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FEEDBACK PLC — Annual Report 2009
Nov 5, 2010
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Annual Report
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Publication

feedback AG
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Bilanz zum 31. Dezember 2009
AKTIVA
| 31.12.2009 | 31 12 2008 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Konzessionen und Lizenzen | 67.512,50 | 74.482,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.191,50 | 80.771,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.760.350,85 | 10.710.350,85 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 920.214,92 | 1.099.000,00 | |
| 3. Beteiligungen | 7.425.104,77 | 7.527.645,67 | |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 530.797,93 | 400.815,00 | |
| 5. Genossenschaftsanteile | 30.000.00 | 19.666.468,47 | 0,00 |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.230,15 | 28.054,36 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.211.346,47 | 4.778.639,41 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.065.385.16 | 4.300.961,78 | 3.913.792,57 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 309.010,52 | 95.988,68 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 21.741,84 | 17.975,85 | |
| 24.427.886,61 | 28.727.515,39 | ||
| PASSIVA | |||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| € | € | € | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.707.927,00 | 15.707.927,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 3.900.000,00 | 3.900.000,00 | |
| I II. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 126.412,63 | 126.412,63 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 114.964,49 | 241.377,12 | 114.964,49 |
| I' Bilanzverlust (VJ. Bilanzgewinn) | -779.157,26 | 1.671.273,06 | |
| B. Summe Eigenkapital Rückstellungen | 19.070.146,86 | 21.520.577,18 | |
| 1. Steuerrückstellungen | 0,00 | 152.200,79 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 931.011,45 | 931.011,45 | 115.552,00 |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 599.991,11 | 986.230,39 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 136.931,19 | 140.987,58 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.134.096,74 | 5.162.157,18 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 555.709.26 | 4.426.728,30 | 649.810,27 |
| - davon aus Steuern € 12.980,19 (€ 23.488,20) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit €93.917,62 (€ 93.917,62) | |||
| 24.427.886,61 | 28.727.515,39 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| 2009 € |
2008 € |
|
|---|---|---|
| 1 . Sonstige betriebliche Erträge | 444.829,70 | 417.770,49 |
| 2 . Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -351.200,00 | -335.474,14 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen | -12.253.78 | -9.626.29 |
| - davon für Altersversorgung € -966,84 (€ -799,52) | -363.453,78 | -345.100,43 |
| 3 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -38.173,12 | -46.192,42 |
| 4. . Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.598.843,07 | -691.581,91 |
| 5. . Erträge aus Beteiligungen | 10.000,00 | 212.178,21 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen €0,00 (€212.178,21) | ||
| 6. . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 309.231,09 | 376.615,45 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen € 252.444,86 (€ 259.830,70) | ||
| 7. . Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne | 95.324,14 | 1.585.896,73 |
| 8. . Abschreibungen auf Finanzanlagen | -102.540,90 | -14.982,93 |
| 9. . Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -284.316,24 | -119.270,44 |
| - davon an verbundene Unternehmen €-229.438,45 (€ -6.774,51) | ||
| 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -967.408.04 | 0.00 |
| 11. . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -2.495.350,22 | 1.375.332,75 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 44.919,90 | -219.746,79 |
| 13. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) | -2.450.430,32 | 1.155.585,96 |
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.671.273,06 | 1.693.364,34 |
| 15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 0,00 | -114.964,49 |
| 16. Ausschüttung | 0,00 | -1.062.712,75 |
| 17. Bilanzverlust (Vj. Bilanzgewinn) | -779.157,26 | 1.671.273,06 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2009
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Feedback AG ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft. Die Aktien der Feedback AG werden im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart unter der ISIN DE000A0DRW95 bzw. WKN A0DRW9 gehandelt. Seit dem 4. Dezember 2007 sind die Aktien im Entry Standard der Deutschen Börse AG in Frankfurt notiert. Die Gesellschaft ist damit weder börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG, noch nimmt sie einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG in Anspruch.
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren), bewertet.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren), angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände im Einzelwert bis zu € 150,00 werden in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG sofort aufwandswirksam erfasst. Liegt der Wert über € 150,00 und unter € 1.000,00, wird über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwartenden voraussichtlichen Verpflichtungen dotiert. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert.
III. Angaben zu Posten der Bilanz
1. Aktiva und Passiva im Zusammenhang mit dem Insolvenzplan
Der Jahresabschluss der Gesellschaft enthält verschiedene Posten, die im Zusammenhang mit dem sanierenden Insolvenzplan vom 21. Mai 2004 stehen. Der Insolvenzplan war am 23. November 2004 durch das Amtsgericht Regensburg für rechtskräftig erklärt und das Insolvenzverfahren gemäß § 258 InsO förmlich aufgehoben worden. In Folge der Verfahrensaufhebung hatte die Gesellschaft gemäß § 258 Abs. 1 S. 2 InsO das Recht zurückerhalten, über die Masse frei zu verfügen. Die Feedback AG hatte die ursprünglich der Masse zustehenden Forderungen mit Treuhandvertrag vom 21. Mai 2004 an den Insolvenzverwalter abgetreten und diesen beauftragt, die Forderungen treuhänderisch einzuziehen und den Erlös an die Gläubiger festgestellter Forderungen auszukehren.
Ein Zeitpunkt für den Abschluss dieses Verfahrens ist auch zum Stichtag 31. Dezember 2009 noch nicht abzusehen. Da im Rahmen des Insolvenzplanes die Gläubiger auf ihre Forderungen, soweit sie nicht durch Auskehrung der vom Insolvenzverwalter treuhänderisch beigetriebenen Beträge befriedigt werden, verzichtet haben, können sich aus der weiteren Abwicklung für die Gesellschaft keine finanziellen Risiken ergeben.
Zum Stichtag werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen an den Insolvenzverwalter abgetretene Forderungen von € 15.759,32 (Vj. € 15.357,44) ausgewiesen. Des Weiteren betragen die noch auszukehrenden, auf Anderkonten verwalteten liquiden Mittel € 165.187,55 (Vj. € 164.065,68). Unter den sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen für Treuhänderkosten von € 1.750,00 (Vj. € 1.750,00) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Insolvenzgläubigern betragen € 108.364,89 (Vj. € 107.423,06), die sonstigen Verbindlichkeiten € 42.679,07 (Vj. € 42.104,70).
2. Umlaufvermögen
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
3. Gezeichnetes Kapital
Als gezeichnetes Kapital ist das Grundkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Die Gesellschaft hat bis zum Bilanzstichtag 15.707.927 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 € ausgegeben.
In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2008 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis Ablauf des 14. Juli 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch die Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, insgesamt höchstens um € 7.853.960,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
4. Kapitalrücklage
Als Kapitalrücklage wird der im Rahmen der Barkapitalerhöhung in 2008 über den rechnerischen Nennwert von € 3.900.000,00 hinaus gehende höhere Ausgabebetrag von € 3.900.000,00 ausgewiesen.
5. Bilanzverlust
Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2009 von € 779.157,26 setzt sich aus dem Jahresfehlbetrag von €2.450.430,32 und dem Gewinnvortrag von € 1.671.273,06 zusammen.
6. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Inanspruchnahme aus Bürgschaften in Höhe von T€ 800 (Vj. T€ 0), für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 63 (Vj. T€ 44), für die für Jahresabschlusserstellung und -prüfung sowie Steuererklärungen in Höhe von T€ 34 (Vj. T€ 25) und für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von T€ 26 (Vj. T€ 40).
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Unter den Erträgen aus Gewinnabführungen ist die Ergebnisübernahme des Jahresüberschusses 2009 der Feedback Trading GmbH, Hamburg, erfasst. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen beinhalten die Ergebnisübernahmen der Jahresfehlbeträge für 2009 der Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg, sowie der Treukonzept Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg.
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuern über T€ 35 enthalten, die aus der Tonnagebesteuerung resultieren.
V. Sonstige Angaben
1. Anteilsbesitz
| Name/Sitz | Anteile % |
Eigenkapital 31.12.2009 € |
Jahresergebnis 2009 € |
|---|---|---|---|
| Treukonzept Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 127.285,80 | 0,00*** |
| mittelbar hierüber: | |||
| HGKW Holzgaskraftwerk Bad Wildungen GmbH, Hamburg | 68 | 7.322.175,02 | ./. 204.417,33 |
| Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 47.180,03 | 0,00*** |
| Feedback Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Hamburg | 100 | 51.179,47 | ./.64.457,92 |
| Feedback Verwaltungsgesellschaft m.b.H., Hamburg | 100 | 31.787,44 | 4.004,83 |
| Feedback Trading GmbH, Hamburg | 100 | 2.025.000,00 | 0,00*** |
| Feedback Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 7.21.126,15 | 7.36.289,09 |
| Feedback Finance GmbH, Hamburg | 100 | 24.836,75 | ./. 163,25 |
| BKW Bad Wildungen Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 24.558,73 | ./. 441,27 |
| Feedback Sales GmbH, Hamburg | 95 | 1.142.106,70 | 117.106,70 |
| BHG Biomassegesellschaft mbH, Hamburg | 68 | 10.851,78 | ./.253,55 |
| Netfonds GmbH, Hamburg | 30 | 1.670.924,51* | 591.129,81* |
| BioPower Development GmbH, Kassel | 25 | 62.141,83** | -37.237,83** |
* Abschluss zum 31.12.2008
** Abschluss zum 31.12.2007
*** nach Ergebnisabführung
2. Mitarbeiter
Im Berichtsjahr war außer dem Vorstand 1 (Vj. 0) Mitarbeiter beschäftigt.
