangig im Zusammenhang mit der Anmietung von Ladengeschäften, während das PKW-Leasing eine untergeordnete Rolle spielt.

Die übrigen Abschreibungen wuchsen um 12,5 Prozent auf 94,6 Millionen € (Vorjahr: 84,1 Millionen €). Der deutliche Anstieg steht im Zusammenhang mit dem erhöhten Investitionsvolumen der vergangenen Jahre und betrifft vor allem die regelmäßige Abschreibung auf das Sachanlagevermögen. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests über insgesamt 10,3 Millionen € getätigt (Vorjahr: 8,8 Millionen €).

Die Erträge im Finanzergebnis saldieren auf 4,0 Millionen € (Vorjahr: 9,0 Millionen €). Es enthält zum einen nicht liquiditätswirksame Effekte im Zusammenhang mit Auf- und Abzinsungen aufgrund der IFRS/​IAS-Bewertung von Bilanzpositionen und zum anderen ein operatives Zinsergebnis, das aus der Geldanlage des Finanzvermögens resultiert. Das der Geld- und Kapitalanlage zuzurechnende Ergebnis weist einen Ertrag in Höhe von 0,3 Millionen € aus. Die deutliche Abnahme beruht auf Bewertungen im Zusammenhang mit IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sowie aus der Folgebewertung der Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent-Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L.

9.1 Geschäfts- und Ertragslage der Segmente

In Deutschland erreichte Fielmann im Berichtsjahr eine Steigerung des Absatzes auf 6,7 Millionen Brillen (Vorjahr: 6,6 Millionen Brillen). Der externe Umsatz erhöhte sich um 7,3 Prozent auf 1.343,8 Millionen € (Vorjahr: 1.252,7 Millionen €). Die Zahl der Niederlassungen lag zum Jahresende bei 619 (Vorjahr: 614). Fielmann betreibt in Deutschland 6 Prozent aller Niederlassungen (Vorjahr: 5 Prozent). Der Marktanteil gemessen am Umsatz liegt bei 23 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) sowie 55 Prozent im Absatz (Vorjahr: 53 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern betrug 162,7 Millionen € (Vorjahr: 138,6 Millionen €). Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 12,1 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahr.

In der Schweiz erreichte Fielmann mit 44 Niederlassungen (Vorjahr: 46 Niederlassungen) einen Absatz von 436.000 Brillen (Vorjahr: 463.000 Brillen). Der externe Segmentumsatz wuchs um 4,4 Prozent auf 217,3 Millionen € (Vorjahr: 208,2 Millionen €). Nach eigenen Schätzungen erzielte Fielmann in der Schweiz mit 4 Prozent aller Optikfachgeschäfte (Vorjahr: 4 Prozent) einen Umsatzmarktanteil von 19 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) und einen Absatzmarktanteil von 44 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte aus dem moderaten Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro lag der Umsatzanstieg bei 1,1 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 43,5 Millionen € (Vorjahr: 34,4 Millionen €). Hier wirkte sich die Währungskursentwicklung des Schweizer Franken mit rund 1,4 Millionen € positiv aus. Die Umsatzrendite (EBT-Marge) des Segments lag bei 20,0 Prozent nach 16,5 Prozent im Geschäftsjahr 2022.

Der Absatz in Österreich lag im Berichtsjahr bei 393.000 Brillen (Vorjahr: 395.000 Brillen). Der externe Umsatz im Segment stieg um 9,7 Prozent auf 90,8 Millionen € (Vorjahr: 82,8 Millionen €). Mit nunmehr 44 Niederlassungen (Vorjahr: 39 Niederlassungen) betreibt Fielmann nach eigenen Schätzungen in Österreich 4 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) aller Optikfachgeschäfte und erzielt einen Umsatzmarktanteil von 24 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) sowie einen Absatzmarktanteil von 33 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 4,0 Millionen € auf 10,1 Millionen €, nach 6,1 Millionen € im Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Steuern beläuft sich auf 11,1 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent).

In Spanien stieg die Anzahl der Niederlassungen unter den Marken Óptica & Audiología Universitaria sowie Medical Óptica Audición im Jahresverlauf von 111 auf 123. Der Absatz in Spanien stieg um 29,1 Prozent auf 567.000 Brillen (Vorjahr: 439.000 Brillen). Nach eigenen Einschätzungen erzielte das Segment mit rund 1 Prozent aller Optikfachgeschäfte einen Umsatzmarktanteil von rund 10 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) und einen Absatzmarktanteil von 9 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent). Bei einem externen Umsatz des Segments von 175,4 Millionen € (Vorjahr: 123,3 Millionen €) belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 10,0 Millionen € (Vorjahr: 10,4 Millionen €) und die Umsatzrendite vor Steuern auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent).

Durch die Übernahme der SVS Vision zum 1. September 2023 betreibt die Fielmann-Gruppe 82 Standorte in Nordamerika. In diesem Segment beläuft sich der externe Umsatz für den Zeitraum seit 1. September bis 31. Dezember 2023 auf 32,4 Millionen €. Das Ergebnis vor Steuern beträgt unter Berücksichtigung der Transaktionskosten für den Kauf -10,2 Millionen €.

In den EU-Ländern Italien, Polen, Slowenien, Niederlande, Luxemburg, Tschechien und Frankreich betrieb Fielmann zum Jahresende 2023 insgesamt 174 Niederlassungen (Vorjahr: 158 Niederlassungen), die unter Hinzurechnung der kleineren 51 Standorte (Vorjahr: 51 Standorte) in Belarus und der Ukraine im Segment "Übrige" zusammengefasst sind. In Italien eröffnete Fielmann im vergangenen Jahr 2 Niederlassungen (insgesamt 54 Standorte) und in Polen 9 Niederlassungen (insgesamt 54 Standorte). Im tschechischen Markt betrieb Fielmann zum Jahresende 6 zusätzliche Niederlassungen (insgesamt 14 Standorte). In Slowenien wurden unverändert 35 Standorte betrieben. In den Niederlande wurden zwei weitere Standorte eröffnet (insgesamt 12 Standorte) und in Luxemburg unverändert 3 Standorte betrieben. Der externe Umsatz des Segments "Übrige" betrug insgesamt 109,4 Millionen € (Vorjahr: 92,0 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern lag bei -21,9 Millionen € (Vorjahr: -28,9 Millionen €). Darin spiegeln sich insbesondere Anlaufkosten für neueröffnete Niederlassungen wider.

9.2 Plan-Ist-Vergleich 2023

Die im Geschäftsbericht 2022 für das Jahr 2023 veröffentlichten Erwartungen an die geschäftliche Entwicklung des Konzerns haben sich weitgehend bestätigt.

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KPI Plan 2023 Ist 2023
Absatz: Anzahl der verkauften Brillen, einschließlich Steigerung zwischen 4% und 8% 3,6%
Sonnenbrillen mit Korrektionsgläsern, ohne
Kontaktlinsen und Hörsysteme sowie sonstige Waren.
Konzernumsatz Steigerung zwischen 7% und 10% 11,9%
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steigerung zwischen 9% und 21% 20,8%
Steuern und Abschreibungen)
EBT-Marge Zwischen 9% und 11% 9,8%
Kundenzufriedenheit Über 90% 92%
zusätzliche Planzahlen
Investitionen in Ausbau, Modernisierung und mehr als 150,0 Millionen € 268,4 Millionen €
den Erhalt des Vertriebssnetzes sowie
in Produktion und Infrastruktur
Eröffnungen und Renovierungen Bis 2023 sollen in allen Märkten mehr als Anzahl Niederlassungen +118
50 neue Geschäfte eröffnet oder 60 Umbauten oder Umzüge
übernommen werden. Für mehr als
70 weitere Häuser plant Fielmann
Umbauten oder Erweiterungen.
Investitionen nach Regionen Deutschland Deutschland
79,6 Millionen € 52,8 Millionen €
Schweiz Schweiz
9,7 Millionen € 22,0 Millionen €
Spanien Spanien
8,3 Millionen € 19,4 Millionen €
Österreich Österreich
5,1 Millionen € 5,5 Millionen €
Italien Italien
3,3 Millionen € 1,1 Millionen €
Polen Polen
2,4 Millionen € 3,7 Million €
Investitionen in Renovierungen bestehender Geschäfte und Neueröffnungen 71,4 Millionen € 204,6 Millionen €
Investitionen in Produktionskapazitäten 51,1 Millionen € 0,2 Millionen € 1
Investitionen in Infrastruktur und Vertriebskanäle 27,5 Millionen € 63,6 Millionen €
Kosten der Aus- und Weiterbildung Mehr als 20 Millionen € 23,3 Millionen €

1 Die Investitionen für das neue Logistikzentrum am tschechischen Standort Chomutov haben sich auf Grund der verzögerten Übernahme des Gebäudes verschoben.

10 Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 130,6 Millionen. € (Vorjahr: 109,7 Millionen. €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 11. Juli 2024 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 84,0 Millionen € (Vorjahr: 63,0 Millionen. €) bzw. 1,00 € je Aktie (Vorjahr: 0,75 €) vorschlagen. Die vorgeschlagene Ausschüttungsquote auf Basis des Konzernergebnisses, das den Aktionären der Fielmann Group AG zuzurechnen ist, beträgt damit 65,8 Prozent (Vorjahr: 60,6 Prozent).

11 Mitarbeitende

Fielmann ist der größte Arbeitgeber der augenoptischen Branche in West- und Zentraleuropa und das drittgrößte Unternehmen der Brache weltweit. Im Konzern waren im Berichtsjahr durchschnittlich 22.974 (Vorjahr: 22.136) Mitarbeitende beschäftigt. Umgerechnet auf Vollzeitkräfte nahm der Personalbestand von 16.681 auf 17.317 zu. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die internationale Expansion durch die Akquisitionen im Jahr 2023 zurückzuführen und beinhaltet 653 zusätzliche Mitarbeitende von SVS Vision und Befitting. Der Personalaufwand stieg auf 865,9 Millionen € (Vorjahr: 762,0 Millionen €). Fielmann berücksichtigt soweit möglich den Wunsch nach individueller Arbeitszeitgestaltung und schafft durch flexible Arbeitszeitregelungen ein familienfreundliches Umfeld. Genau wie im Vorjahr waren auch 2023 nahezu 30 Prozent der Mitarbeitenden des Konzerns in Teilzeit beschäftigt. Der Anteil weiblicher Beschäftigter an der Gesamtbelegschaft blieb mit 70,3 Prozent auf hohem Niveau (Vorjahr: 69,4 Prozent). Die Frauenquote in den ersten drei Ebenen unterhalb des Vorstands lag unverändert bei 40 Prozent, während sie sich im Vorstand der Fielmann Group AG auf 25 Prozent und im Aufsichtsrat auf 37,5 Prozent belief. Hervorzuheben ist darüber hinaus der nach wie vor sehr hohe Anteil der Belegschaftsaktionäre. Rund 70 Prozent der Mitarbeitenden hielten zum Jahresende 2023 Fielmann-Aktien und beziehen damit neben ihren Gehältern zusätzlich Dividenden.

11.1 Aus- und Weiterbildung

Um der Herausforderung des demografischen Wandels - steigende Kundenzahlen bei sinkendem Nachwuchs - zu begegnen, investiert Fielmann in die eigene Ausbildung, bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus geht Fielmann in Schulen, auf Jobmessen, wirbt in sozialen und digitalen Medien, um seine Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Fielmann bietet ein breites Spektrum an Karrieremöglichkeiten mit attraktiven Vergütungspaketen und finanziellen Entwicklungsperspektiven.

Mit insgesamt mehr als 4.000 Auszubildenden ist die Fielmann-Gruppe der größte Ausbilder der augenoptischen Branche in Mitteleuropa. Unsere jungen Talente lernen ihr Handwerk in staatlichen Schulen, in Niederlassungen und sieben Ausbildungsstätten in ganz Europa. Trotz der herausfordernden demografischen Situation bewarben sich allein im Jahr 2023 mehr als 10.000 junge Menschen um eine Ausbildung bei Fielmann, davon erhielten rund 1.500 einen Ausbildungsplatz. Alle Fielmann-Niederlassungen werden von Augenoptikermeistern oder Optometristen geführt und sind damit ausbildungsberechtigt. Die Ausbildung zum Augenoptiker und Akustiker muss in Deutschland hohen, bundeseinheitlich geregelten Anforderungen genügen. In Mitteleuropa lag die Zahl der Auszubildenden zum Jahresende 2023 bei 4.058 (Vorjahr: 4.107), davon 3.679 in Deutschland (Vorjahr: 3.728), 187 in der Schweiz (185) und 182 in Österreich (184). Neben den Ausbildungsangeboten im Bereich Optik und Audiologie bietet der Konzern auch Berufsausbildungen und duale Studiengänge in verschiedenen anderen Bereichen wie Logistik, IT und Industriemechanik an. Schließlich bietet unser Masterprogramm "work and study" Augenoptikern und Hörakustikern die Möglichkeit, sich bei uns beruflich weiterzuentwickeln. Mit der Fielmann Akademie Schloss Plön betreibt die Fielmann-Gruppe die größte Ausbildungsstätte der augenoptischen Branche. Seit 2012 ist die Fielmann Akademie auch der zentrale Ort der Aus- und Weiterbildung für Hörgeräteakustiker. Die Fielmann Akademie steht auch externen Augenoptikern für Masterstudiengänge und wissenschaftliche Kolloquien zur Verfügung.

12 Kunden

Wir sind bestrebt, die Kundenzufriedenheit auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Diese hohe Kundenzufriedenheit ist neben der Bestpreisgarantie ein Ergebnis der kundenorientierten Fielmann-Philosophie, die auf fairen, freundlichen und kompetenten Service setzt. Diese Philosophie spiegelt sich auch im Vergütungssystem wider: Ein erheblicher Teil der Boni für Niederlassungsleiter und Vorstand ist abhängig von der erreichten Kundenzufriedenheit. Die gleichbleibend hohe Kundenzufriedenheit wird getragen von hochmotivierten Mitarbeitenden und der ständigen Verbesserung der technischen Unterstützung unserer Augenoptiker bei der Beratung unserer Kunden, der Verbesserung der Ladenausstattung und -gestaltung sowie der Serviceleistungen für unsere Kunden in unseren Niederlassungen.

Ein hervorragender Service in den Niederlassungen in Kombination mit einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis zu einem branchenführenden Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Grundlage unseres Wertversprechens. Daher besteht unser kontinuierliches Engagement darin, ein nahtloses und personalisiertes Omnichannel-Erlebnis zu schaffen, das auf einem tiefgreifenden, datengesteuerten Verständnis der Kundenbedürfnisse basiert. Das übergeordnete Ziel ist es, unseren aktiven Kundenstamm durch die kontinuierliche Verbesserung der individualisierten Omnichannel-Services zu vergrößern - ein Bestreben, bei dem wir in den letzten Jahren Fortschritte gemacht haben.

Die Omnichannel-Plattform des Konzerns hat an Bedeutung gewonnen, nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als Kundenbindungs- und Serviceplattform. Die digitalen Angebote von Fielmann wurden im Jahr 2023 von Kunden 32 Millionen Mal genutzt (Vorjahr: 32 Millionen), mehr als jede zweite Kontaktlinse wurde über die digitalen Vertriebskanäle verkauft. Der E-Commerce-Umsatz mit Sonnenbrillen hat sich 2023 fast verdoppelt. Mit der Einführung von Korrektionsbrillen in Fielmann-Qualität gelang der Einstieg in ein Marktsegment, das in Europa noch sehr klein ist: Die Gruppe schätzt, dass nur 1 Prozent aller Korrektionsbrillenverkäufe in Deutschland über E-Commerce generiert werden. Der gesamte E-Commerce-Umsatz des Fielmann-Konzerns in Europa wächst 2023 um +17 Prozent. Die digitalen Vertriebskanäle sind jedoch kein Ersatz für die Geschäfte. Sie sind Kernbestandteil eines Omnichannel-Geschäftsmodells, bei dem Online- und Ladenerlebnisse voneinander profitieren und zu einem zufriedenstellenden Kundenerlebnis führen, unabhängig davon, für welchen Vertriebskanal sich der Kunde entscheidet.

Darüber hinaus nutzt Fielmann Online-Services, um das Filialerlebnis zu verbessern. Seit 2018 bietet Fielmann seinen Kunden die Möglichkeit, online Termine für Sehtests zu vereinbaren und sich persönlich beraten zu lassen - ein sehr erfolgreicher Service. Mit dieser Technologie konnte Fielmann im Jahr 2023 16,6 Millionen Termine effektiver steuern. Um Wartezeiten für Kunden zu reduzieren und die Produktivität in den Niederlassungen zu verbessern, wurde ein digitales Zeitmanagement entwickelt, das die verfügbaren Ressourcen optimiert und Kunden minutengenau über ihre Wartezeiten informiert.

13 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die nachstehenden Informationen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf den heutigen Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands der Fielmann Group AG. Hierbei beziehen sich die Aussagen auf die Entwicklung in den kommenden 12 Monaten. Zahlreiche Faktoren, auf die Fielmann keinen Einfluss hat, können dazu führen, dass die Ergebnisse anders ausfallen als erwartet. Die Fielmann Group AG muss nicht und verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an künftige Entwicklungen anzupassen. Auch kann die Fielmann Group AG keine Gewährleistung dafür übernehmen, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

13.1 Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem im Januar 2024 aktualisierten World Economic Outlook mit einer globalen Wachstumsrate auf Vorjahresniveau von 3,1 Prozent. Damit bestätigen sich die Annahmen des IWF, wonach die Talsohle der Verlangsamung des globalen Wachstums gegen Ende des Jahres 2023 und zu Beginn 2024 zu erwarten war.

Die Inflation geht in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet, da die Probleme auf der Angebotsseite und die restriktiven Geldpolitikinstrumente sich reduziert oder mindestens nicht mehr zugenommen haben. Nach dem 2022 erreichten Niveau von 8,7 Prozent und dem 2023 erreichten Niveau von 6,8 Prozent wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,8 Prozent und im Jahr 2025 auf 4,4 Prozent fallen wird.

Das Wachstum im Euroraum wird den IWF-Projektionen zufolge von seiner niedrigen Rate von schätzungsweise 0,5 Prozent im Jahr 2023, in der sich die hohe Belastung durch den Krieg in der Ukraine widerspiegelt, auf 0,9 Prozent im Jahr 2024 und 1,7 Prozent im Jahr 2025 steigen. Insbesondere der private Konsum wird diese Entwicklung fördern, da die Energiepreise abklingen und die Inflation sinken wird, was das Wachstum der Realeinkommen stützen dürfte.

Der IWF prognostiziert für Deutschland ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent, während die Bundesregierung lediglich 0,2 Prozent erwartet. Für die Schweiz erwartet die Schweizer Regierung ein BIP-Wachstum von 1,1 Prozent im Jahr 2024. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert für Österreich ein Wachstum von 0,9 Prozent im Jahr 2024. Die Wachstumserwartungen für Spanien liegen nach Angaben des IWF bei 1,5 Prozent.

In den Vereinigten Staaten wird das Wachstum laut IWF von 2,5 Prozent im Jahr 2023 auf 2,1 Prozent im Jahr 2024 und 1,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen.

13.1.1 Gesamtaussage des Vorstands zur erwarteten wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand der Fielmann Group AG beurteilt die langfristige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts unverändert positiv.

Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass Fielmann weitere Absatz- und Umsatzmarktanteile, insbesondere in Süd- und Osteuropa und in den USA, gewinnen wird, was zur weiteren Ertragssteigerung führt.

13.2 Erwartete Geschäfts- und Ertragslage der Fielmann-Gruppe

Die Fielmann-Gruppe wird ihre Vision 2025 weiter verfolgen, sein Geschäftsmodell zu digitalisieren und internationalisieren. Zu den wichtigsten Treibern des organischen Wachstums gehört der Aufbau unserer Omnichannel-Plattform einschließlich der Eröffnung, Erweiterung und Verlagerung von Einzelhandelsgeschäften. Darüber hinaus sind wir bestrebt, unser Produktangebot kontinuierlich zu verbessern. Unser "Cost Leadership Program" wurde ins Leben gerufen, um zu einer Kultur der Kosteneffizienz zurückzukehren und durch verbesserte Prozesse Ressourcen freizusetzen, die zur Erfüllung der Kundenanforderungen eingesetzt werden können.

Um das organische Wachstum im Geschäftsjahr 2024 zu beschleunigen, will Fielmann mehr als 175 Millionen € in den Ausbau, die Modernisierung und Instandhaltung des Vertriebsnetzes sowie in Produktion und Infrastruktur investieren. Mehr als 35 neue Geschäfte sollen bis 2025 in allen Märkten eröffnet oder erworben werden. Für weitere 60 Geschäfte plant Fielmann Umbauten oder Erweiterungen. In Deutschland will das Unternehmen rund 59 Millionen € investieren, in der Schweiz rund 10 Millionen € und in Österreich 4 Millionen €. Für Spanien sind rund 74 Millionen € vorgesehen (Anmerkung: inkl. der Put- und Call-Option in Höhe von 61 Millionen €), für Italien 1 Million € , für Polen 2 Millionen €, Nordamerika 3 Millionen € und Tschechien 21 Millionen € (im Wesentlichen für Logistik). Von der Gesamtsumme werden 72 Millionen € für die Renovierung bestehender Niederlassungen und für Neueröffnungen verwendet, 26 Millionen € für den Ausbau der Produktions- und Logistikkapazitäten, insbesondere in unserem neuen Zentrum in Chomutov. Weitere 16 Millionen € werden in die Infrastruktur und die Vertriebskanäle der Gruppe investiert. Auch für das Geschäftsjahr 2025 werden die Investitionen für die Gruppe im Hinblick auf unsere langfristigen Ziele auf dem gleichen Niveau gehalten. Abhängig von der weiteren Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation und deren Auswirkungen auf die Märkte im Jahr 2024 können alle Investitionen von Fall zu Fall neu priorisiert und gegebenenfalls vorgezogen, verschoben oder gestrichen werden. Wenn sich die Gelegenheit bietet, wird Fielmann das organische Wachstum durch strategische Akquisitionen ergänzen. Flankiert wird das Investitionsprogramm durch die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie durch verstärkte Investitionen in die Digitalisierung und den weiteren Ausbau der Omnichannel-Plattform. Unsere Mitarbeitenden sind die Basis für unseren Erfolg. Die 20 Millionen €, die wir für die Aus- und Weiterbildung vorgesehen haben, bilden die Grundlage für die Kompetenz und Exzellenz, die unsere Kunden erwarten können. Die Wachstumsziele im Rahmen der Vision 2025 bleiben unverändert. Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir den Einsatz neuer digitaler Vertriebskanäle und insgesamt 630 Niederlassungen in Deutschland (+ 11 im Vergleich zu 2023), 50 in der Schweiz (+ 6) und 45 in Österreich (+ 1). In Spanien sieht die Gruppe langfristig Potenzial für ein Omnichannel-Vertriebsnetz aus digitalen Kanälen sowie insgesamt 200 Niederlassungen (+ 77 im Vergleich zu 2023), die 900.000 Gläser pro Jahr abgeben. Insgesamt sollen die internationalen Märkte langfristig rund 50 Prozent zum Umsatz der Gruppe beitragen.

13.2.1 Erwartete Entwicklung der zentralen Steuerungsgrößen

In einem Umfeld, das von politischen Konflikten und geringem Verbrauchervertrauen geprägt ist, ist der Fielmann-Konzern gut aufgestellt: In Krisenzeiten entscheiden sich Kunden für Anbieter, die verlässliche Qualität und Service zu besten Preisen bieten. In der Augenoptik und der Hörakustik ist das die Fielmann-Gruppe. Vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Ausbaus unseres Omnichannel-Geschäftsmodells, unserer starken europäischen Kernmärkte und des Beitrags unserer Akquisitionen in Nordamerika erwarten wir für 2024 für den Umsatz eine Wachstumsrate in der Größenordnung des Jahres 2023, was einem Konzernumsatz von rund 2,2 Milliarden € und einem Absatz von rund 9,2 Millionen Brillen entspricht. Nicht zuletzt aufgrund unseres Kostensparprogramms erwarten wir eine weitere Steigerung unserer Profitabilität, die zu einer ähnlichen oder leicht höheren EBITDA-Marge wie 2023 und einer leicht verbesserten EBT-Marge für 2024 führen wird. Die Kundenzufriedenheit wird voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 bei über 90 Prozent liegen.

14 Risikobericht

14.1 Risikomanagementsystem

Ziele des Risikomanagementsystems des Fielmann-Konzerns sind die rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage und die von den Stake- und Shareholdern wahrgenommene Positionierung der Fielmann-Gruppe in der Öffentlichkeit haben könnten. Ein konzernweit angewendetes Risikotragfähigkeitskonzept dient der Festlegung der angemessenen Risikobereitschaft der Fielmann-Gruppe in den jeweiligen Risikofeldern. Es wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, welches neben einer Organisationsstruktur eine Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung, -kommunikation und -überwachung beinhaltet und sich an dem IDW PS 340 orientiert. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausweitung des Systems auf weitere Ländergesellschaften. Basis ist ein Berichtswesen, das funktionale und regionale Risikobereiche berücksichtigt. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über die Risikosituation transparent informiert ist. Anhand zuvor identifizierter und definierter Schwellenwerte wird regelmäßig analysiert, ob Risikokonzentrationen im Konzern oder bei der Fielmann Group AG bestehen. Die Überwachung ist in tägliche Arbeitsabläufe integriert, die monatliche und die jährliche Berichterstattung komplettieren das Frühwarnsystem. Mögliche Risiken werden identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der Fielmann Group AG bzw. des Konzerns bewertet. Eine standardisierte Vorgehensweise zur Handhabung etwaiger auftretender Risiken sowie die erwartete Entwicklung des Risikos innerhalb der nächsten zwölf Monate (kurzfristiger Zeitraum) bzw. in den nächsten 36 Monaten (mittelfristiger Zeitraum) werden ebenfalls erfasst. Neben dem monatlichen und jährlichen Berichtswesen besteht zusätzlich eine Pflicht zur Ad-hoc-Berichterstattung. Das Ergebnis der Beurteilung wird auf Formblättern anhand eines Ampelsystems für die Risikoausprägung dokumentiert. Die Klassifizierung des Schadensausmaßes erfolgt in fünf Kategorien. Die Basis für die Eingruppierung bilden hier die prozentualen Effekte auf das Vorsteuerergebnis (EBT) mit der Unterteilung bis 5 Prozent, bis 10 Prozent, bis 15 Prozent, bis 20 Prozent und mehr als 20 Prozent. Daneben wird die Eintrittswahrscheinlichkeit ebenfalls nach fünf Kategorien unterschieden: sehr gering, gering, mittel, hoch und sehr hoch. In Kombination von möglicher Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit wurden die Grenzen für das Geschäftsjahr 2023 entsprechend definiert (EBT x Prozent Schadenshöhe x Eintrittswahrscheinlichkeit):

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grün: geringes Risiko (erwarteter Schaden kleiner 6,0 Millionen €)
grün-gelb: mittleres Risiko (erwarteter Schaden 6,0 Millionen € bis 12,0 Millionen €)
gelb: hohes Risiko (erwarteter Schaden von 12,0 Millionen € bis 18,0 Millionen €)
gelb-rot: kritisches Risiko (erwarteter Schaden von 18,0 Millionen € bis 24,0 Millionen €)
rot: sehr kritisches Risiko (erwarteter Schaden von mehr als 24,0 Millionen €)

Der Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -beurteilung erfolgt dezentral durch die einzelnen Bereiche. Mitarbeitende in den Risikoeinheiten (Risk Identifier) identifizieren aufgrund ihrer Verantwortung zu den Themen mögliche Risiken und melden diese an ihren Risiko-Verantwortlichen (Risk Owner) zur Berücksichtigung im Risikomanagement. Der Risikobeauftragte koordiniert die Risikoerfassung, -bewertung sowie -beurteilung und leitet die Risikoberichte der einzelnen Bereiche an den Vorstand weiter. Damit wird eine Vielzahl einzelner Risiken abgedeckt, die wiederum in den folgenden Kategorien zusammengefasst sind: -Umfeldrisiken, Branchen und Konzernkennzahlen -Vertrieb -Personal -Finanzen -Produktion und Logistik -Einkauf -Informationstechnologie -Governance -Digital und Marketing -Gesetzliche Anforderungen nach § 289c HGB -Länderspezifische Gliederung. Das Risikomanagementsystem von Fielmann wird auf den gesamten Konsolidierungskreis des Unternehmens angewendet. Es werden grundsätzlich alle Tochtergesellschaften und Beteiligungen entsprechend der funktionalen Gliederung des Fielmann-Konzerns einbezogen. Erstmals wurden im Betrachtungszeitraum die Regionalgesellschaften in Nordamerika, Slowenien, Tschechien, Luxemburg und den Niederlande einbezogen.

Der Risikoleitfaden und das darin enthaltene Risikomanagementsystem ist durch alle Mitarbeitenden bindend anzuwenden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und deren Schadenshöhe sind hierbei anhand einer 5 × 5 Risikomatrix berücksichtigt. Für jedes Risiko wird auch die Art der Risikoauswirkung auf das Ergebnis, die Liquidität, das Vermögen und auf die Reputation angegeben. Die Handhabung des Risikos wird unterteilt nach selbsttragend, Verminderung, Überwälzung oder Vermeidung. Die erwartete Entwicklung des Risikos in den kommenden 12 oder 36 Monaten wird darüber hinaus anhand eines Pfeilsystems dokumentiert. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches der Fielmann-Konzern ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Es versteht sich als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Deckungsmasse. Das Gesamtrisiko berücksichtigt dabei die Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit über alle Einzelrisiken. Bei der Deckungsmasse handelt es sich um betriebswirtschaftliche Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche im Falle von Risikoeintritten zur Abfederung der Auswirkungen herangezogen werden. Um das Gesamtrisiko zu ermitteln, werden alle Einzel-Risiken in einem Gesamt-Risiko-Portfolio zusammengefasst. Neben der Konsolidierung der Einzel-Risiken werden in der Gesamt-Risiko-Position auch die Konzentration von nicht wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken und Tail-Events (Extremrisiken) berücksichtigt und bewertet. Des Weiteren wird die Einschätzung über eine Brutto-Netto-Betrachtung für wesentliche Kennzahlen ergänzt. Das ermittelte Gesamtrisiko wird den Kennzahlen der Ertragslage (vorrangig EBT = Ergebnis vor Steuern), der Finanzlage (Liquidität 1., 2. und 3. Grades) und der Vermögenslage (vorrangig: Eigenkapital) gegenübergestellt. Die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems wird regelmäßig vom Prüfungsausschuss überwacht und im Rahmen der Prüfung beurteilt.

14.2 Aufbau und Inhalt des Risikomanagementsystems

[Lageberichtsfremde und damit nicht geprüfte Aussagen]

Der Vorstand hat sich im Geschäftsjahr mit dem Aufbau und Inhalt des Risikomanagementsystems befasst. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Prüfung des Risikomanagementsystems durch die interne Revision. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig vom Prüfungsausschuss überwacht.

Für darüber hinaus gehende Bereiche werden dem Vorstand und dem Management umfassende Berichte zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung des Gesamtunternehmens und entsprechender Teilbereiche zur Verfügung gestellt.

14.3 Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des internen Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) trägt dazu bei, eine ordnungsgemäße Finanzberichterstattung sicherzustellen. Ziel ist es zu gewährleisten, dass Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit allen einschlägigen Vorschriften übereinstimmen. Zentrale Elemente des IKS sind - neben dem dargestellten Risikomanagement-System - Richtlinien und Regelwerke, die einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben beinhalten. Sie sind von allen Konzerngesellschaften vollständig anzuwenden. Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip sind dabei wichtige Elemente. Dies stellen Prüfungen der Internen Revision sicher.

