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Fabasoft AG Annual Report 2013

Jun 5, 2013

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2012/2013

Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung
4
Konzerngeldflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
6
Anhang zum Konzernabschluss 8
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 40
Bestätigungsvermerk 56
Bilanzeid 58
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 60
Anhang zum Jahresabschluss 62
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 70
Bestätigungsvermerk 86
Bilanzeid 88
III . Bericht des Aufsichtsrates 90

Konzernbilanz zum 31. März 2013

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2013 31.03.2012 01.04.2011
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 3.397 2.860 2.594
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 104 155 34
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 22 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 157 157 153
Aktive latente Steuern 4.1.4. 564 526 664
4.222 3.720 3.445
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 8.128 8.421 9.984
Ertragsteuerforderungen 4.2.1. 158 20 104
Liquide Mittel 4.2.2. 15.154 14.628 12.452
23.440 23.069 22.540
Summe Aktiva 27.662 26.789 25.985
Passiva in TEUR AZ 31.03.2013 31.03.2012 01.04.2011
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares
Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 5.000 5.000 5.000
Kapitalrücklagen 4.3. 9.296 9.296 9.296
Sonstige Rücklagen -359 -128* 0
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 326 374 377
Ergebnisvortrag -489 19 -876
13.774 14.561 13.797
Minderheitenanteil -109 -104 -91
13.665 14.457 13.706
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 1.728 1.496 1.270
Rückstellungen für Pensionen 4.4.2. 177 0 0
Passive latente Steuern 4.1.4. 136 117 119
2.041 1.613 1.389
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.718 3.553 3.974
Ertragsteuerverbindlichkeiten 16 108 180
Erlösabgrenzungen 4.5.2. 8.222 7.058 6.736
11.956 10.719 10.890
Summe Passiva 27.662 26.789 25.985

* Anpassung Vorjahreswerte gemäß IAS 8.19b) Verweis auf Konzernanhang, Kapitel 2.12 "Anpassung gemäß IAS 8 aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011"

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013

in TEUR AZ 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse 5.1. 23.147 22.883
Sonstige betriebliche Erträge 5.2. 155 431
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -481 -419
Personalaufwand 5.3. -14.032 -13.508*
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. -1.618 -1.405
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.5. -6.903 -7.063
Betriebsergebnis 268 919
Finanzerträge 5.6. 90 317
Finanzaufwendungen 5.6. -23 -21
Gewinn-/Verlustanteile an assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
5.6. 3 -28
Ergebnis vor Ertragsteuern 338 1.187
Ertragsteuern 5.7. -75 -316*
Jahresergebnis 263 871
Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung -48 -3
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen
abzüglich latente Steuern
-231 -128*
Sonstiges Ergebnis -279 -131
Gesamtergebnis -16 740
Jahresergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 241 895*
Minderheiten 22 -24
Gesamtergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens -38 764
Minderheiten 22 -24
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Jahresergebnis,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 8.1.1. 0,05 0,18*
verwässert 8.1.2. 0,05 0,18

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013

in TEUR AZ 2012/2013 2011/2012
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis* 268 919
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 1.618 1.405
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 409 226
Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen* 2.12. -307 -171
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 5 29
1.993 2.408
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen 293 1.563
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten 165 84
(ohne Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Erlösabgrenzungen 1.164 322
1.622 1.969
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 3.615 4.377
Vereinnahmte Zinsen 68 160
Gezahlte Ertragsteuern -326 -112
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 3.357 4.425
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -2.109 -1.862
Abgang von assoziierten Unternehmen 16 0
Erwerb/Gründung von Tochterunternehmen bzw. assoziierten
Unternehmen abzüglich übertragener Nettozahlungsmittel
0 -38
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -2.093 -1.900
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Ausübung von Optionsprogrammen
6.3. 0 11
Dividendenausschüttung -750 0
Ausgleich Finanzierungsverbindlichkeiten Aktienleihe 0 -352
Auszahlungen an Minderheitengesellschafter -20 0
Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 0 4
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -770 -337
Veränderung der liquiden Mittel 494 2.188
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 14.628 12.452
Effekte aus Wechselkursänderungen 32 -12
Zunahme 494 2.188
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 15.154 14.628

* Anpassung Vorjahreswerte gemäß IAS 8.19b) Verweis auf Konzernanhang, Kapitel 2.12 "Anpassung gemäß IAS 8 aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011"

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2011
5.000 9.296 0 377 -876 13.797 -91 13.706
Neubewertungseffekte
Pensionen und
Abfertigungen*
0 0 -128 0 0 -128 0 -128
Währungsumrech
nungen
0 0 0 -3 0 -3 0 -3
Jahresergebnis* 0 0 0 0 895 895 -24 871
Gesamtergebnis 0 0 -128 -3 895 764 -24 740
Änderung Minder
heitsbeteiligung
0 0 0 0 0 0 11 11
Stand am
31. März 2012
4.3. 5.000 9.296 -128 374 19 14.561 -104 14.457
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2012
5.000 9.296 -128 374 19 14.561 -104 14.457
Neubewertungseffekte
Pensionen und
Abfertigungen
0 0 -231 0 0 -231 0 -231
Währungsumrech
nungen
0 0 0 -48 0 -48 0 -48
Jahresergebnis 0 0 0 0 241 241 22 263
Gesamtergebnis 0 0 -231 -48 241 -38 22 -16
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -750 -750 -20 -770
Änderung Minder
heitsbeteiligung
0 0 0 0 0 0 -7 -7
Stand am
31. März 2013
4.3. 5.000 9.296 -359 326 -489 13.774 -109 13.665

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2013

1) Grundlegende Informationen

Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller für Enterprise Content Management (ECM), Compliance, Electronic Government und MoReq2-zertifizierter Information Governance sowie ein Anbieter von Cloud Services für die sichere und zuverlässige Zusammenarbeit von Unternehmen, Partnern und Kunden über das Internet. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2012 bis 31. März 2013.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1 Neue und geänderte Standards, die im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden

IAS 19, "Leistungen an Arbeitnehmer" (rev. Juni 2011) wird im Geschäftsjahr 2012/2013 vom Fabasoft Konzern vorzeitig angewendet. Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 die endgültige Fassung der Änderungen an IAS 19 herausgegeben. Die Änderungen betreffen die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne und von Leistungen nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Die Änderung schafft insbesondere die zeitverzögerte Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste ab und verlangt eine direkte Erfassung im sonstigen Ergebnis. Eine detaillierte Beschreibung der Auswirkung der vorzeitigen erstmaligen Anwendung des Standards auf den Konzernabschluss findet sich in Erläuterung 2.12.

2.1.2. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für spätere Geschäftsjahre anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

Änderung an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Die Änderung befasst sich mit der Darstellung des sonstigen Ergebnisses. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass das Unternehmen künftig das sonstige Ergebnis nach Bestandteilen trennen muss, in diejenigen, die nicht umgegliedert werden und diejenigen, die noch umgegliedert werden. Die Änderungen befassen sich nicht mit dem Inhalt des sonstigen Ergebnisses, werden aber zu einer Änderung der Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung führen.

IFRS 9, "Finanzinstrumente", befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. IFRS 9 wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, "Finanzinstrumente Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Desweiteren wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden.

  • IFRS 10, "Konzernabschlüsse", baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen – insbesondere bei schwierigen Fällen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 10 noch nicht ausgewertet und wird IFRS 10 spätestens im Geschäftsjahr, welches nach dem 1. Januar 2014 beginnt, anwenden. Eine wesentliche Änderung des Konsolidierungskreises wird jedoch nicht erwartet.
  • IFRS 12, "Angaben zu Anteilen an Unternehmen", führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen Standard zusammen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 12 noch nicht ausgewertet und wird IFRS 12 spätestens im Geschäftsjahr, welches nach dem 1. Januar 2014 beginnt, anwenden.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2013 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten.

Sämtliche Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2013 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Distribution GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Faba5 GmbH Linz/Österreich 90,00
Mindbreeze Software GmbH Linz/Österreich 55,00
Fabasoft Medical GmbH Linz/Österreich 100,00
app.telemetry GmbH Linz/Österreich 90,00
Fabasoft D Software GmbH Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft CH Software AG Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Unternehmen Sitz Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft Corporation Boston/USA 100,00
Fabasoft AT Software GmbH Linz/Österreich 100,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Laut Optionsvertrag vom 30. Juni 2011 wurden 20% der Geschäftsanteile der Fabasoft Medical GmbH, gehalten von Dieter Scharnagl und Thomas Hauser, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 100% des Stammkapitals der Fabasoft Medical GmbH.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH in Liquidation, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hielt der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die Devstrom GmbH in Liquidation, Linz, aufgrund der abgeschlossenen Liquidation (Februar 2013) aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Im Januar 2013 wurde die Liquidation der Fabasoft Italia S.r.l. mit Sitz in Rom, Italien, abgeschlossen und die Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange). Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden nicht aktiviert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

2.2.4. Währungsumrechnung

Funktionale und Berichtswährung der Fabasoft AG ist der Euro. Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im Eigenkapital als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und monetären Vermögenswerten und Schulden in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Stichtagskurs 31. März Durchschnittskurs für das Jahr
Schweizer Franken
2013 1,2181 CHF 1,20832 CHF
2012 1,2046 CHF 1,21667 CHF
Britische Pfund
2013 0,8495 GBP 0,81732 GBP
2012 0,8314 GBP 0,86554 GBP
US-Dollar
2013 1,2828 USD 1,21439 USD
2012 1,3320 USD 1,38668 USD

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen in fremde Gebäude 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Der Fabasoft Konzern hält keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst (qualifizierter Vermögenswert), werden aktiviert. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs-/Herstellungskosten und die entsprechend kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht. Dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfassen ist.

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

2.6. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als Operating-Leasing zu qualifizieren. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.7. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag als Teil des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.8. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

Zum 31. März 2013 hält der Fabasoft Konzern keine Vorräte.

2.9. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2013 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.10. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Grund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilabrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilabrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilabrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.11. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2013 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.12. Leistungen an Arbeitnehmer

Anpassung aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011:

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 die endgültige Fassung der Änderungen an IAS 19 herausgegeben. Die Änderungen wären verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich. Der Vorstand hat nach eingehender Prüfung der Änderungen beschlossen, den Standard vorzeitig im Geschäftsjahr 2012/2013 anzuwenden. Gemäß IAS 8.19b) bedingt die vorzeitige Anwendung des geänderten IAS 19 auch die rückwirkende Anwendung der Änderungen für vorangegangene Geschäftsjahre.

Die Auswirkungen der rückwirkenden Anwendung auf den Konzernabschluss der Fabasoft AG 2011/2012 werden nachfolgend dargestellt:

Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die im Konzernabschluss der Fabasoft AG 2011/2012 ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden, hat rückwirkend erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ("Neubewertungseffekte Pensionen und Abfertigungen") zu erfolgen. Hierdurch ergibt sich für den Konzernabschluss 2011/2012 ein um TEUR 171 niedrigerer Personalaufwand. Korrespondierend werden TEUR 128 (TEUR 171 vor Abzug latenter Steuern) im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral von den Konzernrücklagen abgesetzt. Aufgrund der bislang ergebniswirksamen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste waren im Konzernabschluss 2011/2012 die auf diesen Betrag entfallenden latenten Steuern ebenfalls ergebniswirksam gebildet worden. Entsprechend der rückwirkenden erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind die hierauf entfallenden aktiven latenten Steuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen, wodurch sich für den geänderten Konzernabschluss 2011/2012 ein um TEUR 43 höherer Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt. Korrespondierend werden TEUR 43 im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral den Konzernrücklagen zugeführt. Eine Änderung der Bilanzansätze der langfristigen Personalrückstellungen hat sich durch die rückwirkende Anwendung des Standards nicht ergeben.

Durch die vorzeitige Anwendung des IAS 19 ergaben sich keine Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. April 2011.

Die Umstellung auf die Anwendung der Nettozinsmethode (die Ermittlung des Zinsaufwandes und der erwarteten Erträge aus Planvermögen erfolgen netto unter Berücksichtigung des der leistungsorientierten Verpflichtung zugrundeliegenden Zinssatzes) hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Nach alter Bewertungsmethode hätten sich im Geschäftsjahr 2012/2013 versicherungsmathematische Verluste, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand erfasst worden wären, von TEUR 307 ergeben. Durch die vorzeitige Anwendung des IAS 19 (rev. 2011) wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 231 (abzüglich latenter Steuern), erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Durch die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind auch die darauf entfallenden Steuern erfolgsneutral zu bilden. Ohne die vorzeitige Anwendung wären die Erträge aus der Bildung aktiver latenter Steuern um TEUR 76 höher.

Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 19 (rev. 2011) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten im Wesentlichen denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

Die Abfertigungsrückstellung für die Vorstände der Fabasoft AG wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden auf Grund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.13. Aktienbasierte Vergütungen durch Ausgleich mit Eigenkapital-Instrumenten

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen auf Aktien der Fabasoft AG wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erlöse werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.14. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2013 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.15. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iii) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen werden nach Leistungsfortschritt realisiert (siehe Punkt 2.10.).

2.16. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2013 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Distribution GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Faba5 GmbH, (6) Mindbreeze Software GmbH, (7) Fabasoft Medical GmbH, (8) app.telemetry GmbH und (9) Fabasoft Corporation. Die Fabasoft Italia S.r.l. ist aufgrund der Liquidation im Geschäftsjahr 2012/2013 als Gruppenmitglied ausgeschieden.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten der Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Aktive latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.17. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sowie die erfassten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Im Folgenden sind die kritischen Ermessens- und Schätzungsspielräume angeführt:

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Umsätze aus der Erbringung von Fixpreisprojekten werden nach der POC-Methode bilanziert. Hierbei ermittelt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der noch zu erbringenden Dienstleistungen. Würde der Fertigstellungsgrad um 10% höher bzw. niedriger angesetzt werden, ergäbe sich eine Umsatz- bzw. Forderungserhöhung von TEUR 138 bzw. eine Umsatz- bzw. Forderungsminderung um TEUR 226.

Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 2,25% (anstatt 3,25%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2012/2013 um TEUR 131 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 1.859 (anstatt TEUR 1.728) betragen. Bei einem Zinssatz von 4,25% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2012/2013 um TEUR 108 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 1.620 (anstatt TEUR 1.728) betragen.

Pensionen

Wenn den Berechnungen des versicherungsmathematischen Barwertes der Leistungsverpflichtung ein Zinssatz von 2,25% (anstatt 3,25%) zugrunde gelegt werden würde, würde sich der Pensionsrückstellungsbedarf um TEUR 331 erhöhen und die Pensionsrückstellung somit TEUR 508 (anstatt TEUR 177) betragen. Bei einem Zinssatz von 4,25% würde sich der Betrag der bilanzierten Nettoschuld (Pensionsrückstellung) um TEUR 177 verringern.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der aktiven latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2013 TEUR 966 (Vorjahr TEUR 940). Im Fall eines höheren oder niedrigeren als geplanten Steuerergebnisses kann dies zum Ansatz von höheren oder niedrigeren latenten Steuern führen.

2.18. Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Fabasoft AG ausgemacht.

Ein Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3) Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der beizulegende Zeitwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die beizulegenden Zeitwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition Kategorie Buchwert Fair Value – Level I Fortgeführte
in TEUR (Vorjahr) nach IAS 39 (ergebnisneutral) Anschaffungskosten
Liquide Mittel Kredite und 15.154 0 15.154
Forderungen (14.628) (0) (14.628)
Liefer- und Kredite und 7.493 0 7.493
sonstige Forderungen* Forderungen (7.631) (0) (7.631)
Zur Veräußerung verfügbare Zur Veräußerung verfügbare 157 157 0
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte (157) (157) (0)
Liefer- und sonstige Sonstige finanzielle 816 0 816
Verbindlichkeiten* Verbindlichkeiten (904) (0) (904)

*Die Buchwerte sind nicht mit der jeweiligen Bilanzposition abstimmbar, da diese Aufstellung nur für Finanzinstrumente gilt.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen betragen TEUR 20 (Vorjahr TEUR 146). Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde ein Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 146) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die im Vorjahr gebildeten Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 verwendet.

Im Folgenden sind die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie angegeben:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Zinsen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 69 139
Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4 3
Fremdwährungserträge/-aufwendungen aus Krediten und Forderungen
(liquide Mittel)
11 -15
Erträge aus der Tilgung von Aktienleihverbindlichkeiten (8.5.7.) 0 153
Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3 -28
Zinsen aus Krediten und Forderungen (Liefer- und sonstige Forderungen) 24 16
Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen -20 -146
Gesamt 91 122

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel, Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den finanziellen Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitätsund Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf Grund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als relativ gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, speziell im Finanzsektor, sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit jedoch nicht ausschließbar.

3.3. Liquiditätsrisiko

Auf Grund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf den beizulegenden Zeitwert besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanzund Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Euro 12.784 13.400
Britische Pfund 283 271
US-Dollar 196 211
Schweizer Franken 1.885 744
15.148 14.626

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der liquiden Mittel) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2012/2013
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2012/2013
2011/2012
Britische Pfund +10% (0,93445) -26 -25
-10% (0,76455) 31 30
US-Dollar +10% (1,41108) -18 -19
-10% (1,15452) 22 23
Schweizer Franken +10% (1,33991) -171 -68
-10% (1,09629) 209 83

Lieferforderungen in Fremdwährungen

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Euro 3.689 4.697
Britische Pfund 0 0
US-Dollar 1 11
Schweizer Franken 2.589 2.275
6.279 6.983

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der Lieferforderungen) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Lieferforderungen in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Berichtswährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2012/2013
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2012/2013
2011/2012
Britische Pfund +10% (0,93445) 0 0
-10% (0,76455) 0 0
US-Dollar +10% (1,41108) 0 -1
-10% (1,15452) 0 1
Schweizer Franken +10% (1,33991) -235 -207
-10% (1,09629) 288 253

4) Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.391 8.383 9.774
Kumulierte Abschreibungen -970 -6.210 -7.180
Buchwert netto 421 2.173 2.594
Geschäftsjahr 2011/2012
Eröffnungsbuchwert netto 421 2.173 2.594
Zugänge 157 1.510 1.667
Abgänge 0 -44 -44
Abschreibungen -122 -1.235 -1.357
Endbuchwert netto 456 2.404 2.860
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.543 8.620 10.163
Kumulierte Abschreibungen -1.087 -6.216 -7.303
Buchwert netto 456 2.404 2.860
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwert netto 456 2.404 2.860
Zugänge 634 1.459 2.093
Abgänge 0 -10 -10
Abschreibungen -214 -1.332 -1.546
Endbuchwert netto 876 2.521 3.397
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.178 9.598 11.776
Kumulierte Abschreibungen -1.302 -7.077 -8.379
Buchwert netto 876 2.521 3.397

Es wurden keine Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen aktiviert.

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 359
Kumulierte Abschreibungen -325
Buchwert netto 34
Geschäftsjahr 2011/2012
Eröffnungsbuchwert netto 34
Zugänge 169
Abschreibungen -48
Endbuchwert netto 155
Zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 526
Kumulierte Abschreibungen -371
Buchwert netto 155
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwert netto 155
Zugänge 21
Abschreibungen -72
Endbuchwert netto 104
Zum 31. März 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 525
Kumulierte Abschreibungen -421
Buchwert netto 104

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Beginn des Geschäftsjahres 157 153
Zeitwertänderung 0 4
Ende des Geschäftsjahres 157 157

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 73) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2012 Konzerngesamt
ergebnisrechnung
Veränderung
31.03.2013
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 176 105* 281
Anlagevermögen -72 -10 -82
Dienstleistungsaufträge -34 -86 -120
Beteiligungsabschreibung 87 -59 28
Verlustvorträge 369 88 457
Aktive latente Steuern 526 38 564
Dienstleistungsaufträge -117 -19 -136
Passive latente Steuern -117 -19 -136
Latente Steuern gesamt 409 19 428

*Davon wurden TEUR 77 als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst und mit den Neubewertungseffekten aus Pensionen und Abfertigungen saldiert.

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich zum 31. März 2013 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 3.277 25% 377 442
Fabasoft D Software GmbH 263 30% 79 0
Fabasoft Limited 2.620 20% 0 524
456 966

Noch nicht abgesetzte Beteiligungsabschreibungen aus der Siebentelverteilung gemäß §12 KStG in Höhe von TEUR 103 haben zum Ansatz von TEUR 26 aktiven latenten Steuern geführt.

Die nicht angesetzten Verlustvorträge zum 31. März 2013 betragen in Summe TEUR 4.389 (Vorjahr TEUR 4.394).

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechneten sich zum 31. März 2012 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft AG 3.230 25% 369 439
Fabasoft Limited 2.638 19% 0 501
369 940

Das Management geht auf Basis aktueller Planungsrechnungen von der Realisierbarkeit der angesetzten latenten Steuerforderungen aus.

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 436 415
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 128 111
564 526

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
-136 -117
-136 -117

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen, Ertragsteuerforderungen

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Lieferforderungen 6.279 6.983
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.034 450
Sonstige Forderungen 702 665
davon Vorsteuerrückerstattung 11 79
davon Forderungen Finanzamt 502 380
davon Kautionen 106 106
davon soziale Sicherheit 9 8
davon übrige Forderungen 74 92
Abgegrenzte Kosten 271 343
Gesamt 8.286 8.441

Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 344 (Vorjahr TEUR 360) und aktivierte Ertragsteuern in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr TEUR 20).

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Noch nicht fällig 5.136 6.065
Überfällig und wertgemindert 20 146
Überfällig, aber nicht wertgemindert 1.123 772
Zwischen 1 und 60 Tagen 759 408
Zwischen 61 und 90 Tagen 128 12
Zwischen 91 und 180 Tagen 63 190
Über 180 Tage 173 162

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 146) gebildet.

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 1.110 518
davon bereits fakturiert und in den Lieferforderungen ausgewiesen 76 68
Bezahlte Teilabrechnungen iSd IAS 11, welche von den Forderungen aus
Dienstleistungsaufträgen abgesetzt wurden
562 562
Überhang der bezahlten Teilabrechnungen iSd IAS 11 enthalten in den
Lieferverbindlichkeiten
29 0
Kumulierte Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen 1.672 1.080
Kumulierte Kosten für Dienstleistungsaufträge 1.472 982
Realisierte Gewinne aus Dienstleistungsaufträgen 199 98

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Kassenbestand 6 2
Guthaben bei Kreditinstituten 15.148 14.626
Gesamt 15.154 14.628

Zum 31. März 2013 bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 135) zur Besicherung von Bankgarantien, welche Kreditinstitute an Dritte ausgefolgt haben.

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2013 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr 5.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.296 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 3. Juli 2012 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Der Konzern betrachtet als Eigenkapital die nach IFRS in der Bilanz als solche ausgewiesenen Bestandteile.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 49% (54% zum 31. März 2012).

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2012/2013 2011/2012
Zinssatz 3,25% 4,00%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 7,00% 7,95%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 - Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer Die Fluktuation wurde auf Basis von unternehmensindividuellen Erfahrungswerten berechnet.

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2012/2013 2011/2012
Laufender Dienstzeitaufwand 108 135
Zinsaufwand 28 26
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 100 91
Summe Abfertigungsaufwand 236 252
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen 6 28
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 83 45
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 7 49
Summe Neubewertungseffekte (Verlust) 96 122

Die Komponenten des Abfertigungsaufwandes (laufender Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand, Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen) werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis (abzüglich latenter Steuern) erfasst und über die sonstigen Rücklagen abgeschlossen.

Rückstellungen für Abfertigungen 2012/2013 2011/2012
Wert per 1.4. 1.496 1.270
Laufender Dienstzeitaufwand 108 135
Zinsaufwand 28 26
Arbeitgeberleistungen 0 -57
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung demographischer Annahmen 6 28
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 83 45
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 7 49
Wert per 31.3. 1.728 1.496

Die Entwicklung der Abfertigungsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

31.03.2013 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010 31.03.2009
Abfertigungsrückstellung 1.728 1.496 1.270 1.161 910

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2012/2013 2011/2012
Zinssatz 3,25% 4,00%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00% 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,00% 0,00%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2012/2013 2011/2012
Laufender Dienstzeitaufwand 111 96
-/+ Netto-Zinsaufwand/-ertrag -6 -6
Aufwendungen für Altersversorgung 105 90
Neubewertungseffekte
-/+ Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag 19 23
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 195 99
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 0 -1
-/+ Veränderung Asset Ceiling (Vermögenswertbegrenzung) abzüglich Zinsaufwand -3 -72
Summe Neubewertungseffekte (Verlust) 211 49
Brutto-Pensionsverpflichtung 2012/2013 2011/2012
Wert per 1.4. 964 737
Laufender Dienstzeitaufwand 111 96
Zinsaufwand 39 33
Neubewertungseffekte
-/+ Gewinn/Verlust aus der Änderung ökonomischer Annahmen 194 99
-/+ Erfahrungsgewinn/-verlust 0 -1
Summe Neubewertungseffekte 194 98
Wert per 31.3. 1.308 964
2012/2013 2011/2012
Marktwert Planvermögen (funded) -1.131 -967
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0 3
Planvermögen -1.131 -964
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. 177 0
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 177 0
Davon: Pensionsrückstellungen 177 0
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Planvermögens 0 3
Marktwert Planvermögen 2012/2013 2011/2012
Wert per 1.4. 967 808
Zinsertrag 44 43
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139 139
Neubewertungseffekte
-/+ Ertrag/Aufwand aus Planvermögen abzüglich Zinsertrag -19 -23
Wert per 31.3. 1.131 967
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 0 -3
Wert per 31.3. 1.131 964

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien.

Im Folgejahr werden Beiträge an die Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group in Höhe von TEUR 139 erwartet.

Die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

31.03.2013 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2010 31.03.2009
Brutto-Pensionsverpflichtung 1.308 964 737 552 412
Marktwert Planvermögen 1.131 967 808 655 506
Anpassung wegen
Vermögenswertbegrenzung
0 -3 -71 -103 -94
Netto-Planvermögen 1.131 964 737 552 412
Netto-Pensionsverpflichtung 177 0 0 0 0

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Lieferverbindlichkeiten 787 904
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 29 0
Erhaltene Anzahlungen 163 216
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1.011 780
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 242 235
Sonstige Verbindlichkeiten 1.486 1.418
davon kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.443 1.372
davon übrige Verbindlichkeiten 43 46
Gesamt 3.718 3.553

Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Abgrenzungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Sonderzahlungen und Erfolgsvergütungen zusammen.

Fälligkeitsstruktur der Lieferverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Noch nicht fällig 560 502
Überfällig 227 402
Zwischen 1 und 60 Tagen 223 381
Zwischen 61 und 90 Tagen 0 0
Zwischen 91 und 180 Tagen 2 21
Über 180 Tage 2 0

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind zum 31. März 2013 noch nicht fällig.

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

4.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2013/2014 ergebniswirksam werden.

5) Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 3 4
Sonstige Erträge 152 427
Gesamt 155 431

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus vom Finanzamt gewährten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr TEUR 119), Erträgen aus Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 180) sowie Förderungen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 124) zusammen.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Gehälter 10.775 10.377
Aufwendungen für Abfertigungen 236 252
Aufwendungen für Altersversorgung 105 90
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.707 2.604
Sonstige Sozialaufwendungen 209 185
Gesamt 14.032 13.508

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 4.4.2.) betreffen die Aufwendungen auf Grund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011 wurde der Vorjahreswert der Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 139 auf TEUR 90 bzw. der Aufwendungen für Abfertigungen von TEUR 374 auf TEUR 252 angepasst (siehe auch 2.12.).

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.546 1.357
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 72 48
Gesamt 1.618 1.405

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 48 53
Instandhaltung 216 237
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.535 1.397
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 532 556
Betriebsaufwendungen 2.283 2.190
Rechts- und Beratungsaufwand 413 388
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 202 199
Investor Relations 69 72
Versicherungsprämien 73 100
Personalsuche 261 172
Nachrichtenaufwand 183 200
Aus- und Weiterbildung 244 263
Sonstiges 157 219
Verwaltungsaufwendungen 1.602 1.613
Markenregistrierungen 153 122
Reiseaufwand 517 476
Werbeaufwand 2.264 2.453
Sonstiges 36 156
Vertriebsaufwendungen 2.970 3.207
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.903 7.063

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Zinsen 78 142
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3 -28
Erträge aus der Tilgung von Aktienleihverbindlichkeiten (8.5.7.) 0 153
Fremdwährungserträge/-aufwendungen 12 -15
Ergebnis aus Forderungsabzinsungen 0 16
Sonstige Finanzaufwendungen -23 0
Gesamt 70 268

In den Zinsen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Österreich -5 -13
Ausland -13 -123
Laufende Ertragsteuern -18 -136
Österreich -38 -147
Ausland -19 -33
Latente Steuern -57 -180
Gesamt -75 -316

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes von 25% auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Ergebnis vor Steuern 338 1.187
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2012/2013: 25% (Vorjahr: 25%)
-85 -297
Steuerliche Auswirkungen aus:
Ausländische Steuersätze 21 9
Steuerfreie Erträge 29 64
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -13 -8
Wertberichtigung aktive latente Steuern -28 -88
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
steuerlichen Verlusten
-18 6
Veränderung aktive latente Steuer aus Beteiligungsabschreibung 16 0
Ergebnisübernahme assoziierte Unternehmen 0 -7
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern -3 21
Aperiodische Ertragsteuer 6 -16
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (-) bzw. –ertrag (+) -75 -316

6) Konzerngeldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Geschäftsjahr 2012/2013
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 20.119 5.164 4.761 179 30.223
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-7.068 -8 0 0 -7.076
Umsatz mit
externen Kunden
13.051 5.156 4.761 179 23.147
Betriebsergebnis 170 -78 186 -10 268
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.562 19 37 0 1.618
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 268
Finanzergebnis Konzern 70
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 338
Geschäftsjahr 2011/2012
in TEUR
Österreich Deutschland Schweiz Sonstige Länder Konzern
Bruttoumsätze 19.405 5.432 5.052 314 30.203
abzügl.
intersegmentäre Umsätze
-7.285 -9 -1 -25 -7.320
Umsatz mit
externen Kunden
12.120 5.423 5.051 289 22.883
Betriebsergebnis 255 126 523 15 919
Aufwand für planmäßige
Abschreibungen
1.341 30 34 0 1.405
Überleitungsrechnung in TEUR
Betriebsergebnis Segmente 919
Finanzergebnis Konzern 268
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 1.187

Die Hauptentscheidungsträger betrachten das Unternehmen aus einer geografischen Perspektive.

Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und den Verkauf von Softwareprodukten und die Bereitstellung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Umsätze mit konzernfremden Kunden resultieren ebenfalls aus diesem Geschäft.

Umsätze in Höhe von TEUR 2.313 beruhen auf Transaktionen mit einem einzelnen Kunden (Vorjahr TEUR 2.140). Diese Umsätze entfallen heuer als auch im Vorjahr auf das Segment Österreich.

Die interne Berichterstattung erfolgt analog zur externen Berichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Im Bereich der Segmente basiert das interne Berichtswesen im Wesentlichen auf Informationen der Ertragskraft. Diese Informationen werden monatlich im Rahmen von Reportingberichten an die Hauptentscheidungsträger kommuniziert und dienen diesen als Entscheidungsgrundlage.

Im Segment "Sonstige Länder" sind die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften der geografischen Regionen USA und Großbritannien zusammengefasst.

Abgesehen von planmäßigen Abschreibungen gab es keine sonstigen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in den einzelnen Segmenten.

Aufgliederung der Umsätze nach Produkten:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Software 11.724 10.719
Dienstleistung 11.423 12.164
Gesamt 23.147 22.883

8) Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2012/2013 2011/2012
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 241 895
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 5.000.000 5.000.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,05 0,18

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2013 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird.

2012/2013 2011/2012
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 241 895
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 5.000.000 5.003.333
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,05 0,18

8.2. Mitarbeiteroptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VI 2012/2013 2011/2012
Zum 1. April 0 5.714
Ausgegeben 0 0
Nach Kapitalherabsetzung 0 5.714
Verfallen 0 0
Ausgeübt bei einem Kurs von EUR 2,70 (Vorjahr) 0 5.714
Zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 0 0

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Im Berichtszeitraum ist kein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen berücksichtigt (Vorjahr TEUR 0).

8.3. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.339 (Vorjahr TEUR 7.256) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert, da die Nachweise über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Aktivierung als immaterieller Vermögenswert (siehe Punkt 2.5.) nicht vollständig erbracht werden konnten.

8.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen auf Grund von Operating-Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2013 31.03.2012
Bis zu einem Jahr 1.348 1.275
Zwischen einem und fünf Jahre 3.933 3.981
Gesamt 5.281 5.256

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2012/2013 betrug TEUR 1.313 (Vorjahr TEUR 1.239). Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen aufgrund von KFZ-Leasingverträgen.

8.5. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer

8.5.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2012/2013 2011/2012
Angestellte 205 199

8.5.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 103 128
Andere Arbeitnehmer 133 124
Gesamt 236 252

Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011 wurde der Vorjahreswert der Aufwendungen für Abfertigung von TEUR 374 auf TEUR 252 angepasst (siehe auch 2.12.).

8.5.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Mitglieder des Vorstandes 105 90

Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011 wurde der Vorjahreswert der Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 139 auf TEUR 90 angepasst (siehe auch 2.12.).

8.5.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 1.021 (Vorjahr TEUR 1.041) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Laufende Bezüge 856 856
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Abfertigungen 60 95
Die im Jahresergebnis erfassten Aufwendungen für Altersversorgung 105 90
Gesamt 1.021 1.041

Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 in der Fassung vom 16. Juni 2011 wurde der Vorjahreswert der Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 139 auf TEUR 90 angepasst (siehe auch 2.12.). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 Neubewertungseffekte aus Pensionsverpflichtungen für die Vorstände in Höhe von TEUR -158 (nach latenter Steuer) im sonstigen Ergebnis erfasst.

8.5.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Mitglied) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2012/2013 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Finanzexperte) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Ersatzmitglied)

8.5.6. Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

8.5.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG

FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG und 100-%-Tochterunternehmen der Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung

Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG (laufende Bezüge TEUR 18, Vorjahr TEUR 18)

Geschäftsjahr 2011/2012

Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt worden waren, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH 117.140 Fabasoft-Aktien zu einem Buchwert von TEUR 505 von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Für die Fabasoft Distribution GmbH hat die Möglichkeit bestanden, sich von der Rückgabeverpflichtung dadurch zu befreien, indem der dem Verkehrswert der geliehenen Aktien (EUR 3,00 pro Stückaktie) entsprechende Geldbetrag (TEUR 352) im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 an die FB Beteiligungen GmbH bezahlt wurde. Die zugrundeliegende Verpflichtung wurde damit zur Gänze erfüllt. Aus dem Ausgleich der Verpflichtung resultierte im Geschäftsjahr 2011/2012 ein Gewinn in Höhe von TEUR 153, der im Finanzergebnis ausgewiesen wurde.

8.6. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 164 (Vorjahr TEUR 146) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Prüfung Konzernabschluss 18 18
Prüfung/Review der Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen
83 82
davon Fabasoft AG 16 16
davon Fabasoft Distribution GmbH 6 6
davon Fabasoft R&D GmbH 10 10
davon Fabasoft Austria GmbH 13 13
davon andere Bestätigungsleistungen 38 37
Prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse 14 14
Sonstige Leistungen 49 32
Gesamt 164 146

8.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2013 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

8.8. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 24. Mai 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 17. Mai 2013

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 23,1 Mio. Euro (22,9 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 1.886 (TEUR 2.324 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 268 (TEUR 919 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 1,2% bezogen auf das Geschäftsjahr 2011/2012 resultiert vorwiegend aus einer positiven Entwicklung der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze), durch welche Rückgänge im projektbezogenen Dienstleistungsgeschäft kompensiert werden konnten. Diese Rückgänge reflektieren vor allem den starken Budgetdruck der öffentlichen Auftraggeber. Das Neulizenzgeschäft bei On-Premises-Kunden belief sich etwa auf Vorjahresniveau.

Mit 31,7% der Umsatzerlöse (TEUR 7.339) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Industrievergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.256 im Geschäftsjahr 2011/2012).

Diese Investitionen wurden sowohl für die kundenorientierte Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebotes des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2013) 49% (54% zum 31. März 2012). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich auf TEUR 15.154 (TEUR 14.628 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 204 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2013 (203 zum 31. März 2012).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Faba5 GmbH 90% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft Medical GmbH 100% Österreich Linz
app.telemetry GmbH 90% Österreich Linz
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Optionsvertrag vom 30. Juni 2011 wurden 20% der Geschäftsanteile der Fabasoft Medical GmbH, gehalten von Dieter Scharnagl und Thomas Hauser, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 100% des Stammkapitals der Fabasoft Medical GmbH.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH in Liquidation, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hielt der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die Devstrom GmbH in Liquidation, Linz, aufgrund der abgeschlossenen Liquidation (Februar 2013) aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Im Januar 2013 wurde die Liquidation der Fabasoft Italia S.r.l. mit Sitz in Rom, Italien, abgeschlossen und die Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse 2.496 2.283
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.465 274
EBIT -2.274 -2.029
EBITDA -877 -814
Jahresüberschuss 1.973 790
Eigenkapital 18.391 17.168
Eigenkapitalquote 83% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.835 1.082
Endbestand an liquiden Mittel 4.514 5.524
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse 23.147 22.883
Ergebnis vor Ertragsteuern 338 1.187
EBIT 268 919
EBITDA 1.886 2.324
Jahresergebnis 263 871
Eigenkapital 13.665 14.457
Eigenkapitalquote 49% 54%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 3.357 4.425
Endbestand an liquiden Mittel 15.154 14.628
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 204 203

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen um. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert die Umsetzung der Maßnahmen und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsangeboten. Das umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird mit unternehmensinternen und -externen Referenten aufbereitet, umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird. Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen und externen Seminaren, Workshops, Verkaufsund Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt.

Die Führungskräfte-Entwicklung erfolgt über die St. Galler Business School. In Seminaren und Workshops wird unter anderem die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte laufend überprüft, Anpassungen entwickelt und bei der Umsetzung berücksichtigt.

Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 65 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 51 Scrum Master und 33 Product Owner.

Teamorientierte Arbeitsplätze, ausgestattet mit dem neuesten technischen Equipment sowie ein anregendes Umfeld bilden die Grundlage für eine motivierende Arbeitsatmosphäre bei Fabasoft. Das Konzept der Arbeitsplatzausstattung und Büroumgebung wird durch moderne Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume sowie die künstlerische Gestaltung der Büros umgesetzt. Das offene und freundliche Umfeld kommt der Kommunikation sowohl intern als auch mit Gästen zugute. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 ist die Neugestaltung der Niederlassung in Bern hervorzuheben, sowie die Eröffnung des Fabasoft Kunst Cafés am Standort Linz.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation und leitet Informationen in vielfältiger Weise direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. So informiert der Vorstand und/oder die Geschäftsleitung in den "Friday Morning Speeches" über aktuelle Schwerpunktthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden in den internen, 14-tägig stattfindenden Scrum Demo Days präsentiert. Die Veranstaltung "Fabasoft Done!" informiert quartalsweise über den aktuellen Stand der Produkt-Entwicklungen. Wissenstransfer und interner Erfahrungsaustausch nehmen bei Fabasoft einen besonderen Stellenwert ein, daher haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, Veranstaltungen live zu besuchen oder mittels Video-Stream zu verfolgen oder zeitversetzt abzurufen. Social Media Kanäle und zahlreiche Web-2.0-Technologien wie Blogs, Wiki, etc. werden ebenfalls in die interne Kommunikation miteinbezogen.

Cloud-Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Die Kunden profitieren von der sofortigen Verfügbarkeit der Services zu monatlichen Fixkosten auf Subskriptions-Basis und reduzieren die Kosten für Wartung und Administration.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen. Sparsamer Umgang mit Energie und die Reduktion von CO2 -Emissionen werden daher als sehr wichtig angesehen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Verbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Fabasoft hat im vergangenen Geschäftsjahr ein neues Projekt in Kooperation mit der Caritas gestartet, in dem Fabasoft ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt. Darüber hinaus hat Fabasoft entschieden, junge lokale Talente in ihren Vorhaben zu fördern. Im Berichtszeitraum waren diese das Surftalent Marco Lang und der Linzer Ruderverein Wiking.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossen. Dennoch schenkt Fabasoft diesem Thema auch weiterhin besonderes Augenmerk. Ein großer Meilenstein im Geschäftsjahr 2012/2013 war die Umsetzung der Cloud-Lokationen. Hier haben Kunden in Zukunft die Möglichkeit, den Standort der Cloud-Daten-Speicherung selbst zu wählen. Bei der Auswahl der Rechenzentren wurde darauf geachtet, dass diese auf dem neuesten Stand der Technik sind, und es wurde von Fabasoft größter Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen werden.

Leistungsstarkes Produktportfolio in der Cloud

Als neues Nutzungsmodell von Software-Funktionalität etabliert sich zunehmend das Cloud Computing. Fabasoft Folio Cloud und Mindbreeze InSite bilden im Fabasoft Konzern den Kern des Cloud-Service-Angebotes.

Fabasoft Folio Cloud

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen auch über Ländergrenzen hinweg erfordert neue, flexible und mobile Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft Folio Cloud positioniert sich in diesem Feld als europäischer Cloud-Dienst basierend auf europäischer Datenhaltung und Rechtsgrundlage. Das Folio Cloud-Angebot ist nach Leistungsmerkmalen in Editionen gestaffelt, was einen schnellen und einfachen Einstieg sowie einen schrittweisen Ausbau der Nutzung ermöglicht.

Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge auch aus dem Up-Selling auf umfangreichere Editionen und Speicherpakete, die im Online-Shop erhältlich sind, ergeben. Zusätzlich werden eine Vielzahl an Cloud-Apps für spezielle Businessanwendungen von Entwicklungspartnern und Fabasoft selbst in diesem Shop als Ergänzung zum Basisumfang der Fabasoft Folio Cloud Editionen angeboten.

Fabasoft bietet mit dem Konzept der Cloud-Lokationen den Anwenderinnen und Anwendern, die Möglichkeit den physischen Speicherort der Daten selbst zu wählen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die Cloud-Lokationen Deutschland, Österreich und Schweiz zur Verfügung gestellt. Dieses Konzept stellt aktuell ein Alleinstellungsmerkmal für die Folio Cloud dar, welches von anderen Herstellern nicht angeboten wird.

Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Das Ergebnis kann für eine bestimmte Zeit kostenlos getestet werden. Ist der Kunde mit dem Sucherlebnis zufrieden, so kann er nach der Testphase in die kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren wechseln. Ausgehend von den bestehenden prominenten Referenzkunden soll über systematische Vertriebsaktivitäten dieses Service verstärkt im Markt platziert werden.

Diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreich bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neugeschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet und neue Betriebsmodelle für die Fabasoft Produkte eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen:

erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen laufend ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnten weitere Erfolge in dieser Kategorie erzielt werden. Wie sich diese Produkt-Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt.

Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Online-Aktivitäten) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Bei der Auswahl der Rechenzenten für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf denen Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2013/2014 in den Bereichen Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Akquisition neuer und der Förderung der vorhandenen Talente für die Fabasoft Belegschaft gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2013/2014 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Im Zuge der im Geschäftsjahr 2012/2013 umgesetzten Ausweitung der Cloud-Aktivitäten und der Regionalisierung der Datenhaltung wurden externe Rechenzentrumsflächen für den Betrieb unserer Cloud-Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugemietet, installiert und befinden sich im Produktionsbetrieb. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2013/2014 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Darstellung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die diesbezüglichen Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise weiterentwickelt und modernisiert werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen wird daher von einem Ansteigen der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken, soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Position von Fabasoft in diesem Markt ausgebaut werden. Diesbezüglich wurden bereits umfangreiche Angebote gelegt und Gespräche geführt. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern begonnen, neue Kunden anzusprechen. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, das sich aufbauende Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2013/2014 die Vertriebsorganisation weiter entwickelt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Planes unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bilden die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern und die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2013/2014 aus. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Enterprise Produkte

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio dient zum einheitlichen Erfassen, Ordnen und Archivieren von digitalen Geschäftsunterlagen. Im Berichtszeitraum konzentrierte sich das Folio-Entwicklungs-Team auf die Themen Weiterentwicklung und Optimierung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit in Teamrooms, Content-Management, Geschäftsprozess-Management, User Interface sowie Verbesserungen im Bereich Accessibility. Die Zusammenarbeit mittels Teamrooms konnte durch neu umgesetzte Anwendungsfälle und durch eine verbesserte Benutzerinteraktion bei den bestehenden Anwendungsfällen optimiert werden. Bei der Umsetzung wurde das Feedback der Fabasoft Folio Cloud Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt. Darüber hinaus besteht jetzt die Möglichkeit, Teamrooms aus der internen Fabasoft Folio Installation nach Folio Cloud zu übertragen, um externe Partner noch einfacher in Projekte einzubinden. Diese "hybriden Teamrooms" können nach abgeschlossener Zusammenarbeit wieder in die interne Fabasoft Folio Installation übernommen und in Folio Cloud gelöscht werden.

Beim Thema Content-Management erfolgte die Umsetzung der Anwendungsfälle "Interaktives Scannen von Dokumenten" am Arbeitsplatz und "Annotierung bestehender Dokumente". Für Annotierungen wird ein externer Viewer auf PDF-Basis eingesetzt, dabei werden die Anmerkungen aus dem Viewer spezifischen Format in das generische Objektmodell überführt. Der Viewer für Annotierungen kann im Browser oder separat in einem eigenen Fenster (z.B. auch auf einem zweiten Monitor) dargestellt werden. Zum Thema Accessibility erfolgten Verbesserungen im Bereich der durchgängigen Tastaturbedienung und Auszeichnung mit WAI-ARIA-Tags. Diese funktionieren jetzt auch in allgemeinen Metadaten-Formularen. Typische Anwendungsfälle wie das Kopieren von Werten in der Spaltenansicht wurden weiter verbessert und auf neue Typen ausgedehnt (Währungen). Des Weiteren wurden die Themen rund um Audio und Video überarbeitet, sodass der Import, die Generierung von Vorschaubildern, die Umwandlung auf alternative Formate und das integrierte Abspielen auch großer Inhalte jetzt möglich ist.

Im Bereich des Geschäftsprozess-Managements erfolgte die Entwicklung eines neuen grafischen Modellierungswerkzeugs. Damit kann nun direkt im Fabasoft Folio Web Client modelliert werden. Als Notation wird der internationale Standard "BPMN 2.0" der OMG (Object Management Group) verwendet, wodurch Prozessdiagramme einfach zwischen unterschiedlichen Modellierungswerkzeugen ausgetauscht werden können. Die erstellten Prozessdiagramme können in weiterer Folge mit Workflow-Aktivitäten in Fabasoft Folio verknüpft und anschließend direkt digitalisiert ausgeführt werden. Damit erhält eine Endanwenderin/ein Endanwender höchstmögliche Flexibilität und Agilität im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Die Erstellung und Verwaltung benutzerdefinierter Formulare war Schwerpunkt im Bereich User-Interface: Für Endanwenderinnen und Endanwender ist es jetzt einfach möglich, Formulare zu entwerfen, die sich nahtlos in das bestehende System integrieren. Die Formulare wurden mit Hilfe von Kategorien und Vorlagen umgesetzt. Vorlagen (mit und ohne Dokument) können neu erzeugt und bearbeitet werden. Kategorien erlauben eine einfache Integration mit bestehenden Dokumenten. Sie können zugeordnet werden, um zusätzliche Metadaten zu einem Dokument zu erfassen. Die effiziente Verwaltung und Release-Fähigkeit der Formulare, Vorlagen und Kategorien in einem Team mit potentiell verschiedenen Rollen (Entwickler, Entscheider, Organisationsverantwortlicher) bildet einen Schwerpunkt der Enterprise-Lösung: Formulare werden als Entwurf erstellt und können nach einer Testphase publiziert und in der Organisation über Gruppen zur Verwendung freigegeben werden.

Zum Thema Accessibility bei generierten Dokumenten wurde die durchgängige Auszeichnung für generierte PDF-Inhalte umgesetzt. Bei der Umwandlung bestehender Dokumente (Microsoft Office, LibreOffice) wird die entsprechende Funktionalität der integrierten Produkte verwendet. Bei neu erzeugten oder zusammengesetzten Dokumenten werden die entsprechenden Metadaten im neu generierten PDF-Dokument angebracht.

Fabasoft eGov-Suite

Im Berichtszeitraum wurde die Fabasoft eGov-Suite 2012 Edition CHE (Schweizer Version der Fabasoft eGov-Suite) entwickelt. Der Schwerpunkt innerhalb der Edition CHE waren Umsetzungen gemäß des neuen Systemkonzepts V1.01 des Programms GEVER. Diese erfolgten nach Prüfung in enger Zusammenarbeit mit dem Change Board Bund und den Bestandskunden. Zusätzlich wurde die Aussonderungskomponente an das Bundesarchiv entwickelt. Des Weiteren wurde mit der Realisierung der Fabasoft eGov-Suite 2013 basierend auf dem aktuellen Stand von Fabasoft Folio begonnen.

Der Schwerpunkt der Entwicklung der Edition AUT (Österreichische Version der Fabasoft eGov-Suite) lag in Umsetzungen im Bereich Workflow. Hier wurde beispielsweise die Konfigurierbarkeit des automatischen Einfügens/Erweiterns von Prozessen und Aktivitäten für Geschäftsobjekte erweitert. So können Fachadministratoren an der Domäne und an Geschäftsobjekten Prozesse für spezielle Auslöser (z.B. Ablegen) konfigurieren. Ein zweiter Schwerpunkt war die Weiterentwicklung der grafischen Oberfläche. Neben Optimierungen an den Formularen und Menüs erfolgte auch eine Anpassung der Objektsymbole. Parallel zu den Entwicklungstätigkeiten wurden Upgrade-Projekte bei Großkunden auf die Fabasoft eGov-Suite 2012 sowie auf die Fabasoft eGov-Suite 2013 durch die Produktentwicklung aktiv unterstützt.

Mindbreeze

Das Entwicklungsteam von Mindbreeze beschäftigte sich im Berichtszeitraum mit der professionellen Suche für Webseiten und Webportale als Cloud-Service mit dem Ausbau der semantischen Suchalgorithmen und der Bereitstellung eines Entwickler-Frameworks für sogenannte Suchanwendungen. Fabasoft Mindbreeze Cognition, ein professionelles semantisches Suchwerkzeug, wurde im Berichtszeitraum entwickelt und zur Marktreife gebracht. Das Produkt ist auch als Erweiterung für Fabasoft Mindbreeze Enterprise verfügbar und kann einfach in Fabasoft Folio und in die Fabasoft eGov-Suite integriert werden. Die semantische Anreicherung ist eine zusätzliche Phase bei der Suche sowie zum Zeitpunkt des Filterns und Indizierens der Dokumente. Damit können zusätzlich zur Analyse des Inhalts durch eine Extraktions-Pipeline weitere Annotationen und Meta-Informationen hinzugefügt werden. Ein hierarchisches Facettieren wurde dabei ebenfalls umgesetzt. Nutzerinnen und Nutzer können nun zum Beispiel Begriffe entlang der Hierarchie navigieren und somit elegant die Suche verfeinern. Mindbreeze "versteht", dass es sich dabei um hierarchische Begriffe handelt und verfeinert bei der Einschränkung automatisch auf die nächsten, untergeordneten Begriffe.

Mit Mindbreeze InSpire wurde eine neue Search Appliance entwickelt. Mindbreeze InSpire basiert auf einer Kombination von modernster Hardware und der Mindbreeze Cognition Technologie. Dadurch wird es möglich riesige Datenmengen so einfach wie noch nie zu analysieren und sicher zu durchsuchen. Durch das einfache Deployment (als Search Appliance) ist die Lösung mit minimalem Aufwand bereits einsatzbereit.

Mindbreeze InApp ist als VSA (Virtual Search Appliance) unter inapp.mindbreeze.com verfügbar. Mindbreeze InApp ist eine professionelle Suchlösung, um einzelne Anwendungen rasch und effizient mit der professionellen Mindbreeze Such-Technologie auszustatten und diese auch sofort an Kunden auszuliefern. Die Umsetzung eines Connectors ist einfach auf Basis der beschriebenen Schnittstellen möglich. Das Deployment passiert in Form einer virtuellen Maschine.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 mit der Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry in der On-Premises-Variante. In dieser Variante können nun auch Java-Anwendungen, welche nicht unter Microsoft Windows oder CentOS laufen, in die Softwaretelemetrie-Überwachung einbezogen werden. Der app.telemetry-Agent muss dafür nicht mehr direkt in der Umgebung, in der die Java-VM betrieben wird, installiert werden. Vielmehr werden die Softwaretelemetrie-Daten an einen über TCP/IP erreichbaren Remote Agent übertragen. Auf Basis von TCP-Streams wurde die Netzwerkkommunikation für einen schnelleren Transport der Daten zwischen app.telemetry Komponenten optimiert, insbesondere für Szenarien mit hohen Latenzzeiten. Darüber hinaus erfolgte die Erweiterung des Software Development Kits (SDK) für mobile Apps. Das SDK für mobile Apps (Android, Apple iOS) umfasst alle Grundfunktionen und ist im Download-Paket von Fabasoft app.telemetry 2013 Winter enthalten.

Cloud Produkte

Fabasoft Folio Cloud

Der Berichtszeitraum stand primär im Zeichen der Entwicklung der Folio Cloud Lokationen. Folio Cloud setzt sich nun aus mehreren Folio Cloud Lokationen zusammen. Jede Cloud Lokation ist ein für sich autarkes System, das in einem bestimmten Land oder bei einem bestimmten Kunden von Fabasoft betrieben wird. Die Folio Cloud Lokationen erlauben, Nutzerinnen und Nutzern den Speicherort der Daten selbst festzulegen. In der Arbeitsumgebung wählt die Nutzerin oder der Nutzer die Lokation aus und bestimmt dadurch, wo die Daten (wie Teamrooms, Ordner, Dokumente und sonstige Anwendungsdaten) gespeichert werden. Seit September 2012 können Folio Cloud Nutzerinnen und Nutzer Daten in der Folio Cloud Lokation Deutschland speichern. Im Januar 2013 kam die Lokation Schweiz dazu.

Des Weiteren wurde die Version 2.0 der mobilen App für Folio Cloud für die Plattformen Apple iOS und Android bereitgestellt. Diese Version verfügt über eine vollkommen neue Benutzerführung. Sie erlaubt das Hochladen von Bildern oder Videos bzw. sonstiger Dateien aus anderen Applikationen sowie das Abspielen von Videos direkt in der App auch im Offline-Modus. Die Folio Cloud Lokationen werden ebenfalls von der Folio Cloud App unterstützt. Damit kann die Nutzerin/der Nutzer über die App auf die Daten aus allen Folio Cloud Lokationen zugreifen. Neu ist auch die Aktualisierung aller offline verfügbaren Teamrooms mit einem Klick.

Die Authentisierungsmöglichkeiten in Folio Cloud wurden wiederum erweitert. Nutzerinnen und Nutzer haben nun die Möglichkeit, ihren Facebook-Account für die Authentisierung zu verwenden. Bei der Registrierung für Folio Cloud kann sofort eine Verknüpfung mit einem Facebook-Account hergestellt werden.

Ein weiteres Augenmerk lag auf der Durchführung der Fabasoft Cloud Developer Conference 2012 Summer und Fabasoft Cloud Developer Conference 2012 Winter. In bis zu fünf parallelen Tracks wurde Cloud App Entwicklerinnen und Entwicklern vermittelt, wie sie mit Fabasoft Softwareprodukten eigene Apps entwickeln und in der Cloud Kundennutzen schaffen können. Bereits über 80 Cloud Apps sind im Fabasoft Cloud App Store verfügbar.

Mindbreeze InSite

Der Cloud-Service Mindbreeze InSite (Website-Suche) wurde im Berichtszeitraum weiter verbessert und ausgebaut. So ist das Hinzufügen von Mindbreeze InSite Quellen zu einer bereits existierenden Fabasoft Mindbreeze Enterprise Umgebung nun möglich. Vorschaubilder von Inhalten aus PDF-Dokumenten oder Office-Dokumenten können nun erstellt werden. Ein weiterer Fokus in der Entwicklungstätigkeit lag auf der Konzipierung und Entwicklung des "Mindbreeze Baukastens" sowie in der semantischen Anreicherung von Dokumenten und Suchen auf Basis von Taxonomien und reichhaltigen Daten. Mit dem "Mindbreeze Baukasten" können Webanwenderinnen und Webanwender ohne HTML-Kenntnisse eigene Suchanwendungen erstellen und in eigene Webseiten einbetten. Durch Auswahl und Verschieben von vordefinierten Abfragen (visuelle Programmierung) wird die Suchabfrage festgelegt und gleichzeitig der richtige HTML-Code erstellt. Dieser muss nur noch in die Webseite kopiert werden, nach Integration aktualisiert Mindbreeze den Inhalt automatisch. Der Mindbreeze Baukasten und die Infrastruktur für semantische Strukturen in Mindbreeze stehen für Mindbreeze InSite und Fabasoft Mindbreeze Cognition zur Verfügung.

Der neu entwickelte sogenannte Elastic Index ermöglicht, mit nur einem Index Service pro Knoten die maximale Anzahl von Objekten auf diesem Server zu indizieren. Eine manuelle Aufteilung der Daten entfällt. Damit werden auch Big-Data Anwendungsfälle mit maximalen Datenmengen perfekt unterstützt.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand geprüft und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2011 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 13. Oktober 2016 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 34, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 17. Mai 2013

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2013, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt und den in Österreich ergänzend anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften entspricht. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 17. Mai 2013

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß Absatz 3 der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich den nach § 87 Abs. 4 öBörseG geforderten Informationen vermittelt wird.

Linz, am 17. Mai 2013 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT Jahresfinanzbericht 12/13 59

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2013

Aktiva in EUR 31.03.2013 31.03.2012
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
14.083,89 8.514,79
II.
Sachanlagen
2.661.638,44 2.096.593,23
III. Finanzanlagen 7.008.171,92 6.884.551,57
9.683.894,25 8.989.659,59
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.884.429,07 5.496.969,91
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.310,67 144.319,20
7.890.739,74 5.641.289,11
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
4.514.121,07 5.524.053,59
12.404.860,81 11.165.342,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.127,73 136.745,78
22.143.882,79 20.291.748,07
Passiva in EUR 31.03.2013 31.03.2012
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.377.624,48 11.377.624,48
III. Bilanzgewinn
(davon Gewinnvortrag EUR 40.348,27; Vorjahr Gewinnvortrag EUR 0,00)
2.012.926,66 790.348,27
18.390.551,14 17.167.972,75
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
851.705,00 789.224,00
2.
Rückstellungen für Pensionen
1.308.100,00 964.400,00
3.
Steuerrückstellungen
0,00 79.000,00
4.
Sonstige Rückstellungen
167.243,77 160.225,03
2.327.048,77 1.992.849,03
C. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
97.222,22 296.478,46
2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
684.192,94 379.415,03
3.
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern EUR 614.358,23; Vorjahr TEUR 408)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.271,97; Vorjahr TEUR 6)
644.867,72 455.032,80
1.426.282,88 1.130.926,29
22.143.882,79 20.291.748,07

Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April 2012 bis 31. März 2013

in EUR 2012/2013 2011/2012
1.
Umsatzerlöse
2.495.644,00 2.283.429,00
2.
Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
3.022,59 3.991,85
b) Übrige 1.349,13 3.296,13
4.371,72 7.287,98
3.
Personalaufwand
a)
Gehälter
-898.954,65 -891.909,33
b)
Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-62.748,12 -97.346,12
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
-316.206,94 -138.906,94
d)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-112.908,40 -114.908,96
-1.390.818,11 -1.243.071,35
4.
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-1.396.885,57 -1.214.496,92
5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -9.397,08 -12.403,74
b)
Übrige
-1.976.497,81 -1.849.731,17
-1.985.894,89 -1.862.134,91
6. Z
wischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis)
-2.273.582,85 -2.028.986,20
7.
Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.729.330,71; Vorjahr TEUR 2.219)
3.729.330,71 2.218.895,72
8.
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
4.390,26 4.959,03
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
29.782,93 75.379,73
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 220,35 4.160,49
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
(davon Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen
EUR 25.467,01, Vorjahr TEUR 0)
-25.467,01 0,00
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) 3.738.257,24 2.303.394,97
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.464.674,39 274.408,77
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 507.904,00 515.939,50
15. Jahresüberschuss = Jahresgewinn 1.972.578,39 790.348,27
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40.348,27 0,00
17. Bilanzgewinn 2.012.926,66 790.348,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2012/2013 der Fabasoft AG, Linz

1) Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2013 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des §9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Distribution GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Faba5 GmbH, Linz, (6) Fabasoft Medical GmbH, Linz, (7) Mindbreeze Software GmbH, Linz, (8) app.telemetry GmbH, Linz und (9) Fabasoft Corporation, Massachusetts, USA.

Die Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien scheidet aufgrund Liquidation ab der Veranlagung 2012 aus der Steuergruppe aus.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25% des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß §9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 2 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß §198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen. Der nicht aktivierte, aber aktivierbare Betrag an latenten Steuern beträgt EUR 182.766,63 (Vorjahr TEUR 196).

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen für Dienstnehmer erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,25% (Vorjahr 4%) und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3% (Vorjahr 3%) angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards. Die Abfertigungsrückstellung der Vorstände wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,25% berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§238 Z 2 UGB)

Buchwert der
Beteiligung
in EUR
31.03.2013
in% Eigenkapital
Nominale
gesamt
buchmäßig
gesamt
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 1.882.418,29 EUR 880.810,76
Fabasoft CH Software AG,
Bern, Schweiz
462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 1.460.718,21 CHF 198.325,13
Fabasoft D Software GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland
2.282.573,66 100,00 EUR 51.640,48 EUR 1.330.619,00 -EUR 375.427,06
Fabasoft Medical GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 32.881,15 -EUR 446,12
Fabasoft International Services GmbH,
Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 136.867,38 EUR 36.784,09
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien
0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 162.539,31 GBP 15.074,18
Fabasoft R&D GmbH, Linz 435.500,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 2.827.256,73 EUR 2.391.756,73
Fabasoft Distribution GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 3.915.087,33 -EUR 1.932.570,62
Faba5 GmbH, Linz 36.000,00 90,00 EUR 40.000,00 -EUR 341.768,15 -EUR 282.844,79
app.telemetry GmbH, Linz 31.500,00 90,00 EUR 35.000,00 EUR 589.143,50 EUR 379.684,23
Mindbreeze Software GmbH, Linz 38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 610.569,27 EUR 25.850,96
5.720.460,76

Zum Stichtag 31.03.2013 sind die Beteiligungen an der Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien sowie an der Devstrom GmbH, Linz abgegangen. Beide Unternehmen wurden liquidiert. Die Löschung der Fabasoft Italia S.r.l. im Handelsregister erfolgte zum 08.01.2013, die Devstrom GmbH wurde per 19.02.2013 im Firmenbuch gelöscht.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existiert eine Rückdeckungsversicherung, deren Aktivierungswert im Geschäftsjahr 2012/2013 um EUR 166.400,00 erhöht wurde. Der als Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 1.130.800,00.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

7.884.429,07
5.496.969,91
6.310,67
144.319,20
7.890.739,74
5.641.289,11

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 3.661.661,58 (Vorjahr TEUR 2.977) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 4.222.767,49 (Vorjahr TEUR 2.520) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 851.705,00 (Vorjahr TEUR 789), die Pensionsrückstellung EUR 1.308.100,00 (Vorjahr TEUR 964).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 19.750,00 (Vorjahr TEUR 27), Boni in Höhe von EUR 6.500,00 (Vorjahr TEUR 7), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 93.993,77 (Vorjahr TEUR 93), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 18.300,00 (Vorjahr TEUR 5), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 27.700,00 (Vorjahr TEUR 28) und Sonstiges in Höhe von EUR 1.000,00 (Vorjahr TEUR 1).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2013 97.222,22 0,00 0,00 97.222,22
Lieferungen und Leistungen 2012 296.478,46 0,00 0,00 296.478,46
Verbindlichkeiten gegenüber 2013 684.192,94 0,00 0,00 684.192,94
verbundenen Unternehmen 2012 379.415,03 0,00 0,00 379.415,03
2013 644.867,72 0,00 0,00 644.867,72
Sonstige Verbindlichkeiten 2012 455.032,80 0,00 0,00 455.032,80
2013 614.358,23 0,00 0,00 614.358,23
davon aus Steuern 2012 407.625,71 0,00 0,00 407.625,71
davon im Rahmen der 2013 5.271,97 0,00 0,00 5.271,97
sozialen Sicherheit 2012 6.382,09 0,00 0,00 6.382,09
2013 1.426.282,88 0,00 0,00 1.426.282,88
2012 1.130.926,29 0,00 0,00 1.130.926,29

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 684.192,94 (Vorjahr TEUR 379).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2014 befristet. Zum 31. März 2013 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -162.539,31.

Gegenüber der Mindbreeze Software GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2014 befristet. Zum 31. März 2013 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze Software GmbH, Linz, EUR -610.569,27.

Gegenüber der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine Rangrücktritts- und Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 30. Juni 2014 befristet. Zum 31. März 2013 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, EUR -3.915.087,33.

Gegenüber der Faba5 GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2014 befristet. Zum 31. März 2013 beträgt das Eigenkapital der Faba5 GmbH, Linz, EUR -341.768,15.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2.495.644,00 (Vorjahr TEUR 2.283) resultieren aus der Verrechnung der Konzernholding, Fabasoft AG, Linz, an die verbundenen Unternehmen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 267,12 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 166.400,00 (Vorjahr TEUR 227) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 500.200,00 (Vorjahr TEUR 517) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß §9 KStG betrifft.

4) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß §237 Z 8 UGB)

in EUR folgendes
Geschäftsjahr
folgende fünf
Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 618.211,25 2.839.677,01
Vorjahr 577.651,16 2.704.952,74

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 602.655,92 (Vorjahr TEUR 604).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer (gemäß §237 Z 14 UGB)

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, offengelegt.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2012/2013 2011/2012
Angestellte 4 4

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Die Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 1.232 (Vorjahr TEUR 1.090) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Laufende Bezüge 856 856
Aufwendungen für Abfertigungen 60 95
Aufwendungen für Altersversorgung 316 139
Gesamt 1.232 1.090

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Vorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder (Mitglied) Dipl.-Vw. Hans Spitzner (Mitglied) Dr. Peter Posch (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2012/2013 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 70.000,00 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

Mitarbeiteroptionen

Der beizulegende Zeitwert der Mitarbeiteroptionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VI 2012/2013 2011/2012
zum 1. April 0 5.714
Ausgegeben 0 0
nach Kapitalherabsetzung 0 5.714
Verfallen 0 0
Vorjahr: ausgeübt bei einem Kurs von EUR 2,70 0 5.174
zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 0 0

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien (5.000.000,00 Stück) mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Beschlüsse der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012:

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG, Linz, am 3. Juli 2012 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Linz, 17. Mai 2013

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2013

Anschaffungs - / Herstellungskosten
Anlagevermögen in EUR Stand am
01.04.2012
Zugänge Abgänge Stand am
31.03.2013
Kumulierte
Abschreibung
I. I
mmaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
275.387,29 20.476,31 23.144,00 272.719,60 258.635,71
Summe 275.387,29 20.476,31 23.144,00 272.719,60 258.635,71
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 951.553,31 584.953,87 0,00 1.536.507,18 964.611,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
7.940.523,35 1.367.197,56 406.179,19 8.901.541,72 6.811.798,47
Summe 8.892.076,66 1.952.151,43 406.179,19 10.438.048,90 7.776.410,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.997.713,62 7.000,00 135.000,00 7.869.713,62 2.149.252,86
2. Beteiligungen 50.000,00 0,00 50.000,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.121.311,16 166.400,00 0,00 1.287.711,16 0,00
Summe 9.169.024,78 173.400,00 185.000,00 9.157.424,78 2.149.252,86
Gesamtsumme 18.336.488,73 2.146.027,74 614.323,19 19.868.193,28 10.184.299,03

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 8.131,61 EUR 8.131,61

Anlagevermögen Buchwert
Stand am
31.03.2013
Buchwert
Stand am
31.03.2012
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2012/2013
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2012/2013
Buchwert
abgänge
2012/2013
I. I
mmaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
14.083,89 8.514,79 14.907,21 0,00 0,00
Summe 14.083,89 8.514,79 14.907,21 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 571.895,19 145.857,74 158.916,42 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
2.089.743,25 1.950.735,49 1.223.061,94 0,00 5.127,86
Summe 2.661.638,44 2.096.593,23 1.381.978,36 0,00 5.127,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.720.460,76 5.713.460,76 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
3. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
1.287.711,16 1.121.090,81 220,35 0,00
Summe 7.008.171,92 6.884.551,57 0,00 220,35 50.000,00
Gesamtsumme 9.683.894,25 8.989.659,59 1.396.885,57 220,35 55.127,86

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 8.131,61

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 23,1 Mio. Euro (22,9 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Bei einem EBITDA von TEUR 1.886 (TEUR 2.324 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR 268 (TEUR 919 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das erreichte Umsatzwachstum von 1,2% bezogen auf das Geschäftsjahr 2011/2012 resultiert vorwiegend aus einer positiven Entwicklung der wiederkehrenden Erlöse (Softwareaktualisierungsgebühren, SaaS- und Cloud-Umsätze), durch welche Rückgänge im projektbezogenen Dienstleistungsgeschäft kompensiert werden konnten. Diese Rückgänge reflektieren vor allem den starken Budgetdruck der öffentlichen Auftraggeber. Das Neulizenzgeschäft bei On-Premises-Kunden belief sich etwa auf Vorjahresniveau.

Mit 31,7% der Umsatzerlöse (TEUR 7.339) lagen die Investitionen für Forschung & Entwicklung des Fabasoft Konzerns (die Fabasoft AG führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch) wiederum auf im Industrievergleich sehr hohem Niveau (TEUR 7.256 im Geschäftsjahr 2011/2012).

Diese Investitionen wurden sowohl für die kundenorientierte Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios als auch für den Ausbau des Cloud-Angebotes des Fabasoft Konzerns getätigt.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2013) 49% (54% zum 31. März 2012). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich auf TEUR 15.154 (TEUR 14.628 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 204 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. März 2013 (203 zum 31. März 2012).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Perg, Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Faba5 GmbH 90% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft Medical GmbH 100% Österreich Linz
app.telemetry GmbH 90% Österreich Linz
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt
am Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2013)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur

Laut Optionsvertrag vom 30. Juni 2011 wurden 20% der Geschäftsanteile der Fabasoft Medical GmbH, gehalten von Dieter Scharnagl und Thomas Hauser, an die Fabasoft AG abgetreten. Die Fabasoft AG hält somit 100% des Stammkapitals der Fabasoft Medical GmbH.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% der Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH in Liquidation, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hielt der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die Devstrom GmbH in Liquidation, Linz, aufgrund der abgeschlossenen Liquidation (Februar 2013) aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Im Januar 2013 wurde die Liquidation der Fabasoft Italia S.r.l. mit Sitz in Rom, Italien, abgeschlossen und die Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse 2.496 2.283
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.465 274
EBIT -2.274 -2.029
EBITDA -877 -814
Jahresüberschuss 1.973 790
Eigenkapital 18.391 17.168
Eigenkapitalquote 83% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.835 1.082
Endbestand an liquiden Mittel 4.514 5.524
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 4

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse 23.147 22.883
Ergebnis vor Ertragsteuern 338 1.187
EBIT 268 919
EBITDA 1.886 2.324
Jahresergebnis 263 871
Eigenkapital 13.665 14.457
Eigenkapitalquote 49% 54%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 3.357 4.425
Endbestand an liquiden Mittel 15.154 14.628
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 204 203

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Innovationsgeist und Engagement sind Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum. Für die kontinuierliche fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt Fabasoft verschiedene Personalentwicklungskonzepte und -maßnahmen um. Die Fabasoft Academy, als konzerneigene Ausbildungsstätte, koordiniert die Umsetzung der Maßnahmen und bietet ein breites Spektrum an internen Trainingsangeboten. Das umfangreiche Weiterbildungsprogramm wird mit unternehmensinternen und -externen Referenten aufbereitet, umgesetzt und stetig erweitert, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Informationsvermittlung und praktischer Anwendung gelegt wird. Qualifizierungen, Zertifizierungen, der Besuch von internationalen Fachkonferenzen und externen Seminaren, Workshops, Verkaufsund Sprachtrainings, Coachings, etc. ergänzen das Angebot. Durch einen gezielten Wissenstransfer wird sichergestellt, dass wertvolles Know-how im Konzern erhalten bleibt.

Die Führungskräfte-Entwicklung erfolgt über die St. Galler Business School. In Seminaren und Workshops wird unter anderem die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte laufend überprüft, Anpassungen entwickelt und bei der Umsetzung berücksichtigt.

Einen besonderen Stellenwert legt Fabasoft auf international anerkannte Zertifizierungen wie IPMA oder Scrum Alliance. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 65 zertifizierte (Senior-)Projektmanagerinnen und Projektmanager gemäß IPMA-Standard sowie 51 Scrum Master und 33 Product Owner.

Teamorientierte Arbeitsplätze, ausgestattet mit dem neuesten technischen Equipment sowie ein anregendes Umfeld bilden die Grundlage für eine motivierende Arbeitsatmosphäre bei Fabasoft. Das Konzept der Arbeitsplatzausstattung und Büroumgebung wird durch moderne Architektur, lichtdurchflutete Büros und Konferenzräume sowie die künstlerische Gestaltung der Büros umgesetzt. Das offene und freundliche Umfeld kommt der Kommunikation sowohl intern als auch mit Gästen zugute. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 ist die Neugestaltung der Niederlassung in Bern hervorzuheben, sowie die Eröffnung des Fabasoft Kunst Cafés am Standort Linz.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation und leitet Informationen in vielfältiger Weise direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. So informiert der Vorstand und/oder die Geschäftsleitung in den "Friday Morning Speeches" über aktuelle Schwerpunktthemen. Innovationen und Weiterentwicklungen aller Produkt- und Umsetzungsbereiche werden in den internen, 14-tägig stattfindenden Scrum Demo Days präsentiert. Die Veranstaltung "Fabasoft Done!" informiert quartalsweise über den aktuellen Stand der Produkt-Entwicklungen. Wissenstransfer und interner Erfahrungsaustausch nehmen bei Fabasoft einen besonderen Stellenwert ein, daher haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, Veranstaltungen live zu besuchen oder mittels Video-Stream zu verfolgen oder zeitversetzt abzurufen. Social Media Kanäle und zahlreiche Web-2.0-Technologien wie Blogs, Wiki, etc. werden ebenfalls in die interne Kommunikation miteinbezogen.

Cloud-Services

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen. Die Kunden profitieren von der sofortigen Verfügbarkeit der Services zu monatlichen Fixkosten auf Subskriptions-Basis und reduzieren die Kosten für Wartung und Administration.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen. Sparsamer Umgang mit Energie und die Reduktion von CO2 -Emissionen werden daher als sehr wichtig angesehen. Durch die umweltschonende Standortpolitik und die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden. Geschäftsreisen erfolgen entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind besonders die Verbindungen Wien-Linz bzw. Linz-München hervorzuheben.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Fabasoft hat im vergangenen Geschäftsjahr ein neues Projekt in Kooperation mit der Caritas gestartet, in dem Fabasoft ein Lerncafé der Caritas finanziell unterstützt. Darüber hinaus hat Fabasoft entschieden, junge lokale Talente in ihren Vorhaben zu fördern. Im Berichtszeitraum waren diese das Surftalent Marco Lang und der Linzer Ruderverein Wiking.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossen. Dennoch schenkt Fabasoft diesem Thema auch weiterhin besonderes Augenmerk. Ein großer Meilenstein im Geschäftsjahr 2012/2013 war die Umsetzung der Cloud-Lokationen. Hier haben Kunden in Zukunft die Möglichkeit, den Standort der Cloud-Daten-Speicherung selbst zu wählen. Bei der Auswahl der Rechenzentren wurde darauf geachtet, dass diese auf dem neuesten Stand der Technik sind, und es wurde von Fabasoft größter Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht, als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geografien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen geschaffen werden.

Leistungsstarkes Produktportfolio in der Cloud

Als neues Nutzungsmodell von Software-Funktionalität etabliert sich zunehmend das Cloud Computing. Fabasoft Folio Cloud und Mindbreeze InSite bilden im Fabasoft Konzern den Kern des Cloud-Service-Angebotes.

Fabasoft Folio Cloud

Die steigende Vernetzung von Organisationen und Arbeitsprozessen auch über Ländergrenzen hinweg erfordert neue, flexible und mobile Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft Folio Cloud positioniert sich in diesem Feld als europäischer Cloud-Dienst basierend auf europäischer Datenhaltung und Rechtsgrundlage. Das Folio Cloud-Angebot ist nach Leistungsmerkmalen in Editionen gestaffelt, was einen schnellen und einfachen Einstieg sowie einen schrittweisen Ausbau der Nutzung ermöglicht.

Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge auch aus dem Up-Selling auf umfangreichere Editionen und Speicherpakete, die im Online-Shop erhältlich sind, ergeben. Zusätzlich werden eine Vielzahl an Cloud-Apps für spezielle Businessanwendungen von Entwicklungspartnern und Fabasoft selbst in diesem Shop als Ergänzung zum Basisumfang der Fabasoft Folio Cloud Editionen angeboten.

Fabasoft bietet mit dem Konzept der Cloud-Lokationen den Anwenderinnen und Anwendern, die Möglichkeit den physischen Speicherort der Daten selbst zu wählen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die Cloud-Lokationen Deutschland, Österreich und Schweiz zur Verfügung gestellt. Dieses Konzept stellt aktuell ein Alleinstellungsmerkmal für die Folio Cloud dar, welches von anderen Herstellern nicht angeboten wird.

Mindbreeze InSite

Über ein einfaches Self-Service-Portal können Betreiber von Webauftritten diese von Mindbreeze InSite indexieren lassen und damit komfortabel durchsuchbar machen. Das Ergebnis kann für eine bestimmte Zeit kostenlos getestet werden. Ist der Kunde mit dem Sucherlebnis zufrieden, so kann er nach der Testphase in die kostenpflichtige Nutzung auf Basis von Monatsgebühren wechseln. Ausgehend von den bestehenden prominenten Referenzkunden soll über systematische Vertriebsaktivitäten dieses Service verstärkt im Markt platziert werden.

Diese Cloud-Angebote ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Erprobung und Nutzung über das Internet. Die damit verbundene Senkung der Eintrittsschwelle für potenzielle Kunden ist ein Kernmerkmal des Cloud-Geschäftes. Die mit der Vermarktung dieser Angebote einhergehende Online-Präsenz kann zudem auch eine positive Wirkung zugunsten der klassischen On-Premises-Produktangebote von Fabasoft entfalten.

Wahlfreiheit bei der Plattform und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der On-Premises-Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die Möglichkeit, diese Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen zu nutzen. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor kann diese wirtschaftliche Option zu einer positiven Bewertung des Fabasoft Angebotes beitragen.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf das Thema Barrierefreiheit (Accessibility) gelegt. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Zugänglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Weiterhin wirken sich die Kostenvorteile der Open-Source-Plattform-Variante auch positiv für die Wirtschaftlichkeit des Cloud-Betriebsmodells aus, dem diese Plattformen ebenfalls zugrunde liegen.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen und betreut werden. Darüber hinaus soll die bestehende Direkt-Vertriebsorganisation für Großkunden ausgebaut werden.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise in bestimmten vertikalen Märkten ergeben. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial für Fabasoft abgeleitet werden – wie weit dies jedoch umgesetzt werden kann, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreich bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis der Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in dieser Kundengruppe wie beispielsweise Auswirkungen von Budgetkürzungen und Einsparungsvorgaben, Änderungen in den Produkt- oder Technologieentscheidungen, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neugeschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet und neue Betriebsmodelle für die Fabasoft Produkte eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Zielmärkten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einer schmalen und volatilen Kundengruppe zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue und verstärkte Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen:

erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf die Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen laufend ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Ergänzung um ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Cloud-Angebote

Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnten weitere Erfolge in dieser Kategorie erzielt werden. Wie sich diese Produkt-Angebote dauerhaft am Markt behaupten werden, kann aktuell nicht prognostiziert werden. Generell ist der Markt von Cloud-Angeboten von einer überaus kompetitiven Wettbewerbssituation mit starken nationalen und internationalen Anbietern unterschiedlichster Größen und Angebotskonfigurationen geprägt.

Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Marketings (Printkampagnen, Online-Aktivitäten) das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere in dem eingeschränkten oder fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie in den dafür vorgesehenen Märkten möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Bei der Auswahl der Rechenzenten für die Cloud-Lokationen wurde besonders auf Sicherheit bzw. vorhandene Zertifizierungen oder Prüfungen geachtet. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf denen Fabasoft Produkte aufbauen oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen, sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergibt sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende und bereits umgesetzte drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Leistungskategorien Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt weiterhin einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Bei Fachkräften im IT-Sektor überwiegt aktuell die Nachfrage in weiten Bereichen das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht daher ein Risiko, dass Personalbedarfe nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erfüllt werden können.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle, insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler, unberechtigte Datenzugriffe oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-)Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die ISAE 3402 Type 2 Prüfung erneut positiv abgeschlossen. Im Rahmen des Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Fabasoft Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Fabasoft Folio Cloud einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Für die Nutzung von Zukunftschancen und die Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns werden die Schwerpunkte für den Mitteleinsatz im Geschäftsjahr 2013/2014 in den Bereichen Produktinnovation, Stärkung von Vertrieb und Marketing und – mit diesen beiden Themen untrennbar verbunden – in der Akquisition neuer und der Förderung der vorhandenen Talente für die Fabasoft Belegschaft gesehen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bedeutet dies, dass diese für das Geschäftsjahr 2013/2014 etwa in der Höhe des Vorjahres veranschlagt worden sind. Im Zuge der im Geschäftsjahr 2012/2013 umgesetzten Ausweitung der Cloud-Aktivitäten und der Regionalisierung der Datenhaltung wurden externe Rechenzentrumsflächen für den Betrieb unserer Cloud-Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugemietet, installiert und befinden sich im Produktionsbetrieb. Vertrieb und Marketing sollen auch im bevorstehenden Geschäftsjahr 2013/2014 sowohl personell ergänzt als auch durch Beiziehung externer Dienstleistung hinsichtlich Darstellung, Zielgruppenorientierung und Wirkung gestärkt werden. Dies soll einhergehen mit einer verstärkten medialen Präsenz des Unternehmens und seiner Produktangebote.

Obwohl sich Teile der Kundeninteraktion bei Fabasoft bereits in den Online-Bereich verlagert haben, sehen wir den persönlichen Kontakt weiterhin als unverzichtbar an. Dies umso mehr, als es oft um unternehmenskritische Anwendungen und sicherheitsrelevante Daten – und damit letztlich um Vertrauen – geht. Deshalb sollen in den Unternehmensstandorten die Einrichtungen für den Kundenkontakt und diesbezügliche Veranstaltungen sowie die diesbezüglichen Medienausstattungen und die Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin schrittweise weiterentwickelt und modernisiert werden. Insbesondere aus den obengenannten Gründen wird daher von einem Ansteigen der Investitionskosten ausgegangen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber ist Fabasoft für eine Reihe von großen Kunden aus Bund, Ländern/Kantonen und Kommunen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz tätig. Das Geschäft mit diesen Bestandskunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatzkern, wobei sich auch hier die Sparvorgaben der öffentlichen Hand zunehmend auswirken.

Um diesem entgegenzuwirken, soll im Wege von Zusatzprojekten und Erweiterungen des Kreises der Anwenderinnen und Anwender die Position von Fabasoft in diesem Markt ausgebaut werden. Diesbezüglich wurden bereits umfangreiche Angebote gelegt und Gespräche geführt. Es ist aber nicht vorhersehbar, ob beziehungsweise in welchem Umfang daraus konkretes Geschäft generiert werden kann.

Neukundengewinnung erfolgt im öffentlichen Sektor nahezu ausschließlich im Wege hochkompetitiver öffentlicher Ausschreibungen mit den damit verbundenen Vorlaufzeiten.

Über den deutschsprachigen Raum hinaus wurde vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern begonnen, neue Kunden anzusprechen. Ein wichtiges Argument ist in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Reputation und Bewertung, die speziell die österreichische Verwaltung bei internationalen Rankings hinsichtlich des Umsetzungsgrades von E-Government genießt. Bestandskunden erklären sich auch immer wieder bereit, Interessenten anderer Verwaltungen ihr System zu zeigen und über ihre Erfahrungen mit der Einführung von elektronischer Aktenführung und E-Government im Allgemeinen und mit Fabasoft im Besonderen zu berichten.

Bei den privaten Auftraggebern bildet, analog zu den öffentlichen Auftraggebern, das sich aufbauende Bestandskundengeschäft eine wichtige Säule der Umsatzplanung. Da diese Kunden teilweise auch international tätig sind, besteht auch die Möglichkeit beziehungsweise der Kundenwunsch, Einführungs- und Erweiterungsprojekte auch international mit zu begleiten.

Für die Neukundengewinnung soll im bevorstehenden Geschäftsjahr 2013/2014 die Vertriebsorganisation weiter entwickelt und durch die Umsetzung eines entsprechenden Marketing- und PR-Planes unterstützt werden. Einen wichtigen Bestandteil der geplanten Markterschließung bilden die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern und die Konzentration auf fachliche Lösungsbereiche innerhalb des ECM-Marktes.

Aus bisherigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Interessenten zunehmend flexibel in der Frage sind, ob die angestrebte Lösung als Cloud-Anwendung oder über ein klassisches On-Premises-Projekt umgesetzt werden soll. Dies kristallisiert sich oft erst im Zuge des Bieterdialogs unter Abwägung von funktionalen, ökonomischen und zeitlichen Gesichtspunkten heraus. Fabasoft sieht sich in solchen Konstellationen gut positioniert, da das verfügbare Produktportfolio beides leistet und auch hybride Modelle erlaubt. Die Umsatzplanung wird dadurch aber erschwert, da abhängig vom gewählten Modell, ein und dasselbe Projekt eine deutlich unterschiedliche Umsatzstruktur auf der Zeitachse aufweist.

Die dargestellten Anstrengungen und Vorhaben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den unter 2) im Lagebericht dargestellten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Ausgehend von den in den letzten Quartalen umgesetzten Maßnahmen und den ermutigenden Erfolgen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht das Management von einem herausfordernden aber auch chancenreichen Geschäftsjahr 2013/2014 aus. Weiterhin wird – nicht zuletzt unter Berücksichtigung der soliden Cash-Position des Unternehmens – der Verfolgung von als zukunftsorientiert und nachhaltig eingeschätzten Themen gegebenenfalls Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätsüberlegungen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Enterprise Produkte

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio dient zum einheitlichen Erfassen, Ordnen und Archivieren von digitalen Geschäftsunterlagen. Im Berichtszeitraum konzentrierte sich das Folio-Entwicklungs-Team auf die Themen Weiterentwicklung und Optimierung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit in Teamrooms, Content-Management, Geschäftsprozess-Management, User Interface sowie Verbesserungen im Bereich Accessibility. Die Zusammenarbeit mittels Teamrooms konnte durch neu umgesetzte Anwendungsfälle und durch eine verbesserte Benutzerinteraktion bei den bestehenden Anwendungsfällen optimiert werden. Bei der Umsetzung wurde das Feedback der Fabasoft Folio Cloud Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt. Darüber hinaus besteht jetzt die Möglichkeit, Teamrooms aus der internen Fabasoft Folio Installation nach Folio Cloud zu übertragen, um externe Partner noch einfacher in Projekte einzubinden. Diese "hybriden Teamrooms" können nach abgeschlossener Zusammenarbeit wieder in die interne Fabasoft Folio Installation übernommen und in Folio Cloud gelöscht werden.

Beim Thema Content-Management erfolgte die Umsetzung der Anwendungsfälle "Interaktives Scannen von Dokumenten" am Arbeitsplatz und "Annotierung bestehender Dokumente". Für Annotierungen wird ein externer Viewer auf PDF-Basis eingesetzt, dabei werden die Anmerkungen aus dem Viewer spezifischen Format in das generische Objektmodell überführt. Der Viewer für Annotierungen kann im Browser oder separat in einem eigenen Fenster (z.B. auch auf einem zweiten Monitor) dargestellt werden. Zum Thema Accessibility erfolgten Verbesserungen im Bereich der durchgängigen Tastaturbedienung und Auszeichnung mit WAI-ARIA-Tags. Diese funktionieren jetzt auch in allgemeinen Metadaten-Formularen. Typische Anwendungsfälle wie das Kopieren von Werten in der Spaltenansicht wurden weiter verbessert und auf neue Typen ausgedehnt (Währungen). Des Weiteren wurden die Themen rund um Audio und Video überarbeitet, sodass der Import, die Generierung von Vorschaubildern, die Umwandlung auf alternative Formate und das integrierte Abspielen auch großer Inhalte jetzt möglich ist.

Im Bereich des Geschäftsprozess-Managements erfolgte die Entwicklung eines neuen grafischen Modellierungswerkzeugs. Damit kann nun direkt im Fabasoft Folio Web Client modelliert werden. Als Notation wird der internationale Standard "BPMN 2.0" der OMG (Object Management Group) verwendet, wodurch Prozessdiagramme einfach zwischen unterschiedlichen Modellierungswerkzeugen ausgetauscht werden können. Die erstellten Prozessdiagramme können in weiterer Folge mit Workflow-Aktivitäten in Fabasoft Folio verknüpft und anschließend direkt digitalisiert ausgeführt werden. Damit erhält eine Endanwenderin/ein Endanwender höchstmögliche Flexibilität und Agilität im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Die Erstellung und Verwaltung benutzerdefinierter Formulare war Schwerpunkt im Bereich User-Interface: Für Endanwenderinnen und Endanwender ist es jetzt einfach möglich, Formulare zu entwerfen, die sich nahtlos in das bestehende System integrieren. Die Formulare wurden mit Hilfe von Kategorien und Vorlagen umgesetzt. Vorlagen (mit und ohne Dokument) können neu erzeugt und bearbeitet werden. Kategorien erlauben eine einfache Integration mit bestehenden Dokumenten. Sie können zugeordnet werden, um zusätzliche Metadaten zu einem Dokument zu erfassen. Die effiziente Verwaltung und Release-Fähigkeit der Formulare, Vorlagen und Kategorien in einem Team mit potentiell verschiedenen Rollen (Entwickler, Entscheider, Organisationsverantwortlicher) bildet einen Schwerpunkt der Enterprise-Lösung: Formulare werden als Entwurf erstellt und können nach einer Testphase publiziert und in der Organisation über Gruppen zur Verwendung freigegeben werden.

Zum Thema Accessibility bei generierten Dokumenten wurde die durchgängige Auszeichnung für generierte PDF-Inhalte umgesetzt. Bei der Umwandlung bestehender Dokumente (Microsoft Office, LibreOffice) wird die entsprechende Funktionalität der integrierten Produkte verwendet. Bei neu erzeugten oder zusammengesetzten Dokumenten werden die entsprechenden Metadaten im neu generierten PDF-Dokument angebracht.

Fabasoft eGov-Suite

Im Berichtszeitraum wurde die Fabasoft eGov-Suite 2012 Edition CHE (Schweizer Version der Fabasoft eGov-Suite) entwickelt. Der Schwerpunkt innerhalb der Edition CHE waren Umsetzungen gemäß des neuen Systemkonzepts V1.01 des Programms GEVER. Diese erfolgten nach Prüfung in enger Zusammenarbeit mit dem Change Board Bund und den Bestandskunden. Zusätzlich wurde die Aussonderungskomponente an das Bundesarchiv entwickelt. Des Weiteren wurde mit der Realisierung der Fabasoft eGov-Suite 2013 basierend auf dem aktuellen Stand von Fabasoft Folio begonnen.

Der Schwerpunkt der Entwicklung der Edition AUT (Österreichische Version der Fabasoft eGov-Suite) lag in Umsetzungen im Bereich Workflow. Hier wurde beispielsweise die Konfigurierbarkeit des automatischen Einfügens/Erweiterns von Prozessen und Aktivitäten für Geschäftsobjekte erweitert. So können Fachadministratoren an der Domäne und an Geschäftsobjekten Prozesse für spezielle Auslöser (z.B. Ablegen) konfigurieren. Ein zweiter Schwerpunkt war die Weiterentwicklung der grafischen Oberfläche. Neben Optimierungen an den Formularen und Menüs erfolgte auch eine Anpassung der Objektsymbole. Parallel zu den Entwicklungstätigkeiten wurden Upgrade-Projekte bei Großkunden auf die Fabasoft eGov-Suite 2012 sowie auf die Fabasoft eGov-Suite 2013 durch die Produktentwicklung aktiv unterstützt.

Mindbreeze

Das Entwicklungsteam von Mindbreeze beschäftigte sich im Berichtszeitraum mit der professionellen Suche für Webseiten und Webportale als Cloud-Service mit dem Ausbau der semantischen Suchalgorithmen und der Bereitstellung eines Entwickler-Frameworks für sogenannte Suchanwendungen. Fabasoft Mindbreeze Cognition, ein professionelles semantisches Suchwerkzeug, wurde im Berichtszeitraum entwickelt und zur Marktreife gebracht. Das Produkt ist auch als Erweiterung für Fabasoft Mindbreeze Enterprise verfügbar und kann einfach in Fabasoft Folio und in die Fabasoft eGov-Suite integriert werden. Die semantische Anreicherung ist eine zusätzliche Phase bei der Suche sowie zum Zeitpunkt des Filterns und Indizierens der Dokumente. Damit können zusätzlich zur Analyse des Inhalts durch eine Extraktions-Pipeline weitere Annotationen und Meta-Informationen hinzugefügt werden. Ein hierarchisches Facettieren wurde dabei ebenfalls umgesetzt. Nutzerinnen und Nutzer können nun zum Beispiel Begriffe entlang der Hierarchie navigieren und somit elegant die Suche verfeinern. Mindbreeze "versteht", dass es sich dabei um hierarchische Begriffe handelt und verfeinert bei der Einschränkung automatisch auf die nächsten, untergeordneten Begriffe.

Mit Mindbreeze InSpire wurde eine neue Search Appliance entwickelt. Mindbreeze InSpire basiert auf einer Kombination von modernster Hardware und der Mindbreeze Cognition Technologie. Dadurch wird es möglich riesige Datenmengen so einfach wie noch nie zu analysieren und sicher zu durchsuchen. Durch das einfache Deployment (als Search Appliance) ist die Lösung mit minimalem Aufwand bereits einsatzbereit.

Mindbreeze InApp ist als VSA (Virtual Search Appliance) unter inapp.mindbreeze.com verfügbar. Mindbreeze InApp ist eine professionelle Suchlösung, um einzelne Anwendungen rasch und effizient mit der professionellen Mindbreeze Such-Technologie auszustatten und diese auch sofort an Kunden auszuliefern. Die Umsetzung eines Connectors ist einfach auf Basis der beschriebenen Schnittstellen möglich. Das Deployment passiert in Form einer virtuellen Maschine.

Fabasoft app.telemetry

Das app.telemetry-Entwicklungsteam beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 mit der Erweiterung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten von Fabasoft app.telemetry in der On-Premises-Variante. In dieser Variante können nun auch Java-Anwendungen, welche nicht unter Microsoft Windows oder CentOS laufen, in die Softwaretelemetrie-Überwachung einbezogen werden. Der app.telemetry-Agent muss dafür nicht mehr direkt in der Umgebung, in der die Java-VM betrieben wird, installiert werden. Vielmehr werden die Softwaretelemetrie-Daten an einen über TCP/IP erreichbaren Remote Agent übertragen. Auf Basis von TCP-Streams wurde die Netzwerkkommunikation für einen schnelleren Transport der Daten zwischen app.telemetry Komponenten optimiert, insbesondere für Szenarien mit hohen Latenzzeiten. Darüber hinaus erfolgte die Erweiterung des Software Development Kits (SDK) für mobile Apps. Das SDK für mobile Apps (Android, Apple iOS) umfasst alle Grundfunktionen und ist im Download-Paket von Fabasoft app.telemetry 2013 Winter enthalten.

Cloud Produkte

Fabasoft Folio Cloud

Der Berichtszeitraum stand primär im Zeichen der Entwicklung der Folio Cloud Lokationen. Folio Cloud setzt sich nun aus mehreren Folio Cloud Lokationen zusammen. Jede Cloud Lokation ist ein für sich autarkes System, das in einem bestimmten Land oder bei einem bestimmten Kunden von Fabasoft betrieben wird. Die Folio Cloud Lokationen erlauben, Nutzerinnen und Nutzern den Speicherort der Daten selbst festzulegen. In der Arbeitsumgebung wählt die Nutzerin oder der Nutzer die Lokation aus und bestimmt dadurch, wo die Daten (wie Teamrooms, Ordner, Dokumente und sonstige Anwendungsdaten) gespeichert werden. Seit September 2012 können Folio Cloud Nutzerinnen und Nutzer Daten in der Folio Cloud Lokation Deutschland speichern. Im Januar 2013 kam die Lokation Schweiz dazu.

Des Weiteren wurde die Version 2.0 der mobilen App für Folio Cloud für die Plattformen Apple iOS und Android bereitgestellt. Diese Version verfügt über eine vollkommen neue Benutzerführung. Sie erlaubt das Hochladen von Bildern oder Videos bzw. sonstiger Dateien aus anderen Applikationen sowie das Abspielen von Videos direkt in der App auch im Offline-Modus. Die Folio Cloud Lokationen werden ebenfalls von der Folio Cloud App unterstützt. Damit kann die Nutzerin/der Nutzer über die App auf die Daten aus allen Folio Cloud Lokationen zugreifen. Neu ist auch die Aktualisierung aller offline verfügbaren Teamrooms mit einem Klick.

Die Authentisierungsmöglichkeiten in Folio Cloud wurden wiederum erweitert. Nutzerinnen und Nutzer haben nun die Möglichkeit, ihren Facebook-Account für die Authentisierung zu verwenden. Bei der Registrierung für Folio Cloud kann sofort eine Verknüpfung mit einem Facebook-Account hergestellt werden.

Ein weiteres Augenmerk lag auf der Durchführung der Fabasoft Cloud Developer Conference 2012 Summer und Fabasoft Cloud Developer Conference 2012 Winter. In bis zu fünf parallelen Tracks wurde Cloud App Entwicklerinnen und Entwicklern vermittelt, wie sie mit Fabasoft Softwareprodukten eigene Apps entwickeln und in der Cloud Kundennutzen schaffen können. Bereits über 80 Cloud Apps sind im Fabasoft Cloud App Store verfügbar.

Mindbreeze InSite

Der Cloud-Service Mindbreeze InSite (Website-Suche) wurde im Berichtszeitraum weiter verbessert und ausgebaut. So ist das Hinzufügen von Mindbreeze InSite Quellen zu einer bereits existierenden Fabasoft Mindbreeze Enterprise Umgebung nun möglich. Vorschaubilder von Inhalten aus PDF-Dokumenten oder Office-Dokumenten können nun erstellt werden. Ein weiterer Fokus in der Entwicklungstätigkeit lag auf der Konzipierung und Entwicklung des "Mindbreeze Baukastens" sowie in der semantischen Anreicherung von Dokumenten und Suchen auf Basis von Taxonomien und reichhaltigen Daten. Mit dem "Mindbreeze Baukasten" können Webanwenderinnen und Webanwender ohne HTML-Kenntnisse eigene Suchanwendungen erstellen und in eigene Webseiten einbetten. Durch Auswahl und Verschieben von vordefinierten Abfragen (visuelle Programmierung) wird die Suchabfrage festgelegt und gleichzeitig der richtige HTML-Code erstellt. Dieser muss nur noch in die Webseite kopiert werden, nach Integration aktualisiert Mindbreeze den Inhalt automatisch. Der Mindbreeze Baukasten und die Infrastruktur für semantische Strukturen in Mindbreeze stehen für Mindbreeze InSite und Fabasoft Mindbreeze Cognition zur Verfügung.

Der neu entwickelte sogenannte Elastic Index ermöglicht, mit nur einem Index Service pro Knoten die maximale Anzahl von Objekten auf diesem Server zu indizieren. Eine manuelle Aufteilung der Daten entfällt. Damit werden auch Big-Data Anwendungsfälle mit maximalen Datenmengen perfekt unterstützt.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach §243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird: Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf, Revenue Cycle und Tax wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthaltenen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge und zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung, von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

IKS Tax

Das Steuerkontrollsystem (IKS Tax) umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse und Risiken im Zusammenhang mit Steuern innerhalb des Fabasoft Konzerns. Als Ziel verfolgt es, die Rechts- und Planungssicherheit, Reduktion des Steuerrisikos durch möglichst frühzeitige verbindliche Klarheit über die steuerliche Behandlung von Sachverhalten, Reduktion der Compliance Kosten und die Gewährleistung einer zeitnahen und rechtsrichtigen Abgabenerhebung.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand geprüft und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach §243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,19%, davon 4,9% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß §146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2011 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß §169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 13. Oktober 2016 um bis zu EUR 2.500.000,00 auf bis zu EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 34, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 17. Mai 2013

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Jahresabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, den 17. Mai 2013

PwC Oberösterreich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH

Mag. Friedrich Baumgartner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 17. Mai 2013 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT Jahresfinanzbericht 12/13 89

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/2013 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen sowie zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, Marketing- und Vertriebsaktivitäten, die Auftragsentwicklung, das Produktportfolio, Investitionen, Personalentwicklung, das Mitarbeiter-Optionenmodell sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2013/2014.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2013 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht), geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 nach IFRS (Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PwC Oberösterreich, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH, Linz, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt und es wurden beide mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwendungen. Des Weiteren wurde auch der Corporate Governance Bericht zur Kenntnis genommen.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 24. Mai 2013 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2013

Dr. Friedrich Roithmayr e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates

FABASOFT Jahresfinanzbericht 12/13 91

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