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EVN AG — Management Reports 2010
Sep 16, 2010
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Management Reports
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Aktionärsbrief
1.–3. Quartal 2009/10 1. Oktober 2009–30. Juni 2010
Umsatz +1,5% (2.182,8 Mio. EUR) EBITDA +12,6% (365,7 Mio. EUR) EBIT +8,3% (194,1 Mio. EUR) Konzernergebnis +16,7% (204,9 Mio. EUR) Cash Flow aus dem Ergebnis +5,5% (422,5 Mio. EUR)
- Positive Absatzentwicklung im Energiebereich
- Fortschritt bei der Realisierung des Wasserkraftprojekts am Fluss Arda in Bulgarien
- Eröffnung eines Photovoltaikparks in Bulgarien
- Fertigstellung und Aufnahme der Betriebsführung der Kläranlage in Istanbul
- Inbetriebnahme der Kläranlage in Stettin
- Kapitalerhöhung von bis zu 10,0% im zweiten Halbjahr 2010 geplant
- Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10 bestätigt
Kennzahlen
| 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1.–3. Quartal |
Veränderung in % |
202009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verkaufsentwicklung | |||||||
| Stromerzeugung | GWh | 3.001 | 2.778 | 8,0 | 459 | 388 | 18,6 |
| Stromverkauf an Endkunden | GWh | 15.444 | 15.114 | 2,2 | 4.369 | 4.243 | 3,0 |
| Gasverkauf an Endkunden | GWh | 6.254 | 5.768 | 8,4 | 890 | 568 | 56,7 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | GWh | 1.580 | 1.411 | 12,0 | 301 | 220 | 36,8 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | Mio. EUR | 2.182,8 | 2.150,2 | 1,5 | 557,7 | 534,6 | 4,3 |
| EBITDA | Mio. EUR | 365,7 | 324,9 | 12,6 | 52,7 | 47,5 | 11,0 |
| EBITDA-Marge1) | % | 16,8 | 15,1 | 1,6 | 9,5 | 8,9 | 0,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio. EUR | 194,1 | 179,2 | 8,3 | –0,3 | –4,8 | 94,2 |
| EBIT-Marge1) | % | 8,9 | 8,3 | 0,6 | – | –0,9 | 0,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio. EUR | 266,2 | 224,3 | 18,7 | 0,1 | 9,0 | –99,3 |
| Konzernergebnis | Mio. EUR | 204,9 | 175,6 | 16,7 | –3,6 | 6,8 | – |
| Bilanz | |||||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 6.570,0 | 6.756,2 | –2,8 | 6.570,0 | 6.756,2 | –2,8 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 3.002,3 | 3.068,8 | –2,2 | 3.002,3 | 3.068,8 | –2,2 |
| Eigenkapitalquote1) | % | 45,7 | 45,4 | 0,3 | 45,7 | 45,4 | 0,3 |
| Nettoverschuldung | Mio. EUR | 1.415,9 | 1.357,2 | 4,3 | 1.415,9 | 1.357,2 | 4,3 |
| Gearing1) | % | 47,2 | 44,2 | 2,9 | 47,2 | 44,2 | 2,9 |
| Return on Equity (ROE)1) | % | 7,1 | 6,1 | 1,0 | 0,2 | 0,1 | 0,1 |
| Return on Capital Employed (ROCE)1) | % | 5,2 | 5,0 | 0,3 | 0,4 | 0,4 | – |
| Cash Flow und Investitionen | |||||||
| Cash Flow aus dem Ergebnis | Mio. EUR | 422,5 | 400,4 | 5,5 | 133,6 | 159,4 | –16,2 |
| Investitionen2) | Mio. EUR | 252,8 | 249,3 | 1,4 | 81,2 | 94,3 | –13,9 |
| Mitarbeitende | |||||||
| Insgesamt | Ø | 8.569 | 8.993 | –4,7 | 8.546 | 8.808 | –3,0 |
| davon Österreich | Ø | 2.550 | 2.564 | –0,5 | 2.543 | 2.557 | –0,5 |
| davon Ausland | Ø | 6.019 | 6.429 | –6,4 | 6.002 | 6.251 | –4,0 |
| Aktie | |||||||
| Ergebnis | EUR | 1,25 | 1,07 | 16,7 | –0,02 | 0,04 | – |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Inhaltsverzeichnis
| Vorwort des Vorstands | 3 | |
|---|---|---|
| Zwischenlagebericht | 4 Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld | |
| 5 Geschäftsentwicklung | ||
| 5 Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||
| 6 Geldflussrechnung | ||
| 7 Bilanz | ||
| 8 Segmentberichterstattung | ||
| 8 Überblick | ||
| 8 Energiewirtschaftliche Kennzahlen | ||
| 8 Erzeugung | ||
| 10 Netzinfrastruktur Inland | ||
| 11 Energiehandel und -vertrieb | ||
| 13 Energieversorgung Südosteuropa | ||
| 14 Umwelt | ||
| 16 Strategische Beteiligungen und Sonstiges | ||
| Konzern-Zwischenabschluss | 17 Bilanz | |
| nach IAS 34 | 18 Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 18 Segmentberichterstattung | ||
| 19 Gesamtergebnisrechnung | ||
| 19 Entwicklung des Eigenkapitals | ||
| 19 Verkürzte Geldflussrechnung | ||
| 20 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss | ||
| Die EVN Aktie | 26 | |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 hat EVN trotz der nach wie vor schwachen Konjunktur und der ungünstigen energiewirtschaftlichen Einflussfaktoren ein sehr gutes Ergebnis erreicht. In der Berichtsperiode (1. Oktober 2009 bis 30. Juni 2010) stiegen die Umsatzerlöse um 1,5% auf 2.182,8 Mio. Euro. Der im Vergleich zur Vorjahresperiode kältere Winter führte im Strom-, Gas- und Wärmebereich zu einem Anstieg des Energieabsatzes und der Umsatzerlöse. Im Segment Umwelt lagen die Umsatzerlöse – vor allem infolge der Kapazitätserweiterung der thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr – über dem Vorjahresniveau. Aufgrund eines markanten Rückgangs der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger konnte das operative Ergebnis trotz eines deutlichen Anstiegs der Abschreibungen und einer leichten Erhöhung des Personalaufwands mit 194,1 Mio. Euro um 8,3% gesteigert werden. Eine Verbesserung des Beteiligungsergebnisses sowie eine wesentliche Steigerung im Zins- und sonstigen Finanzergebnis führten zu einer Erhöhung des Finanzergebnisses von 45,1 Mio. Euro in der Vergleichsperiode auf 72,0 Mio. Euro. In Summe konnte EVN das Konzernergebnis um 16,7% auf 204,9 Mio. Euro steigern.
Am 14. Mai 2010 erfolgte die Inbetriebnahme der Kläranlage Pomorzany in Stettin, Polen. EVN war als Konsortialführer für die Planung, Realisierung und Inbetriebnahme der schlüsselfertigen Anlage verantwortlich, die für über 400.000 Einwohner konzipiert wurde und zudem über eine Schlammtrocknungs- und -verbrennungsanlage verfügt. In der türkischen Metropole Istanbul konnte EVN als Konsortialführer eine Kläranlage für 2 Mio. Einwohner mit Gesamtvolumen von 108,6 Mio. Euro fertigstellen und im Juni 2010 mit der fünfjährigen Betriebsführung beginnen.
EVN erhielt im Dezember 2009 den Auftrag zur Errichtung einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Moskau. Im August 2010 wurde mit der Stadt Moskau ein Vertrag unterzeichnet, in dem die jährliche Kapazität mit 700.000 Tonnen festgelegt wurde. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 575 Mio. Euro wird als BOOT-Modell realisiert, bei dem EVN für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage für einen Zeitraum von zwölf Jahren nach Fertigstellung verantwortlich sein wird.
Per 1. Juli 2010 wurden in Bulgarien die Endkundenpreise für Strom durchschnittlich um 1,4% und die Bezugspreise für Strom um 8,4% vom Regulator in Bulgarien erhöht. Dies wird sich auf das Ergebnis der EVN Bulgaria negativ auswirken.
Der Vorstand der EVN AG hat am 23. Juni 2010 bekanntgegeben, erforderliche Schritte zur Umsetzung einer von der Hauptversammlung am 21. Jänner 2010 genehmigten Kapitalerhöhung von bis zu 10% des Grundkapitals im zweiten Halbjahr 2010 in die Wege zu leiten. Ziel der beabsichtigten Kapitalerhöhung ist die Stärkung der Eigenmittel der EVN. Eine allfällige Umsetzung dieser Kapitalmaßnahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den Aufsichtsrat der EVN AG, einer notwendigen Billigung eines Prospekts durch die zuständige Finanzmarktaufsichtsbehörde sowie eines akzeptablen Kapitalmarktumfelds.
Vor dem Hintergrund der am 8. Mai 2009 von der EVN AG gegen die mazedonische Regierung eingebrachten Schiedsgerichtsklage zum Schutz der getätigten Investitionen haben am 28. Juli 2010 die Regierung Mazedoniens und EVN einer schrittweisen, gemeinsamen Klärung aller zur Zeit offenen Fragen und Probleme zwischen den beiden Parteien zugestimmt. Durch die Festlegung von Kriterien und eines Zeitplans für die Umsetzung soll in den nächsten Monaten durch intensive Verhandlungen auf bilateraler Ebene zwischen den Parteien eine Win-win-Situation sowohl für die Regierung, als auch für die Bürger und EVN geschaffen und Vertrauen gestärkt werden.
Nach den ersten drei Quartalen 2009/10 erwarten wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2009/10 – trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie hoher Preisvolatilitäten im Energiebereich – unverändert ein Konzernergebnis über dem Vorjahresniveau.
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Sprecher des Vorstands im August 2010
Fertigstellungen und Neuprojekte im Segment Umwelt
Preisentscheid in Bulgarien
Vorbereitung einer geplanten Kapitalerhöhung zur Stärkung der Eigenmittelausstattung
Festlegung von Kriterien und Zeitplan zur Einigung mit mazedonischer Regierung
Ausblick
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
Im vierten Quartal 2009 und im ersten Quartal 2010 ist das BIP in der Eurozone im Vergleich zu den Vorquartalen jeweils um 0,2 % gestiegen. Die Vergleichswerte für Österreich liegen bei 0,3 % für das letzte Quartal 2009 und bei –0,1 % für das erste Quartal 2010. Im zweiten Quartal entwickelte sich die Wirtschaft Europas dynamisch. Das BIP-Wachstum betrug rund 1,0%. Die österreichische Wirtschaft legte um 0,9 % zu. Für 2010 wird für den Euroraum ein BIP-Wachstum von 1,2 % erwartet. Die Prognosen für Österreich liegen in der Bandbreite von 1,4 % bis 1,7%.
Der Wirtschaftsraum Südosteuropa konnte sich der weltweiten Rezession nicht entziehen. Die bulgarische Wirtschaft wies in den letzten Quartalen leichte Rückgänge aus, für 2010 wird jedoch von einer stabilen Entwicklung ausgegangen. In Mazedonien stieg das BIP im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal um 1,2%. Trotz eines Rückgangs um 0,9 % im ersten Quartal 2010 wird für 2010 unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0 % gerechnet.
| Energiewirtschaftliches Umfeld | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | ||||||
| Österreich % |
105 | 95 | 10,6 | 115 | 35 | – |
| Bulgarien % |
81 | 103 | –21,0 | 52 | 185 | –72,1 |
| Mazedonien % |
94 | 88 | 6,6 | 87 | 34 | – |
| Rohöl – Brent EUR/Barrel |
56,51 | 41,15 | 37,3 | 62,34 | 44,04 | 41,6 |
| Gas – GIMP2) EUR/MWh |
20,78 | 29,16 | –28,7 | 21,90 | 22,35 | –2,0 |
| Kohle – API#23) EUR/Tonne |
67,36 | 67,68 | –0,5 | 77,31 | 63,44 | 21,9 |
| CO2-Zertifikate (1. und 2. Periode) EUR/Tonne |
14,03 | 14,59 | –3,8 | 15,12 | 13,82 | 9,4 |
| Strom – Spotmarkt EEX4) | ||||||
| Grundlast EUR/MWh |
40,44 | 49,25 | –17,9 | 41,52 | 32,38 | 28,2 |
| Spitzenlast EUR/MWh |
51,85 | 65,80 | –21,2 | 51,62 | 41,86 | 23,3 |
| Strom – Forwardmarkt EEX5) | ||||||
| Grundlast EUR/MWh |
50,35 | 70,58 | –28,7 | 41,75 | 59,37 | –29,7 |
| Spitzenlast EUR/MWh |
70,39 | 98,46 | –28,5 | 56,16 | 82,47 | –31,9 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100%) entspricht in Österreich und Bulgarien dem Durchschnittswert 1997 – 2006, in Mazedonien jenem von 2003 – 2009.
2) Gasimportpreis (GIMP); ab diesem Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis in EUR/MWh, die Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst. 3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) EEX – European Energy Exchange
5) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX
In der Berichtsperiode Oktober 2009 bis Juni 2010 bewegten sich die europäischen Großhandelspreise für Strom sowie die Preise für CO2-Zertifikate infolge der geringeren Nachfrage unter den Vorjahreswerten. Die Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom lagen im Durchschnitt um 17,9 % bzw. 21,2 % unter dem Vorjahresniveau, legten in der Periode April 2010 bis Juni 2010 jedoch um 28,2 % bzw. 23,3 % zu. Die Terminpreise für Strom blieben – aufgrund der unsicheren Konjunkturaussichten – in der Berichtsperiode deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Preis für Öl in Euro stieg vor allem infolge der starken Nachfrage in Asien. Die Gaspreise notierten um 28,7 % unter dem Vorjahreswert, die Preise für Kohle blieben hingegen stabil.
Geschäftsentwicklung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In den ersten drei Quartalen 2009/10 konnte EVN eine Umsatzsteigerung von 1,5 % bzw. 32,6 Mio. Euro auf 2.182,8 Mio. Euro erwirtschaften. Zu dieser positiven Umsatzentwicklung trugen alle Bereiche bis auf das Segment Erzeugung bei, in dem ein Rückgang zu verzeichnen war. Details finden sich in der Segmentberichterstattung ab Seite 8.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen in der Berichtsperiode bedingt durch positive Einmaleffekte im Vorjahr um 13,5 % bzw. 6,2 Mio. Euro mit 39,5 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich aufgrund der Abrechnung von Kundenprojekten um 26,9 % bzw. 4,2 Mio. Euro auf 11,3 Mio. Euro.
Trotz höherer Absatzmengen bei Strom, Gas und Wärme reduzierte sich die Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger primär aufgrund rückläufiger Großhandelspreise für Strom um 2,1 % bzw. 28,2 Mio. Euro auf 1.301,0 Mio. Euro. Im Material- und Betriebsaufwand standen stabilen Instandhaltungsaufwendungen und gesunkenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem internationalen Projektgeschäft des Umweltbereichs ein Anstieg infolge der Inbetriebnahme der linie 3 in Dürnrohr und des erstmaligen ganzjährigen Einbezugs des burgenländischen Kabelnetzbetreibers B.net gegenüber, was per Saldo zu einem leichten Anstieg von 0,4 % bzw. 0,7 Mio. Euro auf 199,6 Mio. Euro führte.
Während beim Personalstand in Österreich ein leichter Rückgang von 0,5 % bzw. 14 Mitarbeitenden auf 2.550 Mitarbeitende zu verzeichnen war, führten die Effizienzsteigerungen in Südosteuropa zu einer Reduktion des Personalstands um 6,4 % bzw. 410 Mitarbeitende auf 6.019 Mitarbeitende. Der daraus resultierende Rückgang im durchschnittlichen Mitarbeiterstand von 4,7 % bzw. 424 Personen auf 8.569 Mitarbeitende ließ sich jedoch nicht auf den Personalaufwand übertragen. Dieser stieg aufgrund kollektivvertraglicher lohn- und Gehaltssteigerungen um 3,1 % bzw. 7,5 Mio. Euro auf 247,7 Mio. Euro.
Die durch eine zeitliche Verzögerung des Projekts ausgelöste Wertminderung des bulgarischen Windparks Kavarna bildete die Hauptkomponente, die für den Anstieg der Abschreibungen um 17,7 % bzw. 25,8 Mio. Euro auf 171,5 Mio. Euro verantwortlich war. Beeinflusst wurde diese Entwicklung auch durch den erstmaligen ganzjährigen Einbezug der B.net, die Inbetriebnahme der linie 3 sowie das hohe Investitionsniveau der Vorjahre. Trotz rückläufiger Rechts- und Beratungsaufwendungen war durch höhere Forderungsabschreibungen im Segment Südosteuropa ein Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands von 1,3 % bzw. 1,5 Mio. Euro auf 119,7 Mio. Euro zu verzeichnen.
Basierend auf diesen Entwicklungen konnte das EBITDA im Berichtszeitraum eine Steigerung von 12,6 % bzw. 40,8 Mio. Euro auf 365,7 Mio. Euro verzeichnen. Trotz des höheren Abschreibungsaufwands konnte somit das EBIT um 8,3 % bzw. 14,9 Mio. Euro auf 194,1 Mio. Euro gesteigert werden, womit sich die EBIT-Marge von 8,3 % im Vorjahr auf 8,9 % im Berichtszeitraum verbesserte.
Äußerst positiv entwickelte sich das Finanzergebnis in den ersten drei Quartalen 2009/10: Die Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen stiegen in Summe um 8,5 % bzw. 3,2 Mio. Euro auf 41,0 Mio. Euro. Die höhere Dividendenausschüttung der Verbund AG führte zu einem Anstieg des Ergebnisses aus anderen Beteiligungen um 14,3 % bzw. 6,7 Mio. Euro auf 53,8 Mio. Euro.
Umsatz nach Segmenten1) 1.–3. Quartal in Mio. EUR
- Energiehandel und -vertrieb
- Energieversorgung Südosteuropa
- Umwelt Strategische Beteiligungen und Sonstiges
1) Außenumsatz
EBIT nach Segmenten 1.–3. Quartal
- Stromerzeugung
- Netzinfrastruktur Inland
- Energiehandel und -vertrieb Energieversorgung Südosteuropa
- Umwelt
Auch das Zinsergebnis verbesserte sich deutlich. Der Rückgang in den Zinserträgen, der durch geringere leasingzahlungen im Projektgeschäft und niedrigere Zinserträge aus kurzfristigen Veranlagungen ausgelöst wurde, konnte durch niedrigere Zinssätze für die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und höhere aktivierte Bauzeitzinsen mehr als kompensiert werden, weshalb das Zinsergebnis um 7,4 Mio. Euro auf –22,2 Mio. Euro verbessert werden konnte. Das im Vorjahr durch die Situation auf den Finanzmärkten negativ belastete sonstige Finanzergebnis erhöhte sich durch die Erholung der Kapitalmärkte um 9,6 Mio. Euro auf –0,5 Mio. Euro (Vorjahr: –10,1 Mio. Euro). In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis merklich von 45,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 72,0 Mio. Euro.
Aus diesen Entwicklungen resultierte für die ersten drei Quartale 2009/10 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 266,2 Mio. Euro, was einem Anstieg um 18,7 % bzw. 41,9 Mio. Euro entspricht. Das Ergebnis nach Ertragsteuern konnte um 13,5 % bzw. 26,0 Mio. Euro auf 218,1 Mio. Euro verbessert werden. Davon entfallen 13,3 Mio. Euro auf andere Gesellschafter; der Rückgang dieser Position von 3,3 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres resultiert primär aus der anteiligen Berücksichtigung der Wertminderung beim Windpark in Kavarna. Das Konzernergebnis betrug 204,9 Mio. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 16,7 % bzw. 29,3 Mio. Euro entspricht.
Geldflussrechnung
Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag in der Berichtsperiode mit 422,5 Mio. Euro um 5,5 % bzw. 22,1 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Geprägt wurde diese Steigerung durch den Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 18,7 % bzw. 41,9 Mio. Euro auf 266,2 Mio. Euro. Demgegenüber wirkte sich die Entwicklung der unbaren Ergebniskomponenten, die sich trotz höherer Abschreibungen aufgrund der unbaren Erfolgsbeiträge im Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen und im übrigen Finanzergebnis sowie der Entwicklung der Rückstellungen verringerten, belastend auf den Cash Flow aus. Der operative Cash Flow von 314,5 Mio. Euro konnte aufgrund einer merklich geringeren Erhöhung des Working Capital deutlich um 61,2 % bzw. 119,4 Mio. Euro auf 314,5 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Mittelabfluss durch den Cash Flow aus dem Investitionsbereich verminderte sich um 70,7 Mio. Euro auf 253,7 Mio. Euro trotz höherer Investitionen in Sachanlagen aufgrund der im Vorjahr getätigten Zahlungen für den Erwerb von B.net sowie in der Vergleichsperiode höherer Investitionen in at Equity einbezogene Unternehmen (Aufstockung der Beteiligung an der EconGas und Aufbringung von Eigenmittelanteilen für die Kraftwerksprojekte in Deutschland und Albanien).
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich war geprägt durch die Realisierung einer non-recourse Projektfinanzierung zur Errichtung der Natriumhypochloritanlage in Moskau in Höhe von 101,2 Mio. Euro. Demgegenüber standen die laufenden planmäßigen Kredittilgungen sowie die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 60,3 Mio. Euro und Ausschüttungen an Minderheitengesellschafter in Höhe von 22,5 Mio. Euro. Per Saldo beträgt der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich für die ersten Quartale 2009/10 somit –61,8 Mio. Euro.
Insgesamt resultierte aus diesen Entwicklungen ein leicht negativer Cash Flow in Höhe von 0,9 Mio. Euro, womit die liquiden Mittel mit 112,6 Mio. Euro nahezu unverändert blieben. Darüber hinaus standen Finanzmittel in Form von kurzfristigen Wertpapierveranlagungen in Höhe von 134,1 Mio. Euro (30. September 2009: 86,7 Mio. Euro) sowie die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600,0 Mio. Euro zur Verfügung. In Summe sind demnach ausreichende liquiditätsreserven zur Finanzierung der operativen Geschäftsentwicklung vorhanden, und die liquiditätssituation der EVN ist weiterhin als stabil zu beurteilen.
Bilanz
In den ersten drei Quartalen 2009/10 verzeichnete EVN einen Rückgang der Bilanzsumme um 1,9 % bzw. 125,3 Mio. Euro auf 6.570,0 Mio. Euro. Einer Reduktion der langfristigen Vermögenswerte um 4,7 % bzw. 268,4 Mio. Euro auf 5.492,8 Mio. Euro stand eine Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte um 15,3 % bzw. 143,0 Mio. Euro auf 1.077,2 Mio. Euro gegenüber.
Der Bereich der langfristigen Vermögenswerte wurde primär durch die negative Marktwertänderung der Beteiligung an der Verbund AG in den sonstigen Beteiligungen geprägt. Die vermehrte Investitionstätigkeit in Sachanlagen und die aufgrund der nunmehr positiven Marktwerte von Sicherungsgeschäften für Anleihen (denen auch eine entsprechende Erhöhung der Anleihenverbindlichkeit gegenübersteht) gestiegenen übrigen Vermögenswerte konnten diese Entwicklung nicht kompensieren, weshalb sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen von 86,0 % auf 83,6 % verringerte.
Gegensätzlich dazu kam es bei den kurzfristigen Vermögenswerten zu Steigerungen in allen Positionen. Neben Erhöhungen der Vorräte aufgrund des Anstiegs nicht abgerechneter Kundenaufträge im Umweltbereich und der liquiden Mittel wirkten besonders ein saisonal bedingter Anstieg der Forderungen sowie Zukäufe im Wertpapierbereich auf die Entwicklung ein. Somit stieg der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen von 14,0 % auf 16,4%.
Das Eigenkapital ging in Summe um 4,0 % bzw. 124,9 Mio. Euro auf 3.002,3 Mio. Euro zurück. Das in den ersten drei Quartalen 2009/10 erzielte Ergebnis nach Ertragsteuern konnte die erfolgsneutral erfasste Marktwertänderung der Beteiligung an der Verbund AG sowie die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 60,3 Mio. Euro und die Ausschüttung von Ergebnisanteilen an Minderheitengesellschafter in Höhe von 22,5 Mio. Euro nicht zur Gänze ausgleichen. Daraus resultiert zum Quartalsstichtag eine Eigenkapitalquote von 45,7%. Bei einer Nettoverschuldung von 1.415,9 Mio. Euro errechnet sich ein Gearing von 47,2%.
Die langfristigen Schulden wurden um 6,8 % bzw. 198,4 Mio. Euro auf 2.725,2 Mio. Euro verringert – durch Rückgänge in nahezu allen Positionen, besonders jedoch der langfristigen Finanz-, Steuer- und übrigen langfristigen Verbindlichkeiten. Im Bereich der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die um 5,0 % bzw. 84,3 Mio. Euro auf 1.618,2 Mio. Euro zurückgingen, wurden Kreditaufnahmen und bewertungsbedingte Anstiege der Anleihen durch planmäßige Tilgungen und durch die Umgliederung eines im Februar 2011 rückzahlbaren und somit nunmehr im kurzfristigen Bereich ausgewiesenen endfälligen Kredits mehr als ausgeglichen. Hauptverantwortlich für die Reduktion der latenten Steuerverbindlichkeiten um 31,7 % bzw. 97,4 Mio. Euro auf 209,7 Mio. Euro war die Marktwertänderung der Beteiligung an der Verbund AG. Nunmehr positive Swap-Bewertungen im Zusammenhang mit Anleihen führten zu einem deutlichen Rückgang der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten um 30,4 % bzw. 27,4 Mio. Euro auf 62,8 Mio. Euro.
Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden um 30,7 % bzw. 198,0 Mio. Euro auf 842,5 Mio. Euro resultierte aus höheren kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Umgliederung des im Februar 2011 rückzahlbaren Kredits, aus stichtagsbedingt gestiegenen kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten und höheren kurzfristigen Rückstellungen. Dem standen verhältnismäßig geringe Reduktionen der lieferanten- und übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber.
Bilanzstruktur in %
Segmentberichterstattung
Überblick
| Unternehmensbereiche | Segmente | Aktivitäten |
|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an S österreichischen und internationalen Standorten |
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|
| Energiehandel und -vertrieb | Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf |
|
| Energieversorgung Südosteuropa | Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
|
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung in Österreich sowie internationales Projektgeschäft |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
Neue Segmentierung
Unter Beachtung des ab dem Geschäftsjahr 2009/10 verpflichtend anzuwendenden IFRS 8 "Geschäftssegmente" erfolgt die Identifizierung der operativen Segmente nunmehr ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Die EVN Segmentberichterstattung wurde, dieser Bestimmung folgend, adaptiert. Die vormals als Business Units des Segments Energie abgebildeten Bereiche werden fortan als eigene Segmente dargestellt. Im Zuge dieser Änderungen wurden zur klareren Abgrenzung der Segmentinhalte die Segmentbezeichnungen angepasst.
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromerzeugung | 3.001 | 2.778 | 8,0 | 459 | 388 | 18,6 |
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 15.954 | 15.817 | 0,9 | 4.543 | 4.447 | 2,2 |
| Gas1) | 16.276 | 14.610 | 11,4 | 2.836 | 2.229 | 27,2 |
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom2) | 15.444 | 15.114 | 2,2 | 4.369 | 4.243 | 3,0 |
| Gas | 6.254 | 5.768 | 8,4 | 890 | 568 | 56,7 |
| Wärme | 1.580 | 1.411 | 12,0 | 301 | 220 | 36,8 |
1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN
2) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste
Nachstehend werden die operative Entwicklung der nunmehr sechs Segmente und die Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf deren Geschäftsverlauf beschrieben.
Erzeugung
Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG wird der Optionswert der Kraftwerke – somit im Wesentlichen die Differenz zwischen den Marktpreisen für Strom und den anfallenden Brennstoffkosten – abgebildet. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.
| Kennzahlen | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh | ||||||
| Stromerzeugung1) | 3.0011) | 2.778 | 8,0 | 459 | 388 | 18,6 |
| davon Wärmekraftwerke | 2.098 | 1.826 | 14,9 | 141 | 57 | – |
| davon erneuerbare Energie | 903 | 952 | –5,1 | 318 | 331 | –3,7 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 18,2 | 23,6 | –23,0 | 3,9 | 7,5 | –47,8 |
| Innenumsatz2) | 73,0 | 85,9 | –15,1 | 17,7 | 30,2 | –41,3 |
| Gesamtumsatz | 91,1 | 109,5 | –16,8 | 21,6 | 37,7 | –42,6 |
| Operativer Aufwand | –67,3 | –59,1 | –14,0 | –20,2 | –23,6 | –14,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 23,8 | 50,4 | –52,8 | 1,4 | 14,1 | –90,1 |
| EBIT-Marge (%)3) | 26,1 | 46,1 | –19,9 | 6,5 | 37,5 | –31,0 |
| Finanzergebnis | –4,5 | –6,2 | 27,2 | –3,2 | –2,2 | –46,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 19,3 | 44,2 | –56,4 | –1,8 | 12,0 | – |
| Investitionen | 39,6 | 30,7 | 29,0 | 1,3 | 12,1 | –88,9 |
1) Inkl. Erzeugung von Cogeneration-Anlagen und Wasserkraftwerken, die Teil des Segments Energieversorgung Südosteuropa sind und von Cogeneration-Anlagen und Fernheizkraftwerken, die Teil des Segments Energiehandel und -vertrieb sind; Jedoch sind die Erlöse aus der
Stromerzeugung in den dementsprechenden Segmenten enthalten. 2) Im Umsatz wird hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG der Optionswert der Kraftwerke abgebildet.
3) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
EVN konnte die Stromerzeugung in den ersten drei Quartalen 2009/10 in Summe um 8,0 % bzw. 223 GWh auf 3.001 GWh steigern. Diese Zunahme resultierte gänzlich aus einer höheren Erzeugungsmenge in den eigenen Wärmekraftwerken, die – verglichen mit dem niedrigen Niveau des Vorjahres – um 14,9 % bzw. 272 GWh auf 2.098 GWh angehoben wurde. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen konnte hingegen nicht das Niveau der Vergleichsperiode erreichen. Besonders das schlechtere Winddargebot und eine geringere Wasserführung lösten einen Rückgang der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um insgesamt 5,1 % aus. Seit Mai 2010 leistete erstmalig die Photovoltaikanlage in Bulgarien einen Beitrag zur erneuerbaren Energieerzeugung.
In den ersten drei Quartalen 2009/10 wurden durch eigene Produktion auf Konzernebene 19,4 % (Vorjahr: 18,4%) des abgesetzten Stroms abgedeckt. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs in Südosteuropa wurde ein Deckungsgrad von 56,2 % (Vorjahr: 55,7%) erzielt.
Nachdem der für die Ermittlung des Optionswerts der Kraftwerke herangezogene Zeitraum von rückläufigen Strompreisen geprägt war und zudem in den ersten drei Quartalen 2009/10 die erneuerbare Energieerzeugung rückläufig war, kam es zu einem Rückgang der Umsatzerlöse von 16,8 % bzw. 18,4 Mio. Euro auf 91,1 Mio. Euro. Trotz geringerer Einsatzkosten erhöhte sich der operative Aufwand aufgrund der Wertminderung beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro um 14,0 % bzw. 8,3 Mio. Euro auf 67,3 Mio. Euro. Daraus resultierte in Summe ein deutlicher Rückgang im operativen Ergebnis von 52,8 % bzw. 26,6 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro, welcher jedoch durch Verbesserungen im Finanzergebnis zum Teil abgefedert werden konnte. Dennoch lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 19,3 Mio. Euro um 56,4 % bzw. 24,9 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.
Energiewirtschaftliche Entwicklung
Umsatz- und Ertragslage
Investitionen
Hinsichtlich der getätigten Investitionen erfolgte bereits im März 2010 die Inbetriebnahme einer Rohrgurtförderanlage mit einer länge von 3,2 km, die künftig die Brennstoffbeschaffung und -anlieferung für das Kraftwerk Dürnrohr optimieren soll: 50,0 % der für den Kraftwerksbetrieb erforderlichen Energieträger werden auf dem umweltfreundlichen Wasserweg angeliefert und mit einem ummantelten Förderband von der Donaulände bis ins Kraftwerk Dürnrohr transportiert.
Für die Errichtung des Windparks Kavarna in Bulgarien wurden 32,4 Mio. Euro – und somit ein Großteil der Gesamtinvestitionen des Segments – aufgewendet. In Blatets, Bulgarien, wurde im Mai 2010 ein Photovoltaikpark in Betrieb genommen, der bisher über 340 MWh aus Sonnenkraft erzeugt hat und somit die leistungsstärkste Photovoltaikanlage der EVN darstellt. In Summe wurden rund 3,0 Mio. Euro in diesen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz investiert.
Am 21. April 2010 haben EVN und die Verbund AG einen Syndikatsvertrag für das Wasserkraftwerk Ashta unterschrieben, das bis 2012 im Norden Albaniens errichtet werden wird. Das Kraftwerk am Fluss Drin wird über eine Kapazität von 50 MW verfügen.
Die Fertigstellung des gemeinsam mit Evonik Steag GmbH errichteten Kohlekraftwerks in Duisburg-Walsum, Deutsch land, wird sich infolge von erforderlichen Reparaturmaßnahmen zur Behebung von Schäden im Zuge der Bauausführung verzögern, sodass mit einer Inbetriebnahme des Kraftwerks nunmehr in der ersten Jahreshälfte 2011 gerechnet wird.
Netzinfrastruktur Inland
Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze und der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und seit dem 2. Quartal 2008/09 auch im Burgenland.
| Kennzahlen | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1.–3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh | ||||||
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 5.773 | 5.606 | 3,0 | 1.788 | 1.650 | 8,3 |
| Gas1) | 16.276 | 14.610 | 11,4 | 2.836 | 2.229 | 27,2 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 347,8 | 325,7 | 6,8 | 89,8 | 84,3 | 6,6 |
| Innenumsatz | 41,3 | 39,0 | 5,8 | 11,6 | 10,7 | 9,0 |
| Gesamtumsatz | 389,1 | 364,8 | 6,7 | 101,4 | 94,9 | 6,8 |
| Operativer Aufwand | –287,4 | –297,5 | 3,4 | –91,2 | –97,1 | 6,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 101,7 | 67,3 | 51,1 | 10,2 | –2,1 | – |
| EBIT-Marge (%)2) | 26,1 | 18,5 | 7,7 | 10,1 | –2,2 | 12,3 |
| Finanzergebnis | –9,6 | –9,9 | 2,7 | –3,3 | –3,4 | 4,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 92,1 | 57,4 | 60,3 | 6,9 | –5,5 | – |
| Investitionen | 78,4 | 69,8 | 12,4 | 33,2 | 32,2 | 3,0 |
1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN
2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2010 kam es zu einer Senkung der Stromnetztarife um durchschnittlich 2,0 % (per 1. Jänner 2009 Anstieg um 1,0%) und zu einer Erhöhung der Gasnetztarife um durchschnittlich 8,2 % (per 1. Jänner 2009 Erhöhung um durchschnittlich 7,3%).
Der Netzabsatz im Strom- und Gasbereich entwickelte sich sowohl im Industrie- als auch im Privatkundenbereich positiv. EVN profitierte in den ersten drei Quartalen 2009/10 aufgrund des Witterungseinflusses von einem um 10,6 % höheren temperaturbedingten Energiebedarf und dementsprechenden Netzabsatzsteigerungen. Im Strombereich wurde ein Anstieg im Netzabsatz von 3,0 % bzw. 167 GWh auf 5.773 GWh verzeichnet, der auf Witterungseinflüsse generell sensibler reagierende Gasbereich verzeichnete ein Plus beim Netzabsatz von 11,4 % bzw. 1.666 GWh auf 16.276 GWh. Die Entwicklung im Gasbereich war zudem von einem gestiegenen Einsatz der eigenen Gaskraftwerke geprägt.
Basierend auf diesen energiewirtschaftlichen Entwicklungen verzeichneten die Netzerlöse einen Anstieg von 5,7 % bzw. 16,8 Mio. Euro auf 312,2 Mio. Euro. Davon war der Großteil auf den Mengeneffekt im Strom- und Gasbereich zurückzuführen. Auch wirkten sich per Saldo die Netztarifanpassungen im Gasnetzbereich positiv auf die Entwicklung aus, während im Stromnetzbereich ein negativer Effekt hingenommen werden musste. Der erstmalig ganzjährige Einbezug der B.net konnte mit einem Anstieg von 7,3 Mio. Euro die Umsatzerlöse auch im Kabel-TV- und Telekombereich bedeutend steigern. In Summe verzeichnete das Segment eine Umsatzsteigerung von 6,7 % bzw. 24,4 Mio. Euro auf 389,1 Mio. Euro. Vor allem geringere Kosten für Netzverluste und für Ausgleichsenergie aufgrund sinkender Strommarktpreise führten zu einem Rückgang der operativen Aufwendungen um 3,4 % bzw. 10,0 Mio. Euro auf 287,4 Mio. Euro. Daraus resultierte insgesamt eine Verbesserung des EBIT gegenüber der Vergleichsperiode um 51,1 % bzw. 34,4 Mio. Euro auf 101,7 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten für die Netzinfrastruktur wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 92,1 Mio. Euro gegenüber 57,4 Mio. Euro im Vorjahr erzielt.
Die Investitionen waren geprägt vom derzeit bedeutendsten Bauvorhaben des Segments – dem Bau der überregionalen Erdgastransportleitung "Südschiene", in das in der Berichtsperiode 29,2 Mio. Euro investiert wurden. Der erste Abschnitt befindet sich nunmehr in der Bauendphase, sodass im September 2010 der Teilbetrieb auf dem Abschnitt Gänserndorf-Peisching aufgenommen werden kann. Die Vorbereitungen auf der "Westschiene", für die in der Berichtsperiode 3,8 Mio. Euro investiert wurden, laufen plangemäß; mit dem Bau kann nach dem Winter begonnen werden.
Für übrige Investitionen im Strom- und Gasbereich wurden weitere 45,4 Mio. Euro aufgewendet, wobei der Fokus auf der Gewährleistung der Versorgungssicherheit und leistungsfähigkeit sowie der Modernisierung der Netze lag. Im Kabel-TV- und Telekombereich wurde in Netzverdichtungen und -erneuerungen investiert.
In Summe beliefen sich die Investitionen im Bereich Netzinfrastruktur in den ersten drei Quartalen 2009/10 auf 78,4 Mio. Euro, was einem Anstieg von 12,4 % bzw. 8,6 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode entspricht.
Energiehandel und -vertrieb
Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf – vorwiegend am österreichischen Heimmarkt.
Energiewirtschaftliche Entwicklung
Umsatz- und Ertragslage
Investitionen
| Kennzahlen | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1.–3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh | ||||||
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom | 5.335 | 4.987 | 7,0 | 1.634 | 1.464 | 11,6 |
| Gas1) | 6.254 | 5.768 | 8,4 | 890 | 568 | 56,7 |
| Wärme | 1.343 | 1.169 | 14,9 | 275 | 195 | 41,5 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 945,3 | 941,9 | 0,4 | 198,8 | 190,5 | 4,4 |
| Innenumsatz | 36,7 | 32,1 | 14,3 | 11,2 | 13,4 | –15,8 |
| Gesamtumsatz | 982,0 | 974,0 | 0,8 | 210,0 | 203,8 | 3,0 |
| Operativer Aufwand | –919,7 | –921,7 | 0,2 | –221,4 | –223,3 | 0,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 62,3 | 52,2 | 19,2 | –11,3 | –19,4 | 41,7 |
| EBIT-Marge (%)2) | 6,3 | 5,4 | 1,0 | –5,4 | –9,5 | 4,1 |
| Finanzergebnis | 7,1 | 8,9 | –20,1 | –0,9 | 1,1 | – |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 69,3 | 61,1 | 13,5 | –12,2 | –18,3 | 33,0 |
| Investitionen | 11,8 | 22,0 | –46,2 | 5,2 | 9,3 | –44,1 |
1) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste 2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Energiewirtschaftliche Entwicklung
Der Energieverkauf an Endkunden verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2009/10 in allen drei Bereichen Zuwächse. Im Strombereich konnte, neben steigenden Absätzen in Niederösterreich, der Verkauf in erster linie aufgrund der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des österreichischen Versorgungsgebiets der EVN insgesamt um 7,0 % bzw. 348 GWh auf 5.335 GWh gesteigert werden. Die kühlere Witterung war ausschlaggebend für den Anstieg um 8,4 % bzw. 486 GWh auf 6.254 GWh im Gasbereich und 14,9 % bzw. 174 GWh auf 1.343 GWh im Wärmebereich. Zusätzlich wirkte sich die Inbetriebnahme der Fernwärmeleitung St.Pölten positiv auf den Wärmeabsatz aus.
Im Gasbereich ermöglichten die rückläufigen Primärenergiepreise eine neuerliche Weitergabe der daraus resultierenden Vorteile an die Endkunden. Die Tarife konnten nach Reduktionen im Jänner und März 2009 am 1. Dezember 2009 neuerlich um rund 7,0 % gesenkt werden.
Umsatz- und Ertragslage
Trotz der höheren Stromerzeugung der Kraftwerke lagen die damit verbundenen Vermarktungserlöse aufgrund der negativen Strompreisentwicklung in etwa auf Vorjahresniveau. Im Gegenzug konnte die Tarifsenkung im Gasbereich durch die Absatzsteigerungen im gesamten Energiebereich mehr als ausgeglichen werden, was in Summe zu einem leichten Umsatzanstieg von 0,8 % bzw. 8,0 Mio. Euro auf 982,0 Mio. Euro führte.
Nach Abzug der operativen Aufwendungen, die sich mit einem Rückgang von 0,2 % bzw. 2,0 Mio. Euro auf 919,7 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau bewegten – rückläufige Strombezugs- und Primärenergiepreise wirkten dem höheren Einsatz der Kraftwerke und den gestiegenen Absatzmengen entgegen – wurde mit 62,3 Mio. Euro ein um 19,2 % bzw. 10,0 Mio. Euro verbessertes EBIT erzielt. Unter Berücksichtigung des gesunkenen Ergebnisbeitrags der EconGas und der Finanzierungskosten für die Errichtung der Wärmeanlagen lag das Finanzergebnis mit 7,1 Mio. Euro um 20,1 % bzw. 1,8 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf 69,3 Mio. Euro und wird somit um 13,5 % über dem Vorjahr ausgewiesen (Vorjahr: 61,1 Mio. Euro).
Investitionen
Mit der Inbetriebnahme der längsten Fernwärme-Transportleitung Österreichs konnte das wesentlichste Projekt des Segments bereits im 1. Quartal 2009/10 erfolgreich abgeschlossen werden. Seit 1. Oktober 2009 versorgt EVN die landeshauptstadt St.Pölten mit Fernwärme aus dem Kraftwerk Dürnrohr, bis Ende Juni 2010 wurden bereits knappe 127,0 GWh Fernwärme geliefert. Mit einer Fernwärmeleistung von 50 MW wurde die geplante leistung von 40 MW bereits in den Wintermonaten um mehr als 20,0 % überschritten. Durch die Fertigstellung dieses Projekts reduzierten sich die Investitionen gegenüber der Vergleichsperiode deutlich um 10,1 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro.
Energieversorgung Südosteuropa
Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, die Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.
| Kennzahlen | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1.–3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh | ||||||
| Netzabsatz Strom1) | 10.181 | 10.211 | –0,3 | 2.755 | 2.797 | –1,5 |
| davon Bulgarien | 6.079 | 6.054 | 0,4 | 1.668 | 1.704 | –2,1 |
| davon Mazedonien | 4.101 | 4.158 | –1,4 | 1.087 | 1.093 | –0,5 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | 238 | 242 | –1,9 | 25 | 25 | – |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 687,5 | 680,7 | 1,0 | 190,8 | 186,2 | 2,5 |
| Innenumsatz | – | – | – | – | – | – |
| Gesamtumsatz | 687,5 | 680,7 | 1,0 | 190,8 | 186,2 | 2,5 |
| Operativer Aufwand | –682,5 | –679,4 | –0,5 | –196,2 | –189,5 | –3,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 5,0 | 1,3 | – | –5,3 | –3,4 | –59,2 |
| EBIT-Marge (%)2) | 0,7 | 0,2 | 0,5 | –2,8 | –1,8 | –1,0 |
| Finanzergebnis | –14,3 | –21,6 | 33,8 | –3,0 | –5,0 | 40,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –9,3 | –20,3 | 54,2 | –8,3 | –8,3 | – |
| Investitionen | 77,4 | 81,4 | –4,8 | 30,6 | 27,5 | 11,4 |
1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden in etwa dem derzeitigen Netzabsatz.
2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Die unterschiedlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen im südosteuropäischen Versorgungsgebiet der EVN prägten die Entwicklung des Segments in den ersten drei Quartalen 2009/10. Trotz wärmerer Witterung (die Heizgradsumme lag um 21,0 % unter jener des Vorjahres) konnte in Bulgarien aufgrund der Reduktion der Netzverluste durch getätigte Investitionen ein leichter Anstieg im Strom-Netzabsatz von 0,4 % bzw. 26 GWh auf 6.079 GWh erzielt werden. Der Netzabsatz in Mazedonien verzeichnete hingegen trotz kühlerer Temperaturen (die Heizgradsumme lag um 6,6 % über jener des Vorjahres) und positiver Entwicklungen der Netzverluste einen leichten Rückgang um 1,4 % bzw. 56 GWh auf 4.101 GWh. Der Wärmeabsatz in Bulgarien ging witterungsbedingt um 1,9 % bzw. 5 GWh auf 238 GWh zurück.
Die Entwicklung der Umsatzerlöse war von den per 1. Juli 2009 in Bulgarien und 1. Jänner 2010 in Mazedonien erlassenen Preisentscheidungen geprägt. In Bulgarien konnte die Senkung der Endkundenpreise um rund 1,0 % und der Rückgang des Wärmeabsatzes durch den höheren Strom-Netzabsatz nicht gänzlich
Energiewirtschaftliche Entwicklung
Umsatz- und Ertragslage
kompensiert werden, weshalb die Umsatzerlöse geringfügig unter dem Vorjahresniveau lagen. Positiv verlief die Entwicklung in Mazedonien, wo trotz eines rückläufigen Netzabsatzes der positive Preisentscheid mit Absatzpreiserhöhungen von rund 10,0 % – von der Gesamterhöhung entfielen rund 51,0 % auf die EVN Macedonia – zu einem Umsatzanstieg führte. In Summe konnten die Umsatzerlöse des Segments um 1,0 % bzw. 6,8 Mio. Euro auf 687,5 Mio. Euro gesteigert werden.
Bei den operativen Aufwendungen konnte ein Rückgang in den Energiebeschaffungskosten die höheren planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und die höheren Forderungsabschreibungen nicht ausgleichen. Bedingt durch die positive Umsatzentwicklung konnte das EBIT mit 5,0 Mio. Euro dennoch um 3,7 Mio. Euro gesteigert werden. Einmalige Belastungen in der Vorjahresperiode und ein rückläufiges Zinsniveau führten zur Verbesserung des Finanzergebnisses von –21,6 Mio. Euro auf –14,3 Mio. Euro und in weiterer Folge zu einem deutlichen Anstieg im Ergebnis vor Ertragsteuern um 54,2 % bzw. 11,0 Mio. Euro auf –9,3 Mio. Euro.
Die getätigten Investitionen in Höhe von 77,4 Mio. Euro – um 3,9 Mio. Euro weniger als in der Vorjahresperiode – dienten weiterhin primär dem Ausbau der Netzinfrastrukturen und dem Austausch von Zählern, um die Versorgungssicherheit und -qualität zu verbessern und Netzverluste nachhaltig zu reduzieren.
Die Bauarbeiten an der neuen Cogeneration-Anlage am Fernwärmestandort TEZ Plovdiv mit einem geplanten Investitionsvolumen von ca. 50,0 Mio. Euro laufen seit Mitte Juli 2010 auf Hochtouren, die Inbetriebnahme ist für Dezember 2011 geplant.
Umwelt
Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 15 ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas.
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 165,2 | 162,3 | 1,8 | 68,7 | 61,1 | 12,4 |
| Innenumsatz | 12,1 | 8,3 | 45,3 | 4,8 | 3,1 | 56,4 |
| Gesamtumsatz | 177,3 | 170,6 | 3,9 | 73,4 | 64,2 | 14,5 |
| Operativer Aufwand | –169,2 | –154,8 | –9,3 | –64,8 | –55,8 | –16,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 8,1 | 15,8 | –48,6 | 8,6 | 8,5 | 1,8 |
| EBIT-Marge (%)1) | 4,6 | 9,3 | –4,7 | 11,7 | 13,2 | –1,5 |
| Finanzergebnis | 14,1 | 9,3 | 52,1 | 3,2 | 5,8 | –45,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 22,2 | 25,1 | –11,4 | 11,8 | 14,2 | –17,1 |
| Investitionen | 45,6 | 54,6 | –16,4 | 10,2 | 22,9 | –55,2 |
1) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Umsatz- und Ertragslage
Investitionen
Die Entwicklung der Segmentumsätze war in den ersten drei Quartalen 2009/10 von einem Anstieg der Erlöse um 12,8 Mio. Euro aus dem laufenden Betrieb der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr und deren fertiggestellter Erweiterung um die linie 3 im Dezember 2009 geprägt. Im Bereich der Wasserversorgung in Niederösterreich wurden konstante Umsatzerlöse erzielt. Aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen im Projektgeschäft beschränkt sich die Steigerung des Segmentumsatzes jedoch auf 3,9 % bzw. 6,7 Mio. Euro auf 177,3 Mio. Euro.
Die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die linie 3 und die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo, Moskau, Russland, spiegelten sich auch in den operativen Aufwendungen – vor allem in den Abschreibungen – wider. Negativ beeinflusst wurde das EBIT weiters durch erhöhte Forderungsabschreibungen aufgrund des Konkurses eines Großkunden im Abfallbereich mit rund 3,0 Mio. Euro. Demgegenüber stand ein Rückgang der Aufwendungen durch die witterungsbedingt gesunkene Projekttätigkeit. In Summe verzeichnete das Segment einen Anstieg der operativen Aufwendungen um 9,3 % bzw. 14,4 Mio. Euro auf 169,2 Mio. Euro. Damit verbunden war ein Rückgang des EBIT um 48,6 % bzw. 7,7 Mio. Euro auf 8,1 Mio. Euro.
Positiv hingegen entwickelte sich das Finanzergebnis, das um 52,1 % bzw. 4,8 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro verbessert werden konnte. Zurückzuführen ist diese Entwicklung in erster linie auf den gestiegenen Erfolgsbeitrag der Abwasserbehandlungsanlage in Zagreb. Dank dieser Entwicklung fiel der Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern von 25,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 22,2 Mio. Euro geringer aus.
Am 14. Mai 2010 wurde die Kläranlage Pomorzany in Stettin, Polen, in Betrieb genommen. EVN war als Konsortialführer für die Planung, die Realisierung und die Inbetriebnahme der schlüsselfertigen Anlagen verantwortlich. Die Anlage ist für über 400.000 Einwohner konzipiert und verfügt zudem über eine Schlammtrocknungs- und -verbrennungsanlage.
In der türkischen Metropole Istanbul hat EVN als Konsortialführer eine Kläranlage für 2,0 Mio. Einwohner mit einem Gesamtvolumen von 108,5 Mio. Euro fertiggestellt und im Juni 2010 mit der fünfjährigen Betriebsführung begonnen.
Die EVN erhielt im Dezember 2009 den Auftrag zur Errichtung der thermischen Abfallbehandlungsanlage in Moskau. Im Juni 2010 wurde mit der Stadt Moskau ein Vertrag unterzeichnet, in dem auch die endgültige Kapazität von 700.000 Tonnen pro Jahr festgelegt wurde. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 575,0 Mio. Euro wird als BOOT-Modell realisiert. Demzufolge ist EVN für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage für einen Zeitraum von zwölf Jahren nach Fertigstellung verantwortlich.
Fertiggestellte Projekte in Polen und der Türkei
Abfallverwertungsprojekt in Moskau, Russland
Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Die strategischen Beteiligungen dieses Segments umfassen im Wesentlichen die Beteiligungen an RAG, BEGAS, BEWAG und der Verbund AG. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie auch Gesellschaften abgebildet, die Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN erbringen.
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 18,8 | 15,9 | 18,5 | 5,7 | 5,0 | 15,4 |
| Innenumsatz | 46,7 | 47,5 | –1,7 | 15,3 | 15,5 | –1,1 |
| Gesamtumsatz | 65,5 | 63,4 | 3,3 | 21,0 | 20,4 | 2,9 |
| Operativer Aufwand | –72,3 | –71,3 | –1,4 | –24,8 | –22,9 | –8,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –6,8 | –7,9 | 14,1 | –3,8 | –2,5 | –53,5 |
| EBIT-Marge (%)1) | –10,4 | –12,5 | 2,1 | –18,2 | –12,2 | –6,0 |
| Finanzergebnis | 80,6 | 66,5 | 21,2 | 7,5 | 17,5 | –57,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 73,8 | 58,6 | 26,0 | 3,7 | 15,0 | –75,4 |
| Investitionen | 0,7 | 0,9 | –16,5 | 0,4 | 0,4 | – |
1) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Ertragslage
Das für dieses Segment primär relevante Finanzergebnis weist in den ersten drei Quartalen 2009/10 eine gegenüber dem Vorjahr deutlich positive Entwicklung auf.
Der deutliche Anstieg im Beteiligungsergebnis von 6,8 Mio. Euro war gänzlich auf die Erhöhung des Beteiligungsertrags von der Verbund AG um 8,0 Mio. Euro zurückzuführen, nachdem im Bereich der at Equity einbezogenen Unternehmen leichte Rückgänge der Erfolgsbeiträge von BEGAS, BEWAG und RAG zu verzeichnen waren (siehe zur Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Seite 24).
Das niedrige Zinsniveau führte sowohl zu geringeren Zinserträgen bei kurzfristigen Geldveranlagungen als auch zu geringeren Zinsaufwendungen. In Summe konnte das Zinsergebnis mit 2,2 Mio. Euro gegenüber 2,4 Mio. Euro in der Vergleichsperiode annähernd stabil gehalten werden. Das in der Vorjahresperiode infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise durch Marktwertänderungen stark negativ beeinflusste sonstige Finanzergebnis konnte sich in den ersten drei Quartalen 2009/10 deutlich erholen. Obwohl in Summe noch immer leicht negativ, verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis um 7,5 Mio. Euro – davon stammen alleine 6,5 Mio. Euro aus Kurswertänderungen.
Insgesamt erhöhte sich somit das Finanzergebnis um 21,2 % bzw. 14,1 Mio. Euro auf 80,6 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Anstieg im Ergebnis vor Ertragsteuern um 26,0 % bzw. 15,2 Mio. Euro auf 73,8 Mio. Euro.
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34
| Bilanz | Mio. EUR | 30.6.2010 | 30.9.2009 | Veränderung absolut in % |
30.9.2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 361,2 | 365,2 | –4,0 | –1,1 | 357,5 | |
| Sachanlagen | 2.743,3 | 2.653,1 | 90,2 | 3,4 | 2.392,0 | |
| At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen | 707,9 | 712,5 | –4,6 | –0,6 | 641,5 | |
| Sonstige Beteiligungen | 1.032,5 | 1.409,7 | –377,2 | –26,8 | 1.723,5 | |
| Aktive latente Steuern | 2,6 | 1,2 | 1,4 | – | 0,9 | |
| Übrige Vermögenswerte | 645,3 | 619,5 | 25,7 | 4,1 | 597,0 | |
| 5.492,8 | 5.761,2 | –268,4 | –4,7 | 5.712,4 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 161,4 | 137,3 | 24,1 | 17,5 | 97,6 | |
| Forderungen | 635,6 | 579,7 | 56,0 | 9,7 | 569,4 | |
| Wertpapiere | 134,1 | 86,7 | 47,4 | 54,6 | 136,0 | |
| liquide Mittel | 146,1 | 130,5 | 15,6 | 11,9 | 121,0 | |
| 1.077,2 | 934,2 | 143,0 | 15,3 | 923,9 | ||
| Summe Aktiva | 6.570,0 | 6.695,4 | –125,3 | –1,9 | 6.636,3 | |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | ||||||
| Grundkapital | 300,0 | 300,0 | – | – | 300,0 | |
| Kapitalrücklagen | 108,4 | 108,4 | – | – | 108,4 | |
| Gewinnrücklagen1) | 1.806,0 | 1.661,4 | 144,6 | 8,7 | 1.558,1 | |
| Bewertungsrücklage gem. IAS 39 | 457,7 | 725,4 | –267,7 | –36,9 | 1.012,0 | |
| Währungsumrechnungsrücklage | 1,4 | –3,4 | 4,8 | – | 2,1 | |
| Eigene Aktien | –8,0 | –8,0 | – | – | –4,8 | |
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 2.665,5 | 2.783,8 | –118,2 | –4,2 | 2.975,9 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 336,7 | 343,4 | –6,7 | –1,9 | 232,5 | |
| 3.002,3 | 3.127,2 | –124,9 | –4,0 | 3.208,5 | ||
| Langfristige Schulden | ||||||
| langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.618,2 | 1.702,5 | –84,3 | –5,0 | 1.358,9 | |
| latente Steuerverbindlichkeiten | 209,7 | 307,1 | –97,4 | –31,7 | 420,0 | |
| langfristige Rückstellungen2) | 440,0 | 444,8 | –4,7 | –1,1 | 430,2 | |
| Vereinnahmte Baukosten- und | ||||||
| Investitionszuschüsse | 394,5 | 379,1 | 15,5 | 4,1 | 354,3 | |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten2) | 62,8 | 90,2 | –27,4 | –30,4 | 91,8 | |
| 2.725,2 | 2.923,7 | –198,4 | –6,8 | 2.655,3 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 204,2 | 17,0 | 187,2 | – | 153,9 | |
| Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 105,5 | 58,7 | 46,8 | 79,7 | 60,5 | |
| lieferantenverbindlichkeiten | 267,6 | 328,7 | –61,1 | –18,6 | 283,7 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 112,4 | 83,6 | 28,7 | 34,4 | 96,4 | |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 152,9 | 156,5 | –3,6 | –2,3 | 178,0 | |
| 842,5 | 644,5 | 198,0 | 30,7 | 772,5 | ||
| Summe Passiva | 6.570,0 | 6.695,4 | –125,3 | –1,9 | 6.636,3 |
1) Inkl. Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3 in Höhe von 7,1 Mio. Euro, die im Vorjahr noch als eigene Position ausgewiesen war. 2) Die Werte per 30.9.2008 wurden im Geschäftsjahr 2008/09 aufgrund einer neuen Darstellung angepasst.
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1.–3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.182,8 | 2.150,2 | 1,5 | 557,7 | 534,6 | 4,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 39,5 | 45,7 | –13,5 | 12,4 | 13,7 | –9,4 |
| Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen |
11,3 | 15,5 | –26,9 | 5,9 | 6,2 | –4,9 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –1.301,0 | –1.329,2 | 2,1 | –324,9 | –313,0 | –3,8 |
| Material- und Betriebsaufwand | –199,6 | –198,9 | –0,4 | –79,9 | –74,1 | –8,0 |
| Personalaufwand | –247,7 | –240,2 | –3,1 | –85,8 | –80,8 | –6,2 |
| Abschreibungen | –171,5 | –145,7 | –17,7 | –53,0 | –52,3 | –1,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –119,7 | –118,2 | –1,3 | –32,7 | –39,2 | 16,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 194,1 | 179,2 | 8,3 | –0,3 | –4,8 | 94,2 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen |
41,0 | 37,8 | 8,5 | 11,2 | 13,8 | –18,6 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 53,8 | 47,0 | 14,3 | 0,7 | 1,4 | –47,6 |
| Zinserträge | 29,3 | 35,8 | –18,1 | 9,6 | 10,4 | –7,8 |
| Zinsaufwendungen | –51,5 | –65,4 | 21,3 | –17,9 | –19,7 | 9,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –0,5 | –10,1 | – | –3,3 | 7,9 | – |
| Finanzergebnis | 72,0 | 45,1 | 59,8 | 0,3 | 13,8 | –97,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 266,2 | 224,3 | 18,7 | 0,1 | 9,0 | –99,3 |
| Ertragsteuern | –48,0 | –32,1 | –49,4 | 2,2 | 1,9 | 15,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 218,1 | 192,1 | 13,5 | 2,3 | 11,0 | –79,0 |
| davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 13,3 | 16,5 | –19,7 | 5,9 | 4,1 | 43,1 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) |
204,9 | 175,6 | 16,7 | –3,6 | 6,8 | – |
| Ergebnis je Aktie1) EUR |
1,25 | 1,07 | 16,7 | –0,02 | 0,04 | – |
1) Verwässert ist gleich unverwässert
| Erzeugung | Netzinfrastruktur Inland | Energiehandel und -vertrieb | Energieversorgung Südosteuropa | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentberichterstattung1) Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
| Außenumsatz | 18,2 | 23,6 | 347,8 | 325,7 | 945,3 | 941,9 | 687,5 | 680,7 |
| Innenumsatz | 73,0 | 85,9 | 41,3 | 39,0 | 36,7 | 32,1 | – | – |
| Gesamtumsatz | 91,1 | 109,5 | 389,1 | 364,8 | 982,0 | 974,0 | 687,5 | 680,7 |
| Operativer Aufwand | –67,3 | –59,1 | –287,4 | –297,5 | –919,7 | –921,7 | –682,5 | –679,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 23,8 | 50,4 | 101,7 | 67,3 | 62,3 | 52,2 | 5,0 | 1,3 |
| EBIT-Marge (%) | 26,1 | 46,1 | 26,1 | 18,5 | 6,3 | 5,4 | 0,7 | 0,2 |
| Finanzergebnis | –4,5 | –6,2 | –9,6 | –9,9 | 7,1 | 8,9 | –14,3 | –21,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 19,3 | 44,2 | 92,1 | 57,4 | 69,3 | 61,1 | –9,3 | –20,3 |
| Investitionen2) | 39,6 | 30,7 | 78,4 | 69,8 | 11,8 | 22,0 | 77,4 | 81,4 |
| Umwelt | und Sonstiges | Strategische Beteiligungen | Konsolidierung | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
| Außenumsatz | 165,2 | 162,3 | 18,8 | 15,9 | – | – | 2.182,8 | 2.150,2 |
| Innenumsatz | 12,1 | 8,3 | 46,7 | 47,5 | –209,8 | –212,8 | – | – |
| Gesamtumsatz | 177,3 | 170,6 | 65,5 | 63,4 | –209,8 | –212,8 | 2.182,8 | 2.150,2 |
| Operativer Aufwand | –169,2 | –154,8 | –72,3 | –71,3 | 209,8 | 212,8 | –1.988,7 | –1.971,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 8,1 | 15,8 | –6,8 | –7,9 | – | – | 194,1 | 179,2 |
| EBIT-Marge (%) | 4,6 | 9,3 | –10,4 | –12,5 | – | – | 8,9 | 8,3 |
| Finanzergebnis | 14,1 | 9,3 | 80,6 | 66,5 | –1,3 | –1,9 | 72,0 | 45,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 22,2 | 25,1 | 73,8 | 58,6 | –1,3 | –1,9 | 266,2 | 224,3 |
| Investitionen2) | 45,6 | 54,6 | 0,7 | 0,9 | –0,8 | –10,0 | 252,8 | 249,3 |
1) Gemäß neuer Segmentierung ab dem 1. Quartal 2009/10
| Gesamtergebnisrechnung Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 3. Quartal |
2008/09 3. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 218,1 | 192,1 | 13,5 | 2,3 | 11,0 | –79,0 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern aus |
||||||
| Währungsdifferenzen | 4,8 | –6,3 | – | 1,7 | 2,4 | –29,0 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | –376,8 | –275,9 | –36,6 | –119,7 | 308,5 | – |
| Cash Flow Hedges | 22,6 | –12,9 | – | 4,5 | 27,0 | –83,2 |
| at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen |
–0,2 | –13,3 | 98,7 | –4,0 | 6,4 | – |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern |
–349,6 | –308,4 | –13,4 | –117,4 | 344,2 | – |
| darauf entfallende Ertragsteuern | 88,6 | 72,4 | 22,3 | 28,5 | –83,9 | – |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse nach Ertragsteuern |
–261,0 | –236,0 | –10,6 | –88,9 | 260,4 | – |
| Gesamtergebnis | –42,9 | –43,9 | – | –86,6 | 271,3 | – |
| davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 15,1 | 16,5 | –8,6 | 5,9 | 4,1 | 43,1 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | –58,0 | –60,4 | 4,0 | –92,5 | 267,2 | – |
| Entwicklung des Eigenkapitals | Mio. EUR | Anteile der Aktionäre der EVN AG |
Anteile anderer Gesellschafter |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 30.9.2008 | 2.975,9 | 232,5 | 3.208,5 | |
| Gesamtergebnis | –60,4 | 16,5 | –43,9 | |
| Aktienerwerb vollkonsolidierter Unternehmen | – | –1,0 | –1,0 | |
| Dividende 2007/08 | –60,3 | –35,0 | –95,3 | |
| Erwerb eigener Anteile | –3,3 | – | –3,3 | |
| Kapitaleinzahlung von Minderheitengesellschaftern | – | 3,8 | 3,8 | |
| Stand 30.6.2009 | 2.851,9 | 216,9 | 3.068,8 | |
| Stand 30.9.2009 | 2.783,8 | 343,4 | 3.127,2 | |
| Gesamtergebnis | –58,0 | 15,1 | –42,9 | |
| Dividende 2008/09 | –60,3 | –22,5 | –82,8 | |
| Kapitaleinzahlung von Minderheitengesellschaftern | – | 0,8 | 0,8 | |
| Stand 30.6.2010 | 2.665,5 | 336,7 | 3.002,3 |
| 2009/10 | 2008/09 | Veränderung | 2007/08 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Verkürzte Geldflussrechnung Mio. EUR |
1. – 3. Quartal | 1. – 3. Quartal | absolut in % | 1. – 3. Quartal | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 266,2 | 224,3 | 41,9 | 18,7 | 237,7 |
| Unbare Ergebniskomponenten | 156,4 | 176,2 | –19,8 | –11,3 | 139,1 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 422,5 | 400,4 | 22,1 | 5,5 | 376,8 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 314,5 | 195,2 | 119,4 | 61,2 | 354,2 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –253,7 | –324,4 | 70,7 | 21,8 | –189,5 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –61,8 | 191,3 | –253,1 | – | –140,4 |
| Cash Flow gesamt | –0,9 | 62,0 | –63,0 | – | 24,3 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 113,6 | 94,1 | 19,5 | 20,7 | 54,4 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 112,6 | 156,2 | –43,6 | –27,9 | 78,7 |
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Grundsätze der Rechnungslegung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2010 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2008/09 (Bilanzstichtag: 30. September 2009) gelesen werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2009 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Berichterstattung nach IFRS
Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2009/10 angewendet:
| Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 8 | Geschäftssegmente | 1.1.2009 |
| IFRIC 13 Kundentreueprogramme | 1.1.2009 | |
| IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungs vorschriften und ihre Wechselwirkung |
1.1.2009 | |
| IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 1.7.2009 | |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 1.1.2009 |
| IAS 23 | Fremdkapitalkosten | 1.1.2009 |
| IAS 27 | Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS | 1.1. / 1.7.2009 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung | 1.1.2009 |
| IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung | 1.11.2008 /1.1./ 1.7.2009 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen | 1.1.2009 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse | 1.7.2009 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge | 1.1.2009 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben | 1.11.2008 /1.1.2009 |
| IFRIC 9 | Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate | 1.1.2009 |
| Diverse | "Annual Improvements 2006 – 2008" | 1.1. / 1.7.2009 |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Im neuen IFRS 8 sind die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen sowie Kundenbeziehungen geregelt. Die Identifizierung der operativen Segmente ist auf Basis der internen Steuerung (Management Approach) vorgeschrieben. Daraus resultierend wurden die früheren Business Units des Segments Energie nunmehr als eigene Segmente dargestellt.
Aufgrund der neuen Interpretationen IFRIC 13, IFRIC 14 und IFRIC 16 ergaben sich keine Änderungen im Zwischenabschluss der EVN.
Durch die Änderung des IAS 1 wurde der Zwischenabschluss um die Darstellung einer Gesamtergebnisrechnung ergänzt, in der sämtliche in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Erfolgsbestandteile dargestellt werden. Die Entwicklung des Eigenkapitals umfasst folglich lediglich Details zu Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern, während sämtliche übrige Eigenkapitalveränderungen nunmehr in einer einzigen Zeile dargestellt werden.
Die wesentlichen Änderungen von IAS 27 und IFRS 3 beziehen sich auf die Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Dabei ist besonderes Augenmerk auf die Neuerungen bei sukzessiven Anteilserwerben und auf die Bewertung von Minderheitsanteilen bei Unternehmenserwerben zu legen. Darüber hinaus sind Anschaffungsnebenkosten künftig als Aufwand zu erfassen.
Die wesentliche Änderung des IAS 23 betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten sogleich als Aufwand zu erfassen, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Da EVN in der Vergangenheit von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht hat, ergeben sich durch diese Änderung auch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderungen in IFRS 7 betreffen die Erweiterung der Angabepflichten um Informationen zur Ermittlung der Fair Values und beziehen sich somit gänzlich auf die Aufbereitung der externen Berichterstattung.
Aufgrund der Änderungen zu IAS 32, IAS 39, IFRS 2, IFRS 4, IFRIC 9 sowie den "Annual Improvements 2006 – 2008" ergaben sich keine Änderungen auf den Zwischenabschluss der EVN.
Noch nicht in Kraft getretene neue Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.
Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Geschäftsbereich Energie zu verzeichnen. Aufgrund dieser Abhängigkeit des Energiegeschäfts von der Witterung werden im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt. Der Umweltbereich ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Umweltsegment in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.
Prüferische Durchsicht
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2010 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 31 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2009: 26 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen). 36 (30. September 2009: 36) verbundene Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.
| konsolidiert | Summe | ||
|---|---|---|---|
| 53 | 5 | 14 | 72 |
| 5 | – | – | 5 |
| –1 | – | – | –1 |
| 57 | 5 | 14 | 76 |
| 31 | – | 4 | 35 |
| konsolidiert konsolidiert |
In den ersten drei Quartalen 2009/10 fanden keine Unternehmenserwerbe statt. In der Vergleichsperiode des Geschäftsjahres 2008/09 erfolgte zu einem Kaufpreis von 22,0 Mio. Euro die vollständige Übernahme des burgenländischen Kabelnetzbetreibers B.net sowie der Dataservice GmbH, Eisenstadt, durch Kabelsignal. Aus der finalen Wertermittlung der Sachanlagen der B.net ergaben sich gegenüber dem Bilanzstichtag 30. September 2009 keine Änderungen.
Im Juli 2009 erhielt WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland, den Auftrag zur Errichtung von Abwasserbeseitigungsanlagen in Budva, Montenegro, und deren Betrieb über einen Zeitraum von 30 Jahren. Aus diesem Anlass wurde bereits im September 2009 die WTE odpadne vode Budva DOO, Podgorica, Montenegro, gegründet, die im 1. Quartal 2009/10 erstmals vollkonsolidiert wurde.
EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien, und EVN Trading DOOEl, Skopje, Mazedonien, an denen EVN Trading SEE EAD, Sofia, Bulgarien, 100 % der Anteile hält, führen die Abwicklung von Energie-Handelsgeschäften in den jeweiligen ländern durch und wurden seit dem 1. Quartal 2009/10 aufgrund von Wesentlichkeit erstmals in den Konzern-Zwischenabschluss der EVN einbezogen.
Die EVN Plin d.o.o., Zagreb, Kroatien, die in den Gespanschaften Zadar, Split und Sibenik Gasverteilernetze planen, bauen, betreiben und instandhalten wird, wurde aufgrund der Aufnahme der operativen Tätigkeit seit dem 2. Quartal 2009/10 in den Zwischenbericht der EVN einbezogen.
Die Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien, an der EVN 100 % der Anteile hält, wurde seit dem 2. Quartal 2009/10 vollkonsolidiert. Die Gesellschaft betreibt in Blatets, Bulgarien, eine Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 0,8 MW.
Die bisher vollkonsolidierte Energy Trading EAD, Sofia, Bulgarien, wurde im 3. Quartal 2009/10 aufgrund der Aufgabe ihrer Geschäftstätigkeit entkonsolidiert.
Ausgewählte Anhangsangaben
Erläuterungen zur Bilanz
In den ersten drei Quartalen 2009/10 wurden von EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 252,8 Mio. Euro (Vorjahr: 249,3 Mio. Euro) erworben. Demgegenüber wurden Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) veräußert. Dabei wurde ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) erzielt.
Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.032,5 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.009,0 Mio. Euro, die sich gegenüber dem Vorjahr um 376,8 Mio. Euro reduzierten. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gem. IAS 39 verrechnet.
Zum Stichtag 30. Juni 2010 wurden unverändert 534.864 Stück eigene Aktien (das sind 0,33 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 8,0 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 6,6 Mio. Euro (30. September 2009: 7,3 Mio. Euro) gehalten. Aus diesen stehen der EVN AG keine Rechte zu, sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 21. Jänner 2010 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2008/09 eine Dividende in Höhe von 0,37 Euro je Aktie auszuschütten (Gesamtdividendenzahlung von 60,3 Mio. Euro). Ex-Dividendentag war der 26. Jänner 2010, die Ausschüttung an die Aktionäre der EVN AG erfolgte am 29. Jänner 2010.
| Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Nominalverzin sung (%) |
laufzeit | Nominale | Buchwert 30.6.2010 (TEUR) |
Buchwert 30.9.2009 (TEUR) |
|---|---|---|---|---|---|
| JPY-Anleihe | 5,200 | 1994 –2014 | 8,0 Mrd. JPY | 76.626,9 | 61.182,7 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2001–2011 | 262,9 Mio. EUR | 267.620,8 | 267.299,8 |
| CHF-Anleihe | 3,625 | 2009 –2014 | 250,0 Mio. CHF | 188.003,3 | 165.575,8 |
| EUR-Anleihe | 5,000 | 2009 –2016 | 28,5 Mio. EUR | 28.255,9 | 28.222,6 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009 –2017 | 150,0 Mio. EUR | 148.289,8 | 148.099,7 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009 –2019 | 30,0 Mio. EUR | 29.349,8 | 29.292,4 |
| JPY-Anleihe | 3,130 2009 –2024 | 12,0 Mrd. JPY | 105.883,6 | 79.983,6 | |
| Summe Anleihen | – | – | – | 844.030,0 | 779.656,7 |
| langfristige Bankdarlehen | 1,000 –8,770 | bis 2031 | – | 774.176,5 | 922.826,9 |
| Summe | – | – | – | 1.618.206,5 | 1.702.483,6 |
Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der daraus resultierenden Erhöhung der Anleihenverbindlichkeit in Höhe von 63,6 Mio. Euro (30. September 2009: 7,1 Mio. Euro) stand im Wesentlichen ein gegenläufiger Anstieg der Marktwerte der Swaps in Höhe von 65,3 Mio. Euro (30. September 2009: 6,7 Mio. Euro) gegenüber.
Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten stand den laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 81,0 Mio. Euro im Wesentlichen eine Kreditziehung für die Finanzierung der Errichtung einer Natriumhypochloritanlage in Moskau in Höhe von 101,2 Mio. Euro gegenüber. Ein im Februar 2011 rückzahlbarer endfälliger Kredit in Höhe von 170,8 Mio. Euro wurde in den kurzfristigen Bereich umgegliedert.
In den ersten drei Quartalen 2009/10 ergab die Überprüfung von Vermögenswerten (Impairment Test) eine dauerhafte Wertminderung gemäß IAS 36 aufgrund einer erwarteten zeitlichen Verzögerung des Windparkprojekts Kavarna und somit einen Abwertungsbedarf auf Sachanlagen in Höhe von 10,7 Mio. Euro. Darüber hinaus führten das hohe Niveau der Investitionstätigkeit und der erstmalige ganzjährige Einbezug der B.net in den ersten drei Quartalen 2009/10 insgesamt zu einem Anstieg der Abschreibungen um 25,8 Mio. Euro auf 171,5 Mio. Euro.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung Das Beteiligungsergebnis, das die Ergebnisanteile der at Equity einbezogenen Unternehmen sowie vor allem Dividenden von nicht konsolidierten Gesellschaften umfasst, entwickelte sich wie folgt:
| Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Tsd. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
|---|---|---|
| RAG1) | 27.508,7 | 27.700,5 |
| EconGas | 6.469,3 | 8.397,7 |
| ZOV; ZOV UIP | 9.043,2 | 3.924,6 |
| BEWAG; BEGAS2) | –2.051,1 | –1.393,8 |
| Andere Gesellschaften | 12,6 | –841,5 |
| Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 40.982,7 | 37.787,5 |
| Verbund AG | 50.139,0 | 42.116,8 |
| Andere Gesellschaften | 3.631,5 | 4.913,7 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 53.770,5 | 47.030,4 |
| Beteiligungsergebnis | 94.753,3 | 84.817,9 |
1) Indirekt über RBG gehalten
2) Jeweils 49,0 % an BEWAG und BEGAS werden indirekt über die BUHO gehalten.
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien von 162.990.956 Stück (30. Juni 2009: 163.016.639 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien aufgrund von Aktienoptionen und Wandelanleihen auftreten. Für EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Auf Basis des Konzernergebnisses von 204,9 Mio. Euro (30. Juni 2009: 175,6 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2010 ein Ergebnis je Aktie von 1,25 Euro (30. Juni 2009: 1,07 Euro).
Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen in den ersten drei Quartalen 2009/10 108,6 Mio. Euro (Vorjahr: 79,1 Mio. Euro). Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 25,7 Mio. Euro (Vorjahr: 34,1 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 40,8 Mio. Euro (Vorjahr: 54,2 Mio. Euro) geleistet. Die Auswirkungen der Unternehmenserwerbe in Höhe von 20,9 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2008/09 wurden im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt. In den ersten drei Quartalen 2009/10 fand kein Unternehmenserwerb statt.
Sonstige Angaben
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Es ergaben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Mio. EUR |
2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
|---|---|---|
| Umsätze | 203,3 | 228,7 |
| Aufwendungen für bezogene leistungen | 613,7 | 636,0 |
| Forderungen aus lieferungen und leistungen | 55,3 | 154,81) |
| Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen | 22,9 | 13,41) |
1) Wert zum 30.9.2009
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2009 um 155,7 Mio. Euro auf 949,4 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultierte zum einen aus einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung des Kraftwerks in Duisburg-Walsum und zum anderen aus einer Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften. Im Falle des Kraftwerks in Duisburg-Walsum handelte es sich um die planmäßige Ausweitung der Fremdfinanzierung entsprechend des Baufortschritts, für die Haftungen abgegeben wurden. Die Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften resultierte aus einer stichtagsbezogenen Ausweitung des Energiehandels.
Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden seit dem Geschäftsjahr 2008/09 nicht mehr in Höhe des Nominalvolumens, sondern in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2010 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 11,7 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 380,0 Mio. Euro.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2010 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 26. August 2010 traten folgende Ereignisse auf:
Vor dem Hintergrund der am 8. Mai 2009 von der EVN AG gegen die mazedonische Regierung eingebrachten Schiedsgerichtsklage zum Schutz der getätigten Investitionen haben am 28. Juli 2010 die Regierung Mazedoniens und EVN einer schrittweisen, gemeinsamen Klärung aller zur Zeit offenen Fragen und Probleme zwischen den beiden Parteien zugestimmt. Durch die Festlegung von Kriterien und eines Zeitplans für die Umsetzung soll in den nächsten Monaten durch intensive Verhandlungen auf bilateraler Ebene zwischen den Parteien eine Win-win-Situation sowohl für die Regierung, als auch für die Bürger und EVN geschaffen und Vertrauen gestärkt werden.
Per 1. Juli 2010 wurden in Bulgarien die Endkundenpreise für Strom durchschnittlich um 1,4 % und die Bezugspreise für Strom um 8,4 % vom Regulator in Bulgarien erhöht. Dies wird sich auf das Ergebnis der EVN Bulgaria negativ auswirken.
EVN und die staatliche bulgarische Energiegesellschaft NEK beabsichtigen, ein bereits seit längerem geplantes Projekt einer Kraftwerkskette am oberen Flusslauf der Arda in Südost-Bulgarien zu reaktivieren. Eine diesbezügliche Joint-Venture-Vereinbarung wurde am 19. Juli 2010 zwischen EVN und NEK unterfertigt. In mehreren Ausbauschritten sollen Speicherkraftwerke mit einer Gesamtleistung von bis zu 170 MW entstehen.
Bereits im Dezember 2009 bekam EVN den Zuschlag zum Bau einer Abfallverwertungsanlage in Moskau mit einem Gesamtvolumen von rund 575,0 Mio. Euro. Im August 2010 konnte schlussendlich nach erfolgreicher Umweltgenehmigung die endgültige Kapazität der Anlage mit 700.000 Tonnen pro Jahr festgelegt werden. Die Finanzierung wird auf Grundlage eines BOOT-Modells realisiert. Demzufolge ist EVN für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage für einen Zeitraum von 12 Jahren nach Fertigstellung verantwortlich.
Die EVN Aktie
Seit Jahresmitte 2009 hat die Weltwirtschaft die vorangegangene Rezession scheinbar überwunden. Es bestehen jedoch große regionale Wachstumsunterschiede. Die Wirtschaftsbelebung in Europa fiel – aufgrund der durch hohe Staatsschulden ausgelösten Vertrauenskrise – verhalten aus. Die Prognosen gehen davon aus, dass die europäische Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf einen stabilen, jedoch niedrigen Wachstumspfad einschwenkt.
Die anhaltend schwierige Situation veranlasste die Notenbanken, ihre Niedrigzinspolitik unverändert zu belassen. Die Konjunkturaufhellung muss sich als nachhaltig erweisen, bevor mit ersten Maßnahmen seitens der Zentralbanken gerechnet werden kann.
Die internationalen Aktienmärkte waren in den ersten drei Quartalen 2009/10 – infolge gemischter Signale der Wirtschafts- und Stimmungsindikatoren und der Vertrauenskrise im Euroraum – von hohen Volatilitäten geprägt.
Vom 1. Oktober 2009 bis 30. Juni 2010 verzeichnete der deutsche Aktienindex DAX einen Anstieg in Höhe von 5,1%, während der amerikanische leitindex Dow Jones nur 0,6 % zulegen konnte. Der Wiener leitindex ATX wies in dieser Periode mit einem Rückgang von 13,6 % eine deutlich schwächere Performance auf. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities entwickelte sich noch negativer und büßte 20,8 % ein. Auch die Aktie der EVN AG konnte sich dem schwachen Umfeld nicht entziehen und verzeichnete einen Kursrückgang von 10,5%. Die EVN Aktie notierte per 30. Juni 2010 bei 12,25 Euro, was einer Marktkapitalisierung von rund 2,0 Mrd. Euro entspricht.
| EVN Aktie – | |
|---|---|
| Indexgewichtung | 30.6.2010 |
| ATX | 1,55 % |
| WBI | |
| (Wiener Börse Index) | 2,79 % |
Das tägliche Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Vergleichsperioden etwas abgeschwächt und belief sich auf 57.508 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 132 Mio. Euro (Einmalzählung). Dies entspricht zugleich einem Anteil von 0,43 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse. Per Ende Juni 2010 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,55%.
Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich
| EVN Aktie – Performance | 2009/10 1. – 3. Quartal |
2008/09 1. – 3. Quartal |
2007/08 1. – 3. Quartal |
|
|---|---|---|---|---|
| Kurs per Ultimo Juni | EUR | 12,25 | 11,83 | 22,00 |
| Höchstkurs | EUR | 13,75 | 16,00 | 23,38 |
| Tiefstkurs | EUR | 10,61 | 10,11 | 18,85 |
| Aktienumsatz1) | Mio. EUR | 132 | 143 | 309 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz1) | Stück | 57.508 | 65.812 | 76.228 |
| Anteil am Gesamtumsatz1) | % | 0,43 | 0,55 | 0,50 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo Juni | Mio. EUR | 2.003 | 1.935 | 3.598 |
1) Wiener Börse, Einmalzählung
In der 81. Hauptversammlung am 21. Jänner 2010 wurde die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von 60,3 Mio. Euro bzw. 0,37 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 26. Jänner 2010, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29. Jänner 2010.
Ebenfalls in der 81. Hauptversammlung wurde der Vorstand der EVN AG für höchstens fünf Jahre nach Eintragung einer entsprechenden Satzungsänderung ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 30,0 Mio. Euro, allenfalls in mehreren Tranchen, durch Ausgabe von bis zu 16.352.582 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und die jeweilige Ausübung, den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen, sofern sichergestellt ist, dass der Anteil der Beteiligung der NÖ landes-Beteiligungsholding GmbH an der EVN AG auch nach der Kapitalerhöhung nicht unter 51,0 % des Grundkapitals an der EVN AG fällt. Von dieser Genehmigung wurde in der Berichtsperiode kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand der EVN AG hat am 23. Juni 2010 entschieden, erforderliche Schritte zur Umsetzung einer von der Hauptversammlung am 21. Jänner 2010 genehmigten Kapitalerhöhung von bis zu 10 % des Grundkapitals im zweiten Halbjahr 2010 in die Wege zu leiten. Ziel der beabsichtigten Kapitalerhöhung ist die Stärkung der Eigenmittel der EVN. Eine allfällige Umsetzung dieser Kapitalmaßnahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den Aufsichtsrat der EVN AG, einer notwendigen Billigung eines Prospekts durch die zuständige Finanzmarktaufsichtsbehörde sowie eines akzeptablen Kapitalmarktumfelds.
In den ersten drei Quartalen 2009/10 kam es zu keiner Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG. Unverändert werden 51,0 % der Aktien von der NÖ landes-Beteiligungsholding GmbH, St.Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit einem Anteil von > 35,0%. Die restlichen < 14,0 % befinden sich in Streubesitz.
Rechtliche Hinweise
Dieser Aktionärsbrief ist weder ein Prospekt noch ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren. Entscheidungen über den Abschluss von Verträgen oder das Eingehen von sonstigen Verpflichtungen sollen nicht auf Grundlage dieses Aktionärsbriefes getroffen werden. Ein öffentliches Angebot in Österreich darf erst nach Veröffentlichung eines von der Finanzmarktaufsicht gemäß den Bestimmungen des Kapitalmarktgesetzes zu billigenden Prospekts erfolgen. Etwaige vor dem öffentlichen Angebot erteilte Zeichnungsaufträge werden zurückgewiesen. Sollte ein öffentliches Angebot in Österreich durchgeführt werden, wird ein den Bestimmungen des Kapitalmarktgesetzes und Börsegesetzes entsprechender Prospekt veröffentlicht, den Sie bei der EVN AG, 2344 Maria Enzersdorf, kostenlos erhalten.
Stabile Dividende für das Geschäftsjahr 2008/09
Ermächtigung zur Kapitaler höhung durch die 81. ordentliche Hauptversammlung
Vorbereitung einer geplanten Kapitalerhöhung zur Stärkung der Eigenmittelausstattung
Unveränderte Aktionärsstruktur
Finanzkalender1)
| Jahresergebnis 2009/10 | 16.12.2010 |
|---|---|
| 82. ordentliche Hauptversammlung | 20.01.2011 |
| Ex-Dividendentag | 25.01.2011 |
| Dividendenzahltag | 28.01.2011 |
| Ergebnis 1. Quartal 2010/11 | 24.02.2011 |
| Ergebnis 1. Halbjahr 2010/11 | 26.05.2011 |
| Ergebnis 1.–3. Quartal 2010/11 | 25.08.2011 |
| Jahresergebnis 2010/11 | 15.12.2011 |
| 1) vorläufig |
EVN Aktie – Basisinformation
| Grundkapital | 300.000.000,00 EUR |
|---|---|
| Stückelung | 163.525.820 nennwertlose Stückaktien |
| ISIN Wertpapierkennnummer | AT0000741053 |
| Ticker Symbole | EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR) |
| Börsenotierung | Wien |
| ADR-Programm; Depositary | Sponsored level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon |
| Ratings | A2, negative (Moody's); A–, negative (Standard & Poor's) |
EVN AG
Direktion
EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030
Investor Relations
Dr. Klára Székffy Telefon +43 2236 200-12745 Telefax +43 2236 200-82745 [email protected]
Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200
Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100
Online-Aktionärsbrief
http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2010-Q3
Informationen im Internet
www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at
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