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Fielmann AG — Annual Report 2017
Jun 6, 2018
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Annual Report
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Fielmann AG
Hamburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2017 den ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. Er hat sich im Berichtsjahr kontinuierlich über alle wichtigen geschäftspolitischen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Bei wichtigen Anlässen gab es auch außerhalb der Sitzungen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand.
Auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Beratungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Unternehmensstrategie, der Personalpolitik, der Planung, der Risikoeinschätzung sowie der Compliance-Organisation der Fielmann Aktiengesellschaft befasst.
Im Geschäftsjahr 2017 tagte der Aufsichtsrat viermal. Nur bei einer Aufsichtsratssitzung fehlte ein Aufsichtsratsmitglied entschuldigt.
Am 5. und 6. April 2017 fand die Bilanzsitzung statt. Herr Zeiss erläuterte am ersten Sitzungstag die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 und stellte die wesentlichen Kennzahlen dar. Sodann berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Reiher und Frau Wirtschaftsprüferin Deutsch von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfassend über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016 und beantworteten die Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern. Abschließend billigte der Aufsichtsrat den Jahres- sowie den Konzernabschluss 2016.
Der zweite Sitzungstag begann mit dem Bericht des Vorstands über den bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres 2017. Es folgten eine Aussprache über den Geschäftsbericht 2016 und die Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie die Abstimmung über die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung. Anschließend diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand die Digitalisierungsstrategie von Fielmann, nachdem diese von Herrn Marc Fielmann umfassend dargestellt worden war. Außerdem berichtete in diesem Zusammenhang Herr Dr. Körber über die Entwicklungen im Geschäftsfeld "Kontaktlinse".
Zudem beschloss der Aufsichtsrat am 6. April 2017 auf Empfehlung des Personalausschusses einstimmig die Verlängerung der Bestellung von Herrn Günther Fielmann als Vorstandsvorsitzenden um weitere drei Jahre bis zum 30. Juni 2020 zu unveränderten Bedingungen. Gleichzeitig bestellte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses Herrn Michael Ferley mit Wirkung ab 1. Juli 2017 für drei Jahre zum Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft. Herr Ferley hat anstelle von Herrn Günter Schmid insbesondere die verantwortliche Leitung des Geschäftsbereichs Materialwirtschaft übernommen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Günter Schmid, der mit Ablauf des 30. Juni 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, für seine langjährige erfolgreiche Vorstandstätigkeit.
Nach der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 fand die zweite Aufsichtsratssitzung statt. Im Anschluss an eine Nachbetrachtung der Aktionärsversammlung berichtete Herr Günther Fielmann über die Lage des Unternehmens und dabei insbesondere über den aktuellen Stand der Kundenzufriedenheit. Sodann war die Frauenquote für den Aufsichtsrat und den Vorstand Gegenstand einer ausführlichen Diskussion. Im Aufsichtsrat selbst ist mit einem Frauenanteil von 37,5 Prozent der gesetzliche Mindestanteil (30 Prozent) deutlich erfüllt. Für den Vorstand hat der Aussichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG für die Zielerreichungsfrist bis zum 30. Juni 2022 die Zielgröße für den Frauenanteil mit null Prozent festgelegt. Wenn eine Vorstandsposition neu zu besetzen ist, plant Fielmann, den Frauenanteil zu erhöhen, diesen aber nicht zum einzig leitenden Kriterium bei der Auswahl heranzuziehen.
In der Aufsichtsratssitzung vom 7. September 2017 war Schwerpunktthema das Compliance Management System, dessen Grundzüge gemäß den jüngsten Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt werden sollen. Als externer, vom Vorstand beauftragter Berater hat Herr Dr. Frank Roser (Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater) hierzu referiert und seine Beurteilung des Compliance-Systems der Fielmann Aktiengesellschaft dargelegt sowie die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder beantwortet. Darüber hinaus war der für das Geschäftsjahr 2017 erstmals verpflichtend zu erstellende Nachaltigkeitsbericht Gegenstand einer Ausprache im Gremium. Außerdem wurde eine Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands hinsichtlich der Wertgrenzen für den Zustimmungsvorbehalt bei Immobiliengeschäften erörtert und beschlossen sowie die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Bastian Körber auf Empfehlung des Personalausschusses um weitere drei Jahre bis zum 31. März 2021 verlängert.
Am 23. November 2017 erläuterte der Vorstand in der vierten Aufsichtsratssitzung eingehend den bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres 2017 und legte die Planung für 201 8 sowie die mittelfristige Planung bis 2020 dar, die der Aufsichtsrat einstimmig genehmigte. Im Anschluss präsentierte Herr Marc Fielmann die Anfang November 2017 begonnene Kampagne zur Arbeitgebermarke "Fielmann". Ziel ist es, dass die Ausbildungsplätze bei Fielmann, die auch für 2018 in ihrer Zahl erneut gesteigert werden, vollzählig mit talentierten jungen Menschen besetzt werden können. In Anknüpfung an seine Ausführungen in der Sitzung vom 6. April 2017 berichtete Herr Marc Fielmann des Weiteren über den aktuellen Stand der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Die Entwicklung und die Aussprache über das Geschäftsfeld Hörakustik war ein weiterer Tagesordnungspunkt. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Entsprechenserklärung auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance Kodex 2017.
Im Geschäftsjahr 2017 fanden zwei Sitzungen des Personalausschusses statt. Erörtert wurden das Ausscheiden von Herrn Günter Schmid aus dem Vorstand, die Vorstandsneubestellung von Herrn Michael Ferley und die Verlängerung der Vorstandsbestellungen von Herrn Günther Fielmann und Herrn Dr. Bastian Körber.
Der Vermittlungsausschuss i.S.d. § 27 Abs. 3 MitbestG und der Nominierungsausschuss hatten keinen Anlass zusammenzutreten.
Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Der Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft hat auf die Bildung eines Prüfungsausschusses bewusst verzichtet. Über die eingehenden Erörterungen im Rahmen der jährlich stattfindenden Bilanzsitzung hinaus konnten sich alle Aufsichtsratsmitglieder vor der Bilanzsitzung intensiv über Prüfungsinhalte und -ergebnisse in einem Diskussionsforum in Gegenwart des Finanzvorstands und des Abschlussprüfers informieren, Fragen stellen und Anregungen geben.
Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2017 einer internen Effizienzprüfung unterzogen.
Der Aufsichtsrat überprüft fortlaufend und zusätzlich einmal jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens das Vorliegen von Interessenkonflikten seiner Mitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder sind zudem aufgefordert, potentielle Interessenkonflikte mitzuteilen. Im Geschäftsjahr 2017 lagen keine Interessenkonflikte vor.
Der Jahresabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 sowie der Bericht über die Lage der Fielmann Aktiengesellschaft und des Konzerns sind durch den Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Diese Unterlagen, einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands und der Corporate Social Resposinbility-Bericht (CSR-Bericht) nach § 289c HGB, die jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vorlagen, wurden vom Aufsichtsrat geprüft und in der Bilanzsitzung am 11. und 12. April 2018 in Gegenwart des Herrn Wirtschaftsprüfers Reiher und der Frau Wirtschaftsprüferin Deutsch, die über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung berichteten und die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder dazu beantworteten, eingehend erörtert. Das Gremium hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss zugleich festgestellt ist. Der Aufsichtsrat befürwortet den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schließt sich diesem an.
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) im Geschäftsjahr 2017 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands geprüft und sich in der Bilanzsitzung am 11. und 12. April 2018 das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragende und sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Hamburg, 12. April 2018
Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017
für den Fielmann-Konzern
Fielmann
Fielmann steht für Brillenmode zum fairen Preis. 90 Prozent aller Bundesbürger kennen Fielmann. Wir sind der Marktführer. 24 Millionen tragen eine Brille von Fielmann. In Deutschland verkauft das Unternehmen mehr als jede zweite Brille.
Fielmann ist tief in der Branche verwurzelt und auf allen Ebenen der Wertschöpfung in der Optik tätig. Wir sind Designer, Hersteller, Agent und Augenoptiker.
Mit seinen verbraucherfreundlichen Leistungen, mit Brillen zum günstigen Preis und umfassenden Garantien steigerte Fielmann im abgelaufenen Berichtsjahr Absatz, Umsatz und Gewinn.
Der Brillenabsatz stieg auf 8,11 Millionen Stück (Vorjahr: 7,99 Millionen Stück). Der Außenumsatz inkl. MwSt. erhöhte sich auf 1.606,2 Millionen € (Vorjahr: 1.549,8 Millionen €), der Konzernumsatz wuchs auf 1.386,0 Millionen € (Vorjahr: 1.337,2 Millionen €). Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich auf 248,6 Millionen € (Vorjahr: 241,5 Millionen €), der Konzernjahresüberschuss auf 172,9 Millionen € (Vorjahr: 171,2 Millionen €).
Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 2,00 € (Vorjahr: 1,98 €). Fielmann betrieb zum Ende des Berichtsjahres 723 Niederlassungen (Vorjahr: 704 Niederlassungen), davon 180 Standorte mit Hörakustikstudios (Vorjahr: 168 Hörakustikstudios).
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| 2017 | 2016 | ||
|---|---|---|---|
| Konzern-Jahresüberschuss | Mio. € | 172,9 | 171,2 |
| Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | Mio. € | 5,2 | 4,9 |
| Periodenergebnis | Mio. € | 167,7 | 166,3 |
| Anzahl Aktien | Mio. St. | 84 | 84 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,00 | 1,98 |
Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS einschließlich International Accounting Standards) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend bzw. freiwillig vorzeitig anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.
Die Rahmenbedingungen
Europa
Das Jahr 2017 zeichnete sich durch eine Vielzahl politischer Ereignisse, verbunden mit einem breiten wirtschaftlichen Aufschwung, aus. Neben den Wahlen in Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Deutschland beeinflussten die Verhandlungen über einen EU-Austritt Großbritanniens, verbunden mit vorgezogenen Unterhauswahlen, die Entwicklung innerhalb der Europäischen Union. Nationalistische Tendenzen sowie das Bestreben einiger Regionen nach Autonomie stellen die politischen Institutionen der Europäischen Union vor Herausforderungen.
Auswirkungen auf den Kapitalmarkt hatten die politischen Entwicklungen jedoch nur im geringen Maße. Innerhalb des Euroraums konnten die einstigen Krisenländer Spanien, Portugal und Griechenland Wachstumsraten von bis zu 3 Prozent aufweisen. Die Entwicklung in Italien und Frankreich ist hingegen weiterhin weniger positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (EU 19) stieg auf Jahressicht um 2,5 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent).
In der Eurozone hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert: Die Arbeitslosigkeit erreicht den tiefsten Stand seit fast neun Jahren. Die Arbeitslosenquote im Euro-Raum (EU 19) sank auf 9,1 Prozent, nach 10,0 Prozent im Vorjahr. Die Entwicklung innerhalb der Europäischen Union ist jedoch sehr unterschiedlich und reicht von 2,9 Prozent in der Tschechischen Republik bis zu 16,4 Prozent in Spanien.
Die expansive Geldpolitik der EZB, ein Anstieg bei den Energiekosten sowie bei einigen Lebensmitteln ließen die Inflationsrate im Euroraum auf 1,4 Prozent steigen (Vorjahr: 1,1 Prozent). Die Zielgröße von leicht unter 2,0 Prozent wurde damit jedoch weiterhin verfehlt.
Die Kapitalmärkte in Europa standen auch im Jahr 2017 weiterhin unter dem Einfluss des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Zinsen verharrten dadurch auf historischen Tiefstständen.
Deutschland
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Im Jahr 2017 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stärker zu als in den vorangegangenen Jahren. So stieg das BIP im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2 Prozent, obwohl im Durchschnitt vier Verkaufstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahr. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel sind positiv.
Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt für eine Beschäftigung auf Rekordniveau, regional sogar für Vollbeschäftigung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weiterhin rückläufig. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Jahresdurchschnitt zum vierten Mal in Folge gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist kräftig gestiegen, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern hat gegenüber dem Vorjahr nochmals weiter zugelegt.
Im Vergleich zu 2016 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um weitere 638.000 Personen zu (Vorjahr: 425.000). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten damit im Durchschnitt 2017 rund 44,3 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland (Vorjahr: 43,4 Millionen Erwerbstätige), so viele wie nie zuvor. Im Jahresverlauf erhöhte sich die Anzahl der zu besetzenden Arbeitsstellen um rund 76.000 auf 731.000 (Vorjahr: 655.000). Die Zahl der Arbeitslosen sank im Jahresdurchschnitt um 158.000 auf unter 2,5 Millionen (Vorjahr: 2,7 Millionen), die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent).
Vor dem Hintergrund positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt, realer Lohnzuwächse und niedriger Zinsen kamen Wachstumsimpulse primär aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben lagen preisbereinigt um 1,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Vorjahr: 2,1 Prozent), die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,6 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Der deutsche Einzelhandel verzeichnete nach vorläufigen Schätzungen im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzanstieg um real 2,3 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent).
Die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2017 ebenfalls weiter zulegen. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen lagen um 4,7 Prozent höher als im Vorjahr (Vorjahr: 2,6 Prozent). Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent).
Höhere Kosten für Energie, Mieten und Nahrungsmittel haben die Inflation in Deutschland 2017 auf den höchsten Stand seit fünf Jahren steigen lassen. Nachdem im Vorjahr die Preissteigerung noch bei lediglich 0,5 Prozent lag, stiegen die Preise 2017 um 1,8 Prozent
Schweiz
Die mit ca. 8,5 Prozent deutliche Abwertung des Schweizer Franken im Laufe des Jahres 2017 gegenüber dem Euro wirkte sich zusehends belebend auf die Binnennachfrage aus. Der Kurs des Schweizer Franken lag zum Jahresende bei 1,1693 (Vorjahr: 1,0750) und damit wieder nahe der Marke von 1,20 Franken je Euro, bei dem die Schweizer Nationalbank (SNB) bis zum Januar 2015 massiv durch Stützungskäufe intervenierte.
Die Umsätze im Schweizer Einzelhandel blieben auf Jahressicht nahezu unverändert (-0,6 Prozent; Vorjahr: -0,9 Prozent). Positiv auf die Entwicklung des Einzelhandels in der Schweiz hat sich die Verbesserung am Arbeitsmarkt und die gute Stimmung der Verbraucher ausgewirkt. Dämpfend wirkten hingegen zunehmende Umsätze ausländischer Distanzhändler.
Der Maschinenbau sowie die Elektro- und Metallindustrie konnten den währungsbedingten Rückschlag der vergangenen Jahre inzwischen überwinden. Nach Einschätzung der Credit Suisse stieg die Produktion in Schweizer Industriebetrieben nachhaltig und auch der Auftragsbestand sei 2017 deutlich gewachsen.
Die bedeutende Tourismusbranche verzeichnete eine Trendwende. Erstmals steigen seit Ausbruch der Eurokrise die Übernachtungszahlen wieder deutlich.
Insgesamt erwartet man für 2017 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent).
Der Wirtschaftsaufschwung wirkt auch positiv auf den Arbeitsmarkt, der sich jedoch ohnehin in den vergangenen Jahren relativ robust zeigte. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresmittel 3,2 Prozent (Vorjahr: 3,3 Prozent).
Nachdem 2015 die Franken-Aufwertung insbesondere die Importe deutlich verbilligte und gesunkene Energie- sowie Ölpreise zu einer Deflation führten, stiegen die Preise 2017 zum ersten Mal nach sechs Jahren um 0,5 Prozent (Vorjahr: -0,4 Prozent).
Österreich
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete nach vorläufigen Schätzungen 2017 ein Wachstum von 3,0 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Vor dem Hintergrund eines deutlich verbesserten weltwirtschaftlichen Umfelds sollen dem Institut für Höhere Studien zufolge, insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen um 7,0 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent) sowie die Exporte um 5,8 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent) gestiegen sein. Die lebhafte Binnennachfrage verbunden mit einem deutlichen Anstieg der Exporte soll zu einem Anstieg der Importe um 5,1 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) geführt haben. Der private Konsum in Österreich stieg in diesem Umfeld voraussichtlich um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Das Konsumwachstum wurde von deutlich steigenden Realeinkommen und dem hohen Konsumentenvertrauen gestützt. Positiv wirkte sich die Entwicklung in der Tourismusbranche aus. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Österreich konnte gestoppt werden. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 8,5 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent). Seit Jahresmitte haben sich die Verbraucherpreise im Einklang mit den anziehenden Energiepreisen leicht erhöht. Für den Jahresdurchschnitt 2017 beläuft sich die Inflationsrate auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 0,9 Prozent).
Italien
Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der EuroZone entwickelt sich seit Jahren konjunkturell langsamer als andere Länder im Währungsraum. Die Folgen der Bankenkrise sind in Italien nach wie vor spürbar. So mussten auch 2017 italienische Banken durch Staatshilfen in Milliardenhöhe gestützt werden. Die staatliche Gesamtverschuldung Italiens betrug zuletzt 133 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und liegt damit noch immer weit über den Vereinbarungen der EU-Länder.
Nach dem Scheitern einer Volksabstimmung über politische und soziale Reformen befand sich Italien 2017 in einer Übergangsphase. Die unter der Vorgängerregierung eingeleiteten Maßnahmen führten jedoch zu einer wirtschaftlichen Belebung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nicht zuletzt dank anziehender Exporte um 1,5 Prozent und damit so stark wie seit 2010 nicht mehr. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit konnte von 40 Prozent auf zuletzt 32,2 Prozent gesenkt werden. Wesentlich bei diesem Rückgang ist eine deutliche Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Insgesamt lag die Arbeitslosenquote 2017 bei rund 11,4 Prozent. Die Preise stiegen 2017 lediglich um 1,0 Prozent und verfehlten damit die Zielvorgabe der EZB deutlich.
Polen
Außenpolitisch belasteten einige Reformen in Polen das Verhältnis zur Europäischen Union. Wirtschaftlich hingegen befindet sich Polen unvermindert in einer nachhaltigen Aufschwungphase, gestützt durch Exporte, Investitionen und den Konsum. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Berichtsjahr voraussichtlich um 4,6 Prozent nach 2,9 Prozent im Vorjahr. Mit Konsumausgaben von über 250 Milliarden € ist Polen auch 2017 der mit Abstand größte Markt Osteuropas.
Die Einkommenssituation der Polen verbessert sich stetig. Nach einem Lohnanstieg von 3,8 Prozent im Jahr 2016 sollen die Gehälter laut der Polnischen Nationalbank (NBP) 2017 um über 5 Prozent zulegen.
Polen hat in den vergangenen Jahren einen der stärksten Flächenzuwächse in Shopping-Centern in Europa. Das noch immer in weiten Teilen vorhandene hohe Mietniveau bei Einzelhandelsflächen führt in vielen Shopping-Centern jedoch zu Leerständen. Vereinzelt war daher eine Absenkung des Mietniveaus bei Neuvermietungen zu erkennen.
Die Arbeitslosenquote beträgt 6,6 Prozent und sank damit auf das niedrigste Niveau seit 2008 (Vorjahr: 8,2 Prozent).
Osteuropa
Die anhaltende Krise in der Ukraine überträgt sich auch weiterhin massiv auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Abwertung der Nationalwährung, der Rückgang der industriellen Produktion und die Erhöhung der Energiepreise führten zu einem weiteren Anstieg der Lebenshaltungskosten. Dieser fiel mit 13,7 Prozent (Vorjahr: 12,4 Prozent) jedoch deutlich geringer als in 2014 und 2015 aus, als die Preise um 24,9 Prozent bzw. 43,3 Prozent stiegen. Der Lebensstandard der ukrainischen Bevölkerung hat sich seit Ausbruch der Auseinandersetzung mit Russland rapide verschlechtert, obgleich die Wirtschaftsleistung der Ukraine nach Einschätzung der Zentralbank im Jahr 2017 um 2,1 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent) gestiegen sein soll. Infolge der weiterhin sehr angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage im Land, verlor die Währung im Geschäftsjahr weiter an Wert. Auf Jahressicht verbilligte sich die ukrainische Hrywnja gegenüber dem Euro um -15,2 Prozent (Vorjahr: -7,7 Prozent) mit der Folge, dass sich die Importe im gleichen Maße verteuerten. Die Abwertung der Währung setzte sich in den ersten Wochen des neuen Jahres fort.
Die Wirtschaftslage in Weißrussland bleibt kritisch. Das Bruttoinlandsprodukt der Republik Weißrussland wird für 2017 entgegen früheren Prognosen voraussichtlich nur ein geringes reales Wachstum aufweisen. Nach staatlichen Angaben stieg das BIP 2017 um 2,4 Prozent. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland rechnet mit einem Anstieg von 0,7 Prozent (Vorjahr: -2,6 Prozent), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank hingegen sehen für 2017 keinen Aufwärtstrend.
Der Augenoptik-Markt
Immer mehr Erwachsene in Deutschland tragen eine Brille. Von derzeit 40,8 Millionen Brillenträgern, verwenden 23,5 Millionen permanent eine Brille. Einen erheblichen Anstieg an Brillenträgern ist in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen zu verzeichnen. Waren es 2008 noch 26 Prozent, waren es im vergangenen Jahr 32 Prozent. 1952 lag die Quote bei lediglich 13 Prozent.
Eine deutliche Zunahme ist auch bei Gleitsichtbrillen zu verzeichnen. Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen im Alter eine Fern- und Nahbrille. Der Anteil von Gleitsichtgläsern ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf rund 37 Prozent gestiegen.
Der Zentralverband der Augenoptiker ermittelte den Absatz der stationären augenoptischen Branche für 2017 in Deutschland mit 11,91 Millionen Brillen (Vorjahr: 11,85 Millionen Brillen), ein Anstieg um 0,5 Prozent. Der entsprechende Gesamtumsatz der stationären augenoptischen Branche stieg um 2,7 Prozent und belief sich laut Zentralverband auf 5,86 Milliarden € (Vorjahr: 5,71 Milliarden €). Der Gesamtumsatz der Branche inklusive Versandhandel wird laut ZVA auf 6,12 Milliarden € geschätzt (Vorjahr: 5,95 Milliarden €). Die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte einschließlich aller Zweigniederlassungen und Betriebsstätten lag gemäß Zentralverband zum Ende des Berichtszeitraumes bei rund 11.700 Geschäften (Vorjahr: 11.850 Geschäfte).
Die augenoptische Branche in Deutschland ist stark zersplittert. Der traditionelle deutsche Optiker gibt weniger als zwei Brillen am Tag ab, eine Fielmann-Niederlassung 35. Pro Jahr verkauft der Durchschnittsoptiker weniger als 600 Brillen, Fielmann im Mittel je Niederlassung mehr als 10.000.
Der Durchschnittsumsatz eines traditionellen augenoptischen Fachgeschäftes in Deutschland lag 2017 unverändert bei 0,3 Millionen €. Im Vergleich dazu erwirtschaftet eine Fielmann-Niederlassung in Deutschland durchschnittlich 2,0 Millionen € (Vorjahr: 2,0 Millionen €), in Österreich 2,6 Millionen € (Vorjahr: 2,6 Millionen €), in der Schweiz 5,1 Millionen € (Vorjahr: 5,3 Millionen €).
Valide Zahlen zu den Eckdaten der Branchenentwicklung in den Alpenländern liegen nicht vor. Nach unserer Schätzung verharrte der Absatz in der Schweiz bei einer Million Brillen. Der Umsatz lag mit 1,3 Milliarden CHF auf Vorjahresniveau. Die Schweiz zählte unverändert um 1.100 augenoptische Fachgeschäfte.
In Österreich schätzen wir den Absatz unverändert auf 1,3 Millionen Brillen. Der Umsatz lag mit 0,5 Milliarden € ebenfalls auf Vorjahresniveau. Die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte belief sich unverändert auf 1.200 (Vorjahr: 1.200 Geschäfte).
Der Hörakustik-Markt
Die Hörakustik ist ein Wachstumsmarkt. Studien gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 14 Millionen Menschen mit Hörbeeinträchtigungen leben, Tendenz steigend. Schwerhörigkeit gehört zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Rund 3,5 Millionen Menschen tragen Hörgeräte. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland in 6.400 Betriebsstätten (Vorjahr: 6.130 Betriebsstätten) um 1,26 Millionen Geräte angepasst (Vorjahr: 1,17 Millionen Geräte). Der Umsatz der Branche liegt nach Einschätzung der Bundesinnung der Hörakustiker bei 1,4 Milliarden € (Vorjahr: 1,4 Milliarden €).
Fielmann-Konzern
Fielmann hat die augenoptische Branche geprägt. Der Name Fielmann steht für Brillenmode zum fairen Preis. Wir sind Augenoptiker und decken die ganze Wertschöpfungskette der Branche ab.
Im brandenburgischen Rathenow bündeln wir unsere Kompetenz in Produktion und Logistik. Unter einem Dach fertigen wir auftragsbezogen Mineral- und überwiegend Kunststoffgläser, fügen sie in der Randschleiferei mit der Fassung zur Brille zusammen.
Im Zweischichtbetrieb liefern wir im Schnitt pro Tag mehr als 19.000 Gläser, wickeln mehr als 57.000 Aufträge ab (Vorjahr: 56.000 Aufträge). 2017 fertigten wir mit modernster Technologie mehr als 4,8 Millionen Gläser aller Veredelungsstufen und lieferten 8,1 Millionen Brillenfassungen aus (Vorjahr: 4,8 Millionen Gläser, 8,0 Millionen Brillenfassungen).
Fielmann Aktiengesellschaft
Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die börsennotierte Muttergesellschaft des Konzerns. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und in der Beteiligung an Augenoptik-Unternehmen, Hörakustik-Unternehmen sowie der Herstellung und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires, Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör.
Die Gesellschaft wird vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Herrn Günther Fielmann, gemeinschaftlich durch zwei Mitglieder des Vorstands oder durch ein Vorstandsmitglied mit einem Prokuristen.
Unternehmenssteuerung
Kundenzufriedenheit, Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern sind die bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung.
Nur zufriedene Kunden bleiben dem Unternehmen treu und sind Garant für langfristiges Wachstum. Die Kundenzufriedenheit stellt eine unternehmensspezifische Kerngröße dar und wird anhand eines umfangreichen Fragebogens auf Ebene jeder einzelnen Niederlassung durch ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut kontinuierlich ermittelt und ausgewertet.
Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der Steuerung des Konzerns nach den Absatzmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich sowie Übrige.
Wirtschaftsbericht
Ertragslage
Während die augenoptische Branche inklusive Versandhandel in Deutschland einen Stückzahlanstieg von lediglich 1,0 Prozent verzeichnete, steigerte Fielmann europaweit seinen Absatz um 1,5 Prozent auf 8,11 Millionen Stück (Vorjahr: 7,99 Millionen Stück). Die Kundenzufriedenheit beläuft sich nahezu unverändert auf 92,2 Prozent (Vorjahr: 92,3 Prozent). Der Außenumsatz inklusive MwSt. erhöhte sich auf 1.606,2 Millionen € (Vorjahr: 1.549,8 Millionen €), der Konzernumsatz wuchs auf 1.386,0 Millionen € (Vorjahr: 1.337,2 Millionen €). Der Absatz im Bereich der Hörakustik belief sich auf 68,5 Tausend Einheiten (Vorjahr: 58,3 Tausend Einheiten), der Umsatz auf 60,0 Millionen € (Vorjahr: 51,9 Millionen €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 9,1 Prozent auf 14,2 Millionen € (Vorjahr: 15,6 Millionen €). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Untervermietung und Auflösungen von Wertberichtigungen oder Rückstellungen sowie Währungskursgewinne. Positiv wirkten sich im Geschäftsjahr 2017 darüber hinaus Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren sowie realisierte Kursgewinne aus. Durch Währungsdifferenzen, insbesondere zwischen Euro und US-Dollar sowie zwischen Euro und Schweizer Franken, erzielte der Fielmann Konzern im Berichtszeitraum lediglich 0,7 Millionen € Erträge nach 2,9 Millionen € im Vorjahr. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verringerten sich um 1,3 Millionen €.
Der Materialaufwand sank um 0,9 Prozent auf 277,2 Millionen € (Vorjahr: 279,8 Millionen €), in Relation zur Konzerngesamtleistung reduzierte sich der Aufwand auf 20,0 Prozent nach 20,9 Prozent im Vorjahr. Auf Grund des gestiegenen Absatzes konnten insbesondere im Bereich des Glaseinkaufs zusätzliche Einkaufsvorteile realisiert werden.
