AI assistant
Fabasoft AG — Interim / Quarterly Report 2023
Nov 10, 2023
9319_ir_2023-11-10_c91e7212-cc53-4aff-bf03-b8299c5d1634.pdf
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer

Fabasoft AG 2023/2024
6 Monats-Bericht 1. April – 30. Sep. 2023

DAS UNTERNEHMEN IN ZAHLEN
| in TEUR | April – Sep. 2023 | April – Sep. 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 39.478 | 31.792 | 24,2 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.522 | 4.825 | 35,2 % |
| EBIT (Betriebsergebnis)1) | 6.697 | 4.863 | 37,7 % |
| EBITDA1) | 10.464 | 8.096 | 29,2 % |
| Periodenergebnis | 4.781 | 3.476 | 37,5 % |
| Eigenkapital zum Stichtag | 27.930 | 22.064 | 26,6 % |
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 4.566 | -624 | > 200 % |
| Endbestand der liquiden Mittel zum Stichtag | 19.202 | 24.057 | -20,2 % |
| Mitarbeitende zum Stichtag | 488 | 404 | 20,8 % |
| Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (in EUR) | 0,40 | 0,30 | 33,3 % |
1)Definition der Kennzahlen: www.fabasoft.com im Bereich Investoren, Finanzberichte, Alternative Leistungskennzahlen
INHALTSVERZEICHNIS
| Unternehmen in Zahlen . | 3 |
|---|---|
| Leistungsprofil . | 6 |
| Über den Fabasoft Konzern . | 6 |
| Konzernstruktur . | 7 |
| Geschäftsmodell . | 8 |
| Produkt Portfolio . | 8 |
| Halbjahreskonzernlagebericht . | 14 |
| Bericht über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage . | 14 |
| Bericht und Prognosen und sonstige Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung . | 17 |
| Bericht über die Chancen und Risiken . | 23 |
| Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen . | 35 |
| Konzernzwischenabschluss . | 36 |
| Konzernzwischenbilanz . | 36 |
| Konzerngesamtergebnisrechnung . | 37 |
| Konzerngeldflussrechnung . | 39 |
| Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung . | 40 |
| Anhang zum Konzernzwischenabschluss . | 41 |
| Bericht über die prüferische Durchsicht . | 48 |
| Erklärung aller gesetzlichen Vertreter . | 50 |
| Impressum . | 52 |

LEISTUNGSPROFIL
Über den Fabasoft Konzern
Fabasoft zählt zu den führenden Softwareproduktunternehmen und Cloud-Dienstleistern für digitales Dokumenten-, Prozess- und Aktenmanagement in Europa. Mit dem einzigartigen Fabasoft PROCECO Ökosystem vereint Fabasoft ausgewählte, leistungsstarke Software Solutions für dokumentenintensive Geschäftsprozesse. Zahlreiche namhafte Privatunternehmen und Organisationen der öffentlichen Verwaltung vertrauen seit mehr als drei Jahrzehnten auf die Qualität und Erfahrung von Fabasoft.
Die Produkte dienen der Digitalisierung, Vereinfachung, Beschleunigung und Qualitätssteigerung von Geschäftsprozessen. Sie umfassen den Eingang, die Strukturierung, die team- und prozessorientierte Bereitstellung, die Bearbeitung und Erledigung, die sichere Aufbewahrung und das kontextsensitive Finden aller Geschäftsunterlagen sowie die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten für unterschiedliche Publikationskanäle. Hinzu kommt die digitale, nachhaltige Wissensvermittlung auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.
Fabasoft bietet innovative Möglichkeiten zur organisations- und länderübergreifenden Zusammenarbeit sowohl im Wege einer informellen Interaktion als auch im Wege strukturierter Workflows. Kunden profitieren durch orts- und geräteunabhängigen Zugriff auf Informationen, effizientes Wissensmanagement, angewandte künstliche Intelligenz, schnellere und wirtschaftlichere Arbeitserledigung sowie durch verbesserte Nachvollziehbarkeit (Compliance).
Der Fabasoft Konzern ist mit Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über die Mindbreeze Corporation (100 % Tochtergesellschaft der Mindbreeze GmbH) und die Xpublisher Inc. (100 % Tochtergesellschaft der Xpublisher GmbH) in den USA vertreten. Darüber hinaus ist der Konzern in weiteren Ländern über ausgewählte Vertriebs- und Umsetzungspartner tätig. Die Fabasoft AG mit Sitz in Linz, Österreich, agiert in der Unternehmensgruppe als Konzernverwaltung.
Zum 30. September 2023 beschäftigte Fabasoft 488 Mitarbeitende.
Konzernstruktur
Der Fabasoft Konzern zum 30. September 2023
| Fabasoft AG | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
|---|---|---|
| Fabasoft International Services GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Laxenburger Straße 2 | 1100 Wien, Österreich | |
| Fabasoft R&D GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Laxenburger Straße 2 | 1100 Wien, Österreich | |
| Fabasoft Austria GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Laxenburger Straße 2 | 1100 Wien, Österreich | |
| Waagner-Biro-Straße 47 | 8020 Graz, Österreich | |
| Fabasoft Approve GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Fabasoft Contracts GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Fabasoft Talents GmbH | Honauerstraße 4 | 4020 Linz, Österreich |
| Laxenburger Straße 2 | 1100 Wien, Österreich | |
| Mindbreeze GmbH | Honauerstraße 2 | 4020 Linz, Österreich |
| Laxenburger Straße 2 | 1100 Wien, Österreich | |
| Mindbreeze BidForce GmbH | Honauerstraße 2 | 4020 Linz, Österreich |
| Fabasoft Deutschland GmbH | THE SQUAIRE 13, Am Flughafen | 60549 Frankfurt am Main, Deutschland |
| Potsdamer Platz 1 | 10785 Berlin, Deutschland | |
| Bahnhofstraße 38 | 99084 Erfurt, Deutschland | |
| Schleißheimer Straße 6-10 | 80333 München, Deutschland | |
| Xpublisher GmbH | Schleißheimer Straße 6-10 | 80333 München, Deutschland |
| Edlmairstraße 1 | 94469 Deggendorf, Deutschland | |
| Fabasoft 4teamwork AG | Dammweg 9 | 3013 Bern, Schweiz |
| Oberer Graben 46 | 9001 St. Gallen, Schweiz | |
| Mindbreeze Corporation | 311 West Monroe Street | Chicago, IL 60606, USA |
| Xpublisher Inc. | 311 West Monroe Street | Chicago, IL 60606, USA |
Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell des Fabasoft Konzerns umfasst die Entwicklung und den Vertrieb eigener Softwareprodukte sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Die Fabasoft Softwareprodukte können auf Basis von wiederkehrenden Nutzungsgebühren oder auf Basis von Kaufmodellen gegen einmalige Software-Lizenzgebühren und optionale wiederkehrende Aktualisierungsgebühren eingesetzt werden.
Der Marktzugang erfolgt direkt mit eigenen Vertriebs- und Dienstleistungsorganisationen sowie gemeinsam mit Vertriebs- und Umsetzungspartnern. Das Direktgeschäft wird über die eigenen Gesellschaften abgewickelt. Diese verfügen über eigene Projektorganisationen und übernehmen bei Bedarf die Generalunternehmerschaft bei der Projektumsetzung. Darüber hinaus ist der Konzern bestrebt, Vertriebs- und Umsetzungspartnerschaften weiter auf- und auszubauen.
Produkt Portfolio
Fabasoft PROCECO
Fabasoft PROCECO – One shared business reality.
Fabasoft PROCECO ist ein einzigartiges, unternehmerisches Business Process Ökosystem. Als kuratiertes Ökosystem vereint es von Fabasoft ausgewählte digitale Lösungen für dokumentenintensive Geschäftsprozesse. Die technologische Basis bildet die leistungsstarke und zertifizierte Fabasoft Cloud. Fabasoft PROCECO eröffnet nicht nur Kunden neue Möglichkeiten, sondern beschleunigt auch durch professionelle Begleitung das Wachstum der Partner, Tochterunternehmen und Beteiligungen.
Die Kunden profitieren von agilen, auf ihre Bedürfnisse angepassten Fabasoft PROCECO Solutions, die sich rasch implementieren sowie erweitern lassen und für Effizienz und Sicherheit sorgen. Die integrierte, organisationsübergreifende Prozess- und Datenwelt ("One shared business reality.") schafft einen schnellen, durchgängigen Informationsaustausch und erhöht dadurch die Entscheidungssicherheit bei gleichzeitiger Senkung der Prozesskosten.
Die strategischen Partner greifen bei der Erstellung und Weiterentwicklung ihrer Solutions auf etablierte Strukturen, vorhandene Ressourcen und ein gemeinsames Netzwerk zurück. Sie profitieren einerseits von einem zuverlässig und nachhaltig agierenden Partner, andererseits von der Professionalisierung ihrer Organisations- und Marktentwicklung und damit von einem beschleunigten Unternehmenswachstum.
Approve on Fabasoft PROCECO
Fabasoft Approve ist eine Fabasoft PROCECO Solution zur Verwaltung technischer Daten und Dokumente in der Industrie, das den kompletten Informationslebenszyklus als "Single Source of Truth" digital abbildet. Die Projektpartner arbeiten in unternehmensübergreifenden Prüf-, Freigabe- und Genehmigungsworkflows gemeinsam mit Sachverständigen sowie Zertifizierungsorganen an der Erstellung einer vollständigen Gesamtdokumentation. Darauf aufbauende computergestützte Qualitätsprozesse tragen über standardisierte Prüfpläne und Checklisten effektiv zu verkürzter Projektabwicklung und reduziertem Verwaltungsaufwand bei. Fabasoft Approve eignet sich zur Abwicklung von industriellen Großprojekten, mitunter im Infrastrukturbereich oder im Spezialmaschinen- und Anlagenbau.
Boards on Fabasoft PROCECO
Die digitale Sitzungsmanagement-Software Fabasoft Boards ist eine Fabasoft PROCECO Solution für die Verwaltung von Meetings auf Managementebene. Die Funktionalitäten umfassen die Planung der Sitzungen, das Einreichen von geschäftsrelevanten Anträgen sowie das Durchführen von Abstimmungen. Im Anschluss wird das revisionssichere und unveränderbare Protokoll erstellt. Dieses kann durch ein Zirkulationsverfahren digital geprüft und freigegeben werden. Das Produkt ermöglicht allen Sitzungsteilnehmenden die effiziente und ortsunabhängige Vor- und Nachbereitung von Meetings und unterstützt Organisationen bei der Einhaltung ihrer Compliance-Vorgaben.
Contracts on Fabasoft PROCECO
Die Vertragsmanagement-Software Fabasoft Contracts ermöglicht die einfache, transparente Erfassung, Erstellung, Verwaltung sowie revisionssichere Archivierung von Vereinbarungen. Zudem fördert sie die sichere Zusammenarbeit der internen sowie externen Akteure, auch im Legal Matter Management.
Das intelligente Standardprodukt liest die relevanten Daten aus, stellt Vorlagen, Textbausteine und eine Klauselbibliothek bereit und verschafft durch individualisierbare Listen bzw. Dashboards den notwendigen Überblick für rasche Informations- und Entscheidungsfindungen. Ein integriertes Workflow- und Fristenmanagement mit Erinnerungsfunktion unterstützt bei Vertragsabschlüssen und bei der Einhaltung von Terminen. Zudem beschleunigt die systemeigene, rechtsgültige digitale Signatur den Zeichnungsprozess. Fabasoft Contracts kommt branchenübergreifend bei sämtlichen Rechtsangelegenheiten zur Anwendung.
Talents on Fabasoft PROCECO
Mit Fabasoft Talents profitieren sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende von schnellen und transparenten Personalprozessen. Auf Basis der revisionssicheren Personalakte und von digitalisierten HR-Prozessen reduziert sich der Verwaltungsaufwand durch die Automatisierung von Routineaufgaben und verbessert die Interaktion zwischen den Mitarbeitenden und der Personalabteilung. Zudem sorgt ein integriertes Skills-Management für die Erfassung, Validierung und Auswertung der Kompetenzen von Mitarbeitenden.
Die KnowledgeFox Lern-App dient der wirksamen, nachweisbaren sowie nachhaltigen Wissensvermittlung. Über eine webbasierte Rapid Authoring-Oberfläche mit vorgegebener "MicroLearning"-Struktur erfolgt die Aufbereitung der Schulungsinhalte auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Kurze, dem individuellen Wissensstand angepasste Einheiten in der mobilen App fördern ein aktives, spielerisches Lernerlebnis und eine regelmäßige Nutzung. Die Anwendungsfelder umfassen Hard- sowie Softskills und reichen vom Pre- und Onboarding, über die Schulung des Vertriebs sowie externer Partner, bis hin zur Ausbildung von Fach- und Führungskräften.
Xpublisher on Fabasoft PROCECO
Das Multichannel-Publishing-System Xpublisher ermöglicht die Erstellung, Verwaltung und die automatisierte Veröffentlichung von unterschiedlichen Inhalten in beliebigen Medienkanälen. Mit dem integrierten XML-Editor "Xeditor" lassen sich medienneutrale, semantisch strukturierte Inhalte erstellen und mit Metadaten und Assets anreichern. Die Publikation der Inhalte erfolgt über eine einzige Quelle. Dabei bildet die systemeigene Produktionsplanung die Basis für die individuelle Gestaltung und Organisation von digitalen oder gedruckten Ausleitungen für Bücher, Zeitschriften, technische Dokumentationen und Finanzberichte. Als zertifizierte Cloud-Applikation digitalisiert Xpublisher on Fabasoft PROCECO damit den kompletten Publikationsprozess in Medien- und Verlagshäusern sowie Unternehmen verschiedener Branchen.
Fabasoft eGOV
Fabasoft eGOV-Ökosystem – One shared government reality.
Das Fabasoft eGOV-Ökosystem vereint bewährte Software-Solutions, die perfekt aufeinander und auf die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung abgestimmt sind. Die Fabasoft eGov-Suite bildet als Produkt für die digitale Aktenverwaltung die Basis für die digitale Transformation von Behörden. Gemeinsam mit der Personalakte Fabasoft Talents, dem Vertragsmanagement Fabasoft Contracts und den Automatisierungen von Fabasoft Done! unterstützt das Fabasoft eGOV-Ökosystem Mitarbeitende im öffentlichen Dienst bei ihrer täglichen Arbeit.
Fabasoft eGov-Suite
Die Fabasoft eGov-Suite ist das im deutschsprachigen Raum führende Produkt für elektronische Verwaltungsarbeit (E-Government). Der Leistungsumfang deckt die Erfassung, die workflowgesteuerte Weiterleitung und Bearbeitung von Dokumenten sowie deren lückenlose Dokumentation und revisionssichere Archivierung ab. Geschäftsfälle lassen sich barrierefrei, orts- und zeitunabhängig, auch über mobile Endgeräte, abwickeln. Darüber hinaus sind Fachanwendungen und Online-Plattformen einfach über Schnittstellen anbindbar. Behörden auf Bundes-, Landes-, Kantonal- sowie Kommunalebene nutzen die Fabasoft eGov-Suite zur Effizienz- und Transparenzsteigerung in ihren Tätigkeitsbereichen und für die rasche Interaktion mit Bürger:innen, Unternehmen sowie anderen Organisationen.
Contracts on Fabasoft eGOV
Contracts on Fabasoft eGOV ermöglicht ein effizientes und rechtssicheres Vertragsmanagement in der öffentlichen Verwaltung. Die Fabasoft eGOV Solution Contracts automatisiert Routineaufgaben wie das Einholen von Freigaben oder das Erinnern an Verlängerungen und dokumentiert nachvollziehbar alle Phasen des Vertragslebenszyklus. Textbausteine und Klauselbibliotheken ermöglichen eine standardisierte Vorlagen- und Vertragserstellung. Eine intelligente Suche sorgt zudem für die schnelle Auffindbarkeit von Vertragswerken sowie der erforderlichen Informationen.
Done! on Fabasoft eGOV
Done! on Fabasoft eGOV unterstützt die Mitarbeitenden im Verwaltungsbereich durch innovative Automatisierungen. Die Textextraktion identifiziert und extrahiert relevante Informationen aus eingehenden Dokumenten und Anfragen. Durch automatische Klassifikation versteht die Fabasoft eGov-Suite den Kontext eingehender Dokumente und verarbeitet diese. Anschließend werden diese Daten genutzt, um erforderliche Formularfelder mit passenden Vorschlägen zu befüllen und damit die Anwender:innen bei alltäglichen Aufgabenstellungen zu unterstützen. Die intelligente Zuordnung von Eingangsdokumenten und die Generierung von Prozessvorschlägen verkürzt die Bearbeitungszeit von Anfragen und Anträgen und verbessert dadurch die Servicequalität.
Talents on Fabasoft eGOV
Talents on Fabasoft eGOV sorgt für eine effiziente, digitale Personalaktenführung in der öffentlichen Verwaltung. Die Personalakte reduziert den Verwaltungsaufwand durch Automatisierung und verbessert die Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden und der Personalabteilung. Mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind alle sensiblen Daten innerhalb einer Behörde durchgängig mit einem anpassbaren Berechtigungskonzept gesichert. Zudem ist eine einfache Anbindung gängiger E-Government-Anwendungen und -Standards an Fabasoft Talents rasch realisierbar. Das ermöglicht ein medienbruchfreies Arbeiten sowie rasche Personalprozesse.
Fabasoft Folio
Die Business-Software Fabasoft Folio trägt zur sicheren Erfassung, Ordnung und Aufbewahrung digitaler Dokumente und Akten sowie zur einfachen Digitalisierung von Geschäftsprozessen bei. Das Produkt dient der effizienten Modellierung und Umsetzung von individuellen, dokumentenzentrierten Fachanwendungen und Workflows. Durch die intuitive Benutzeroberfläche greifen Anwender:innen zeit- und ortsunabhängig auf Unterlagen zu. Fabasoft Folio beinhaltet zahlreiche Schnittstellen über Standardprotokolle und lässt sich somit schnell in eine bestehende IT-Landschaft einbinden. Zusätzlich bietet die Anwendung Out-of-the-box-Integrationen für gängige Business-Anwendungen wie SAP.
Fabasoft 4teamwork
OneGov GEVER
Die Software-Lösung OneGov GEVER ist das in zahlreichen öffentlichen Verwaltungen in der Schweiz bewährte Records Management System. Mit der benutzerfreundlichen Webapplikation lassen sich alle geschäftsrelevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg erstellen, bearbeiten und verwalten. Zudem bietet OneGov GEVER nahtlos integrierte Workflows, E-Mail-Archivierung, Dokumenten-Scanning und individuelle Standardabläufe. Die intuitive Oberfläche ermöglicht es, Geschäftsfälle auch über mobile Endgeräte barrierefrei, orts- und zeitunabhängig abzuwickeln. Neben Kantonen setzen vermehrt auch Gemeinden und verwaltungsnahe Organisationen in der Schweiz auf OneGov GEVER, häufig auch als SaaS-Lösung aus der Cloud.
teamraum
teamraum ermöglicht die einfache und sichere Zusammenarbeit von internen sowie externen Projektteams: Die Planung und Durchführung von Meetings, die gemeinsame Ablage von Dokumenten sowie den Austausch von Informationen. Das Produkt ist einfach via Webapplikation zu bedienen und von jedem Endgerät erreichbar. Sämtliche Arbeitsaufgaben eines Teams lassen sich so komplett online erledigen. Die standardisierte Schnittstelle zwischen teamraum und OneGov GEVER sorgt zudem für mehr Effizienz im Arbeitsalltag.
MYCOLEX 2.0
Mit der Objektverwaltungssoftware MYCOLEX 2.0 digitalisieren und inventarisieren Gedächtnis- und Kulturinstitutionen ihre Bestände und ermöglichen einen orts- und zeitunabhängigen Zugang. MYCOLEX wird von großen, wie von kleinen Organisationen eingesetzt. Dank der Flexibilität und dem standardisierten Datenmodell basierend auf DCMI Metadata Terms, ISAD(G) und den Vorgaben von Spectrum gelingt es, den Arbeitsalltag und die unterschiedlichen Arbeitsfelder von fachlich unterschiedlichen Institutionen wie Museen, Archiven, Sammlungen, Denkmalpflege oder Archäologie problemlos abzubilden. Durch Schnittstellen zu Normdatenbanken wie der GND lassen sich zudem Daten integrieren und wiederverwenden.
Digitaler Lesesaal DLS
Der digitale Lesesaal bietet Archiven und Gedächtnisinstitutionen die Möglichkeit, ihre historischen Schätze der Öffentlichkeit und der Verwaltung ansprechend in einer Webapplikation und rund um die Uhr zugänglich zu machen.
Das Produkt zeichnet sich durch eine serviceorientierte Struktur aus, nutzt modernste Technologien und integriert Archivinformationssysteme (AIS) und digitale Langzeitarchive (DLZA). Ein durchdachtes Security-System ermöglicht zudem die Verschlüsselung von sensiblen Informationen und Bereitstellung in sicheren Räumen.
Mindbreeze
Mindbreeze Business Decision Insights Ökosystem
Mit dem innovativen Business Ökosystem Mindbreeze BDI (Business Decision Insights) wurde eine professionelle Grundlage geschaffen, um einzigartige auf Mindbreeze InSpire und Mindbreeze Insight Services basierende Geschäftsmodelle perfekt umsetzen zu können.
Mindbreeze BDI unterstützt Unternehmer:innen bei der Professionalisierung ihres Unternehmens und der Steigerung ihres wirtschaftlichen Erfolgs. Dank sorgfältiger Auswahl der Unternehmer:innen und Lösungen sowie einer nahtlosen und konsistenten Integration schafft Mindbreeze ein Ökosystem, das Kunden eine erstklassige Benutzererfahrung bietet.
Mindbreeze BidForce
Die Angebotsmanagement-Software Mindbreeze BidForce unterstützt Vertriebsteams im gesamten Ausschreibungsprozess – angefangen bei der Vorselektion und Planung, über die Zusammenstellung bis hin zur Beantwortung der Ausschreibungsunterlagen. Mit Mindbreeze InSpire als technologische Basis können aufschlussreiche Antworten auf relevante Geschäftsfragen aus sowohl strukturierten als auch unstrukturierten Unternehmensdaten extrahiert werden. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) werden Unternehmensdaten analysiert und angereichert. Dadurch ist Mindbreeze BidForce in der Lage, Fachexperten im Unternehmen zu identifizieren, die Vertriebsteams bei der Beantwortung von komplexen Fragen unterstützen. Darüber hinaus ermöglicht Mindbreeze BidForce den Aufbau strukturierter Bibliotheken, die das gesamte Wissen über vergangene Ausschreibungen speichern. Die Beantwortung von Angebotsunterlagen ist dadurch deutlich effizienter und der gesamte Prozess des Angebotsmanagement wird optimiert.
Mindbreeze InSpire
Mindbreeze InSpire (Insight Engine) analysiert Informationen, versteht diese und ermöglicht dadurch eine Vielzahl von Anwendungsfällen wie eine konsolidierte Sicht auf das Unternehmenswissen – unabhängig davon, wo (Datenquellen) und wie (strukturiert, unstrukturiert) dieses gespeichert ist. Nach der Anbindung der relevanten Unternehmensdatenquellen über ein umfangreiches Angebot an Konnektoren, beispielweise für E-Mail- oder Dokumentenmanagementsysteme, Archive oder auch branchenspezifische Fachanwendungen, analysiert Mindbreeze InSpire auch unter Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz strukturierte und unstrukturierte Informationen.
Möglich ist dies durch die von Mindbreeze entwickelten Insight Services. Diese vereinen die unterschiedlichsten Techniken der künstlichen Intelligenz, um Informationen zu verstehen und miteinander zu verknüpfen. Dazu umfassen sie unter anderem Services in den Bereichen Entity Recognition, Klassifizierung, Semantic Relation, Proactive Insight, Knowledge Extraction und natürliche Sprachverarbeitung. Die Anwender:innen erhalten durch Mindbreeze InSpire eine 360-Grad-Sicht auf die relevanten Informationen (Dokumente, strukturierte Daten etc.) zu dem gesuchten Thema.
Das Verstehen der Informationen wird durch Mindbreeze Entwicklungen im Bereich von generativer KI beziehungsweise Large Language Models (LLM) ermöglicht. Mindbreeze InSpire bildet die perfekte Produktlösung, um die typischen Hürden beim Einsatz von LLMs wie beispielsweise Daten-Halluzinationen, Berechtigungen, kritische Intellectual Property-Fragen, teure Trainingskosten oder generell die technische Umsetzung mit vertraulichen Unternehmensdaten zu überwinden.
So dienen die internen Unternehmensdaten, die mit der Vielzahl an Konnektoren an die Insight Engine angebunden wurden, als Basis für das maschinelle Lernen. Die Daten und die damit trainierten Modelle sind also stets im Besitz des jeweiligen Unternehmens und fließen nicht in ein öffentliches Modell ein. Sowohl vorhandene als auch generierte Inhalte sind somit sicher, korrekt, vertrauenswürdig und vor allem auch nachvollziehbar. Da die Lösung zusätzlich zur Antwort die Quelle referenziert, sind Nutzer:innen jederzeit in der Lage die Antworten bei Bedarf zu validieren.
Die Auswahl von darüber hinausgehenden LLMs überlässt Mindbreeze ihren Kund:innen. Die Insight Engine wird mit vortrainierten Modellen (pre-trained models) ausgeliefert. Aufgrund des Einsatzes von Transformer Models und offenen Standards lassen sich aber auch Modelle von Communities wie beispielsweise Huggingface ganz einfach nutzen. Hat ein Kunde bereits ein bestimmtes Modell im Einsatz kann dieses ebenso integriert werden. Darüber hinaus bietet Mindbreeze Kund:innen qualifizierte Unterstützung bei der Auswahl eines geeigneten LLMs und den damit verbundenen Anwendungsfällen.
Der von Mindbreeze entwickelte Insight App Designer erlaubt es Anwender:innen, ganz ohne Programmierkenntnisse eigene Anwendungen zu gestalten und richtet sich somit an Mitarbeitende im jeweiligen Fachbereich. So werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Fachabteilungen schnell durch individuelle Insight Apps erfüllt und Arbeitsschritte signifikant erleichtert und abgekürzt. Insight Services und Insight Apps bilden die Basis, um Unternehmen im Bereich der angewandten künstlichen Intelligenz für Geschäftsbereiche zu unterstützen.
Mindbreeze InSpire wird in unterschiedlichen Unternehmensbereichen wie dem Kundenservice, im Bereich Wartung und Instandhaltung, im Projektmanagement oder im Human Resource Management eingesetzt. Die dafür verfügbaren Insight Apps sind auf die Anforderungen der Bereiche abgestimmt und bieten damit eine wichtige Basis bei der Unterstützung von Business Process Transformation und im Arbeitsalltag, beispielsweise als Recherchetool oder bei der Erstellung von grafisch aufbereiteten Zusammenfassungen. Darüber hinaus stellt Mindbreeze InSpire Schnittstellen und Services zur Verfügung, sodass Softwarehersteller, -integratoren und -developer die bewährte Mindbreeze Technologie in den eigenen Produkten und Lösungen einfach verwenden können.
Die umfassenden Möglichkeiten von Mindbreeze InSpire, besonders bei der semantischen Suche und bei Insight Apps, verbunden mit den – durch den Appliance- und Service-Charakter gegebenen – herausragend kurzen Implementierungszeiten, qualifizieren das Produkt auch besonders gut als wesentlichen Baustein unternehmensinterner Private- und Hybrid-Cloud-Infrastrukturen.
Technologieprodukte
Fabasoft app.telemetry
Fabasoft app.telemetry bildet durch Monitoring der Verfügbarkeit und des Antwortzeitverhaltens von Anwendungen die ideale Grundlage für das Service-Level-Management und den User-Support. Das Produkt verfolgt die durch Anfragen ausgelösten Transaktionen, gibt damit deren Verlauf durch die Hard- und Softwareinfrastruktur wieder und ermöglicht so die Analyse der Ausführung in den Fabasoft Produkten und in instrumentierten Drittprodukten. Mit diesen Informationen können die DevOps- und Support-Teams zeitkritische oder auffällige Sequenzen und Komponenten schnell und zielgenau identifizieren und entsprechende Maßnahmen setzen. Die Funktionen zur Überwachung der Verfügbarkeit von umfangreichen Services oder einzelnen Workflows runden die Unterstützung der Betriebsprozesse ab.
Fabasoft Mindbreeze Enterprise
Fabasoft Mindbreeze Enterprise ist die On-Premises-Volltextsuche für Fabasoft Folio und die Fabasoft eGov-Suite. Fabasoft Mindbreeze Enterprise durchsucht strukturiert erfasste Inhalte (Metadaten) ebenso wie Dokumente und stellt die Ergebnisse übersichtlich dar. Die bestehenden Benutzerrechte werden dabei berücksichtigt und der Applikationskontext bleibt erhalten. Anwender:innen arbeiten nahtlos mit den Suchtreffern weiter, denn die benötigte Anwendung öffnet sich direkt aus dem Suchtreffer heraus.
Fabasoft Secomo
Die Fabasoft Secomo-Appliance ermöglicht sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Fabasoft Cloud. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Daten bereits am Arbeitsplatz oder Mobilgerät. Die Schlüssel verbleiben ausschließlich beim Betreiber der Appliance. Die Schlüssel sind mit einem Hardware-Security-Modul (HSM) geschützt, welches die Anforderungen gemäß FIPS 140-2 Level 4 erfüllt.
Fabasoft Secomo kann in Kombination mit der Fabasoft Cloud auch für die Ablage von Unternehmenszertifikaten für eine gesetzeskonforme digitale Signatur von PDF-Dokumenten verwendet werden.

HALBJAHRESKONZERNLAGEBERICHT DES FABASOFT KONZERNS ZUM 30. SEPTEMBER 2023
1) Bericht über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
1.1. Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 39,5 Mio. Euro (31,8 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA1) von TEUR 10.464 (TEUR 8.096 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT1) bei TEUR 6.697 (TEUR 4.863 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
Der Anstieg der Umsatzerlöse reflektiert die anhaltend positive Entwicklung der Recurring Umsätze sowie einen Zuwachs beim Projektgeschäft.
Die anhaltenden Investitionen in den Auf- und Ausbau der Fabasoft PROCECO Solutions, höhere Marketing- und Personalaufwendungen sowie die erhöhten Vertriebs- und Reisetätigkeiten wirken in der Berichtsperiode ergebnismindernd.
Die Eigenkapitalquote1) des Fabasoft Konzerns betrug zum Zwischenbilanzstichtag (30. September 2023) 40,7 % (33,7 % zum 30. September 2022).
Der Bestand an liquiden Mitteln veränderte sich von TEUR 24.057 zum 30. September 2022 auf TEUR 19.202 zum 30. September 2023.
Zum Zwischenbilanzstichtag 30. September 2023 beschäftigte der Fabasoft Konzern 488 Mitarbeitende (404 Mitarbeitende zum 30. September 2022).
Die Umsatzerlöse der Mindbreeze GmbH und ihrer Tochterunternehmen, Mindbreeze Corporation und Mindbreeze BidForce GmbH, betrugen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 TEUR 8.660 (TEUR 8.368 im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA1) von TEUR 2.838 (TEUR 4.043 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT1) bei TEUR 2.070 (TEUR 3.183 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
1)Definition der Kennzahlen im Lagebericht Punkt 1.3.
1.2. Zweites Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 (1. Juli 2023 – 30. September 2023)
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von TEUR 19.787 (TEUR 16.754 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
Bei einem EBITDA1) von TEUR 5.979 (TEUR 4.835 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT1) bei TEUR 4.097 (TEUR 3.186 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
1.3. Alternative Leistungskennzahlen des Fabasoft Konzerns
Fabasoft veröffentlicht im Rahmen ihrer Regel- und Pflichtpublizität alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM). Diese Leistungskennzahlen sind nicht in den bestehenden Rechnungslegungsgrundsätzen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert. Fabasoft ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Fabasoft ermittelt folgende APM:
- Nominale Umsatzveränderung
- EBIT bzw. Betriebsergebnis
- EBITDA
- Eigenkapitalquote
- Forschungsquote (wird jeweils zum Gesamtjahresbericht veröffentlicht)
Nominale Umsatzveränderung
Die nominale Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr an.
1)Definition der Kennzahlen im Lagebericht Punkt 1.3.
EBIT bzw. Betriebsergebnis
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) steht für Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und dient der Darstellung des operativen Ergebnisses eines Unternehmens ohne den Einfluss von Effekten aus international uneinheitlichen Besteuerungssystemen und unterschiedlichen Finanzierungsaktivitäten. Das EBIT (Betriebsergebnis) wird wie folgt ermittelt:
Überleitungsrechnung
Ergebnis vor Ertragsteuern
– Finanzerträge
- Finanzaufwendungen
= EBIT (Betriebsergebnis)
EBITDA
EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis und den Steuern auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird auf Basis des EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ermittelt.
Überleitungsrechnung
EBIT
- / – Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
= EBITDA
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.
Eigenkapital
Gesamtkapital
Forschungsquote
Kennzahl, die die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen setzt.
x 100
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
x 100
Umsatzerlöse
2) Bericht und Prognosen und sonstige Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung
2.1. Erwähnenswertes aus dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024
Fabasoft Approve auf der Hannover Messer 2023
Die Hannover Messe, eine der weltweit bedeutendsten Industriemessen, fand in diesem Jahr vom 17. bis 21. April unter dem Leitthema "Industrial Transformation – Making the Difference" statt. 4.000 Aussteller und 130.000 Besucher:innen aus aller Welt waren vor Ort. Das Fabasoft Approve-Team rund um Geschäftsführer Andreas Dangl präsentierte die Software und die Funktionen von Approve in Live-Demos und mithilfe von VR-Brillen. Auch der österreichische Botschafter in Berlin, Dr. Michael Linhart, besuchte den Approve-Stand und informierte sich über die Möglichkeiten des Daten- und Dokumentenmanagement-Systems.
#nextlevel-Talk: "Digitales Vertragsmanagement: Das Stiefkind in Unternehmen?"
Verträge bilden die Basis für unternehmerisches Handeln. Daher erfordert es aktives Management in digitaler Form, um die damit verbundenen Potenziale und Risiken zu erkennen und zu nutzen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich das Wissen um die Vertragsinhalte oft nur auf wenige Personen im Betrieb beschränkt. Welche Vorteile hat die Digitalisierung des Vertragsmanagements? Wo liegen die Gründe für die aktuell noch relativ geringe Anwendung? Und was braucht es für die erfolgreiche Automatisierung der damit verbundenen Geschäftsprozesse? Diese und weitere Fragen diskutierten Georg Harer, Rechtsanwalt bei EY Österreich, Sophie Martinetz, Director Legal Tech Center der Wirtschaftsuniversität Wien, und Robin Schmeisser, Geschäftsführer der Fabasoft Contracts GmbH, beim #nextlevel-Talk am 18. April 2023 im k47 Wien. Als Moderator fungierte Jakob Zirm, Ressortleiter Economist der Tageszeitung "Die Presse".
Fabasoft eGov-Suite am Kongress "Digitaler Staat" in Berlin
Der Kongress "Digitaler Staat" von 25. bis 26. April 2023 behandelte Fragen rund um das Motto: "Staat im Umbau – hier entsteht die Verwaltung von morgen". In umfangreichen Fachforen standen vor allem die Themen digitale Souveränität, Cloud und Onlinezugangsgesetz (OZG) im Fokus. Interessenten aus Politik und Verwaltung tauschten sich über Herausforderungen und Impulse für einen modernisierten digitalen Behördenalltag aus. Wichtige Diskussionspunkte waren außerdem die Bewältigung des Fachkräftemangels und die Entlastung der Mitarbeitenden in den Behörden. Zahlreiche Bestands- und Neukunden informierten sich am Fabasoft-Stand über die Produktinnovationen des Fabasoft eGOV-Ökosystems sowie aktuell laufende Projekte.
Neue Tochtergesellschaft: Mindbreeze BidForce GmbH
Am 27. April 2023 fand die Gründung der Mindbreeze-Tochter "Mindbreeze BidForce GmbH" statt. Die Geschäftsführung übernimmt Felix Breiteneder. Als erste Solution im Mindbreeze "Business Decision Insights (BDI)" Ökosystem und mit Mindbreeze InSpire als technologische Basis versteht Mindbreeze BidForce Unternehmensinformationen und ist damit in der Lage, aufschlussreiche Antworten auf wichtige Geschäftsfragen zu liefern. So unterstützt Mindbreeze BidForce Vertriebsteams beim Erstellen, Bearbeiten und Abschließen von Angebotsunterlagen und optimiert den gesamten Prozess des Angebotsmanagements. Geschäftsführer Felix Breiteneder spezialisierte sich in seinen Studien auf Künstliche Intelligenz und die Optimierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz intelligenter Technologien. Einem Praktikum bei Mindbreeze folgte die Festanstellung als Technical Consultant, wo er zahlreiche Erfahrungen bei der Betreuung von Proof of Concepts mit Kunden aus den verschiedensten Bereichen sammeln konnte.
Bescheinigung Revisionssicherheit nach IDW PS 880 erneut erteilt
Die KPMG Advisory GmbH prüfte die Fabasoft Cloud erneut hinsichtlich Revisionssicherheit nach österreichischem, deutschem und schweizerischem Handels- und Steuerrecht und erteilte die Bescheinigung nach IDW PS 880. Die Fabasoft Cloud entspricht somit in Deutschland, Österreich und der Schweiz den geforderten Aufbewahrungsvorschriften (GoB-konforme Archivierung).
BSI C5, SOC2, ISAE 3402 und EU Cloud Code of Conduct
Fabasoft und Mindbreeze haben Anfang 2023 erneut das Audit gemäß den Anforderungen des aktuellen BSI C5:2020 Anforderungskataloges sowie der SOC-2 Trust Service Criteria (TSC) für Security absolviert. Die entsprechenden Testate wurden für die Fabasoft Cloud und für Mindbreeze InSpire SaaS Services ausgestellt. Im Rahmen der erfolgten ISAE 3402 Typ 2 Prüfung wurden das Design und die Effektivität der entsprechenden Kontrollen (auf Basis COBIT 2019) in Bezug auf die von Fabasoft definierten Dienstleistungen geprüft. Darüber hinaus hat Fabasoft für die Fabasoft Cloud einschließlich der Solutions Approve on Fabasoft PROCECO und Contracts on Fabasoft PROCECO erneut Compliance Level 3 des EU Cloud Code of Conduct (CoC) erreicht.
Luftfahrt-Bundesamt: Migration in die E-Akte Bund abgeschlossen
Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) schloss nach dem Roll-out der E-Akte Bund im vergangenen Jahr jetzt auch die Datenmigration ins neue System ab. In insgesamt drei Produktivmigrationen wurden über 50.000 Akten, 330.000 Vorgänge, circa 1,5 Millionen Dokumente und mehr als zwei Terrabyte an Content migriert.
Umfirmierung KnowledgeFox GmbH zur Fabasoft Talents GmbH
Die Umfirmierung der Knowledgefox GmbH zur Fabasoft Talents GmbH sowie die Sitzverlegung von Wien nach Linz fand Anfang Juni 2023 statt. Die Adresse der Fabasoft Talents GmbH Niederlassung Wien bleibt unverändert in der Laxenburger Straße 2, 1100 Wien.
Acht von neun österreichischen Bundesländern arbeiten produktiv mit der Fabasoft eGov-Suite
Seit März 2023 hat das achte österreichische Bundesland aktiv die Fabasoft eGov-Suite im Einsatz. Ab diesem Zeitpunkt war die erste Bezirkshauptmannschaft des Burgenlandes (Eisenstadt-Umgebung) produktiv gesetzt. Anfang und Mitte Mai folgten die Bezirkshauptmannschaften Neusiedl am See und Mattersburg. Das Roll-out schreitet durch ein innovatives Schulungskonzept rasch voran.
BayWa AG digitalisiert Vertragsmanagement mit Fabasoft Contracts
Aus einem breiten Lieferanten-Netzwerk ergeben sich bei der BayWa AG jährlich Zehntausende Verträge, die es aktiv zu managen gilt. Um die unterschiedlichen Geschäftsprozesse der einzelnen Sparten Energie, Agrar und Bau einheitlich abbilden und gleichzeitig flexibel gestalten zu können, digitalisierte das international tätige Handelsund Dienstleistungsunternehmen seine Lieferantenvereinbarungen mit Fabasoft Contracts. Die Entscheidung fiel aufgrund der intuitiven Bedienbarkeit sowie der hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards auf Fabasoft. Mithilfe transparenter Workflows und einer übersichtlichen Dokumentenaufbereitung ist das Unternehmen jederzeit über sämtliche Vertragsinhalte und -fristen informiert. Auch aktuelle Governance- und Compliance-Vorschriften sind dadurch stets berücksichtigt.
Fabasoft eGOV-Ökosystem und Xpublisher am Zukunftskongress in Berlin
Beim diesjährigen Zukunftskongress Staat & Verwaltung, der Leitveranstaltung für das moderne und digitale Deutschland, standen vom 19. bis 21. Juni 2023 – erstmals im Westhafen (WECC) Berlin – neue Wege für die (digitale) Verwaltung der Zukunft auf dem Programm. Themenschwerpunkte waren u. a. die Nutzung Künstlicher Intelligenz, der Einsatz von Low-Code-/No-Code-Plattformen bei der Umsetzung des OZG (Onlinezugangsgesetzes) und die Nachhaltigkeit als Teil der der digitalen Transformation der öffentlichen Hand. Fabasoft informierte über die Produktinnovationen des Fabasoft eGOV-Ökosystems, darunter die intelligente Automatisierung von Prozessen in Fabasoft Done!, sowie über aktuelle Projekte.
Fabasoft bei e-Government Konferenz in Graz
"Österreichs Weg in die digitale Dekade Europas": Unter diesem Motto fand die e-Government Konferenz 2023 der ADV Austrian Digital Value am 21. und 22. Juni im Messe Congress Graz statt. Die europäische digitale Dekade bietet die Chance für Österreich, Vorreiter bei der digitalen Entwicklung zu werden. Fabasoft trägt im Bereich der öffentlichen Verwaltung wesentlich zu diesem Ziel bei: Acht von neun österreichischen Bundesländern arbeiten mit dem ELAK – der digitalen Aktenverwaltung auf Basis der Fabasoft eGov-Suite. Im Fokus der Konferenz standen die Themenschwerpunkte des digitalen Kompasses der EU: Government, Infrastruktur, Skills und Business.
Europäische Allianz für Industriedaten, Edge und Cloud stellt ihre ersten Ergebnisse vor
Die Europäische Allianz für Industriedaten, Edge und Cloud hat der Europäischen Kommission am 4. Juli 2023 den ersten Fahrplan zur Entwicklung und Einführung der nächsten Generation hochsicherer, ressourceneffizienter und interoperabler Cloud- und Edge-Technologien in Europa vorgelegt. Fabasoft ist aktives Mitglied und war an den Kapiteln "Opportunities and Challenges of Digital Sovereignity", "Climate Positivity, Ressource Efficiency and Circular Economy", "Application and Data Services" sowie "Cybersecurity" beteiligt. Als nächste Schritte sind weitere Fahrpläne geplant, an denen Fabasoft das Thema "Trust-forwarding for interconnecting Data Spaces and Cloud-Ecosystems" übernimmt.
Österreichische Bundesregierung nutzt Fabasoft Mobile App für digitale Beschlüsse
Anfang Juli 2023 hat die österreichische Bundesregierung per Ministerratsbeschluss für sich die Möglichkeit geschaffen, Umlaufbeschlüsse elektronisch zu fassen. Die verfassungsgemäße Möglichkeit für solche Beschlüsse bestand schon bisher. Künftig soll dies aber nicht mehr nur mittels Unterschriftensammlung der Regierungsmitglieder auf Papier, sondern auch mit der mobilen App von Fabasoft möglich sein. Die App ermöglicht es den Regierungsmitgliedern, auch von unterwegs Beschlüsse zu unterzeichnen, was die Flexibilität und Effizienz der Arbeit verbessert.
Wissensmanagement-Spezialist Mindbreeze macht Generative AI für den echten Unternehmenseinsatz tauglich
Mindbreeze, ein führender Anbieter von Wissensmanagement und Information Insight, ermöglicht es Kunden, Innovationen im Bereich der Generativen KI auch für ihre sensiblen Unternehmensdaten sicher zu nutzen. Die Verwendung von fortschrittlichen Large Language Models (LLM) zusammen mit der Insight Engine Mindbreeze InSpire bietet außergewöhnliche Kundenerlebnisse im Bereich der natürlichen Sprachverarbeitung, Textgenerierung und Datensicherheit.
KSB automatisiert Prüfplanerstellung mit Fabasoft Approve
Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB automatisiert seine Prüfplanerstellung mit Approve on Fabasoft PROCECO und sorgt damit für effiziente Qualitätsprozesse entlang der gesamten Supply-Chain. "Durch den Einsatz von Approve bei der Erstellung von Prüfplänen und der Überprüfung von Testzertifikaten spart KSB im Pilotwerk Pegnitz jährlich 3.200 Arbeitsstunden ein", erklärt Alexander Thumbeck aus der technischen Auftragsabwicklung und Projektverantwortlicher bei KSB. Approve wird bei KSB mittlerweile zur Lieferanten-, Kunden- und Qualitätsdokumentation eingesetzt.
Fabasoft Approve erhält BMEnet Gütesiegel für Supplier Relationship Management
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) zeichnet Approve on Fabasoft PROCECO zum zweiten Mal mit dem "BMEnet Gütesiegel Supplier Relationship Management" aus. Approve erfüllt dabei alle der 126 Muss- und 33 von 34 Kann-Prüfkriterien. Die Prüfung erfolgt auf Basis von umfassenden Kriterienkatalogen, die die von BME definierten Anforderungen widerspiegeln. Das BMEnet Gütesiegel erhalten Softwareprodukte und elektronische Plattformen, die zur Optimierung von Einkaufs- und Logistikprozessen beitragen und soll User sowie Verantwortliche im Einkauf die Sicherheit vermitteln, Software mit geprüften Qualitätsstandards zu erwerben.
Mindbreeze ausgezeichnet im Forrester Report "The Cognitive Search Platforms Landscape, Q3 2023"
Das unabhängige Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Forrester hat Mindbreeze im "The Cognitive Search Platforms Landscape, Q3 2023"-Report als bemerkenswerten Anbieter in den Kategorien "Compliance & Risk Management" sowie "Customer 360 and customer understanding" ausgezeichnet.
Fabasoft Robotics Camp 2023
Bereits zum sechsten Mal veranstalteten Fabasoft und der Verein Talente OÖ im Sommer 2023 das "Fabasoft Robotics Camp" im Fabasoft Headquarter in Linz. Insgesamt 36 Kinder und Jugendliche hatten dabei in unterschiedlichen Gruppen ("Rookies" und "Advanced") die Möglichkeit, früh Kenntnisse aus der Welt der Technik zu sammeln. In drei aufeinanderfolgenden Camps im RoboLab programmierten die Kids fleißig "mBot Ranger"-Roboter. Die Kinder präsentierten ihre tollen Ideen und Ergebnisse am letzten Tag des jeweiligen Camps ihren Eltern bei der Abschlussveranstaltung.
Mindbreeze InSpire erneut Trend-Setting Product 2023
KMWorld zeichnete Mindbreeze InSpire erneut als Trend-Setting Product 2023 aus. Das US-amerikanische Magazin KMWorld stellt jährlich eine Liste mit innovativen Softwarelösungen zusammen, die es Unternehmen ermöglichen, Informationen effizient zu verarbeiten, ihre Mitarbeiter:innen zu entlasten und die digitale Transformation voranzutreiben.
2.2. Produkte, Forschung und Entwicklung
Im Fabasoft Konzern zeichnen dedizierte Produktteams für die produktbezogene Forschung und Softwareentwicklung verantwortlich. Die Entwicklungstätigkeit dieser Teams folgt dem agilen Methoden-Framework "Scrum" mit dem Ziel, Innovation und Mehrwert gemäß den Grundsätzen "Quality, Usability & Style" zu schaffen. Regelmäßiges Feedback von Bestandskunden und aus Analystengesprächen sowie kontinuierliche Marktbeobachtung werden genutzt, um Markttrends frühzeitig auszumachen und in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Des Weiteren werden in internationalen Kooperationen Forschungsthemen im Rahmen der Digitalisierung bearbeitet.
Fabasoft Cloud
Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023/2024 lag in der weiteren Verbesserung und Vereinfachung der Programmierwerkzeuge für die Entwicklung von Fabasoft PROCECO Solutions.
Zusätzlich wurden eine Vielzahl von Erweiterungen in der Fabasoft Cloud umgesetzt. Insbesondere die neuen Funktionen wie der einfachere Objektvergleich, die zusätzlichen Automatismen im Bereich der Textbausteine und die qualifizierte elektronische Signatur sind hervorzuheben. Die Funktionalitäten fanden unmittelbar Eingang in die Fabasoft PROCECO Solutions auf Basis der Fabasoft Cloud.
Approve on Fabasoft PROCECO
Bei Fabasoft Approve stand die Weiterentwicklung des technischen Dokumentenmanagements im Fokus, um Kundenanforderungen hinsichtlich des prozessgesteuerten Datenaustauschs entlang der gesamten Werkschöpfungskette unter Einbeziehung von externen Beteiligten wie etwa Lieferanten und Kunden umzusetzen. Darüber hinaus wurden weitere Anwendungsfälle im Bereich des Qualitätsmanagements (Computer-Aided Quality, CAQ) implementiert.
Boards on Fabasoft PROCECO
Nach Akquise der 4teamwork AG und der darauf folgenden Marktanalyse steht die Entwicklung einer digitalen Sitzungsmanagement-Solution auf Basis von Fabasoft PROCECO im Fokus. Der Funktionsumfang der SaaS-basierten Lösung ermöglicht zukünftig die effiziente Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von strategischen Sitzungen.
Contracts on Fabasoft PROCECO
Für die Fabasoft PROCECO Solution Fabasoft Contracts forschte das Team intensiv an dem erweiterten KI-Einsatz zur automatischen Klassifizierung von Verträgen und zur automatisierten Erkennung von strukturierten Daten (Vertragspartner, Beginn, Laufzeit, Kündigungsfrist etc.) aus Vertragsdokumenten. Kern dieser KI-Technologie ist ein mit Mindbreeze InSpire trainiertes Modell, welches laufend weiterentwickelt wird.
Talents on Fabasoft PROCECO
Bei Fabasoft Talents stand die Weiterentwicklung der KnowledgeFox App on Fabasoft PROCECO, insbesondere die Gestaltung des User Interfaces, im Vordergrund. Anhand eines überarbeiteten Design-Konzepts wurde die technische und inhaltliche Entwicklung vorangetrieben.
Xpublisher on Fabasoft PROCECO
Schwerpunkt des Xpublisher Entwicklungsteams im Berichtszeitraum war die Weiterentwicklung von Xpublisher auf Basis von Fabasoft PROCECO. Die Anbindung von verschiedenen Produktionsdiensten ermöglicht für Kunden die teil- oder vollautomatisierte Erstellung von Printprodukten. Mittels einer generischen REST-Schnittstelle können zudem verschiedene digitale Ausgabekanäle bedient werden.
Das Xeditor-Entwicklungsteam fokussierte sich auf die zur Verfügungstellung von XML-Industriestandards für eine einfache Nutzung in Xpublisher on Fabasoft PROCECO.
Fabasoft eGov-Suite
Das Entwicklungsteam der Fabasoft eGov-Suite beschäftigte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 mit der Weiterentwicklung der vollständig in das Produkt integrierten Fachakten zur Abwicklung spezifischer Geschäfte im Zuge der Geschäftsverwaltung. Der Fokus lag auf der Bereitstellung eines Entwicklungsprozesses für Wartung und Weiterentwicklung eines Verfahrens im Produktionssystem. So können berechtigte Benutzer:innen das Verfahren nun parallel weiterentwickeln und warten, ohne dass der Freigabestand dadurch beeinflusst wird. Die Freigabe eines Entwicklungsstandes kann durch ein 4-Augen-Prinzip direkt in der Fabasoft eGov-Suite abgewickelt werden.
Des Weiteren wurden eine asynchrone Recherche in Form des Rechercheauftrags in die Fabasoft eGov-Suite integriert. Die Recherche von großen Datenmengen auf Basis von Suchbegriffen und Personendaten wird von Anwender:innen somit in Auftrag gegeben und durch das System abgearbeitet. Die Abarbeitung wird in Form von mehreren Suchabfragen durchgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und können durch die Anwender:innen anhand von der Fabasoft eGov-Suite bereitgestellten Funktionen organisiert und weiterverarbeitet werden.
Zusätzlich wurde mit Fabasoft Done! ein zu lizenzierendes Add On entwickelt, welches die Automatisierungs-Use-Cases kuratiert zur Verfügung stellt. Fabasoft Done! ermöglicht ein komfortables Training des Modells auf Basis von Mindbreeze Insight Services für Textklassifizierung direkt aus der Fabasoft eGov-Suite. Darüber hinaus wurde die Verarbeitung der angelieferten Informationen auf ein Low-Code/No-Code Modell gehoben um zukünftige Abläufe in den Geschäftsverwaltungen zu beschleunigen oder gegebenenfalls auch komplett automatisieren zu können.
Daneben begleitete das Entwicklungsteam aktuelle Innovations- und Roll-out-Projekte bei Kunden, um Produktfeedback möglichst kundennah aufzunehmen.
Mindbreeze Inspire
Bei Mindbreeze lag der Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 auf der Nutzung von Mindbreeze InSpire im Bereich generative KI und Large Language Models (LLMs). Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Möglichkeit gelegt, Language Models (LMs) für die semantische Suche zu nutzen.
Zur Optimierung der semantischen Suche erweiterte das Entwicklungsteam Mindbreeze InSpire um die sogenannte Semantic Sentence Similarity Search. Diese ermöglicht, dass Anwender:innen auf Basis der eingegebenen Suchabfrage nun auch Inhalte (einzelne Wörter sowie ganze Sätze) mit ähnlicher Bedeutung auffinden. Zusätzlich zu Ergebnissen, die den exakten Wortlaut enthalten, erhalten Anwender:innen auch jene Ergebnisse, die inhaltlich mit der Abfrage übereinstimmen.
Darüber hinaus bildet diese Methode der Antwortfindung auch die Basis für die Nutzung von Large Language Models (LLMs). So nutzt Mindbreeze die durch die semantische Suche generierten Ergebnisse als konkrete Aufgabenstellung für die eingesetzten Sprachmodelle. Um dies entsprechend umsetzen zu können, wurde ein neues User Interface in Form eines Chats implementiert und in Mindbreeze InSpire integriert.
Ein Schwerpunkt in diesem Zusammenhang stellte auch die Weiterentwicklung des Service UIs zur Administration und Verwaltung von Mindbreeze InSpire dar. Durch Einführung einiger Neuerungen, beispielsweise einer Vorschau, um Änderungen direkt auswerten zu können, stehen Anwender:innen nun weitere innovative Funktionalitäten zur Verfügung. Komplexe Tätigkeiten lassen sich auf diese Weise, entsprechend vorhandener Berechtigungen, völlig unkompliziert durchführen.
Das Team führte außerdem einige Innovationen im Insight App Designer durch. Vor allem die Bereiche rund um die visuelle Entwicklung von 360-Grad-Sichten und Darstellung von zusätzlichen Antworten zu Treffern standen dabei im Mittelpunkt.
Ein weiterer bedeutsamer Punkt im Bereich Forschung und Entwicklung war die Erweiterung und Skalierung der Anbindungen von Datenquellen (Konnektoren). Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Weiterentwicklung des JavaScript Web Konnektors, der ein wichtiges Werkzeug bei der Anbindung komplexer Webanwendungen darstellt. Darüber hinaus wurden am ServiceNow Konnektor innovative Funktionalitäten umgesetzt, die es ermöglichen, vorab benutzerdefinierte Berechtigungen in Mindbreeze InSpire zu übernehmen und entsprechend zu berücksichtigen.
Außerdem befasste sich das Entwicklungsteam laufend und intensiv mit dem Thema der weiteren Vereinfachung der Handhabung des Gesamtsystems bei Inbetriebnahme, Konfiguration und Wartung.
Fabasoft Mindbreeze Enterprise
Durch die Erweiterung der Insight App Komponenten im Bereich von Charts und Visualisierungen können anwenderfreundliche Dashboards in der Fabasoft eGov-Suite und in Fabasoft Folio zur Informationsvisualisierung im Anwendungskontext dieser Produkte realisiert werden.
2.3. Ausblick
Transformation des Geschäftes
Das Softwareproduktgeschäft des Fabasoft Konzerns unterliegt – einem allgemeinen Trend in der Softwareindustrie entsprechend – weiterhin einem Transformationsprozess: Die Nutzung der Softwareprodukte verschiebt sich von dem Modell des Erwerbes von Nutzungsrechten an diesen Produkten gegen Einmalgebühr, meist verbunden mit einem Pflegevertrag, in Richtung einer laufenden monatlichen Nutzungsgebühr für Cloud-Services, SaaS-Angebote und/oder Appliances.
Abhängig von den Zielmärkten verläuft dieser Transformationsprozess aktuell unterschiedlich: Bei öffentlichen Ausschreibungen werden noch überwiegend Kauf-Modelle für die Software gefordert. Der Auftraggeber betreibt die Software dann häufig mit der Unterstützung durch Fabasoft in eigenen Rechenzentren. Beim überwiegenden Anteil privater Auftraggeber liegt das Interesse vor allem bei Cloud-Lösungen und Appliances. Die Flexibilität des Fabasoft Produkt Portfolios unterstützt bei Bedarf auch weiterhin On-Premises-Projekte als auch hybride Modellvarianten.
Strukturell ist im Zusammenhang mit dem Appliance-Geschäft zu berücksichtigen, dass dieses eine vom Software-Lizenzgeschäft abweichende Charakteristik aufweist: Die Hardwarekomponenten der Appliances werden von Fabasoft bzw. Mindbreeze gekauft, die Kunden verpflichten sich zu einer fixen Laufzeit der Nutzung und leisten dafür periodische Zahlungen. Der Umsatz aus der Nutzung wird monatlich realisiert, ebenfalls monatlich werden die Hardwarekomponenten abgeschrieben.
Vertrieblich ist Fabasoft insgesamt weiterhin bestrebt, das Modell des Direktvertriebes, um ein indirektes, partnerorientiertes, internationales Vertriebs- und Marketingmodell insbesondere für die Fabasoft PROCECO Solutions und Mindbreeze InSpire laufend zu ergänzen.
Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen
Für die Fortsetzung des Wachstumskurses des Fabasoft Konzerns werden die Investitionsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin in den Bereichen Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing sowie im Personalaufbau und der Gewinnung neuer Talente für die Nutzung von Zukunftschancen gesetzt.
Insbesondere wird Fabasoft in die Weiterentwicklung, den Vertrieb und die Vermarktung inhaltlich fokussierter Lösungsangebote basierend auf den drei Ökosystemen investieren. Neben unternehmerisch ausgerichteten organischen Wachstumschancen, sollen auch anorganische Optionen evaluiert und wahrgenommen werden.
Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft bestrebt, im Wege von neuen Produkten und Leistungsmerkmalen, Zusatzleistungen und Erweiterungen des Kreises der User die Kundenbasis aus Bund, Ländern, Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz durch die Stärkung von Vertrieb und Marketing auszubauen.
Einen weiteren Schwerpunkt der erforderlichen Investitionen bildet die fortlaufende Entwicklung von Mindbreeze InSpire: es wird weiterhin angestrebt, eine erfolgreiche internationale Partnerinfrastruktur auf- und auszubauen. Damit würden erhebliche Vorab-Investitionen, insbesondere in internationales Marketing, überregionale Präsenz, Partnerbetreuung und den personellen Ausbau in diesem Segment einhergehen.
Diese Expansions- und Wachstumsmaßnahmen sowie der erwartete Anstieg der Personalkosten durch die Gewinnung neuer Talente und den inflationsbedingten Gehaltssteigerungen werden auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 die Profitabilität des Fabasoft Konzerns belasten.
Fazit
Der Fabasoft Konzern, welcher die Kernthemen des Digitalen Wandels mit seinem umfassenden und praxiserprobten Produkt- und Leistungsangebot erfolgreich umsetzt, wird auch in einem schwierigen, von weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Verwerfungen geprägten Marktumfeld weiterhin chancenreich aufgestellt sein. Insbesondere stellte sich die Entwicklung der Fabasoft PROCECO Solutions im Berichtszeitraum erneut wachstumsstark dar.
Die positive Kundenresonanz reflektiert die Innovationskraft und die Lösungskompetenz im Fabasoft Konzern. Die weitere Entwicklung wird stark davon abhängen, inwieweit und wie schnell diese positive Marktresonanz auch in Form von entsprechend großen (Neu-)Kundenbestellungen realisiert und eine weitere Skalierung des Geschäftsmodelles erreicht werden kann.
Das Unternehmen beabsichtigt, auch in einem schwierigen Umfeld, sich bietende Chancen, beispielsweise im Recruiting hochkarätiger Talente oder bei der Verfolgung anorganischer Expansions- und Wachstumsoptionen, wahrzunehmen.
Weiterhin wird der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.
3) Bericht über die Chancen und Risiken
3.1. Wesentliche Chancen des Fabasoft Konzerns
Chancen für den Fabasoft Konzern werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:
3.1.1. Fabasoft PROCECO Ökosystem
Fabasoft PROCECO – Business Process Ecosystem
Die Solutions im Fabasoft PROCECO Ökosystem zeichnen sich durch ihre einfache Anbindung an bestehende IT-Landschaften aus und sind hoch skalierbar. Die gemeinsame Prozess- und Datenwelt im Ökosystem ermöglicht einen nahtlosen Informationstransfer zwischen Abteilungen und über Unternehmensgrenzen hinweg und führt zu einer Steigerung der Prozessqualität, -geschwindigkeit und -sicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung der Prozesskosten.
User profitieren von einer konsistenten Benutzeroberfläche und einem gemeinsamen Funktionsumfang über alle Fabasoft PROCECO Solutions hinweg. Durch den grafischen Prozesseditor (BPMN 2.0) ist es möglich, komplexe Abstimmungs-, Prüf-, und Freigabeprozesse individuell ohne Programmierkenntnisse zu modellieren. Die Digitale Signatur auf Basis der Fabasoft Secomo-Technologie erlaubt die durchgängige Abwicklung von Zeichnungsprozessen ohne Medienbrüche oder die Einbeziehung von externen Diensten. Dies erleichtert die Informationsbereitstellung und ermöglicht automatisierte Prozesse.
Chancen könnten sich für den Fabasoft Konzern dadurch eröffnen, dass die Themen Digitalisierung und Datenschutz bei vielen Unternehmen und Organisationen zunehmend strategische Bedeutung erlangen und sich daraus auch eine Reihe von konkreten Umsetzungserfordernissen ergeben. Fabasoft sieht sich in diesem Bereich gut positioniert und bietet mit ihren Fabasoft PROCECO Solutions ein leistungsfähiges Portfolio: einerseits zur digitalen Dokumentenlenkung bzw. Digitalisierung von Geschäftsprozessen und andererseits als solide Basis um Datenschutz- und Compliance-Richtlinien besser entsprechen zu können.
Das Wachstumspotenzial von Fabasoft PROCECO besteht sowohl in der Erhöhung der Userzahlen bestehender Fabasoft PROCECO Solutions mittels Neukundengeschäft und Up-Selling von Bestandskunden, als auch in der Steigerung der Anzahl der Fabasoft PROCECO Solutions selbst mittels organischen und anorganischen Wachstums, sowie etwaigen Cross-Selling Möglichkeiten.
Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im ersten Halbjahr 2023/2024 wurden sowohl neue Versionen bestehender Fabasoft PROCECO Solutions verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote entwickelt. Speziell im Bereich des Neukundengeschäftes sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen und ausgebaut werden.
Approve on Fabasoft PROCECO
Fabasoft Approve reduziert den manuellen Aufwand im Zusammenhang mit technischen Dokumentationen deutlich und begleitet Industriebetriebe bei der durchgängigen digitalen Transformation. In der Nutzung von Fabasoft Approve als werksübergreifendes Dokumentenmanagementsystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette sieht Fabasoft das Potenzial für Neukundengeschäft von vorgelagerten Zulieferern bzw. nachgelagerten Endkunden.
Boards on Fabasoft PROCECO
Umfrageergebnisse unter Entscheidungsträger:innen zeigen, dass die Verwaltung von Sitzungen auf Managementebene, beispielsweise Vorstand und Aufsichtsrat, von umfangreichen manuellen Prozessen begleitet wird. Unternehmen setzen dabei auf Microsoft-Office Lösungen, sowie risikobehaftete Fileshare-Ablagen. Mit der Entwicklung einer Fabasoft PROCECO Solution für ein effizientes und sicheres Sitzungsmanagement sieht Fabasoft das Potenzial, insbesondere börsenotierte Unternehmen bei der Umsetzung stetig steigender Compliance-Anforderungen zu unterstützen.
Contracts on Fabasoft PROCECO
Die Ergebnisse aktueller Studien unter Jurist:innen zeigen, wie stark die Relevanz der Digitalisierung in Rechtsabteilungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt mittlerweile auf digitales Vertragsmanagement, 40 % sehen die Einführung als oberste Priorität. Bei der Verwendung und dem Einsatz von Legal Tech sind vor allem drei Erwartungshaltungen von den Usern gefordert: Effizienzsteigerung, Zeitersparnis und Kostenreduzierung. Fabasoft sieht darin deutliches Potenzial, mit Fabasoft Contracts die Bedürfnisse des Legal Matter Management von Kanzleien und Rechtsabteilungen zu digitalisieren und die juristischen Workflows nachhaltig zu optimieren.
Talents on Fabasoft PROCECO
Die Fabasoft AG hat im Januar 2022 70 % sowie im August 2022 weitere 30 % des Microlearning-Pioniers KnowledgeFox GmbH mit Sitz in Wien übernommen. Die Beteiligung wird als konsequenter Schritt in der Umsetzung der Fabasoft Wachstumsstrategie gesehen. Die mobile Lern-App soll vom Fabasoft PROCECO Ökosystem profitieren und auf dieser Basis nachhaltig internationale Märkte adressieren.
Die neue PROCECO Solution Fabasoft Talents sorgt als digitale Personalakte für Transparenz und Nachvollziehbarkeit und beschleunigt Geschäftsprozesse im gesamten Personal-Lebenszyklus. Ergänzt wird Fabasoft Talents durch ein integriertes Skills-Management mit KnowledgeFox und MicroLearning als zentralem Bestandteil, um dem demografischen Wandel sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Xpublisher on Fabasoft PROCECO
Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich durch die Ausweitung und Erschließung von Kundengruppen aus der Medienbranche oder dem Verlagsbereich in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Nordamerika ergeben. Darüber hinaus werden attraktive Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten in mehreren Geschäftsfeldern von Fabasoft gesehen. Durch die Integration von Xeditor als Add-on in die Fabasoft Cloud können standardisierte Inhalte effizient erstellt, bearbeitet und überprüft werden. Dies unterstützt unter anderem Unternehmen aus dem Industrieumfeld beim Verfassen von technischen Dokumentationen oder die Öffentliche Verwaltung bei der Veröffentlichung von juristischen Texten. Mit der Neuentwicklung von Xpublisher on Fabasoft PROCECO erfolgt ein Ausbau der Marketingressourcen mit Fokus auf die Verlagsbranche einerseits, sowie Unternehmenskommunikation und wissenschaftliches Publizieren andererseits.
Um die Sichtbarkeit von Xpublisher am Markt zu erhöhen, ist ein Partnermodell für den internationalen Vertrieb von Xpublisher und Xeditor im Aufbau. Dabei legt Xpublisher großen Wert auf Exklusivität und Qualität, wenige Partner pro Land, die mit technologischem Know-how und Vertriebsstärke eine ideale Ergänzung zu den Xpublisher Produkten darstellen.
Fabasoft als strategischer Partner für Entrepreneur:innen
Fabasoft strebt langfristige Partnerschaften mit wachstumsorientierten Softwareunternehmen an, um das Fabasoft PROCECO Ökosystem durch neue Solutions zu stärken. Dabei vertraut Fabasoft auf die Kompetenz und Marktkenntnisse der Entrepreneur:innen, denn sie generieren den besten Nutzen aus dem Fabasoft PROCECO Ökosystem für ihre Kunden. Sie bleiben am Steuerrad ihres Unternehmens und treffen weiterhin die wesentlichen Entscheidungen.
Unternehmer:innen profitieren von Best Practices, Coaching und Zugang zu neuen Marketing- und Vertriebskanälen. Durch zertifizierte Verwaltungsprozesse schafft Fabasoft die Grundlage dafür, dass sich die Entrepreneur:innen ganz auf ihre wertschöpfenden Tätigkeiten konzentrieren können.
Gemeinsam mit den Scale-Ups gestaltet Fabasoft die Zukunft dieser Unternehmen und sorgt als strategischer Partner für finanzielle Stabilität.
3.1.2. Fabasoft eGOV-Ökosystem
Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung
Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus dem von Kundenseite artikulierten Bedarf an Einsparung und Effizienzsteigerung durch Digitalisierung der Verwaltungsarbeit kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar.
Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit dem in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Ausbau von Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.
Fabasoft sieht sich als langjähriger und bewährter Anbieter mit einem leistungsstarken Produktangebot und ausgezeichneten Referenzen sehr gut für bevorstehende Vergabeverfahren positioniert und wird sich weiterhin intensiv an solchen beteiligen. Neben der Fabasoft eGov-Suite als bewährtes Produkt zur klassischen E-Verwaltungsarbeit bietet Fabasoft weitere Solutions im eGOV-Ökosystem für konkrete Nutzungsszenarien im öffentlichen Bereich. Fabasoft verfolgt dabei das Ziel, vorhandene Synergien optimal zu nutzen und neue Projekte in kurzer Laufzeit zu realisieren.
Der Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung wird sich aufgrund des demographischen Wandels in den nächsten Jahren weiter verstärken. Methoden der künstlichen Intelligenz wie Machine Learning unterstützen etwa durch automatische Klassifikation von Dokumenten die Arbeitsabläufe. Natural Language Processing und Natural Language Understanding erlauben eine proaktive Informationsbereitstellung und -verarbeitung. Da die Fabasoft Produkte bereits Mindbreeze Technologie für diese Anwendungsfälle nutzen, sieht sich Fabasoft in diesem Bereich gut aufgestellt und partizipiert auf diesem Wege an den Innovationen in diesem Feld.
Durch die Stärkung von Vertrieb und Marketing adressiert Fabasoft das Potenzial auf der Kundenseite, sowohl weitere Solutions im eGOV-Ökosystem als auch Mindbreeze InSpire stärker für z.B. Automatisierungsanwendungen in der öffentlichen Verwaltung einzusetzen. Dieses Potenzial wird als Chance gesehen, den Anteil der Recurring-Revenues im Segment eGov steigern zu können.
Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen im öffentlichen Sektor
Auch bei großen Bestandskunden ergeben sich fallweise interessante Möglichkeiten für die Ausweitung des Geschäftes für Fabasoft. Aktuell befinden sich umfangreiche Rahmenprojekte, die Fabasoft gewinnen konnte, in der Umsetzungsphase. Hier ist in Deutschland besonders das Projekt "E-Akte Bund" des deutschen Bundes anzuführen. Im Projekt E-Akte Bund wurde im Berichtszeitraum die Ausrollung der E-Akte weiter vorangetrieben.
Mit dem Mitte 2022 gestarteten Großprojekt zur Einführung eines Dokumentenmanagementsystems in der Hessischen Landesverwaltung im Bundesland Hessen erfolgte im Berichtszeitraum die produktive Nutzung basierend auf der Fabasoft eGov-Suite. Die weitere Ausrollung wird hier ebenfalls weiter vorangetrieben.
Mit der österreichischen Bundesverwaltung, die die Fabasoft eGov-Suite bereits seit vielen Jahren auf breiter Basis in den Bundesministerien einsetzt, wurde die Zusammenarbeit im Berichtszeitraum weiter fortgeführt. Im Zuge der konsequenten Umsetzung der Digitalisierungsstrategie wird der Nutzerkreis der Fabasoft eGov-Suite im Bereich der Bundesverwaltung (Zentralstellen und nachgeordnete Dienststellen) für die Geschäftsfallbearbeitung und die gemeinsame Dokumentenbearbeitung nach Möglichkeit weiter ausgedehnt. Parallel dazu wurde auch ein umfangreiches Innovationsprojekt weitergeführt.
In enger Zusammenarbeit von Usern, Organisationsfachkräften sowie dem Betrieb und Fabasoft werden wegweisende neue und effiziente Formen der Zusammenarbeit und Aufgabenerledigung entwickelt und erprobt. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf modernen Konzepten der mobilen Nutzung und dem unterstützenden Einsatz von KI-Technologien.
3.1.3. Mindbreeze
Mindbreeze BDI Ökosystem
Mit dem innovativen Business Ökosystem Mindbreeze BDI (Business Decision Insights) bietet Mindbreeze Unternehmer:innen die Möglichkeit auf einer marktführenden Technologie aufzubauen und die damit verbundenen Netzwerkeffekte zu nutzen. Mindbreeze BDI unterstützt Entrepreneur:innen bei der Professionalisierung ihres Unternehmens und ermöglicht erstklassige Benutzererfahrungen seitens der Kund:innen und Partner:innen.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2023/2024 ist ein weiterer konsequenter Auf- und Ausbau von Partnerschaften geplant. Besonderes Chancenpotenzial besteht dabei in den unterschiedlichen Ausprägungen für konkrete Unternehmensbereiche (Functional Domains). Geplante Lösungen sind exakt auf die Anforderungen konkreter und vor allem geschäftskritischer Fachbereiche abgestimmt.
Mindbreeze InSpire
Mindbreeze forscht und entwickelt in den Bereichen Enterprise Search, Information Insight, Wissensmanagement und künstliche Intelligenz und erschließt sukzessive neue Einsatzfelder für diese Technologien.
Mindbreeze InSpire befindet sich bereits bei vielen internationalen Kunden im Produktiveinsatz. Mit der zunehmenden Sichtbarkeit am internationalen Markt und der positiven Bewertung durch Analystenhäuser steht Mindbreeze weiterhin im Fokus von internationalen Großkunden und potenziellen Partnern. Unabhängige IT-Analysten bewerten Mindbreeze InSpire darüber hinaus nach wie vor als solides und leistungsfähiges Produkt mit flexiblen Betriebsmodellen, wenn es um die Einführung von Wissensmanagementanwendungen und Enterprise Search geht.
Besonderes Chancenpotenzial und Alleinstellungsmerkmal wird im Bereich Verknüpfen und Verdichten von Informationen für konkrete Tätigkeitsbereiche und daraus resultierende Geschäftsprozesse gesehen. Als strategisches Ziel gilt es dementsprechend weitere Spezialisierungen umzusetzen, die sich ohne Programmiererfordernis durch Insight Apps und Insight Solutions realisieren lassen. Für das Verstehen von Information ist das Analysieren und Verarbeiten von natürlicher Sprache eine wesentliche Voraussetzung, die Mindbreeze durch den Einsatz von generativer KI in Form von Large Language Models adressiert.
Zusätzlich zum Appliance Produktangebot werden insbesondere auch das Mindbreeze InSpire SaaS-Angebot und das hybride Betriebsmodell vermehrt genutzt. Durch die Listung von Mindbreeze InSpire im Amazon AWS Marketplace und Microsoft Azure Marketplace werden weitere Möglichkeiten der einfachen Nutzung eröffnet. Im Berichtszeitraum wurden Kunden und Partner aus verschiedensten Branchen gewonnen und das Bestandskundengeschäft weiter ausgebaut. Um die Sichtbarkeit am Markt weiter zu erhöhen und die Marktposition zu stärken ist eine weitere Intensivierung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten, sowie der Auf- und Ausbau von strategischen Partnerschaften geplant.
Neben dem Partnermodell mit Fokus auf Value Added Reseller (VARs) unternimmt Mindbreeze auch verstärkt Anstrengungen im Hinblick auf Independent Software Vendors (ISVs). Durch die Integration von Mindbreeze InSpire in die Softwareprodukte sind diese in der Lage ihren Kunden die Vorteile von KI-basierten Anwendungen ohne langes Entwicklungsprojekt bereitzustellen. Etwa ist das Analysieren und Verstehen von unstrukturierten und strukturierten Informationen innerhalb der eigenen Lösung damit einfach möglich. Die Erweiterung des Partnerprogrammes soll dazu dienen, die Präsenz in Europa und Nordamerika weiter auszubauen und neue Kundengruppen zu erschließen.
Mindbreeze BidForce
Die zunehmende Komplexität und die Anzahl an Angebotsunterlagen in Ausschreibungsprozessen stellen Unternehmen weltweit vor neue Herausforderungen. Mindbreeze BidForce optimiert das Angebotsmanagement, indem es Vertriebsteams bei der Beantwortung von Ausschreibungen entlastet.
Der gezielte Einsatz von Enterprise Search, Wissensmanagement und künstlicher Intelligenz für Geschäftsprozesse im Angebotsmanagement sieht Mindbreeze BidForce als Chance für Neukundengeschäfte. Darüber hinaus ist der Einsatz von Mindbreeze BidForce in bisher ungenutzten Fachbereichen bei Bestandskunden der Mindbreeze InSpire via Cross-Selling eine attraktive Lösung für Fabasoft den Kundenbestand auszubauen.
3.1.4. Zertifizierungen
Der Schutz von Kunden- und Unternehmensdaten ist für Fabasoft von überaus hoher Priorität. Gezielte, beständige Zertifizierungen und Prüfungen gemäß international anerkannten Standards untermauern dies. Die Sicherstellung höchster Qualitäts-, Sicherheits- und Service-Standards wird durch ein integriertes und zertifiziertes Managementsystem unter anderem nach ISO 9001, ISO 27001 inklusive ISO 27018 und ISO 20000-1 gewährleistet. Die Zertifikate gemäß den ISO-Normen 9001, 27001 inklusive 27018 und 20000-1 behalten nach der erfolgreichen Durchführung eines konzernintern firmenübergreifenden Überwachungsaudits im Oktober 2022 durch die akkreditierte Zertifizierungsstelle TÜV AUSTRIA CERT GMBH ihre Gültigkeit. Auch die Xpublisher GmbH wurde im Jahr 2020 als zu diesem Zeitpunkt jüngstes Unternehmen der Fabasoft Gruppe erstmals gemäß der ISO 9001 zertifiziert und absolvierte im Oktober 2022 bereits ihr zweites Überwachungsaudit erfolgreich. In diesem Rahmen unterzog sich die Xpublisher GmbH erstmalig auch einem ISO 27001-Audit und wurde erfolgreich in das zertifizierte Informationssicherheitsmanagementsystem der Fabasoft integriert. Darüber hinaus wurde die Fabasoft Talents GmbH (vormalige KnowledgeFox GmbH) erstmals gemäß den Anforderungen der ISO 9001 auditiert und konnte ebenfalls mit Erfolg in das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem der Fabasoft aufgenommen werden. Das ISO-Audit 2022 wurde schließlich mit der Aufnahme der Tochtergesellschaft Fabasoft Approve GmbH in den Gültigkeitsbereich der ISO 9001, ISO 27001 und ISO 20000-Zertifikate der Fabasoft positiv abgeschlossen.
Auf Produktebene wird diese Zertifizierungsstrategie durch anspruchsvolle Audits und Zertifizierungen für die Fabasoft Cloud und die darauf entwickelten Fabasoft PROCECO Solutions Approve on Fabasoft PROCECO und Contracts on Fabasoft PROCECO sowie für Mindbreeze InSpire SaaS Services ergänzt:
Der Prüfbericht nach den Anforderungen des Anforderungskataloges C5:2020, herausgegeben vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), ist ein anerkannter und verlässlicher Nachweis, der das hohe Niveau an Informationssicherheit der Fabasoft Cloud und der darauf entwickelten Fabasoft PROCECO Solutions Approve on Fabasoft PROCECO und Contracts on Fabasoft PROCECO sowie von Mindbreeze InSpire SaaS Services nachvollziehbar offenlegt.
Der Anforderungskatalog des BSI legt fest, welche Mindestanforderungen Cloud-Dienstleister erfüllen müssen. Die definierten Angaben zu den Rahmenbedingungen gewährleisten die Transparenz hinsichtlich Gerichtsbarkeit und Lokationen, Verfügbarkeit und Störungsbeseitigung im Normalbetrieb, Wiederanlaufparameter im Notbetrieb, Verfügbarkeit der Rechenzentren, Umgang mit Ermittlungsanfragen staatlicher Stellen sowie Zertifizierungen oder Bescheinigungen. Fabasoft und Mindbreeze haben Anfang 2023 das Audit erneut gemäß den Anforderungen des aktuellen BSI C5:2020 Anforderungskataloges absolviert. Als Prüfer beauftragte Fabasoft die Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Deutschland. Die entsprechenden Prüfberichte wurden für die Fabasoft Cloud Services und für Mindbreeze InSpire SaaS Services von PwC ausgestellt.
Die SOC 2-Prüfung wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 für die Fabasoft Cloud und die darauf entwickelten Fabasoft PROCECO Solutions Approve on Fabasoft PROCECO und Contracts on Fabasoft PROCECO sowie für Mindbreeze InSpire SaaS Services durchgeführt. Dabei überprüfte die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Deutschland, ob die Trust Service Criteria (TSC) für Security – herausgegeben vom American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) – eingehalten werden. Im Rahmen eines ISAE 3000 Audits wurde die Kontrolldurchführung in einem festgelegten Prüfzeitraum getestet. Die Prüfungsergebnisse wurden final in einem ISAE 3000 SOC 2 Report an Fabasoft und Mindbreeze berichtet.
Im Rahmen der erfolgten ISAE 3402 Typ 2 Prüfung wurden das Design und die Wirksamkeit ausgewählter Kontrollen (abgeleitet vom Rahmenwerk COBIT 2019) im Prüfzeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022 für die Fabasoft Cloud und die darauf entwickelten Fabasoft PROCECO Solutions Approve on Fabasoft PROCECO und Contracts on Fabasoft PROCECO sowie für Mindbreeze InSpire SaaS geprüft.
Im Mai 2021 hat SCOPE Europe als zuständiger Monitoring Body erstmals die Konformität der Fabasoft Cloud hinsichtlich der Anforderungen des EU Cloud Code of Conduct auf der höchsten Konformitätsstufe 3 bestätigt. Sicherheit und Transparenz haben für Fabasoft oberste Priorität. Dies spiegelt sich deutlich im Engagement von Fabasoft wider, eine vertrauenswürdige Umgebung für europäische Cloud-Kunden zu schaffen.
Im Mai 2023 wurde die Konformität durch SCOPE Europe auf der Konformitätsstufe 3 erneut bestätigt.
Den EU Cloud CoC entwickelten Vertreter:innen europäischer und multinationaler Unternehmen und Organisationen, die maßgeblich am Cloud Computing beteiligt sind. Dabei lag der Fokus auf Anforderungen, die es Cloud Service Providern ermöglichen, ihre Fähigkeit zur Einhaltung der DSGVO nachzuweisen. Konkret bietet der Kodex Cloud-spezifische Ansätze und Empfehlungen, die sich an der DSGVO sowie an internationalen Standards wie der ISO 27001 und ISO 27018 orientieren.
Der EU Cloud Verhaltenskodex möchte Cloud-Kunden die Entscheidung darüber erleichtern, ob bestimmte Cloud-Dienste für den von ihnen vorgesehenen Zweck geeignet sind. Durch seine Transparenz wird der EU Cloud CoC mehr Vertrauen und ein hohes Datenschutzniveau am europäischen Cloud-Computing-Markt schaffen.
Im Dezember 2022 wurde das Cyber Trust Austria Gold Label für Fabasoft verlängert. Das österreichische Gütesiegel für Cybersicherheit basiert auf dem Cyber Risk Rating des Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ).
Die Fabasoft Cloud erfüllt die Anforderungen der WCAG 2.1 – AA für barrierefreie Webinhalte in hohem Maße und erhielt dafür im Juni 2022 vom TÜV Austria erneut das WACA-Zertifikat (Web Accessibility Certificate) in der Stufe Silber. Diese Web-Applikation schließt keine User aus und ermöglicht allen Menschen die optimale Bedienung, auch mit den benötigten Eingabe-/Ausgabegeräten wie Tastatur, Spracheingabe, Bildschirmleseprogramm usw.
Auch die Web-Applikation Mindbreeze InSpire erfüllt die Anforderungen der WCAG 2.1 – AA für barrierefreie Webinhalte in hohem Maße und bekam erstmals im November 2022 das WACA-Zertifikat in der Stufe Silber durch den TÜV Austria verliehen.
Das WACA-Zertifikat ist Österreichs erstes und einziges Qualitätssiegel, um Barrierefreiheit im Web (Website/-Applikationen) nach den internationalen W3C-Richtlinien nach außen hin erkennbar zu machen. Bereits im Oktober 2019 wurde Fabasoft als erster Anbieter einer Web-App mit dem WACA-Zertifikat in Silber ausgezeichnet.
3.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten des Fabasoft Konzerns
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:
3.2.1. Markt- und Produktrisiken
Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern
Ein wesentlicher Bestandteil des Fabasoft Geschäftes wird mit öffentlichen Auftraggebern bzw. Government-Kunden, speziell im deutschsprachigen Raum, erwirtschaftet. Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, formalen Angebotserfordernissen, anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie langwierigen Teststellungen geprägt. In den Projektverträgen und Ausschreibungsverfahren geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen vor.
Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, kurzfristige oder länger anhaltende Haushaltssperren, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern oder neuen Angeboten bestehender Player können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen.
Fabasoft ist bestrebt, diesen Risiken insgesamt durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produkt- und Projektinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Darüber hinaus sollen besonders die Cloud- und Appliance-Angebote für die Erweiterung des Zielkundenfeldes und der Vertriebskanäle sowohl über den öffentlichen Sektor als auch über den bisherigen geografischen Schwerpunkt in Europa hinaus verstärkt positioniert werden.
Produktrisiken
Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern, Sicherheitslücken und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Datensicherheit, Reputation im Markt, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken.
Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Darüber hinaus werden die Produkte und Leistungsangebote umfangreichen Zertifizierungsprozessen unterzogen.
Ein Risiko betreffend Softwareprodukte und darauf aufbauende Online-Angebote wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen. Dies kann sowohl die Fabasoft Produkte aber auch Produkte oder Technologien Dritter betreffen, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu einer Verschlechterung der Markt- und Wettbewerbsposition, zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Konsequenzen wie Vertragsstrafen, Haftungsansprüchen, Ersatzvornahmen oder Rückabwicklungen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen.
Risiken im Partnergeschäft
Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft und der allgemeinen Abhängigkeit von Produkt- und Vertriebsstrategien der Partner in der jeweiligen Region, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen – sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen – Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen der Möglichkeiten von Fabasoft, die eigenen Marken zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse wirksam zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Kommerziell reduzieren die gewährten Partnerkonditionen die erreichbare Profitabilität und den preislichen Spielraum im jeweiligen Einzelgeschäft.
Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner zur Entwicklung und Vermarktung von hochqualitativen Softwarelösungen basierend auf der Technologie des Fabasoft Konzerns findet, um die erforderliche Marktdurchdringung in den dafür vorgesehenen Märkten zu erreichen.
Risiken im Projektgeschäft
Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt über deren Partner, Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Um solchen Risiken zu begegnen, setzt Fabasoft für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.
Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.
Im Falle der Abwicklung von Projektgeschäft unter Zuziehung von Subauftragnehmern oder Lieferanten kann für Fabasoft ein Risiko als Generalunternehmer entstehen, sofern die Partnerunternehmen ihre Leistung nicht, teilweise oder mangelhaft erbringen. Dies könnte sowohl die Erlösentwicklung des Fabasoft Konzerns negativ beeinflussen als auch einen Reputationsschaden nach sich ziehen.
Mitbewerbsdruck
Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management, Information Insight und Cloud-Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller zusammenschließen oder durch die Hereinnahme von Investoren ihre Kapitalausstattung erheblich erhöhen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in weitere Marktsegmente mit neuen oder neu positionierten Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der zunehmende Sättigungs- und Konsolidierungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareangebote.
3.2.2. Strategische Risiken
Risiken betreffend Unternehmensakquisitionen
Grundsätzlich bestehen für akquirierte Unternehmen oder Unternehmensteile operative Risiken, wie sie in diesem Bericht auch für Unternehmen des Fabasoft Konzerns dargestellt sind. Darüber hinaus bestehen spezifische Risiken in den Marktsichtungs-, Akquisitions- und Integrationsphasen.
In der Marktsichtungsphase zur Identifikation von Übernahmekandidaten werden üblicherweise externe Berater zur Unterstützung herangezogen, deren Honorar meist nur teilweise oder nicht erfolgsgebunden ist. Im Falle, dass keine geeigneten Übernahmeziele gefunden werden können oder dass eine Akquisition nicht abgeschlossen werden kann, entstehen frustrierte externe und interne Aufwände. In der Akquisitionsphase bestehen – trotz Beiziehung von externen Beratern – beispielsweise die Risiken, dass beim Zielunternehmen Risiken oder Altlasten nicht oder nicht richtig identifiziert oder quantifiziert werden oder dass Synergiepotenziale oder die zukünftige Geschäftsentwicklung nicht richtig eingeschätzt werden. In der Integrationsphase bestehen unter anderem Risiken betreffend die Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmenskulturen, Marktzugänge, Führungsstile, Schlüsseltechnologien und Unternehmensprozesse. Da der Akquisitionsvorgang üblicherweise vertraulich stattfindet, ist es meist auch nicht möglich, die Haltung von Bestandskunden zu einer Übernahme vorab einzuholen. Daher können negative Reaktionen der Bestandskundenbasis ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren besteht die Herausforderung, erfolgskritische Schlüsselpersonen im Unternehmen und motiviert zu halten. Im Zusammenhang mit den oben genannten Unwägbarkeiten besteht auch das Risiko, dass das Akquisitionsziel zu teuer gekauft wird und dass die eingesetzten Mittel gegebenenfalls andernorts bei der unternehmerischen Tätigkeit des Gesamtkonzerns fehlen könnten. Werden solche Risiken in der Integrationsphase oder danach schlagend, so kann dies insbesondere auch negative Auswirkungen auf Umsätze und Erträge und in der Folge auf bilanzielle Wertansätze und damit für den Gesamtkonzern bewirken.
Risiken aus der Internationalisierung
Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier beispielhaft anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen.
Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, insbesondere auch Handelsbeschränkungen sowie Widersprüche oder Überlappungen in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen, können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.
Diversifikationsrisiken
Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkte, Zielmärkte und Vertriebswege die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und gegebenenfalls volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Dazu zählen erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl, Führungskompetenz sowie auf innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controllingmaßnahmen laufend ergänzt und weiterentwickelt.
3.2.3. Operative Risiken
IT-Risiken
Störungen, beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internetbetreiber, Bedienungsfehler, Angriffe beispielsweise im Wege von Hackern, DDos-Attacken, Viren, Phishing-Attacken, Trojanern, Ransomware o.ä. oder Ereignisse basierend auf höherer Gewalt, können den Betrieb der Systeme des Unternehmens wie auch von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen.
Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten und der Onlinepräsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Website – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe, Datenverluste oder eine eingeschränkte Möglichkeit zur Datenübermittlung sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-) Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch angesichts eines gezielten Einsatzes krimineller Energie, nachrichtendienstlicher Ressourcen oder bei in eingesetzten Komponenten von Dritten vorhandenen Schwachstellen oder Backdoors, ist jedoch nicht möglich.
Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Technologien der Künstlichen Intelligenz, insbesondere des Maschinellen Lernens
In den Produkten des Unternehmens kommen in verschiedenem Ausmaß Technologien und Verfahren der Künstlichen Intelligenz, insbesondere des Maschinellen Lernens zum Einsatz. Dabei werden anforderungsspezifische Modelle erstellt und anhand von einer großen Anzahl von Bestandsdaten "trainiert", um relevante Muster zukünftig zu erkennen, Zuordnungen und Kategorisierungen vorzunehmen und bei vergleichbaren Aufgabenstellungen verbesserte Ergebnisse oder Vorhersagen zu liefern. Der Natur dieser Verfahren gemäß wird kein fixer Ablauf zur Lösungsfindung programmatisch vorgegeben, sondern wird in einem bestimmten Rahmen vom System anhand der verfügbaren Datenbasis inkrementell "erlernt". Somit bestimmen Modelle, Ausgangsdaten und Trainingszyklen ganz wesentlich die Qualität der gelieferten Resultate. Unter bestimmten Umständen kann es dabei – manchmal auch erst nach einer längeren Zeit des Einsatzes – modell- und datenbedingt beispielsweise zu Verzerrungen, Fehlerkennungen, Nichterkennung und Überanpassung der Modelle kommen. Dies würde in der Folge zu unrichtigen, unvollständigen oder unerwünschten Ergebnissen führen.
Risiken betreffend Informationssicherheit und Datenschutz
Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Informationen und personenbezogener Daten höchsten Stellenwert bei. Dennoch ist nicht völlig auszuschließen, dass Unbefugte Zugriff auf solch sensibles Material erhalten. In Anbetracht der Zunahme an globalen Cyberangriffen auf Unternehmen in allen Bereichen unternimmt Fabasoft intensive Anstrengungen für den kontinuierlichen Ausbau ihrer Cyber Resilience.
Es wurden verschiedene organisatorische, technische und physische Barrieren und Maßnahmen getroffen, um unberechtigten Zugriff zu verhindern. Ein im Beschaffungs-Workflow implementierter Kriterienkatalog unterstützt bei der Auswahl sicherheitsrelevanter Lieferanten. Alle sicherheitsrelevanten Auftragnehmer wie beispielsweise Rechenzentren, Hard- und Softwarelieferanten oder spezielle Dienstleistungsunternehmen haben definierte Fabasoft Anforderungen zu erfüllen, wie zum Beispiel relevante Zertifizierungen, vertraglich festgelegte Service-Levels, Security Statements, nachweislich erfüllte Sicherheitsvorkehrungen, Auftragsverarbeitungsvereinbarungen und unterzeichnete Vertraulichkeitserklärungen. Das im Unternehmen installierte Informationssicherheitsmanagementsystem wird regelmäßig durch interne und externe Audits auf seine Aktualität und Wirksamkeit geprüft.
Über die rein technischen Aspekte der Informationssicherheit hinaus existiert die Gefahr von Cyberangriffen in Kombination mit Manipulation und Betrug auf der sozialen Ebene. Um das Bewusstsein der Mitarbeitenden für die daraus entstehenden Risiken zu schärfen, werden regelmäßig professionelle Awareness-Trainings durchgeführt und mögliche Bedrohungsszenarien simuliert. Darüber hinaus werden die Fabasoft Produkte und angebotenen Cloud-Services bis hin zu den beteiligten Rechenzentren wiederkehrend von externen Stellen auditiert und die entsprechenden Prüfberichte und Bestätigungsvermerke erstellt.
3.2.4. Organisatorische Risiken
Risiken betreffend die Abhängigkeit von Lieferanten
Insbesondere im Geschäftsfeld der Appliances ist der Kundennutzen nicht allein durch die Leistungsmerkmale der im Fabasoft Konzern entwickelten Software, sondern auch wesentlich von Drittprodukten wie Hardware- und Software-Komponenten externer Lieferanten bestimmt. In diesem Zusammenhang bestehen Risiken von Verspätungen, Beschädigungen oder Verlust bei der Transport- und Lagerlogistik sowohl im Beschaffungsprozess als auch bei der Auslieferung an den Kunden. Des Weiteren besteht das Risiko eines gänzlichen Lieferantenausfalls, etwa infolge von Produktionsunterbrechungen, Kapazitätsengpässen oder anderen Lieferstörungen entlang der Zuliefererkette.
Um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren, zielt der Beschaffungsprozess von Fabasoft auf eine breite Basis von sorgfältig ausgewählten Bezugsquellen sowie geeignete Qualitätsmanagementmaßnahmen ab. Darüber hinaus ist der Fabasoft Konzern bestrebt, dem dargestellten Risiko durch definierte, dokumentierte und zertifizierte Geschäftsprozesse sowie kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der involvierten Teammitglieder zu begegnen.
Personalrisiken
Für den eingeschlagenen Wachstumskurs von Fabasoft ist es essenziell, neue hochqualifizierte Fachkräfte in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Insbesondere bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell insgesamt die Nachfrage deutlich das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass der Personalbedarf nicht mit ausreichend qualifiziertem Personal gedeckt werden kann.
Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeitenden das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen könnte und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen, Haftungsansprüchen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen führen.
Personelle Unterbesetzung kann auch dazu führen, dass mögliches Geschäftspotenzial nicht oder nur teilweise realisiert werden kann. Werden solche Personalrisiken bei Lieferanten, Vertriebs- oder Implementierungspartnern schlagend, so kann dies ebenfalls negative Auswirkungen auf das Unternehmen zur Folge haben.
Compliance- und Awareness-Risiken
Die Geschäftstätigkeit von Fabasoft unterliegt in allen Geschäftsbereichen höchsten Ansprüchen an Informationssicherheit, Datenschutz und der Einhaltung umfassender Rechtsvorschriften und Compliance-Standards. Es besteht das Risiko, dass Organmitglieder oder Mitarbeitende der Fabasoft Gruppe durch bewusstes oder unbewusstes Fehlverhalten gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien verstoßen, woraus ordnungsrechtliche oder gar strafrechtliche Konsequenzen für die handelnden Akteure sowie ein erheblicher Reputationsschaden für Fabasoft folgen könnten.
Um diesen strengen Anforderungen entsprechen zu können, legt Fabasoft besonderen Wert auf die weitreichend implementierten Kontrollmechanismen und internen Compliance-Prozesse und Richtlinien. Die gültigen und international anerkannten System- und Produktzertifizierungen sowie interne Schulungen und Awareness-Programme spiegeln das hohe Compliance-Niveau der Fabasoft wider und stellen sicher, dass wesentliche Geschäftsaktivitäten neben den gesetzlichen Anforderungen sowohl den eigenen Erwartungen als auch jenen unserer Partner und übrigen Stakeholder entsprechen, um die Compliance- und Awareness-Risiken weitestgehend zu minimieren.
3.2.5. Externe Risiken
Risiken aus den Auswirkungen durch das makroökonomische und geopolitische Umfeld
Fabasoft betreibt weder Tochterfirmen oder Niederlassungen in der Ukraine, in der Russischen Föderation, in Weißrussland oder in Israel noch bezieht es relevante Entwicklungsleistungen aus einem dieser Länder. Ebenfalls besteht kein relevantes Endkunden- oder Partnergeschäft in einem der genannten Länder. Die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen und der damit im Zusammenhang stehenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Ähnlichem auf Kunden und Partner des Unternehmens, beispielsweise durch Beeinträchtigungen der Zulieferketten, des gesamtwirtschaftlichen Klimas, der öffentlichen Haushalte etc. und damit gegebenenfalls in der Folge auf das Geschäft des Unternehmens können aktuell nicht abgeschätzt werden. Ebenso nicht zu quantifizieren ist das erhöhte Risiko von Cyberangriffen oder anderen Attacken auf kritische Infrastrukturen.
Risiken durch Pandemien und Umweltkatastrophen
Wenngleich zu Beginn des Berichtszeitraumes die letzten noch verbliebenen Corona-Schutzmaßnahmen in den Zielmärkten von Fabasoft gänzlich aufgehoben wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein erneutes Ausbreiten einer Pandemie oder etwaige Umwelt- oder Naturkatastrophen in vergleichbarem Ausmaß zu wiederholt erheblichen Beeinträchtigungen der operativen Geschäftsprozesse und des öffentlichen Lebens führen.
Fabasoft hat frühzeitig umfassende Maßnahmen zur bestmöglichen Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts ergriffen, welche für den Bedarfsfall beibehalten und laufend evaluiert werden. Bereits erprobte Notfall- und Krisenpläne sowie definierte Maßnahmen werden im Bedarfsfall an neue Erkenntnisse adaptiert bzw. erweitert.
Klimabezogene Risiken
Der Fabasoft Konzern ist sich seiner Rolle und Verantwortung in Bezug auf den Klimawandel bewusst und bekennt sich klar dazu, seine klimabezogenen Risiken regelmäßig unter Berücksichtigung der Empfehlungen der TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures) zu erheben und aktiv zu managen.
Bei der Bewertung der klimabezogenen Risiken erfolgte eine Unterscheidung in physische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und transitorische Risiken auf das Geschäftsmodell. Als physische Risiken werden Naturereignisse wie etwa Hochwasser, Waldbrände oder extreme Hitze gewertet, die vor allem Auswirkungen auf die Versorgungskette haben oder zu Preisschwankungen aufgrund von Ressourcenknappheit führen. Transitorische Risiken bestehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Diese können sich etwa in Form von höheren Betriebskosten aufgrund von Kohlenstoffpreisen, einer sich verändernden Regulierungslandschaft oder dem Vordringen umweltfreundlicher Technologien auf den Markt auswirken.
Wenngleich aktuell für alle identifizierten klimabezogenen Risiken die Bewertung des Restrisikos unterhalb der intern definierten Wesentlichkeitsschwelle liegt, können Auswirkungen auf die Finanzlage auf einen langfristigen Betrachtungshorizont nicht ausgeschlossen werden.
3.2.6. Finanzielle Risiken
Das Risiko von Forderungsausfällen wird aufgrund der Kundenstruktur und der daraus resultierenden Zusammensetzung der Kundenforderungen weiterhin als verhältnismäßig gering eingeschätzt. Besonders im Bereich der Nutzungsgebühren werden diese zu Laufzeitbeginn vereinnahmt und die Leistungserbringung daran gekoppelt. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten. Da diese kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko hieraus als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.
Abhängig davon, wie stark und andauernd ein gesamtwirtschaftlicher Schock ausfällt, können erhöhte Risiken entstehen, beispielsweise betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen und Forderungen sowie die Schwierigkeit, in einem anhaltend stark inflationären Gesamtszenario die Kaufkraft von Guthaben und Erlösen aus Dauerschuldverhältnissen zu erhalten.
Die bestehenden Dauerschuldverträge des Unternehmens mit Kunden und Partnern für Recurring Umsätze besitzen in der Regel Möglichkeiten für eine Inflationsanpassung. Diese bemisst sich meist nach einem allgemeinen, veröffentlichten Index. Die Anpassungsmöglichkeit besteht in aller Regel zu bestimmten Stichtagen oder nach bestimmten Fristen und Überschreitung bestimmter Schwellenwerte. Damit kommt es üblicherweise zu einem zeitlichen Verzug zwischen dem Inflationsanstieg und der umsatzseitigen Wirksamkeit von Preisanpassungen. Des Weiteren ist zu beobachten, dass die Preiserhöhungen insbesondere bei Lieferanten sowie der Preisauftrieb bei den Personalkosten und Personalakquisitionskosten teilweise noch erheblich über den publizierten Indexzahlen, welche für Vertragsanpassungen herangezogen werden, liegen können.
Hinsichtlich der liquiden Mittel des Unternehmens besteht weiterhin das Risiko, dass die Schere zwischen dem aktuellen Zinsniveau und dem Kaufkraftverlust in Folge steigender Inflation weiter aufklafft.
3.2.7. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Der Vorstand der Fabasoft AG legt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die Grundsätze eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems fest, welches es den Kontroll- und Prozessverantwortlichen ermöglicht, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die Kontroll- und Prozessverantwortlichen stellen sicher, dass die ihnen zugewiesenen Kontrollen und Prozesse angemessen, effektiv und wirksam sind. Sie gewährleisten, dass für das Funktionieren der Kontrollen und Prozesse relevante interne und externe Informationsquellen berücksichtigt werden und dass die Kontrolldurchführung zum definierten Zeitpunkt oder im definierten Intervall erfolgt. Sie kommunizieren die notwendigen Informationen zu den Kontrollzielen und zur Umsetzung (Kontrolldurchführung) an die Durchführenden der Kontrolle.
Das konzernweite Risikomanagement-System der Fabasoft Gruppe mit einheitlichen und prozessorientierten Rahmenbedingungen verfolgt das Ziel, wesentliche und den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen durch ein Risikofrüherkennungssystem frühzeitig identifizieren zu können.
Konzernrechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagement-System
Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den regelmäßigen Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgt die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale. Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mithilfe von Kontrollpunkten und basierend auf einem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll.
Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.
4) Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.
Linz, am 8. November 2023
Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann e.h. Vorsitzender des Vorstandes
Ing. Oliver Albl e.h. Mitglied des Vorstandes Matthias Wodniok e.h. Mitglied des Vorstandes
Konzernzwischenbilanz zum 30. September 2023
| Aktiva in TEUR | AZ | 30.09.2023 | 31.03.2023 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 3.1./3.4. | 21.243 | 16.519 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.1. | 7.803 | 7.443 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.3. | 153 | 153 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 350 | 413 | |
| Aktive latente Steuern | 615 | 490 | |
| 30.164 | 25.018 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Liefer- und sonstige Forderungen | 16.486 | 15.653 | |
| Vertragsvermögenswerte | 2.711 | 3.058 | |
| Ertragsteuerforderungen | 80 | 82 | |
| Liquide Mittel | 19.202 | 26.563 | |
| 38.479 | 45.356 | ||
| Summe Aktiva | 68.643 | 70.374 |
| Passiva in TEUR | AZ | 30.09.2023 | 31.03.2023 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.2. | ||
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||
| Grundkapital | 11.000 | 11.000 | |
| Kapitalrücklagen | 19.555 | 19.555 | |
| Sonstige Rücklagen | -666 | -666 | |
| Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 276 | 115 | |
| Kumuliertes Ergebnis | -4.664 | -5.996 | |
| 25.501 | 24.008 | ||
| Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner | 2.429 | 2.710 | |
| 27.930 | 26.718 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Abfertigungen | 2.807 | 2.708 | |
| Passive latente Steuern | 338 | 666 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.3./3.4. | 7.335 | 6.965 |
| Investitionszuschüsse | 3.4. | 116 | 139 |
| 10.596 | 10.478 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten | 11.651 | 12.954 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.503 | 1.472 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 3.4 | 16.963 | 18.752 |
| 30.117 | 33.178 | ||
| Summe Passiva | 68.643 | 70.374 |
| Konzerngesamtergebnisrechnung für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 | ||||
|---|---|---|---|---|
| --------------------------------------------------------------------------------- | -- | -- | -- | -- |
| in TEUR | AZ | April – Sep. 2023 | April – Sep. 2022 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5. | 39.478 | 31.792 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 260 | 269 | |
| Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen | -2.414 | -1.834 | |
| Personalaufwand | -20.820 | -16.925 | |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | 5. | -3.767 | -3.233 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.040 | -5.206 | |
| Betriebsergebnis | 5. | 6.697 | 4.863 |
| Finanzerträge | 14 | 39 | |
| Finanzaufwendungen | -189 | -77 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.522 | 4.825 | |
| Ertragsteuern | -1.741 | -1.349 | |
| Periodenergebnis | 4.781 | 3.476 | |
| Sonstiges Ergebnis (mögliche Reklassifizierung ins Periodenergebnis): |
|||
| Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 199 | 82 | |
| Sonstiges Ergebnis (keine Reklassifizierung ins Periodenergebnis): |
|||
| Neubewertungseffekte Abfertigungen und Pensionen abzüglich latenter Steuern |
0 | 74 | |
| Sonstiges Ergebnis | 199 | 156 | |
| Gesamtergebnis | 4.980 | 3.632 | |
| Periodenergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 4.431 | 3.267 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 350 | 209 | |
| Gesamtergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 4.592 | 3.419 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 388 | 213 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Periodenergebnis, das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) |
0,40 | 0,30 |
| Konzerngesamtergebnisrechnung für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| -------------------------------------------------------------------------------- | -- | -- | -- | -- | -- |
| in TEUR | AZ | Juli – Sep. 2023 | Juli – Sep. 2022 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 19.787 | 16.754 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 220 | 91 | |
| Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen | -1.145 | -989 | |
| Personalaufwand | -10.154 | -8.450 | |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | -1.882 | -1.649 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.729 | -2.571 | |
| Betriebsergebnis | 4.097 | 3.186 | |
| Finanzerträge | 11 | 39 | |
| Finanzaufwendungen | -98 | -32 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.010 | 3.193 | |
| Ertragsteuern | -1.043 | -835 | |
| Periodenergebnis | 2.967 | 2.358 | |
| Sonstiges Ergebnis (mögliche Reklassifizierung ins Periodenergebnis): |
|||
| Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 78 | 58 | |
| Sonstiges Ergebnis (keine Reklassifizierung ins Periodenergebnis): |
|||
| Neubewertungseffekte Abfertigungen und Pensionen abzüglich latenter Steuern |
0 | 74 | |
| Sonstiges Ergebnis | 78 | 132 | |
| Gesamtergebnis | 3.045 | 2.490 | |
| Periodenergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 2.769 | 2.204 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 198 | 154 | |
| Gesamtergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 2.832 | 2.330 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 213 | 160 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Periodenergebnis, das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) |
0,25 | 0,20 |
Konzerngeldflussrechnung für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024
| in TEUR | AZ | April – Sep. 2023 | April – Sep. 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | ||||
| Betriebsergebnis | 6.697 | 4.863 | ||
| Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten | ||||
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | 5. | 3.767 | 3.233 | |
| Effekte aus Währungsumrechnung | -90 | -476 | ||
| Veränderung von langfristigen Rückstellungen | 99 | -200 | ||
| Neubewertungseffekte Abfertigungen und Pensionen | 0 | 95 | ||
| Ergebniswirksame Veränderung von sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerten |
63 | -13 | ||
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 204 | 6 | ||
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | 3.4. | -23 | -29 | |
| 10.717 | 7.479 | |||
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | ||||
| Veränderung von Liefer- und sonstigen Forderungen (ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung) |
-756 | -6.099 | ||
| Veränderung von Vertragsvermögenswerten | 362 | -976 | ||
| Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung und Leasingverbindlichkeiten) |
-1.606 | 18 | ||
| Veränderung von Vertragsverbindlichkeiten | -1.917 | 1.387 | ||
| -3.917 | -5.670 | |||
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 6.800 | 1.809 | ||
| Vereinnahmte Zinsen | 10 | 1 | ||
| Gezahlte Zinsen | -173 | -49 | ||
| Gezahlte Ertragsteuern | -2.071 | -2.385 | ||
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 4.566 | -624 | ||
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | ||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 3.1. | -7.413 | -2.126 | |
| Erhaltene Investitionszuschüsse | 3.4. | 88 | 30 | |
| Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit | -7.325 | -2.096 | ||
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| Tilgung Leasingverbindlichkeit | -908 | -766 | ||
| Dividendenausschüttung | -3.300 | -8.250 | ||
| Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Anteilseigner | -686 | -565 | ||
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern |
2.2.2. | 157 | 292 | |
| Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern |
0 | -53 | ||
| Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit | -4.737 | -9.342 | ||
| Veränderung der liquiden Mittel | -7.496 | -12.062 | ||
| Entwicklung der liquiden Mittel | ||||
| Anfangsbestand der liquiden Mittel | 26.563 | 35.823 | ||
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 135 | 296 | ||
| Abnahme | -7.496 | -12.062 | ||
| Endbestand der liquiden Mittel | 4. | 19.202 | 24.057 |
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | AZ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten aus Währungs umrechnung |
Kumu liertes Ergebnis |
Gesamt | Anteil der nicht beherr schenden Anteils eigner |
Eigen kapital gesamt |
| Stand am 31. März 2023 |
11.000 | 19.555 | -666 | 115 | -5.996 | 24.008 | 2.710 | 26.718 | |
| Erstanwendung IAS 12.22A |
0 | 0 | 0 | 0 | 61 | 61 | 0 | 61 | |
| Stand am 1. April 2023 |
11.000 | 19.555 | -666 | 115 | -5.935 | 24.069 | 2.710 | 26.779 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 161 | 0 | 161 | 38 | 199 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.431 | 4.431 | 350 | 4.781 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 161 | 4.431 | 4.592 | 388 | 4.980 | |
| Dividende, Ausschüttungen |
0 | 0 | 0 | 0 | -3.300 | -3.300 | -686 | -3.986 | |
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern |
2.2.2. | 0 | 0 | 0 | 0 | 140 | 140 | 17 | 157 |
| Stand am 30. September 2023 |
3.2. | 11.000 | 19.555 | -666 | 276 | -4.664 | 25.501 | 2.429 | 27.930 |
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | AZ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten aus Währungs umrechnung |
Kumu liertes Ergebnis |
Gesamt | Anteil der nicht beherr schenden Anteils eigner |
Eigen kapital gesamt |
| Stand am 31. März 2022 |
11.000 | 19.555 | -950 | 394 | -4.605 | 25.394 | 1.860 | 27.254 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 72 | 80 | 0 | 152 | 4 | 156 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.267 | 3.267 | 209 | 3.476 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 72 | 80 | 3.267 | 3.419 | 213 | 3.632 | |
| Dividende, Ausschüttungen |
0 | 0 | 0 | 0 | -8.250 | -8.250 | -565 | -8.815 | |
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern |
0 | 0 | 0 | 0 | 90 | 90 | 149 | 239 | |
| Anpassung Erstkonsolidierung Tochterunternehmen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -246 | -246 | |
| Stand am 30. September 2022 |
3.2. | 11.000 | 19.555 | -878 | 474 | -9.498 | 20.653 | 1.411 | 22.064 |
ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30. SEPTEMBER 2023
1) Grundlegende Informationen
Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller und Cloud-Dienstleister für digitales Dokumenten-, Prozess- und Aktenmanagement in Europa. Mit dem einzigartigen Fabasoft PROCECO Ökosystem vereint Fabasoft ausgewählte, leistungsstarke Software Solutions für dokumentenintensive Geschäftsprozesse. Die Produkte von Fabasoft dienen der Digitalisierung, Vereinfachung, Beschleunigung und Qualitätssteigerung von Geschäftsprozessen. Sie umfassen den Eingang, die Strukturierung, die team- und prozessorientierte Bereitstellung, die Bearbeitung und Erledigung, die sichere Aufbewahrung und das kontextsensitive Finden aller Geschäftsunterlagen, die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten für unterschiedliche Publikationskanäle sowie die digitale, nachhaltige Wissensvermittlung auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.
Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Fabasoft AG mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich.
Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985).
Der Berichtszeitraum des Konzernzwischenabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 30. September 2023.
2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2023 wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die offengelegten Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten am Zwischenbilanzstichtag als auch die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesem Schätzungen abweichen.
Aufgrund der Änderung des IAS 12 "Latente Steuern" wurde klargestellt, dass in bestimmten Fällen keine Ausnahme vom Ansatz latenter Steuern besteht, weshalb es ab 1. April 2023 auch bei Geschäftsvorfällen, die gleichzeitig zu steuerpflichtigen und abzugsfähigen temporären Differenzen in gleicher Höhe führen, zu einem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern kommt. Konkrete Anwendungsfälle im Konzern sind Leasing-Verhältnisse, für die rückwirkend entsprechende latente Steuern erfasst wurden. Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden ansonsten dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie für den letzten vorliegenden Konzernabschluss zum 31. März 2023.
Der Konzernzwischenabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.
2.2. Konsolidierung
Die in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Zwischenabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernzwischenbilanzstichtag 30. September 2023 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
2.2.1. Konsolidierungskreis
Zum Zwischenbilanzstichtag 30. September 2023 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Unternehmen | Sitz | Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in % | |
|---|---|---|---|
| Fabasoft International Services GmbH | Linz/Österreich | 100 | |
| Fabasoft R&D GmbH | Linz/Österreich | 100 | |
| Fabasoft Austria GmbH | Linz/Österreich | 100 | |
| Mindbreeze GmbH | Linz/Österreich | 85,5 | |
| Fabasoft Talents GmbH | Linz/Österreich | 100 | |
| Fabasoft Approve GmbH | Linz/Österreich | 80 | |
| Fabasoft Contracts GmbH | Linz/Österreich | 80 | |
| Fabasoft Deutschland GmbH | Frankfurt am Main/Deutschland | 100 | |
| Xpublisher GmbH | München/Deutschland | 60 | |
| Fabasoft 4teamwork AG | Bern/Schweiz | 70 |
| Unternehmen | Sitz | Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in % |
|---|---|---|
| Mindbreeze Corporation | Chicago/USA | 85,5 |
| Mindbreeze BidForce GmbH | Linz/Österreich | 68,4 |
| Xpublisher Inc. | Chicago/USA | 60 |
2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis
Am 27. April 2023 wurde eine Tochtergesellschaft der Mindbreeze GmbH, die Mindbreeze BidForce GmbH mit Sitz in der politischen Gemeinde Linz, gegründet. Die Mindbreeze GmbH hält an dieser eine Beteiligung iHv 80 %, der Rest der Anteile wird vom Management der Mindbreeze BidForce GmbH gehalten.
Die Vollkonsolidierung der Mindbreeze BidForce GmbH erfolgte erstmals mit Gründung der Gesellschaft.
Die Fabasoft AG hat mit 27. April 2023 ihre Beteiligung an der Fabasoft Contracts GmbH von 100 % auf 80 % reduziert. Die Anteile wurden vom Management der Fabasoft Contracts GmbH erworben.
2.2.3. Währungsumrechnung
Die Zwischenabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Zwischenbilanzstichtag, bei den Posten der Gesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Berichtszeitraumes zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und Bilanzposten in fremden Währungen werden zu den zum Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.
3) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gesamtergebnisrechnung
3.1. Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Hardware und sonstige Büroeinrichtung.
3.2. Eigenkapital
Zum Stichtag 30. September 2023 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 11.000 (Vorjahr TEUR 11.000). Es setzt sich aus 11.000.000 Stückaktien (Vorjahr 11.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 19.555 (31.03.2023: TEUR 19.555) betrifft Agio in Höhe von TEUR 17.173 (31.03.2023: TEUR 17.173). Der Rest resultiert in Höhe von TEUR 2.069 (31.03.2023: TEUR 2.069) aus Umgründungen und in Höhe von TEUR 313 (31.03.2023: TEUR 313) aus ehemaligen Optionsprogrammen.
Die Fabasoft AG hält zum Zwischenbilanzstichtag 30. September 2023 keine eigenen Aktien.
In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 3. Juli 2023 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:
Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet.
Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an die Belegschaft, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bzw. gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG bis zu einem maximalen Anteil von 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10 % über und geringstenfalls 20 % unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten fünf Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu Nominale EUR 5.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.500.000 Stückaktien sowohl gegen Bareinlage als auch gemäß § 172 AktG gegen Sacheinlage auf bis zu EUR 16.500.000,00 zu erhöhen, sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital im Sinn der §§ 169 ff AktG), wobei der Vorstand auch dazu ermächtigt wird, die neuen Aktien allenfalls unter Ausschluss des den Aktionären ansonsten zustehenden Bezugsrechtes auszugeben (§ 170 Abs. 2 AktG).
3.3. Finanzinstrumente
Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente gliedern sich zum 30. September 2023 wie folgt:
| Bilanzposition in TEUR | Kategorie nach IFRS 9 |
Buch wert |
Fair Value – Level I (er folgswirksam) |
Fair Value – Level III (erfolgswirk sam) |
Fortgeführte Anschaf fungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
153 | 145 | 8 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten* |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
1.250 | 0 | 1.250 | 0 |
* Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt. Die Finanzinstrumente gliederten sich zum 31. März 2023 wie folgt:
| Bilanzposition in TEUR | Kategorie nach IFRS 9 |
Buch wert |
Fair Value – Level I (er folgswirksam)** |
Fair Value – Level III (erfolgswirk sam) |
Fortgeführte Anschaf fungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
153 | 145 | 8 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten* |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
1.234 | 0 | 1.234 | 0 |
* Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt.
** Bei der wiederkehrenden Evaluierung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurde festgestellt, dass die Zuordnung zu "Fair Value - Level I (erfolgswirksam)" als zutreffender erachtet wird. Dementsprechend werden diese sonstigen finanziellen Vermögenswerte nunmehr als "Fair Value - Level I" anstelle "Fair-Value Level II" dargestellt. Die Anpassung der Zuordnung führt zu keiner bilanziellen Änderung.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus Wertpapieren (Investmentzertifikate) in Höhe von TEUR 145 (31.03.2023: TEUR 145) und sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 8 (31.03.2023: TEUR 8) zusammen. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab. Die sonstigen Forderungen resultieren aus dem Erwerb der 4teamwork AG und ergeben sich aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des bedingten Kaufpreises.
Ein Teil des Kaufpreises wurde auf ein Treuhandkonto eingezahlt und wird unter Einhaltung der festgelegten Erfolgskennzahlen und definierten Integrationsschritte bis spätestens zum 31. März 2025 an den Verkäufer ausgezahlt. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode.
Zum Stichtag 31. März 2023 wurden die festgelegten Erfolgskennzahlen und definierten Integrationsschritte erreicht, daher gelangte ein erster Teil des bedingten Kaufpreises iHv TCHF 150 im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 zur Auszahlung.
Bei dem in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Betrag handelt es sich um die Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der Xpublisher GmbH. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode.
Der undiskontierte, potentiell zu zahlende Betrag beträgt bei Erreichung der festgelegten Erfolgskennzahlen in einem der mit 31. März 2024 oder 31. März 2025 endenden Geschäftsjahre einmalig TEUR 1.300 (31.03.2023: TEUR 1.300). Bei Unterschreitung der festgelegten Erfolgskennzahlen erfolgt keine Earn-Out-Auszahlung.
3.4. Weitere Erläuterungen zur Bilanz und zur Gesamtergebnisrechnung
Die sich aus Dienstleistungsaufträgen ergebende Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 betragen zum 30. September 2023 TEUR 387 (31.03.2023: TEUR 264), der restliche Betrag in Höhe von TEUR 16.576 (31.03.2023: TEUR 18.488) betrifft abgegrenzte Umsätze, insbesondere aus Softwareaktualisierungen, Nutzungsgebühren und wiederkehrenden Professional Services.
Die Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 sind in der Bilanzposition "Sachanlagen" ausgewiesen und betragen zum 30. September 2023 TEUR 7.600 (31.03.2023: TEUR 7.106), die Leasingverbindlichkeiten sind zum 30. September 2023 in Höhe von TEUR 6.085 (31.03.2023: TEUR 5.731) in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 2.008 (31.03.2023: TEUR 1.761) in den kurzfristigen Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
In der Bilanzposition "Investitionszuschüsse" werden Investitionsprämien dargestellt. Hierbei handelt es sich um Zuschüsse der Republik Österreich von bis zu 14 % der getätigten Investitionen. Diese wurden in Höhe von TEUR 116 (31.03.2023: TEUR 139) passiviert und in Höhe von TEUR 23 (Vergleichszeitraum des Vorjahres: TEUR 29) aufgrund der Auflösung über den Zeitraum der Nutzungsdauer der Vermögenswerte als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst.
4) Geldflussrechnung
Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.
Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
5) Segmentberichterstattung
Das Berichtsformat des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut
| April – September 2023 in TEUR |
Österreich | Deutschland | Schweiz | Sonstige Länder |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoumsätze | 26.929 | 19.654 | 3.821 | 4.172 | 54.576 |
| abzgl. intersegmentärer Umsätze | -13.734 | -1.079 | -99 | -186 | -15.098 |
| Umsatz mit externen Kunden | 13.195 | 18.575 | 3.722 | 3.986 | 39.478 |
| Betriebsergebnis | 4.014 | 2.663 | 280 | -260 | 6.697 |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen |
2.478 | 528 | 282 | 479 | 3.767 |
Überleitungsrechnung in TEUR
| Betriebsergebnis Segmente | 6.697 |
|---|---|
| Finanzergebnis Konzern | -175 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 6.522 |
| April – September 2022 in TEUR |
Österreich | Deutschland | Schweiz | Sonstige Länder |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoumsätze | 21.442 | 15.658 | 1.235 | 4.364 | 42.699 |
| abzgl. intersegmentärer Umsätze | -10.499 | -208 | -77 | -123 | -10.907 |
| Umsatz mit externen Kunden | 10.943 | 15.450 | 1.158 | 4.241 | 31.792 |
| Betriebsergebnis | 2.666 | 2.193 | -167 | 171 | 4.863 |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen |
2.052 | 599 | 32 | 550 | 3.233 |
| Überleitungsrechnung in TEUR | |
|---|---|
| Betriebsergebnis Segmente | 4.863 |
| Finanzergebnis Konzern | -38 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 4.825 |
Um dem allgemeinen Trend in der Softwareindustrie – dem Transformationsprozess vom Modell des Erwerbes von Nutzungsrechten gegen Einmalgebühr in Richtung einer laufenden monatlichen Nutzungsgebühr – in der Berichterstattung Rechnung zutragen, erfolgt eine Aufgliederung der Umsätze nach wiederkehrenden Umsatzerlösen aus Dauerschuldverhältnissen mit unterschiedlichen Laufzeiten bzw. Restlaufzeiten (Recurring Umsätze) und Umsätzen, die nicht auf Dauerschuldverhältnissen beruhen (Non-Recurring Umsätze).
Aufgliederung der Umsätze nach Vertragsart:
| in TEUR | April – September 2023 | April – September 2022 |
|---|---|---|
| Recurring Umsätze | 21.123 | 17.376 |
| Non-Recurring Umsätze | 18.355 | 14.416 |
| davon Software | 756 | 466 |
| davon Professional Services | 17.599 | 13.950 |
| Gesamt | 39.478 | 31.792 |
In den Recurring Umsätzen sind insbesondere Softwareaktualisierungen, Nutzungsgebühren für Mindbreeze InSpire, Fabasoft PROCECO Solution sowie wiederkehrende Professional Services Umsätze (bspw. für Support und Betriebsführung) enthalten.
Die Non-Recurring Umsätze umfassen Einmallizenzen (Software) sowie Umsätze für Beratungsleistungen (Professional Services).
6) Sonstige Angaben
6.1. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer
6.1.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
| April – September 2023 | April – September 2022 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 470 | 394 |
6.1.2. Vorstände der Fabasoft AG
Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Ing. Oliver Albl, Haag am Hausruck Matthias Wodniok, Hofheim Wallau
6.1.3. Aufsichtsräte der Fabasoft AG
em. o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Aufsichtsrates) FH-Prof.in Univ.Doz.in DIin Dr.in Ingrid Schaumüller-Bichl, Linz Prof. Dr. Andreas Altmann, Innsbruck Mag.a Michaela Schwinghammer-Hausleithner, Linz
6.1.4. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Hauptaktionär der Fabasoft AG Mag.a Birgit Fallmann, Gattin von Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG (laufende Bezüge TEUR 28, Vergleichszeitraum des Vorjahres TEUR 28).
Mit den sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 keine weiteren Geschäftsbeziehungen.
6.2. Direkte und indirekte Auswirkungen durch das makroökonomische und geopolitische Umfeld
Fabasoft betreibt weder Tochterfirmen oder Niederlassungen in der Ukraine, in der Russischen Föderation, in Weißrussland oder in Israel noch bezieht es relevante Entwicklungsleistungen aus einem dieser Länder. Ebenfalls besteht kein relevantes Endkunden- oder Partnergeschäft in einem der genannten Länder. Die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen und der damit im Zusammenhang stehenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Ähnlichem auf Kunden und Partner des Unternehmens, beispielsweise durch Beeinträchtigungen der Zulieferketten, des gesamtwirtschaftlichen Klimas, der öffentlichen Haushalte etc. und damit gegebenenfalls in der Folge auf das Geschäft des Unternehmens können aktuell nicht abgeschätzt werden. Ebenso nicht zu quantifizieren ist das erhöhte Risiko von Cyberangriffen oder anderen Attacken auf kritische Infrastrukturen. Inflationsbedingte Auswirkungen sowie das sich ändernde Zinsniveau fließen in die allgemeine Risikobetrachtung mit ein und finden bei den relevanten Geschäftsprozessen entsprechend Berücksichtigung.
6.3. Klimabezogene Risiken und Chancen des Fabasoft Konzerns
Der Fabasoft Konzern ist sich seiner Rolle und Verantwortung in Bezug auf den Klimawandel bewusst und bekennt sich klar dazu, seine klimabezogenen Risiken und Chancen regelmäßig unter Berücksichtigung der Empfehlungen der TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures) zu erheben und aktiv zu managen.
Für alle identifizierten klimabezogenen Risiken und Chancen liegt die Bewertung des Restrisikos unterhalb der intern definierten Wesentlichkeitsschwelle, wodurch die Gesamtauswirkungen auf das Geschäftsmodell, die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz des Fabasoft Konzerns als unwesentlich eingestuft werden.
6.4. Ereignisse nach dem Zwischenbilanzstichtag
Das Aktienrückkaufprogramm der Fabasoft AG startete am 4. Oktober 2023 und läuft längstens bis 31. März 2025, dabei sollen eigene Aktien bis zu einem Gesamterwerbspreis (ohne Nebenkosten) von maximal EUR 2 Mio. über die Börse zurückgekauft werden. Der am 27. September 2023 nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat gefasste Beschluss des Vorstands, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2023 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 4 und gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 Aktiengesetz (AktG) Gebrauch zu machen, wurde am 29. September 2023 veröffentlicht und ist im Detail auf www.fabasoft.com, Bereich Investoren, nachzulesen. Die Gesellschaft informiert auf ihrer Homepage regelmäßig über den Aktienrückkauf.
Nach dem 30. September 2023 traten keine weiteren wesentlichen Ereignisse für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss ein.
Linz, am 8. November 2023
Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann e.h. Vorsitzender des Vorstandes
Ing. Oliver Albl e.h. Mitglied des Vorstandes Matthias Wodniok e.h. Mitglied des Vorstandes
BERICHT ÜBER DIE PRÜFERISCHE DURCHSICHT DES VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSSES
Einleitung
Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2023 der Fabasoft AG, Linz, für die Periode vom 1. April 2023 bis zum 30. September 2023 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernzwischenbilanz zum 30. September 2023, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Periode vom 1. April 2023 bis zum 30. September 2023 sowie den verkürzten Anhang zum Konzernzwischenabschluss, der die wesentlichsten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.
Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.
Umfang der prüferischen Durchsicht
Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.
Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanzund Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.
Zusammenfassende Beurteilung
Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.
Stellungnahme zum verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 BörseG
Wir haben den verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der verkürzte Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.
Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 125 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.
Linz, am 8. November 2023
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Marion Raninger e.h. Wirtschaftsprüferin
Mag. Erich Lehner e.h. Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHER VERTRETER
Wir, Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Ing. Oliver Albl und Matthias Wodniok, jeweils als Vorstandsmitglieder und gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Zwischenberichterstattung aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen des Konzerns vermittelt und, dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bezüglich der nach § 125 Abs. 4 öBörseG 2018 geforderten Informationen vermittelt.
Linz, am 8. November 2023
Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann e.h. Vorsitzender des Vorstandes
Ing. Oliver Albl e.h. Mitglied des Vorstandes Matthias Wodniok e.h. Mitglied des Vorstandes
Impressum:
Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich:
Fabasoft AG, FN 98699x, Honauerstraße 4, A-4020 Linz, Tel.: +43 732 606162-0, E-Mail: [email protected], Website: www.fabasoft.com. Copyright © Fabasoft, 2023. Alle Rechte vorbehalten. Alle verwendeten Hard- und Softwarenamen sind Handelsnamen und/oder Marken der jeweiligen Hersteller. Microsoft, Windows und das Windows Logo sind registrierte Handelsmarken der Microsoft Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern. Adobe, das Adobe Logo, Acrobat, das Adobe PDF Logo, Adobe Premiere, Creative Cloud, InDesign und Photoshop sind registrierte Handelsmarken von Adobe in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern.
Zukunftsbezogene und sonstige Angaben:
Dieser Bericht enthält Angaben, die sich auf die erwartete zukünftige Entwicklung beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise – jedoch nicht ausschließlich – mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen mit" usw. umschrieben. Sollten die den Aussagen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie auch im Emissionsprospekt bzw. Risikobericht angesprochen – schlagend werden oder sich die Gegebenheiten in der Zukunft ändern, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, werden nicht aktualisiert und sind daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.
Dieser Bericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die angegebenen Daten überprüft. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können aber dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Differenzen auftreten. Der Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. In Zweifelsfällen ist die deutschsprachige Version maßgebend.
ÖSTERREICH
Fabasoft Austria GmbH Honauerstraße 4 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
Fabasoft Approve GmbH Honauerstraße 4 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
Fabasoft Contracts GmbH Honauerstraße 4 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
Fabasoft Talents GmbH Honauerstraße 4 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
Mindbreeze GmbH
Honauerstraße 2 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
Mindbreeze BidForce GmbH Honauerstraße 2 4020 Linz, Österreich +43 732 606162-0
DEUTSCHLAND
Fabasoft Deutschland GmbH
THE SQUAIRE 13, Am Flughafen 60549 Frankfurt am Main, Deutschland +49 69 6435515-0
Xpublisher GmbH
Schleißheimer Straße 6-10 80333 München, Deutschland +49 89 54726178-0
SCHWEIZ
Fabasoft 4teamwork AG Dammweg 9 3013 Bern, Schweiz
+41 31 511 04 00
52 FABASOFT 6 MONATS-BERICHT 23/24
USA
Mindbreeze Corporation
311 West Monroe Street Chicago, Illinois, 60606, USA +1 312 300-6745
Xpublisher Inc.
Convene 3rd floor 311 West Monroe Street Chicago, Illinois, 60606, USA +1 802 540 0445
KONTAKT:
Allgemeine Informationen: [email protected] Nachhaltigkeit: [email protected] Investor Relations: [email protected] Presse: [email protected]
FABASOFT AG | HONAUERSTRASSE 4 | A-4020 LINZ | TEL.: +43 732 606162-0 | FAX: +43 732 606162-609