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EVN AG — Annual Report 2014
Jan 23, 2015
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Annual Report
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Vernetzt denken
Erneuerbare Energie und Versorgungssicherheit
EVN Jahresfinanzbericht 2013/14 gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz
Inhaltsverzeichnis
| Konzernlagebericht 2013/14 |
1 |
|---|---|
| ------------------------------- | --- |
- Energiepolitisches Umfeld
- Wirtschaftliches Umfeld
- Energiewirtschaftliches Umfeld
- Geschäftsentwicklung
- Nichtfinanzielle Kennzahlen
- Risikomanagement
- Aktienstruktur und Angaben zum Kapital Angaben gemäß § 243a Z1
- Unternehmensgesetzbuch (UGB)
- Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014/15
Konzernabschluss 2013/14 23
- Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Bilanz
- Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
- Konzern-Geldflussrechnung
- Konzernanhang
- Bestätigungsvermerk
Jahresabschluss der EVN AG 2013/14
| nach UGB | 106 |
|---|---|
- Lagebericht
- Jahresabschluss
- Bestätigungsvermerk
- Anhang
- Bericht des Aufsichtsrats
Erklärung des Vorstands
gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 151
Konzernlagebericht
Energiepolitisches Umfeld
Europäische Energie- und Klimapolitik Europäische Klimapolitik
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich am 23. Oktober 2014 auf neue Ziele für ihre Klima- und Energiepolitik geeinigt. So soll der Treibhausgasausstoß in der EU im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2030 nun um mindestens 40 % reduziert werden. Damit wird das im Jahr 2009 vom Europäischen Parlament beschlossene Klimaund Energiepaket, das eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 20 % bis 2020 vorsah, erweitert. Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergiemix soll von ursprünglich 20 % im Jahr 2020 auf nunmehr 27 % im Jahr 2030 angehoben werden. Weiters ist eine Steigerung der Energieeffizienz gegenüber 2007 um 27 % bis 2030 beabsichtigt – das bis 2020 zu erreichende Ziel lautet 20 %.
Emissionshandel
Mit der Verknappung des Angebots an CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel reagierte die Europäische Union kurzfristig auf die hohen Überschüsse, die durch die konjunkturbedingt schwächere Nachfrage in den Jahren 2009 und 2010 entstanden waren. Dies sollte das Preisniveau der Zertifikate nachhaltig erhöhen. In Summe wurde das Angebot für die Jahre 2014 bis 2016 um 900 Mio. Zertifikate reduziert, deren Versteigerung in die Jahre 2019 und 2020 verschoben wurde ("Backloading").
GRI-Indikator: Kontingent der CO2-Emissions zertifikate (EU5)
Österreichische Energie- und Klimapolitik Energieeffizienzgesetz
Gemäß dem am 9. Juli 2014 im österreichischen Nationalrat beschlossenen Energieeffizienzgesetz haben Energielieferanten ab 1. Jänner 2015 – sofern sie mehr als 25 GWh pro Jahr an österreichische Endenergieverbraucher absetzen – die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen bei Endkunden im Umfang von 0,6 % ihrer Energieabsätze des Vorjahres nachzuweisen. Bei Verfehlen dieses Ziels ist ein schuldbefreiender Ausgleichsbetrag von 0,20 Euro/kWh zu entrichten, der in einen Fonds zur Finanzierung von Energiesparprojekten und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger eingezahlt werden soll. Die EVN hat hier in den vergangenen Jahren mit der Einführung ihres umfangreichen Angebots an Energiedienstleistungen schon wesentliche Schritte gesetzt. Große Unternehmen werden zudem über das Energieeffizienzgesetz verpflichtet, entweder ein Energiemanagementsystem einzuführen oder alternativ alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen. Die aus dem Audit ableitbaren Maßnahmen stellen einen Handlungsrahmen dar; eine unmittelbare gesetzliche Verpflichtung zur Umsetzung besteht allerdings nicht.
Stromkennzeichnungspflicht
Die mit 6. August 2013 veröffentlichte Novelle des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und organisationsgesetz) sieht in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind gemäß Stromkennzeichnungsverordnungs-Novelle 2013 verpflichtet, ab 1. April 2014 den Pumpstromeinsatz mit Nachweisen für die Stromherkunft zu belegen.
Die gesetzlich verpflichtende Stromkennzeichnung auf den Rechnungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG wurde durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Umweltauswirkungen des Versorgungsmix der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG im Jahr 2012/13 beliefen sich auf 233,05 g/kWh CO2-Emissionen und 0 mg/kWh radio aktiven Abfall.
GRI-Indikator: Gesetzlich vorgeschriebene Informationen über Produkte und Dienstleistungen (PR3)
Marktmodell
Durch hohe Einspeisemengen von Strom aus erneuerbaren Ressourcen ergeben sich aus wirtschaftlichen Gründen immer kürzere Zeitfenster für den Einsatz thermischer Erzeugungskapazitäten. Da die Kosten der hierfür eingesetzten Primärenergieträger (Erdgas, Kohle, Öl) von den geringen Großhandelspreisen für Strom häufig nicht gedeckt werden können, sind im Markt bereits Stilllegungen von thermischen Kraftwerken zu verzeichnen. Dies betrifft zum Teil ältere, zum Teil aber auch neu errichtete, hocheffiziente Anlagen. Die hohe Volatilität in der Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie führt zudem zu einer geringeren Planbarkeit und stellt die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Versorgungssicherheit in Europa und in Österreich sind derzeit nur schwer einzuschätzen. Daher ist das Vorhalten von ausreichenden Produktionskapazitäten ein wesentliches Element für die Gewährleistung einer gesicherten Stromversorgung. Vor diesem Hintergrund bedarf es geeigneter Weichenstellungen in den Märkten, die es den Produzenten ermöglichen, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Kapazitäten bereitzustellen.
Regulatorisches Umfeld
Österreich
In Österreich begannen die neuen Regulierungsperioden für Erdgas am 1. Jänner 2013 und für Strom am 1. Jänner 2014; beide Perioden laufen über fünf Jahre. Ein wesentlicher Faktor im Regulierungsmodell ist der individuelle Produktivitätsfaktor – das ist die für das Unternehmen individuell geltende Kostensenkungsvorgabe. Die EVN wird vom Regulator diesbezüglich als effizient bewertet.
| Regulierungsmodell für Netznutzungstarife für Strom und Erdgas in Österreich |
Strom (bis 2013) | Strom (aktuell) | Erdgas (aktuell) |
|---|---|---|---|
| Regulierungsbehörde | E-Control GmbH | E-Control GmbH | E-Control GmbH |
| Anfang der Regulierungsperiode | 01.01.2010 | 01.01.2014 | 01.01.2013 |
| Nächste regulatorische Anpassung1) | 01.01.2014 | 01.01.2019 | 01.01.2018 |
| Dauer der Regulierungsperiode | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
| Regulierungsmethode | Erlösobergrenze | Erlösobergrenze | Erlösobergrenze |
| Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern, nominal2) | 7,0 % | 6,42 % | 6,42 % |
| Genereller Produktivitätsfaktor 3) | 1,95 % | 1,25 % | 1,95 % |
| Individueller Produktivitätsfaktor | 0,25 % | 0,36 % | 0,00 % |
| Inflation4) | Jährliche Anpassung | Jährliche Anpassung | Jährliche Anpassung |
1) Anpassung des WACC und des Produktivitätsfaktors
2) Die verzinsliche Kapitalbasis wird durch die Regulatory Asset Base (RAB) bestimmt. Die jährlichen Investitionen werden im nächsten Jahr der RAB zugezählt.
3) Bei Strom werden 50 % der erreichten Produktivitätssteigerung während der Regulierungsperiode an die Endkunden weitergegeben. Bei Erdgas verbleiben die Gewinne aus Kosten reduktionen während der Regulierungsperiode im Unternehmen.
4) Der Netzbetreiberindex setzt sich zu je 30 % aus dem Verbraucherpreisindex (VPI) und dem Baupreisindex sowie zu 40 % aus dem Tariflohnindex zusammen.
Bulgarien
Die Haushalts- und Gewerbekunden im Niederspannungsnetz werden zu regulierten Preisen beliefert, Kunden im Mittelspannungsnetz können ihren Anbieter seit dem 1. Juli 2013 frei wählen. Gemessen am Energieabsatz im Geschäftsjahr 2013/14 war der Markt im Versorgungsgebiet der EVN bereits zu über 20 % liberalisiert. Die EVN tritt in diesem Kundensegment mit ihrer Handelstochter EVN Trading South East Europe EAD auf. Die EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD, die diese Kunden im regulierten Markt bislang beliefert hat, tritt auch als "Supplier of last Resort" auf und beliefert jene Kunden im liberalisierten Marktsegment, die keinen anderen Anbieter auswählen oder vom gewählten Anbieter unverschuldet keinen Strom beziehen können.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2014 senkte der Regulator die Tagsowie die Nachttarife für Haushaltskunden um rund 1 % bzw. 10 %. Per 1. Juli 2014 wurden die durchschnittlichen Endkundenpreise um 0,6 % geringfügig erhöht, während die Strombezugskosten für die Stromvertriebsgesellschaft EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD deutlich anstiegen. Die zugestandene Marge der EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD wurde von 3 % auf 2 % reduziert. Zeitgleich wurden die Netztarife gesenkt. Der Regulator hat diesen Eingriff in die Netztarife mit einem durch die Reduktion der Netzverluste erzielten wirtschaftlichen Vorteil begründet, der ihn zu einer Aufrollung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden veranlasste. In Summe wirkten diese Preis- und Tarifanpassungen für die EVN negativ. Mit 1. Oktober 2014 wurden die Endkundenpreise um 9,7 % erhöht, wodurch frühere Preissenkungen jedoch nur teilweise kompensiert wurden. Die Regelverletzungen aus dem vorhergehenden Tarifentscheid wurden dabei allerdings nicht aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2013/14 war die EVN mit einem Verwaltungsverfahren konfrontiert, das von der lokalen Regulierungsbehörde eingeleitet wurde und auf einen Lizenzentzug für die bulgarische Stromvertriebstochter EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD abzielte. Die EVN wird ihre Ansprüche in dem aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Verfahren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wahren.
Ein im Juni 2013 eingeleitetes Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) wird weiterhin aktiv verfolgt.
Mazedonien
Das so genannte "Unbundling" (die Entflechtung der einzelnen Ge schäftsfelder im Energiegeschäft) ist in Mazedonien seit 1. Jänner 2014 verpflichtend umzusetzen. Die EVN hat 2012 zur Erfüllung der damit verbundenen Anforderungen eine Vertriebsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL) und eine Produktionsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrani DOOEL) zusätzlich zur bereits bestehenden EVN Macedonia AD gegründet, die weiterhin als Netzgesellschaft fungiert.
Mit 1. April 2014 wurde der nächste Liberalisierungsschritt in Mazedonien eingeleitet. Dadurch können nun alle Großunternehmen im Land ihren Energielieferanten frei wählen. Gemessen am Energieabsatz im Geschäftsjahr 2013/14 war der mazedonische Markt bereits zu über 40 % liberalisiert. In den nächsten Jahren wird die Liberalisierung schrittweise fortgesetzt.
Mit Tarifentscheid vom 1. Juli 2014 wurde der durchschnittliche Endkundenpreis in Mazedonien um 3,5 % angehoben. Der darin enthal-
| Bulgarien Strom |
Bulgarien Wärme |
Mazedonien Strom |
|---|---|---|
| State Energy and Water Regulatory Commission (SEWRC) |
State Energy and Water Regulatory Commission (SEWRC) |
Energy Regulatory Commission (ERC) |
| 01.08.2013 | 01.07.2014 | 01.01.2012 |
| 01.08.2015 | 01.07.2015 | 01.01.2015 |
| 2 Jahre | 1 Jahre | 3 Jahre |
| Erlösobergrenze | Kapitalverzinsung | Erlösobergrenze |
| 7,0 % | 7,6 % | 6,7 % |
| 8,0 % | 20,0 % | 14,0 % |
| Ja | Ja | Nein |
| Nein | Nein | Ja |
1) Die Erlösobergrenze umfasst die anerkannten operativen Kosten, die Abschreibungen und die angemessene Kapitalrendite auf die verzinsliche Kapitalbasis (RAB – Regulatory Asset Base).
2) Jährliche Überprüfung und Genehmigung des Investitionsplans durch Regulierungsbehörde
tene, für die EVN in Mazedonien relevante Netztarif wurde dabei nur geringfügig erhöht und blieb somit unter dem erwarteten Niveau. Ebenso wurden Kostenelemente, die im Zusammenhang mit den geplanten Liberalisierungsschritten stehen, nicht berücksichtigt.
lisierung des Gasmarkts für Haushaltskunden durch den Gesetzgeber bis 31. März 2017 aufgeschoben wurde. Haushaltskunden werden daher weiterhin zu regulierten Tarifen mit Erdgas beliefert.
Kroatien
Im Zuge des EU-Beitritts am 1. Juli 2013 hat Kroatien sein Energierecht adaptiert und einem Regulator die Aufgaben der Regelung und Beaufsichtigung des Markts übertragen. Die Erdgasabsatzpreise für Unternehmenskunden sind seit 2012 liberalisiert, während die LiberaMit 1. August 2014 trat eine neue Methode zur Festlegung der Kosten von Neukundenanschlüssen in Kraft. Damit wird die Höhe der von den Kunden zu leistenden Beiträge für den Anschluss an das Erdgasnetz nun in Abhängigkeit von der Anschlusskapazität festgelegt. Dies bringt für Kunden wie auch Erdgasverteilunternehmen höhere Planbarkeit und Transparenz.
| BIP-Wachstum | % | 2015f | 2014e | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-281) 2) | 1,6–2,0 | 1,2–1,6 | 0,1 | –0,4 | 1,6 | |
| Österreich2) 3) | 1,2–1,6 | 0,8 | 0,3 | 0,9 | 2,8 | |
| Bulgarien1) 2) 4) | 2,0–3,0 | 1,4–1,7 | 0,9 | 0,6 | 1,8 | |
| Kroatien1) 2) 4) 6) | 0,0–0,7 | –0,5 – (–0,8) | –1,0 | –1,9 | 0,0 | |
| Mazedonien5) 6) | 3,4–3,5 | 3,0–3,2 | 3,1 | –0,4 | 2,8 |
1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2014", EU-Kommission, Mai 2014
2) Quelle: "Prognose der Österreichischen Wirtschaft 2014–15", IHS, September 2014
3) Quelle: "Prognose für 2014 und 2015: Erste Zeichen einer Konjunkturerholung", WIFO, September 2014
4) Quelle: "Strategie Österreich und CEE 4. Quartal 2014", Raiffeisen Research, September 2014
5) Quelle: "Europe and Central Asia Economic Outlook", World Bank, Juni 2014
6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2014
Wirtschaftliches Umfeld
Die neuerliche Dämpfung des Welthandels verhinderte in den vergangenen Monaten einen exportgetriebenen Aufschwung im Euroraum. Da viele Länder die Folgen der Finanzmarktkrise noch nicht überwunden haben, blieb – im Gegensatz zu den USA – zudem auch die Binnennachfrage schwach. Zwar zeigen sich deutliche Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaftslage in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Staaten, die früh tiefgreifende Reformen in Angriff nehmen mussten, jedoch stagnierte zuletzt die Wirtschaftsleistung in Frankreich, während Italien in die Rezession fiel. Die jüngsten Prognosen für 2014 gehen von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union um 1,2 % bis 1,6 % aus, während sich die Einschätzungen für das Jahr 2015 in einer Bandbreite von 1,6 % bis 2,0 % bewegen.
Die Konjunktur in Österreich verlor in den letzten Monaten an Tempo und blieb im laufenden Jahr insgesamt hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Auch für 2015 deutet wenig auf eine deutliche Beschleunigung der Konjunkturdynamik hin, da die Unsicherheiten über die künftige Wirtschaftsentwicklung das Investitionsklima trüben und der private Konsum weiterhin nur mäßig steigt. Darüber hinaus leidet die österreichische Exportwirtschaft unter der schwachen internationalen Konjunktur. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen wurden die Prognosen zuletzt nach unten revidiert: Für 2014 wird nunmehr mit einem BIP-Wachstum von 0,8 % gerechnet, die Erwartungen für 2015 liegen zwischen 1,2 % und 1,6 %.
Bulgarien profitierte zuletzt von einer gesteigerten Binnennachfrage. Die stockende Weltkonjunktur und die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts samt den damit verbundenen Sanktionen zwischen Russland und der EU führen aber trotzdem zu einer Absenkung der ursprünglichen Prognosen. Für 2014 wird ein Wachstum in einer Bandbreite von 1,4 % bis 1,7 % erwartet. Im Jahr 2015 wird wieder mit einem größeren Anstieg von bis zu 3,0 % gerechnet.
In Kroatien hat sich die Wirtschaft auch 2014 negativ entwickelt; trotzdem sind erste Anzeichen eines Aufwärtstrends zu erkennen. Das Land kann aktuell vom Exportwachstum und einer gesteigerten Industrieproduktion profitieren. Insgesamt wird für 2014 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 % bis 0,8 % erwartet, während für 2015 ein Wachstum von bis zu 0,7 % prognostiziert wird.
Die Konjunktur in Mazedonien profitierte in den letzten Monaten von einer Zunahme der Exporte in die EU, insbesondere nach Deutschland. Die wirtschaftliche Abkühlung in der EU stellt aber auch für die mazedonische Volkswirtschaft ein Risiko dar. Derzeit wird für 2014 ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 3,2 % erwartet, für 2015 ist eine Zunahme um bis zu 3,5 % prognostiziert.
Energiewirtschaftliches Umfeld
Die Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Endkundenbereich sind die Witterungsbedingungen für die Nachfrage nach Energie in Form von Strom, Erdgas und Wärme ausschlaggebend, während die Nachfrage im Industriekundenbereich vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war im gesamten Versorgungsgebiet der EVN von der überaus warmen Winterperiode 2013/14 geprägt. So war das Temperaturniveau nochmals deutlich milder als im ohne hin schon warmen Winter des Vorjahres. Dadurch lag auch die Heizgradsumme, die zu Vergleichszwecken für die Bestimmung des Energiebedarfs erhoben wird, in allen Versorgungsgebieten der EVN unter dem Wert des Vorjahres: In Österreich war ein Rückgang um 20,6 Prozentpunkte zu verzeichnen, und auch in Bulgarien bzw. Mazedonien lag die Heizgradsumme um 7,6 bzw. 5,7 Prozentpunkte unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
| Energiewirtschaftliches Umfeld – Kennzahlen | 2013/14 | 2012/13 | Veränderung in % |
2011/12 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | % | ||||
| Österreich | 86,9 | 107,5 | –20,6 | 99,0 | |
| Bulgarien | 80,4 | 88,0 | –7,6 | 108,2 | |
| Mazedonien | 89,4 | 95,1 | –5,7 | 120,4 | |
| Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate | |||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 79,7 | 82,9 | –3,9 | 86,0 |
| Erdgas – NCG2) | EUR/MWh | 22,1 | 26,9 | –17,8 | 24,3 |
| Kohle – API#23) | EUR/t | 59,5 | 63,1 | –5,8 | 76,3 |
| CO2-Emissionszertifikate (2./3. Periode) | EUR/t | 5,2 | 5,3 | –1,5 | 7,9 |
| Strom – EEX Forwardmarkt 4) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 38,6 | 47,5 | –18,7 | 54,8 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 49,2 | 58,8 | –16,3 | 67,0 |
| Strom – EPEX Spotmarkt 5) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 33,5 | 38,8 | –13,6 | 44,8 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 42,2 | 49,9 | –15,4 | 55,1 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100,0 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2012 und
in Mazedonien jenem von 2001 bis 2010; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.
2) Net Connect Germany (NCG) – EEX (European Energy Exchange) – Börsepreis für Erdgas
3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX
5) EPEX Spotmarkt – European Power Exchange
Im Geschäftsjahr 2013/14 gingen die Preise für Primärenergieträger wie Rohöl, Erdgas und Kohle weiter zurück. Höhere Lagerstände bedingt durch den milden Winter 2013/14, der Fracking-Boom in den USA sowie die eingetrübten konjunkturellen Aussichten waren dafür ausschlaggebend. Die Verringerung der Auktionsmenge von CO2-Emissionszertifikaten durch die Europäische Union führte zu einer Stabilisierung der Preise gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres. Trotz dieser Stabilisierung befinden sich die Preise für C O2-Emissionszertifikate nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Die Kombination aus günstigen CO2-Emissionszertifikaten und weiterhin sinkenden Kohlepreisen fördert die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Kohle, während in vielen EU-Ländern hochmoderne Gaskraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit vom Netz genommen werden müssen.
Ebenfalls weiterhin rückläufig sind die Termin- und Spotmarktpreise an den europäischen Strombörsen. Der aktuelle Angebotsüberhang lässt auch kurz- und mittelfristig keine Trendumkehr erwarten. Hauptgrund dafür ist – neben der weltweit stagnierenden Konjunktur – der fortgesetzte Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern. Unter diesen Marktbedingungen ist die Rentabilität von konventionellen Produktionsanlagen häufig nicht gegeben. Die Folge sind Stilllegungen von Kraftwerken, wie sie im Markt bereits zu beobachten sind. Mittelfristig kann daher von einer Verknappung des Angebots ausgegangen werden, die auch die Versorgungssicherheit beeinträchtigen könnte. Trotz des forcierten Ausbaus der erneuerbaren Energie wird es aber auch in Zukunft erforderlich sein, schnell zuschaltbare Reserveleistung zur Verfügung zu haben, um die Volatilität der erneuerbaren Energie insbesondere aus Sonnenund Windkraftwerken auszugleichen. In der Lösung dieses Dilemmas liegt in den nächsten Jahren die Herausforderung für die europäische Energiepolitik.
Geschäftsentwicklung
Aus der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148ff) ergaben sich rückwirkend mit Oktober 2012 Änderungen im Konsolidierungskreis. Die bisher quotal einbezogene EVN KG sowie die Energie-Allianz-Gruppe wurden rückwirkend mit 1. Oktober 2012 at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH wurde rückwirkend mit 1. Oktober 2012 mit einem Anteil von 49,0 % anteilig als Joint Operation in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
Der Konsolidierungskreis (siehe Anhang Erläuterung 4. Konsolidierungskreis, Seite 157ff) wurde gegenüber dem Vorjahr per Saldo um eine vollkonsolidierte Gesellschaft erweitert; die Anzahl der at Equity einbezogenen Unternehmen blieb unverändert. Insgesamt wurden somit – inklusive der EVN AG als Muttergesellschaft – 64 vollkonsolidierte Unternehmen (Vorjahr: 63), ein als Joint Operation anteiliges Unternehmen (Vorjahr: 1) sowie 19 at Equity einbezogene Unternehmen (Vorjahr: 19) in den Konzernabschluss einbezogen. Zu den vollkonsolidierten Unternehmen kam seit dem Geschäftsjahr 2013/14 die EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL hinzu. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde mit der Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. eine Gesellschaft erstmals at Equity einbezogen; durch den Verkauf des 50 %-Geschäftsanteils an der ALLPLAN Gesellschaft m.b.H wurde diese Gesellschaft entkonsolidiert.
Highlights 2013/14
- Ergebnis beeinflusst durch negative Effekte
- Tarifentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien führten zu Wertminderungen und Erlösrückgängen
- Erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit der Müllverbrennungsanlage in Moskau führten zu Wertberichtigung
- Verschlechterte Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung führten zu Wertminderungen im Erzeugungsbereich
- Milder Winter reduzierte Energieabsatz
- Witterungsbedingt reduzierte Erzeugungsmengen aus Wind- und Wasserkraft
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Kurzfassung |
2013/14 Mio. EUR |
2012/131) Mio. EUR |
absolut | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.974,8 | 2.105,9 | –131,0 | –6,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 71,1 | 95,2 | –24,0 | –25,2 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –1.032,2 | –979,0 | –53,2 | –5,4 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | –251,9 | –301,3 | 49,4 | 16,4 |
| Personalaufwand | –313,0 | –305,3 | –7,6 | –2,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –359,0 | –170,4 | –188,5 | – |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
94,0 | 95,0 | –1,0 | –1,0 |
| EBITDA1) | 184,1 | 540,0 | –356,0 | –65,9 |
| Abschreibungen | –256,0 | –237,9 | –18,0 | –7,6 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | –269,5 | –59,9 | –209,6 | – |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –341,4 | 242,2 | –583,6 | – |
| Finanzergebnis | –31,9 | –71,5 | 39,6 | 55,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –373,3 | 170,7 | –544,0 | – |
| Ertragsteuern | 102,8 | –17,9 | 120,7 | – |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –270,5 | 152,8 | –423,3 | – |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | –299,0 | 109,3 | –408,3 | – |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 28,5 | 43,5 | –15,0 | –34,6 |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | –1,68 | 0,61 | –2,29 | – |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
2) Verwässert ist gleich unverwässert
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Sämtliche Kennzahlen und Vergleichswerte des laufenden Geschäftsjahres und des Vorjahres werden unter Berücksichtigung der Konsolidierungskreisanpassungen gemäß IFRS 10 und 11 ausgewiesen und beschrieben. Ergebnisbeiträge für at Equity einbezogene Unternehmen mit operativem Charakter werden im EBIT abgebildet.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2013/14 verringerten sich die Umsatzerlöse um 131,0 Mio. Euro bzw. 6,2 % auf 1.974,8 Mio. Euro. Neben einem milden Winter 2013/14 wirkten die vorangegangenen Tarifentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien verringernd auf die Umsatzerlöse. Zusätzlich wirkte sich die vom bulgarischen Regulator kommunizierte Rückführung von Erlösen aus vergangenen Perioden aus. Im internationalen Projektgeschäft war zudem ein geringeres Abwicklungsvolumen zu verzeichnen.
Der im Ausland erzielte Umsatz sank um 172,4 Mio. Euro bzw. 15,0 % auf 979,8 Mio. Euro, wodurch sein Anteil am Gesamtumsatz von 54,7 % im Vorjahr auf 49,6 % sank.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Berichtszeitraum um 24,0 Mio. Euro bzw. 25,2 % auf 71,1 Mio. Euro zurück, was vor allem aus reduzierten Bestandsveränderungen resultiert.
Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 53,2 Mio. Euro bzw. 5,4 % auf 1.032,2 Mio. Euro. Die Gründe dafür waren die Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum im Dezember 2013, ein Anstieg durch die Rückstellungsentwicklung für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Stromproduktion sowie höhere Energiebeschaffungskosten für die EVN Gesellschaften in Bulgarien und Mazedonien aufgrund der lokalen Tarifentscheidungen.
Korrespondierend mit dem Rückgang des Abwicklungs volumens im internationalen Projektgeschäft entwickelten sich auch die Fremdleistungen und Materialaufwendungen rückläufig. Die Position Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand sank deshalb um 49,4 Mio. Euro bzw. 16,4 % auf 251,9 Mio. Euro.
Der Personalaufwand hat sich um 7,6 Mio. Euro bzw. 2,5 % auf 313,0 Mio. Euro erhöht, wofür die kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen ausschlaggebend waren. In Summe reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand im Berichtszeitraum um 131 Personen bzw. 1,8 % auf 7.314 Personen, wobei der Rückgang auf die Auslandsbeteiligungen entfiel und dort durch Prozess- und Organisationsoptimierungen erreicht werden konnte.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 188,5 Mio. Euro auf 359,0 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine im 4. Quartal 2013/14 durchgeführte Wertberichtigung der Leasingforderung im Zusammenhang mit der Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 191,4 Mio. Euro zurückzuführen. Erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des Projekts machten diesen Schritt erforderlich. Die Verringerung der Rechts- und Beratungsaufwendungen und der Forderungswert-
(siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
berichtigungen aus Energieverkäufen insbesondere in Südosteuropa wirkten sich hingegen positiv aus.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug 94,0 Mio. Euro und entwickelte sich mit –1,0 % nahezu auf Vorjahresniveau. Es wurde ein EBITDA in der Höhe von 184,1 Mio. Euro erwirtschaftet, das um 356,0 Mio. Euro bzw. 65,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag.
Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der hohen Investitionstätigkeit im niederösterreichischen Netz, des Ausbaus der Windenergie und der Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum um 18,0 Mio. Euro bzw. 7,6 % auf 256,0 Mio. Euro. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen führten im Berichtszeitraum zu Wert minderungen in der Höhe von 269,5 Mio. Euro, die um 209,6 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres lagen. Es mussten für Firmenwerte und Kundenstöcke in Bulgarien und Mazedonien, für die Schlammtrocknung und Anlagenteile des Blockheizkraftwerks in Ljuberzy, Moskau, sowie für Erzeugungskapazitäten in Österreich und Bulgarien Wertmin derun gen vorgenommen werden. Basierend auf den durchgeführten Bewertungsmaßnahmen verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf –341,4 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis belief sich auf –31,9 Mio. Euro und lag damit um 39,6 Mio. Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Hauptursache für diese Verbesserung lag in einem um 48,0 Mio. Euro auf 45,2 Mio. Euro gesteigerten Beteiligungsergebnis, das vom Wegfall des negativen Vorjahreseffekts aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung der in der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Aktien der Verbund AG sowie der im Geschäftsjahr 2013/14 gesteigerten Ausschüttung der Verbund AG geprägt war. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum führte zu höheren Zinsaufwendungen, weshalb das Zinsergebnis trotz des aktuellen Marktzinsniveaus und geringerer Beiträge aus dem internationalen Projektgeschäft um 7,8 Mio. Euro bzw. 11,9 % auf –73,2 Mio. Euro zurückging.
Per Saldo ergab sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von –373,3 Mio. Euro (Vorjahr: 170,7 Mio. Euro). Aufgrund der großteils steuerlichen Wirksamkeit des Ergebnisses waren die Ertragsteuern mit 102,8 Mio. Euro positiv. Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich auf –270,5 Mio. Euro nach 152,8 Mio. Euro im Vorjahr.
In Summe sank das Konzernergebnis auf –299,0 Mio. Euro (Vorjahr: 109,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie ging auf –1,68 Euro (Vorjahr: 0,61 Euro) zurück. Da die Effekte, die zu dem negativen Konzernergebnis führten, überwiegend nicht zahlungswirksam waren, wird der Vorstand der 86. Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013/14 eine stabile Dividende von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro) vorschlagen. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 4,1 % (Vorjahr: 3,7 %) zum Aktienkurs der EVN AG von 10,13 Euro per 30. September 2014.
Bilanz
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der EVN reduzierte sich zum Bilanzstichtag 30. September 2014 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 441,9 Mio. Euro bzw. 6,1 % auf 6.841,8 Mio. Euro.
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 629,5 Mio. Euro bzw. 9,8 % und betrugen 5.777,7 Mio. Euro. Der Anteil am Gesamtvermögen belief sich damit auf 84,4 % (Vorjahr: 88,0 %). Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen gingen hauptsächlich aufgrund der erwähnten Wertminderungen und trotz der Erhöhung der Sachanlagen um 129,1 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 3.738,7 Mio. Euro zurück. Der Ansatz der at Equity einbezogenen Unternehmen und der sonstigen Beteiligungen lag um 85,0 Mio. Euro bzw. 5,2 % unter dem Vorjahreswert und betrug 1.553,8 Mio. Euro. Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem die stichtagsbedingte niedrigere Marktbewertung der von der EVN AG direkt gehaltenen Verbund-Aktien und die Wertminderung des Beteiligungsansatzes der Verbund Innkraftwerke GmbH.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 415,4 Mio. Euro bzw. 46,1 % auf 485,2 Mio. Euro. Diese Reduktion setzt sich vor allem aus der Wertberichtigung der Leasingforderung im Zusammenhang mit der Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau und der Umgliederung der Leasingforderungen aus der
| Konzern-Bilanz Kurzfassung |
30.09.2014 Mio. EUR |
30.09.20131) Mio. EUR |
Mio. EUR | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 3.738,7 | 3.867,8 | –129,1 | –3,3 |
| At Equity einbezogene Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 1.553,8 | 1.638,8 | –85,0 | –5,2 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 485,2 | 900,6 | –415,4 | –46,1 |
| 5.777,7 | 6.407,2 | –629,5 | –9,8 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 840,4 | 876,5 | –36,0 | –4,1 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 223,7 | 0,0 | 223,7 | – |
| Summe Aktiva | 6.841,8 | 7.283,7 | –441,9 | –6,1 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG1) | 2.395,2 | 2.837,5 | –442,3 | –15,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 237,5 | 241,7 | –4,2 | –1,7 |
| 2.632,7 | 3.079,2 | –446,5 | –14,5 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.747,7 | 1.805,7 | –58,1 | –3,2 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten und langfristige Rückstellungen1) | 545,5 | 582,8 | –37,3 | –6,4 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse und | ||||
| übrige langfristige Verbindlichkeiten | 609,4 | 583,0 | 26,4 | 4,5 |
| 2.902,6 | 2.971,5 | –68,9 | –2,3 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 194,2 | 394,6 | –200,4 | –50,8 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.112,3 | 838,3 | 273,9 | 32,7 |
| 1.306,5 | 1.232,9 | 73,5 | 6,0 | |
| Summe Passiva | 6.841,8 | 7.283,7 | –441,9 | –6,1 |
Natriumhypochloritanlage in Moskau in Höhe von 223,7 Mio. Euro per 30. September 2014 (Vorjahr: 0) in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte zusammen. Die Natriumhypochloritanlage wurde nach dem Bilanzstichtag Ende Oktober an die Stadt Moskau verkauft.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 36,0 Mio. Euro bzw. 4,1 % auf 840,4 Mio. zurückgegangen. Anstiege in den Vorräten wurden hier durch Rückgänge in den Wertpapieren und in den liquiden Mitteln mehr als ausgeglichen.
Das Eigenkapital belief sich per 30. September 2014 auf 2.632,7 Mio. Euro und lag damit um 446,5 Mio. Euro bzw. 14,5 % unter dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote ging auf 38,5 % (Vorjahr: 42,3 %) zurück. Das negative Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2013/14, die Ausschüttung der Dividende für das vorhergehende Geschäftsjahr im Jänner 2014 und die erfolgsneutrale Änderung der Bewertungsrücklage stellten dabei die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Eigenkapital dar.
Die langfristigen Schulden gingen in Summe um 68,9 Mio. Euro bzw. 2,3 % auf 2.902,6 Mio. zurück, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Umgliederungen der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich handelte. Die Anstiege der vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten glichen den Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeiten und langfristigen Rückstellungen annähernd aus.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 73,5 Mio. Euro bzw. 6,0 % auf 1.306,5 Mio. Euro an, wobei die wesentlichen Effekte gegenläufig wirkten. Die planmäßige Tilgung von zwei Anleihen führte zu einem Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die im November 2013 gezogene Vertragserfüllungsbürgschaft im Zusammenhang mit dem Projekt Duisburg-Walsum in Höhe von 60,9 Mio. Euro sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von 72,4 Mio. Euro aufgrund der Rückführung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden auf Basis der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien ließen die kurzfristigen Verbindlichkeiten ansteigen.
| Wertanalyse | 2013/14 | 2012/131) | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| ROE | % | –9,5 | 5,0 | –14,5 |
| Durchschnittliches Eigenkapital | Mio. EUR | 2.856,0 | 3.122,5 | –8,5 |
| WACC nach Ertragsteuern2) | % | 6,5 | 6,5 | 0,0 |
| Operativer ROCE (OpROCE)3) | % | 2,9 | 6,1 | –3,1 |
| Durchschnittliches Capital Employed3) | Mio. EUR | 4.900,5 | 5.046,6 | –2,9 |
| Geschäftsergebnis nach Ertragsteuern (NOPAT) 3) | Mio. EUR | 144,5 | 307,3 | –53,0 |
| EVA® | Mio. EUR | –174,1 | –20,7 | – |
2) Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten wurden mit einem Eigenkapitalkostensatz von 9,5 % und einem Fremdkapitalkostensatz (nach Steuern) von 3,1 %
sowie mit einem Eigenkapitalanteil von 50 % berechnet. 3) Bereinigt um Impairments und Einmaleffekte. Um die Entwicklung des Wertbeitrags konstant zu ermitteln, wird die Martkbewertung der Beteiliung an der Verbund AG nicht im Capital Employed berücksichtigt.
Wertanalyse
Die durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weight ed Average Cost of Capital, WACC) wurden unter Berücksichtigung der spezifischen Unternehmens- und Länderrisiken mit 6,5 % angesetzt.
Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) lag aufgrund des negativen Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2013/14 bei –9,5 %. Der erwirtschaftete Wertbeitrag (Economic Value Added, EVA®) lag ebenfalls im negativen Bereich und betrug –174,1 Mio. Euro (Vorjahr: –20,7 Mio. Euro). Die operative Rentabilität des im Unternehmen gebundenen Gesamtkapitals (Operativer Return on Capital Employed, OpROCE) betrug im Geschäftsjahr 2013/14 2,9 % (Vorjahr: 6,1 %).
Liquiditätslage
Aufgrund des starken Cash Flows aus dem operativen Bereich konnte die EVN die Nettoverschuldung um 187,2 Mio. Euro bzw. 10,3 % auf 1.622,4 Mio. Euro reduzieren. Durch das ebenfalls gesunkene Eigenkapital erhöhte sich die Gearing Ratio von 58,8 % auf 61,6 %. Zur Sicherung der finanziellen Flexibilität verfügt die EVN über eine syndizierte und zusätzlich über bilaterale Kreditlinien, die per 30. September 2014 nicht gezogen waren und somit vollumfänglich zur Verfügung standen. Die syndizierte Kreditlinie wurde im Juli 2014 vorzeitig erneuert, wobei der Betrag auf Wunsch der EVN von 500 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro reduziert und so an den Finanzierungsbedarf angepasst wurde. Gleichzeitig wurde die Laufzeit auf fünf Jahre mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen ausgedehnt. Zwei der bestehenden bilateralen Kreditlinien wurden im Lauf des Geschäftsjahres 2013/14 vorzeitig verlängert. Die Restlaufzeiten der mit sechs Banken abgeschlossenen bilateralen Kreditlinien im Gesamtausmaß von 175 Mio. Euro betragen zwischen zwei und fünf Jahren. Die Liquiditätssituation kann auf Basis dieser Reserven als stabil beurteilt werden.
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Fälligkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss ab Seite 193 abgebildet.
Geldflussrechnung
Die im 3. und 4. Quartal 2013/14 durchgeführten Wertminderungen in Südosteuropa, im Umweltgeschäft in Moskau, auf den Beteiligungsansatz der Verbund Innkraftwerke GmbH sowie von Erzeugungskapazitäten in Österreich führten zu einem verringerten Ergebnis vor Ertragsteuern, das Ausgangspunkt der Geldflussrechnung ist. Der Großteil dieser Maßnahmen war nicht zahlungswirksam, wodurch eine Bereinigung der einzelnen Maßnahmen entsprechend der bilanziellen Abbildung entweder im Cash Flow aus dem Ergebnis oder im Cash Flow aus dem operativen Bereich erfolgte. Dadurch bedingt sank im Geschäftsjahr 2013/14 der Cash Flow aus dem Ergebnis um 199,7 Mio. Euro bzw. 37,2 % auf 337,4 Mio. Euro; der Cash Flow aus dem operativen Bereich ging um 24,0 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 546,0 Mio. Euro zurück. Im Working Capital waren ein stichtagsbedingter Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten und der Rückstellungen sowie der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen.
| Nettoverschuldung | 30.09.2014 Mio. EUR |
30.09.20131) Mio. EUR |
Mio. EUR | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.747,7 | 1.805,7 | –58,1 | –3,2 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten2) | 173,8 | 373,7 | –199,9 | –53,5 |
| Fonds der liquiden Mittel | –197,2 | –229,5 | 32,3 | 14,1 |
| Kurzfristige Wertpapiere | –0,8 | –43,9 | 43,1 | 98,2 |
| Langfristige Wertpapiere | –62,1 | –57,1 | –5,0 | –8,7 |
| Ausleihungen | –38,9 | –39,2 | 0,3 | 0,7 |
| Nettoverschuldung | 1.622,4 | 1.809,6 | –187,2 | –10,3 |
| Eigenkapital | 2.632,7 | 3.079,2 | –446,5 | –14,5 |
| Gearing (%) | 61,6 | 58,8 | – | 2,9 |
2) Exkl. der im Fonds der liquiden Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich belief sich auf –243,3 Mio. Euro. Die Ausgaben waren damit um 115,8 Mio. Euro bzw. 32,2 % niedriger als im Vorjahr. Die Veränderung zur Vergleichsperiode ergab sich vor allem aus dem Verkauf von Cashfonds und der Umschichtung langfristiger Veranlagungen im Pensionsrückdeckungsdepot in den kurzfristigen Bereich.
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 –335,0 Mio. Euro (Vorjahr: –113,8 Mio. Euro) und war wesentlich durch planmäßige Tilgungen von Anleihen beeinflusst.
Aus den genannten Entwicklungen ergab sich ein Gesamt-Cash Flow von –32,3 Mio. Euro (Vorjahr: 97,2 Mio. Euro), auf dessen Basis sich die liquiden Mittel auf 197,2 Mio. Euro per 30. September 2014 reduzierten.
Investitionstätigkeit
Die Investitionen stiegen im Geschäftsjahr 2013/14 um 23,5 Mio. Euro bzw. 6,3 % auf 396,3 Mio. Euro an. Im Mittelpunkt stand die Versorgungssicherheit. In die Strom- und Gasnetze in Niederösterreich wurden 135,4 Mio. Euro bzw. 38,6 Mio. Euro investiert. Im Bereich der Stromnetze ist der Ausbau
| 2013/14 | 2012/131) | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Geldflussrechnung – Kurzfassung | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | in % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –373,3 | 170,7 | –544,0 | – |
| Unbare Ergebniskomponenten | 710,8 | 366,5 | 344,3 | 48,4 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 337,4 | 537,1 | –199,7 | –37,2 |
| Veränderung kurz- und langfristiger Bilanzpositionen | 228,2 | 61,1 | 167,1 | – |
| Zahlungen für Ertragsteuern | –19,6 | –28,3 | 8,7 | 30,7 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 546,0 | 570,0 | –24,0 | –4,2 |
| Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | ||||
| inkl. Baukosten- und Investitionszuschüsse | –300,5 | –289,5 | –11,0 | –3,8 |
| Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen | ||||
| Vermögenswerten | 14,1 | –29,2 | 43,2 | – |
| Veränderung bei kurzfristigen Wertpapieren | 43,1 | –40,3 | 83,4 | – |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –243,3 | –359,1 | 115,8 | 32,2 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –335,0 | –113,8 | –221,2 | – |
| Cash Flow gesamt | –32,3 | 97,2 | –129,5 | – |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 229,5 | 132,3 | 97,2 | 73,4 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 197,2 | 229,5 | –32,3 | –14,1 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
| 2013/14 | 2012/131) | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Investitionsschwerpunkte der EVN2) | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | in % |
| Erzeugung | 84,1 | 68,7 | 15,4 | 22,4 |
| davon erneuerbare Energie in Niederösterreich | 36,1 | 22,8 | 13,4 | 58,6 |
| davon kalorische Kraftwerke | 47,6 | 45,0 | 2,5 | 5,6 |
| davon erneuerbare Energie in Südosteuropa | 0,0 | 0,1 | –0,1 | –80,5 |
| Energiehandel und -vertrieb | 32,3 | 30,0 | 2,3 | 7,6 |
| davon Wärmeanlagen | 30,7 | 29,1 | 1,6 | 5,4 |
| Netzinfrastruktur Inland | 186,8 | 176,4 | 10,4 | 5,9 |
| davon Stromnetz | 135,4 | 99,5 | 35,9 | 36,1 |
| davon Gasnetz | 38,6 | 65,1 | –26,5 | –40,7 |
| davon Kabel-TV und Telekommunikation | 11,8 | 9,9 | 1,9 | 19,1 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 77,5 | 82,4 | –5,0 | –6,0 |
| Umwelt | 13,3 | 11,9 | 1,4 | 11,5 |
| davon Blockheizkraftwerk in Moskau | 1,9 | 5,2 | –3,3 | –63,1 |
| davon überregionale Versorgungsleitungen, Ortsnetze, | ||||
| Abwasserentsorgung | 9,4 | 5,3 | 4,2 | 78,6 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 2,5 | 3,5 | –1,0 | –29,8 |
| Summe | 396,3 | 372,9 | 23,5 | 6,3 |
2) Nach Konsolidierung
der 110 kV-Leitungen und im Bereich des Gasnetzes sind die Investitionen im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Erdgastransportleitung "Westschiene" hervorzuheben.
In der Erzeugung lag ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Windkraftkapazitäten in Niederösterreich. Die Fertigstellung des Kohlekraftwerks Duisburg-Walsum verursachte den Großteil der im Bereich der kalorischen Kraftwerke dargestellten Investitionen.
Im Segment "Energiehandel und -vertrieb" lagen die Investitionen, die hauptsächlich den Ausbau des Fernwärmeleitungsnetzes und den Bau der Biomasseheizwerke betrafen, leicht über dem Vorjahresniveau.
In Südosteuropa wurde im Vergleich zum Vorjahr weniger investiert. Der Rückgang stammt vor allem aus Bulgarien. In Kroatien wurde der Ausbau der Erdgasversorgung entlang der dalmatinischen Küste fortgesetzt.
Im Segment "Umwelt" lag der Fokus vor allem auf der Wasserversorgung in Niederösterreich und der Abwasserentsorgung.
Einen Überblick über die wichtigsten Investitionsschwerpunkte gibt die obenstehende Tabelle.
Struktur der Investitionen
in %, Gesamtsummen in Mio. EUR
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Nichtfinanzielle Kennzahlen
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei.
EVN als verantwortungsbewusster Arbeitgeber
Im Geschäftsjahr 2013/14 waren durchschnittlich 7.314 Mitarbeiter bei der EVN beschäftigt. Der Frauenanteil betrug in der Berichtsperiode 21,4 %. Seit dem Geschäftsjahr 2010/11 besteht in der EVN das Programm "Frauen@EVN". Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betreffen als Männer. Ziele sind dabei die Gewährleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern und die Erhöhung des Frauenanteils in der EVN.
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Dabei werden die Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie organisiert. Bei einem Gesamtaufwand von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) wurden im Geschäftsjahr 2013/14 pro Mitarbeiter 310,4 Euro (Vorjahr: 314,8 Euro) in Weiterbildungsmaßnahmen investiert. Der durchschnittlich für Bildungsmaßnahmen gewidmete Zeitaufwand hat sich von jährlich 31,3 Stunden pro Mitarbeiter auf 34,9 Stunden erhöht.
Versorgungssicherheit, Umwelt und Ressourcenschonung, nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz
Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Wind- und Wasserkraft, aber auch auf Biomasse und Photovoltaik. Im Geschäftsjahr 2013/14 stammten bereits 42,5 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität hier von derzeit 213 MW mittelfristig auf rund 300 MW zu erhöhen. Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie zur Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an, 30 % des konzernweiten Stromabsatzes aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abdecken zu können.
Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungsund Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das diesbezügliche Projektportfolio wird durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Energie und Umwelt bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungsund Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und werden an ihrem Nutzen für die Schonung von Umwelt und Ressourcen, die Versorgungssicherheit und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der EVN gemessen. Die EVN organisiert ihre Forschungsaufgaben durch eine Kombination von Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. Forschungsprojekte finden – dort, wo es sinnvoll ist – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie statt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet zudem einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 1,24 Mio. Euro (davon 13,4 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Themengebiet der Netzintegration erneuerbarer Energieträger. So wurden Projekte zu innovativen Energiespeichern (Power-to-Gas, Batteriespeicher) sowie dezentraler Erzeugung (Photo voltaik, Kleinwindkraft) und Smart Grids initiiert und umgesetzt. Darüber hinaus wurde in der Berichtsperiode unter Führung der EVN die E-Mobilität-Modellregion Niederösterreich mit zahlreichen Angeboten für Endkunden weitergeführt. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung und Flexibilisierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2-Abscheidung. Das dabei gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden. Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte auf der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Abwasseranlagen, der weiteren Optimierung des Energiebedarfs für neu zu errichtende Abwasseranlagen, der Fortsetzung der Entwicklung im Bereich Kleinklärschlammverbrennung und der Untersuchung der hier anfallenden Rückstände auf ihre Eignung für weiterführende Aufbereitungsschritte.
Risikomanagement
Risikodefinition
Die EVN definiert Risiko als die Gefahr einer negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung von Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.
Risikomanagementprozess
Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash Flow-Potenziale. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Gemeinsam werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung wiederum die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse und Bewertung der Gesamtrisikosituation der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeits- und Compliance-relevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse.
Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:
- Identifikation: Erhebung bzw. Überarbeitung der Risiken auf Basis der letzten Risikoinventur (Review des Risiko inventars) und Identifikation von neuen Risikopositionen
- Bewertung und Analyse: Qualitative und quantitative Be wertung der identifizierten Risiken, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven und Modellierung der Ergebnis- und Cash-Flow-Verteilungen
- Berichterstattung: Übermittlung der Risikoberichte an die Risikoverantwortlichen sowie an den Vorstand der EVN, Diskus sion und Beurteilung der Risikosituation im "Risikoarbeitsaus schuss" sowie im "Konzernrisikoausschuss" und gegebenenfalls Einleitung von weiteren Risikosteuerungsmaßnahmen
- Prozess-Review: Methodische Identifikation jener organisa torischen Einheiten, die einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind, sowie regelmäßige Überprüfung, ob die festgelegten Methoden zur Identifikation und Bewertung der Risiken bei geänderten Verhältnissen zu modifizieren sind
Aufgaben des Risikoarbeitsausschusses
Der Risikoarbeitsausschuss ist mit der Überwachung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikomanagementprozesses betraut. Er gibt Änderungen in Bezug auf Risikobewertungsmethoden frei und definiert Art und Umfang der offiziellen Berichterstattung. Dieses Gremium besteht aus den Leitern der Konzernfunktionen Revision, Generalsekretariat und Corporate Affairs und Controlling sowie dem zentralen Risikomanagement. Die Revision überprüft zudem die Prozesse des Risikomanagements sowie die Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Risikosteuerung.
Konzernrisikoausschuss und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss, der aus dem Vorstand, den Leitern der strategischen Geschäftseinheiten und dem Risikoarbeitsausschuss besteht, werden die Ergebnisse der Risikoinventur sowie die Berichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf, kann Arbeitsgruppen einberufen sowie Arbeitsaufträge erteilen. Darüber hinaus verfügt der Konzernrisikoausschuss über die Kompetenz, Steuerungsmaßnahmen zur Veränderung der Risikoposition der EVN zu setzen und folglich die strategische Unternehmensausrichtung zu beeinflussen.
GRI-Indikator: Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Prüfung des Risikomanagements hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Risiken (G4-46)
Risikoprofil
Neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil der EVN vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risiko inventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt- und Wettbewerbs-, Finanz-, Betriebs-, Umfeld-, Strategieund Planungs- sowie sonstige Risiken, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Energiehandel und -vertrieb
Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kundenund Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können steigende bzw. volatilere Marktpreise und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass sich Umsatzrückgänge insbesondere aufgrund von Witterungseffekten, Energieeffizienzmaßnahmen oder Veränderungen von Kundenverhalten und Wechselraten fortsetzen.
GRI-Indikator: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Risiken und Chancen für die Aktivitäten der Organisation (EC2)
Erzeugung/Aufbringung
Eine erhöhte dezentrale und nicht regelbare Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen sowie deren jeweiligen Wirkungsgraden abhängig ist, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)Verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits im Geschäftsjahr 2013/14 vorgenommenen Wertminderungen bestehen derartige Risiken aufgrund des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes für Erzeugungsanlagen.
Umwelt
Im Umweltgeschäft sieht die EVN Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Aufgrund von Marktsättigung oder Nichtberücksichtigung in Ausschreibungsverfahren kann das Projektvolumen im Umweltbereich zurückgehen.
Die EVN ist zudem Projektabwicklungs- und Lieferantenrisiken wie dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.
Finanzrisiken
Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich sowie bei Großprojekten/-anlagen.
Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein effizientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonität auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken. Dennoch können die Energieerträge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.
Die Wertberichtigung von Forderungen kann das Ergebnis der EVN maßgeblich negativ beeinflussen. Dies gilt auch für (außerplanmäßige) Abschreibungen bzw. Impairments von Vermögensgegenständen wie Beteiligungen und Firmenwerten.
Da die EVN unter anderem mit der Verbund AG, der Rohöl-Aufsuchungs AG, der Energie Burgenland AG und der EconGas GmbH kerngeschäftsnahe Beteiligungen hält, besteht aufgrund des energiepolitischen Umfelds erhöhte Gefahr, dass eine nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung der Beteiligungsunternehmen auch wesentliche Auswirkungen auf die EVN hat. Darüber hinaus kann es zum Eintritt von Eventualverbindlichkeiten kommen.
Dem Liquiditäts- und (Re-)Finanzierungsrisiko wird durch regelmäßige Liquiditätsanalysen, eine langfristige und zentral gesteuerte Finanzplanung, die Diversifikation der Mittelaufbringung sowie die Absicherung des benötigten Finanzmittelbedarfs vorgebeugt. Zudem ist die EVN Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen sowie Vertragsrisiken aus Finanzierungsverträgen ausgesetzt.
Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken werden mit einer umfassenden Treasury-Strategie, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfasst, gemanagt.
Betriebsrisiken
Insbesondere im Energiegeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Versorgungsunterbrechungen kommen kann. Auch im Umweltgeschäft besteht das Risiko von Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen.
Wesentliche Prozesse des Energie- und Umweltgeschäfts sind gefahrenbehaftet, wodurch die EVN einem Haftungs- und Reputationsrisiko ausgesetzt ist.
Umfeldrisiken
Eine Veränderung des regulatorischen Umfelds, politische Einflussnahme bei Großprojekten sowie veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Energie- und Umweltgesetzgebung sind wesentliche Treiber politischer und rechtlicher Risiken. So können beispielsweise Änderungen des Förderregimes oder das Ausbleiben von zugesagten bzw. erwarteten Förderungen die künftige Vermögens-, Finanzund Ertragslage negativ beeinflussen.
Die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten, in denen die EVN tätig ist, potenziell rechtswidrige bzw. fehlerhafte Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen stellen Risiken dar, denen in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen, so etwa der Weltbank in Washington (laufendes Investitionsschutzverfahren gegen die Republik Bulgarien), begegnet wird.
Es besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden. Konkret ist hier das eingeleitete Lizenzentzugsverfahren der bulgarischen Regulierungsbehörde für den Strombereich gegen die EVN Stromvertriebsgesellschaft in Bulgarien (EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD) zu nennen.
Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen regulatorischen, Gerichts-, Schieds gerichts- und Investitionsschutzverfahren bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen (insbesondere betreffend Kraftwerksprojekte wie Duisburg-Walsum sowie Auslandsbeteiligungen und -geschäftsbetriebe).
Vertragsrisiken können unter anderem aus dem Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn resultieren.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten im Zusammenhang mit Geschäftsfeldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Nieder österreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert, weshalb die bereits eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen konsequent fortgeführt werden.
Im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken für die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.
GRI-Indikator: Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen (G4-2)
Die wichtigsten Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Preisrisiko
Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs- und Absatzpreise (insbesondere für Energieträger)
• Fixpreisvereinbarungen, auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungsstrategie, Absicherungsgeschäfte
Deckungsbeitragsrisiko
Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen der geplanten Deckungsbeiträge
• Absicherungsstrategien: Diversifizierung der Kundensegmente sowie Geschäftsfelder, längerfristiger Verkauf von Kraftwerks kapazitäten, auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produkt palette (u. a. diverse Float- und Garant-Tarife)
Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator
• Interessenvertretung, angemessene Dokumentation und Leistungsverrechnung
Mengenrisiko
Sinkende Nachfrage nach Produkten bzw. Leistungen der EVN; Rückgang der Eigenerzeugungsmenge
Lieferantenrisiko
Überschreitung der geplanten Projektkosten; Verzögerungen bei der Ausführung vertraglich zugesagter Leistungen
• Partnerschaften, möglichst weitgehende vertragliche Absicherung, externe Expertisen
Finanzrisiken1)
Fremdwährungsrisiken
Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverluste) und Translationsrisiken bei der Fremdwährungsumrechnung im Konzernabschluss; nicht währungskonforme Finanzierung von Konzerngesellschaften
• Überwachung, Limits und Absicherungsinstrumente Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten; Risiko, erforderliche Liquidität/Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können
• Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung, Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien)
Kursänderungsrisiken
Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen (z. B. Fonds) und börsenotierten, strategischen Beteiligungen (z. B. Verbund AG, Burgenland Holding AG)
• Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher Value-at-Risk-Ermittlung
Counterparty-/Kreditrisiken
Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem Geschäftspartner zugesagten Leistung
• Vertragliche Konstruktionen, Bonitätsmonitoring und Kreditlimit system, Versicherungen und Diversifizierung der Geschäftspartner
Beteiligungsrisiken Nichterreichung der Gewinnziele einer Beteiligungsgesellschaft
• Vertretung im Aufsichtsrat bzw.in Gesellschafter-/Risikoausschüssen der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft
Ratingveränderung
Bei Verringerung der Rating-Einstufung höhere Refinanzierungskosten
• Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanzkennzahlen Zinsänderungsrisiken
Veränderungen der Marktzinsen, steigender Zinsaufwand
• Einsatz von Absicherungsinstrumenten
Wertminderungs-/Impairmentrisiken
Wertberichtigung von Forderungen, Wertminderung von Firmenwerten, Beteiligungen bzw. sonstigen Vermögenswerten
Inflations-/Deflationsrisiko
Risiko des Schlagendwerdens von Eventualverbindlichkeiten (Garantien)
1) Zum Einsatz von Finanzinstrumenten siehe Anhang Erläuterungen 62. Risikomanagement, Seite 204 und 64. Finanzinstrumente, Seite 208.
Betriebsrisiken
Infrastrukturrisiken
Falsche Auslegung und Verwendung der technischen Anlagen
• Beheben von technischen Schwachstellen, regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und zukünftig benö tig ten Infrastruktur
Störungen/Netzausfall (Eigen- und Fremdanlagen), Unfälle Versorgungsunterbrechung, Gefährdung von Leib und Leben bzw. Infrastruktur durch Explosionen/Unfälle
- Technische Nachrüstungen bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze, Ausbau und Instandhaltung der Netz kapazitäten
- IT-/Sicherheitsrisiken (inkl. Cyber Security)
- Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung, u. a. durch Backup-Systeme, technische Wartung, externe Prüfung, Arbeits sicherheitsmaßnahmen, Krisenübungen
Mitarbeiterrisiken
Verlust von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ausfall durch Arbeitsunfälle, personelle Über- oder Unterkapazitäten, Kommunikationsprobleme, kulturelle Barrieren, Betrug, bewusste bzw. unbewusste Fehldarstellung von Transaktionen bzw. Jahresabschlussposten
• Attraktives Arbeitsumfeld, Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle, Schulungen, Konzerntage, internes Kontrollsystem (IKS)
Umfeldrisiken
Gesetzgebungs-, regulatorische und politische Risiken Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des regulatorischen Umfelds (z. B. Umweltgesetze, wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen, Marktliberalisierung in Südosteuropa)
• Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Rechts- und Prozessrisiko
Nichteinhalten von Vertragsverhältnissen zwischen mehreren Parteien oder Prozessrisiko aus diversen Klagen
• Vertretung in lokalen, regionalen, nationalen und EU-weiten Interessenvertretungen, Rechtsberatung
Soziales und gesamtwirtschaftliches Umfeld Konjunkturelle Entwicklungen, Schulden-/Finanzkrise, stagnierende oder rückläufige Kaufkraft, steigende Arbeitslosigkeit Vertragsrisiken
Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus Finanzierungsverträgen
• Umfassende Legal Due Diligence, Zukauf von Expertise/Rechtsberatung, Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring
Strategie- und Planungsrisiken
Technologierisiko
Spätes Erkennen und Umsetzen von neuen Technologien;
Investitionen in die "falschen" Technologien
• Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten, eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte, ständige Anpassung an den Stand der Technik
Planungsrisiko
Modellrisiko, Treffen von falschen bzw. unvollständigen Annahmen, Opportunitätsverluste
• Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter, Monitoring der Parameter und regelmäßige Updates, Vier-Augen-Prinzip
Organisatorische Risiken
Ineffiziente bzw. ineffektive Abläufe, Schnittstellen;
Doppelgleisigkeiten
• Prozessmanagement, Dokumentation, internes Kontrollsystem (IKS)
Abweichende Eigentümerstrategien bei nicht beherrschten Gesellschaften
Sonstige Risiken
Unerlaubte Vorteilsgewährung, Non-Compliance Weitergabe vertraulicher interner Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption
• Interne Kontrollsysteme, einheitliche Richtlinien und Standards sowie Reorganisation der Tochterunternehmen in Südosteuropa, Verhaltenskodex, Compliance-Organisation
Projektrisiko
Z. B. Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer Kapazitäten
• Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter
Co-Investment-Risiko
Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von Großprojekten gemeinsam mit einem Partnerunternehmen
• Vertragliche Absicherung, effizientes Projektmanagement Sabotage
Sabotage beispielsweise bei Erdgasleitungen, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen
• Geeignete Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßige Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte
Imagerisiko
• Transparente und proaktive Kommunikation, durchgehend hohe ethische Standards in allen Geschäftsbereichen
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Einleitung
Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Gemäß der Verpflichtung des URÄG 2008 hat die EVN ein IKS entwickelt und implementiert. Das IKS wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird.
Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Verhaltenskodex der EVN ist auf www.evn.at/verhaltenskodex in deutscher und unter www.evn.at/code-of-conduct in englischer Sprache abrufbar.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt.
Im Zuge der Einführung des IKS wurden im kaufmännischen Bereich jene Prozesse definiert, die für dieses System relevant sind. In diesen Prozessen wurden die Prozessschritte, die ein Risiko beinhalten, gekennzeichnet, und es wurde festgelegt, durch welche Kontrollmaßnahmen diese Risiken zu überwachen sind.
Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen – das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen – zuständig.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungs maßnahmen mit dem Ziel implementiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse sämtlicher Tochtergesellschaften richtig erfasst werden. Diese Maßnahmen umfassen sowohl automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufmännischen Konzernfunktionen.
Auf Basis der Abschlüsse der Tochterunternehmen führen diese Fachabteilungen umfangreiche Plausibilitätsüberprüfungen durch, damit die Daten der Einzelabschlüsse ordnungsgemäß in den Konzern abschluss übernommen werden.
Die Überprüfung der Abschlussdaten sieht vor, dass die Daten vor und nach der Konsolidierung zentral auf Positions-, Segment- und Konzernebene analysiert werden. Erst nach Durchführung dieser Qualitätskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Konzern abschlusses.
Das Rechnungswesen der EVN AG und der wesentlichsten in- und ausländischen Tochtergesellschaften wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen) geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt mit der Software Hyperion Financial Management, in das die Wert e der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften mittels Schnittstelle übernommen werden. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Ergebnisse durch die verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zur Überleitung von Konten und der Analyse der Prozesse im Rechnungswesen.
Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden im Sinn der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.
Information, Kommunikation und Überwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht zweimal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, die als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität des IKS-Systems dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch den IKS-Manager in Zusammen arbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.
GRI-Indikator: Häufigkeit der Überprüfung der wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, Risiken, Chancen durch das höchste Kontrollorgan (G4-47)
Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt.
Die Interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Feststellungen ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.
Aktienstruktur und Angaben zum Kapital
Angaben gemäß § 243a Abs. 1 Unternehmensgesetzbuch
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- Per 30. September 2014 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien. Aufgrund einer Bestimmung des Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2011, die vorschreibt, dass börsenotierte Unternehmen zwar weiterhin Inhaberaktien ausgeben dürfen, diese jedoch in einer (gegebenenfalls in mehreren) Sammelurkunde(n) verbrieft werden müssen, wurden zwischen März und Juni 2013 einzelverbriefte Aktienurkunden (effektive Stücke) in Heim- oder in Streifbanddepotverwahrung eingezogen und durch eine bei der Österreichischen Kontrollbank hinterlegte Sammelurkunde ersetzt. Aktien, die nicht binnen der Frist, die am 10. Juni 2013 endete, umgetauscht wurden, wurden für kraftlos erklärt. Die Kraftloserklärung resultiert in dem Verlust der Wertpapiereigenschaft der für kraftlos erklärten Aktien und in einem temporären Aussetzen des Rechts auf Dividendenauszahlung und auf Teilnahme an der Hauptversammlung – so lange, bis der Aktionär die effektiven Stücke unter Bekanntgabe eines Wertpapierdepots eingereicht hat. Ansonsten bleibt die Aktionärseigenschaft unberührt. Form und Inhalt der Aktienurkunden setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
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- Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte.
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- Auf Basis verfassungsrechtlicher Vorschriften ist das Land Nieder österreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, mit rund 51 % Mehrheitseigentümer der EVN AG. Der zweitgrößte Aktionär der EVN AG, der EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, hat am 20. Dezember 2013 gemäß § 91 Abs. 1 BörseG bekannt gegeben, dass ihm die 58.406.180 Stück Aktien der Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, an der EVN AG treuhändig übertragen wurden und er somit die Schwelle von 30 % der Stimmrechte an der EVN AG nicht jedoch die Schwelle von 35 % der Stimmrechte an der EVN AG überschritten hat.
Per 30. September 2014 verfügt die EVN AG über 1.939.992 eigene Aktien, die in Summe 1,08 % des Grundkapitals der Gesellschaft entsprechen (Vorjahr: 1.843.612 Stück bzw. 1,02 % des Grundkapitals). Der Ankauf der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 79., in der 83. und in der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008, 19. Jänner 2012 und 16. Jänner 2014 genehmigten Aktienrückkaufprogramme. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 85. ordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand der EVN AG am 16. Jänner 2014 beschlossen, bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien, dies entspricht bis zu 0,56 % des Grundkapitals, über die Wiener Börse rückzukaufen. Dieses Rückkaufprogramm wurde am 30. September 2014 bis voraussichtlich zum 30. Juni 2015 mit dem Ziel, weitere bis zu 1.000.000 Stück eigener Aktien rückzukaufen, verlängert. Dieser Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Erwerbszweck ausgeschlossen. Am 17. Juni 2014 hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, maximal 173.000 Stück eigene Aktien (maximal 0,095 % des Grundkapitals) umzuwidmen, um diese an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter verbundener Unternehmen anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können. Am 5. August 2014 wurden insgesamt 67.620 Stück Aktien, das entspricht 0,04 % des Grundkapitals der EVN AG, an diese Mitarbeiter außerbörslich übertragen. Die übrigen Aktien entfallen auf den Streubesitz. Bei der EVN AG besteht derzeit kein Aktienoptions programm.
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- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
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- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht bei der Hauptversammlung aus.
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- Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, die vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen werden. Dabei ist neben den aktienrechtlichen Vorschriften aufgrund der Eigentumsverhältnisse insbesondere auch das Stellenbesetzungsgesetz einzuhalten, das eine öffentliche Ausschreibung vorsieht.
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- Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs. 1 Z. 7 UGB.
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- Es bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich Kontrollwechsel bei Übernahmen.
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- Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs. 1 Z. 9 UGB bestehen nicht.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014/15
Die Verwerfungen auf den europäischen Energiemärkten dauern an. Die Großhandelspreise für Strom sind tief, wodurch die Erzeugung wesentlich betroffen ist; speziell thermische Kraftwerke aber auch neue Pumpspeicherkraftwerke können ihre Vollkosten aktuell nicht erwirtschaften.
Das integrierte Geschäftsmodell der EVN diversifiziert die Ergebnisbeiträge der Geschäftsbereiche und trägt so zu einer stabilen operativen Entwicklung bei. Die stabilen Komponenten des Geschäftsmodells sind im derzeitigen Umfeld das regulierte Netzgeschäft im Inland, die Wasserversorgung, die Wärmeerzeugung und -versorgung aus Biomasse, die thermische Müllverwertung sowie die Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen.
Im Energievertrieb in Niederösterreich hat die EVN Vertriebsgesellschaft per 1. Oktober 2014 die Energiepreise für Strom im Rahmen der EnergieAllianz um durchschnittlich 10 % gesenkt.
Der Fokus auf die stabilen und regulierten Geschäftsbereiche soll durch eine begleitende Investitionspolitik verstärkt werden, die Schwerpunkte in der Netzinfrastruktur, im Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien und in der Trinkwasserversorgung setzt. In den kommenden vier Jahren soll insgesamt 1 Mrd. Euro in diesen Bereichen in Niederösterreich investiert werden.
Durch die Investitionen in die Netzinfrastruktur soll die Versorgungssicherheit für die Konsumenten sowie die Gewerbe- und Industriebetriebe im Netzgebiet der EVN gewährleistet werden. Der derzeitige hohe Standard wird so auch für die Zukunft sichergestellt. Durch die Investitionen in die Erzeugung aus erneuerbaren Energien wird der Erzeugungsmix zu einem ausgewogenen Verhältnis hin entwickelt. Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen unter Nachhaltigkeitsaspekten ist auch in der Zukunft ein wesentliches Anliegen der EVN. Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich sollen durch die Investitionen im Rahmen der Erneuerung von Leitungsnetzen, von Naturfilteranlagen und der Erschließung von Brunnenfeldern langfristig sichergestellt werden.
In Bulgarien und Mazedonien machten die Tarifentscheidungen vom Juli 2014 Wertminderungen notwendig. Die EVN strebt die Erzielung weiterer Effizienzsteigerungen in diesen Märkten an; im speziellen sollen die Netzverluste weiter reduziert werden. Die Tariferhöhungen in Bulgarien am 1. Oktober 2014 können die früheren Senkungen nur teilweise kompensieren. Das eingeleitete Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass Nachteile aus früheren Tarifentscheidungen kompensiert werden.
Im Umweltgeschäft mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Leasingforderungen im Zusammenhang mit dem Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wertberichtigt werden. Für die Natriumhypochloritanlage in Moskau konnte nach dem Bilanzstichtag ein positiver Abschluss der Verhandlungen erzielt werden. Die Stadt Moskau hat die Anteile an der russischen Projektgesellschaft um einen Kaufpreis von 250 Mio. Euro erworben. Die Realisierung neuer Umweltprojekte wird auf selektiver Basis angestrebt.
In Summe wird die EVN auch in den kommenden Jahren ihren Konsolidierungskurs fortsetzen. Der Fokus liegt auf den bestehenden Geschäftsbereichen. Durch laufende Effizienzsteigerungen sollen die Ergebnisse abgesichert werden. Unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2014/15 wieder über dem Niveau des Jahres 2012/13 erwartet. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Entwicklungen in den eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit den Forderungen aus den Tarifentscheidungen in Bulgarien und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau sind geeignet, das Konzernergebnis wesentlich zu beeinflussen.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2014
EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Konzernabschluss 2013/14
Nach International Financial Reporting Standards
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 143 | |
|---|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 144 | |
| Konzern-Bilanz | 145 | |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 146 | |
| Entwicklung der Konzern-Geldflussrechnung | 147 | |
| Konzernanhang | 148 | Grundsätze der Rechnungslegung |
| 156 | Konsolidierung | |
| 160 | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | |
| 174 | Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 180 | Erläuterungen zur Konzern-Bilanz | |
| 200 | Segmentberichterstattung | |
| 204 | Sonstige Angaben | |
| Beteiligungen der EVN | 218 | |
| Bestätigungsvermerk | 223 | |
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2013/14 | 2012/131) |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 25 | 1.974,8 | 2.105,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 26 | 71,1 | 95,2 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 27 | –1.284,0 | –1.280,3 |
| Personalaufwand | 28 | –313,0 | –305,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 30 | –359,0 | –170,4 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter | 31 | 94,0 | 95,0 |
| EBITDA | 184,1 | 540,0 | |
| Abschreibungen | 29 | –256,0 | –237,9 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | 29 | –269,5 | –59,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –341,4 | 242,2 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter | 2,8 | –29,6 | |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 42,4 | 26,8 | |
| Zinserträge | 23,5 | 28,4 | |
| Zinsaufwendungen | –96,7 | –93,8 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | –4,0 | –3,3 | |
| Finanzergebnis | 32 | –31,9 | –71,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –373,3 | 170,7 | |
| Ertragsteuern | 33 | 102,8 | –17,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –270,5 | 152,8 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | –299,0 | 109,3 | |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 28,5 | 43,5 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | 34 | –1,68 | 0,61 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,423) | 0,42 | |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
2) Verwässert ist gleich unverwässert.
3) Vorschlag an die Hauptversammlung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2013/14 | 2012/131) |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –270,5 | 152,8 | |
| Sonstiges Ergebnis aus | |||
| Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
–22,1 | –31,0 | |
| Neubewertung IAS 19 | 47 | –31,0 | –23,7 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 47 | 1,3 | –13,3 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 47 | 7,5 | 5,9 |
| Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
–46,5 | 47,7 | |
| Währungsdifferenzen | 5 | –7,9 | –8,7 |
| Available-for-Sale-Finanzinstrumente | 47 | –31,6 | 25,3 |
| Cash Flow Hedges | 47 | –10,6 | 16,4 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 47 | –7,8 | 26,0 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 47 | 11,5 | –11,3 |
| Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | –68,6 | 16,7 | |
| Gesamtergebnis der Periode | –339,0 | 169,5 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | –367,0 | 136,0 | |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 27,9 | 33,5 | |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Konzern-Bilanz
| Mio. EUR | Erläuterung | 30.09.2014 | 30.09.20131) | 01.10.20121) |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 35 | 196,5 | 394,9 | 400,4 |
| Sachanlagen | 36 | 3.542,2 | 3.472,9 | 3.402,0 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 37 | 889,1 | 944,0 | 1.017,0 |
| Sonstige Beteiligungen | 38 | 664,7 | 694,8 | 668,7 |
| Aktive latente Steuern | 51 | 87,1 | 43,6 | 39,5 |
| Übrige Vermögenswerte | 39 | 398,1 | 857,0 | 898,3 |
| 5.777,7 | 6.407,2 | 6.425,9 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 40 | 178,1 | 109,6 | 106,0 |
| Forderungen | 41 | 443,9 | 472,5 | 434,2 |
| Wertpapiere | 42 | 0,8 | 43,9 | 3,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 61 | 217,6 | 250,4 | 151,4 |
| 840,4 | 876,5 | 695,0 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 43 | 223,7 | – | – |
| 1.064,1 | 876,5 | 695,0 | ||
| Summe Aktiva | 6.841,8 | 7.283,7 | 7.120,9 | |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG | 44– 48 | 2.395,2 | 2.837,5 | 2.786,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 49 | 237,5 | 241,7 | 245,4 |
| 2.632,7 | 3.079,2 | 3.031,9 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 50 | 1.747,7 | 1.805,7 | 2.190,8 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 51 | 48,1 | 119,2 | 125,5 |
| Langfristige Rückstellungen | 52 | 497,4 | 463,7 | 423,7 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 53 | 521,6 | 503,5 | 469,5 |
| Übrige langfristige Schulden | 54 | 87,8 | 79,4 | 88,0 |
| 2.902,6 | 2.971,5 | 3.297,5 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 55 | 194,2 | 394,6 | 58,2 |
| Steuerverbindlichkeiten | 56 | 61,1 | 74,9 | 81,4 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 57 | 505,1 | 415,8 | 336,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 58 | 137,2 | 87,0 | 81,1 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 59 | 408,9 | 260,5 | 234,2 |
| 1.306,5 | 1.232,9 | 791,6 | ||
| Summe Passiva | 6.841,8 | 7.283,7 | 7.120,9 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Mio. EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Bewertungs rücklage |
Unter schieds betrag aus der Währungs umrechnung |
Eigene Anteile |
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 30.09.2012 | 330,0 | 253,3 | 2.116,2 | 76,2 | 3,4 | –10,7 | 2.768,3 | 245,4 | 3.013,7 |
| Anpassungen per 01.10.20121) | – | – | 18,2 | – | – | – | 18,2 | – | 18,2 |
| Stand 01.10.2012 | 330,0 | 253,3 | 2.134,4 | 76,2 | 3,4 | –10,7 | 2.786,5 | 245,4 | 3.031,9 |
| Gesamtergebnis der Periode1) | – | – | 109,3 | 36,0 | –8,7 | – | 136,5 | 33,0 | 169,6 |
| Dividende 2011/12 | – | – | –75,0 | – | – | – | –75,0 | –36,7 | –111,7 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | –10,1 | –10,2 | – | –10,2 |
| Sonstige Veränderungen | – | – | –0,2 | – | – | – | –0,2 | – | –0,2 |
| Stand 30.09.20131) | 330,0 | 253,1 | 2.168,5 | 112,1 | –5,3 | –20,8 | 2.837,6 | 241,7 | 3.079,3 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | –299,0 | –60,1 | –7,9 | – | –367,0 | 27,9 | –339,1 |
| Dividende 2012/13 | – | – | –74,8 | – | – | – | –74,8 | –32,1 | –106,9 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | –0,7 | –0,8 | – | –0,8 |
| Sonstige Veränderungen | – | – | 0,2 | – | – | – | 0,2 | – | 0,2 |
| Stand 30.09.2014 | 330,0 | 253,1 | 1.794,9 | 52,1 | –13,2 | –21,6 | 2.395,2 | 237,5 | 2.632,7 |
| Erläuterung | 44 | 45 | 46 | 47 | 5 | 48 | 49 | ||
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Konzern-Geldflussrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2013/14 | 2012/131) |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –373,3 | 170,7 | |
| + Abschreibungen /– Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie | |||
| langfristige Leasingforderungen | 29, 30 | 716,9 | 297,9 |
| + Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | 37 | 48,8 | 88,7 |
| – Gewinne /+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen | 2,7 | 0,1 | |
| – /+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | –2,7 | 3,3 | |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 26 | –45,4 | –39,8 |
| – Gewinne /+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs | 61 | 1,2 | 0,0*) |
| + Zunahme /– Abnahme von langfristigen Rückstellungen | 52 | –10,7 | 16,3 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 337,4 | 537,1 | |
| + Abnahme /– Zunahme der Vorräte und Forderungen | –27,7 | –17,8 | |
| + Zunahme /– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen | 50,2 | 6,0 | |
| + Zunahme /– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen Verbindlichkeiten | 205,7 | 73,1 | |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | –19,6 | –28,3 | |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 546,0 | 570,0 | |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 61 | 3,3 | 3,4 |
| + Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen | 83,5 | 73,8 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | 46,2 | 70,8 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen kurzfristiger Wertpapiere | 163,4 | 70,1 | |
| – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –387,3 | –366,7 | |
| – Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –32,1 | –100,1 | |
| – Auszahlungen für Zugänge kurzfristiger Wertpapiere | –120,3 | –110,4 | |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –243,3 | –359,1 | |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG | 46 | –74,8 | –75,0 |
| – Gewinnausschüttung nicht beherrschende Anteile | 61 | –32,1 | –36,7 |
| – Erwerb /+ Verkauf eigener Anteile | –0,8 | –10,2 | |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 182,4 | 141,6 | |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –409,7 | –133,4 | |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –335,0 | –113,8 | |
| Cash Flow gesamt2) | –32,3 | 97,2 | |
| Fondsveränderungen | 61 | ||
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 3) | 229,5 | 132,3 | |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 3) | 197,2 | 229,5 | |
| Cash Flow gesamt2) | –32,3 | 97,2 |
*) Kleinbetrag
1) Die Vorjahreszahlen wurden gem. IAS 8 retrospektiv angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
2) Zusatzangaben zur Konzern-Geldflussrechnung fnden sich in Erläuterung 61. Konzern-Geldflussrechnung.
3) Der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten laut Konzern-Bilanz.
Konzernanhang
Grundsätze der Rechnungslegung
1. Allgemeines
Die EVN AG als Mutterunternehmen des EVN Konzerns (EVN) ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges führendes börsenotiertes Energieund Umweltdienstleistungsunternehmen. Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarkts ist die EVN in der Energiewirtschaft Bulgariens, Mazedoniens und Kroatiens tätig. Im Umweltbereich werden über Tochtergesellschaften Kunden in 16 Ländern in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung betreut.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der EVN AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr der EVN AG umfasst jeweils den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Weichen Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen von jenem der EVN AG ab, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt.
Sofern nicht anders angegeben, wird der Konzernabschluss auf Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt.
Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Bilanz sowie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert. Die Beträge im Konzernabschluss werden zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit, sofern nicht anders angegeben, grundsätzlich in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozent angaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Berichterstattung nach IFRS
Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der IFRS sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
| 2. Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.20142) |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.20142) |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.20142) |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 01.01.2013 |
| IFRIC 20 | Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebau | 01.01.2013 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse – neue Fassung des IAS 27, Einzelabschlüsse | 01.01.20142) |
| IAS 28 | Assoziierte Unternehmen – neue Fassung des IAS 28, | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.20142) | |
| IAS 36 | Wertminderungen – Angaben zum erzielbaren Betrag nicht finanzieller Vermögenswerte | 01.01.20142) |
| IAS 39 | Finanzinstrumente – Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung | |
| von Sicherungsgeschäften | 01.01.20142) | |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS – Darlehen der öffentlichen Hand | 01.01.2013 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: | |
| Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2013 | |
| IFRS 10,12 | ||
| IAS 27 | Investmentgesellschaften | 01.01.20142) |
| IFRS 10 –12 | Änderungen an den Übergangsvorschriften | 01.01.20142) |
| Diverse | Annual Improvements 2009 –2011 | 01.01.2013 |
Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen sowie geänderte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2013/14 angewendet:
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Vorzeitige Anwendung im Geschäftsjahr 2013/14
IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 bilden das neue Konsolidierungspaket, das vom IASB im Mai 2011 veröffentlicht wurde. Grundsätzlich sind die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 –12 in der EU für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig; von diesem Recht hat die EVN Gebrauch gemacht.
IFRS 10 enthält Vorschriften für die Erstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen und beinhaltet eine neue, einheitliche Definition der "Beherrschung" und regelt damit, unter welchen Voraussetzungen Gesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IAS 27 enthält nur noch Regelungen zu IFRS-Einzelabschlüssen. Auf Basis der Corporate Governance und eventuell bestehender Zusatzverträge wurden für Gesellschaften deren maßgebliche Tätigkeiten, variable Rückflüsse und der Zusammenhang zwischen der Beeinflussbarkeit der maßgeblichen Tätigkeiten und den variablen Rückflüssen analysiert. Für den Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften ergaben sich aufgrund des neuen Beherrschungskonzepts des IFRS 10 keine Änderungen.
IFRS 11 hat IAS 31 abgelöst, wodurch die bis dato für Gemeinschaftsunternehmen mögliche Quotenkonsolidierung abgeschafft wurde. IFRS 11 beinhaltet zwei Formen von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements): Abhängig von den sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechten und Verpflichtungen der beherrschenden Parteien wird in Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) unterschieden. Nach IFRS 11 sind gemeinschaftlich geführte Unternehmen, welche die Definition eines Joint Venture erfüllen, zwingend nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Joint Operations sind hingegen anteilig im Konzern abschluss zu berücksichtigen. Bei Gesellschaften, die nach der Analyse der Corporate Governance-Strukturen als Joint Arrangement eingestuft wurden, wurde untersucht, ob die Kriterien für ein Joint Venture oder für eine Joint Operation gemäß IFRS 11 vorliegen. Hierzu wurden die Struktur des Joint Arrangement analysiert und, sofern die Strukturierung mittels eines eigenständigen Vehikels erfolgte, dessen Rechtsform, die sonstigen vertraglichen Vereinbarungen sowie alle übrigen Fakten und Begleitumstände geprüft. Aus der Anwendung des neuen Standards ergaben sich folgende Änderungen:
Hinsichtlich der bisher quotal einbezogenen Energievertriebsgesellschaften im Rahmen der EnergieAllianz ergab sich mit Erstanwendung des IFRS 11 die Notwendigkeit, die EVN Energievertrieb GmbH & Co KG ("EVN KG") und die ENERGIEALLIANZ Austria ("EnergieAllianz") at Equity in den Konzernabschluss einzubeziehen, da beide Gesellschaften als Joint Ventures im Sinn des IFRS 11 identifiziert wurden.
Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH ("Steag-EVN Walsum") wurde als Joint Operation im Sinn des IFRS 11 identifiziert. Anstatt wie bisher at Equity wurde Steag-EVN Walsum daher mit einem Anteil von 49,0 % in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
IFRS 12 regelt sämtliche Angabevorschriften zu Anteilen an anderen Unternehmen. Die zum Teil neu erforderlichen Angaben zielen primär auf die Wesensart der Anteile an anderen Unternehmen, damit einhergehenden Risiken und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage ab.
Im Rahmen der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards wurde weiters folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethode im Geschäftsjahr 2013/14 geändert:
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter, in welchem nun neben anderen auch die anteiligen Ergebnisse der operativ tätigen und dem Kerngeschäft der EVN zurechenbaren Gesellschaften EVN KG und EnergieAllianz enthalten sind, wurde beginnend mit dem 3. Quartal 2013/14 als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen. Bisher erfolgte der Ausweis des gesamten Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen im Finanzergebnis. Die veränderte Darstellung führte zu einer Verschiebung des wesentlichen Anteils des At-Equity-Ergebnisses ins operative Ergebnis. Unter dem Posten Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter blieben lediglich die anteiligen Ergebnisse der WEEV Beteiligungs GmbH und der e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. im Finanzergebnis stehen. Diese Form der Darstellung des At-Equity-Ergebnisses verbessert die realitätsgetreue Wiedergabe der Ertragslage, da es im Rahmen der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Durch die Änderung dieser Bilanzierungsmethode kommt es im Geschäftsjahr 2013/14 zu einem um 94,0 Mio. Euro höheren operativen Ergebnis, während das Finanzergebnis um diesen Betrag geringer ausfällt (Vorjahr: Operatives Ergebnis um 95,0 Mio. Euro höher, Finanzergebnis entsprechend niedriger). Die Änderung dieser Bilanzierungsmethode hat keine Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie.
Die folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethode im Zusammenhang mit dem Regulierungskonto wurde im Geschäftsjahr 2013/14 geändert:
Das IASB hat mit 30. Jänner 2014 den IFRS 14 veröffentlicht, der IFRS-Erstanwendern ein Wahlrecht für den Ansatz von regulatorischen Vermögenswerten und Schulden gestattet, sofern ein Ansatz nach lokalen Gesetzgebungen in Frage kommt (siehe weiter unten: Nicht anwendbare Standards und Interpretationen). Da EVN kein IFRS-Erstanwender ist, besteht somit kein solches Wahlrecht. Das aktuelle Diskussionspapier des Standardsetters, "Reporting the Financial Effects of Rate Regulation", welches am 17. September 2014 publiziert wurde, zeigt erneut die diesbezügliche Regelungslücke in den IFRS auf. Das IASB behandelt das Thema jedoch nur auf einer breiten Basis und beschreibt verschiedenste Bilanzierungsgrundsätze, gibt aber keiner bestimmten Alternative eine Präferenz.
Bei erneuter Evaluierung und laufender Analyse der jüngsten Literatur und einem Vergleich mit der bei anderen Marktteilnehmern üblichen Praxis hinsichtlich des Ansatzes eines regulatorischen Abgrenzungspostens (Regulierungskonto, siehe auch Erläuterung 19. Ertragsrealisierung) gemäß IFRS wurde tendenziell kein bilanzieller Ansatz von regulatorischen Vermögenswerten bzw. Schulden festgestellt. Im Fall einer Regelungslücke wird gemäß IAS 8 den Definitionen des IFRS Rahmenkonzepts großer Stellenwert beigemessen. In den jüngsten Diskussionen wird nach herrschender Meinung eine Konsistenz mit den im derzeitigen Rahmenkonzept definierten "Vermögenswerten" und "Schulden" verneint.
Aufgrund der aktuellsten Entwicklungen im Bereich der Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten und aufgrund der nicht möglichen Anwendbarkeit des IFRS 14 für EVN wurde von einem Ansatz regulatorischer Vermögenswerte und regulatorischer Verbindlichkeiten abgesehen. Die Auswirkung auf das Ergebnis nach Ertragsteuern der Berichtsperiode beträgt –18,0 Mio. Euro. Die Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie beträgt –0,10 Euro.
Die Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards, die geänderte Darstellung des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen ("KONS") sowie die geänderte Bilanzierungsmethode im Zusammenhang mit dem Regulierungskonto ("REG") erfolgten retrospektiv gemäß IAS 8 mit Wirkung vom 1. Oktober 2012. Dadurch kam es zu Anpassungen der in den Vorperioden berichteten Zahlen. Sämtliche Vergleichswerte im vorliegenden Konzernabschluss sowie im Konzernanhang sind entsprechend angepasst.
Details zu den angepassten Werten für das Geschäftsjahr 2012/13 stehen auch auf der Website der EVN unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.evn.at/EVN-Group/Investor-Relations/Publikationen/2013-14.aspx
Auf die Abschlusspositionen des Geschäftsjahres 2012/13 stellen sich die oben beschriebenen Auswirkungen wie folgt dar:
| 2. Anpassungen von Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung |
2012/13 30.09.2013 |
|||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | bisher | KONS | REG | angepasst |
| Umsatzerlöse | 2.755,0 | –641,1 | –8,0 | 2.105,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 95,5 | –0,3 | – | 95,2 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –1.908,4 | 628,5 | –0,4 | –1.280,3 |
| Personalaufwand | –307,1 | 1,7 | – | –305,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –177,4 | 6,9 | – | –170,4 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter | – | 95,0 | – | 95,0 |
| EBITDA | 457,6 | 90,9 | –8,4 | 540,0 |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | –239,1 | –58,8 | – | –297,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 218,5 | 32,1 | –8,4 | 242,2 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen | 10,0 | –10,0 | – | – |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter | – | –29,6 | – | –29,6 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 26,8 | – | – | 26,8 |
| Zinserträge | 28,4 | – | – | 28,4 |
| Zinsaufwendungen | –100,1 | 6,3 | – | –93,8 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –3,2 | – | –0,1 | –3,3 |
| Finanzergebnis | –38,1 | –33,2 | –0,1 | –71,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 180,3 | –1,1 | –8,5 | 170,7 |
| Ertragsteuern | –22,1 | 2,1 | 2,1 | –17,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 158,2 | 1,0 | –6,4 | 152,8 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 114,7 | 1,0 | –6,4 | 109,3 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 43,5 | – | – | 43,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR1) | 0,64 | 0,01 | –0,04 | 0,61 |
1) Verwässert ist gleich unverwässert.
| 2. Anpassungen von Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung |
2012/13 30.09.2013 bisher KONS REG 158,2 1,0 –6,4 –31,0 – – –23,7 – – –13,3 – – 5,9 – – |
|||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | angepasst | |||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 152,8 | |||
| Sonstiges Ergebnis aus | ||||
| Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
–31,0 | |||
| Neubewertung IAS 19 | –23,7 | |||
| At Equity einbezogene Unternehmen | –13,3 | |||
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 5,9 | |||
| Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die | ||||
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | 47,7 | – | – | 47,7 |
| Währungsdifferenzen | –8,7 | – | – | –8,7 |
| Available-for-Sale-Finanzinstrumente | 24,9 | 0,5 | – | 25,3 |
| Cash Flow Hedges | –0,4 | 16,8 | – | 16,4 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | 38,2 | –12,2 | – | 26,0 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | –6,2 | –5,0 | – | –11,3 |
| Summe sonstiges Ergebnis | 16,7 | – | – | 16,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | 174,9 | 1,0 | –6,4 | 169,5 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | 141,9 | 0,5 | –6,4 | 136,0 |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 33,0 | – | – | 33,5 |
| 2. Anpassungen von Posten der Konzern-Bilanz |
2012/13 30.09.2013 |
2012/13 01.10.2012 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | bisher | KONS | REG | angepasst | bisher | KONS | REG | angepasst |
| Aktiva | ||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 397,6 | –2,7 | – | 394,9 | 403,1 | –2,7 | – | 400,4 |
| Sachanlagen | 3.094,3 | 378,6 | – | 3.472,9 | 3.009,2 | 392,8 | – | 3.402,0 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 1.047,9 | –103,9 | – | 944,0 | 1.048,7 | –31,7 | – | 1.017,0 |
| Sonstige Beteiligungen | 694,8 | – | – | 694,8 | 668,7 | – | – | 668,7 |
| Aktive latente Steuern | 29,4 | 10,8 | 3,4 | 43,6 | 25,9 | 12,3 | 1,3 | 39,5 |
| Übrige Vermögenswerte | 861,1 | – | –4,1 | 857,0 | 898,3 | – | – | 898,3 |
| 6.125,1 | 282,7 | –0,7 | 6.407,2 | 6.053,9 | 370,7 | 1,3 | 6.425,9 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||||
| Vorräte | 108,4 | 1,3 | – | 109,6 | 106,1 | –0,1 | – | 106,0 |
| Forderungen | 565,5 | –82,7 | –10,3 | 472,5 | 537,6 | –98,4 | –5,1 | 434,2 |
| Wertpapiere | 43,9 | – | – | 43,9 | 3,4 | – | – | 3,4 |
| Zahlungsmittel und | ||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 259,2 | –8,8 | – | 250,4 | 162,1 | –10,8 | – | 151,4 |
| 977,0 | –90,2 | –10,3 | 876,5 | 809,3 | –109,2 | –5,1 | 695,0 | |
| Summe Aktiva | 7.102,1 | 192,6 | –11,0 | 7.283,7 | 6.863,2 | 261,5 | –3,8 | 7.120,9 |
| Passiva | ||||||||
| Eigenkapital | ||||||||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG |
2.824,8 | 22,9 | –10,2 | 2.837,5 | 2.768,3 | 22,0 | –3,8 | 2.786,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 241,7 | – | – | 241,7 | 245,4 | – | – | 245,4 |
| 3.066,5 | 22,9 | –10,2 | 3.079,2 | 3.013,7 | 22,0 | –3,8 | 3.031,9 | |
| Langfristige Schulden | ||||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.571,4 | 234,3 | – | 1.805,7 | 1.933,3 | 257,6 | – | 2.190,8 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 111,5 | 7,7 | – | 119,2 | 119,2 | 6,3 | – | 125,5 |
| Langfristige Rückstellungen | 591,0 | –127,3 | – | 463,7 | 490,7 | –67,0 | – | 423,7 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse |
503,5 | – | – | 503,5 | 469,5 | – | – | 469,5 |
| Übrige langfristige Schulden | 51,5 | 28,8 | –0,8 | 79,4 | 49,9 | 38,1 | – | 88,0 |
| 2.829,0 | 143,4 | –0,8 | 2.971,5 | 3.062,6 | 234,9 | – | 3.297,5 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 390,3 | 4,3 | – | 394,6 | 49,4 | 8,8 | – | 58,2 |
| Steuerverbindlichkeiten | 76,8 | –1,9 | – | 74,9 | 87,0 | –5,6 | – | 81,4 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 461,9 | –46,1 | – | 415,8 | 384,4 | –47,7 | – | 336,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 92,7 | –5,7 | – | 87,0 | 84,9 | –3,8 | – | 81,1 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 184,9 | 75,6 | – | 260,5 | 181,3 | 52,9 | – | 234,2 |
| 1.206,7 | 26,3 | – | 1.232,9 | 786,9 | 4,7 | – | 791,6 | |
| Summe Passiva | 7.102,1 | 192,6 | –11,0 | 7.283,7 | 6.863,2 | 261,5 | –3,8 | 7.120,9 |
| 2. Anpassungen von Posten der Konzern-Geldflussrechnung |
2012/13 30.09.2013 |
|||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | bisher | KONS | REG | angepasst |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 180,3 | –1,1 | –8,5 | 170,7 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 239,1 | 58,8 | – | 297,9 |
| +/– Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | 93,9 | –5,3 | – | 88,7 |
| – Gewinne/+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen | 0,1 | – | – | 0,1 |
| +/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | 3,3 | – | – | 3,3 |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | –39,8 | – | – | –39,8 |
| – Gewinne/+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs | 0,0*) | – | – | 0,0*) |
| + Zunahme/– Abnahme von langfristigen Rückstellungen | 76,6 | –60,3 | – | 16,3 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 553,6 | –7,9 | –8,5 | 537,1 |
| – Zunahme/+ Abnahme der kurzfristigen Vorräte und Forderungen | –27,9 | 1,5 | 8,5 | –17,8 |
| + Zunahme/– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen | 7,9 | –1,9 | – | 6,0 |
| + Zunahme/– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen Verbindlichkeiten | 56,5 | 16,6 | – | 73,1 |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | –28,3 | – | – | –28,3 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 561,7 | 8,3 | – | 570,0 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 3,4 | – | – | 3,4 |
| + Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen | 73,8 | – | – | 73,8 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | 70,8 | – | – | 70,8 |
| + Einzahlungen aus Abgängen kurzfristiger Wertpapiere | 70,1 | – | – | 70,1 |
| – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –322,1 | –44,5 | – | –366,7 |
| – Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –166,1 | 66,0 | – | –100,1 |
| – Auszahlungen für Zugänge kurzfristiger Wertpapiere | –110,4 | – | – | –110,4 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –380,5 | 21,4 | – | –359,1 |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG | –75,0 | – | – | –75,0 |
| – Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile | –36,7 | – | – | –36,7 |
| + Verkauf/– Erwerb eigener Anteile | –10,2 | – | – | –10,2 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 141,6 | – | – | 141,6 |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –110,2 | –23,3 | – | –133,4 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –90,5 | –23,3 | – | –113,8 |
| Cash Flow gesamt | 90,7 | 6,5 | – | 97,2 |
| Fondsveränderungen | ||||
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 134,1 | –1,8 | – | 132,3 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 224,8 | 4,7 | – | 229,5 |
| Cash Flow gesamt | 90,7 | 6,5 | – | 97,2 |
*) Kleinbetrag
IFRS 13 wurde vom IASB im Mai 2011 veröffentlicht. IFRS 13 ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von IASB und Financial Accounting Standards Board (FASB) hinsichtlich eines standardübergreifenden Konzepts für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf einer hypothetischen Transaktion. IFRS 13 beinhaltet eine dreistufige "Fair-Value-Hierarchie", wobei den Inputfaktoren auf Stufe 1 die höchste Priorität für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingeräumt wird. Beim Übergang auf IFRS 13 ist das eigene Kreditrisiko konsequent bei der Fair-Value-Bewertung von Derivaten zu berücksichtigen. Ferner kommt es zu einer Vereinheitlichung sowie Erweiterung der Anhangangaben. Die Auswirkungen aus der prospektiven Erstanwendung des IFRS 13 spiegeln sich im Wesentlichen in der Erweiterung der Angaben zum Konzernabschluss im Bereich Finanzinstrumente wider (siehe Erläuterung 64. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).
Die Änderung an IAS 36 Wertminderungen beinhaltet eine Klarstellung, dass die Angabe des erzielbaren Betrags von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Firmenwert bzw. ein immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer zugeordnet ist, der im Vergleich zum Gesamtbuchwert des Firmenwerts bzw. dem immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer signifikant ist, nur dann anzugeben ist, wenn eine Wertminderung oder Wertaufholung stattgefunden hat. Durch die vorzeitige Anwendung der Klarstellung kam es diesbezüglich zu keinen Änderungen der Angaben zum Konzernabschluss.
Die Änderung an IAS 39 Finanzinstrumente stellt sicher, dass infolge einer Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund gesetzlicher Anforderungen Derivate weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert bleiben. Die vorzeitige Anwendung dieser Änderung hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
Die erstmalige verpflichtende Anwendung der anderen geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Auswirkungen geänderter Standards und Interpretationen auf die zukünftige Darstellung des Konzernabschlusses und die zukünftigen Angaben im Konzernabschluss werden laufend beobachtet und analysiert.
Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und von der EU übernommen sowie im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
| 2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten | |
|---|---|---|
| Neue Interpretationen | ||
| IFRIC 21 | Abgaben | 01.01.20141) |
| Geänderte Standards | ||
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.20141) |
1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Aus der zukünftigen erstmaligen Anwendung der hier angeführten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen rechnet die EVN mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und wurden von der EU noch nicht übernommen.
| 2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.20181) |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.20161) |
| IFRS 15 | Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden | 01.01.20171) |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 16, IAS 38 | Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte – Klarstellung zu zulässigen Abschreibungsmethoden | 01.01.20161) |
| IAS 16, IAS 41 | Sachanlagen und Landwirtschaft – Fruchttragende Gewächse | 01.01.20161) |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer – Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 01.07.20141) |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse – Equity-Methode in Einzelabschlüssen | 01.01.20161) |
| IFRS 10, IAS 28 |
Konzernabschlüsse und Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – Veräußerung oder Einlagen von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen |
01.01.20161) |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten | 01.01.20161) |
| Diverse | Annual Improvements 2010–2012 | 01.07.20141) |
| Diverse | Annual Improvements 2011–2013 | 01.07.20141) |
| Diverse | Annual Improvements 2012–2014 | 01.01.20161) |
1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Am 24. Juli 2014 veröffentlichte das IASB die finale Version des IFRS 9, den Nachfolgestandard von IAS 39 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Das 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise begonnene Projekt kam damit zu einem Abschluss, wobei die neuen Regelungen verpflichtend erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, anzuwenden sind. Eine frühere Anwendung ist zulässig, die Übernahme durch die EU steht jedoch noch aus. IFRS 9 beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie erweiterte Regelungen hinsichtlich Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und umfasst ferner neue Regelungen zum Hedge Accounting. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN werden hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte erwartet, wobei derzeit noch keine Aussage betreffend die Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemacht werden kann. Weiters wird mit geringfügigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Bereich des Hedge Accounting gerechnet, da die zukünftigen Regelungen stärker mit der Realität des Risikomanagements einhergehen und damit Abweichungen von der bisherigen Bilanzierungspraxis wahrscheinlich machen. Die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 werden mit Übernahme in europäisches Recht im Detail untersucht werden.
IFRS 14 wurde vom IASB am 30. Jänner 2014 als so genannter Interims-Standard veröffentlicht. IFRS 14 erlaubt Unternehmen, welche die internationalen Rechnungslegungsstandards erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte in Übereinstimmung mit den von ihnen bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Als Interims-Standard stellt IFRS 14 eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB im Rahmen des Projekts "Rate-regulated activities" auf die Bilanzierung dieses Sachverhalts geeinigt hat. Bisher finden sich in den IFRS keine Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften, wohingegen in einigen Ländern – so auch in Österreich – nationale Vorschriften die Erfassung von regulatorischen Abgrenzungsposten fordern. Nach herrschender Meinung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt in einem nach IFRS erstellten Abschluss kein Ansatz eines regulatorischen Vermögenswerts bzw. einer regulatorischen Schuld zulässig. Die EVN ist von den Regelungen des IFRS 14 nicht unmittelbar betroffen, da sich diese rein an IFRS-Erstanwender richten.
IFRS 15 wurde vom IASB am 28. Mai 2014 veröffentlicht und regelt die Umsatzrealisierung bei Verträgen mit Kunden. Ziel des zwischen IASB und dem FASB gemeinsamen mehrjährigen Standardsetzungsprozesses war es, die bisher sehr unterschiedlichen Vorschriften in den IFRS und den US-GAAP zu vereinheitlichen und branchenübergreifend prinzipienbasierte Regelungen festzulegen. IFRS 15 ersetzt für IFRS-Anwender IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Erlöse" sowie einige Interpretationen, wie unter anderen IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden", in dessen Anwendungsbereich bei der EVN zum Teil erhaltene Baukostenbeiträge fallen. Der neue Standard basiert auf einem fünfstufigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, sofern nicht andere Standards, bspw. "Leasing verhältnisse", speziellere Regelungen vorsehen. Im Hinblick auf die zeitliche Erfassung von Umsatzerlösen regelt IFRS 15 detailliert, ob die Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Zentral für die Beurteilung ist dahingehend der Zeitpunkt der Erfüllung einer bestimmten Leistungsverpflichtung, wobei IFRS 15 auf ein allgemeines Beherrschungsmodell abstellt. Der Übergang der Beherrschungsmacht determiniert demnach die zeitliche Erfassung der Erlöse. Letztlich schreibt IFRS 15 im Bereich der Umsatzrealisierung neue umfangreiche Anhangangaben im Konzernabschluss vor. Die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 werden mit Übernahme in europäisches Recht im Detail untersucht werden.
Aus der zukünftigen erstmaligen Anwendung der restlichen neuen geänderten Standards und Interpretationen rechnet die EVN mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Konsolidierung
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der übertragenen Gegenleistung mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden.
Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen, bei welchen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss auf Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Tochterunternehmen), vollkonsolidiert. Die EVN verfügt über beherrschenden Einfluss an einem Beteiligungsunternehmen, wenn Anrechte auf schwankende Renditen am Unternehmen bestehen, deren Höhe die EVN durch ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen beeinflussen kann.
Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50,0 % der Stimmrechte der Fall, kann sich aber auch aus einer bestehenden wirtschaftlichen Verfügungsmacht an der Tätigkeit der betroffenen Gesellschaften ergeben, die dazu berechtigt, mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, bzw. dazu verpflichtet, die Risiken zu tragen. Erstkonsolidierungen erfolgen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einflusses, die Einbeziehung enden mit dessen Wegfall.
Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) unabhängig von der Höhe eventuell bestehender nicht beherrschender Anteile mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die nicht beherrschenden Anteile an Tochterunternehmen werden mit dem anteiligen Wert am Nettovermögen (ohne Berücksichtigung anteiliger Firmenwerte) bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identifizier bare Marktchancen und Entwicklungspotenziale ab gelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierten Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) des erworbenen Unternehmens und der Anschaffungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Eine Veränderung im Anteilsbesitz an einem weiterhin vollkonsolidierten Unternehmen wird erfolgsneutral als Eigenkapital transaktion bilanziert.
Gemeinschaftliche Vereinbarungen (Joint Arrangements) werden abhängig von den sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechten und Verpflichtungen der beherrschenden Parteien in den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen: Bestehen lediglich Rechte am Nettovermögen des gemeinsam beherrschten Unternehmens, handelt es sich gemäß IFRS 11 um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture), welches at Equity einbezogen wird. Bestehen Rechte an den der gemeinsamen Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für deren Schulden, besteht gemäß IFRS 11 eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation), welche anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Assoziierte Unternehmen – das sind jene Gesellschaften, bei denen die EVN AG direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt – werden at Equity einbezogen.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, das anteilige Eigenkapital, der Außen umsatz sowie das Jahresergebnis des zuletzt verfügbaren Jahresabschlusses des Unternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei sämtlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
4. Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10 (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS). Dementsprechend sind zum 30. September 2014 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 38 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Vorjahr: 26 inländische und 37 ausländische vollkonsolidierte Tochterunternehmen). 30 Tochterunternehmen (Vorjahr: 31) wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
Die EVN AG ist als Kommanditist der EVN KG zu 100,0 % am Ergebnis der EVN KG beteiligt. Komplementärin ohne Vermögenseinlage der EVN KG ist die EnergieAllianz. Auf Basis der zwischen den Gesellschaftern der EnergieAllianz abgeschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Geschäftsführung der EVN KG besteht gemeinsame Beherrschung, womit es sich bei der EVN KG um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11 handelt. Daher erfolgt die Konsolidierung der EVN KG at Equity. Weiters handelt es sich bei der Energie-Allianz-Gruppe (EnergieAllianz sowie deren Tochterunternehmen) aufgrund vertraglicher Vereinbarungen um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11, das ebenfalls at Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Die vollkonsolidierte RBG, an der die EVN unverändert 50,03 % der Anteile hält, ist mit 100,0 % an der RAG beteiligt. Da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht, wird die RAG at Equity einbezogen.
Die Bioenergie Steyr GmbH, an der die EVN Wärme GmbH 51,00 % der Anteile hält, wird at Equity in den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht.
Die EconGas, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 16,51 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.
Die Verbund Innkraftwerke Deutschland GmbH, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 13,00 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.
Bei jenen Gesellschaften, an denen 50,00 % gehalten werden, ist keine Beherrschung gemäß IFRS 10 gegeben. Diese sind aufgrund der jeweils bestehenden vertraglichen Vereinbarungen durchwegs Gemeinschaftsunternehmen im Sinn des IFRS 11 und werden daher at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 218 unter Beteiligungen der EVN angeführt. Detaillierte Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sowie zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und assoziierten Unternehmen befinden sich in den Erläuterungen 49. Nicht beherrschende Anteile und 65. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen.
Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
| 4. Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll | Quoten | Anteilig (Joint Operation) |
Equity | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2012 | 62 | 5 | – | 19 | 86 |
| Konsolidierungskreisänderungen aufgrund der neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 –12 |
– | –5 | 1 | 1 | –3 |
| 01.10.2012 | 62 | – | 1 | 20 | 83 |
| Neugründungen und Erstkonsolidierungen | 2 | – | – | – | 2 |
| Verschmelzungen | –1 | – | – | – | –1 |
| Entkonsolidierung | – | – | – | –1 | –1 |
| 30.09.2013 | 63 | – | 1 | 19 | 83 |
| Erstkonsolidierungen | 1 | – | – | 1 | 2 |
| Entkonsolidierungen | – | – | – | –1 | –1 |
| 30.09.2014 | 64 | – | 1 | 19 | 84 |
| davon ausländische Unternehmen | 38 | – | 1 | 6 | 45 |
Aus der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS) ergaben sich rückwirkend mit 1. Oktober 2012 folgende Änderungen:
Die bisher quotal einbezogenen Energievertriebsgesellschaften im Rahmen der EnergieAllianz wurden rückwirkend mit 1. Oktober 2012 at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dies betraf die EVN KG und die EnergieAllianz-Gruppe bestehend aus der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH einschließlich deren Tochterunternehmen Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H., SWITCH Energievertriebsgesellschaft m.b.H. und EAA Erdgas Mobil GmbH.
Die Steag-EVN Walsum wurde rückwirkend mit 1. Oktober 2012 mit einem Anteil von 49,0 % anteilig in den Konzernabschluss der EVN einbezogen, da diese Gesellschaft als Joint Operation im Sinn des IFRS 11 identifiziert wurde und damit ein Einbezug at Equity nicht mehr möglich war.
Mit dem 3. Quartal 2013/14 wurde die EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL erstmals als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Diese Gesellschaft wurde als Vertriebsgesellschaft zur Belieferung der liberalisierten Endkunden am mazedonischen Strommarkt gegründet und wurde nun nach Beginn der Liberalisierung erstmals operativ tätig.
Am 12. Oktober 2011 wurde der Vertrag für den Auftrag zum Umbau und zur Erweiterung der Kläranlage Prag abgeschlossen. Aus diesem Anlass wurde die Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. gegründet, welche im 1. Quartal 2013/14 erstmals at Equity einbezogen wurde.
Mit Closing am 5. November 2013 wurde der Verkauf des von Utilitas gehaltenen 50-%-Geschäftsanteils an der ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., welche im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung tätig ist, vollzogen. Die bisher at Equity einbezogene Gesellschaft wurde entkonsolidiert.
In der Berichtsperiode fanden ebenso wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.
5. Währungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem am Tag der jeweiligen Transaktion gültigen Devisenmittelkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden für Zwecke des Konzernabschlusses gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Demnach werden bei jenen Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Als erfolgsneutrale Währungsdifferenz ergab sich eine Eigenmittelveränderung im Geschäftsjahr 2013/14 von –7,9 Mio. Euro (Vorjahr: –8,7 Mio. Euro).
Die Zu- und Abgänge werden in sämtlichen Tabellen zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnitts kursen für die Umrechnung von Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden in den Tabellen als Währungsdifferenzen gesondert ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam.
Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:
| 2013/14 | 2012/13 | |||
|---|---|---|---|---|
| 5. Währungsumrechnung Währung |
Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) | Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) |
| Albanische Lek | 139,44000 | 140,06769 | 139,98000 | 140,06538 |
| Bulgarische Lew2) | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 |
| Kroatische Kuna | 7,64250 | 7,62331 | 7,61530 | 7,54795 |
| Mazedonische Denar | 61,65340 | 61,60085 | 61,50040 | 61,55754 |
| Polnische Zloty | 4,17760 | 4,17750 | 4,22880 | 4,18805 |
| Russische Rubel | 49,76530 | 46,86468 | 43,82400 | 41,42608 |
| Serbische Denar | 118,85090 | 115,75038 | 114,26060 | 112,96633 |
1) Durchschnitt der Monatsultimos
2) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung fixiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
6. Immaterielle Vermögenswerte
Bei Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 können sich Differenzen zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem (anteiligen) neubewerteten Eigenkapital ergeben. Entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag, so sind Anschaffungskosten und Kaufpreis allokation nochmals zu überprüfen. Besteht die negative Differenz weiterhin, so erfolgt ihre Erfassung erfolgswirksam. Positive Differenzen münden in einem Firmenwert (zur allgemeinen Behandlung bzw. Werthaltigkeit von Firmenwerten siehe Erläuterung 3. Konsolidierungsm ethoden bzw. Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten und, sofern ihre Nutzungsdauer nicht als unbestimmbar klassifiziert wird, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie allfällige Wertminderungen bilanziert. Bei bestimmbarer, begrenzter Nutzungsdauer erfolgt die Abschreibung entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese entspricht einem Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und von drei bis 40 Jahren für Rechte. Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen, für die aufgrund einer etwaigen Marktliberalisierung eine Nutzungsdauer bestimmbar ist, werden planmäßig linear über fünf bis 15 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe werden mittels Schätzungen hinsichtlich des Zeitraums und der Verteilung der Mittelzuflüsse aus den korrespondierenden immateriellen Vermögenswerten im Zeitablauf festgelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Im Zuge der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte ist auf die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 zu achten, die zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unterscheiden. Es wurden wie im Vorjahr mangels Erfüllung der Ansatzkriterien keine Entwicklungsausgaben aktiviert.
Dienstleistungskonzessionen, welche die Voraussetzungen des IFRIC 12 erfüllen, werden als immaterieller Vermögenswert eingestuft. Die Aufwendungen und Erträge werden nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) mit dem beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung erfasst. Der Leistungsfortschritt wird nach der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Die Voraussetzungen des IFRIC 12 werden ausschließlich beim at Equity einbezogenen Wasserkraftwerk Ashta sowie beim at Equity einbezogenen Kläranlagenprojekt Zagreb erfüllt.
7. Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Sofern die Verpflichtung besteht, eine Sachanlage zum Ende ihrer Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, umfassen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auch die geschätzten Abbruch- und Entsorgungskosten. Der Barwert der zukünftig dafür anfallenden Zahlungen wird zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe als Rückstellung passiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Laufende Wartungskosten im Rahmen von Instandhaltungen von Sachanlagen werden, sofern die Wesensart des Vermögenswerts dadurch nicht verändert und künftig kein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, erfolgswirksam erfasst. Eine nachträgliche Aktivierung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme Wertsteigerungen erzielt werden.
Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, spricht man von "qualifizierten Vermögenswerten", für welche die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert werden. Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der EVN entsprechend, entsteht aus einem Projekt nur dann ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens zwölf Monate beträgt.
Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen erfolgen linear und orientieren sich an den voraussichtlich zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzungs dauern der jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Die wirtschaftlichen sowie technischen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:
| 7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 10 – 50 |
| Leitungen | 15 – 50 |
| Maschinen | 10 – 33 |
| Zähler | 5 – 40 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 25 |
Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang ausgewiesen, die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
8. At Equity einbezogene Unternehmen
At Equity einbezogene Unternehmen werden zunächst mit ihren Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit ihrem fort geschriebenen anteiligen Nettovermögen zuzüglich etwaiger Firmenwerte bilanziert. Dabei werden die Buch werte jährlich um anteilige Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden, sonstige Eigenkapitalveränderungen sowie um fort geschriebene Fair-Value- Anpassungen aus einem vorangegangenen Unternehmenserwerb erhöht bzw. vermindert. Im Beteiligungsbuchwert enthaltene Fir menwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben und gemäß IAS 28 weder gesondert ausgewiesen noch gemäß IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Es wird jeweils zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Liegen solche vor, ist für at Equity einbezogene Unternehmen ein Werthaltigkeitstest nach Maßgabe von IAS 36 durchzuführen. Weiters ist gegebenenfalls eine Wertminderung im Ergebnis des at Equity einbezogenen Unternehmens zu erfassen (siehe Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
9. Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Originäre Finanzinstrumente
Bei der EVN werden folgende Bewertungskategorien angewendet:
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale, "AFS")
- Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, "LAR")
- Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem oder negativem Marktwert (At Fair Value through Profit or Loss, "@FVTPL")
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (Financial Liabilities at Amortised Cost, "FLAC")
Die von IFRS 7 für die Anhangangaben geforderte Unterteilung der originären Finanzinstrumente in Klassen – und die dazu gehörigen Bewertungskategorien – stellten sich bei EVN wie folgt dar:
| 9. Klassen und Bewertungskategorien originärer Finanzinstrumente | Bewertungskategorie |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Sonstige Beteiligungen | |
| Andere Beteiligungen | AFS |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | |
| Wertpapiere | @FVTPL |
| Ausleihungen | LAR |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | LAR |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Kurzfristige Vermögenswerte
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | |
|---|---|
| Forderungen | LAR |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
| Wertpapiere | AFS |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR |
Langfristige Schulden
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | |
|---|---|
| Anleihen | FLAC |
| Bankdarlehen | FLAC |
| Übrige langfristige Schulden | |
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Kurzfristige Schulden
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC |
|---|---|
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC |
| Übrige kurzfristige Schulden | |
| Übrige finanzielle Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Originäre Finanzinstrumente werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der EVN ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.
Der erstmalige Ansatz erfolgt (mit Ausnahme der Bewertungskategorie @FVTPL) zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung zu den oben angeführten Bewertungskategorien, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten. Diese werden bei der Erläuterung der einzelnen Bilanzpositionen beschrieben.
Die unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden @FVTPL bewertet, da diese auf Portfoliobasis gesteuert werden. Die Zuordnung eines finanziellen Vermögenswerts in die Bewertungskategorie AFS erfolgt bei nicht derivativen finanziellen Vermögenswerten, die weder als Kredite und Forderungen noch als @FVTPL eingestuft werden.
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallenden finanziellen Vermögenswerten wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob objektive Hinweise für Wertminderungen vorliegen. Ein Wertminderungsbedarf wird für finanzielle Vermögenswerte entsprechend der zugehörigen Bewertungskategorie gemäß den Regelungen des IAS 39 ermittelt und erfasst. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die der Bewertungskategorie AFS zugeordnet sind, erfolgen Wertminderungen bei einem signifikanten oder länger anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter dessen Anschaffungskosten. Als signifikanter oder länger anhaltender Rückgang wird bei der EVN ein Rückgang von über 20 % zum Bewertungsstichtag bzw. ein Rückgang permanent über die Dauer von neun Monaten definiert.
Derivative Finanzinstrumente
Zu den bei der EVN eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten zählen Swaps, Forwards und Futures.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Zeitwert bewertet. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öffentliche Notierung, Angaben von Banken oder mithilfe finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt, wobei auch eine Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos stattfindet. Ihr Ausweis erfolgt unter den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Vermögenswerten bzw. den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Verbindlichkeiten.
Bei Derivativen, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, bestimmt sich die Bilanzierung von Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art des Sicherungsgeschäfts.
Die Marktbewertungen von derivativen Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-Flow-Hedge-Instrumente zu klassifizieren sind, werden mit ihrem effektiven Teil ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis in der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 erfasst. Bei Realisierung des Sicherungsgeschäfts erfolgt eine ergebniswirksame Umbuchung. Ineffektive Teile werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Bei Fair Value Hedges wird die Bewertung des Grundgeschäfts um den Betrag, der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.
Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich setzt die EVN vor allem Währungs- und Zinsswaps ein.
Zur Reduktion der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich und bei Stromgeschäften entstehen, werden Swaps, Futures und Forwards eingesetzt.
Die von der EVN abgeschlossenen Forward- und Futureverträge zum Kauf oder Verkauf von Strom-, Erdgas und CO2-Emissionszertifikaten werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Strom- und Gaslieferungen bzw. CO2-Emissionszertifikate sowie zur Sicherung der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Aufgrund der regelmäßigen physischen Erfüllung entsprechend dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf liegen regelmäßig die Voraussetzungen der so genannten "Own Use Exemption" gemäß IAS 39 vor, womit es sich nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinn des IAS 39 handelt, sondern um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden. Sofern die Voraussetzungen für die Own Use Exemption nicht erfüllt sind, beispielsweise bei Geschäften zur kurzfristigen Optimierung, erfolgt die Bilanzierung als Derivat gemäß IAS 39.
10. Sonstige Beteiligungen
Die Position der sonstigen Beteiligungen umfasst Anteile an verbundenen Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Die restlichen sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie AFS zugeordnet. Der Wertansatz in der Konzern-Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird – soweit wie möglich – auf Basis von Börsekursen ermittelt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Wertminderungen (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente) werden ergebniswirksam erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
11. Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als @FVTPL klassifiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Ausleihungen werden der Kategorie LAR zugeordnet, die Bilanzierung erfolgt bei verzinslichen Ausleihungen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden zu Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem internationalen Projektgeschäft des Umweltbereichs, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasing geschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 22. Leasing- und Pachtgegenstände).
Die Forderungen aus derivativen Geschäften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste, die aus Wert änderungen von derivativen Finanzinstrumenten resultieren, werden entweder ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente).
Die Bewertung der sonstigen übrigen langfristigen Vermögenswerte und der langfristigen Primärenergiereserven erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Ist die Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten hinreichend wahrscheinlich, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert und, soweit erforderlich, auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet. Bis zum Verkaufszeitpunkt erfolgen keine weiteren Abschreibungen. Die Darstellung in der Bilanz erfolgt getrennt von anderen Vermögenswerten. Ein Gewinn oder Verlust, der bis zum Tag der Veräußerung eines langfristigen Vermögenswerts nicht erfasst wurde, wird am Tag der Ausbuchung erfasst. Die im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage Moskau (siehe Erläuterung 43. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).
12. Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettover äußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei anderen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Im Fall einer Unterdeckung der Vollkosten der Stromerzeugung aus Primärenergievorräten werden diese mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten (diese stellen die beste verfügbare Bewertungsgrundlage dar) bewertet. Primärenergievorräte für Handelszwecke werden zum beizulegenden Zeitwert (Börsekurs, Stufe 1 gemäß IFRS 13) abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus der verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden erfahrungsgemäße Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
Die gemäß Emissionszertifikategesetz gratis zugeteilten CO2-Emissionszertifikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anschaffungskosten von null bilanziert. Für notwendige Beschaffungen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
13. Forderungen
Kurzfristige Forderungen werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten, welche den Anschaffungs kosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Bestandteile entsprechen, bilanziert. Forderungen, für die ein potenzieller Wertminderungsbedarf besteht, werden anhand vergleichbarer Ausfallrisikoeigenschaften (insbesondere der Außenstands dauer) gruppiert, gemeinsam auf Werthaltigkeit getestet und gegebenenfalls ergebniswirksam wertberichtigt. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfall risiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen.
Die fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich der erfassten Wertminderungen, können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.
Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten.
14. Wertpapiere
Die kurzfristigen Wertpapiere sind als AFS eingestuft. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwerts werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind flüssige Mittel und Sichtguthaben zusammengefasst. Diese werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.
16. Eigenkapital
In Abgrenzung zum Fremdkapital ist Eigenkapital gemäß dem IFRS-Rahmenkonzept definiert als "Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden". Das Eigenkapital ergibt sich somit als Restgröße aus Vermögenswerten und Schulden.
Die von der EVN gehaltenen eigenen Anteile werden entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Wertpapiere ausgewiesen, sondern in Höhe der Anschaffungskosten der erworbenen eigenen Anteile offen vom Eigenkapital abgesetzt. Gewinne und Verluste, die aus dem Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu deren Anschaffungs kosten entstehen, erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
In den im sonstigen Ergebnis erfassten Posten werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betrifft etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren (Available-for-Sale Finanzinstrumente), den effektiven Teil der Marktwert änderung von Cash-Flow-Hedge-Transaktionen sowie sämtliche Neubewertungen gemäß IAS 19. Weiters ist in dieser Position die anteilige Übernahme der Bewertungsrücklage der at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.
17. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verpflichtung, Mitarbeitern, die bis 31. Dezember 1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verpflichtung besteht auch für jene Mitarbeiter, die im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes nunmehr in der Netz Niederösterreich GmbH beschäftigt sind. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach Höhe des Bezugs zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von der EVN und in der Regel auch von den Mitarbeitern selbst Beiträge an die EVN-Pensionskasse geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verpflichtungen der EVN sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Rückstellungen für Pensionen und ergänzend dazu durch beitragsorientierte Leistungen der EVN-Pensionskasse abgedeckt.
Für die ab 1. Jänner 1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensionsmodell geschaffen, das im Rahmen der EVN-Pensionskasse finanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die EVN-Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investmentfonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, die die EVN unter bestimmten Voraussetzungen verpflichten, Pensionszahlungen zu leisten.
Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen betrifft Strom- und Gasdeputatsverpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeiter sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter unter Berücksichtigung künftig zu erwartender Gehalts- und Pensionssteigerungen bis zum Pensionsantritt verteilt.
Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die Berechnungsgrundlagen sind in Erläuterung 52. Langfristige Rückstellungen angeführt. Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Für die Rückstellung für Pensionen wurden wie im Vorjahr die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pen sionsversicherungstafeln "Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Rückstellung für Abfertigungen
Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Jänner 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.
In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird. Hinsichtlich ihrer Abfertigungsansprüche bestehen für die anderen Mit arbeiter der EVN je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegeben heiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeitersicherung.
Die Rückstellung für Abfertigungen wurde gemäß versicherungsmathematischer Berechnungen gebildet. Die Bewertung erfolgte anhand derselben Berechnungsgrundlagen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpfl ichtungen (Berechnungsgrundlagen siehe Erläuterung 52. Langfristige Rückstellungen). Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Bei Mitarbeitern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wurde die Verpflichtung der einmaligen Abfertigungszahlung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mit arbeitervorsorgekasse werden im Personalaufwand erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und /oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind. Hierbei muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden können. Sofern eine solche zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, unterbleibt die Bildung der Rückstellung. Die Rückstellungen werden mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit aufweist.
Als Abzinsungssätze wurden Sätze vor Steuern verwendet, welche die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Rückstellungen spezifischen Risiken widerspiegeln.
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund kollektivvertraglicher Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Die Neuregelung im Kollektivvertrag für Angestellte der Elektrizitätsversorgungsunternehmen, wonach für Angestellte, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2009 begonnen hat, ein Jubiläumsgeld in der Höhe eines Monatsgehalts nach 15, 20, 25, 30 und 35 Jahren und in der Höhe eines halben Monatsgehalts nach 40 Jahren gebührt, wurde entsprechend berücksichtigt. Sämt liche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN AG ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden bei den Jubiläumsgeldverpflichtungen gemäß IAS 19 ergebniswirksam erfasst. Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen für rechtliche und faktische Verpflichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Kosten angesetzt. Änderungen in den Schätzungen der Kosten oder im Zinssatz werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswerts erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswerts übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen für belastende Verträge werden in Höhe des unvermeidlichen Ressourcenabflusses angesetzt. Dies ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrags und allfälligen Kompensationszahlungen bei Nichterfüllung.
18. Schulden
Schulden werden – mit Ausnahme jener aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. jener im Zusammenhang mit Hedge Account ing – zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Geldbeschaffungskosten sind Teil der fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Schulden werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode verzinst.
Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten erfolgt ein Ausweis der endfälligen Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr im langfristigen Bereich, jener einer Restlaufzeit von unter einem Jahr im kurzfristigen Bereich (Informationen zu den Restlaufzeiten siehe Erläuterung 50. Lang fristige Finanzverbindlichkeiten).
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht und werden daher unter analoger Anwendung von IAS 20 auf der Passivseite der Konzern-Bilanz ausgewiesen.
Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anschaffungskosten dieser Sachanlagen dar und stehen im Strom- und Gasnetzbereich im Zusammenhang mit einer Versorgungsverpflichtung durch die EVN. Die Gewährung von Investitionszuschüssen impliziert in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheidmäßig festgesetzte Betriebsführung. Sowohl Baukosten- als auch Investitionszuschüsse werden über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst.
19. Ertragsrealisierung
Umsatzrealisierung (allgemein)
Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsätz e werden dann als Erlöse erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht wurde.
Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinem Kunden einen Vermögenswert bzw. die Finanzmittel für die Anschaffung oder Herstellung eines solchen erhält, um ihm im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauer haften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschaffen. Bei der EVN fallen erhaltene Baukostenzuschüsse zum Teil in den Anwendungsbereich des IFRIC 18. Baukostenzuschüsse im Strom- und Gasnetzbereich stehen im Zusammenhang mit der Versorgungsverpflichtung durch die EVN und werden passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei der EVN in den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Regulierungskonto
In regelmäßigen Abständen werden seitens der Strom- und Gasnetzregulierungsbehörden angemessene "Zielerlöse" für die einzelnen Marktteilnehmer festgesetzt und laufend evaluiert. Gegenüber diesen Zielerlösen erzielte Mehr- oder Mindererlöse werden auf dem Regulierungskonto vorgetragen und im Rahmen der künftigen tariflichen Anpassung berücksichtigt.
In Österreich wurde mit der am 3. März 2011 in Kraft getretenen Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) eine in § 50 ElWOG neu normierte Ex-Post-Regulierung der Erlöse des Netzbetreibers über das Regulierungskonto eingeführt. Diese Systematik wurde auch in den § 71 des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG) übernommen. Zweck des neu eingeführten Regulierungskontos ist es, mittels eines für jeden Netzbetreiber geführten "virtuellen Kontos" Abweichungen der tatsächlichen Erlöse von den bescheidmäßig zuerkannten Erlösen auszugleichen. Differenzbeträge sind dabei nach dem Gesetzeswortlaut des § 50 ElWOG bzw. des § 71 GWG im Rahmen der Feststellung der Kostenbasis für die nächsten Entgeltperioden zu berücksichtigen.
Aufgrund der aktuellsten Entwicklungen im Bereich der Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten wurde von einem Ansatz regulatorischer Vermögenswerte und regulatorischer Verbindlichkeiten abgesehen (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode im Zusammenhang mit dem Regulierungskonto wurde im Geschäftsjahr 2013/14 rückwirkend mit Wirkung vom 1. Oktober 2012 geändert.
Mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien wurde klargestellt, dass der im Vorjahr unter den sonstigen übrigen Vermögenswerten abgegrenzte Anspruch der bulgarischen Vertriebsgesellschaft der EVN aufgrund des Rechts auf Kompensation der Ökostrom-Mehrkosten in Höhe von 86,8 Mio. Euro der Höhe und dem Grunde nach direkt gegen die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) besteht. Diese Forderung erfüllt die Ansatzkriterien für einen Vermögenswert entsprechend den IFRS (siehe Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte).
Auftragsfertigung
Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere PPP-Projekte – Public Private Partnerships) und die damit im Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode) erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Fertigstellungsgrad wird durch die Cost-to-Cost-Methode festgelegt. Dabei werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Veränderungen der geschätzten Gesamtauftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.
20. Ertragsteuern und latente Steuern
Der für die Berichtsperiode in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für vollkonsolidierte Gesellschaften aus deren steuerpflichtigem Einkommen und dem jeweils anzuwendenden Ertragsteuersatz errechnete laufende Ertragsteuer sowie die Veränderung der latenten Steuerschulden und -ansprüche.
| 2012/13 | |
|---|---|
| 25,0 | 25,0 |
| 15,0 | 10,0 |
| 10,0 | 10,0 |
| 30,3 | 30,3 |
| 21,0 | 21,0 |
| 20,0 | 20,0 |
| 15,0 | 15,0 |
| 10,0 | 10,0 |
| 9,0 | 9,0 |
| 19,0 | 19,0 |
| 16,0 | 16,0 |
| 20,0 | 20,0 |
| 15,0 | 15,0 |
| 17,0 | 17,0 |
| 19,0 | 19,0 |
| 20,0 | 20,0 |
| 12,5 | 12,5 |
| 2013/14 |
Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:
1) 15,83 % Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, 14,42 % Gewerbesteuer (bezieht sich auf Gesellschaften im Bereich Umwelt)
2) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.
3) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt ab dem Jahr 2014 jährlich auf Basis des Ergebnisses. Bis 2013 wurden im Unternehmen thesaurierte Gewinne nicht besteuert. Die Besteuerung erfolgte erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Lediglich die Steuer für nicht abzugsfähige Aufwendungen war jährlich zu entrichten.
Die EVN macht von der Möglichkeit zur Bildung steuerlicher Unternehmensgruppen Gebrauch. Insgesamt gibt es innerhalb der EVN zwei (Vorjahr: vier) steuerliche Unternehmensgruppen. Die EVN AG befindet sich in einer Unternehmensgruppe mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, als Gruppenträger. Die steuerlichen Ergebnisse der diesen Gruppen zugehörigen Gesell schaften wurden dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppen träger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der Stand-Alone-Methode orientiert.