Der Personalaufwand stieg bei einer Quote von 41,0 Prozent absolut um 28,9 Millionen € und betrug 568,7 Millionen € (Vorjahr: 539,9 Millionen €). Hier zeigt sich im Wesentlichen der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiter zahl um 3,4 Prozent auf 18.153 (Vorjahr: 17.549 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), davon 615 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hörakustikstudios (Vorjahr: 492 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), ein Anstieg um 25 Prozent.
Eine weitere Erhöhung des Personalaufwands ist auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung bei den variablen Vergütungen zu verzeichnen.
Die Abschreibungen wuchsen mit 5,7 Prozent um 2,3 Millionen € auf 42,3 Millionen € und sind Folge der deutlich gestiegenen Investitionstätigkeit seit dem Geschäftsjahr 2015, insbesondere für Flächenerweiterungen, Umbauten und Umzüge bestehender Niederlassungen.
Im Rahmen des Projekts ZenIT wurden bis Ende 2016 alle deutschen und österreichischen Niederlassungen mit Tablet-Computern ausgerüstet. Hierdurch ist eine effizientere Bearbeitung von Kundenaufträgen sichergestellt. Seit 2017 werden vorbereitende Maßnahmen für einen Roll-out in den Schweizer Niederlassungen durchgeführt.
Das ebenfalls seit 2016 in Deutschland im Einsatz befindliche Service-Angebot im Kontaktlinsenbereich wurde in 2017 weiterentwickelt. Die Internationalisierung der Systeme wurde vorbereitet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen überproportional um 4,9 Prozent auf 263,3 Millionen € (Vorjahr: 250,9 Millionen €). Der Anstieg des Euro gegenüber den Referenzwährungen US-Dollar und Schweizer Franken führten zu einem Anstieg des Aufwands aus Währungsumrechnung um 4,6 Millionen €. Gegenläufig sanken insbesondere die Beratungskosten im IT-Bereich um 1,4 Millionen €.
Das Finanzergebnis sank bei saldierter Betrachtung auf -0,4 Millionen €, nach -0,1 Millionen € im Vorjahr. Es errechnet sich zum einen aus nicht liquiditätswirksamen Effekten im Zusammenhang mit Auf- und Abzinsungen aufgrund der IFRS/IAS-Bewertung von Bilanzpositionen und zum anderen aus einem operativen Zinsergebnis, das aus der Geldanlage des Finanzvermögens resultiert.
Das der Geld- und Kapitalanlage zuzurechnende Ergebnis belief sich 2017 auf insgesamt 0,8 Millionen € nach 1,3 Millionen € im Vorjahr.
Die expansive Geldpolitik der Zentralbanken beeinflusst diese Zahlen auch weiterhin stark. Der Refinanzierungszinssatz der Europäischen Zentralbank blieb im Jahr 2017 unverändert bei null Prozent. Durch das Kaufprogramm der EZB für Staatsanleihen und andere Wertpapiere belief sich das Zinsniveau im kurz- bis mittelfristigen Laufzeitbereich weiterhin auf Rekordtief. Insbesondere aufgrund der Zinsentwicklung in den USA stiegen die langfristigen Zinsen zum Jahresende marginal. Fest- und Termingelder mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten wurden von einer Vielzahl an Banken nicht mehr verzinst.
Der Gewinn vor Steuern betrug für den Fielmann-Konzern im Berichtszeitraum 248,6 Millionen €, lag damit um 3,0 Prozent über dem Vorjahr (Vorjahr: 241,5 Millionen €). Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 172,9 Millionen € (Vorjahr: 171,2 Millionen €). Die Steuerquote des Fielmann-Konzerns beläuft sich auf 30,5 Prozent nach 29,1 Prozent im Vergleichszeitraum. Die Quote ist beeinflusst durch das Ergebnis einer steuerlichen Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2014 und 2015, deren Auswirkungen auch für die Jahre 2016 und 2017 im Jahresabschluss 2017 erfasst wurden. Als dauerhafte Auswirkung der modifizierten Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen sowie den unterschiedlichen Ertragsteuersätzen in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz rechnen wir ab 2018 mit einer Erhöhung der Steuerquote um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zu der langjährigen Steuerquote von 29,1 Prozent. Für das Jahr 2017 wurde dem Segment Deutschland 3,5 Millionen € mehr Ertrag und den Segmenten Schweiz 2,4 Millionen € sowie dem Segment Österreich 1,1 Millionen € weniger Ertrag zugerechnet (siehe Anhang Textziffer 43).
Fielmann investierte in den Markt, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, trieb die Expansion voran, verdichtete sein Niederlassungsnetz.
Die Rendite vor Steuern, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, beläuft sich auf 17,9 Prozent (Vorjahr: 18,1 Prozent), die Nettorendite auf 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent). Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beläuft sich unverändert auf 32,0 Prozent (Vorjahr: 32,0 Prozent).
Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf 291,3 Millionen € (Vorjahr: 281,6 Millionen €), das Ergebnis pro Aktie beträgt 2,00 € (Vorjahr: 1,98 €).
Das Ergebnis erzielten 723 Niederlassungen (Vorjahr: 704 Niederlassungen), davon 180 Niederlassungen mit integrierten Hörakustikstudios (Vorjahr: 168 Niederlassungen). Darüber hinaus betreiben wir in der Ukraine und Weißrussland 46 kleinere Standorte (Vorjahr: 45 Standorte). Die durch Franchisenehmer betriebenen 25 Niederlassungen im Baltikum werden nicht konsolidiert (Vorjahr: 24 Niederlassungen).
Segmente
Fielmann erwirtschaftete in Deutschland im Berichtszeitraum mit 597 Niederlassungen (Vorjahr: 589) einen Absatz von 6,74 Millionen Brillen (Vorjahr: 6,64 Millionen Brillen) und einen Umsatz von 1.163,9 Millionen € (Vorjahr: 1.108,3 Millionen €). Fielmann behauptete seine Marktanteile in Deutschland, erreichte mit 5 Prozent aller Niederlassungen (Vorjahr: 5 Prozent) 21 Prozent Umsatzmarktanteil (Vorjahr: 21 Prozent) und 53 Prozent Absatzmarktanteil (Vorjahr: 53 Prozent). Fielmann erzielte in Deutschland ein Ergebnis vor Steuern von 207,3 Millionen € (Vorjahr: 192,2 Millionen €). Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 19,0 Prozent (Vorjahr: 1 8,2 Prozent).
In der Schweiz konnte Fielmann mit 42 Niederlassungen (Vorjahr: 40 Niederlassungen) einen Absatz von 472.000 Brillen (Vorjahr: 470.000 Brillen) erzielen. Der Umsatz im Segment belief sich auf 171,6 Millionen € (Vorjahr: 170,6 Millionen €).
Der Schweizer Franken lag im Jahresdurchschnitt bei 1,11 CHF zum Euro (Vorjahr: 1,09 CHF). Währungsbereinigt lag das Umsatzplus damit bei 2,6 Prozent (Vorjahr: 1,1 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern betrug 29,5 Millionen € (Vorjahr: 32,6 Millionen €, Detailangaben s. Textziffer 423). Die Umsatzrendite lag bei 17,2 Prozent nach 19,1 Prozent im Jahr 2016.
Fielmann erwirtschaftete in der Schweiz mit 4 Prozent aller Optikfachgeschäfte (Vorjahr: 4 Prozent) einen Absatzmarktanteil von 46 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) und einen Umsatzmarktanteil von 16 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent).
Der Absatz in Österreich mit seinen 37 Niederlassungen (Vorjahr: 37 Niederlassungen) lag im Berichtsjahr bei 430.000 Brillen (Vorjahr: 424.000 Brillen). Der Umsatz im Segment stieg um 3,3 Prozent auf 81,7 Millionen € (Vorjahr: 79,1 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich 15,2 Millionen €, nach 16,0 Millionen € im Vorjahr (Detailangaben s. Textziffer 43). Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 18,7 Prozent (Vorjahr: 20,3 Prozent).
Fielmann erzielte in Österreich mit 3 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) aller Optikfachgeschäfte einen Absatzmarktanteil von 33 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) und einen Umsatzmarktanteil von 21 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent).
In den EU-Ländern Polen, Niederlande, Luxemburg, Frankreich und Italien betreiben wir 47 Standorte (Vorjahr: 38 Niederlassungen), die wir unter Hinzurechnung unserer kleineren 46 Standorte (Vorjahr: 45 Standorte) in Weißrussland und der Ukraine im Segment "Übrige" darstellen.
Der Absatz in Polen lag nahezu unverändert bei 134.000 Brillen. Der polnische Zloty notierte im Jahresdurchschnitt bei 4,26 PLN zum Euro (Vorjahr: 4,36 PLN). Während der Umsatz in EUR um 1,8 Prozent stieg, blieb er in PLN nahezu unverändert. Das Ergebnis entwickelte sich entsprechend, die Rendite vor Steuern betrug 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent).
Der Umsatz des Segments "Übrige" betrug 39,4 Millionen € (Vorjahr: 32,9 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern liegt bei -3,9 Millionen € (Vorjahr: 0,5 Millionen €), dieses vor allem auf Grund von Anlaufkosten für neueröffnete Niederlassungen in Italien.
Finanzlage
Finanzmanagement
Die Finanzlage des Fielmann-Konzerns ist unverändert solide. Die Ausschüttung der Fielmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 im Juni 2017 stieg um 2,9 Prozent auf 151,2 Millionen € (Vorjahr: 147,0 Millionen €). Unter Berücksichtigung der um 38,7 Prozent auf 68,8 Millionen € gestiegenen Investitionen (Vorjahr: 49,6 Millionen €), sank das Finanzvermögen zum Bilanzstichtag auf 350,1 Millionen € (Vorjahr: 368,1 Millionen €). Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel und Anlagen mit bis zu drei Monaten Restlaufzeit zum Erwerbszeitpunkt) belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 172,1 Millionen € (Vorjahr: 114,0 Millionen €). Hinsichtlich weiterer Angaben, insbesondere aufgrund der veränderten Fristigkeit der Anlagen, verweisen wir auf Textziffer 25 im Konzernanhang.
Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens ausgerichtet. Anlagerichtlinien sehen Obergrenzen sowohl für einzelne Adressen als auch für Anlageklassen vor. Die Anlageentscheidungen erfolgen zentral. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 0,8 Millionen € (Vorjahr: 0,8 Millionen €). Darüber hinaus bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden lediglich für Avale in Anspruch genommen.
Cashflow-Entwicklung und Investitionen
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 31,0 Prozent auf 287,1 Millionen € nach 219,2 Millionen € in 2016. Die deutliche Zunahme steht in Verbindung mit dem Rückfluss aus Kapitalanlagen. Der Cashflow pro Aktie erhöhte sich dadurch auf 3,42 € (Vorjahr: 2,61 €).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -69,3 Millionen € (Vorjahr: -49,0 Millionen €). Das Investitionsvolumen lag im Berichtsjahr bei 68,8 Millionen € (Vorjahr: 49,6 Millionen €) und wurde vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag im Ausbau und im Erhalt des Niederlassungsnetzes. Nach der erfolgreichen Einführung in Deutschland und Österreich wurde im Rahmen des Projekts ZenIT im Geschäftsjahr der Roll-out von Tablet-Computern in den Schweizer Niederlassungen vorbereitet. Das ebenfalls seit 2016 in Deutschland im Einsatz befindliche Service-Angebot im Kontaktlinsenbereich wurde in 2017 weiterentwickelt. Die Internationalisierung der Systeme wurde vorbereitet.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der im Wesentlichen auf die ausgezahlte Dividende entfiel, belief sich auf -159,7 Millionen € (Vorjahr: -151,7 Millionen €).
Vermögenslage
Vermögens- und Kapitalstruktur
Das Gesamtvermögen des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 1,3 Prozent auf 925,7 Millionen € (Vorjahr: 913,5 Millionen €).
Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte um 6,4 Millionen € steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Software für den Kontaktlinsenbereich sowie dem Erwerb weiterer Standardsoftware-Lizenzen.
Die Sachanlagen im Konzern wurden mit 239,7 Millionen € ausgewiesen (Vorjahr: 224,4 Millionen €). Der Anteil in Prozent am Gesamtvermögen des Konzerns stieg auf 25,9 (Vorjahr: 24,6 Prozent).
Die vorgenommenen Investitionen, unter anderem in neue Niederlassungen, in den Ausbau von Hörakustikstudios, den Umbau bestehender Filialen und in die Verbesserung der Logistik in Rathenow, übertrafen mit 62,8 Prozent die Abschreibungen, so dass das Sachanlagevermögen auf Jahressicht um 15,3 Millionen € stieg (Vorjahr: 1,2 Millionen €). Das Sachanlagevermögen ist zu 225,1 Prozent durch Eigenkapital nach Ausschüttung der vorgeschlagenen Dividende gedeckt (Vorjahr: 238,5 Prozent).
Der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte um 29,2 Millionen € steht im Zusammenhang mit der Investition freier liquider Mittel in Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum Zeitpunkt des Erwerbs. In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung der kurzfristigen Finanzanlagen sowie der Zahlungsmittel und Äquivalente zu sehen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 525,8 Millionen € (Vorjahr: 511,1 Millionen €). Die Vorräte blieben nahezu unverändert und stiegen lediglich um 0,4 Prozent auf 128,7 Millionen € (Vorjahr: 128,1 Millionen €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen überproportional um 4,4 Millionen € auf 31,1 Millionen € (Vorjahr: 26,7 Millionen €), sind aber im Verhältnis zum Umsatz aufgrund des Geschäftsmodells nicht wesentlich.
Das Eigenkapital im Konzern wuchs mit 0,8 Prozent bzw. um 4,5 Millionen € und beträgt nach Abzug der vorgeschlagenen Dividendenausschüttung von 155,4 Millionen € 539,6 Millionen € (Vorjahr: 535,1 Millionen €). Die solide Finanzierung der Fielmann-Gruppe zeigte sich in der hohen Eigenkapitalquote inklusive vorgeschlagener Dividende von 75,1 Prozent (Vorjahr: 75,1 Prozent).
Die Rückstellungen betrugen 66,6 Millionen € (Vorjahr: 64,8 Millionen €). Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit leistungsbezogenen Vergütungen von Mitarbeitern und Beiträgen zu Berufsgenossenschaften. Während die langfristigen Rückstellungen lediglich um 0,5 Millionen € stiegen, wuchsen die kurzfristigen Rückstellungen um 3,2 Prozent bzw. 1,3 Millionen €.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 1,2 Prozent auf 63,8 Millionen € und stehen in direktem Zusammenhang mit dem Einkaufsvolumen und der Entwicklung der Vorräte (Vorjahr: 63,0 Millionen €).
Gesamtaussage des Vorstands zur aktuellen wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts unverändert positiv. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass Fielmann bei angemessenem Ergebnis weitere Absatz- und Umsatzmarktanteile gewinnen wird. Zum Drucktermin stimmten die Erwartungen mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Fielmann ist größter Arbeitgeber der augenoptischen Branche in Deutschland und der Schweiz. Im Konzern waren im Berichtsjahr durchschnittlich 18.153 (Vorjahr: 17.549) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Der Personalaufwand betrug 568,7 Millionen € (Vorjahr: 539,9 Millionen €), die Personalaufwandsquote in Bezug zur Konzerngesamtleistung lag bei 41,0 Prozent (Vorjahr: 40,4 Prozent).
Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich vom Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Fielmann ist ein modernes Unternehmen. Unser Frauenanteil beträgt in Deutschland über 70 Prozent. Unsere Frauenquote in den ersten drei Ebenen unterhalb des Vorstandes liegt bei über 30 Prozent (Vorjahr: über 30 Prozent). Der Anteil gut ausgebildeter Frauen mit Berufserfahrung wird weiter zunehmen. Mit flexibler Arbeitszeitregelung schaffen wir ein familienfreundliches Umfeld. Um 30 Prozent der zum Stichtag 18.522 (Vorjahr: 29,4 Prozent, 17.873) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns waren in Teilzeit beschäftigt. Fielmann berücksichtigt damit vielfach den Wunsch nach individueller Arbeitszeitgestaltung.
Die demographische Entwicklung in Deutschland, der Schweiz und Österreich führt dazu, dass Fielmann sich frühzeitig um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemüht und die Qualifizierung in einer Vielzahl von Programmen sicherstellt. Dabei bietet der Konzern ein weites Spektrum an verschiedenen Karrieremöglichkeiten, verbunden mit einer attraktiven Entlohnung und finanziellen Entwicklungsperspektiven. Beides trat in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus.
Strikte Kundenorientierung führte uns an die Spitze. Unsere Philosophie spiegelt sich auch in der Vergütung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Ein wesentlicher Teil der Tantieme unserer Niederlassungsleiterinnen und Niederlassungsleiter sowie des Vorstandes ist abhängig von der Zufriedenheit unserer Kunden. Zudem bietet Fielmann seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen. Mehr als 85 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten Fielmann-Aktien, beziehen neben ihren Gehältern zusätzlich Dividenden. Das motiviert. Den Vorteil haben unsere Kunden.
Fielmann-Aus- und Weiterbildung
Alle Fielmann-Niederlassungen im In- und Ausland werden von Augenoptikermeisterinnen und -meistern bzw. Optometristinnen und Optometristen geführt. Ihnen zur Seite stehen freundliche, kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend Augenoptikergesellen. Fielmann ist größter Ausbilder der augenoptischen Branche, beschäftigte zum Jahresende 3.417 Auszubildende (Vorjahr: 3.190). Hiervon entfallen auf das Segment Deutschland 3.048 (Vorjahr: 2.838). In der Schweiz beschäftigt Fielmann 196 (Vorjahr: 184) und in Österreich 165 (Vorjahr: 155) Auszubildende.
Den hohen Standard unserer Ausbildung belegen bundesweite Auszeichnungen. In den vergangenen sieben Jahren stellte Fielmann beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks alle Bundessieger.
Auf Schloss Plön bildet Fielmann den Nachwuchs für die neue Generation des augenoptischen Fachgeschäftes aus. Fielmann qualifizierte 2017 wieder mehr als 7.000 Augenoptikerinnen und Augenoptiker. Seit dem Jahr 2012 bietet Fielmann auf Schloss Plön neben der zentralen Aus- und Weiterbildung für die Augenoptik auch die Aus- und Weiterbildung für die Hörakustik an.
Modernste Technik, sowohl in der Optik als auch in der Akustik, gepaart mit innovativen Lehrmethoden und -mitteln, unterstützt den hohen Standard der Aus- und Weiterbildung.
Als feste Einrichtung für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis haben sich die Fielmann Akademie-Kolloquien in Plön etabliert. Mehr als 5.000 Besucher in 39 Veranstaltungen suchten seit 2007 den Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Augenoptik.
Plan-Ist-Vergleich 2017
Die im Ausblick sowie in der zusammenfassenden Aussage zum Prognosebericht im Geschäftsbericht 2016 für das Jahr 2017 veröffentlichten Erwartungen an die geschäftliche Entwicklung des Konzerns haben sich weitgehend bestätigt.
Fielmann hat im Geschäftsjahr das Vertriebsnetz um 19 Standorte erweitert. Neueröffnet wurden in Deutschland 6 Standorte, ebenso 7 Standorte in Italien sowie 2 Standorte in der Schweiz (Plan 2017: mehr als 10 Neueröffnungen).
An 34 Standorten fanden 2017 Umzüge und Umbauten statt. (Plan 2017: Fielmann verdichtet das Filialnetz in Deutschland und treibt die Expansion im benachbarten Ausland voran. Im deutschsprachigen Raum vergrößern wir unsere Standorte, ziehen in bessere Lagen).
In Ausbau, Modernisierung und Erhalt des Niederlassungsnetzes, in Produktion und Infrastruktur wurden 2017 insgesamt 68,8 Millionen € investiert (Plan 2017: um 61,1 Millionen €). Die Investitionen verteilen sich im Einzelnen wie folgt: In Deutschland beliefen sich die Investitionen auf 51,9 Millionen € (Plan 2017: 48,9 Millionen €), in Österreich auf 0,5 Millionen € (Plan 2017: 1,5 Millionen €), in der Schweiz auf 6,4 Millionen € (Plan 2017: 6,6 Millionen €) und in Polen auf 0,1 Millionen € (Plan 2017: unter 1,0 Millionen €). Wir haben 44,9 Millionen € für die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen aufgewendet (Plan 2017: 36,3 Millionen €). In die Kapazitätsausweitung unserer Produktion investierten wir rund 3,5 Millionen € (Plan 2017: 5,8 Millionen €), in die Konzerninfrastruktur weitere 20,4 Millionen € (Plan 2017: 19,0 Millionen €).
Fielmann investierte im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen € in die Aus- und Weiterbildung (Plan 2017: um 20 Millionen €).
Die für das Geschäftsjahr 2017 erwarteten Marktanteilsgewinne wurden insbesondere regional erzielt.
Der Absatz stieg im Geschäftsjahr 2017 um 1,5 Prozent (Plan 2017: leichter Anstieg beim Absatz bezogen auf das Vorjahr), der Konzernumsatz um 3,6 Prozent (Plan 2017: Umsatzausweitung leicht unter dem Durchschnitt der Vorjahre; Anstieg im Durchschnitt 2012 bis 2016: 4,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr standen 2017 vier Verkaufstage weniger zur Verfügung. Dieser Effekt wirkte sich insbesondere im vierten Quartal aus. Darüber hinaus hatte der im Vergleich zum Vorjahr schwächere Schweizer Franken eine negative Auswirkung auf den Konzernumsatz.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt 248,6 Millionen € und liegt damit leicht über dem des Vorjahres (Plan 2017: ein Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau). Die Kundenzufriedenheit beläuft sich auf 92,2 Prozent (Plan 2017: Kundenzufriedenheit von über 90 Prozent werden wir auf bestehendem Niveau halten). Die Aktionäre partizipierten wie avisiert am Erfolg des Unternehmens durch einen Anstieg der Dividende um 2,8 Prozent von 1,80 € auf 1,85 € bei einer für den Einzelhandel hohen Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität (Umsatzrentabilität vor Steuern 17,9 Prozent, Eigenkapitalrentabilität nach Steuern 32,0 Prozent).
Vergütungsbericht
Die Laufzeit von Vorstandsverträgen beträgt grundsätzlich drei Jahre. Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes bestehen aus fixen und variablen, ergebnisabhängigen Bestandteilen. Dem zum 30. Juni 2017 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied wurde eine Pensionszusage in Höhe von 40 Prozent des letzten Bruttogehaltes gewährt. Den fixen Bezügen wurden der individuelle geldwerte Vorteil aus den zur privaten Nutzung überlassenen Dienstfahrzeugen und die auf die Vorstände entfallende Prämie einer Gruppenunfallversicherung anteilig zugerechnet. Das Tantiemesystem, das für alle Vorstände gilt, stellt sich wie folgt dar:
Die strikte Kundenorientierung der Fielmann-Gruppe als Kern ihrer Unternehmensphilosophie spiegelt sich bei den Vorstandsverträgen in der variablen Vorstandsvergütung wider. Die Tantieme ist zweigeteilt. Die Tantieme I richtet sich nach dem Jahresergebnis. Die Tantieme II dient der Förderung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Sie berechnet sich auch nach der Kundenzufriedenheit.
Für die Tantieme I wird der Tantiemeprozentsatz, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder vereinbart worden ist, mit 70 Prozent des um die Vorstandstantieme bereinigten Jahresüberschusses des Fielmann-Konzerns multipliziert. Für die Tantieme II wird der individuelle Tantiemeprozentsatz zunächst mit 30 Prozent des um die Vorstandstantieme bereinigten Jahresüberschusses in der dreijährigen Tantiemeperiode des Fielmann-Konzerns berechnet.
Der sich hiernach ergebende Betrag wird anschließend über ein Zielsystem bewertet und kann im Endergebnis zwischen 0 Prozent und maximal dem doppelten Betrag der Ausgangsgröße - das heißt 60 Prozent - liegen. Damit erlangt der Faktor der Kundenzufriedenheit eine maßgebliche Bedeutung für die Bemessung der Tantieme.
In den Dienstverträgen wurde zugleich die Höchstgrenze der gesamten variablen Vergütung eines Vorstandes in Prozent der fixen Vergütung festgelegt. Bei den Verträgen der Herren Günther Fielmann und Schmid beträgt die Höchstgrenze der gesamten variablen Vergütung (Tantieme I und Tantieme II) jeweils 200 Prozent der festen Vergütung, bei den Herren Dr. Thies und Zeiss betrug die Höchstgrenze bis zum 30. Juni 2016 jeweils 150 Prozent, ab dem 1. Juli 2016 beträgt sie jeweils 175 Prozent der festen Vergütung. Bei den Herren Marc Fielmann, Ferley und Dr. Körber beträgt die Höchstgrenze jeweils 150 Prozent.
Die auf das Geschäftsjahr und das Vorjahr entfallenden Beträge sind individualisiert im Anhang zum Konzernabschluss unter Textziffer (30) gemäß den Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt, ebenso Erläuterungen zu einer Regelung, die das Ausscheiden am Ende der Vertragslaufzeit zum 30. Juni 2017 betrifft.
Angaben entsprechend § 315 Absatz 4 HGB sowie Aktionärsstruktur
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt 84 Millionen € und ist eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien (auf den Inhaber lautende Stückaktien), jeweils ohne Nennwert. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft eine Stimme (§ 14 Abs. 6 der Satzung).
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Durch Vereinbarung vom 4. April 2013 sind Herr Marc Fielmann und Frau Sophie Luise Fielmann einer am 3. April 2013 zwischen Herrn Günther Fielmann und der KORVA SE, Lütjensee, geschlossenen Poolvereinbarung beigetreten (Poolvertrag).
Insgesamt umfasst der Poolvertrag 60.180.844 Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft (poolgebundene Aktien). Nach dem Poolvertrag bedarf eine Übertragung von poolgebundenen Aktien an Dritte der Zustimmung aller übrigen Poolmitglieder. Zudem muss jedes Poolmitglied, das seine poolgebundenen Aktien veräußern möchte, diese Aktien zuvor den übrigen Poolmitgliedern zum Kauf anbieten (Vorerwerbsrecht).
Nach dem Poolvertrag sind die Stimmrechte aus den poolgebundenen Aktien in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft jeweils gemäß den Beschlüssen der Poolmitglieder in der Poolversammlung auszuüben, und zwar unabhängig davon, ob und in welchem Sinn das jeweilige Poolmitglied in der Poolversammlung abgestimmt hat. Das Stimmrecht der Poolmitglieder in der Poolversammlung richtet sich nach ihrem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft. Jede poolgebundene Aktie gewährt eine Stimme.
Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestanden die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft, die die Schwelle von 10 Prozent überschritten haben: Herr Günther Fielmann, Lütjensee (direkt und indirekt beteiligt), Herr Marc Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), Frau Sophie Luise Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), KORVA SE, Lütjensee (direkt und indirekt beteiligt), Fielmann Interoptik GmbH & CO. KG, Hamburg (indirekt beteiligt), Fielmann Familienstiftung, Hamburg (indirekt beteiligt).
Der Streubesitz beträgt 28,36 Prozent. Weitere Informationen können den Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen im Anhang des Jahresabschlusses 2017 der Fielmann Aktiengesellschaft entnommen werden.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrolle nicht unmittelbar ausüben
Eine solche Konstellation besteht bei der Gesellschaft nicht.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind geregelt in § 84 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 7 Abs. 1 folgende Regelung zur Zusammensetzung des Vorstands vor:
"(1) Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus mindestens drei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und die Person des Vorstandsvorsitzenden sowie gegebenenfalls seines Stellvertreters."
Die gesetzlichen Bestimmungen über die Änderung der Satzung sind geregelt in § 119 AktG in Verbindung mit § 179 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 14 Abs. 4 folgende Regelung zu Satzungsänderungen vor:
"(4) Zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung ist - soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich und genügend."
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Juli 2021 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um insgesamt bis zu 5.000.000,00 € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
| ― | um etwaige Spitzenbeträge unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwerten; |
| ― | bei Erhöhungen des Grundkapitals gegen Bareinlagen gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― | für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. |
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2016 festzulegen.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Entsprechende wesentliche Vereinbarungen sind nicht vorhanden.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind
Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern bestehen nicht.
Konzernerklärung zur Unternehmensführung entsprechend § 315d HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen.
Angaben entsprechend §§ 289b ff., 315b ff. HGB zur nichtfinanziellen Erklärung (Nachhaltigkeitsbericht)
Für das Geschäftsjahr 2017 stellt Fielmann erstmals seine Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) gesammelt dar. Der Bericht stellt die nicht-finanzielle Erklärung der Fielmann Aktiengesellschaft nach § 289b Abs. 3 HGB und des Fielmann-Konzerns nach § 315b Abs. 3 HGB dar. Fielmann entspricht damit den durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz formulierten Bestimmungen der §§ 289b ff., 315b ff. HGB. Der Bericht wurde entlang des GRI Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und wird auf der Internetseite unter www.fielmann.com veröffentlicht.
Angaben entsprechend § 160 Abs. 1 Nummer 2 AktG
Im Anhang des Jahresabschlusses der Fielmann Aktiengesellschaft befinden sich Angaben über den Bestand an eigenen Aktien sowie dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2017.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem die Beziehungen der Gesellschaft zu Herrn Günther Fielmann (Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft) sowie zu anderen ihm verbundenen Unternehmen und den zum Fielmann-Konzern gehörenden Unternehmen erfasst wurden.
Der Vorstand hat in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2017 nicht vor."
Risikomanagementsystem
Durch ein umfassendes Chancen- und Risikomanagement kann Fielmann Chancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne mögliche Risiken außer Acht zu lassen. Basis ist ein detailliertes Berichtswesen, das alle Planungs- und Steuerungssysteme beinhaltet. Anhand zuvor identifizierter und definierter Schwellenwerte wird regelmäßig analysiert, ob Risikokonzentrationen im Konzern oder bei der Fielmann Aktiengesellschaft bestehen. Die Überwachung ist in tägliche Arbeitsabläufe integriert, die monatliche und die jährliche Berichterstattung komplettieren das Frühwarnsystem. Mögliche Risiken werden identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der Fielmann Aktiengesellschaft bzw. des Konzerns bewertet. Das Ergebnis der Beurteilung wird auf Formblättern anhand eines Ampelsystems für die Risikoausprägung dokumentiert. Dabei werden folgende Risikoklassifizierungen unterschieden:
grün: guter Zustand (erwarteter Schaden hat ein Ausmaß von weniger als 1 Prozent des erwarteten Gewinns vor Steuern);
grün-gelb: leichte negative Abweichung vom guten Zustand (erwarteter Schaden hat ein Ausmaß von 1 bis <3 Prozent des erwarteten Gewinns vor Steuern);
gelb: Gefahr des Eintritts des kritischen Zustands (erwarteter Schaden hat ein Ausmaß von 3 bis <5 Prozent des erwarteten Gewinns vor Steuern);
gelb-rot: kritischer Zustand (erwarteter Schaden hat ein Ausmaß von 5 bis <10 Prozent des erwarteten Gewinns vor Steuern);
rot: sehr kritischer Zustand (erwarteter Schaden hat ein Ausmaß von mehr als 10 Prozent des erwarteten Gewinns vor Steuern).
Neben dem monatlichen und jährlichen Berichtswesen besteht zusätzlich eine Pflicht zur Ad-hoc-Berichterstattung. Der Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -beurteilung erfolgt dezentral durch die einzelnen Bereiche. Der Risikobeauftragte koordiniert die Risikoerfassung, - bewertung sowie - beurteilung und leitet die Risikoberichte der einzelnen Bereiche an den Vorstand weiter. Damit wird eine Vielzahl einzelner Risiken abgedeckt, die wiederum in den folgenden Kategorien zusammengefasst sind:
| ― | Umfeldrisiken |
| ― | Konzernleistungs- und Kostenrisiken |
| ― | Risiken in den Bereichen: |
| ― | Finanzen |
| ― | Produktion und Logistik |
| ― | Informationstechnologie |
| ― | Personal |
Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und deren Auswirkungen sind hierbei berücksichtigt. Die Wirksamkeit des Informationssystems wird regelmäßig durch die Interne Revision überwacht und im Rahmen der Prüfung beurteilt. Für den Fielmann-Konzern sowie für die Fielmann Aktiengesellschaft bestehen im Folgenden aufgeführte Risiken. Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken werden nicht explizit erfasst, da sie sich naturgemäß nicht vermeiden lassen.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die nachfolgenden Informationen über Risiken der künftigen Entwicklung beziehen sich auf die in das Risikomanagement von Fielmann eingebundenen Risiken. Zur Verbesserung der Information wird die nach IFRS 7 für den Konzernabschluss gebotene Berichterstattung über Kreditrisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken in den Lagebericht unter "Finanzwirtschaftliche Risiken" eingebunden. Die Ausführungen über die Chancen der künftigen Entwicklung betreffen im Wesentlichen operative Bereiche.
Branchen- und andere externe Risiken (Umfeldrisiken)
Konjunkturelle Schwankungen im internationalen Marktumfeld und eine zunehmende Wettbewerbsintensität stellen grundsätzliche Risiken dar. Daraus resultierende Preis- und Absatzrisiken sind gegeben. Ständige dezentrale und zentrale Wettbewerbsbeobachtung lässt frühzeitig Entwicklungen erkennen. Die Wettbewerbsbeobachtung schließt auch die Entwicklung relevanter Technologien sowie das Angebot von Versandhändlern ein. Über manuelle und automatisierte Verfahren wird das Angebot von Online-Anbietern im augenoptischen Bereich laufend beobachtet und analysiert.
Der Vorstand und weitere Entscheidungsträger werden zeitnah über Marktbewegungen informiert. Risiken werden so rechtzeitig identifiziert, und Maßnahmen kurzfristig ergriffen.
Das Konsumverhalten wird zunehmend durch digitale Technologien geprägt. Auch Brillen und Kontaktlinsen werden im Versandhandel angeboten.
In der Brillenoptik liegt der Umsatzmarktanteil des Online-Handels bei nur einem Prozent. Die Mehrheit des Versandumsatzes in Höhe von 261 Millionen € wird mit Kontaktlinsenprodukten erwirtschaftet (ZVA, 2018).
Zur Fertigung einer Brille sind Sehstärkenbestimmung, Brillenglaszentrierung und Anpassung notwendig. Fielmann vertreibt Korrektionsbrillen heute nicht per Internet. Ungenaue Daten rufen prismatische Nebenwirkungen hervor. Diese können zu Ermüdung, Unwohlsein, Kopfschmerzen bis hin zu Doppelbildern führen. Beim aktuellen Stand der Technologie ist die Zentrierung über ein Internetportal ein Zufallsprodukt.
Fielmann liefert in Deutschland und Österreich Kontaktlinsen kostenlos nach Hause, bietet bequeme Nachbestellmöglichkeiten per App, Computer und Tablet.
Das Risiko wird daher unverändert als gering (grün bis grün-gelb) eingestuft.
Segmentspezifische Risiken (Umfeldrisiken)
Die Segmentberichterstattung im Konzernabschluss nach IFRS erfolgt nach regionalen Absatzmärkten, von denen im Umsatz lediglich die "Schweiz" und das Segment "Übrige" von Währungsschwankungen betroffen sein können. Zu näheren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Punkt "Währungsrisiken".
Gesetzliche Änderungen im Gesundheitswesen stellen kaum Risiken dar.
Im Rahmen der Gesundheitsreform 2004 wurde den gesetzlich Versicherten bis auf wenige Ausnahmen der Anspruch auf die Korrektionsgläser entzogen. Neben Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre haben volljährige Versicherte dann einen Leistungsanspruch, wenn sie auf beiden Augen eine extreme Sehschwäche aufweisen und ihre Sehleistung auf dem besseren Auge bei bestmöglicher Korrektur höchstens 30 Prozent erreicht.
Die Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser wurde ab dem Frühjahr 2017 erweitert. Versicherte, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, haben einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrages bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.
Seit der Anhebung der Festbeträge für die Hörsystemversorgung in Deutschland zum 1. November 2013 auf 785 € je Hörsystem haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf eine Hörsystemversorgung, die nach dem aktuellen Stand der Medizintechnik eine bestmögliche Angleichung an das Gehör eines Normalhörenden gewährleistet.
Durch Rahmenverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen sind Hörakustiker verpflichtet, dieses Versorgungsziel bereits für den Kunden zum Nulltarif und mit Nachlässen gegenüber den Krankenkassen sicherzustellen. Für Fielmann die Chance, weitere Marktanteile zu gewinnen.
Operative Risiken (Produktions- und Logistikrisiken)
Die eigene Produktion sichert uns die Warenflusskontrolle von der Prüfung der Rohmaterialien bis hin zum Zusammenfügen der fertigen Brille. Ein nach DIN ISO 9001 eingerichtetes Qualitätsmanagement sorgt für eine standardisierte Organisation mit hochautomatisierten Herstellungs- und Prüfverfahren. Sie gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität.
Für den Eventualfall von Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen haben wir umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen:
| ― | systematische Schulungs- und Qualifikationsprogramme für die Mitarbeiter |
| ― | permanente Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und -technologien |
| ― | umfangreiche Sicherungsmaßnahmen in den Niederlassungen |
| ― | regelmäßige Kalibrierung von Messgeräten sowie die Wartung von Maschinen, IT-Anlagen und der Kommunikationsinfrastruktur |
Gegen nicht auszuschließende Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Das Risiko aus dem Produktions- und Logistikbereich wird daher unverändert als niedrig (grün) bewertet.
Konzernleistungs- und Kostenrisiken
Fielmann deckt die ganze Wertschöpfungskette der Brille ab, ist Designer, Hersteller, Agent und Augenoptiker. Unsere Einkaufsstärke sowie unsere weltweiten Geschäftsbeziehungen erlauben uns, mögliche Lieferengpässe kurzfristig auszugleichen und auf Entwicklungen der Einkaufspreise flexibel zu reagieren. Das Risiko wird unverändert als gering (grün) eingestuft.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungs- und Zinsschwankungen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken für den Fielmann-Konzern zur Folge haben. Fielmann hat die Risiken so weit wie möglich zentralisiert und steuert diese vorausschauend. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für den Konzern Zins- und Währungsrisiken. Die Instrumente zur Sicherung dieser finanzwirtschaftlichen Risiken sind in den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen im Anhang beschrieben. Die wesentlichen Einkaufskontrakte lauten in Euro. Fielmann finanziert sich größtenteils über Eigenkapital. Die Abhängigkeit von Zinsentwicklungen ist somit für das operative Geschäft gering.
Zinssatzänderungen haben ferner eine Auswirkung auf die Höhe des bilanziellen Ausweises von Rückstellungen und damit auf das Finanzergebnis. Ebenso wirken sich Zinsänderungen auf die vorhandene Liquidität und somit ebenfalls auf das Finanzergebnis aus. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Kursänderungen bei Währungen und für Wertpapiere. Die Steuerung erfolgt über ein Anlagemanagement zur Überwachung von Kredit-, Liquiditäts- und Markt- beziehungsweise Zins- sowie Währungsrisiken im Rahmen kurz- und langfristiger Planungen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden unverändert auf niedrigem Niveau eingestuft (grün).
Kreditrisiken (Finanzen)
Das Ausfallrisiko im Konzern besteht maximal in Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Niedrige Zinsen im Euro-Raum, die Verlängerung des Anleihekaufprogramms der EZB sowie die expansive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich auch 2017 auf alle Wirtschaftsbereiche aus. Durch notleidende Banken gehen, ebenso wie durch hohe öffentliche und private Schulden in einigen Ländern des Euro-Raums, unvermindert hohe Risiken für die Gemeinschaftswährung aus. Der Hauptrefinanzierungszinssatz der EZB lag im Geschäftsjahr 2017 unverändert bei 0,0 Prozent (Vorjahr: 0,0 Prozent).
Infolge von Zinssteigerungen in den USA konnten sich die langfristigen Zinsen im Euro-Raum zum Jahresende ebenfalls etwas erholen. Das operative Zinsergebnis des Fielmann-Konzerns belief sich in diesem Umfeld auf 0,8 Millionen € (Vorjahr: 1,3 Millionen €).
Die Anlageentscheidungen im Finanzbereich haben grundsätzlich die nachhaltige Sicherung der Kaufkraft als oberstes Ziel. Die Preissteigerungsrate beläuft sich für 2017 in Deutschland auf 1,8 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent). Eine Anlagerichtlinie schreibt für alle Klassen von Finanzinstrumenten, die der Kapitalanlage dienen, Höchstgrenzen vor. Die Anlagemöglichkeiten sind im Wesentlichen auf den sogenannten Investment Grade beschränkt.
Aufgrund der auch im Jahr 2017 weiterhin bestehenden großen Unsicherheit an den Finanzmärkten hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft entschieden, insbesondere in Anlagen mit hoher Bonität zu investieren bzw. Liquidität auf Tagesgeldkonten oder auf Kontokorrentkonten zu belassen. Grundsätzlich wird vor jeder wesentlichen Anlageentscheidung die Bonität des Geschäftspartners geprüft und dokumentiert. Die Fixierung von Höchstgrenzen für Anlagen je Kontrahent begrenzt das Ausfallrisiko, ebenso wie der derzeitige Schwerpunkt des Anlagehorizonts mit Laufzeiten von durchschnittlich 9 Monaten (Vorjahr: Laufzeiten von durchschnittlich 14 Monaten). Titel ohne Rating werden einer internen Beurteilung unterworfen. Hierbei werden unter anderem ein bestehendes Rating des Emittenten oder das eines vergleichbaren Schuldners sowie die Ausstattung des Titels berücksichtigt. Anlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten bedürfen keines Ratings, dieses gilt unter Berücksichtigung der definierten Freigrenzen der Anlagerichtlinie.
Die Kreditrisiken werden daher unverändert als gering (grün) eingestuft.
Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration von Ausfallrisiken, da durch die Einzelhandelsaktivität eine Bündelung auf einzelne Schuldner nicht gegeben ist. Vor diesem Hintergrund wird das Ausfallrisiko als unverändert gering (grün) eingeschätzt.
Liquiditätsrisiken (Finanzen)
Die Finanzsteuerung erfolgt vor dem Hintergrund, dem Vorstand die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns Sorge zu tragen. Die Fielmann Aktiengesellschaft steuert die Liquidität für alle Tochtergesellschaften des Konzerns zentral. Liquiditätsrisiken bestehen derzeit keine (grün). Darüber hinaus bietet die hohe Liquidität ausreichend Spielraum für die weitere Expansion. Zum 31. Dezember 2017 bestand Finanzvermögen im Konzern in Höhe von 350,1 Millionen € (Vorjahr: 368,1 Millionen €).
Marktrisiken (Finanzen)
Für den Fielmann-Konzern relevante Marktrisiken sind vor allem Zins- und Währungsrisiken. Anhand einer Sensitivitätsanalyse lassen sich vergangenheitsbezogen Auswirkungen verschiedener Entwicklungen aufzeigen.
Zinsrisiken (Finanzen)
Für die Sensitivitätsanalyse von Zinsrisiken gelten folgende Prämissen: Originäre Finanzinstrumente unterliegen nur dann Zinsrisiken, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Finanzinstrumente mit einer variablen Verzinsung unterliegen grundsätzlich Marktzinsrisiken, ebenso Liquidität auf Kontokorrentkonten. Das Zinsänderungsrisiko wird daher unverändert als gering (grün) eingestuft.
Währungsrisiken (Finanzen)
Infolge seiner internationalen Ausrichtung ist der Fielmann-Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungsströmen außerhalb seiner funktionalen Währung ausgesetzt. Über 85 Prozent der Zahlungsströme des Konzerns basieren auf dem Euro, etwa 12 Prozent auf dem Schweizer Franken (CHF), der Rest verteilt sich auf US-Dollar (USD), Polnische Zloty (PLN), Ukrainische Hrywnja (UAH), Japanische Yen (YEN) und Weißrussische Rubel (BYN).
Für Zahlungsausgänge oder den regelmäßig zu erwartenden Cashflow in Fremdwährung werden zur Begrenzung der Währungsrisiken Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten eingesetzt. Fielmann nutzt marktgängige Devisentermingeschäfte in den operativen Währungen CHF und USD. Die Absicherung erfolgt nicht zu spekulativen Zwecken, sondern dient ausschließlich der Absicherung von regelmäßigen Zahlungsströmen des Konzerns in Fremdwährungen.
Als Basis für die Einschätzung der identifizierten Risiken dienen Simulationsrechnungen unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien.
Die Marktbewertung eingesetzter Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich anhand vorhandener Marktinformationen. Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichtswährung resultieren, werden grundsätzlich nicht gesichert.
Die Währungen PLN, UAH und BYN werden aufgrund der jeweiligen geringen Gesamtsumme bzw. der damit verbundenen unverhältnismäßig hohen Kosten nicht abgesichert.
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 bestanden keine Devisentermingeschäfte (Vorjahr: keine). Termingelder in der Währung USD wurden ebenfalls nicht gehalten (Vorjahr: 21,0 Millionen USD), auch keine Absicherungen hinsichtlich des Schweizer Franken (Vorjahr: keine). Die Währungsrisiken für Fielmann werden nach wie vor als gering (grün) eingestuft.
Fachkräftebedarf (Personal)
Der demografische Wandel verändert Deutschland wie kaum eine andere gesellschaftliche Entwicklung. Die Alterung der Bevölkerung, deren wachsende Heterogenität und das Nebeneinander von Wachstum und Bevölkerungsverlust einzelner Regionen prägen den demografischen Wandel in Deutschland. So wird sich auch der Arbeitsmarkt nachhaltig verändern. Im Jahr 2017 befanden sich rund 49,3 Millionen Menschen in der Altersgruppe von 20 bis 64 Jahren. Ihre Zahl wird nach Einschätzungen des Statistischen Bundesamts nach 2020 deutlich zurückgehen und 2030 etwa 44 bis 45 Millionen betragen. 2060 werden dann etwa 38 Millionen Menschen im Erwerbsalter sein (-14 Prozent). Aufgrund des demographischen Wandels wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland von heute 44,3 Millionen auf circa 41,1 Millionen im Jahr 2030 sinken. Die Digitalisierung der Arbeitswelt verändert Berufe und erforderliche Qualifikationen. Um den Herausforderungen des demografischen und technologischen Wandels zu begegnen und um den Auswirkungen dieser Entwicklung auf das Unternehmen frühzeitig entgegenzuwirken, wirbt Fielmann in Schulen und auf Jobmessen um die Fachkräfte der Zukunft. Mehr als 10.000 junge Menschen bewerben sich jährlich um einen beruflichen Start beim Marktführer.
Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche pflegt Fielmann die deutsche Handwerksausbildung. Sie wird bei Fielmann mit deutscher Präzision und Gründlichkeit betrieben, auch in unseren ausländischen Niederlassungen. Jahr für Jahr investiert Fielmann achtstellige Beträge in die Ausbildung, erhöhte die Anzahl der Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr um 227 auf 3.417 (Vorjahr: 3.190 Auszubildende), eine Ausweitung um 7,1 Prozent. Unsere Ausbildung ist gut, bundesweite Auszeichnungen belegen das. Fielmann investiert auch in innovative Konzepte der Weiterbildung. Mit einem berufsbegleitenden Meisterkurs wird auch örtlich, häufig familiär gebundenen Augenoptikerinnen und Augenoptikern die Möglichkeit zur weiteren Qualifikation und die Chance zum beruflichen Aufstieg geboten.
Fielmann treibt die Expansion voran und sucht verstärkt qualifizierten Nachwuchs. Seit November 2017 betreibt Fielmann eine neue Kampagne, um zusätzliche Auszubildende zu gewinnen. Die Internetseite www.optiker-werden.de gibt Einblick in den Arbeitsalltag beim Marktführer, begeistert junge Menschen für den Beruf des Augenoptikers.
Die Risiken aus dem Bereich Personal werden aufgrund der aktuellen Lage und der entsprechenden Maßnahmen als gering (grün) eingestuft.
IT-Risiken
Die operative und strategische Steuerung des Konzerns ist eingebunden in eine komplexe Informationstechnologie. Die IT-Systeme werden regelmäßig gewartet und verschiedenen Sicherungsmaßnahmen unterzogen. Durch stetigen Dialog zwischen internen und externen IT-Spezialisten wird eine Aufrechterhaltung und Optimierung der Systeme gewährleistet. Daneben begegnet der Fielmann-Konzern den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen. Technologische Neuerungen und Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, geprüft und bei Eignung eingesetzt. Daher werden die IT-Risiken insgesamt als gering (grün) eingestuft.
Chancen
Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen Experten zufolge eine Brille oder Kontaktlinsen. Schon heute sind mehr junge Leute betroffen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Häufiges Nahsehen, etwa beim Lesen oder Arbeiten am Computer, und Mangel an Tageslicht gehörten Studien zufolge zu den Ursachen für ein zu starkes Längenwachstum des Augapfels vor allem zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr.
Gemäß einer Studie des Kuratoriums Gutes Sehen e. V. hat sich seit 1952 der Anteil der Brillenträger in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen mehr als verdoppelt. In der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen stieg der Anteil der Brillenträger um mehr als 55 Prozent. In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Brille angewiesen. Normalsichtige benötigen eine Lesebrille, Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen im Alter eine Fern- und eine Nahbrille. Komfortabler sind Mehrstärkengläser, heute zunehmend in Form von Gleitsichtgläsern. Fielmann wächst mit Gleitsichtgläsern schneller als die Branche. Dies erklärt sich aus der Kundenstruktur. Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden der traditionellen Wettbewerber. Sie bleiben uns über die Jahre treu. Ohne auch nur einen Neukunden zu gewinnen, wird sich der Gleitsichtanteil bei Fielmann daher in den nächsten Jahren um mehr als 50 Prozent erhöhen.
Fielmann deckt die ganze Wertschöpfungskette der Brille ab, ist Designer, Hersteller, Agent und Augenoptiker. Fielmann kann Brillen zu niedrigeren Preisen abgeben als die Konkurrenz, weil wir direkt bei Herstellern in großen Mengen beziehen, von denen die großen Marken kaufen, und auch selber produzieren. Einkaufsvorteile geben wir an unsere Kunden weiter.
Nur 45 Prozent aller Brillenträger tragen derzeit eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke. Fielmann verspricht sich weiteres Wachstum aus dem steigenden Anteil modischer Sonnenbrillen mit individueller Korrekturstärke. Neue Entwicklungen bei Kontaktlinsen, wie moderne und komfortable Tageslinsen, hergestellt aus verträglichen Werkstoffen, oder auch kundenindividuelle Produkte, führen zu zusätzlichem Wachstum. Große Chancen sehen wir zudem in der intelligenten Verbindung digitaler Services und stationärer Kompetenz. Unseren Internetauftritt und unsere Niederlassungen werden wir stärker vernetzen, neue digitale Services für unsere Kunden erschaffen.
Neben dem Umsatzwachstum im Optikbereich erwarten wir zusätzliche Impulse durch den weiteren Ausbau unserer Hörakustikstudios. Allein unsere Stammkunden in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 100.000 Hörsysteme pro Jahr. In Deutschland haben nach aktueller Einschätzung mehr als 5,4 Millionen Personen einen versorgungsnotwendigen Hörbedarf (Bundesinnung der Hörakustiker), aber nur 3,5 Millionen nutzen ein Hörsystem.
Über immer kleinere, praktisch "unsichtbare" Hochleistungssysteme wird sich die Anzahl der Hörgerätenutzer in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Die Kombination des Angebots von Brille und Hörsystem ist für den Kunden vorteilhaft und erhöht die Bindung an unser Unternehmen.
Fielmann verdichtet das Niederlassungsnetz in Deutschland, treibt die Auslandsexpansion voran. Die benachbarten Länder Europas, insbesondere Italien, bieten uns hohe Wachstums- und Ertragschancen.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung und Richtigkeit des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts. Schulung und regelmäßiger Austausch, standardisierte Vorlagen sowie ein IT-gestütztes Informationssystem zu Bilanzierungsfragen und ein gruppenweit einheitliches Abrechnungssystem konkretisieren Abläufe und unterstützen eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erstellung des Abschlusses.
Die Warenflusskontrolle sowie -bewertung erfolgt über das bei Fielmann einheitliche Abrechnungssystem. Um die hohe Integration der eingesetzten SAP-Systeme und die Standardisierung vieler Prozesse zu nutzen, wurden die Abschlussarbeiten in den jeweiligen Fachbereichen zentralisiert. Bis auf drei kleine Gesellschaften werden alle Einzelabschlüsse in SAP erstellt und zentral im Konzern zusammengeführt. Basis einer jeden Belegprüfung ist das für das Rechnungswesen auf Einzelabschluss- und Konzernebene installierte Kontrollsystem, das die Prozess- und Datenqualität überwacht. Zu diesem Kontrollsystem gehören unter anderem Informationsflussdarstellungen, ein Verfahren zur täglichen Kassenabrechnung, Prüf- und Checklisten sowie ein IT-System zur Überwachung aller Transaktionen für den Monats-, Jahres- und Konzernabschluss.
Die Einhaltung der Regelungen unterliegt einer turnusmäßigen Überprüfung durch die Interne Revision. Die buchhalterischen Vorgaben eines zentralen Finanzinformationssystems gelten für Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften nach lokalen handelsrechtlichen Grundsätzen, wobei Besonderheiten für einzelne Einheiten vermerkt sind. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse aufstellen, gelten die Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz II, die zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet wird. Die Bilanzierungsgrundsätze werden auch auf Zwischenabschlüsse angewendet und dienen sowohl einer sachlichen als auch einer zeitlichen Stetigkeit.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat von der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Systems der Internen Revision überzeugt.
Zusammenfassung der Risikosituation sowie des Systems der Internen Revision gemäß den Vorgaben nach § 107 AktG
Die Marktstellung des Konzerns, seine finanzielle Bonität und ein Geschäftsmodell, das Fielmann erlaubt, Wachstumschancen schneller als der Wettbewerb zu erkennen und umzusetzen, lassen mit Blick auf die zukünftige Entwicklung keine Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen.
Ausblick
Fielmann verdichtet das Filialnetz in Deutschland und treibt die Expansion im benachbarten Ausland voran, das mit Augenmaß. Im deutschsprachigen Raum vergrößern wir unsere Standorte, ziehen in bessere Lagen. Umzüge und Umbauten sowie der Einsatz modernster Technik verringern die Wartezeiten für unsere Kunden, bescheren uns regelmäßig zweistellige Zuwachsraten bei Absatz und Umsatz. Mittelfristig planen wir 170 Umzüge und Umbauten.
Außerdem werden wir neue Standorte eröffnen. In Deutschland werden wir mehr als 600 Niederlassungen betreiben und mehr als 7,5 Millionen Brillen pro Jahr absetzen. In der Schweiz planen wir in den nächsten Jahren mit 45 Niederlassungen jährlich über 550.000 Brillen abzugeben. In Österreich wollen wir mit 40 Niederlassungen 500.000 Brillen verkaufen. Für Polen planen wir mittelfristig 40 Standorte in allen Ballungsgebieten des Landes. Der Absatz wird sich dann auf rund 300.000 Brillen belaufen. Die Entwicklung in Italien ist erfreulich, deshalb expandieren wir zügig. Mittelfristig wollen wir in Norditalien 40 Niederlassungen betreiben und 500.000 Brillen verkaufen.
Der Markt der Hörsysteme ist ein Wachstumsmarkt im Bereich der Best Ager. In den nächsten Jahren will Fielmann die Zahl seiner Hörakustikstudios deutlich ausweiten, wird dann über rund 250 Akustikeinheiten verfügen.
Ein wesentlicher Grund für unseren Erfolg ist die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche prägt Fielmann die deutsche Handwerksausbildung. Sie wird bei uns mit Präzision und Gründlichkeit betrieben, auch in unseren ausländischen Niederlassungen. Jahr für Jahr investiert Fielmann um 20 Millionen € in die Aus- und Weiterbildung. Für 201 8 sind Aufwendungen in ähnlicher Größenordnung geplant. Seit 2006 hat Fielmann die Zahl der Auszubildenden von 1.715 auf jetzt 3.417 nahezu verdoppelt.
In Ausbau, Modernisierung und Erhalt des Niederlassungsnetzes, in Produktion und Infrastruktur werden wir 2018 rund 96,0 Millionen € investieren, dies aus Eigenmitteln.
In Deutschland planen wir Investitionen in Höhe von 78,4 Millionen €, in Italien 6,5 Millionen €, in Österreich 1,8 Millionen €, in der Schweiz 7,6 Millionen € und in Polen unter 1,0 Millionen €. Wir werden 46,8 Millionen € für die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen aufwenden. In die Kapazitätsausweitung unserer Produktion investieren wir rund 5,2 Millionen €, in die Konzerninfrastruktur weitere 43,8 Millionen €.
Fielmann wird auch in Zukunft eine hohe Eigenkapitalquote ausweisen und die vorhandene Liquidität risikoarm anlegen. Mit Investitionen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in neue Niederlassungen sowie die Modernisierung bestehender Geschäfte und die Fertigung schaffen wir die solide Basis für weiteres, nachhaltiges Wachstum. Neben der Expansion erwarten wir eine Ausweitung unserer Absätze von Gleitsichtbrillen, Kontaktlinsen und Hörgeräten. Mittelfristig rechnen wir damit, dass sich der Absatzanteil der Gleitsichtbrillen bei Fielmann um mehr als 50 Prozent erhöht. Neue Fertigungstechnologien beim Bearbeiten von Brillengläsern in unserem Logistikzentrum in Rathenow und verbesserte Abläufe sowohl in unseren Niederlassungen als auch in der Zentrale werden in den nächsten zwei Jahren die Produktivität erhöhen.
Die Bundesregierung erwartet für Deutschland 201 8 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,4 Prozent.
Das Konsumklima setzt seinen klaren Aufwärtstrend fort. Laut der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) führt die gute konjunkturelle Lage, ein hoher Grad an Beschäftigung sowie die Aussicht auf Gehaltszuwächse zu einem Anstieg des Konsumklimaindexes auf den höchsten Wert seit September 2001. Die privaten Konsumausgaben dürften daher in diesem Jahr nochmals zulegen.
Angesichts dieser Vorhersagen ist Fielmann zuversichtlich, seine Marktposition auszubauen.
Zusammenfassende Aussage zum Prognosebericht
Fielmann denkt langfristig, plant in diesem und im nächsten Jahr jeweils mehr als zehn neue Niederlassungen zu eröffnen sowie jährlich mehr als 30 bestehende Niederlassungen umzubauen und zu vergrößern. Auch 2018 werden wir unsere Wachstumsstrategie weiterverfolgen. Mit unserer konsequenten Ausrichtung auf den Kunden, der hohen Mitarbeiterqualifikation und den Investitionen der Vergangenheit werden wir aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr weitere Marktanteile gewinnen. Die ersten Monate des Jahres 201 8 stimmen uns optimistisch. Die hohe Kundenzufriedenheit von über 90 Prozent werden wir auf bestehendem Niveau halten. Wir planen einen leichten Anstieg beim Absatz bezogen auf das Vorjahr. Darüber hinaus führt auch ein verbesserter Produktmix zu einer Umsatzausweitung. Diese wird im Jahr 201 8 leicht über dem Durchschnitt der Vorjahre liegen. Wir erwarten ein Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau. Die Aktionäre werden wieder über eine angemessene Dividende an der Unternehmensentwicklung partizipieren, dies bei einer weiterhin für den Einzelhandel hohen Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität.
Eine wesentliche Änderung der Rahmenbedingungen kann zur Anpassung dieser Prognose führen.
Konzernbilanz zum 31.12.2017
Aktiva
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| Tz. im Anhang | Stand am 31.12.2017 Tsd. € |
Stand am 31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 24.771 | 18.379 |
| II. Firmenwerte | (2) | 46.032 | 45.704 |
| III. Sachanlagen | (3) | 239.731 | 224.389 |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (3) | 16.089 | 16.404 |
| V. Finanzanlagen | (4) | 2.706 | 1.313 |
| VI. Aktive latente Steuern | (5) | 12.686 | 9.224 |
| VII. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (6) | 57.822 | 87.000 |
| 399.837 | 402.413 | ||
| B. I. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte | (7) | 128.673 | 128.136 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (8) | 31.158 | 26.733 |
| III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (8) | 51.810 | 46.416 |
| IV. Nicht finanzielle Vermögenswerte | (9) | 13.924 | 20.314 |
| V. Ertragsteueransprüche | (10) | 10.748 | 9.725 |
| VI. Finanzanlagen | (11) | 117.399 | 165.765 |
| VII. Zahlungsmittel und Äquivalente | (12) | 172.131 | 114.032 |
| 525.843 | 511.121 | ||
| 925.680 | 913.534 | ||
| Tz. im Anhang | Stand am 31.12.2017 Tsd. € |
Stand am 31.12.2016 Tsd. € |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (13) | 84.000 | 84.000 |
| II. Kapitalrücklage | (14) | 92.652 | 92.652 |
| III. Gewinnrücklagen | (15) | 362.763 | 358.167 |
| IV. Bilanzgewinn | (16) | 155.400 | 151.200 |
| V. Nicht beherrschende Anteile | (17) | 195 | 246 |
| 695.010 | 686.265 | ||
| B. Langfristige Schulden | |||
| I. Rückstellungen | (18) | 23.776 | 23.325 |
| II. Finanzverbindlichkeiten | (19) | 1.858 | 1.605 |
| III. Passive latente Steuern | (20) | 9.463 | 8.430 |
| 35.097 | 33.360 | ||
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| I. Rückstellungen | (21) | 42.828 | 41.495 |
| II. Finanzverbindlichkeiten | (22) | 151 | 166 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (22) | 63.820 | 63.035 |
| IV. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (22) | 25.276 | 20.426 |
| V. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (23) | 50.090 | 50.730 |
| VI. Ertragsteuerschulden | (24) | 13.408 | 18.057 |
| 195.573 | 193.909 | ||
| 925.680 | 913.534 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2017
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| Tz. im Anhang | 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
Veränderung zum Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| 1. Konzernumsatz | (27) | 1.385.974 | 1.337.179 | 3,6% |
| 2. Bestandsveränderung | (27) | 355 | -707 | -150,2% |
| Konzerngesamtleistung | 1.386.329 | 1.336.472 | 3,7% | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | (28) | 14.188 | 15.611 | -9,1% |
| 4. Materialaufwand | (29) | -277.205 | -279.796 | -0,9% |
| 5. Personalaufwand | (30) | -568.733 | -539.855 | 5,3% |
| 6. Abschreibungen | (31) | -42.272 | -39.992 | 5,7% |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (32) | -263.259 | -250.859 | 4,9% |
| 8. Aufwendungen im Finanzergebnis | (33) | -1.618 | -1.796 | -9,9% |
| 9. Erträge im Finanzergebnis | (33) | 1.213 | 1.693 | -28,4% |
| 10. Ergebnis vor Steuern | 248.643 | 241.478 | 3,0% | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (34) | -75.790 | -70.260 | 7,9% |
| 12. Jahresüberschuss | (35) | 172.853 | 171.218 | 1,0% |
| 13. Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | (36) | -5.226 | -4.910 | 6,4% |
| 14. Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind | 167.627 | 166.308 | 0,8% | |
| 15. Konzernergebnisvortrag | 88 | 51 | 72,5% | |
| 16. Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen | (38) | -12.315 | -15.159 | -18,8% |
| 17. Bilanzgewinn | 155.400 | 151.200 | 2,8% | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert)1 | (35) | 2,00 | 1,98 |
1) Vorgänge, die eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie nach sich ziehen würden, fanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr statt.
Gesamtergebnisrechnung
Textziffer (40)
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| 2017 | 2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 172.853 | 171.218 |
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus Währungsumrechnung | -4.386 | -250 |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Bewertung der Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) | 25 | -504 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -4.361 | -754 |
| Gesamtergebnis | 168.492 | 170.464 |
| davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen | 5.226 | 4.910 |
| davon Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 163.266 | 165.554 |
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Textziffer (41)
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| Gezeichnetes Kapital Tsd. € |
Kapitalrücklage Tsd. € |
Währungsumrechnungsrücklage Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 84.000 | 92.652 | 21.189 |
| Jahresüberschuss | |||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| Sonstiges Ergebnis | -4.386 | ||
| Gesamtergebnis | -4.386 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | |||
| Eigene Anteile | |||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | |||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 84.000 | 92.652 | 16.803 |
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| Bewertungsrücklage IAS 19 Tsd. € |
Rücklage für eigene Anteile Tsd. € |
Rücklage für anteilsbasierte Vergütung Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | -2.269 | -357 | 2.172 |
| Jahresüberschuss | |||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| Sonstiges Ergebnis | 25 | ||
| Gesamtergebnis | 25 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | 193 | ||
| Eigene Anteile | 137 | ||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | |||
| Stand am 31. Dezember 2017 | -2.244 | -220 | 2.365 |
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| Gewinnrücklagen Tsd. € |
Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen Tsd. € |
Bilanzgewinn Tsd. € |
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen Tsd. € |
Nicht beherrschende Anteile Tsd. € |
Eigenkapital Eigenkapital Tsd. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 337.432 | 358.167 | 151.200 | 686.019 | 246 | 686.265 |
| Jahresüberschuss | 167.627 | 167.627 | 5.226 | 172.853 | ||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | 12.315 | 12.315 | -12.315 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | -4.361 | -4.361 | -4.361 | |||
| Gesamtergebnis | 12.315 | 7.954 | 155.312 | 163.266 | 5.226 | 168.492 |
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | -151.112 | -151.112 | -5.277 | -156.389 | ||
| Anteilsbasierte Vergütungen | 193 | 193 | 193 | |||
| Eigene Anteile | 137 | 137 | 137 | |||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -3.688 | -3.688 | -3.688 | -3.688 | ||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 346.059 | 362.763 | 155.400 | 694.815 | 195 | 695.010 |
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| Gezeichnetes Kapital Tsd. € |
Kapitalrücklage Tsd. € |
Währungsumrechnungsrücklage Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2016 | 84.000 | 92.652 | 21.439 |
| Jahresüberschuss | |||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| Sonstiges Ergebnis | -250 | ||
| Gesamtergebnis | -250 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | |||
| Eigene Anteile | |||
| Entnahmen/Einlagen | |||
| Stand am 31. Dezember 2016 | 84.000 | 92.652 | 21.189 |
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| Bewertungsrücklage IAS 19 Tsd. € |
Rücklage für eigene Anteile Tsd. € |
Rücklage für anteilsbasierte Vergütung Tsd. € |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2016 | -1.765 | -251 | 2.207 |
| Jahresüberschuss | |||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| Sonstiges Ergebnis | -504 | ||
| Gesamtergebnis | -504 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | -35 | ||
| Eigene Anteile | -106 | ||
| Entnahmen/Einlagen | |||
| Stand am 31. Dezember 2016 | -2.269 | -357 | 2.172 |
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| Gewinnrücklagen Tsd. € |
Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen Tsd. € |
Bilanzgewinn Tsd. € |
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen Tsd. € |
Nicht beherrschende Anteile Tsd. € |
Eigenkapital Tsd. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2016 | 322.273 | 343.903 | 147.000 | 667.555 | 238 | 667.793 |
| Jahresüberschuss | 166.308 | 166.308 | 4.910 | 171.218 | ||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | 15.159 | 15.159 | -15.159 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | -754 | -754 | -754 | |||
| Gesamtergebnis | 15.159 | 14.405 | 151.149 | 165.554 | 4.910 | 170.464 |
| Dividenden/Ergebnisanteile1 | -146.949 | -146.949 | -4.714 | -151.663 | ||
| Anteilsbasierte Vergütungen | -35 | -35 | -35 | |||
| Eigene Anteile | -106 | -106 | -106 | |||
| Entnahmen/Einlagen | 0 | -188 | -188 | |||
| Stand am 31. Dezember 2016 | 337.432 | 358.167 | 151.200 | 686.019 | 246 | 686.265 |
Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern
Textziffer (42)
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| Kapitalflussrechnung nach IAS 7 für die Zeit vom 1. 1. bis zum 31. 12. | 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
Veränderung Tsd. € |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 248.643 | 241.478 | 7.165 | |
| + | Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen im Finanzergebnis | 1.618 | 1.796 | -178 |
| - | Erfolgswirksam erfasste Erträge im Finanzergebnis | -1.213 | -1.693 | 480 |
| + | Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 42.272 | 39.992 | 2.280 |
| - | Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -400 | -400 | |
| - | Gezahlte Ertragsteuern | -81.773 | -63.798 | -17.975 |
| +/- | Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | 3.537 | 2.179 | 1.358 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 1.784 | -1.687 | 3.471 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 278 | 221 | 57 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 3.326 | -3.353 | 6.679 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 3.803 | 936 | 2.867 |
| - | Gezahlte Zinsen | -1.281 | -1.284 | 3 |
| + | Vereinnahmte Zinsen | 1.140 | 1.468 | -328 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der finanziellen Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden | 65.407 | 2.902 | 62.505 |
| \= | Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 287.141 | 219.157 | 67.984 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 404 | 370 | 34 | |
| - | Auszahlungen für Sachanlagen | -54.413 | -37.836 | -16.577 |
| - | Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -11.784 | -10.857 | -927 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 362 | 201 | 161 |
| - | Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | -1.755 | -850 | -905 |
| - | Auszahlungen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -1 | -26 | 25 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | -2.152 | 0 | -2.152 |
| \= | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -69.339 | -48.998 | -20.341 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Anteilseigner | -156.389 | -151.663 | -4.726 | |
| +/- | Verkauf/ Erwerb eigener Anteile | 137 | -106 | 243 |
| + | Einzahlungen aus aufgenommenen Darlehen | 864 | 73 2 | 132 |
| - | Rückzahlung von Darlehen | -626 | -617 | -9 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | -3.688 | 0 | -3.688 |
| \= | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -159.702 | -151.654 | -8.048 |
| Zahlungswirksame Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente | 58.100 | 18.505 | 39.595 | |
| +/- | Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente | -1 | -122 | 121 |
| + | Zahlungsmittel und Äquivalente am Anfang der Periode | 114.032 | 95.649 | 18.383 |
| \= | Zahlungsmittel und Äquivalente am Ende der Periode | 172.131 | 114.032 | 58.099 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017
I. Allgemeine Angaben
Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Sie ist im Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 56098 eingetragen.
Mutterunternehmen der Fielmann Aktiengesellschaft ist die KORVA SE. Oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die Fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. KG. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und in der Beteiligung an Augenoptik-Unternehmen, Hörakustik-Unternehmen sowie der Herstellung von und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires, erlaubnisfreien Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör. Die Produktion von Gläsern ist in der Rathenower Optik GmbH konzentriert.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 am 16. März 2018 aufgestellt und wird diesen am 22. März 2018 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 12. April 2018 insoweit besteht bis zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit einer Änderung des Konzernabschlusses.
Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend bzw. freiwillig vorzeitig anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.
II. Anwendung von neuen und geänderten Standards
Erstmals im Geschäftsjahr angewendete neue und geänderte Standards und Interpretationen
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| Verlautbarung | Titel | Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB | Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU |
|---|---|---|---|
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRSe 2014-2016 Cycle Änderungen an IFRS 12 | 1.1.2017 | 1.1.2017 |
| Änderungen an IAS 7 | Angabeinitiative - Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten | 1.1.2017 | 1.1.2017 |
| Änderungen an IAS 12 | Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 1.1.2017 | 1.1.2017 |
Aus der Anwendung dieser Änderungen ergeben sich für die Gesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.
Neue und geänderte aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen
Die folgenden neuen beziehungsweise geänderten Standards wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.
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| Verlautbarung | Titel | Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB | Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU |
|---|---|---|---|
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRSe 2014-2016 Cycle Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 | 1.1.2018 | offen |
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRSe 2015-2017 Cycle Änderungen an IAS 12, IAS 23, IFRS 12, IFRS 23 | 1.1.2019 | offen |
| Änderungen an IAS 19 | Planänderung, -kürzung oder -abgeltung | 1.1.2019 | offen |
| Änderungen an IAS 28 | Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 1.1.2019 | offen |
| Änderungen an IAS 40 | Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1.1.2018 | offen |
| Änderungen an IFRS 2 | Einstufung und Bewertung anteilsbasierte Vergütungen | 1.1.2018 | 1.1.2018 |
| Änderungen an IFRS 4 | Anwendung von IFRS "Finanzinstrumente" in Verbindung mit Versicherungsverträgen (Wird durch IFRS 17 ersetzt) | 1.1.2018 | 1.1.2018 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1.1.2018 | 1.1.2018 |
| Änderungen an IFRS 9 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 1.1.2019 | offen |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 1.1.2016 | Übernahme wird nicht vorgeschlagen |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 | 1.1.2018 |
| Änderungen an IFRS 15 | Klarstellungen zu IFRS 15 | 1.1.2018 | 1.1.2018 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1.1.2019 | 1.1.2019 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge (Ersetzt Übergangsstandard IFRS 4) | 1.1.2021 | offen |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 1.1.2018 | offen |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1.1.2019 | offen |
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Dieser Standard befasst sich mit der Einordnung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Im Zusammenhang mit dem neuen Standard wurden "Änderungen an IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 - Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang" sowie "Änderungen an IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 - Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" veröffentlicht. Auf Basis der zum 31. Dezember 2017 existierenden Finanzinstrumente ergibt sich im Rahmen der Klassifizierung nach IFRS 9 keine Änderung der Bewertung gegenüber IAS 39. Auch folgen aus dem "expected loss"-Modell nach IFRS 9 hinsichtlich der Wertminderungen keine wesentlichen Änderungen. Grundsätzlich sind die Anhangangaben zu Finanzinstrumenten auszuweiten.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
IFRS 15 regelt, zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise über welchen Zeitraum und in welcher Höhe Umsatzerlöse zu erfassen sind. Zukünftig ist der Betrag als Umsatzerlös zu erfassen, der für die Übertragung von Gütern und Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erwartet wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts beziehungsweise des Zeitraums kommt es nun auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden und nicht mehr auf die Übertragung der Risiken und Chancen an. Neben umfangreicheren Anhangangaben zu den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ergeben sich aus der Erstanwendung des IFRS 15 keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Der neue Standard ersetzt die Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard enthält Regelungen zu Ansatz, Bewertung und Anhangangaben von Leasingverhältnissen. In der Bilanz des Leasingnehmers sollen zukünftig alle mit den Leasingverhältnissen verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen erfasst werden. Als Leasingverbindlichkeit wird die Verpflichtung aus den zukünftigen Leasingzahlungen erfasst. Gleichzeitig wird ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert aktiviert, das grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben wird. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung. Für den Leasinggeber sind die Regelungen des IFRS 16 ähnlich der Vorschriften des IAS 17. Im Gegensatz zur Bilanzierung beim Leasingnehmer wird beim Leasinggeber die Unterscheidung in Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse beibehalten. IFRS 16 sieht neben Änderungen in der Bilanzierung auch eine Ausweitung der Angabepflichten sowohl für Leasinggeber als auch für Leasingnehmer vor. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. Die Fielmann Aktiengesellschaft wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden. Es wird voraussichtlich die modifiziert retrospektive Methode Anwendung finden. Bei dieser Methode wird der kumulative Effekt aus der Erstanwendung als einmalige Anpassung in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 im Eigenkapital erfasst. IFRS 16 wird einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Umfang der Anhangangaben haben. Eine Analyse im Rahmen eines bereits begonnenen Einführungsprojektes hat ergeben, dass sich die Bilanzsumme voraussichtlich zwischen 360 und 410 Millionen Euro erhöhen wird.
Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards beziehungsweise Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.
III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten, wie nachfolgend beschrieben, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt.
Alle monetären Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in der Konzernwährung Euro in Tausend €, die Segmentberichterstattung in Millionen €.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert.
Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises
In den Konzernabschluss sind alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Auch an 24 (Vorjahr: 29) deutschen Franchisegesellschaften übt die Fielmann Aktiengesellschaft Beherrschung im Sinne des IFRS 10 aus. Diese Beherrschung ergibt sich aus dem Zusammenwirken der gesellschaftsrechtlichen, franchisevertraglichen und wirtschaftlichen Einflüsse. Die Vorgaben des Franchisevertrags zu Ladenlokal, Sortiment, Beständen, Werbung u. a. definieren den Rahmen der Geschäftspolitik im Sinne der Fielmann Aktiengesellschaft. 25 (Vorjahr: 24) im Baltikum durch Franchisenehmer betriebene Niederlassungen sind nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises, da die vertraglichen Vereinbarungen nicht zu einer Beherrschung der Gesellschaft führen.
Hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen. Dieser Anteilsbesitz enthält zudem eine Aufstellung der Gesellschaften, die von der Befreiung nach § 264 Absatz 3 sowie § 264b HGB Gebrauch machen.
Zum 31. Dezember 2017 werden acht (Vorjahr: vier) Gesellschaften erstmals konsolidiert. Hierbei handelt es sich um vier in Deutschland neu gegründete Vertriebsgesellschaften sowie den Erwerb von drei traditionellen Optikerbetrieben. Darüber hinaus wurde eine Gesellschaft erworben, die im augenoptischen Bereich in der Produktentwicklung und im Design tätig ist.
Im Zuge der genannten Unternehmenserwerbe (Anschaffungskosten Tsd. € 2.202, bis auf Tsd. € 50 beglichen mit Zahlungsmitteln) wurden nach Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 Unterschiedsbeträge als Firmenwerte in Höhe von Tsd. € 866 bilanziert. Gesondert anzusetzende immaterielle Vermögenswerte mit wesentlichem Wert lagen nicht vor. In die Kapitalkonsolidierung einbezogen wurde Eigenkapital in Höhe von Tsd. € 915. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wurde durch Impairment-Tests gemäß den weiter unten dargestellten Grundsätzen nachgewiesen.
Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der im Berichtszeitraum eröffneten Niederlassungen und erworbenen Optikerbetrieben als Teil der normalen Expansion werden bezüglich der hieraus resultierenden Änderung des Konsolidierungskreises keine weiteren Angaben gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr haben sich bei den bereits im Vorjahr zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften keine relevanten Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen ergeben. Im Rahmen der laufenden Pflege des Niederlassungsbestandes wurden wie im Vorjahr keine Standorte geschlossen.
Konsolidierungsgrundsätze
Grundlage des Konzernabschlusses sind die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2017 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die übrigen Einzelgesellschaften wurden daraufhin analysiert, ob die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2017 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in die Konzernbilanz maßgeblichen Vorschriften beachtet sind.
Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften untereinander werden miteinander verrechnet, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit davon abgesehen wird. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen. Gemäß IAS 12 werden die für die jeweiligen Gesellschaften relevanten durchschnittlichen Landesertragsteuersätze angewendet.
Zwischengewinne werden im Vorrats- und Anlagevermögen eliminiert.
Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu Zeitwerten. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Nettovermögen von in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden bei Zugang mit dem entsprechenden Anteil an den bilanzierten Beträgen bewertet. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften des Konzerns, die in Einzelabschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften Eigenkapitalcharakter haben, werden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Kapitalunterdeckungen im Einzelabschluss, die als negative Werte unter den nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital bilanziert werden.
Geschäfts- oder Firmenwert und Impairment-Test
Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen, sofern erforderlich, bilanziert und ist gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
Für Zwecke der Prüfung auf Wertminderung ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf jede der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.
Der Impairment-Test für Firmenwerte erfolgt regelmäßig zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres. Die CGU sind entsprechend des internen Management-Reportings festgelegt. Da für diese CGU kein Börsen- oder Marktpreis vorhanden ist, wird der Test ausschließlich durch Vergleich des Buchwertes mit dem Nutzungswert (erzielbarer Betrag) durchgeführt. Die dem Nutzungswert zugrunde liegenden Cashflows resultieren aus einer einjährigen Detailplanung, einer darauf folgenden zweijährigen Planung, welche aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitet wird, und darüber hinausgehend auf der ewigen Rente auf Basis des dritten Planungsjahres. Die sich aus dieser Planung ergebenden Wachstumsraten betragen für das erste Jahr 4,7 Prozent sowie für das zweite Jahr 4,6 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent bzw. 3,1 Prozent). Ab dem dritten Jahr wurde eine Wachstumsrate von 0,5 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent) unterstellt. Der Kapitalisierungszinssatz vor Steuern beträgt 5,8 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Planungen im Konzern basieren in der Regel auf den Erfahrungswerten des bisherigen Geschäftsverlaufs. Aktuelle externe Daten fließen aufgrund dieser Erfahrungen standortbezogen zusätzlich in den Analyseprozess ein.
Fremdwährungsumrechnung
Für die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, daher ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Einzelne Geschäftsvorfälle werden zum Stichtagskurs erfasst. Währungsdifferenzen beim Ausgleich offener Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Ausländische Jahresabschlüsse werden an die Gliederung und Bewertung im Fielmann-Konzern angepasst. Die Bilanzwerte werden IAS 21 folgend zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet, die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Periodendurchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die für die Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften und das Einkaufsgeschäft relevanten Fremdwährungen entwickelten sich wie folgt:
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| Stichtagskurs 31. 12. 2017 1 € = | Stichtagskurs 31. 12. 2016 1 € = | Durchschnittskurs 2017 1 € = | Durchschnittskurs 2016 1 € = | |
|---|---|---|---|---|
| Japanischer Yen (JPY) | 135,01 | 123,40 | 126,71 | 120,20 |
| Polnischer Zloty (PLN) | 4,17 | 4,42 | 4,26 | 4,36 |
| Schweizer Franken (CHF) | 1,17 | 1,08 | 1,11 | 1,09 |
| Ukrainische Hrywnja (UAH) | 33,50 | 28,42 | 30,05 | 28,32 |
| US-Dollar (USD) | 1,20 | 1,05 | 1,13 | 1,11 |
| Weißrussischer Rubel (BYN) | 2,36 | 2,05 | 2,19 | 2,20 |
Die Entwicklung des US-Dollars und des Japanischen Yen ist für den Fielmann-Konzern relevant für wiederkehrende Einkaufskontrakte bei Fassungen. Der Einkauf von Waren in USD im Geschäftsjahr betrug Mio. € 33,5 (Vorjahr: Mio. € 32,0), in JPY Mio. € 1,6 (Vorjahr: Mio. € 1,6). Bei den Einkäufen wird zum Vergleich der Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt, um die Auswirkung der Kursänderung darzustellen. Die Entwicklung des US-Dollars beeinflusst den Wareneinkauf in Höhe von ca. Mio. € 0,7 positiv (Vorjahr: Mio. € 0,1 negativ). Die Entwicklung des Yen beeinflusst den Wareneinkauf im Berichtsjahr nicht nennenswert (Vorjahr: Mio. € 0,1 negativ).
Der Umsatz des Konzerns in Schweizer Franken beträgt Mio. CHF 190,7 (Vorjahr: Mio. CHF 1 85,9). Der negative Einfluss der Entwicklung der Schweizer Währung auf den Umsatz beträgt Mio. € 3,3 (Vorjahr: Mio. € 3,5 negativ), wenn als Vergleichswert der Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt wird.
Einzelne Bilanzpositionen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden nach IFRS Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten (Tz. 2), Rückstellungen (Tz. 18, Tz. 21) und steuerlichen Sachverhalten (Tz. 5, Tz. 20). Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargelegt.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (A. I., III.)
Die Bewertung und Fortschreibung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Software-Eigenentwicklungen, bei denen Konzernunternehmen als Hersteller anzusehen sind, werden als selbsterstellte Software gemäß IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert.
Bei Produktionsgebäuden wird in der Regel eine Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren zu Grunde gelegt. Das Schloss in Plön wird über 55 Jahre, andere Geschäftsgebäude werden über maximal 50 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt linear (in der Regel sieben bis zehn Jahre) unter Berücksichtigung der Mietvertragsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in der Regel zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben (Maschinen und Geräte in der Regel fünf Jahre, IT drei bis fünf Jahre). Die Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an den erwarteten Verlauf angepasst. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 liegen nicht vor.
Etwaige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die Erfassung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Zuwendungen gewährt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (A. IV.)
Auch Immobilien, die nicht im Kerngeschäft des Konzerns genutzt werden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40), werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den oben benannten Grundsätzen bewertet. Sie werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der etwaige erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Der Ausweis der außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt im Posten Abschreibungen. Wie in den Vorjahren wird für diese Bewertung ein Ertragswertverfahren (Hierarchiestufe 3 nach IFRS 13) unter Nutzung eines aus Marktbeobachtungen abgeleiteten Mietertragsfaktors von 15 Jahresnettomieten angewandt. Der Zeitwert dieser Immobilien wird im Anhang angegeben. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert), der sich aus einer nachhaltigen Verbesserung der Vermietungssituation ergibt, den fortgeführten Buchwert übersteigt. Diese Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Gemischt genutzte Immobilien werden nach IAS 40.10 aufgeteilt. Ein Teil wird unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, ein anderer Teil unter Sachanlagen ausgewiesen. Wenn eine entsprechende Aufgliederung aufgrund wirtschaftlicher oder juristischer Rahmenbedingungen nicht möglich ist, erfolgt der Ausweis ausschließlich unter Sachanlagen, da regelmäßig die Nutzung im Geschäftsbetrieb deutlich überwiegt.
Finanzinstrumente (A. V., VIII. und B. II., III., VI., VII.)
Die Erläuterung der Finanzinstrumente gemäß IFRS erfolgt in Textziffer (25) und im Lagebericht. Weitere Ausführungen zu Bilanzpositionen im Anhang, die den Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, werden dort mit (25) gekennzeichnet.
Wertpapiere, Beteiligungen und sonstige Finanzanlagen werden in Übereinstimmung mit IAS 39 bilanziert. Kurzfristige Wertpapiere der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten" werden generell zum Marktwert bilanziert. Soweit keine Börsenkurse vorliegen, wird auf Marktbewertungen durch Banken zurückgegriffen. Ein finanzieller Vermögenswert, der nicht als zu Handelszwecken gehalten eingestuft ist, wird dann beim erstmaligen Ansatz "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert, wenn eine solche Designation Bewertungsinkonsistenzen wesentlich reduziert. Zu- und Abgänge werden mit dem jeweiligen Wert des Erfüllungstages angesetzt.
Aufgrund des risikoarmen und klaren Finanzmanagements mussten für keine Kategorie von Finanzinstrumenten gesonderte Kriterien zu Ansatz, Wertberichtigung oder Ausbuchung entwickelt werden. Aus der Marktbewertung resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Abzug latenter Steuern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit für ein Wertpapier oder eine Finanzanlage der Marktwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen.
Soweit der Marktwert nicht den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, wird die folgende Hierarchie verwendet, um den Marktwert von Finanzinstrumenten zu bestimmen:
Stufe 1: Eingangsparameter der Stufe 1 sind auf aktiven Märkten notierte Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die am Bewertungsstichtag zugegriffen werden.
Stufe 2: Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
Stufe 3: Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die
Schuld nicht beobachtbare Parameter.
Die im Konzern zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente der Klasse "Vermögensverwaltungsdepots", "Fonds" und Teile der "Sonstigen Forderungen" fallen unter die Hierarchiestufe 1.
Vorräte (B. I.)
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls vermindert um Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die Fortschreibung erfolgt mit der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß IAS 2. Fertigungsbezogene Gemeinkosten sind enthalten. Zinsen werden aufgrund des kurzen Herstellungsprozesses nicht angesetzt.
Forderungen (A. VII., VIII. und B. II., III., IV., V.)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (finanziell und nicht finanziell) sind zum Nominalwert unter Abzug erkennbar gebotener Wertberichtigungen angesetzt. In Einzelfällen werden sonstige finanzielle Forderungen zum Marktwert bewertet, um eine bessere Darstellung der Vermögenslage des Konzerns zu gewährleisten. Im Berichtsjahr handelt es sich hierbei um Liquiditätsvorschüsse zur Bedeckung versicherungstechnischer Abgrenzungen für Beitragsüberträge an den Versicherungsgeber der Nulltarif-Versicherung. Diese Liquiditätsvorschüsse werden vom Versicherer als Kapitalanlagen angelegt. Die Nettoerträge (Gewinne und Verluste) aus den Kapitalanlagen stehen allein Fielmann zu. Für Risiken bei Forderungen ist das Kriterium für die Entscheidung zu Wertberichtigung oder Ausbuchung der Grad der Gewissheit des Ausfallrisikos. Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt bei endgültigem Verlust sowie bei aussichtsloser und wirtschaftlich nicht sinnvoller Verfolgung der Ansprüche (z. B. bei Kleinbeträgen).
Die Ermittlung von Wertberichtigungen basiert in wesentlichen Fällen auf Einzelfallbetrachtungen, ansonsten anhand der Gruppierung gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften, z. B. durch zeitliche Kriterien.
Latente Steuern (Aktiva A. VI. und Passiva B. III.)
Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den IFRS- und Steuerbilanzen der Konzernunternehmen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich diese Unterschiede im Zeitablauf wieder ausgleichen. Dies beinhaltet gemäß IAS 12 auch sogenannte "Outside Basis Differences", die sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft ergeben. Eine latente Steuerabgrenzung wird für "Outside Basis Differences" insoweit vorgenommen, wie mit einer Realisierung innerhalb von 12 Monaten gerechnet wird. Darüber hinaus werden latente Steuerabgrenzungen für Verlustvorträge in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind.
Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten (Textziffer (5)) bzw. Schulden (Textziffer (20)) ausgewiesen.
Aktive und passive latente Steuern werden, soweit sie ertragsteuerliche Organkreise oder einzelne Gesellschaften betreffen und laufzeitkongruent sind, gemäß IAS 12.71 ff. saldiert.
Rückstellungen (B. I. und C. I.)
Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 und IAS 19 (revised 2011). Demnach werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt diejenigen Beträge, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten abgezinst und zum Barwert bilanziert. Der verwendete Zinssatz ist fristadäquat zur Laufzeit von Anleihen für alle Rückstellungen.
Rückstellungen für Pensionen werden für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Diese Methode ermittelt unter Berücksichtigung dynamischer Aspekte die zu erwartenden Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls und verteilt diese über die gesamte Beschäftigungsdauer der begünstigten Mitarbeiter. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen der Rechnungsannahmen und aus Abweichungen zwischen den Rechnungsannahmen von den tatsächlichen Ausprägungen ergeben, erfolgt im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income).
Für weitere Angaben siehe Textziffer (1 8 ).
Verbindlichkeiten (B. II. und C. II., III., IV., V.)
Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 39 zum Erfüllungsbetrag. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird amortisiert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist bzw. nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst.
Leasing
Die Fielmann Aktiengesellschaft tritt als Eigentümerin von Immobilien als Leasinggeberin in Operating-Leasingverhältnissen auf. Diese sind nicht dem Kerngeschäft des Konzerns zuzuordnen.
Leasingnehmer ist der Konzern ausschließlich in Operating-Leasingverhältnissen. Neben Verträgen im Bereich der Anmietung von Geschäftsräumen bestehen auch für Fahrzeuge und in wenigen Fällen für technische Geräte Leasingvereinbarungen.
Erlösrealisation
Erlöse werden in erster Linie aus dem Einzelhandelsgeschäft erzielt. Die Realisierung der Erlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abgabe der bestellten und fertigen Produkte an den Kunden. Daneben werden in dem Segment Deutschland in geringem Umfang Umsatzerlöse im Großhandel getätigt. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Nulltarif-Versicherung. Der Umfang der Leistungspflicht von Fielmann besteht hierbei grundsätzlich jeweils in der Lieferung einer Korrektionsbrille. Daher realisiert Fielmann Erlöse, die denen aus dem Einzelhandelsgeschäft entsprechen.
Weiterhin erfasst Fielmann unter den Umsatzerlösen Erträge aus dem versicherungstechnischen Ergebnis der Nulltarif-Versicherung. Diese werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
Mieterträge werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Wesentliche einmalige Erträge und Kosten, die Leasingverhältnissen direkt zuzuordnen sind, werden ebenfalls über deren Laufzeit verteilt.
Anteilsbasierte Vergütung
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zum beizulegenden Zeitwert des Instruments am Tag der Gewährung bewertet. Diese Vergütungen beinhalten nur am Markt befindliche Aktien des Fielmann-Konzerns. Daher ergeben sich hinsichtlich des Wertes keine Schätzungsunsicherheiten. Zu den Formen der Vergütung siehe auch Textziffer (30).
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Ergebnis, das den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres - mit Ausnahme der eigenen Anteile, die die Gesellschaft selbst hält - gebildet wird. Sofern verwässernde Effekte vorliegen, werden diese in die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie mit einbezogen. Im laufenden und im Vorjahr lagen derartige Effekte nicht vor.
IV. Erläuterungen zum Konzernabschluss Aktiva
Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2016
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1. 2016 Tsd. € |
Währungsumrechnung Tsd. € |
Zugänge Tsd. € |
Abgänge Tsd. € |
Umbuchung Tsd. € |
Stand am 31.12.2016 Tsd. € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Nutzungsrechte | 15.325 | 40 | 797 | 130 | 16.032 | |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 26.877 | 1 | 1.749 | 112 | 586 | 29.101 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 1.240 | 7.518 | 264 | 2.130 | 10.624 | |
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 2.795 | 793 | -2.689 | 899 | ||
| 46.237 | 41 | 10.857 | 506 | 27 | 56.656 | |
| II. Firmenwerte | 140.818 | 466 | 0 | 1.274 | 0 | 140.010 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 124.839 | 62 | 119 | 66 | 125.086 | |
| 2. Mietereinbauten | 202.272 | 80 | 14.782 | 6.701 | 758 | 211.191 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 307.529 | 16 | 22.237 | 12.807 | -377 | 316.598 |
| 4. Anlagen im Bau | 654 | -2 | 698 | -474 | 876 | |
| 635.294 | 156 | 37.836 | 19.508 | -27 | 653.751 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 36.343 | 0 | 26 | 30 | 0 | 36.339 |
| V. Finanzanlagen | 765 | 0 | 850 | 201 | 0 | 1.414 |
| Summe Anlagevermögen | 859.457 | 663 | 49.569 | 21.519 | 0 | 888.170 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1. 2016 Tsd. € |
Währungsumrechnung Tsd. € |
Zugänge Tsd. € |
Abgänge Tsd. € |
Umbuchung Tsd. € |
Zuschreibung Tsd. € |
Stand 31.12.2017 Tsd. € |
Stand am 1.1. 2016 Tsd. € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| 1. Nutzungsrechte | 11.814 | 31 | 978 | 127 | 12.696 | 11.814 | ||
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 22.426 | 1 | 2.075 | 50 | 24.452 | 22.426 | ||
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 555 | 838 | 264 | 1.129 | 555 | |||
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 0 | |||||||
| 34.795 | 32 | 3.891 | 441 | 0 | 0 | 38.277 | 34.795 | |
| II. Firmenwerte | 95.166 | 414 | 0 | 1.274 | 0 | 0 | 94.306 | 95.166 |
| III. Sachanlagen | ||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 34.656 | 31 | 2.462 | 37.149 | 34.656 | |||
| 2. Mietereinbauten | 141.198 | 38 | 10.750 | 5.850 | 146.136 | 141.198 | ||
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 236.243 | 38 | 22.396 | 12.600 | 246.077 | 236.243 | ||
| 4. Anlagen im Bau | 0 | |||||||
| 412.097 | 107 | 35.608 | 18.450 | 0 | 0 | 429.362 | 412.097 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 19.443 | 0 | 493 | 1 | 0 | 0 | 19.935 | 19.443 |
| V. Finanzanlagen | 101 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 101 | 101 |
| Summe Anlagevermögen | 561.602 | 553 | 39.992 | 20.166 | 0 | 0 | 581.981 | 561.602 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2017 Tsd. € |
Stand am 31.12.2015 Tsd. € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Nutzungsrechte | 3.336 | 3.511 |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 4.649 | 4.451 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 9.495 | 685 |
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 899 | 2.795 |
| 18.379 | 11.442 | |
| II. Firmenwerte | 45.704 | 45.652 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 87.937 | 90.183 |
| 2. Mietereinbauten | 65.055 | 61.074 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 70.521 | 71.286 |
| 4. Anlagen im Bau | 876 | 654 |
| 224.389 | 223.197 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 16.404 | 16.900 |
| V. Finanzanlagen | 1.313 | 664 |
| Summe Anlagevermögen | 306.189 | 297.855 |
(1) Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten insbesondere IT-Software, die über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern liegen nicht vor.
Die Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen vollständig die Aktivierung einer selbst erstellten Auftragssoftware in Höhe von Tsd. € 1.063 (Vorjahr: Tsd. € 7.518). Es wurden keine Umbuchungen aus den unfertigen Softwareprojekten in die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte vorgenommen (Vorjahr: Tsd. € 2.130).
Die Zugänge in den unfertigen Softwareprojekten betreffen in Höhe von Tsd. € 2.218 (Vorjahr: Tsd. € 0) Aufwendungen für die Weiterentwicklung der selbst erstellten Auftragssoftware. Weitere Zugänge in Höhe von Tsd. € 520 (Vorjahr: Tsd. € 674) betreffen Aufwendungen für die Entwicklung neuer Software.
Die im Berichtsjahr nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen betrugen insgesamt Tsd. € 521 (Vorjahr: Tsd. € 3.204).
Diese Position beinhaltet auch Mietrechte, die über maximal 15 Jahre abgeschrieben werden. Die Zugänge zu den Mietrechten resultieren im Wesentlichen in Höhe von Tsd. € 3.190 aus den neuen Niederlassungen in Italien.
(2) Firmenwerte
Enthalten sind Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Diese Firmenwerte werden für den Impairment-Test einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) zugeordnet. In den etablierten Märkten sind dies im Wesentlichen die einzelnen Verkaufsniederlassungen. In den Ländern, in denen noch keine hinreichende Flächendeckung mit Fielmann-Niederlassungen erreicht wurde, erfolgt der Impairment-Test auf der Ebene des gesamten Gebietes. Firmenwerte wurden dem Segment Deutschland in Höhe von Tsd. € 36.602 (Vorjahr: Tsd. € 35.897) zugeordnet, darunter die jeweils als einzelne CGU geführten Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 27.386 (Vorjahr: Tsd. € 26.680) und die Rathenower Optische Werke GmbH in Höhe von Tsd. € 8.740 (Vorjahr: Tsd. € 8.740 ). Weitere signifikante Firmenwerte entfallen auf das Segment Schweiz in Höhe von Tsd. € 5.723 (Vorjahr: Tsd. € 6.261) sowie auf die Region Niederlande in den übrigen Segmenten in Höhe von Tsd. € 3.546 (Vorjahr: Tsd. € 3.546). Die Änderungen des Buchwertes im Segment Schweiz resultieren aus der währungsbedingten Umrechnung.
(3) Sachanlagen/Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Buchwerte der Sachanlagen einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verteilen sich zum 31. Dezember 2017 auf die Segmente wie folgt:
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| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Deutschland | 219.264 | 208.320 |
| Schweiz | 21.949 | 21.287 |
| Österreich | 5.885 | 6.794 |
| Übrige | 8.722 | 4.392 |
| 255.820 | 240.793 |
Technische Anlagen und Maschinen werden in der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.
Die Zugänge (auch durch Umgliederungen aus den Anlagen im Bau) in den Sachanlagen resultieren unter anderem aus Ersatzinvestitionen in den Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 33.660 (Vorjahr: Tsd. € 28.213). Weitere Zugänge ergeben sich aus der Expansion des Konzerns (Tsd. € 8.742, Vorjahr: Tsd. € 3.822). Beschränkungen der Verfügungsrechte ergeben sich bezüglich Immobilien und anderen Sachanlagen der Fielmann Akademie in Höhe von Tsd. € 1 8.292 (Vorjahr: Tsd. € 1 8.687) aufgrund der Gemeinnützigkeit und des Denkmalschutzes.
Die Zugänge zu den Grundstücken und Gebäuden enthalten in Höhe von Tsd. € 5.867 Zugänge aus der Aktivierung einer Immobilie in Lübeck. Für einen Immobilienerwerb in Oldenburg wurde am 28. September 2017 ein Kaufvertrag in Höhe von Tsd. € 4.200 notariell beurkundet. Der Übergang von Nutzen und Lasten hat im Januar 2018 stattgefunden.
Die Zurechnung zu der Gruppe der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt für Flächen, die von keiner Gesellschaft des Konzerns genutzt werden. Diese Immobilien werden nach IAS 40 als Finanzinvestitionen eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Berichtsjahr wurden bei diesen Immobilien Nachaktivierungen in Höhe von Tsd. € 1 (Vorjahr: Tsd. € 26) vorgenommen. Der mit einem Ertragswertverfahren ohne Gutachter ermittelte beizulegende Zeitwert beläuft sich auf Tsd. € 23.202 (Vorjahr: Tsd. € 22.980). Die entsprechenden Mieteinnahmen im Berichtszeitraum betragen Tsd. € 1.547 (Vorjahr: Tsd. € 1.532). Dem gegenüber stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 990 (Vorjahr: Tsd. € 1.009).
Insgesamt wurde wie im Vorjahr auf Immobilien keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
(4) Langfristige Finanzanlagen(25)
Die langfristigen Finanzanlagen enthalten unter anderem Ausleihungen an nicht beherrschende Gesellschafter.
(5) Aktive latente Steuern
Latente Steueransprüche sind in Höhe von Tsd. € 12.686 (Vorjahr: Tsd. € 9.224) aktiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (39) des Anhangs verwiesen.
(6) Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte(25)
Es handelt sich bei den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten im Wesentlichen um langfristige Anleihen und Festgelder der Fielmann Aktiengesellschaft. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (42) dargestellt. Des Weiteren werden insbesondere Kautionen, Mitarbeiterdarlehen sowie Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen. Von den Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen wird innerhalb der nächsten 12 Monate eine Tilgung in Höhe von Tsd. € 50 (Vorjahr: Tsd. € 98) erwartet und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Textziffer (8)).
(7) Vorräte
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| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 637 | 700 |
| Unfertige Erzeugnisse | 8.785 | 8.689 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 119.251 | 118.747 |
| 128.673 | 128.136 |
Die Vorräte betreffen überwiegend Produkte für Brillenoptik, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Hörakustik sowie sonstige Handelswaren. Unfertige Erzeugnisse betreffen hauptsächlich für Kunden bearbeitete Aufträge für Brillen und Hörsysteme.
Der Gesamtbetrag aller Wertberichtigungen auf Vorräte beträgt Tsd. € 6.868 (Vorjahr: Tsd. € 7.497) und wurde vollständig im Materialaufwand erfasst. Der Verbrauch von Vorräten ist in Höhe von Tsd. € 273.649 (Vorjahr: Tsd. € 277.408) als Aufwand im Geschäftsjahr erfasst.
(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte(25)
Vertragliche Pfand-, Sicherungs- und Aufrechnungsrechte für Forderungen bestehen nicht. Abweichende Zeitwerte ergeben sich nicht. Die aufgeführten Vermögenswerte werden überwiegend nicht verzinst und unterliegen somit keinem Zinsrisiko.
Wertberichtigungen auf Kundenforderungen in den Niederlassungen sind in Höhe von Tsd. € 2.481 (Vorjahr: Tsd. € 2.530) gebildet. Das Kreditausfallrisiko hinsichtlich der sonstigen Forderungen wird als gering eingeschätzt. Es werden Wertberichtigungen in Höhe Tsd. € 736 (Vorjahr: Tsd. € 676) ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Tsd. € 24.836 (Vorjahr: Tsd. € 20.454), Forderungen gegen nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von Tsd. € 772 (Vorjahr: Tsd. € 977) sowie Forderungen gegen Versicherungen in Höhe von Tsd. € 22.841 (Vorjahr: Tsd. € 22.126). Von diesen Forderungen wurden Tsd. € 21.791 (Vorjahr: Tsd. € 21.043) zum Marktwert bewertet.
(25) Weitere Angaben siehe Textziffer (25)
(9) Nicht finanzielle Vermögenswerte
In dieser Position sind im Wesentlichen Abgrenzungsposten für vorausgezahlte Sozialabgaben in der Schweiz sowie für IT in der Fielmann Aktiengesellschaft enthalten.
(10) Kurzfristige Ertragsteueransprüche
Die Steueransprüche in Höhe von Tsd. € 10.748 (Vorjahr: Tsd. € 9.725) resultieren aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer (Tsd. € 4.838, Vorjahr: Tsd. € 5.260) und Gewerbesteuer (Tsd. € 5.910, Vorjahr: Tsd. € 4.465).
(11) Kurzfristige Finanzanlagen(25)
In den kurzfristigen Finanzanlagen werden Anleihen, Festgelder, Schuldscheindarlehen und Fonds der Fielmann Aktiengesellschaft sowie ein Depot in der Schweiz ausgewiesen, in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Des Weiteren umfassen die kurzfristigen Finanzanlagen Fonds in der Vertriebsgesellschaft in Italien, die als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen dienen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (42) dargestellt.
(12) Zahlungsmittel und Äquivalente(25)
Enthalten sind liquide Mittel und Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten. Aufgrund der geltenden Anlagerichtlinie und der Markteinschätzung wird das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (42) dargestellt.
(13) Gezeichnetes Kapital/ Genehmigtes Kapital
Passiva
Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2017 Tsd. € 84.000. Dieses ist seit dem von der Hauptversammlung am 3. Juli 2014 beschlossenen und am 22. August 2014 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien, jeweils ohne Nennwert. Auf jede der 84 Millionen Aktien entfällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von € 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Alle Aktien gewähren gleiche Stimmrechte sowie Rechte am Gewinn und Vermögen der Fielmann Aktiengesellschaft.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 13. Juli 2021 das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Aktien, gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um Tsd. € 5.000 zu erhöhen. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Die Gewährleistung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Fielmann-Konzerns durch eine nachhaltige Sicherung der bilanziellen Eigenkapitalbasis ist das grundsätzliche Ziel unseres Kapitalmanagements. Darüber hinaus steuert der Konzern sein Kapital mit dem Ziel, eine angemessene Eigenkapitalrendite zu erzielen und die Aktionäre regelmäßig am Erfolg der Gruppe teilhaben zu lassen. Das gemanagte Kapital des Konzerns besteht aus den finanziellen Verbindlichkeiten, den Zahlungsmitteln und Äquivalenten sowie dem Eigenkapital.
Die Fielmann Aktiengesellschaft und die in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften unterliegen den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Aktien- und GmbH-Rechts sowie den entsprechenden Bestimmungen nach Landesrecht und Gesellschaftsform. Weitere branchenspezifische Mindestkapitalanforderungen bestehen nicht.
Die im Konzern vorhandene Liquidität wird täglich zentral gepoolt, überwacht und gesteuert. Hierzu ist sowohl ein tägliches als auch monatliches Berichtswesen installiert. Dieses gewährleistet die Einhaltung sämtlicher Mindestkapitalanforderungen.
Zum 31. Dezember 2017 hielt die Fielmann Aktiengesellschaft 3.072 (Vorjahr: 5.493) eigene Aktien im Bestand, mit einem Buchwert von Tsd. € 220 (Vorjahr: Tsd. € 357). Die Fielmann-Aktien wurden i. S. d. § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG erworben, um sie den Mitarbeitern der Fielmann Aktiengesellschaft oder mit ihr verbundenen Unternehmen als Belegschaftsaktien anbieten oder im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen verwenden zu können.
(14) Kapitalrücklage
Ausgewiesen wird ausschließlich das Agio aus der Kapitalerhöhung der Fielmann Aktiengesellschaft in 1994 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
(15) Gewinnrücklagen
In den Gewinnrücklagen sind die nicht ausgeschütteten Gewinne aus Vorjahren und dem Geschäftsjahr, der Währungsausgleichsposten, die Gewinne und Kursvorteile bei der Abgabe eigener Aktien an Mitarbeiter gemäß IFRS 2 sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den Pensionsrückstellungen im Rahmen der Anwendung des IAS 19 enthalten.
(16) Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn in einer Höhe von Tsd. € 155.400 (Vorjahr: Tsd.€ 151.200) berechnet sich aus dem Jahresüberschuss (Tsd. € 172.853, Vorjahr: Tsd. € 171.218) zuzüglich des Konzernergebnisvortrags (Tsd. € 88, Vorjahr: Tsd. € 51) abzüglich Anteile Dritter (Tsd. € 5.226, Vorjahr: Tsd. € 4.910) und abzüglich Veränderung der Gewinnrücklagen (Tsd. € 12.315, Vorjahr: Tsd. € 15.159).
(17) Nicht beherrschende Anteile
In den nicht beherrschenden Anteilen werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile anderer Gesellschafter in Personengesellschaften werden nur insoweit ausgewiesen, als Anteile an Verlusten vorhanden sind. Die Anteile Dritter an positivem Eigenkapital von Personengesellschaften wurden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe auch Textziffer (22), (25) und (41)).
(18) Langfristige Rückstellungen
Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
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| Stand am 1.1.2017 Tsd. € |
Währungsänderung Tsd. € |
Verbrauch Tsd. € |
Auflösung Tsd. € |
Zuführung Tsd. € |
Stand am 31.12. 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 7.806 | -192 | -62 | 224 | 7.776 | |
| Jubiläumsrückstellungen | 6.999 | -78 | -772 | -402 | 1.386 | 7.133 |
| Rückbauverpflichtungen | 2.432 | -33 | -15 | 699 | 3.083 | |
| Rückstellungen im Warenbereich | 4.807 | -3.559 | 3.392 | 4.640 | ||
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 1.281 | -381 | -43 | 287 | 1.144 | |
| 23.325 | -78 | -4.937 | -522 | 5.988 | 23.776 |
Pensionsrückstellungen resultieren überwiegend aus unverfallbaren Pensionszusagen der Fielmann Aktiengesellschaft (Tsd. € 6.766, Vorjahr: Tsd. € 6.859) und betreffen ausschließlich das Segment Deutschland.
Den Rückstellungen stehen Rückdeckungsguthaben in Höhe von Tsd. € 420 (Vorjahr: Tsd. € 575) gegenüber, die in Höhe von Tsd. € 280 (Vorjahr: Tsd. € 330) mit den Pensionsrückstellungen saldiert sind. In der Veränderung der Rückstellung ist ein Aufzinsungseffekt von Tsd. € 132 (Vorjahr: Tsd. € 169) enthalten. Die Pensionsrückstellungen der Fielmann Aktiengesellschaft werden ab 2017 voraussichtlich gemäß den statistischen Sterbetafeln über die nächsten 15 Jahre realisiert.
In den nicht beherrschenden Anteilen werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile anderer Gesellschafter an Personengesellschaften werden nur insoweit ausgewiesen, als Anteile an Verlusten vorhanden sind. Die Anteile Dritter an positivem Eigenkapital von Personengesellschaften wurden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe auch Textziffer (22), (25) und (41)).
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:
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| 2017 in % |
2016 in % |
|
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 1,58 | 1,65 |
| Erwartete Einkommenssteigerung | 0,00 | 2,00 |
| Erwartete Rentensteigerung | 2,00 | 2,00 |
Hinsichtlich des Abzinsungssatzes wurde eine Sensitivitätsbetrachtung vorgenommen. Eine Senkung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von Tsd. € 1.324 führen, eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde den Barwert um Tsd. € 1.062 mindern. Aus den gezeigten Werten resultiert für den Konzern lediglich ein untergeordnetes Risiko aus den Pensionszusagen und den Rückdeckungsguthaben.
Die Veränderung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 8.136 | 7.071 |
| Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (Ausweis im Personalaufwand) | 16 | 212 |
| Zinsaufwand (Ausweis im Finanzergebnis) | 132 | 169 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Ausweis im OCI) | -36 | 728 |
| Gezahlte Leistungen | -192 | -44 |
| Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 8.056 | 8.136 |
Die Veränderung des OCI (Other Comprehensive Income) resultiert im Wesentlichen aus Zinssatzänderungen. Auf die im sonstigen Ergebnis gebuchten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entfällt ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von Tsd. € 11 (Vorjahr: Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 223).
Aufgliederung der Pläne:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | ||
| - aus Plänen, die ganz oder teilweise über einen Fonds (Rückdeckungsversicherung) finanziert wurden | 6.766 | 6.859 |
| - aus Plänen, die nicht über einen Fonds finanziert wurden | 1.290 | 1.277 |
| Summe | 8.056 | 8.136 |
Als Rückdeckung der leistungsorientierten Verpflichtung dienen Kapitallebensversicherungen.
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 8.056 | 8.136 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -280 | -330 |
| In der Bilanz angesetzte Rückstellung | 7.776 | 7.806 |
Jubiläumsrückstellungen werden für 10- bis 35-jährige Jubiläen unter Berücksichtigung von tatsächlichen Fluktuationswerten der Vergangenheit gebildet. Die Abzinsung erfolgt mit dem für den Zeitraum der durchschnittlichen Restlaufzeit bis zur Erreichung des jeweiligen Jubiläums passenden Zinssatz. Eine Realisierung dieser Rückstellungen in den nächsten zwölf Monaten wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 822 (Vorjahr: Tsd. € 671) erfolgen. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Erhöhung der Rückstellung um Tsd. € 38 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 246). Die durch Zeitablauf sich ergebende Erhöhung des abgezinsten Betrages beträgt Tsd. € 63 (Vorjahr: Tsd. € 86).
Es werden folgende Zinssätze gemäß der aktuellen Marktlage zugrunde gelegt:
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| 10-jährige Jubiläen: | 0,32 Prozent (Vorjahr: 0,20 Prozent) |
| 25-jährige Jubiläen: | 1,58 Prozent (Vorjahr: 1,42 Prozent) |
| 35-jährige Jubiläen: | 1,86 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent) |
Die Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen sind als langfristig anzusehen. Eintretende Risiken innerhalb der nächsten zwölf Monate sind nicht zu erkennen. In der weit überwiegenden Zahl der Mietverträge stehen den Gesellschaften des Fielmann-Konzerns eine oder mehrere Verlängerungsoptionen zur Verfügung. Für die Berechnung der für die Abzinsung der auf den Stichtag ermittelten Erfüllungsbeträge wurde ein Zinssatz von 1,72 Prozent (11 Jahre) (Vorjahr: 1,83 Prozent (12 Jahre)) angewandt. Es wurde eine Inflationsrate von 0,4 Prozent (Vorjahr: 0,4 Prozent) berücksichtigt. Die abgezinsten Erfüllungsbeträge werden in die Anschaffungskosten der Mietereinbauten des Anlagevermögens einbezogen und planmäßig über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 22 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 180).
Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen hauptsächlich Garantiezusagen und daraus resultierende Risiken. Darin enthalten sind neben den Material- auch Personalaufwendungen für Abwicklungsleistungen. Die Risiken realisieren sich überwiegend innerhalb von zwölf Monaten, maximal innerhalb von drei Jahren. Der kurzfristige Anteil der Garantierisiken wird unter den kurzfristigen Rückstellungen in Textziffer (21) ausgewiesen. Die Annahmen zur Bewertung der Risiken werden durch ein Berichtswesen zu den Garantiefällen ständig verifiziert. Für die Ermittlung der Erfüllungsbeträge wurde eine Inflationsrate von 0,4 Prozent (Vorjahr: 0,4 Prozent) berücksichtigt. Die für die Abzinsung verwendeten Zinssätze betrugen für zwei Jahre 0,08 Prozent (Vorjahr: 0,22 Prozent) sowie für drei Jahre 0,31 Prozent (Vorjahr: 0,36 Prozent). Aus den Änderungen der Zinssätze resultiert eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 12 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von um Tsd. € 40).
Zinssatzbedingte Änderungen bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich in Höhe von Tsd. € 66 (Vorjahr: Tsd. € 68).
(19) Langfristige Finanzverbindlichkeiten(25)
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 838 | 755 |
| - davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 501 (Vorjahr: Tsd. € 554) | ||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.020 | 850 |
| - davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 239 (Vorjahr: Tsd. € 13) | ||
| 1.858 | 1.605 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ausschließlich festverzinslich mit fester Laufzeit. Ein wesentliches Zinsrisiko ist aufgrund der geringen Verschuldung nicht erkennbar.
(20) Passive latente Steuern
Latente Steuerverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 9.463 (Vorjahr: Tsd. € 8.430) passiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (39) des Anhangs verwiesen.
(21) Kurzfristige Rückstellungen
Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
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| Stand am 1.1.2017 Tsd. € |
Währungsänderung Tsd. € |
Verbrauch Tsd. € |
Auflösung Tsd. € |
Zuführung Tsd. € |
31.12.2017 Tsd. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 30.807 | -29.957 | -850 | 31.498 | 31.498 | |
| Rückstellungen im Warenbereich | 6.593 | -87 | -3.591 | 3.396 | 6.311 | |
| Übrige Rückstellungen | 4.095 | -3.060 | -562 | 4.546 | 5.019 | |
| 41.495 | -87 | -36.608 | -1.412 | 39.440 | 42.828 |
Die Personalrückstellungen werden insbesondere für Verpflichtungen aus Sonderzahlungen und Tantiemen gebildet, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt im ersten Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres.
Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen die Garantierisiken, die voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden. Der langfristige Anteil der Garantierisiken wird in Textziffer (18) ausgewiesen. Im ersten Jahr werden über 50 Prozent der insgesamt erwarteten Garantiefälle abgewickelt.
Die übrigen Rückstellungen betreffen insbesondere Kosten der rechtlichen und wirtschaftlichen Beratung sowie Prüfung.
(25) Weitere Angaben siehe Textziffer (25)
(22) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten(25)
Aufgrund der geringen Verschuldung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern durch Zinsschwankungen in Bezug auf den Zinsaufwand zu erwarten. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr.
In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern, die in den Einzelabschlüssen nach lokalem Recht Eigenkapitalcharakter haben und nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind, in Höhe von Tsd. € 2.919 (Vorjahr: Tsd. € 2.701) enthalten (siehe auch Textziffern (17), (25) und (41)).
(23) Nicht finanzielle Verbindlichkeiten
In den nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen und Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen sowie aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer enthalten.
(24) Ertragsteuerschulden
Die Ertragsteuerschulden betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuern (insbesondere der Fielmann Aktiengesellschaft und der Vertriebsgesellschaften in der Schweiz) sowie Gewerbesteuern.
(25) Finanzinstrumente
Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt in allen Kategorien zum Wert am Erfüllungstag. Die Einteilung in Bewertungsklassen nach IFRS 7 wurde anhand der wirtschaftlichen Beschaffenheit und der Risikostruktur der jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen. Die Zeitwerte werden in jeder Klasse zu Börsenkursen bzw. über andere am Finanzmarkt verfügbare Daten ermittelt. Eigene Bewertungsverfahren bzw. Verfahren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen, wurden nicht angewendet. Damit ergaben sich bei keinem Finanzinstrument wesentliche Unsicherheiten bei der Zeitwertermittlung. Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden in die entsprechende Kategorie eingestuft.
Das Ausfallrisiko bei den finanziellen Vermögenswerten besteht maximal in Höhe der Buchwerte. Aus der Sicht des Unternehmens beinhalten die finanziellen Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, in sämtlichen Klassen keine wesentlichen Risiken.
Eine Analyse der Fälligkeitstermine wesentlicher finanzieller Verbindlichkeiten steht nicht im Fokus des Konzerns, da ausreichende liquide Mittel ständig vorhanden sind und somit kein Liquiditätsrisiko besteht.
Die Marktrisiken für die Finanzinstrumente im Fielmann-Konzern sind neben den Kurs- und Zinsrisiken für die Kapitalanlagen insbesondere die Währungsrisiken.
(25) Weitere Angaben siehe Textziffer (25)
Währungsrisiken
Fremdwährungsrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern zum einen aus der Währungsumrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Finanzinstrumente werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen. Zum anderen resultieren Währungsrisiken aus der Umrechnung bestehender Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankguthaben, Kapitalanlagen, konzerninterner Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus dem Einkaufsgeschäft. Die für den Fielmann-Konzern relevanten Fremdwährungen sind im Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter "Fremdwährungsumrechnung" dargestellt. Risiken ergeben sich für den Fielmann-Konzern insbesondere für die Währungen CHF und USD.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf die Bewertung der Finanzinstrumente für die Währungen CHF und USD durch eine für möglich gehaltene Aufwertung (Abwertung) von 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2017 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.
Aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 83,3 (Vorjahr: Mio. € 90,3) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 9,6 (Vorjahr: Mio. € 5,5) würde bei einer Aufwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro eine Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 6,1 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 5,2) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 1,3 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 0,4) resultieren. Eine Abwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss. Die starke Veränderung im Eigenkapital resultiert insbesondere aus der Umrechnung bestehender Finanzinstrumente in den Schweizer Gesellschaften.
Die Aufwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro würde im Rahmen der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 1,1 (Vorjahr: Mio. € 20,6) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 2,3 (Vorjahr: Mio. € 3,0) zu einer Verringerung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 0,1 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 1,4) sowie eine Verringerung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 0,1 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 1,4) führen. Eine Abwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.
Zinsrisiken
Der Fielmann-Konzern investiert unter anderem in Kapitalanlagen in Form von Tages- und Festgeldern sowie festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen. Da diese Kapitalanlagen überwiegend festverzinslich und bis zur Endfälligkeit gehalten werden, existiert hieraus kein relevantes Zinsrisiko. Aus finanziellen Verbindlichkeiten existieren aufgrund der geringen Verschuldung ebenso wie aus den weiteren finanziellen Vermögenswerten keine wesentlichen Zinsrisiken.
Kursrisiken
Kursrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern insbesondere aus Kapitalanlagen in Aktien und ähnliche Anlagen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer für möglich gehaltenen Steigerung (Senkung) des Kursniveaus um 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2017 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben und der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Aus einer Steigerung des Kursniveaus um 10 Prozent resultiert eine Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 0,5 (Vorjahr: Erhöhung um Mio. € 0,4) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 0,5 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 0,4). Eine Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent hat entsprechend gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.
Weitergehende Erläuterungen zu den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Lagebericht dargestellt.
Legende für die Abkürzungen der Bewertungskategorien
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| Abkürzung | englische Bedeutung | deutsche Bedeutung | Bewertung |
|---|---|---|---|
| LaR | Loans and Receivables | Kredite und Forderungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| FAHfT | Financial Assets Held for Trading | Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten | Marktwert erfolgswirksam |
| FVtPL | Fair Value through Profit or Loss | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Marktwert erfolgswirksam |
| FLAC | Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Bewertungsklassen nach IFRS 7
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| in Tsd. € | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert am 31.12.2017 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Marktwert erfolgswirksam | Zeitwert am 31.12.2017 | Buchwert am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||||
| Finanzanlagen (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | LaR | 2.706 | 2.706 | 1.313 | ||
| 2.706 | 2.706 | 1.313 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | LaR | 1.507 | 1.507 | 1.691 | ||
| Anleihen und Festgelder | LaR | 56.175 | 56.175 | 85.064 | ||
| Rückdeckungsversicherung | LaR | 140 | 140 | 245 | ||
| 57.822 | 57.822 | 87.000 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 31.158 | 31.158 | 26.733 | ||
| 31.158 | 31.158 | 26.733 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||||||
| Sonstige Forderungen | LaR | 30.019 | 30.019 | 25.373 | ||
| Sonstige Forderungen | FVtPL | 21.791 | 21.791 | 21.043 | ||
| 51.810 | 51.810 | 46.416 | ||||
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||||||
| Vermögensverwaltungsdepots | FAHfT | 8.729 | 8.729 | 8.460 | ||
| Fonds | FAHfT | 11.263 | 11.263 | 10.254 | ||
| Anleihen und Festgelder | LaR | 97.407 | 97.407 | 147.051 | ||
| 117.399 | 117.399 | 165.765 | ||||
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||||||
| Anleihen und Festgelder | LaR | 10.000 | 10.000 | 21.422 | ||
| Liquide Mittel | LaR | 162.131 | 162.131 | 92.610 | ||
| 172.131 | 172.131 | 114.032 | ||||
| Summe Aktiva | ||||||
| LaR | 391.243 | 391.243 | 401.502 | |||
| FAHfT | 19.992 | 19.992 | 18.714 | |||
| FVtPL | 21.791 | 21.791 | 21.043 | |||
| 433.026 | 433.026 | 441.259 | ||||
| PASSIVA | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten (langfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 838 | 838 | 755 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 303 | 303 | 295 | ||
| Erhaltene Darlehen | FLAC | 717 | 717 | 555 | ||
| 1.858 | 1.858 | 1.605 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 151 | 151 | 166 | ||
| 151 | 151 | 166 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 63.820 | 63.820 | 63.035 | ||
| 63.820 | 63.820 | 63.035 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 22.357 | 22.357 | 17.725 | ||
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter | FLAC | 2.919 | 2.919 | 2.701 | ||
| 25.276 | 25.276 | 20.426 | ||||
| Summe Passiva | ||||||
| FLAC | 91.105 | 91.105 | 85.232 | |||
| 91.105 | 91.105 | 85.232 |
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| in Tsd. € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Marktwert erfolgswirksam | Zeitwert am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Finanzanlagen (langfristig) | |||
| Ausleihungen | 1.313 | ||
| 1.313 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | |||
| Ausleihungen | 1.691 | ||
| Anleihen und Festgelder | 85.064 | ||
| Rückdeckungsversicherung | 245 | ||
| 87.000 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26.733 | ||
| 26.733 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | |||
| Sonstige Forderungen | 25.373 | ||
| Sonstige Forderungen | 21.043 | ||
| 46.416 | |||
| Finanzanlagen (kurzfristig) | |||
| Vermögensverwaltungsdepots | 8.460 | ||
| Fonds | 10.254 | ||
| Anleihen und Festgelder | 147.051 | ||
| 165.765 | |||
| Zahlungsmittel und Äquivalente | |||
| Anleihen und Festgelder | 21.422 | ||
| Liquide Mittel | 92.610 | ||
| 114.032 | |||
| Summe Aktiva | |||
| 401.502 | |||
| 18.714 | |||
| 21.043 | |||
| 441.259 | |||
| PASSIVA | |||
| Finanzverbindlichkeiten (langfristig) | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 755 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 295 | ||
| Erhaltene Darlehen | 555 | ||
| 1.605 | |||
| Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 166 | ||
| 166 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 63.035 | ||
| 63.035 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17.725 | ||
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter | 2.701 | ||
| 20.426 | |||
| Summe Passiva | |||
| 85.232 | |||
| 85.232 |
Ergebnisse nach Bewertungskategorien
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| 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorien nach IAS 39 | Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value Tsd. € |
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value1 Tsd. € |
Wertminderungen2 Tsd. € |
Zinserträge Tsd. € |
Zinsaufwendungen Tsd. € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten FAHfT | 962 | 108 | 176 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL | 338 | 133 | 388 | ||
| Kredite und Forderungen LaR | 11 | 634 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC | 1.171 | ||||
| Überleitung Finanzergebnis | |||||
| Finanzerträge und Aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | 15 | 447 | |||
| Erträge und Aufwendungen bei Finanzinstrumenten, die nicht im Zinsergebnis enthalten sind | -1.300 | -241 | -11 | ||
| Summe | 0 | 0 | 0 | 1.213 | 1.618 |
1) IFRS 7.20. (a), vorübergehende Wertminderungen
2) IFRS 7.20. (e), dauerhafte Wertminderungen, negative Beträge stellen Wertaufholungen dar
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| 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorien nach IAS 39 | Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value Tsd. € |
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value1 Tsd. € |
Wertminderungen2 Tsd. € |
Zinserträge Tsd. € |
Zinsaufwendungen Tsd. € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten FAHfT | 298 | 1.772 | 569 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL | 63 | 534 | |||
| Kredite und Forderungen LaR | 911 | 590 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC | 1.189 | ||||
| Überleitung Finanzergebnis | |||||
| Finanzerträge und Aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | 607 | ||||
| Erträge und Aufwendungen bei Finanzinstrumenten, die nicht im Zinsergebnis enthalten sind | -298 | -1.835 | -911 | ||
| Summe | 0 | 0 | 0 | 1.693 | 1.796 |
Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorien "Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten" und "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ergeben sich als Differenz zwischen Börsenkurs und Buchwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden nach Maßgabe des Börsenkurses oder bei Forderungen bei drohenden Zahlungsausfällen berücksichtigt. Zinsen werden gemäß den entsprechenden Zahlungen unter Berücksichtigung von Periodenabgrenzungen erfasst.
Wertminderungen von Finanzinstrumenten, die nicht im Zinsergebnis enthalten sind, werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen", entsprechende Erträge in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" gezeigt.
Die Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Marktwert bewertet wurden, belaufen sich auf Tsd. € 634 (Vorjahr: Tsd. € 590). Die entsprechenden Zinsaufwendungen betragen Tsd. € 1.171 (Vorjahr: Tsd. € 1.189).
Die Wertberichtigungen für Finanzinstrumente werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen durch gesonderte Konten offen abgesetzt. Die wertberichtigten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen an Einzelkunden, die drei Monate nach Fälligkeit vollständig abgeschrieben werden, um der Gefahr der Uneinbringlichkeit Rechnung zu tragen. Überfällige, aber noch nicht wertgeminderte Kundenforderungen existieren in Höhe von Tsd. € 1.855 (Vorjahr: Tsd. € 1.282). Bei den nicht wertberichtigten Forderungen besteht aufgrund der Einzelhandelsaktivität kein Ausfallrisiko durch Bündelung auf einzelne Schuldner. Die Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Bestand am 1. 1. | 3.206 | 2.295 |
| Zuführungen | 2.541 | 2.949 |
| Verbrauch | -1.335 | -1.516 |
| Auflösung | -1.195 | -522 |
| Bestand am 31. 12. | 3.217 | 3.206 |
Anleihen und Festgelder
Der Ausweis der Anleihen und Festgelder in Höhe von Tsd. € 163.582 (Vorjahr: Tsd. € 253.537) umfasst Anleihen (Tsd. € 138.524, Vorjahr: Tsd. € 198.589), ein Schuldscheindarlehen (Tsd. € 5.002, Vorjahr: Tsd. € 5.001) sowie Tages- und Festgelder (Tsd. € 20.056, Vorjahr: Tsd. € 49.947), die jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und nach den üblichen Fristigkeiten gemäß IAS 1 unterteilt werden. Der Zeitwert entspricht jeweils dem Rückzahlungsbetrag.
Vermögensverwaltungsdepot
Bei den unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Vermögensverwaltungsdepots handelt es sich um ein durch einen externen Verwalter betreutes Depot der Fielmann Schweiz AG in Höhe von Tsd. € 8.729 (Vorjahr: Tsd. € 8.460), in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Die Anlagenpolitik basiert auf einer schriftlich mit dem Depotverwalter fixierten Strategie. Die Bilanzierung der Wertpapiere erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Fonds
Die Fonds umfassen in Höhe von Tsd. € 9.962 (Vorjahr: Tsd. € 10.254) einen Fonds in der Fielmann Aktiengesellschaft, der in auf Euro lautende Unternehmensanleihen investiert. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Des Weiteren werden erstmalig Fonds in der italienischen Vertriebsgesellschaft in Höhe von Tsd. € 1.301 ausgewiesen. Die Fonds dienen als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen in Italien und sind zu diesem Zweck verpfändet. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Sonstige Forderungen
Bei den sonstigen Forderungen der Kategorie LaR in Höhe von Tsd. € 30.019 (Vorjahr: Tsd. € 25.373) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Lieferanten. Sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. € 21.791 (Vorjahr: Tsd. € 21.043) werden zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Diese Forderungen wurden im Zeitpunkt des Zugangs als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert. Der positive Wertunterschied zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und Marktwert beträgt Tsd. € 561 (Vorjahr: Tsd. € 743). Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Das Ausfallrisiko bei dieser Forderung besteht maximal in Höhe des Buchwertes. Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht. Für weitere Angaben siehe Textziffer (8).
Liquide Mittel
Liquide Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 162.131 (Vorjahr: Tsd. € 92.610), davon Tsd. € 159.652 (Vorjahr: Tsd. € 90.329) Bankguthaben, deren Zeitwert dem Einlagebetrag entspricht.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Es bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Tsd. € 838 (Vorjahr: Tsd. € 755), die wie im Vorjahr durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Die Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen jeweils den Rückzahlungsbeträgen.
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter
In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Kapitalanteile Dritter in Höhe von Tsd. € 2.919 (Vorjahr: Tsd. € 2.701) enthalten, die nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffer (17), (22) und (41)).
Sonstige Verbindlichkeiten
In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 234 (Vorjahr: Tsd. € 236) Verpflichtungen aus Verträgen über vermögenswirksame Leistungen (festverzinsliche Mitarbeiterbeteiligungen) mit einer Restlaufzeit über zwölf Monaten enthalten.
(26) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Leasingverhältnisse
Im Fielmann-Konzern wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Garantien für Bankverbindlichkeiten Dritter übernommen.
Leasingnehmer
Der Fielmann-Konzern tritt im Rahmen von Operating Leasingverhältnissen als Leasingnehmer von Fahrzeugen, Geräten und Immobilien auf. Dabei werden die Leasingraten als Aufwand erfasst.
Zum Stichtag besteht aus Leasinggeschäften für Fahrzeuge und Geräte im Fielmann-Konzern ein Restobligo von Tsd. € 1.986 (Vorjahr: Tsd. € 2.141), davon Tsd. € 1.093 (Vorjahr: Tsd. € 273) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, Tsd. € 893 (Vorjahr: Tsd. € 1.868) von über ein bis zu fünf Jahren. Die Leasingzahlungen im Berichtszeitraum betrugen für diesen Bereich Tsd. € 453 (Vorjahr: Tsd. € 447).
Die Leasingzahlungen für Mieten (im Wesentlichen für Geschäftsräume) stellen sich wie folgt dar:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 72.515 | 69.859 |
| Eventualzahlungen | 1.592 | 1.263 |
| Zahlungen für Untermietverhältnisse | 496 | 589 |
| 74.603 | 71.711 |
Die Angaben zu den Mindestleasingzahlungen betreffen Kaltmieten ohne vertraglich vereinbarte Nebenkosten. Eventualzahlungen sind zusätzliche Zahlungen aus Umsatzmietverträgen.
Im Konzern werden Anmietverträge über eine feste Laufzeit von in der Regel zehn Jahren mit überwiegend zwei Verlängerungsoptionen (je fünf Jahre) abgeschlossen. Zusätzlich zu festen Mindestleasingzahlungen werden gegebenenfalls Vereinbarungen zu Index-, Umsatz- oder Staffelmieten getroffen. Die Anzahl der Verträge mit solchen Vereinbarungen stellt sich 2017 wie folgt dar:
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| Anzahl | ||
|---|---|---|
| Mietverträge mit Regelungen zu | Anmietung | Vermietung |
| --- | --- | --- |
| Indexmieten | 762 | 154 |
| Umsatzmieten | 126 | 2 |
| Staffelmieten | 68 | 17 |
| festen Mieten | 435 | 90 |
Die Verpflichtungen aus den Mietverträgen stellen sich wie folgt dar und berücksichtigen bei den zukünftigen Verpflichtungen ausschließlich die vertraglich unkündbare Zeitperiode des Mietverhältnisses:
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| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 72.902 | 69.918 |
| 1 bis 5 Jahre | 210.255 | 249.203 |
| über 5 Jahre | 93.010 | 100.596 |
| 376.167 | 419.717 |
Mieterträge aus unkündbaren Untermietverhältnissen werden in Höhe von Tsd. € 2.682 (Vorjahr: Tsd. € 3.615) erwartet.
Leasinggeber
Darüber hinaus tritt der Fielmann-Konzern im Rahmen von Operating Leasingverhältnissen auch als Leasinggeber von Immobilien auf. Während die Anmietungsverträge ausschließlich geschäftliche Mieten beinhalten, sind in der Darstellung der Vermietungen gleichermaßen gewerblich und wohnwirtschaftlich genutzte Flächen enthalten. Eventualzahlungen aus Mietverträgen wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht vereinnahmt.
Überwiegend finden standardisierte Gewerbevermietungsverträge (fünf bis zehn Jahre Laufzeit) und unbefristete Wohnungsvermietungsverträge Verwendung. Die Mieterträge des Geschäftsjahres betrugen Tsd. € 3.606 (Vorjahr: Tsd. € 3.402).
Die zukünftig erwarteten Erträge stellen sich inklusive der Untermietverhältnisse wie folgt dar:
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| 31.12. 2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 2.242 | 2.642 |
| 1 bis 5 Jahre | 4.201 | 8.333 |
| über 5 Jahre | 737 | 506 |
| 7.180 | 11.481 | |
| davon Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 2.355 | 5.792 |
Im Rahmen der Vorbereitungen für die Einführung von IFRS 16 wurden die Systeme zur Simulation der Finanzströme in Leasingverträgen optimiert. Dadurch ergeben sich Veränderungen in der Betrachtung für Forderungen und Verbindlichkeiten aus eingegangenen Verpflichtungen für den Zeitraum " über 5 Jahre''. Die Vergleichswerte Vorjahr wurden angepasst (von Tsd. € 31.108 auf Tsd. € 100.596 bzw. Tsd. € 227 auf Tsd. € 506).
Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2017 beträgt für Niederlassungseröffnungen Tsd. € 1.660 (Vorjahr: Tsd. € 440), für Ersatzinvestitionen in bestehenden Niederlassungen Tsd. € 4.690 (Vorjahr: Tsd. € 4.600), für die Produktion in Rathenow Tsd. € 110 (Vorjahr: Tsd. € 40) sowie für IT Tsd. € 780 (Vorjahr: Tsd. € 900).
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung des Fielmann-Konzerns ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren erstellt.
(27) Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen
Die Umsatzerlöse des Fielmann-Konzerns (Brutto = inklusive Umsatzsteuer) verteilen sich wie folgt:
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Brutto Tsd. € |
Netto Tsd. € |
Brutto Tsd. € |
Netto Tsd. € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Niederlassungen, Deutschland | 1.269.981 | 1.085.185 | 1.226.292 | 1.046.971 |
| Fielmann AG, Deutschland | 5.958 | 5.007 | 5.235 | 4.400 |
| Niederlassungen, Schweiz | 185.281 | 171.557 | 184.196 | 170.552 |
| Niederlassungen, Österreich | 96.750 | 81.328 | 93.753 | 78.757 |
| Übrige Umsätze | 47.842 | 42.897 | 41.051 | 36.499 |
| Konzernumsatz | 1.605.812 | 1.385.974 | 1.550.527 | 1.337.179 |
| Bestandsveränderung | 355 | 355 | -707 | -707 |
| Gesamtleistung Konzern | 1.606.167 | 1.386.329 | 1.549.820 | 1.336.472 |
In den Umsatzerlösen sind Dienstleistungsumsätze und Mieterträge aus eigenen Immobilien in Höhe von Tsd. € 5.234 (Vorjahr: Tsd. € 4.841) enthalten. Der Einzelhandel erzielte Umsatzerlöse aus Augenoptik in Höhe von netto Tsd. € 1.301.643 (Vorjahr: Tsd. € 1.262.747).
(28) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen im Wesentlichen Erträge aus Untervermietung von angemieteten Flächen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen aus. Die Erträge aus Währungsdifferenzen betragen Tsd. € 763 (Vorjahr: Tsd. € 2.941). Die erhöhten Erträge im Vorjahr resultierten insbesondere aus der Umrechnung der Währungen US-Dollar und Schweizer Franken.
(29) Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen in erster Linie Brillenfassungen, Gläser, Kontaktlinsen und Pflegemittel sowie Hörsysteme und Hörsystemzubehör nach Abzug von Skonti, Rabatten und anderen vergleichbaren Beträgen.
(30) Personalaufwand
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 479.816 | 456.246 |
| Soziale Abgaben und Altersversorgung | 88.917 | 83.609 |
| 568.733 | 539.855 | |
| davon Rentenversicherungsbeiträge | 41.947 | 39.767 |
Im Rahmen der in Deutschland gesetzlichen Leistungen zur Vermögensbildung (VWL) wird den Mitarbeitern regelmäßig einmal im Jahr das Angebot unterbreitet, diese Leistungen in Fielmann-Aktien anzulegen. Am 11. August 2017 (Vorjahr: 27. September 2016) wurden jedem Mitarbeiter 8 Aktien (Vorjahr: 8 Aktien) zum Preis von € 71,05 (Vorjahr: € 72,07) mit einer Ausübungsfrist bis zum 10. November 2017 (Vorjahr: 7. November 2016) angeboten. Diese Offerte wurde von 7.021 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.920 Mitarbeitern) wahrgenommen. Somit wurden 56.168 Aktien (Vorjahr: 55.360 Aktien) an die Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag bestehen damit keine offenen Positionen zum Bezug von Aktien. Am letzten Tag der Ausübungsfrist des Angebots betrug der Börsenschlusskurs € 72,14 (Vorjahr: € 60,09).
Im Konzern wurden gemäß IFRS 2 Tsd. € 4.052 (Vorjahr: Tsd. € 3.326) als Aufwand für die vermögenswirksamen Leistungen in Aktien erfasst. Kursgewinne sowie Buchverluste aus dem Abgang eigener Aktien wurden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Darüber hinaus erhielten im Geschäftsjahr Mitarbeiter in den Niederlassungen insgesamt 48.743 Aktien (Vorjahr: 46.115 Aktien) aus einem leistungsorientierten Prämienprogramm im Sinne von IFRS 2. Der Gesamtaufwand belief sich auf Tsd. € 6.995 (Vorjahr: Tsd. € 5.244). Mit diesem Programm werden insbesondere Elemente der Fielmann-Philosophie wie die Kundenzufriedenheit belohnt.
Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes unterteilen sich in fixe und variable, ergebnisabhängige Bestandteile sowie für einen Vorstand zusätzlich in eine Pensionszusage. Den fixen Bezügen wurde die auf die Vorstände entfallende Prämie einer Gruppenunfallversicherung sowie der geldwerte Vorteil für die Nutzung von Firmenfahrzeugen zugerechnet. Die variablen Bestandteile orientieren sich an dem Jahresüberschuss des Fielmann-Konzerns. Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet.
Die Unternehmensphilosophie, die strikte Kundenorientierung, spiegelt sich bei den Verträgen in der variablen Vorstandsvergütung wider. Grundsätzlich ist die Tantieme in zwei Teilbereiche gegliedert. Die Tantieme I (T1) richtet sich ausschließlich nach dem Jahresergebnis mit einer Gewichtung von 70 Prozent.
Die Tantieme II (T2) dient der Förderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Diese Tantieme berechnet sich nach der Kundenzufriedenheit in Verbindung mit dem Jahresüberschuss, die über ein Zielsystem innerhalb von drei Jahren bewertet wird. Die mehrjährige Vergütung beinhaltet bei Herrn Schmid zusätzlich eine Dienstzeitkomponente, die im Geschäftsjahr mit Tsd. € 1.095 (Vorjahr: Tsd. € 0) zur Auszahlung kam. Darüber hinaus ist Herrn Schmid eine Pensionszusage, die ihm ab Erreichen der Altersgrenze einen Anspruch in Höhe von 40 Prozent des letzten Bruttogehalts garantiert, erteilt worden. Bei den Verträgen der Herren Fielmann und Schmid beträgt die Höchstgrenze der gesamten variablen Vergütung (Tantieme I und Tantieme II) jeweils 200 Prozent der festen Vergütung, bei den Herren Dr. Thies und Zeiss betrug die Höchstgrenze bis zum 30. Juni 2016 jeweils 150 Prozent, ab dem 01. Juli 2016 beträgt sie jeweils 175 Prozent der festen Vergütung. Bei den Herren Marc Fielmann, Ferley und Dr. Körber beträgt die Höchstgrenze jeweils 150 Prozent.
Die insgesamt gewährte Vergütung des Vorstandes betrug im Geschäftsjahr Tsd. € 12.344 (Vorjahr: Tsd. € 12.546), davon fix Tsd. € 4.393 (Vorjahr: Tsd. € 4.402), variabel Tsd. € 7.840 (Vorjahr: Tsd. € 8.040) und ein Versorgungsaufwand in der Höhe von Tsd. € 111 (Vorjahr: Tsd. € 104). Für den Zeitraum vom 1. Juli bis zu 31. Dezember 2017 erhielt ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied eine Altersversorgung in der Höhe von Tsd. € 108 (Vorjahr: Tsd. € 0).
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| Günther Fielmann Vorstandsvorsitzender Datum Eintritt: 19941 | Marc Fielmann Vorstand Marketing Datum Eintritt: 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2016 | 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 1.625 | 1.625 | 1.625 | 1.625 | 442 | 442 |
| Nebenleistungen | 47 | 47 | 47 | 47 | ||
| Zwischensumme | 1.672 | 1.672 | 1.672 | 1.672 | 442 | 442 |
| Variable Vergütung | ||||||
| Einjährig (T1) | 2.275 | 2.275 | 3.250-T2 | 464 | 464 | |
| Mehrjährig | ||||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 975 | 975 | 3.250-T1 | 199 | 199 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - | - | - | - |
| Zwischensumme | 3.250 | 3.250 | 0 | 3.250 | 663 | 663 |
| Summe | 4.922 | 4.922 | 1.672 | 4.922 | 1.105 | 1.105 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 4.922 | 4.922 | 1.672 | 4.922 | 1.105 | 1.105 |
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| Marc Fielmann Vorstand Marketing Datum Eintritt: 2016 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 442 | 442 |
| Nebenleistungen | ||
| Zwischensumme | 442 | 442 |
| Variable Vergütung | ||
| Einjährig (T1) | 663-T2 | |
| Mehrjährig | ||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 663-T1 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - |
| Zwischensumme | 0 | 663 |
| Summe | 442 | 1.105 |
| Versorgungsaufwand | - | - |
| Gesamtvergütung | 442 | 1.105 |
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| Michael Ferley Vorstand Materialwirtschaft Datum Eintritt: 01.07.2017 | Dr. Bastian Körber Vorstand Vertrieb Datum Eintritt: 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2016 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 | 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 221 | 221 | 221 | 520 | |
| Nebenleistungen | 9 | 9 | 9 | 1 | |
| Zwischensumme | 0 | 230 | 230 | 230 | 521 |
| Variable Vergütung | |||||
| Einjährig (T1) | 232 | 331-T2 | 546 | ||
| Mehrjährig | |||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 99 | 331-T1 | 234 | ||
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - | - | - |
| Zwischensumme | 0 | 331 | 0 | 331 | 780 |
| Summe | 0 | 561 | 230 | 561 | 1.301 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 0 | 561 | 230 | 561 | 1.301 |
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| Dr. Bastian Körber Vorstand Vertrieb Datum Eintritt: 2015 | |||
|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen Tsd. € |
2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 |
| --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 520 | 520 | 520 |
| Nebenleistungen | 9 | 9 | 9 |
| Zwischensumme | 529 | 529 | 529 |
| Variable Vergütung | |||
| Einjährig (T1) | 546 | 780-T2 | |
| Mehrjährig | |||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 234 | 780-T1 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - |
| Zwischensumme | 780 | 0 | 780 |
| Summe | 1.309 | 529 | 1.309 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 1.309 | 529 | 1.309 |
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| Günter Schmid Vorstand Materialwirtschaft Datum Eintritt: 19941, Austritt 30.06.2017 | Dr. Stefan Thies Vorstand Controlling Datum Eintritt: 2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2016 | 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 585 | 293 | 293 | 293 | 552 | 585 |
| Nebenleistungen | 42 | 21 | 21 | 21 | 16 | 16 |
| Zwischensumme | 627 | 314 | 314 | 314 | 568 | 601 |
| Variable Vergütung | ||||||
| Einjährig (T1) | 819 | 410 | 585-T2 | 631 | 631 | |
| Mehrjährig | ||||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 351 | 175 | 585-T1 | 271 | 270 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | 373 | 429 | - | 429 | - | - |
| Zwischensumme | 1.543 | 1.014 | 0 | 1.014 | 902 | 901 |
| Summe | 2.170 | 1.328 | 314 | 1.328 | 1.470 | 1.502 |
| Versorgungsaufwand | 104 | 111 | 111 | 111 | - | - |
| Gesamtvergütung | 2.274 | 1.439 | 425 | 1.439 | 1.470 | 1.502 |
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| Dr. Stefan Thies Vorstand Controlling Datum Eintritt: 2007 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 585 | 585 |
| Nebenleistungen | 16 | 16 |
| Zwischensumme | 601 | 601 |
| Variable Vergütung | ||
| Einjährig (T1) | 1.024-T2 | |
| Mehrjährig | ||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 1.024-T1 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - |
| Zwischensumme | 0 | 1.024 |
| Summe | 601 | 1.625 |
| Versorgungsaufwand | - | - |
| Gesamtvergütung | 601 | 1.625 |
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| Georg Alexander Zeiss Vorstand Finanzen Datum Eintritt: 2004 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen in Tsd. € |
2016 | 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.)2 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 552 | 585 | 585 | 585 |
| Nebenleistungen | 20 | 20 | 20 | 20 |
| Zwischensumme | 572 | 605 | 605 | 605 |
| Variable Vergütung | ||||
| Einjährig (T1) | 631 | 631 | 1.024-T2 | |
| Mehrjährig | ||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 271 | 270 | 1.024-T1 | |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - | - |
| Zwischensumme | 902 | 901 | 0 | 1.024 |
| Summe | 1.474 | 1.506 | 605 | 1.629 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 1.474 | 1.506 | 605 | 1.629 |
1) Davor vergleichbare Funktion in Vorgänger-Gesellschaft Fielmann Verwaltung KG.
2) Die Höchstgrenzenregelung umfasst sowohl die einjährige als auch die mehrjährige variable Vergütung insgesamt.
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| Günther Fielmann Vorstandsvorsitzender Datum Eintritt: 19941 | Marc Fielmann Vorstand Datum Eintritt: 2016 | Michael Ferley Vorstand Materialwirtschaft Datum Eintritt: 01.07.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss in Tsd. € |
2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 1.625 | 1.625 | 442 | 442 | 221 | |
| Nebenleistungen | 47 | 47 | 9 | |||
| Summe | 1.672 | 1.672 | 442 | 442 | 0 | 230 |
| Variable Vergütung | ||||||
| Einjährig (T1) | 2.275 | 2.275 | 464 | |||
| Mehrjährig | ||||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 975 | 975 | 199 | |||
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 3.250 | 3.250 | 0 | 663 | 0 | 0 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 4.922 | 4.922 | 442 | 1.105 | 0 | 230 |
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| Dr. Bastian Körber Vorstand Vertrieb Datum Eintritt: 2015 | Günter Schmid Vorstand Materialwirtschaft Datum Eintritt: 19941Austritt 30.06.2017 | Dr. Stefan Thies Vorstand Controlling Datum Eintritt: 2007 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss in Tsd. € |
2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 520 | 520 | 585 | 293 | 552 | 585 |
| Nebenleistungen | 1 | 9 | 42 | 21 | 16 | 16 |
| Summe | 521 | 529 | 627 | 314 | 568 | 601 |
| Variable Vergütung | ||||||
| Einjährig (T1) | 325 | 546 | 819 | 819 | 546 | 631 |
| Mehrjährig | ||||||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 140 | 234 | 351 | 351 | 234 | 271 |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - | - | 1.095 | - | - |
| Summe | 465 | 780 | 1.170 | 2.265 | 780 | 902 |
| Versorgungsaufwand | - | - | 104 | 111 | - | - |
| Gesamtvergütung | 986 | 1.309 | 1.901 | 2.690 | 1.348 | 1.503 |
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| Georg Alexander Zeiss Vorstand Finanzen Datum Eintritt: 2004 | ||
|---|---|---|
| Zufluss in Tsd. € |
2016 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 552 | 585 |
| Nebenleistungen | 20 | 20 |
| Summe | 572 | 605 |
| Variable Vergütung | ||
| Einjährig (T1) | 546 | 631 |
| Mehrjährig | ||
| Kundenzufriedenheit (3 Jahre) (T2) | 234 | 271 |
| Dienstzeit (3 Jahre) | - | - |
| Summe | 780 | 902 |
| Versorgungsaufwand | - | - |
| Gesamtvergütung | 1.352 | 1.507 |
1) Davor vergleichbare Funktion in Vorgänger-Gesellschaft Fielmann Verwaltung KG.
(31) Abschreibungen
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.322 | 3.891 |
| Sachanlagen inkl. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 36.950 | 36.101 |
| 42.272 | 39.992 |
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Berichtszeitraum wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertberichtigungen enthalten.
(32) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten der Verwaltung und Organisation, Werbeaufwendungen, Raumkosten sowie Aufwendungen für Weiterbildung und freiwillige soziale Leistungen. Der Aufwand aus Währungsdifferenzen beträgt Tsd. € 6.025 (Vorjahr: Tsd. € 1.426). Der erhöhte Aufwand resultiert insbesondere aus der Umrechnung der Währungen US-Dollar und Schweizer Franken. Dem stehen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 763 (Vorjahr: Tsd. € 2.941) gegenüber (siehe auch Textziffer (28)).
(33) Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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| Aufwendungen | Erträge | Saldo | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis aus Geld- und Kapitalanlagen | -283 | -279 | 1.115 | 1.628 | 832 | 1.349 |
| Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen | -1.335 | -1.517 | 98 | 65 | -1.237 | -1.452 |
| Finanzergebnis | -1.618 | -1.796 | 1.213 | 1.693 | -405 | -103 |
(34) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Veränderungen im Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen resultieren unter anderem aus Zinseffekten aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen.
Ausgewiesen werden Gewerbe- und Körperschaftsteuern sowie äquivalente Landessteuern der einbezogenen Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 77.860 (Vorjahr: Tsd. € 68.129), davon ein Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 3.846 (Vorjahr: Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 403) für periodenfremde Steuern. Diese resultieren überwiegend aus der steuerlichen Betriebsprüfung der Fielmann Aktiengesellschaft für die Jahre 2014 und 2015, deren Auswirkungen auch für die Jahre 2016 und 2017 im Jahr 2017 erfasst wurden.
Der ertragsteuerliche Aufwand der Einzelgesellschaften des Konzerns minderte sich durch Nutzung von Verlustvorträgen um Tsd. € 382 (Vorjahr: Tsd. € 262). Latenter Steuerertrag im Konzern ist in Höhe von Tsd. € 2.070 (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 2.131) in dieser Position enthalten. Nähere Angaben finden sich in Textziffer (39) des Anhangs.
(35) Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich folgendermaßen:
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| 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 172.853 | 171.218 |
| Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | -5.226 | -4.910 |
| Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind | 167.627 | 166.308 |
| Anzahl Aktien in Tsd. Stück | 83.997 | 83.995 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/ unverwässert) | 2,00 | 1,98 |
Verwässernde Effekte liegen nicht vor.
(36) Nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehende Ergebnisse
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Gewinn betragen Tsd. € 5.504 (Vorjahr: Tsd. € 5.177) und am Verlust Tsd. € 278 (Vorjahr: Tsd. € 267). Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen.
(37) Entnahmen aus den Gewinnrücklagen
Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr wurden keine Gewinnrücklagen entnommen.
(38) Einstellungen in die Gewinnrücklagen
Es handelt sich um die Einstellung in die Gewinnrücklagen des Konzerns (Tsd. € 12.315, Vorjahr: Tsd. € 15.159).
(39) Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erhöhten sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Jahresergebnisse bzw. Ertragsprognosen um Tsd. € 1.685 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 15).
Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen Beträge in Höhe von Tsd. € 2.434 (Vorjahr: Tsd. € 643) auf Gesellschaften, die sich aktuell in einer Verlustsituation befinden. Der Ansatz erfolgte aufgrund positiver Ertragsprognosen, die sich aus der zugrunde gelegten Steuerplanung ergeben und auch durch den Impairment-Test dieser Einheiten belegt sind.
Auf Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 8.907 (Vorjahr: Tsd. € 6.833) wurden keine aktiven latenten Steuerposten angesetzt, da eine Nutzung nicht absehbar ist. Hierin enthalten sind wie im Vorjahr keine Verlustvorträge, die wegen Zeitablaufs verfallen werden.
Des Weiteren sind aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Einzelbilanzen, Einbringungsvorgängen im Konzern und der Zwischengewinneliminierung enthalten. Eine Realisierung von aktiven latenten Steuern im Verlauf der kommenden zwölf Monate wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 9.451 (Vorjahr: Tsd. € 8.357) erfolgen, bei passiven latenten Steuern ist eine Realisierung in Höhe von Tsd. € 4.134 (Vorjahr: Tsd. € 2.781) zu erwarten.
Die latenten Steuern teilen sich wie folgt auf:
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern | Tsd. € Aktiv | Tsd. € Passiv | Tsd. € Aktiv | Tsd. € Passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| a) auf abzugsfähige Differenzen | ||||
| - aus Einzelabschluss | 2.825 | 3.063 | 2.475 | 2.383 |
| - aus Handelsbilanz II | 11.081 | 12.138 | 10.421 | 12.239 |
| - aus Konsolidierung | 2.784 | 993 | 2.530 | 1.052 |
| b) auf Verlustvorträge | 2.727 | 1.042 | ||
| 19.417 | 16.194 | 16.468 | 15.674 | |
| Überleitung auf den Bilanzausweis | ||||
| Saldierungseffekt gemäß IAS 12.71 ff. | -6.731 | -6.731 | -7.244 | -7.244 |
| Latente Steueransprüche und Verbindlichkeiten gemäß Bilanz | 12.686 | 9.463 | 9.224 | 8.430 |
Die latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen zuzurechnen:
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € Aktiv | Tsd. € Passiv | Tsd. € Aktiv | Tsd. € Passiv | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.623 | 8.069 | 2.135 | 7.169 |
| Sachanlagen | 2.029 | 262 | 1.832 | 266 |
| Finanzanlagen | 19 | 289 | 256 | 268 |
| Vorräte | 8.240 | 2.551 | 7.702 | 2.774 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 2.286 | 2.384 | ||
| Rückstellungen | 3.158 | 1.264 | 3.286 | 1.219 |
| Outside Basis Differences | 604 | 651 | ||
| Verlustvorträge | 2.727 | 1.042 | ||
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 869 | 909 | ||
| Übrige | 621 | 215 | 34 | |
| 19.417 | 16.194 | 16.468 | 15.674 | |
| Überleitung auf den Bilanzausweis | ||||
| Effekt aus der Saldierung gemäß IAS 12.71 ff. | -6.731 | -6.731 | -7.244 | -7.244 |
| Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten gemäß Bilanz | 12.686 | 9.463 | 9.224 | 8.430 |
Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich wie folgt dar:
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| Steuerliche Überleitungsrechnung gemäß IAS 12 | 2017 Tsd. € |
2016 Tsd. € |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 248.643 | 241.478 |
| Anzuwendender Steuersatz in % | 30,7 | 30,7 |
| Erwarteter Steueraufwand | 76.333 | 74.134 |
| Steuersatzabweichungen | ||
| Effekt aus Steuersatzdifferenzen Ausland | -4.261 | -4.660 |
| Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage | ||
| Körperschaftsteuerfreie Ergebnisanteile Dritter | -858 | -816 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | 917 | 536 |
| Sonstige steuerfreie Erträge | -99 | -107 |
| Gewerbesteuerliche Freibeträge und andere Korrekturen | 251 | 334 |
| Aperiodische Effekte | 3.456 | 816 |
| Sonstige | 51 | 23 |
| Gesamtsteueraufwand Konzern | 75.790 | 70.260 |
Die Parameter für die Berechnung des für 2017 zu erwartenden Steuersatzes von 30,7 Prozent sind eine durchschnittliche Gewerbesteuer (14,9 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 425 Prozent) und die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (15,8 Prozent). Die Parameter sind gegenüber 2016 unverändert.
Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit einer Realisierung innerhalb von zwölf Monaten zu rechnen ist. Für geplante Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von Tsd. € 39.363 (Vorjahr: Tsd. € 42.436) besteht bei einer Bemessungsgrundlage von 5 Prozent (§ 8b KStG) eine passive Steuerlatenz in Höhe von Tsd. € 604 (Vorjahr: Tsd. € 651).
Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag weitere "Outside Basis Differences" in Höhe von Tsd. € 4.485 (Vorjahr: Tsd. € 4.875). Mit einer Realisierung ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen, so dass der Ansatz einer passiven Steuerlatenz gemäß IAS 12.39 nicht in Frage kommt.
(40) Gesamtergebnisrechnung
Auf das Sonstige Ergebnis entfällt ein latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 11 (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 223), der vollständig aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 resultiert.
(41) Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Vom Eigenkapital werden eigene Anteile in Höhe von Tsd. € 220 (Vorjahr: Tsd. € 357) abgesetzt. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen für Ausschüttungen an die Gesellschafter Gewinnrücklagen der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 232.755 (Vorjahr: Tsd. € 209.376) und der Bilanzgewinn (Tsd. € 155.400, Vorjahr: Tsd. € 151.200) der Fielmann Aktiengesellschaft zur Verfügung. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital unterliegt zum Bilanzstichtag in Höhe von Tsd. € 7.124 (Vorjahr: Tsd. € 5.331) einer Ausschüttungssperre. Diese entfällt wie auch im Vorjahr auf die im Einzelabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft aktivierte selbst geschaffene Software (Tsd. € 6.511, Vorjahr: Tsd. € 4.813). Zusätzlich unterliegt der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Altersvorsorgeverpflichtung mit einem Rechnungszins von 10 Jahren statt 7 Jahren einer Ausschüttungssperre (Tsd. € 613, Vorjahr: Tsd. € 519). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen wie im Vorjahr diesen Betrag.
Die Ausschüttungen im Geschäftsjahr in Höhe von Tsd. € 151.112 (Vorjahr: Tsd. € 146.949) (ohne Dividende für eigene Aktien) basierten auf einer Dividende von € 1,80 je Aktie (Vorjahr: € 1,75 je Aktie).
Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals aus dem sonstigen Ergebnis resultieren aus dem Währungsausgleichsposten sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19. Auf die Bewertung entfällt insgesamt ein latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 685 (Vorjahr: Tsd. € 696).
Die Anteile Dritter am Eigenkapital werden, soweit sie positive Anteile Dritter an Personengesellschaften betreffen, gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapitalspiegel offen ausgewiesen (siehe auch Textziffern (17), (22), (25)).
(42) Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern
Die Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von Tsd. € 172.131 (Vorjahr: Tsd. € 114.032) umfassen die liquiden Mittel (Tsd. € 162.131; Vorjahr: Tsd. € 92.610) und Kapitalanlagen (Tsd. € 10.000; Vorjahr: Tsd. € 21.422). Diese werden bei den Zahlungsmitteln und Äquivalenten berücksichtigt, sofern sie bei Erwerb eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.
Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten als wesentlichen Einzelposten in Höhe von Tsd. € 344 Aufwendungen aus Forderungsabwertung (Vorjahr: Tsd. € 994). Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der liquiden Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 7 (Vorjahr: Tsd. € 6) aufgrund der gemeinnützigkeitsrechtlichen Beschränkungen der Fielmann Akademie Schloss Plön, gemeinnützige Bildungsstätte der Augenoptik GmbH.
Um für den Kapitalmarkt und das Management die Transparenz zu erhöhen, in welcher Größenordnung der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit durch Umschichtungen von finanziellen Vermögenswerten zwischen den Zahlungsmitteln und Äquivalenten und anderen Positionen beeinflusst wird, erfolgt die nachstehende Überleitung:
scroll
| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| \= Cashflow vor Zunahme/Abnahme der finanziellen Vermögenswerte, die zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten werden | 221.734 | 216.255 | 5.479 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der finanziellen Vermögenswerte, die zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten werden | 65.407 | 2.902 | 62.505 |
| \= Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 287.141 | 219.157 | 67.984 |
Die Zusammensetzung des Finanzvermögens stellt sich wie folgt dar:
scroll
| 31.12.2017 Tsd. € |
31.12.2016 Tsd. € |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 162.131 | 92.610 | 69.521 |
| Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit bis drei Monate | 10.000 | 21.422 | -11.422 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 172.131 | 114.032 | 58.099 |
| Langfristige Finanzanlagen | 2.706 | 1.313 | 1.393 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 57.822 | 87.000 | -29.178 |
| Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit über drei Monate | 117.399 | 165.765 | -48.366 |
| Finanzvermögen | 350.058 | 368.110 | -18.052 |
Bezüglich der näheren Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Finanzvermögens wird auf Textziffer (25) verwiesen.
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellt sich wie folgt dar:
scroll
| 31.12.2016 Tsd. € |
Cashflows Tsd. € |
nicht zahlungswirksame Veränderungen Tsd. € |
31.12.2017 Tsd. € |
|
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.605 | 246 | 7 | 1.858 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 166 | -8 | -7 | 151 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.771 | 238 | 0 | 2.009 |
Auf eine detaillierte Darstellung der nicht zahlungswirksamen Veränderungen wird aufgrund der geringen Höhe der Position verzichtet.
(43) Segmentberichterstattung
Entsprechend der regional gegliederten internen Berichtsstruktur wurde die Segmentierung nach geografischen Regionen vorgenommen, in denen die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns angeboten und erbracht werden. Neben den Segmenten Deutschland, Schweiz und Österreich sind insbesondere die Regionen Luxemburg, Italien, Niederlande, Polen und Osteuropa im Segment Übrige zusammengefasst. Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns unterscheiden sich zwischen den Segmenten nicht.
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten unterliegen keiner gesonderten Bewertung, da es sich um handelsrechtliche Vorgänge zu marktgerechten Konditionen handelt.
Dem Segment Österreich wurden im Rahmen der Nulltarif-Versicherung der Anzahl der aktiven Versicherungen entsprechende Ergebnisse in Höhe von Tsd. € 4.218 (Vorjahr: Tsd. € 3.777) zugerechnet. Handelsrechtlich werden diese im Segment Deutschland erfasst.
Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr wurden keine Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests für eine CGU erfasst.
Die Vorsteuerergebnisse in den Segmenten sind bereinigt um die Beteiligungsergebnisse, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind.
Die Zuordnung des langfristigen Segmentvermögens zu geographischen Regionen erfolgt auf das Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft und entspricht der Bilanzsumme der langfristigen Vermögenswerte abzüglich Finanzinstrumenten und latenter Steueransprüche.
Wegen der intensiven konzerninternen Verflechtungen durch die Großhandelsfunktion der Fielmann Aktiengesellschaft und das Cash-Pooling wird das Segmentvermögen mit seinem Anteil an dem konsolidierten Konzernwert angegeben. Ein Überleitungswert entsteht somit nicht.
Durch die Deckung der Segmente mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Konzerns und der Verwendung der Ergebnisgrößen nach IFRS stellen die Überleitungswerte lediglich die konzerninterne Verrechnung dar.
Eine Aufteilung der Konzernumsätze in Produktgruppen erfolgte nicht, da die Augenoptik mit 94 Prozent zum Umsatz beiträgt.
Eine steuerliche Betriebsprüfung hat zu einer Änderung des Systems der Verrechnungspreise zwischen den Landesgesellschaften geführt. Dies belastete das Ergebnis in den Segmenten Österreich mit rund Tsd. € 1.100 und Schweiz mit rund Tsd. € 2.360 Für das Jahr 2018 rechnen wir mit einer Belastung in Höhe von rund Tsd. € 2.250 im Segment Österreich sowie rund Tsd. € 5.100 im Segment Schweiz. Dem stehen im Geschäftsjahr und im Folgejahr entsprechende Erträge im Segment Deutschland gegenüber.
V. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen (IAS 24)
Herr Günther Fielmann als Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft gilt als nahestehende Person, da er die Mehrheit der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar über die Fielmann Familienstiftung oder unmittelbar hält bzw. kontrolliert. Neben den Bezügen für seine Tätigkeit als Vorstand (vgl. Textziffer (30)) und der Zahlung der Dividende für die von ihm gehaltenen Aktien sind außer den im Folgenden dargestellten keine weiteren Zahlungen an Herrn Günther Fielmann direkt geleistet worden.
Darüber hinaus ist Herr Günther Fielmann an den folgenden Gesellschaften, die aus Sicht der Fielmann Aktiengesellschaft als nahestehende Unternehmen einzustufen sind, mittelbar oder unmittelbar beteiligt bzw. übt über diese Kontrolle aus:
| ― | KORVA SE (Tochtergesellschaft der Fielmann Familienstiftung) |
| ― | Fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. KG |
| ― | MPA Pharma GmbH |
| ― | Hof Lütjensee-Hofladen GmbH & Co. oHG |
| ― | Gut Schierensee |
| ― | Diverse Immobilienverwaltungsgesellschaften |
Die Fielmann Aktiengesellschaft und ihre Konzerngesellschaften haben im Geschäftsjahr 2017 und dem Vorjahr Lieferungen und Dienstleistungen bezogen und erbracht sowie Räumlichkeiten angemietet und vermietet. Bei der Nutzung von Flächen durch Konzerngesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um 24 Niederlassungen (Vorjahr: 24 Niederlassungen). Die entsprechenden Kauf- oder Mietverträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Sämtliche Leistungsbeziehungen wurden im Rahmen der üblichen Zahlungsziele (in der Regel 30 Tage) beglichen.
Die nachstehend aufgeführten Geschäftsvorfälle entfallen im Wesentlichen auf Waren- und Leistungsaustausch mit der Fielmann Aktiengesellschaft.
Geschäftsvorfälle von Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften mit der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dienstleistungen | ||||
| Lieferungen | 584 | 1.353 | ||
| Mieten | 155 | 3.071 | 106 | 2.987 |
| 155 | 3.655 | 106 | 4.340 |
Geschäftsvorfälle der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen mit Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dienstleistungen | 693 | 212 | 742 | 163 |
| Lieferungen | 26 | 27 | ||
| Mieten | 31 | 107 | 31 | 74 |
| 724 | 345 | 773 | 264 |
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Salden per 31.12. in Tsd. € |
Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 73 | 52 | 31 | |
| Verbindlichkeiten | 466 | 3 | 343 |
Weiterhin gelten Aufsichtsrat und Vorstand als nahestehende Personen. Die im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis erhaltenen Gesamtbezüge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat betrugen Tsd. € 469 (Vorjahr: Tsd. € 460). Der Aufwand für Aufsichtsratsvergütungen insgesamt betrug für das Geschäftsjahr Tsd. € 880 (Vorjahr: Tsd. € 844). Die Vergütung für den Vorstand ist in Tz. 30 dargestellt.
VI. Sonstige Angaben
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| Mitarbeiter zum Stichtag | Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mitarbeiter (ohne Auszubildende) | 15.105 | 14.683 | 14.933 | 14.498 |
| davon | ||||
| - Mitarbeiter Deutschland | 12.379 | 12.075 | 12.251 | 11.916 |
| - Mitarbeiter Schweiz | 1.183 | 1.170 | 1.169 | 1.167 |
| - Mitarbeiter Österreich | 646 | 636 | 651 | 631 |
| - Mitarbeiter Übrige | 897 | 802 | 862 | 784 |
| Auszubildende | 3.417 | 3.190 | 3.220 | 3.051 |
| Mitarbeiter gesamt | 18.522 | 17.873 | 18.153 | 17.549 |
| Mitarbeiter, umgerechnet als Vollzeitkräfte | 13.496 | 13.130 | 13.262 | 12.910 |
Honoraraufwand für den Abschlussprüfer
Der Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2017 beträgt Tsd. € 195 (Vorjahr: Tsd. € 262). Zusätzlich sind Aufwendungen für sonstige Leistungen in Höhe von Tsd. € 10 (Vorjahr: keine Aufwendungen) entstanden. Steuerberatungsleistungen und andere Bestätigungsleistungen wurden vom Konzernabschlussprüfer nicht erbracht.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen. Der Vergütungsbericht ist im Lagebericht abgedruckt.
Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
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| Günther Fielmann | Vorstandsvorsitzender, Unternehmensstrategie, Lütjensee |
| Michael Ferley | Materialwirtschaft, Produktion, Potsdam, seit 1. Juli 2017 |
| Marc Fielmann | Marketing, Hamburg |
| Dr. Bastian Körber | Vertrieb, Hamburg |
| Günter Schmid | Materialwirtschaft, Produktion, Kummerfeld, bis 30. Juni 2017 |
| Dr. Stefan Thies | IT, Controlling, Personal, Hamburg |
| Georg Alexander Zeiss | Finanzen, Immobilien, Ahrensburg |
Aufsichtsrat
Vertreter der Anteilseigner
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| Prof. Dr. Mark K. Binz | Rechtsanwalt, Binz & Partner, Stuttgart, Aufsichtsratsvorsitzender1,2,3 |
| Hans-Georg Frey | Vorstandsvorsitzender, Jungheinrich AG, Hamburg1,3 |
| Carolina Müller-Möhl | Verwaltungsratspräsidentin, Müller-Möhl Group, Zürich, Schweiz |
| Hans Joachim Oltersdorf | Geschäftsführer, MPA Pharma GmbH, Rellingen1 |
| Marie-Christine Ostermann | Geschäftsführende Gesellschafterin, Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG, Hamm |
| Pier Paolo Righi | CEO & President Karl Lagerfeld International B.V., Amsterdam, Niederlande3 |
| Hans-Otto Schrader | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen, Hamburg |
| Julia Wöhlke | Geschäftsführerin, Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG, Hamburg2 |
Vertreter der Arbeitnehmer
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| Mathias Thürnau | Betriebsratsvorsitzender, Spezialist Vertrieb, Fielmann AG, Hamburg, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender1,2 |
| Heiko Diekhöhner | Regionalleiter, Fielmann AG, Hamburg |
| Jana Furcht | Augenoptikermeisterin, Fielmann AG & Co. OHG, München2 |
| Ralf Greve | Referent Personalentwicklung, Fielmann AG, Hamburg1 |
| Fred Haselbach | Augenoptikermeister, Fielmann AG & Co. OHG, Lübeck |
| Petra Oettle | Augenoptikergesellin, Fielmann AG & Co. oHG, Ulm1 |
| Eva Schleifenbaum | Gewerkschaftssekretärin, ver.di, Kiel |
| Frank Schreckenberg | Gewerkschaftssekretär, ver.di, Berlin |
1) Mitglied im Personalausschuss
2) Mitglied im Vermittlungsausschuss
3) Mitglied im Nominierungsausschuss
Die Aufsichtsratsmitglieder sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig
Prof. Dr. Mark K. Binz
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Faber-Castell AG, Stein1 Mitglied des Aufsichtsrates der Sick AG, Waldkirch1
Hans-Georg Frey Beirat der HOYER GmbH, Hamburg2
Carolina Müller-Möhl
Mitglied des Verwaltungsrates der Orascom Development Holding AG, Altdorf, Schweiz2
Mitglied des Verwaltungsrates der Neue Zürcher Zeitung, Zürich, Schweiz2
Hans Joachim Oltersdorf
Vorsitzender des Beirates der Parte GmbH, Köln2
Hans-Otto Schrader
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen, Hamburg2
Mitglied des Gesellschafterrats der Otto GmbH & Co KG, Hamburg2
Mitglied des Aufsichtsrates der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg2
Vorsitzender des Beirates der Systain Consulting GmbH, Hamburg2
Mitglied des Beirates der Dr. August Oetker KG, Bielefeld2
Mitglied des Beirates der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau2
Mitglied des Präsidiums der Pfeifer & Langen Industrie- und Handels-KG, Köln2
Julia Wöhlke
Mitglied des Aufsichtsrates der Hamburger Volksbank e. G., Hamburg2
Mitglied des Aufsichtsrates der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV), Hamburg2
1) Mitglied eines gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrats
2) Mitglied eines vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremiums von Wirtschaftsunternehmen
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2017 sowie Darstellung der Gesellschaften, welche die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen
Verwaltungs-, Beteiligungs-, und Dienstleistungsunternehmen
Konzernanteile am Kapital in Prozent
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| Name | Sitz1 | Anteil | Name | Sitz1 | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Baur Optik Geschäftsführungs-AG | Donauwörth | 100 | RA Optika AG | Kiev, Ukraine | 100 |
| CM Stadtentwicklung GmbH & Co. KG | Hamburg | 51 | Optik Hess GmbH | Köln-Dellbrück | 100 |
| CM Stadtentwicklung Verwaltungs GmbH | Hamburg | 51 | Fielmann Ltd. | London, Großbritannien | |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. Luxemburg KG | Hamburg | 51 | Grupo Empresarial Fielmann Espana S.A. | Madrid, Spanien | 100 100 |
| Fielmann Augenoptik Aktiengesellschaft | Hamburg | 100 | Optik Klüttermann Verwaltungs GmbH | Mönchengladbach | 100 |
| Fielmann Beteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100 | Fielmann Holding B.V. | Oldenzaal, | |
| Fielmann Finanzservice GmbH | Hamburg | 100 | Niederlande | 100 | |
| Fielmann Ventures GmbH | Hamburg | 100 | Fielmann Akademie Schloss Plön, gemeinnützige Bildungsstätte der Augenoptik GmbH2 | ||
| Fielmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100 | Plön | 100 | |
| HID Hamburger Immobiliendienste GmbH | Hamburg | 100 | Fielmann Schloss Plön Hotel- und Catering GmbH | Plön | 100 |
| opt-invest GmbH & Co. OHG2,3 opt-Invest Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100 | Beteiligungsgesellschaft fielmann Modebrillen Rathenow GmbH | Rathenow | 100 |
| Hamburg | 100 | Rathenower Optische Werke GmbH | Rathenow | 100 | |
| ROKKU Designstudio GmbH6 | Hamburg | 100 | Fielmann Schweiz AG | St. Gallen, Schweiz | 100 |
Produktions- und Handelsgesellschaften
Konzernanteile am Kapital in Prozent
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| Name | Sitz1 | Anteil | Name | Sitz1 | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Fielmann AG & Co. Kontaktlinsen-Service OHG | Rathenow | 100 | Rathenower Optik GmbH3 OTR Oberflächentechnik GmbH | Rathenow | 100 |
| Rathenow | 100 | Rathenow | 100 | ||
| fielmann Modebrillen Rathenow AG & Co. KG | Rathenow | 100 |
Verkaufsgesellschaften
Konzernanteile am Kapital in Prozent
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| Name | Sitz1 | Anteil | Name | Sitz1 | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Fielmann AG & Co. am Kugelbrunnen KG | Aachen | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Alsfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Aalen | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Altenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG4 | Achern | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Alzey | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG (vormals fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. OHG) | Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Amberg | 100 | ||
| Achim | 100 | Fielmann AG & Co. oHG | Andernach | 100 | |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Ahaus | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Annaberg-Buchholz | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Ahlen | 100 | Fielmann AG & Co. OHG | Ansbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ahrensburg | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Arnsberg-Neheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Albstadt-Ebingen | 100 | Fielmann AG & Co. KG | Arnstadt | 100 |
Der angegebene Konzernanteil am Kapital bezieht sich auf unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Fielmann Aktiengesellschaft. Sämtliche in der nachfolgenden Tabelle dargestellten inländischen Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften bzw. gemäß § 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts.
Verkaufsgesellschaften
Konzernanteile am Kapital in Prozent
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| Name | Sitz1 | Anteil |
|---|---|---|
| Fielmann AG & Co. OHG | Bayreuth | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Beckum | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bensheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bergheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bergisch Gladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. Berlin-Hellersdorf OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Berlin-Zehlendorf OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichshagen OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichshain OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Gesundbrunnen-Center KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Gropius Passagen OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Alexa KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Kreuzberg KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Linden-Center KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Märkisches Zentrum KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Marzahn OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Moabit KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Neukölln KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Tegel | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pankow OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Prenzlauer Berg OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schöneweide OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Spandau OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Steglitz OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Tempelhof OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Treptow KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Weißensee KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Westend KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wilmersdorf KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bernau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bernburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. City Galerie OHG | Aschaffenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Aschaffenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Aschersleben | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Aue | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Auerbach/Vogtland | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Augsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie | Augsburg | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Aurich | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Backnang | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG4 | Bad Dürkheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Hersfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Homburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Kissingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Kreuznach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Mergentheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Neuenahr-Ahrweiler | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG4 | Bad Neustadt/ Saale | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Oeynhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Oldesloe | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Reichenhall | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Salzuflen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Saulgau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Segeberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Tölz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Baden-Baden | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Balingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bamberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Barsinghausen | 100 |
| Fielmann AG | Basel, Schweiz | 100 |
| Pro-optik AG | Basel, Schweiz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bautzen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Buchholz | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bünde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Burg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Burgdorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Buxtehude | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Calw | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Castrop-Rauxel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Celle | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Cham | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Chemnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Vita-Center KG | Chemnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Cloppenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Coburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Coesfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Cottbus | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Crailsheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Cuxhaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dachau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dallgow-Döberitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Darmstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsplatz | Darmstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Datteln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Deggendorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG (vormals fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. OHG) | Delmenhorst | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dessau-Roßlau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Kavalierstraße | Dessau-Roßlau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Detmold | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. OHG | Diepholz | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dillingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Dingolfing | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dinslaken | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Döbeln | 100 |
| Baur Optik AG & Co. KG | Donauwörth | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dormagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Dorsten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Biberach an der Riß | 100 |
| Fielmann AG & Co. Jahnplatz KG | Bielefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bielefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. Brackwede KG | Bielefeld-Brackwede | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bietigheim-Bissingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bingen am Rhein | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Bitburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bitterfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Böblingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bocholt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bochum | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wattenscheid KG | Bochum | 100 |
| Fielmann Srl | Bolzano | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bonn-Bad Godesberg OHG | Bonn | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bonn | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Bonn | 50,98 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Borken | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bottrop | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG (vormals fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. OHG) | Brake | 75 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bramsche | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Brandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schloss-Arkaden KG | Braunschweig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Braunschweig | 100 |
| Fielmann AG & Co. Obernstraße OHG (vormals Fielmann AG & Co. KG) | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Bremen-Neustadt | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Roland-Center KG | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Vegesack OHG | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Weserpark OHG | Bremen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Bremerhaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bretten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bruchsal | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Brühl | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Brunsbüttel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Esslingen | 100 |
| Brillen-Bunzel GmbH | Ettlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ettlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Euskirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Eutin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Finsterwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Flensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Forchheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Frankenthal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Frankfurt (Oder) | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bornheim KG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hessen-Center OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Höchst OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Leipziger Straße OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Roßmarkt OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Frechen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Freiberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Freiburg im Breisgau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Freising | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Freital | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Freudenstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Friedberg (Hessen) | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Friedrichshafen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fulda | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fürstenfeldbruck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fürstenwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Fürth | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Garmisch-Partenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Geesthacht | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Geislingen an der Steige | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Geldern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gelnhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Gelsenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Dortmund | 100 |
| Fielmann AG & Co. Dresden Altstadt OHG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Dresden Neustadt OHG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Kaufpark KG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hamborn KG | Duisburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Duisburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dülmen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Düren | 100 |
| Fielmann AG & Co. Derendorf OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichstraße OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Oberkassel OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rethelstraße OHG | Düsseldorf | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Düsseldorf | 60 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eberswalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eckernförde | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ehingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eisenach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eisenhüttenstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Elmshorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Emden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Emmendingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Emsdetten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erding | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. Thüringen-Park OHG | Erfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erkelenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Erlangen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erlangen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Eschwege | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eschweiler | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Limbecker Platz KG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Essen-Rüttenscheid OHG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Zentrum KG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Essen-Steele OHG | Essen-Steele | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Alstertal-Einkaufszentrum OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Elbe Einkaufszentrum OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bergedorf OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ochsenzoll OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Barmbek | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Niendorf | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Schnelsen | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Othmarschen OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ottensen OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rahlstedt OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rathaus OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Volksdorf OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wandsbek OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Harburg-City | Hamburg | 100 |
| fielmann Farmsen Fielmann GmbH & Co. KG | Hamburg | 50 |
| Optiker Carl GmbH | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Hameln | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Hamm | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hanau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hann. Münden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ernst-August-Galerie KG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Lister Meile OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nordstadt OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schwarzer Bär OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Haßloch | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hattingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Heide | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Heidelberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Heidenheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Heilbronn | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Heinsberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Helmstedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. Buer OHG | Gelsenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Gera | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Gießen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gifhorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Gladbeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Glinde | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Goch | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Göppingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Centrum KG | Görlitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Goslar | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gotha | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Göttingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greifswald | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greiz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greven | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Grevenbroich | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Grimma | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gronau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gummersbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Günzburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pferdemarkt OHG | Güstrow | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gütersloh | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Halberstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Halle | 100 |
| Fielmann AG & Co. Halle-Neustadt OHG (vormals Fielmann Augenoptik AG & Co. Halle-Neustadt OHG) | Halle-Neustadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Haltern am See | 100 |
| Fielmann AG & Co. Billstedt KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bramfeld KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Eimsbüttel OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Hamburger Straße KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Eppendorf KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Harburg Sand OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Kirchheim unter Teck | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Kleve | 100 |
| Fielmann AG & Co. Forum Mittelrhein OHG | Koblenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Koblenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Barbarossaplatz OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ebertplatz KG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Mülheim OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Kalk | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Rhein-Center | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schildergasse OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Venloer Straße OHG | Köln | 100 |
| Optik Simon GmbH | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Chorweiler KG | Köln-Chorweiler | 100 |
| Optik Hess GmbH & Co. KG | Köln-Dellbrück | 100 |
| Brillen Müller GmbH & Co. OHG7 | Konstanz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Konstanz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Korbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Köthen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Neumarkt KG | Krefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kulmbach | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Laatzen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lahr | 100 |
| fielmann Fielmann GmbH | Landau | 65 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Landshut | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Langenfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Langenhagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Lauf an der Pegnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Leer | 100 |
| Fielmann AG & Co. am Markt OHG | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Allee Center | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. Paunsdorf-Center OHG | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Lemgo | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lengerich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Herborn | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Herford | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Herne | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG im Centrum | Herne | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Herrenberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Herten | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Hilden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hildesheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hof | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Homburg/Saar | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Höxter | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hoyerswerda | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Husum | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ibbenbüren | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Idar-Oberstein | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ilmenau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ingolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Westpark OHG | Ingolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Iserlohn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Itzehoe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Jena | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Jülich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kaiserslautern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kamen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Kamp-Lintfort | 100 |
| Fielmann AG & Co. Westliche Kaiserstraße KG | Karlsruhe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kassel | 100 |
| Fielmann AG & Co. im DEZ OHG | Kassel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kaufbeuren | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kempen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Kempten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kiel | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Wellingdorf | Kiel | 100 |
| Fielmann GmbH | Kiev, Ukraine | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Merzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meschede | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Minden | 100 |
| IB Fielmann GmbH | Minsk, Weißrussland | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Moers | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mölln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Hindenburgstraße | Mönchengladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rheydt oHG | Mönchengladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Mosbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mühldorf a. Inn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mühlhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mülheim an der Ruhr | 100 |
| Fielmann AG & Co. RheinRuhrZentrum OHG | Mülheim an der Ruhr | 100 |
| Fielmann AG & Co. Haidhausen OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Leopoldstraße OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG München OEZ | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG München PEP | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Sendling | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pasing OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Riem Arcaden KG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Tal KG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hiltrup OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. Klosterstraße OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. An der Rothenburg OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Nagold | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Naumburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Neubrandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Marktplatz-Center | Neubrandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuburg an der Donau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neu-Isenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Leverkusen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Limburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lippstadt | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Lohne | 61,54 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lohr am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lörrach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Lübbecke | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lübeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Luckenwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lüdenscheid | 100 |
| Fielmann AG & Co im Center KG | Ludwigsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ludwigsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rhein-Galerie KG | Ludwigshafen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lüneburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lünen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lutherstadt Eisleben | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lutherstadt Wittenberg | 100 |
| Fielmann GmbH | Luxembourg, | |
| Luxemburg | 51 | |
| Fielmann AG & Co. OHG | Magdeburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Sudenburg OHG | Magdeburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mainz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mannheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Marburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Marktredwitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Marl | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Mayen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Meiningen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meißen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG4 | Melle | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG | Memmingen | 50,1 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Menden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meppen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Merseburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neumarkt i. d. OPf. | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neumünster | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neunkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuruppin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuss | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neustadt a.d. Weinstraße | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neustrelitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Glacis-Galerie OHG | Neu-Ulm | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neuwied | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nienburg | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Norden | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG (vormals fielmann Fielmann GmbH & Co. OHG) | Nordenham | 75 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Norderstedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nordhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nordhorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nördlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Northeim | 100 |
| Fielmann AG & Co. am Hauptmarkt OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg Lorenz OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg-Süd KG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg-Langwasser OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Oberhausen OHG | Oberhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG Sterkrade | Oberhausen Sterkrade | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Oberursel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Oer-Erkenschwick | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Offenbach am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Offenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Oldenburg/Holstein | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Oldenburg/Oldenburg | 100 |
| Fielmann B.V. | Oldenzaal, Niederlande | 100 |
| Hofland Optiek B.V. | Oldenzaal, Niederlande | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Olpe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Olsberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Oranienburg | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Osnabrück | 50,12 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Osterholz-Scharmbeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Osterode | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Paderborn | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Papenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Parchim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Passau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Peine | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG6 | Pfarrkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pforzheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Pinneberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pirmasens | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pirna | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Plauen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Plön | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Potsdam | 100 |
| Fielmann sp. z o.o. | Pozna´n, Polen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Quedlinburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Radebeul | 100 |
| Baur Optik GmbH Rain | Rain am Lech | 60 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rastatt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rathenow | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ratingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Ravensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Recklinghausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Donau-Einkaufszentrum KG | Regensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Regensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Reichenbach im Vogtland | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Remscheid | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rendsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Reutlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rheinbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rheine | 100 |
| Löchte-Optik GmbH | Rheine | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Riesa | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Rinteln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rosenheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rostock | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Lütten Klein | Rostock | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rotenburg/Wümme | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rottenburg | 100 |
| Groeneveld Brillen en Contactlenzen B.V. | Rotterdam, Niederlande | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Rottweil | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rudolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rüsselsheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Saalfeld/Saale | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Saarbrücken | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Saarlouis | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Salzgitter | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Salzwedel | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Sangerhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schleswig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schönebeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Schwabach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwäbisch Gmünd | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwäbisch Hall | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Schwandorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schweinfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Schwerin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwerin | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Schwetzingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Seevetal | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Senftenberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Siegburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Siegen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie | Siegen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Stern Center OHG | Sindelfingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Singen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Soltau | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Soest | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Solingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Sonneberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Sonthofen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Speyer | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | St. Ingbert | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stade | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Stadthagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Starnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stendal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stralsund | 100 |
| Optique Marmet Jacques SAS5 | Strasbourg, Frankreich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Straubing | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Strausberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bad Cannstatt OHG | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Milaneo OHG | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Stuttgart | 52 |
| Optik Schuppin GmbH & Co. OHG8 | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Suhl | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Sulzbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Sylt/OT Westerland | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Traunstein | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Trier | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Troisdorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Tübingen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Tuttlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Überlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Uelzen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Ulm | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Unna | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. oHG | Varel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Vechta | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Velbert | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Verden | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Viersen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Villingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schwenningen KG | Villingen-Schwenningen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Völklingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Waiblingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Waldshut-Tiengen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Walsrode | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Waltrop | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG4 | Wangen im Allgäu | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Warburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Warendorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wedel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weiden i. d. Oberpfalz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weilheim i.OB. | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weimar | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weinheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weißenburg in Bayern | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weißenfels | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weißwasser | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weiterstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wernigerode | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wesel | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Westerstede | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Wetzlar | 100 |
| Fielmann GmbH | Wien, Österreich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wiesbaden | 100 |
| Optik Käpernick GmbH & Co. KG | Wiesbaden | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Wiesloch | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Wildau | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wildeshausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Wilhelmshaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Winsen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wismar | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG | Witten | 50,5 |
| Fielmann Augenoptik im Centrum AG & Co. oHG | Witten | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Wittenberge | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Wittlich | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wittmund | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wolfenbüttel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wolfsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Worms | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wunstorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Barmen OHG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. City-Arkaden KG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. Elberfeld OHG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Würselen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Würzburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Zeitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Zittau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Zweibrücken | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Zwickau | 100 |
1) Soweit nach der Ortsangabe kein Land genannt ist, handelt es sich um eine Gesellschaft mit Sitz in Deutschland.
2) Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Erstellung eines Lageberichts befreit.
3) Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Prüfung ihres Jahresabschlusses befreit.
4) Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2017 gegründet.
5) Diese Gesellschaft wurde mit Kaufvertrag vom 04.07.2017 erworben und am 07.12.2017 in das französische Handelsregister eingetragen.
6) Diese Gesellschaft wurde mit Kaufvertrag vom 12.12.2017 mit Wirkung zum 30.12.2017 erworben.
7) Diese Gesellschaft wurde mit Kaufvertrag vom 18.05.2017 erworben und am 18.09.2017 in das Handelsregister eingetragen.
8) Diese Gesellschaft wurde mit Kaufvertrag vom 03.05.2017 erworben und am 24.07.2017 in das Handelsregister eingetragen.
Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 155.400 wie folgt zu verwenden:
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| Ausschüttung einer Dividende von | Tsd. € |
|---|---|
| € 1,85 je Stammaktie (84.000.000 Stück) | 155.400 |
Hamburg, den 16. März 2018
Fielmann Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Günther Fielmann
Michael Ferley
Marc Fielmann
Dr. Bastian Körber
Dr. Stefan Thies
Georg Alexander Zeiss
Versicherung des Vorstandes
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 16. März 2018
Fielmann Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Werthaltigkeit der Firmenwerte
2. Nachweis und Bewertung der Vorräte
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
1. Werthaltigkeit der Firmenwerte
a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden Firmenwerte in Höhe von EUR 46,0 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 5,0 % der Konzernbilanzsumme. Die Firmenwerte werden jeweils zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der Werthaltigkeitstest erfolgt durch Vergleich des Buchwertes mit dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt wird. Dieser Barwertermittlung liegen eine einjährige Detailplanung, eine aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitete darauffolgende zweijährige Planung sowie die ewige Rente auf Basis des dritten Planungsjahres zugrunde. Das Ergebnis der Bewertung hängt in hohem Maße von der ermessensbehafteten Einschätzung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungssatzes ab. Die Bewertungen sind daher mit hohen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben des Konzerns zur Werthaltigkeit der Firmenwerte sind in den Abschnitten III. und IV. (2) des Konzernanhangs enthalten.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests gewürdigt. Die Planungstreue des Konzerns in der Vergangenheit haben wir dabei in unsere Beurteilung einbezogen.
Die in die Bewertung eingehenden erwarteten zukünftigen Zahlungsströme haben wir mit den entsprechenden Detailplanungen sowie mit der durch den Aufsichtsrat genehmigten Konzernplanung abgeglichen. Bei unserer Einschätzung der Angemessenheit der Planungsrechnungen haben wir uns auf den Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfassende Erläuterungen des Managements zu den Werthaltigkeitstests gestützt. Da bereits geringfügige Änderungen des Diskontierungssatzes erhebliche Auswirkungen auf den Nutzungswert haben, haben wir die zugrunde liegenden Parameter anhand von Informationen des Managements und eigener Marktrecherchen plausibilisiert sowie die rechnerische Richtigkeit der Nutzungswertberechnung geprüft. Bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringen Überdeckungen des Buchwerts im Vergleich zum Nutzungswert haben wir eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um festzustellen, ob der jeweilige Firmenwert ausreichend durch die diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse gedeckt ist. Da ein bedeutender Teil des Nutzungswerts aus prognostizierten Zahlungsmittelzuflüssen für die Zeit nach der Dreijahresplanung resultiert (Phase der ewigen Rente), haben wir insbesondere die in der Phase der ewigen Rente angesetzte nachhaltige Wachstumsrate von 0,5 % kritisch gewürdigt.
2. Nachweis und Bewertung der Vorräte
a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden insgesamt Vorräte in Höhe von EUR 128,7 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 13,9 % der Konzernbilanzsumme. Das Vorratsvermögen wird im Wege der permanenten Inventur und der ausgeweiteten Stichtagsinventur aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert. Im Geschäftsjahr 2017 sind die Vorräte um Wertberichtigungen von EUR 6,9 Mio. vermindert. Grundlage für die Wertberichtigungen bilden pauschalierte Annahmen über die Reichweite der Vorräte (Reichweitenabschläge) sowie in Einzelfällen Annahmen über die Verwertbarkeit der Bestände. Den Wertberichtigungen liegen somit ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Aufgrund dessen sowie aufgrund von Quantität und Umschlagshäufigkeit der Vorräte, der Vielzahl der Lagerorte im Konzern und des damit verbundenen hohen Zeitaufwands für die Prüfung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Vorräten befinden sich in den Abschnitten III. und IV. (7) des Konzernanhangs. b) Im Verlauf unserer Prüfung haben wir das eingerichtete interne Kontrollsystem zur Erfassung und Bewertung von Vorräten gewürdigt und die implementierten prüfungsrelevanten Kontrollen getestet. Hierbei lag der Fokus auf den Kontrollen zu den automatischen Abwertungsläufen. In diesem Zusammenhang haben wir die im System hinterlegten Abwertungsläufe
| ― | unter Hinzuziehung von IT-Spezialisten |
| ― | analysiert und deren Funktionsfähigkeit |
überprüft. Im Hinblick auf die Folgebewertung der Vorräte und die hierfür getroffenen Annahmen haben wir für eine repräsentative Stichprobe die zugrunde liegenden Annahmen verifiziert und Nachweise geprüft.
Das Vorhandensein und den Zustand der Vorräte haben wir darüber hinaus während unserer Teilnahme an körperlichen Bestandsaufnahmen sowohl im Zentrallager als auch in ausgewählten Niederlassungen geprüft. Die Auswahl der Niederlassungen erfolgte dabei nach einem Stichprobenverfahren unter Berücksichtigung der Höhe der Bestände sowie unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernlagebericht verwiesen wird, |
| ― | die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht nach § 297 Abs. 2 Satz 4 bzw. § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und |
| ― | alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. |
Ferner umfassen die sonstigen Informationen den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, auf den im Konzernlagebericht verwiesen wird und der voraussichtlich nachträglich bis zum 30. April 2018 auf der Internetseite der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, veröffentlicht wird.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10./18. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Annika Deutsch.
Hamburg, den 16. März 2018
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Reiher, Wirtschaftsprüfer
Deutsch, Wirtschaftsprüferin