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Fabasoft AG — Interim / Quarterly Report 2011
Feb 28, 2011
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Interim / Quarterly Report
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Fabasoft AG 2010/2011
9 Monats-Bericht 1. April – 31. Dez. 2010 9 Months Report 1 April – 31 Dec 2010
Leistungsprofil
Über den Fabasoft Konzern
Fabasoft ist ein führender europäischer Hersteller von Softwareprodukten für den konsistenten und effizienten Umgang mit elektronischen Dokumenten und Geschäftsunterlagen.
Diese Standardprodukte umfassen Funktionskategorien wie Enterprise Content Management, Enterprise Search und Information Access sowie Information Governance, Compliance und revisionssichere Archivierung.
Durch den Einsatz der Fabasoft Produkte kann eine flexible organisationsinterne und organisationsübergreifende elektronische Zusammenarbeit mit den Anforderungen an eine wirksame Unternehmensaufsicht und Nachvollziehbarkeit in Einklang gebracht werden.
Über eine moderne Entwicklungs- und Testumgebung werden diese Softwareprodukte von Kunden, Partnern und Fabasoft selbst schnell und kostengünstig an kundenspezifische Anforderungen und vertikale Marktsegmente angepasst. Der aktuell umsatzstärkste vertikale Markt ist jener der öffentlichen Auftraggeber.
Der Fabasoft Konzern ist mit Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den USA vertreten. Darüber hinaus bestehen Vertriebs- und Projektpartnerschaften in diesen und weiteren Ländern. Eigene Tochtergesellschaften im Konzern nehmen Aufgaben in den Feldern Forschung und Entwicklung, Vermarktung und Distribution sowie Erbringung konzerninterner Dienstleistungen wahr. Die Fabasoft AG agiert in der Unternehmensgruppe als Konzernverwaltung.
Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell des Fabasoft Konzerns beruht auf dem Vertrieb von eigenen Softwareprodukten unter der Dachmarke Fabasoft und der Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Produkte und Dienstleistungen werden sowohl an private Auftraggeber als auch an Kunden der öffentlichen Hand verkauft.
Im privaten Sektor erfolgt der Marktzugang über eine eigene Vertriebsorganisation, welche sich gemeinsam mit Vertriebs- und Umsetzungspartnern bei potenziellen Neukunden positioniert. Im Zentrum der Vertriebsanstrengungen stehen Unternehmen, welche einerseits um Wettbewerbsvorteile zu erreichen, andererseits um den steigenden Compliance-Anforderungen gerecht zu werden, elektronisches Dokumentenmanagement, Records-Management und unternehmensweites Finden von Informationen schnell und kostengünstig umsetzen möchten. Den Kern dieses Geschäftes bilden die Produktfamilien Fabasoft Folio, Fabasoft Mindbreeze und Fabasoft app.telemetry.
Kunden des öffentlichen Bereiches werden vorwiegend über eigene Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut. Der Marktzugang in diesen Ländern erfolgt überwiegend in Form eines Direktvertriebes. Die erfolgreiche Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, speziell des Neukundengeschäftes. Thematisch geht es dabei meist um elektronisches Akten- und Vorgangsmanagement und E-Government. Die Vertriebsgesellschaften, welche über eigene Projektorganisationen verfügen, übernehmen bei der Projektumsetzung oftmals auch die Generalunternehmerschaft sowie die Realisierung von Zusatz- und Folgeprojekten. Des Weiteren etablieren sich neben diesem Direktgeschäft vor allem in neuen Geographien auch erfolgreich Partnerschaften mit lokalen Anbietern.
Neben den klassischen Nutzungsformen der Software in den Rechenzentren der Kunden (On-Premises) werden neue Nutzungsformen wie Software as a Service (SaaS) und Softwarenutzung über Cloud Services zunehmend nachgefragt.
Lagebericht
Geschäftsverlauf
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 bewegten sich die Umsätze mit TEUR 15.725 annähernd auf Vorjahresniveau (TEUR 15.880).
Das Betriebsergebnis (EBIT) sank von TEUR 930 im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf TEUR -304.
Das EBITDA änderte sich von TEUR 1.977 im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf TEUR 720.
Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Zwischenbilanzstichtag (31. Dezember 2010) 51,5% (58,1% zum 31. Dezember 2009).
Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich von TEUR 16.047 zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 12.752 zum 31. Dezember 2010.
Der Fabasoft Konzern beschäftigte 200 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 (192 zum 31. Dezember 2009).
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 (1. Oktober – 31. Dezember 2010) verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.492 (TEUR 5.590 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
Das EBIT im dritten Geschäftsjahresquartal 2010/2011 belief sich auf TEUR -60 (TEUR 313 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).
Ereignisse im dritten Quartal
Roll-out in den Pilotgemeinden im Land Vorarlberg
Im Herbst 2010 erfolgte der Roll-out des Akten- und Dokumentenmanagementsystems V-DOK in den Pilotgemeinden Dornbirn, Feldkirch, Lustenau, Götzis, Altach, Koblach und Mäder. Die Mitarbeiter in diesen Gemeindeverwaltungen wickeln jetzt Teile des allgemeinen Schriftverkehrs sowie die Korrespondenz in den Bereichen Baurechtsverwaltung, Sicherheitswache und Vertragsverwaltung in V-DOK ab.
Der Roll-out von V-DOK in zehn weiteren Gemeinden und drei Zusatzorganisationen ist für Frühjahr 2011 geplant. Die Softwarelösung V-DOK basiert auf der Fabasoft eGov-Suite.
Start der Verwendung der Amtssignatur
Im Dezember 2010 nahmen wesentliche Kunden der Verwaltung in Österreich eine Integration der elektronischen Amtssignatur-Funktionalität mit der Fabasoft eGov-Suite in den Echtbetrieb. Zum Einsatz kommen neben dem Amtssignaturservice der HPCdual auch eigenentwickelte Amtssignaturservices der Kunden. Die Übermittlung der zu signierenden Dokumente, die Nachverfolgung von Sendungen im ELAK (Rückschein), die Auswahl der anzubringenden Amtssignatur sowie die Speicherung der signierten Dokumente erfolgt über das Standardprodukt Fabasoft eGov-Suite mit der Funktionalität Zustellung und Amtssignatur.
Zusätzlich kann mit der Fabasoft eGov-Suite und mit dem Zustellservice der HPDdual für privatrechtliche und behördliche Schriftstücke die duale Zustellung eingesetzt werden.
Harmonisierungsvorhaben im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement erfolgreich umgesetzt
In der Schweizerischen Bundesverwaltung konnte im dritten Geschäftsjahresquartal 2010/2011 ein großes Harmonisierungsvorhaben im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) auf die Fabasoft GEVER-Standardlösung Bund erfolgreich umgesetzt werden. Das EJPD setzt dabei, nach dem Vorbild des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD), auf eine im Generalsekretariat angesiedelte, zentrale Programmführung und eine departementsweite Fabasoft Unternehmensdomäne mit Mandanten pro Verwaltungseinheit. Das Departement profitiert damit insbesondere von der Möglichkeit, amtsübergreifende Prozesse medienbruchfrei elektronisch abwickeln zu können. Im Zuge dieses Harmonisierungsvorhaben wurde auch die individuell entwickelte Funktionalität "IDM-Layer" durch Produktstandardfunktionalitäten ersetzt.
Neues Fabasoft-Büro in Wien eröffnet
Am 7. Oktober 2010 eröffnete Fabasoft das neue Büro in Wien. Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fabasoft AG, begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft. In ihrer Keynote ging Regina Casonato, Managing Vice President Gartner, auf das Thema "Navigating the Next Opportunities and Threats, Top IT-Trends" ein.
Das Büro liegt verkehrsgünstig am neuen Hauptbahnhof in Wien und soll auch als Drehscheibe in neue Regionen dienen.
Teilnahme an der Messe Moderner Staat in Berlin
Am 27. und 28. Oktober 2010 fand die Messe Moderner Staat in Berlin statt. E-Service in der öffentlichen Verwaltung war Kernthema des diesjährigen Fabasoft-Messeauftritts. Beispiele aus laufenden Projekten gaben den Besuchern einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile von E-Services. Zusätzlich informierte Fabasoft über die Entwicklungen der Fabasoft eGov-Suite als Dokumentenmanagement- und Vorgangsbearbeitungssystem und Fabasoft Mindbreeze für die unternehmensweite Suche nach Informationen.
Die Messe Moderner Staat gilt als Leitmesse für die Entscheidungsträger des öffentlichen Bereiches.
Launch Fabasoft app.test auf der W-JAX 2010 in München
Fabasoft präsentierte im Rahmen der Veranstaltung Fabasoft app.test der Öffentlichkeit. Dr. Michael Amann demonstrierte in seinem Vortrag "Next Generation Web-Testing" mittels Live-Einstiegen in das Programm, wie einfach neu programmierte Codezeilen mit Fabasoft app.test getestet werden können. Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmer an den umfangreichen Funktionalitäten des Produkts.
Die W-JAX gilt als Konferenz für ganzheitliches technisches Know-how im Java- und Webumfeld. Experten aus Europa treffen hier zusammen, um ihr praxiserprobtes Wissen auszutauschen. Die W-JAX fand am 17. und 18. November 2010 in München statt.
Teilnahme am Gartner Symposium/ITxpo in Cannes
Fabasoft nahm als Platium Sponsor an der Veranstaltung vom 8. bis 11. November 2010 in Cannes teil. Diese Konferenz nutzen CIOs und Business-Entscheider aus den Top-Führungsebenen für strategische Gespräche und zum Erfahrungsaustausch. Die über 200 Präsentationen sowie die Keynote von Michael Dell standen unter dem Thema "Transitions: New Realities, Rules and Opportunities".
Dipl.-Ing. Karl Mayrhofer erklärte in seinem Vortrag "International Agile Projects in the Cloud: A Live Case Study from Siemens Energy", wie internationale Unternehmen Fabasoft Folio Cloud zur Abwicklung von Projekten nutzen.
Teilnahme am Enterprise Search Summit Fall in Washington
"Delivering Bottom Line Results" so das Thema des Enterprise Search Summit Fall vom 16. bis 18. November 2010 in Washington. Charles D. Stunson Sr., Director of Information Technology, der American Federation of Teachers (AFT), sprach zum Thema "People Centric Search". Charles D. Stunson Sr. ist verantwortlich für den Bereich IT in der AFT sowie für die Umsetzung ihrer IT-Projekte. Die AFT hat sich Anfang 2010 entschieden, Fabasoft Mindbreeze als unternehmensweite Suchlösung einzuführen.
Der Enterprise Search Summit zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen im Bereich Entwicklung, Umsetzung und Erweiterung von Suchlösungen für Unternehmen.
Fabasoft/Mindbreeze im aktuellen MarketScope für Enterprise Search in der Kategorie "Positiv" gelistet
Fabasoft/Mindbreeze wurde im aktuellen Gartner "MarketScope for Enterprise Search" mit "Positiv" bewertet. Die Kategorie "Positiv" zeigt neben der Stärke der Unternehmen in den bewerteten Bereichen auch Potentiale für eine Weiterentwicklung auf. Der Gartner MarketScope wurde am 22. November 2010 von Whit Andrews verfasst.
Erste Fabasoft Cloud Developer Conference (CDC) in Linz
Vom 15. bis 17. Dezember 2010 veranstaltete Fabasoft die erste Cloud Developer Conference (CDC) in Linz. Im Rahmen von Keynote-Vorträgen und Praxis-Workshops wurde den internationalen Teilnehmern als Weltpremiere die Folio Cloud "Platform-as-a-Service" Umgebung vorgestellt, mit der Softwareentwickler selbst Cloud-Apps für Fabasoft Folio Cloud entwickeln und über den Folio Cloud Online-Shop vermarkten können. Cloud-Apps sind Online-Businessapplikationen, die Folio Cloud Teamrooms für bestimmte Anwendungsbereiche in der Cloud spezialisieren, beispielsweise für Scrum-Projekte, für die Vertriebsorganisation oder für das Konferenzmanagement.
Mit dem Eclipse-basierten Produkt Fabasoft app.ducx werden Cloud Apps in einer virtuellen Entwicklungsinfrastruktur effizient und rasch modelliert und entwickelt. Das Produkt Fabasoft app.test ermöglicht die permanente, automatisierte Qualitätssicherung von Cloud Apps in einer "Continuous Integration" Umgebung. Dies unterstützt die Entwicklung von Cloud Apps, die zum Zeitpunkt des Shipments keine bekannten Fehler mehr aufweisen ("Zero Known Defects"). Das Produkt app.telemetry bietet ein Applikations-Performance-Monitoring, mit dem Service Levels von Cloud Apps (z.B. Performance, Verfügbarkeit) laufend gemessen und nachhaltig verbessert werden können.
Durch den Einsatz der agilen Projektmanagementmethodik "Scrum" wird der Entwicklungsprozess von Cloud-Apps besser beherrschbar, selbst bei verteilten, internationalen Entwicklungsteams und kurzen Update-Zyklen. developer.foliocloud.com
Produkte, Forschung und Entwicklung
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Fabasoft Konzern auf die Weiterentwicklung der Standardprodukte Fabasoft Folio als Software für Enterprise Content Management und Business-Process-Management für Unternehmen, Fabasoft Folio Cloud für die zuverlässige Zusammenarbeit über das Internet und die Fabasoft eGov-Suite als Lösung für digitale Geschäftsprozesse in der öffentlichen Verwaltung. Darüber hinaus wurden die Produkte Fabasoft app.ducx, Fabasoft app.test, Fabasoft app. telemetry sowie Fabasoft Mindbreeze weiterentwickelt.
Fabasoft Folio
In Zusammenarbeit mit dem Institut "Integriert Studieren" der Johannes Kepler Universität Linz wurde der User-Interface-Bereich für Menschen mit besonderen Bedürfnissen verbessert. Die Bereiche Menüleiste, Suchfeld, Seitennavigation, Listenkopf und Liste sind nun einfacher zugänglich und die Tastaturbedienbarkeit vereinfacht. Damit wurde ein wichtiger Schritt für den WAI-ARIA-Support (Web Accessibility Initiative - Accessible Rich Internet Applications) im Web-Browser-Client umgesetzt.
Performance- und Usability-Verbesserungen erfolgten beim direkten Bearbeiten von Werten in Listen. Die neue Funktionalität "Versenden und Berechtigen" erlaubt die Weitergabe von Rechten auf Basis einer speziell codierten URL. Dies ermöglicht eine kontrollierte und flexible Ad-hoc-Zusammenarbeit zwischen Benutzern in Organisationen. Trotz der höheren Flexibilität ist diese Form der Berechtigungen sicher, da ein Benutzer die Berechtigungen auf Objekte implizit erteilt. Im abgelaufenen Quartal erhielt Fabasoft Folio folgende Zertifizierungen, die den hohen Produktstandard bestätigen:
- • SAP ArchiveLink Integration: Die Anzahl von 2.340.476 archivierten Dokumenten/Stunde stellt laut Zertifizierungsstelle einen Rekord dar.
- • EMC Centera Proven for XAM: Diese wurde in Zusammenarbeit mit EMC und applabs umgesetzt und ist laut zertifizierender Stelle eine weltweite Premiere.
- • Certified for Windows Server 2008 R2.
Fabasoft Folio Cloud
Schwerpunkte der Weiterentwicklung von Fabasoft Folio Cloud lagen in der Verbesserung der Usability und dem Support für Organisationen. Fabasoft Folio Cloud bietet nun auch die Möglichkeit, dass Organisationen Teamrooms erstellen und Mitarbeitern zuordnen. Dabei werden die verfügbaren Funktionalitäten (Cloud-Apps) und Speicherlimits über die Organisation des Nutzers verrechnet. Für die Verwaltung der Mitglieder von Organisationen wurden die nötigen Self-Service-Use-Cases umgesetzt. Als Authentifizierung können die Mitglieder von Organisationen zusätzlich "Single-Sign-On" auf Basis von Zertifikaten verwenden. Damit muss bei der Anmeldung kein Passwort mehr eingetippt werden.
Der Dialog zur Erstellung von Einladungs-E-Mails wurde intuitiver gestaltet und vereinfacht. In einem eigenen Bereich der Benutzeroberfläche lädt der Benutzer seine Kontakte zur Zusammenarbeit ein und definiert die Zugriffsrechte der Teamrooms. Für externe Entwickler wurden die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um Cloud-Apps entwickeln zu können. Cloud-Apps erweitern den Funktionsumfang von Fabasoft Folio Cloud für spezielle Anwendungsfälle durch zusätzliche Funktionalitäten, beispielsweise ein Konferenzmanagement-App für die Abwicklung von Konferenzen. Die Einstiegsversion Fabasoft Folio Cloud primo steht kostenlos unter www.foliocloud.com zum Download zur Verfügung.
Fabasoft eGov-Suite
Im Zentrum der Entwicklungstätigkeiten betreffend die Fabasoft eGov-Suite stand im Berichtszeitraum die Arbeit an der neuen Version der Fabasoft eGov-Suite. Die Optimierung der Usability durch Neugestaltung der Formulare und Anpassung der Use-Cases an das neue User-Interface des Web-Browser-Clients von Fabasoft Folio 2010 bildeten dabei wesentliche Schwerpunkte. Durch die Optimierung des Versandprozesses erhält der Anwender nun direktes Feedback zu der jeweiligen Finalisierung bzw. zu der Abfertigung. Die Änderungen wurden in einem gemeinsamen Prozess durch regelmäßige Arbeitsgruppensitzungen mit der Arbeitsgruppe zum neuen Länderstandard Österreich erarbeitet und in definierten Zyklen für die Fabasoft eGov-Suite umgesetzt.
In Kooperation mit dem Change Board Bund und der Schweizerischen Bundeskanzlei wurde für den GEVER-Standard der eCH0039 Datenaustausch mit Import und Export von Geschäftsobjekten in der Version 8.0 SP1 umgesetzt. Zusätzlich wurde ein Prototyp für ein "Überdepartementales Prozesse-System" (ÜDP) auf Basis der Nachrichtengruppe G0T0 entworfen. Dieser Prototyp unterstützt die departmentsübergreifende Zusammenarbeit von Geschäftsobjekten in der Schweizer Bundesverwaltung.
Fabasoft app.ducx
Im Zuge der konsequenten Umsetzung der Markenstrategie wurde das Produkt Fabasoft DUCX in Fabasoft app.ducx umbenannt. Es bietet gemeinsam mit Fabasoft app.test und Fabasoft app.telemetry ein umfassendes Application-Lifecycle-Management für die Erstellung von Fachanwendungen für Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud und die Fabasoft eGov-Suite. Ein Schwerpunkt im abgelaufenen Quartal lag in den Vorbereitungen der ersten Fabasoft Cloud Developer Conference (CDC). Im Rahmen dieser Veranstaltung zeigte Fabasoft Softwareentwicklern in Workshops die einfache und effektive Erstellung von Cloud-Apps mit Fabasoft app.ducx.
Die nahtlose Integration in Continuous-Integration-Systeme in Kombination mit Fabasoft app.test war dabei ein zentraler Aspekt. Dadurch haben Entwickler noch bessere Möglichkeiten, die Qualität einer Anwendung zu verbessern.
