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EVN AG — Interim / Quarterly Report 2008
May 29, 2008
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Interim / Quarterly Report
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Umsatz +9,0% (1.365,0 Mio EUR) EBITDA +2,3% (262,0 Mio EUR) EBIT –0,7% (170,6 Mio EUR) Konzernergebnis –0,8% (187,4 Mio EUR) Operativer Cash Flow +69,4% (177,5 Mio EUR)
- – Witterungsbedingter Absatz- und Umsatzanstieg im Energiebereich
- – Erwerb von 49% an der Fernwärme St. Pölten GmbH
- – Auslandsexpansion der Rohöl-Aufsuchungs AG
- – Auftrag zur Errichtung einer Natriumhypochlorit-Produktionsanlage für die Stadt Moskau
- – Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln durchgeführt, Aktiensplit per 17. April 2008 im Verhältnis 1:4
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Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2007/08 1. Oktober 2007 – 31. März 2008
Kennzahlen
| 2007/08 1. Halbjahr |
2006/07 1. Halbjahr |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal |
2006/07 2. Quartal |
Veränderung in% |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verkaufsentwicklung | |||||||
| Stromerzeugung | GWh | 2.623 | 2.078 | 26,3 | 1.138 | 831 | 36,8 |
| Stromverkauf an Endkunden | GWh | 10.421 | 9.731 | 7,1 | 5.393 | 4.966 | 8,6 |
| Gasverkauf an Endkunden | GWh | 5.177 | 4.541 | 14,0 | 2.426 | 2.479 | –2,2 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | GWh | 806 | 693 | 16,3 | 400 | 361 | 10,8 |
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | Mio EUR | 1.365,0 | 1.252,7 | 9,0 | 697,3 | 640,5 | 8,9 |
| EBITDA | Mio EUR | 262,0 | 256,1 | 2,3 | 125,2 | 138,7 | –9,7 |
| EBITDA-Marge1) | % | 19,2 | 20,4 | –1,3 | 18,0 | 21,7 | –3,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio EUR | 170,6 | 171,9 | –0,7 | 78,6 | 96,5 | –18,5 |
| EBIT-Marge1) | % | 12,5 | 13,7 | –1,2 | 11,3 | 15,1 | –3,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio EUR | 232,5 | 246,5 | –5,7 | 129,6 | 146,2 | –11,4 |
| Konzernergebnis | Mio EUR | 187,4 | 188,9 | –0,8 | 109,9 | 115,5 | –4,9 |
| Konzern-Bilanz | |||||||
| Bilanzsumme | Mio EUR | 6.679,1 | 5.922,5 | 12,8 | 6.679,1 | 5.922,5 | 12,8 |
| Eigenkapital | Mio EUR | 3.300,3 | 2.771,7 | 19,1 | 3.300,3 | 2.771,7 | 19,1 |
| Eigenkapitalquote1) | % | 49,4 | 46,8 | 2,6 | 49,4 | 46,8 | 2,6 |
| Nettoverschuldung | Mio EUR | 1.092,7 | 799,4 | 36,7 | 1.092,7 | 799,4 | 36,7 |
| Gearing1) | % | 33,1 | 28,8 | 4,3 | 33,1 | 28,8 | 4,3 |
| Return on Equity (ROE)1) | % | 6,6 | 7,5 | –0,9 | 4,0 | 4,7 | –0,7 |
| Return on Capital Employed (ROCE)1) | % | 5,1 | 5,5 | –0,4 | 2,8 | 3,2 | –0,4 |
| Konzern-Cash Flow und Investitionen | |||||||
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | Mio EUR | 177,5 | 104,8 | 69,4 | 39,7 | 221,2 | –82,1 |
| Investitionen2) | Mio EUR | 185,3 | 86,0 | – | 74,2 | 43,8 | 69,5 |
| Mitarbeiter | |||||||
| Mitarbeiter3) | Ø | 9.450 | 9.665 | –2,2 | 9.392 | 9.633 | –2,5 |
| davon Österreich | Ø | 2.447 | 2.354 | 4,0 | 2.449 | 2.361 | 3,7 |
| davon Ausland | Ø | 7.004 | 7.311 | –4,2 | 6.943 | 7.272 | –4,5 |
| Aktie | |||||||
| Ergebnis | EUR | 4,58 | 4,62 | –0,8 | 2,69 | 2,82 | –4,9 |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
3) Inkl. der Mitarbeiter des per 14.12.2007 einbezogenen bulgarischen Fernwärmeversorgers EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv")
Inhaltsverzeichnis
| Kommentar des Vorstands | 3 | |
|---|---|---|
| Konzernzwischenlagebericht | 4 Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld | |
| 4 Geschäftsentwicklung | ||
| 4 | Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 5 | Konzern-Cash Flow | |
| 6 | Konzern-Bilanz | |
| 7 Unternehmensbereiche | ||
| 7 | Segment Energie | |
| 10 | Segment Umwelt | |
| 12 | Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges | |
| Zwischenbericht nach IAS 34 | 13 Konzern-Bilanz | |
| 14 Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||
| 14 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung | ||
| 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | ||
| 16 Segmentergebnis nach Geschäftsbereichen | ||
| 16 Segmentergebnis nach Regionen | ||
| 17 Anhang zum Zwischenbericht | ||
| Die EVN Aktie | 21 | |
| Finanzkalender 2007/08 | 22 | |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Die EVN konnte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2007/08 (1. Oktober 2007 bis 31. März 2008) die Umsatzerlöse um 9,0% auf 1.365,0 Mio EUR steigern. Während durch die kalte Witterung im Segment Energie durchwegs Steigerungen zu verzeichnen waren, stellte sich im Segment Umwelt ein erwartungsgemäßer Umsatzrückgang ein. Das operative Ergebnis lag mit 170,6 Mio EUR um 0,7% unter dem Vorjahresniveau und das Konzernergebnis mit 187,4 Mio EUR um 0,8%.
Für den Berichtszeitraum können wir Ihnen mehrere operative Highlights melden: Im Rahmen des Energiekonzepts für den Zentralraum Niederösterreich konnte am 11. Jänner 2008 der größte Fernwärmespeicher Europas in Theiß in Betrieb genommen werden. Weiters wurde im 1. Halbjahr 2007/08 die Realisierung des Fernwärmeprojekts mit der niederösterreichischen Landeshauptstadt zügig fortgesetzt. Nach der kartellrechtlichen Genehmigung wurden die Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken in eine Gesellschaft ausgegliedert, an der die EVN 49% erwarb und die ab dem 2. Quartal 2007/08 at Equity einbezogen wird. Im April 2008 konnten wir die Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr eröffnen, mit der wir die Nutzung erneuerbarer Energiequellen verstärken und den Energiemix der EVN weiter diversifizieren wollen. Der Spatenstich zur Errichtung der Fernwärmeleitung von Dürnrohr nach St. Pölten fand am 20. Mai 2008 statt.
Im Versorgungsgebiet der EVN Gruppe wird derzeit der Ausbau von erneuerbarer Energie intensiv geprüft. In Niederösterreich könnten beispielsweise die Windkrafterzeugungskapazitäten von derzeit 116 MW etwa verdoppelt werden; in Südosteuropa beträgt das Potenzial etwa 2.200 MW.
Die Rohöl-Aufsuchungs AG, Wien, ("RAG"), an der die EVN eine Mehrheit von 50,03% hält, expandiert ins Ausland und wird im Rahmen eines Joint Ventures mit den ukrainischen Staatsunternehmen "Crimgeologiya" und "Transeuro Energy" Gasfelder auf der Krim fördern. Die gemeinschaftliche Entwicklung von vier Gasfeldern wurde bereits beschlossen, weitere bewertete Zielfelder stehen noch unter Verhandlung.
Im 2. Quartal 2007/08 erhielt WTE den Auftrag zum Bau zweier Projekte in Moskau. Zum einen wird eine Natriumhypochlorit-Produktionsanlage errichtet, mit der das in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzte Chlorgas ersetzt wird. Das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 178 Mio EUR wird im Rahmen eines BOOT-Modells abgewickelt und inkludiert eine 10-jährige Betriebsführung der Anlage. Zum anderen wird WTE ein zweites Blockheizkraftwerk inklusive Schlammtrocknung errichten. Als Hauptenergiequelle des auf dem Gelände der Abwasseranlage Ljuberzy südöstlich von Moskau errichteten Kraftwerks dient das aus dem Klärschlamm gewonnene Biogas der Großkläranlage, die zu den weltweit größten zählt. WTE wird 15 Jahre für die Betriebsführung der Biogas-Anlage verantwortlich sein. Das erste Blockheizkraftwerk zur Verstromung von Biogas in Moskau, Standort Kurjanovo, befindet sich bereits in Bau und wird voraussichtlich noch 2008 in Betrieb genommen.
Ausblick
Aufgrund der Entwicklung des 1. Halbjahres scheint es im Geschäftjahr 2007/08 kaum möglich zu sein, an das Rekordergebnis des Vorjahres anzuschließen. Aufgrund der stark steigenden Preise für Primärenergie wird der Druck auf die Margen im Energiebereich weiter zunehmen, zudem erwarten wir einen geringeren Einsatz der thermischen Kraftwerke. Mehrere neue Projekte im Umweltbereich werden erst im 2. Halbjahr gestartet, sodass der Erfolgsbeitrag im Umweltgeschäft voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres bleiben wird.
Dr. Burkhard Hofer Sprecher des Vorstands im Mai 2008
Konzernzwischenlagebericht
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
Wirtschaftliches Umfeld
In der EU wird aufgrund der andauernden Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten und der prognostizierten milden Rezession in den USA mit einem Konjunkturrückgang gerechnet. Nach 2,8% im Jahr 2007 wird für 2008 bzw. 2009 ein Wirtschaftswachstum von 1,8% bzw. 1,7% erwartet. Für Österreich fallen die Prognosen mit 2,1% bzw. 1,7% weiterhin leicht besser aus als für den EU-Durchschnitt. Auch für die neuen EU-Mitgliedsländer wird eine Abkühlung erwartet, wiewohl die Wachstumsraten auch weiterhin leicht über 4,0% liegen sollten. Für Bulgarien wird für 2008 ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 5,5% – 5,8% erwartet, für Mazedonien von 4,5% – 5,0%.
| Energiewirtschaftliches Umfeld | Externe Rahmenbedingungen | 2007/08 1. Halbjahr |
1. Halbjahr | 2006/07 Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal |
2006/07 2. Quartal |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) % |
100 | 79 | 21 | 89 | 78 | 11 | |
| Rohölpreis – Brent EUR/Barrel |
62,61 | 45,89 | 36,4 | 64,22 | 44,72 | 43,6 | |
| Gaspreis – GIMP2) Cent/m³ |
25,62 | 23,62 | 8,5 | 27,04 | 21,60 | 25,2 | |
| Kohle – API#23) EUR/Tonne |
84,79 | 52,37 | 61,9 | 87,87 | 52,56 | 67,2 | |
| CO2-Zertifikate | |||||||
| (1. und 2. Periode) EUR/Tonne |
10,77 | 5,85 | 84,1 | 21,46 | 2,12 | – | |
| Strom – Spotmarkt | |||||||
| EEX4) Grundlaststrom EUR/MWh |
56,97 | 37,20 | 53,1 | 56,20 | 27,74 | – | |
| EEX Spitzenstrom EUR/MWh |
81,31 | 53,11 | 53,1 | 71,73 | 40,69 | 76,3 | |
| Strom – Forwardmarkt5) | |||||||
| EEX Grundlaststrom EUR/MWh |
56,36 | 60,84 | –7,4 | 63,06 | 64,22 | –1,8 | |
| EEX Spitzenstrom EUR/MWh |
82,05 | 88,48 | –7,3 | 88,69 | 94,37 | –6,0 |
Umsatz nach Segmenten 1. Halbjahr in Mio EUR
2) Gasimportpreis (GIMP) 3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
4) EEX – European Energy Exchange
5) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum
1) Berechnet nach Heizgradsummen in Österreich. Die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1997–2006.
Geschäftsentwicklung
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die EVN Gruppe konnte im 1. Halbjahr 2007/08 ein Umsatzplus von 9,0% bzw. 112,3 Mio EUR auf 1.365,0 Mio EUR verzeichnen. Diese Steigerung wurde ausschließlich im Segment Energie generiert, das von kälteren Temperaturen im Vergleich zur Vorjahresperiode profitierte. Aufgrund projektspezifischer Schwankungen wurde im Segment Umwelt ein Umsatzrückgang verzeichnet.
Der Anstieg der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger um 16,3% bzw. 113,4 Mio EUR auf 808,5 Mio EUR ist auf die Absatzsteigerung im Energiebereich sowie auf höhere Primärenergiepreise zurückzuführen. Durch geringere Volumina im Projektgeschäft ging der Material- und Betriebsaufwand um 10,0% auf 116,0 Mio EUR zurück.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der EVN Gruppe verringerte sich im 1. Halbjahr 2007/08 um 2,2% auf 9.450 Mitarbeiter. Einer Erhöhung des Personalstandes aufgrund des erstmaligen Einbezugs des Fern-
wärmekraftwerks EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv"), standen weitere Rückgänge in Bulgarien und Mazedonien gegenüber. In Österreich waren um 4,0% oder 93 Mitarbeiter mehr beschäftigt als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Diese Entwicklungen und kollektivvertragliche Steigerungen des Lohn- und Gehaltsniveaus in allen Bereichen führten in Summe zu einer Erhöhung des Personalaufwandes um 8,0% bzw. 10,7 Mio EUR auf 144,2 Mio EUR.
Ausgelöst durch das gestiegene Investitionsvolumen erhöhten sich die Abschreibungen um 8,5% bzw. 7,1 Mio EUR auf 91,4 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen vor allem bedingt durch höhere Forderungsabschreibungen in Südosteuropa um 15,4% bzw. 9,9 Mio EUR auf 74,5 Mio EUR zu.
Per Saldo blieb das EBIT von 170,6 Mio EUR um 0,7% unter dem Vorjahresniveau, womit sich die EBIT-Marge von 13,7% auf 12,5% leicht verringerte. Das EBIT des Segments Energie legte witterungsbedingt um 7,8% bzw. 12,4 Mio EUR auf 172,0 Mio EUR zu. Im Segment Umwelt ging das EBIT aufgrund des Wegfalls von Erfolgsbeiträgen von fertiggestellten Großprojekten von 16,7 Mio EUR auf 1,8 Mio EUR zurück.
Beim Finanzergebnis musste ein deutlicher Rückgang um 12,7 Mio EUR bzw. 17,0% auf 61,9 Mio EUR verzeichnet werden. Während das Beteiligungsergebnis mit 94,0 Mio EUR nahezu stabil blieb, betrug das Zins- und sonstige Finanzergebnis –32,0 Mio EUR im Vergleich zu –20,6 Mio EUR im Vorjahr. Der Anstieg der Zinserträge aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten – aufgrund der Leasingzahlungen für die Moskauer Großprojekte im Umweltbereich – konnte die negativen Ergebnisse aus marktwertbedingten Kursänderungen im Gefolge der globalen Finanzmarktkrise nicht kompensieren.
Aufgrund dieser Entwicklungen lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 232,5 Mio EUR um 5,7% unter dem Vorjahreswert. Trotz höherer Ergebnisanteile anderer Gesellschafter fiel durch eine Verringerung der Ertragsteuern der Rückgang im Konzernergebnis mit 0,8% bzw. 1,4 Mio EUR auf 187,4 Mio EUR deutlich geringer aus.
Konzern-Cash Flow
Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag im 1. Halbjahr 2007/08 trotz eines niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern mit 278,9 Mio EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf investitionsbedingt höhere Abschreibungen sowie eine Erhöhung der unbaren Ergebniskomponenten im Finanzergebnis. Aufgrund des im Vorjahresvergleich geringeren Anstieg des Working Capitals fiel die Steigerung im operativen Cash Flow um 72,7 Mio EUR auf 177,5 Mio EUR deutlich höher aus.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich lag durch die deutlich gestiegenen laufenden Investitionen, den Erwerb der Anteile an TEZ Plovdiv und der Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten, ("Fernwärme"), die Aufbringung von Eigenmittelanteilen für die Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks in Walsum, Deutschland, sowie durch die Aufstockung der indirekten Beteiligung an der RAG deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Diese Finanzierungserfordernisse wurden zum Teil durch den Verkauf von kurzfristigen Positionen des Finanzvermögens kompensiert. In Summe belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit auf –170,4 Mio EUR im Vergleich zu –94,7 Mio EUR im Vorjahr. Im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich, in dem der Auszahlung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG per Saldo eine Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten gegenüberstand, errechnete sich ein Mittelabfluss von 14,6 Mio EUR gegenüber 15,4 Mio EUR im Vorjahr.
Umsatz nach Regionen 1. Halbjahr in Mio EUR
Bilanzstruktur in%
Kurzfristige Vermögenswerte
- Langfristige Vermögenswerte
- Kurzfristige Schulden
Langfristige Schulden Eigenkapital
Struktur der Investitionen 1. Halbjahr in%
Strategische Beteiligungen und Sonstiges
In Summe errechnet sich für das 1. Halbjahr 2007/08 ein negativer Cash Flow von –7,5 Mio EUR, womit die liquiden Mittel auf 46,9 Mio EUR zurückgingen. Unter Berücksichtigung der Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 219,3 Mio EUR (30. September 2007: 395,7 Mio EUR) ist die Liquiditätssituation der EVN weiterhin als sehr stabil zu beurteilen.
Konzern-Bilanz
Die Bilanzsumme der EVN Gruppe erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag, dem 30. September 2007, um 6,7% bzw. 417,2 Mio EUR auf 6.679,1 Mio EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 10,7% zurück. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 10,3% auf 5.699,9 Mio EUR, womit ihr Anteil am Gesamtvermögen von 82,5% auf 85,3% anwuchs. Diese Entwicklung ist neben höheren Investitionen im Netzbereich und in Südosteuropa auf eine positive Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen durch laufende Ergebnisanteile sowie auf einen Wertzuwachs der Beteiligung an der Verbundgesellschaft zurückzuführen.
Die Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde bedingt durch Investitionen und Zugänge durch Unternehmenserwerbe, geschmälert wurde der Anstieg dieser Positionen durch höhere Abschreibungen. Per Saldo kam es zu einer Veränderung von +0,1 Mio EUR. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten konnte der saisonal bedingte Anstieg der Forderungen aus dem Energiegeschäft durch die Verringerung der Finanzmittel und der sonstigen Forderungen kompensiert werden. In Summe ging das kurzfristige Vermögen seit 30. September 2007 von 1.095,9 Mio EUR auf 979,2 Mio EUR zurück.
Das erzielte Quartalsergebnis und die erfolgsneutrale Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft führten trotz der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2006/07 in Höhe von 61,3 Mio EUR zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 9,5% bzw. 285,5 Mio EUR auf 3.300,3 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 48,1% per Stichtag 30. September 2007 auf 49,4%. Bei einer Nettoverschuldung von 1.092,7 Mio EUR liegt das Gearing der EVN Gruppe mit 33,1% weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtszeitraum um 4,4% auf 2.507,2 Mio EUR zu. Eine Erhöhung der latenten Steuerverbindlichkeiten aufgrund des Wertzuwachses der Beteiligung an der Verbundgesellschaft sowie ein leichter Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten waren hierfür verantwortlich.
Bei den kurzfristigen Schulden konnte die Erhöhung der Steuer- und Finanzverbindlichkeiten durch eine Reduktion der Lieferantenverbindlichkeiten und der kurzfristigen Rückstellungen nahezu ausgeglichen werden. Per Saldo lagen die kurzfristigen Schulden mit 871,6 Mio EUR um 3,0% über dem Wert des letzten Bilanzstichtags.
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich im Berichtszeitraum um 99,4 Mio EUR auf 185,3 Mio EUR fast verdoppelt. Davon investierte die EVN 93,8 Mio EUR weiterhin in den Ausbau der Netz- und Zählertechnik in Südosteuropa. Im Business Unit Netze bildete der Ausbau des niederösterreichischen Strom- und Gasnetzes den Investitionsschwerpunkt. Im Bereich des Stromnetzes erfolgten der Bau und die Erneuerung mehrerer Hochspannungsleitungen, im Bereich des Gasnetzes wurde im Niederdrucksystem in die Erschließung neuer Ortsteile bzw. in die Verdichtung bestehender Netzgebiete investiert, im Hochdrucksystem in die Sicherung von Leitungstrassen. Zudem wird das Erdgashochdrucknetz laufend modernisiert, um dem stetig steigenden Gasabsatz entsprechen zu können. Im Segment Umwelt haben sich die Investitionen von 10,2 Mio EUR auf 21,1 Mio EUR mehr als verdoppelt. Der Großteil entfiel auf den Ausbau der Linie 3 der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr.
Unternehmensbereiche
Segmente im Überblick
| Segment | Geschäftsfelder |
|---|---|
| Energie1) | Erzeugung, Netze, Energiebeschaffung und -vertrieb2) |
| sowie Südosteuropa | |
| Umwelt | Wasserver- und Abwasserentsorgung, Thermische Abfallverwertung |
| Strategische Beteiligungen | |
| und Sonstiges | Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
Geschäftsentwicklung – Unternehmensbereiche
1) Die angeführten Geschäftsfelder bilden gleichzeitig die vier Business Units des Segments. 2) In weiterer Folge nur "Vertrieb" genannt
Segment Energie
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
2007/08 1. Halbjahr 1. Halbjahr |
2006/07 Veränderung | 2007/08 in% 2. Quartal 2. Quartal |
2006/07 Veränderung in% |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromerzeugung | 2.623 | 2.078 | 26,3 | 1.138 | 831 | 36,8 |
| davon Wärmekraftwerke | 1.953 | 1.542 | 26,7 | 800 | 547 | 46,4 |
| davon erneuerbare Energie | 671 | 536 | 25,1 | 337 | 285 | 18,4 |
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 11.021 | 10.212 | 7,9 | 5.742 | 5.275 | 8,9 |
| davon Österreich | 3.946 | 3.792 | 4,1 | 1.958 | 1.883 | 4,0 |
| davon Bulgarien | 4.281 | 3.853 | 11,1 | 2.367 | 2.082 | 13,6 |
| davon Mazedonien | 2.794 | 2.566 | 8,9 | 1.418 | 1.309 | 8,3 |
| Gas1) | 12.726 | 11.176 | 13,9 | 5.609 | 5.183 | 8,2 |
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom2) | 10.421 | 9.731 | 7,1 | 5.393 | 4.966 | 8,6 |
| Gas | 5.177 | 4.541 | 14,0 | 2.426 | 2.479 | –2,2 |
| Wärme | 806 | 693 | 16,3 | 400 | 361 | 10,8 |
1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN
2) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden derzeit dem Netzabsatz.
| Finanzkennzahlen | 2007/08 Mio EUR |
2006/07 Mio EUR |
1. Halbjahr 1. Halbjahr Veränderung 2. Quartal 2. Quartal Veränderung in% |
2007/08 Mio EUR |
2006/07 Mio EUR |
in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 1.276,5 | 1.132,7 | 12,7 | 649,6 | 589,7 | 10,2 |
| Innenumsatz | 6,9 | 4,7 | 46,8 | 3,4 | 2,1 | 63,6 |
| Operativer Aufwand | –1.027,6 | –901,8 | –14,0 | –528,9 –461,4 | –14,6 | |
| EBITDA | 255,8 | 235,6 | 8,5 | 124,2 | 130,5 | –4,8 |
| Abschreibungen | –83,7 | –76,0 | –10,2 | –42,5 | –38,1 | –11,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT ) |
172,0 | 159,6 | 7,8 | 81,6 | 92,4 | –11,6 |
| EBIT-Marge (%)1) | 13,4 | 14,0 | –0,6 | 12,5 | 15,6 | –3,1 |
| Finanzergebnis | –14,5 | –10,4 | 40,0 | –5,0 | –5,8 | –13,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 157,5 | 149,3 | 5,5 | 76,6 | 86,6 | –11,5 |
| Investitionen | 163,5 | 75,4 | – | 58,7 | 38,2 | 53,9 |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
| Stromerzeugung: +26,3% | Im 1. Halbjahr 2007/08 lag die Stromerzeugung der EVN Gruppe mit 2.623 GWh um 26,3% über dem Wert der Vergleichsperiode. Diese Entwicklung ist vor allem durch die im Vergleich zum Vorjahr höhe ren Spotmarkt-Preise bedingt. Zudem konnte aufgrund der vorteilhaften Wasserführung die Erzeugung der Wasserkraftwerke und damit die Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern um 25,1% auf 671 GWh gesteigert werden. |
|---|---|
| Umsatz: +12,7% | Die Außenumsätze des Segments Energie belaufen sich auf 1.276,5 Mio EUR, um 12,7% mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg erklärt sich in einer im Vergleich zum Vorjahr kälteren Witterung sowie in Preisan passungen, die per 1. Dezember 2006 im Strom- und Gasbereich durchgeführt wurden. |
Der Strom-Netzabsatz der EVN Gruppe erhöhte sich ebenfalls witterungsbedingt um 7,9 % auf 11.021 GWh. Während der Absatzanstieg in Österreich mit 4,1% auf 3.946 GWh moderat ausfiel, konnte in Bulgarien eine Erhöhung um 11,1% auf 4.281 GWh und in Mazedonien von 8,9% auf 2.794 GWh erzielt werden. Der Witterungseinfluss wirkte sich im Gasbereich stärker aus und führte zu einer Erhöhung des Netzabsatzes um 13,9% auf 12.726 GWh. Strom-Netzabsatz: +7,9%
Der Stromverkauf der EVN Gruppe an Endkunden lag witterungsbedingt mit 10.421 GWh um 7,1% über dem Vorjahreswert. Stromverkauf: +7,1%
Im Berichtszeitraum konnten 25,2% (Vorjahr: 21,3%) des gesamten Stromabsatzes aus eigener Produktion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs in Bulgarien und Mazedonien, wo derzeit noch keine nennenswerten Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen, betrug der Deckungsgrad 78,4% (Vorjahr: 62,7%). Deckungsgrad aus Eigenerzeugung: 25,2%
Im Gasbereich, der generell stärker auf Temperatureinflüsse reagiert, betrug der Absatz an Endkunden im Berichtszeitraum 5.177 GWh, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 14,0% entspricht. Gasverkauf: +14,0%
Beim Wärmeverkauf konnte eine Absatzsteigerung von 16,3% auf 806 GWh verzeichnet werden. Neben der kalten Witterung ermöglichte auch der laufende Ausbau der Produktionsanlagen diese Entwicklung. Wärmeverkauf: +16,3%
Business Unit Erzeugung
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 66,9 | 59,7 | 12,1 | 35,4 | 30,5 | 16,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 32,7 | 29,0 | 12,7 | 17,0 | 16,7 | 1,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 28,9 | 26,0 | 11,4 | 15,2 | 15,1 | 0,5 |
| Investitionen | 12,0 | 2,3 | – | 5,0 | 1,6 | – |
Umsatz: +12,1% EBIT: +12,7%
Der Umsatz des Business Units stieg aufgrund der höheren Stromerzeugung im Berichtszeitraum um 12,1% auf 66,9 Mio EUR. Aufgrund höherer Material-, Betriebs- und Abschreibungsaufwendungen konnte das EBIT lediglich um 3,7 Mio EUR auf 32,7 Mio EUR verbessert werden. Positiv wirkten sich die vorteilhafte Wasserführung der Wasserkraftwerke sowie die geringeren Aufwendungen für geplante Kraftwerksprojekte aus.
Business Unit Netze
Die Netznutzungstarife im Bereich des Gasnetzes der EVN sind durch den Regulator mit Wirkung vom 1. Jänner 2007 um durchschnittlich 4,0% gesenkt worden. Im Bereich des Stromnetzes kam es im Rahmen der Tarifrunde per Jänner 2007 aufgrund des neu eingeführten Anreizregulierungsmodells zu keiner Senkung der Strom-Netznutzungstarife der EVN. Per 1. Februar 2008 ist das System der Anreizregulierung auch im Gasbereich in Kraft getreten. Für einen Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 15.000 KWh ergibt sich auf Basis der neuen Tarifverordnung eine Reduktion des Entgelts für die Nutzung des Gasnetzes von rund 2,0%.
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 265,3 | 256,3 | 3,5 | 129,9 | 126,7 | 2,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 57,7 | 66,4 | –13,1 | –17,4 | 26,1 | –33,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 50,5 | 61,3 | –17,6 | 13,8 | 23,5 | –41,1 |
| Investitionen | 57,6 | 30,1 | 91,1 | 34,4 | 14,9 | – |
Durch die Erhöhung des Netzabsatzes im Strombereich um 4,1% und im Gasbereich um 13,9% stieg trotz der Netztarifsenkungen der Netzumsatz in Summe um 14,3 Mio EUR bzw. 6,9% auf 219,9 Mio EUR.
Bedingt durch geringere Umsätze im Kabel-TV- und Telekombereich sowie durch eine geringere Verrechnung von Kundenprojekten weist das Business Unit per Saldo einen Umsatzanstieg von 3,5% bzw. 9,0 Mio EUR auf 265,3 Mio EUR aus.
Beim EBIT hingegen musste aufgrund höherer Personal- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Abschreibungen ein Rückgang um 13,1% bzw. 8,7 Mio EUR auf 57,7 Mio EUR verzeichnet werden.
Business Unit Vertrieb
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 641,3 | 579,7 | 10,6 | 307,2 | 304,9 | 0,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 80,9 | 68,6 | 18,0 | 34,6 | 44,3 | –22,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 88,4 | 75,1 | 17,8 | 39,0 | 48,8 | –20,2 |
| Investitionen | 0,1 | 3,2 | –97,7 | 0,1 | 1,1 | –93,2 |
Das Business Unit Vertrieb verzeichnete im 1. Halbjahr 2007/08 einen Umsatzanstieg von 10,6% bzw. 61,7 Mio EUR auf 641,3 Mio EUR. Neben deutlichen, witterungsbedingten Mengenzuwächsen besonders in den Bereichen Wärme und Gas führten die mit 1. Dezember 2006 aufgrund von gestiegenen Primärenergiepreisen notwendig gewordenen Verkaufspreisanpassungen sowie die Weitergabe der Mehrkosten für Ökostrom zu diesem Anstieg.
Trotz der Erhöhung der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger sowie gestiegener Personalaufwendungen und Abschreibungen konnte das EBIT um 18,0% auf 80,9 Mio EUR verbessert werden.
Umsatz: +10,6% EBIT: +18,0%
EVN AKTIONÄRSBRIEF 1. HALBJAHR 2007/08 9
Umsatz: +3,5% EBIT: –13,1%
Business Unit Südosteuropa
Die bulgarische Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv wird nach erfolgreichem Abschluss der Akquisition mit Stichtag 14. Dezember 2007 in diesem Business Unit abgebildet.
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 404,7 | 324,8 | 24,6 | 221,1 | 171,4 | 29,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 0,7 | –4,4 | – | 12,6 | 5,2 | – |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –10,3 | –13,1 | 21,0 | 8,7 | –0,8 | – |
| Investitionen | 93,8 | 39,7 | – | 19,3 | 20,7 | –6,8 |
Umsatz: +79,9 Mio EUR EBIT: +5,1 Mio EUR
Nach einer Absatzsteigerung von 11,1% in Bulgarien und 8,9% in Mazedonien sowie geringfügigen Preiserhöhungen in Bulgarien und Mazedonien im Juli 2007 bzw. April 2007 weist das Business Unit Südosteuropa für das 1. Halbjahr 2007/08 einen Umsatzanstieg von 24,6% auf 404,7 Mio EUR aus.
Sowohl in Mazedonien als auch in Bulgarien wurden Verbesserungen im operativen Bereich erzielt. In Bulgarien konnte jedoch der Mengenanstieg die witterungsbedingt höheren Netzverluste, die negativen Effekte der ungünstigen Preisentscheidung des Regulators vom 1. Juli 2007 und die höheren Aufwendungen aus dem sonstigen operativen Bereich nicht kompensieren. Insgesamt verzeichnete das Business Unit Südosteuropa für das 1. Halbjahr 2007/08 eine Verbesserung des EBIT um 5,1 Mio EUR auf 0,7 Mio EUR.
Segment Umwelt
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 75,8 | 106,6 | –28,9 | 40,4 | 43,2 | –6,4 |
| Innenumsatz | 4,4 | 4,7 | –6,6 | 2,2 | 2,4 | –9,2 |
| Operativer Aufwand | –71,3 | –87,0 | 18,1 | –40,2 | –34,0 | –18,1 |
| EBITDA | 8,9 | 24,3 | –63,4 | 2,4 | 11,6 | –79,0 |
| Abschreibungen | –7,1 | –7,6 | 7,1 | –3,7 | –3,8 | 4,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT ) |
1,8 | 16,7 | –89,1 | –1,2 | 7,8 | – |
| EBIT-Marge (%)1) | 2,3 | 15,0 | –12,7 | –2,9 | 17,0 | –19,9 |
| Finanzergebnis | 6,1 | 2,9 | – | 3,2 | 3,5 | 7,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7,9 | 19,6 | –59,8 | 2,0 | 11,2 | –82,5 |
| Investitionen | 21,1 | 10,2 | – | 15,1 | 5,3 | – |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
Abfallverwertung
Die Thermische Abfallverwertungsanlage in Moskau wurde am 15. Dezember 2007 in Betrieb genommen. Bis 31. März 2008 wurden insgesamt 78.500 Tonnen Hausmüll thermisch verwertet. Der Bau der Linie 3 der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr verläuft planmäßig.
BOOT-Modell: Bau einer Natriumhypochloritanlage für Moskau
Nach einer internationalen Ausschreibung wurde WTE im April 2008 mit dem Bau und dem Betrieb einer Natriumhypochlorit-Produktionsanlage für die Stadt Moskau beauftragt. Mit Hilfe der Anlage werden unter Einsatz modernster Technologie 50.000 m3 Natriumhypochlorit produziert, die das in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzte Chlorgas in der russischen Metropole ersetzen sollen. Das Projekt wird im Rahmen eines BOOT-Modells abgewickelt und beinhaltet neben der Planung und Errichtung der Anlage auch die Finanzierung des Gesamtinvestitionsvolumens von 178 Mio EUR sowie die zehnjährige Betriebsführung.
In Ljuberzy erhielt WTE Ende Februar 2008 den Zuschlag für den Bau des zweiten Moskauer Blockheizkraftwerks (BHKW). WTE wird auf dem Gelände der Abwasseranlage Ljuberzy südöstlich von Moskau ein BHKW inklusive Schlammtrocknungsanlage errichten. Als Hauptenergiequelle dient das aus dem Klärschlamm gewonnene Biogas der Großkläranlage. WTE wird 15 Jahre (optional bis zu 49 Jahre) für die Betriebsführung der Biogas-Anlage verantwortlich sein. Vertragspartner sind die Stadt Moskau und das staatliche Unternehmen für Wasser und Abwasser, Moswodokanal. Die Investitionen betragen in Summe 66 Mio EUR. In Moskau, Standort Kurjanovo, baut WTE derzeit ihr erstes BHKW in Moskau zur Verstromung von Biogas, das noch 2008 in Betrieb genommen wird.
Am 30. Januar 2008 erhielt WTE im Konsortium den Zuschlag für die Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Czajka in der polnischen Hauptstadt Warschau. Mit einer Kapazität von 450.000 m3 pro Tag, das entspricht 2,1 Mio Einwohnerwerten, entsteht die größte Abwasserreinigungsanlage Polens. Der Bau beginnt im August 2008, um die Anlagen im Dezember 2010 übergeben zu können. Der Anteil der WTE an der Gesamtinvestition liegt bei 80 Mio EUR.
Als Führer eines Konsortiums baut WTE im Auftrag der Istanbuler Stadtentwässerung die Kläranlage Ataköy mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Mio EUR, wovon rund die Hälfte auf WTE entfällt. Die Abwicklung verläuft planmäßig.
In Kohtla-Järve, Estland, sind die Arbeiten zur Erstellung einer schlüsselfertigen Kläranlage mit Hygienisierung des anfallenden Klärschlammes weit vorangeschritten. Alle neuen Anlagenteile werden automatisch gesteuert und betrieben und wurden planmäßig Ende April 2008 an den Kunden übergeben. Zurzeit erfolgt der Rückbau der Altanlage, um die dritte und letzte Straße der Belebungsbecken zu errichten und in den laufenden Kläranlagenprozess integrieren zu können. Gesamtinvestitionssumme beträgt 23,8 Mio EUR.
Die Inbetriebnahme der neu erstellten Anlagenerweiterung zur vollbiologischen Reinigung der Abwässer in Kaunas/Litauen verlief erfolgreich. Es werden weitere Umbaumaßnahmen folgen, um die bestehenden Anlagenteile zu sanieren und in den Gesamtprozess zu integrieren.
Weitere Großprojekte stehen kurz vor Vertragsabschluss, wobei der Schwerpunkt auf Polen, Litauen und Zypern liegt. Neuprojekte
Das Segment Umwelt verzeichnet für das 1. Halbjahr 2007/08 einen Rückgang der Umsatzerlöse um 30,8 Mio EUR auf 75,8 Mio EUR. Das Volumen des Großprojekts der Moskauer Abfallverwertungsanlage konnte durch den Start diverser kleinerer Neuprojekte nicht kompensiert werden. Das EBIT ging um 14,9 Mio EUR auf 1,8 Mio EUR zurück.
Der Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 11,7 Mio EUR auf 7,9 Mio EUR fiel hingegen geringer aus. Die höheren Zinserträge aus den Leasingzahlungen für die in Moskau fertig gestellte Trinkwasseraufbereitungsanlage einerseits und für die ebenfalls bereits übergebene Moskauer Abfallverwertungsanlage andererseits konnten das niedrigere Beteiligungsergebnis aus der Abwasserbeseitigungsanlage in Zagreb mehr als kompensieren, wodurch ein Anstieg des Finanzergebnisses verzeichnet werden konnte.
Zweites Blockheizkraftwerk für Moskau
Bau von Kläranlagen in Warschau und Istanbul
Fertigstellungen
Umsatz: –30,8 Mio EUR EBIT: –14,9 Mio EUR
Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments Strategische Beteiligungen und Sonstiges ging im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 % bzw. 7,0 Mio EUR auf 72,5 Mio EUR zurück. Dies ist in erster Linie auf einen Rückgang im Finanzergebnis zurückzuführen, das sich gegenüber dem Vorjahr durch die marktbedingt negativen Kursänderungen in Wertpapieren und in kurzfristigem Finanzvermögen aufgrund der stark rückläufigen Entwicklung der Finanzmärkte im Gefolge der Subprime-Krise an den globalen Finanzmärkten reduzierte.
| Finanzkennzahlen | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 12,7 | 13,3 | –4,4 | 7,3 | 7,5 | –3,3 |
| Innenumsatz | 29,5 | 24,8 | 19,1 | 13,5 | 14,7 | –7,8 |
| Operativer Aufwand | –44,6 | –41,6 | –7,2 | –22,1 | –25,4 | 13,3 |
| EBITDA | –2,3 | –3,5 | 33,6 | –1,2 | –3,2 | 61,9 |
| Abschreibungen | –0,9 | –1,0 | 4,8 | –0,5 | –0,5 | –13,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT ) |
–3,3 | –4,5 | 27,3 | –1,8 | –3,7 | 52,5 |
| EBIT-Marge (%)1) | –7,7 | –11,8 | 4,1 | –8,4 | –16,6 | 8,2 |
| Finanzergebnis | 75,7 | 84,0 | –9,8 | 56,2 | 52,1 | 8,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 72,5 | 79,5 | –8,9 | 54,5 | 48,4 | 12,6 |
| Investitionen | 0,7 | 0,5 | 46,3 | 0,4 | 0,4 | 0,3 |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
Zwischenbericht nach IAS 34
| Konzern-Bilanz | 31.3.2008 Mio EUR |
30.9.2007 Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 369,1 | 327,9 | 12,6 |
| Sachanlagen | 2.257,1 | 2.149,1 | 5,0 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 684,0 | 460,3 | 48,6 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 1.798,5 | 1.613,4 | 11,5 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 591,3 | 615,3 | –3,9 |
| 5.699,9 | 5.166,0 | 10,3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte |
91,3 | 84,1 | 8,6 |
| Kurzfristige Forderungen und | |||
| sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 582,5 | 539,9 | 7,9 |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Finanzmittel | 305,4 | 471,9 | –35,3 |
| 979,2 | 1.095,9 | –10,7 | |
| Summe Aktiva | 6.679,1 | 6.261,9 | 6,7 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 300,0 | 99,1 | – |
| Kapitalrücklagen | 108,4 | 309,4 | –65,0 |
| Gewinnrücklagen | 1.551,6 | 1.425,6 | 8,8 |
| Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3 | 7,1 | 7,1 | – |
| Bewertungsrücklage gem. IAS 39 | 1.086,3 | 946,0 | 14,8 |
| Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | 0,4 | 1,1 | –61,7 |
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 3.053,8 | 2.788,0 | 9,5 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 246,6 | 226,7 | 8,7 |
| 3.300,3 | 3.014,7 | 9,5 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.234,0 | 1.172,6 | 5,2 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 437,2 | 399,8 | 9,4 |
| Langfristige Rückstellungen | 447,6 | 457,1 | –2,1 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 333,9 | 324,0 | 3,0 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 54,6 | 47,0 | 16,3 |
| Kurzfristige Schulden | 2.507,2 | 2.400,6 | 4,4 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 270,9 | 247,2 | 9,6 |
| Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 115,9 | 58,9 | 96,8 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 276,8 | 298,0 | –7,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 84,3 | 93,0 | –9,3 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 123,7 | 149,6 | –17,3 |
| 871,6 | 846,6 | 3,0 | |
| Summe Passiva | 6.679,1 | 6.261,9 | 6,7 |
| Verkürzte Konzern- Gewinn-und-Verlust-Rechnung |
2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
2007/08 2. Quartal Mio EUR |
2006/07 2. Quartal Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse Energie | 1.276,5 | 1.132,7 | 12,7 | 649,6 | 589,6 | 10,2 |
| Umsatzerlöse Umwelt | 75,8 | 106,6 | –28,9 | 40,4 | 43,2 | –6,4 |
| Umsatzerlöse Strategische Beteiligungen | ||||||
| und Sonstiges | 12,7 | 13,3 | –4,4 | 7,3 | 7,5 | –3,3 |
| Umsatzerlöse | 1.365,0 | 1.252,7 | 9,0 | 697,3 | 640,5 | 8,9 |
| Bestandsveränderungen und | ||||||
| aktivierte Eigenleistungen | 10,5 | 3,2 | – | 3,9 | 1,3 | – |
| Sonstige betriebliche Erträge | 29,8 | 22,3 | 33,5 | 13,5 | 11,7 | 15,4 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –808,5 | –695,1 | –16,3 | –415,2 | –357,3 | –16,2 |
| Material- und Betriebsaufwand | –116,0 | –128,9 | 10,0 | –64,3 | –53,4 | –20,4 |
| Personalaufwand | –144,2 | –133,6 | –8,0 | –73,3 | –67,8 | –8,0 |
| Abschreibungen | –91,4 | –84,3 | –8,5 | –46,6 | –42,2 | –10,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –74,5 | –64,6 | –15,4 | –36,8 | –36,3 | –1,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT ) |
170,6 | 171,9 | –0,7 | 78,6 | 96,5 | –18,5 |
| Beteiligungsergebnis | 94,0 | 95,2 | –1,3 | 70,6 | 66,5 | 6,1 |
| Zins- und sonstiges Finanzergebnis | –32,0 | –20,6 | –55,6 | –19,6 | –16,7 | –17,4 |
| Finanzergebnis | 61,9 | 74,6 | –17,0 | 50,9 | 49,8 | 2,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 232,5 | 246,5 | –5,7 | 129,6 | 146,2 | –11,4 |
| Ertragsteuern | –23,7 | –38,4 | 38,3 | –4,5 | –18,6 | 75,7 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 208,9 | 208,1 | 0,4 | 125,1 | 127,7 | –2,0 |
| davon Ergebnisanteil anderer | ||||||
| Gesellschafter | 21,4 | 19,2 | 11,7 | 15,2 | 12,2 | 24,8 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre | ||||||
| der EVN AG (Konzernergebnis) | 187,4 | 188,9 | –0,8 | 109,9 | 115,5 | –4,9 |
| Ergebnis je Aktie1) EUR |
4,58 | 4,62 | –0,8 | 2,69 | 2,82 | –4,9 |
1) Verwässert ist gleich unverwässert
| Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung | 2007/08 1. Halbjahr Mio EUR |
2006/07 1. Halbjahr Mio EUR |
Veränderung in% |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 232,5 | 246,5 | –5,7 |
| Unbare Ergebniskomponenten | 46,4 | 22,3 | – |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 287,9 | 268,7 | 3,8 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 177,5 | 104,8 | 69,4 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –170,4 | –94,7 | –80,0 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –14,6 | –15,4 | 5,4 |
| Cash Flow gesamt | –7,5 | –5,3 | –41,1 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 54,4 | 76,8 | –29,2 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 46,9 | 71,5 | –34,4 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 1. Halbjahr 2006/07 |
Mio EUR | Anteile der Aktionäre der EVN AG |
Anteile anderer Gesellschafter |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 30.9.2006 | 2.523,3 | 232,7 | 2.756,0 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung von Finanzinstrumenten | –132,1 | – | –132,1 | |
| Währungsumrechnung | –0,3 | – | –0,3 | |
| Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital | ||||
| veränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen | 1,4 | –0,5 | 0,9 | |
| Direkt im Eigenkapital berücksichtigte | ||||
| Gewinne (+)/Verluste (–) nach Ertragsteuern | –131,0 | –0,5 | –131,5 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern 2006/07 | 188,9 | 19,2 | 208,1 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 57,9 | 18,7 | 76,6 | |
| Dividende 2005/06 | –57,2 | –1,6 | –58,8 | |
| Aktienerwerb von vollkonsolidierten Unternehmen | – | –2,0 | –2,0 | |
| Stand 31.3.2007 | 2.523,9 | 247,8 | 2.771,7 | |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | Anteile der Aktionäre |
Anteile anderer |
| 1. Halbjahr 2007/08 | Mio EUR | der EVN AG | Gesellschafter | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 30.9.2007 | 2.788,0 | 226,7 | 3.014,7 | |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln1) | – | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung von Finanzinstrumenten | 142,2 | – | 142,2 | |
| Währungsumrechnung | –0,7 | – | –0,7 | |
| Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital | ||||
| veränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen | –1,9 | – | –1,9 | |
| Direkt im Eigenkapital berücksichtigte | ||||
| Gewinne (+)/Verluste (–) nach Ertragsteuern | 139,6 | – | 139,6 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern 2007/08 | 187,4 | 21,4 | 208,9 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 327,1 | 21,4 | 348,5 | |
| Dividende 2006/07 | –61,3 | –1,6 | –62,9 | |
| Stand 31.3.2008 | 3.053,8 | 246,6 | 3.300,3 |
1) Im Zuge der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erfolgte eine Übertragung eines Teiles der Kapitalrücklagen auf das gezeichnete Kapital. Die Kapitalerhöhung hat somit keine Auswirkung auf die Höhe des Eigenkapitals, sondern lediglich auf dessen Struktur.
| Segmentergebnis nach Geschäftsbereichen |
I Energie |
I | Umwelt | I | Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
I | Eliminierung | I | Summe | I |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
| Außenumsatz | 1.276,5 | 1.132,7 | 75,8 | 106,6 | 12,7 | 13,3 | – | – | 1.365,0 | 1.252,7 |
| Innenumsatz | 6,9 | 4,7 | 4,4 | 4,7 | 29,5 | 24,8 | –40,8 | –34,2 | – | – |
| Operativer Aufwand | –1.027,6 | –901,8 | –71,3 | –87,0 | –44,6 | –41,6 | 40,5 | 33,9 –1.103,0 | –996,5 | |
| EBITD A |
255,8 | 235,6 | 8,9 | 24,3 | –2,3 | –3,5 | –0,3 | –0,3 | 262,0 | 256,1 |
| Abschreibungen | –83,7 | –76,0 | –7,1 | –7,6 | –0,9 | –1,0 | 0,3 | 0,3 | –91,4 | –84,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT ) |
172,0 | 159,6 | 1,8 | 16,7 | –3,3 | –4,5 | – | – | 170,6 | 171,9 |
| EBIT-Marge (%) | 13,4 | 14,0 | 2,3 | 15,0 | –7,7 | –11,8 | – | – | 12,5 | 13,7 |
| Finanzergebnis | –14,5 | –10,4 | 6,1 | 2,9 | 75,7 | 84,0 | –5,3 | –1,9 | 61,9 | 74,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 157,5 | 149,3 | 7,9 | 19,6 | 72,5 | 79,5 | –5,3 | –1,9 | 232,5 | 246,5 |
| Investitionen1) | 163,5 | 75,4 | 21,1 | 10,2 | 0,7 | 0,5 | – | – | 185,3 | 86,0 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| Segmentergebnis nach Regionen | I | Österreich I |
Südosteuropa | I | Mittel- und Osteuropa | I | Summe | I |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
2007/08 1. HJ |
2006/07 1. HJ |
| Umsatz | 914,3 | 851,3 | 404,7 | 324,8 | 46,0 | 76,6 | 1.365,0 | 1.252,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 174,7 | 167,5 | 0,7 | –4,4 | –4,8 | 8,8 | 170,6 | 171,9 |
| Investitionen1) | 88,7 | 42,9 | 93,8 | 39,7 | 2,8 | 3,4 | 185,3 | 86,0 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Anhang zum Zwischenbericht
Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Die EVN AG hat ihren Konzernabschluss zum 30. September 2007 in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen (IFRIC/SIC) aufgestellt. Dementsprechend wurde der Zwischenbericht der EVN AG für die am 31. März 2008 endende Zwischenberichtsperiode in Übereinstimmung mit IAS 34 Zwischenberichterstattung erstellt. Hinsichtlich der von der EVN angewendeten IFRS wird auf den Konzernabschluss der Gesellschaft zum 30. September 2007 verwiesen, der als Basis für den vorliegenden Zwischenbericht dient.
Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, das die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet. Somit enthält dieser Zwischenbericht im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum, und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht vom 30. September 2007 gelesen werden. Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2007 werden unverändert angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30. September 2007.
Prüferische Durchsicht
Der vorliegende Zwischenbericht wurde keiner externen prüferischen Durchsicht unterzogen und ist somit ungeprüft.
Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Segment Energie zu verzeichnen. Aufgrund dieser Abhängigkeit des Energiegeschäfts von der Witterung werden im 2. Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt. Der Umweltbereich ist ebenso durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, aufgrund ihres volatilen Charakters kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.
Konsolidierungsmethoden
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind – einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft – 24 inländische und 24 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der EVN AG stehen. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt quotal. Assoziierte Unternehmen werden at Equity einbezogen. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und at Equity einbezogene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert.
Grundsätze der Rechnungslegung
Konsolidierung
Konsolidierungskreis
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im 1. Halbjahr 2007/08 betreffen die bereits im 1. Quartal 2007/08 vollkonsolidierte EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf, ("EVN PM"), und EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv"), sowie die ab dem 2. Quartal 2007/08 at Equity einbezogene Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten, ("Fernwärme").
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll- konsolidiert |
Quoten- konsolidiert |
Equity- konsolidiert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2007 | 46 | 4 | 12 | 62 |
| Neugründungen/Erstkonsolidierung | 2 | – | 1 | 3 |
| 31.3.2008 | 48 | 4 | 13 | 65 |
| davon ausländische Unternehmen | 24 | – | 3 | 27 |
Die im Oktober 2007 gegründete EVN PM, an der die EVN 100% der Anteile hält, dient der Errichtung einer Pyrolyseanlage zur Vergasung von Biomasse am Standort des Kohlekraftwerks Dürnrohr. Im Dezember 2007 erfolgte die Übernahme der zweitgrößten bulgarischen Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv. Die Gesellschaft verfügt über fünf Wärmeerzeugungsanlagen, deren thermische bzw. elektrische Kapazität 1.259 MW bzw. 85 MW beträgt. Der Kaufpreis inklusive sämtlicher Anschaffungsnebenkosten betrug 35,2 Mio EUR.
Da die Wertermittlung des Sachanlagevermögens derzeit noch nicht abgeschlossen ist, haben dieser Unternehmenserwerb und die damit verbundene Erstkonsolidierung folgende vorläufige Auswirkung auf die Konzernbilanz:
| Auswirkungen des Unternehmenserwerbes1) | TEUR | 2007/08 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 22.567,6 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.319,2 | |
| 28.886,9 | ||
| Erworbenes Nettovermögen | 15.695,4 | |
| Langfristige Schulden | 3.001,8 | |
| Kurzfristige Schulden | 10.189,7 |
1) Im 1. Halbjahr 2006/07 lagen keine Unternehmenserwerbe vor.
28.886,9
Im 2. Quartal 2007/08 erfolgte der Erwerb von 49% an der Fernwärme in die die Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken ausgegliedert wurden. Die Gesellschaft wird at Equity in den Konzerabschluss einbezogen.
In der Privatisierungsvereinbarung betreffend den Erwerb der beiden bulgarischen Stromversorger im Geschäftsjahr 2004/05 wurde unter anderem festgelegt, dass die Stromverteilanlagen der lokal tätigen Sunny Beach AD, an der die Republik Bulgarien einen qualifizierten Mehrheitsanteil hält, von der EVN AG bzw. bulgarischen Stromversorgern übernommen werden können. Da nach Ablauf der Fristen im Geschäftsjahr 2004/05 diese Übertragung nicht erfolgte, wurde seitens EVN AG die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen schiedsgerichtlich geltend gemacht. Im Oktober 2007 erfolgte nunmehr die diesbezügliche Einigung mit der Republik Bulgarien. Die Vermögenswerte für die Stromverteilung der Sunny Beach AD wurden in Gefolge der Privatisierungsvereinbarung an die bulgarische Netzgesellschaft EVN Bulgaria EP AD übertragen. Im Zuge dessen erhöhten sich nachträglich die Anschaffungskosten und demzufolge der Firmenwert um 14.128,8 TEUR.
In der 79. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG am 17. Jänner 2008 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 200.930,6 TEUR von 99.069,4 TEUR auf 300.000,0 TEUR beschlossen. Diese wurde durch Umwandlung des entsprechenden Teilbetrages der gebundenen Kapitalrücklagen ohne Ausgabe neuer Aktien durchgeführt.
Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 17. Jänner 2008 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, die vorgeschlagene Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 1,50 EUR je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Erhöhung um 7,1% gegenüber dem Vorjahr und einer Dividendenzahlung an Aktionäre der EVN AG von 61.322,2 TEUR. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2008, Dividendenzahltag der 28. Jänner 2008. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten standen den laufenden, planmäßigen Tilgungen vor allem Kreditziehungen für die Finanzierung der Kapazitätssteigerung der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr und des Investitionsprogramms in Bulgarien gegenüber.
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Konzernergebnis (Ergebnis nach Ertragsteuern exklusive dem Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) dividiert durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Abschlussstichtag. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten und beträgt zum Stichtag 4,58 EUR.
Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im 1. Halbjahr 2007/08 46.226,2 TEUR (Vorjahr: 44.482,4 TEUR). Die Zinseinzahlungen betrugen 25.774,2 TEUR (Vorjahr: 11.236,1 TEUR), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 42.186,1 TEUR (Vorjahr: 38.092,5 TEUR) geleistet.
Die Auswirkungen des Unternehmenserwerbes wurden eliminiert und im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt. Diese beliefen sich auf 35.021,3 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR).
Die Dividendenauszahlung an Aktionäre der EVN AG in Höhe von 61.322,2 TEUR (Vorjahr: 57.234,0 TEUR) werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, ("EnBW"), die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige sowie at Equity einbezogene Unternehmen. Der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten Aktionärs der EVN AG, der EnBW, Hans-Peter Villis, wurde bei der Hauptversammlung am 17. Jänner 2008 mit Wirkung 18. Jänner 2008 bis Jahresbeginn 2011 in den Aufsichtsrat der EVN AG gewählt. Er löst damit Dr. Amir Ghoreishi, ehemals Generalbevollmächtigter der EnBW, ab. Bis auf diese Veränderung blieb der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem letzten Konzernabschluss unverändert.
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen Unternehmen im Lieferungsund Leistungsaustausch. Darunter befinden sich auch nahestehende Unternehmen, die at Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden. Wesentliche Transaktionen fanden im 1. Halbjahr 2007/08 mit der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H, Wien, im Zusammenhang mit dem Vertrieb bzw. der Beschaffung von Elektrizität sowie der EconGas GmbH, Wien, im Zusammenhang mit dem Bezug von Erdgas statt. Die Transaktionen mit sämtlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung
Sonstige Angaben
| 2007/08 | 2006/07 | ||
|---|---|---|---|
| Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen | TEUR | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr |
| Umsätze | 165.633,8 | 160.653,2 | |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 375.381,2 | 332.870,1 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 53.512,1 | 69.340,01) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.549,7 | 15.469,71) |
1) Werte zum 30.9.2007
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2007 um 303.710,3 TEUR auf 1.192.656,8 TEUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Patronatserklärungen, die einerseits für die Beschaffungsoptimierung und den Eigenhandel der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, und andererseits für die Garantie im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kohlekraftwerks in Walsum, Deutschland, ausgesprochen wurden.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2008 und der Freigabe zur Veröffentlichung des Zwischenberichts am 28. Mai 2008 kam es zu folgenden angabepflichtigen Ereignissen:
Mit Wirkung 17. April 2008 erfolgte die effektive Umsetzung des in der 79. ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Jänner 2008 beschlossenen Aktiensplits der EVN AG im Verhältnis 1:4 an der Wiener Börse. Aktionäre der EVN AG erhielten ab diesem Tag für eine Stückaktie drei weitere Stückaktien, der Kurs beträgt seither nur noch ein Viertel des ursprünglichen Wertes. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien wurde von 40.881.455 Stückaktien um 122.644.365 Stückaktien auf 163.525.820 Stückaktien, die auf Inhaber lauten, erhöht. Damit einhergehend verändert sich auch das Ergebnis je Aktie. Hätte der Aktiensplit vor dem Stichtag 31.3.2008 stattgefunden, beliefe sich das Ergebnis je Aktie per 31.3.08 auf 1,15 EUR.
Die mit 3,25% verzinste, unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene CHF-Obligation (Laufzeit 1998–2008, Nominale 184 Mio CHF), wurde am 8. April 2008 getilgt.
Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz
Der Vorstand der EVN AG bestätigt, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Halbjahresabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt; dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) entsteht, und dass die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschrieben sind.
Maria Enzersdorf, am 28. Mai 2008 EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Die EVN Aktie
Die Turbulenzen auf den internationalen Aktienmärkten, die durch die Hypotheken- und Finanzkrise in den USA ausgelöst wurden, hielten auch im Zeitraum von Oktober 2007 bis März 2008 unvermindert an. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft in den USA sind zwischenzeitlich spürbar und haben die US-Notenbank Fed 2008 zu weiteren Zinssenkungen veranlasst. Der Leitzinssatz der Fed liegt nach der siebten Kürzung innerhalb von zwei Jahren bei 2,00%, um 325 Basispunkte weniger als noch im Juni 2007. Die europäische Zentralbank EZB hingegen hat die Leitzinsen mit dem Hinweis auf die hohe Inflationsgefahr im Euroraum nicht gesenkt.
Diese unterschiedliche Zinspolitik der Notenbanken wirkte auch auf die Kursentwicklung der Aktienmärkte ein. Während der amerikanische Dow Jones-Index im Berichtszeitraum 11,8% an Wert verlor, musste der deutsche Aktienindex DAX sogar Kursverluste von 16,9% hinnehmen. Noch schlechter schnitt der japanische Aktienindex Nikkei ab, der 25,4% an Wert einbüßte.
Der Wiener Leitindex ATX konnte sich von dieser negativen Entwicklung nicht abkoppeln und erzielte ein Minus von 16,8%. Der für die EVN AG relevante Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities verzeichnete einen Rückgang von 9,4%.
Die Aktien der EVN AG notierten per Ende März 2008 mit einem Kurs von 80,49 EUR, was einem Rückgang seit Ende September 2007 von 11,1% und einer Marktkapitalisierung von 3,3 Mrd EUR entspricht. Die Aktie entwickelte sich somit leicht besser als der Wiener Markt und in etwa im Einklang mit dem Branchenindex. Mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 20.060 Stück (Einmalzählung) entwickelte sich das Handelsvolumen mit EVN Aktien weiterhin stabil. Das Umsatzvolumen der EVN Aktie an der Wiener Börse belief sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/08 auf 218 Mio EUR (Einmalzählung), womit ein Anteil von 0,49% am Gesamtumsatz der Wiener Börse eingenommen wird. Die Gewichtung der EVN im ATX Prime lag per Ende März 2008 bei 1,21%.
Kursentwicklung EVN Aktie im relativen Vergleich
Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär 2.10.2006 2007 EVN Schlusskurs ATX ATX Prime Dow Jones Euro Stoxx Utilities 2008
Finanzkrise beeinflusst die Realwirtschaft
Negatives Börsenumfeld
| EVN Aktie – Indexgewichtung |
29.3.2008 |
|---|---|
| ATX Prime | 1,21% |
| WBI | |
| (Wiener Börse Index) | 2,37% |
| EVN Aktie – Performance | 2007/08 1. Halbjahr |
2006/07 1. Halbjahr |
2004/05 1. Halbjahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Kurs per Ultimo März | EUR | 80,49 | 84,74 | 83,75 |
| Höchstkurs | EUR | 93,50 | 95,49 | 86,00 |
| Tiefstkurs | EUR | 75,40 | 81,51 | 65,20 |
| Aktienumsatz1) | Mio EUR | 218 | 476 | 431 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz1) | Stück | 20.060 | 21.900 | 22.678 |
| Anteil am Gesamtumsatz1) | % | 0,49 | 0,62 | 0,85 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo März | Mio EUR | 3.290 | 3.464 | 3.424 |
1) Wiener Börse, Einmalzählung
Aktienrückkauf
Die Hauptversammlung hat in ihrer ordentlichen Sitzung am 17. Jänner 2008 den Vorstand ermächtigt, auf Inhaber lautende Stückaktien bis höchstens 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen.
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur der EVN AG blieb im 1. Halbjahr 2007/08 unverändert: 51% der Aktien befinden sich im Besitz der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, zweitgrößter Aktionär ist EnBW mit einem Anteil von > 35%. Die restlichen < 14% befinden sich in Streubesitz.
Finanzkalender 2007/081)
| Ergebnis 1.–3. Quartal 2007/08 | 28.8.2008 |
|---|---|
| Jahresergebnis 2007/08 | 11.12.2008 |
| 1) vorläufig |
EVN Aktie – Basisinformationen
| Grundkapital1) | 300.000.000,00 EUR |
|---|---|
| Stückelung1) | 40.881.455 nennwertlose Stückaktien |
| ISIN Wertpapierkennnummer | AT0000741053 |
| Ticker Symbole | EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); AT; EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR) |
| Börsenotierung | Wien |
| ADR Programm; Depositary1) | Sponsored level one ADR program (5 ADR = 1 Aktie); Bank of New York |
| Ratings | A1, stable (Moody's); A, negative (Standard & Poor's) |
1) In der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 17.1.2008 wurden eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln sowie ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde bereits im 2. Quartal durchgeführt, der Aktiensplit erfolgte am 17.4.2008 an der Wiener Börse. Zu diesem Zeitpunkt erhöhte sich die Anzahl der Aktien von 40.881.455 um 122.644.365 auf 163.525.820 Stückaktien. Das Verhältnis ADR:Aktie blieb unverändert.
Rating
Per 3. Februar 2008 korrigierte die Rating-Agentur Standard & Poor's das Rating der EVN AG von "stable" auf "negative". Moody's blieb weiterhin bei der Bewertung "stable".
EVN AG
Direktion
EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030
Investor Relations
Dr. Klára Székffy Telefon +43 2236 200-12745 Telefax +43 2236 200-82745 [email protected]
Service-Telefon für Anleger
0800 800 200
Service-Telefon für Kunden 0800 800 100
Informationen im Internet
www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at
Online-Aktionärsbrief
http://finanzberichte.evn.at/2007-08/qb/2
Dieses Druckprodukt wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Es enthält mind. 50% FSC-zertifizierten Zellstoff. Die Produktion erfolgte mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung der strengen Öko-Richtlinien von greenprint*. Die bei der Papier- und Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen wurden durch Erwerb von Gold Standard Zertifikaten neutralisiert. Der Beitrag fließt in ein vom WWF ausgewähltes Klimaschutzprojekt in Indien.