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Fabasoft AG Audit Report / Information 2015

Jun 10, 2015

9319_10-k_2015-06-10_f2a59164-833a-472d-ae3d-3188eaa3963c.pdf

Audit Report / Information

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Jahresfinanzbericht 2014/2015

INHALTSVERZEICHNIS

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung 4
Konzerngeldflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 6
Anhang zum Konzernabschluss 8
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 40
Bestätigungsvermerk 58
Bilanzeid 60
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 62
Anhang zum Jahresabschluss 64
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 72
Bestätigungsvermerk 90
Bilanzeid 92
III. Bericht des Aufsichtsrates 94

KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2015

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2015 31.03.2014
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 5.1.1. 2.482 2.590
Immaterielle Vermögenswerte 5.1.2. 45 90
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 5.1.3. 177 157
Aktive latente Steuern 5.1.4. 493 695
3.197 3.532
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 5.2.1. 10.181 10.351
Ertragsteuerforderungen 5.2.1. 215 242
Liquide Mittel 5.2.2. 14.554 13.311
24.950 23.904
Summe Aktiva 28.147 27.436
Passiva in TEUR AZ 31.03.2015 31.03.2014
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 5.3. 5.000 5.000
Kapitalrücklagen 5.3. 9.361 9.327
Sonstige Rücklagen -545 -387
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 553 387
Ergebnisvortrag -502 -519
13.867 13.808
Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner -73 -185
13.794 13.623
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 5.4.1. 2.256 1.975
Rückstellungen für Pensionen 5.4.2. 0 170
Passive latente Steuern 5.1.4. 323 232
2.579 2.377
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 5.5.1. 4.567 3.725
Ertragsteuerverbindlichkeiten 221 176
Erlösabgrenzungen 5.5.2. 6.986 7.535
11.774 11.436
Summe Passiva 28.147 27.436

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014/2015

in TEUR AZ 2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 6.1. 27.554 25.049
Sonstige betriebliche Erträge 6.2. 234 135
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -1.114 -553
Personalaufwand 6.3. -15.240 -14.159
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 6.4. -1.532 -1.598
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.5. -6.865 -6.748
Betriebsergebnis 3.037 2.126
Finanzerträge 6.6. 62 32
Finanzaufwendungen 6.6. -3 -18
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.096 2.140
Ertragsteuern 6.7. -802 -193
Jahresergebnis 2.294 1.947
Sonstiges Ergebnis (mögliche Reklassifizierung ins Jahresergebnis):
Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 166 61
Neubewertungseffekte von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten, abzüglich latente Steuern
15 0
Sonstiges Ergebnis (keine Reklassifizierung ins Jahresergebnis):
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen,
abzüglich latente Steuern
-173 -28
Sonstiges Ergebnis 8 33
Gesamtergebnis 2.302 1.980
Jahresergebnis davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 2.255 1.999
Nicht beherrschende Anteilseigner 39 -52
Gesamtergebnis davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 2.263 2.032
Nicht beherrschende Anteilseigner 39 -52
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Jahresergebnis,
das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 9.1.1. 0,45 0,40
verwässert 9.1.2. 0,44 0,39

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014/2015

in TEUR AZ 2014/2015 2013/2014
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit
Betriebsergebnis 3.037 2.126
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 6.4. 1.532 1.598
Aufwendungen für Optionsprogramme 34 31
Effekte aus Währungsumrechnung -136 0
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 111 240
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen 2.12. -231 -37
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen -1 23
4.346 3.981
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Liefer- und sonstigen Forderungen 170 -2.223
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten 892 -43
(ohne Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Erlösabgrenzungen -491 -687
571 -2.953
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 4.917 1.028
Vereinnahmte Zinsen 35 29
Erhaltene Förderungen FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) 58 0
Gezahlte Ertragsteuern -397 -97
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 4.613 960
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.382 -806
Erlöse aus Veräußerung von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
3 0
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -1.379 -806
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Dividendenausschüttung -2.100 -1.900
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner -115 -104
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -2.215 -2.004
Veränderung der liquiden Mittel 1.019 -1.850
Entwicklung der liquiden Mittel
Anfangsbestand der liquiden Mittel 13.311 15.154
Effekte aus Wechselkursänderungen 224 7
Zunahme/Abnahme 1.019 -1.850
Endbestand der liquiden Mittel 5.2.2. 14.554 13.311
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Anteil
der nicht
beherr
schenden
Anteils
eigner
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2013
5.000 9.296 -359 326 -489 13.774 -109 13.665
Sonstiges Ergebnis 0 0 -28 61 0 33 0 33
Jahresergebnis 0 0 0 0 1.999 1.999 -52 1.947
Gesamtergebnis 0 0 -28 61 1.999 2.032 -52 1.980
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -1.900 -1.900 0 -1.900
Änderung Beteiligung/
Anteilsverhältnisse von
nicht beherrschenden
Anteilseignern
0 0 0 0 -129 -129 -25 -154
Änderung auf
Grund von
Optionsprogrammen
0 31 0 0 0 31 0 31
Stand am
31. März 2014
5.3. 5.000 9.327 -387 387 -519 13.808 -185 13.623

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014/2015

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Anteil
der nicht
beherr
schenden
Anteils
eigner
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2014
5.000 9.327 -387 387 -519 13.808 -185 13.623
Sonstiges Ergebnis 0 0 -158 166 0 8 0 8
Jahresergebnis 0 0 0 0 2.255 2.255 39 2.294
Gesamtergebnis 0 0 -158 166 2.255 2.263 39 2.302
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -2.100 -2.100 0 -2.100
Änderung Beteiligung/
Anteilsverhältnisse von
nicht beherrschenden
Anteilseignern
0 0 0 0 -138 -138 73 -65
Änderung auf
Grund von
Optionsprogrammen
0 34 0 0 0 34 0 34
Stand am
31. März 2015
5.3. 5.000 9.361 -545 553 -502 13.867 -73 13.794

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. MÄRZ 2015

1) Grundlegende Informationen

Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller und Cloud-Anbieter. Die Softwareprodukte und Cloud-Dienste von Fabasoft sorgen für das einheitliche Erfassen, Ordnen, sichere Aufbewahren und kontextsensitive Finden aller digitalen Geschäftsunterlagen in Unternehmen.

Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Fabasoft AG mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2014 bis 31. März 2015.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1. Neue und geänderte Standards, die im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden

IFRS 10, "Konzernabschlüsse", baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen – insbesondere bei schwierigen Fällen. Die Anwendung des Standards führte zu keiner Änderungen im Konsolidierungskreis und hat keine wesentlichen Auswirkungen im Konzernabschluss.

IFRS 12, "Angaben zu Anteilen an Unternehmen", führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen. Durch die Anwendung des Standards wurde eine Ausweitung der Angaben zu Anteilen an Konzernunternehmen vorgenommen.

2.1.2. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für spätere Geschäftsjahre anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9, "Finanzinstrumente", befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die vollständige Fassung des IFRS 9 wurde im Juli 2014 veröffentlicht. Sie ersetzt die Regelungen des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. IFRS 9 behält das gemischte Bewertungsmodell mit Vereinfachungen bei und schafft drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: fortgeführte Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Kategorisierung richtet sich nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts.

Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Hier besteht lediglich zu Beginn das unwiderrufliche Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Weiterhin gibt es jetzt ein neues Wertminderungsmodell auf Basis erwarteter Verluste, das das Modell des IAS 39, das auf eingetretenen Verlusten basiert, ersetzt. Für finanzielle Verbindlichkeiten hat sich die Kategorisierung und Bewertung grundsätzlich nicht geändert. Die einzige Ausnahme betrifft die Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, für die Änderungen des eigenen Kreditrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. IFRS 9 erleichtert die Vorschriften zur Messung der Hedge-Effektivität, in dem der quantitative Effektivitätstest grundsätzlich entfällt. Erforderlich ist ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument. Zudem muss das Sicherungsverhältnis dem entsprechen, das die Geschäftsführung tatsächlich für Zwecke des Risikomanagements nutzt. Eine zeitgleiche Dokumentation ist nach wie vor erforderlich, unterscheidet sich aber von der derzeit nach IAS 39 erstellten Dokumentation. Der neue Standard ist erstmals verpflichtend in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden. Der Konzern analysiert noch die vollständigen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9.

IFRS 15, "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" beschäftigt sich mit der Umsatzrealisation und legt Prinzipien fest, die dazu dienen, den Abschlussadressaten nützliche Informationen zu Art, Höhe, Anfall und Unsicherheiten von Umsatzerlösen zu geben. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" sowie zugehöriger Interpretationen. Er ist voraussichtlich erstmals in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die vollständigen sich für den Konzern ergebenden Auswirkungen werden zurzeit analysiert.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2015 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich strukturierte Unternehmen), die vom Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegt und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der variablen Rückflüsse des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Unternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Beherrschungstatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten.

Sämtliche Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10.

Konzernfremde Anteile von nicht beherrschenden Anteilseignern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2015 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Art der
Geschäftstätigkeit
Unmittelbarer
Anteil der
Fabasoft AG
in%
Durch nicht
beherrschende
Anteilseigner
gehaltener Anteil
in%
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich Konzerndienstleistungen 100 -
Fabasoft Cloud GmbH Linz/Österreich Cloud Produkte 100 -
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich Forschung & Entwicklung 100 -
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich Operatives Geschäft
Österreich
100 -
Mindbreeze GmbH Linz/Österreich Enterprise Search
Produkte
65 35
Fabasoft Deutschland GmbH Frankfurt am Main/
Deutschland
Operatives Geschäft
Deutschland
100 -
Fabasoft Schweiz AG Bern/Schweiz Operatives Geschäft
Schweiz
100 -
Fabasoft Limited London/
Großbritannien
Operatives Geschäft
Großbritannien
100 -
Unternehmen Sitz Art der
Geschäftstätigkeit
Mittelbarer
Anteil der
Fabasoft AG
in%
Durch nicht
beherrschende
Anteilseigner
gehaltener Anteil
in%
Fabasoft Corporation Boston/USA Operatives Geschäft USA 100 -
Fabasoft AT Software GmbH Linz/Österreich Partnervertrieb 100 -

Der Anteil der direkt durch das Mutterunternehmen gehaltenen Stimmrechte an den Tochterunternehmen weicht nicht von dem Anteil der gehaltenen Anteile ab.

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Laut Abtretungsvertrag vom 21. Oktober 2014 wurden 10% der Geschäftsanteile an der Mindbreeze GmbH, gehalten von einem nicht beherrschenden Anteilseigner, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit zum Stichtag 65% des Stammkapitals der Mindbreeze GmbH.

Mit Ausnahme der oben genannten Anteilsabtretung gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Vorjahr.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Erwerbszeitpunkt). Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden nicht aktiviert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet unabhängig vom Umfang der von nicht beherrschenden Anteilseignern gehaltenen Anteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

2.2.4. Währungsumrechnung

Funktionale und Berichtswährung der Fabasoft AG ist der Euro. Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im Eigenkapital als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von/ an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestitionen in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in den Gewinn und Verlust umgegliedert.

Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und monetären Vermögenswerten und Schulden in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs 31. März Durchschnittskurs für das Jahr
Schweizer Franken
2015 1,0473 CHF 1,17481 CHF
2014 1,2214 CHF 1,22692 CHF
Britische Pfund
2015 0,7256 GBP 0,78385 GBP
2014 0,8286 GBP 0,84295 GBP
US-Dollar
2015 1,0719 USD 1,26559 USD
2014 1,3773 USD 1,33896 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen in fremde Gebäude 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Der Fabasoft Konzern hält keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst (qualifizierter Vermögenswert), werden aktiviert. Bei Verkauf oder sonstigem Ausscheiden werden die Anschaffungs-/ Herstellungskosten und die entsprechend kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht. Dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfassen ist.

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

2.6. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als Operating-Leasing zu qualifizieren. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.7. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available-for-sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag als Teil des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten liegt nur dann eine Wertminderung vor, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eingetreten sind (ein "Schadensfall"), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und dieser Schadensfall (oder die Schadensfälle) eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe von finanziellen Vermögenswerte hat.

Im Fall von Schuldinstrumenten wird, wenn ein derartiger Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, der im Eigenkapital erfasste kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert abzüglich bereits ergebniswirksam erfasster Wertminderungsverluste – aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn sich in einer Folgeperiode der beizulegende Zeitwert eines Schuldinstruments, welcher als zur Veräußerung verfügbaren finanzieller Vermögenswert klassifiziert wurde, erhöht und diese Erhöhung aus Umständen resultiert, die nach der erstmaligen Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, wird die Wertaufholung ergebniswirksam erfasst.

2.8. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

Zum 31. März 2015 weist der Fabasoft Konzern keine Vorräte aus.

2.9. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2015 gültigen Stichtagskursen bewertet.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Hierbei werden die unter Punkt 2.7 angeführten Kriterien für die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten zugrunde gelegt.

In der Kategorie "Ausleihungen und Forderungen" wird die Höhe des Wertminderungsverlusts aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle) ermittelt. Der Buchwert des Vermögenswerts wird um den Verlustbetrag vermindert und der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst.

Wenn sich der Betrag der Wertminderung in einer Folgeperiode reduziert und diese Reduzierung aus Umständen resultiert, die nach der erstmaligen Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, wird die Wertaufholung ergebniswirksam erfasst.

2.10. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Grund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilabrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilabrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilabrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.11. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2015 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.12. Leistungen an Arbeitnehmer

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für Abfertigungen für Mitarbeiter entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 19 (rev. 2011) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten im Wesentlichen denen der Abfertigungsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

Die Abfertigungsrückstellung für die Vorstände der Fabasoft AG wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden auf Grund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsrückstellung für die Vorstände wurde auf Basis der vertraglichen Pensionszusage berechnet.

Die Pensionszusage für Vorstände wird durch fixe Zahlungen an Pensionsrückdeckungsversicherungen finanziert. Die Höhe des Deckungskapitals basiert auf fortlaufend eingeholten Versicherungsbestätigungen.

Im Berichtszeitraum 2014/2015 wurden die Pensionszusagen dahingehend geändert, dass der Anspruch der Begünstigten jeweils nur in Höhe des Deckungswertes der bestehenden Pensionsrückdeckungsversicherungsverträge zum jeweiligen Stichtag besteht. Infolgedessen wird die Verpflichtung in Höhe des Deckungswertes angesetzt. In der Bilanz werden Verpflichtung und Deckungswerte (Planvermögen) saldiert.

2.13. Aktienbasierte Vergütungen durch Ausgleich mit Eigenkapital-Instrumenten

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen auf Aktien der Fabasoft AG wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen zum Zeitpunkt der Einräumung.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erlöse werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.14. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2015 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.15. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iii) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen werden nach Leistungsfortschritt realisiert (siehe Punkt 2.10.).

2.16. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2015 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Cloud GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Mindbreeze GmbH und (6) Fabasoft Corporation.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten der Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Aktive latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.17. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sowie die erfassten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Im Folgenden sind die kritischen Ermessens- und Schätzungsspielräume angeführt:

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Umsätze aus der Erbringung von Fixpreisprojekten werden nach der POC-Methode bilanziert. Hierbei ermittelt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der noch zu erbringenden Dienstleistungen. Würde der Fertigstellungsgrad um 10%-Punkte höher bzw. niedriger angesetzt werden, ergäbe sich eine Umsatz- bzw. Forderungserhöhung von TEUR 212 bzw. eine Umsatz- bzw. Forderungsminderung um TEUR 399.

Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 0,7% (anstatt 1,7%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2014/2015 um TEUR 178 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 2.434 (anstatt TEUR 2.256) betragen. Bei einem Zinssatz von 2,7% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2014/2015 um TEUR 149 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 2.107 (anstatt TEUR 2.256) betragen.

Wenn den Berechnungen eine Gehaltssteigerung von 3,5% (anstatt 3,0%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2014/2015 um TEUR 82 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 2.338 (anstatt TEUR 2.256) betragen. Bei einer Gehaltssteigerung von 2,5% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2014/2015 um TEUR 76 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 2.180 (anstatt TEUR 2.256) betragen.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der aktiven latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge (siehe 5.1.4.) betragen per 31. März 2015 TEUR 595 (Vorjahr TEUR 591). Im Fall eines höheren oder niedrigeren als geplanten Steuerergebnisses kann dies zum Ansatz von höheren oder niedrigeren latenten Steuern führen.

2.18. Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Fabasoft AG ausgemacht.

Ein Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3) Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Wie in Punkt 2.2.1. dargestellt bestehen bei der Mindbreeze GmbH wesentliche nicht beherrschende Anteile. Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen vor konzerninternen Eliminierungen für die Mindbreeze GmbH, erstellt nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Zusammengefasste Bilanz in TEUR Mindbreeze GmbH
31.03.2015 31.03.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 714 491
Kurzfristige Verbindlichkeiten -1.324 -1.212
Kurzfristiges Nettovermögen -610 -721
Langfristige Vermögenswerte - -
Langfristige Verbindlichkeiten - -
Langfristiges Nettovermögen - -
Gesamtes Nettovermögen -610 -721
Davon Nettovermögen, das den nicht
beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist
-73 -185
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung in TEUR Mindbreeze GmbH
2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 1.484 880
Ergebnis vor Ertragsteuern 140 -162
Ertragsteuern -29 46
Jahresergebnis 111 -116
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 111 -116
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 39 -52
Zusammengefasste Geldflussrechnung in TEUR Mindbreeze GmbH
2014/2015 2013/2014
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 182 -124
Gezahlte Zinsen - -
Erhaltene Zahlungen aus Steuerumlage 46 3
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 228 -121
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit - -
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit - -
Nettoerhöhung (-verminderung) der liquiden Mittel 228 -121

4) Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der Buchwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die beizulegenden Zeitwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Die Finanzinstrumente gliedern sich zum 31. März 2015 wie folgt:

Bilanzposition in TEUR Kategorie
nach IAS 39
Buchwert Fair Value – Level I
(ergebnisneutral)
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Liquide Mittel Kredite und Forderungen 14.554 - 14.554
Liefer- und
sonstige Forderungen*
Kredite und Forderungen 9.647 - 9.647
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
177 177 -
Liefer- und sonstige
Verbindlichkeiten*
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.085 - 1.085

Die Finanzinstrumente gliederten sich zum 31. März 2014 wie folgt:

Bilanzposition in TEUR Kategorie
nach IAS 39
Buchwert Fair Value – Level I
(ergebnisneutral)
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Liquide Mittel Kredite und Forderungen 13.311 - 13.311
Liefer- und
sonstige Forderungen*
Kredite und Forderungen 9.920 - 9.920
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
157 157 -
Liefer- und sonstige
Verbindlichkeiten*
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
747 - 747

*Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen betragen TEUR 50 (Vorjahr TEUR 50). Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde ein Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 50) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Im Folgenden sind die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie angegeben:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Zinsen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 35 28
Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4 4
Fremdwährungserträge/-aufwendungen aus Krediten und Forderungen
(liquide Mittel)
23 0
Zinsen aus Krediten und Forderungen (Liefer- und sonstige Forderungen) 0 7
Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen 0 -50
Gesamt 62 -11

4.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel (im Wesentlichen Bankguthaben), Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

4.2. Kreditrisiko

Bei den finanziellen Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitätsund Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf Grund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als relativ gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, speziell im Finanzsektor, sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit jedoch nicht ausschließbar.

4.3. Liquiditätsrisiko

Auf Grund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf. Alle ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig.

4.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf den beizulegenden Zeitwert besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

4.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanzund Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Euro 12.998 12.320
Britische Pfund 193 193
US-Dollar 236 187
Schweizer Franken 1.124 606
14.551 13.306

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der liquiden Mittel) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2014/2015
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2014/2015
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2013/2014
Britische Pfund +10% (0,79816) -18 -18
-10% (0,65304) 21 21
US-Dollar +10% (1,17909) -21 -17
-10% (0,96471) 26 21
Schweizer Franken +10% (1,15203) -102 -55
-10% (0,94257) 125 67

Lieferforderungen in Fremdwährungen

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Euro 6.543 8.125
US-Dollar* 15 7
Schweizer Franken* 1.707 554
8.265 8.686

*Die Lieferforderungen in Fremdwährung werden im jeweiligen ausländischen Tochterunternehmen mit der jeweiligen Fremdwährung als funktionale Währung gehalten.

5) Erläuterungen zur Konzernbilanz

5.1. Langfristige Vermögenswerte

5.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.178 9.598 11.776
Kumulierte Abschreibungen -1.302 -7.077 -8.379
Buchwert netto 876 2.521 3.397
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwert netto 876 2.521 3.397
Zugänge 89 653 742
Abgänge -22 -7 -29
Abschreibungen -250 -1.270 -1.520
Endbuchwert netto 693 1.897 2.590
Zum 31. März 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.220 9.395 11.615
Kumulierte Abschreibungen -1.527 -7.498 -9.025
Buchwert netto 693 1.897 2.590
Geschäftsjahr 2014/2015
Eröffnungsbuchwert netto 693 1.897 2.590
Zugänge 381 979 1.360
Abgänge -2 0 -2
Abschreibungen -282 -1.184 -1.466
Endbuchwert netto 790 1.692 2.482
Zum 31. März 2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.605 9.684 12.289
Kumulierte Abschreibungen -1.815 -7.992 -9.807
Buchwert netto 790 1.692 2.482

Es wurden keine Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen aktiviert.

5.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 525
Kumulierte Abschreibungen -421
Buchwert netto 104
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwert netto 104
Zugänge 64
Abschreibungen -78
Endbuchwert netto 90
Zum 31. März 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 571
Kumulierte Abschreibungen -481
Buchwert netto 90
Geschäftsjahr 2014/2015
Eröffnungsbuchwert netto 90
Zugänge 22
Abgänge -1
Abschreibungen -66
Endbuchwert netto 45
Zum 31. März 2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten 592
Kumulierte Abschreibungen -547
Buchwert netto 45

5.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Beginn des Geschäftsjahres 157 157
Zeitwertänderung 20 0
Ende des Geschäftsjahres 177 157

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 73) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

5.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2014 Konzerngesamt
ergebnisrechnung
Veränderung
31.03.2015
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 320 28* 348
Anlagevermögen -71 -5** -76
Dienstleistungsaufträge -66 32 -34
Beteiligungsabschreibung 13 -2 11
Verlustvorträge 499 -255 244
Aktive latente Steuern 695 -202 493
Dienstleistungsaufträge -232 -98 -330
Verlustvorträge 0 7 7
Passive latente Steuern -232 -91 -323
Latente Steuern gesamt 463 293 170

*Davon wurden TEUR 58 als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst und mit den Neubewertungseffekten aus Pensionen und Abfertigungen saldiert.

**Davon wurden TEUR -5 als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst und mit den Neubewertungseffekten von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten saldiert.

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich zum 31. März 2015 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte
latente Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 977 25% 244 0
Fabasoft Deutschland GmbH 50 14%* 7 0
Fabasoft Limited 2.976 20% 0 595
251 595

*Gewerbesteuer

Noch nicht abgesetzte Beteiligungsabschreibungen aus der Siebentelverteilung gemäß §12 KStG in Höhe von TEUR 44 haben zum Ansatz von TEUR 11 aktiven latenten Steuern geführt.

Die nicht angesetzten Verlustvorträge zum 31. März 2015 betragen in Summe TEUR 2.976 (Vorjahr TEUR 2.883).

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechneten sich zum 31. März 2014 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte
latente Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 2.079 25% 450 70
Fabasoft Deutschland GmbH 167 30%* 50 0
Fabasoft Limited 2.604 20% 0 521
500 591

*Gewerbe- und Körperschaftsteuer

Das Management geht auf Basis aktueller Planungsrechnungen von der Realisierbarkeit der angesetzten latenten Steuerforderungen aus.

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
329 369
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
164 326
493 695

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
-323 -232
-323 -232

5.2. Kurzfristige Vermögenswerte

5.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen, Ertragsteuerforderungen

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Lieferforderungen 8.265 8.686
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.273 1.224
Sonstige Forderungen 626 480
davon Vorsteuerrückerstattung 8 6
davon Forderungen Finanzamt 499 450
davon Kautionen 1 1
davon soziale Sicherheit 10 14
davon übrige Forderungen 108 9
Abgegrenzte Kosten 232 203
Gesamt 10.396 10.593

Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr TEUR 208) und aktivierte Ertragsteuern in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr TEUR 242).

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Noch nicht fällig 7.280 7.253
Überfällig und wertgemindert 50 50
Überfällig, aber nicht wertgemindert 935 1.383
Zwischen 1 und 60 Tagen 496 247
Zwischen 61 und 90 Tagen 327 798
Zwischen 91 und 180 Tagen 81 153
Über 180 Tage 31 185

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es bestehen Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 50).

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.273 1.237
davon bereits fakturiert und in den Lieferforderungen ausgewiesen 0 13
Bezahlte Teilabrechnungen iSd IAS 11, welche von den Forderungen aus
Dienstleistungsaufträgen abgesetzt wurden
1.171 616
Überhang der bezahlten Teilabrechnungen iSd IAS 11 enthalten in den
Lieferverbindlichkeiten
17 0
Kumulierte Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen 2.444 1.853
Kumulierte Kosten für Dienstleistungsaufträge 2.354 1.609
Realisierte Gewinne aus Dienstleistungsaufträgen 90 244

5.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Kassenbestand 3 5
Guthaben bei Kreditinstituten 14.551 13.306
Gesamt 14.554 13.311

5.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2015 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr 5.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.361 betrifft Agio in Höhe von TEUR 6.955. Der Rest resultiert in Höhe von TEUR 2.027 aus Umgründungen und in Höhe von TEUR 379 aus Optionsprogrammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 30. Juni 2014 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,42 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – um Nominale EUR 2.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stückaktien sowohl gegen Bareinlage als auch gemäß §172 AktG gegen Sacheinlage auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen, sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital im Sinn der §§169 ff AktG), wobei der Vorstand auch dazu ermächtigt wird, die neuen Aktien allenfalls unter Ausschluss des den Aktionären ansonsten zustehenden Bezugsrechtes auszugeben (§170 Abs 2 AktG).

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Der Konzern betrachtet als Eigenkapital die nach IFRS in der Bilanz als solche ausgewiesenen Bestandteile.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 49% (50% zum 31. März 2014).

5.4. Langfristige Schulden

5.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2014/2015 2013/2014
Zinssatz 1,70% 3,30%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 6,00% 6,00%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 - Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer Die Fluktuation wurde auf Basis von unternehmensindividuellen Erfahrungswerten berechnet.

Die Plan Duration (durchschnittlich gewichtete Laufzeit) beträgt 13,1 Jahre.

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2014/2015 2013/2014
Laufender Dienstzeitaufwand 129 168
Zinsaufwand 33 28
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 106 96
Summe Abfertigungsaufwand 268 292
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen -11 11
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 229 -6
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 13 46
Summe Neubewertungseffekte (Verlust) 231 51

Die Komponenten des Abfertigungsaufwandes (laufender Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand, Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen) werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis (abzüglich latenter Steuern) erfasst und über die sonstigen Rücklagen abgeschlossen.

Rückstellungen für Abfertigungen 2014/2015 2013/2014
Wert per 1.4. 1.975 1.728
Laufender Dienstzeitaufwand 129 168
Zinsaufwand 33 28
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen -11 11
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 229 -6
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 13 46
Aus dem Plan zu leistende Zahlungen (Umgliederung in Verbindlichkeiten) -112 0
Wert per 31.3. 2.256 1.975

5.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Wie in Punkt 2.12. dargelegt wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 die Pensionszusage geändert und der Anspruch der Begünstigten auf die Höhe des Deckungswertes der bestehenden Pensionsrückdeckungsversicherungsverträge zum jeweiligen Stichtag festgelegt. Die Bruttopensionsverpflichtung wird daher in Höhe der Deckungswerte der Versicherungsverträge angesetzt. In der Bilanz saldiert sich der aktivierte Deckungswert der Pensionsversicherungsverträge (Planvermögen) mit der Pensionsverpflichtung.

Die Höhe der Deckungswerte beträgt zum Stichtag 31. März 2015 TEUR 1.620.

Die bisher zum 31. März 2014 gebildete Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 170 wurde ergebniswirksam aufgelöst.

Die folgenden Angaben betreffen die zum 31. März 2014 ausgewiesene Rückstellung für Pensionen vor Änderung der Pensionszusage.

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden im Vorjahr getroffen:

2013/2014
Zinssatz 3,30%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,00%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Die Plan Duration (durchschnittlich gewichtete Laufzeit) beträgt 21,2 Jahre.