Zusätzlich validieren das Rechnungswesen und das Controlling regelmäßig und analytisch die Plausibilität der von den Gesellschaften abgefragten Finanzinformationen sowie Plan-Ist-Abweichungen. Somit erkennt die Fielmann-Gruppe frühzeitig signifikante Veränderungen, die dann auf Bilanzierungs- oder Bewertungsunstimmigkeiten untersucht werden. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden im Anschluss auf Managementebene diskutiert. Die Verantwortung für die Konzernrechnungslegung liegt bei den Mitarbeitenden des Group Accounting (Konzernrechnungswesen). Für die Bewertung komplexer Sachverhalte werden im Rahmen der Abschlusserstellung (beispielsweise für die Berechnung der Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen) qualifizierte externe Gutachter hinzugezogen. Für das Rechnungswesen des Fielmann-Konzerns und das jeweilige Rechnungswesen der einzelnen Tochtergesellschaften gelten verbindliche Terminpläne sowie Richtlinien. Die zur Aufstellung des Konzernabschlusses anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im FIS Finance Information System fixiert. Dieses umfasst Richtlinien für die Buchung konzerninterner Vorgänge. Neue Rechnungslegungsvorschriften und andere offizielle Verlautbarungen werden kontinuierlich im Hinblick auf ihre Relevanz und ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Bei Bedarf werden Richtlinien sowie das FIS entsprechend angepasst und an die Gesellschaften kommuniziert. Die Einhaltung der Vorgaben überwacht ebenfalls das Konzernrechnungswesen. Damit wird das Risiko, dass der Abschluss nicht sachgerecht aufgestellt oder nicht fristgerecht veröffentlicht werden kann, reduziert. Die Abschlussinformationen aller Konzernunternehmen werden automatisiert mittels einer zertifizierten und geprüften Konsolidierungsstandard-Software verarbeitet. Diese Daten werden mithilfe systemtechnischer Kontrollen validiert. Dabei auftretende Hinweise klären die Mitarbeitenden des Konzernrechnungswesens, bevor sie diese Daten verwenden. Die Nutzung eines Konsolidierungsmonitors innerhalb des IT-Systems gibt die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte vor. Somit ist die fehlerfreie Verarbeitung der Daten gewährleistet. Damit der Prozess der Rechnungslegung reibungslos und korrekt erfolgt, werden hieran ausschließlich Mitarbeitende mit dem entsprechenden fachspezifischen Know-how beteiligt. Um das Expertenwissen dieser Mitarbeitenden aktuell zu halten, werden sie regelmäßig geschult. Für das rechnungslegungsbezogene IT-System werden Zugriffsberechtigungen definiert. Darüber hinaus stellen die vielfältigen Prüfschritte die Qualität der Verarbeitung sicher und tragen dazu bei, operationelle Risiken zu begrenzen.

14.4 Beschreibung der wesentlichen Merkmale des gesamten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

[Lageberichtsfremde und damit nicht geprüfte Aussagen]

Neben den wesentlichen Merkmalen des internen Kontroll- und des internen Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess subsumiert die Fielmann Group AG unter dem internen Kontrollsystem (IKS) die Gesamtheit aller eingeführten Grundsätze, Prozesse und Richtlinien zur Sicherung der Erreichung der Geschäftsziele. Zielsetzung des IKS ist es, die Funktionsfähigkeit der Finanzberichterstattung und die Übereinstimmung aller Aktivitäten mit Gesetzen und Richtlinien zu gewährleisten. Das betrachtet alle wesentlichen Geschäftsprozesse und geht über das rechnungslegungsbezogene IKS hinaus. Ein effektives und effizientes IKS ist entscheidend, um Risiken in den Geschäftsprozessen zu steuern.

Die Gesamtverantwortung des IKS obliegt dem Vorstand der Fielmann Group AG, er verantwortet damit die Sicherstellung eines angemessenen und wirksamen IKS. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss fortlaufend. Im Fielmann-Konzern bestehende Richtlinien, Befugnisse, Abläufe und Kontrollen für alle wesentlichen Prozesse sind den Mitarbeitenden über das Informationssystem jederzeit zugänglich.

Die relevanten IT-Systeme werden darüber hinaus regelmäßig Sicherungsmaßnahmen unterzogen.

14.5 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die nachfolgenden Informationen über Risiken der künftigen Entwicklung beziehen sich auf sämtliche im Risikomanagement von Fielmann analysierten Risiken. Die Reihenfolge entspricht dem des Berichtswesens und spiegelt keine Gewichtung wider. Die Risikobewertung der jeweiligen Bereiche ergibt sich aus der Gewichtung der Risikoeinschätzung der betrachten Kriterien.

Die Ausführungen über die Chancen der künftigen Entwicklung betreffen dabei im Wesentlichen operative Bereiche.

14.6 Zusammenfassung der Risikosituation

Die Marktstellung des Konzerns, seine finanzielle Bonität und ein Geschäftsmodell, welches die konsequente und schnelle Nutzung von Wachstumschancen bei begrenzten Risiken erlaubt, lassen mit Blick auf die zukünftige Entwicklung zum heutigen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen.

14.6.1 Umfeldrisiken (Branchen und Konzernkennzahlen)

Konjunkturelle Schwankungen im internationalen Marktumfeld und eine zunehmende Wettbewerbsintensität können für die Unternehmen in der Augenoptik- und Hörakustikbranche und damit auch für die Fielmann-Gruppe grundsätzliche Risiken darstellen. Aus den Umfeldrisiken resultieren Preis- und Absatzrisiken, welche sich in der wirtschaftlichen Lage des Fielmann-Konzerns niederschlagen können. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden die Umfeldrisiken und deren Auswirkungen auf die Konzernkennzahlen durch die außergewöhnlichen Belastungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dessen Folgen verstärkt. Eine ständige, zentral und dezentral durchgeführte Markt- und Wettbewerbsbeobachtung unterstützt Fielmann in der frühzeitigen Erkennung dieser Entwicklungen. Über manuelle und automatisierte Verfahren wird das Angebot aller relevanten Mitbewerber einschließlich Online-Anbietern laufend beobachtet und analysiert. Der Vorstand und weitere Entscheidungsträger werden zeitnah über Entwicklungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld informiert. Risiken werden so rechtzeitig identifiziert und Maßnahmen kurzfristig ergriffen. Die Umfeldrisiken, Branchen und Konzernkennzahlen werden insgesamt, auch im Hinblick auf die geopolitischen Risiken, unverändert hoch (gelb) eingestuft (Vorjahr: gelb).

14.6.2 Vertriebsrisiken

Vertriebsrisiken bestehen im Wesentlichen in einer rückläufigen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Fielmann, die ihre Ursache in einer nachlassenden Kundenzufriedenheit haben können.

Die wesentlichen Vertriebsrisiken werden daher anhand ihrer Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und die Absatzentwicklung bewertet. Beide Kennzahlen sind essenzielle Erfolgsfaktoren für die kundenorientierte Philosophie von Fielmann.

Im Berichtsjahr wurde die Ermittlung der Kundenzufriedenheit zunehmend digitalisiert. Dieses dient neben einer Kostenreduzierung auch einer schnelleren Bereitstellung der Ergebnisse. Durch die Digitalisierung wird die breit aufgestellte Kundenstruktur der Fielmann-Gruppe besser berücksichtigt. In einem noch immer vom schwachem Konsumentenvertrauen geprägten Umfeld beträgt die Kundenzufriedenheit dank der hohen Produkt- und Servicequalität bei garantiert günstigen Preisen bei Fielmann rund 92 Prozent (Vorjahr: 90 Prozent).

Die digitalen Vertriebskanäle verzeichnen im Jahr 2023 wachsende Nutzerzahlen und positives Kundenfeedback. Dank des Rollouts unserer überlegenen Omnichannel-Plattform in weitere Länder und der Einführung neuer Funktionen und Produkte wuchsen die digitalen Vertriebskanäle des Fielmann-Konzerns 2023 um +17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, erreichten erstmals einen Außenumsatz von mehr als 100 Millionen Euro (5 Prozent des Konzernumsatzes).

Während Kunden ihre Kontaktlinsen bereits zu über 50 Prozent im Versand kaufen, werden Brillen weiterhin vornehmlich stationär erworben. Mit unserem Omnichannel-Geschäftsmodell bieten wir unseren Kunden die nahtlose Verbindung beider Welten. Die Risiken im Bereich des Vertriebs werden als mittleres Risiko (grün-gelb) bewertet (Vorjahr: grün-gelb).

14.6.3 Personalrisiken

Der Wachstumskurs der Fielmann-Gruppe ist mit einem steigenden Bedarf an Fachkräften sowohl in den Niederlassungen als auch in Produktion, Logistik und Zentralbereichen verbunden. Nur so kann das Versprechen einer hohen Produkt-, Beratungs- und Servicequalität konsequent eingehalten werden. Personelle Risiken bestehen insbesondere darin, dass dieser Fachkräftebedarf aufgrund des demografischen Wandels mittel- bis langfristig nicht ausreichend gedeckt werden kann. Wir gehen davon aus, dass das anhaltend hohe Interesse von angehenden Augenoptikern und Hörakustikern Fielmann in die Lage versetzt, die bestehenden Vertriebsstrukturen zu erhalten und die geplante Expansion zu gewährleisten. Dem demografischen Rückgang begegnet Fielmann mit innovativen Weiterbildungskonzepten. Für zusätzliche Stabilität sorgt die hohe Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch das Angebot von Teilzeitmodellen, die Einführung neuer Arbeitskonzepte, eine attraktive Vergütung und vor allem durch einen hohen Anteil von Belegschaftsaktionären getragen wird. Aufgrund der aktuellen Situation und der entsprechend eingeleiteten Maßnahmen liegt die Bewertung des Personalrisikos im Vergleich zum Vorjahr (grün-gelb) unverändert als mittleres Risiko (grün-gelb).

14.6.4 Finanzrisiken

Finanzielle Risiken bestehen vor allem darin, dass Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Das Liquiditätsmanagement der Fielmann Group AG ist für alle Konzerngesellschaften zentralisiert, wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Neben einer vollständigen Einbindung in ein nationales und internationales Cashpooling erfolgte die Anbindung der Gesellschaften Planeta d.o.o. in Slowenien sowie Óptica del Penedés, S.L., in Spanien über ein monatliches Reporting, das auch im Rahmen des Post-Merger Integration in den USA umgesetzt wird. Die Finanzsteuerung erfolgt mit der Maßgabe, dem Vorstand die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns und der Fielmann Group AG Sorge zu tragen. Die Liquidität und Bonität des Konzerns bietet hierfür und für die weitere Expansion ausreichende Möglichkeiten. Neben kurzfristigen Finanzanlagen und Sichteinlagen hat die Fielmann Group AG zur kurzfristigen Liquiditätssicherung feste Kreditlinien in Höhe von 100 Millionen € und einen zusätzlichen Überbrückungskredit für die Expansion in Höhe von 150 Millionen € bei mehreren Banken gesichert.

Zum Bilanzstichtag waren davon insgesamt 72,1 Millionen € in Anspruch genommen (Vorjahr: 24,5 Millionen €). Der Verschuldungsgrad des Fielmann-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 39,3 Prozent (Vorjahr: 28,3 Prozent).

Die Anlagepolitik sowie die Liquiditätssteuerung des Fielmann-Konzerns und der Fielmann Group AG ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens durch die nachhaltige Sicherung der Kaufkraft in Orientierung an der aktuellen Preissteigerungsrate und den Kapitalmarktzinsen ausgerichtet. Das Ausfallrisiko der im Konzern und in der Fielmann Group AG vorhandenen finanziellen Vermögenswerte besteht maximal in Höhe der Buchwerte.

Infolge seiner internationalen Ausrichtung ist der Fielmann-Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungsströmen außerhalb seiner funktionalen Währung ausgesetzt. Rund 85 Prozent (Vorjahr: 87 Prozent) der Zahlungsströme des Konzerns basierten 2023 auf dem Euro und etwa 11 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) auf dem Schweizer Franken (CHF). Der Rest verteilt sich auf US-Dollar (USD), Polnische Zloty (PLN), Tschechische Krone (CZK), Ukrainische Hrywnja (UAH), Japanische Yen (YEN) und Belarussischen Rubel (BYN). Für Zahlungsaus- und -eingänge in Fremdwährung werden zur Begrenzung der Währungsrisiken je nach Marktlage Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten eingesetzt. Fielmann nutzt marktgängige Devisentermingeschäfte in den operativen Währungen CHF und USD. Die Devisentermingeschäfte erfolgen nicht zu spekulativen Zwecken, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von regelmäßigen Zahlungsströmen des Konzerns in Fremdwährungen.

Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichtswährung resultieren, werden grundsätzlich nicht gesichert.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestanden wie im Vorjahr in den beiden operativen Währungen CHF und USD keine Devisentermingeschäfte.

Zinssatzänderungen haben eine Auswirkung auf die Höhe des bilanziellen Ausweises von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten und damit auf das Finanzergebnis. Ebenso wirken sich Zinsänderungen auf die vorhandene Liquidität und somit ebenfalls auf das Finanzergebnis aus.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden unverändert als gering eingestuft (grün) (Vorjahr: grün).

14.6.5 Produktions- und Logistikrisiken

Produktions- und Logistikrisiken bestehen in möglichen, jedoch unwahrscheinlichen Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen sowie Unterbrechungen in der Lieferkette. Das Designen der Brillenfassung und die eigene Produktion von Korrektionsgläsern sichert die Warenflusskontrolle von der Prüfung der Rohmaterialien bis zum Zusammenfügen der fertigen Brille. Ein nach DIN ISO 9001 eingerichtetes Qualitätsmanagement sorgt für eine standardisierte Organisation mit hochautomatisierten Herstellungs- und Prüfverfahren. Sie gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität. Für den Eventualfall von Betriebsstörungen hat Fielmann umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. Diese bestehen in systematischen Schulungs- und Qualifikationsprogrammen für die Mitarbeitenden, der permanenten Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und -technologien, umfangreichen Sicherungsmaßnahmen in den Niederlassungen, dem Vorhalten von angepassten Lagerbeständen sowie räumlich getrennten Fertigungskapazitäten sowohl für die Brillenglasproduktion, die Randschleiferei als auch die Brillenmontage. Fielmann ergänzt sein Logistik-Netzwerk durch einen weiteren Standort im tschechischen Chomutov. Um unsere Omnichannel-Plattform zu unterstützen, planen wir eine hochmoderne Logistikstätte, die sich über eine Fläche von 37.000 Quadratmetern erstreckt. Gegen nicht auszuschließende Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Das Risiko aus dem Produktions- und Logistikbereich wird daher unverändert als gering (grün) bewertet (Vorjahr: grün).

14.6.6 Einkaufsrisiken

Im Einkauf werden Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Qualität und Preis für die Warengruppen Glas, Fassung, Kontaktlinsen und Hörgeräte als wesentlich eingestuft und im Rahmen des Risikomanagements kennzahlenorientiert erfasst. In den Vorjahren waren branchenweit verstärkt Rohstoffverknappungen und Lieferkettenstörungen zu verzeichnen, die zu einem wesentlichen Teil auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen waren. Durch eine wachsende Nachfrage bei eingeschränkter Verfügbarkeit erhöhten sich zudem die Preise für Rohstoffe und Energie. Aufgrund der hinreichenden Bevorratung der Kernprodukte war die Fielmann-Gruppe von der Verknappung nur unwesentlich betroffen. Die Einkaufsstärke und die weltweiten Geschäftsbeziehungen erlauben es Fielmann, mögliche Lieferengpässe kurzfristig auszugleichen. Auch auf Entwicklungen der Einkaufspreise kann Fielmann flexibel reagieren, konnte sich jedoch im Berichtsjahr Preisanstiegen nicht vollständig entziehen. Die Risiken im Bereich des Einkaufs werden nach wie vor als gering (grün) bewertet (Vorjahr: grün).

14.6.7 IT-Risiken

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns ist eingebunden in eine komplexe Informationstechnologie. IT-Risiken bestehen grundsätzlich im Ausfall von Systemen und unzureichenden Sicherheitsstandards. Die IT-Systeme werden regelmäßig gewartet und verschiedenen Sicherungsmaßnahmen unterzogen. Gleichzeitig führt der verstärkte Einsatz von Software-Services und die Verlagerung der Datenhaltung in die Cloud zu einer Verbesserung der Verfügbarkeit und Sicherheitsstandards. Durch einen stetigen Dialog zwischen internen und externen IT-Spezialisten wird kontinuierlich eine Aufrechterhaltung und Optimierung der Systeme gewährleistet. Die laufende Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Auditoren ermöglicht die Gewährleistung moderner Sicherheitsstandards. Daneben begegnen der Fielmann-Konzern und die Fielmann Group AG den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen. Technologische Neuerungen und Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, geprüft und bei Eignung eingesetzt. Die IT-Risiken werden insgesamt unverändert als gering (grün) eingestuft (Vorjahr: grün).

14.6.8 Governance-Risiken

Governance-Risiken bestehen insbesondere in möglichen Verstößen gegen Datenschutzregeln im Umgang mit den zu schützenden personenbezogenen Daten sowie der Informationssicherheit und der Nutzung von Software Assets. Mit steigender Vernetzung und Komplexität der IT-Systemlandschaft durch die Digitalisierung haben der Umgang mit personenbezogenen Daten und der Schutz interner Informationen national wie international deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Gesetzgeber hat diesem Umstand mit der geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem damit einhergehenden Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Rechnung getragen und den Datenschutz, den Schutz der Privatsphäre sowie die transparente Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt. Das Governance Team überwacht neben der IT-Architektur die Geschäftsprozesse sowie die Informationssicherheit und den Datenschutz. Er entwickelt die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz weiter, begleitet alle datenschutzrelevanten Projekte und leistet konkrete Unterstützung bei der Umsetzung interner Richtlinien und gesetzlich geregelter Vorgaben. Neben einem projektbezogenen Datenschutz-Team, das die Implementierung und Weiterentwicklung der Datenschutzstandards verantwortet, verfügt der Kundenservice über einen Prozess "Betroffenenrechte" mit eigens geschulten Mitarbeitenden. Gegenüber dem Vorstand ist das Governance Team verantwortlich für die Dokumentation, Bewertung und Besicherung von sensiblen Daten. In dieser Funktion spielt der Bereich eine zentrale Rolle in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Datenschutzsystems und stützt sich dabei auf die Expertise spezialisierter interner und externer Juristen. Eine konsolidierte Bewertung der oben genannten Risiken ergibt gemäß den Vorgaben des Risikoberichtswesens eine hohe Einstufung (gelb) (Vorjahr: grün-gelb)

14.6.9 Digital- und Marketingrisiken

Unter Digital- und Marketingrisiken werden technologische Entwicklungen, digitale Services, die Stabilität der IT-Systeme der Niederlassungen sowie die Auswirkungen auf das Markenimage, Marketing und die Frequenz überwacht und berichtet. Fielmann investiert entschieden in die Digitalisierung, treibt die digitale Transformation des Geschäftsmodells konsequent voran. Die Zukunft der Branche liegt im Omnichannel, also der Verbindung von digitalen Services und persönlicher Beratung. Als Marktführer in Zentral-Europa und eines der führenden augenoptischen Unternehmen weltweit ist Fielmann in der Lage, ungleich größere Beträge in seine Omnichannel-Plattform zu investieren als kleinere Mitbewerber. Insgesamt versorgt die Fielmann-Gruppe mit ihrem Omnichannel-Geschäftsmodell bereits 28 Millionen Kunden. Die Digital- und Marketing-Risiken werden vor dem Hintergrund der technologischen Fortschritte insgesamt als gering (grün) eingestuft (Vorjahr: grün-gelb).

14.6.10 Länderspezifische Gliederung

Da Deutschland einen Großteil des Absatzes, Umsatzes und Ergebnisses beisteuert, wird auf eine separate Betrachtung einer Ländereinheit Deutschland verzichtet, da in der Risikoeinheit Konzern auch der Markt Deutschland umfassend enthalten ist. Die Berichterstattung erfolgt anhand von 12 standardisierten Kennzahlen, davon entfallen 4 auf externe und 8 auf interne Faktoren. Die Risikoeinschätzung sieht wie folgt aus:

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Schweiz mittleres Risiko (grün-gelb) (Vorjahr: grün-gelb)
Österreich hohes Risiko (gelb) (Vorjahr: gelb)
Italien hohes Risiko (gelb) (Vorjahr: gelb)
Polen mittleres Risiko (grün-gelb) (Vorjahr: grün-gelb)
Spanien geringes Risiko (grün) (Vorjahr: grün-gelb)
Nordamerika geringes Risiko (grün) (Vorjahr: keine Angabe)
Tschechien mittleres Risiko (grün-gelb) (Vorjahr: keine Angabe)
Slowenien mittleres Risiko (grün-gelb) (Vorjahr: keine Angabe)
Niederlande mittleres Risiko (grün-gelb) (Vorjahr: keine Angabe)
Luxemburg geringes Risiko (grün) (Vorjahr: keine Angabe)

14.7 Chancenbericht

Chancen bezeichnen mögliche positive Abweichungen von den im Prognosebericht aufgestellten Erwartungen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Lage der Fielmann-Gruppe. Fielmann unterscheidet dabei zwischen marktbezogenen Chancen und strategischen oder operativen Chancen. Marktbezogene Chancen könnten sich aus einer deutlichen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben, die zu positiven konjunkturellen Effekten in den für den Konzern relevanten Märkten führen. In einem solchen Positivszenario könnte sich der private Konsum oberhalb der Erwartungen bewegen und verstärkte Käufe auch in der Augenoptik-Branche auslösen. Weitere Marktchancen könnten sich aus einer langfristigen Entspannung der Lieferkettenproblematik und daraus resultierenden Preissenkungen bei Zulieferprodukten und Energieressourcen ergeben. Was den Wettbewerb anbelangt, so könnten sich Chancen aus der fortgesetzten Marktkonsolidierung ergeben. Die Konsolidierung der Bereiche Optik und Audiologie in unseren bestehenden Märkten schreitet voran, wobei unsere Gruppe einer der Haupttreiber ist. Dank unserer hohen Produktivität und Kostendisziplin können wir garantierte Qualität und Spitzenleistungen zu besten Preisen anbieten. Umsatzsteigerungen generieren wir durch die Einführung unserer Omnichannel-Verkaufsplattform, die Eröffnung neuer Niederlassungen, die Modernisierung und Erweiterung bestehender Niederlassungen sowie Verlagerungen an noch attraktivere Standorte.

Auch die steigende Anzahl an Brillenträgern ist ein Wachstumstreiber: Häufiges Nahsehen und ein Mangel an Tageslicht führen gemäß Studien zu einer deutlichen Steigerung der Brillenträger in den jüngeren Alterssegmenten. Der demografische Wandel in unseren Bestandsmärkten führt dazu, dass die alternde Bevölkerung immer mehr Brillen benötigt - insbesondere aufwändig angepasste Gleitsichtbrillen. Auch der Hörakustikmarkt profitiert vom demografischen Wandel: Insbesondere in der Altersgruppe der Best Ager bietet das margenstarke Geschäft großes Wachstumspotenzial. Deshalb ergänzt die Fielmann-Gruppe ihr augenoptisches Produkt- und Serviceangebot in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien und Slowenien um Hörsysteme und prüft die Ausweitung des Angebots in weitere Länder.

Innovative, neue Dienstleistungen wie der Augen-Check-Up in Zusammenarbeit mit Ocumeda bieten zusätzliche Wachstumschancen im Bereich der individuellen Gesundheitsdienstleistungen.

Um das Wachstum zusätzlich anzukurbeln, investieren wir seit 2019 konsequent in die Digitalisierung und Internationalisierung des Geschäftsmodells. Dies führt zu erfreulichen Umsatzsteigerungen in den digitalen Vertriebskanälen und im Auslandsgeschäft. Das organische Wachstum in Bestandsmärkten ergänzt die Fielmann-Gruppe gezielt um die Erschließung neuer Märkte mit eigenen Marken und gezielte Zukäufe passender Unternehmen.

15 Ergänzende Angaben nach § 315a HGB (Übernahmerelevante Angaben)

15.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Fielmann Group AG beträgt 84 Millionen € und ist eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien (auf den Inhaber lautende Stückaktien), jeweils ohne Nennwert. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung der Fielmann Group AG eine Stimme (§ 14 Abs. 6 der Satzung).

15.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Ein Poolvertrag, der 61.243.017 Stimmrechte an der Fielmann Group AG umfasst (Poolaktien), wurde am 4. April 2013 abgeschlossen und seitdem geändert. Mitglieder des Poolvertrags sind derzeit Stichting Tranquilitati, Oldenzaal, Niederlande, KORVA SE, Berlin, Herr Günther Fielmann († 3. Januar 2024), Marc Fielmann und Sophie Luise Fielmann-Lobron. Nach dem Poolvertrag bedarf die Übertragung von Poolanteilen auf Dritte der Zustimmung aller anderen Poolmitglieder. Darüber hinaus muss jedes Poolmitglied, das seine Poolanteile verkaufen will, diese zunächst den anderen Poolmitgliedern anbieten (Vorkaufsrecht). Der Poolvertrag sieht vor, dass das Stimmrecht der Poolaktien in der Hauptversammlung der Fielmann Group AG entsprechend den Beschlüssen der Poolmitglieder in der Poolversammlung ausgeübt werden muss, und zwar unabhängig davon, ob und wie das jeweilige Poolmitglied in der Poolversammlung abgestimmt hat. Das Stimmrecht eines Poolmitglieds in der Poolversammlung richtet sich nach seinem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Fielmann Group AG. Jede Poolaktie gewährt eine Stimme.

15.3 Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Fielmann Group AG haben die Schwelle von 10 Prozent überschritten: Günther Fielmann († 3. Januar 2024), Lütjensee (direkter und indirekter Anteilsbesitz), Marc Fielmann, Hamburg (direkter und indirekter Anteilsbesitz), Sophie Luise Fielmann-Lobron, Hamburg (direkter und indirekter Anteilsbesitz), KORVA SE, Berlin (direkter und indirekter Anteilsbesitz), Stichting Tranquilitati, Oldenzaal, Niederlande (unmittelbare und mittelbare Beteiligungen), fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co., Hamburg (mittelbare Beteiligung), Fielmann Familienstiftung, Hamburg (mittelbare Beteiligung). Der Streubesitz beläuft sich auf 27,09 Prozent. Weitere Informationen zu den Stimmrechten finden Sie im Anhang des Konzernabschlusses 2023 der Fielmann Group AG.

15.4 Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

15.5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrolle nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Konstellation besteht bei der Gesellschaft nicht.

15.6 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind geregelt in § 84 AktG. Die Satzung der Fielmann Group AG sieht unter § 7 Abs. 1 folgende Regelung zur Zusammensetzung des Vorstands vor: "(1) Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus mindestens drei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und die Person des Vorstandsvorsitzenden sowie gegebenenfalls seines Stellvertreters." Die gesetzlichen Bestimmungen über die Änderung der Satzung sind geregelt in § 119 AktG in Verbindung mit § 179 AktG. Die Satzung der Fielmann Group AG sieht unter § 14 Abs. 4 folgende Regelung zu Satzungsänderungen vor: "(4) Zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung ist - soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich und genügend."

15.7 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um insgesamt bis zu 10.000.000,00 € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar und/​ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen oder einem Konsortium solcher Kreditinstitute oder Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

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um etwaige Spitzenbeträge unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwerten;

bei Erhöhungen des Grundkapitals gegen Bareinlagen gemäß §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG, wenn der auf die neuen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden oder
sofern dieser Betrag niedriger ist im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei Berechnung der 10 Prozent Grenze sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung ausgegeben oder veräußert worden sind;
für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2021 festzulegen.

16 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Entsprechende wesentliche Vereinbarungen sind nicht vorhanden

17 Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern bestehen nicht.

18 Angaben entsprechend §§ 289b ff., 315b ff. HGB zur nichtfinanziellen Erklärung (Nachhaltigkeitsbericht)

Die Fielmann Group AG veröffentlicht ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) für das Geschäftsjahr 2023 auf der Internetseite www.fielmann-group.com. Der Bericht wurde in Anlehnung an die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt.

19 Angaben entsprechend § 160 Abs. 1 Nummer 2 AktG

Im Anhang des Jahresabschlusses der Fielmann Group AG befinden sich Angaben über den Bestand an eigenen Aktien sowie dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023.

20 Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der Fielmann Group AG hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem die Beziehungen der Gesellschaft zu Herrn Günther Fielmann († 3. Januar 2024) und Marc Fielmann sowie zu anderen mit ihnen verbundenen Unternehmen und zu Unternehmen, die zum Konzern gehören, dargestellt sind. Der Vorstand hat in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor."

Konzernbilanz zum 31.12.2023

Aktiva

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Textziffer im Anhang Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Stand am 31.12.2022 1

Tsd. €
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte (1) 218.879 168.247
II. Firmenwerte (2) 299.761 216.734
III. Sachanlagen (3) 390.791 360.754
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (3) 12.465 11.584
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (4) 509.863 467.314
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen (5) 5.414 5.711
VII. Übrige Finanzanlagen (5) 8.066 9.032
VIII. Aktive latente Steuern (6) 25.227 20.622
IX. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (7) 5.683 16.588
X. Forderungen aus Leasingverhältnissen (8) 0 212
1.476.149 1.276.798
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (9) 224.740 183.246
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10) 55.622 44.292
III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (10) 90.975 55.932
IV. Nicht finanzielle Vermögenswerte (11) 47.504 45.518
V. Ertragsteueransprüche (12) 9.722 11.091
VI. Finanzanlagen (13) 22.908 98.618
VII. Zahlungsmittel und Äquivalente (14) 58.926 51.249
510.397 489.946
1.986.546 1.766.744

1 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

Passiva

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Textziffer im Anhang Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Stand am 31.12.2022 1

Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (15) 84.000 84.000
II. Kapitalrücklage (16) 92.652 92.652
III. Gewinnrücklagen (17) 654.736 594.149
IV. Sonstige Rücklagen (18) 36.266 30.381
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 867.654 801.182
V. Nicht beherrschende Anteile (19) 58.509 52.080
926.163 853.262
B. Langfristige Schulden
I. Rückstellungen (20) 32.975 25.240
II. Finanzverbindlichkeiten (21) 6.955 61.012
III. Passive latente Steuern (22) 54.783 37.697
IV. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (23) 420.584 383.962
V. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten (26) 15.574 13.781
530.871 521.692
C. Kurzfristige Schulden
I. Rückstellungen (24) 75.213 68.269
II. Finanzverbindlichkeiten (25) 126.180 24.612
III. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (23) 98.652 96.489
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 92.157 85.248
V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 33.547 23.191
VI. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten (26) 86.411 78.363
VII. Ertragsteuerschulden (27) 17.352 15.618
529.512 391.790
1.986.546 1.766.744

1 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2023

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Textziffer im Anhang 2023

Tsd. €
2022 2

Tsd. €
Veränderung zum Vorjahr
1. Konzernumsatz (30) 1.969.080 1.759.049 11,9%
2. Bestandsveränderung (30) 2.974 4.045 -26,5%
3. Konzerngesamtleistung 1.972.054 1.763.094 11,9%
4. Sonstige betriebliche Erträge (31) 30.161 20.376 48,0%
5. Materialaufwand (32) -398.681 -383.655 3,9%
6. Personalaufwand (33) -865.875 -761.970 13,6%
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (34) -327.606 -298.314 9,8%
8. Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 410.053 339.531 20,8%
9. Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (35) -101.635 -95.893 6,0%
10. Übrige Abschreibungen (35) -94.608 -84.066 12,5%
11. Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen (36) -13.103 -6.486 102,0%
12. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis (36) -10.941 -1.732 531,7%
13. Erträge im Finanzergebnis (36) 3.950 9.018 -56,2%
14. Ergebnis vor Steuern 193.716 160.372 20,8%
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (37) -63.076 -50.637 24,6%
16. Jahresüberschuss (38) 130.640 109.735 19,1%
17. Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse (39) -2.996 -6.077 -50,7%
18. Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind 127.644 103.658 23,1%
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1 (38) 1,52 1,23

1 Vorgänge, die eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie nach sich ziehen würden, fanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr statt.

