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Evotec SE Investor Presentation 2013

Oct 18, 2013

151_rns_2013-10-18_75833a7b-f7e4-42b2-a60e-85b9ea3db851.pdf

Investor Presentation

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PT: € 4,46

Änderungen - Ersteinschätzung
Neu Delta Neu Delta
Umsatz 91,6 --- 101,2 ---
EBIT 2,6 --- 3,5 ---
EPS -0,03 --- 0,02 ---
EPS* 0,01 --- 0,02 ---
DPS 0,00 --- 0,00 ---

*bereinigt

Homepage: www.evotec.com Branche: Biotech

ISIN: DE0005664809 schätzen wir auf € 4,46.
Bloomberg: EVT:GY
Reuters: EVTG.DE
Investment Highlights
Preis (17.10.13): € 3,50
Enterprise Value: € 389 Mio.
Ø-Volumen (100 Tage): € 1,84 Mio.
52W Hoch: € 3,56
52W Tief: € 2,06
Streubesitz: Ca. 75%
Finanzkalender
12.11.2013 Q3-Zahlen
Aktionärsstruktur
ROI Verw. Gesell. <13%
TVM V Life Gesell. 9%
BVF Partners 9%

Thomas Schießle +49(0)69 – 2561 285 24 [email protected]

Benjamin Ludacka +49(0)69 – 2561 285 22 [email protected]

getinsight Research GmbH Mainzer Straße 50 60325 Frankfurt am Main Datum 18.10.2013 www.getinsight.de

Kaufen (Ersteinschätzung) Evotec AG

Neuer Ankerinvestor verleiht Auftrieb

2013E 2014E Der Einstieg des US-Biotech-Investors BVF Partners ist u.E. ein Weckruf für Investoren und wird das Wachstum und die Transformation des Geschäftsmodells beschleunigen. Durch den Einstieg forciert Evotec seine EVT Innovate-Aktivitäten, bekommt damit hochwertigen Projektnachschub und langfristig vermehrten Zugang zu Royalties. Damit wächst das Unternehmen über die Ziele des "Aktionsplans 2016" hinaus. Die Marktposition wird verbessert sowie die Wertschöpfungskette ausgeweitet. Zudem kann Evotec den Abbau der vorhandenen Projekt- und Strukturrisiken und das Erreichen der kritischen Größe schneller umsetzen. Darauf setzt auch der Finanzinvestor BVF Partners, der sich die Möglichkeit auf die Anteilsverdopplung per 30-Monate Call-Option (Ausübungspreis € 4,00) auf das Aktienpaket von TVM gesichert hat. Den fairen Wert schätzen wir auf € 4,46.

  • Marktkapitalisierung: € 456 Mio. Solides Basis-Geschäft. Bei Evotec handelt es sich nicht um ein klassisches Biotechunternehmen mit entsprechendem Risikoprofil, sondern um einen Auftragsentwickler mit überschaubaren Entwicklungsrisiken. Das Geschäftsmodell ist hochskalierbar und das Unternehmen verfolgt gegenwärtig das Ziel die vorhandenen Kapazitäten mit hochmargigen Entwicklungsprojekten besser auszulasten. Gelingt es dem Unternehmen nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften, könnten die hohen Verlustvorträge (mehr als € 220 Mio.) monetarisiert werden.
  • EVT vollzieht eine 180-Grad-Wende vom reaktiven Labordienstleister zum proaktiven "Innovator" in der Frühphasenentwicklung. Der Newsflow wird frequenter und werttransparenter, v.a. weitere Cure X-/Target X-, Multi-Target-Allianzen und Studienfortschritte der klinischen Pipeline.
  • Das Geschäftsmodell erlaubt nach Erreichen der Gewinnzone eine hohe Wertschöpfung über diverse Erfolgszahlungen. Wir gehen davon aus, dass die Kapitalrentabilität ab 2015 die Kapitalkosten deutlich übertreffen wird. Der neue Ankerinvestor sowie Dr. Lanthaler (CEO) dürften eine aktionärsfreundliche Geschäftspolitik sicherstellen.
  • Bewertung: Den NPV der reifen Medikamentenkandidaten bewertet die Börse implizit mit weniger als 10% (< € 200 Mio.). Wir schätzen den Wert auf € 379 Mio. Inklusive des Basisgeschäfts schätzen wir den fairen Wert je Aktie auf € 4,46.
  • Risiken: Wertbereinigung des Altportfolios, Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und wichtigen Know-how Trägern.

Kennzahlen
Um EPS KGV EV/ EV/ EBIT ROE
satz ber. ber. Sales EBIT Marge (%)
2011 80,1 6,7 0,05 45,2 3,22 49,6 6,5% 4,8%
2012 87,3 2,5 0,02 138,4 3,39 n.m. -3,7% 1,7%
2013e 91,6 0,9 0,01 n.m. 4,25 148,5 2,9% 0,5%
2014e 101,2 2,2 0,02 n.m. 3,92 113,3 3,5% 1,3%
2015e 114,6 4,8 0,04 87,5 3,44 60,7 5,7% 2,6%
Quelle: Unternehmensangaben / getinsight Research GmbH

EXECUTIVE SUMMARY

Zielkurs von

Mio.

€ 4,46 je Aktie bei neuer Aktienanzahl von 130,4

1. Transformation bei Evotec führt zu einer Neubewertung

Wir nehmen die Coverage mit einem Kaufurteil und einem aktuellen Zielkurs von € 4,46 (+Mittelwert der Peer- und Evotecs SOTP-Bewertung zuzüglich € 68 Mio. Cashbestand auf Basis einer Aktienanzahl von 130,4 Mio.) auf. Denn Evotec scheint uns mit dem Projektnachschub aus den "X-Initiativen" (wie jüngst aus den Universitätskooperationen mit Harvard und Yale) sowohl auf dem richtigen Weg zu sein als auch (u.a. mit BVF-Mitteln) schneller, als ursprünglich gedacht, voran zu kommen. Evotec gestaltet als Forschungsdienstleister Innovationen effizienter, preiswerter und beschleunigt diese vor allem. Die vergangenen Quartale haben das Unternehmen und die Equity-Story modifiziert, indem die Wertschöpfungskette entscheidend ausgeweitet und das mittelfristige Wachstum vorangetrieben wird. Der aktuelle Wert des Basisgeschäfts steht also vor einer Neubewertung. Aktuell schätzen wir den Ertragswert alleine für das Basisgeschäft auf € 192 Mio.

Weiterhin ermöglicht die im Frühjahr 2012 eingeschlagene Partnering Strategie seither den Aufbau und die Weiterentwicklung einer klinischen Medikamentenpipeline ohne die (aus der Vergangenheit bekannten) signifikanten Risiken einzugehen. In den kommenden Monaten wird auch hier neu zu rechnen sein, wenn bedeutende Datenpunkte auf den Entwicklungspfaden der Hauptwerttreiber durchschritten werden. Der wahrscheinlichkeitsgewichtete NPV der Medikamentenpipeline – die zweite Quelle der Werttreiber – liegt u.E. bei € 379 Mio. Demgegenüber steht eine aus der Börsenbewertung abgeleiteten Evaluierung von lediglich ca. € 200 Mio., was einer Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 5% entspräche. Wir erwarten einen wachsenden und positiven Newsflow.

Grafik 1: Peer- und SOTP-Bewertung

Peers: Morphosys, Galapagos, Abcam, Covance, WuXi Quelle: getinsight Research GmbH

2. BVF Partners steigt ein – ein starkes Signal aus den USA

Mit EVT Innovate erobert sich Evotec ein Alleinstellungsmerkmal und erhält langfristig Zugang zu semi-exklusiven (mit Partneruniversitäten geteilten) Wirkstoffpatenten, die im späteren Verlauf im Rahmen von EVT Integrate zusammen mit der Pharma-

Biotechspezialist BVF Partners investiert € 30 Mio.

Langfristinvestor BVF Partners hat die Option bis 2016 weitere € 47 Mio. zu investieren

Markt wächst zweistellig

Marktführer im Screening - moderate Sachinvestments

Projektinvestments bringen Zugang zu Dealflow oder Biotech-Industrie weiterentwickelt werden können. Damit revolutioniert Evotec die eigene Wettbewerbsposition.

Der renommierte US-Biotech- und Pharma-Investor BVF Partners hat das erkannt und wird ab Oktober neben den Investor ROI (13,6% Anteil) zusätzlicher Ankerinvestor. An MorphoSys z.B. hält der spezialisierte Finanzinvestor ebenfalls ein kleines Aktienpaket. In Ausnahmefällen steigen die Beteiligungsquoten über die üblichen 10%-Anteile hinaus. Im Fall von Ligand Pharmaceutical, ein Biotech- und Medtech-Portfolio-Unternehmen, dass (wie Evotec) in sehr innovative Technologien investiert, war das Investment-Team um Matthew Perry bereit auf Teile der Stimmrechte zu verzichten, um auf 25% der Kapitalanteile aufstocken zu können. Dabei wurde eine zeitliche Haltefrist von vier Jahren und ein kursseitiges Lockup (Kurs >\$ 100,-; aktuell \$ 34,80 LGND-Kurs) vereinbart.

BVF Partners zeichnete im August die 10 zu 1 Barkapitalerhöhung auf 130,2 Mio. Aktien vollständig und bezahlt für 11,8 Mio. Stück Aktien im September 2013 gut € 30 Mio. (€ 2,55 /Aktie). Eine Call-Option, ausgegeben vom langjährigen Aktionär TVM, ermöglicht eine Verdopplung der BVF-Position auf 18%. Dazu würde TVM ihr komplettes Aktienpaket bis spätestens Februar 2016 an die Amerikaner verkaufen - zu € 4,00/EVT-Aktie.

3. Marktposition dreht sich um 180 Grad

Evotec's Kunden aus der Pharmaindustrie leiden seit Jahren unter Margendruck. Innovationen müssen effizienter, schneller und preiswerter werden. Infolge dessen wächst der Outsourcing-Markt für Wirkstoffentwicklungen bis zu 10% p.a. Das Wettbewerbsumfeld ist durch wenige Komplett- und rund 100 Spezialanbieter, wie Evotec AG, charakterisiert. Unter ihnen herrscht zunehmend Preiswettbewerb.

Die Hamburger konzentrieren sich im Besonderen auf die frühen Entwicklungsschritte, mit der Hit Identifizierung (z.B. High-Content-Screening) als Kernkompetenz. Damit hat man sich in den zurückliegenden 20 Jahren hohes Renommee und nach eigenen Angaben in Europa die Marktführerschaft erarbeitet. Seit 2012 bieten die Hamburger verstärkt namhaften Forschungseinrichtungen (wie Harvard oder Yale) ihre Expertise an, während Big-Pharma, aber auch Private Equity aus Renditegesichtspunkten vor solchen Frühphasenfinanzierungen zurückhaltender agieren. Evotec nutzt diese Lücke und kann "hausintern" binnen ca. 24 Monaten und unter Einsatz eines begrenzten Finanzbudgets Entwicklungsperspektiven für diese hoch-innovativen Wirkstoffe aufzeigen und im Erfolgsfall (gemeinsam) Lizenzen vergeben. Über die Zeit entsteht ein (semiexklusives) Wirkstoffportfolio mit Verwertungsrechten für Evotec. Das wäre neu für die Hamburger und reduziert über die Jahre den Preisdruck entscheidend. Die Wettbewerbsposition von Evotec beginnt sich mit "Cure X/Target X-Initiativen" um 180 Grad zu drehen, und das mit dem zusätzlichen Kapital von BVF in beschleunigter Form.

4. EVT Innovate nutzt Wettbewerbslücke und eigene Skalierbarkeit

Der frühe Zugang zu Entwicklungskandidaten erweitert den künftig zugänglichen Markt beträchtlich, denn eine hohe Innovationsdynamik und der Trend zum One-Stop-Shop sind geschäftsprägend. Eine hohe Skalierbarkeit zeichnet das Geschäftsmodell aus – auf absehbare Zeit sind Kapazitäten frei. Dazu ist eine State-of-the-Art Technikinfrastruktur genauso nötig,

Personal ist kritisch geringe Kapitalintensität

USP bleibt: Schnelle Entscheidungen in der Frühphasenentwicklung

Aktionsplan 2016 – Ergebnisverdopplung bis 2016

Aktionsplan 2016 ist Etappenziel – Überschussliquidität nach 2016 wie Mitarbeiter, die Expertise mit Kreativität und Engagement verbinden. Über 80% der Mitarbeiter sind Akademiker. Gruppenweit arbeiten etwa 85% in der "Produktion".

Hohe Arbeits- und geringe Kapitalintensität charakterisieren genauso den Geschäftsverlauf, wie aktuell noch ein gewisses Clusterrisiko in der globalen Kundschaft. Das Neugeschäft mit über 20 Abschlüssen p.a. steht dem Wiederholungsgeschäft (ca. 85%) gegenüber. Evotec's Wachstumsstrategie fußt darauf ein Portfolio innovativer, erfolgsbasierter Forschungsallianzen (EVT Integrate) aufzubauen und so die vorhandenen Kapazitäten optimal auszulasten. Mit steigender Auslastung greifen die Skaleneffekte und die Profitabilität steigt, wodurch der Preisdruck bei einzelnen Aufträgen (EVT Execute) abgefedert werden kann.

5. Alter Kern - neuer Anspruch

Die angestrebte Größe und Stabilität des Geschäftsmodells würde u.E. schon bald mehr Kundennähe (in den USA und Fernost) tragen können. Die sich abzeichnende Wachstumsbeschleunigung wird u.E. perspektivisch eine gewisse Stärkung der zweiten Führungsschicht nach sich ziehen. Die arbeitsinhaltliche und gehaltliche Incentivierung bleiben aus unserer Sicht maßgebend für einen gelungenen Interessenausgleich. Der Technologiefokus sollte eher eng, die Wertschöpfungstiefe und der Indikationsfächer eher breiter gefasst werden. Damit bliebe die Marktstellung in der Frühphasenentwicklung mit der zentralen Hit Identifizierung auch in biologischen und epigenetischen Fragestellungen verteidig- und ausbaubar, während sich die Komplettanbieter von der klinischen Entwicklung in Richtung Wirkstoffproduktion orientieren.

6. Aktionsplan 2016 – und mehr

Die Zielsetzung des gültigen Aktionsplans 2016 ist es eine klare Führungsposition im Markt der Wirkstoffforschungslösungen zu erlangen (Guidance 2016: Umsatz ca. € 160 Mio.; EBIT-Marge: ca. 15%) und somit die kritische Unternehmensgröße zu erreichen, die die Kapitalkosten erwirtschaftet. Es gilt u.E. in den kommenden Jahren also, neben dem wiederkehrenden Basisgeschäft, jährlich mindestens zwei innovative, erfolgsbasierte Multi-Target-Forschungsallianzen (EVT Integrate) zu akquirieren und so die Profitabilität zu verbessern sowie die Kunden- und Indikationsstruktur zu verbreitern.

Ab 2016/17 könnte ferner der Auswahlprozess verstärkt EVT Innovate-Projekte in die EVT Integrate Sparte überführen. Die Bruttomarge könnte dann 50% überschritten haben. Zum Vergleich: 2012 lag diese Kennzahl bei 35%. Mit den aktuellen Kapazitäten und einem unterproportionalen Personalzuwachs scheint uns dann ein Jahresumsatzes von mehr als € 160 Mio. grundsätzlich erreichbar. Zeitgleich wären F&E-Aufwendungen von über € 25 Mio. p.a. tragbar ohne die EBIT-Marge unter den Zielwert von 15% sinken lassen zu müssen. Evotec wäre damit immer noch im Expansionsmodus und würde zu dieser Zeit vor Beginn der nächsten Unternehmensphase mit der beabsichtigten Vermarktung von DiaPep277 durch Teva stehen. Dann wird zu entscheiden sein wie die Überschussliquidität verwendet wird.

Bis dahin sollte, als wesentlicher Profittreiber, das Gewicht der Erfolgszahlungen, die anhand von Entwicklungsmeilensteinen entstehen, deutlich gestiegen sein. Das dadurch erzeugte Überschusskapital kann zur Substanzstärkung/Risikoabfederung verwandt und perspektivisch, nach Aufzehrung der Verlustvorträge, grundsätzlich ausgeschüttet werden. Da die Branche konsolidiert, wären Akquisitionen in aufkommende Forschungstrends eine alternative Mittelverwendung. Die ausgewiesene Kapitalmarktaffinität des CEO passt u.E. gut zu der zunehmend wichtiger werdenden Portfolio-Arbeit bei Evotec.

Grafik 2: Übersicht SOTP-Bewertung

Quelle: getinsight Research GmbH

Börsenbewertung

Wir ermitteln die adäquate Bewertung aus der Kombination aus Peer-Group-abgeleiteter Evaluierung und der NPV-Bewertung der wesentlichen Ergebnisquellen (SOTP) aus Partnerportfolio und Basisgeschäft.

In der gegenwärtigen Entwicklungsphase des Unternehmens, die der "Aktionsplan 2016 effiziente Innovationslösungen" zusammenfasst, ist eine traditionelle Bewertung anhand von Bestands- oder Gewinnkennzahlen nicht zielführend. Die aktuelle Investitionsphase des Unternehmens wird u.E. die Konzerngewinne kurzfristig nur gedämpft steigen lassen und Wertberichtigungen, die zu temporären Verlustausweisen führen könnten, sind nicht auszuschließen.

Umso wichtiger sind das Wertsteigerungs- und Risikomanagement via wissenschaftlicher Expertise und Portfoliosteuerung. Liefert nämlich zeitgleich das ertüchtigte Basisgeschäft mit hohem Bestandkundenanteil Überschüsse sowie wächst und reift das für Evotec um Erfolgskomponenten erweiterte Geschäft der Wirkstoff-Allianzen, ist der langfristige Wertschöpfungsprozess "durchfinanziert" und das Unternehmensrisiko, im Unterschied zum herkömmlichen Biotechunternehmen, begrenzt. Dieser sozusagen stabile Zustand könnte u.E. in ca. 24 Monaten erreicht worden sein. Die Verlustvorträge in Höhe von mehr als € 220 Mio. stärken die Innenfinanzierungskraft zusätzlich.

Auch ohne die Berücksichtigung dieser hoch innovativen aber risikobehafteten Frühphasenprojekte (X-Allianzen), ist der ausschließlich nach der SOTP-Methode ermittelte Unternehmenswert von aktuell € 4,90 u.E. gut fundiert (siehe Grafik 2).

Zielkurs auf € 4,46 (bei Aktienanzahl von 130,4 Mio.)

Portfoliosteuerung im Steady State im Verlauf von 2015

Mittelwert der Bewertung: € 3,94/Aktie + 75% Cash-Position € 0,52/Aktie

"R&D-Day" im Herbst 2013

Der risikogewichtete NPV-Pipeline-Wert der bereits existierenden verpartnerten klinischen Projekte (€ 379 Mio. bzw. € 2,91/130,4 Mio. Aktien - siehe Grafik 1) wird ergänzt um den Ertragswert des laufenden Basis-Geschäft (€ 192 Mio. bzw. € 1,47/130,4 Mio. Aktien - siehe Grafik 1). Wir arbeiten mit einem Basis-WACC von 10,2% (plus projektspezifische Aufschläge), sind also wegen der noch frühen Phase der wichtigen "X-Initiativen" auf der "konservativen" Seite.

Den Finanzmittelbestand von ca. € 90 Mio. berücksichtigen wir zu 75% mit € 68 Mio. (€ 0,52 pro Aktie) und zählen diesen auf den Mittelwert aus Peergroup-Bewertung und SOTP-Wert (€ 3,94) pro Aktie; siehe Grafik 1) hinzu. Damit beträgt der Zielkurs € 4,46.

Bis zu einem ersten Kommerzialisierungsbeweis durch die Markteinführung eines gemeinsam entwickelten Wirkstoffes (DiaPep277) müssen wir aus heutiger Sicht bis 2015/16 warten. Bis dorthin verläuft die Wertentwicklung zum gewissen Grade mit eingeschränkter Transparenz. Mit dem erstmals für Herbst geplanten "R&D-Day" für Kapitalmarktteilnehmer wird dieses wichtige Manko der Equity-Story adressiert. Die Wahrnehmung insbesondere in den USA wird gesteigert und Vertrauen, das durch die Misserfolge der Entwicklungsarbeiten unter dem alten Geschäftsmodell bis 2008 stark gelitten hatte, wieder aufgebaut.

Grafik 3: Pipeline-Bewertung

Quelle: getinsight Research GmbH

Newsflow aus operativen und strategischen Quellen

Seit rund 12 Monaten wird also ein stark wachsendes Portfolio von "X-Initiativen" aufgebaut, aus denen in den kommenden Quartalen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten entstehen werden. Bis heute sind Details zu fünf Initiativen veröffentlicht worden; in den kommenden Quartalen werden - auch mit den BVF Mitteln finanziert - weitere folgen und die Zahl der Meilenstein-Nachrichten ansteigen.

Auch sind bis zu drei Klinikstarts bis Ende 2014 in der Planung. So könnte Janssen Pharma bspw. in der EVT 100-Serie die wichtigen Schritte zur Klinikreife abschließen. In der bedeutenden Bayer-Multi-Target-Allianz steht die Selektion der Entwicklungskandidaten an (Q1/14e). Später, nämlich im weiteren Verlauf von 2014, dürfte es spannend werden. Denn bis dahin wird sich der Wert der Führungsprogramme EVT302 (Daten Phase II bis

Zuerst Klinikstarts und "X-Initiativen"…

…gefolgt von Meilensteinen und Studiendaten im 2. Hj. 2014

Q4/14) und DiaPep277 (Daten aus DIA-AID2 im 2. Hj. 14) weiterentwickelt haben und gleichzeitig ihre Werthaltigkeit deutlicher zu Tage treten.

Wichtige Meilensteine für 2013
Execute - Umsatzwachstum und erhöhte Bruttomarge
- Expansion der erfolgreichen bestehenden Allianzen
- Signifikante, langfristige Partnerschaften mit Biotechnologie-
sowie großen/mittleren Pharmaunternehmen
ntegrate - Mindestens 1 bedeutende neue integrierte Technologie- bzw.
Indikationsallianz
- Beschleunigte präklinische/klinische Meilensteine
hnovate - Guter Fortschritt bei Produktentwicklungspartnerschaften
- Erweiterung des Netzwerks akademischer Allianzen
- Verpartnerung eines präklinischen
Kandidatens/Entwicklungsprogramms

Quelle: Evotec AG

Aktionsplan 2016 - Evotec vom Kopf auf die Füße

Seit 2009 wurde bei Evotec das wiederkehrende Basisgeschäft (EVT Execute) neu ausgerichtet, spürbar profitabler und ab 2012 um zwei weitere, noch innovationsfreudigere Felder ergänzt. Seither wird der adressierbare Markt kräftig ausgeweitet. Das Wettbewerbsumfeld in dem auf ca. \$ 20 Mrd. p.a. geschätzten Markt, der etwa 10% p.a. wächst, ist durch wenige Komplett- und viele Spezialanbieter, wie Evotec AG, charakterisiert. Inzwischen ist das "backend" der Wertschöpfungskette in der Wirkstoffforschung (klinische Prüfungen und Zulassungen) ein "Commodity". Der Risiko- und Kostendruck kann nur noch von globalen Komplettanbietern geschultert werden. Covance Inc. oder auch Wuxi Pharma aus der VR China gehören zu dieser Anbietergruppe, aber auch AMRI aus den USA scheint sich inzwischen in die Richtung der Komplettanbieter zu bewegen.

Evotec hingegen geht nicht den Weg des Komplettanbieters. Stattdessen sichert sich das Unternehmen durch möglichst frühzeitigen Zugang innovative Projekte aus Forschungsstätten durch die EVT Innovate Initiativen. Der Zugang zu dem Target (pharmakologische Zielstruktur) kann der entscheidende Vorsprung vor der Konkurrenz in einem "Pitch" sein, denn diese Art von Deals sind besonders umkämpft. Ersten Erfolgen sollen schon bald weitere folgen. Sie sichern über mehrere Jahre Beschäftigung und bieten darüber hinaus Erfolgsbeteiligungen, die höhere Margen als im Basisgeschäft ermöglichen und schließlich im Erfolgsfalle Umsatzbeteiligungen in Aussicht stellen. Die nächste Unternehmensphase wäre u.E. ab 2016 erreicht.

Konkurrenten sind Großund Komplettanbieter

Evotec geht einen anderen Weg

Grafik 5: SWOT-Analyse

Quelle: getinsight Research GmbH

Geschäftsmodell

Kernkompetenz Screening als Ausgangspunkt

Multi-Target-Allianzen und mehr Evotec ist 1993 gegründet worden und bietet seinen weltweiten Kunden unter dem Motto "Effiziente Innovationslösungen" Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsleistungen an. Kernkompetenz ist die Hit Identifizierung, eine zentrale Technologie zur Wirkstoffentwicklung für die Pharma- und Biotechindustrie. Evotec beschleunigt mit einem integrierten Dienstleistungsangebot an Technologien und Prozessoptimierung den Wirkstoffforschungsprozess vom Target bis zur klinischen Entwicklung und erhöht die Erfolgschancen für seine Kunden, die so Zeit und Geld sparen. Das sorgt in Zeiten des Margendrucks bei Pharmafirmen für nachhaltig wachsende Nachfrage im sogenannten "Outsourcing-Markt".

Die leicht zweistellig wachsende Nachfrage ist wissenschafts- und innovationsgetrieben und segmentiert sich zusehends. Hierbei tritt Evotec als aktiver Konsolidierer auf. Ab 2008 stellte sich Evotec neu auf, seit 2010 arbeitet das Unternehmen profitabel. Durch € 30 Mio. frisches Kapital von BVF Partners werden die Wachstumsmöglichkeiten erweitert; die Verlustvorträge stärken mittelfristig die Innenfinanzierungskraft zusätzlich.

Alle Bereiche der Wirkstoffforschung können grundsätzlich auch einzeln ausgelagert werden. Von der Target-Identifizierung, die am Beginn steht, über die Validierung und das Screening bis zur Leitstrukturoptimierung in der Präklinik (das traditionelle Arbeitsfeld von Evotec) werden rund \$ 4 Mrd. p.a. ausgegeben. Davon ist weniger als die Hälfte an Dritte vergeben. Immer komplexere Fragestellungen und der Zwang zur Schnelligkeit sorgen dafür, dass die Produktivitätssteigerung durch Vergabe von Entwicklungsverträgen mit größerer Wertschöpfungstiefe einhergeht. Inzwischen werden mehrtausendköpfige Standorte, wie bei Sanofi-Aventis oder Pfizer an CRO-Spezialisten (Forschungsdienstleister) übertragen bzw. geschlossen. Weitere Wirkstoffgruppen kommen aus den Universitäten (Biologicals) und eröffnen zusätzliche Wachstumsoptionen. Ihr Anteil soll über das aktuelle Marktgewicht von 30% steigen.

Grafik 6: Meilensteingesteuertes, erfolgsabhängiges Geschäftsmodell

Quelle: Evotec AG

Evotec unterteilt die drei strategischen Geschäftsfelder EVT Execute, EVT Integrate und EVT Innovate. Diese drei Dienstleistungsbereiche werden ergänzt um die klinische Forschungspipeline, die an Partner zur Entwicklung weitergegeben wird.

Mit EVT Execute hat sich Evotec als Qualitätsanbieter von kosteneffizienten und industrialisierten Dienstleistungen in der Wirkstoffforschung auf einer Fee-for-Service-Basis seit vielen Jahren etabliert. Die klassischen Laborleistungen werden durch das Compound Management (Logistikdienstleistung) ergänzt. Bei einem Projektdurchlauf von vier bis sechs Monaten wird dazu eine etwas größere Auftragsreichweite angestrebt. Die Spezialisierung und Prozessoptimierung führen zu aller erst zu schnelleren Entscheidungen für den Kunden. Beide erschließen ferner Effizienzspielräume, die sich Evotec und Kunde teilen.

Bereich Partner Rahmen Upside
Substanzverwaltung NIH 10 Jahre 70. Mio. \$, solide Margen
Screens für diverse
Indikationen
Erstklassige Pharma-
Biotechunternehmen
$\sim 25$ in 2012 Ähnlicher Umfang im Jahr 2013, solide
Margen
Huntington-Krankheit CHDI $<$ 3 Jahre 41 Mio. \$ über die Laufzeit, solide Margen,
Technologieentwicklung
Counter Screening Erstklassiges
Pharmaunternehmen
Laufend Solide Margen
Proteinproduktion Erstklassiges
Pharmaunternehmen
Laufend Solide Margen
Integrierte Programme Genentech In 2013 zu
verlängern
Solide Margen

Quelle: Evotec AG

EVT Integrate stellt den systematischen Ansatz für die Bearbeitung von Wirkstofftargets bis zur Präklinik dar und wird durch Forschungs- und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen auf Erfolgsbasis vergütet. Auch hier gilt: best in class.

EVT Innovate - first in class - beschleunigt vielversprechende Forschungsansätze und -targets in Partnerschaften. Einem begrenzten Investment stehen möglicherweise Meilensteinzahlungen und zweistellige Umsatzbeteiligungen gegenüber. Ein zügiger Aufbau auf ein rund ein Dutzend aktiver "X"-Allianzen umfassendes Portfolio steht also an.

Industrielle Prozesse + Wissenschaft

Neue Kunden durch "best in class + first in class" Pipeline mit Partnern ohne Finanzrisiko

Basisgeschäft soll werthaltiger werden Die weiter fortgeschrittene, klinische Medikamentenentwicklung wird seit der Neuausrichtung des Unternehmens 2009 mit Partnern und ohne eigenes Risiko vorangetrieben. Die Entwicklungspipeline umfasst gegenwärtig sieben Projekte.

Schneller und preiswerter mit Evotec

Wie in der Auto-Industrie in den 80er Jahren, als höhere Wertschöpfungsanteile an die Zulieferindustrie wanderten, ändert sich das Paradigma vieler Pharmafirmen, die sich vermehrt auf Krankheitsmanagement (Zusammenspiel von Diagnostik, Therapie, Zulassung und Marketing) verlegen. Folglich werden immer mehr F&E-Arbeiten ausgelagert. Jüngstes Beispiel ist Bayer, die ihre klinische Entwicklung (Phase I bis IIa) in Wuppertal und Berlin an CRS, Andernach vergeben haben.

Der anhaltende Margendruck in der Pharmaindustrie ist hierbei der Treiber – zum Einen werden die Produktzyklen etablierter Medikamente länger (Lifetime-Management), zum Anderen müssen für den Produktnachschub Innovationen effizienter, schneller und preiswerter werden. Exakt diesen Punkt adressiert Evotec und steigert mit rund 640 Mitarbeitern die Entwicklungseffizienz durch die Kombination aus interdisziplinärer Wissenschaft und industrialisierter Technologieplattform.

Innovationen sind die traditionelle Kernkompetenz vieler Pharmaund Biotechunternehmen, deshalb sind bis heute auch weniger als 50% aller möglichen Projekte an Externe vergeben. Obgleich dadurch Aufwand und Zeit gespart und fixe zu variablen Kosten werden. Die Summe der fremdvergebenen Projekte wird global auf knapp \$ 13 Mrd. p.a. geschätzt und soll nach Consultanteinschätzung bis 2023 auf \$ 35 Mrd. wachsen (CAGR: +11,5%). Insbesondere dem für Evotec relevanten frühphasigen Forschungssegment werden gute Aussichten bescheinigt.

Grafik 8: Wachstumsmarkt F&E-Outsourcing

Quelle: Evotec AG; Visiongain, Drug Discovery Outsourcing: World Market 2012

EVT Innovate – nutzt aktuelle Schwäche der Pharma-Industrie

Wann ein Pharmaunternehmen mit der Entwicklung neuer Medikamente startet, ist von einer Vielzahl von Aspekten abhängig. Besonders ins Gewicht fallen dabei zwei: Entwicklungserfolg und Auswirkung auf die Gewinnentwicklung. In Zeiten gedrückter Margen wird genauer gerechnet und dem

Innovations-Verwertung der Universitäten stockt Lifetime-Management der verkauften Medikamente immer öfter der Vorzug eingeräumt - Innovationen starten also später/langsamer.

Nicht schnell genug dagegen kann es den akademischen Forschungseinrichtungen gehen. Eine möglichst zügige und wertschaffende Verwertung muss das Ziel sein, um mit den zurückfließenden Geldern neue Forschung zu finanzieren.

Evotec löst Blockade

Mit seinem spezifischen Know-how der präklinischen Forschung löst Evotec dieses Dilemma. Mit einem vergleichsweise kleinen Startinvestment (bestehend aus Upfrontzahlungen und Laborleistungen von Evotec) und gegen "erfreuliche" Erfolgsbeteiligungen unterstützt Evotec die Forscher von Harvard, Yale & Co als "scientific investor". Der Wettbewerb, Pharmamultis oder spezialisierte PIPE-Investoren wie z.B. BioPontis Alliance aus Raleigh, USA, betonen dagegen stärker den Verwertungsstandpunkt und sehen sich als "sophisticated investor".

Grafik 9: Strategie EVT Integrate/Innovate 2013

Quelle: Evotec AG

EVT Innovate – klar definierte hochmargige Projekte bei fokussiertem Finanzrisiko

Evotec nutzt seine Expertise, erschließt mit diesem stark akademisch ausgerichteten Ansatz unter der Bezeichnung "Cure X/Target X"-Initiativen die Wertschöpfungskette für die attraktiven EVT Integrate-Wirkstoff-Allianzen und krönt seine Anstrengungen langfristig mit hochdotierten Kommerzialisierungsrechten an gänzlich neuen Medikamentenklassen.

Mit definiertem Zeit- und Finanzeinsatz sollen bahnbrechende Medikamentenkandidaten für die gemeinsame Weiterentwicklung mit der Pharmaindustrie "veredelt" werden. Die Projektlaufzeit dürfte im Mittel bei rund zehn Quartalen liegen. Zum angestrebten Portfolioaufbau dürften die ca. € 30 Mio. neuen Eigenmittel schwerpunktmäßig verwandt werden. Soll das "X"-Portfolio auch in

Zügiger Portfolioaufbau - hohe Ausfallrate berücksichtigen der Nettobetrachtung über die Zeit wachsen, müssen u.E. jährlich vier bis sechs Frühforschungsprojekte angestoßen und in den Workflow integriert werden. Nur so lässt sich die zu erwartende hohe Ausfallrate kompensieren und über die Zeit ein wachsendes "X"-Portfolio aufbauen. Aus unserer Sicht ist es deshalb besonders wichtig, dass der finanzielle Einsatz pro Projekt dabei begrenzt bleibt, auch wenn die Investitionen im Erfolgsfall nach ca. 10 Quartalen (zuzüglich Erfolgsprämie) zurückfließen und reinvestiert werden können.

Das zu bezahlende Investment dürfte überschaubar bleiben, werden doch die thematisch begrenzten "X-Initiativen" mit Evotec's Hilfe "veredelt" und werthaltiger. Gelingt die angestrebte Weiterentwicklung, wird Evotec vom noch zu findenden Lizenznehmer bezahlt und mit dem Projektpartner zusammen am Erfolg beteiligt. Blaupause hierfür ist u.E. die Lizenzvergabe der CureBeta-Initiative an Janssen Pharma Mitte 2012 (alleine € 8 Mio. Upfront). CureBeta als Blaupause

Der gezeigte Erfolg gibt CEO Dr. Lanthaler und Kollegen bis heute recht. In diese hochinnovativen Forschungsprojekte wird Evotec auch künftig über Abschlagszahlungen an die Patenthalter (Partneruniversitäten) investieren (laut Planung in 2013 bis zu fünf Initiativen), um den Pipeline-Nachschub zu sichern und die operativen und strategischen Handlungsoptionen über einen Portfolioansatz zu verbessern.

Drei Säulen des Erfolgs im Wandel

Mit der Zeit wird sich das Aktivitäts- und Umsatzbild bei Evotec wandeln. Noch dominiert das jährlich hoch einstellig wachsende reine Fee-for-Service-Geschäft (EVT Execute) mit € 67 Mio. (2012) die Umsatzstatistik, das auch künftig als Türöffner bei der Kundschaft dienen wird. Eine hohe Anzahl (mehr als 40 p.a.) an limitierten Einzelprojekten charakterisiert das Tätigkeitsfeld. Auf Vollkosten-Plus-Basis (FTE) sind Bruttomargen von 25% bis 35% die Regel. Die größten Profithebel liegen in diesem Fall in der Prozessoptimierung: Es gilt die Verbundvorteile zu stärken und die Auslastung zu steigern.

In wachsendem Maße ergänzt wird das Basisgeschäft von integrierten, mehrjährigen (36 bis 48 Monate andauernden) Wirkstoffentwicklungspartnerschaften (EVT Integrate), aus denen Evotec über die Leistungsentgelte hinaus auch Erfolgszahlungen bei Erreichen definierter Meilensteine erzielen kann. Mit geschätzten Bruttomargen von 55% bis 65% werden längere Wertschöpfungstrecken adressiert und über Prozesssteuerung höhere Skaleneffekte erzielt. EVT Integrate soll perspektivisch das gleiche Umsatzgewicht wie EVT Execute erreichen. Mit deutlich positiver Auswirkung auf die auszuweisende Konzernmarge.

Schließlich werden die mit noch höheren Erfolgskomponenten für Evotec vereinbarten "Cure X/Target X-Initiativen" in langjährigen Produktentwicklungspartnerschaften (EVT Innovate) von Forschungsinstituten eingekauft, was zuerst negative Deckungsbeiträge beisteuert. Mit der hauseigenen Expertise werden diese vorangetrieben und im Erfolgsfall (was positive Rückflüsse auslöst) mit Pharmaunternehmen in EVT Integrate-Projekte überführt (was erneut positive Deckungsbeiträge liefert). Am Ende steht schließlich die Kommerzialisierung des Projektes, die über eine Reihe von Jahren mit Erfolgsbeteiligungen im zweistelligen Prozentbereich gekrönt werden kann.

Rascher Portfolioaufbau für "X"-Projekte nötig

EVT Integrate + EVT Innovate als Wachstumshebel

Grafik 10: Interaktion der Geschäftsfelder

Unternehmensstruktur

Be global - act local Investments: Laborausrüstung wichtig - Mitarbeiter wichtiger

Über 80% sind Akademiker

Keine Wirtschaftszyklen, sondern langjährige Kundenbeziehungen Die Kostenbasis findet sich auf Grund der sechs Standorte in Deutschland, UK und USA, die Erlöse kamen 2012 zu je rund 40% aus Europa und Nordamerika. Hedging wird künftig wichtiger, denn das US-Geschäft wächst stark. Von dem zum Geschäftsjahresende 2012 auf 637 Mitarbeiter (+4%) angestiegene Personalstand arbeiteten knapp die Hälfte in Deutschland (275). Die Neueinstellungen im zurückliegenden Jahr dagegen betrafen vor allem die heimischen Standorte Göttingen und Hamburg. Am britischen Standort Abington arbeiteten 212 Mitarbeiter. Wenn zum Jahresende 2013 die Aktivitäten in Indien (synthetische Chemie, Medizinal- und Entwicklungschemie mit insgesamt 120 Mitarbeitern) eingestellt und diese besonders preissensitiven Arbeiten am UK-Standort gebündelt sind, können die in Europa beheimateten Projekte reibungsloser bearbeitet und die Kapazitäten in Abington besser ausgelastet werden.

Gruppenweit arbeiten etwa 85% in der "Produktion", 15% der Mitarbeiter sind der Verwaltung und dem Vertrieb zugeordnet. Inzwischen hat über 80% der Belegschaft eine akademische Ausbildung. Fragen der Work-Life-Balance als auch der erfolgsbasierten Entlohnung sind wesentliche Stellschrauben um neue Talente zu gewinnen und bewährte Mitarbeiter zu binden und weiterzuentwickeln. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und den kompetitiven Arbeitsmarktbedingungen an allen Standorten hat also die Personalpolitik ganz entscheidenden Einfluss auf Dynamik und Wertentwicklung der Firma.

Die Kundenliste führt mehr als 35 der Top-50 Adressen in der globalen Pharma- und Biotechindustrie an. Evotec arbeitet in langjährigen Forschungsallianzen mit Partnern wie Bayer, Boehringer Ingelheim, CHDI, Genentech, Janssen Pharmaceuticals, MedImmune/AstraZeneca oder Ono Pharmaceutical zusammen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Entwicklungspartnerschaften und über eine Reihe von eigenen Wirkstoffkandidaten in der klinischen sowie in der präklinischen Entwicklung. Dazu gehören Partnerschaften mit Boehringer Ingelheim, MedImmune und Andromeda (Teva) im Bereich Diabetes, mit Janssen Pharmaceuticals auf dem Gebiet Depression und mit Roche auf dem Gebiet der Alzheimer'schen Erkrankung. Im Q2/13 kam nun mit DOW AgroScience erstmals ein globales Pflanzenschutzunternehmen dazu.

Grafik 11: Best- und first-in-class in der Wirktstoffforschung
---------------------------------------------------------------- -- --
Track-Record Wertschöpfung Pipeline Marktposition
Einzigartige
Erfolgsbilanz von
über
$>15$ Jahren
>100
Leitstrukturen
>30 präklinischen
Kandidaten
>20 klinischen
Substanzen
Systematische,
umfassende und
industrieführende
Infrastruktur, um
Kosten zu
reduzieren und den
Forschungsprozess
zu beschleunigen
Umfangreiche
Produktpipeline
beinhaltet Phase-I-
, Phase-II- und
Phase-III- sowie
präklinische
Produkte und
unverpartnerte
first-in-class
Targets
Profitabler, schnell
wachsender
Qualitäts- und
Innovationsführer
mit starker
Liquiditätsposition

Quelle: Evotec AG, getinsight GmbH

Kernkompetenzen - Erfolgsbilanz und Referenzen

Mit dem integrierten Dienstleistungsangebot stellt das Unternehmen seinen Partnern eine innovative Technologieplattform und projektbezogen optimierte Teams von Wissenschaftlern zur Verfügung, um in der frühen Forschungsphase aussichtsreiche Ansätze ("Targets") zu identifizieren und sie bis zur klinischen Entwicklungsreife voran zu treiben. Über 30 präklinische Kandidaten konnten so in den vergangenen Jahren preiswerter und vor allem schneller bzw. effizienter entwickelt werden.

Um die Qualitätsführerschaft in der Wirkstoffforschung zu sichern bzw. auszubauen sind also ständig Investitionen in Strukturen, Technologie, Know-how und Personalexpertise vorzunehmen. Insbesondere weiche Faktoren, wie bereichsübergreifendes, unternehmerisches Denken und Handeln sowie Kreativität sind in diesem Geschäftsmodell von hoher Bedeutung.

Evotec hat über die Jahre eine eigene Bibliothek mit 250.000 Substanzen aufgebaut, gegen die Kunden-Moleküle auf aktive Treffer durchgetestet (Screening) werden können. Die proprietäre Hochdurchsatz-Screening Technologie (EVOScreen, Agilent's Rapidfire) wird ergänzt um chemische Proteomik und biochemische, funktionale und zelluläre Testsysteme (Assays) für die Identifizierung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe. In-vivound in-vitro-Testsysteme und Bioanalysen ergänzen das Labor-Arsenal.

Die Trefferliste ist beeindruckend: über 100 Leitstrukturen wurden seither charakterisiert.

Bereits 2012 konnte im Norden Hamburgs der 11.000 qm umfassende Manfred Eigen Campus bezogen werden, in dem auch die neueste technische Infrastruktur wirtschaftlich betrieben werden kann. Auf der Technikseite scheint uns die Kombination der 4-Antibody Antikörperbibliothek mit der High-Throughput und -Content Screening- und Selektionstechnologie in und um Hamburg von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit bei Evotec zu sein. Sie zielt auf die frühphasige Antikörper-Entwicklung, einem der künftigen Wachstumsfelder (Biologicals) der Industrie.

Screening und ergänzende Fähigkeiten

KPI: > 100 Leads identifiziert

Längere Wertschöpfungsstrecken bei Biologicals besetzt Ergänzend bieten die Zellkulturdienstleistungen der CCS Culture Service GmbH in Hamburg eingespielte und etablierte Prozesse für proteinbasierte Fragestellungen an. In Kombination mit dem "Compoundmanagement" (Substanzenlagerung) in den USA werden diese zu integrierten Dienstleistungen verschmolzen, die nicht zuletzt den spezifischen Zulassungsregularien der oftmals tonangebenden US-FDA standhalten.

Grafik 12: Evotec Standorte

Quelle: Evotec AG

Renommierte Qualität – prominente Kundenliste

Langjährige Erfahrung und Expertise für alle wichtigen Targetklassen (GPCRs, Kinasen, Proteasen, Ionenkanäle usw.) sind Basis für den guten Ruf. Über 35 der Top 50 der Welt-Pharma waren/sind Kunden. Jüngst kam erstmals mit der Dow-Tochter AgroScience ein Pflanzenschutz-Multi dazu, was die große Einsatzbreite des Angebots verdeutlicht. Es gilt sich, insbesondere auch personell, auf Forschungstrends einzustellen.

In jüngster Zeit erweiterte Evotec sein Know-how-Spektrum erneut. Biologische/epigenetische Kompetenzen der quantitativen Proteomik kommen hinzu, um auf die sich entwickelnden Trends in der Pharmakologie vorbereitet zu sein. Erste Erfolge auf diesem "Neuland" zeigen die Vereinbarungen eben mit Dow AgroScience oder mit dem Belfer-Institut.

Mit letzterem wurde auch der Kreis der ausgewählten Indikationsgebiete, in denen Evotec die Identifizierung und Entwicklung klinischer Wirkstoffkandidaten vorantreibt, erweitert. Dieser Kreis umfasst bis dato ZNS, Stoffwechsel- und Nieren-Erkrankungen, Entzündungen und Schmerz sowie neuerdings Onkologie und bakterielle Infektionen bzw. Virologie und ließ die Kundenliste auf über 70 Pharma- und Biotechunternehmen wachsen; von denen Boehringer-Ingelheim der bedeutendste Kunde ist.

Neuland mit Dow und Belfer-Institut

Grafik 13: Screening der Indikationsgebiete

Quelle: Evotec AG

Management

Portfoliomanager … Dr. Werner Lanthaler, CEO hatte im März 2009 die Nachfolge von
Jörn Aldag übernommen und die Restrukturierung der Gesellschaft
eingeleitet und seither umgesetzt.
… als CEO Zuvor war er Finanzvorstand bei der österreichischen Intercell AG.
In seiner Amtszeit dort entwickelte sich das Unternehmen vom VC
finanzierten
Biotechunternehmen
zu
einem
seit
2005
börsennotierten Impfstoffspezialisten. Der in Wien promovierte
Betriebswirt schloss zuvor an der Harvard University seine
Ökonomie- und Psychologie-Studien ab.
… als COO Dr. Mario Polywka, COO promovierte an der Universität in Oxford
in
Chemie.
Mit
der
Übernahme
der
Oxford
Asymmetry
International (OAI) in 2000, kam der dort zum COO aufgestiegene
Chemiker in den EVOTEC BioSystems AG Konzern und ist seither
im Wesentlichen für die gruppenweiten Operations als COO
zuständig.
… als CFO Colin Bond ist seit Sommer 2010 als CFO für die Finanzen
verantwortlich. Zuvor hat der gelernte Buchprüfer nicht nur bei
internationalen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
gearbeitet,
sondern
auch
Erfahrungen
bei
weltweit
agierenden
Industrieunternehmen gesammelt.
… als CSO Ebenfalls im Spätsommer 2010 wurde der Aufgabenbereich des
Forschungsvorstandes (CSO) neu besetzt. Dr. Cord Dormann kam
von DeveloGen, wo er an entscheidender Stelle den Weg des in
Göttingen beheimateten Wirkstoffentwicklers vom Startup zum
angesehenen Spezialisten für Stoffwechselerkrankungen bereitete.
Er hält seit 1996 einen Ph.D. in Zell-und Entwicklungsbiologie der
Harvard University, nachdem er in Tübingen seinen ersten
akademischen Grad erwarb.

Grafik 14: Management und Aktionärsstruktur

In der jüngsten HV wurden die Weichen für den sich abzeichnenden Phasenwechsel in der Unternehmensentwicklung gestellt. Dr. Claus Braestrup wird bis zum Abschluss der Hauptversammlung 2014 Dr. Flemming Ørnskov nachfolgen, der sein Aufsichtsratsmandat sowie sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender mit Beendigung der jüngsten Hauptversammlung niedergelegt hatte. Dr. Braestrup verfügt über umfangreiche Erfahrung in leitenden Funktionen bei internationalen Pharmaunternehmen, u.a. als ehemaliger President und CEO sowie Leiter für Forschung und Entwicklung von H. Lundbeck A/S und als Vice President für pharmazeutische Forschung bei Novo Nordisk A/S. Seine besonderen Fähigkeiten im Bereich der (Diabetes-) Wirkstoffforschung sind für seine Aufgaben im Aufsichtsrat von großem Wert.

Unternehmenshistorie

Das 1993 u. a. von Nobelpreisträger Prof Dr. Manfred Eigen und dem Wissenschaftler Dr. Karsten Henco und anderen als Evotec Biosystems gegründete und in Hamburg beheimatete Wirkstoffforschungsunternehmen ist seit 1999 im Prime Standard in Frankfurt notiert. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Bereich Hochdurchsatzscreening (uHTS), das zentral für die präklinische Wirkstoffsuche ist. 1996 startet die Entwicklung eines Hochdurchsatzscreening Systems (EVOScreen) für bedeutende Pharma-Multis (Novartis, SKB, Pfizer). Im Verlauf der Jahre erarbeitete sich das Unternehmen einen hervorragenden Ruf als Anbieter in der frühen pharmakologischen Wirkstoffentwicklung unter dem Motto "from target to lead".

2006 entschied sich das damalige Management gegen die Plattformtechnologie und für die Forschung: Die Ursprungs- (Screening-)Technologie wurde an Perkin Elmer veräußert, um sich auf die Erforschung und Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe zu fokussieren. Dazu wurde 2008 Renovis, Inc. ein USamerikanisches Biotechnologieunternehmen übernommen, was auch ein NASDAQ-Listing mit sich brachte, das ein Jahr später eingestellt wurde.

AR 2013 um Diabetes Expertise ergänzt

1993 als Screening Company gestartet

Bis 2008 durch Eigenentwicklungen überfordert

Quelle: Evotec AG; getinsight Research GmbH

2009 - 2012 - 2016 - Neuausrichtung – Stabilisierung – Marktführerschaft?

Wie erwähnt, als Plattformtechnologieunternehmen startete Evotec in den 90er Jahren und entschied sich – dem damals gängigen Paradigma folgend– ab 2004 eine Reihe von Wirkstoffkandidaten einzukaufen und auf vollkommen eigenes Risiko und über mehrere Jahre hinweg zu entwickeln. Schließlich war die finanzielle Tragfähigkeit des Konzepts jedoch überfordert; es war Zeit zu handeln.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der 2009 vom CEO Dr. W. Lanthaler und seinem Team initiierten Neuausrichtung des Geschäftsmodells, gelang es 2011 die nötige Stabilität und Nachhaltigkeit wieder herzustellen und so die Basis für die sich anschließende Wachstumsphase zu schaffen.

Nach 17 Jahren Firmengeschichte wurde erstmals 2010 ein Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen; dies gelang durch konsequente Fokussierung. Die Wirkstoffentwicklung auf eigene Rechnung wurde eingestellt bzw. mit (Entwicklungs-) Partnern weitergeführt. Das Kerngeschäft konnte so gestärkt und die Zukunftsfähigkeit wiedererlangt werden.

Zur Stärkung des zentralen Synthese-Angebots kamen 2008 die indische Research Support International Limited (RSIPL), und das Zebrafisch-Screening-Geschäft der Summit Corporation dazu. Im Jahr 2010 übernahm Evotec die Göttinger DeveloGen AG (Spezialist für Stoffwechselerkrankungen). 2011 folgten zwei weitere Unternehmen: Kinaxo Biotechnologies GmbH (biologische Wirkstoffentwicklung) und die Compound Management-Geschäftseinheit von BioFocus (Galapagos-Gruppe) sowie 2013 CCS aus Hamburg (Spezialist für Zelllinien) für ergänzende Services.

CEO Dr. Werner Lanthaler als Katalysator

Klinische Projekte konsequent verpartnert – kein Finanzrisiko mehr

Ab 2010 vom Kopf auf die Füße

Grafik 16: Umfangreiche Forschungsinfrastruktur

Quelle: Evotec AG

Die im Frühjahr 2012 eingeschlagene Partnering Strategie ermöglicht seither nicht nur den Aufbau einer pharmazeutischen Pipeline ohne signifikante Risiken einzugehen. Durch die Auswahl der Projekte will sich Evotec mittelfristig ein möglichst großes, langfristig ausgerichtetes Upside-Potential sichern. Das Ziel ist die Marktführerschaft in der Frühphasenforschung. Die Kundenakquisition der zurückliegenden Quartale ist u.E. beeindruckend, wenngleich die kurzfristige Umsatzrelevanz auf Grund des hohen Anteils der akademischen Allianzen noch gering ist.

Ein Blick in die Historie zeigt, es gelang nachhaltig jährlich rund 25 Neukunden p.a. zu akquirieren (2012 waren es 29), während das Wiederholungsgeschäft der Bestandskunden mit über 85%-Anteil Stabilität sichert. Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl der aktiven Allianzen erstmals nicht erhöht bzw. sie blieb mit 96 (2011: 97) quasi auf Vorjahresniveau. Bereits eine gute Basis, die es jetzt gilt auszubauen. Auch für die Zukunft bleiben Neu- und Bestandsgeschäftsentwicklung (wie jüngst z.B. die Verlängerung der Genentech-Allianz) ein wichtiger Gradmesser der Stabilität und Dynamik des Geschäftsmodells. Dabei ist aber der Trend zu Mehrjahres- und Multi-Target-Allianzen zu berücksichtigen.

Werttreiber aus drei Quellen

Seit der Neuausrichtung des Unternehmens 2009 ist keines der aktiven Programme im eigenen Risiko. Eine Reihe "schlafender" Projekte kommt hinzu, besonders EVT101 und EVT103 werden neu positioniert. Die sieben aktiven Partnerprojekte in klinischen Testphasen repräsentieren ein Meilensteinvolumen von bis zu € 1,0 Mrd. Für die vorklinischen Wirkstoffallianzen summieren sich die maximal erzielbaren Erfolgszahlungen auf über € 1,3 Mrd.

Ab 2012 weiter und schneller

Zahl der Allianzen knapp 100; über 80% der Umsätze wiederkehrend

Klinische Pipeline mit Partnern - ohne Finanzrisiko

Grafik 17: Pharma-Allianzen

Produktentwicklungspartnerschaften mit Pharmaunternehmen ohne finanizielles Risiko
ACTION PLAN 2016
Insuration SYGNet
EVT Innovate - Klinische Entwicklung
Indikation Partner Status Nächster
Meilenstein
Commercials
Diabetes 1 TEVA/
Andromeda
2. Phase III
Rekrutierung
beendet
Finale Phase III
Daten
ca. 40 Mio. € Meilensteinzahlungen;
Umsatzbeteiligung; Marktpotential
ca. 500 Mio. $\epsilon$
Alzheimer'sche
Erkrankung 2)
Roche Start Phase II Abschluss Phase II
Start Phase III
ca. 820 Mio. \$ Meilensteinzahlungen;
Umsatzbeteiligung; Marktpotential 3-
5 Mrd.\$
Behandlungsresistente
Depression 3)
Janssen
Pharmaceutical
s
Phase I/II Nachweis
präklinischer
Eigenschaften/Start
Phase II
ca. 160 Mio. \$ Meilensteinzahlungen:
Umsatzbeteiligung; Marktpotential 2
Mrd. \$
Schlafstörungen 4) Jingxin Phase II Start Phase IIb Meilensteinzahlungen;
Umsatzbeteiligung
Entzündungs-
krankheiten 5)
Conba Phase I/II Start Phase II ca. 60 Mio. € Meilensteinzahlungen;
Umsatzbeteiligung
Akromegalie,
diabetische
Retinopathie, weitere
Aspireo Phase I Partnerschaft Honorarzahlungen;
Umsatzbeteiligung
1) DiaPep277® wird entwickelt von Andromeda Biotech Ltd und wurde verpartnert mit TEVA Pharmaceutical Industries Ltd
2) EVT302 (Mao-B); 3) EVT101/103; 4) Nur Rechte für China; (EVT201); 5) EVT401 (P2X7)

Quelle: Evotec AG

EVT Innovate - Klinische Pipeline mit DiaPep277 an der Spitze

Alleine die Diabetes Programme umfassen sechs – zum großen Teil sehr innovative Ansätze. Das aus heutiger Sicht werthaltigste Programm ist DiaPep277. Das Umsatzpotential bei neuerkrankten Patienten wird auf rund € 0,5 Mrd. p.a. (Peak Sales) geschätzt. Kommen weitere Patientengruppen (Hochrisiko, Kinder, LADA) hinzu, können durchaus Umsatzpotentiale für dieses erste Insulinunabhängige Therapie-Angebot bei TypI Diabetes von insgesamt deutlich mehr als € 1,0 Mrd. p.a. (Peak Sales) entstehen. Nebenund Langzeitwirkungen sind wie auch geringere Behandlungskosten von hoher Bedeutung für die Positionierung dieser subkutanen Behandlung.

In einer ersten Phase-III-Studie (DIA-AID1) erreichte DiaPep277 im November 2011 seine primären und sekundären Endpunkte. Im Juni 2013 wurden nun Ergebnisse einer zulassungsrelevanten Anschlussstudie (DIA-AID2) an die klinische Phase-III-Studie (open Label) mit zusätzlichen 43 Diabetes Typ 1-Patienten von Andromeda veröffentlicht, die ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil für DiaPep277 belegen. Die vollständigen Ergebnisse einer zweiten Phase-III-Studie werden zum Ende 2014 erwartet. Evotec hat Anspruch auf signifikante Zahlungen für das Erreichen weiterer Entwicklungsmeilensteine sowie auf Umsatzbeteiligungen nach Markteinführung (nach unserer Einschätzung 2015/16) durch den Vertriebspartner Teva.

Der Wettbewerb ist noch nicht soweit. Anfang 2014 will Macrogenics mit dem an 170 Patienten getesteten Anti-CD3- Antikörper Teplizumab (MGA031) erste Ergebnisse der Phase II veröffentlichen. In einer Untergruppe von 52 Patienten konnte etwa die Hälfte der Patienten über zwei Jahre die Insulinproduktion aufrechterhalten. Weitere Tests sind nötig, die Vermarktung könnte frühestens in 2017 beginnen.

Schnellster Werttreiber: DiaPep277®

Grafik 18: Diabetes-Pipeline

und neue Mechanismen First-in-class Diabetes-Pipeline - Ausweitung auf Folgeerkrankungen
EXECUTE
ACTION PLAN 2016
Überblick
Substanz Indikation
(Mechanismus)
Partner Status Nächster
Meilenstein
Commercials
DiaPep277 ® Diabetes Typ 1
(Immunmodulation)
ヹヸヷ
AndromedA
2. Phase-III-
Rekrutierung
beendet
Finale Phase-
III-Daten
bis zu 40 Mio. € Meilensteinzahlungen.
Umsatzbeteiligung, Marktpotenzial
ca. 500 Mio. $\epsilon$
EVT770 Diabetes Tvp 1 und 2
(Betazellregeneration)
Medimmune
AstraZeneca 2
Präklinik Phase I 6 Mio. € Vorabzahlung, margenstarke
Forschungszahlungen, bis zu 254 Mio. €
Meilensteinzahlungen pro Produkt,
signifikante Umsatzbeteiligungen
ALM Diabetes Typ 1 und 2
(Betazellregeneration)
lil MedImmune
Astra7eneca
Präklinik Phase I 2 Mio. € Vorabzahlung, margenstarke
Forschungszahlungen, bis zu 183 Mio. €
Meilensteinzahlungen pro Produkt,
signifikante Umsatzbeteiligungen
EVT070 Diabetes Typ 1 und 2
(Betazellregeneration)
Boehringer
Ingelheim
Fortgeschritten Präklinischer
e Leitstruktur
Entwicklungs-
kandidat
7 Mio. € Vorabzahlung, margenstarke
Forschungszahlungen, bis zu 237 Mio. €
Meilensteinzahlungen, signifikante
Umsatzbeteiligungen
CureBeta
$CB$ 002 /1 +
weitere
Diabetes Tvp 1 und 2
(Betazellregeneration)
janssen ] Target-ID und
-validierung
Nicht bekannt
gegeben
8 Mio. € Vorabzahlung, margenstarke
Forschungszahlungen, bis zu 300 Mio. €
Meilensteinzahlungen, signifikante
Umsatzbeteiligungen
Verschiedene
CureNephron
Chronische
Nierenerkrankungen
细田 Target-ID und
-validierung
Pharma-
Partnerschaft
Nicht bekannt gegeben

Quelle: Evotec AG

Die Anti-Alzheimer-Substanz EVT302 ist von Roche 2011 einlizenziert worden und repräsentiert bis zu \$ 820 Mio. (Entwicklungs- und Kommerzialisierungs-) Meilensteinzahlungen zuzüglich Umsatzbeteiligungen. Für Roche ist das Projekt sehr wichtig, wird doch hiermit das angestrebte Alzheimer-Medikamenten-Portfolio komplettiert. Für Evotec stellt es das Projekt mit dem größten Einnahmepotential dar. Eine selektive MAO-B-Blockierung im Gehirn zielt darauf ab, die Alzheimer-Symptome zu behandeln und verlangsamt potenziell das Fortschreiten der Krankheit, besonders geeignet für Patienten in frühen Krankheitsphasen.

Ende 2012 begann Roche mit der Patientenrekrutierung für eine Phase-IIb-Studie mit EVT302. Ziel ist es, 495 Patienten in mehr als 140 Zentren weltweit zu rekrutieren, um die Wirksamkeit und Sicherheit der oralen Substanz an Patienten mit einer mäßigen Form von Alzheimer zu testen. Die klinische Studie ist eine der wenigen spätphasigen Studien mit "small molecules" in solch einer Patientengruppe. Ergebnisse können bereits zu Beginn 2015 vorliegen, denn der Patienteneinschluss verläuft schneller als geplant. Der Start der Phase III würde eine bedeutende Zahlung (deutlich mehr als € 10 Mio.) auslösen. Eine Vermarktung scheint uns nicht vor 2019 realistisch. Dann aber bestehen gute Chancen, denn das symptomatisch wirkende "Aricept" (Donicipil als Goldstandart) könnte dann durch das krankheitsmodifizierende EVT302 ersetzt werden und preislich unter den bis dahin möglicherweise zugelassenen Antikörper-Medikamenten (iv) von Roche (Gantenerumab) platziert werden.

Ebenfalls von Roche erforscht wurde der oral verfügbare NR2Bselektive NMDA-Rezeptor-Antagonist, für den Evotec eine Entwicklungslizenz erwarb und der an Janssen Pharmaceutical (in Depressionen und andere neurologische Indikationen) im Dezember 2012 weitergegeben wurde. Evotec erwartet, dass Janssen im Zeitraum 2013/2014 klinische Phase-II-Studien zur Behandlung von Depression initiieren wird, die rund 12 Monate andauern dürften. Eine Vermarktung (2019e) würde in der o.g. Indikation Erfolgszahlungen auslösen, die zum Teil an Roche weiterzuleiten wären. Zuvor könnten entwicklungsabhängige Meilensteine (mehr als \$ 300 Mio.) ausgelöst werden.

Bedeutendster Werttreiber: EVT302 (Alzheimer) mit Roche

Werttreiber Nr. 3. EVT201 (Depression uam.) mit Janssen

weiterer Werttreiber: EVT201 (Insomnia) mit JingXin

weiterer Werttreiber: EVT401 (Inflamation) mit Conba Im Oktober 2010 unterzeichnete Evotec eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung für EVT201, einem neuartigen Wirkstoff zur Behandlung von Schlafstörungen. JingXin erhielt die exklusiven Rechte, den Wirkstoffkandidaten in China zu entwickeln und zu vermarkten. Weitere Entwicklungspartnerschaften für EVT201 werden angestrebt, dürften aber u.E. erst im Lichte der Ergebnisse aus China auf die Agenda gelangen. Im April 2013 erhielt JingXin vom Chinese Center of Drug Evaluation (CDE) die Zulassung für den Start klinischer Studien mit EVT201. Evotec hat vor Auslizenzierung zwei Phase-II-Studien, die Sicherheits- und Wirksamkeitsprofile ergaben, abgeschlossen.

Evotec und Conba Pharmaceutical Co., Ltd. vereinbarten im Mai 2012 eine für China gültige exklusive Entwicklungs- und Vermarktungsvereinbarung für EVT401. Der selektive, niedermolekulare P2X7 Antagonist soll bei entzündlichen Krankheiten (z.B. Reumatoide Arthritis, Crohns) beim Menschen eingesetzt werden. Evotec erhielt zur Jahresmitte 2012 eine kleine Vorabzahlung. Darüber hinaus wären (Entwicklungs- und Kommerzialisierungs-) Meilensteinzahlungen von mehr als € 60 Mio. und abgestufte Umsatzbeteiligungen im zweistelligen Prozentbereich bei Erfolg möglich. Die Phase II Studien in China seien in Planung, heißt es.

Grafik 19: ZNS-Pipeline

Führende spätphasige Projekte in Alzheimer'schern Erkrankung $\frac{1}{2}$
'TION PI AN 2016
investation Efficiency
Überblick neurologische Pipeline
Substanz Indikation
(Mechanismus)
Partner Status Nächster
Meilenstein
Commercials
EVT302 Alzheimer'sche
Erkrankung (MAO-B)
Roche Phase IIb Abschluss Phase
II, Start Phase III 820 Mio. \$
12 Mio. € Vorabzahlung, bis zu
Meilensteinzahlungen,
signifikante Umsatzbeteiligungen
EVT100-Serie Depression (NR2B) janssen 7 Phase II/
Präklinik
Nachweis
präklinischer
Eigenschaften/
Start Phase II
2 Mio. € Vorabzahlung, bis zu
160 Mio. \$ Meilen-
steinzahlungen, signifikante
Umsatzbeteiligungen
EVT201 Schlafstörungen 京新药业 Phase II Start klinischer
Studien
Meilensteine.
Umsatzbeteiligungen
Verschiedene Huntington- Krankheit CHDI Target-
validierung
Nicht bekannt
gegeben
Forschungszahlungen
ASIC-Familie Multiple Sklerose BMBF/
nicht bekannt
gegebener
Pharma-Partner
generierung Leitstruktur- Leitstrukturstatus Nicht bekannt gegeben

Quelle: Evotec AG

Innovate-Offensive mit Cure X/Target X – Harvard + Yale

In den vergangenen 24 Monaten nahm die Cure X/Target X-Initiative erfreulich Fahrt auf. Die angestrebten fünf "X"-Initiativen sind veröffentlicht worden.

Mit der CureBeta-Initiative begann 2011 die Zusammenarbeit mit der Harvard University, bzw. auch mit dem daran angegliederten Howard Hughes Medical Institute (HHMI). Die Kleinstmoleküle und Biologicals wurden von Wissenschaftlern in den Laboren von Douglas Melton an der Harvard University identifiziert und gemeinsam mit Wissenschaftlern von Evotec als Bestandteil des CureBeta-Forschungs- und -Entwicklungsprogramms weiter analysiert. Im Juli 2012 konnte Evotec die Auslizenzierung eines Portfolios an Wirkstoffen, die die Regeneration von insulinproduzierenden Betazellen ankurbeln sollen, an Janssen Pharmaceuticals, Inc. bekanntgeben und vorab eine Zahlung in Höhe von \$ 8 Mio. vereinbaren. Diese und weitere

Janssen Pharma stieg zügig in die "Leuchtturm"-Initiative" ein Meilensteinzahlungen (bis zu \$ 300 Mio. pro Produkt für Entwicklung, Zulassung und Umsatz) sowie die Umsatzbeteiligungen von Janssen sind zwischen Evotec und Harvard zu teilen. Die vollständige Finanzierung von CureBeta hatte zur Konsequenz, dass das Cure X-Portfolio einen Entwicklungsschub durchläuft und fortan ein Volumen von ca. € 10 Mio. p.a. investiert werden soll.

Grafik 20: Klinische Programme verlaufen nach Plan

Quelle: Evotec AG

Im Januar 2012 gab Evotec eine zweite strategische Allianz mit der Harvard University, dieses Mal in Kooperation mit Brigham und Women's Hospital, bekannt, die die Entdeckung und Entwicklung neuer Biomarker und Behandlungsoptionen im Bereich der Nierenerkrankungen ("CureNephron") zum Ziel hat.

Im Mai 2013 folgte bereits ein weiteres Projekt mit der Harvard University, diesmal auf dem Gebiet der Entwicklung neuer antibakterieller Wirkstoffe. Die Vermarktung der Forschungsergebnisse aus der TargetPGB genannten Zusammenarbeit erfolgt durch Evotec.

Zuvor gelang eine strategische Partnerschaft mit der Yale University, um individuelle Projekte soweit voranzubringen, dass diese verpartnert werden können. Dazu werden seit Januar 2013 Evotec´s moderne Technologien und Kompetenzen in der Wirkstoffforschung mit der erstklassigen Wissenschaft der Yale University vereint, um innovative Behandlungsansätze für Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf in den Indikationen ZNS, Stoffwechsel-, Immun- und Krebserkrankungen zu verfolgen. Die Basis für künftige Multi-Target-Wirkstoff-Allianzen erweitert sich so kontinuierlich.

Mit der gleichen Perspektive wurde im April 2013 eine Forschungskooperation (Substanz- und Targetvalidierung) zur Entwicklung und Verpartnerung neuer Krebstherapien auf Basis epigenetischer Mechanismen mit dem Belfer-Institut für angewandte Krebsforschung am Dana Farber-Krebsinstitut in Boston – mit der Kurzbezeichnung TargetKDM - vereinbart und in gemeinsame Technologien investiert.

Im September 2013 kam die inzwischen dritte strategische Partnerschaft mit dem Harvard Stem Cell Institute ('HSCI') hinzu. Ziel der Kooperation 'CureMN' (CureMotorNeuron) ist es,

Nr. 2: CureNephron

Nr. 3: TargetPGB - Infektionen

Nr. 4: TargetKDM - Onkologie

Nr. 5: CureNM

Substanzen zu identifizieren, die den Verlust der Motorneuronen verhindern oder verlangsamen. Der Verlust von Motorneuronen ist charakteristisch für die Erkrankung Amyotrophe Lateralsklerose ('ALS' - eine fortschreitende Nerven- und Muskelschwäche). In der Partnerschaft werden Motorneuronen-Assays mit IPS-Zellen auf Mutationen gescreent.

Grafik 21: Wegweisende Partnerschaften mit führenden akademischen Institutionen

Offene
Innovationsallianz
mit Yale
• Als offener Innovationsprozess gestaltete Kooperation mit Yale zur
Identifizierung und Vermarktung von Behandlungsansätzen
CureNephron mit
Harvard
· Diverse Ansätze zur Identifizierung von Krankheitsmechanismen
· Hoch produktiv in der Generierung von Target-Kandidaten
Cure $X/T$ arget X • Konzeptphase für interne und externe Projekte
• Beispiele: Epigenetische Zielstrukturen mit Belfer (TargetKDM),
neue Klasse antibakterieller Wirkstoffe mit Harvard (TargetPGB)

Quelle: Evotec AG

Multi-Target-Wirkstoff-Entwicklung – EVT Integrate

Vor 10 Monaten schlossen die Hamburger (gegen Zahlung von € 12 Mio. Upfront) mit der Bayer Pharma AG eine fünfjährige Zusammenarbeit ab, die mehrere Endometriose-assoziierte Zielmoleküle erforschen soll. Ziel ist es, drei Arzneimittelkandidaten für die klinische Entwicklung zur Behandlung der Endometriose (eine anormale Gewebewucherung im Unterleib bei ca. 170 Mio. Frauen weltweit) gemeinsam zu identifizieren und präklinisch zu charakterisieren. Evotec bringt in diese Kooperation nicht nur potenzielle Arzneimittelkandidaten ein, sondern auch umfassendes Know-how auf dem Gebiet chronischer Schmerzen. Die Wirkstoffselektion sollte u.E. zum Jahresbeginn 2014 abgeschlossen werden. Je nachdem, wessen Wirkstoffkandidaten die Entwicklung erfolgreich durchlaufen, sind im günstigsten Fall für Evotec (präklinische und klinische) Meilensteinzahlungen sowie bei der Vermarktung Zahlungen von bis zu rund € 580 Mio. möglich. Darüber hinaus sind potenzielle Lizenzgebühren bis zu einem niedrigen zweistelligen Prozentsatz des Umsatzes möglich.

Im Juni 2013 wurde in Evotec´s Forschungskooperation mit Boehringer Ingelheim ein weiterer (präklinischer) Meilenstein (Indikation Schmerz) erreicht, der Einnahmen in Höhe von € 1,5 Mio. auslöste. Die bis 2013 anberaumte Kollaboration umfasst Entzündungs-, kardiometabolische und Atemwegserkrankungen sowie ZNS-Fragestellungen und Onkologie/Krebs.

Multi-Target-Allianz mit Bayer hat hohe Bedeutung Grafik 22: Schmerz und Entzündungskrankheiten – Pipeline Überblick

Substanz Indikation
(Mechanismus)
Partner Status Nächster
Meilenstein
Commercials
FVT401 Entzündungs-
krankheiten
(P2X7-Blockierung)
まま 康恩贝集团
センタ COMBA GROUP
Phase I/II Start Phase II bis zu 60 Mio. € Meilensteinzahlungen,
Umsatzbeteiligungen
Verschiedene Endometriose BAYER Präklinik Präklinischer
Kandidat
12 Mio. € Vorabzahlung, Gesamtwert
ca. 580 Mio. €, Umsatzbeteiligung
Verschiedene Verschiedene/
Schmerz
Boehringer
Ingelheim
Präklinik Start Phase I Nicht bekannt gegebene Vorabzahlung,
Forschungs- und Meilensteinzahlungen,
Umsatzbeteiligungen
Verschiedene Entzündungs-
krankheiten
uch Präklinik Start Phase I Margenstarke Forschungszahlungen,
bis zu 183 Mio. € Meilensteinzahlungen
pro Produkt, signifikante
Umsatzbeteiligungen
Nicht
hekannt
gegeben
Verschiedene/
Schmerz
UNOVARTIS Präklinik Erfolgreicher
nachweis
Forschungs- und Meilensteinzahlungen,
Wirksamkeits- Umsatzbeteiligungen

Quelle: Evotec AG

Geschäftsentwicklung

Guidance 2013 bestätigt - Thane-Schließung verbessert Brutto-Marge, belastet auszuweisendes Ergebnis

Der Konzernumsatz soll 2013 auf € 90 bis 100 Mio. ansteigen. Diese für das Geschäftsjahr im Mai ausgegebene Finanzprognose wurde im August bestätigt. Auf dieser Erlösgrundlage geht Evotec davon aus, dass die Bruttomarge 2013 etwas über dem Niveau von 2012 (43,7%) liegen wird. Die F&E-Aufwendungen (laut Plan ca. € 10 Mio.), wie die Verwaltungskosten werden zum Vorjahr leicht steigen. Damit soll das bereinigte EBIT zum Vorjahr (€ +1,4 Mio.) ebenfalls steigen. Konkret erwartet das Management zum Jahresschluss 2013 eine bedeutende Ausweitung der Meilensteinzahlungen. Wir gehen für 2013 von € 2,6 Mio. EBIT aus. Es wurde anlässlich der Veröffentlichung des Zwischenberichts per 30.06.2013 im August darauf hingewiesen, dass maximal € 4 Mio. wegen Schließung des Standortes Thane in Indien das auszuweisende Ergebnis belasten werden. Folglich wird das Unternehmen für 2013 unter dem Strich einen Verlust ausweisen. Wir schätzen den Verlust auf EPS-Ebene auf € -0,03 (2012: € - 0,11). Den bereinigten Wert sehen wir bei € 0,01 je Aktie oder € 1,0 Mio. absolut.

Grafik 23: Evotec Guidance für 2013

Quelle: Evotec AG; getinsight Research GmbH

Entscheidend werden Meilensteinzahlungen in Q4/13 sein

2013e: Operativer Gewinnanstieg - aber Schließungskosten Thane sorgen für Verlustausweis

Adj. Umsatzanstieg von 6%

Meilensteinzahlungen nur € 3,4 Mio. (1. Hj. 12: € 10,7 Mio.)

1. Hj. 13: Investitionen belasten noch - Vergleichsbasis verzerrt

Das Basisgeschäft blieb bereinigt um Meilenstein- und Abschlagszahlungen sowie Lizenzen mit 6% in den ersten sechs Monaten 2013 expansiv. Insbesondere mit Kunden in den USA (Umsatzgewicht 52%) waren steigende Erlöse zu verzeichnen.

Der Gesamtumsätze aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen, die Evotec in ihren Partnerschaften erzielte, sind gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs gesunken (2013: € 3,4 Mio., bzw. 2012: € 10,7 Mio.). Aktuell wurde nur eine Meilensteinzahlung von € 1,5 Mio. aus der Kooperation mit Boehringer Ingelheim vereinnahmt, während in der Vergleichsperiode aus der Entwicklungspartnerschaft mit Andromeda/Teva € 3,9 Mio. und der Kooperation mit Boehringer Ingelheim € 4,0 Mio. verbucht worden waren.

Der gebuchte Konzernumsatz für das 1. Hj 2013 ging somit um 13% zum Vorjahr auf € 36,7 Mio. zurück. Zeitgleich wurde der Auftragsbestand im Basisgeschäft vom CEO als "stark" bezeichnet. Im 1. Hj. 2013 konnte die seit 2010 bestehende Wirkstoffforschungsallianz mit Genentech um drei weitere Jahre verlängert werden. Im Juli wurde die Zusammenarbeit mit Active Biotech auf dem Gebiet der Medizinalchemie verlängert.

Grafik 24: H1 GuV 2013 vs. 2012

in Mio. €.
H 1 2012 H 1 2013
Umsätze 42,0 36,7
Bruttomarge 35.2% 28.8% Umsatz ohne
• Forschung und Entwicklung 3,9 4.8 Meilensteine, Ab-
schlagszahlungen
• Vertriebs- und Verwaltungskosten 8,0 8,2 und Lizenzen steigt
gegenüber H1 2012
• Abschreibungen 1,2 1,7 auf vergleichbarer
Basis um 6%
• Sonstige betriebliche Erträge und
Aufwendungen, netto
0.3 0,2
Betriebsergebnis (Verlust) 1,3 $-4,4$
Periodenergebnis (Verlust)

Quelle: Evotec AG

Bruttomarge beginnt sich zu erholen – Hoffnung auf Q4/13

Die Bruttomarge sank in der Halbjahressicht um 641 BP auf 28,8% (Bruttoergebnis H1/13 vs. H1/12: -29% bzw. € -4 Mio.). In der sequenziellen Sicht zeigte sich die beginnende Verbesserung; im Q1/13 sank die Marge noch um 32% zum Start des Vorjahres, während im Q2/13 der Abstand auf 26% zum Q2/12 verkürzt wurde. Die Effizienzinitiativen greifen also. Dieser Trend soll durch höheren und profitableren Umsatz im 2. Hj. 2013 beschleunigt fortgesetzt werden. Besonderen Einfluss in diesem Zusammenhang wird die Schließung des Standorts Thane, Indien haben. Per September werden die verbleibenden Arbeiten nach Abington transferiert und so das Brutto-Ergebnis spürbar verbessert.

Effizienzsteigerungen wirken ab Q2/13

Schliessungskosten Thane – € 4 Mio. in Q3/13

Kostenquoten in den Plankorridoren

Die a.o. Schließungskosten in Höhe von € 4 Mio. werden dagegen "südlich" der EBIT-Linie gebucht werden. Aus heutiger Sicht scheint für 2013 das Schlussquartal den Ausschlag über das Jahresergebnis zu geben, wenn auf die effizientere Kostenstruktur deutlich höhere Umsätze treffen sollten.

1. Hj. 13: Operative Kosten im Griff

Neben den zum Vorjahr geringeren Erfolgszahlungen belasteten die Investitionen im Bereich EVT Innovate und drücken auf die Marge im Bereich Substanzverwaltung. Diese Investitionen betreffen den Aufbau eines Ostküstenstandorts nahe Boston mit vorgesehenem Betriebsstart im Oktober 2013.

Die Aufwendungen für F&E betrugen € 4,8 Mio. (1. Hj. 12: € 3,9 Mio.). Der Anstieg um 23% war den Target X-Initiativen und dem anhaltenden Aufbau wirkstoffklassenpezifischer Technologien geschuldet. Die Vertriebskosten erhöhten sich moderat um € 0,2 Mio. auf aktuell € 8,2 Mio. und lagen damit im Plan. Die akquisitionsbedingten Abschreibungen wurden durch Zubuchung aus dem jüngsten Firmenkauf (CCS) um € 0,5 Mio. auf € 1,7 Mio. ausgeweitet.

Evotec's operativer Verlust für das 1. Hj. 2013 belief sich auf € - 4,4 Mio. (1. Hj. 12: € +1,3 Mio.). Das operative Ergebnis vor Wertberichtigungen und Änderungen der bedingten Gegenleistungen war mit € -4,1 Mio. (1. Hj. 12: € +0,6 Mio.) negativ. Die angekündigte und notwendige Effizienzsteigerung hat also bereits eingesetzt. Der Fehlbetrag in der 6-Monats-Periode betrug € -4,6 (1. Hj. 12: € +1,7 Mio.). Das EPS verfehlte mit € -0,04 entsprechend den positiven Vergleichswert von € 0,01.

Grafik 25: Umsatz- und Aufwandsentwicklungen und -Struktur

Quelle: Evotec AG; getinsight Research GmbH

Mittelabfluss im 1. Hj. 13 – im Q4/13 das Gegenteil erwartet

Der Mittelabfluss aus operativer Tätigkeit bleibt im Jahresvergleich mit € 3,7 Mio. (1. Hj. 2013: € 3,4 Mio.) quasi unverändert. Die Sachinvestitionen sanken im Vorjahresvergleich spürbar, nachdem im Vorjahr noch der Umzug in Hamburg zu schultern war. Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich Ende Juni 2013 auf € 56,1 Mio. Es wurden also im Berichts-Halbjahr rund € 8 Mio. Finanzmittel verbraucht.

Mittelabfluss in Höhe von € 8 Mio. - Cashbestand bei € 56 Mio.

Bilanz - gute Eigenkapitalausstattung – latentes Risiko in Projektbewertungen

Die Bilanz zum 30.06.2013 ist bei einer Summe von € 216,6 Mio. auf der Aktivseite von Immateriellen Vermögensgütern in Höhe von € 63,0 Mio. geprägt. Hierin werden Know-how und Kundenstamm, aber auch Patente und Lizenzen verbucht. Letzteres beinhaltet die von Roche einlizensierten Wirkstoffe EVT101 und EVT 103 (geschätzter Buchwert ca. € 15 Mio.), deren Werthaltigkeit in präklinischen Untersuchungen geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt werden muss. Die Firmenwerte zugekaufter Unternehmen haben (inklusive der Earn-Out-Komponenten) einen Buchwert von € 42,6 Mio. In Summe machen die Immateriellen Vermögenswerte rd. 49% der Bilanzsumme aus. Die Liquiditätsposition (€ 36,7 Mio. bzw. € 19,3 Mio.) hatte in der Vergangenheit die Besonderheit einer (den Kreditgebenden Banken zugebilligten) Mindestliquidität von € 35,0 Mio.

Die Passivseite zeigt neben dem aufgelaufenen Bilanzverlust seit der Gründung in Höhe von € 611 Mio. ein Grundkapital von € 118,6 Mio. und Rücklagen von € 666,7 Mio. Die Finanzschulden summieren sich auf € 17,7 Mio. und die Rückstellungen machen zusammen € 27 Mio. aus. Letztere beinhalten ganz überwiegend Earn-Out-Verpflichtungen aus Unternehmenskäufen.

Gewinn- und Verlustrechnung

(in Mio. Euro) 2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Umsatzerlöse 55,262 80,128 87,265 91,630 101,210 114,600 138,300
Herstellungskosten der Produktverkäufe -30,916 -45,143 -56,242 -54,968 -60,704 -68,162 -74,065
Rohergebnis 24,346 34,985 31,023 36,662 40,506 46,438 64,235
Vertriebs- und Verwaltungskosten -15,956 -15,760 -16,301 -17,348 -18,527 -19,441 -19,925
Forschung und Entwicklung -6,116 -8,437 -8,340 -10,094 -11,356 -12,721 -12,714
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -0,672 -2,260 -6,273 -6,000 -6,120 -6,120 -6,120
Sonstige betriebliche Erträge 4,536 1,426 2,202 0,964 1,065 1,206 1,455
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4,423 -4,747 -5,513 -1,563 -2,067 -2,862 -2,931
EBITDA 2,387 7,467 3,071 8,620 9,620 12,620 30,120
Abschreibungen/Amortisation -0,672 -2,260 -6,273 -6,000 -6,120 -6,120 -6,120
EBIT 1,715 5,207 -3,202 2,620 3,500 6,500 24,000
Finanzergebnis 2,152 0,049 -1,812 -1,199 -1,016 -0,868 -0,204
A.o. Ergebnis vor Steuern 0,000 0,000 0,000 -4,500 0,000 0,000 0,000
Ergebnis vor Steuern 3,867 5,256 -5,014 -3,079 2,484 5,632 23,796
A.o. Ergebnis nach Steuern 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Ertragssteuern -0,882 1,395 7,492 -0,554 -0,248 -0,845 -3,569
Anteile Dritter 0,275 0,098 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Nettoergebnis 3,260 6,749 2,478 -3,633 2,236 4,787 20,227
Bereinigungen 0,000 0,000 0,000 4,500 0,000 0,000 0,000
Bereinigtes Nettoergebnis 3,260 6,749 2,478 0,867 2,236 4,787 20,227
Gewichtete Anzahl Aktien 130,37 130,37 130,37 130,37 130,37 130,37 130,37
EPS (in Euro) 0,03 0,05 0,02 -0,03 0,02 0,04 0,16
EPS bereinigt (in Euro) 0,03 0,05 0,02 0,01 0,02 0,04 0,16
DPS (in Euro) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung

(in % vom Umsatz) 2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Umsatzerlöse 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
Herstellungskosten der Produktverkäufe -55,9 -56,3 -64,4 -60,0 -60,0 -59,5 -53,6
Rohergebnis 44,1 43,7 35,6 40,0 40,0 40,5 46,4
Vertriebs- und Verwaltungskosten -28,9 -19,7 -18,7 -18,9 -18,3 -17,0 -14,4
Forschung und Entwicklung -11,1 -10,5 -9,6 -11,0 -11,2 -11,1 -9,2
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -1,2 -2,8 -7,2 -6,5 -6,0 -5,3 -4,4
Sonstige betriebliche Erträge 8,2 1,8 2,5 1,1 1,1 1,1 1,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8,0 -5,9 -6,3 -1,7 -2,0 -2,5 -2,1
EBITDA 4,3 9,3 3,5 9,4 9,5 11,0 21,8
Abschreibungen/Amortisation -1,2 -2,8 -7,2 -6,5 -6,0 -5,3 -4,4
EBIT 3,1 6,5 -3,7 2,9 3,5 5,7 17,4
Finanzergebnis 3,9 0,1 -2,1 -1,3 -1,0 -0,8 -0,1
A.o. Ergebnis vor Steuern 0,0 0,0 0,0 -0,5 0,0 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern 7,0 6,6 -5,7 -3,4 2,5 4,9 17,2
A.o. Ergebnis nach Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ertragssteuern -1,6 1,7 8,6 -0,6 -0,2 -0,7 -2,6
Anteile Dritter 0,5 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Nettoergebnis 5,9 8,4 2,8 -4,0 2,2 4,2 14,6
Bereinigungen 0,0 0,0 0,0 4,9 0,0 0,0 0,0
Bereinigtes Nettoergebnis 5,9 8,4 2,8 0,9 2,2 4,2 14,6

Kapitalflussrechnung

(in Mio. Euro) 2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Mittelzufluss aus operativer
Geschäftstätigkeit
0,899 10,146 11,957 1,828 4,019 10,268 35,153
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -9,877 -15,068 5,775 -6,953 -11,580 -8,112 -9,789
davon Capex -2,433 -8,139 -10,175 -6,953 -11,580 -8,112 -9,789
Mittelzu-/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit -3,367 2,139 2,603 28,500 0,000 0,000 0,000
Veränderung der Zahlungsmittel -11,835 -3,314 21,288 23,375 -7,561 2,156 25,364
Flüssige Mittel am Ende der Periode 67,394 62,428 64,159 87,534 79,973 82,129 107,492

Bilanz

(in Mio. Euro) 2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Anlagevermögen 105,167 134,880 132,874 133,827 139,287 141,279 144,948
Immaterielle Vermögensgegenstände 83,594 109,854 105,608 106,780 110,668 112,475 115,288
Sachanlagen 18,487 24,946 27,181 26,962 28,534 28,719 29,575
Finanzanlagen 3,086 0,080 0,085 0,085 0,085 0,085 0,085
Umlaufvermögen 86,123 80,960 88,104 112,543 112,024 115,423 127,196
Vorräte 2,819 3,556 2,445 2,594 3,578 3,751 1,852
Forderungen aus LuL 11,869 10,393 15,053 15,968 22,027 23,096 11,405
Sonstige Forderungen 4,041 4,583 6,447 6,447 6,447 6,447 6,447
Kasse und Wertpapiere 67,394 62,428 64,159 87,534 79,973 82,129 107,492
Sonstige Aktiva 0,569 2,373 4,449 4,449 4,449 4,449 4,449
Summe Aktiva 191,859 218,213 225,427 250,819 255,760 261,150 276,594
Eigenkapital 132,637 147,245 152,547 177,414 179,650 184,437 204,663
Rücklagen 132,161 147,245 152,547 177,414 179,650 184,437 204,663
Anteile Dritter 0,476 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000 0,000
Rückstellungen 19,378 25,663 25,731 25,869 26,013 26,165 26,323
Verbindlichkeiten 32,411 34,909 39,000 39,387 41,948 42,400 37,458
Zinstragende Verbindlichkeiten 11,997 15,566 17,402 17,402 17,402 17,402 17,402
Verbindlichkeiten aus LuL 6,980 10,134 6,363 6,750 9,311 9,763 4,821
Sonstige nichtzinstragende Verbindlichkeiten 13,434 9,209 15,235 15,235 15,235 15,235 15,235
Sonstige Passiva 7,433 10,396 8,149 8,149 8,149 8,149 8,149
Summe Passiva 191,859 218,213 225,427 250,819 255,760 261,150 276,594
Bilanz
(in % des Gesamtvermögens) 2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Anlagevermögen 54,8 61,8 58,9 53,4 54,5 54,1 52,4
Immaterielle Vermögensgegenstände 43,6 50,3 46,8 42,6 43,3 43,1 41,7
Sachanlagen 9,6 11,4 12,1 10,7 11,2 11,0 10,7
Finanzanlagen 1,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Umlaufvermögen 44,9 37,1 39,1 44,9 43,8 44,2 46,0
Vorräte 1,5 1,6 1,1 1,0 1,4 1,4 0,7
Forderungen aus LuL 6,2 4,8 6,7 6,4 8,6 8,8 4,1
Sonstige Forderungen 2,1 2,1 2,9 2,6 2,5 2,5 2,3
Kasse und Wertpapiere 35,1 28,6 28,5 34,9 31,3 31,4 38,9
Sonstige Aktiva 0,3 1,1 2,0 1,8 1,7 1,7 1,6
Summe Aktiva 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
Eigenkapital 69,1 67,5 67,7 70,7 70,2 70,6 74,0
Rücklagen 68,9 67,5 67,7 70,7 70,2 70,6 74,0
Anteile Dritter 0,2 - - - - - -
Rückstellungen 10,1 11,8 11,4 10,3 10,2 10,0 9,5
Verbindlichkeiten 16,9 16,0 17,3 15,7 16,4 16,2 13,5
Zinstragende Verbindlichkeiten 6,3 7,1 7,7 6,9 6,8 6,7 6,3
Verbindlichkeiten aus LuL 3,6 4,6 2,8 2,7 3,6 3,7 1,7
Sonstige nichtzinstragende Verbindlichkeiten 7,0 4,2 6,8 6,1 6,0 5,8 5,5
Sonstige Passiva 3,9 4,8 3,6 3,2 3,2 3,1 2,9
Summe Passiva 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
Kennzahlen
2010 2011 2012 2013e 2014e 2015e 2016e
Bewertungskennzahlen
Aktienkurs (in Euro) 2,92 2,34 2,63 3,50 3,50 3,50 3,50
Marktkapitalisierung (in Euro Mio.) 380,7 305,1 342,9 456,3 456,3 456,3 456,3
Enterprise Value (in Euro Mio.) 325,3 258,2 296,1 389,0 396,6 394,4 369,1
EV/Umsatz 5,89 3,22 3,39 4,25 3,92 3,44 2,67
EV/EBITDA 136,3 34,6 96,4 45,1 41,2 31,3 12,3
EV/EBIT 189,7 49,6 n.m. 148,5 113,3 60,7 15,4
P/E berichtet 116,8 45,2 138,4 n.m. 175,0 87,5 21,9
P/E bereinigt 116,8 45,2 138,4 n.m. n.m. 87,5 21,9
PCPS 60,4 23,6 20,2 175,0 50,0 43,8 17,5
KBV 2,9 2,1 2,3 2,6 2,5 2,5 2,2
Rentabilitätskennzahlen
Bruttomarge 44,1% 43,7% 35,6% 40,0% 40,0% 40,5% 46,4%
EBITDA-Marge 4,3% 9,3% 3,5% 9,4% 9,5% 11,0% 21,8%
EBIT-Marge 3,1% 6,5% -3,7% 2,9% 3,5% 5,7% 17,4%
Vorsteuermarge 7,0% 6,6% -5,7% 1,6% 2,5% 4,9% 17,2%
Nettomarge 5,9% 8,4% 2,8% 0,9% 2,2% 4,2% 14,6%
ROE 4,5% 4,8% 1,7% 0,5% 1,3% 2,6% 10,4%
ROCE 4,6% 5,5% -0,9% 3,1% 3,5% 5,2% 16,3%
Produktivitätskennzahlen
Umsatz/Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 106,5 141,9 140,0 154,4 158,0 165,7 186,3
Nettoerg./Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 6,3 12,0 4,0 1,5 3,5 6,9 27,2
Anzahl Mitarbeiter 519 565 624 594 641 692 743
Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote 69,1% 67,5% 67,7% 70,7% 70,2% 70,6% 74,0%
Gearing -39,8% -29,4% -28,8% -37,8% -33,1% -33,3% -42,3%
Dividendenrendite 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%
Cash-Flow Kennzahlen
Cash-Flow pro Aktie 0,05 0,10 0,13 0,02 0,07 0,08 0,20
Sonstige Kennzahlen
Abschreibungen/Umsatz 1,2% 2,8% 7,2% 6,5% 6,0% 5,3% 4,4%
Capex/Umsatz 4,4% 10,2% 11,7% 7,6% 11,4% 7,1% 7,1%
Working Capital/Umsatz 13,9% 4,8% 12,8% 12,9% 16,1% 14,9% 6,1%
Steuerquote 22,8% -26,5% 149,4% -18,0% 10,0% 15,0% 15,0%

Key Charts I

Umsatz in Euro Mio. (Säule, linke Achse) Rohertragsmarge in % (Linie, rechte Achse) EBIT-Marge in % (Linie, rechte Achse)

Umsatz in Euro Mio. (Säule, linke Achse) Bruttomarge in % (Linie, rechte Achse) EBIT-Marge in % (Linie, rechte Achse)

Kosteneffizienz

Operative Aufwendungen/Umsatz in % Rohertragsmarge in %

Umsatz in %, EVT-Integrate Umsatz in %, Meilensteine/Sonstiges

Umsatz in Euro Mio. Konzern (Linie, rechte Achse)

DSO (Säule, linke Achse) DPO (Säule, linke Achse)

DIO (Säule, linke Achse)

Cash Conversion in Tage (Linie, rechte Achse)

Operativer Cash Flow

Capex in Euro Mio. (Säule, linke Achse) Delta Netto Working Capital in Euro Mio. (Säule, linke Achse) Free-Cash-Flow in Euro Mio. (Linie, rechte Achse)

Key Charts II

EBITDA-Marge in % (Säule, linke Achse) EV/Umsatz (Linie, rechte Achse)

ROCE in % (Säule, linke Achse) EBIT-Marge (Linie, rechte Achse) WACC (Linie, rechte Achse)

Eigenkapital in Euro Mio. (Säule, linke Achse) Gearing in % (Linie, rechte Achse)

Nettoverschuldung in Euro Mio. (Säule, linke Achse)

ROE in % (Säule, linke Achse) KBV (Linie, rechte Achse)

A. Angaben gemäß § 34 b WpHG, Finanzanalyseverordnung:

I. Angaben über Ersteller, verantwortliches Unternehmen, Aufsichtsbehörde:

Für die Erstellung verantwortliches Unternehmen: getinsight Research GmbH

Ersteller der vorliegenden Finanzanalyse: Thomas Schiessle, Analyst, und Benjamin Ludacka, Analyst

Die getinsight Research GmbH unterliegt der Beaufsichtigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinweis gem. § 4Abs. 4 Punkt 4 FinAnV:

Unternehmen Datum Empfehlung Kursziel

II. Zusätzliche Angaben:

  1. Informationsquellen:

Wesentliche Informationsquellen für die Erstellung dieses Dokumentes sind Veröffentlichungen in in- und ausländischen Medien wie Informationsdiensten (z.B. Reuters, VWD, Bloomberg, DPA-AFX u.a.), Wirtschaftspresse (z.B. Börsenzeitung, Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Financial Times u.a.), Fachpresse, veröffentlichte Statistiken, Ratingagenturen sowie Veröffentlichungen der analysierten Emittenten.

Des Weiteren wurden zur Erstellung der Unternehmensstudie Gespräche mit dem Management geführt. Die Analyse wurde vor Veröffentlichung dem Emittenten zugänglich gemacht, jedoch anschließend keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen.

  1. Zusammenfassung der bei Erstellung genutzten Bewertungsgrundlagen und –methoden:

Die getinsight Research GmbH verwendet ein 3-stufiges absolutes Aktien-Ratingsystem. Die Ratings beziehen sich auf einen Zeithorizont von bis zu 12 Monaten.

KAUFEN: Die erwartete Kursentwicklung der Aktie beträgt mindestens +15%.

NEUTRAL: Die erwartete Kursentwicklung liegt zwischen –15% und +15%.

VERKAUFEN: Die erwartete Kursentwicklung beträgt mehr als –15%.

Im Rahmen der Bewertung von Unternehmen werden die folgenden Bewertungsmethoden verwendet: Multiplikatoren-Modelle (Kurs/Gewinn, Kurs/Cashflow, Kurs/Buchwert, EV/Umsatz, EV/EBIT, EV/EBITA, EV/EBITDA), Peer-Group-Vergleiche, historische Bewertungsansätze, Diskontierungsmodelle (DCF, DDM), Break-up-Value-Ansätze oder Substanz-Bewertungsansätze. Die Bewertungsmodelle sind von volkswirtschaftlichen Größen wie Zinsen, Währungen, Rohstoffen und von konjunkturellen Annahmen abhängig. Darüber hinaus beeinflussen Marktstimmungen die Bewertungen von Unternehmen. Zudem basieren die Ansätze auf Erwartungen, die sich je nach industriespezifischen Entwicklungen schnell und ohne Vorwarnung ändern können. Somit können sich auch die aus den Modellen abgeleiteten Ergebnisse der Bewertung und Kursziele entsprechend ändern. Die Ergebnisse der Bewertung beziehen sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von 12 Monaten. Sie sind jedoch ebenfalls den Marktbedingungen unterworfen und stellen eine Momentaufnahme dar. Sie können schneller oder langsamer erreicht werden oder aber nach oben oder unten revidiert werden.

3. Datum und Uhrzeit der Veröffentlichung der Finanzanalyse:

(18.10.2013)

4. Datum und Uhrzeit der darin angegebenen Preise von Finanzinstrumenten:

(Schlusskurse vom 17.10.2013)

Aktualisierungen:

Eine konkrete Aktualisierung der vorliegenden Analyse zu einem festen Zeitpunkt ist aktuell terminlich noch nicht festgelegt. getinsight Research GmbH behält sich vor, eine Aktualisierung der Analyse unangekündigt vorzunehmen.

III. Angaben über mögliche Interessenkonflikte:

Der Geschäftserfolg von getinsight Research GmbH basiert auf direkten und/oder indirekten Zahlungen von Emittenten, Wertpapierhandelsbanken und institutionellen Investoren im Zusammenhang mit Geschäftstätigkeiten, die den Emittenten und dessen Wertpapiere betreffen.

Die getinsight Research GmbH (und verbundene Unternehmen), die Ersteller sowie sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende Personen und Unternehmen

  • verfügen über keine wesentliche Beteiligung an dem Emittenten.
  • betreuen weder den Emittenten (durch das Stellen von Kauf- oder Verkaufsaufträgen an einem Markt) noch Finanzinstrumente, die Gegenstand dieser Finanzanalyse sind,
  • waren (innerhalb der vergangenen 12 Monate) nicht an der Führung eines Konsortiums für die Emission von Finanzinstrumenten beteiligt, die selbst oder deren Emittent Gegenstand dieser Finanzanalyse ist,
  • waren weder an eine Vereinbarung über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Investmentbankgeschäften gegenüber dem Emittenten gebunden, noch haben sie aus solchen Vereinbarungen Leistungen oder Leistungsversprechen erhalten,
  • haben keine sonstigen bedeutenden finanziellen Interessen in Bezug auf den Emittenten oder den Gegenstand der Finanzanalyse.

B. Allgemeine Angaben/Haftungsregelung:

  1. Dieses Dokument wurde von der getinisght Research GmbH ausschließlich zu Informationszwecken erstellt.

  2. Dieses Dokument ist ausschließlich für die Veröffentlichung auf der Homepage des relevanten Unternehmens und für den Gebrauch durch nationale institutionelle Anleger bestimmt. Die Vervielfältigung, Weitergabe und Weiterverbreitung ist nur mit schriftlicher Zustimmung der getinsight Research GmbH zulässig.

  3. Dieses Dokument stellt weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Bewerbung eines Angebotes für den Kauf, den Verkauf oder die Zeichnung irgendeines Wertpapiers oder einer Anlage dar. Es dient keinesfalls der Anlageberatung.

  4. Dieses von getinsight Research GmbH erstellte Dokument beruht auf Informationen aus Quellen (öffentlich zugänglichen Informationen und Steuersätzen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, die sich jedoch verändern können), die nach Auffassung von getinsight Research GmbH verlässlich, jedoch tatsächlich einer unabhängigen Verifizierung nicht zugänglich sind. Trotz sorgfältiger Prüfung kann getinsight Research GmbH keine Garantie, Zusicherung oder Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit abgeben; eine Verantwortlichkeit und Haftung ist folglich insoweit ausgeschlossen, sofern seitens getinsight Research GmbH kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Alle Statements und Meinungen sind ausschließlich solche von getinsight Research GmbH und können ohne Vorankündigung geändert werden. Etwaige irrtumsbedingte Fehler des Dokuments können von getinsight Research GmbH berichtigt werden, ohne dass getinsight Research GmbH für Schäden aus diesen Fehlern zur Verantwortung gezogen werden könnte.