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EVN AG Interim / Quarterly Report 2017

Aug 24, 2017

742_10-q_2017-08-24_04463210-f4fa-40b1-9db4-43cc8b9dfdd7.pdf

Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2016/17 1. Oktober 2016 – 30. Juni 2017

Kennzahlen

2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
2015/16
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 4.940 4.662 6,0 821 1.299 –36,8 5.866
davon erneuerbare Energie GWh 1.575 1.531 2,9 544 565 –3,7 2.026
Stromverkauf an Endkunden GWh 14.410 14.275 0,9 3.985 4.036 –1,3 18.292
Gasverkauf an Endkunden GWh 5.369 4.850 10,7 747 705 6,0 5.134
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.994 1.794 11,2 380 362 5,0 2.082
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.765,5 1.616,6 9,2 455,7 419,8 8,6 2.046,6
EBITDA Mio. EUR 603,0 525,4 14,8 121,9 103,0 18,4 604,4
EBITDA-Marge1) % 34,2 32,5 1,7 26,8 24,5 2,2 29,5
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 301,2 299,3 0,6 –18,5 8,6 260,4
EBIT-Marge1) % 17,1 18,5 –1,5 –4,1 2,1 –6,1 12,7
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 293,4 259,8 12,9 –0,9 8,7 198,9
Konzernergebnis Mio. EUR 242,0 198,8 21,7 8,3 9,0 –7,9 156,4
Ergebnis je Aktie EUR 1,36 1,12 21,7 0,05 0,05 –8,2 0,88
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.311,0 6.549,6 –3,6 6.311,0 6.549,6 –3,6 6.556,5
Eigenkapital Mio. EUR 2.994,8 2.733,3 9,6 2.994,8 2.733,3 9,6 2.770,7
Eigenkapitalquote1) % 47,5 41,7 5,7 47,5 41,7 5,7 42,3
Nettofinanzverschuldung Mio. EUR 899,6 1.098,8 –18,1 899,6 1.098,8 –18,1 1.121,5
Gearing1) % 30,0 40,2 –10,2 30,0 40,2 –10,2 40,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 508,4 450,5 12,8 85,9 65,9 30,3 537,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 380,6 398,2 –4,4 118,2 162,3 –27,2 463,0
Investitionen2) Mio. EUR 171,2 193,7 –11,6 61,3 78,1 –21,4 315,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 13,09 10,26 27,6 13,09 10,26 27,6 10,56
Aktienumsatz3) Mio. EUR 77,5 53,5 45,0 65,8
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.355 1.846 27,6 2.355 1.846 27,6 1.899
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.844 6.830 0,2 6.842 6.820 0,3 6.830

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

3) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Highlights 3 Konzern-Zwischenabschluss 16
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 16
Energiewirtschaftliches Umfeld 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 17
Geschäftsentwicklung 4 Konzern-Bilanz 18
Entwicklung der Segmente 8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 19
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 19
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 20

Highlights

Überwiegend positive Rahmenbedingungen im bisherigen Geschäftsjahr 2016/17

  • Deutlich kühlere Temperaturen in den Kernmärkten Österreich, Bulgarien und Mazedonien, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Mehrjahresdurchschnitt
  • Hoher Bedarf an überregionalem Leistungsaustausch und Engpassmanagement führte zu häufigeren Abrufen der thermischen Kraftwerke der EVN

Positive Geschäftsentwicklung

  • Umsatzanstieg (+9,2 %)
  • Verbessertes EBITDA (+14,8 %), EBIT (+0,6 %) und Konzernergebnis (+21,7 %)

Schiedsspruch von rund 200 Mio. Euro für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 im November 2016

• Reduktion der Anschaffungskosten als wesentlicher Effekt

Positiver Einmaleffekt durch Einigung mit staatlicher bulgarischer Elektrizitätsgesellschaft NEK im Februar 2017

• Zuschreibung von in der Vergangenheit wertberichtigten Forderungen für vorfinanzierte Ökostrom-Mehrkosten (zuzüglich Verzugszinsen)

Dynamische Entwicklung im Umweltgeschäft

  • Stetiger Ausbau der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich, begleitet durch kontinuierliche Verbesserung von Versorgungssicherheit und -qualität
  • Bestbieter für ein Abwasserprojekt in Kuwait nach Angebotsöffnung im März 2017; endgültige Auftragsvergabe steht noch aus

Weiterer Ausbau im Bereich Windkraft

  • Steigerung der Windkraft-Erzeugungskapazität von derzeit 269 MW auf über 300 MW im Geschäftsjahr 2017/18 durch Inbetriebnahme der in Bau befindlichen Projekte Oberwaltersdorf (10 MW) und Sommerein (33 MW)
  • Mittelfristiges Ausbauziel von rund 500 MW installierter Leistung (bei entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen)

Nachhaltige Investitionen in Niederösterreich

• Fokussierte Fortsetzung der laufenden Vorhaben in den Bereichen Netze, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasser

Ausblick für das Geschäftsjahr 2016/17

  • Für das Konzernergebnis wird ein Anstieg gegenüber Vorjahr in der Größenordnung des Einmaleffekts aus der Einigung mit der NEK in Bulgarien erwartet. In diesem Zusammenhang waren Zuschreibungen von in der Vergangenheit wertberichtigten Forderungen und Verzugszinsen in Höhe von rund 38 Mio. Euro nach Steuern zu berücksichtigen.
  • Für den Ausblick werden durchschnittliche energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen unterstellt. Weitere Einflüsse auf das Ergebnis können sich aus regulatorischen Rahmenbedingungen, den eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, den verbleibenden Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie aus dem Fortgang der Aktivitäten in Moskau ergeben.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld –
Kennzahlen
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 114,8 97,3 147,6 128,4
Bulgarien 108,7 82,1 110,9 15,6
Mazedonien 109,1 92,4 97,9 43,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 46,6 37,0 45,0 40,3
Gas – NCG2) EUR/MWh 17,7 14,6 16,6 13,2
Kohle – API#23) EUR/Tonne 74,9 43,7 69,4 43,3
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 5,2 6,6 4,8 5,7
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 28,2 31,6 26,8 27,0
Spitzenlaststrom EUR/MWh 35,4 40,1 32,3 32,5
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 36,2 27,7 29,8 24,8
Spitzenlaststrom EUR/MWh 44,7 34,8 33,6 29,3

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Geschäftsentwicklung

Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Konzern
GWh 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
absolut
% 2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 4.940 4.662 278 6,0 821 1.299 –36,8
Erneuerbare Energie 1.575 1.531 44 2,9 544 565 –3,7
Wärmekraftwerke 3.365 3.131 234 7,5 277 734 –62,2
Netzabsatz
Strom 17.397 16.480 917 5,6 4.988 4.855 2,8
Erdgas1) 16.364 14.045 2.319 16,5 3.013 2.774 0,8
Energieverkauf an Endkunden
Strom 14.410 14.275 135 0,9 3.985 4.036 –1,3
davon Mittel- und Westeuropa2) 4.998 4.956 41 0,8 1.449 1.449 0,0*)
davon Südosteuropa 9.412 9.319 94 1,0 2.536 2.587 –2,0
Erdgas 5.369 4.850 519 10,7 747 705 6,0
Wärme 1.994 1.794 200 11,2 380 362 5,0
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.776 1.623 153 9,4 361 347 4,2
davon Südosteuropa 219 171 47 27,7 19 15 22,6

*) Kleinbetrag

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: +9,2 % auf 1.765,5 Mio. Euro
  • EBITDA: +14,8 % auf 603,0 Mio. Euro
  • EBIT: +0,6 % auf 301,2 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +80,3 % auf –7,8 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +21,7 % auf 242,0 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN stiegen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 um 148,9 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 1.765,5 Mio. Euro. Die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg waren die häufigeren Abrufe der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung in Österreich und im süddeutschen Raum, temperaturbedingt höhere Strom- und Gasnetzabsätze in Niederösterreich sowie Zuwächse im internationalen Projektgeschäft. Weitere positive Impulse gingen von der erneuerbaren Erzeugung, aber auch vom Energiegeschäft in Südosteuropa aus, das ebenfalls von temperaturbedingten Mengeneffekten profitierte.

Mit 79,6 Mio. Euro lagen auch die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum um 10,8 Mio. Euro bzw. 15,8 % über dem Vorjahreswert. In diesem Betrag sind ertragswirksame Elemente der Einigung zwischen der bulgarischen Vertriebsgesellschaft der EVN und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK enthalten.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2016/17 ebenfalls um 28,2 Mio. Euro bzw. 3,7 % auf 793,5 Mio. Euro. Haupttreiber dafür waren die witterungsbedingt höhere Energienachfrage und der gesteigerte Einsatz der thermischen Kraftwerke, aufwandsmindernd wirkte hingegen die in Bulgarien erzielte Einigung mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand nahmen um 55,5 Mio. Euro bzw. 31,4 % auf 232,6 Mio. Euro zu. Zurückzuführen war dies primär auf die bereits im zweiten Quartal 2016/17 erforderlich gewordene Wertberichtigung der verbliebenen, in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau sowie die positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft.

Der Personalaufwand lag mit 233,5 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro bzw. 0,2 % geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Dagegen nahm der durchschnittliche Personalstand im Berichtszeitraum auf 6.844 Mitarbeiter leicht zu (Vorjahr: 6.830 Mitarbeiter).

Die Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen konnten aufgrund der positiven Entwicklung der EVN KG im Strom- und Gasvertrieb sowie der Energie Burgenland zulegen. Belastet wurden die Zuwächse jedoch durch eine Wertminderung der Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH. Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem Anstieg des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter um 4,8 Mio. Euro bzw. 4,0 % auf 124,1 Mio. Euro.

Das EBITDA der EVN stieg damit in Summe um 77,6 Mio. Euro bzw. 14,8 % auf 603,0 Mio. Euro. Um 3,2 Mio. Euro bzw. 1,6 % unter dem Vorjahreswert lagen hingegen die planmäßigen Abschreibungen mit 196,1 Mio. Euro. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen wiederum beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2016/17 auf 105,8 Mio. Euro (Vorjahr: 26,8 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte neben einer bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgenommenen Wertminderung auf das bulgarische Wasserkraftwerksprojekt Gorna Arda in Höhe von 28,9 Mio. Euro aus weiteren Wertminderungen, die vor allem das von der EVN anteilig gehaltene Kraftwerk Walsum 10 (19,1 Mio. Euro), Strombezugsrechte sowie erneuerbare und thermische Erzeugungsanlagen (19,9 Mio. Euro) sowie die bulgarische Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv (26,6 Mio. Euro) betrafen. Per Saldo ergaben diese Entwicklungen ein EBIT von 301,2 Mio. Euro (Vorjahr: 299,3 Mio. Euro).

Die Entwicklung des Finanzergebnisses war maßgeblich durch positive Bewertungseffekte aus über dem Bilanzansatz gelegenen Kurswerten von Verbund-Aktien im Zusammenhang mit der im Juni 2017 im Rahmen von Strukturvereinfachungen erfolgten Übertragung der bislang von der at Equity bilanzierten WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Aktien an die EVN AG geprägt. Zudem trugen höhere Zinserträge und niedrigere Zinsaufwände zur Verbesserung des Finanzergebnisses bei, das sich in Summe auf –7,8 Mio. Euro belief (Vorjahr: –39,5 Mio. Euro).

Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 293,4 Mio. Euro, das den Vorjahreswert um 33,5 Mio. Euro bzw. 12,9 % übertraf. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 38,2 Mio. Euro (Vorjahr: 40,2 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 242,0 Mio. Euro. Es lag damit um 43,2 Mio. Euro bzw. 21,7 % über jenem des Vergleichszeitraums.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN erhöhte sich im Berichtszeitraum um 57,9 Mio. Euro bzw. 12,8 % auf 508,4 Mio. Euro. Dies resultierte primär aus der Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern sowie aus der Berücksichtigung höherer unbarer Ergebniskomponenten. Die im Cash Flow aus dem operativen Bereich verzeichneten Veränderungen waren vor allem auf die Reduktion von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem

EBIT nach Segmenten 1.– 3. Quartal Mio. EUR 2015/16 2016/17 Erzeugung Umwelt Alle sonstigen Energie Netze Südosteuropa 76,4 79,0 59,6 11,3 38,8 166,5 110,1 –8,4 46,7 –25,9 9,0

Schiedsspruch für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 zurückzuführen. In Summe lag der Cash Flow aus dem operativen Bereich mit 380,6 Mio. Euro um 17,7 Mio. Euro bzw. 4,4 % unter dem Vorjahreswert.

Im Cash Flow aus dem Investitionsbereich wirkte sich der Schiedsspruch für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 hingegen positiv aus und kompensierte den Effekt im Cash Flow aus dem operativen Bereich. Im Vergleich zum Vorjahr fiel zudem der Verkauf von langfristigen Wertpapieren ins Gewicht, der aufgrund einer – stichtagsbedingt – vorübergehend geänderten Zusammensetzung der Veranlagungen im R 138-Fonds erfolgte. Einen gegenläufigen Effekt hatte hingegen die im Juni 2017 erfolgte Übertragung der bislang von der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Aktien an die EVN AG. In Summe belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit im Berichtszeitraum auf 47,7 Mio. Euro (Vorjahr: –162,0 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug im Berichtszeitraum –362,1 Mio. Euro (Vorjahr: –215,2 Mio. Euro). In diesem Betrag sind die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2015/16 an die Aktionäre der EVN AG und an Minderheitengesellschafte sowie planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten –

inklusive der im Juni 2017 planmäßig erfolgten Rückzahlung einer Anleihe (Nominale 150,0 Mio. Euro) – berücksichtigt.

42,3

In Summe ergab sich in den ersten neun Monaten 2016/17 ein Cash Flow von 66,1 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich per 30. Juni 2017 auf 289,9 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von rund 487,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Segmente

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2017 mit 6.311,0 Mio. Euro um 245,6 Mio. Euro bzw. 3,7 % unter dem Wert zum 30. September 2016.

Diese Reduktion resultierte primär aus Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte, die im Berichtszeitraum um 213,8 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 5.472,0 Mio. Euro zurückgingen; mit 86,7 % blieb ihr Anteil am Gesamtvermögen dabei jedoch konstant auf dem Niveau vom 30. September 2016. Haupttreiber für diese Entwicklung waren die Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 auf Basis des Schiedsspruchs zugunsten der Projektgesellschaft vom November 2016, die Abgeltung

Struktur der Investitionen 1.– 3. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

30.09.2016

30.06.2017

offener Forderungen auf Basis der im Februar 2017 mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK erzielten Einigung sowie die im Berichtszeitraum vorgenommenen Wertminderungen. Zudem enthielten die Veranlagungen im R 138-Fonds stichtagsbedingt einen geringeren Anteil an langfristigen Wertpapieren. Diesen Rückgängen in den langfristigen Vermögenswerten stand ein Anstieg der sonstigen Beteiligungen entgegen. Er resultierte aus der im Juni 2017 erfolgten Übertragung der bislang von der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Aktien an die EVN AG sowie eine durch den Aktienkurs bedingte Erhöhung des Beteiligungswerts an der Verbund AG.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 31,8 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 839,0 Mio. Euro zurück. Dies war vor allem auf die Wertminderung der in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau zurückzuführen. Dem stand ein Anstieg der liquiden Mittel gegenüber, der aus der bereits erwähnten Umschichtung im R 138-Fonds resultierte.

Ungeachtet der im Jänner 2017 erfolgten Dividendenzahlung nahm das Eigenkapital dank des Ergebnisses der ersten neun Monate 2016/17 sowie positiver Effekte aus erfolgsneutralen

Bewertungen um 224,1 Mio. Euro bzw. 8,1 % auf 2.994,8 Mio. Euro zu. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2017 auf 47,5 % (30. September 2016: 42,3 %).

Die langfristigen Schulden gingen vor allem aufgrund der Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich um 135,1 Mio. Euro bzw. 5,3 % auf 2.405,6 Mio. Euro zurück. Zudem wurde ein Bankkredit vorzeitig getilgt.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 334,5 Mio. Euro bzw. 26,9 % auf 910,6 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 konnte hier eine Verbindlichkeit ausgebucht werden, die nach der Ziehung der Vertragserfüllungsbürgschaft durch die Projektgesellschaft im Jahr 2013 gebildet worden war. Darüber hinaus war die Entwicklung durch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten und eine Verringerung der Lieferantenverbindlichkeiten geprägt, denen ein stichtagsbedingter Anstieg der kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten gegenüberstand.

Die Nettofinanzverschuldung der EVN reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2016 um 221,9 Mio. Euro auf 899,6 Mio. Euro.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Im Segment "Alle sonstigen Segmente" werden dabei alle jene

Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Die Bezeichnung einzelner Segmente wurde geändert. Es handelt sich dabei um eine reine Namensänderung, keine inhaltliche Änderung. Zur besseren Orientierung wird in der folgenden Übersicht in Klammer jeweils die bisherige Segmentbezeichnung angeführt.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Energie
(vormals Energiehandel und
-vertrieb)
• Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Netze
(vormals Netzinfrastruktur
Inland)
• Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa
(vormals Energieversorgung
Südosteuropa)
• Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Mazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Mazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente
(vormals Strategische
Beteiligungen und Sonstiges)
• 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der Rohöl-Aufsuchungs Aktien
gesellschaft (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Erzeugung

Highlights

  • Stromproduktion aus erneuerbarer und thermischer Energie über Vorjahresniveau
  • Bereitstellung von Regelenergie und Reservekapazitäten für den österreichischen und den süddeutschen Raum
  • EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

In den ersten drei Quartalen 2016/17 lag die Stromerzeugung des Segments mit 4.338 GWh um 282 GWh bzw. 7,0 % über Vorjahresniveau. Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie stieg dabei trotz des geringeren Wasserdargebots um 66 GWh bzw. 5,4 % auf 1.286 GWh. Diese Entwicklung ist primär auf das im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Winddargebot sowie die Inbetriebnahme des Windparks Paasdorf-Lanzendorf im Sommer 2016 zurückzuführen. Die Wärmekraftwerke der EVN wurden in den ersten drei Quartalen 2016/17 vermehrt zur Netzstabilisierung in Österreich und Deutschland eingesetzt. Trotz geringerer Produktionsmengen aus dem Kraftwerk Walsum 10 lag die thermische Erzeugung mit 3.053 GWh um 216 GWh bzw. 7,6 % über dem Wert des Vorjahres. Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 34,3 % (Vorjahr: 32,7 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion der EVN Gruppe lag in den ersten drei Quartalen 2016/17 bei 31,9 % (Vorjahr: 32,8 %).

Die Umsatzerlöse des Segments haben sich in der Berichtsperiode um 18,7 Mio. Euro bzw. 11,0 % auf 189,8 Mio. Euro erhöht. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die im Vergleich zur Vorjahresperiode höheren Erlöse aus der Bereitstellung von Regelenergie und Reservekapazitäten zur Netzstabilisierung für den österreichischen und den süddeutschen Raum. Zudem wirkte sich der in der Berichtsperiode erstmals ganzjährige Betrieb des neuen Windparks Paasdorf-Lanzendorf positiv auf die Umsatzerlöse aus.

Hauptsächlich bedingt durch höhere Primärenergiekosten sowie Aufwendungen für Kraftwerksrevisionen erhöhte sich der operative Aufwand um 13,5 Mio. Euro bzw. 16,9 % auf 93,0 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug –12,4 Mio. Euro (Vorjahr: –3,2 Mio. Euro). Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückgang war eine Wertminderung der Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH.

Kennzahlen –
Erzeugung
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
absolut +/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 4.338 4.056 282 7,0 654 1.114 –41,3
davon erneuerbare Energie 1.286 1.220 66 5,4 446 451 –1,1
davon Wärmekraftwerke 3.053 2.836 216 7,6 208 663 –68,7
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 45,5 35,3 10,2 28,9 16,1 10,9 48,1
Innenumsatz 144,4 135,8 8,5 6,3 30,1 40,3 –25,3
Gesamtumsatz 189,8 171,1 18,7 11,0 46,2 51,1 –9,7
Operativer Aufwand –93,0 –79,6 –13,5 –16,9 –26,6 –28,5 6,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–12,4 –3,2 –9,2 –12,3 1,0
EBITDA 84,4 88,4 –4,0 –4,5 7,3 23,6 –69,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–92,8 –41,7 –51,2 –37,9 –14,4
Operatives Ergebnis (EBIT) –8,4 46,7 –55,1 –30,6 9,1
Finanzergebnis –6,4 –15,2 8,9 58,1 –4,2 –3,6 –17,0
Ergebnis vor Ertragsteuern –14,8 31,5 –46,3 –34,8 5,6
Gesamtvermögen 919,6 1.146,7 –227,1 –19,8 919,6 1.146,7 –19,8
Gesamtschulden 676,1 865,2 –189,1 –21,9 676,1 865,2 –21,9
Investitionen1) 14,7 26,6 –11,8 –44,6 3,4 11,9 –71,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Kennzahlen – 2016/17 2015/16 +/– 2016/17 2015/16 +/–
Energie 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 4.998 4.956 41 0,8 1.449 1.449 0,0*)
Erdgas 5.310 4.824 486 10,1 724 696 4,0
Wärme 1.776 1.623 153 9,4 361 347 4,2
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 430,4 374,5 55,9 14,9 89,9 70,3 28,0
Innenumsatz 6,4 10,6 –4,2 –39,8 2,2 4,4 –50,4
Gesamtumsatz 436,8 385,1 51,7 13,4 92,1 74,7 23,4
Operativer Aufwand –422,0 –361,9 –60,1 –16,6 –103,8 –85,0 –22,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
80,0 68,8 11,2 16,3 13,6 2,5
EBITDA 94,8 92,0 2,8 3,1 1,9 –7,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–18,4 –13,0 –5,4 –41,4 –9,0 –4,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 76,4 79,0 –2,6 –3,3 –7,1 –12,1 41,6
Finanzergebnis –2,1 –2,7 0,5 20,4 –0,7 –1,0 31,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 74,3 76,3 –2,0 –2,7 –7,7 –13,1 40,9
Gesamtvermögen 672,5 550,1 122,4 22,3 672,5 550,1 22,3
Gesamtschulden 572,0 449,2 122,9 27,4 572,0 449,2 27,4
Investitionen1) 7,6 9,4 –1,9 –19,7 1,7 2,9 –38,9

*) Kleinbetrag

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Per Saldo reduzierte sich das EBITDA damit im Jahresvergleich um 4,0 Mio. Euro bzw. 4,5 % auf 84,4 Mio. Euro. Die Abschreibungen inkl. der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen nahmen hingegen um 51,2 Mio. Euro auf 92,8 Mio. Euro zu, die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen beliefen sich auf 55,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Sie beruhen vor allem auf Wertminderungen auf das geplante bulgarische Wasserkraftwerk Gorna Arda (wie bereits im ersten Quartal 2016/17 berichtet), auf Strombezugsrechte sowie auf erneuerbare und thermische Erzeugungsanlagen. Das EBIT des Segments sank dadurch um 55,1 Mio. Euro auf –8,4 Mio. Euro.

Eine Verbesserung um 8,9 Mio. Euro bzw. 58,1 % auf –6,4 Mio. Euro zeigte infolge positiver Einmaleffekte im Zinsergebnis im Berichtszeitraum das Finanzergebnis. Damit lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit –14,8 Mio. Euro in Summe um 46,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau.

Das Investitionsvolumen des Segments blieb in den ersten drei Quartalen 2016/17 mit 14,7 Mio. Euro um 11,8 Mio. Euro bzw. 44,6 % unter dem Vorjahreswert, der stark durch die Fertigstellung des Windparks Paasdorf-Lanzendorf geprägt gewesen war.

Energie

Highlights

  • Energieverkauf an Endkunden über Vorjahresniveau
  • Höherer Fremdenergiebezug aufgrund des häufigeren Einsatzes der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung
  • EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahreswerten

Der Energieverkauf an Endkunden konnte in den ersten drei Quartalen 2016/17 infolge der kalten Wintertemperaturen durchwegs gesteigert werden. Während der Stromabsatz mit 4.998 GWh um 41 GWh bzw. 0,8 % leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres lag, nahmen der Erdgas- und der Wärmeabsatz im Vergleich zum Vorjahr um 486 GWh bzw. 10,1 % auf 5.310 GWh und um 153 GWh bzw. 9,4 % auf 1.776 GWh zu.

Die Umsatzerlöse des Segments betrugen in der Berichtsperiode 436,8 Mio. Euro und erhöhten sich damit um 51,7 Mio. Euro bzw. 13,4 %. Diese Entwicklung ist vor allem auf einen Anstieg der Erlöse aus der Vermarktung des in den thermischen Kraftwerken erzeugten Stroms, aus den Erdgashandelsaktivitäten und aus dem

Kennzahlen –
Netze 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
absolut +/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 6.471 6.230 242 3,9 1.960 1.902 3,0
Erdgas 16.265 13.991 2.274 16,3 2.978 2.754 8,1
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 397,6 345,5 52,1 15,1 104,0 91,8 13,4
Innenumsatz 45,4 36,4 9,0 24,8 13,6 11,4 19,2
Gesamtumsatz 443,0 381,9 61,2 16,0 117,6 103,2 14,0
Operativer Aufwand –190,6 –189,8 –0,8 –0,4 –55,0 –62,3 11,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 252,4 192,1 60,3 31,4 62,6 40,9 53,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–85,9 –82,0 –3,9 –4,8 –28,4 –27,2 –4,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 166,5 110,1 56,4 51,2 34,2 13,7
Finanzergebnis –12,7 –12,9 0,2 1,8 –4,1 –4,2 3,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 153,8 97,2 56,6 58,2 30,1 9,5
Gesamtvermögen 1.931,0 1.825,4 105,6 5,8 1.931,0 1.825,4 5,8
Gesamtschulden 1.342,0 1.291,3 50,7 3,9 1.342,0 1.291,3 3,9
Investitionen1) 73,1 83,9 –10,9 –12,9 34,2 37,6 –9,2

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Wärmeverkauf zurückzuführen. Gegenläufig wirkten hingegen Effekte aus der stichtagsbedingten Bewertung von Absicherungsgeschäften.

Der operative Aufwand lag mit 422,0 Mio. Euro ebenfalls um 60,1 Mio. Euro bzw. 16,6 % über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Ausschlaggebend dafür waren eine Zunahme im Fremdenergiebezug infolge des häufigeren Einsatzes der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung sowie eine Ausweitung des Gashandelsgeschäfts. Aufwandsmindernd wirkte hingegen – neben der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften – die Aufrollung der konzerninternen Leistungsverrechnung, die infolge des Schiedsspruchs zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 erforderlich wurde.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter nahm in den ersten drei Quartalen 2016/17 um 11,2 Mio. Euro bzw. 16,3 % auf 80,0 Mio. Euro zu. Per Saldo ergab sich daraus ein EBITDA von 94,8 Mio. Euro, das um 2,8 Mio. Euro bzw. 3,1 % über jenem des Vorjahres lag.

Die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen nahmen um 5,4 Mio. Euro bzw. 41,4 % auf 18,4 Mio. Euro zu. Zurückzuführen ist dieser Anstieg vor allem auf eine Wertminderung im Wärmebereich. In Summe reduzierte sich das EBIT dadurch im Jahresvergleich um 2,6 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 76,4 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis des Segments verbesserte sich hingegen leicht auf –2,1 Mio. Euro nach –2,7 Mio. Euro im Vorjahr. Damit ergibt sich für die Berichtsperiode ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 74,3 Mio. Euro (Vorjahr: 76,3 Mio. Euro).

Das Investitionsvolumen lag mit 7,6 Mio. Euro um 1,9 Mio. Euro bzw. 19,7 % unter jenem des Vorjahres. Es entfiel ausschließlich auf den Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.

Netze

Highlights

  • Anstieg des Netzabsatzes
  • Kalter Winter sorgt für zusätzliche Nachfrage
  • Gasnetzabsatz zusätzlich beeinflusst vom Anstieg der thermischen Stromerzeugung
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
  • Investitionsfokus weiterhin auf Versorgungssicherheit

Aufgrund des kalten Winters verzeichneten die Netzabsatzmengen der EVN im Berichtszeitraum sowohl bei Strom als auch bei Gas einen Anstieg: So erhöhte sich der Stromnetzabsatz um 242 GWh bzw. 3,9 % auf 6.471 GWh, und der Gasnetzabsatz lag mit 16.265 GWh um 2.274 GWh bzw. 16,3 % über dem Vorjahreswert. Hier wirkte sich zusätzlich zum Witterungseinfluss vor allem der häufigere Einsatz der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung positiv auf die Mengenentwicklung aus.

Auf Grundlage der höheren Absatzmengen sowie der per 1. Jänner 2017 durch Beschluss der E-Control-Kommission erhöhten Netznutzungsentgelte stiegen die Umsatzerlöse des Segments um 61,2 Mio. Euro bzw. 16,0 % auf 443,0 Mio. Euro. Die durch den Regulator verfügten Erhöhungen der Netznutzungsentgelte korrespondieren mit der intensiven Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren, die insbesondere zur Einbindung der stetig steigenden Strommengen aus erneuerbarer Erzeugung erforderlich war, sowie mit dem Vergleich der Netzabsatzmengen zur jeweiligen Referenzperiode.

Höhere Aufwendungen für das vorgelagerte Netz führten zu einem Anstieg des operativen Aufwands, der mit 190,6 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro bzw. 0,4 % über dem Vorjahresniveau lag. Auf Basis dieser Entwicklungen belief sich das EBITDA des Segments auf 252,4 Mio. Euro (Vorjahr: 192,1 Mio. Euro). Nach Abzug der investitionsbedingt um 3,9 Mio. Euro bzw. 4,8 % höheren Abschreibungen ergab sich ein EBIT von 166,5 Mio. Euro (Vorjahr: 110,1 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit –12,7 Mio. Euro nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Per Saldo erwirtschaftete das Segment damit im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 153,8 Mio. Euro, das um 56,6 Mio. Euro bzw. 58,2 % über jenem des Vorjahres lag.

Weiterhin bildet der kontinuierliche Ausbau der Netzinfrastruktur eine zentrale strategische Zielsetzung der EVN, um Versorgungssicherheit und -qualität nachhaltig gewährleisten zu können. Dies spiegelt sich in einem unverändert hohen Investitionsniveau im Segment Netze wider. Trotz der Verschiebung einzelner Vorhaben hat die EVN hier in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wieder 73,1 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 83,9 Mio. Euro).

Südosteuropa

Highlights

  • Temperaturbedingte Zuwächse im Netz- und Energieabsatz
  • Positiver Einmaleffekt durch Einigung mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

In Bulgarien wurde die für den Betrieb der Stromverteilnetze zuständige EVN Bulgaria EP im Zuge der weiteren Umsetzung der Entflechtung der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft ("Unbundling") per 19. Mai 2017 in Elektrorazpredelenie Yug umbenannt. Nachdem die zuständige bulgarische Regulierungsbehörde die Strom-Endkundenpreise für Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der EVN mit 1. Juli 2016 um durchschnittlich 0,8 % und mit 7. April 2017 um durchschnittlich 1,0 % angehoben hatte, erfolgte mit 1. Juli 2017 eine neuerliche Erhöhung um durchschnittlich 1,7 %.

In Mazedonien hat im Zuge des weiteren Unbundling die neu gegründete EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, mit 1. Jänner 2017 den Betrieb aufgenommen und übt nunmehr die Funktion des Verteilnetzbetreibers aus. Mit Tarifentscheid vom 1. Juli 2017 kam es neuerlich zu einer Senkung der Strom-Endkundenpreise um durchschnittlich 0,3 % (Vorjahr: Reduktion um durchschnittlich 0,3 %).

Wie in Österreich lagen auch in Bulgarien und Mazedonien die Temperaturen im vergangenen Winter deutlich unter den Vorjahreswerten. Dadurch stieg der Stromnetzabsatz um 675 GWh bzw. 6,6 % auf 10.925 GWh, und auch der Energieabsatz an Endkunden legte um 175 GWh bzw. 1,8 % auf 9.690 GWh zu. Die Stromerzeugung entwickelte sich mit 361 GWh in Summe nahezu stabil (Vorjahr: 365 GWh). Der Wärmeverkauf an Endkunden in Bulgarien nahm um 47 GWh bzw. 27,7 % auf 219 GWh zu.

Auf Grundlage dieser energiewirtschaftlichen Entwicklungen wuchsen die Umsatzerlöse des Segments in den ersten drei Quartalen 2016/17 um 5,8 Mio. Euro bzw. 0,8 % auf 741,8 Mio. Euro an.

Die operativen Aufwendungen reduzierten sich im Berichtszeitraum um 40,8 Mio. Euro bzw. 6,3 % auf 608,6 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf einen positiven Einmaleffekt im Zusammenhang mit der im Februar 2017 zwischen der Vertriebsgesellschaft EVN Bulgaria EC und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK erzielten Einigung. Diese bezog sich auf offene Forderungen für von der EVN Bulgaria EC vorfinanzierte Ökostrom-Mehrkosten (zuzüglich Verzugszinsen).

Kennzahlen –
Südosteuropa
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
absolut +/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 361 365 –4 –1,0 96 119 –19,1
davon erneuerbare Energie 106 139 –34 –24,2 41 63 –35,5
davon Wärmekraftewerke 256 226 30 13,3 55 55 –0,3
Netzabsatz Strom 10.925 10.250 675 6,6 3.029 2.953 2,6
Energieverkauf an Endkunden 9.690 9.516 175 1,8 2.578 2.612 –1,3
davon Strom 9.412 9.319 94 1,0 2.536 2.587 –2,0
davon Gas 59 26 33 24 9
davon Wärme 219 171 47 27,7 19 15 22,6
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 741,5 735,7 5,8 0,8 199,7 202,1 –1,2
Innenumsatz 0,3 0,2 0,0*) 9,8 0,1 0,1 9,2
Gesamtumsatz 741,8 735,9 5,8 0,8 199,7 202,2 –1,2
Operativer Aufwand –608,6 –649,4 40,8 6,3 –172,7 –172,5 –0,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 133,2 86,6 46,7 53,9 27,1 29,7 –8,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–73,6 –75,3 1,6 2,2 –42,3 –43,8 3,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 59,6 11,3 48,3 –15,3 –14,1 –8,4
Finanzergebnis –17,6 –17,7 0,1 0,5 –5,1 –5,8 10,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 42,0 –6,4 48,4 –20,4 –19,8 –2,8
Gesamtvermögen 1.156,0 1.268,8 –112,8 –8,9 1.156,0 1.268,8 –8,9
Gesamtschulden 925,6 1.109,8 –184,2 –16,6 925,6 1.109,8 –16,6
Investitionen1) 67,6 69,1 –1,5 –2,2 19,3 24,6 –21,7

*) Kleinbetrag

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das EBITDA des Segments erhöhte sich auf dieser Grundlage um 46,7 Mio. Euro bzw. 53,9 % auf 133,2 Mio. Euro. Leicht unter dem Wert der Vergleichsperiode lagen mit 73,6 Mio. Euro die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen (Vorjahr: 75,3 Mio. Euro). Während sich hier die planmäßigen Abschreibungen reduzierten, musste bei der bulgarischen Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv eine Wertminderung von 26,6 Mio. Euro vorgenommen werden, nachdem sich die regulatorischen Rahmenbedingungen mit dem Preisentscheid vom 1. Juli 2017 erneut nicht gebessert haben. Das EBIT belief sich damit per Saldo auf 59,6 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit –17,6 Mio. Euro nahezu konstant. Per Saldo resultierte daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 42,0 Mio. Euro (Vorjahr: –6,4 Mio. Euro).

Die Investitionen des Segments verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang um 1,5 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 67,6 Mio. Euro. In Südosteuropa fokussiert die EVN ihre Investitionstätigkeit vor allem auf die Versorgungssicherheit sowie auf die kontinuierliche Reduktion der Netzverluste und den

fortlaufenden Zählertausch. In Kroatien treibt sie zudem den Ausbau der Gasverteilnetze durch den Anschluss weiterer Städte und Kunden in den drei Konzessionsgebieten Zadar, Sibenik und Split weiter voran. Hauptziel ist es dabei, Potenziale in der künftigen Erdgasversorgung von Tourismusbetrieben zu nutzen.

Mit Entscheidung vom 29. Juni 2017 wurde von der bulgarischen Wettbewerbsbehörde ein Verfahren sowohl gegen die Stromvertriebs- als auch die Verteilnetzgesellschaft der EVN in Bulgarien wegen des Vorwurfes eines Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung eingeleitet, der aus Sicht der EVN unbegründet ist. Mit Entscheidung vom 4. August 2017 wurde das von der bulgarischen Regulierungsbehörde für den Strombereich (EWRC) gegen die EVN Bulgaria EC am 19. März 2014 eingeleitete Verfahren zur Entziehung der Lizenz nach der im Februar 2017 erzielten Einigung mit der NEK formal eingestellt. Das von der EVN gegenüber der Republik Bulgarien angestrengte internationale Schiedsgerichtsverfahren vor dem "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) bleibt ungeachtet des Vergleichs mit der NEK und vorbehaltlich allfälliger Implikationen des nunmehrigen Vergleichs auf das Verfahren weiterhin anhängig.

Umwelt

Highlights

  • Positive Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft – Vertragsgemäße Übergabe des Trinkwasserprojekts Süd-West Moskau per Ende Dezember 2016
  • Bestbieter für ein Kläranlagen-Projekt in Kuwait • Operatives Ergebnis durch unbaren Einmaleffekt
  • (Wertberichtigung von Vorräten) belastet

Im Segment Umwelt stiegen die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 um 19,1 Mio. Euro bzw. 14,4 % auf 151,4 Mio. Euro. Zurückzuführen war dieser Anstieg vor allem auf eine positive Entwicklung im internationalen Projektgeschäft, während sich die Umsätze aus der thermischen Abfallverwertung und der Wasserversorgung in Niederösterreich in Summe in etwa auf Vorjahresniveau entwickelten.

Der operative Aufwand erhöhte sich um 54,2 Mio. Euro bzw. 47,7 % auf 167,8 Mio. Euro. Haupttreiber dafür waren eine im zweiten Quartal 2016/17 erforderlich gewordene Wertberichtigung der verbliebenen, in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau sowie die positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich mit 9,5 Mio. Euro stabil. Belastet durch den von der oben erwähnten Wertberichtigung

verursachten unbaren Einmaleffekt belief sich das EBITDA auf –6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro).

Bei nahezu stabilen Abschreibungen von 18,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) resultierte daraus ein EBIT von –25,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verzeichnete einen Anstieg um 0,2 Mio. Euro bzw. 13,1 % auf –1,4 Mio. Euro. Per Saldo erwirtschaftete das Segment damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von –27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro).

Die Investitionen der EVN im Segment Umwelt lagen im Berichtszeitraum mit 7,5 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro bzw. 14,2 % über dem Vorjahresniveau. In der Trinkwasserversorgung werden dabei Kapazitätssteigerungen der Pumpwerke sowie Erweiterungen der überregionalen Leitungsnetze nachhaltig forciert – eine Strategie, deren Zweckmäßigkeit gerade in den niederschlagsärmeren Monaten deutlich wird. Neben einer verlässlichen Versorgung der niederösterreichischen Bevölkerung mit Trinkwasser ist auch die weitere Verbesserung der Wasserqualität ein Hauptanliegen der EVN. In diesem Sinn begannen kürzlich die Bauarbeiten für eine Naturfilteranlage auf dem Brunnenfeld Wienerherberg in Ebergassing, die künftig rund 100.000 Einwohner mit auf natürliche Weise enthärtetem Trinkwasser versorgen soll. Im Bereich der Ortwasserversorgung konnte die EVN im April und Juli 2017 zudem die Betriebsführung der Wasserleitungsnetze in zwei weiteren niederösterreichischen Gemeinden übernehmen.

Im internationalen Projektgeschäft war die EVN zum Stichtag 30. Juni 2017 mit der Umsetzung von sieben Abwasserprojekten in Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Tschechien befasst.

Finanzkennzahlen – 2016/17 2015/16 +/– 2016/17 2015/16 +/–
Umwelt Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Außenumsatz 139,6 118,9 20,7 17,4 41,3 39,9 3,5
Innenumsatz 11,8 13,4 –1,6 –12,0 4,2 4,4 –4,9
Gesamtumsatz 151,4 132,3 19,1 14,4 45,5 44,3 2,7
Operativer Aufwand –167,8 –113,6 –54,2 –47,7 –42,0 –41,4 –1,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
9,5 9,5 –0,1 –0,6 3,0 3,2 –3,3
EBITDA –6,9 28,3 –35,2 6,6 6,1 6,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–18,9 –19,3 0,4 1,8 –5,9 –6,5 8,3
Operatives Ergebnis (EBIT) –25,9 9,0 –34,8 0,6 –0,3
Finanzergebnis –1,4 –1,6 0,2 13,1 –1,5 0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –27,3 7,4 –34,6 –0,8 –0,2
Gesamtvermögen 815,1 910,6 –95,5 –10,5 815,1 910,6 –10,5
Gesamtschulden 644,8 723,5 –78,7 –10,9 644,8 723,5 –10,9
Investitionen1) 7,5 6,6 0,9 14,2 2,4 3,3 –27,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
absolut +/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 10,8 6,7 4,2 62,0 4,7 4,8 –3,0
Innenumsatz 43,2 42,7 0,4 1,0 13,9 12,1 14,6
Gesamtumsatz 54,0 49,4 4,6 9,3 18,6 17,0 9,6
Operativer Aufwand –57,6 –53,5 –4,1 –7,7 –20,3 –19,6 –3,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
47,0 44,0 2,9 6,6 11,3 13,8 –17,9
EBITDA 43,3 40,0 3,4 8,4 9,6 11,2 –13,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,1 –1,2 0,1 9,7 –0,4 –0,4 10,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 42,3 38,8 3,5 9,0 9,3 10,8 –13,9
Finanzergebnis 45,4 24,0 21,4 89,0 33,1 14,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 87,7 62,8 24,9 39,6 42,4 25,3 67,7
Gesamtvermögen 2.758,7 2.702,7 56,0 2,1 2.758,7 2.702,7 2,1
Gesamtschulden 1.108,3 1.189,8 –81,5 –6,9 1.108,3 1.189,8 –6,9
Investitionen1) 1,0 0,9 0,1 11,0 0,7 0,5 35,0

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Arbeiten an den in Bau befindlichen Projekten verlaufen dabei planmäßig. In Russland wurde wie bereits berichtet die lokale Objektgesellschaft für die Trinkwasserversorgungsanlage Süd-West Moskau, welche die EVN errichtet, finanziert und zehn Jahre lang betrieben hatte, per Ende Dezember 2016 nach Zahlung der letzten Rate an die Stadt Moskau übergeben. Zuvor hatte die EVN noch einen im Zuge der Übergabe erteilten Auftrag zur Adaption und Erweiterung der Anlage erfolgreich abgeschlossen.

Im März 2017 ging ein von der WTE Wassertechnik GmbH mit einem kuwaitischen Finanzinvestor gebildetes Bieterkonsortium als Bestbieter aus dem Angebotsverfahren für ein Abwasseraufbereitungsprojekt in Kuwait hervor. Die endgültige Auftragsvergabe durch die ausschreibenden Stellen steht noch aus, wird aber für das laufende Kalenderjahr erwartet.

Alle sonstigen Segmente

Highlights

  • Höherer Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland
  • Leicht rückläufiger Ergebnisbeitrag der RAG
  • Positiver Bewertungseffekt im Finanzergebnis
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Die Umsatzerlöse dieses Segments stiegen in den ersten drei Quartalen 2016/17 um 4,6 Mio. Euro bzw. 9,3 % auf 54,0 Mio. Euro, gleichzeitig erhöhte sich der operative Aufwand um 4,1 Mio. Euro bzw. 7,7 % auf 57,6 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen, der sich in Summe auf 47,0 Mio. Euro (Vorjahr: 44,0 Mio. Euro) belief, war von einer positiven Entwicklung bei der Energie Burgenland und einem leichten Rückgang bei der RAG geprägt. In Summe führte dies zu einem EBITDA von 43,3 Mio. Euro (Vorjahr: 40,0 Mio. Euro) und einem EBIT von 42,3 Mio. Euro (Vorjahr: 38,8 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis zeigte einen Anstieg um 21,4 Mio. Euro bzw. 89,0 % auf 45,4 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf positive Bewertungseffekte aus über dem Bilanzansatz gelegenen Kurswerten von Verbund-Aktien, die im Juni 2017 im Rahmen von Strukturvereinfachungen von der WEEV Beteiligungs GmbH an die EVN AG übertragen wurden. Die EVN AG hält damit nunmehr 12,63 % der Aktien der Verbund AG direkt. Das Finanzergebnis enthält die geringere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,29 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,35 Euro je Aktie).

Per Saldo erzielte das Segment ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 87,7 Mio. Euro, das um 24,9 Mio. Euro bzw. 39,6 % über jenem des Vorjahres lag.

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
2015/16
Umsatzerlöse 1.765,5 1.616,6 9,2 455,7 419,8 8,6 2.046,6
Sonstige betriebliche Erträge 79,6 68,8 15,8 26,5 26,4 0,5 97,0
Fremdstrombezug und Energieträger –793,5 –765,3 –3,7 –196,3 –184,1 –6,6 –930,6
Fremdleistungen und sonstiger
Materialaufwand
–232,6 –177,0 –31,4 –64,6 –65,6 1,5 –246,7
Personalaufwand –233,5 –234,0 0,2 –77,6 –79,1 1,9 –313,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –106,6 –102,8 –3,7 –37,5 –34,8 –8,0 –141,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
124,1 119,2 4,0 15,7 20,5 –23,2 93,5
EBITDA 603,0 525,4 14,8 121,9 103,1 18,3 604,4
Abschreibungen –196,1 –199,3 1,6 –64,7 –67,6 4,3 –266,1
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –105,8 –26,8 –75,7 –26,8 –77,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 301,2 299,3 0,6 –18,5 8,6 260,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit finanziellem Charakter
14,7 –8,6 14,8 –3,6 –8,7
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 17,8 17,5 2,0 17,9 17,3 3,7 14,4
Zinserträge 17,1 13,1 30,4 3,0 4,5 –31,9 16,7
Zinsaufwendungen –51,3 –57,1 10,2 –16,7 –18,3 8,6 –77,4
Sonstiges Finanzergebnis –6,1 –4,3 –41,2 –1,5 0,2 –6,5
Finanzergebnis –7,8 –39,5 80,3 17,6 0,1 –61,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 293,4 259,8 12,9 –0,9 8,7 198,9
Ertragsteuern –38,2 –40,2 4,9 15,6 7,5 –16,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 255,1 219,7 16,1 14,7 16,2 –9,3 182,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
242,0 198,8 21,7 8,3 9,0 –7,9 156,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
13,1 20,9 –37,1 6,4 7,2 –11,0 26,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,36 1,12 21,7 0,05 0,05 –8,2 0,88

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
%
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/–
%
2015/16
Ergebnis nach Ertragsteuern 255,1 219,7 16,1 14,7 16,2 –9,3 182,8
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden 4,0 –19,9 –2,0 –13,7 85,2 –27,7
Neubewertung IAS 19 5,3 –30,5 0,6 –17,1 –39,8
At Equity einbezogene Unternehmen –0,0*) 2,4 –2,5 –1,1 1,8
darauf entfallende Ertragsteuern –1,3 8,1 –0,1 4,5 10,3
Posten, die in künftigen Perioden
gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden
61,1 41,7 46,4 16,1 68,1 –76,4 121,8
Währungsdifferenzen 2,0 –1,0 –2,3 1,1 1,0
Available-for-Sale-Finanzinstrumente 76,0 33,7 33,3 59,4 –44,0 119,5
Cash Flow Hedges 11,0 1,8 2,6 3,0 –13,7 3,2
At Equity einbezogene Unternehmen –4,4 18,6 –8,5 25,0 33,0
darauf entfallende Ertragsteuern –23,5 –11,4 –9,0 –20,3 55,6 –34,9
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern 65,1 21,8 14,0 54,5 –74,2 94,2
Gesamtergebnis der Periode 320,2 241,5 32,6 28,7 70,7 –59,3 277,0
davon Ergebnisanteil der
Aktionäre der EVN AG 306,7 220,6 39,0 22,3 63,4 –64,9 250,6
davon Ergebnisanteil
nicht beherrschender Anteile
13,6 20,9 –35,0 6,4 7,2 –11,0 26,4

*) Kleinbetrag

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 30.06.2017 30.09.2016 absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 173,0 221,2 –48,2 –21,8
Sachanlagen 3.332,1 3.512,5 –180,5 –5,1
At Equity einbezogene Unternehmen 959,3 925,8 33,4 3,6
Sonstige Beteiligungen 748,8 612,0 136,8 22,3
Aktive latente Steuern 98,9 100,5 –1,6 –1,6
Übrige Vermögenswerte 160,0 313,7 –153,7 –49,0
5.472,0 5.685,8 –213,8 –3,8
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 95,2 140,2 –45,0 –32,1
Forderungen 412,4 414,1 –1,7 –0,4
Wertpapiere 15,5 75,4 –59,9 –79,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 312,1 237,2 74,9 31,6
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 3,8 3,8
839,0 870,8 –31,8 –3,6
Summe Aktiva 6.311,0 6.556,5 –245,6 –3,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 252,9 252,9
Gewinnrücklagen 2.117,3 1.949,9 167,4 8,6
Bewertungsrücklage 85,9 23,2 62,7
Währungsumrechnungsrücklage –21,0 –23,0 2,0 8,7
Eigene Aktien –22,2 –22,2
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 2.742,9 2.510,8 232,0 9,2
Nicht beherrschende Anteile 251,9 259,8 –7,9 –3,1
2.994,8 2.770,7 224,1 8,1
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.192,3 1.314,5 –122,2 –9,3
Latente Steuerverbindlichkeiten 97,5 93,2 4,3 4,6
Langfristige Rückstellungen 483,5 508,0 –24,5 –4,8
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 582,2 560,7 21,5 3,8
Übrige langfristige Schulden 50,1 64,3 –14,2 –22,1
2.405,6 2.540,7 –135,1 –5,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 88,2 239,1 –150,9 –63,1
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 111,2 55,2 56,0
Lieferantenverbindlichkeiten 256,2 399,6 –143,4 –35,9
Kurzfristige Rückstellungen 93,7 97,8 –4,2 –4,2
Übrige kurzfristige Schulden 361,4 453,4 –92,0 –20,3
910,6 1.245,1 –334,5 –26,9
Summe Passiva 6.311,0 6.556,5 –245,6 –3,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand 30.09.2015 2.334,8 255,4 2.590,1
Gesamtergebnis der Periode 220,6 20,9 241,5
Kapitalherabsetzung –2,2 –2,2
Dividende 2014/15 –74,7 –19,7 –94,4
Veränderung eigener Anteile –1,1 –1,1
Stand 30.06.2016 2.479,6 254,3 2.733,9
Stand 30.09.2016 2.510,9 259,8 2.770,7
Gesamtergebnis der Periode 306,7 13,6 320,2
Dividende 2015/16 –74,7 –21,5 –96,2
Sonstige Veränderungen 0,0*) 0,0*)
Stand 30.06.2017 2.742,9 251,9 2.994,8

*) Kleinbetrag

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
absolut
% 2015/16
Ergebnis vor Ertragsteuern 293,4 259,8 33,5 12,9 198,9
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
301,9 226,1 75,8 33,5 344,0

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
–156,6 –128,1 –28,5 –22,2 –99,1
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonst. Beteiligungen
121,1 129,6 –8,5 –6,6 135,2
+
Zinsaufwendungen
51,3 57,1 –5,8 –10,2 77,4

Zinsauszahlungen
–51,6 –58,0 6,4 11,0 –63,6

Zinserträge
–17,1 –13,1 –4,0 –30,4 –16,7
+
Zinseinzahlungen
15,7 11,0 4,6 41,8 13,7
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 2,2 1,1 1,1 98,7 –2,0

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–33,9 –31,7 –2,2 –6,9 –43,7

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–18,5 –6,3 –12,2 –9,5
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,7 2,9 –2,2 –75,3 3,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 508,4 450,5 57,9 12,8 537,9

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit
–131,9 –56,6 –75,3 –75,5
+
Zahlungen für Ertragsteuern
4,1 4,3 –0,2 –4,4 0,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 380,6 398,2 –17,7 –4,4 463,0
Einzahlungen aus Anlagenabgängen1)
+
95,4 2,0 93,4 4,4
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –128,0 –147,3 19,3 13,1 –243,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten 20,4 –12,3 32,7 2,6
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 59,9 –4,4 64,3 5,9
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 47,7 –162,0 209,7 –230,6

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–74,7 –74,7 –0,0*) –74,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–21,5 –19,7 –1,8 –9,0 –19,7
+/– Ab-/Zugang Nennkapital –2,2 2,2 –2,2
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile –1,1 1,1 0,2

Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–266,0 –117,4 –148,5 –157,5
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –362,1 –215,2 –147,0 –68,3 –253,9
Cash Flow gesamt 66,1 21,1 45,0 –21,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode2) 223,5 244,9 –21,4 –8,7 244,9
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode2) 289,9 265,9 24,0 9,0 223,5

*) Kleinbetrag

1) Davon 92,0 Mio. Euro aus dem Schiedsspruch für das Kraftwerksprojekt Walsum 10

2) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2015/16 (Bilanzstichtag: 30. September 2016) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2016 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2016/17 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: "Disclosure Initiative" 01.01.2016
IAS 16,
IAS 38
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte –
Klarstellung zu zulässigen
Abschreibungsmethoden 01.01.2016
IAS 16,
IAS 41
Sachanlagen und Landwirtschaft –
Fruchttragende Gewächse
01.01.2016
IAS 27 Einzelabschlüsse – Equity Methode
in Einzelabschlüssen
01.01.2016
IFRS 10,
IFRS 12,
IAS 28
Konzernabschlüsse und Anteile an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen – Investmentgesellschaften:
Anwendung der Konsolidierungsausnahme
01.01.2016
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von
Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
01.01.2016
Diverse Annual Improvements 2012–2014 01.01.2016

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die erstmals verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2017 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 28 inländische und 36 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte

Unternehmen einbezogen (30. September 2016: 30 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2017 wurden 21 Tochterunternehmen (30. September 2016: 25) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2015 68 1 19 88
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –21) –2 –4
30.09.2016 67 1 17 85
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –4 –4
30.06.2017 64 1 17 82
davon ausländische
Unternehmen
36 1 5 42

1) Verschmelzungen

Die bisher vollkonsolidierte EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 7. April 2017 rückwirkend auf den 30. September 2016 mit der EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen und somit im dritten Quartal 2016/17 entkonsolidiert.

Die bisher vollkonsolidierte EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 7. April 2017 rückwirkend auf den 30. September 2016 mit der EVN Bulgaria Fernwärme Holding GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen und somit im dritten Quartal 2016/17 entkonsolidiert.

Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 20 GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 7. April 2017 rückwirkend auf den 30. September 2016 mit der EVN Bulgaria Stromvertrieb Holding GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.

Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 21 GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 7. April 2017 rückwirkend auf den 30. September 2016 mit der EVN Bulgaria Stromnetz Holding GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.

Die im Geschäftsjahr 2015/16 neu gegründete EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, Mazedonien, wurde bisher aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Im zweiten Quartal 2016/17 wurde sie erstmals als vollkonsolidierte Gesellschaft im Konzernabschluss berücksichtigt.

Die bisher vollkonsolidierte WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien, wurde nach erfolgter Liquidation am 23. Jänner 2017 im Firmenbuch gelöscht und somit im zweiten Quartal 2016/17 entkonsolidiert.

In Moskau wurde Ende Dezember 2016 das Trinkwasserprojekt Süd-West Moskau vertragsgemäß endabgewickelt. Mit Zahlung der letzten Rate erwarb die Regierung der Stadt Moskau das Recht, die Anteile an der OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland, sowie deren 70 %-Tochtergesellschaft OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, zu erwerben. Diese Option wurde im Anschluss von der Regierung auch gezogen. Die Eintragung der Aktienübertragung an die Regierung der Stadt Moskau in das Aktionärsregister und damit die Entkonsolidierung der OAO "WTE Süd-West" erfolgte am 28. Dezember 2016. Damit endete nach zehn Jahren auch die Betriebsführung der Trinkwasseranlage durch die EVN.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mit Vereinbarung vom 13. Februar 2017 kam es zur Einigung zwischen der bulgarischen Vertriebsgesellschaft der EVN und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK hinsichtlich der von der EVN Bulgaria EC vorfinanzierten Ökostrom-Mehrkosten. Der sich daraus ergebende positive Einmaleffekt auf das Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von rund 42,0 Mio. Euro wurde zum Teil im Materialaufwand als Forderungszuschreibung und aufgrund der zugesprochenen Verzugszinsen zum Teil in den sonstigen betrieblichen Erträgen abgebildet.

In der Position "Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand" ist mit 45,5 Mio. Euro eine Wertberichtigung der in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau enhalten. Diese Wertberichtigung war erforderlich geworden, da die bislang geplante alternative Verwendung dieser Anlagenkomponenten für andere Müllverbrennungsprojekte aus heutiger Sicht nicht mehr wahrscheinlich ist.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Ergebnis
anteils der at Equity einbezogenen
Unternehmen operativ
Mio. EUR
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
EVN KG 75,7 62,0
RAG 31,3 32,8
Energie Burgenland 15,6 11,2
ZOV; ZOV UIP 8,8 9,6
Shkodra –3,1
Verbund Innkraftwerke –12,7 –0,3
Andere Gesellschaften 5,3 7,1
Summe Ergebnis der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
124,1 119,2

Aufgrund der verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung sowie des Anstiegs des WACC wurde bei der Verbund Innkraftwerke GmbH eine Wertminderung in Höhe von 13,1 Mio. Euro notwendig. Der erzielbare Betrag für den EVN-Anteil an der Verbund Innkraftwerke GmbH wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 62,5 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,32 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 6,37 % entspricht, verwendet.

Der Anstieg des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ist im Wesentlichen auf die EVN KG und die Energie Burgenland zurückzuführen. Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnisbeitrag der EVN KG beruht auf gesunkenen Bezugskosten sowie auf witterungsbedingten Faktoren. Die Entwicklung des Ergebnisbeitrags der Energie Burgenland ist überwiegend auf positive Einmaleffekte im Bereich der Ertragsteuern zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis, welches das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen enthält, entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
WEEV Beteiligungs GmbH 14,7 –8,6
Andere Gesellschaften 0,0*) 0,0*)
Ergebnis der at Equity einbezogenen
Unternehmen finanziell
14,7 –8,6
Verbund AG 11,6 14,0
Andere Gesellschaften 6,2 3,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 17,8 17,5
Summe Beteiligungsergebnis 32,5 8,9

*) Kleinbetrag

Das Beteiligungsergebnis zeigte einen Anstieg um 23,6 Mio. Euro auf 32,5 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf positive Bewertungseffekte aus über dem Bilanzansatz gelegenen Kurswerten von Verbund-Aktien, die im Juni 2017 im Rahmen von Strukturvereinfachungen von der WEEV Beteiligungs GmbH an die EVN AG übertragen wurden. Die EVN AG hält damit nunmehr 12,63 % der Aktien der Verbund AG direkt. Negativ beeinflusst wurde das Beteiligungsergebnis hingegen durch die geringere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,29 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,35 Euro je Aktie).

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2017 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.842.333 Stück (Vorjahr: 177.751.783 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 242,0 Mio. Euro (Vorjahr: 198,8 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2017 ein Ergebnis je Aktie von 1,36 Euro (30. Juni 2016: 1,12 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Aufgrund der verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung sowie einer geänderten Einschätzung des Betrachtungszeitraums aufgrund der derzeit in Europa diskutierten Änderung der CO2-Gesetzgebung wurde eine Wertminderung beim anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum in Höhe von 19,1 Mio. Euro notwendig.1) Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 162,3 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,25 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 6,76 % entspricht, verwendet.

1) Die Impairment-Betrachtung des Kraftwerksanteils erfolgt rein auf Konzernebene, auf Segmentebene erfolgt eine Rückstellungsbildung für die Vermarktung der eigenen Stromproduktion, die Wertminderung wird daher in der Überleitungsspalte "Konsolidierung" ausgewiesen.

Bei der Energieversorgungszentrale beim Kraftwerk Dürnrohr liegen aufgrund in kürzeren Intervallen erforderlicher Reinvestitionen und höherer Instandhaltungsaufwendungen substanzielle Hinweise einer Überalterung der Anlage vor. Dies führte zu einer Wertminderung in Höhe von 3,9 Mio. Euro im Segment "Erzeugung". Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug –1,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,77 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 4,65 % entspricht, verwendet.

Im Segment "Erzeugung" wurde aufgrund der verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung sowie des Anstiegs des WACC eine Wertminderung der Strombezugsrechte aus dem Donaukraftwerk Freudenau in Höhe von 16,9 Mio. Euro notwendig. Die EVN hält am Donaukraftwerk Freudenau Strombezugsrechte im Ausmaß von 12,5 % auf die Betriebsdauer des Kraftwerks. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 22,9 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,84 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 6,40 % entspricht, verwendet.

In Bulgarien musste aufgrund der weiterhin anhaltenden nachteiligen regulatorischen Tarifentscheidungen im Wärmebereich sowie aufgrund des gestiegenen WACC eine Wertminderung in Höhe von 26,6 Mio. Euro an den Cogeneration-Anlagen bei der TEZ Plovdiv im Segment "Südosteuropa" vorgenommen werden. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 30,9 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 7,87 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 8,74 % entspricht, verwendet.

Bei der Wärmeversorgung Großraum Mödling mussten aufgrund der Ermangelung eines Nachfolgetarifs für KWK-Anlagen in der im Juli 2017 beschlossenen Novelle des Ökostromgesetzes Wertminderungen in Höhe von 3,7 Mio. Euro im Segment "Energie" vorgenommen werden. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 30,3 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,68 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 7,77 % entspricht, verwendet.

Weitere Werthaltigkeitsprüfungen aufgrund verschlechterter Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung und gestiegener WACCs führten bei zwei Windparks und einem Kleinwasserkraftwerk zu Wertminderungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro im Segment "Erzeugung". Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug in Summe 21,7 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,84 %, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in einer Bandbreite von 6,23 – 6,52 % entspricht, verwendet.

Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 23. November 2016 bekanntgegeben, hat ein Schiedsgericht der Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks Walsum 10, an der die EVN AG mittelbar zu 49 % beteiligt ist, Ansprüche in Höhe von rund 200 Mio. Euro zuerkannt. Das Ergebnis des Schiedsspruchs führte im überwiegenden Ausmaß zu einer Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerk. Darüber hinaus kam es zur Ausbuchung einer Verbindlichkeit im Zusammenhang mit einer durch die Projektgesellschaft im Jahr 2013 gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft sowie zu einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen gegenüber dem Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH.

Aufgrund geänderter energiepolitischer Rahmenbedingungen in Bulgarien wurde die weitere Umsetzung des Wasserkraftwerksprojekts Gorna Arda ausgesetzt. Das Projekt ist im aktuellen Umfeld nicht realisierbar. Aus diesem Grund wurde der entsprechende Buchwert in Höhe von 28,9 Mio. Euro im Segment "Erzeugung" zur Gänze wertgemindert.

In den ersten drei Quartalen 2016/17 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 171,0 Mio. Euro (Vorjahr: 193,7 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsverlust in Höhe von 1,2 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 33,4 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 959,3 Mio. Euro. Dieser Zuwachs resultierte vorwiegend aus den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von 138,7 Mio. Euro. Dem standen Reduktionen durch Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften von insgesamt 104,7 Mio. Euro sowie erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 4,4 Mio. Euro gegenüber.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 748,8 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 732,4 Mio. Euro, der sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 136,7 Mio. Euro erhöhte. Diese Erhöhung resultiert einerseits aus Wertänderungen der Verbund-Anteile in Höhe von 75,8 Mio. Euro und andererseits aus der Übertragung der bisher von der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Anteile an die EVN AG in Höhe von 60,9 Mio. Euro. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
Stück
2016/17
1.–3. Quartal
Stand 30.09.2016 177.842.333
Erwerb eigener Aktien
Stand 30.06.2017 177.842.333

Die 87. Hauptversammlung am 21. Jänner 2016 hat die vorzeitige Beendigung des am 16. Jänner 2014 begonnenen Aktienrückkaufprogramms beschlossen und dem Vorstand die Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN mit einer Geltungsdauer von 30 Monaten erteilt. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und den Rückkauf von bis zu 1.000.000 Stück Aktien beschlossen. Dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals. Am 5. Oktober 2016 beschloss der Vorstand die vorzeitige Beendigung des aktuellen Aktienrückkaufprogramms. Der Ermächtigungsbeschluss der 87. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG bleibt davon unberührt und ist weiterhin gültig.

Zum Stichtag 30. Juni 2017 hielt die EVN 2.036.069 Stück eigene Aktien (das sind 1,13 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 22,2 Mio. Euro und einem Kurswert von 20,1 Mio. Euro (30. September 2016: 20,1 Mio. Euro). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 88. Hauptversammlung der EVN hat am 19. Jänner 2017 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 74,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2017, Dividendenzahltag war der 27. Jänner 2017.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung
langfristiger
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 30.06.2017 30.09.2016
Anleihen 535,9 550,3
Bankdarlehen 656,4 764,2
Summe langfristiger
Finanzverbindlichkeiten
1.192,3 1.314,5

Die Reduktion der Anleihen um 14,4 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos im Zusammenhang mit der JPY-Anleihe. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Erzeugung Energie Netze Südosteuropa
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
Außenumsatz 45,5 35,3 430,4 374,5 397,6 345,5 741,5 735,7
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
144,4 135,8 6,4 10,6 45,4 36,4 0,3 0,2
Gesamtumsatz 189,8 171,1 436,8 385,1 443,0 381,9 741,8 735,9
Operativer Aufwand –93,0 –79,6 –422,0 –361,9 –190,6 –189,8 –608,6 –649,4
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
–12,4 –3,2 80,0 68,8
EBITDA 84,4 88,4 94,8 92,0 252,4 192,1 133,2 86,6
Abschreibungen –92,8 –41,7 –18,4 –13,0 –85,9 –82,0 –73,6 –75,3
Operatives Ergebnis (EBIT) –8,4 46,7 76,4 79,0 166,5 110,1 59,6 11,3
Finanzergebnis –6,4 –15,2 –2,1 –2,7 –12,7 –12,9 –17,6 –17,7
Ergebnis vor Ertragsteuern –14,8 31,5 74,3 76,3 153,8 97,2 42,0 –6,4
Gesamtvermögen 919,6 1.146,7 672,5 550,1 1.931,0 1.825,4 1.156,0 1.268,8
Investitionen1) 14,7 26,6 7,6 9,4 73,1 83,9 67,6 69,1
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
Außenumsatz 139,6 118,9 10,8 6,7 1.765,5 1.616,6
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
11,8 13,4 43,2 42,7 –251,4 –239,2
Gesamtumsatz 151,4 132,3 54,0 49,4 –251,4 –239,2 1.765,5 1.616,6
Operativer Aufwand –167,8 –113,6 –57,6 –53,5 253,2 237,4 –1.286,5 –1.210,4
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
9,5 9,5 47,0 44,0 124,1 119,2
EBITDA –6,9 28,3 43,3 40,0 1,8 –1,8 603,0 525,4
Abschreibungen –18,9 –19,3 –1,1 –1,2 –11,1 6,3 –301,9 –226,1
Operatives Ergebnis (EBIT) –25,9 9,0 42,3 38,8 –9,3 4,5 301,2 299,3
Finanzergebnis –1,4 –1,6 45,4 24,0 –13,0 –13,4 –7,8 –39,5
Ergebnis vor Ertragsteuern –27,3 7,4 87,7 62,8 –22,3 –8,9 293,4 259,8
Gesamtvermögen 815,1 910,6 2.758,7 2.702,7 –1.942,0 –1.854,7 6.311,0 6.549,6
Investitionen1) 7,5 6,6 1,0 0,9 –0,3 –2,9 171,2 193,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Erzeugung sowie Energie und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum

als Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Walsum vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR
Bewertungs Fair-Value
Hierarchie
(gem.
30.06.2017 30.09.2016
Klassen kategorie IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte 6,6 6,6
Andere Beteiligungen AFS 9,8 9,8
Andere Beteiligungen AFS Stufe 1 732,4 732,4 595,7 595,7
748,8 612,0
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 16,3 16,3 82,9 82,9
Ausleihungen LAR Stufe 2 34,1 42,1 30,9 39,5
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR Stufe 2 89,9 100,5 104,3 118,0
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 4,0 4,0 6,3 6,3
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 0,6 0,6 16,2 16,2
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte LAR 0,6 0,6 58,6 58,6
Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) 14,4 14,4
160,0 313,7
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 387,7 387,7 371,6 371,6
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 13,0 13,0 9,1 9,1
Nicht finanzielle Vermögenswerte 11,7 33,4
412,4 414,1
Wertpapiere AFS Stufe 1 15,5 15,5 75,4 75,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 312,1 312,1 237,2 237,2
Langfristige Schulden 312,1 237,2
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC Stufe 2 535,9 639,6 550,3 683,7
Bankdarlehen FLAC Stufe 2 656,4 717,8 764,2 838,5
1.192,3 1.314,5
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten FLAC Stufe 2 12,5 14,3 14,3 16,5
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 1,2 1,2 1,5 1,5
Sonstige übrige Schulden FLAC 11,1 11,1 11,2 11,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 5,8 5,8 8,4 8,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 19,5 19,5 28,8 28,8
50,1 64,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 88,2 88,2 239,1 239,1
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 256,2 256,2 399,6 399,6
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 235,6 235,6 306,4 306,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 17,2 17,2 12,2 12,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 6,1 6,1 6,6 6,6
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 102,5 128,3
361,4 453,4
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 757,6 680,8
Kredite und Forderungen LAR 824,4 802,6
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL 56,3 98,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC 1.797,1 2.286,6

In der vorstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Geldflussrechung

Die Veränderungen im Cash Flow aus dem operativen Bereich waren vor allem auf die Reduktion von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 zurückzuführen. In Summe lag der Cash Flow aus dem operativen Bereich mit 380,8 Mio. Euro um 17,5 Mio. Euro bzw. 4,4 % unter dem Vorjahreswert.

Der Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 wirkte sich im Cash Flow aus dem Investitionsbereich positiv aus (in ähnlicher Höhe wie der erwähnte Effekt auf den Cash Flow aus dem operativen Bereich). Einen gegenläufigen Effekt hatte hingegen die im Juni 2017 erfolgte Übertragung der bislang von der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Aktien an die EVN AG. In Summe belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit im Berichtszeitraum auf 47,7 Mio. Euro (Vorjahr: –162,0 Mio. Euro).

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen. Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
Umsätze 301,6 232,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 96,7 91,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15,8 17,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
27,1 63,8

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2016 um 79,6 Mio. Euro auf 390,2 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit dem Energiegeschäft sowie einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit dem Energiegeschäft werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei sinkenden Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei steigenden Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2017 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 52,9 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 263,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2017 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 17. August 2017 traten folgende Ereignisse auf:

Am 7. Juli 2017 wurde die Verschmelzung der EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft mit der VBV-Pensionskasse Aktiengesellschaft als übernehmende Gesellschaft in das Firmenbuch eingetragen. Damit erfolgte die Übertragung der EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft an die VBV-Gruppe.

Am 4. August 2017 wurden insgesamt 85.215 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,05 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit wurde die am 5. Mai 2017 angekündigte Ausgabe eigener Aktien an Arbeitnehmer abgeschlossen und beendet.

Mit Entscheidung vom 4. August 2017 wurde das von der bulgarischen Regulierungsbehörde für den Strombereich (EWRC) gegen die EVN EC am 19. März 2014 eingeleitete Verfahren zur Entziehung der Lizenz nach der im Februar 2017 erzielten Einigung mit der NEK formal eingestellt.

Am 9. August 2017 hat die EVN weitere Verträge zur Bereitstellung ihrer thermischen Kraftwerke als Reservekapazität für den süddeutschen Raum abgeschlossen. Damit wurde die von der EVN für das Winterhalbjahr 2017/18 bereitgestellte Kapazität zur Netzstabilisierung von 450 MW auf nunmehr 1.090 MW erhöht.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2017-Q3

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2016/17 14.12.2017
Nachweisstichtag Hauptversammlung 08.01.2018
89. ordentliche Hauptversammlung 18.01.2018
Ex-Dividendentag 24.01.2018
Record Date Dividende 25.01.2018
Dividendenzahltag 26.01.2018
Ergebnis 1. Quartal 2017/18 28.02.2018
Ergebnis 1. Halbjahr 2017/18 30.05.2018
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2017/18 23.08.2018
Jahresergebnis 2017/18 13.12.2018
1) Vorläufig
Basisinformationen
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A2, stabil (Moody's); A–, stabil (Standard & Poor's)

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030 Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 17. August 2017