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Fabasoft AG Audit Report / Information 2012

Jun 1, 2012

9319_10-k_2012-06-01_28fe3245-27b8-45d6-a735-9aa5052d6b1f.pdf

Audit Report / Information

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Jahresfinanzbericht 2011/2012

Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung
4
Konzerngeldflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
6
Anhang zum Konzernabschluss 8
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 40
Bestätigungsvermerk 58
Bilanzeid 60
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 62
Anhang zum Konzernabschluss 64
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 72
Bestätigungsvermerk 90
Bilanzeid 92
III . Bericht des Aufsichtsrates 94

Konzernbilanz zum 31. März 2012

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2012 31.03.2011
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 2.860 2.594
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 155 34
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 22 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 157 153
Aktive latente Steuern 4.1.4. 526 664
3.720 3.445
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 8.421 9.984
Ertragsteuerforderungen 4.2.1. 20 104
Liquide Mittel 4.2.2. 14.628 12.452
23.069 22.540
Summe Aktiva 26.789 25.985
Passiva in TEUR AZ 31.03.2012 31.03.2011
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 5.000 5.000
Kapitalrücklagen 4.3. 9.296 9.296
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 374 377
Ergebnisvortrag -109 -876
14.561 13.797
Minderheitenanteil -104 -91
14.457 13.706
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 1.496 1.270
Passive latente Steuern 4.1.4. 117 119
1.613 1.389
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.553 3.974
Ertragsteuerverbindlichkeiten 108 180
Erlösabgrenzungen 4.5.2. 7.058 6.736
10.719 10.890
Summe Passiva 26.789 25.985

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011/2012

in TEUR AZ 2011/2012 2010/2011
Umsatzerlöse 5.1. 22.883 21.120
Sonstige betriebliche Erträge 5.2. 431 273
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -419 -351
Personalaufwand 5.3. -13.679 -13.041
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. -1.405 -1.368
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.5. -7.063 -6.978
Betriebsergebnis 748 -345
Finanzerträge 5.6. 317 155
Finanzaufwendungen 5.6. -21 -82
Gewinn-/Verlustanteile an assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
5.6. -28 0
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.016 -272
Ertragsteuern 5.7. -273 -260
Jahresergebnis 743 -532
Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung -3 102
Veränderung Marktbewertungsrücklage 0 5
Sonstiges Ergebnis -3 107
Gesamtergebnis 740 -425
Jahresergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 767 -429
Minderheiten -24 -103
Gesamtergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 764 -322
Minderheiten -24 -103
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Jahresergebnis,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 8.1.1. 0,15 -0,07
verwässert 8.1.2. 0,15 -0,07
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Gesamtergebnis,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 0,15 -0,05
verwässert 0,15 -0,05

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011/2012

in TEUR AZ 2011/2012 2010/2011
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis 748 -345
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 1.405 1.368
Aufwendungen für Optionsprogramme
Veränderung von langfristigen Rückstellungen
0
226
149
109
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 29 5
2.408 1.286
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen 1.563 -1.319
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten 84 -995
(ohne Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Erlösabgrenzungen 322 642
1.969 -1.672
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 4.377 -386
Vereinnahmte Zinsen 160 154
Erhaltene Prämienzahlungen Finanzamt 0 282
Gezahlte Ertragsteuern -112 -175
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 4.425 -125
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.862 -2.026
Erwerb/Gründung von Tochterunternehmen bzw. assoziierten
Unternehmen abzüglich übertragener Nettozahlungsmittel
-38 0
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -1.900 -2.026
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.3.
Auszahlungen aus Kapitalherabsetzung 0 -2.000
Einzahlungen aus der Ausübung von Optionsprogrammen 11 234
Dividendenausschüttung 0 -1.050
Ausgleich Finanzierungsverbindlichkeiten Aktienleihe -352 0
Auszahlungen an Minderheitengesellschafter 0 -30
Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 4 0
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -337 -2.846
Veränderung der liquiden Mittel 2.188 -4.997
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 12.452 17.387
Effekte aus Wechselkursänderungen -12 62
Zunahme/Abnahme 2.188 -4.997
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 14.628 12.452

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2011/2012

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Marktbe
wertungs
rücklage
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2010
7.000 9.922 -5 275 68 17.260 42 17.302
Anpassung Ergebnis
vortrag Vorjahr
4.3. 0 0 0 0 30 30 0 30
Gesamtergebnis 0 0 5 102 -429 -322 -103 -425
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -1.050 -1.050 -30 -1.080
Änderung auf
Grund von Options
programmen
0 -121 0 0 0 -121 0 -121
Auflösung
Kapitalrücklage
0 -505 0 0 505 0 0 0
Änderung auf Grund
Kapitalherabsetzung
-2.000 0 0 0 0 -2.000 0 -2.000
Stand am
31. März 2011
4.3. 5.000 9.296 0 377 -876 13.797 -91 13.706
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Marktbe
wertungs
rücklage
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2011
5.000 9.296 0 377 -876 13.797 -91 13.706
Gesamtergebnis 0 0 0 -3 767 764 -24 740
Änderung Minder
heitsbeteiligung
0 0 0 0 0 0 11 11
Stand am
31. März 2012
4.3. 5.000 9.296 0 374 -109 14.561 -104 14.457

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2012

1) Grundlegende Informationen

Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller für Enterprise Content Management (ECM), Compliance, Electronic Government und MoReq2-zertifizierter Information Governance sowie ein Anbieter von Cloud Services für die sichere und zuverlässige Zusammenarbeit von Unternehmen, Partnern und Kunden über das Internet. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1 Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden

Es gibt keine neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen) mit wesentlicher Auswirkung auf den Konzernabschluss, die im abgelaufenen Geschäftsjahr anzuwenden waren.

2.1.2. Regelungen, die von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden

  • IFRS 9, "Finanzinstrumente" wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend und wird voraussichtlich eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, anzuwenden. Die Auswirkungen des neuen Standards werden derzeit noch evaluiert.
  • IAS 19, "Leistungen an Arbeitnehmer", wurde im Juni 2011 geändert. Die Auswirkungen werden nachfolgend erläutert: der Korridoransatz wird abgeschafft und sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden beim Anfall im sonstigen Ergebnis erfasst; nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfasst; der Zinsaufwand und die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden netto unter Berücksichtigung des der leistungsorientierten Verpflichtung zugrunde liegenden Zinssatzes ermittelt. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen der Änderungen noch festzustellen.

Eine Reihe von weiteren Änderungen von Standards sowie neue und geänderte Interpretationen wurden bereits publiziert, aber von der Europäischen Union noch nicht übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2012 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten.

Sämtliche Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2012 ist die Devstrom GmbH in Liquidation erstmalig als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss im Rahmen der Equity-Methode einbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2012 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Faba5 GmbH
(vormals Fabalabs Software GmbH)
Linz/Österreich 90,00
Mindbreeze Software GmbH Linz/Österreich 55,00
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Distribution GmbH Linz/Österreich 100,00
app.telemetry GmbH Linz/Österreich 90,00
Fabasoft Medical GmbH Linz/Österreich 80,00
Fabasoft D Software GmbH Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft CH Software AG Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Fabasoft Italia S.r.l. Rom/Italien 100,00
Unternehmen Sitz Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft Corporation Boston/USA 100,00
Fabasoft AT Software GmbH Linz/Österreich 100,00

Zum Bilanzstichtag 31. März 2012 ist folgendes assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss im Rahmen der Equity-Methode einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Devstrom GmbH in Liquidation Linz/Österreich 25,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl. Als Geschäftsführer wurde Herr Ing. Michael Hadrian bestellt.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH (nunmehr Devstrom GmbH in Liquidation), Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 15. Juni 2011 wurde die Fabalabs Software GmbH in Faba5 GmbH umbenannt. Die Fabasoft AG hält 90% der Stimmrechte. Die verbleibenden 10% der Stimmrechte hält Markus Tripp.

Mit Vertrag vom 15. Dezember 2011 erfolgte die Verschmelzung der Fabasoft Institute of Technology GmbH mit der Fabasoft AG (rückwirkend zum 31. März 2011).

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange). Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden nicht aktiviert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

2.2.4. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im Eigenkapital als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und monetären Vermögenswerten und Schulden in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs 31. März Durchschnittskurs für das Jahr
Schweizer Franken
2012 1,2046 CHF 1,21667 CHF
2011 1,2974 CHF 1,33722 CHF
Britische Pfund
2012 0,8314 GBP 0,86554 GBP
2011 0,8807 GBP 0,85409 GBP
US-Dollar
2012 1,3320 USD 1,38668 USD
2011 1,4224 USD 1,32802 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst, werden aktiviert. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs-/Herstellungskosten und die entsprechend kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht. Dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

2.6. Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.7. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als Operating-Leasing zu qualifizieren. Somit werden die Leasingraten als Aufwand erfasst.

2.8. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag als Teil des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.9. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

Zum 31. März 2012 hält der Fabasoft Konzern keine Vorräte.

2.10. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2012 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.11. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Grund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.12. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2012 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.13. Leistungen an Arbeitnehmer

Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden im Jahr des Entstehens in voller Höhe ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

Die Abfertigungsrückstellung für die Vorstände der Fabasoft AG wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden auf Grund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.14. Aktienbasierte Vergütungen durch Ausgleich mit Eigenkapital-Instrumenten

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen auf Aktien der Fabasoft AG wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erlöse werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.15. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2012 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.16. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iii) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen werden nach Leistungsfortschritt realisiert (siehe Punkt 2.11.).

2.17. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2012 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Distribution GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Faba5 GmbH (vormals Fabalabs Software GmbH), (6) Mindbreeze Software GmbH, (7) Fabasoft Medical GmbH, (8) app.telemetry GmbH, (9) Fabasoft Italia S.r.l. und (10) Fabasoft Corporation.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten der Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Aktive latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.18. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sowie die erfassten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Im Folgenden sind die kritischen Ermessens- und Schätzungsspielräume angeführt:

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Umsätze aus der Erbringung von Fixpreisprojekten werden nach der POC-Methode bilanziert. Hierbei ermittelt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der noch zu erbringenden Dienstleistungen. Würde der Fertigstellungsgrad um 10% höher bzw. niedriger angesetzt werden, ergäbe sich eine Umsatz- bzw. Forderungserhöhung von TEUR 115 bzw. eine Umsatz- bzw. Forderungsminderung um TEUR 165.

Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 3% (anstatt 4%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2011/2012 um TEUR 103 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 1.599 betragen. Bei einem Zinssatz von 5% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2011/2012 um TEUR 85 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 1.411 betragen.

Pensionen

Wenn den Berechnungen des versicherungsmathematischen Barwertes der Leistungsverpflichtung ein Zinssatz von 3% (anstatt 4%) zugrunde gelegt werden würde, würde sich der Pensionsrückstellungsbedarf um TEUR 241 erhöhen und die Pensionsrückstellung somit TEUR 241 betragen. Bei einem Zinssatz von 5% würde sich der Betrag der bilanzierten Nettoschuld (Pensionsrückstellung) nicht verändern.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2012 TEUR 940 (Vorjahr TEUR 965). Im Fall eines höheren oder niedrigeren als geplanten Steuerergebnisses kann dies zum Ansatz von höheren oder niedrigeren latenten Steuern führen.

2.19. Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Fabasoft AG ausgemacht.

Ein geografisches Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3) Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der beizulegende Zeitwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die beizulegenden Zeitwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition Kategorie Buchwert Fair Value – Level I Fortgeführte
in TEUR (Vorjahr) nach IAS 39 (ergebnisneutral) Anschaffungskosten
Kredite und 14.628 0 14.628
Liquide Mittel Forderungen (12.452) (0) (12.452)
Liefer- und Kredite und 7.609 0 7.609
sonstige Forderungen Forderungen (9.243) (0) (9.243)
Zur Veräußerung verfügbare Zur Veräußerung verfügbare 157 157 0
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte (153) (153) (0)
Liefer- und sonstige Sonstige finanzielle 1.166 0 1.166
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten (1.548) (0) (1.548)

Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen betragen TEUR 146 (Vorjahr TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde ein Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Im Folgenden sind die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie angegeben:

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Zinsen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 139 119
Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 3 5
Fremdwährungsaufwendungen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) -15 -82
Erträge aus der Tilgung von Aktienleihverbindlichkeiten (8.6.7.) 153 0
Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -28 0
Zinsen aus Krediten und Forderungen (Liefer- und sonstige Forderungen) 16 31
Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen -146 0
Gesamt 122 73

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel, Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den finanziellen Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitätsund Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf Grund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als relativ gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, speziell im Finanzsektor, sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

3.3. Liquiditätsrisiko

Auf Grund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf den beizulegenden Zeitwert besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanzund Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Euro 13.400 10.737
Britische Pfund 271 303
US-Dollar 211 190
Schweizer Franken 744 1.218
14.626 12.448

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der liquiden Mittel) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2011/2012
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2011/2012
2010/2011
Britische Pfund +10% (0,91454) -25 -28
-10% (0,74826) 30 34
US-Dollar +10% (1,46520) -19 -17
-10% (1,19880) 23 21
Schweizer Franken +10% (1,32506) -68 -111
-10% (1,08414) 83 135

Lieferforderungen in Fremdwährungen

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Euro 4.697 8.031
Britische Pfund 0 1
US-Dollar 11 4
Schweizer Franken 2.275 407
6.983 8.443

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der Lieferforderungen) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Lieferforderungen in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2011/2012
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2011/2012
2010/2011
Britische Pfund +10% (0,91454) 0 0
-10% (0,74826) 0 0
US-Dollar +10% (1,46520) -1 0
-10% (1,19880) 1 0
Schweizer Franken +10% (1,32506) -207 -37
-10% (1,08414) 253 45

4) Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.040 9.113 10.153
Kumulierte Abschreibungen -891 -7.311 -8.202
Buchwert netto 149 1.802 1.951
Geschäftsjahr 2010/2011
Eröffnungsbuchwert netto 149 1.802 1.951
Zugänge 367 1.622 1.989
Abgänge 0 -8 -8
Abschreibungen -95 -1.243 -1.338
Endbuchwert netto 421 2.173 2.594
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.391 8.383 9.774
Kumulierte Abschreibungen -970 -6.210 -7.180
Buchwert netto 421 2.173 2.594
Geschäftsjahr 2011/2012
Eröffnungsbuchwert netto 421 2.173 2.594
Zugänge 157 1.510 1.667
Abgänge 0 -44 -44
Abschreibungen -122 -1.235 -1.357
Endbuchwert netto 456 2.404 2.860
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.543 8.620 10.163
Kumulierte Abschreibungen -1.087 -6.216 -7.303
Buchwert netto 456 2.404 2.860

Es wurden keine Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen aktiviert.

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 436
Kumulierte Abschreibungen -407
Buchwert netto 29
Geschäftsjahr 2010/2011
Eröffnungsbuchwert netto 29
Zugänge 35
Abschreibungen -30
Endbuchwert netto 34
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 359
Kumulierte Abschreibungen -325
Buchwert netto 34
Geschäftsjahr 2011/2012
Eröffnungsbuchwert netto 34
Zugänge 169
Abschreibungen -48
Endbuchwert netto 155
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 526
Kumulierte Abschreibungen -371
Buchwert netto 155

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Beginn des Geschäftsjahres 153 148
Zeitwertänderung 4 5
Ende des Geschäftsjahres 157 153

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 71) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2011 Konzerngesamt
ergebnisrechnung
Veränderung
31.03.2012
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 111 65 176
Anlagevermögen -4 -68 -72
Dienstleistungsaufträge -54 20 -34
Beteiligungsabschreibung 162 -75 87
Verlustvorträge 449 -80 369
Aktive latente Steuern 664 -138 526
Dienstleistungsaufträge -119 2 -117
Passive latente Steuern -119 2 -117
Latente Steuern gesamt 545 -136 409

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich zum 31. März 2012 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 3.230 25% 369 439
Fabasoft CH Software AG 0 22% 0 0
Fabasoft Limited 2.638 19% 0 501
369 940

Noch nicht abgesetzte Beteiligungsabschreibungen aus der Siebentelverteilung gemäß § 12 KStG in Höhe von TEUR 348 haben zum Ansatz von TEUR 87 aktiven latenten Steuern geführt.

Die nicht angesetzten Verlustvorträge zum 31. März 2012 betragen in Summe TEUR 4.394 (Vorjahr TEUR 4.498).

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechneten sich zum 31. März 2011 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 3.439 25% 399 460
Fabasoft CH Software AG 228 22% 50 0
Fabasoft Limited 2.658 19% 0 505
449 965

Das Management geht auf Basis aktueller Planungsrechnungen von der Realisierbarkeit der angesetzten latenten Steuerforderungen aus.

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 415 468
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 111 196
526 664

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
-117 -119
-117 -119

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen, Ertragsteuerforderungen

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Lieferforderungen 6.983 8.443
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 450 660
Sonstige Forderungen 665 705
davon Vorsteuerrückerstattung 79 170
davon Forderungen Finanzamt 380 368
davon Kautionen 106 114
davon soziale Sicherheit 8 37
davon übrige Forderungen 92 16
Abgegrenzte Kosten 343 280
Gesamt 8.441 10.088

Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr TEUR 264) und aktivierte Ertragsteuern in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 104).

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Noch nicht fällig 6.065 7.430
Überfällig und wertgemindert 146 0
Überfällig, aber nicht wertgemindert 772 1.013
Zwischen 1 und 60 Tagen 408 298
Zwischen 61 und 90 Tagen 12 638
Zwischen 91 und 180 Tagen 190 71
Über 180 Tage 162 6

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr TEUR 0) gebildet.

Durch eine Projektverzögerung beim Endkunden eines ausländischen Abnehmers wurde für eine Forderung in Höhe von TEUR 1.743, welche am 31. Dezember 2010 fällig gewesen wäre, eine Teilzahlungsvereinbarung abgeschlossen. Die Forderung wurde zur Gänze im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 beglichen.

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 518 775
davon bereits fakturiert und in den Lieferforderungen ausgewiesen 68 115
Erhaltene Anzahlungen, welche von den Forderungen abgesetzt wurden 562 471
Überhang der erhaltenen Anzahlungen und Teilrechnungen enthalten
in den Lieferverbindlichkeiten
216 209
Kumulierte Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen 1.080 1.246
Kumulierte Kosten für Dienstleistungsaufträge 982 1.111
Realisierte Gewinne aus Dienstleistungsaufträgen 98 135

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Kassenbestand 2 4
Guthaben bei Kreditinstituten 14.626 12.448
Gesamt 14.628 12.452

Zum 31. März 2012 bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr TEUR 96) zur Besicherung von Bankgarantien, welche Kreditinstitute an Dritte ausgefolgt haben.

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2012 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr 5.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.296 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 5. Juli 2011 wurde unter anderem folgender Beschluss gefasst:

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – um Nominale EUR 2.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stückaktien sowohl gegen Bareinlage als auch gemäß § 172 AktG gegen Sacheinlage auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen, sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital im Sinn der §§ 169 ff AktG), wobei der Vorstand auch dazu ermächtigt wird, die neuen Aktien allenfalls unter Ausschluss des den Aktionären ansonsten zustehenden Bezugsrechtes auszugeben (§ 170 Abs 2 AktG).

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Der Konzern betrachtet als Eigenkapital die nach IFRS in der Bilanz als solche ausgewiesenen Bestandteile.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 54% (53% zum 31. März 2011).

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2011/2012 2010/2011
Abzinsungssatz 4,00% 4,50%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 7,95% 11,08%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 - Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2011/2012 2010/2011
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 135 85
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 26 27
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 89 9
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 91 91
Auswirkung Abfertigungszahlungen (nicht durch Rückstellung gedeckte Auszahlungen) 33 24
Abfertigungsaufwand 374 236
Rückstellungen für Abfertigungen 2011/2012 2010/2011
Wert per 1.4. 1.270 1.161
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 135 85
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 26 27
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 89 9
Verwendung für Abfertigungszahlungen -24 -12
Wert per 31.3. 1.496 1.270

Die Entwicklung der Abfertigungsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010 31.03.2009 31.03.2008
Abfertigungsrückstellung 1.496 1.270 1.161 910 811

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2011/2012 2010/2011
Abzinsungssatz 4,00% 4,50%
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen (Nettoverzinsung) 2,75% 2,75%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00% 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,00% 0,00%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2011/2012 2010/2011
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 96 83
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 33 28
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -22 -18
Versicherungsmathematische Verluste Planvermögen (actuarial losses) 2 3
Versicherungsmathematische Verluste der Brutto-Pensionsverpflichtung (actuarial losses) 98 74
Effekt aus der Korrektur der Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") -68 -31
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Brutto-Pensionsverpflichtung 2011/2012 2010/2011
Wert per 1.4. 737 552
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 96 83
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 33 28
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 98 74
Wert per 31.3. 964 737
Marktwert Planvermögen (funded) -967 -808
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 3 71
Planvermögen -964 -737
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. 0 0
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 0 0
Davon: Pensionsrückstellungen 0 0
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens 3 71
Marktwert Planvermögen 2011/2012 2010/2011
Wert per 1.4. 808 654
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen 22 18
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) -2 -3
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139 139
Wert per 31.3. 967 808
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") -3 -71
Wert per 31.3. 964 737

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien.

Die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010 31.03.2009 31.03.2008
Brutto-Pensionsverpflichtung 964 737 552 412 300
Marktwert Planvermögen 967 808 655 506 359
Anpassung wegen
Vermögenswertbegrenzung
-3 -71 -103 -94 -59
Netto-Planvermögen 964 737 552 412 300

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Lieferverbindlichkeiten 904 782
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 216 209
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 780 885
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 235 216
Sonstige Verbindlichkeiten 1.418 1.882
davon kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.372 1.325
davon Verbindlichkeiten FB Beteiligungen GmbH 0 505
davon übrige Verbindlichkeiten 46 52
Gesamt 3.553 3.974

Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Abgrenzungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Sonderzahlungen und Erfolgsvergütungen zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der FB Beteiligungen GmbH, Eferding, im Geschäftsjahr 2010/2011 resultierten aus der Leihe von 117.140 Stück Fabasoft-Aktien zur Bedienung von Optionsprogrammen.

Fälligkeitsstruktur der Lieferverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Noch nicht fällig 502 356
Überfällig 402 426
Zwischen 1 und 60 Tagen 381 387
Zwischen 61 und 90 Tagen 0 33
Zwischen 91 und 180 Tagen 21 6
Über 180 Tage 0 0

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind zum 31. März 2012 noch nicht fällig.

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

4.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2012/2013 ergebniswirksam werden.

5) Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 4 8
Sonstige Erträge 427 265
Gesamt 431 273

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus vom Finanzamt gewährte Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 171), Erträgen aus Fremdwährungsbewertung sowie Förderungen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr TEUR 0) zusammen.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Gehälter 10.377 9.929
Aufwendungen für Abfertigungen 374 236
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsprogramme 0 37
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.604 2.506
Sonstige Sozialaufwendungen 185 194
Gesamt 13.679 13.041

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 4.4.2.) betreffen die Aufwendungen auf Grund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.357 1.338
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 48 30
Gesamt 1.405 1.368

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 53 188
Instandhaltung 237 242
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.397 1.291
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 556 545
Betriebsaufwendungen 2.190 2.078
Rechts- und Beratungsaufwand 388 383
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 199 200
Investor Relations 72 87
Versicherungsprämien 100 142
Personalsuche 172 69
Nachrichtenaufwand 200 240
Aus- und Weiterbildung 263 213
Sonstiges 219 320
Verwaltungsaufwendungen 1.613 1.654
Markenregistrierungen 122 154
Reiseaufwand 476 525
Werbeaufwand 2.453 2.366
Sonstiges 156 13
Vertriebsaufwendungen 3.207 3.058
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.063 6.978

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Zinsen 142 124
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -28 0
Erträge aus der Tilgung von Aktienleihverbindlichkeiten (8.6.7.) 153 0
Fremdwährungsaufwendungen -15 -82
Ergebnis aus Forderungsabzinsungen 16 31
Gesamt 268 73

In den Zinsen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Österreich -13 -109
Ausland -123 -3
Laufende Ertragsteuern -136 -112
Österreich -104 42
Ausland -33 -190
Latente Steuern -137 -148
Gesamt -273 -260

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes von 25% auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Ergebnis vor Steuern 1.016 -272
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2011/2012: 25% (Vorjahr: 25%)
-254 68
Steuerliche Auswirkungen aus:
Ausländische Steuersätze 9 -32
Steuerfreie Erträge 64 60
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -8 -8
Wertberichtigung aktive latente Steuern -88 0
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
steuerlichen Verlusten
6 5
Ergebnisübernahme assoziierte Unternehmen -7 0
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern 21 -399
Aperiodischer Ertragsteuerertrag -16 46
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (-) bzw. –ertrag (+) -273 -260

6) Konzerngeldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Geschäftsjahr 2011/2012
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 19.405 5.432 5.052 314 30.203
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-7.285 -9 -1 -25 -7.320
Umsatz mit
externen Kunden
12.120 5.423 5.051 289 22.883
Betriebsergebnis 84 126 523 15 748
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.341 30 34 0 1.405
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 748
Finanzergebnis Konzern 268
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 1.016
Geschäftsjahr 2010/2011
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 17.945 5.497 3.242 298 26.982
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-5.816 -24 -2 -20 -5.862
Umsatz mit
externen Kunden
12.129 5.473 3.240 278 21.120
Betriebsergebnis -879 727 -193 0 -345
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.311 35 22 0 1.368
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente -345
Finanzergebnis Konzern 73
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -272

Das Management hat sich bei der Festlegung der Geschäftssegmente auf die Berichte gestützt, die den Hauptentscheidungsträgern zur Verfügung stehen.

Die Hauptentscheidungsträger betrachten das Unternehmen aus einer geografischen Perspektive.

Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und den Verkauf von Softwareprodukten und die Bereitstellung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Umsätze mit konzernfremden Kunden resultieren ebenfalls aus diesem Geschäft.

Umsätze in Höhe von TEUR 2.140 beruhen auf Transaktionen mit einem einzelnen Kunden (Vorjahr TEUR 2.232). Diese Umsätze entfallen heuer als auch im Vorjahr auf das Segment Österreich.

Die interne Berichterstattung erfolgt analog zur externen Berichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Im Bereich der Segmente basiert das interne Berichtswesen im Wesentlichen auf Informationen der Ertragskraft. Diese Informationen werden monatlich im Rahmen von Reportingberichten an die Hauptentscheidungsträger kommuniziert und dienen diesen als Entscheidungsgrundlage.

Im Segment "Sonstige Länder" sind die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften der geografischen Regionen USA, Großbritannien und Italien zusammengefasst.

Abgesehen von planmäßigen Abschreibungen gab es keine sonstigen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in den einzelnen Segmenten.

Aufgliederung der Umsätze nach Produkten:

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Software 12.164 10.005
Dienstleistung 10.719 11.115
Gesamt 22.883 21.120

8) Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2011/2012 2010/2011
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 767 -429
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 5.000.000 5.872.222
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,15 -0,07

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2012 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird.

2011/2012 2010/2011
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 767 -429
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 5.003.333 5.914.347
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,15 -0,07

8.2. Aktienoptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
Sonstige 01.01.2010 EUR 2,00 140.000 01.01.2010 bis
31.03.2011
31.07.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Sonstige Optionenmodelle 2011/2012 2010/2011
Zum 1. April 0 140.000
Nach Kapitalherabsetzung 0 100.000
Ausgegeben 0 0
Verfallen 0 2
Ausgeübt bei einem Kurs von EUR 4,40 0 99.998
Zum 31. März 0 0

Der beizulegende Zeitwert der ausstehenden Optionsrechte wurde auf Grund der kurzen Laufzeit aus dem Unterschiedsbetrag des Aktienkurses zum Zuteilungszeitpunkt und des Ausübungskurses errechnet und über den Erbringungszeitraum der Gegenleistung verteilt.

Für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Vertriebsaktivitäten sind im Berichtszeitraum Aufwendungen für Optionen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 112) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

8.3. Mitarbeiteroptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VI 2011/2012 2010/2011
Zum 1. April 5.714 0
Ausgegeben 0 160.000
Nach Kapitalherabsetzung 5.714 114.285
Verfallen 0 91.429
Ausgeübt bei einem Kurs von EUR 2,70 (VJ EUR 3,65) 5.714 17.142
Zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 0 5.714

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Im Berichtszeitraum ist ein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 37) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

8.4. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.256 (Vorjahr TEUR 7.452) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert, da die Nachweise über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Aktivierung als immaterieller Vermögensgegenstand (siehe Punkt 2.5.) nicht vollständig erbracht werden konnten.

8.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen auf Grund von Operating-Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2012 31.03.2011
Bis zu einem Jahr 1.275 1.152
Zwischen einem und fünf Jahre 3.981 3.614
Über fünf Jahre 0 49
Gesamt 5.256 4.815

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2011/2012 betrug TEUR 1.239 (Vorjahr TEUR 1.178). Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen aufgrund von KFZ-Leasingverträgen.

8.6. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer

8.6.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2011/2012 2010/2011
Angestellte 199 197

8.6.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 151 74
Andere Arbeitnehmer 223 162
Gesamt 374 236

8.6.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Mitglieder des Vorstandes 139 139

8.6.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2011/2012 TEUR 1.090 (Vorjahr TEUR 1.023) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Laufende Bezüge 856 827
Aufwendungen für Abfertigungen 95 57
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Gesamt 1.090 1.023

8.6.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Mitglied) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2011/2012 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Im Vorjahr wurden Gemälde im Wert von TEUR 19 aus dem Privatbesitz von Dr. Helmut Schützeneder erworben.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Finanzexperte) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Ersatzmitglied)

8.6.6. Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

8.6.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG

FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG und 100-%-Tochterunternehmen der Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung

Devstrom GmbH in Liquidation, Linz

Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG (laufende Bezüge TEUR 18, Vorjahr TEUR 18)

Dipl.-Ing. Daniel Fallmann, Bruder von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, geschäftsführender Gesellschafter der Mindbreeze Software GmbH (laufende Bezüge TEUR 79, Vorjahr TEUR 86)

Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt worden waren, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH 117.140 Fabasoft-Aktien zu einem Buchwert von TEUR 505 von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Für die Fabasoft Distribution GmbH hat die Möglichkeit bestanden, sich von der Rückgabeverpflichtung dadurch zu befreien, indem der dem Verkehrswert der geliehenen Aktien (EUR 3,00 pro Stückaktie) entsprechende Geldbetrag (TEUR 352) im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 an die FB Beteiligungen GmbH bezahlt wurde. Die zugrundeliegende Verpflichtung wurde damit zur Gänze erfüllt. Aus dem Ausgleich der Verpflichtung resultiert ein Gewinn in Höhe von TEUR 153, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Softwareprodukte in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr TEUR 0) von der Devstrom GmbH in Liquidation erworben. Daraus resultieren zum Bilanzstichtag offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 0).

8.7. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 133 (Vorjahr TEUR 97) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Prüfung Konzernabschluss 18 18
Prüfung/Review der Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen
69 65
davon Fabasoft AG 16 16
davon Fabasoft Distribution GmbH 6 6
davon Fabasoft R&D GmbH 10 10
davon Fabasoft Austria GmbH 13 13
davon andere Bestätigungsleistungen 24 20
Prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse 14 14
Sonstige Leistungen 32 0
Gesamt 133 97

8.8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2012 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

8.9. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 25. Mai 2012 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 11. Mai 2012

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 22,9 Mio. Euro (21,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 2.153 (TEUR 1.023 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 748 (TEUR -345 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 8,3% bezogen auf das Geschäftsjahr 2010/2011 resultierte sowohl aus einer Steigerung im Bereich der lizenzbezogenen Erlöse für Fabasoft-Produkte als auch in einer soliden Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts.

Nach einem hinsichtlich neuer Projekte eher verhaltenen Vorjahr haben mehrere Kunden damals verschobene Investitionen im Berichtszeitraum nachgeholt. Die bereits im Vorjahr verstärkte Marketing-Präsenz der Fabasoft Gruppe entfaltete im Geschäftsjahr 2011/2012 eine positive Wirkung sowohl auf den Bekanntheitsgrad der Fabasoft Cloud-Angebote als auch auf das Interesse an Fabasoft-Produkten basierend auf dem klassischen Lizenzmodell.

Regional konnten vor allem erfreuliche Zuwächse im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern in der Schweiz verzeichnet werden.

Mit 31,7% der Umsatzerlöse (TEUR 7.256) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Industrievergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.452 im Geschäftsjahr 2010/2011).

Diese Investitionen wurden sowohl für die kundenorientierte Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebots des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2012) 54% (53% zum 31. März 2011). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich auf TEUR 14.628 (TEUR 12.452 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 203 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2012 (202 zum 31. März 2011).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Faba5 GmbH
(vormals Fabalabs Software GmbH)
90% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
app.telemetry GmbH 90% Österreich Linz
Fabasoft Medical GmbH 80% Österreich Linz
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100% Italien Rom

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Assoziierte Unternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Devstrom GmbH in Liquidation 25% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH (nunmehr Devstrom GmbH in Liquidation), Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl. Als Geschäftsführer wurde Herr Ing. Michael Hadrian bestellt.

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 15. Juni 2011 wurde die Fabalabs Software GmbH in Faba5 GmbH umbenannt. Die Fabasoft AG hält 90% der Stimmrechte. Die verbleibenden 10% der Stimmrechte hält Markus Tripp.

Mit Vertrag vom 15. Dezember 2011 erfolgte die Verschmelzung der Fabasoft Institute of Technology GmbH mit der Fabasoft AG (rückwirkend zum 31. März 2011).

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Umsatzerlöse 2.283 2.178
Ergebnis vor Ertragsteuern 274 -599
EBIT -2.029 -1.928
EBITDA -814 -758
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 790 -573
Eigenkapital 17.168 16.378
Eigenkapitalquote 85% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.082 -363
Endbestand an liquiden Mittel 5.524 6.088
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Umsatzerlöse 22.883 21.120
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.016 -272
EBIT 748 -345
EBITDA 2.153 1.023
Jahresergebnis 743 -532
Eigenkapital 14.457 13.706
Eigenkapitalquote 54% 53%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.425 -125
Endbestand an liquiden Mittel 14.628 12.452
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 203 202

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

Kundennahe Innovationen sind die Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg. Das technische Know-how, die Erfahrung und die enge Kundenbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die unverzichtbare Basis für Innovationen im Produkt-, Dienstleistungs- und Servicebereich. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und engagierte neue Talente für die Mitarbeit bei Fabasoft zu begeistern.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Eine Grundvoraussetzung für nachhaltiges Wachstum sind hoch qualifizierte, engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fabasoft legt den Fokus auf die professionelle Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmensbereiche werden die Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen an die Bedürfnisse der jeweiligen Abteilungen angepasst. So unterstützt Fabasoft die fachliche Entwicklung durch das breit gefächerte interne Trainingsangebot, welches durch Qualifizierungen, Zertifizierungen, internationale Fachkonferenzen, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coaching etc. ergänzt wird.

Die Marketing-Ausbildung der Führungskräfte wurde an der St. Galler Business School fortgesetzt sowie die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte laufend überprüft, Anpassungen in Workshops entwickelt und bei der Umsetzung berücksichtigt.

Besonderes Augenmerk wird auf Zertifizierungen gelegt. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 58 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard, 38 Scrum Master und 21 Product Owner gemäß Scrum Alliance.

Fabasoft hat in den Geschäftsstellen neue Standards gesetzt. Modernste Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume ausgestattet mit Kunstwerken namhafter Künstler schaffen eine motivierende Arbeitsatmosphäre. Hervorragende Arbeitsbedingungen und mit dem neuesten technischen Equipment ausgestattete, teamorientierte Arbeitsplätze sowie ein anregendes und kommunikationsförderndes Umfeld ergänzen das perfekte Konzept der Arbeitsplatzausstattungen und Büroumgebung. Zusätzlich sind alle Standorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar und bieten ausreichend Parkmöglichkeiten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist diesbezüglich der neue Bürostandort am Frankfurter Flughafen hervorzuheben.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. Im Zuge der "Friday Morning Speech" informieren Vorstand und/oder Geschäftsleitungsmitglieder der einzelnen Gesellschaften über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern. In 14-tägig stattfindenden internen Scrum Demo Days werden die neuesten Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche unternehmensweit präsentiert. Quartalsweise informiert die Veranstaltung "Fabasoft Done!" über den aktuellen Stand der Produkt-Entwicklungen. Alle Präsentationen können live besucht, mittels Video-Stream mitverfolgt oder zeitversetzt abgerufen werden. Darüber hinaus kommen zahlreiche Web-2.0-Technologien und Social Media zum Einsatz. Im Vordergrund stehen dabei Wissenstransfer und der interne Erfahrungsaustausch.

Cloud Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang in der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden weitere Cloud-Services (Fabasoft app.telemetry Cloud, Fabasoft Mindbreeze InSite) für Kunden zur Verfügung gestellt. Kunden profitieren von der sofortigen Verfügbarkeit der Services und reduziert Kosten für Wartung und Administration.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen (Energie, Papierverbrauch). Durch die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Verbindungen Linz-Wien bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Das Projekt "Yabonga" wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 weiterhin über die Initiative der Stones-for-Life-Stiftung unterstützt. Darüber hinaus hat Fabasoft entschieden, junge lokale Talente in ihrem Fortkommen zu fördern. Im Berichtszeitraum waren dies das Surftalent Marco Lang und der Linzer Ruderverein Wiking.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossen. Dennoch schenkt Fabasoft diesem Thema auch weiterhin besonderes Augenmerk. So werden alle Neuanschaffungen im Hinblick auf ihre Energieeffizienz geprüft.

Open-Source-Plattformen

Der Einsatz von Open-Source-Produkten ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2011/2012 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Sonstige Ereignisse im Geschäftsjahr 2011/2012

Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt worden waren, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH 117.140 Fabasoft-Aktien zu einem Buchwert von TEUR 505 von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Für die Fabasoft Distribution GmbH hat die Möglichkeit bestanden, sich von der Rückgabeverpflichtung dadurch zu befreien, indem der dem Verkehrswert der geliehenen Aktien (EUR 3,00 pro Stückaktie) entsprechende Geldbetrag (TEUR 352) im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 an die FB Beteiligungen GmbH bezahlt wurde. Die zugrundeliegende Verpflichtung wurde damit zur Gänze erfüllt. Aus dem Ausgleich der Verpflichtung resultiert ein Gewinn in Höhe von TEUR 153, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen werden.

Umfassendes Produktportfolio für Cloud Computing

Für die Konzernproduktlinien Fabasoft Folio, Fabasoft Mindbreeze und Fabasoft app.telemetry wurden die bestehenden Angebote ausgebaut und verfeinert sowie Cloud-Angebote bereitgestellt:

Fabasoft Folio Cloud

Die steigende Vernetzung von Unternehmen auch über Landesgrenzen hinweg erfordert neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft entwickelte dafür das Produkt Fabasoft Folio Cloud. Die Basisversion Fabasoft Folio Cloud primo wird aktuell kostenlos angeboten und bietet damit eine attraktive Einstiegsmöglichkeit.

Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge aus der Vermarktung der umfangreicheren, kostenpflichtigen Fabasoft Folio Cloud Editionen ergeben, die im Online-Shop erhältlich sind. Darüber hinaus bietet Fabasoft eine Vielzahl an Cloud Apps für spezielle Businessanwendungen in einem eigenen Shop als Ergänzung zum Basisumfang der Fabasoft Folio Cloud Editionen an.

Fabasoft Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Das Ergebnis kann für eine bestimmte Zeit kostenlos getestet werden. Ist der Kunde mit dem Sucherlebnis zufrieden, so kann er nach der Testphase sofort in die kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren überwechseln.

Fabasoft app.telemetry Cloud

Fabasoft app.telemetry Cloud ermöglicht es, die Performance von Webanwendungen aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer dieser Anwendungen zu messen und zu dokumentieren. Das Produkt ist als Cloud-Service nutzbar und kann mit geringem Aufwand an bestehende Webanwendungen angebunden werden.

Alle diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung der Fabasoft Produkte über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrundeliegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor könnten sich im Hinblick darauf Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile dieser Plattformstrategie auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Darüber hinaus bestehen Vertriebsorganisationen für den privaten und den öffentlichen Sektor. Das Angebot umfasst unterschiedliche Nutzungsmodelle der Fabasoft-Produkte und reicht vom "klassischen" (On-Premises)-Modell (Installation der Software in den Rechenzentren der Kunden) bis hin zu Cloud-Angeboten.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten des privaten Sektors ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch von der Entscheidungsebene in Politik und Verwaltung tatsächlich umgesetzt wird, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Technologievorgaben, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neugeschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet und neue Betriebsmodelle für die Fabasoft Produkte eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen. Durch einschlägige Vertriebs- und Marketingaktivitäten soll auch das Geschäft mit den Produkten Fabasoft app.telemetry und Fabasoft Mindbreeze gefördert werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnten bereits Erfolge mit neuen Produktangeboten erzielt werden. Wie sich diese Produktangebote dauerhaft am Markt etablieren werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-) Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Online-Marketings das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft

häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wurde die ISAE 3402 Prüfung (vormals SAS 70 Type II) positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft-Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft-Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen sowohl betreffend die Fabasoft-Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler,

unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-) Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

So wurde für das Geschäftsjahr 2011/2012 die ISAE 3402 Prüfung (vormals SAS 70 Type II) positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 in den Bereichen Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente und in der Förderung bestehender Stärken im Fabasoft Team gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2012/2013 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind.

Im Hinblick auf die geplanten Ausweitungen der Cloud-Aktivitäten sollen im Zuge der vorgesehenen Regionalisierung der Datenhaltung (Cloud Geografien) schrittweise Rechenzentrumsflächen für den Betrieb unserer Cloud-Angebote in Österreich, Deutschland und in der Schweiz zugemietet werden.

Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Darstellung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, wird der persönliche Kontakt und Austausch weiterhin als unverzichtbar angesehen. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen weiterhin ausgebaut und modernisiert werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen wird daher von einem Ansteigen der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei auch hier die Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend spürbar werden. Im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender soll die Position in diesem Markt weiterentwickelt werden.

Neukundengewinnung erfolgt hier nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern begonnen, neue Kunden anzusprechen. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, das sich aufbauende Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten. Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl die klassische Vertriebsorganisation ausgebaut als auch von Instrumenten des Online-Marketings verstärkt profitiert werden. Einen wesentlichen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet auch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern. Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter Punkt 2. im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem chancenreichen Geschäftsjahr 2012/2013 aus. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/2012 war geprägt von der aktuellen Dynamik im Cloud-Computing-Umfeld. Die getätigten Entwicklungsleistungen erfuhren gerade in diesem Bereich eine gesteigerte positive Außenwahrnehmung. So wurde Fabasoft Folio Cloud zur ECM-Lösung des Jahres 2011 gewählt, belegte beim "Best in Cloud 2011 Award" der deutschen Computerwoche den zweiten Platz und erhielt von der Initiative Mittelstand den Innovationspreis-IT als bestes Dokumentenmanagement für den deutschen Mittelstand.

Fabasoft Folio Cloud

ist die europäische Business-Cloud für eine sichere Zusammenarbeit von Unternehmen über das Internet. Im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung standen der Ausbau der Funktionalitäten im Hinblick auf die Verwendung im Business-Umfeld sowie die Ausweitung des Cloud Apps Angebotes. Ein besonderer Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit lag im Bereich der Sicherheit. Mit Einführung der iPhone App "Motoky" wird den Nutzerinnen und Nutzern von Fabasoft Folio Cloud (neben SMS-PIN) eine komfortable Möglichkeit angeboten, ihren Zugang durch eine Zwei-Faktor-Authentisierung abzusichern. Die derzeit höchste Sicherheitsstufe in Fabasoft Folio Cloud wird durch die Verwendung der "Digitalen ID" erreicht. Dabei erfolgt die Authentifizierung mit dem neuen deutschen Personalausweis, der österreichischen Bürgerkarte mit Handy-Signatur oder der schweizerischen SuisseID.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 wurde die Handhabung für Organisationen in der Software weiter verbessert, sodass die Administration in der Cloud auch für Firmenkunden im Self-Service möglich ist. Administratoren einer Organisation können ihre Mitglieder selbstständig verwalten. Als Authentifizierung kann eine Anmeldung auf Basis

von Zertifikaten erfolgen, die "Single Sign-On" ermöglicht. Der Dialog zur Erstellung von Einladungs-E-Mails wurde intuitiver gestaltet und vereinfacht. In einem eigenen Bereich der Benutzeroberfläche lädt die Benutzerin oder der Benutzer seine Kontakte zur Zusammenarbeit ein und definiert die Zugriffsrechte der Teamrooms.

Im Bereich der Cloud Apps lag der Fokus auf der Bereitstellung der nötigen Voraussetzungen für externe Entwickler, um Cloud Apps effizient erstellen zu können. Dazu wird halbjährlich die Fabasoft Cloud Developer Conference am Standort Linz abgehalten, wo technische Fachvorträge mit der Gelegenheit zu ausgiebigem Networking kombiniert werden. Mit Ende des Geschäftsjahres waren bereits mehr als 40 Cloud Apps von unabhängigen Cloud App Entwicklerinnen und Entwicklern verfügbar, die über den Cloud App Store gekauft oder gratis aktiviert werden können. Bei kostenpflichtigen Cloud Apps bietet Fabasoft die Möglichkeit, diese drei Monate kostenlos zu nutzen, um die Cloud App vorab unverbindlich kennenzulernen.

Fabasoft Folio

dient zum einheitlichen Erfassen, Ordnen und Archivieren von digitalen Geschäftsunterlagen. Im Berichtszeitraum wurde das Arbeiten mit Fabasoft Folio flüssiger gestaltet und weiter optimiert. Detailinformationen werden jetzt typischerweise in einem Browser-Overlay dargestellt, dadurch öffnen sich weniger Betriebssystem-Fenster. Das Arbeiten mit Dokumenten, bei denen eine bestimmte Version freigegeben ist, wurde modifiziert. Eine Person, die Dokumente freigeben darf, kann jetzt auch per Default mit der für die anderen sichtbaren Dokumentversion arbeiten. Bestimmte anwendungsbezogene Eigenschaften beziehen sich nun immer auf den aktuellen Stand des Dokuments (z.B. der Workflow des Objekts). Die Listen-Darstellung wurde individueller gestaltet, es können jetzt neben den bereits bestehenden Funktionen zum freien Einblenden von Spalten auch berechnete Werte angezeigt werden. Das wurde als generisches Modell umgesetzt, per Default einstellbar sind Summe, Durchschnitt und Anzahl. Dieses Feature funktioniert auch zusammen mit Gruppieren, Filtern und Blättern in langen Listen. Große Anstrengungen sind auch in den überarbeiteten Dialog zum Erzeugen neuer Geschäftsobjekte geflossen. Schwerpunkte waren die benutzerfreundliche Präsentation der möglichen Objektklassen, integriertes Filtern, einfache WAI-konforme Bedienung, kombinierte Anzeige von Klassen und Templates und unmittelbare Eingabe erster Metadaten wie Name und Betreff ohne neuen Dialog. Bei der Unterstützung der neuen Browser Chrome und Safari liegt der Schwerpunkt auf der Integration auf Basis allgemeiner HTML5-Features.

Optimierungen für den Betrieb der Software erfolgten durch die Instrumentierung des Fabasoft Folio Plug-in mit dem API der Fabasoft app.telemetry. Im Bereich Dokumentgenerierung und Reporting erfolgte die Umsetzung mehrerer neuer Features in Fabasoft Folio. So wurde die bestehende Pipeline zur Dokumentgenerierung aus Metadaten und konvertierten Dokumenten erweitert. Damit können eigene Metadaten-Ansichten leichter eingefügt werden. Die neue Integration der Reporting-Engine des Eclipse BiRT Projekts ermöglicht neue Web-Service-taugliche Reports. Bei der Generierung von zusammengesetzten Dokumenten können jetzt auch Mehrprozessorsysteme ausgenutzt werden.

Das aus Fabasoft Folio Cloud bekannte Konzept des Teamrooms wurde in Fabasoft Folio an die Anforderungen des Enterprise- und Government-Umfelds angepasst und übernommen. Der Teamroom ermöglicht eine informelle Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Für die Verwaltung des Teams steht ein eigener Bereich im Teamroom zur Verfügung. Durch die einfache Zugriffsrechte-Struktur können Dokumente innerhalb des Teams problemlos ausgetauscht werden. Teamkalender, Newsfeeds und weitere nützliche Features runden die Funktionalität des Teamrooms ab.

Fabasoft eGov-Suite

Weiterentwicklungen der Basis-Funktionalitäten der Fabasoft eGov-Suite Länder-Editionen hinsichtlich Usability, Performance und der formal/administrativen Funktionalitäten bildeten die Schwerpunkte im Berichtszeitraum. Im Bereich Usability wurden die Themen Navigation und Tastaturbedienbarkeit ausgebaut. Die Erweiterungen innerhalb der administrativen/formalen Funktionen enthalten Erleichterungen in der Benutzerverwaltung und in der dynamischen Erweiterung der Suchordner-Administration um spezifische Funktionen für Administratoren und auch nachhaltige Verbesserungen innerhalb der Prozesse während der Finalisierung und des Versandes von Geschäftsobjekten. Bei der Entwicklung wurde internes und externes Feedback im Bereich der formalen Bearbeitung berücksichtigt. Bezüglich Mobilität erfolgte die Optimierung für das Arbeiten auf mobilen Endgeräten, dafür wurden ausgewählte Use-Cases wie die Ansicht im Workflow für den mobilen Einsatz angepasst. Die Performance der Generierung der PDF-Übersichten und der Seitenansicht konnte durch den parallelisierten Aufruf des Konvertierungsdienstes gesteigert werden.

Für die Fabasoft eGov-Suite CHE (Edition für die Government-Kunden in der Schweiz) erfolgten Anpassungen für die eGovernment-Schnittstelle für Dossiers und Dokumente und den Sedex-Transport für die Versionen 2012, 8.0 SP1 und 7.0 SP3. Die Umsetzung des neuen Systemkonzepts des Schweizer Bundes wurde in der Fabasoft eGov-Suite 2012 durch die Implementierung der Zusatzkomponente und des Geschäftsvorfalls vorangetrieben. Bei der Fabasoft eGov-Suite DEU wurden die Innovationen aus den Basisentwicklungen im Kontext dieser Edition zur Verfügung gestellt.

Fabasoft Mindbreeze

konzentrierte sich im Berichtszeitraum darauf, Zusammenhänge zwischen Informationen zu erkennen und darzustellen. Einerseits extrahiert die Filter-Kette strukturierte Inhalte von Dokumenten und Objekten. Andererseits zeigen semantische Suchabfragen Beziehungen zwischen gefundenen Objekten und dem gesuchten Begriff auf. Komplexe Sachverhalte mit vielen unterschiedlichen Dokumenten werden damit einfach dargestellt. Ergänzend dazu können auch Synonyme und Taxonomien von der Suche genutzt werden, um Suchabfragen und Ergebnisse weiter zu verfeinern.

Auf Basis des offenen CMIS-Standards wurde eine Schnittstelle für Suchabfragen umgesetzt. Damit können gängige Dokumentenmanagement-Systeme den einheitlichen Informationszugriff nahtlos nutzen.

In Fabasoft Folio bzw. der Fabasoft eGov-Suite gespeicherte PST-Dateien (Microsoft Outlook) werden nun in die Unternehmenssuche miteinbezogen. Damit ist der Zugriff auf E-Mails, Attachments oder Notizen noch einfacher und umfassender. Die Benutzerrechte bleiben gewahrt.

Die Suche in föderierten Quellen (z.B. Wikipedia, Fabasoft Folio Cloud oder unternehmensinternen dezentralen/ zentralen Quellen) wurde auch für Fabasoft Mindbreeze Mobile umgesetzt. Mittels An- und Abmeldung integriert der Anwender bestimmte Datenquellen in die Suche über sein mobiles Endgerät.

Mit der Funktionalität "Sammeln" können mehrere Ergebnisse in einem Sammelkorb abgelegt und gemeinsam weitergeleitet werden.

Um eine noch fokussiertere Darstellung von Suchergebnissen zu ermöglichen, erfolgte im Berichtszeitraum die Einführung von sogenannten Suchreitern. Diese strukturieren und klassifizieren Suchergebnisse, beispielsweise finden sich alle Fabasoft Folio Cloud Rooms mit dem gesuchten Begriff in der Registerkarte "Rooms". Anwenderinnen und Anwender können sich damit noch rascher orientieren und die Suche nach Informationen weiter verkürzen.

Mit dem Microsoft SharePoint 2010 Connector können nun auch Informationen aus Microsoft SharePoint 2010 einfach und sicher in die unternehmensweite Suche miteinbezogen werden. Fabasoft Mindbreeze Enterprise integriert sich nahtlos in die Benutzeroberfläche von Microsoft SharePoint 2010. Mittels der Mindbreeze Web Parts werden alle Datenquellen, die an Fabasoft Mindbreeze angebunden sind, in Microsoft SharePoint Seiten angezeigt bzw. präsentiert.

Die Instrumentierung auf Basis von Fabasoft app.telemetry wurde weiter ausgebaut, wodurch zusätzlich zur Telemetrie der Suchabfragen jetzt auch alle Verarbeitungsschritte lückenlos basierend auf den erhobenen Messdaten analysiert werden können. Vom Crawlen der Objekte und Dokumente, über das Filtern der Information und das Erzeugen der Indizes wurden entsprechende Instrumentierungspunkte umgesetzt. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine rasche Analyse der Daten im Kontext der Bedien- und Verarbeitungsschritte möglich.

Fabasoft Mindbreeze InSite als semantische Suche für Websites wurde zur Marktreife gebracht und bei Schlüsselkunden eingesetzt. Das Produkt wird als Cloud Service zur Verfügung gestellt und kann über die Mindbreeze-Website aktiviert werden. Die "Information Pairing Technologie" ermöglicht es auf Webseiten auch dynamische Informationen zu präsentieren. Die Darstellung erfolgt mittels Suchreitern, in denen die Ergebnisse nach Relevanz sortiert sind. Vorschaubilder (Thumbnails) von Webseiten und Bilder werden direkt in der Ergebnisliste angezeigt. Mittels festgelegten Suchbegriffen können beispielsweise auch Blogartikel gefiltert und auf der Startseite eingebunden werden.

Fabasoft app.ducx

setzte Schwerpunkte auf das Thema Usability sowie Steigerung der Code-Qualität und Code-Effizienz von mit Fabasoft app.ducx erstellten Anwendungen. Ein wesentlicher Meilenstein wurde durch die Auslieferung des in Eclipse integrierten Expression Testers erreicht, der es einem Entwickler nun erlaubt, interaktiv Code-Teile z.B. für Unit Tests

oder Use Cases auszuprobieren. Dazu ist kein direkter Zugriff auf den Web Server notwendig, da die Kommunikation ausschließlich über die Web-Standards http bzw. https erfolgt. Daher ist diese Funktionalität vor allem für die Cloud App Entwicklung wertvoll, da die Installation, gegen die entwickelt wird, in Fabasoft Rechenzentren läuft. Ein weiterer Einsatz für den neuen Expression-Editor ergibt sich durch Pre- und Post-Load-Expressions, die eine Anpassung an den Build-Prozess von Anwendungen erlauben. So kann man nun auf einfache Art und Weise Prüfroutinen direkt nach dem Build-Vorgang integrieren, um unmittelbar Feedback über Änderungen am Source Code einer Anwendung zu erhalten.

Die weitere Steigerung der Benutzerfreundlichkeit für Entwicklerinnen und Entwickler bei der Umsetzung von mit Fabasoft app.ducx erstellten Anwendungen wurde ebenfalls im Berichtszeitraum umgesetzt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem grafischen Layout-Editor für Formulare. Die domänenspezifische Sprache für die User-Interface-Programmierung erlaubt nun das regelbasierte Ein- und Ausblenden von Formularseiten sowie die Gestaltung von Listen hinsichtlich Sortierkriterien und Aggregatsfunktionen. Mit der Cloud Developer Conference 2011 Winter wurde der Release-Prozess für App Entwickler optimiert sowie das Continuous-Integration-System für die automatisierte Qualitätssicherung im Zuge des Reviews von Cloud Apps ausgebaut.

Im Hinblick auf Usability-Verbesserungen wurden Domain Types eingeführt. Diese dienen der Vereinfachung einer Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud oder Fabasoft eGov-Suite Konfiguration. Domain Types helfen Konfigurationen mittels domänenspezifischer Sprachen effizienter formulieren zu können, sodass manuelle Schritte bei der Inbetriebnahme einer Test- oder Produktivinfrastruktur eliminiert werden. Sie erlauben in abstrakter Weise, Konfigurationen, die in Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud oder Fabasoft eGov-Suite in einer Domäne gekapselt sind, in einem app.ducx Projekt bereits entsprechend zu formalisieren. Somit werden die Fehleranfälligkeit und der Administrationsaufwand erheblich reduziert.

Durch die Möglichkeit, Ant Tasks direkt in der Entwicklungsumgebung Eclipse ausführen zu können, konnte eine Performancesteigerung im gesamten Entwicklungsprozess erreicht werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Usabilityund Layoutoptimierungen im Formulardesigner.

Fabasoft app.test

Die Unterstützung von aktuellen Webbrowser-Versionen sowie eine erweiterte Unterstützung für das Aufzeichnen und Abspielen von mehrsprachigen Tests waren Hauptthema der Entwicklung. Darüber hinaus wurde eine Möglichkeit geschaffen, Tests, die mit einer vorherigen Version von Fabasoft app.test und/oder gegen eine ältere Fabasoft Foliooder Fabasoft eGov-Suite-Installation aufgezeichnet wurden, semi-automatisch zu migrieren.

Dazu werden über Muster, die auch lösungsbezogen erweitert werden können, automatisch verschiedene Alternativen bei der Testausführung evaluiert, die am besten passende Möglichkeit wird dann in den überführten neuen Test gespeichert. Durch diese Vorgehensweise kann der Aufwand für die Wartung von User Acceptance Tests bei einem Versionswechsel des zu testenden Produkts erheblich reduziert werden.

Darüber hinaus lag der Fokus auf der Integration des Produkts in die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse. Damit stehen Entwicklerinnen und Entwicklern nun auch die Möglichkeiten zur Aufzeichnung, Wartung und Ausführung von automatisierten Tests als Eclipse-Plug-in in einer einheitlichen Benutzerumgebung zur Verfügung. Das Reporting von Fabasoft app.test wurde überarbeitet, sodass insbesondere Cloud App Entwickler effizient bei der Suche nach Problemen in ihren Apps durch aussagekräftige PDF-Berichte unterstützt werden.

Neben Fabasoft app.test primo ist nun auch die erweiterte premium Version als Plug-in für Eclipse verfügbar. Ein wesentliches Thema waren Performance-Optimierungen. Durch Verbesserungen des Zugriffs auf Inhalte in einem Webbrowser konnte die Performance im Bereich Web-Testing um bis zu 40% gesteigert werden. Durch die Möglichkeit, variable Time-outs zu definieren, wurde die Stabilität von Tests signifikant verbessert.

Ein weiterer Schwerpunkt war das KVM-Plug-in, welches es erlaubt, CI-Infrastrukturen mit Fabasoft app.test aufzubauen. Fabasoft app.test ist in der Lage, komplett auf einem Open-Source-Stack aufbauend, eine Continuous-Integration-Infrastruktur inklusive der zugrundeliegenden Virtualisierung zu erreichen. Somit ist es extrem kosteneffizient möglich, ein Virtualization Framework aufzubauen.

Fabasoft app.telemetry

Einen Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit legte das Fabasoft app.telemetry-Team in die Unterstützung der "Navigation Timing"- und "Resource Timing"-Spezifikationen. Damit kann das Antwortzeitverhalten von Webanwendungen am Arbeitsplatz über eine standardisierte Schnittstelle ohne lokale Installation der Software erhoben werden. Ein Betreiber von Websites erhält so Aufschluss darüber, welche Performance tatsächlich auf den Geräten der Anwenderinnen und Anwender geliefert wird. Um diese Messungen ausführen zu können, ist nur eine minimale Erweiterung durch Integration eines Einbettungscodes in die Website notwendig. Darüber hinaus konzentrierte sich die Entwicklungstätigkeit auf die Implementierung eines Cloud-Services für User Experience Monitoring auf Basis der "Navigation Timing"- und "Resource Timing"-Spezifikationen. Das Service kann über die Fabasoft app.telemetry Website direkt aktiviert werden und ist sofort verfügbar.

Faba5

ist das neue Social Web Content Management System von Fabasoft. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2011/2012 startete die Produktentwicklung. Als Technologiebasis dient HTML5. Die Bearbeitung der Seiten erfolgt mit sogenannten "Inplace-Editoren". Damit können Inhalte (Texte, Bilder, Links) direkt bearbeitet werden, ohne in ein eigenes System wechseln zu müssen. Mit Produktlaunch im Dezember 2011 wurden die bestehenden Fabasoft-Produktwebseiten auf Faba5 umgestellt und online gebracht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 erfolgte die weitere Optimierung der In-place-Editoren. Darüber hinaus wurde das Thema "Responsive Websites" weiter vorangetrieben, dies gewährleistet eine optimale Darstellung von Webseiten unabhängig auf welchem Endgerät (Desktop, Tablet, Smartphone) die Seite aufgerufen wird. Die Größe von Bildern, Tabellen oder Texten wird dabei automatisch an die Größe des Ausgabegerätes angepasst.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach § 243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf und Revenue Cycle ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf und Revenue Cycle wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthalten Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe und Feststellung vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und den Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 5,02% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2011 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 13. Oktober 2016 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 34, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen. Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im Inund Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionärinnen und Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes

und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionärinnen und Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 11. Mai 2012

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2012, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt und den in Österreich ergänzend anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften entspricht. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2012 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 11. Mai 2012

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß Absatz 3 der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich den nach § 87 Abs. 4 öBörseG geforderten Informationen vermittelt wird.

Linz, am 11. Mai 2012 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT Jahresfinanzbericht 11/12 61

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2012

Aktiva in EUR 31.03.2012 31.03.2011
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
8.514,79 24.598,34
II.
Sachanlagen
2.096.593,23 1.853.594,19
III. Finanzanlagen 6.884.551,57 6.609.091,08
8.989.659,59 8.487.283,61
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.496.969,91 4.478.817,42
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 144.319,20 138.353,58
5.641.289,11 4.617.171,00
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
5.524.053,59 6.087.503,88
11.165.342,70 10.704.674,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 136.745,78 96.749,79
20.291.748,07 19.288.708,28
Passiva in EUR 31.03.2012 31.03.2011
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.377.624,48 11.377.624,48
III. Bilanzgewinn 790.348,27 0,00
(davon Gewinnvortrag EUR 0,00; Vorjahr Gewinnvortrag EUR 67.676,72)
17.167.972,75 16.377.624,48
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
789.224,00 692.145,00
2.
Rückstellungen für Pensionen
964.400,00 737.100,00
3.
Steuerrückstellungen
79.000,00 79.000,00
4.
Sonstige Rückstellungen
160.225,03 153.360,83
1.992.849,03 1.661.605,83
C. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
296.478,46 133.063,11
2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
379.415,03 94.227,50
3.
Sonstige Verbindlichkeiten
455.032,80 1.022.187,36
(davon aus Steuern EUR 407.625,71; Vorjahr TEUR 512)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.382,09; Vorjahr TEUR 4)
1.130.926,29 1.249.477,97
20.291.748,07 19.288.708,28

Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012

in EUR 2011/2012 2010/2011
1.
Umsatzerlöse
2.283.429,00 2.178.293,00
2.
Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 3.991,85 8.112,76
b) Übrige 3.296,13 10.176,68
7.287,98 18.289,44
3.
Personalaufwand
a)
Gehälter
-891.909,33 -884.611,25
b)
Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-97.346,12 -77.945,66
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
-138.906,94 -138.906,94
d)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-114.908,96 -108.900,84
-1.243.071,35 -1.210.364,69
4.
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-1.214.496,92 -1.170.107,89
5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 13 fallen
-12.403,74 -21.817,84
b)
Übrige
-1.849.731,17 -1.722.284,18
-1.862.134,91 -1.744.102,02
6. Z
wischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis)
-2.028.986,20 -1.927.992,16
7.
Erträge aus Beteiligungen
2.218.895,72 1.248.519,69
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.218.895,72; Vorjahr TEUR 1.249)
8.
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
4.959,03 5.452,98
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
75.379,73 70.335,61
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 4.160,49 4.329,74
11. Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) 2.303.394,97 1.328.638,02
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 274.408,77 -599.354,14
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 515.939,50 26.674,48
14. Jahresüberschüss/-fehlbetrag 790.348,27 -572.679,66
15. Auflösung gebundene Kapitalrücklage 0,00 505.002,94
16. Jahresgewinn/-verlust 790.348,27 -67.676,72
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 67.676,72
18. Bilanzgewinn 790.348,27 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2011/2012 der Fabasoft AG, Linz

1) Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2012 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Distribution GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Faba5 GmbH, Linz, (vormals Fabalabs Software GmbH, Linz) (6) Fabasoft Medical GmbH, Linz, (7) Mindbreeze Software GmbH, Linz, (8) app.telemetry GmbH, Linz, (9) Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien, und (10) Fabasoft Corporation, Massachusetts, USA.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25% des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß § 9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 2 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen. Der nicht aktivierte, aber aktivierbare Betrag an latenten Steuern beträgt EUR 195.613,49 (Vorjahr TEUR 219).

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen für Dienstnehmer erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4% und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3% angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards. Die Abfertigungsrückstellung der Vorstände wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4% berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Verschmelzung

Mit Vertrag vom 15. Dezember 2011 erfolgte die Verschmelzung der Fabasoft Institute of Technology GmbH, Linz, mit der Fabasoft AG (rückwirkend zum 31. März 2011).

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§ 238 Z 2 UGB)

Buchwert der
Beteiligung
in EUR
31.03.2012
in% Eigenkapital
Nominale
gesamt
buchmäßig
gesamt
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 1.596.447,03 EUR 594.839,50
Fabasoft CH Software AG,
Bern, Schweiz
462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 1.262.393,08 CHF 571.473,08
Fabasoft D Software GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland
2.282.573,66 100,00 EUR 51.640,48 EUR 1.706.046,06 EUR 149.463,15
Fabasoft Medical GmbH, Linz 28.000,00 80,00 EUR 35.000,00 EUR 33.327,27 -EUR 1.672,72
Fabasoft International Services GmbH,
Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 150.083,29 EUR 85.785,07
Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien 0,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 22.237,58 EUR 16.461,75
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien
0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 177.594,49 GBP 15.266,47
Fabasoft R&D GmbH, Linz 435.500,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 1.604.497,95 EUR 1.168.997,95
Fabasoft Distribution GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 1.982.516,71 -EUR 87.205,56
Faba5 GmbH (vormals
Fabalabs Software GmbH), Linz
36.000,00 90,00 EUR 40.000,00 -EUR 58.923,36 -EUR 110.358,27
app.telemetry GmbH, Linz 31.500,00 90,00 EUR 35.000,00 EUR 409.759,27 EUR 131.881,80
Mindbreeze Software GmbH, Linz 38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 636.420,23 -EUR 57.811,09
Devstrom GmbH in Liquidation 50.000,00 25,00 EUR 36.000,00 EUR 70.963,79 EUR 54.380,80
5.763.460,76

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existiert eine Rückdeckungsversicherung, deren Aktivierungswert im Geschäftsjahr 2011/2012 um EUR 227.300,00 erhöht wurde. Der als Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 964.400,00.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
Forderungen gegenüber 2012 5.496.969,91 0,00 5.496.969,91
verbundenen Unternehmen 2011 4.478.817,42 0,00 4.478.817,42
Sonstige Forderungen und 2012 144.319,20 0,00 144.319,20
Vermögensgegenstände 2011 138.353,58 0,00 138.353,58
2012 5.641.289,11 0,00 5.641.289,11
2011 4.617.171,00 0,00 4.617.171,00

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 2.976.732,46 (Vorjahr TEUR 3.186) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 2.520.237,45 (Vorjahr TEUR 1.293) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 789.224,00 (Vorjahr TEUR 692), die Pensionsrückstellung EUR 964.400,00 (Vorjahr TEUR 737).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 26.700,00 (Vorjahr TEUR 29), Boni in Höhe von EUR 6.500,00 (Vorjahr TEUR 5), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 92.775,03 (Vorjahr TEUR 83), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 5.400,00 (Vorjahr TEUR 11), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 27.850,00 (Vorjahr TEUR 24) und Sonstiges in Höhe von EUR 1.000,00 (Vorjahr TEUR 1).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2012 296.478,46 0,00 0,00 296.478,46
Lieferungen und Leistungen 2011 133.063,11 0,00 0,00 133.063,11
Verbindlichkeiten gegenüber 2012 379.415,03 0,00 0,00 379.415,03
verbundenen Unternehmen 2011 94.227,50 0,00 0,00 94.227,50
Sonstige Verbindlichkeiten 2012 455.032,80 0,00 0,00 455.032,80
2011 1.022.187,36 0,00 0,00 1.022.187,36
davon aus Steuern 2012 407.625,71 0,00 0,00 407.625,71
2011 512.452,19 0,00 0,00 512.452,19
davon im Rahmen der 2012 6.382,09 0,00 0,00 6.382,09
sozialen Sicherheit 2011 4.446,79 0,00 0,00 4.446,79
2012 1.130.926,29 0,00 0,00 1.130.926,29
2011 1.249.477,97 0,00 0,00 1.249.477,97

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 379.415,03 (Vorjahr TEUR 94) sowie aus Steuerumlage in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2013 befristet. Zum 31. März 2012 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -177.594,49.

Gegenüber der Mindbreeze Software GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2013 befristet. Zum 31. März 2012 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze Software GmbH, Linz, EUR -636.420,23.

Gegenüber der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine Rangrücktritts- und Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2013 befristet. Zum 31. März 2012 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, EUR -1.982.516,71.

Gegenüber der Faba5 GmbH (vormals Fabalabs Software GmbH), Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2013 befristet. Zum 31. März 2012 beträgt das Eigenkapital der Faba5 GmbH (vormals Fabalabs Software GmbH), Linz, EUR -58.923,36.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2.283.429,00 (Vorjahr TEUR 2.178) resultieren aus der Verrechnung der Konzernholding, Fabasoft AG, Linz, an die verbundenen Unternehmen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 267,12 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 227.300,00 (Vorjahr TEUR 186) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 516.900,00 (Vorjahr TEUR 45) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß § 9 KStG betrifft.

4) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß § 237 Z 8 UGB)

in EUR folgendes
Geschäftsjahr
folgende fünf
Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 577.651,16 2.704.952,74
Vorjahr 593.432,26 2.731.301,94

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 604.204,48 (Vorjahr TEUR 553).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer (gemäß § 237 Z 14 UGB)

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, offengelegt.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2011/2012 2010/2011
Angestellte 4 4

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Hinsichtlich der Bezüge von Vorstandsmitgliedern wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Vorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder (Mitglied) Dipl.-Vw. Hans Spitzner (Mitglied) Dr. Peter Posch (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2011/2012 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 65.000,00 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

Optionenmodelle

Als Vergütung für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Vertriebsaktivitäten, die für ein Tochterunternehmen erbracht werden, waren Aktienoptionen vorgesehen.

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen wird als Aufwand bei einem Tochterunternehmen erfasst (TEUR 0, Vorjahr TEUR 112). In der Fabasoft AG, Linz, wird dieser Betrag in der Kapitalrücklage berücksichtigt. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Tochterunternehmens erfasst und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital der Fabasoft AG, Linz, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
Sonstige 01.01.2010 EUR 2,00 140.000 01.01.2010 bis
31.03.2011
31.07.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Sonstige Optionenmodelle 2011/2012 2010/2011
Zum 1. April 0 140.000
Nach Kapitalherabsetzung 0 100.000
Ausgegeben 0 0
Verfallen 0 2
Ausgeübt bei einem Kurs von EUR 4,40 0 99.998
Zum 31. März 0 0

Mitarbeiteroptionen

Der beizulegende Zeitwert der Mitarbeiteroptionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VI 2011/2012 2010/2011
Zum 1. April 5.714 0
Ausgegeben 0 160.000
Nach Kapitalherabsetzung 5.714 114.285
Verfallen 0 91.429
Ausgeübt bei einem Kurs von EUR 2,70 (Vorjahr EUR 3,65) 5.714 17.142
Zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 0 5.714

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien (5.000.000,00 Stück) mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Beschlüsse der Hauptversammlung vom 5. Juli 2011:

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG, Linz, am 5. Juli 2011 wurde unter anderem folgender Beschluss gefasst:

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch - allenfalls in mehreren Tranchen - um Nominale EUR 2.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stückaktien sowohl gegen Bareinlage als auch gemäß § 172 AktG gegen Sacheinlage auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen, sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital im Sinn der §§ 169 ff AktG), wobei der Vorstand auch dazu ermächtigt wird, die neuen Aktien allenfalls unter Ausschluss des den Aktionären ansonsten zustehenden Bezugsrechtes auszugeben (§ 170 Abs 2 AktG).

Linz, am 11. Mai 2012

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2012

Anschaffungs - / Herstellungskosten
Anlagevermögen in EUR Stand am
01.04.2011
Zugänge Abgänge Stand am
31.03.2012
Kumulierte
Abschreibung
I. I
mmaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
270.872,50 7.648,41 3.133,62 275.387,29 266.872,50
Summe 270.872,50 7.648,41 3.133,62 275.387,29 266.872,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
856.741,63
7.733.529,57
94.811,68
1.357.800,91
0,00
1.150.807,13
951.553,31
7.940.523,35
805.695,57
5.989.787,86
Summe 8.590.271,20 1.452.612,59 1.150.807,13 8.892.076,66 6.795.483,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
8.003.713,62
0,00
894.011,16
29.000,00
50.000,00
227.300,00
35.000,00
0,00
0,00
7.997.713,62
50.000,00
1.121.311,16
2.284.252,86
0,00
220,35
Summe 8.897.724,78 306.300,00 35.000,00 9.169.024,78 2.284.473,21
Gesamtsumme 17.758.868,48 1.766.561,00 1.188.940,75 18.336.488,73 9.346.829,14
*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 20.684,18 EUR 20.684,18
Anlagevermögen Buchwert
Stand am
31.03.2012
Buchwert
Stand am
31.03.11
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2011/2012
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2011/2012
Buchwert
abgänge
2011/2012
I. I
mmaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 8.514,79 24.598,34 23.731,96 0,00 0,00
Summe 8.514,79 24.598,34 23.731,96 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
145.857,74
1.950.735,49
96.315,55
1.757.278,64
45.269,49
1.145.495,47
0,00
0,00
0,00
18.848,59
Summe 2.096.593,23 1.853.594,19 1.190.764,96 0,00 18.848,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
5.713.460,76
50.000,00
1.121.090,81
5.719.460,76
0,00
889.630,32
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
4.160,49
35.000,00
0,00
0,00
Summe 6.884.551,57 6.609.091,08 0,00 4.160,49 35.000,00
Gesamtsumme 8.989.659,59 8.487.283,61 1.214.496,92 4.160,49 53.848,59

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: 20.684,18

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 22,9 Mio. Euro (21,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 2.153 (TEUR 1.023 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 748 (TEUR -345 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 8,3% bezogen auf das Geschäftsjahr 2010/2011 resultierte sowohl aus einer Steigerung im Bereich der lizenzbezogenen Erlöse für Fabasoft-Produkte als auch in einer soliden Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts.

Nach einem hinsichtlich neuer Projekte eher verhaltenen Vorjahr haben mehrere Kunden damals verschobene Investitionen im Berichtszeitraum nachgeholt. Die bereits im Vorjahr verstärkte Marketing-Präsenz der Fabasoft Gruppe entfaltete im Geschäftsjahr 2011/2012 eine positive Wirkung sowohl auf den Bekanntheitsgrad der Fabasoft Cloud-Angebote als auch auf das Interesse an Fabasoft-Produkten basierend auf dem klassischen Lizenzmodell.

Regional konnten vor allem erfreuliche Zuwächse im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern in der Schweiz verzeichnet werden.

Mit 31,7% der Umsatzerlöse (TEUR 7.256) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Industrievergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.452 im Geschäftsjahr 2010/2011).

Diese Investitionen wurden sowohl für die kundenorientierte Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebots des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2012) 54% (53% zum 31. März 2011). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich auf TEUR 14.628 (TEUR 12.452 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 203 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2012 (202 zum 31. März 2011).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Faba5 GmbH
(vormals Fabalabs Software GmbH)
90% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
app.telemetry GmbH 90% Österreich Linz
Fabasoft Medical GmbH 80% Österreich Linz
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100% Italien Rom

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Assoziierte Unternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2012)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Devstrom GmbH in Liquidation 25% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH (nunmehr Devstrom GmbH in Liquidation), Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl. Als Geschäftsführer wurde Herr Ing. Michael Hadrian bestellt.

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 15. Juni 2011 wurde die Fabalabs Software GmbH in Faba5 GmbH umbenannt. Die Fabasoft AG hält 90% der Stimmrechte. Die verbleibenden 10% der Stimmrechte hält Markus Tripp.

Mit Vertrag vom 15. Dezember 2011 erfolgte die Verschmelzung der Fabasoft Institute of Technology GmbH mit der Fabasoft AG (rückwirkend zum 31. März 2011).

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Umsatzerlöse 2.283 2.178
Ergebnis vor Ertragsteuern 274 -599
EBIT -2.029 -1.928
EBITDA -814 -758
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 790 -573
Eigenkapital 17.168 16.378
Eigenkapitalquote 85% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.082 -363
Endbestand an liquiden Mittel 5.524 6.088
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2011/2012 2010/2011
Umsatzerlöse 22.883 21.120
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.016 -272
EBIT 748 -345
EBITDA 2.153 1.023
Jahresergebnis 743 -532
Eigenkapital 14.457 13.706
Eigenkapitalquote 54% 53%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 4.425 -125
Endbestand an liquiden Mittel 14.628 12.452
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 203 202

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

Kundennahe Innovationen sind die Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg. Das technische Know-how, die Erfahrung und die enge Kundenbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die unverzichtbare Basis für Innovationen im Produkt-, Dienstleistungs- und Servicebereich. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und engagierte neue Talente für die Mitarbeit bei Fabasoft zu begeistern.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Eine Grundvoraussetzung für nachhaltiges Wachstum sind hoch qualifizierte, engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fabasoft legt den Fokus auf die professionelle Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmensbereiche werden die Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen an die Bedürfnisse der jeweiligen Abteilungen angepasst. So unterstützt Fabasoft die fachliche Entwicklung durch das breit gefächerte interne Trainingsangebot, welches durch Qualifizierungen, Zertifizierungen, internationale Fachkonferenzen, Workshops, Verkaufs- und Sprachtrainings, Coaching etc. ergänzt wird.

Die Marketing-Ausbildung der Führungskräfte wurde an der St. Galler Business School fortgesetzt sowie die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte laufend überprüft, Anpassungen in Workshops entwickelt und bei der Umsetzung berücksichtigt.

Besonderes Augenmerk wird auf Zertifizierungen gelegt. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 58 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard, 38 Scrum Master und 21 Product Owner gemäß Scrum Alliance.

Fabasoft hat in den Geschäftsstellen neue Standards gesetzt. Modernste Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume ausgestattet mit Kunstwerken namhafter Künstler schaffen eine motivierende Arbeitsatmosphäre. Hervorragende Arbeitsbedingungen und mit dem neuesten technischen Equipment ausgestattete, teamorientierte Arbeitsplätze sowie ein anregendes und kommunikationsförderndes Umfeld ergänzen das perfekte Konzept der Arbeitsplatzausstattungen und Büroumgebung. Zusätzlich sind alle Standorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar und bieten ausreichend Parkmöglichkeiten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist diesbezüglich der neue Bürostandort am Frankfurter Flughafen hervorzuheben.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation. Im Zuge der "Friday Morning Speech" informieren Vorstand und/oder Geschäftsleitungsmitglieder der einzelnen Gesellschaften über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern. In 14-tägig stattfindenden internen Scrum Demo Days werden die neuesten Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche unternehmensweit präsentiert. Quartalsweise informiert die Veranstaltung "Fabasoft Done!" über den aktuellen Stand der Produkt-Entwicklungen. Alle Präsentationen können live besucht, mittels Video-Stream mitverfolgt oder zeitversetzt abgerufen werden. Darüber hinaus kommen zahlreiche Web-2.0-Technologien und Social Media zum Einsatz. Im Vordergrund stehen dabei Wissenstransfer und der interne Erfahrungsaustausch.

Cloud Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang in der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden weitere Cloud-Services (Fabasoft app.telemetry Cloud, Fabasoft Mindbreeze InSite) für Kunden zur Verfügung gestellt. Kunden profitieren von der sofortigen Verfügbarkeit der Services und reduziert Kosten für Wartung und Administration.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen (Energie, Papierverbrauch). Durch die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Verbindungen Linz-Wien bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Das Projekt "Yabonga" wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 weiterhin über die Initiative der Stones-for-Life-Stiftung unterstützt. Darüber hinaus hat Fabasoft entschieden, junge lokale Talente in ihrem Fortkommen zu fördern. Im Berichtszeitraum waren dies das Surftalent Marco Lang und der Linzer Ruderverein Wiking.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossen. Dennoch schenkt Fabasoft diesem Thema auch weiterhin besonderes Augenmerk. So werden alle Neuanschaffungen im Hinblick auf ihre Energieeffizienz geprüft.

Open-Source-Plattformen

Der Einsatz von Open-Source-Produkten ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2011/2012 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Sonstige Ereignisse im Geschäftsjahr 2011/2012

Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt worden waren, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH 117.140 Fabasoft-Aktien zu einem Buchwert von TEUR 505 von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Für die Fabasoft Distribution GmbH hat die Möglichkeit bestanden, sich von der Rückgabeverpflichtung dadurch zu befreien, indem der dem Verkehrswert der geliehenen Aktien (EUR 3,00 pro Stückaktie) entsprechende Geldbetrag (TEUR 352) im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 an die FB Beteiligungen GmbH bezahlt wurde. Die zugrundeliegende Verpflichtung wurde damit zur Gänze erfüllt. Aus dem Ausgleich der Verpflichtung resultiert ein Gewinn in Höhe von TEUR 153, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen werden.

Umfassendes Produktportfolio für Cloud Computing

Für die Konzernproduktlinien Fabasoft Folio, Fabasoft Mindbreeze und Fabasoft app.telemetry wurden die bestehenden Angebote ausgebaut und verfeinert sowie Cloud-Angebote bereitgestellt:

Fabasoft Folio Cloud

Die steigende Vernetzung von Unternehmen auch über Landesgrenzen hinweg erfordert neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft entwickelte dafür das Produkt Fabasoft Folio Cloud. Die Basisversion Fabasoft Folio Cloud primo wird aktuell kostenlos angeboten und bietet damit eine attraktive Einstiegsmöglichkeit.

Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge aus der Vermarktung der umfangreicheren, kostenpflichtigen Fabasoft Folio Cloud Editionen ergeben, die im Online-Shop erhältlich sind. Darüber hinaus bietet Fabasoft eine Vielzahl an Cloud Apps für spezielle Businessanwendungen in einem eigenen Shop als Ergänzung zum Basisumfang der Fabasoft Folio Cloud Editionen an.

Fabasoft Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Das Ergebnis kann für eine bestimmte Zeit kostenlos getestet werden. Ist der Kunde mit dem Sucherlebnis zufrieden, so kann er nach der Testphase sofort in die kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren überwechseln.

Fabasoft app.telemetry Cloud

Fabasoft app.telemetry Cloud ermöglicht es, die Performance von Webanwendungen aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer dieser Anwendungen zu messen und zu dokumentieren. Das Produkt ist als Cloud-Service nutzbar und kann mit geringem Aufwand an bestehende Webanwendungen angebunden werden.

Alle diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung der Fabasoft Produkte über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrundeliegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor könnten sich im Hinblick darauf Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile dieser Plattformstrategie auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Darüber hinaus bestehen Vertriebsorganisationen für den privaten und den öffentlichen Sektor. Das Angebot umfasst unterschiedliche Nutzungsmodelle der Fabasoft-Produkte und reicht vom "klassischen" (On-Premises)-Modell (Installation der Software in den Rechenzentren der Kunden) bis hin zu Cloud-Angeboten.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten des privaten Sektors ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch von der Entscheidungsebene in Politik und Verwaltung tatsächlich umgesetzt wird, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Technologievorgaben, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neugeschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet und neue Betriebsmodelle für die Fabasoft Produkte eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen. Durch einschlägige Vertriebs- und Marketingaktivitäten soll auch das Geschäft mit den Produkten Fabasoft app.telemetry und Fabasoft Mindbreeze gefördert werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnten bereits Erfolge mit neuen Produktangeboten erzielt werden. Wie sich diese Produktangebote dauerhaft am Markt etablieren werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-) Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Online-Marketings das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft

häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wurde die ISAE 3402 Prüfung (vormals SAS 70 Type II) positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft-Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft-Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen sowohl betreffend die Fabasoft-Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler,

unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-) Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

So wurde für das Geschäftsjahr 2011/2012 die ISAE 3402 Prüfung (vormals SAS 70 Type II) positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 in den Bereichen Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Gewinnung neuer Talente und in der Förderung bestehender Stärken im Fabasoft Team gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2012/2013 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind.

Im Hinblick auf die geplanten Ausweitungen der Cloud-Aktivitäten sollen im Zuge der vorgesehenen Regionalisierung der Datenhaltung (Cloud Geografien) schrittweise Rechenzentrumsflächen für den Betrieb unserer Cloud-Angebote in Österreich, Deutschland und in der Schweiz zugemietet werden.

Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Darstellung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, wird der persönliche Kontakt und Austausch weiterhin als unverzichtbar angesehen. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen weiterhin ausgebaut und modernisiert werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen wird daher von einem Ansteigen der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei auch hier die Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend spürbar werden. Im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender soll die Position in diesem Markt weiterentwickelt werden.

Neukundengewinnung erfolgt hier nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern begonnen, neue Kunden anzusprechen. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, das sich aufbauende Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten. Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl die klassische Vertriebsorganisation ausgebaut als auch von Instrumenten des Online-Marketings verstärkt profitiert werden. Einen wesentlichen Bestandteil der geplanten Markterschließung bildet auch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern. Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter Punkt 2. im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem chancenreichen Geschäftsjahr 2012/2013 aus. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/2012 war geprägt von der aktuellen Dynamik im Cloud-Computing-Umfeld. Die getätigten Entwicklungsleistungen erfuhren gerade in diesem Bereich eine gesteigerte positive Außenwahrnehmung. So wurde Fabasoft Folio Cloud zur ECM-Lösung des Jahres 2011 gewählt, belegte beim "Best in Cloud 2011 Award" der deutschen Computerwoche den zweiten Platz und erhielt von der Initiative Mittelstand den Innovationspreis-IT als bestes Dokumentenmanagement für den deutschen Mittelstand.

Fabasoft Folio Cloud

ist die europäische Business-Cloud für eine sichere Zusammenarbeit von Unternehmen über das Internet. Im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung standen der Ausbau der Funktionalitäten im Hinblick auf die Verwendung im Business-Umfeld sowie die Ausweitung des Cloud Apps Angebotes. Ein besonderer Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit lag im Bereich der Sicherheit. Mit Einführung der iPhone App "Motoky" wird den Nutzerinnen und Nutzern von Fabasoft Folio Cloud (neben SMS-PIN) eine komfortable Möglichkeit angeboten, ihren Zugang durch eine Zwei-Faktor-Authentisierung abzusichern. Die derzeit höchste Sicherheitsstufe in Fabasoft Folio Cloud wird durch die Verwendung der "Digitalen ID" erreicht. Dabei erfolgt die Authentifizierung mit dem neuen deutschen Personalausweis, der österreichischen Bürgerkarte mit Handy-Signatur oder der schweizerischen SuisseID.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 wurde die Handhabung für Organisationen in der Software weiter verbessert, sodass die Administration in der Cloud auch für Firmenkunden im Self-Service möglich ist. Administratoren einer Organisation können ihre Mitglieder selbstständig verwalten. Als Authentifizierung kann eine Anmeldung auf Basis

von Zertifikaten erfolgen, die "Single Sign-On" ermöglicht. Der Dialog zur Erstellung von Einladungs-E-Mails wurde intuitiver gestaltet und vereinfacht. In einem eigenen Bereich der Benutzeroberfläche lädt die Benutzerin oder der Benutzer seine Kontakte zur Zusammenarbeit ein und definiert die Zugriffsrechte der Teamrooms.

Im Bereich der Cloud Apps lag der Fokus auf der Bereitstellung der nötigen Voraussetzungen für externe Entwickler, um Cloud Apps effizient erstellen zu können. Dazu wird halbjährlich die Fabasoft Cloud Developer Conference am Standort Linz abgehalten, wo technische Fachvorträge mit der Gelegenheit zu ausgiebigem Networking kombiniert werden. Mit Ende des Geschäftsjahres waren bereits mehr als 40 Cloud Apps von unabhängigen Cloud App Entwicklerinnen und Entwicklern verfügbar, die über den Cloud App Store gekauft oder gratis aktiviert werden können. Bei kostenpflichtigen Cloud Apps bietet Fabasoft die Möglichkeit, diese drei Monate kostenlos zu nutzen, um die Cloud App vorab unverbindlich kennenzulernen.

Fabasoft Folio

dient zum einheitlichen Erfassen, Ordnen und Archivieren von digitalen Geschäftsunterlagen. Im Berichtszeitraum wurde das Arbeiten mit Fabasoft Folio flüssiger gestaltet und weiter optimiert. Detailinformationen werden jetzt typischerweise in einem Browser-Overlay dargestellt, dadurch öffnen sich weniger Betriebssystem-Fenster. Das Arbeiten mit Dokumenten, bei denen eine bestimmte Version freigegeben ist, wurde modifiziert. Eine Person, die Dokumente freigeben darf, kann jetzt auch per Default mit der für die anderen sichtbaren Dokumentversion arbeiten. Bestimmte anwendungsbezogene Eigenschaften beziehen sich nun immer auf den aktuellen Stand des Dokuments (z.B. der Workflow des Objekts). Die Listen-Darstellung wurde individueller gestaltet, es können jetzt neben den bereits bestehenden Funktionen zum freien Einblenden von Spalten auch berechnete Werte angezeigt werden. Das wurde als generisches Modell umgesetzt, per Default einstellbar sind Summe, Durchschnitt und Anzahl. Dieses Feature funktioniert auch zusammen mit Gruppieren, Filtern und Blättern in langen Listen. Große Anstrengungen sind auch in den überarbeiteten Dialog zum Erzeugen neuer Geschäftsobjekte geflossen. Schwerpunkte waren die benutzerfreundliche Präsentation der möglichen Objektklassen, integriertes Filtern, einfache WAI-konforme Bedienung, kombinierte Anzeige von Klassen und Templates und unmittelbare Eingabe erster Metadaten wie Name und Betreff ohne neuen Dialog. Bei der Unterstützung der neuen Browser Chrome und Safari liegt der Schwerpunkt auf der Integration auf Basis allgemeiner HTML5-Features.

Optimierungen für den Betrieb der Software erfolgten durch die Instrumentierung des Fabasoft Folio Plug-in mit dem API der Fabasoft app.telemetry. Im Bereich Dokumentgenerierung und Reporting erfolgte die Umsetzung mehrerer neuer Features in Fabasoft Folio. So wurde die bestehende Pipeline zur Dokumentgenerierung aus Metadaten und konvertierten Dokumenten erweitert. Damit können eigene Metadaten-Ansichten leichter eingefügt werden. Die neue Integration der Reporting-Engine des Eclipse BiRT Projekts ermöglicht neue Web-Service-taugliche Reports. Bei der Generierung von zusammengesetzten Dokumenten können jetzt auch Mehrprozessorsysteme ausgenutzt werden.

Das aus Fabasoft Folio Cloud bekannte Konzept des Teamrooms wurde in Fabasoft Folio an die Anforderungen des Enterprise- und Government-Umfelds angepasst und übernommen. Der Teamroom ermöglicht eine informelle Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Für die Verwaltung des Teams steht ein eigener Bereich im Teamroom zur Verfügung. Durch die einfache Zugriffsrechte-Struktur können Dokumente innerhalb des Teams problemlos ausgetauscht werden. Teamkalender, Newsfeeds und weitere nützliche Features runden die Funktionalität des Teamrooms ab.

Fabasoft eGov-Suite

Weiterentwicklungen der Basis-Funktionalitäten der Fabasoft eGov-Suite Länder-Editionen hinsichtlich Usability, Performance und der formal/administrativen Funktionalitäten bildeten die Schwerpunkte im Berichtszeitraum. Im Bereich Usability wurden die Themen Navigation und Tastaturbedienbarkeit ausgebaut. Die Erweiterungen innerhalb der administrativen/formalen Funktionen enthalten Erleichterungen in der Benutzerverwaltung und in der dynamischen Erweiterung der Suchordner-Administration um spezifische Funktionen für Administratoren und auch nachhaltige Verbesserungen innerhalb der Prozesse während der Finalisierung und des Versandes von Geschäftsobjekten. Bei der Entwicklung wurde internes und externes Feedback im Bereich der formalen Bearbeitung berücksichtigt. Bezüglich Mobilität erfolgte die Optimierung für das Arbeiten auf mobilen Endgeräten, dafür wurden ausgewählte Use-Cases wie die Ansicht im Workflow für den mobilen Einsatz angepasst. Die Performance der Generierung der PDF-Übersichten und der Seitenansicht konnte durch den parallelisierten Aufruf des Konvertierungsdienstes gesteigert werden.

Für die Fabasoft eGov-Suite CHE (Edition für die Government-Kunden in der Schweiz) erfolgten Anpassungen für die eGovernment-Schnittstelle für Dossiers und Dokumente und den Sedex-Transport für die Versionen 2012, 8.0 SP1 und 7.0 SP3. Die Umsetzung des neuen Systemkonzepts des Schweizer Bundes wurde in der Fabasoft eGov-Suite 2012 durch die Implementierung der Zusatzkomponente und des Geschäftsvorfalls vorangetrieben. Bei der Fabasoft eGov-Suite DEU wurden die Innovationen aus den Basisentwicklungen im Kontext dieser Edition zur Verfügung gestellt.

Fabasoft Mindbreeze

konzentrierte sich im Berichtszeitraum darauf, Zusammenhänge zwischen Informationen zu erkennen und darzustellen. Einerseits extrahiert die Filter-Kette strukturierte Inhalte von Dokumenten und Objekten. Andererseits zeigen semantische Suchabfragen Beziehungen zwischen gefundenen Objekten und dem gesuchten Begriff auf. Komplexe Sachverhalte mit vielen unterschiedlichen Dokumenten werden damit einfach dargestellt. Ergänzend dazu können auch Synonyme und Taxonomien von der Suche genutzt werden, um Suchabfragen und Ergebnisse weiter zu verfeinern.

Auf Basis des offenen CMIS-Standards wurde eine Schnittstelle für Suchabfragen umgesetzt. Damit können gängige Dokumentenmanagement-Systeme den einheitlichen Informationszugriff nahtlos nutzen.

In Fabasoft Folio bzw. der Fabasoft eGov-Suite gespeicherte PST-Dateien (Microsoft Outlook) werden nun in die Unternehmenssuche miteinbezogen. Damit ist der Zugriff auf E-Mails, Attachments oder Notizen noch einfacher und umfassender. Die Benutzerrechte bleiben gewahrt.

Die Suche in föderierten Quellen (z.B. Wikipedia, Fabasoft Folio Cloud oder unternehmensinternen dezentralen/ zentralen Quellen) wurde auch für Fabasoft Mindbreeze Mobile umgesetzt. Mittels An- und Abmeldung integriert der Anwender bestimmte Datenquellen in die Suche über sein mobiles Endgerät.

Mit der Funktionalität "Sammeln" können mehrere Ergebnisse in einem Sammelkorb abgelegt und gemeinsam weitergeleitet werden.

Um eine noch fokussiertere Darstellung von Suchergebnissen zu ermöglichen, erfolgte im Berichtszeitraum die Einführung von sogenannten Suchreitern. Diese strukturieren und klassifizieren Suchergebnisse, beispielsweise finden sich alle Fabasoft Folio Cloud Rooms mit dem gesuchten Begriff in der Registerkarte "Rooms". Anwenderinnen und Anwender können sich damit noch rascher orientieren und die Suche nach Informationen weiter verkürzen.

Mit dem Microsoft SharePoint 2010 Connector können nun auch Informationen aus Microsoft SharePoint 2010 einfach und sicher in die unternehmensweite Suche miteinbezogen werden. Fabasoft Mindbreeze Enterprise integriert sich nahtlos in die Benutzeroberfläche von Microsoft SharePoint 2010. Mittels der Mindbreeze Web Parts werden alle Datenquellen, die an Fabasoft Mindbreeze angebunden sind, in Microsoft SharePoint Seiten angezeigt bzw. präsentiert.

Die Instrumentierung auf Basis von Fabasoft app.telemetry wurde weiter ausgebaut, wodurch zusätzlich zur Telemetrie der Suchabfragen jetzt auch alle Verarbeitungsschritte lückenlos basierend auf den erhobenen Messdaten analysiert werden können. Vom Crawlen der Objekte und Dokumente, über das Filtern der Information und das Erzeugen der Indizes wurden entsprechende Instrumentierungspunkte umgesetzt. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine rasche Analyse der Daten im Kontext der Bedien- und Verarbeitungsschritte möglich.

Fabasoft Mindbreeze InSite als semantische Suche für Websites wurde zur Marktreife gebracht und bei Schlüsselkunden eingesetzt. Das Produkt wird als Cloud Service zur Verfügung gestellt und kann über die Mindbreeze-Website aktiviert werden. Die "Information Pairing Technologie" ermöglicht es auf Webseiten auch dynamische Informationen zu präsentieren. Die Darstellung erfolgt mittels Suchreitern, in denen die Ergebnisse nach Relevanz sortiert sind. Vorschaubilder (Thumbnails) von Webseiten und Bilder werden direkt in der Ergebnisliste angezeigt. Mittels festgelegten Suchbegriffen können beispielsweise auch Blogartikel gefiltert und auf der Startseite eingebunden werden.

Fabasoft app.ducx

setzte Schwerpunkte auf das Thema Usability sowie Steigerung der Code-Qualität und Code-Effizienz von mit Fabasoft app.ducx erstellten Anwendungen. Ein wesentlicher Meilenstein wurde durch die Auslieferung des in Eclipse integrierten Expression Testers erreicht, der es einem Entwickler nun erlaubt, interaktiv Code-Teile z.B. für Unit Tests

oder Use Cases auszuprobieren. Dazu ist kein direkter Zugriff auf den Web Server notwendig, da die Kommunikation ausschließlich über die Web-Standards http bzw. https erfolgt. Daher ist diese Funktionalität vor allem für die Cloud App Entwicklung wertvoll, da die Installation, gegen die entwickelt wird, in Fabasoft Rechenzentren läuft. Ein weiterer Einsatz für den neuen Expression-Editor ergibt sich durch Pre- und Post-Load-Expressions, die eine Anpassung an den Build-Prozess von Anwendungen erlauben. So kann man nun auf einfache Art und Weise Prüfroutinen direkt nach dem Build-Vorgang integrieren, um unmittelbar Feedback über Änderungen am Source Code einer Anwendung zu erhalten.

Die weitere Steigerung der Benutzerfreundlichkeit für Entwicklerinnen und Entwickler bei der Umsetzung von mit Fabasoft app.ducx erstellten Anwendungen wurde ebenfalls im Berichtszeitraum umgesetzt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem grafischen Layout-Editor für Formulare. Die domänenspezifische Sprache für die User-Interface-Programmierung erlaubt nun das regelbasierte Ein- und Ausblenden von Formularseiten sowie die Gestaltung von Listen hinsichtlich Sortierkriterien und Aggregatsfunktionen. Mit der Cloud Developer Conference 2011 Winter wurde der Release-Prozess für App Entwickler optimiert sowie das Continuous-Integration-System für die automatisierte Qualitätssicherung im Zuge des Reviews von Cloud Apps ausgebaut.

Im Hinblick auf Usability-Verbesserungen wurden Domain Types eingeführt. Diese dienen der Vereinfachung einer Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud oder Fabasoft eGov-Suite Konfiguration. Domain Types helfen Konfigurationen mittels domänenspezifischer Sprachen effizienter formulieren zu können, sodass manuelle Schritte bei der Inbetriebnahme einer Test- oder Produktivinfrastruktur eliminiert werden. Sie erlauben in abstrakter Weise, Konfigurationen, die in Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud oder Fabasoft eGov-Suite in einer Domäne gekapselt sind, in einem app.ducx Projekt bereits entsprechend zu formalisieren. Somit werden die Fehleranfälligkeit und der Administrationsaufwand erheblich reduziert.

Durch die Möglichkeit, Ant Tasks direkt in der Entwicklungsumgebung Eclipse ausführen zu können, konnte eine Performancesteigerung im gesamten Entwicklungsprozess erreicht werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Usabilityund Layoutoptimierungen im Formulardesigner.

Fabasoft app.test

Die Unterstützung von aktuellen Webbrowser-Versionen sowie eine erweiterte Unterstützung für das Aufzeichnen und Abspielen von mehrsprachigen Tests waren Hauptthema der Entwicklung. Darüber hinaus wurde eine Möglichkeit geschaffen, Tests, die mit einer vorherigen Version von Fabasoft app.test und/oder gegen eine ältere Fabasoft Foliooder Fabasoft eGov-Suite-Installation aufgezeichnet wurden, semi-automatisch zu migrieren.

Dazu werden über Muster, die auch lösungsbezogen erweitert werden können, automatisch verschiedene Alternativen bei der Testausführung evaluiert, die am besten passende Möglichkeit wird dann in den überführten neuen Test gespeichert. Durch diese Vorgehensweise kann der Aufwand für die Wartung von User Acceptance Tests bei einem Versionswechsel des zu testenden Produkts erheblich reduziert werden.

Darüber hinaus lag der Fokus auf der Integration des Produkts in die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse. Damit stehen Entwicklerinnen und Entwicklern nun auch die Möglichkeiten zur Aufzeichnung, Wartung und Ausführung von automatisierten Tests als Eclipse-Plug-in in einer einheitlichen Benutzerumgebung zur Verfügung. Das Reporting von Fabasoft app.test wurde überarbeitet, sodass insbesondere Cloud App Entwickler effizient bei der Suche nach Problemen in ihren Apps durch aussagekräftige PDF-Berichte unterstützt werden.

Neben Fabasoft app.test primo ist nun auch die erweiterte premium Version als Plug-in für Eclipse verfügbar. Ein wesentliches Thema waren Performance-Optimierungen. Durch Verbesserungen des Zugriffs auf Inhalte in einem Webbrowser konnte die Performance im Bereich Web-Testing um bis zu 40% gesteigert werden. Durch die Möglichkeit, variable Time-outs zu definieren, wurde die Stabilität von Tests signifikant verbessert.

Ein weiterer Schwerpunkt war das KVM-Plug-in, welches es erlaubt, CI-Infrastrukturen mit Fabasoft app.test aufzubauen. Fabasoft app.test ist in der Lage, komplett auf einem Open-Source-Stack aufbauend, eine Continuous-Integration-Infrastruktur inklusive der zugrundeliegenden Virtualisierung zu erreichen. Somit ist es extrem kosteneffizient möglich, ein Virtualization Framework aufzubauen.

Fabasoft app.telemetry

Einen Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit legte das Fabasoft app.telemetry-Team in die Unterstützung der "Navigation Timing"- und "Resource Timing"-Spezifikationen. Damit kann das Antwortzeitverhalten von Webanwendungen am Arbeitsplatz über eine standardisierte Schnittstelle ohne lokale Installation der Software erhoben werden. Ein Betreiber von Websites erhält so Aufschluss darüber, welche Performance tatsächlich auf den Geräten der Anwenderinnen und Anwender geliefert wird. Um diese Messungen ausführen zu können, ist nur eine minimale Erweiterung durch Integration eines Einbettungscodes in die Website notwendig. Darüber hinaus konzentrierte sich die Entwicklungstätigkeit auf die Implementierung eines Cloud-Services für User Experience Monitoring auf Basis der "Navigation Timing"- und "Resource Timing"-Spezifikationen. Das Service kann über die Fabasoft app.telemetry Website direkt aktiviert werden und ist sofort verfügbar.

Faba5

ist das neue Social Web Content Management System von Fabasoft. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2011/2012 startete die Produktentwicklung. Als Technologiebasis dient HTML5. Die Bearbeitung der Seiten erfolgt mit sogenannten "Inplace-Editoren". Damit können Inhalte (Texte, Bilder, Links) direkt bearbeitet werden, ohne in ein eigenes System wechseln zu müssen. Mit Produktlaunch im Dezember 2011 wurden die bestehenden Fabasoft-Produktwebseiten auf Faba5 umgestellt und online gebracht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 erfolgte die weitere Optimierung der In-place-Editoren. Darüber hinaus wurde das Thema "Responsive Websites" weiter vorangetrieben, dies gewährleistet eine optimale Darstellung von Webseiten unabhängig auf welchem Endgerät (Desktop, Tablet, Smartphone) die Seite aufgerufen wird. Die Größe von Bildern, Tabellen oder Texten wird dabei automatisch an die Größe des Ausgabegerätes angepasst.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach § 243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf und Revenue Cycle ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf und Revenue Cycle wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthalten Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe und Feststellung vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und den Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 5,02% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2011 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 13. Oktober 2016 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 34, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen. Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im Inund Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionärinnen und Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes

und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionärinnen und Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 11. Mai 2012

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Jahresabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 11. Mai 2012

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 11. Mai 2012 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT Jahresfinanzbericht 11/12 93

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011/2012 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen sowie zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, Vertriebsaktivitäten, die Auftragsentwicklung, der Aus- bzw. Umbau von Standorten, die Unternehmensstrategie, Investitionen, Personalentwicklung, sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2012/2013.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2012 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht), geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2012 nach IFRS (Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt und es wurden beide mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwendungen. Des Weiteren wurde auch der Corporate Governance Bericht zur Kenntnis genommen.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 25. Mai 2012 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2012

Dr. Friedrich Roithmayr e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates

FABASOFT Jahresfinanzbericht 11/12 95

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