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Fabasoft AG Audit Report / Information 2014

Jun 4, 2014

9319_10-k_2014-06-04_e81a8ce8-afed-4f09-8dda-bc5197bef49a.pdf

Audit Report / Information

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Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung 4
Konzerngeldflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 6
Anhang zum Konzernabschluss 8
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 40
Bestätigungsvermerk 58
Bilanzeid 60
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 62
Anhang zum Jahresabschluss 64
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 72
Bestätigungsvermerk 90
Bilanzeid 92
III. Bericht des Aufsichtsrates 94

Konzernbilanz zum 31. März 2014

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2014 31.03.2013
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 2.590 3.397
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 90 104
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 157 157
Aktive latente Steuern 4.1.4. 695 564
3.532 4.222
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 10.351 8.128
Ertragsteuerforderungen 4.2.1. 242 158
Liquide Mittel 4.2.2. 13.311 15.154
23.904 23.440
Summe Aktiva 27.436 27.662
Passiva in TEUR AZ 31.03.2014 31.03.2013
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 5.000 5.000
Kapitalrücklagen 4.3. 9.327 9.296
Sonstige Rücklagen -387 -359
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 387 326
Ergebnisvortrag -519 -489
13.808 13.774
Minderheitenanteil -185 -109
13.623 13.665
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 1.975 1.728
Rückstellungen für Pensionen 4.4.2. 170 177
Passive latente Steuern 4.1.4. 232 136
2.377 2.041
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.725 3.718
Ertragsteuerverbindlichkeiten 176 16
Erlösabgrenzungen 4.5.2. 7.535 8.222
11.436 11.956
Summe Passiva 27.436 27.662

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

in TEUR AZ 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 5.1. 25.049 23.147
Sonstige betriebliche Erträge 5.2. 135 155
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -553 -481
Personalaufwand 5.3. -14.159 -14.032
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. -1.598 -1.618
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.5. -6.748 -6.903
Betriebsergebnis 2.126 268
Finanzerträge 5.6. 32 90
Finanzaufwendungen 5.6. -18 -23
Gewinn-/Verlustanteile an assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
5.6. 0 3
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.140 338
Ertragsteuern 5.7. -193 -75
Jahresergebnis 1.947 263
Sonstiges Ergebnis (mögliche Reklassifizierung ins Jahresergebnis):
Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 61 -48
Sonstiges Ergebnis (keine Reklassifizierung ins Jahresergebnis):
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen
abzüglich latente Steuern
-28 -231
Sonstiges Ergebnis 33 -279
Gesamtergebnis 1.980 -16
Jahresergebnis davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 1.999 241
Minderheiten -52 22
Gesamtergebnis davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 2.032 -38
Minderheiten -52 22
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Jahresergebnis,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 8.1.1. 0,40 0,05
verwässert 8.1.2. 0,39 0,05

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

in TEUR AZ 2013/2014 2012/2013
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis 2.126 268
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 1.598 1.618
Aufwendungen für Optionsprogramme 31 0
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 240 409
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen 2.12. -37 -307
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 23 5
3.981 1.993
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Liefer- und sonstigen Forderungen -2.223 293
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten -43 165
(ohne Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Erlösabgrenzungen -687 1.164
-2.953 1.622
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 1.028 3.615
Vereinnahmte Zinsen 29 68
Gezahlte Ertragsteuern -97 -326
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 960 3.357
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -806 -2.109
Abgang von assoziierten Unternehmen 0 16
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -806 -2.093
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.3.
Dividendenausschüttung -1.900 -750
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -104 -20
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -2.004 -770
Veränderung der liquiden Mittel -1.850 494
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 15.154 14.628
Effekte aus Wechselkursänderungen 7 32
Abnahme/Zunahme -1.850 494
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 13.311 15.154
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2012
5.000 9.296 -128 374 19 14.561 -104 14.457
Neubewertungseffekte
Pensionen und
Abfertigungen
0 0 -231 0 0 -231 0 -231
Währungsumrech
nungen
0 0 0 -48 0 -48 0 -48
Jahresergebnis 0 0 0 0 241 241 22 263
Gesamtergebnis 0 0 -231 -48 241 -38 22 -16
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -750 -750 -20 -770
Änderung Minder
heitsbeteiligung
0 0 0 0 0 0 -7 -7
Stand am
31. März 2013
4.3. 5.000 9.296 -359 326 -489 13.774 -109 13.665
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2013
5.000 9.296 -359 326 -489 13.774 -109 13.665
Neubewertungseffekte
Pensionen und
Abfertigungen
0 0 -28 0 0 -28 0 -28
Währungsumrech
nungen
0 0 0 61 0 61 0 61
Jahresergebnis 0 0 0 0 1.999 1.999 -52 1.947
Gesamtergebnis 0 0 -28 61 1.999 2.032 -52 1.980
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -1.900 -1.900 0 -1.900
Änderung Minder
heitsbeteiligung/
Anteilsverhältnisse
0 0 0 0 -129 -129 -25 -154
Änderung auf
Grund von
Optionsprogrammen
0 31 0 0 0 31 0 31
Stand am
31. März 2014
4.3. 5.000 9.327 -387 387 -519 13.808 -185 13.623

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2014

1) Grundlegende Informationen

Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller und Cloud-Anbieter. Die Softwareprodukte und Cloud-Dienste von Fabasoft sorgen für das einheitliche Erfassen, Ordnen, sichere Aufbewahren und kontextsensitive Finden aller digitalen Geschäftsunterlagen in Unternehmen.

Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Fabasoft AG mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2014.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1 Neue und geänderte Standards, die im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden

Änderung an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Die Änderung befasst sich mit der Darstellung des sonstigen Ergebnisses. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass das Unternehmen das sonstige Ergebnis nach Bestandteilen trennen muss, in diejenigen, die nicht umgegliedert werden und diejenigen, die noch umgegliedert werden. Die Änderungen befassen sich nicht mit dem Inhalt des sonstigen Ergebnisses, haben aber zu einer Änderung der Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung geführt.

IFRS 13, "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert", hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Die Vorschriften, die eine Angleichung von IFRS und US GAAP mit sich bringen, erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist. Die Anwendung des Standards hat zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzernabschluss geführt.

2.1.2. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für spätere Geschäftsjahre anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9, "Finanzinstrumente", befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. IFRS 9 wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, "Finanzinstrumente Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Des Weiteren wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden.

  • IFRS 10, "Konzernabschlüsse", baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen – insbesondere bei schwierigen Fällen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 10 noch nicht ausgewertet und wird IFRS 10 spätestens im Geschäftsjahr, welches nach dem 1. Januar 2014 beginnt, anwenden. Eine wesentliche Änderung des Konsolidierungskreises wird jedoch nicht erwartet.
  • IFRS 12, "Angaben zu Anteilen an Unternehmen", führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen. Der Konzern wird IFRS 12 spätestens im Geschäftsjahr, welches nach dem 1. Januar 2014 beginnt, anwenden. Es wird eine Ausweitung der Angaben zu Anteilen an Konzernunternehmen erwartet.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2014 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten.

Sämtliche Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2014 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Cloud GmbH
(vormals Fabasoft Distribution GmbH)
Linz/Österreich 100,00
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Mindbreeze GmbH (vormals
Mindbreeze Software GmbH)
Linz/Österreich 55,00
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D Software GmbH)
Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft Schweiz AG
(vormals Fabasoft CH Software AG)
Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Unternehmen Sitz Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft Corporation Boston/USA 100,00
Fabasoft AT Software GmbH Linz/Österreich 100,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Laut Beschluss vom 9. April 2013 wurde die Mindbreeze Software GmbH in Mindbreeze GmbH umbenannt.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile der Faba5 GmbH, gehalten von einem Minderheitsgesellschafter, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung (siehe unten) 100% des Stammkapitals der Faba5 GmbH.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile an der app.telemetry GmbH, gehalten von Minderheitsgesellschaftern (je 5%), an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung 100% des Stammkapitals der app.telemetry GmbH.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Juni 2013 wurden die Fabasoft Medical GmbH und die app.telemetry GmbH rückwirkend zum 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 10. Juli 2013 wurde die Faba5 GmbH zum Stichtag 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Die Fabasoft Distribution GmbH wurde mit Beschluss vom 23. September 2013 in Fabasoft Cloud GmbH umbenannt.

Laut Beschluss vom 19. Dezember 2013 wurde die Fabasoft D Software GmbH in Fabasoft Deutschland GmbH umbenannt.

Die Fabasoft CH Software AG wurde mit Beschluss vom 19. Dezember 2013 in Fabasoft Schweiz AG umbenannt.

Mit Ausnahme der oben genannten Verschmelzungen gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Vorjahr.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Erwerbszeitpunkt). Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden nicht aktiviert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

2.2.4. Währungsumrechnung

Funktionale und Berichtswährung der Fabasoft AG ist der Euro. Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im Eigenkapital als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und monetären Vermögenswerten und Schulden in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs 31. März Durchschnittskurs für das Jahr
Schweizer Franken
2014 1,2214 CHF 1,22692 CHF
2013 1,2181 CHF 1,20832 CHF
Britische Pfund
2014 0,8286 GBP 0,84295 GBP
2013 0,8495 GBP 0,81732 GBP
US-Dollar
2014 1,3773 USD 1,33896 USD
2013 1,2828 USD 1,21439 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen in fremde Gebäude 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Der Fabasoft Konzern hält keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst (qualifizierter Vermögenswert), werden aktiviert. Bei Verkauf oder sonstigem Ausscheiden werden die Anschaffungs-/Herstellungskosten und die entsprechend kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht. Dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfassen ist.

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

2.6. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als Operating-Leasing zu qualifizieren. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.7. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag als Teil des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.8. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

Zum 31. März 2014 weist der Fabasoft Konzern keine Vorräte aus.

2.9. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2014 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.10. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Grund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilabrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilabrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilabrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.11. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2014 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.12. Leistungen an Arbeitnehmer

Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 19 (rev. 2011) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten im Wesentlichen denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

Die Abfertigungsrückstellung für die Vorstände der Fabasoft AG wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden auf Grund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.13. Aktienbasierte Vergütungen durch Ausgleich mit Eigenkapital-Instrumenten

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen auf Aktien der Fabasoft AG wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen zum Zeitpunkt der Einräumung.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erlöse werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.14. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2014 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.15. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iii) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen werden nach Leistungsfortschritt realisiert (siehe Punkt 2.10.).

2.16. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2014 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Cloud GmbH (vormals Fabasoft Distribution GmbH), (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Mindbreeze GmbH (vormals Mindbreeze Software GmbH) und (6) Fabasoft Corporation. Die Faba5 GmbH, die Fabasoft Medical GmbH und die app.telemetry GmbH scheiden aufgrund der Verschmelzung mit der Fabasoft R&D GmbH ab der Veranlagung 2013 aus der Steuergruppe aus.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten der Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Aktive latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.17. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sowie die erfassten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Im Folgenden sind die kritischen Ermessens- und Schätzungsspielräume angeführt:

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Umsätze aus der Erbringung von Fixpreisprojekten werden nach der POC-Methode bilanziert. Hierbei ermittelt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der noch zu erbringenden Dienstleistungen. Würde der Fertigstellungsgrad um 10%-Punkte höher bzw. niedriger angesetzt werden, ergäbe sich eine Umsatz- bzw. Forderungserhöhung von TEUR 221 bzw. eine Umsatz- bzw. Forderungsminderung um TEUR 310.

Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 2,3% (anstatt 3,3%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2013/2014 um TEUR 144 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 2.119 (anstatt TEUR 1.975) betragen. Bei einem Zinssatz von 4,3% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2013/2014 um TEUR 121 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 1.854 (anstatt TEUR 1.975) betragen.

Wenn den Berechnungen eine Gehaltssteigerung von 3,5% (anstatt 3,0%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2013/2014 um TEUR 68 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 2.043 (anstatt TEUR 1.975) betragen. Bei einer Gehaltssteigerung von 2,5% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2013/2014 um TEUR 63 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 1.912 (anstatt TEUR 1.975) betragen.

Pensionen

Wenn den Berechnungen des versicherungsmathematischen Barwertes der Leistungsverpflichtung ein Zinssatz von 2,3% (anstatt 3,3%) zugrunde gelegt werden würde, würde sich der Pensionsrückstellungsbedarf um TEUR 355 erhöhen und die Pensionsrückstellung somit TEUR 525 (anstatt TEUR 170) betragen. Bei einem Zinssatz von 4,3% würde sich der Betrag der bilanzierten Nettoschuld (Pensionsrückstellung) um TEUR 170 auf EUR 0 verringern.

Wenn den Berechnungen des versicherungsmathematischen Barwertes der Leistungsverpflichtung eine um 1 Jahr höhere Lebenserwartung zugrunde gelegt werden würde, würde sich der Pensionsrückstellungsbedarf um TEUR 25 erhöhen und die Pensionsrückstellung somit TEUR 195 (anstatt TEUR 170) betragen.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der aktiven latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2014 TEUR 591 (Vorjahr TEUR 966). Im Fall eines höheren oder niedrigeren als geplanten Steuerergebnisses kann dies zum Ansatz von höheren oder niedrigeren latenten Steuern führen.

2.18. Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Fabasoft AG ausgemacht.

Ein Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3) Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der Buchwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die beizulegenden Zeitwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition Kategorie Buchwert Fair Value – Level I Fortgeführte
in TEUR (Vorjahr) nach IAS 39 (ergebnisneutral) Anschaffungskosten
Liquide Mittel Kredite und 13.311 13.311
Forderungen (15.154) (–) (15.154)
Liefer- und Kredite und 9.920 9.920
sonstige Forderungen* Forderungen (7.493) (–) (7.493)
Zur Veräußerung verfügbare Zur Veräußerung verfügbare 157 157
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte (157) (157) (–)
Liefer- und sonstige Sonstige finanzielle 747 747
Verbindlichkeiten* Verbindlichkeiten (816) (–) (816)

*Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen betragen TEUR 50 (Vorjahr TEUR 20). Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 20) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die im Vorjahr gebildeten Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 verwendet.

Im Folgenden sind die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie angegeben:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Zinsen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 28 69
Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4 4
Fremdwährungserträge/-aufwendungen aus Krediten und Forderungen
(liquide Mittel)
0 11
Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 3
Zinsen aus Krediten und Forderungen (Liefer- und sonstige Forderungen) 7 24
Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen -50 -20
Gesamt -11 91

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel (im Wesentlichen Bankguthaben), Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den finanziellen Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitätsund Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf Grund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als relativ gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, speziell im Finanzsektor, sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit jedoch nicht ausschließbar.

3.3. Liquiditätsrisiko

Auf Grund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf. Alle ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf den beizulegenden Zeitwert besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanzund Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Euro 12.320 12.784
Britische Pfund 193 283
US-Dollar 187 196
Schweizer Franken 606 1.885
13.306 15.148

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der liquiden Mittel) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2013/2014
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2013/2014
2012/2013
Britische Pfund +10% (0,91146) -18 -26
-10% (0,74574) 21 31
US-Dollar +10% (1,51503) -17 -18
-10% (1,23957) 21 22
Schweizer Franken +10% (1,34354) -55 -171
-10% (1,09926) 67 209

Lieferforderungen in Fremdwährungen

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Euro 6.239 3.689
Britische Pfund 0 0
US-Dollar 7 1
Schweizer Franken 2.440 2.589
8.686 6.279

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der Lieferforderungen) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Lieferforderungen in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2013/2014
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2013/2014
2012/2013
Britische Pfund +10% (0,91146) 0 0
-10% (0,74574) 0 0
US-Dollar +10% (1,51503) -1 0
-10% (1,23957) 1 0
Schweizer Franken +10% (1,34354) -222 -235
-10% (1,09926) 271 288

4) Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.543 8.620 10.163
Kumulierte Abschreibungen -1.087 -6.216 -7.303
Buchwert netto 456 2.404 2.860
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwert netto 456 2.404 2.860
Zugänge 634 1.459 2.093
Abgänge 0 -10 -10
Abschreibungen -214 -1.332 -1.546
Endbuchwert netto 876 2.521 3.397
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.178 9.598 11.776
Kumulierte Abschreibungen -1.302 -7.077 -8.379
Buchwert netto 876 2.521 3.397
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwert netto 876 2.521 3.397
Zugänge 89 653 742
Abgänge -22 -7 -29
Abschreibungen -250 -1.270 -1.520
Endbuchwert netto 693 1.897 2.590
Zum 31. März 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.220 9.395 11.615
Kumulierte Abschreibungen -1.527 -7.498 -9.025
Buchwert netto 693 1.897 2.590

Es wurden keine Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen aktiviert.

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 526
Kumulierte Abschreibungen -371
Buchwert netto 155
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwert netto 155
Zugänge 21
Abschreibungen -72
Endbuchwert netto 104
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 525
Kumulierte Abschreibungen -421
Buchwert netto 104
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwert netto 104
Zugänge 64
Abschreibungen -78
Endbuchwert netto 90
Zum 31. März 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 571
Kumulierte Abschreibungen -481
Buchwert netto 90

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Beginn des Geschäftsjahres 157 157
Zeitwertänderung 0 0
Ende des Geschäftsjahres 157 157

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 73) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2013 Konzerngesamt
ergebnisrechnung
Veränderung
31.03.2014
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 281 39* 320
Anlagevermögen -82 11 -71
Dienstleistungsaufträge -120 54 -66
Beteiligungsabschreibung 28 -15 13
Verlustvorträge 457 42 499
Aktive latente Steuern 564 131 695
Dienstleistungsaufträge -136 -96 -232
Passive latente Steuern -136 96 -232
Latente Steuern gesamt 428 35 463

*Davon wurden TEUR 9 als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst und mit den Neubewertungseffekten aus Pensionen und Abfertigungen saldiert.

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich zum 31. März 2014 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 2.079 25% 450 70
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D
Software GmbH)
167 30% 50 0
Fabasoft Limited 2.604 20% 0 521
500 591

Noch nicht abgesetzte Beteiligungsabschreibungen aus der Siebentelverteilung gemäß §12 KStG in Höhe von TEUR 53 haben zum Ansatz von TEUR 13 aktiven latenten Steuern geführt.

Die nicht angesetzten Verlustvorträge zum 31. März 2014 betragen in Summe TEUR 2.883 (Vorjahr TEUR 4.389).

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechneten sich zum 31. März 2013 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 3.277 25% 377 442
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D
Software GmbH)
263 30% 79 0
Fabasoft Limited 2.620 20% 0 524
456 966

Das Management geht auf Basis aktueller Planungsrechnungen von der Realisierbarkeit der angesetzten latenten Steuerforderungen aus.

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 369 436
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 326 128
695 564

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
-232 -136
-232 -136

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen, Ertragsteuerforderungen

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Lieferforderungen 8.686 6.279
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.224 1.034
Sonstige Forderungen 480 702
davon Vorsteuerrückerstattung 6 11
davon Forderungen Finanzamt 450 502
davon Kautionen 1 106
davon soziale Sicherheit 14 9
davon übrige Forderungen 9 74
Abgegrenzte Kosten 203 271
Gesamt 10.593 8.286

Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 344) und aktivierte Ertragsteuern in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr TEUR 158).

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Noch nicht fällig 7.253 5.136
Überfällig und wertgemindert 50 20
Überfällig, aber nicht wertgemindert 1.383 1.123
Zwischen 1 und 60 Tagen 247 759
Zwischen 61 und 90 Tagen 798 128
Zwischen 91 und 180 Tagen 153 63
Über 180 Tage 185 173

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 20) gebildet.

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.237 1.110
davon bereits fakturiert und in den Lieferforderungen ausgewiesen 13 76
Bezahlte Teilabrechnungen iSd IAS 11, welche von den Forderungen aus
Dienstleistungsaufträgen abgesetzt wurden
616 562
Überhang der bezahlten Teilabrechnungen iSd IAS 11 enthalten in den
Lieferverbindlichkeiten
0 29
Kumulierte Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen 1.853 1.672
Kumulierte Kosten für Dienstleistungsaufträge 1.609 1.472
Realisierte Gewinne aus Dienstleistungsaufträgen 244 199

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Kassenbestand 5 6
Guthaben bei Kreditinstituten 13.306 15.148
Gesamt 13.311 15.154

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2014 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr 5.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.327 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 1. Juli 2013 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,38 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Der Konzern betrachtet als Eigenkapital die nach IFRS in der Bilanz als solche ausgewiesenen Bestandteile.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 50% (49% zum 31. März 2013).

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2013/2014 2012/2013
Zinssatz 3,30% 3,25%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 6,00% 7,00%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 – Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer Die Fluktuation wurde auf Basis von unternehmensindividuellen Erfahrungswerten berechnet.

Die Plan Duration (durchschnittlich gewichtete Laufzeit) beträgt 13,1 Jahre.

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2013/2014 2012/2013
Laufender Dienstzeitaufwand 168 108
Zinsaufwand 28 28
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 96 100
Summe Abfertigungsaufwand 292 236
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen 11 6
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -6 83
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 46 7
Summe Neubewertungseffekte (Verlust) 51 96

Die Komponenten des Abfertigungsaufwandes (laufender Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand, Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen) werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis (abzüglich latenter Steuern) erfasst und über die sonstigen Rücklagen abgeschlossen.

Rückstellungen für Abfertigungen 2013/2014 2012/2013
Wert per 1.4. 1.728 1.496
Laufender Dienstzeitaufwand 168 108
Zinsaufwand 28 28
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen 11 6
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -6 83
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 46 7
Wert per 31.3. 1.975 1.728

Die Entwicklung der Abfertigungsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

31.03.2014 31.03.2013 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010
Abfertigungsrückstellung 1.975 1.728 1.496 1.270 1.161

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2013/2014 2012/2013
Zinssatz 3,30% 3,25%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00% 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,00% 0,00%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Die Plan Duration (durchschnittlich gewichtete Laufzeit) beträgt 21,2 Jahre.

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2013/2014 2012/2013
Laufender Dienstzeitaufwand 135 111
+/- Netto-Zinsaufwand/-ertrag 10 -6
Aufwendungen für Altersversorgung 145 105
Neubewertungseffekte
-/+ Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag 1 19
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -15 195
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 1 0
-/+ Veränderung "asset ceiling" (Vermögenswertbegrenzung) abzüglich Zinsaufwand 0 -3
Summe Neubewertungseffekte (Gewinn/Verlust) -13 211
Brutto-Pensionsverpflichtung 2013/2014 2012/2013
Wert per 1.4. 1.308 964
Laufender Dienstzeitaufwand 135 111
Zinsaufwand 42 39
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen -15 194
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 0 0
Summe Neubewertungseffekte -15 194
Wert per 31.3. 1.470 1.308
2013/2014 2012/2013
Marktwert Planvermögen (funded) -1.300 -1.131
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0 0
Planvermögen -1.300 -1.131
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. 170 177
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 170 177
Davon: Pensionsrückstellungen 170 177
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Planvermögens 0 0
Marktwert Planvermögen 2013/2014 2012/2013
Wert per 1.4. 1.131 967
Zinsertrag 31 44
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139 139
Neubewertungseffekte
+/- Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag -1 -19
Wert per 31.3. 1.300 1.131
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0 0
Wert per 31.3. 1.300 1.131

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien.

Im Folgejahr werden Beiträge an die Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group in Höhe von TEUR 139 erwartet.

Die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
-- --------------------------------------------------------------------------------------------------- -- --
31.03.2014 31.03.2013 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010
Brutto-Pensionsverpflichtung 1.470 1.308 964 737 552
Marktwert Planvermögen 1.300 1.131 967 808 655
Anpassung wegen
Vermögenswertbegrenzung
0 0 -3 -71 -103
Netto-Planvermögen 1.300 1.131 964 737 552
Netto-Pensionsverpflichtung 170 177 0 0 0

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Lieferverbindlichkeiten 747 787
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 0 29
Erhaltene Anzahlungen 167 163
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 846 1.011
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 242 242
Sonstige Verbindlichkeiten 1.723 1.486
davon kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.652 1.443
davon übrige Verbindlichkeiten 71 43
Gesamt 3.725 3.718

Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Abgrenzungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Sonderzahlungen und Erfolgsvergütungen zusammen.

Fälligkeitsstruktur der Lieferverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Noch nicht fällig 550 560
Überfällig 197 227
Zwischen 1 und 60 Tagen 171 223
Zwischen 61 und 90 Tagen 10 0
Zwischen 91 und 180 Tagen 16 2
Über 180 Tage 0 2

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind zum 31. März 2014 noch nicht fällig.

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

4.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2014/2015 ergebniswirksam werden.

5) Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 5 3
Sonstige Erträge 130 152
Gesamt 135 155

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus vom Finanzamt gewährten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr TEUR 138) zusammen.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Gehälter 10.767 10.775
Aufwendungen für Abfertigungen 292 236
Aufwendungen für Altersversorgung 145 105
Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsprogramme 31 0
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.684 2.707
Sonstige Sozialaufwendungen 240 209
Gesamt 14.159 14.032

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 4.4.2.) betreffen die Aufwendungen auf Grund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.520 1.546
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 78 72
Gesamt 1.598 1.618

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 94 48
Instandhaltung 177 216
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.465 1.535
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 537 532
Betriebsaufwendungen 2.179 2.283
Rechts- und Beratungsaufwand 527 413
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 194 202
Investor Relations 53 69
Versicherungsprämien 93 73
Personalsuche 69 261
Nachrichtenaufwand 206 183
Aus- und Weiterbildung 182 244
Sonstiges 275 157
Verwaltungsaufwendungen 1.599 1.602
Markenregistrierungen 122 153
Reiseaufwand 533 517
Werbeaufwand 2.166 2.264
Sonstiges 55 36
Vertriebsaufwendungen 2.876 2.970
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.748 6.903

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Zinsen 32 78
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 3
Fremdwährungserträge/-aufwendungen -18 12
Sonstige Finanzaufwendungen 0 -23
Gesamt 14 70

In den Zinsen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Österreich -144 -5
Ausland -74 -13
Laufende Ertragsteuern -218 -18
Österreich 122 -38
Ausland -97 -19
Latente Steuern 25 -57
Gesamt -193 -75

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes von 25% auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Ergebnis vor Steuern 2.140 338
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2013/2014: 25% (Vorjahr: 25%)
-535 -85
Steuerliche Auswirkungen aus:
Ausländische Steuersätze 8 21
Steuerfreie Erträge 12 29
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 11 -13
Wertberichtigung aktive latente Steuern -19 -28
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
steuerlichen Verlusten
10 -18
Veränderung aktive latente Steuer aus Beteiligungsabschreibung 0 16
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern 372 -3
Aperiodische Ertragsteuer -52 6
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (-) bzw. –ertrag (+) -193 -75

6) Konzerngeldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Geschäftsjahr 2013/2014
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 21.990 6.137 5.308 168 33.603
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-8.102 -357 -98 3 -8.554
Umsatz mit
externen Kunden
13.888 5.780 5.210 171 25.049
Betriebsergebnis 1.944 -102 284 0 2.126
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.541 22 35 0 1.598
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 2.126
Finanzergebnis Konzern 14
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2.140
Geschäftsjahr 2012/2013
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 20.119 5.164 4.761 179 30.223
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-7.068 -8 0 0 -7.076
Umsatz mit
externen Kunden
13.051 5.156 4.761 179 23.147
Betriebsergebnis 170 -78 186 -10 268
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.562 19 37 0 1.618
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 268
Finanzergebnis Konzern 70
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 338

Die Hauptentscheidungsträger betrachten das Unternehmen aus einer geografischen Perspektive.

Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und den Verkauf von Softwareprodukten und die Bereitstellung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Umsätze mit konzernfremden Kunden resultieren ebenfalls aus diesem Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 beliefen sich die Umsätze mit keinem Kunden auf über 10% des Konzernumsatzes (Vorjahr TEUR 2.313 im Segment Österreich).

Die interne Berichterstattung erfolgt analog zur externen Berichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Im Bereich der Segmente basiert das interne Berichtswesen im Wesentlichen auf Informationen der Ertragskraft. Diese Informationen werden monatlich im Rahmen von Reportingberichten an die Hauptentscheidungsträger kommuniziert und dienen diesen als Entscheidungsgrundlage.

Im Segment "Sonstige Länder" sind die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften der geografischen Regionen USA und Großbritannien zusammengefasst.

Abgesehen von planmäßigen Abschreibungen gab es keine sonstigen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in den einzelnen Segmenten.

Aufgliederung der Umsätze nach Produkten:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Software 12.945 11.724
Dienstleistung 12.104 11.423
Gesamt 25.049 23.147

8) Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2013/2014 2012/2013
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 1.999 241
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 5.000.000 5.000.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,40 0,05

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2014 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird.

2013/2014 2012/2013
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 1.999 241
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 5.125.871 5.000.000
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,39 0,05

8.2. Mitarbeiteroptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VII 24.04.2013 EUR 3,50 300.000 01.07.2012 bis
30.06.2016
15.06.2016

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VII 2013/2014 2012/2013
Zum 1. April 0 0
Ausgegeben 300.000 0
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
Zum 31. März (ausstehend) 300.000 0

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Im Berichtszeitraum ist ein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen für den Vorstand sowie einen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 0) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

8.3. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.242 (Vorjahr TEUR 7.339) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert, da die Nachweise über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Aktivierung als immaterieller Vermögenswert (siehe Punkt 2.5.) nicht vollständig erbracht werden konnten.

8.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen auf Grund von Operating-Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2014 31.03.2013
Bis zu einem Jahr 1.306 1.348
Zwischen einem und fünf Jahre 3.383 3.933
Gesamt 4.689 5.281

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2013/2014 betrug TEUR 1.253 (Vorjahr TEUR 1.313). Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen aufgrund von KFZ-Leasingverträgen.

8.5. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer

8.5.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2013/2014 2012/2013
Angestellte 199 205

8.5.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 151 103
Andere Arbeitnehmer 141 133
Gesamt 292 236

8.5.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Mitglieder des Vorstandes 145 105

8.5.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für laufende Bezüge, Optionsmodell, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2013/2014 TEUR 1.150 (Vorjahr TEUR 1.021) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Laufende Bezüge 870 856
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Optionsmodell 24 0
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Abfertigungen 111 60
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Altersversorgung 145 105
Gesamt 1.150 1.021

8.5.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Mitglied bis 1. Juli 2013) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Mitglied) Prof. (FH) Univ.-Doz. DI Dr. Ingrid Schaumüller-Bichl, Linz (Mitglied seit 1. Juli 2013)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2013/2014 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 70).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Finanzexperte bis 1. Juli 2013) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Finanzexperte seit 1. Juli 2013) Prof. (FH) Univ.-Doz. DI Dr. Ingrid Schaumüller-Bichl, Linz (Ersatzmitglied seit 1. Juli 2013)

8.5.6. Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

8.5.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG

FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG und 100-%-Tochterunternehmen der Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung

Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG (laufende Bezüge TEUR 18, Vorjahr TEUR 18)

8.6. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 136 (Vorjahr TEUR 164) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Prüfung Konzernabschluss 18 18
Prüfung/Review der Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen
77 83
davon Fabasoft AG 16 16
davon Fabasoft Cloud GmbH (vormals Fabasoft Distribution GmbH) 5 6
davon Fabasoft R&D GmbH 12 10
davon Fabasoft International Services GmbH 5 3
davon Fabasoft Austria GmbH 13 13
davon andere Bestätigungsleistungen 26 35
Prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse 14 14
Sonstige Leistungen 27 49
Gesamt 136 164

8.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2014 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

8.8. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 23. Mai 2014 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 12. Mai 2014

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 25,0 Mio. Euro (23,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 3.724 (TEUR 1.886 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 2.126 (TEUR 268 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 8,2% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012/2013 resultierte hauptsächlich aus einer positiven Entwicklung sowohl der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze) als auch der Software-Lizenzerlöse mit On-Premises-Kunden und des projektbezogenen Dienstleistungsgeschäfts.

Mit 28,9% der Umsatzerlöse (TEUR 7.242) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Branchenvergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.339 im Geschäftsjahr 2012/2013).

Diese Investitionen wurden sowohl für die Weiterentwicklung des On-Premises-Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebotes des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2014) 50% (49% zum 31. März 2013). Der Bestand an liquiden Mitteln änderte sich von TEUR 15.154 auf TEUR 13.311 im Berichtszeitraum.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2014 (204 zum 31. März 2013).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Cloud GmbH
(vormals Fabasoft Distribution GmbH)
100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Mindbreeze GmbH
(vormals Mindbreeze Software GmbH)
55% Österreich Linz
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D Software GmbH)
100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft Schweiz AG
(vormals Fabasoft CH Software AG)
100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Beschluss vom 9. April 2013 wurde die Mindbreeze Software GmbH in Mindbreeze GmbH umbenannt.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile der Faba5 GmbH, gehalten von einem Minderheitsgesellschafter, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung (siehe unten) 100% des Stammkapitals der Faba5 GmbH.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile an der app.telemetry GmbH, gehalten von Minderheitsgesellschaftern (je 5%), an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung 100% des Stammkapitals der app.telemetry GmbH.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Juni 2013 wurden die Fabasoft Medical GmbH und die app.telemetry GmbH rückwirkend zum 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 10. Juli 2013 wurde die Faba5 GmbH zum Stichtag 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Die Fabasoft Distribution GmbH wurde mit Beschluss vom 23. September 2013 in Fabasoft Cloud GmbH umbenannt.

Laut Beschluss vom 19. Dezember 2013 wurde die Fabasoft D Software GmbH in Fabasoft Deutschland GmbH umbenannt.

Die Fabasoft CH Software AG wurde mit Beschluss vom 19. Dezember 2013 in Fabasoft Schweiz AG umbenannt.

Mit Ausnahme der oben genannten Verschmelzungen gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 2.470 2.496
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.716 1.465
EBIT -2.185 -2.274
EBITDA -861 -877
Jahresüberschuss 2.437 1.973
Eigenkapital 18.960 18.391
Eigenkapitalquote 81% 83%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.586 1.835
Endbestand an liquiden Mittel 6.137 4.514
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 25.049 23.147
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.140 338
EBIT 2.126 268
EBITDA 3.724 1.886
Jahresergebnis 1.947 263
Eigenkapital 13.623 13.665
Eigenkapitalquote 50% 49%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 960 3.357
Endbestand an liquiden Mittel 13.311 15.154
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 200 204

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche Fortbildung und Karriereentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert deren Umsetzung und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsmöglichkeiten an. Dieses umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird von unternehmensinternen und externen Referentinnen und Referenten umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird. Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen und externen Seminaren, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt.

Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 58 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 49 Scrum Master und 29 Product Owner.

Teamorientierte Arbeitsplätze, ausgestattet mit dem neuesten technischen Equipment, sowie ein anregendes und kommunikationsförderndes Umfeld bilden die Grundlage für eine freundliche Arbeitsatmosphäre bei Fabasoft. Das Konzept der Arbeitsplatzausstattung und Büroumgebung wird durch moderne Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume sowie die künstlerische Gestaltung der Räumlichkeiten umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgt die Neugestaltung der "Fabateria" am Konzernsitz Linz als Ort der Begegnung und des informellen Austausches.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. So informiert das Management regelmäßig im Rahmen von "Friday Morning Speeches" über unternehmensstrategische Schwerpunktsetzungen und aktuelle Organisations-, Technologie- und Geschäftsthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden von Vertretern der einzelnen Entwicklungsteams in den internen, 14-tägig stattfindenden "Scrum Demo Days" präsentiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können diese Veranstaltungen live oder mittels Video-Stream verfolgen oder zeitversetzt abrufen. Social Media Kanäle und zahlreiche Web-2.0-Technologien wie Blogs, Wiki, etc. werden ebenfalls in die interne Kommunikation miteinbezogen.

Cloud-Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die Fabasoft Cloud bildet die Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 entstand aus der bisherigen Cloud-Plattform Folio Cloud auf Basis von Kundenfeedback und funktionalen und designorientierten Innovationen die neue Fabasoft Cloud. Die Kunden profitieren von der eleganten und intuitiven Benutzeroberfläche "Made in Europe".

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Dies umfasst auch ganz besonders den effizienten, schonenden und sparsamen Einsatz von Ressourcen. Konkrete laufende Anstrengungen dazu werden besonders betreffend den jährlichen Elektrizitätsverbrauch und die Verringerung der CO2 -Emissionen unternommen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Eisenbahn-Verbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Im Bereich Mobilität setzt Fabasoft auf einen modernen und umweltfreundlichen Konzernfuhrpark. Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat Fabasoft zwei vollelektrische BMW i3 Automobile angeschafft, um den CO2 -Ausstoß nochmals weiter zu senken. Die Fahrzeuge sind im Design von Mindbreeze und der Fabasoft Cloud gestaltet und werden als Promotioncars bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt. Sie stehen auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Fahrten zur Verfügung.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. So hat Fabasoft im vergangenen Geschäftsjahr beispielsweise ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt. Darüber hinaus fördert Fabasoft lokale Talente und Initiativen. Im Berichtszeitraum sind hier zum Beispiel Marco Lang (Windsurfing), der Linzer Ruderverein Wiking und der Fußballclub LASK Linz zu nennen.

Green IT

Bei der Auswahl und Konzeption von IT-Architekturen legt der Fabasoft Konzern großen Wert auf Nachhaltigkeit und insbesondere hohe Energieeffizienz. Ein wichtiger Meilenstein im Geschäftsjahr 2013/2014 war die Finalisierung der Fabasoft Cloud-Lokationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Kunden haben über diese Architektur die Möglichkeit den Standort der Cloud-Daten-Speicherung selbst zu wählen. Bei der Auswahl der Rechenzentren wurde darauf geachtet, dass diese sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden und nachhaltig und energieeffizient arbeiten.

Open-Source-Plattformen und Standards

Der Einsatz von Open-Source-Produkten und das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2013/2014 diesem Thema besonders Augenmerk.

Weiterhin wurde in der Produktentwicklung der Umsetzung von Standards und Vorgaben im Bereich der Barrierefreiheit (Accessibility) breiter Raum gegeben. Die Erfolge aus diesen Anstrengungen spiegeln sich auch in entsprechenden erfolgreichen Zertifizierungen dieser Produkte durch unabhängige externe Stellen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen und ausgebaut werden.

Leistungsstarkes Produktportfolio in der Cloud

Als neues Nutzungsmodell von Software-Funktionalität etabliert sich zunehmend das Cloud Computing. Die Fabasoft Cloud und Mindbreeze InSite bilden dabei den Kern des Cloud-Service-Angebotes.

Fabasoft Cloud

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg erfordert neue flexible und mobile Formen der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Die Fabasoft Cloud positioniert sich in diesem Kontext als elegante, intuitive Standardlösung für Business-to-Business Collaboration "Made in Europe". Das bedeutet Software, die Europäer für Europa entwickeln und in europäischen Rechenzentren betreiben – auf dem Fundament eines europäischen Wertesystems für Datensicherheit, Zugriffssicherheit, Rechtssicherheit und zertifizierte Qualitätsstandards. Das besondere Markenzeichen der Fabasoft Cloud ist die elegante und intuitive Benutzeroberfläche, mit der es Anwenderinnen und Anwendern mühelos gelingt, Unternehmens- und Ländergrenzen zu überwinden und sicher zusammenzuarbeiten. Das Konzept der Fabasoft Cloud-Lokationen (aktuell verfügbar für Deutschland, Österreich und die Schweiz) schafft die Basis für die weltweite Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und gibt den Kunden gleichzeitig die Gewissheit und die Wahlfreiheit, wo die Speicherung der Cloud-Daten erfolgt. In der Fabasoft Cloud agieren Unternehmen als Cloud-Organisationen. Daraus entsteht ein Business-Netzwerk, mit dem Firmen Vertrauensbeziehungen für die Unternehmens- und Länder-übergreifende Zusammenarbeit in der Cloud aufbauen.

Die Fabasoft Cloud ist aus der Fabasoft Cloud-Plattform Folio Cloud entstanden, die Fabasoft Kunden seit mehr als drei Jahren erfolgreich online nutzen. Im Rahmen dieser langjährigen Zusammenarbeit mit Kunden sind europäische Lösungsmuster für den sicheren Dokumentenaustausch und für die sichere Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern entstanden, die Fabasoft mit der neuen Fabasoft Cloud in einer eleganten, intuitiven Standardlösung für Business-to-Business Collaboration umgesetzt hat.

Parallel dazu hat Fabasoft eine eigene Markenwelt und Kommunikationsstrategie für die Fabasoft Cloud in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur in London entwickelt. Die konsequente und klare Positionierung der Fabasoft Cloud als europäische Standardlösung eröffnet dem Fabasoft Konzern Chancen, sich im Cloud Computing Markt in Europa zu etablieren – insbesondere im Lichte der europäischen Bestrebungen für mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Bereich von Informations- und Kommunikations-Technologien.

Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Der Kunde kann nach der Testphase in eine kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren übergehen.

Diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Unternehmensinformationen besser nutzen

Das Bewusstsein für Big Data in Unternehmen wird immer stärker, unter anderem hervorgerufen durch die starke Medienpräsenz, wie auf der Cebit 2014, deren Leitthema "Datability" war. Hier wurde diskutiert, wie Unternehmen ihre bereits vorhandenen Daten effizient aber auch verantwortungsbewusst nutzen können, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen. Eine Herausforderung dabei stellt die richtige Analyse, Verknüpfung und Konsolidierung der vorhandenen Unternehmensdaten aus Fileshares, E-Mail-Systemen, Cloud-Diensten oder CRM-Systemen dar.

Mindbreeze beschäftigt sich seit fast 10 Jahren mit dem Thema Suchen und Finden von Informationen im richtigen Kontext (semantische Suche). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 bietet Mindbreeze mit Mindbreeze InSpire dafür eine sofort einsetzbare Lösung. Die vorkonfigurierte Appliance (Server-Box) wird in die Unternehmens-IT integriert, die Datenquellen angebunden und danach werden die Inhalte der Quellen analysiert und richtig verknüpft. Damit ist nur mehr eine Suchabfrage nötig, um alle Informationen zu dem gesuchten Begriff zu erhalten.

Dadurch könnten sich Chancen ergeben, abseits der Hauptumsatzträger von Fabasoft neue Kundengruppen und Branchen zu erreichen und Mindbreeze am Markt als Lösungsspezialist für Unternehmenssuche zu etablieren. Darüber hinaus könnte Mindbreeze als "Türöffner" für Zusatzgeschäft wirken.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft-Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonders Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Zertifizierungen

Fabasoft legt größten Wert auf den Schutz der Unternehmensdaten sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in den Cloud-Lokationen. Die umfangreichen Zertifizierungen heben Fabasoft deutlich von anderen Anbietern in diesem Feld ab. So hat der TÜV Rheinland die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" zertifiziert. Fabasoft hat damit eines der anspruchsvollsten Audits bestanden, die es zurzeit weltweit rund um Cloud-Qualität, Sicherheit und Compliance gibt. Basis der Zertifizierung ist ein Prüfkatalog von TÜV Rheinland, der sich sowohl an den hohen Anforderungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes als auch unter anderem an internationalen Normen wie der ISO 27001 und dem IT-Grundschutz orientiert.

Dadurch könnten sich weitere Chancen ergeben, Fabasoft im Bereich Cloud-Services am europäischen Markt zu etablieren.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Government-Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Darüber hinaus eignen sich besonders die neuen Cloud-Angebote und Mindbreeze InSpire für die Erweiterung des Zielkundenfeldes und der Vertriebsanstrengungen über den öffentlichen Sektor hinaus.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen laufend ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnten weitere Erfolge erzielt und bedeutende Kunden gewonnen werden. Wie sich diese Produkt-Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt.

Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Veranstaltungen, Online-Aktivitäten, etc.) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft und der allgemeinen Abhängigkeit von Produkt- und Vertriebsstrategien der Partner in der jeweiligen Region, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln und vermarkten, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde die ISAE 3402 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Darüber hinaus erhielt Fabasoft im Dezember 2013 als erstes Unternehmen in Österreich für die Fabasoft Cloud das "Certified Cloud Service" Zertifikat. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Bei der Auswahl der Rechenzenten für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. auf vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, nachrichtendienstlicher Ressourcen oder von in eingesetzten Komponenten von Dritten vorhandenen Schwachstellen oder Backdoors, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien auf die Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Partner, Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, insbesondere hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde die ISAE 3402 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Darüber hinaus erhielt Fabasoft im Dezember 2013 als erstes Unternehmen in Österreich für die Fabasoft Cloud das "Certified Cloud Service" Zertifikat. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 weiterhin in den Feldern Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente für Fabasoft und in der Entwicklung der Stärken des bestehenden Teams gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2014/2015 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2014/2015 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Positionierung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise fortentwickelt werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen und in Anbetracht einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wird daher für das Geschäftsjahr 2014/2015 von einem Anstieg der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die teilweise drastischen Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken, soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Kundenbasis von Fabasoft in diesem Markt gefestigt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Diesbezüglich wurde die Marktbearbeitung intensiviert, und konkrete Projekte befinden sich in der Akquisephase. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang oder auf welcher Zeitschiene daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern neues Geschäft aufgebaut. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, die konsequente Arbeit am Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht bisweilen auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2014/2015 die Vertriebsorganisation weiter gestärkt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Planes unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche – wie beispielsweise die "Elektronische Personalakte" – innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2014/2015 aus. Auf Grund der reduzierten Planungssicherheit speziell im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern ist mit starken umsatz- und erlösseitigen Schwankungen in den Geschäftsjahresquartalen zu rechnen. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio dient zum einheitlichen Erfassen, prozessorientierten Bearbeiten, sicheren Aufbewahren und kontextsensitiven Finden von digitalen Geschäftsunterlagen. Ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2013/2014 lag im Bereich des Geschäftsprozessmanagements. Das neue webbasierte graphische Modellierungswerkzeug für Geschäftsprozesse auf Basis des international anerkannten Standards BPMN 2.0 (Business Process Model and Notation) wurde weiter verbessert und speziell für die Bedienung mit modernen Browsern optimiert. Mit der neu umgesetzten Prozessablage können Geschäftsprozesse in verbesserter Weise strukturiert modelliert und abgelegt werden. Die in dieser Prozessablage erstellten Prozessdiagramme können direkt digital ausgeführt werden. Darüber hinaus hat das Entwicklungsteam die Bedienbarkeit für die Anwendungsfälle zur Gestaltung von Ad-hoc-Prozessen verbessert und gestaltete die Funktionalität für die Nutzung von Prozessvorlagen neu.

Im Bereich Dokumentenmanagement und Zusammenarbeit wurden neue Anwendungsfälle auf Basis konkreter Kundenwünsche identifiziert und umgesetzt. Der Teamroom als zentrales Element für die Zusammenarbeit bietet erweiterte Sicherheitseinstellungen, um beispielsweise unbeabsichtigte Freigaben von Dokumenten im Vorhinein zu unterbinden oder gelöschte Dokumente wiederherzustellen. Mit der neu entwickelten App "Thesaurus" können externe Schlagwortkataloge einfach importiert, weitergepflegt und zur Beschlagwortung von Geschäftsobjekten verwendet werden. Die Interoperabilität wird durch die Standards SKOS (Simple Knowledge Organization System) und RDF (Resource Description Framework) gewährleistet.

Die digitale Personalakte als Lösung zur elektronischen Verwaltung von Personalakten auf Basis Fabasoft Folio wurde weiterentwickelt. Ein Hauptaugenmerk war dabei der Ausbau des Sicherheitskonzepts zur Umsetzung von speziellen Kundenanforderungen aus dem Fachbereich wie beispielsweise die temporäre Einsicht in die eigene Personalakte. Sie gewährt der Mitarbeiterin und dem Mitarbeiter zeitlich begrenzten Zugriff auf die eigene Personalakte. Darüber hinaus wurden Anwendungsfälle zur revisionssicheren Aufbewahrung von Personalakten und Personalaktendokumenten auf Basis von Aufbewahrungsregeln umgesetzt.

Im Bereich Usability erfolgte ein Redesign der Detail-Listen und des Menü-Systems. Basierend auf der Analyse konkreter Arbeitsweisen von Kunden und auf modernen Erkenntnissen in den Bereichen User Interaction Design und Ergonomie erfolgte die weitere Umsetzung des Redesigns der Benutzeroberfläche: Dominierende Themen waren dabei eine einfachere Farbgestaltung, ein klarerer Aufbau der dargestellten Information und eine vereinfachte und direkter nutzbare Funktionalität. Die dargestellte Information wurde um eine integrierte PDF-Ansicht erweitert.

Im Bereich der Anwendungsintegration wurde für OS X die Unterstützung für iWork-Dokumente verbessert. Konkret wurde das neue (in Ordner gegliederte) Dokumentformat sowohl bei der direkten Integration mit dem Fabasoft Folio Client für OS X wie auch bei der Bearbeitung über einen WebDAV-Ordner unterstützt. Die interne Struktur eines einzigen Dokuments wurde dabei beibehalten.

Fabasoft eGov-Suite

Im Berichtszeitraum wurde die Fabasoft eGov-Suite in der Version 2014 in allen Ländereditionen für die Bestandskunden finalisiert und für die Auslieferung im April 2014 vorbereitet. Weiterentwicklungen in der Benutzerführung und im Fabasoft Webbrowser-Client ermöglichten umfangreiche Optimierungen bei der barrierefreien Arbeit mit der Fabasoft eGov-Suite. Diesbezüglich besonders hervorzuheben sind die erweiterte Tastaturbedienung, eine Optimierung des HTML Layouts mit WAI-ARIA Klassifikationen und eine bessere Unterstützung von Accessibility-Tools (z.B. Screenreader). Funktional wurden dabei sowohl Innovationen aus dem Dialog mit bestehenden Kunden als auch aus der Weiterentwicklung von Fabasoft Folio eingearbeitet.

Parallel zu den Entwicklungstätigkeiten unterstützte das Entwicklungsteam in Zusammenarbeit mit Fabasoft Professional Services die Projektarbeit bei bestehenden Kunden.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam legte den Fokus im Geschäftsjahr 2013/2014 besonders auf die Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry basierend auf Kundenrückmeldungen und Erkenntnissen aus dem Fabasoft SaaS-Cloud Betrieb. Schwerpunkte wurden dabei auf das Management von Linux-Syslog-Einträgen, auf die Bearbeitung von Filtermöglichkeiten im Rahmen der Softwaretelemetrie und auf die Konfiguration von mehrsprachigen Feedbackformularen gelegt.

Fabasoft Cloud

Die Fabasoft Cloud-Plattform Folio Cloud war seit mehr als drei Jahren bei Kunden im Einsatz. Aus der langjährigen, engen Zusammenarbeit mit Kunden haben sich klare Lösungsmuster für Business-to-Business Collaboration nach europäischen Maßstäben ergeben. Mit der Umsetzung dieser Anwendungsszenarien in einer eleganten und intuitiven Benutzeroberfläche mit einem völlig neuen Design ist aus Folio Cloud die Fabasoft Cloud entstanden. Die Fabasoft Cloud steht für Business-to-Business Collaboration "Made in Europe".

Fabasoft hat die neue Fabasoft Cloud im Oktober 2013 erfolgreich in Betrieb genommen. Die Fabasoft Cloud richtet sich ganz klar an Unternehmenskunden, daher standen Anforderungen im Unternehmensbereich im Fokus der Engineering-Leistungen. Beispielsweise hat sich das Konzept der Cloud-Organisationen in der Fabasoft Cloud stark weiterentwickelt. Ein Unternehmenskunde richtet in der Fabasoft Cloud eine Cloud-Organisation ein. Damit agiert der Kunde als Unternehmen in der Cloud und ist in der Lage, Cloud-Ressourcen zentral zu managen, beispielsweise die Benutzer der Cloud-Organisation, Online-Speicher, sowie Sicherheitseinstellungen. Über die Cloud-Organisationen entstehen Vertrauensbeziehungen zwischen Unternehmen für die sichere Zusammenarbeit in der Cloud.

Die konsequente Investition in sichere Authentifizierungsverfahren hat sich mit der Fabasoft Cloud fortgesetzt, beispielsweise durch die Unterstützung von Microsoft Active Directory-Verbunddiensten, über die Unternehmen eine einheitliche Authentisierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmensnetzwerk und in der Cloud umsetzen können (Single-Sign-On) oder die Verwendung von Einmalpasswörtern auf Basis des weitverbreiteten RADIUS-Protokolls als Alternative zur SMS für die Zweifaktor-Authentisierung. Für öffentlich zugängliche Dokumente wurde das Feature der "Anonymen Links" auf Ordner in der Fabasoft Cloud erweitert; damit kann ein strukturierter Zugang zu Dokumenten und Ordnern einem offenen Anwenderkreis zur Verfügung gestellt werden.

Für die Anpassbarkeit der Fabasoft Cloud an unternehmensspezifische Bedürfnisse ist die Fabasoft Cloud erweiterbar durch individuelle Formulare und Felder, die ohne Programmierkenntnisse in einem grafischen Formulareditor modellierbar sind.

Mindbreeze

Im Berichtszeitraum standen die Weiterentwicklung von Mindbreeze InSpire und Mindbreeze InSite im Fokus. Es erfolgte die Weiterentwicklung der "Producer/Consumer"-Funktionalität, sodass diese für Kunden mit minimalem Konfigurationsaufwand nutzbar ist. Mittels Producer/Consumer werden Indizes in konfigurierbaren Intervallen aktualisiert. Mindbreeze InSpire wurde um weitere Konnektoren (u.a. EMC Documentum, Microsoft SharePoint 2013) erweitert.

Das neue Client Framework für die einfache Entwicklung umfassender Suchanwendungen wurde finalisiert und an die Kunden ausgeliefert. Erste Kunden haben auf dieser Basis bereits umfangreiche Suchanwendungen erfolgreich umgesetzt. Bei Verwendung des neuen Editors sind die erzeugten Suchanwendungen automatisch responsive und barrierefrei (accessible) verfügbar. Im Berichtszeitraum wurde an einem System zum schrittweisen Erzeugen einer graphischen Repräsentation aus einzelnen Verweisen (Links/Referenzen) weitergearbeitet, um eine graphische Repräsentation inkrementell aus Einzelereignissen aufzubauen, unabhängig von der Reihenfolge des Eintreffens der Ereignisse. Des Weiteren wurde ein RDF Filter/Adapter entwickelt mit dessen Hilfe man generische RDF-Tripel verwenden kann. Dieses System kann gezielt zum Klassifizieren und Anreichern verwendet werden.

Gemeinsam mit einem Krankenhausverband wurde ein Prototyp zur Big Data Analyse im klinischen Umfeld aufgebaut. Hier ging es um die Extraktion sowie automatische Klassifizierung von Informationen aus Arztbriefen und Patientendokumentationen. Ebenso wurde eine automatische Klassifikation und Extraktion von Medikationen umgesetzt, dadurch können Medikationen aus Volltextinformationen extrahiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Erstellung von spezifischen Suchanwendungen für Fachbereiche.

Durch die ständige Steigerung der Informationsflut und die Zunahme von mobilen Anwenderinnen und Anwendern war es nötig, in intelligente Vorschaumechanismen zu investieren. Im Berichtszeitraum wurde an der Erstellung von visuellen Vorschauen für unterschiedliche Dokumentenformate gearbeitet und es wurde eine Referenzarchitektur zur automatischen Skalierung von Mindbreeze InSpire (Search Appliance) umgesetzt.

Der Cloud-Service Mindbreeze InSite (Website-Suche) wurde im Berichtszeitraum auf die zusätzlichen Lokationen Deutschland und Schweiz ausgedehnt. Das bedeutet, dass die Daten ausschließlich im jeweiligen Land (Österreich, Deutschland oder Schweiz) gespeichert sind. Dadurch ergeben sich auch minimale Latenzzeiten und schnellstmögliche Antwortzeiten.

4)Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

.

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgt die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu bestmöglichen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung geprüft.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs.1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 1. Juli 2013 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 21. Oktober 2018 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 38, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 12. Mai 2014

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2014, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des §245a UGB, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach §243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß §243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 12. Mai 2014

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des §281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird.

Linz, am 12. Mai 2014 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2014

Aktiva in EUR 31.03.2014 31.03.2013
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
36.544,70 14.083,89
II.
Sachanlagen
2.037.255,58 2.661.638,44
III. Finanzanlagen 7.331.931,44 7.008.171,92
9.405.731,72 9.683.894,25
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.948.862,48 7.884.429,07
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.965,92 6.310,67
7.950.828,40 7.890.739,74
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
6.137.373,18 4.514.121,07
14.088.201,58 12.404.860,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.962,43 55.127,73
23.532.895,73 22.143.882,79
Passiva in EUR 31.03.2014 31.03.2013
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.409.783,48 11.377.624,48
III. Bilanzgewinn
(davon Gewinnvortrag EUR 112.926,66; Vorjahr Gewinnvortrag EUR 40.348,27)
2.549.910,34 2.012.926,66
18.959.693,82 18.390.551,14
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
968.125,00 851.705,00
2.
Rückstellungen für Pensionen
1.470.200,00 1.308.100,00
3.
Steuerrückstellungen
150.800,00 0,00
4.
Sonstige Rückstellungen
203.408,43 167.243,77
2.792.533,43 2.327.048,77
C. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
117.841,88 97.222,22
2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.163.918,00 684.192,94
3.
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern EUR 425.880,94; Vorjahr TEUR 614)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.747,13; Vorjahr TEUR 5)
498.908,60 644.867,72
1.780.668,48 1.426.282,88
23.532.895,73 22.143.882,79

Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2014

in EUR 2013/2014 2012/2013
1. Umsatzerlöse 2.469.514,00 2.495.644,00
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 4.983,62 3.022,59
b) Übrige 5.293,80 1.349,13
10.277,42 4.371,72
3. Personalaufwand
a)
Gehälter
-960.734,47 -898.954,65
b)
Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-116.687,12 -62.748,12
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
-131.606,94 -316.206,94
d)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-119.047,56 -112.908,40
-1.328.076,09 -1.390.818,11
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-1.324.171,64 -1.396.885,57
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -17.869,39 -9.397,08
b)
Übrige
-1.995.096,12 -1.976.497,81
-2.012.965,51 -1.985.894,89
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -2.185.421,82 -2.273.582,85
7. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.882.780,90; Vorjahr TEUR 3.729)
3.882.780,90 3.729.330,71
8. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 4.014,96 4.390,26
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.930,64 29.782,93
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0,00 220,35
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
(davon Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen
EUR 0,00; Vorjahr TEUR 25) 0,00 -25.467,01
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) 3.901.726,50 3.738.257,24
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.716.304,68 1.464.674,39
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 720.679,00 507.904,00
15. Jahresüberschuss = Jahresgewinn 2.436.983,68 1.972.578,39
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 112.926,66 40.348,27
17. Bilanzgewinn 2.549.910,34 2.012.926,66

ANHANG für das Geschäftsjahr 2013/2014 der Fabasoft AG, Linz

1) Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2014 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des §9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Cloud GmbH (vormals Fabasoft Distribution GmbH), Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Mindbreeze GmbH (vormals Mindbreeze Software GmbH), Linz, und (6) Fabasoft Corporation, Massachusetts, USA. Die Faba5 GmbH, Linz, die Fabasoft Medical GmbH, Linz, und die app.telemetry GmbH, Linz scheiden aufgrund der Verschmelzung mit der Fabasoft R&D GmbH ab der Veranlagung 2013 aus der Steuergruppe aus.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25% des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß §9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 2 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß §198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen. Der nicht aktivierte, aber aktivierbare Betrag an latenten Steuern beträgt EUR 205.808,70 (Vorjahr TEUR 183).

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen für Dienstnehmer erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,3% (Vorjahr 3,25%) und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3% (Vorjahr 3%) angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards. Die Abfertigungsrückstellung der Vorstände wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,3% (Vorjahr 3,25%) berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§238 Z 2 UGB)

Buchwert der
Beteiligung
in EUR
31.03.2014
in% Eigenkapital
Nominale
gesamt
buchmäßig
gesamt
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 1.532.859,97 EUR 531.252,44
Fabasoft Schweiz AG (vormals Faba
soft CH Software AG), Bern, Schweiz
462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 1.100.070,09 CHF 239.351,88
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D Software GmbH),
Frankfurt/Main, Deutschland
2.282.933,18 100,00 EUR 52.000,00 EUR 1.447.199,97 EUR 116.221,45
Fabasoft International Services GmbH,
Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 106.468,13 -EUR 30.399,25
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien
0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 150.576,95 GBP 11.962,36
Fabasoft R&D GmbH, Linz 692.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 3.167.338,17 EUR 2.901.281,67
Fabasoft Cloud GmbH
(vormals Fabasoft Distribution GmbH),
Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 4.277.494,73 -EUR 362.407,40
Mindbreeze GmbH
(vormals Mindbreeze Software GmbH),
Linz
38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 723.486,23 -EUR 112.916,96
5.874.820,28

Mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Juni 2013 wurden die Fabasoft Medical GmbH und die app.telemetry GmbH rückwirkend zum 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 10. Juli 2013 wurde die Faba5 GmbH zum Stichtag 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Laut Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. Dezember 2013 wurde das Stammkapital der Fabasoft Deutschland GmbH um 359,52 auf EUR 52.000,00 erhöht.

Der Beteiligungsansatz an der Fabasoft R&D GmbH hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt (in EUR):

Buchwert Beteiligung 31.03.2013 435.500,00
Ankauf Minderheitsanteile app.telemetry GmbH 150.000,00
Ankauf Minderheitsanteile Faba5 GmbH 4.000,00
Verschmelzung Fabasoft Medical GmbH 35.000,00
Verschmelzung app.telemetry GmbH (Buchwert 31.03.2013; 90%-Anteil) 31.500,00
Verschmelzung Faba5 GmbH (Buchwert 31.03.2013; 90%-Anteil) 36.000,00
Buchwert Beteiligung 31.03.2014 692.000,00

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existiert eine Rückdeckungsversicherung, deren Aktivierungswert im Geschäftsjahr 2013/2014 um EUR 169.400,00 erhöht wurde. Der im Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 1.300.200,00.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
Forderungen gegenüber 2014 7.948.862,48 0,00 7.948.862,48
verbundenen Unternehmen 2013 7.884.429,07 0,00 7.884.429,07
Sonstige Forderungen und 2014 1.965,92 0,00 1.965,92
Vermögensgegenstände 2013 6.310,67 0,00 6.310,67
2014 7.950.828,40 0,00 7.950.828,40
2013 7.890.739,74 0,00 7.890.739,74

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 3.184.681,58 (Vorjahr TEUR 3.662) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 4.764.180,90 (Vorjahr TEUR 4.223) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 968.125,00 (Vorjahr TEUR 852), die Pensionsrückstellung EUR 1.470.200,00 (Vorjahr TEUR 1.308).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 19.750,00 (Vorjahr TEUR 20), Boni in Höhe von EUR 7.800,00 (Vorjahr TEUR 7), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 114.758,43 (Vorjahr TEUR 94), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 34.000,00 (Vorjahr TEUR 18), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 26.100,00 (Vorjahr TEUR 28) und Sonstiges in Höhe von EUR 1.000,00 (Vorjahr TEUR 1).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2014 117.841,88 0,00 0,00 117.841,88
Lieferungen und Leistungen 2013 97.222,22 0,00 0,00 97.222,22
Verbindlichkeiten gegenüber 2014 1.163.918,00 0,00 0,00 1.163.918,00
verbundenen Unternehmen 2013 684.192,94 0,00 0,00 684.192,94
2014 498.908,60 0,00 0,00 498.908,60
Sonstige Verbindlichkeiten 2013 644.867,72 0,00 0,00 644.867,72
2014 425.880,94 0,00 0,00 425.880,94
davon aus Steuern 2013 614.358,23 0,00 0,00 614.358,23
davon im Rahmen der 2014 5.747,13 0,00 0,00 5.747,13
sozialen Sicherheit 2013 5.271,97 0,00 0,00 5.271,97
2014 1.780.668,48 0,00 0,00 1.780.668,48
2013 1.426.282,88 0,00 0,00 1.426.282,88

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 1.163.918,00 (Vorjahr TEUR 684).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2015 befristet. Zum 31. März 2014 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -150.576,95.

Gegenüber der Mindbreeze GmbH (vormals Mindbreeze Software GmbH), Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2015 befristet. Zum 31. März 2014 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze GmbH (vormals Mindbreeze Software GmbH), Linz, EUR -723.486,23.

Gegenüber der Fabasoft Cloud GmbH (vormals Fabasoft Distribution GmbH), Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine Rangrücktritts- und Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2015 befristet. Zum 31. März 2014 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Cloud GmbH (vormals Fabasoft Distribution GmbH), Linz, EUR -4.277.494,73.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2.469.514,00 (Vorjahr TEUR 2.496) resultieren aus der Verrechnung der Konzernholding, Fabasoft AG, Linz, an die verbundenen Unternehmen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 267,12 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 169.400,00 (Vorjahr TEUR 166) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 881.400,00 (Vorjahr TEUR 500) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß §9 KStG betrifft.

4) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß §237 Z 8 UGB)

in EUR folgendes
Geschäftsjahr
folgende fünf
Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 580.937,37 2.671.577,91
Vorjahr 618.211,25 2.839.677,01

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 552.531,30 (Vorjahr TEUR 603).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer (gemäß §237 Z 14 UGB)

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, offengelegt.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2013/2014 2012/2013
Angestellte 4 4

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Die Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen, Altersversorgung und Optionsmodell für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2013/2014 TEUR 1.137 (Vorjahr TEUR 1.232) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Laufende Bezüge 870 856
Aufwendungen für Abfertigungen 111 60
Aufwendungen für Altersversorgung 132 316
Aufwendungen für Optionsmodell 24 0
Gesamt 1.137 1.232

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Vorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder (Mitglied bis 1. Juli 2013) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München (Mitglied) Dr. Peter Posch (Mitglied) Prof. (FH) Univ.-Doz. DI Dr. Ingrid Schaumüller-Bichl (Mitglied seit 1. Juli 2013)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2013/2014 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 70.000,00 (Vorjahr TEUR 70).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

Mitarbeiteroptionen

Der beizulegende Zeitwert der Mitarbeiteroptionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VII 24.04.2013 EUR 3,50 300.000 01.07.2012 bis
30.06.2016
15.06.2016

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VII 2013/2014 2012/2013
zum 1. April 0 0
Ausgegeben 300.000 0
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
zum 31. März (ausstehend) 300.000 0

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien (5.000.000,00 Stück) mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Beschlüsse der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013:

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG, Linz, am 1. Juli 2013 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,38 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Linz, 12. Mai 2014

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2014

Anschaffungs - / Herstellungskosten
Anlagevermögen in EUR Stand am
01.04.2013
Zugänge Abgänge Stand am
31.03.2014
Kumulierte
Abschreibung
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
272.719,60 45.016,36 18.651,82 299.084,14 262.539,44
Summe 272.719,60 45.016,36 18.651,82 299.084,14 262.539,44
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 1.536.507,18 87.525,71 44.849,13 1.579.183,76 1.107.947,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung*
8.901.541,72 611.499,00 796.355,60 8.716.685,12 7.150.666,24
Summe 10.438.048,90 699.024,71 841.204,73 10.295.868,88 8.258.613,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen**
7.869.713,62 154.359,52 0,00 8.024.073,14 2.149.252,86
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.287.711,16 169.400,00 0,00 1.457.111,16 0,00
Summe 9.157.424,78 323.759,52 0,00 9.481.184,30 2.149.252,86
Gesamtsumme 19.868.193,28 1.067.800,59 859.856,55 20.076.137,32 10.670.405,60

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 11.125,33 EUR 11.125,33

**Stammkapitalerhöhung Fabasoft Deutschland GmbH um EUR 359,52 auf EUR 52.000,00; EUR 154.000,00 Ankauf Minderheitsanteile app.telemetry GmbH und Faba5 GmbH

Anlagevermögen Buchwert Stand am
31.03.2014
Buchwert Stand am
31.03.2013
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2013/2014
Buchwertabgänge
2013/2014
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
36.544,70 14.083,89 22.555,55 0,00
Summe 36.544,70 14.083,89 22.555,55 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 471.236,70 571.895,19 170.244,54 17.939,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
1.566.018,88 2.089.743,25 1.131.371,55 3.851,82
Summe 2.037.255,58 2.661.638,44 1.301.616,09 21.791,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
5.874.820,28 5.720.460,76 0,00 0,00
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.457.111,16 1.287.711,16 0,00
Summe 7.331.931,44 7.008.171,92 0,00 0,00
Gesamtsumme 9.405.731,72 9.683.894,25 1.324.171,64 21.791,48

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 11.125,33

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 25,0 Mio. Euro (23,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 3.724 (TEUR 1.886 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 2.126 (TEUR 268 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 8,2% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012/2013 resultierte hauptsächlich aus einer positiven Entwicklung sowohl der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze) als auch der Software-Lizenzerlöse mit On-Premises-Kunden und des projektbezogenen Dienstleistungsgeschäfts.

Mit 28,9% der Umsatzerlöse (TEUR 7.242) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Branchenvergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.339 im Geschäftsjahr 2012/2013).

Diese Investitionen wurden sowohl für die Weiterentwicklung des On-Premises-Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebotes des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2014) 50% (49% zum 31. März 2013). Der Bestand an liquiden Mitteln änderte sich von TEUR 15.154 auf TEUR 13.311 im Berichtszeitraum.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2014 (204 zum 31. März 2013).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Cloud GmbH
(vormals Fabasoft Distribution GmbH)
100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Mindbreeze GmbH
(vormals Mindbreeze Software GmbH)
55% Österreich Linz
Fabasoft Deutschland GmbH
(vormals Fabasoft D Software GmbH)
100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft Schweiz AG
(vormals Fabasoft CH Software AG)
100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2014)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Beschluss vom 9. April 2013 wurde die Mindbreeze Software GmbH in Mindbreeze GmbH umbenannt.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile der Faba5 GmbH, gehalten von einem Minderheitsgesellschafter, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung (siehe unten) 100% des Stammkapitals der Faba5 GmbH.

Laut Abtretungsvertrag vom 7. Mai 2013 wurden 10% der Geschäftsanteile an der app.telemetry GmbH, gehalten von Minderheitsgesellschaftern (je 5%), an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hielt somit bis zur Verschmelzung 100% des Stammkapitals der app.telemetry GmbH.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Juni 2013 wurden die Fabasoft Medical GmbH und die app.telemetry GmbH rückwirkend zum 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 10. Juli 2013 wurde die Faba5 GmbH zum Stichtag 31. März 2013 mit der Fabasoft R&D GmbH verschmolzen.

Die Fabasoft Distribution GmbH wurde mit Beschluss vom 23. September 2013 in Fabasoft Cloud GmbH umbenannt.

Laut Beschluss vom 19. Dezember 2013 wurde die Fabasoft D Software GmbH in Fabasoft Deutschland GmbH umbenannt.

Die Fabasoft CH Software AG wurde mit Beschluss vom 19. Dezember 2013 in Fabasoft Schweiz AG umbenannt.

Mit Ausnahme der oben genannten Verschmelzungen gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 2.470 2.496
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.716 1.465
EBIT -2.185 -2.274
EBITDA -861 -877
Jahresüberschuss 2.437 1.973
Eigenkapital 18.960 18.391
Eigenkapitalquote 81% 83%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.586 1.835
Endbestand an liquiden Mittel 6.137 4.514
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 25.049 23.147
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.140 338
EBIT 2.126 268
EBITDA 3.724 1.886
Jahresergebnis 1.947 263
Eigenkapital 13.623 13.665
Eigenkapitalquote 50% 49%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 960 3.357
Endbestand an liquiden Mittel 13.311 15.154
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 200 204

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche Fortbildung und Karriereentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert deren Umsetzung und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsmöglichkeiten an. Dieses umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird von unternehmensinternen und externen Referentinnen und Referenten umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird. Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen und externen Seminaren, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt.

Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 58 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 49 Scrum Master und 29 Product Owner.

Teamorientierte Arbeitsplätze, ausgestattet mit dem neuesten technischen Equipment, sowie ein anregendes und kommunikationsförderndes Umfeld bilden die Grundlage für eine freundliche Arbeitsatmosphäre bei Fabasoft. Das Konzept der Arbeitsplatzausstattung und Büroumgebung wird durch moderne Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume sowie die künstlerische Gestaltung der Räumlichkeiten umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgt die Neugestaltung der "Fabateria" am Konzernsitz Linz als Ort der Begegnung und des informellen Austausches.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. So informiert das Management regelmäßig im Rahmen von "Friday Morning Speeches" über unternehmensstrategische Schwerpunktsetzungen und aktuelle Organisations-, Technologie- und Geschäftsthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden von Vertretern der einzelnen Entwicklungsteams in den internen, 14-tägig stattfindenden "Scrum Demo Days" präsentiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können diese Veranstaltungen live oder mittels Video-Stream verfolgen oder zeitversetzt abrufen. Social Media Kanäle und zahlreiche Web-2.0-Technologien wie Blogs, Wiki, etc. werden ebenfalls in die interne Kommunikation miteinbezogen.

Cloud-Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die Fabasoft Cloud bildet die Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 entstand aus der bisherigen Cloud-Plattform Folio Cloud auf Basis von Kundenfeedback und funktionalen und designorientierten Innovationen die neue Fabasoft Cloud. Die Kunden profitieren von der eleganten und intuitiven Benutzeroberfläche "Made in Europe".

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Dies umfasst auch ganz besonders den effizienten, schonenden und sparsamen Einsatz von Ressourcen. Konkrete laufende Anstrengungen dazu werden besonders betreffend den jährlichen Elektrizitätsverbrauch und die Verringerung der CO2 -Emissionen unternommen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Eisenbahn-Verbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Im Bereich Mobilität setzt Fabasoft auf einen modernen und umweltfreundlichen Konzernfuhrpark. Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat Fabasoft zwei vollelektrische BMW i3 Automobile angeschafft, um den CO2 -Ausstoß nochmals weiter zu senken. Die Fahrzeuge sind im Design von Mindbreeze und der Fabasoft Cloud gestaltet und werden als Promotioncars bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt. Sie stehen auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Fahrten zur Verfügung.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. So hat Fabasoft im vergangenen Geschäftsjahr beispielsweise ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt. Darüber hinaus fördert Fabasoft lokale Talente und Initiativen. Im Berichtszeitraum sind hier zum Beispiel Marco Lang (Windsurfing), der Linzer Ruderverein Wiking und der Fußballclub LASK Linz zu nennen.

Green IT

Bei der Auswahl und Konzeption von IT-Architekturen legt der Fabasoft Konzern großen Wert auf Nachhaltigkeit und insbesondere hohe Energieeffizienz. Ein wichtiger Meilenstein im Geschäftsjahr 2013/2014 war die Finalisierung der Fabasoft Cloud-Lokationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Kunden haben über diese Architektur die Möglichkeit den Standort der Cloud-Daten-Speicherung selbst zu wählen. Bei der Auswahl der Rechenzentren wurde darauf geachtet, dass diese sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden und nachhaltig und energieeffizient arbeiten.

Open-Source-Plattformen und Standards

Der Einsatz von Open-Source-Produkten und das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2013/2014 diesem Thema besonders Augenmerk.

Weiterhin wurde in der Produktentwicklung der Umsetzung von Standards und Vorgaben im Bereich der Barrierefreiheit (Accessibility) breiter Raum gegeben. Die Erfolge aus diesen Anstrengungen spiegeln sich auch in entsprechenden erfolgreichen Zertifizierungen dieser Produkte durch unabhängige externe Stellen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen und ausgebaut werden.

Leistungsstarkes Produktportfolio in der Cloud

Als neues Nutzungsmodell von Software-Funktionalität etabliert sich zunehmend das Cloud Computing. Die Fabasoft Cloud und Mindbreeze InSite bilden dabei den Kern des Cloud-Service-Angebotes.

Fabasoft Cloud

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg erfordert neue flexible und mobile Formen der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Die Fabasoft Cloud positioniert sich in diesem Kontext als elegante, intuitive Standardlösung für Business-to-Business Collaboration "Made in Europe". Das bedeutet Software, die Europäer für Europa entwickeln und in europäischen Rechenzentren betreiben – auf dem Fundament eines europäischen Wertesystems für Datensicherheit, Zugriffssicherheit, Rechtssicherheit und zertifizierte Qualitätsstandards. Das besondere Markenzeichen der Fabasoft Cloud ist die elegante und intuitive Benutzeroberfläche, mit der es Anwenderinnen und Anwendern mühelos gelingt, Unternehmens- und Ländergrenzen zu überwinden und sicher zusammenzuarbeiten. Das Konzept der Fabasoft Cloud-Lokationen (aktuell verfügbar für Deutschland, Österreich und die Schweiz) schafft die Basis für die weltweite Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und gibt den Kunden gleichzeitig die Gewissheit und die Wahlfreiheit, wo die Speicherung der Cloud-Daten erfolgt. In der Fabasoft Cloud agieren Unternehmen als Cloud-Organisationen. Daraus entsteht ein Business-Netzwerk, mit dem Firmen Vertrauensbeziehungen für die Unternehmens- und Länder-übergreifende Zusammenarbeit in der Cloud aufbauen.

Die Fabasoft Cloud ist aus der Fabasoft Cloud-Plattform Folio Cloud entstanden, die Fabasoft Kunden seit mehr als drei Jahren erfolgreich online nutzen. Im Rahmen dieser langjährigen Zusammenarbeit mit Kunden sind europäische Lösungsmuster für den sicheren Dokumentenaustausch und für die sichere Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern entstanden, die Fabasoft mit der neuen Fabasoft Cloud in einer eleganten, intuitiven Standardlösung für Business-to-Business Collaboration umgesetzt hat.

Parallel dazu hat Fabasoft eine eigene Markenwelt und Kommunikationsstrategie für die Fabasoft Cloud in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur in London entwickelt. Die konsequente und klare Positionierung der Fabasoft Cloud als europäische Standardlösung eröffnet dem Fabasoft Konzern Chancen, sich im Cloud Computing Markt in Europa zu etablieren – insbesondere im Lichte der europäischen Bestrebungen für mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Bereich von Informations- und Kommunikations-Technologien.

Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Der Kunde kann nach der Testphase in eine kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren übergehen.

Diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Unternehmensinformationen besser nutzen

Das Bewusstsein für Big Data in Unternehmen wird immer stärker, unter anderem hervorgerufen durch die starke Medienpräsenz, wie auf der Cebit 2014, deren Leitthema "Datability" war. Hier wurde diskutiert, wie Unternehmen ihre bereits vorhandenen Daten effizient aber auch verantwortungsbewusst nutzen können, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen. Eine Herausforderung dabei stellt die richtige Analyse, Verknüpfung und Konsolidierung der vorhandenen Unternehmensdaten aus Fileshares, E-Mail-Systemen, Cloud-Diensten oder CRM-Systemen dar.

Mindbreeze beschäftigt sich seit fast 10 Jahren mit dem Thema Suchen und Finden von Informationen im richtigen Kontext (semantische Suche). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 bietet Mindbreeze mit Mindbreeze InSpire dafür eine sofort einsetzbare Lösung. Die vorkonfigurierte Appliance (Server-Box) wird in die Unternehmens-IT integriert, die Datenquellen angebunden und danach werden die Inhalte der Quellen analysiert und richtig verknüpft. Damit ist nur mehr eine Suchabfrage nötig, um alle Informationen zu dem gesuchten Begriff zu erhalten.

Dadurch könnten sich Chancen ergeben, abseits der Hauptumsatzträger von Fabasoft neue Kundengruppen und Branchen zu erreichen und Mindbreeze am Markt als Lösungsspezialist für Unternehmenssuche zu etablieren. Darüber hinaus könnte Mindbreeze als "Türöffner" für Zusatzgeschäft wirken.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft-Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonders Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Zertifizierungen

Fabasoft legt größten Wert auf den Schutz der Unternehmensdaten sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in den Cloud-Lokationen. Die umfangreichen Zertifizierungen heben Fabasoft deutlich von anderen Anbietern in diesem Feld ab. So hat der TÜV Rheinland die Fabasoft Cloud mit dem "Certified Cloud Service" zertifiziert. Fabasoft hat damit eines der anspruchsvollsten Audits bestanden, die es zurzeit weltweit rund um Cloud-Qualität, Sicherheit und Compliance gibt. Basis der Zertifizierung ist ein Prüfkatalog von TÜV Rheinland, der sich sowohl an den hohen Anforderungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes als auch unter anderem an internationalen Normen wie der ISO 27001 und dem IT-Grundschutz orientiert.

Dadurch könnten sich weitere Chancen ergeben, Fabasoft im Bereich Cloud-Services am europäischen Markt zu etablieren.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Government-Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Darüber hinaus eignen sich besonders die neuen Cloud-Angebote und Mindbreeze InSpire für die Erweiterung des Zielkundenfeldes und der Vertriebsanstrengungen über den öffentlichen Sektor hinaus.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen laufend ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnten weitere Erfolge erzielt und bedeutende Kunden gewonnen werden. Wie sich diese Produkt-Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt.

Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Veranstaltungen, Online-Aktivitäten, etc.) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft und der allgemeinen Abhängigkeit von Produkt- und Vertriebsstrategien der Partner in der jeweiligen Region, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln und vermarkten, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde die ISAE 3402 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Darüber hinaus erhielt Fabasoft im Dezember 2013 als erstes Unternehmen in Österreich für die Fabasoft Cloud das "Certified Cloud Service" Zertifikat. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Bei der Auswahl der Rechenzenten für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. auf vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, nachrichtendienstlicher Ressourcen oder von in eingesetzten Komponenten von Dritten vorhandenen Schwachstellen oder Backdoors, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien auf die Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Partner, Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, insbesondere hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde die ISAE 3402 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Fabasoft Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für die Fabasoft Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Darüber hinaus erhielt Fabasoft im Dezember 2013 als erstes Unternehmen in Österreich für die Fabasoft Cloud das "Certified Cloud Service" Zertifikat. In einem mehrstufigen Zertifizierungsprozess wurde der Cloud-Service umfassend auf quantitative und qualitative Anforderungen aus dem TÜV Rheinland Prüfkatalog hin getestet.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 weiterhin in den Feldern Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente für Fabasoft und in der Entwicklung der Stärken des bestehenden Teams gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2014/2015 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2014/2015 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Positionierung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise fortentwickelt werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen und in Anbetracht einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wird daher für das Geschäftsjahr 2014/2015 von einem Anstieg der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die teilweise drastischen Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken, soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Kundenbasis von Fabasoft in diesem Markt gefestigt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Diesbezüglich wurde die Marktbearbeitung intensiviert, und konkrete Projekte befinden sich in der Akquisephase. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang oder auf welcher Zeitschiene daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern neues Geschäft aufgebaut. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, die konsequente Arbeit am Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht bisweilen auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2014/2015 die Vertriebsorganisation weiter gestärkt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Planes unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche – wie beispielsweise die "Elektronische Personalakte" – innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2014/2015 aus. Auf Grund der reduzierten Planungssicherheit speziell im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern ist mit starken umsatz- und erlösseitigen Schwankungen in den Geschäftsjahresquartalen zu rechnen. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio dient zum einheitlichen Erfassen, prozessorientierten Bearbeiten, sicheren Aufbewahren und kontextsensitiven Finden von digitalen Geschäftsunterlagen. Ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2013/2014 lag im Bereich des Geschäftsprozessmanagements. Das neue webbasierte graphische Modellierungswerkzeug für Geschäftsprozesse auf Basis des international anerkannten Standards BPMN 2.0 (Business Process Model and Notation) wurde weiter verbessert und speziell für die Bedienung mit modernen Browsern optimiert. Mit der neu umgesetzten Prozessablage können Geschäftsprozesse in verbesserter Weise strukturiert modelliert und abgelegt werden. Die in dieser Prozessablage erstellten Prozessdiagramme können direkt digital ausgeführt werden. Darüber hinaus hat das Entwicklungsteam die Bedienbarkeit für die Anwendungsfälle zur Gestaltung von Ad-hoc-Prozessen verbessert und gestaltete die Funktionalität für die Nutzung von Prozessvorlagen neu.

Im Bereich Dokumentenmanagement und Zusammenarbeit wurden neue Anwendungsfälle auf Basis konkreter Kundenwünsche identifiziert und umgesetzt. Der Teamroom als zentrales Element für die Zusammenarbeit bietet erweiterte Sicherheitseinstellungen, um beispielsweise unbeabsichtigte Freigaben von Dokumenten im Vorhinein zu unterbinden oder gelöschte Dokumente wiederherzustellen. Mit der neu entwickelten App "Thesaurus" können externe Schlagwortkataloge einfach importiert, weitergepflegt und zur Beschlagwortung von Geschäftsobjekten verwendet werden. Die Interoperabilität wird durch die Standards SKOS (Simple Knowledge Organization System) und RDF (Resource Description Framework) gewährleistet.

Die digitale Personalakte als Lösung zur elektronischen Verwaltung von Personalakten auf Basis Fabasoft Folio wurde weiterentwickelt. Ein Hauptaugenmerk war dabei der Ausbau des Sicherheitskonzepts zur Umsetzung von speziellen Kundenanforderungen aus dem Fachbereich wie beispielsweise die temporäre Einsicht in die eigene Personalakte. Sie gewährt der Mitarbeiterin und dem Mitarbeiter zeitlich begrenzten Zugriff auf die eigene Personalakte. Darüber hinaus wurden Anwendungsfälle zur revisionssicheren Aufbewahrung von Personalakten und Personalaktendokumenten auf Basis von Aufbewahrungsregeln umgesetzt.

Im Bereich Usability erfolgte ein Redesign der Detail-Listen und des Menü-Systems. Basierend auf der Analyse konkreter Arbeitsweisen von Kunden und auf modernen Erkenntnissen in den Bereichen User Interaction Design und Ergonomie erfolgte die weitere Umsetzung des Redesigns der Benutzeroberfläche: Dominierende Themen waren dabei eine einfachere Farbgestaltung, ein klarerer Aufbau der dargestellten Information und eine vereinfachte und direkter nutzbare Funktionalität. Die dargestellte Information wurde um eine integrierte PDF-Ansicht erweitert.

Im Bereich der Anwendungsintegration wurde für OS X die Unterstützung für iWork-Dokumente verbessert. Konkret wurde das neue (in Ordner gegliederte) Dokumentformat sowohl bei der direkten Integration mit dem Fabasoft Folio Client für OS X wie auch bei der Bearbeitung über einen WebDAV-Ordner unterstützt. Die interne Struktur eines einzigen Dokuments wurde dabei beibehalten.

Fabasoft eGov-Suite

Im Berichtszeitraum wurde die Fabasoft eGov-Suite in der Version 2014 in allen Ländereditionen für die Bestandskunden finalisiert und für die Auslieferung im April 2014 vorbereitet. Weiterentwicklungen in der Benutzerführung und im Fabasoft Webbrowser-Client ermöglichten umfangreiche Optimierungen bei der barrierefreien Arbeit mit der Fabasoft eGov-Suite. Diesbezüglich besonders hervorzuheben sind die erweiterte Tastaturbedienung, eine Optimierung des HTML Layouts mit WAI-ARIA Klassifikationen und eine bessere Unterstützung von Accessibility-Tools (z.B. Screenreader). Funktional wurden dabei sowohl Innovationen aus dem Dialog mit bestehenden Kunden als auch aus der Weiterentwicklung von Fabasoft Folio eingearbeitet.

Parallel zu den Entwicklungstätigkeiten unterstützte das Entwicklungsteam in Zusammenarbeit mit Fabasoft Professional Services die Projektarbeit bei bestehenden Kunden.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam legte den Fokus im Geschäftsjahr 2013/2014 besonders auf die Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry basierend auf Kundenrückmeldungen und Erkenntnissen aus dem Fabasoft SaaS-Cloud Betrieb. Schwerpunkte wurden dabei auf das Management von Linux-Syslog-Einträgen, auf die Bearbeitung von Filtermöglichkeiten im Rahmen der Softwaretelemetrie und auf die Konfiguration von mehrsprachigen Feedbackformularen gelegt.

Fabasoft Cloud

Die Fabasoft Cloud-Plattform Folio Cloud war seit mehr als drei Jahren bei Kunden im Einsatz. Aus der langjährigen, engen Zusammenarbeit mit Kunden haben sich klare Lösungsmuster für Business-to-Business Collaboration nach europäischen Maßstäben ergeben. Mit der Umsetzung dieser Anwendungsszenarien in einer eleganten und intuitiven Benutzeroberfläche mit einem völlig neuen Design ist aus Folio Cloud die Fabasoft Cloud entstanden. Die Fabasoft Cloud steht für Business-to-Business Collaboration "Made in Europe".

Fabasoft hat die neue Fabasoft Cloud im Oktober 2013 erfolgreich in Betrieb genommen. Die Fabasoft Cloud richtet sich ganz klar an Unternehmenskunden, daher standen Anforderungen im Unternehmensbereich im Fokus der Engineering-Leistungen. Beispielsweise hat sich das Konzept der Cloud-Organisationen in der Fabasoft Cloud stark weiterentwickelt. Ein Unternehmenskunde richtet in der Fabasoft Cloud eine Cloud-Organisation ein. Damit agiert der Kunde als Unternehmen in der Cloud und ist in der Lage, Cloud-Ressourcen zentral zu managen, beispielsweise die Benutzer der Cloud-Organisation, Online-Speicher, sowie Sicherheitseinstellungen. Über die Cloud-Organisationen entstehen Vertrauensbeziehungen zwischen Unternehmen für die sichere Zusammenarbeit in der Cloud.

Die konsequente Investition in sichere Authentifizierungsverfahren hat sich mit der Fabasoft Cloud fortgesetzt, beispielsweise durch die Unterstützung von Microsoft Active Directory-Verbunddiensten, über die Unternehmen eine einheitliche Authentisierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmensnetzwerk und in der Cloud umsetzen können (Single-Sign-On) oder die Verwendung von Einmalpasswörtern auf Basis des weitverbreiteten RADIUS-Protokolls als Alternative zur SMS für die Zweifaktor-Authentisierung. Für öffentlich zugängliche Dokumente wurde das Feature der "Anonymen Links" auf Ordner in der Fabasoft Cloud erweitert; damit kann ein strukturierter Zugang zu Dokumenten und Ordnern einem offenen Anwenderkreis zur Verfügung gestellt werden.

Für die Anpassbarkeit der Fabasoft Cloud an unternehmensspezifische Bedürfnisse ist die Fabasoft Cloud erweiterbar durch individuelle Formulare und Felder, die ohne Programmierkenntnisse in einem grafischen Formulareditor modellierbar sind.

Mindbreeze

Im Berichtszeitraum standen die Weiterentwicklung von Mindbreeze InSpire und Mindbreeze InSite im Fokus. Es erfolgte die Weiterentwicklung der "Producer/Consumer"-Funktionalität, sodass diese für Kunden mit minimalem Konfigurationsaufwand nutzbar ist. Mittels Producer/Consumer werden Indizes in konfigurierbaren Intervallen aktualisiert. Mindbreeze InSpire wurde um weitere Konnektoren (u.a. EMC Documentum, Microsoft SharePoint 2013) erweitert.

Das neue Client Framework für die einfache Entwicklung umfassender Suchanwendungen wurde finalisiert und an die Kunden ausgeliefert. Erste Kunden haben auf dieser Basis bereits umfangreiche Suchanwendungen erfolgreich umgesetzt. Bei Verwendung des neuen Editors sind die erzeugten Suchanwendungen automatisch responsive und barrierefrei (accessible) verfügbar. Im Berichtszeitraum wurde an einem System zum schrittweisen Erzeugen einer graphischen Repräsentation aus einzelnen Verweisen (Links/Referenzen) weitergearbeitet, um eine graphische Repräsentation inkrementell aus Einzelereignissen aufzubauen, unabhängig von der Reihenfolge des Eintreffens der Ereignisse. Des Weiteren wurde ein RDF Filter/Adapter entwickelt mit dessen Hilfe man generische RDF-Tripel verwenden kann. Dieses System kann gezielt zum Klassifizieren und Anreichern verwendet werden.

Gemeinsam mit einem Krankenhausverband wurde ein Prototyp zur Big Data Analyse im klinischen Umfeld aufgebaut. Hier ging es um die Extraktion sowie automatische Klassifizierung von Informationen aus Arztbriefen und Patientendokumentationen. Ebenso wurde eine automatische Klassifikation und Extraktion von Medikationen umgesetzt, dadurch können Medikationen aus Volltextinformationen extrahiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Erstellung von spezifischen Suchanwendungen für Fachbereiche.

Durch die ständige Steigerung der Informationsflut und die Zunahme von mobilen Anwenderinnen und Anwendern war es nötig, in intelligente Vorschaumechanismen zu investieren. Im Berichtszeitraum wurde an der Erstellung von visuellen Vorschauen für unterschiedliche Dokumentenformate gearbeitet und es wurde eine Referenzarchitektur zur automatischen Skalierung von Mindbreeze InSpire (Search Appliance) umgesetzt.

Der Cloud-Service Mindbreeze InSite (Website-Suche) wurde im Berichtszeitraum auf die zusätzlichen Lokationen Deutschland und Schweiz ausgedehnt. Das bedeutet, dass die Daten ausschließlich im jeweiligen Land (Österreich, Deutschland oder Schweiz) gespeichert sind. Dadurch ergeben sich auch minimale Latenzzeiten und schnellstmögliche Antwortzeiten.

4)Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

.

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgt die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu bestmöglichen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung geprüft.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs.1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 1. Juli 2013 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 21. Oktober 2018 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 38, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juli 2013 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 12. Mai 2014

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

JAHRESABSCHLUSS

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 12. Mai 2014

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

BILANZEID

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 12. Mai 2014 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013/2014 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen sowie zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, Vertriebsaktivitäten, die Unternehmens- und Organisationsentwicklung, Investitionen, Betriebsstandorte, die Personalentwicklung sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2014/2015.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2014 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2014 nach IFRS (Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt und es wurden beide mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwendungen. Des Weiteren wurde auch der Corporate Governance Bericht zur Kenntnis genommen.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 23. Mai 2014 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2014

Dr. Friedrich Roithmayr e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates

Fabasoft AG | Honauerstraße 4 | A-4020 Linz | Tel.: +43 732 606162-0 | Fax: +43 732 606162-609