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2013/2014
Laufender Dienstzeitaufwand 135
+/- Netto-Zinsaufwand/-ertrag 10
Aufwendungen für Altersversorgung 145
Neubewertungseffekte
-/+ Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag 1
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -15
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 1
-/+ Veränderung "asset ceiling" (Vermögenswertbegrenzung) abzüglich Zinsaufwand 0
Summe Neubewertungseffekte (Gewinn/Verlust) -13
Brutto-Pensionsverpflichtung 2013/2014
Wert per 1.4. 1.308
Laufender Dienstzeitaufwand 135
Zinsaufwand 42
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -15
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 0
Summe Neubewertungseffekte -15
Wert per 31.3. 1.470
2013/2014
Marktwert Planvermögen (funded) -1.300
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0
Planvermögen -1.300
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. 170
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 170
Davon: Pensionsrückstellungen 170
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Planvermögens 0
Marktwert Planvermögen 2013/2014
Wert per 1.4. 1.131
Zinsertrag 31
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139
Neubewertungseffekte
+/- Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag -1
Wert per 31.3. 1.300
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0
Wert per 31.3. 1.300

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien, bei der Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien, und der Uniqa Österreich Versicherungs AG, Wien.

Im Folgejahr werden Beiträge an die oberhalb erwähnten Versicherungsunternehmen in Höhe von TEUR 421 erwartet.

5.5. Kurzfristige Schulden

5.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Lieferverbindlichkeiten 1.068 747
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 17 0
Erhaltene Anzahlungen 341 167
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 913 846
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 267 242
Sonstige Verbindlichkeiten 1.961 1.723
davon kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.946 1.652
davon übrige Verbindlichkeiten 15 71
Gesamt 4.567 3.725

Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Abgrenzungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Sonderzahlungen und Erfolgsvergütungen zusammen.

Fälligkeitsstruktur der Lieferverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Noch nicht fällig 757 550
Überfällig 278 197
Zwischen 1 und 60 Tagen 265 171
Zwischen 61 und 90 Tagen 13 10
Zwischen 91 und 180 Tagen 0 16
Über 180 Tage 0 0

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind zum 31. März 2015 noch nicht fällig.

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

5.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2015/2016 ergebniswirksam werden.

6) Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

6.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 8.

6.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 3 5
Sonstige Erträge 231 130
Gesamt 234 135

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus vom Finanzamt gewährten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 111) und Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr TEUR 0) zusammen.

6.3. Personalaufwand

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Gehälter 11.585 10.767
Aufwendungen für Abfertigungen 268 292
Aufwendungen für Altersversorgung 251 145
Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsprogramme 34 31
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.863 2.684
Sonstige Sozialaufwendungen 239 240
Gesamt 15.240 14.159

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 5.4.2.) betreffen die Aufwendungen für die Beitragszahlungen an die Rückdeckungsversicherungen für die Pensionszusagen an den Vorstand saldiert mit dem Ertrag aus der Auflösung der zum Vorjahresstichtag ausgewiesenen Rückstellung.

6.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.466 1.520
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 66 78
Gesamt 1.532 1.598

6.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 79 94
Instandhaltung 195 177
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.534 1.465
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 563 537
Betriebsaufwendungen 2.292 2.179
Rechts- und Beratungsaufwand 443 527
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 186 194
Investor Relations 76 53
Versicherungsprämien 88 93
Personalsuche 124 69
Nachrichtenaufwand 208 206
Aus- und Weiterbildung 239 182
Sonstiges 174 275
Verwaltungsaufwendungen 1.538 1.599
Markenregistrierungen 106 122
Reiseaufwand 606 533
Werbeaufwand 2.234 2.166
Sonstiges 10 55
Vertriebsaufwendungen 2.956 2.876
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.865 6.748

6.6. Finanzergebnis

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Zinsen 39 32
Fremdwährungserträge/-aufwendungen 23 -18
Sonstige Finanzaufwendungen -3 0
Gesamt 59 14

In den Zinsen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

6.7. Ertragsteuern

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Österreich -333 -144
Ausland -126 -74
Laufende Ertragsteuern -459 -218
Österreich -254 122
Ausland -89 -97
Latente Steuern -343 25
Gesamt -802 -193

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes von 25% auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Ergebnis vor Steuern 3.096 2.140
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2014/2015: 25% (Vorjahr: 25%)
-774 -535
Steuerliche Auswirkungen aus:
Ausländische Steuersätze 6 8
Steuerfreie Erträge und sonstige steuerfreie Posten 23 12
Währungsdifferenzen aus Konsolidierung 8 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -56 11
Wertberichtigung aktive latente Steuern -13 -19
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
steuerlichen Verlusten
-6 10
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern 84 372
Aperiodische Ertragsteuer -74 -52
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (-) bzw. –ertrag (+) -802 -193

7) Konzerngeldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

8) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Geschäftsjahr 2014/2015
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 23.397 6.982 6.979 147 37.505
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-9.867 0 -84 0 -9.951
Umsatz mit
externen Kunden
13.530 6.982 6.895 147 27.554
Betriebsergebnis 2.337 465 248 -13 3.037
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.476 21 35 0 1.532
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 3.037
Finanzergebnis Konzern 59
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 3.096
Geschäftsjahr 2013/2014
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 21.990 6.137 5.308 168 33.603
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-8.102 -357 -98 3 -8.554
Umsatz mit
externen Kunden
13.888 5.780 5.210 171 25.049
Betriebsergebnis 1.944 -102 284 0 2.126
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.541 22 35 0 1.598

Überleitungsrechnung in TEUR

Betriebsergebnis Segmente 2.126
Finanzergebnis Konzern 14
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2.140

Die Hauptentscheidungsträger betrachten das Unternehmen aus einer geografischen Perspektive.

Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und den Verkauf von Softwareprodukten und die Bereitstellung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Umsätze mit konzernfremden Kunden resultieren ebenfalls aus diesem Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 beruhen Umsätze in Höhe von TEUR 3.224 auf Transaktionen mit einem einzelnen Kunden. Diese Umsätze entfallen auf das Segment Österreich. Im Vorjahr beliefen sich die Umsätze mit keinem Kunden auf über 10% des Konzernumsatzes.

Die interne Berichterstattung erfolgt analog zur externen Berichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Im Bereich der Segmente basiert das interne Berichtswesen im Wesentlichen auf Informationen der Ertragskraft. Diese Informationen werden monatlich im Rahmen von Reportingberichten an die Hauptentscheidungsträger kommuniziert und dienen diesen als Entscheidungsgrundlage.

Im Segment "Sonstige Länder" sind die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften der geografischen Regionen USA und Großbritannien zusammengefasst.

Abgesehen von planmäßigen Abschreibungen gab es keine sonstigen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in den einzelnen Segmenten.

Aufgliederung der Umsätze nach Produkten:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Software 14.562 12.945
Dienstleistung 12.992 12.104
Gesamt 27.554 25.049

9) Sonstige Angaben

9.1. Ergebnis je Aktie

9.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2014/2015 2013/2014
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 2.255 1.999
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 5.000.000 5.000.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,45 0,40

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2015 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

9.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird.

2014/2015 2013/2014
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 2.255 1.999
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 5.168.339 5.125.871
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,44 0,39

9.2. Mitarbeiteroptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VII 24.04.2013 EUR 3,50 300.000 01.07.2012 bis
30.06.2016
15.06.2016

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VII 2014/2015 2013/2014
Zum 1. April 300.000 0
Ausgegeben 0 300.000
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
Zum 31. März (ausstehend) 300.000 300.000

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Im Berichtszeitraum ist ein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen für den Vorstand sowie einen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 31) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

9.3. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.333 (Vorjahr TEUR 7.242) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert, da die Nachweise über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Aktivierung als immaterieller Vermögenswert (siehe Punkt 2.5.) nicht vollständig erbracht werden konnten.

9.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen auf Grund von Operating-Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2015 31.03.2014
Bis zu einem Jahr 1.377 1.306
Zwischen einem und fünf Jahre 3.069 3.383
Gesamt 4.446 4.689

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2014/2015 betrug TEUR 1.335 (Vorjahr TEUR 1.253). Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen aufgrund von KFZ-Leasingverträgen.

9.5. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer

9.5.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2014/2015 2013/2014
Angestellte 205 199

9.5.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 95 151
Andere Arbeitnehmer 173 141
Gesamt 268 292

9.5.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Mitglieder des Vorstandes 251 145

9.5.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für laufende Bezüge, Optionsmodell, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2014/2015 TEUR 1.246 (Vorjahr TEUR 1.150) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Laufende Bezüge 907 870
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Optionsmodell 24 24
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Abfertigungen 64 111
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Altersversorgung 251 145
Gesamt 1.246 1.150

9.5.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München (Mitglied bis 30. Juni 2014) Dr. Peter Posch, Wels (Mitglied) Prof. in (FH) Univ.-Doz. in DIin Dr. in Ingrid Schaumüller-Bichl, Linz (Mitglied) Prof. Dr. Andreas Altmann, Innsbruck (Mitglied seit 30. Juni 2014)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2014/2015 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 70).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied bis 30. Juni 2014) Dr. Peter Posch, Wels (Ersatzmitglied) Prof. in (FH) Univ.-Doz. in DIin Dr. in Ingrid Schaumüller-Bichl, Linz (Mitglied) Prof. Dr. Andreas Altmann, Innsbruck (Mitglied seit 30. Juni 2014, Finanzexperte)

9.5.6. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG

FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG und 100-%-Tochterunternehmen der Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung

Mag. a Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG (laufende Bezüge TEUR 22, Vorjahr TEUR 18)

9.6. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 137 (Vorjahr TEUR 136) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Prüfung Konzernabschluss 17 18
Prüfung/Review der Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen
79 77
davon Fabasoft AG 17 16
davon Fabasoft Cloud GmbH 5 5
davon Fabasoft R&D GmbH 12 12
davon Fabasoft International Services GmbH 5 5
davon Fabasoft Austria GmbH 13 13
davon andere Bestätigungsleistungen 27 26
Prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse 14 14
Sonstige Leistungen 27 27
Gesamt 137 136

9.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2015 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

9.8. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 28. Mai 2015 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 19. Mai 2015

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

LAGEBERICHT DER FABASOFT AG UND DES FABASOFT KONZERNS

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 27,6 Mio. Euro (25,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 4.569 (TEUR 3.724 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 3.037 (TEUR 2.126 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 10% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 resultierte hauptsächlich aus einer positiven Entwicklung sowohl der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze) als auch der Software-Lizenzerlöse mit On-Premises-Kunden und des projektbezogenen Dienstleistungsgeschäfts.

Mit 26,6% der Umsatzerlöse lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung (TEUR 7.333) des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Branchenvergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.242 im Geschäftsjahr 2013/2014).

Diese Investitionen wurden für die Weiterentwicklung des On-Premises-Produktportfolios, für den Ausbau des Cloud-Angebotes und für Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit Appliances getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2015) 49% (50% zum 31. März 2014).

Der Bestand an liquiden Mitteln änderte sich von TEUR 13.311 auf TEUR 14.554 im Berichtszeitraum.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte zum 31. März 2015 207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (200 zum 31. März 2014).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Cloud GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Mindbreeze GmbH 65% Österreich Linz
Fabasoft Deutschland GmbH 100% Deutschland Frankfurt am
Main
Berlin, München
Fabasoft Schweiz AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Abtretungsvertrag vom 21. Oktober 2014 wurden 10% der Geschäftsanteile an der Mindbreeze GmbH, gehalten von einem nicht beherrschenden Anteilseigner, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 65% des Stammkapitals der Mindbreeze GmbH.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 2.404 2.470
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.461 1.716
EBIT -2.122 -2.185
EBITDA -867 -861
Jahresüberschuss 2.253 2.437
Eigenkapital 19.147 18.960
Eigenkapitalquote 84% 81%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.479 4.586
Endbestand an liquiden Mittel 5.117 6.137
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 27.554 25.049
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.096 2.140
EBIT 3.037 2.126
EBITDA 4.569 3.724
Jahresergebnis 2.294 1.947
Eigenkapital 13.794 13.623
Eigenkapitalquote 49% 50%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.613 960
Endbestand an liquiden Mittel 14.554 13.311
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 207 200

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche Fortbildung und Karriereentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert deren Umsetzung und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsmöglichkeiten an. Dieses umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird von unternehmensinternen und externen Referentinnen und Referenten umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird.

Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen, externen Seminaren, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt. Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA, HERMES 5 (Schweiz) oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 56 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 57 Scrum Master und 29 Product Owner. Darüber hinaus wurde ein Führungskräftetraining mit Abschluss zur "Qualifizierten Führungskraft" (Qualified Management Executive) durchgeführt.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. So informieren das Management und die Geschäftsführung regelmäßig im Rahmen von "Friday Morning Speeches" über unternehmensstrategische Schwerpunkte und aktuelle Organisations-, Technologie- und Geschäftsthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden von Vertretern der einzelnen Entwicklungsteams in den internen, 14-tägig stattfindenden "Scrum Demo Days" präsentiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese Veranstaltungen live oder mittels Video-Stream verfolgen oder zeitversetzt abrufen. Das Intranet sowie die Produktblogs und Newsletter ergänzen den Informationspool und ermöglichen einen aktiven Wissenstransfer.

Cloud-Angebote

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Cloud Computing entwickelt sich global mit großer Geschwindigkeit zu einem bestimmenden Modell, wie Informationstechnologie-Ressourcen einfach, kosteneffizient und bedarfsorientiert genutzt werden können. Insbesondere in Europa wird dieser Mega-Trend aber konterkariert durch große Sorge von Unternehmen und Organisationen hinsichtlich der Bestimmung über und die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten bei Cloud-Nutzung. Fabasoft adressiert in ihrer Produktentwicklung dieses Transparenz- und Sicherheitsbedürfnis durch die Vorstellung zweier neuer Appliances (Kombination von Hard- und Software): Die "Fabasoft Private Cloud" für eine Datenspeicherung am Kundenstandort und Secomo für eine durchgehende Ende-zu-Ende-Ver- und Entschlüsselung von Daten. Die Schlüssel verbleiben im Unternehmen und nur der Secomo-Kunde hat darauf Zugriff.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Dies umfasst auch ganz besonders den effizienten, schonenden und sparsamen Einsatz von Ressourcen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten beispielsweise Reisen in erheblichem Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Eisenbahnverbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. So hat Fabasoft im vergangenen Geschäftsjahr beispielsweise ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas für Fahrten einen BMW i3 zur Verfügung gestellt.

Green IT

Bei der Auswahl und Konzeption von IT-Architekturen legt der Fabasoft Konzern großen Wert auf Nachhaltigkeit und insbesondere hohe Energieeffizienz. Dieser Kurs wurde auch im Geschäftsjahr 2014/2015 weiter verfolgt. Aus ökologischer Sicht steht der Verbrauch der Ressource Strom für den Betrieb der Systemkomponenten und deren Kühlung im Vordergrund. Sowohl bei Konzeption und Auf- und Ausbau eigener Rechenzentrumskapazitäten als auch bei der Auswahl externer Kapazitäten und Standflächen wird auf diesen Aspekt besonders Bedacht genommen.

Open-Source-Plattformen und Standards

Der Einsatz von Open-Source-Produkten und das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und angestrebte Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2014/2015 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Weiterhin wurde in der Produktentwicklung der Umsetzung von Standards und Vorgaben im Bereich der Barrierefreiheit (Accessibility) breiter Raum gegeben. Die Erfolge aus diesen Anstrengungen spiegeln sich auch in entsprechenden erfolgreichen Zertifizierungen dieser Produkte durch unabhängige externe Stellen wider.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und dem Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen und ausgebaut werden.

Leistungsstarke Cloud-Services

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg, erfordert neue flexible und mobile Formen der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Die Fabasoft Cloud, als Public Cloud, positioniert sich in diesem Kontext als elegante, intuitive Standardlösung für Businessto-Business Collaboration "Made in Europe". Das bedeutet Software, die Europäer für Europa entwickeln und in europäischen Rechenzentren betreiben – auf dem Fundament eines europäischen Wertesystems für Datensicherheit, Zugriffssicherheit, Rechtssicherheit und zertifizierte Qualitätsstandards. Das besondere Markenzeichen der Fabasoft Cloud ist die elegante und intuitive Benutzeroberfläche, mit der es Anwenderinnen und Anwendern mühelos gelingt Unternehmens- und Ländergrenzen zu überwinden und sicher zusammenzuarbeiten. Das Konstrukt der Fabasoft Cloud-Lokationen (aktuell verfügbar für Deutschland, Österreich und die Schweiz) schafft die Basis für die weltweite Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und gibt den Kunden gleichzeitig die Gewissheit und die Wahlfreiheit, wo die Speicherung der Cloud-Daten erfolgt. In der Fabasoft Cloud agieren Unternehmen als Cloud-Organisationen. Daraus entsteht ein Business-Netzwerk, mit dem Firmen Vertrauensbeziehungen für die unternehmens- und länderübergreifende Zusammenarbeit in der Cloud aufbauen.

Die konsequente und klare Positionierung der Fabasoft Cloud als europäische Standardlösung eröffnet dem Fabasoft Konzern Chancen, sich im Cloud Computing Markt in Europa zu etablieren – insbesondere im Lichte der europäischen Bestrebungen für mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Bereich von Informations- und Kommunikations-Technologien.

Cloud Computing entwickelt sich global mit großer Geschwindigkeit zu einem bestimmenden Modell, wie Informationstechnologie-Ressourcen einfach, kosteneffizient und bedarfsorientiert genutzt werden können. Insbesondere in Europa wird dieser Mega-Trend aber konterkariert durch große Sorge von Unternehmen und Organisationen hinsichtlich der Bestimmung über und die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten bei Cloud-Nutzung. Fabasoft adressiert in ihrer Produktentwicklung dieses Transparenz- und Sicherheitsbedürfnis durch die Vorstellung zweier neuer Appliances (Kombination von Hard- und Software): Die "Fabasoft Private Cloud" für eine Datenspeicherung am Kundenstandort und Secomo für eine durchgehende Ende-zu-Ende-Ver- und Entschlüsselung von Daten. Die Schlüssel verbleiben im Unternehmen und nur der Secomo-Kunde hat darauf Zugriff.

Die Wahlfreiheit zwischen der Public Cloud-Lösung und der Private Cloud-Lösung könnte dem Fabasoft Konzern neue Chancen eröffnen, Kundengruppen anzusprechen, die dem Thema Cloud Computing bis jetzt eher zurückhaltend gegenüberstanden.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Neben der Neuentwicklung einer Private Cloud-Lösung hat Fabasoft auch bei der Datenverschlüsselung innovative Wege beschritten. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie (IAIK) der Technischen Universität Graz konnte Fabasoft die Secomo-Appliance zur Marktreife bringen.

Chancen könnten sich für den Fabasoft Konzern dadurch eröffnen, da die Themen "Digitaler Binnenmarkt" und "Europäische Cloud" immer mehr an Bedeutung gewinnen, und dazu bereits EU-Initiativen gestartet wurden. Europäische Unternehmen werden zunehmend sensibilisiert europäische Lösungen bevorzugt einzusetzen.

Mindbreeze InSpire – Ready to Use Appliance für Enterprise Search und Big Data

Mit der zunehmenden Wahrnehmung von Big Data in Unternehmen steigt auch das Bewusstsein, dass diese Daten besser genutzt werden müssen. Die Entwicklungen zeigen, dass Unternehmen dafür sukzessive Wissensmanagement einführen, um Informationsprozesse effizienter zu gestalten. Enterprise Search Lösungen bilden dabei die Basis und ermöglichen dieses Wissensmanagement. Eine Herausforderung stellt dabei die richtige Analyse, Verknüpfung und Konsolidierung der vorhandenen Unternehmensdaten aus Fileshares, E-Mail-Systemen, Cloud-Diensten oder CRM-Systemen dar.

Mindbreeze beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema Suchen und Finden von Informationen im richtigen Kontext (semantische Suche). Das Unternehmen erschließt sukzessive neue Einsatzfelder für diese Technologien. Um für Kunden den Einstieg so einfach wie möglich zu machen bietet Mindbreeze mit Mindbreeze InSpire eine sofort einsetzbare Lösung an. Die vorkonfigurierte Appliance wird in die Unternehmens-IT integriert, die Datenquellen angebunden und danach werden die Inhalte der Quellen analysiert und richtig verknüpft. Mindbreeze InSpire befindet sich bei einer Reihe von namhaften Kunden im deutschsprachigen Raum bereits im Produktiveinsatz oder in einer fortgeschrittenen, bezahlten Evaluationsphase.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft-Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv auf die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten, ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Zertifizierungen

Fabasoft legt größten Wert auf den Schutz der Unternehmensdaten sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in den Cloud-Lokationen. Die umfangreichen Zertifizierungen heben Fabasoft deutlich von anderen Anbietern in diesem Feld ab. So hat der TÜV Rheinland die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" zertifiziert. Fabasoft hat damit eines der anspruchsvollsten Audits bestanden, die es zurzeit rund um Cloud-Qualität, Sicherheit und Compliance gibt.

Basis der Zertifizierung ist ein Prüfkatalog von TÜV Rheinland, der sich sowohl an den hohen Anforderungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes als auch unter anderem an internationalen Normen wie der ISO 27001 und dem IT-Grundschutz orientiert. Dadurch könnten sich weitere Chancen ergeben, Fabasoft im Bereich Cloud-Services am europäischen Markt zu etablieren.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Government-Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Darüber hinaus eignen sich besonders die neuen Cloud-Angebote und Mindbreeze InSpire für die Erweiterung des Zielkundenfeldes und der Vertriebsanstrengungen über den öffentlichen Sektor hinaus.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen, die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controllingmaßnahmen laufend ergänzt und weiterentwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern sowie Widersprüche oder Überlappungen in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2014/2015 konnten weitere Erfolge erzielt und bedeutende Kunden gewonnen werden. Wie sich diese Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität während der kostenfreien Testphase eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen, erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Veranstaltungen, Online-Aktivitäten, etc.) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäfts

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft und der allgemeinen Abhängigkeit von Produkt- und Vertriebsstrategien der Partner in der jeweiligen Region, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren.

Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln und vermarkten, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut durchgeführt. Der entsprechende Prüfbericht befindet sich gerade in Erstellung. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PwC wird für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausstellen. Darüber hinaus ist die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" Zertifikat ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet. Bei der Auswahl der Rechenzentren für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. auf vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet.

Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Reputation im Markt, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt über deren Partner, Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten, insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation, gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, insbesondere hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau bestehender, neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen könnten und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen. Darüber hinaus trifft Fabasoft Vorsorgemaßnahmen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und dadurch die Produktivität zu verbessern und Kosten zu reduzieren.

IT-Risiken

Störungen, beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen, können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten und der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, nachrichtendienstlicher Ressourcen oder von in eingesetzten Komponenten von Dritten vorhandenen Schwachstellen oder Backdoors, ist jedoch nicht möglich.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut durchgeführt. Der entsprechende Prüfbericht befindet sich gerade in Erstellung. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PwC wird für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausstellen. Darüber hinaus ist die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" Zertifikat ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Risiken betreffend die Abhängigkeit von Lieferanten

Insbesondere in dem für das Unternehmen verhältnismäßig neuen Geschäftsfeld der Appliances sind die Qualität, die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit und im Ergebnis der Erfolg des Produktes, welches der Kunde nutzt, nicht ausschließlich durch die Leistungsmerkmale der im Fabasoft Konzern entwickelten Software bestimmt sondern auch wesentlich abhängig von eingesetzten Drittprodukten. Diese umfassen sowohl Hardware- (Server, Speicher, Netzwerkkomponenten, Sicherheitskomponenten, etc.) als auch Software-Komponenten (Betriebssystem, etc.). Diese Komponenten unterliegen – einzeln oder in ihrem Zusammenspiel - insbesondere den unter "IT-Risiken" zuvor dargestellten Risiken. Zusätzlich bestehen Risiken speziell von Verspätungen, Beschädigungen oder Verlust bei der Transport- und Lagerlogistik sowohl zwischen Zulieferanten und der jeweiligen Fabasoft Gesellschaft als auch bei der Auslieferung an den Kunden. Es besteht auch das Risiko eines Lieferantenausfalls, beispielsweise infolge der Beendigung der betroffenen Produktlinie durch den Lieferanten oder infolge der Einstellung des betroffenen Geschäftsbetriebs beim Lieferanten. Um gegenüber dem Kunden kurzfristig lieferfähig zu sein, ist gegebenenfalls aufgrund der Lieferzeiten einzelner Lieferanten eine dem prognostizierten Geschäftsverlauf angepasste Lagerhaltung von Drittprodukten vorzusehen. Da speziell in einem neuen, sich dynamisch entwickelnden Geschäftsfeld eine genaue Prognose des Geschäftsverlaufes nicht möglich ist, bestehen sowohl die Risiken von zu niedrigerer Lagerhaltung und damit eingeschränkter Lieferfähigkeit als auch die Risiken von zu hohen Lagerbeständen und damit hoher Kapitalbindung, hohen Lagerkosten und Problemen, die mit Modellwechseln beim Hersteller und zeitlich befristeten Wartungsverträgen der Dritthersteller im Zusammenhang stehen.

Tritt beim Kunden eine Störung auf, so ist nicht nur in Abstimmung mit dem Kunden zu substantiieren, ob und in welcher Form die Störung von einem Fabasoft Produkt ausgeht, sondern auch gegebenenfalls im Zusammenspiel mit den Support-Organisationen der Lieferanten von Drittprodukten die Störungsbehebung abzustimmen. Ist dafür beispielsweise der Austausch von Hardware-Komponenten erforderlich, so unterliegt dieser Vorgang insbesondere den oben beschriebenen Logistik-Risiken und dem Risiko, dass bei dem Kundendienst des jeweiligen Herstellers Verzögerungen oder Fehler entstehen. Insgesamt unterliegt der gesamte Störungsbehandlungsprozess insbesondere Risiken von Kommunikationsproblemen, Zeitverzögerungen und Fehlern sowie dem Risiko unterschiedlicher Service-Levels im Innen- und Außenverhältnis. Diese Risiken würden sich – ungeachtet des tatsächlichen Verursachers – nachteilig auf Fabasoft auswirken.

Der Fabasoft Konzern versucht den dargestellten Risiken intern durch definierte, dokumentierte und zertifizierte Geschäftsprozesse sowie kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu begegnen. Im Zusammenspiel mit Lieferanten stehen eine professionelle Lieferantenauswahl sowie geeignete Qualitätsmanagementmaßnahmen im Vordergrund.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 weiterhin in den Feldern Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente für Fabasoft und in der Entwicklung der Stärken des bestehenden Teams gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2015/2016 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2015/2016 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Positionierung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise fortentwickelt werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen und in Anbetracht einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wird daher für das Geschäftsjahr 2015/2016 von einem Anstieg der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die teilweise drastischen Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Kundenbasis von Fabasoft in diesem Markt gefestigt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Diesbezüglich wurde die Marktbearbeitung intensiviert. Konkrete Projekte befinden sich in der Akquisephase. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang oder auf welcher Zeitschiene daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern neues Geschäft aufgebaut. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, die konsequente Arbeit am Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht bisweilen auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mitzubegleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2015/2016 die Vertriebsorganisation weiter gestärkt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Plans unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche – wie beispielsweise die "Elektronische Personalakte" – innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung, über eine Appliance oder in Form eines klassischen On-Premises-Projektes umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio diese Flexibilität unterstützt und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Besonders im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/2015 konnte ein steigendes Interesse prominenter, teilweise international tätiger Unternehmen an der Mindbreeze InSpire Appliance wahrgenommen werden. Der bislang ausgezeichnete Verlauf der diesbezüglichen Termine und Teststellungen stimmt optimistisch für die weitere Entwicklung dieses Geschäftes.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem sehr herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2015/2016 aus. Aufgrund der reduzierten Planungssicherheit speziell im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern ist mit starken umsatz- und erlösseitigen Schwankungen in den Geschäftsjahresquartalen zu rechnen. Des Weiteren muss damit gerechnet werden, dass sich das "klassische" Geschäft basierend auf dem Verkauf von Neulizenzen rückläufig entwickeln kann. Dem gegenüber sollen wiederkehrende Umsatzströme, insbesondere basierend auf Nutzungsgebühren für Cloud-Services, Software-as-a-Service und Appliances sowie basierend auf Softwareaktualisierungsgebühren weiter ausgebaut werden. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Fabasoft Folio

Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2014/2015 lag in der Entwicklung eines Konzepts sowie in der Umsetzung der Basistechnologie für sogenannte "Scenario Based Rooms". Diese erlauben die Erstellung von speziellen Teamrooms für ganz bestimmte Nutzungsszenarien wie z.B. ein Scrum-Projekt oder eine Personalaktenablage. Für diese Teamrooms ist es möglich eigene Sicherheitskonzepte mit selbst definierten Rollen (z.B. Product Owner, Scrum Master, Scrum Team) zu erstellen. Die Basistechnologie erlaubt es befugten Benutzerinnen und Benutzern aus den Fachabteilungen Anpassungen und Konfigurationen vorzunehmen, die bisher nur für Systemadministratoren möglich waren. Die konkreten Freiheitsgrade werden dabei von der jeweiligen Lösung (z.B. digitale Personalakte) definiert.

Im Bereich User-Interface erfolgten zahlreiche Verbesserungen in den Anwendungsfällen und bei der Browser-Integration. Die Unterstützung für Windows Phone 8.1 im Browser wurde neu entwickelt und verfügbar gemacht. Darüber hinaus war die Optimierung der Synchronisation von Dateien und Ordnern Schwerpunkt der Entwicklung.

Des Weiteren wurden konkrete Anforderungen von Bestandskunden zur Verbesserung der Bedienbarkeit und von Anforderungen aus neuen Kundenprojekten umgesetzt. Diese Neuerungen werden den Kunden in Form von sogenannten Update Rollups zur Verfügung gestellt. Die Update Rollups enthalten darüber hinaus eine Sammlung von Hotfixes und Sicherheitsupdates.

Das Thema Mobilität bildete einen weiteren Schwerpunkt für das Produkt Fabasoft Folio. Für die mobilen Plattformen Apple iOS und Android wurden die Apps neu gestaltet und produktiv genommen. Diese stehen im Apple iTunes Store bzw. über Google Play zur Verfügung. Zusätzlich wurde für die Plattform Apple iOS eine neue App zur Bearbeitung von Workflow-Aktivitäten implementiert.

Fabasoft eGov-Suite

Die Entwicklung der Fabasoft eGov-Suite im Geschäftsjahr 2014/2015 umfasste sowohl die Konzeption und Umsetzung neuer Funktionalitäten und Drittproduktintegrationen als auch die User-orientierte Optimierung bestehender Use Cases. Im Bereich der Optimierungen konnte durch gezielte Vereinfachungen und Konfigurationen im System insbesondere die Klickanzahl für häufig verwendete Use Cases signifikant verringert werden. Neben diesen Entwicklungsschritten, die speziell auf Enduser-Akzeptanz und Qualität abzielten, wurde vorbereitende Grundlagenarbeit geleistet, um zukünftig den Umstieg auf neue Versionsstände leichter, schneller und effizienter durchführen zu können. Die Auslieferung von quartalsweisen Update Rollups und deren vereinfachtes Handling als erstes Ergebnis dieser Entwicklungstätigkeiten wurde von den Bestandskunden positiv aufgenommen.

Für den Bereich der Produkt- und Technologieintegration können für die Fabasoft eGov-Suite beispielhaft die standardisierte duale Zustellung für Österreich, die Officeatwork-Integration für die Schweiz und die Möglichkeit der De-Mail-Anbindung für Deutschland genannt werden. Initiiert wurden die Weiterentwicklungen häufig durch Kundenfeedbacks, die über den Fabasoft Support und bei Usergroup-Meetings eingebracht werden. Die Nutzung dieser Dialogschienen wurde im Berichtszeitraum weiter intensiviert.

Neben den Entwicklungstätigkeiten wurden Upgrade-Projekte auf die Versionen 2012, 2013 und 2014 durch das Produktentwicklungsteam unterstützt.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam legte den Fokus im Berichtszeitraum auf die Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry basierend auf Kundenrückmeldungen und Erkenntnissen aus dem Fabasoft SaaS-Cloud Betrieb.

Der Fokus lag dabei auf der Analyse von einer großen Anzahl Requests und der entsprechenden konsolidierten grafischen Auswertung inklusive effektiver Filtermöglichkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bewertung von einzelnen Requests. Fabasoft app.telemetry analysiert Zugriffe und schlägt Möglichkeiten zur Verbesserung der Performance auf Grundlage einer Reihe von Regeln für die Fabasoft Softwareprodukte vor.

Enterprise Search und Wissensmanagement

Mindbreeze InSpire

Im Berichtszeitraum stand die Weiterentwicklung von Mindbreeze InSpire im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung einer selbstlernenden Dokumentenklassifizierung. Damit ist es möglich ohne zusätzlichen Wartungsaufwand Dokumenteninhalte Themengebieten semantisch zuzuordnen (zu klassifizieren). Dies ermöglicht eine enorme Bandbreite an Einsatz-Szenarien in typischen Arbeitsprozessen. Dadurch können beispielsweise in Posteingangsstellen die Eingangsdokumente automatisch an die zuständige Stelle weitergeleitet sowie markante Inhalte wie beispielsweise Kundennummer oder Anschriften automatisch extrahiert werden. Mindbreeze InSpire ermöglicht dies durch komplexe semantische Analyseverfahren, die über viele Jahre von Mindbreeze entwickelt und optimiert wurden.

Im Berichtszeitraum erfolgte auch die Weiterentwicklung von Suchanwendungen für das Gesundheitswesen sowie die Umsetzung von Konnektoren für medizinspezifische Informationsquellen und Formate. Im Gesundheitswesen versteht Mindbreeze InSpire gängige Fachthesauri wie ICD-10 und Standardformate wie ClaML (die beispielsweise von gängigen Terminologieservices verwendet werden).

Mindbreeze InSpire wurde im Berichtszeitraum erweitert, um die häufig nachgefragten Datenquellen SAP KMC sowie Atlassian Confluence professionell zu unterstützen. Durch die semantische Analyse und die Indizierung der strukturierten und unstrukturierten Informationen aus SAP KMC und Atlassian Confluence werden nun auch diese beiden Quellen umfassend in das professionelle Wissensmanagement mit Mindbreeze InSpire integriert. Beide Konnektoren sind bei mehreren Großkunden bereits erfolgreich im Einsatz.

Die User Experience der ausgelieferten Suchanwendungen wurde wesentlich optimiert. Anwenderinnen und Anwender haben nun die Möglichkeit oft benötigte und favorisierte Suchabfragen im Web Client zu speichern und zu teilen. Darüber hinaus können Suchabfragen in Form von Suchreitern angelegt werden, um der Anwenderin und dem Anwender personalisierte Sichten auf ihre bzw. seine Informationen anzubieten. Anwenderinnen und Anwender können dadurch Mindbreeze InSpire einfach für ihren Bedarf personalisieren.

Darüber hinaus wurde die Dokumentenvorschau von Mindbreeze InSpire überarbeitet. Ziel war eine Vorschau, die nahezu ident mit dem Original ist.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise

Es wurde an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Benutzerschnittstelle (User Experience) von Fabasoft Mindbreeze Enterprise als Volltextsuche für Fabasoft Folio und die Fabasoft eGov-Suite gearbeitet.

So steht ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 eine erweiterte visuelle Vorschau zur Verfügung. Damit stehen für alle gängigen Formate wie beispielsweise Microsoft Office Dokumente, Auto CAD, Web, PDF oder OpenOffice Dokumente Vorschaubilder zur Verfügung, die den raschen Überblick erleichtern.

Anwenderinnen und Anwender können nun ihre favorisierten Suchabfragen speichern – für mehr Komfort bei häufig identen oder ähnlichen Suchabfragen. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Filtermöglichkeiten weiter optimiert, beispielsweise durch personalisiertes auf- und zuklappen spezifischer Filter. Darüber hinaus wurden weitere Darstellungskomponenten (Widgets) umgesetzt.

Die Filter für viele Dateiformate wurden weiter optimiert.

Cloud-Services

Fabasoft Cloud

Im Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgten in der Fabasoft Cloud zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen einfacher und barrierefreier Bedienung (Usability und Accessibility) sowie Audits und Zertifizierungen zur sicheren Nutzung der Fabasoft Cloud. Im Rahmen der Prüfung auf Barrierefreiheit bestätigte die Stiftung Pfennigparade, dass die Fabasoft Cloud "sehr gut zugänglich" ist.

Anwenderinnen und Anwender können in der Fabasoft Cloud ihre Dateilisten nun auch in einer Detailansicht betrachten bzw. bearbeiten. Diese Form der Listendarstellung erlaubt unter anderem das Einblenden beliebiger Spalten sowie die Anwendung von mehrfachen Sortierungen und Gruppierungen. Daten können – ähnlich wie in einer Tabellenkalkulation – direkt in den Spalten geändert werden. Eine weitere Ansicht erlaubt die übersichtliche Darstellung von Informationen in Form eines Dashboards wie z.B. die relevanten Informationen für Administratoren von Cloud-Organisationen. Zusätzlich wurde eine Listendarstellung für Dokumente mit einer mehrseitigen Vorschau implementiert.

Über die so genannte "Zeitreise" wird eine historische und übersichtliche Darstellung eines Teamrooms, eines Ordners oder eines Dokuments geboten, die es erlaubt intuitiv Informationen einzusehen und gegebenenfalls auf einen historischen Stand zurückzusetzen. Für die Publikation von in der Fabasoft Cloud gespeicherten öffentlichen Daten steht nun die Funktion der "Öffentlichen Links" zur Verfügung. Damit können die Empfänger des Links ohne einen Fabasoft-Cloud-Account (ohne vorherige Anmeldung) auf Dokumente und Ordner zugreifen. Dokumente werden dabei als PDF-Vorschau angeboten, Videos können direkt abgespielt oder eine Ordnerstruktur mit navigierbaren Elementen angeboten werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung der digitalen Personalakte sowie der Migration auf das neue Konzept der "Scenario Based Rooms". Unter Verwendung dieser neuen Technologie sowie der neuen Elemente in der Benutzeroberfläche der Fabasoft Cloud (z.B. Dashboards, Detail- und Vorschauansicht) erfolgte die Neukonzeption der digitalen Personalakte.

Fabasoft Private Cloud

Fabasoft stellt ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 die Funktionalitäten der Fabasoft Cloud auch als "Private Cloud" zur Verfügung. Mit der Fabasoft Private Cloud wird dem Kunden ermöglicht, eine Lösung für den internen und externen Datenaustausch sowie für die Zusammenarbeit an diesen Daten zu erhalten, wobei gewährleistet ist, dass alle Daten im Rechenzentrum des Kunden gespeichert werden.

Für die Fabasoft Private Cloud wurde eine Hard- und Software-Architektur als Appliance, also als integrierte Lösung, bestehend aus abgestimmter und optimierter Hard- und Software, entwickelt, die einen hochverfügbaren und sicheren Betrieb auf Basis von zwei Server-Einheiten erlaubt. Die Installation und Vorkonfiguration der Fabasoft Private Cloud erfolgt durch Fabasoft, wobei eine Produktions-Infrastruktur implementiert wurde, die diese Aufgaben automatisiert erledigt. Für die Endkonfiguration der Fabasoft Private Cloud nach Auslieferung an den Kunden wurde ein einfach zu bedienendes Administrations-User-Interface entwickelt, so dass der Kunde mit geringem Aufwand die Inbetriebnahme der Fabasoft Cloud selbst durchführen kann, in dem er die notwendigen Parameter für die Einbindung in die IT-Infrastruktur zum Beispiel in Bezug auf die Authentisierung und die Datensicherung festlegt.

Secomo Cryptography Appliance

Für die sichere Zusammenarbeit mehrerer Organisationen in der Fabasoft Cloud wurde in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie (IAIK) der TU Graz die Sicherheitstechnologie hinter Secomo erarbeitet. Secomo realisiert die Ver- und Entschlüsselung von Daten direkt am Arbeitsplatz des Kunden (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung), so dass gewährleistet ist, dass ein Cloud-Anbieter wie Fabasoft keinen Zugriff auf entschlüsselte Dokumente erhalten kann. Secomo wurde von Fabasoft – so wie auch die Fabasoft Private Cloud – als Appliance umgesetzt und besteht aus Redundanz- und Verfügbarkeitsgründen ebenfalls aus zwei Hardware-Einheiten. Auch hier wurde bei der Architektur auf Automatisierung und Vereinfachung der Betriebsprozesse und der Konfiguration geachtet. In Secomo sind Hardware-Sicherheitsmodule (HSM) als Speicher für die privaten Schlüssel einer Organisation integriert. Damit verbleiben diese Schlüssel ausschließlich in Secomo und somit im Rechenzentrum des Kunden. Für Secomo wurde eine Schnittstelle implementiert, die die sicherheitsrelevanten Funktionen wie Ver- und Entschlüsselung oder das Anbringen von Signaturen, dem Fabasoft Cloud Client am Arbeitsplatz des Kunden anbietet, der dafür sorgt, dass die Anwenderin oder der Anwender mit den verschlüsselten Dokumenten in gewohnter Weise arbeiten kann. Secomo wurde insbesondere auch so konzipiert und umgesetzt, dass auch der verschlüsselte Datenaustausch mehrerer Organisationen untereinander abgedeckt ist.

4)Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgt die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu bestmöglichen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung geprüft.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs.1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 15. September 2019 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 40, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 19. Mai 2015

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

KONZERNABSCHLUSS

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2015, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des §245a UGB, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach §243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß §243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 19. Mai 2015

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des §281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

BILANZEID

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird.

Linz, am 19. Mai 2015 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Aktiva in EUR 31.03.2015 31.03.2014
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
23.065,80 36.544,70
II.
Sachanlagen
1.812.994,33 2.037.255,58
III. Finanzanlagen 7.716.004,60 7.331.931,44
9.552.064,73 9.405.731,72
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
8.119.568,74 7.948.862,48
2.
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.049,68 1.965,92
8.122.618,42 7.950.828,40
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
5.116.529,13 6.137.373,18
13.239.147,55 14.088.201,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.648,79 38.962,43
22.849.861,07 23.532.895,73
Passiva in EUR 31.03.2015 31.03.2014
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.443.339,48 11.409.783,48
III. Bilanzgewinn
(davon Gewinnvortrag EUR 449.910,34; Vorjahr Gewinnvortrag EUR 112.926,66)
2.703.392,65 2.549.910,34
19.146.732,13 18.959.693,82
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 1.040.220,00 968.125,00
2. Rückstellungen für Pensionen 1.619.773,16 1.470.200,00
3. Steuerrückstellungen 93.464,00 150.800,00
4. Sonstige Rückstellungen 257.303,98 203.408,43
3.010.761,14 2.792.533,43
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.391,11 117.841,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 179.865,76 1.163.918,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern EUR 373.770,86; Vorjahr TEUR 426)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.227,11; Vorjahr TEUR 6) 389.110,93 498.908,60
692.367,80 1.780.668,48
22.849.861,07 23.532.895,73

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER FABASOFT AG, LINZ, FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2014 BIS 31. MÄRZ 2015

in EUR 2014/2015 2013/2014
1. Umsatzerlöse 2.403.632,00 2.469.514,00
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 2.700,12 4.983,62
b) Übrige 11.576,67 5.293,80
14.276,79 10.277,42
3. Personalaufwand
a)
Gehälter
-1.008.221,32 -960.734,47
b)
Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-72.426,36 -116.687,12
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
-251.238,66 -131.606,94
d)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-124.790,02 -119.047,56
-1.456.676,36 -1.328.076,09
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-1.255.013,19 -1.324.171,64
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 12 fallen -17.316,92 -17.869,39
b)
Übrige
-1.810.431,55 -1.995.096,12
-1.827.748,47 -2.012.965,51
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -2.121.529,23 -2.185.421,82
7. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.559.298,12; Vorjahr TEUR 3.883)
3.559.298,12 3.882.780,90
8. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 3.571,74 4.014,96
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.540,68 14.930,64
10. Zwischensumme aus Z 7 bis 9 (Finanzergebnis) 3.582.410,54 3.901.726,50
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.460.881,31 1.716.304,68
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 792.601,00 720.679,00
13. Jahresüberschuss = Jahresgewinn 2.253.482,31 2.436.983,68
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 449.910,34 112.926,66
15. Bilanzgewinn 2.703.392,65 2.549.910,34

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014/2015 DER FABASOFT AG, LINZ

1) Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2015 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des §9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Cloud GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Mindbreeze GmbH, Linz, und (6) Fabasoft Corporation, Massachusetts, USA.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25% des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß §9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 2 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß §198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen. Der nicht aktivierte, aber aktivierbare Betrag an latenten Steuern beträgt EUR 192.332,03 (Vorjahr TEUR 206).

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen für Dienstnehmer erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 1,7% (Vorjahr 3,3%) und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3% (Vorjahr 3%) angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards. Die Abfertigungsrückstellung der Vorstände wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Die Pensionsrückstellung wurde auf Basis der vertraglichen Pensionszusage berechnet. Der im Konzern existierende Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an Pensionsrückdeckungsversicherungen finanziert. Die Höhe des Deckungskapitals basiert auf fortlaufend eingeholten Versicherungsbestätigungen.

Im Berichtszeitraum wurden die Pensionszusagen dahingehend geändert, dass der Anspruch der Begünstigten jeweils nur in Höhe des Deckungswertes der bestehenden Pensionsrückdeckungsversicherungsverträge zum jeweiligen Stichtag besteht. Die Bruttopensionsverpflichtung wird daher in Höhe der Deckungswerte der Versicherungsverträge zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§238 Z 2 UGB)

Buchwert der
Beteiligung
in EUR
31.03.2015
in% Eigenkapital
Nominale
gesamt
buchmäßig
gesamt
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100 EUR 800.000,00 EUR 1.822.383,41 EUR 820.775,88
Fabasoft Schweiz AG, Bern, Schweiz 462.784,49 100 CHF 100.000,00 CHF 1.130.329,48 CHF 430.259,39
Fabasoft Deutschland GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland
2.282.933,18 100 EUR 52.000,00 EUR 1.640.265,63 EUR 193.065,66
Fabasoft International Services GmbH,
Linz
35.000,00 100 EUR 35.000,00 -EUR 25.926,88 -EUR 132.395,01
Fabasoft Limited, London,
Großbritannien
0,00 100 GBP 510.000,00 -GBP 144.217,87 GBP 6.359,08
Fabasoft R&D GmbH, Linz 692.000,00 100 EUR 35.000,00 EUR 2.664.349,72 EUR 2.358.203,72
Fabasoft Cloud GmbH, Linz 35.000,00 100 EUR 35.000,00 -EUR 4.397.409,55 -EUR 119.914,82
Mindbreeze GmbH, Linz 103.000,00 65 EUR 70.000,00 -EUR 616.271,56 EUR 107.214,67
5.939.320,28

Laut Abtretungsvertrag vom 21. Oktober 2014 wurden 10% der Geschäftsanteile an der Mindbreeze GmbH, gehalten von einem nicht beherrschenden Anteilseigner, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 65% des Stammkapitals der Mindbreeze GmbH.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existieren Rückdeckungsversicherungen, deren Aktivierungswerte im Geschäftsjahr 2014/2015 um EUR 319.573,16 erhöht wurden. Der im Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 1.619.773,16.

Rückdeckungsversicherungen und Wertpapiere in Höhe von EUR 1.692.930,40 (Vorjahr TEUR 1.373) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen einer Pensionsvorsorge verpfändet.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
2015 8.119.568,74 0,00 8.119.568,74
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
2014 7.948.862,48 0,00 7.948.862,48
Sonstige Forderungen und 2015 3.049,68 0,00 3.049,68
Vermögensgegenstände 2014 1.965,92 0,00 1.965,92
2015 8.122.618,42 0,00 8.122.618,42
2014 7.950.828,40 0,00 7.950.828,40

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 3.670.880,62 (Vorjahr TEUR 3.185) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 4.448.688,12 (Vorjahr TEUR 4.764) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 1.040.220,00 (Vorjahr TEUR 968).

Die Höhe der Deckungswerte der Rückdeckungsversicherungen beträgt zum Stichtag 31. März 2015 EUR 1.619.773,16.

Aufgrund der unter Punkt II. (Rückstellungen) dargestellten vertraglichen Regelung wird die Pensionsrückstellung in Höhe der Deckungswerte ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 33.350,00 (Vorjahr TEUR 20), Boni in Höhe von EUR 7.150,00 (Vorjahr TEUR 8), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 134.903,98 (Vorjahr TEUR 115), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 54.800,00 (Vorjahr TEUR 34), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 26.100,00 (Vorjahr TEUR 26) und Sonstiges in Höhe von EUR 1.000,00 (Vorjahr TEUR 1).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2015 123.391,11 0,00 0,00 123.391,11
Lieferungen und Leistungen 2014 117.841,88 0,00 0,00 117.841,88
Verbindlichkeiten gegenüber 2015 179.865,76 0,00 0,00 179.865,76
verbundenen Unternehmen 2014 1.163.918,00 0,00 0,00 1.163.918,00
2015 389.110,93 0,00 0,00 389.110,93
Sonstige Verbindlichkeiten 2014 498.908,60 0,00 0,00 498.908,60
2015 373.770,86 0,00 0,00 373.770,86
davon aus Steuern 2014 425.880,94 0,00 0,00 425.880,94
davon im Rahmen der 2015 6.227,11 0,00 0,00 6.227,11
sozialen Sicherheit 2014 5.747,13 0,00 0,00 5.747,13
2015 692.367,80 0,00 0,00 692.367,80
2014 1.780.668,48 0,00 0,00 1.780.668,48

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 179.865,76 (Vorjahr TEUR 1.164).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 12.761,28 (Vorjahr TEUR 13) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2016 befristet. Zum 31. März 2015 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -144.217,87.

Gegenüber der Mindbreeze GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2016 befristet. Zum 31. März 2015 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze GmbH, Linz, EUR -616.271,56.

Gegenüber der Fabasoft Cloud GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine Rangrücktritts- und Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2016 befristet. Zum 31. März 2015 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Cloud GmbH, Linz, EUR -4.397.409,55.

Gegenüber der Fabasoft International Services GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2016 befristet. Zum 31. März 2015 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft International GmbH, Linz, EUR -25.926,88.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2.403.632,00 (Vorjahr TEUR 2.470) resultieren aus der Verrechnung der Konzernholding, Fabasoft AG, Linz, an die verbundenen Unternehmen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 331,36 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Erträge aus der Aktivierung von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 319.573,16 (Vorjahr TEUR 169) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 889.390,00 (Vorjahr TEUR 881) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß §9 KStG betrifft.

4) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß §237 Z 8 UGB) (in EUR)

in EUR folgendes
Geschäftsjahr
folgende fünf
Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 616.847,94 2.851.212,09
Vorjahr 580.937,37 2.671.577,91

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 605.085,99 (Vorjahr TEUR 553).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer (gemäß §237 Z 14 UGB)

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, offengelegt.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2014/2015 2013/2014
Angestellte 4 4

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au Die Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen, Altersversorgung und Optionsmodell für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2014/2015 TEUR 1.246 (Vorjahr TEUR 1.137) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Laufende Bezüge 907 870
Aufwendungen für Abfertigungen 64 111
Aufwendungen für Altersversorgung 251 132
Aufwendungen für Optionsmodell 24 24
Gesamt 1.246 1.137

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Vorsitzender) Prof. Dr. Andreas Altmann (Mitglied seit 30.06.2014) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München (Mitglied bis 30.06.2014) Dr. Peter Posch (Mitglied) Prof. in (FH) Univ.-Doz. in DIin Dr. in Ingrid Schaumüller-Bichl (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2014/2015 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 70.000,00 (Vorjahr TEUR 70).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Mitarbeiteroptionen

Der beizulegende Zeitwert der Mitarbeiteroptionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der Opti
onen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VII 24.04.2013 EUR 3,50 300.000 01.07.2012 bis
30.06.2016
15.06.2016

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VII 2014/2015 2013/2014
zum 1. April 300.000 0
Ausgegeben 0 300.000
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
zum 31. März (ausstehend) 300.000 300.000

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien (5.000.000,00 Stück) mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Beschlüsse der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014:

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG, Linz, am 30. Juni 2014 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,42 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch - allenfalls in mehreren Tranchen - um Nominale EUR 2.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stückaktien sowohl gegen Bareinlage als auch gemäß §172 AktG gegen Sacheinlage auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen, sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital im Sinne der §§169 ff AktG), wobei der Vorstand auch dazu ermächtigt wird, die neuen Aktien allenfalls unter Ausschluss des den Aktionären ansonsten zustehenden Bezugsrechtes auszugeben (§170 Abs 2 AktG).

Linz, 19. Mai 2015

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

ANLAGENSPIEGEL DER FABASOFT AG, LINZ, ZUM 31. MÄRZ 2015

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anlagevermögen in EUR Stand am
01.04.2014
Zugänge Abgänge Stand am
31.03.2015
Kumulierte
Abschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
299.084,14 10.033,23 1.323,38 307.793,99 284.728,19
Summe 299.084,14 10.033,23 1.323,38 307.793,99 284.728,19
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 1.579.183,76 150.251,43 3.934,00 1.725.501,19 1.290.070,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung*
8.716.685,12 810.741,98 602.762,32 8.924.664,78 7.594.920,91
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.820,00 0,00 47.820,00 0,00
Summe 10.295.868,88 1.008.813,41 606.696,32 10.697.985,97 8.884.991,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen**
8.024.073,14 64.500,00 0,00 8.088.573,14 2.149.252,86
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.457.111,16 319.573,16 0,00 1.776.684,32 0,00
Summe 9.481.184,30 384.073,16 0,00 9.865.257,46 2.149.252,86
Gesamtsumme 20.076.137,32 1.402.919,80 608.019,70 20.871.037,42 11.318.972,69
*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß §13 EStG: EUR 7.664,01 EUR 7.664,01

**EUR 64.500,00 Ankauf Minderheitsanteile Mindbreeze GmbH

Anlagevermögen in EUR Buchwert Stand am
31.03.2015
Buchwert Stand am
31.03.2014
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2014/2015
Buchwertabgänge
2014/2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 23.065,80 36.544,70 23.512,13 0,00
Summe 23.065,80 36.544,70 23.512,13 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 435.430,46 471.236,70 184.484,07 1.573,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
1.329.743,87 1.566.018,88 1.047.016,99 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 47.820,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.812.994,33 2.037.255,58 1.231.501,06 1.573,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
5.939.320,28 5.874.820,28 0,00 0,00
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.776.684,32 1.457.111,16 0,00 0,00
Summe 7.716.004,60 7.331.931,44 0,00 0,00
Gesamtsumme 9.552.064,73 9.405.731,72 1.255.013,19 1.573,60

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß §13 EStG: EUR 7.664,01

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

LAGEBERICHT DER FABASOFT AG UND DES FABASOFT KONZERNS

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 27,6 Mio. Euro (25,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 4.569 (TEUR 3.724 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 3.037 (TEUR 2.126 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 10% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 resultierte hauptsächlich aus einer positiven Entwicklung sowohl der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze) als auch der Software-Lizenzerlöse mit On-Premises-Kunden und des projektbezogenen Dienstleistungsgeschäfts.

Mit 26,6% der Umsatzerlöse lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung (TEUR 7.333) des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Branchenvergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.242 im Geschäftsjahr 2013/2014).

Diese Investitionen wurden für die Weiterentwicklung des On-Premises-Produktportfolios, für den Ausbau des Cloud-Angebotes und für Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit Appliances getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2015) 49% (50% zum 31. März 2014).

Der Bestand an liquiden Mitteln änderte sich von TEUR 13.311 auf TEUR 14.554 im Berichtszeitraum.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte zum 31. März 2015 207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (200 zum 31. März 2014).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Cloud GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Mindbreeze GmbH 65% Österreich Linz
Fabasoft Deutschland GmbH 100% Deutschland Frankfurt am
Main
Berlin, München
Fabasoft Schweiz AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2015)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Abtretungsvertrag vom 21. Oktober 2014 wurden 10% der Geschäftsanteile an der Mindbreeze GmbH, gehalten von einem nicht beherrschenden Anteilseigner, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 65% des Stammkapitals der Mindbreeze GmbH.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 2.404 2.470
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.461 1.716
EBIT -2.122 -2.185
EBITDA -867 -861
Jahresüberschuss 2.253 2.437
Eigenkapital 19.147 18.960
Eigenkapitalquote 84% 81%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.479 4.586
Endbestand an liquiden Mittel 5.117 6.137
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2014/2015 2013/2014
Umsatzerlöse 27.554 25.049
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.096 2.140
EBIT 3.037 2.126
EBITDA 4.569 3.724
Jahresergebnis 2.294 1.947
Eigenkapital 13.794 13.623
Eigenkapitalquote 49% 50%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.613 960
Endbestand an liquiden Mittel 14.554 13.311
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 207 200

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche Fortbildung und Karriereentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert deren Umsetzung und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsmöglichkeiten an. Dieses umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird von unternehmensinternen und externen Referentinnen und Referenten umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird.

Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen, externen Seminaren, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt. Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA, HERMES 5 (Schweiz) oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 56 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 57 Scrum Master und 29 Product Owner. Darüber hinaus wurde ein Führungskräftetraining mit Abschluss zur "Qualifizierten Führungskraft" (Qualified Management Executive) durchgeführt.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. So informieren das Management und die Geschäftsführung regelmäßig im Rahmen von "Friday Morning Speeches" über unternehmensstrategische Schwerpunkte und aktuelle Organisations-, Technologie- und Geschäftsthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden von Vertretern der einzelnen Entwicklungsteams in den internen, 14-tägig stattfindenden "Scrum Demo Days" präsentiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese Veranstaltungen live oder mittels Video-Stream verfolgen oder zeitversetzt abrufen. Das Intranet sowie die Produktblogs und Newsletter ergänzen den Informationspool und ermöglichen einen aktiven Wissenstransfer.

Cloud-Angebote

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Cloud Computing entwickelt sich global mit großer Geschwindigkeit zu einem bestimmenden Modell, wie Informationstechnologie-Ressourcen einfach, kosteneffizient und bedarfsorientiert genutzt werden können. Insbesondere in Europa wird dieser Mega-Trend aber konterkariert durch große Sorge von Unternehmen und Organisationen hinsichtlich der Bestimmung über und die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten bei Cloud-Nutzung. Fabasoft adressiert in ihrer Produktentwicklung dieses Transparenz- und Sicherheitsbedürfnis durch die Vorstellung zweier neuer Appliances (Kombination von Hard- und Software): Die "Fabasoft Private Cloud" für eine Datenspeicherung am Kundenstandort und Secomo für eine durchgehende Ende-zu-Ende-Ver- und Entschlüsselung von Daten. Die Schlüssel verbleiben im Unternehmen und nur der Secomo-Kunde hat darauf Zugriff.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Dies umfasst auch ganz besonders den effizienten, schonenden und sparsamen Einsatz von Ressourcen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten beispielsweise Reisen in erheblichem Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Eisenbahnverbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. So hat Fabasoft im vergangenen Geschäftsjahr beispielsweise ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas für Fahrten einen BMW i3 zur Verfügung gestellt.

Green IT

Bei der Auswahl und Konzeption von IT-Architekturen legt der Fabasoft Konzern großen Wert auf Nachhaltigkeit und insbesondere hohe Energieeffizienz. Dieser Kurs wurde auch im Geschäftsjahr 2014/2015 weiter verfolgt. Aus ökologischer Sicht steht der Verbrauch der Ressource Strom für den Betrieb der Systemkomponenten und deren Kühlung im Vordergrund. Sowohl bei Konzeption und Auf- und Ausbau eigener Rechenzentrumskapazitäten als auch bei der Auswahl externer Kapazitäten und Standflächen wird auf diesen Aspekt besonders Bedacht genommen.

Open-Source-Plattformen und Standards

Der Einsatz von Open-Source-Produkten und das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und angestrebte Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2014/2015 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Weiterhin wurde in der Produktentwicklung der Umsetzung von Standards und Vorgaben im Bereich der Barrierefreiheit (Accessibility) breiter Raum gegeben. Die Erfolge aus diesen Anstrengungen spiegeln sich auch in entsprechenden erfolgreichen Zertifizierungen dieser Produkte durch unabhängige externe Stellen wider.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und dem Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen und ausgebaut werden.

Leistungsstarke Cloud-Services

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg, erfordert neue flexible und mobile Formen der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Die Fabasoft Cloud, als Public Cloud, positioniert sich in diesem Kontext als elegante, intuitive Standardlösung für Businessto-Business Collaboration "Made in Europe". Das bedeutet Software, die Europäer für Europa entwickeln und in europäischen Rechenzentren betreiben – auf dem Fundament eines europäischen Wertesystems für Datensicherheit, Zugriffssicherheit, Rechtssicherheit und zertifizierte Qualitätsstandards. Das besondere Markenzeichen der Fabasoft Cloud ist die elegante und intuitive Benutzeroberfläche, mit der es Anwenderinnen und Anwendern mühelos gelingt Unternehmens- und Ländergrenzen zu überwinden und sicher zusammenzuarbeiten. Das Konstrukt der Fabasoft Cloud-Lokationen (aktuell verfügbar für Deutschland, Österreich und die Schweiz) schafft die Basis für die weltweite Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und gibt den Kunden gleichzeitig die Gewissheit und die Wahlfreiheit, wo die Speicherung der Cloud-Daten erfolgt. In der Fabasoft Cloud agieren Unternehmen als Cloud-Organisationen. Daraus entsteht ein Business-Netzwerk, mit dem Firmen Vertrauensbeziehungen für die unternehmens- und länderübergreifende Zusammenarbeit in der Cloud aufbauen.

Die konsequente und klare Positionierung der Fabasoft Cloud als europäische Standardlösung eröffnet dem Fabasoft Konzern Chancen, sich im Cloud Computing Markt in Europa zu etablieren – insbesondere im Lichte der europäischen Bestrebungen für mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Bereich von Informations- und Kommunikations-Technologien.

Cloud Computing entwickelt sich global mit großer Geschwindigkeit zu einem bestimmenden Modell, wie Informationstechnologie-Ressourcen einfach, kosteneffizient und bedarfsorientiert genutzt werden können. Insbesondere in Europa wird dieser Mega-Trend aber konterkariert durch große Sorge von Unternehmen und Organisationen hinsichtlich der Bestimmung über und die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten bei Cloud-Nutzung. Fabasoft adressiert in ihrer Produktentwicklung dieses Transparenz- und Sicherheitsbedürfnis durch die Vorstellung zweier neuer Appliances (Kombination von Hard- und Software): Die "Fabasoft Private Cloud" für eine Datenspeicherung am Kundenstandort und Secomo für eine durchgehende Ende-zu-Ende-Ver- und Entschlüsselung von Daten. Die Schlüssel verbleiben im Unternehmen und nur der Secomo-Kunde hat darauf Zugriff.

Die Wahlfreiheit zwischen der Public Cloud-Lösung und der Private Cloud-Lösung könnte dem Fabasoft Konzern neue Chancen eröffnen, Kundengruppen anzusprechen, die dem Thema Cloud Computing bis jetzt eher zurückhaltend gegenüberstanden.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Neben der Neuentwicklung einer Private Cloud-Lösung hat Fabasoft auch bei der Datenverschlüsselung innovative Wege beschritten. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie (IAIK) der Technischen Universität Graz konnte Fabasoft die Secomo-Appliance zur Marktreife bringen.

Chancen könnten sich für den Fabasoft Konzern dadurch eröffnen, da die Themen "Digitaler Binnenmarkt" und "Europäische Cloud" immer mehr an Bedeutung gewinnen, und dazu bereits EU-Initiativen gestartet wurden. Europäische Unternehmen werden zunehmend sensibilisiert europäische Lösungen bevorzugt einzusetzen.

Mindbreeze InSpire – Ready to Use Appliance für Enterprise Search und Big Data

Mit der zunehmenden Wahrnehmung von Big Data in Unternehmen steigt auch das Bewusstsein, dass diese Daten besser genutzt werden müssen. Die Entwicklungen zeigen, dass Unternehmen dafür sukzessive Wissensmanagement einführen, um Informationsprozesse effizienter zu gestalten. Enterprise Search Lösungen bilden dabei die Basis und ermöglichen dieses Wissensmanagement. Eine Herausforderung stellt dabei die richtige Analyse, Verknüpfung und Konsolidierung der vorhandenen Unternehmensdaten aus Fileshares, E-Mail-Systemen, Cloud-Diensten oder CRM-Systemen dar.

Mindbreeze beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema Suchen und Finden von Informationen im richtigen Kontext (semantische Suche). Das Unternehmen erschließt sukzessive neue Einsatzfelder für diese Technologien. Um für Kunden den Einstieg so einfach wie möglich zu machen bietet Mindbreeze mit Mindbreeze InSpire eine sofort einsetzbare Lösung an. Die vorkonfigurierte Appliance wird in die Unternehmens-IT integriert, die Datenquellen angebunden und danach werden die Inhalte der Quellen analysiert und richtig verknüpft. Mindbreeze InSpire befindet sich bei einer Reihe von namhaften Kunden im deutschsprachigen Raum bereits im Produktiveinsatz oder in einer fortgeschrittenen, bezahlten Evaluationsphase.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft-Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv auf die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten, ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Zertifizierungen

Fabasoft legt größten Wert auf den Schutz der Unternehmensdaten sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in den Cloud-Lokationen. Die umfangreichen Zertifizierungen heben Fabasoft deutlich von anderen Anbietern in diesem Feld ab. So hat der TÜV Rheinland die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" zertifiziert. Fabasoft hat damit eines der anspruchsvollsten Audits bestanden, die es zurzeit rund um Cloud-Qualität, Sicherheit und Compliance gibt.

Basis der Zertifizierung ist ein Prüfkatalog von TÜV Rheinland, der sich sowohl an den hohen Anforderungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes als auch unter anderem an internationalen Normen wie der ISO 27001 und dem IT-Grundschutz orientiert. Dadurch könnten sich weitere Chancen ergeben, Fabasoft im Bereich Cloud-Services am europäischen Markt zu etablieren.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Government-Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Darüber hinaus eignen sich besonders die neuen Cloud-Angebote und Mindbreeze InSpire für die Erweiterung des Zielkundenfeldes und der Vertriebsanstrengungen über den öffentlichen Sektor hinaus.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen, die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controllingmaßnahmen laufend ergänzt und weiterentwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern sowie Widersprüche oder Überlappungen in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2014/2015 konnten weitere Erfolge erzielt und bedeutende Kunden gewonnen werden. Wie sich diese Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität während der kostenfreien Testphase eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen, erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Veranstaltungen, Online-Aktivitäten, etc.) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäfts

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft und der allgemeinen Abhängigkeit von Produkt- und Vertriebsstrategien der Partner in der jeweiligen Region, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren.

Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln und vermarkten, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut durchgeführt. Der entsprechende Prüfbericht befindet sich gerade in Erstellung. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PwC wird für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausstellen. Darüber hinaus ist die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" Zertifikat ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet. Bei der Auswahl der Rechenzentren für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. auf vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet.

Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Reputation im Markt, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt über deren Partner, Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten, insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation, gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, insbesondere hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau bestehender, neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen könnten und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen. Darüber hinaus trifft Fabasoft Vorsorgemaßnahmen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und dadurch die Produktivität zu verbessern und Kosten zu reduzieren.

IT-Risiken

Störungen, beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen, können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten und der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, nachrichtendienstlicher Ressourcen oder von in eingesetzten Komponenten von Dritten vorhandenen Schwachstellen oder Backdoors, ist jedoch nicht möglich.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut durchgeführt. Der entsprechende Prüfbericht befindet sich gerade in Erstellung. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PwC wird für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausstellen. Darüber hinaus ist die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" Zertifikat ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Risiken betreffend die Abhängigkeit von Lieferanten

Insbesondere in dem für das Unternehmen verhältnismäßig neuen Geschäftsfeld der Appliances sind die Qualität, die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit und im Ergebnis der Erfolg des Produktes, welches der Kunde nutzt, nicht ausschließlich durch die Leistungsmerkmale der im Fabasoft Konzern entwickelten Software bestimmt sondern auch wesentlich abhängig von eingesetzten Drittprodukten. Diese umfassen sowohl Hardware- (Server, Speicher, Netzwerkkomponenten, Sicherheitskomponenten, etc.) als auch Software-Komponenten (Betriebssystem, etc.). Diese Komponenten unterliegen – einzeln oder in ihrem Zusammenspiel - insbesondere den unter "IT-Risiken" zuvor dargestellten Risiken. Zusätzlich bestehen Risiken speziell von Verspätungen, Beschädigungen oder Verlust bei der Transport- und Lagerlogistik sowohl zwischen Zulieferanten und der jeweiligen Fabasoft Gesellschaft als auch bei der Auslieferung an den Kunden. Es besteht auch das Risiko eines Lieferantenausfalls, beispielsweise infolge der Beendigung der betroffenen Produktlinie durch den Lieferanten oder infolge der Einstellung des betroffenen Geschäftsbetriebs beim Lieferanten. Um gegenüber dem Kunden kurzfristig lieferfähig zu sein, ist gegebenenfalls aufgrund der Lieferzeiten einzelner Lieferanten eine dem prognostizierten Geschäftsverlauf angepasste Lagerhaltung von Drittprodukten vorzusehen. Da speziell in einem neuen, sich dynamisch entwickelnden Geschäftsfeld eine genaue Prognose des Geschäftsverlaufes nicht möglich ist, bestehen sowohl die Risiken von zu niedrigerer Lagerhaltung und damit eingeschränkter Lieferfähigkeit als auch die Risiken von zu hohen Lagerbeständen und damit hoher Kapitalbindung, hohen Lagerkosten und Problemen, die mit Modellwechseln beim Hersteller und zeitlich befristeten Wartungsverträgen der Dritthersteller im Zusammenhang stehen.

Tritt beim Kunden eine Störung auf, so ist nicht nur in Abstimmung mit dem Kunden zu substantiieren, ob und in welcher Form die Störung von einem Fabasoft Produkt ausgeht, sondern auch gegebenenfalls im Zusammenspiel mit den Support-Organisationen der Lieferanten von Drittprodukten die Störungsbehebung abzustimmen. Ist dafür beispielsweise der Austausch von Hardware-Komponenten erforderlich, so unterliegt dieser Vorgang insbesondere den oben beschriebenen Logistik-Risiken und dem Risiko, dass bei dem Kundendienst des jeweiligen Herstellers Verzögerungen oder Fehler entstehen. Insgesamt unterliegt der gesamte Störungsbehandlungsprozess insbesondere Risiken von Kommunikationsproblemen, Zeitverzögerungen und Fehlern sowie dem Risiko unterschiedlicher Service-Levels im Innen- und Außenverhältnis. Diese Risiken würden sich – ungeachtet des tatsächlichen Verursachers – nachteilig auf Fabasoft auswirken.

Der Fabasoft Konzern versucht den dargestellten Risiken intern durch definierte, dokumentierte und zertifizierte Geschäftsprozesse sowie kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu begegnen. Im Zusammenspiel mit Lieferanten stehen eine professionelle Lieferantenauswahl sowie geeignete Qualitätsmanagementmaßnahmen im Vordergrund.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 weiterhin in den Feldern Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente für Fabasoft und in der Entwicklung der Stärken des bestehenden Teams gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2015/2016 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2015/2016 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Positionierung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise fortentwickelt werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen und in Anbetracht einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wird daher für das Geschäftsjahr 2015/2016 von einem Anstieg der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die teilweise drastischen Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Kundenbasis von Fabasoft in diesem Markt gefestigt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Diesbezüglich wurde die Marktbearbeitung intensiviert. Konkrete Projekte befinden sich in der Akquisephase. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang oder auf welcher Zeitschiene daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern neues Geschäft aufgebaut. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, die konsequente Arbeit am Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht bisweilen auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mitzubegleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2015/2016 die Vertriebsorganisation weiter gestärkt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Plans unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche – wie beispielsweise die "Elektronische Personalakte" – innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung, über eine Appliance oder in Form eines klassischen On-Premises-Projektes umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio diese Flexibilität unterstützt und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Besonders im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/2015 konnte ein steigendes Interesse prominenter, teilweise international tätiger Unternehmen an der Mindbreeze InSpire Appliance wahrgenommen werden. Der bislang ausgezeichnete Verlauf der diesbezüglichen Termine und Teststellungen stimmt optimistisch für die weitere Entwicklung dieses Geschäftes.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem sehr herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2015/2016 aus. Aufgrund der reduzierten Planungssicherheit speziell im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern ist mit starken umsatz- und erlösseitigen Schwankungen in den Geschäftsjahresquartalen zu rechnen. Des Weiteren muss damit gerechnet werden, dass sich das "klassische" Geschäft basierend auf dem Verkauf von Neulizenzen rückläufig entwickeln kann. Dem gegenüber sollen wiederkehrende Umsatzströme, insbesondere basierend auf Nutzungsgebühren für Cloud-Services, Software-as-a-Service und Appliances sowie basierend auf Softwareaktualisierungsgebühren weiter ausgebaut werden. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Fabasoft Folio

Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2014/2015 lag in der Entwicklung eines Konzepts sowie in der Umsetzung der Basistechnologie für sogenannte "Scenario Based Rooms". Diese erlauben die Erstellung von speziellen Teamrooms für ganz bestimmte Nutzungsszenarien wie z.B. ein Scrum-Projekt oder eine Personalaktenablage. Für diese Teamrooms ist es möglich eigene Sicherheitskonzepte mit selbst definierten Rollen (z.B. Product Owner, Scrum Master, Scrum Team) zu erstellen. Die Basistechnologie erlaubt es befugten Benutzerinnen und Benutzern aus den Fachabteilungen Anpassungen und Konfigurationen vorzunehmen, die bisher nur für Systemadministratoren möglich waren. Die konkreten Freiheitsgrade werden dabei von der jeweiligen Lösung (z.B. digitale Personalakte) definiert.

Im Bereich User-Interface erfolgten zahlreiche Verbesserungen in den Anwendungsfällen und bei der Browser-Integration. Die Unterstützung für Windows Phone 8.1 im Browser wurde neu entwickelt und verfügbar gemacht. Darüber hinaus war die Optimierung der Synchronisation von Dateien und Ordnern Schwerpunkt der Entwicklung.

Des Weiteren wurden konkrete Anforderungen von Bestandskunden zur Verbesserung der Bedienbarkeit und von Anforderungen aus neuen Kundenprojekten umgesetzt. Diese Neuerungen werden den Kunden in Form von sogenannten Update Rollups zur Verfügung gestellt. Die Update Rollups enthalten darüber hinaus eine Sammlung von Hotfixes und Sicherheitsupdates.

Das Thema Mobilität bildete einen weiteren Schwerpunkt für das Produkt Fabasoft Folio. Für die mobilen Plattformen Apple iOS und Android wurden die Apps neu gestaltet und produktiv genommen. Diese stehen im Apple iTunes Store bzw. über Google Play zur Verfügung. Zusätzlich wurde für die Plattform Apple iOS eine neue App zur Bearbeitung von Workflow-Aktivitäten implementiert.

Fabasoft eGov-Suite

Die Entwicklung der Fabasoft eGov-Suite im Geschäftsjahr 2014/2015 umfasste sowohl die Konzeption und Umsetzung neuer Funktionalitäten und Drittproduktintegrationen als auch die User-orientierte Optimierung bestehender Use Cases. Im Bereich der Optimierungen konnte durch gezielte Vereinfachungen und Konfigurationen im System insbesondere die Klickanzahl für häufig verwendete Use Cases signifikant verringert werden. Neben diesen Entwicklungsschritten, die speziell auf Enduser-Akzeptanz und Qualität abzielten, wurde vorbereitende Grundlagenarbeit geleistet, um zukünftig den Umstieg auf neue Versionsstände leichter, schneller und effizienter durchführen zu können. Die Auslieferung von quartalsweisen Update Rollups und deren vereinfachtes Handling als erstes Ergebnis dieser Entwicklungstätigkeiten wurde von den Bestandskunden positiv aufgenommen.

Für den Bereich der Produkt- und Technologieintegration können für die Fabasoft eGov-Suite beispielhaft die standardisierte duale Zustellung für Österreich, die Officeatwork-Integration für die Schweiz und die Möglichkeit der De-Mail-Anbindung für Deutschland genannt werden. Initiiert wurden die Weiterentwicklungen häufig durch Kundenfeedbacks, die über den Fabasoft Support und bei Usergroup-Meetings eingebracht werden. Die Nutzung dieser Dialogschienen wurde im Berichtszeitraum weiter intensiviert.

Neben den Entwicklungstätigkeiten wurden Upgrade-Projekte auf die Versionen 2012, 2013 und 2014 durch das Produktentwicklungsteam unterstützt.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam legte den Fokus im Berichtszeitraum auf die Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry basierend auf Kundenrückmeldungen und Erkenntnissen aus dem Fabasoft SaaS-Cloud Betrieb.

Der Fokus lag dabei auf der Analyse von einer großen Anzahl Requests und der entsprechenden konsolidierten grafischen Auswertung inklusive effektiver Filtermöglichkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bewertung von einzelnen Requests. Fabasoft app.telemetry analysiert Zugriffe und schlägt Möglichkeiten zur Verbesserung der Performance auf Grundlage einer Reihe von Regeln für die Fabasoft Softwareprodukte vor.

Enterprise Search und Wissensmanagement

Mindbreeze InSpire

Im Berichtszeitraum stand die Weiterentwicklung von Mindbreeze InSpire im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung einer selbstlernenden Dokumentenklassifizierung. Damit ist es möglich ohne zusätzlichen Wartungsaufwand Dokumenteninhalte Themengebieten semantisch zuzuordnen (zu klassifizieren). Dies ermöglicht eine enorme Bandbreite an Einsatz-Szenarien in typischen Arbeitsprozessen. Dadurch können beispielsweise in Posteingangsstellen die Eingangsdokumente automatisch an die zuständige Stelle weitergeleitet sowie markante Inhalte wie beispielsweise Kundennummer oder Anschriften automatisch extrahiert werden. Mindbreeze InSpire ermöglicht dies durch komplexe semantische Analyseverfahren, die über viele Jahre von Mindbreeze entwickelt und optimiert wurden.

Im Berichtszeitraum erfolgte auch die Weiterentwicklung von Suchanwendungen für das Gesundheitswesen sowie die Umsetzung von Konnektoren für medizinspezifische Informationsquellen und Formate. Im Gesundheitswesen versteht Mindbreeze InSpire gängige Fachthesauri wie ICD-10 und Standardformate wie ClaML (die beispielsweise von gängigen Terminologieservices verwendet werden).

Mindbreeze InSpire wurde im Berichtszeitraum erweitert, um die häufig nachgefragten Datenquellen SAP KMC sowie Atlassian Confluence professionell zu unterstützen. Durch die semantische Analyse und die Indizierung der strukturierten und unstrukturierten Informationen aus SAP KMC und Atlassian Confluence werden nun auch diese beiden Quellen umfassend in das professionelle Wissensmanagement mit Mindbreeze InSpire integriert. Beide Konnektoren sind bei mehreren Großkunden bereits erfolgreich im Einsatz.

Die User Experience der ausgelieferten Suchanwendungen wurde wesentlich optimiert. Anwenderinnen und Anwender haben nun die Möglichkeit oft benötigte und favorisierte Suchabfragen im Web Client zu speichern und zu teilen. Darüber hinaus können Suchabfragen in Form von Suchreitern angelegt werden, um der Anwenderin und dem Anwender personalisierte Sichten auf ihre bzw. seine Informationen anzubieten. Anwenderinnen und Anwender können dadurch Mindbreeze InSpire einfach für ihren Bedarf personalisieren.

Darüber hinaus wurde die Dokumentenvorschau von Mindbreeze InSpire überarbeitet. Ziel war eine Vorschau, die nahezu ident mit dem Original ist.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise

Es wurde an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Benutzerschnittstelle (User Experience) von Fabasoft Mindbreeze Enterprise als Volltextsuche für Fabasoft Folio und die Fabasoft eGov-Suite gearbeitet.

So steht ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 eine erweiterte visuelle Vorschau zur Verfügung. Damit stehen für alle gängigen Formate wie beispielsweise Microsoft Office Dokumente, Auto CAD, Web, PDF oder OpenOffice Dokumente Vorschaubilder zur Verfügung, die den raschen Überblick erleichtern.

Anwenderinnen und Anwender können nun ihre favorisierten Suchabfragen speichern – für mehr Komfort bei häufig identen oder ähnlichen Suchabfragen. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Filtermöglichkeiten weiter optimiert, beispielsweise durch personalisiertes auf- und zuklappen spezifischer Filter. Darüber hinaus wurden weitere Darstellungskomponenten (Widgets) umgesetzt.

Die Filter für viele Dateiformate wurden weiter optimiert.

Cloud-Services

Fabasoft Cloud

Im Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgten in der Fabasoft Cloud zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen einfacher und barrierefreier Bedienung (Usability und Accessibility) sowie Audits und Zertifizierungen zur sicheren Nutzung der Fabasoft Cloud. Im Rahmen der Prüfung auf Barrierefreiheit bestätigte die Stiftung Pfennigparade, dass die Fabasoft Cloud "sehr gut zugänglich" ist.

Anwenderinnen und Anwender können in der Fabasoft Cloud ihre Dateilisten nun auch in einer Detailansicht betrachten bzw. bearbeiten. Diese Form der Listendarstellung erlaubt unter anderem das Einblenden beliebiger Spalten sowie die Anwendung von mehrfachen Sortierungen und Gruppierungen. Daten können – ähnlich wie in einer Tabellenkalkulation – direkt in den Spalten geändert werden. Eine weitere Ansicht erlaubt die übersichtliche Darstellung von Informationen in Form eines Dashboards wie z.B. die relevanten Informationen für Administratoren von Cloud-Organisationen. Zusätzlich wurde eine Listendarstellung für Dokumente mit einer mehrseitigen Vorschau implementiert.

Über die so genannte "Zeitreise" wird eine historische und übersichtliche Darstellung eines Teamrooms, eines Ordners oder eines Dokuments geboten, die es erlaubt intuitiv Informationen einzusehen und gegebenenfalls auf einen historischen Stand zurückzusetzen. Für die Publikation von in der Fabasoft Cloud gespeicherten öffentlichen Daten steht nun die Funktion der "Öffentlichen Links" zur Verfügung. Damit können die Empfänger des Links ohne einen Fabasoft-Cloud-Account (ohne vorherige Anmeldung) auf Dokumente und Ordner zugreifen. Dokumente werden dabei als PDF-Vorschau angeboten, Videos können direkt abgespielt oder eine Ordnerstruktur mit navigierbaren Elementen angeboten werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung der digitalen Personalakte sowie der Migration auf das neue Konzept der "Scenario Based Rooms". Unter Verwendung dieser neuen Technologie sowie der neuen Elemente in der Benutzeroberfläche der Fabasoft Cloud (z.B. Dashboards, Detail- und Vorschauansicht) erfolgte die Neukonzeption der digitalen Personalakte.

Fabasoft Private Cloud

Fabasoft stellt ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 die Funktionalitäten der Fabasoft Cloud auch als "Private Cloud" zur Verfügung. Mit der Fabasoft Private Cloud wird dem Kunden ermöglicht, eine Lösung für den internen und externen Datenaustausch sowie für die Zusammenarbeit an diesen Daten zu erhalten, wobei gewährleistet ist, dass alle Daten im Rechenzentrum des Kunden gespeichert werden.

Für die Fabasoft Private Cloud wurde eine Hard- und Software-Architektur als Appliance, also als integrierte Lösung, bestehend aus abgestimmter und optimierter Hard- und Software, entwickelt, die einen hochverfügbaren und sicheren Betrieb auf Basis von zwei Server-Einheiten erlaubt. Die Installation und Vorkonfiguration der Fabasoft Private Cloud erfolgt durch Fabasoft, wobei eine Produktions-Infrastruktur implementiert wurde, die diese Aufgaben automatisiert erledigt. Für die Endkonfiguration der Fabasoft Private Cloud nach Auslieferung an den Kunden wurde ein einfach zu bedienendes Administrations-User-Interface entwickelt, so dass der Kunde mit geringem Aufwand die Inbetriebnahme der Fabasoft Cloud selbst durchführen kann, in dem er die notwendigen Parameter für die Einbindung in die IT-Infrastruktur zum Beispiel in Bezug auf die Authentisierung und die Datensicherung festlegt.

Secomo Cryptography Appliance

Für die sichere Zusammenarbeit mehrerer Organisationen in der Fabasoft Cloud wurde in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie (IAIK) der TU Graz die Sicherheitstechnologie hinter Secomo erarbeitet. Secomo realisiert die Ver- und Entschlüsselung von Daten direkt am Arbeitsplatz des Kunden (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung), so dass gewährleistet ist, dass ein Cloud-Anbieter wie Fabasoft keinen Zugriff auf entschlüsselte Dokumente erhalten kann. Secomo wurde von Fabasoft – so wie auch die Fabasoft Private Cloud – als Appliance umgesetzt und besteht aus Redundanz- und Verfügbarkeitsgründen ebenfalls aus zwei Hardware-Einheiten. Auch hier wurde bei der Architektur auf Automatisierung und Vereinfachung der Betriebsprozesse und der Konfiguration geachtet. In Secomo sind Hardware-Sicherheitsmodule (HSM) als Speicher für die privaten Schlüssel einer Organisation integriert. Damit verbleiben diese Schlüssel ausschließlich in Secomo und somit im Rechenzentrum des Kunden. Für Secomo wurde eine Schnittstelle implementiert, die die sicherheitsrelevanten Funktionen wie Ver- und Entschlüsselung oder das Anbringen von Signaturen, dem Fabasoft Cloud Client am Arbeitsplatz des Kunden anbietet, der dafür sorgt, dass die Anwenderin oder der Anwender mit den verschlüsselten Dokumenten in gewohnter Weise arbeiten kann. Secomo wurde insbesondere auch so konzipiert und umgesetzt, dass auch der verschlüsselte Datenaustausch mehrerer Organisationen untereinander abgedeckt ist.

4)Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgt die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu bestmöglichen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung geprüft.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs.1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 15. September 2019 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 40, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2014 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 19. Mai 2015

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

JAHRESABSCHLUSS

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 19. Mai 2015

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

BILANZEID

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 19. Mai 2015 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

BERICHT DES AUFSICHTSRATES DER FABASOFT AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014/2015 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen sowie zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, Vertriebsaktivitäten, die Unternehmens- und Geschäftsentwicklung, Investitionen, Betriebsstandorte, die Personalentwicklung sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2015/2016.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2015 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2015 nach IFRS (Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt und es wurden beide mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwendungen. Des Weiteren wurde auch der Corporate Governance Bericht zur Kenntnis genommen.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 28. Mai 2015 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2015

Dr. Friedrich Roithmayr e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates

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