Fabasoft app.test
Fabasoft app.test automatisiert, was manuell viel Zeit kostet. In der agilen Softwareentwicklung wird stetig gefordert, repetitive Aufgaben der Qualitätssicherung zu automatisieren und permanent auszuführen. Durch Konzepte wie "Test-Driven Development" und "Continuous Integration" wird dies unterstrichen. Mit Fabasoft app.test stehen, die im Fabasoft-Umfeld jahrelang bewährten Möglichkeiten von automatisierten Tests auf unterschiedlichen Plattformen auch für Webanwendungen, E-Services oder Webseiten zur Verfügung, welche nicht auf Fabasoft-Produkten basieren. Durch
diese Maßnahme sollen neue Marktpotenziale eröffnet und die Applikation für weitere Zielgruppen attraktiv werden. Als kostenlose Einstiegsversion steht dafür Fabasoft app.test primo (www.apptest.com) zur Verfügung.
Fabasoft app.telemetry
Fabasoft app.telemetry konzentrierte sich im abgelaufenen Quartal auf den noch einfachen Zugang zu relevanten Performance-Daten. Mit der Fabasoft app.telemetry 2010 Fall Release stehen neue Module für die Webserver Apache und Microsoft Internet Information Services zur Verfügung. Diese ermöglichen einen unmittelbaren Einblick in das Antwortzeitverhalten unternehmenskritischer Anwendungen und erfordern keine Implementierung von Messpunkten im Quellcode mehr. Als kostenlose Einstiegsversion steht dafür Fabasoft app.telemety primo (www.apptelemetry.com) zur Verfügung. Für noch mehr Details können Anwendungen wie bisher mit dem Fabasoft app.telemetry SDK integriert werden.
Fabasoft Mindbreeze
Mit der Fabasoft Mindbreeze Enterprise 2010 Fall Release ist es möglich, orts- und zeitunabhängig auf die Inhalte von Microsoft Outlook PST- Archiv-Dateien zuzugreifen. Fabasoft Mindbreeze Enterprise findet Aufgaben, Kalender, Notizen, Kontakte und E-Mails mit deren Anhängen auch innerhalb von PST-Dateien. Dabei extrahieren die Fabasoft Mindbreeze Enterprise Filter Inhalte (unstrukturierte Daten) und Metadaten. Sie bereiten diese als strukturierte Informationen für den Anwender auf. Auf die übersichtliche und nahtlose Integration in den Web Client wurde besonderer Wert gelegt. Die Berechtigungen bleiben dabei gewahrt.
Ein leistungsfähigerer Web Connector wurde umgesetzt, der den WWW-Connector ablöst. Der neue Connector bietet zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten wie beispielsweise bestimmte Webseiten-Bereiche zu indizieren. Diese Bereiche werden so in die Suche einbezogen. Darüber hinaus können auch semantische Annotationen in HTML (Microformat) indiziert werden. Die Möglichkeit benutzerspezifische Profile zu verwenden wurde auf den Mobile Client ausgedehnt. Somit kann ein Anwender im Unternehmen auf seinem Arbeitsplatz ein anderes Benutzerprofil verwenden wie auf seinem Smartphone (Android, Blackberry, iPhone).
Die Suche in Microsoft Exchange kann nun zusätzlich auf das primäre Postfach des Anwenders und die öffentlichen Ordner eingeschränkt werden. Dadurch werden unabhängig von den Benutzerfreigaben keine Treffer aus freigegebenen Postfächern und freigegebenen Ordnern anderer Benutzer retourniert.
Eine kostenlose 30-Tage-Testversion von Fabasoft Mindbreeze Enterprise steht unter www.mindbreeze.com zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Mindbreeze mit dem Link (https://wikipedia.mindbreeze.com) eine bequeme kostenlose Suche nach Wikipedia-Inhalten ohne die Seite aufrufen zu müssen.
Ausblick
Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber betreut der Fabasoft Konzern eine über die Jahre gewachsene, prominente Basis von Bestandskunden. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und insbesondere deren Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte sind viele dieser Kunden äußerst konservativ in der Planung ihrer Budgets. Diese Einschränkungen wirken sich sowohl auf laufende Projekte und bestehende Installationen als auch auf geplante Vorhaben negativ aus.
Daneben ist aber auch Interesse aus Verwaltungen und verwaltungsnahen Organisationen in für Fabasoft neuen Regionen zu verzeichnen. Da sich viele dieser Vorhaben in einem frühen Stadium befinden und großen Unsicherheiten unterliegen, können Umfang und Zeitschiene von möglicherweise daraus resultierenden Umsätzen aktuell nicht prognostiziert werden.
Im Wettbewerb um Projekte öffentlicher Auftraggeber ist weiterhin ein verschärfter Mitbewerbsdruck zu spüren, welcher mit harten Preiskämpfen verbunden ist und welcher sich in Folge negativ auf die erzielbaren Margen auswirkt. Darüber hinaus unterliegt das Geschäft, wie auch in der Vergangenheit, deutlichen Schwankungen zwischen den Geschäftsjahresquartalen.
Im Bereich der privaten Auftraggeber ist die Investitionsbereitschaft stark abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Prognosen zur Entwicklung ihrer jeweiligen Zielmärkte. Eine weiterhin anhaltende Zurückhaltung bei Investitionsprojekten kann auch in den nachfolgenden Geschäftsjahresquartalen nicht ausgeschlossen werden. Das Marktumfeld stellt sich, wie auch im öffentlichen Sektor, hochkompetitiv dar.
Es werden in den folgenden Quartalen Anstrengungen unternommen, neben den klassischen Modellen (On-Premises, Lizenzgebühr), die neuen Nutzungsmodelle (SaaS, Cloud) verstärkt anzubieten. Eine zusätzliche Nachfrage soll über Online-Marketing-Maßnahmen, gesteigerte Vertriebsaktivitäten und Investitionen, auch in neuen Marktsegmenten und geographischen Regionen, generiert werden. Potenzielle Geschäftschancen aus diesen Aktivitäten werden mit dem Ziel, daraus Umsatz zu generieren, engagiert weiterverfolgt werden.
Konzerngesamtergebnisrechnung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011
| in TEUR | AZ | April – Dez. 2010 | April – Dez. 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5. | 15.725 | 15.880 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 119 | 57 | |
| Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen | -253 | -361 | |
| Personalaufwand | -9.689 | -9.397 | |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | -1.024 | -1.047 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.182 | -4.202 | |
| Betriebsergebnis | 5. | -304 | 930 |
| Finanzerträge | 105 | 265 | |
| Finanzaufwendungen | -74 | 0 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -273 | 1.195 | |
| Ertragsteuern | 49 | -340 | |
| Periodenergebnis | -224 | 855 | |
| Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 77 | 20 | |
| Sonstiges Ergebnis | 77 | 20 | |
| Gesamtergebnis | -147 | 875 | |
| Periodenergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | -97 | 851 | |
| Minderheiten | -127 | 4 | |
| Gesamtergebnis davon entfallen auf: |
|||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | -20 | 871 | |
| Minderheiten | -127 | 4 | |
| Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Gesamtergebnis, das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) |
|||
| unverwässert | 0,00 | 0,11 | |
| verwässert | 0,00 | 0,11 |
Konzerngesamtergebnisrechnung für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011
| in TEUR AZ |
Okt. – Dez. 2010 | Okt. – Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.492 | 5.590 |
| Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen | -87 | -139 |
| Personalaufwand | -3.247 | -3.251 |
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | -303 | -324 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.915 | -1.563 |
| Betriebsergebnis | -60 | 313 |
| Finanzerträge | 35 | 38 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -25 | 351 |
| Ertragsteuern | 8 | -148 |
| Periodenergebnis | -17 | 203 |
| Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 39 | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | 39 | 5 |
| Gesamtergebnis | 22 | 208 |
| Periodenergebnis davon entfallen auf: |
||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | -8 | 197 |
| Minderheiten | -9 | 6 |
| Gesamtergebnis davon entfallen auf: |
||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 31 | 202 |
| Minderheiten | -9 | 6 |
| Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Gesamtergebnis, das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) |
||
| unverwässert | 0,01 | 0,03 |
| verwässert | 0,01 | 0,03 |
Konzernzwischenbilanz zum 31. Dezember 2010
| Aktiva in TEUR | AZ | 31.12.2010 | 31.03.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 3.1. | 2.800 | 1.951 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.1. | 40 | 29 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 148 | 148 | |
| Aktive latente Steuern | 895 | 698 | |
| 3.883 | 2.826 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Liefer- und sonstige Forderungen | 10.464 | 8.892 | |
| Liquide Mittel | 12.752 | 17.387 | |
| 23.216 | 26.279 | ||
| Summe Aktiva | 27.099 | 29.105 |
| Passiva in TEUR | AZ | 31.12.2010 | 31.03.2010 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.2. | ||
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||
| Grundkapital | 5.000 | 7.000 | |
| Kapitalrücklagen | 9.775 | 9.922 | |
| Marktbewertungsrücklage | -5 | -5 | |
| Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 352 | 275 | |
| Ergebnisvortrag | -1.049 | 68 | |
| 14.073 | 17.260 | ||
| Minderheitenanteil | -115 | 42 | |
| 13.958 | 17.302 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Abfertigungen | 1.251 | 1.161 | |
| Passive latente Steuern | 80 | 5 | |
| 1.331 | 1.166 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten | 3.3. | 6.407 | 4.543 |
| Erlösabgrenzungen | 5.403 | 6.094 | |
| 11.810 | 10.637 | ||
| Summe Passiva | 27.099 | 29.105 |
Konzerngeldflussrechnung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011
| in TEUR | AZ | April – Dez. 2010 | April – Dez. 2009 |
|---|---|---|---|
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | |||
| Betriebsergebnis | -304 | 930 | |
| Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten: | |||
| Aufwand für planmäßige Abschreibungen | 1.024 | 1.047 | |
| Aufwendungen für Mitarbeiterbeteiligungen | 37 | 0 | |
| Veränderung von langfristigen Rückstellungen | 90 | 93 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | -2 | 2 | |
| 845 | 2.072 | ||
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen: | |||
| Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen | -1.666 | -2.105 | |
| (ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung) | |||
| Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten | -639 | 260 | |
| Veränderung von Erlösabgrenzungen | -691 | -1.191 | |
| -2.996 | -3.036 | ||
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | -2.151 | -964 | |
| Vereinnahmte Zinsen | 104 | 122 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | 22 | 146 | |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | -2.025 | -696 | |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 3.1. | -1.889 | -465 |
| Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit | -1.889 | -465 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Ausübung von Optionen | 200 | 0 | |
| Einzahlungen aus Verkauf von Aktien an Mitarbeiter | 34 | 0 | |
| Dividendenausschüttung | -1.050 | 0 | |
| Auszahlungen an Minderheitengesellschafter | -30 | 0 | |
| Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit | -846 | 0 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | -4.760 | -1.161 | |
| Entwicklung der liquiden Mittel | |||
| Anfangsbestand der liquiden Mittel | 17.387 | 17.067 | |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 125 | 141 | |
| Zunahme / Abnahme | -4.760 | -1.161 | |
| Endbestand der liquiden Mittel | 4. | 12.752 | 16.047 |
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | AZ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Marktbe wertungs rücklage |
Ausgleichs posten aus Währungs umrechnung |
Ergebnis vortrag |
Gesamt | Minder heiten anteil |
Eigen kapital gesamt |
| Stand am 31. März 2009 |
8.518 | 9.894 | -5 | 231 | -2.265 | 16.373 | 11 | 16.384 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 20 | 851 | 871 | 4 | 875 | |
| Änderung auf Grund Kapitalherabsetzung |
-1.518 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.518 | 0 | -1.518 | |
| Stand am 31. Dezember 2009 |
3.2. | 7.000 | 9.894 | -5 | 251 | -1.414 | 15.726 | 15 | 15.741 |
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | AZ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Marktbe wertungs rücklage |
Ausgleichs posten aus Währungs umrechnung |
Ergebnis vortrag |
Gesamt | Minder heiten anteil |
Eigen kapital gesamt |
| Stand am 31. März 2010 |
7.000 | 9.922 | -5 | 275 | 98 | 17.290 | 42 | 17.332 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 77 | -97 | -20 | -127 | -147 | |
| Dividende, Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.050 | -1.050 | -30 | -1.080 | |
| Änderung auf Grund von Optionsprogrammen |
0 | -147 | 0 | 0 | 0 | -147 | 0 | -147 | |
| Änderung auf Grund Kapitalherabsetzung |
-2.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.000 | 0 | -2.000 | |
| Stand am 31. Dezember 2010 |
3.2. | 5.000 | 9.775 | -5 | 352 | -1.049 | 14.073 | -115 | 13.958 |
Anhang zum Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2010
1) Grundlegende Informationen
Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller für Enterprise Content Management (ECM), Compliance, Electronic Government und MoReq2-zertifizierter Information Governance sowie ein Anbieter von Cloud Services für die sichere und zuverlässige Zusammenarbeit von Unternehmen, Partnern und Kunden über das Internet. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernzwischenabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2010.
2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung
Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Zwischenbilanzstichtag bewertet werden.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die offengelegten Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten am Zwischenbilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.
Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses wurden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie für den letzten vorliegenden Konzernabschluss zum 31. März 2010.
Der Konzernzwischenabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.
2.2. Konsolidierung
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Zwischenabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernzwischenabschlussstichtag 31. Dezember 2010 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
2.2.1. Konsolidierungskreis
Zum Zwischenbilanzstichtag 31. Dezember 2010 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Unternehmen | Sitz | Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in% |
|---|---|---|
| Fabasoft R&D GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| Fabasoft Austria GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| Fabalabs Software GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| Mindbreeze Software GmbH | Linz/Österreich | 55,00 |
| Fabasoft Institute of Technology GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| Fabasoft International Services GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| Fabasoft Distribution GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
| app.telemetry GmbH | Linz/Österreich | 90,00 |
| Fabasoft D Software GmbH | Frankfurt am Main/Deutschland | 100,00 |
| Fabasoft CH Software AG | Bern/Schweiz | 100,00 |
| Fabasoft Limited | London/Großbritannien | 100,00 |
| Fabasoft Italia S.r.l. | Rom/Italien | 100,00 |
| Unternehmen | Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in% | |
|---|---|---|
| Fabasoft Corporation | Boston/USA | 100,00 |
| Fabasoft AT Software GmbH | Linz/Österreich | 100,00 |
2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis
Am 12. November 2010 gründete die Fabasoft Austria GmbH die Fabasoft AT Software GmbH in Linz/Österreich. Die Fabasoft Austria GmbH hält 100% des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.
2.2.3. Währungsumrechnung
Die Zwischenabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Zwischenbilanzstichtag, bei den Posten der Gesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Berichtszeitraumes zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und Bilanzposten in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.
3) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gesamtergebnisrechnung
3.1. Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Hardware und sonstige Büroeinrichtung.
3.2. Eigenkapital
Zum Stichtag 31. Dezember 2010 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr: 7.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.775 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.
In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 5. Juli 2010 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie ausgeschüttet.
Das Grundkapital wird im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung von EUR 7.000.000 auf EUR 5.000.000 zum Zweck der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals durch Zusammenlegung von Aktien herabgesetzt. Der Vorstand wird ermächtigt, weitere Einzelheiten der Kapitalherabsetzung zu entscheiden.
Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.
3.3. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten
In den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Stichtag 31. Dezember 2010 TEUR 2.000 (TEUR 1.518 zum 31. Dezember 2009) als Verbindlichkeiten aus Kapitalherabsetzung enthalten.
4) Geldflussrechnung
Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzuflüsse und -abflüsse ersichtlich.
Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
5) Segmentberichterstattung
Das Berichtsformat des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.
| Umsatz mit externen Kunden | Intersegmentäre Umsätze | Betriebsergebnis | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | April – Dez. 2010 |
April – Dez. 2009 |
April – Dez. 2010 |
April – Dez. 2009 |
April – Dez. 2010 |
April – Dez. 2009 |
| Österreich | 8.866 | 9.254 | 4.321 | 3.730 | -862 | 595 |
| Deutschland | 4.069 | 4.273 | 21 | 3 | 593 | 621 |
| Schweiz | 2.569 | 2.189 | 2 | 12 | -52 | -79 |
| Sonstige Länder | 222 | 164 | 0 | 2 | 17 | -207 |
| 15.725 | 15.880 | 4.344 | 3.747 | -304 | 930 |
6) Sonstige Angaben
6.1. Aktienoptionen
| Optionenmodell | Zuteilungszeitpunkt | Ausübungskurs | Anzahl der Optionen |
|---|---|---|---|
| Sonstige | 1.01.2010 | EUR 2,00 | 140.000 |
Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:
| Sonstige Optionenmodelle | April – Dez. 2010 | April – Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Zum 1. April | 140.000 | 0 |
| Nach Kapitalherabsetzung | 100.000 | 0 |
| Ausgegeben | 0 | 0 |
| Verfallen | 2 | 0 |
| Ausgeübt | 99.998 | 0 |
| Zum 31. Dezember | 0 | 0 |
Der beizulegende Zeitwert der ausstehenden Optionsrechte wird auf Grund der kurzen Laufzeit aus dem Unterschiedsbetrag des Aktienkurses zum Zuteilungszeitpunkt und des Ausübungskurses errechnet und über den Erbringungszeitraum der Gegenleistung verteilt.
Für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Vertriebsaktivitäten sind im Berichtszeitraum Aufwendungen für Optionen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigt.
6.2. Mitarbeiteroptionen
| Optionenmodell | Zuteilungszeitpunkt | Ausübungskurs | Anzahl der Optionen |
|---|---|---|---|
| VI | 23.04.2010 | EUR 2,00 | 160.000 |
Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:
| Optionenmodell VI | April – Dez. 2010 | April – Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Zum 1. April | 0 | 0 |
| Ausgegeben | 160.000 | 0 |
| Nach Kapitalherabsetzung | 114.285 | 0 |
| Verfallen | 0 | 0 |
| Ausgeübt | 17.142 | 0 |
| Zum 31. Dezember | 97.143 | 0 |
Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.
Im Berichtszeitraum ist ein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.
6.3. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer
6.3.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
| April – Dez. 2010 | April – Dez. 2009 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 196 | 183 |
6.3.2. Vorstände der Fabasoft AG
Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au
6.3.3. Aufsichtsräte der Fabasoft AG
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder, Linz Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München Dr. Peter Posch, Wels (seit 5. Juli 2010)
6.3.4. Aktienbesitz der Organe
Die Organmitglieder besitzen keine Aktien und Bezugsrechte.
6.3.5. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der letzten ordentlichen Jahreshauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt wurden, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH 117.140 Fabasoft-Aktien von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Daraus resultierend sind zum Stichtag 31. Dezember 2010 TEUR 503 (Vorjahr: TEUR 0) in den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.
6.4. Ereignisse nach dem Zwischenbilanzstichtag
Nach dem 31. Dezember 2010 traten keine für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss wesentlichen Ereignisse ein.
Linz, am 8. Februar 2011
Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind
Der Vorstand der Fabasoft AG
Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zum 31. Dezember 2010
Einleitung
Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2010 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernzwischenbilanz zum 31. Dezember 2010, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2010 sowie erläuternde Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.
Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Unsere Verantwortlichkeit und Haftung für nachgewiesene Vermögensschäden auf Grund einer fahrlässigen Pflichtverletzung bei der Durchführung unserer Arbeiten wird analog § 275 Abs. 2 UGB (Haftungsregelung bei der Prüfung einer kleinen oder mittelgroßen Gesellschaft) mit EUR 2 Mio. begrenzt. Die mit dem Auftraggeber vereinbarte und hier offengelegte Beschränkung unserer Haftung gilt auch gegenüber jedem Dritten, der im Vertrauen auf unseren Bericht Handlungen setzt oder unterlässt.
Umfang der prüferischen Durchsicht
Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze sowie des International Standard on Review Engagements 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.
Ergebnis der prüferischen Durchsicht
Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.
Wien, am 8. Februar 2011
Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer
PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft