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EVN AG Interim / Quarterly Report 2018

May 30, 2018

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2017/18

Halbjahresfinanzbericht 1. Oktober 2017 – 31. März 2018

Kennzahlen

2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
+/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
2016/17
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 3.318 4.119 –19,5 1.631 2.182 –25,3 6.059
davon erneuerbare Energie GWh 1.167 1.031 13,1 590 509 15,8 2.093
Stromverkauf an Endkunden GWh 10.155 10.425 –2,6 5.461 5.424 0,7 18.544
Gasverkauf an Endkunden GWh 4.413 4.622 –4,5 2.518 2.505 0,5 5.744
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.630 1.615 1,0 902 890 1,4 2.293
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.246,0 1.309,8 –4,9 655,0 702,4 –6,7 2.215,6
EBITDA Mio. EUR 470,8 481,1 –2,1 239,2 261,3 –8,5 721,6
EBITDA-Marge1) % 37,8 36,7 1,1 36,5 37,2 –0,7 32,6
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 340,3 319,6 6,5 174,4 194,4 –10,3 346,9
EBIT-Marge1) % 27,3 24,4 2,9 26,6 27,7 –1,1 15,7
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 315,3 294,3 7,1 161,1 177,7 –9,3 325,5
Konzernergebnis Mio. EUR 229,4 233,8 –1,9 117,2 138,5 –15,4 251,0
Ergebnis je Aktie EUR 1,29 1,31 –1,9 0,66 0,78 –15,4 1,41
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.753,9 6.550,8 3,1 6.753,9 6.550,8 3,1 6.454,9
Eigenkapital Mio. EUR 3.428,7 2.985,0 14,9 3.428,7 2.985,0 14,9 3.150,1
Eigenkapitalquote1) % 50,8 45,6 5,2 50,8 45,6 5,2 48,8
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.128,2 1.296,7 –13,0 1.128,2 1.296,7 –13,0 1.213,2
Gearing1) % 32,9 43,4 –10,5 32,9 43,4 –10,5 38,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 438,4 422,5 3,8 205,3 223,5 –8,2 572,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 253,9 262,4 –3,2 138,5 237,0 –41,6 508,9
Investitionen3) Mio. EUR 136,0 109,8 23,8 74,1 50,1 47,9 303,8
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 15,86 11,95 32,7 15,86 11,95 32,7 13,22
Aktienumsatz4) Mio. EUR 100,9 55,2 82,8 97,9
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.853,0 2.150,0 32,7 2.853,0 2.150,0 32,7 2.377,0
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.818 6.845 –0,4 6.811 6.827 –0,2 6.840

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Highlights 3 Konzern-Zwischenabschluss 18
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 18
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 19
Geschäftsentwicklung 6 Konzern-Bilanz 20
Risikobericht 8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 21
Entwicklung der Segmente 10 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Highlights 3 Konzern-Zwischenabschluss 18
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 18
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 19
Geschäftsentwicklung 6 Konzern-Bilanz 20
Risikobericht 8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 21
Entwicklung der Segmente 10 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22
Erklärung des Vorstands 28
Die EVN auf dem Kapitalmarkt 29

Highlights

Solider Geschäftsverlauf

  • Verbesserung im EBIT (+6,5 %)
  • Moderate Rückgänge in EBITDA (–2,1 %) und Konzernergebnis (–1,9 %) nach Entfall positiver Sondereffekte im Vorjahr

Unterschiedliche operative Einflussfaktoren

  • Dynamische Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung
  • Bereitstellung aller thermischen Kapazitäten in Niederösterreich (1.090 MW) zur Netzstabilisierung in Süddeutschland im Winter 2017/18
  • Preis- und Mengeneffekte im Gasbereich dämpfen Ergebnisentwicklung im Segment Netze
  • Deutlich mildere Temperaturen insbesondere in Südosteuropa – reduzierten energiewirtschaftliches Ergebnis
  • Positiver Ergebnisbeitrag des Umweltgeschäfts nach Wertberichtigung von Vorräten im Vorjahr

Umfangreiche Investitionen dank stabiler Ertragskraft und solider Kapitalstruktur

  • Geplante jährliche Investitionen von bis zu 400 Mio. Euro
  • Davon rund 300 Mio. Euro für Netze, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

Planmäßiger Fortschritt beim Windkraftausbau

  • Neuer Windpark Sommerein erhöht installierte Leistung im dritten Quartal 2017/18 auf 314 MW
  • Weiterer Ausbau auf rund 370 MW bis Ende 2019/20 geplant
  • 500 MW als mittelfristiges Ausbauziel (bei entsprechenden Rahmenbedingungen)

Internationales Umweltgeschäft

  • Fertigstellung einer Kläranlage in Mazedonien
  • Guter Fortschritt bei Kläranlagenprojekt in Prag
  • Vertragsunterzeichnung für Abwasserprojekte in Bahrain und Kuwait noch im Jahr 2018 erwartet

Rating-Aktualisierungen im April 2018

  • Moody's: A2 bestätigt, Ausblick von stabil auf positiv angehoben
  • Standard & Poor's: A– bei stabilem Ausblick bestätigt
  • EVN strebt auch in Zukunft Ratings im A-Bereich an

Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2017/18

  • Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist für das Geschäftsjahr 2017/18 von einem normalisierten Konzernergebnis im Schnitt der Geschäftsjahre 2015/16 und 2016/17 auszugehen.
  • Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, die verbleibenden Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2019f 2018e 2017 2016 2015
EU-281) 2) 1,9–2,0 2,3 2,4 2,0 2,3
Österreich2) 3) 1,9–2,2 2,8–3,2 2,9 1,5 1,0
Bulgarien1) 2) 4)5) 3,5–4,0 3,8–4,0 3,6–3,8 3,9 3,6
Kroatien1) 2) 4)6) 2,5–2,8 2,3–2,8 2,8 3,2 2,3
Mazedonien5) 6) 3,0–3,9 2,8–3,2 0,0–1,5 2,4 3,8

1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2018", EU-Kommission, Mai 2018

2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2018 –2019", IHS, März 2018

3) Quelle: "Prognose für 2018 bis 2019: Österreichs Wirtschaft weiter auf Expansionskurs", WIFO, März 2018

4) Quelle: "Strategie Österreich & CEE 2. Quartal 2018", Raiffeisen Research, April 2018

5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Jänner 2018

6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2018

Wirtschaftliches Umfeld

Angetrieben von der weltweit starken Nachfrage nach Investitionsgütern hat sich die Dynamik des Welthandels im Vorjahr stark beschleunigt, und auch für die kommenden Monate lassen die Konjunkturindikatoren ein robustes Wachstum der Weltwirtschaft erwarten. Für die Europäische Union erwarten die Wirtschaftsforscher nach einem Plus von 2,4 % im Jahr 2017 nun ein BIP-Wachstum von 2,3 % für 2018 und einen Zuwachs um die 2,0 % für 2019.

Auch die österreichische Wirtschaft wächst in diesem positiven Umfeld kräftig. Während sich die Investitionstätigkeit merklich verlangsamt, konnte die Exportwirtschaft von den verbesserten internationalen Rahmenbedingungen profitieren. Der kräftige Konjunkturaufschwung hat die Beschäftigungsnachfrage angetrieben, und die dadurch weiter verbesserte Arbeitsmarktlage sollte – gemeinsam mit dem hohen Konsumentenvertrauen – auch den privaten Konsum weiterhin stützen. In diesem positiven Szenario wird für 2018 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 2,8 % und 3,2 % und für 2019 mit einem Plus zwischen 1,9 % und 2,2 % gerechnet.

In Bulgarien stieg das BIP, getrieben von einer starken Inlandsnachfrage, im Jahr 2017 real um 3,6 % bis 3,8 %. Für 2018 wird nun eine weitere Beschleunigung des Konsums und der

Energiewirtschaftliches Umfeld –
Kennzahlen
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 107,8 112,3 112,7 108,0
Bulgarien % 95,8 108,7 99,4 107,2
Mazedonien % 99,9 109,8 98,9 107,6
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 53,5 47,3 54,7 50,1
Gas – NCG2) EUR/MWh 20,5 18,3 21,9 19,7
Kohle – API#23) EUR/Tonne 75,0 77,7 70,7 76,3
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 8,6 5,3 9,8 5,2
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 35,6 28,3 36,8 29,6
Spitzenlaststrom EUR/MWh 45,7 36,4 43,7 37,5
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 34,4 39,4 35,6 41,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 45,2 50,3 44,1 53,3

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Investitionen erwartet, sodass die Inlandsnachfrage einmal mehr kräftig zum Wirtschaftswachstum beitragen dürfte. Auch die öffentlichen Finanzen werden aufgrund der erwarteten positiven Wirtschaftsentwicklung, einer sinkenden Arbeitslosenquote und der stabilen politischen Lage des Landes als solide eingeschätzt. Die aktuell vorliegenden Prognosen lassen für 2018 ein Wachstum von 3,8 % bis 4,0 % und für 2019 einen Zuwachs von 3,5 % bis 4,0 % erwarten.

Auch in Kroatien geben die ersten Wirtschaftsindikatoren für 2018 ein großteils positives Bild ab: Die Entwicklung von Einzelhandel, Verbrauchervertrauen und Tourismus deuten auf ein anhaltendes Wachstum des privaten Konsums hin. Allerdings mahnen eine sinkende Industrieproduktion und die hohe Importabhängigkeit der kroatischen Wirtschaft zur Vorsicht. Jedenfalls begünstigt das solide Wachstum die Staatseinnahmen, sodass ein nahezu ausgeglichenes Budget in Reichweite ist und die Staatsverschuldung schrittweise abnimmt. Damit sollten sich auch die Investitionen, insbesondere jene der öffentlichen Hand, beschleunigen. Für 2018 wird ein BIP-Wachstum zwischen 2,3 % und 2,8 % und für 2019 ein Plus zwischen 2,5 % und 2,8 % erwartet.

In Mazedonien gilt das Wachstum der Exportwirtschaft weiterhin als wichtigster Impulsgeber. Positiv entwickelt sich auch der private Konsum, der von leichten realen Einkommenszuwächsen und sinkenden Arbeitslosenzahlen gleichermaßen profitiert. Insgesamt liegen die Wachstumserwartungen für 2018 zwischen 2,8 % und 3,2 % und jene für 2019 zwischen 3,0 % und 3,9 %.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Nach dem ungewöhnlich kalten Winter des Vorjahres waren in der Berichtsperiode in allen drei Kernmärkten der EVN mildere Temperaturen zu verzeichnen. In Österreich war es dabei aber immer noch kälter als im langjährigen Vergleich: Die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten Energiebedarf – lag zwar um 4,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, aber dennoch um 7,8 Prozentpunkte über dem Mehrjahresdurchschnitt. In Südosteuropa fiel der Rückgang der Heizgradsumme jedoch deutlicher aus: In Bulgarien reduzierte sie sich um 12,9 Prozentpunkte, in Mazedonien um 9,9 Prozentpunkte.

Der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas stieg im ersten Halbjahr 2017/18 um 11,9 % auf 20,5 Euro pro MWh. Ein deutlicher Anstieg – nämlich um 61,8 % auf 8,6 Euro je Tonne – war in diesem Zeitraum auch bei den Preisen für CO2-Emissionszertifikate zu beobachten. Zurückzuführen war dies vor allem auf die positive Konjunkturentwicklung und die dadurch gestiegene Nachfrage der Industrie nach CO2-Emissionszertifikaten sowie auf die vom Europäischen Parlament im Februar 2018 beschlossene stärkere Verknappung der Emissionszertifikate ab dem Jahr 2021.

Korrespondierend zur positiven Wirtschaftsentwicklung sowie zum Preisanstieg bei den Emissionszertifikaten zogen auch die Terminmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom im Berichtszeitraum an: Jene für Grundlaststrom notierten mit 35,6 Euro pro MWh um 25,9 %, jene für Spitzenlaststrom mit 45,7 Euro pro MWh um 25,3 % über dem jeweiligen Wert des Vorjahres.

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
absolut +/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 3.318 4.119 –801 –19,5 1.631 2.182 –25,3
Erneuerbare Energie 1.167 1.031 135 13,1 590 509 15,8
Wärmekraftwerke 2.151 3.088 –937 –30,3 1.041 1.673 –37,8
Netzabsatz
Strom 12.329 12.408 –79 –0,6 6.458 6.451 0,1
Erdgas1) 12.418 13.351 –933 –7,0 6.511 7.200 0,3
Energieverkauf an Endkunden
Strom 10.155 10.425 –270 –2,6 5.461 5.424 0,7
davon Mittel- und Westeuropa2) 3.748 3.548 200 5,6 2.000 1.780 12,3
davon Südosteuropa 6.407 6.877 –469 –6,8 3.461 3.644 –5,0
Erdgas 4.413 4.622 –209 –4,5 2.518 2.505 0,5
Wärme 1.630 1.615 16 1,0 902 890 1,4
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.452 1.415 38 2,7 792 772 2,7
davon Südosteuropa 178 200 –22 –11,0 110 118 –7,4

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

EBIT nach Segmenten 1. Halbjahr Mio. EUR 2016/17 2017/18 Umwelt Netze Südosteuropa 15,1 74,9 123,7 132,2 5,1 –26,5 Erzeugung 80,4 22,2 Energie 76,0 83,5

34,5 33,0

Alle sonstigen Segmente

Demgegenüber lagen die Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom im ersten Halbjahr 2017/18 mit 34,4 Euro pro MWh bzw. 45,2 Euro pro MWh um jeweils 5,1 % unter den hohen Vorjahreswerten.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –4,9 % auf 1.246,0 Mio. Euro
  • EBITDA: –2,1 % auf 470,8 Mio. Euro
  • EBIT: +6,5 % auf 340,3 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +1,1 % auf –25,1 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: –1,9 % auf 229,4 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN gingen in den ersten sechs Monaten 2017/18 im Jahresvergleich um 4,9 % auf 1.246,0 Mio. Euro zurück. Hauptgründe dafür waren eine Abnahme der thermischen Stromproduktion gegenüber dem hohen Vorjahresniveau, niedrigere Erlöse aus dem Gashandel, der witterungsbedingt geringere Energieund Netzabsatz in Südosteuropa sowie ein Umsatzrückgang im internationalen Projektgeschäft. Gegenläufige positive Faktoren – allem voran Zuwächse in der erneuerbaren Stromerzeugung, in der Bereitstellung von Reservekapazität zur Netzstabilisierung und im Wärmeverkauf sowie Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften – konnten den Umsatzrückgang nur teilweise kompensieren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 48,5 Mio. Euro um 8,6 % unter dem Vorjahreswert. Zurückzuführen war dies insbesondere auf den Entfall der im Vorjahr in dieser Position enthaltenen ertragswirksamen Elemente aus der Einigung zwischen der bulgarischen Vertriebsgesellschaft der EVN und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger lag im Berichtszeitraum mit 591,2 Mio. Euro um 1,0 % unter dem – durch die Einigung mit der staatlichen bulgarischen

Struktur der Investitionen 1. Halbjahr

Bilanzstruktur zum Stichtag

Elektrizitätsgesellschaft NEK positiv beeinflussten – Vergleichswert des Vorjahres. Hauptgründe dafür waren die geringere thermische Stromerzeugung, der rückläufige Gashandel und der witterungsbedingt geringere Energieabsatz in Südosteuropa.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen um 25,8 % auf 124,7 Mio. Euro zurück, verursacht vor allem durch Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft: Zum einen wirkte hier das im Berichtszeitraum geringere Auftragsvolumen per se aufwandsmindernd. Zum anderen war der Vergleichswert des Vorjahres durch eine Wertberichtigung der verbliebenen, in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 45,5 Mio. Euro überdurchschnittlich hoch gewesen.

Weitgehend stabil entwickelte sich mit 155,5 Mio. Euro im Berichtszeitraum der Personalaufwand. Der durchschnittliche Personalstand betrug dabei 6.818 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.845 Mitarbeiter).

Die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,3 % auf 63,3 Mio. Euro resultierte vor allem aus einem Rückgang des Rechts- und Beratungsaufwands sowie geringeren Forderungsabschreibungen in Südosteuropa.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verzeichnete mit 111,0 Mio. Euro einen leichten Anstieg um 2,5 %. Diese Entwicklung war von leicht

verbesserten Ergebnisbeiträgen insbesondere der RAG, der Verbund Innkraftwerke GmbH sowie der Projektgesellschaft für das Kläranlagenprojekt in Prag getrieben. Gegenläufig wirkte hingegen ein temperaturbedingter Rückgang bei der EVN KG.

Auf Basis dieser Entwicklungen nahm das EBITDA der EVN um 2,1 % auf 470,8 Mio. Euro ab. Die EBITDA-Marge verbesserte sich jedoch um 1,1 Prozentpunkte auf 37,8 %.

Bei leicht rückläufigen planmäßigen Abschreibungen von 129,9 Mio. Euro (Vorjahr: 131,4 Mio. Euro) reduzierten sich die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 19,2 % auf 130,5 Mio. Euro. Der Vorjahreswert von 161,5 Mio. Euro hatte allerdings eine Wertminderung des bulgarischen Wasserkraftwerksprojekts Gorna Arda enthalten. Per Saldo ergab sich für den Berichtszeitraum damit ein EBIT von 340,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet dies ein Plus von 6,5 %.

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit –25,1 Mio. Euro nahezu stabil (Vorjahr: –25,4 Mio. Euro).

In Summe kam das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 315,3 Mio. Euro um 7,1 % über dem Vorjahreswert zu liegen. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 69,6 Mio. Euro (Vorjahr: 53,8 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 229,4 Mio. Euro und lag damit um 1,9 % unter jenem des Vergleichszeitraums.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN legte im ersten Halbjahr 2017/18 um 3,8 % auf 438,4 Mio. Euro zu. Zurückzuführen war dies auf die Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern, während sich die Veränderungen der unbaren Ergebniskomponenten weitgehend ausglichen: Geringeren unbaren Ergebnisbeiträgen der at Equity einbezogenen Unternehmen standen hier gesunkene Abschreibungen gegenüber.

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich reduzierte sich um 3,2 % auf 253,9 Mio. Euro. Hier war die Entwicklung im Working Capital im Vorjahr durch zwei gegenläufige Einmaleffekte wesentlich beeinflusst gewesen: Der in den Vorräten abgebildeten Wertminderung der Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau stand eine Reduktion von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Kraftwerk Walsum 10 gegenüber. Darüber hinaus zeigt der Vergleich der beiden Halbjahre stichtagsbedingte Veränderungen im Working Capital.

Der erwähnte Schiedsspruch verzerrt durch eine im Vorjahr vorgenommene Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerk Walsum 10 auch den Vergleich des Cash Flows aus dem Investitionsbereich: Dieser fiel im Berichtszeitraum mit –196,7 Mio. Euro geringer aus als in der Vergleichsperiode (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Die laufende Periode ist dabei durch höhere Investitionen, eine Erhöhung des Anteils der langfristigen Wertpapiere im R 138-Fonds und eine Zunahme der kurzfristigen Wertpapiere geprägt.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug im Berichtszeitraum –118,3 Mio. Euro (Vorjahr: –162,8 Mio. Euro). In diesem Betrag sind die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2016/17 sowie planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten berücksichtigt.

In Summe errechnet sich für das erste Halbjahr 2017/18 ein Cash Flow von –61,1 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich per 31. März 2018 auf 160,7 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 492,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme lag per 31. März 2018 mit 6.753,9 Mio. Euro um 4,6 % über dem Wert zum 30. September 2017.

Im Bereich der langfristigen Vermögenswerte ergab sich dabei ein Plus von 2,6 % auf 5.874,7 Mio. Euro, ihr Anteil am Gesamtvermögen belief sich auf 87,0 % (30. September 2017: 88,7 %). Getrieben war dieser Anstieg maßgeblich von einer Zunahme der sonstigen Beteiligungen, die aus dem höheren Stichtagskurs der Verbund-Aktien resultierte. Im Stichtagsvergleich höher zeigte sich auch das übrige langfristige Vermögen, hervorgerufen durch einen

höheren Anteil an langfristigen Wertpapieren im R 138-Fonds. Gegenläufig wirkte hingegen insbesondere ein ausschüttungsbedingter Rückgang der at Equity einbezogenen Unternehmen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen ebenfalls um 20,3 % auf 879,2 Mio. Euro zu. Wesentliche Faktoren dafür waren ein saisonbedingter Anstieg der Forderungen sowie eine Zunahme der kurzfristigen Wertpapiere durch die Veranlagung in Cash-Fonds.

Trotz der im Jänner 2018 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2016/17 nahm das Eigenkapital um 8,8 % auf 3.428,7 Mio. Euro zu. Wesentliche Grundlagen dieses Anstiegs waren das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sowie positive Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen, vor allem jener der Verbund-Aktien. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. März 2018 50,8 % (30. September 2017: 48,8 %).

Die langfristigen Schulden gingen im ersten Halbjahr 2017/18 vor allem aufgrund der Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich um 0,5 % auf 2.380,3 Mio. Euro zurück. Dem stand ein Anstieg der langfristigen Steuerverbindlichkeiten gegenüber.

Die erwähnte fälligkeitsbedingte Umgliederung von Finanzverbindlichkeiten war – neben stichtagsbedingt höheren kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten – auch ein wesentlicher Grund für die Zunahme der kurzfristigen Schulden um 3,5 % auf 944,9 Mio. Euro. Rückläufig entwickelten sich dabei im Berichtszeitraum die Lieferantenverbindlichkeiten und die übrigen kurzfristigen Schulden.

Die Nettoverschuldung ging gegenüber dem 30. September 2017 um 85,0 Mio. Euro auf 1.128,2 Mio. Euro zurück. Das Gearing verbesserte sich entsprechend auf 32,9 % (30. September 2017: 38,5 %).

Risikobericht

gemäß § 125 Abs. 4 Börsegesetz 2018

Risikoprofil

Das Risikoprofil des EVN Konzerns ist vor allem durch die branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten und insbesondere durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen geprägt. Gegenwärtig sind keine Risiken für die Zukunft erkennbar, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.

Das identifizierte Gesamtrisikoprofil hat sich seit dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 30. September 2017 nicht wesentlich verändert und bleibt daher auch noch für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2017/18 aufrecht. Nachfolgend sollen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten zusammenfassend erläutert werden. Die Kategorisierung folgt dabei dem EVN Risikomanagementprozess.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Energiehandel und -vertrieb

Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, demografischen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kundenund Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können die Marktpreisentwicklung und -volatilität, eine suboptimale Beschaffungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen.

Erzeugung/Aufbringung

Der Anstieg dezentraler und nicht regelbarer Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen, Wirkungsgraden, energiepolitischen Rahmenbedingungen und Standorten abhängig sind, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)Verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits gesetzten Maßnahmen bestehen derartige Risiken weiterhin für thermische Erzeugungsanlagen, aber auch für Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energie.

Umwelt

Im Umweltgeschäft sieht die EVN Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Aufgrund von Marktsättigung, eingeschränkten Ressourcen für Infrastrukturprojekte oder Nichtberücksichtigung bzw. Unterliegen in Ausschreibungsverfahren kann das Projektvolumen im Umweltbereich zurückgehen. Die EVN ist zudem Projektabwicklungs- und Lieferantenrisiken wie dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.

Finanzrisiken

Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich sowie bei Großprojekten/-anlagen. Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein effizientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonität auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken. Dennoch können die Energieerträge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.

Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und im Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.

Im Bereich der kerngeschäftsnahen Beteiligungen (vor allem Verbund AG, Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Burgenland Holding AG, ENERGIEALLIANZ Austria GmbH) besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds die Gefahr, dass nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklungen auf die EVN durchschlagen.

Im Rahmen der aktiven Steuerung der Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken stellt das niedrige Zinsniveau eine zunehmende Herausforderung für die kurz- bis mittelfristige Veranlagung von liquiden Mitteln dar. Dies kann zu Opportunitätsverlusten führen und negative Auswirkungen auf die Bewertung von Personalrückstellungen sowie auf künftige Tarife haben.

Betriebsrisiken

Insbesondere im Energie- und Netzgeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Versorgungsunterbrechungen und zum Schlagendwerden von Haftungs- und Reputationsrisiken kommen kann. Auch im Umweltgeschäft besteht das Risiko von Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Risiken bestehen auch in der suboptimalen Auslegung und Nutzung technischer Anlagen und der Einschätzung und Umsetzung von technologischen Neuerungen. Zudem bestehen operationelle Risiken in Bezug auf Organisation, Planung, Personal und Compliance.

Umfeldrisiken

Regulierung, Energie- und Umweltgesetzgebung sowie die Veränderung von politischen und öffentlichen Positionen zu Energieund Infrastrukturprojekten sind wesentliche Risikotreiber. Eine Änderung des Förderregimes, das Ausbleiben von erwarteten Förderungen und eine Änderung der gesetzlich fixierten Tarife könnten die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.

Politische und wirtschaftliche Instabilität, willkürliche Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stellen Herausforderungen dar. Erforderliche Genehmigungen und Lizenzen könnten nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden.

Vertrags- und Rechtsrisiken bestehen im Zusammenhang mit potenziellen oder bereits anhängigen (Schieds-)Gerichts- und Investitionsschutzverfahren sowie regulatorischen bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Im Segment

Alle sonstigen Segmente werden dabei jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Kraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Mazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Mazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der Rohöl-Aufsuchungs Aktien
gesellschaft (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Highlights

  • Anstieg im Strom- und Wärmeabsatz
  • Rückgang im Erdgasabsatz
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

Im ersten Halbjahr 2017/18 lag der Stromabsatz des Segments – hauptsächlich bedingt durch einen höheren Energieverkauf an Industriekunden – mit 3.748 GWh um 5,6 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch der Wärmeabsatz übertraf mit 1.452 GWh den Vorjahreswert um 2,7 %. Dieser trotz milderer Temperaturen erzielte Anstieg ist im Wesentlichen auf den laufenden Netzausbau und Netzverdichtungsmaßnahmen sowie auf einen höheren Bedarf von Großabnehmern zurückzuführen. Der Erdgasabsatz hingegen reduzierte sich temperaturbedingt um 4,8 % auf 4.365 GWh.

Auch die Umsatzerlöse des Segments nahmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 3,6 % auf 332,2 Mio. Euro ab. Hauptgründe dafür waren Rückgänge in der Vermarktung des Stroms aus den thermischen Kraftwerken der EVN sowie in den Handelsaktivitäten mit Erdgas. Gegenläufig wirkten die stichtagsbedingte Bewertung von Absicherungsgeschäften und höhere Erlöse aus dem Wärmeverkauf.

Der operative Aufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % auf 310,0 Mio. Euro, im Wesentlichen getrieben durch niedrigere Primärenergiekosten und den geringeren Erdgasabsatz.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter reduzierte sich im Berichtszeitraum um 4,4 % auf 63,5 Mio. Euro, maßgeblich beeinflusst von temperaturbedingt negativen Mengenentwicklungen, aber auch höheren Beschaffungspreisen im Erdgasvertrieb. Per Saldo ergab sich daraus ein EBITDA in Höhe von 85,7 Mio. Euro (Vorjahr: 92,9 Mio. Euro).

Unter Einbeziehung der um 3,2 % auf 9,7 Mio. Euro gestiegenen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen errechnete sich ein EBIT von 76,0 Mio. Euro (Vorjahr: 83,5 Mio. Euro).

Kennzahlen –
Energie
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
absolut +/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 3.748 3.548 200 5,6 2.000 1.780 12,3
Erdgas 4.365 4.587 –222 –4,8 2.493 2.479 0,6
Wärme 1.452 1.415 38 2,7 792 772 2,7
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 327,9 340,5 –12,6 –3,7 179,7 203,5 –11,7
Innenumsatz 4,3 4,2 0,1 3,5 2,3 2,1 12,1
Gesamtumsatz 332,2 344,7 –12,5 –3,6 182,0 205,6 –11,5
Operativer Aufwand –310,0 –318,2 8,2 2,6 –172,0 –188,9 9,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
63,5 66,4 –2,9 –4,4 27,2 30,0 –9,4
EBITDA 85,7 92,9 –7,2 –7,8 37,2 46,7 –20,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–9,7 –9,4 –0,3 –3,2 –4,8 –4,7 –2,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 76,0 83,5 –7,5 –9,0 32,4 42,0 –23,0
Finanzergebnis –2,1 –1,4 –0,7 –47,4 –1,5 –0,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 73,9 82,0 –8,2 –10,0 30,9 41,3 –25,3
Gesamtvermögen 729,2 704,3 24,9 3,5 729,2 704,3 3,5
Gesamtschulden 622,8 599,7 23,1 3,9 622,8 599,7 3,9
Investitionen1) 5,3 5,8 –0,5 –8,9 3,1 3,0 0,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Finanzergebnis des Segments betrug im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres –2,1 Mio. Euro nach –1,4 Mio. Euro im Vorjahr. Damit reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 10,0 % auf 73,9 Mio. Euro.

Das Investitionsvolumen der EVN im Segment Energie lag im Berichtszeitraum mit 5,3 Mio. Euro um 8,9 % unter dem Vorjahreswert. Der Fokus lag dabei erneut auf dem weiteren Anlagenund Netzausbau im Wärmebereich, so etwa der Errichtung eines Biomassefernheizkraftwerks und der Erweiterung des Fernwärmenetzes in Klosterneuburg.

Erzeugung

Highlights

  • Anstieg der erneuerbaren Stromerzeugung dank guten Wasserdargebots
  • Rückgang der thermischen Stromproduktion
  • 430 MW Kapazität aus Wärmekraftwerken zur Netzstabilisierung für Sommer 2018 kontrahiert
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Bedingt durch einen Rückgang der Stromerzeugung in den Wärmekraftwerken um 30,0 % auf 1.991 GWh lag auch die gesamte Stromerzeugung des Segments im ersten Halbjahr 2017/18 mit 2.938 GWh um 20,2 % unter dem Vorjahresniveau. Hauptgründe dafür waren eine außerordentliche Revision im Kraftwerk Walsum 10 sowie ein geringerer Einsatz der thermischen Kraftwerke der EVN in Niederösterreich. Zudem hatte im Vorjahr der außergewöhnlich kalte Winter die Stromnachfrage positiv beeinflusst, während Revisionen in französischen Kraftwerken gleichzeitig die europäische Stromproduktion reduzierten und damit den Einsatz weiterer Kapazitäten notwendig machten.

Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie stieg, getrieben von einem sehr guten Wasserdargebot und dem laufenden Ausbau der Windkraftkapazitäten, um 12,9 % auf 948 GWh an. Im Oktober 2017 hat die EVN den Windpark Oberwaltersdorf in Betrieb genommen, die sukzessive Inbetriebnahme des neuen Windparks Sommerein wird plangemäß im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erfolgen.

Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 32,7 % (Vorjahr: 39,5 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion lag im ersten Halbjahr 2017/18 auf Konzernebene bei 35,2 % (Vorjahr: 25,0 %).

Im Winterhalbjahr 2017/18 wurden erstmals alle Wärmekraftwerke der EVN in Niederösterreich mit einer Gesamterzeugungskapazität von 1.090 MW vertraglich als Reservekapazität für den süddeutschen Raum bereitgehalten. Einmal mehr bewegte sich auch ihr tatsächlicher Einsatz zur Netzstabilisierung im Rahmen dieser Verträge auf hohem Niveau. Für den Zeitraum Mai bis September 2018 stehen die Wärmekraftwerke der EVN mit einer kontrahierten Kapazität von 430 MW zur Netzstabilisierung in Österreich bereit.

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich um 9,7 % auf 157,6 Mio. Euro, vor allem getrieben durch höhere Erlöse aus der Bereitstellung von Reservekapazitäten zur Netzstabilisierung. Ins Gewicht fällt hier zudem, dass der Vergleichswert des Vorjahres durch die Aufrollung der konzerninternen Leistungsverrechnung infolge des Schiedsspruchs zum Kraftwerk Walsum 10 negativ beeinflusst gewesen war. Der operative Aufwand verringerte sich um 15,9 % auf 55,9 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den Rückgang des Aufwands für Primärenergieträger.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verbesserte sich auf 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: –0,1 Mio. Euro). Verantwortlich dafür war insbesondere der dank des guten Wasserdargebots positive Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH.

Per Saldo ergab sich damit für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017/18 ein EBITDA in Höhe von 104,2 Mio. Euro, das den Vorjahreswert um 35,1 % übertraf. Die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen reduzierten sich hingegen um 56,7 % auf 23,8 Mio. Euro, nachdem hier im Vorjahr eine Wertminderung des bulgarischen Wasserkraftwerksprojekts Gorna Arda vorgenommen worden war.

Auf dieser Basis erzielte das Segment Erzeugung ein EBIT von 80,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,2 Mio. Euro). Demgegenüber verringerte sich das Finanzergebnis aufgrund des Entfalls positiver Einmaleffekte von zuvor –2,2 Mio. Euro auf –6,9 Mio. Euro. Daraus errechnet sich für das erste Halbjahr 2017/18 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 73,5 Mio. Euro (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro).

Kennzahlen – 2017/18 2016/17 +/– 2017/18 2016/17 +/–
Erzeugung 1. Halbjahr 1. Halbjahr absolut % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 2.938 3.684 –746 –20,2 1.445 1.960 –26,2
davon erneuerbare Energie 948 839 108 12,9 469 417 12,6
davon Wärmekraftwerke 1.991 2.845 –854 –30,0 976 1.543 –36,7
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 29,7 29,4 0,3 1,2 13,2 15,5 –14,5
Innenumsatz 127,9 114,3 13,6 11,9 69,5 70,6 –1,4
Gesamtumsatz 157,6 143,7 13,9 9,7 82,8 86,1 –3,8
Operativer Aufwand –55,9 –66,4 10,6 15,9 –27,2 –32,3 15,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
2,4 –0,1 2,5 0,6 –0,1
EBITDA 104,2 77,1 27,1 35,1 56,2 53,7 4,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–23,8 –54,9 31,2 56,7 –11,6 –13,4 13,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 80,4 22,2 58,2 44,6 40,3 10,8
Finanzergebnis –6,9 –2,2 –4,7 –3,4 –4,2 18,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 73,5 20,0 53,5 41,2 36,1 14,2
Gesamtvermögen 945,7 994,0 –48,3 –4,9 945,7 994,0 –4,9
Gesamtschulden 663,5 714,8 –51,3 –7,2 663,5 714,8 –7,2
Investitionen1) 33,7 11,4 22,3 25,2 7,6

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Investitionsvolumen des Segments lag mit 33,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 11,4 Mio. Euro. Diese Zunahme spiegelt in erster Linie die laufende Erweiterung der Windkraftkapazitäten der EVN – insbesondere den Baufortschritt beim Windpark Sommerein – wider.

In Summe wird die EVN ihre Windkraft-Erzeugungskapazität im dritten Quartal 2017/18 auf 314 MW erhöhen, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 soll sie durch die Umsetzung bereits behördlich genehmigter Projekte schrittweise auf rund 370 MW weiter anwachsen. Dabei nutzt die EVN ein im Rahmen der "Kleinen Ökostromnovelle" vom österreichischen Nationalrat 2017 beschlossenes Sonderkontingent an Förderungen für den Bau von Windkraftanlagen. Mittelfristig strebt die EVN im Bereich Windkraft ein Ausbauziel von bis zu 500 MW an, das durch die Umsetzung weiterer, zum Teil ebenfalls bereits behördlich genehmigter Projekte erreicht werden soll. Dies setzt allerdings entsprechende Rahmenbedingungen voraus.

Netze

Highlights

  • Unterschiedliche Entwicklung im Netzabsatz:
  • Anstieg bei Strom
  • Rückgang bei Erdgas
  • Niedrigere Netznutzungsentgelte für Erdgas dämpfen Umsatzerlöse, EBITDA und Ergebnis vor Ertragsteuern
  • Anhaltend hohe Investitionen in die Versorgungssicherheit

Dank der guten Konjunkturlage stiegen die Netzabsatzmengen für Strom im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 um 2,1 % auf 4.608 GWh. Der Gasnetzabsatz verzeichnete einen Rückgang von 7,3 % auf 12.320 GWh, der hauptsächlich dem

Kennzahlen –
+/–
+/–
2017/18
2016/17
2017/18
2016/17
Netze
1. Halbjahr
1. Halbjahr
absolut
%
2. Quartal
2. Quartal
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Netzabsatz
Strom
4.608
4.511
97
2,1
2.347
2.280
2,9
Erdgas
12.320
13.288
–968
–7,3
6.456
7.158
–9,8
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz
293,9
293,6
0,3
0,1
149,1
157,9
–5,6
Innenumsatz
28,9
31,8
–2,9
–9,1
13,6
16,2
–16,2
322,8
325,4
–2,6
–0,8
162,7
174,2
–6,6
Gesamtumsatz
Operativer Aufwand
–139,6
–135,6
–3,9
–2,9
–77,8
–71,0
–9,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter







183,3
189,7
–6,5
–3,4
84,9
103,2
–17,7
EBITDA
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–59,6
–57,5
–2,1
–3,6
–30,0
–28,9
–3,6
123,7
132,2
–8,6
–6,5
54,9
74,2
–26,0
Operatives Ergebnis (EBIT)
Finanzergebnis
–8,5
–8,5
0,1
0,9
–4,2
–4,5
7,3
115,2
123,7
–8,5
–6,9
50,7
69,7
–27,2
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gesamtvermögen
1.937,9
1.921,7
16,2
0,8
1.937,9
1.921,7
0,8
Gesamtschulden
1.331,6
1.356,9
–25,3
–1,9
1.331,6
1.356,9
–1,9
Investitionen1)
51,6
38,9
12,6
32,4
27,1
19,6
37,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

geringeren Einsatz der thermischen Kraftwerke in Niederösterreich geschuldet war.

Per 1. Jänner 2018 wurden durch einen Beschluss der E-Control-Kommission die Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden für Strom um durchschnittlich 2,4 % erhöht und jene für Erdgas um durchschnittlich 16,2 % reduziert. Der Rückgang bei Erdgas ist – abgesehen davon, dass die Netzabsatzmenge im Vorjahr über jener der Referenzperiode lag – auch auf den Beginn der neuen fünfjährigen Regulierungsperiode zurückzuführen, für die ein geringerer gewichteter Kapitalkostensatz zur Anwendung kommt. Die Erhöhung im Strombereich spiegelt die Investitionen und die höheren Kosten für die Netzstabilisierung wider.

Aufgrund der oben beschriebenen Mengen- und Preiseffekte lagen die Umsatzerlöse des Segments mit 322,8 Mio. Euro um 0,8 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Getrieben vor allem durch höhere vorgelagerte Netzkosten für die Netzstabilisierung lag der operative Aufwand mit 139,6 Mio. Euro um 2,9 % über dem Vorjahreswert.

Das EBITDA reduzierte sich dadurch um 3,4 % auf 183,3 Mio. Euro. Da die Abschreibungen zudem investitionsbedingt um 3,6 % auf 59,6 Mio. Euro zunahmen, ging das EBIT um 6,5 % auf 123,7 Mio. Euro zurück.

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit –8,5 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau. Per Saldo erzielte das Segment Netze damit im ersten Halbjahr 2017/18 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 115,2 Mio. Euro, das um 6,9 % unter dem Vorjahreswert lag.

Um die Versorgungssicherheit und -qualität nachhaltig zu gewährleisten und zu verbessern, bildet die niederösterreichische Netzinfrastruktur weiterhin den maßgeblichen Investitionsschwerpunkt für die EVN. Im Einklang mit dieser Zielsetzung wurden die Investitionen des Segments Netze im Berichtszeitraum um 32,4 % auf 51,6 Mio. Euro erhöht. Die zahlreichen laufenden Projekte betreffen unter anderem den Ausbau der 110-kV-Leitungen sowie die Erweiterung von Umspannwerken.

Südosteuropa

Highlights

  • Temperaturbedingter Rückgang im Netz- und Energieabsatz
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter dem durch positiven Einmaleffekt geprägten Vorjahresniveau
Kennzahlen –
Südosteuropa
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
absolut +/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 191 266 –74 –28,0 91 138 –34,2
davon erneuerbare Energie 74 65 9 14,5 47 28 66,7
davon Wärmekraftewerke 117 201 –84 –41,7 44 110 –60,2
Netzabsatz Strom 7.721 7.897 –176 –2,2 4.111 4.171 –1,4
Energieverkauf an Endkunden 6.633 7.112 –479 –6,7 3.596 3.788 –5,1
davon Strom 6.407 6.877 –469 –6,8 3.461 3.644 –5,0
davon Erdgas 48 36 12 34,0 25 26 –4,9
davon Wärme 178 200 –22 –11,0 110 118 –7,4
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 513,4 541,9 –28,5 –5,3 273,6 286,4 –4,5
Innenumsatz 0,4 0,2 0,3 0,3 0,1
Gesamtumsatz 513,8 542,0 –28,3 –5,2 273,8 286,5 –4,4
Operativer Aufwand –467,4 –435,9 –31,5 –7,2 –243,0 –204,6 –18,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 46,4 106,1 –59,7 –56,3 30,8 82,0 –62,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–31,3 –31,3 0,0*) 0,0*) –15,5 –15,8 1,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 15,1 74,9 –59,7 –79,8 15,3 66,2 –76,9
Finanzergebnis –10,3 –12,5 2,2 17,8 –4,9 –6,8 28,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,9 62,4 –57,5 –92,2 10,4 59,4 –82,5
Gesamtvermögen 1.186,7 1.206,7 –20,0 –1,7 1.186,7 1.206,7 –1,7
Gesamtschulden 953,1 965,0 –11,9 –1,2 953,1 965,0 –1,2
Investitionen1) 40,9 48,3 –7,4 –15,4 17,0 17,7 –4,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Während das Ergebnis des Segments Südosteuropa im Vorjahr durch die Einigung mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK deutlich positiv beeinflusst gewesen war, wirkten sich im Berichtszeitraum deutlich mildere Temperaturen dämpfend aus. Besonders deutlich zeigte sich dies im Vergleich zum außergewöhnlich kalten Winter des Vorjahres. Die Netzabsatzmengen für Strom gingen dadurch in Bulgarien und Mazedonien in Summe um 2,2 % auf 7.721 GWh zurück, und auch das an Endkunden abgesetzte Stromvolumen lag mit 6.407 GWh um 6,8 % unter dem Vorjahresniveau. Eine Reduktion um 11,0 % auf 178 GWh verzeichnete auch der Wärmeverkauf in Bulgarien.

Während die erneuerbare Erzeugung in Südosteuropa dank der überdurchschnittlichen Wasserführung in Mazedonien im Berichtszeitraum um 14,5 % auf 74 GWh zulegen konnte, verzeichnete die thermische Erzeugung einen Rückgang um 41,7 % auf 117 GWh, da die Cogeneration-Anlage in Plovdiv infolge einer längeren außerplanmäßigen Revision nicht durchgehend produzieren konnte.

Diese energiewirtschaftlichen Entwicklungen bewirkten im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang um 5,2 % auf 513,8 Mio. Euro.

Der operative Aufwand nahm hingegen um 7,2 % auf 467,4 Mio. Euro zu. Dies war insbesondere dem positiv beeinflussten Vergleichswert des Vorjahres geschuldet, der die mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK erzielte Einigung enthalten hatte. Das EBITDA für den Berichtszeitraum lag dadurch mit 46,4 Mio. Euro um 56,3 % unter dem Vorjahresniveau, und auch das EBIT reduzierte sich – bei nahezu stabilen Abschreibungen – um 79,8 % auf 15,1 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis zeigte eine Verbesserung um 17,8 % auf –10,3 Mio. Euro. Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 62,4 Mio. Euro).

Die Investitionen der EVN im Segment Südosteuropa lagen im ersten Halbjahr 2017/18 mit 40,9 Mio. Euro um 15,4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

In dem von der EVN beim Schiedsgericht der Weltbank gegenüber der Republik Bulgarien angestrengten internationalen Schiedsgerichtsverfahren wird noch im Lauf des Jahres 2018 der Schiedsspruch erwartet.

Umwelt

Highlights

  • Rückläufige Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern durch Entfall eines negativen Einmaleffekts verbessert

Im Segment Umwelt ist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wesentlich von der Akquisition neuer Aufträge im internationalen Projektgeschäft sowie dem stichtagsbezogenen Status der Auftragsabwicklung beeinflusst. Zum Stichtag 31. März 2018 arbeitete die EVN an insgesamt sechs Generalunternehmeraufträgen zur Errichtung von Kläranlagen in Kroatien, Mazedonien, Polen und Tschechien. Die Auftragsvergabe für die beiden Projekte in Kuwait und Bahrain dauert noch an und wird unverändert im Jahr 2018 erwartet.

Insgesamt lagen die Aktivitäten im internationalen Projektgeschäft im Berichtszeitraum unter Vorjahresniveau. Dies spiegelte sich in einem Umsatzrückgang des Segments Umwelt wider, der auch von Zuwächsen im Bereich der thermischen Abfallverwertung und der Trinkwasserversorgung nicht ausgeglichen werden konnte. In Summe verringerten sich die Umsatzerlöse des Segments damit um 22,1 % auf 82,5 Mio. Euro.

Der operative Aufwand des Segments ging im Berichtszeitraum um 41,4 % auf 73,8 Mio. Euro zurück. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung war das geringere Volumen im internationalen Projektgeschäft. Zudem war der Vergleichswert des Vorjahres durch eine Wertberichtigung der verbliebenen, in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 45,5 Mio. Euro überdurchschnittlich hoch gewesen.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg aufgrund des Projektfortschritts beim Kläranlagenprojekt in Prag um 23,8 % auf 7,9 Mio. Euro.

Per Saldo erwirtschaftete das Segment Umwelt damit ein EBITDA von 16,7 Mio. Euro (Vorjahr: –13,5 Mio. Euro). Bei leicht gesunkenen Abschreibungen von 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro) errechnete sich ein EBIT von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: –26,5 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis belief sich auf –0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). In Summe ergab sich damit im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 4,8 Mio. Euro, verglichen mit –26,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
absolut +/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 74,4 98,3 –23,9 –24,3 36,2 36,5 –0,9
Innenumsatz 8,1 7,6 0,5 6,9 4,5 3,5 28,3
Gesamtumsatz 82,5 105,9 –23,4 –22,1 40,7 40,0 1,7
Operativer Aufwand –73,8 –125,8 52,0 41,4 –34,6 –78,8 56,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
7,9 6,4 1,5 23,8 3,6 3,5 2,5
EBITDA 16,7 –13,5 30,2 9,6 –35,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–11,5 –13,0 1,5 11,3 –5,7 –6,5 11,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,1 –26,5 31,6 3,9 –41,7
Finanzergebnis –0,3 0,1 –0,4 0,0*) –0,2 81,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,8 –26,4 31,2 3,9 –42,0
Gesamtvermögen 789,2 814,9 –25,8 –3,2 789,2 814,9 –3,2
Gesamtschulden 620,0 644,7 –24,7 –3,8 620,0 644,7 –3,8
Investitionen1) 7,0 5,1 1,9 37,4 4,1 1,9

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Die Investitionen der EVN im Segment Umwelt erhöhten sich im Berichtszeitraum um 37,4 % auf 7,0 Mio. Euro. Begründet ist dieser Anstieg mit der strategischen Ausrichtung der EVN, weiterhin massiv in die Verbesserung von Sicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich zu investieren. Der Fokus liegt dabei derzeit auf dem Ausbau überregionaler Leitungsnetze. Plangemäß verläuft auch der Baufortschritt für eine weitere Naturfilteranlage zur natürlichen Reduktion der Wasserhärte südöstlich von Wien. Zudem weitet die EVN kontinuierlich ihre Aktivitäten im Bereich der Ortswasserversorgung aus: Nachdem sie erst Anfang Jänner 2018 in zwei niederösterreichischen Gemeinden die Betriebsführung der örtlichen Wasserleitungsnetze übernommen hatte, konnte zuletzt mit zwei weiteren Gemeinden die Übertragung der Betriebsführung ab 1. Juli 2018 vereinbart werden. Aktuell beliefert die EVN rund 570.000 Einwohner Niederösterreichs mit Trinkwasser, davon mehr als 110.000 direkt.

Alle sonstigen Segmente

Highlights

  • Höhere Ergebnisbeiträge von RAG und Energie Burgenland
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Finanzergebnis

Die Umsatzerlöse dieses Segments erhöhten sich im ersten Halbjahr 2017/18 um 2,7 % auf 36,4 Mio. Euro, gleichzeitig nahm der operative Aufwand um 2,5 % auf 38,3 Mio. Euro zu.

Dank einer Verbesserung der Ergebnisbeiträge der RAG und der Energie Burgenland erhöhte sich der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter um 4,4 % auf 37,2 Mio. Euro.

In Summe ergab sich daraus ein EBITDA von 35,3 Mio. Euro und damit eine Steigerung von 4,7 % gegenüber dem Vorjahreswert. Bei nahezu stabilen Abschreibungen von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) erhöhte sich auch das EBIT um 4,6 % auf 34,5 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis des Segments lag mit 18,6 Mio. Euro um 51,8 % über dem Vorjahreswert. Hauptgründe dafür waren eine Reduktion der Nettoverschuldung und der damit verbundene geringere Zinsaufwand sowie höhere konzerninterne Ausschüttungen. Die am 11. Mai 2018 ausgezahlte Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie wird dabei erst im dritten Quartal 2017/18 im Finanzergebnis des Segments ausgewiesen.

Per Saldo belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtszeitraum auf 53,2 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahresniveau um 17,4 %.

Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
+/–
absolut
% 2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 6,8 6,2 0,6 9,8 3,2 2,5 30,8
Innenumsatz 29,6 29,2 0,3 1,1 14,3 14,7 –2,7
Gesamtumsatz 36,4 35,4 0,9 2,7 17,5 17,1 2,2
Operativer Aufwand –38,3 –37,3 –0,9 –2,5 –18,3 –18,4 0,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
37,2 35,6 1,6 4,4 22,0 13,9 58,0
EBITDA 35,3 33,7 1,6 4,7 21,2 12,6 68,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–0,8 –0,7 –0,1 –8,0 –0,4 –0,3 –18,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 34,5 33,0 1,5 4,6 20,8 12,3 69,3
Finanzergebnis 18,6 12,3 6,4 51,8 0,7 –0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 53,2 45,3 7,9 17,4 21,6 12,0 79,6
Gesamtvermögen 3.265,5 2.820,2 445,4 15,8 3.265,5 2.820,2 15,8
Gesamtschulden 1.248,6 1.213,8 34,8 2,9 1.248,6 1.213,8 2,9
Investitionen1) 1,4 0,3 1,1 1,1 0,2

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
+/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
2016/17
Umsatzerlöse 1.246,0 1.309,8 –4,9 655,0 702,4 –6,7 2.215,6
Sonstige betriebliche Erträge 48,5 53,1 –8,6 24,7 31,6 –21,7 101,9
Fremdstrombezug und Energieträger –591,2 –597,2 1,0 –324,0 –308,0 –5,2 –989,0
Fremdleistungen und sonstiger
Materialaufwand
–124,7 –167,9 25,8 –61,8 –100,0 38,2 –313,7
Personalaufwand –155,5 –155,9 0,2 –76,6 –76,4 –0,3 –316,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –63,3 –69,0 8,3 –31,6 –35,6 11,2 –139,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
111,0 108,3 2,5 53,4 47,4 12,8 162,6
EBITDA 470,8 481,1 –2,1 239,2 261,3 –8,5 721,6
Abschreibungen –129,9 –131,4 1,1 –65,0 –65,7 1,1 –262,3
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –0,6 –30,1 98,1 0,1 –1,2 –112,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 340,3 319,6 6,5 174,4 194,4 –10,3 346,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit finanziellem Charakter
0,1 –0,2 0,0*) –0,1 12,2
Ergebnis aus anderen Beteiligungen –0,9 –0,1 –0,8 –0,1 18,8
Zinserträge 5,3 14,1 –62,0 2,8 3,0 –8,2 19,5
Zinsaufwendungen –27,2 –34,6 21,3 –13,6 –16,8 19,0 –65,4
Sonstiges Finanzergebnis –2,4 –4,6 47,3 –1,7 –2,8 40,9 –6,5
Finanzergebnis –25,1 –25,4 1,1 –13,3 –16,8 20,7 –21,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 315,3 294,3 7,1 161,1 177,7 –9,3 325,5
Ertragsteuern –69,6 –53,8 –29,2 –34,5 –32,9 –4,8 –53,9
Ergebnis nach Ertragsteuern 245,7 240,5 2,2 126,6 144,7 –12,6 271,5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
229,4 233,8 –1,9 117,2 138,5 –15,4 251,0
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
16,3 6,7 9,4 6,3 49,6 20,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,29 1,31 –1,9 0,66 0,78 –15,4 1,41

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

*) Kleinbetrag

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
+/–
%
2017/18
2. Quartal
2016/17
2. Quartal
+/–
%
2016/17
Ergebnis nach Ertragsteuern 245,7 240,5 2,2 126,6 144,7 –12,6 271,5
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in
die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden –1,3 6,1 –2,1 5,2 12,3
Neubewertung IAS 19 –4,9 4,7 –2,4 6,9 26,6
At Equity einbezogene Unternehmen 2,5 2,4 2,6 –0,3 –7,6
darauf entfallende Ertragsteuern 1,2 –1,1 0,6 –1,7 –6,6
Posten, die in künftigen Perioden
gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden
120,7 45,0 114,1 23,9 190,6
Währungsdifferenzen –0,6 4,2 –0,1 3,0 0,9
Available-for-Sale-Finanzinstrumente 160,4 42,8 151,6 29,7 245,3
Cash Flow Hedges 3,4 8,4 –59,8 1,7 3,0 –43,6 13,8
At Equity einbezogene Unternehmen –1,9 4,1 –0,7 –5,6 87,2 –3,7
darauf entfallende Ertragsteuern –40,5 –14,5 –38,3 –6,2 –65,7
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern 119,5 51,1 112,1 29,1 203,0
Gesamtergebnis der Periode 365,2 291,5 25,3 238,6 173,8 37,3 474,5
davon Ergebnisanteil der
Aktionäre der EVN AG
347,6 284,8 22,0 229,4 167,5 36,9 454,9
davon Ergebnisanteil
nicht beherrschender Anteile
17,6 6,7 9,2 6,3 47,2 19,6

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.03.2018 30.09.2017 absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 168,5 177,1 –8,5 –4,8
Sachanlagen 3.387,3 3.383,6 3,7 0,1
At Equity einbezogene Unternehmen 937,7 954,8 –17,1 –1,8
Sonstige Beteiligungen 1.078,2 919,0 159,2 17,3
Aktive latente Steuern 81,5 79,6 1,9 2,4
Übrige Vermögenswerte 221,4 209,9 11,6 5,5
5.874,7 5.723,8 150,9 2,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 86,6 98,4 –11,8 –12,0
Forderungen 527,0 409,0 118,1 28,9
Wertpapiere 94,9 0,5 94,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 170,7 223,1 –52,4 –23,5
879,2 731,0 148,2 20,3
Summe Aktiva 6.753,9 6.454,9 299,1 4,6
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,0 253,0
Gewinnrücklagen 2.271,9 2.126,2 145,6 6,8
Bewertungsrücklage 345,0 226,2 118,8 52,5
Währungsumrechnungsrücklage –22,6 –22,1 –0,6 –2,6
Eigene Aktien –21,3 –21,2 –0,0*) –0,1
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 3.155,9 2.892,1 263,8 9,1
Nicht beherrschende Anteile 272,7 258,0 14,8 5,7
3.428,7 3.150,1 278,6 8,8
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.058,3 1.125,4 –67,1 –6,0
Latente Steuerverbindlichkeiten 225,3 171,8 53,5 31,1
Langfristige Rückstellungen 453,8 452,6 1,1 0,3
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 591,8 584,1 7,7 1,3
Übrige langfristige Schulden 51,1 58,3 –7,2 –12,3
2.380,3 2.392,2 –11,9 –0,5
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 92,8 50,5 42,3 83,9
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 143,1 67,6 75,5
Lieferantenverbindlichkeiten 296,1 314,0 –17,9 –5,7
Kurzfristige Rückstellungen 92,3 91,6 0,7 0,8
Übrige kurzfristige Schulden 320,6 388,9 –68,3 –17,6
944,9 912,6 32,4 3,5
6.753,9 6.454,9 299,1 4,6
Summe Passiva

*) Kleinbetrag

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2016 2.510,8 259,8 2.770,7
Gesamtergebnis der Periode 284,8 6,7 291,5
Dividende 2015/16 –74,7 –2,5 –77,2
Sonstige Veränderungen 0,0*) 0,0*)
Stand 31.03.2017 2.721,0 264,0 2.985,0
Stand 30.09.2017 2.892,1 258,0 3.150,1
Gesamtergebnis der Periode 347,6 17,6 365,2
Dividende 2016/17 –83,6 –2,7 –86,4
Sonstige Veränderungen/Konsolidierungskreisänderungen –0,1 –0,1 –0,1
Stand 31.03.2018 3.155,9 272,7 3.428,7

*) Kleinbetrag

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
+/–
absolut
% 2016/17
Ergebnis vor Ertragsteuern 315,3 294,3 21,0 7,1 325,5
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
130,5 161,5 –31,0 –19,2 374,8

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
–110,2 –108,1 –2,2 –2,0 –193,6
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonst. Beteiligungen
128,8 92,7 36,0 38,8 129,2
+
Zinsaufwendungen
27,2 34,6 –7,4 –21,3 65,4

Zinsauszahlungen
–21,2 –24,6 3,4 13,9 –55,6

Zinserträge
–5,3 –14,1 8,7 62,0 –19,5
+
Zinseinzahlungen
4,3 13,3 –9,0 –67,8 17,3
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 1,3 1,4 –0,1 –4,2 2,3

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–23,2 –22,3 –0,9 –4,1 –45,4

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–8,7 –6,7 –1,9 –28,2 –29,6
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge –0,3 0,5 –0,8 1,6
Cash Flow aus dem Ergebnis 438,4 422,5 15,9 3,8 572,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit
–185,2 –164,1 –21,2 –12,9 –52,8
+/– Zahlungen für Ertragsteuern 0,7 3,9 –3,2 –81,8 –10,5
Cash Flow aus dem operativen Bereich 253,9 262,4 –8,4 –3,2 508,9
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –89,3 10,5 –99,8 –144,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten –13,1 20,7 –33,8 –1,0
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen –94,4 –30,5 –63,9 74,9
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –196,7 0,8 –197,5 –70,6

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–83,6 –74,7 –8,9 –12,0 –74,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–2,7 –2,5 –0,2 –9,5 –21,5
+/– Ab-/Zugang Nennkapital 0,1
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 1,0

Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–31,9 –85,6 53,7 62,7 –344,8
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –118,3 –162,8 44,5 27,3 –439,9
Cash Flow gesamt –61,1 100,3 –161,4 –1,6
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 221,8 223,5 –1,7 –0,8 223,5
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 160,7 323,8 –163,1 –50,4 221,8

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss der EVN AG zum 31. März 2018 wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2016/17 (Bilanzstichtag: 30. September 2017) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2017 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2017/18 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 7 Angabeninitiative – Geldflussrechnung 01.01.2017
IAS 12 Ansatz von aktiv latenten Steuern
für nicht realisierte Verluste
01.01.2017
Diverse Annual Improvements 2014–2016 01.01.2017/
01.01.20182)

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

2) Die Übernahme erfolgte mit Bekanntmachung im Amtsblatt am 8. Februar 2018. Die Änderungen zu IFRS 12 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen.

Die erstmals verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. März 2018 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 31 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2017: 27 inländische und 36 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2018 wurden 20 Tochterunternehmen (30. September 2017: 19) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2016 67 1 17 85
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen1) –3 –3
30.09.2017 63 1 17 81
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –1 –1
31.03.2018 63 1 16 80
davon ausländische
Unternehmen
32 1 5 38

1) Konzerninterne Umgründungen

Im Geschäftsjahr 2016/17 kam es zu einer Umstrukturierung der WEEV Beteiligungs GmbH. Die von der WEEV gehaltenen Verbund-Anteile wurden im Juni 2017 an die Mutterunternehmen EVN und Wiener Stadtwerke übertragen. Im Oktober 2017 hat die EVN die Anteile an der WEEV von den Wiener Stadtwerken übernommen. Die WEEV befindet sich aktuell in Liquidation und wurde im ersten Quartal 2017/18 aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Ergebnis
anteils der at Equity einbezogenen
Unternehmen operativ
Mio. EUR
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
EVN KG 60,2 62,3
RAG 22,0 20,9
Energie Burgenland 15,2 14,7
ZOV; ZOV UIP 6,0 6,4
Verbund Innkraftwerke 1,8 –0,3
Andere Gesellschaften 5,9 4,3
Summe Ergebnis der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ 111,0 108,3

Das Beteiligungsergebnis, welches das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen enthält, entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
WEEV Beteiligungs GmbH –0,2
Andere Gesellschaften 0,1 0,0*)
Ergebnis der at Equity einbezogenen
Unternehmen finanziell
0,1 –0,2
Verbund AG
Andere Gesellschaften –0,9 –0,1
Ergebnis aus anderen Beteiligungen –0,9 –0,1
Summe Beteiligungsergebnis –0,8 –0,3

*) Kleinbetrag

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2018 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.927.548 Stück (31. März 2017: 177.842.333 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 229,4 Mio. Euro (Vorjahr: 233,8 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. März 2018 ein Ergebnis je Aktie von 1,29 Euro (31. März 2017: 1,31 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Halbjahr 2017/18 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 136,0 Mio. Euro (Vorjahr: 109,7 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsverlust in Höhe von 0,2 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich um 17,1 Mio. Euro bzw. 1,8 % auf 937,7 Mio. Euro. Diese Reduktion resultierte vorwiegend aus den Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften, die insgesamt 128,7 Mio. Euro betrugen. Dieser Reduktion standen laufende Ergebnisanteile in Höhe von 111,1 Mio. Euro sowie erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro gegenüber.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.078,2 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.035,6 Mio. Euro, der sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 160,4 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
Stück
2017/18
1. Halbjahr
Stand 30.09.2017 177.927.548
Erwerb eigener Aktien
Stand 31.03.2018 177.927.548

Mit Beschluss vom 21. Jänner 2016 ermächtigte die 87. ordentliche Hauptversammlung der EVN AG den Vorstand, während einer Geltungsdauer von 30 Monaten auf Inhaber lautende eigene Stückaktien zum Zweck (i) der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie

(ii) gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN zu erwerben. Derzeit macht der Vorstand von diesem Ermächtigungsbeschluss keinen Gebrauch.

Zum Stichtag 31. März 2018 hielt die EVN 1.950.854 Stück eigene Aktien (das sind 1,08 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 21,3 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 89. Hauptversammlung der EVN hat am 18. Jänner 2018 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2016/17 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie inklusive einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 83,6 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2018, Dividendenzahltag der 26. Jänner 2018.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der
langfristigen
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.03.2018 30.09.2017
Anleihen 504,8 532,0
Bankdarlehen 553,5 593,3
Summe langfristige
Finanzverbindlichkeiten
1.058,3 1.125,4

Die Reduktion der Anleihen um 27,2 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Umbuchung einer am 18. März 2019 endfälligen Anleihe von lang- in kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro enthalten, die im Oktober 2012 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
Außenumsatz 327,9 340,5 29,7 29,4 293,9 293,6 513,4 541,9
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 4,3 4,2 127,9 114,3 28,9 31,8 0,4 0,2
Gesamtumsatz 332,2 344,7 157,6 143,7 322,8 325,4 513,8 542,0
Operativer Aufwand –310,0 –318,2 –55,9 –66,4 –139,6 –135,6 –467,4 –435,9
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
63,5 66,4 2,4 –0,1
EBITDA 85,7 92,9 104,2 77,1 183,3 189,7 46,4 106,1
Abschreibungen –9,7 –9,4 –23,8 –54,9 –59,6 –57,5 –31,3 –31,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 76,0 83,5 80,4 22,2 123,7 132,2 15,1 74,9
Finanzergebnis –2,1 –1,4 –6,9 –2,2 –8,5 –8,5 –10,3 –12,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 73,9 82,0 73,5 20,0 115,2 123,7 4,9 62,4
Gesamtvermögen 729,2 704,3 945,7 994,0 1.937,9 1.921,7 1.186,7 1.206,7
Investitionen1) 5,3 5,8 33,7 11,4 51,6 38,9 40,9 48,3
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
Außenumsatz 74,4 98,3 6,8 6,2 1.246,0 1.309,8
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 8,1 7,6 29,6 29,2 –199,3 –187,3
Gesamtumsatz 82,5 105,9 36,4 35,4 –199,3 –187,3 1.246,0 1.309,8
Operativer Aufwand –73,8 –125,8 –38,3 –37,3 198,6 182,3 –886,2 –936,9
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
7,9 6,4 37,2 35,6 111,0 108,3
EBITDA 16,7 –13,5 35,3 33,7 –0,6 –5,0 470,8 481,1
Abschreibungen –11,5 –13,0 –0,8 –0,7 6,2 5,4 –130,5 –161,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 5,1 –26,5 34,5 33,0 5,5 0,4 340,3 319,6
Finanzergebnis –0,3 0,1 18,6 12,3 –15,7 –13,0 –25,1 –25,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,8 –26,4 53,2 45,3 –10,1 –12,6 315,3 294,3
Gesamtvermögen 789,2 814,9 3.265,5 2.820,2 –2.100,3 –1.911,1 6.753,9 6.550,8
Investitionen1) 7,0 5,1 1,4 0,3 –3,8 136,0 109,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Walsum 10 vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

31.03.2018 30.09.2017
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen AFS Stufe 3 36,8 36,8 36,8 36,8
Andere Beteiligungen AFS Stufe 1 1.035,6 1.035,6 875,2 875,2
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 76,4 76,4 58,4 58,4
Ausleihungen LAR Stufe 2 40,8 47,7 40,6 48,4
Forderungen aus Leasinggeschäften LAR Stufe 2 77,8 86,7 86,9 99,6
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 10,9 10,9 8,0 8,0
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 0,7 0,7 1,0 1,0
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte LAR 0,5 0,5 0,5 0,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 486,6 486,6 367,8 367,8
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 24,2 24,2 18,0 18,0
Wertpapiere AFS Stufe 1 94,9 94,9 0,5 0,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 170,7 170,7 223,1 223,1
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC Stufe 2 504,8 605,5 532,0 637,1
Bankdarlehen FLAC Stufe 2 553,5 639,1 593,3 651,5
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten FLAC Stufe 2 10,6 11,7 12,7 14,6
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 0,8 0,8 1,1 1,1
Sonstige übrige Schulden FLAC 12,9 12,9 12,4 12,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 7,1 7,1 9,8 9,8
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 19,8 19,8 22,4 22,4
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 92,8 92,8 50,5 50,5
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 296,1 296,1 314,0 314,0
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 192,6 192,6 245,3 245,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 25,5 25,5 25,9 25,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 5,4 5,4 7,4 7,4
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 1.167,3 912,5
Kredite und Forderungen LAR 776,4 718,9
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL 111,5 84,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC 1.664,1 1.761,3

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
Umsätze 195,9 238,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen 50,3 82,1
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
55,8 27,4
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
39,1 36,0

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2017 um 46,4 Mio. Euro auf 285,5 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einem Rückgang der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften. Dieser Reduktion stand eine Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2018 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 2,8 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 254,5 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2018 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 25. Mai 2018 traten folgende Ereignisse auf:

In der am 23. April 2018 abgehaltenen 71. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG wurde für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,29 Euro je Aktie) beschlossen.

Im Mai 2018 hat die EVN AG ihre bestehende syndizierte Kreditlinie in Höhe von 400,0 Mio. Euro vorzeitig refinanziert. Die Laufzeit der neuen Fazilität in gleicher Höhe, die von einem Konsortium aus neun internationalen Banken bereitgestellt wird, beträgt fünf Jahre und sieht zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr vor.

Ebenfalls im Mai 2018 hat die deutsche Tochtergesellschaft WTE Wassertechnik den mit der Gemeinde Budva, Montenegro, abgeschlossenen Vertrag über die Errichtung, Finanzierung und Betriebsführung einer Kläranlage vorzeitig gekündigt und die Gemeinde Budva zur Übernahme der im Wesentlichen fertiggestellten Anlage sowie zur Bezahlung der gesamten aus der Vertragsbeendigung resultierenden Forderung aufgefordert. Grund für diese Maßnahme war die fortgesetzte Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen durch die Gemeinde Budva. Die Ansprüche der WTE Wassertechnik sind teilweise durch eine Garantie der Republik Montenegro sowie zur Gänze durch weitere Garantien der Gemeinde Budva sowie der Bundesrepublik Deutschland abgesichert. Zwischenzeitlich konnten Gespräche mit der Gemeinde Budva und der Republik Montenegro aufgenommen werden.

Erklärung des Vorstands

gemäß § 125 Abs. 1 Z. 3 Börsegesetz 2018

Der Vorstand der EVN AG bestätigt, dass der in Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst

Maria Enzersdorf, am 25. Mai 2018

EVN AG Der Vorstand

Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Franz Mittermayer Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Die EVN auf dem Kapitalmarkt

Die EVN Aktie

Marktumfeld und Performance

Die Aktienindizes entwickelten sich im Zeitraum Oktober 2017 bis März 2018 weltweit sehr unterschiedlich. So mussten vor allem die europäischen Indizes die zwischen Oktober 2017 und Jänner 2018 erzielten Zuwächse wieder abgeben. Während der USamerikanische Leitindex Dow Jones im Berichtszeitraum ein Plus von 7,6 % erreichte, verzeichnete der deutsche Leitindex DAX ein Minus von 5,7 %. Gegen den europäischen Trend konnte der Wiener Leitindex ATX um 3,4 % zulegen. Die Aktie der EVN erzielte im selben Zeitraum eine Steigerung um rund 20 % und entwickelte sich damit deutlich besser als der für sie maßgebliche Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities, der im Berichtszeitraum 3,7 % an Wert verlor. Das durchschnittlich pro Tag gehandelte Aktienvolumen der EVN lag bei 52.253 Stück (Einmalzählung). Daraus ergibt sich für das erste Halbjahr 2017/18 ein Umsatzvolumen von 100,9 Mio. Euro (Einmalzählung), das einem Anteil von 0,58 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse entspricht.

Mittelverwendungsstrategie und Dividende

Die EVN strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ihren Investitionsprojekten und einer attraktiven Vergütung für ihre Aktionäre an. Für das Geschäftsjahr 2016/17 wurde in der 89. ordentlichen Hauptversammlung am 18. Jänner 2018 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,44 Euro sowie einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro je dividendenberechtige Aktie an die Aktionäre der EVN AG beschlossen. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2018, Dividendenzahltag der 26. Jänner 2018.

Aktienrückkaufprogramm

Der durch die 87. ordentliche Hauptversammlung am 21. Jänner 2016 für eine Geltungsdauer von 30 Monaten erteilte Ermächtigungsbeschluss für den Erwerb eigener Aktien wird vom Vorstand derzeit nicht genutzt. Der Ermächtigungsbeschluss ist noch bis zum 21. Juli 2018 gültig.

Eigene Aktien 30,1 % 17,8 % 51,0 % 1,1 % Streubesitz NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH EnBW Trust e.V.

1) Per 31. März 2018

Aktionärsstruktur1)

Externe Ratings

Die Diversifikation ihrer Finanzierungsinstrumente und -partner ist ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierungsstrategie der EVN. Aus diesem Grund ist neben guten Geschäftsbeziehungen zu regionalen, internationalen und multilateralen Banken der flexible Kapitalmarktzugang zu nationalen und internationalen Investoren von besonders hoher Bedeutung für das Unternehmen. Eine wichtige Grundlage dafür sind die unabhängigen Bonitätsbeurteilungen durch die beiden internationalen Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's. Dabei strebt die EVN Ratings im A-Bereich an.

Im April 2018 aktualisierten beide Rating-Agenturen ihre Einstufungen für die EVN:

  • Moody's: A2 bestätigt, Ausblick von stabil auf positiv angehoben
  • Standard & Poor's: A– bei stabilem Ausblick bestätigt
EVN Aktie – Performance 2017/18
1. Halbjahr
2016/17
1. Halbjahr
Kurs per Ultimo März EUR 15,86 11,95
Höchstkurs EUR 18,00 12,00
Tiefstkurs EUR 13,07 10,47
Aktienumsatz1) Mio. EUR 100,9 55,2
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 52.253 39.226
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,58 0,36
Börsekapitalisierung per Ultimo März Mio. EUR 2.853 2.150
ATX-Prime-Gewichtung per Ultimo März % 1,00 0,88

1) Wiener Börse, Einmalzählung

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2017/18 23.08.2018
Jahresergebnis 2017/18 13.12.2018

1) Vorläufig

Basisinformationen1)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A2, positiv (Moody's); A–, stabil (Standard & Poor's)

1) Per 31. März 2018

Impressum Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030 Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 25. Mai 2018