Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

EVN AG Interim / Quarterly Report 2014

May 28, 2014

742_ir_2014-05-28_f5c99cdd-86a1-42cd-8be9-7a236209131c.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

EVN Ganzheitsbericht 2012/13 1. Halbjahr 2013/14 1. Oktober 2013 – 31. März 2014 Aktionärsbrief

Highlights

  • Operatives Ergebnis durch Preis- und Mengen effekte im Energiegeschäft und Rückgänge im Umweltgeschäft belastet
  • Finanzergebnis auf 53,4 Mio. Euro gestiegen
  • Verbesserung des Konzernergebnisses um 44,1 %
  • Cash Flow aus dem operativen Bereich um 40,7 % über dem des Vorjahres
  • Ausblick 2013/14: Konzernergebnis über dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/13 erwartet, jedoch keine Rückkehr auf das Niveau der letzten Jahre

Kennzahlen

2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
2012/13
30.09.2013
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.072 2.032 2,0 1.104 1.108 –0,4 3.701
Stromverkauf an Endkunden GWh 10.653 11.176 –4,7 5.374 5.773 –6,9 20.209
Gasverkauf an Endkunden GWh 4.376 5.176 –15,5 2.324 2.991 –22,3 6.333
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.393 1.437 –3,0 739 793 –6,7 2.062
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.481,5 1.652,4 –10,3 750,4 858,4 –12,6 2.755,0
EBITDA Mio. EUR 303,0 330,2 –8,3 148,4 156,8 –5,3 457,6
EBITDA-Marge % 20,4 20,0 0,5 19,8 18,3 1,5 16,6
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 184,9 212,1 –12,8 88,9 95,8 –7,3 218,5
EBIT-Marge % 12,5 12,8 –0,4 11,8 11,2 0,7 7,9
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 238,3 194,9 22,3 148,7 90,4 64,6 180,3
Konzernergebnis Mio. EUR 189,5 131,5 44,1 124,8 60,0 114,7
Ergebnis je Aktie EUR 1,06 0,74 44,5 0,70 0,34 0,64
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.196,3 7.064,7 1,9 7.196,3 7.064,7 1,9 7.102,1
Eigenkapital Mio. EUR 3.108,9 3.113,5 –0,1 3.108,9 3.113,5 –0,1 3.066,5
Eigenkapitalquote % 43,2 44,1 –0,9 43,2 44,1 –0,9 43,2
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.421,7 1.734,7 –18,0 1.421,7 1.734,7 –18,0 1.562,3
Gearing % 45,7 55,7 –10,0 45,7 55,7 –10,0 50,9
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 292,1 379,1 –23,0 186,0 227,5 –18,3 553,6
Cash Flow
aus dem operativen Bereich
Mio. EUR 219,3 155,9 40,7 119,8 101,2 18,4 561,7
Investitionen1) Mio. EUR 131,1 124,5 5,3 65,6 50,2 30,7 328,4
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.406 7.495 –1,2 7.371 7.487 –1,6 7.497

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhalt

Vorwort des Vorstands 3 Konzern-Zwischenabschluss 20
Zwischenlagebericht 5 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 20
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 5 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 20
Geschäftsentwicklung 6 Konzern-Bilanz 21
Risikobericht 9 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 22
Entwicklung der Segmente 11 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 22
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 23
Erklärung des Vorstands 29
Die EVN Aktie 30

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die milden Temperaturen setzten sich auch im zweiten Quartal unseres Geschäftsjahres 2013/14 fort. Der im Vergleich zum Vorjahr und auch in der Mehrjahresbetrachtung deutlich wärmere Winter in Österreich wie auch in Südosteuropa führte zu geringeren Absatzmengen im Strom-, Gas- und Wärmebereich. Aufgrund der geringen Niederschläge lag auch die Wasserführung der Flüsse unter dem vergleichsweise hohen Wert des Vorjahres, womit ein Rückgang der Stromerzeugung aus Wasserkraft einherging. Bedingt durch den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und Preisrückgänge für Primärenergieträger wie Erdöl, Gas und Kohle setzte sich auch die Reduktion der Strommarktpreise fort. Ein profitabler Betrieb der thermischen Produktionsanlagen wurde damit wesentlich erschwert.

Die EVN konnte sich diesen Einflussfaktoren nicht entziehen und weist für das erste Halbjahr 2013/14 im Vergleich zur Vorjahresperiode ein rückläufiges operatives Ergebnis aus: Die Umsatzerlöse sanken um 10,3 %, das EBITDA ging um 8,3 % und das EBIT um 12,8 % zurück. Das Finanzergebnis fiel aufgrund des Wegfalls der aperiodischen Effekte des Vorjahres deutlich höher aus, weshalb das Konzernergebnis um 44,1 % auf 189,5 Mio. Euro verbessert werden konnte.

Im Netzgeschäft in Österreich wurden die Tarife vom Regulator mit 1. Jänner 2014 angepasst. Einer Senkung der Stromtarife um 9,0% stand eine Erhöhung der Gastarife um 7,7% gegenüber. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit für ihre Kunden ist die zentrale Aufgabe der EVN. Deshalb wird in den nächsten Jahren ein Großteil der Investitionen für den Aus- und Aufbau der Netzinfrastruktur verwendet. Diese Investitionen sind auch für einen reibungslosen Abtransport der durch die steigende Anzahl von Windkraftanlagen erzeugten Energie im Netzgebiet notwendig.

Zum weiteren Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen wurde im Berichtszeitraum mit der Realisierung des Windparks Prottes-Ollersdorf begonnen. Der Park wird mit seinen zwölf Windrädern über eine installierte Kapazität von rund 37 MW verfügen und soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Im Mai 2014 wurde eine Photovoltaikanlage in Schönkirchen eröffnet, an der sich die Kunden der EVN beteiligen konnten. Diese Anlage umfasst rund 4.000 Paneele mit einer Leistung von insgesamt rund 1.000 kWpeak.

Das Kohlekraftwerk Duisburg-Walsum, an dem die EVN mit einem Anteil von 49 % beteiligt ist, wurde im Dezember 2013 in Betrieb genommen. Gegen den Generalunternehmer wurde zur Regelung der durch die verspätete Fertigstellung entstandenen Schäden eine Schiedsklage eingereicht.

In Bulgarien ist die EVN, wie im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung am 19. März 2014 berichtet, mit der unrechtmäßigen Androhung des Lizenzentzugs für ihre bulgarische Stromvertriebstochter EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD konfrontiert. Die EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD hatte ihre Ansprüche auf Erstattung von Mehrkosten für Ökostrom teilweise mit Ansprüchen der staatlichen Stromvertriebsgesellschaft NEK verrechnet; NEK ist nach den gesetzlichen Bestimmungen für die Abgeltung dieser Mehrkosten im Tarifierungswege mitverantwortlich. Dies hatte auch ein staatliches Höchstgericht zuvor bestätigt. Dennoch wirft die Regulierungsbehörde der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD nunmehr vor, nicht zur Verrechnung berechtigt gewesen zu sein. Die Behörde vertritt den Standpunkt, dass die EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD die von NEK verrechneten Beträge bar an diese hätte bezahlen müssen. Hierauf gestützt, versucht sie, nunmehr auch in einem Verwaltungsverfahren den Entzug der Lizenz zu verfolgen. Die EVN wird ihre Rechte in diesem aus ihrer Sicht unbegründeten Verfahren vor allen zur Verfügung stehenden (Schieds-)Gerichten und Gremien bestmöglich wahren. Das im Vorjahr eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes wird aktiv weiterverfolgt.

Im Umweltbereich liegt für die Projekte in Moskau noch keine Lösung vor. Die EVN hat sich dazu entschlossen, die im Rahmen der Umsetzung des Projekts einer Natriumhypochloritanlage von der Bundesrepublik Deutschland gewährte Bundesgarantie für Direktinvestitionen im Ausland in Anspruch zu nehmen, da die Stadt Moskau nicht bereit ist, die erteilte Genehmigung zur Inbetriebsetzung dieser Anlage aufrechtzuerhalten und den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Ausstellung der Baugenehmigung für die Müllverbrennungsanlage durch die Stadt Moskau ist weiterhin ausständig.

In der Wasserversorgung konnte die EVN mit 1. Jänner 2014 die Anlagen der Gemeinde Göllersdorf übernehmen und damit die Anzahl der Endkunden um 3.450 Einwohner auf über 87.000 erhöhen. In Summe ist die EVN der Trinkwasserlieferant für mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner in 677 teil- oder vollversorgten Katastralgemeinden.

In Anbetracht der zuvor beschriebenen Entwicklungen halten wir am Ausblick für das Geschäftsjahr 2013/14 weiterhin fest. Durch den Wegfall der aperiodischen Effekte, die das Finanzergebnis 2012/13 belastet hatten, ist mit einem Konzernergebnis zu rechnen, das über dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/13 liegen sollte. Aufgrund der weiterhin bestehenden Verwerfungen an den Energiemärkten kann jedoch von einer Rückkehr auf das Niveau der letzten Jahre nicht ausgegangen werden. Die Entwicklungen in den eingeleiteten Verfahren gegen den Staat Bulgarien und der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen.

Maria Enzersdorf, im Mai 2014

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2015f 2014f 2013e 2012 2011
EU-281)2) 1,8–2,0 1,5 0,1 –0,4 1,6
Österreich2)3) 1,7–2,0 1,7 0,4 0,9 2,8
Bulgarien1)2)4) 1,8–3,5 1,7–2,0 0,6–0,9 0,8 1,8
Kroatien1)2)4) 1,0–1,2 0,0–0,5 –0,7– (–1,0) –1,9– (–2,0) 0,0
Mazedonien5) 3,5 3,0 2,0 –0,3 2,8
Albanien4)5) 3,0 2,0–2,1 1,3 1,6 3,0

1) Quelle: "European Economic Forecast, Winter 2014", EU-Kommission, Februar 2014

2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2014 –15", IHS, März 2014

3) Quelle: "Prognose für 2014 und 2015: Konjunktur gewinnt nur langsam an Schwung", WIFO, März 2014

4) Quelle: "Strategie Österreich und CEE 2. Quartal 2014", Raiffeisen Research, April 2014

5) Quelle: "ECA Economic Outlook", Weltbank, März 2014

Wirtschaftliches Umfeld

In der Europäischen Union (EU) erholte sich die Konjunktur zuletzt eher schleppend. In den meisten Mitgliedsländern verlangen angespannte Staatshaushalte eine Kürzung der Ausgaben. In Anbetracht der aktuellen Stimmungsindikatoren wird aber eine Konjunkturaufhellung erwartet. Zuletzt verstärkten sich die Anzeichen, dass Strukturreformen in einigen Staaten Wirkung zeigten. So verzeichneten Portugal, Spanien und Italien beim BIP zuletzt wieder Wachstumsraten. Für 2014 wird in der EU mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 % gerechnet und für 2015 mit einer Bandbreite von 1,8 % bis 2,0 %.

In Österreich wuchs im Jahr 2013 die Wirtschaft in Summe um 0,4 %, obwohl sich vor allem in der ersten Jahreshälfte die Binnenkonjunktur schwach zeigte und die Exportwirtschaft unter der internationalen Konjunkturschwäche litt. In der zweiten Jahreshälfte zog die österreichische Konjunktur etwas an. Unterstützt vom internationalen Konjunkturaufschwung und angesichts der positiven Entwicklung der Vorlaufindikatoren ist mit einer weiteren Beschleunigung der Konjunkturbelebung im Verlauf des Jahres 2014 zu rechnen. Die jüngsten Einschätzungen gehen für 2014 von einem BIP-Wachstum von 1,7 % aus und für 2015 von 1,7 % bis 2,0 %.

Kennzahlen
zum energiewirtschaftlichen Umfeld
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 87,0 104,8 –17,8 84,7 109,0 –24,2
Bulgarien 81,1 90,4 –9,3 73,7 88,7 –15,0
Mazedonien 87,6 94,7 –7,1 81,5 95,9 –14,4
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 80,0 84,9 –5,8 79,7 85,0 –6,3
Gas – NCG2) EUR/MWh 25,9 27,6 –6,0 24,6 27,9 –11,6
Kohle – API#23) EUR/Tonne 60,6 67,7 –10,5 59,5 66,9 –11,1
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 5,0 7,0 –28,0 5,3 6,3 –16,0
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 43,2 53,1 –18,8 42,6 52,5 –19,0
Spitzenlaststrom EUR/MWh 55,8 66,4 –16,0 54,9 65,5 –16,2
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 36,5 41,6 –12,3 35,5 41,9 –15,2
Spitzenlaststrom EUR/MWh 48,9 55,0 –11,1 47,0 54,6 –14,0

Die angeführten Werte sind Durchschnittswerte über den jeweiligen Zeitraum.

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010,

in Bulgarien jenem von 2004 bis 2011 und in Mazedonien jenem ab 2001; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX (European Energy Exchange)-Börsenpreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

In mehreren südosteuropäischen Volkswirtschaften sind seit Herbst 2013 erste Anzeichen einer konjunkturellen Erholung erkennbar. Das gilt auch für Bulgarien, wo sich die internationale Nachfrage als wichtigster Wachstumstreiber erwies. Aber auch der Privatkonsum entwickelte sich zunehmend als Stütze für den wirtschaftlichen Aufschwung. Für das Jahr 2014 wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in einer Bandbreite von 1,7 % bis zu 2,0 % gerechnet und für 2015 mit einer Wachstumsrate von bis zu 3,5 %.

Obwohl während der letzten Jahre in Kroatien die Notwendigkeit von Reformen erkannt wurde, blieben die ergriffenen Maßnahmen auf kurzfristige Einsparungen begrenzt. Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin angespannt. Für das Jahr 2014 wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 0,0 % bis 0,5 % gerechnet; die Prognosen für 2015 liegen in einer Bandbreite von 1,0 % bis 1,2 %.

In Mazedonien leistete neben dem privaten Konsum auch die Exportwirtschaft einen verstärkten Beitrag zum Wirtschaftswachstum. Für 2014 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 3,0 % erwartet; 2015 soll sich dieser Trend fortsetzen und zu einem Aufschwung um bis zu 3,5 % führen.

Albanien steht aktuell vor der Notwendigkeit, seine Steuereinnahmen zu erhöhen. Als eine der ersten Maßnahmen wurde die Körperschaftssteuer auf 15 % angehoben. Die für den Staatshaushalt daraus resultierenden positiven Effekte und Investitionsmöglichkeiten sollen im Jahr 2014 zu einem Anstieg des BIP um bis zu 2,1 % und im Jahr 2015 um bis zu 3,0 % führen.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Das erste Halbjahr 2013/14 war im Vergleich zum Vorjahr in allen Kernmärkten der EVN von deutlich wärmeren Temperaturen geprägt. Während die Heizgradsummen in Bulgarien bzw. Mazedonien um 9,3 bzw. 7,1 Prozentpunkte unter dem bereits milden Temperaturniveau des Vorjahres lagen, war in Österreich ein Rückgang um 17,8 Prozentpunkte zu verzeichnen.

Der Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent auf Eurobasis lag im Berichtszeitraum vor allem aufgrund des weiterhin starken Euro gegenüber dem US-Dollar mit 80,0 Euro pro Barrel um 5,8 % unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Der durchschnittliche EEX-Börsenpreis für Erdgas war im ersten Halbjahr 2013/14 mit 25,9 Euro pro MWh um 6,0 % niedriger als im Vorjahr. Der Preis für Kohle sank um 10,5 % auf 60,6 Euro je Tonne – vorwiegend aufgrund des weltweiten Überangebots. Der Preis für CO2-Emissionszertifikate ging um 28,0 % auf 5,0 Euro je Tonne zurück.

Infolge des fortgesetzten Ausbaus der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energieträgern in Österreich und Deutschland sowie der niedrigeren Preise für Kohle und CO2Emissionszertifikate setzte sich der Rückgang sowohl bei den Termin- als auch bei den Spotmarktpreisen für Grund- bzw. Spitzenlaststrom in der Berichtsperiode fort. Die für die Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grundlaststrom sanken um 18,8 % auf 43,2 Euro und jene für Spitzenlaststrom um 16,0 % auf 55,8 Euro pro MWh. Die Spotmarktpreise für Grundlaststrom gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,3 % auf 36,5 Euro pro MWh und jene für Spitzenlaststrom um 11,1 % auf 48,9 Euro pro MWh zurück.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Kennzahlen

  • Umsatz: –10,3 % auf 1.481,5 Mio. Euro
  • EBITDA: –8,3 % auf 303,0 Mio. Euro
  • EBIT: –12,8 % auf 184,9 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: 53,4 Mio. Euro nach –17,2 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +44,1 % auf 189,5 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse lagen im ersten Halbjahr 2013/14 um 170,9 Mio. Euro bzw. 10,3 % unter jenen des Vorjahres und betrugen 1.481,5 Mio. Euro. Der Rückgang war im Energiegeschäft durch die niedrigeren Strompreise im Handels- und Endkundengeschäft und den aufgrund der Witterung geringeren mengenmäßigen Absatz bedingt. Im Umweltgeschäft wurden weniger Aufträge im internationalen Projektgeschäft abgewickelt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen in der Berichtsperiode um 7,1 Mio. Euro bzw. 14,6 % auf 41,5 Mio. Euro zurück, was im Wesentlichen auf niedrigere Bestandsveränderungen zurückzuführen ist.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger sank aufgrund geringerer Strom- und Gasbeschaffungskosten um 120,5 Mio. Euro bzw. 12,1 % auf 871,4 Mio. Euro. Des Weiteren waren in der Vergleichsperiode Rückstellungen für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Produktion enthalten.

Der Umsatzrückgang im internationalen Umweltgeschäft findet seine Entsprechung im Rückgang der Position Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand, die um 32,8 Mio. Euro bzw. 23,9 % auf 104,7 Mio. Euro fiel.

Der durchschnittliche Personalstand sank um 89 Personen auf 7.406 Mitarbeitende. Während in Österreich die Anzahl der Mitarbeitenden leicht anstieg, ging der Personalstand im Aus-

land aufgrund weiterer Prozess- und Organisationsoptimierungen zurück. In Summe erhöhte sich der Personalaufwand unter anderem durch kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltsanpassungen um 6,3 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 154,5 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 89,4 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro bzw. 4,0 % unter jenen des Vorjahres.

Per Saldo sank das EBITDA um 27,3 Mio. bzw. 8,3 % auf 303,0 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge stieg von 20,0 % auf 20,4 %.

Die Abschreibungen lagen mit 118,0 Mio. Euro annähernd auf dem Wert des Vorjahres (1. Halbjahr 2012/13: 118,2 Mio. Euro). In Summe ergab sich ein um 27,1 Mio. Euro bzw. 12,8 % unter dem Wert des Vorjahres liegendes EBIT von 184,9 Mio. Euro.

Im Finanzergebnis fielen die aperiodischen Effekte des Vorjahres weg, wodurch es zu einem Anstieg um 70,5 Mio. Euro auf 53,4 Mio. Euro kam.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 238,3 Mio. Euro und lag damit um 43,4 Mio. Euro bzw. 22,3 % über jenem der Vergleichsperiode. Das Ergebnis nach Ertragsteuern stieg um 46,6 Mio. Euro bzw. 29,5 % auf 204,5 Mio. Euro.

Nach Berücksichtigung des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 189,5 Mio. Euro, wodurch sich ein Anstieg um 58,0 Mio. Euro bzw. 44,1 % über das Niveau des ersten Halbjahres 2012/13 ergab.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis sank trotz eines höheren Ergebnisses vor Ertragsteuern aufgrund geringerer unbarer Ergebniskomponenten aus den At-Equity-Beteiligungen und geringerer langfristiger Rückstellungen um 87,1 Mio. Euro bzw. 23,0 % auf 292,1 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich stieg aufgrund höherer Lieferantenverbindlichkeiten und übriger Verbindlichkeiten um 63,4 Mio. Euro bzw. 40,7 % auf 219,3 Mio. Euro.

Struktur der Investitionen 1. Halbjahr

Bilanzstruktur zum Stichtag in % 86,2 30.09.2013 43,2 13,8 17,0 39,8 Kurzfristige Schulden Langfristige Schulden Eigenkapital Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte 85,0 31.03.2014 43,2 15,0 16,2 40,6

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich war durch die Liquiditätsfreisetzung aus dem Verkauf von Cashfonds und Kapitalrückzahlungen aus At-Equity-Beteiligungen im ersten Halbjahr 2013/14 geprägt und betrug –10,2 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012/13: –136,8 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich spiegelt die planmäßige Tilgung einer Anleihe und die Ausschüttung der von der 85. ordentlichen Hauptversammlung beschlossenen Dividende wider und lag bei –207,9 Mio. Euro.

In Summe resultiert daraus für das erste Halbjahr 2013/14 ein positiver Cash Flow von 1,2 Mio. Euro. Der Stand des Fonds der liquiden Mittel erhöhte sich von 224,8 Mio. Euro auf 226,0 Mio. Euro. Darüber hinaus standen nicht gezogene Kreditlinien in Summe von 675,0 Mio. Euro zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. März 2014 mit 7.196,3 Mio. Euro um 94,2 Mio. Euro bzw. 1,3 % über dem Wert vom 30. September 2013.

Die langfristigen Vermögenswerte blieben im ersten Halbjahr 2013/14 annähernd gleich bei 6.116,0 Mio. Euro (30. September 2013: 6.125,1 Mio. Euro), was einen Anteil am Gesamtvermögen von 85,0 % (30. September 2013: 86,2 %) darstellt. Die sonstigen Beteiligungen reduzierten sich aufgrund des Rückgangs des Aktienkurses der Verbund AG. Die anderen Positionen kompensierten diese Veränderung der sonstigen Beteiligungen fast vollständig.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen aufgrund saisonal höherer Forderungen aus dem Energiegeschäft um 103,2 Mio. Euro bzw. 10,6 % auf 1.080,2 Mio. Euro. Der Stand der kurzfristigen Wertpapiere reduzierte sich infolge des Verkaufs von zum 30. September 2013 gehaltenen Cashfonds.

Das Eigenkapital erhöhte sich trotz der Ausschüttung der von der 85. Hauptversammlung beschlossenen Dividende am 16. Jänner 2014 um 42,4 Mio. Euro bzw. 1,4 % auf 3.108,9 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. März 2014 auf 43,2 % (30. September 2013: 43,2%).

Die langfristigen Schulden stiegen hauptsächlich aufgrund der bereits im ersten Quartal durchgeführten Aufnahme eines langfristigen Darlehens bei der Europäischen Investitionsbank um 89,9 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 2.918,8 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 38,1 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 1.168,5 Mio. Euro. Wesentliche Veränderungen betrafen den Rückgang in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch die planmäßige Tilgung einer Anleihe und den Anstieg der übrigen kurzfristigen Schulden, der durch unbare Zuschüsse in den At-Equity-Beteiligungen, die Bewertung von Rohstoffsicherungsgeschäften und Verbindlichkeiten gegenüber Energiehandelspartnern zustande kam. Neben diesen Änderungen stiegen die Steuerverbindlichkeiten, saisonal bedingt die Lieferantenverbindlichkeiten und die kurzfristigen Rückstellungen.

Die Nettoverschuldung sank gegenüber dem 30. September 2013 um 140,6 Mio. Euro auf 1.421,7 Mio. Euro, und das Gearing reduzierte sich von 50,9 % auf 45,7 %.

Risikobericht

gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz

Freiwillige Evaluierung des Risikomanagementsystems durch KPMG Austria

Das Risikomanagementsystem der EVN wurde im März 2014 von KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als funktionsfähig und den Unternehmensanforderungen entsprechend beurteilt sowie die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem bestätigt.

Risikoprofil

Neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil des EVN Konzerns vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt-, Wettbewerbs-, Finanz-, Betriebs-, Umfeld- und sonstige Risiken, auf welche im Folgenden näher eingegangen werden soll.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Energiehandel und -vertrieb

Nachfragerückgänge aufgrund von witterungsbedingten, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Einflüssen sowie wettbewerbsbedingte Kunden- und Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können steigende bzw. volatilere Marktpreise, eine suboptimale Beschaffungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass sich Umsatzrückgänge aufgrund von Witterungseffekten oder Veränderungen von Kundenverhalten und Wechselraten fortsetzen.

Erzeugung

Eine erhöhte dezentrale und nicht regelbare Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen abhängig ist, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung von Rückstellungen für Belastungen aus Strombezugsverträgen mit Produktionsanlagen erforderlich werden. Neben dem nach wie vor schwierigen Umfeld für die thermische Erzeugung bestehen derartige Risiken auch für Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Umwelt

Im Umweltgeschäft sieht die EVN Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen.

Die EVN ist zudem Projekt- und Lieferantenrisiken sowie dem Risiko der mangelhaften oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.

Finanzrisiken

Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallsrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden im Energiegeschäft und "Großforderungen" im Treasury- und Energiehandelsbereich sowie bei Großprojekten.

Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein effizientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonität auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallsrisiken. Dennoch können die Energieerträge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.

Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.

Die Wertberichtigung von Forderungen kann das Ergebnis der EVN maßgeblich negativ beeinflussen. Dies gilt auch für (außerplanmäßige) Abschreibungen bzw. Impairments von Vermögensgegenständen wie Beteiligungen und Firmenwerten.

Da die EVN unter anderem mit Verbund AG, Rohöl-Aufsuchungs AG, Energie Burgenland AG und EconGas GmbH kerngeschäftsnahe Beteiligungen hält, besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds erhöhte Gefahr, dass eine nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung der Beteiligungsunternehmen auch wesentliche Auswirkungen auf die EVN hat. Darüber hinaus kann es zum Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten kommen.

Dem Liquiditäts- und (Re-)Finanzierungsrisiko wird durch regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen, die Diversifikation der Mittelaufbringung sowie die Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs vorgebeugt. Zudem ist die EVN Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen sowie Vertragsrisiken aus Finanzierungsverträgen ausgesetzt.

Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken werden mit einer umfassenden Treasury-Strategie, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfasst, gemanagt.

Betriebsrisiken

Insbesondere im Energiegeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten. Im Worst Case kann es zu einem (landesweiten) Blackout kommen. Auch im Umweltgeschäft besteht das Risiko von Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen.

Wesentliche Prozesse des Energie- und Umweltgeschäfts sind gefahrenbehaftet, wodurch die EVN einem Haftungs- und Reputationsrisiko ausgesetzt ist.

Umfeldrisiken

Eine Veränderung des regulatorischen Umfelds, politische Einflussnahme bei Großprojekten sowie veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Energie- und Umweltgesetzgebung sind wesentliche Treiber politischer und rechtlicher Risiken.

Zudem stellen die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten (Süd-)Osteuropas, potenziell rechtswidrige bzw. fehlerhafte Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen weiterhin große Herausforderungen dar, denen in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen, wie der Weltbank in Washington (laufendes Investitionsschutzverfahren gegen die Republik Bulgarien), begegnet wird.

Es besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden. Als Risiken sind hierbei das eingeleitete Lizenzentzugsverfahren der bulgarischen Regulierungsbehörde für den Strombereich ("DKEVR") gegen die EVN Stromvertriebsgesellschaft in Bulgarien (EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD) und die mangelnde Aufrechterhaltung der erteilten Genehmigung der Stadt Moskau zur Inbetriebsetzung der fertiggestellten Natriumhypochloritanlage zu nennen.

Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen regulatorischen, Gerichts-, Schiedsgerichts- und Investitionsschutzverfahren bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen (insbesondere betreffend diverse Kraftwerksprojekte wie das Kraftwerk Walsum 10 sowie Auslandsbeteiligungen und -geschäftsbetriebe).

Vertragsrisiken können unter anderem aus dem Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn resultieren.

Gesamtrisikoprofil

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich das Risikouniversum seit Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2013 nicht wesentlich verändert hat.

Neben den Ungewissheiten bei Geschäftsfeldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederösterreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert, weshalb die bereits eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen konsequent fortgeführt werden.

Gegenwärtig sind jedoch keine Risiken für die Zukunft erkennbar, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst das Energiegeschäft, das Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Funktional betrachtet wird im Energiegeschäft bei Strom und Wärme die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung über den Transport bis hin zur Verteilung und Versorgung abgedeckt, bei Gas die Wertschöpfungsstufen Transport und Verteilung. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Aktivitäten der Tochtergesellschaften in verwandten Geschäftsfeldern sowie regionale Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Das Umweltgeschäft umfasst die Aktivitäten der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie der thermischen Abfallverwertung.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an
österreichischen und internationalen Standorten
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf
von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie
Wärmeproduktion und -verkauf
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien
und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeu
gung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien,
Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung
in Österreich, der Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie
internationales Projektgeschäft
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
absolut +/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Stromerzeugung 2.072 2.032 40 2,0 1.104 1.108 –0,4
Erneuerbare Energie1) 884 905 –20 –2,2 405 530 –23,7
Wärmekraftwerke2) 1.188 1.127 60 5,4 699 578 21,0
Netzabsatz
Strom 11.261 11.407 –146 –1,3 5.279 5.942 –3,6
Gas3) 9.646 10.559 –913 –8,6 4.874 5.623 –13,3
Energieverkauf an Endkunden
Strom 10.653 11.176 –523 –4,7 5.374 5.773 –6,9
Mittel- und Westeuropa4) 3.653 3.934 –281 –7,1 1.776 1.927 –7,9
Südosteuropa 6.999 7.242 –242 –3,3 3.598 3.846 –6,4
Gas 4.376 5.176 –800 –15,5 2.324 2.991 –22,3
Wärme 1.393 1.437 –43 –3,0 739 793 –6,7
Mittel- und Westeuropa4) 1.240 1.262 –22 –1,7 651 689 –5,6
Südosteuropa 153 175 –21 –12,2 89 104 –14,5

1) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie Blockheizkraftwerke in Moskau im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

2) Beinhaltet auch die Cogeneration-Anlage in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

3) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN sowie Gasnetzabsatz in Kroatien

4) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden die operative Entwicklung der sechs Segmente und die Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf deren Geschäftsverlauf beschrieben.

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich, Deutschland, Bulgarien und Albanien sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Österreich und Bulgarien.

Die Außenumsätze des Segments resultieren vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft. Für den konzerninternen Umsatz wird für die Stromerzeugung (im Wesentlichen für Wasserkraftwerke sowie nicht mehr im Förderregime stehende Windkraftanlagen) der Strommarktpreis abgebildet. Für die thermische Erzeugung der EVN AG sowie für die Speicherkraftwerke wird der Optionswert dargestellt. Der Optionswert spiegelt im Wesentlichen die ermittelte Differenz zwischen den Forwardpreisen für Strom und den Brennstoffkosten wider. Darüber hinaus sind die Bereitstellung sowie der Abruf von Reservekapazitäten zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum im Optionswert enthalten. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden im Segment Energiehandel und -vertrieb abgebildet.

Das Beteiligungsergebnis umfasst vor allem die Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen an den Kraftwerken VerbundInnkraftwerke, Ashta und Duisburg-Walsum, das im Dezember 2013 in Betrieb ging. Bis inklusive erstes Halbjahr 2012/13 war im Beteiligungsergebnis der 50-%-Anteil am Wasserkraftwerksprojekt am Fluss Devoll, Albanien, inkludiert, der im Jahr 2013 an den Projektpartner Statkraft A.S. verkauft wurde.

Highlights

  • Rückgang der Stromerzeugung um 19,0 %
  • Niedrigere Wasserführung
  • Rückgang in Dürnrohr
  • Umsatzrückgang um 10,6 %
  • Rückläufige Strommarktpreise
  • Geringerer Optionswert durch Wegfall der
  • Gratis-CO2-Emissionszertifikate
  • Inbetriebnahme des Windparks Prellenkirchen

Im ersten Halbjahr 2013/14 ging die Stromerzeugung um 316 GWh bzw. 19,0 % auf 1.345 GWh zurück. Die Erzeugung aus erneuerbarer Energie sank um 31 GWh bzw. 4,0 % auf 739 GWh. Diese Entwicklung ist vor allem auf die im Vergleich zur Vorjahresperiode schlechtere Wasserführung zurückzuführen. Der Erzeugungskoeffizient der Wasserkraftwerke lag in der Berichtsperiode bei 99,0 % (Vorjahr: 118,0 %). Positiv auf die Erzeugungsmengen aus erneuerbaren Energieträgern wirkte sich die Produktion der neuen Windparks in Deutsch-Wagram und Prellenkirchen aus. Die eigenen Wärmekraftwerke produzierten vor allem aufgrund des Rückgangs des Einsatzes des Kraftwerks

Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
893
Stromerzeugung
1.345
1.661
–19,0
545
–38,9
Erneuerbare Energie
739
770
–4,0
331
444 –25,4
Wärmekraftwerke1)
606
891
–32,0
214
449 –52,3
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz
18,6
18,3
1,6
8,9
9,2 –2,8
Innenumsatz
40,7
48,0
–15,2
18,0
23,6 –23,6
59,2
66,2
–10,6
26,9
Gesamtumsatz
32,7 –17,8
Operativer Aufwand
–31,2
–34,1
8,5
–14,6
–17,5 16,8
EBITDA
28,0
32,1
–12,8
12,3
15,2 –18,8
Abschreibungen
–14,7
–13,8
–7,2
–7,7
–6,8 –13,1
Operatives Ergebnis (EBIT)
13,3
18,4
–27,7
4,6
8,3 –45,0
–6,2
–33,5
81,4
0,0
Finanzergebnis
–30,1 99,9
Ergebnis vor Ertragsteuern
7,0
–15,1

4,5
–21,8
Gesamtvermögen
916,2
829,3
10,5
916,2
829,3 10,5
Investitionen2)
13,9
9,9
40,5
4,4
4,1 5,1

1) Exkl. der Produktionsmenge des Kraftwerks Duisburg-Walsum

Dürnrohr um 285 GWh bzw. 32,0 % weniger Strom, wodurch der Output auf 606 GWh zurückging.

Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 19,4 % (Vorjahr: 18,2 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa lag der Deckungsgrad bei 56,7 % (Vorjahr: 51,6 %). Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromproduktion auf Konzernebene lag bei 42,7 % (Vorjahr: 44,5 %).

Die Umsatzerlöse lagen mit 59,2 Mio. Euro um 7,0 Mio. Euro bzw. 10,6 % unter dem Vorjahreswert. Dies ist neben der niedrigeren Wasserführung und den weiterhin rückläufigen Strommarktpreisen auch auf die Verringerung des Optionswerts der thermischen Kraftwerke infolge des Wegfalls der Gratis-CO2- Emissionszertifikate zurückzuführen. Umsatzerhöhend wirkten sich vermehrte Erlöse im Zusammenhang mit der Regelenergie bzw. wie auch schon im Vorjahr die Erlöse aus der Bereitstellung von Reservekapazitäten zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum aus.

Der operative Aufwand sank in der Berichtsperiode vor allem aufgrund eines niedrigeren Personalaufwands um 2,9 Mio. Euro bzw. 8,5 % auf 31,2 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBITDA mit 28,0 Mio. Euro um 4,1 Mio. Euro bzw. 12,8 % unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Abschreibungsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. Euro bzw. 7,2 % auf 14,7 Mio. Euro. In Summe lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 13,3 Mio. Euro um 5,1 Mio. Euro bzw. 27,7 % unter dem Wert des Vorjahres.

Das Finanzergebnis erhöhte sich um 27,2 Mio. Euro bzw. 81,4 % auf –6,2 Mio. Euro, wobei in der Vergleichsperiode ein einmaliger negativer Ergebniseffekt aufgrund des Verkaufs des 50-%-Anteils der EVN am albanischen Wasserkraftwerksprojekt Devoll Hydropower verzeichnet wurde. Per Saldo stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber der Vergleichsperiode von –15,1 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro.

Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2013/14 um 4,0 Mio. Euro bzw. 40,5 % auf 13,9 Mio. Euro erhöht. Zurückzuführen ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf die Kapazitätserweiterungen im Bereich Windkraft. Im Februar 2014 erfolgte die Inbetriebnahme eines Windparks im Gemeindegebiet Prellenkirchen mit einer Gesamtkapazität von 24 MW. Gemeinsam mit einem Partner wurden acht Windräder errichtet, die rund 16.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Des Weiteren wurde mit den Bauarbeiten am Windpark Prottes-Ollersdorf begonnen. Der Windpark, dessen Inbetriebnahme für das Frühjahr 2015 geplant ist, wird über eine installierte Kapazität von rund 37 MW verfügen.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst den Handel und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden vorwiegend am österreichischen Heimmarkt und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Erdgas und anderen Primärenergieträgern sowie Wärmeproduktion und -verkauf.

Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste bis inklusive 31. Dezember 2013. Des Weiteren wird in den konzerninternen Umsätzen der Eigenbedarf des Konzerns abgebildet.

Das Beteiligungsergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus den Ergebnisbeiträgen der EconGas, der e&t und der Fernwärmegesellschaften in St. Pölten und in Steyr.

Highlights

  • Rückgang des Energieverkaufs an Endkunden
  • Geringere Absatzmengen der EnergieAllianz
  • Temperaturbedingt niedrigerer Strom-, Gasund Wärmeabsatz
  • Strom- und Gaspreissenkungen per 1. Oktober 2013

Der Stromverkauf an Endkunden sank im ersten Halbjahr 2013/14 im Wesentlichen aufgrund geringerer Absatzmengen der EnergieAllianz Austria außerhalb des Versorgungsgebiets der EVN und der im Vorjahresvergleich wärmeren Temperaturen um 281 GWh bzw. 7,1 % auf 3.653 GWh. Absatzreduzierend wirkte sich zudem der Wegfall der Netzverlustlieferungen ab dem 1. Jänner 2014 an das Segment Netzinfrastruktur Inland aus. Darüber hinaus führte vor allem die milde Witterung zu einem Rückgang des Gasabsatzes an Endkunden um 800 GWh bzw. 15,5 % auf 4.376 GWh sowie zu einem um 22 GWh bzw. 1,7 % niedrigeren Wärmeverkauf. In Ausübung der Bezugsrechte aus der Produktion des Kohlekraftwerks Duisburg-Walsum wurden 374 GWh Strom bezogen.

Die Umsatzerlöse lagen vor allem aufgrund des temperaturbedingten Absatzrückgangs sowie der Strom- und Gaspreissenkungen für Haushalts- und Kleingewerbekunden per 1. Oktober 2013 mit 593,2 Mio. Euro um 103,1 Mio. Euro bzw. 14,8 % unter dem Wert des Vorjahres.

Der operative Aufwand sank in der Berichtsperiode bedingt durch geringere Strom- und Gasbezugskosten um 109,9 Mio. Euro bzw. 17,4 % auf 520,0 Mio. Euro. Außerdem wurden in der Vergleichsperiode Rückstellungen für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Stromproduktion

Kennzahlen –
Energiehandel und -vertrieb
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 3.653 3.934 –7,1 1.776 1.927 –7,9
Gas 4.376 5.176 –15,5 2.324 2.991 –22,3
Wärme 1.240 1.262 –1,7 651 689 –5,6
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 576,8 672,7 –14,3 290,7 359,0 –19,0
Innenumsatz 16,4 23,5 –30,3 5,7 12,1 –52,9
Gesamtumsatz 593,2 696,2 –14,8 296,4 371,0 –20,1
Operativer Aufwand –520,0 –629,9 17,4 –262,8 –344,0 23,6
EBITDA 73,2 66,3 10,3 33,6 27,1 23,9
Abschreibungen –7,9 –7,5 –5,3 –4,1 –3,8 –6,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 65,2 58,8 11,0 29,5 23,3 26,8
Finanzergebnis –5,7 –24,1 76,5 –3,1 –3,1 –0,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 59,6 34,7 71,8 26,4 20,2 30,8
Gesamtvermögen 602,4 639,3 –5,8 602,4 639,3 –5,8
Investitionen1) 11,0 5,7 91,7 6,4 3,3 92,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

gebildet. Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem um 6,8 Mio. Euro bzw. 10,3 % höheren EBITDA.

Unter Berücksichtigung eines nahezu gleichbleibenden Abschreibungsaufwands erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 6,4 Mio. Euro bzw. 11,0 % auf 65,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis stieg um 18,4 Mio. Euro bzw. 76,5 % auf –5,7 Mio. Euro, wobei in der Vergleichsperiode ein negativer Ergebnisbeitrag der EconGas zu verzeichnen war. In Summe lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 59,6 Mio. Euro um 24,9 Mio. Euro bzw. 71,8 % über dem Wert des Vorjahres.

Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2013/14 um 5,3 Mio. Euro bzw. 91,7 % auf 11,0 Mio. Euro erhöht. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren der fortgesetzte Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.

Netzinfrastruktur Inland

Neben dem Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland werden im Segment Netzinfrastruktur Inland auch Konzerndienstleistungen erbracht. Diese Leistungen, die vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten anfallen, werden als konzerninterne Umsätze abgebildet.

Das Beteiligungsergebnis des Segments umfasst zum einen die Ausschüttung des R-138-Fonds an die Netz Niederösterreich GmbH und zum anderen die Anteile der Netz Niederösterreich GmbH an der AGGM Austrian Gas Grid Management AG.

Highlights

  • Rückläufiger Gasnetzabsatz aufgrund milderer Temperaturen
  • Netztarifänderungen per 1. Jänner 2014 (Senkung Stromnetztarif, Erhöhung Gasnetztarif)
  • Anstieg des Investitionsvolumens für den Netzausbau zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit

Im Zuge der Anreizregulierung werden die Netztarife im Strom- und Gasbereich jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. In der Berichtsperiode wurden die Gasnetztarife per 1. Jänner 2014 um durchschnittlich 7,7 % angehoben (1. Jänner 2013: Senkung um 2,5 %) und die Stromnetztarife um durchschnittlich 9,0 % (1. Jänner 2013: Senkung um 0,4 %) gesenkt.

Die Netzabsatzmengen reduzierten sich in der Berichtsperiode. Der Stromnetzabsatz ging um 33 GWh bzw. 0,8 % auf 4.162 GWh und der Gasnetzabsatz um 917 GWh bzw. 8,7 % auf 9.639 GWh zurück. Der Rückgang des Stromnetzabsatzes ist vor allem auf die niedrigere Nachfrage im Haushalts- und Gewerbekundensegment zurückzuführen, welcher ein Anstieg der Absätze im Industriekundensegment gegenüberstand. Während sich die Gasnetzabsätze an Industriekunden nahezu auf Vorjahresniveau bewegten, wirkten sich die vergleichsweise milderen Temperaturen im ersten Halbjahr 2013/14 vor allem auf die Nachfrage der Haushaltskunden negativ aus.

Die Umsatzerlöse lagen im ersten Halbjahr 2013/14 mit 292,8 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro bzw. 0,5 % unter dem Vorjahresniveau. Die Strom- und Gasnetzerlöse gingen um 4,9 Mio. Euro bzw. 2,0 % auf 238,1 Mio. Euro zurück. Hauptverantwortlich dafür war vor allem die Senkung der Stromnetztarife per 1. Jänner 2014. Dem Rückgang wirkte die Veränderung des Aktivpostens zur Berücksichtigung des Regulierungskontos in Höhe von 20,1 Mio. Euro entgegen, die als Ausgleichsposten für den negativen Temperatureffekt zu bilden ist. Die Umsätze im Kabel-TV- und Telekommunikationsbereich blieben im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen Niveau.

Bei niedrigeren operativen Aufwendungen von 139,1 Mio. Euro im Vergleich zu 142,3 Mio. Euro in der Vergleichsperiode und der genannten Umsatzentwicklung konnte ein um 1,7 Mio. Euro bzw. 1,1 % höheres EBITDA von 153,7 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Die Abschreibungen erhöhten sich in der Berichtsperiode um 1,1 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 50,6 Mio. Euro. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von 103,1 Mio. Euro, welches um 0,6 Mio. Euro bzw. 0,6 % über dem Ergebnis der Vergleichsperiode lag.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 0,4 Mio. Euro bzw. 5,0 % auf –8,2 Mio. Euro. Per Saldo errechnet sich im Segment Netzinfrastruktur Inland ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 94,9 Mio. Euro, was einen Anstieg um 1,1 Mio. Euro bzw. 1,1 % bedeutet.

Im ersten Halbjahr 2013/14 stieg das Investitionsvolumen im Bereich Netzinfrastruktur Inland um 11,1 Mio. Euro bzw. 22,2 % auf 61,0 Mio. Euro. Die Investitionsschwerpunkte lagen im Netzausbau zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Anbetracht der gestiegenen Einspeiseleistung aus dem intensiven Ausbau erneuerbarer Energie und im Ausbau der Gastransportleitung Westschiene. In der Berichtsperiode wurden insgesamt sechs Umspannwerke und vier 110-kV-Leitungen fertiggestellt. Die Inbetriebnahme der Gastransportleitung Westschiene ist für Mitte 2014 geplant.

Kennzahlen –
Netzinfrastruktur Inland
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 4.162 4.195 –0,8 2.061 2.116 –2,6
Gas 9.639 10.556 –8,7 4.874 5.623 –13,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 268,2 269,2 –0,4 135,8 141,9 –4,3
Innenumsatz 24,6 25,1 –1,8 13,3 11,2 18,6
Gesamtumsatz 292,8 294,3 –0,5 149,1 153,1 –2,6
Operativer Aufwand –139,1 –142,3 2,2 –74,3 –79,3 6,3
EBITDA 153,7 152,0 1,1 74,8 73,8 1,4
Abschreibungen –50,6 –49,5 –2,2 –25,5 –25,1 –1,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 103,1 102,5 0,6 49,4 48,7 1,4
Finanzergebnis –8,2 –8,6 5,0 –3,6 –3,5 –2,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 94,9 93,9 1,1 45,8 45,2 1,3
Gesamtvermögen 1.812,1 1.765,5 2,6 1.812,1 1.765,5 2,6
Investitionen1) 61,0 49,9 22,2 33,7 24,7 36,5

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien, die Stromerzeugung in Mazedonien, der Gasverkauf an Endkunden in Kroatien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst.

Highlights

  • Rückgang der Stromerzeugung durch geringeren Einsatz der Cogeneration-Anlage in Plovdiv
  • Stromnetz- und Wärmeabsatz unter dem Vorjahr
  • Senkungen der Endkundenpreise für Strom in Bulgarien und Mazedonien

In Bulgarien führte der Regulator im Vorjahr in mehreren Schritten Tarifänderungen durch: Nach einer Senkung der Endkundenpreise für Strom per 5. März 2013 um 7,3 % wurden die Preise – primär durch Kürzung der regulatorisch anerkannten Netzverluste und Kapitalkosten der Verteilnetzbetreiber – für Haushaltskunden am 1. August 2013 erneut um 4,2 % reduziert. Darüber hinaus nahm der Regulator die Änderungen an der Methodologie zur Kompensation der Mehrkosten für Ökostrom und für Strom aus hocheffizienten Cogeneration-Anlagen zurück. In der Periode vom 1. Juli 2012 bis 1. August 2013 ergab sich daraus eine Zwischenfinanzierung der Mehrkosten für die EVN. Am 30. Dezember 2013 wurden vom Regulator mit Wirksamkeit 1. Jänner 2014 nochmals sowohl die Tag- als auch die Nachttarife für Strom für Haushaltskunden um rund 1,0 % bzw. 10,0 % gesenkt. Dieser Preisentscheid resultiert primär aus einer neuerlichen Senkung der anerkannten Netzverluste auf 8,0 %. Die Endkundenpreise für Wärme in Bulgarien wurden per 1. Jänner 2013 infolge einer Preissenkung für Gas (Reduktion um 9,8 %) um 5,9 % reduziert.

In Bulgarien ist die EVN, wie im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung am 19. März 2014 berichtet, mit der unrechtmäßigen Androhung des Lizenzentzugs für ihre bulgarische Stromvertriebstochter EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD konfrontiert. Die EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD hatte ihre Ansprüche auf Erstattung von Mehrkosten für Ökostrom teilweise mit Ansprüchen der staatlichen Stromvertriebsgesellschaft NEK verrechnet; NEK ist nach den gesetzlichen Bestimmungen für die Abgeltung dieser Mehrkosten im Tarifierungswege mitverantwortlich. Dies hatte auch ein staatliches Höchstgericht zuvor bestätigt. Dennoch wirft die Regulierungsbehörde der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD nunmehr vor, nicht zur Verrechnung berechtigt gewesen zu sein. Die Behörde vertritt den Standpunkt, dass die EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD die von NEK verrechneten Beträge bar an diese hätte bezahlen müssen. Hierauf gestützt, versucht sie, nunmehr auch in einem Verwaltungsverfahren den Entzug der Lizenz zu verfolgen. Die EVN wird ihre Rechte in diesem aus ihrer Sicht unbegründeten

2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
GWh
213 232 –8,1 111 142 –21,6
43 36 19,3 22 33 –32,9
171 196 –13,1 89 108 –18,1
7.099 7.212 –1,6 3.667 3.826 –4,1
153 175 –12,2 89 104 –14,5
Mio. EUR
540,9 570,7 –5,2 277,0 304,0 –8,9
0,2 0,2 21,7 0,2 0,2 12,6
541,1 570,9 –5,2 277,2 304,2 –8,9
–504,7 –523,4 3,6 –253,4 –281,2 9,9
36,3 47,5 –23,5 23,8 22,9 3,9
–31,0 –33,7 8,1 –15,4 –18,0 14,4
5,4 13,8 –61,2 8,4 4,9 71,2
–15,3 –14,8 –3,8 –7,8 –6,5 –19,4
–10,0 –1,0 0,6 –1,6
1.500,0 1.273,2 17,8 1.500,0 1.273,2 17,8
39,9 50,2 –20,5 15,5 13,1 18,5

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.

Verfahren vor allen zur Verfügung stehenden (Schieds-)Gerichten und Gremien bestmöglich wahren. Das im Vorjahr eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes wird aktiv weiterverfolgt.

In Mazedonien gab der Regulator per 1. Juli 2013 eine Senkung der Strompreise für Endkunden um durchschnittlich 3,0 % bekannt, wobei gleichzeitig die Beschaffungspreise und die Tarife für die staatlichen Unternehmen AD ELEM als Stromproduzent und AD MEPSO als Übertragungsnetzbetreiber erhöht wurden.

Die Stromerzeugung der EVN in Südosteuropa ging im ersten Halbjahr 2013/14 um 19 GWh bzw. 8,1 % auf 213 GWh zurück. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf einen reduzierten Einsatz der Cogeneration-Anlage in Plovdiv aufgrund der im Vorjahresvergleich wärmeren Temperaturen sowie eines technischen Produktionsstillstands zurückzuführen. Positiv auf die Erzeugungsmengen wirkte sich der Betrieb der sieben Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien aus, welche bis Jänner 2013 verpachtet waren. Der Stromnetzabsatz lag mit 7.099 GWh um 113 GWh bzw. 1,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Wärmeverkauf an Endkunden in Bulgarien ging ebenfalls temperaturbedingt um 21 GWh bzw. 12,2 % auf 153 GWh zurück.

Die Umsatzerlöse verringerten sich in der Berichtsperiode um 29,8 Mio. Euro bzw. 5,2 % auf 541,1 Mio. Euro. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus den Preisentscheiden in der Region sowie aus dem temperaturbedingt geringeren Stromnetz- und Wärmeabsatz in Bulgarien.

Der operative Aufwand sank im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund eines geringeren Energiebezugs um 18,6 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 504,7 Mio. Euro. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem um 11,2 Mio. Euro bzw. 23,5 % niedrigeren EBITDA von 36,3 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung eines um 2,7 Mio. Euro bzw. 8,1 % geringeren Abschreibungsaufwands lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 5,4 Mio. Euro um 8,5 Mio. Euro bzw. 61,2 % unter dem Wert der Vergleichsperiode.

Das Finanzergebnis reduzierte sich vor allem aufgrund eines höheren Zinsaufwands um 0,6 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf –15,3 Mio. Euro. Per Saldo lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit –10,0 Mio. Euro um 9,0 Mio. Euro unter dem des Vorjahres.

Im ersten Halbjahr 2013/14 wurde das Investitionsvolumen um 10,3 Mio. Euro bzw. 20,5 % auf 39,9 Mio. Euro gesenkt.

Umwelt

Das Segment Umwelt setzt sich aus den Bereichen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung im Inland, dem internationalen Projektgeschäft inklusive des Betriebs von zwei Blockheizkraftwerken in Moskau sowie in 18 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas zusammen.

Im Beteiligungsergebnis des Segments werden im Wesentlichen die Ergebnisbeiträge der kroatischen ZOV und ZOV UIP (Planung, Finanzierung, Bau und Betriebsführung der zentralen Kläranlage in Zagreb) abgebildet.

Highlights

  • Umsatzrückgang im internationalen Projektgeschäft
  • Beauftragung für die Planung und Errichtung bzw. Modernisierung und Erweiterung der Kläranlagen Kotor-Tivat in Montenegro und Pruszkow in Warschau
  • Weiterhin schwieriger Verlauf der Umsetzung von Umweltprojekten in Moskau
  • Übernahme der Wasserversorgung der niederösterreichischen Gemeinde Göllersdorf
Finanzkennzahlen – Umwelt Mio. EUR 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Außenumsatz 76,4 120,5 –36,6 37,5 43,9 –14,6
Innenumsatz 10,3 9,4 9,7 4,7 5,0 –5,9
Gesamtumsatz 86,7 129,9 –33,2 42,2 48,9 –13,7
Operativer Aufwand –70,6 –101,7 30,6 –34,6 –33,3 –3,9
EBITDA 16,1 28,2 –42,9 7,6 15,5 –51,4
Abschreibungen –14,0 –13,9 –1,2 –7,0 –7,2 3,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,1 14,3 –85,7 0,6 8,3 –93,1
Finanzergebnis 5,0 5,5 –8,5 2,6 2,6 –1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,0 19,8 –64,4 3,2 10,9 –71,1
Gesamtvermögen 1.440,1 1.471,0 –2,1 1.440,1 1.471,0 –2,1
Investitionen1) 8,2 7,5 9,2 5,3 4,5 19,3

Im ersten Halbjahr 2013/14 wurden im Segment Umwelt Umsatzerlöse in Höhe von 86,7 Mio. Euro und damit um 43,2 Mio. Euro bzw. 33,2 % weniger als im Vergleichszeitraum erwirtschaftet. Der Grund hierfür waren weniger abgewickelte Aufträge im internationalen Projektgeschäft. Höhere Umsatzerlöse der thermischen Abfallverwertung durch eine höhere Auslastung der Anlage in Niederösterreich konnten diesen Rückgang nicht kompensieren. Der Umsatzbeitrag der Wasserversorgung in Niederösterreich bewegte sich in der Berichtsperiode nahezu auf Vorjahresniveau.

Entsprechend den gesunkenen Umsätzen im internationalen Projektgeschäft ging der operative Aufwand um 31,1 Mio. Euro bzw. 30,6 % auf 70,6 Mio. Euro zurück. Per Saldo errechnete sich ein EBITDA in Höhe von 16,1 Mio. Euro im Vergleich zu 28,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Abschreibungsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 14,0 Mio. Euro. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem operativen Ergebnis (EBIT) in Höhe von 2,1 Mio. Euro, welches damit um 12,3 Mio. Euro bzw. 85,7 % unter dem Vorjahresergebnis liegt.

Das im Vorjahresvergleich um 0,5 Mio. Euro bzw. 8,5 % niedrigere Finanzergebnis von 5,0 Mio. Euro setzte sich aus einem stabilen Beteiligungsergebnis sowie einem rückläufigen Zinsergebnis zusammen. In Summe führte dies zu einem Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 12,7 Mio. Euro bzw. 64,4 % auf 7,0 Mio. Euro.

Die Investitionen im Segment Umwelt stiegen in der Berichtsperiode auf 8,2 Mio. Euro im Vergleich zu 7,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012/13. Die EVN realisiert aktuell elf internationale Projekte. In Montenegro wurde am 14. Februar 2014 der Vertrag über die Planung und Errichtung der Kläranlage Kotor-Tivat unterzeichnet, welche auf eine Kapazität von bis zu 72.400 Einwohnerwerten ausgelegt sein wird. Weiters konnte das Abwasserbehandlungsprojekt Budva, das ebenfalls in Montenegro umgesetzt wird, in die Inbetriebnahmephase übergeführt werden. Im April 2014 wurde die Kläranlage Mia Milia/Haspolat in Zyperns Hauptstadt Nikosia offiziell eröffnet.

In Polen erhielt die EVN gemeinsam mit ihrer polnischen Tochter den Auftrag für die Planung, Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Pruszkow in Warschau, Polen, welche nach dem Umbau über eine Kapazität von 256.000 Einwohnerwerten verfügen wird. Weiters wurde in Krakau die Baugenehmigung zur Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Kujawy erlangt und mit den Umbaumaßnahmen begonnen.

Für die Projekte in Moskau liegt bisher noch keine Lösung vor. Da die Stadt Moskau nicht bereit ist, die erteilte Genehmigung der Inbetriebsetzung der Natriumhypochloritanlage aufrechtzuerhalten und den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, hat sich die EVN entschlossen, die im Rahmen der Umsetzung des Projekts von der Bundesrepublik Deutschland gewährte Bundesgarantie für Direktinvestitionen im Ausland in Anspruch zu nehmen. Die Ausstellung der Baugenehmigung für die Müllverbrennungsanlage durch die Stadt Moskau ist weiterhin ausständig.

Die EVN konnte am 1. Jänner 2014 die Wasserversorgung für rund 3.450 Einwohner der niederösterreichischen Gemeinde Göllersdorf übernehmen. Damit stieg die Anzahl der von der EVN versorgten Trinkwasserkunden im Endkundenbereich auf rund 87.000 an. In der Berichtsperiode wurde mit der Errichtung der Naturfilteranlagen in den niederösterreichischen Gemeinden Drösing und Obersiebenbrunn begonnen, welche zukünftig auf natürliche Weise den Härtegrad des Wassers reduzieren werden. Mit Fertigstellung beider Anlagen kann die Wasserqualität für die rund 60.000 Einwohner der Regionen Weinviertel und Marchfeld, die von der EVN versorgt werden, verbessert werden. Die EVN ist der Trinkwasserlieferant für mehr als 500.000 Einwohner in Niederösterreich.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Im Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind im Wesentlichen die Beteiligungen an der Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG), der Burgenland Holding AG und der Verbund AG abgebildet. Zudem werden in diesem Segment zentrale Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts, die hauptsächlich interne Konzerndienstleistungen erbringen, erfasst.

Highlights

  • Niedrigerer Ergebnisbeitrag der Rohöl-Aufsuchungs AG
  • Gestiegener Ergebnisbeitrag der Burgenland Holding
  • Höherer Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Verbund AG

Im ersten Halbjahr 2013/14 stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. Euro bzw. 2,7 % auf 34,8 Mio. Euro. Dem gegenüber stand ein Zuwachs der operativen Aufwendungen in Höhe von 9,3 Mio. Euro bzw. 32,3 % auf 38,1 Mio. Euro. In Summe führte dies zu einem Rückgang des EBITDA um 8,4 Mio. Euro auf –3,3 Mio. Euro. Bei gleichbleibenden Abschreibungen lag das EBIT mit –4,1 Mio. Euro um 8,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.

Das für dieses Segment maßgebliche Finanzergebnis konnte um 29,6 Mio. Euro bzw. 44,4 % auf 96,2 Mio. Euro gesteigert werden. Diese Entwicklung ist zum einen auf den Wegfall des negativen Einmaleffekts aus der Vergleichsperiode – des ne-

Finanzkennzahlen – Strategische
Beteiligungen und Sonstiges
Mio. EUR 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
Außenumsatz 0,7 1,0 –33,7 0,4 0,5 –13,3
Innenumsatz 34,1 32,9 3,8 16,5 16,5 0,1
Gesamtumsatz 34,8 33,9 2,7 17,0 17,0 –0,3
Operativer Aufwand –38,1 –28,8 –32,3 –20,1 –14,3 –40,7
EBITDA –3,3 5,1 –3,1 2,8
Abschreibungen –0,8 –0,8 0,4 –0,4 –0,4 3,1
Operatives Ergebnis (EBIT) –4,1 4,3 –3,5 2,3
Finanzergebnis1) 96,2 66,6 44,4 71,8 41,2 74,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 92,1 70,9 29,9 68,3 43,5 56,8
Gesamtvermögen 2.766,5 2.777,4 –0,4 2.766,5 2.777,4 –0,4
Investitionen2) 0,4 1,6 –72,6 0,3 0,9 –64,2

1) Beteiligungsergebnis siehe im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss, Seite 24.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

gativen Ergebnisbeitrags aus der WEEV Beteiligungs GmbH – zurückzuführen; zum anderen wirkten sich ein höherer Beitrag aus der Burgenland Holding in Höhe von 11,1 Mio. Euro, die gestiegene Dividendenauszahlung der Verbund AG in Höhe von 40,1 Mio. Euro und ein höheres Ergebnis aus anderen Beteiligungen positiv aus.

Der Ergebnisbeitrag der RAG fiel in der Berichtsperiode mit 25,7 Mio. Euro um 23,2 Mio. Euro bzw. 47,4 % niedriger als im Vorjahr aus. Ein belastender Effekt auf das Ergebnis kann durch die geplante Novelle des Mineralrohstoffgesetzes (MinroG) auftreten.

Per Saldo resultierten diese Entwicklungen in einem Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 21,2 Mio. Euro bzw. 29,9 % auf 92,1 Mio. Euro.

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
2012/13
Umsatzerlöse 1.481,5 1.652,4 –10,3 750,4 858,4 –12,6 2.755,0
Sonstige betriebliche Erträge 41,5 48,6 –14,6 19,7 17,4 13,3 95,5
Fremdstrombezug und Energieträger –871,4 –991,9 12,1 –446,6 –548,2 18,5 –1.612,6
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –104,7 –137,5 23,9 –52,6 –47,1 –11,7 –295,8
Personalaufwand –154,5 –148,2 –4,3 –76,5 –74,3 –3,1 –307,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –89,4 –93,2 4,0 –46,0 –49,5 7,2 –177,4
EBITDA 303,0 330,2 –8,3 148,4 156,8 –5,3 457,6
Abschreibungen –118,0 –118,2 0,1 –59,5 –60,9 2,3 –239,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 184,9 212,1 –12,8 88,9 95,8 –7,3 218,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 49,5 –7,3 35,5 –12,9 10,0
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 42,3 26,5 60,0 42,3 26,5 59,7 26,8
Zinserträge 12,4 16,0 –22,2 6,4 7,7 –16,3 28,4
Zinsaufwendungen –49,6 –51,3 3,4 –23,7 –26,6 10,8 –100,1
Sonstiges Finanzergebnis –1,3 –1,0 –33,1 –0,7 –0,1 –3,2
Finanzergebnis 53,4 –17,2 59,8 –5,5 –38,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 238,3 194,9 22,3 148,7 90,4 64,6 180,3
Ertragsteuern –33,7 –36,9 8,6 –13,2 –14,5 8,9 –22,1
Ergebnis nach Ertragsteuern 204,5 158,0 29,5 135,5 75,8 78,6 158,2
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG
(Konzernergebnis)
189,5 131,5 44,1 124,8 60,0 114,7
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 15,0 26,5 –43,2 10,7 15,8 –32,7 43,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,06 0,74 44,5 0,70 0,34 0,64

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
in %
2013/14
2. Quartal
2012/13
2. Quartal
+/–
in %
2012/13
Ergebnis nach Ertragsteuern 204,5 158,0 29,5 135,5 75,8 78,6 158,2
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–0,8 –3,9 78,8 –0,5 –1,9 72,6 –31,0
Neubewertung IAS 19 –5,0 –5,2 3,0 –0,2 –2,6 93,7 –23,7
At Equity einbezogene Unternehmen 3,0 –1,0 –13,3
darauf entfallende Ertragsteuern 1,2 1,3 –8,9 0,7 0,7 0,2 5,9
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–83,6 28,9 –40,0 –52,0 23,0 47,7
Währungsdifferenzen –8,6 –0,4 –6,3 –0,1 –8,7
Available-for-Sale-Finanzinstrumente –72,3 32,6 –23,5 –74,1 68,3 24,9
Cash Flow Hedges –18,0 –4,3 –16,5 1,8 –0,4
At Equity einbezogene Unternehmen –7,3 8,1 –3,7 2,3 38,2
darauf entfallende Ertragsteuern 22,5 –7,1 10,0 18,1 –44,9 –6,2
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –84,5 25,0 –40,6 –53,9 24,8 16,7
Gesamtergebnis der Periode 120,1 183,0 –34,4 94,9 21,9 174,9
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 105,0 156,5 –32,9 84,3 6,1 141,9
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 15,0 26,5 –43,2 10,7 15,8 –32,7 33,0

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.03.2014 30.09.2013 absolut in %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 389,2 397,6 –8,3 –2,1
Sachanlagen 3.103,8 3.094,3 9,5 0,3
At Equity einbezogene Unternehmen 1.066,7 1.047,9 18,8 1,8
Sonstige Beteiligungen 624,7 694,8 –70,1 –10,1
Aktive latente Steuern 43,9 29,4 14,4 49,0
Übrige Vermögenswerte 887,8 861,1 26,7 3,1
6.116,0 6.125,1 –9,1 –0,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 107,4 108,4 –1,0 –0,9
Forderungen 716,4 565,5 150,9 26,7
Wertpapiere 0,7 43,9 –43,2 –98,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 255,7 259,2 –3,5 –1,3
1.080,2 977,0 103,2 10,6
Summe Aktiva 7.196,3 7.102,1 94,2 1,3
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,1 253,1
Gewinnrücklagen 2.270,7 2.155,7 115,0 5,3
Bewertungsrücklage 36,3 112,1 –75,9 –67,6
Währungsumrechnungsrücklage –13,9 –5,3 –8,6
Eigene Aktien –21,9 –20,8 –1,0 –4,8
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 2.854,3 2.824,8 29,5 1,0
Nicht beherrschende Anteile 254,6 241,7 12,9 5,3
3.108,9 3.066,5 42,4 1,4
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.673,3 1.571,4 101,9 6,5
Latente Steuerverbindlichkeiten 96,7 111,5 –14,8 –13,2
Langfristige Rückstellungen 583,0 591,0 –8,0 –1,4
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 512,6 503,5 9,1 1,8
Übrige langfristige Schulden 53,1 51,5 1,6 3,1
2.918,8 2.829,0 89,9 3,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 116,5 390,3 –273,8 –70,1
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 122,9 76,8 46,1 60,0
Lieferantenverbindlichkeiten 509,3 461,9 47,3 10,2
Kurzfristige Rückstellungen 119,2 92,7 26,5 28,6
Übrige kurzfristige Schulden 300,7 184,9 115,7 62,6
1.168,5 1.206,7 –38,1 –3,2
Summe Passiva 7.196,3 7.102,1 94,2 1,3

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital
und Rücklagen der
Nicht beherrschende
Mio. EUR Aktionäre der EVN AG Anteile Summe
Stand 30.09.2012 2.768,3 245,4 3.013,7
Gesamtergebnis der Periode 156,5 26,5 183,0
Veränderung eigene Anteile –6,5 –6,5
Dividende 2011/12 –75,0 –1,7 –76,7
Stand 31.03.2013 2.843,4 270,1 3.113,5
Stand 30.09.2013 2.824,8 241,7 3.066,5
Gesamtergebnis der Periode 105,0 15,0 120,1
Veränderung eigene Anteile –1,0 –1,0
Dividende 2012/13 –74,8 –2,1 –76,9
Sonstige Veränderungen 0,2 0,2
Stand 31.03.2014 2.854,3 254,6 3.108,9

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
+/–
absolut
in %
2012/13
Ergebnis vor Ertragsteuern 238,3 194,9 43,4 22,3 180,3
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
118,0 118,2 –0,1 –0,1 239,1
–/+ Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen
11,3 79,6 –68,2 –85,8 93,9
–/+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –42,6 –27,5 –15,1 –55,0 3,3

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–21,7 –19,8 –1,9 –9,7 –39,8
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen –13,0 34,5 –47,5 76,6
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1,8 –0,7 2,5 0,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 292,1 379,1 –87,1 –23,0 553,6

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer
Geschäftstätigkeit
–58,2 –202,9 144,7 71,3 36,5

Zahlungen für Ertragsteuern
–14,6 –20,4 5,8 28,6 –28,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich 219,3 155,9 63,4 40,7 561,7

Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
–69,6 –84,0 14,4 17,2 –245,0

Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
16,2 –52,9 69,1 –95,3

Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen
43,2 0,1 43,0 –40,3
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –10,2 –136,8 126,6 92,5 –380,5

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–74,8 –75,0 0,2 0,3 –75,0

Gewinnausschüttung nicht beherrschende Anteile
–2,1 –1,7 –0,4 –25,6 –36,7

Erwerb eigener Anteile
–1,0 –6,5 5,5 84,5 –10,2
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –130,0 72,1 –202,1 31,4
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –207,9 –11,1 –196,8 –90,5
Cash Flow gesamt 1,2 8,0 –6,8 –85,1 90,7
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 224,8 134,1 90,7 67,6 134,1
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 226,0 142,1 83,9 59,1 224,8

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2014 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2012/13 (Bilanzstichtag: 30. September 2013) gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2013 wurden – abgesehen von den im Abschnitt "Berichterstattung nach IFRS" beschriebenen Änderungen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2013/14 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 13 01.01.2013
IFRIC 20 01.01.2013
Geänderte Standards und Interpretationen
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS –
Darlehen der öffentlichen Hand
01.01.2013
IFRS 7
Verbindlichkeiten 01.01.2013
Diverse Annual Improvements 2009–2011 01.01.2013

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

IFRS 13 wurde vom IASB im Mai 2011 veröffentlicht. IFRS 13 ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von IASB und FASB hinsichtlich eines standardübergreifenden Konzepts für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf einer hypothetischen Transaktion. Dabei wird der Verkauf eines Vermögenswerts bzw. die Übertragung einer Schuld im Hauptmarkt für diesen Vermögenswert bzw. diese Schuld vorausgesetzt. Falls ein solcher nicht identifiziert werden kann, hat die Bewertung am vorteilhaftesten Markt zu erfolgen. IFRS 13 beinhaltet eine dreistufige "Fair-Value-Hierarchie", wobei den Inputfaktoren auf Stufe 1 die höchste Priorität für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingeräumt wird. Beim Übergang auf IFRS 13 ist das eigene Kreditrisiko konsequent bei der Fair-Value-Bewertung von Derivaten zu berücksichtigen. Ferner kommt es zu einer Vereinheitlichung sowie Erweiterung der Anhangangaben. Die Auswirkungen aus der prospektiven Erstanwendung des IFRS 13 zum ersten Halbjahr 2013/14 spiegeln sich im Wesentlichen in der Erweiterung der Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss im Bereich Finanzinstrumente wider.

Die erstmalige verpflichtende Anwendung der anderen geänderten Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. März 2014 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2013: 26 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2014 wurden 31 verbundene Unternehmen (30. September 2013: 31) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Quoten Equity Summe
30.09.2013 63 5 18 86
Erstkonsolidierungen 1 1
31.03.2014 63 5 19 87
davon ausländische Unternehmen 37 6 43

Am 12. Oktober 2011 wurde der Vertrag für den Auftrag zum Umbau und zur Erweiterung der Kläranlage Prag abgeschlossen. Aus diesem Anlass wurde die Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. gegründet, welche im ersten Quartal 2013/14 erstmals at Equity einbezogen wurde.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Der Aufwand für Abschreibungen entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung
der Abschreibungen
Mio. EUR
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
Planmäßige Abschreibungen –117,7 –118,2
Wertminderungen –0,3
Summe Abschreibungen –118,0 –118,2

Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
RAG 25,7 48,9
EconGas –20,4
Energie Burgenland 11,1 6,7
ZOV; ZOV UIP 5,7 5,5
Devoll Hydropower ShA –27,5
WEEV Beteiligungs GmbH 3,3 –22,5
STEAG-EVN Walsum 0,7 –0,8
Andere Gesellschaften 3,0 2,8
Andere Gesellschaften 2,2 2,4
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 42,3 26,5
Summe Beteiligungsergebnis 91,8 19,2
Das Beteiligungsergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahres
war geprägt durch den negativen Ergebnisbeitrag der EconGas,
der Devoll Hydropower ShA und der WEEV Beteiligungs

einbezogenen Unternehmen 49,5 –7,3 Verbund AG 40,1 24,1

Ergebnis der at Equity

der Devoll Hydropower ShA und der WEEV Beteiligungs GmbH. Der negative Ergebnisbeitrag der EconGas resultierte einerseits aus der signifikant negativen Spanne zwischen dem langfristigen ölpreisgebundenen Gasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie andererseits aus einer Vorsorge für belastende Verträge der EconGas im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen. Weiters kam es im Vorjahr durch den Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. zu einem einmaligen negativen Effekt in Höhe von 27,5 Mio. Euro vor Steuern. Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH im Vorjahr war auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2014 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.968.040 Stück (31. März 2013: 178.595.778 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 189,5 Mio. Euro (31. März 2013: 131,5 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. März 2014 ein Ergebnis je Aktie von 1,06 Euro (31. März 2013: 0,74 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangsangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Halbjahr 2013/14 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 131,1 Mio. Euro (Vorjahr: 124,5 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,0 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 18,8 Mio. Euro bzw. 1,8 % auf 1.066,7 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte aus Zugängen von Eigenmittelanteilen für das Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum in Deutschland in Höhe von 34,1 Mio. Euro und laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von 49,1 Mio. Euro. Dieser Erhöhung stand eine Reduktion resultierend aus den Ausschüttungen der RAG und der ZOV UIP, welche insgesamt 60,4 Mio. Euro betrugen, gegenüber. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen sowie Währungsdifferenzen.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 624,7 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 598,9 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 72,2 Mio. Euro reduzierte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
Stück
2013/14
1. Halbjahr
Stand 30.09.2013 178.034.790
Erwerb eigener Aktien –113.500
Stand 31.03.2014 177.921.290

Der Vorstand der EVN AG hat am 30. Mai 2012, am 28. Dezember 2012 und in weiterer Folge am 29. August 2013, gestützt auf eine Ermächtigung der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012, beschlossen, im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms bis zu jeweils 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Im Maximalfall entspricht dies jeweils bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG. Dieses Programm wurde mit der neuen Ermächtigung zum Aktienrückkauf durch die 85. ordentliche Hauptversammlung am 16. Jänner 2014 beendet bzw. durch diese ersetzt.

Zum Stichtag 31. März 2014 wurden 1.957.112 Stück eigene Aktien (das sind 1,09 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 21,9 Mio. Euro und einem Kurswert von 20,0 Mio. Euro (30. September 2013: 20,8 Mio. Euro) gehalten. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 85. Hauptversammlung der EVN AG hat am 16. Jänner 2014 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 74,8 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 21. Jänner 2014, und Dividendenzahltag war der 24. Jänner 2014.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung
langfristiger
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR
31.03.2014 30.09.2013
Anleihen 701,0 707,0
Bankdarlehen 972,3 864,4
Summe
langfristiger Finanzverbindlichkeiten
1.673,3 1.571,4

Der Rückgang der Anleihen in Höhe von 6,0 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Diesem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte gegenüber.

Die Bankdarlehen enthalten Kredite für die Finanzierung des laufenden Investitionsprogramms, insbesondere für Investitionen im Netzbereich in Niederösterreich, sowie die laufenden, planmäßigen Tilgungen. Es sind weiters die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, inkludiert.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Erzeugung Energiehandel und
-vertrieb
Netzinfrastruktur
Inland
Energieversorgung
Südosteuropa
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
Außenumsatz 18,6 18,3 576,8 672,7 268,2 269,2 540,9 570,7
Innenumsatz 40,7 48,0 16,4 23,5 24,6 25,1 0,2 0,2
Gesamtumsatz 59,2 66,2 593,2 696,2 292,8 294,3 541,1 570,9
Operativer Aufwand –31,2 –34,1 –520,0 –629,9 –139,1 –142,3 –504,7 –523,4
EBITDA 28,0 32,1 73,2 66,3 153,7 152,0 36,3 47,5
Abschreibungen –14,7 –13,8 –7,9 –7,5 –50,6 –49,5 –31,0 –33,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 13,3 18,4 65,2 58,8 103,1 102,5 5,4 13,8
Finanzergebnis –6,2 –33,5 –5,7 –24,1 –8,2 –8,6 –15,3 –14,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,0 –15,1 59,6 34,7 94,9 93,9 –10,0 –1,0
Gesamtvermögen 916,2 829,3 602,4 639,3 1.812,1 1.765,5 1.500,0 1.273,2
Investitionen1) 13,9 9,9 11,0 5,7 61,0 49,9 39,9 50,2
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung2) Summe
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
Außenumsatz 76,4 120,5 0,7 1,0 1.481,5 1.652,4
Innenumsatz 10,3 9,4 34,1 32,9 –126,4 –139,0
Gesamtumsatz 86,7 129,9 34,8 33,9 –126,4 –139,0 1.481,5 1.652,4
Operativer Aufwand –70,6 –101,7 –38,1 –28,8 125,3 138,0 –1.178,5 –1.322,2
EBITDA 16,1 28,2 –3,3 5,1 –1,1 –1,0 303,0 330,2
Abschreibungen –14,0 –13,9 –0,8 –0,8 1,1 1,0 –118,0 –118,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,1 14,3 –4,1 4,3 184,9 212,1
Finanzergebnis 5,0 5,5 96,2 66,6 –12,4 –8,3 53,4 –17,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,0 19,8 92,1 70,9 –12,4 –8,3 238,3 194,9
Gesamtvermögen 1.440,1 1.471,0 2.766,5 2.777,4 –1.840,9 –1.690,9 7.196,3 7.064,7
Investitionen1) 8,2 7,5 0,4 1,6 –3,4 –0,3 131,1 124,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

2) In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten Mio. EUR

31.03.2014 30.09.2013
Fair-Value
Bewertungs Hierarchie
Klassen kategorie (gem. IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte 10,2 8,1
Andere Beteiligungen1) AFS Stufe 1 614,4 614,4 686,7 686,7
Übrige langfristige Vermögenswerte 624,7 694,8
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 72,3 72,3 57,1 57,1
Ausleihungen LAR 39,4 39,4 39,2 39,2
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR 697,2 697,2 703,6 703,6
Nicht finanzielle Vermögenswerte 78,8 61,1
887,8 861,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 683,4 683,4 507,5 507,5
Hedge
Forderungen aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 0,5 0,5 35,1 35,1
Nicht finanzielle Vermögenswerte 32,5 22,9
716,4 565,5
Wertpapiere AFS Stufe 1 0,7 0,7 43,9 43,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 255,7 255,7 259,2 259,2
255,7 259,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC 701,0 799,9 707,0 792,2
Bankdarlehen FLAC 972,3 972,3 864,4 864,4
1.673,3 1.571,4
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten FLAC 20,4 20,4 21,5 21,5
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 3,1 3,1 3,9 3,9
Sonstige übrige Verbindlichkeiten FLAC 6,6 6,6 9,5 9,5
Hedge
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 23,0 23,0 16,6 16,6
Kurzfristige Schulden 53,1 51,5
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 116,5 116,5 390,3 390,3
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 509,3 509,3 461,9 461,9
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 207,3 207,3 101,1 101,1
Hedge
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 26,1 26,1 6,0 6,0
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 67,3 77,8
300,7 184,9
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 615,2 730,6
Kredite und Forderungen LAR 1.675,8 1.509,5
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden @FVTPL 72,3 57,1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden FLAC 2.536,5 2.559,7

1) Umfasst im Wesentlichen börsenotierte Beteiligungen, die als Available for Sale eingestuft wurden.

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, welche an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsenpreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche so modifiziert werden müssen, dass sie Annahmen von anderen Marktteilnehmern insoweit abbilden, wie diese solche bei der Ermittlung eines angemessenen Preises verwenden würden. Die EVN verfügt derzeit über keine Finanzinstrumente, die gemäß Stufe 3 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung

Die Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,4 Mio. Euro); Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 24,0 Mio. Euro (Vorjahr: 27,8 Mio. Euro) geleistet. Weiters sind Einzahlungen aus Dividenden in Höhe von 60,4 Mio. Euro (Vorjahr: 72,3 Mio. Euro) im operativen Cash Flow enthalten.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
78,2 95,9
343,5 431,7
93,4 106,11)
96,1 22,41)

1) Wert zum 30. September 2013

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2013 um 44,7 Mio. Euro auf 937,8 Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert überwiegend aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie einer stichtagsbezogenen Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften. Dieser Erhöhung standen eine Verringerung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken sowie eine Verringerung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von e&t Energie Handelsgesellschaft mbH sowie von EconGas GmbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Demgemäß kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2014 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 108,9 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 450,5 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2014 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 27. Mai 2014 traten folgende Ereignisse auf:

In der am 9. April 2014 abgehaltenen 67. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG wurde für das Geschäftsjahr 2013 die Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,60 Euro je Aktie) beschlossen. Die Dividende wurde bereits in dieser Berichtsperiode in der Bewertung der Beteiligung und im Finanzergebnis abgebildet.

Im Zuge des seit 22. Jänner 2014 laufenden Aktienrückkaufprogramms wurden zwischen dem Bilanzstichtag am 31. März 2014 und dem 26. Mai 2014 zusätzliche 41.000 Stück eigene Aktien über die Wiener Börse erworben. Per 26. Mai 2014 verfügte die EVN AG über 1.998.112 Stück eigene Aktien, das entspricht 1,1 % des Grundkapitals.

Im April 2014 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das langfristige Credit Rating der EVN im Investment-Grade-Bereich BBB+ und den "stabilen" Ausblick bestätigt.

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz

Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Maria Enzersdorf, am 27. Mai 2014

EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Die EVN Aktie

Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 31. März 2014 konnten nahezu alle bedeutenden Aktienindizes Kursanstiege verzeichnen. Sowohl der deutsche Leitindex DAX als auch der US-amerikanische Dow Jones legten jeweils rund 10 % an Wert zu und notierten damit nahe an ihren historischen Höchstkursen.

Zurückgeführt wird diese Entwicklung auf anhaltend robuste Unternehmensdaten, eine expansive Geldpolitik der wesentlichen Zentralbanken sowie auf die positive Entwicklung vieler Vorlaufindikatoren wie beispielsweise des Einkaufsmanagerindexes. Auch die jüngste Stabilisierung in den europäischen Peripherieländern stärkte die Finanzmärkte; ebenso die erfolgreiche Rückkehr Griechenlands und Portugals auf den Kapitalmarkt mit Anleiheemissionen im April 2014.

Die Ankündigung der US-Notenbank FED, mit dem "Tapering" (Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe) zu beginnen, führte nach anfänglichen Unsicherheiten zu keiner weiteren Belastung der Kapitalmärkte.

Die weiterhin niedrige Inflationsrate ermöglichte es der Europäischen Zentralbank (EZB), mit Mitte November 2013 die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 0,25 % zu senken. Die weitere Inflationsentwicklung wird die Zins- und Geldpolitik der Notenbank in den nächsten Monaten bestimmen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die EZB den Leitzins längerfristig auf niedrigem Niveau halten wird.

Mit Wirksamkeit 24. März 2014 notiert die EVN Aktie nicht mehr im ATX, sondern im ATX Prime der Wiener Börse. In einem für Energieunternehmen unverändert schwierigen Marktumfeld musste die EVN Aktie in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 einen Kursverlust von 9,5 % verzeichnen. Per 31. März 2014 notierte sie bei 10,22 Euro. Der für die EVN relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities konnte in der Berichtsperiode 18,2 % an Wert zulegen und der ATX Prime 1,2 %. Der Wiener Leitindex ATX verlor hingegen 0,2 %.

Die Marktkapitalisierung der EVN AG belief sich per 31. März 2014 auf 1,84 Mrd. Euro. Das tägliche Handelsvolumen der EVN Aktie stieg mit 57.778 Stück (Einmalzählung) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht an. Daraus errechnet sich ein Umsatzvolumen der EVN Aktien an der Wiener Börse in Höhe von 79 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 0,66 % am Gesamtumsatz dieses Handelsplatzes entspricht. Die Gewichtung der EVN Aktie im ATX Prime lag per 31. März 2014 bei 0,76 %.

Die EVN erwarb seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms am 6. Juni 2012 bis zu seiner Beendigung am 16. Jänner 2014 in Summe 1.640.030 Stück eigene Aktien.

Am 16. Jänner 2014 wurde der Vorstand durch die 85. ordentliche Hauptversammlung durch eine neuerliche Ermächtigung zum Rückerwerb eigener Aktien (i) gemäß § 65

EVN Aktie – Performance 2013/14
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
Kurs per Ultimo März EUR 10,22 11,30
Höchstkurs EUR 12,50 12,66
Tiefstkurs EUR 10,01 10,73
Aktienumsatz1) Mio. EUR 79 77
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 57.778 54.811
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,66 0,87
Börsekapitalisierung per Ultimo März Mio. EUR 1.838 2.033
ATX Prime Gewichtung per Ultimo März % 0,76 0,99
WBI (Wiener Börse Index) Gewichtung per Ultimo März % 2,12 2,60

1) Wiener Börse, Einmalzählung

Abs 1 Z 4 AktG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie (ii) gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10 v.H. des Grundkapitals der EVN AG während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung berechtigt. Der Vorstand der EVN AG hat am selben Tag beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals – über die Wiener Börse zurückzukaufen. Der Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse, wobei jedoch der Handel mit eigenen Aktien als Erwerbszweck ausgeschlossen ist. Das Rückkaufprogramm hat am 22. Jänner 2014 begonnen und endet spätestens am 30. September 2014. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms wurden bis 31. März 2014 in Summe 67.000 eigene Aktien rückgekauft.

Per 31. März 2014 hält die EVN AG inklusive der im Jahr 2008 und zwischen 2012 und 2014 getätigten Rückkäufe 1.957.112 Stück eigene Aktien, die einem Anteil von rund 1,1 % an ihrem Grundkapital entsprechen.

Die EVN strebt mit ihrer Mittelverwendungsstrategie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den bereits initiierten Investitionsprojekten und einer attraktiven Aktionärsvergütung an. Durch die 85. Hauptversammlung am 16. Jänner 2014 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 74,8 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 21. Jänner 2014, und die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 24. Jänner 2014.

Aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen werden unverändert 51,0 % der EVN Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten. Am 20. Dezember 2013 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit der EnBW Trust einen Treuhandvertrag im Rahmen eines sogenannten Contractual-Trust-Arrangement-Modells abgeschlossen. In dessen Folge übertrug die EnBW ihren 32,5-%-Anteil an der EVN AG treuhänderisch an die EnBW Trust. Die zweitgrößte Aktionärin ist somit die EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, mit einem Anteil von 32,5 %. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien beträgt 1,1 %. Der Streubesitz beläuft sich auf 15,4 %.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Katrin Stehrer, MSc Telefon: +43 2236 200-13140

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2014-Q2

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1.–3. Quartal 2013/14 28.08.2014
Jahresergebnis 2013/14 11.12.2014

1) Vorläufig

EVN Aktie – Basisinformation
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Nachhaltigkeitsindizes VÖNIX, FTSE4Good, Ethibel, ECPI
Ratings A3, stabil (Moody's); BBB+, stabil (Standard & Poor's)

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, A-2344 Maria Enzersdorf Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 27. Mai 2014