3. Geschäftsführung
Im Geschäftsjahr waren folgende Personen Mitglieder des Vorstands:
| ― | Dr. Christoph Ludz, Vorstandsvorsitzender, Hamburg |
| ― | Thomas Striepe, Vorstand Finanzen, Uetersen |
| ― | Kurt Ellerbrok, Vorstand Vertrieb, Hamburg |
Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Im Geschäftsjahr betrugen die Gesamtbezüge der Vorstände T€ 362 (Vj. T€ 345).
4. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:
| ― | Michael F. Seidel (Vorsitzender), ab 31. Juli 2009, Vorstand Finanzen und Vertrieb der Lloyd Fonds AG, Hamburg |
| ― | Dr. Arndt-Heinrich von Oertzen (Stellvertreter), Geschäftsführer der TT-Line GmbH & Co. KG, Lübeck |
| ― | Jörg Rosowski, (Vorsitzender bis 31. Juli 2009) Geschäftsführer der Fincom GmbH, Hamburg |
| ― | Marco Tomenzoli, Kaufmann, Hamburg |
| ― | Reinhold Lüdemann, ab 31. Juli 2009, Vorstand Menzel der Vermögensverwaltungs AG, Hamburg |
| ― | Michael Kopetz, ab 31. Juli 2009, Kaufmann, Hamburg. |
Vergütungen für den Aufsichtsrat wurden in 2009 für das Vorjahr in Höhe von T€ 20 (Vj. T€ 35) gezahlt bzw. in Höhe von T€ 26 (Vj. T€ 40) für das Geschäftsjahr 2009 zurückgestellt.
5. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB, die nicht auf der Passivseite ausgewiesen sind, bestehen in Form von selbstschuldnerischen Bürgschaften in Höhe von T€ 1.425 gegenüber der GLS Gemeinschaftsbank AG, Bochum, für Ansprüche dieser Bank gegen die HGKW Holzgaskraftwerk Bad Wildungen GmbH, Hamburg, bzw. von T€ 1.125 gegenüber der Hamburger Sparkasse, Hamburg, für Ansprüche dieser Bank gegen die Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg.
6. Abschlussprüferhonorar
Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB (i.d.F. des BilMoG) sind im Anhang zum Konzernabschluss der Feedback AG angegeben.
Hamburg, den 22. März 2010
Dr. Christoph Ludz
Thomas Striepe
Kurt Ellerbrok
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen und Lizenzen | 95.953,27 | 9.377,80 | 0,00 | 105.331,07 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 105.564,15 | 8.604,32 | 7.457,00 | 106.711,47 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.710.350,85 | 50.000,00 | 0,00 | 10.760.350,85 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.099.000,00 | 346.214,92 | 525.000,00 | 920.214,92 |
| 3. Beteiligungen | 7.527.645,67 | 0,00 | 0,00 | 7.527.645,67 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 415.797,93 | 115.000,00 | 0,00 | 530.797,93 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0,00 | 30.000,00 | 0,00 | 30.000,00 |
| 19.752.794,45 | 541.214,92 | 525.000,00 | 19.769.009,37 | |
| 19.954.311,87 | 559.197,04 | 532.457,00 | 19.981.051,91 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Zuschreibung € |
31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen und Lizenzen | 21.471,27 | 16.347,30 | 0,00 | 0,00 | 37.818,57 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.793,15 | 21.825,82 | 2.099,00 | 0,00 | 44.519,97 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 102.540,90 | 0,00 | 0,00 | 102.540,90 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 14.982,93 | 0,00 | 0,00 | 14.982,93 | 0,00 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 14.982,93 | 102.540,90 | 0,00 | 14.982,93 | 102.540,90 | |
| 61.247,35 | 140.714,02 | 2.099,00 | 14.982,93 | 184.879,44 |
| Buchwert | ||
|---|---|---|
| 31.12.2009 € |
31.12.2008 € |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen und Lizenzen | 67.512,50 | 74.482,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.191,50 | 80.771,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.760.350,85 | 10.710.350,85 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 920.214,92 | 1.099.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 7.425.104,77 | 7.527.645,67 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 530.797,93 | 400.815,00 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 30.000,00 | 0,00 |
| 19.666.468,47 | 19.737.811,52 | |
| 19.796.172,47 | 19.893.064,52 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009
Feedback AG Hamburg
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
1.1. Geschäftstätigkeit der Feedback AG
Die Feedback AG ist eine Holdinggesellschaft. Sie übt Führungsfunktion für ihre im Bereich der Finanzdienstleistungen tätigen Tochtergesellschaften aus.
Im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen wurden im Jahr 2006 sämtliche Anteile der Treukonzept Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg, und der Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg, als Beteiligung in die Feedback AG eingebracht. Beide Tochtergesellschaften beraten seit Jahren erfolgreich unabhängig und individuell Vermögens- und Anlageberater, Kreditinstitute, Makler und deren Kunden auf dem Gebiet der renditeorientierten Beteiligungen. Insbesondere werden Angebote im Bereich der geschlossenen Fonds bewertet und in Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern platziert.
In 2007 erwarb die Feedback AG 68% der Anteile an der BHG Biomassegesellschaft mbH, Hamburg. Diese Gesellschaft wird sich zukünftig mit dem Handel von Biomasse und anderen Energieträgern beschäftigten.
An der in 2007 gegründeten Feedback Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Hamburg, und an der ebenfalls in 2007 gegründeten Feedback Verwaltungsgesellschaft m.b.H., Hamburg, ist die Feedback AG mit jeweils 100% beteiligt. Geschäftszweck beider Gesellschaften ist die Konzeption von geschlossenen Fonds bzw. die Übernahme der Komplementärfunktion innerhalb von Fondsmodellen.
In 2008 wurde die Feedback Sales GmbH, Hamburg, gegründet. Die Feedback AG übernahm 95% der Anteile. Die Feedback Sales GmbH betreibt wie die in 2006 erworbene Feedback Trading GmbH, Hamburg, den Eigenhandel mit börsennotierten Wertpapieren und Derivaten.
Im Mai 2008 übernahm die Feedback AG 100% der Anteile an der neu gegründeten Feedback Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg. Die Feedback Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH berät Kunden im Bereich der Kapitalanlagen.
Im Berichtsjahr wurden die Feedback Finance GmbH, Hamburg, sowie die BKW Bad Wildungen Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, gegründet. An beiden Gesellschaften hält die Feedback AG 100% der Anteile.
Entsprechend ihrer Funktion als Holdinggesellschaft war die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 geprägt von der Verwaltung und Steuerung ihrer Beteiligungen. Aus diesen wurden Erträge erzielt und Gewinne vereinnahmt bzw. mussten Verluste ausgeglichen werden.
Bevor der Geschäftsverlauf für das Jahr 2009 dargestellt wird, soll nachfolgend zunächst auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen eingegangen werden.
1.2. Wirtschaftliches Umfeld
Nachdem das Jahr 2008 weltweit von der Krise an den Finanz-, Kapital- und Rohstoffmärkten und deren massiven Einfluss auf die Realwirtschaft geprägt war, zeigten sich im Berichtsjahr 2009 wieder erste positive Tendenzen. Die Weltwirtschaft hat die schwere Rezession seit dem Frühjahr 2009, angeregt durch milliardenschwere Konjunkturprogramme, eine massiv expansiv wirkende Geldpolitik und den vergleichsweise niedrigen Ölpreis, überwunden. Das Wirtschaftsklima hat sich dabei in allen großen Wirtschaftsregionen verbessert, Produktion und Handel steigen wieder. Die aktuelle Wirtschaftslage wird zwar noch als ungünstig bewertet, dennoch fallen die Wirtschaftserwartungen nahezu wieder optimistisch aus.
Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Berichtsjahr 2009 gemäß dem Wirtschaftsforschungsinstitut ifo um 1,1% zurückgegangen, nachdem es in den Vorjahren deutliche Steigerungsraten verzeichnen konnte (2008: 3,4%; 2007: 5,2%).
Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, geht für die Europäische Union (EU27) von einem Rückgang des BIP um 4,1% bzw. für die Eurozone um 4,0% gegenüber dem Jahr 2008 aus. Im dritten Quartal 2009 stieg das BIP erstmals wieder an (EU27: +0,3%; Eurozone: +0,4%) - damit hat Europa nach vielen Quartalen mit negativen Wachstumsraten den Sprung aus der Rezession geschafft.
