Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Fabasoft AG Annual Report 2009

Jun 9, 2009

9319_10-k_2009-06-09_bbcaa842-f47a-45c3-8daa-4bfb867694b4.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

FABASOFT AG JAHRESFINANZBERICHT 08|09

Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG
Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Geldflussrechnung,
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
.
4
Anhang zum Konzernabschluss
.
9
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 35
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
.
48
Bilanzeid
.
50
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
.
52
Anhang zum Jahresabschluss 54
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 63
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
.
76
Bilanzeid
.
78
.
III. Bericht des Aufsichtsrates
79

Konzernbilanz zum 31. März 2009

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2009 31.03.2008
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 2.274 2.533
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 72 53
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 148 148
Aktive latente Steuern 4.1.4. 1.030 580
3.524 3.314
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 6.474 7.141
Liquide Mittel 4.2.2. 17.067 21.315
23.541 28.456
SUMME AKTIVA 27.065 31.770
Passiva in TEUR AZ 31.03.2009 31.03.2008
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 8.518 9.465
Kapitalrücklagen 4.3. 9.894 11.835
Eigene Aktien 4.3. 0 -87
Marktbewertungsrücklage -5 -5
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 231 223
Ergebnisvortrag -2.265 -327
16.373 21.104
Minderheitenanteil 11 2
16.384 21.106
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 910 811
Passive latente Steuern 4.1.4. 20 0
930 811
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.395 3.474
Erlösabgrenzungen 4.5.2. 6.356 6.379
9.751 9.853
SUMME PASSIVA 27.065 31.770

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008/2009

Umsatzerlöse
5.1.
20.023
21.628
Sonstige betriebliche Erträge
5.2.
108
19
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen
-622
-397
Personalaufwand
5.3.
-12.735
-12.761
Aufwand für planmäßige Abschreibungen
5.4.
-1.980
-2.017
Sonstige betriebliche Aufwendungen
5.5.
-7.274
-6.817
Betriebsergebnis
-2.480
-345
Finanzerträge
5.6.
627
753
Finanzaufwendungen
5.6.
-185
-400
Ergebnis vor Ertragsteuern
-2.038
8
Ertragsteuern
5.7.
572
477
Jahresergebnis
-1.466
485
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens
-1.472
510
Minderheiten
6
-25
Ergebnis je Aktie,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert
8.1.1.
-0,17
0,05
in TEUR AZ 2008/2009 2007/2008
verwässert 8.1.2. -0,17 0,05

Konzern-Geldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2008/2009

in TEUR AZ 2008/2009 2007/2008
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis -2.480 -345
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten:
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 1.980 2.017
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 99 93
Gewinne (Verluste) aus dem Abgang von Sachanlagen 0 33
-401 1.798
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen:
Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen 907 -526
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten -86 -495
Veränderung von Erlösabgrenzungen -23 1.469
798 448
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 397 2.246
Vereinnahmte Zinsen 649 705
Gezahlte Ertragsteuern -82 -326
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 964 2.625
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.748 -1.545
Investitionen in zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 -25
Erlöse aus Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 0 20
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -1.748 -1.550
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.3.
Kauf von eigenen Aktien
Einzahlungen aus Verkauf von Aktien an Mitarbeiter
-2.787
0
-29
54
Dividendenausschüttung -468 0
Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 3 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 0 55
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -3.252 80
Veränderung der liquiden Mittel -4.036 1.155
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 21.315 20.398
Effekte aus Wechselkursänderungen -212 -238
Abnahme / Zunahme -4.036 1.155
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 17.067 21.315

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2008/2009

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Ausgleichs-
Marktbe- posten aus Minder- Eigen-
Grund- Kapital- Eigene wertungs- Währungs- Ergebnis- heiten- kapital
in TEUR AZ kapital rücklagen Aktien rücklage umrechnung vortrag Gesamt anteil gesamt
Stand am 31. März 2007 9.465 11.810 -83 -4 107 -836 20.459 27 20.486
Währungsumrechnungs
differenzen 0 0 0 0 116 0 116 0 116
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -1 0 0 -1 0 -1
Direkt mit dem Eigen
kapital verrechnete
Ergebnisse 0 0 0 -1 116 0 115 0 115
Jahresergebnis 0 0 0 0 0 509 509 -25 484
Gesamtergebnis 0 0 0 -1 116 509 624 -25 599
Änderung aufgrund
von Mitarbeiter
optionsprogrammen 0 25 25 0 0 0 50 0 50
Änderung aufgrund
des Aktienrückkauf
programms 0 0 -29 0 0 0 -29 0 -29
Stand am 31. März 2008 4.3. 9.465 11.835 -87 -5 223 -327 21.104 2 21.106
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Ausgleichs-
Marktbe-
posten aus
Minder-
Eigen-
Grund- Kapital- Eigene wertungs- Währungs- Ergebnis- heiten- kapital
in TEUR AZ kapital rücklagen Aktien rücklage umrechnung vortrag Gesamt anteil gesamt
Stand am 31. März 2008 9.465 11.835 -87 -5 223 -327 21.104 2 21.106
Währungsumrechnungs
differenzen 0 0 0 0 8 0 8 0 8
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 2 2 0 2
Direkt mit dem Eigen
kapital verrechnete
Ergebnisse 0 0 0 0 8 2 10 0 10
Jahresergebnis 0 0 0 0 0 -1.472 -1.472 6 -1.466
Gesamtergebnis 0 0 0 0 8 -1.470 -1.462 6 -1.456
Dividende 0 0 0 0 0 -468 -468 0 -468
Änderung
Minderheitsbeteiligung 0 0 0 0 0 0 0 3 3
Änderung aufgrund
Einziehung eigener Aktien -947 -1.941 87 0 0 0 -2.801 0 -2.801
Stand am 31. März 2009 4.3. 8.518 9.894 0 -5 231 -2.265 16.373 11 16.384

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2009

1. Grundlegende Informationen

Fabasoft ist Hersteller von Standardsoftware für Electronic Government und Content Applications. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2008 bis 31. März 2009.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften, aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1 Erstmalige Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig angewendet:

  • IAS 39 (Änderung) "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Umgliederung finanzieller Vermögenswerte (anzuwenden ab 1. Juli 2008). Durch die Änderung werden Umklassifizierungen einiger Finanzinstrumente aus den Kategorien 'erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert zu bewerten' und 'zur Veräußerung verfügbar' zugelassen. Durch die Anwendung dieser Änderung des Standards ergibt sich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.
  • IFRIC 11 "IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. März 2008). Diese Interpretation hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

2.1.2. Noch nicht angewendete neue Rechnungslegungsvorschriften

Der IASB bzw. IFRIC hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Berichtszeitraum noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die folgenden Regelungen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offiziellen Journal veröffentlicht.

  • IFRS 8 "Operative Segmente" (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Jänner 2009). Der neue Standard sieht die Anwendung des "Management Approach" vor, wonach Geschäftssegmente wie bei der internen Berichterstattung des Managements verwendet werden. Die erwartete Auswirkung der Änderung wird vom Management noch im Detail bewertet.
  • IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). IFRIC 13 wird von der Gesellschaft nicht angewandt, da die Geschäftsprozesse der Gesellschaft keine Kundenbindungsprogramme beinhalten.
  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). Durch die Anwendung dieser Interpretation wird keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Gesellschaft erwartet.

  • IFRS 1 (überarbeitet) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IAS 27 (Änderungen) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" – Anschaffungskosten einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

  • IAS 1 (Änderung) "Darstellung des Abschlusses" ersetzt den bestehenden IAS 1 (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). Die Gesellschaft wird IAS 1 (Änderung) für Berichtsperioden anwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen.
  • IFRS 2 (Änderung) "Anteilbasierte Vergütung" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
  • IAS 23 (Änderung) "Fremdkapitalkosten" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen). Die Gesellschaft hält derzeit keine qualifizierten Vermögenswerte, die die Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfordern.
  • IAS 32 (Änderung,) "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 (Änderung) "Darstellung des Abschlusses" "Finanzinstrumente mit Rückgaberecht und Verpflichtungen im Rahmen der Liquidation" (die "Änderung"). Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (gültig für Berichtsperioden, die nach dem 29. März 2009 beginnen). IFRIC 12 ist nicht maßgeblich für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurden im Mai 2008 insgesamt 20 Standards geändert. Die Änderungen haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Die folgenden Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen wurden vom IASB bzw. IFRIC verabschiedet, aber bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht von der EU übernommen.

  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Juli 2009).
  • IFRS 1 (überarbeitet) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen).
  • IFRIC 15 "Immobilienfertigungsaufträge" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen).
  • IFRIC 16 "Zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen.
  • IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen).
  • IFRIC 18 "Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen).
  • IFRIC 9 (Änderung) "Neubeurteilung eingebettete Derivate" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" – Eingebettete Derivate (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen).
  • IFRS 7 (Änderung) "Finanzinstrumente: Angaben" Verbesserung der Darstellung von Angaben zu Finanzinstrumenten (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen).
  • IAS 39 (Änderung) "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" Umgliederung finanzieller Vermögenswerte: Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen).

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurden im April 2009 insgesamt 10 Standards und 2 Interpretationen geändert.

Durch die Anwendung dieser Änderungen wird keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der Gesellschaft erwartet.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2009 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Sämtliche Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss miteinbezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2009 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabalabs Software GmbH Linz/Österreich 100,00
Mindbreeze Software GmbH Linz/Österreich 55,00
Fabasoft Institute of Technology GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Distribution GmbH Linz/Österreich 100,00
app.strudl Software GmbH Linz/Österreich 90,00
Fabasoft D Software GmbH Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft CH Software AG Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Fabasoft Italia S.r.l. Rom/Italien 100,00
Fabasoft Romania S.r.l. – in Liquidation Bukarest/Rumänien 80,00
Unternehmen Sitz Mittelbarer Anteil der Fabasoft AG in%
Fabasoft Corporation Beverly/USA 100,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Mit Notariatsakt vom 4. Juli 2008 reduzierte die Fabasoft AG ihren Anteil an der app.strudl Software GmbH von 100% auf 90%. Die verbleibenden 10% der Geschäftsanteile halten Ing. Oliver Albl und Dipl.-Ing. Hannes Mahringer zu gleichen Teilen. Die Namensänderung von appl.strudl Software GmbH auf app.strudl Software GmbH erfolgte im März 2009.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.2.4. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und Bilanzposten in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs
31. März
Durchschnittskurs
für das Jahr
Schweizer Franken
2009 1,5180 CHF 1,55748 CHF
2008 1,5716 CHF 1,63715 CHF
Britische Pfund
2009 0,9311 GBP 0,83514 GBP
2008 0,7940 GBP 0,70895 GBP
US-Dollar
2009 1,3345 USD 1,42878 USD
2008 1,5822 USD 1,42461 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst, werden nicht aktiviert.

Firmenwerte werden zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahin gehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erlangbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten).

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

Da diese Voraussetzungen (insbesondere die technische Machbarkeit) nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gegeben waren, wurde eine Aktivierung nicht vorgenommen.

2.6. Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.7. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als operatives Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als operatives Leasing zu qualifizieren. Somit werden die Leasingraten als Aufwand erfasst.

2.8. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.9. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

2.10. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2009 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.11. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt aufgrund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.12. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2009 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.13. Leistungen an Arbeitnehmer

2.13.1. Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden im Jahr des Entstehens in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter/-innen bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden aufgrund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53% des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiter/-innen erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.13.2. Aktienorientierte Vergütungen

Der Konzern hat derzeit keine aktienbasierten Vergütungspläne aufgelegt. Neu ausgegebene Vergütungspläne würden wie folgt erfasst werden:

Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbrachten Arbeitsleistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung und durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erträge werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.14. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2009 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.15. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) sämtliche Lizenzgebühren innerhalb eines Jahres fällig sind, (iii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iv) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consulting- und Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert.

2.16. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2009 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Distribution GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH, (4) Fabasoft Austria GmbH, (5) Fabalabs Software GmbH, (6) Mindbreeze Software GmbH, (7) Fabasoft Institute of Technology GmbH, (8) app.strudl Software GmbH (vormals appl.strudl Software GmbH), (9) Fabasoft Italia S.r.l. und (10) Fabasoft Corporation.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus Dienstleistungsaufträgen, Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

2.17. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die offen gelegten Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Rückstellungen für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter/-innen bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Annahmen ein Zinssatz nach Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements abweicht, würde der Barwert der Abfertigungsverpflichtung nicht wesentlich von den angesetzten Werten abweichen.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2009 TEUR 731 (Vorjahr TEUR 641).

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderung der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das folgende Geschäftsjahr.

2.18. Segmentberichterstattung

Ein geografisches Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Ein Geschäftssegment ist eine Gruppe von Vermögenswerten und betrieblichen Aktivitäten, welches Produkte oder Dienstleistungen bereitstellt, die bzgl. ihrer Risiken und Chancen unterschiedlich von denen anderer Geschäftsbereiche sind.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die unter anderem als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung der Marktwerte für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (Investmentzertifikate). Die Marktwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition
in TEUR (Vorjahr)
Kategorie
nach IAS 39
Buchwert Fair Value
(ergebnisneutral)
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Liefer- und Kredite und 5.345 0 5.345
sonstige Forderungen Forderungen (6.259) (0) (6.259)
Zur Veräußerung verfügbare Zur Veräußerung verfügbare 148 148 0
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte (148) (148) (0)
Liefer- und sonstige Sonstige finanzielle 1.246 0 1.246
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten (1.222) (0) (1.222)

Die Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurde ergebnisneutral in den Rücklagen erfasst.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Forderungen saldiert ausgewiesen.

Die Zinserträge laut Finanzergebnis stammen aus der Veranlagung von Cashbeständen in eigener und fremder Währung.

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel, Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann aufgrund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

3.3. Liquiditätsrisiko

Aufgrund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Turbulenzen speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Euro 13.915 18.240
Britische Pfund 1.866 1.939
US-Dollar 611 503
Schweizer Franken 672 624
17.064 21.306

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen und deren Auswirkung auf die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung. Alle anderen Währungen bleiben konstant.

in TEUR Kursentwicklung Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2008/2009
Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern 2007/2008
Britische Pfund +10% 183 194
-10% -183 -194
US-Dollar +10% 61 50
-10% -61 -50
Schweizer Franken +10% 66 62
-10% -66 -62

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

in TEUR Bauliche
Investitionen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Gesamt
Zum 31. März 2007
Anschaffungs- und Herstellungskosten 930 8.915 9.845
Kumulierte Abschreibungen -538 -6.279 -6.817
Buchwert netto 392 2.636 3.028
Geschäftsjahr 2007/2008
Eröffnungsbuchwert netto 392 2.636 3.028
Zugänge 10 1.510 1.520
Abgänge 0 -56 -56
Abschreibungen -200 -1.759 -1.959
Endbuchwert netto 202 2.331 2.533
Zum 31. März 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten 940 9.755 10.695
Kumulierte Abschreibungen -738 -7.424 -8.162
Buchwert netto 202 2.331 2.533
Geschäftsjahr 2008/2009
Eröffnungsbuchwert netto 202 2.331 2.533
Zugänge 60 1.622 1.682
Abgänge -4 -4 -8
Abschreibungen -128 -1.805 -1.933
Endbuchwert netto 130 2.144 2.274
Zum 31. März 2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 988 10.290 11.278
Kumulierte Abschreibungen -858 -8.146 -9.004
Buchwert netto 130 2.144 2.274

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2007
Anschaffungs- und Herstellungskosten 988
Kumulierte Abschreibungen -903
Buchwert netto 85
Geschäftsjahr 2007/2008
Eröffnungsbuchwert netto 85
Zugänge 26
Abschreibungen -58
Endbuchwert netto 53
Zum 31. März 2008
Anschaffungs- und Herstellkosten 1.016
Kumulierte Abschreibungen -963
Buchwert netto 53
Geschäftsjahr 2008/2009
Eröffnungsbuchwert netto 53
Zugänge 66
Abschreibungen -47
Endbuchwert netto 72
Zum 31. März 2009
Anschaffungs- und Herstellkosten 1.082
Kumulierte Abschreibungen -1.010
Buchwert netto 72

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Beginn des Geschäftsjahres
Zugänge
148
0
125
25
Zeitwertänderung 0 -2
Ende des Geschäftsjahres 148 148

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 69) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2008 GuV-Veränderung 31.03.2009
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 47 0 47
Anlagevermögen 7 -70 -63
Dienstleistungsaufträge -99 -31 -130
Verlustvorträge 625 551 1.176
Aktive latente Steuern 580 450 1.030
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 0 0 0
Anlagevermögen 0 0 0
Dienstleistungsaufträge 0 -20 -20
Verlustvorträge 0 0 0
Passive latente Steuern 0 -20 -20
Latente Steuern gesamt 580 430 1.010

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz angesetzte
latente
Steuern
nicht
angesetzte
latente
Steuern
Fabasoft AG 2.881 25% 659 61
Fabasoft D Software GmbH 1.723 30% 517 0
Fabasoft Italia S.r.l. 141 27,5% 0 38
Fabasoft Limited 3.328 19% 0 632
1.176 731

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Latente Steuerforderungen, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 915 299
Latente Steuerforderungen, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 115 281
1.030 580

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 0 0
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden -20 0
-20 0

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Lieferforderungen 4.530 5.559
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen 546 481
Sonstige Forderungen 1.161 879
Abgegrenzte Kosten 237 222
Gesamt 6.474 7.141

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Noch nicht fällig 2.953 3.790
Überfällig und wertgemindert 542 1.072
Überfällig, aber nicht wertgemindert 645 697
Zwischen 1 und 60 Tagen 540 350
Zwischen 61 und 90 Tagen 41 35
Zwischen 91 und 180 Tagen 34 255
Über 180 Tage 30 57

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 73) gebildet.

In den Liefer- und sonstigen Forderungen sind Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr TEUR 481) enthalten. Die kumulierten Umsatzerlöse für die Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen betragen TEUR 1.007 (Vorjahr TEUR 827). Die kumuliert angefallenen Kosten betragen TEUR 757 (Vorjahr TEUR 644), die realisierten Gewinne TEUR 250 (Vorjahr TEUR 183). Erhaltene Anzahlungen und Teilrechungen in Höhe von TEUR 461 (Vorjahr TEUR 84) werden von den Forderungen abgesetzt. In den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Überhang der erhaltenen Anzahlungen und Teilrechnungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr TEUR 241) enthalten.

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Kassenbestand 3 9
Guthaben bei Kreditinstituten 17.064 21.306
Gesamt 17.067 21.315

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2009 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 8.518. Es setzt sich aus 8.518.140 Stückaktien (Vorjahr 9.464.600) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.894 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 24. Juni 2008 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,05 pro Aktie ausgeschüttet.

Der Vorstand wird für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Gesellschaft eigene Aktien gemäß den Bestimmungen des § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG bis zu einem maximalen Anteil von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börsenkurses vom 24. Juni 2008 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen.

Der Vorstand der Fabasoft AG hat am 17. Oktober 2008 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossen, sämtliche eigenen Aktien, das sind 946.460 Stück, einzuziehen.

Mit der Einziehung kommt es zu einer Reduktion des Grundkapitals auf EUR 8.518.140, dies entspricht 8.518.140 Stückaktien.

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unternehmensfortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich, indem man das Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert.

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2008/2009 2007/2008
Abzinsungssatz 5,65% 5,39%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00% 3,00%
Fluktuation 13,17% 13,17%

Generationentafel Pagler & Pagler 2008 - Angestellte

Minimum aus Pensionsalter gemäß ASVG und vorzeitigem Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2008/2009 2007/2008
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 68 66
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 43 32
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gains/losses) -12 23
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 80 77
Auswirkung Abgeltungen -8 52
Abfertigungsaufwand 171 250
Rückstellungen für Abfertigungen 2008/2009 2007/2008
Wert per 1.4. nach versicherungsmathematischer Berechnung 811 707
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 68 66
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 43 32
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gains/losses) -12 23
Geplante Auszahlungen an Mitarbeiter 0 0
Auszahlungen an Mitarbeiter 0 -17

Die Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgte nach der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method).

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2008/2009 2007/2008
Abzinsungssatz 5,50% 5,76%
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen (Nettoverzinsung) 2,75% 2,75%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00% 2,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 0,50% 0,50%

Sterbetafeln: AVÖ-P 2008, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2008/2009 2007/2008
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 63 68
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 17 12
Erwarteter Verlust / Ertrag auf das Planvermögen 58 -7
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gains/losses) 1 55
Aufwendungen für Altersversorgung 139 128
Brutto-Pensionsverpflichtung 2008/2009 2007/2008
300 259
63 68
17 12
32 -39
412 300
-506 -359
94 59
-412 -300
0 0
0 0
0 0
94 59
Marktwert Planvermögen 2008/2009 2007/2008
Wert per 1.4. 359 248
Erwarteter Verlust / Ertrag auf das Plananlagevermögen -58 7
Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne (actuarial losses/gains) 66 -29
Einzahlungen vom Arbeitgeber 139 133
Wert per 31.3. 506 359
Effekt gemäß IAS 19.58 -94 -59
Wert per 31.3. 412 300

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung Aktiengesellschaft, Wien.

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Lieferverbindlichkeiten 847 954
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 231 241
Verbindlichkeiten aus Steuern 637 702
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 185 182
Sonstige Verbindlichkeiten 1.495 1.395
Gesamt 3.395 3.474

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine von finanziellen Verbindlichkeiten liegen binnen einem Monat.

4.5.2. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten vor allem abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2009/2010 ergebniswirksam werden.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 3 1
Sonstige Erträge 105 18
Gesamt 108 19

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen und Erträgen aus Fremdwährungsbewertung zusammen.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Gehälter 9.593 9.769
Aufwendungen für Abfertigungen 171 250
Aufwendungen für Altersversorgung 139 128
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.626 2.410
Sonstige Sozialaufwendungen 206 204
Gesamt 12.735 12.761

Die Aufwendungen für Altersversorgung (siehe 4.4.2.) betreffen die Aufwendungen aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.933 1.959
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 47 58
Gesamt 1.980 2.017

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 56 98
Instandhaltung 236 189
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.261 1.378
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 568 579
Betriebsaufwendungen 2.065 2.146
Rechts- und Beratungsaufwand 781 667
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 191 258
Investor Relations 76 79
Versicherungsprämien 157 159
Personalsuche 187 108
Nachrichtenaufwand 304 284
Aus- und Weiterbildung 429 542
Sonstiges 294 266
Verwaltungsaufwendungen 2.419 2.363
Markenregistrierungen 139 211
Reiseaufwand 758 834
Werbeaufwand 1.586 1.102
Sonstiges 251 63
Vertriebsaufwendungen 2.734 2.210
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.274 6.817

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 627 753
Fremdwährungsaufwendungen -185 -400
Gesamt 442 353

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben enthalten.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Österreich 158 17
Ausland -16 -24
Laufende Ertragsteuern 142 -7
Österreich 566 83
Ausland -136 401
Latente Steuern 430 484
Gesamt 572 477

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Ergebnis vor Steuern -2.038 8
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
GJ 2008/2009: 25% (GJ Vorjahr: 25%) 510 -2
Auswirkungen ausländischer Steuersätze -17 -119
Steuerfreie Erträge 85 76
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -27 -68
Wertberichtigung aktive latente Steuer 18 353
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen und steuerlichen Verlusten 3 188
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern -98 -92
Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 98 141
Ausgewiesener Ertragsteuerertrag (+) bzw. -aufwand (-) 572 477

6. Konzern-Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7. Segmentberichterstattung

7.1. Primäres Berichtsformat – Geografische Segmente

Das primäre Berichtsformat des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Umsatz gesamt Umsatz mit externen Kunden Umsatz zwischen Segmenten
in TEUR 2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Österreich 28.744 25.716 10.860 12.151 17.884 13.565
Übrige EU 5.897 6.337 5.848 6.221 49 116
Sonstige Länder 3.322 3.256 3.315 3.256 7 0
Konsolidierung -17.940 -13.681 0 0 0 0
20.023 21.628 20.023 21.628 17.940 13.681
Betriebsergebnis Jahresergebnis Vermögen
in TEUR 2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008 31.03.2009 31.03.2008
Österreich -4.470 293 -3.147 580 46.977 49.589
Übrige EU 263 -274 179 264 3.745 4.094
Sonstige Länder 47 -369 0 -375 3.737 3.537
Konsolidierung 1.680 5 1.502 16 -27.394 -25.450
-2.480 -345 -1.466 485 27.065 31.770
Schulden Investitionen Aufwand für
planmäßige Abschreibungen
in TEUR 31.03.2009 31.03.2008 2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Österreich 25.193 21.112 1.692 1.559 1.894 1.941
Übrige EU 2.306 2.870 4 6 58 62
Sonstige Länder 3.524 3.266 52 5 28 14
Konsolidierung -20.342 -16.584 0 0 0 0
10.681 10.664 1.748 1.570 1.980 2.017

7.2. Sekundäres Berichtsformat – Geschäftsfelder

Das sekundäre Berichtsformat ist nach Geschäftsfeldern aufgebaut und zwar getrennt nach E-Government-Kunden und Kunden im Non-Government-Bereich.

Umsatz Vermögen Investitionen
in TEUR 2008/2009 2007/2008 31.03.2009 31.03.2008 2008/2009 2007/2008
E-Government 16.584 16.987 22.417 24.953 1.448 1.233
Non-Government 3.439 4.641 4.648 6.817 300 337
20.023 21.628 27.065 31.770 1.748 1.570

8. Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2008/2009 2007/2008
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) -1.472 509
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 8.789.497 9.458.958
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) -0,17 0,05

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2009 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird. Derzeit befinden sich keine Optionsrechte im Umlauf.

2008/2009 2007/2008
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) -1.472 509
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 8.789.497 9.458.958
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) -0,17 0,05

8.2. Mitarbeiteroptionen

Zum Bilanzstichtag sind keine Optionsmodelle ausgegeben.

Optionenmodell Zuteilungszeitpunkt Ausübungskurs Anzahl der Optionen
V 22.12.2003 EUR 2,00 148.500

Das Optionsmodell V ist per 30. September 2007 ausgelaufen.

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionsmodell V 2008/2009 2007/2008
Zum 1. April 0 31.600
Ausgegeben 0 0
Verfallen 0 -5.400
Ausgeübt 0 -26.200
Zum 31. März 0 0

8.3. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.794 (Vorjahr TEUR 7.374) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

8.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aufgrund von operativen Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2009 31.03.2008
Bis zu einem Jahr 1.031 1.048
Zwischen ein und fünf Jahre 2.771 2.789
Gesamt 3.802 3.837

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2008/2009 betrug TEUR 1.126 (Vorjahr TEUR 1.207).

8.5. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer/-innen

8.5.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer/-innen

2008/2009 2007/2008
Angestellte 196 197

8.5.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 72 116
Andere Arbeitnehmer/-innen 99 134
Gesamt 171 250

8.5.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Mitglieder des Vorstandes 139 128

8.5.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der Fabasoft AG betrugen im Geschäftsjahr 2008/2009 TEUR 647 (Vorjahr TEUR 661).

8.5.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Dr. Rainer Rustemeyer, Pregarten (Aufsichtsratsvorsitzender) Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz Dr. Helmut Schützeneder, Linz (seit 24. Juni 2008) Dr. Max Kühner, München, Deutschland (seit 24. Juni 2008) Dr. Alexander Luschin, Wien (bis 24. Juni 2008) Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser, Wien (bis 24. Juni 2008)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2008/2009 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Rainer Rustemeyer, Pregarten (Finanzexperte) Dr. Helmut Schützeneder, Linz (Mitglied) Dr. Max Kühner, München, Deutschland (Ersatzmitglied)

8.5.6. Aktienbesitz der Organe

Anzahl der Aktien oder Rechte auf den Bezug solcher Aktien, die von einzelnen Organmitgliedern zum Bilanzstichtag selbst gehalten werden:

Anzahl
der Aktien
Anzahl
der Bezugsrechte
per 31. März 2009
Anzahl
der Aktien
Anzahl
der Bezugsrechte
per 31. März 2008
Dr. Rainer Rustemeyer 2.700 0 2.700 0

Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

8.5.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG FB Beteiligungen GmbH, Eferding, Aktionär der Fabasoft AG Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG Dipl.-Ing. Daniel Fallmann, Bruder von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, geschäftsführender Gesellschafter der Mindbreeze Software GmbH

8.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2009 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

8.7. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 27. Mai 2009 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 15. Mai 2009

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a. Geschäftsverlauf in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Das Direktgeschäft mit öffentlichen Auftraggebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzte sich im Berichtszeitraum aus Software-Lizenzgeschäft und Dienstleistungsgeschäft zusammen. Einen wesentlichen Anteil nahmen dabei die Ausweitung des Lizenzbestandes und Umsetzungsprojekte bei Bestandskunden ein. Neukundengeschäft wurde meist im Wege heiß umkämpfter öffentlicher Ausschreibungsverfahren akquiriert. Die softwareseitige Basis für diese Aktivitäten bildeten die Produkte Fabasoft eGov-Suite, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry®.

Im Segment der privaten Auftraggeber konzentrierten sich die Aktivitäten auf den weiteren Vertriebs-Auf- und Ausbau. Die Schwerpunkte dabei lagen sowohl in der Gewinnung und Betreuung von Vertriebs- und Umsetzungspartnern in den einzelnen Regionen als auch in der Identifikation und vertrieblichen Betreuung von Schlüsselkunden. Basis für dieses Geschäft bildeten die Softwareprodukte Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry®. Diese Produkte wurden sowohl im Rahmen des "klassischen" Software-Lizenzverkaufs als auch auf Subskriptionsbasis (Software as a Service) angeboten. Im Berichtszeitraum konnten erste Erfolge bei namhaften Privatunternehmen erreicht werden.

Um im Geschäftsfeld der privaten Auftraggeber den Bekanntheitsgrad der Produkte aus dem Fabasoft Konzern zu steigern, wurde wesentlich in einschlägige Marketingmaßnahmen investiert. In zahlreichen Fachveranstaltungen, Messen und Roadshows wurde das Fabasoft Produktportfolio sowie die Produkte von Mindbreeze und app.strudl Meinungsbildnern und Analysten aus USA und Europa mit sehr positiver Resonanz präsentiert. So reihten beispielsweise führende US-Analysten die Produkte von Fabasoft/Mindbreeze in die Spitzengruppe der am Markt befindlichen Information-Access-Produkte ein.

Die herausragende Bedeutung der Produktinnovation im Unternehmen spiegelt sich auch in den getätigten Investitionen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2008/2009 in der Höhe von TEUR 7.794 (Vorjahr: TEUR 7.374) wider. Die Forschungsquote stellt mit ca. 35% (Vorjahr: 34%) im Industrievergleich einen sehr hohen Wert dar.

b. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 2.601 2.739
Ergebnis vor Ertragsteuern -988 3.074
EBIT -2.859 -1.918
EBITDA -466 -233
Jahresergebnis -1.149 3.773
Eigenkapital 20.144 24.752
Eigenkapitalquote 90% 91%
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.917 3.190
Endbestand an liquiden Mittel 10.253 12.237
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 5 5

Das Jahresergebnis der Fabasoft AG wurde durch die Abschreibung der Beteiligung an der Fabasoft Italia S.r.l. in der Höhe von TEUR 75 belastet. Darüber hinaus ist im Finanzergebnis eine Gewinnausschüttung aus der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 1.540 enthalten. Diese Posten sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 20.023 21.628
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.038 8
EBIT -2.480 -345
EBITDA -500 1.672
Jahresergebnis -1.466 485
Eigenkapital 16.384 21.106
Eigenkapitalquote 61% 66%
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 964 2.625
Endbestand an liquiden Mittel 17.067 21.315
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 193 200

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

Besonders in Zeiten unsicherer gesamtwirtschaftlicher Prognosen sieht das Management kundennahe Innovation als Grundlage für zukünftigen Aufschwung und Erfolg. Sowohl im Produktbereich als auch bei Dienstleistungsangebot und Service-Qualität bilden das technische Know-how, die Erfahrung und das Kundenwissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die unverzichtbare Grundlage für diese Innovationskraft. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten. Konsequenter Weise wurden daher im Berichtszeitraum Einsparungspotenziale zuerst im Sachkostenbereich adressiert.

Lebenslanges Lernen

Fabasoft vertritt den Grundsatz des lebenslangen Lernens. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit spezielle Ausbildungen, abgestimmt auf ihren Tätigkeitsbereich, im Anschluss an die Basisausbildung zu absolvieren. Das Ausbildungsspektrum reicht von Qualifizierungen und Zertifizierungen im Microsoft-Windows und Linux Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit bis hin zu Sprachausbildungen.

Als eine Grundlage der professionellen Durchführung und Betreuung von Kundenprojekten absolvieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM) gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association). Im Berichtszeitraum haben neun weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die nachgewiesene Qualifikation ist international anerkannt und steht für Projektmanagement auf professionellem Niveau.

Des Weiteren wurden "Leadership Competence Trainings" angeboten. Hier erhielten die Führungskräfte eine umfassende Ausbildung zu den Themen Führungskompetenz, Kommunikation und Persönlichkeitskompetenz.

Im Bereich der Software-Entwicklung konnte SCRUM als agiles Vorgehensmodell zur marktorientierten und hochqualitativen Produktentwicklung erfolgreich etabliert werden. Im Geschäftsjahr 2008/2009 schlossen erstmalig 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ausbildung zum zertifizierten SCRUM Master ab.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ergänzend zu den regelmäßig stattfindenden "Friday Morning Speeches", in denen Führungskräfte über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern informieren, wurden im Berichtszeitraum zahlreiche Web 2.0 und Social Software Technologien intern zum Einsatz gebracht. Dazu zählen insbesondere Blogs und Wikis. Im Vordergrund stehen dabei interne Kommunikationsaspekte und der Austausch von Best Practices in der täglichen Arbeit.

Insbesondere wird es als wichtig angesehen, die kontinuierlichen funktionalen und technologischen Innovationen im Produktportfolio unternehmensweit konsistent verfügbar zu machen. Die im Berichtszeitraum eingeführten zweiwöchigen "Sprint-Reviews" im Zuge des SCRUM Vorgehensmodells bilden dafür eine wesentliche Basis. Hier erstatten alle Entwicklungsteams (SCRUM-Teams) des Fabasoft Konzerns ihren Kolleginnen und Kollegen einen Bericht zu den umgesetzten Neu- bzw. Weiterentwicklungen und demonstrieren diese auch. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen können diese Veranstaltungen per Video-Stream live mitverfolgen oder zeitversetzt abrufen.

Green IT und Virtualisierung

Durch sukzessive Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft Rechenzentren in Linz wurde eine effizientere Nutzung von Systemressourcen erreicht, und damit auch die Grundlage für Einsparungen beim Energieverbrauch geschaffen. Neuanschaffungen wurden unter Bedachtnahme auf Grundsätze der Energieeffizienz und Sparsamkeit getätigt.

Verwendung von FSC-Papier im Konzern

Die Verwendung von FSC (Forest Stewardship Council)-Papier im Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent beibehalten. Alle Unternehmens-Drucksorten wurden von FSC zertifizierten Druckereien aus der Umgebung produziert und die Produktionsmengen durch stärkere Ausrichtung auf On-Demand Produktion optimiert.

Verstärkter Einsatz von Videokonferenzen im Unternehmen

Durch den Einsatz von Videokonferenzen für regelmäßige und anlassbezogene Meetings, wie interne Abstimmungen oder Berichterstattungen, konnten Reisezeiten und Kosten im Konzern eingespart werden.

Open-Source-Community

Dem anhaltenden Trend hin zu Open-Source-Plattformen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor widmete Fabasoft auch im Berichtszeitraum besonders Augenmerk. Die Fabalabs Software GmbH entwickelte und erweiterte die Produktfunktionalitäten von Open-Source-Produkten und stellte diese auch entsprechend der Community wieder zur Verfügung.

c. Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.3.2009):

Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
100% Österreich Linz Wien
100% Österreich Linz Wien
100% Österreich Linz
55% Österreich Linz
100% Österreich Linz
90% Österreich Linz
100% Österreich Linz Wien
100% Österreich Linz Wien
100% Deutschland Frankfurt Berlin, München
100% Schweiz Bern
100% Großbritannien London
100% Italien Rom
80% Rumänien Bukarest

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2009):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Beverly

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum.

Mit Notariatsakt vom 4. Juli 2008 reduzierte die Fabasoft AG ihren Anteil an der app.strudl Software GmbH auf 90% zugunsten einer Beteiligung wesentlicher Mitarbeiter. Jeweils 5% der Geschäftsanteile halten somit Ing. Oliver Albl und Dipl.-Ing. Hannes Mahringer. Die Namensänderung von appl.strudl Software GmbH auf app.strudl Software GmbH erfolgte im März 2009.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt.

Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

d. Angaben nach § 243a UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 8.518.140 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen, vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 69,64%, davon 7,36% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 auf bis zu EUR 14.196.900,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börseschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 24. Juni 2008 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG, für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börseschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 24. Juni 2008 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zB Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstrasse 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen, werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft aufgrund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

e. Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008/2009

Öffentliches Rückkaufangebot ersetzt Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 9. Juni 2008, das über die Börse laufende Aktienrückkaufprogramm zu beenden und auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 durch ein öffentliches Rückkaufangebot an die Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 500.000 eigenen Aktien zu ersetzen. Der Angebotspreis wurde mit EUR 3,28 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Mai 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (11. Juni 2008 – 9. Juli 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 1.239.007 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 500.000 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 40,35%.

Weiteres öffentliches Rückkaufangebot an alle Aktionäre der Fabasoft AG

Am 19. August 2008 beschloss der Vorstand der Fabasoft AG auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 ein weiteres öffentliches Rückkaufangebot an alle Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 349.969 eigenen Aktien zu starten. Der Angebotspreis wurde mit Euro 3,00 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Juli 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (21. August – 17. September 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 549.961 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 349.969 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 63,64%.

Nach Beendigung des Rückkaufprogrammes (17. September 2008) hielt die Fabasoft AG insgesamt 946.460 Stück eigene Aktien. Diese Anzahl ergab sich aus dem Bestand an eigenen Aktien im Umfang von 96.491 Stück vor Start der beiden obengenannten Rückkaufprogramme und aus 500.000 und 349.969 Stück erworbener Aktien aus den beiden Programmen. In Summe entsprach dies zu diesem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals.

Fabasoft AG zieht eigene Aktien ein

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 17. Oktober 2008 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 sämtliche eigene Aktien (946.460 Stück) einzuziehen.

Mit der Einziehung kam es zu einer Reduktion des Grundkapitals auf EUR 8.518.140, dies entspricht 8.518.140 Stückaktien.

f. Ereignisse von besonderer Bedeutung der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a. Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Resultierend aus einer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 wurden neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht und die Entwicklungsarbeiten für neue Produkte

weiter vorangetrieben. Daraus ergeben sich Chancen für Neugeschäft außerhalb des bisherigen Fabasoft Hauptumsatzträgers, der Öffentlichen Verwaltungen. Der Vertrieb erfolgt dabei sowohl über Partner als auch über den Fabasoft Enterprise Sales. Des Weiteren ergeben sich Chancen für Zusatzgeschäft im Stammkundensegment, rund um das Standard-Produkt Fabasoft eGov-Suite, durch Updates bestehender Softwareinstallationen oder die Integration von Mindbreeze oder app.strudl Softwareprodukten.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrunde liegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Besonders im Markt der öffentlichen Auftraggeber im deutschsprachigen Raum ergeben sich aus dieser Offenheit interessante Anknüpfungspunkte für Geschäfte. Durch das steigende Kostenbewusstsein besonders bei privaten Unternehmen könnten sich weitere Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Software-Produktentwicklung. Dadurch sollen sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, und in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Der neu geschaffene Fabasoft Enterprise Sales ist neben den Partnern mit der Kundenakquise und dem Vertrieb betraut.

Chancen könnten sich auch aus der Erschließung der Zielgruppe Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) im deutschsprachigen Raum ergeben. Fabasoft bietet für diese Gruppe seine Produkte auf Subskriptionsbasis (Software as a Service) an, die durch zusätzliche Leistungen ergänzt werden können. Der diversifizierte Vertrieb könnte mittelfristig auch die starke Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Markterschließung in den USA

Der Erschließung dieses hochkompetitiven Markts gestaltet sich einerseits sehr schwierig, zeitaufwändig und teuer, andererseits kann die USA-Präsenz neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Des Weiteren ist die USA-Präsenz des Fabasoft Konzerns in vielen Fällen Voraussetzung für die Wahrnehmung der Produkte durch maßgebliche Medien und Industrie-Analysten. Erste Erfolge in der Positionierung der Produkte am Markt konnten bereits verzeichnet werden. So reihten führende Analysten die Produkte von Fabasoft/Mindbreeze in die Spitzengruppe der am Markt befindlichen Information-Access-Produkte ein.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Erfahrungsgemäß stellt sich das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern im deutschsprachigen Raum volatil dar. Vermutlich bedingt durch Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Budgetsituation öffentlicher Haushalte im Umfeld der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation sind die Ausschreibungsaktivitäten betreffend Neuprojekte in diesem Sektor merkbar rückläufig. Aktuell ist nicht einzuschätzen, wie weitgehend sich die aktuellen und potenziellen Sonderinvestitionsbedarfe sowie aktuellen und prognostizierten Einnahmenausfälle der öffentlichen Haushalte kurz- und mittelfristig auf Projektvorhaben, Projektbudgets und Zeitpläne für Verwaltungsmodernisierung und E-Government auswirken werden. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich aber möglicherweise aus neuen Projekten im Zusammenhang mit Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern ein diesbezügliches politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Über den deutschsprachigen Raum hinaus werden hier Chancen insbesondere auch in Vertriebspartnerschaften mit lokal tätigen Key-Playern gesehen.

b. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Government Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Wesentliche Veränderungen in diesem Zielsegment wie zum Beispiel Änderungen der Budgetierungs- oder Vergabepraxis sowie das Aufkommen neuer oder bestehender Mitbewerber können einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft der betroffenen Fabasoft Gesellschaften und damit für den Konzern und die Fabasoft AG besitzen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen insbesondere durch neue Vertriebswege mit den Produktschienen Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry® neue Kundengruppen außerhalb der Öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus erschlossen werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen schrittweise ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Marktkenntnis und Bekanntheit als im angestammten Markt, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster positiver Reaktionen bei Pilot-Kunden können die endgültige Resonanz und die Marktchancen aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Insbesondere können die Akzeptanz des neuen Geschäftsmodells (Software as a Service) und die dafür entwickelten Produkte noch nicht abgeschätzt werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die erforderlichen Marketing- und Support-Investitionen dar.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang – und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback – für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partner-Geschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, eigene Marken wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern – beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden – und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Fabasoft hat intern organisatorische Vorkehrungen ergriffen, um die Direktvertriebsund die Partnerorganisation voneinander personell weitgehend zu trennen. Ein eigenes Partnermarketing sowie eine dedizierte technische Betreuung der Partner sollen zu deren Erfolg in den einzelnen Geschäftsfeldern beitragen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass wenn Fabasoft nicht genügend Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft-Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise in den dafür vorgesehenen Märkten nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. Ende Mai 2008 erhielt Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, insbesondere auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Des Weiteren ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeit oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Software-Fehlern, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und insbesondere Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Solche Fehler können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrunde liegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft DUCXtest – wird auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen – sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Des Weiteren würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge bei dem Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Software-Projekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen kann.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist europaweite Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig harte Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.)

oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt des Weiteren auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen, und damit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen des öffentlichen Sektors besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere im Segment des Enterprise Content Managements, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Des Weiteren ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Software-Hersteller, teilweise mit neuen Produkten, in diesem Segment zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche im ausreichenden Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Des Weiteren ergeben sich Risiken, wenn eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzer Abfolge verlassen, und diese nicht kurzfristig ersetzt werden können. Dies hätte eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebstätigkeiten, Entwicklungstätigkeiten, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sein.

Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen, eine vollständige Eliminierung aller Risikofaktoren ist aber nicht möglich.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen ist im Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern verhältnismäßig gering, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die aktuelle Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen, als die marktübliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Turbulenzen speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Fabasoft-Konzerns auf die konsequente Weiterentwicklung der Standardprodukte Fabasoft eGov-Suite als Lösung für Digitale Geschäftsprozesse in der öffentlichen Verwaltung, Fabasoft Folio als Enterprise Content Management und Business Process Management Software für Unternehmen, Fabasoft DUCX mit den Ausprägungen Fabasoft DUCXdev als Use-Case-basierte Entwicklungsumgebung und Fabasoft DUCXtest als umfassendes Werkzeug zur Erstellung und Ausführung von Benutzerakzeptanztests sowie Fabasoft iArchive als Add-on für revisionssichere Langzeitarchivierung.

Im Zuge dessen wurde im August 2008 ein Service Pack 2 für die Fabasoft eGov-Suite 7.0 sowie für Fabasoft Folio 2007, Fabasoft DUCX 2007 und Fabasoft iArchive 2007 und im Januar 2009 ein weiterer Service Pack für die Fabasoft eGov-Suite 7.0 zur Verfügung gestellt, wo im Wesentlichen die Anpassungen an aktuelle Versionen von Softwareprodukten aus dem Fabasoft-Konzern, Mindbreeze Enterprise Search 4.0, der app.strudl Software-Telemetry® 2008 bzw. 2009 und von Drittherstellern, wie aktuelle Betriebssystem- und Datenbank-Versionen, umgesetzt wurden.

Der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 lag in der Entwicklung der 2008er Versionen der Produkte Fabasoft Folio, Fabasoft DUCXdev, Fabasoft DUCXtest und Fabasoft iArchive, mit deren Auslieferungen Anfang Oktober 2008 begonnen wurde. Neben den zahlreichen Detailverbesserungen im Bereich Usability und Design bzw. einer deutlichen Steigerung der Darstellungsgeschwindigkeit von umfangreichen Daten mit dem neuen AJAX-Webclient wurden die Themen Enterprise 2.0, also die Integration von Web 2.0 Anwendungen, wie Wikis oder RSS-Feeds, für den professionellen Unternehmenseinsatz, sowie E-Services zur Durchführung von Digitalen Geschäftsprozessen über das WWW als Neuheiten präsentiert.

Im Januar 2009 erfolgte auch die Auslieferung der Fabasoft eGov-Suite 8.0. Informelle Arbeitsbereiche erlauben mit dieser Version die unkomplizierte und effektive, organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Mit der erweiterten Integration des zentralen Melderegisters auf Basis ZMR2 werden nun die Arbeitsabläufe in vielen Prozessen von österreichischen Behörden deutlich verkürzt.

Bis Februar 2009 wurde der Service Pack 1 der Produkte Fabasoft Folio 2008, Fabasoft DUCXdev 2008, Fabasoft DUCXtest 2008 und Fabasoft iArchive2008 umgesetzt. Die Highlights in diesem Shipment waren innovative visuelle Darstellungsmöglichkeiten von Geschäftsdokumenten zur optimalen Orientierung und effizienteren Bearbeitung direkt im AJAX-Webclient sowie Benutzerprofile, die eine Vereinfachung der Benutzeroberfläche abgestimmt auf die individuelle Tätigkeit des Anwenders erlauben. Integrationen mit Drittanwendungen und -technologien wie CentOS, Microsoft Office SharePoint oder Citrix XenApp ermöglichen einen einfachen und unkomplizierten Einsatz der Fabasoft Produkte in bestehenden IT-Infrastrukturen. Besonders für Organisationen oder Konzerne mit dezentraler, internationaler Struktur wurde die Möglichkeit geschaffen, einzelne Fabasoft Folio-Installationen zu einem homogenen Gesamtsystem zusammenzuschalten, um den Datenaustausch und die Geschäftsprozesse auf direktem Wege durchführen zu können. Mit der Integration des Liferay Portals und der Möglichkeit, Wikis, Blogs und eigene, auf Folio basierende Anwendungen, direkt in diesem Portal zu nutzen wurden die Enterprise 2.0 Funktionalitäten abgerundet. Die Datenhaltung erfolgt dabei sicher und nachvollziehbar in Fabasoft Folio.

Bereits Ende des dritten Geschäftsjahresquartals wurde mit der Neuentwicklung der 2009er Versionen begonnen, ein Schwerpunkt lag hier im Bereich Records Management bzw. in der Unterstützung des MoReq2-Standards, in welchen Fabasoft durch die intensive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien die jahrelange Erfahrung in diesem Bereich einbringen konnte.

Die Versionen app.strudl Software-Telemetry® 2008 und 2009 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 entwickelt, finalisiert und an die Bestandskunden ausgeliefert. Parallel dazu startet in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums die Produktentwicklung für die nächste Version der app.strudl Software-Telemetry®. Der Produktname wurde analog der Namensänderung von appl.strudl Software GmbH auf app.strudl Software GmbH im März 2009 geändert.

Die app.strudl Software-Telemetry® bietet für Unternehmen ein leistungsstarkes Werkzeug für ein effizientes Application-Service-Level-Management und zur Ressourcen-Optimierung. Sie erhebt detaillierte Messdaten zu Ablaufverhalten und Antwortzeitverhalten von verteilten Softwareanwendungen und ermöglicht die Analyse dieser Daten im Kontext der jeweiligen Use-Cases.

Mindbreeze Enterprise Search 4.0 und 2009 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 entwickelt, finalisiert und an die Bestandskunden ausgeliefert.

Die wesentlichen Weiterentwicklungen umfassen dabei die Unterstützung der Linux Server-Betriebssysteme (Red Hat Enterprise Linux und CentOS) sowie das Anreichern von Suchresultaten um semantischen Kontext und um applikationsbezogene Aktionsmöglichkeiten (Actionable Information). Durch die Anbindung von Microsoft SharePoint 2007 ist der Informationszugriff auf Microsoft SharePoint 2007 bereits im Standardprodukt Mindbreeze Enterprise Search inkludiert. Des Weiteren erfolgte die Integration von Novell GroupWise sowie die Unterstützung von SAML 2.0 (Authentifizierung). Um Entwickler noch flexibler und einfacher bei der Integration von Mindbreeze Enterprise Search in Fachanwendungen zu unterstützen, wurde das Mindbreeze Enterprise Search SDK (Software Development Kit) weiter ausgebaut.

Mindbreeze Website Search bietet den Betreibern von Webseiten (z. B. Unternehmen, Vereinen, Behörden) die Möglichkeit, ihre Webseite für Besucher einfach durchsuchbar zu machen. Mindbreeze Website Search ist als "Software as a Service" Suchlösung konzipiert; Eigentümer einer Webseite müssen weder Hardware noch Software bei sich installieren, da die Lösung im Mindbreeze-Rechenzentrum läuft.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten entwicklungsseitig sehr positive Effekte resultierend aus der im Jahr 2007 vorgenommenen Umstellung der Entwicklungsmethodik auf SCRUM verzeichnet werden. Diese äußerten sich insbesondere in einer deutlichen Verbesserung der Qualitätskennzahlen und einem erhöhten Durchsatz bei der Produktivität in der Softwareentwicklung.

Linz, 15. Mai 2009

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis 31. März 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2009, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2009 sowie die Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis 31. März 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, den 15. Mai 2009

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung, bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Als gesetzliche Vertreter der Fabasoft AG bestätigen wir auf Grundlage des § 84 öAktG, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards für die Berichterstattung aufgestellte Konzernabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanz- und der Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemäß Absatz 3 der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich den nach § 87 Abs. 4 öBörseG geforderten Informationen vermittelt wird.

Linz, am 15. Mai 2009 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2009

Aktiva in EUR 31.03.2009 31.03.2008
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
59.813,95 44.718,35
II. Sachanlagen 1.857.679,83 1.960.151,11
III. Finanzanlagen 7.306.261,34 7.480.963,18
9.223.755,12 9.485.832,64
B. Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.848.286,65 5.179.529,56
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 84.137,77 73.435,44
2.932.424,42 5.252.965,00
II. Guthaben bei Kreditinstituten 10.253.192,81 12.237.208,87
13.185.617,23 17.490.173,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.829,38 105.990,12
22.497.201,73 27.081.996,63
Passiva in EUR 31.03.2009 31.03.2008
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
8.518.140,00 9.464.600,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 11.705.146,42 10.758.686,42
III. Gewinnrücklagen
Rücklage für eigene Anteile 0,00 201.801,84
IV. Bilanzverlust/-gewinn -78.826,14 4.327.084,29
(davon Gewinnvortrag EUR 3.858.678,84; Vorjahr: TEUR 756)
20.144.460,28 24.752.172,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 450.500,00 403.200,00
2. Rückstellungen für Pensionen 438.600,00 333.000,00
3. Steuerrückstellungen 6.000,00 39.000,00
4. Sonstige Rückstellungen 159.650,91 196.740,00
1.054.750,91 971.940,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.709,22 299.104,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 939.341,06 686.682,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten 272.940,26 372.097,96
(davon aus Steuern EUR 266.230,07; Vorjahr: TEUR 359)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.668,89; Vorjahr: TEUR 4)
1.297.990,54 1.357.884,08
22.497.201,73 27.081.996,63

Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz, für den Zeitraum vom 1. April 2008 bis 31. März 2009

in EUR 2008/2009 2007/2008
1. Umsatzerlöse 2.601.229,00 2.738.554,87
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 705,46 500,00
b) Übrige 10.780,11 372.152,46
11.485,57 372.652,46
3. Personalaufwand
a) Gehälter -708.795,26 -720.122,11
b) Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -47.481,27 -70.507,34
c) Aufwendungen für Altersversorgung -138.906,94 -127.640,76
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -98.558,83 -98.969,38
e) Sonstige Sozialaufwendungen -113,03 -618,00
-993.855,33 -1.017.857,59
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.629.290,06 -1.685.187,01
(davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 0,00; Vorjahr TEUR 0)
b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die
im Unternehmen üblichen Abschreibungen überschreiten -763.804,25 0,00
-2.393.094,31 -1.685.187,01
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -5.799,48 -11.524,31
b) Übrige -2.079.192,91 -2.314.638,82
-2.084.992,39 -2.326.163,13
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -2.859.227,46 -1.918.000,40
7. Erträge aus Beteiligungen 1.540.371,87 3.254.146,38
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.540.371,87; Vorjahr: TEUR 3.254)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 6.005,16 5.833,80
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 399.720,78 435.604,65
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 0)
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0,00 1.645.798,82
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen -75.000,00 -349.148,71
(davon Abschreibungen EUR 75.000,00; Vorjahr: TEUR 349)
(davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 75.000,00; Vorjahr: TEUR 330)
12.Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) 1.871.097,81 4.992.234,94
13.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -988.129,65 3.074.234,54
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -161.000,00 698.492,58
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.149.129,65 3.772.727,12
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (Rücklage für eigene Anteile) -2.788.375,33 -201.801,84
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.858.678,84 756.159,01
18.Bilanzverlust/-gewinn -78.826,14 4.327.084,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2008/2009 der Fabasoft AG, Linz

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2009 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Distribution GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH, Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH, Linz, (5) Fabalabs Software GmbH, Linz, (6) Fabasoft Institute of Technology GmbH, Linz, (7) Mindbreeze Software GmbH, Linz, (8) app.strudl Software GmbH, Linz, (vormals appl.strudl Software GmbH), (9) Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien und (10) Fabasoft Corporation, Beverly, USA. Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25 % des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß § 9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 5 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegendem Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen.

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,65 % und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3 % angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Project-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,75 % berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§ 238 Z 2 UGB)

Buchwert der Eigenkapital
Beteiligung Nominale buchmäßig Jahresüber-
31.3.2009 in % gesamt gesamt schuss/-fehlbetrag
Fabalabs Software GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 46.136,26 EUR 1.109,50
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 2.541.979,40 EUR 1.540.371,87
Fabasoft CH Software AG,
Bern, Schweiz 462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 1.265.979,08 CHF 166.671,36
Fabasoft D Software GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland 3.282.573,66 100,00 EUR 51.640,48 EUR 1.052.680,79 EUR 299.123,68
Fabasoft Institute of Technology
GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 36.437,02 EUR 714,03
Fabasoft International Services
GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 661.170,63 -EUR 741.244,11
Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien 0,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 5.888,72 -EUR 78.328,65
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien 0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 205.798,75 GBP 36.208,92
Fabasoft R&D GmbH, Linz 435.500,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 397.779,40 -EUR 853.346,73
Fabasoft Romania S.R.L.,
Bukarest, Rumänien 0,00 80,00 RON 122.500,00 RON 9.440,61 -RON 289,06
Fabasoft Distribution GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 1.104.661,93 -EUR 935.171,58
app.strudl Software GmbH, Linz
(vormals appl.strudl Software GmbH) 31.500,00 90,00 EUR 35.000,00 EUR 90.582,37 EUR 64.645,28
Mindbreeze Software GmbH, Linz 38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 388.925,14 -EUR 223.195,44
6.719.460,76

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Für die Deckung der Pensionsrückstellung existiert eine Rückdeckungsversicherung, deren Aktivierungswert im Geschäftsjahr 2008/2009 um EUR 105.600,00 erhöht wurde. Der als Finanzanlagevermögen ausgewiesene Aktivierungswert beträgt somit EUR 438.600,00.

Die Forderungen (in EUR) weisen folgende Laufzeiten auf:

31.3. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
Forderungen gegenüber verbundenen 2009 2.848.286,65 0,00 2.848.286,65
Unternehmen 2008 5.179.529,56 0,00 5.179.529,56
Sonstige Forderungen und 2009 84.137,77 0,00 84.137,77
Vermögensgegenstände 2008 73.435,44 0,00 73.435,44
2009 2.932.424,42 0,00 2.932.424,42
2008 5.252.965,00 0,00 5.252.965,00

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 757.914,81 (Vorjahr TEUR 1.558) und Forderungen aus phasengleicher Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 2.090.371,84 (Vorjahr TEUR 3.622) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 450.500,00 (Vorjahr: TEUR 403), die Pensionsrückstellung EUR 438.600,00 (Vorjahr: TEUR 333).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 19.700,00 (VJ TEUR 19), Boni in Höhe von EUR 10.490,00 (VJ TEUR 6), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 49.685,91 (VJ TEUR 67), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 32.765,00 (VJ TEUR 45), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 24.000,00 (VJ TEUR 24) und Sonstiges in Höhe von EUR 23.010,00 (VJ TEUR 35).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (in EUR) weisen folgende Fristigkeit auf:

31.3. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Forderungen gegenüber verbundenen 2009 85.709,22 0,00 0,00 85.709,22
und Leistungen 2008 299.104,09 0,00 0,00 299.104,09
Verbindlichkeiten gegenüber 2009 939.341,06 0,00 0,00 939.341,06
verbundenen Unternehmen 2008 686.682,03 0,00 0,00 686.682,03
Sonstige Verbindlichkeiten 2009 272.940,26 0,00 0,00 272.940,26
2008 372.097,96 0,00 0,00 372.097,96
davon aus Steuern 2009 266.230,07 0,00 0,00 266.230,07
2008 358.949,39 0,00 0,00 358.949,39
davon im Rahmen der sozialen 2009 4.668,89 0,00 0,00 4.668,89
Sicherheit 2008 4.076,26 0,00 0,00 4.076,26
2009 1.297.990,54 0,00 0,00 1.297.990,54
2008 1.357.884,08 0,00 0,00 1.357.884,08

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 228.341,06 (Vorjahr TEUR 553) sowie aus Steuerumlage in Höhe von EUR 711.000,00 (Vorjahr TEUR 134).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2010 befristet. Zum 31. März 2009 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -205.798,75.

Gegenüber der Mindbreeze Software GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2010 befristet. Zum 31. März 2009 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze Software GmbH, Linz, EUR -388.925,14.

Gegenüber der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2010 befristet. Zum 31. März 2009 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, EUR -1.104.661,93.

Gegenüber der Fabasoft R&D GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2010 befristet. Zum 31. März 2009 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft R&D GmbH, Linz, EUR -397.779,40.

Gegenüber der Fabasoft International Services GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2010 befristet. Zum 31. März 2009 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft International Services GmbH, Linz, EUR -661.170,63.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres sind TEUR 371 enthalten, die aus der Übernahme der Aktiva (Bankguthaben und eigene Aktien) der Fabasoft Privatstiftung, Linz, infolge deren Auflösung durch den Stifter Fabasoft AG, Linz, stammen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 181,27 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für Altersversorgungen sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 105.600 (Vorjahr TEUR 139) enthalten.

Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Unternehmen üblichen Abschreibungen überschreiten

Der Posten enthält eine Abschreibung auf eine Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR -161.000,00 (Vorjahr TEUR 866) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß § 9 KStG betrifft.

IV. Sonstige angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gemäß § 237 Z 8 UGB)

folgendes Geschäftsjahr folgende fünf Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 482.671,00 2.329.262,00
Vorjahr 487.212,00 2.381.655,00

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 481.249,23 (Vorjahr TEUR 487).

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2008/2009 2007/2008
Angestellte 5 5

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

  • * Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz
  • * Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Hinsichtlich der Bezüge von Vorstandsmitgliedern wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat gehören/gehörten folgende Personen an:

  • * Dr. Rainer Rustemeyer (Vorsitzender)
  • * Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Mitglied)
  • * Dr. Helmut Schützeneder (Mitglied), seit 24. Juni 2008
  • * Dr. Max Kühner (Mitglied), seit 24. Juni 2008
  • * Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser (Mitglied), bis 24. Juni 2008
  • * Dr. Alexander Luschin (Mitglied), bis 24. Juni 2008

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2008/2009 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 65.000 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Anzahl der Aktien oder Rechte auf den Bezug solcher Aktien, die von einzelnen Organmitgliedern zum Bilanzstichtag selbst gehalten werden:

Anzahl der Aktien
Dr. Rainer Rustemeyer 2.700,00

Die restlichen Organmitglieder besitzen zum Bilanzstichtag keine Aktien und Bezugsrechte.

Mitarbeiteroptionenmodelle

Derzeit sind keine Optionsmodelle ausgegeben.

Ausgelaufene Optionsmodelle:

Optionenmodell Zuteilungszeitpunkt Ausübungskurs Anzahl der Optionen
V 22.12.2003 EUR 2,00 148.500

Das Optionsmodel V ist per 30. September 2007 ausgelaufen.

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell V GJ 2008/2009 GJ 2007/2008
Zum 1. April 0 31.600
Ausgegeben 0 0
Verfallen 0 -5.400
Ausgeübt 0 -26.200
Zum 31. März 0 0

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital ist voll einbezahlt und entwickelte sich im Geschäftsjahr 2008/2009 wie folgt:

Grundkapital zum 31.3.2009 8.518.140,00
Kapitalreduktion durch Aktieneinzug -946.460,00
Grundkapital zum 31.3.2008 9.464.600,00

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Das genehmigte Kapital beträgt EUR 14.196.900,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008/2009

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 9. Juni 2008, das über die Börse laufende Aktienrückkaufprogramm zu beenden und auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 durch ein öffentliches Rückkaufangebot an die Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 500.000 eigenen Aktien zu ersetzen. Der Angebotspreis wurde mit EUR 3,28 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Mai 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (11. Juni 2008 – 9. Juli 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 1.239.007 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 500.000 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 40,35%.

Am 19. August 2008 beschloss der Vorstand der Fabasoft AG auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 ein weiteres öffentliches Rückkaufangebot an alle Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 349.969 eigenen Aktien zu starten. Der Angebotspreis wurde mit Euro 3,00 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Juli 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (21. August – 17. September 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 549.961 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 349.969 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 63,64 %.

Nach Beendigung des Rückkaufprogrammes (17. September 2008) hielt die Fabasoft AG insgesamt 946.460 Stück eigene Aktien. Diese Anzahl ergab sich aus dem Bestand an eigenen Aktien im Umfang von 96.491 Stück vor Start der beiden obengenannten Rückkaufprogramme und aus 500.000 und 349.969 Stück erworbener Aktien aus den beiden Programmen. In Summe entsprach dies zu diesem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals.

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 17. Oktober 2008 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 sämtliche eigene Aktien (946.460 Stück) einzuziehen.

Mit der Einziehung kam es zu einer Reduktion des Grundkapitals auf EUR 8.518.140, dies entspricht 8.518.140 Stückaktien.

Linz, am 15. Mai 2009

Vorstand Vorstand Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2009

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am
1.4.2008
Zugänge Abgänge Stand am
31.3.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 339.597,84 61.782,40 0,00 401.380,24
Summe 339.597,84 61.782,40 0,00 401.380,24
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 740.729,60 33.379,40 0,00 774.109,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung* 8.627.606,03 1.448.656,08 864.744,96 9.211.517,15
Summe 9.368.335,63 1.482.035,48 864.744,96 9.985.626,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.035.143,62 0,00 3.500,00 9.031.643,62
2. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens 708.993,00 105.600,00 219.081,84 595.511,16
Summe 9.744.136,62 105.600,00 222.581,84 9.627.154,78
Gesamtsumme 19.452.070,09 1.649.417,88 1.087.326,80 20.014.161,17
*davon geringwertige Vermögensgegenstände: EUR 25.103,12 EUR 25.103,12
Buchwert Buchwert Abschreibungen Buchwert-
Kumulierte Stand am Stand am im Geschäftsjahr abgänge
Abschreibung 31.3.2009 31.03.2008 2008/2009 2008/2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 341.566,29 59.813,95 44.718,35 46.686,80 0,00
Summe 341.566,29 59.813,95 44.718,35 46.686,80 0,00
II. Sachanlagen
1.
Bauten auf fremdem Grund
738.667,35 35.441,65 89.131,77 87.069,52 0,00
2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung* 7.389.278,97 1.822.238,18 1.871.019,34 1.495.533,74 1.903,50
Summe 8.127.946,32 1.857.679,83 1.960.151,11 1.582.603,26 1.903,50
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
2.312.182,86 6.719.460,76 6.797.960,76 75.000,00 3.500,00
2.
Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens 8.710,58 586.800,58 683.002,42 0,00 201.801,84
Summe 2.320.893,44 7.306.261,34 7.480.963,18 75.000,00 205.301,84
Gesamtsumme 10.790.406,05 9.223.755,12 9.485.832,64 1.704.290,06 207.205,34

*davon geringwertige Vermögensgegenstände: EUR 25.103,12

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a. Geschäftsverlauf in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Das Direktgeschäft mit öffentlichen Auftraggebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzte sich im Berichtszeitraum aus Software-Lizenzgeschäft und Dienstleistungsgeschäft zusammen. Einen wesentlichen Anteil nahmen dabei die Ausweitung des Lizenzbestandes und Umsetzungsprojekte bei Bestandskunden ein. Neukundengeschäft wurde meist im Wege heiß umkämpfter öffentlicher Ausschreibungsverfahren akquiriert. Die softwareseitige Basis für diese Aktivitäten bildeten die Produkte Fabasoft eGov-Suite, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry®.

Im Segment der privaten Auftraggeber konzentrierten sich die Aktivitäten auf den weiteren Vertriebs-Auf- und Ausbau. Die Schwerpunkte dabei lagen sowohl in der Gewinnung und Betreuung von Vertriebs- und Umsetzungspartnern in den einzelnen Regionen als auch in der Identifikation und vertrieblichen Betreuung von Schlüsselkunden. Basis für dieses Geschäft bildeten die Softwareprodukte Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry®. Diese Produkte wurden sowohl im Rahmen des "klassischen" Software-Lizenzverkaufs als auch auf Subskriptionsbasis (Software as a Service) angeboten. Im Berichtszeitraum konnten erste Erfolge bei namhaften Privatunternehmen erreicht werden.

Um im Geschäftsfeld der privaten Auftraggeber den Bekanntheitsgrad der Produkte aus dem Fabasoft Konzern zu steigern, wurde wesentlich in einschlägige Marketingmaßnahmen investiert. In zahlreichen Fachveranstaltungen, Messen und Roadshows wurde das Fabasoft Produktportfolio sowie die Produkte von Mindbreeze und app.strudl Meinungsbildnern und Analysten aus USA und Europa mit sehr positiver Resonanz präsentiert. So reihten beispielsweise führende US-Analysten die Produkte von Fabasoft/Mindbreeze in die Spitzengruppe der am Markt befindlichen Information-Access-Produkte ein.

Die herausragende Bedeutung der Produktinnovation im Unternehmen spiegelt sich auch in den getätigten Investitionen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2008/2009 in der Höhe von TEUR 7.794 (Vorjahr: TEUR 7.374) wider. Die Forschungsquote stellt mit ca. 35% (Vorjahr: 34%) im Industrievergleich einen sehr hohen Wert dar.

b. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 2.601 2.739
Ergebnis vor Ertragsteuern -988 3.074
EBIT -2.859 -1.918
EBITDA -466 -233
Jahresergebnis -1.149 3.773
Eigenkapital 20.144 24.752
Eigenkapitalquote 90% 91%
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.917 3.190
Endbestand an liquiden Mittel 10.253 12.237
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 5 5

Das Jahresergebnis der Fabasoft AG wurde durch die Abschreibung der Beteiligung an der Fabasoft Italia S.r.l. in der Höhe von TEUR 75 belastet. Darüber hinaus ist im Finanzergebnis eine Gewinnausschüttung aus der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 1.540 enthalten. Diese Posten sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 20.023 21.628
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.038 8
EBIT -2.480 -345
EBITDA -500 1.672
Jahresergebnis -1.466 485
Eigenkapital 16.384 21.106
Eigenkapitalquote 61% 66%
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 964 2.625
Endbestand an liquiden Mittel 17.067 21.315
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 193 200

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Innovation als Basis für die Zukunft

Besonders in Zeiten unsicherer gesamtwirtschaftlicher Prognosen sieht das Management kundennahe Innovation als Grundlage für zukünftigen Aufschwung und Erfolg. Sowohl im Produktbereich als auch bei Dienstleistungsangebot und Service-Qualität bilden das technische Know-how, die Erfahrung und das Kundenwissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die unverzichtbare Grundlage für diese Innovationskraft. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, vordringlich die Arbeitsplätze dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten. Konsequenter Weise wurden daher im Berichtszeitraum Einsparungspotenziale zuerst im Sachkostenbereich adressiert.

Lebenslanges Lernen

Fabasoft vertritt den Grundsatz des lebenslangen Lernens. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit spezielle Ausbildungen, abgestimmt auf ihren Tätigkeitsbereich, im Anschluss an die Basisausbildung zu absolvieren. Das Ausbildungsspektrum reicht von Qualifizierungen und Zertifizierungen im Microsoft-Windows und Linux Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit bis hin zu Sprachausbildungen.

Als eine Grundlage der professionellen Durchführung und Betreuung von Kundenprojekten absolvieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM) gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association). Im Berichtszeitraum haben neun weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die nachgewiesene Qualifikation ist international anerkannt und steht für Projektmanagement auf professionellem Niveau.

Des Weiteren wurden "Leadership Competence Trainings" angeboten. Hier erhielten die Führungskräfte eine umfassende Ausbildung zu den Themen Führungskompetenz, Kommunikation und Persönlichkeitskompetenz.

Im Bereich der Software-Entwicklung konnte SCRUM als agiles Vorgehensmodell zur marktorientierten und hochqualitativen Produktentwicklung erfolgreich etabliert werden. Im Geschäftsjahr 2008/2009 schlossen erstmalig 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ausbildung zum zertifizierten SCRUM Master ab.

Interne Kommunikation

Fabasoft legt großen Wert auf eine offene Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ergänzend zu den regelmäßig stattfindenden "Friday Morning Speeches", in denen Führungskräfte über aktuelle Schwerpunktthemen im Konzern informieren, wurden im Berichtszeitraum zahlreiche Web 2.0 und Social Software Technologien intern zum Einsatz gebracht. Dazu zählen insbesondere Blogs und Wikis. Im Vordergrund stehen dabei interne Kommunikationsaspekte und der Austausch von Best Practices in der täglichen Arbeit.

Insbesondere wird es als wichtig angesehen, die kontinuierlichen funktionalen und technologischen Innovationen im Produktportfolio unternehmensweit konsistent verfügbar zu machen. Die im Berichtszeitraum eingeführten zweiwöchigen "Sprint-Reviews" im Zuge des SCRUM Vorgehensmodells bilden dafür eine wesentliche Basis. Hier erstatten alle Entwicklungsteams (SCRUM-Teams) des Fabasoft Konzerns ihren Kolleginnen und Kollegen einen Bericht zu den umgesetzten Neu- bzw. Weiterentwicklungen und demonstrieren diese auch. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen können diese Veranstaltungen per Video-Stream live mitverfolgen oder zeitversetzt abrufen.

Green IT und Virtualisierung

Durch sukzessive Virtualisierung der Infrastruktur in den Fabasoft Rechenzentren in Linz wurde eine effizientere Nutzung von Systemressourcen erreicht, und damit auch die Grundlage für Einsparungen beim Energieverbrauch geschaffen. Neuanschaffungen wurden unter Bedachtnahme auf Grundsätze der Energieeffizienz und Sparsamkeit getätigt.

Verwendung von FSC-Papier im Konzern

Die Verwendung von FSC (Forest Stewardship Council)-Papier im Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent beibehalten. Alle Unternehmens-Drucksorten wurden von FSC zertifizierten Druckereien aus der Umgebung produziert und die Produktionsmengen durch stärkere Ausrichtung auf On-Demand Produktion optimiert.

Verstärkter Einsatz von Videokonferenzen im Unternehmen

Durch den Einsatz von Videokonferenzen für regelmäßige und anlassbezogene Meetings, wie interne Abstimmungen oder Berichterstattungen, konnten Reisezeiten und Kosten im Konzern eingespart werden.

Open-Source-Community

Dem anhaltenden Trend hin zu Open-Source-Plattformen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor widmete Fabasoft auch im Berichtszeitraum besonders Augenmerk. Die Fabalabs Software GmbH entwickelte und erweiterte die Produktfunktionalitäten von Open-Source-Produkten und stellte diese auch entsprechend der Community wieder zur Verfügung.

c. Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31.3.2009):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabalabs Software GmbH 100% Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55% Österreich Linz
Fabasoft Institute of Technology GmbH 100% Österreich Linz
app.strudl Software GmbH
(vormals appl.strudl Software GmbH) 90% Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100% Österreich Linz Wien
Fabasoft D Software GmbH 100% Deutschland Frankfurt Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100% Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100% Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100% Italien Rom
Fabasoft Romania S.R.L. – in Liquidation 80% Rumänien Bukarest

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31.3.2009):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100% USA Beverly

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum.

Mit Notariatsakt vom 4. Juli 2008 reduzierte die Fabasoft AG ihren Anteil an der app.strudl Software GmbH auf 90% zugunsten einer Beteiligung wesentlicher Mitarbeiter. Jeweils 5% der Geschäftsanteile halten somit Ing. Oliver Albl und Dipl.-Ing. Hannes Mahringer. Die Namensänderung von appl.strudl Software GmbH auf app.strudl Software GmbH erfolgte im März 2009.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt.

Der Fabasoft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

d. Angaben nach § 243a UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 8.518.140 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen, vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: 69,64%, davon 7,36% indirekt über die FB Beteiligungen GmbH
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28. März 2012 um bis zu EUR 4.732.300,00 auf bis zu EUR 14.196.900,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börseschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 24. Juni 2008 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG, für die Dauer von 30 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börseschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 24. Juni 2008 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Das jeweilige Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zB Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstrasse 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen, werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft aufgrund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

e. Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008/2009

Öffentliches Rückkaufangebot ersetzt Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 9. Juni 2008, das über die Börse laufende Aktienrückkaufprogramm zu beenden und auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 durch ein öffentliches Rückkaufangebot an die Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 500.000 eigenen Aktien zu ersetzen. Der Angebotspreis wurde mit EUR 3,28 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Mai 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (11. Juni 2008 – 9. Juli 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 1.239.007 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 500.000 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 40,35%.

Weiteres öffentliches Rückkaufangebot an alle Aktionäre der Fabasoft AG

Am 19. August 2008 beschloss der Vorstand der Fabasoft AG auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 ein weiteres öffentliches Rückkaufangebot an alle Aktionäre der Fabasoft AG zum Erwerb von bis zu 349.969 eigenen Aktien zu starten. Der Angebotspreis wurde mit Euro 3,00 je Aktie festgesetzt. Dieser Preis entsprach im Wesentlichen dem volumengewichteten, durchschnittlichen Börsekurs (Xetra) der Fabasoft Aktie im letzten vollen Kalendermonat vor der bezughabenden Beschlussfassung des Vorstandes (Juli 2008).

Innerhalb der festgelegten Laufzeit (21. August – 17. September 2008) wurde das Angebot mit einer Anzahl von 549.961 Stückaktien angenommen. Durch den Erwerb von 349.969 Stück eigener Aktien gemäß der Angebotslegung ergab die Überzeichnung eine Zuteilungsquote von 63,64%.

Nach Beendigung des Rückkaufprogrammes (17. September 2008) hielt die Fabasoft AG insgesamt 946.460 Stück eigene Aktien. Diese Anzahl ergab sich aus dem Bestand an eigenen Aktien im Umfang von 96.491 Stück vor Start der beiden obengenannten Rückkaufprogramme und aus 500.000 und 349.969 Stück erworbener Aktien aus den beiden Programmen. In Summe entsprach dies zu diesem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals.

Fabasoft AG zieht eigene Aktien ein

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 17. Oktober 2008 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 sämtliche eigene Aktien (946.460 Stück) einzuziehen.

Mit der Einziehung kam es zu einer Reduktion des Grundkapitals auf EUR 8.518.140, dies entspricht 8.518.140 Stückaktien.

f. Ereignisse von besonderer Bedeutung der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a. Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Resultierend aus einer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 wurden neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht und die Entwicklungsarbeiten für neue Produkte weiter vorangetrieben. Daraus ergeben sich Chancen für Neugeschäft außerhalb des bisherigen Fabasoft Hauptumsatzträgers, der Öffentlichen Verwaltungen. Der Vertrieb erfolgt dabei sowohl über Partner als auch über den Fabasoft Enterprise Sales. Des Weiteren ergeben sich Chancen für Zusatzgeschäft im Stammkundensegment, rund um das Standard-Produkt Fabasoft eGov-Suite, durch Updates bestehender Softwareinstallationen oder die Integration von Mindbreeze oder app.strudl Softwareprodukten.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrunde liegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft-Windows-Plattform als auch auf Basis von Open-Source-Plattformen anzubieten. Besonders im Markt der öffentlichen Auftraggeber im deutschsprachigen Raum ergeben sich aus dieser Offenheit interessante Anknüpfungspunkte für Geschäfte. Durch das steigende Kostenbewusstsein besonders bei privaten Unternehmen könnten sich weitere Chancen für Fabasoft ergeben.

Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Software-Produktentwicklung. Dadurch sollen sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungspartner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, und in ausgewählten weiteren Ländern sollen Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Der neu geschaffene Fabasoft Enterprise Sales ist neben den Partnern mit der Kundenakquise und dem Vertrieb betraut.

Chancen könnten sich auch aus der Erschließung der Zielgruppe Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) im deutschsprachigen Raum ergeben. Fabasoft bietet für diese Gruppe seine Produkte auf Subskriptionsbasis (Software as a Service) an, die durch zusätzliche Leistungen ergänzt werden können. Der diversifizierte Vertrieb könnte mittelfristig auch die starke Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Markterschließung in den USA

Der Erschließung dieses hochkompetitiven Markts gestaltet sich einerseits sehr schwierig, zeitaufwändig und teuer, andererseits kann die USA-Präsenz neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Des Weiteren ist die USA-Präsenz des Fabasoft Konzerns in vielen Fällen Voraussetzung für die Wahrnehmung der Produkte durch maßgebliche Medien und Industrie-Analysten. Erste Erfolge in der Positionierung der Produkte am Markt konnten bereits verzeichnet werden. So reihten führende Analysten die Produkte von Fabasoft/Mindbreeze in die Spitzengruppe der am Markt befindlichen Information-Access-Produkte ein.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Erfahrungsgemäß stellt sich das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern im deutschsprachigen Raum volatil dar. Vermutlich bedingt durch Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Budgetsituation öffentlicher Haushalte im Umfeld der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation sind die Ausschreibungsaktivitäten betreffend Neuprojekte in diesem Sektor merkbar rückläufig. Aktuell ist nicht einzuschätzen, wie weitgehend sich die aktuellen und potenziellen Sonderinvestitionsbedarfe sowie aktuellen und prognostizierten Einnahmenausfälle der öffentlichen Haushalte kurz- und mittelfristig auf Projektvorhaben, Projektbudgets und Zeitpläne für Verwaltungsmodernisierung und E-Government auswirken werden. Chancen für den Fabasoft Konzern könnten sich aber möglicherweise aus neuen Projekten im Zusammenhang mit Verwaltungsmodernisierung und E-Government ergeben, sofern ein diesbezügliches politisches Wollen auch in konkrete Projekte und Investitionen mündet. Über den deutschsprachigen Raum hinaus werden hier Chancen insbesondere auch in Vertriebspartnerschaften mit lokal tätigen Key-Playern gesehen.

b. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit auch im Ergebnis für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Government Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Wesentliche Veränderungen in diesem Zielsegment wie zum Beispiel Änderungen der Budgetierungs- oder Vergabepraxis sowie das Aufkommen neuer oder bestehender Mitbewerber können einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft der betroffenen Fabasoft Gesellschaften und damit für den Konzern und die Fabasoft AG besitzen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestandskunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen insbesondere durch neue Vertriebswege mit den Produktschienen Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und app.strudl Software-Telemetry® neue Kundengruppen außerhalb der Öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus erschlossen werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strategischen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen schrittweise ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Marktkenntnis und Bekanntheit als im angestammten Markt, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikations- und Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster positiver Reaktionen bei Pilot-Kunden können die endgültige Resonanz und die Marktchancen aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Insbesondere können die Akzeptanz des neuen Geschäftsmodells (Software as a Service) und die dafür entwickelten Produkte noch nicht abgeschätzt werden. Eine besondere Herausforderung stellen auch die erforderlichen Marketing- und Support-Investitionen dar.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang – und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback – für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im Partner-Geschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, eigene Marken wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatzgeschäft zu akquirieren. Allgemein kann Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern – beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden – und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Fabasoft hat intern organisatorische Vorkehrungen ergriffen, um die Direktvertriebsund die Partnerorganisation voneinander personell weitgehend zu trennen. Ein eigenes Partnermarketing sowie eine dedizierte technische Betreuung der Partner sollen zu deren Erfolg in den einzelnen Geschäftsfeldern beitragen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass wenn Fabasoft nicht genügend Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft-Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise in den dafür vorgesehenen Märkten nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. Ende Mai 2008 erhielt Fabasoft das ISO-27001-Zertifikat für den Standort Linz. Die ISO-Norm 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard für die Bewertung der Sicherheit von IT-Umgebungen. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, insbesondere auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Des Weiteren ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeit oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Software-Fehlern, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und insbesondere Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Solche Fehler können sich nicht zuletzt negativ auf Kundenzufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrunde liegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft DUCXtest – wird auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen – sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Des Weiteren würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge bei dem Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen. Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches weiterentwickelt wird.

Die Implementierung umfangreicher Software-Projekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen kann.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teuren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist europaweite Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig harte Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.) oft ohne Verhandlungsmöglichkeiten vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt des Weiteren auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen, und damit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen des öffentlichen Sektors besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken. Als erhebliches Risiko im wichtigen Geschäftsbereich der öffentlichen Auftraggeber werden drohende drastische Budgeteinschränkungen in den öffentlichen Haushalten insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation gesehen.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere im Segment des Enterprise Content Managements, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Des Weiteren ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Software-Hersteller, teilweise mit neuen Produkten, in diesem Segment zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann. Der hohe Sättigungsgrad im Softwaresektor erschwert darüber hinaus die Akzeptanz und Etablierung neuer Softwareprodukte.

Personalrisiken

Es werden Risiken darin gesehen, hochqualifizierte Management Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche im ausreichenden Umfang zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Des Weiteren ergeben sich Risiken, wenn eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzer Abfolge verlassen, und diese nicht kurzfristig ersetzt werden können. Dies hätte eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen und würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebstätigkeiten, Entwicklungstätigkeiten, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sein.

Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen, eine vollständige Eliminierung aller Risikofaktoren ist aber nicht möglich.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen ist im Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern verhältnismäßig gering, im Partnergeschäft sowie im Umfeld der privaten Auftraggeber könnte die aktuelle Situation am Finanz- und Wirtschaftsmarkt zu einem höheren Finanzrisiko führen, als die marktübliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Das Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten bzw. Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Turbulenzen speziell im Finanzsektor sind Risiken betreffend die Sicherheit und Werthaltigkeit von Guthaben bei Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie von Ansprüchen gegenüber diesen Institutionen derzeit nicht ausschließbar.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Fabasoft-Konzerns auf die konsequente Weiterentwicklung der Standardprodukte Fabasoft eGov-Suite als Lösung für Digitale Geschäftsprozesse in der öffentlichen Verwaltung, Fabasoft Folio als Enterprise Content Management und Business Process Management Software für Unternehmen, Fabasoft DUCX mit den Ausprägungen Fabasoft DUCXdev als Use-Case-basierte Entwicklungsumgebung und Fabasoft DUCXtest als umfassendes Werkzeug zur Erstellung und Ausführung von Benutzerakzeptanztests sowie Fabasoft iArchive als Add-on für revisionssichere Langzeitarchivierung.

Im Zuge dessen wurde im August 2008 ein Service Pack 2 für die Fabasoft eGov-Suite 7.0 sowie für Fabasoft Folio 2007, Fabasoft DUCX 2007 und Fabasoft iArchive 2007 und im Januar 2009 ein weiterer Service Pack für die Fabasoft eGov-Suite 7.0 zur Verfügung gestellt, wo im Wesentlichen die Anpassungen an aktuelle Versionen von Softwareprodukten aus dem Fabasoft-Konzern, Mindbreeze Enterprise Search 4.0, der app.strudl Software-Telemetry® 2008 bzw. 2009 und von Drittherstellern, wie aktuelle Betriebssystem- und Datenbank-Versionen, umgesetzt wurden.

Der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 lag in der Entwicklung der 2008er Versionen der Produkte Fabasoft Folio, Fabasoft DUCXdev, Fabasoft DUCXtest und Fabasoft iArchive, mit deren Auslieferungen Anfang Oktober 2008 begonnen wurde. Neben den zahlreichen Detailverbesserungen im Bereich Usability und Design bzw. einer deutlichen Steigerung der Darstellungsgeschwindigkeit von umfangreichen Daten mit dem neuen AJAX-Webclient wurden die Themen Enterprise 2.0, also die Integration von Web 2.0 Anwendungen, wie Wikis oder RSS-Feeds, für den professionellen Unternehmenseinsatz, sowie E-Services zur Durchführung von Digitalen Geschäftsprozessen über das WWW als Neuheiten präsentiert.

Im Januar 2009 erfolgte auch die Auslieferung der Fabasoft eGov-Suite 8.0. Informelle Arbeitsbereiche erlauben mit dieser Version die unkomplizierte und effektive, organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Mit der erweiterten Integration des zentralen Melderegisters auf Basis ZMR2 werden nun die Arbeitsabläufe in vielen Prozessen von österreichischen Behörden deutlich verkürzt.

Bis Februar 2009 wurde der Service Pack 1 der Produkte Fabasoft Folio 2008, Fabasoft DUCXdev 2008, Fabasoft DUCXtest 2008 und Fabasoft iArchive2008 umgesetzt. Die Highlights in diesem Shipment waren innovative visuelle Darstellungsmöglichkeiten von Geschäftsdokumenten zur optimalen Orientierung und effizienteren Bearbeitung direkt im AJAX-Webclient sowie Benutzerprofile, die eine Vereinfachung der Benutzeroberfläche abgestimmt auf die individuelle Tätigkeit des Anwenders erlauben. Integrationen mit Drittanwendungen und -technologien wie CentOS, Microsoft Office SharePoint oder Citrix XenApp ermöglichen einen einfachen und unkomplizierten Einsatz der Fabasoft Produkte in bestehenden IT-Infrastrukturen. Besonders für Organisationen oder Konzerne mit dezentraler, internationaler Struktur wurde die Möglichkeit geschaffen, einzelne Fabasoft Folio-Installationen zu einem homogenen Gesamtsystem zusammenzuschalten, um den Datenaustausch und die Geschäftsprozesse auf direktem Wege durchführen zu können. Mit der Integration des Liferay Portals und der Möglichkeit, Wikis, Blogs und eigene, auf Folio basierende Anwendungen, direkt in diesem Portal zu nutzen wurden die Enterprise 2.0 Funktionalitäten abgerundet. Die Datenhaltung erfolgt dabei sicher und nachvollziehbar in Fabasoft Folio.

Bereits Ende des dritten Geschäftsjahresquartals wurde mit der Neuentwicklung der 2009er Versionen begonnen, ein Schwerpunkt lag hier im Bereich Records Management bzw. in der Unterstützung des MoReq2-Standards, in welchen Fabasoft durch die intensive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien die jahrelange Erfahrung in diesem Bereich einbringen konnte.

Die Versionen app.strudl Software-Telemetry® 2008 und 2009 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 entwickelt, finalisiert und an die Bestandskunden ausgeliefert. Parallel dazu startet in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums die Produktentwicklung für die nächste Version der app.strudl Software-Telemetry®. Der Produktname wurde analog der Namensänderung von appl.strudl Software GmbH auf app.strudl Software GmbH im März 2009 geändert.

Die app.strudl Software-Telemetry® bietet für Unternehmen ein leistungsstarkes Werkzeug für ein effizientes Application-Service-Level-Management und zur Ressourcen-Optimierung. Sie erhebt detaillierte Messdaten zu Ablaufverhalten und Antwortzeitverhalten von verteilten Softwareanwendungen und ermöglicht die Analyse dieser Daten im Kontext der jeweiligen Use-Cases.

Mindbreeze Enterprise Search 4.0 und 2009 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 entwickelt, finalisiert und an die Bestandskunden ausgeliefert.

Die wesentlichen Weiterentwicklungen umfassen dabei die Unterstützung der Linux Server-Betriebssysteme (Red Hat Enterprise Linux und CentOS) sowie das Anreichern von Suchresultaten um semantischen Kontext und um applikationsbezogene Aktionsmöglichkeiten (Actionable Information). Durch die Anbindung von Microsoft SharePoint 2007 ist der Informationszugriff auf Microsoft SharePoint 2007 bereits im Standardprodukt Mindbreeze Enterprise Search inkludiert. Des Weiteren erfolgte die Integration von Novell GroupWise sowie die Unterstützung von SAML 2.0 (Authentifizierung). Um Entwickler noch flexibler und einfacher bei der Integration von Mindbreeze Enterprise Search in Fachanwendungen zu unterstützen, wurde das Mindbreeze Enterprise Search SDK (Software Development Kit) weiter ausgebaut.

Mindbreeze Website Search bietet den Betreibern von Webseiten (z. B. Unternehmen, Vereinen, Behörden) die Möglichkeit, ihre Webseite für Besucher einfach durchsuchbar zu machen. Mindbreeze Website Search ist als "Software as a Service" Suchlösung konzipiert; Eigentümer einer Webseite müssen weder Hardware noch Software bei sich installieren, da die Lösung im Mindbreeze-Rechenzentrum läuft.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten entwicklungsseitig sehr positive Effekte resultierend aus der im Jahr 2007 vorgenommenen Umstellung der Entwicklungsmethodik auf SCRUM verzeichnet werden. Diese äußerten sich insbesondere in einer deutlichen Verbesserung der Qualitätskennzahlen und einem erhöhten Durchsatz bei der Produktivität in der Softwareentwicklung.

Linz, 15. Mai 2009

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis 31. März 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, den 15. Mai 2009

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 15. Mai 2009 Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2008/2009 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, die Kundenprojekt- und Ausschreibungsentwicklung, Kundenveranstaltungen, die Entwicklung der Tochtergesellschaften im In- und Ausland, neue Technologieentwicklungen, Internationalisierung, Aktienrückkaufprogramme, die strategische Weiterentwicklung des Konzerns, Investitionen, Personalentwicklung, der Stand interner Projekte sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2009/2010.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2009 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2009 nach IFRS (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss haben zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben und es wurden beide mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwände.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. Mai 2009 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2009

Dr. Rainer Rustemeyer e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrates