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FACC AG — Interim / Quarterly Report 2023
Aug 16, 2023
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Interim / Quarterly Report
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1

Inhalt
2
| Ausgewählte Konzern-Kennzahlen | 3 |
|---|---|
| Vorwort | 4 |
| Highlights aus dem zweiten Quartal | 6 |
| Wirtschaftliche Rahmenbedingungen | 8 |
| Umsatz und Ergebnisentwicklung | 9 |
| Vermögens- und Finanzlage | 11 |
| Ausblick | 11 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 13 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 14 |
| Konzernbilanz | 15 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 17 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 19 |
| Ausgewählte Anhangsangaben | 20 |
| Investor Relations | 29 |
Finanzbericht 1. Halbjahr 2018/19 FACC AG
Ausgewählte Konzern-Kennzahlen
| 01.04.2022- 30.06.2022 in Mio. EUR |
01.04.2023- 30.06.2023 in Mio. EUR |
01.01.2022- 30.06.2022 in Mio. EUR |
01.01.2023- 30.06.2023 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 142,7 | 192,0 | 270,1 | 354,7 |
| davon Aerostructures | 54,4 | 73,7 | 102,6 | 132,3 |
| davon Engines & Nacelles | 22,9 | 31,8 | 45,4 | 64,7 |
| davon Interiors | 65,4 | 86,5 | 122,1 | 157,6 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1) | 11,6 | 23,3 | 25,2 | 31,6 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3,1 | 14,9 | 6,1 | 14,9 |
| davon Aerostructures | 2,6 | 8,0 | 4,2 | 9,5 |
| davon Engines & Nacelles | 0,0 | 3,0 | 2,4 | 6,3 |
| davon Interiors | 0,5 | 4,0 | –0,5 | –0,8 |
| EBIT-Marge | 2,2% | 7,8% | 2,3% | 4,2% |
| Ergebnis nach Steuern | 0,1 | 11,7 | –0,5 | 8,0 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,00 | 0,25 | –0,01 | 0,17 |
| 30.06.2022 in Mio. EUR |
31.12.2022 in Mio. EUR |
30.06.2023 in Mio. EUR |
||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –29,4 | 5,5 | –17,0 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –4,0 | –8,6 | –3,1 | |
| 30.06.2022 in Mio. EUR |
31.12.2022 in Mio. EUR |
30.06.2023 in Mio. EUR |
||
| Net Working Capital | 119,0 | 116,5 | 175,2 | |
| Nettoverschuldung | 211,5 | 188,6 | 225,6 | |
| Eigenkapitalquote | 29,7% | 31,1% | 33,8% | |
| Nettoverschuldung/EBITDA 3) | 4,19 | 4,25 | 4,45 | |
| Bilanzsumme | 638,0 | 654,0 | 651,9 | |
| Personalstand (zum Stichtag) – FTE | 2.732 | 2.919 | 3.117 | |
| 01.04.2022- 30.06.2022 |
01.04.2023- 30.06.2023 |
01.01.2022- 30.06.2022 |
01.01.2023- 30.06.2023 |
|
| Stückumsatz | 3.142.352 | 2.152.214 | 10.815.012 | 2.584.138 |
| Durchschnitt Tagesumsatz | 50.683 | 34.713 | 85.833 | 39.154 |
| Höchstkurs der Periode | 8,5 | 7,3 | 9,6 | 7,5 |
| Tiefstkurs der Periode | 6,9 | 6,2 | 6,9 | 5,7 |
| Schlusskurs | 6,8 | 6,1 | 6,8 | 6,1 |
| Periodenperformance | –16,1% | –15,3% | –10,7% | –0,3% |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 311,8 | 279,3 | 311,8 | 279,3 |
1)Das EBITDA berechnet sich als Summe des EBIT zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen und der Amortisierung der Vertragserfüllungsko sten.
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
die positive Entwicklung der Luftfahrtindustrie setzt sich auch im ersten Halbjahr 2023 weiter fort. Im kontinentalen Flugverkehr liegt das weltweite Reiseaufkommen bereits 8 Prozent über dem Wert von Mai 2019. Auch der internationale Reiseverkehr wächst und erreicht einen Wert von 89 Prozent gegenüber Mai 2019. Hervorzuheben ist auch hier, dass im internationalen Reiseverkehr einige Märkte wie Nordamerika (101 Prozent), Afrika (104 Prozent) oder der mittlere Osten (104 Prozent) das Niveau von Mai 2019 bereits überschritten haben. In Summe bestätigen sich die Analysen, dass nach heutiger Einschätzung und im aktuell bekannten globalen Umfeld alle Luftfahrtmärkte im Jahr 2024 über dem Niveau vor Inkrafttreten der COVID-Reiseeinschränkungen liegen werden.
Diese erfreuliche Marktentwicklung war auch auf der internationalen Luftfahrtaustellung in Paris zu spüren. Denn, die Luftfahrtmesse im Juni 2023 sorgte für viel positive Stimmung. Im Rahmen der Luftfahrtmesse wurden Bestellungen von 1.300 neuen Flugzeugen durch die Fluggesellschaften bekannt gegeben. Ein Bestellvolumen das zeigt, dass sich die Luftfahrtindustrie nach drei von der Pandemie geprägten Jahren wieder erholt hat. Auch die FACC AG profitiert von diesen Flugzeugverkäufen, unser Firm Order Backlog ist nach der Messe um weitere EUR 400 Mio. gestiegen.
Diese Flugzeugneuverkäufe sind erfreuliche Signale. Zum einen werden alte Flugzeuge durch neue ersetzt, die bis zu 25 Prozent effizienter sind. Zum anderen bestätigen sich die Langzeitprognosen, dass bis 2042 mehr als 42.000 neue Flugzeuge benötigt werden.
Sehr gut repräsentiert waren bei der diesjährigen Luftfahrtmesse die bestehenden Produkte im Bereich der Urban Air Mobility und die daraus entstehenden Möglichkeiten. Viele namhafte Aussteller waren auf der Messe mit ihren Produkten vertreten, das Echo war enorm und zeigt, dass sich das Thema Urban Air Mobility am Markt zu etablieren beginnt.
Neben der allgemein guten Marktentwicklung beschäftigen 3 Themen die Luftfahrtindustrie.
(1) In den nächsten zwei bis drei Jahren steht das Managen des Industrie-Hochlaufs im Fokus. Hauptaugenmerk liegt hier unter anderem, auf der Stabilisierung der Lieferketten sowie dem Aufbau und der Ausbildung des zusätzlich benötigten Personals.
(2) Geopolitische Veränderungen werden mittelfristig Auswirkungen auf die Lieferketten in der Luftfahrtbranche haben. Globale Lieferketten werden weiterhin ein wesentlicher Bestandteil bei der Herstellung von Flugzeugkomponenten und Systemen sein, jedoch werden OEM's in den Ländern USA, Europa und China neben den bestehenden Lieferketten parallele Lieferketten aufbauen, um unabhängiger von geopolitischen Einflüssen zu werden. Indien als zukünftiger Wachstumsmarkt wird seine Präsenz in der Luftfahrtindustrie ausbauen.
(3) Die Entwicklung neuer Technologien, die ein CO2 freies Fliegen bis 2050 ermöglichen, ist wesentlich. Diese Innovationen müssen in den kommenden Jahren einen technologischen Reifegrad erreichen, um in der nächsten Generation von Flugzeugen eingesetzt werden zu können.
Die FACC AG ist in allen drei Themenfeldern gut vorbereitet. Im Bereich Supply Chain Management stellen wir eine hohe Materialverfügbarkeit durch den kontrollierten Aufbau von Sicherheitsbeständen und die Präsenz von FACC-Spezialisten bei unseren Lieferanten vor Ort sicher. Diese präventiven Maßnahmen und die nach wie vor hohe Liefertreue der FACC werden von unseren Kunden geschätzt.
Mit dem Ziel nahe am Kunden zu operieren, haben wir in den letzten 10 Jahren kontinuierlich ein strategisches globales Engineeringund Fertigungsnetzwerk in Europa, USA, Kanada, Indien und China aufgebaut. Mit diesem Netzwerk sind wir sehr gut aufgestellt, um schnell auf sich verändernde Lieferketten reagieren zu können. Bei Bedarf können Standorte rasch an neue Marktanforderungen angepasst oder ausgebaut werden.
Im Bereich des CO2-freien Fliegens unterstützen wir die Umsetzung mit unserer Technologie Roadmap mit ihren 8 Schwerpunktthemen und rund 60 R&T Projekten.
Die FACC AG konnte somit im ersten Halbjahr 2023 von den Markttrends profitieren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz von EUR 270,1 Mio. auf EUR 354,7 Mio. gesteigert werden. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 31,3 Prozent im Vergleich zum Berichtszeitraum 2022. Auch die Ertragskraft hat sich positiv entwickelt. Trotz einer nach wie vor angespannten Situation in der Lieferkette und eines intensiven Personalaufbaus und damit verbundenen Einarbeitungseffekten konnte das Ergebnis auf ein EBIT von EUR 14,9 Mio. gesteigert werden.
Ein weiterer Meilenstein ist der begonnene Werksausbau des FACC-Standortes in Kroatien. Die baulichen Maßnahmen wurden im Juni 2023 gestartet, Ziel ist es, diese Werkserweiterung bis Mitte 2024 vollständig abzuschließen.
Der weitere Aufbau und die Ausbildung von Fachkräften, die Stabilisierung der Lieferketten und die sukzessive Steigerung der Produktionsraten entsprechend den Kunden- und Marktanforderungen werden uns in den kommenden Monaten weiter beschäftigen und den geplanten Wachstumskurs der FACC planmäßig unterstützen. Mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen sowie einer positiven Entwicklung der Luftfahrtindustrie können wir aus heutiger Sicht die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 bestätigen.
Beste Grüße, Robert Machtlinger
Highlights aus dem zweiten Quartal
FACC PROFITIERT VON STARKER MARKTENTWICKLUNG
Auf der diesjährigen Paris Air Show wurden von allen internationalen Luftfahrtherstellern Aufträge in Rekordhöhe verzeichnet. Insgesamt gingen Bestellungen über rd. 1.300 neuen Flugzeugen ein, 1.033 davon allein bei Airbus und Boeing. Zu den am stärksten nachgefragten Modellen zählen Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, also Flugzeuge mit einer Kapazität von 150 bis 220 Passagieren. Die FACC profitiert von dieser Entwicklung sehr stark, da Leichtbaulösungen der FACC bei allen Flugzeugherstellern zum Einsatz kommen.
Auch der Urban Air Mobility Markt etabliert sich. FACC ist mit wesentlichen Playern in diesem neuen Markt bereits in einer Geschäftsbeziehung und die Entwicklung von neuen Leichtbaukomponenten schreitet auch in diesem Segment planmäßig voran.

AUSBAU FERTIGUNGSWERK KROATIEN
Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde das neue Werk 6 der FACC ab Dezember 2021 in Betrieb genommen. Im Juni 2023 haben nun die Baumaßnahmen für die geplante Werkserweiterung begonnen. Ziel ist es, diese Werkserweiterung bis Mitte 2024 vollständig abzuschließen und die Belegschaftsgröße bis zum Jahr 2025 auf ca. 600 Mitarbeiter*innen zu vergrößern. Gefertigt werden unter anderem Leichtbauteile für die Kabineninnenausstattung von Business Jets und Passagierflugzeugen.

FACC ALS INNOVATIONSSIEGER AUSGEZEICHNET
Die konsequente Entwicklung und Verwendung neuester Technologien, Produktionsverfahren und Werkstoffe ist maßgeblich für den Erfolg. Nun wurde FACC vom Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) als innovativstes Unternehmen Österreichs in der Luftfahrtindustrie gekürt.
Die Ermittlung basiert auf einer umfassenden empirischen Analyse der rund 1.800 größten Unternehmen Österreichs und führt dabei Daten der öffentlichen Reputation zu Forschung und Innovation zu Forschungsprojekten und zu bereits erhaltenen Preisen und Auszeichnungen zusammen.

LIFE PROGRAM: FACC SCHNÜRT UMFASSENDES PAKET MIT MITARBEITER*INNEN BENEFITS
Das Know-how, die Erfahrungen, das Teamwork sowie die Innovationskraft der Belegschaft zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren der FACC: Gerade erfahrene Mitarbeiter*innen tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg bei und schaffen ein Unternehmensklima, in dem Innovationen entstehen können. Mit dem neuen LIFE Program wurde nun ein auf fünf Säulen basierendes Maßnahmenpaket geschnürt, das alle bereits bestehenden und zukünftigen Maßnahmen bündelt und der gesamten Crew zur Verfügung steht. Im Zentrum stehen dabei die Unterstützung der gesamten Belegschaft mit individuellen Angeboten sowie die persönliche Weiterentwicklung jedes und jeder Einzelnen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Wie das gesamte Jahr 2022 war auch das erste Halbjahr 2023 von einer Vielzahl makroökonomischer Herausforderungen geprägt. Der steigende Bedarf an Fachkräften, die hohe Inflation vor allem in Europa und die angespannten Lieferketten bleiben Herausforderungen, mit denen sich die globale Wirtschaft auseinandersetzen muss. Laut IATA dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um etwa 3 Prozent wachsen, im Vergleich dazu 2021, mit 6,3 Prozent. Die niedrigsten Wachstumsraten werden in den Industrieländern erwartet, während die Schwellenländer als Gruppe deutlich über 3 Prozent zulegen dürften.
Weitere Unsicherheitsfaktoren bleiben der Krieg in der Ukraine sowie die geopolitischen Spannungen zwischen den USA, Europa und China.
BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE BEDINGUNGEN DER LUFTFAHRTINDUSTRIE
Die steigenden Kosten halten Reisende derzeit jedoch nicht vom Fliegen ab. Am 6. Juli 2023 waren laut Flightradar24 so viele kommerzielle Flugzeuge in der Luft wie noch nie seit dem Start des Dienstes im Jahr 2006. Nach Angaben des Anbieters waren insgesamt 134.386 Flugzeuge in der Luft, Privatjets und Frachtflüge ausgenommen.
Nach den starken Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie steht die Luftfahrtindustrie vor einer vollständigen Erholung. Positiv ist auch, dass die Fluggesellschaften wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Die finanzielle Perfomance der Airlines in den einzelnen Regionen wird sich weltweit unterschiedlich entwickeln und wird weiterhin von Nordamerika angeführt. Auch die Fluggesellschaften in Europa und im Nahen Osten sind in diesem Jahr profitabel.
Branchenweit wird erwartet, dass die Gesamteinnahmen der Fluggesellschaften im Jahr 2023 rund 96 Prozent des Niveaus vor Covid erreichen. Das Fluggastaufkommen wird auf 546 Milliarden USD geschätzt, das entspricht etwa 90 Prozent des Niveaus von 2019. Gegenüber 2022 entspricht das einem Wachstum von 27 Prozent.
Die Daten der IATA-Passagierbefragung vom Mai 2023 unterstützen diesen optimistischen Ausblick: 41 Prozent der Reisenden gaben an, in den nächsten 12 Monaten mehr reisen zu wollen als im Vorjahr und weitere 49 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Reiseaufkommen. Zudem gaben 77 Prozent der Befragten an, bereits jetzt genauso viel oder mehr zu reisen als vor der Pandemie. Dies spiegelt sich auch in den starken Ticketbuchungen wider.
Aus heutiger Sicht wird sich der Aufschwung fortsetzen, die positiven Aussichten sind jedoch auch mit Risiken behaftet. Herausforderungen in der Lieferkette, ein schwächeres globales makroökonomisches Umfeld und anhaltende geopolitische Unsicherheiten könnten den Aufschwung bremsen.

ENTWICKLUNG DES FLUGVERKEHRS IM VERGLEICH ZU MAI 2019 IN PROZENT
Umsatz und Ergebnisentwicklung
| Q2 2022 in Mio. EUR |
Q2 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | H1 2022 in Mio. EUR |
H1 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 142,7 | 192,0 | 34,6% | 270,1 | 354,7 | 31,3% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3,1 | 14,9 | 379,3% | 6,1 | 14,9 | 145,2% |
| EBIT-Marge | 2,2% | 7,8% | 256,0% | 2,3% | 4,2% | 86,7% |
| Vermögenswerte | 638,0 | 651,9 | 2,2% | 638,0 | 651,9 | 2,2% |
| Investitionen der Periode | 2,3 | 0,8 | –65,9% | 4,0 | 3,1 | –23,3% |
Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2023 (1. April - 30. Juni) hat sich positiv entwickelt. Relativ zur Vergleichsperiode des Geschäftsjahres 2022 konnte die FACC sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutliche Steigerungen aufweisen.
Die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2023 belaufen sich auf 354,7 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 270,1 Mio. EUR). Darin enthalten ist die Weitergabe von inflationsbedingter Kostensteigerung an den Markt.
Die Umsatzkosten in Relation zum Umsatz (Bruttoergebnis vom Umsatz) betrugen im ersten Halbjahr 2023 87,8 Prozent (Vergleichsperiode 2022: 92,9 Prozent).
Das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten sechs Monaten 2023 14,9 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 6,1 Mio. EUR). Sondereffekte sind im Q2-Ergebnis enthalten. Zum Halbjahr 2023 erfolgten bei FACC keine Einnahmen, die im Sinne der Taxonomie-Verordnung der Europäischen Union berichtspflichtig wären. Die berichtspflichtigen Ausgaben betreffen vor allem Investitionen in Instandhaltung, Service und Wartung der Photovoltaik- und Geothermieanlagen sowie Investitionen in die Elektroflotte von FACC. Insgesamt liegen sie bei rund 225.000 EUR.
Aktuell wartet FACC jene Änderungen ab, die in der EU-Taxonomie-Verordnung hinsichtlich des Themas Kreislaufwirtschaft geplant sind. Dann sollen sämtliche Investitionen in den Bereichen Thermoplaste und biobasierten Prepregs (rund 1,03 Mio. EUR) sowie im Bereich Urban Air Mobility (rund 3,6 Mio. EUR) in die Berechnungen mit aufgenommen werden.
SEGMENTBERICHT
Die Entwicklung der einzelnen Segmente verläuft planmäßig und entspricht den Erwartungen des Managements.
Die Umsatzzahlen weisen in Summe eine Steigerung zu den Vorjahreszahlen auf.
Aerostructures
| Q2 2022 in Mio. EUR |
Q2 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | H1 2022 in Mio. EUR |
H1 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 54,4 | 73,7 | 35,4% | 102,6 | 132,3 | 29,0% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 2,6 | 8,0 | 210,2% | 4,2 | 9,5 | 126,6% |
| EBIT-Marge | 4,7% | 10,9% | 129,1% | 4,1% | 7,2% | 75,7% |
| Vermögenswerte | 264,1 | 269,6 | 2,1% | 264,1 | 269,6 | 2,1% |
| Investitionen der Periode | 1,0 | 0,6 | –40,2% | 1,9 | 1,9 | 1,0% |
Die Umsatzerlöse im Segment Aerostructures betrugen in den ersten sechs Monaten 2023 132,3 Mio. EUR (Vergleichsperiode Halbjahr 2022: 102,6 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten sechs Monaten 2023 9,5 Mio. EUR (Vergleichsperiode Halbjahr 2022: 4,2 Mio. EUR).
Engines & Nacelles
| Q2 2022 in Mio. EUR |
Q2 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | H1 2022 in Mio. EUR |
H1 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 22,9 | 31,8 | 39,2% | 45,4 | 64,7 | 42,5% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 0,0 | 3,0 | - | 2,4 | 6,3 | 160,5% |
| EBIT-Marge | 0,2% | 9,3% | –90,7% | 5,3% | 9,7% | 82,8% |
| Vermögenswerte | 108,6 | 116,7 | 7,4% | 108,6 | 116,7 | 7,4% |
| Investitionen der Periode | 0,4 | 0,1 | –71,6% | 0,5 | 0,7 | 37,5% |
Die Umsatzerlöse im Segment Engines & Nacelles betrugen in den ersten sechs Monaten 2023 64,7 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 45,4 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Engines & Nacelles betrug in den ersten sechs Monaten 2023 6,3 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 2,4 Mio. EUR).
Cabin Interiors
| Q2 2022 in Mio. EUR |
Q2 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | H1 2022 in Mio. EUR |
H1 2023 in Mio. EUR |
Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 65,4 | 86,5 | 32,3% | 122,1 | 157,6 | 29,1% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 0,5 | 4,0 | 696,4% | –0,5 | –0,8 | - |
| EBIT-Marge | 0,8% | 4,6% | 501,8% | –0,4% | –0,5% | - |
| Vermögenswerte | 265,2 | 265,6 | 0,2% | 265,2 | 265,6 | 0,2% |
| Investitionen der Periode | 0,9 | 0,1 | –92,7 | 1,6 | 0,5 | –67,5% |
Die Umsatzerlöse im Segment Cabin Interiors betrugen in den ersten sechs Monaten 2023 157,6 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 122,1 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Cabin Interiors betrug in den ersten sechs Monaten 2023 -0,8 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: -0,5 Mio. EUR).
Vermögens- und Finanzlage
Die Vorräte zum Ende der Berichtsperiode belaufen sich auf 137,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 116,3 Mio. EUR). Angesichts der globalen Entwicklungen wird nach wie vor selektiv ein höherer Lagerbestand aufrechterhalten, um die Materialverfügbarkeit bestmöglich zu sichern.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind seit dem 31.12.2022 von 61,0 Mio. EUR auf 105,6 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind seit dem 31.12.2022 von 66,7 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR gestiegen.
Die Investitionen in den ersten sechs Monaten 2023 belaufen sich auf 3,1 Mio. EUR (Vergleichsperiode 2022: 4,0 Mio. EUR).
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 45,8 Mio. EUR und ist voll eingezahlt. Es ist in 45.790.000 Stückaktien zu je EUR 1 eingeteilt.
Am 17. Februar 2023 unterzeichnete die FACC Operations GmbH die Verlängerung des Konsortialkredits über 225,4 Mio. EUR mit fünf teilnehmenden Banken. Die FACC AG und die FACC Solutions Croatia d.o.o fungieren als Garantiegeberinnen. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von drei Jahren plus zweijähriger Verlängerungsoption. Im Vertrag sind fünf Fazilitäten mit verschiedenen Verwendungszwecken definiert. Bis auf den Kontrollbankrefinanzierungsrahmen, der ebenfalls Teil des Konsortialkreditvertrags ist, sind alle Fazilitäten unbesichert. Die im Rahmen der Coronapandemie am 26. Juni 2020 neu abgeschlossene Fazilität in Höhe von 60,0 Mio. EUR (OEKB Covid-19-KRR) wurde zum 10.03.2023 zurückgezahlt. Im Gegenzug wurde aus dem OEKB-Programm der Beteiligungsfinanzierung ein Betrag in Höhe von 36,0 Mio. EUR und aus jenem der Exportinvest ein Betrag in Höhe von 33,5 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Als Financial Covenants wurden folgende Kenngrößen festgelegt:
| 30.06.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
|---|---|---|---|---|
| Net Financial Debt/EBITDA |
4,50 | 4,50 | 4,25 | 3,75 |
| Eigenkapital quote |
25% | 25% | 25% | 25% |
Die Financial Covenants zum jeweiligen Jahresende gelten auch zum 30.06. des jeweiligen Jahres (z.B. gilt am 30.6.24 ein Koeffizient von 4,25 wie am 31.12.24) und werden halbjährlich getestet. Bei einem Überschreiten der Kennzahlen besteht ein Kündigungsrecht der Gläubiger.
Für alle relevanten Stichtage nach dem 31.12.2025 sind ein Verhältnis Net Financial Debt/EBITDA von 3,5 sowie eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 Prozent notwendig. Die Financial Covenants wurden zum 31. Dezember 2022 und zum 30. Juni 2023 eingehalten. Alle wesentlichen weiteren Regelungen aus dem ursprünglichen Konsortialkreditvertrag und den nachfolgenden Änderungsvereinbarungen wurden im Rahmen der Verlängerung des Konsortialkredits übernommen.
Am 31. Juli 2019 wurden Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 70,0 Mio. EUR emittiert. Die einzelnen Tranchen sind sowohl fix als auch variabel verzinst und nach fünf, sieben und zehn Jahren zur Rückzahlung fällig. Die Finanzierungsverträge enthalten eine Zinserhöhungsklausel von 50 Basispunkten, falls das Verhältnis Net Debt/EBITDA einen Wert von 3,75 übersteigt. Diese Zinserhöhungsklausel kam seit dem Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung. Die Kennzahl wird jährlich getestet.
Ausblick
FACC geht auf Basis der heutigen Markteinschätzung weiterhin von stabil steigenden Kundenbedarfen aus. Auch die Langzeitprognosen wurden während der Paris Air Show im Juni 2023 nochmals bestätigt.
Neben der Steigerung der Ertragskraft werden im zweiten Halbjahr die Prioritäten wie folgt festgelegt:
- Optimierung des Working Capitals zur Reduzierung der Nettoverschuldung.
- Managen des Industrie-Hochlaufs in einem nach wie vor herausfordernden Supply Chain Umfeld und dem Aufbau zusätzlicher neuer Mitarbeiter*innen.
- Fortsetzung der Effizienzsteigerungen im Allgemeinen und bei neuen Projekten im Besonderen mit dem Ziel, die EBIT-Margen wie geplant langfristig zu steigern.
- Neben der zivilen Luftfahrt werden auch die Aktivitäten im Bereich Urban Air Mobility (UAM) weiter vorangetrieben. Basierend auf entsprechenden Planungen der Kunden, erwartet das Management bereits im Geschäftsjahr 2024 ein merkliches Umsatzwachstum.
- Erhöhung der Marktanteile im FACC Kerngeschäft.
Auf Basis des aktuellen Auftragseingangs und der Prognosen zur Marktentwicklung in den nächsten 12 Monaten geht das Management von einem nachhaltigen Aufwärtstrend der Branche aus. Aus heutiger Sicht wird der Umsatz entsprechend den Planungen weiter steigen, wobei das 3. Quartal saisonal bedingt durch die Urlaubszeit das umsatzschwächste Quartal sein wird. Die Umsatzprognosen für das gesamte Geschäftsjahr und unter der Annahme, dass sich das heute bekannte globale Umfeld nicht verändert, liegt bei einem Wachstum von ca. 12 - 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz.
Faktoren wie Hochlaufkosten generell und besonders bei neuen Projekten, Lernkurveneffekten durch neues Personal und einer nach wie vor herausfordernderen Lieferkettensituation haben Auswirkungen auf die operative Performance. Diese Einflüsse liegen weitgehend im Plan, weshalb das Management für das zweite Halbjahr im direkten Vergleich zum ersten Halbjahr ein reduziertes, aber positives Ergebnis erwartet.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1. Jänner 2023 bis 30. Juni 2023
| 01.04.2022 – 30.06.2022 EUR'000 |
01.04.2023 – 30.06.2023 EUR'000 |
01.01.2022 – 30.06.2022 EUR'000 |
01.01.2023 – 30.06.2023 EUR'000 |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 142.668 | 192.038 | 270.145 | 354.706 |
| Umsatzkosten | –132.667 | –163.332 | –250.990 | –311.472 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz (Gross Profit) | 10.001 | 28.706 | 19.155 | 43.233 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | –297 | –520 | –574 | –1.057 |
| Vertriebsaufwendungen | –2.598 | –2.261 | –4.220 | –3.900 |
| Verwaltungsaufwendungen | –8.093 | –13.359 | –17.523 | –27.302 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.333 | 2.654 | 9.969 | 4.551 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –231 | –290 | –712 | –585 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3.115 | 14.931 | 6.095 | 14.942 |
| Finanzierungsaufwendungen | –2.202 | –4.768 | –4.702 | –8.457 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 440 | 546 | 843 | 1.057 |
| Finanzergebnis | –1.762 | –4.221 | –3.859 | –7.400 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 1.354 | 10.709 | 2.236 | 7.542 |
| Ertragsteuern | –1.259 | 961 | –2.751 | 434 |
| Ergebnis nach Steuern | 94 | 11.670 | –516 | 7.975 |
| Verwässertes (=Unverwässertes) Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,00 | 0,25 | –0,01 | 0,17 |
| Ausgegebene Aktien in Stück | 45.790.000 | 45.790.000 | 45.790.000 | 45.790.000 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum 1. Jänner 2023 bis 30. Juni 2023
| 01.04.2022 – 30.06.2022 EUR'000 |
01.04.2023 – 30.06.2023 EUR'000 |
01.01.2022 – 30.06.2022 EUR'000 |
01.01.2023 – 30.06.2023 EUR'000 |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 94 | 11.670 | –516 | 7.975 |
| Währungsdifferenzen aus Konsolidierung | 201 | –35 | 318 | –132 |
| Cashflow Hedges | –17.238 | 3.992 | –21.162 | 11.979 |
| Steuereffekt | 4.137 | –918 | 5.008 | –2.755 |
| Beträge, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | –12.900 | 3.039 | –15.837 | 9.092 |
| Neubewertungseffekt Abfertigung | –27 | –71 | –54 | –141 |
| Fair-Value-Bewertung Wertpapiere (Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert) | –34 | 5 | –58 | 10 |
| Steuereffekt | 15 | 14 | –13 | 30 |
| Beträge, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | –46 | –51 | –126 | –102 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | –12.946 | 2.988 | –15.963 | 8.990 |
| Gesamtergebnis | –12.852 | 14.658 | –16.478 | 16.965 |
Konzernbilanz
zum 30. Juni 2023
VERMÖGENSWERTE
| Stand zum | Stand zum | |
|---|---|---|
| 31.12.2022 EUR'000 |
30.06.2023 EUR'000 |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.030 | 5.201 |
| Sachanlagen | 156.034 | 151.864 |
| Forderungen aus kundenbezogenen Entwicklungsleistungen | 27.427 | 25.805 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.318 | 3.747 |
| Vertragserfüllungskosten | 71.248 | 69.146 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 422 | 432 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | 3.071 | 3.014 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2.987 | 0 |
| Sonstige Forderungen | 10.236 | 10.497 |
| Latente Steuern | 19.113 | 17.313 |
| Langfristiges Vermögen | 298.885 | 287.018 |
| Vorräte | 116.325 | 136.975 |
| Kundenbezogene Entwicklungsleistungen | 11.488 | 16.982 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61.065 | 105.642 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | 20.155 | 12.816 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 158 | 79 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 242 |
| Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen | 43.259 | 37.204 |
| Liquide Mittel | 102.691 | 54.941 |
| Kurzfristiges Vermögen | 355.140 | 364.881 |
| Bilanzsumme | 654.025 | 651.899 |
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
| Stand zum 31.12.2022 EUR'000 |
Stand zum 30.06.2023 EUR'000 |
|
|---|---|---|
| Grundkapital | 45.790 | 45.790 |
| Kapitalrücklage | 221.459 | 221.459 |
| Fremdwährungsumrechnungsrücklage | –533 | –665 |
| Sonstige Rücklagen | –9.910 | –788 |
| Bilanzgewinn | –53.324 | –45.349 |
| Eigenkapital | 203.481 | 220.447 |
| Schuldscheindarlehen | 70.000 | 70.000 |
| Leasingverbindlichkeiten | 65.288 | 63.745 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 5.034 | 47.449 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 171 |
| Investitionszuschüsse | 7.266 | 7.324 |
| Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern | 9.280 | 9.588 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.970 | 1.888 |
| Latente Steuerschulden | 281 | 276 |
| Langfristige Schulden | 159.120 | 200.440 |
| Leasingverbindlichkeiten | 7.450 | 7.783 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 143.522 | 91.552 |
| Derivative Finanzinstrumente | 16.536 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus kundenbezogenen Entwicklungsleistungen | 19.350 | 25.360 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.655 | 73.834 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 12.016 | 7.025 |
| Investitionszuschüsse | 1.009 | 1.009 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 252 | 204 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.421 | 1.735 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 13.212 | 22.509 |
| Kurzfristige Schulden | 291.424 | 231.012 |
| Bilanzsumme | 654.025 | 651.899 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
für den Zeitraum 1. Jänner 2023 bis 30. Juni 2023
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | |||
|---|---|---|---|
| Grundkapital EUR'000 |
Kapitalrücklage EUR'000 |
Fremdwährungs umrechnungs rücklage EUR'000 |
|
| 45.790 | 221.459 | –555 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 318 | |
| 0 | 0 | 318 | |
| 45.790 | 221.459 | –238 | |
| 45.790 | 221.459 | –533 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | –132 | |
| 0 | 0 | –132 | |
| 45.790 | 221.459 | –665 | |
| Wertpapiere - Erfolgs neutral zum beizu |
Rücklage für Cashflow |
Rücklage IAS 19 |
Bilanzgewinn | Gesamtes Eigenkapital |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| legenden Zeitwert EUR'000 |
Hedges EUR'000 |
EUR'000 | EUR'000 | EUR'000 | ||
| 8 | –5.346 | –3.014 | –52.340 | 206.002 | ||
| 0 | 0 | 0 | –516 | –516 | ||
| –44 | –16.155 | –81 | 0 | –15.963 | ||
| –44 | –16.155 | –81 | –516 | –16.478 | ||
| –36 | –21.501 | –3.095 | –52.856 | 189.523 | ||
| –50 | –6.917 | –2.943 | –53.324 | 203.481 | ||
| 0 | 0 | 0 | 7.975 | 7.975 | ||
| 8 | 9.224 | –109 | 0 | 8.990 | ||
| 8 | 9.224 | –109 | 7.975 | 16.965 | ||
| –42 | 2.307 | –3.052 | –45.349 | 220.447 |
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
Konzern-Kapitalflussrechnung
zum 30. Juni 2023
| 01.01.2022 – 30.06.2022 EUR'000 |
01.01.2023 – 30.06.2023 EUR'000 |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.236 | 7.542 |
| Zuzüglich Finanzergebnis | 3.859 | 7.400 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 6.095 | 14.942 |
| zuzüglich/abzüglich | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen | 11.359 | 11.421 |
| Amortisierung Vertragserfüllungskosten | 7.794 | 5.221 |
| Zugänge Vertragserfüllungskosten | –4.245 | –3.120 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | –161 | –171 |
| Veränderung Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern | 363 | 165 |
| Sonstige unbare Aufwendungen/Erträge | 282 | 1.477 |
| 21.486 | 29.935 | |
| Veränderungen im Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte und kundenbezogene Entwicklungsleistungen | –20.364 | –26.214 |
| Veränderung Liefer- und sonstigen Forderungen, Rechnungsabgrenzungen, sowie Forderungen aus kundenbezogenen Entwicklungsleistungen und Vertragsvermögenswerte |
–19.478 | –25.269 |
| Veränderung Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten | –2.640 | 14.027 |
| Veränderung kurzfristige Rückstellungen | –8.407 | –9.686 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | –29.403 | –17.207 |
| Erhaltene Zinsen | 10 | 245 |
| Gezahlte Steuern | 0 | –48 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –29.392 | –17.010 |
| Auszahlungen für langfristige Vermögenswerte | –4.037 | –3.095 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 17 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –4.020 | –3.095 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von verzinslichen Verbindlichkeiten | 1.918 | 82.756 |
| Auszahlung aus der Tilgung von verzinslichen Verbindlichkeiten | –10.432 | –92.311 |
| Abflüsse aus Leasingvereinbarungen | –4.255 | –4.783 |
| Gezahlte Zinsen | –4.390 | –8.451 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –17.159 | –22.789 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | –50.571 | –42.893 |
| Liquide Mittel am Beginn der Periode | 114.966 | 102.691 |
| Bewertungseffekte aus Fremdwährungsunterschieden | 5.703 | –4.856 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 70.098 | 54.941 |
Ausgewählte Anhangsangaben
Zum Konzernabschluss für das 1. Halbjahr 2023
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Der FACC-Konzern (nachfolgend FACC) mit Sitz in Ried im Innkreis, Österreich, ist ein Konzern, der sich mit der Entwicklung, Produktion und Wartung von Flugzeugteilen befasst. Seine Hauptbetätigungsfelder bilden die Fertigung von Strukturbauteilen, wie Triebwerksverkleidungen, Flügelverkleidungen oder Steuerflächen, sowie die Fertigung von Innenausstattungen moderner Verkehrsflugzeuge, wie Gepäckablagefächer, Innenraumverkleidungen und Serviceeinheiten. Die Bauteile werden Großteils aus Verbundwerkstoffen hergestellt. FACC integriert in diese Verbundbauteile auch metallische Elemente aus Titan, hochlegierten Stählen sowie anderen Metallen und liefert sie einbaufertig an die Montagelinien ihrer Kunden.
Die FACC AG notiert seit 25. Juni 2014 an der Wiener Börse im Segment Prime Market (Amtlicher Handel).
Die FACC AG befindet sich im Konsolidierungskreis der AVIC Cabin Systems Co., Limited (ACS) mit Sitz in Hong Kong (Room 2202A, 22/F, Fairmont House, 8 Cotton Tree Drive, Admiralty, Hong Kong), Firmenbuchnummer 1394811.
ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
1. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde gemäß den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen der IFRS Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Anwendung des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen zum Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Angaben und Informationen und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, welche die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellen, stimmen mit jenen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 überein.
Der Konzern-Zwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, auf 1.000 Euro (EUR'000) gerundet, wobei rundungsbedingte Differenzen auftreten können.
Die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Dies ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.
Im FACC-Konzern sind Umweltthemen in der Unternehmensstrategie fest verankert.
Es wird direkt an den Vorstand berichtet. Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements ist es, in allen Geschäftsprozessen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu berücksichtigen und die ökonomischen mit den ökologisch-sozialen Wertvorstellungen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Dabei arbeiten Nachhaltigkeitsmanagement und operative Einheiten eng zusammen.
Wesentliche Zielsetzungen in diesem Bereich sind die Verringerung des Treibstoffverbrauchs durch Gewichtsreduktion, Kreislaufwirtschaft und Einsatz von ökologisch recyclebaren Materialien. Dies sind langfristige Themen an denen die FACC Gruppe laufend in Abstimmung mit den größten Kunden arbeitet.
Aus aktueller Sicht haben diese Zielsetzungen noch keinen direkten Einfluss auf den Konzernabschluss.
Generell ist anzuführen, dass die Luftfahrtindustrie von weiterem Wachstum ausgeht. Sowohl Airbus als auch Boeing rechnen mit einem stetigen Aufwärtstrend des Flugaufkommens, besonders in den asiatischen Märkten, der den Bedarf nach neuen Flugzeugen untermauert. Boeing und Airbus etwa gehen bis 2041 von einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs der Passagierkilometer um 3,8 % aus, die Flotten dürften im selben Zeitraum jährlich um 2,8 % erweitert werden.
Mit Schreiben vom 15. Februar 2023 wurde die FACC AG über die Einleitung einer Prüfung der Rechnungslegung gem § 1 Abs 1 in Verbindung mit § 2 Abs 1 Z 1 Rechnungslegungskontrollgesetz durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hinsichtlich des Konzernabschlusses der FACC AG zum 31. Dezember 2021 sowie die Halbjahresfinanzberichtes zum 30. Juni 2021 und zum 30. Juni 2022 informiert. Zur Prüfung liegen noch keine Ergebnisse vor.
2. Schätzungen und Ermessenspielräume
Die Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Schätzungen und Ermessenspielräume werden im Konzernabschluss der FACC AG zum 31. Dezember 2022 unter Note 7 - Schätzungen und Ermessenspielräume erläutert.
Die aktuellen makroökonomischen Entwicklungen können Auswirkungen auf die Bilanzierung haben. Dies kann insbesondere bei Annahmen im Zusammenhang mit der Wertminderung, Beurteilung von Triggering Events, Berechnung von Rückstellungen sowie der Beurteilung von latenten Steuern eine Auswirkung haben.
Die entsprechenden Analysen wurden durchgeführt: Es gab sowohl zum 30. Juni 2023 als auch zum 31. Dezember 2022 keine daraus resultierenden Anzeichen für die Wertminderung von Vermögenswerten.
Das zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 gestartete Optimierungsprogramm zur Verschlankung der konzernweiten Kostenstruktur zeigte bereits in den Vorjahren Wirkung und brachte auch im Jahr 2023 weitere erforderliche positive Effekte. Diesen Effekten wirkten Verschärfungen in der Lieferkette, steigende Material- und Energiekosten im Zusammenhang mit der geopolitischen Situation sowie die anhaltend hohe Inflation entgegen.
Die Auswirkungen der Inflationssteigerung und der Zinssteigerungen wurden in der Bewertung der personalbezogenen Rückstellungen und der Zinssätze zur Diskontierung zukünftiger Cash-Flows im Rahmen der Bewertung langfristiger Vermögenswerte berücksichtigt.
3. Saisonalität des Geschäfts
Die Geschäftstätigkeiten des Konzerns unterliegen nur unwesentlichen saisonalen Schwankungen.
4. Konsolidierungskreis
Die in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Zwischenabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzern-Zwischenabschlussstichtag 30. Juni 2023 sowie nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der FACC AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis des FACC-Konzerns zum 30. Juni 2023 hat sich im Vergleich zum Konsolidierungskreis per 31. Dezember 2022 nicht verändert.
5. Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise
Hinsichtlich des Ukraine-Russland Konfliktes kann FACC keine Einschätzungen zu allgemeinen Risiken (z.B. Gaspreisentwicklung, Sanktionen, etc.) bzw. der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung treffen.
FACC hat mit Beginn der Krise Mitte Februar 2022 eine Task Force zur Beobachtung der sich daraus ergebenden Konsequenzen gegründet und zum Krisenmanagement eingesetzt.
Der entfachte Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Auswirkungen haben für die FACC geringe direkte Auswirkungen – weder in der Ukraine noch in Russland befinden sich Supply Chains der FACC. Das jährliche Liefervolumen von FACC Flugzeugkomponenten für zivile russische Anwendungen beträgt auf Jahressicht weniger als 0,25 Prozent des geplanten Konzernumsatzes.
Es bestehen aktuell keine Kunden- bzw. Lieferantenbeziehungen mehr und somit wird das direkte Risiko für FACC als gering eingestuft.
Die Sanktionen, die gegen Russland durch die EU und internationale Partner verhängt wurden, sowie die durch Russland verhängten Gegensanktionen bewirkten, dass die Energiepreise kräftig anstiegen.
Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wurde in den letzten Jahren stetig reduziert. Zusätzliche Investition sollen eine gänzliche Unabhängigkeit von Gaslieferungen ermöglichen.
Der FACC-Konzern verfügt über keine Vermögenswerte in der Ukraine und in Russland.
ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
6. Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte
Der Fair Value von Finanzinstrumenten wird in drei Stufen ermittelt, die die Bewertungssicherheit widerspiegeln. FACC verwendet folgende Hierarchiestufen, um Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, einer Bewertungsmethode zuzuordnen:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen für ein spezifisches Finanzinstrument
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die ausschließlich auf solchen Bewertungsparametern basieren, die am Markt beobachtbar sind
Stufe 3: Bewertung anhand von Modellen mit signifikanten Bewertungsparametern, die nicht am Markt beobachtbar sind.
Die nachstehenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet wurden sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren.
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht be obachtbare Inputfaktoren |
Zusammenhang zwischen wesentlichen, nicht be obachtbaren Inputfaktoren und der Bewertung zum bei zulegenden Zeitwert |
|
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert be wertete Finanzinstrumente |
||||
| Wertpapiere (notiert) | Aktueller Börsekurs am Bilanzstichtag | Nicht anwendbar | Nicht anwendbar | |
| Devisentermingeschäfte | Der beizulegende Zeitwert wird ermittelt unter Anwendung notierter Terminkurse zum Abschlussstichtag und Netto Barwertberechnungen basierend auf Zinsstrukturkurven mit hoher Bonität in entsprechenden Währungen. |
Nicht anwendbar | Nicht anwendbar | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Factoring) |
Buchwert als beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts | Nicht anwendbar | Nicht anwendbar | |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
||||
| Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten | Diskontierung der Cashflows | Risikoaufschlag für eigenes Bonitätsrisiko |
Nicht anwendbar |
Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verschiebungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen.
7. Einstufungen und beizulegende Zeitwerte
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IFRS 9, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie.
Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
| Beizulegender Zeitwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 31.12.2022 EUR'000 |
Gesamt 31.12.2022 EUR'000 |
Stufe 1 EUR'000 |
Stufe 2 EUR'000 |
Stufe 3 EUR'000 |
|
| Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere (nicht notiert) | 71 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen (langfristig) | 3.071 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen | 10.236 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61.065 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen (kurzfristig) | 20.155 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderung und Vermögenswerte | 11.581 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Liquide Mittel | 102.691 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 208.869 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Factoring) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere (notiert) | 350 | 350 | 350 | 0 | 0 |
| 350 | 350 | 350 | 0 | 0 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivative Finanzinstrumente | 2.987 | 2.987 | 0 | 2.987 | 0 |
| 2.987 | 2.987 | 0 | 2.987 | 0 | |
| Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||
| Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasingverbindlichkeiten) | 218.556 | 218.556 | 0 | 0 | 218.556 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.655 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 12.016 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.798 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 305.025 | 218.556 | 0 | 0 | 218.556 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivative Finanzinstrumente | 16.536 | 16.536 | 0 | 16.536 | 0 |
| 16.536 | 16.536 | 0 | 16.536 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 30.06.2023 EUR'000 |
Gesamt 30.06.2023 EUR'000 |
Stufe 1 EUR'000 |
Stufe 2 EUR'000 |
Stufe 3 EUR'000 |
|
| Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere (nicht notiert) | 71 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen (langfristig) | 3.014 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen | 10.497 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 97.160 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen (kurzfristig) | 12.816 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderung und Vermögenswerte | 11.533 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Liquide Mittel | 54.941 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 190.033 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Factoring) | 8.482 | 8.482 | 8.482 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere (notiert) | 360 | 360 | 360 | 0 | 0 |
| 8.842 | 8.842 | 8.842 | 0 | 0 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivative Finanzinstrumente | 242 | 242 | 0 | 242 | 0 |
| 242 | 242 | 0 | 242 | 0 | |
| Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||
| Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasingverbindlichkeiten) | 209.001 | 209.001 | 0 | 0 | 209.001 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 73.834 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 7.025 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13.023 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 302.883 | 209.001 | 0 | 0 | 209.001 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivative Finanzinstrumente | 171 | 171 | 0 | 171 | 0 |
| 171 | 171 | 0 | 171 | 0 | |
8. Derivative Finanzinstrumente, Hedge Accounting und Fair Value Hedge
Die Sicherungsstrategien der Abteilung Treasury des Konzerns sind darauf ausgerichtet, den Einfluss von Wechselkursschwankungen zu steuern und zu minimieren. Der Vorstand genehmigt die Strategien und berichtet regelmäßig dem Aufsichtsrat darüber.
Das Risikomanagement der Abteilung Treasury des Konzerns verfolgt das Ziel, erwartete Netto-Cashflows in USD (aus Umsatzerlösen und Einkäufen von Rohmaterialien) für die jeweils nächsten zwölf Monate (auf rollierender Monatsbasis) im Durchschnitt mit 80% zu besichern (Hedge Ratio). Bei attraktiven Marktniveaus können die Sicherungszeiträume auf bis zu 36 Monate ausgedehnt werden. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken.
Zur Absicherung der Netto-Cashflows in USD werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zur Bilanzierung als Sicherungsbeziehung qualifizierte Devisentermingeschäfte werden als Cashflow Hedges gemäß IFRS 9 abgebildet. Devisentermingeschäfte, die nicht als Cashflow Hedges erfasst sind, werden als freistehende Derivate der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" abgebildet.
Devisentermingeschäfte (Cashflow Hedges) werden, solange ergebnisneutral, im sonstigen Ergebnis gebucht, bis die entsprechenden Grundgeschäfte (künftige Einzahlungen), für die sie designiert wurden, bilanziell erfasst werden. Bei der erstmaligen ergebniswirksamen Verbuchung der Devisentermingeschäfte werden diese in Höhe ihrer Marktwerte in den Umsatzerlösen erfasst. Die Folgebewertung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen. Zum Zeitpunkt der Einlösung der Devisentermingeschäfte werden diese ausgebucht. Dies erfolgt im Allgemeinen innerhalb von maximal 36 Monaten nach dem Bilanzstichtag.
Im Rahmen des Hedge Accountings werden künftige Einzahlungen aus bestimmten bereits kontrahierten Aufträgen oder künftigen hoch wahrscheinlich eintretenden Transaktionen in Höhe des Netto-Exposures in USD als Grundgeschäfte zusammen mit den zugehörigen Devisentermingeschäften als Sicherungsinstrumente designiert.
Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument wird durch Gegenüberstellung der wertbestimmenden Risikofaktoren bestimmt. Bei einer vollständigen oder einer annähernden Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Risikofaktoren von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument wird der Nachweis des wirtschaftlichen Zusammenhangs anhand der Critical-Terms-Match-Methode erbracht. In allen anderen Fällen werden – je nach Ausmaß der Abweichung der wertbestimmenden Risikofaktoren – entweder Sensitivitätsanalysen oder Ausprägungen der Dollar-Offset-Methoden verwendet, um den wirtschaftlichen Zusammenhang nachzuweisen.
Aus Abweichungen der wertbestimmenden Risikofaktoren zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument entstehen Quellen für Ineffektivität. Bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken stellen zeitliche Abweichungen zwischen der Vereinnahmung der Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft sowie der Erfüllung der als Sicherungsinstrument designierten Devisentermingeschäfte eine solche Ineffektivitätsquelle dar. Darüber hinaus gibt es keine Quellen für Ineffektivität.
Da die Basiswerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument stets übereinstimmen, beträgt die bilanzielle Sicherungsquote (Hedge Ratio) stets 1:1, sprich die designierte Menge oder das designierte Volumen des Sicherungsinstruments entspricht der designierten Menge oder dem designierten Volumen des Grundgeschäfts. Anpassungen der bilanziellen Sicherungsquote werden vorgenommen, wenn die Sicherungsquote ein Ungleichgewicht aufweist, aus der Ineffektivität resultieren würde, die in einer mit dem Zweck des Hedge Accountings unvereinbaren Bilanzierungsfolge resultieren kann.
Zudem wurden Devisentermingeschäfte in US-Dollar (Volumen: 25.000 TUSD, Vorjahr: 30.000 TUSD) zur Wechselkursabsicherung von Forderungen aus kundenbezogenen Entwicklungsleistungen abgeschlossen.
9. Finanzielle Risiken
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für FACC neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen auf den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente, um sich gegen bestimmte Risiken abzusichern.
Die Abteilung Treasury des Konzerns identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns.
Währungsrisiko
Während fast alle Verkäufe der FACC-Konzerngesellschaften in USD abgewickelt werden, fällt ein wesentlicher Teil der Kosten in anderen Währungen als USD, insbesondere in EUR, an.
Daher hätte eine nachteilige Veränderung von Wechselkursen, vor allem des Verhältnisses USD zu EUR, wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und die Finanzlage des Konzerns. FACC setzt zur Absicherung gegen nachteilige Veränderungen im Wechselkurs von USD und EUR derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) ein, aus denen auch Verluste erwachsen können.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko ergibt sich aus der durchschnittlichen Laufzeit der Finanzierungen sowie der Art der Verzinsung. Das Risiko liegt dabei bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen.
Liquiditätsrisiko
Ein wesentliches Ziel des Risikomanagements von FACC ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit für aktuelle und zukünftige Verpflichtungen sicherzustellen. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cashflow durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management sowie die Reduktion der Investitionsausgaben.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentberichterstattung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung der FACC AG (gemäß IFRS). Die zentrale Erfolgsgröße, anhand derer die Steuerung der Geschäftssegmente erfolgt und die an die verantwortliche Unternehmensinstanz (Vorstand der FACC AG) berichtet wird, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Aufgrund der unterschiedlichen Anwendungen, denen die Produkte dienen, wurden drei operative Segmente gebildet:
- Aerostructures: Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Reparatur von Strukturbauteilen
- Engines & Nacelles: Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Reparatur von Triebwerksbauteilen
- Cabin Interiors: Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Reparatur von Innenausstattungen
Neben den drei operativen Segmenten umfasst das Gesamtunternehmen noch die zentralen Dienste Finanzen und Controlling, Personal, Legal, Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung, Communication & Marketing, Einkauf und EDV (einschließlich Engineering Services). Die zentralen Dienste unterstützen die operativen Segmente im Rahmen einer Matrixorganisation bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Deren Aufwendungen und Erträge werden mittels eines festgelegten Verfahrens den drei Segmenten zugeordnet.
| 30.06.2022 | Aerostructures EUR'000 |
Engines & Nacelles EUR'000 |
Cabin Interiors EUR'000 |
Summe EUR'000 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 102.621 | 45.435 | 122.089 | 270.145 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.186 | 2.418 | –510 | 6.095 |
| Investitionen | 1.872 | 534 | 1.631 | 4.037 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 5.037 | 2.513 | 3.808 | 11.359 |
| Vermögenswerte am 30.06.2022 | 264.145 | 108.622 | 265.193 | 637.960 |
| davon langfristige Vermögenswerte am 30.06.2022 | 133.397 | 42.685 | 106.236 | 282.318 |
| 30.06.2023 | Aerostructures EUR'000 |
Engines & Nacelles EUR'000 |
Cabin Interiors EUR'000 |
Summe EUR'000 |
| Umsatzerlöse | 132.345 | 64.746 | 157.614 | 354.706 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 9.487 | 6.299 | –845 | 14.942 |
| Investitionen | 1.873 | 686 | 536 | 3.095 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 5.223 | 2.334 | 3.864 | 11.421 |
| Vermögenswerte am 30.06.2023 | 269.583 | 116.666 | 265.650 | 651.899 |
| davon langfristige Vermögenswerte am 30.06.2023 | 127.138 | 38.437 | 90.187 | 255.762 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zu wesentlichen Veränderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird zudem auf den Lagebericht verwiesen.
Als Financial Covenants wurden folgende festgelegt:
| 30.06.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
|---|---|---|---|---|
| Net Financial Debt/EBITDA |
4,50 | 4,50 | 4,25 | 3,75 |
| Eigenkapital quote |
25% | 25% | 25% | 25% |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 44.577 TEUR erhöht. Die Marktstabilisierung führt zu gleichmäßigeren Produktionsvolumen und Monatsumsätzen, was in gestiegenen Forderungen Niederschlag findet.
Das Eigenkapital veränderte sich durch das laufende Ergebnis (7.975 TEUR) auf 220.447 TEUR.
Am 17. Februar 2023 unterzeichnete die FACC Operations GmbH die Verlängerung des Konsortialkredits über 225.443 TEUR mit fünf teilnehmenden Banken. Die FACC AG und die FACC Solutions Croatia d.o.o. fungieren als Garantiegeber. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von drei Jahren plus zweijähriger Verlängerungsoption. Im Vertrag sind fünf Fazilitäten mit verschiedenen Verwendungszwecken definiert. Bis auf den Kontrollbankrefinanzierungsrahmen, der ebenfalls Teil des Konsortialkreditvertrags ist, sind alle Fazilitäten unbesichert. Die im Rahmen der Coronapandemie am 26. Juni 2020 neu abgeschlossene Fazilität in Höhe von 60.000 TEUR (OeKB Covid-19-KRR) wurde zum 10. März 2023 zurückgezahlt. Im Gegenzug wurde aus dem OeKB-Programm der Beteiligungsfinanzierung ein Betrag in Höhe von 36.000 TEUR und aus jenem der Exportinvest ein Betrag in Höhe von 33.526 TEUR gezogen.
Die Financial Covenants zum jeweiligen Jahresende gelten auch zum 30. Juni des jeweiligen Jahres (zB gilt am 30. Juni 2024 4,25 wie am 31. Dezember 2024) und werden halbjährlich getestet. Bei einem Überschreiten der Kennzahlen besteht ein Kündigungsrecht der Gläubiger.
Für alle relevanten Stichtage nach dem 31. Dezember 2025 ist ein Net Financial Debt/EBITDA von 3,5, sowie eine Eigenkapital-Quote von mindestens 25 %, notwendig. Die Financial Covenants wurden zum 31. Dezember 2022 und zum 30. Juni 2023 eingehalten. Alle wesentlichen weiteren Regelungen aus dem ursprünglichen Konsortialkreditvertrag und den nachfolgenden Änderungsvereinbarungen wurden im Rahmen der Verlängerung des Konsortialkredits übernommen.
Die Verlängerung des Konsortialkredits führte zu einer Erhöhung bei den langfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten und einer Reduktion bei den kurzfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten.
Am 31. Juli 2019 wurden Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 70.000 TEUR emittiert. Die einzelnen Tranchen sind sowohl fix als auch variabel verzinst und nach fünf, sieben und zehn Jahren zur Rückzahlung fällig. Die Finanzierungsverträge enthalten eine Zinserhöhungsklausel von 50 Basispunkten, falls Net Debt/EBITDA einen Wert von 3,75 übersteigt. Diese Zinserhöhungsklausel kommt seit dem Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung. Die Kennzahl wird jährlich getestet.
Aufgrund der USD-Kursentwicklung haben sich die USD-Sicherungsgeschäfte stark positiv entwickelt. Dies führte zu einer Reduktion der lang- und kurzfristigen Schulden sowie einem Anstieg des Eigenkapitals.
Zu weiteren wesentlichen Veränderungen in der Konzernbilanz wird auf den Lagebericht verwiesen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG
Die im Rahmen der Coronapandemie am 26. Juni 2020 neu abgeschlossene Fazilität in Höhe von 60.000 TEUR (OeKB Covid-19KRR) wurde zum 10. März 2023 zurückgezahlt. Im Gegenzug wurde aus dem OeKB-Programm der Beteiligungsfinanzierung ein Betrag in Höhe von 36.000 TEUR und aus jenem der Exportinvest ein Betrag in Höhe von 33.526 TEUR gezogen.
Zu wesentlichen Veränderungen in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird auf den Lagebericht verwiesen.
GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen außerhalb des Konsolidierungskreises der FACC AG wurden im Zeitraum 1. Jänner 2023 bis 30. Juni 2023 zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen.
| Forderungen 31.12.2022 |
Verbindlichkeiten 31.12.2022 |
Umsatzerlöse und sonstige Erträge |
Aufwendungen H1 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| EUR'000 | EUR'000 | H1 2022 EUR'000 |
EUR'000 | |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern: | 41 | 0 | 130 | 0 |
| Gemeinschaftsunternehmen, an dem das Mutterunternehmen beteiligt ist: | 23.184 | 12.016 | 13.788 | 10.884 |
| 23.225 | 12.016 | 13.918 | 10.884 | |
| Forderungen 30.06.2023 |
Verbindlichkeiten 30.06.2023 |
Umsatzerlöse und sonstige Erträge |
Aufwendungen H1 2023 |
|
| EUR'000 | EUR'000 | H1 2023 EUR'000 |
EUR'000 | |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern: | 10 | 0 | 0 | 1 |
| Gemeinschaftsunternehmen, an dem das Mutterunternehmen beteiligt ist: | 15.820 | 7.025 | 13.815 | 9.572 |
| 15.830 | 7.025 | 13.815 | 9.573 | |
Zusätzlich bestand mit der Maffeo Aviation Consulting, Woodinville, USA, die von einem ehemaligen Aufsichtsrat beherrscht wird, im Geschäftsjahr 2022 ein Consulting Agreement. Dieses wurde per 31. Mai 2022 gekündigt. Das Consulting Agreement betrug im 1. Halbjahr 2022 38 TEUR, wovon 0 TEUR zum Zwischenbilanzstichtag 30. Juni 2022 noch nicht bezahlt wurden.
Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen unterliegen den allgemeinen Bestimmungen für Wertberichtigungen. Garantien wurden weder gewährt noch erhalten.
ERGEBNIS JE AKTIE
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Zwischenbilanzstichtag 45.790.000 Stück. Da im bisherigen Geschäftsjahr keine verwässernd wirkenden potenziellen Stammaktien im Umlauf waren oder eigene Aktien gehalten wurden, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Das Ergebnis je Aktie von 0,17 EUR (30.06.2022: -0,01 EUR) wird aus dem durch die gewichtete Aktienanzahl geteilten Ergebnis, das den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, errechnet.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Zwischenbilanzstichtag 30. Juni 2023 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.
HINWEIS
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde in Übereinstimmung mit dem Regelwerk "Prime market - Abschnitt Zwischenberichte" der Wiener Börse aufgestellt.
Die Berichtswährung ist der Euro (EUR). Die Zahlenangaben im vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss erfolgen in Tausend EURO (EUR'000) sofern keine abweichende Angabe erfolgt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechnungshilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
VERZICHT AUF PRÜFERISCHE DURCHSICHT
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 125 ABS. 1 BÖRSEGESETZ
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Zwischenbericht zum 30. Juni 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
Weiters bestätigen wir, dass der verkürzte Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Ried im Innkreis, 16. August 2023
Robert Machtlinger e. h. Vorsitzender des Vorstands Andreas Ockel e. h. Mitglied des Vorstands Aleš Stárek e. h. Mitglied des Vorstands Zhen Pang e. h. Mitglied des Vorstands
Investor Relations
BASISINFORMATIONEN ZUR FACC-AKTIE
| Wertpapierkennnummer (ISIN) | AT00000FACC2 |
|---|---|
| Währung | EUR |
| Börseplatz | Wien (XETRA) |
| Marktsegment | Prime Market (Amtlicher Handel) |
| Erstnotiz | 25.06.2014 |
| Emissionspreis | 9,5 EUR |
| Zahlstelle | ERSTE GROUP |
| Indizes | ATX, ATX GP, ATX IGS, ATX Prime, WBI |
| Aktiengattung | Stammaktien |
| Börsekürzel | FACC |
| Reuters-Symbol | FACC.VI |
| Bloomberg-Symbol | FACC AV |
| Ausgegebene Aktien | 45.790.000 Stück |
AKTIONÄRSSTRUKTUR UND GRUNDKAPITAL
Das Grundkapital der FACC AG beträgt EUR 45.790.000 und ist eingeteilt in 45.790.000 Stückaktien. Die Aviation Industry Corporation of China hält über die AVIC Cabin System Co., Ltd (vormals FACC International) 55,5 Prozent der Stimmrechte an der FACC AG. Die restlichen 44,5 Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz bei internationalen und österreichischen Investoren. Die FACC AG selbst hält zum Ende der Berichtsperiode keine eigenen Aktien.

KONTAKT
Michael Steirer Vice President Controlling / Investor Relations / Enterprise Risk Management Telefon +43 59 616 1468 Mobil +43 664 80 119 1468 [email protected]
Finanzbericht 1. Halbjahr 2023 FACC AG
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