Auch in den USA, als größte Volkswirtschaft der Welt, stieg das BIP ab dem dritten Quartal 2009 nach vier vorausgegangenen Quartalen mit negativen Wachstumsraten wieder an. Hier wurde Mitte Februar 2009 das zweite staatliche Konjunkturförderprogramm mit einem Volumen von 787 Mrd. US-Dollar und damit das größte in der US-Geschichte auf den Weg gebracht.
Japan zeigte bereits seit dem zweiten Quartal aufgrund des wieder anziehenden Welthandels und der großen Stimuluspakete erstmals Zeichen einer Erholung. Nach Schätzungen der Weltbank konnten die Schwellenländer Ostasiens mit China als Vorreiter im Jahr 2009 einen enormen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen. Vor allem die vergleichsweise großen Konjunkturprogramme Chinas haben zu einem Wachstum von voraussichtlich 6,7% und optimistischen Prognosen für 2010 geführt.
Die weltweite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise war 2009 nicht nur prägend für die globale Wirtschaft, sondern in hohem Maße auch für die deutsche Konjunktur. Diese ist im Berichtsjahr zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder geschrumpft. Erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergaben einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 5,0%, so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3%, in 2007 sogar um 2,5% gestiegen.
Seit Ende 2008 befand sich die deutsche Volkswirtschaft in einer Rezession, erst ab dem zweiten Quartal 2009 zeichnete sich eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau ab. So sank das BIP im ersten Quartal 2009 noch deutlich um 3,5%, im zweiten dagegen stieg es um 0,4% und im dritten um 0,7% jeweils gegenüber dem Vorquartal.
Die Wachstumsimpulse kamen im Berichtsjahr lediglich von den Konsumausgaben. Hier stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,4%, die staatlichen sogar um 2,7% gegenüber dem Vorjahr.
Der Außenhandel hingegen, in früheren Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, bremste im Berichtsjahr die wirtschaftliche Entwicklung. So sanken die Exporte preisbereinigt um 14,7% (2008: +3,9%), der Rückgang bei den Importen betrug 8,9% (2008: +5,2%). Damit leistete der Außenbeitrag wie schon im Vorjahr einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP. Dieser fiel mit -3,4 Prozentpunkten 2009 jedoch deutlich stärker aus als 2008 (-0,3 Prozentpunkte). Zusätzlich brachen auch die Ausrüstungsinvestitionen stark ein - hier wurde insgesamt ein Fünftel weniger investiert als in 2008. Der Rückgang der Bauinvestitionen fiel mit 0,7% moderater aus.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2009 lediglich um 0,4% zu. Dies war der geringste Zuwachs seit der Wiedervereinigung. Anders als in den beiden Vorjahren stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte mit 0,5% etwas stärker als das verfügbare Einkommen, die Sparquote verharrte auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Der deutsche Arbeitsmarkt war 2009 von der tiefsten Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik beeinflusst. Er zeigte sich aber insgesamt verhältnismäßig robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt gemäß Destatis von 40,2 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Damit sank die Erwerbstätigenzahl leicht um 0,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Erwerbslosen stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit geringfügig auf 3,4 Millionen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 8,2% und damit 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte vor allem durch die massive Nutzung der Kurzarbeit begrenzt werden. Dennoch kam es in einzelnen Wirtschaftsbereichen zu einem deutlichen Personalabbau.
Der Staatssektor wies im Jahr 2009 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Finanzierungsdefizit in Höhe von € 77,2 Mrd. auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt errechnet sich daraus nach einem ausgeglichenen Haushalt im Jahr 2008 eine Defizitquote von 3,2% - damit wurde der im Maastricht-Vertrag genannte Referenzwert von 3,0% des BIP erstmals seit vier Jahren wieder überschritten.
1.3. Kapitalmarktumfeld
Im Jahr 2009 setzte sich weltweit die Finanzkrise und die damit einhergehende konjunkturelle Abkühlung und Verunsicherung an den Finanzmärkten zunächst noch fort. Sowohl in Deutschland als auch weltweit hatten die Aktien im Vorjahr deutliche Wertverluste verbucht. Das Vertrauen der Banken untereinander hatte soweit abgenommen, bis Ausleihungen unter den Banken fast zum Erliegen kamen. Dies hatte ein deutlich restriktiveres Vorgehen bei der Kreditvergabe nach sich gezogen.
Zur Unterstützung der Konjunktur senkten die Zentralbanken weltweit die Zinsen. Seitdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Mitte Dezember 2008 ihren Leitzins mit einer historischen Zinssenkung auf 0,00 bis 0,25% reduzierte, ist der US-amerikanische Leitzins auf diesem niedrigen Niveau verblieben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte nach zahlreichen Zinsschritten im Vorjahr den Leitzins bereits im Januar 2009 erneut von 2,50% auf 2,00%. Danach folgten drei weitere Zinsschritte bis auf 1,00% im Mai 2009. Durch dieses Vorgehen hat die EZB binnen acht Monaten den Leitzins um 2,75 Prozentpunkte auf das niedrigste Niveau seit Bestehen der EZB gesenkt.
Darüber hinaus stellten die Notenbanken den Kreditinstituten in erheblichem Ausmaß Liquidität zur Verfügung, um eine ausreichende Versorgung der Wirtschaft mit Krediten sicher zu stellen. In Erwartung einer steigenden Anzahl von Insolvenzen und allgemein höherer Anforderungen an ihre Eigenkapitalunterlegung gehen die Banken jedoch weiterhin sehr restriktiv in der Kreditvergabe vor.
Der Euro hatte in der zweiten Jahreshälfte 2008 einen massiven Wertverlust mit einem Jahrestiefststand von 1,25 US-Dollar im Oktober verzeichnet. Im Berichtszeitraum stand er am Jahresanfang bei knapp 1,40 US-Dollar, um im März jedoch erneut bis auf 1,25 US-Dollar zu sinken. Erst danach folgte - mit einem weiteren Einbruch im zweiten Quartal - eine positive Wertentwicklung auf in der Spitze bis zu 1,50 US-Dollar. Zum Jahresende verlor der Euro und stand bei 1,43 US-Dollar.
Bei allen deutschen Aktienindizes zeigte sich nach Kursverlusten im ersten Quartal 2009 nahezu parallel eine Aufwärtsbewegung, die sich bis zum Jahresende vollzog. Auch der Volatilitätsindex der Deutschen Börse (VDAX), der die erwartete Schwankungsbreite des DAX abbildet, erholte sich von dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2008. Er erreichte in 2009 in der Spitze Werte von knapp 48%, entwickelte sich im Laufe des Jahres jedoch positiv und stand zum Jahresende zwischen 20 und 25% und damit in etwa bei seinem langjährigen Durchschnittswert.
Nachdem der Deutsche Aktienindex (DAX) in 2008 rund 40% seines Wertes eingebüßt hatte, konnte er im Berichtsjahr um 24% zulegen. Er startete bei 4.810 Punkten und verzeichnete nach einem Einbruch Anfang März, infolgedessen er seinen Jahrestiefststand von 3.666 Zählern erreichte, eine Aufwärtsbewegung bis zum Höchststand von 6.011 Zählern zum Jahresende am 29. Dezember 2009. Das Jahr 2009 schloss der DAX mit knapp 6.000 Punkten.
Der TecDAX, der die 30 größten Technologiewerte zusammenfasst, legte noch deutlicher, nämlich um über 60% zu. Er startete bei 508 Punkten und verzeichnete ebenfalls ab dem Frühjahr eine Aufwärtsbewegung auf 817 Punkte zum Jahresende. Sein zwischenzeitlicher Tiefststand lag bei 405 Punkten im ersten Quartal 2009.
Auch die Nebenwerte-Indizes konnten sich ab dem zweiten Quartal 2009 langsam von der Krise und den Wertverlusten des Vorjahres erholen und erzielten zum Teil enorme Wachstumsraten. So erreichte der Mid Cap Index MDAX ein Plus von 34% und schloss das Jahr mit 7.507 Punkten. Seinen Höchststand von 7.630 Punkten verbuchte er Mitte Oktober. Auch der Small Cap Index SDAX konnte mit +27% deutlich an Wert gewinnen, wurde jedoch vom Entry Standard Index, der im Jahr 2008 über 50% verloren hatte, mit +38% noch übertroffen.
Auch international konnten die Aktien und ihre Leitindizes an den wichtigen Börsenplätzen ab dem Frühjahr 2009 wieder zulegen. So gewann der Weltleitindex, der amerikanische Dow Jones Industrial, im Berichtsjahr knapp 20% und übertraf in der Spitze die Marke von 10.000 Zählern. Der Index der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen, der Standard & Poor's 500-Index, entwickelte sich sogar noch etwas positiver und gewann deutlich mehr als 20% in 2009. Die wichtige 1.000-Punkte Marke wurde im August erstmals wieder überschritten. Übertroffen wurde dieser noch von der Technologiebörse NASDAQ, deren Index NASDAQ Composite im Laufe des Jahres fast 45% hinzu gewann.
