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EVN AG Interim / Quarterly Report 2019

May 28, 2020

742_ir_2020-05-28_ce0ed141-09ce-448f-b362-edbd23c9120d.pdf

Interim / Quarterly Report

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Energie. Wasser. Leben.

Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2019/20 1. Oktober 2019 – 31. März 2020 Halbjahresfinanzbericht

Inhalt

Kennzahlen 3
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 7
Risikobericht 10
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen
13
Entwicklung der Segmente 14
Die EVN auf dem Kapitalmarkt 21
Die EVN Aktie 21
Aktionärsstruktur 22
Externe Ratings 22
Konzern-Zwischenabschluss 23
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 23
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 24
Konzern-Bilanz 25
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 26
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 27
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 28
Erklärung des Vorstands 35

Kennzahlen

2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
+/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
2018/19
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.146 2.976 –27,9 1.052 1.426 –26,2 5.594
davon erneuerbare Energie GWh 1.155 1.184 –2,4 611 664 –8,0 2.315
Stromverkauf an Endkunden GWh 10.905 10.710 1,8 5.851 5.692 2,8 19.924
Gasverkauf an Endkunden GWh 3.907 4.002 –2,4 2.188 2.252 –2,9 5.083
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.581 1.569 0,8 874 852 2,5 2.196
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.194,4 1.246,1 –4,2 618,1 650,1 –4,9 2.204,0
EBITDA Mio. EUR 388,8 330,3 17,7 198,2 167,1 18,7 631,7
EBITDA-Marge1) % 32,6 26,5 6,0 32,1 25,7 6,4 28,7
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 230,7 198,1 16,5 111,9 100,6 11,2 403,5
EBIT-Marge1) % 19,3 15,9 3,4 18,1 15,5 2,6 18,3
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 201,7 175,0 15,2 93,6 93,1 0,5 373,5
Konzernergebnis Mio. EUR 152,7 129,0 18,4 69,7 69,8 –0,2 302,4
Ergebnis je Aktie EUR 0,86 0,72 18,3 0,39 0,39 1,70
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.268,8 7.532,2 –3,5 7.268,8 7.532,2 –3,5 8.188,6
Eigenkapital Mio. EUR 3.996,5 4.160,6 –3,9 3.996,5 4.160,6 –3,9 4.552,1
Eigenkapitalquote1) % 55,0 55,2 –0,3 55,0 55,2 –0,3 55,6
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.191,2 1.041,3 14,4 1.191,2 1.041,3 14,4 999,5
Gearing1) % 29,8 25,0 4,8 29,8 25,0 4,8 22,0
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 321,1 389,2 –17,5 181,4 188,5 –3,8 550,5
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 31,2 107,1 –70,9 60,1 114,7 –47,6 429,7
Investitionen3) Mio. EUR 128,4 134,5 –4,5 52,2 54,9 –4,9 391,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 13,34 12,98 2,8 13,34 12,98 2,8 16,14
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 127,0 91,8 38,3 190,1
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.400 2.335 2,8 2.400 2.335 2,8 2.903
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.021 6.876 2,1 7.026 6.831 2,9 6.908

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Highlights

Solider Geschäftsverlauf trotz negativer unbarer Einmaleffekte

  • Umsatz unter Vorjahresniveau (–4,2 %), Verbesserung in EBITDA (+17,7 %), EBIT (+16,5 %) und Konzernergebnis (+18,4 %)
  • Stromerzeugung unter Vorjahresniveau
  • Prognostizierte Rückkehr zu positiven Ergebnisbeiträgen der EVN KG setzt sich auch im zweiten Quartal 2019/20 fort
  • Ergebnisentwicklung im Segment Netze erwartungsgemäß durch niedrigere Tarife belastet
  • Negative unbare Bewertungseffekte von rund 15 Mio. Euro nach Steuern (Wertminderungen auf Energieerzeugungsanlagen in Südosteuropa und Kundenstock in Nordmazedonien infolge höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19)

Vorläufige Einschätzung möglicher weiterer Auswirkungen der Coronakrise

  • Gedämpfte Energienachfrage bei Industrie- und Gewerbekunden während des Lockdowns
  • Integriertes Geschäftsmodell und breite Kundendiversifikation der EVN wirken als ausgleichende Faktoren stabilisierend
  • Mengeneffekte im Netzabsatz werden im Rahmen der Regulierung über die Tarife in künftigen Perioden korrigiert
  • Verzögerungen bei Bauvorhaben infolge der staatlich verordneten Maßnahmen; Investitionsschwerpunkte unverändert: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
  • Unverändert hohe finanzielle Flexibilität und solide Liquiditätsreserven dank geringer Nettoverschuldung und vertraglich zugesagter, nicht gezogener Kreditlinien im Ausmaß von 557 Mio. Euro1)

Erfolgreiche Reduktion des CO2-Footprints in der Energieerzeugung

• Anteil der erneuerbaren Erzeugung steigt auf 53,8 % (erstes Halbjahr 2018/19 noch von der Stromproduktion in Dürnrohr beeinflusst: 39,8 %)

Kontinuierliche Erweiterung der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten

  • Aktuell 367 MW installierte Windkraftkapazität; Ausbau auf rund 500 MW bis Ende 2023 geplant
  • Errichtung des Windparks Kettlasbrunn (8,4 MW installierte Leistung); Inbetriebnahme bis Jahresende 2020 erwartet
  • Evaluierung von großflächigen Photovoltaik-Projekten (Potenzial von bis zu 100 MW in den Versorgungsgebieten der EVN)

Weiterer Ausbau überregionaler Trinkwasserleitungen zur Abdeckung von Bedarfsspitzen

  • Stetiger Anstieg des Trinkwasserabsatzes in der überregionalen Versorgung und im Endkundenbereich
  • Bau neuer sowie Verstärkung bestehender Transportleitungen
  • Baubeginn für 60 km lange Transportleitung von Krems bis Zwettl

Generalunternehmerauftrag für Errichtung einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover

  • Sludge2energy (50:50 Joint-Venture der WTE Wassertechnik mit der deutschen Huber SE) als Generalunternehmer
  • Auftragsvolumen: rund 40 Mio. Euro

Erstmalige Emission eines grünen Schuldscheindarlehens im April 2020

  • Verwendungszweck: Finanzierung von Windkraftprojekten in Niederösterreich
  • Nominale: 100,0 Mio. Euro
  • Laufzeit: 10 Jahre

Gesenkter Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20

  • Wie am 29. April 2020 ad-hoc gemeldet, erwartet die EVN unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr für das Geschäftsjahr 2019/20 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 180 bis 200 Mio. Euro (bisher 200 bis 230 Mio. Euro).
  • Gründe für die Senkung des Ausblicks waren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie (Verzögerung des Baubeginns beim Abwasserprojekt in Kuwait sowie die erwähnten Wertminderungen).

Bestätigung der Dividendenpolitik

• Die Dividendenpolitik der EVN zielt darauf ab, die absolute Höhe der Basisdividende von 0,47 Euro pro Aktie zumindest konstant zu halten.

Änderung in der Aktionärsstruktur

• Kartellrechtliche Genehmigungen für Erwerb des vom EnBW Trust e.V. gehaltenen Aktienanteils im Ausmaß von 28,35 % an der EVN durch die Wiener Stadtwerke GmbH noch ausständig

1) Stand: 19. Mai 2020

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2021f 2020f 2019 2018 2017
EU-271) 2)6) 6,1 –1,8 bis –7,4 1,5 2,1 2,7
Österreich1)2)3)6) 5,0 –2,0 bis –7,0 1,6 2,4 2,5
Bulgarien1)2)4)5) 6,0 –3,9 bis –7,2 3,4 bis 3,6 3,1 3,5
Kroatien1)2)4)6) 5,1 –4,8 bis –9,0 2,8 bis 2,9 2,7 3,1
Nordmazedonien1)5) 6) 4,0 –3,9 bis –4,0 3,1 bis 3,6 2,7 0,2

1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2020", EU-Kommission, Mai 2020

2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2020", IHS, März 2020

3) Quelle: "Coronavirus-Pandemie: Scharfer, aber im besten Fall kurzer Einbruch der Konjunktur", WIFO, März 2020

4) Quelle: "COVID-19 Compendium Cental & Eastern Europe", Raiffeisen Research, März 2020

5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Jänner 2020

6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2020

Wirtschaftliches Umfeld

Seit Februar 2020 hält das Coronavirus die Welt – und damit auch die Weltwirtschaft – fest in seinem Griff. Die Folge ist eine globale Rezession, deren Ausmaß und Dauer zum jetzigen Zeitpunkt nicht im Geringsten abschätzbar sind. Diese bis dato einzigartige und herausfordernde Krisensituation macht es für Analysten und Institute de facto unmöglich, belastbare volkswirtschaftliche Studien und Prognosen zu publizieren. Zudem unterliegen die vorliegenden Analysen permanenten Veränderungen, die sich aus den Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie einerseits und aus den

wirtschaftspolitischen Bemühungen zur Stabilisierung und Stimulierung der Märkte und Volkswirtschaften andererseits ergeben.

Aus diesem Grund wird auf die in diesem Berichtsteil übliche Zusammenfassung der für die Kernmärkte der EVN wesentlichsten volkswirtschaftlichen Trends und Einschätzungen bewusst verzichtet. Die vorliegenden Prognosen zum BIP-Wachstum werden jedoch in gewohnter Weise in einer Tabelle zusammengefasst. Allerdings können diese Daten zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Berichts bereits wieder überholt sein.

Energiewirtschaftliches Umfeld 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
Heizungsbedingter Energiebedarf 1)
Österreich % 93,2 93,6 93,6 97,0
Bulgarien % 80,0 94,0 84,0 88,4
Nordmazedonien % 84,9 97,8 98,7 98,2
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 52,1 58,8 46,0 55,2
Gas – NCG2) EUR/MWh 11,6 22,0 10,2 19,2
Kohle – API#23) EUR/Tonne 48,0 75,7 45,2 68,0
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 24,7 21,0 24,1 22,8
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 51,3 47,0 51,2 49,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 63,6 59,4 63,0 62,2
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 35,7 53,3 31,5 46,6
Spitzenlaststrom EUR/MWh 43,3 63,0 37,9 55,3

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
+/–
Absolut
% 2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 2.146 2.976 –829 –27,9 1.052 1.426 –26,2
Erneuerbare Energie 1.155 1.184 –29 –2,4 611 664 –8,0
Wärmekraftwerke 991 1.792 –800 –44,7 442 762 –42,1
Netzabsatz
Strom 12.164 12.297 –133 –1,1 6.398 6.355 0,7
Erdgas1) 10.336 10.695 –359 –3,4 5.376 5.307 1,3
Energieverkauf an Endkunden
Strom 10.905 10.710 196 1,8 5.851 5.692 2,8
davon Mittel- und Westeuropa2) 4.422 4.099 323 7,9 2.308 2.184 5,7
davon Südosteuropa 6.483 6.611 –128 –1,9 3.544 3.508 1,0
Erdgas 3.907 4.002 –95 –2,4 2.188 2.252 –2,9
Wärme 1.581 1.569 12 0,8 874 852 2,5
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.425 1.394 31 2,2 779 752 3,6
davon Südosteuropa 156 175 –19 –10,6 95 100 –5,3

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Im ersten Halbjahr 2019/20 lagen die Temperaturen in allen drei Kernmärkten der EVN unter dem langjährigen Durchschnitt. In Österreich hielt sich die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten Energiebedarf – dabei nahezu auf Vorjahresniveau, in Südosteuropa hingegen fiel der Rückgang deutlich aus: In Bulgarien reduzierte sich die Heizgradsumme um 14 Prozentpunkte, in Nordmazedonien um 12,9 Prozentpunkte.

Der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas halbierte sich im Zeitraum Oktober 2019 bis März 2020 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018/19 nahezu auf 11,6 Euro pro MWh. Zurückzuführen ist dies zum einen auf – aufgrund der milden Witterung sowie eines höheren LNG-Aufkommens in Europa – relativ gut gefüllte Gasspeicher. Zum anderen führten Covid-19-bedingte Nachfragerückgänge ab Mitte März zu Druck auf die Preise. Geringere Nachfrage führte auch zu einer Abnahme der Kohlepreise,

die mit durchschnittlich 48,0 Euro pro Tonne im ersten Halbjahr 2019/20 um 36,6 % unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Demgegenüber erhöhte sich der Preis für CO2-Emissionszertifikate im Berichtszeitraum um 17,8 % auf 24,7 Euro pro Tonne. Infolge der Covid-19-Pandemie sanken jedoch mittlerweile auch die Werte für CO2-Emissionszertifikate auf rund 20 Euro pro Tonne.

Im ersten Halbjahr 2019/20 entwickelten sich die Marktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom entsprechend der Entwicklung der Primärenergiepreise rückläufig. Die Spotmarktpreise für Grundbzw. Spitzenlaststrom lagen mit durchschnittlich 35,7 Euro pro MWh bzw. 43,3 Euro pro MWh um 33,0 % bzw. 31,2 % unter den Vorjahreswerten. Die mittleren Terminmarktpreise für Grundlaststrom hingegen notierten in der Berichtsperiode aufgrund der zeitlichen Verschiebung mit 51,3 Euro pro MWh um 9,2 %, jene für Spitzenlaststrom mit 63,6 Euro pro MWh um 7,0 % noch über dem jeweiligen Wert des Vorjahres.

EBIT nach Segmenten 1. Halbjahr Mio. EUR 2018/19 2019/20 Netze 68,9 87,4 Erzeugung 32,1 67,7 Energie 55,0 –25,0

Umwelt

Südosteuropa 31,6

24,3

3,3 7,5

33,8 30,6

Alle sonstigen Segmente

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –4,2 % auf 1.194,4 Mio. Euro
  • EBITDA: +17,7 % auf 388,8 Mio. Euro
  • EBIT: +16,5 % auf 230,7 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: –25,9 % auf –29,1 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +18,4 % auf 152,7 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN lagen im ersten Halbjahr 2019/20 mit 1.194,4 Mio. Euro um 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen war dies vor allem auf Rückgänge in der thermischen Erzeugung – im Vorjahr war noch das Kraftwerk Dürnrohr in

Betrieb gewesen – und im Segment Netze. Gleichzeitig waren auch im Erdgashandel preisbedingt rückläufige Umsatzerlöse zu verzeichnen. Eine positive Entwicklung zeigten hingegen die Energieerlöse in Bulgarien sowie der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Bestandsveränderungen führten aufgrund der Abrechnung von Kundenprojekten zu einem Rückgang dieser Position um 31,7 % auf 41,9 Mio. Euro.

Korrespondierend mit der Entwicklung der Energieerlöse nahm auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Berichtszeitraum um 12,8 % auf 555,2 Mio. Euro ab. Hauptfaktoren dafür waren der durch die geringere thermische Erzeugung rückläufige Primärenergieeinsatz, ein Rückgang der Großhandelspreise sowie niedrigere Bezugsmengen. Zudem gingen die negativen Effekte aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften gegenüber dem Vorjahr zurück.

Struktur der Investitionen 1. Halbjahr

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand stiegen – bedingt durch die Entwicklung im internationalen Projektgeschäft – um 8,4 % auf 132,7 Mio. Euro.

Mit 169,9 Mio. Euro lag der Personalaufwand um 4,3 % über dem Vorjahresniveau. Neben kollektivvertraglichen Anpassungen beruhte dies u. a. auf der Aufnahme zusätzlicher Mitarbeiter für die Abwicklung des Großauftrags der WTE Wassertechnik in Kuwait. Der durchschnittliche Personalstand betrug im Berichtszeitraum 7.021 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.876 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 14,5 % auf 50,8 Mio. Euro.

Auf 61,2 Mio. Euro zulegen konnte im ersten Halbjahr 2019/20 der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro). Neben einem positiven Einmaleffekt bei der RAG resultierte dieser Anstieg vor allem aus einer deutlichen Ergebnisverbesserung bei der EVN KG. Hier hatten im Vorjahr gestiegene Großhandelspreise in der Beschaffung und stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften für höhere Belastungen gesorgt. Reduziert wurde der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im Berichtszeitraum hingegen durch eine Wertminderung von 4,9 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta vor dem Hintergrund Covid-19-bedingt gestiegener Länderrisikoprämien.

Das EBITDA der EVN erhöhte sich dadurch um insgesamt 17,7 % auf 388,8 Mio. Euro, die EBITDA-Marge verbesserte sich von 26,5 % auf 32,6 %.

Höhere Investitionen, die mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 verbundene Aktivierung von Nutzungsrechten sowie durch Wertaufholungen per 30. September 2019 gestiegene Buchwerte von Sachanlagen bewirkten einen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 7,8 % auf 143,6 Mio. Euro. Zudem führten höhere Länderrisikoprämien infolge Covid-19 zu Wertminderungen auf Energieerzeugungsanlagen in Südosteuropa und auf den Kundenstock in Nordmazedonien. Die EVN erzielte damit per Saldo ein EBIT von 230,7 Mio. Euro (Vorjahr: 198,1 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtszeitraum auf –29,1 Mio. Euro (Vorjahr: –23,1 Mio. Euro); geschuldet war dies insbesondere einer – konform zur Entwicklung der maßgeblichen Börsenindizes – schwächeren Performance des R 138-Fonds.

Letztlich ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 201,7 Mio. Euro, das um 15,2 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 33,2 Mio. Euro (Vorjahr: 30,8 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 152,7 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 18,4 %.

Geldflussrechnung

Trotz der Anstiege im Ergebnis vor Ertragsteuern und in den planmäßigen Abschreibungen lag der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN im ersten Halbjahr 2019/20 mit 321,1 Mio. Euro um 17,5 % unter dem Vorjahreswert. Verursacht wurde dies durch den höheren unbaren Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen, dem gleichzeitig geringere Dividenden dieser Unternehmen gegenüberstanden.

Durch die stichtagsbedingt negative Entwicklung des Working Capital ging auch der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Vorjahresvergleich auf 31,2 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 107,1 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich war einerseits durch geringere Investitionen in das Sachanlagevermögen, andererseits durch die Reduktion der Veranlagungen in Cash Fonds sowie in Wertpapiere des R 138-Fonds geprägt. Weitere wichtige Faktoren waren die Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva und die gegenläufig wirkende Einzahlung der ersten Eigenkapital-Tranche für das Abwasserprojekt in Kuwait. Per Saldo belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit auf 57,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug im Berichtszeitraum –150,8 Mio. Euro (Vorjahr: –156,4 Mio. Euro) und bildet neben der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018/19 auch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten ab.

Im Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –62,4 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. März 2020 auf 183,4 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 512,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. März 2020 mit 7.268,8 Mio. Euro um 11,2 % unter dem Wert zum 30. September 2019. Zurückzuführen war dies vor allem auf die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte, die in Summe um 11,5 % auf 6.488,7 Mio. Euro zurückgingen. Der wesentliche Treiber dafür war – neben Rückgängen bei den at Equity einbezogenen Unternehmen EVN KG und EnergieAllianz – die Kursentwicklung der Verbund-Aktie (Stichtagskurs von 33,02 Euro zum 31. März 2020 im Vergleich zu 50,20 Euro zum 30. September 2019). Auch die übrigen Vermögenswerte verringerten sich gegenüber dem 30. September 2019, da die Veranlagung in langfristige Wertpapiere im R 138-Fonds reduziert worden war. Während geringere Investitionen und höhere Abschreibungen stichtagsbedingt zu einer Reduktion des Sachanlagevermögens führten, verzeichneten

die langfristigen Vermögenswerte aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 und der damit verbundenen Aktivierung der Nutzungsrechte einen Anstieg.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen im Berichtszeitraum um 9,1 % auf 780,0 Mio. Euro zurück. Zurückzuführen war dies auf Rückgänge bei den Veranlagungen in Cash-Fonds und den liquiden Mitteln, während die Vorräte zulegten. Die Entwicklung der Forderungen, die in Summe ebenfalls leicht zunahmen, war von gegenläufigen Entwicklungen geprägt: Saisonal höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wirkten insbesondere die bereits im ersten Quartal 2019/20 erhaltene Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva, geringere Forderungen aus derivativen Geschäften sowie ein Rückgang der kurzfristigen Steuerforderungen entgegen.

Obwohl das Ergebnis nach Ertragsteuern der Periode über der im Jänner 2020 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018/19 lag, zeigte das Eigenkapital nach dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 mit 3.996,5 Mio. Euro einen Rückgang von 12,2 % gegenüber dem Wert zum 30. September 2019. Dies resultierte vor allem aus dem niedrigeren Kurs der Verbund-Aktie. Die Eigenkapitalquote belief sich per 31. März 2020 auf 55,0 % (30. September 2019: 55,6 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 7,6 % auf 2.524,8 Mio. Euro ab. Hauptfaktoren dafür waren ein – durch den gesunkenen Kurs der Verbund-Aktie verursachter – Rückgang der langfristigen Steuerverbindlichkeiten, die Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich sowie die Anwendung eines höheren Diskontierungssatzes bei der Bewertung der langfristigen Personalrückstellungen. Gegenläufig wirkte die Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 68,1 Mio. Euro im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16, die zu einem Anstieg der übrigen sonstigen Schulden führte.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 17,3 % auf 747,4 Mio. Euro, hervorgerufen in erster Linie durch eine stichtagsbedingte Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie geringere Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen. Demgegenüber verzeichneten die kurzfristigen Finanz- und Steuerverbindlichkeiten einen Anstieg.

Die Nettoverschuldung der EVN erhöhte sich gegenüber dem 30. September 2019 um 19,2 % auf 1.191,2 Mio. Euro, unter anderem zurückzuführen auf die erwähnte Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16. Dadurch nahm auch das Gearing auf 29,8 % zu (30. September 2019: 22,0 %).

Risikobericht

gemäß § 125 Abs. 4 Börsegesetz 2018

Risikoprofil

Das Risikoprofil des EVN Konzerns ist vor allem durch die branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten und insbesondere durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen geprägt. Die Kategorisierung all dieser Aspekte folgt dem Risikomanagementprozess der EVN.

Mit Verhängung der ersten behördlichen Maßnahmen in Österreich zur Eindämmung der weiteren Verbreitung von Covid-19 Ende Februar bzw. Anfang März 2020 führte das zentrale Risikomanagement der EVN eine konzernweite Analyse möglicher Risiken sowie Auswirkungen der Coronakrise durch. Dabei wurde ermittelt, dass sich die für die EVN relevanten Ungewissheiten und Auswirkungen einer Pandemie den bereits bestehenden Risikokategorien zuordnen lassen. Somit erfolgte die qualitative und

quantitative Bewertung der im Zusammenhang mit der Coronakrise identifizierten Risiken entlang der in der folgenden Tabelle aufgelisteten Risikokategorien. Als wesentliche Unsicherheiten wurden dabei die künftige Entwicklung der Primärenergiepreise und der Kapitalkosten sowie des Wirtschaftswachstums in den für die EVN relevanten Märkten identifiziert. Die volkswirtschaftlichen Experten diskutieren aktuell noch sehr unterschiedliche Szenarien im Hinblick auf Ausmaß und Dauer einer Rezession, und auch die längerfristigen Auswirkungen auf die Energiemärkte sind offen. Die EVN rechnet bei den Primärenergiepreisen mit einer mittelfristigen Normalisierung.

Aufgrund der gestiegenen Unsicherheiten hat sich das Gesamtrisikoprofil seit dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 30. September 2019 erhöht. Allerdings sind gegenwärtig weiterhin keine Risiken für die Zukunft erkennbar, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten. Nachfolgend sollen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten zusammenfassend erläutert werden.

Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung

Risikokategorie Beschreibung Maßnahme
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Deckungsbeitragsrisiko
(Preis- und Mengeneffekte)
Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen
der geplanten Deckungsbeiträge
• Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs
und Absatzpreise (insb. für Energieträger)
• Nachfragerückgänge (insb. beeinflusst durch
Witterung bzw. Klimawandel, Politik, Reputa
tion oder Wettbewerb)
• Rückgang der Eigenerzeugung
• Rückgang des Projektvolumens im Umwelt
bereich (insb. infolge Marktsättigung, einge
schränkter Ressourcen für Infrastrukturprojekte
oder Nichtberücksichtigung bzw. Unterliegen
bei Ausschreibungen)
Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungs
strategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung
der Kundensegmente sowie Geschäftsfelder;
auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produkt
palette; längerfristiger Verkauf von Kraftwerks
kapazitäten
Lieferantenrisiko Überschreiten der geplanten (Projekt-)Kosten;
mangelhafte Erfüllung oder Nichterfüllung vertrag
lich zugesagter Leistungen
Partnerschaften; möglichst weitgehende
vertragliche Absicherung; externe Expertise
Finanzrisiken
Fremdwährungsrisiken Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverluste)
und Translationsrisiken bei der Fremdwährungs
umrechnung im Konzernabschluss; nicht währungs
konforme Finanzierung von Konzerngesellschaften
Überwachung; Limits; Absicherungsinstrumente
Liquiditäts-, Cash-Flow- und
Finanzierungsrisiko
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener
Verbindlichkeiten; Risiko, erforderliche Liquidität/
Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten
Konditionen beschaffen zu können
Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte
Finanzplanung; Absicherung des benötigten
Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien)
Preis-/Kursänderungsrisiken Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen
(z.B. Fonds) und börsenotierten strategischen Beteili
gungen (z.B. Verbund AG, Burgenland Holding AG)
Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher
Value-at-Risk-Ermittlung; Anlagerichtlinien
Counterparty-/Kreditrisiken
(Ausfallrisiken)
Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem
Geschäftspartner oder Kunden zugesagten Leistung
Vertragliche Konstruktionen; Bonitäts-Monitoring
und Kreditlimitsystem; laufendes Monitoring
des Kundenverhaltens; Absicherungsinstrumente;
Versicherungen; gezielte Diversifizierung der
Geschäftspartner
Beteiligungsrisiken Nichterreichen der Gewinnziele einer kerngeschäfts
nahen Beteiligungsgesellschaft
Vertretung in Gremien der jeweiligen Beteiligungs
gesellschaft
Rating-Veränderung Bei Verringerung der Rating-Einstufung höhere
Refinanzierungskosten
Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanz
kennzahlen
Zinsänderungsrisiken Veränderungen der Marktzinsen; steigender Zins
aufwand; negative Auswirkungen eines niedrigen
Zinsniveaus auf die Bewertung von Vermögenswerten
und Rückstellungen sowie auf künftige Tarife
Einsatz von Absicherungsinstrumenten; Zinsbindung
in Finanzierungsverträgen
Wertminderungs-/
Impairment-Risiken
Wertberichtigung von Forderungen; Wertminderung
von Firmenwerten, Beteiligungen, Erzeugungsanlagen
und sonstigen Vermögenswerten (Wirtschaftlichkeit/
Werthaltigkeit maßgeblich von Strom- und Primär
energiepreisen und energiewirtschaftlichen Rahmen
bedingungen abhängig)
Monitoring mittels Sensitivitätsanalysen
Haftungsrisiko Finanzieller Schaden durch Schlagendwerden von
Eventualverbindlichkeiten
Haftungen auf erforderliches Mindestmaß
beschränken; laufendes Monitoring

Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung

Risikokategorie Beschreibung Maßnahme
Strategie- und Planungsrisiken
Technologierisiko Spätes Erkennen von und Reagieren auf neue Tech
nologien (verzögerte Investitionstätigkeit) bzw. auf
Veränderungen von Kundenbedürfnissen; Investitio
nen in die "falschen" Technologien
Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten;
eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte;
ständige Anpassung an den Stand der Technik
Planungsrisiko Modellrisiko; Treffen von falschen bzw. unvollständi
gen Annahmen; Opportunitätsverluste
Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut
ausgebildete Mitarbeiter; Monitoring der Parameter
und regelmäßige Updates; Vier-Augen-Prinzip
Organisatorische Risiken Ineffiziente bzw. ineffektive Abläufe und Schnitt
stellen; Doppelgleisigkeiten
Prozessmanagement; Dokumentation; internes
Kontrollsystem (IKS)
Betriebsrisiken
Infrastrukturrisiken Falsche Auslegung und Nutzung der technischen
Anlagen
Beheben von technischen Schwachstellen; regel
mäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhan
denen und künftig benötigten Infrastruktur
Störungen/Netzausfall (Eigen- und
Fremdanlagen), Unfälle
Versorgungsunterbrechung; Gefährdung von Leib
und Leben bzw. Infrastruktur durch Explosionen/
Unfälle
Technische Nachrüstung bei den Schnittstellen der
unterschiedlichen Netze; Ausbau und Instandhal
tung der Netzkapazitäten
IT-/Sicherheitsrisiken (inkl. Cyber
security)
Systemausfälle; Datenverlust bzw. unbeabsichtigter
Datentransfer; Hackerangriffe
Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung;
Back-up-Systeme; technische Wartung; externe
Prüfung; Arbeitssicherheitsmaßnahmen; Krisen
übungen
Mitarbeiterrisiken Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern; Ausfall
durch Arbeitsunfälle; personelle Über- oder Unter
kapazitäten; Kommunikationsprobleme; kulturelle
Barrieren; Betrug; bewusste bzw. unbewusste
Fehldarstellung von Transaktionen bzw. Jahres
abschlussposten
Attraktives Arbeitsumfeld; Gesundheits- und
Sicherheitsvorsorge; flexible Arbeitszeitmodelle;
Schulungen; Veranstaltungen für Mitarbeiter zum
Informationsaustausch und zum Networking;
internes Kontrollsystem (IKS)
Umfeldrisiken
Gesetzgebungs-, regulatorische
und politische Risiken
Veränderung der politischen und rechtlichen
Rahmenbedingungen sowie des regulatorischen
Umfelds (z.B. Umweltgesetze, wechselnde
rechtliche Rahmenbedingungen, Änderung des
Förderregimes, Marktliberalisierung in Südost
europa); politische und wirtschaftliche Instabilität;
Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des
Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator
Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen,
Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler
und internationaler Ebene; angemessene
Dokumentation und Leistungsverrechnung
Rechts- und Prozessrisiko Nichteinhalten von Verträgen; Prozessrisiko aus
diversen Verfahren; regulatorische bzw. aufsichts
rechtliche Prüfungen
Vertretung in lokalen, regionalen, nationalen und
EU-weiten Interessenvertretungen; Rechtsberatung
Soziales und gesamtwirtschaft
liches Umfeld
Konjunkturelle Entwicklungen; Schulden-/Finanz
krise; stagnierende oder rückläufige Kaufkraft;
steigende Arbeitslosigkeit
Weitestgehende Ausschöpfung von (anti-)zyklischen
Optimierungspotenzialen
Vertragsrisiken Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirt
schaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus
Finanzierungsverträgen
Umfassende Legal Due Diligence; Zukauf von
Expertise/Rechtsberatung; Vertragsdatenbank und
laufendes Monitoring

Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung

Risikokategorie Beschreibung Maßnahme
Sonstige Risiken
Unerlaubte Vorteilsgewährung,
Non-Compliance, Datenschutz
rechtliche Vorfälle
Weitergabe vertraulicher interner Informationen an
Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption;
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten
Interne Kontrollsysteme; einheitliche Richtlinien
und Standards; Verhaltenskodex; Compliance
Organisation
Projektrisiko Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer
Kapazitäten
Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen
Parameter
Co-Investment-Risiko Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von
Großprojekten gemeinsam mit Partnerunternehmen
Vertragliche Absicherung; effizientes Projekt
management
Sabotage Sabotage z.B. bei Erdgasleitungen, Kläranlagen und
Müllverbrennungsanlagen
Geeignete Sicherheitsvorkehrungen; regelmäßige
Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte
Imagerisiko Reputationsschaden Transparente und proaktive Kommunikation;
nachhaltige Unternehmenssteuerung

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang dargestellt.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
• Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Energiegeschäft Energie
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze
Südosteuropa
• Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
• Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Anstieg im Strom- und Wärmeabsatz, Rückgang im Erdgasabsatz

  • Anstieg des Strom- und Wärmeabsatzes um 7,9 % bzw. 2,2 % dank positiver Entwicklung im Verkauf an Industriekunden in Österreich und Deutschland
  • Wettbewerbsbedingter Rückgang des Erdgasabsatzes um 2,7 %

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Umsatzerlöse um 28,1 % niedriger, primär bedingt durch geringeren Stromverkauf aus eigener Produktion, geringere Gashandelsumsätze sowie Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften
  • Operativer Aufwand sank um 35,3 %, vor allem getrieben durch geringeren Primärenergieeinsatz, niedrigere Beschaffungspreise sowie Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften

• Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg auf 22,1 Mio. Euro (Vorjahr: –42,2 Mio. Euro), zurückzuführen auf positive operative Entwicklungen sowie im Vorjahresvergleich geringere Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG

Investitionsvolumen auf 10,7 Mio. Euro erhöht

• Konzentration auf Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

  • Segmentergebnis 2018/19 durch höhere Beschaffungskosten sowie negative Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG maßgeblich belastet
  • Prognostizierte Normalisierung des operativen Geschäfts sowie geringere ergebniswirksame Effekte aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften im Geschäftsjahr 2019/20
  • Gedämpfte Energienachfrage bei Industrie- und Gewerbekunden infolge Covid-19
  • Positives Segmentergebnis 2019/20 erwartet
2019/20 2018/19 +/– 2019/20 2018/19 +/–
Kennzahlen –
Energie
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 4.422 4.099 323 7,9 2.308 2.184 5,7
Erdgas 3.842 3.944 –102 –2,7 2.152 2.222 –3,1
Wärme 1.425 1.394 31 2,2 779 752 3,6
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 256,9 357,9 –101,0 –28,2 127,0 189,7 –33,0
Innenumsatz 2,2 2,6 –0,4 –14,9 1,0 1,3 –27,6
Gesamtumsatz 259,1 360,5 –101,4 –28,1 128,0 191,0 –33,0
Operativer Aufwand –216,0 –333,7 117,6 35,3 –108,4 –171,7 36,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
22,1 –42,2 64,3 13,9 –28,6
EBITDA 65,2 –15,3 80,5 33,5 –9,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–10,2 –9,6 –0,6 –6,2 –5,2 –4,8 –7,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 55,0 –25,0 79,9 28,3 –14,2
Finanzergebnis –0,8 –0,9 0,1 8,8 –0,4 –0,4 –14,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 54,2 –25,9 80,0 27,9 –14,5
Gesamtvermögen 760,4 750,0 10,4 1,4 760,4 750,0 1,4
Gesamtschulden 623,9 642,7 –18,8 –2,9 623,9 642,7 –2,9
Investitionen1) 10,7 3,5 7,3 4,3 2,0

Erzeugung

Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung steigt auf 53,8 % (Vorjahr: 39,8 %)

  • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie mit 978 GWh leicht unter Vorjahresniveau
  • Windkraft dank Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen trotz geringeren Winddargebots im Plus
  • Wasserdargebot geringer als im Vorjahr
  • Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken auf 771 GWh halbiert
  • Beendigung der Stromerzeugung in Dürnrohr (August 2019) – Einsatz der thermischen Kraftwerke Theiß (zur Netz-
  • stabilisierung) und Walsum 10 unter Vorjahreswert
  • Eigendeckungsgrad von 19,7 % (Vorjahr: 27,8 %)

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr

  • Rückgang der Umsatzerlöse um 18,4 %, im Wesentlichen bedingt durch geringere thermische Erzeugung
  • Operativer Aufwand um 7,9 % auf 77,0 Mio. Euro gesunken
  • Verringerung des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter auf –3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro), primär hervorgerufen durch Wertminderung von 4,9 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta infolge einer höheren Länderrisikoprämie im Zusammenhang mit Covid-19

  • Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 10,6 % über Vorjahr

  • Anstieg der planmäßigen Abschreibungen auf 33,3 Mio. Euro durch Windkraftausbau sowie höhere Abschreibungsbasis nach Anlagenzuschreibungen im Vorjahr
  • Wertminderung von 1,3 Mio. Euro beim Windpark Kavarna infolge höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19

Rückgang des Investitionsvolumens nach Erweiterung der Windkraftkapazitäten im Vorjahr

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

  • Segmentergebnis im Vorjahr durch positive Einmaleffekte deutlich erhöht
  • Ergebnisbeiträge aus erneuerbarer Erzeugung neben dem Wasser- und Winddargebot abhängig von installierter Kapazität und – im Fall jener Anlagen, die nicht mehr zu Fördertarifen produzieren – Strompreisen
  • Weiterhin rückläufige Ergebnisbeiträge aus thermischer Erzeugung wie prognostiziert; Anteil von Walsum 10 am Konzernumsatz unter 3 %
  • Segmentergebnis unter Vorjahresniveau erwartet
Kennzahlen –
Erzeugung
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Absolut +/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 1.749 2.550 –801 –31,4 835 1.200 –30,4
davon erneuerbare Energie 978 990 –13 –1,3 516 563 –8,3
davon Wärmekraftwerke 771 1.560 –789 –50,6 319 637 –49,9
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 70,5 73,5 –2,9 –4,0 37,9 39,9 –4,9
Innenumsatz 76,5 106,8 –30,3 –28,4 35,3 48,7 –27,4
Gesamtumsatz 147,0 180,3 –33,3 –18,4 73,2 88,6 –17,3
Operativer Aufwand –77,0 –83,6 6,6 7,9 –37,0 –36,3 –2,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–3,2 2,4 –5,6 –3,9 1,6
EBITDA 66,8 99,0 –32,3 –32,6 32,3 53,9 –40,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–34,7 –31,3 –3,3 –10,6 –18,1 –16,2 –11,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 32,1 67,7 –35,6 –52,6 14,3 37,7 –62,1
Finanzergebnis –7,4 –8,0 0,6 7,3 –2,9 –3,7 21,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 24,7 59,7 –35,0 –58,6 11,4 34,0 –66,6
Gesamtvermögen 1.168,6 1.055,5 113,1 10,7 1.168,6 1.055,5 10,7
Gesamtschulden 773,1 783,5 –10,4 –1,3 773,1 783,5 –1,3
Investitionen1) 11,7 31,1 –19,4 –62,3 5,6 6,5 –14,0

Netze

Uneinheitliche Entwicklung im Netzabsatz

  • Strom-Netzabsatz im ersten Halbjahr 2019/20 auf Vorjahresniveau
  • Rückgang bei Erdgas durch geringeren Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse durch Preis- und Mengeneffekte belastet

  • Erstmals ganzjährige Anwendung des geringeren gewichteten Kapitalkostensatzes gemäß der neuen fünfjährigen Regulierungsperiode für das Strom-Verteilnetz
  • Netznutzungsentgelt für Haushaltskunden per 1. Jänner 2020 bei Erdgas um durchschnittlich 8,1 % reduziert; bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 0,3 %

Rückgang in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

• Hohes Investitionsniveau führte zu höheren planmäßigen Abschreibungen

Investitionen in die Versorgungssicherheit über Vorjahresniveau

• Infolge Covid-19-bedingter Verzögerungen bei Bauvorhaben wird für das Geschäftsjahr 2019/20 insgesamt jedoch ein leicht rückläufiges Investitionsvolumen erwartet

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

  • Negative Preiseffekte wie prognostiziert
  • Investitionsbedingter Anstieg der planmäßigen Abschreibungen
  • Segment-Ergebnis daher unter Vorjahresniveau erwartet

Etwaiger Rückgang im Netzabsatz durch Coronakrise wird in künftigen Perioden kompensiert

• Ausgleich mengenbedingt niedrigerer Umsatzerlöse über künftige Tarife gemäß der österreichischen Regulierungsmethodik

Kennzahlen –
Netze
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Absolut +/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 4.545 4.545 0 0,0 2.261 2.282 –0,9
Erdgas 10.193 10.567 –374 –3,5 5.295 5.237 1,1
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 269,8 279,5 –9,6 –3,5 136,6 140,3 –2,6
Innenumsatz 22,8 25,1 –2,3 –9,1 11,5 11,6 –1,1
Gesamtumsatz 292,7 304,6 –11,9 –3,9 148,0 151,8 –2,5
Operativer Aufwand –159,0 –155,9 –3,2 –2,0 –82,9 –83,4 0,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 133,7 148,8 –15,1 –10,1 65,1 68,4 –4,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–64,8 –61,4 –3,4 –5,5 –32,5 –31,0 –4,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 68,9 87,4 –18,5 –21,2 32,6 37,4 –12,8
Finanzergebnis –4,5 –8,5 4,0 47,4 –1,3 –4,2 68,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 64,4 78,8 –14,4 –18,3 31,3 33,2 –5,6
Gesamtvermögen 2.031,0 1.951,5 79,4 4,1 2.031,0 1.951,5 4,1
Gesamtschulden 1.395,3 1.321,6 73,7 5,6 1.395,3 1.321,6 5,6
Investitionen1) 58,8 56,2 2,7 4,8 26,1 29,4 –11,4

Südosteuropa

Rückgang im Netz- und Energieabsatz

• Außergewöhnlich milde Temperaturen; Energiebedarf für Heizzwecke in Bulgarien um 20,0 Prozentpunkte, in Nordmazedonien um 15,1 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt

Stromerzeugung um 2,6 % unter Vorjahresniveau

• Geringere Produktion der Cogeneration-Anlage in Plovdiv aufgrund des milden Winters sowie einer planmäßigen Revision

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Steigende Umsatzerlöse trotz witterungsbedingt rückläufiger Absatzmengen
  • Korrespondierender Anstieg im Aufwand für Fremdstrombezug sowie höherer Personalaufwand
  • Positiver Effekt durch Rückgang der Beschaffungskosten für Netzverluste in Bulgarien

  • Wertminderungen angesichts höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19: bulgarische Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv (9,9 Mio. Euro) sowie Kundenstock in Nordmazedonien (3,2 Mio. Euro)

  • Investitionsbedingter Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 10,9 % auf 35,3 Mio. Euro
  • Im ersten Halbjahr 2019/20 sind 13,2 Mio. Euro an Wertminderungen abgebildet, denen im Geschäftsjahr 2018/19 Wertaufholungen von 28,0 Mio. Euro gegenüberstehen

Anstieg der Investitionen im Berichtszeitraum

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

• Das Segment-EBIT 2019/20 wird in einer Bandbreite von 40 bis 60 Mio. Euro erwartet (unter der Annahme stabiler regulatorischer Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr)

Kennzahlen –
Südosteuropa 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Absolut +/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 234 240 –6 –2,6 132 134 –1,2
davon erneuerbare Energie 52 46 6 12,6 31 27 17,9
davon Wärmekraftewerke 182 194 –12 –6,2 101 108 –6,0
Netzabsatz Strom 7.619 7.752 –133 –1,7 4.137 4.073 1,6
Energieverkauf an Endkunden 6.704 6.844 –140 –2,0 3.675 3.638 1,0
davon Strom 6.483 6.611 –128 –1,9 3.544 3.508 1,0
davon Erdgas 64 58 7 11,7 36 30 18,4
davon Wärme 156 175 –19 –10,6 95 100 –5,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 520,2 486,7 33,5 6,9 281,8 256,0 10,1
Innenumsatz 0,4 0,5 –0,1 –15,8 0,2 0,2 –12,1
Gesamtumsatz 520,6 487,2 33,4 6,9 282,0 256,2 10,1
Operativer Aufwand –440,4 –433,2 –7,2 –1,7 –235,1 –225,3 –4,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 80,2 54,0 26,2 48,5 46,9 30,9 51,5
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–48,6 –29,7 –18,8 –63,3 –30,7 –14,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 31,6 24,3 7,4 30,4 16,1 16,6 –3,1
Finanzergebnis –11,2 –10,6 –0,7 –6,2 –5,8 –5,2 –11,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 20,4 13,7 6,7 49,0 10,3 11,4 –9,9
Gesamtvermögen 1.209,1 1.179,3 29,8 2,5 1.209,1 1.179,3 2,5
Gesamtschulden 901,0 925,6 –24,6 –2,7 901,0 925,6 –2,7
Investitionen1) 49,7 39,8 9,9 24,9 14,7 15,1 –2,2

Umwelt

Umsatzsteigerungen in der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich und im internationalen Projektgeschäft

  • Zuwächse beim Trinkwasserabsatz durch starke Nachfrage in der überregionalen Versorgung und im Endkundenbereich
  • Höheres Projektvolumen (insbesondere Aufträge in Polen und Bahrain)

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Zuwachs im operativen Aufwand korrespondiert weitgehend mit Umsatzentwicklung
  • Anstieg der Fremdleistungen und des sonstigen Materialaufwands bedingt durch gestiegene Umsatzerlöse im internationalen Projektgeschäft
  • Negative, ebenfalls im operativen Aufwand enthaltene Bestandsveränderungen als zusätzlicher Faktor
  • Rückgang im Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter – Vorjahreswert durch die zeitliche Verschiebung von Ergebnisbeiträgen aus dem Kläranlagenprojekt in Zagreb sowie durch Ergebnisbeiträge aus dem Kläranlagenprojekt in Prag positiv beeinflusst

Investitionsprogramm fokussiert auf weiteren Ausbau überregionaler Transportleitungen in Niederösterreich

  • Investitionsniveau im Berichtszeitraum stichtagsbedingt unter Vorjahresniveau, teils begründet durch die Coronakrise; Intensivierung in der zweiten Jahreshälfte geplant
  • Inbetriebnahme einer neuen, 20 km langen Trinkwasserversorgungsleitung für etwa 70.000 Einwohner in 13 Gemeinden im südlichen Wiener Umland; dicht besiedelte Region mit stetigem Bevölkerungswachstum
  • Baubeginn für 60 km lange Transportleitung von Krems bis Zwettl
  • Errichtung der Naturfilteranlage Petronell

Auftragsstand im internationalen Projektgeschäft

• Neun Projekte in Planung und Errichtung (Bahrain, Kroatien, Kuwait, Litauen, Rumänien, Polen)

Neuer Generalunternehmerauftrag im Bereich der thermischen Klärschlammverwertung

  • Errichtung einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover
  • Kapazität: 130.000 t entwässerter Klärschlamm pro Jahr; 10,5 MW Fernwärmekapazität
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Absolut +/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 65,1 40,0 25,2 62,9 28,3 19,9 42,6
Innenumsatz 0,2 0,2 0,0 –11,2 0,1 0,1 –8,8
Gesamtumsatz 65,4 40,2 25,1 62,5 28,4 20,0 42,3
Operativer Aufwand –63,0 –36,2 –26,8 –73,8 –28,9 –18,4 –57,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
6,9 9,2 –2,4 –25,5 4,2 3,3 28,2
EBITDA 9,2 13,2 –4,0 –30,2 3,7 4,9 –23,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–5,9 –5,7 –0,2 –3,9 –2,9 –2,9 –0,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,3 7,5 –4,2 –56,1 0,8 2,0 –59,1
Finanzergebnis –3,4 –2,6 –0,8 –30,7 –2,2 –1,4 –56,9
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,1 4,9 –5,0 –1,4 0,6
Gesamtvermögen 684,3 645,9 38,4 5,9 684,3 645,9 5,9
Gesamtschulden 542,5 501,1 41,3 8,2 542,5 501,1 8,2
Investitionen1) 3,7 7,7 –4,0 –51,7 1,1 5,5 –79,7
  • Zuschlag im Februar 2020
  • Generalunternehmer: sludge2energy, ein 50:50 Joint-Venture der WTE Wassertechnik mit dem deutschen Partnerunternehmen Huber SE
  • Auftragsvolumen: rund 40 Mio. Euro
  • Geplante Inbetriebnahme: Ende 2022

Covid-19-bedingte Verzögerung beim Abwasserprojekt Umm Al Hayman (Kuwait)

  • Späterer Baubeginn aufgrund der staatlich verordneten Präventionsmaßnahmen zur Einschränkung der weiteren Verbreitung des Coronavirus in Kuwait
  • Dadurch teilweise Verschiebung des im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Ergebnisbeitrags in die Folgejahre

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

  • Ergebnisentwicklung im Segment Umwelt wesentlich von Auftragsabwicklung im internationalen Projektgeschäft beeinflusst
  • Mit dem Start der vertraglichen Realisierung des Abwasserprojekts in Kuwait wird im laufenden Geschäftsjahr gerechnet
  • Segment-Ergebnis über Vorjahresniveau erwartet

Alle sonstigen Segmente

Höherer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter

  • Anstieg bei der RAG durch positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf von Erdölförderungsanlagen in Niederösterreich
  • Gegenläufiger Effekt durch Rückgang bei der Energie Burgenland

Zuwächse in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2019/20

• Segmentergebnis wird weiterhin etwas über Vorjahresniveau erwartet

Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Absolut +/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 10,3 8,6 1,7 19,4 5,0 4,5 11,6
Innenumsatz 33,8 32,1 1,6 5,1 16,6 16,0 3,7
Gesamtumsatz 44,0 40,7 3,3 8,1 21,7 20,6 5,4
Operativer Aufwand –44,5 –44,3 –0,2 –0,6 –22,2 –23,6 5,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
35,4 35,1 0,3 0,8 17,9 21,9 –18,1
EBITDA 34,9 31,6 3,4 10,7 17,3 18,8 –7,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,1 –0,9 –0,2 –21,0 –0,6 –0,5 –21,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 33,8 30,6 3,2 10,4 16,8 18,4 –8,6
Finanzergebnis 14,0 22,7 –8,7 –38,2 –3,8 7,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 47,8 53,3 –5,5 –10,3 13,0 25,7 –49,5
Gesamtvermögen 3.734,5 4.156,3 –421,8 –10,1 3.734,5 4.156,3 –10,1
Gesamtschulden 1.455,5 1.436,8 18,7 1,3 1.455,5 1.436,8 1,3
Investitionen1) 1,0 1,2 –0,2 –14,7 0,5 0,6 –26,8

Die EVN auf dem Kapitalmarkt

Die EVN Aktie

Marktumfeld und Performance

Im Licht der Ausbreitung des Coronavirus entwickelten sich die europäischen Aktienmärkte im Zeitraum Oktober 2019 bis März 2020 generell negativ. So reduzierten sich z. B. die Leitindizes in Österreich (ATX) bzw. Deutschland (DAX) um 20,1 % bzw. 33,5 %. Ähnlich negative Trends verzeichneten auch die bedeutendsten internationalen Börsenindizes, darunter etwa der US-amerikanische Leitindex Dow Jones, der in der genannten Periode um 18,6 % nachgab.

Der für die EVN maßgebliche Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities ging im selben Zeitraum um 14,1 % zurück, und auch die Aktie der EVN büßte im allgemein negativen Marktumfeld 17,4 % ihres Werts ein. Das durchschnittlich täglich gehandelte Aktienvolumen lag im Berichtszeitraum bei 65.357 Stück (Einmalzählung).

Daraus ergibt sich ein Umsatzvolumen an der Wiener Börse von 127 Mio. Euro (Einmalzählung), das einem Anteil von 0,72 % am Gesamtumsatz des Prime Market der Wiener Börse entspricht.

Dividendenpolitik

Die EVN strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ihren Investitionsprojekten und einer attraktiven Vergütung für ihre Aktionäre an. Für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde in der 91. ordentlichen Hauptversammlung am 16. Jänner 2020 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,47 Euro sowie einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro je dividendenberechtige Aktie an die Aktionäre der EVN AG beschlossen. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2020, Dividendenzahltag der 24. Jänner 2020.

Für die Zukunft zielt die Dividendenpolitik der EVN darauf ab, die absolute Höhe der Basisdividende von 0,47 Euro pro Aktie zumindest konstant zu halten.

EVN Aktie – Performance 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Kurs per Ultimo März EUR 13,34 12,98
Höchstkurs EUR 18,36 17,28
Tiefstkurs EUR 11,22 12,16
Aktienumsatz1) Mio. EUR 127,0 91,8
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 65.357 52.707
Börsekapitalisierung per Ultimo März Mio. EUR 2.400 2.335
ATX-Prime-Gewichtung per Ultimo März % 1,36 0,92

1) Wiener Börse, Einmalzählung

Aktionärsstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,00 % der Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Am 5. März 2020 schlossen die Wiener Stadtwerke GmbH und der EnBW Trust e.V. einen Aktienkaufvertrag über 51.000.000 Aktien der EVN (28,35 % des Grundkapitals), die vom EnBW Trust e.V. treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG gehalten werden. Der Aktienkauf ist aufschiebend bedingt mit der Erteilung der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen. Das Closing des Aktienkaufvertrags ist längstens bis zum 7. Dezember 2020 in Aussicht gestellt. Bei Finalisierung des Erwerbs wird eine Veröffentlichung der Beteiligungsmeldung erfolgen.

Die EVN hält eigene Aktien im Ausmaß von 1,01 % des Grundkapitals. Der Streubesitz beläuft sich damit aktuell auf 19,64 %.

Externe Ratings

Unabhängige Bonitätsbeurteilungen durch die beiden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bilden ein wesentliches Element der Finanzierungsstrategie der EVN. Dabei strebt die EVN Ratings im soliden A-Bereich an.

Im Mai 2020 wurden beide Ratings der EVN von den Rating-Agenturen bestätigt, Standard & Poor's passte dabei allerdings den Ausblick analog zu jenem für das Bundesland Niederösterreich, den Hauptaktionär der EVN, von stabil auf negativ an:

  • Standard & Poor's: A, Ausblick negativ
  • Moody's: A1, Ausblick stabil

Aktionärsstruktur1)

1) Per 31. März 2020

2) Kartellrechtliche Genehmigungen für Erwerb des vom EnBW Trust e.V. gehaltenen Aktienanteils im Ausmaß von 28,35 % an der EVN durch die Wiener Stadtwerke GmbH noch ausständig

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
+/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
2018/19
Umsatzerlöse 1.194,4 1.246,1 –4,2 618,1 650,1 –4,9 2.204,0
Sonstige betriebliche Erträge 41,9 61,4 –31,7 21,6 33,3 –35,3 117,8
Fremdstrombezug und Energieträger –555,2 –637,0 12,8 –292,1 –334,8 12,7 –1.081,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –132,7 –122,5 –8,4 –66,9 –60,9 –9,8 –280,3
Personalaufwand –169,9 –162,9 –4,3 –84,5 –81,5 –3,8 –338,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –50,8 –59,4 14,5 –30,1 –37,3 19,4 –120,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
61,2 4,6 32,1 –1,9 130,5
EBITDA 388,8 330,3 17,7 198,2 167,1 18,7 631,7
Abschreibungen –143,6 –133,2 –7,8 –71,9 –67,6 –6,4 –269,8
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –14,5 1,0 –14,4 1,2 41,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 230,7 198,1 16,5 111,9 100,6 11,2 403,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit finanziellem Charakter
0,4 –98,7 0,0
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 0,5 – 98,6 23,2
Zinserträge 2,6 4,5 –42,3 1,3 2,6 –51,1 8,1
Zinsaufwendungen –23,2 –26,3 11,8 –11,3 –12,9 12,4 –51,5
Sonstiges Finanzergebnis –8,4 –1,7 –8,3 2,3 –9,8
Finanzergebnis –29,1 –23,1 –25,9 –18,3 –7,6 –29,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 201,7 175,0 15,2 93,6 93,1 0,5 373,5
Ertragsteuern –33,2 –30,8 –7,8 –15,8 –13,7 –15,2 –46,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 168,5 144,2 16,8 77,8 79,4 –2,0 326,9
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
152,7 129,0 18,4 69,7 69,8 –0,2 302,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
15,8 15,2 3,9 8,1 9,5 –15,2 24,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,86 0,72 18,3 0,39 0,39 1,70

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
+/–
%
2019/20
2. Quartal
2018/19
2. Quartal
+/–
%
2018/19
Ergebnis nach Ertragsteuern 168,5 144,2 16,83 77,8 79,4 –2,0 326,9
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden
–566,0 7,9 –391,0 180,4 233,5
Neubewertung IAS 19 15,5 –5,4 12,3 –2,7 –55,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1,3 0,2 –0,4 –10,7
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien
und andere Eigenkapitalinstrumente
–771,9 15,8 –532,3 243,1 381,6
darauf entfallende Ertragsteuern 189,1 –2,6 129,4 –60,1 –82,0
Posten, die in künftigen Perioden gege
benenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden –66,5 2,9 –45,0 0,9 5,1
Währungsdifferenzen –7,7 2,5 –7,7 2,3 10,8
Cash Flow Hedges 4,0 –0,1 0,9 0,2 –0,1
At Equity einbezogene Unternehmen –82,9 0,2 –51,5 –1,4 –7,3
darauf entfallende Ertragsteuern 20,1 0,3 13,3 –0,2 1,8
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
–632,4 10,8 –436,0 181,2 238,6
Gesamtergebnis der Periode –464,0 155,0 –358,2 260,6 565,5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG
–482,4 139,2 –368,1 252,2 546,0
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
18,4 15,8 16,61 9,9 8,4 16,9 19,5

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.03.2020 30.09.2019 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 218,1 218,5 –0,4 –0,2
Sachanlagen 3.547,5 3.579,6 –32,0 –0,9
Nutzungsrechte1) 76,2 76,2
At Equity einbezogene Unternehmen 910,8 972,1 –61,4 –6,3
Sonstige Beteiligungen 1.554,0 2.325,4 –771,3 –33,2
Aktive latente Steuern 66,2 72,1 –6,0 –8,3
Übrige Vermögenswerte 116,0 163,3 –47,3 –28,9
6.488,7 7.330,9 –842,2 –11,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 119,9 104,1 15,9 15,2
Forderungen 419,8 417,4 2,4 0,6
Wertpapiere 0,3 89,7 –89,4 –99,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 240,1 246,6 –6,5 –2,6
780,0 857,7 –77,6 –9,1
Summe Aktiva 7.268,8 8.188,6 –919,8 –11,2
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0 0,0
Kapitalrücklagen 253,6 253,6 0,0 0,0
Gewinnrücklagen 2.577,9 2.514,2 63,6 2,5
Bewertungsrücklage 599,5 1.226,8 –627,3 –51,1
Währungsumrechnungsrücklage –17,0 –9,3 –7,7 –83,4
Eigene Aktien –19,7 –19,7 0,0
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 3.724,2 4.295,6 –571,4 –13,3
Nicht beherrschende Anteile 272,3 256,5 15,8 6,2
3.996,5 4.552,1 –555,6 –12,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 969,7 990,0 –20,3 –2,0
Passive latente Steuern 316,3 543,8 –227,5 –41,8
Langfristige Rückstellungen 513,7 537,5 –23,8 –4,4
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 619,0 615,7 3,4 0,5
Übrige langfristige Schulden 106,1 46,2 59,9
2.524,8 2.733,2 –208,4 –7,6
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 92,1 68,8 23,4 34,0
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 164,1 138,3 25,8 18,7
Lieferantenverbindlichkeiten 216,9 301,0 –84,1 –27,9
Kurzfristige Rückstellungen 87,1 90,4 –3,2 –3,6
Übrige kurzfristige Schulden 187,1 304,9 –117,7 –38,6
747,4 903,3 –155,9 –17,3
Summe Passiva 7.268,8 8.188,6 –919,8 –11,2

1) Siehe Kapitel "IFRS 16 Leasingverhältnisse"

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital und Rücklagen Nicht beherrschende
Mio. EUR der Aktionäre der EVN AG Anteile Summe
Stand 30.09.2018 3.832,8 259,9 4.092,6
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 Konzern) –1,3 –0,5 –1,8
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 at Equity) 0,7 0,7
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 Konzern) –0,1 –0,1
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 at Equity) 0,2 0,2
Stand 01.10.2018 3.832,3 259,4 4.091,8
Gesamtergebnis der Periode 139,2 15,8 155,0
Dividende 2017/18 –83,7 –2,5 –86,1
Stand 31.03.2019 3.887,9 272,7 4.160,6
Stand 30.09.2019 4.295,6 256,5 4.552,1
Gesamtergebnis der Periode –482,4 18,4 –464,0
Dividende 2018/19 –89,0 –2,6 –91,6
Stand 31.03.2020 3.724,2 272,3 3.996,5

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
+/–
Absolut
% 2018/19
Ergebnis vor Ertragsteuern 201,7 175,0 26,7 15,2 373,5
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
158,1 132,2 25,9 19,6 228,2

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
–61,2 –5,0 –56,2 –153,7
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
46,6 115,1 –68,5 –59,5 161,1
Zinsaufwendungen
+
23,2 26,3 –3,1 –11,8 51,5

Zinsauszahlungen
–20,8 –20,4 –0,4 –1,7 –41,4

Zinserträge
–2,6 –4,5 1,9 42,3 –8,1
+
Zinseinzahlungen
2,6 4,1 –1,5 –37,1 7,4
+/– Verluste-/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 3,0 1,7 1,3 79,5 9,9
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 5,7 2,6 3,1 –1,6

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–25,7 –24,5 –1,1 –4,7 –50,6

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–10,3 –11,7 1,4 12,1 –22,6
+/– Verluste-/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
0,8 –1,7 2,5 –3,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 321,1 389,2 –68,1 –17,5 550,5

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–264,1 –275,9 11,8 4,3 –114,2
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –25,7 –6,1 –19,6 –6,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 31,2 107,1 –75,9 –70,9 429,7
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
1,0 3,4 –2,4 –69,5 5,7
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –96,7 –104,2 7,6 7,2 –327,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
63,5 57,7 5,8 10,1 65,4
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 89,4 47,6 41,8 87,9 49,3
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 57,2 4,4 52,8 –207,1

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–89,0 –83,7 –5,4 –6,4 –83,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–2,6 –2,5 –0,1 –3,2 –22,5
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 1,0

Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
–59,2 –70,2 11,0 15,7 –85,9
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –150,8 –156,4 5,6 3,6 –191,0
Cash Flow gesamt –62,4 –44,9 –17,5 –39,0 31,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 246,2 214,5 31,7 14,8 214,5
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel –0,4 –0,4 0,2
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 183,4 169,6 13,8 8,1 246,2

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2020 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2018/19 (Bilanzstichtag: 30. September 2019) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2019 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2019/20 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen
Behandlung
01.01.2019
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 19 Planänderungen, Plankürzungen oder
Settlement
01.01.2019
IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
01.01.2019
IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer
Ausgleichsleistung
01.01.2019
Diverse Annual Improvements 2015–2017 01.01.2019

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Auswirkungen des erstmals verpflichtend anzuwendenden IFRS 16 werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert. Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 wurde vom IASB im Jänner 2016 veröffentlicht und ersetzt mit 1. Jänner 2019 IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen. IFRS 16 enthält sowohl eine geänderte Definition des Begriffs Leasingvertrag als auch wesentlich geänderte Regeln zur Bilanzierung beim Leasingnehmer. Der neue Standard verfolgt das Ziel, dass nahezu alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz als Nutzungsrecht bzw. als Leasingverbindlichkeit erfasst werden, wodurch die frühere Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt. Die aus Leasingnehmersicht wichtigsten Anwendungsfälle im EVN Konzern stellen Pacht- und Dienstbarkeitsverträge, gemietete Geschäftsflächen sowie Lagerplätze dar, bei denen eine entsprechend langfristige Leasingdauer unterstellt wird. Die Regelungen für die Bilanzierung beim Leasinggeber unterscheiden sich nicht wesentlich von den bis dato angewendeten Regelungen des IAS 17. Die Geschäftsfälle, in denen die EVN als Leasinggeber auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Umstellung auf IFRS 16

Die Umstellung auf IFRS 16 wurde bei der EVN nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz vorgenommen, die Vorjahreszahlen wurden deshalb nicht angepasst. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dabei dem abgezinsten Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen unter Anwendung eines Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung.

Das Wahlrecht, das Nutzungsrecht in Höhe der Leasingverbindlichkeit abzüglich im Voraus geleisteter Leasingzahlungen anzusetzen, wird in Anspruch genommen. Die EVN unterscheidet in Nichtleasing- und Leasingkomponenten und verzichtet damit auf das Wahlrecht gemäß IFRS 16.15. Ebenso verzichtet sie auf eine erneute Beurteilung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis im Sinn des IFRS 16 enthält oder nicht, sofern dieses zum Erstanwendungszeitpunkt bereits bestand. Im Umkehrschluss wird IFRS 16 nicht auf Vereinbarungen angewendet, die nach IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Vereinbarung ohne Leasingverhältnis eingestuft wurden. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) bzw. Leasingverträge, deren Restlaufzeit zum Erstanwendungszeitpunkt zwölf Monate oder weniger beträgt, wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht. Diese Zahlungen werden weiterhin im sonstigen Aufwand erfasst. Ebenso wird im Rahmen der Übergangserleichterungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Wertminderungsprüfung zu verzichten. Stattdessen wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bewertet, ob es sich bei den identifizierten Leasingverträgen um belastende Verträge handelt. Sollte dies der Fall sein, würde das aktivierte Nutzungsrecht um eine allenfalls bestehende Rückstellung gekürzt werden.

Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16

Die EVN hat IFRS 16 erstmals zum 1. Oktober 2019 angewendet. Wie bereits erläutert, wurden die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden nicht angepasst.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf den Abschluss des EVN Konzerns, insbesondere auf die Konzern-Bilanz, dargestellt.

Anpassungen in
der Konzern-Bilanz
Mio. EUR
30.09.2019 Anpassungen
IFRS 16
01.10.2019
Aktiva
Lfr. Vermögenswerte
Nutzungsrechte 74,7 74,7
7.330,9 74,7 7.405,6
Kfr. Vermögenswerte
857,7 857,7
Summe Aktiva 8.188,6 74,7 8.263,3
Passiva
Eigenkapital
4.552,1 4.552,1
Lfr. Schulden
Übrige lfr. Schulden 46,2 69,7 115,9
2.733,2 69,7 2.802,9
Kfr. Schulden
Übrige kfr. Schulden 304,9 5,0 309,9
903,3 5,0 908,3
Summe Passiva 8.188,6 74,7 8.263,3

In der Konzern-Bilanz führte die Erstanwendung des Standards zu einem Anstieg der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe. Die neuen Bilanzierungsvorschriften führten bei der EVN zu einem geringen Rückgang der Eigenkapitalquote und zugleich zu einem leichten Anstieg der Nettoverschuldung.

Auswirkungen auf die Konzern
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Mio. EUR
2019/20
1. Halbjahr
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,7
EBITDA 3,7
Abschreibungen –1,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,1
Zinsaufwendungen –0,3
Finanzergebnis –0,3

Zahlungen aus Leasingverhältnissen werden seit 1. Oktober 2019 in eine Zins- und eine Tilgungskomponente gesplittet. Die aktivierten Nutzungsrechte werden über die definierte Nutzungsdauer abgeschrieben. Insofern ergibt sich aus der Umstellung im ersten Halbjahr 2019/20 ein EBIT-Effekt in Höhe von 2,1 Mio. Euro.

Der geänderte Ausweis der Leasingzahlungen hat zu geringfügigen Umgliederungen innerhalb der Konzern-Geldflussrechnung der EVN geführt. Die Leasingzahlungen wurden vor Anwendung des

IFRS 16 zur Gänze im Cash Flow aus dem operativen Bereich dargestellt. Nunmehr wird die Tilgungskomponente im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich und die Zinskomponente im Cash Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. März 2020 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 29 inländische und 33 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2019: 29 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2020 wurden 19 Tochterunternehmen (30. September 2019: 19) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2018 63 1 16 80
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen –1 –1
30.09.2019 61 1 16 78
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen
31.03.2020 62 1 16 79
davon ausländische
Unternehmen
33 1 5 39

Die WTE O&M Kuwait Sewerage Treatment S.P.C. ist eine kuwaitische 100%-Tochtergesellschaft und wurde mit 1. Oktober 2019 erstmals vollkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Strom 827,6 878,4
Erdgas 101,5 128,8
Wärme 104,0 100,2
Umweltdienstleistungen 65,1 40,2
Sonstige Umsätze 96,1 98,5
Summe 1.194,4 1.246,1
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Österreich 622,9 733,3
Deutschland 32,0 15,7
Bulgarien 313,0 275,8
Nordmazedonien 206,6 209,9
Sonstige 19,9 11,4
Summe 1.194,4 1.246,1

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen

operativ
Mio. EUR
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
EVN KG 20,3 –44,3
RAG 23,1 18,9
Energie Burgenland 12,3 16,3
ZOV; ZOV UIP 6,6 7,3
Ashta –4,5 0,0
Verbund Innkraftwerke 0,6 1,2
Andere Gesellschaften 2,6 5,2
Summe 61,2 4,6

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg im ersten Halbjahr 2019/20 auf 61,2 Mio. Euro an (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer Ergebnisverbesserung bei der EVN KG. Im Vorjahr war das Ergebnis der EVN KG durch stichtagsbedingte Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet gewesen. Beim Wasserkraftwerk Ashta musste vor dem Hintergrund einer infolge Covid-19 gestiegenen Länderrisikoprämie eine Wertminderung des Beteiligungsansatzes an der Ashta Beteiligungsverwaltung GmbH vorgenommen werden.

Vor dem Hintergrund der infolge der Covid-19-Pandemie höheren Länderrisikoprämien erhöhten sich die für die Bewertung der CGUs in Südost- und Osteuropa gewichteten Kapitalkostensätze (WACC). Aus den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen ergibt sich im zweiten Quartal 2019/20 ein ergebniswirksamer Aufwand von 14,4 Mio. Euro. Der Kundenstock der CGU "Stromverteilung Nordmazedonien" wurde um 3,2 Mio. Euro wertgemindert. Darüber hinaus erfolgte in Bulgarien eine Wertminderung der Cogeneration-Anlagen der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,9 Mio. Euro sowie des Windparks Kavarna in Höhe von rd. 1,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2020 im Umlauf befindlichen Aktien von 179.878.402 Stück (31. März 2019: 177.994.578 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 152,7 Mio. Euro (Vorjahr: 129,0 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2019/20 ein Ergebnis je Aktie von 0,86 Euro (Vorjahr: 0,72 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Halbjahr 2019/20 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 128,4 Mio. Euro (Vorjahr: 134,5 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 1,7 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 2.085,8 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 1.449,0 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2019 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 753,8 Mio. Euro reduzierte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Darüber hinaus führte die Bewertung der Beteiligung an der Verbund Hydro Power GmbH zu einer erfolgsneutralen Wertminderung in Höhe von 17,2 Mio. Euro.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
Stück
2019/20
1. Halbjahr
Stand 30.09.2019 178.068.106
Erwerb eigener Aktien
Stand 31.03.2020 178.068.106

Zum Stichtag 31. März 2020 hielt die EVN 1.810.296 Stück eigene Aktien (das sind 1,01 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 19,7 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 91. ordentliche Hauptversammlung der EVN hat am 16. Jänner 2020 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro pro Aktie zuzüglich einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie anlässlich des 30-jährigen Börsejubiläums der EVN auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 89,0 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2020, Dividendenzahltag der 24. Jänner 2020.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Mio. EUR 31.03.2020 30.09.2019
Anleihen 518,8 519,3
Bankdarlehen 450,9 470,7
Summe 969,7 990,0

Der Rückgang der Anleihen um 0,5 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 87,5 Mio. Euro (Vorjahr: 121,5 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Außenumsatz 256,9 357,9 70,5 73,4 269,8 279,5 520,2 486,7
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 2,2 2,6 76,5 106,9 22,8 25,1 0,4 0,5
Gesamtumsatz 259,1 360,5 147,0 180,3 292,7 304,6 520,6 487,2
Operativer Aufwand –216,0 –333,7 –77,0 –83,6 –159,0 –155,9 –440,4 –433,2
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
22,1 –42,2 –3,2 2,4
EBITDA 65,2 –15,3 66,8 99,0 133,7 148,8 80,2 54,0
Abschreibungen –10,2 –9,6 –34,7 –31,3 –64,8 –61,4 –48,6 –29,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 55,0 –25,0 32,1 67,7 68,9 87,4 31,6 24,3
Finanzergebnis –0,8 –0,9 –7,4 –8,0 –4,5 –8,5 –11,2 –10,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 54,2 –25,9 24,7 59,7 64,4 78,8 20,4 13,7
Gesamtvermögen 760,4 750,0 1.168,6 1.055,5 2.031,0 1.951,5 1.209,1 1.179,3
Investitionen1) 10,7 3,5 11,7 31,1 58,8 56,2 49,7 39,8
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
Außenumsatz 65,1 40,2 10,3 8,6 1,4 1.194,4 1.246,1
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 0,2 33,8 32,1 –135,9 –167,4
Gesamtumsatz 65,4 40,2 44,0 40,7 –134,4 –167,4 1.194,4 1.246,1
Operativer Aufwand –63,0 –36,2 –44,5 –44,3 133,2 166,4 –866,8 –920,4
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
6,9 9,2 35,4 35,1 61,2 4,6
EBITDA 9,2 13,2 34,9 31,6 –1,2 –1,0 388,8 330,3
Abschreibungen –5,9 –5,7 –1,1 –0,9 7,2 6,5 –158,1 –132,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,3 7,5 33,8 30,6 6,0 5,5 230,7 198,1
Finanzergebnis –3,4 –2,6 14,0 22,7 –15,8 –15,2 –29,1 –23,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,1 4,9 47,8 53,3 –9,8 –9,6 201,7 175,0
Gesamtvermögen 684,3 645,9 3.734,5 4.156,3 –2.319,1 –2.206,4 7.268,8 7.532,2
Investitionen1) 3,7 7,7 1,0 1,2 –7,4 –5,1 128,4 134,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR 31.03.2020 30.09.2019 Klassen Bewertungskategorie Fair-Value-Hierarchie (IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen Beteiligungen FVOCI Stufe 3 100,2 100,2 118,0 118,0 Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 1.449,0 1.449,0 2.202,9 2.202,9 Übrige langfristige Vermögenswerte Wertpapiere FVTPL Stufe 1 55,6 55,6 97,6 97,6 Ausleihungen AC Stufe 2 33,0 39,0 33,0 40,4 Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 17,7 18,6 18,3 19,8 Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 1,0 1,0 5,4 5,4 Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 5,8 5,8 6,5 6,5 Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte AC Kurzfristige Vermögenswerte Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte Forderungen AC 338,1 338,1 327,2 327,2 Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 21,1 21,1 33,6 33,6 Wertpapiere FVTPL Stufe 1 0,3 0,3 89,7 89,7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 240,1 240,1 246,6 246,6 Langfristige Schulden Langfristige Finanzverbindlichkeiten Anleihen AC Stufe 2 518,8 588,1 519,3 615,8 Bankdarlehen AC Stufe 2 450,9 505,2 470,7 559,9 Übrige langfristige Schulden Pachtverbindlichkeiten AC Stufe 2 3,5 3,9 3,9 4,2 Abgrenzungen aus Finanztransaktionen AC 0,1 0,1 0,2 0,2 Sonstige übrige Schulden AC 21,4 21,4 22,0 22,0 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 0,1 0,1 4,6 4,6 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 12,9 12,9 15,7 15,7 Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 92,1 92,1 68,8 68,8 Lieferantenverbindlichkeiten AC 216,9 216,9 301,0 301,0 Übrige kurzfristige Schulden Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 77,2 77,2 163,5 163,5 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 5,8 5,8 16,3 16,3 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 7,4 7,4 5,2 5,2 davon aggregiert nach Bewertungskategorie Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis FVOCI 1.549,1 2.320,8 Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL 78,0 226,2 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden AC 2.009,9 2.174,3

beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL 5,9 20,8

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

2019/20
1. Halbjahr
2018/19
1. Halbjahr
108,1 174,0
25,5 50,1
18,1 16,2
10,8 20,8

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2019 um 244,8 Mio. Euro auf 613,4 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie aus der Erhöhung von Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften und für Projekte im Umweltbereich.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2020 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 79,9 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 289,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2020 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 19. Mai 2020 traten folgende Ereignisse auf:

Im April 2020 emittierte die EVN erstmals ein grünes Schuldscheindarlehen (Nominale: 100,0 Mio. Euro; Laufzeit: 10 Jahre). Die Transaktion dient zur Finanzierung von Windparkprojekten in Niederösterreich.

Für die syndizierte Kreditlinie im Ausmaß von 400,0 Mio. Euro wurde im Mai 2020 die im Kreditvertrag enthaltene zweite Verlängerungsmöglichkeit um ein Jahr genutzt; dadurch wurde das Laufzeitende auf Mai 2025 (statt bisher Mai 2024) erstreckt.

Im Mai 2020 wurden beide Ratings der EVN von den Rating-Agenturen bestätigt, Standard & Poor's passte dabei allerdings den Ausblick analog zu jenem für das Bundesland Niederösterreich, den Hauptaktionär der EVN, von stabil auf negativ an:

  • Standard & Poor's: A, Ausblick negativ
  • Moody's: A1, Ausblick stabil

Erklärung des Vorstands

gemäß § 125 Abs. 1 Z. 3 Börsegesetz 2018

Der Vorstand der EVN AG bestätigt, dass der in Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst

Maria Enzersdorf, am 19. Mai 2020

EVN AG Der Vorstand

Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Franz Mittermayer Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

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Investor Relations

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Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2019/20 27.08.2020
Jahresergebnis 2019/20 16.12.2020
330.000.000,00 EUR
179.878.402 Stückaktien
AT0000741053
EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Wien
Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
A1, stabil (Moody's); A, negativ (Standard & Poor's)

1) Vorläufig

2) Per 31. März 2020

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 19. Mai 2020