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Fabasoft AG Annual Report 2008

Jun 3, 2008

9319_10-k_2008-06-03_3a43af67-2ad7-4d2f-a660-38fa0a7fcc82.pdf

Annual Report

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Fabasoft AG Jahresfi nanzbericht 07|08

Inhaltsverzeichnis

I. Konzernabschluss Fabasoft AG

Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Eigenkapitalveränderungsrechnung 4
Anhang zum Konzernabschluss 9
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 34
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk 46
Bilanzeid 49
II. Jahresabschluss Fabasoft AG
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 50
Anhang zum Jahresabschluss 52
Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns 62
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk 73
Bilanzeid 74
III. Bericht des Aufsichtsrates 75

Konzernbilanz zum 31. März 2008

Aktiva in TEUR AZ 31.03.2008 31.03.2007
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.1.1. 2.533 3.028
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.2. 53 85
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.1.3. 148 125
Aktive latente Steuern 4.1.4. 580 137
3.314 3.375
Kurzfristige Vermögenswerte
Liefer- und sonstige Forderungen 4.2.1. 7.141 6.472
Liquide Mittel 4.2.2. 21.315 20.398
28.456 26.870
Summe Aktiva 31.770 30.245
Passiva in TEUR AZ 31.03.2008 31.03.2007
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.3. 9.465 9.465
Kapitalrücklagen 4.3. 11.835 11.810
Eigene Aktien 4.3. -87 -83
Marktbewertungsrücklage -5 -4
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 223 107
Ergebnisvortrag -327 -836
21.104 20.459
Minderheitenanteil 2 27
21.106 20.486
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Abfertigungen 4.4.1. 811 707
Rückstellungen für Pensionen 4.4.2. 0 11
Passive latente Steuern 4.1.4. 0 40
811 758
Kurzfristige Schulden
Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten 4.5.1. 3.474 3.915
Ertragsteuerverbindlichkeit 4.5.2. 0 176
Erlösabgrenzungen 4.5.3. 6.379 4.910
9.853 9.001
Summe Passiva 31.770 30.245

für das Geschäftsjahr 2007/2008 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR AZ 2007/2008 2006/2007
Umsatzerlöse 5.1. 21.628 21.161
Sonstige betriebliche Erträge 5.2. 19 209
Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen -397 -434
Personalaufwand 5.3. -12.761 -12.130
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. -2.017 -1.975
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.5. -6.817 -7.724
Betriebsergebnis -345 -893
Finanzerträge 5.6. 753 623
Finanzaufwendungen 5.6. -400 -9
Ergebnis vor Ertragsteuern 8 -279
Ertragsteuern 5.7. 477 -224
Jahresergebnis 485 -503
davon entfallen auf:
Anteilsinhaber des Mutterunternehmens 509 -420
Minderheiten -25 -83
Ergebnis je Aktie,
das den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie)
unverwässert 8.1.1. 0,05 -0,04
verwässert 8.1.2. 0,05 -0,04

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2007/2008

in TEUR AZ 2007/2008 2006/2007
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6.1.
Betriebsergebnis -345 -893
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten
Aufwand für planmäßige Abschreibungen 5.4. 2.017 1.975
Aufwendungen für Mitarbeiterbeteiligungen 0 18
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 93 25
Gewinne (Verluste) aus dem Abgang von Sachanlagen 33 -5
1.798 1.120
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Veränderung von Vorräten, Liefer- und sonstigen Forderungen
(ohne Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung)
-526 1.035
Veränderung von Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten -495 -1.521
Veränderung von Erlösabgrenzungen 1.469 242
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 171
448 -73
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 2.246 1.047
Vereinnahmte Zinsen 705 536
Gezahlte Ertragsteuern -326 -643
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 2.625 940
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6.2.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.545 -1.848
Investitionen in zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -25 0
Erlöse aus Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 20 13
Abgang von Tochterunternehmen einschließlich übertragener Nettozahlungsmittel 0 -69
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -1.550 -1.904
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.3
Kauf von eigenen Aktien -29 0
Einzahlungen aus Verkauf von Aktien an Mitarbeiter 54 67
Dividendenausschüttung 0 -934
Auszahlungen an Minderheitengesellschafter 0 -5
Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 0 38
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 55 0
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit 80 -834
Veränderung der liquiden Mittel 1.155 -1.798
Entwicklung der liquiden Mittel 6.4.
Anfangsbestand der liquiden Mittel 20.398 22.149
Effekte aus Wechselkursänderungen -238 47
Zunahme / Abnahme 1.155 -1.798
Endbestand der liquiden Mittel 4.2.2. 21.315 20.398

für das Geschäftsjahr 2007/2008 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Eigene
Aktien
Marktbe-
wertungs-
rücklage
Ausgleichs-
posten aus
Währungs-
umrechnung
Ergebnis-
vortrag
Gesamt Minder-
heiten-
anteil
Eigen-
kapital
gesamt
Stand am 31. März 2006 9.465 11.747 -117 0 118 567 21.780 45 21.825
Währungsumrechnungs-
differenzen
0 0 0 0 -11 0 -11 0 -11
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -4 0 3 -1 -2 -3
Direkt mit dem Eigen-
kapital verrechnete
Ergebnisse
0 0 0 -4 -11 3 -12 -2 -14
Jahresergebnis 0 0 0 0 0 -420 -420 -83 -503
Gesamtergebnis 0 0 0 -4 -11 -417 -432 -85 -517
Gezahlte Dividende 0 0 0 0 0 -945 -945 0 -945
Erstkonsolidierung
Tochterunternehmen
0 0 0 0 0 0 0 7 7
Endkonsolidierung
Tochterunternehmen
0 0 0 0 0 -41 -41 33 -8
Änderung
Minderheitsbeteiligung
0 0 0 0 0 0 0 27 27
Änderung auf Grund
von Mitarbeiter-
optionsprogrammen
Stand 31. März 2007
4.3. 0
9.465
63
11.810
34
-83
0
-4
0
107
0
-836
97
20.459
0
27
97
20.486
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Eigene
Aktien
Marktbe-
wertungs-
rücklage
Ausgleichs-
posten aus
Währungs-
umrechnung
Ergebnis-
vortrag
Gesamt Minder-
heiten-
anteil
Eigen-
kapital
gesamt
Stand am 31. März 2007 9.465 11.810 -83 -4 107 -836 20.459 27 20.486
Währungsumrechnungs-
differenzen
0 0 0 0 116 0 116 0 116
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -1 0 0 -1 0 -1
Direkt mit dem Eigen-
kapital verrechnete
Ergebnisse 0 0 0 -1 116 0 115 0 115
Jahresergebnis 0 0 0 0 0 509 509 -25 484
Gesamtergebnis 0 0 0 -1 116 509 624 -25 599
Änderung auf Grund
von Mitarbeiter-
optionsprogrammen
0 25 25 0 0 0 50 0 50
Änderung auf Grund
des Aktienrückkauf-
programms
Stand 31. März 2008
4.3. 0
9.465
0
11.835
-29
-87
0
-5
0
223
0
-327
-29
21.104
0
2
-29
21.106

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2008

1. Grundlegende Informationen

Fabasoft ist Hersteller von Standardsoftware für Electronic Government und Content Applications. Die Muttergesellschaft ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Honauerstraße 4, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN (D) 922985). Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses umfasst den Zeitraum vom 1. April 2007 bis 31. März 2008.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Der konsolidierte Jahresabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmens rechtlichen Vorschriften, aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen ebenfalls in TEUR.

2.1.1. Erstmalige Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig angewendet:

  • IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben und die Änderung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses Angaben zum Kapital wurden 2007 erstmals angewandt. Dies führt zu neuen Angaben im Bereich der Finanzinstrumente und hat keine Auswirkung auf den Ausweis oder die Bewertung der Finanzinstrumente des Konzerns.
  • IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 (verpflichtend für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Mai 2006). Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
  • IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderungen. Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

2.1.2. Noch nicht angewendete neue Rechnungslegungsvorschriften

Der IASB bzw. IFRIC hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2007 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die folgenden Regelungen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offiziellen Journal veröffentlicht.

  • IFRS 8 Operative Segmente (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2009). Die Auswirkung dieser Regelung kann noch nicht verlässlich eingeschätzt werden.
  • IFRIC 11 Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2 (anzuwenden für Berichts perioden beginnend am oder ab 1. März 2007). Diese Interpretation hat keine Auswirkung auf den Konzern abschluss.

Die folgenden Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen wurden vom IASB bzw. IFRIC verabschiedet, aber bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht von der EU übernommen.

  • IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2008)
  • IFRIC 13 Kundentreueprogramme (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Juli 2008)
  • IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung (anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Juli 2008)
  • IAS 23 Fremdkapitalkosten (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2009)
  • IAS 1 Darstellung des Abschlusses (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2009)
  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Juli 2009)
  • IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2009)
  • IAS 32 Finanzinstrumente Angaben und IAS 1 Darstellung des Abschlusses (überarbeitet; anzuwenden für Berichtsperioden beginnend am oder ab 1. Januar 2009)

Die Auswirkung dieser Regelungen kann noch nicht verlässlich eingeschätzt werden.

2.2. Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2008 sowie nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, was regelmäßig von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 % begleitet wird.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen übertragen wurden.

Tochtergesellschaften werden mit dem Tag, an dem der Kontrolltatbestand endet, endkonsolidiert. Die Erlöse und Aufwendungen sind bis zum Endkonsolidierungsdatum in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Sämtliche Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss mitein bezogen.

2.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12.

Konzernfremde Anteile von Minderheitengesellschaftern werden als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2008 sind neben der Fabasoft AG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Unmittelbarer Anteil in %
Fabasoft R&D GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Austria GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabalabs Software GmbH Linz/Österreich 100,00
Mindbreeze Software GmbH Linz/Österreich 55,00
Fabasoft Institute of Technology GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft International Services GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft Distribution GmbH Linz/Österreich 100,00
appl.strudl Software GmbH Linz/Österreich 100,00
Fabasoft D Software GmbH Frankfurt am Main/Deutschland 100,00
Fabasoft CH Software AG Bern/Schweiz 100,00
Fabasoft Limited London/Großbritannien 100,00
Fabasoft Italia S.r.l. Rom/Italien 100,00
Fabasoft Romania S.R.L. – in Liquidation Bukarest/Rumänien 80,00
Fabasoft Corporation Beverly/USA 100,00

2.2.2. Änderungen im Konsolidierungskreis

Die Arbeitsgemeinschaft Fabasoft in Frankfurt am Main/Deutschland wurde mit Beschluss vom 18. Mai 2007 aufgelöst. Die verbleibenden Aufträge wurden von der Fabasoft D Software GmbH übernommen.

Am 30. Mai 2007 gründete die Fabasoft AG die Fabasoft Distribution GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft R&D Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft R&D Software GmbH in Fabasoft R&D GmbH geändert.

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft AT Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft AT Software GmbH in Fabasoft Austria GmbH geändert.

Mit Einbringungsvertrag vom 15. Oktober 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft Intl. Software GmbH eingebracht. Mit Vertrag vom 15. Oktober 2007 wurde die Fabasoft Intl. Software GmbH auf die Fabasoft Austria GmbH verschmolzen.

Am 21. Dezember 2007 gründete die Fabasoft AG die appl.strudl Software GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Mit Abtretungserklärung vom 12. Februar 2008 hat Dr. Luka R. Müller-Studer den fiduzarisch gehaltenen 0,1 %-Anteil an der Fabasoft CH Software AG an die Fabasoft AG abgetreten.

Die Fabasoft Privatstiftung wurde mit Beschluss vom 20. März 2008 widerrufen.

2.2.3. Konsolidierungsmethoden

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unter nehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.2.4. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse in fremder Währung wurden zu den jeweiligen Mittelkursen umgerechnet. Dabei kamen bei den Posten der Bilanz die Kurse zum Bilanzstichtag, bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung die Durchschnittskurse des Geschäftsjahres zur Anwendung. Differenzen dieser Währungsumrechnungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Transaktionen und Bilanzposten in fremden Währungen werden zu den im Transaktionszeitpunkt bzw. Bewertungszeitpunkt gültigen Kursen erfolgswirksam erfasst.

Bei der Währungsumrechnung kamen folgende Kurse zur Anwendung:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31. März für das Jahr
Schweizer Franken
2008 1,5716 CHF 1,63715 CHF
2007 1,6230 CHF 1,58882 CHF
Britische Pfund
2008 0,7940 GBP 0,70895 GBP
2007 0,6808 GBP 0,67982 GBP
Slowakische Kronen
2007 33,290 SKK 36,4346 SKK
US-Dollar
2008 1,5822 USD 1,42461 USD
2007 1,3321 USD 1,31660 USD

2.3. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 5 Jahre
Bauliche Investitionen 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, deren Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum umfasst, werden nicht aktiviert.

Firmenwerte werden zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet.

2.4. Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahin gehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht wieder erlangbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, in der separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten).

2.5. Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden als Aufwand erfasst.

Ein aus der Entwicklung entstehender immaterieller Vermögenswert ist nur dann anzusetzen, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:

  • a) Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • b) Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • c) Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • d) Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Nachgewiesen werden kann u.a. die Existenz eines Marktes für die Produkte des immateriellen Vermögenswertes oder den immateriellen Vermögenswert an sich oder, falls er intern genutzt werden soll, der Nutzen des immateriellen Vermögenswertes.
  • e) Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
  • f) Die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

Da diese Voraussetzungen (insbesondere die technische Machbarkeit) nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gegeben waren, wurde eine Aktivierung nicht vorgenommen.

2.6. Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.7. Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als operatives Leasing klassifiziert.

Auf Basis der zugrunde liegenden Vertragsbedingungen sind die bestehenden Leasingverhältnisse als operatives Leasing zu qualifizieren. Somit werden die Leasingraten als Aufwand erfasst.

2.8. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 39 erfolgte eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte, wobei Investmentzertifikate gänzlich als "zur Veräußerung verfügbar (available for sale)" eingestuft werden.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten bewertet. Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwertes werden zu jedem Stichtag ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wertminderungen im Sinne des IAS 39.59 werden ergebniswirksam gebucht.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

2.9. Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten fertiger Erzeugnisse umfassen direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten.

2.10. Liefer- und sonstige Forderungen

Die Liefer- und sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2008 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.11. Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt aufgrund des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung zur Gänze bilanziert.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilrechnungen übersteigt, als Vermögenswert aus. Teilrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, als Verbindlichkeit aus.

2.12. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Marktwerten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2008 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.13. Leistungen an Arbeitnehmer

2.13.1. Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen

Die in der Bilanz angesetzten Rückstellungen für Abfertigungen und Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwart schaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden im Jahr des Entstehens in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.

Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Abfertigungs- bzw. Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.

a) Rückstellungen für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter/-innen bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Für Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, werden aufgrund gesetzlicher Vorschriften monatlich 1,53 % des Bruttogehaltes an eine Mitarbeitervorsorgekasse bezahlt. Die Mitarbeiter/-innen erwerben hiermit einen Anspruch gegen die Vorsorgekasse und nicht gegen das Unternehmen.

b) Pensionsverpflichtungen

Der im Konzern existierende, leistungsorientierte Pensionsplan für Vorstände wird durch Zahlungen an eine Pensions-Rückdeckungsversicherung finanziert, deren Höhe auf fortlaufend eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert.

2.13.2. Aktienorientierte Vergütungen

Der Konzern hat aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt, die durch die Ausgabe von eigenen Aktien beglichen werden. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbrachten Arbeitsleistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen wird als Aufwand erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen.

An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen gegebenenfalls zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung und durch eine entsprechend Anpassung im Eigenkapital über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit berücksichtigt.

Die bei der Ausübung der Optionen vereinnahmten Erträge werden nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten den Kapitalrücklagen gutgeschrieben.

2.14. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit den jeweils am 31. März 2008 gültigen Stichtagskursen bewertet.

2.15. Umsatzerlöse

Die Erlöse aus der Lizenzvergabe gelten entsprechend IAS 18 dann als realisiert, wenn (i) ihre Vereinnahmung wahrscheinlich ist, (ii) sämtliche Lizenzgebühren innerhalb eines Jahres fällig sind, (iii) die Lizenzgebühren vertraglich fest vereinbart und näher bestimmt wurden und (iv) der Lizenzgeber die Lizenzgebühr der Leistung des Vertrages direkt zuordnen kann.

Lizenzumsätze gegenüber Projektpartnern gelten als realisiert, wenn das Produkt an den Projektpartner, der kein Rückgaberecht hat, verkauft wird. Erlöse aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen werden ebenso wie Supportdienstleistungen über die Laufzeit der Leistungserbringung vereinnahmt. Erlöse aus der Consultingund Trainingstätigkeit werden bei der Leistungserbringung realisiert.

2.16. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Ab dem Veranlagungsjahr 2006 fungiert die Fabasoft AG als Gruppenträger laut österreichischem Steuerrecht. Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2008 folgende Tochterunternehmen einbezogen: (1) Fabasoft International Services GmbH, (2) Fabasoft Distribution GmbH, (3) Fabasoft R&D GmbH (vormals Fabasoft R&D Software GmbH), (4) Fabasoft Austria GmbH (vormals Fabasoft AT Software GmbH), (5) Fabalabs Software GmbH, (6) Mindbreeze Software GmbH, (7) Fabasoft Institute of Technology GmbH, (8) appl.strudl Software GmbH, (9) Fabasoft Italia S.r.l. und (10) Fabasoft Corporation. Die Fabasoft D Software GmbH ist im Veranlagungsjahr 2008 aus der Gruppe ausgeschieden.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze. Passive latente Steuern werden unter den langfristigen Schulden, aktive latente Steuern innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus Dienstleistungsaufträgen, Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Latente Steuern, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

2.17. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die offen gelegten Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.

Dienstleistungsaufträge

Der Gewinn eines Dienstleistungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, mittels Teilgewinnrealisierungsmethode bilanziert.

Die von Schätzungen abhängigen Größen sind die endgültigen Gewinne und die Feststellung des Fertigstellungsgrades zum Stichtag.

Rückstellungen für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter/-innen österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter/-innen bestehen daher direkte Verpflichtungen des Unternehmens, für die nach IAS 19 zu bewertende Rückstellungen zu bilden sind.

Wenn den Annahmen ein Zinssatz nach Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt würde, der um 10 % von den Schätzungen des Managements abweicht, würde der Barwert der Abfertigungsverpflichtung nicht wesentlich von den angesetzten Werten abweichen.

Latente Steuern

Bei einer Abweichung der steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode kann es zu einer Abweichung der latenten Steuer für Verlustvorträge kommen. Die nicht angesetzten latenten Steuern für Verlustvorträge betragen per 31. März 2008 TEUR 641 (Vorjahr TEUR 846).

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderung der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das folgende Geschäftsjahr.

2.18. Segmentberichterstattung

Ein geografisches Segment stellt innerhalb eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds, dessen Risiken und Chancen von denen anderer wirtschaftlicher Umfelder abweichen, Produkte oder Dienstleistungen bereit.

Ein Geschäftssegment ist eine Gruppe von Vermögenswerten und betrieblichen Aktivitäten, welches Produkte oder Dienstleistungen bereitstellt, die bzgl. ihrer Risiken und Chancen unterschiedlich von denen anderer Geschäftsbereiche sind.

Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Bedingungen.

3. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits zählen hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die unter anderem als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung unter anderem gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung der Marktwerte für die jeweiligen Finanzinstrumente herangezogen:

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Ver bindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buch wert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere (In vestment zertifikate). Die Marktwerte leiten sich aus den gültigen Kurswerten ab.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 32/39, der Klassifizierung nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.

Bilanzposition in TEUR Kategorie nach IAS 39 Buchwert Fair Value
(ergebnisneutral)
Fortgeführte An
schaffungskosten
Liefer- und sonstige Forderungen Kredite und Forderungen 6.259 0 6.259
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
148 148 0
Liefer- und sonstige
Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
2.589 0 2.589

Die Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögensgegenstände wurde ergebnisneutral in den Rücklagen erfasst.

Wertberichtigungen zu Liefer- und sonstigen Forderungen sind mit den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen.

Die Zinserträge laut Finanzergebnis stammen aus der Veranlagung von Cashbeständen in eigener und fremder Währung.

3.1. Originäre Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel, Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite. Für die originären Finanz instrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungs grundsätze.

3.2. Kreditrisiko

Bei den Vermögenswerten stellen sämtliche ausgewiesene Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko von Forderungsausfällen kann aufgrund der Kundenstruktur und der angestrebten betraglichen Streuung als gering eingeschätzt werden. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester Bonität handelt.

3.3. Liquiditätsrisiko

Aufgrund der Höhe der vorhandenen liquiden Mittel besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Der Konzern weist keine Bankverbindlichkeiten auf.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Da diese Wertpapiere über Fonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

3.5. Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurzfristige Veranlagungen in Fremdwährung bestehen in Schweizer Franken, Britischen Pfund und US-Dollar.

Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Euro 18.240 15.961
Britische Pfund 1.939 2.425
US-Dollar 503 134
Schweizer Franken 624 1.872
21.306 20.392

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen. Alle anderen Währungen bleiben konstant.

Auswirkung auf das Ergebnis
in TEUR Kursentwicklung vor Steuern 2007/2008
Britische Pfund +10 % 194
-10 % -194
US-Dollar +10 % 50
-10 % -50
Schweizer Franken +10 % 62
-10 % -62

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Langfristige Vermögenswerte

4.1.1. Sachanlagen

Bauliche Betriebs- und
in TEUR Investitionen Geschäftsausstattung Gesamt
Zum 31. März 2006
Anschaffungs- und Herstellungskosten 833 7.284 8.117
Kumulierte Abschreibungen -362 -4.529 -4.891
Buchwert netto 471 2.755 3.226
Geschäftsjahr 2006/2007
Eröffnungsbuchwert netto 471 2.755 3.226
Zugänge 100 1.690 1.790
Abgänge 0 -13 -13
Änderung Konsolidierungskreis 0 -77 -77
Währungsdifferenzen 0 -11 -11
Abschreibungen -179 -1.708 -1.887
Endbuchwert netto 392 2.636 3.028
Zum 31. März 2007
Anschaffungs- und Herstellungskosten 930 8.915 9.845
Kumulierte Abschreibungen -538 -6.279 -6.817
Buchwert netto 392 2.636 3.028
Geschäftsjahr 2007/2008
Eröffnungsbuchwert netto 392 2.636 3.028
Zugänge 10 1.510 1.520
Abgänge 0 -56 -56
Abschreibungen -200 -1.759 -1.959
Endbuchwert netto 202 2.331 2.533
Zum 31. März 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten 940 9.755 10.695
Kumulierte Abschreibungen -738 -7.424 -8.162
Buchwert netto 202 2.331 2.533

4.1.2. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Softwarelizenzen
Zum 31. März 2006
Anschaffungs- und Herstellungskosten 936
Kumulierte Abschreibungen -821
Buchwert netto 115
Geschäftsjahr 2006/2007
Eröffnungsbuchwert netto 115
Zugänge 58
Abschreibungen -88
Endbuchwert netto 85
Zum 31. März 2007
Anschaffungs- und Herstellkosten 988
Kumulierte Abschreibungen -903
Buchwert netto 85
Geschäftsjahr 2007/2008
Eröffnungsbuchwert netto 85
Zugänge 26
Abschreibungen -58
Endbuchwert netto 53
Zum 31. März 2008
Anschaffungs- und Herstellkosten 1.016
Kumulierte Abschreibungen -963
Buchwert netto 53

4.1.3. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Beginn des Geschäftsjahres 125 130
Zugänge 25 0
Zeitwertänderung -2 -5
Ende des Geschäftsjahres 148 125

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bestehen zur Gänze aus Investmentzertifikaten. Hierbei handelt es sich um langfristig gehaltene Wertpapiere, da keine Veräußerungsabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate besteht. Wertpapiere in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 45) sind zugunsten des Vorstandes im Rahmen der Pensionsvorsorge verpfändet.

4.1.4. Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 01.04.2007 GuV-Veränderung 31.03.2008
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 0 47 47
Anlagevermögen 0 7 7
Dienstleistungsaufträge -117 18 -99
Verlustvorträge 254 371 625
Aktive latente Steuern 137 443 580
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 45 -45 0
Anlagevermögen -20 20 0
Dienstleistungsaufträge -465 465 0
Verlustvorträge 400 -400 0
Passive latente Steuern -40 40 0
Latente Steuern gesamt 97 483 580

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

Die latenten Steuerforderungen für Verlustvorträge berechnen sich wie folgt:

in TEUR Bestehender
Verlustvortrag
Steuersatz Angesetzte
latente Steuern
Nicht angesetzte
latente Steuern
Fabasoft D Software GmbH 2.022 30 % 607 0
Fabasoft Italia S.r.l. 64 27,5 % 18 0
Fabasoft Limited 3.372 19 % 0 641
625 641

Aufgrund der Änderung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland wurde für die Fabasoft D Software GmbH in der Berichtsperiode mit einem Steuersatz von 30 % gerechnet (Vorjahr 41 %).

Realisierung der latenten Steuerforderungen:

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Latente Steuerforderungen, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 299 48
Latente Steuerforderungen, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 281 89
580 137

Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten:

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 0 25
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 0 -65
0 -40

4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

4.2.1. Liefer- und sonstige Forderungen

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Lieferforderungen 6.040 5.673
Sonstige Forderungen 879 393
Abgegrenzte Kosten 222 406
Gesamt 7.141 6.472

Fälligkeitsstruktur der Lieferforderungen:

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Noch nicht fällig 3.790 4.331
Überfällig, aber nicht wertgemindert 697 1.342
Zwischen 1 und 60 Tagen 350 407
Zwischen 61 und 90 Tagen 35 167
Zwischen 91 und 180 Tagen 255 92
Über 180 Tage 57 676

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 14) gebildet.

In den Liefer- und sonstigen Forderungen sind Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen in Höhe von TEUR 481 (Vorjahr TEUR 1.175) enthalten. Die kumulierten Umsatzerlöse für die Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen betragen TEUR 827 (Vorjahr TEUR 3.350). Die kumuliert angefallenen Kosten betragen TEUR 644 (Vorjahr TEUR 3.310), die realisierten Gewinne TEUR 183 (Vorjahr TEUR 40). Erhaltene Anzahlungen und Teilrechungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr TEUR 2.174) werden von den Forderungen abgesetzt. In den Liefer- und sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Überhang der erhaltenen Anzahlungen und Teilrechnungen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr TEUR 285) enthalten.

4.2.2. Liquide Mittel

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Kassenbestand 9 6
Guthaben bei Kreditinstituten 21.306 20.392
Gesamt 21.315 20.398

4.3. Eigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2008 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 9.465. Es setzt sich aus 9.464.600 Stückaktien (Vorjahr 9.464.600) zum Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 11.835 setzt sich im Wesentlichen aus Agio zusammen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der Fabasoft AG am 26. Juni 2007 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Der ausgewiesene Verlust des Geschäftsjahres 2006/2007 wird mit dem Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2005/2006 saldiert und auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Hauptversammlung der Fabasoft AG vom 26. Juni 2007 hat den Vorstand der Fabasoft AG ermächtigt, eigene Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Zi 4 AktG und/oder gemäß § 65 Abs. 1 Zi 8 AktG zu erwerben, wobei das Gesamtausmaß der erworbenen eigenen Aktien 10 % des jeweiligen Grundkapitals nicht überschreiten darf. Die Ermächtigung gilt für die Dauer von 18 Monaten ab Beschlussfassung. Ein Erwerb darf gemäß dieser Ermächtigung höchstens zum Dreifachen des Börsenschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26. Juni 2007 und mindestens zum Rechenwert von 1,00 EUR pro Aktie erfolgen.

Mit Vorstandsbeschluss vom 10. März 2008 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und das Aktienrückkaufprogramm gestartet. Beginn des Rückkaufprogrammes ist der 17. März 2008, die voraussichtliche Dauer ist bis 31. August 2008. Das beabsichtigte Volumen beträgt 100.000 auf Inhaber lautende Stückaktien der Fabasoft AG.

Per 31. März 2008 hält die Fabasoft AG 67.700 eigene Aktien, davon stammen 10.100 Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm und 57.600 Aktien aus der Auflösung der Fabasoft Privatstiftung.

Das Ziel des Konzerns beim verwalteten Kapital ist die Sicherung der Fähigkeit des Konzerns zur Unter nehmens fortführung, um für Erträge für die Aktionäre und Leistungen für andere Interessensgruppen zu sorgen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten zu erhalten.

Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder zu adjustieren, kann der Konzern den Betrag der an die Aktionäre zu bezahlenden Dividenden anpassen, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Aktiva verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.

Im Einklang mit der Branche überwacht der Konzern das Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote. Diese Quote errechnet sich durch die Division des Eigenkapitals durch das Gesamtkapital.

4.4. Langfristige Schulden

4.4.1. Rückstellungen für Abfertigungen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2007/2008 2006/2007
Abzinsungssatz 5,39 % 4,75 %
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 % 3,00 %

Generationentafel Pagler & Pagler - Angestellte

Der Abfertigungsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2007/2008 2006/2007
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen
Versorgungsansprüche (service cost) 66 39
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 32 24
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) 23 33
Einzahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 77 56
Auswirkung Abgeltungen 52 -11
Abfertigungsaufwand 250 141
Rückstellungen für Abfertigungen 2007/2008 2006/2007
Wert per 1.4. nach versicherungsmathematischer Berechnung 707 603
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen
Versorgungsansprüche (service cost) 66 39
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 32 24
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) 23 33
Geplante Auszahlungen an Mitarbeiter 0 19
Auszahlungen an Mitarbeiter -17 -11
Wert per 31.3. 811 707

Die Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgte nach der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method).

4.4.2. Rückstellungen für Pensionen

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2007/2008 2006/2007
Abzinsungssatz 5,76 % 4,75 %
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen (Nettoverzinsung) 2,75 % 2,75 %
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,00 % 2,00 %
Zukünftige Rentensteigerungen 0,50 % 0,50 %

Sterbetafeln: AVÖ-P 1999, Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung, Generationentafeln Angestellte

Der Pensionsaufwand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

2007/2008 2006/2007
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen
Versorgungsansprüche (service cost)
68 75
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 12 9
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -7 -11
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) 55 -32
Aufwendungen für Altersversorgung 128 41
Brutto-Pensionsverpflichtung 2007/2008 2006/2007
Wert per 1.4. 259 215
Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzu erworbenen
Versorgungsansprüche (service cost) 68 75
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 12 9
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -39 -40
Wert per 31.3. 300 259
Marktwert Planvermögen (funded) -359 -248
Effekt gemäß IAS 19.58 59 0
Planvermögen (funded) -300 -248
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.3. (unfunded) 0 11
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 0 11
Davon: Pensionsrückstellungen 0 11
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens 59 0
Marktwert Planvermögen 2007/2008 2006/2007
Wert per 1.4. 248 172
Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen 7 11
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -29 -8
Einzahlungen vom Arbeitgeber 133 73
Wert per 31.3. 359 248
Effekt gemäß IAS 19.58 -59 0
Wert per 31.3. 300 248

Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungsverträgen bei der Sparkassen Versicherung Aktiengesellschaft, Wien.

4.5. Kurzfristige Schulden

4.5.1. Liefer- und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Lieferverbindlichkeiten 954 1.099
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsaufträgen 241 285
Verbindlichkeiten aus Steuern 702 937
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 182 185
Sonstige Verbindlichkeiten 1.395 1.409
Gesamt 3.474 3.915

Die Buchwerte entsprechen annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

4.5.2. Ertragsteuerverbindlichkeit

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Steuern für das laufende Geschäftsjahr
Österreich 0 0
Ausland 0 176
Gesamt 0 176

4.5.3. Erlösabgrenzungen

Die Erlösabgrenzungen beinhalten vor allem abgegrenzte Erträge aus Software-Aktualisierungsvereinbarungen und Supportverträgen, die erst im Geschäftsjahr 2008/2009 ergebniswirksam werden.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur Segmentberichterstattung unter Anhangsangabe 7.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 1 8
Sonstige Erträge 18 201
Gesamt 19 209

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen und Investitionszuwachsprämien, die österreichische Gesellschaften erhalten haben, zusammen.

5.3. Personalaufwand

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Gehälter 9.769 9.339
Aufwendungen für Abfertigungen 250 141
Aufwendungen für Altersversorgung 128 41
Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsmodelle 0 18
Aufwendungen für gesetzliche Sozialabgaben 2.410 2.358
Sonstige Sozialaufwendungen 204 233
Gesamt 12.761 12.130

Die Aufwendungen für Altersversorgung betreffen die Aufwendungen aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionszusagen an den Vorstand.

Bei den Aufwendungen für Mitarbeiteroptionsmodelle handelt es sich um Aufwendungen aus der Bewertung der Mitarbeiteroptionsmodelle nach IFRS 2 (2004).

5.4. Aufwand für planmäßige Abschreibungen

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.959 1.887
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 58 88
Gesamt 2.017 1.975

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 98 59
Instandhaltung 189 180
Mieten einschließlich Betriebskosten 1.378 1.368
Kraftfahrzeug- und Leasingaufwendungen 579 523
Betriebsaufwendungen 2.146 2.071
Rechts- und Beratungsaufwand 667 559
Prüfungs-, Buchhaltungs- und Steuerberatungsaufwand 258 262
Investor Relations 79 76
Versicherungsprämien 159 157
Personalsuche 108 125
Nachrichtenaufwand 284 464
Aus- und Weiterbildung 542 315
Sonstiges 266 357
Verwaltungsaufwendungen 2.363 2.315
Markenregistrierungen 211 175
Reiseaufwand 834 1.116
Werbeaufwand 1.102 1.726
Sonstiges 63 262
Vertriebsaufwendungen 2.210 3.279
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.817 7.724

Um einen besseren Einblick in die Ertragslage des Konzerns zu gewährleisten, wurden im Berichtszeitraum Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr Erträge TEUR 57) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Finanzierungsaufwendungen umgegliedert. Die Angaben des Vergleichszeitraumes wurden entsprechend angepasst.

5.6. Finanzergebnis

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 753 623
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -400 -9
Gesamt 353 614

Um einen besseren Einblick in die Ertragslage des Konzerns zu gewährleisten, wurden im Berichtszeitraum Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr Erträge TEUR 57) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Finanzierungsaufwendungen umgegliedert. Die Angaben des Vergleichszeitraumes wurden entsprechend angepasst.

5.7. Ertragsteuern

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Österreich 17 47
Ausland -24 -217
Laufende Ertragsteuern -7 -170
Österreich 83 198
Ausland 401 -252
Latente Steuern 484 -54
Gesamt 477 -224

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Ergebnis vor Steuern 8 -279
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
GJ 2007/2008: 25 % (GJ Vorjahr: 25 %)
-2 70
Auswirkungen ausländischer Steuersätze -119 -27
Steuerfreie Erträge 76 90
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -68 -15
Wertberichtigung aktive latente Steuer 353 -381
Verwendung von nicht angesetzten temporären Differenzen
und steuerlichen Verlusten
188 20
Sonstige Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern -92 4
Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 141 15
Ausgewiesener Ertragsteuerertrag (+) bzw. -aufwand (-) 477 -224

6. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Kapitalflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

6.1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei der Berechnung wird vom Betriebsergebnis ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Netto-Mittelzu- bzw. -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit.

6.2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie die Zu- und Abflüsse aus dem Erwerb bzw. Abgang von Tochterunternehmen.

6.3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

6.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7. Segmentberichterstattung

7.1. Primäres Berichtsformat – Geografische Segmente

Das primäre Berichtsformat des Konzerns ist nach Regionen basierend auf dem Standort der Vermögenswerte aufgebaut.

Umsatz gesamt Umsatz mit externen Kunden Umsatz zwischen Segmenten
in TEUR 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007
Österreich 25.716 21.230 12.151 11.692 13.565 9.538
Übrige EU 6.337 7.197 6.221 6.065 116 1.132
Sonstige Länder 3.256 3.416 3.256 3.404 0 12
Konsolidierung -13.681 -10.682 0 0 0 0
21.628 21.161 21.628 21.161 13.681 10.682
Betriebsergebnis Jahresergebnis Vermögen
in TEUR 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007
Österreich 293 93 580 641 49.589 43.145
Übrige EU -274 -1.299 264 -1.528 4.094 8.064
Sonstige Länder -369 332 -375 328 3.537 2.841
Konsolidierung 5 -19 16 56 -25.450 -23.805
-345 -893 485 -503 31.770 30.245
Aufwand für
Schulden Investitionen planmäßige Abschreibungen
in TEUR 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007
Österreich 21.112 18.079 3.827 1.585 1.941 1.884
Übrige EU 2.870 7.123 6 251 62 80
Sonstige Länder 3.266 1.653 5 2 14 11
Konsolidierung -16.584 -17.096 -2.268 10 0 0
10.664 9.759 1.570 1.848 2.017 1.975

7.2. Sekundäres Berichtsformat – Geschäftsfelder

Das sekundäre Berichtsformat ist nach Geschäftsfeldern aufgebaut und zwar getrennt nach E-Government-Kunden und Kunden im Non-Government-Bereich.

in TEUR Umsatz Vermögen Investitionen
31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2007
E-Government 16.987 16.090 24.953 22.997 1.233 1.405
Non-Government 4.641 5.071 6.817 7.248 337 443
21.628 21.161 31.770 30.245 1.570 1.848

8. Sonstige Angaben

8.1. Ergebnis je Aktie

8.1.1. Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Jahresergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

2007/2008 2006/2007
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 509 -420
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 9.458.958 9.464.600
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,05 -0,04

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie zum 31. März 2008 wird auf Basis des gewogenen Durchschnitts des gezeichneten Kapitals in der Berichtsperiode berechnet.

8.1.2. Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um Optionsrechte erhöht wird. Berücksichtigt werden nur jene Optionsrechte, die nicht durch Aktien gedeckt sind, die zur Bedienung der Mitarbeiteroptionsmodelle in der Fabasoft Privatstiftung gehalten werden.

2007/2008 2006/2007
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR) 509 -420
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien inkl. Optionsrechte (in Stück) 9.458.958 9.464.600
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR/Stück) 0,05 -0,04

8.2. Mitarbeiteroptionen

Aufgrund des Vorstandsbeschlusses vom 22. Dezember 2003 wurde einem festgelegten Kreis von Mitarbeiter/ innen folgendes Recht eingeräumt: Ab dem vollendeten 12. Monat, gerechnet ab dem 15. des Folgemonats, der dem Begebungszeitpunkt unmittelbar folgt, ist der Mitarbeiter bedingungsgemäß berechtigt, in Zeitintervallen von jeweils 6 Monaten (wobei der erste Zeitintervall von 6 Monaten mit Vollendung des 6. bzw. 12. Monats, gerechnet ab dem 15. des Folgemonats, der dem Begebungszeitpunkt unmittelbar folgt, vollendet ist) in Ausübungsschritten von jeweils 20 % des gesamten Optionsrechtes, die Optionen auszuüben.

Die Abwicklung der Mitarbeiteroptionsmodelle erfolgte ausschließlich über die für diesen Zweck errichtete Fabasoft Privatstiftung. Die Aktien für die Bedienung der Optionsmodelle wurden in der Fabasoft Privatstiftung gehalten. Das Optionsmodell V ist per 30. September 2007 ausgelaufen. Die Fabasoft Privatstiftung wurde mit Beschluss vom 20. März 2008 widerrufen.

Optionenmodell Zuteilungszeitpunkt Ausübungskurs Anzahl der Optionen
V 22.12.2003 EUR 2,00 148.500

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionsmodell V 2007/2008 2006/2007
Zum 1. April 31.600 69.200
Ausgegeben 0 0
Verfallen -5.400 -4.000
Ausgeübt -26.200 -33.600
Zum 31. März 0 31.600

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung der in der Berichtsperiode ausgeübten Optionen beträgt für April 2007 bis März 2008 EUR 3,95 (Vorjahr EUR 4,88). Die Einzahlungen von Mitarbeiter/-innen aus diesen Optionsrechten betrugen im Geschäftsjahr 2007/2008 TEUR 54 (Vorjahr TEUR 67).

Die Regelungen aus IFRS 2 gelten für Aktienoptionen, die nach dem 7. November 2002 gewährt und zum 1.1.2005 noch nicht ausübbar waren. Betroffen von der Regelung ist somit nur das Optionsmodell V.

Die Optionen aus Modell V wurden bereits im Dezember 2003 gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Bewertungmodells bestimmt. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienpreis am Tag der Gewährung (EUR 3,33), der oben angegebene Ausübungspreis, die oben angegebene Optionslaufzeit und der risikofreie Zinssatz für die jeweilige Laufzeit zum Zeitpunkt der Optionsgewährung (2,20 % bis 2,90 %). Die Volatilität gemessen an der Standardabweichung der erwarteten Aktienkursrenditen basiert auf statistischen Analysen der täglichen Aktienkurse zum Zeitpunkt der Optionsgewährung (57,94 %).

Im Berichtszeitraum ist kein Personalaufwand für Mitarbeiteroptionen (Vorjahr TEUR 18) berücksichtigt.

8.3. Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2007/2008 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.374 (Vorjahr TEUR 7.400) getätigt, die vor allem in Personalaufwendungen und Abschreibungen für Investitionen ihren Niederschlag finden.

8.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aufgrund von operativen Leasingverträgen und Mietverträgen betragen:

in TEUR 31.03.2008 31.03.2007
Bis zu einem Jahr 1.048 1.082
Zwischen ein und fünf Jahre 2.789 2.884
Gesamt 3.837 3.966

Der Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2007/2008 betrug TEUR 1.207 (Vorjahr TEUR 1.155).

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in Großbritannien von einer Repräsentanz vor Ort aus wurde beendet. Damit im Zusammenhang stehen die Auflösungen des Mietvertrages für den Standort Bristol, Großbritannien und der Kfz-Leasingverträge.

8.5. Angaben über nahestehende Personen und Arbeitnehmer/-innen

8.5.1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer/-innen

2007/2008 2006/2007
Angestellte 197 219

8.5.2. Gliederung der Aufwendungen für Abfertigungen

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte 116 53
Andere Arbeitnehmer/-innen 134 88
Gesamt 250 141

8.5.3. Gliederung der Aufwendungen für Altersversorgung

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Mitglieder des Vorstandes 128 41

8.5.4. Vorstände der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz Leopold Bauernfeind, St. Peter in der Au

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der Fabasoft AG betrugen im Geschäftsjahr 2007/2008 TEUR 661 (Vorjahr TEUR 917).

8.5.5. Aufsichtsräte der Fabasoft AG

Dr. Rainer Rustemeyer, Pregarten (Aufsichtsratsvorsitzender) Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz Dr. Alexander Luschin, Wien Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser, Wien

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2007/2008 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Dem Prüfungsausschuss der Fabasoft AG gehören folgende Aufsichtsratsmitlieder an:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr, Linz (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) Dr. Rainer Rustemeyer, Pregarten (Finanzexperte) Dr. Alexander Luschin, Wien

8.5.6. Aktienbesitz der Organe

Anzahl der Aktien oder Rechte auf den Bezug solcher Aktien, die von einzelnen Organmitgliedern zum Bilanzstichtag selbst gehalten werden:

Anzahl
der Aktien
Anzahl
der Bezugsrechte
Anzahl
der Aktien
Anzahl
der Bezugsrechte
per 31. März 2008 per 31. März 2007
Leopold Bauernfeind 0 0 0 3.900
Dipl.-Ing. Helmut Fallmann 0 0 0 3.900
Dr. Rainer Rustemeyer 2.700 0 2.700 0
2.700 0 2.700 7.800

Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder besitzen keine Aktien und Bezugsrechte.

8.5.7. Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung, Linz, Mehrheitsaktionär der Fabasoft AG

Mag. Birgit Fallmann, Gattin von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Angestellte der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Daniel Fallmann, Bruder von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, geschäftsführender Gesellschafter der Mindbreeze Software GmbH

Monika Bauernfeind, Schwester von Leopold Bauernfeind, Angestellte der Fabasoft International Services GmbH

8.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. März 2008 traten für den vorliegenden Konzernabschluss keine wesentlichen Ereignisse ein.

8.7. Freigabe Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 26. Mai 2008 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

Linz, am 16. Mai 2008

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

und des Fabasoft Konzerns Lagebericht der Fabasoft AG

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine jeweils spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a) Geschäftsverlauf in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierten sich die Direktgeschäfts-Aktivitäten im Fabasoft Konzern vorwiegend auf Kunden der Öffentlichen Verwaltungen in den deutschsprachigen Ländern. In diesem Zielsegment wurden sowohl laufendes Projektgeschäft und Lizenz-Zusatz-Geschäft mit Bestandskunden getätigt als auch Neugeschäft im Wege gewonnener öffentlicher Ausschreibungen akquiriert.

Ein besonderer Fokus wurde dabei auf die Aktivitäten in Deutschland gelegt, was auch zu einer erfreulichen Entwicklung hinsichtlich Umsatz und Profitabilität in dieser Region beigetragen hat.

Die mehrjährig wenig erfolgreichen Direktvertriebs-Bemühungen in Großbritannien wurden aus Kostengründen eingestellt, der Personalbestand im Büro Bristol wurde abgebaut.

Im neuen Segment des indirekten Vertriebs mit Schwerpunkt auf Kunden außerhalb des öffentlichen Sektors wurden die internen Organisationen für Partnerbetreuung und Marketing ausgebaut und Ausbildungsprogramme für Partner aufgesetzt. Über den deutschsprachigen Raum hinaus konnten in der Folge neue Vertriebspartner gewonnen werden, mit denen auch gemeinsame Vertriebsaktivitäten durchgeführt wurden.

Ergänzend dazu wurden speziell die Produkte Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und Fabasoft Operations Manager im Rahmen internationaler Messen und Veranstaltungen präsentiert und demonstriert. Besonders über die USA-Präsenz (Fabasoft Corporation) wurden diese Produkte darüber hinaus bei potenziellen Kooperationspartnern und Industrie-Analysten positioniert.

Die Innovationsdynamik bei der Produktentwicklung im Konzern spiegelt sich in den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen für Forschung und Entwicklung in der Höhe von TEUR 7.374 (Vorjahr: TEUR 7.400) wider. Damit liegt die Forschungsquote mit ca. 34 % (Vorjahr: 35 %) des Konzernumsatzes wiederum bei einem im Industrievergleich sehr hohen Wert.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 10. März 2008 von der Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien, die ihm in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 gewährt wurde, Gebrauch zu machen. Die voraussichtliche Dauer des Rückkaufprogramms ist mit 17. März 2008 bis 31. August 2008 festgelegt. Bis zum Bilanzstichtag (31. März 2008) wurden 10.100 Stück Aktien zurückgekauft.

b) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Umsatzerlöse 2.739 2.867
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.074 -1.294
EBIT -1.918 -1.956
EBITDA -233 -277
Jahresergebnis 3.773 -1.340
Eigenkapital 24.752 20.980
Eigenkapitalquote 91 % 94 %
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.190 3.340
Endbestand an liquiden Mittel 12.237 10.682
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 5 5

Das Jahresergebnis der Fabasoft AG wurde durch die Abschreibung der Beteiligungen an der Fabasoft Limited in Höhe von TEUR 270 und der Fabasoft Italia S.r.l. in der Höhe von TEUR 60 belastet und durch die Zuschreibung der Beteiligung an der Fabasoft D Software GmbH in der Höhe von TEUR 1.000 und der Beteiligung an der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 646 erhöht. Darüber hinaus sind im Finanzergebnis Gewinnausschüttungen aus der Fabasoft CH Software AG in der Höhe von TEUR 632, der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 2.332 und der Fabasoft R&D GmbH in der Höhe von TEUR 290 enthalten. Diese Posten sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Umsatzerlöse 21.628 21.161
Ergebnis vor Ertragsteuern 8 -279
EBIT -345 -893
EBITDA 1.672 1.082
Jahresergebnis 485 -503
Eigenkapital 21.106 20.486
Eigenkapitalquote 66 % 68 %
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 2.625 940
Endbestand an liquiden Mittel 21.315 20.398
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 200 207

Um einen besseren Einblick in die Ertragslage des Konzerns zu gewährleisten, wurden im Berichtszeitraum Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung in der Höhe von TEUR 400 (Erträge TEUR 57 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Finanzaufwendungen umgegliedert. Die Angaben des Vergleichszeitraums wurden entsprechend angepasst.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Zu den Unternehmensgrundsätzen des Fabasoft Konzerns zählen neben der permanenten Aus- und Weiterbildung und einer aktiven Mitarbeiterkommunikation auch der nachhaltige Umgang im Verbrauch von Ressourcen.

Verwendung von FSC-Papier im Konzern

Im abgelaufen Geschäftsjahr 2007/2008 erfolgte die Umstellung auf FSC (Forest Stewardship Council) Papier. Im Zuge dessen wurde die Zusammenarbeit mit FSC zertifizierten Betrieben aus der lokalen Umgebung forciert. Seit dem dritten Geschäftsjahresquartal 2007/2008 werden die Unternehmens-Drucksorten auf FSC-Papier produziert.

Der FSC-Standard legt fest, welche ökologischen und sozialen Minimumstandards bei der Bewirtschaftung von Wäldern eingehalten werden müssen. Die FSC-Kennzeichnung dient zur Erkennung von Papieren aus einer verantwortungsvollen und überprüften Waldbewirtschaftung (www.fsc.org).

Effiziente Energienutzung im Rechenzentrum ("Green IT")

Im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes wurde speziell in den Fabasoft Rechenzentren am Standort Linz die Anschaffung und die Inbetriebnahme besonders energieeffizienter Komponenten voran getrie ben. Damit einher ging auch eine Konsolidierung interner IT-Systeme.

Verstärkter Einsatz von Videokonferenzen im Konzern

Eine Reihe von regelmäßigen und anlassbezogenen Meetings von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Lokationen beispielsweise zum Zwecke interner Abstimmung oder Berichterstattung wurde im Geschäftsjahr 2007/2008 über Videokonferenzen abgehalten. Dadurch konnten die Reisetätigkeiten teilweise erheblich reduziert werden.

Professioneller Einstieg in das Unternehmen

Aus rund 1.600 Bewerbungen wählte der Fabasoft Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 die qualifiziertesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Die "Fabasoft Academy" steht für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Beginn einer Karriere bei Fabasoft. In der Basisausbildung erhalten die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundlegende Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen sowie zu den Organisationsabläufen im Fabasoft Konzern.

Lebenslanges Lernen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit spezielle Ausbildungen passend zu ihrem Tätigkeitsbereich nach der Basisausbildung zu absolvieren. Das Ausbildungsspektrum reicht von Qualifizierungen im Microsoft-Windows und Linux Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit bis hin zu Sprachausbildungen.

Als eine Grundlage der professionellen Durchführung und Betreuung von Kundenprojekten absolvieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM) gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 haben zehn weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die nachgewiesene Qualifikation ist international anerkannt und steht für Projektmanagement auf professionellem Niveau.

Für Führungskräfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Leadership Competence Trainings angeboten. In drei aufeinander aufbauenden Modulen erhielten die Führungskräfte eine umfassende Ausbildung zu den Themen Führungskompetenz, Kommunikation und Persönlichkeitskompetenz.

Innerbetriebliche Kommunikation

In den regelmäßig abgehaltenen "Friday Morning Speeches" informieren die Führungskräfte des Fabasoft Konzerns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über aktuelle Schwerpunktthemen. Mitarbeite rinnen und Mitarbeiter in den Tochterunternehmen können diese Vorträge über Videoverbindung live mitverfolgen oder zeitversetzt elektronisch abrufen.

Open-Source-Community

Dem besonders im öffentlichen Sektor wahrgenommenen Markttrend hin zu Open Source Plattformen entsprechend, widmete Fabasoft diesem Bereich besonderes Augenmerk. Die im Konzern dafür zuständige Einheit, die Fabalabs Software GmbH, entwickelte und erweiterte die Produktfunktionalitäten von Open-Source-Produkten und stellte diese auch wieder der Community zur Verfügung.

c) Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31. März 2008):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabalabs Software GmbH 100 % Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55 % Österreich Linz
Fabasoft Institute of Technology GmbH 100 % Österreich Linz
appl.strudl Software GmbH 100 % Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft D Software GmbH 100 % Deutschland Frankfurt am Main Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100 % Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100 % Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100 % Italien Rom
Fabasoft Romania S.R.L. – in Liquidation 80 % Rumänien Bukarest

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31. März 2008):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100 % USA Beverly

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum

Arbeitsgemeinschaft Fabasoft

Die Arbeitsgemeinschaft Fabasoft, Frankfurt am Main, Deutschland wurde mit Beschluss vom 18. Mai 2007 aufgelöst. Die verbleibenden Aufträge wurden von der Fabasoft D Software GmbH übernommen.

Gründung der Fabasoft Distribution GmbH

Am 30. Mai 2007 gründete die Fabasoft AG die Fabasoft Distribution GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Umgründung der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft R&D Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft R&D Software GmbH in Fabasoft R&D GmbH geändert.

Umgründung der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft AT Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft AT Software GmbH in Fabasoft Austria GmbH geändert.

Umgründung der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 15. Oktober 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft Intl. Software GmbH eingebracht. Mit Vertrag vom 15. Oktober 2007 wurde die Fabasoft Intl. Software GmbH auf die Fabasoft Austria GmbH verschmolzen.

Gründung der appl.strudl Software GmbH

Am 21. Dezember 2007 gründete die Fabasoft AG die appl.strudl Software GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Fabasoft CH Software AG

Mit Abtretungserklärung vom 12. Februar 2008 hat Dr. Luka R. Müller-Studer den fiduzarisch gehaltenen 0,1 %-Anteil an der Fabasoft CH Software AG an die Fabasoft AG abgetreten.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt.

d) Angaben nach § 243a UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 9.464.600 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: > 55 % der Stückaktien.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27.6.2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28.3.2012 um bis zu € 4.732.300,00 auf bis zu € 14.196.900,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 18 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börsenschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26.06.2007 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Der Vorstandsbeschluss sowie das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung zum Erwerb

eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG, für die Dauer von 18 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börsenschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26.06.2007 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zB Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 65 AktG erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Der Vorstandsbeschluss sowie das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen, werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft aufgrund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahme ange botes.

e) Ereignisse von besonderer Bedeutung der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a) Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit im Ergebnis auch für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Resultierend aus einer wiederum intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht und Entwicklungsarbeiten für neue Produkte geleistet. Daraus ergeben sich Chancen sowohl für Zusatzgeschäft im Stamm kunden segment – rund um das Standard-Produkt Fabasoft eGov-Suite – als auch für Neugeschäft, insbesondere über zu erschließende, partnerorientierte Vertriebswege. Besonders zu nennen sind in diesem Zusammenhang Fabasoft Folio, das Produkt für Content Governance, die Entwicklungsumgebung Fabasoft DUCX, die Innovationen der Firma Mindbreeze Software GmbH im Enterprise

Search und Website Search Bereich und die Innovationen der neugegründeten Firma appl.strudl Software GmbH für Application Service Level Management.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrunde liegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft Windows Plattform als auch auf Basis von Open Source Plattformen anzubieten. Besonders im Markt der öffentlichen Auftraggeber im deutschsprachigen Raum ergeben sich aus dieser Offenheit interessante Anknüpfungspunkte für Geschäfte. Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Software-Produktentwicklung. Dadurch sollen sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungs-Partner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Neue Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, und in ausgewählten weiteren Ländern sollen über ein neu konzipiertes Partnerprogramm Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Eine verstärkte indirekte Komponente in der Vertriebsstruktur soll das Software-Lizenzgeschäft fördern. Diese "zweite Säule" des Vertriebes von Produkten aus dem Fabasoft Konzern könnte mittelfristig auch die starke Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Präsenz in den USA

Mit der Gründung der Fabasoft Corporation Ende 2006 ist der Fabasoft Konzern auch in Nordamerika mit einem Tochterunternehmen vertreten. Der Einstieg in diesen hochkompetitiven Markt gestaltet sich einerseits sehr schwierig, zeitaufwändig und teuer, andererseits kann die USA-Präsenz auch neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Des Weiteren ist die USA-Präsenz des Fabasoft Konzerns in vielen Fällen Voraussetzung für die Wahrnehmung der Produkte durch maßgebliche Medien und Industrie-Analysten.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Positive Indikationen zu neuen Ausschreibungs- und Vergabevorhaben des öffentlichen Sektors im deutschsprachigen Raum geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus, dass auch im öffentlichen Sektor weiterhin interessante Projektchancen entstehen werden. Einen vielversprechenden Impuls für neue Projekte im E-Government könnte die Europäische Dienstleistungsrichtlinie ("Bolkestein-Richtlinie") darstellen, welche von den Mitgliedsstaaten der EU bis Ende 2009 in nationales Recht umzusetzen ist. Diese Richtlinie hat den Abbau von bürokratischen Hindernissen und zwischenstaatlichen Hemmnissen sowie die Förderung des grenzüberschreitenden Handels mit Dienstleistungen zum Ziel und umfasst auch Regelungen für die elektronische Verfahrensabwicklung.

b) Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit im Ergebnis auch für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Government Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Wesentliche Veränderungen in diesem Zielsegment wie zum Beispiel Änderungen der Budgetierungs- oder Vergabepraxis sowie das Aufkommen neuer oder bestehender Mitbewerber können einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft der betroffenen Fabasoft Gesellschaften und damit für den Konzern und die Fabasoft AG besitzen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestands kunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen insbesondere mit den Produktschienen Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und appl.strudl Software-Telemetry® neue Segmente außerhalb der Öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus über ein partnerorientiertes Vertriebsmodell erschlossen werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strate gi schen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie inner betriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen schrittweise ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Marktkenntnis und Bekanntheit als im angestammten Markt, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikationsund Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster positiver Reaktionen bei Pilot-Partnern und Pilot-Kunden können die endgültige Resonanz und die im Markt erzielbaren Preise aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Insbesondere wird die Kombination aus neuen Märkten (USA, Italien etc.), neuem Geschäftsmodell (indirekt) und neuen Produkten (Fabasoft Folio etc.) eine besondere Herausforderung auch hinsichtlich der erforderlichen Marketing- und Support-Investitionen für einen solchen Markteintritt darstellen.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen dem gegenüber insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang – und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback – für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im indirekten Geschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, eigene Marken wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatz geschäft zu akquirieren. Allgemein kann Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern – beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden – und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Fabasoft hat intern organisatorische Vorkehrungen ergriffen, um die Direktvertriebs- und die Partnerorganisation voneinander personell weitgehend zu trennen. Ein eigenes Partnermarketing sowie eine dedizierte technische Betreuung der Partner sollen zu deren Erfolg in den einzelnen Geschäftsfeldern beitragen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft-Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, insbesondere auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Des Weiteren ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeit oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Software-Fehlern, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und insbesondere Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Solche Fehler können sich nicht zuletzt negativ auf Kunden zufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrunde liegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft DUCXtest – wird auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen – sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Des Weiteren würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Für den Bereich der Fabasoft Produktentwicklung wurde im Berichtszeitraum eine neue Methodologie für agile Produktentwicklung eingeführt ("SCRUM-Methodik"). Mit dieser Maßnahme sollen insbesondere die "Time to Market"-Zeiten bei Produktinnovationen verkürzt und die Kommunikationsflüsse im Entwicklungsprozess optimiert werden.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge bei dem Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen.

Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches auch ausgehend von Praxiserfahrungen weiterentwickelt wird. Ebenso wurde im Berichtszeitraum die interne Projektmanagement-Ausbildung nach IPMA im Konzern aktualisiert und den Praxiserfordernissen aus den Projekterfahrungen weiter angepasst.

Die Implementierung umfangreicher Software-Projekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen kann.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teueren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist europaweite Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben

diese Auftraggeber häufig harte Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.) oft ohne Ver handlungs möglichkeiten vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt des Weiteren auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen, und damit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen des öffentlichen Sektors besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere im Segment des Enterprise Content Managements, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Des Weiteren ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Software-Hersteller, teilweise mit neuen Produkten, in diesem Segment zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann.

Personalrisiken

Aufgrund einer anhaltend starken Konjunktur und guten Auftragslage im IT-Sektor allgemein verbunden mit einem Mangel an verfügbaren IT-Fachkräften sind die Gehaltsniveaus für ausgezeichnete IT-Fachleute in jenen Ländern, wo Fabasoft solches Personal beschäftigt, gestiegen. Dies ergibt verbunden mit sinkenden Dienstleistungspreisen insbesondere im öffentlichen Sektor ein Risikoszenario für die zukünftige Profitabilität. Des Weiteren wird ein Risiko für die neu entstehenden Geschäftsfelder des Fabasoft Konzerns in der Schwierigkeit gesehen, hochqualifizierte Management Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche im ausreichenden Umfang zu finden und an das Unternehmen zu binden.

Würde eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzer Abfolge verlassen, und könnten diese nicht kurzfristig ersetzt werden, so hätte dies eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen. Dies würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebstätigkeiten, Entwicklungstätigkeiten, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sein.

Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen, eine vollständige Eliminierung aller Risikofaktoren ist aber nicht möglich.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen ist im Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern verhältnismäßig gering, im angestrebten Partnergeschäft wird eine marktübliche Entwicklung erwartet. Das Zinsänderungs risiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wert papiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Fabasoft-Konzerns einerseits auf die Weiterentwicklung der Standardprodukte Fabasoft eGov-Suite, Fabasoft iArchive und Fabasoft Operations Manager zur Version 7.0 bzw. 2007, von Mindbreeze Enterprise Search zur Version 3.0 sowie auf die abschließenden Arbeiten für die Markteinführung der Produkte Fabasoft Folio 2007 und Fabasoft DUCX 2007. Im Juli 2007 wurde der Release Candidate 1 und im September 2007 der Release Candidate 2 veröffentlicht.

Die neue Content Governance Software Fabasoft Folio 2007 ermöglicht großen Organisationen ein wirtschaftliches Management ihrer Geschäftsdaten und -prozesse über deren gesamten Lebenszyklus. Durch das durchgängig objektorientierte Design dieses Produktes und die in die Entwicklung eingeflossene langjährige Projekterfahrung von Fabasoft im Großkundenbereich eignet sich Fabasoft Folio 2007 insbesondere für eine höchst effiziente und damit wirtschaftliche Projektumsetzung durch Vertriebsund Projektpartner der Fabasoft.

Mit Fabasoft DUCX 2007 bietet Fabasoft ihren Kunden und Partnern sowie den Fabasoft Dienstleistungs organisationen und der Fabasoft Produktentwicklung selbst eine integrierte Entwicklungsumgebung für die Fabasoft eGov-Suite und für Fabasoft Folio 2007 auf Basis von Microsoft Visual Studio und Eclipse. Neben der Programmierung in C# und Java sowie in anwendungsspezifischen Sprachen (DSL, Domain Specific Languages) umfasst Fabasoft DUCX 2007 den gesamten Entwicklungszyklus von der Spezifikation und Modellierung einer Software-Lösung über die Umsetzung, die Dokumentation und die automatischen Tests auf Basis von Use-Cases. Damit eignet sich Fabasoft DUCX 2007 hervorragend für die Entwicklung von vertikalen, Content-basierten Fachanwendungen (Content Enabled Vertical Applications).

Im Oktober 2007 erfolgte die Auslieferung der für den Produktionseinsatz freigegebenen Produktversionen. Des Weiteren wurde Fabasoft DUCX 2007 als Preview-Version ausgewählten Partnern zur Verfügung gestellt. Der ab Dezember 2007 verfügbare Service Pack 1 rundete die Produktentwicklung mit Optimierungen im Bereich der Usability, wichtigen Erweiterungen für Großkunden-Projekte und Anpassungen an aktuelle technische Entwicklungen ab.

Teilweise parallel dazu startete in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraumes die Intensivphase der Produktentwicklung für die nächste Version der Fabasoft Softwareprodukte.

Mit Ende 2007 bzw. Anfang 2008 wurde im Bereich Software-Entwicklung die Methodik der "agilen Software-Entwicklung" (SCRUM) zur schnellen und effizienten Realisierung von Software-Produkt-Releases als Arbeitsweise eingeführt. Durch diese Maßnahme sollen künftig Durchlaufzeiten und Kosten in der Entwicklung eingespart, sowie Kommunikationsflüsse und interne Abstimmungsprozesse beschleunigt werden.

Linz, 16. Mai 2008

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom Inter national Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, den 16. Mai 2008

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung, bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bilanz der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2008

AKTIVA in EUR 31.03.2008 31.03.2007
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.718,35 44.611,18
II. Sachanlagen 1.960.151,11 2.236.402,82
III. Finanzanlagen 7.480.963,18 5.104.228,75
9.485.832,64 7.385.242,75
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 24.301,85
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.179.529,56 4.056.419,00
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 73.435,44 28.768,27
5.252.965,00 4.109.489,12
II. Guthaben bei Kreditinstituten 12.237.208,87 10.682.421,62
17.490.173,87 14.791.910,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 105.990,12 100.135,27
27.081.996,63 22.277.288,76
PASSIVA in EUR 31.03.2008 31.03.2007
A. EIGENKAPITAL
I. Grundkapital 9.464.600,00 9.464.600,00
II. Gebundene Kapitalrücklagen 10.758.686,42 10.758.686,42
III. Gewinnrücklagen
Rücklage für eigene Anteile
201.801,84 0,00
IV. Bilanzgewinn 4.327.084,29 756.159,01
(davon Gewinnvortrag EUR 756.159,01; Vorjahr: TEUR 2.096)
24.752.172,55 20.979.445,43
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen 403.200,00 332.800,00
2. Rückstellungen für Pensionen 333.000,00 259.600,00
3. Steuerrückstellungen 39.000,00 69.100,00
4. Sonstige Rückstellungen 196.740,00 234.680,00
971.940,00 896.180,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 299.104,09 204.331,18
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 686.682,03 121.335,19
3. Sonstige Verbindlichkeiten 372.097,96 75.996,96
(davon aus Steuern EUR 358.949,39; Vorjahr: TEUR 68)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
EUR 4.076,26; Vorjahr: TEUR 6)
1.357.884,08 401.663,33
27.081.996,63 22.277.288,76

für den Zeitraum vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 Gewinn- und Verlustrechnung der Fabasoft AG, Linz,

in EUR 2007/2008 2006/2007
1. Umsatzerlöse 2.738.554,87 2.867.268,00
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 500,00 10.624,96
b) Übrige 456.818,64 188.846,97
457.318,64 199.471,93
3. Personalaufwand
a) Gehälter -720.122,11 -691.616,63
b) Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -70.507,34 -62.302,10
c) Aufwendungen für Altersversorgung -212.306,94 -99.770,31
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -98.969,38 -111.884,36
e) Sonstige Sozialaufwendungen -618,00 -7.157,04
-1.102.523,77 -972.730,44
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.685.187,01 -1.679.220,51
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -11.524,31 -2.972,57
b) Übrige -2.314.638,82 -2.367.523,13
-2.326.163,13 -2.370.495,70
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -1.918.000,40 -1.955.706,72
7. Erträge aus Beteiligungen 3.254.146,38 3.411.381,59
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.254.146,38; Vorjahr: TEUR 3.411)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 5.833,80 4.626,67
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 435.604,65 263.106,19
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 0)
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 1.645.798,82 0,00
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen -349.148,71 -3.017.299,36
(davon Abschreibungen EUR 349.148,71; Vorjahr: TEUR 2.565)
(davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 330.000,00; Vorjahr: TEUR 3.013)
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) 4.992.234,94 661.815,09
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.074.234,54 -1.293.891,63
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 698.492,58 -45.818,60
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3.772.727,12 -1.339.710,23
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (Rücklage für eigene Anteile) -201.801,84 0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 756.159,01 2.095.869,24
18. Bilanzgewinn 4.327.084,29 756.159,01

für das Geschäftsjahr 2007/2008 Anhang der Fabasoft AG, Linz,

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei Beträgen ohne Währungsangabe handelt es sich ausschließlich um Eurobeträge.

Im Veranlagungsjahr 2008 bilden die Fabasoft AG als Gruppenträger und folgende Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG: (1) Fabasoft International Services GmbH, Linz, (2) Fabasoft Distribution GmbH, Linz, (3) Fabasoft R&D GmbH (vormals Fabasoft R&D Software GmbH), Linz, (4) Fabasoft Austria GmbH (vormals Fabasoft AT Software GmbH), Linz, (5) Fabalabs Software GmbH, Linz (6) Fabasoft Institute of Technology GmbH, Linz, (7) Mindbreeze Software GmbH, Linz, (8) appl.strudl Software GmbH, Linz, (9) Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien, und (10) Fabasoft Corporation, Beverly, USA.

Die positive bzw. negative Steuerumlage beträgt bei inländischen Gruppenmitgliedern 25 % des zugerechneten Einkommens. Die Steuerumlagen werden bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Sind bei Beendigung der Unternehmensgruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Unternehmensgruppe nach Ablauf der Mindestdauer gemäß § 9 Abs. 10 1. Teilstrich KStG negative Einkommen des Gruppenmitgliedes, welche dem Gruppenträger bereits zugerechnet wurden, noch nicht mit Steuerumlagen verrechnet worden, so hat ein Schlussausgleich in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung, die das Gruppenmitglied voraussichtlich durch Verwertung dieses rechtlichen Verlustvortrages erzielen würde, zu erfolgen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Eröffnungsbilanz entspricht der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für immaterielle Vermögensgegenstände mit 2 bis 5 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 5 bis 10 Jahren angenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegendem Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Das Wahlrecht, die Aktivierung von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB zu unterlassen, wurde in Anspruch genommen.

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grund sätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,39 % und eines Pensionseintrittsalters, welches sich aus dem Minimum aus dem Pensionsalter gemäß ASVG und dem vorzeitigen Pensionsalter wegen langer Versicherungsdauer ergibt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3 % angesetzt.

Die Berechnung erfolgte nach der sogenannten Project-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß den Richtlinien der International Financial Reporting Standards.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,75 % berechnet. Der Berechnung liegen die AVÖ 1999-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung und die "Pagler & Pagler Generationentafeln Angestellte" zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vorsichtiger unternehmensrechtlicher Beurteilung erforderlichen Höhe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Beteiligungsspiegel (§ 238 Z 2 UGB)

Buchwert der Eigenkapital
Beteiligung Nominale buchmäßig Jahresüber-
31.3.2008 in % gesamt gesamt schuss/-fehlbetrag
Fabalabs Software GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 45.026,76 EUR 828,30
Fabasoft Austria GmbH, Linz 2.328.602,61 100,00 EUR 800.000,00 EUR 1.001.607,52 EUR 2.325.593,03
Fabasoft CH Software AG,
Bern, Schweiz 462.784,49 100,00 CHF 100.000,00 CHF 1.099.307,72 CHF 124.929,67
Fabasoft D Software GmbH,
Frankfurt/Main, Deutschland 3.282.573,66 100,00 EUR 51.640,48 EUR 753.557,11 EUR 445.020,95
Fabasoft Institute of Technology
GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 35.722,99 EUR 690,72
Fabasoft International Services
GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 70.073,48 EUR 22.868,50
Fabasoft Italia S.r.l., Rom, Italien 75.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 72.439,92 EUR 17.925,83
Fabasoft Limited,
London, Großbritannien 0,00 100,00 GBP 510.000,00 -GBP 242.007,67 -GBP 388.021,66
Fabasoft R&D GmbH, Linz 435.500,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 455.567,33 EUR 290.023,50
Fabasoft Romania S.R.L.,
Bukarest, Rumänien 0,00 79,80 RON 122.500,00 RON 9.440,61 -RON 289,06
Fabasoft Distribution GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 -EUR 169.490,35 -EUR 204.409,35
appl.strudl Software GmbH, Linz 35.000,00 100,00 EUR 35.000,00 EUR 25.937,09 -EUR 9.062,91
Mindbreeze Software GmbH, Linz 38.500,00 55,00 EUR 70.000,00 -EUR 165.729,70 -EUR 194.490,56
6.797.960,76

Am 30. Mai 2007 gründete die Fabasoft AG, Linz, die Fabasoft Distribution GmbH, Linz. Die Fabasoft AG, Linz, hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens. Am 21. Dezember 2007 gründete die Fabasoft AG, Linz, die appl.strudl Software GmbH, Linz. Die Fabasoft AG, Linz, hält 100 % des Stamm kapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG, Linz, ihren Kommanditanteil an der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG, Linz, rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft R&D Software GmbH, Linz, eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft R&D Software GmbH in Fabasoft R&D GmbH geändert.

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG, Linz, ihren Kommanditanteil an der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG, Linz, rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft AT Software GmbH, Linz, eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft AT Software GmbH, Linz, in Fabasoft Austria GmbH geändert.

Mit Einbringungsvertrag vom 15. Oktober 2007 hat die Fabasoft AG, Linz, ihren Kommanditanteil an der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG, Linz, rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft Intl. Software GmbH, Linz, eingebracht. Mit Vertrag vom 15. Oktober 2007 wurde die Fabasoft Intl. Software GmbH, Linz, auf die Fabasoft Austria GmbH, Linz, verschmolzen.

Der Beteiligungsansatz an der Fabasoft Austria GmbH, Linz, hat sich im Zuge der Umgründung wie folgt entwickelt:

EUR
Beteiligungsansatz Fabasoft AT Software GmbH & Co KG, Linz 896.606,35
Beteiligungsansatz Fabasoft AT Software GmbH, Linz 35.000,00
aus dem Jahresgewinn durchgeführte Einlage der AG*) 681.196,26
Beteiligungsansatz Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG, Linz 35.001,18
Beteiligungsansatz Fabasoft Intl. Software GmbH, Linz 35.000,00
Zuschreibung Beteiligungsansatz Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG, Linz**) 645.798,82
2.328.602,61

*) Vom unternehmensrechtlichen Vorjahresgewinn der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG, Linz, in Höhe von TEUR 2.281 wurden TEUR 1.600 entnommen (Barentnahme gemäß § 16/5/1 UmgrStG). Der Restbetrag in Höhe von TEUR 681 wurde für die Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellt.

**) Aufgrund der positiven Ertragslage der Fabasoft Austria GmbH, Linz, als Rechtsnachfolger Wegfall des Grundes für die außerplanmäßige Abschreibung der Fabasoft Intl. Software GmbH, Linz, in Vorjahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen weisen folgende Laufzeiten auf:

31.12. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Summe
2008 0,00 0,00 0,00
2007 24.301,85 0,00 24.301,85
5.179.529,56
2007 4.056.419,00 0,00 4.056.419,00
2008 73.435,44 0,00 73.435,44
2007 28.768,27 0,00 28.768,27
2008 5.252.965,00 0,00 5.252.965,00
2007 4.109.489,12 0,00 4.109.489,12
2008 5.179.529,56 0,00

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 1.557.854,24 (Vorjahr TEUR 2.698) und Forderungen aus Gewinnübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 3.621.675,32 (Vorjahr TEUR 1.358) enthalten.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine wechselmäßig verbrieften Forderungen.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung beträgt EUR 403.200,00 (Vorjahr: TEUR 333), die Pensionsrückstellung EUR 333.000,00 (Vorjahr: TEUR 260).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prüfungsaufwand in Höhe von EUR 19.500,00 (VJ TEUR 29), Boni in Höhe von EUR 6.000,00 (VJ TEUR 6), noch nicht konsumierte Urlaube und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 66.850,00 (VJ TEUR 87), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 44.950,00 (VJ TEUR 72), Jahresabschlussveröffentlichung in Höhe von EUR 24.000,00 (VJ TEUR 24) und Sonstiges in Höhe von EUR 35.440,00 (VJ TEUR 18).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeit auf:

31.12. RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus 2008 299.104,09 0,00 0,00 299.104,09
Lieferungen und Leistungen 2007 204.331,18 0,00 0,00 204.331,18
Verbindlichkeiten gegenüber 2008 686.682,03 0,00 0,00 686.682,03
verbundenen Unternehmen 2007 121.335,19 0,00 0,00 121.335,19
Sonstige Verbindlichkeiten 2008 372.097,96 0,00 0,00 372.097,96
2007 75.996,96 0,00 0,00 75.996,96
davon aus Steuern 2008 358.949,39 0,00 0,00 358.949,39
2007 68.408,13 0,00 0,00 68.408,13
davon im Rahmen 2008 4.076,26 0,00 0,00 4.076,26
der sozialen Sicherheit 2007 6.021,32 0,00 0,00 6.021,32
2008 1.357.884,08 0,00 0,00 1.357.884,08
2007 401.663,33 0,00 0,00 401.663,33

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 8.809,91 (Vorjahr TEUR 10) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Es bestehen keine dinglichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung in Höhe von EUR 552.682,03 (Vorjahr TEUR 22) sowie aus Verlustübernahme bzw. Steuerumlage in Höhe von EUR 134.000,00 (Vorjahr TEUR 99).

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Fabasoft Limited, London, Großbritannien hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2009 befristet. Zum 31. März 2008 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Limited, London, Großbritannien, GBP -242.007,67.

Gegenüber der Mindbreeze Software GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2009 befristet. Zum 31. März 2008 beträgt das Eigenkapital der Mindbreeze Software GmbH, Linz, EUR -165.729,70.

Gegenüber der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, hat die Fabasoft AG eine der Höhe nach unbeschränkte Unterstützungserklärung unterzeichnet. Die Erklärung ist mit 31. Dezember 2009 befristet. Zum 31. März 2008 beträgt das Eigenkapital der Fabasoft Distribution GmbH, Linz, EUR -169.490,35.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 371 enthalten, die aus der Übernahme der Aktiva (Bankguthaben und eigene Aktien) der Fabasoft Privatstiftung, Linz, infolge deren Auflösung durch den Stifter Fabasoft AG, Linz, stammen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beträge in Höhe von EUR 107,34 (Vorjahr TEUR 0) für die Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ist ein Betrag in Höhe von EUR 866.400,00 (Vorjahr TEUR 4) enthalten, der die Steuerumlage an die Gruppenmitglieder gemäß § 9 KStG betrifft.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (gem § 237 Z 8 UGB)

folgendes Geschäftsjahr folgende fünf Geschäftsjahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 487.212,00 2.381.655,00
Vorjahr 460.967,00 2.242.343,00

Die Miet- und Leasingaufwendungen für Büroräumlichkeiten und den Fuhrpark betragen für den Berichtszeitraum EUR 487.212,00 (Vorjahr TEUR 461).

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beträgt:

2007/2008 2006/2007
Angestellte 5 5

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Vorstand tätig:

* Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Linz

* Leopold Bauernfeind, St. Peter/Au

Hinsichtlich der Bezüge von Vorstandsmitgliedern wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

  • * Dr. Rainer Rustemeyer (Vorsitzender)
  • * Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr (Mitglied)
  • * Dr. Alexander Luschin (Mitglied)
  • * Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser (Mitglied)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2007/2008 Aufsichtsratsvergütungen iHv EUR 65.000 (Vorjahr TEUR 65).

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Überdies wurden für die Vorstandsmitglieder keine Haftungen übernommen.

Aktienbesitz der Organe

Anzahl der Aktien oder Rechte auf den Bezug solcher Aktien, die von einzelnen Organmitgliedern zum Bilanzstichtag selbst gehalten werden:

Anzahl der Aktien
Dr. Rainer Rustemeyer 2.700,00

Die restlichen Organmitglieder besitzen keine Aktien und Bezugsrechte.

Mitarbeiteroptionenmodelle

Aufgrund des Vorstandsbeschlusses vom 22. Dezember 2003 wurde einem festgelegten Kreis von Mitarbeitern folgendes Recht eingeräumt: Ab dem vollendeten 12. Monat, gerechnet ab dem 15. des Folgemonats, der dem Begebungszeitpunkt unmittelbar folgt, ist der Mitarbeiter bedingungsgemäß berechtigt, in Zeitintervallen von jeweils 6 Monaten (wobei der erste Zeitintervall von 6 Monaten mit Vollendung des 6. bzw. 12. Monats, gerechnet ab dem 15. des Folgemonats, der dem Begebungszeitpunkt unmittelbar folgt, vollendet ist) in Ausübungsschritten von jeweils 20 % des gesamten Optionenrechtes die Optionen auszuüben.

Die Abwicklung der Mitarbeiteroptionsmodelle erfolgte ausschließlich über die für diesen Zweck errichtete Fabasoft Privatstiftung, Linz. Die Aktien für die Bedienung der Optionenmodelle wurden in der Fabasoft Privat stiftung gehalten.

Das Optionsmodell V ist per 30. September 2007 ausgelaufen. Die Fabasoft Privatstiftung, Linz, wurde mit Beschluss vom 20. März 2008 widerrufen.

Optionenmodell Zuteilungszeitpunkt Ausübungskurs Anzahl der Optionen
V 22.12.2003 EUR 2,00 148.500
Optionenmodell V:
Ausübung ab
15.1.2005 29.700 Stück (20 %)
15.7.2005 29.700 Stück (20 %)
15.1.2006 29.700 Stück (20 %)
15.7.2006 29.700 Stück (20 %)
15.1.2007 29.700 Stück (20 %)

Veränderungen im Bestand der ausstehenden Optionsrechte:

Optionenmodell V GJ 2007/2008 GJ 2006/2007
Zum 1. April 31.600 69.200
Ausgegeben 0 0
Verfallen -5.400 -4.000
Ausgeübt -26.200 -33.600
Zum 31. März 0 31.600

Pflichtangaben bei Aktiengesellschaften

Das Grundkapital ist voll einbezahlt und entwickelte sich im Geschäftsjahr 2007/2008 wie folgt:

Grundkapital zum 31.3.2007 9.464.600,00
Kapitalerhöhung durch Aktienausgabe 0,00
Grundkapital zum 31.3.2008 9.464.600,00

Das Grundkapital besteht zur Gänze aus Inhaberaktien mit einem Stücknennwert von EUR 1,00.

Das genehmigte Kapital beträgt EUR 14.196.900,00.

Die Aktien notieren im Handelssegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse, Wertpapierkennnummer (D) 922985.

Aktienrückkaufsprogramm

Die Hauptversammlung der Fabasoft AG vom 26. Juni 2007 hat den Vorstand der Fabasoft AG ermächtigt, eigene Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Zi 4 Aktiengesetz und/oder gemäß § 65 Abs. 1 Zi 8 Aktiengesetz zu erwerben, wobei das Gesamtausmaß der erworbenen eigenen Aktien 10 % des jeweiligen Grundkapitals nicht überschreiten darf. Die Ermächtigung gilt für die Dauer von 18 Monaten. Ein Erwerb darf gemäß dieser Ermächtigung höchstens zum Dreifachen des Börseschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26. Juni 2007 und mindestens zum Rechenwert von EUR 1,00 pro Aktie erfolgen.

Mit Vorstandsbeschluss vom 10. März 2008 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und das Aktienrückkaufsprogramm gestartet. Beginn des Rückkaufsprogrammes war der 17. März 2008, die voraussichtliche Dauer ist bis 31. August 2008. Das beabsichtigte Volumen beträgt 100.000 auf Inhaber lautende Stückaktien der Fabasoft AG.

Per 31. März 2008 hält die Fabasoft AG 67.700 eigene Aktien, davon stammen 10.100 Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm und 57.600 Aktien aus der Auflösung der Fabasoft Privatstiftung.

Linz, 16. Mai 2008

Vorstand Vorstand Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Anlagenspiegel der Fabasoft AG, Linz, zum 31. März 2008

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am
1.4.2007
Zugänge Abgänge Umgründungs-
bedingte
Veränderung
Stand am
31.3.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 311.518,38 28.079,46 0,00 0,00 339.597,84
Summe 311.518,38 28.079,46 0,00 0,00 339.597,84
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 731.198,43 9.531,17 0,00 0,00 740.729,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
7.650.484,84 1.407.578,40 430.457,21 0,00 8.627.606,03
Summe 8.381.683,27 1.417.109,57 430.457,21 0,00 9.368.335,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
8.279.704,20 70.000,00 0,00 685.439,42 9.035.143,62
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 380.104,94 328.888,06 0,00 0,00 708.993,00
Summe 8.659.809,14 398.888,06 0,00 685.439,42 9.744.136,62
Gesamtsumme 17.353.010,79 1.844.077,09 430.457,21 685.439,42 19.452.070,09
*davon geringwertige Vermögensgegenstände: EUR 35.011,90 EUR 35.011,90
Buchwert Buchwert Abschreibungen Buchwert-
Zuschrei- Kumulierte Stand am Stand am im Geschäftsjahr abgänge
bungen Abschreibung 31.3.2008 31.03.2007 2007/2008 2007/2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 0,00 294.879,49 44.718,35 44.611,18 27.972,29 0,00
Summe 0,00 294.879,49 44.718,35 44.611,18 27.972,29 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 0,00 651.597,83 89.131,77 240.315,02 160.714,42 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung *
0,00 6.756.586,69 1.871.019,34 1.996.087,80 1.496.500,30 37.679,56
Summe 0,00 7.408.184,52 1.960.151,11 2.236.402,82 1.657.214,72 37.679,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.645.798,82 2.237.182,86 6.797.960,76 4.730.965,68 330.000,00 4.243,16
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 25.990,58 683.002,42 373.263,07 19.148,71 0,00
Summe 1.645.798,82 2.263.173,44 7.480.963,18 5.104.228,75 349.148,71 4.243,16
Gesamtsumme 1.645.798,82 9.966.237,45 9.485.832,64 7.385.242,75 2.034.335,72 41.922,72

*davon geringwertige Vermögensgegenstände: EUR 35.011,90

Lagebericht der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Der Lagebericht der Fabasoft AG und der Konzernlagebericht sind in diesem Bericht zusammengefasst. Wo es für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wird eine jeweils spezifisch zugeordnete Berichterstattung vorgenommen.

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a) Geschäftsverlauf in der Fabasoft AG und im Fabasoft Konzern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierten sich die Direktgeschäfts-Aktivitäten im Fabasoft Konzern vorwiegend auf Kunden der Öffentlichen Verwaltungen in den deutschsprachigen Ländern. In diesem Zielsegment wurden sowohl laufendes Projektgeschäft und Lizenz-Zusatz-Geschäft mit Bestandskunden getätigt als auch Neugeschäft im Wege gewonnener öffentlicher Ausschreibungen akquiriert.

Ein besonderer Fokus wurde dabei auf die Aktivitäten in Deutschland gelegt, was auch zu einer erfreulichen Entwicklung hinsichtlich Umsatz und Profitabilität in dieser Region beigetragen hat.

Die mehrjährig wenig erfolgreichen Direktvertriebs-Bemühungen in Großbritannien wurden aus Kostengründen eingestellt, der Personalbestand im Büro Bristol wurde abgebaut.

Im neuen Segment des indirekten Vertriebs mit Schwerpunkt auf Kunden außerhalb des öffentlichen Sektors wurden die internen Organisationen für Partnerbetreuung und Marketing ausgebaut und Ausbildungsprogramme für Partner aufgesetzt. Über den deutschsprachigen Raum hinaus konnten in der Folge neue Vertriebspartner gewonnen werden, mit denen auch gemeinsame Vertriebsaktivitäten durchgeführt wurden.

Ergänzend dazu wurden speziell die Produkte Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und Fabasoft Operations Manager im Rahmen internationaler Messen und Veranstaltungen präsentiert und demonstriert. Besonders über die USA-Präsenz (Fabasoft Corporation) wurden diese Produkte darüber hinaus bei potenziellen Kooperationspartnern und Industrie-Analysten positioniert.

Die Innovationsdynamik bei der Produktentwicklung im Konzern spiegelt sich in den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen für Forschung und Entwicklung in der Höhe von TEUR 7.374 (Vorjahr: TEUR 7.400) wider. Damit liegt die Forschungsquote mit ca. 34 % (Vorjahr: 35 %) des Konzernumsatzes wiederum bei einem im Industrievergleich sehr hohen Wert.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Fabasoft AG beschloss am 10. März 2008 von der Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien, die ihm in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 gewährt wurde, Gebrauch zu machen. Die voraussichtliche Dauer des Rückkaufprogramms ist mit 17. März 2008 bis 31. August 2008 festgelegt. Bis zum Bilanzstichtag (31. März 2008) wurden 10.100 Stück Aktien zurückgekauft.

b) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG (Einzelabschluss nach UGB)

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Umsatzerlöse 2.739 2.867
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.074 -1.294
EBIT -1.918 -1.956
EBITDA -233 -277
Jahresergebnis 3.773 -1.340
Eigenkapital 24.752 20.980
Eigenkapitalquote 91 % 94 %
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.190 3.340
Endbestand an liquiden Mittel 12.237 10.682
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 5 5

Das Jahresergebnis der Fabasoft AG wurde durch die Abschreibung der Beteiligungen an der Fabasoft Limited in Höhe von TEUR 270 und der Fabasoft Italia S.r.l. in der Höhe von TEUR 60 belastet und durch die Zuschreibung der Beteiligung an der Fabasoft D Software GmbH in der Höhe von TEUR 1.000 und der Beteiligung an der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 646 erhöht. Darüber hinaus sind im Finanzergebnis Gewinnausschüttungen aus der Fabasoft CH Software AG in der Höhe von TEUR 632, der Fabasoft Austria GmbH in der Höhe von TEUR 2.332 und der Fabasoft R&D GmbH in der Höhe von TEUR 290 enthalten. Diese Posten sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren des Fabasoft Konzerns (Konzernabschluss nach IFRS)

in TEUR 2007/2008 2006/2007
Umsatzerlöse 21.628 21.161
Ergebnis vor Ertragsteuern 8 -279
EBIT -345 -893
EBITDA 1.672 1.082
Jahresergebnis 485 -503
Eigenkapital 21.106 20.486
Eigenkapitalquote 66 % 68 %
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 2.625 940
Endbestand an liquiden Mittel 21.315 20.398
Mitarbeiter, jeweils zum Stichtag 200 207

Um einen besseren Einblick in die Ertragslage des Konzerns zu gewährleisten, wurden im Berichtszeitraum Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung in der Höhe von TEUR 400 (Erträge TEUR 57 im Vergleichszeitraum des Vorjahres) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Finanzaufwendungen umgegliedert. Die Angaben des Vergleichszeitraums wurden entsprechend angepasst.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Zu den Unternehmensgrundsätzen des Fabasoft Konzerns zählen neben der permanenten Aus- und Weiterbildung und einer aktiven Mitarbeiterkommunikation auch der nachhaltige Umgang im Verbrauch von Ressourcen.

Verwendung von FSC-Papier im Konzern

Im abgelaufen Geschäftsjahr 2007/2008 erfolgte die Umstellung auf FSC (Forest Stewardship Council) Papier. Im Zuge dessen wurde die Zusammenarbeit mit FSC zertifizierten Betrieben aus der lokalen Umgebung forciert. Seit dem dritten Geschäftsjahresquartal 2007/2008 werden die Unternehmens-Drucksorten auf FSC-Papier produziert.

Der FSC-Standard legt fest, welche ökologischen und sozialen Minimumstandards bei der Bewirtschaftung von Wäldern eingehalten werden müssen. Die FSC-Kennzeichnung dient zur Erkennung von Papieren aus einer verantwortungsvollen und überprüften Waldbewirtschaftung (www.fsc.org).

Effiziente Energienutzung im Rechenzentrum ("Green IT")

Im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes wurde speziell in den Fabasoft Rechenzentren am Standort Linz die Anschaffung und die Inbetriebnahme besonders energieeffizienter Komponenten voran getrie ben. Damit einher ging auch eine Konsolidierung interner IT-Systeme.

Verstärkter Einsatz von Videokonferenzen im Konzern

Eine Reihe von regelmäßigen und anlassbezogenen Meetings von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Lokationen beispielsweise zum Zwecke interner Abstimmung oder Berichterstattung wurde im Geschäftsjahr 2007/2008 über Videokonferenzen abgehalten. Dadurch konnten die Reisetätigkeiten teilweise erheblich reduziert werden.

Professioneller Einstieg in das Unternehmen

Aus rund 1.600 Bewerbungen wählte der Fabasoft Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 die qualifiziertesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Die "Fabasoft Academy" steht für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Beginn einer Karriere bei Fabasoft. In der Basisausbildung erhalten die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundlegende Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen sowie zu den Organisationsabläufen im Fabasoft Konzern.

Lebenslanges Lernen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit spezielle Ausbildungen passend zu ihrem Tätigkeitsbereich nach der Basisausbildung zu absolvieren. Das Ausbildungsspektrum reicht von Qualifizierungen im Microsoft-Windows und Linux Umfeld, im Bereich Datenbanken, Networking und Sicherheit bis hin zu Sprachausbildungen.

Als eine Grundlage der professionellen Durchführung und Betreuung von Kundenprojekten absolvieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausbildung zum zertifizierten Projektmanager (zPM) gemäß IPMA-Standard (International Project-Management Association). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 haben zehn weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die nachgewiesene Qualifikation ist international anerkannt und steht für Projektmanagement auf professionellem Niveau.

Für Führungskräfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Leadership Competence Trainings angeboten. In drei aufeinander aufbauenden Modulen erhielten die Führungskräfte eine umfassende Ausbildung zu den Themen Führungskompetenz, Kommunikation und Persönlichkeitskompetenz.

Innerbetriebliche Kommunikation

In den regelmäßig abgehaltenen "Friday Morning Speeches" informieren die Führungskräfte des Fabasoft Konzerns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über aktuelle Schwerpunktthemen. Mitarbeite rinnen und Mitarbeiter in den Tochterunternehmen können diese Vorträge über Videoverbindung live mitverfolgen oder zeitversetzt elektronisch abrufen.

Open-Source-Community

Dem besonders im öffentlichen Sektor wahrgenommenen Markttrend hin zu Open Source Plattformen entsprechend, widmete Fabasoft diesem Bereich besonderes Augenmerk. Die im Konzern dafür zuständige Einheit, die Fabalabs Software GmbH, entwickelte und erweiterte die Produktfunktionalitäten von Open-Source-Produkten und stellte diese auch wieder der Community zur Verfügung.

c) Bericht über die regionale Präsenz des Fabasoft Konzerns

Tochterunternehmen der Fabasoft AG zum Bilanzstichtag (31. März 2008):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz Betriebsstätten
Fabasoft R&D GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft Austria GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabalabs Software GmbH 100 % Österreich Linz
Mindbreeze Software GmbH 55 % Österreich Linz
Fabasoft Institute of Technology GmbH 100 % Österreich Linz
appl.strudl Software GmbH 100 % Österreich Linz
Fabasoft International Services GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft Distribution GmbH 100 % Österreich Linz Wien
Fabasoft D Software GmbH 100 % Deutschland Frankfurt am Main Berlin, München
Fabasoft CH Software AG 100 % Schweiz Bern
Fabasoft Limited 100 % Großbritannien London
Fabasoft Italia S.r.l. 100 % Italien Rom
Fabasoft Romania S.R.L. – in Liquidation 80 % Rumänien Bukarest

Tochterunternehmen der Fabasoft International Services GmbH zum Bilanzstichtag (31. März 2008):

Unternehmen Unmittelbarer Anteil Land Sitz
Fabasoft Corporation 100 % USA Beverly

Veränderungen in der Konzernstruktur im Berichtszeitraum

Arbeitsgemeinschaft Fabasoft

Die Arbeitsgemeinschaft Fabasoft, Frankfurt am Main, Deutschland wurde mit Beschluss vom 18. Mai 2007 aufgelöst. Die verbleibenden Aufträge wurden von der Fabasoft D Software GmbH übernommen.

Gründung der Fabasoft Distribution GmbH

Am 30. Mai 2007 gründete die Fabasoft AG die Fabasoft Distribution GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Umgründung der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft R&D Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft R&D Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft R&D Software GmbH in Fabasoft R&D GmbH geändert.

Umgründung der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft AT Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft AT Software GmbH eingebracht. Anlässlich der beschriebenen Umgründung wurde der Firmenwortlaut der Fabasoft AT Software GmbH in Fabasoft Austria GmbH geändert.

Umgründung der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG

Mit Einbringungsvertrag vom 15. Oktober 2007 hat die Fabasoft AG ihren Kommanditanteil an der Fabasoft Intl. Software GmbH & Co KG rückwirkend zum 31. März 2007 in die Fabasoft Intl. Software GmbH eingebracht. Mit Vertrag vom 15. Oktober 2007 wurde die Fabasoft Intl. Software GmbH auf die Fabasoft Austria GmbH verschmolzen.

Gründung der appl.strudl Software GmbH

Am 21. Dezember 2007 gründete die Fabasoft AG die appl.strudl Software GmbH, Linz. Die Fabasoft AG hält 100 % des Stammkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens.

Fabasoft CH Software AG

Mit Abtretungserklärung vom 12. Februar 2008 hat Dr. Luka R. Müller-Studer den fiduzarisch gehaltenen 0,1 %-Anteil an der Fabasoft CH Software AG an die Fabasoft AG abgetreten.

Unternehmensakquisitionen

Im Berichtszeitraum wurden im Fabasoft Konzern keine Unternehmensakquisitionen durchgeführt.

d) Angaben nach § 243a UGB

    1. Das Grundkapital der Fabasoft AG setzt sich aus 9.464.600 Stückaktien zusammen.
    1. Dem Vorstand sind keine über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen von Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 von Hundert betragen vor: Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung: > 55 % der Stückaktien.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es gibt keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.
    1. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes. Beschlüsse über Satzungsänderungen gemäß § 146 Abs. 1 AktG bedürfen einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Für den Aufsichtsrat gilt das Rotationsprinzip, wonach jährlich ein Mitglied des Aufsichtsrates neu gewählt wird.
    1. Über das Gesetz hinausgehende Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Genehmigtes Kapital:

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27.6.2006 besteht die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 169 Abs. 1 AktG, das Grundkapital bis zum 28.3.2012 um bis zu € 4.732.300,00 auf bis zu € 14.196.900,00 zu erhöhen (Eintragungstatsache 24, Firmenbuch FN 98699x des Landesgerichtes Linz).

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens für die Dauer von 18 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börsenschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26.06.2007 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Der Vorstandsbeschluss sowie das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen.

Erwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung zum Erwerb

eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG, für die Dauer von 18 Monaten bis zu einem maximalen Anteil von 10 von Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Erwerb hat höchstens zum Dreifachen des Börsenschlusskurses im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG vom 26.06.2007 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie zu erfolgen.

Veräußerung eigener Aktien:

Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.06.2007 über die Ermächtigung, innerhalb von 5 Jahren für die Veräußerung der gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG erworbenen eigenen Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, insbesondere zum Zweck der Ausgabe dieser Aktien gegen Sacheinlagen von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland oder von sonstigen Vermögensgegenständen (zB Patenten), sowie unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 65 AktG erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Der Vor standsbeschluss sowie das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm und dessen Dauer sind zu veröffentlichen. Die diesbezüglichen Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates insbesondere über die Rechtfertigung des Bezugsrechtsausschlusses bei der Veräußerung eigener Aktien liegen bei der Gesellschaft in 4020 Linz, Honauerstraße 4, zur Einsichtnahme auf und werden auf Anforderung an Aktionäre unentgeltlich übermittelt.

    1. Bedeutende Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeanbotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen, werden mit Ausnahme der unter Pkt. 9 angeführten Angaben nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde und die Gesellschaft aufgrund anderer Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich zur Bekanntgabe verpflichtet ist.
    1. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahme ange botes.

e) Ereignisse von besonderer Bedeutung der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind bei der Fabasoft AG und beim Fabasoft Konzern keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

a) Wesentliche Chancen der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Chancen für den Fabasoft Konzern und damit im Ergebnis auch für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Neue Produkte und Produktversionen

Resultierend aus einer wiederum intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden neue Versionen bestehender Produkte verfügbar gemacht und Entwicklungsarbeiten für neue Produkte geleistet. Daraus ergeben sich Chancen sowohl für Zusatzgeschäft im Stamm kunden segment – rund um das Standard-Produkt Fabasoft eGov-Suite – als auch für Neugeschäft, insbesondere über zu erschließende, partnerorientierte Vertriebswege. Besonders zu nennen sind in diesem Zusammenhang Fabasoft Folio, das Produkt für Content Governance, die Entwicklungsumgebung Fabasoft DUCX, die Innovationen der Firma Mindbreeze Software GmbH im Enterprise Search und Website Search Bereich und die Innovationen der neugegründeten Firma appl.strudl Software GmbH für Application Service Level Management.

Strategie 100 und Bekenntnis zu Standards

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Produktpalette aus dem Fabasoft Konzern ist die zugrunde liegende "Strategie 100". Diese sieht vor, die Produkte sowohl auf der Microsoft Windows Plattform als auch auf Basis von Open Source Plattformen anzubieten. Besonders im Markt der öffentlichen Auftraggeber im deutschsprachigen Raum ergeben sich aus dieser Offenheit interessante Anknüpfungspunkte für Geschäfte. Grundlage dieser offenen Plattformstrategie im Konzern ist das Bekenntnis zu und die Umsetzung von marktrelevanten Standards und Normen in der Software-Produktentwicklung. Dadurch sollen sowohl für Kunden als auch für Vertriebs- und Entwicklungs-Partner ein Beitrag zu Wahlfreiheit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bei IT-Investitionen geleistet werden.

Neue Vertriebswege und Partnerschaften

In jenen Ländern, wo Fabasoft mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, und in ausgewählten weiteren Ländern sollen über ein neu konzipiertes Partnerprogramm Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektpartner auch über den öffentlichen Sektor hinaus gewonnen werden. Eine verstärkte indirekte Komponente in der Vertriebsstruktur soll das Software-Lizenzgeschäft fördern. Diese "zweite Säule" des Vertriebes von Produkten aus dem Fabasoft Konzern könnte mittelfristig auch die starke Abhängigkeit von Großprojekten der öffentlichen Hand reduzieren.

Präsenz in den USA

Mit der Gründung der Fabasoft Corporation Ende 2006 ist der Fabasoft Konzern auch in Nordamerika mit einem Tochterunternehmen vertreten. Der Einstieg in diesen hochkompetitiven Markt gestaltet sich einerseits sehr schwierig, zeitaufwändig und teuer, andererseits kann die USA-Präsenz auch neues Geschäftspotenzial eröffnen und als Ausgangspunkt für strategische Kooperationen und Vertriebspartnerschaften dienen. Des Weiteren ist die USA-Präsenz des Fabasoft Konzerns in vielen Fällen Voraussetzung für die Wahrnehmung der Produkte durch maßgebliche Medien und Industrie-Analysten.

Ausschreibungslage des öffentlichen Sektors in den deutschsprachigen Ländern

Positive Indikationen zu neuen Ausschreibungs- und Vergabevorhaben des öffentlichen Sektors im deutschsprachigen Raum geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus, dass auch im öffentlichen Sektor weiterhin interessante Projektchancen entstehen werden. Einen vielversprechenden Impuls für neue Projekte im E-Government könnte die Europäische Dienstleistungsrichtlinie ("Bolkestein-Richtlinie") darstellen, welche von den Mitgliedsstaaten der EU bis Ende 2009 in nationales Recht umzusetzen ist. Diese Richtlinie hat den Abbau von bürokratischen Hindernissen und zwischenstaatlichen Hemmnissen sowie die Förderung des grenzüberschreitenden Handels mit Dienstleistungen zum Ziel und umfasst auch Regelungen für die elektronische Verfahrensabwicklung.

b) Wesentliche Risiken und Ungewissheiten der Fabasoft AG und des Fabasoft Konzerns

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten für den Fabasoft Konzern und damit im Ergebnis auch für die Fabasoft AG werden insbesondere in folgenden Bereichen gesehen:

Starke Abhängigkeit vom Geschäft im deutschsprachigen Raum

Die große Mehrheit der Umsätze im Fabasoft Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Government Kunden im deutschsprachigen Raum erwirtschaftet. Wesentliche Veränderungen in diesem Zielsegment wie zum Beispiel Änderungen der Budgetierungs- oder Vergabepraxis sowie das Aufkommen neuer oder bestehender Mitbewerber können einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft der betroffenen Fabasoft Gesellschaften und damit für den Konzern und die Fabasoft AG besitzen. Es wird versucht, diesen Risiken durch eine intensive und qualitätsvolle Betreuung der Bestands kunden, durch nutzenstiftende Produktinnovationen und durch eine möglichst kompetitive Angebotslegung bei Neuprojekten zu begegnen. Des Weiteren sollen insbesondere mit den Produktschienen Fabasoft Folio, Mindbreeze Enterprise Search und appl.strudl Software-Telemetry® neue Segmente außerhalb der Öffentlichen Verwaltung und über den deutschsprachigen Raum hinaus über ein partnerorientiertes Vertriebsmodell erschlossen werden.

Diversifikationsrisiken

Im Bestreben, durch eine verstärkte Diversifikation hinsichtlich Produkten, Marktsegmenten und Vertriebswegen die Risiken einer zu starken Spezialisierung und damit Abhängigkeit von einem schmalen und volatilen Zielsegment zu mildern, ergeben sich im Gegenzug auch neue Risikopotenziale. Hier sind besonders zu nennen: erhöhte Marketingaufwendungen, erhöhte Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung, multiple Investitionsprojekte zur Marktaufbereitung, Risiken der strate gi schen Planung und erhöhte Planungsunsicherheit, heterogene Vertriebs- und Organisationsstrukturen, Positionierungsrisiken sowie Risiken, die sich aus einer diversifizierteren und dislozierteren Organisations- und Geschäftsstruktur ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, soll besonderes Augenmerk auf Personalauswahl sowie inner betriebliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Darüber hinaus werden interne Reporting- und Controlling-Maßnahmen schrittweise ergänzt und weiter entwickelt.

Internationalisierung

Der Eintritt in neue Märkte bringt auch neue Risiken mit sich. Geringere Marktkenntnis und Bekanntheit als im angestammten Markt, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Internationalisierungs- und Lokalisierungsaufwände bei den Produkten sowie mögliche Kommunikationsund Kontrolldefizite sind hier besonders anzuführen. Es ist beabsichtigt, diese und ähnliche Risikofaktoren zu begrenzen, indem durch die Konzentration auf ein partnerorientiertes Modell die unmittelbaren Projektrisiken, wie sie aus eigener Angebotslegung in komplexen Projektsituationen und eigener Projektumsetzungstätigkeit entstehen können, abgemildert werden sollen. Allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, Widerspruch oder Überlappung in regulatorischen oder steuerlichen Bestimmungen können des Weiteren Risikofaktoren für eine stärker internationalisierte Geschäftstätigkeit darstellen.

Markteintritt mit neuen Produkten

Trotz erster positiver Reaktionen bei Pilot-Partnern und Pilot-Kunden können die endgültige Resonanz und die im Markt erzielbaren Preise aktuell noch nicht exakt prognostiziert werden. Insbesondere wird die Kombination aus neuen Märkten (USA, Italien etc.), neuem Geschäftsmodell (indirekt) und neuen Produkten (Fabasoft Folio etc.) eine besondere Herausforderung auch hinsichtlich der erforderlichen Marketing- und Support-Investitionen für einen solchen Markteintritt darstellen.

Allgemeine Risiken des Partnergeschäftes

Risiken des Partner-Vertriebsmodells liegen dem gegenüber insbesondere bei dem fehlenden direkten Kundenzugang – und damit auch dem fehlenden direkten Kundenfeedback – für Fabasoft, der potenziell geringeren Produktloyalität von Partnern und der Gefahr, dass bei Projektproblemen, sollten sie auch in der Sphäre eines Vertriebspartners liegen, Reputationsschäden auch den Produkthersteller treffen können. Des Weiteren bestehen im indirekten Geschäft häufig Einschränkungen für die Möglichkeiten der Fabasoft, eigene Marken wirksam zu positionieren, Geschäftsgeheimnisse zu schützen oder Zusatz geschäft zu akquirieren. Allgemein kann Partnergeschäft auch die Gefahr von heftigem Mitbewerb zwischen Partnern – beispielsweise in der Akquisitionsphase um denselben Endkunden – und das Risiko von Konflikten zwischen Vertriebskanälen mit sich bringen. Fabasoft hat intern organisatorische Vorkehrungen ergriffen, um die Direktvertriebs- und die Partnerorganisation voneinander personell weitgehend zu trennen. Ein eigenes Partnermarketing sowie eine dedizierte technische Betreuung der Partner sollen zu deren Erfolg in den einzelnen Geschäftsfeldern beitragen.

Ein weiteres Risiko wird darin gesehen, dass, wenn Fabasoft nicht genügend Partner findet, die hochqualitative Softwarelösungen basierend auf Produkten und Technologien des Fabasoft-Konzerns entwickeln, die erwünschte bzw. für den nachhaltigen Markterfolg erforderliche Marktdurchdringung hinsichtlich der Produkttechnologie möglicherweise nicht erreicht werden kann.

Risiken hinsichtlich vertraulicher Informationen und geistigen Eigentums

Fabasoft misst dem Schutz vertraulicher Information und geistigen Eigentums höchsten Stellenwert bei. Es ist jedoch die Gefahr nicht völlig auszuschließen, dass jemand unberechtigten Zugriff auf dieses sensible Material erhält und dieses Material zum Nachteil des Unternehmens verwendet. Es wurden verschiedene organisatorische, systemtechnische und physische Barrieren eingerichtet, um solchen unberechtigten Zugriff zu verhindern. Ein vollständiger Ausschluss solcher Risiken, insbesondere auch gegenüber einem gezielten Einsatz krimineller Energie, ist jedoch nicht möglich. Des Weiteren ist auch nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge von Entwicklungstätigkeit oder Projektumsetzungstätigkeiten geschützte Rechtspositionen Dritter verletzt werden. Da solche Situationen neben dem Imageschaden auch weitreichende negative finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben können, wird auch diesem Risikofeld große Bedeutung eingeräumt.

Produktrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten unterliegt immer dem Risiko von Software-Fehlern, welche auch durch die Anwendung umfangreicher Qualitätsmanagement- und insbesondere Testverfahren nicht völlig ausgeschlossen werden können. Solche Fehler können sich nicht zuletzt negativ auf Kunden zufriedenheit, Partnerzufriedenheit, Chancen bei Neugeschäft und den Erfolg von Umsetzungsprojekten auswirken. Um diese Risiken zu reduzieren, setzt Fabasoft neben manuellen Prüfverfahren automatisierte Tests in der Produktentwicklung und in der Projektumsetzung ein. Das zugrunde liegende innovative, eigenentwickelte Produkt – Fabasoft DUCXtest – wird auch Kunden und Partnern für ihre Qualitätssicherung angeboten.

Ein weiteres Risiko betreffend Softwareprodukte wird in der potenziellen Verschiebung von Auslieferungsterminen gesehen – sowohl betreffend die Fabasoft Produkte als auch hinsichtlich Produkten oder Technologien Dritter, auf die die Produkte aus dem Fabasoft Konzern aufbauen. Solche Verzögerungen könnten zu Umsatzverschiebungen und Umsatzausfällen bis hin zu Vertragsstrafen im Projektgeschäft führen. Des Weiteren würden sich bei längeren Entwicklungszeiten auch die Entwicklungskosten entsprechend erhöhen. Für den Bereich der Fabasoft Produktentwicklung wurde im Berichtszeitraum eine neue Methodologie für agile Produktentwicklung eingeführt ("SCRUM-Methodik"). Mit dieser Maßnahme sollen insbesondere die "Time to Market"-Zeiten bei Produktinnovationen verkürzt und die Kommunikationsflüsse im Entwicklungsprozess optimiert werden.

Allgemein ist zu sagen, dass Rückgänge bei dem Verkauf von Neulizenzen der Produkte aus dem Fabasoft Konzern auch die Entwicklung der Umsätze aus Dienstleistungen, Supportleistungen und Softwareaktualisierungen negativ beeinflussen können.

Risiken im direkten Projektgeschäft

Dort, wo Fabasoft Gesellschaften selbst Projektleistungen erbringen, zum Beispiel basierend auf Fixpreisangeboten, bestehen insbesondere die Risiken von missverständlichen oder missverstandenen Spezifikationen, Fehlkalkulationen, Terminüberschreitungen, Pönalen, technischen Umsetzungs- oder Betriebsproblemen, Softwarefehlern, Projektmanagementproblemen, Gewährleistungs- und Haftungsfällen (Schadenersatz) sowie Personalrisiken (beispielsweise wenn Schlüsselpersonal in kritischen Projektphasen ausfällt). Diese Risiken können sowohl die Fabasoft Gesellschaften direkt als auch indirekt im Wege über deren Subauftragnehmer oder Lieferanten treffen.

Fabasoft setzt für die Projektarbeit ein praxiserprobtes Vorgehensmodell ein, welches auch ausgehend von Praxiserfahrungen weiterentwickelt wird. Ebenso wurde im Berichtszeitraum die interne Projektmanagement-Ausbildung nach IPMA im Konzern aktualisiert und den Praxiserfordernissen aus den Projekterfahrungen weiter angepasst.

Die Implementierung umfangreicher Software-Projekte ist ein Prozess, welcher häufig signifikante Beistell- und Mitwirkungsleistungen auf Kundenseite bedingt. Daraus ergeben sich auch eine Reihe von Risiken, die sich dem direkten Einflussbereich des Unternehmens entziehen, jedoch den Gesamterfolg der Projekte maßgeblich beeinflussen kann.

Risiken im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern

Projekte im öffentlichen Sektor sind von langen Vorlauf- und Entscheidungszeiten, komplexen, sehr formalen und umfangreichen Angebotserfordernissen, juristisch, technisch und personell anspruchsvollen Vergabeverfahren sowie umfangreichen, teueren und langwierigen Teststellungen geprägt. Dazu kommen knappe Budgets bei den Auftraggebern und starker Wettbewerbsdruck, gefördert durch die öffentliche, meist europaweite Natur der Ausschreibungsverfahren. In den Projektverträgen geben diese Auftraggeber häufig harte Vertragskonditionen (Haftung, Schadenersatz etc.) oft ohne Ver handlungs möglichkeiten vor. Das Geschäft im öffentlichen Sektor unterliegt des Weiteren auch starken saisonalen und budgetären Schwankungen. Solche Unsicherheiten im Geschäft können sowohl die Vergabe von Neuprojekten als auch die Verlängerungen bestehender Vertragsverhältnisse betreffen, und damit die zukünftige Erlösentwicklung wesentlich negativ beeinflussen. Politische Entwicklungen wie beispielsweise Neuwahlen oder Kompetenzverlagerungen können darüber hinaus bereits weit vorangeschrittene Vergabeprojekte wieder "zurück an den Start" befördern. Aufgrund der Größe vieler Projekte im öffentlichen Sektor und der engen Zusammenarbeit der einzelnen Stellen des öffentlichen Sektors besteht auch das erhöhte Potenzial von Klumpenrisiken.

Mitbewerbsdruck

Der Softwaresektor, insbesondere im Segment des Enterprise Content Managements, unterliegt einer intensiven Konsolidierungswelle, welche im Wege von Akquisitionen und Zusammenschlüssen fortlaufend größere und internationalere Mitbewerber mit immer deutlicheren Skaleneffekten entstehen lässt. Des Weiteren ist ein verstärkter Markteintritt marktdominierender Software-Hersteller, teilweise mit neuen Produkten, in diesem Segment zu beobachten, was weiterhin zu einem intensivierten Preis- und Margendruck sowie einer erschwerten Partnerakquisition führen kann.

Personalrisiken

Aufgrund einer anhaltend starken Konjunktur und guten Auftragslage im IT-Sektor allgemein verbunden mit einem Mangel an verfügbaren IT-Fachkräften sind die Gehaltsniveaus für ausgezeichnete IT-Fachleute in jenen Ländern, wo Fabasoft solches Personal beschäftigt, gestiegen. Dies ergibt verbunden mit sinkenden Dienstleistungspreisen insbesondere im öffentlichen Sektor ein Risikoszenario für die zukünftige Profitabilität. Des Weiteren wird ein Risiko für die neu entstehenden Geschäftsfelder des Fabasoft Konzerns in der Schwierigkeit gesehen, hochqualifizierte Management Fachkräfte im IT-Bereich für die eigenverantwortliche Führung und den Ausbau neuer oder neu strukturierter Geschäftsbereiche im ausreichenden Umfang zu finden und an das Unternehmen zu binden.

Würde eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern – insbesondere auch Schlüsselkräfte – das Unternehmen in kurzer Abfolge verlassen, und könnten diese nicht kurzfristig ersetzt werden, so hätte dies eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung und auf die Fähigkeit des Unternehmens, bereits eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen. Dies würde voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der Kundenzufriedenheit und der Erlöse bis hin zu möglichen Vertragsstrafen führen.

IT-Risiken

Störungen beispielsweise in der Hardware-, Datenspeicherungs- oder Netzwerk-Infrastruktur, in der Software, bei Datenübertragungsleitungen oder seitens der Internet-Betreiber, Bedienungsfehler, Viren, Hacker oder Naturkatastrophen können den Betrieb der Systeme des Unternehmens sowie von wichtigen Systemen, mit welchen diese vernetzt sind, sowie die Möglichkeit der lückenlosen Datensicherung negativ beeinflussen. Eine Folge davon können Einschränkungen oder Ausfälle insbesondere von Online-Service-Leistungen, Vertriebstätigkeiten, Entwicklungstätigkeiten, Verwaltungstätigkeiten sowie der Online-Präsenz des Unternehmens – einschließlich der gesetzlich oder regulatorisch vorgeschriebenen Veröffentlichungen auf der Homepage – sein.

Das Unternehmen hat organisatorische und technische Vorkehrungen für die Erbringung definierter Service Levels bei seinen internen Systemen nach Abwägung von Kosten und Risiken getroffen, eine vollständige Eliminierung aller Risikofaktoren ist aber nicht möglich.

Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen ist im Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern verhältnismäßig gering, im angestrebten Partnergeschäft wird eine marktübliche Entwicklung erwartet. Das Zinsänderungs risiko besteht nur bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Da diese Wert papiere über Fonds gehalten werden und kurzfristig liquidierbar sind, kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung des Fabasoft Konzerns (Die Fabasoft AG tätigt keine Forschung und Entwicklung)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Fabasoft-Konzerns einerseits auf die Weiterentwicklung der Standardprodukte Fabasoft eGov-Suite, Fabasoft iArchive und Fabasoft Operations Manager zur Version 7.0 bzw. 2007, von Mindbreeze Enterprise Search zur Version 3.0 sowie auf die abschließenden Arbeiten für die Markteinführung der Produkte Fabasoft Folio 2007 und Fabasoft DUCX 2007. Im Juli 2007 wurde der Release Candidate 1 und im September 2007 der Release Candidate 2 veröffentlicht.

Die neue Content Governance Software Fabasoft Folio 2007 ermöglicht großen Organisationen ein wirtschaftliches Management ihrer Geschäftsdaten und -prozesse über deren gesamten Lebenszyklus. Durch das durchgängig objektorientierte Design dieses Produktes und die in die Entwicklung eingeflossene langjährige Projekterfahrung von Fabasoft im Großkundenbereich eignet sich Fabasoft Folio 2007 insbesondere für eine höchst effiziente und damit wirtschaftliche Projektumsetzung durch Vertriebsund Projektpartner der Fabasoft.

Mit Fabasoft DUCX 2007 bietet Fabasoft ihren Kunden und Partnern sowie den Fabasoft Dienst leistungsorganisationen und der Fabasoft Produktentwicklung selbst eine integrierte Entwicklungsumgebung für die Fabasoft eGov-Suite und für Fabasoft Folio 2007 auf Basis von Microsoft Visual Studio und Eclipse. Neben der Programmierung in C# und Java sowie in anwendungsspezifischen Sprachen (DSL, Domain Specific Languages) umfasst Fabasoft DUCX 2007 den gesamten Entwicklungszyklus von der Spezifikation und Modellierung einer Software-Lösung über die Umsetzung, die Dokumentation und die automatischen Tests auf Basis von Use-Cases. Damit eignet sich Fabasoft DUCX 2007 hervorragend für die Entwicklung von vertikalen, Content-basierten Fachanwendungen (Content Enabled Vertical Applications).

Im Oktober 2007 erfolgte die Auslieferung der für den Produktionseinsatz freigegebenen Produktversionen. Des Weiteren wurde Fabasoft DUCX 2007 als Preview-Version ausgewählten Partnern zur Verfügung gestellt. Der ab Dezember 2007 verfügbare Service Pack 1 rundete die Produktentwicklung mit Optimierungen im Bereich der Usability, wichtigen Erweiterungen für Großkunden-Projekte und Anpassungen an aktuelle technische Entwicklungen ab.

Teilweise parallel dazu startete in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraumes die Intensivphase der Produktentwicklung für die nächste Version der Fabasoft Softwareprodukte.

Mit Ende 2007 bzw. Anfang 2008 wurde im Bereich Software-Entwicklung die Methodik der "agilen Software-Entwicklung" (SCRUM) zur schnellen und effizienten Realisierung von Software-Produkt-Releases als Arbeitsweise eingeführt. Durch diese Maßnahme sollen künftig Durchlaufzeiten und Kosten in der Entwicklung eingespart, sowie Kommunikationsflüsse und interne Abstimmungsprozesse beschleunigt werden.

Linz, 16. Mai 2008

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind

Der Vorstand der Fabasoft AG

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der Fabasoft AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unter nehmens rechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Gemäß den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. März 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, den 16. Mai 2008

PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Karl Hofbauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Bilanzeid

Wir bestätigen nach bestem Wissen (im Sinne des § 84 öAktG), dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen möglichst getreu entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Chancen, Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist."

Der Vorstand der Fabasoft AG

Dipl.-Ing. Helmut Fallmann Leopold Bauernfeind Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsrates der Fabasoft AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2007/2008 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben. Daneben gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.

Wesentliche Themen der Berichterstattung, Erörterung und Prüfung im Aufsichtsrat waren der Geschäftsverlauf in den einzelnen Quartalen inkl. Budgetvergleiche, die Kundenprojekt- und Ausschreibungsentwicklung, Kundenveranstaltungen, die Entwicklung der Tochtergesellschaften im In- und Ausland, Gesellschaftsgründungen und -umgründungen, Geschäftsführerbestellungen, Überlegungen zu neuen Standorten, Internationalisierung, die strategische Weiterentwicklung des Konzerns, Investitionen, Personalentwicklung, der Stand interner Projekte sowie das Budget zum Geschäftsjahr 2008/2009.

Die zum Abschlussprüfer der Fabasoft AG bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft haben den Jahresabschluss nach UGB zum 31. März 2008 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) geprüft.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2008 nach IFRS (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung samt Anhang und Lagebericht) wurde ebenfalls von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und dem Prüfungsausschuss der Gesellschaft geprüft.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss haben zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben und es wurden beide mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Gesellschaft hatte keine Einwände.

Somit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 26. Mai 2008 den Jahresabschluss und die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Linz, im Mai 2008

Dr. Rainer Rustemeyer eh Vorsitzender des Aufsichtsrates