Der Europäische Auswahlindex Euro Stoxx gewann im Jahr 2009 insgesamt rund 15% hinzu, verzeichnete im ersten Quartal jedoch zunächst einen deutlichen Einbruch auf unter 1.800 Punkte, bevor er sich in der zweiten Jahreshälfte erholte und bei knapp 3.000 Punkten abschloss.
Die Börsen der Schwellenländer erholten sich nach den dramatischen Verlusten im Vorjahr in 2009 langsam wieder. Die positive Entwicklung spiegelte das Kursbarometer, der MSCI Emerging Market Index, mit einem Plus von über 70% wieder.
Unter den deutschen Anlegern ist die Verunsicherung und Nervosität auch im Jahr 2009 noch nicht signifikant gewichen. Weiterhin ist das Spar- und Anlageverhalten der privaten Haushalte davon massiv beeinflusst und nur bonitätsstarke und sehr liquide Anlageprodukte haben eine Chance am Markt. Nachdem im Vorjahr auch die Reputation der Institution Börse und damit die Akzeptanz der Aktie erheblichen Schaden erlitten haben, folgte als Konsequenz daraus ein weiterer Rückgang der Anlegerzahlen. Gemäß Deutschem Aktieninstitut (DAI) blieb die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsanleger jedoch seit dem zweiten Halbjahr 2008 bis zum Ende des Berichtszeitraums stabil. So waren 2009 rund 8,8 Mio. Anleger in Deutschland direkt oder indirekt in Aktien investiert, entsprechend einem Anteil von 13,6% der Bevölkerung. Zwar haben sich innerhalb der Gruppe der Anleger die Strukturen verändert, ein eindeutiger Trend für oder gegen die Aktie bzw. Fonds war dabei nicht auszumachen.
Die Zahl der reinen Aktionäre, die ausschließlich direkt in Aktien investieren, lag in 2009 bei 2,2 Mio., die Zahl der Anleger, die ausschließlich in Fonds investierten, bei 5,2 Mio. 1,4 Mio. Anleger besitzen sowohl Aktien als auch Fonds. Damit halten 9,8% der Bevölkerung Anteile an Aktien- oder Gemischten Fonds, die Zahl derer, die nur in Gemischte Fonds investieren, ist seit 2008 deutlich zurück gegangen.
1.4. Entwicklung der Fondsindustrie
Nachdem der Markt für geschlossene Fonds im letzten Quartal 2008 eingebrochen ist, zeigte sich auch im Jahr 2009 keine schnelle Erholung des Marktes bzw. Stabilisierung des Anlegervertrauens. Die Stimmung in der Branche war im ersten Halbjahr 2009 gemäß dem von der Scope Analysis GmbH erhobenen Geschäftsklimaindex auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung und damit so schlecht wie nie zuvor. Im zweiten Halbjahr 2009 hat sich das Geschäftsklima insgesamt wieder gebessert. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die besseren Geschäftserwartungen des Vertriebs, während die Initiatoren keine Verbesserung ihrer Geschäftslage erkennen können.
Problematisch war im Berichtsjahr vor allem, dass nach der Scope-Analyse die Mehrheit der Branche noch erheblichen strategischen Anpassungsbedarf bezüglich der richtigen Produkte und der Bewältigung von Altlasten hatte. Nachdem viele Assets in den Vorjahren im Vorgriff auf zukünftige Fonds zu hohen Preisen eingekauft wurden, konnten diese nicht mehr für neue attraktive Beteiligungsmodelle eingesetzt werden. Dies hat die Emissionspipeline des Marktes in zweierlei Hinsicht verstopft: erstens durch noch nicht ausplatzierte Altfonds, zweitens durch nicht mehr marktgerecht bewertete Assets.
Das Emissionsvolumen aller geschlossenen Fonds ist im ersten Halbjahr deutlich um über 38% zurückgegangen. Noch stärker ging die Zahl der emittierten Fonds zurück, nämlich um 43% im ersten Halbjahr 2009. Insbesondere im Segment der Schiffsfonds, die unter einem erheblichen Vertrauensverlust zu leiden haben, kam die Emissionstätigkeit fast völlig zum Erliegen. Erste leichte Erholungstendenzen zeigten sich jedoch im dritten Quartal 2009, wenngleich sich diese noch nicht in der Stimmung, insbesondere der Vertriebspartner, fortsetzten.
Das platzierte Eigenkapital im Bereich der geschlossen Fonds lag in 2009 insgesamt bei € 5,1 Mrd. und damit um 38,2% unter dem schon schwachen Vorjahr (2008: € 8,3 Mrd.). Das Investitionsvolumen der initiierten Fonds, also Eigenkapital plus Fremdkapital, erreichte € 9,4 Mrd. Verglichen mit dem Vorjahr (€ 15,4 Mrd.) ergibt sich ein Rückgang von 40,0%.
Stärkstes Marktsegment waren wie im Vorjahr geschlossene Immobilienfonds, die bei einem platzierten Eigenkapital von € 2,5 Mrd. (Vorjahr € 3,1 Mrd.) ihren Marktanteil mit ca. 50% (2008: 37%) noch ausbauen konnten. Insbesondere die Renaissance der Immobilienfonds mit Investitionsschwerpunkt in Deutschland führte dazu, dass das Zeichnungsvolumen dieser Assetklasse nur unterproportional abnahm. Während Fonds mit inländischen Immobilien im Vergleich zum Vorjahr sowohl beim Investitionsvolumen als auch beim platzierten Eigenkapital sogar Zuwächse erzielen konnten, verloren dagegen die Immobilienfonds mit Schwerpunkt im Ausland.
Nach den Immobilienfonds zweitstärkste Assetklasse blieben auch in 2009 die geschlossenen Schiffsfonds. Während sie in 2008 bei einem Platzierungsvolumen von € 2,5 Mrd. einen Marktanteil von knapp 30% erreichten, sank das Platzierungsvolumen in 2009 um 68% auf lediglich € 0,8 Mrd. Der Marktanteil verringerte sich entsprechend auf nur noch 14%. Der aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise stark rückläufige Welthandel wirkte sich direkt auf das Charterratenniveau und die Preise für Handelsschiffe aus. Gesunkenes Anlegervertrauen aufgrund von ausbleibenden Ausschüttungen, geforderten Nachschüssen oder Kapitalverlust durch Insolvenz von Schiffsfonds verbunden mit einem Überangebot von zu nicht mehr marktgerechten Kaufpreisen erworbenen Neubauten, die das gegenwärtige Überangebot an Transportkapazitäten noch erhöhen, sind quer durch alle Schiffsklassen verantwortlich für den massiven Rückgang der Platzierungszahlen.
Als drittstärkstes Segment konnten sich Fonds mit Schwerpunkt regenerative Energien etablieren. Verglichen mit dem Vorjahr konnte das Platzierungsvolumen um 148% von € 0,22 Mrd. auf € 0,55 Mrd. gesteigert werden. Der Marktanteil dieser Assetklasse betrug 11%.
Einen starken Platzierungsrückgang mussten die Flugzeugfonds, die sich noch im Vorjahr sehr positiv entwickelt hatten, hinnehmen. In diesem Segment konnten in 2009 lediglich € 0,43 Mrd. nach € 0,70 Mrd. im Vorjahr platziert werden. Dies ist gleichbedeutend mit einem Rückgang von 38%.
Den höchsten Verlust gegenüber dem Vorjahr verzeichnete 2009 das Segment Lebensversicherungszweitmarktfonds (2009: € 103,00 Mio. / 2008: € 358,47 Mio. / -71,29%). Private-Equity-Fonds verloren 2009 mit € 233,15 Mio. 67,22% (2008: € 711,17 Mio.).
Banken waren 2009 mit 52,0% der stärkste Vertriebskanal für geschlossene Fonds (2008: 49,3%). Im freien Vertrieb wurden 28,4% aller Beteiligungen platziert (2008: 31,7%). Gestiegen ist die Bedeutung des Direktvertriebs durch die Anbieter geschlossener Fonds. 2009 realisierten sie 11,8% aller platzierten Beteiligungen und damit 69% mehr als im Vorjahr (2008: 7,0%).
1.5. Geschäftsverlauf der Feedback AG im Jahr 2009
Enttäuschendes Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2009 konnte die Feedback-Gruppe im Bereich der geschlossenen Publikumsfonds mit rund € 64 Mio. Eigenkapital deutlich weniger über ihre Vertriebspartner als im Vorjahr platzieren. Die im Bereich B2B-Maklerpool tätigen operativen Tochtergesellschaften der Feedback AG hatten 2008 noch Eigenkapital in Höhe von € 146 Mio. einwerben können. Das Zeichnungsvolumen des Berichtsjahres lag somit um 56% unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang fiel deutlich stärker aus als der des Branchendurchschnitts. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der starke Rückgang des platzierten Eigenkapitals im traditionell stärksten Segment, den Schiffsbeteiligungen. Die Zeichnungen bei den Schiffsbeteiligungen reduzierten sich um 76%. Der Anteil an den Gesamtplatzierungen verringerte sich entsprechend von 51% auf 28%. Noch vergleichsweise erfreulich entwickelten sich die Absatzzahlen bei den geschlossenen Immobilienfonds. In 2009 konnten die Platzierungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 11% gesteigert werden. Der Anteil am Gesamtplatzierungsvolumen erhöhte sich von 11% auf 27%. Behaupten konnten sich auch die Container. Zwar mussten auch hier Rückgänge von 40% verzeichnet werden, sie verloren damit aber unterdurchschnittlich. Die Container waren im Berichtsjahr mit einem Anteil von knapp 30% am Gesamtplatzierungsvolumen die stärkste Produktkategorie. Entsprechend den stark gesunkenen Platzierungszahlen entwickelten sich auch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften im Bereich der Vermittlung von geschlossenen Publikumsfonds. Erstmalig seit der Einbringung im Jahr 2006 musste die Feedback AG in 2009 Verluste bei der Treukonzept Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH und der Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH ausgleichen.
Konnte die Feedback-Gruppe in den Jahren 2008 und 2007 noch Dachfonds im Bereich Schifffahrt konzipieren und erfolgreich platzieren, war dies in 2009 aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr möglich. Insofern konnten auch keine Ausschüttungen - wie noch im Vorjahr - der Feedback Beteiligungsgesellschaft m.b.H. vereinnahmt werden.
Aufgrund von fehlenden Opportunitäten konnten weder die Feedback Trading GmbH noch die Feedback Sales GmbH im Bereich des Wertpapiereigenhandels die Ergebnisse der Vorjahre erzielen. Entsprechend geringer fielen im Berichtsjahr die Ergebnisübernahmen bzw. Ausschüttungen aus.
2. Analyse der Ertragslage, Vermögenslage und Finanzlage
2.1. Ertragslage
Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage der Feedback AG im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich wie folgt:
| 2009 T€ |
2008 T€ |
|
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 445 | 418 |
| Personalaufwand | -363 | -345 |
| Abschreibungen | -38 | -46 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.599 | -692 |
| Beteiligungsergebnis | -965 | 1.783 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2.520 | 1.118 |
| Zinsergebnis | 25 | 257 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2.495 | 1.375 |
| Ertragsteuern | 45 | -220 |
| Jahresfehlbetrag | -2.450 | 1.155 |
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 27 auf T€ 445 resultiert im Wesentlichen aus in 2009 erstmalig angefallenen Erträgen aus der Auslösung von Rückstellungen sowie aus Erträgen aus Zuschreibungen im Finanzanlagevermögen.
Die Personalaufwendungen liegen mit T€ 363 um T€ 18 über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist der in 2009 ganzjährig angefallene Personalaufwand für ein Vorstandsmitglied.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 1.599 (Vorjahr T€ 692). Der Anstieg um T€ 907 steht im Zusammenhang mit der Bildung einer Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme aus Bürgschaften (T€ 800) sowie aus Abschreibungen auf uneinbringliche Darlehen.
Fehlende Gewinnausschüttungen und Verlustübernahmen der Tochtergesellschaften führten zu einem im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.748 niedrigeren Beteiligungsergebnis von T€ -965, bestehend aus Ergebnisübernahmen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen, Ausschüttungen und Abschreibungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein EBIT von T€ -2.520 (Vorjahr T€ 1.118) erzielt werden. Unter Berücksichtigung eines positiven Zinsergebnisses von T€ 25 belief sich das Ergebnis vor Steuern auf T€ -2.495 (Vorjahr T€ 1.375).
2.2. Vermögenslage:
Die Vermögenslage der Feedback AG stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| T€ | in % | T€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Anlagevermögen | 19.796 | 81,0 | 19.894 | 69,3 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 4.323 | 17,7 | 8.738 | 30,4 |
| Flüssige Mittel | 309 | 1.3 | 96 | 0,3 |
| Bilanzsumme | 24.428 | 100,0 | 28.728 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 19.070 | 78,1 | 21.521 | 74,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 931 | 3,8 | 268 | 0,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 4.427 | 18,1 | 6.939 | 24,2 |
| Bilanzsumme | 24.428 | 100,0 | 28.728 | 100,0 |
Die Verringerung der Bilanzsumme von T€ 28.728 auf T€ 24.428 resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Steuererstattungsansprüchen aufgrund von im Geschäftsjahr nicht durchgeführten Wertpapiereigenhandelsgeschäften bei der Feedback Trading GmbH.
Im Anlagevermögen sind u.a. die in 2006 erworbenen Beteiligungen an der Treukonzept Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH (T€ 4.646), an der Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH (T€ 2.904) und der Feedback Trading GmbH (T€ 2.027) sowie die Ende 2007 erworbene Beteiligung an der Netfonds GmbH (T€ 3.029) bilanziert. Ebenfalls sind hier die in 2008 erworbenen Beteiligungen an der Luxembourg Financial Group Holding S.A. (T€ 3.497), BSC Neutrale Allfinanz-Vermittlungs-GmbH (T€ 636) und die in 2008 gegründete Feedback Sales GmbH (T€ 974) erfasst. Darüber hinaus beinhaltet das Anlagevermögen Wertpapiere in Höhe von T€ 531.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten hauptsächlich Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 524 sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.211, vor allem aus Darlehensgewährung und Ansprüchen aus Gewinnausschüttung bzw. -abführung.
Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen von T€ 268 auf T€ 931 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen um T€ 816 auf T€ 931. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme aus Bürgschaften (T€ 800).
Das Eigenkapital betrug zum Berichtsjahresende 78,1% der Bilanzsumme und deckte die langfristigen Vermögenswerte zu 96%.
Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 600 ausgewiesen.
2.3. Finanzlage
| 2009 T€ |
2008 T€ |
|
|---|---|---|
| Jahresergebnis | -2.450 | 1.156 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen | 126 | 61 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 663 | -251 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 4.416 | -1.919 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -2.122 | -507 |
| \= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 633 | -1.460 |
| - Auszahlungen für Investitonen in das Sachanlagevermögen | -18 | -53 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 525 | 30 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -541 | -6.507 |
| \= Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -34 | -6.530 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 7.800 |
| - Einlagen / Entnahmen der Gesellschafter | 0 | -1.063 |
| \= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 0 | 6.737 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 599 | -1.253 |
| + Finanzmittelfonds zum 1. Januar | -890 | 363 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | -291 | -890 |
Die Erhöhung des Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme des Working Capitals. Ursächlich hierfür war der Rückgang der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Steuererstattungsansprüche im Zusammenhang mit nicht durchgeführten Wertpapiereigenhandelsgeschäften bei der Feedback Trading GmbH. Der Anstieg des Cash Flows aus Investitionstätigkeit ist bedingt durch die im Vergleich zum Vorjahr geminderte Investitionstätigkeit. Im Vorjahr hatte die Feedback AG im Gegensatz zum Berichtsjahr verstärkt Beteiligungen erworben.
Der Bestand an flüssigen Mitteln, der sich zum Stichtag aus Kassenbeständen und Bankguthaben in Höhe von T€ 309 sowie aus Kontokorrentverbindlichkeiten von T€ 600 zusammensetzt, ist zum 31. Dezember 2009 mit T€ -291 um T€ 599 höher als zum 31. Dezember 2008.
Die Finanz- und Ertragslage hat sich im Berichtsjahr nach Einschätzung des Vorstandes deutlich verschlechtert. Die Vermögenslage sieht der Vorstand noch als befriedigend an.
3. Risikobericht
I. Auswirkungen aus dem im Jahr 2004 beendeten Insolvenzverfahren
Aufgrund des rechtskräftig bestätigten Insolvenzplanes beschränken sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus ehemaligen Insolvenzforderungen auf die im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens festgestellten Forderungen der Insolvenzgläubiger. Die Erlöse aus treuhänderisch eingezogenen Alt-Forderungen werden auf Anderkonten verwaltet und auf die Gläubiger verteilt. Auf den danach verbleibenden Restbetrag ihrer Forderungen haben die Gläubiger im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens verzichtet. Finanzielle Risiken für die Gesellschaft können sich aus der weiteren Abwicklung des Insolvenzplanes daher nicht ergeben.
II. Risikomanagement in der Unternehmensgruppe
Risiken bezeichnen die möglichen negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Feedback-Gruppe. Diese Risiken können mit einer risikospezifischen Wahrscheinlichkeit eintreten, müssen es aber nicht. Die Feedback-Gruppe verfügt über ein angemessenes Risikomanagementsystem, das alle Aktivitäten des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften abdeckt. Die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken der Feedback-Gruppe wird durch das in 2009 überarbeitete Risikomanagement und seine Weiterentwicklung gewährleistet.
Der Risikomanagementansatz basiert auf einer permanenten Analyse aller Geschäftstätigkeiten und deren Prozesse sowie auf einer zeitnahen Analyse von Abweichungen im Hinblick auf u.U. daraus resultierenden Bestandsgefährdungen.
Verantwortlich für die Aktualisierung und Zusammenführung aller relevanten Informationen sowie Pflege und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist der Vorstand. Der Risikobericht des überarbeiteten Risikomanagementsystems wird seit der Überarbeitung und Implementierung monatlich erstellt und im Vorstand diskutiert und quartalsweise oder bei Bedarf dem Aufsichtsrat der Feedback AG präsentiert.
III. Politische und rechtliche Entwicklung
Aufgrund der sich ständig verändernden Rechtsprechung erhöhen sich die Anforderungen für den Vertrieb geschlossener Fonds permanent. Voraussichtlich wird es eine weiter zunehmende gesetzliche Reglementierung und eine weitere Erhöhung von Marktstandards geben, die den zeitlichen und finanziellen Aufwand für den Vertrieb und ggf. die Konzeption von Fonds weiter ansteigen lässt. Bislang ist nicht abzusehen, welche konkreten Ausprägungen diese Regelungen haben werden, wann sie zum Tragen kommen und in welcher Form sie die Konzeption und den Vertrieb von Fonds beeinflussen werden. Im Rahmen des Risikomanagements verfolgt die Feedback-Gruppe die aktuellen Entwicklungen, um rechtzeitig auf Änderungen reagieren zu können.
IV. Leistungswirtschaftliche Risiken
Die Auswirkungen der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise sind für die Feedback-Gruppe deutlich wahrnehmbar. Die allgemeine Zurückhaltung der Anleger bei langfristigen Investitionen im Bereich unternehmerischer Beteiligungen aufgrund der Verunsicherung durch die Finanz- und Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Platzierungszahlen vertriebsseitig. Die im Vorfeld der Finanz- und Wirtschaftskrise durch verschiedenen Marktteilnehmer eingegangenen Abnahmeverpflichtungen, die zeitlich versetzt auf den Markt drängen, erhöhen schon vorhandene Überkapazitäten und belasten die Rentierlichkeit von schon am Markt befindlichen Fonds und führen dazu, dass sich voraussichtlich kurz- bis mittelfristig in bestimmten Anlageklassen nur noch geringe Umsätze realisieren lassen.
Die Feedback-Gruppe begegnet diesen Risiken durch umfassende und zeitnahe Information ihrer Vertriebspartner im Rahmen des Best Advise Beratungsansatzes.
V. Branchen- und Produktentwicklung, Verhalten der Wettbewerber
Die Stärke der Feedback-Gruppe liegt in der initiatorenunabhängigen Vermittlung von geschlossenen Fonds. Hierbei werden den Vertriebspartnern nach dem Best Advise Prinizip Investitionsvorschläge unterbereitet und die entsprechenden Produkte über Kontingente bzw. Platzierungsgarantien vorgehalten. Aufgrund des Umstandes, dass in der Vergangenheit durch die unabhängigen Vertriebe im Wesentlichen Schiffsbeteiligungen platziert wurden, während die Platzierung von geschlossenen Immobilienfonds im Wesentlichen durch Kreditinstitute erfolgte, hat sich ein Umsatzschwerpunkt der Feedback-Gruppe bei der Vermittlung von Beteiligungen im Bereich der Logistik herausgebildet. Die Feedback-Gruppe wird aufgrund der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftkrise möglicherweise kurz- bis mittelfristig nicht in der Lage sein, im Bereich des Vertriebs von Schiffsbeteiligungen die in der Vergangenheit erzielten Erlöse und Margen zu generieren. Durch eine verstärkte Diversifikation der Angebotspalette insbesondere im Bereich der Immobilienfonds sowie der Energiefonds wird der Abhängigkeit von einzelnen Assetklassen entgegengewirkt.
VI. Marktrisiken
Neben der Feedback-Gruppe sind noch eine Vielzahl von Anbietern im Vertrieb von geschlossenen Fonds tätig. Der Markt unterliegt einem stetigen Wandel und ist externen Einflüssen ausgesetzt. Der Konzentrationsprozess auf Seiten der Emissionshäuser wird sich durch die Finanz- und Wirtschaftskrise beschleunigen. Die hierdurch hervorgerufenen Veränderungen auf der Produktangebotsseite können zum Wegfall von etablierten Geschäftsbeziehungen und damit zu Engpässen auf der Beschaffungsseite führen. Geschlossene Fonds stehen im Wettbewerb mit einer Vielzahl von anderen Kapitalanlagen. Anlageentscheidungen werden neben der Qualität des einzelnen Anlageobjektes insbesondere beeinflusst durch die Seriosität der Anbieter und den Erfahrungen der Anleger mit ähnlich strukturierten Produkten in der Vergangenheit. Die aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise bestehende generelle Zurückhaltung der Anleger wird u.U. noch verstärkt durch negative Entwicklungen in einzelnen Segmenten des Marktes für geschlossene Fonds (Schiffsbeteiligungen) sowie die Berichterstattung darüber in den Medien. Die Entscheidung der Anleger für oder gegen eine bestimmte Form der Kapitalanlage hängt somit auch von der allgemeinen Marktstimmung ab.
Im vierten Quartal 2009 hat sich der Markt für geschlossene Fonds wieder erholt. An dieser Entwicklung konnten nicht alle Anlagesegmente partizipieren. Insbesondere das Angebot und die Nachfrage nach Schiffsfonds verharrten aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise auf sehr niedrigem Niveau. Es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Entwicklung auch in 2010 fortsetzt, mit der Folge, dass auch das Geschäftsvolumen der Feedback-Gruppe stagniert oder sogar zurückgeht. Die Feedback-Gruppe begegnet diesem Risiko mit einem konsequenten Kostenmanagement, dass alle Kostenarten einschließt. Die in der Vergangenheit erarbeitete hohe Reputation, sowohl bei den Vertriebspartnern als auch bei den Emissionshäusern, versetzt die Feedback-Gruppe in die Lage, dauerhaft attraktive Produkte zu platzieren.
VII. Unternehmensstrategische Risiken
1. Produktportfolio
In Weiterentwicklung ihrer Kernkompetenz, der initiatorenunabhängigen Vermittlung von geschlossenen Fonds nach dem Best Advise Prinzip, hatte die Feedback-Gruppe in der Vergangenheit eine Anzahl von Dachfonds im Bereich der Schifffahrt konzipiert und vertrieben. Die Weiterentwicklung hatte die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Produkten, die den Ansprüchen des Best Advise Prinizip entsprachen, verringert. Darüber hinaus war die Feedback-Gruppe der Abhängigkeit vom Markt der geschlossenen Fonds mit Diversifikation in dem Bereich Wertpapiereigenhandel begegnet. Als Ausfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise wird die Feedback-Gruppe diese Strategie nicht in der bekannten Form fortsetzen können. Einerseits sind die in der Vergangenheit konzipierten Schifffahrtsdachfonds auch von der Krise der Logistikmärkte betroffen, so dass auch der Markt für Dachfonds im Schifffahrtsbereich auf absehbare Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle spielen wird. Andererseits sind aufgrund von Änderungen im Bereich der steuerlichen Rahmenbedingungen sowie den eingeschränkten Fremdfinanzierungsmöglichkeiten, verbunden mit den durch die Wirtschaftskrise verursachten Gewinn- und Dividendenrückgängen, Opportunitäten im Bereich Wertpapiereigenhandel nicht in dem in der Vergangenheit bestehendem Ausmaß vorhanden. Die Feedback-Gruppe begegnet diesem Risiko durch Verminderung der Abhängigkeit von Produkten im Bereich Logistik/Schifffahrt und Fokussierung auf den Vertrieb und die Mitgestaltung von innovativen Produkten im Bereich Immobilien und regenerativen Energien insbesondere auch im Rahmen von Private Placements.
2. Beteiligungsportfolio
Die Feedback-Gruppe hält verschiedene Beteiligungen an Unternehmen im Bereich der Finanzdienstleistung sowie an Schifffahrtsgesellschaften. Diese Beteiligungen wurden zum Abschlussstichtag einem Werthaltigkeitstest unterzogen und, soweit erforderlich, abgewertet. Sollten die den Unternehmensbewertungen zugrunde liegenden Planungen - auch aufgrund der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise - nicht eintreten, sind in Folgejahren weitere Abschreibungen erforderlich. Sofern diese Auswirkungen auf der Ebene von Tochterunternehmen erforderlich werden, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wirkt sich dies direkt auf das Jahresergebnis der Feedback AG aus.
Die Feedback-Gruppe beabsichtigt, ihr Beteiligungscontrolling weiter zu verstärken, um frühzeitig derartige Entwicklungen erkennen und gegensteuern zu können.
VIII. Leistungswirtschaftliche Risiken
Die Feedback-Gruppe als B2B-Maklerpool verfügt nur in geringem Maß über eigene Endkundenkontakte und über eigene Produkte. Sie ist daher von leistungsstarken externen Vertriebspartnern und Emissionshäusern abhängig. Sollten besonders bedeutende Vertriebspartner oder eine Vielzahl von weniger bedeutenden Vertriebspartnern vorübergehend oder dauerhaft ausfallen, könnte ein vorhandenes Produktangebot nicht, nicht im vollem Umfang oder nur mit Verzögerung platziert werden. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass Produkte nicht, nicht im erforderlichen Maß oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Durch frühzeitige Jahresplanungsgespräche mit den Initiatoren von entsprechenden Beteiligungsfonds wird der Beschaffungsmarkt analysiert und die Verfügbarkeit von attraktiven Produkten u.a. durch Vereinbarungen von Festabnahmegarantien oder Kontingenten exklusiv gesichert. Dieses Verhalten fördert zum Einen die Produktverfügbarkeit und bindet zum Anderen aufgrund von Verfügbarkeit und Produktexklusivität die Anbindung der Vertriebspartner. Des Weiteren entwickelt die Feedback-Gruppe zusammen mit den Emissionshäusern auf die Bedürfnisse der Vertriebspartner zugeschnittene Produkte.
Die Grundlagen des Erfolges der Feedback-Gruppe, als nach dem Best-Advise Prinzip arbeitender B2B-Maklerpool, ist ihre Reputation und das Vertrauen der Vertriebspartner in die Qualität der von der Feedback-Gruppe erstellten Produktempfehlungen. Der wirtschaftliche Misserfolg einzelner Empfehlungen kann, unabhängig von der Ursache, zu Reputationsschäden führen. Dies betrifft auch den wirtschaftlichen Verlauf der von der Feedback-Gruppe konzipierten Dachfonds im Bereich der Schifffahrt. Insbesondere die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise können Auslöser solcher negativer Entwicklungen sein bzw. diese noch verstärken. Die Feedback-Gruppe begegnet diesem Risiko durch Weiterentwicklung der den Empfehlungen zugrunde liegenden Beurteilungskriterien sowie konsequentes Festhalten an demselben bei Neuemissionen. Bei in der Vergangenheit platzierten Fonds betreibt die Feedback-Gruppe eine intensive Informationsbeschaffungspolitik gegenüber den Emissionshäusern zum Zwecke einer transparenten und frühzeitigen Information unserer Vertriebspartner bzw. deren Anleger.
Der Erfolg und die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit der Feedback-Gruppe werden bestimmt durch gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Ein Verlust mehrerer hoch qualifizierter Mitarbeiter würde das Unternehmen schwächen. Auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise bleibt eine langfristige Mitarbeiterbindung ein wichtiges Ziel.
Um Risiken im informationstechnischen Bereich vorzubeugen, hat die Feedback-Gruppe umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Diese reichen vom Einsatz einer wirkungsvollen Backup-Strategie über externe Bandlager bis hin zu Notfallplänen.
IX. Leistungswirtschaftliche Risiken
1. Liquiditätsrisiko
Die weltweite Finanzkrise hat dazu geführt, dass Kreditinstitute ihre Kreditvergabe stark eingeschränkt haben und bestehende Geschäfte nur unter verschärften Auflagen und/oder zu erheblich schlechteren Konditionen fortführen. Die Finanzierung neuer Projekte ist in diesem Umfeld nur schwer möglich. Auch die Feedback-Gruppe kann sich diesen Bedingungen am Kapitalmarkt nicht entziehen. Dies kann dazu führen, dass das Neugeschäft nicht im gewünschten Ausmaß finanziert werden kann, was zu nachteiligen Auswirkungen auf Geschäftsvolumen und Rentabilität führt. Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, auch unter diesen Bedingungen jederzeit ausreichend Liquiditätsreserven bzw. freie Kreditlinien vorzuhalten.
2. Beteiligungsfinanzierung
In den Vorjahren hatte die Feedback-Gruppe zwei Dachfonds im Bereich Schifffahrt konzipiert und vertrieben. In 2008 war geplant, im dritten Quartal einen weiteren Dachfonds zu initiieren. Im Frühjahr 2008 hatte die Feedback-Gruppe diverse Schiffsfonds vorgezeichnet, um diese in den geplanten Dachfonds einbringen zu können. Aufgrund der durch die aufkommende Finanzkrise geänderten Rahmenbedingungen wurde der geplante Dachfonds nicht mehr realisiert. Die Beteiligungen konnten nicht übertragen werden. Zum Jahresende bestehen Einzahlungsverpflichtungen von Tochtergesellschaften in Höhe von €3,1 Mio. Die Feedback-Gruppe führt intensive Gespräche mit den betroffenen Emissionshäusern mit dem Ziel, die Einzahlungen soweit zu reduzieren und zu stunden, dass sie aus Rückflüssen aus Desinvestitionen bedient werden können. Die zurzeit vorhandene Liquidität würde nicht ausreichen, die Verpflichtungen zu bedienen.
3. Risiken aus Eventualverbindlichkeiten
In 2008 hatte die Feedback-Gruppe die Finanzierung eines Schiff-Private Placements mit Bürgschaften und Verpflichtungen in Höhe von € 1 Mio. unterlegt. Im November 2009 musste die in Frage stehende Schiffskommanditgesellschaft aufgrund der Schifffahrtskrise Insolvenz anmelden. Die finanzierende Bank hat die Feedback-Gruppe aus den Bürgschaften in Anspruch genommen. Die Feedback-Gruppe führt Gespräche mit der finanzierenden Bank mit dem Ziel, die Inanspruchnahme aus den Bürgschaften zu kreditieren und diesen Kredit aus Rückflüssen aus zukünftigen Desinvestitionen zu tilgen. Die zurzeit vorhandene Liquidität würde nicht ausreichen, die Verpflichtungen zu bedienen.
Die Feedback-Gruppe hat sich im Wege von Verträgen zugunsten der künftigen Anleger gegenüber der Dachfonds Deutsche Schifffahrt GmbH & Co. DDS 08 KG und gegenüber der Dachfonds Deutsche Schifffahrt GmbH & Co. DDS 09 KG verpflichtet, auf schriftliche Aufforderung beginnend ab dem vierten Geschäftsjahr nach Schließung der Fondsgesellschaft, frühestens jedoch ab Beginn des Jahres 2012, 20% (Dachfonds Deutsche Schifffahrt GmbH & Co. DDS 08 KG ) bzw. 5% (Dachfonds Deutsche Schifffahrt GmbH & Co. DDS 09 KG) der Anteile der Fondsgesellschaft zu erwerben. Die hieraus resultierenden sonstigen Verpflichtungen belaufen sich am Bilanzstichtag auf T€ 5.137. Das Risiko der Inanspruchnahme ist abhängig von der tatsächlichen Performance der Dachfonds sowie den jeweiligen finanziellen Gegebenheiten der Anleger zu den jeweiligen Zeitpunkten. Während Letztes im starken Maße von externen, durch die Feedback-Gruppe nicht zu beeinflussenden Faktoren abhängt, versucht die Feedback-Gruppe durch aktives Fondsmanagement die Fondsperformance zu gewährleisten. Dieses Vorgehen wird durch eine transparente Informationspolitik unterlegt.
4. Risiko aus Platzierungsgarantien
Zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit gibt die Feedback-Gruppe auch Platzierungsgarantien gegenüber Emissionshäusern ab. Platzierungsgarantien werden nur abgegeben, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das zu platzierende Zeichnungsvolumen innerhalb der Platzierungsfrist auch platziert werden kann. Zum Berichtsjahresende bestanden keine nicht erfüllten Platzierungsgarantien.
X. Rechtliche Risiken
1. Prospekthaftungsrisiko
Zur Einwerbung von Eigenkapital für die Dachfonds Deutsche Schifffahrt hatte die Feedback-Gruppe Verkaufsprospekte erstellt. Als Herausgeber haftet das verantwortliche Unternehmen den Anlegern für Vollständigkeit, Klarheit und Richtigkeit. Die Verkaufsprospekte wurden durch einen Wirtschaftsprüfer gemäß dem vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. erlassenen "Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen" (IDW S4) geprüft. Eine Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer bietet aber keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben und für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolges der Kapitalanlage. Es ist nicht auszuschließen, dass erfolgreich Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben in den bisher erstellten Prospekten gegen die Feedback-Gruppe geltend gemacht werden, insbesondere, wenn die Renditeerwartungen der Anleger durch Mängel der Anlage oder sonstige Gründe nicht erfüllt werden.
2. Risiko aus Beratungshaftung
Die Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten werden sich voraussichtlich zukünftig weiter ausweiten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Feedback-Gruppe für Beratungsfehler - auch von Vertriebspartnern - in zunehmendem Maße in Anspruch genommen wird. Dies insbesondere, sobald der prognostizierte wirtschaftliche Erfolg hinter den Erwartungen zurückbleibt. Aufgrund der Ausrichtung des Geschäftsmodells auf Basis des den Best-Advise-Ansatz verpflichteten B2B-Makler Pools hat die Feedback-Gruppe adäquate Vorkehrungen getroffen, sowohl den formellen als auch den materiellen Anforderungen an die Aufklärungs- und Beratungspflichten auch zukünftig gerecht werden zu können.
3. Juristische Auseinandersetzungen
Im Berichtsjahr hat ein Anleger Klage wegen Beratungsfehlern vor dem Landgericht Hamburg gegen eine Gesellschaft der Feedback-Gruppe erhoben. Der Anleger begehrt die Übertragung seiner in 1999 durch Vermittlung der Feedback-Gruppe erworbenen Beteiligung auf die Feedback-Gruppe sowie den Ersatz des dem Anleger im Zusammenhang mit der Beteiligung entstandenen Schadens. Zeitgleich hat der Anleger die finanzierende Bank als Gesamtschuldner mit gleicher Begründung aufgrund fehlender Widerrufsbelehrung verklagt. Bis zur Entscheidung dieses Verfahrens ruht das Verfahren gegen die Feedback-Gruppe. Die Feedback-Gruppe sowie deren Rechtsbeistände gehen davon aus, dass der Kläger seine Ansprüche gegenüber der Gesellschaft der Feedback-Gruppe nicht durchsetzten kann, da er nachweislich über die infrage stehende Beteiligung und insbesondere etwaige Risiken aufgeklärt wurde. Der Streitwert der Klage beläuft sich auf € 3,3 Mio.
4. Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009, über die gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1 HBG zu berichten wäre, lagen nicht vor.
5. Prognosebericht
Die Welt und vor allem Deutschland lassen die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten möglicherweise schneller hinter sich als zunächst erwartet. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in 2010 vor allem dank massiver staatlicher Hilfen mit einem Wachstum der globalen Wirtschaft von fast 4%. Damit fällt die Prognose des IWF jedoch deutlich positiver aus als die der Weltbank, die mit einem globalen Wirtschaftswachstum von lediglich 2,7% rechnet, und als die der Vereinten Nationen, die von einem "sanften" Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,4% ausgehen. Es kann jedoch insofern von einer Erholung der Weltwirtschaft mit einem niedrigen Wachstumstempo ausgegangen werden. Für 2011 prognostiziert der IWF 4,3% Wachstum weltweit. Besonders stark wird nach Ansicht der Experten die Wirtschaft Chinas wachsen. Für 2010 rechnen sie hier mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 10%.
Auch in Deutschland wird für das Jahr 2010 wieder mit einem schwachen Wirtschaftswachstum gerechnet. Sowohl die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wie auch die Bundesregierung prognostizieren hier eine leichte Zunahme des BIP um 1,4 bis 2%. Dennoch scheint die schwere Wirtschaftskrise noch nicht überwunden und es ist damit zu rechnen, dass die Folgen sich noch lange bemerkbar machen werden. So könnte Deutschland gemäß den Prognosen des DIW erst Ende des Jahres 2011 wieder die Wirtschaftskraft von Mitte 2008 unmittelbar vor den dramatischen Produktionseinbrüchen erreichen.
Deutschland wird voraussichtlich nicht in gewohntem Maße von der Erholung des Welthandels profitieren, dementsprechend ist im laufenden Jahr für die Exporte mit einer schwachen Entwicklung zu rechnen. Grund dafür ist die Spezialisierung der deutschen Exporte auf Maschinen und andere Investitionsgüter, für die derzeit eine nur geringe Nachfrage besteht. Insofern wird die Konjunktur vor allem von der Nachfrage im Inland gestützt, erst 2011 dürfte eine Normalisierung eintreten und die deutschen Exporte wieder im Gleichklang mit dem Welthandel wachsen.
Auch wird mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen gerechnet, der sich negativ auf den privaten Konsum auswirken könnte. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit geht für das Jahr 2010 von einem durchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 0,12 Mio. Arbeitnehmer auf 3,5 Mio. aus, was einer Arbeitslosenquote von 8,5% entspräche.
Letztlich wird die deutsche Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2010 entscheidend davon abhängen, wieweit die nachlassenden Impulse seitens der Konjunkturmaßnahmen durch eine Festigung der selbsttragenden Auftriebskräfte kompensiert und ausgeglichen werden können. Ein Kernproblem bleibt außerdem die Schwächung der internationalen Finanzmärkte, deren Funktionsfähigkeit in wichtigen Segmenten nach wie vor eingeschränkt ist. Dies hemmt auch das Wachstumstempo der Weltwirtschaft.
Der Markt für geschlossene Fonds wird sich laut Einschätzung des Branchenverbandes VGF ähnlich entwickeln wie die Gesamtwirtschaft. Es wird eine Konsolidierung des Marktes auf niedrigem Niveau erwartet. Die im 2. Halbjahr 2009 begonnene Stabilisierung des Fondsmarkts sollte sich auch 2010 fortsetzen. Immobilieninvestitionen in Deutschland aber auch Energie- und Flugzeugfonds werden im Blickpunkt der Anleger stehen.
Die Lage des Schiffsfonds-Segments ist weiterhin angespannt. Einige Fonds befinden sich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten, auf den Gesamtmarkt gerechnet ist diese Zahl jedoch vergleichsweise gering - allein in den Jahren 2004 bis 2008 wurden knapp 700 Schiffsfonds emittiert. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich allerdings, welche Fondskonstruktionen und Emissionshäuser krisentauglich sind. Entscheidende Erfolgskriterien werden zukünftig, mehr denn je, neben den Qualitäten des Fondsmanagements in der Krise zukunftsfähige Produkte, Transparenz auf allen Ebenen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Anlegern sein. Schwierigkeiten bereiten immer noch die Finanzierungsprobleme im Neugeschäft, vor denen die Emissionshäuser stehen. Für Schiffsfonds werden Eigenkapital-Zwischenfinanzierungen von Banken aktuell kaum noch angeboten.
Mittelfristig werden sich die Globalisierung und das Wachstum der Weltwirtschaft jedoch fortsetzen und sich damit auch die Aussichten für Schiffsbeteiligungen wieder verbessern.
Vor diesem Hintergrund lässt sich das platzierte Eigenkapitalvolumen für 2010 weder für die Schiffsfonds noch für den Gesamtmarkt der geschlossenen Fonds voraussagen. Es ist von einer Konsolidierung auf niedrigem Niveau auszugehen.
Die Planung der Feedback- Gruppe geht daher von einem langsam besser werdenden Markt bei den geschlossenen Fonds aus. Dabei ist die Entwicklung bei den einzelnen Assetklassen (z.B. Immobilien) sehr unterschiedlich. Immobilien können zurzeit wesentlich besser platziert werden als Schiffsbeteiligungen. In 2010 werden sowohl Developmentfonds als auch Beteiligungen, die in Core-Immobilien investieren, das Interesse der Anleger finden.
Bei den Schiffsbeteiligungen werden in 2010 vor allem Sonderthemen wie Offshore-Schiffe und Passagierschiffe eine Rolle spielen. Aufgrund der stabilen Bulker-Märkte können aber bereits wieder Private Placements und Publikumsfonds in diesem Bereich platziert werden.
Eine gute Entwicklung erwartet die Feedback-Gruppe auch bei den Containern. Im Bereich der regenerativen Energien sowohl bei neuen Projekten als auch bei Zweitmarktfonds liegen Chancen. Flugzeugfonds haben sich im vergangenen Jahr wieder einen Markt erarbeitet. Die Feedback-Gruppe wird hier verstärkt tätig werden.
In 2010 ist geplant, das von der Feedback-Gruppe errichtete Holzgaskraftwerk in Bad Wildungen zu verkaufen. Die Feedback-Gruppe geht davon aus, dass bei den regenerativen Publikumsfonds und Private Placements weitere Holzgaskraftwerke realisiert und platziert werden können.
In ihren Planungen für das Jahr 2010 geht die Feedback-Gruppe von einem platzierten Zeichnungsvolumen bei den Publikumsfonds von € 76 Mio. und damit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von € 12 Mio. aus. Spätestens in 2014 soll ein Zeichnungsvolumen in Höhe von ca. € 150 Mio. und damit das Vorkrisenniveau erreicht werden.
Aufgrund der wieder anziehenden Nachfrage nach geschlossenen Fonds, insbesondere der Platzierung von Private Placements in den Bereichen Container, Schiff und regenerativer Energien sowie durch eine weitere Reduzierung der Personal- und Sachkosten soll in 2010 wieder ein positives Ergebnis erreicht werden. In den Folgejahren plant die Gesellschaft die Profitabilität der Vorjahre wieder zu erreichen.
Hamburg, den 23. März 2010
Dr. Christoph Ludz
Thomas Striepe
Kurt Ellerbrok
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Feedback AG, Hamburg:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Feedback AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Risikobericht des Lageberichtes in den Abschnitten 3. IX. 2 und 3. IX 3. aufgeführt sind. Danach reicht die derzeit vorhandene Liquidität nicht aus, um Verpflichtungen aus Beteiligungserwerben und Eventualverbindlichkeiten zu bedienen.
Hamburg, den 26. März 2010
**Nörenberg • Schröder
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Thiel, Wirtschaftsprüfer
Michels, Wirtschaftsprüfer