2 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

Gesamtergebnisrechnung

Textziffer (41)

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2023

Tsd. €
2022 1

Tsd. €
Jahresüberschuss 130.640 109.735
Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus Währungsumrechnung 6.534 6.115
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Bewertung der Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) -390 1.270
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 6.144 7.385
Gesamtergebnis 136.784 117.120
davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen 2.996 6.077
davon Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 133.788 111.043

1 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Textziffer (42)

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Gezeichnetes Kapital

Tsd. €
Kapitalrücklage

Tsd. €
Gewinnrücklagen

Tsd. €
Währungsumrechnungsrücklage

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2023 84.000 92.652 594.149 30.116
Jahresüberschuss 127.644
Sonstiges Ergebnis 6.534
Gesamtergebnis 127.644 6.534
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -62.986
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile
Sonstige Veränderungen 176
Erwerb von neuen Tochterunternehmen -4.247
Stand am 31. Dezember 2023 84.000 92.652 654.736 36.650

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Bewertungsrücklage IAS 19

Tsd. €
Rücklage für eigene Anteile

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2023 -1.654 -56
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis -390
Gesamtergebnis -390
Dividenden/​Ergebnisanteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile -227
Sonstige Veränderungen
Erwerb von neuen Tochterunternehmen
Stand am 31. Dezember 2023 -2.044 -283

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Rücklage für anteilsbasierte Vergütung

Tsd. €
Sonstige Rücklagen

Tsd. €
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens

Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile

Tsd. €
Eigenkapital

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2023 1.975 30.381 801.182 52.080 853.262
Jahresüberschuss 127.644 2.996 130.640
Sonstiges Ergebnis 6.144 6.144 6.144
Gesamtergebnis 6.144 133.788 2.996 136.784
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -62.986 -2.889 -65.875
Anteilsbasierte Vergütungen -32 -32 -32 -32
Eigene Anteile -227 -227 -227
Sonstige Veränderungen 176 895 1.071
Erwerb von neuen Tochterunternehmen -4.247 5.427 1.180
Stand am 31. Dezember 2023 1.943 36.266 867.654 58.509 926.163

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Gezeichnetes Kapital

Tsd. €
Kapitalrücklage

Tsd. €
Gewinnrücklagen 2

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2022 84.000 92.652 617.188
Jahresüberschuss 103.658
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis 103.658
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -125.979
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile
Sonstige Veränderungen -64
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -654
Stand am 31. Dezember 2022 84.000 92.652 594.149

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Währungsumrechnungsrücklage

Tsd. €
Bewertungsrücklage IAS 19

Tsd. €
Rücklage für eigene Anteile

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2022 24.001 -2.924 0
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis 6.115 1.270
Gesamtergebnis 6.115 1.270
Dividenden/​Ergebnisanteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile -56
Sonstige Veränderungen
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
Stand am 31. Dezember 2022 30.116 -1.654 -56

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Rücklage für anteilsbasierte Vergütung

Tsd. €
Sonstige Rücklagen

Tsd. €
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens

Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile

Tsd. €
Eigenkapital

Tsd. €
Stand am 1. Januar 2022 2.097 23.174 817.014 52.962 869.976
Jahresüberschuss 103.658 6.077 109.735
Sonstiges Ergebnis 7.385 7.385 7.385
Gesamtergebnis 7.385 111.043 6.077 117.120
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -125.979 -6.903 -132.882
Anteilsbasierte Vergütungen -122 -122 -122 -122
Eigene Anteile -56 -56 -56
Sonstige Veränderungen -64 -56 -120
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -654 -654
Stand am 31. Dezember 2022 1.975 30.381 801.182 52.080 853.262

1 Ausgeschüttete Dividenden und anderen Gesellschaftern zugeordnete Ergebnisanteile

2 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern

Textziffer (43)

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Kapitalflussrechnung nach IAS 7 für die Zeit vom 1.1. bis zum 31.12. 2023

Tsd. €
2022 1

Tsd. €
Veränderung zum Vorjahr
Ergebnis vor Steuern (EBT) 193.716 160.372 20,8%
-/​+ Gewinnanteile von assoziierten Unternehmen 296 -688 -143,0%
+ Erfolgswirksam erfasste Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen 13.103 6.486 102,0%
+ Erfolgswirksam erfasste übrige Aufwendungen im Finanzergebnis 10.645 1.732 514,6%
- Erfolgswirksam erfasste Erträge im Finanzergebnis -3.950 -8.330 -52,6%
+ Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 94.608 84.066 12,5%
+ Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 101.635 95.893 6,0%
- Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -4.126 -582 608,9%
- Gezahlte Ertragsteuern -72.440 -54.821 32,1%
+/​- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -5.364 1.665 -422,2%
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen 16.413 -2.053 -899,5%
-/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen, als Finanzinvestition 4.822 28 17.121,4%
gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -176.398 -49.698 254,9%
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 109.442 10.592 2 933,3%
- Vereinnahmte Zinsen 383 313 22,4%
\= Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 282.785 244.975 15,4%
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 1.402 867 61,7%
- Auszahlungen für Sachanlagen -83.989 -81.967 2,5%
- Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -2.800 -3.423 -18,2%
+ Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 46 47 -2,1%
- Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte -4 -7.032 -99,9%
- Auszahlungen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -23 -100,0%
- Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -141.239 -60.580 133,1%
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen 86.690 58.927 47,1%
- Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -3.355 -66.664 -95,0%
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -143.249 -159.848 -10,4%
Gezahlte Dividenden an Aktionäre des Mutterunternehmens -62.986 -125.979 -50,0%
- Auszahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner -5.162 -7.839 -34,1%
+/​- Verkauf/​Erwerb eigener Anteile -227 -56 305,4%
+ Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 3 72.050 24.525 2 193,8%
- Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 3 -24.525
+ Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten 4 187 2 9.250,0%
- Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 4 -116 -187 -38,0%
- Tilgungsanteil Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 5 -93.910 -90.895 3,3%
- Gezahlte Zinsen 5 -14.272 -7.901 80,6%
- Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen -3.043 -894 240,4%
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -132.004 -209.224 -36,9%
Zahlungswirksame Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente 7.532 -124.097 -106,1%
+/​- Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente 145 457 -68,3%
+ Zahlungsmittel und Äquivalente am Anfang der Periode 51.249 174.889 -70,7%
\= Zahlungsmittel und Äquivalente am Ende der Periode 58.926 51.249 15,0%

1 Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Für weitere Informationen siehe Textziffer (26).

2 In der Zeile "Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" wurde die Darstellung des Vorjahreswertes um Tsd. € 24.525 nach IAS 8 angepasst. Dieser Wert wurde in die Zeile "Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten" eingefügt.

3 Zeilen neu eingefügt.

4 Bezeichnung der Zeilen gegenüber dem Vorjahr angepasst. Die Zeile "Einzahlung aus aufgenommenen Darlehen" wurde in "Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten" umbenannt. Die Zeile "Rückzahlung von Darlehen" wurde in "Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten" umbenannt.

5 Die gezahlten Zinsen wurden im Vorjahr im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen. Der Anteil der Zinsen an den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen wurde aus der Zeile "Tilgungsanteil Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen" in die gezahlten Zinsen umgegliedert. Die Umgliederung des Vorjahres betrifft einen Betrag in Höhe von Tsd. € 6.486.

Segmentberichterstattung Fielmann-Konzern

Bestandteil des Anhangs, Textziffer (44), Vorjahreszahlen in Klammern

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Segmente nach Regionen
Mio. € Deutschland Schweiz Österreich Spanien Nord-Amerika Übrige
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse des Segments 1.440,7 218,1 91,0 175,4 32,4 120,0
(1.338,0) (208,2) (83,1) (123,3) (0,0) (101,7)
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 96,9 0,8 0,2 10,6
(85,3) (0,3) (9,7)
Umsatzerlöse extern 1.343,8 217,3 90,8 175,4 32,4 109,4
(1.252,7) (208,2) (82,8) (123,3) (0,0) (92,0)
Materialaufwand 314,5 35,7 18,6 62,2 8,8 39,1
(324,8) (40,7) (18,3) (43,9) (0,0) (37,8)
Personalaufwand 619,9 89,7 37,6 58,2 18,1 42,5
(567,5) (84,3) (34,3) (39,5) (0,0) (36,4)
Planmäßige Abschreibungen 106,2 19,2 8,0 25,0 5,6 26,0
(107,6) (18,0) (7,4) (17,6) (0,0) (21,8)
Finanzergebnis 17,0 1,7 0,9 3,8 0,5 3,2
(4,1) (0,6) (0,6) (2,0) (0,0) (1,2)
Erträge im Finanzergebnis 4,7 1,5 0,1 0,1 0,7
(8,8) (0,4) (0,0) (0,0) (0,1)
Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne Beteiligungserträge 162,7 43,5 10,1 10,0 -10,2 -21,9
(138,6) (34,4) (6,1) (10,4) (0,0) (-28,9)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 51,3 7,4 2,9 2,1 -2,0 1,6
(42,8) (5,2) (1,4) (2,3) (0,0) (-1,0)
Jahresüberschuss 111,4 36,1 7,2 7,9 -8,2 -23,5
(95,7) (29,2) (4,7) (8,1) (0,0) (-27,9)
Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 564,7 83,4 45,2 420,6 179,3 138,6
(560,1) (85,1) (38,7) (421,5) (0,0) (119,2)
davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 344,4 37,5 14,6 312,4 157,8 55,2
(332,6) (35,1) (11,4) (316,0) (0,0) (62,2)
davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 220,3 45,9 30,6 108,2 21,5 83,4
(227,5) (50,0) (27,3) (105,5) (0,0) (57,0)
Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 106,5 27,1 13,9 30,6 185,8 48,8
(103,2) (5,9) (10,0) (108,0) (0,0) (39,8)
davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 52,8 22,0 5,5 19,4 162,3 6,4
(53,9) (5,1) (4,1) (72,1) (0,0) (17,3)
davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen 53,7 5,1 8,4 11,2 23,5 42,4
(49,3) (0,8) (5,9) (35,9) (0,0) (22,5)
Anteile an assoziierten Unternehmen 5,4
(5,7)
Aktive latente Steuern 21,7 0,3 0,7 2,5
(15,2) (1,1) (0,5) (2,5)

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Segmente nach Regionen
Mio. € Konsolidierung Konzernwert
--- --- --- ---
Umsatzerlöse des Segments -108,5 1.969,1
(-95,3) (1.759,0)
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten
Umsatzerlöse extern 1.969,1
(1.759,0)
Materialaufwand -80,2 398,7
(-81,8) (383,7)
Personalaufwand -0,1 865,9
(0,0) (762,0)
Planmäßige Abschreibungen 190,0
(172,4)
Finanzergebnis -3,1 24,0
(-0,3) (8,2)
Erträge im Finanzergebnis -3,1 4,0
(-0,3) (9,0)
Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne Beteiligungserträge -0,5 193,7
(-0,2) (160,4)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,2 63,1
(-0,1) (50,6)
Jahresüberschuss -0,3 130,6
(-0,1) (109,7)
Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 1.431,8
(1.224,6)
davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 921,9
(757,3)
davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 509,9
(467,3)
Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 412,7
(266,9)
davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 268,4
(152,5)
davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen 144,3
(114,4)
Anteile an assoziierten Unternehmen 5,4
(5,7)
Aktive latente Steuern 25,2
(19,3)

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Fielmann Group AG mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Sie ist im Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 56098 eingetragen.

Der Umfirmierung der Fielmann Aktiengesellschaft in Fielmann Group AG hat die Hauptversammlung am 13. Juli 2023 zugestimmt, mit der Eintragung in das Handelsregister am 21. Juli 2023 ist dieser Beschluss rechtskräftig.

Mutterunternehmen der Fielmann Group AG ist die KORVA SE. Oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Group AG besteht in dem An- und Verkauf von Waren, sowohl stationär als auch im Groß- und Versandhandel (E-Commerce), insbesondere im Bereich der Augenoptik und der Hörakustik, speziell der Handel mit Sehhilfen aller Art, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires, Hörsystemen und deren Zubehör sowie persönlicher Schutzausrüstung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Entwicklung und Herstellung von Produkten, die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Gesundheitsdienstleistungen, sowie die Entwicklung von Software, insbesondere jeweils in den vorgenannten Bereichen und allen damit in Verbindung stehenden Geschäften. Die Produktion von Gläsern ist in der Rathenower Optik GmbH konzentriert.

Der Vorstand der Fielmann Group AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 am 18. April 2024 aufgestellt und wird diesen am 18. April 2024 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. April 2024.

Der Konzernabschluss der Fielmann Group AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.

II. Anwendung von neuen und geänderten Standards

Erstmals im Geschäftsjahr angewendete neue und geänderte Standards und Interpretationen

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Verlautbarung Titel Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 12 Internationale Steuerreform - Säule-2-Modellregeln 1.1.2023 1.1.2023

Aus der Anwendung der Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.

Neue und geänderte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen beziehungsweise geänderten Standards wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Der Konzern hat die Regelungen nicht vorzeitig angewendet.

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Verlautbarung Titel Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1.1.2024 1.1.2024
Änderungen an IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 1.1.2024 1.1.2024
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 1.1.2024 Offen
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Erfolgserfassung bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Anwendung auf unbestimmte Zeit verschoben Offen
Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.1.2024 1.1.2024
Änderungen an IAS 21 Fehlende Umtauschbarkeit 1.1.2025 Offen

Auf eine detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards beziehungsweise Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten, wie nachfolgend beschrieben, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt.

Alle monetären Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in der Konzernwährung Euro in Tausend €, die Segmentberichterstattung in Millionen €.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert.

Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss sind alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Fielmann Group AG mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist, beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Auch an 19 (Vorjahr: 21) deutschen Franchisegesellschaften übt die Fielmann Group AG Beherrschung im Sinne des IFRS 10 aus. Diese Beherrschung ergibt sich aus dem Zusammenwirken der gesellschaftsrechtlichen, franchisevertraglichen und wirtschaftlichen Einflüsse. Die Vorgaben des Franchisevertrags zu Ladenlokal, Sortiment, Beständen, Werbung u. a. definieren den Rahmen der Geschäftspolitik im Sinne der Fielmann Group AG. 26 (Vorjahr: 25) im Baltikum durch Franchisenehmer betriebene Niederlassungen sind nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises, da die vertraglichen Vereinbarungen nicht zu einer Beherrschung der Gesellschaft führen.

Zusätzlich zu den Tochterunternehmen werden auch Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 bilanziert.

Hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen. Dieser Anteilsbesitz enthält zudem eine Aufstellung der Gesellschaften, die von der Befreiung nach § 264 Absatz 3 sowie § 264b HGB Gebrauch machen.

Zum 31. Dezember 2023 werden 17 (Vorjahr: zehn) Gesellschaften erstmals konsolidiert.

Im Juni 2023 hat die Fielmann Group AG mit der Akquisition der kanadischen Eyevious Style Inc. und der US-amerikanischen Eye Style of America Ltd. (im Folgenden zusammen "Eyevious") ihre Expansion in den nordamerikanischen Markt bekannt gegeben. Die beiden Gesellschaften sind Anfang Juni 2023 in den Fielmann-Konzern übergegangen und betreiben unter dem Markennamen "Befitting" eine augenoptische E-Commerce Plattform in den USA. Die Fielmann Group AG erwarb über ihre in Kanada neugegründete Tochtergesellschaft Alberta Inc. die gesamten Stimmrechts- und Kapitalanteile im Rahmen der Transaktion.

Zur Fortsetzung der begonnenen Expansion nach Nordamerika erwarb die Fielmann Group AG mit Wirkung zum 1. September 2023 die gesamten Stimmrechts- und Kapitalanteile des US-amerikanischen augenoptischen Unternehmens SVS Vision, bestehend aus den folgenden Gesellschaften mit Sitz in Mt. Clemens (bei Detroit), Michigan, USA:

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SVS Vision Holding Company
SVS Vision Holding II Company
SVS Vision, Inc. (Marktführer in Michigan mit 82 Geschäften in neun US-Bundesstaaten),
Single Vision Solution, Inc. (Zusatzversicherung für Augenvorsorge und Augenkorrektion) sowie
SVS Real Estate, LLC. (Mieterin des Verwaltungsgebäudes und der Ladengeschäfte der SVS Vision Gruppe).

Der Kaufpreis von Tsd. € 28.214 für Eyevious wurde vollständig im Berichtsjahr erbracht und erfolgte ausschließlich in liquiden Mitteln. Mit dem Erwerb der Gesellschaften wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von Tsd. € 2.507 zurückgeführt. Zudem wurde vereinbart, dass der ehemalige Gesellschafter in 2026 bei Erfüllung vereinbarter Voraussetzungen eine Zahlung von Tsd. € 2.522 erhält. Der auf 2023 entfallene Betrag wurde aufwandswirksam erfasst.

Der Kaufpreis für die SVS Vision Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 102.989 wurde vollständig im Berichtsjahr erbracht und erfolgte ausschließlich in liquiden Mitteln.

Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. € 479 (Eyevious) und Tsd. € 2.136 (SVS Vision) wurden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte vor Kaufpreisallokation und die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt für die jeweiligen Akquisitionen:

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Eyevious Buchwerte vor Kaufpreisallokation am 7.6.2023

Tsd. €
Zeitwerte am 7.6.2023

Tsd. €
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1 13.636
Firmenwert 21.163
Sachanlagen 187 187
Nutzungsrechte 63 63
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 18
Vorräte 313 313
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 339 339
Zahlungsmittel und Äquivalente 12 12
933 35.731
Schulden
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -437 -437
Langfristige Leasingverbindlichkeiten -7 -7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -287 -287
Sonstige Rückstellungen -115 -115
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten -56 -56
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -2.520 -2.520
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten -958 -958
Latente Steuerschulden -3.136
-4.381 -7.517
Nettovermögen -3.448 28.214

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SVS Vision Buchwerte vor Kaufpreisallokation am 31.8.2023

Tsd. €
Zeitwerte am 31.8.2023

Tsd. €
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 298 56.027
Firmenwert 52.268
Sachanlagen 11.006 17.029
Nutzungsrechte 23.317 23.317
Vorräte 6.608 6.608
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.810 10.810
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 173 173
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 522 522
Zahlungsmittel und Äquivalente 3.366 3.366
56.100 170.120
Schulden
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -11.098 -11.098
Langfristige Leasingverbindlichkeiten -20.417 -20.417
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.176 -5.176
Sonstige Rückstellungen -3.900 -3.900
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten -2.900 -2.900
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -5.375 -5.375
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten -2.771 -1.842
Latente Steuerschulden -16.422
-51.639 -67.131
Nettovermögen 4.461 102.989

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Tsd. € 21.163 (Eyevious) und Tsd. € 52.268 (SVS Vision) sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 13.636 (Eyevious) und Tsd. € 55.729 (SVS Vision) identifiziert. Für die Marke der SVS Vision Gruppe wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 31.695 identifiziert. Zusätzlich wurde der Kundenstamm der Eyevious mit Tsd. € 4.794 bewertet. Für die SVS Vision Gesellschaften wurde ein Kundenstamm mit einem Wert von Tsd. € 24.034 identifiziert. Im Zuge der Eyevious Akquisition wurden außerdem selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit Tsd. € 8.841 bewertet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren hauptsächlich aus identifizierten Wachstumspotenzialen sowie aus der erwarteten Nutzung von Synergiepotentialen bedingt durch die Zusammenführung der beiden nordamerikanischen Geschäftsmodelle. Eine steuerliche Abzugsfähigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird nicht erwartet.

In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte berücksichtigen das als gering eingestufte Ausfallrisiko für erwartete Kreditverluste.

In das Geschäftsjahr 2023 sind aus der Eyevious Transaktion Umsatzerlöse in Höhe von Tsd. € 993 sowie ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € -2.838 eingeflossen. Aus der Akquisition der SVS Vision Gruppe stammen Tsd. € 31.412 Umsatzerlöse und ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € 3.362.

Wenn die Erwerbszeitpunkte der jeweiligen Unternehmen am 1. Januar 2023 gewesen wären, hätten die erworbenen Gesellschaften aus der Eyevious Akquisition Umsatzerlöse von Tsd. € 1.721 und ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € -4.583 beigetragen. Für den gleichen Zeitraum wären für die SVS Vision Gesellschaften Umsatzerlöse von Tsd. € 99.765 und ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € 4.645 verbucht worden.

Zur Erweiterung des Leistungsspektrums des Fielmann-Konzerns wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2023 die in der Schweiz ansässige Ocumeda AG gemeinsam mit ihrer deutschen Tochtergesellschaft Ocumeda GmbH erworben. Die Unternehmen bieten innovative Augenvorsorge an. Im Rahmen der Akquisition wurden zunächst 90 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile erworben. Eine Kapitalerhöhung, an der sich ausschließlich der Fielmann-Konzern beteiligt hat, hat den Anteil um 1,25 Prozent auf 91,25 Prozent erhöht.

Für die übrigen 8,75 Prozent ist eine Put- und Call-Option vereinbart worden, die in 2026 ausgeübt werden kann. Die zum Erwerbszeitpunkt ausgewiesene Minderheitsbeteiligung wurde unter Bezugnahme auf den beizulegenden Zeitwert der Minderheitsbeteiligung bewertet und betrug Tsd. € 4.204. Der Betrag wurde dabei auf Basis des erwarteten bereinigten EBITDA der beiden erworbenen Gesellschaften per 31.12.2025 multipliziert mit einem gleichbleibenden Faktor ermittelt.

Der zum aktuellen Zeitpunkt erwartete, undiskontierte Ausübungspreis der Option liegt bei Tsd. € 3.800. Der Buchwert der Verbindlichkeit aus der Put-Option beträgt zum Bilanzstichtag Tsd. € 2.798 und wird unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Entsprechend der Present-Access-Methode werden die Anteile konzernfremder Gesellschafter weiterhin im Eigenkapital als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung der Put- und Call-Option erfolgt erfolgsneutral über das Eigenkapital; die Bilanzierung von Wertänderungen erfolgt erfolgswirksam.

Der vereinbarte Kaufpreis in Höhe von Tsd. € 14.773 umfasst den Preis für 100 Prozent der Anteile an der Ocumeda AG. Mit den ehemaligen Mehrheitseigentümern ist die Zahlung einer Erfolgsprämie für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 vereinbart. Die erwartete Prämie für die aus dem Unternehmen ausgeschiedenen ehemaligen Mehrheitseigentümer in Höhe von Tsd. € 1.908 stellt einen Teil des vereinbarten Kaufpreises dar. Für die beiden noch im Unternehmen beschäftigten ehemaligen Mehrheitseigentümer ist die Zahlung der erwarteten Prämie in Höhe von Tsd. € 1.272 an ihre Anstellung gebunden. Der auf das Jahr 2023 entfallene Betrag wurde aufwandswirksam erfasst.

Mit Ausnahme von noch ausstehenden Anteilen sowie erfolgsabhängigen Vergütungen für ehemalige Mehrheitseigentümer wurde der Kaufpreis vollständig im Berichtsjahr gezahlt und ausschließlich in liquiden Mitteln erbracht. Transaktionskosten von Tsd. € 286 sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte vor Kaufpreisallokation und die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt:

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Ocumeda Buchwerte vor Kaufpreisallokation am 31.1.2023

Tsd. €
Zeitwerte am 31.1.2023

Tsd. €
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 288 996
Firmenwert 13.849
Sachanlagen 25 25
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 22 22
Zahlungsmittel und Äquivalente 215 215
549 15.107
Schulden
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -834 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -52 -52
Sonstige Rückstellungen -2 -2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -22 -22
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten -165 -165
Latente Steuerschulden -94
-1.075 -334
Nettovermögen -526 14.773

Im Rahmen der Kaufpreisallokation mittels der Full Goodwill Methode wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Tsd. € 13.849 und immaterielle Vermögenswerte für selbsterstellte Software in Höhe von Tsd. € 709 ermittelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bestimmt von identifiziertem Wachstumspotenzial sowie erwarteten Synergien aus der Einbindung der Unternehmen in den Fielmann-Konzern. Eine steuerliche Abzugsfähigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird nicht erwartet.

Im Rahmen der Transaktion hat der Fielmann-Konzern langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten der Ocumeda AG in Höhe von Tsd. € 834 abgelöst.

In das Geschäftsjahr 2023 sind aus der Transaktion Umsatzerlöse in Höhe von Tsd. € 223 sowie ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € -1.623 eingeflossen. Wenn der Erwerbszeitpunkt des Unternehmens am 1. Januar 2023 gewesen wären, hätten die erworbenen Gesellschaften Umsatzerlösen von Tsd. € 266 und ein Ergebnis nach Steuern von Tsd. € -1.839 beigetragen.

Zudem sind im Geschäftsjahr die nicht operativ tätigen Gesellschaften Alberta Inc. in Calgary, Kanada und Bro Beteiligungs GmbH mit Sitz in Hamburg gegründet worden. Die Löchte-Optik GmbH, Rheine ist in Fielmann International GmbH umbenannt worden bei gleichzeitiger Abspaltung eines Teilbetriebes auf die neugegründete Exklusiv-Optiker GmbH & Co. OHG in Rheine. Das neugegründete Unternehmen Audio Clarus d.o.o. in Ljubljana, Slowenien bietet Hörsysteme in den Ladengeschäften der Optikerkette Optika Clarus an.

Der Kaufpreis für den in 2022 erfolgten Erwerb der Gesellschaften Ibervisión Servicios Ópticos, S.L., Medop, S.A. und Elaboria, S.L. wurde als Korrektur innerhalb des Bewertungszeitraums von Tsd. € 70.817 auf Tsd. € 69.871 angepasst, um die dem Kaufpreismechanismus zugrundeliegenden finalen Werte zu reflektieren.

Die finale Kaufpreisallokation ergab einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von Tsd. € 34.830 und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 28.332. In der Gesellschaft Ibervisión Servicios Ópticos, S.L. wurden die Marke "Medical Óptica Audición" in Höhe von Tsd. € 5.087 sowie der Kundenstamm mit Tsd. € 6.391 als ansetzbare immaterielle Vermögenswerte identifiziert. Die Marke der Gesellschaft Medop, S.A. wurde mit Tsd. € 5.241 und der Kundenstamm mit Tsd. € 11.613 bewertet. Die jährlichen Abschreibungsbeträge erhöhen sich aufgrund der Anpassung der Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände um Tsd. € 473.

Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der im Berichtszeitraum eröffneten Niederlassungen als Teil der normalen Expansion werden bezüglich der hieraus resultierenden Änderung des Konsolidierungskreises keine weiteren Angaben gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr haben sich bei den bereits im Vorjahr zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften keine relevanten Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen ergeben. Im Rahmen der laufenden Pflege des Niederlassungsbestandes wurde ein Standort geschlossen (Vorjahr: eine Schließung).

Konsolidierungsgrundsätze

Grundlage des Konzernabschlusses sind die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2023 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die übrigen Einzelgesellschaften wurden daraufhin analysiert, ob die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in die Konzernbilanz maßgeblichen Vorschriften beachtet sind.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften untereinander werden miteinander verrechnet, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit davon abgesehen wird. Auf Konsolidierungsvorgänge werden entsprechende Steuerabgrenzungen vorgenommen. Gemäß IAS 12 werden die für die jeweiligen Gesellschaften relevanten durchschnittlichen Landesertragsteuersätze angewendet.

Zwischengewinne werden im Vorrats- und Anlagevermögen eliminiert.

Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu Zeitwerten. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Nettovermögen von in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden bei Zugang mit dem entsprechenden Anteil an den bilanzierten Beträgen bzw. bei Anwendung der Full Goodwill-Methode mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften des Konzerns, die in Einzelabschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften Eigenkapitalcharakter haben, werden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwert und Impairment-Test

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen, sofern erforderlich, bilanziert und ist gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Für Zwecke der Prüfung auf Wertminderung ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf jede der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.

Der Impairment-Test erfolgt regelmäßig zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres. Die CGU umfassen jeweils eine einzelne Niederlassung. Der Goodwill wird für deutsche Gesellschaften auf Ebene der Niederlassungen getestet. Für ausländische Gesellschaften sowie das deutsche Gesamtgeschäft betreffende Firmenwerte erfolgt die Überprüfung auf Ebene der jeweiligen CGU-Gruppen der Länder. Ausschließlich für das E-Commerce Geschäft der im Geschäftsjahr neu erworbenen Eyevious Gesellschaften findet der Impairment Test auf Ebene der operativen Einzelgesellschaft statt. Der Test wird durch Vergleich des Buchwertes mit dem erzielbaren Betrag (höherer Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert) durchgeführt. Die dem Nutzungswert zugrunde liegenden Cashflows resultieren aus einer einjährigen Detailplanung, einer darauf folgenden dreijährigen Planung, welche aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitet wird, und darüber hinausgehend auf der ewigen Rente auf Basis des vierten Planungsjahres. Die Geschäftsjahresplanung sieht hierbei ein durchschnittliches Umsatzwachstum zwischen 3,0 Prozent und 15,6 Prozent vor. Annahmen zu Marktentwicklungen, wie z.B. der Konjunkturverlauf oder das Marktwachstum werden unter Berücksichtigung externer makroökonomischer und geschäftsspezifischer Quellen mit einbezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde erstmalig eine vierjährige Planung im Vorfeld der ewigen Rente angewendet, um eine höhere Genauigkeit der Ergebnisse zu ermöglichen. Planungen im Konzern basieren in der Regel auf den Erfahrungswerten des bisherigen Geschäftsverlaufs. Aktuelle externe Daten fließen aufgrund dieser Erfahrungen standortbezogen zusätzlich in den Analyseprozess ein. Nach dem vierten Jahr wird für Deutschland, die Niederlande, Österreich, Luxemburg, Italien, Slowenien, Spanien, Tschechien und die USA eine nachhaltige Wachstumsrate von 1,0 Prozent in die Berechnung einbezogen. Für die Schweiz wird analog eine Rate von 0,8 Prozent verwendet. Für Niederlassungen in Polen erfolgt die Berechnung anhand einer nachhaltigen Wachstumsrate von 1,3 Prozent während in der Ukraine und Belarus eine nachhaltige Wachstumsrate von 2,5 Prozent unterstellt wird. Im Vorjahr wurde unabhängig von der Länderzugehörigkeit eine Rate von 1,5 Prozent verwendet. Der dem Impairment-Test zugrunde gelegte Kapitalisierungszinssatz variiert länderspezifisch und liegt zwischen 9,5 Prozent und 67,6 Prozent (Vorjahr: zwischen 7,1 Prozent und 44,8 Prozent). Der Kapitalisierungszinssatz von 67,6 Prozent findet für CGUs in Belarus Anwendung.

Im Rahmen des Impairment-Tests wurde im Berichtsjahr für einzelne Niederlassungen, die keinen ausreichenden Nutzungswert aufweisen konnten, zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Hierzu wurde insbesondere das Sachanlagevermögen sowie die Werthaltigkeit von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen analysiert (Hierarchiestufe 3 in der Bemessungshierarchie nach IFRS 13). Da der ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwertes lag, erfolgte für diese Niederlassungen eine entsprechende Abwertung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von insgesamt Tsd. € 6.609. Dieser Wert stellt nun den neuen Buchwert dar. Mit einer Wertaufholung wird bei diesen CGUs in absehbarer Zeit nicht gerechnet.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages ergäbe sich darüber hinaus bei einem möglichen Anstieg der Kapitalisierungszinssätze von bis zu zwei Prozentpunkten bzw. einer möglichen Verringerung der nachhaltigen Wachstumsrate von bis zu einem Prozentpunkt oder bei einer Verringerung des Umsatzwachstums von bis zu einem Prozentpunkt kein zusätzlicher Abwertungsbedarf.

Bei zehn Niederlassungen wurden aufgrund nachhaltig höherer Cashflows, sowohl im aktuellen Jahr als auch in den Planungsrechnungen, Wertberichtigungen aus Vorjahren wieder zugeschrieben. Die Auswirkungen des Impairment-Tests im Detail sowie die Zuordnung zu den Segmenten werden in Textziffer (44) dargestellt.

Fremdwährungsumrechnung

Für die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, daher ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Einzelne Geschäftsvorfälle werden zum Stichtagskurs erfasst. Währungsdifferenzen beim Ausgleich offener Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Ausländische Jahresabschlüsse werden an die Gliederung und Bewertung im Fielmann-Konzern angepasst. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit dem Periodendurchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Die für die Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften und das Einkaufsgeschäft relevanten Fremdwährungen entwickelten sich wie folgt:

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Stichtagskurs 31.12.2023 1 € = Stichtagskurs 31.12.2022 1 € = Durchschnittskurs 2023 1 € = Durchschnittskurs 2022 1 € =
Kanadischer Dollar (CAD) 1,46 1,45 1,46 1,37
Tschechische Krone (CZK) 24,72 24,12 24,00 24,57
Renminbi (CNY) 7,85 7,42 7,66 7,10
Japanischer Yen (JPY) 156,33 141,68 151,99 138,03
Polnischer Zloty (PLN) 4,35 4,69 4,54 4,69
Schweizer Franken (CHF) 0,93 0,98 0,97 1,00
Ukrainische Hrywnja (UAH) 42,21 38,95 39,54 34,02
US-Dollar (USD) 1,11 1,07 1,08 1,05
Belarussischer Rubel (BYN) 3,54 2,92 3,27 2,76

Die Entwicklung des US-Dollars und des japanischen Yen ist für den Fielmann-Konzern insbesondere relevant für wiederkehrende Einkaufskontrakte bei Brillengläsern und Fassungen. Der Einkauf von Waren in USD im Geschäftsjahr betrug Mio. € 51,3 (Vorjahr: Mio. € 42,3), in JPY Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 0,9). Bei den Einkäufen wird zum Vergleich der Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt, um die Auswirkung der Kursänderung darzustellen. Die Entwicklung des US-Dollars beeinflusst den Wareneinkauf in Höhe von ca. Mio. € -1,6 positiv (Vorjahr: Mio. € 4,6 negativ). Die Entwicklung des Yen beeinflusst den Wareneinkauf im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht nennenswert.

Der Umsatz des Konzerns in Schweizer Franken beträgt Mio. CHF 211,1 (Vorjahr: Mio. CHF 209,2). Die Entwicklung der Schweizer Währung beeinflusst den Umsatz in Höhe von ca. Mio. € 7,2 positiv (Vorjahr: Mio. € 14,8 positiv), wenn als Vergleichswert der jeweilige Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt wird.

Einzelne Bilanzpositionen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden nach IFRS Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten (Textziffer (2)), Rückstellungen (Textziffer (20), Textziffer (24)) und steuerlichen Sachverhalten (Textziffer (6), Textziffer (22)). Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargelegt.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Aktiva A. I., III.)

Die Bewertung und Fortschreibung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Entwicklungskosten von Software, bei denen Konzernunternehmen als Hersteller anzusehen sind, sind grundsätzlich als selbsterstellte Software gemäß IAS 38 zu aktivieren. Voraussetzung der Aktivierung von Software-Eigenentwicklungen ist, dass eine Trennung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten durchführbar ist. Bei der im Fielmann-Konzern überwiegend angewendeten agilen Projektorganisation ist bei dem Großteil der laufenden Entwicklungen diese Unterscheidung nicht mehr möglich. Eine Aktivierung der Entwicklungskosten wird somit nur noch in Ausnahmefällen vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst.

Bei Produktionsgebäuden wird in der Regel eine Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren zu Grunde gelegt. Das Schloss in Plön wird über 55 Jahre, andere Geschäftsgebäude werden über maximal 50 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt linear (in der Regel sieben bis zehn Jahre) unter Berücksichtigung der Mietvertragsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in der Regel zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben (Maschinen und Geräte in der Regel fünf Jahre, IT drei bis fünf Jahre). Die Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an den erwarteten Verlauf angepasst. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 liegen nicht vor.

Etwaige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt, sofern sie anzusetzende Vermögenswerte betreffen. Die Erfassung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Aktiva A. IV.)

Auch Immobilien, die nicht im Kerngeschäft des Konzerns genutzt werden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40), werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den oben benannten Grundsätzen bewertet. Sie werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der etwaige erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Der Ausweis der außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt im Posten Übrige Abschreibungen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert), der sich aus einer nachhaltigen Verbesserung der Vermietungssituation ergibt, den fortgeführten Buchwert übersteigt. Diese Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Wertaufholungen vorgenommen.

Wie in den Vorjahren wird für diese Bewertung ein Ertragswertverfahren (Hierarchiestufe 3 nach IFRS 13) unter Nutzung eines aus Marktbeobachtungen abgeleiteten Mietertragsfaktors von 15 Jahresnettomieten angewendet. Der Zeitwert dieser Immobilien wird in Textziffer (3) angegeben.

Gemischt genutzte Immobilien werden nach IAS 40.10 aufgeteilt. Ein Teil wird unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, ein anderer Teil unter Sachanlagen ausgewiesen. Wenn eine entsprechende Aufgliederung aufgrund wirtschaftlicher oder juristischer Rahmenbedingungen nicht möglich ist, erfolgt der Ausweis ausschließlich unter Sachanlagen, da regelmäßig die Nutzung im Geschäftsbetrieb deutlich überwiegt.

Leasing (Aktiva A. V., A. X. und Passiva B. IV., C. III.)

Die Leasingverträge des Fielmann-Konzerns umfassen Immobilien sowie KFZ und IT-Ausstattung.

Die Bilanzierung der Verträge erfolgt nach IFRS 16: Die Bewertung der Nutzungsrechte erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen beinhalten auch übliche Einmalzahlungen an Dritte, um Mietverträge in bevorzugten Innenstadtlagen abzuschließen. Diese werden entsprechend der Laufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Zusätzlich werden in der Folgewertung der Nutzungsrechte Neubewertungen und Modifikationen der Leasingverbindlichkeit sowie Wertberichtigungen unter Anwendung von IAS 36 berücksichtigt. Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz als separater Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (4)).

Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen, diskontiert mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, erfolgt die Abzinsung unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Leasingnehmers. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Eine Neubewertung erfolgt bei Änderungen des Leasingverhältnisses, im Fielmann-Konzern sind dies insbesondere geänderte Einschätzungen zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Anpassungen der Höhe der Leasingraten. Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (23)).

Der Fielmann-Konzern mietet im Bereich Immobilien Ladengeschäfte sowie Flächen für die Verwaltung, Produktion und Lager.

Die Mietverträge der Ladengeschäfte in Deutschland, in der Schweiz und in Polen haben in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen über jeweils fünf Jahre oder drei Verlängerungsoptionen mit jeweils drei Jahren. Da nach zehn Jahren in den überwiegenden Fällen eine Neuverhandlung der Verträge angestrebt wird, wird eine Laufzeit von zehn Jahren ab Vertragsbeginn angenommen. Die Verträge werden überwacht und nach angemessener Zeit oder nach Eintreten von relevanten Ereignissen neu bewertet. Die Mietverträge für Ladengeschäfte im übrigen Ausland weisen unterschiedliche Grundlaufzeiten und zum Teil die Möglichkeiten zur Verlängerung und Kündigung auf. Dabei beinhaltet eine Reihe von Verträgen ein bis zwei noch nicht in der Bewertung berücksichtigte Verlängerungsoptionen über einen Zeitraum in der Regel von 60 Monaten. Diese Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden nur in den Fällen berücksichtigt, wenn die Ausübung hinreichend sicher ist.

Die Mietverträge für Büro- und Lagerräume sowie Produktionsstätten im In- und Ausland haben Laufzeiten zwischen einem und 20 Jahren sowie in einem Fall eine unbefristete Laufzeit. Verlängerungsoptionen bestehen nur in wenigen Fällen.

Die Ausübung der ersten Verlängerungsoption der Mietverträge würde zu einem zusätzlichen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von Tsd. € 394.196 führen.

Daneben bestehen Leasingverträge für KFZ und IT-Ausstattung, die in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschlossen werden, sowie für KFZ-Stellplätze.

Im Immobilienbereich nimmt Fielmann das Ansatzwahlrecht in Anspruch, für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten kein Nutzungsrecht und keine Leasingverbindlichkeit zu erfassen. Dies betrifft Mietverträge für KFZ-Stellplätze sowie Mietverträge für Ausweichflächen, welche im Falle von Umbaumaßnahmen in den Ladengeschäften abgeschlossen werden.

Die Mietverträge, die eine umsatzabhängige Komponente aufweisen, sind grundsätzlich so ausgestaltet, dass neben der umsatzabhängigen Miete eine vertraglich fixierte Mindestmiete als Mietkondition enthalten ist. Die unter diesen Konditionen zu leistenden Mindestmietzahlungen werden als feste Leasingzahlungen bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. Im Fielmann-Konzern sehen 15 Prozent der Mietverträge der Ladengeschäfte eine umsatzabhängige Komponente vor.

Variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder Wechselkurs abhängen, werden nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts einbezogen. Diese Zahlungen werden in der Periode, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung eintritt, als Aufwand erfasst und in dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" (siehe Textziffer (34)) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die variablen Leasingzahlungen von einem Index abhängig, so werden diese in der Leasingverbindlichkeit jeweils in Höhe des aktuell zu zahlenden Betrags ohne Schätzung der zukünftigen Indexentwicklung berücksichtigt.

Aus einem abgeschlossenen Leasingvertrag, dessen Bereitstellungdatum zum Bilanzstichtag noch nicht erreicht ist, werden über einen Zeitraum von 15 Jahren Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von Tsd. € 41.761 erwartet.

Finanzinstrumente (Aktiva A. VII., IX., X. und B. II., III., VI., VII. sowie Passiva B. II., IV. und C. II., III., IV., V.)

Die Erläuterung der Finanzinstrumente gemäß IFRS erfolgt in Textziffer (28) und im Lagebericht. Weitere Ausführungen zu Bilanzpositionen im Anhang, die den Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, werden dort mit (28) gekennzeichnet.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell klassifiziert. In der Regel sieht das Geschäftsmodell des Fielmann-Konzerns ein Halten des Vermögenswertes zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vor. Daher erfolgt die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen, werden zum Fair Value bewertet. Die Wertänderungen dieser finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr handelt es sich hierbei um in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasste Liquiditätsvorschüsse zur Bedeckung versicherungstechnischer Abgrenzungen für Beitragsüberträge an den Versicherungsgeber der Nulltarif-Versicherung. Diese Liquiditätsvorschüsse werden vom Versicherer als Kapitalanlagen angelegt. Die Nettoerträge (Gewinne und Verluste) aus den Kapitalanlagen stehen allein Fielmann zu. Fielmann erfasst eine Forderung gegenüber dem Versicherer.

Aus der Marktbewertung dieser Forderung resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste sowie die hierauf entfallenden latenten Steuern werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Finanzanlagen, sofern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst sind, sowie Zahlungsmittel und Äquivalente der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" unterliegen gemäß IFRS 9 einem Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten. Die erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) werden als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsausfälle über die Laufzeit des Vermögenswertes berechnet. Hierzu wird ein dreistufiges Modell genutzt.

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Stufe 1: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit aufgrund von Ereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate
Enthalten sind neue Verträge sowie bestehende Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind.
Stufe 2: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit ohne Beeinträchtigung der Bonität
Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Kreditrisiko wesentlich gestiegen, aber deren Bonität nicht beeinträchtigt ist.
Stufe 3: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit mit Beeinträchtigung der Bonität
Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Bonität beeinträchtigt ist oder die ausgefallen sind. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen mehr als 90 Tage überfällig oder deren Schuldner in finanziellen Schwierigkeiten sind.

Bei Stufe 1 und Stufe 2 wird die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt, wohingegen bei Stufe 3 die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts, also abzüglich Risikovorsorge, berechnet wird. Für den Transfer zwischen den Stufen ist eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos maßgeblich. Grundsätzlich erfolgt ein Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2, wenn ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist. Bei einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen besteht ein objektiver Hinweis auf einen Kreditausfall und es erfolgt ein Transfer in Stufe 3. Ebenso erfolgt dieser Transfer bei weiteren objektiven Hinweisen auf einen drohenden Kreditausfall wie z.B. Insolvenz.

Unterliegt ein finanzieller Vermögenswert am Bilanzstichtag einem niedrigen Ausfallrisiko, so wird angenommen, dass keine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Ersterfassung des finanziellen Vermögenswertes stattgefunden hat. Ein niedriges Ausfallrisiko wird angenommen, wenn das externe oder ein entsprechendes internes Kreditrating Investment Grade entspricht.

Der Fielmann-Konzern nutzt das vereinfachte Verfahren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und erfasst den erwarteten Kreditausfall über die gesamte Laufzeit.

Die Allokation der Stufen auf die Finanzinstrumente wird in Textziffer (28) weitergehend erläutert. Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis der hieraus resultierenden Gewinne und Verluste in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Der entsprechende Betrag wird unter Textziffer (28) erläutert und ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet und bewertet. Soweit keine Börsenkurse vorliegen, wird in der Regel auf Marktbewertungen durch Banken zurückgegriffen.

Zur Bestimmung des Marktwertes von Finanzinstrumenten wird die folgende Hierarchie verwendet:

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Stufe 1 : Eingangsparameter der Stufe 1 sind auf aktiven Märkten notierte Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die am Bewertungsstichtag zugegriffen wird.
Stufe 2: Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
Stufe 3: Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

Die im Konzern zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente der Klasse "Vermögensverwaltungsdepots" und "Fonds" fallen unter die Hierarchiestufe 1, Teile der "Sonstigen Forderungen" unter die Hierarchiestufe 2 und die "Beteiligungen" fallen unter Stufe 3.

Zu- und Abgänge werden mit dem jeweiligen Wert des Erfüllungstages angesetzt.

Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird amortisiert.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.

Vorräte (Aktiva B. I.)

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls vermindert um Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die Fortschreibung erfolgt mit der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß IAS 2. Fertigungsbezogene Gemeinkosten sind enthalten. Zinsen werden aufgrund des kurzen Herstellungsprozesses nicht angesetzt.

Latente Steuern (Aktiva A. VIII. und Passiva B. III.)

Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den IFRS- und Steuerbilanzen der Konzernunternehmen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich diese Unterschiede im Zeitablauf wieder ausgleichen. Dies beinhaltet gemäß IAS 12 auch sogenannte "Outside Basis Differences", die sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft ergeben. Eine latente Steuerabgrenzung wird für "Outside Basis Differences" insoweit vorgenommen, wie mit einer Realisierung innerhalb von 12 Monaten gerechnet wird. Darüber hinaus werden latente Steuerabgrenzungen für Verlustvorträge in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind.

Latente Steuern werden gemäß IAS 1 .70 unter den langfristigen Vermögenswerten (Textziffer (6)) bzw. Schulden (Textziffer (22)) ausgewiesen.

Aktive und passive latente Steuern werden, soweit sie ertragsteuerliche Organkreise oder einzelne Gesellschaften betreffen und laufzeitkongruent sind, gemäß IAS 12.71 ff. saldiert.

Rückstellungen (Passiva B. I und C. I.)

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 und IAS 19. Demnach werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt diejenigen Beträge, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten abgezinst und zum Barwert bilanziert. Der verwendete Zinssatz ist fristadäquat zur Laufzeit von Anleihen für alle Rückstellungen.

Rückstellungen für Pensionen werden für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Diese Methode ermittelt unter Berücksichtigung dynamischer Aspekte die zu erwartenden Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls und verteilt diese über die gesamte Beschäftigungsdauer der begünstigten Mitarbeiter. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen der Rechnungsannahmen und aus Abweichungen zwischen den Rechnungsannahmen von den tatsächlichen Ausprägungen ergeben, erfolgt im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income). Die Rückstellungen für Jubiläen werden ebenfalls durch ein versicherungsmathematisches Gutachten ermittelt. Hierbei findet das Verfahren der Einmalprämienfinanzierung für den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen Anwendung.

Für weitere Angaben siehe Textziffer (20).

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist bzw. nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst.

Erlösrealisation

Erlöse werden in erster Linie aus dem Einzelhandelsgeschäft erzielt. Die Realisierung der Erlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abgabe der bestellten und fertigen Produkte an den Kunden. Daneben werden in den Segmenten Deutschland und Spanien in geringem Umfang Umsatzerlöse im Großhandel getätigt. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Nulltarif-Versicherung. Der Umfang der Leistungspflicht von Fielmann besteht hierbei grundsätzlich jeweils in der Lieferung einer Korrektionsbrille. Daher realisiert Fielmann Erlöse, die denen aus dem Einzelhandelsgeschäft entsprechen. Aufgrund der Realisierung der Umsatzerlöse innerhalb eines Jahres wird auf die Anpassung um eine signifikante Finanzierungskomponente gemäß IFRS 15.63 verzichtet. Darüber hinaus besteht die Leistungspflicht der Nulltarifversicherung in der Einstandspflicht zur Schadensabwicklung aus der ebenfalls Erlöse realisiert werden. Die Erlösrealisierung aus den erhaltenen Pauschalen für die Reparatur der Hörgeräte erfolgt zeitraumbezogen. Auf eine Anpassung wird ebenfalls verzichtet, da hier keine Finanzierungsabrede enthalten ist.

Erstmals werden in den Umsatzerlösen aus Dienstleistungen die Erträge aus Versicherungsverträgen gemäß IFRS 17 aus der im Berichtsjahr erworbenen US-amerikanischen Krankenversicherung ausgewiesen.

Mieterträge werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Wesentliche einmalige Erträge und Aufwendungen, die Leasingverhältnissen direkt zuzuordnen sind, werden ebenfalls über deren Laufzeit verteilt.

Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zum beizulegenden Zeitwert des Instruments am Tag der Gewährung bewertet. Diese Vergütungen beinhalten nur am Markt befindliche Aktien des Fielmann-Konzerns. Daher ergeben sich hinsichtlich des Wertes keine Schätzungsunsicherheiten. Zu den Formen der Vergütung siehe auch Textziffer (33).

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Ergebnis, das den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres - mit Ausnahme der eigenen Anteile, die die Gesellschaft selbst hält - gebildet wird. Sofern verwässernde Effekte vorliegen, werden diese in die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie mit einbezogen. Im laufenden und im Vorjahr lagen derartige Effekte nicht vor.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023

Tsd. €
Währungsumrechnung

Tsd. €
Änderung Konsolidierungskreis

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge

Tsd. €
Umbuchung

Tsd. €
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 54.904 83 14.587 1.522 1.968 193
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 57.923 636 193 172
3. Unfertige Softwareprojekte 2.555 642 -365
4. Markenrechte 85.945 1 31.206 455
5. Kundenstamm 78.807 24.553 3.361
280.134 1 84 70.346 6.616 2.161
II. Firmenwerte 315.101 1.984 87.714 5.494
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 142.250 707 248 50 -3.511
2. Mietereinbauten 342.455 3.687 11.655 49.821 8.044 2.692
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 439.775 2.948 5.542 30.952 9.397 1.026
4. Anlagen im Bau 20.973 19 10 5.468 45 -4.046
945.453 7.361 17.207 86.489 17.536 -3.839
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.040 3.759
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 823.002 1 6.759 23.113 117.714 10.402 80
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 6.641 13 8 3.110 10
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 169 360
829.812 1 6.772 23.481 120.824 10.412 80
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.711 297
VII. Übrige Finanzanlagen 9.032 4 888
Summe Anlagevermögen 2.413.283 16.201 198.748 213.933 36.788

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Stand am 1.1.2023

Tsd. €
Währungsumrechnung

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge

Tsd. €
Umbuchung

Tsd. €
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 69.321 47.909 108 5.357 783
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 58.538 45.818 6.181 100
3. Unfertige Softwareprojekte 2.832 1.677
4. Markenrechte 117.607 8.812 -4 4.575
5. Kundenstamm 106.721 10.744 -18 7.506
355.019 114.960 1 86 23.619 883
II. Firmenwerte 399.305 98.367 1.459 282
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.644 52.904 361 3.620 40 -2.390
2. Mietereinbauten 402.266 208.033 2.645 41.858 7.152 8
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.846 322.820 2.511 24.941 4.183 -21
4. Anlagen im Bau 22.379 942 -2 40 13
1.035.135 584.699 5.515 70.419 11.415 -2.390
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 31.799 16.456 488 2.390
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 960.266 354.465 1 4.657 100.387 1.368
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 9.762 4.922 -2 1.144
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 529 38 104
970.557 359.425 1 4.655 101.635 1.368
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.414
VII. Übrige Finanzanlagen 8.148 82
Summe Anlagevermögen 2.805.377 1.173.907 11.715 196.243 13.948

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibung

Tsd. €
Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Stand am 31.12.2022

Tsd. €
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 52.591 16.730 6.995
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 51.899 6.639 12.105
3. Unfertige Softwareprojekte 1.677 1.155 878
4. Markenrechte 1.642 11.741 105.866 77.133
5. Kundenstamm 18.232 88.489 68.063
1.642 136.140 218.879 165.174
II. Firmenwerte 99.544 299.761 216.734
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.455 85.189 89.346
2. Mietereinbauten 952 244.440 157.826 134.422
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.532 344.536 126.310 116.955
4. Anlagen im Bau 913 21.466 20.031
2.484 644.344 390.791 360.754
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 19.334 12.465 11.584
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 3.653 454.488 505.778 468.537
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 6.064 3.698 1.719
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 142 387 131
3.653 460.694 509.863 470.387
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 5.414 5.711
VII. Übrige Finanzanlagen 82 8.066 9.032
Summe Anlagevermögen 7.779 1.360.138 1.445.239 1.239.376

1 Die Anpassungen im Vorjahresausweis zwischen den Positionen I.1. Nutzungsrechten und V.1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing mit Buchwerten in Höhe von Tsd. € 3.073 betreffen Mietrechte, die bisher in den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen wurden.

IV. Erläuterungen zum Konzernabschluss

Aktiva

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2022

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022

Tsd. €
Währungsumrechnung

Tsd. €
Änderung Konsolidierungskreis

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge

Tsd. €
Umbuchung

Tsd. €
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 19.868 274 90 1.407
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 52.853 12 1 1.967 111 182
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 55.955 4 940 1.024
4. Unfertige Softwareprojekte 4.838 425 -2.708
5. Markenrechte 76.072 9.873
6. Kundenstamm 64.164 14.643
273.750 286 24.521 3.422 1.518 -1.502
II. Firmenwerte 272.431 3.037 39.983 350
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.946 522 177 15 620
2. Mietereinbauten 319.683 2.030 930 31.315 13.599 2.096
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.617 1.468 1.700 36.499 21.227 3.718
4. Anlagen im Bau 11.701 59 13.976 -4.763
889.947 4.079 2.630 81.967 34.841 1.671
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.186 23 -169
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 692.222 4.263 28.667 84.507 5.482
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 5.591 34 1.016
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 32 24 113
697.845 4.263 28.725 85.636 5.482
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.023 688
VII. Übrige Finanzanlagen 2.147 7.032 147
Summe Anlagevermögen 2.169.329 11.665 95.859 178.768 42.338

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2022

Tsd. €
Stand am 1.1.2022

Tsd. €
Währungsumrechnung

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge

Tsd. €
Umbuchung

Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 18.825 16.099 263 894 1.407
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 54.904 43.442 15 4.510 58
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 57.923 39.199 6.619
4. Unfertige Softwareprojekte 2.555 1.677
5. Markenrechte 85.945 3.585 5.227
6. Kundenstamm 78.807 5.524 5.220
298.959 109.526 278 22.470 1.465
II. Firmenwerte 315.101 96.021 2.696 350
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 142.250 49.568 257 3.012 13 80
2. Mietereinbauten 342.455 195.329 1.486 24.716 13.142 15
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 439.775 309.373 1.149 33.393 20.966 -15
4. Anlagen im Bau 20.973 877 -9 74
945.453 555.147 2.883 61.195 34.121 80
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.040 16.135 401 -80
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 804.177 245.927 1.727 94.638 2.422
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 6.641 3.695 1.227
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 169 10 28
810.987 249.632 1.727 95.893 2.422
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.711
VII. Übrige Finanzanlagen 9.032 101 101
Summe Anlagevermögen 2.413.283 1.026.562 7.584 179.959 38.459

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibung

Tsd. €
Stand am 31.12.2022

Tsd. €
Stand am 31.12.2022

Tsd. €
Stand am 31.12.2021

Tsd. €
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 97 15.752 3.073 3.769
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 47.909 6.995 9.411
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 45.818 12.105 16.756
4. Unfertige Softwareprojekte 1.677 878 3.161
5. Markenrechte 8.812 77.133 72.487
6. Kundenstamm 10.744 68.063 58.640
97 130.712 168.247 164.224
II. Firmenwerte 98.367 216.734 176.410
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.904 89.346 91.378
2. Mietereinbauten 371 208.033 134.422 124.354
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 114 322.820 116.955 108.244
4. Anlagen im Bau 942 20.031 10.824
485 584.699 360.754 334.800
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16.456 11.584 12.051
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
1. Nutzungsrechte aus Immobilienleasing 1.157 338.713 465.464 446.295
2. Nutzungsrechte aus KFZ-Leasing 4.922 1.719 1.896
3. Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen 38 131 22
1.157 343.673 467.314 448.213
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 5.711 5.023
VII. Übrige Finanzanlagen 0 9.032 2.046
Summe Anlagevermögen 1.739 1.173.907 1.239.376 1.142.767

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus IT-Software, Markenrechten und Kundenstämmen. Die IT-Software wird über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern liegen mit Ausnahme eines Markenrechtes, für das von einer dauerhaften Nutzung ausgegangen wird, nicht vor.

Die Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen in Höhe von Tsd. € 636 (Vorjahr: Tsd. € 179) die Aktivierung selbst erstellter Software im Zusammenhang mit der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Des Weiteren wurden Umbuchungen aus den unfertigen Softwareprojekten in die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 172 (Vorjahr: Tsd. € 1.024) vorgenommen.

Die Zugänge in den unfertigen Softwareprojekten betreffen in Höhe von Tsd. € 592 (Vorjahr: Tsd. € 145) Aufwendungen für Software im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.

Die im Berichtsjahr nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen betrugen insgesamt Tsd. € 14.720 (Vorjahr: Tsd. € 18.323).

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 13.635 (Eyevious) und Tsd. € 55.729 (SVS Vision) identifiziert. Für die Marke der SVS Vision Gruppe wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 31.695 identifiziert. Zusätzlich wurde der Kundenstamm der Eyevious mit Tsd. € 4.794 bewertet. Für die SVS Vision Gesellschaften wurde ein Kundenstamm im Wert von Tsd. € 24.034 identifiziert. Im Zuge der Eyevious Akquisition wurde außerdem Software mit Tsd. € 8.811 bewertet. Ebenso wurde aus der Akquisition der Ocumeda AG Software in Höhe von Tsd. € 709 aktiviert.

Die Marke der SVS Vision Gruppe hat eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Für den Kundenstamm der Eyevious und SVS Vision Gruppe ist jeweils eine Nutzungsdauer von 10 Jahren ermittelt worden.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus der Akquisition der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. in 2020 wurden Markenrechte in Höhe von Tsd. € 71.700 und ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. € 59.000 aktiviert. Die Markenrechte haben eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Für den Kundenstamm der Gesellschaft ist eine Nutzungsdauer von 12 Jahren ermittelt worden. Die Markenrechte weisen einen Buchwert von Tsd. € 60.945 auf (Vorjahr: Tsd. € 64.530) und der Kundenstamm einen Buchwert in Höhe von Tsd. € 44.250 (Vorjahr: Tsd. € 49.167).

Die finale Kaufpreisallokation aus dem im Jahr 2022 getätigten Erwerb der Gesellschaft Ibervisión Servicios Ópticos, S.L. ergab für die Marke "Medical Óptica Audición" einen Wert von Tsd. € 5.087 und für den Kundenstamm von Tsd. € 6.391. Die Marke und der Kundenstamm haben jeweils eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Markenrechte weisen einen Buchwert von Tsd. € 4.578 auf, der Kundenstamm hat einen Buchwert von Tsd. € 5.752. Die Marke der Gesellschaft Medop, S.A. wurde mit Tsd. € 5.241 und der Kundenstamm mit Tsd. € 11.613 bewertet. Die Nutzungsdauer der Marke beträgt 20 Jahre, die des Kundenstamms 14 Jahre. Die Buchwerte betragen Tsd. € 4.979 bzw. Tsd. € 10.784.

Aus dem in 2019 erfolgten Erwerb der beiden Gesellschaften Planeta trgovina in storitve, d.o.o. und Okulistika Clarus družba za zdravstvene storitve, d.o.o. wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation Markenrechte in Höhe von Tsd. € 4.372 und ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. € 5.164 aktiviert. Aufgrund der Einschätzung einer dauerhaften Nutzung der Marke wird von einer unbegrenzten Nutzungsdauer für die Markenrechte ausgegangen. Der Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von 17 Jahren abgeschrieben. Die Markenrechte weisen einen unveränderten Buchwert von Tsd. € 4.372 auf und der Kundenstamm einen Buchwert in Höhe von Tsd. € 3.949 (Vorjahr: Tsd. € 4.252).

(2) Firmenwerte

Enthalten sind Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie neu erworbenen Unternehmen. Der Goodwill wird für deutsche Gesellschaften überwiegend auf Ebene der Niederlassungen getestet. Für ausländische Gesellschaften sowie das deutsche Gesamtgeschäft betreffende Firmenwerte erfolgt die Überprüfung auf Ebene der jeweiligen CGU-Gruppen der Länder. Firmenwerte wurden dem Segment Deutschland in Höhe von Tsd. € 54.477 (Vorjahr: Tsd. € 41.656) zugeordnet, darunter die jeweils als einzelne CGU geführten Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 32.439 (Vorjahr: Tsd. € 32.439) und die Fielmann Group Manufacturing & Logistics GmbH in Höhe von Tsd. € 8.740 (Vorjahr: Tsd. € 8.740). Daneben wurde ein Firmenwert in Höhe von Tsd. € 12.821 aus der Akquisation der in der Schweiz ansässigen Ocumeda AG erstmalig auf das Segment Deutschland allokiert. Nähere Information zu der Akquisition befinden sich im Abschnitt "Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises" unter III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Im Segment Spanien werden Firmenwerte aus dem Erwerb der Anteile an der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 118.466 (Vorjahr: Tsd. € 118.466) sowie den Gesellschaften Ibervisión Servicios Ópticos, S.L., Medop, S.A. und Elaboria, S.L. in Höhe von Tsd. € 34.770 (Vorjahr: Tsd. € 39.983) ausgewiesen.

Aus den Akquisitionen der kanadischen Eyevious Style Inc. und der US-amerikanischen Eye Style of America Ltd. sowie der SVS Vision Gruppe resultieren Firmenwerte in Höhe von Tsd. € 73.064. Nähere Information zu den Akquisitionen befinden sich im Abschnitt "Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises" unter III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Abweichung zu den dort aufgeführten Buchwerten resultiert aus der währungsbedingten Umrechnung der Firmenwerte nach der Erstkonsolidierung.

Weitere Firmenwerte entfallen auf das Segment Schweiz in Höhe von Tsd. € 9.227 (Vorjahr: Tsd. € 6.872) sowie auf die Regionen Niederlande in Höhe von Tsd. € 3.546 (Vorjahr: Tsd. € 3.546) und Slowenien in Höhe von Tsd. € 6.211 (Vorjahr: Tsd. € 6.211) in den übrigen Segmenten. Die Änderungen des Buchwertes im Segment Schweiz resultieren insbesondere aus der Akquisition der in der Schweiz ansässigen Ocumeda AG. Firmenwerte in Höhe von Tsd. € 2.183 wurden erstmalig auf das Segment Schweiz allokiert. Nähere Information zu der Akquisition befinden sich im Abschnitt "Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises" unter III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Daneben ergeben sich Änderungen der Firmenwerte im Segment Schweiz aus der laufenden währungsbedingten Umrechnung der Firmenwerte.

(3) Sachanlagen/​Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Buchwerte der Sachanlagen einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verteilen sich zum 31. Dezember 2023 auf die Segmente wie folgt:

scrollen

31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Deutschland 279.690 272.669
Schweiz 27.598 27.970
Österreich 14.594 11.279
Spanien 26.119 16.548
Nordamerika 19.357 0
Übrige 35.898 43.872
403.256 372.338

Technische Anlagen und Maschinen werden in der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.

Die Zugänge (auch durch Umgliederungen aus den Anlagen im Bau) in den Sachanlagen resultieren unter anderem aus Ersatzinvestitionen in den Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 46.613 (Vorjahr: Tsd. € 55.738). Weitere Zugänge ergeben sich aus der Expansion des Konzerns (Tsd. € 26.499, Vorjahr: Tsd. € 19.548). Beschränkungen der Verfügungsrechte ergeben sich bezüglich Immobilien und anderen Sachanlagen der Fielmann Akademie in Höhe von Tsd. € 15.873 (Vorjahr: Tsd. € 16.297) aufgrund der Gemeinnützigkeit und des Denkmalschutzes.

Die Zurechnung zu der Gruppe der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt für Flächen, die von keiner Gesellschaft des Konzerns genutzt werden. Diese Immobilien werden nach IAS 40 als Finanzinvestitionen eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Berichtsjahr wurden bei diesen Immobilien keine Nachaktivierungen (Vorjahr: Tsd. € 23) vorgenommen. Der für sämtliche Immobilien mit einem Ertragswertverfahren ohne Gutachter ermittelte beizulegende Zeitwert beläuft sich auf Tsd. € 17.417 (Vorjahr: Tsd. € 17.094). Die entsprechenden Mieteinnahmen im Berichtszeitraum betragen Tsd. € 1.161 (Vorjahr: Tsd. € 1.140). Dem gegenüber stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 864 (Vorjahr: Tsd. € 814).

Im Berichtszeitraum wurde für eine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie aufgrund der Veräußerung der Immobilien eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Tsd. € 850 (Vorjahr: keine) vorgenommen.

(4) Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen

Enthalten sind neben Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen für Immobilien in geringem Umfang Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen für Kraftfahrzeuge und Nutzungsrechte aus sonstigen Leasingverhältnissen. Zur genaueren Darstellung der Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die Entwicklung des Konzernanlagevermögens.

(5) Anteile an assoziierten Unternehmen/​Übrige Finanzanlagen(28)

Ausgewiesen wird der Anteil an dem assoziierten Unternehmen FittingBox S.A. (www.fitting-box.com). Diese Gesellschaft wurde 2006 gegründet und ist weltweit führender Anbieter von Augmented-Reality-Technologie wie der 3D-Anprobe für Brillen und Sonnenbrillen. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Toulouse, Frankreich, und betreibt außerdem eine Vertriebsgesellschaft in Miami, USA. FittingBox S.A. entwickelt innovative Technologielösungen und digitale Inhalte für die augenoptische Branche und verfügt über die weltweit größte Datenbank mit Fassungsfotos und 3D-Modellen. Die strategische Beteiligung an dem französischen Technologieunternehmen ist ein konsequenter Schritt in der Digitalisierungsstrategie von Fielmann. Gemeinsam arbeiten die Unternehmen am Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität. FittingBox S.A. ist nicht an einer Börse notiert. Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von FittingBox S.A. (im Wesentlichen wie in ihrem eigenen Abschluss aufgeführt) zusammen.

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Eigentumsanteil 18% 22%
Kurzfristige Vermögenswerte 6.966 8.034
Langfristige Vermögenswerte 33.475 5.837
Kurzfristige Schulden -4.897 -4.739
Langfristige Schulden -7.247 -4.395
Nettovermögen (100 Prozent) 28.297 4.737
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 5.105 1.057
Geschäfts- oder Firmenwert inkl. Transaktionskosten 4.184 4.184
Buchwert der Beteiligung 9.289 5.241
Umsatzerlöse 9.811 9.811
Jahresergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen -1.642 3.082
Gesamtergebnis (100 Prozent) -1.642 3.082
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis -296 688

Weiterhin umfasst die Position eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. € 470 (Vorjahr: Tsd. € 470). Aufgrund des Umfangs und der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung erfolgt der Ausweis des Ergebnisses aus Anteilen an assoziierten Unternehmen in der Position Erträge im Finanzergebnis bzw. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis (siehe Textziffer (36)). Von assoziierten Unternehmen wurden keine Dividenden vereinnahmt.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

Zusätzlich werden in den übrigen Finanzanlagen die Anteile am im Vorjahr erworbenen israelischen Unternehmen "Deep Optics" (Optica Amuka (A.A) Ltd.) ausgewiesen. Deep Optics ist ein führendes Deep-Tech-Unternehmen und Entwickler in der Elektro-Optik. Fielmann ist der Lead Investor in einer Finanzierungsrunde, die es dem Anbieter adaptiver Brillen ermöglicht, seine disruptive Brillenglas-Technologie weiterzuentwickeln.

Die weiteren übrigen Finanzanlagen enthalten unter anderem Ausleihungen an nicht beherrschende Gesellschafter.

(6) Aktive latente Steuern

Latente Steueransprüche sind in Höhe von Tsd. € 25.227 (Vorjahr: Tsd. € 20.622) aktiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.

(7) Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (28)

Der Vorjahresausweis in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten umfasst unter anderem langfristige Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Group AG gehalten werden. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt. Des Weiteren werden insbesondere Kautionen und Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen. Von den Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen wird innerhalb der nächsten 12 Monate eine Tilgung in Höhe von Tsd. € 122 (Vorjahr: Tsd. € 107) erwartet und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Textziffer (10)). Die Kapitalanlage der spanischen Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L., die im Vorjahr unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen worden ist, wird im Berichtsjahr unter den kurzfristigen Finanzanlagen ausgewiesen.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

(8) Forderungen aus Leasingverhältnissen

Im Fielmann-Konzern sind einige Leasingverträge vorhanden, bei denen Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten. Diese werden jedoch nicht als wesentlich angesehen. Zum 31. Dezember 2023 werden keine Forderungen aus Leasingverhältnissen (Vorjahr: Tsd. € 212) ausgewiesen. Die Mieterträge aus diesen Untervermietungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf Tsd. € 406 (Vorjahr: Tsd. € 312).

(9) Vorräte

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 669 771
Unfertige Erzeugnisse 18.922 17.003
Fertige Erzeugnisse und Waren 205.149 165.472
224.740 183.246

Die Vorräte betreffen überwiegend Produkte für Brillenoptik, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Hörakustik sowie sonstige Handelswaren. Unfertige Erzeugnisse betreffen hauptsächlich für Kunden bearbeitete Aufträge für Brillen und Hörsysteme.

Der Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Lieferfähigkeit von Fassungen in den Niederlassungen, aber auch von Sonnenbrillen und Kontaktlinsen.

Der Gesamtbetrag aller Wertberichtigungen auf Vorräte beträgt Tsd. € 4.944 (Vorjahr: Tsd. € 9.556) und wurde vollständig im Materialaufwand erfasst. Der Verbrauch von Vorräten ist in Höhe von Tsd. € 390.655 (Vorjahr: Tsd. € 372.458) als Aufwand im Geschäftsjahr gebucht.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (28)

Für nähere Angaben zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Textziffer (28) des Anhangs verwiesen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Tsd. € 42.853 (Vorjahr: Tsd. € 25.616). Der Anstieg stammt insbesondere aus höheren Abgrenzungen für zu erwartende Zuschüsse von Lieferanten für das aktuelle Jahr. Der Eingang wird im Laufe des folgenden Geschäftsjahres erwartet. Des Weiteren sind hier debitorische Kreditoren enthalten. Ebenfalls angestiegen sind Forderungen gegen Versicherungen in Höhe von Tsd. € 27.456 (Vorjahr: Tsd. € 25.508). Von diesen Forderungen wurden Tsd. € 25.669 (Vorjahr: Tsd. € 23.523) zum Marktwert bewertet.

(11) Nicht finanzielle Vermögenswerte

In dieser Position sind im Wesentlichen Abgrenzungsposten für vorausgezahlte Sozialabgaben in der Schweiz und für IT in der Fielmann Group AG sowie Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten.

(12) Kurzfristige Ertragsteueransprüche

Die Steueransprüche in Höhe von Tsd. € 9.722 (Vorjahr: Tsd. € 11.091) resultieren insbesondere aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

(13) Kurzfristige Finanzanlagen (28)

In den kurzfristigen Finanzanlagen werden insbesondere ein Depot in der Schweiz, in dem sich Aktien und Anleihen in Höhe von Tsd. € 11.389 (Vorjahr: Tsd. € 9.499) befinden sowie Anleihen der Fielmann Group AG in Höhe von Tsd. € 6.071 (Vorjahr: Tsd. € 84.834) ausgewiesen. Der Rückgang der kurzfristigen Finanzanlagen in der Fielmann Group AG ist darauf zurückzuführen, dass die Liquidität aus Kapitalanlagen aufgrund der Internationalisierung unseres Geschäftsmodels für Investitionen in Beteiligungen verwendet wurde und bei Fälligkeit von Kapitalanlagen keine erneute Investition in Kapitalanlagen erfolgte. Des Weiteren umfassen die kurzfristigen Finanzanlagen Fonds in Höhe von Tsd. € 4.097 (Vorjahr: Tsd. € 4.285) in der Vertriebsgesellschaft in Italien, die als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen dienen, sowie Fonds in einer Vertriebsgesellschaft in Spanien in Höhe von Tsd. € 1.351 (Vorjahr: Tsd. € 5.481, ausgewiesen in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten). Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

(14) Zahlungsmittel und Äquivalente (28)

Enthalten sind liquide Mittel in Form von Bankguthaben in Höhe von Tsd. € 55.398 (Vorjahr: Tsd. € 45.881) und Kassenbeständen in Höhe von Tsd. € 3.528 (Vorjahr: Tsd. € 5.368). Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

Passiva

(15) Gezeichnetes Kapital/​Genehmigtes

Kapital

Das gezeichnete Kapital der Fielmann Group AG beträgt zum 31. Dezember 2023 Tsd. € 84.000. Dieses ist seit dem von der Hauptversammlung am 3. Juli 2014 beschlossenen und am 22. August 2014 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien, jeweils ohne Nennwert. Auf jede der 84 Millionen Aktien entfällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von € 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Alle Aktien gewähren gleiche Stimmrechte sowie Rechte am Gewinn und Vermögen der Fielmann Group AG. Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien, gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um Tsd. € 10.000 zu erhöhen. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Die Gewährleistung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Fielmann-Konzerns durch eine nachhaltige Sicherung der bilanziellen Eigenkapitalbasis ist das grundsätzliche Ziel unseres Kapitalmanagements. Darüber hinaus steuert der Konzern sein Kapital mit dem Ziel, eine angemessene Eigenkapitalrendite zu erzielen und die Aktionäre regelmäßig am Erfolg der Gruppe teilhaben zu lassen. Das gemanagte Kapital des Konzerns besteht aus den finanziellen Verbindlichkeiten, den Zahlungsmitteln und Äquivalenten sowie dem Eigenkapital.

Die Fielmann Group AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften unterliegen den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Aktien- und GmbH-Rechts sowie den entsprechenden Bestimmungen nach Landesrecht und Gesellschaftsform. Weitere branchenspezifische Mindestkapitalanforderungen bestehen nicht.

Die im Konzern vorhandene Liquidität wird täglich zentral gepoolt, überwacht und gesteuert. Hierzu ist sowohl ein tägliches als auch monatliches Berichtswesen installiert. Dieses gewährleistet die Einhaltung sämtlicher Mindestkapitalanforderungen.

Zum 31. Dezember 2023 hielt die Fielmann Group AG 6.369 eigene Aktien im Bestand. Die Anschaffungskosten betrugen Tsd. € 283 (Vorjahr: 1.423 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von Tsd. € 56).

(16) Kapitalrücklage

Ausgewiesen wird ausschließlich das Agio aus der Kapitalerhöhung der Fielmann Group AG in 1994 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

(17) Gewinnrücklagen

In den Gewinnrücklagen werden die nicht ausgeschütteten Gewinne aus Vorjahren und dem aktuellen Geschäftsjahr ausgewiesen (siehe auch Textziffer (42)).

Daneben wird der seit dem Zeitpunkt des Erwerbs von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. unveränderte Wert einer Put- und Call-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile in den Gewinnrücklagen in Höhe von Tsd. € 57.553 bilanziert und mindert diese. Die Put- und Call-Option wird abweichend zum Vorjahr aufgrund der in 2024 geplanten Ausübung unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Textziffer (25)).

Mit Erwerb der 90 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Ocumeda AG wurde der zum Erwerbszeitpunkt aktuelle Wert einer Put- und Call-Option in Höhe von Tsd. € 4.204 in den Gewinnrücklagen bilanziert und mindert diese. Nähere Information hierzu finden sich im Abschnitt "Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises" unter III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Put- und Call-Option wird unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Textziffer (21)).

(18) Sonstige Rücklagen

In den sonstigen Rücklagen sind der Währungsausgleichsposten, die Gewinne und Kursvorteile bei der Abgabe eigener Aktien an Mitarbeiter gemäß IFRS 2 sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste insbesondere aus den Pensionsrückstellungen im Rahmen der Anwendung des IAS 19 enthalten.

(19) Nicht beherrschende Anteile

In den nicht beherrschenden Anteilen werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an Personengesellschaften werden gem. IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden bei Zugang anteilig entsprechend der abgezinsten prognostizierten Ausschüttungen über die Mindestlaufzeit der Gesellschaft zuzüglich des Auseinandersetzungsanspruchs bewertet. Die Fortentwicklung der Verbindlichkeiten erfolgt über den Zinseffekt sowie gegebenenfalls durch Anpassungen entsprechend der Ausschüttungsprognose (siehe auch Textziffer (25), (28) und (42)).

(20) Langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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Stand am 1.1.2023

Tsd. €
Währungsänderung

Tsd. €
Änderung Konsolidierungskreis

Tsd. €
Verbrauch

Tsd. €
Auflösung

Tsd. €
Zuführung

Tsd. €
Pensionsrückstellungen 6.843 -442 822
Jubiläumsrückstellungen 7.082 65 -925 -283 1.021
Rückbauverpflichtungen 2.482 -86 -2 5.743
Rückstellungen im Warenbereich 4.430 -3.078 3.318
Sonstige langfristige Rückstellungen 4.403 37 -638 -32 2.215
25.240 102 0 -5.169 -317 13.119

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Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Pensionsrückstellungen 7.223
Jubiläumsrückstellungen 6.960
Rückbauverpflichtungen 8.137
Rückstellungen im Warenbereich 4.670
Sonstige langfristige Rückstellungen 5.985
32.975

Pensionsrückstellungen resultieren überwiegend aus unverfallbaren Pensionszusagen der Fielmann Group AG (Tsd. € 6.466, Vorjahr: Tsd. € 6.127) und betreffen ausschließlich das Segment Deutschland.

Den Rückstellungen stehen Rückdeckungsguthaben in Höhe von Tsd. € 69 (Vorjahr: Tsd. € 79) gegenüber, die mit den Pensionsrückstellungen saldiert sind. In der Veränderung der Rückstellung ist ein Aufzinsungseffekt von Tsd. € 250 (Vorjahr: Tsd. € 84) enthalten. Die Pensionsrückstellungen der Fielmann Group AG werden voraussichtlich gemäß den statistischen Sterbetafeln über die nächsten 11 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre) realisiert.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

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2023

in %
2022

in %
Abzinsungssatz 3,09 3,73
Erwartete Einkommenssteigerung 0,00 0,00
Erwartete Rentensteigerung 2,00 2,00

Die Pensionsrückstellungen im Fielmann-Konzern betreffen fixierte Zusagen, sodass für die Bewertung der Pensionsrückstellungen keine Einkommenssteigerung berücksichtigt wird. Hinsichtlich des Abzinsungssatzes wurde eine Sensitivitätsbetrachtung vorgenommen. Eine Senkung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von Tsd. € 814 führen, eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde den Barwert um Tsd. € 687 mindern. Aus den gezeigten Werten resultiert für den Konzern lediglich ein untergeordnetes Risiko aus den Pensionszusagen und den Rückdeckungsguthaben.

Die Veränderung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung 6.922 9.078
Laufender Dienstzeitaufwand (Ausweis im Personalaufwand) 3 5
Zinsaufwand (Ausweis im Finanzergebnis) 250 84
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Ausweis im OCI) 559 -1.831
- davon Änderungen in finanziellen Rechnungsannahmen 453 -2.516
- davon erfahrungsbedingte Anpassungen 106 685
Gezahlte Leistungen -442 -414
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung 7.292 6.922

Die Veränderung des OCI (Other Comprehensive Income) resultiert im Wesentlichen aus Zinssatzänderungen. Auf die im sonstigen Ergebnis gebuchten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entfällt ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von Tsd. € 172 (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von Tsd. € -562).

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Leistungsorientierte Verpflichtungen
- aus Plänen, die nicht über einen Fonds finanziert wurden 7.292 6.922
Summe 7.292 6.922

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 7.292 6.922
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -69 -79
In der Bilanz angesetzte Rückstellung 7.223 6.843

Jubiläumsrückstellungen werden für 10- bis 35-jährige Jubiläen unter Berücksichtigung von tatsächlichen Fluktuationswerten der Vergangenheit gebildet. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz gemäß der Duration der zukünftigen Jubiläumszahlungen in Höhe von 2,95 Prozent (Vorjahr: 3,57 Prozent). Eine Realisierung dieser Rückstellungen in den nächsten zwölf Monaten wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 883 (Vorjahr: Tsd. € 851) erfolgen. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Erhöhung der Rückstellung um Tsd. € 256 (Vorjahr: Minderung um Tsd. € 1.566). Die durch Zeitablauf sich ergebende Erhöhung des abgezinsten Betrages beträgt Tsd. € 215 (Vorjahr: Tsd. € 20).

Die Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen sind als langfristig anzusehen. Eintretende Risiken innerhalb der nächsten zwölf Monate sind nicht zu erkennen. In der weit überwiegenden Zahl der Mietverträge stehen den Gesellschaften des Fielmann-Konzerns eine oder mehrere Verlängerungsoptionen zur Verfügung. Für die Berechnung der für die Abzinsung der auf den Stichtag ermittelten Erfüllungsbeträge wurde ein Zinssatz von 3,93 Prozent (10 Jahre) (Vorjahr: 3,40 Prozent (10 Jahre)) angewendet. Es wurde eine Inflationsrate von 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent) berücksichtigt. Die abgezinsten Erfüllungsbeträge werden in die Anschaffungskosten der Mietereinbauten des Anlagevermögens einbezogen und planmäßig über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Durch die im Berichtsjahr vorgenommene Anpassung der Bewertungsparameter sowie die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 5.655 (Vorjahr: Verringerung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 378).

Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen hauptsächlich Garantiezusagen und daraus resultierende Risiken. Darin enthalten sind neben den Material- auch Personalaufwendungen für Abwicklungsleistungen. Die Risiken realisieren sich überwiegend innerhalb von zwölf Monaten, maximal innerhalb von drei Jahren. Der kurzfristige Anteil der Garantierisiken wird unter den kurzfristigen Rückstellungen in Textziffer (24) ausgewiesen. Die Annahmen zur Bewertung der Risiken werden durch ein Berichtswesen zu den Garantiefällen ständig verifiziert. Für die Ermittlung der Erfüllungsbeträge wurde eine Inflationsrate von 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent) berücksichtigt. Die für die Abzinsung verwendeten Zinssätze betrugen für zwei Jahre 3,64 Prozent (Vorjahr: 4,14 Prozent) sowie für drei Jahre 3,46 Prozent (Vorjahr: 3,69 Prozent). Erstmals werden die Rückerstattungsverbindlichkeiten für den Verkauf von Waren mit Rückgaberecht nach IFRS 15 nicht mehr in den Garantierückstellungen, sondern in den nicht finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Dies führt zu einer Reduzierung des im Vorjahr veröffentlichten Wertes um Tsd. € 1.906. Weitere Angaben finden sich in Textziffer (26).

Aus den Änderungen der Zinssätze resultiert eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 123 (Vorjahr: Verringerung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 312).

Zinssatzbedingte Änderungen bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich in Höhe von Tsd. € -30 (Vorjahr: Tsd. € -12).

(21) Langfristige Finanzverbindlichkeiten (28)

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 179 391
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 146 (Vorjahr: Tsd. € 233)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.776 60.621
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 142 (Vorjahr: Tsd. € 61)
6.955 61.012

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ausschließlich festverzinslich mit fester Laufzeit. Ein wesentliches Zinsrisiko ist aufgrund der geringen Verschuldung nicht erkennbar.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten umfassen ausstehende Kaufpreiszahlungen aus dem Erwerb von Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 3.498 (Vorjahr: Tsd. € 4.043), die sämtlich eine Restlaufzeit von unter 5 Jahren aufweisen. Der undiskontierte Zahlungsbetrag beträgt Tsd. € 5.125 (Vorjahr: Tsd. € 5.500). Daneben werden insbesondere Call- und Put-Optionen in Höhe von Tsd. € 2.799 (Vorjahr: Tsd. € 56.232) ausgewiesen, die sämtlich eine Restlaufzeit von unter 5 Jahren aufweisen. Der undiskontierte Zahlungsbetrag beträgt Tsd. € 3.519 (Vorjahr: Tsd. € 61.575). In Bezug auf diese Verbindlichkeiten besteht aus Konzernsicht kein signifikantes Liquiditätsrisiko.

Zum Berichtsstichtag ist für 2024 die Ausübung der Call- und Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. vorgesehen. Die im Vorjahr hier gezeigte Verbindlichkeit von Tsd. € 56.232 ist per 31.12.2023 in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

(22) Passive latente Steuern

Latente Steuerverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 54.783 (Vorjahr: Tsd. € 37.697) passiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.

(23) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

Im Berichtsjahr wurden Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 120.519 (Vorjahr: Tsd. € 97.381) geleistet. Zudem wurden Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 13.103 (Vorjahr: Tsd. € 6.486) erfasst. Der Abschreibungsbetrag, die Zugänge sowie der Buchwert der Nutzungsrechte nach Klassen der zugrunde liegenden Vermögenswerte lässt sich der Entwicklung des Konzernanlagevermögens am Anfang des Abschnittes IV. "Erläuterungen zum Konzernabschluss" entnehmen.

Es wurden variable Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 2.372 (Vorjahr: Tsd. € 2.006) geleistet, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden. Für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten wurde Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 762 (Vorjahr: Tsd. € 1.051) berücksichtigt. Im Rahmen von Untervermietungen wurden Erträge in Höhe von Tsd. € 961 (Vorjahr: Tsd. € 936) vereinnahmt und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Leasingverbindlichkeiten stammen aus Leasingverträgen für Immobilien, KFZ und IT-Ausstattung. Die Zusammensetzung der Leasingverbindlichkeiten nach Fälligkeit ergibt sich wie folgt:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Kurzfristig 98.652 96.489
1 bis 5 Jahre 258.442 244.687
über 5 Jahre 162.142 139.275
Langfristig 420.584 383.962
519.236 480.451

In Bezug auf die eigenen Leasingverbindlichkeiten besteht aus Konzernsicht kein signifikantes Liquiditätsrisiko.

Die undiskontierten Leasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Kurzfristig 108.751 97.644
1 bis 5 Jahre 307.234 269.579
über 5 Jahre 201.192 174.193
Langfristig 508.426 443.772
617.177 541.416

(24) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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Stand am 1.1.2023

Tsd. €
Währungsänderung

Tsd. €
Änderung Konsolidierungskreis

Tsd. €
Verbrauch

Tsd. €
Auflösung

Tsd. €
Zuführung

Tsd. €
Personalrückstellungen 44.984 151 2.605 -41.245 -3.890 49.670
Rückstellungen im Warenbereich 10.856 134 184 -9.179 10.048
Übrige Rückstellungen 12.429 -14 9 -5.807 -3.740 8.018
68.269 271 2.798 -56.231 -7.630 67.736

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Stand am 31.12.2023

Tsd. €
Personalrückstellungen 52.275
Rückstellungen im Warenbereich 12.043
Übrige Rückstellungen 10.895
75.213

Die Personalrückstellungen werden insbesondere für Verpflichtungen aus Sonderzahlungen und Tantiemen in Höhe von Tsd. € 33.508 (Vorjahr: Tsd. € 30.800) gebildet, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt im ersten Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres. Der Anstieg im Geschäftsjahr ist unter anderem bedingt durch Zahlungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von Tsd. € 5.250 (Vorjahr: Tsd. € 1.917) sowie die im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen in den USA und Kanada in Höhe von Tsd. € 2.990 (Vorjahr: Tsd. € 0).

Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen die Garantierisiken, die voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden. Der langfristige Anteil der Garantierisiken wird in Textziffer (20) ausgewiesen. Im ersten Jahr wird der wesentliche Teil der insgesamt erwarteten Garantiefälle abgewickelt.

Die Übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen von Bauleistungen und sonstige Dienstleistungen.

(25) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten(28)

Aufgrund der geringen Verschuldung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern durch Zinsschwankungen in Bezug auf den Zinsaufwand zu erwarten. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr.

Zum kurzfristigen Ausgleich von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 72,0 eingegangen. Zum Bilanzstichtag ist die Ausübung der Put- und Call-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. im Jahr 2024 beabsichtigt. Entsprechend erfolgt der Ausweis der Option mit Tsd. € 53.785 erstmalig in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. € 92.157 (Vorjahr: Tsd. € 85.248) unterliegen den üblichen Zahlungsbedingungen, sind undiskontiert und sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von Tsd. € 7.500 (Vorjahr: Tsd. € 3.542) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Tsd. € 16.759 (Vorjahr: Tsd. € 13.171) ausgewiesen. Verpflichtungen gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern, die in den Einzelabschlüssen nach lokalem Recht Eigenkapitalcharakter haben und nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind, sind in Höhe von Tsd. € 2.035 (Vorjahr: Tsd. € 2.121) in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten (siehe auch Textziffern (19), (28) und (42)). Sämtliche Verbindlichkeiten sind undiskontiert und sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

(26) Nicht finanzielle Verbindlichkeiten

In den nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Vertragsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen sowie aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer enthalten. Die Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 entfallen auf die Abgrenzung der im Geschäftsjahr vereinnahmten, aber erst in Zukunft über die Einstandspflicht zur Schadensregulierung realisierten Erlöse aus der Nulltarifversicherung, auf Reparaturpauschalen, die von den gesetzlichen Krankenkassen für in Deutschland abgegebene Hörsysteme im Voraus gezahlt werden, auf Rückerstattungsverbindlichkeiten für den Verkauf von Waren mit Rückgaberecht sowie Gutscheine und Anzahlungen von Kunden.

Die Vertragsverbindlichkeiten mit Laufzeit über einem Jahr haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

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Vertragsverbindlichkeiten aus Nulltarifversicherung Tsd. €
Stand zum 1.1.2023 24.095
Zuführung 24.539
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war -24.095
Stand zum 31.12.2023 24.539

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Vertragsverbindlichkeiten aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen Tsd. €
Stand zum 1.1.2023 20.420
Zuführung 10.689
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war -7.319
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der nicht im Stand zum 1. Januar enthalten war -1.107
Stand zum 31.12.2023 22.683

Vertragsverbindlichkeiten für Hörgeräte-Reparaturpauschalen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von Tsd. € 22.683 (Vorjahr: Tsd. € 20.420). Hiervon sind Tsd. € 15.000 (Vorjahr: Tsd. € 13.239) als langfristig und Tsd. € 7.892 (Vorjahr: Tsd. € 7.181) als kurzfristig einzustufen. Im Geschäftsjahr wurde erstmals der langfristige Anteil dieser Verbindlichkeiten unter dem Posten "Nicht finanzielle Verbindlichkeiten" in den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung wurde rückwirkend auch für das Vorjahr gemäß IAS 8 vorgenommen. Zum 1. Januar 2022 erhöhen sich somit die langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um Tsd. € 12.717 und reduzieren analog die kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um den umgegliederten Betrag. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich eine Erhöhung der langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um Tsd. € 13.239 sowie eine korrespondierende Reduzierung der kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten.

Vertragsverbindlichkeiten für Gutscheine und Anzahlungen von Kunden bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von Tsd. € 16.658 (Vorjahr: Tsd. € 10.437). Im Geschäftsjahr wurden diese Vertragsverbindlichkeiten erstmals unter dem Posten "Nicht finanzielle Verbindlichkeiten" in den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung wurde rückwirkend auch für das Vorjahr gemäß IAS 8 vorgenommen. Zum 1.Januar 2022 erhöhen sich somit die kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um Tsd. € 10.537 und reduzieren analog die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um den umgegliederten Betrag. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich eine Erhöhung der kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um Tsd. € 10.437 sowie eine korrespondierende Reduzierung der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Im Geschäftsjahr wurden erstmalig Rückerstattungsverbindlichkeiten für den Verkauf von Waren mit Rückgaberecht nach IFRS 15 erfasst. Die erstmalige Erfassung wurde rückwirkend auch für das Vorjahr gemäß IAS 8 vorgenommen. Aufgrund dieser Buchungen ergeben sich folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen: Zum 1. Januar 2022 erhöhen sich die nicht finanziellen Verbindlichkeiten um Tsd. € 6.036. Die Garantierückstellungen reduzieren sich um Tsd. € 1.974. Die aktiven latenten Steuern erhöhen sich um Tsd. € 1.247. Hieraus ergibt sich in Summe eine Reduzierung der Gewinnrücklagen um Tsd. € 2.815. Dies entspricht einer Reduzierung des Ergebnisses je Aktie um € 0,03.

Im Vergleich zu den im Vorjahr veröffentlichten Werten ergeben sich zum 31. Dezember 2022 um Tsd. € 6.284 erhöhte nicht finanzielle Verbindlichkeiten, um Tsd. € 1.906 reduzierte Garantierückstellungen sowie Tsd. € 97 erhöhte aktive latente Steuern. Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 reduzierten sich um Tsd. € 248, während der Materialaufwand um Tsd. € 67 anstieg. In der Folge ergibt sich ein um Tsd. € 316 reduziertes EBT und EBITDA. Unter Berücksichtigung des um Tsd. € 97 gesunkenen Steueraufwands ist das Konzernergebnis in der Folge um Tsd. € 219 gesunken. Dies entspricht einer Reduzierung des Ergebnisses je Aktie um € 0,01.

Die Rückerstattungsverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

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Rückerstattungsverbindlichkeiten für den Verkauf von Waren mit Rückgaberecht Tsd. €
Stand zum 1.1.2023 6.284
Zuführung 6.109
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war -5.742
Stand zum 31.12.2023 6.651

(27) Ertragsteuerschulden

Die Ertragsteuerschulden betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer.

(28) Finanzinstrumente

Die nachfolgende Legende stellt die in den nächsten Abschnitten genutzten Abkürzungen der Bewertungskategorien dar:

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Kategorie IFRS 9 englische Bedeutung deutsche Bedeutung Bewertung
AC Financial Assets Measured at Amortised Cost Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
FVtPL Fair Value through Profit or Loss Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Marktwert erfolgswirksam
FLAC Financial Liabilities Measured at Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt in allen Kategorien zum Wert am Erfüllungstag. Die Einteilung in Bewertungsklassen nach IFRS 7 wurde anhand der wirtschaftlichen Beschaffenheit und der Risikostruktur der jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen. Sofern möglich werden die Zeitwerte in der Regel zu Börsenkursen bzw. über andere am Finanzmarkt verfügbare Daten ermittelt. Es ergaben sich bei keinem Finanzinstrument wesentliche Unsicherheiten bei der Zeitwertermittlung. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden in die entsprechende Kategorie eingestuft.

Bei den finanziellen Vermögenswerten des Fielmann-Konzerns besteht ein Ausfallrisiko, dem durch entsprechende Wertminderungen Rechnung getragen wird. Der negative Saldo aus Wertminderungsaufwendungen einschließlich Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 235 (Vorjahr: positiver Saldo in Höhe von Tsd. € 430) ergibt sich aus Erträgen aus Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 2.056 (Vorjahr: Tsd. € 1.262) und Aufwendungen aus Wertminderung in Höhe von Tsd. € 2.291 (Vorjahr: Tsd. € 832). Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt bei endgültigem Verlust sowie bei aussichtsloser und wirtschaftlich nicht sinnvoller Verfolgung der Ansprüche (z. B. bei Kleinbeträgen). Der Aufwand aus der Ausbuchung von Forderungen beläuft sich auf Tsd. € 954 (Vorjahr: Tsd. € 1.334).

Die Verteilung der Wertminderungen auf die Klassen stellt sich wie folgt dar:

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Gesamtlaufzeit-ECL
Kategorie nach IFRS 9

Tsd. €
Buchwert am 31.12.2023

Tsd. €
Buchwert vor Wertminderung

Tsd. €
Wertminderung

Tsd. €
12- Monats-ECL

Tsd. €
nicht wertgeminderte Kredite

Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 1.076 1.158 82 82
1.076 1.158 82 82 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Anleihen und Festgelder AC 5.683 5.740 57 57
5.683 5.740 57 57 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 55.622 57.404 1.782
55.622 57.404 1.782 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen 65.196 65.842 646 646
Sonstige Forderungen 110 580 470 470
65.306 66.422 1.116 646 0 470
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder AC 6.071 6.079 8 8
6.071 6.079 8 8 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel N/​A 58.926 58.926 0
58.926 58.926 0 0 0
Summe 192.684 195.729 3.045 793 0

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Gesamtlaufzeit-ECL
wertgeminderte Kredite

Tsd. €
Lieferungen und Leistungen

Tsd. €
--- --- ---
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen
0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Anleihen und Festgelder
0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.782
0 1.782
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen
0 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder
0 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel
0 0
Summe 470 1.782

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Gesamtlaufzeit-ECL
Kategorie nach IFRS 9

Tsd. €
Buchwert am 31.12.2022

Tsd. €
Buchwert vor Wertminderung

Tsd. €
Wertminderung

Tsd. €
12- Monats-ECL

Tsd. €
nicht wertgeminderte Kredite

Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 2.000 2.000
2.000 2.000 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 5.073 5.125 52 52
Anleihen und Festgelder AC 6.034 6.042 8 8
11.107 11.167 60 60 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen N/​A 212 212
212 212 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 44.292 46.017 1.725
44.292 46.017 1.725 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 31.415 31.756 341 341
Sonstige Forderungen AC 994 1.396 402
32.409 33.152 743 341 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder AC 84.833 85.115 282 282
84.833 85.115 282 282 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel N/​A 51.249 51.249
51.249 51.249 0 0 0
Summe 226.102 228.912 2.810 683 0

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Gesamtlaufzeit-ECL
wertgeminderte Kredite

Tsd. €
Lieferungen und Leistungen

Tsd. €
--- --- ---
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen
0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen
Anleihen und Festgelder
0 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen
0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.725
0 1.725
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen 402
402 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder
0 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel
0 0
Summe 402 1.725

Die Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:

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Ausleihungen

Tsd. €
Anleihen und Festgelder

Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Tsd. €
Sonstige Forderungen

Tsd. €
Summe

Tsd. €
Wertminderung zum 1.1.2023 52 290 1.725 743 2.810
12-Monats-ECL 87 -282 305 110
Gesamtlaufzeit-ECL:
- nicht wertgeminderte Kredite
- wertgeminderte Kredite 68 68
Lieferungen und Leistungen 57 57
Wertminderung zum 31.12.2023 139 8 1.782 1.116 3.045

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Ausleihungen

Tsd. €
Anleihen und Festgelder

Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Tsd. €
Sonstige Forderungen

Tsd. €
Summe

Tsd. €
Wertminderung zum 1.1.2022 141 220 2.083 796 3.240
12-Monats-ECL -89 70 -53 -72
Gesamtlaufzeit-ECL:
- nicht wertgeminderte Kredite
- wertgeminderte Kredite
Lieferungen und Leistungen -358 -358
Wertminderung zum 31.12.2022 52 290 1.725 743 2.810

Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) erfolgt insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte unter Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten sowie gegebenenfalls angepasst an die prognostizierte zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Sie basiert in wesentlichen Fällen auf Einzelfallbetrachtungen, ansonsten anhand der Gruppierung gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften, z. B. durch zeitliche Kriterien. Die Wertberichtigungen für Finanzinstrumente werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen durch gesonderte Konten offen abgesetzt.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde vereinfachend der erwartete Kreditverlust über die gesamte Laufzeit (Gesamtlaufzeit-ECL) erfasst. Die Forderungen betreffen neben Forderungen an Einzelkunden insbesondere Forderungen aus der Abwicklung von Rezepten und Zahlungsverkehr. Forderungen an Einzelkunden wurden insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte in Bezug auf Fälligkeit und Ausfall wertberichtigt. Dabei wird der Durchschnitt der letzten drei Jahre vor dem Geschäftsjahr als Berechnungsgrundlage herangezogen. Es wird regelmäßig davon ausgegangen, dass ein Ausfallereignis spätestens nach neunzigtägiger Überfälligkeit vorliegt. Für die weiteren Forderungen wird eine auf Basis vergangenheitsorientierter Daten und unter Berücksichtigung des zukünftigen Ausblicks erwartete Ausfallrate von 1 Prozent auf Basis des im Risiko stehenden Betrags unterstellt. Sicherheiten liegen hierfür nicht vor.

Die anhand der Fälligkeit wertberichtigten Forderungen entwickelten sich wie folgt:

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Buchwert vor Wertminderung

in Tsd. €
Wertminderung am 31.12.2023

in Tsd. €
erwartete Ausfallrate Bilanzausweis am 31.12.2023

in Tsd. €
Forderungen an Einzelkunden
Nicht fällig 2.827 56 2% 2.771
1 bis 30 Tage überfällig 6.007 70 1% 5.937
31 bis 90 Tage überfällig 945 88 9% 857
mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung 2.280 1.186 52% 1.094
Zwischensumme 12.059 1.400 10.659
Weitere Forderungen 45.345 382 1% 44.963
Bestand am 31.12. 57.404 1.782 55.622

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Buchwert vor Wertminderung

in Tsd. €
Wertminderung am 31.12.2022

in Tsd. €
erwartete Ausfallrate Bilanzausweis am 31.12.2022

in Tsd. €
Forderungen an Einzelkunden
Nicht fällig 1.738 27 2% 1.711
1 bis 30 Tage überfällig 3.693 29 1% 3.664
31 bis 90 Tage überfällig 581 53 9% 528
mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung 2.436 1.268 52% 1.168
Zwischensumme 8.448 1.377 7.071
Weitere Forderungen 37.569 348 1% 37.221
Bestand am 31.12. 46.017 1.725 44.292

Für alle weiteren Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird von einem geringen Kreditausfallrisiko ausgegangen. Wesentliche Ausfälle waren in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.

Für Anleihen und Festgelder wurde aufgrund des unverändert geringen Kreditrisikos vereinfachend der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angewendet. Die Anlagen entsprechen regelmäßig dem sogenannten Investment Grade oder einer vergleichbaren Bonität bei einem fehlenden Rating. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste wurden je nach Bonität der Schuldner drei Cluster gebildet und hierauf Ausfallraten von 0,1 Prozent, 0,25 Prozent und 0,75 Prozent angewendet.

Für Sonstige Forderungen wurde in der Regel der erwartete Kreditverlust innerhalb der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angesetzt und hierfür eine Ausfallrate von 1 Prozent angewendet. In Einzelfällen werden Wertminderungen in Höhe des Gesamt-ECL vorgenommen. Die erwarten Ausfallraten liegen zwischen 75 Prozent und 100 Prozent.

Etwa 60 Prozent der finanziellen Vermögenswerte entfallen auf das Segment Deutschland. Bei den Forderungen an Einzelkunden besteht aufgrund der Einzelhandelsaktivität kein Ausfallrisiko durch Bündelung auf einzelne Schuldner. Hohe Forderungssalden resultieren insbesondere aus der Abwicklung der Rezepte, des Zahlungsverkehrs und der Nulltarif-Versicherung sowie aus den Emittenten der Kapitalanlagen. Auch hier wird kein erhöhtes Risiko gesehen. Für wertberichtigte Forderungen in Höhe von Tsd. € 1.268 (Vorjahr: Tsd. € 1.814) wurden rechtliche Schritte zur Verfolgung von Zahlungseingängen vorgenommen. Das Ausfallrisiko bei den finanziellen Vermögenswerten besteht maximal in Höhe der Buchwerte.

Eine Analyse der Fälligkeitstermine wesentlicher finanzieller Verbindlichkeiten steht nicht im Fokus des Konzerns, da ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien vorhanden sind und somit kein Liquiditätsrisiko besteht. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren insbesondere aus den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, deren Fristigkeit unter Textziffer (23) näher erläutert werden. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren insbesondere aus den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten, die unter Textziffer (25) näher erläutert werden.

Die Marktrisiken für die Finanzinstrumente im Fielmann-Konzern sind neben den Kurs- und Zinsrisiken für die Kapitalanlagen insbesondere die Währungsrisiken.

Währungsrisiken

Fremdwährungsrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern aus der Währungsumrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Im Übrigen resultieren Währungsrisiken aus der Umrechnung bestehender Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankguthaben, Kapitalanlagen, konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus dem Einkaufsgeschäft. Dabei werden solche Finanzinstrumente gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die für den Fielmann-Konzern relevanten Fremdwährungen sind im Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter "Fremdwährungsumrechnung" dargestellt. Risiken aus der Fremdwährungsumrechnung von Finanzinstrumenten ergeben sich für den Fielmann-Konzern insbesondere für die Währungen CHF und USD.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf die Umrechnung bestehender Finanzinstrumente für die Währungen CHF und USD durch eine für möglich gehaltene Aufwertung bzw. Abwertung von 1 0 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2023 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.

Aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 39,5 (Vorjahr: Mio. € 91,8) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 1,0 (Vorjahr: Mio. € 0,0) würde bei einer Aufwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 3,0 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 7,1) resultieren. Eine Abwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte gegenläufige Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

Die Aufwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro würde im Rahmen der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 2,3 (Vorjahr: Mio. € 2,6) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 6,3 (Vorjahr: Mio. € 2,4) zu einem Rückgang des Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 0,3 (Vorjahr: unveränderter Jahresüberschuss) führen. Eine Abwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte entsprechend gegenläufige Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

Zinsrisiken

Der Fielmann-Konzern investiert unter anderem in Kapitalanlagen in Form von Tages- und Festgeldern sowie festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen. Da diese Kapitalanlagen überwiegend festverzinslich sind, existiert hieraus keine relevante Zinssensitivität auf das Eigenkapital oder den Jahresüberschuss. Aus den weiteren finanziellen Vermögenswerten resultieren ebenfalls keine wesentlichen Zinsrisiken. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden über einen festen Zinssatz bis zum Laufzeitende abgezinst, so dass sich hieraus kein Zinsrisiko ergibt. Aus den weiteren finanziellen Verbindlichkeiten existieren aufgrund der geringen Verschuldung keine wesentlichen Zinsrisiken.

Kursrisiken

Kursrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern insbesondere aus Kapitalanlagen in Aktien und ähnliche Anlagen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer für möglich gehaltenen Steigerung bzw. Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2023 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben und der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Aus einer Steigerung des Kursniveaus um 10 Prozent resultiert eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 1,5 (Vorjahr: Erhöhung um Mio. € 1,6). Eine Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent hat entsprechend gegenläufige Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

Weitergehende Erläuterungen zu den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Lagebericht dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Bewertungsklassen nach IFRS 7

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in Tsd. € Bewertungskategorie Buchwert am 31.12.2023 Stufe der Fair Value-Hierarchie Beizulegender Zeitwert
AKTIVA
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 1.076
Beteiligungen FVtPL 6.990 3 6.990
8.066
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 5.683
Fonds FVtPL 0
Anleihen und Festgelder AC 0
5.683
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen N/​A 0
0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 55.622
55.622
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 65.306
Sonstige Forderungen FVtPL 25.669 2 25.669
90.975
Finanzanlagen (kurzfristig)
Vermögensverwaltungsdepots FVtPL 11.389 1 11.389
Fonds FVtPL 5.448 1 5.448
Anleihen und Festgelder AC 6.071
22.908
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel N/​A 58.926
58.926
Summe Aktiva
AC /​ N/​A 192.684
FVtPL 49.496 1, 2, 3 49.496
242.180
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten (langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 179
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 3.639
Erhaltene Darlehen FLAC 338
Put- und Call-Option FLAC 2.799
6.955
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 420.584
420.584
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 72.395
Put- und Call-Option FLAC 53.785
126.180
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 98.652
98.652
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 92.157
92.157
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 31.512
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter FLAC 2.035
33.547
Summe Passiva
FLAC 778.075
778.075

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in Tsd. € Bewertungskategorie Buchwert am 31.12.2022
AKTIVA
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 2.000
Beteiligungen FVtPL 7.032
9.032
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 5.073
Fonds FVtPL 5.481
Anleihen und Festgelder AC 6.034
16.588
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen N/​A 212
212
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 44.293
44.292
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 32.409
Sonstige Forderungen FVtPL 23.523
55.932
Finanzanlagen (kurzfristig)
Vermögensverwaltungsdepots FVtPL 9.499
Fonds FVtPL 4.285
Anleihen und Festgelder AC 84.834
98.618
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel N/​A 51.249
51.249
Summe Aktiva
AC /​ N/​A 226.104
FVtPL 49.820
275.924
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten (langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 391
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 4.184
Erhaltene Darlehen FLAC 205
Put- und Call-Option FLAC 56.232
61.012
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 383.962
383.962
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 24.612
Put- und Call-Option FLAC 0
24.612
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 96.489
96.489
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 85.248
85.248
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 21.070
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter FLAC 2.121
23.191
Summe Passiva
FVtPL 674.514
674.514

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in Tsd. € Stufe der Fair Value-Hierarchie Beizulegender Zeitwert
AKTIVA
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen
Beteiligungen 7.032
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen
Fonds 1 5.481
Anleihen und Festgelder
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen 2 23.523
Finanzanlagen (kurzfristig)
Vermögensverwaltungsdepots 1 9.499
Fonds 1 4.285
Anleihen und Festgelder
Zahlungsmittel und Äquivalente
Liquide Mittel
Summe Aktiva
1, 2, 3 49.820
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten (langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Sonstige Verbindlichkeiten
Erhaltene Darlehen
Put- und Call-Option
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Put- und Call-Option
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter
Summe Passiva

Ergebnisse nach Bewertungskategorien

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2023
Bewertungskategorien Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value

Tsd. €
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value

Tsd. €
Wertminderungen 1

Tsd. €
Erträge im Finanzergebnis

Tsd. €
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis

Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL 3.141 291 844 480
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC 235 3.062
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 2.153 9.562
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind 44 899
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind -5.294 -291 -235
Summe 0 0 0 3.950 10.941

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2023
Bewertungskategorien Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen

Tsd. €
--- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 13.103
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind
Summe 13.103

1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen dar

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2022
Bewertungskategorien Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value

Tsd. €
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value

Tsd. €
Wertminderungen 1

Tsd. €
Erträge im Finanzergebnis

Tsd. €
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis

Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL 364 5.118 5.934
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC -430 444
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 1.188
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind 2.640 544
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind -364 -5.118 430
Summe 0 0 0 9.018 1.732

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2022
Bewertungskategorien Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen

Tsd. €
--- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 6.486
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind
Summe 6.486

1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen dar

Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ergeben sich aus der Bewertung zum Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Wesentlichen nach Maßgabe des Börsenkurses oder bei Forderungen im Rahmen erwarteter Kreditverluste berücksichtigt.

Diese Verluste sowie Wertminderungen von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen", die Gewinne und Erträge aus der Wertaufholung von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" gezeigt.

Zinsen werden gemäß den entsprechenden Zahlungen unter Berücksichtigung von Periodenabgrenzungen erfasst. Die Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Marktwert bewertet wurden, belaufen sich auf Tsd. € 3.062 (Vorjahr: Tsd. € 444). Die entsprechenden Zinsaufwendungen betragen Tsd. € 22.665 (Vorjahr: Tsd. € 7.674).

Anleihen und Festgelder

Der Ausweis der Anleihen und Festgelder in Höhe von Tsd. € 6.071 (Vorjahr: Tsd. € 90.868) umfasst Anleihen (Tsd. € 6.071, Vorjahr: Tsd. € 65.880), keine Schuldscheindarlehen (Vorjahr: Tsd. € 15.031) sowie keine Tages- und Festgelder (Vorjahr: Tsd. € 9.957), die jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und nach den üblichen Fristigkeiten gemäß IAS 1 unterteilt werden.

Vermögensverwaltungsdepot

Bei dem unter den kurzfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Vermögensverwaltungsdepot handelt es sich um ein durch einen externen Verwalter betreutes Depot der Fielmann AG, Basel, in Höhe von Tsd. € 11.389 (Vorjahr: Tsd. € 9.499), in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Die Anlagenpolitik basiert auf einer schriftlich mit dem Depotverwalter fixierten Strategie. Die Bilanzierung der Wertpapiere erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Fonds

Im Berichtsjahr werden Fonds in der italienischen Vertriebsgesellschaft in Höhe von Tsd. € 4.097 (Vorjahr: Tsd. € 4.285) ausgewiesen. Die Fonds dienen als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen in Italien und sind zu diesem Zweck verpfändet. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Des Weiteren werden in den kurzfristigen Finanzanlagen Geldmarktfonds in der spanischen Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 1.351 ausgewiesen. Der Ausweis im Vorjahr in Höhe von Tsd. € 5.481 erfolgte in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Beteiligungen

Der Ausweis in den übrigen Finanzanlagen betrifft die Beteiligung an der "Deep Optics" (Optica Amuka (A.A) Ltd.). Weitere Informationen zu dieser Beteiligung befinden sich in Textziffer (5).

Sonstige Forderungen

Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen Forderungen in Höhe von Tsd. € 65.306 (Vorjahr: Tsd. € 32.409) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Lieferanten. Die Liquiditätsvorschüsse zur Bedeckung versicherungstechnischer Abgrenzungen für Beitragsüberträge wurden als sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. € 25.669 (Vorjahr: Tsd. € 23.523) im Zeitpunkt des Zugangs als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" erfasst. Die Folgebilanzierung erfolgt zum Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurde ein Ertrag von Tsd. € 519 (Vorjahr: Aufwand von Tsd. € 1.047) erfasst. Das Ausfallrisiko besteht maximal in Höhe des Buchwertes dieser Forderungen. Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Liquide Mittel

Zum Stichtag bestehen liquide Mittel in Höhe von Tsd. € 58.926 (Vorjahr: Tsd. € 51.249), davon Tsd. € 55.398 (Vorjahr: Tsd. € 45.881) Bankguthaben.

Put- und Call-Optionen

Die Verbindlichkeit aus der Put-Option der Minderheitsgesellschafter zur Andienung der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. wird zu einem Buchwert in Höhe von Tsd. € 53.785 (Vorjahr: Tsd. € 56.232) bilanziert. Die Fielmann Group AG plant, die ebenfalls bestehende Call-Option zum Erwerb der ausstehenden Anteile im April 2024 auszuüben. Die Bewertung zum Bilanzstichtag basiert im Wesentlichen auf den erzielten Umsatzerlösen der Gesellschaft per 31.12.2023 multipliziert mit einem gleichbleibenden Faktor. Ergänzend wird eine Kompensation von liquiden Mitteln und Finanzverbindlichkeiten, die per 31.12.2023 bestanden, berücksichtigt. Aus diesen beiden Bewertungsparametern sowie der Reduzierung der Laufzeit der Option ergab sich ein Ertrag von Tsd. € 2.447 (Vorjahr: Ertrag von Tsd. € 5.343), der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Der Buchwert der Put- und Call-Option zur Akquisition der übrigen 8,75 Prozent der Ocumeda AG (seit der Akquisition ist der Anteil der Fielmann-Konzerns aufgrund einer Kapitalerhöhung um 1,25 Prozent gestiegen) beträgt Tsd. € 2.799. Die Bewertung der Option, die zwischen dem 15. Februar und 15. März 2026 ausgeübt werden kann, basiert auf dem bereinigten EBITDA per 31.12.2025. Die Veränderung des Buchwerts ergab sich aus der Anpassung der Planung, der Ertrag von Tsd. € 2.153 wird in der Position "Sonstiger betrieblicher Ertrag" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter

In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Kapitalanteile Dritter in Höhe von Tsd. € 2.035 (Vorjahr: Tsd. € 2.121) enthalten, die nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffer (19), (25) und (42)).

(29) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Fielmann-Konzern wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Garantien für Bankverbindlichkeiten Dritter übernommen.

Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023 beträgt für Niederlassungseröffnungen Tsd. € 30 (Vorjahr: Tsd. € 500) und für Ersatzinvestitionen in bestehenden Niederlassungen Tsd. € 3.140 (Vorjahr: Tsd. € 12.480). Für die Produktion in Rathenow besteht ein Bestellobligo in Höhe von Tsd. € 2.020 (Vorjahr: Tsd. € 2.890) sowie für IT Tsd. € 210 (Vorjahr: Tsd. € 690).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Fielmann-Konzerns ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren erstellt.

(30) Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen

Die Umsatzerlöse des Fielmann-Konzerns verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Deutschland 1.343.780 1.252.987
Schweiz 217.252 208.220
Österreich 90.791 82.774
Spanien 175.424 123.266
Nordamerika 32.406
Übrige 109.427 92.050
Konzernumsatz 1.969.080 1.759.297
Bestandsveränderung 2.974 4.045
Gesamtleistung Konzern 1.972.054 1.763.342

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die Warengruppen stellt sich wie folgt dar:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Brillenoptik 1.543.086 1.411.133
Kontaktlinsen 166.667 152.166
Sonnenbrillen 84.099 70.929
Hörakustik 128.843 99.791
Übrige 24.880 20.464
Dienstleistungen 21.506 4.813
Konzernumsatz 1.969.080 1.759.297
Bestandsveränderung 2.974 4.045
Gesamtleistung Konzern 1.972.054 1.763.342

In den Umsätzen aus dem Verkauf von Hörakustik-Produkten sind Erträge aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen in Höhe von Tsd. € 14.052 (Vorjahr: Tsd. € 7.483) enthalten, die von den Krankenkassen für einen Zeitraum von sechs Jahren gezahlt und entsprechend abgegrenzt werden (siehe Textziffer (26)). Der Anstieg der Hörakustikumsätze ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg auf dem deutschen und spanischen Hörakustikmarkt zurückzuführen. Die übrigen Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Verkauf von Handelswaren. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen unter anderem Mieterträge aus eigenen Immobilien. Die Akquisition weiterer Gesellschaften hat die Dienstleistungsumsätze um Tsd. € 6.088 ansteigen lassen, hinzu kommen erstmals Beiträge aus der US-amerikanischen Krankenversicherung in Höhe von Tsd. € 1.530 gemäß IFRS 17. Der erstmalige Ausweis von Anpassungsgebühren in den Dienstleistungsumsätzen in Höhe von Tsd. € 4.658 ist ein weiterer Grund für den Anstieg.

(31) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 7.117 (Vorjahr: Tsd. € 4.836), Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von Tsd. € 5.294 (Vorjahr: Tsd. € 364) sowie Erträge aus der Wertaufholung von Wertminderungen von Finanzinstrumenten in Höhe von Tsd. € 2.056 (Vorjahr: Tsd. € 1.262) aus. Des Weiteren sind im Rahmen des Impairment-Tests Wertaufholungen von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen von Tsd. € 7.788 (Vorjahr: Tsd. € 1.739) erfasst worden. Diese werden in der Textziffer (44) erläutert.

(32) Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen in erster Linie Brillenfassungen, Gläser, Kontaktlinsen und Pflegemittel sowie Hörsysteme und Hörsystemzubehör nach Abzug von Skonti, Rabatten und anderen vergleichbaren Beträgen.

(33) Personalaufwand

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Löhne und Gehälter 727.069 640.863
Soziale Abgaben und Altersversorgung 138.805 121.107
865.874 761.970
davon Rentenversicherungsbeiträge 1 69.547 62.497

Im Berichtsjahr wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Lohnkosten- und Sozialversicherungserstattungen in Höhe von Tsd. € 168 (Vorjahr: Tsd. € 2.720) gewährt, welche mit dem Personalaufwand verrechnet worden sind. Diese sind als öffentliche Zuwendung gemäß IAS 20 anzusehen (Vorjahr: Tsd. € 1.012).

1 In den Rentenversicherungsbeiträgen 2023 ist ein Betrag in Höhe von Mio. € 9,8 (Vorjahr: Mio. € 6,9) enthalten, der auf die in Spanien gemeinsam zu entrichtenden und nicht aufzuschlüsselnden Arbeitgeberbeiträge für die Kranken- und Rentenversicherung entfällt.

Im Rahmen der in Deutschland gesetzlichen Leistungen zur Vermögensbildung (VWL) wird den Mitarbeitern regelmäßig einmal im Jahr das Angebot unterbreitet, diese Leistungen in Fielmann-Aktien anzulegen. Am 26. August 2023 (Vorjahr: 10. August 2022) wurden jedem Mitarbeiter 10 Aktien (Vorjahr: 10 Aktien) zum Preis von € 43,44 (Vorjahr: € 37,24) mit einer Ausübungsfrist bis zum 31. Oktober 2023 (Vorjahr: 31. Oktober 2022) angeboten. Der gewichtete Durchschnittskurs für diesen Zeitraum betrug € 41,90 (Vorjahr: € 33,48). Diese Offerte wurde von 5.988 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.073 Mitarbeitern) wahrgenommen. Somit wurden 59.880 Aktien (Vorjahr: 60.730 Aktien) an die Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag bestehen damit keine offenen Positionen zum Bezug von Aktien.

Im Konzern wurden gemäß IFRS 2 Tsd. € 2.601 (Vorjahr: Tsd. € 2.262) als Aufwand für die vermögenswirksamen Leistungen in Aktien erfasst. Kursgewinne bzw. -verluste aus dem Abgang eigener Aktien werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Darüber hinaus erhielten im Geschäftsjahr Mitarbeiter in den Niederlassungen insgesamt 8.134 Aktien (Vorjahr: 9.439 Aktien) aus einem leistungsorientierten Prämienprogramm im Sinne von IFRS 2. Die Mitarbeiter erlangen unmittelbar im Gewährungszeitpunkt einen Anspruch auf die Aktien. Die Ausgabe an die Mitarbeiter erfolgt kurzfristig. Der Gesamtaufwand belief sich auf Tsd. € 523 (Vorjahr: Tsd. € 449). Mit diesem Programm werden insbesondere Elemente der Fielmann-Philosophie wie die Kundenzufriedenheit belohnt.

(34) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die folgenden Positionen:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Raumkosten 54.556 41.844
Verkaufsförderung und Distribution 77.060 84.034
Sonstige Personalkosten 29.619 19.658
Verwaltung 148.233 137.702
Sonstiges 18.139 15.076
327.607 298.314

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten der Verwaltung und Organisation, Werbeaufwendungen, Raumkosten sowie Aufwendungen für Weiterbildung und freiwillige soziale Aufwendungen. Unter "Sonstiges" sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 8.040 (Vorjahr: Tsd. € 7.117) enthalten. Dem stehen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 7.117 (Vorjahr: Tsd. € 4.836) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind (siehe auch Textziffer (31)).

(35) Abschreibungen

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 101.635 95.893
Immaterielle Vermögenswerte 23.619 22.470
Sachanlagen inkl. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 70.907 61.596
Übrige Finanzanlagen 82
Übrige Abschreibungen 94.608 84.066
196.243 179.959

Die im Berichtsjahr und im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigungen werden in der Textziffern (44) erläutert.

(36) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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Aufwendungen Erträge Saldo
in Tsd. € 2023 2022 2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Ergebnis aus Geld- und Kapitalanlagen -528 -865 857 959 329 94
Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen -23.220 -7.353 3.093 7.371 -20.127 18
Zinsergebnis -23.748 -8.218 3.950 8.330 -19.798 112
Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen -296 688 -296 688
Finanzergebnis -24.044 -8.218 3.950 9.018 -20.094 800

Das Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen resultiert insbesondere aus der Anwendung des Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (siehe Textziffer (23)) sowie aus der Folgebewertung der Put- und Call-Optionen zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Óptica del Penedés, S.L. und der übrigen 8,75 Prozent der Anteile der Gesellschaft Ocumeda AG (siehe Textziffer (28)).

Für nähere Angaben zum Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen wird auf Textziffer (5) des Anhangs verwiesen.

(37) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Laufender Ertragsteueraufwand Deutschland 57.932 50.268
Laufender Ertragsteueraufwand Ausland 13.691 11.720
Laufender Ertragsteueraufwand 71.623 61.988
Latenter Steuerertrag/​-aufwand Deutschland -5.407 -6.137
Latenter Steuerertrag/​-aufwand Ausland -3.140 -5.214
Latenter Steuerertrag/​-aufwand -8.547 -11.351
Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 63.076 50.637

Im laufenden Ertragsteueraufwand werden Gewerbe- und Körperschaftsteuern sowie äquivalente Landessteuern der einbezogenen Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 71.623 (Vorjahr: Tsd. € 61.988) ausgewiesen, davon ein Steueraufwand in Höhe von Tsd. € Tsd. € 223 (Vorjahr: Tsd. € Tsd. € 402) für periodenfremde Steuern. Der laufende Ertragsteueraufwand der Einzelgesellschaften des Konzerns minderte sich durch Nutzung von Verlustvorträgen um Tsd. € 1.403 (Vorjahr: Tsd. € 264).

Der latente Steuerertrag im Konzern in Höhe von Tsd. € 8.547 (Vorjahr: Tsd. € 11.351) resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Veränderung von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen. Nähere Angaben finden sich in Textziffer (40) des Anhangs.

Die Fielmann-Gruppe fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen des Pillar 2. Die Pillar 2 Gesetzgebung wurde in Deutschland, der Jurisdiktion, in der die Fielmann Group AG ansässig ist, im Rahmen des Mindeststeuergesetzes beschlossen und ist zum 28.12.2023 in Kraft getreten. Da die Pillar 2 Gesetzgebung erstmals für Geschäftsjahre nach dem 30.12.2023 gilt, unterliegt die Fielmann Group AG dahingehend keiner Steuerbelastung. Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung über die Auswirkung der Pillar 2 Gesetzgebung zu treffen. Diese Analyse gibt auf Basis der Daten für die Berichtszeiträume 2022 und 2023 keinen Anlass, von einer Pillar 2 Steuerbelastung der Fielmann-Gruppe in der kommenden Berichtsperiode auszugehen. Aufgrund der Komplexität der beschlossenen Regelungen und der dynamischen Geschäftsentwicklung, sind die darüber hinaus gehenden quantitativen Folgen noch nicht abschließend abschätzbar.

(38) Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich folgendermaßen:

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Jahresüberschuss 130.640 109.735
Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse -2.996 -6.077
Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind 127.644 103.658
Anzahl Aktien in Tsd. Stück 83.994 83.999
Ergebnis je Aktie in € (verwässert/​unverwässert) 1,52 1,23

Verwässernde Effekte liegen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vor.

(39) Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse

Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen betragen Tsd. € 3.159 (Vorjahr: Tsd. € 6.413). Anteile am Verlust bestehen in Höhe von Tsd. € 163 (Vorjahr: Tsd. € 336). Der Anteil anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen.

(40) Latente Steuern

In den passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 61.119 (Vorjahr: Tsd. € 45.446) ist ein Betrag von Tsd. € 53.268 (Vorjahr: Tsd. € 34.308) im Wesentlichen aus der Aktivierung von Marken sowie Kundenstämmen im Rahmen der Anteilserwerbe an den ausländischen Tochtergesellschaften im abgelaufenen sowie den vorangegangenen Berichtsjahren enthalten. Die im Berichtsjahr erfolgsneutral gebuchten latenten Steuern in Höhe von Tsd. € 21.028 entfallen im Wesentlichen auf passive latente Steuern im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben der SVS Vision Inc. Tsd. € 16.151 und der Eyevious Style Inc. Tsd. € 3.113 (siehe auch III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erhöhten sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Jahresergebnisse bzw. Ertragsprognosen um Tsd. € 654 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 5.970). Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen Beträge in Höhe von Tsd. € 5.708 (Vorjahr: Tsd. € 12.077) auf Gesellschaften, die sich aktuell in einer Verlustsituation befinden. Der Ansatz erfolgte aufgrund positiver Ertragsprognosen und unter Berücksichtigung von zur Verrechnung zur Verfügung stehenden zu versteuernden temporären Differenzen. Positive Ertragsprognosen ergeben sich aus der individuell zugrunde gelegten Steuerplanung und sind auch durch den Impairment-Test dieser Einheiten belegt.

Auf Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 104.832 (Vorjahr: Tsd. € 81.537) wurden keine aktiven latenten Steuerposten angesetzt, da eine Nutzung nicht absehbar ist. Hierin enthalten sind Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 2.332 (Vorjahr: Tsd. € 0), die wegen Zeitablaufs verfallen werden.

Des Weiteren sind latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Einzelbilanzen, Einbringungsvorgängen im Konzern und der Zwischengewinneliminierung enthalten. Eine Realisierung von aktiven latenten Steuern im Verlauf der kommenden zwölf Monate wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 14.542 (Vorjahr: Tsd. € 9.888) erfolgen, bei passiven latenten Steuern ist eine Realisierung in Höhe von Tsd. € 6.478 (Vorjahr: Tsd. € 4.491) zu erwarten.

Die latenten Steuern teilen sich wie folgt auf:

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31.12.2023 31.12.2022
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
--- --- --- --- ---
Latente Steuern Aktiv Passiv Aktiv Passiv
--- --- --- --- ---
a) auf abzugsfähige Differenzen
- aus Einzelabschluss 7.426 1.971 4.993 3.563
- aus Handelsbilanz II 151.310 148.122 142.952 138.974
- aus Konsolidierung 2.593 53.886 1.968 36.891
b) auf Verlustvorträge 13.094 12.440
174.423 203.979 162.353 179.428
Überleitung auf den Bilanzausweis
Saldierungseffekt gemäß IAS 12.71 ff. -149.196 -149.196 -141.731 -141.731
Latente Steueransprüche und Verbindlichkeiten gemäß Bilanz 25.227 54.783 20.622 37.697

Die latenten Steuern sind folgenden Bereichen zuzurechnen:

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31.12.2023 31.12.2022
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
--- --- --- --- ---
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.387 61.119 1.905 45.446
Sachanlagen 3.167 208 4.036 133
Finanzanlagen 496 665 167 170
Nutzungsrechte sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 135.439 133.257 128.179 125.896
Vorräte 12.915 3.832 10.712 2.532
Nicht finanzielle Vermögenswerte 2.218 2.086
Rückstellungen 7.133 1.768 4.616 1.831
Outside Basis Differences 284 666
Verlustvorträge 13.094 12.440
Sonderposten mit Rücklageanteil 628 668
Übrige 792 298
174.423 203.979 162.353 179.428
Überleitung auf den Bilanzausweis
Effekt aus der Saldierung gemäß IAS 12.71 ff. -149.196 -149.196 -141.731 -141.731
Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten gemäß Bilanz 25.227 54.783 20.622 37.697

Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich wie folgt dar:

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Steuerliche Überleitungsrechnung gemäß IAS 12 2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Ergebnis vor Ertragsteuern 193.716 160.372
Anzuwendender Steuersatz 30,7% 30,7%
Erwarteter Steueraufwand 59.471 49.234
Effekt aus Steuersatzdifferenzen Ausland -4.356 -3.296
Effekt aus Steuersatzänderungen Ausland
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage
Körperschaftsteuerfreie Ergebnisanteile Dritter -566 -623
Nichtabziehbare Aufwendungen 1.064 772
Sonstige steuerfreie Erträge -120 -122
Gewerbesteuerliche Freibeträge und andere Korrekturen 1.145 1.084
nicht angesetzte und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge der aktuellen Periode 5.350 3.922
Steuereffekt aus Impairment Geschäfts oder Firmenwert -88 377
Veränderung permanente Differenzen 1.410 -418
Aperiodische Effekte -432 -490
Sonstige 198 197
Gesamtsteueraufwand Konzern 63.076 50.637

Die Parameter für die Berechnung des für 2023 zu erwartenden Steuersatzes von 30,7 Prozent sind eine durchschnittliche Gewerbesteuer (14,9 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 425 Prozent) und die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (15,8 Prozent). Die Parameter sind gegenüber 2022 unverändert.

Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit einer Realisierung innerhalb von zwölf Monaten zu rechnen ist. Für geplante Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von Tsd. € 18.498 (Vorjahr: Tsd. € 43.368) besteht bei einer Bemessungsgrundlage von 5 Prozent (§ 8b KStG) eine passive Steuerlatenz in Höhe von Tsd. € 284 (Vorjahr: Tsd. € 665).

Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag weitere "Outside Basis Differences" in Höhe von Tsd. € 7.378 (Vorjahr: Tsd. € 6.869). Mit einer Realisierung ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen, so dass der Ansatz einer passiven Steuerlatenz gemäß IAS 12.39 nicht infrage kommt.

(41) Gesamtergebnisrechnung

Auf das Sonstige Ergebnis entfällt ein latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 172 (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 562), der insbesondere aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 resultiert.

(42) Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Vom Eigenkapital werden eigene Anteile in Höhe von Tsd. € 283 (Vorjahr: Tsd. € 56) abgesetzt. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen für Ausschüttungen an die Gesellschafter ausschüttungsfähige Gewinnrücklagen der Fielmann Group AG in Höhe von Tsd. € 586.229 (Vorjahr: Tsd. € 555.865) und der Bilanzgewinn (Tsd. € 84.000, Vorjahr: Tsd. € 63.000) der Fielmann Group AG zur Verfügung.

Die Ausschüttungen im Geschäftsjahr in Höhe von Tsd. € 62.986 (ohne Dividende für eigene Aktien; Vorjahr: Tsd. € 125.979) basierten auf einer Dividende von € 1,00 (Vorjahr: € 0,75).

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals aus dem sonstigen Ergebnis resultieren aus dem Währungsausgleichsposten sowie aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten insbesondere aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19. Auf die Bewertung entfällt insgesamt ein latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 599 (Vorjahr: Tsd. € 426).

Die Anteile Dritter am Eigenkapital werden, soweit sie Anteile Dritter an Personengesellschaften betreffen, gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapitalspiegel offen ausgewiesen (siehe auch Textziffern (19), (25), (28)).

(43) Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern

Die Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von Tsd. € 58.926 (Vorjahr: Tsd. € 51.249) resultieren vollständig aus liquiden Mittel.

Wesentliche Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der liquiden Mittel bestehen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.

Die Zusammensetzung des Finanzvermögens stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Veränderung

Tsd. €
Liquide Mittel 58.926 51.249 7.677
Zahlungsmittel und Äquivalente 58.926 51.249 7.677
Langfristige Finanzanlagen 8.066 9.032 -966
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.683 16.588 -10.905
Finanzanlagen mit fester Endfälligkeit über drei Monate 22.908 98.618 -75.710
Finanzvermögen 95.583 175.487 -79.904

Bezüglich der näheren Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Finanzvermögens wird auf Textziffer (28) verwiesen.

In der Kapitalflussrechnung wurde für das Vorjahr eine Ausweiskorrektur gemäß IAS 8 vorgenommen. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. € 24.525, die im Geschäftsjahr 2022 in Anspruch genommen wurden, waren im Geschäftsbericht 2022 in der Zeile "Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" ausgewiesen und wurden für die diesjährige Darstellung in die Zeile "Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten" umgegliedert.

Zudem wurden im Vorjahr die gezahlten Zinsen im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen und dieses Jahr in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert. Die Umgliederung des Vorjahres betrifft einen Betrag von Tsd. € 1.415. Der Zinsanteil an den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen wurde außerdem aus der Zeile "Tilgungsanteil Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen" in die Zeile "gezahlte Zinsen" umgegliedert. Die Umgliederung des Vorjahres betrifft einen Betrag in Höhe von Tsd. € 6.486.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellt sich wie folgt dar:

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Bilanz zum 01.01.2023

Tsd. €
Nettozahlungen /​Einzahlungen in der Periode

Tsd. €
IFRS 16 Leasingverträge

Tsd. €
Zeitwertänderungen

Tsd. €
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 61.012 71 -3.118
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 24.612 46.997 1 -2.447
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 480.451 -107.013 2 146.311
Gesamt 566.075 -59.945 146.311 -5.565

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Umgliederung innerhalb der Finanzverbindlichkeiten

Tsd. €
Wärungskurseffekte

Tsd. €
--- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten -51.735
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 56.232
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -513
Gesamt 4.497 -513

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Sonstige

Tsd. €
Bilanz zum 31.12.2023

Tsd. €
--- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 725 6.955
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 785 126.180
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 519.236
Gesamt 1.511 652.371

1 Enthält Zinszahlungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Tsd. € 528.

2 Enthält Zinszahlungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 13.103.

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Bilanz zum 01.01.2022

Tsd. €
Nettozahlungen /​Einzahlungen in der Periode

Tsd. €
IFRS 16 Leasingverträge

Tsd. €
Zeitwertänderungen

Tsd. €
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 62.741 -185 -5.597
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 135 24.525 1
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 457.351 -97.381 2 120.969
Gesamt 520.227 -73.041 120.969 -5.597

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Umgliederung innerhalb der Finanzverbindlichkeiten

Tsd. €
Wärungskurseffekte

Tsd. €
--- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -488
Gesamt 0 -488

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Sonstige

Tsd. €
Bilanz zum 31.12.2022

Tsd. €
--- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.053 61.012
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -48 24.612
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 480.451
Gesamt 4.005 566.075

1 Enthält Zinszahlungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Tsd. € 276.

2 Enthält Zinszahlungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 6.486.

(44) Segmentberichterstattung

Entsprechend der regional gegliederten internen Berichtsstruktur wurde die Segmentierung nach geografischen Regionen vorgenommen, in denen die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns angeboten und erbracht werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Segmentinformationen entsprechen den unter Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" erläuterten Konzern-Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Neben den separat ausgewiesenen Segmenten Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien und Nordamerika werden insbesondere die Regionen Belarus, Belgien, China, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Slowenien, Tschechien und Ukraine im Segment Übrige zusammengefasst. Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns unterscheiden sich zwischen den Segmenten nicht wesentlich.

Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten unterliegen keiner gesonderten Bewertung, da es sich um handelsrechtliche Vorgänge zu marktgerechten Konditionen handelt.

Dem Segment Österreich wurden im Rahmen der Nulltarif-Versicherung der Anzahl der aktiven Versicherungen entsprechende Ergebnisse in Höhe von Tsd. € 5.537 (Vorjahr: Tsd. € 5.513) zugerechnet. Handelsrechtlich werden diese im Segment Deutschland erfasst.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests für einzelne CGUs erfasst. Die Abschreibungen verteilen sich wie folgt:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Immaterielle Vermögenswerte 10 1.929
Sachanlagen 7.783 2.748
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 2.470 4.077
10.263 8.754

Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen erfolgt unter den übrigen Abschreibungen sowie unter den Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und verteilt sich entsprechend der geografischen Lage der Niederlassungen auf die Segmente wie folgt:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Deutschland 263
Schweiz 1.993 685
Österreich 3.128
Übrige 8.007 4.941
10.263 8.754

Im Berichtsjahr wurden aufgrund nachhaltig höherer Cashflows in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen wieder zugeschrieben. Diese Wertaufholungen verteilen sich wie folgt:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Immaterielle Vermögenswerte 2.352 97
Sachanlagen 2.481 485
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 2.955 1.157
7.788 1.739

Der Ausweis der Wertaufholungen erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und verteilt sich entsprechend der geografischen Lage der Niederlassungen auf die Segmente wie folgt:

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31.12.2023

Tsd. €
31.12.2022

Tsd. €
Deutschland 792
Schweiz 685 691
Österreich 781
Übrige 5.530 1.048
7.788 1.739

Die Vorsteuerergebnisse in den Segmenten sind bereinigt um die Beteiligungsergebnisse, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Zuordnung des langfristigen Segmentvermögens zu geographischen Regionen erfolgt auf das Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft und entspricht der Bilanzsumme der langfristigen Vermögenswerte abzüglich Finanzinstrumenten und latenter Steueransprüche.

Wegen der intensiven konzerninternen Verflechtungen durch die Großhandelsfunktion der Fielmann Group AG und das Cash-Pooling wird das Segmentvermögen mit seinem Anteil an dem konsolidierten Konzernwert angegeben. Ein Überleitungswert entsteht somit nicht. Zinsaufwendungen und -erträge werden den Segmenten zugeordnet, die betreffenden Schulden nicht.

Durch die Deckung der Segmente mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Konzerns und der Verwendung der Ergebnisgrößen nach IFRS stellen die Überleitungswerte lediglich die konzerninterne Verrechnung dar.

Eine Aufteilung der Konzernumsätze in Produktgruppen erfolgte nicht, da die Augenoptik nahezu unverändert mit 90 Prozent zum Umsatz beiträgt.

V. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Angabe der Gesamtbezüge und Vorschüsse

Herr Marc Fielmann, Vorstandsvorsitzender der Fielmann Group AG ist als Mitglied des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens als nahestehende Personen definiert. Herr Günther Fielmann hielt bzw. kontrollierte die Mehrheit der Aktien der Fielmann Group AG unmittelbar oder mittelbar über die Fielmann Familienstiftung zum 31. Dezember 2023 und wird daher als sonstige nahestehende Person klassifiziert. Herr Marc Fielmann wurde im Jahr 2019 in die Geschäftsführung der INTEROPTIK-Verwaltungs-GmbH sowie in den Vorstand der KORVA SE berufen. Die Korva SE ist gemäß IAS 24 als Mutterunternehmen einzustufen, während die INTEROPTIK-Verwaltungs-GmbH als mittelbares Mutterunternehmen den sonstigen nahestehenden Unternehmen zugeordnet wurde.

Neben den Bezügen für die Tätigkeit als Vorstand und der Zahlung der Dividende für die von ihnen direkt oder indirekt gehaltenen Aktien sind außer den im Folgenden dargestellten keine weiteren Zahlungen an Herrn Günther Fielmann und Herrn Marc Fielmann direkt geleistet worden.

Darüber hinaus sind Herr Günther Fielmann und Herr Marc Fielmann an den folgenden Gesellschaften, die aus Sicht der Fielmann Group AG als assoziierte Unternehmen einzustufen sind, mittelbar oder unmittelbar beteiligt bzw. üben über diese Kontrolle aus:

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KORVA SE (Tochtergesellschaft der Fielmann Familienstiftung und der fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co.)
fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co.
MPA Pharma GmbH
Hof Lütjensee-Hofladen GmbH & Co. oHG
diverse Immobilienverwaltungsgesellschaften
Sonstige

Die Fielmann Group AG und ihre Konzerngesellschaften haben im Geschäftsjahr 2023 und dem Vorjahr Lieferungen und Dienstleistungen bezogen und erbracht sowie Räumlichkeiten angemietet und vermietet. Bei der Nutzung von Flächen durch Konzerngesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um 23 Niederlassungen (Vorjahr: 24 Niederlassungen). Die entsprechenden Kauf- oder Mietverträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Sämtliche Leistungsbeziehungen wurden im Rahmen der üblichen Zahlungsziele (in der Regel 30 Tage) beglichen.

Die nachstehend aufgeführten Geschäftsvorfälle entfallen im Wesentlichen auf Waren- und Leistungsaustausch mit der Fielmann Group AG.

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2023 2022
in Tsd. € Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfange Lieferungen und Leistungen Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfange Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Mutterunternehmen 0 0 0 0
Assoziierte Unternehmen 526 3.231 704 3.225
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens 5 0 9 0
sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 290 18 280 18

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2023 2022
in Tsd. € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber
--- --- --- --- ---
Mutterunternehmen 0 0 0 0
Assoziierte Unternehmen 79 8 295 27
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens 0 0 11 0
sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 0 0 8 48

Weiterhin gelten Aufsichtsrat und Vorstand als sonstige nahestehende Personen.

Die den Vorstandsmitgliedern für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährte Vergütung besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Zu den festen Vergütungsbestandteilen gehören die Festvergütung sowie übliche Nebenleistungen (private Nutzungsmöglichkeit des Dienst-PKW, Prämie einer Gruppenunfallversicherung). Die variable Vergütung gliedert sich in den am kurzfristigen Erfolg des Fielmann-Konzerns orientierten einjährigen STI und den am langfristigen Erfolg des Fielmann-Konzerns orientierten dreijährigen LTI. STI und LTI enthalten finanzielle und nichtfinanzielle Leistungskriterien, die sich neben operativen an strategischen Zielsetzungen orientieren. Grundlage für die Berechnung des STI und des LTI ist ein für jedes Vorstandsmitglied festgelegter individueller Prozentsatz des bereinigten Jahresüberschusses des Fielmann-Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr, welcher über den Korrekturfaktor der Kundenzufriedenheit bewertet und ggf. angepasst wird. Für den STI erfolgt eine Gewichtung des bereinigten Jahresüberschusses des Fielmann-Konzerns mit 70 Prozent, für den LTI eine Gewichtung mit 30 Prozent.

Für die Vergütung des Vorstands wurde ein Betrag in Höhe von Tsd. € 3.919 (Vorjahr: Tsd. € 3.321) zurückgestellt.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus festen Vergütungsbestandteilen und beinhaltet neben dem Ersatz von Auslagen eine Basisvergütung, eine Vergütung für Ausschusstätigkeit sowie Ausschusssitzungsgelder.

Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (key management personnel compensation) (IAS 24)

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Vorstandsmitglieder 2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
kurzfristig fällige Leistungen 5.546 4.880
davon Festvergütung 2.835 2.646
Nebenleistungen 73 65
STI 2.638 2.169
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
andere langfristig fällige Leistungen 1.329 1.041
davon LTI für das Berichtsjahr 1.130 929
Offene Rückstellungen aus Vorjahren 199 112
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
anteilsbasierte Vergütungen 0 0
Gesamt 6.875 5.921

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Aufsichtsratsmitglieder 2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
kurzfristig fällige Leistungen 878 870
davon Basisvergütung 740 740
Vergütung für Ausschusstätigkeit 88 88
Ausschusssitzungsgelder 45 37
Auslagenersatz 5 5
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
andere langfristig fällige Leistungen 0 0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
anteilsbasierte Vergütungen 0 0
Gesamt 878 870

Im Geschäftsjahr gewährte Gesamtbezüge und Vorschüsse (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB)

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2023

Tsd. €
2022

Tsd. €
Im Geschäftsjahr tätige Vorstandsmitglieder (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) HGB) 6.720 4.880
Im Geschäftsjahr tätige Aufsichtsratsmitglieder (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) HGB) 878 870
Ehemalige Vorstandsmitglieder (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. b) HGB) 244 226
Für ehemalige Vorstandsmitglieder gebildete Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. b) S. 3 HGB 5.541 5.640
Gewährte Vorschüsse (erhaltene LTI-Vorauszahlung) (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. c) HGB) 786 1.062

VI. Sonstige Angaben

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Mitarbeiter zum Stichtag Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- ---
Mitarbeiter (ohne Auszubildende) 19.354 18.524 19.011 18.072
davon
- Mitarbeiter Deutschland 13.387 13.415 13.380 13.298
- Mitarbeiter Schweiz 1.189 1.245 1.208 1.229
- Mitarbeiter Österreich 654 632 655 638
- Mitarbeiter Spanien 1.658 1.518 1.640 1.247
- Mitarbeiter Nordamerika 653 334
- Mitarbeiter Übrige 1.813 1.714 1.794 1.660
Auszubildende 4.058 4.107 3.963 4.064
Mitarbeiter gesamt 23.412 22.631 22.974 22.136
Mitarbeiter, umgerechnet als Vollzeitkräfte 17.317 16.681 17.001 16.235

Honoraraufwand für den Abschlussprüfer

Der Honoraraufwand für Abschlussprüfungsleistungen der PwC GmbH WPG für das Geschäftsjahr 2023 beträgt Tsd. € 1.050. Das Honorar betraf vor allem die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses nebst Lagebericht des Mutterunternehmens und des Konzerns sowie gesetzliche bzw. mit dem Aufsichtsrat vereinbarte Prüfungsschwerpunkte. Auf Netzwerkgesellschaften des PwC-Netzwerks entfallen weitere Tsd. € 364 für Abschlussprüfungsleistungen, die im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses und für die Prüfung lokaler Abschlüsse erbracht wurden, sowie Tsd. € 41 steuerliche Beratungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr nicht erbracht.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann-group.com abzurufen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

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Marc Fielmann Vorstandsvorsitzender, Strategie, IT 1 , Category Management & Einkauf Hamburg
Steffen Bätjer Finanzen 4 , Controlling 3 , Recht 4 , Compliance 4 Hamburg
Katja Groß Personal & Organisation, Digital & IT 2 , Produktion & Logistik 4 Hamburg
Dr. Bastian Körber Vertrieb, Marketing, Controlling 5 , Expansion, Immobilien 3 Hamburg
Georg Alexander Zeiss 6, 7 Finanzen, Immobilien 5 , Recht/​Compliance, Produktion & Logistik Ahrensburg

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

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Prof. Dr. Mark K. Binz (Aufsichtsratsvorsitzender) Rechtsanwalt, Binz & Partner Stuttgart 8, 9, 10, 11
Hans-Georg Frey Unternehmensberater Hanstedt 8, 11
Carolina Müller-Möhl Verwaltungsratspräsidentin, Müller-Möhl Group Zürich, (CH) 9
Hans Joachim Oltersdorf 6 Generalbevollmächtigter, MPA Pharma GmbH Rellingen 8, 10, 11
Marie-Christine Ostermann Geschäftsführende Gesellschafterin, Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG Hamm
Pier Paolo Righi CEO & President, Karl Lagerfeld International B.V. Amsterdam, (NL) 11
Sarna Marie Elisabeth Röser Mitglied der Geschäftsleitung der FAIR VC GmbH Mundelsheim
Hans-Otto Schrader Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen Hamburg 6

Vertreter der Arbeitnehmer

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Ralf Greve (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) Referent Personalentwicklung, Fielmann Group AG Hamburg 8, 9, 10
Heiko Diekhöner Regionalleiter, Fielmann Group AG Hamburg
Sieglinde Frieß Stellv. Landesleitung & Tarifkoordination, ver.di Hamburg
Jana Furcht Augenoptikermeisterin, Fielmann AG & Co. OHG München 8
Nathalie Hintz Regionalleiterin, Fielmann Group AG Hamburg 8
Frank Schmiedecke Augenoptikermeister, Fielmann AG & Co. Rathaus OHG Hamburg
Frank Schreckenberg Gewerkschaftssekretär, ver.di Berlin
Mathias Thürnau Abteilungsleiter Sales Support, Fielmann Group AG Hamburg 9

1 Bis 31.3.2024

2 Seit 1.4.2024

3 Seit 15.8.2023

4 Seit 1.1.2024

5 Bis 14.8.2023

6 Bis 31.12.2023

7 Seit 6.3.2024 Aufsichtsrat und Mitglied im Prüfungsausschuss und Personalausschuss

8 Mitglied im Personalausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz

9 Mitglied im Vermittlungsausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz

10 Mitglied im Prüfungsausschuss, Vorsitzender: Hans Joachim Oltersdorf 6

11 Mitglied im Nominierungsausschuss

Die Vorstände sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig

Georg Alexander Zeiss 5

Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Hettich Holding GmbH & Co. oHG, Kirchlengern 4

Die Aufsichtsratsmitglieder sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig

Hans-Georg Frey

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gottfried Schultz Automobilhandels SE, Ratingen 3

Vorsitzender des Verwaltungsrates der Blanc & Fischer Familienholding GmbH, Oberderdingen 4

Président du Conseil der Rail Capital Europe Investment Société par action

simplifiée, St. Ouen sur Seine, Frankreich 4

Beirat der HOYER GmbH, Hamburg 4

Pier Paolo Righi

Mitglied des Beirates der Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 4

Hans-Otto Schrader

Vorsitzender der Otto AG für Beteiligungen, Hamburg 3

Mitglied des Gesellschafterrats der Otto GmbH & Co KG, Hamburg 4

Mitglied des Aufsichtsrates der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg 4

Mitglied des Aufsichtsrates der GSV Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg 3

Mitglied des Beirates der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau 4

Mitglied des Präsidiums der Pfeifer & Langen Industrie- und Handels-KG, Köln 4

Sieglinde Frieß

Mitglied des Aufsichtsrates der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg 3

Frank Schreckenberg

Mitglied des Beirats der Smurfit kappa Deutschland GmbH, Hamburg 4

3 Mitglied eines gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrats

4 Mitglied eines vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremiums von Wirtschaftsunternehmen

5 Vorstand bis 31.12.2023

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2023

sowie Darstellung der Gesellschaften, welche die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen

Verwaltungs-, Beteiligungs- und Dienstleistungsunternehmen

Konzernanteile am Kapital in Prozent

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Name Sitz 1 Anteil
2518082 Alberta Inc. 7 Calgary, Canada 100
Eyevious Style Incorporated 8 Calgary, Canada 100
SVS Vision Holding II Company 9 Delaware, USA 100
Baur Optik Geschäftsführungs-AG Donauwörth 100
Fielmann USA Inc. (vormals RIVALTO 1280 INC.) Dover, USA 100
BRO Beteiligungs GmbH 11 Hamburg 100
CM Stadtentwicklung GmbH & Co. KG Hamburg 51
CM Stadtentwicklung Verwaltungs GmbH Hamburg 51
Fielmann Augenoptik GmbH & Co. Luxemburg KG Hamburg 62,76
Fielmann Augenoptik GmbH Hamburg 100
Exklusiv Optiker GmbH Hamburg 100
Fielmann Finanzservice GmbH Hamburg 100
Fielmann Ventures GmbH Hamburg 100
Fielmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Hamburg 100
HID Hamburger Immobiliendienste GmbH Hamburg 100
Oaktree Technologies GmbH Hamburg 100
opt-invest GmbH & Co. OHG 2,3 Hamburg 100
opt-Invest Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Hamburg 100
Optik Klüttermann Verwaltungs GmbH Hamburg 100
ROKKU Designstudio GmbH Hamburg 100
RA-Optika Kiev, Ukraine 100
Optik Hess GmbH Köln-Dellbrück 100
Okulistika Clarus d.o.o. Ljubljana, Slowenien 70
Fielmann Ltd. London, Großbritannien 100
Single Vision Solution, Inc. 9 Mount Clemens, USA 100
SVS Real Estate, LLC. 9 Mount Clemens, USA 100
SVS Vision Holding Company 9 Mount Clemens, USA 100
Ocumeda GmbH 6 München 90
Fielmann Holding B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
FIELMANN S.A.S. (bis 24.10.2023) 12 Paris, Frankreich 100
Fielmann Akademie Schloss Plön, gemeinnützige Bildungsstätte der Augenoptik GmbH 2 Plön 100
Fielmann Schloss Plön Hotel- und Catering GmbH Plön 100
Fielmann Ecom Services GmbH Rathenow 100
Fielmann Group Manufacturing & Logistics GmbH Rathenow 100
Löchte-Optik GmbH Rheine 100
Ocumeda AG 6 Riedt b. Erlen, Schweiz 90

Produktions- und Handelsgesellschaften

Konzernanteile am Kapital in Prozent

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Name Sitz 1 Anteil
Elaboria, S.L. Bilbao, Spanien 100
Medop, S.A. Bilbao, Spanien 100
Fielmann Chomutov s.r.o. Chomutov, Tschechien 100
TiLan Optical Co., Ltd. Danyang, Jiangsu, China 60
e-com optics GmbH Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Service KG Rathenow 100
fielmann Modebrillen Rathenow AG & Co. KG Rathenow 100
Rathenower Optik GmbH 3 Rathenow 100
Eye Style of America Ltd. 8 Wilmington, USA 100

Verkaufsgesellschaften

Konzernanteile am Kapital in Prozent

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Name Sitz 1 Anteil
Fielmann AG & Co. am Kugelbrunnen KG Aachen 100
Fielmann AG & Co. OHG Aalen 100
Fielmann AG & Co. OHG Achern 100
Fielmann AG & Co. OHG Achim 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Ahaus 100
Fielmann AG & Co. OHG Ahlen 100

Der angegebene Konzernanteil am Kapital bezieht sich auf unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Fielmann Group AG. Sämtliche in der nachfolgenden Tabelle dargestellten inländischen Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften bzw. gemäß § 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts.

Verkaufsgesellschaften

Konzernanteile am Kapital in Prozent

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Name Sitz 1 Anteil
Fielmann AG & Co. OHG Ahrensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Albstadt-Ebingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Alsfeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Altenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Alzey 100
Fielmann AG & Co. OHG Amberg 100
(vormals Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. oHG Andernach 100
Fielmann AG & Co. OHG Annaberg-Buchholz 100
Fielmann AG & Co. KG Ansbach 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Arnsberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Arnstadt 100
Fielmann AG & Co. City Galerie OHG Aschaffenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Aschaffenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Aschersleben 100
Fielmann AG & Co. KG Aue 100
Fielmann AG & Co. OHG Auerbach/​Vogtland 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Augsburg 100
Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie Augsburg 100
Fielmann AG & Co. KG Aurich 100
Fielmann AG & Co. OHG Backnang 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Dürkheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Hersfeld 100
Fielmann AG & Co. KG Bad Homburg 100
(vormals Fielmann AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. OHG Bad Kissingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Kreuznach 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Mergentheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Neuenahr-Ahrweiler 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Neustadt/​Saale 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Oeynhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Oldesloe 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Reichenhall 100
Fielmann AG & Co. KG Bad Säckingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Salzuflen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Saulgau 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Segeberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Tölz 100
Fielmann AG & Co. OHG Baden-Baden 100
Ibervisión Servicios Ópticos, S.L. Bilbao, Spanien 100
Fielmann AG & Co. KG Balingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bamberg 100
Óptica del Penedés, S.L. Barcelona, Spanien 80
Fielmann AG & Co. OHG Barsinghausen 100
Fielmann AG Basel, Schweiz 100
Pro-optik AG Basel, Schweiz 100
Fielmann AG & Co. KG Bautzen 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Bayreuth 100
Fielmann AG & Co. OHG Beckum 100
Fielmann AG & Co. OHG Bensheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bergheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bergisch Gladbach 100
Fielmann AG & Co. Berlin-Hellersdorf KG Berlin 100
(vormals Fielmann AG & Co. Berlin-Hellersdorf OHG)
Fielmann AG & Co. Berlin-Zehlendorf KG Berlin 100
(vormals Fielmann AG & Co. Berlin-Zehlendorf OHG)
Fielmann AG & Co. Friedrichshagen OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Friedrichshain OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Gesundbrunnen Center KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Gropius Passagen OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. im Alexa KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Schöneberg KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Kreuzberg KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Linden-Center OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Märkisches Zentrum KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Marzahn OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Moabit KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Neukölln KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. oHG Tegel Berlin 100
Fielmann AG & Co. Pankow OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Prenzlauer Berg OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Schöneweide OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Spandau OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Steglitz OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Tempelhof OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Treptow OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Weißensee OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Westend OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Wilmersdorf KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. OHG Bernau 100
Fielmann AG & Co. OHG Bernburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Biberach an der Riß 100
Fielmann AG & Co. Jahnplatz OHG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. Brackwede KG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Bietigheim-Bissingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bingen am Rhein 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Bitburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Bitterfeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Böblingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bocholt 100
Fielmann AG & Co. OHG Bochum 100
Fielmann AG & Co. Wattenscheid KG Bochum 100
Fielmann Srl Bolzano, Italien 100
Fielmann AG & Co. Bonn-Bad Godesberg OHG Bonn 100
Fielmann AG & Co. oHG Bonn 100
fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG Bonn 50,98
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Borken 100
Fielmann AG & Co. OHG Bottrop 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Brake 75
Fielmann AG & Co. OHG Bramsche 100
Fielmann AG & Co. OHG Brandenburg 100
Fielmann AG & Co. Schloss-Arkaden OHG Braunschweig 100
Fielmann AG & Co. OHG Braunschweig 100
Fielmann AG & Co. Obernstraße OHG Bremen 100
Fielmann AG & Co. oHG Bremen-Neustadt Bremen 100
Fielmann AG & Co. Roland-Center KG Bremen 100
Fielmann AG & Co. Vegesack OHG Bremen 100
Fielmann AG & Co. Weserpark OHG Bremen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Bremerhaven 100
Fielmann AG & Co. KG Bremervörde 100
Fielmann AG & Co. OHG Bretten 100
Fielmann AG & Co. OHG Bruchsal 100
Fielmann AG & Co. oHG Brühl 100
Fielmann AG & Co. OHG Brunsbüttel 100
Fielmann AG & Co. KG Buchholz 100
(vormals Fielmann AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. OHG Bünde 100
Fielmann AG & Co. OHG Burg 100
Fielmann AG & Co. OHG Burgdorf 100
Fielmann AG & Co. KG Buxtehude 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Calw 100
Fielmann AG & Co. oHG Castrop-Rauxel 100
Fielmann AG & Co. OHG Celle 100
Fielmann AG & Co. OHG Cham 100
Fielmann AG & Co. Chemnitz Center KG Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. Vita-Center KG Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. oHG Cloppenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Coburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Coesfeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Cottbus 100
Fielmann AG & Co. OHG Crailsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Cuxhaven 100
Fielmann AG & Co. oHG Dachau 100
Fielmann AG & Co. OHG Dallgow-Döberitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Darmstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsplatz Darmstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Datteln 100
Fielmann AG & Co. oHG Deggendorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Delmenhorst 100
Fielmann AG & Co. OHG Dessau-Roßlau 100
Fielmann AG & Co. oHG Kavalierstraße Dessau-Roßlau 100
Fielmann AG & Co. OHG Detmold 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Diepholz 50
Fielmann AG & Co. oHG Dillingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Dingolfing 100
Fielmann AG & Co. OHG Dinslaken 100
Fielmann AG & Co. OHG Döbeln 100
Audio Clarus d.o.o. 5 Domžale, Slowenien 70
Baur Optik AG & Co. KG Donauwörth 100
Fielmann AG & Co. oHG Dormagen 100
Fielmann AG & Co. KG Dorsten 100
Fielmann AG & Co. KG Dortmund 100
Fielmann AG & Co. Hörde KG 4 Dortmund 100
Fielmann AG & Co. Dresden Altstadt KG Dresden 100
(vormals Fielmann AG & Co. Dresden Altstadt OHG)
Fielmann AG & Co. Dresden Neustadt OHG Dresden 100
Fielmann AG & Co. Kaufpark OHG Dresden 100
Fielmann Group AG & Co. Blasewitz KG 4 Dresden 100
Fielmann AG & Co. Hamborn OHG Duisburg 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Duisburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Dülmen 100
Fielmann AG & Co. OHG Düren 100
Fielmann AG & Co. Derendorf OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Friedrichstraße OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Oberkassel OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Rethelstraße OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Eberswalde 100
Fielmann AG & Co. OHG Eckernförde 100
Fielmann AG & Co. oHG Ehingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Eisenach 100
Fielmann AG & Co. OHG Eisenhüttenstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Elmshorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Emden 100
Fielmann AG & Co. OHG Emmendingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Emsdetten 100
Fielmann AG & Co. OHG Erding 100
Fielmann AG & Co. OHG Erfurt 100
Fielmann AG & Co. Thüringen-Park OHG Erfurt 100
Fielmann AG & Co. OHG Erkelenz 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Erlangen 100
Fielmann AG & Co. OHG Erlangen 100
Fielmann AG & Co. OHG Eschwege 100
Fielmann AG & Co. OHG Eschweiler 100
Fielmann AG & Co. Essen-Rüttenscheid OHG Essen 100
Fielmann AG & Co. Zentrum KG Essen 100
Fielmann AG & Co. Essen-Steele OHG Essen 100
Fielmann AG & Co. OHG Esslingen 100
Brillen-Bunzel GmbH Ettlingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Ettlingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Euskirchen 100
Fielmann AG & Co. oHG Eutin 100
Fielmann AG & Co. OHG Finsterwalde 100
Fielmann AG & Co. OHG Flensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Forchheim 100
Fielmann AG & Co. KG Frankenberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Frankenthal 100
Fielmann AG & Co. OHG Frankfurt (Oder) 100
Fielmann AG & Co. Bornheim KG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Hessen-Center OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Höchst OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Leipziger Straße OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Roßmarkt OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. oHG Frechen 100
Fielmann AG & Co. OHG Freiberg 100
Grewe - Haus der feinen Brillen GmbH & Co. OHG Freiburg 100
Fielmann AG & Co. KG Freiburg im Breisgau 100
(vormals Fielmann AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. oHG Freising 100
Fielmann AG & Co. OHG Freital 100
Fielmann AG & Co. OHG Freudenstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Friedberg (Hessen) 100
Fielmann AG & Co. OHG Friedrichshafen 100
Fielmann AG & Co. KG Friesoythe 100
Fielmann AG & Co. OHG Fulda 100
Fielmann AG & Co. OHG Fürstenfeldbruck 100
Fielmann AG & Co. OHG Fürstenwalde 100
Fielmann AG & Co. KG Fürth 100
Fielmann AG & Co. OHG Garmisch Partenkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Geesthacht 100
Fielmann AG & Co. KG Geislingen an der Steige 100
Fielmann AG & Co. OHG Geldern 100
Fielmann AG & Co. OHG Gelnhausen 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Gelsenkirchen 100
Fielmann AG & Co. Buer OHG Gelsenkirchen 100
Fielmann AG & Co. KG Gera 100
Fielmann AG & Co. oHG Gießen 100
Fielmann AG & Co. OHG Gifhorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Gladbeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Glinde 100
Fielmann AG & Co. KG Goch 100
Fielmann AG & Co. OHG Göppingen 100
Fielmann AG & Co. Centrum OHG Görlitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Goslar 100
Fielmann AG & Co. OHG Gotha 100
Fielmann AG & Co. OHG Göttingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Greifswald 100
Fielmann AG & Co. OHG Greiz 100
Fielmann AG & Co. OHG Greven 100
Fielmann AG & Co. OHG Grevenbroich 100
Fielmann AG & Co. OHG Grimma 100
Fielmann AG & Co. OHG Gronau 100
Fielmann AG & Co. OHG Gummersbach 100
Fielmann AG & Co. oHG Günzburg 100
Fielmann AG & Co. Pferdemarkt OHG Güstrow 100
Fielmann AG & Co. OHG Gütersloh 100
Fielmann AG & Co. OHG Hagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Halberstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Halle (Saale) 100
Fielmann AG & Co. Halle-Neustadt OHG Halle (Saale) 100
Fielmann AG & Co. OHG Haltern am See 100
Fielmann AG & Co. Billstedt KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Bramfeld KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Eimsbüttel OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. EKZ Hamburger Straße KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Eppendorf KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Harburg Sand OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. im Alstertal-Einkaufszentrum OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. im Elbe-Einkaufszentrum OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Bergedorf KG Hamburg 100
(vormals Fielmann AG & Co. Bergedorf OHG)
Fielmann AG & Co. Ochsenzoll OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Barmbek Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Niendorf Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Schnelsen Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Othmarschen OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Ottensen OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Rahlstedt OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co Rathaus OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Volksdorf OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Wandsbek OHG Hamburg 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Harburg-City Hamburg 100
fielmann Farmsen Fielmann GmbH & Co. KG Hamburg 50
Optiker Carl GmbH Hamburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Hameln 100
Fielmann AG & Co. KG Hamm 100
Fielmann AG & Co. OHG Hanau 100
Fielmann AG & Co. OHG Hann. Münden 100
Fielmann AG & Co. Ernst-August Galerie KG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Lister Meile OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Nordstadt OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Schwarzer Bär OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. OHG Haßloch 100
Fielmann AG & Co. OHG Hattingen 100
Fielmann AG & Co. KG Heide 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. KG Heidelberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Heidenheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Heilbronn 100
Frick Optic GmbH & Co. OHG Heilbronn 100
Fielmann AG & Co. oHG Heinsberg 100
Fielmann AG & Co. oHG Helmstedt 100
Fielmann AG & Co. OHG Herborn 100
Fielmann AG & Co. KG Herford 100
Fielmann AG & Co. OHG Herne 100
Fielmann AG & Co. oHG im Centrum Herne 100
Fielmann AG & Co. OHG Herrenberg 100
Fielmann AG & Co. KG Herten 100
Fielmann AG & Co. oHG Hilden 100
Fielmann AG & Co. OHG Hildesheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Hof 100
Fielmann AG & Co. OHG Homburg/​Saar 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Höxter 100
Fielmann AG & Co. OHG Hoyerswerda 100
Fielmann AG & Co. oHG Husum 100
Fielmann AG & Co. OHG Ibbenbüren 100
Fielmann AG & Co. oHG Idar-Oberstein 100
Fielmann AG & Co. OHG Ilmenau 100
Fielmann AG & Co. OHG Ingolstadt 100
Fielmann AG & Co. EKZ Westpark OHG Ingolstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Iserlohn 100
Fielmann AG & Co. OHG Itzehoe 100
Fielmann AG & Co. OHG Jena 100
Fielmann AG & Co. OHG Jülich 100
Fielmann AG & Co. OHG Kaiserslautern 100
Fielmann AG & Co. OHG Kamen 100
Fielmann AG & Co. OHG Kamp-Lintfort 100
Fielmann AG & Co. Westliche Kaiserstraße KG Karlsruhe 100
Fielmann AG & Co. OHG Kassel 100
Fielmann AG & Co. im DEZ OHG Kassel 100
Fielmann AG & Co. OHG Kaufbeuren 100
Fielmann AG & Co. OHG Kempen 100
Fielmann AG & Co. oHG Kempten 100
Fielmann AG & Co. KG Kiel 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. oHG Wellingdorf Kiel 100
Fielmann GmbH Kiev, Ukraine 100
Fielmann AG & Co. oHG Kirchheim unter Teck 100
Fielmann Group AG & Co. KG 4 Kitzingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Kleve 100
Fielmann AG & Co. Forum Mittelrhein OHG Koblenz 100
Fielmann AG & Co. OHG Koblenz 100
Fielmann AG & Co. Barbarossaplatz OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. Ebertplatz KG Köln 100
Fielmann AG & Co. Mülheim OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. oHG Kalk Köln 100
Fielmann AG & Co. oHG Rhein-Center Köln 100
Fielmann AG & Co. Schildergasse OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. Venloer Straße OHG Köln 100
Optik Simon GmbH Köln 100
Fielmann AG & Co. Chorweiler KG Köln 100
Optik Hess GmbH & Co. KG Köln-Dellbrück 100
Brillen Müller GmbH & Co. OHG Konstanz 100
Fielmann AG & Co. OHG Konstanz 100
Fielmann AG & Co. OHG Korbach 100
Fielmann AG & Co. KG Köthen 100
Fielmann AG & Co. Neumarkt OHG Krefeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Kulmbach 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Laatzen 100
Fielmann AG & Co. oHG Lahr 100
fielmann Fielmann GmbH Landau 100
Fielmann AG & Co. OHG Landsberg am Lech 100
Fielmann AG & Co. KG Landshut 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. KG Langenfeld 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Langenhagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Lauf an der Pegnitz 100
Fielmann AG & Co. oHG Leer 100
Fielmann AG & Co. am Markt KG Leipzig 100
(vormals Fielmann AG & Co. am Markt OHG)
Fielmann AG & Co. oHG Allee Center Leipzig 100
Fielmann AG & Co. Paunsdorf-Center OHG Leipzig 100
Fielmann AG & Co. OHG Lemgo 100
Fielmann AG & Co. OHG Lengerich 100
Fielmann AG & Co. KG Leonberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Leverkusen 100
Fielmann AG & Co. oHG Limburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Lingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Lippstadt 100
Planeta d.o.o. Ljubljana, Slowenien 70
Fielmann Augenoptik GmbH & Co. KG Lohne 61,54
Fielmann AG & Co. OHG Lohr am Main 100
Fielmann AG & Co. KG Lörrach 100
(vormals Fielmann AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. OHG Lübbecke 100
Fielmann AG & Co. OHG Lübeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Luckenwalde 100
Fielmann AG & Co. oHG Lüdenscheid 100
Fielmann AG & Co im Center OHG Ludwigsburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsburg 100
Fielmann AG & Co. Rhein-Galerie OHG Ludwigshafen 100
Fielmann AG & Co. KG Lüneburg 100
(vormals Fielmann AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. OHG Lünen 100
Fielmann AG & Co. oHG Lutherstadt Eisleben 100
Fielmann AG & Co. OHG Lutherstadt Wittenberg 100
Fielmann GmbH Luxembourg, Luxemburg 51
Fielmann AG & Co. OHG Magdeburg 100
Fielmann AG & Co. Sudenburg OHG Magdeburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Mainz 100
Born Brillen Optik GmbH & Co. OHG Mannheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Mannheim 100
Optik Klüttermann GmbH & Co. OHG Mannheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Marburg 100
Fielmann AG & Co. KG Marktredwitz 100
Fielmann AG & Co. KG Marl 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Mayen 100
Fielmann AG & Co. oHG Meiningen 100
Fielmann AG & Co. OHG Meißen 100
Fielmann AG & Co. OHG Melle 100
Fielmann AG & Co. OHG Memmingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Menden 100
Fielmann AG & Co. OHG Meppen 100
Fielmann AG & Co. oHG Merseburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Merzig 100
Fielmann AG & Co. OHG Meschede 100
Fielmann AG & Co. oHG Minden 100
Ausl. unitäres Handels- und Prod.unternehmen "Fielmann" Minsk, Belarus 100
(vormals IB Fielmann GmbH)
Fielmann AG & Co. OHG Moers 100
Fielmann AG & Co. OHG Mölln 100
Fielmann AG & Co. oHG Hindenburgstraße Mönchengladbach 100
Fielmann AG & Co. Rheydt oHG Mönchengladbach 100
Fielmann AG & Co. OHG Mosbach 100
SVS Vision, Inc. 9 Mount Clemens, USA 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühlacker 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühldorf a. Inn 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühlhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Mülheim an der Ruhr 100
Fielmann AG & Co. RheinRuhrZentrum OHG Mülheim an der Ruhr 100
Fielmann AG & Co. Haidhausen OHG München 100
Fielmann AG & Co. Leopoldstraße OHG München 100
Fielmann AG & Co. OHG München 100
Fielmann AG & Co. oHG München OEZ München 100
Fielmann AG & Co. oHG München PEP München 100
Fielmann AG & Co. oHG Sendling München 100
Fielmann AG & Co. Pasing OHG München 100
Fielmann AG & Co. Riem Arcaden KG München 100
Fielmann AG & Co. Tal OHG München 100
Optik Stein GmbH & Co. OHG Münsingen 100
Fielmann AG & Co. Hiltrup OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. Klosterstraße OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. An der Rothenburg OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. OHG Nagold 100
Fielmann AG & Co. OHG Naumburg 100
Fielmann AG & Co. KG Neckarsulm 100
Fielmann AG & Co. OHG Neubrandenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Marktplatz-Center Neubrandenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuburg an der Donau 100
Fielmann AG & Co. oHG Neu-Isenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Neumarkt i. d. OPf. 100
Fielmann AG & Co. KG Neumünster 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Neunkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuruppin 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuss 100
Fielmann AG & Co. oHG Neustadt a.d. Weinstraße 100
Fielmann AG & Co. OHG Neustrelitz 100
Fielmann AG & Co. Glacis-Galerie OHG Neu-Ulm 100
Fielmann AG & Co. oHG Neuwied 100
Fielmann AG & Co. OHG Nienburg 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Norden 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Nordenham 75
Fielmann AG & Co. OHG Norderstedt 100
Fielmann AG & Co. KG Nordhausen 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. OHG Nordhorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Nördlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Northeim 100
Fielmann AG & Co. am Hauptmarkt OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg Lorenz OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg-Süd KG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg-Langwasser OHG Nürnberg 100
Räder u. Räder GmbH & Co. OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Nürtingen 100
Fielmann AG & Co. Oberhausen OHG Oberhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Sterkrade Oberhausen Sterkrade 100
Fielmann AG & Co. oHG Oberursel 100
Fielmann AG & Co. OHG Oer-Erkenschwick 100
Fielmann AG & Co. OHG Offenbach am Main 100
Fielmann AG & Co. oHG Offenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Oldenburg in Holstein 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Oldenburg 100
Hofland Opticiens B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
(vormals Fielmann B.V.)
Hofland Optiek B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
Fielmann AG & Co. OHG Olpe 100
Fielmann AG & Co. OHG Olsberg 100
Fielmann AG & Co. oHG Oranienburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Osnabrück 100
Fielmann AG & Co. oHG Osterholz-Scharmbeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Osterode 100
Fielmann AG & Co. OHG Paderborn 100
Fielmann Opticas S.L. (bis 01.09.2023) 10 Palma de Mallorca, Spanien 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Papenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Parchim 100
Fielmann AG & Co. oHG Passau 100
Fielmann AG & Co. OHG Peine 100
Fielmann AG & Co. KG Pfaffenhofen an der Ilm 100
Fielmann AG & Co. OHG Pfarrkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Pforzheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Pinneberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Pirmasens 100
Fielmann AG & Co. OHG Pirna 100
Fielmann AG & Co. OHG Plauen 100
Fielmann AG & Co. OHG Plön 100
Fielmann AG & Co. OHG Potsdam 100
Fielmann Sp. z o.o. Poznań, Polen 100
Fielmann s.r.o. Praha, Tschechien 100
Fielmann AG & Co. OHG Quedlinburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Radebeul 100
Baur Optik GmbH Rain Rain am Lech 60
Fielmann AG & Co. OHG Rastatt 100
Fielmann AG & Co. OHG Rathenow 100
Fielmann AG & Co. OHG Ratingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Ravensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Recklinghausen 100
Fielmann AG & Co. im Donau-Einkaufszentrum OHG Regensburg 100
Fielmann AG & Co. KG Regensburg 100
Fielmann AG & Co. KG Reichenbach im Vogtland 100
Fielmann AG & Co. oHG Remscheid 100
Fielmann AG & Co. oHG Rendsburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Reutlingen 100
Fielmann AG & Co. KG Rheda-Wiedenbrück 100
Fielmann AG & Co. OHG Rheinbach 100
Fielmann AG & Co. oHG Rheine 100
Exklusiv Optiker GmbH & Co. OHG 4 Rheine 100
Fielmann AG & Co. OHG Riesa 100
Fielmann AG & Co. OHG Rinteln 100
Fielmann AG & Co. oHG Rosenheim 100
Fielmann AG & Co. KG Rostock 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann AG & Co. oHG Lütten Klein Rostock 100
Fielmann AG & Co. OHG Rotenburg (Wümme) 100
Fielmann AG & Co. oHG Rottenburg 100
Groeneveld Brillen en Contactlenzen B.V. Rotterdam, Niederlande 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Rottweil 100
Fielmann AG & Co. OHG Rudolstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Rüsselsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Saalfeld/​ Saale 100
Fielmann AG & Co. oHG Saarbrücken 100
Fielmann AG & Co. oHG Saarlouis 100
Fielmann AG & Co. KG Salzgitter 100
Fielmann AG & Co. OHG Salzwedel 100
Fielmann AG & Co. oHG Sangerhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Schleswig 100
Fielmann AG & Co. OHG Schönebeck 100
Fielmann AG & Co. KG Schorndorf 100
Fielmann AG & Co. KG Schwabach 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwäbisch Gmünd 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwäbisch Hall 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwandorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwedt 100
Fielmann AG & Co. OHG Schweinfurt 100
Fielmann AG & Co. KG 4 Schwelm 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Schwerin 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwerin 100
Fielmann AG & Co. KG Schwetzingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Seevetal 100
Fielmann AG & Co. oHG Senftenberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Siegburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Siegen 100
Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie Siegen 100
Fielmann AG & Co. Stern Center OHG Sindelfingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Singen 100
Fielmann AG & Co. KG Sinsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Soltau 100
Fielmann AG & Co. OHG Soest 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Solingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Sonneberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Sonthofen 100
Fielmann AG & Co. oHG Speyer 100
Fielmann AG & Co. OHG St. Ingbert 100
Fielmann AG & Co. OHG Stade 100
Fielmann AG & Co. OHG Stadthagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Starnberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Stendal 100
Fielmann AG & Co. OHG Stralsund 100
Optique Marmet Jacques SAS Strasbourg, Frankreich 100
Fielmann AG & Co. OHG Straubing 100
Fielmann AG & Co. OHG Strausberg 100
Fielmann AG & Co. Bad Cannstatt OHG Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. EKZ Milaneo OHG (bis 30.04.2023) Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. KG Stuttgart 61,6
Optik Schuppin GmbH & Co. OHG Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. OHG Suhl 100
Fielmann AG & Co. OHG Sulzbach 100
Fielmann AG & Co. KG 4 Syke 100
Fielmann AG & Co. KG Sylt /​ OT Westerland 100
Fielmann Group AG & Co. KG4 Torgau 100
Fielmann AG & Co. oHG Traunstein 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Trier 100
Fielmann AG & Co. OHG Troisdorf 100
Fielmann AG & Co. KG Tübingen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Tuttlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Überlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Uelzen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Ulm 100
Fielmann AG & Co. KG Unna 100
fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. oHG Varel 100
Fielmann AG & Co. OHG Vechta 100
Fielmann AG & Co. oHG Velbert 100
Fielmann AG & Co. oHG Verden 100
Fielmann AG & Co. oHG Viersen 100
Fielmann AG & Co. OHG Villingen-Schwenningen 100
Fielmann AG & Co. Schwenningen KG Villingen-Schwenningen 100
Fielmann AG & Co. OHG Völklingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Waiblingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Waldshut-Tiengen 100
Fielmann AG & Co. OHG Walsrode 100
Fielmann AG & Co. OHG Waltrop 100
Fielmann AG & Co. OHG Wangen im Allgäu 100
Fielmann AG & Co. KG Warburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Warendorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Wedel 100
Fielmann AG & Co. OHG Weiden i. d. Oberpfalz 100
Fielmann AG & Co. OHG Weilheim i.OB. 100
Fielmann AG & Co. KG Weimar 100
Fielmann AG & Co. OHG Weinheim 100
Fielmann AG & Co. KG Weißenburg in Bayern 100
Fielmann AG & Co. OHG Weißenfels 100
Fielmann AG & Co. OHG Weißwasser 100
Fielmann AG & Co. KG Weiterstadt 100
Optik Hörger GmbH & Co. OHG Wendlingen am Neckar 100
Fielmann AG & Co. OHG Wernigerode 100
Fielmann AG & Co. OHG Wesel 100
Fielmann AG & Co. OHG Westerstede 100
Fielmann AG & Co. oHG Wetzlar 100
Fielmann GmbH Wien, Österreich 100
Fielmann AG & Co. OHG Wiesbaden 100
Optik Käpernick GmbH & Co. KG Wiesbaden 100
Fielmann AG & Co. OHG Wiesloch 100
Fielmann AG & Co. KG Wildau 100
(vormals Fielmann AG & Co. OHG)
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wildeshausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Wilhelmshaven 100
Fielmann AG & Co. KG (vormals Fielmann AG & Co. OHG) Winsen 100
Fielmann AG & Co. OHG Wismar 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Witten 100
(vormals Fielmann Augenoptik im Centrum AG & Co. oHG)
Fielmann AG & Co. oHG Wittenberge 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Wittlich 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wittmund 100
Fielmann AG & Co. OHG Wolfenbüttel 100
Fielmann AG & Co. OHG Wolfsburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Worms 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wunstorf 100
Fielmann AG & Co. Barmen OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. City-Arkaden OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. Elberfeld OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. OHG Würselen 100
Fielmann AG & Co. OHG Würzburg 100
Fielmann AG & Co. KG Zeitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Zittau 100
Fielmann AG & Co. OHG Zweibrücken 100
Fielmann AG & Co. OHG Zwickau 100

1 Soweit nach der Ortsangabe kein Land genannt ist, handelt es sich um eine Gesellschaft mit Sitz in Deutschland.

2 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Erstellung eines Lageberichts befreit.

3 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Prüfung ihres Jahresabschlusses befreit.

4 Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 gegründet.

5 Diese Gesellschaft wurde am 3.1.2023 gegründet und ins Handelsregister eingetragen.

6 90% der Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 17.1.2023 erworben.

7 Diese Gesellschaft wurde am 29.5.2023 gegründet und am 6.6.2023 eingetragen.

8 Diese Gesellschaft wurde am 7.6.2023 gekauft und übernommen.

9 Diese Gesellschaft wurde am 7.6.2023 gekauft und am 1.9.2023 übernommen.

10 Diese Gesellschaft wurde zum 1.9.2023 liquidiert.

11 Diese Gesellschaft wurde am 12.10.2023 gegründet und am 14.12.2023 ins Handelsregister eingetragen.

12 Diese Gesellschaft wurde zum 2 4.10.2 023 liquidiert.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Fielmann Group AG in Höhe von Tsd. € 84.000 wie folgt zu verwenden:

scrollen

Ausschüttung einer Dividende von Tsd. €
€ 1,00 je Stammaktie (84.000.000 Stück) 84.000

Hamburg, den 18. April 2024

Fielmann Group AG

Der Vorstand

Marc Fielmann

Steffen Bätjer

Katja Groß

Dr. Bastian Körber

Versicherung des Vorstandes

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 18. April 2024

Fielmann Group AG

Der Vorstand

Marc Fielmann

Steffen Bätjer

Katja Groß

Dr. Bastian Körber

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fielmann Group AG, Hamburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Fielmann Group AG (vormals Fielmann Aktiengesellschaft), Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fielmann Group AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Werthaltigkeit der Firmenwerte

[2] Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen

[3] Bewertung der Vorräte

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

[1] Werthaltigkeit der Firmenwerte

1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 299,8 Mio (15,1 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Cashflows der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cashflow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Cashflows der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsraten sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Bewertungsspezialisten unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Cashflows mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes und Wachstumsraten wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Cashflows gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

3 Die Angaben der Gesellschaft zur Werthaltigkeit der Firmenwerte sind in den Abschnitten "III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "IV. Erläuterungen zum Konzernabschluss (2) Firmenwerte" des Konzernanhangs enthalten.

[2] Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen

1 Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt drei Unternehmenszusammenschlüsse bilanziert. Zum 1. Februar 2023 erwarb die Gesellschaft 90 % der Anteile an der Ocumeda AG, Riedt bei Erlen Thurgau/​Schweiz. Weiterhin erwarb die Gesellschaft am 7. Juni 2023 100% der Anteile der Eyevious Style Inc., Calgary /​Kanada sowie zum 1. September 2023 im Zuge eines weiteren Erwerbs 100 % der Anteile an der SVS Vision Holding Company, Mt. Clemens/​ USA. Insgesamt betrug der Kaufpreis für die Unternehmenszusammenschlüsse € 146,0 Mio. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum Zeitwert am Tag des Erwerbs angesetzt. Unter Berücksichtigung eines zuzurechnenden anteilig erworbenen Nettovermögens von € 58,7 Mio ergeben sich aus den Unternehmenszusammenschlüssen des Geschäftsjahres Firmenwerte von € 87,3 Mio. Aufgrund der Schätzunsicherheiten bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokationen bzw. der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen Kaufpreisbestandteile im Zusammenhang mit den Unternehmenszusammenschlüssen und der betragsmäßig wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung der Unternehmenszusammenschlüsse haben wir mit Unterstützung unserer internen Bewertungsspezialisten zunächst die jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen der Unternehmenserwerbe eingesehen und nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die Kaufpreisallokation je Unternehmenszusammenschluss nachvollzogen. Hierbei haben wir unter anderem auch die den Bewertungen zugrunde liegenden Modelle sowie die angewandten Bewertungsparameter und Annahmen auf ihre Angemessenheit hin gewürdigt. Damit einhergehend haben wir je Unternehmenszusammenschluss unter anderem die vereinbarten Kaufpreise als Gegenleistung für die erhaltenen Anteile mit den uns vorgelegten Nachweisen über die geleisteten Zahlungen bzw. über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen Kaufpreisbestandteile abgestimmt. Für die zugrundeliegenden Unternehmenserwerbe haben wir die jeweiligen Zugangswerte beurteilt. Darüber hinaus haben wir durch die Verwendung von Checklisten die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IFRS 3 geforderten Anhangangaben gewürdigt.

Wir konnten uns insgesamt davon überzeugen, dass die bilanzielle Abbildung der verschiedenen Unternehmenszusammenschlüsse sachgerecht erfolgt ist und die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen insgesamt nachvollziehbar und hinreichend begründet sind.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Unternehmenszusammenschlüssen sind im Abschnitt "III Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs enthalten.

[3] Bewertung der Vorräte

1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden in der Bilanz Vorräte von € 224,7 Mio ausgewiesen (11,3 % der Bilanzsumme). Die Vorräte basieren auf einer hohen Artikelanzahl. Aufgrund der hohen Anzahl hat die Gesellschaft zur Bestandserfassung bzw. -führung und Bewertung der Vorräte umfangreiche Prozesse und Systeme eingerichtet. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden anhand gewogener Durchschnittswerte ermittelt. Dieser betragsmäßig bedeutsame Posten unterliegt angesichts der aus der hohen Artikelanzahl resultierenden Komplexität der für die zutreffende Bewertung erforderlichen Systeme, Prozesse und Schätzungen einem besonderen Risiko. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung des Rechnungslegungsstandards IAS 2 als komplex zu betrachten und basiert insbesondere im Hinblick auf die zukünftig zu erzielenden Verkaufspreise auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter.

Aufgrund der Komplexität der Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens einschließlich der zugrundeligenden Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter sowie der umfangreichen eingerichteten Prozesse und Systeme war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Prozesse und Kontrollen des internen Kontrollsystems in Bezug auf den Einkauf, die Bestandsführung und den Vertrieb während des gesamten Geschäftsjahres unter Einbezug unserer internen IT-Spezialisten beurteilt. Darauf aufbauend haben wir insbesondere die relevanten IT-Systeme zur Bewertung der Vorräte, einschließlich der implementierten Kontrollen von Systemänderungen sowie der daraus generierten Reports, beurteilt. Hierbei haben wir auch die Geschäftsorganisation des Konzerns berücksichtigt. Zudem haben wir Lieferantenrechnungen und zurechenbare Kosten sowie die zu Grunde liegenden Konditionen der betreffenden Lieferantenverträge in Stichproben geprüft. Ferner haben wir die durch die gesetzlichen Vertreter im Rahmen der Bewertung getroffenen Annahmen zu zukünftigen Nettoveräußerungspreisen hinsichtlich ihrer Angemessenheit gewürdigt und nachvollzogen, ob diese stetig angewendet sowie hinreichend dokumentiert sind. Weiterhin haben wir das Vorhandensein und die vollständige Erfassung des Vorratsvermögens unter anderem durch Inventurbeobachtungen anhand statistischer Verfahren überprüft.

Wir konnten uns insgesamt davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse für eine sachgerechte Bewertung angemessen sind und die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind.

3 Die Angaben des Konzerns zu der Bewertung der Vorräte sind in den Abschnitten "III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "IV. Erläuterungen zum Konzernabschluss (9) Vorräte" des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

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die in Abschnitt "Konzernerklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Unterabschnitt "Aufbau und Inhalt des Risikomanagementsystems" in Abschnitt "Risikobericht" des Konzernlageberichts
den Unterabschnitt "Beschreibung der wesentlichen Merkmale des gesamten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems" in Abschnitt "Risikobericht" des Konzernlageberichts

Die sonstigen Informationen umfassen zudem

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den gesonderten nichtfinanziellen Bericht zur Erfüllung der §§ 289b bis 289e HGB und der §§ 315b bis 315c HGB
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Fielmann_​KA+KLB_​ESEF-2023-12-31 enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juli 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Konzernabschlussprüfer der Fielmann Group AG, Hamburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlageberichtsowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thorsten Dzulko.

Hamburg, den 18. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gezeichnet: Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

gezeichnet: Claudia Niendorf-Sengerm Wirtschaftsprüferin"

"Wir helfen allen,

die Schönheit der Welt

zu hören und zu sehen."

Fielmann Group AG

• Weidestraße 118 a

• 22083 Hamburg

• Telefon: + 49 40 270 76-0

Fax: + 49 40 270 76-399

• E-Mail: [email protected]

• www.fielmann-group.com