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EVN AG Interim / Quarterly Report 2019

Feb 28, 2019

742_10-q_2019-02-28_43ef2f1c-f552-43cf-80a6-53ca025a9446.pdf

Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1. Quartal 2018/19 Neue Herausforderungen. Neue Möglichkeiten. Neue Horizonte.

  1. Oktober – 31. Dezember 2018

Kennzahlen

2018/19 2017/18 +/– 2016/17 2017/18
1. Quartal 1. Quartal % 1. Quartal
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 1.549 1.687 –8,1 1.936 5.526
davon erneuerbare Energie GWh 520 577 –9,9 522 2.213
Stromverkauf an Endkunden GWh 5.018 4.694 6,9 5.001 18.413
Gasverkauf an Endkunden GWh 1.750 1.894 –7,6 2.118 5.178
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 717 728 –1,5 725 2.219
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse1) Mio. EUR 596,0 592,5 0,6 607,4 2.078,7
EBITDA Mio. EUR 163,2 231,6 –29,5 219,8 671,8
EBITDA-Marge2) % 27,4 39,1 –11,7 36,2 32,3
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 97,4 166,0 –41,3 125,2 392,9
EBIT-Marge2) % 16,4 28,0 –11,7 20,6 18,9
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 81,9 154,2 –46,9 116,6 355,7
Konzernergebnis Mio. EUR 59,1 112,2 –47,3 95,3 254,6
Ergebnis je Aktie EUR 0,33 0,63 –47,3 0,54 1,43
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.522,0 6.627,5 13,5 6.599,5 7.831,1
Eigenkapital Mio. EUR 3.985,9 3.276,5 21,7 2.888,4 4.092,6
Eigenkapitalquote2) % 53,0 49,4 3,6 43,8 52,3
Nettoverschuldung3) Mio. EUR 1.033,2 1.132,5 –8,8 1.433,2 963,7
Gearing2) % 25,9 34,6 –8,6 49,6 23,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 200,7 233,1 –13,9 199,0 560,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR –7,6 115,4 25,3 603,5
Investitionen4) Mio. EUR 79,5 61,9 28,5 59,7 356,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 12,58 16,70 –24,7 11,21 16,88
Aktienumsatz5) Mio. EUR 48,1 37,7 27,7 22,7 169,7
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.263 3.004 –24,7 2.016 3.036
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.885 6.824 0,9 6.858 6.831

1) Vergleichsinformationen für das erste Quartal 2017/18 und für das Geschäftsjahr 2017/18 wurden angepasst – siehe Kapitel

"Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

2) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

3) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

4) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

5) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Highlights 3 Konzern-Zwischenabschluss 18
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 18
Aktionärsstruktur 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 19
Energiewirtschaftliches Umfeld 4 Konzern-Bilanz 20
Geschäftsentwicklung 5 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 21
Entwicklung der Segmente 9 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Highlights

Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2018/19

  • Entwicklung im Rahmen der Erwartungen leitet die nach zwei durch Einmaleffekte geprägten Geschäftsjahren – prognostizierte Rückkehr des Konzernergebnisses 2018/19 auf historische Niveaus ein
  • Verbesserung im Umsatz (+0,6 %) sowie Rückgang in EBITDA (–29,5 %), EBIT (–41,3 %) und Konzernergebnis (–47,3 %)

Uneinheitliche energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in Niederösterreich aufgrund ungewöhnlich warmer Witterung bis Anfang November 2018 deutlich unter Vorjahr
  • Heizgradsumme in Bulgarien im Jahresabstand deutlich bzw. im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt leicht verbessert, in Mazedonien etwas unter dem langjährigen Durchschnitt
  • Wasserführung deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau; Winddargebot in Österreich über langjährigem Durchschnitt, jedoch unter Vorjahr
  • Signifikanter Anstieg der Termin- und Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom
  • Deutlicher Anstieg der Preise für CO2-Emissionszertifikate sowie für Kohle und Erdgas

Gestiegene Großhandelspreise belasten Ergebnis im Vertrieb

  • Negativer Effekt aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG
  • Erhöhung der Strom- und Erdgas-Arbeitspreise für Haushaltskunden im Rahmen der EnergieAllianz per 1. Oktober 2018 deckt die gestiegenen Beschaffungskosten nur teilweise ab

Auswirkungen der Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone

  • Trennung per 1. Oktober 2018 verursacht im Vergleich zu Deutschland – höhere Großhandelspreise in Österreich und damit höhere Beschaffungskosten für die EVN KG
  • Ende der vertraglichen Bereitstellung der thermischen Kraftwerke der EVN zur Netzstabilisierung im süddeutschen Raum (im Winterhalbjahr 2017/18 war noch eine Kapazität von 1.090 MW bereitgestellt worden)
  • Neuer Vertrag über Bereitstellung des Gaskraftwerks Theiß mit einer Leistung von 430 MW für das österreichische Übertragungsnetz (für vorerst drei Jahre)

Neue Regulierungsperiode für Strom-Verteilnetze in Österreich

  • Start der neuen fünfjährigen Regulierungsperiode am 1. Jänner 2019
  • Fortbestand der Anreizregulierung als Grundlage für weitere Investitionen und Effizienzsteigerungen in den stabilen, regulierten Netzaktivitäten
  • Geringerer regulatorischer Kapitalkostensatz spiegelt gesunkenes Zinsniveau wider

Windkraft-Erzeugungskapazität steigt auf 336 MW

  • Erfolgreiches Repowering des Windparks Gänserndorf West (6 MW)
  • Inbetriebnahme des neuen Windparks Au am Leithaberge (18 MW)
  • Bauvorbereitungen für weitere Projekte
  • Expansion in Richtung der angestrebten 500 MW Wind-Kapazität – mit 370 MW als Meilenstein bis Ende 2019/20 – verläuft weiterhin plangemäß

Investitionsstrategie mit klarem Fokus auf regulierte und stabile Aktivitäten

  • Jährliche Investitionen von bis zu 400 Mio. Euro in den nächsten Jahren
  • Davon jährlich jeweils rund 300 Mio. Euro für Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

Internationales Projektgeschäft

• Zuschlag für einen Generalunternehmerauftrag über ein Kläranlagenprojekt in Polen mit einem Wert von rund 16 Mio. Euro im November 2018

Hauptversammlung genehmigt Dividende 2017/18

• Dividende von 0,44 Euro zuzüglich Bonusdividende von 0,03 Euro je dividendenberechtigte Aktie am 17. Jänner 2019 beschlossen

Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018/19

  • Das Geschäftsjahr 2017/18 war durch den starken Anstieg der Energiepreise, der sich insbesondere in der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften widerspiegelte, positiv beeinflusst. Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird für das Geschäftsjahr 2018/19 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 160 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro erwartet.
  • Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.

Zwischenlagebericht

Aktionärsstruktur1)

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe. Er hielt zum 31. Dezember 2018 Aktien im Ausmaß von 29,7 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2018/19 2017/18 2016/17
1. Quartal 1. Quartal 1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 89,3 101,8 117,6
Bulgarien % 102,1 90,6 100,8
Mazedonien % 97,4 101,1 112,8
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 62,4 52,4 44,5
Gas – NCG2) EUR/MWh 24,8 19,2 17,0
Kohle – API#23) EUR/Tonne 83,5 79,4 79,1
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 19,1 7,5 5,5
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 44,7 34,4 28,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 56,7 44,3 36,4
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 59,4 33,2 37,6
Spitzenlaststrom EUR/MWh 70,7 46,4 47,3

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2016/17
1. Quartal
Stromerzeugung 1.549 1.687 –137 –8,1 1.936
Erneuerbare Energie 520 577 –57 –9,9 522
Wärmekraftwerke 1.029 1.110 –80 –7,2 1.415
Netzabsatz
Strom 5.942 5.871 71 1,2 5.957
Erdgas1) 5.388 5.907 –518 –8,8 6.151
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.018 4.694 324 6,9 5.001
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.914 1.748 166 9,5 1.768
davon Südosteuropa 3.103 2.946 157 5,3 3.233
Erdgas 1.750 1.894 –144 –7,6 2.118
Wärme 717 728 –11 –1,5 725
davon Mittel- und Westeuropa2) 642 660 –17 –2,6 643
davon Südosteuropa 75 68 6 9,3 82

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: +0,6 % auf 596,0 Mio. Euro
  • EBITDA: –29,5 % auf 163,2 Mio. Euro
  • EBIT: –41,3 % auf 97,4 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: –31,9 % auf –15,5 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: –47,3 % auf 59,1 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN stiegen im ersten Quartal 2018/19 im Jahresvergleich um 0,6 % auf 596,0 Mio. Euro an. Hauptgründe dafür waren Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften sowie Zuwächse in der erneuerbaren Erzeugung und der Wärmeversorgung. Gegenläufig dazu wirkten hingegen ein preisund mengenbedingter Rückgang im Segment Netze sowie eine geänderte, wenn auch ergebnisneutrale Verrechnungsmethodik für den sogenannten "Ökostrom-Zuschlag" in Bulgarien (siehe dazu auch die Erläuterungen zum Segment Südosteuropa).

Hervorgerufen durch eine positive Bestandsveränderung im internationalen Projektgeschäft lagen die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum mit 28,0 Mio. Euro um 25,8 % über dem Vorjahreswert.

Auch beim Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger wirkten im Berichtszeitraum gegenläufige Effekte. So führten vorgelagerte Netzkosten und die Bewertung von Absicherungsgeschäften zu einem Anstieg, während die erwähnte Änderung in der Verrechnung des Ökostrom-Zuschlags in Bulgarien aufwandsmindernd wirkte. In Summe verzeichnete diese Position mit 302,2 Mio. Euro einen Anstieg von 13,1 % im Vorjahresvergleich.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen bedingt durch die Entwicklung im internationalen Projektgeschäft um 2,2 % auf 61,6 Mio. Euro zurück.

Mit 81,4 Mio. Euro lag der Personalaufwand hingegen um 3,1 % über dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Personalstand betrug 6.885 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.824 Mitarbeiter).

Unter anderem begünstigt durch geringere Forderungsabschreibungen in Südosteuropa reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30,3 % auf 22,1 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im ersten Quartal 2018/19 auf 6,5 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 57,6 Mio. Euro). Dies resultierte – neben einem geringeren Ergebnisbeitrag der RAG – vor allem aus dem Geschäftsverlauf der EVN KG: Deren Vertriebsaktivitäten waren im Berichtszeitraum infolge gestiegener Großhandelspreise durch höhere Beschaffungskosten sowie zudem durch stichtagsbedingte negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet.

1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

Das EBITDA der EVN ging dadurch per Saldo um 29,5 % auf 163,2 Mio. Euro zurück. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 39,1 % auf 27,4 %.

Bei nahezu stabilen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen von 65,8 Mio. Euro (Vorjahr: 65,6 Mio. Euro) erzielte die EVN im Berichtszeitraum ein EBIT von 97,4 Mio. Euro, das damit um 41,3 % hinter dem Vorjahreswert zurückblieb.

Das Finanzergebnis reduzierte sich um 31,9 % auf –15,5 Mio. Euro. Hier lag die Performance des R 138-Fonds – konform zur Entwicklung der maßgeblichen Börsenindizes – im Zeitraum Oktober bis Dezember 2018 unter jener des Vorjahreszeitraums.

Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 81,9 Mio. Euro, das im Vorjahresvergleich um 46,9 % abnahm.

Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 35,1 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 59,1 Mio. Euro. Es lag um 47,3 % unter jenem des Vergleichszeitraums.

Geldflussrechnung

Alle sonstigen Segmente

12,3

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN reduzierte sich im ersten Quartal 2018/19 um 13,9 % auf 200,7 Mio. Euro. Dem im Berichtszeitraum verzeichneten Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern wirkte dabei positiv entgegen, dass die Dividenden der at Equity einbezogenen Unternehmen über den Ergebnisbeiträgen dieser Unternehmen lagen.

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich – er belief sich auf –7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 115,4 Mio. Euro) – wurde unter anderem durch die per Saldo negative Entwicklung der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten belastet.

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

Im Cash Flow aus dem Investitionsbereich schlugen sich im Wesentlichen die Investitionen in das Sachanlagevermögen der EVN nieder, denen neben Einzahlungen aus Baukostenzuschüssen Einnahmen aus der Abschichtung von Veranlagungen in Wertpapieren im R 138-Fonds sowie in Cash-Fonds gegenüberstanden. Diese Fonds waren im ersten Quartal 2017/18 aufgestockt worden. Per Saldo belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit auf –28,7 Mio. Euro (Vorjahr: –163,2 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug aufgrund höherer planmäßiger Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten im Berichtszeitraum –35,7 Mio. Euro (Vorjahr: –10,1 Mio. Euro).

In Summe ergab sich damit im ersten Quartal 2018/19 ein Cash Flow von –72,1 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 142,5 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe weiterhin nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 492,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2018 mit 7.522,0 Mio. Euro um 3,9 % unter dem Wert zum 30. September 2018.

Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch Entwicklungen in den langfristigen Vermögenswerten getrieben, die sich insgesamt um 4,5 % auf 6.570,1 Mio. Euro verringerten. Hauptverantwortlich dafür waren der mit 37,24 Euro geringere Stichtagskurs der Verbund-Aktie zum 31. Dezember 2018 (30. September 2018: 42,42 Euro) sowie der negative Ergebnisbeitrag der EVN KG und deren ebenfalls gesunkene Dividende für das Jahr 2017/18. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte wiederum reduzierten sich vor allem durch einen Rückgang der Forderungen aus derivativen Geschäften. Dieser spiegelt die – von den gestiegenen Großhandelspreisen verursachte – geringere Stichtagsbewertung von Derivaten im Energiebereich wider. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hingegen nahmen dank der im Berichtszeitraum erfolgten Investitionen zu.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,3 % auf 951,9 Mio. Euro, in erster Linie hervorgerufen durch stichtagsbedingte Anstiege in den Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen sowie in den Vorräten. Rückgänge zeigten demgegenüber zum Berichtsstichtag die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Veranlagungen in Cash-Fonds, die als kurzfristige Wertpapiere bilanziert werden.

Das Eigenkapital lag nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 mit 3.985,9 Mio. Euro um 2,6 % unter dem Wert zum 30. September 2018. Dieser Rückgang resultierte primär aus dem zum Berichtsstichtag geringeren Kurs der Verbund-Aktie und dem daraus resultierenden, im Eigenkapital abgebildeten negativen Effekt aus erfolgsneutralen Bewertungen, der von dem im Berichtszeitraum erzielten Ergebnisbeitrag nicht zur Gänze ausgeglichen werden konnte. Noch nicht abgebildet ist hier die von der 90. Hauptversammlung am 17. Jänner 2019 genehmigte und am 25. Jänner 2019 durchgeführte Dividendenausschüttung von insgesamt 0,47 Euro pro Aktie (inklusive einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie) für das Geschäftsjahr 2017/18. Die maßgeblich durch den Stichtagskurs der Verbund-Aktie beeinflusste Eigenkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 53,0 % (30. September 2018: 52,3 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 4,4 % auf 2.551,7 Mio. Euro ab. Maßgeblich dafür waren ein – durch den gesunkenen Kurs der Verbund-Aktie verursachter –

Rückgang der langfristigen Steuerverbindlichkeiten, die Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich sowie eine Abnahme der langfristigen Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten – sie verringerten sich um 7,8 % auf 984,4 Mio. Euro – waren vor allem von einer stichtagsbedingten Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen geprägt. Gegenläufig wirkten höhere kurzfristige Steuerverbindlichkeiten sowie die Umgliederung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Die Nettoverschuldung der EVN erhöhte sich gegenüber dem 30. September 2018 um 7,2 % auf 1.033,2 Mio. Euro. Dadurch nahm auch das Gearing im Stichtagsvergleich von 23,5 % auf 25,9 % zu.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich2)
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)3)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Mazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Mazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der Rohöl-Aufsuchungs Aktien
gesellschaft (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG4)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die bis dahin im Segment Umwelt abgebildete thermische Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr wird seit dem vierten Quartal 2017/18

dem Segment Erzeugung zugeordnet.

3) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

4) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Highlights

  • Zuwachs im Stromabsatz, temperaturbedingte Rückgänge im Erdgas- und im Wärmeabsatz
  • Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

Der Energieabsatz an Endkunden zeigte im ersten Quartal 2018/19 gegenläufige Entwicklungen: Während der Stromabsatz um 9,5 % auf 1.914 GWh gesteigert werden konnte, blieben der Erdgasund der Wärmeabsatz vor allem aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr milderen Temperaturen mit 1.723 GWh bzw. 642 GWh um 7,9 % bzw. 2,6 % unter dem Vorjahresniveau.

Die Umsatzerlöse des Segments lagen trotz geringerer Vermarktungsmengen aus der eigenen Energieerzeugung mit 169,5 Mio. Euro um 12,1 % über dem Vorjahreswert, und auch der operative Aufwand nahm um 16,5 % auf 161,9 Mio. Euro zu. Neben der

Entwicklung der Marktpreise waren dafür in beiden Fällen Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften maßgeblich verantwortlich.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug im Berichtszeitraum –13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 36,3 Mio. Euro). Ausschlaggebend für den Rückgang dieser Position waren ein – von höheren Primärenergiepreisen getriebener – Anstieg der Beschaffungskosten sowie negative Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG. Per Saldo ergab sich für das Segment damit ein EBITDA in Höhe von –6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 48,5 Mio. Euro).

Die planmäßigen Abschreibungen blieben mit 4,8 Mio. Euro nahezu konstant. In Summe führte dies zu einem EBIT von –10,8 Mio. Euro (Vorjahr: 43,6 Mio. Euro).

Bei einem im Vorjahresvergleich nahezu unveränderten Finanzergebnis von –0,5 Mio. Euro lag das Ergebnis vor Ertragsteuern für das erste Quartal 2018/19 bei –11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 43,0 Mio. Euro).

Das Investitionsvolumen des Segments lag mit 1,4 Mio. Euro um 36,5 % unter dem Vorjahresniveau. Es konzentrierte sich ausschließlich auf den Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.

Kennzahlen – 2018/19 2017/18 +/– 2016/17
Energie 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 1.914 1.748 166 9,5 1.768
Erdgas 1.723 1.871 –149 –7,9 2.108
Wärme 642 660 –17 –2,6 643
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz1) 168,3 149,1 19,1 12,8 137,0
Innenumsatz 1,3 2,0 –0,8 –37,8 2,1
Gesamtumsatz1) 169,5 151,2 18,3 12,1 139,1
Operativer Aufwand1) –161,9 –139,0 –23,0 –16,5 –129,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–13,6 36,3 –49,8 36,4
EBITDA –6,0 48,5 –54,5 46,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–4,8 –4,9 0,1 1,6 –4,7
Operatives Ergebnis (EBIT) –10,8 43,6 –54,4 41,5
Finanzergebnis –0,5 –0,6 0,1 16,4 –0,8
Ergebnis vor Ertragsteuern –11,3 43,0 –54,3 40,7
Gesamtvermögen 814,1 714,0 100,1 14,0 708,9
Gesamtschulden 709,1 607,7 101,4 16,7 614,3
Investitionen2) 1,4 2,3 –0,8 –36,5 2,8

1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erzeugung

Highlights

  • Bereitstellung von 430 MW Reservekapazität zur Netzstabilisierung
  • Stromerzeugung insgesamt unter Vorjahresniveau
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern ebenfalls mit Rückgängen

Die in diesem Segment erfasste Stromerzeugung lag im ersten Quartal 2018/19 – bedingt durch Rückgänge sowohl bei erneuerbarer Energie als auch in den Wärmekraftwerken – mit 1.350 GWh um 9,6 % unter dem Vorjahresniveau. Bei der Erzeugung aus erneuerbarer Energie konnte ein Anstieg im Bereich Windkraft – er beruhte auf der Inbetriebnahme des Windparks Sommerein Anfang Juli 2018 und dem im Vorjahresvergleich guten Windaufkommen – das im Vergleich zum Vorjahr sehr geringe Wasserdargebot nicht kompensieren. Bei den Wärmekraftwerken wiederum beruht die geringere Stromerzeugung großteils auf dem Rückgang der zur Netzstabilisierung vertraglich

bereitgestellten Reservekapazität auf 430 MW (Vorjahr: 1.090 MW). Zwar lag die Anzahl der Tage, an denen die thermischen Kraftwerke der EVN abgerufen wurden, im ersten Quartal 2018/19 auf dem Wert des Vorjahres, allerdings wurde nur eine geringere Leistung abgerufen.

Insgesamt konnten im Berichtszeitraum auf Konzernebene 30,9 % (Vorjahr: 35,9 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion der EVN Gruppe lag im ersten Quartal 2018/19 bei 33,6 % (Vorjahr: 34,2 %).

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,0 % auf 91,7 Mio. Euro, vor allem getrieben durch die seit dem vierten Quartal 2017/18 in diesem Segment erfassten Erlöse aus der thermischen Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr. Einen weiteren positiven Beitrag leisteten die Erlöse aus der erneuerbaren Stromproduktion, die dank des allgemeinen Aufwärtstrends der Strompreise über dem Vorjahresniveau zu liegen kamen. Gleichzeitig erhöhte sich auch der operative Aufwand aufgrund der erwähnten Umgliederung der thermischen Abfallverwertung und der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Primärenergieaufwendungen um 62,9 % auf 47,3 Mio. Euro.

Kennzahlen – 2018/19 2017/18 +/– 2016/17
Erzeugung 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 1.350 1.493 –143 –9,6 1.725
davon erneuerbare Energie 427 479 –52 –10,8 423
davon Wärmekraftwerke 923 1.014 –92 –9,0 1.302
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz1) 33,6 16,9 16,7 99,1 13,9
Innenumsatz 58,1 58,3 –0,2 –0,3 43,7
Gesamtumsatz1) 91,7 75,2 16,5 22,0 57,6
Operativer Aufwand1) –47,3 –29,0 –18,3 –62,9 –34,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 0,8 1,8 –1,0 –57,5 0,0*)
EBITDA 45,2 48,0 –2,8 –5,8 23,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –15,1 –12,2 –2,9 –24,2 –41,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 30,0 35,8 –5,7 –16,0 –18,1
Finanzergebnis –4,3 –3,5 –0,8 –23,0 2,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 25,7 32,3 –6,5 –20,3 –16,2
Gesamtvermögen 1.136,5 934,5 202,1 21,6 990,8
Gesamtschulden 882,2 659,3 222,9 33,8 761,1
Investitionen2) 24,6 8,5 16,1 3,8

1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter belief sich im Berichtszeitraum auf 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) und beruhte hauptsächlich auf dem Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH. Für das erste Quartal 2018/19 ergab sich damit für das Segment Erzeugung ein EBITDA in Höhe von 45,2 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 5,8 % im Vorjahresvergleich.

Die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erhöhten sich auf 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro). In Summe führte dies zu einem EBIT in Höhe von 30,0 Mio. Euro (Vorjahr: 35,8 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis belief sich auf –4,3 Mio. Euro (Vorjahr: –3,5 Mio. Euro). Per Saldo betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Quartal 2018/19 damit 25,7 Mio. Euro (Vorjahr: 32,3 Mio. Euro).

Das Investitionsvolumen des Segments lag im ersten Quartal 2018/19 mit 24,6 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 8,5 Mio. Euro. Dies spiegelt im Wesentlichen die Erweiterung der Windkraftkapazitäten, insbesondere die im Dezember 2018 in Betrieb genommenen Windparks Gänserndorf West (6 MW, Repowering) und Au am Leithaberge (18 MW), wider. Die Windkraft-Erzeugungskapazität der EVN erhöhte sich damit von 318 MW (per 30. September 2018) auf 336 MW (per 31. Dezember 2018).

Netze

Highlights

  • Uneinheitliche Entwicklung: nahezu konstanter Stromabsatz, Rückgang im Gasnetzabsatz
  • Rückgang in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
  • Anhaltend hohe Investitionen in die Versorgungssicherheit

Die Netzabsatzmengen der EVN entwickelten sich im Berichtszeitraum unterschiedlich: Während es beim Stromnetzabsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode zu einer leichten Erhöhung um 0,1 % auf 2.263 GWh kam, verringerte sich der Gasnetzabsatz um 9,1 % auf 5.330 GWh. Verantwortlich dafür waren die milderen Temperaturen sowie der geringere Einsatz der über das Netz der EVN mit Erdgas versorgten Kraftwerke zur Netzstabilisierung.

Im ersten Quartal 2018/19 erfolgte die Vergütung der Netzabsatzmengen noch zu den von der E-Control-Kommission für das Kalenderjahr 2018 festgelegten Netztarifen. Für Strom waren diese für Haushaltskunden per 1. Jänner 2018 um durchschnittlich 2,4 % erhöht und für Erdgas um durchschnittlich 16,2 % reduziert worden.

Auf Basis dieser Mengen- und Preiseffekte gingen die Umsatzerlöse des Segments gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 4,5 % auf 152,8 Mio. Euro zurück. Umgekehrt lag der operative Aufwand, primär getrieben durch höhere vorgelagerte Netzkosten, mit 72,5 Mio. Euro um 17,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das EBITDA reduzierte sich dadurch um 18,3 % auf 80,3 Mio. Euro. Nach Abzug der investitionsbedingt um 2,8 % auf 30,4 Mio. Euro gestiegenen planmäßigen Abschreibungen ergab sich ein EBIT von 49,9 Mio. Euro (Vorjahr: 68,8 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis zeigte sich mit –4,3 Mio. Euro nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Per Saldo erwirtschaftete das Segment damit im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 45,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 29,2 %.

Kennzahlen – 2018/19 2017/18 +/– 2016/17
Netze 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.263 2.261 2 0,1 2.231
Erdgas 5.330 5.864 –534 –9,1 6.130
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 139,2 144,8 –5,6 –3,8 135,7
Innenumsatz 13,6 15,3 –1,7 –11,3 15,6
Gesamtumsatz 152,8 160,1 –7,3 –4,5 151,2
Operativer Aufwand –72,5 –61,7 –10,7 –17,4 –64,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 80,3 98,3 –18,0 –18,3 86,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–30,4 –29,6 –0,8 –2,8 –28,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 49,9 68,8 –18,8 –27,4 58,0
Finanzergebnis –4,3 –4,3 0,0*) –0,4 –4,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 45,7 64,5 –18,8 –29,2 54,0
Gesamtvermögen 1.921,1 1.894,2 26,9 1,4 1.867,7
Gesamtschulden 1.315,2 1.325,1 –9,9 –0,7 1.358,4
Investitionen1) 26,7 24,5 2,2 9,1 19,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Die Investitionen im Segment Netze stiegen im Jahresabstand um 9,1 % auf 26,7 Mio. Euro. Dies unterstreicht den anhaltenden Investitionsfokus der EVN auf die niederösterreichische Netzinfrastruktur, der darauf abzielt, die Versorgungssicherheit und -qualität nachhaltig zu gewährleisten und zu verbessern. In der Berichtsperiode wurden etwa der Umbau der Umspannwerke Gerstl und Wilhelmsburg sowie die Erweiterung des Umspannwerks Bockfließ abgeschlossen. Ebenso konnte die Erneuerung einer 110-kV-Leitung zwischen Gresten und Pottenbrunn mit einer Gesamtlänge von knapp 50 km fertiggestellt werden. An weiteren Projekten im Anlagen- und Netzausbau wird laufend gearbeitet.

Per 1. Jänner 2019 hat die neue fünfjährige Regulierungsperiode für das Strom-Verteilnetz begonnen, in der angesichts des gesunkenen allgemeinen Zinsniveaus ein geringerer gewichteter Kapitalkostensatz zur Anwendung kommt. Zudem wurden durch einen Beschluss der E-Control-Kommission mit 1. Jänner 2019 die Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden für Strom um durchschnittlich 5,7 % und jene für Erdgas um durchschnittlich 9,3 % gesenkt. Diese Reduktionen sind auf die Anwendung der geänderten Parameter für die neue Regulierungsperiode (insbesondere des geringeren gewichteten Kapitalkostensatzes) zurückzuführen. Zudem spiegeln die gesunkenen Tarife den Ausgleich der in Vorperioden aufgrund der kalten Winter erzielten positiven Mengeneffekte wider.

Kennzahlen – 2018/19 2017/18 +/– 2016/17
Südosteuropa 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 106 100 5 5,3 128
davon erneuerbare Energie 20 27 –7 –27,2 37
davon Wärmekraftewerke 86 73 13 17,3 91
Netzabsatz Strom 3.679 3.611 69 1,9 3.726
Energieverkauf an Endkunden 3.205 3.037 168 5,5 3.324
davon Strom 3.103 2.946 157 5,3 3.233
davon Erdgas 27 23 4 19,2 10
davon Wärme 75 68 6 9,3 82
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 230,7 239,8 –9,1 –3,8 255,5
Innenumsatz 0,3 0,2 0,1 83,0 0,1
Gesamtumsatz 231,0 239,9 –9,0 –3,7 255,5
Operativer Aufwand –207,9 –224,4 16,5 7,3 –231,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 23,1 15,6 7,5 48,1 24,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –15,4 –15,8 0,3 2,2 –15,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 7,6 –0,2 7,8 8,6
Finanzergebnis –5,4 –5,4 0,0*) –0,3 –5,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,3 –5,6 7,8 3,0
Gesamtvermögen 1.221,1 1.177,6 43,5 3,7 1.208,4
Gesamtschulden 977,7 953,9 23,9 2,5 1.025,5
Investitionen1) 24,8 23,9 0,9 3,6 30,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Südosteuropa

Highlights

  • Anstieg im Netz- und im Energieabsatz
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Nach der milden Witterung des Vorjahres – die Heizgradsumme war im ersten Quartal 2017/18 mit 90,6 % deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen – zeigten sich die Temperaturen in Bulgarien im ersten Quartal 2018/19 mit einem Wert von 102,1 % wieder deutlich kühler. In Mazedonien hingegen lag der heizungsbedingte Energiebedarf mit 97,4 % unter dem langjährigen Durchschnitt. Beeinflusst

durch diese Witterungseffekte sowie durch Zuwächse im liberalisierten Marktsegment in Bulgarien verzeichnete das Segment Südosteuropa beim Stromabsatz an Endkunden im Berichtszeitraum einen Anstieg um 5,3 % auf 3.103 GWh. Auch der Wärmeabsatz nahm um 9,3 % auf 75 GWh zu. Ebenfalls zulegen konnte der Strom-Netzabsatz mit einem Plus von 1,9 % auf 3.679 GWh.

Die Stromerzeugung entwickelte sich in Südosteuropa im Berichtszeitraum uneinheitlich. So ging die erneuerbare Erzeugung um 27,2 % auf 20 GWh zurück, da die hydrologischen Rahmenbedingungen in Mazedonien, die im Vorjahr außergewöhnlich gut gewesen waren, nunmehr etwas unter dem langjährigen Durchschnitt blieben. Die thermische Erzeugung hingegen nahm um 17,3 % auf 86 GWh zu. Allerdings war hier der Vorjahresvergleichswert dadurch beeinflusst, dass die Cogeneration-Anlage in Plovdiv aufgrund einer außerplanmäßigen Revision nicht durchgehend im Einsatz gestanden war.

In Umsetzung der Entflechtung (Unbundling) der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft und zur Erfüllung der damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen wurde der mazedonische Verteilnetzbetreiber EVN Elektrodistribucija DOOEL per 1. Jänner 2019 in Elektrodistribucija DOOEL umbenannt.

In Bulgarien ist der sogenannte "Ökostrom-Zuschlag" infolge einer seit 1. Juli 2018 wirksamen Änderung der Verrechnungsmethodik nicht mehr im Energiepreis enthalten, sondern wird nun getrennt ausgewiesen und an die Kunden verrechnet. Da sich dadurch die Umsatzerlöse und die Beschaffungskosten gleichermaßen reduzieren, bleibt diese Änderung per Saldo ergebnisneutral.

Durch diese Umstellung lagen die Umsatzerlöse des Segments trotz der in Summe positiven energiewirtschaftlichen Entwicklungen mit 231,0 Mio. Euro um 3,7 % unter dem Vorjahreswert.

Begünstigt durch geringere Forderungsabschreibungen und die geänderte Verrechnung des Ökostrom-Zuschlags nahmen die operativen Aufwendungen ebenfalls um 7,3 % auf 207,9 Mio. Euro ab. Per Saldo ergab sich daraus ein EBITDA von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro). Bei geringeren planmäßigen Abschreibungen von 15,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,8 Mio. Euro) erwirtschaftete das Segment Südosteuropa somit ein EBIT von 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: –0,2 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis blieb mit –5,4 Mio. Euro nahezu konstant. Damit belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: –5,6 Mio. Euro).

Die Investitionen der EVN in Südosteuropa erhöhten sich im Jahresabstand um 3,6 % auf 24,8 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil davon betraf Neuanschlüsse, den Austausch von Zählern sowie Instandhaltungsmaßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Im Lauf des Geschäftsjahres 2018/19 wird der Schiedsspruch in dem beim Schiedsgericht der Weltbank gegenüber der Republik Bulgarien angestrengten Schiedsgerichtsverfahren erwartet.

Umwelt

Highlights

  • Zuschlag für einen Generalunternehmerauftrag in Polen
  • Anstieg in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Im Segment Umwelt ist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wesentlich von der Akquisition neuer Aufträge im internationalen Projektgeschäft sowie dem Status der gerade laufenden Vorhaben zum Berichtsstichtag beeinflusst. Diese für das Geschäftsfeld charakteristischen Schwankungen bedingten im ersten Quartal 2018/19 einen im Jahresabstand geringeren Umsatz. Der Vorjahresvergleich ist zudem dadurch beeinflusst, dass die bisher in diesem Segment abgebildete thermische Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr seit dem vierten Quartal 2017/18

Finanzkennzahlen – 2018/19 2017/18 +/– 2016/17
Umwelt Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz1) 20,2 38,3 –18,1 –47,2 61,8
Innenumsatz 0,0 3,6 –3,6 –99,9 4,1
Gesamtumsatz1) 20,2 42,0 –21,7 –51,8 65,9
Operativer Aufwand1) –17,9 –39,3 21,4 54,6 –47,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 6,0 4,3 1,7 38,7 2,9
EBITDA 8,4 7,0 1,4 19,4 21,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –2,8 –5,8 3,0 51,7 –6,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,5 1,2 4,4 15,2
Finanzergebnis –1,2 –0,3 –0,9 0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,4 0,9 3,5 15,5
Gesamtvermögen 642,8 815,0 –172,1 –21,1 866,5
Gesamtschulden 500,9 634,1 –133,2 –21,0 644,5
Investitionen2) 2,2 2,9 –0,6 –22,2 3,2

1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

zum Segment Erzeugung zählt. Die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich verzeichnete hingegen im Berichtszeitraum ein leichtes Umsatzplus. In Summe verringerten sich die Umsatzerlöse des Segments Umwelt um 51,8 % auf 20,2 Mio. Euro.

Der operative Aufwand reduzierte sich im Berichtszeitraum – korrespondierend mit den Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft sowie der erwähnten Umgliederung der thermischen Abfallverwertungsanlage – ebenfalls um 54,6 % auf 17,9 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg aufgrund einer stichtagsbedingten Verschiebung von Ergebnisbeiträgen aus dem Kläranlagenprojekt in Zagreb vom Geschäftsjahr 2017/18 in das laufende Geschäftsjahr um 38,7 % auf 6,0 Mio. Euro. Per Saldo resultierte aus diesen Entwicklungen ein Anstieg des Segment-EBITDA um 19,4 % auf 8,4 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen – diese verringerten sich im Zusammenhang mit der Umgliederung der thermischen Abfallverwertungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr um 51,7 % auf 2,8 Mio. Euro – errechnet sich ein EBIT von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis belief sich auf –1,2 Mio. Euro (Vorjahr: –0,3 Mio. Euro). In Summe erwirtschaftete das Segment Umwelt damit im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 4,4 Mio. Euro, verglichen mit 0,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Einer der Schwerpunkte der Investitionsstrategie der EVN liegt auf der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich. Stichtagsbedingt ist zwar im ersten Quartal ein Rückgang der Investitionen im Segment Umwelt um 22,2 % auf 2,2 Mio. Euro zu verzeichnen. Die Stärkung von Versorgungsicherheit und -qualität der Trinkwasserversorgung in ihrem Heimatmarkt ist jedoch weiterhin eines der zentralen Anliegen der EVN. Für das Gesamtjahr 2018/19 ist deshalb erneut ein hohes Investitionsvolumen geplant. Schwerpunkte bilden dabei der Ausbau überregionaler Leitungsnetze sowie die Errichtung einer weiteren Naturfilteranlage zur natürlichen Reduktion der Wasserhärte südöstlich von Wien.

Im internationalen Projektgeschäft konnte die WTE Wassertechnik im November 2018 mit dem Generalunternehmerauftrag über die Erweiterung der Schlammbehandlung in der Kläranlage Gdynia ein wichtiges neues Vorhaben in Polen akquirieren. Die Planungs- und Bauzeit des Gesamtprojekts beträgt 36 Monate, das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 16 Mio. Euro.

Damit arbeitete die EVN im internationalen Projektgeschäft zum Stichtag 31. Dezember 2018 an insgesamt fünf Generalunternehmeraufträgen zur Errichtung von Kläranlagen in Mazedonien, Polen, Kroatien und Bahrain.

In Kuwait laufen weiterhin exklusive Verhandlungen und Vorbereitungen im Vergabeverfahren für ein Abwasseraufbereitungsprojekt. Die endgültige Auftragsvergabe durch die ausschreibenden Stellen wird im laufenden Geschäftsjahr erwartet.

Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2016/17
1. Quartal
Außenumsatz 4,1 3,5 0,6 15,5 3,7
Innenumsatz 16,1 15,3 0,7 4,9 14,6
Gesamtumsatz 20,2 18,8 1,3 6,9 18,3
Operativer Aufwand –20,7 –20,0 –0,7 –3,6 –18,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
13,3 15,2 –1,9 –12,6 21,7
EBITDA 12,7 14,1 –1,3 –9,4 21,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–0,4 –0,4 –0,1 –16,5 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,3 13,7 –1,4 –10,2 20,7
Finanzergebnis 15,3 17,9 –2,6 –14,5 12,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 27,6 31,6 –4,0 –12,6 33,3
Gesamtvermögen 3.979,6 3.161,8 817,8 25,9 2.870,4
Gesamtschulden 1.375,5 1.252,7 122,8 9,8 1.237,6
Investitionen1) 0,6 0,3 0,3 79,1 0,2

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Alle sonstigen Segmente

Highlights

  • Höherer Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland
  • Geringerer Ergebnisbeitrag der RAG
  • Rückgänge in EBITDA und EBIT

Die Umsatzerlöse dieses Segments stiegen im ersten Quartal 2018/19 um 6,9 % auf 20,2 Mio. Euro, gleichzeitig erhöhte sich der operative Aufwand um 3,6 % auf 20,7 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen lag im Berichtszeitraum mit 13,3 Mio. Euro um 12,6 % unter dem Vorjahreswert. Hier konnten die gestiegenen Ergebnisbeiträge der Energie Burgenland die niedrigeren Ergebnisbeiträge der RAG nicht vollständig ausgleichen.

Per Saldo ergaben diese Entwicklungen ein EBITDA von 12,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro) und ein EBIT von 12,3 Mio. Euro (Vorjahr: 13,7 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis des Segments zeigte einen Rückgang um 14,5 % auf 15,3 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf die im Vorjahr höheren konzerninternen Ausschüttungen. In Summe errechnete sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 27,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 12,6 %.

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2017/18
Umsatzerlöse1) 596,0 592,5 3,5 0,6 2.078,7
Sonstige betriebliche Erträge1) 28,0 22,3 5,8 25,8 98,9
Fremdstrombezug und Energieträger –302,2 –267,2 –35,0 –13,1 –961,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –61,6 –62,9 1,4 2,2 –275,1
Personalaufwand –81,4 –78,9 –2,5 –3,1 –321,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –22,1 –31,7 9,6 30,3 –135,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter
6,5 57,6 –51,1 –88,8 188,0
EBITDA 163,2 231,6 –68,4 –29,5 671,8
Abschreibungen –65,6 –65,0 –0,6 –1,0 –258,3
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –0,2 –0,7 0,5 72,9 –20,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 97,4 166,0 –68,5 –41,3 392,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit finanziellem Charakter
0,1 –0,1 0,1
Ergebnis aus anderen Beteiligungen –0,1 0,1 20,1
Zinserträge 1,9 2,6 –0,7 –25,7 10,7
Zinsaufwendungen –13,5 –13,6 0,1 0,7 –54,0
Sonstiges Finanzergebnis –4,0 –0,8 –3,2 –14,0
Finanzergebnis –15,5 –11,8 –3,8 –31,9 –37,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 81,9 154,2 –72,3 –46,9 355,7
Ertragsteuern –17,1 –35,1 18,0 51,3 –76,1
Ergebnis nach Ertragsteuern 64,8 119,1 –54,3 –45,6 279,6
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 59,1 112,2 –53,0 –47,3 254,6
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 5,7 6,9 –1,2 –17,9 25,0
Ergebnis je Aktie in EUR2) 0,33 0,63 –0,3 –47,3 1,43

1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"

2) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2017/18
Ergebnis nach Ertragsteuern 64,8 119,1 –54,3 –45,6 279,6
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–172,4 0,8 –173,2 –8,5
Neubewertung IAS 19 –2,8 –2,6 –0,2 –6,9 –14,3
At Equity einbezogene Unternehmen 0,2 2,8 –2,6 –93,0 2,3
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente1)
–227,3 –227,3
darauf entfallende Ertragsteuern 57,5 0,6 56,9 3,5
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
2,0 6,6 –4,7 –70,3 777,9
Währungsdifferenzen 0,2 –0,4 0,6 2,1
Available-for-Sale-Finanzinstrumente1) 8,8 –8,8 1.025,4
Cash Flow Hedges –0,3 1,7 –2,0 7,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1,5 –1,2 2,8 0,8
darauf entfallende Ertragsteuern 0,5 –2,2 2,7 –257,8
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –170,5 7,4 –177,9 769,4
Gesamtergebnis der Periode –105,6 126,5 –232,2 1.049,0
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG –112,9 118,2 –231,1 1.023,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 7,3 8,3 –1,0 –12,2 25,6

1) Siehe Kapitel "IFRS 9 Finanzinstrumente"

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.12.2018 30.09.2018 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 181,0 182,1 –1,1 –0,6
Sachanlagen 3.453,1 3.438,7 14,4 0,4
At Equity einbezogene Unternehmen 929,8 995,7 –65,9 –6,6
Sonstige Beteiligungen 1.716,9 1.944,2 –227,3 –11,7
Aktive latente Steuern 65,2 68,8 –3,6 –5,3
Vertragsvermögenswerte1) 0,4 0,4
Übrige Vermögenswerte 223,7 252,4 –28,7 –11,4
6.570,1 6.881,9 –311,8 –4,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 117,0 94,6 22,4 23,7
Forderungen 582,8 500,3 82,5 16,5
Wertpapiere 108,8 139,8 –30,9 –22,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 143,2 214,5 –71,3 –33,2
951,9 949,1 2,7 0,3
Summe Aktiva 7.522,0 7.831,1 –309,1 –3,9
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,4 253,4
Gewinnrücklagen 2.354,4 2.297,0 57,4 2,5
Bewertungsrücklage 821,7 992,9 –171,2 –17,2
Währungsumrechnungsrücklage –19,8 –20,0 0,2 1,0
Eigene Aktien –20,5 –20,5
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 3.719,2 3.832,8 –113,6 –3,0
Nicht beherrschende Anteile 266,7 259,9 6,9 2,6
3.985,9 4.092,6 –106,7 –2,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
1.000,8 1.040,5 –39,6 –3,8
Latente Steuerverbindlichkeiten 407,3 471,0 –63,7 –13,5
Langfristige Rückstellungen 479,2 480,8 –1,6 –0,3
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 608,8 602,6 6,2 1,0
Übrige langfristige Schulden 55,5 75,4 –19,9 –26,4
2.551,7 2.670,3 –118,6 –4,4
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 100,0 89,1 11,0 12,3
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 122,2 85,6 36,6 42,8
Lieferantenverbindlichkeiten 266,7 337,1 –70,4 –20,9
Kurzfristige Rückstellungen 88,8 91,4 –2,7 –2,9
Übrige kurzfristige Schulden 406,6 464,9 –58,3 –12,5
984,4 1.068,1 –83,7 –7,8
Summe Passiva 7.522,0 7.831,1 –309,1 –3,9

1) Siehe Kapitel "IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen"

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
2.892,1 258,0 3.150,1
118,2 8,3 126,5
–0,1 –0,1
3.010,2 266,3 3.276,5
3.832,8 259,9 4.092,6
–1,3 –0,5 –1,8
0,7 0,7
–0,1 –0,1
3.832,1 259,4 4.091,5
–112,9 7,3 –105,6
3.719,2 266,7 3.985,9

1) Siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9"

2) Siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15"

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Absolut +/–
%
2017/18
Ergebnis vor Ertragsteuern 81,9 154,2 –72,3 –46,9 355,7
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
65,8 65,6 0,1 0,2 278,9

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen –6,5 –57,6 51,1 88,7 –208,2
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonst. Beteiligungen
75,0 84,1 –9,2 –10,9 163,3
Zinsaufwendungen
+
13,5 13,6 –0,1 –0,7 54,0

Zinsauszahlungen
–11,5 –10,9 –0,6 –5,5 –42,9

Zinserträge
–1,9 –2,6 0,7 25,7 –10,7
+
Zinseinzahlungen
1,9 2,0 –0,1 –5,0 8,4
+/– Verluste-/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 0,7 0,3 0,4 10,5
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 1,9 –0,4 2,3 3,4

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–12,2 –11,6 –0,6 –5,2 –47,9

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–7,5 –3,8 –3,7 –99,7 –3,6
+/– Verluste-/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–0,5 –0,5 –0,7
Cash Flow aus dem Ergebnis 200,7 233,1 –32,5 –13,9 560,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–200,7 –117,6 –83,0 –70,6 45,2
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –7,6 –0,1 –7,4 –2,0
Cash Flow aus dem operativen Bereich –7,6 115,4 –123,0 603,5
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
0,9 4,6 –3,7 –80,6 20,9
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –61,3 –43,0 –18,3 –42,4 –283,1
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten 2,5 –29,8 32,3 –54,3
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 29,2 –95,0 124,2 –140,6
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –28,7 –163,2 134,5 82,4 –457,1

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–83,6

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–23,7
+/– Ab-/Zugang Nennkapital
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 1,1

Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–35,7 –10,1 –25,7 –47,2
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –35,7 –10,1 –25,7 –153,5
Cash Flow gesamt –72,1 –57,9 –14,2 –24,5 –7,1
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 214,5 221,8 –7,3 –3,3 221,8
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel 0,1 –0,1 –0,1
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 142,5 164,0 –21,5 –13,1 214,5

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2018 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2017/18 (Bilanzstichtag: 30. September 2018) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2018 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw.

Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2018/19 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen 01.01.2018
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus
erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen
01.01.2018
Geänderte Standards und Interpretationen
Diverse Annual Improvements 2014–2016 01.01.2018
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von
anteilsbasierten Vergütungen
01.01.2018
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente
gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge
01.01.2018
IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 Erlöse aus
Kundenverträgen
01.01.2018
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien
01.01.2018

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Auswirkungen der erstmals verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 9 und IFRS 15 werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert. Für die erstmals verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 ersetzt die bestehenden Regeln zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39. IFRS 9 beinhaltet im Vergleich zu IAS 39 neue Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie erweiterte Regelungen hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und umfasst ferner neue Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.

Klassifizierung und Bewertung

IFRS 9 sieht im Vergleich zu IAS 39 eine neue Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte vor, die auf dem jeweiligen Geschäftsmodell sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der jeweiligen Finanzinstrumente basiert. Zukünftig sind finanzielle Vermögenswerte einer der drei Einstufungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)", "zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL)" oder "zum beizulegenden

Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (FVOCI)" zuzuordnen. Die Evaluierung im EVN Konzern hat ergeben, dass der Großteil der finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Ausleihungen, sonstige langfristige Vermögenswerte, Forderungen sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, auch weiterhin die Kriterien für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfüllen. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum FVTPL zu bewerten, die Eigenkapitalinstrumente, die bisher als Available-for-Sale (AFS) klassifiziert wurden und langfristig gehalten werden, sind künftig unter der von der EVN gewählten Anwendung von IFRS 9.5.7.5 der Kategorie FVOCI zuzuordnen. Diesbezügliche Wertänderungen werden in Zukunft nicht mehr in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die bislang unter Anwendung der Ausnahmeregel des IAS 39.46 (c) zu Anschaffungskosten bewerteten Investitionen in Eigenkapitalinstrumente führen zu keiner wesentlichen Erhöhung des Buchwerts.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Klassifizierung und Bewertung
Mio. EUR
Ursprüngliche Klassifizierung
gemäß IAS 39
Neue Klassifizierung
nach IFRS 9
Buchwert IFRS 9
zum 01.10.2018
Buchwert IAS 39
zum 30.09.2018
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Sonstige Beteiligungen AFS FVOCI1) 1.939,6 1.939,6
Wertpapiere (langfristig) FVTPL FVTPL 135,1 135,1
Wertpapiere (kurzfristig) AFS FVTPL 139,8 139,8
Forderungen aus derivativen Geschäften2) FVTPL FVTPL 83,2 83,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften2) FVTPL FVTPL 122,3 122,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Ausleihungen LAR AC 38,3 38,3
Forderungen aus Leasinggeschäften LAR AC 28,7 28,7
Vertragsvermögenswerte AC 0,23)
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte LAR AC 0,64) 0,2
Forderungen LAR AC 418,55) 419,5
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR AC 214,5 214,5
Anleihen FLAC AC 504,5 504,5
Bankdarlehen FLAC AC 536,0 536,0
Pachtverbindlichkeiten FLAC AC 4,8 4,8
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC AC 0,6 0,6
Sonstige übrige Schulden FLAC AC 20,3 20,3
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC AC 89,1 89,1
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC AC 337,1 337,1
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC AC 292,7 292,7

1) Das Wahlrecht gemäß IFRS 9.5.7.5, sonstige Beteiligungen der Kategorie FVOCI zuzuordnen, wurde für alle Beteiligungen ausgeübt.

2) Inklusive zur Sicherung eingesetzte Hedging-Instrumente

3) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 15 (Vertragsvermögenswerte)

4) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 15 (Vertragserlangungskosten)

5) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 9 (Wertminderungen)

Wertminderungen

Hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte ersetzt IFRS 9 das "Incurred-Loss-Modell" durch das "Expected-Loss-Modell". Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 sowie Schuldinstrumente, die zu FVOCI bewertet werden, unterliegen in Zukunft bereits bei erstmaliger Erfassung den Vorschriften des "Expected-Loss-Modells" und werden einer Wertminderung unterzogen. Dabei sind Wertminderungen entweder auf Basis eines Zwölf-Monats-Modells, bei dem der erwartete Verlust von möglichen Ausfällen innerhalb der nächsten zwölf Monate berücksichtigt wird, oder in Form eines Gesamtlaufzeitmodells, bei dem der erwartete Verlust von möglichen Ausfällen während der gesamten Laufzeit berücksichtigt wird, zu ermitteln. Das Gesamtlaufzeitmodell ist für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente sowie auf Vermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit erstmaliger Erfassung signifikant erhöht hat, verpflichtend anzuwenden. Im EVN Konzern fallen insbesondere Ausleihungen, Forderungen aus Leasinggeschäften sowie Guthaben bei Kreditinstituten unter die Anwendung des Zwölf-Monats-Modells, sofern die Bedingungen des IFRS 9.7.2.19a erfüllt sind. Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses zum Stichtag 30. September 2018 wurde der Wertminderungsbedarf nach IFRS 9 auf Konzernebene für die Bilanzpositionen "Ausleihungen", "Forderungen aus Leasinggeschäften" sowie "Guthaben bei Kreditinstituten" berechnet. Demzufolge würde sich in Summe ein zusätzlicher unwesentlicher Wertminderungsbedarf in Höhe von 0,1 Mio. Euro ergeben. Die EVN verzichtet aufgrund des unwesentlichen Betrags auf die Durchführung der Wertminderung.

In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente ist verpflichtend das Gesamtlaufzeitmodell anzuwenden. Die EVN macht dabei von den Regelungen des IFRS 9B5.5.35 Gebrauch, der als praktische Erleichterung zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs eine Wertminderungsmatrix vorsieht. Dazu wurden im EVN Konzern, regional differenziert nach den Kernmärkten, Analysen der Zahlungsausfälle der vergangenen Geschäftsjahre durchgeführt und darauf aufbauend eine Wertminderungsmatrix auf Basis von Zeitbändern erstellt. Die Berechnungen zum Stichtag 30. September 2018 ergaben einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf auf Konzernebene von 1,0 Mio. Euro sowie eine Wertaufholung bei at Equity einbezogenen Gesellschaften von 0,9 Mio. Euro.

Wertberichtigung –
Forderungen
Mio. EUR
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige
Forderungen
(Allgemeiner Ansatz)
Summe
Stand 30.09.2018
(IAS 39)
301,3 399,3 701,2
Anpassung
Wertberichtigung
–1,0 –1,0
Stand 01.10.2018
(IFRS 9)
300,3 399,9 700,2

1) Der allgemeine Ansatz enthält folgende Bilanzposten: "Ausleihungen", "Forderungen aus Leasinggeschäften", "Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte", "Sonstige Forderungen" sowie "Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten".

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Mit dem neuen Modell zur Sicherungsbilanzierung soll ein besserer Zusammenhang zwischen der Risikomanagementstrategie des Unternehmens, den Gründen für den Abschluss von Sicherungsgeschäften und der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen hergestellt werden. Neben der Annäherung an die Ziele und Strategien des Konzernrisikomanagements erweitert IFRS 9 die zulässigen Grundgeschäfte und schreibt einen eher qualitativen und zukunftsorientierten Ansatz bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen vor.

Die im EVN Konzern zum Übergangszeitpunkt bestehenden Sicherungsbeziehungen für die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken erfüllen die Erfordernisse des IFRS 9, stehen im Einklang mit den Strategien und den Zielen des Risikomanagements des EVN Konzerns und können somit auch nach den Regeln von IFRS 9 fortgeführt werden.

Übergang

Der Standard IFRS 9 ist grundsätzlich rückwirkend anzuwenden. Die EVN wird jedoch von der Ausnahme Gebrauch machen, dass zum Erstanwendungszeitpunkt keine Anpassung von Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderung der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) vorzunehmen ist. Differenzen zwischen den Buchwerten aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich erfolgsneutral in der Gewinnrücklage zum 1. Oktober 2018 erfasst. Davon abweichend sind die neuen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte grundsätzlich prospektiv anzuwenden.

IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen

IFRS 15 sieht ein fünfstufiges Modell zur Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden vor und ersetzt alle bisher anzuwendenden Standards und die dazugehörigen Interpretationen. Nach diesem Modell erfasst ein Unternehmen Erlöse in der Höhe, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen zur Übertragung von Waren und Dienstleistungen entsprechende Gegenleistungen erwartet werden. Beim Abschluss eines Vertrags ist demnach festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Umsatzerlöse werden demzufolge realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Der Standard enthält zudem umfangreiche Vorschriften in Bezug auf qualitative und quantitative Angaben zu Vermögenswerten, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Im Rahmen eines konzernweiten Projekts wurden Kundenverträge analysiert, um jene Verträge zu identifizieren, die zu einer potenziellen Änderung der bisherigen Umsatzrealisierung führen könnten. Insbesondere beim Kerngeschäft der EVN rund um die Energieversorgung werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Umfang und den Zeitpunkt der Erlösrealisierung durch die Anwendung von IFRS 15 erwartet. Der EVN Konzern wird in weiterer Folge, sofern die entsprechenden Voraussetzung vorliegen, von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.B16 Gebrauch machen, wonach Umsätze in Höhe des Betrags erfasst werden dürfen, den das Unternehmen berechtigt ist, in Rechnung zu stellen.

Darüber hinaus wurden im Zuge der Vertragsanalysen folgende Sachverhalte identifiziert:

Vertragskosten zur Anbahnung eines Vertrags mit einem Kunden sind zusätzlich anfallende Kosten. Wenn das Unternehmen davon ausgeht, dass es diese Kosten zurückerlangen wird, sind diese Kosten grundsätzlich zu aktivieren und planmäßig in Abhängigkeit von der Übertragung der vertragsgegenständlichen Güter oder Dienstleistungen an den Kunden abzuschreiben. Wenn der erwartete Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr beträgt, besteht die praktische Erleichterung, dass die Kosten aufwandswirksam verrechnet werden dürfen. Im Geschäftsjahr 2017/18 hätte dies zu einer Aktivierung von Kosten für die Vertragsanbahnung in Höhe von 0,4 Mio. Euro geführt.

Für Vertriebszwecke an den Kunden geleistete Zahlungen wie z. B. Gratismonate werden grundsätzlich erlösmindernd berücksichtigt. Eine Zahlung bei Vertragsabschluss führt zum Ansatz eines Vermögenswerts, der über die Mindestvertragslaufzeit erlösmindernd aufzulösen ist. Im Geschäftsjahr 2017/18 hätte dies zu einer Aktivierung eines Vermögenswerts in Höhe von 0,2 Mio. Euro geführt.

Mit dem Schiedsspruch vom November 2016 kam es bei der Projektgesellschaft STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH ("SEK") im Zusammenhang mit gewährten Baukostenzuschüssen zu einer Vertragsmodifikation gemäß IFRS 15.21b, die so zu behandeln ist, als wäre sie bereits immer Bestandteil des bestehenden Vertrags gewesen. Das heißt, dass Erlösanpassungen auf kumulierter Basis ausgehend vom erstmaligen Ansatz des Baukostenzuschusses erfolgen. Dies führte zu einer Erhöhung von 0,7 Mio. Euro und in weiterer Folge zu einer Erhöhung der jährlichen Umsatzrealisierung von 0,1 Mio. Euro bis zum Ende der Vertragslaufzeit.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird rückwirkend erfolgen, wobei eine Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge zum Zeitpunkt der Erstanwendung mit 1. Oktober 2018 in der Gewinnrücklage erfolgt.

Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15

Die EVN hat IFRS 9 und IFRS 15 erstmals zum 1. Oktober 2018 angewendet. Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erläutert, wurden die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden nicht angepasst. Ergebniswirksame Effekte aus der Anwendung der neuen Standards wurden in der Gewinnrücklage zum 1. Oktober 2018 erfasst.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf den Abschluss des EVN Konzerns, insbesondere auf die Konzernbilanz und das Konzerneigenkapital, dargestellt.

Anpassungen in der Konzern-Bilanz

Mio. EUR 01.10.2018 Anpassungen
IFRS 9
Anpassungen
IFRS 15
30.09.2018
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 182,1 182,1
Sachanlagen 3.438,7 3.438,7
At Equity einbezogene Unternehmen 996,6 0,9 995,7
Sonstige Beteiligungen 1.944,2 1.944,2
Aktive latente Steuern 69,0 0,2 68,8
Vertragsvermögenswerte 0,2 0,2
Übrige Vermögenswerte 252,8 0,4 252,4
6.883,7 6.881,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 94,6 94,6
Forderungen 499,3 –1,0 500,3
Wertpapiere 139,8 139,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 214,5 214,5
948,2 949,1
Summe Aktiva 7.831,8 7.831,1
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,4 253,4
Gewinnrücklagen 2.295,2 –1,7 –0,1 2.297,0
Bewertungsrücklage 994,0 1,1 992,9
Währungsumrechnungsrücklage –20,0 –20,0
Eigene Aktien –20,5 –20,5
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 3.832,1 3.832,8
Nicht beherrschende Anteile 259,4 –0,5 259,9
4.091,5 4.092,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.040,5 1.040,5
Latente Steuerverbindlichkeiten 472,1 1,0 0,2 471,0
Langfristige Rückstellungen 480,8 480,8
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 603,3 0,7 602,6
Übrige langfristige Schulden 75,4 75,4
2.672,2 2.670,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 89,1 89,1
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 85,6 85,6
Lieferantenverbindlichkeiten 337,1 337,1
Kurzfristige Rückstellungen 91,4 91,4
Übrige kurzfristige Schulden 464,9 464,9
1.068,1 1.068,1
Summe Passiva 7.831,8 7.831,1

Anpassungen im Eigenkapital

Bewertungsrücklagen Bewertungsrücklagen Nicht beherrschende
Mio. EUR Gewinnrücklage (ausschließlich AFS) (ausschließlich FVOCI) Anteile Eigenkapital
Stand 30.09.2018 2.297,0 1.108,5 259,9 4.092,6
Klassifizierung IFRS 9
Umgliederung kurzfristige Wertpapiere
von AFS zu FVTPL
–1,1 1,1
Umgliederung Eigenkapitalinstrumente
von AFS zu FVOCI
–1.109,5 1.109,5
–1,1 –1.108,5 1.109,5
Wertminderung IFRS 9
Wertminderungen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (Konzern)
–0,5 –0,5 –1,0
Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte
(Konzern)
–0,8 –0,8
Wertaufholung Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen (at Equity)
0,9 0,9
Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte
(at Equity)
–0,2 –0,2
–0,6 –0,5 –1,1
Anpassungen IFRS 15
Vertragserlangungskosten 0,4 0,4
Vertragsvermögenswerte 0,2 0,2
Vertragsmodifikation Walsum 10 –0,7 –0,7
Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte
–0,1 –0,1
Stand 01.10.2018 2.295,2 1.109,5 259,4 4.091,5

Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen

Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen wurde im ersten Quartal 2018/19 angepasst. Diese wurden bisher gesamthaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Nunmehr erfolgt der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen aus dem nicht-regulierten Bereich in den Umsatzerlösen. Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen aus dem regulierten Bereich werden weiterhin in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (siehe nachfolgende Tabelle).

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegenge-

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Mio. EUR (neue Darstellung) (neue Darstellung) Anpassungen (bisherige Darstellung)
Umsatzerlöse 596,0 592,5 1,5 590,9
Sonstige betriebliche Erträge 28,0 22,3 –1,5 23,8

wirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2018 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 30 inländische und 31 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2018: 31 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2018 wurden 23 Tochterunternehmen (30. September 2018: 21) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2017 63 1 17 81
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
30.09.2018 63 1 16 80
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –2 –2
31.12.2018 61 1 16 78
davon ausländische
Unternehmen
31 1 5 37

Die bisher vollkonsolidierten Gesellschaften EVN Umwelt Finanzund Service GmbH, Maria Enzersdorf, und WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH, Essen, Deutschland, wurden im ersten Quartal 2018/19 aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Strom 416,4 415,9
Erdgas 60,3 59,5
Wärme 45,7 43,1
Umweltdienstleistungen 20,2 38,2
Sonstige Umsätze 53,4 35,8
Summe 596,0 592,5
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Österreich 353,3 336,4
Deutschland 7,2 12,7
Bulgarien 133,2 142,0
Mazedonien 96,6 96,9
Sonstige 5,7 4,4
Summe 596,0 592,5

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
Mio. EUR
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
EVN KG –16,0 33,9
RAG 6,5 9,9
Energie Burgenland 6,8 5,3
ZOV; ZOV UIP 4,3 2,8
Verbund Innkraftwerke 0,4 1,3
Andere Gesellschaften 4,5 4,4
Summe 6,5 57,6

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im ersten Quartal 2018/19 auf 6,5 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 57,6 Mio. Euro). Dies resultierte – neben einem geringeren Ergebnisbeitrag der RAG – vor allem aus dem Geschäftsverlauf der EVN KG: Deren Vertriebsaktivitäten waren im Berichtszeitraum infolge gestiegener Großhandelspreise durch höhere Beschaffungskosten sowie zudem durch stichtagsbedingte negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2018 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.994.578 Stück (31. Dezember 2017: 177.927.548 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 59,1 Mio. Euro (Vorjahr: 112,2 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Quartal 2018/19 ein Ergebnis je Aktie von 0,33 Euro (Vorjahr: 0,63 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2018/19 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 79,5 Mio. Euro (Vorjahr: 61,9 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,01 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich um 65,9 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 929,8 Mio. Euro. Diese Reduktion resultierte vorwiegend aus den Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften, die insgesamt 75,0 Mio. Euro betrugen. Dieser Reduktion standen laufende Ergebnisanteile in Höhe von 6,5 Mio. Euro sowie erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro gegenüber.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.716,9 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.634,2 Mio. Euro, der sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 227,3 Mio. Euro reduzierte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

2018/19
1. Quartal
177.994.578
177.994.578

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 hielt die EVN 1.883.824 Stück eigene Aktien (das sind 1,05 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 20,5 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 90. Hauptversammlung der EVN hat am 17. Jänner 2019 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2017/18 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie (inklusive einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro) auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 83,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 23. Jänner 2019, Dividendenzahltag der 25. Jänner 2019.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR 31.12.2018 30.09.2018 Anleihen 510,5 504,5 Bankdarlehen 490,3 536,0 Summe 1.000,8 1.040,5

Der Anstieg der Anleihen um 6,0 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro enthalten, die im Oktober 2012 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Außenumsatz 168,3 149,1 33,6 16,9 139,2 144,8 230,7 239,8
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 1,3 2,0 58,1 58,3 13,6 15,3 0,3 0,2
Gesamtumsatz 169,5 151,2 91,7 75,2 152,8 160,1 231,0 239,9
Operativer Aufwand –161,9 –139,0 –47,3 –29,0 –72,5 –61,7 –207,9 –224,4
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
–13,6 36,3 0,8 1,8
EBITDA –6,0 48,5 45,2 48,0 80,3 98,3 23,1 15,6
Abschreibungen –4,8 –4,9 –15,1 –12,2 –30,4 –29,6 –15,4 –15,8
Operatives Ergebnis (EBIT) –10,8 43,6 30,0 35,8 49,9 68,8 7,6 –0,2
Finanzergebnis –0,5 –0,6 –4,3 –3,5 –4,3 –4,3 –5,4 –5,4
Ergebnis vor Ertragsteuern –11,3 43,0 25,7 32,3 45,7 64,5 2,3 –5,6
Gesamtvermögen 814,1 714,0 1.136,5 934,5 1.921,1 1.894,2 1.221,1 1.177,6
Investitionen1) 1,4 2,3 24,6 8,5 26,7 24,5 24,8 23,9
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Außenumsatz 20,2 38,3 4,1 3,5 596,0 592,5
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 3,6 16,1 15,3 –89,4 –94,8
Gesamtumsatz 20,2 42,0 20,2 18,8 –89,4 –94,8 596,0 592,5
Operativer Aufwand –17,9 –39,3 –20,7 –20,0 89,0 95,0 –439,2 –418,5
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
6,0 4,3 13,3 15,2 6,5 57,6
EBITDA 8,4 7,0 12,7 14,1 –0,5 0,2 163,2 231,6
Abschreibungen –2,8 –5,8 –0,4 –0,4 3,3 3,0 –65,8 –65,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,5 1,2 12,3 13,7 2,8 3,2 97,4 166,0
Finanzergebnis –1,2 –0,3 15,3 17,9 –15,2 –15,7 –15,5 –11,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,4 0,9 27,6 31,6 –12,4 –12,5 81,9 154,2
Gesamtvermögen 642,8 815,0 3.979,6 3.161,8 –2.193,3 –2.069,5 7.522,0 6.627,5
Investitionen1) 2,2 2,9 0,6 0,3 –0,8 –0,4 79,5 61,9

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

31.12.2018 30.09.2018
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 78,1 78,1 78,1 78,1
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 1.634,2 1.634,2 1.861,5 1.861,5
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 137,0 137,0 135,1 135,1
Ausleihungen AC Stufe 2 35,2 40,8 38,3 44,7
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 26,6 28,8 28,7 31,8
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 8,0 8,0 35,1 35,1
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 1,6 1,6 0,6 0,6
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte AC 1,1 1,1 0,2 0,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 499,1 499,1 419,5 419,5
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 48,7 48,7 47,5 47,5
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 108,8 108,8 139,8 139,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 143,2 143,2 214,5 214,5
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 510,5 592,8 504,5 591,9
Bankdarlehen AC Stufe 2 490,3 544,5 536,0 593,7
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten AC Stufe 2 4,7 5,4 4,8 5,6
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen AC 0,5 0,5 0,6 0,6
Sonstige übrige Schulden AC 21,4 21,4 20,3 20,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 15,4 15,4 29,9 29,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 13,5 13,5 19,9 19,9
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 100,0 100,0 89,1 89,1
Lieferantenverbindlichkeiten AC 266,7 266,7 337,1 337,1
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 257,2 257,2 292,7 292,7
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 59,0 59,0 67,4 67,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 4,7 4,7 5,1 5,1
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 1.712,3 1.939,6
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam
über die GuV
FVTPL 396,8 480,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.356,6 2.486,2

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Umsätze 95,8 96,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 33,2 23,5
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
30,9 29,8
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
17,6 16,1

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2018 um 55,9 Mio. Euro auf 380,8 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in Sachanlagevermögen, einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften sowie einer Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei sinkenden Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei steigenden Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2018 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 8,9 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 259,5 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2018 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 21. Februar 2019 traten folgende Ereignisse auf:

Durch einen per 1. Jänner 2019 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden für Strom um durchschnittlich 5,7 % und jene für Erdgas um durchschnittlich 9,3 % reduziert.

Am 17. Jänner 2019 beschloss die 90. Hauptversammlung die Ausschüttung der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividende von 0,44 Euro zuzüglich einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro je dividendenberechtigte Aktie. Ex-Dividendentag war der 23. Jänner 2019; die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 25. Jänner 2019.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1. Halbjahr 2018/19 29.05.2019
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2018/19 22.08.2019
Jahresergebnis 2018/19 12.12.2019
330.000.000,00 EUR
179.878.402 Stückaktien
AT0000741053
EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Wien
Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
A2, positiv (Moody's); A–, stabil (Standard & Poor's)

1) Vorläufig

2) Per 31. Dezember 2018

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030 Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 21. Februar 2019