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EVN AG Interim / Quarterly Report 2009

Feb 16, 2010

742_10-q_2010-02-16_aa98e1cc-ef0d-4c47-80f9-4e980b51e28c.pdf

Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief

  1. Quartal 2009/10 1. Oktober – 31. Dezember 2009

Umsatz +4,5% (769,2 Mio. EUR) EBITDA +17,7% (157,2 Mio. EUR) EBIT +8,3% (95,1 Mio. EUR) Konzernergebnis +35,3% (74,2 Mio. EUR) Cash Flow aus dem Ergebnis +35,7% (146,4 Mio. EUR)

  • Absatzentwicklung im Energiebereich von kalter Witterung geprägt
  • Inbetriebnahme der Fernwärme-Transportleitung nach St.Pölten
  • Höhere Versorgungssicherheit im Stromnetzbereich in Niederösterreich
  • Konzessionsvertrag für die Erdgasverteilung und -versorgung in Split
  • Zuschlag bei der Ausschreibung zweier Abwasserbehandlungsanlagen auf Zypern
  • Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10

Kennzahlen

2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
Veränderung
in %
2008/09 2007/08
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 1.206 1.256 –4,0 3.477 4.022
Stromverkauf an Endkunden GWh 5.223 5.049 3,4 19.541 19.372
Gasverkauf an Endkunden GWh 2.254 2.184 3,2 6.102 6.759
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 560 519 7,9 1.576 1.362
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 769,2 736,0 4,5 2.727,0 2.397,0
EBITDA Mio. EUR 157,2 133,5 17,7 373,4 362,3
EBITDA-Marge1) % 20,4 18,1 2,3 13,7 15,1
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 95,1 87,9 8,3 175,2 166,6
EBIT-Marge1) % 12,4 11,9 0,4 6,4 7,0
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 98,7 73,9 33,5 226,0 235,5
Konzernergebnis Mio. EUR 74,2 54,8 35,3 177,9 186,9
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.625,5 6.368,4 4,0 6.695,4 6.636,3
Eigenkapital Mio. EUR 3.070,3 2.883,3 6,5 3.127,2 3.208,5
Eigenkapitalquote1) % 46,3 45,3 1,1 46,7 48,3
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.468,2 1.315,7 11,6 1.378,2 1.131,3
Gearing1) % 47,8 45,6 2,2 44,1 35,3
Return on Equity (ROE)1) % 2,3 1,9 0,4 6,3 7,4
Return on Capital Employed (ROCE)1) % 1,9 1,8 0,1 5,4 6,3
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 146,4 107,9 35,7 445,1 426,7
Investitionen2) Mio. EUR 99,8 78,4 27,2 415,7 415,6
Mitarbeitende
Insgesamt Ø 8.685 9.167 –5,3 8.937 9.342
davon Österreich Ø 2.554 2.511 1,7 2.563 2.468
davon Ausland Ø 6.131 6.656 –7,9 6.374 6.874
Aktie
Ergebnis EUR 0,45 0,34 35,3 1,09 1,14

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands
3
Zwischenlagebericht 4 Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
4 Geschäftsentwicklung
4 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
6 Geldflussrechnung
6 Bilanz
7 Segmentberichterstattung
7 Überblick
7 Energiewirtschaftliche Kennzahlen
7 Stromerzeugung
9 Netzinfrastruktur Inland
10 Energiehandel und -vertrieb
11 Energieversorgung Südosteuropa
12 Umwelt
13 Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Zwischenbericht nach IAS 34 14 Bilanz
15 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
15 Segmentergebnis nach Geschäftsbereichen
16 Gesamtergebnisrechnung
16 Entwicklung des Eigenkapitals
16 Verkürzte Geldflussrechnung
17 Anhang zum Zwischenbericht
Die EVN Aktie
22
Finanzkalender 2009/10
23

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das Geschäftsjahr 2009/10 ist trotz der nach wie vor ungünstigen wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Einflussfaktoren gut angelaufen: In der Berichtsperiode (1. Oktober bis 31. Dezember 2009) stiegen die Umsatzerlöse um 4,5 % auf 769,2 Mio. Euro. Der vergleichsweise kalte Winter führte im Strom-, Gasund Wärmebereich zu einer größeren Nachfrage nach Energie. Im Segment Umwelt konnten ebenfalls höhere Umsatzerlöse erzielt werden. Bei einem im Wesentlichen gleichbleibenden Niveau der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger sowie des Personalaufwands lag trotz eines Anstiegs der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen das operative Ergebnis mit 95,1 Mio. Euro um 8,3 % über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch eine deutliche Steigerung im Zins- und sonstigen Finanzergebnis drehte sich das Finanzergebnis von –13,9 Mio. Euro in der Vergleichsperiode auf 3,6 Mio. Euro. In Summe stieg das Konzernergebnis um 35,3 % auf 74,2 Mio. Euro.

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 wurden mehrere Großprojekte im Versorgungsgebiet Niederösterreich abgeschlossen. Im Oktober 2009 erfolgte die Inbetriebnahme der 31 km langen Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten mit einer Gesamtinvestition von 35,0 Mio. Euro. Damit liefert EVN ab der Heizperiode 2009/10 200 GWh Fernwärme und deckt zwei Drittel des gesamten Wärmebedarfs der landeshauptstadt ab. Zur weiteren Verbesserung der Versorgungssicherheit in Niederösterreich sowie zur engeren Anbindung des Kraftwerks Theiß an das Hochspannungsnetz wurde im Oktober 2009 eine 380-kV-leitung zwischen Etzersdorf und Theiß in Betrieb genommen. Ebenfalls in der Berichtsperiode wurde für den Transfer von Windenergie die neue 18 km lange 110-kV-leitung Eibesbrunn – Gänserndorf fertig gestellt.

In den Zielmärkten Südosteuropas wurden Projekte abgeschlossen bzw. neue Aufträge gewonnen: In Blatec, Bulgarien, errichtete EVN eine Photovoltaikanlage mit einer leistung von knapp 1 MW und einer jährlichen Erzeugung von 1,3 GWh. Der Probebetrieb wurde im Dezember 2009 aufgenommen. Im November 2009 erhielt EVN eine Konzession zur Erdgasverteilung und -versorgung der Gespanschaft Split, Kroatien. Die Konzession wurde auf die Dauer von 30 Jahren vergeben, EVN wird das Gasverteilernetz planen, bauen, betreiben und instandhalten. Bereits im Juni 2009 hat EVN die Konzession zur Gasversorgung der Region Zadar erhalten.

In Kavarna, Bulgarien, errichtet EVN im Rahmen eines Joint Venture 25 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 MW. Aufgrund einer erwarteten zeitlichen Verzögerung des Projektabschlusses infolge einer behördlichen Bauunterbrechung wurde in der Berichtsperiode eine Wertminderung beim Windpark in Kavarna notwendig.

Im Bereich Umwelt erhielt EVN im Oktober 2009 den Auftrag für Planung und Bau zweier Abwasserbehandlungsanlagen für Famagusta und Morphou, Zypern. Die Übergabe der schlüsselfertigen Anlagen mit einem Projektvolumen von insgesamt 11,4 Mio. Euro und einem leistungsumfang von 33.500 bzw. 10.750 Einwohnerwerten wird innerhalb von 24 Monaten erfolgen.

Nach dem 1. Quartal rechnen wir für das Geschäftsjahr 2009/10 – trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen – mit einem Anstieg der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses. Das Finanzergebnis sollte – trotz der unverändert niedrigen Ergebnisbeiträge der im Primärenergiebereich tätigen Beteiligungsunternehmen – über dem Niveau des Vorjahres liegen. Aus heutiger Sicht kann somit das Konzernergebnis über dem Vorjahresniveau liegen.

Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Sprecher des Vorstands im Februar 2010

Meilensteine für Versorgungssicherheit in Niederösterreich im Bereich Energie

Photovoltaikanlage in Bulgarien in Betrieb

Neue Konzession im Gasnetzbereich in Kroatien

Zeitliche Verzögerung beim Windparkprojekt in Bulgarien

Neuprojekte auf Zypern im Bereich Umwelt

Ausblick

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

Konjunkturelle Teilerholung mit vorsichtigem Optimismus

Die europäische Wirtschaft hat im 3. und 4. Quartal 2009 die Rezession mit einem leichten BIP-Wachstum von 0,3 % und 0,4 % im Quartalsvergleich überwunden. Österreich lag mit 0,5 % und 0,4 % Steigerung, verglichen mit den Vorquartalen, im Spitzenfeld der Eurozone. Im Jahr 2009 schrumpfte die österreichische Wirtschaft um 3,6%, und damit ebenfalls weniger stark als der Durchschnitt des Euroraums (–4,1%).

Der Wirtschaftsraum Südosteuropa konnte sich der weltweiten Rezession nicht entziehen. Die bulgarische Wirtschaft rutschte im Jahr 2009 mit einem BIP-Rückgang um über 5,0 % ebenfalls in eine Rezession. In der zweiten Jahreshälfte sind der Konsum bzw. die Investitionen um etwa 11,0 % bzw. 23,0 % eingebrochen. Für Mazedonien wird für 2009 ein leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet.

Energiewirtschaftliches Umfeld 2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
Veränderung
in %
2007/08
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
%
101 92 9,0 113
Rohöl – Brent
EUR/Barrel
51,15 44,25 15,6 61,00
Gas – GIMP2)
EUR/MWh
21,31 29,08 –26,7 21,77
Kohle – API#23)
EUR/Tonne
56,89 76,26 –25,4 81,71
CO2-Zertifikate (1. und 2. Periode)
EUR/Tonne
13,89 18,47 –24,8 0,08
Strom – Spotmarkt EEX4)
Grundlast
EUR/MWh
38,76 68,02 –43,0 57,75
Spitzenlast
EUR/MWh
53,14 94,20 –43,6 90,88
Strom – Forwardmarkt EEX5)
Grundlast
EUR/MWh
57,85 73,71 –21,5 49,66
Spitzenlast
EUR/MWh
82,88 101,88 –18,6 75,42

1) Berechnet nach Heizgradsummen in Österreich; die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1997–2006; ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Gasimportpreis (GIMP); ab diesem Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis in EUR/MWh, die Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst. 3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EEX – European Energy Exchange

5) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

EVN konnte im 1. Quartal 2009/10 gegenüber der Vergleichsperiode eine Umsatzsteigerung von 4,5 % bzw. 33,2 Mio. Euro auf 769,2 Mio. Euro erzielen. Diese erfreuliche Entwicklung resultierte aus Steigerungen in nahezu allen Segmenten – auf deren Entwicklung wird in der Segmentberichterstattung detailliert eingegangen.

Die Position Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen reduzierte sich aufgrund der Abrechnung von Kundenprojekten gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro.

Trotz Steigerungen im Strom-, Gas- und Wärmeabsatz sowohl in Österreich als auch Südosteuropa kam es aufgrund rückläufiger Großhandelspreise für Strom und Primärenergie lediglich zu einem geringfü-

Umsatz nach Segmenten1) 1. Quartal in Mio. EUR

  • Stromerzeugung
  • Netzinfrastruktur Inland Energiehandel und -vertrieb

Energieversorgung Südosteuropa

Umwelt

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

1) Außenumsatz

gigen Anstieg der Aufwandsposition Fremdbezug und Energieträger um 0,1 % bzw. 0,5 Mio. Euro auf 448,5 Mio. Euro. Im Material- und Betriebsaufwand stand ein höheres Volumen aus dem Projektgeschäft im Umweltbereich rückläufigen Instandhaltungsaufwendungen gegenüber, woraus in Summe ein nahezu gleichbleibender Aufwand in Höhe von 64,0 Mio. Euro resultierte.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl wies mit 8.685 Mitarbeitenden einen Rückgang von 5,3 % bzw. 482 Mitarbeitenden gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres aus. Aufgrund der fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen in Südosteuropa ging der Personalstand im Ausland um 7,9 % bzw. 525 Mitarbeitende zurück. In Österreich hingegen wurden um 1,7 % bzw. 43 Mitarbeitende mehr beschäftigt als in der Vergleichsperiode. Nachdem die Vergleichsperiode noch Kosten für Restrukturierungsprogramme in Südosteuropa enthalten hatte, konnte der Personalaufwand trotz kollektivvertraglicher lohn- und Gehaltssteigerungen um 0,7 % bzw. 0,6 Mio. Euro auf 81,0 Mio. Euro leicht gesenkt werden.

Der Anstieg der Abschreibungen um 35,9 % bzw. 16,4 Mio. Euro auf 62,0 Mio. Euro war primär Resultat einer Wertminderung beim Windpark in Kavarna aufgrund einer erwarteten zeitlichen Verzögerung des Projektabschlusses. Zusätzlich wirkten sich das hohe Niveau der Investitionstätigkeit der letzten Jahre und die Erstkonsolidierung des burgenländischen Kabelnetzbetreibers B.net aus. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten im Wesentlichen höhere Forderungsabschreibungen in Südosteuropa sowie ein genereller Anstieg der sonstigen darin enthaltenen Positionen zu einer Erhöhung von 17,6 % bzw. 5,7 Mio. Euro auf 37,8 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode.

Aus diesem Geschäftsverlauf resultierte ein EBITDA von 157,2 Mio. Euro, was einem Anstieg um 17,7 % bzw. 23,7 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Aufgrund höherer Abschreibungen fiel der Anstieg im EBIT mit 8,3 % bzw. 7,3 Mio. Euro auf 95,1 Mio. Euro etwas geringer aus. Diese Steigerung war dennoch höher als die der Umsatzerlöse, weshalb sich die EBIT-Marge von 11,9 % auf 12,4 % verbesserte.

Das Finanzergebnis konnte um 17,5 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro gesteigert werden. Im nahezu konstanten Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen in Höhe von 7,6 Mio. Euro stand ein stark rückläufiger Ergebnisbeitrag der RAG, der aus gesunkenen Rohölpreisen resultierte, höheren Ergebnisbeiträgen von ZOV und BEWAG gegenüber. Im Zinsergebnis konnten geringere Zinserträge aufgrund des gesunkenen Wertpapiervolumens durch sinkende Zinssätze für Finanzverbindlichkeiten und höhere aktivierte Bauzeitzinsen kompensiert werden, wodurch sich das Zinsergebnis in Summe von –12,0 Mio. Euro um 5,1 Mio. Euro auf –6,9 Mio. Euro markant verbesserte. Das sonstige Finanzergebnis, das im Vorjahr in Folge der Krise an den Finanzmärkten negativ beeinflusst war, konnte ebenfalls deutlich um 12,5 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro gesteigert werden.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag somit mit 98,7 Mio. Euro um 33,5 % bzw. 24,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung der korrespondierend dazu gestiegenen Ertragsteuern wurde ein um 24,4 % höheres Ergebnis nach Ertragsteuern im Ausmaß von 71,8 Mio. Euro gegenüber 57,7 Mio. Euro im Vorjahr erzielt.

Nachdem die Wertminderung in Kavarna und der Rückgang des Ergebnisbeitrags der RAG anteilig den Minderheitengesellschaftern zuzurechnen waren, reduzierte sich der Ergebnisanteil anderer Gesellschafter wesentlich. Damit lag das Konzernergebnis mit 74,2 Mio. Euro um 35,3 % bzw. 19,3 Mio. Euro deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode.

EBIT nach Segmenten 1. Quartal in Mio. EUR

Energieversorgung Südosteuropa

Umwelt

Bilanzstruktur in %

Kurzfristige Vermögenswerte

  • langfristige Vermögenswerte
  • Kurzfristige Schulden langfristige Schulden
  • Eigenkapital

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag im 1. Quartal 2009/10 mit 146,4 Mio. Euro um 35,7 % über dem Vorjahreswert. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf ein mit 98,7 Mio. Euro um 33,5 % höheres Ergebnis vor Ertragsteuern sowie auf höhere unbare Ergebniskomponenten, die vor allem aus gestiegenen Abschreibungen und langfristigen Rückstellungen resultierten.

Der operative Cash Flow von –6,9 Mio. Euro konnte durch das höhere Ergebnis und eine gegenüber dem Vorjahr geringere stichtagsbedingte Erhöhung im Working Capital um 52,0 Mio. Euro deutlich gesteigert werden. Höhere Investitionen in Sachanlagen wurden zum Teil durch den Verkauf von kurzfristigen Positionen des Finanzvermögens kompensiert. Insgesamt zeigte der Cash Flow aus dem Investitionsbereich mit –38,1 Mio. Euro einen um 50,5 Mio. Euro geringeren Mittelabfluss als im Vorjahr. Im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich – im Vorjahr vor allem durch eine Ziehung aus der syndizierten Kreditlinie positiv beeinflusst – führten planmäßige laufende Kredittilgungen zu einem Mittelabfluss von 10,9 Mio. Euro gegenüber einem Mittelzufluss von 147,3 Mio. Euro im Vorjahr.

In Summe errechnet sich für das 1. Quartal 2009/10 ein negativer Cash Flow von –55,9 Mio. Euro, der zu einem Rückgang der liquiden Mittel von 113,6 Mio. Euro auf 57,7 Mio. Euro führte. Darüber hinaus standen Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 40,0 Mio. Euro (30. September 2009: 86,7 Mio. Euro) sowie die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600,0 Mio. Euro zu Verfügung. Die liquiditätssituation der EVN ist damit weiterhin als stabil zu beurteilen.

Bilanz

Mit 6.625,5 Mio. Euro lag die Bilanzsumme der EVN um 1,0 % bzw. 69,8 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des letzten Bilanzstichtags, dem 30. September 2009.

In den langfristigen Vermögenswerten stand einer Reduktion der sonstigen Beteiligungen aufgrund der negativen Marktwertänderung der Verbundgesellschaft eine investitionsbedingte Erhöhung der Sachanlagen gegenüber. Daraus resultierte eine Reduktion um 2,5 % bzw. 142,0 Mio. Euro auf 5.619,2 Mio. Euro, womit der Anteil der langfristigen Vermögenswerte von 86,0 % im Vorjahr auf 84,8 % zurückging. Im kurzfristigen Bereich stand Rückgängen der Wertpapiere und der liquiden Mittel ein stärkerer, generell saisonal bedingter Anstieg der Forderungen gegenüber, wodurch sich die kurzfristigen Vermögenswerte insgesamt um 7,7 % bzw. 72,2 Mio. Euro auf 1.006,3 Mio. Euro erhöhten.

Das Eigenkapital, das sich in erster linie durch das erzielte Quartalsergebnis sowie die erfolgsneutral erfasste negative Marktwertänderung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft veränderte, ging um 1,8 % bzw. 56,9 Mio. Euro auf 3.070,3 Mio. Euro zurück. Die Eigenkapitalquote zum Quartalsstichtag lag bei 46,3%. Bei einer Nettoverschuldung von 1.468,2 Mio. Euro errechnete sich ein Gearing von 47,8%.

Der Rückgang der langfristigen Schulden um 1,8 % bzw. 52,9 Mio. Euro resultierte in erster linie aus planmäßigen Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten sowie der Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten aufgrund der Marktwertänderung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft. Bei den kurzfristigen Schulden stand einer Reduktion der lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten eine Erhöhung der Finanz- und Steuerverbindlichkeiten gegenüber. Per Saldo lagen die kurzfristigen Schulden mit 684,5 Mio. Euro um 6,2 % bzw. 40,0 Mio. Euro über dem Bilanzwert vom 30. September 2009.

Segmentberichterstattung

Überblick

Unternehmensbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Stromerzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an
österreichischen und internationalen Standorten
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV
und Telekommunikation
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf von Strom und
Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf
Energieversorgung Südosteuropa Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und
Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Errichtung und Betrieb
von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung in
Österreich sowie internationales Projektgeschäft
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen

Unter Beachtung des ab dem Geschäftsjahr 2009/10 verpflichtend anzuwendenden IFRS 8 "Geschäftssegmente" erfolgt die Identifizierung der operativen Segmente nunmehr ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Daraus resultierend ergibt sich eine leicht abgeänderte Segmentierung. Die vormals als Business Units des Segments Energie abgebildeten Bereiche werden fortan als eigene Segmente dargestellt. Im Zuge dieser Änderungen wurden zur klareren Abgrenzung der Segmentinhalte die Segmentbezeichnungen angepasst.

Neue Segmentierung

2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh 1. Quartal 1. Quartal absolut % 1. Quartal
Stromerzeugung 1.206 1.256 –50 –4,0 1.486
Netzabsatz
Strom 5.393 5.342 51 1,0 5.279
Gas1) 6.331 6.093 238 3,9 7.117
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.223 5.049 174 3,4 4.987
Gas 2.254 2.184 70 3,2 2.710
Wärme 560 519 41 7,9 406

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

Nachstehend wird die operative Entwicklung der nunmehr sechs Segmente beschrieben. Erläuterungen der Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf die EVN finden sich bei eben jenen Beschreibungen.

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG wird der Optionswert der Kraftwerke – somit im Wesentlichen die Differenz zwischen den Marktpreisen für Strom und den anfallenden Brennstoffkosten – abgebildet. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.

2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Stromerzeugung 1.206 1.256 –50 –4,0 1.486
davon Wärmekraftwerke 915 959 –44 –4,6 1.152
davon erneuerbare Energie 291 297 –6 –2,0 334
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 10,1 10,9 –0,8 –7,7 9,0
Innenumsatz 32,6 25,5 7,1 27,6 22,6
Gesamtumsatz1) 42,7 36,5 6,2 17,0 31,6
Operativer Aufwand –30,3 –19,3 –11,0 –57,0 –15,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,4 17,2 –4,8 –27,9 15,7
EBIT-Marge (%)2) 29,0 47,1 –18,1 49,7
Finanzergebnis 0,7 –1,8 2,5 –1,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 13,1 15,4 –2,3 –14,9 13,7
Investitionen 17,2 8,2 9,0 7,0

1) Im Umsatz wird der Optionswert der Kraftwerke abgebildet.

2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

Energiewirtschaftliche Entwicklung

Die Stromerzeugung der EVN lag im 1. Quartal 2009/10 mit 1.206 GWh um 4,0 % unter dem Wert der Vergleichsperiode. Im thermischen Bereich hat EVN ihren flexiblen Kraftwerkspark durch eine effiziente und auf die Marktpreissituation abgestimmte Kraftwerkssteuerung bestmöglich genutzt: infolge der durch die geringe Differenz zwischen Verkaufs- und Primärenergiepreisen (Spreads) anhaltend ungünstigen Marktpreisbedingungen wurden die Erzeugungsmengen in den eigenen Wärmekraftwerken um 4,6 % auf 915 GWh reduziert. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern war primär geprägt durch eine höhere Stromproduktion der Wasserkraftwerke aufgrund besserer Wasserführung und durch einen Rückgang der Stromerzeugung aus Windenergieanlagen aufgrund eines nachteiligen Winddargebots. In Summe verzeichnete der Bereich der erneuerbaren Energien einen leichten Erzeugungsrückgang um 2,0 % auf 291 GWh.

Daraus resultierend konnten im 1. Quartal 2009/10 auf Konzernebene 23,1 % (Vorjahr: 24,9%) des abgesetzten Stroms aus eigener Produktion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs in Südosteuropa, wo derzeit noch keine nennenswerten Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen, wurde ein Deckungsgrad von 66,7 % (Vorjahr: 72,1%) erzielt.

Umsatz- und Ertragslage

Aufgrund der im Zeitraum für die Berechnung des Optionswerts vorherrschenden höheren Marktpreise konnte der Umsatz des Berichtzeitraums um 17,0 % bzw. 6,2 Mio. Euro auf 42,7 Mio. Euro gesteigert werden. Beim operativen Aufwand führte in erster linie die aufgrund von Bauverzögerungen eingetretene Wertminderung des Windparks Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro insgesamt zu einem Anstieg von 11,0 Mio. Euro auf 30,3 Mio. Euro. Daraus resultierte eine Verringerung des EBIT um 27,9 % bzw. 4,8 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro. Der Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 2,3 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro fiel aufgrund einer positiven Entwicklung im Finanzergebnis geringer aus.

Investitionstätigkeit

Der primäre Fokus bei den Investitionen lag auf der Errichtung des Windparks in Kavarna, Bulgarien, wofür in der Berichtsperiode 15,5 Mio. Euro aufgewendet wurden.

Netzinfrastruktur Inland

Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze und der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und seit dem 2. Quartal 2008/09 im Burgenland.

2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Netzabsatz
Strom 1.957 1.953 4 0,2 1.988
Gas1) 6.331 6.093 238 3,9 7.117
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 122,0 113,1 9,0 7,9 123,0
Innenumsatz 13,5 12,4 1,1 8,8 12,4
Gesamtumsatz 135,6 125,5 10,1 8,0 135,4
Operativer Aufwand –95,3 –90,3 –4,9 –5,5 –95,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 40,3 35,2 5,1 14,5 40,3
EBIT-Marge (%)2) 29,7 28,0 1,7 29,8
Finanzergebnis –3,3 –3,7 0,5 13,0 –3,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 37,0 31,4 5,6 17,8 36,7
Investitionen 25,6 19,4 6,3 32,4 23,2

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch Beschluss der E-Control Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2009 wurden die Stromnetztarife um durchschnittlich 1,0 % und die Gasnetztarife in der Netzebene 3 (Haushalt und Gewerbe) bzw. Netzebene 2 (Industrie und KMU) im Schnitt um 8,0 % bzw. 3,2 % erhöht. Die kundenindividuellen Auswirkungen sind jedoch vom jeweiligen Abnahmeverhalten und von technischen Gegebenheiten abhängig.

Der Netzabsatz war positiv geprägt durch die Witterungseinflüsse – die Heizgradsumme im 1. Quartal 2009/10 lag um 10,2 % über dem Vorjahr. Demgegenüber standen leichte Absatzrückgänge aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Der Strom-Netzabsatz war deshalb mit 1.957 GWh nahezu konstant. Im Gasbereich, wo sich Witterungseinflüsse generell deutlich stärker auswirken, konnte ein Anstieg von 3,9 % bzw. 238 GWh auf 6.331 GWh erzielt werden.

Aufgrund dieser Entwicklungen konnten die Netzerlöse gegenüber der Vergleichsperiode deutlich um 6,0 % bzw. 6,2 Mio. Euro auf 110,3 Mio. Euro gesteigert werden. Im Kabel-TV- und Telekombereich führte vor allem B.net, die in der Vergleichsperiode noch nicht enthalten war, mit einem Beitrag von 4,2 Mio. Euro zu einer weiteren Umsatzsteigerung. In Summe konnte damit ein Umsatzanstieg um 8,0 % bzw. 10,1 Mio. Euro auf 135,6 Mio. Euro verzeichnet werden. Obwohl sich korrespondierend dazu die operativen Aufwendungen erhöhten, fiel der Anstieg im EBIT mit 14,5 % bzw. 5,1 Mio. Euro auf 40,3 Mio. Euro deutlich aus. Unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten für die Netzinfrastruktur wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 37,0 Mio. Euro gegenüber 31,4 Mio. Euro im Vorjahr erzielt.

Im Oktober 2009 wurde die 380-kV-leitung zwischen Etzersdorf und dem Kraftwerksstandort Dürnrohr in Betrieb genommen. Mit Investitionen in Höhe von 12,0 Mio. Euro war die Errichtung der überregionalen Gastransportleitung "Südschiene" das bedeutendste Bauvorhaben des Segments.

Energiewirtschaftliche Entwicklung

Umsatz- und Ertragslage

Investitionstätigkeit

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern und die Vermarktung von Strom auf Großhandelsmärkten, den Verkauf von Strom und Gas an Endkunden sowie Wärmeproduktion und -verkauf – vorwiegend am österreichischen Heimmarkt.

2009/10 2008/09 Veränderung
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 1.807 1.692 115 6,8 1.696
Gas 2.254 2.184 70 3,2 2.710
Wärme 474 439 35 8,0 406
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 354,0 341,5 12,5 3,7 311,4
Innenumsatz 16,3 7,5 8,8 22,8
Gesamtumsatz 370,3 349,0 21,3 6,1 334,1
Operativer Aufwand –331,1 –315,2 –15,8 –5,0 –287,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 39,2 33,7 5,5 16,2 46,4
EBIT-Marge (%)1) 10,6 9,7 0,9 13,9
Finanzergebnis 4,0 5,7 –1,7 –30,3 3,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 43,2 39,5 3,7 9,5 49,4
Investitionen 5,2 6,2 –1,0 –16,7

1) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

Energiewirtschaftliche Entwicklung

Der Stromverkauf an Endkunden konnte – neben einem stabilen Absatz in Niederösterreich – in erster linie aufgrund der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des Versorgungsgebiets der EVN insgesamt um 6,8 % bzw. 115 GWh auf 1.807 GWh erhöht werden. Im Gasbereich wurden die Auswirkungen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds durch die kältere Witterung mehr als ausgeglichen, wodurch sich der Gasabsatz um 3,2 % bzw. 70 GWh auf 2.254 GWh erhöhte. Der Absatz im Wärmebereich in Österreich konnte aufgrund der kühlen Witterung sowie der Inbetriebnahme der Fernwärmeleitung St.Pölten deutlich um 8,0 % bzw. 35 GWh auf 474 GWh gesteigert werden.

Die rückläufigen Primärenergiepreise ermöglichten eine neuerliche Weitergabe der daraus resultierenden Vorteile an die Endkunden im Gasbereich. Die Tarife konnten nach Reduktionen im Jänner und März 2009 am 1. Dezember 2009 um rund 7,0 % gesenkt werden.

Umsatz- und Ertragslage

Absatzsteigerungen sowie die per 1. November 2008 durchgeführten Preiserhöhungen für Strom und Gas wirkten sich stärker aus als die im Jahr 2009 durchgeführten Preisreduktionen im Gasbereich, wodurch der Umsatz im 1. Quartal 2009/10 um 6,1 % bzw. 21,3 Mio. Euro auf 370,3 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Nach Abzug der operativen Aufwendungen, die sich vor allem aufgrund der ebenfalls mengenbedingt gestiegenen Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhten, ergab sich ein Anstieg des EBIT um 16,2 % bzw. 5,5 Mio. Euro auf 39,2 Mio. Euro. Das Finanzergebnis, das neben dem Ergebnisbeitrag von EconGas die Finanzierungskosten für die Errichtung der Wärmeanlagen enthält, reduzierte sich um 1,7 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro. Insgesamt ergab sich somit ein Anstieg im Ergebnis vor Ertragsteuern auf 43,2 Mio. Euro gegenüber 39,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Ein wesentliches Projekt konnte im 1. Quartal 2009/10 erfolgreich abgeschlossen werden: Seit 1. Oktober 2009 versorgt EVN über Österreichs längste Fernwärme-Transportleitung St. Pölten mit Fernwärme aus dem Kraftwerk Dürnrohr; am 15. Dezember 2009 wurde erstmals die volle Wärmeleistung von 40 MW nach St. Pölten geliefert.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, die Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist die Projektgesellschaft zur Errichtung für die Gasnetze in Split und Zadar in Kroatien erfasst.

2009/10 2008/09
1. Quartal 1. Quartal 1. Quartal
3.436 3.389 47 1,4 3.291
1.971 1.957 14 0,7 1.915
1.465 1.432 33 2,3 1.376
86 80 6 7,5
225,8 219,0 6,8 3,1 183,6
225,8 219,0 6,8 3,1 183,6
–225,0 –219,1 –6,0 –2,7 –195,5
0,8 0,0 0,8 –11,9
0,3 0,4 -6,5
–5,3 –9,3 4,0 42,6 –7,0
–4,5 –9,3 4,8 51,3 –19,0
31,0 33,1 –2,1 –6,3 74,5
Veränderung
absolut in %

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden in etwa dem derzeitigen Netzabsatz.

2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

In Bulgarien konnten trotz milder Witterung Netzabsatzsteigerungen von 0,7 % erzielt werden, in Mazedonien, wo es gegenüber dem Vorjahr deutlich kälter war, betrug der Anstieg 2,3%. Eine beachtliche Absatzsteigerung von 7,5 % auf 86 GWh konnte im Bereich Wärme in Bulgarien erzielt werden.

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich um 3,1 % bzw. 6,8 Mio. Euro auf 225,8 Mio. Euro. Aufgrund der Senkung der Endkundenpreise in Bulgarien um rund 1,0 % per 1. Juli 2009 konnte dort ein nur geringer Umsatzanstieg erzielt werden, weshalb der Großteil des Umsatzanstiegs aus Mazedonien resultierte. Beim operativen Aufwand standen einem Rückgang der Personalaufwendungen, die im Vorjahr Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthielten, Erhöhungen der planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen sowie der Forderungsabschreibungen gegenüber. Per Saldo belief sich das EBIT auf 0,8 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich vor allem aufgrund in der Vorperiode enthaltener einmaliger Belastungen um 4,0 Mio. Euro auf –5,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich daher auf –4,5 Mio. Euro gegenüber –9,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Investitionstätigkeit

Energiewirtschaftliche Entwicklung

Umsatz- und Ertragslage

Investitionstätigkeit

Die Investitionen, die zum Großteil in den Ausbau der Infrastrukturen von Netzen und in den Austausch von Zählern zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und -qualität sowie zur weiteren Reduktion der Netzverluste getätigt wurden, lagen mit 31,0 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahr.

Umwelt

Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie thermische Abfallverwertung im Inland sowie das internationale Projektgeschäft in 14 ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas.

2009/10
2008/09
Veränderung 2007/08
Finanzkennzahlen Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Außenumsatz 48,8 45,5 3,3 7,3 35,3
Innenumsatz 3,2 2,6 0,6 23,8 2,2
Gesamtumsatz 52,1 48,1 4,0 8,2 37,5
Operativer Aufwand –49,9 –45,2 –4,7 –10,4 –34,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,2 2,9 –0,7 –25,4 3,1
EBIT-Marge (%)1) 4,2 6,1 –1,9 8,2
Finanzergebnis 4,2 –2,9 7,1 2,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 6,3 0,0 6,3 5,9
Investitionen 20,6 11,4 9,2 81,0 6,0

1) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten insgesamt um 8,2 % bzw. 4,0 Mio. Euro auf 52,1 Mio. Euro gesteigert werden. Dieser Anstieg resultierte mit 2,3 Mio. Euro aus dem laufenden Betrieb der Müllverbrennungsanlage und der Wasserversorgung in Niederösterreich sowie mit 1,7 Mio. Euro aus dem Projektgeschäft, das im ersten Halbjahr aufgrund der kalten Witterung zumeist schwächer ausfällt. Nachdem die operativen Aufwendungen – vor allem der Material- und Betriebsaufwand sowie der Personalaufwand – mit 4,7 Mio. Euro stärker anstiegen, ging das EBIT um 0,7 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro zurück. Das Finanzergebnis, das im Vorjahr durch geringere Beiträge der ZOV sowie durch bewertungsbedingte negative Währungseffekte geprägt war, erhöhte sich deutlich um 7,1 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. Damit verbunden war eine Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern auf 6,3 Mio. Euro.

Investitionstätigkeit

Der Investitionsfokus lag auf dem Ausbau der linie 3 der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr, welche im Dezember 2009 in Betrieb genommen wurde. Bis Ende Dezember 2009 wurden bereits etwa 10.000 Tonnen Müll thermisch behandelt. Die Gesamtkapazität der linie 3 beträgt 225.000 Tonnen.

Laufende Projekte in Istanbul, Türkei, und Stettin, Polen

Als Konsortialführer baut EVN für die Stadt Istanbul eine Kläranlage im Stadtteil Ataköy für 2 Millionen Einwohner. Im November 2009 begannen die Tätigkeiten zur sukzessiven Inbetriebnahme. Die Anlage mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 108,5 Mio. Euro soll 2011 in den fünfjährigen Betrieb durch EVN gehen.

Deutliche Fortschritte wurden bei den zwei Kläranlagen in Stettin, Polen, erzielt. In Zdroje ist die Wasserlinie bereits seit April 2008 in Betrieb, die Anlage wurde in der Berichtsperiode an den Kunden übergeben. In Pomorzany wird die Wasserlinie seit Anfang Oktober 2009 unter Volllast gefahren.

Im Oktober 2009 erhielt EVN den Auftrag für Planung und Bau zweier Abwasserbehandlungsanlagen für Famagusta und Morphou, Zypern. Finanziert durch die Europäische Kommission wird die Übergabe der schlüsselfertigen Anlagen mit einer Investitionssumme von insgesamt 11,4 Mio. Euro und einem leistungsumfang von 33.500 Einwohnerwerten (EW) bzw. 10.750 EW innerhalb von 24 Monaten erfolgen.

Ein weiteres Umweltprojekt auf Zypern steht kurz vor Abschluss. EVN erhielt im Konsortium mit einer lokalen Baufirma den Zuschlag zum Neubau und zehnjährigen Betrieb einer Kläranlage in Nord-Nikosia mit einer Kapazität von ca. 30.000 m³ pro Tag.

Im Dezember 2009 bekam EVN den Zuschlag zum Bau einer Abfallverwertungsanlage für Moskau. Die endgültige Kapazität der Anlage ist abhängig von der noch ausstehenden Umweltgenehmigung, deren Eingang in Kürze erwartet wird.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Die strategischen Beteiligungen dieses Segments umfassen im Wesentlichen die Beteiligungen an BEGAS, BEWAG, RAG und Verbundgesellschaft. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie auch Gesellschaften abgebildet, die Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN erbringen.

2009/10
2008/09
Veränderung
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Außenumsatz 8,4 6,0 2,4 40,9 5,5
Innenumsatz 15,0 16,2 –1,2 –7,4 16,0
Gesamtumsatz 23,5 22,2 1,2 5,6 21,4
Operativer Aufwand –23,2 –23,3 0,2 0,8 –22,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 0,3 –1,1 1,4 –1,5
EBIT-Marge (%)1) 1,2 –5,1 6,3 –7,0
Finanzergebnis 4,6 –0,1 4,7 19,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 4,9 –1,2 6,1 18,0
Investitionen 0,1 0,2 –0,1 –3,5 0,3

1) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten

Das für dieses Segment primär relevante Finanzergebnis war durch gegenläufige Entwicklungen der einzelnen Positionen geprägt. Im Beteiligungsergebnis, das in Summe um 4,9 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro zurückging, standen einem Rückgang bei RAG Erhöhungen bei BEWAG und Begas gegenüber. Das sonstige Finanzergebnis – im Vorjahr durch marktbedingt negative Kursänderungen von Wertpapieren und kurzfristigem Finanzvermögen in Folge der Krise an den Finanzmärkten geprägt – konnte deutlich um 10,6 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro gesteigert werden. Insgesamt verbesserte sich das Finanzergebnis um 4,7 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro.

Neue Abwasserprojekte auf Zypern

Neues Abfallverwertungsprojekt in Moskau, Russland

Umsatz- und Ertragslage

Zwischenbericht nach IAS 34

Veränderung
Bilanz Mio. EUR 31.12.2009 30.9.2009 absolut in % 30.9.2008
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 364,7 365,2 –0,5 –0,1 357,5
Sachanlagen 2.692,9 2.653,1 39,8 1,5 2.392,0
At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen 726,6 712,5 14,1 2,0 641,5
Sonstige Beteiligungen 1.216,2 1.409,7 –193,5 –13,7 1.723,5
Aktive latente Steuern 2,8 1,2 1,6 0,9
Übrige Vermögenswerte 616,0 619,5 –3,5 –0,6 597,0
5.619,2 5.761,2 –142,0 –2,5 5.712,4
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 136,3 137,3 –1,0 –0,7 97,6
Forderungen 715,1 579,7 135,5 23,4 569,4
Wertpapiere 40,0 86,7 –46,7 –53,8 136,0
liquide Mittel 114,9 130,5 –15,6 –11,9 121,0
1.006,3 934,2 72,2 7,7 923,9
Summe Aktiva 6.625,5 6.695,4 –69,8 –1,0 6.636,3
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 300,0 300,0 300,0
Kapitalrücklagen 108,4 108,4 108,4
Gewinnrücklagen1) 1.735,5 1.661,4 74,2 4,5 1.558,1
Bewertungsrücklage gem. IAS 39 595,0 725,4 –130,4 –18,0 1.012,0
Währungsumrechnungsrücklage –2,5 –3,4 0,9 27,3 2,1
Eigene Aktien –8,0 –8,0 –4,8
Anteile der Aktionäre der EVN AG 2.728,5 2.783,8 –55,3 –2,0 2.975,9
Anteile anderer Gesellschafter 341,8 343,4 –1,6 –0,5 232,5
3.070,3 3.127,2 –56,9 –1,8 3.208,5
Langfristige Schulden
langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.691,1 1.702,5 –11,4 –0,7 1.358,9
latente Steuerverbindlichkeiten 264,5 307,1 –42,6 –13,9 420,0
langfristige Rückstellungen2) 449,6 444,8 4,8 1,1 430,2
Vereinnahmte Baukosten- und
Investitionszuschüsse 384,2 379,1 5,2 1,4 354,3
Übrige langfristige Verbindlichkeiten2) 81,2 90,2 –9,0 –9,9 91,8
2.870,7 2.923,7 –52,9 –1,8 2.655,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 57,2 17,0 40,2 153,9
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 116,2 58,7 57,5 97,9 60,5
lieferantenverbindlichkeiten 306,6 328,7 –22,2 –6,7 283,7
Kurzfristige Rückstellungen 86,8 83,6 3,2 3,9 96,4
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 117,7 156,5 –38,8 –24,8 178,0
684,5 644,5 40,0 6,2 772,5
Summe Passiva 6.625,5 6.695,4 –69,8 –1,0 6.636,3

1) Inklusive der Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3 in Höhe von 7,1 Mio. Euro, die im Vorjahr noch als eigene Position ausgewiesen war 2) Die Werte per 30.9.2008 wurden im Geschäftsjahr 2008/09 aufgrund einer neuen Darstellung angepasst.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mio. EUR 2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Umsatzerlöse 1. Quartal
769,2
1. Quartal
736,0
absolut in %
33,2
4,5 1. Quartal
667,7
Sonstige betriebliche Erträge 17,8 17,9 –0,1 –0,5 16,3
Bestandsveränderungen und
aktivierte Eigenleistungen 1,4 5,3 –3,9 –73,9 6,5
Fremdstrombezug und Energieträger –448,5 –448,1 –0,5 –0,1 –393,4
Material- und Betriebsaufwand –64,0 –64,1 0,1 0,1 –51,7
Personalaufwand –81,0 –81,6 0,6 0,7 –71,0
Abschreibungen –62,0 –45,6 –16,4 –35,9 –44,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –37,8 –32,1 –5,7 –17,6 –37,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 95,1 87,9 7,3 8,3 92,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
assoziierten Unternehmen 7,6 7,7 –0,1 –1,1 23,4
Ergebnis aus anderen Beteiligungen
Zinserträge 10,1 13,9 –3,8 –27,3 12,5
Zinsaufwendungen –17,1 –26,0 8,9 34,3 –23,2
Sonstiges Finanzergebnis 2,9 –9,6 12,5 –1,7
Finanzergebnis 3,6 –13,9 17,5 11,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 98,7 73,9 24,8 33,5 102,9
Ertragsteuern –26,9 –16,2 –10,7 –65,9 –19,2
Ergebnis nach Ertragsteuern 71,8 57,7 14,1 24,4 83,8
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter –2,3 2,9 –5,2 6,2
davon Ergebnisanteil der Aktionäre
der EVN AG (Konzernergebnis) 74,2 54,8 19,3 35,3 77,6
Ergebnis je Aktie1)
EUR
0,45 0,34 0,12 35,3 0,47

1) Verwässert ist gleich unverwässert

Stromerzeugung Netzinfrastruktur Inland Energiehandel und -vertrieb Energieversorgung Südosteuropa
Segmentergebnis nach
Geschäftsbereichen1)
Mio. EUR
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
Außenumsatz 10,,111010,1 10,9 122,0 113,1 354,0 341,5 225,8 219,0
Innenumsatz 32,6 25,5 13,5 12,4 16,3 7,5
Gesamtumsatz 42,7 36,5 135,6 125,5 370,3 349,0 225,8 219,0
Operativer Aufwand –30,3 –19,3 –95,3 –90,3 –331,1 -315,2 –225,0 –219,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,4 17,2 40,3 35,2 39,2 33,7 0,8 0,0
EBIT-Marge (%) 29,0 47,1 29,7 28,0 10,6 9,7 0,3
Finanzergebnis 0,7 1,8 –3,3 –3,7 4,0 5,7 –5,3 –9,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 13,1 15,4 37,0 31,4 43,2 39,5 –4,5 –9,3
Investitionen2) 17,2 8,2 25,6 19,4 5,2 6,2 31,0 33,1
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung Summe
Mio. EUR 2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
Außenumsatz 48,8 45,5 8,4 6,0 769,2 736,0
Innenumsatz 3,2 2,6 15,0 16,2 –80,7 –64,3
Gesamtumsatz 52,1 48,1 23,5 22,2 –80,7 –64,3 769,2 736,0
Operativer Aufwand –49,9 –45,2 –23,2 –23,3 80,7 64,3 –674,1 –648,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,2 2,9 0,3 –1,1 95,1 87,9
EBIT-Marge (%) 4,2 6,1 1,2 –5,1 12,4 11,9
Finanzergebnis 4,2 –2,9 4,6 –0,1 –1,3 –1,9 3,6 –13,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 6,3 0,0 4,9 –1,2 –1,3 –1,9 98,7 73,9
Investitionen2) 20,6 11,4 0,1 0,2 99,8 78,4

1) Gemäß neuer Segmentierung ab dem 1. Quartal 2009/10

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Gesamtergebnisrechnung
Mio. EUR
1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Ergebnis nach Ertragsteuern 71,8 57,7 14,1 24,4 83,8
Direkt im Eigenkapital erfasste
Ergebnisse vor Ertragsteuern aus
Währungsdifferenzen 0,9 –4,1 5,0 0,2
Marktbewertung von Wertpapieren –194,1 –424,9 230,8 54,3 295,3
Cash Flow Hedges 17,2 –44,1 61,3 3,0
At Equity einbezogenen assoziierten
Unternehmen
2,2 –22,9 25,1 3,0
Summe direkt im Eigenkapital erfasste
Ergebnisse vor Ertragsteuern
–173,8 –496,0 322,2 65,0 301,6
darauf entfallende Ertragsteuern 44,3 117,3 –73,0 –62,3 –74,4
Summe direkt im Eigenkapital erfasste
Ergebnisse nach Ertragsteuern
–129,5 –378,7 249,2 65,8 227,2
Gesamtergebnis –57,6 –321,0 263,3 82,0 311,0
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter –2,3 2,9 –5,2 6,2
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG –55,3 –323,9 268,5 82,9 304,8
Entwicklung des Eigenkapitals Mio. EUR Anteile der Aktionäre der
EVN AG
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
Stand 30.9.2008 2.975,9 232,5 3.208,5
Gesamtergebnis –323,9 2,9 –321,0
Erwerb eigener Anteile –3,3 –3,3
Aktienerwerb vollkonsolidierter Unternehmen –1,0 –1,0
Stand 31.12.2008 2.648,8 234,5 2.833,3
Stand 30.9.2009 2.783,8 343,4 3.127,2
Gesamtperiodenergebnis –55,3 –2,3 –57,6
Kapitaleinzahlung von Minderheitengesellschaftern 0,8 0,8
Stand 31.12.2009 2.728,5 341,8 3.070,3
2009/10 2008/09 Veränderung 2007/08
Verkürzte Geldflussrechnung
Mio. EUR
1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Ergebnis vor Ertragsteuern 98,7 73,9 24,8 33,5 102,9
Unbare Ergebniskomponenten 47,7 34,0 13,7 40,3 15,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 146,4 107,9 38,5 35,7 118,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich –6,9 –58,9 52,0 88,3 137,8
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –38,1 –88,6 50,5 57,0 –138,7
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –10,9 147,3 –158,2 47,7
Cash Flow gesamt –55,9 –0,2 –55,7 46,8
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 113,6 94,1 19,5 20,7 54,4
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 57,7 93,9 –36,2 –38,6 101,2

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2009 der EVN AG wurde in Anwendung von §245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Zwischenbericht im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht vom 30. September 2009 gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2009 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Zwischenberichts nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Zwischenbericht einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2009/10 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 8 Geschäftssegmente 1.1.2009
IFRIC 13 Kundentreueprogramme 1.1.2009
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts,
Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung
1.1.2009
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 1.7.2009
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 1.1.2009
IAS 23 Fremdkapitalkosten 1.1.2009
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1.1. / 1.7.2009
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung 1.1.2009
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung 1.11.2008 / 30.6.20092)/ 1.7.2009
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1.7.2009
"Annual Improvements 2006 – 2008" 1.1. / 1.7.2009

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen. 2) Gemäß IASB erfolgt eine retrospektive Anwendung für jene Geschäftsjahre, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens enden.

Grundsätze der Rechnungslegung Im neuen IFRS 8 sind die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen sowie Kundenbeziehungen der EVN geregelt. Die Identifizierung der operativen Segmente ist auf Basis der internen Steuerung (Management Approach) vorgeschrieben. Daraus resultierend wurden die früheren Business Units des Segments Energie nunmehr als eigene Segmente dargestellt.

Aufgrund der neuen Interpretationen IFRIC 13, IFRIC 14 und IFRIC 16 ergaben sich keine Änderungen im Zwischenabschluss der EVN.

Durch die Änderung des IAS 1 wurde der Zwischenabschluss um die Darstellung einer Gesamtergebnisrechnung ergänzt, in der sämtliche in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Erfolgsbestandteile dargestellt werden. Die Entwicklung des Eigenkapitals umfasst folglich lediglich Details zu Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern, während sämtliche übrige Eigenkapitalveränderungen nunmehr in einer einzigen Zeile dargestellt werden.

Die wesentlichen Änderungen von IAS 27 und IFRS 3 beziehen sich auf die Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Dabei ist besonderes Augenmerk auf die Neuerungen bei sukzessiven Anteilserwerben und auf die Bewertung von Minderheitsanteilen bei Unternehmenserwerben zu legen. Darüber hinaus sind Anschaffungsnebenkosten künftig als Aufwand zu erfassen.

Die wesentliche Änderung des IAS 23 betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten sogleich als Aufwand zu erfassen, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Da EVN in der Vergangenheit von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht hat, ergeben sich durch diese Änderung auch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Aufgrund der Änderungen zu IAS 32, IAS 39 und den "Annual Improvements 2006–2008" ergaben sich keine Änderungen auf den Zwischenabschluss der EVN.

Noch nicht in Kraft getretene neue Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Geschäftsbereich Energie zu verzeichnen. Aufgrund dieser Abhängigkeit des Energiegeschäfts von der Witterung werden im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt. Der Umweltbereich ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Umweltsegment in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Zwischenbericht wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend

Konsolidierung

sind zum 31. Dezember 2009 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 30 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2009: 26 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen). 36 (30. September 2009: 36) verbundene Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll
konsolidiert
Quoten
konsolidiert
Equity
konsolidiert
Summe
30.9.2009 53 5 14 72
Neugründungen/Erstkonsolidierungen 3 3
31.12.2009 56 5 14 75
davon ausländische Unternehmen 30 4 34

Im 1. Quartal 2009/10 fanden wie in der Vergleichsperiode des Geschäftsjahres 2008/09 keine Unternehmenserwerbe statt.

Im Juli 2009 erhielt WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland, den Auftrag zur Errichtung von Abwasserbeseitigungsanlagen in Budva, Montenegro, und deren Betrieb über einen Zeitraum von 30 Jahren. Aus diesem Anlass wurde bereits im September 2009 die WTE odpadne vode Budva DOO, Podgorica, Montenegro, gegründet, die ab dem 1. Quartal 2009/10 erstmals vollkonsolidiert wird.

EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien, und EVN Trading DOOEl, Skopje, Mazedonien, an denen EVN Trading SEE EAD, Sofia, Bulgarien, 100,0 % der Anteile hält, führen die Abwicklung von Energie-Handelsgeschäften in den jeweiligen ländern durch und werden nunmehr aufgrund Wesentlichkeit erstmals in den Zwischenbericht der EVN einbezogen.

Ausgewählte Anhangsangaben

Im 1. Quartal 2009/10 wurden von EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 99,8 Mio. Euro (Vorjahr: 78,4 Mio. Euro) erworben. Demgegenüber wurden Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) veräußert. Dabei wurde ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) erzielt.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.216,2 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.191,7 Mio. Euro, die sich gegenüber dem Vorjahr um 194,1 Mio. Euro reduzierten. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gem. IAS 39 verrechnet.

Zum Stichtag wurden unverändert 534.864 Stück eigene Aktien (das sind 0,33 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 8,0 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 7,0 Mio. Euro (30. September 2009: 7,3 Mio. Euro) gehalten. Aus diesen stehen der EVN AG keine Rechte zu, sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 21. Jänner 2010 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2008/09 eine Dividende in Höhe von 0,37 Euro je Aktie auszuschütten (Gesamtdividendenzahlung: 60,3 Mio. Euro).

Erläuterungen zur Bilanz

Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten stand den laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 20,7 Mio. Euro eine Kreditziehung für die Finanzierung der Kapazitätssteigerung der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr in Höhe von 9,3 Mio. Euro gegenüber, wodurch sich diese per Saldo auf 1.691,1 Mio. Euro reduzierten.

Im 1. Quartal 2009/10 ergab die Überprüfung von Vermögenswerten auf eine dauerhafte Wertminderung (Impairment Test) gemäß IAS 36 einen Abwertungsbedarf auf Sachanlagen beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro. Darüber hinaus führten das hohe Niveau der Investitionstätigkeit und die Erstkonsolidierung der B.net insgesamt zu einem Anstieg der Abschreibungen von 16,4 Mio. Euro auf 62,0 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

befindlichen Aktien von 162.990.956 Stück (31. Dezember 2008: 163.055.163 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien aufgrund von Aktienoptionen und Wandelanleihen auftreten. Für EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Auf Basis des Konzernergebnisses von 74,2 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 54,8 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. Dezember 2009 ein Ergebnis je Aktie von 0,45 Euro (31. Dezember 2008: 0,34 Euro).

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im 1. Quartal 2009/10 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 30,3 Mio. Euro) geleistet.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es ergaben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen
assoziierten Unternehmen
Mio. EUR
2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
Umsätze 97,3 91,7
Aufwendungen für bezogene leistungen 210,3 229,5
Forderungen aus lieferungen und leistungen 94,3 154,81)
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen 9,7 13,41)

1) Wert zum 30.9.2009

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2009 um 36,5 Mio. Euro auf 830,3 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultiert zum Großteil aus einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung des Kraftwerks in Walsum-Duisburg. Dabei handelt es sich um die planmäßige Ausweitung der Fremdfinanzierung entsprechend des Baufortschritts, für die Haftungen abgegeben wurden. Die restlichen Positionen blieben im Wesentlichen unverändert.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Sonstige Angaben

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2009 und der Veröffentlichung des Zwischenberichts am 25. Februar 2010 traten folgende Ereignisse auf:

Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge einer Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch Beschluss der E-Control Kommission angepasst. Daraus resultierend wurden per 1. Jänner 2010 die Stromnetztarife um durchschnittlich 2,0 % gesenkt und die Gasnetztarife in der Netzebene 3 (Haushalt und Gewerbe) bzw. Netzebene 2 (Industrie und KMU) im Schnitt um 7,7 % bzw. 11,7 % erhöht. Die kundenindividuellen Auswirkungen sind jedoch vom jeweiligen Abnahmeverhalten und von technischen Gegebenheiten abhängig.

Per 1. Jänner 2010 wurden die Endkundenpreise für Strom in Mazedonien um 10,0 % erhöht. Von der Gesamterhöhung entfallen 51,0 % auf EVN Macedonia.

Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von 60,3 Mio. Euro bzw. 0,37 Euro je Aktie wurde von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und in der 81. Hauptversammlung am 21. Jänner 2010 beschlossen. Ex-Dividendentag war der 26. Jänner 2010, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29. Jänner 2010.

Ebenfalls in der 81. Hauptversammlung wurde der Vorstand der EVN AG für höchstens fünf Jahre nach Eintragung einer entsprechenden Satzungsänderung ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 30,0 Mio. Euro, allenfalls in mehreren Tranchen, durch Ausgabe von bis zu 16.352.582 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und die jeweilige Ausübung, den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen, sofern sichergestellt ist, dass der Anteil der Beteiligung der NÖ landes-Beteiligungsholding GmbH an der EVN AG auch nach der Kapitalerhöhung nicht unter 51,0 % des Grundkapitals an der EVN AG fällt.

Anfang Februar 2010 unterschrieb WTE mit dem Auftrag zum Neubau und zur anschließenden zehnjährigen Betriebsführung der Abwasseranlage Mia Milia/Haspolat, Nikosia, ein weiteres Umweltprojekt auf Zypern. Mit einem Projektvolumen von 45,0 Mio. Euro wird eine Kapazität von 30.000 m³ pro Tag bzw. ca. 270.000 EW erreicht werden.

Die EVN Aktie

Leichte Erholung der Konjunktur

Die Erholung auf den internationalen Aktienmärkten, die Ende März 2009 begonnen hat, setzte sich auch im Berichtszeitraum von Oktober bis Dezember 2009 fort. Im Jahr 2009 haben alle wichtigen Börsenindizes aufgrund der ersten Hinweise auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Die Kapitalmärkte konnten damit einen guten Teil der Kurseinbußen aus 2008 wieder wettmachen. Die Fundamentaldaten und Stimmungsindikatoren für 2010 haben sich ebenfalls weiter verbessert.

Die internationalen Aktienindizes sind im Berichtszeitraum weiter angestiegen: Der deutsche Aktienindex DAX hat knapp 5,0%, der Euro Stoxx 50 3,3 % zugelegt. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities verzeichnete dagegen lediglich einen Zuwachs von 0,2%.

Der Wiener Aktienmarkt konnte infolge des überdurchschnittlichen Konjunkturrückgangs in Osteuropa den internationalen Vorgaben nur bedingt folgen. Der Wiener leitindex ATX hat von 1. Oktober bis 31. Dezember 2009 mit einem Minus von 5,4 % geschlossen. Auch die Aktie der EVN AG musste einen Verlust von 3,9 % hinnehmen und notierte per 30. Dezember 2009 bei 13,15 Euro. Ihre Kursentwicklung war damit besser als die des ATX, jedoch schlechter als die des relevanten Branchenindex.

Die Marktkapitalisierung der EVN AG betrug per Ultimo Dezember 2009 2,15 Mrd. Euro. Das Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich zuletzt im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres auf etwas niedrigerem Niveau bei einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 54.971 Stück (Einmalzählung) stabilisiert.

Das Umsatzvolumen an der Wiener Börse belief sich auf 43 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 0,41 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse entspricht. Die Gewichtung der EVN Aktie im ATX lag per Ende Dezember 2009 unverändert bei 1,49%.

Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich

EVN Aktie – Indexgewichtung 30.12.2009 ATX 1,49 % WBI (Wiener Börse Index) 2,76 %

EVN Aktie – Performance 2009/10
1. Quartal
2008/09
1. Quartal
2007/08
1. Quartal
Kurs per Ultimo Dezember EUR 13,15 11,00 22,14
Höchstkurs EUR 13,74 16,00 23,25
Tiefstkurs EUR 12,51 10,11 20,56
Aktienumsatz1) Mio. EUR 43 46 100
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 54.971 61.373 75.832
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,41 0,45 0,45
Börsekapitalisierung per Ultimo Dezember Mio. EUR 2.150 1.799 3.620

1) Wiener Börse, Einmalzählung

Die Hauptversammlung hat in ihrer 81. ordentlichen Sitzung am 21. Jänner 2010 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 30.000.000 Euro zu erhöhen (Details siehe Anhang zum Zwischenbericht, Seite 21).

Im 1. Quartal 2009/10 kam es zu keiner Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG: Unverändert werden 51 % der Aktien von der NÖ landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg mit einem Anteil von > 35%. Die restlichen < 14 % befinden sich in Streubesitz.

Ermächtigung der 81. ordentlichen Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung

Unveränderte Aktionärsstruktur

EVN Aktie – Basisinformation

Grundkapital 300.000.000,00 EUR
Stückelung 163.525.820 nennwertlose Stückaktien
ISIN Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A2, negative (Moody's); A–, negative (Standard & Poor's)

Finanzkalender 2009/101)

Ergebnis 1. Halbjahr 2009/10 27.5.2010
Ergebnis 1.–3. Quartal 2009/10 26.8.2010
Jahresergebnis 2009/10 16.12.2010

1) vorläufig

EVN AG

Direktion

EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030

Investor Relations

Dr. Klára Székffy Telefon +43 2236 200-12745 Telefax +43 2236 200-82745 [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200

Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2010-Q1

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

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