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Fabasoft AG Annual Report 2011

May 31, 2011

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Jahresfinanzbericht 2010/2011

FABASOFT ANNUAL REPORT 10/11 1

Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung 4
Konzerngeldflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
.
6
Anhang zum Konzernabschluss
.
8
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns
.
40
Bestätigungsvermerk
.
58
Bilanzeid
.
60
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 62
Anhang zum Konzernabschluss
.
64
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns
.
74
Bestätigungsvermerk
.
92
Bilanzeid
.
94
III. Bericht des Aufsichtsrates 96

Konzernbilanz zum 31. März 2011

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2011 31.03.2010
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 2.594 1.951
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 34 29
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 153 148
Aktive latente Steuern 4.1.4. 664 698
3.445 2.826
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 10.088 8.892
Liquide Mittel 4.2.2. 12.452 17.387
22.540 26.279
Summe Aktiva 25.985 29.105
Passiva in TEUR AZ 31.03.2011 31.03.2010
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 5.000 7.000
Kapitalrücklagen 4.3. 9.296 9.922
Marktbewertungsrücklage 0 -5
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 377 275
Ergebnisvortrag -876 68
13.797 17.260
Minderheitenanteil -91 42
13.706 17.302
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 1.270 1.161
Passive latente Steuern 4.1.4. 119 5
1.389 1.166
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.974 4.464
Ertragsteuerverbindlichkeiten 180 79
Erlösabgrenzungen 4.5.2. 6.736 6.094
10.890 10.637
Summe Passiva 25.985 29.105

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010/2011

in TEUR AZ 2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse 5.1. 21.120 23.287
Sonstige betriebliche Erträge 5.2. 273 79
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -351 -462
Personalaufwand 5.3. -13.041 -13.252
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. -1.368 -1.380
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.5. -6.978 -5.983
Betriebsergebnis -345 2.289
Finanzerträge 5.6. 155 293
Finanzaufwendungen 5.6. -82 -36
Ergebnis vor Ertragsteuern -272 2.546
Ertragsteuern 5.7. -260 -181
Jahresergebnis -532 2.365
Veränderung Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 102 44
Veränderung Marktbewertungsrücklage 5 0
Sonstiges Ergebnis 107 44
Gesamtergebnis -425 2.409
Jahresergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens -429 2.333
Minderheiten -103 32
Gesamtergebnis
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens -322 2.377
Minderheiten -103 32
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das Gesamtergebnis,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 8.1.1. -0,05 0,32
verwässert 8.1.2. -0,05 0,32

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010/2011

in TEUR AZ 2010/2011 2009/2010
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis -345 2.289
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 1.368 1.380
Aufwendungen für Optionsprogramme 149 0
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 109 251
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 5 21
1.286 3.941
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen -1.319 -2.365
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten -995 1.075
Veränderung von Erlösabgrenzungen 642 -262
-1.672 -1.552
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel -386 2.389
Vereinnahmte Zinsen 154 153
Erhaltene Prämienzahlungen Finanzamt 282 142
Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern -175 15
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit -125 2.699
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -2.026 -1.034
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -2.026 -1.034
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.3.
Auszahlungen aus Kapitalherabsetzung -2.000 -1.518
Einzahlungen aus der Ausübung von Optionsprogrammen 234 0
Dividendenausschüttung -1.050 0
Auszahlungen an Minderheitengesellschafter -30 0
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -2.846 -1.518
Veränderung der liquiden Mittel -4.997 147
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 17.387 17.067
Effekte aus Wechselkursänderungen 62 173
Abnahme / Zunahme -4.997 147
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 12.452 17.387

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2010/2011

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Marktbe
wertungs
rücklage
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2009
8.518 9.894 -5 231 -2.265 16.373 11 16.384
Gesamtergebnis 0 0 0 44 2.333 2.377 32 2.409
Endkonsolidierung
Tochterunternehmen
0 0 0 0 0 0 -1 -1
Änderung auf
Grund von Options-
programmen
0 28 0 0 0 28 0 28
Änderung auf Grund
Kapitalherabsetzung
-1.518 0 0 0 0 -1.518 0 -1.518
Stand am
31. März 2010
4.3. 7.000 9.922 -5 275 68 17.260 42 17.302
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Marktbe
wertungs
rücklage
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Ergebnis
vortrag
Gesamt Minder
heiten
anteil
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
31. März 2010
7.000 9.922 -5 275 68 17.260 42 17.302
Anpassung Ergebnis
vortrag Vorjahr
4.3. 0 0 0 0 30 30 0 30
Gesamtergebnis 0 0 5 102 -429 -322 -103 -425
Dividende,
Ausschüttungen
0 0 0 0 -1.050 -1.050 -30 -1.080
Änderung auf
Grund von Options-
programmen
0 -121 0 0 0 -121 0 -121
Auflösung
Kapitalrücklage
0 -505 0 0 505 0 0 0
Änderung auf Grund
Kapitalherabsetzung
-2.000 0 0 0 0 -2.000 0 -2.000
Stand am
31. März 2011
4.3. 5.000 9.296 0 377 -876 13.797 -91 13.706

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2011

1) Grundlegende Informationen

Fabasoft ist ein europäischer Softwarehersteller für Enterprise Content Management (ECM), Compliance, Electronic Government und MoReq2-zertifizierter Information Governance sowie ein Anbieter von Cloud Services für die sichere und zuverlässige Zusammenarbeit von Unternehmen, Partnern und Kunden über das Internet. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2010 bis 31. März 2011.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1 Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden

IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 (Änderungen) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen). Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Unternehmenszusammenschlüsse. Im Falle zukünftiger Unternehmenszusammenschlüsse wird die Gesellschaft die geänderten Standards anwenden.

Alle anderen neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

2.1.2. Neue von der Europäischen Union übernommene Regelungen

Eine Reihe von Änderungen von Standards sowie neue und geänderte Interpretationen wurden publiziert und von der Europäischen Union übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

2.1.3. Regelungen, die von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde im November 2009 veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend und wird voraussichtlich eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Standard wurde jedoch noch nicht ins EU-Recht übernommen (endorsement). Die Auswirkungen des neuen Standards werden derzeit noch evaluiert.

Eine Reihe von Änderungen von Standards sowie neue und geänderte Interpretationen wurden bereits publiziert, aber von der Europäischen Union noch nicht übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2011 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten.

Sämtliche Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2011 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabalabs Software GmbH Linz/Österreich 100,00
Mindbreeze Software GmbH Linz/Österreich 55,00
Fabasoft Institute of Technology GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Distribution GmbH Linz/Österreich 100,00
app.telemetry GmbH
(vormals app.strudl Software GmbH)
Linz/Österreich 90,00
Fabasoft D Software GmbH Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft CH Software AG Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Fabasoft Italia S.r.l. Rom/Italien 100,00
Unternehmen Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft Corporation Boston/USA 100,00
Fabasoft AT Software GmbH Linz/Österreich 100,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Am 12. November 2010 gründete die Fabasoft Austria GmbH die Fabasoft AT Software GmbH in Linz/Österreich. Die Fabasoft Austria GmbH hält 100% des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange). Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden nicht aktiviert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.2.4. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden im Eigenkapital als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und Bilanzposten in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs 31. März Durchschnittskurs für das Jahr
Schweizer Franken
2011 1,2974 CHF 1,33722 CHF
2010 1,4271 CHF 1,49887 CHF
Britische Pfund
2011 0,8807 GBP 0,85409 GBP
2010 0,8909 GBP 0,88752 GBP
US-Dollar
2011 1,4224 USD 1,32802 USD
2010 1,3457 USD 1,40871 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst, werden aktiviert. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs-/Herstellungskosten und die entsprechend kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht. Dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erlangbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten).

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

2.6. Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.7. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als Operating-Leasing zu qualifizieren. Somit werden die Leasingraten als Aufwand erfasst.

2.8. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag als Teil des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.9. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

Zum 31. März 2011 hält der Fabasoft Konzern keine Vorräte.

2.10. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2011 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.11. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Grund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.12. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2011 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.13. Leistungen an Arbeitnehmer

Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden im Jahr des Entstehens in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

Die Abfertigungsrückstellung für die Vorstände der Fabasoft AG wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden auf Grund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.14. Aktienbasierte Vergütungen durch Ausgleich mit Eigenkapital-Instrumenten

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen auf Aktien der Fabasoft AG wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erträge werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.15. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2011 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.16. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) sämtliche Lizenzgebühren innerhalb eines Jahres fällig sind, (iii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iv) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann. Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen werden nach Leistungsfortschritt realisiert (siehe Punkt 2.11.).

2.17. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2011 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Distribution GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Fabalabs Software GmbH, (6) Mindbreeze Software GmbH, (7) Fabasoft Institute of Technology GmbH, (8) app.telemetry GmbH (vormals app.strudl Software GmbH), (9) Fabasoft Italia S.r.l. und (10) Fabasoft Corporation.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten der Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen mittelfristig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

2.18. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sowie die erfassten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Im Folgenden sind die kritischen Ermessungs- und Schätzungsspielräume angeführt:

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Umsätze aus der Erbringung von Fixpreisprojekten werden nach der POC-Methode bilanziert. Hierbei ermittelt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der noch zu erbringenden Dienstleistungen. Würde der Fertigstellungsgrad um 10% höher bzw. niedriger angesetzt werden, ergäbe sich eine Umsatz- bzw. Forderungserhöhung von TEUR 128 bzw. eine Umsatz- bzw. Forderungsminderung um TEUR 188.

Rückstellungen für Abfertigungen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 3,5% (anstatt 4,5%) zugrunde gelegt werden würde, würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2010/2011 um TEUR 78 höher sein und die Abfertigungsrückstellung TEUR 1.348 betragen. Bei einem Zinssatz von 5,5% würde der Abfertigungsaufwand im Geschäftsjahr 2010/2011 um TEUR 64 niedriger ausfallen und die Abfertigungsrückstellung daher TEUR 1.206 betragen.

Pensionen

Wenn den Berechnungen ein Zinssatz von 3,5% (anstatt 4,5%) zugrunde gelegt werden würde, würde sich der Pensionsrückstellungsbedarf um TEUR 117 erhöhen und die Pensionsrückstellung somit TEUR 117 betragen. Bei einem Zinssatz von 5,5% würde sich der Betrag der bilanzierten Nettoschuld (Pensionsrückstellung) nicht verändern.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2011 TEUR 965 (Vorjahr TEUR 576). Im Fall eines höheren Steuerergebnisses in kommenden Geschäftsjahren führt dies zum Ansatz von höheren latenten Steuern.

2.19. Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Fabasoft AG ausgemacht.

Ein geografisches Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3) Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der beizulegende Zeitwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die beizulegenden Zeitwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition Kategorie Buchwert Fair Value – Level I Fortgeführte
in TEUR (Vorjahr) nach IAS 39 (ergebnisneutral) Anschaffungskosten
Liquide Mittel Kredite und 12.452 0 12.452
Forderungen (17.387) (0) (17.387)
Liefer- und Kredite und 9.243 0 9.243
sonstige Forderungen Forderungen (7.669) (0) (7.669)
Zur Veräußerung verfügbare Zur Veräußerung verfügbare 153 153 0
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte (148) (148) (0)
Liefer- und sonstige Sonstige finanzielle 1.548 0 1.548
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten (1.674) (0) (1.674)

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde kein Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte erfasst.

Im Folgenden sind die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumente je Bewertungskategorie angegeben:

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Zinsen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 119 152
Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5 6
Fremdwährungserträge aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) 0 135
Fremdwährungsaufwendungen aus Krediten und Forderungen (liquide Mittel) -82 0
Zinsen aus Krediten und Forderungen (Liefer- und sonstige Forderungen) 31 -36
Gesamt 73 257

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel, Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf Grund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als relativ gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

3.3. Liquiditätsrisiko

Auf Grund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf den beizulegenden Zeitwert besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanzund Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, speziell im Finanzsektor, sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Euro 10.737 15.927
Britische Pfund 303 272
US-Dollar 190 188
Schweizer Franken 1.218 997
12.448 17.384

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der liquiden Mittel) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Konzernwährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2010/2011
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2010/2011
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2009/2010
Britische Pfund +10% (0,96877) -28 -25
-10% (0,79263) 34 30
US-Dollar +10% (1,56464) -17 -17
-10% (1,28016) 21 21
Schweizer Franken +10% (1,42714) -111 -91
-10% (1,16766) 135 111

Lieferforderungen aus Fremdwährungen

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Euro 8.031 6.579
Britische Pfund 1 9
US-Dollar 4 19
Schweizer Franken 407 270
8.443 6.877

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (auf Grund der Fremdwährungsbewertung der Lieferforderungen) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Lieferforderungen in Fremdwährung. Betrachtet wird die Kursentwicklung der Konzernwährung EUR zu den Fremdwährungen.

in TEUR Kursentwicklung
2010/2011
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2010/2011
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2009/2010
Britische Pfund +10% (0,96877) 0 -1
-10% (0,79263) 0 1
US-Dollar +10% (1,56464) 0 -2
-10% (1,28016) 0 2
Schweizer Franken +10% (1,42714) -37 -25
-10% (1,16766) 45 30

4) Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 988 10.290 11.278
Kumulierte Abschreibungen -858 -8.146 -9.004
Buchwert netto 130 2.144 2.274
Geschäftsjahr 2009/2010
Eröffnungsbuchwert netto 130 2.144 2.274
Zugänge 77 938 1.015
Abgänge 0 -10 -10
Abschreibungen -58 -1.270 -1.328
Endbuchwert netto 149 1.802 1.951
Zum 31. März 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.040 9.113 10.153
Kumulierte Abschreibungen -891 -7.311 -8.202
Buchwert netto 149 1.802 1.951
Geschäftsjahr 2010/2011
Eröffnungsbuchwert netto 149 1.802 1.951
Zugänge 367 1.622 1.989
Abgänge 0 -8 -8
Abschreibungen -95 -1.243 -1.338
Endbuchwert netto 421 2.173 2.594
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.391 8.383 9.774
Kumulierte Abschreibungen -970 -6.210 -7.180
Buchwert netto 421 2.173 2.594

Es wurden keine Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen aktiviert.

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.082
Kumulierte Abschreibungen -1.010
Buchwert netto 72
Geschäftsjahr 2009/2010
Eröffnungsbuchwert netto 72
Zugänge 19
Abgänge -10
Abschreibungen -52
Endbuchwert netto 29
Zum 31. März 2010
Anschaffungs- und Herstellkosten 436
Kumulierte Abschreibungen -407
Buchwert netto 29
Geschäftsjahr 2010/2011
Eröffnungsbuchwert netto 29
Zugänge 35
Abschreibungen -30
Endbuchwert netto 34
Zum 31. März 2011
Anschaffungs- und Herstellkosten 359
Kumulierte Abschreibungen -325
Buchwert netto 34

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Beginn des Geschäftsjahres 148 148
Zeitwertänderung 5 0
Ende des Geschäftsjahres 153 148

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 69) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2010 Konzerngesamt
ergebnisrechnung
Veränderung
31.03.2011
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 84 27 111
Anlagevermögen -48 44 -4
Dienstleistungsaufträge -137 83 -54
Beteiligungsabschreibung 237 -75 162
Verlustvorträge 562 -113 449
Aktive latente Steuern 698 -34 664
Dienstleistungsaufträge -5 -114 -119
Passive latente Steuern -5 -114 -119
Latente Steuern gesamt 693 -148 545

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich zum 31. März 2011 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuer
Fabasoft AG 3.439 25% 399 460
Fabasoft D Software GmbH 0 30% 0 0
Fabasoft CH Software AG 228 22% 50 0
Fabasoft Limited 2.658 19% 0 505
449 965

Noch nicht abgesetzte Beteiligungsabschreibungen aus der Siebentelverteilung gemäß § 12 KStG in Höhe von TEUR 649 haben zum Ansatz von TEUR 162 aktiven latenten Steuern geführt.

Die nicht angesetzten Verlustvorträge zum 31. März 2011 betragen in Summe TEUR 4.498 (Vorjahr TEUR 2.944).

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechneten sich zum 31. März 2010 wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte latente
Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuer
Fabasoft AG 1.652 25% 344 69
Fabasoft D Software GmbH 725 30% 218 0
Fabasoft CH Software AG 55 22% 12 0
Fabasoft Limited 2.667 19% 0 507
574 576

Das Management geht auf Basis aktueller Planungsrechnungen von der Realisierbarkeit der angesetzten latenten Steuerforderungen aus.

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 468 391
Latente Steuerforderungen, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 196 307
664 698

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten
realisiert werden
-119 -5
-119 -5

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Lieferforderungen 8.443 6.877
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 660 640
Sonstige Forderungen 705 1.123
davon Vorsteuerrückerstattung 170 354
davon Forderungen Finanzamt 358 572
davon Kautionen 114 131
davon soziale Sicherheit 37 45
davon übrige Forderungen 26 21
Abgegrenzte Kosten 280 252
Gesamt 10.088 8.892

Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten Forschungs- und Weiterbildungsprämien in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr TEUR 469) und aktivierte Ertragsteuern in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr TEUR 103).

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Noch nicht fällig 7.430 5.330
Überfällig und wertgemindert 0 10
Überfällig, aber nicht wertgemindert 1.013 1.537
Zwischen 1 und 60 Tagen 298 822
Zwischen 61 und 90 Tagen 638 560
Zwischen 91 und 180 Tagen 71 91
Über 180 Tage 6 64

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden keine Wertberichtigungen (Vorjahr TEUR 0) gebildet.

Durch eine Projektverzögerung beim Endkunden eines ausländischen Abnehmers wurde für eine Forderung in Höhe von TEUR 1.743, welche am 31.12.2010 fällig gewesen wäre, eine Teilzahlungsvereinbarung abgeschlossen. Entsprechende Abzinsungen wurden vorgenommen. Das Management geht von der Erfüllung der Zahlungsvereinbarung und damit von der Werthaltigkeit der Forderung aus.

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen*) 775 640
Erhaltene Anzahlungen, welche von den Forderungen abgesetzt wurden 471 539
Überhang der erhaltenen Anzahlungen und Teilrechnungen enthalten
in den Lieferverbindlichkeiten
209 274
Kumulierte Umsatzerlöse aus Dienstleistungsaufträgen 1.246 1.179
Kumulierte Kosten für Dienstleistungsaufträge 1.111 896
Realisierte Gewinne aus Dienstleistungsaufträgen 135 283
*) davon bereits fakturiert und in den Lieferforderungen ausgewiesen 115 0

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Kassenbestand 4 3
Guthaben bei Kreditinstituten 12.448 17.384
Gesamt 12.452 17.387

Zum 31. März 2011 bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr TEUR 260) zur Besicherung von Bankgarantien, welche Kreditinstitute an Dritte ausgefolgt haben.

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2011 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 5.000. Es setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien (Vorjahr 7.000.000) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.296 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden im Einzelabschluss der Fabasoft AG TEUR 505 (Vorjahr TEUR 0) Kapitalrücklage gegen Ergebnisvortrag aufgelöst.

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde der Ergebnisvortrag von TEUR 68 auf TEUR 98 angepasst. Dies resultiert aus der Gewinnausschüttung an Minderheitengesellschafter in Höhe von TEUR 30, die bereits im Geschäftsjahr 2009/2010 berücksichtigt wurde, tatsächlich aber erst im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 5. Juli 2010 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie ausgeschüttet.

Das Grundkapital wird im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung von EUR 7.000.000 auf EUR 5.000.000 zum Zweck der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals durch Zusammenlegung von Aktien herabgesetzt. Der Vorstand wird ermächtigt, weitere Einzelheiten der Kapitalherabsetzung zu entscheiden.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetrahandel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Die Einzelheiten der in der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 beschlossenen Kapitalherabsetzung wurden am 30. August 2010 vom Vorstand beschlossen und veröffentlicht. Der Herabsetzungsbeschluss wurde zum 8. September 2010 rechtswirksam (Eintragung ins Firmenbuch). Nach Ablauf der gesetzlichen Gläubigerfrist Mitte März 2011 erfolgte die Auszahlung an die Aktionäre.

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Der Konzern betrachtet als Eigenkapital die nach IFRS in der Bilanz als solche ausgewiesenen Bestandteile.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert.

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2010/2011 2009/2010
Abzinsungssatz 4,50% 5,00%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 11,08% 12,23%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 - Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2010/2011 2009/2010
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 85 221
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 27 25
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 9 5
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 91 82
Auswirkung Abfertigungszahlungen 24 17
Abfertigungsaufwand 236 350
Rückstellungen für Abfertigungen 2010/2011 2009/2010
Wert per 1.4. 1.161 910
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 85 221
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 27 25
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 9 5
Verwendung für Abfertigungszahlungen -12 0
Wert per 31.3. 1.270 1.161

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2010/2011 2009/2010
Abzinsungssatz 4,50% 5,00%
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen (Nettoverzinsung) 2,75% 2,75%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00% 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,00% 0,00%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2010/2011 2009/2010
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 83 72
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 28 23
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -18 -14
Versicherungsmathematische Verluste Planvermögen (actuarial losses) 3 4
Versicherungsmathematische Verluste der Brutto-Pensionsverpflichtung (actuarial losses) 74 45
Effekt aus der Korrektur der Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") -31 9
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Brutto-Pensionsverpflichtung 2010/2011 2009/2010
Wert per 1.4. 552 412
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 83 72
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 28 23
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) 74 45
Wert per 31.3. 737 552
Marktwert Planvermögen (funded) -808 -655
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") 71 103
Planvermögen -737 -552
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. 0 0
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 0 0
Davon: Pensionsrückstellungen 0 0
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens 71 103
Marktwert Planvermögen 2010/2011 2009/2010
Wert per 1.4. 654 506
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen 18 14
Versicherungsmathematische Verluste (actuarial losses) -3 -4
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139 139
Wert per 31.3. 808 655
Anpassung wegen Vermögenswertbegrenzung ("asset ceiling") -71 -103
Wert per 31.3. 737 552

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien.

Die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

31.03.2011 31.03.2010 31.03.2009 31.03.2008 31.03.2007
Brutto-Pensionsverpflichtung 737 552 412 300 259
Marktwert Planvermögen 808 655 506 359 248
Anpassung wegen
Vermögenswertbegrenzung
-71 -103 -94 -59 0
Netto-Planvermögen 737 552 412 300 248

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Lieferverbindlichkeiten 782 1.333
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 209 274
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 885 657
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 216 210
Sonstige Verbindlichkeiten 1.882 1.990
davon kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.325 1.924
davon Verbindlichkeiten FB Beteiligungen GmbH 505 0
davon übrige Verbindlichkeiten 52 66
Gesamt 3.974 4.464

Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Abgrenzungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Sonderzahlungen und Erfolgsvergütungen zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der FB Beteiligungen GmbH, Eferding, resultieren aus der Leihe von 117.140 Stück Fabasoft-Aktien zur Bedienung von Optionsprogrammen.

Fälligkeitsstruktur der Lieferverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Noch nicht fällig 356 1.056
Überfällig 426 277
Zwischen 1 und 60 Tagen 387 249
Zwischen 61 und 90 Tagen 33 3
Zwischen 91 und 180 Tagen 6 25
Über 180 Tage 0 0

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind zum 31. März 2011 noch nicht fällig.

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

4.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten vor allem abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2011/2012 ergebniswirksam werden.

5) Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 8 1
Sonstige Erträge 265 78
Gesamt 273 79

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus vom Finanzamt gewährte Forschungs- und Weiterbildungsprämien, Erträgen aus Fremdwährungsbewertung sowie Förderungen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 39) zusammen. Die vom Finanzamt gewährten Forschungs- und Weiterbildungsprämien werden ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 (TEUR 171) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, im Vorjahr (TEUR 234) fanden diese in den Ertragsteuern Berücksichtigung.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Gehälter 9.929 10.179
Aufwendungen für Abfertigungen 236 350
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsprogramme 37 0
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.506 2.419
Sonstige Sozialaufwendungen 194 165
Gesamt 13.041 13.252

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 4.4.2.) betreffen die Aufwendungen auf Grund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.338 1.328
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 30 52
Gesamt 1.368 1.380

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 188 64
Instandhaltung 242 189
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.291 1.316
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 545 528
Betriebsaufwendungen 2.078 2.033
Rechts- und Beratungsaufwand 383 526
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 200 196
Investor Relations 87 65
Versicherungsprämien 142 170
Personalsuche 69 60
Nachrichtenaufwand 240 239
Aus- und Weiterbildung 213 284
Sonstiges 320 51
Verwaltungsaufwendungen 1.654 1.591
Markenregistrierungen 154 130
Reiseaufwand 525 556
Werbeaufwand 2.366 1.588
Sonstiges 13 21
Vertriebsaufwendungen 3.058 2.295
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.978 5.983

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Sonstige Zinsen 124 158
Fremdwährungserträge 0 135
Fremdwährungsaufwendungen -82 0
Ergebnis aus Forderungsabzinsungen 31 -36
Gesamt 73 257

In den sonstigen Zinsen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Österreich -109 149
Ausland -3 -13
Laufende Ertragsteuern -112 136
Österreich 42 -21
Ausland -190 -296
Latente Steuern -148 -317
Gesamt -260 -181

Die vom Finanzamt gewährten Forschungs- und Weiterbildungsprämien werden ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 (TEUR 171) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, im Vorjahr (TEUR 234) fanden diese in den Ertragsteuern Berücksichtigung.

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes von 25% auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Ergebnis vor Steuern -272 2.546
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2010/2011: 25% (Vorjahr: 25%)
68 -637
Auswirkungen ausländischer Steuersätze -32 -37
Steuerfreie Erträge 60 245
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -8 -8
Wertberichtigung aktive latente Steuern 0 -68
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
steuerlichen Verlusten
5 4
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern -399 237
Aperiodischer Ertragsteuerertrag 46 83
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (-) bzw. –ertrag (+) -260 -181

6) Konzerngeldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Umsatz mit externen Kunden Intersegmentäre Umsätze
in TEUR 2010/2011
2009/2010
2010/2011 2009/2010
Österreich 12.129 14.399 5.816 4.956
Deutschland 5.473 5.706 24 3
Schweiz 3.240 2.930 2 12
Sonstige Länder 278 252 20 2
Konzern 21.120 23.287 5.862 4.973
Betriebsergebnis Aufwand für planmäßige Abschreibungen
in TEUR 2010/2011 2009/2010 2010/2011 2009/2010
Österreich -879 1.814 1.311 1.300
Deutschland 727 814 35 55
Schweiz -193 -129 22 18
Sonstige Länder 0 -210 0 7
Konzern -345
2.289
1.368 1.380

Das Management hat sich bei der Festlegung der Geschäftssegmente auf die Berichte gestützt, die den Hauptentscheidungsträgern zur Verfügung stehen.

Die Hauptentscheidungsträger betrachten das Unternehmen aus einer geografischen Perspektive.

Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und den Verkauf von Softwareprodukten und die Bereitstellung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Umsätze von konzernfremden Kunden resultieren ebenfalls aus diesem Geschäft.

Umsätze in Höhe von TEUR 2.232 beruhen auf Transaktionen mit einem einzelnen Kunden (Vorjahr TEUR 2.897 und TEUR 2.372). Diese Umsätze entfallen heuer als auch im Vorjahr auf das Segment Österreich.

Die interne Berichterstattung erfolgt analog zur externen Berichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Im Bereich der Segmente basiert das interne Berichtswesen im Wesentlichen auf Informationen der Ertragskraft. Diese Informationen werden monatlich im Rahmen von Reportingberichten an die Hauptentscheidungsträger kommuniziert und dienen diesen als Entscheidungsgrundlage.

Im Segment "Sonstige Länder" sind die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften der geografischen Regionen USA, Großbritannien und Italien zusammengefasst.

Abgesehen von planmäßigen Abschreibungen gab es keine sonstigen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in den einzelnen Segmenten.

Aufgliederung der Umsätze nach Produkten:

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Software 10.005 12.554
Dienstleistung 11.115 10.733
Gesamt 21.120 23.287

8) Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Gesamtergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2010/2011 2009/2010
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Gesamtergebnis (TEUR) -322 2.377
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 5.872.222 7.506.047
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) -0,05 0,32

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2011 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird.

2010/2011 2009/2010
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Gesamtergebnis (TEUR) -322 2.377
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 5.914.347 7.541.047
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) -0,05 0,32

8.2. Aktienoptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
Sonstige 01.01.2010 EUR 2,00 140.000 01.01.2010 bis
31.03.2011
31.07.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Sonstige Optionenmodelle 2010/2011 2009/2010
Zum 1. April 140.000 0
Nach Kapitalherabsetzung 100.000 0
Ausgegeben 0 140.000
Verfallen 2 0
Ausgeübt bei einem Kurs von 4,40 99.998 0
Zum 31. März 0 140.000

Der beizulegende Zeitwert der ausstehenden Optionsrechte wurde auf Grund der kurzen Laufzeit aus dem Unterschiedsbetrag des Aktienkurses zum Zuteilungszeitpunkt und des Ausübungskurses errechnet und über den Erbringungszeitraum der Gegenleistung verteilt.

Für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Vertriebsaktivitäten sind im Berichtszeitraum Aufwendungen für Optionen in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 28) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

8.3. Mitarbeiteroptionen

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell VI 2010/2011 2009/2010
Zum 1. April 0 0
Ausgegeben 160.000 0
Nach Kapitalherabsetzung 114.285 0
Verfallen 91.429 0
Ausgeübt bei einem Kurs von 3,65 17.142 0
Zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 5.714 0

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Im Berichtszeitraum ist ein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 0) berücksichtigt. Die Buchung erfolgte gegen die Kapitalrücklage.

8.4. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.452 (Vorjahr TEUR 7.516) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aktiviert.

8.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen auf Grund von Operating-Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2011 31.03.2010
Bis zu einem Jahr 1.152 1.047
Zwischen einem und fünf Jahre 3.614 2.910
Über fünf Jahre 49 0
Gesamt 4.815 3.957

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2010/2011 betrug TEUR 1.178 (Vorjahr TEUR 1.162). Die Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen aufgrund von KFZ-Leasingverträgen.

8.6. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer

8.6.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2010/2011 2009/2010
Angestellte 197 186

8.6.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 74 212
Andere Arbeitnehmer 162 138
Gesamt 236 350

8.6.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Mitglieder des Vorstandes 139 139

8.6.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die Aufwendungen für laufende Bezüge, Abfertigungen und Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2010/2011 TEUR 1.023 (Vorjahr TEUR 1.499) und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Laufende Bezüge 827 1.168
Aufwendungen für Abfertigungen 57 192
Aufwendungen für Altersversorgung 139 139
Gesamt 1.023 1.499

8.6.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Mitglied) Dr. Max Kühner, München, Deutschland (Mitglied bis 5. Juli 2010) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Peter Posch, Wels (Mitglied seit 5. Juli 2010)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2010/2011 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Gemälde im Wert von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 23) aus dem Privatbesitz von Dr. Helmut Schützeneder erworben.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Finanzexperte) Dipl.-Vw. Hans Spitzner, München, Deutschland (Mitglied) Dr. Max Kühner, München, Deutschland (Ersatzmitglied bis 5. Juli 2010) Dr. Peter Posch, Wels (Ersatzmitglied seit 5. Juli 2010)

8.6.6. Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

8.6.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG Dipl.-Ing. Daniel Fallmann, Bruder von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, geschäftsführender Gesellschafter der Mindbreeze Software GmbH

Zur Bedienung von Optionsprogrammen, die in der letzten ordentlichen Jahreshauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Juli 2010 festgelegt wurden, hat sich die Fabasoft Distribution GmbH bis längstens 31. März 2012 117.140 Stück Fabasoft-Aktien von der FB Beteiligungen GmbH geliehen. Daraus resultierend sind zum Stichtag 31. März 2011 TEUR 505 (Vorjahr TEUR 0) in den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

8.7. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 97 (Vorjahr TEUR 92) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Prüfung Konzernabschluss 18 18
Prüfung/Review der Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen
65 60
davon Fabasoft AG 16 15
davon Fabasoft R&D GmbH 10 10
davon Fabasoft Austria GmbH 13 12
davon andere Bestätigungsleistungen 26 23
Prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse 14 14
Gesamt 97 92

8.8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl, die auch als Geschäftsführer der Gesellschaft fungieren. Als weiterer Geschäftsführer wurde Ing. Michael Hadrian bestellt.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

8.9. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 27. Mai 2011 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 13. Mai 2011

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 21,1 Mio. EUR. Dies stellt einen Rückgang um 9,3% bezogen auf die Vorperiode (23,3 Mio. EUR) dar. Der Umsatzrückgang wirkte sich auch auf die Ertragssituation aus: Bei einem EBITDA von TEUR 1.023 (TEUR 3.669 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR -345 (TEUR 2.289 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Die Erlösentwicklung spiegelt die angespannte Budgetsituation speziell bei den öffentlichen Auftraggebern und die damit einhergehende Investitionszurückhaltung wider. Um dieser Situation entgegenzuwirken und eine sich in Konturen abzeichnende gesamtwirtschaftliche Erholung, so sie eintritt, aufnehmen zu können, wurden verstärkte Anstrengungen unternommen, sowohl die regionale vertriebliche Reichweite als auch das Online-Angebot (Software as a Service und Cloud) auszubauen. Die damit verbundenen Vertriebs- und Marketingaufwände – speziell im Bereich des Online-Marketings – sowie die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (TEUR 7.452 nach TEUR 7.516 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) haben neues Geschäftspotenzial eröffnet. Aufgabe der folgenden Quartale wird es sein, dieses Potenzial auszubauen und sukzessive umsatzseitig zu realisieren.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2011) 53% (60% zum 31. März 2010). Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich von TEUR 17.387 auf TEUR 12.452. Die Entwicklung der liquiden Mittel wurde durch die Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals in der Höhe von 2,0 Mio. EUR an die Aktionärinnen und Aktionäre im Zuge der Kapitalherabsetzung im März 2011 beeinflusst.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 202 Mitarbeiter zum 31. März 2011 (196 zum 31. März 2010).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabalabs Software GmbH 100% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft Institute of Technology GmbH 100% Österreich Linz
app.telemetry GmbH
(vormals app.strudl Software GmbH)
90% Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt am
Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100% Italien Rom

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum

Am 12. November 2010 gründete die Fabasoft Austria GmbH die Fabasoft AT Software GmbH in Linz/Österreich. Die Fabasoft Austria GmbH hält 100% des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmes.

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 19. November 2010 wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft app.strudl Software GmbH in app.telemetry GmbH geändert.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse 2.178 2.228
Ergebnis vor Ertragsteuern -599 191
EBIT -1.928 -2.260
EBITDA -758 -1.112
Jahresfehlbetrag/-überschuss -573 1.197
Eigenkapital 16.378 19.851
Eigenkapitalquote 85% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit -363 2.349
Endbestand an liquiden Mittel 6.088 10.080
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 5

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse 21.120 23.287
Ergebnis vor Ertragsteuern -272 2.546
EBIT -345 2.289
EBITDA 1.023 3.669
Jahresergebnis -532 2.365
Eigenkapital 13.706 17.302
Eigenkapitalquote 53% 60%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit -125 2.699
Endbestand an liquiden Mittel 12.452 17.387
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 202 196

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sieht das Management kundennahe Innovationen als Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg. Das technische Know-how, die Erfahrung und die enge Kundenbeziehung der Mitarbeiter bilden die unverzichtbare Basis für Innovationen im Produkt-, Dienstleistungs- und Servicebereich. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und engagierte neue Talente für die Mitarbeit bei Fabasoft zu begeistern. Im Berichtszeitraum wurden daher Einsparungspotenziale zuerst im Sachkostenbereich adressiert.

Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Fabasoft legt auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonderen Wert. Das Spektrum der intern angebotenen Schulungen umfasst Basisausbildungen ebenso wie Fachtrainings, die auf den jeweiligen Tätigkeitsbereich abgestimmt sind. Die Teilnahme an internationalen Fachkonferenzen wird als wichtig gesehen, spezielle Qualifizierungen und Zertifizierungen beispielsweise im Microsoft-Windows- und Linux-Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit werden gefördert. Verkaufstrainings, Sprachtrainings, gezieltes Coaching etc. ergänzen das vielfältige Seminarprogramm.

Die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM – Level C und zSPM – Level B) wird gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association) durchgeführt und ist international anerkannt. Fabasoft Mitarbeiter, die mit der Durchführung von Projekten betraut sind, absolvieren diese Spezialausbildung und müssen sich in einem 5-Jahres-Zyklus einer Rezertifizierung unterziehen. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 64 zertifizierte (Senior) Projektmanager, davon haben 8 Mitarbeiter im Berichtszeitraum 2010/2011 diese Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit der St. Galler Business School wurde die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte des Vorjahres laufend überprüft. Die Weiterentwicklung der Strategien und die Anpassung an Entwicklungen in den angestrebten Zielmärkten wurden in regelmäßigen Workshops vorgenommen.

Im Fabasoft Konzern wird Scrum als agiles Vorgehensmodell für die Software-Produktentwicklung eingesetzt. Einschlägige Ausbildungen werden auf breiter Basis umgesetzt und mit Zertifizierungsprüfungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Fabasoft 59 Mitarbeiter, die diese Zertifizierung(en) erfolgreich abgeschlossen haben.

Teamorientierte Arbeitsplätze mit der neuesten technischen Ausstattung sowie hervorragende Arbeitsbedingungen sind kontinuierlich wirkende Motivatoren. Das Unternehmen entwickelt an seinen Standorten die Arbeitsplatzausstattungen und Büroumgebungen im Sinne eines anregenden und kommunikationsfördernden Umfeldes kontinuierlich weiter. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist diesbezüglich der neue Bürostandort in Wien hervorzuheben.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern. Es wird als wichtig angesehen, Informationen über die funktionalen und technologischen Innovationen aus allen Produkt- und Umsetzungsbereichen unternehmensweit regelmäßig auszutauschen. Dafür finden im 2-Wochen-Rhythmus die "Scrum-Demo-Days" als interne Veranstaltung statt. Hier zeigen die Fabasoft-Entwicklerteams (Scrum-Teams) die umgesetzten Neu- bzw. Weiterentwicklungen in Produkten und Projekten. Mitarbeiter in den Geschäftsstellen können die Präsentation per Video-Stream live mitverfolgen oder zeitversetzt abrufen.

Ergänzend dazu informieren Führungskräfte in "Friday Morning Speeches" über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern. Darüber hinaus kommen zahlreiche Web-2.0- und Social-Software-Technologien zum Einsatz. Im Vordergrund stehen dabei Wissenstransfer und der interne Erfahrungsaustausch.

Fabasoft Folio Cloud

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen. Drucksorten werden auf FSC-Papier und bis auf wenige Ausnahmen nur noch On-Demand produziert. Durch die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Das Projekt "Yabonga" wurde auch im Geschäftsjahr 2010/2011 über die Initiative der Stones-for-Life-Stiftung unterstützt.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung im Berichtszeitraum abgeschlossen. Die Mitarbeiter arbeiten auf so genannten Virtuellen Maschinen (VMs), dabei wird die Prozessorleistung aus den Rechenzentren bezogen. Monitore und noch benötigte Desktop-PCs wurden durch energieeffizientere Geräte ersetzt.

Open-Source-Plattformen

Der Einsatz von Open-Source-Produkten ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2010/2011 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2010/2011

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 wurde der Vorstand der Fabasoft AG ermächtigt, das Grundkapital im Wege einer ordentlichen Kapitalherabsetzung von EUR 7.000.000,00 auf EUR 5.000.000,00 zum Zweck der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals durch Zusammenlegung von Aktien herabzusetzen. Die Einzelheiten der Kapitalherabsetzung wurden am 30. August 2010 vom Vorstand beschlossen und veröffentlicht. Der Herabsetzungsbeschluss wurde zum 8. September 2010 rechtswirksam (Eintragung ins Firmenbuch). Nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist erfolgte die Auszahlung an die Aktionäre im März 2011.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl, die auch als Geschäftsführer der Gesellschaft fungieren. Als weiterer Geschäftsführer wurde Ing. Michael Hadrian bestellt.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge einer weiterhin sehr intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geographien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen (Software as a Service (SaaS), Cloud Computing) geschaffen werden.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrundeliegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor könnten sich im Hinblick darauf Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Darüber hinaus bestehen Vertriebsorganisationen für den privaten und den öffentlichen Sektor. Das Angebot umfasst unterschiedliche Nutzungsmodelle der Fabasoft Produkte und reicht vom "klassischen" (On-Premises)-Modell, wie die Installation der Software beim Kunden über SaaS-Modelle bis hin zu Cloud-Angeboten.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise der Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ergeben. Fabasoft bietet für diese Kundengruppe abgestimmte Angebote, die durch zusätzliche Leistungen ergänzt werden können. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Markterschließung in den USA

Die vertriebliche Präsenz in den USA über eine eigene Tochtergesellschaft soll neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Eine regelmäßige Teilnahme an branchenrelevanten Veranstaltungen und regelmäßige Analystengespräche werden als erforderliche Bestandteile dieser Anstrengungen gesehen. Die Präsenz bei Veranstaltungen kann dabei als Ausgangspunkt für Partnerschaften und Kooperationsmöglichkeiten dienen. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch durch die positiven Produktbewertungen von Analysten ergeben. Dafür ist eine USA-Präsenz von Fabasoft in vielen Fällen Voraussetzung.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial abgeleitet werden – wie weit dies jedoch von der Entscheidungsebene in Politik und Verwaltung tatsächlich umgesetzt wird, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Cloud Computing

Die steigende Vernetzung von Unternehmen auch über Landesgrenzen hinweg erfordert neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft entwickelte dafür das Produkt Fabasoft Folio Cloud. Die Basisversion Fabasoft Folio Cloud primo steht kostenlos zur Verfügung und bietet damit eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge aus der Vermarktung der umfangreicheren, kostenpflichtigen Fabasoft Folio Cloud Editionen ergeben, die seit September 2010 im Online-Shop erhältlich sind.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in diesem Zielsegment wie beispielsweise durch Änderungen in den Technologievorgaben, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft-Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neu geschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet (Fabasoft Folio Cloud) und die neuen Betriebsmodelle, wie Software as a Service (SaaS) für das Produkt Fabasoft Folio eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen. Durch einschlägige Vertriebs- und Marketingaktivitäten soll auch das Geschäft mit den Produkten Fabasoft app.telemetry und Fabasoft Mindbreeze gefördert werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster Erfolge im Geschäftsjahr 2010/2011 mit den neuen Produktangeboten können die endgültige Kundenresonanz und die Marktchancen aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Des Weiteren kann die Akzeptanz der neuen Geschäftsmodelle (Software as a Service, Cloud-Angebote) durch die Marktteilnehmer noch nicht abgeschätzt werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing-, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Online-Marketings das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise in den dafür vorgesehenen Märkten nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Im Mai 2010 wurde die SAS 70 Type II Prüfung abgeschlossen. Im Rahmen des SAS 70 Type II Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Folio Cloud einen uneingeschränkten SAS 70 Type II Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft Produkte aufbauen, oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Segmenten Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-) Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

So wurde im Mai 2010 die SAS 70 Type II Prüfung abgeschlossen. Im Rahmen des SAS 70 Type II Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Folio Cloud einen uneingeschränkten SAS 70 Type II Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Produktinnovation wird weiterhin als Voraussetzung für die Konkurrenzfähigkeit und für eine positive Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns gesehen. Aus diesem Grund wurden für das bevorstehende Geschäftsjahr 2011/2012 die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung circa in der Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres eingeplant.

Die geplante Verstärkung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten wird sowohl gesteigerte Personalaufwendungen in diesem Bereich als auch steigende Investitionen in klassisches Marketing und insbesondere auch in Online-Marketing-Aktivitäten bedingen.

Bei den Investitionskosten wird von einem Zuwachs im Zusammenhang mit der Erneuerung und Erweiterung technologischer Infrastrukturbestandteile ausgegangen. Damit ist insbesondere dem steigenden Nutzungsaufkommen der neuen Online-Angebote des Fabasoft Konzerns Rechnung zu tragen. Hinsichtlich der Bürostandorte für Vertrieb und Projektleistungserbringung ist geplant, im Geschäftsjahr 2011/2012 neue Büroräumlichkeiten am Standort Frankfurt auszustatten und zu beziehen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber betreut der Fabasoft Konzern eine über die Jahre gewachsene, prominente Basis von Bestandskunden. Das laufende Geschäft mit diesen Kunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatz-Kern. Auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere deren Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte klagen viele bestehende und potenzielle Kunden in diesem Segment über merkliche Einschränkungen ihrer Budgets, speziell hinsichtlich neuer Projekte und Vorhaben.

Eine Prognose zu den aktuellen Ausschreibungen hinsichtlich Anzahl und Volumen für das Geschäftsjahr 2011/2012 kann daher nicht abgegeben werden. Um im Geschäftsjahr 2011/2012 zusätzliches Neugeschäft und damit Wachstum im öffentlichen Sektor zu generieren, wird daher versucht die Geschäftsbasis auf neue Geographien auszuweiten.

Im Bereich der privaten Auftraggeber soll an die Erfolge der vorigen Geschäftsjahre angeschlossen werden. Die Investitionsbereitschaft der Zielkunden ist aber stark abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Prognosen in ihren jeweiligen Zielmärkten.

Die neu angebotenen Nutzungsmodelle "SaaS" und "Cloud" für Fabasoft-Softwareprodukte bedingen hohe Initialaufwände für Infrastruktur-Auf- und Ausbau. Dem stehen zeitlich gedehnte Erlösrealisierungen im Wege der Nutzungsgebühren gegenüber. Sowohl für das klassische Nutzungsmodell als auch für die neuen Modelle soll über verstärkte Marketing- und Vertriebsaktivitäten zusätzliche Nachfrage geschaffen werden. Darüber hinaus sollen über Partnerschaften und eigene Aktivitäten – beispielsweise im Gesundheitssektor – neue vertikale Märkte erschlossen und damit Wachstum initiiert werden.

Diese Anstrengungen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den obenstehend ausgeführten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Zusammenfassend geht das Management von einem herausfordernden bevorstehenden Geschäftsjahr 2011/2012 aus. Auf Grund der soliden Cash-Positionen des Unternehmens soll der Chance für eine mittel- und langfristig positive und nachhaltige Unternehmensentwicklung Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätszielen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Die eng getaktete Entwicklungstätigkeit für das Online-Angebot Fabasoft Folio Cloud wirkte im Berichtszeitraum als "Innovationslokomotive" für das gesamte Produktangebot im Fabasoft Konzern. Besonders die aus der Folio Cloud gewonnenen und mit hoher internationaler Nutzeranzahl praxiserprobten Erkenntnisse zu "Usability and Style" – speziell auch auf mobilen Endgeräten wie iPhone und iPad – kamen und kommen im Sinn einer gemeinsamen technologischen Basis auch den Produkten Fabasoft Folio und Fabasoft eGov-Suite zugute. Analog dazu erfuhren auch die Produkte Fabasoft Mindbreeze, Fabasoft app.telemetry, Fabasoft app.ducx und Fabasoft app.test durch ihr Zusammenspiel im Cloud-Gesamtangebot wesentliche Entwicklungsimpulse.

Der besondere Mehrwert dieses integrierten Produktangebotes für Kunden und Lösungspartner besteht in der agilen und kostengünstigen Erstellung, Qualitätssicherung, Betriebsführung und Weiterentwicklung von dokumentenenzentrierten Anwendungen (Composite Content Applications) sowohl für den On-Premises-Betrieb als auch für Cloud-Services.

Fabasoft Folio Cloud

Schwerpunkte in der Entwicklung von Fabasoft Folio Cloud lagen in den Maximen "Quality, Usability and Style" sowie in den Bereichen Teamroom, Kontakte, Cloud-Apps und Self-Service-Use-Cases.

Teamrooms sind die zentralen Elemente von Fabasoft Folio Cloud. Sie erlauben eine einfache, organisationsübergreifende Zusammenarbeit in Teams. Damit können Inhalte zur Verfügung gestellt, Berechtigungen vergeben und Einladungen versandt werden. Für eine noch höhere Sicherheit wurde der Secure-Teamroom entwickelt (Zwei-Faktor-Authentifizierung mit mobiler PIN) und den Kunden zur Verfügung gestellt. Für Informationen, die allen Benutzern von Fabasoft Folio Cloud zugänglich sein sollen, gibt es die Möglichkeit, öffentliche Teamrooms einzurichten.

Im Bereich der Kontakte wurde das Kontaktmodell für Fabasoft Folio Cloud weiterentwickelt und der Kontaktimport aus verschiedenen Datenquellen ermöglicht. Aus diesen Kontakten formt der Nutzer das Team für seinen Teamroom. Die Einladung zur Zusammenarbeit wird direkt über Fabasoft Folio Cloud an das Team versandt. Auch können beliebige Nutzer oder das gesamte Team eines Teamrooms über Fabasoft Folio Cloud benachrichtigt werden. Die versandten Einladungen und Nachrichten bleiben auf der Portalseite "Gesendet" jederzeit einsehbar. Benutzer können sich über Änderungen in ihren Teamrooms informieren lassen. Die Benachrichtigung erfolgt entweder bei jeder Anmeldung oder proaktiv per E-Mail oder RSS-Feeds.

Folio Cloud kann ebenfalls Organisationen und deren Mitglieder abbilden. Somit ist es möglich, Teamrooms einer Organisation zuzuordnen. Dabei werden die verfügbaren Funktionalitäten (Cloud-Apps) und Speicherlimits über die Organisation verrechnet. Für die Verwaltung der Organisationsmitglieder wurden die nötigen Self-Service-Use-Cases umgesetzt. Die Authentifizierung erfolgt entweder mit "Single-Sign-on" oder auf Basis von Zertifikaten. Damit muss bei der Anmeldung kein Passwort mehr eingetippt werden.

Das Angebot an Cloud-Apps wurde durch Apps zur vollständigen Versionierung (Speicherung jeder Änderung eines Dokuments als Version zur besseren Nachvollziehbarkeit) und für das Auditing (Überwachung der Zugriffe für die Besitzer eines Teamrooms) ergänzt und existierende Apps (wie die App für "Customer Relationship Management") in ihrem Funktionsumfang erweitert und verbessert. Cloud-Apps erweitern den Funktionsumfang von Fabasoft Folio Cloud für spezielle Anwendungsfälle durch zusätzliche Funktionalitäten. Für externe Entwickler wurden Voraussetzungen geschaffen, um Cloud-Apps entwickeln zu können. Der diesbezügliche Know-how-Transfer erfolgt sowohl über Online-Medien als auch beispielsweise im Wege der im Dezember 2010 erstmals abgehaltenen "Cloud Developer Conference".

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio wurde besonders in den Bereichen User-Interface, Protokollierung und Zugriffsschutz sowie der Anwendungsintegration weiterentwickelt.

Im User-Interface-Bereich erfolgte ein Redesign des Webbrowser-Clients. Der Fokus lag dabei auf einer Vereinfachung der Eingabeelemente. In Zusammenarbeit mit einem externen Berater wurde eine neue Gliederung der Benutzeroberfläche umgesetzt. Das adaptierte Design betont die Visualisierung der Navigation (Breadcrumbs) und

der Volltextsuche. Eine neue, kombinierte Ansicht vereinheitlicht die Eingabeelemente Menü und Buttonbar. Ein weiteres Element unterstützt Neueinsteiger in Form von Tipps, die sich am Kontext orientieren. Ebenfalls helfen die im Hintergrund von leeren Ordnern hinzugekommenen Tools zum Importieren, Einfügen und Suchen den Benutzern. Das Icon-Redesign, der Welcome-Screen und die Möglichkeit, im Kopfbereich eigene Logos und ein persönliches Kopfbild zu verwenden sind weitere Vereinfachungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt wurden. Die Möglichkeit, für Portalteile individuelle Themes (Hintergrund, Farbschema) verwenden zu können, erlaubt dem Anwender die individuelle Gestaltung des User-Interface. Bei der Integration mobiler Endgeräte (iPhone, iPad) wurde der Fokus auf das Lesen von PDF-Ansichten, Anpassungen am generierten HTML und Unterstützung für Touch-Events gelegt. Die Reimplementierung des Drag and Drop-Interfaces innerhalb des Webbrowsers macht die Bedienung einfacher und konsistenter.

Im Bereich der Protokollierung wurde die Auditing-Funktionalität vereinfacht. Benutzer können ihr persönliches Login-Protokoll einsehen und nachverfolgen. Es erfolgte auch die Umsetzung der Protokollierung und Validierung von verwendeten Systemressourcen (Quotas) für Speicherplatz und Anzahl der Objekte. Das Konzept von Sicherheitsstufen (Protective Markings) erweitert den Zugriffsschutz zur bestehenden Implementierung auf Basis Access-Control-Lists.

Im Bereich der Anwendungsintegration erfolgte der Support für AutoCAD®-Dateien und Projekte. Neben der Integration zum Öffnen, können jetzt auch Metadaten im AutoCAD®-Projekt eingeblendet werden. Die Ausdehnung der Drag and Drop-Integration im Webbrowser auf Ordner erlaubt es jetzt auch Dateien aus mehreren Ordnern in einem Schritt in den Webbrowser-Client zu importieren. Auf dem Betriebssystem Windows ermöglicht die Umstellung des Webbrowser-Plug-in auf das Netscape-API erstmalig auch das Bearbeiten von Dokumenten für die Webbrowser Chrome und Safari. Damit wird auch die Basis für die zukünftige Weiterentwicklung vereinfacht. Performance- und Usability-Verbesserungen erfolgten beim direkten Bearbeiten von Werten in Listen. Die neue Funktionalität "Versenden und Berechtigen" erlaubt die Weitergabe von Rechten auf Basis einer speziell codierten URL. Dies ermöglicht eine kontrollierte und flexible Ad-hoc-Zusammenarbeit zwischen Benutzern in Organisationen. Trotz der höheren Flexibilität ist diese Form der Berechtigungen sicher, da ein Benutzer die Berechtigungen auf Objekte implizit erteilt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut "Integriert Studieren" der Johannes Kepler Universität Linz wurde der User-Interface-Bereich für Menschen mit besonderen Bedürfnissen verbessert. Die Bereiche Menüleiste, Suchfeld, Seitennavigation, Listenkopf und Liste sind nun einfacher zugänglich und die Tastaturbedienbarkeit vereinfacht.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erhielt Fabasoft Folio folgende Zertifizierungen, die den hohen Produktstandard bestätigen:

  • • SAP ArchiveLink Integration: Die Anzahl von 2.340.476 archivierten Dokumenten/Stunde stellt laut Zertifizierungsstelle einen Rekord dar.
  • • EMC Centera Proven for XAM: Diese wurde in Zusammenarbeit mit EMC und applabs umgesetzt und ist laut zertifizierender Stelle eine weltweite Premiere.
  • • Certified for Windows Server 2008 R2.

Fabasoft eGov-Suite

Im Zentrum der Entwicklungstätigkeiten betreffend die Fabasoft eGov-Suite stand im Berichtszeitraum die Arbeit an der neuen Version 10. Die Optimierung der Usability durch Neugestaltung der Formulare und Anpassung der Use-Cases an das neue User-Interface des Webbrowser-Clients von Fabasoft Folio bildeten dabei wesentliche Schwerpunkte. Durch die Optimierung des Versandprozesses kann der Anwender nun pro Schriftstück entscheiden, ob dieses finalisiert, signiert oder das Original (z.B. Excel-Sheet) versendet werden soll. Der Anwender erhält auch direktes Feedback zu der jeweiligen Finalisierung bzw. zu der Abfertigung. Überdies wurde die prozessorientierte Arbeit in einer Stellvertretung einfacher gestaltet. Mit der Arbeitsgruppe zum neuen Länderstandard Österreich wurden die Änderungen erarbeitet und in definierten Zyklen für die Fabasoft eGov-Suite umgesetzt.

In Kooperation mit dem Change Board Bund und der Bundeskanzlei in der Schweiz erfolgte die Umsetzung der eCH0039 Datenaustausch mit Import und Export von Geschäftsobjekten für den GEVER-Standard in der Version 8.0 SP1. Diese Weiterentwicklung beginnend auf Basis der Nachrichtengruppe G0T0, endend mit der Umsetzung der Nachrichtengruppe G1T1 ist der Beginn der Verwirklichung der überdepartementalen Prozesse (GEVER ÜDP) im GEVER-Standard der Version 8.0 SP1. Zusätzlich zu den Entwicklungsarbeiten für die neue Version wurden die laufenden Umstellungsprojekte auf die Fabasoft eGov-Suite 8.0 SP1 produktseitig unterstützt.

Das vierte Quartal des Geschäftsjahres war durch den Abschluss der Entwicklungsarbeiten für die neue Version geprägt. Durch ein durchgängiges Design der Menüs und Kontextmenüs findet der Anwender die gewünschten Menüeinträge immer an der gleichen Position. Die intuitive Arbeit wird somit erleichtert und die Hürden für Neueinsteiger verringert.

Die neue Version unterstützt den Anwender im Bereich der Stapelverarbeitung und der langfristigen Termine (Termin in mehreren Monaten bzw. Jahren). Termine können jetzt direkt pro Geschäftsobjekt in einem eigenen Bereich verwaltet werden und müssen nicht mehr über den Workflow mit Fristen durchgeführt werden. Die Stapelverarbeitung ermöglicht gleiche Operation auf mehrere Geschäftsobjekte auszuführen. Der Anwender kann damit einen Ausgang zu mehreren Akten gleichzeitig erzeugen. Zusätzlich zu den Entwicklungsarbeiten für die neue Version wurden die laufenden Umstellungsprojekte auf die Fabasoft eGov-Suite 8.0 SP1 produktseitig unterstützt.

Fabasoft app.ducx

Im Zuge der konsequenten Umsetzung der Markenstrategie wurde das Produkt Fabasoft DUCXdev im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 in Fabasoft app.ducx umbenannt. Es bildet nun gemeinsam mit Fabasoft app.test und Fabasoft app.telemetry die Produktfamilie zur Erstellung und Betreuung von Fachanwendungen für Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud (Cloud-Apps) und die Fabasoft eGov-Suite.

Im ersten Halbjahr 2010/2011 lag der Fokus auf der Erweiterung der domänenspezifischen Sprachen sowie dem Thema "Code Coverage". Zur besseren Unterstützung der Zielgruppe "Cloud-App-Developer" wurden zahlreiche Vereinfachungen umgesetzt und semantische Prüfungen und Hilfestellungen für Entwickler integriert. Mit der Code Coverage-Analyse werden potenzielle Fehler bei der Entwicklung einer Applikation frühzeitig erkannt. Die umfangreiche Unterstützung von Continuous Integration-Systemen in Kombination mit Fabasoft app.test war ebenso ein zentraler Aspekt. Dadurch stehen Entwicklern erweiterte professionelle Möglichkeiten zur Verfügung, die Agilität des Softwareentwicklungsprozesses zu steigern und die Qualität von Anwendungen zu verbessern.

Ein Schwerpunkt im zweiten Halbjahr 2010/2011 waren die Vorbereitungen und die Durchführung der ersten Fabasoft Cloud Developer Conference (CDC). Im Rahmen dieser Veranstaltung zeigte Fabasoft Software-Entwicklern in Workshops die einfache und effektive Erstellung von Cloud-Apps mit Fabasoft app.ducx. Um die Prozesse zur Erstellung und Verwaltung von Cloud-Apps zu optimieren, wurden Erweiterungen in Folio Cloud implementiert. Diese Erweiterungen erlauben die Definition der Parameter einer Cloud-App, das Management des Entwicklungsprojekts mit der agilen Methodik "Scrum", das Anstoßen und die Überwachung des Freigabeprozesses für eine Cloud-App sowie die Kontrolle über den Source-Code der Cloud-App über ein dediziertes Subversion-Service.

Fabasoft app.test

Im zweiten Geschäftsjahresquartal 2010/2011 erfolgte die Umbenennung des Produkts Fabasoft DUCXtest in Fabasoft app.test. Das Produkt Fabasoft DUCXtest zielte sehr stark darauf ab, die automatisierte Qualitätssicherung der Produkte Fabasoft Folio und Fabasoft eGov-Suite zu ermöglichen und zu unterstützen.

Mit Fabasoft app.test werden die Möglichkeiten von automatisierten Tests kontinuierlich erweitert. Dadurch ist es möglich, ein wesentlich breiteres Spektrum an Webapplikationen zu testen. Die automatisierte Qualitätssicherung der webbasierten Applikationen Fabasoft app.telemetry sowie Fabasoft Mindbreeze wird bereits mit den neuen Möglichkeiten von Fabasoft app.test ausgeführt. Die erweiterten Testmöglichkeiten bieten die Möglichkeit, durchgängige Anwendungsfälle vom Endkunden bis zum Workflow in Fabasoft Folio bzw. der Fabasoft eGov Suite abzubilden. Dies erlaubt es, die im Fabasoft Umfeld bereits seit Jahren eingesetzten automatisierten Tests auf unterschiedlichen Plattformen nun auch für E-Services, Webseiten und Webanwendungen zur Verfügung zu stellen. Die getesteten Applikationen müssen nicht auf Fabasoft Produkten basieren.

Durch die Weiterentwicklung der Applikation steht Fabasoft app.test nun einem breiteren Anwenderkreis zur Verfügung. Dadurch sollen neue Marktpotenziale eröffnet und weitere Zielgruppen gewonnen werden. Im Fokus stehen Webentwickler, Agenturen sowie Unternehmen, die Portale betreiben und entwickeln.

Seit dem vierten Quartal 2010/2011 steht Fabasoft app.test auch auf Mac OS-X zur Verfügung. Dadurch können Tests nun auch mit Safari auf Mac OS-X aufgezeichnet und abgespielt werden. Des Weiteren stand im vierten Quartal die Weiterentwicklung des Control Specification Designers im Fokus. Mit diesem Tool ist es möglich, die Struktur von

Webanwendungen grafisch zu beschreiben und darauf aufbauend Tests aufzuzeichnen. Der Designer wurde direkt in das Fabasoft app.test Studio integriert, wodurch keine zusätzliche Installation bzw. Konfiguration einer Eclipse-Anwendung mehr erforderlich ist.

Fabasoft app.test primo steht als kostenlose Einsteigerversion von Fabasoft app.test zum Download über die Webseite zur Verfügung. Mit Fabasoft app.test primo können Webanwendungen und Webseiten getestet werden.

Fabasoft app.telemetry

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 erhielt Fabasoft app.strudl eine neue Markenidentität. Das Produkt tritt nunmehr unter dem Namen "Fabasoft app.telemetry" am Markt auf.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte die Weiterentwicklung und Ausweitung der Produktfunktionalitäten der Fabasoft app.telemetry. Seit der Spring Release 2010 steht ein neu entwickelter Fabasoft app.telemetry Client zur Verfügung, der über Webbrowser genutzt wird. Systemanfragen können noch einfacher eingesehen werden und Systemverantwortliche erhalten noch rascher relevante Informationen bis auf die Detailebenen der Applikationen. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, Requests zu exportieren und zur Analyse an Softwarehersteller zu übermitteln.

In der Summer Release 2010 erfolgte die Weiterentwicklung der Managementsicht. Damit können aktuelle Service-Level Daten für das Management oder Leistungsindikatoren für Systemadministratoren zielgerichtet und aussagekräftig in Online-Berichten (Dashboards) zur Verfügung gestellt werden. Standardmäßig werden die unterschiedlichen Dashboards zentral in Fabasoft app.telemetry konfiguriert. Neben Tabellen können auch Balken und andere Arten von Diagrammen als Darstellungsformen verwendet werden. Anwender haben die Möglichkeit, auf Basis dieser vorkonfigurierten Dashboards ihre eigenen "Informationszentralen" einzurichten. Eine sicherheitsrelevante Klassifizierung regelt den Zugriff auf die Dashboards.

Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 konzentrierte sich Fabasoft app.telemetry auf den noch einfacheren Zugang zu relevanten Performance-Daten. Mit der Fabasoft app.telemetry 2010 Fall Release stehen neue Module für die Webserver Apache und Microsoft Internet Information Services zur Verfügung. Diese ermöglichen einen unmittelbaren Einblick in das Antwortzeitverhalten unternehmenskritischer Anwendungen und erfordern keine Implementierung von Messpunkten im Quellcode mehr. Als kostenlose Einstiegsversion steht Fabasoft app.telemetry primo zur Verfügung.

Fabasoft Mindbreeze

Fabasoft Mindbreeze konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Anbindung weiterer Datenquellen, den Ausbau der Filter Pipeline sowie auf Weiterentwicklungen im Bereich der Verarbeitung von semantischen Informationsobjekten und deren Zusammenhängen.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise ermöglicht jetzt den Informationszugriff auf Microsoft Exchange 2010 im Unternehmen und mobil über Smartphones und Tablets, mittels Fabasoft Mindbreeze Mobile. Das Verstehen von Inhalten wurde weiter verfeinert und ausgebaut. Damit ist es möglich, bei der Suche auch "bedeutungsverwandte" Inhalte zu finden. Beispielsweise bei der Suche nach dem englischen Begriff "contact person" wird auch der deutschsprachige Inhalt zu "Kontaktperson" automatisch gefunden. Die "Meinten Sie"-Funktionalität unterstützt Anwender mit Vorschlägen zu alternativen Schreibweisen.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise findet Aufgaben, Kalender, Notizen, Kontakte und E-Mails mit deren Anhängen auch innerhalb von PST-Dateien. Dabei extrahieren die Fabasoft Mindbreeze Enterprise Filter Inhalte (unstrukturierte Daten) und Metadaten. Sie bereiten diese als strukturierte Informationen für den Anwender auf. Auf die übersichtliche und nahtlose Integration in den Web Client wurde besonderer Wert gelegt. Die Suche in Microsoft Exchange kann nun zusätzlich auf das primäre Postfach des Anwenders und die öffentlichen Ordner eingeschränkt werden. Dadurch werden unabhängig von den Benutzerfreigaben keine Treffer aus freigegebenen Postfächern und freigegebenen Ordnern anderer Benutzer retourniert.

Der Web-Connector löste den WWW-Connector ab. Der neue Connector bietet zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten, wie beispielsweise bestimmte Webseitenbereiche zu indizieren. Darüber hinaus bietet Fabasoft Mindbreeze mit dem Link (https://wikipedia.Mindbreeze.com) eine bequeme kostenlose Suche nach Wikipedia-Inhalten. Im vierten Geschäftsjahresquartal wurde die Fabasoft Mindbreeze Enterprise 2011 Winter Release versandt. Diese umfasst viele Neuerungen und Verbesserungen am Web Client und Mobile Client.

Die neue Version ermöglicht die gleichzeitige Suche in unternehmensinternen Quellen sowie in Cloud-Quellen (Fabasoft Folio Cloud, Wikipedia). Das im Berichtszeitraum erstmals vorgestellte Cloud-Service Fabasoft Mindbreeze InSite dient der Suche in Webseiten und kann von Kunden beispielsweise für ihre Webseiten- oder Intranet- Informationsangebote genutzt werden. Zum weiteren Ausbau der Unterstützung von offenen Standards wurde eine CMIS-Schnittstelle umgesetzt mit der ebenfalls der sichere Zugriff auf gesuchte Informationen möglich ist. Eine kostenlose 30-Tage-Testversion von Fabasoft Mindbreeze Enterprise steht unter www.mindbreeze.com zum Download zur Verfügung.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach § 243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird:

Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf und Revenue Cycle ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf und Revenue Cycle wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthalten Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen. Für die Abwicklung von Beschaffungen ist im Fabasoft Konzern die Abteilung Purchasing in der Organisationseinheit Finance zuständig.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand geprüft und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben. Auf Grund der herrschenden Dynamik in der Branche sind Mehrjahresplanungen kaum möglich. In Einzelfällen wird im Zuge der Jahresplanung auch ein grober Dreijahresplan erstellt.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,3%, davon 5,02% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH. Erläuterung zur geänderten Höhe der Beteiligung im Anhang unter Punkt 8.6.7.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne

weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 13. Mai 2011

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2011, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt und den in Österreich ergänzend anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften entspricht. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 13. Mai 2011

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß Absatz 3 der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich den nach § 87 Abs. 4 öBörseG geforderten Informationen vermittelt wird.

Linz, am 13. Mai 2011 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT ANNUAL REPORT 10/11 61

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2011

Aktiva in EUR 31.03.2011 31.03.2010
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
24.598,34 17.147,44
II.
Sachanlagen
1.853.594,19 1.669.291,63
III. Finanzanlagen 6.609.091,08 7.419.261,34
8.487.283,61 9.105.700,41
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.478.817,42 4.160.317,63
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 138.353,58 53.037,14
4.617.171,00 4.213.354,77
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
6.087.503,88 10.080.137,13
10.704.674,88 14.293.491,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.749,79 84.854,42
19.288.708,28 23.484.046,73
Passiva in EUR 31.03.2011 31.03.2010
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
5.000.000,00 7.000.000,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.377.624,48 11.733.146,42
III. Bilanzgewinn 0,00 1.117.676,72
(davon Gewinnvortrag EUR 67.676,72; Vorjahr Verlustvortrag EUR -78.826,14)
16.377.624,48 19.850.823,14
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
692.145,00 644.570,00
2.
Rückstellungen für Pensionen
737.100,00 551.600,00
3.
Steuerrückstellungen
79.000,00 79.000,00
4.
Sonstige Rückstellungen
153.360,83 646.937,60
1.661.605,83 1.922.107,60
C. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
133.063,11 531.223,16
2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
94.227,50 902.987,68
3.
Sonstige Verbindlichkeiten
1.022.187,36 276.905,15
(davon aus Steuern EUR 512.452,19; Vorjahr TEUR 263)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.446,79; Vorjahr TEUR 6)
1.249.477,97 1.711.115,99
19.288.708,28 23.484.046,73

Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April 2010 bis 31. März 2011

in EUR 2010/2011 2009/2010
1.
Umsatzerlöse
2.178.293,00 2.228.351,00
2.
Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 8.112,76 740,00
b) Übrige 10.176,68 136.666,86
18.289,44 137.406,86
3.
Personalaufwand
a)
Gehälter
-884.611,25 -1.322.398,24
b)
Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-77.945,66 -194.337,12
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
-138.906,94 -138.906,94
d)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-108.900,84 -149.320,34
-1.210.364,69 -1.804.962,64
4.
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-1.170.107,89 -1.147.919,65
5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 13 fallen -21.817,84 -18.584,54
b)
Übrige
-1.722.284,18 -1.654.087,82
-1.744.102,02 -1.672.672,36
6.
Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis)
-1.927.992,16 -2.259.796,79
7.
Erträge aus Beteiligungen
1.248.519,69 2.323.164,20
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.248.519,69; Vorjahr TEUR 2.323)
8.
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
5.452,98 5.876,64
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
70.335,61 121.282,02
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 4.329,74 0,00
11. Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) 1.328.638,02 2.450.322,86
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -599.354,14 190.526,07
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.674,48 1.005.976,79
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss -572.679,66 1.196.502,86
15. Auflösung gebundene Kapitalrücklage 505.002,94 0,00
16. Jahresverlust/-gewinn -67.676,72 1.196.502,86
17. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 67.676,72 -78.826,14
18. Bilanzgewinn 0,00 1.117.676,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011 der Fabasoft AG, Linz

1) Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2011 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Distribution GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Fabalabs Software GmbH, Linz, (6) Fabasoft Institute of Technology GmbH, Linz, (7) Mindbreeze Software GmbH, Linz, (8) app.telemetry GmbH (vormals app.strudl Software GmbH), Linz, (9) Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien und (10) Fabasoft Corporation, Massachusetts, USA.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25 % des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß § 9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 2 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen. Der nicht aktivierte, aber aktivierbare Betrag an latenten Steuern beträgt EUR 218.932,10 (Vorjahr TEUR 283).

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen für Dienstnehmer erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,5% und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3% angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards. Die Abfertigungsrückstellung der Vorstände wurde auf Basis der Vorstandsverträge berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,5% berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde. Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§ 238 Z 2 UGB)

Buchwert der
Beteiligung
31.03.2011
in% Eigenkapital
Nominale
gesamt
buchmäßig
gesamt
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Fabalabs Software GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 46.434,91 EUR 65,63
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 1.765.318,79 EUR 763.711,26
Fabasoft CH Software AG,
Bern, Schweiz
462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 963.386,80 -CHF 224.063,99
Fabasoft D Software GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland
2.282.573,66 100,00 EUR 51.640,48 EUR 1.556.582,91 EUR 733.298,29
Fabasoft Institute of
Technology GmbH, Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 37.132,96 EUR 52,99
Fabasoft International Services GmbH,
Linz
35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 64.298,22 -EUR 16.232,50
Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien 0,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 5.775,83 EUR 2.876,54
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien
0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 192.860,96 GBP 7.690,56
Fabasoft R&D GmbH, Linz 435.500,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 920.308,43 EUR 484.808,43
Fabasoft Distribution GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 1.895.311,15 -EUR 916.141,55
app.telemetry GmbH (vormals
app.strudl Software GmbH), Linz
31.500,00 90,00 EUR 35.000,00 EUR 277.877,47 EUR 153.000,87
Mindbreeze Software GmbH, Linz 38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 578.609,14 -EUR 268.125,69
5.719.460,76

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existiert eine Rückdeckungsversicherung, deren Aktivierungswert im Geschäftsjahr 2010/2011 um EUR 185.500,00 erhöht wurde. Der als Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 737.100,00.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
Forderungen gegenüber 2011 4.478.817,42 0,00 4.478.817,42
verbundenen Unternehmen 2010 4.160.317,63 0,00 4.160.317,63
Sonstige Forderungen und 2011 138.353,58 0,00 138.353,58
Vermögensgegenstände 2010 53.037,14 0,00 53.037,14
2011 4.617.171,00 0,00 4.617.171,00
2010 4.213.354,77 0,00 4.213.354,77

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 3.185.497,73 (Vorjahr TEUR 752) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 1.293.319,69 (Vorjahr TEUR 3.408) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 692.145,00 (Vorjahr TEUR 645), die Pensionsrückstellung EUR 737.100,00 (Vorjahr TEUR 552).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 29.200,00 (Vorjahr TEUR 33), Boni in Höhe von EUR 5.000,00 (Vorjahr TEUR 443), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 83.260,83 (Vorjahr TEUR 87), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 11.200,00 (Vorjahr TEUR 33), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 23.700,00 (Vorjahr TEUR 28) und Sonstiges in Höhe von EUR 1.000,00 (Vorjahr TEUR 23).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeit auf:

31.03. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2011 133.063,11 0,00 0,00 133.063,11
Lieferungen und Leistungen 2010 531.223,16 0,00 0,00 531.223,16
Verbindlichkeiten gegenüber 2011 94.227,50 0,00 0,00 94.227,50
verbundenen Unternehmen 2010 902.987,68 0,00 0,00 902.987,68
Sonstige Verbindlichkeiten 2011 1.022.187,36 0,00 0,00 1.022.187,36
2010 276.905,15 0,00 0,00 276.905,15
davon aus Steuern 2011 512.452,19 0,00 0,00 512.452,19
2010 263.271,52 0,00 0,00 263.271,52
davon im Rahmen der 2011 4.446,79 0,00 0,00 4.446,79
sozialen Sicherheit 2010 5.697,72 0,00 0,00 5.697,72
2011 1.249.477,97 0,00 0,00 1.249.477,97
2010 1.711.115,99 0,00 0,00 1.711.115,99

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 94.227,50 (Vorjahr TEUR 903) sowie aus Steuerumlage in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2012 befristet. Zum 31. März 2011 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -192.860,96.

Gegenüber der Mindbreeze Software GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2012 befristet. Zum 31. März 2011 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze Software GmbH, Linz, EUR -578.609,14.

Gegenüber der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG, Linz, eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2012 befristet. Zum 31. März 2011 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, EUR -1.895.311,15.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2.178.293,00 (Vorjahr TEUR 2.228) resultieren aus der Verrechnung der Konzernholding, Fabasoft AG, Linz, an die verbundenen Unternehmen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 270,94 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 185.500,00 (Vorjahr TEUR 113) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 44.800,00 (Vorjahr TEUR 1.085) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß § 9 KStG betrifft.

4) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß § 237 Z 8 UGB)

in EUR folgendes
Geschäftsjahr
folgende fünf
Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 593.432,26 2.731.301,94
Vorjahr 501.524,05 2.450.860,42

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 553.495,37 (Vorjahr TEUR 488).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer (gemäß § 237 Z 14 UGB)

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, offengelegt.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2010/2011 2009/2010
Angestellte 4 5

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Hinsichtlich der Bezüge von Vorstandsmitgliedern wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat gehören/gehörten folgende Personen an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Vorsitzender) Dr. Helmut Schützeneder (Mitglied) Dipl.-Vw. Hans Spitzner (Mitglied) Dr. Peter Posch (Mitglied seit 5. Juli 2010) Dr. Max Kühner (Mitglied bis 5. Juli 2010)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2010/2011 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 65.000,00 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Die Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

Optionenmodelle

Als Vergütung für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Vertriebsaktivitäten, die für ein Tochterunternehmen erbracht werden, waren Aktienoptionen vorgesehen.

Der beizulegende Zeitwert der von den Optionsbegünstigten erbrachten Leistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen wird als Aufwand bei einem Tochterunternehmen erfasst (TEUR 112, Vorjahr TEUR 28).

In der Fabasoft AG, Linz, wird dieser Betrag in der Kapitalrücklage berücksichtigt. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Tochterunternehmens erfasst und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital der Fabasoft AG, Linz, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
Sonstige 01.01.2010 EUR 2,00 140.000 01.01.2010 bis
31.03.2011
31.07.2010
Sonstige Optionenmodelle 2010/2011 2009/2010
Zum 1. April 140.000 0
Nach Kapitalherabsetzung 100.000 0
Ausgegeben 0 140.000
Verfallen 2 0
Ausgeübt bei einem Kurs von 4,40 99.998 0
Zum 31. März 0 140.000

Mitarbeiteroptionen

Der beizulegende Zeitwert der Mitarbeiteroptionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungsmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung, der Ausübungspreis, die Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung.

Optionenmodell Zuteilungs
zeitpunkt
Ausübungskurs Anzahl der
Optionen
Laufzeit Erster möglicher
Ausübungszeit
punkt
VI 23.04.2010 EUR 2,00 160.000 01.07.2009 bis
30.09.2013
15.11.2010
Optionenmodell VI 2010/2011 2009/2010
Zum 1. April 0 0
Ausgegeben 160.000 0
Nach Kapitalherabsetzung 114.285 0
Verfallen 91.429 0
Ausgeübt bei einem Kurs von 3,65 17.142 0
Zum 31. März (ausstehend und ausübbar) 5.714 0

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital ist voll einbezahlt und entwickelte sich im Geschäftsjahr 2010/2011 wie folgt (in EUR):

Grundkapital zum 31.03.2011 5.000.000,00
Kapitalherabsetzung -2.000.000,00
Grundkapital zum 31.03.2010 7.000.000,00

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Beschlüsse der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010:

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG, Linz, am 5. Juli 2010 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie ausgeschüttet.

Das Grundkapital wird im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung von EUR 7.000.000,00 auf EUR 5.000.000,00 zum Zweck der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals durch Zusammenlegung von Aktien herabgesetzt. Der Vorstand wird ermächtigt, weitere Einzelheiten der Kapitalherabsetzung zu entscheiden.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen.

Die Einzelheiten der in der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 beschlossenen Kapitalherabsetzung wurden am 30. August 2010 vom Vorstand beschlossen und veröffentlicht. Der Herabsetzungsbeschluss wurde zum 8. September 2010 rechtswirksam (Eintragung ins Firmenbuch). Nach Ablauf der gesetzlichen Gläubigerfrist Mitte März 2011 erfolgte die Auszahlung an die Aktionäre.

Linz, 13. Mai 2011

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2011

Anlagevermögen Stand am
01.04.2010
Zugänge Abgänge Stand am
31.03.2011
Kumulierte
Abschreibung
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
328.310,83 36.676,98 94.115,31 270.872,50 246.274,16
Summe 328.310,83 36.676,98 94.115,31 270.872,50 246.274,16
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
841.292,33
8.191.749,57
30.831,74
1.301.202,96
15.382,44
1.759.422,96
856.741,63
7.733.529,57
760.426,08
5.976.250,93
Summe 9.033.041,90 1.332.034,70 1.774.805,40 8.590.271,20 6.736.677,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
9.003.713,62
708.511,16
0,00
185.500,00
1.000.000,00
0,00
8.003.713,62
894.011,16
2.284.252,86
4.380,84
Summe 9.712.224,78 185.500,00 1.000.000,00 8.897.724,78 2.288.633,70
Gesamtsumme 19.073.577,51 1.554.211,68 2.868.920,71 17.758.868,48 9.271.584,87
*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 9.155,19 EUR 9.155,19
Anlagevermögen Buchwert
Stand am
31.03.2011
Buchwert
Stand am
31.03.2010
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2010/2011
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2010/2011
Buchwert
abgänge
2010/2011
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
24.598,34 17.147,44 29.226,08 0,00 0,00
Summe 24.598,34 17.147,44 29.226,08 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
96.315,55
1.757.278,64
93.709,82
1.575.581,81
27.876,80
1.113.005,01
0,00
0,00
349,21
6.501,12
Summe 1.853.594,19 1.669.291,63 1.140.881,81 0,00 6.850,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
5.719.460,76
889.630,32
6.719.460,76
699.800,58
0,00
0,00
0,00
4.329,74
1.000.000,00
0,00
Summe 6.609.091,08 7.419.261,34 0,00 4.329,74 1.000.000,00
Gesamtsumme 8.487.283,61 9.105.700,41 1.170.107,89 4.329,74 1.006.850,33

*davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG: EUR 9.155,19

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Geschäftsverlauf der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 verzeichnete der Fabasoft Konzern Umsatzerlöse in der Höhe von 21,1 Mio. EUR. Dies stellt einen Rückgang um 9,3% bezogen auf die Vorperiode (23,3 Mio. EUR) dar. Der Umsatzrückgang wirkte sich auch auf die Ertragssituation aus: Bei einem EBITDA von TEUR 1.023 (TEUR 3.669 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) lag das EBIT bei TEUR -345 (TEUR 2.289 im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Die Erlösentwicklung spiegelt die angespannte Budgetsituation speziell bei den öffentlichen Auftraggebern und die damit einhergehende Investitionszurückhaltung wider. Um dieser Situation entgegenzuwirken und eine sich in Konturen abzeichnende gesamtwirtschaftliche Erholung, so sie eintritt, aufnehmen zu können, wurden verstärkte Anstrengungen unternommen, sowohl die regionale vertriebliche Reichweite als auch das Online-Angebot (Software as a Service und Cloud) auszubauen. Die damit verbundenen Vertriebs- und Marketingaufwände – speziell im Bereich des Online-Marketings – sowie die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (TEUR 7.452 nach TEUR 7.516 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) haben neues Geschäftspotenzial eröffnet. Aufgabe der folgenden Quartale wird es sein, dieses Potenzial auszubauen und sukzessive umsatzseitig zu realisieren.

Die Eigenkapitalquote des Fabasoft Konzerns betrug zum Bilanzstichtag (31. März 2011) 53% (60% zum 31. März 2010). Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich von TEUR 17.387 auf TEUR 12.452. Die Entwicklung der liquiden Mittel wurde durch die Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals in der Höhe von 2,0 Mio. EUR an die Aktionärinnen und Aktionäre im Zuge der Kapitalherabsetzung im März 2011 beeinflusst.

Der Fabasoft Konzern beschäftigte 202 Mitarbeiter zum 31. März 2011 (196 zum 31. März 2010).

Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabalabs Software GmbH 100% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft Institute of Technology GmbH 100% Österreich Linz
app.telemetry GmbH
(vormals app.strudl Software GmbH)
90% Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt am
Main
Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100% Italien Rom

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Boston

Tochterunternehmen der Fabasoft Austria GmbH zum Bilanzstichtag (31.03.2011)

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft AT Software GmbH 100% Österreich Linz

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum

Am 12. November 2010 gründete die Fabasoft Austria GmbH die Fabasoft AT Software GmbH in Linz/Österreich. Die Fabasoft Austria GmbH hält 100% des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmes.

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 19. November 2010 wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft app.strudl Software GmbH in app.telemetry GmbH geändert.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse 2.178 2.228
Ergebnis vor Ertragsteuern -599 191
EBIT -1.928 -2.260
EBITDA -758 -1.112
Jahresfehlbetrag/-überschuss -573 1.197
Eigenkapital 16.378 19.851
Eigenkapitalquote 85% 85%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit -363 2.349
Endbestand an liquiden Mittel 6.088 10.080
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 4 5

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse 21.120 23.287
Ergebnis vor Ertragsteuern -272 2.546
EBIT -345 2.289
EBITDA 1.023 3.669
Jahresergebnis -532 2.365
Eigenkapital 13.706 17.302
Eigenkapitalquote 53% 60%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit -125 2.699
Endbestand an liquiden Mittel 12.452 17.387
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 202 196

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sieht das Management kundennahe Innovationen als Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg. Das technische Know-how, die Erfahrung und die enge Kundenbeziehung der Mitarbeiter bilden die unverzichtbare Basis für Innovationen im Produkt-, Dienstleistungs- und Servicebereich. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und engagierte neue Talente für die Mitarbeit bei Fabasoft zu begeistern. Im Berichtszeitraum wurden daher Einsparungspotenziale zuerst im Sachkostenbereich adressiert.

Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Fabasoft legt auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonderen Wert. Das Spektrum der intern angebotenen Schulungen umfasst Basisausbildungen ebenso wie Fachtrainings, die auf den jeweiligen Tätigkeitsbereich abgestimmt sind. Die Teilnahme an internationalen Fachkonferenzen wird als wichtig gesehen, spezielle Qualifizierungen und Zertifizierungen beispielsweise im Microsoft-Windows- und Linux-Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit werden gefördert. Verkaufstrainings, Sprachtrainings, gezieltes Coaching etc. ergänzen das vielfältige Seminarprogramm.

Die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM – Level C und zSPM – Level B) wird gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association) durchgeführt und ist international anerkannt. Fabasoft Mitarbeiter, die mit der Durchführung von Projekten betraut sind, absolvieren diese Spezialausbildung und müssen sich in einem 5-Jahres-Zyklus einer Rezertifizierung unterziehen. Fabasoft beschäftigte zum Bilanzstichtag 64 zertifizierte (Senior) Projektmanager, davon haben 8 Mitarbeiter im Berichtszeitraum 2010/2011 diese Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit der St. Galler Business School wurde die operative Umsetzung der gemeinsam konzipierten Marketingkonzepte des Vorjahres laufend überprüft. Die Weiterentwicklung der Strategien und die Anpassung an Entwicklungen in den angestrebten Zielmärkten wurden in regelmäßigen Workshops vorgenommen.

Im Fabasoft Konzern wird Scrum als agiles Vorgehensmodell für die Software-Produktentwicklung eingesetzt. Einschlägige Ausbildungen werden auf breiter Basis umgesetzt und mit Zertifizierungsprüfungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Fabasoft 59 Mitarbeiter, die diese Zertifizierung(en) erfolgreich abgeschlossen haben.

Teamorientierte Arbeitsplätze mit der neuesten technischen Ausstattung sowie hervorragende Arbeitsbedingungen sind kontinuierlich wirkende Motivatoren. Das Unternehmen entwickelt an seinen Standorten die Arbeitsplatzausstattungen und Büroumgebungen im Sinne eines anregenden und kommunikationsfördernden Umfeldes kontinuierlich weiter. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist diesbezüglich der neue Bürostandort in Wien hervorzuheben.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern. Es wird als wichtig angesehen, Informationen über die funktionalen und technologischen Innovationen aus allen Produkt- und Umsetzungsbereichen unternehmensweit regelmäßig auszutauschen. Dafür finden im 2-Wochen-Rhythmus die "Scrum-Demo-Days" als interne Veranstaltung statt. Hier zeigen die Fabasoft-Entwicklerteams (Scrum-Teams) die umgesetzten Neu- bzw. Weiterentwicklungen in Produkten und Projekten. Mitarbeiter in den Geschäftsstellen können die Präsentation per Video-Stream live mitverfolgen oder zeitversetzt abrufen.

Ergänzend dazu informieren Führungskräfte in "Friday Morning Speeches" über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern. Darüber hinaus kommen zahlreiche Web-2.0- und Social-Software-Technologien zum Einsatz. Im Vordergrund stehen dabei Wissenstransfer und der interne Erfahrungsaustausch.

Fabasoft Folio Cloud

Zeit- und ortsunabhängige, sichere Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ist von wesentlicher Bedeutung für Kundennähe, Effizienz und Flexibilität. Die unternehmenseigene Plattform Fabasoft Folio Cloud bildet die technologische Grundlage für interne und externe Zusammenarbeit bei Kundenprojekten und erschließt auch in einfacher und konsistenter Weise die Nutzung neuer, mobiler Endgeräte wie iPhone oder iPad. Ein besonderer Nutzen wird in diesem Zusammenhang aus der Gewinnung von projekt- und prozessbezogenen, gemeinsam abrufbaren Kennzahlen gesehen.

Nachhaltigkeit im Fabasoft Konzern

Fabasoft versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Besonders großes Augenmerk legt Fabasoft auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen. Drucksorten werden auf FSC-Papier und bis auf wenige Ausnahmen nur noch On-Demand produziert. Durch die konsequente Nutzung des installierten Videokonferenzsystems in der Konzernzentrale und in den Betriebsstätten konnten Reisen im erheblichen Ausmaß eingespart werden.

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Fabasoft Konzern mit ausgewählten Aktivitäten wahr. Das Projekt "Yabonga" wurde auch im Geschäftsjahr 2010/2011 über die Initiative der Stones-for-Life-Stiftung unterstützt.

Green IT und Virtualisierung

Die Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft-Rechenzentren in Linz führte zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Systemressourcen. Im Bereich der Entwicklerarbeitsplätze in der Konzernzentrale und den Betriebsstätten wurde die Desktop-Virtualisierung im Berichtszeitraum abgeschlossen. Die Mitarbeiter arbeiten auf so genannten Virtuellen Maschinen (VMs), dabei wird die Prozessorleistung aus den Rechenzentren bezogen. Monitore und noch benötigte Desktop-PCs wurden durch energieeffizientere Geräte ersetzt.

Open-Source-Plattformen

Der Einsatz von Open-Source-Produkten ist sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Unternehmen eine wesentliche und interessante Option. Daher widmete Fabasoft auch im Geschäftsjahr 2010/2011 diesem Thema besonderes Augenmerk.

Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2010/2011

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 wurde der Vorstand der Fabasoft AG ermächtigt, das Grundkapital im Wege einer ordentlichen Kapitalherabsetzung von EUR 7.000.000,00 auf EUR 5.000.000,00 zum Zweck der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals durch Zusammenlegung von Aktien herabzusetzen. Die Einzelheiten der Kapitalherabsetzung wurden am 30. August 2010 vom Vorstand beschlossen und veröffentlicht. Der Herabsetzungsbeschluss wurde zum 8. September 2010 rechtswirksam (Eintragung ins Firmenbuch). Nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist erfolgte die Auszahlung an die Aktionäre im März 2011.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. April 2011 erwarb die Fabasoft AG 25% Geschäftsanteile an der Devstrom GmbH, Linz. Die verbleibenden 75% der Geschäftsanteile hält der Geschäftsführer Sebastian Gierlinger.

Am 26. April 2011 erfolgte die Gründung der Fabasoft Medical GmbH mit Sitz in Linz. Die Fabasoft AG hält 80% des Stammkapitals und der Stimmrechte. Jeweils 10% der Geschäftsanteile halten Thomas Hauser und Dieter Scharnagl, die auch als Geschäftsführer der Gesellschaft fungieren. Als weiterer Geschäftsführer wurde Ing. Michael Hadrian bestellt.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Im Zuge einer weiterhin sehr intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden sowohl neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht als auch neue Produktangebote vorbereitet. Daraus ergeben sich sowohl Chancen für Neugeschäft als auch für Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Speziell im Bereich des Neukundengeschäfts sollen Geschäftsmöglichkeiten in neuen vertikalen Märkten, in neuen Geographien und basierend auf neuen Vermarktungs- und Nutzungsmodellen (Software as a Service (SaaS), Cloud Computing) geschaffen werden.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrundeliegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Durch das steigende Kostenbewusstsein sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor könnten sich im Hinblick darauf Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Softwareprodukt-Entwicklung. Dadurch soll sowohl für Kunden als auch für Vertriebsund Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist sowie in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Darüber hinaus bestehen Vertriebsorganisationen für den privaten und den öffentlichen Sektor. Das Angebot umfasst unterschiedliche Nutzungsmodelle der Fabasoft Produkte und reicht vom "klassischen" (On-Premises)-Modell, wie die Installation der Software beim Kunden über SaaS-Modelle bis hin zu Cloud-Angeboten.

Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus der Erschließung neuer Kundengruppen, beispielsweise der Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ergeben. Fabasoft bietet für diese Kundengruppe abgestimmte Angebote, die durch zusätzliche Leistungen ergänzt werden können. Ein stärker diversifizierter Vertrieb könnte mittelfristig die Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Markterschließung in den USA

Die vertriebliche Präsenz in den USA über eine eigene Tochtergesellschaft soll neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Eine regelmäßige Teilnahme an branchenrelevanten Veranstaltungen und regelmäßige Analystengespräche werden als erforderliche Bestandteile dieser Anstrengungen gesehen. Die Präsenz bei Veranstaltungen kann dabei als Ausgangspunkt für Partnerschaften und Kooperationsmöglichkeiten dienen. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch durch die positiven Produktbewertungen von Analysten ergeben. Dafür ist eine USA-Präsenz von Fabasoft in vielen Fällen Voraussetzung.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Das Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern ist stark abhängig von der Budgetsituation der jeweiligen Organisationen. Aus der derzeitigen Wirtschafts- und Budgetlage und dem Bedarf der Effizienzsteigerung in den Verwaltungen kann ein Geschäftspotenzial abgeleitet werden – wie weit dies jedoch von der Entscheidungsebene in Politik und Verwaltung tatsächlich umgesetzt wird, ist aktuell nicht abschätzbar. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich auch aus neuen Projekten im Zusammenhang mit der in den europäischen Ländern und darüber hinaus angestrebten Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern diesbezüglich politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Aus sehr erfolgreichen bestehenden Referenzen des Fabasoft Konzerns resultieren diesbezüglich immer wieder auch konkrete Kundenanfragen.

Cloud Computing

Die steigende Vernetzung von Unternehmen auch über Landesgrenzen hinweg erfordert neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem zuverlässigen Rahmen. Fabasoft entwickelte dafür das Produkt Fabasoft Folio Cloud. Die Basisversion Fabasoft Folio Cloud primo steht kostenlos zur Verfügung und bietet damit eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Chancen für den Fabasoft Konzern können sich in der Folge aus der Vermarktung der umfangreicheren, kostenpflichtigen Fabasoft Folio Cloud Editionen ergeben, die seit September 2010 im Online-Shop erhältlich sind.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 mit Government-Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Veränderungen in diesem Zielsegment wie beispielsweise durch Änderungen in den Technologievorgaben, den Projektprioritäten oder den Vergabekriterien sowie das Aufkommen von neuen Mitbewerbern können das Geschäft der betroffenen Fabasoft-Vertriebsgesellschaften und in Folge den Fabasoft Konzern wesentlich beeinflussen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen die neu geschaffenen Vertriebswege, wie beispielsweise direkt über das Internet (Fabasoft Folio Cloud) und die neuen Betriebsmodelle, wie Software as a Service (SaaS) für das Produkt Fabasoft Folio eingesetzt werden, um weitere Kundengruppen außerhalb der öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus zu erreichen. Durch einschlägige Vertriebs- und Marketingaktivitäten soll auch das Geschäft mit den Produkten Fabasoft app.telemetry und Fabasoft Mindbreeze gefördert werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Kenntnis des Zielmarktes und geringere Bekanntheit als im angestammten Markt, starker lokaler Mitbewerb, lange Vorlaufzeiten, hohe Einstiegskosten, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster Erfolge im Geschäftsjahr 2010/2011 mit den neuen Produktangeboten können die endgültige Kundenresonanz und die Marktchancen aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Des Weiteren kann die Akzeptanz der neuen Geschäftsmodelle (Software as a Service, Cloud-Angebote) durch die Marktteilnehmer noch nicht abgeschätzt werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden erforderlichen (Online-)Marketing-, Betriebs- und Support-Investitionen dar. Ein Risiko hinsichtlich des Cloud-Angebotes könnte darin bestehen, dass trotz hoher Nutzungsintensität der kostenfreien Einstiegsangebote eine Konvertierung in die kostenpflichtigen Nutzungsmodelle in ausreichender Anzahl zum Erreichen der Wirtschaftlichkeitsschwelle nicht, sehr spät oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden kann. Des Weiteren bergen die erforderlichen erheblichen Aufwände im Bereich des Online-Marketings das Risiko hoher Streuverluste.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partnergeschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, die eigene Marke wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann das Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern, beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden, und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend oder nicht die richtigen Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise in den dafür vorgesehenen Märkten nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. So hält Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Im Mai 2010 wurde die SAS 70 Type II Prüfung abgeschlossen. Im Rahmen des SAS 70 Type II Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Folio Cloud einen uneingeschränkten SAS 70 Type II Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, vor allem auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeiten oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Softwarefehlern und funktionalen Einschränkungen, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Dies gilt sowohl für Fabasoft Produkte als auch für Drittprodukte und Technologien, auf die Fabasoft Produkte aufbauen, oder mit welchen diese interagieren. Solche Fehler oder Einschränkungen können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten, Betriebsprojekten oder Online-Angeboten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrundeliegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft app.test – wird laufend optimiert und auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen, oder mit welchen sie interagieren. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Darüber hinaus würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Selbiges gilt auch für Fehler, funktionale Abweichungen oder Einschränkungen im Zuge neuer Produktversionen oder Fehlerbehebungen. Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge beim Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches laufend weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Softwareprojekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens ganz oder teilweise entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen können.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist internationale Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig zunehmend härtere Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.), oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten, vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen und somit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Auf Grund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere in den Segmenten Enterprise Content Management und Cloud Computing, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Der Trend, dass sich auch kleinere Hersteller auf nationaler Ebene zusammenschließen, um so eine größere Schlagkraft am Markt zu erreichen, hält weiter an. Darüber hinaus ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Softwarehersteller in neue Marktsegmente mit neuen Produkten zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management-Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche in ausreichendem Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Des Weiteren besteht ein Risiko darin, dass eine größere Anzahl von Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzem zeitlichen Abstand verlassen und kurzfristig kein adäquater Ersatz gefunden werden könnte. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen oder anderen für das Unternehmen nachteiligen Konsequenzen, wie beispielsweise Reputationsschäden, führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung und Wiederherstellung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können beispielsweise Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebs-, Entwicklungs-, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sowie Datenfehler oder Datenverluste sein. Dies könnte in der Folge auch vergleichbare Auswirkungen auf andere Unternehmen oder Organisationen bewirken, welche entgeltliche oder unentgeltliche (Online-) Dienstleistungen des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service-Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen.

So wurde im Mai 2010 die SAS 70 Type II Prüfung abgeschlossen. Im Rahmen des SAS 70 Type II Prüfverfahrens wurden das Design und die Effektivität ausgewählter Kontrollen in Bezug auf Folio Cloud geprüft. Der unabhängige Auditor PricewaterhouseCoopers hat für Folio Cloud einen uneingeschränkten SAS 70 Type II Bestätigungsvermerk ohne Ausnahmen ausgestellt.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im direkten Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern aktuell als verhältnismäßig gering eingeschätzt, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die weiterhin angespannte Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit der unsicheren Wirtschaftsentwicklung speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Prognosebericht

Entwicklung bestimmter Aufwandspositionen

Produktinnovation wird weiterhin als Voraussetzung für die Konkurrenzfähigkeit und für eine positive Weiterentwicklung des Fabasoft Konzerns gesehen. Aus diesem Grund wurden für das bevorstehende Geschäftsjahr 2011/2012 die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung circa in der Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres eingeplant.

Die geplante Verstärkung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten wird sowohl gesteigerte Personalaufwendungen in diesem Bereich als auch steigende Investitionen in klassisches Marketing und insbesondere auch in Online-Marketing-Aktivitäten bedingen.

Bei den Investitionskosten wird von einem Zuwachs im Zusammenhang mit der Erneuerung und Erweiterung technologischer Infrastrukturbestandteile ausgegangen. Damit ist insbesondere dem steigenden Nutzungsaufkommen der neuen Online-Angebote des Fabasoft Konzerns Rechnung zu tragen. Hinsichtlich der Bürostandorte für Vertrieb und Projektleistungserbringung ist geplant, im Geschäftsjahr 2011/2012 neue Büroräumlichkeiten am Standort Frankfurt auszustatten und zu beziehen.

Erlösentwicklung

Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber betreut der Fabasoft Konzern eine über die Jahre gewachsene, prominente Basis von Bestandskunden. Das laufende Geschäft mit diesen Kunden bildet erfahrungsgemäß einen stabilen Umsatz-Kern. Auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere deren Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte klagen viele bestehende und potenzielle Kunden in diesem Segment über merkliche Einschränkungen ihrer Budgets, speziell hinsichtlich neuer Projekte und Vorhaben.

Eine Prognose zu den aktuellen Ausschreibungen hinsichtlich Anzahl und Volumen für das Geschäftsjahr 2011/2012 kann daher nicht abgegeben werden. Um im Geschäftsjahr 2011/2012 zusätzliches Neugeschäft und damit Wachstum im öffentlichen Sektor zu generieren, wird daher versucht die Geschäftsbasis auf neue Geographien auszuweiten.

Im Bereich der privaten Auftraggeber soll an die Erfolge der vorigen Geschäftsjahre angeschlossen werden. Die Investitionsbereitschaft der Zielkunden ist aber stark abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Prognosen in ihren jeweiligen Zielmärkten.

Die neu angebotenen Nutzungsmodelle "SaaS" und "Cloud" für Fabasoft-Softwareprodukte bedingen hohe Initialaufwände für Infrastruktur-Auf- und Ausbau. Dem stehen zeitlich gedehnte Erlösrealisierungen im Wege der Nutzungsgebühren gegenüber. Sowohl für das klassische Nutzungsmodell als auch für die neuen Modelle soll über verstärkte Marketing- und Vertriebsaktivitäten zusätzliche Nachfrage geschaffen werden. Darüber hinaus sollen über Partnerschaften und eigene Aktivitäten – beispielsweise im Gesundheitssektor – neue vertikale Märkte erschlossen und damit Wachstum initiiert werden.

Diese Anstrengungen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor unterliegen jedenfalls den obenstehend ausgeführten Risiken, Unwägbarkeiten und Volatilitäten.

Zusammenfassend geht das Management von einem herausfordernden bevorstehenden Geschäftsjahr 2011/2012 aus. Auf Grund der soliden Cash-Positionen des Unternehmens soll der Chance für eine mittel- und langfristig positive und nachhaltige Unternehmensentwicklung Priorität vor kurzfristigen Profitabilitätszielen eingeräumt werden.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Die eng getaktete Entwicklungstätigkeit für das Online-Angebot Fabasoft Folio Cloud wirkte im Berichtszeitraum als "Innovationslokomotive" für das gesamte Produktangebot im Fabasoft Konzern. Besonders die aus der Folio Cloud gewonnenen und mit hoher internationaler Nutzeranzahl praxiserprobten Erkenntnisse zu "Usability and Style" – speziell auch auf mobilen Endgeräten wie iPhone und iPad – kamen und kommen im Sinn einer gemeinsamen technologischen Basis auch den Produkten Fabasoft Folio und Fabasoft eGov-Suite zugute. Analog dazu erfuhren auch die Produkte Fabasoft Mindbreeze, Fabasoft app.telemetry, Fabasoft app.ducx und Fabasoft app.test durch ihr Zusammenspiel im Cloud-Gesamtangebot wesentliche Entwicklungsimpulse.

Der besondere Mehrwert dieses integrierten Produktangebotes für Kunden und Lösungspartner besteht in der agilen und kostengünstigen Erstellung, Qualitätssicherung, Betriebsführung und Weiterentwicklung von dokumentenenzentrierten Anwendungen (Composite Content Applications) sowohl für den On-Premises-Betrieb als auch für Cloud-Services.

Fabasoft Folio Cloud

Schwerpunkte in der Entwicklung von Fabasoft Folio Cloud lagen in den Maximen "Quality, Usability and Style" sowie in den Bereichen Teamroom, Kontakte, Cloud-Apps und Self-Service-Use-Cases.

Teamrooms sind die zentralen Elemente von Fabasoft Folio Cloud. Sie erlauben eine einfache, organisationsübergreifende Zusammenarbeit in Teams. Damit können Inhalte zur Verfügung gestellt, Berechtigungen vergeben und Einladungen versandt werden. Für eine noch höhere Sicherheit wurde der Secure-Teamroom entwickelt (Zwei-Faktor-Authentifizierung mit mobiler PIN) und den Kunden zur Verfügung gestellt. Für Informationen, die allen Benutzern von Fabasoft Folio Cloud zugänglich sein sollen, gibt es die Möglichkeit, öffentliche Teamrooms einzurichten.

Im Bereich der Kontakte wurde das Kontaktmodell für Fabasoft Folio Cloud weiterentwickelt und der Kontaktimport aus verschiedenen Datenquellen ermöglicht. Aus diesen Kontakten formt der Nutzer das Team für seinen Teamroom. Die Einladung zur Zusammenarbeit wird direkt über Fabasoft Folio Cloud an das Team versandt. Auch können beliebige Nutzer oder das gesamte Team eines Teamrooms über Fabasoft Folio Cloud benachrichtigt werden. Die versandten Einladungen und Nachrichten bleiben auf der Portalseite "Gesendet" jederzeit einsehbar. Benutzer können sich über Änderungen in ihren Teamrooms informieren lassen. Die Benachrichtigung erfolgt entweder bei jeder Anmeldung oder proaktiv per E-Mail oder RSS-Feeds.

Folio Cloud kann ebenfalls Organisationen und deren Mitglieder abbilden. Somit ist es möglich, Teamrooms einer Organisation zuzuordnen. Dabei werden die verfügbaren Funktionalitäten (Cloud-Apps) und Speicherlimits über die Organisation verrechnet. Für die Verwaltung der Organisationsmitglieder wurden die nötigen Self-Service-Use-Cases umgesetzt. Die Authentifizierung erfolgt entweder mit "Single-Sign-on" oder auf Basis von Zertifikaten. Damit muss bei der Anmeldung kein Passwort mehr eingetippt werden.

Das Angebot an Cloud-Apps wurde durch Apps zur vollständigen Versionierung (Speicherung jeder Änderung eines Dokuments als Version zur besseren Nachvollziehbarkeit) und für das Auditing (Überwachung der Zugriffe für die Besitzer eines Teamrooms) ergänzt und existierende Apps (wie die App für "Customer Relationship Management") in ihrem Funktionsumfang erweitert und verbessert. Cloud-Apps erweitern den Funktionsumfang von Fabasoft Folio Cloud für spezielle Anwendungsfälle durch zusätzliche Funktionalitäten. Für externe Entwickler wurden Voraussetzungen geschaffen, um Cloud-Apps entwickeln zu können. Der diesbezügliche Know-how-Transfer erfolgt sowohl über Online-Medien als auch beispielsweise im Wege der im Dezember 2010 erstmals abgehaltenen "Cloud Developer Conference".

Fabasoft Folio

Fabasoft Folio wurde besonders in den Bereichen User-Interface, Protokollierung und Zugriffsschutz sowie der Anwendungsintegration weiterentwickelt.

Im User-Interface-Bereich erfolgte ein Redesign des Webbrowser-Clients. Der Fokus lag dabei auf einer Vereinfachung der Eingabeelemente. In Zusammenarbeit mit einem externen Berater wurde eine neue Gliederung der Benutzeroberfläche umgesetzt. Das adaptierte Design betont die Visualisierung der Navigation (Breadcrumbs) und

der Volltextsuche. Eine neue, kombinierte Ansicht vereinheitlicht die Eingabeelemente Menü und Buttonbar. Ein weiteres Element unterstützt Neueinsteiger in Form von Tipps, die sich am Kontext orientieren. Ebenfalls helfen die im Hintergrund von leeren Ordnern hinzugekommenen Tools zum Importieren, Einfügen und Suchen den Benutzern. Das Icon-Redesign, der Welcome-Screen und die Möglichkeit, im Kopfbereich eigene Logos und ein persönliches Kopfbild zu verwenden sind weitere Vereinfachungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt wurden. Die Möglichkeit, für Portalteile individuelle Themes (Hintergrund, Farbschema) verwenden zu können, erlaubt dem Anwender die individuelle Gestaltung des User-Interface. Bei der Integration mobiler Endgeräte (iPhone, iPad) wurde der Fokus auf das Lesen von PDF-Ansichten, Anpassungen am generierten HTML und Unterstützung für Touch-Events gelegt. Die Reimplementierung des Drag and Drop-Interfaces innerhalb des Webbrowsers macht die Bedienung einfacher und konsistenter.

Im Bereich der Protokollierung wurde die Auditing-Funktionalität vereinfacht. Benutzer können ihr persönliches Login-Protokoll einsehen und nachverfolgen. Es erfolgte auch die Umsetzung der Protokollierung und Validierung von verwendeten Systemressourcen (Quotas) für Speicherplatz und Anzahl der Objekte. Das Konzept von Sicherheitsstufen (Protective Markings) erweitert den Zugriffsschutz zur bestehenden Implementierung auf Basis Access-Control-Lists.

Im Bereich der Anwendungsintegration erfolgte der Support für AutoCAD®-Dateien und Projekte. Neben der Integration zum Öffnen, können jetzt auch Metadaten im AutoCAD®-Projekt eingeblendet werden. Die Ausdehnung der Drag and Drop-Integration im Webbrowser auf Ordner erlaubt es jetzt auch Dateien aus mehreren Ordnern in einem Schritt in den Webbrowser-Client zu importieren. Auf dem Betriebssystem Windows ermöglicht die Umstellung des Webbrowser-Plug-in auf das Netscape-API erstmalig auch das Bearbeiten von Dokumenten für die Webbrowser Chrome und Safari. Damit wird auch die Basis für die zukünftige Weiterentwicklung vereinfacht. Performance- und Usability-Verbesserungen erfolgten beim direkten Bearbeiten von Werten in Listen. Die neue Funktionalität "Versenden und Berechtigen" erlaubt die Weitergabe von Rechten auf Basis einer speziell codierten URL. Dies ermöglicht eine kontrollierte und flexible Ad-hoc-Zusammenarbeit zwischen Benutzern in Organisationen. Trotz der höheren Flexibilität ist diese Form der Berechtigungen sicher, da ein Benutzer die Berechtigungen auf Objekte implizit erteilt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut "Integriert Studieren" der Johannes Kepler Universität Linz wurde der User-Interface-Bereich für Menschen mit besonderen Bedürfnissen verbessert. Die Bereiche Menüleiste, Suchfeld, Seitennavigation, Listenkopf und Liste sind nun einfacher zugänglich und die Tastaturbedienbarkeit vereinfacht.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erhielt Fabasoft Folio folgende Zertifizierungen, die den hohen Produktstandard bestätigen:

  • • SAP ArchiveLink Integration: Die Anzahl von 2.340.476 archivierten Dokumenten/Stunde stellt laut Zertifizierungsstelle einen Rekord dar.
  • • EMC Centera Proven for XAM: Diese wurde in Zusammenarbeit mit EMC und applabs umgesetzt und ist laut zertifizierender Stelle eine weltweite Premiere.
  • • Certified for Windows Server 2008 R2.

Fabasoft eGov-Suite

Im Zentrum der Entwicklungstätigkeiten betreffend die Fabasoft eGov-Suite stand im Berichtszeitraum die Arbeit an der neuen Version 10. Die Optimierung der Usability durch Neugestaltung der Formulare und Anpassung der Use-Cases an das neue User-Interface des Webbrowser-Clients von Fabasoft Folio bildeten dabei wesentliche Schwerpunkte. Durch die Optimierung des Versandprozesses kann der Anwender nun pro Schriftstück entscheiden, ob dieses finalisiert, signiert oder das Original (z.B. Excel-Sheet) versendet werden soll. Der Anwender erhält auch direktes Feedback zu der jeweiligen Finalisierung bzw. zu der Abfertigung. Überdies wurde die prozessorientierte Arbeit in einer Stellvertretung einfacher gestaltet. Mit der Arbeitsgruppe zum neuen Länderstandard Österreich wurden die Änderungen erarbeitet und in definierten Zyklen für die Fabasoft eGov-Suite umgesetzt.

In Kooperation mit dem Change Board Bund und der Bundeskanzlei in der Schweiz erfolgte die Umsetzung der eCH0039 Datenaustausch mit Import und Export von Geschäftsobjekten für den GEVER-Standard in der Version 8.0 SP1. Diese Weiterentwicklung beginnend auf Basis der Nachrichtengruppe G0T0, endend mit der Umsetzung der Nachrichtengruppe G1T1 ist der Beginn der Verwirklichung der überdepartementalen Prozesse (GEVER ÜDP) im GEVER-Standard der Version 8.0 SP1. Zusätzlich zu den Entwicklungsarbeiten für die neue Version wurden die laufenden Umstellungsprojekte auf die Fabasoft eGov-Suite 8.0 SP1 produktseitig unterstützt.

Das vierte Quartal des Geschäftsjahres war durch den Abschluss der Entwicklungsarbeiten für die neue Version geprägt. Durch ein durchgängiges Design der Menüs und Kontextmenüs findet der Anwender die gewünschten Menüeinträge immer an der gleichen Position. Die intuitive Arbeit wird somit erleichtert und die Hürden für Neueinsteiger verringert.

Die neue Version unterstützt den Anwender im Bereich der Stapelverarbeitung und der langfristigen Termine (Termin in mehreren Monaten bzw. Jahren). Termine können jetzt direkt pro Geschäftsobjekt in einem eigenen Bereich verwaltet werden und müssen nicht mehr über den Workflow mit Fristen durchgeführt werden. Die Stapelverarbeitung ermöglicht gleiche Operation auf mehrere Geschäftsobjekte auszuführen. Der Anwender kann damit einen Ausgang zu mehreren Akten gleichzeitig erzeugen. Zusätzlich zu den Entwicklungsarbeiten für die neue Version wurden die laufenden Umstellungsprojekte auf die Fabasoft eGov-Suite 8.0 SP1 produktseitig unterstützt.

Fabasoft app.ducx

Im Zuge der konsequenten Umsetzung der Markenstrategie wurde das Produkt Fabasoft DUCXdev im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 in Fabasoft app.ducx umbenannt. Es bildet nun gemeinsam mit Fabasoft app.test und Fabasoft app.telemetry die Produktfamilie zur Erstellung und Betreuung von Fachanwendungen für Fabasoft Folio, Fabasoft Folio Cloud (Cloud-Apps) und die Fabasoft eGov-Suite.

Im ersten Halbjahr 2010/2011 lag der Fokus auf der Erweiterung der domänenspezifischen Sprachen sowie dem Thema "Code Coverage". Zur besseren Unterstützung der Zielgruppe "Cloud-App-Developer" wurden zahlreiche Vereinfachungen umgesetzt und semantische Prüfungen und Hilfestellungen für Entwickler integriert. Mit der Code Coverage-Analyse werden potenzielle Fehler bei der Entwicklung einer Applikation frühzeitig erkannt. Die umfangreiche Unterstützung von Continuous Integration-Systemen in Kombination mit Fabasoft app.test war ebenso ein zentraler Aspekt. Dadurch stehen Entwicklern erweiterte professionelle Möglichkeiten zur Verfügung, die Agilität des Softwareentwicklungsprozesses zu steigern und die Qualität von Anwendungen zu verbessern.

Ein Schwerpunkt im zweiten Halbjahr 2010/2011 waren die Vorbereitungen und die Durchführung der ersten Fabasoft Cloud Developer Conference (CDC). Im Rahmen dieser Veranstaltung zeigte Fabasoft Software-Entwicklern in Workshops die einfache und effektive Erstellung von Cloud-Apps mit Fabasoft app.ducx. Um die Prozesse zur Erstellung und Verwaltung von Cloud-Apps zu optimieren, wurden Erweiterungen in Folio Cloud implementiert. Diese Erweiterungen erlauben die Definition der Parameter einer Cloud-App, das Management des Entwicklungsprojekts mit der agilen Methodik "Scrum", das Anstoßen und die Überwachung des Freigabeprozesses für eine Cloud-App sowie die Kontrolle über den Source-Code der Cloud-App über ein dediziertes Subversion-Service.

Fabasoft app.test

Im zweiten Geschäftsjahresquartal 2010/2011 erfolgte die Umbenennung des Produkts Fabasoft DUCXtest in Fabasoft app.test. Das Produkt Fabasoft DUCXtest zielte sehr stark darauf ab, die automatisierte Qualitätssicherung der Produkte Fabasoft Folio und Fabasoft eGov-Suite zu ermöglichen und zu unterstützen.

Mit Fabasoft app.test werden die Möglichkeiten von automatisierten Tests kontinuierlich erweitert. Dadurch ist es möglich, ein wesentlich breiteres Spektrum an Webapplikationen zu testen. Die automatisierte Qualitätssicherung der webbasierten Applikationen Fabasoft app.telemetry sowie Fabasoft Mindbreeze wird bereits mit den neuen Möglichkeiten von Fabasoft app.test ausgeführt. Die erweiterten Testmöglichkeiten bieten die Möglichkeit, durchgängige Anwendungsfälle vom Endkunden bis zum Workflow in Fabasoft Folio bzw. der Fabasoft eGov Suite abzubilden. Dies erlaubt es, die im Fabasoft Umfeld bereits seit Jahren eingesetzten automatisierten Tests auf unterschiedlichen Plattformen nun auch für E-Services, Webseiten und Webanwendungen zur Verfügung zu stellen. Die getesteten Applikationen müssen nicht auf Fabasoft Produkten basieren.

Durch die Weiterentwicklung der Applikation steht Fabasoft app.test nun einem breiteren Anwenderkreis zur Verfügung. Dadurch sollen neue Marktpotenziale eröffnet und weitere Zielgruppen gewonnen werden. Im Fokus stehen Webentwickler, Agenturen sowie Unternehmen, die Portale betreiben und entwickeln.

Seit dem vierten Quartal 2010/2011 steht Fabasoft app.test auch auf Mac OS-X zur Verfügung. Dadurch können Tests nun auch mit Safari auf Mac OS-X aufgezeichnet und abgespielt werden. Des Weiteren stand im vierten Quartal die Weiterentwicklung des Control Specification Designers im Fokus. Mit diesem Tool ist es möglich, die Struktur von

Webanwendungen grafisch zu beschreiben und darauf aufbauend Tests aufzuzeichnen. Der Designer wurde direkt in das Fabasoft app.test Studio integriert, wodurch keine zusätzliche Installation bzw. Konfiguration einer Eclipse-Anwendung mehr erforderlich ist.

Fabasoft app.test primo steht als kostenlose Einsteigerversion von Fabasoft app.test zum Download über die Webseite zur Verfügung. Mit Fabasoft app.test primo können Webanwendungen und Webseiten getestet werden.

Fabasoft app.telemetry

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 erhielt Fabasoft app.strudl eine neue Markenidentität. Das Produkt tritt nunmehr unter dem Namen "Fabasoft app.telemetry" am Markt auf.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte die Weiterentwicklung und Ausweitung der Produktfunktionalitäten der Fabasoft app.telemetry. Seit der Spring Release 2010 steht ein neu entwickelter Fabasoft app.telemetry Client zur Verfügung, der über Webbrowser genutzt wird. Systemanfragen können noch einfacher eingesehen werden und Systemverantwortliche erhalten noch rascher relevante Informationen bis auf die Detailebenen der Applikationen. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, Requests zu exportieren und zur Analyse an Softwarehersteller zu übermitteln.

In der Summer Release 2010 erfolgte die Weiterentwicklung der Managementsicht. Damit können aktuelle Service-Level Daten für das Management oder Leistungsindikatoren für Systemadministratoren zielgerichtet und aussagekräftig in Online-Berichten (Dashboards) zur Verfügung gestellt werden. Standardmäßig werden die unterschiedlichen Dashboards zentral in Fabasoft app.telemetry konfiguriert. Neben Tabellen können auch Balken und andere Arten von Diagrammen als Darstellungsformen verwendet werden. Anwender haben die Möglichkeit, auf Basis dieser vorkonfigurierten Dashboards ihre eigenen "Informationszentralen" einzurichten. Eine sicherheitsrelevante Klassifizierung regelt den Zugriff auf die Dashboards.

Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 konzentrierte sich Fabasoft app.telemetry auf den noch einfacheren Zugang zu relevanten Performance-Daten. Mit der Fabasoft app.telemetry 2010 Fall Release stehen neue Module für die Webserver Apache und Microsoft Internet Information Services zur Verfügung. Diese ermöglichen einen unmittelbaren Einblick in das Antwortzeitverhalten unternehmenskritischer Anwendungen und erfordern keine Implementierung von Messpunkten im Quellcode mehr. Als kostenlose Einstiegsversion steht Fabasoft app.telemetry primo zur Verfügung.

Fabasoft Mindbreeze

Fabasoft Mindbreeze konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Anbindung weiterer Datenquellen, den Ausbau der Filter Pipeline sowie auf Weiterentwicklungen im Bereich der Verarbeitung von semantischen Informationsobjekten und deren Zusammenhängen.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise ermöglicht jetzt den Informationszugriff auf Microsoft Exchange 2010 im Unternehmen und mobil über Smartphones und Tablets, mittels Fabasoft Mindbreeze Mobile. Das Verstehen von Inhalten wurde weiter verfeinert und ausgebaut. Damit ist es möglich, bei der Suche auch "bedeutungsverwandte" Inhalte zu finden. Beispielsweise bei der Suche nach dem englischen Begriff "contact person" wird auch der deutschsprachige Inhalt zu "Kontaktperson" automatisch gefunden. Die "Meinten Sie"-Funktionalität unterstützt Anwender mit Vorschlägen zu alternativen Schreibweisen.

Fabasoft Mindbreeze Enterprise findet Aufgaben, Kalender, Notizen, Kontakte und E-Mails mit deren Anhängen auch innerhalb von PST-Dateien. Dabei extrahieren die Fabasoft Mindbreeze Enterprise Filter Inhalte (unstrukturierte Daten) und Metadaten. Sie bereiten diese als strukturierte Informationen für den Anwender auf. Auf die übersichtliche und nahtlose Integration in den Web Client wurde besonderer Wert gelegt. Die Suche in Microsoft Exchange kann nun zusätzlich auf das primäre Postfach des Anwenders und die öffentlichen Ordner eingeschränkt werden. Dadurch werden unabhängig von den Benutzerfreigaben keine Treffer aus freigegebenen Postfächern und freigegebenen Ordnern anderer Benutzer retourniert.

Der Web-Connector löste den WWW-Connector ab. Der neue Connector bietet zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten, wie beispielsweise bestimmte Webseitenbereiche zu indizieren. Darüber hinaus bietet Fabasoft Mindbreeze mit dem Link (https://wikipedia.Mindbreeze.com) eine bequeme kostenlose Suche nach Wikipedia-Inhalten. Im vierten Geschäftsjahresquartal wurde die Fabasoft Mindbreeze Enterprise 2011 Winter Release versandt. Diese umfasst viele Neuerungen und Verbesserungen am Web Client und Mobile Client.

Die neue Version ermöglicht die gleichzeitige Suche in unternehmensinternen Quellen sowie in Cloud-Quellen (Fabasoft Folio Cloud, Wikipedia). Das im Berichtszeitraum erstmals vorgestellte Cloud-Service Fabasoft Mindbreeze InSite dient der Suche in Webseiten und kann von Kunden beispielsweise für ihre Webseiten- oder Intranet- Informationsangebote genutzt werden. Zum weiteren Ausbau der Unterstützung von offenen Standards wurde eine CMIS-Schnittstelle umgesetzt mit der ebenfalls der sichere Zugriff auf gesuchte Informationen möglich ist. Eine kostenlose 30-Tage-Testversion von Fabasoft Mindbreeze Enterprise steht unter www.mindbreeze.com zum Download zur Verfügung.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Angaben nach § 243a Abs. 2 UGB

Gemäß den Änderungen im Unternehmensrechts-Änderungsgesetz 2008 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken ist im Fabasoft Konzern ein umfassendes Berichtswesen auf Kennzahlenbasis installiert. Für das Berichtswesen ist die Organisationseinheit Finance verantwortlich. Das Datenmaterial setzt sich aus strategischen und operativen Kennzahlen zusammen, die monatlich berichtet werden. In den vierteljährlichen Quartal-Reviews zwischen dem Vorstand und den Organisationseinheiten erfolgen die Abstimmung der Detailpläne zum Gesamtplan, der Soll-Ist-Vergleich sowie ein Ausblick auf die folgenden Quartale.

Darüber hinaus ist ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das wie folgt beschrieben wird:

Fabasoft hat in den Bereichen Personal, Einkauf und Revenue Cycle ein internes Kontrollsystem installiert, welches mit Hilfe von Kontrollpunkten und dem 4-Augen-Prinzip sowie entsprechenden Prozessdefinitionen und Richtlinien die Einhaltung von Gesetzen und Standards sicherstellen und präventiv gegen unredliche und illegale Handlungen wirken soll. Die IKS-Richtlinien für Personal, Einkauf und Revenue Cycle wurden umfassend schriftlich dokumentiert und jeweils mit einer abgestimmten Kontrollmatrix verknüpft. Diese Matrizes enthalten alle automatisierten und manuellen internen Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Eine Überarbeitung bzw. Aktualisierung der Dokumente (IKS-Richtlinie und Kontrollmatrix) erfolgt einmal jährlich oder ad hoc bei grundlegenden Änderungen. Die Einhaltung der Kontrollpunkte wird in regelmäßigen Abständen mittels Stichproben überprüft. Die im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem (IKS) enthalten Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelten für alle Tochterunternehmen und werden am Hauptsitz in Linz zentral verwaltet.

IKS Einkauf

In der IKS-Richtlinie Einkauf ist die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen für den gesamten Fabasoft Konzern geregelt. Ziel des IKS Einkauf ist es, die benötigten Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität, der richtigen Menge zu optimalen Preisen termingerecht zu beschaffen. Für die Abwicklung von Beschaffungen ist im Fabasoft Konzern die Abteilung Purchasing in der Organisationseinheit Finance zuständig.

IKS Personal

Das IKS Personal umfasst alle Vorgänge im Zusammenhang mit Personalagenden im Fabasoft Konzern von der Stellenausschreibung bis hin zur Beendigung eines Dienstverhältnisses. Ziel ist es, in allen Personalagenden ein rechtskonformes Vorgehen in Mitarbeiterbelangen zu gewährleisten, die Mitarbeiterqualifikationen und Weiterentwicklung zu fördern sowie die korrekte Abrechnung von Gehältern und Lohnnebenkosten und damit auch die Wirtschaftlichkeit im Personaleinsatz sicherzustellen.

IKS Revenue Cycle

Im IKS Revenue Cycle sind alle Tätigkeiten und Kontrollen betreffend Umsatzgenerierung von der Marktsichtung bis zum Zahlungseingang des Kunden innerhalb des Fabasoft Konzerns beschrieben. Ziel ist es, durch klar definierte und dokumentierte Prozesse und Verantwortlichkeiten technologieunterstützt die Geschäftstätigkeit in den Betrieben des Konzerns (Leistungsfortschritt, Leistungserbringung, Fakturierung, Zahlungseingang, weitere Finanzinformationen) zu standardisieren und zu verifizieren.

Jahresabschluss und Konsolidierung

Der Jahresabschluss der Fabasoft AG wird entsprechend dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) in der geltenden Fassung aufgestellt und vom Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben.

Der konsolidierte Jahresabschluss des Fabasoft Konzerns wird nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der konsolidierte Jahresabschluss wird durch den Vorstand geprüft und dem Aufsichtsrat sowie dem Prüfungsausschuss vor Veröffentlichung zur Freigabe vorgelegt.

Konzernzwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard 34 (IAS 34) aufgestellt und nach Freigabe durch den Vorstand veröffentlicht.

Im Handbuch Accounting sind Standards und Richtlinien dokumentiert, um einen reibungslosen Ablauf in der Buchhaltung und in der Bilanzierung zu gewährleisten. Die darin angeführten Richtlinien haben Gültigkeit für die Buchhaltung und die Bilanzierung der Fabasoft AG und gelten auch für alle Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist im Handbuch Accounting der Prozess zur Konsolidierung schriftlich festgehalten.

Der Einsatz von IT-Systemen, insbesondere dem Fabasoft-eigenen Softwareprodukt Fabasoft Folio, sorgt für eine transparente, nachvollziehbare Abwicklung und revisionssichere Archivierung der Unternehmensdaten. Die Systeme verfügen über Schnittstellen, die den Austausch der Daten ermöglichen.

Die Budget- und Umsatzplanung erfolgt einmal jährlich durch die Leiter der Organisationseinheiten und wird durch den Aufsichtsrat und Vorstand freigegeben. Auf Grund der herrschenden Dynamik in der Branche sind Mehrjahresplanungen kaum möglich. In Einzelfällen wird im Zuge der Jahresplanung auch ein grober Dreijahresplan erstellt.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 5.000.000 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 67,3%, davon 5,02% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH. Erläuterung zur geänderten Höhe der Beteiligung im Anhang unter Punkt 8.6.7.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der beim Rückerwerb zulässige Gegenwert darf höchstens 10% über und geringstenfalls 20% unter dem durchschnittlichen Börseschlusskurs im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG der letzten 5 Börsehandelstage vor der Festlegung des Kaufpreises liegen. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 5. Juli 2010 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zum Beispiel Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne

weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekanntgegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 13. Mai 2011

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Jahresabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 13. Mai 2011

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 13. Mai 2011 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

FABASOFT ANNUAL REPORT 10/11 95

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010/2011 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen sowie zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, die Auftrags- und Ausschreibungsentwicklung, die Entwicklung der Tochtergesellschaften im In- und Ausland, neue Technologieentwicklungen und -Partnerschaften, Investitionen, Personalentwicklung, die internen Kontrollsysteme sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2011/2012.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2011 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht), geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2011 nach IFRS (Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt, und es wurden beide mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwendungen. Des Weiteren wurde auch der Corporate Governance Bericht zur Kenntnis genommen.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. Mai 2011 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2011

Dr. Friedrich Roithmayr e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates

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