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EVN AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 20, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Energie. Wasser. Leben.

Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2019/20 1. Oktober 2019 – 30. Juni 2020

Inhalt

Kennzahlen 3
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionärsstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Kennzahlen

2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
2018/19
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.880 4.367 –34,1 734 1.392 –47,3 5.594
davon erneuerbare Energie GWh 1.720 1.860 –7,5 566 676 –16,4 2.315
Stromverkauf an Endkunden GWh 15.322 15.289 0,2 4.417 4.580 –3,6 19.924
Gasverkauf an Endkunden GWh 4.598 4.762 –3,4 692 760 –9,0 5.083
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.940 1.933 0,4 359 364 –1,3 2.196
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.596,9 1.712,6 –6,8 402,5 466,4 –13,7 2.204,0
EBITDA Mio. EUR 513,6 435,7 17,9 124,8 105,4 18,4 631,7
EBITDA-Marge1) % 32,2 25,4 6,7 31,0 22,6 8,4 28,7
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 284,5 236,4 20,3 53,7 38,3 40,2 403,5
EBIT-Marge1) % 17,8 13,8 4,0 13,4 8,2 5,1 18,3
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 277,8 222,0 25,1 76,1 47,0 61,9 373,5
Konzernergebnis Mio. EUR 210,7 168,2 25,2 58,0 39,2 47,9 302,4
Ergebnis je Aktie EUR 1,18 0,95 25,2 0,33 0,22 47,8 1,70
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.807,3 7.696,4 1,4 7.807,3 7.696,4 1,4 8.188,6
Eigenkapital Mio. EUR 4.335,8 4.269,2 1,6 4.335,8 4.269,2 1,6 4.552,1
Eigenkapitalquote1) % 55,5 55,5 0,1 55,5 55,5 0,1 55,6
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.086,4 1.000,4 8,6 1.086,4 1.000,4 8,6 999,5
Gearing1) % 25,1 23,4 1,6 25,1 23,4 1,6 22,0
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 392,3 474,1 –17,3 71,2 85,0 –16,2 550,5
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 205,8 238,8 –13,8 174,6 131,7 32,6 429,7
Investitionen3) Mio. EUR 201,1 220,6 –8,9 72,7 86,2 –15,7 391,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 15,02 13,30 12,9 15,02 13,30 12,9 16,14
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 167,0 129,4 29,1 190,1
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.702 2.392 13,0 2.702 2.392 13,0 2.903
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.999 6.889 1,6 6.956 6.917 0,6 6.908

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Highlights

Geschäftsverlauf bestätigt Ausblick für 2019/20

  • Umsatz unter Vorjahresniveau (–6,8 %), Verbesserung in EBITDA (+17,9 %), EBIT (+20,3 %) und Konzernergebnis (+25,2 %)
  • Rückkehr der EVN KG zu positiven Ergebnisbeiträgen als wesentlicher positiver Ergebnistreiber
  • Integriertes Geschäftsmodell und breite Kundendiversifikation als stabilisierende Faktoren während der Coronakrise; operatives Ergebnis nur punktuell beeinträchtigt (insbesondere geringerer Energieverbrauch und damit auch Rückgang im Netzabsatz)
  • Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 180 Mio. Euro bis 200 Mio. Euro erwartet – bei durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer unveränderten Situation im Zusammenhang mit der Coronakrise im vierten Quartal 2019/20

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in Österreich unter Vorjahreswert und langjährigem Durchschnitt; außergewöhnlich milde Temperaturen in Südosteuropa
  • Winddargebot über dem langjährigen Mittelwert, jedoch unter dem hohen Vorjahresniveau
  • Hydrologische Bedingungen für Kleinwasserkraftwerke deutlich ungünstiger als im überdurchschnittlich guten Vorjahr
  • Normalisierung der Terminpreise für Grund- und Spitzenlaststrom, vor allem getrieben durch Rückkehr der Preise für CO2-Emissionszertifikate auf Vorkrisenniveau von etwa 25 Euro pro Tonne

Erfolgreiche Reduktion des CO2-Footprints in der Energieerzeugung

• Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung steigt auf 59,7 % (Vorjahr, noch von der Stromproduktion in Dürnrohr beeinflusst: 42,6 %)

Klares Bekenntnis zum umfassenden Investitionsprogramm

  • Jährliche Investitionen in der Größenordnung von 400 Mio. Euro, davon rund 300 Mio. Euro in Niederösterreich
  • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
  • Vereinzelte Verzögerungen infolge des Lockdowns sollen zeitnah aufgeholt werden

Ausbauschwerpunkt überregionale Trinkwasserleitungen zur Abdeckung von Bedarfsspitzen

• Baubeginn für 60 km lange Transportleitung von Krems nach Zwettl

Erfolge im internationalen Projektgeschäft

  • Generalunternehmeraufträge für thermische Klärschlammverwertungsanlagen in Berlin, Hannover und Straubing
  • Vorliegen aller Voraussetzungen für den Start des Abwasserprojekts Umm Al Hayman in Kuwait per 29. Juli 2020

Neue Aktionärsstruktur mit Abschluss der Transaktion zwischen Wiener Stadtwerken und EnBW am 5. August 2020

  • 51,0 % NÖ Landesbeteiligungsholding GmbH
  • 28,4 % Wiener Stadtwerke GmbH
  • 20,6 % Streubesitz (inkl. 1,0 % eigene Aktien)

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 95,4 98,5
Bulgarien % 83,9 93,8
Nordmazedonien % 88,7 96,9
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 43,1 59,9 25,2 62,0
Gas – NCG2) EUR/MWh 9,6 19,2 5,7 13,6
Kohle – API#23) EUR/Tonne 45,1 66,7 39,1 48,5
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 23,0 22,1 19,4 24,4
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 47,8 45,7 40,9 43,1
Spitzenlaststrom EUR/MWh 58,0 56,3 46,7 50,0
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 30,7 47,8 20,8 36,8
Spitzenlaststrom EUR/MWh 36,7 55,4 23,4 40,2

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 2.880 4.367 –1.487 –34,1 734 1.392 –47,3
Erneuerbare Energie 1.720 1.860 –140 –7,5 566 676 –16,4
Wärmekraftwerke 1.160 2.507 –1.347 –53,7 168 715 –76,5
Netzabsatz
Strom 17.052 17.466 –414 –2,4 4.887 5.169 –5,5
Erdgas1) 12.964 13.486 –522 –3,9 2.628 2.791 –5,8
Energieverkauf an Endkunden
Strom 15.322 15.289 33 0,2 4.417 4.580 –3,6
davon Mittel- und Westeuropa2) 6.404 6.020 384 6,4 1.982 1.922 3,2
davon Südosteuropa 8.918 9.269 –351 –3,8 2.435 2.658 –8,4
Erdgas 4.598 4.762 –164 –3,4 692 760 –9,0
Wärme 1.940 1.933 8 0,4 359 364 –1,3
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.760 1.735 26 1,5 335 341 –1,6
davon Südosteuropa 180 198 –18 –9,1 23 23 2,5

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –6,8 % auf 1.596,9 Mio. Euro
  • EBITDA: +17,9 % auf 513,6 Mio. Euro
  • EBIT: +20,3 % auf 284,5 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +53,6 % auf –6,7 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +25,2 % auf 210,7 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN beliefen sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2019/20 auf 1.596,9 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr, der vor allem auf deutliche Rückgänge in der thermischen Erzeugung zurückzuführen war. Im Vorjahr war noch das Kraftwerk Dürnrohr in Betrieb gewesen, zudem ging im Berichtszeitraum der Einsatz der thermischen Kraftwerke Theiß (zur Netzstabilisierung) und Walsum 10 zurück. Weitere Treiber waren Umsatzrückgänge insbesondere im Netzbereich und im Erdgashandel sowie im Vorjahresvergleich geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften für die Stromerzeugung. Eine positive Entwicklung zeigten hingegen die Energieerlöse in Bulgarien sowie der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Bestandsveränderungen führten aufgrund der Abrechnung von Kundenprojekten zu einem Rückgang dieser Position um 27,0 % auf 68,1 Mio. Euro.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger nahm im Einklang mit der Entwicklung der Energieerlöse um 16,5 % auf 711,7 Mio. Euro ab. Hauptfaktoren dafür waren der durch die geringere thermische Erzeugung rückläufige Primärenergieeinsatz, ein Rückgang der Großhandelspreise sowie niedrigere Bezugsmengen. Zudem war der Vorjahreswert durch negative Effekte aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften belastet gewesen.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand stiegen um 1,2 % auf 196,5 Mio. Euro an.

Mit 259,5 Mio. Euro lag der Personalaufwand um 2,9 % über dem Vorjahresniveau. Neben kollektivvertraglichen Anpassungen beruhte dies u. a. auf der Aufnahme zusätzlicher Mitarbeiter für die Abwicklung des Großauftrags der WTE Wassertechnik in Kuwait. Der durchschnittliche Personalstand betrug im Berichtszeitraum 6.999 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.889 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 7,2 % auf 82,1 Mio. Euro.

Eine Verbesserung auf 98,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro) zeigte in den ersten drei Quartalen 2019/20 der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter. Neben positiven Einmaleffekten bei der RAG und der Energie Burgenland resultierte dies vor allem aus der Rückkehr der EVN KG zu positiven Ergebnisbeiträgen. Sie war im Vorjahr durch gestiegene Großhandelspreise in der Beschaffung sowie stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften stark belastet gewesen. Gegenläufig dazu wirkten negative Ergebnisbeiträge des Wasserkraftwerks Ashta und der EnergieAllianz. Beim Wasserkraftwerk Ashta war bereits im zweiten Quartal 2019/20 angesichts Covid-19-bedingt gestiegener Länderrisikoprämien eine Wertminderung von 4,9 Mio. Euro erforderlich gewesen, und auch bei der EnergieAllianz hat die Coronakrise den Geschäftsverlauf belastet.

Das EBITDA der EVN stieg auf Basis dieser Entwicklungen in den ersten neun Monaten 2019/20 um 17,9 % auf 513,6 Mio. Euro, die EBITDA-Marge verbesserte sich von 25,4 % auf 32,2 %.

Höhere Investitionen, die mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 verbundene Aktivierung von Nutzungsrechten sowie durch Wertaufholungen per 30. September 2019 gestiegene Buchwerte von Sachanlagen bewirkten einen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 7,5 % auf 214,6 Mio. Euro. Bereits im zweiten Quartal 2019/20 hatten infolge Covid-19 gestiegene Länderrisikoprämien zu Wertminderungen auf Energieerzeugungsanlagen in Südosteuropa und auf den Kundenstock in Nordmazedonien geführt. Per Saldo erzielte die EVN damit ein um 20,3 % höheres EBIT von 284,5 Mio. Euro.

Dank der mit 0,69 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro je Aktie) höheren Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2019 verbesserte sich auch das Finanzergebnis im Berichtszeitraum um 53,6 % auf –6,7 Mio. Euro (Vorjahr: –14,4 Mio. Euro).

In Summe ergab sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 277,8 Mio. Euro, das um 25,1 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 43,4 Mio. Euro (Vorjahr: 35,3 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 210,7 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 25,2 %.

Geldflussrechnung

Trotz der Anstiege im Ergebnis vor Ertragsteuern und in den Abschreibungen lag der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 mit 392,3 Mio. Euro um 17,3 % unter dem Vorjahreswert. Verursacht

1.–3. Quartal Mio. EUR 2018/19 2019/20

EBIT nach Segmenten

wurde dies durch den höheren unbaren Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen, dem gleichzeitig geringere Dividenden dieser Unternehmen gegenüberstanden. Zudem wurde die in der 73. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG am 16. Juni 2020 beschlossene und daher im Finanzergebnis der EVN zum 30. Juni 2020 bereits ausgewiesene Dividende im Cash Flow aus dem Ergebnis als unbarer Ergebnisbeitrag korrigiert, da sie erst am 6. Juli 2020 ausgezahlt wurde.

Durch die stichtagsbedingt negative Entwicklung des Working Capital ging auch der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Vorjahresvergleich auf 205,8 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 238,8 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich belief sich auf –216,3 Mio. Euro (Vorjahr: –54,3 Mio. Euro). Geprägt war dieser einerseits durch einen Rückgang der Investitionen in das Sachanlagevermögen infolge des Lockdowns während der

Coronakrise sowie andererseits durch geringere Veranlagungen in Wertpapiere des R 138-Fonds. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva. Gegenläufig wirkten hingegen die Zahlung des Eigenkapitalanteils an die Projektgesellschaft für das Abwasserprojekt Umm Al Hayman in Kuwait sowie ein Anstieg der Veranlagungen in Cash-Fonds.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im Berichtszeitraum auf –65,3 Mio. Euro (Vorjahr: –187,7 Mio. Euro). In diesem Betrag sind auch die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2018/19 an die Aktionäre der EVN AG und an nicht beherrschende Anteile sowie planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten berücksichtigt. Ein gegenläufiger Faktor war die Aufnahme einer langfristigen Finanzverbindlichkeit durch die Emission eines grünen Schuldscheindarlehens (Nominale: 100,0 Mio. Euro).

Struktur der Investitionen 1.–3. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

%

Bilanzstruktur zum Stichtag

Im Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –75,8 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2020 auf 169,9 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 557,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung. Per 1. Juli 2020 erhöhten sich die vertraglich zugesagten Kreditlinien zudem auf 595,0 Mio. Euro.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2020 mit 7.807,3 Mio. Euro um 4,7 % unter dem Wert zum 30. September 2019. Diese Entwicklung spiegelt den Rückgang der langfristigen Vermögenswerte wider, die ihrerseits um 5,7 % auf 6.912,5 Mio. Euro abnahmen. Zurückzuführen war dies vor allem auf die Kursentwicklung der Verbund-Aktie (Stichtagskurs von 39,86 Euro zum 30. Juni 2020 im Vergleich zu 50,20 Euro zum 30. September 2019). Zudem verringerten sich – u. a. hervorgerufen durch eine Reduktion der Veranlagung in langfristige Wertpapiere im R 138-Fonds und eine Abnahme der langfristigen

Forderungen aus Absicherungsgeschäften – die übrigen Vermögenswerte. Bei den at Equity einbezogenen Unternehmen war hingegen ein Anstieg zu verzeichnen, der sich aus der Zahlung des Eigenkapitalanteils an die Projektgesellschaft für das Abwasserprojekt Umm Al Hayman sowie dem höheren Ergebnisbeitrag der EVN KG ergab. Weiters wurde der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 und die damit verbundene Aktivierung der Nutzungsrechte im Sachanlagevermögen abgeschwächt.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen im Berichtszeitraum um 4,3 % auf 894,8 Mio. Euro zu. Zurückzuführen war dies auf Anstiege bei den Vorräten und den Veranlagungen in Cash-Fonds. Dem standen Rückgänge bei den Forderungen, insbesondere jenen aus Lieferungen und Leistungen und jenen aus Absicherungsgeschäften sowie bei den kurzfristigen Steuerforderungen, entgegen. Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war dabei vor allem der bereits im ersten Quartal 2019/20 erhaltenen Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva geschuldet.

Obwohl das Ergebnis nach Ertragsteuern der Berichtsperiode über der im Jänner 2020 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018/19 lag, zeigte das Eigenkapital nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 mit 4.335,8 Mio. Euro einen Rückgang von 4,8 %. Dies resultierte vor allem aus der durch den Kursrückgang gesunkenen erfolgsneutralen Bewertung der Verbund-Beteiligung. Die Eigenkapitalquote belief sich per 30. Juni 2020 auf 55,5 % (30. September 2019: 55,6 %).

Unterschiedliche Entwicklungen waren bei den langfristigen Schulden zu verzeichnen: Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten wirkte einem durch die Emission eines grünen Schuldscheindarlehens (Nominale: 100,0 Mio. Euro; Laufzeit: 10 Jahre) verzeichneten Anstieg die Umgliederung von Krediten in den kurzfristigen Bereich entgegen. Die übrigen Schulden wiederum nahmen durch die Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zu. Der gesunkene Kurs der Verbund-Aktie verursachte eine deutliche Abnahme der Steuerverbindlichkeiten, und bei den langfristigen Personalrückstellungen führte die Anwendung eines höheren Diskontierungssatzes zu einem Rückgang. In Summe nahmen die langfristigen Schulden auf Basis dieser Entwicklungen um 1,1 % auf 2.703,0 Mio. Euro ab.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 14,9 % auf 768,6 Mio. Euro, hervorgerufen in erster Linie durch eine stichtagsbedingte Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und aus Absicherungsgeschäften. Einen Rückgang verzeichneten zudem die erhaltenen Anzahlungen. Demgegenüber erhöhten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Die Nettoverschuldung der EVN nahm gegenüber dem 30. September 2019 um 8,7 % auf 1.086,4 Mio. Euro zu, unter anderem zurückzuführen auf die erwähnte Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16. Dadurch nahm auch das Gearing auf 25,1 % zu (30. September 2019: 22,0 %).

1) Per 5. August 2020

Aktionärsstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Seit dem 5. August 2020 ist die Wiener Stadtwerke GmbH mit einem Anteil von 28,4 % der zweitgrößte Aktionär der EVN AG. An diesem Tag hatte die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien stehende Gesellschaft auf Basis eines am 5. März 2020 mit dem EnBW Trust e.V. abgeschlossenen Aktienkaufvertrags 51.000.000 Aktien der EVN erworben, nachdem alle Voraussetzungen, insbesondere die Nichtuntersagung durch die Bundeswettbewerbsbehörde, zur Umsetzung der Transaktion vorlagen.

Der restliche Aktienanteil der EVN von 20,6 % entfällt auf den Streubesitz (inkl. 1,0 % eigene Aktien).

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Anstieg im Strom- und Wärmeabsatz, Rückgang im Erdgasabsatz

  • Anstieg des Strom- und Wärmeabsatzes um 6,4 % bzw. 1,5 % dank insgesamt positiver Entwicklung bei Industriekunden in Österreich und Deutschland; Corona-bedingt temporär geringerer Verkauf an Industriekunden
  • Witterungs- und wettbewerbsbedingter Rückgang des Erdgasabsatzes um 3,8 %

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

• Umsatzerlöse reduzierten sich um 33,7 %, primär bedingt durch gesunkenen Stromverkauf aus eigener Produktion, niedrigere Gashandelsumsätze sowie im Vorjahresvergleich geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften

  • Operativer Aufwand sank um 39,7 %, zurückzuführen vor allem auf den gesunkenen Primärenergieeinsatz, niedrigere Beschaffungspreise sowie im Vorjahresvergleich geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg auf 35,9 Mio. Euro (Vorjahr: –38,7 Mio. Euro), hauptsächlich bedingt durch positive operative Entwicklungen sowie im Vorjahresvergleich geringere Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG

Investitionsvolumen auf 14,1 Mio. Euro erhöht

• Konzentration auf Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich

Kennzahlen –
Energie
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Absolut +/–
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 6.404 6.020 384 6,4 1.982 1.922 3,2
Erdgas 4.508 4.679 –171 –3,8 666 735 –9,4
Wärme 1.760 1.735 26 1,5 335 341 –1,6
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 307,1 464,2 –157,1 –33,8 50,2 106,2 –52,8
Innenumsatz 3,2 3,7 –0,6 –15,4 1,0 1,1 –16,5
Gesamtumsatz 310,2 467,9 –157,7 –33,7 51,1 107,4 –52,4
Operativer Aufwand –273,2 –452,9 179,6 39,7 –57,2 –119,2 52,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
35,9 –38,7 74,6 13,8 3,5
EBITDA 72,9 –23,7 96,6 7,7 –8,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–15,4 –14,2 –1,2 –8,7 –5,2 –4,6 –13,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 57,4 –37,9 95,4 2,5 –13,0
Finanzergebnis –1,2 –1,6 0,4 24,2 –0,4 –0,7 44,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 56,2 –39,5 95,7 2,1 –13,6
Gesamtvermögen 763,5 768,9 –5,4 –0,7 763,5 768,9 –0,7
Gesamtschulden 625,6 663,4 –37,8 –5,7 625,6 663,4 –5,7
Investitionen1) 14,1 6,2 7,9 3,4 2,8 22,4

Erzeugung

Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung steigt auf 59,7 % (Vorjahr: 42,6 %)

  • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie mit 1.438 GWh unter Vorjahresniveau
    • Windkraft trotz Inbetriebnahme neuer Anlagen durch geringeres Windaufkommen nur leicht über Vorjahresniveau – Geringeres Wasserdargebot
  • Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken auf 871 GWh reduziert
    • Beendigung der Stromerzeugung im Kohlekraftwerk
      • Dürnrohr im August 2019
    • Einsatz der thermischen Kraftwerke Theiß (zur Netzstabilisierung) und Walsum 10 unter Vorjahreswerten
  • Eigendeckungsgrad von 18,8 % (Vorjahr: 28,6 %)

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr

• Rückgang der Umsatzerlöse um 21,4 %, im Wesentlichen bedingt durch die geringere thermische Erzeugung, aber auch geringeres Wasserdargebot und niedrigere Strompreise in der erneuerbaren Erzeugung

  • Operativer Aufwand um 20,4 % auf 104,9 Mio. Euro gesunken
  • Verringerung des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter auf –2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro), primär hervorgerufen durch die im zweiten Quartal 2019/20 erfolgte Wertminderung von 4,9 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta infolge einer höheren Länderrisikoprämie im Zusammenhang mit Covid-19
  • Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 9,0 % über Vorjahr
    • Anstieg der planmäßigen Abschreibungen auf 50,1 Mio. Euro durch Windkraftausbau sowie höhere Abschreibungsbasis nach Anlagenzuschreibungen im Vorjahr
    • Wertminderung von 1,3 Mio. Euro beim Windpark Kavarna infolge höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19 im zweiten Quartal 2019/20

Rückgang des Investitionsvolumens nach Erweiterung der Windkraftkapazitäten im Vorjahr

Kennzahlen –
Erzeugung
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 2.310 3.753 –1.444 –38,5 560 1.203 –53,4
davon erneuerbare Energie 1.438 1.559 –121 –7,8 460 569 –19,1
davon Wärmekraftwerke 871 2.194 –1.323 –60,3 100 634 –84,2
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 97,8 107,5 –9,8 –9,1 27,2 34,1 –20,0
Innenumsatz 110,4 157,3 –47,0 –29,8 33,9 50,5 –32,9
Gesamtumsatz 208,1 264,9 –56,7 –21,4 61,1 84,6 –27,7
Operativer Aufwand –104,9 –131,7 26,8 20,4 –27,9 –48,1 42,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–2,4 3,9 –6,3 0,8 1,5 –45,9
EBITDA 100,8 137,0 –36,2 –26,4 34,0 38,0 –10,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–51,4 –47,2 –4,3 –9,0 –16,8 –15,8 –5,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 49,4 89,8 –40,5 –45,0 17,2 22,1 –22,1
Finanzergebnis –10,1 –11,5 1,4 12,3 –2,6 –3,5 23,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 39,3 78,3 –39,1 –49,9 14,6 18,7 –21,8
Gesamtvermögen 1.115,2 1.025,0 90,2 8,8 1.115,2 1.025,0 8,8
Gesamtschulden 703,8 763,1 –59,3 –7,8 703,8 763,1 –7,8
Investitionen1) 27,0 42,7 –15,7 –36,8 15,3 11,6 31,3

Netze

Strom- und Erdgas-Netzabsatz unter Vorjahresniveau

  • Covid-19-bedingter Rückgang im Stromverbrauch (insbesondere bei Gewerbekunden); dieser Mengeneffekt wird jedoch gemäß der österreichischen Regulierungsmethodik über künftige Tarife kompensiert
  • Rückgang bei Erdgas durch geringeren Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse durch Preis- und Mengeneffekte belastet

  • Erstmals ganzjährige Anwendung des geringeren gewichteten Kapitalkostensatzes im Rahmen der neuen fünfjährigen Regulierungsperiode für das Strom-Verteilnetz
  • Netznutzungsentgelt für Haushaltskunden per 1. Jänner 2020 bei Erdgas um durchschnittlich 8,1 % reduziert; bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 0,3 %
  • Positive Umsatzentwicklung bei der kabelplus infolge von Kundenzuwächsen in den Bereichen Kabel-TV, Internet und Telekommunikation konnte die Entwicklung im Energiebereich nur teilweise ausgleichen

Rückgang in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

  • Operativer Aufwand nahezu auf Vorjahresniveau
  • Hohes Investitionsvolumen führte zu höheren planmäßigen Abschreibungen

Verzögerungen bei Investitionsvorhaben durch den Corona-bedingten Lockdown

• Verzögerungen – und damit auch das vorerst rückläufige Investitionsvolumen – sollen zeitnah aufgeholt werden

Kennzahlen –
Netze
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 6.444 6.527 –83 –1,3 1.899 1.982 –4,2
Erdgas 12.763 13.300 –537 –4,0 2.570 2.733 –6,0
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 370,4 382,3 –11,9 –3,1 100,6 102,8 –2,2
Innenumsatz 33,1 38,0 –4,9 –12,8 10,3 12,8 –20,1
Gesamtumsatz 403,5 420,3 –16,7 –4,0 110,8 115,6 –4,2
Operativer Aufwand –232,4 –233,3 0,9 0,4 –73,4 –77,4 5,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 171,1 187,0 –15,9 –8,5 37,4 38,2 –2,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–96,7 –92,1 –4,6 –5,0 –31,9 –30,7 –3,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 74,4 94,9 –20,4 –21,5 5,6 7,5 –26,0
Finanzergebnis –8,7 –12,8 4,1 31,9 –4,2 –4,3 1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 65,7 82,1 –16,3 –19,9 1,3 3,2 –59,0
Gesamtvermögen 2.035,3 1.955,7 79,6 4,1 2.035,3 1.955,7 4,1
Gesamtschulden 1.399,5 1.329,3 70,2 5,3 1.399,5 1.329,3 5,3
Investitionen1) 94,0 107,0 –13,1 –12,2 35,1 50,9 –30,9

Südosteuropa

Rückgang im Netz- und Energieabsatz

• Außergewöhnlich milde Temperaturen und Coronakrise dämpften Energienachfrage

Stromerzeugung um 5,7% unter Vorjahresniveau

• Geringere Produktion der Cogeneration-Anlage in Plovdiv aufgrund des milden Winters sowie einer planmäßigen Revision

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Höhere Umsatzerlöse trotz rückläufiger Absatzmengen • Rückgang der Beschaffungskosten für Netzverluste in
  • Bulgarien wirkte positiv • Gegenläufig dazu höherer Personalaufwand sowie gestiegene Forderungsabschreibungen in Nordmazedonien
  • Investitionsbedingter Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 10,8 % auf 52,8 Mio. Euro

• Wertminderungen in Höhe von 13,2 Mio. Euro – vorgenommen im zweiten Quartal 2019/20 angesichts höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19 – standen Wertaufholungen von 28,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018/19 gegenüber

Anstieg der Investitionen im Berichtszeitraum

Tarifentscheidungen der zuständigen Regulierungsbehörden für die regulierten Marktsegmente

  • Bulgarien: Erhöhung der Endkundenpreise für Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der EVN um durchschnittlich 4,2 % per 1. Juli 2020 (Vorjahr: Erhöhung um durchschnittlich 3,5 % per 1. Juli 2019)
  • Nordmazedonien: Erhöhung der Endkundenpreise für Haushaltskunden der EVN Home DOO um rund 7,4 % per 1. August 2020 (Vorjahr: keine Preisanpassung)
Kennzahlen –
Südosteuropa 2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Absolut +/–
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 332 352 –20 –5,7 98 112 –12,2
davon erneuerbare Energie 99 94 5 4,9 46 48 –2,6
davon Wärmekraftewerke 233 258 –24 –9,5 52 64 –19,4
Netzabsatz Strom 10.607 10.939 –332 –3,0 2.988 3.187 –6,2
Energieverkauf an Endkunden 9.188 9.550 –362 –3,8 2.484 2.706 –8,2
davon Strom 8.918 9.269 –351 –3,8 2.435 2.658 –8,4
davon Erdgas 90 83 7 8,7 26 25 1,9
davon Wärme 180 198 –18 –9,1 23 23 2,5
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 705,6 679,5 26,1 3,8 185,4 192,7 –3,8
Innenumsatz 0,5 0,6 –0,1 –17,2 0,1 0,2 –21,3
Gesamtumsatz 706,1 680,1 26,0 3,8 185,5 192,9 –3,8
Operativer Aufwand –601,0 –597,1 –3,9 –0,7 –160,6 –163,9 2,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 105,1 83,0 22,1 26,6 25,0 29,0 –14,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–66,0 –45,6 –20,5 –44,9 –17,5 –15,8 –10,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 39,1 37,5 1,6 4,4 7,5 13,2 –43,4
Finanzergebnis –15,8 –15,3 –0,5 –2,9 –4,5 –4,7 4,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 23,4 22,2 1,2 5,4 2,9 8,5 –65,3
Gesamtvermögen 1.196,7 1.175,3 21,4 1,8 1.196,7 1.175,3 1,8
Gesamtschulden 887,3 912,9 –25,6 –2,8 887,3 912,9 –2,8
Investitionen1) 65,1 57,1 8,0 14,1 15,4 17,2 –11,0

Umwelt

Umsatzsteigerungen in der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich und im internationalen Projektgeschäft

  • Wetterbedingt hohe Trinkwassernachfrage sowohl in der überregionalen Versorgung als auch im Endkundenbereich
  • Höheres Auftragsvolumen im Projektgeschäft (insbesondere in Polen und Bahrain)

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Aufwand stieg weitgehend im Einklang mit der Umsatzentwicklung
    • Insbesondere Anstieg der Fremdleistungen und des sonstigen Materialaufwands
    • Negative, ebenfalls im operativen Aufwand enthaltene Bestandsveränderungen als zusätzlicher Faktor
  • Rückgang im Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter – Vorjahreswert durch die zeitliche Verschiebung von Ergebnisbeiträgen aus dem Kläranlagenprojekt in Zagreb sowie durch Ergebnisbeiträge aus dem Kläranlagenprojekt in Prag positiv beeinflusst

Investitionsinitiative im Trinkwasserbereich

  • Baubeginn für den ersten Abschnitt der neuen Transportleitung von Krems nach Zwettl
  • Errichtung der Naturfilteranlage Petronell
  • Investitionen im Gesamtjahr trotz Covid-19-bedingten Rückgangs im Berichtszeitraum auf hohem Niveau erwartet

Vorliegen aller Voraussetzungen für den Start des Abwasserprojekts Umm Al Hayman per 29. Juli 2020 (Closing)

  • Closing ist wegen der Coronakrise verzögert erfolgt
  • Dadurch teilweise Verschiebung des für 2019/20 erwarteten Ergebnisbeitrags in die Folgejahre

Generalunternehmeraufträge für drei thermische Klärschlammverwertungsanlagen in Deutschland

  • Zuschlag für ein Projekt in Berlin für die WTE Wassertechnik (Auftragsvolumen rund 190 Mio. Euro, Ergebnisanteil rund 50 %)
  • Zuschlag für zwei Projekte in Hannover und Straubing (Auftragsvolumen rund 40 Mio. Euro bzw. 50 Mio. Euro) für sludge2energy (50:50-Joint-Venture der WTE Wassertechnik mit der Huber SE)

Vertragsende für Betriebsführung der Müllverbrennungsanlage Nr. 3 in Moskau

• Vertragskonforme Übergabe der von der EVN errichteten und finanzierten Anlage per Ende Juni 2020

Auftragsstand im internationalen Projektgeschäft1)

  • Zehn Projekte in Planung und Errichtung (Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Kroatien, Bahrain und Kuwait)
  • 1) Exklusive der drei Klärschlammverwertungsprojekte von sludge2energy in Halle-Lochau, Hannover und Straubing
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 99,3 64,5 34,7 53,8 34,1 24,5 39,0
Innenumsatz 0,3 0,3 –10,8 0,1 0,1 –10,0
Gesamtumsatz 99,6 64,9 34,7 53,5 34,2 24,6 38,8
Operativer Aufwand –96,7 –56,0 –40,7 –72,6 –33,6 –19,7 –70,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
11,2 13,3 –2,1 –16,0 4,3 4,0 5,9
EBITDA 14,1 22,2 –8,1 –36,5 4,8 8,9 –45,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–8,7 –8,6 –0,1 –1,3 –2,8 –2,9 3,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,3 13,5 –8,2 –60,7 2,0 6,0 –66,4
Finanzergebnis –5,6 –4,4 –1,2 –28,0 –2,3 –1,8 –24,2
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,3 9,1 –9,4 –0,2 4,2
Gesamtvermögen 682,7 666,0 16,7 2,5 682,7 666,0 2,5
Gesamtschulden 540,8 517,1 23,7 4,6 540,8 517,1 4,6
Investitionen1) 9,2 12,1 –2,9 –24,3 5,4 4,4 24,2

Alle sonstigen Segmente

Höherer Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter

  • Positiver Einmaleffekt bei der RAG aus dem Verkauf von Erdölförderanlagen in Niederösterreich
  • Ebenfalls positive Einmaleffekte bei der Energie Burgenland (insbesondere durch die vorzeitige Beendigung einer 2001 abgeschlossenen US-Cross-Border-Leasing-Transaktion über ihre Leitungsnetze)

Zuwächse in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

• Finanzergebnis stieg um 8,8 %, getrieben durch die mit 0,69 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro je Aktie) höhere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2019; die Dividende wurde in der 73. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG am 16. Juni 2020 beschlossen, Dividendenzahltag war der 6. Juli 2020

Finanzkennzahlen – 2019/20 2018/19 +/– 2019/20 2018/19 +/–
Alle sonstigen Segmente Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Außenumsatz 15,2 14,7 0,5 3,5 4,9 6,1 –18,8
Innenumsatz 50,5 48,0 2,5 5,1 16,7 15,9 5,1
Gesamtumsatz 65,7 62,7 3,0 4,8 21,7 22,0 –1,5
Operativer Aufwand –68,1 –69,9 1,8 2,6 –23,5 –25,6 8,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
53,8 38,9 15,0 38,5 18,4 3,7
EBITDA 51,5 31,7 19,8 62,4 16,5 0,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,6 –1,3 –0,3 –21,2 –0,5 –0,4 –21,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 49,8 30,3 19,5 64,3 16,0 –0,3
Finanzergebnis 50,5 46,4 4,1 8,8 36,5 23,7 53,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 100,3 76,7 23,6 30,8 52,5 23,4
Gesamtvermögen 4.229,9 4.324,4 –94,5 –2,2 4.229,9 4.324,4 –2,2
Gesamtschulden 1.632,5 1.495,7 136,8 9,1 1.632,5 1.495,7 9,1
Investitionen1) 1,4 2,1 –0,8 –35,6 0,3 0,9 –64,1

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
2018/19
Umsatzerlöse 1.596,9 1.712,6 –6,8 402,5 466,4 –13,7 2.204,0
Sonstige betriebliche Erträge 68,1 93,3 –27,0 26,2 31,9 –18,0 117,8
Fremdstrombezug und Energieträger –711,7 –852,6 16,5 –156,5 –215,6 27,4 –1.081,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –196,5 –194,2 –1,2 –63,8 –71,7 11,0 –280,3
Personalaufwand –259,5 –252,2 –2,9 –89,6 –89,3 –0,3 –338,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –82,1 –88,5 7,2 –31,3 –29,0 –7,9 –120,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
98,5 17,3 37,2 12,7 130,5
EBITDA 513,6 435,7 17,9 124,8 105,4 18,4 631,7
Abschreibungen –214,6 –199,6 –7,5 –71,0 –66,4 –6,9 –269,8
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –14,5 0,4 –0,6 100,0 41,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 284,5 236,4 20,3 53,7 38,3 40,2 403,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 33,3 21,0 58,8 33,3 20,5 62,5 23,2
Zinserträge 4,0 6,2 –36,1 1,4 1,7 –20,2 8,1
Zinsaufwendungen –35,2 –38,9 9,7 –11,9 –12,6 5,1 –51,5
Sonstiges Finanzergebnis –8,8 –2,7 –0,4 –1,0 59,3 –9,8
Finanzergebnis –6,7 –14,4 53,6 22,4 8,7 –29,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 277,8 222,0 25,1 76,1 47,0 61,9 373,5
Ertragsteuern –43,4 –35,3 –22,9 –10,2 –4,5 –46,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 234,4 186,7 25,5 65,9 42,5 55,1 326,9
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
210,7 168,2 25,2 58,0 39,2 47,9 302,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
23,7 18,4 28,4 7,9 3,2 24,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,18 0,95 25,2 0,33 0,22 47,8 1,70

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
+/–
%
2019/20
3. Quartal
2018/19
3. Quartal
+/–
%
2018/19
Ergebnis nach Ertragsteuern 234,4 186,7 25,55 65,9 42,5 55,1 326,9
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden –343,0 94,8 223,0 86,9 233,5
Neubewertung IAS 19 13,1 –21,5 –2,4 –16,1 85,0 –55,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1,0 –6,7 –0,3 –6,9 95,1 –10,7
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien
und andere Eigenkapitalinstrumente
–471,7 157,4 300,2 141,6 381,6
darauf entfallende Ertragsteuern 114,7 –34,4 –74,4 –31,8 –82,0
Posten, die in künftigen Perioden gege
benenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–16,1 1,9 50,4 –1,0 5,1
Währungsdifferenzen –4,9 4,1 2,8 1,6 71,7 10,8
Available-for-Sale-Finanzinstrumente –0,1
Cash Flow Hedges 5,0 –0,5 0,9 –0,4 –0,1
At Equity einbezogene Unternehmen –19,5 –2,8 63,4 –3,0 –7,3
darauf entfallende Ertragsteuern 3,4 1,0 –16,7 0,8 1,8
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
–359,1 96,7 273,4 85,9 238,6
Gesamtergebnis der Periode –124,7 283,4 339,3 128,4 565,5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG
–149,7 268,1 332,6 128,9 546,0
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
25,0 15,3 63,24 6,6 –0,5 19,5

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 30.06.2020 30.09.2019 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 216,5 218,5 –2,0 –0,9
Sachanlagen 3.626,6 3.579,6 47,1 1,3
At Equity einbezogene Unternehmen 1.018,9 972,1 46,8 4,8
Sonstige Beteiligungen 1.853,6 2.325,4 –471,7 –20,3
Aktive latente Steuern 66,4 72,1 –5,8 –8,0
Übrige Vermögenswerte 130,5 163,3 –32,8 –20,1
6.912,5 7.330,9 –418,4 –5,7
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 115,5 104,1 11,4 11,0
Forderungen 348,8 417,4 –68,6 –16,4
Wertpapiere 186,1 89,7 96,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 244,5 246,6 –2,1 –0,9
894,8 857,7 37,1 4,3
Summe Aktiva 7.807,3 8.188,6 –381,3 –4,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,6 253,6
Gewinnrücklagen 2.635,9 2.514,2 121,6 4,8
Bewertungsrücklage 871,4 1.226,8 –355,4 –29,0
Währungsumrechnungsrücklage –14,2 –9,3 –5,0 –53,5
Eigene Aktien –19,7 –19,7
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 4.056,9 4.295,6 –238,7 –5,6
Nicht beherrschende Anteile 278,9 256,5 22,4 8,7
4.335,8 4.552,1 –216,3 –4,8
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.055,5 990,0 65,5 6,6
Latente Steuerverbindlichkeiten 412,0 543,8 –131,8 –24,2
Langfristige Rückstellungen 512,6 537,5 –24,8 –4,6
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 619,7 615,7 4,0 0,6
Übrige langfristige Schulden 103,2 46,2 57,0
2.703,0 2.733,2 –30,2 –1,1
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 110,0 68,8 41,2 60,0
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 141,1 138,3 2,8 2,1
Lieferantenverbindlichkeiten 177,4 301,0 –123,6 –41,1
Kurzfristige Rückstellungen 85,2 90,4 –5,2 –5,7
Übrige kurzfristige Schulden 254,8 304,9 –50,0 –16,4
768,6 903,3 –134,8 –14,9
Summe Passiva 7.807,3 8.188,6 –381,3 –4,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2018 3.832,8 259,9 4.092,6
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 Konzern) –1,3 –0,5 –1,8
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 at Equity) 0,7 0,7
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 Konzern) –0,1 –0,1
Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 at Equity) 0,2 0,2
Stand 30.09.2018 3.832,3 259,4 4.091,7
Gesamtergebnis der Periode 268,1 15,3 283,4
Dividende 2017/18 –83,7 –22,5 –106,2
Sonstige Veränderungen 0,3 0,3
Stand 30.06.2019 4.017,0 252,2 4.269,2
Stand 30.09.2019 4.295,6 256,5 4.552,1
Gesamtergebnis der Periode –149,7 25,0 –124,7
Dividende 2018/19 –89,0 –2,6 –91,6
Stand 30.06.2020 4.056,9 278,9 4.335,8

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2019/20 2018/19 +/– 2018/19
Mio. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern
1.–3. Quartal
277,8
1.–3. Quartal
222,0
Absolut
55,8
%
25,1
373,5
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
229,1 199,3 29,9 15,0 228,2

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
–131,8 –38,3 –93,5 –153,7
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
64,2 146,2 –82,0 –56,1 161,1
+
Zinsaufwendungen
35,2 38,9 –3,8 –9,7 51,5

Zinsauszahlungen
–37,1 –38,3 1,2 3,1 –41,4

Zinserträge
–4,0 –6,2 2,2 36,1 –8,1
+
Zinseinzahlungen
3,4 5,7 –2,2 –39,0 7,4
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 4,5 2,2 2,3 9,9
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 4,6 1,0 3,6 –1,6

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–38,5 –37,0 –1,6 –4,3 –50,6

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–14,8 –18,5 3,7 20,1 –22,6
+/– Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–0,2 –2,8 2,5 91,5 –3,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 392,3 474,1 –81,8 –17,3 550,5

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–149,0 –229,1 80,1 35,0 –114,2
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –37,5 –6,3 –31,3 –6,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 205,8 238,8 –33,0 –13,8 429,7
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
4,2 4,1 1,2 5,7
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –156,0 –164,1 8,1 5,0 –327,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
31,0 57,0 –26,0 –45,6 65,4
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen –95,5 48,7 –144,2 49,3
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –216,3 –54,3 –162,0 –207,1

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–89,0 –83,7 –5,4 –6,4 –83,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–2,6 –22,5 19,9 88,6 –22,5
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 1,0

Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
26,3 –81,6 107,9 –85,9
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –65,3 –187,7 122,4 65,2 –191,0
Cash Flow gesamt –75,8 –3,2 –72,6 31,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 246,2 214,5 31,7 14,8 214,5
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel –0,5 0,2 –0,7 0,2
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 169,9 211,5 –41,5 –19,6 246,2

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2018/19 (Bilanzstichtag: 30. September 2019) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2019 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2019/20 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen
Behandlung
01.01.2019
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 19 Planänderungen, Plankürzungen oder
Settlement
01.01.2019
IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
01.01.2019
IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer
Ausgleichsleistung
01.01.2019
Diverse Annual Improvements 2015–2017 01.01.2019

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Auswirkungen des erstmals verpflichtend anzuwendenden IFRS 16 werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert. Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 wurde vom IASB im Jänner 2016 veröffentlicht und ersetzt seit 1. Jänner 2019 IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen. IFRS 16 enthält sowohl eine geänderte Definition des Begriffs Leasingvertrag als auch wesentlich geänderte Regeln zur Bilanzierung beim Leasingnehmer. Der neue Standard verfolgt das Ziel, dass nahezu alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz als Nutzungsrecht bzw. als Leasingverbindlichkeit erfasst werden, wodurch die frühere Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt. Die aus Leasingnehmersicht wichtigsten Anwendungsfälle im EVN Konzern stellen Pacht- und Dienstbarkeitsverträge, gemietete Geschäftsflächen sowie Lagerplätze dar, bei denen eine entsprechend langfristige Leasingdauer unterstellt wird. Die Regelungen für die Bilanzierung beim Leasinggeber unterscheiden sich nicht wesentlich von den bis dato angewendeten Regelungen des IAS 17. Die Geschäftsfälle, in denen die EVN als Leasinggeber auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Umstellung auf IFRS 16

Die Umstellung auf IFRS 16 wurde bei der EVN nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz vorgenommen, die Vorjahreszahlen wurden deshalb nicht angepasst. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dabei dem abgezinsten Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen unter Anwendung eines Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung.

Das Wahlrecht, das Nutzungsrecht in Höhe der Leasingverbindlichkeit abzüglich im Voraus geleisteter Leasingzahlungen anzusetzen, wird in Anspruch genommen. Die EVN unterscheidet in Nichtleasing- und Leasingkomponenten und verzichtet damit auf das Wahlrecht gemäß IFRS 16.15. Ebenso verzichtet sie auf eine erneute Beurteilung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis im Sinn des IFRS 16 enthält oder nicht, sofern dieses zum Erstanwendungszeitpunkt bereits bestand. Im Umkehrschluss wird IFRS 16 nicht auf Vereinbarungen angewendet, die nach IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Vereinbarung ohne Leasingverhältnis eingestuft wurden. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) bzw. Leasingverträge, deren Restlaufzeit zum Erstanwendungszeitpunkt zwölf Monate oder weniger beträgt, wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht. Diese Zahlungen werden weiterhin im sonstigen Aufwand erfasst. Ebenso wird im Rahmen der Übergangserleichterungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Wertminderungsprüfung zu verzichten. Stattdessen wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bewertet, ob es sich bei den identifizierten Leasingverträgen um belastende Verträge handelt. Sollte dies der Fall sein, würde das aktivierte Nutzungsrecht um eine allenfalls bestehende Rückstellung gekürzt werden.

Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16

Die EVN hat IFRS 16 erstmals zum 1. Oktober 2019 angewendet. Wie bereits erläutert, wurden die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden nicht angepasst.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf den Abschluss des EVN Konzerns, insbesondere auf die Konzern-Bilanz, dargestellt.

Anpassungen in
der Konzern-Bilanz
Anpassungen
Mio. EUR 30.09.2019 IFRS 16 01.10.2019
Aktiva
Lfr. Vermögenswerte
Sachanlagen 3.579,6 74,7 3.654,2
7.330,9 74,7 7.405,6
Kfr. Vermögenswerte
857,7 857,7
Summe Aktiva 8.188,6 74,7 8.263,3
Passiva
Eigenkapital
4.552,1 4.552,1
Lfr. Schulden
Übrige lfr. Schulden 46,2 69,7 115,9
2.733,2 69,7 2.802,9
Kfr. Schulden
Übrige kfr. Schulden 304,9 5,0 309,9
903,3 5,0 908,3
Summe Passiva 8.188,6 74,7 8.263,3

In der Konzern-Bilanz führte die Erstanwendung des Standards aufgrund der erstmaligen Bilanzierung der Nutzungsrechte zu einem Anstieg der Sachanlagen und der Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe. Die neuen Bilanzierungsvorschriften führten bei der EVN zu einem geringen Rückgang der Eigenkapitalquote und zugleich zu einem leichten Anstieg der Nettoverschuldung.

Gemäß IFRS 16.47 können Nutzungsrechte in einer eigenen Bilanzposition oder im Anhang getrennt von anderen Vermögenswerten dargestellt werden. Aufgrund der untergordneten Bedeutung dieser Position für die EVN erfolgt mit dem Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 die Darstellung der Nutzungsrechte im Anhang.

Auswirkungen auf die Konzern
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Mio. EUR
2019/20
1.–3. Quartal
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5,0
EBITDA 5,0
Abschreibungen –3,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 1,2
Zinsaufwendungen –0,4
Finanzergebnis –0,4

Zahlungen aus Leasingverhältnissen werden seit 1. Oktober 2019 in eine Zins- und eine Tilgungskomponente gesplittet. Die aktivierten Nutzungsrechte werden über die definierte Nutzungsdauer abgeschrieben. Insofern ergibt sich aus der Umstellung im 3. Quartal 2019/20 ein EBIT-Effekt in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

Der geänderte Ausweis der Leasingzahlungen hat zu geringfügigen Umgliederungen innerhalb der Konzern-Geldflussrechnung der EVN geführt. Die Leasingzahlungen wurden vor Anwendung des IFRS 16 zur Gänze im Cash Flow aus dem operativen Bereich dargestellt. Nunmehr wird die Tilgungskomponente im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich und die Zinskomponente im Cash Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2020 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 29 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2019: 29 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2020 wurden 18 Tochterunternehmen (30. September 2019: 19) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2018 63 1 16 80
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen –1 –1
30.09.2019 61 1 16 78
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –1 –1
30.06.2020 61 1 16 78
davon ausländische
Unternehmen 32 1 5 38

Die WTE O&M Kuwait Sewerage Treatment S.P.C. ist eine kuwaitische 100 %-Tochtergesellschaft und wurde mit 1. Oktober 2019 erstmals vollkonsolidiert.

Die bisher vollkonsolidierte Gesellschaft AO EVN MSZ 3, Moskau, Russland, wurde aufgrund einer Übertragung der Anteile per 30. Juni 2020 entkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Strom 1.107,2 1.213,7
Erdgas 124,6 159,8
Wärme 126,9 126,2
Umweltdienstleistungen 99,3 64,5
Sonstige Umsätze 139,0 148,3
Summe 1.596,9 1.712,6
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Österreich 816,7 991,9
Deutschland 48,1 22,1
Bulgarien 421,5 384,4
Nordmazedonien 283,4 293,6
Sonstige 27,2 20,6
Summe 1.596,9 1.712,6

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen

operativ
Mio. EUR
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
EVN KG 35,0 –41,8
RAG 34,1 24,4
Energie Burgenland 19,7 14,5
ZOV; ZOV UIP 10,8 11,0
Ashta –4,4
Verbund Innkraftwerke 0,9 2,7
Andere Gesellschaften 2,4 6,4
Summe 98,5 17,3

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter in den ersten drei Quartalen 2019/20 auf 98,5 Mio. Euro an (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer Ergebnisverbesserung bei der EVN KG.

Im Vorjahr war das Ergebnis der EVN KG durch stichtagsbedingte Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet gewesen. Beim Wasserkraftwerk Ashta musste vor dem Hintergrund einer infolge Covid-19 gestiegenen Länderrisikoprämie im zweiten Quartal 2019/20 eine Wertminderung des Beteiligungsansatzes an der Ashta Beteiligungsverwaltung GmbH vorgenommen werden.

Vor dem Hintergrund der infolge der Covid-19-Pandemie höheren Länderrisikoprämien im zweiten Quartal erhöhten sich die für die Bewertung der CGUs in Südost- und Osteuropa gewichteten Kapitalkostensätze (WACC). Aus den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen ergab sich im zweiten Quartal 2019/20 ein ergebniswirksamer Aufwand von 14,4 Mio. Euro. Der Kundenstock der CGU "Stromverteilung Nordmazedonien" wurde um 3,2 Mio. Euro wertgemindert. Darüber hinaus erfolgte in Bulgarien eine Wertminderung der Cogeneration-Anlagen der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,9 Mio. Euro sowie des Windparks Kavarna in Höhe von rd. 1,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2020 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.068.106 Stück (30. Juni 2019: 177.994.578 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 210,7 Mio. Euro (Vorjahr: 168,2 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2020 ein Ergebnis je Aktie von 1,18 Euro (Vorjahr: 0,95 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2019/20 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 201,1 Mio. Euro (Vorjahr: 220,6 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 2,8 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 46,8 Mio. Euro bzw. 4,8 % auf 1.018,9 Mio. Euro. Dies resultierte vorwiegend aus den verbesserten laufenden Ergebnissen der einbezogenen Gesellschaften sowie Zugängen von at Equity Beteiligungen in Höhe von 30,4 Mio. Euro.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.853,6 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 1.749,1 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2019 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 453,7 Mio. Euro reduzierte. Darüber hinaus führte die Bewertung der Beteiligung an der Verbund Hydro Power GmbH zu einer erfolgsneutralen Wertminderung in Höhe von 17,2 Mio. Euro. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die aktivierten Nutzungsrechte betragen zum 30. Juni 2020 75,4 Mio. Euro und sind unter der Bilanzposition Sachanlagen ausgewiesen. Die damit korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten betragen insgesamt 71,5 Mio. Euro und werden in den Bilanzposten Übrige kurzfristige sowie Übrige langfristige Schulden ausgewiesen.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien 2019/20
Stück 1.–3. Quartal
Stand 30.09.2019 178.068.106
Erwerb eigener Aktien
Stand 30.06.2020 178.068.106

Zum Stichtag 30. Juni 2020 hielt die EVN 1.810.296 Stück eigene Aktien (das sind 1,01 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 19,7 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 91. ordentliche Hauptversammlung der EVN hat am 16. Jänner 2020 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro pro Aktie zuzüglich einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie anlässlich des 30-jährigen Börsejubiläums der EVN auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 89,0 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2020, Dividendenzahltag der 24. Jänner 2020.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige

Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 30.06.2020 30.09.2019
Anleihen 516,5 519,3
Bankdarlehen 539,0 470,7
Summe 1.055,5 990,0

Der Rückgang der Anleihen um 2,8 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 187,5 Mio. Euro (Vorjahr: 121,5 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012 sowie April 2020 emittiert wurden. Die Erhöhung dieser Position ist auf das im April 2020 emittierte grüne Schuldscheindarlehen mit einem Nominale von 100 Mio. Euro zurückzuführen.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR
Energie
Erzeugung Netze Südosteuropa
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Außenumsatz 307,1 464,2 97,8 107,5 370,4 382,3 705,6 679,5
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
3,2 3,7 110,4 157,3 33,1 38,0 0,5 0,6
Gesamtumsatz 310,2 467,9 208,1 264,9 403,5 420,3 706,1 680,1
Operativer Aufwand –273,2 –452,9 –104,9 –131,7 –232,4 –233,3 –601,0 –597,1
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 35,9 –38,7 –2,4 3,9
EBITDA 72,9 –23,7 100,8 137,0 171,1 187,0 105,1 83,0
Abschreibungen –15,4 –14,2 –51,4 –47,2 –96,7 –92,1 –66,0 –45,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 57,4 –37,9 49,4 89,8 74,4 94,9 39,1 37,5
Finanzergebnis –1,2 –1,6 –10,1 –11,5 –8,7 –12,8 –15,8 –15,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 56,2 –39,5 39,3 78,3 65,7 82,1 23,4 22,2
Gesamtvermögen 763,5 768,9 1.115,2 1.025,0 2.035,3 1.955,7 1.196,7 1.175,3
Investitionen1) 14,1 6,2 27,0 42,7 94,0 107,0 65,1 57,1
Umwelt Alle sonstigen Segmente
Konsolidierung
Summe
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Außenumsatz 99,3 64,5 15,2 14,7 1,5 1.596,9 1.712,6
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
0,3 0,3 50,5 48,0 –197,9 –248,0
Gesamtumsatz 99,6 64,9 65,7 62,7 –196,4 –248,0 1.596,9 1.712,6
Operativer Aufwand –96,7 –56,0 –68,1 –69,9 194,5 246,6 –1.181,7 –1.294,2
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 11,2 13,3 53,8 38,9 98,5 17,3
EBITDA 14,1 22,2 51,5 31,7 –1,9 –1,5 513,6 435,7
Abschreibungen –8,7 –8,6 –1,6 –1,3 10,9 9,8 –229,1 –199,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,3 13,5 49,8 30,3 9,0 8,3 284,5 236,4
Finanzergebnis –5,6 –4,4 50,5 46,4 –15,8 –15,2 –6,7 –14,4
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,3 9,1 100,3 76,7 –6,8 –6,9 277,8 222,0
Gesamtvermögen 682,7 666,0 4.229,9 4.324,4 –2.216,1 –2.218,9 7.807,3 7.696,4
Investitionen1) 9,2 12,1 1,4 2,1 –9,7 –6,7 201,1 220,6

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

30.06.2020 30.09.2019
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 100,0 100,0 118,0 118,0
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 1.749,1 1.749,1 2.202,9 2.202,9
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 71,5 71,5 97,6 97,6
Ausleihungen AC Stufe 2 33,1 37,4 33,0 40,4
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 17,1 17,9 18,3 19,8
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 0,1 0,1 5,4 5,4
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 3,0 3,0 6,5 6,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 278,7 278,7 327,2 327,2
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 12,3 12,3 33,6 33,6
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 186,1 186,1 89,7 89,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 244,5 244,5 246,6 246,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 516,5 596,1 519,3 615,8
Bankdarlehen AC Stufe 2 539,0 617,3 470,7 559,9
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten AC Stufe 2 3,2 3,6 3,9 4,2
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen AC 0,1 0,1 0,2 0,2
Sonstige übrige Schulden AC 21,0 21,0 22,0 22,0
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 1,0 1,0 4,6 4,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 11,4 11,4 15,7 15,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 110,0 110,0 68,8 68,8
Lieferantenverbindlichkeiten AC 177,4 177,4 301,0 301,0
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 139,2 139,2 163,5 163,5
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 4,6 4,6 16,3 16,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 4,5 4,5 5,2 5,2
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 1.849,1 2320,8
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft werden
FVTPL 270,0 226,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.079,8 2174,3
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 5,5 20,8

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2019/20
1.–3. Quartal
2018/19
1.–3. Quartal
Umsätze 142,1 243,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 44,3 76,3
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
8,4 18,9
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
16,0 25,5

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2019 um 224,5 Mio. Euro auf 593,1 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der

planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie aus der Erhöhung von Garantien für Projekte im Umweltbereich.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2020 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 35,3 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 304,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2020 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 20. August 2020 traten folgende Ereignisse auf:

Am 29. Juli 2020 erfolgte in Kuwait das Closing für das Abwasserprojekt Umm Al Hayman; dieses hatte sich wegen des Coronabedingten Lockdown verzögert. Damit liegen nun alle Voraussetzungen für den Projektstart vor.

Am 5. August 2020 erwarb die Wiener Stadtwerke GmbH in Umsetzung des am 5. März 2020 mit dem EnBW Trust e.V. abgeschlossenen Aktienkaufvertrags 51.000.000 Aktien der EVN, nachdem alle Voraussetzungen, insbesondere die Nichtuntersagung durch die Bundeswettbewerbsbehörde, zur Umsetzung der Transaktion vorlagen. Damit wurde die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien stehende Gesellschaft mit einem Anteil von 28,4 % nach dem Land Niederösterreich der zweitgrößte Aktionär der EVN AG.

Am 7. August 2020 wurden insgesamt 69.587 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,04 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit wurde die am 24. Juni 2020 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.740.709 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,97 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2019/20 16.12.2020
Nachweisstichtag Hauptversammlung 11.01.2021
92. ordentliche Hauptversammlung 21.01.2021
Ex-Dividendentag 27.01.2021
Record Date Dividende 28.01.2021
Dividendenzahltag 29.01.2021
Ergebnis 1. Quartal 2020/21 26.02.2021
Ergebnis 1. Halbjahr 2020/21 27.05.2021
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2020/21 26.08.2021
Jahresergebnis 2020/21 16.12.2021
330.000.000,00 EUR
179.878.402 Stückaktien
AT0000741053
EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Wien
Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
A1, stabil (Moody's); A, negativ (Standard & Poor's)

1) Vorläufig

2) Per 30. Juni 2020

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 20. August 2020