Dabei werden überrechnete steuerliche Verluste auf Seite der Gruppenmitglieder als interne Verlustvorträge evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Verträge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Fall der Zurechnung eines negativen steuer lichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist. Ansonsten wird der jeweilige Verlust als interner Verlustvortrag berücksichtigt und in Folgejahren als negative Steuerumlage vergütet, sobald er in einem zusammengefasten positiven Ergebnis Deckung findet.
Aus der Anrechnung von Verlusten ausländischer Tochtergesellschaften wird für die künftige Verpflichtung zur Zahlung von Ertragsteuern eine Verbindlichkeit in Höhe des Nominalbetrags ausgewiesen.
Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bereits gesetzlich beschlossen waren.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der Liability-Methode mit jenem Steuersatz, der erwartungsgemäß zum Zeitpunkt der Umkehr der befristeten Unterschiede gelten wird. Auf alle temporären Differenzen (Differenz zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert.
Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sein werden. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht und die Absicht auf Aufrechnung der Steuern bestehen.
Für temporäre Differenzen, die aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren, werden keine latenten Steuern in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.
21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Während Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung lediglich bei Vorliegen eindeutiger Anzeichen auf etwaige vorzunehmende Wertminderungen hin zu überprüfen sind, unterliegen Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verpflichtenden, mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
Die Werthaltigkeitsprüfung von Firmenwerten sowie von Vermögenswerten, für die keine eigenen zukünftigen Finanzmittel flüsse identifiziert werden können, erfolgt auf der Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units, CGUs). Für eine Zuordnung sind jene CGUs zu identifizieren, aus denen separate Mittelzuflüsse erzielt werden und die – im Fall von Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten – einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die nicht zuordenbaren Unterschiedsbeträge wurden primär auf die CGUs "Stromverteilung Bulgarien", "Stromverteilung Mazedonien" und "Internationales Projektgeschäft" verteilt.
Im Bereich der Sachanlagen wird als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als CGU die technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom-, Erdgas- und Wasserverteilungsanlagen, Windparks, Strombezugsrechte, Telekomnetze sowie Anlagen im Umweltbereich.
Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit wird als erzielbarer Betrag der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert dem Buchwert der CGU bzw. dem Buchwert des Vermögenswerts gegenübergestellt. Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten.
Als Abzinsungssatz wird ein Kapitalkostensatz vor Ertragsteuern (WACC) verwendet. Die Eigenkapitalprämie des WACC setzt sich aus dem risikolosen Zinssatz zehnjähriger EU-Anleihen sowie einer Risikoprämie zusammen, welche die Markt-Risikoprämie und den Beta-Faktor auf Basis von Peer-Group-Kapitalmarktdaten umschließt. Die Fremdkapital-Prämie setzt sich aus dem Basiszinssatz und einem EVN-spezifischen Risikozuschlag zusammen. Für die Gewichtung der beiden Prämien wird auf Basis von Peer-Group-Daten eine Kapitalstruktur von 50:50 zu Marktwerten unterstellt. Diese Zahlungsströme werden mit dem Kapitalkostensatz vor Ertragsteuern (WACC) von 8,7 % (Vorjahr: 8,7 %), angepasst um spezifische Unternehmens- und Länderrisiken, abgezinst.
Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Geldmittelzu- und -abflüsse (Cash Flows), die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Die Cash-Flow-Prognosen basieren auf den jüngsten vom Management genehmigten Finanzplänen und erstrecken sich auf einen Zeitraum, für welchen verlässliche Planungsrechnungen erstellt werden können. Die zukünftigen Strompreisannahmen werden von den Terminmarktnotierungen an der European Energy Exchange AG, Leipzig, abgeleitet. Für darüber hinausgehende Zeiträume erfolgt eine Durchschnittsbildung anhand zweier Prognosen renommierter Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. In die Wertermittlung werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei im Fall von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand berücksichtigt wird. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung der nächsten mittelfristigen Unternehmensplanung berücksichtigt.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem angesetzten Buchwert, so ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag zu verringern und eine Wertminderung zu erfassen. Übersteigt der Buchwert einer CGU den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der CGU berücksichtigt. Wenn der Grund für eine vorgenommene Wertminderung entfällt, erfolgt für den betreffenden Vermögenswert eine Wertaufholung. Der infolge dieser Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht übersteigen. Firmenwerte, die im Zuge einer Werthaltigkeitsprüfung wertgemindert wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben werden.
Die Buchwerte der Firmenwerte stellen sich wie folgt dar:
| 21. Zuordnung der Firmenwerte auf Cash Generating Units | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Stromverteilung Bulgarien | – | 122,6 |
| Stromverteilung Mazedonien | – | 26,3 |
| Internationales Projektgeschäft | 53,1 | 53,1 |
| Sonstige CGUs | 5,5 | 5,5 |
| Summe Firmenwerte | 58,6 | 207,5 |
Als Ergebnis der von den zuständigen Regulierungsbehörden in Bulgarien und Mazedonien bekanntgegebenen Tarifentscheidungen und in Verbindung mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation und dem Ausblick in dieser Region mussten die mittelfristigen Erwartungen für die Geschäftstätigkeit der EVN Gruppe in Bulgarien sowie Mazedonien angepasst werden, was zu Wertminderungen der Firmenwerte und Kundenstöcke dieser CGUs (148,9 Mio. Euro und 43,0 Mio. Euro) führte. Der CGU Stromverteilung Mazedonien waren im Vorjahr Kundenbeziehungen, die noch nicht einer Marktliberalisierung unterlagen und somit eine unbestimmbare Nutzungsdauer aufwiesen, mit Anschaffungskosten von 24,5 Mio. Euro zugeordnet. Diese bestanden zum 30. September 2014 daher nicht mehr (siehe Erläuterung 35. Immaterielle Vermögenswerte).
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung der Nutzungswerte für Firmenwerte verwendet werden, sind neben den Cash-Flow-Prognosen der Abzinsungssatz (WACC) und die Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum.
Die Annahmen zu den wesentlichen Cash Generating Units sowie deren Sensitivitäten sind im Folgenden dargestellt:
Internationales Projektgeschäft
| 21. Internationales Projektgeschäft | ||
|---|---|---|
| in % | 2013/14 | 2012/13 |
| Annahmen | ||
| WACC vor Steuern | 10,60 % | 12,00 % |
| Wachstumsrate nach Detailplanungszeitraum von 4 Jahren | 0,0 % | 0,0 % |
| Sensitivitäten beim Abzinsungssatz | ||
| WACC +1 % | –6,9 % | –3,1 % |
| WACC –1 % | 15,7 % | 14,8 % |
| Veränderung des WACC in Basispunkten (BP), damit der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht | 30 BP | 60 BP |
Der Buchwert des Nettovermögens der CGU "Internationales Projektgeschäft" betrug 252,9 Mio. Euro (Vorjahr: 262,9 Mio. Euro). Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2013/14 ceteris paribus zu einer Unterdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 6,9 % gekommen (Überdeckung in Höhe von 15,7 %). Bei Erhöhung (Verminderung) des Wachstumsfaktors um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2013/14 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 4,1 % gekommen (Überdeckung in Höhe von 2,5 %). Bei einem Wachstumsfaktor von –4,0 % entspräche der erzielbare Betrag dem Buchwert.
Die Berechnungen wurden auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt.
22. Leasing- und Pachtgegenstände
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder -nehmer nach dem Kriterium der Zu ordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Die langfristigen Leasingforderungen, die bei Projektgeschäften des Umweltbereichs im Rahmen von PPP-Projekten anfallen, bei denen eine Anlage für einen Kunden gebaut, finanziert und über eine fixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, werden gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungs leasinggeschäft klassifiziert und als solches im Konzernabschluss der EVN bilanziert.
Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden passiviert. Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.
23. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungs methoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Konzernanhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsäch lichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Insbesondere die folgenden Annahmen und Schätzungen können in folgenden Berichtsperioden zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner Vermögenswerte und Schulden führen.
Bei den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduzierung der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen führen. Zur Ermittlung erzielbarer Beträge mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) verwendet; diese entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Die Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung – diese entspricht einer Kapitalstruktur zu Marktwerten – wurde aus einer adäquaten Peer Group abgeleitet. Vor dem Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds wird die Entwicklung der Kapitalkosten (und insbesondere der Länderrisikoprämien) laufend beobachtet (siehe Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Für die Bewertung des Erzeugungsportfolios wurde das Preisgerüst ab dem fünften Jahr (keine aussagekräftigen Marktpreise an den Strombörsen mehr verfügbar) anhand der durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Es werden jeweils die letzten aktuell verfügbaren Studien verwendet, die aufgrund der derzeitigen Volatilität der Strommärkte jährlich aktualisiert werden.
Die wesentlichen Prämissen und Ermessensentscheidungen bei der Festlegung des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zu 2. Berichterstattung nach IFRS und 4. Konsolidierungskreis beschrieben.
Im März 2014 hat die bulgarische Staatliche Kommission für Energie- und Wasserregulierung (SEWRC/"der Regulator") ein administratives Verfahren zum Lizenzentzug gegen die EVN Bulgaria EC eingeleitet. Als Grund für diesen Schritt nannte die SEWRC die Gegenverrechnung von Forderungen an die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) durch die EVN Bulgaria EC. Der Regulator behauptet, die Gegenverrechnung habe zur Verringerung der Barreserven bei der NEK geführt und dadurch deren Fähigkeit gefährdet, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Das administrative Verfahren vor dem Regulator ist noch anhängig. Während des administrativen Verfahrens hat der Regulator eine Geldbuße in der Höhe von 1,0 Mio. BGN gegen die EVN Bulgaria EC verhängt. Die EVN Bulgaria EC legte gegen diese Maßnahme Berufung vor dem zuständigen erstinstanzlichen Gericht – dem Bezirksgericht in Plovdiv (PDC) – ein. Am 10. Oktober entschied das Gericht zugunsten der SEWRC und bestätigte die Geldbuße. Gegen diese Entscheidung hat die EVN Bulgaria EC beim Verwaltungsgericht in Plovdiv Berufung eingelegt. Die Bewertung der bulgarischen Vermögenswerte basiert auf aktuellen Annahmen. Das eingeleitete Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass die Nachteile aus den regulatorischen Entscheidungen kompensiert werden.
Die Moskauer Antimonopolkommission (FAS) hat den Beschluss der Regierung der Stadt Moskau vom 1. Juni 2010, mit der im Projekt der Müllverbrennungsanlage der Wechsel auf den Investor EVN unter gleichzeitiger Erhöhung der Kapazität auf 700.000 Jahrestonnen angeordnet bzw. genehmigt worden war, für wettbewerbswidrig erklärt; dieser Beschluss ist rechtskräftig. Gegen die behördlichen Maßnahmen zur Aufhebung dieser Verordnung und des Investitionsvertrags selbst führt EVN mehrere Verfahren, die derzeit bei (unterschiedlichen) Instanzen anhängig sind. Diese Entwicklungen beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau ließen zuletzt erhebliche Zweifel an dessen Realisierbarkeit erscheinen, weshalb die bestehende Leasingforderung wertberichtigt und der auf die verwertbaren Anlagenkomponenten entfallende Betrag in die Vorräte umgegliedert wurde. Die weiteren Entwicklungen in diesem Projekt können in folgenden Berichtsperioden zu Änderungen des Ausweises und Wertänderungen führen (siehe Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte).
Die Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks Walsum 10, an der die EVN zu 49 % beteiligt ist, hat am 17. Dezember 2013 eine Schiedsklage gegen das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH und am 10. Dezember 2013 eine gerichtliche Klage gegen einen Versicherer eingebracht. Die geltend zu machenden Ansprüche beruhen auf Schäden, die der Projektgesellschaft infolge verspäteter Fertigstellung des Kraftwerks Walsum 10 entstanden sind, und umfassen pauschalierten Schadenersatz für Verzug, verzögerungsbedingte Mehrkosten, die vorfinanzierten Reparaturkosten und für den Schaden aus entgangener Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten, sowie Ansprüche gegen einen Versicherer. Widerklagend hat das Hitachi-Konsortium in diesem Verfahren Ansprüche gegen die Projektgesellschaft geltend gemacht. Der Versicherer hat in einer mittlerweile verbundenen Klage Rückzahlung von bereits geleisteten Abschlagszahlungen gefordert. Der Ausgang dieser Verfahren kann in künftigen Perioden zu Wertänderungen führen.
Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Abfertigungen werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie Pensions- und Gehaltserhöhungen verwendet, die in künftigen Perioden zu Bewertungsänderungen führen können (siehe Erläuterung 52. Langfristige Rückstellungen).
Weitere Anwendungsgebiete für Annahmen und Schätzungen liegen zum einen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des langfristigen Vermögens (siehe Erläuterungen 6. Immaterielle Vermögenswerte und 7. Sachanlagen), der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren und Umweltschutz (siehe Erläuterung 17. Rückstellungen) und Einschätzungen zu sonstigen Verpflichtungen und Risiken (siehe Erläuterung 66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken) sowie zum anderen in der Bewertung von Forderungen und Vorräten (siehe Erläuterungen 12. Vorräte und 13. Forderungen). Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden.
24. Grundsätze zur Segmentberichterstattung
Die Identifizierung der operativen Segmente erfolgt auf Basis der internen Organisations- und Berichtsstruktur und den internen Steuerungsgrößen (Management Approach). Für jedes operative Segment überprüft der Vorstand des EVN Konzerns (Hauptentscheidungsträger gemäß IFRS 8) interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Segmentabgrenzung in "Erzeugung", "Energiehandel und -vertrieb", "Netzinfrastruktur Inland", "Energieversorgung Südosteuropa", "Umwelt" und "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" entspricht vollständig der internen Berichtsstruktur. Die Bewertung sämtlicher Segmentinformationen steht in Einklang mit den IFRS. Zur internen Performancemessung der Segmente wird in erster Linie das EBITDA herangezogen, welches für das jeweilige Segment der Summe der operativen Ergebnisse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Ver mögenswerte und Sachanlagen der in das Segment einbezogenen Gesellschaften unter Berücksichtigung intersegmentärer Umsätze und Aufwendungen entspricht (siehe Erläuterung 60. Segmentberichterstattung).
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
25. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:
| 25. Umsatzerlöse Mio. EUR |
2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Erzeugung | 33,7 | 39,0 |
| Energiehandel und -vertrieb | 431,5 | 387,8 |
| Netzinfrastruktur Inland | 430,9 | 435,8 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 900,4 | 1.007,3 |
| Umwelt | 168,9 | 227,2 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 9,5 | 8,8 |
| Summe | 1.974,9 | 2.105,9 |
In den Umsatzerlösen waren Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von PPP-Projekten in Höhe von 23,0 Mio. Euro (Vorjahr: 83,5 Mio. Euro) enthalten (siehe Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte).
Die vom bulgarischen Regulator kommunizierte Rückführung von Erlösen aus vergangenen Perioden in Höhe von 72,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) wurde in den Umsatzerlösen erfasst (siehe Erläuterung 59. Übrige kurzfristige Schulden).
26. Sonstige betriebliche Erträge
| 26. Sonstige betriebliche Erträge | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 45,4 | 39,8 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 18,3 | 15,2 |
| Bestandsveränderungen | –18,1 | 12,5 |
| Entschädigungen und Vergütungen | 8,8 | 3,6 |
| Zinsen für verspätete Zahlungen | 7,7 | 9,8 |
| Miet- und Pachterträge | 2,4 | 2,4 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von vollkonsolidierten Unternehmen | – | 0,5 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | –1,2 | 0,0*) |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 7,9 | 11,3 |
| Summe | 71,1 | 95,2 |
| *) Kleinbetrag |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassten hauptsächlich Prämien, Subventionen sowie Dienst leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit standen. Fertiggestellte bzw. abgerechnete Kundenprojekte im laufenden Geschäftsjahr führten zu der ausgewiesenen Reduktion der Bestandsveränderungen gegenüber dem Vorjahr.
27. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassten insbesondere Strom-, Erdgas-, Kohle- und Biomassebezugs kosten sowie den durch die zu geringe Zuteilung von Gratiszertifikaten entstandenen Aufwand für den Einsatz zugekaufter CO2-Emissions zertifikate in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand standen überwiegend im Zusammenhang mit dem P rojektgeschäft des Umweltbereichs sowie mit Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters waren in dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen enthalten.
| 27. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | 1.032,2 | 979,0 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | 251,9 | 301,3 |
| Summe | 1.284,0 | 1.280,3 |
28. Personalaufwand
Im Personalaufwand waren Beiträge an die EVN-Pensionskasse in Höhe von 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) enthalten.
| 28. Personalaufwand | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Gehälter und Löhne | 241,6 | 234,7 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 4,5 | 5,2 |
| Aufwendungen für Pensionen | 9,5 | 9,6 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 51,1 | 49,4 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 6,3 | 6,4 |
| Summe | 313,0 | 305,3 |
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:
| 28. Mitarbeiter nach Segmenten1) | 2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Erzeugung | 164 | 192 |
| Netzinfrastruktur Inland | 1.281 | 1.299 |
| Energiehandel und -vertrieb | 279 | 272 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 4.532 | 4.625 |
| Umwelt | 549 | 591 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 510 | 466 |
| Summe | 7.314 | 7.445 |
1) Anzahl im Jahresdurchschnitt
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzte sich zu 96,0 % aus Angestellten und zu 4,0 % aus Arbeitern zusammen (Vorjahr: 95,9 % Angestellte und 4,1 % Arbeiter), wobei in Bulgarien und Mazedonien nicht nach Angestellten und Arbeitern unterschieden wird und damit eine Zurechnung bei den Angestellten erfolgt.
29. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Die Vorgehensweise bei Werthaltigkeitsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.
| 29. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen nach Bilanzpositionen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 205,9 | 14,8 |
| Sachanlagen | 319,5 | 283,1 |
| Summe | 525,5 | 297,9 |
| 29. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Abschreibungen | 256,0 | 237,9 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen1) | 269,5 | 59,9 |
| Summe | 525,5 | 297,9 |
1) Details siehe Erläuterung 35. Immaterielle Vermögenswerte und 36. Sachanlagen
30. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 30. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Forderungsabschreibungen | 230,7 | 36,0 |
| Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken | 28,8 | 35,5 |
| Betriebssteuern und Abgaben | 17,6 | 16,0 |
| Werbeaufwand | 11,4 | 10,4 |
| Fahrt- und Reisespesen, Kfz-Aufwendungen | 10,9 | 11,3 |
| Telekommunikation und Portospesen | 10,2 | 11,5 |
| Versicherungen | 9,1 | 9,0 |
| Mieten | 6,9 | 7,2 |
| Wartung und Instandhaltung | 6,8 | 6,8 |
| Weiterbildung | 2,3 | 2,3 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 24,3 | 24,3 |
| Summe | 359,0 | 170,4 |
Die Forderungsabschreibungen beinhalten im Gechäftsjahr 2013/14 die Wertberichtigung der Leasingforderung beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 191,4 Mio. Euro (siehe Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte).
Die Position Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken umfasst auch die Änderung der Rückstellung für Prozesskosten und -risiken. Die Position Mieten umfasst auch die Änderung der Rückstellungen für Mieten für Netzzutritte in Bulgarien. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Aufwendungen für Umweltschutz, Spesen des Geld verkehrs, Lizenzen, Mitgliedsbeiträgen sowie Verwaltungs- und Büroaufwendungen.
31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter
| 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter Mio. EUR |
2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|
| EVN KG | 53,6 | 58,9 |
| RAG | 58,0 | 80,1 |
| EconGas | – | –19,7 |
| Energie Burgenland | 7,6 | 9,7 |
| ZOV; ZOV UIP | 11,7 | 11,8 |
| Devoll Hydropower ShA | – | –27,6 |
| Shkodra | – | –20,4 |
| Verbund Innkraftwerke | –39,2 | 2,8 |
| Andere Gesellschaften | 2,4 | –0,6 |
| Summe | 94,0 | 95,0 |
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter wurde beginnend mit dem 3. Quartal 2013/14 als Teil des operativen Ergebnisses ausgewiesen (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS). Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile, Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten Vermögenswerten sowie notwendig gewordene Wertminderungen.
Der negative Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH ist durch deutlich verschlechterte Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung, die auf aktuellen Marktanalysen beruhen, begründet. Die neuen Strompreisannahmen führten zu einer Wertminderung der Anteile an diesem at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 41,1 Mio. Euro (siehe Erläuterung 37. At Equity einbezogene Unternehmen).
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im Vergleichszeitraum des Vorjahres war geprägt durch die negativen Ergebnisbeiträge der EconGas, der Devoll Hydropower ShA und der Shkodra. Der negative Ergebnisbeitrag der EconGas resultierte einerseits aus der signifikant negativen Spanne zwischen dem langfristigen ölpreisgebundenen Erdgasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie andererseits aus einer Vorsorge für belastende Verträge der EconGas im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen. Weiters kam es im Vorjahr durch den Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. zu einem einmaligen negativen Effekt in Höhe von 27,6 Mio. Euro vor Steuern.
Der bei der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH im Vorjahr erfasste negative Ergebnisbeitrag war auf mehrere Effekte zurückzuführen. Zum einen war eine von albanischen Regierungsvertretern in Aussicht gestellte Konzessionsdauerverlängerung als wirtschaftliche Kompensation für in der Bauphase eingetretene Hochwasserschäden, einen Bauverzug und entsprechende Mehrkosten aufgrund des Regierungswechsels mit hoher Unsicherheit behaftet. Zum anderen hatte sich das Kundenrisiko infolge verspäteter Zahlungseingänge erhöht. Weiters waren die Erwartungen hinsichtlich der Erlöse aus dem Verkauf von zertifizierten Emissionsreduktionen (Certified Emission Reductions, CERs) weiter gesunken. Trotz eines positiven Ergebnisses in Höhe von 1,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/14 blieb dieses im Ergebnisanteil der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH unberücksichtigt, da die noch nicht erfassten und außerbücherlich mitgeführten Verluste vom Gewinnanteil noch nicht abgedeckt wurden.
Die nicht angesetzten kumulativen Verluste der Shkodra Region Beteiligungshodling GmbH betrugen –0,1 Mio. Euro (Vorjahr: –0,9 Mio. Euro), die nicht angesetzten kumulativen Verluste der Econgas betrugen –0,2 Mio. Euro (Vorjahr: –4,1 Mio. Euro).
32. Finanzergebnis
| 32. Finanzergebnis | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Beteiligungsergebnis | ||
| WEEV Beteiligungs GmbH | 2,8 | –29,6 |
| Andere Gesellschaften | 0,0*) | 0,0*) |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter | 2,8 | –29,6 |
| Dividendenzahlungen | 42,9 | 27,2 |
| davon Verbund AG | 40,1 | 24,1 |
| davon andere Gesellschaften | 2,8 | 3,1 |
| Wertminderungen | –0,5 | –0,4 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 42,4 | 26,8 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 45,2 | –2,8 |
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten | 18,7 | 21,2 |
| Übrige Zinserträge | 4,8 | 7,2 |
| Summe Zinsertrag | 23,5 | 28,4 |
| Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten | –77,5 | –75,3 |
| Zinsaufwand Personalrückstellungen | –14,3 | –15,5 |
| Übrige Zinsaufwendungen | –4,9 | –3,1 |
| Summe Zinsaufwendungen | –96,7 | –93,8 |
| Summe Zinsergebnis | –73,2 | –65,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||
| Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Finanzvermögens (@FVTPL) | 1,0 | –0,1 |
| Währungskursgewinne/-verluste | –2,7 | –0,1 |
| Übriges Finanzergebnis | –2,3 | –3,1 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | –4,0 | –3,3 |
| Finanzergebnis | –31,9 | –71,5 |
*) Kleinbetrag
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter wird als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS).
Die WEEV Beteiligungs GmbH wurde zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung des Verbund AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG gegründet und erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 in den Konzernabschluss der EVN at Equity einbezogen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte werden, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Fall eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung, welche im Vorjahr zu dem ausgewiesenen negativen Ergebnisbeitrag führte.
Die Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investmentfonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zins erträge beinhalten Erträge aus liquiden Mitteln und Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens.
Die Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten betreffen die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für langfristige Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtzinsen für Biomasseanlagen, Verteil- und Wärmenetze.
33. Ertragsteuern
| 33. Ertragsteuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Laufender Ertragsteueraufwand und -ertrag | –8,4 | 32,4 |
| davon österreichische Gesellschaften | –17,7 | 22,0 |
| davon ausländische Gesellschaften | 9,3 | 10,3 |
| Latenter Steuerertrag | –94,4 | –14,5 |
| davon österreichische Gesellschaften | –70,2 | –10,8 |
| davon ausländische Gesellschaften | –24,2 | –3,7 |
| Summe | –102,8 | 17,9 |
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2014 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0 % (Vorjahr: 25,0 %) und des ausgewiesenen Konzernsteuerertrags aufgrund des negativen Konzernergebnisses des Geschäftsjahres 2013/14 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellten sich folgendermaßen dar:
| 2013/14 | 2012/13 | |||
|---|---|---|---|---|
| 33. Ermittlung des Effektivsteuersatzes | in % | Mio. EUR | in % | Mio. EUR |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –373,3 | 170,7 | ||
| Ertragsteuersatz/-aufwand zum nominellen Ertragsteuersatz | –25,0 | –93,3 | 25,0 | 42,7 |
| + /– Abweichende ausländische Steuersätze | 4,6 | 17,3 | –4,5 | –8,1 |
| – Steuerfreie Beteiligungserträge | –6,7 | –25,2 | –7,6 | –13,7 |
| + /– Änderungen im Ansatz / in der Bewertung der latenten Steuern | 11,9 | 44,6 | 1,5 | 2,7 |
| + Abschreibungen auf Firmenwerte | 10,0 | 37,2 | – | – |
| – Steuerrechtliche Anteilsabwertungen | –26,1 | –97,5 | –8,8 | –15,7 |
| – Steuerfreie Erträge | –0,5 | –1,9 | –0,3 | –0,6 |
| + Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 4,1 | 15,3 | 6,6 | 11,8 |
| + /– Aperiodische Steuererhöhungen /-minderungen | 0,2 | 0,8 | 0,3 | 0,5 |
| – /+ Sonstige Posten | 0,0*) | –0,1 | –0,9 | –1,7 |
| Effektivsteuersatz/-aufwand | –27,5 | –102,8 | 11,2 | 17,9 |
*) Kleinbetrag
Die steuerrechtlichen Anteilsabwertungen betreffen die im Geschäftsjahr mit steuerlicher Wirkung durchgeführten Beteiligungsabschreibungen von EVN Bulgaria EC, EVN Macedonia, EVN Kavarna, evn nk BuB, EVN UBS und OOO EVN Umwelt Service (Vorjahr: Shkodra, Devoll Hydropower, EconGas und EnergieAllianz). Der effektive Steuerertrag (Vorjahr: Steuerbelastung) der EVN für das Geschäftsjahr 2013/14 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern –27,5 % (Vorjahr: 11,2 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.
34. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wurde durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2013/14 im Umlauf befind lichen Anteile von 177.936.810 Stück (Vorjahr: 178.356.673 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch so genannte "potenzielle Aktien" aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie war.
Auf Basis des Konzernergebnisses von –299,0 Mio. Euro (Vorjahr: 109,3 Mio. Euro) errechnete sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein Ergebnis je Aktie von –1,68 Euro (Vorjahr: 0,61 Euro).
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Die Nettowerte verstehen sich als Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.
Als Währungsdifferenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und zu Ende des Geschäftsjahres 2013/14 ergaben.
35. Immaterielle Vermögenswerte
In den Rechten waren Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, großteils Software-Lizenzen, ausgewiesen. Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden insbesondere die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger aus gewiesen.
Im Geschäftsjahr 2013/14 ergab die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 191,8 Mio. Euro im Segment "Energieversorgung Südosteuropa". Die Wertminderungen waren auf die mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 2. Juli 2014 bekanntgegebenen Tarifänderungen in Bulgarien und Mazedonien ab 1. Juli 2014 zurückzuführen. Dadurch kam es zu einer Neubewertung der Geschäftstätigkeit in diesen beiden Ländern und einer vollständigen Wertminderung der Firmenwerte und Kundenstöcke.
In Bulgarien sehen die neuen Tarife eine deutliche Erhöhung des Strombezugspreises bei nur geringfügiger Anhebung der Endkundenpreise vor. Darüber hinaus wurde die Marge für die im Energievertrieb tätige EVN Bulgaria EC weiter reduziert. Der erzielbare Betrag für die CGU "Stromverteilung Bulgarien" wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 394,7 Mio. Euro per 30. Juni 2014. Der WACC vor Steuern betrug 9,37 % (Vorjahr: 8,68 %). Die erfasste Wertminderung wurde per 30. September 2014 bestätigt und betrug 141,0 Mio. Euro, von denen 122,6 Mio. Euro auf den Firmenwert entfielen.
In Mazedonien fiel die Anhebung der Endkundenpreise geringer aus als erwartet. Weiters wurden Kostenelemente im Zusammenhang mit der geplanten Liberalisierung nicht berücksichtigt. Dies machte eine Wertminderung sowohl des Firmenwerts als auch des Kundenstocks erforderlich. Der erzielbare Betrag für die CGU "Stromverteilung Mazedonien" wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 249,0 Mio. Euro per 30. Juni 2014. Der WACC vor Steuern betrug 11,61 % (Vorjahr: 11,61 %). Die erfasste Wertminderung wurde per 30. September 2014 bestätigt und betrug 50,8 Mio. Euro, von denen 26,3 Mio. Euro auf den Firmenwert entfielen.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Wertminderungen für immaterielle Vermögenswerte erfasst.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden insgesamt 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die von den IFRS geforderten Aktivierungskriterien wurden nicht erfüllt.
| 35. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | -- | -------------------------------------------------- |
| Geschäftsjahr 2013/14 | Sonstige immaterielle | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Firmenwerte | Rechte | Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowert 30.09.2013 | 216,7 | 330,8 | 93,7 | 641,3 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Zugänge | – | 5,6 | 1,7 | 7,3 |
| Abgänge | – | –1,0 | 0,0*) | –1,1 |
| Umbuchungen | – | 1,3 | –0,1 | 1,2 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 216,7 | 336,7 | 95,3 | 648,7 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –9,2 | –204,4 | –32,8 | –246,4 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | – | 0,0*) |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –9,6 | –4,5 | –14,1 |
| Wertminderungen | –148,9 | – | –43,0 | –191,8 |
| Abgänge | – | 0,1 | 0,0*) | 0,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –158,1 | –213,9 | –80,2 | –452,2 |
| Nettowert 30.09.2013 | 207,5 | 126,5 | 60,9 | 394,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 58,6 | 122,8 | 15,1 | 196,5 |
| *) Kleinbetrag |
| Geschäftsjahr 2012/13 | Sonstige immaterielle | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Firmenwerte | Rechte | Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowert 30.09.2012 | 216,7 | 326,3 | 89,6 | 632,7 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Zugänge | – | 4,0 | 4,5 | 8,5 |
| Abgänge | – | –0,1 | –0,6 | –0,7 |
| Umbuchungen | – | 0,6 | 0,3 | 0,8 |
| Bruttowert 30.09.2013 | 216,7 | 330,8 | 93,7 | 641,3 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 | –9,2 | –195,0 | –28,1 | –232,3 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | – | 0,0*) |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –9,4 | –5,4 | –14,8 |
| Abgänge | – | 0,1 | 0,6 | 0,7 |
| Umbuchungen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –9,2 | –204,4 | –32,8 | –246,4 |
| Nettowert 30.09.2012 | 207,5 | 131,3 | 61,6 | 400,4 |
| Nettowert 30.09.2013 | 207,5 | 126,5 | 60,9 | 394,9 |
*) Kleinbetrag
36. Sachanlagen
In den Zugängen zu den Sachanlagen waren aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 2,8 % – 8,5 % (Vorjahr: 3,8 % – 8,5 %).
In der Position Grundstücke und Bauten waren Grundwerte in Höhe von 63,2 Mio. Euro (Vorjahr: 67,0 Mio. Euro) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestand eine Höchstbetragshypothek in unveränderter Höhe von 1,8 Mio. Euro. Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro).
Im Geschäftsjahr 2013/14 führte die Überprüfung von Vermögenswerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 zu folgenden Wertminderungen:
Infolge der verschlechterten Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung ergab sich für das Kraftwerk Dürnrohr ein Abwertungsbedarf in Höhe von 27,0 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag für die betreffende CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 18,0 Mio. Euro. Der WACC vor Steuern betrug 8,59 % (Vorjahr: 9,33 %).
Weiters führten Werthaltigkeitsprüfungen aufgrund der verschlechterten Einschätzungen zu Wertminderungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro an Kleinwasserkraftwerken und einem Windpark der EVN Naturkraft. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis von Nutzungswerten berechnet und betrugen in Summe 13,3 Mio. Euro. Der WACC vor Steuern betrug 8,04 %. Weiters kam es zu Wertminderungen in Höhe von 7,2 Mio. Euro am Windpark der EVN Kavarna. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 18,5 Mio. Euro. Der WACC vor Steuern, der für die Phase des geförderten Tarifs zur Anwendung kam, betrug 6,60 %.
In der EVN Wasser wurde aufgrund der vorübergehenden Stilllegung des Brunnenfelds Bisamberg eine Wertminderung in Höhe von 2,1 Mio. Euro notwendig. Weiters kam es im Umweltbereich zu Wertminderungen im Zusammenhang mit der Schlammtrockung und von Anlagenkomponenten des Blockheizkraftwerks in Ljuberzy, Moskau. Da die aktuelle Beurteilung der Entwicklungen am Kläranlagenstandort Ljuberzy zu erheblichen Zweifeln hinsichtlich der Inbetriebnahme und Nutzung der Schlammtrockungsanlage sowie der Kompensation betreffend Netz-Infrastruktur und das Reserve-Blockheizkraftwerk führte, wurden diese Anlagen im September 2014 vollständig wertberichtigt. Die Schlammtrockungsanlage wurde um 30,7 Mio. Euro wertberichtigt. Der Wertminderungsbedarf der restlichen Vermögenswerte, welche dem Blockheizkraftwerk Ljuberzy zuzurechnen sind, betrug 8,9 Mio. Euro.
Die Wertminderung in der Vergleichsperiode resultierte aus der Abwertung des zu diesem Zeitpunkt in Bau befindlichen Kraftwerks der anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Steag-EVN Walsum. Grund hierfür waren im Wesentlichen eine Verzögerung hinsichtlich der kommerziellen Inbetriebnahme des Kraftwerks und daraus resultierende höhere Kosten. Insgesamt betrug die Wertminderung für das anteilige Kraftwerk Duisburg-Walsum per 30. September 2014 92,7 Mio. Euro. Die Wertminderungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Wärmeanlagen.
In der Position geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau waren zum Abschlussstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungskosten von 196,3 Mio. Euro (Vorjahr: 587,9 Mio. Euro) enthalten.
Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Konzern-Bilanz der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus der Nutzung von Wärmenetzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 12,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten wurden unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.
Die als Sicherheit verpfändeten Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wiesen einen Buchwert in Höhe von 71,9 Mio. Euro auf (Vorjahr: 116,6 Mio. Euro).
36. Entwicklung der Sachanlagen
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Grund stücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2013 | 711,5 | 3.525,2 | 2.255,0 | 202,6 | 229,9 | 693,4 | 7.617,7 |
| Währungsdifferenzen | –0,2 | –0,6 | –9,6 | –0,1 | –0,2 | –4,0 | –14,6 |
| Zugänge | 9,7 | 112,3 | 105,1 | 19,3 | 14,0 | 142,4 | 402,8 |
| Abgänge | –1,8 | –8,2 | –9,3 | –5,9 | –23,7 | –1,3 | –50,3 |
| Umbuchungen | 43,0 | 67,2 | 476,6 | 0,2 | 2,4 | –590,7 | –1,4 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 762,1 | 3.695,9 | 2.817,8 | 216,1 | 222,4 | 239,9 | 7.954,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –358,6 | –1.867,8 | –1.495,5 | –133,2 | –184,7 | –105,0 | –4.144,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,1 | 0,3 | 3,0 | 0,0*) | 0,1 | 1,8 | 5,3 |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,2 | –100,8 | –93,5 | –10,8 | –16,6 | – | –241,9 |
| Wertminderungen | –20,8 | –1,7 | –23,9 | – | – | –31,3 | –77,7 |
| Abgänge | 1,6 | 7,9 | 7,5 | 5,6 | 23,0 | 1,1 | 46,8 |
| Umbuchungen | –4,1 | 0,0*) | –92,2 | – | 0,0*) | 96,5 | 0,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –402,0 | –1.962,1 | –1.694,5 | –138,3 | –178,2 | –36,9 | –4.412,0 |
| Nettowert 30.09.2013 | 352,9 | 1.657,4 | 759,5 | 69,5 | 45,2 | 588,5 | 3.472,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 360,1 | 1.733,8 | 1.123,3 | 77,8 | 44,2 | 203,0 | 3.542,2 |
*) Kleinbetrag
| Geschäftsjahr 2012/13 Mio. EUR |
Grundstücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2012 | 695,9 | 3.319,0 | 2.208,0 | 195,6 | 232,5 | 644,4 | 7.295,5 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | 0,0*) | –7,0 | 0,0*) | –0,1 | –2,9 | –10,0 |
| Zugänge | 11,6 | 130,2 | 44,1 | 12,7 | 12,8 | 156,0 | 367,4 |
| Abgänge | –1,9 | –8,8 | –6,5 | –5,8 | –10,0 | –2,5 | –35,4 |
| Umbuchungen | 5,9 | 84,9 | 16,3 | 0,1 | –5,3 | –101,6 | 0,2 |
| Bruttowert 30.09.2013 | 711,5 | 3.525,2 | 2.255,0 | 202,6 | 229,9 | 693,4 | 7.617,7 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 | –338,5 | –1.774,1 | –1.424,6 | –128,1 | –180,8 | –47,5 | –3.893,5 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | 0,0*) | 1,1 | 0,0*) | 0,1 | – | 1,2 |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,8 | –98,0 | –76,4 | –10,8 | –17,2 | – | –223,2 |
| Wertminderungen | 0,0*) | – | –1,0 | – | – | –58,9 | –59,9 |
| Abgänge | 1,0 | 8,3 | 5,6 | 5,7 | 9,6 | 1,5 | 31,7 |
| Umbuchungen | –0,3 | –3,9 | –0,4 | – | 3,7 | –0,1 | –1,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –358,6 | –1.867,8 | –1.495,5 | –133,2 | –184,7 | –105,0 | –4.144,8 |
| Nettowert 30.09.2012 | 357,4 | 1.544,9 | 783,5 | 67,5 | 51,7 | 597,0 | 3.402,0 |
| Nettowert 30.09.2013 | 352,9 | 1.657,4 | 759,5 | 69,5 | 45,2 | 588,5 | 3.472,9 |
*) Kleinbetrag
37. At Equity einbezogene Unternehmen
Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang ab Seite 218 unter Beteiligungen der EVN dargestellt. Unter 65. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen finden sich Finanzinformationen zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen, welche at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Aus der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards ergaben sich Änderungen im Hinblick auf die Energievertriebsgesellschaften im Rahmen der EnergieAllianz, welche rückwirkend mit 1. Oktober 2012 at Equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und auf die Steag-EVN Walsum, welche rückwirkend mit 1. Oktober 2012 mit einem Anteil von 49,0 % anteilig in den Konzernabschluss der EVN und damit nicht mehr at Equity einbezogen wurde (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS).
Sämtliche at Equity einbezogenen Unternehmen wurden mit ihren anteiligen IFRS-Ergebnissen aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der EVN AG liegt. Für die at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen existierten keine öffentlich notierten Marktpreise.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde eine Wertminderung an der Verbund Innkraftwerke GmbH in Höhe von 41,1 Mio. Euro aufgrund deutlich verschlechterter Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung auf Basis aktueller Marktanalysen notwendig. Der erzielbare Betrag für den EVN-Anteil an der Verbund Innkraftwerke GmbH wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 135,1 Mio. Euro per 3. September 2014. Der WACC vor Steuern betrug 8,04 %. Die erfasste Wertminderung wurde per 30. September 2014 bestätigt (siehe auch Erläuterung 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter).
Die Entwicklung des Nettowerts der at Equity einbezogenen Unternehmen wurde im Vorjahr wesentlich von den negativen Ergebnisbeiträgen beeinflusst (siehe auch 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter und 32. Finanzergebnis).
In den Abgängen des Geschäftsjahres 2012/13 spiegelt sich der Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA im Vorjahr wider.
Die Anteile an der ZOV, deren anteiliges Eigenkapital im Besitz der EVN zum 30. September 2014 79,0 Mio. Euro betrug, wurden zur Besicherung an die kreditfinanzierenden Banken abgetreten (Vorjahr: 78,9 Mio. Euro).
| 37. Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen | |
|---|---|
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
At Equity einbezogene Unternehmen |
| Bruttowert 30.09.2013 | 918,8 |
| Zugänge | 0,2 |
| Abgänge | –0,5 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 918,4 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | 25,2 |
| Währungsdifferenzen | 0,4 |
| Abgänge | 0,3 |
| Wertminderungen | –41,1 |
| Laufendes anteiliges Ergebnis | 137,6 |
| Ausschüttungen | –145,3 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | –6,4 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –29,3 |
| Nettowert 30.09.2013 | 944,0 |
| Nettowert 30.09.2014 | 889,1 |
| Geschäftsjahr 2012/13 Mio. EUR |
At Equity einbezogene Unternehmen |
| Bruttowert 30.09.2012 | 946,1 |
| Zugänge | 3,5 |
| Abgänge | –30,8 |
| Bruttowert 30.09.2013 | 918,8 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2012 | 70,9 |
| Währungsdifferenzen | –1,0 |
| Abgänge | 30,8 |
| Anteiliges Ergebnis | 65,4 |
| Ausschüttungen | –154,1 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | 13,2 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | 25,2 |
| Nettowert 30.09.2012 | 1.017,0 |
38. Sonstige Beteiligungen
Die Position sonstige Beteiligungen umfasst Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie andere Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20,0 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.
In der Summe der sonstigen Beteiligungen waren Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 639,6 Mio. Euro (Vorjahr: 671,1 Mio. Euro) enthalten, von denen 23,9 Mio. Euro (Vorjahr: 33,5 Mio. Euro) zu Besicherungszwecken verwendet werden. Bei den übrigen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 25,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,7 Mio. Euro), die zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert werden, handelt es sich um Anteile an Gesellschaften ohne aktiven Markt, die nicht frei handelbar sind. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen bei den sonstigen Beteiligungen betrafen in Höhe von –31,5 Mio. Euro (Vorjahr: 25,3 Mio. Euro) Anpassungen an geänderte Marktwerte und Börsekurse.
Am 22. September 2010 haben die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG (WSTW) einen Syndikatsvertrag über die Syndizierung ihrer unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der Verbund AG abgeschlossen und verfügen somit gemeinsam über rund 26 % der stimmberechtigten Aktien an der Verbund AG. Trotz des Bestehens des Syndikatsvertrages ist der Umfang eines möglichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Verbund AG aus diesem Syndikatsvertrag sehr begrenzt. Ein maßgeblicher Einfluss gemäß IAS 28 liegt somit nicht vor. Die Anteile an der Verbund AG werden daher entsprechend IAS 39 bilanziert.
| 38. Entwicklung der sonstigen Beteiligungen | |||
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2013 | 13,4 | 404,9 | 418,4 |
| Zugänge | 2,2 | – | 2,2 |
| Abgänge | –0,6 | –1,2 | –1,7 |
| Umbuchungen | –0,6 | 0,0*) | –0,6 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 14,4 | 403,7 | 418,2 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | –5,3 | 281,7 | 276,4 |
| Wertminderungen | – | –0,2 | –0,2 |
| Abgänge | 0,6 | 0,6 | 1,2 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | –31,5 | –31,5 |
| Umbuchungen | 0,6 | – | 0,6 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –4,2 | 250,7 | 246,5 |
| Nettowert 30.09.2013 | 8,1 | 686,7 | 694,8 |
| Nettowert 30.09.2014 | 10,3 | 654,4 | 664,7 |
| Geschäftsjahr 2012/13 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2012 | 14,3 | 404,2 | 418,4 |
| Zugänge | 1,5 | 0,8 | 2,2 |
| Abgänge | –2,3 | 0,0*) | –2,3 |
| Bruttowert 30.09.2013 | 13,4 | 404,9 | 418,4 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2012 | –6,6 | 256,8 | 250,2 |
| Wertminderungen | –0,1 | –0,4 | –0,4 |
| Abgänge | 1,3 | – | 1,3 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | 25,3 | 25,3 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | –5,3 | 281,7 | 276,4 |
| Nettowert 30.09.2012 | 7,7 | 661,0 | 668,7 |
| Nettowert 30.09.2013 | 8,1 | 686,7 | 694,8 |
*) Kleinbetrag
39. Übrige langfristige Vermögenswerte
Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an Investmentfonds und dienen der nach österreichischem Steuerrecht vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen. Die Buchwerte entsprechen dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultierten aus diesbezüglichen Vermögens umschichtungen im Geschäftsjahr 2013/14.
Von den Ausleihungen in Höhe von 38,9 Mio. Euro (Vorjahr: 39,2 Mio. Euro) hatten 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von PPP-Projekten. Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestanden Forderungen in Höhe von 46,5 Mio. Euro (Vorjahr: 503,4 Mio. Euro). Ebenso sind in den Zugängen aktivierte Fremd kapitalkosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 0,96 % – 5,41 % (Vorjahr: 0,96 % – 5,57 %).
Die jüngsten Entwicklungen beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau ließen erhebliche Zweifel an dessen Realisierbarkeit erscheinen (siehe hierzu auch Erläuterung 23. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen), weshalb diesem Szenario die größte Wahrscheinlichkeit beigemessen wurde. Entsprechend wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 191,4 Mio. Euro identifiziert. Der aus dem Projekt verbleibende Restbetrag in Höhe von 60,0 Mio. Euro wurde in die Vorräte umgegliedert, da verwertbare Anlagenkomponenten in dieser Höhe bestehen, und einer Vorratsbewertung unterzogen (siehe Erläuterung 40. Vorräte).
Die Umbuchungen aus den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften enthalten weiters die Umgliederung im Zusammenhang mit der Natriumhypochloritanlage Moskau in Höhe von 223,7 Mio. Euro (siehe Erläuterung 43. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).
Am 16. Juli 2012 beschloss die bulgarische Regulierungsbehörde State Energy and Water Regulatory Commission (SEWRC) für den Zeitraum ab 1. Juli 2012 eine Änderung der Methodik, um die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien sowie für Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen (Ökostrom-Mehrkosten) auszugleichen. Wie im bulgarischen "Energy Act" geregelt, sind die Energieversorungsunternehmen verpflichtet, den Strom von Produzenten erneuerbarer Energie zu beschaffen. Die wachsende Zahl der neuen Verträge mit Netzanbindung von Produzenten erneuerbarer Energie führte zu höheren Absatzmengen, welche die Strom-Beschaffungskosten der EVN in Bulgarien signifikant erhöhten. Das bulgarische Gesetz sieht diesbezüglich eine Entschädigung für diese zusätzlichen Kosten vor, welche letztlich vom Endkunden zu tragen sind. Gegen den Beschluss vom 16. Juli 2012 hat die EVN Rechtsmittel eingelegt bzw. Verfahren eingeleitet, wonach weiterhin eine unmittelbare Abgeltung durch die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) zu erfolgen habe. Mit Wirkung ab 1. August 2013 wurde diese Methodik erneut in der Weise geändert, dass die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien und für Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen von der nationalen Elektrizitätsgesellschaft NEK getragen werden müssen. Vom 1. Juli 2012 bis zum 31. Juli 2013 sind der EVN daraus Kosten in Höhe von 127,1 Mio. Euro entstanden, welche einer Zwischenfinanzierung bedürfen. Mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 wurden die entstandenen zusätzlichen Kosten der Höhe und dem Grunde nach bestätigt und klargestellt, dass diese direkt von NEK zu ersetzen sind.
Die erwarteten Ansprüche im Zusammenhang mit den Ökostrom-Mehrkosten wurden im Vorjahr von der bulgarischen Vertriebsgesellschaft als regulatorischer Vermögenswert ausgewiesen. Aufgrund des im bereits im Vorjahr unter anderem über Aufrechnungen und Einbehalte geltend gemachten und nun grundsätzlich bestätigten direkten Rückerstattungsanspruches besteht eine Forderung gegenüber NEK. Dementsprechend ist eine Anpassung im Rahmen der geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Regulierungskonto nicht geboten. Zum 30. September 2014 betrug diese Forderung 94,4 Mio. Euro (Vorjahr: 86,8 Mio. Euro), von denen 70,8 Mio. Euro (Vorjahr: 33,4 Mio. Euro) in den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. 23,6 Mio. Euro (Vorjahr: 53,4 Mio. Euro) haben kurzfristigen Charakter (siehe Erläuterung 41. Forderungen). Die Grundlage für die Bewertung der Forderung bilden die gegenüber NEK erfolgten Aufrechnungen und Einbehalte von Rechnungsbeträgen. Dementsprechend ist die Forderung mit 32,7 Mio. Euro wertberichtigt.
Aufgrund der Tatsache, dass alle erwarteten zukünftigen Leistungen von den Handlungen und Entscheidungen der bulgarischen Regulierungsbehörde abhängen, bestehen jedoch Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Forderung. Aus diesem Grund besteht das Risiko einer wesentlichen Anpassung im nächsten Geschäftsjahr.
39. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte Mio. EUR
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | Ausleihungen | Forderungen und Abgrenzungen aus Leasing geschäften |
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte |
Primärenergie reserven |
Summe | |
| Bruttowert 30.09.2013 | 58,2 | 39,2 | 703,6 | 82,7 | 15,1 | 898,9 |
| Zugänge | 3,5 | 5,0 | 20,7 | 4,1 | – | 33,3 |
| Abgänge | –1,3 | –2,8 | –42,1 | –5,6 | – | –51,8 |
| Marktwertänderungen | 2,7 | – | – | – | – | 2,7 |
| Umbuchungen | – | – | –283,8 | 27,0 | – | –256,8 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 63,2 | 41,4 | 398,4 | 108,2 | 15,1 | 626,3 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 |
–1,0 | – | – | –40,4 | –0,5 | –41,9 |
| Wertminderungen | – | –2,5 | –191,4 | – | – | –193,9 |
| Zuschreibungen | – | – | – | 7,6 | – | 7,6 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 |
–1,0 | –2,5 | –191,4 | –32,7 | –0,5 | –228,2 |
| Nettowert 30.09.2013 | 57,1 | 39,2 | 703,6 | 42,4 | 14,6 | 857,0 |
| Nettowert 30.09.2014 | 62,1 | 38,9 | 207,0 | 75,5 | 14,6 | 398,1 |
Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:
39. Fristigkeiten der Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften
| Restlaufzeit zum 30.09.2014 | Restlaufzeit zum 30.09.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | |
| Zinskomponenten | 46,8 | 19,2 | 66,1 | 138,5 | 162,6 | 301,1 |
| Tilgungskomponenten | 150,7 | 56,3 | 207,0 | 293,5 | 410,1 | 703,6 |
| Summe | 197,6 | 75,5 | 273,1 | 432,0 | 572,7 | 1.004,7 |
Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert.
Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponenten aus den Leasingzahlungen des Geschäftsjahres 2013/14 wurden in den Zinserträgen aus langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Kurzfristige Vermögenswerte
40. Vorräte
Mio. EUR
Die Primärenergievorräte bestehen vor allem aus Kohlevorräten.
Bei den CO2-Emissionszertifikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertifikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertifikategesetzes. Die korrespondierende Verpflichtung für die Unterdeckung ist in den kurz fristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 58. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.
| 40. Vorräte | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Primärenergievorräte | 72,3 | 41,7 |
| CO2-Emissionszertifikate | 0,2 | 1,9 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte | 29,0 | 27,2 |
| Nicht abgerechnete Kundenaufträge | 20,0 | 38,8 |
| Anlagenkomponenten | 56,6 | – |
| Summe | 178,1 | 109,6 |
Die Primärenergievorräte beinhalten im Geschäftsjahr 2013/14 Vorräte in Höhe von 19,2 Mio. Euro, welche zu Handelszwecken gehalten wurden.
Die Anlagenkomponenten stammen aus dem Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 und wurden aus den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 60,0 Mio. Euro in die Vorräte umgegliedert (siehe auch Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte). Dabei ergaben sich in Summe Wertminderungen in Höhe von 3,4 Mio. Euro auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäufigkeiten sowie gefallener Marktpreise wurde durch eine zusätzliche Erhöhung der Wertberichtigung um 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: Erhöhung um 3,6 Mio. Euro) Rechnung getragen. Dem standen Zuschreibungen in Höhe von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) gegenüber. Die Vorräte unterlagen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen lagen ebenfalls nicht vor.
41. Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Erdgas- und Wärmekunden.
Die Wertberichtigung der Forderungen stammt zum Großteil aus Südosteuropa. Dort sind Forderungsabschreibungen in der Regel erst nach Erlangung eines Gerichtsbeschlusses möglich. Durch die – bedingt durch die hohe Anzahl der laufenden Verfahren – relativ lange Laufzeit kumuliert sich der Stand der Wertberichtigungen daher sukzessive. Im Geschäftsjahr 2013/14 betrug die Zunahme der Wertberichtigung 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: 25,1 Mio. Euro).
| 30.09.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoforderungen | Wertberichtigung | Nettoforderungen | Bruttoforderungen | Wertberichtigung | Nettoforderungen |
| 41,4 | 5,0 | 36,4 | 67,1 | 6,0 | 61,1 |
| 21,3 | 0,8 | 20,5 | 29,0 | 0,8 | 28,1 |
| 164,0 | 26,1 | 138,0 | 136,1 | 26,3 | 109,8 |
| 276,0 | 192,8 | 83,2 | 247,3 | 160,8 | 86,5 |
| 14,8 | – | 14,8 | 12,1 | – | 12,1 |
| 517,6 | 224,7 | 292,9 | 491,6 | 194,0 | 297,6 |
| 30.09.2014 |
Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzernfinanzierung und aus Dienstleistungen gegenüber diesen Unternehmen.
Die Forderungen aus derivativen Geschäften enthalten im Wesentlichen positive Marktwerte von Derivaten im Energiebereich (Vorjahr: positive Marktwerte von Währungsswaps im Zusammenhang mit der im Jahr 2014 ausgelaufenen CHF-Anleihe).
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten mit 23,6 Mio. Euro (Vorjahr: 53,4 Mio. Euro) Forderungen gegenüber NEK aufgrund der Kompensation der Ökostrom-Mehrkosten (siehe auch Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte). Weiters sind in
dieser Position Forderungen aus Versicherungen, geleistete Anzahlungen und Forderungen gegenüber Förderstellen im Zusammenhang mit Wärmeprojekten enthalten.
Der Buchwert der Forderungen, welche als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten verpfändet wurden, beträgt 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio. Euro).
| 41. Forderungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 292,9 | 297,6 |
| Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 43,4 | 19,5 |
| Forderungen gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 0,8 | 8,3 |
| Forderungen gegenüber Dienstnehmern | 1,4 | 5,2 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | 0,2 | 35,1 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 68,1 | 80,5 |
| 406,8 | 446,2 | |
| Sonstige Forderungen | ||
| Steuerforderungen | 37,1 | 26,3 |
| 37,1 | 26,3 | |
| Summe | 443,9 | 472,5 |
42. Wertpapiere
Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:
| 42. Zusammensetzung Wertpapiere | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Fondsanteile | 0,8 | 43,9 |
| davon Cashfonds | – | 40,0 |
| davon sonstige Fondsprodukte | 0,8 | 3,9 |
| Aktien | 0,0*) | 0,0*) |
| Summe | 0,8 | 43,9 |
*) Kleinbetrag
Neben einem durch Abgänge von Wertpapieren realisierten Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) wurde in der Berichtsperiode aufgrund gestiegener Börsekurse eine erfolgsneutrale Wertänderung in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) vorgenommen.
43. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Die im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 223,7 Mio. Euro stehen im Zusammenhang mit der Natriumhypochloritanlage Moskau.
Die EVN hat über die WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH mit Sitz in Deutschland für die Stadt Moskau eine Natriumhypochloritanlage errichtet. Die Anlage wurde im Februar 2013 fertiggestellt und war seither betriebsbereit. Die Stadt Moskau war nicht bereit, trotz rechtskräftig erteilter Genehmigung für die Inbetriebsetzung der Anlage ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Projektgesellschaft nachzukommen.
Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. Oktober 2014 bekanntgegeben, hat die EVN mit der Regierung der Stadt Moskau eine Einigung über den Verkauf der Natriumhypochloritanlage, die dem Segment Umwelt zugeordnet ist, erzielt: Mosvodokanal, das Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen der Stadt Moskau, übernahm die von der Projektgesellschaft gehaltenen Anteile an der Objektgesellschaft in Russland, in der die Natriumhypochloritanlage bilanziert ist. Der Verkaufspreis betrug 250 Mio. Euro und korrespondierte mit den Investitionskosten, einschließlich erwarteter Ergebnisbeiträge der EVN Gruppe. Die Veräußerung erfolgte am 30. Oktober 2014.
Passiva
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2013/14 und 2012/13 ist auf Seite 146 dargestellt.
44. Grundkapital
Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330,0 Mio. Euro (Vorjahr: 330,0 Mio. Euro) und besteht aus 179.878.402 Stückaktien (Vorjahr: 179.878.402).
45. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen enthalten nach österreichischem Aktienrecht gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 195,6 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro) und nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 57,4 Mio. Euro (Vorjahr: 57,5 Mio. Euro).
46. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.794,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2.168,5 Mio. Euro) enthalten die anteiligen Gewinnrück lagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sowie solche aus sukzessiven Unternehmenserwerben.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:
| 46. Entwicklung Bilanzgewinn der EVN AG Mio. EUR |
|
|---|---|
| Ausgewiesener Jahresverlust 2013/14 | –78,8 |
| Zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2012/13 | 1,9 |
| Zuzüglich Auflösung unversteuerter Rücklagen | 0,7 |
| Zuzüglich Auflösung freier Gewinnrücklagen | 151,0 |
| Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn | 74,9 |
| Vorgeschlagene Gewinnausschüttung | –74,7 |
| Ergebnisvortrag für das Geschäftsjahr 2014/15 | 0,1 |
Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.
Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 74,8 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro pro Aktie wurde in der 85. ordentlichen Hauptversammlung am 16. Jänner 2014 zugestimmt. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 24. Jänner 2014.
47. Bewertungsrücklagen
In der Bewertungsrücklage werden Wertänderungen von Available-for-Sale-Finanzinstrumenten und von Cash Flow Hedges, die Neubewertung aus IAS 19 sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.
Darüber hinaus sind anteilige Wertänderungen von Bewertungsrücklagen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro) in der Gesamtergebnisrechnung (siehe Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Seite 144) enthalten, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind.
| 47. Bewertungsrücklagen | 30.09.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | 30.09.2013 Steuern |
Nach Steuern |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Posten aus | ||||||
| Available-for-Sale-Finanzinstrumenten | 251,1 | –62,8 | 188,3 | 282,6 | –70,6 | 212,0 |
| Cash Flow Hedges | –54,3 | 17,1 | –37,2 | –43,7 | 13,5 | –30,2 |
| Neubewertungen IAS 19 | –111,8 | 27,8 | –84,0 | –80,8 | 20,3 | –60,5 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | –15,1 | – | –15,1 | –9,1 | – | –9,1 |
| Summe | 69,9 | –17,8 | 52,1 | 149,0 | –36,9 | 112,1 |
In dem auf at Equity einbezogene Unternehmen entfallenden Teil der Bewertungsrücklage sind mit Ausnahme der von der WEEV Beteiligungs GmbH erfassten Wertänderungen im Zusammenhang mit den von der WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG (AFS Finanz instrumente) im Wesentlichen erfolgsneutrale Komponenten hinsichtlich Cash Flow Hedges und Neubewertungen gemäß IAS 19 abgebildet.
Betreffend Cash Flow Hedges wurden im Geschäftsjahr 2013/14 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.
48. Eigene Anteile
Der Zukauf von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2013/14 im Ausmaß von 164.000 Stück (das sind 0,09 % des Grundkapitals; 30. September 2013: 1.039.000 Stück bzw. 0,58 % des Grundkapitales) mit einem Anschaffungswert von 1,8 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 1,7 Mio. Euro (30. September 2013: Anschaffungswert von 11,3 Mio. Euro bzw. Kurswert von 11,7 Mio. Euro) erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 und in der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. Jänner 2014 genehmigten Rückkaufprogramme. Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte der Verkauf von 67.620 Stück eigener Aktien, um diese anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können.
Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile entwickelte sich daher wie folgt:
| 48. Entwicklung der Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile |
Stückaktien | Eigene Aktien | In Umlauf befindliche Anteile |
|---|---|---|---|
| 30.09.2012 | 179.878.402 | –877.622 | 179.000.780 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –1.039.000 | –1.039.000 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 73.010 | 73.010 |
| 30.09.2013 | 179.878.402 | –1.843.612 | 178.034.790 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –164.000 | –164.000 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 67.620 | 67.620 |
| 30.09.2014 | 179.878.402 | –1.939.992 | 177.938.410 |
Die Zahl der in Umlauf befindlichen Anteile zum gewichteten Durchschnitt, die als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 177.936.810 Stück (Vorjahr: 178.356.673 Stück).
Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividenden berechtigt.
49. Nicht beherrschende Anteile
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften.
Die folgende Tabelle zeigt Informationen zu jedem vollkonsolidierten Tochterunternehmen der EVN mit wesentlichen, nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen:
| 49. Wesentliche Posten von Tochterunternehmen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mit nicht beherrschenden Anteilen Mio. EUR |
30.09.2014 | 30.09.2013 | |||||
| Tochterunternehmen | RBG | BUHO | EVN Macedonia | RBG | BUHO | EVN Macedonia | |
| Nicht beherrschende Anteile in Prozent | 49,97 % | 26,37 % | 10,00 % | 49,97 % | 26,37 % | 10,00 % | |
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile | 178,7 | 35,7 | 12,6 | 179,1 | 37,0 | 14,8 | |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis | 29,0 | 2,0 | –2,2 | 40,1 | 2,5 | 1,2 | |
| Bilanz | |||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 357,1 | 174,2 | 280,7 | 357,9 | 179,2 | 303,1 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0,2 | 6,9 | 97,8 | 0,2 | 6,8 | 120,0 | |
| Langfristige Schulden | – | – | 156,6 | – | – | 169,8 | |
| Kurzfristige Schulden | 0,0*) | 0,0*) | 97,2 | 0,1 | 0,0*) | 106,2 | |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | – | 0,0*) | 380,8 | – | 0,0*) | 411,0 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 58,1 | 7,4 | –22,2 | 80,2 | 9,6 | 11,9 | |
| Cash Flows | |||||||
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 60,1 | 8,2 | 25,0 | 69,9 | 8,0 | 42,6 | |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | – | – | –16,5 | – | – | –15,5 | |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –60,0 | –8,1 | –5,1 | –70,0 | –6,5 | –7,1 |
*) Kleinbetrag
Langfristige Schulden
50. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Position langfristige Finanzverbindlichkeiten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 50. Zusammensetzung Langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Nominal verzinsung (%) |
Laufzeit | Nominale | Buchwert 30.09.2014 Mio. EUR |
Buchwert 30.09.2013 Mio. EUR |
Marktwert 30.09.2014 Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 705,7 | 707,0 | 836,2 | |||
| EUR-Anleihe | 5,000 | 2009–2016 | 28,5 Mio. EUR | 28,4 | 28,4 | 30,3 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2017 | 150,0 Mio. EUR | 149,4 | 149,1 | 168,3 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2019 | 30,0 Mio. EUR | 29,7 | 29,6 | 35,6 |
| EUR-Anleihe | 4,250 | 2011–2022 | 300,0 Mio. EUR | 288,6 | 287,1 | 356,3 |
| JPY-Anleihe | 3,130 | 2009–2024 | 12,0 Mrd. JPY | 87,7 | 91,1 | 99,4 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 100,0 Mio. EUR | 97,4 | 97,3 | 116,9 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 25,0 Mio. EUR | 24,5 | 24,5 | 29,2 |
| Bankdarlehen (inkl. Schuldscheindarlehen) | 0,41 –7,08 | bis 2042 | – | 1.041,9 | 1.098,7 | 1.165,1 |
| Summe | 1.747,7 | 1.805,7 | 2.001,2 |
Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
| 50. Fälligkeitsstruktur langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Restlaufzeit zum 30.09.2014 | Restlaufzeit zum 30.09.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
| Anleihen | 207,5 | 498,3 | 705,7 | 177,5 | 529,5 | 707,0 |
| davon fix verzinst | 207,5 | 410,6 | 618,0 | 177,5 | 438,5 | 616,0 |
| davon variabel verzinst | – | 87,7 | 87,7 | – | 91,1 | 91,1 |
| Bankdarlehen | 432,2 | 609,8 | 1.041,9 | 543,0 | 555,7 | 1.098,7 |
| davon fix verzinst | 259,2 | 528,7 | 787,9 | 369,6 | 464,2 | 833,8 |
| davon variabel verzinst | 173,0 | 81,1 | 254,0 | 173,4 | 91,5 | 264,9 |
| Summe | 639,7 | 1.108,0 | 1.747,7 | 720,5 | 1.085,3 | 1.805,7 |
Anleihen
Sämtliche Anleihen sind endfällig. Die Anleihe in fremder Währung wird mittels Cross-Currency-Swaps abgesichert.
Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleiheverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber. Das Ergebnis aus dem Absicherungsgeschäft der JPY-Anleihe mittels Cross Currency Swaps belief sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Der Marktwert wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihenkurs und dem Devisenkurs ermittelt.
Eine JPY-Anleihe sowie die CHF-Anleihe, welche im Vorjahr in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert worden waren, wurden planmäßig im Geschäftsjahr 2013/14 getilgt.
Bankdarlehen
Dabei handelt es sich neben allgemeinen Bankdarlehen um Darlehen, die durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds gefördert sind. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.
Die Zinsenabgrenzungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.
51. Latente Steuern
| 51. Latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Aktive latente Steuern | ||
| Sozialkapital | –51,9 | –44,2 |
| Vortragsfähige steuerliche Ergebnisse | –87,3 | –26,3 |
| Sonstige aktive latente Steuern | –17,2 | –9,5 |
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 56,0 | 65,2 |
| Finanzinstrumente | 56,3 | 85,6 |
| Sonstige passive latente Steuern | 5,1 | 4,8 |
| Summe | –39,0 | 75,6 |
| davon aktive latente Steuern | –87,1 | –43,6 |
| davon latente Steuerverbindlichkeiten | 48,1 | 119,2 |
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
| 51. Veränderung latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Latenter Steuersaldo 01.10. | 75,6 | 93,3 |
| – Rückwirkende Anpassungen gemäß IAS 81) | – | 6,1 |
| – Erfolgswirksame Veränderung | –94,4 | –14,5 |
| – Erfolgsneutrale Veränderung aus Bewertungsrücklage | –19,0 | 0,3 |
| – Erfolgsneutrale Veränderung aus Währungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | –1,1 | –9,6 |
| Latenter Steuersaldo 30.09. | –39,0 | 75,6 |
1) Anpassungen aufgrund rückwirkender Anwendung von neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 148).
Verluste, für die aktive latente Steuern angesetzt wurden, können auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisplanung innerhalb der nächsten Jahre verwertet werden. Aktive latente Steuern in Höhe von 64,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Verlust vorträgen, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden konnte, wurden nicht aktiviert. Davon verfallen in den nächsten fünf Jahren 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro).
52. Langfristige Rückstellungen
| 52. Langfristige Rückstellungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Rückstellung für Pensionen | 282,4 | 263,6 |
| Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen | 31,8 | 27,3 |
| Rückstellung für Abfertigungen | 93,6 | 90,3 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 89,6 | 82,4 |
| Summe | 497,4 | 463,7 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:
- Zinssatz 2,40 % p. a. (Vorjahr: 3,50 % p. a.)
- Bezugserhöhungen 2,50 % p. a.; Folgejahre 2,50 % p. a. (Vorjahr: Bezugserhöhung 2,50 % p. a., Folgejahre 3,00 % p. a.)
- Pensionserhöhungen 2,50 % p. a.; Folgejahre 2,50 % p. a. (Vorjahr: Pensionserhöhungen 2,50 % p. a., Folgejahre 3,00 %)
- Rechnungsgrundlagen gemäß dem Vorjahr "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler"
| 52. Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen |
||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 01.10. | 290,9 | 275,0 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | 2,5 | 2,5 |
| + Zinsaufwand | 10,2 | 11,1 |
| – Pensionszahlungen | –17,1 | –17,2 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen | 27,6 | 19,5 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.09. | 314,2 | 290,9 |
Zum 30.09.2014 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen 14,0 Jahre (Vorjahr: 14,1 Jahre) und die der pensionsähn lichen Verpflichtungen 17,3 Jahre (Vorjahr: 17,1 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2014/15 werden Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 17,2 Mio. Euro erwartet.
| 52. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 01.10. | 90,3 | 83,3 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs) | 3,3 | 3,2 |
| + Zinsaufwand | 3,4 | 3,5 |
| – Abfertigungszahlungen | –6,9 | –4,0 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen | 3,5 | 4,3 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.09. | 93,6 | 90,3 |
Zum 30.09.2014 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,2 Jahre (Vorjahr: 11,3 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2014/15 werden Zahlungen für Abfertigungsverpflichtungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro erwartet.
Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter wirkt sich (ceteris paribus) auf die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie auf die Rückstellung für Abfertigungen wie folgt aus:
| 52. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen |
30.09.2014 | 30.09.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
||
| Zinssatz | 0,50 % | 6,37 % | –5,64 % | 6,91 % | –6,16 % | |
| Bezugserhöhung | 1,00 % | –2,65 % | 3,00 % | –2,42 % | 2,71 % | |
| Pensionserhöhung | 1,00 % | –9,60 % | 10,48 % | –9,91 % | 6,35 % | |
| Restlebenserwartung | 1 Jahr | –4,56 % | 4,62 % | –4,40 % | 4,46 % |
52. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für Abfertigungen
in % 30.09.2014 30.09.2013
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Zinssatz | 0,50 % | 5,34 % | –4,97 % | 5,37 % | –4,99 % |
| Bezugserhöhung | 1,00 % | –10,76 % | 12,31 % | –10,96 % | 12,57 % |
Die Sensitivitätsanalyse wurde für jeden wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter separat durchgeführt. Während für die Analyse jeweils nur ein wesentlicher Parameter verändert wurde, wurden gleichzeitig alle anderen Einflussgrößen konstant gehalten (ceteris paribus). Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgte analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung. Die Grenzen dieser Methode bestehen darin, dass keine Interdependenzen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt wurden. Bei den Abfertigungsverpflichtungen wurde auf eine Dartstellung der Sensitivität der Restlebenserwartung verzichtet, da diese die Verpflichtung nu unwesentlich beeinflusst.
52. Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen Mio. EUR
| Jubiläumsgelder | Mieten für Netzzutritte |
Prozesskosten/ -risiken |
Umwelt- und Entsorgungs risiken |
Übrige langfristige Rückstellungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 20,1 | 10,5 | 14,7 | 33,0 | 4,2 | 82,4 |
| 0,0*) | – | 0,0*) | – | – | 0,0*) |
| 0,4 | 0,0*) | 0,1 | 0,8 | 0,0*) | 1,4 |
| –0,7 | –0,8 | –9,1 | –5,2 | –1,9 | –17,7 |
| 1,0 | 0,1 | 9,7 | 15,7 | – | 26,5 |
| – | – | 2,0 | –6,4 | 1,4 | –3,0 |
| 20,7 | 9,9 | 17,4 | 37,9 | 3,6 | 89,6 |
*) Kleinbetrag
Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien. Verschiedene Verfahren und Klagen, welche großteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren und derzeit anhängig sind, werden in den Prozesskosten/-risiken abgebildet. Umwelt- und Entsorgungsrisiken umfassen in erster Linie die geschätzten aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten sowie Vorsorgen für Umwelt- und Altlastenrisiken.
53. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
Die Position der Baukosten- und Investitionszuschüsse entwickelte sich wie folgt:
| 53. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse Mio. EUR |
Baukosten zuschüsse |
Investitions zuschüsse |
Summe |
|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2013 | 453,0 | 50,5 | 503,5 |
| Währungsdifferenzen | –0,1 | – | –0,1 |
| Zugänge | 54,6 | 9,0 | 63,6 |
| Auflösung | –39,8 | –5,6 | –45,4 |
| Buchwert 30.09.2014 | 467,7 | 53,9 | 521,6 |
Investitionszuschüsse betreffen insbesondere Anlagen der EVN Wasser, Wärmeanlagen, die Abfallverwertungsanlage Zwentendorf und Kleinwasserkraftwerke der EVN Naturkraft.
Vom Gesamtbetrag der Zuschüsse werden 476,2 Mio. Euro (Vorjahr: 463,7 Mio. Euro) nicht innerhalb eines Jahres ertragswirksam.
54. Übrige langfristige Schulden
Die Pachtverbindlichkeiten beinhalten langfristige Nutzungsverträge von Wärmenetzen sowie Heizwerken. Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betreffen anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken.
Die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften beinhalten die negativen Marktwerte im Zusammenhang mit Sicherungs ge schäften bei Anleihen, denen zum Teil eine gegenläufige Entwicklung der Anleiheverbindlichkeit gegenübersteht, sowie von Projektfinanzierungen im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum.
Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderen abgegrenzte Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Steuergruppe in Österreich sowie abgegrenzte langfristige Stromlieferverpflichtungen und langfristige Kundenanzahlungen.
| 54. Übrige langfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Pachtverbindlichkeiten | 19,8 | 21,5 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 2,9 | 3,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 56,9 | 45,6 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 8,1 | 8,5 |
| Summe | 87,8 | 79,4 |
54. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Schulden
Restlaufzeit zum 30.09.2014 Restlaufzeit zum 30.09.2013 < 5 Jahre > 5 Jahre Summe < 5 Jahre > 5 Jahre Summe Pachtverbindlichkeiten 9,4 10,4 19,8 9,2 12,3 21,5 Abgrenzungen aus Finanztransaktionen 2,3 0,6 2,9 3,0 0,8 3,9 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften 0,0*) 56,9 56,9 3,2 42,4 45,6 Sonstige übrige Verbindlichkeiten 2,6 5,5 8,1 2,7 5,8 8,5 Summe 14,4 73,4 87,8 18,1 61,3 79,4
*) Kleinbetrag
Mio. EUR
Kurzfristige Schulden
55. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Kontokorrentkredite sind Teil des Fonds der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.
| 55. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 | |
| Bankdarlehen | 173,8 | 109,1 | |
| Anleiheverbindlichkeiten | – | 264,5 | |
| Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite | 20,4 | 20,9 | |
| Summe | 194,2 | 394,6 | |
Kredite im Ausmaß von 173,8 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind (Vorjahr: 109,1 Mio. Euro).
Die Anleiheverbindlichkeiten wurden am 20. Februar 2014 (CHF-Anleihe) bzw. am 1. September 2014 (JPY-Anleihe) endfällig und planmäßig getilgt.
56. Steuerverbindlichkeiten
Die Position Steuerverbindlichkeiten setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 56. Steuerverbindlichkeiten | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Energieabgaben | 31,8 | 27,1 |
| Umsatzsteuer | 16,9 | 17,2 |
| Körperschaftsteuer | 1,8 | 19,0 |
| Sonstige Posten | 10,7 | 11,6 |
| Summe | 61,1 | 74,9 |
57. Lieferantenverbindlichkeiten
In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 157,9 Mio. Euro (Vorjahr: 131,3 Mio. Euro) enthalten.
58. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und offene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wurde die Rückstellung mit 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) ausgewiesen.
Die Rückstellung für belastende Verträge beinhaltet absatzseitige Geschäfte im Kraftwerksbereich und im Energievertrieb.
| 58. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen Mio. EUR |
Personal ansprüche |
Belastende Verträge |
Restruktu rierung |
Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2013 | 64,5 | 7,3 | 1,5 | 14,0 | 87,0 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Verwendung | –58,7 | –2,9 | – | –8,2 | –69,7 |
| Zuführung | 62,1 | 41,5 | – | 13,3 | 116,9 |
| Umbuchung | – | – | –1,5 | 4,4 | 2,9 |
| Buchwert 30.09.2014 | 67,9 | 45,9 | – | 23,7 | 137,2 |
*) Kleinbetrag
59. Übrige kurzfristige Schulden
Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Cash Pooling Salden der EVN Finanzservice mit at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber e&t aus dem Vertrieb und der Beschaffung von Strom.
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von 72,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) eine im Zusammenhang mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien angesetzte Verbindlichkeit aufgrund der Rückführung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden. Weiters ist eine Verbindlichkeit aus der im November 2013 gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum in Höhe von 60,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) enthalten. Ansonsten sind in dieser Position Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern, erhaltene Kautionen und Ausgleichszahlungen für Stromfuture-Geschäfte ausgewiesen.
Die erhaltenen Anzahlungen erfolgten für Strom-, Erdgas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen.
Die Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungs anstalten.
| 59. Übrige kurzfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 127,3 | 82,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 8,7 | 36,1 |
| Zinsenabgrenzungen | 18,4 | 21,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 11,6 | 14,1 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 166,0 | 27,7 |
| 331,9 | 182,7 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 65,2 | 67,7 |
| Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit | 11,8 | 10,1 |
| 77,0 | 77,8 | |
| Summe | 408,9 | 260,5 |
Segmentberichterstattung
| 60. Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Erzeugung | Energiehandel und -vertrieb |
Netzinfrastruktur Inland |
Energieversorgung Südosteuropa |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | |
| Außenumsatz | 33,7 | 39,0 | 431,5 | 387,8 | 430,9 | 435,8 | 900,4 | 1.007,3 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 153,8 | 75,3 | 17,2 | 17,9 | 53,7 | 61,9 | 0,4 | 0,4 |
| Gesamtumsatz | 187,5 | 114,3 | 448,6 | 405,8 | 484,6 | 497,6 | 900,8 | 1.007,7 |
| Operativer Aufwand | –115,1 | –78,4 | –448,5 | –415,5 | –297,8 | –285,0 | –880,6 | –890,6 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen operativ |
–38,9 | –45,0 | 55,2 | 38,3 | – | – | – | – |
| EBITDA | 33,6 | –9,1 | 55,3 | 28,6 | 186,8 | 212,6 | 20,2 | 117,1 |
| Abschreibungen | –86,7 | –27,9 | –16,1 | –15,8 | –103,6 | –100,7 | –252,9 | –65,8 |
| davon Wertminderungen | –36,0 | – | – | –0,6 | – | –0,2 | –191,8 | – |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –53,1 | –37,0 | 39,2 | 12,8 | 83,3 | 112,0 | –232,8 | 51,2 |
| EBIT-Marge (%) | –28,3 | –32,3 | 8,7 | 3,2 | 17,2 | 22,5 | –25,8 | 5,1 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen finanziell |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Zinserträge | 0,5 | 0,6 | 0,2 | 0,1 | 0,3 | 0,3 | 0,7 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | –26,4 | –13,9 | –3,1 | –3,1 | –20,1 | –21,2 | –29,2 | –27,9 |
| Finanzergebnis | –25,3 | –12,5 | –3,0 | –3,1 | –19,8 | –19,1 | –29,2 | –27,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –78,4 | –49,5 | 36,2 | 9,7 | 63,4 | 92,8 | –262,0 | 23,7 |
| Firmenwerte | – | – | 2,8 | 2,8 | 1,8 | 1,8 | 12,5 | 161,4 |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
138,9 | 182,9 | 123,7 | 129,0 | – | – | – | – |
| Gesamtvermögen | 1.218,2 | 1.139,9 | 509,4 | 420,4 | 1.787,7 | 1.786,8 | 1.251,8 | 1.379,4 |
| Gesamtschulden | 1.034,7 | 891,5 | 409,3 | 332,4 | 1.298,2 | 1.266,2 | 1.137,8 | 1.044,7 |
| Investitionen1) | 88,9 | 74,4 | 32,3 | 30,0 | 186,8 | 176,4 | 77,5 | 82,4 |
*) Kleinbetrag
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| 60. Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Umwelt | Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Konsolidierung2) | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | |
| Außenumsatz | 168,9 | 227,2 | 9,5 | 8,8 | – | – | 1.974,8 | 2.105,9 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 22,2 | 21,1 | 61,5 | 59,3 | –308,8 | –235,9 | – | – |
| Gesamtumsatz | 191,1 | 248,4 | 71,0 | 68,0 | –308,8 | –235,9 | 1.974,8 | 2.105,9 |
| Operativer Aufwand | –347,5 | –209,7 | –77,5 | –75,7 | 282,2 | 294,1 | –1.884,8 | –1.660,8 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen operativ |
11,7 | 11,8 | 66,0 | 89,9 | – | – | 94,0 | 95,0 |
| EBITDA | –144,6 | 50,5 | 59,4 | 82,2 | –26,6 | 58,1 | 184,1 | 540,0 |
| Abschreibungen | –70,2 | –28,9 | –1,7 | –1,9 | 5,8 | –56,8 | –525,5 | –297,9 |
| davon Wertminderungen | –41,7 | –0,2 | – | – | – | –58,9 | –269,5 | –59,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –214,9 | 21,5 | 57,6 | 80,3 | –20,8 | 1,3 | –341,4 | 242,2 |
| EBIT-Marge (%) | –112,4 | 8,7 | 81,2 | 118,1 | – | – | –17,3 | 11,5 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen finanziell |
– | – | 2,8 | –29,6 | – | – | 2,8 | –29,6 |
| Zinserträge | 16,6 | 20,1 | 33,2 | 34,8 | –28,1 | –27,9 | 23,5 | 28,4 |
| Zinsaufwendungen | –18,6 | –20,4 | –27,3 | –35,1 | 28,1 | 27,8 | –96,7 | –93,8 |
| Finanzergebnis | –4,0 | 0,3 | 61,8 | –1,2 | –12,4 | –8,3 | –31,9 | –71,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –218,8 | 21,8 | 119,4 | 79,1 | –33,1 | –7,0 | –373,3 | 170,7 |
| Firmenwerte | 41,5 | 41,5 | – | – | – | – | 58,6 | 207,5 |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
80,2 | 80,2 | 546,3 | 551,9 | – | – | 889,1 | 944,0 |
| Gesamtvermögen | 1.197,6 | 1.468,9 | 2.750,3 | 2.887,2 | –1.873,2 | –1.798,8 | 6.841,8 | 7.283,7 |
| Gesamtschulden | 1.004,8 | 1.059,3 | 1.116,5 | 1.342,7 | –1.792,1 | –1.732,3 | 4.209,1 | 4.204,5 |
| Investitionen1) | 13,5 | 12,0 | 2,5 | 3,5 | –5,0 | –5,8 | 396,3 | 372,9 |
*) Kleinbetrag
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2) Nachfolgend in der Erläuterung zur Segmentberichterstattung beschrieben.
| 60. Segmentinformationen nach Produkten – Umsatz | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Strom | 1.355,1 | 1.470,8 |
| Erdgas | 174,3 | 146,7 |
| Wärme | 129,2 | 137,5 |
| Umweltdienstleistungen | 168,9 | 227,2 |
| Sonstige | 147,4 | 123,6 |
| Gesamt | 1.974,8 | 2.105,9 |
| 60. Segmentinformationen nach Ländern – Umsatz1) | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Österreich | 994,9 | 953,8 |
| Deutschland | 45,3 | 91,2 |
| Bulgarien | 509,2 | 593,9 |
| Mazedonien | 393,1 | 412,9 |
| Sonstige | 32,2 | 54,2 |
| Gesamt | 1.974,8 | 2.105,9 |
| 60. Segmentinformationen nach Ländern – Langfristige Vermögenswerte1) |
30.09.2014 | 30.09.2013 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | |
| Österreich | 98,8 | 2.306,6 | 107,0 | 2.225,1 | |
| Deutschland | 46,0 | 416,2 | 41,9 | 382,8 | |
| Bulgarien | 47,6 | 489,5 | 190,3 | 490,0 | |
| Mazedonien | 4,1 | 277,9 | 55,6 | 274,8 | |
| Sonstige | 0,0*) | 51,9 | 0,0*) | 100,3 | |
| Gesamt | 196,5 | 3.542,2 | 394,9 | 3.472,9 |
*) Kleinbetrag
1) Die Zuordnung der Segmentinformationen nach Ländern erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
60. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:
| Geschäftsbereiche | Segmente | Aktivitäten |
|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an österreichischen und internationalen Standorten |
| Energiehandel und -vertrieb | Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf |
|
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|
| Energieversorgung Südosteuropa |
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeugung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
|
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall verwertung in Österreich, Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie internationales Projektgeschäft |
| Sonstige Geschäfts- aktivitäten |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
Grundsatz der Segmentzuordnung und Verrechnungspreise
Tochtergesellschaften werden direkt den jeweiligen Segmenten zugerechnet. Die EVN AG wird anhand der Informationen aus der Kostenrechnung auf die Segmente aufgeteilt.
Die Verrechnungspreise bei intersegmentären Transaktionen basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.
Überleitung der Segmentergebnisse auf Konzernebene
In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, welche aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Erzeugung sowie Energiehandel und -vertrieb und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energiehandel und -vertrieb hinsichtlich Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Walsum vor. Aus diesem Sachverhalt resultiert ein Überleitungsbetrag aus der Summe der Segmente auf das Konzern-EBIT in Höhe von –20,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro).
Unternehmensweite Angaben
Gemäß IFRS 8 sind ergänzende Segmentinformationen gegliedert nach Produkten (Gliederung des Außenumsatzes nach Produkten bzw. Dienstleistungen) und nach Ländern (Gliederung des Außenumsatzes und der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern) anzugeben, sofern diese nicht bereits als Teil der Informationen des berichtspflichtigen Segments in die Segmentberichterstattung eingeflossen sind.
Angaben zu Geschäftsfällen mit wichtigen externen Kunden sind nur dann erforderlich, wenn diese mindestens 10,0 % der gesamten Außenumsätze erreichen. Aufgrund der großen Anzahl an Kunden und der Vielzahl an Geschäftsaktivitäten gibt es keine Transaktionen mit Kunden, die dieses Kriterium erfüllen.
Sonstige Angaben
61. Konzern-Geldflussrechnung
Die Konzern-Geldflussrechnung der EVN zeigt die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Lauf des Berichtsjahres. Die Darstellung erfolgte nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern wurden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.
Die nicht zahlungswirksame Wertberichtigung der Leasingforderung beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wird im Cash Flow aus dem Ergebnis korrigiert. Die damit im Zusammenhang stehende Umgliederung der verwertbaren Anlagenkomponenten in die Vorräte (siehe Erläuterung 39. Übrige langfristige Vermögenswerte) sowie die Ausweisänderung betreffend die Natriumhypochloritanlage Moskau (siehe Erläuterung 43. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) werden saldiert dargestellt. Darüber hinaus werden im Zusammenhang mit der Zuführung von Abbruchrückstellungen stehende Zugänge zu immateriellem und Sachanlagevermögen in der Konzern-Geldflussrechnung korrigiert.
Die Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro) wurden gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.
Die Dividendeneinnahmen sowie die Zinsein- und -auszahlungen wurden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im Geschäftsjahr 2013/14 188,2 Mio. Euro (Vorjahr: 181,3 Mio. Euro). Von den Zinserträgen waren 21,7 Mio. Euro (Vorjahr: 26,6 Mio. Euro) zahlungswirksam; von den Zinsaufwendungen waren unter Berücksichtigung der aktivierten Fremdkapitalkosten 63,1 Mio. Euro (Vorjahr: 63,1 Mio. Euro) zahlungswirksam.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Aus diesen Anlagenabgängen resultierte ein Verlust in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 0,0 Mio. Euro).
Die gezahlte Dividende an Aktionäre der EVN AG in Höhe von 74,8 Mio. Euro (Vorjahr: 75,0 Mio. Euro) sowie an andere Gesellschafter (jene der RBG und der BUHO) in Höhe von 32,1 Mio. Euro (Vorjahr: 36,7 Mio. Euro) wurde als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
| 61. Fonds der liquiden Mittel | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Liquide Mittel | 217,6 | 250,4 |
| davon Zahlungsmittel (Kassenbestände) | 0,6 | 0,5 |
| davon Guthaben bei Kreditinstituten | 217,0 | 249,9 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | –20,4 | –20,9 |
| Summe | 197,2 | 229,5 |
Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten betreffen 11,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) Verpfändungen.
62. Risikomanagement
Zinsrisiken
Als Zinsänderungsrisiko definiert die EVN das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken und sich somit Auswirkungen auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital ergeben. Der Risikominimierung dienen die laufende Überwachung des Zinsrisikos, ein Limitsystem und Absicherungsstrategien wie der Abschluss derivativer Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Zur Steuerung des Zinsrisikos wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumenten geachtet.
Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt bei der EVN, neben der Durchführung von Sensitivitätsanalysen unter anderem auch im Rahmen einer täglichen Value-at-Risk-(VaR)-Berechnung, bei der der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,0 % für die Haltedauer eines Tages unter Anwendung der Varianz-Kovarianz-Methode (Delta-Gamma-Ansatz) berechnet wird. Zum Bilanzstichtag betrug der Zins-VaR unter Berücksichtigung der eingesetzten Sicherungsinstrumente 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Die geringere Volatilität des Zinsumfelds spiegelt sich auch in einem Rückgang des Zins-VaR im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag wider.
Währungsrisiken
Das Risiko von ergebnisbeeinflussenden Währungsschwankungen erwächst für die EVN aus Geschäften, die nicht in Euro getätigt werden.
Bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns gehalten werden, können Währungsrisiken schlagend werden. Der wesentliche Treiber des Währungsrisikos im Finanzbereich ist bei der EVN eine in Japanischen Yen (JPY) begebene Anleihe. Das Management des Währungsrisikos erfolgt über eine zentrale Erfassung, Analyse und Steuerung der Risikopositionen sowie durch die Absicherung der Anleihen in fremder Währung mittels Cross Currency Swaps (siehe Erläuterungen 50. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 9. Finanzinstrumente).
Der Fremdwährungs-VaR belief sich am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Sicherungsinstrumente auf 3,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 27,8 Tsd. Euro) und ist aufgrund des Auslaufens von Anleihen in Japanischen Yen und Schweizer Franken sowie entsprechender Cross Currency Swaps im abgelaufenen Geschäftsjahr zunehmend von untergeordneter Bedeutung.
Sonstige Marktrisiken
Unter sonstigen Marktrisiken versteht die EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie, CO2 -Emissionszertifikaten, Strom sowie Wertpapieren.
Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschaffung und den Verkauf von elektrischer Energie, Erdgas, Kohle, Öl, Biomasse und CO2 -Emissionszertifikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungs risiken.
62. Preisabsicherungen im Energiebereich
Mio. EUR 2013/14 2012/13 Nominalvolumina Marktwerte Nominalvolumina Marktwerte Käufe Verkäufe Positive Negative Netto Käufe Verkäufe Positive Negative Netto Swaps 27,1 – 0,1 –0,6 –0,6 12,3 –3,7 0,7 –1,5 –0,8 Futures 6,1 –25,0 2,0 –0,1 1,9 – –22,2 2,0 –0,1 1,9 Forwards 24,5 –63,5 3,5 –0,8 2,7 22,3 –41,6 4,6 –0,8 3,8
Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung auf die Marktpreise gezeigt. Die Berechnung der Sensitivität wird unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben. Es handelt sich dabei um Derivate, welche als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges eingesetzt werden. Nicht einbezogen werden Deriva te, welche für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungs bedarf des Unternehmens bestimmt sind (Own Use) und damit nach IAS 39 nicht als Finanzinstrumente zu bilanzieren sind.
Bei Änderung der Marktpreise um 10,0 % zum Bilanzstichtag würden sich Eigenkapitaleffekte der Derivate in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) ergeben.
Das Risiko von Preisänderungen bei Wertpapieren resultiert aus Kapitalmarktschwankungen. Die wesentlichste von der EVN gehaltene Wertpapierposition sind Aktienbestände an der Verbund AG. Der Preisänderungs-VaR der von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien betrug am Bilanzstichtag 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 28,4 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist auf einen geringeren Kurs-/Marktwert der Position und auf eine rückläufige Kursvolatilität der Verbund-Aktie zurückzuführen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können bzw. die erforderliche Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können. Die EVN minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige Finanzplanung. Beim Abschluss von Finanzierungen wird auf die Steuerung der Fälligkeiten besonderes Augenmerk gelegt, um ein ausgeglichenes Fälligkeitenprofil zu erreichen und so Klumpen bildungen hinsichtlich der Fälligkeitstermine zu vermeiden. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich erfolgt mittels Cash Pooling.
Für die Deckung des Liquiditätsbestands standen zum Bilanzstichtag liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 223,8 Mio. Euro (Vorjahr: 299,8 Mio. Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus standen der EVN am Bilanzstichtag eine vertraglich vereinbarte, ungenutzte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 400,0 Mio. Euro (Vorjahr: 500,0 Mio. Euro nicht ausgenutzt) und vertraglich verein barte, ungenutzte, bilaterale Kreditlinien im Ausmaß von 175,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Liquiditäts risiko war daher äußerst gering. Das Gearing lag zum Bilanzstichtag bei 61,6 % (Vorjahr: 58,8 %) und drückt die solide Kapitalstruktur der EVN aus.
Der Nominalwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten belief sich zum Bilanzstichtag auf 434,03 Mio. Euro (Vorjahr: 777,1 Mio. Euro). Die Summe der erwarteten Cash Flows von 78,7 Mio. Euro (Vorjahr: 81,7 Mio. Euro) gliedert sich in 15 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro) innerhalb eines Jahres, 30,1 Mio. Euro (Vorjahr: 37,9 Mio. Euro) zwischen einem und fünf Jahren und 33,6 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) in über fünf Jahren.
| 62. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme | |||
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Summe Zahlungsströme |
Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme < 5 Jahre |
> 5 Jahre |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –393,2 | –218,4 | –174,8 |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –60,2 | –45,1 | –15,1 |
| Gewinn / Verlust | –59,7 | –45,3 | –14,5 |
| Geschäftsjahr 2012/13 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme | |
| Mio. EUR | Zahlungsströme | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –644,1 | –417,9 | –226,2 |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –37,2 | –19,5 | –17,6 |
| Gewinn / Verlust | 5,2 | 21,8 | –16,6 |
| 62. Fristigkeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013/14 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||
| Mio. EUR | Buchwert | Zahlungsabflüsse | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| Anleihen | 705,7 | 979,2 | 344,9 | 634,3 |
| Langfristige Bankdarlehen | 1.041,9 | 1.388,9 | 615,7 | 773,3 |
| Summe | 1.747,7 | 2.368,2 | 960,6 | 1.407,6 |
| Geschäftsjahr 2012/13 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||
| Mio. EUR | Buchwert | Zahlungsabflüsse | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| Anleihen | 707,0 | 1.090,9 | 369,5 | 721,4 |
| Langfristige Bankdarlehen | 1.098,7 | 1.291,1 | 663,2 | 627,9 |
| Summe | 1.805,7 | 2.382,0 | 1.032,7 | 1.349,3 |
Kreditrisiko
Kredit- bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko, aufgrund von Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen durch den Geschäftspartner Verluste zu erleiden. Dieses Risiko ergibt sich zwingend aus allen Vereinbarungen mit aufgeschobenem Zahlungsziel bzw. mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durch geführt. Dazu werden externe Ratings (u. a. Standard & Poor's, Moody's, Fitch, KSV 1870) der Kontrahenten herangezogen und das Geschäftsvolumen entsprechend dem Rating und der Ausfallwahrscheinlichkeit limitiert. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, kann der Geschäfts abschluss durch Erbringung einer ausreichenden Besicherung erfolgen.
Das Kreditrisikomonitoring sowie die Limitierung der Ausfallrisiken erfolgt einerseits für Finanzforderungen im Treasury-Bereich (u. a. Veranlagungen, Finanz- und Zinsderivate) und für Derivat- bzw. Termingeschäfte, welche zur Absicherung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Energiegeschäft abgeschlossen werden, und andererseits in Bezug auf Endkunden und sonstige Debitoren.
Zur Reduzierung des Kreditrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit namhaften Finanzinstituten mit guten Kredit ratings abgeschlossen. Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird ebenfalls auf beste Bonität auf Basis inter nationaler Ratings geachtet.
Das Ausfallrisiko bei Kunden wird bei der EVN separat überwacht, die Beurteilung der Kundenbonität wird dabei vornehmlich von Ratings und Erfahrungswerten gestützt. Die EVN trägt Kreditrisiken mit der Bildung von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung. Zudem dienen ein effizientes Forderungsmanagement sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken.
| 62. Wertminderungen nach Klassen Mio. EUR |
30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sonstige Beteiligungen | 0,5 | 0,4 |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | 191,4 | – |
| 192,0 | 0,4 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen | 39,3 | 36,0 |
| Wertpapiere | – | –0,2 |
| 39,3 | 35,9 | |
| Summe | 231,3 | 36,3 |
Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 30. September 2014 und zum 30. September 2013 ent spricht den in den Erläuterungen 39. Übrige langfristige Vermögenswerte, 41. Forderungen und 42. Wertpapiere dargestellten Buchwerten ohne Finanzgarantien.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem positiven beizulegenden Zeitwert (siehe Erläuterung 64. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).
Das maximale Risiko in Bezug auf Finanzgarantien wird in der Erläuterung 66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken dargestellt.
63. Kapitalmanagement
Die EVN ist bestrebt, eine solide Kapitalstruktur einzuhalten, um die daraus resultierende Finanzkraft für die Realisierung wertsteigender Investitionsvorhaben und eine attraktive Dividendenpolitik zu nutzen. Ein finanzielles Unternehmensziel ist es, die Eigenkapitalquote über 40 % zu halten. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 38,5 %. Weiters wird das Gearing als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gemessen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, kurz- und langfristiger Wertpapiere sowie Ausleihungen. Der Wert per 30. September 2014 betrug 61,6 %.
| 63. Kapitalmanagement | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.747,7 | 1.805,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 173,8 | 373,7 |
| Fonds liquider Mittel | –197,2 | –229,5 |
| Kurzfristige Wertpapiere | –0,8 | –43,9 |
| Langfristige Wertpapiere | –62,1 | –57,1 |
| Ausleihungen | –38,9 | –39,2 |
| Nettoverschuldung | 1.622,4 | 1.809,6 |
| Eigenkapital | 2.632,7 | 3.079,2 |
| Gearing (%) | 61,6 | 58,8 |
Im EVN Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen. In den Verträgen wurden die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt.
64. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Sofern diese nicht verfügbar ist, werden die Zeitwerte mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Anteilen an nichtbörsenotierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung von vergleichbaren Transaktionen. Für Finanz instrumente, welche an einem aktiven Markt notiert sind, stellt der Börsepreis zum Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwert dar. Die Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der Anleiheverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter der Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.
In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, welche an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.
Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.
64. Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
Mio. EUR
| 30.09.2014 | 30.09.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klassen | Bewertungs kategorie |
Fair-Value Hierarchie (IFRS 13) |
Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | ||||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | – | – | 25,1 | – | 23,7 | – |
| Andere Beteiligungen | AFS | Stufe 1 | 639,6 | 639,6 | 671,1 | 671,1 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 664,7 | 694,8 | ||||
| Wertpapiere | @FVTPL | Stufe 1 | 62,1 | 62,1 | 57,1 | 57,1 |
| Ausleihungen | LAR | Stufe 2 | 38,9 | 44,0 | 39,2 | 43,2 |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | LAR | Stufe 2 | 207,0 | 236,1 | 703,6 | 741,7 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting |
Stufe 2 | – | – | – | – |
| Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte | LAR | 75,5 | 75,5 | 42,4 | 42,4 | |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) | – | 14,6 | – | 14,6 | – | |
| 398,1 | 857,0 | |||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen | LAR | 406,6 | 406,6 | 411,1 | 411,1 | |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting |
Stufe 2 | 0,2 | 0,2 | 35,1 | 35,1 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | – | 37,1 | – | 26,3 | – | |
| 443,9 | 472,5 | |||||
| Wertpapiere | AFS | Stufe 1 | 0,8 | 0,8 | 43,9 | 43,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||||
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR | 217,6 | 217,6 | 250,4 | 250,4 | |
| 217,6 | 217,6 | 250,4 | 250,4 | |||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Anleihen | FLAC | Stufe 1 | 705,7 | 836,2 | 707,0 | 792,2 |
| Bankdarlehen | FLAC | Stufe 2 | 1.041,9 | 1.165,1 | 1.098,7 | 1.169,7 |
| 1.747,7 | 1.805,7 | |||||
| Übrige langfristige Schulden | ||||||
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC | 19,8 | 19,8 | 21,5 | 21,5 | |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC | 2,9 | 2,9 | 3,9 | 3,9 | |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC | 8,1 | 8,1 | 8,5 | 8,5 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting |
Stufe 2 | 56,9 | 56,9 | 45,6 | 45,6 |
| 87,8 | 79,4 | |||||
| Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
FLAC | 194,2 | 194,2 | 394,6 | 394,6 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 505,1 | 505,1 | 415,8 | 415,8 | |
| Übrige kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 320,3 | 320,3 | 168,6 | 168,6 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge | |||||
| Accounting | Stufe 2 | 11,6 | 11,6 | 14,1 | 14,1 | |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | – | 77,0 | – | 77,8 | – | |
| 408,9 | 260,5 | |||||
| davon aggregiert nach Bewertungskategorie | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 640,4 | 715,0 | |||
| Kredite und Forderungen | LAR | 870,1 | 1.404,4 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden |
@FVTPL | 62,1 | 57,1 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden |
FLAC | 2.798,2 | 2.818,6 |
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zins änderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach ihrem Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf dem VaR-Verfahren erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei um Referenzwerte, die jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente sind. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte angesetzt.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2013 | |||
|---|---|---|---|
| Nominalwert1) | Marktwert 2) | Nominalwert1) | Marktwert2) |
| – | – | 250,0 | 35,1 |
| – | – | 8.000,0 | –5,4 |
| 12.000,0 | –9,1 | 12.000,0 | –5,4 |
| 347,3 | –58,5 | 383,0 | –48,7 |
| 27,1 | –0,6 | 8,6 | –0,8 |
| –22,2 | –0,6 | – | – |
| 30.09.2014 |
1) In Mio. in Nominalwährung
2) In Mio. EUR
3) Gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet
Positive Zeitwerte sind als Forderungen aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten oder den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen, negative Zeitwerte als Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten oder den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten).
65. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 218 unter Beteiligungen der EVN angeführt.
Im Folgenden werden Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen gemacht, welche im Geschäftsjahr 2013/14 at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter wurde beginnend mit dem 3. Quartal 2013/14 als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS).
| 65. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), welche gemäß IFRS 11 in den Konzernabschluss zum 30.09.2014 at Equity einbezogen wurden |
Operativer Charakter |
Finanzieller Charakter |
|---|---|---|
| Gesellschaft | ||
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH | • | |
| Bioenergie Steyr GmbH | • | |
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. | • | |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | • | |
| e&t | • | |
| EnergieAllianz | • | |
| EVN KG | • | |
| EVN-WE Wind KG | • | |
| Fernwärme St. Pölten GmbH | • | |
| Fernwärme Steyr GmbH | • | |
| RAG | • | |
| Shkodra | • | |
| sludge2energy GmbH | • | |
| WEEV Beteiligungs GmbH | • | |
| ZOV | • | |
| 65. Assoziierte Unternehmen, welche gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss zum 30.09.2014 at Equity einbezogen wurden |
Operativer Charakter |
Finanzieller Charakter |
| Gesellschaft | ||
| EconGas | • | |
| Energie Burgenland AG | • | |
| Verbund Innkraftwerke GmbH | • | |
| ZOV UIP | • |
Die folgende Übersicht zeigt die Zuordnung der at Equity einbezogenen Unternehmen nach operativem und finanziellem Charakter:
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen für sich genommen wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):
| 65. Finanzinformationen wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | EVN KG | RAG | ZOV | EVN KG | RAG | ZOV |
| Bilanz | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 12,9 | 654,7 | 258,4 | 12,2 | 620,2 | 263,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 160,0 | 105,7 | 40,9 | 143,9 | 93,5 | 49,8 |
| Langfristige Schulden | 0,0*) | 459,0 | 113,3 | 0,0*) | 400,4 | 132,6 |
| Kurzfristige Schulden | 77,6 | 106,8 | 24,4 | 53,2 | 130,6 | 19,8 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
| Nettovermögen | 95,3 | 194,7 | 161,7 | 102,8 | 182,7 | 161,0 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent | 100,00 % | 100,00 % | 48,50 % | 100,00 % | 100,00 % | 48,50 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | 95,3 | 194,7 | 78,4 | 102,8 | 182,7 | 78,1 |
| +/– Umwertungen | – | 170,0 | 0,6 | – | 182,9 | 0,8 |
| Buchwert des Anteils der EVN am | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 95,3 | 364,7 | 79,0 | 102,8 | 365,6 | 78,9 |
| 2013/14 | 2012/13 | |||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | 533,3 | 462,6 | 13,7 | 641,6 | 420,8 | 19,1 |
| Planmäßige Abschreibungen | 0,0*) | –51,5 | 0,0*) | 0,0*) | –49,8 | 0,0*) |
| Zinserträge | 0,1 | 0,1 | 0,6 | 0,1 | 0,7 | 0,9 |
| Zinsaufwendungen | 0,0*) | –6,4 | –10,0 | 0,0*) | –8,1 | –11,0 |
| Ertragsteuern | –0,1 | –23,0 | –5,5 | 0,1 | –24,8 | –5,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 53,6 | 71,0 | 21,9 | 58,9 | 82,7 | 20,7 |
| Sonstiges Ergebnis | –2,1 | 1,3 | 0,5 | –3,0 | –24,2 | 1,4 |
| Gesamtergebnis | 51,5 | 72,3 | 22,4 | 55,9 | 58,5 | 22,1 |
| Erhaltene Dividenden der EVN | 59,0 | 60,0 | 10,6 | 50,1 | 70,0 | 7,6 |
*) Kleinbetrag
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen für sich genommen einzeln unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:
| 65. Finanzinformationen für sich genommen unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen (EVN-Anteil) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 | ||||
| Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen zum jeweiligen Bilanzstichtag | 40,9 | 37,2 | ||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 4,8 | –50,7 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | –0,8 | 30,9 | ||||
| Gesamtergebnis | 4,0 | –19,8 |
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen für sich genommen wesentlichen assoziierten Unternehmen:
| 65. Finanzinformationen wesent licher assoziierter Unternehmen |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 | ||||||
| assoziiertes Unternehmen | EconGas | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
EconGas | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
| Bilanz | ||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 49,9 | 1.318,4 | 0,2 | 777,2 | 51,0 | 1.287,0 | 0,2 | 801,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.018,8 | 14,3 | 3,1 | 118,9 | 1.239,2 | 34,8 | 3,6 | 141,0 |
| Langfristige Schulden | 55,9 | 82,7 | – | 171,2 | 0,3 | 44,2 | – | 165,8 |
| Kurzfristige Schulden | 1.013,8 | 12,2 | 0,6 | 414,3 | 1.314,7 | 10,6 | 0,7 | 468,9 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
||||||||
| Nettovermögen | –1,0 | 1.237,7 | 2,6 | 310,6 | –24,8 | 1.266,9 | 3,1 | 308,0 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent |
16,51 % | 13,00 % | 33,00 % | 36,08 % | 16,51% | 13,00 % | 33,00 % | 36,08 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | –0,2 | 160,9 | 0,9 | 112,1 | –4,1 | 164,7 | 1,0 | 111,1 |
| +/– Umwertungen | 0,2 | –25,4 | – | 61,0 | 4,1 | 15,3 | – | 67,0 |
| Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
– | 135,5 | 0,9 | 173,1 | – | 180,0 | 1,0 | 178,1 |
| 2013/14 | 2012/13 | |||||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||||
| Umsatzerlöse | 3.409,7 | 86,5 | 10,7 | 312,9 | 7.093,8 | 102,5 | 11,5 | 317,7 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 18,3 | 12,9 | 3,4 | 19,2 | –29,5 | 21,2 | 4,1 | 21,1 |
| Sonstiges Ergebnis | 10,0 | – | – | –8,7 | –10,1 | – | – | 23,0 |
| Gesamtergebnis | 28,3 | – | 3,4 | 10,5 | –39,6 | – | 4,1 | 44,1 |
| An EVN ausgezahlte Dividende | – | 5,2 | 1,3 | 8,3 | – | 16,4 | 1,3 | 8,3 |
In den Konzernabschluss einbezogene für sich genommen einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen bestehen nicht.
66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die durch die EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:
| 66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken Mio. EUR |
2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften | 114,8 | 151,7 |
| Garantien für Projekte im Umweltbereich | 161,8 | 201,9 |
| Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von | ||
| Energienetzen | 5,1 | 9,9 |
| Kraftwerken | 132,1 | 161,0 |
| Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 98,6 | 107,5 |
| Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen | 0,6 | 0,8 |
| Summe | 513,1 | 632,9 |
| davon im Zusammenhang mit at Equity einbezogenen Unternehmen | 173,7 | 215,7 |
Für die oben genannten Verpflichtungen und Risiken wurden weder Rückstellungen noch Verbindlichkeiten in den Büchern erfasst, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit keiner Inanspruchnahme bzw. nicht mit einem Eintreten der Risiken zu rechnen war. Den genannten Verpflichtungen standen entsprechende Rückgriffsforderungen in Höhe von 188,3 Mio. Euro (Vorjahr: 197,8 Mio. Euro) gegenüber.
Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der e&t Energie Handelsgesellschaft mbH sowie von der EconGas GmbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2014 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 54,6 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 375,5 Mio. Euro. Zum 31. Oktober 2014 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 52,4 Mio. Euro bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 375,5 Mio. Euro.
Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft potenziell gegen die EVN geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung hinsichtlich einer möglichen Inanspruchnahme führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen im Einzelnen und insgesamt keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der EVN haben werden. Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassten im Wesentlichen offene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften.
67. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Grundsätzlich entsteht gemäß IAS 24 eine nahestehende Beziehung zu Unternehmen und Personen durch direkte oder indirekte Beherrschung, maßgeblichen Einfluss oder gemeinschaftliche Führung. In den Kreis der nahestehenden Personen ebenso eingeschlossen sind Familienangehörige der betroffenen natürlichen Personen. Auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige werden als nahestehende Personen angesehen.
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der EVN zählen somit sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises, sonstige nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und deren Tochterunternehmen, EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, sowie Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich sind, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie deren Angehörige. Eine Liste der Konzernunternehmen ist ab Seite 218 unter Beteiligungen der EVN enthalten.
Am 20. Dezember 2013 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit der EnBW Trust einen Treuhandvertrag im Rahmen eines so genannten "Contractual-Trust-Arrangement-Modells" abgeschlossen. In dessen Folge übertrug die EnBW ihren 32,5-%-Anteil an der EVN AG treuhänderisch an die EnBW Trust.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Hauptgesellschafter
Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Bilanzstichtag 30. September 2014 eine kurzfristige Forderung gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, in Höhe von 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: Verbindlichkeit von 7,3 Mio. Euro).
At Equity einbezogene Unternehmen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mit e&t wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschaffung von Elektrizität getroffen, mit EconGas langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen.
| 67. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen Mio. EUR |
2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Umsätze | 240,2 | 207,8 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –74,9 | –70,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 35,9 | 16,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14,0 | 23,1 |
| Ausleihungen | 10,3 | 10,4 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 9,6 | 9,6 |
| Forderungen aus der Durchführung des Cash Pooling | 0,1 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Pooling | 113,3 | 68,3 |
| Zinserträge aus Ausleihungen | 0,5 | 0,6 |
| Zinsaufwand aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten | –0,1 | –0,1 |
| Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Pooling | 0,0*) | 0,0*) |
Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:
*) Kleinbetrag
| 67. Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2013/14 | 2012/13 |
| Umsätze | – | – |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –56,0 | –48,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7,4 | 3,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – | – |
Transaktionen mit nahestehenden Personen
Vorstand und Aufsichtsrat
Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten insbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 978,4 Tsd. Euro (inklusive Sachbezüge und Pensionskassenbeiträge, Vorjahr: 1.404,3 Tsd. Euro).
Die Bezüge der im Geschäftsjahr 2013/14 aktiven Vorstandsmitglieder stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:
| 67. Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. EUR | 2013/14 | 2012/13 | ||||
| Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | |
| Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr | 372,9 | 95,2 | 10,7 | 363,9 | 118,4 | 9,8 |
| Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA | 347,7 | 88,7 | 10,7 | 339,3 | 110,4 | 9,8 |
| Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher | – | – | – | 280,4 | 113,6 | 7,4 |
Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2013/14 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ein Betrag in Höhe von 1.023,9 Tsd. Euro (davon 243,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 597,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) zugeführt. Im Vorjahr betrug die Dotierung 932,6 Tsd. Euro (davon 240,3 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 530,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Pensionskassenbeiträge in der Höhe von 52,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 51,2 Tsd. Euro) geleistet. Weiters wurde für Mag. Stefan Szyszkowitz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ein Betrag in Höhe von 582,8 Tsd. Euro (davon 99,0 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 349,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) zugeführt. Im Vorjahr betrug die Dotierung 502,3 Tsd. Euro (davon 92,3 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 294,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die Zuweisung zur Abfertigungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2013/14 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr 13,6 Tsd. Euro (davon 16,5 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –15,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 28,0 Tsd. Euro (davon 17,7 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –1,9 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Beiträge in die Mitarbeitervorsorgekasse in der Höhe von 6,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 8,0 Tsd. Euro) geleistet.
Die Veränderung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Ausscheiden von Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher mit 30. Juni 2013, der jährlichen kollektivvertraglichen Valorisierung und der Veränderung der erfolgsabhängigen Komponenten. Bei Beendigung der Funktion kommen hinsichtlich Abfertigungsregelung die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. Weiters besteht jeweils Anspruch auf einen vertraglich vereinbarten Versorgungsanspruch zum Pensionsantritt, auf welchen ASVG-Pensionsleistungen sowie eine allfällige Leistung aus der EVN-Pensionskasse angerechnet werden.
Die Bezüge an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. an deren Hinterbliebene betrugen 1.132,0 Tsd. Euro (Vorjahr 1.587,3 Tsd. Euro).
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für aktive leitende Angestellte betrugen 1.512,0 Tsd. Euro (davon 314,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 721,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 1.520,5 Tsd. Euro (davon 303,2 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 780,5 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die genannten Werte beinhalten Aufwendungen nach nationalem Recht, wie sie gemäß Österreichischem Corporate Governance Kodex gefordert werden. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste werden nach IFRS gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ausbezahlt.
Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht, der Teil des Corporoate-Governance-Berichts ist, dargestellt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen
Angaben, die sich auf konzerninterne Sachverhalte beziehen, sind zu eliminieren und unterliegen nicht der Angabepflicht im Konzernabschluss. Geschäftsfälle von der EVN mit Tochterunternehmen sind somit nicht ausgewiesen.
Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und nicht at Equity einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht angeführt.
Nahestehende Personen können unmittelbar Kunden eines Unternehmens der EVN Gruppe sein, wobei Geschäftsbeziehungen aus einem solchen Verhältnis zu marktüblichen Konditionen bestehen und im Geschäftsjahr 2013/14 für die Gesamteinnahmen der EVN nicht wesentlich sind. Die daraus zum 30. September 2014 offenen Posten werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
68. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Rahmen der EnergieAllianz Austria hat die EVN Vertriebsgesellschaft per 1. Oktober 2014 den Endkundenpreis für Strom gesenkt.
In Bulgarien hat der Regulator mit 1. Oktober 2014 die Endkundenpreise für Strom und die Bezugskosten der EVN erhöht. In Mazedonien wurde die schrittweise Umsetzung der Strommarktliberalisierung vom Regulator festgelegt.
Am 29. Oktober 2014 hat die EVN eine Einigung mit der Regierung der Stadt Moskau über den Verkauf der Natriumhypochloritanlage Moskau erzielt; der Verkaufspreis betrugt 250 Mio. Euro und korrespondiert mit den Investitionskosten einschließlich erwarteter Ergebnisbeiträge. Für die Funktionsfähigkeit der Anlage wurde eine an Bedingungen geknüpfte Garantie der EVN Tochter WTE eingeräumt. Derzeit erfolgen die vorbereitenden Tests und die Inbetriebsetzung der Anlage.
69. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Organe der EVN AG sind:
Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstands Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA – Mitglied des Vorstands
Aufsichtsrat
Präsident Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer – Vorsitzender Dkfm. Edwin Rambossek Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident Dipl.-Ing. Angela Stransky Mag. Willi Stiowicek – Vizepräsident Mag. Dr. Monika Fraißl – Arbeitnehmervertreter Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter Dkfm. Thomas Kusterer Ing. Paul Hofer – Arbeitnehmervertreter Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meissl Kammerrat Manfred Weinrichter – Arbeitnehmervertreter Bernhard Müller, BA, MPA
70. Freigabe des Konzernabschlusses 2013/14 zur Veröffentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss der EVN AG werden am 10. Dezember 2014 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und der Einzelabschluss zur Feststellung vorgelegt.
71. Honorare des Wirtschaftsprüfers
Die Prüfung des Jahresabschlusses der EVN und des Konzernabschlusses erfolgt im Geschäftsjahr 2013/14 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien. Die Kosten für die KPMG betrugen weltweit in Summe 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Davon entfielen 52,2 % auf Prüfungshonorare und prüfungsnahe Honorare, 47,0 % auf Steuerberatungsleistungen und 0,8 % auf sonstige Beratungsleistungen. Berücksichtigt sind alle Gesellschaften, die im Konsolidierungskreis enthalten sind.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2014
EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Beteiligungen der EVN gemäß § 245a Abs. 1 i.V.m. § 265 Abs. 2 UGB
Nachfolgend werden die Beteiligungen der EVN gegliedert nach Geschäftsbereichen angeführt. Die Aufstellung für die in den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften enthält die Werte aus den letzten verfügbaren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag der EVN AG.
1. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Energie ≥ 20,0 % per 30.09.2014
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| Bioenergie Steyr GmbH, Behamberg | EVN Wärme | 51,00 | 30.09.2014 | E |
| EconGas GmbH ("EconGas"), Wien1) | EVN | 16,51 | 31.12.2013 | E |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH ("EnergieAllianz"), Wien | EVN | 45,00 | 30.09.2014 | E |
| EVN Bulgaria Electrorazpredelenie EAD ("EVN Bulgaria EP"), Plovdiv, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD ("EVN Bulgaria EC"), Plovdiv, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Bulgaria EAD ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG ("EVN KG"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | E |
| EVN Gorna Arda Development EOOD, Sofia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Geoinfo GmbH ("EVN Geoinfo"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Kavarna EOOD ("EVN Kavarna"), Plovdiv, Bulgarien | EVN Naturkraft | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, ("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., ("EVN LV"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Macedonia AD ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien | EVN | 90,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Macedonia Elektrani DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL, Skopje, Mazedonien2) | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH ("EVN Nk BuB"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., ("EVN Naturkraft"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf | EVN LV | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Service Centre EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Trading DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Trading South East Europe EAD ("EVN SEE"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Wärme GmbH ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG ("EVN-WE Wind KG"), Wien |
EVN Naturkraft | 50,00 | 30.09.2014 | E |
| e&t Energie Handelsgesellschaft mbH ("e&t"), Wien | EVN | 45,00 | 30.09.2014 | E |
| Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten | EVN | 49,00 | 31.12.2013 | E |
| Fernwärme Steyr GmbH, Steyr | EVN Wärme | 49,00 | 30.09.2014 | E |
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | EVN | 70,00 | 31.12.2013 | V |
Konsolidierungsart:
V: Vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
NV: Nicht konsolidiertes Tochterunternehmen
JO: Als Joint Operation einbezogenens Unternehmen
NJO: Nicht als Joint Operation einbezogenes Unternehmen
E: At Equity einbezogenes Unternehmen
NE: Nicht at Equity einbezogenes Unternehmen
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| kabelplus GmbH ("kabelplus"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Naturkraft | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| Netz Niederösterreich GmbH ("Netz NÖ"), Maria Enzersdorf 3) | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, Wien | EVN | 49,99 | 31.12.2013 | E |
| Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland | EVN Kraftwerk | 49,00 | 31.12.2013 | JO |
| Verbund Innkraftwerke GmbH, Töging, Deutschland 1) | EVN Nk BuB | 13,00 | 31.12.2013 | E |
| V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. ("V&C"), Pressbaum | Utilitas | 100,00 | 31.03.2014 | V |
| Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH ("WTK"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 70,00 | 30.09.2014 | V |
1) Trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20,0 % wird die Beteiligung aufgrund ihrer Wesentlichkeit angeführt.
2) Die Gesellschaft wurde mit dem 3. Quartal 2013/14 erstmals vollkonsolidiert.
3) Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben wurde der Name der Gesellschaft mit 1.10.2013 in "Netz Niederösterreich GmbH" geändert.
| 1.2. In den Konzernabschluss der EVN AG auf grund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2013/14 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagenbetriebsgesellschaft Waidhofen/Ybbs GmbH | EVN Wärme | 100,00 | EUR | 830 | –427 | 30.09.2013 | NV | |
| (2.628) | (7.807) | (30.9.2012) | ||||||
| Albnor Company DOO, Tetovo, Mazedonien | EVN Macedonia | 70,00 | MKD | 640 | –85 | 31.12.2013 | NV | |
| (742) | (–86) | (31.12.2012) | ||||||
| ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 50,00 | EUR | 96 | 35 | 31.12.2013 | NE | |
| (102) | (41) | (31.12.2012) | ||||||
| ARGE Digitaler Leitungskataster NÖ, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 30,00 | EUR | 231 | 160 | 31.12.2013 | NE | |
| (71) | (104) | (31.12.2012) | ||||||
| ARGE GIP.nö, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 60,00 | EUR | – | – | 31.12.2013 | NE | |
| (–) | (–) | (31.12.2012) | ||||||
| B3 ENERGIE GmbH, St. Georgen an der Gusen | EVN Wärme | 100,00 | EUR | –1.796 | –839 | 30.09.2013 | NV | |
| (–957) | (–642) | (30.09.2012) | ||||||
| Bioenergie Wiener Neustadt GmbH, Wiener Neustadt | EVN Wärme | 90,00 | EUR | 656 | 49 | 31.12.2013 | NV | |
| (607) | (–28) | (31.12.2012) | ||||||
| Biowärme Amstetten-West GmbH, Amstetten | EVN Wärme | 49,00 | EUR | 91 | 27 | 31.12.2013 | NE | |
| (64) | (–73) | (31.12.2012) | ||||||
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien | EVN | 100,00 | ALL | 63 | –46 | 31.12.2013 | NV | |
| (49) | (–86) | (31.12.2012) | ||||||
| EVN Asset Management EOOD, Plovdiv, Bulgarien1) | EVN Bulgaria | 100,00 | BGN | 6 | 4 | 31.12.2013 | NV | |
| (–) | (–) | (31.12.2012) | ||||||
| Energiespeicher Sulzberg GmbH, Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 51,00 | EUR | 1.218 | –14 | 30.09.2014 | NV | |
| (1.031) | (–14) | (30.09.2013) | ||||||
| EVN Trading d.o.o. Podgorica, Podgoriza, Montenegro | EVN SEE | 100,00 | EUR | 10 | 0 | 31.12.2013 | NV | |
| (10) | (0) | (31.12.2012) | ||||||
| EVN Trading SHPK, Tirana, Albanien | EVN SEE | 100,00 | ALL | 19 | (–10) | 31.12.2013 | NV | |
| (3) | (–12) | (31.12.2012) | ||||||
| 1.2. In den Konzernabschluss der EVN AG auf grund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH ("EVN-WE Wind GmbH"), Wien |
EVN Naturkraft | 50,00 | EUR | 39 (37) |
2 (1) |
30.09.2013 (30.09.2012) |
NE |
| Fernwärme Mariazellerland GmbH, Mariazell | EVN Wärme | 48,86 | EUR | 503 (772) |
–270 (–51) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NE |
| FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung in Liquidation, Göllersdorf |
EVN / Utilitas | 100,00 | EUR | 375 (377) |
–3 (–10) |
30.06.2014 (30.06.2013) |
NV |
| IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn | EVN | 70,00 | HUF | 1.790 (1.856) |
8 (16) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH, Wien |
EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 39 (48) |
3 (3) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NE |
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH & Co KG, Wien |
EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 6.185 (6.740) |
149 (704) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NE |
| MAKGAS DOOEL, Skopje, Mazedonien2) | EVN | 100,00 | MKD | – – |
– (–) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| Netz Niederösterreich Grundstücksverwaltung Bergern GmbH, Maria Enzersdorf 1) |
Netz NÖ | 100,00 | EUR | 1.777 (1.790) |
–13 (–2) |
30.09.2014 (30.09.2013) |
NV |
| Spieth Kathodischer Korrosionsschutz GmbH Denkendorf, Deutschland |
V&C | 100,00 | EUR | 0 (0) |
10 (–8) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| VCK Betonschutz + Monitoring GmbH, Mainz, Deutschland | V&C | 50,00 | EUR | 80 (67) |
13 (2) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NE |
1) Vormals EVN GRID MANAGEMENT EOOD, Plovdiv, Bulgarien
2) Die Gesellschaft ist nicht operativ tätig.
2. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Umwelt ≥ 20 % per 30. September 2014
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH, Maria Enzersdorf | EVN Abfall | 50,00 | 30.09.2014 | E |
| Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Betrieb | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s., Prag, Tschechische Republik1) | WTE Essen | 35,00 | 31.12.2013 | E |
| EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH ("EVN Abfall"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH ("EVN MVA1"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH ("EVN MVA3"), Maria Enzersdorf |
EVN Umwelt / Utilitas |
100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Umwelt Beteiligungs und Service GmbH ("EVN UBS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH ("EVN UFS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| evn wasser Gesellschaft m.b.H. ("EVN Wasser"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| OAO BUDAPRO-ZAVOD No. 1, Moskau, Russland | EVN MVA1 | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| OAO "EVN MSZ 3" ("OAO MVA3"), Moskau, Russland | EVN MVA3 | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland | Süd-West | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| OAO "WTE Süd-Ost" Moskau, Russland | WTE Hyp | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| OOO EVN Umwelt, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH ("Süd Butowo"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH ("Zelenograd"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| sludge2energy GmbH, Berching, Deutschland | WTE Essen | 50,00 | 30.09.2014 | E |
| Storitveno podjetje Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Betriebsgesellschaft mbH ("WTE Betrieb"), Hecklingen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE desalinizacija morske vode d.o.o., Budva, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| WTE otpadne vode Budva DOO, Podgoriza, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH ("WTE Hyp"), Essen, Deutschland | EVN UFS / WTE Essen |
100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH ("Süd-West"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o., Beograd-Vracar, Serbien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Wassertechnik GmbH ("WTE Essen"), Essen, Deutschland | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| Zagrebacke otpadne vode d.o.o. ("ZOV"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 48,50 | 31.12.2013 | E |
| Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o. ("ZOV UIP"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 33,00 | 31.12.2013 | E |
1) Die Gesellschaft wurde mit dem 1. Quartal 2013/14 erstmals at Equity einbezogen.
| 2.2. In den Konzernabschluss der EVN AG auf grund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main, Deutschland |
WTE Essen | 49,00 | EUR | 580 (564) |
31 (84) |
30.09.2014 (30.09.2013) |
NE |
| Abwasserbeseitigung Kötschach-Mauthen Errichtungs- und Betriebsgesellschaft mbH, Kötschach-Mauthen |
WTE Essen | 26,00 | EUR | 37 (37) |
0 (0) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NE |
| EVN MVA Nr. 1 Finanzierungs- und Servicegesellschaft mbH Maria Enzersdorf |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 31 (31) |
0 (–1) |
30.09.2014 (30.09.2013) |
NV |
| Nevawasser Projektgesellschaft mbH ("Nevawasser") Essen, Deutschland |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 23 (–) |
–1 (–) |
30.09.2014 (30.09.2013) |
NV |
| OAO WTE Kurjanovo, Moskau, Russland | Kurjanovo | 100,00 | RUB | 2 (2) |
0 (0) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OAO EVN Ljuberzy, Moskau, Russland | Ljuberzy | 100,00 | RUB | 1 (2) |
0 (0) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OOO Eco Reagent, Moskau, Russland | OAO "WTE Süd Ost"/ EVN UBS |
100,00 | RUB | –14 (1) |
–16 (0) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OOO EVN-Ekotechprom MSZ3, Moskau, Russland | OAO MVA3 | 70,00 | RUB | 853 (3.544) |
–1.666 (1.116) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OOO Nordwasserwerk, Moskau, Russland | Nevawasser | 100,00 | RUB | 2 (–) |
0 (–) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland | Süd-West | 70,00 | RUB | 2.691 (2.939) |
713 (693) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| OOO "WTE Wassertechnik West", Moskau, Russland | WTE Essen | 100,00 | RUB | 2 (2) |
0 (0) |
31.12.2013 (31.12.2012) |
NV |
| EVN Projektgesellschaft KSV Ljuberzy mbH ("Ljuberzy"), Essen, Deutschland |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 23 (24) |
0 (0) |
30.09.2014 (30.09.2013) |
NV |
| 2.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2013/14 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o., | WTE Essen | 50,00 | HRK | 1.003 | 84 | 31.12.2013 | NE | ||||||||
| Zagreb, Kroatien | (1.419) | (103) | (31.12.2012) | ||||||||||||
| Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft | WTE Essen | 49,00 | EUR | 536 | 6 | 31.12.2013 | NE | ||||||||
| Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland | (530) | (8) | (31.12.2012) | ||||||||||||
| Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H, Untertullnerbach | EVN Wasser | 50,00 | EUR | 871 | –2 | 31.12.2013 | NE | ||||||||
| (873) | (–1) | (31.12.2012) | |||||||||||||
| WTE Baltic UAB, Kaunas, Litauen | WTE Essen | 100,00 | LTL | 183 | 17 | 30.09.2014 | NV | ||||||||
| (185) | (17) | (30.09.2013) | |||||||||||||
| WTE Projektgesellschaft Kurjanovo mbH, | WTE Essen | 100,00 | EUR | 22 | –1 | 30.09.2014 | NV | ||||||||
| Essen, Deutschland ("Kurjanovo") | (23) | (–1) | (30.09.2013) | ||||||||||||
| WTE Projektmanagement GmbH, Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | EUR | 18 | 0 | 30.09.2014 | NV | ||||||||
| (19) | (–1) | (30.09.2013) | |||||||||||||
| ZAO "STAER", Moskau, Russland | Süd Butowo | 70,00 | RUB | –5 | –43 | 31.12.2013 | NV | ||||||||
| (110) | (63) | (31.12.2012) | |||||||||||||
| ZAO "STAER-ZWK", Moskau, Russland | Zelenograd | 70,00 | RUB | 414 | –97 | 31.12.2013 | NV | ||||||||
| (610) | (116) | (31.12.2012) | |||||||||||||
3. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20 % per 30. September 2014
| 3.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft ("BUHO"), Eisenstadt | EVN | 73,63 | 30.09.2014 | V |
| Energie Burgenland AG, Eisenstadt | BUHO | 49,00 | 30.09.2013 | E |
| EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH ("EVN FM"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf | EVN FM | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 31.08.2014 | V |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien | EVN | 50,00 | 30.09.2014 | E |
| R 138-Fonds, Wien | EVN/Netz NÖ/ EVN Wasser |
100,00 | 30.09.2014 | V |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft ("RBG"), Maria Enzersdorf | EVN | 50,03 | 31.03.2014 | V |
| Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft ("RAG"), Wien | RBG | 100,00 | 31.12.2013 | E |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H ("Utilitas") Maria Enzersdorf |
EVN | 100,00 | 30.09.2014 | V |
| WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf 1) | EVN WEEV | 50,00 | 30.06.2014 | E |
1) An der Verbund AG werden 12,63 % gehalten, davon indirekt über die WEEV Beteiligungs GmbH 1,09 %.
| 3.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft | EVN | 100,00 | EUR | 3.980 | 135 | 31.12.2013 | NV |
| ("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf | (3.846) | (176) | (31.12.2012) | ||||
| Wiener Stadtwerke Management Beta Beteiligungs GmbH, | Utilitas | 47,37 | EUR | 463 | –4 | 30.11.2013 | NE |
| Wien | (466) | (–3) | (30.11.2012) |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzern abschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontroll systems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs methoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 18. November 2014
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
EVN AG
Jahresabschluss 2013/2014 nach UGB
Inhaltsverzeichnis
Lagebericht 4
Jahresabschluss
| Bilanz zum 30. September 2014 | 19 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013/14 | 21 |
| Entwicklung des Anlagevermögens | 23 |
| Entwicklung der unversteuerten Rücklagen | 24 |
| Beteiligungen der EVN AG | 25 |
| Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk | 26 |
Anhang 29
Bericht des Aufsichtsrats 44
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14 wurde nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt.
Im Geschäftsbericht 2013/14 der EVN wurde ein Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Mit dieser Form der Berichterstattung legt die EVN ihren Aktionären und der Öffentlichkeit einen Konzernabschluss vor, der international anerkannten Prinzipien der Rechnungslegung entspricht. Dieser Geschäftsbericht kann selbstverständlich jederzeit bei der EVN angefordert werden.
Lagebericht
Lagebericht EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14
Bericht des Vorstandes
Energiepolitisches Umfeld
Energie- und Klimapolitik
Europäische Klimapolitik
Die EU-Kommission hat 2014 neue Zielvorgaben für ihre Klima- und Energiepolitik erarbeitet. So soll der Treibhausgasausstoß in der EU im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2030 nun um 40 % reduziert werden. Damit wird das im Jahr 2009 vom Europäischen Parlament beschlossene Klima- und Energiepaket, das eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 20 % bis 2020 vorsah, erweitert. Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergiemix soll von ursprünglich 20 % im Jahr 2020 auf nunmehr 27 % im Jahr 2030 angehoben werden. Weiters beabsichtigt die EU-Kommission eine Steigerung der Energieeffizienz gegenüber 2007 um 30 % bis 2030 – das bis 2020 zu erreichende Ziel lautet weiterhin 20 %. Diese Zielvorgaben werden nun vom Europäischen Parlament vorgelegt.
Emissionshandel
Mit der Verknappung des Angebots an CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel reagierte die Europäische Union kurzfristig auf die hohen Überschüsse, die durch die konjunkturbedingt schwächere Nachfrage in den Jahren 2009 und 2010 entstanden waren. Dies sollte das Preisniveau der Zertifikate nachhaltig erhöhen. In Summe wurde das Angebot für die Jahre 2014–2016 um 900,0 Mio. Zertifikate reduziert, deren Versteigerung zudem in die Jahre 2019 und 2020 verschoben wurde ("Backloading").
Energieeffizienzgesetz
Gemäß dem am 9. Juli 2014 im österreichischen Nationalrat beschlossenen Energieeffizienzgesetz haben Energielieferanten – sofern sie mehr als 25 GWh pro Jahr an österreichische Endenergieverbraucher absetzen – ab dem 01.01.2015 die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen bei Endkunden im Umfang von 0,6 % ihrer Energieabsätze im Vorjahr nachzuweisen. Bei Verfehlen dieses Ziels ist ein schuldbefreiender Ausgleichsbetrag von 0,20 Euro pro kWh zu entrichten, der in einen Fonds zur Finanzierung von Energiesparprojekten und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger einbezahlt werden soll. Die EVN hat hier in den vergangenen Jahren mit der Einführung ihres umfangreichen Angebots an Energiedienstleistungen schon wesentliche Schritte gesetzt. Große Unternehmen werden zudem über das Energieeffizienzgesetz verpflichtet, entweder ein Energiemanagementsystem einzuführen oder alternativ alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen. Die aus dem Audit ableitbaren Maßnahmen stellen einen Handlungsrahmen dar; eine unmittelbare gesetzliche Verpflichtung zur Umsetzung besteht allerdings nicht.
Stromkennzeichnungspflicht
Die mit 6. August 2013 veröffentlichte Novelle des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz) sieht in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind berechtigt, einen Herkunftsnachweis vom Stromhändler bzw. sonstigen Lieferanten zu erhalten. Sie sind zudem verpflichtet, ab 1. Jänner 2015 die eigene Erzeugung mit den erhaltenen Herkunftsnachweisen zu belegen.
Marktmodell
Durch hohe Einspeisemengen von Strom aus erneuerbaren Ressourcen ergeben sich aus wirtschaftlichen Gründen immer kürzere Zeitfenster für den Einsatz thermischer Erzeugungskapazitäten. Da die Kosten der hierfür eingesetzten Primärenergieträger (Gas, Kohle, Öl) von den geringen Großhandelspreisen für Strom häufig nicht gedeckt werden können, sind im Markt bereits Stilllegungen von thermischen Kraftwerken zu verzeichnen. Dies betrifft z. T. ältere, z. T. aber auch neu errichtete, höchst effiziente Anlagen. Die hohe Volatilität in der Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie führt zudem zu einer geringeren Planbarkeit und stellt die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Versorgungssicherheit in Europa und in Österreich sind derzeit nur schwer einzuschätzen. Daher ist das Vorhalten von ausreichenden Produktionskapazitäten ein wesentliches Element für die Gewährleistung einer gesicherten Stromversorgung. Vor diesem Hintergrund bedarf es geeigneter Weichenstellungen in den Märkten, die es den Produzenten ermöglichen, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Kapazitäten bereitzustellen.
Wirtschaftliches Umfeld
Die neuerliche Dämpfung des Welthandels verhinderte in den vergangenen Monaten einen exportgetriebenen Aufschwung im Euroraum. Da viele Länder die Folgen der Finanzmarktkrise noch nicht überwunden haben, blieb – im Gegensatz zu den USA – zudem auch die Binnennachfrage schwach. Zwar zeigen sich deutliche Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaftslage in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Staaten, die früh tiefgreifende Reformen in Angriff nehmen mussten. Jedoch stagnierte zuletzt die Wirtschaftsleistung in Frankreich, während Italien in die Rezession fiel. Die jüngsten Prognosen für 2014 gehen von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union um 1,2 % bis 1,6 % aus, während sich die Einschätzungen für das Jahr 2015 in einer Bandbreite von 1,6 % bis 2,0 % bewegen.
Die Konjunktur in Österreich verlor in den letzten Monaten an Tempo und blieb im laufenden Jahr insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Auch für die kommenden Quartale deutet wenig auf eine Beschleunigung der Konjunkturdynamik hin, da die Unsicherheiten über die künftige Wirtschaftsentwicklung das Investitionsklima trüben und der private Konsum weiterhin nur mäßig steigt. Darüber hinaus leidet die österreichische Exportwirtschaft unter der schwachen internationalen Konjunktur. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen wurden die Prognosen zuletzt nach unten revidiert: Für 2014 wird nunmehr mit einem BIP-Wachstum von 0,8 % gerechnet, die Erwartungen für 2015 liegen zwischen 1,2 % und 1,6 %.
Bulgarien profitierte zuletzt von einer gesteigerten Binnennachfrage. Die stockende Weltkonjunktur und die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts samt den damit verbundenen Sanktionen zwischen Russland und der EU führen jedoch zu einer Absenkung der Prognosen. Für 2014 wird ein Wachstum in einer Bandbreite von 1,4 % bis 1,7 % erwartet. Im Jahr 2015 wird wieder mit einem größeren Anstieg von bis zu 3,0 % gerechnet.
In Kroatien setzte sich der vor rund fünf Jahren begonnene Abwärtstrend auch 2014 weiter fort. Die Anzeichen für eine Stabilisierung zu Beginn des Jahres verflüchtigten sich wieder – die Binnennachfrage bleibt gedämpft und die Investitionen sind stark rückläufig. Ermutigung kommt allerdings vom Exportwachstum und von der gesteigerten Industrieproduktion. Insgesamt wird für 2014 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 % bis 0,8 % erwartet, während für 2015 ein Wachstum von bis zu 0,7 % prognostiziert wird.
Die Konjunktur in Mazedonien profitierte in den letzten Monaten von einer Zunahme der Exporte in die EU, insbesondere nach Deutschland. Die wirtschaftliche Abkühlung in der EU stellt demnach auch für die mazedonische Entwicklung ein Risiko dar. Für 2014 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 3,2 % erwartet, für 2015 eine Zunahme um bis zu 3,5 %.
Energiewirtschaftliches Umfeld
| 2013/14 | 2012/13 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.-4. Quartal | 1.-4. Quartal | % | ||
| Temperaturbedingter Energiebedarf | ||||
| NÖ1 | % | 86,9 | 107,5 | -19,2% |
| Bulgarien1 | % | 79,8 | 88,0 | -9,3 % |
| Mazedonien1 | % | 89,4 | 95,1 | -6,0% |
| Rohölpreis - brent | EUR/bbl | 79,68 | 82,94 | -3,9% |
| Rohölpreis - brent | \$/bbl | 108,11 | 108,83 | -0,1% |
| Gaspreis – NCG | EUR/t | 22,08 | 26,90 | -17,8% |
| Kohle - API#2 (Notierung in ARA) | EUR/t | 59,54 | 63,13 | -5,8% |
| CO2 Zertifikate (2. Periode) | EUR/t | 5,21 | 5,28 | -1,5% |
| Strom - Spotmarkt | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 33,46 | 38,79 | -18,7% |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 42,21 | 49,88 | -16,3% |
| Strom - Forwardmarkt (Quartalspreise)2 | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 38,65 | 47,50 | -13,6% |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 49,22 | 58,79 | -15,4% |
Die angeführten Werte sind Durchschnittswerte über den jeweiligen Zeitraum.
1 Berechnet nach Heizgradsummen. Die Basis (100%) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996-2010, in Bulgarien dem Durchschnittswert von 2004-2012 und in Mazedonien von 2001 bis 2010 2 Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum
Die Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Endkundenbereich sind die Witterungsbedingungen für die Nachfrage nach Energie in Form von Strom, Gas und Wärme ausschlaggebend, während die Nachfrage im Industriekundenbereich vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war im gesamten Versorgungsgebiet der EVN von der überaus warmen Winterperiode 2013/14 geprägt. So war das Temperaturniveau nochmals deutlich milder als im ohnehin schon warmen Winter des Vorjahres. Dadurch lag auch die Heizgradsumme, die zu Vergleichszwecken für die Bestimmung des Energiebedarfs erhoben wird, in allen Versorgungsgebieten der EVN unter dem Wert des Vorjahres: In Österreich war ein Rückgang um 19,2 Prozentpunkte zu verzeichnen, und auch in Bulgarien bzw. Mazedonien lag die Heizgradsumme um 9,3 bzw. 6,0 Prozentpunkte unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Im Geschäftsjahr 2013/14 gingen die Preise für Primärenergieträger wie Rohöl, Gas und Kohle weiter zurück. Höhere Lagerstände bedingt durch den milden Winter 2013/14, der Fracking-Boom in den USA sowie die eingetrübten konjunkturellen Aussichten waren dafür ausschlaggebend. Die Verringerung der Auktionsmenge von CO2-Emissionszertifikaten durch die Europäische Union führt zu einer Stabilisierung der Preise gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres. Trotz dieser Stabilisierung befinden sich die Preise für CO2-Emissionszertifikate nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Die Kombination aus günstigen CO2-Emissionszertifikaten und weiterhin sinkenden Kohlepreisen fördert die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Kohle, während in vielen EU-Ländern hochmoderne und saubere Gaskraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit vom Netz genommen werden müssen.
Ebenfalls weiterhin rückläufig sind die Termin- und Spotmarktpreise an den europäischen Strombörsen. Der aktuelle Angebotsüberhang lässt auch kurz- und mittelfristig keine Trendumkehr erwarten. Hauptgrund dafür ist – neben der weltweit stagnierenden Konjunktur – der fortgesetzte Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern. Unter diesen Marktbedingungen ist die Rentabilität von konventionellen Produktionsanlagen häufig nicht gegeben. Die Folge sind Stilllegungen von Kraftwerken, wie sie im Markt bereits zu beobachten sind. Mittelfristig kann daher von einer Verknappung des Angebots ausgegangen werden, die auch die Versorgungssicherheit beeinträchtigen könnte. Trotz des forcierten Ausbaus der Nutzung erneuerbarer Energie wird es aber auch in Zukunft erforderlich sein, schnell zuschaltbare Reserveleistung zur Verfügung zu haben, um die Volatilität der erneuerbaren Energie insbesondere aus Sonnen- und Windkraftwerken auszugleichen. In der Lösung dieses Dilemmas liegt in den nächsten Jahren die Herausforderung für die europäische Energiepolitik.
Wirtschaftliche Entwicklung
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2013/14 | 2012/13 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Umsatzerlöse | 434,5 | 388,0 | 46,4 | 12,0% |
Die Umsatzerlöse stiegen auf 434,5 Mio EUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 173,1 Mio EUR (VJ: 163,3 Mio EUR), Gaserlösen in Höhe von 73,1 Mio EUR (VJ: 49,2 Mio EUR), Wärmeerlösen in Höhe von 24,3 Mio EUR (VJ: 21,1 Mio EUR) und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 164,0 EUR (VJ: 154,4 Mio EUR) zusammen.
Die Stromerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Mio EUR, die Gaserlöse um 24,0 Mio EUR angestiegen. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen um 9,5 Mio EUR. Die Steigerung der Umsatzerlöse beruhen großteils auf einem gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöhten Gasverkauf an Konzerngesellschaften.
| Berechnung | 2013/14 | 2012/13 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -68,9 | 122,5 | -191,4 | -156,3% |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß § 231 (2) Z 15 UGB |
Die Aufwendungen für Primärenergie, CO2-Kosten und Strombezugskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 281,1 Mio EUR (Vorjahr: 235,3 Mio EUR). Die Steigerung ist vorwiegend auf gestiegene Strombezugskosten zurückzuführen.
An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 81,4 Mio EUR (Vorjahr: 85,8 Mio EUR) angefallen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 4,4 Mio EUR, welcher großteils auf verringerte bezogene Leistungen zurückzuführen ist.
Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2013/14 89,3 Mio EUR (Vorjahr: 90,5 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 659 Angestellte auf Vollzeitbasis (Vorjahr: 687 Angestellte) beschäftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung (Vorjahr: 0 Lehrlinge). Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,1 Mio EUR (Vorjahr: 0,1 Mio EUR). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 0,7 Mio EUR (Vorjahr: 0,6 Mio EUR).
Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 6,9 Mio EUR und damit 1,5 Mio EUR mehr als im Vorjahr. Dabei wurden bei den Wärmekraftwerken Korneuburg und Theiß 1,5 Mio EUR außerplanmäßig abgeschrieben.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 241,0 Mio EUR (Vorjahr: 35,8 Mio EUR). Der Großteil resultiert aus der Forderungsabschreibung der von EVN Finanzservice GmbH übernommenen Forderung gegenüber der EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH. Außerdem sind darin Pacht-, Versicherungs-, Beratungsaufwendungen und Konzernverrechnungen sowie sonstigen Steuern und Abgaben enthalten.
Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen verzeichnete die EVN AG einen negativen Betriebserfolg in Höhe von -264,1 Mio EUR (Vorjahr: -57,5 Mio EUR), welcher vor allem aufgrund der Forderungsabschreibung eine Verschlechterung um 206,6 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Das Finanzergebnis ist vor allem durch Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und -erträge sowie durch sonstige Finanzaufwendungen und -erträge geprägt. Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 25,5 Mio EUR auf 261,0 Mio EUR gestiegen. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens sind auf 106,6 Mio EUR gestiegen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die Teilwertabschreibungen der Beteiligungen an der EVN WEEV Beteiligungs GmbH, EVN Bulgaria Beteiligungsund Managementholding 20 GmbH sowie der EVN Mazedonien GmbH.
Insgesamt konnte ein Finanzergebnis in Höhe von 132,4 Mio EUR erzielt werden, welches um 17,1 Mio EUR oder 14,9 % über dem Vorjahr liegt.
Die beschriebenen Entwicklungen führten zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von - 131,7 Mio EUR. Dies bedeutet eine Reduktion von 189,6 Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich um 191,3 Mio EUR auf -68,9 Mio EUR verringert.
| Berechnung | 2013/14 | 2012/13 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| EBIT-Marge | Betriebsergebnis | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlöse |
Aufgrund des erwirtschafteten negativen Betriebsergebnisses kann für das Geschäftsjahr 2013/14 sowie für das Geschäftsjahr 2012/13 keine EBIT-Marge ermittelt werden.
| Berechnung | 2013/14 | 2012/13 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalrentabilität | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | n.a. | 3,1% |
| durchschnittliches Eigenkapital |
Aufgrund des erwirtschafteten negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kann für das Geschäftsjahr 2013/14 keine Eigenkapitalrentabilität ermittelt werden.
| Berechnung | 2013/14 | 2012/13 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Gesamtkapitalrentabilität | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | n.a. | 3,4% |
| durchschnittliches Gesamtkapital |
Aufgrund eines negativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern kann für das Geschäftsjahr 2013/14 keine Gesamtkapitalrentabilität ermittelt werden.
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| Berechnung | 30.09.2014 | 30.09.2013 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoverschuldung | Verzinsliches Fremdkapital | 1.140,8 | 1.237,3 | -96,5 | -7,8% |
| - Flüssige Mittel |
Das verzinsliche Fremdkapital und die flüssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaßen:
| Berechnung | 30.09.2014 | 30.09.2013 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Verzinsliches Fremdkapital |
Anleihen | 1.237,3 | 1.420,4 | -183,1 | -12,9% |
| +Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| +Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen +Rückstellungen für Abfertigungen |
|||||
| +Rückstellungen für Pensionen | |||||
| +Rückstellungen für Jubiläumsgelder |
| 30.09.2014 | 30.09.2013 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Flüssige Mittel | Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten, Wertpapiere des UV sowie aus sonstigem Finanzvermögen |
96,5 | 183,2 | -86,7 | -47,3% |
Aufgrund des Rückgangs des verzinslichen Fremdkapitals hat sich die Nettoverschuldung trotz verringertem kurzfristigen Wertpapierbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um 7,8 % auf 1.140,8 Mio EUR reduziert.
| Berechnung | 30.09.2014 | 30.09.2013 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoumlaufvermögen | Umlaufvermögen | 290,0 | 135,9 | 154,1 | 113,5% |
| - langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| =Kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| - kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| =Nettoumlaufvermögen | |||||
Durch die verhältnismäßig starke Reduktion des kurzfristigen Fremdkapital ist trotz eines gesunkenem Umlaufvermögen das Nettoumlaufvermögens insgesamt um 113,5 % auf 290,0 Mio EUR gestiegen.
| Berechnung | 30.09.2014 | 30.09.2013 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital | 50,5% | 50,0% |
| Gesamtkapital |
Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2013/14 3.351,7 Mio EUR (VJ: 3.690,8 Mio EUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 339,1 Mio EUR bzw. 9,2 % verringert. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen auf 1.701.8 Mio EUR (VJ:1.855,3 Mio EUR).
Der Anstieg der Eigenkapitalquote um 0,5 %-Punkte bei sinkendem Eigenkapital ergibt sich durch die zeitgleiche Reduktion des Gesamtkapitals um 9,2 %.
| Berechnung | 30.09.2014 | 30.09.2013 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Nettoverschuldungsgrad | Nettoverschuldung | 67,4% | 67,1% |
| Eigenkapital |
Da das Eigenkapital um 8,3 % gesunken ist steigt der Nettoverschuldungsgrad trotz der Abnahme der Nettoverschuldung um 7,8 % auf 67,4 %.
Geldflussrechnung
| Berechnung | 2013/14 | 2012/13 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | ||
| Geldflussrechnung | Geldfluss aus dem Ergebnis | 217,8 | 220,4 | -2,6 | -1,2% |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
148,4 | 117,5 | 31,0 | 26,4% | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -164,9 | -76,6 | -88,3 | 115,3% | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -268,2 | 22,8 | -291,0 | -1276,4% | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes |
-284,7 | 63,7 | -348,4 | -547,2% |
Ausgehend von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 78,8 Mio EUR konnte ein Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 148,4 Mio EUR erwirtschaftet werden. Während sich der Aufbau der Vorräte und der sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten negativ auf den operativen
Cashflow auswirkten, wirkte sich der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen positiv auf den operativen Cashflow aus.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -164,9 Mio EUR, wobei vor allem Investitionen in Finanzanlagen den Cashflow beeinflussten.
Ausgehend von der im Geschäftsjahr 2013/14 durchgeführten Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2012/13 in Höhe von 74,8 Mio EUR, einer Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einer Verringerung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weist die EVN AG einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -268,2 Mio EUR aus.
Insgesamt resultierte aus dieser Entwicklung eine Reduktion des Finanzmittelbestandes (inkl. Konzern Cashpooling) um 284,7 Mio EUR.
Zweigniederlassungen
EVN verfügt über keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 243 Abs 3 Z 4 UGB.
Forschung- und Entwicklung
Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das diesbezügliche Projektportfolio wird durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Energie und Umwelt bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und werden an ihrem Nutzen für die Schonung von Umwelt und Ressourcen, die Versorgungssicherheit und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der EVN gemessen. Die EVN organisiert ihre Forschungsaufgaben durch eine Kombination von Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. Forschungsprojekte finden – dort, wo es sinnvoll ist – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie statt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet zudem einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet. Rund 15 % wurden der EVN AG durch Forschungsförderungseinrichtungen vergütet. Der Schwerpunkt lag auf dem Themengebiet der Netzintegration erneuerbarer Energieträger. So wurden Projekte zu innovativen Energiespeichern (Power-to-Heat, Power-to-Gas, Batteriespeicher) sowie dezentraler Erzeugung (Photovoltaik, Kleinwindkraft) und Smart Grids initiiert und umgesetzt. Darüber hinaus wurde in der Berichtsperiode unter Führung der EVN die E-Mobilität-Modellregion Niederösterreich mit zahlreichen Angeboten für Endkunden weitergeführt. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung und Flexibilisierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2-Abscheidung. Das dabei gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden. Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte in der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Abwasseranlagen, der weiteren Optimierung des Energiebedarfs für neu zu errichtende Abwasseranlagen, der Fortsetzung der Entwicklung im Bereich Kleinklärschlammverbrennung und der Untersuchung der hier anfallenden Rückstände auf ihre Eignung für weiterführende Aufbereitungsschritte.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei.
Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Wind- und Wasserkraft, aber auch auf Biomasse und Photovoltaik. Im Geschäftsjahr 2013/14 stammten bereits 42,5 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität hier von derzeit 213 MW mittelfristig auf rund 300 MW zu erhöhen. Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie zur Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an, 30 % des konzernweiten Stromabsatzes aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abdecken zu können.
Die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen hat eine hohe Bedeutung bei der Ausübung der Geschäftstätigkeit der EVN. Mit ihren Projekten und Dienstleistungen leistet die EVN einen maßgeblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die EVN erbringt durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Klimazielerreichung Österreichs.
Sämtliche Infrastrukturprojekte vom (Klein-)Wasserkraftwerk über Leitungsprojekte, Windparks bis hin zu Biomasse- und Abfallverwertungsanlagen werden unter aktiver und frühzeitiger Einbindung von Anrainern, Bürgerinitiativen, NGOs, politischen Vertretungen, Vereinen und lokalen Initiativen geplant und realisiert. Die EVN sieht diese Stakeholder als wertvolle Planungspartner und Informationsgeber für eine möglichst ressourcenschonende Realisierung. Daneben setzen wir auf die Zusammenarbeit mit führenden Umwelt- und Tierschutzexperten sowie auf State-of-the-Art-Technologie. Die behördlichen Auflagen stellen für uns lediglich eine Mindestanforderung dar. Darüber hinausgehende Informations-, Schutz- und Präventionsmaßnahmen sind unser prioritäres Ziel.
Human Resources
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Dabei werden die Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie organisiert.
In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegenüber einer Reihe fundamentaler Grundsätze verpflichtet:
Eine Selbstverständlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit sämtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gründen des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren.
In der EVN Gruppe besteht seit dem Geschäftsjahr 2010/11 das Programm Frauen@EVN. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betreffen als Männer. Ziel ist es, Chancenungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu reduzieren und den Frauenanteil in der EVN zu erhöhen.
Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft über die laufende Entwicklung des Unternehmens zählt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.
Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen höheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.
Mit insgesamt rund 0,4 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio EUR) lagen die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) im Geschäftsjahr 2013/14 unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2012/13.
Der Erfolg dieser Initiativen zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dem Unternehmen im Schnitt 18 Jahre angehören. Im Einklang damit zeigt die Fluktuationsrate der bei der EVN Beschäftigten mit rund 1,4 % einen extrem niedrigen Wert.
Risikomanagement
Risikodefinition
Die EVN definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung von Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.
Risikomanagementprozess
Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Gemeinsam werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung wiederum die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse und Bewertung der Gesamtrisikosituation der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeits- und Compliance-relevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse.
Risikoprofil
Operative Risiken
Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kunden- und Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können steigende bzw. volatilere Marktpreise und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass sich Umsatzrückgänge insbesondere aufgrund von Witterungseffekten, Energieeffizienzmaßnahmen oder Veränderungen von Kundenverhalten und Wechselraten fortsetzen.
Eine erhöhte dezentrale und nicht regelbare Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen abhängig ist, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits im Geschäftsjahr 2013/14 vorgenommenen Wertminderungen bestehen derartige Risiken aufgrund des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes für Erzeugungsanlagen.
Finanzrisiken
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.
Dem Liquiditäts- und (Re-)Finanzierungsrisiko wird durch regelmäßige Liquiditätsanalysen, eine langfristige und zentral gesteuerte Finanzplanung, die Diversifikation der Mittelaufbringung sowie die Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs vorgebeugt. Zudem ist die EVN Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen sowie Vertragsrisiken aus Finanzierungsverträgen ausgesetzt. Maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis des EVN können die Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung von Beteiligungen haben.
Einsatz von Finanzinstrumenten zur Risikoabsicherung
Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken werden mit einer umfassenden Treasury-Strategie, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfasst, gemanagt.
Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses.
Weiters bestehen sonstige Marktrisiken. Unter diesen versteht EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie sowie Strombeschaffung und –absatz. Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschaffung und den Verkauf von elektrischer
Energie, Gas, Kohle, Öl, Biomasse und CO2-Emissionszertifikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungsrisiken.
Umfeldrisiken
Eine Veränderung des regulatorischen Umfelds, politische Einflussnahme bei Großprojekten sowie veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Energie- und Umweltgesetzgebung sind wesentliche Treiber politischer und rechtlicher Risiken. So können beispielsweise Änderungen des Förderregimes oder das Ausbleiben von zugesagten bzw. erwarteten Förderungen die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten, in denen die EVN tätig ist, potenziell rechtswidrige bzw. fehlerhafte Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen stellen Risiken dar, denen in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen, wie der Weltbank in Washington (laufendes Investitionsschutzverfahren gegen die Republik Bulgarien), begegnet wird.
Es besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden. Als Risiken sind hierbei das eingeleitete Lizenzentzugsverfahren der bulgarischen Regulierungsbehörde für den Strombereich gegen die EVN Stromvertriebsgesellschaft in Bulgarien (EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane EAD).
Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen regulatorischen, Gerichts-, Schiedsgerichts- und Investitionsschutzverfahren bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen (insbesondere betreffend Kraftwerksprojekte wie Duisburg-Walsum sowie Auslandsbeteiligungen und -geschäftsbetriebe).
Vertragsrisiken können unter anderem aus dem Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn resultieren.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten bei Geschäftsfeldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederösterreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert, weshalb die bereits eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen konsequent fortgeführt werden.
Im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken für die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Gemäß der Verpflichtung des URÄG 2008 hat die EVN ein internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt und implementiert. Das IKS wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird.
Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Verhaltenskodex der EVN ist auf www.evn.at/verhaltenskodex in deutscher und unter www.evn.at/code-of-conduct in englischer Sprache abrufbar.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt.
Im Zuge der Einführung des IKS wurden im kaufmännischen Bereich jene Prozesse definiert, die für dieses System relevant sind. In diesen Prozessen wurden die Prozessschritte, welche ein Risiko beinhalten, gekennzeichnet, und es wurde festgelegt, durch welche Kontrollmaßnahmen diese Risiken zu überwachen sind.
Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen, das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen, zuständig.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungsmaßnahmen implementiert. Diese Maßnahmen umfassen automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufmännischen Konzernfunktionen.
Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Ergebnisse durch die verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zur Überleitung von Konten und der Analyse der Prozesse im Rechnungswesen.
Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.
Information, Kommunikation und Überwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht zumindest einmal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat, welche als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität des IKS-Systems dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch den IKS-Manager in Zusammenarbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde ein IKS-Komitee bestehend aus den Leitern der kaufmännischen Konzernfunktionen mit der Aufgabe der Erarbeitung der Definition der Kriterien für IKS-Relevanz und der Genehmigung der Änderungen hinsichtlich IKS-Relevanz der Prozesse eingerichtet.
Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt.
Die interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Feststellungen ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.
EVN Aktie (Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB)
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- Per 30. September 2014 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien. Aufgrund einer Bestimmung des Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2011, die vorschreibt, dass börsennotierte Unternehmen zwar weiterhin Inhaberaktien ausgeben dürfen, diese jedoch in einer (gegebenenfalls in mehreren) Sammelurkunde(n) verbrieft werden müssen, wurden zwischen März und Juni 2013 einzelverbriefte Aktienurkunden (effektive Stücke) in Heim- oder in Streifbanddepotverwahrung eingezogen und durch eine bei der Österreichischen Kontrollbank hinterlegte Sammelurkunde ersetzt. Aktien, die nicht binnen der Frist, die am 10. Juni 2013 endete, umgetauscht wurden, wurden für kraftlos erklärt. Die Kraftloserklärung resultiert in dem Verlust der Wertpapiereigenschaft der für kraftlos erklärten Aktien und in einem temporären Aussetzen des Rechts auf Dividendenauszahlung und auf Teilnahme an der Hauptversammlung – solange, bis der Aktionär die effektiven Stücke unter Bekanntgabe eines Wertpapierdepots eingereicht hat. Ansonsten bleibt die Aktionärseigenschaft unberührt. Form und Inhalt der Aktienurkunden setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
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- Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte.
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- Auf Basis verfassungsrechtlicher Vorschriften ist das Land Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, mit rund 51 % Mehrheitseigentümer der EVN AG. Der zweitgrößte Aktionär der EVN AG, der EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, hat am 20. Dezember 2013 gemäß § 91 Abs. 1 BörseG bekannt gegeben, dass ihm die 58.406.180 Stück Aktien der Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, an der EVN AG treuhändig übertragen wurden und er somit die Schwelle von 30 % der Stimmrechte an der EVN AG nicht jedoch die Schwelle von 35 % der Stimmrechte an der EVN AG überschritten hat.
Per 30. September 2014 verfügt die EVN AG über 1.939.992 eigene Aktien, die in Summe 1,08 % des Grundkapitals der Gesellschaft entsprechen (30. September 2013: 1.843.612 Stück bzw. 1,02 % des Grundkapitals). Der Ankauf der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 79., der. 83. und der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008, 19. Jänner 2012 bzw. 16. Jänner 2014 genehmigten Aktienrückkaufprogramme.
Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 85. ordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand der EVN AG am 16. Jänner 2014 beschlossen, bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien, dies entspricht bis zu 0,56 % des Grundkapitals, über die Wiener Börse rückzukaufen. Dieses Rückkaufprogramm wurde am 30. September 2014 bis voraussichtlich zum 30. Juni 2015 mit dem Ziel, weitere bis zu 1.000.000 Stück eigener Aktien rückzukaufen, verlängert. Dieser Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Erwerbszweck ausgeschlossen. Am 17. Juni 2014 hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, maximal 173.000 Stück eigene Aktien (maximal 0,095 % des Grundkapitals) umzuwidmen, um diese an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter verbundener Unternehmen anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können. Am 5. August 2014 wurden insgesamt 67.620 Stück Aktien, das entspricht 0,04 % des Grundkapitals der EVN AG, an diese Mitarbeiter außerbörslich übertragen. Die übrigen Aktien entfallen auf den Streubesitz. Bei der EVN AG besteht derzeit kein Aktienoptionsprogramm.
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- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
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- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht bei der Hauptversammlung aus.
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- Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, die vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen werden. Dabei ist neben den aktienrechtlichen Vorschriften aufgrund der Eigentumsverhältnisse insbesondere auch das Stellenbesetzungsgesetz einzuhalten, das eine öffentliche Ausschreibung vorsieht.
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- Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs 1 Z 7 UGB.
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- Es bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich Kontrollwechsel bei Übernahmen.
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- Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs 1 Z 9 UGB bestehen nicht.
Strategie und Zielsetzungen
Die EVN setzt im Energiegeschäft auf ihr bewährtes integriertes Geschäftsmodell, das die Bereiche Erzeugung, Netzbetrieb sowie Energiehandel und -vertrieb umfasst. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation auf den Energiemärkten strebt die EVN die Konsolidierung der Geschäftstätigkeit in ihren Kernmärkten an. Zu diesen zählen – jeweils in unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe – Österreich, Bulgarien und Mazedonien. Gleichzeitig werden die begonnenen Aktivitäten in Kroatien zeitlich optimiert fortgesetzt. Laufende Effizienzsteigerungen auf sämtlichen Wertschöpfungsebenen bilden ein wesentliches Element dieses Konzepts. Innerhalb dieses Konsolidierungspfades liegt ein Hauptaugenmerk der EVN auf der Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die auch in der Wesentlichkeitsmatrix einen hohen Stellenwert einnimmt. Mit einem kontinuierlichen Ausbau und der Verbesserung der Energienetze begegnet die EVN diesen Herausforderungen, die neben regulatorischen Bestimmungen auch vom Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten im Netzgebiet der EVN geprägt sind.
In der Stromproduktion hat sich die EVN eine 30 %ige Erzeugungsquote zum Ziel gesetzt. Gemeint ist damit der Anteil des verkauften Stroms, der mit eigenen Anlagen erzeugt wird bzw. durch Strombezugsrechte abgedeckt werden kann. Aktuell beläuft sich dieser Wert auf 22,8 % (2012/13 18,3 %). Die Quote der Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern soll auf von derzeit 42,5 % auf 50 % angehoben werden. Neben dem forcierten Ausbau der Windkraftkapazitäten in Niederösterreich werden auch regionale Projekte im Bereich der Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik einen Beitrag zur Zielerreichung liefern. Durch den Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien nimmt die EVN sowohl ihre ökonomische als auch ihre ökologische Verantwortung wahr und trägt zudem zur Sicherstellung der Energieversorgung bei.
Im Umweltgeschäft ist die Strategie der EVN auf kontinuierliches Wachstum in der Wasserversorgung in Niederösterreich und den nachhaltigen Betrieb der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr ausgerichtet. Internationale Projekte werden auf selektiver Basis und unter Absicherung politischer Risiken umgesetzt.
Die eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen sichern stetiges und nachhaltiges Wachstum in den Kernmärkten der EVN. Dadurch bedingt ergeben sich weiterhin stabile Cash Flows die zu einer weiteren Optimierung des Working Capitals beitragen. Mit dieser Strategie stellt die EVN die Finanzierung ihrer Investitionen sicher und gewährleistet eine stabile Dividendenpolitik. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des EVN Konzerns liegt in Niederösterreich. Im Vordergrund stehen dabei die Aufrechterhaltung des hohen Standards der Strom- und Gasnetze, der weitere Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie die Trinkwasserversorgung.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vorgefallen.
Ausblick
Die Verwerfungen auf den europäischen Energiemärkten dauern an. Die Großhandelspreise für Strom sind tief, wodurch die Erzeugung wesentlich betroffen ist; speziell thermische Kraftwerke aber auch neue Pumpspeicherkraftwerke können ihre Vollkosten aktuell nicht erwirtschaften.
Das integrierte Geschäftsmodell der EVN diversifiziert die Ergebnisbeiträge der Geschäftsbereiche und trägt so zu einer stabilen operativen Entwicklung bei. Die stabilen Komponenten des Geschäftsmodells sind im derzeitigen Umfeld das regulierte Netzgeschäft im Inland, die Wasserversorgung, die Wärmeerzeugung und – versorgung aus Biomasse, die thermische Müllverwertung sowie die Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen.
Der Fokus auf die stabilen und regulierten Geschäftsbereiche soll durch eine begleitende Investitionspolitik verstärkt werden, die Schwerpunkte in der Netzinfrastruktur, im Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien und in der Trinkwasserversorgung setzt. In den kommenden vier Jahren soll insgesamt 1 Mrd. Euro in diesen Bereichen in Niederösterreich investiert werden.
Durch die Investitionen in die Netzinfrastruktur soll die Versorgungssicherheit für die Konsumenten sowie die Gewerbe- und Industriebetriebe im Netzgebiet der EVN gewährleistet werden. Der derzeitige hohe Standard wird so auch für die Zukunft sichergestellt.
Durch die Investitionen in die Erzeugung aus erneuerbaren Energien wird der Erzeugungsmix zu einem ausgewogenen Verhältnis hin entwickelt. Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen unter Nachhaltigkeitsaspekten ist auch in der Zukunft ein wesentliches Anliegen der EVN.
Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich sollen durch die Investitionen im Rahmen der Erneuerung von Leitungsnetzen, von Naturfilteranlagen und der Erschließung von Brunnenfeldern langfristig sichergestellt werden.
In Bulgarien und Mazedonien machten die Tarifentscheidungen vom Juli 2014 Wertminderungen notwendig. Die EVN strebt die Erzielung weiterer Effizienzsteigerungen in diesen Märkten an; im speziellen sollen die Netzverluste weiter reduziert werden. Die Tariferhöhungen in Bulgarien am 1. Oktober 2014 können die früheren Senkungen nur teilweise kompensieren. Das eingeleitete Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass Nachteile aus früheren Tarifentscheidungen kompensiert werden.
Im Umweltgeschäft mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Leasingforderungen im Zusammenhang mit dem Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wertberichtigt werden. Für die Natriumhypochloritanlage in Moskau konnte nach dem Bilanzstichtag ein positiver Abschluss der Verhandlungen erzielt werden. Die Stadt Moskau hat die Anteile an der russischen Projektgesellschaft um einen Kaufpreis von 250 Mio. Euro erworben. Die Realisierung neuer Umweltprojekte wird auf selektiver Basis angestrebt.
In Summe wird die EVN auch in den kommenden Jahren ihren Konsolidierungskurs fortsetzen. Der Fokus liegt auf den bestehenden Geschäftsbereichen. Durch laufende Effizienzsteigerungen sollen die Ergebnisse abgesichert werden.
Unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2014/15 wieder über dem Niveau des Jahres 2012/13 erwartet. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Entwicklungen in den eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit den Forderungen aus den Tarifentscheidungen in Bulgarien und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau sind geeignet, das Konzernergebnis wesentlich zu beeinflussen.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2014
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Jahresabschluss
Bilanz zum 30. September 2014 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| A K T I V A | Stand am 30.09.2014 | Stand am 30.09.2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen |
7.104.579,58 61.438.759,20 2.648.056.451,15 |
7.293 61.315 2.832.741 |
||
| B. Umlaufvermögen | 2.716.599.789,93 | 2.901.349 | ||
| I. Vorräte 1. Primärenergievorräte 2. Hilfs- und Betriebsstoffe 3. Waren 4. noch nicht abrechenbare Leistungen |
79.894.670,82 6.272.997,54 28.462,22 3.284.952,79 |
89.481.083,37 | 53.437 5.775 389 6.770 |
66.371 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
6.425.622,54 322.000.068,48 92.496.838,54 8.845.349,47 |
429.767.879,03 | 11.253 441.170 63.474 251 |
516.149 |
| III. Wertpapiere und Anteile 1. Eigene Anteile 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile |
19.642.419,00 707.109,76 |
20.349.528,76 | 19.785 40.843 |
60.627 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 76.126.492,71 615.724.983,87 |
122.526 765.673 |
||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 19.371.657,39 3.351.696.431,19 |
23.744 3.690.766 |
Bilanz zum 30. September 2014 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| P A S S I V A | Stand am 30.09.2014 | Stand am 30.09.2013 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Grundkapital | 330.000.000,00 | 330.000 | |||
| II. Kapitalrücklagen | |||||
| 1. gebundene | 204.429.160,43 | 204.429 | |||
| 2. nicht gebundene | 58.267.709,06 | 262.696.869,49 | 58.268 | 262.697 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 4.723.734,22 | 4.724 | |||
| 2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 999.523.866,29 | 1.004.247.600,51 | 1.150.382 | 1.155.105 | |
| IV. Rücklagen für eigene Anteile | 19.642.419,00 | 19.785 | |||
| V. Bilanzgewinn | 74.853.218,89 | 76.660 | |||
| davon Gewinnvortrag: EUR 1.904.542,39; | |||||
| Vorjahr: TEUR 625 | 1.691.440.107,89 | 1.844.247 | |||
| B. Unversteuerte Rücklagen | |||||
| Bewertungsreserve auf Grund von | |||||
| Sonderabschreibungen | 10.315.806,04 | 11.060 | |||
| C. Rückstellungen | |||||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 31.154.273,60 | 30.060 | |||
| 2. Rückstellungen für Pensionen und | |||||
| pensionsähnliche Verpflichtungen 3. Steuerrückstellungen |
81.694.106,40 0,00 |
72.688 3.754 |
|||
| 4. sonstige Rückstellungen | 223.246.670,73 | 196.731 | |||
| 336.095.050,73 | 303.233 | ||||
| D. Verbindlichkeiten | |||||
| 1. Anleihen | 732.870.652,53 | 986.259 | |||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 378.250.000,00 | 319.603 | |||
| 3. Erhaltene Anzahlungen | 3.141.004,10 | 7.063 | |||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.830.500,40 | 9.833 | |||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 94.504.123,66 | 107.341 | |||
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | |||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7. sonstige Verbindlichkeiten |
6.853.688,08 36.793.413,78 |
10.121 33.974 |
|||
| davon aus Steuern: EUR 2.896.697,24; Vorjahr: TEUR 1.941 | |||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.750.237,56; | |||||
| Vorjahr: TEUR 4.912 | |||||
| 1.260.243.382,55 | 1.474.194 | ||||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| 1. Baukostenzuschüsse | 50.678.154,41 | 53.882 | |||
| 2. sonstige | 2.923.929,57 | 4.151 | |||
| 53.602.083,98 | 58.033 | ||||
| 3.351.696.431,19 | 3.690.766 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen | |||||
| vertraglichen Haftungsverhältnissen | 2.099.458.069,67 | 2.411.754 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.13 - 30.9.14 | 1.10.12 - 30.9.13 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse 2. Veränderung des Bestands an noch nicht |
434.488.938,44 | 388.042 | |
| abrechenbaren Leistungen | -3.485.466,91 | 4.138 | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 219.251,77 | 0 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | |||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 135.838,86 | 18 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) übrige |
212.000,00 4.063.089,90 |
21 3.153 |
|
| 4.410.928,76 | 3.192 | ||
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige | |||
| bezogene Herstellungsleistungen | |||
| a) Fremdstrombezug und Energieträger | -281.099.042,39 | -235.298 | |
| b) Materialaufwand | -5.918.321,09 | -6.628 | |
| c) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -75.510.688,13 | -362.528.051,61 | -79.179 -321.105 |
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | -60.222.318,90 | -61.020 | |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche |
|||
| Mitarbeitervorsorgekassen | -2.915.674,17 | -3.233 | |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -12.011.862,59 | -12.138 | |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | |||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
-13.545.073,15 | -13.551 | |
| e) sonstige Sozialaufwendungen | -654.732,12 | -576 | |
| -89.349.660,93 | -90.517 | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -6.886.474,65 | -5.441 | |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen | -649.933,87 | -610 | |
| b) übrige | -240.359.758,43 | -35.152 | |
| -241.009.692,30 | -35.762 | ||
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | -264.140.227,43 | -57.453 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 163.681.393,60; Vorjahr: TEUR 99.703 |
260.980.638,12 | 235.502 | |
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |||
| des Finanzanlagevermögens | 5.219.743,29 | 640 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.206.148,98; | |||
| Vorjahr: TEUR 45 12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
23.148.602,85 | 7.498 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.321.664,83; Vorjahr: TEUR 3.042 |
|||
| 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung | |||
| zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 12.474.204,99 | 0 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 12.359.898,80; Vorjahr: TEUR 0 |
|||
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
-106.565.985,24 | -63.693 | |
| davon Abschreibungen: EUR 106.434.193,64; Vorjahr: TEUR 63.159 | |||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 104.280.312,71; Vorjahr: TEUR 30.780 |
|||
| 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -62.856.101,32 | -64.673 | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 225.205,02; Vorjahr: TEUR 309 |
|||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | 132.401.102,69 | 115.274 | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | -131.739.124,74 | 57.821 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.13 - 30.9.14 | 1.10.12 - 30.9.13 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | -131.739.124,74 | 57.821 |
| 18. Steuern vom Einkommen | 52.944.082,26 | 17.448 |
| 19. Jahresfehlbetrag/-überschuss | -78.795.042,48 | 75.269 |
| 20. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 743.718,98 | 765 |
| 21. Auflösung von Gewinnrücklagen | 151.000.000,00 | 0 |
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.904.542,39 | 625 |
| 23. Bilanzgewinn | 74.853.218,89 | 76.660 |
| WICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS | |
|---|---|
| ENT | |
| in EURO | |
|---|---|
| Anschaffungswert | Zugang | Abgang | Umbuchung | Anschaffungswert | Wertberichtigung | Restbuchwert | Restbuchwert | Abschreibung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.10.2013 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | 30.9.2013 | Zuschreibung 2013/14 |
||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände Rechte I. |
204.298.784,58 | 604.938,38 | 0,00 | 5.861,00 | 204.909.583,96 | 197.805.004,45 | 7.104.579,51 | 7.292.984,64 | 799.204,51 |
| Baukostenzuschüsse gem.Art.II(2) EFG 1969 Summe I |
0,07 204.298.784,65 |
0,00 604.938,38 |
0,00 0,00 |
0,00 5.861,00 |
0,07 204.909.584,03 |
0,00 197.805.004,45 |
7.104.579,58 0,07 |
0,07 7.292.984,71 |
0,00 799.204,51 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte Sachanlagen II. |
|||||||||
| und Bauten, einschließlich der Bauten Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen auf fremdem Grund |
171.067.327,48 699.667.657,45 |
1.907.286,35 2.242.808,83 |
0,00 889.416,95 |
37.647,06 400.308,96 |
172.122.843,94 702.310.775,24 |
146.752.291,47 673.487.127,93 |
25.370.552,47 28.823.647,31 |
24.543.489,48 29.424.801,19 |
1 3.244.271,67 1.040.695,51 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
29.921.854,50 | 1.043.914,99 | 6.708.721,76 | 0,00 | 24.257.047,73 | 17.521.273,08 | 6.735.774,65 | 6.902.909,31 | 1.190.701,87 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
443.817,03 | 1.120.385,85 | 0,00 | -443.817,02 | 1.120.385,86 | 611.601,09 | 508.784,77 | 443.817,03 | 2 611.601,09 |
| Summe II | 901.100.656,46 | 6.314.396,02 | 7.598.138,71 | -5.861,00 | 899.811.052,77 | 838.372.293,57 | 61.438.759,20 | 61.315.017,01 | 6.087.270,14 |
| Summe I + II | 1.105.399.441,11 | 6.919.334,40 | 7.598.138,71 | 0,00 | 1.104.720.636,80 | 1.036.177.298,02 | 68.543.338,78 | 68.608.001,72 | 6.886.474,65 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen Anteile an verbundenen Unternehmen Finanzanlagen Beteiligungen III. |
285.000.000,00 503.376.222,75 2.313.433.901,61 |
8.413.367,55 150.000.000,00 28.073,56 |
0,00 250.000.000,00 1.165.534,86 |
0,00 0,00 0,00 |
2.321.847.269,16 185.000.000,00 502.238.761,45 |
286.889.123,38 6.569.152,53 85.527.279,63 |
2.034.958.145,78 178.430.847,47 416.711.481,82 |
2.130.825.090,94 266.070.948,67 417.872.185,37 |
-12.359.898,80 104.280.312,71 963.777,11 |
| Wertpapiere (Wertrechte) Sonstige Ausleihungen des Anlagevermögens |
361.516,44 18.068.373,67 |
0,00 101.896,28 |
0,00 118.737,72 |
0,00 0,00 |
18.068.373,67 344.675,00 |
457.072,59 0,00 |
17.611.301,08 344.675,00 |
17.611.301,08 361.516,44 |
0,00 0,00 |
| Summe III | 3.120.240.014,47 | 158.543.337,39 | 251.284.272,58 | 0,00 | 3.027.499.079,28 | 379.442.628,13 | 2.648.056.451,15 | 2.832.741.042,50 | 105.244.089,82 -12.359.898,80 |
| Gesamtsumme Anlagevermögen | 4.225.639.455,58 | 165.462.671,79 | 258.882.411,29 | 0,00 | 4.132.219.716,08 | 1.415.619.926,15 | 2.716.599.789,93 | 2.901.349.044,22 | 112.130.564,47 -12.359.898,80 |
128
davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 880.379,72 davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 611.601,09
2
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN nach Bilanzpositionen in EURO
| Stand 1.10.2013 |
Zuführung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
|||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Rechte | 4.026.484,11 | 0,00 | 513.319,26 | 0,00 | 3.513.164,85 |
| 4.026.484,11 | 0,00 | 513.319,26 | 0,00 | 3.513.164,85 | |
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten |
|||||
| auf fremdem Grund | 4.949.899,57 | 0,00 | 203.218,35 | 19.438,03 | 4.727.243,19 |
| Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und |
1.743.468,31 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.743.468,31 |
| Geschäftsausstattung | 198.035,06 | 0,00 | 5.882,81 | 1.860,53 | 190.291,72 |
| 6.891.402,94 | 0,00 | 209.101,16 | 21.298,56 | 6.661.003,22 | |
| Finanzanlagen Beteiligungen |
141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 |
| 141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 | |
| Summe Bewertungsreserve | 11.059.525,02 | 0,00 | 722.420,42 | 21.298,56 | 10.315.806,04 |
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN nach Art der Rücklage in EURO
| Stand 1.10.2013 |
Zuführung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von | |||||
| Sonderabschreibungen | |||||
| Übertragene stille Reserven | |||||
| gemäß § 12 Abs 1 EStG | 4.150.873,80 | 0,00 | 0,00 | 3.400,00 | 4.147.473,80 |
| Weiterführung vorzeitiger Abschreibungen | |||||
| gemäß §§ 8 und 122 EStG 1972 | 4.967.147,85 | 0,00 | 716.537,61 | 16.038,03 | 4.234.572,21 |
| (einschließlich Bewertungsreserve aus der | |||||
| Umstellung des Geschäftsjahres 1998) | |||||
| Vorzeitige Afa gemäß § 7a EStG 2009 | 1.941.503,37 | 0,00 | 5.882,81 | 1.860,53 | 1.933.760,03 |
| Summe Bewertungsreserve | 11.059.525,02 | 0,00 | 722.420,42 | 21.298,56 | 10.315.806,04 |
EVN AG, Maria Enzersdorf
Beteiligungen per 30. September 2014
1. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Energie ≥ 20 %
| Gesellschaft, Sitz | Anteils eigner |
Betei ligung % |
Wäh rung |
Eigen kapital Tsd |
Letztes Jahres ergebnis Tsd |
Jahres abschluss zum |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, ("EnergieAllianz"), Wien | EVN | 45,00 | EUR | 4.209 | 1.201 | 30.9.2014 |
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien | EVN | 100,00 | ALL | 63 | -46 | 31.12.2013 |
| EVN Bulgaria Electrorazpredelenie EAD, ("EVN Bulgaria EP"), Plovdiv, | ||||||
| Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 362.708 | 28.725 | 31.12.2013 |
| EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD, ("EVN Bulgaria EC"), Plovdiv, | ||||||
| Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 33.911 | -6.115 | 31.12.2013 |
| EVN Bulgaria EAD, ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 1.278 | 68 | 31.12.2013 |
| EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 69.895 | 4.296 | 31.12.2013 |
| EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien | EVN | 100,00 | HRK | 8.597 | -1.443 | 31.12.2013 |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, ("EVN KG"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 94.444 | 53.795 | 30.9.2014 |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, ("EVN Kraftwerk"), Maria | ||||||
| Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 246.463 | 7.809 | 30.9.2014 |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., ("EVN LV"), Maria | ||||||
| Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | EUR | 126.974 | 23.597 | 30.9.2014 |
| EVN Macedonia AD, ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien | EVN | 90,00 | MKD | 114.246 | 2.333 | 31.12.2013 |
| EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN | 100,00 | MKD | -371 | 18 | 31.12.2013 |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., ("evn naturkraft"), Maria | ||||||
| Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 67.272 | 7.837 | 30.9.2014 |
| EVN Trading South East Europe EAD, ("EVN SEE"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 2.125 | 455 | 31.12.2013 |
| EVN Wärme GmbH, ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 82.488 | 9.223 | 30.9.2014 |
| e&t Energie Handelsgesellschaft mbH, ("e&t"), Wien | EVN | 45,00 | EUR | 11.697 | 1.558 | 30.9.2014 |
| Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten | EVN | 49,00 | EUR | 17.674 | 2.194 | 31.12.2013 |
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | EVN | 70,00 | BGN | 9.333 | -690 | 31.12.2013 |
| IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn | EVN | 70,00 | HUF | 1.790 | 8 | 31.12.2013 |
| MAKGAS DOOEL, Skopie, Mazedonien1) | EVN | 100,00 | MKD | 0 | 0 | 31.12.2013 |
| Netz Niederösterreich GmbH, ("Netz NÖ"), Maria Enzersdorf2) | EVN | 100,00 | EUR | 367.696 | 34.928 | 30.9.2014 |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH ("Shkodra"), Wien | EVN | 49,99 | EUR | 35 | -24.485 | 31.12.2013 |
1) Die Geselslchaft ist nicht operativ tätig.
2) Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben wurde der Name der Gesellschaft mit 1.10.2013 in "Netz Niederösterreich GmbH" geändert.
2. Andere wichtige Beteiligungen der EVN AG im Energiebereich
| Gesellschaft, Sitz | Anteils eigner |
Betei ligung % |
Wäh rung |
Eigen kapital Tsd |
Letztes Jahres ergebnis Tsd |
Jahres abschluss zum |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EconGas GmbH, ("EconGas"), Wien | EVN | 16,51 | EUR | -21.689 | -3.055 | 31.12.2013 |
| VERBUND AG, Wien | EVN | 12,63 | EUR | 2.336.844 | -546.931 | 31.12.2013 |
3. Beteiligungen der EVN AG in kerngeschäftlichen Bereichen mit einem Anteil von mindestens 20 %
| Gesellschaft, Sitz | Anteils eigner |
Betei ligung % |
Wäh rung |
Eigen kapital Tsd |
Letztes Jahres ergebnis Tsd |
Jahres abschluss zum |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft, ("BUHO"), Eisenstadt | EVN | 73,63 | EUR | 78.232 | 8.095 | 30.9.2014 |
| EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH, ("EVN Abfall"), Maria | ||||||
| Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 8.063 | 6.983 | 30.9.2014 |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, ("EVN FM"), Maria | ||||||
| Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 27.322 | 8.481 | 30.9.2014 |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 11.903 | -9.737 | 30.9.2014 |
| evn wasser Gesellschaft m.b.H., ("evn wasser"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | EUR | 63.325 | 3.658 | 30.9.2014 |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, ("RBG"), Maria Enzersdorf | EVN | 50,03 | EUR | 417.369 | 60.011 | 31.3.2014 |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs |
|---|
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) und des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG 2011) vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 18. November 2014
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Anhang
Anhang der EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14
Allgemeines
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2014 wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt. Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der EVN AG.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermögens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 221 UGB.
Risikoorientiertes Internes Kontrollsystem
Entsprechend dem Unternehmensrechtsänderungsgesetz sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wichtigsten Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht offenzulegen. Gemäß dieser Verpflichtung hat EVN AG ein Internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung etabliert. Dieses bildet den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für die Erstellung verlässlicher Unternehmenszahlen, es soll durch Kontrollen Risiken oder deren Eintrittswahrscheinlichkeiten minimieren und damit die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss basiert auf den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Alle Vermögensgegenstände wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willkür bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste berücksichtigt wurden.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden
Personalstundensätze berücksichtigen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, Abfertigungen und betriebliche Altersversorgung. Ein Ausscheiden überhöhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbeschäftigung war nicht erforderlich.
Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden branchenübliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungssätze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.
| Abschreibungen nach Anlagenkategorien | Nutzungsdauer in Jahren |
Planmäßige Abschreibung in % |
|---|---|---|
| Rechte | 4-77 | 1,3-25 |
| Gebäude | 10-50 | 2-10 |
| Bauliche Anlagen der Kraftwerke | 10-33 | 3-10 |
| Maschinelle und elektrische Einrichtungen | 10-33 | 3-10 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-25 | 4-33,3 |
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.
Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandspreisen gemäß dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Bei den Vorräten der Betriebsgastronomie wird gemäß § 209 Abs. 1 UGB erstmalig das Bewertungswahlrecht in Anspruch genommen diese mit einem gleichbleibenden Wert anzusetzen. Begründet wird das damit, dass sie regelmäßig ersetzt werden und ihr Gesamtwert von untergeordneter Bedeutung ist. Der Bestand unterliegt in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen. Eine Inventur ist gemäß § 209 Abs. 1 UGB alle fünf Jahre vorgesehen.
Für notwendige Beschaffungen von CO2-Emissionszertifikaten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Längerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert. Für bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt.
Die Bildung von pauschalen Einzelwertberichtigungen erfolgt nach Außenstandsdauer.
| Außenstandsdauer: | Wertberichtigungsprozentsatz: |
|---|---|
| 0 – 89 Tage | 0 % |
| 90 – 359 Tage | 65 % |
| > = 360 Tage | 85 % |
Wertberichtigungssätze für pauschale Einzelwertberichtigung:
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.
Posten des Umlaufvermögens, die auf Fremdwährung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Rückstellungen
Die Bildung der Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertansätzen versicherungsmathematische Gutachten über die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsrückstellungen werden für die gesetzlichen Ansprüche gebildet.
Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 Änderungen des IAS 19 vorgenommen, welche in der EU mit der Verordnung Nr. 475/2012 der Kommission vom 5. Juni 2012 übernommen wurden. Durch die Änderungen des IAS 19 ist die bisher zulässige Abgrenzung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach dem Korridoransatz – erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nur dann, wenn diese 10,0% des höheren Betrags aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen – nicht mehr möglich. Die Änderung ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Jänner 2013 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, wobei die EVN beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 von diesem Recht Gebrauch gemacht hat.
Gemäß der Stellungnahme KFS/RL 2/3b der Kammer der Wirtschaftstreuhänder wird die Auswirkung der Bewertungsänderung, die sich aus der Bilanzierung der bisher nicht erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste ergibt, über 5 Jahre verteilt und in der Gewinnund Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst.
Die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder wurde beginnend mit Geschäftsjahr 2012/13 im Finanzergebnis ausgewiesen. Bis dahin erfolgte die Darstellung des Zinsaufwands in den Personalaufwendungen. Die Änderung dieser Rechnungslegungsmethode entspricht dem Inhalt der Generalklausel des § 222 Abs. 2 UGB. Unter Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Finanzergebnis) wird die Auswirkung auf die Ertragslage dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wiederkehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der künftigen Auszahlungen bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem höheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Die Bilanzsumme in Höhe von 3.351,7 TEUR liegt um 339.069,7 TEUR bzw. 9,2 % unter dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Aktiva
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 184.749,3 TEUR bzw. 6,4 % auf 2.716.600,0 TEUR gesunken.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte ausgewiesen. Sie weisen einen Stand von 7.104,6 TEUR (30. September 2013: 7.293,0 TEUR) aus und enthalten 1.637,9 TEUR (30. September 2013: 1.119,0 TEUR) für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände verbundener Unternehmen. Die Veränderung in Höhe von insgesamt 188,4 TEUR resultiert aus Zugängen und Umbuchungen in Höhe von 610,8 TEUR und aus vorgenommenen linearen, planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 799,2 TEUR.
Sachanlagen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 6.314,4 TEUR. Die größten Zugänge entfallen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund sowie auf Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen. Die Sachanlagen betragen zum Bilanzstichtag 61.438,8 TEUR (30. September 2013: 61.315,0 TEUR).
Der Grundwert der Grundstücke betrug insgesamt 10.702,6 TEUR (30. September 2013: 10.706,0 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen.
Finanzanlagen
Der Bilanzwert der Finanzanlagen ist gegenüber dem 30.9.2013 um 184.684,6 TEUR bzw. 6,5 % auf 2.648.056,5 TEUR gesunken. Diese Veränderung resultiert aus Zugängen in Höhe von 158.543,3 TEUR, aus Abgängen in Höhe von 251.284,3 TEUR und Ab- bzw. Zuschreibungen in Höhe von 92.884,2 TEUR. Eine Übersicht über die Höhe des Nominalkapitals, des gesamten Eigenkapitals, des anteiligen Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten vorliegenden Jahresabschlusses der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen findet sich in den Anlagen.
Zur Einhaltung der vorgegebenen Finanzkennzahlen durch die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, wurden von der EVN AG zum Bilanzstichtag 1.500.085 Stück (Vorjahr: 2.000.114 Stück) lastenfreie Aktien der Verbund AG den finanzierenden Banken bereitgestellt. Es besteht ein Syndikatsvertrag zwischen der EVN AG und der Wiener Stadtwerke Holding AG betreffend Syndizierung der unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der VERBUND AG.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen.
Im Geschäftsjahr wurden im Finanzanlagevermögen mögliche Zuschreibungen in Höhe von 0,0 TEUR (30. September 2013: 63,0 TEUR) unterlassen. Daraus resultiert eine zukünftige Steuerbelastung im Ausmaß von 0,0 TEUR (30. September 2013: 15,8 TEUR).
Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr weist bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ein Bruttobetrag von 185.000,0 TEUR (30. September 2013: 285.000,0 TEUR), ein Nettobetrag nach Abzinsung und Wertberichtigung in Höhe von 178.430,8 TEUR (30. September 2013: 266.070,9 TEUR) sowie bei den sonstigen Ausleihungen ein Betrag von 279,7 TEUR (30. September 2013: 296,8 TEUR) auf.
Umlaufvermögen
Vorräte
Durch den Anstieg der Gasvorräte und des Kohlebestandes haben sich die Vorräte um 23.109,6 TEUR bzw. 34,8 % auf 89.481,1 TEUR erhöht.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| Forderungen | 30. September 2014 | 30. September 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | Restlaufzeit | Bilanzwert | |||
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 1 Jahr | > 1 Jahr | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen | ||||||
| und Leistungen | 6.392,9 | 32,7 | 6.425,6 | 11.224,0 | 29,2 | 11.253,2 |
| Forderungen gegenüber | ||||||
| verbundenen Unternehmen | 322.000,1 | 0,0 322.000,1 441.170,2 | 0,0 | 441.170,2 | ||
| Forderungen gegenüber | ||||||
| Unternehmen, mit denen ein | ||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 92.496,8 | 0,0 | 92.496,8 | 63.474,4 | 0,0 | 63.474,4 |
| Sonstige Forderungen und | ||||||
| Vermögensgegenstände | 8.816,2 | 29,2 | 8.845,4 | 243,1 | 7,7 | 250,8 |
| Summe | 429.706,0 | 61,9 429.767,9 516.111,7 | 36,9 | 516.148,6 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Höhe von 192,3 TEUR (30. September 2013: 57,1 TEUR) aus.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen über 303.346,7 TEUR (30. September 2013: 422.866,0 TEUR), welche 156.785,0 TEUR (30. September 2013: 354.848,0 TEUR) Festgeldveranlagungen, 33.077,2 TEUR (30. September 2013: 37.440,2 TEUR) Körperschaftsteuerguthaben aus einem geschlossenen Gruppenund Steuerausgleichsvertrag, 36.281,6 TEUR (30. September 2013: 15.870,3 TEUR) Beteiligungserträge sowie 41.912,2 TEUR (30. September 2013: 0,0 TEUR) Darlehensforderungen beinhalten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über 48.998,1 TEUR (30. September 2013: 30.804,6 TEUR) bestehen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Steuerforderungen über 8.401,8 TEUR (30. September 2013: 0,0 TEUR), eine Liquidationsforderung über 225,0 TEUR (30. September 2013: 0,0 TEUR) und Forderungen aus gegebenen Anzahlungen über 101,7 TEUR (30. September 2013: 34,5 TEUR).
In den sonstigen Forderungen sind Erträge von 6.546,7 TEUR (30. September 2013: 130,0 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich um 40.277,6 TEUR bzw. 66,4 % auf 20.349,5 TEUR reduziert.
In der 79. Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Anteile im Ausmaß von maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals rückzukaufen. Dieser hatte beschlossen, von dieser Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt war, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612 % des damaligen Grundkapitals rückzukaufen.
Der Vorstand der EVN AG hat am 29. August 2013, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 beschlossen, im Rahmen des
laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG – zu erwerben.
Der Vorstand der EVN AG hat am 30. September 2014, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. Jänner 2014 beschlossen, im Rahmen des seit 22. Jänner 2014 laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG – zu erwerben. Gleichzeitig hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, das bestehende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich zum 30. Juni 2015 zu verlängern.
Zum Bilanzstichtag werden 1.939.992 (30. September 2013: 1.843.612) Stück eigene Anteile mit einem Gesamtwert von 19.642,4 TEUR (30. September 2013: 19.784,5 TEUR) in den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 67.620 Stück eigene Aktien an Mitarbeiter übertragen.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand beträgt zum Bilanzstichtag 13,7 TEUR (30. September 2013: 10,7 TEUR).
Zum 30. September 2014 beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten 76.112,8 TEUR (30. September 2013: 122.514,9 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen mit 18.057,2 TEUR (30. September 2013: 20.419,4 TEUR) Anleihekostenabgrenzungen und mit 1.281,5 TEUR (30. September 2013: 1.516,6 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung.
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2014: 330.000,0 TEUR (30. September 2013: 330.000,0 TEUR) und ist in 179.878.402 (30. September 2013: 179.878.402) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt.
Rücklagen
Kapitalrücklagen
Die gebundene Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agio-Beträge aus Kapitalerhöhungen.
Als nicht gebundene Kapitalrücklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederösterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederösterreichische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.
Gewinnrücklagen
Im Posten "gesetzliche Rücklage" wird der in Vorjahren aus dem Jahresüberschuss dotierte Teil der gebundenen Rücklage gemäß § 229 Abs 6 UGB ausgewiesen.
Die gebundenen Kapital- und Gewinnrücklagen betragen zusammen 209.152,9 TEUR (30. September 2013: 209.152,9 TEUR) und übersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.
Die anderen, freien Gewinnrücklagen betragen 999.523,9 TEUR (30. September 2013: 1.150.381,7 TEUR). Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte eine Auflösung von 151.000,0 TEUR (30. September 2013: 0,0 TEUR).
Rücklage für eigene Anteile
Gemäß § 225 Abs 5 UGB wurde für die zum Stichtag 30. September 2014 im Bestand der EVN AG befindlichen eigenen Anteile eine Rücklage durch Umwidmung freier Gewinnrücklagen gebildet. Analog zu den eigenen Anteilen im Umlaufvermögen weist diese Rücklage für eigene Anteile zum Bilanzstichtag einen Stand von 19.642,4 TEUR (30. September 2013: 19.784,5 TEUR) aus.
Unversteuerte Rücklagen
Die Zusammensetzung der unversteuerten Rücklagen sowie deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2013/14 ist aus der Anlage 3 zum Anhang ersichtlich.
Rückstellungen
Bei der Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen sowie für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 2,40 % (Vorjahr: 3,50 %) sowie mit einer Erhöhung der Gehälter bzw. der flüssigen Pensionen von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) im nächsten Jahr und einer jährlichen Erhöhung von 2,50 % (Vorjahr: 3,00 %) in den Folgejahren gerechnet.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Abfertigungsrückstellung betrugen per 01. Oktober 2013 1.605,5 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 535,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Abfertigungsrückstellung zum 30. September 2014 beträgt laut versicherungsmathematischem Gutachten 32.224,6 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 1.070,3 TEUR.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) betrugen per 01. Oktober 2013 3.579,6 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.193,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) zum 30. September 2014 betragen laut versicherungsmathematischem Gutachten 84.080,5 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 2.386,4 TEUR.
Bei der Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der Rückstellungen für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen angewandt.
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird die errechnete Körperschaftsteuernachzahlung als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gemäß § 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Höhe von 36.578,4 TEUR (30. September 2013: 36.578,4 TEUR) nicht angesetzt.
In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem für Umwelt- und Altlastenrisken mit 5.892,3 TEUR (30. September 2013: 5.927,7 TEUR), für künftige Jubiläumsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 29.022,5 TEUR (30. September 2013: 28.583,5 TEUR), für andere sonstige Verpflichtungen mit 21.493,5 TEUR (30. September 2013: 22.286,6 TEUR), für Drohverluste mit 149.305,4 TEUR (30. September 2013: 131.545,9 TEUR), für Energieabgrenzungen mit 13.101,6 TEUR (30. September 2013: 3.247,1 TEUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen mit 4.431,3 TEUR (30. September 2013: 5.140,2 TEUR) vorgesorgt.
Verbindlichkeiten
| 30. September 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | ||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Anleihen | 0,0 | 208.500,0 | 524.370,7 | 732.870,7 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.350,0 | 92.717,1 | 264.182,9 | 378.250,0 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.141,0 | 0,0 | 0,0 | 3.141,0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.830,5 | 0,0 | 0,0 | 7.830,5 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 88.365,1 | 24,0 | 6.115,0 | 94.504,1 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | |||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.853,7 | 0,0 | 0,0 | 6.853,7 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 32.780,4 | 486,8 | 3.526,2 | 36.793,4 | |
| Summe | 160.320,7 | 301.727,9 | 798.194,8 | 1.260.243,4 |
| 30. September 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | ||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Anleihen | 253.388,4 | 178.500,0 | 554.370,6 | 986.259,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 91.352,9 | 85.400,0 | 142.850,0 | 319.602,9 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 7.063,3 | 0,0 | 0,0 | 7.063,3 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.833,0 | 0,0 | 0,0 | 9.833,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 107.340,9 | 0,0 | 0,0 | 107.340,9 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | |||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 10.120,7 | 0,0 | 0,0 | 10.120,7 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 32.603,1 | 117,9 | 1.253,3 | 33.974,3 | |
| Summe | 511.702,3 | 264.017,9 | 698.473,9 | 1.474.194,1 |
Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Anleihen | Nominale | Buchwert in TEUR | Buchwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | ||
| 5,2 % JPY-Anleihe 1994-2014 | 8 Mrd JPY | 0,0 | 84.263,7 |
| 3,13 % JPY-Anleihe 2009-2024 | 12 Mrd JPY | 99.370,7 | 99.370,7 |
| 3,625 % CHF-Anleihe 2009-2014 | 250 Mio CHF | 0,0 | 169.124,6 |
| 5 % EUR-Anleihe 2009-2016 | 28,5 Mio EUR | 28.500,0 | 28.500,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2019 | 30 Mio EUR | 30.000,0 | 30.000,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2017 | 150 Mio EUR | 150.000,0 | 150.000,0 |
| 4,25 % EUR-Anleihe 2011-2022 | 300 Mio EUR | 300.000,0 | 300.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 100 Mio EUR | 100.000,0 | 100.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 25 Mio EUR | 25.000,0 | 25.000,0 |
| GESAMT | 732.870,7 | 986.259,0 |
Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich aus einer Kreditaufnahme in Höhe von 150.000,0 TEUR und aus Kreditratenrückzahlungen in Höhe von 91.350,0 TEUR. Bis auf einen Betrag in Höhe von 21.350,0 TEUR (30. September 2013: 91.352,9 TEUR) beträgt die Restlaufzeit dieses Postens mehr als ein Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 2.002,6 TEUR auf 7.830,5 TEUR reduziert und weisen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6.268,5 TEUR (30. September 2013: 5.000,0 TEUR), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 85.145,8 TEUR (30. September 2013: 93.626,2 TEUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.089,8 TEUR (30. September 2013: 8.714,7 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 1.886,1 TEUR (30. September 2013: 2.020,5 TEUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 4.967,6 TEUR (30. September 2013: 8.100,2 TEUR) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt bis auf einen Betrag in Höhe von 6.139,0 TEUR (30. September 2013: 0,0 TEUR) unter einem Jahr. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen beträgt nicht mehr als ein Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem 30. September 2013 um 2.819,1 TEUR auf 36.793,4 TEUR erhöht. Sie enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen aus Finanzgeschäften in Höhe von 18.391,4 TEUR (30. September 2013: 21.878,2 TEUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 5.750,2 TEUR (30. September 2013: 4.912,2 TEUR) sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.896,7 TEUR (30. September 2013: 1.940,6 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 32.780,4 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2013: 32.603,1 TEUR).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 24.215,8 TEUR (30. September 2013: 27.129,1 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten werden passivierte Baukostenzuschüsse in Höhe von 50.678,2 TEUR (30. September 2013: 53.881,8 TEUR) und abgegrenzte Erträge aus Finanzgeschäften in Höhe von 2.923,9 TEUR (30. September 2013: 4.151,1 TEUR) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen
Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen auf Fertigstellungsgarantien bzw. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie auf übernommene Haftungen gegenüber Banken für Kundenkredite.
Für das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") stehende Kraftwerk Freudenau wurden in Vorjahren Refinanzierungstransaktionen abgeschlossen. Bei diesen Transaktionen hat sich die EVN AG verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustfällen an die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund AG) Kostenersatz zu leisten.
Für die im Auftrag der EVN AG getätigten Geschäfte der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. und EconGas GmbH, für den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizität und Gas wurden gegenüber den Handelspartnern Patronatserklärungen erteilt.
Die Eventualverbindlichkeiten hierfür werden in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2014 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 54.582,0 TEUR (Vorjahr: 91.545,4 TEUR). Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 375.500,0 TEUR. Zum 31. Oktober 2014 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 52.427,8 TEUR bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 375.500,0 TEUR.
Für Finanzierungen innerhalb der EVN Gruppe bestehen die beiden Gesellschaften EVN Finanzservice GmbH und EVN Projektmanagement GmbH. Die EVN AG hat Haftungen für eventuelle Ausfälle der Gesellschaften gegenüber den beiden Finanzierungsgesellschaften übernommen. Hieraus ergeben sich Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1.255.024,7 TEUR (Vorjahr: 1.467.190,1 TEUR) zum Bilanzstichtag.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters befinden sich die EVN Wasser GmbH, die Netz Niederösterreich GmbH, die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH, die EVN Wärme GmbH, die evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, die EVN Kroatien Holding, die EVN Croatia Plin d.o.o., die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, die WEEV Beteiligungs GmbH, die Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, die Energiespeicher Sulzberg GmbH, die EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH, die EVN Geoinfo GmbH, die kabelplus GmbH, die Utilitas Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H, die EVN Beteiligung 51 GmbH, die EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH, die Burgenland Holding AG, die EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, die EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH sowie die EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH in dieser Unternehmensgruppe. Die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs GmbH erklärte im Geschäftsjahr 2013/14 den Austritt aus der Gruppe.
Mit EVN Wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabführungsvertrag fortgesetzt. Mit den übrigen Gruppenmitgliedern wurden Gruppen- und Steuerumlagevereinbarungen abgeschlossen, wonach die Steuerumlagen jeweils nach der Belastungsmethode ("stand-alone"-Methode) ermittelt werden.
Dabei werden bei überrechneten steuerlichen Verlusten, diese auf Seite der Gruppenmitglieder als "interne Verlustvorträge" evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Verträge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Falle der Zurechnung eines negativen steuerlichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist.
Im EVN-Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde diesbezüglich ein Vertrag zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft abgeschlossen, in welchem die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt sind.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beim jeweiligen Bilanzposten angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.
Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des für das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.
Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertansätzen.
Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zinsänderungsrisken. Strategisches Ziel ist die Kontinuität des Finanzergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko enthalten und einen höheren Ertrag versprechen.
Währungsrisken erwachsen dem Unternehmen primär durch die begebene Anleihe in JPY. Diese werden größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Zur Minimierung der Zinsrisken wird generell ein Mix aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Die kurzfristige Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente.
Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner.
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominalwert in Mio EUR | Marktwert in Mio EUR | ||||
| 30.09.2014 | 30.09.2013 | 30.09.2014 | 30.09.2013 | ||
| Währungsswaps | |||||
| Mio CHF (unter 1 Jahr) | 0 | 250,0 | 0 | 35,1 | |
| Mio JPY (unter 1 Jahr) | 0 | 8.000,0 | 0 | -5,4 | |
| Mio JPY (über 5 Jahre) | 12.000,0 | 12.000,0 | -9,1 | -5,4 | |
| Swaps Energiebereich | |||||
| Käufe/Verkäufe | 27,1 | 6,1 | -0,6 | -0,8 |
Für derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte (Fair Value) angegeben.
Die Währungsswaps dienen der Absicherung der JPY-Anleihe.
Für derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert wird keine Drohverlustrückstellung gebildet, da eine Sicherungsbeziehung besteht. Mindestens einmal jährlich wird anhand von statistischen Methoden und der Bewertung der tatsächlichen Realisate die Effektivität der Sicherungsbeziehung geprüft. Diese beträgt durchschnittlich rund 88 % im Finanz– und rund 98 % im Energiebereich.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse und betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 12,0 % auf 434.488,9 TEUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 173.088,7 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 163.316,6 TEUR), aus Gaserlösen in Höhe von 73.145,2 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 49.163,0 TEUR), aus Wärmeerlösen in Höhe von 24.278,6 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 21.131,0 TEUR) und aus anderen betrieblichen Umsatzerlösen in Höhe von 163.976,5 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 154.431,0 TEUR) zusammen. Die anderen betrieblichen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Kundenaufträgen, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen, aus der Errichtung von Sonnenkraftwerken sowie aus Lichtserviceprojekten.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 212,0 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 21,0 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit 3.201,0 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 1.437,4 TEUR) die Auflösung von Baukostenzuschüssen, mit 241,5 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 158,3 TEUR) Schadensvergütungen, mit 210,8 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 221,6 TEUR) diverse Mieterträge und mit 350,9 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 331,7 TEUR) Erlöse aus der Betriebsgastronomie enthalten.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger, Materialaufwand sowie bezogene Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 41.423,0 TEUR bzw. 12,9 % auf 362.528,1 TEUR gestiegen.
Personalaufwand
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 286,9 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 266,4 TEUR) enthalten.
Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 berechnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Höhe von 6.886,5 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 5.440,6 TEUR) aus.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich vorwiegend aus Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von 4.941,6 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 9.138,6 TEUR), aus Werbeaufwendungen in Höhe von 7.570,2 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 6.774,0 TEUR), aus Verrechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 6.308,2 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 6.327,3 TEUR), aus Versicherungsaufwendungen in Höhe von 1.900,3 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 2.072,1 TEUR), aus Forderungsabschreibungen in Höhe von 209.501,2 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 2,1 TEUR) sowie aus Portokosten 1.706,4 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 1.469,9 TEUR).
Finanzergebnis
Die Beteiligungserträge in Höhe von 260.980,6 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 235.502,4 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbundgesellschaft), Wien, der VERBUND Hydro Power AG, Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs- Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wasser Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der Netz Niederösterreich GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt.
Die Ergebnisse der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, der EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. sowie der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG des Geschäftsjahres 2013/14 wurden im Finanzergebnis phasenkongruent erfasst.
Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von 3.657,9 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 3.809,9 TEUR) enthalten.
Wie unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Rückstellungen) erläutert, wurde die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder ab Geschäftsjahr 2012/13 erstmalig nicht mehr im Personalaufwand erfasst. Die Zinskomponente für diese Rückstellungen betrug laut Gutachten in Summe 4.111,9 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 4.299,3 TEUR) und wurde unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.
Steuern vom Einkommen
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 wird unter der Position Steuern vom Einkommen ein Steuerertrag in Höhe von 52.944,1 TEUR (Geschäftsjahr 2012/13: 17.447,6 TEUR) ausgewiesen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 0,0 TEUR (30. September 2013: Erhöhung 191,3 TEUR).
Bilanzgewinn
Unter Berücksichtigung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen, des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr in Höhe von 1.904,5 TEUR sowie der Auflösung der anderen, freien Gewinnrücklagen in Höhe von 151.000,0 TEUR schließt das Geschäftsjahr zum 30. September 2014 mit einem Bilanzgewinn von 74.853,2 TEUR (30. September 2013: 76.659,6 TEUR).
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) während des Geschäftsjahres betrug 675 (Vorjahr: 695). Zum Bilanzstichtag waren 659 (Vorjahr: 687) Angestellte auf Vollzeitbasis beschäftigt.
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 978,4 TEUR (30. September 2013: 1.404,3 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.132,03 TEUR (30. September 2013: 1.587,3 TEUR) bezahlt.
Für Abfertigungen und Pensionen ergibt sich für Vorstand und leitende Angestellte ein Minderaufwand in Höhe von 289,9 TEUR (30. September 2013 Mehraufwand: 5.553,5 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer ein Mehraufwand von 15.217,5 TEUR (30. September 2013: 9.817,4 TEUR).
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 112,3 TEUR (30. September 2013: 114,7 TEUR).
An den Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 85,3 TEUR (30. September 2013: 89,5 TEUR) ausbezahlt.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von 1.939.992 Stück, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 74.853,2 TEUR einen Betrag in Höhe von 74.734,1 TEUR, das entspricht einer Dividende von 0,42 EUR je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonstiges
Geschäfte im Sinne des § 8 Abs 3 ElWOG bzw. § 8 Abs 3 GWG werden insbesondere mit folgenden verbundenen Elektrizitäts- bzw. Erdgasunternehmen gemacht: Netz Niederösterreich GmbH, evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, EVN Wärme GmbH, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H sowie EconGas GmbH.
Die Angaben betreffend dem Honorar des Wirtschaftsprüfers werden im Konzernabschluss der EVN AG getätigt (§ 237 Z 14 UGB).
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat:
Präsident: Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer
Vizepräsidenten: Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker Mag. Willi Stiowicek
Mitglieder: Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Bürgermeister Bernhard Müller, BA, MPA Dkfm. Edwin Rambossek Mag. Michaela Steinacker (bis 24.12.2013) Dipl.-Ing. Angela Stransky (seit 16.01.2014)
Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm Zentralbetriebsratsvorsitzender Ing. Paul Hofer Ing. Otto Mayer
Vorstandsdirektor Dkfm. Thomas Kusterer Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meißl
stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter Mag. Dr. Monika Fraißl
Vorstand:
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstandes Vorstandsdirektor Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Maria Enzersdorf, am 18. November 2014
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht desAufsichtsrats
Die Lage auf den Energiemärkten blieb im Geschäftsjahr 2013/14 angespannt. Die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen führte zu temporären Angebotsüberhängen, die die Großhandelspreise von Strom wesentlich beeinflussten. Einige Energieproduzenten entschlossen sich aufgrund der Preissituation dazu, Kraftwerkskapazitäten stillzulegen. Der hohe Standard in der Energieversorgung wird durch solche Schritte jedoch aufs Spiel gesetzt. In einem gesamteuropäischen Kontext wird es erforderlich sein, die Versorgungssicherheit über das Vorhalten notwendiger Kapazitätsreserven zu gewährleisten. Für die EVN hat die Versorgungssicherheit oberste Priorität. Kraftwerke werden in betriebsbereitem Zustand gehalten, um den Kunden das größte Maß an Sicherheit zu geben. Die hohe Loyalität der Kunden spiegelte auch im vergangenen Geschäftsjahr deren Zufriedenheit mit dem von der EVN eingeschlagenen Weg wider.
Der Aufsichtsrat hat die strategischen Schritte der EVN im Rahmen seiner Verantwortung aktiv begleitet und unterstützt. Er hat im Berichtszeitraum in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Durch die Berichte des Vorstands wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und wesentlicher Konzernunternehmen, informiert. Aufgrund dieser Berichterstattung hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und begleitend unterstützt. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattgefunden hat, hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Anregungen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand aufgegriffen.
Änderungen im Aufsichtsrat
Nachdem Frau Mag. Michaela Steinacker ihre Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt hatte, wurde in der 85. ordentlichen Hauptversammlung am 16. Jänner 2014 Frau Dipl.-Ing. Angela Stransky mit Wirkung nach Ablauf der 85. ordentlichen Hauptversammlung und gemäß der Satzung der EVN AG für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitglieds, somit bis zu der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 /15 zu beschließen hat, in den Aufsichtsrat der EVN AG gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit im Aufsichtsrat.
Wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrats
Unter den wichtigsten Entscheidungen des Aufsichtsrats ist neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Genehmigung des Budgets 2014 /15 für den EVN Konzern hervorzuheben, dass der Aufsichtsrat das Ergebnis des EVN StrategieUpdate 2013 zustimmend zur Kenntnis genommen hat. Die Genehmigung des Budgets umfasste auch die Genehmigung von Investitionen in Wärme- und Windkraftanlagen, in Fern- und Nahwärmeanlagen, in Strom-, Erdgas- und Wärmenetze sowie in IT-Infrastruktur, welche insbesondere der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sowie dem Abtransport von erneuerbarer Energie dienen. Im Umweltbereich wurden Investitionen zur Verbesserung der Wasserqualität genehmigt. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit internationalen Projekten zur Wasseraufbereitung. Der Aufsichtsrat erteilte seine Zustimmung zur Erneuerung und Verlängerung der syndizierten Kreditlinie in reduzierter Höhe von 400 Mio. Euro mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren sowie zu lokalen Finanzierungen einzelner Gesellschaften.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über die aktuellen Entwicklungen in Bulgarien, Mazedonien und Moskau informiert.
Österreichischer Corporate Governance Kodex, Ausschüsse des Aufsichtsrats
Als börsenotiertes Unternehmen bekennt sich die EVN zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat den Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Jänner 2012 für die EVN ab dem Geschäftsjahr 2012/13 in Kraft gesetzt. Die Anpassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex an das 2. Stabilitätsgesetz vom Juli 2012 ist für die EVN nach Maßgabe dieses Gesetzes verbindlich. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinne werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, bis auf zwei Abweichungen, die im Corporate Governance-Bericht entsprechend dargestellt werden, eingehalten. Der Aufsichtsrat hat sich mit möglichen Interessenkollisionen auseinandergesetzt und keine Konflikte festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2013 den Bericht über Vorkehrungen zur Bekämpfung von Korruption im Unternehmen gemäß Regel 18a des Österreichischen Corporate Governance Kodex zustimmend zur Kenntnis genommen.
Gemäß den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, der zugleich als Vergütungsausschuss und als Nominierungsausschuss fungiert, sowie einen Arbeitsausschuss eingerichtet.
Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2013/14 in drei Sitzungen Angelegenheiten, welche die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern betreffen, behandelt. Der Personalausschuss hat die Übernahme eines Mandats im Aufsichtsrat der CEESEG Aktiengesellschaft und im Aufsichtsrat der Wiener Börse AG durch Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA, genehmigt. Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats ist im Berichtsjahr nicht zusammengetreten. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2013/14 dreimal und befasste sich dabei vor allem mit dem Halbjahresabschluss inklusive der Erwartung für das Geschäftsjahr und der Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss sowie der Bestellung und der Arbeit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus hat er aktuelle Entwicklungen in den Geschäftsbereichen, insbesondere die Erstanwendung der neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 –12 sowie aktuelle Entwicklungen nach der 3. Erwartung (Status Projekte im Umweltbereich sowie Werthaltigkeit von Erzeugungsanlagen im Gefolge der aktuellsten Einschätzung in Bezug auf die kurz-, mittel- und langfristige Strompreisentwicklung) erörtert und sich eingehend mit dem internen Kontroll-, Revisions-, Risikound Compliance-Management-System beschäftigt.
Weitere Informationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie über seine Vergütung und die Leitlinien, die sich der Aufsichtsrat zur Sicherstellung seiner Unabhängigkeit gesetzt hat, sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.
Jahresabschluss und Konzernabschluss
Die zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 /14 vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 bestellte KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, hat den nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Jahresabschluss zum 30. September 2014 der EVN AG sowie den Lagebericht des Vorstands geprüft. Sie hat über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss sowie im Aufsichtsrat billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2014 samt Anhang, Lagebericht und Corporate Governance-Bericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung.
Damit ist der Jahresabschluss zum 30. September 2014 gemäß § 96 Abs. 4 des österreichischen Aktiengesetzes festgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss samt Konzernanhang und den Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EVN Konzerns für ihren Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2013/14. Besonderer Dank gilt den Aktionärinnen und Aktionären, den Kundinnen und Kunden sowie den Partnern der EVN für das entgegengebrachte Vertrauen.
Maria Enzersdorf, am 10. Dezember 2014
Für den Aufsichtsrat:
Dr. Burkhard Hofer Präsident
Erklärung des Vorstands
gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG
Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2014 EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA