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EVN AG — Annual Report 2008
Jan 29, 2009
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Annual Report
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JAHRESFINANZBERICHT 2007/08 gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz
Inhaltsverzeichnis
| Konzernlagebericht | 40 | Rechtliches Umfeld |
|---|---|---|
| 43 | Wirtschaftliches Umfeld | |
| 44 | Energiewirtschaftliches Umfeld | |
| 46 | Geschäftsentwicklung | |
| 54 | Mitarbeiter | |
| 54 | Umwelt und Nachhaltigkeit | |
| 55 | Risikomanagement | |
| 58 | Ausblick auf das Geschäftsjahr 2008/09 | |
| Konzernabschluss | 69 | |
| 70 | Konzern-Bilanz | |
| 71 | Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 72 | Konzern-Geldflussrechnung | |
| 73 | Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | |
| 74 | Konzernanhang | |
| 124 | Beteiligungen der EVN | |
| 128 | Berichterstattung nach IFRS | |
| 131 | Bestätigungsvermerk | |
| Einzelabschluss der EVN AG | ||
| 2007/08 nach UGB | 132 | |
| 133 | Lagebericht | |
| 148 | Bilanz | |
| 150 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 152 | Anhang | |
| Erklärung des Vorstands | 164 |
Konzernlagebericht
Rechtliches Umfeld
Europäische Energiepolitik
| Beitrag der EU-Länder zum Klimaschutz |
Im Jahr 2007 hat sich die Europäische Kommission für eine integrierte Energie- und Klimapolitik ausgespro chen und im Rahmen eines ambitionierten Klimaschutzpakets auch verbindliche Ziele für den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz bis 2020 festgelegt: – Senkung der Treibhausgase um mindestens 20 %, im Falle einer Kyoto-Nachfolge vereinbarung sogar um 30% gegenüber 1990 – Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie (Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme, Biomasse) am Gesamtenergieverbrauch von 6 % im Jahr 2005 auf 20 % (Bandbreite von 0,3 % in Malta bis 40,0 % in Lettland). Österreich liegt derzeit mit 21,2% an der vierten Stelle in der EU, als Ziel wurden 34 % definiert. – Steigerung der Energieeffizienz: Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 20 % gegenüber dem Basisjahr 1990 und eine Effizienzsteigerung bei den Endkunden um 9 % bis 2016 |
|---|---|
| Entscheidung der Länder über den Energiemix |
Die Entscheidung über den Energiemix zur Erreichung dieser Ziele obliegt den Mitgliedsstaaten, jedoch sollte der laut WIFO-Studie "Energieszenarien für Österreich bis 2020" zu erwartende jährliche Anstieg des energetischen Endverbrauchs um 1,1% in den Überlegungen Berücksichtigung finden. |
| Diskussion über Entflech tung der Übertragungs- bzw. Fernleitungsnetze |
Neben diesen Bestimmungen legte die EU-Kommission im September 2007 ein drittes Gesetzespaket zum Energiebinnenmarkt vor, auf dessen Basis der Wettbewerb gestärkt und der Energiebinnenmarkt vollendet werden soll. Tiefgreifende Strukturmaßnahmen sind darin vorgesehen: Im Vordergrund steht die Frage, ob bei der "Entflechtung" auf der Ebene der Übertragungs- bzw. Fernleitungen eine eigentumsrechtliche Entflechtung oder die Installierung eines unabhängigen Systemnetzbetreibers erfolgen soll. Da die EVN keine Übertragungsnetze betreibt, ist keine relevante Auswirkung auf den EVN Konzern zu erwarten. |
| Konsumentenrechte stehen im Vordergrund |
Zu allen anderen Themenbereichen wie Grad der Entflechtung der Verteilernetzbetreiber, Unabhängig keit und Kompetenzen der Regulierungsbehörden, Konzentration der Kompetenzen auf eine nationale Regulierungsbehörde, Transparenz von Marktvorgängen, Konsumentenrechte etc. werden eine Vielzahl von Lösungsansätzen geprüft. Zur Gewährleistung einer raschen Umsetzung der in Aussicht gestellten Konsumentenrechte wurde ein weiteres Gremium ("London Forum") eingerichtet. |
| Das Gesetzespaket wird von den Mitgliedstaaten und den involvierten Interessenvertretungen weiterhin kontroversiell diskutiert, die konkrete Beschlussfassung wird für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartet. Erst dann können die Auswirkungen der künftigen Rahmenbedingungen beurteilt und die nötigen Schritte für eine Implementierung in die nationalen Rechtsordnungen beurteilt werden. |
|
| Energiepolitisches Umfeld Österreich | |
| Anreizregulierung auch im Gasbereich |
Regulierung der Strom- und Gasnetze Für Stromnetze wurde Anfang 2006 und für Gasnetze Anfang 2008 das System der Anreizregulierung eingeführt, das die bislang jährliche Tarifprüfungsverfahren durch eine mehrjährige Regulierungsperiode |
ersetzt. Während der Regulierungsperiode – die erste erstreckt sich für das Stromnetz bis 2009 und für das Gasnetz bis 2012 – folgt die Tarifentwicklung einem festgelegten Automatismus. Die Anreizregulie-
Konzernlagebericht
rungsmodelle wurden auf einheitlicher Basis erstellt: Sie sehen eine Abgeltung der Inflation vor, vermindert um eine von allen österreichischen Netzbetreibern erwartete Produktivitätssteigerung sowie um eine unternehmensspezifische Effizienzsteigerung. Den Kern beider Modelle bildet ein nationales Benchmarking der österreichischen Netzbetreiber. Aus dem Benchmarking-Verfahren ging die EVN sowohl im Stromals auch im Gasnetzbereich als einer der effizientesten Anbieter hervor. Daher kann die EVN für beide Regulierungsperioden eine stabile Entwicklung der Strom- und Gasnetzerlöse erwarten.
Die Tarifrunden für die Strom-Netznutzungstarife per Jänner 2007 sowie 2008 führten bei der EVN dank der hohen Netzeffizienz zu keinen Senkungen, wodurch per Saldo eine stabile Entwicklung der Netzerlöse erzielt wurde. Im Bereich der Gasnetze wirkten sich jedoch im Geschäftsjahr 2007/08 zwei Tarifrunden auf die Netznutzungstarife und in Folge auf die Netzerlöse negativ aus: Noch basierend auf dem System der jährlichen Kostenprüfung wurden bereits per Jänner 2007 die Gas-Netznutzungstarife der EVN um 4,0% gesenkt. Per 1. Februar 2008 wurde im Rahmen des Anreizregulierungssystems eine Reduktion des Gas-Netznutzungstarifs von rund 2,0 % vorgegeben.
Liberalisierungsbedingter Kundenwechsel
Seit Beginn der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarkts in den Jahren 2001 bzw. 2002 haben – laut Angaben von E-Control – insgesamt etwa 260.000 Haushaltskunden (das sind 6,6 %) bei Strom und 48.000 (das sind 3,8 %) bei Gas ihren Lieferanten gewechselt. Inklusive Gewerbe- und Industriekunden wechselten rund 470.000 Kunden (8,4 %) ihren Strom- und rund 53.000 (4,0 %) ihren Gaslieferanten.
2. Ökostromgesetz
Die am 8. Juli 2008 vom Nationalrat beschlossene 2. Ökostromgesetz-Novelle 2008 führte zu wesentlichen Änderungen im Ökostromgesetz. Um bis zum Jahr 2015 den Ökostrom-Anteil auf 15 % zu erhöhen, soll die Produktion aus Windkraft um 700 MW bzw. 1.500 GWh p.a., jene aus Wasserkraft um 700 MW bzw. 3.500 GWh p.a. (davon 350 MW bzw. 1.750 GWh p.a. aus Kleinwasserkraft und mittelgroßer Wasserkraft) und jene aus Biomasse bei nachweislicher Rohstoffverfügbarkeit um 100 MW bzw. 600 GWh p.a. angehoben werden. Das zusätzliche jährliche Unterstützungsvolumen für neu in Betrieb gehende sonstige Ökostromanlagen wird von 17 Mio EUR auf 21 Mio EUR erhöht (davon 2,1 Mio EUR für neue Photovoltaikanlagen). Aufgrund des Beihilfencharakters einzelner Regelungen dieses Gesetzes erfordert dessen Inkrafttreten die Genehmigung oder Nichtuntersagung der Europäischen Kommission. Geplant ist das Inkrafttreten mit spätestens 1. Jänner 2009.
CO2-Emissionszertifikate
Die Europäische Kommission hat 2007 die Nationalen Allokationspläne II (2008–2012) geprüft und durchschnittlich um 6,4 % gekürzt. Die aus der CO2-Emissionsprognose für Österreich errechnete Gratis-Zuteilungsmenge von 32,8 Mio Tonnen wurde demzufolge auf 30,33 Mio Tonnen gekürzt, wodurch sich in Summe eine Lücke zwischen Emissionsprognosen und Zuteilungsmenge von mehr als 20 % errechnet. Der österreichischen Elektrizitätswirtschaft wurden Gratis-CO2-Emissionszertifikate im Ausmaß von 7,70 Mio Tonnen p.a. zugeteilt, wovon rund 1,58 Mio auf die EVN entfallen (NAP I für die Periode 2005–2007 1,45 Mio Tonnen). Die EVN rechnet für die nächsten Jahre mit einem notwendigen Zukauf von Zertifikaten für rund 0,5 bis 0,8 Mio Tonnen p.a.
Hohe Netzeffizienz der EVN
Kundenwechsel in Österreich
Ausbau Ökostromanteil auf 15 % bis 2015
Finanzielle Belastung durch Zukauf von Emissionsrechten
Rechtliches Umfeld in Südosteuropa
Bulgarien
In Entsprechung der EU-Richtlinien zum Elektrizitäts- bzw. Erdgasbinnenmarkt wurde per 1. Jänner 2007 die gesellschaftsrechtliche Entflechtung der Netzbetreiber und Stromversorger in Bulgarien umgesetzt. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2006 wurden von der EVN die Entflechtung von Netzbetrieb und Stromversorgung und die gleichzeitige Zusammenlegung ihrer beiden bulgarischen Stromgesellschaften durchgeführt. Die Tochtergesellschaft EVN EP (vormals ERP Plovdiv AD) ist nunmehr für den Netzbetrieb, EVN EC (vormals ERP Stara Zagora AD) für den Vertrieb zuständig.
Mit 1. Juli 2007 wurde der bulgarische Strommarkt, wie im Energiegesetz vorgesehen, zwar vollständig liberalisiert, eine Wettbewerbssituation existiert aufgrund des mangelnden Mengenangebots am freien Markt jedoch nur eingeschränkt. Langfristige Bezugsverträge zwischen den Produzenten und der nationalen Elektrizitätsgesellschaft NEK stehen der tatsächlichen Öffnung ebenso entgegen wie die Fixierung von Mengen, die von der Regulierungsbehörde den bestehenden Versorgungsgesellschaften zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit zugewiesen wurden. Die meisten Großkunden entfallen auf das regulierte Marktsegment. Auch nach der von der EU verordneten Einstellung der Blöcke des Atomkraftwerks Kozloduy bleibt Bulgarien Stromexporteur.
Die Strompreise in Bulgarien werden nach wie vor von einer staatlichen Kommission reguliert. Nach der ersten dreijährigen Regulierungsperiode lief per 1. Juli 2008 die neue, nun fünfjährige Periode an. Die Basis für die Preisregulierung wurde, dem gesetzlich vorgeschriebenen Unbundling entsprechend, geändert, was zu einer Erhöhung der Endkundenpreise für Strom per 1. Juli 2008 um durchschnittlich 14% führte. Für die verschiedenen Versorgungsfunktionen (Erzeugung, Übertragung, System Operator, Verteilnetz, Endversorger) wurden jedoch unterschiedliche Preissteigerungen realisiert. Am höchsten fielen sie für die nationale Elektrizitätsgesellschaft NEK und die anderen Stromproduzenten aus. Die von der EVN vorgelegten Kosten für 2009 fanden in den neuen Netzzugangspreisen keine Beachtung, ebenso wenig honoriert wurden die neuen Investitionen und andere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit. Bei diesen Gegebenheiten kommen daher der Reduzierung des Netzverlustes sowie der Senkung der operativen Kosten erhebliche Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit des Verteilnetzbetriebs zu.
Während der letzten vier Jahre sind die Strompreise in Bulgarien um ein knappes Drittel gestiegen, belaufen sich aber auch weiterhin auf etwa nur die Hälfte des westeuropäischen Niveaus. Im Hinblick auf die Anforderungen des liberalisierten Markts streben die bulgarischen Tochterunternehmen der EVN in Zusammenarbeit mit den anderen Verteil- und Versorgungsunternehmen und der Regulierungsbehörde die Weiterentwicklung und Etablierung einer modernen Tarifstruktur an.
Mazedonien
Strommangel in Mazedonien
Unbundling für EVN Gesellschaften abgeschlossen
Liberalisierter Strommarkt
mit Hindernissen
Neue fünfjährige Regulierungsperiode
In Mazedonien ist der Strommarkt noch weitgehend reguliert und nach dem Single-Buyer-Modell organisiert. Aus dem früheren staatlichen Stromunternehmen wurden zwei Stromerzeuger ausgegliedert: der größte weiterhin staatliche Energieproduzent ELEM sowie das Wärmekraftwerk TEC Negotino. Bis September 2008 fungierte MEPSO, der Betreiber des staatlichen Übertragungsnetzes, als nationaler Energiepool, der sich zu 80 % aus der Stromproduktion der staatlichen Erzeugungsgesellschaft ELEM und zu 20 % aus Stromimporten speiste. Die Tochtergesellschaft EVN Macedonia deckte ihren Strombedarf fast zur Gänze aus diesem Energiepool ab. Mazedonien ist in Summe stark von Energie- bzw. Stromimporten abhängig. Trotz der kontinuierlichen Energiepreiserhöhungen der letzten Jahre liegt das Preisniveau deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.
Konzernlagebericht
Neues Energiegesetz in Kraft
Im September 2008 trat in Mazedonien ein neues Energiegesetz in Kraft, das zukünftig zu Änderungen in den Rahmenbedingungen für die Energiebeschaffung führen wird. ELEM wurde die Funktion des nationalen Energiepools übertragen und ist fortan verpflichtet, EVN Macedonia mit einer gewissen Strommenge zu versorgen, die aufgrund des vom Regulator gemessenen Kundenbedarfs und anerkannter Netzverluste bestimmt wurde. Jene Strommengen, die über die anerkannten Netzverluste hinausgehen, sind von EVN Macedonia über den Großhandelsmarkt zu beziehen, was zu höheren Beschaffungskosten führen wird.
Die Sekundärlegislative, insbesondere für ein neues Preisregelwerk und für entsprechende Marktregeln, befindet sich derzeit unter Beteiligung internationaler Berater in Ausarbeitung. Eine wichtige Entwicklung konnte durch die Bewilligung der von der EVN Macedonia vorgeschlagenen technischen Netzregeln durch den Regulator im Juli 2008 erwirkt werden. Besonders durch die Neudefinition des Netzanschlussprozesses und eine transparente Kostenverrechnung wurde damit ein Meilenstein zur Verbesserung der Versorgungsqualität gesetzt.
Wirtschaftliches Umfeld
Die Konjunkturlage der Weltwirtschaft hat sich 2008 deutlich verschlechtert. Nachdem bereits im Jahr 2007 hohe Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise zu einer Abflachung der Wachstumsdynamik führten, hat die Mitte 2008 durch die Hypotheken- und Finanzkrise in den USA ausgelöste internationale Finanzkrise die negativen Auswirkungen des Preisauftriebs noch verstärkt. Die Turbulenzen am US-Finanzmarkt hielten mit unverminderter Vehemenz an und erreichten auch den europäischen Bankensektor. Eine hohe Volatilität der Finanzmärkte und stark gestiegene Refinanzierungskosten für Unternehmen waren die Folge. Vor allem Banken mussten zum Teil massive Abschreibungen ihrer Kreditportfolios verbuchen. Die Hochkonjunkturphase der Vorjahre wurde damit beendet, die Dauer der einsetzenden Rezession war gegen Jahresende 2008 noch nicht abzuschätzen.
Bedingt durch die Rezession in den USA, die deutliche Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar und die massiven Rohstoffpreissteigerungen verschlechterte sich im Laufe des Jahres die Wirtschaftslage auch im Euroraum deutlich. Für 2008 wurden die Wirtschaftsprognosen auf 1,0 % bis 1,5 % zurückgenommen, für 2009 gilt ein Rückgang auf 1,0 % als wahrscheinlich.
Für die österreichische Wirtschaft wird nach 3,2% im Jahr 2007 ein BIP-Wachstum für 2008 von 2,0% und für 2009 von 0,9 % bis 1,2 % erwartet. Die zuletzt starke Exportleistung erfuhr durch den Nachfragerückgang und den starken Euro ebenso eine markante Abkühlung wie die private Nachfrage. Angesichts dieses Umfelds trübte sich auch das Investitionsklima ein. Getrieben von der starken Erhöhung der Nahrungsmittel- und der Energiepreise wird im Jahresdurchschnitt 2008 eine Inflationsrate von etwa 3,4% erwartet. Die schwache Konjunktur sollte die Inflation im Jahr 2009 auf rund 2,3 % reduzieren. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Konsequenzen für den Arbeitsmarkt; nach ersten Anzeichen im Jahr 2008 wird für 2009 ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote prognostiziert.
Seit 2000 fiel das Wirtschaftswachstum der Länder in Zentral- und Südosteuropa etwa doppelt so hoch aus wie im EU-Raum. Nach unverändert starken Wachstumsraten in der ersten Jahreshälfte 2008 wirkte sich der weltweite Konjunkturabschwung aber auch in dieser Region negativ aus. Im Durchschnitt wird für die Volkswirtschaften der zentral- und osteuropäischen Länder eine Abflachung der Wachstumsraten von 6,0 % im Vorjahr auf 5,0 % im Jahr 2008 und auf 4,0 % bis 5,0 % im Jahr 2009 erwartet. Die Prognosen für die südosteuropäischen Länder fallen mit 7,0 % für 2008 und 5,0 % für 2009 etwas besser aus.
Neues Preisregelwerk in Ausarbeitung
Nach Finanzkrise droht weltweite Rezession
Konjunkturelle Eintrübung in den USA und in Europa
Österreichs Wirtschaft wächst stärker als EU-Durchschnitt
BIP-Anstieg in Bulgarien von über 6%, in Mazedonien von 5% und Albanien von 9% Die Wirtschaft Bulgariens profitierte von der robusten Entwicklung der Industrie und des Dienstleistungssektors sowie den zweistelligen Zuwachsraten an Investitionen. Für das Jahr 2008 wird Bulgarien einen BIP-Anstieg von voraussichtlich 6,0% ausweisen, für 2009 werden 5,8% prognostiziert. Bei der Inflationsrate, die sich für 2008 mit 13,0 % auswirken wird, wird ein Rückgang auf 8,0 % erwartet. In Mazedonien beläuft sich das vorläufige BIP-Wachstum für das Jahr 2008 auf 5,0 %. Nach 8,0 % im Vorjahr zeigen die Prognosen für das BIP-Wachstum in Albanien 9,0% für 2008 und 10,0% für 2009. Die Inflation bleibt mit 3,0 % unverändert niedrig, die Arbeitslosenrate mit 13,0 % bis 14,0 % unverändert hoch.
Energiewirtschaftliches Umfeld
| 2007/08 | 2006/07 | Veränderung in% |
|---|---|---|
| 102 | 76 | 26 |
| 70,41 | 49,24 | 43,0 |
| 28,09 | 21,80 | 28,9 |
| 98,84 | 55,58 | 77,8 |
| 17,92 | 3,06 | – |
| 63,20 | 34,69 | 82,2 |
| 86,58 | 49,69 | 74,2 |
| 56,01 | 53,62 | 4,5 |
| 79,64 | 79,88 | –0,3 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen in Österreich; die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1997–2006; ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
2) Gasimportpreis (GIMP)
3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) EEX – European Energy Exchange
5) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX
Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der EVN. Die wichtigsten, zum Teil gegensätzlich wirkenden Faktoren werden nachstehend erörtert.
Kalte Witterung treibt den Energieverbrauch
Im österreichischen Versorgungsgebiet der EVN lagen die Temperaturen im Berichtszeitraum gemessen an der Heizgradsumme um 1,5 % über dem langjährigen Durchschnitt; in Mazedonien um 5,2 % und in Bulgarien um 1,3 %. Die kalte Witterung wirkt sich vor allem auf den Energieverbrauch der Haushalte, insbesondere auf deren Gas- und Wärmenachfrage aus. Großteils versorgte die EVN beide Sektoren im Berichtszeitraum nur in Österreich, mit der Übernahme von TEZ Plovdiv wurden seit Jahresbeginn 2008 auch rund 40.000 Kunden in Bulgarien mit Wärme beliefert. Demzufolge stieg der Gasverkauf an Endkunden im Vergleich zum Vorjahr um 20,6% und der Wärmeabsatz um 49,5 %.
Rohölpreis auf Eurobasis legte um 43,0% zu, Gaspreis stieg um 28,9%
Der Preis für das in Europa als Referenz geltende Nordseeöl Brent stieg im Geschäftsjahr 2007/08 um 61,9 % auf 106,2 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig gewann der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert, wodurch per Saldo der Rohölpreis auf Euro-Basis um 43,0 % auf 70,41 EUR zulegte. Der zeitlich verzögert an den Rohölpreis gekoppelte Gasbezugspreis stieg im Berichtszeitraum um 28,9%. Trotz dieser massiven Erhöhung der Energiepreise blieben die Endkundenpreise der EVN seit Dezember 2006 stabil.
Konzernlagebericht
Der Preis für CO2-Emissionszertifikate vervielfachte sich für das Geschäftsjahr 2007/08 von 3,06 EUR je Tonne des Vorjahres auf 17,92 EUR je Tonne. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der ersten Handelsperiode im Jahr 2007 und nachdem bekannt wurde, dass die meisten EU-Länder ihre Zielwerte unterschreiten werden, setzte bereits 2006 ein Preisverfall ein, der sich auch 2007, im letzten Jahr dieser Handelsperiode fortsetzte. Der Zertifikatspreis für die zweite Regulierungsperiode (2008 bis 2012) pendelte sich bislang hingegen in der Bandbreite von 15 EUR bis 30 EUR je Tonne ein.
Bei den Primärenergiepreisen fiel der Anstieg von Steinkohle mit durchschnittlich 77,8 % auf 98,84 EUR je Tonne am deutlichsten aus. Im letzten Quartal wurde für Steinkohle ein Rekordpreis von 125 EUR je Tonne erzielt, wofür vor allem die starke Nachfrage des asiatischen und indischen Wirtschaftraums verantwortlich war.
Im Geschäftsjahr 2007/08 lagen die Spotmarktpreise für Strom bei Grundlast um 82,2% und bei Spitzenlast um 74,2% über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2006/07 war hingegen noch ein starker Rückgang der Großhandelspreise für Strom aufgrund fallender Primärenergiepreise, die durch die milde Witterung ausgelöst wurden, und aufgrund eines deutlichen Preisverfalls für CO2-Zertifikate zu verzeichnen. Die Termin-Marktpreise für Grundlaststrom der jeweiligen Quartale im Geschäftsjahr 2007/08 lagen im Durchschnitt um 4,5% über den Vergleichswerten des Vorjahres. Für die tatsächlichen Strombeschaffungskosten der EVN ist die Entwicklung der Forwardpreise für Strom ausschlaggebend, da die EVN bereits jeweils in Vorperioden Terminkontrakte abschließt.
Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einflussfaktoren lässt sich Folgendes zusammenfassend feststellen: Die Preissteigerung der Primärenergieträger Rohöl, Erdgas und Steinkohle sowie steigende Preise für CO2-Emissionszertifikate wirkten sich negativ auf den Geschäftsverlauf der EVN aus. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die Kostensteigerungen jedoch nicht an die Endkunden weitergegeben.
Preis für Steinkohle auf Rekordniveau
Preissteigerung der CO2-Emissionszertifikate
Strompreise legten stark zu
Negativer Einfluss durch Kostenentwicklung
Entwicklung der Primärenergiepreise (indexiert)
Geschäftsentwicklung
IFRS-Konzernabschluss
Umsatz nach Regionen in Mio EUR
Umsatz nach Segmenten in Mio EUR
Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind) erstellt. Der Konsolidierungskreis wurde gegenüber dem Vorjahr um fünf vollkonsolidierte Gesellschaften erweitert. Maßgeblich war dabei vor allem der Erwerb der bulgarischen Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv im Dezember 2007. Insgesamt fließen somit – inklusive der EVN AG als Muttergesellschaft – 51 vollkonsolidierte (Vorjahr: 46), vier quotenkonsolidierte (Vorjahr: vier) sowie 13 (Vorjahr: 12) at Equity einbezogene Unternehmen in den Konzernabschluss ein.
Anstieg der Umsatzerlöse
Die EVN konnte im Geschäftsjahr 2007/08 einen Umsatzanstieg von 163,9 Mio EUR bzw. 7,3 % auf 2.397,0 Mio EUR verzeichnen. Vor allem die im Vergleich zur Vorperiode kälteren Temperaturen, der gestiegene Einsatz der Kraftwerke sowie partiell durchgeführte Preisanpassungen in Südosteuropa führten zu einem absatzbedingten Anstieg der Umsatzerlöse im Segment Energie um 249,6 Mio EUR bzw. 12,9 % auf 2.182,3 Mio EUR. Die höheren Erlöse des Energiesegments konnten den durch Verzögerungen in der Projektakquisition verursachten Rückgang im Segment Umwelt um 90,5 Mio EUR auf 184,6 Mio EUR mehr als kompensieren. Der Anteil des Segments Energie am Gesamtumsatz stieg dadurch von 86,5 % im Vorjahr auf 91,0 % an. Der im Ausland generierte Umsatz stieg von 833,0 Mio EUR auf 875,7 Mio EUR, was einem Anteil von 36,5 % entspricht.
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Kurzfassung |
2007/08 Mio EUR |
2006/07 Mio EUR |
Mio EUR | Veränderung % |
2005/06 Mio EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse Energie | 2.182,3 | 1.932,7 | 249,6 | 12,9 | 1.761,7 |
| Umsatzerlöse Umwelt | 184,6 | 275,1 | –90,5 | –32,9 | 290,1 |
| Umsatzerlöse Sonstiges | 30,1 | 25,3 | 4,8 | 19,0 | 19,8 |
| Umsatzerlöse | 2.397,0 | 2.233,1 | 163,9 | 7,3 | 2.071,6 |
| Bestandsveränderungen und | |||||
| aktivierte Eigenleistungen | 11,8 | 8,3 | 3,5 | 42,4 | 13,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 50,9 | 45,6 | 5,3 | 11,6 | 40,7 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –1.375,8 | –1.176,1 | –199,7 | –17,0 | –1.042,1 |
| Material- und Betriebsaufwand | –281,7 | –335,2 | 53,4 | 15,9 | –316,1 |
| Personalaufwand | –304,4 | –288,9 | –15,5 | –5,4 | –263,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –135,3 | –136,1 | 0,8 | 0,6 | –106,6 |
| EBITDA | 362,3 | 350,7 | 11,6 | 3,3 | 397,4 |
| Abschreibungen | –195,7 | –153,3 | –42,3 | –27,6 | –213,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 166,6 | 197,3 | –30,7 | –15,6 | 184,4 |
| Finanzergebnis | 68,9 | 90,1 | –21,3 | –23,6 | 120,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 235,5 | 287,4 | –52,0 | –18,1 | 304,9 |
| Ertragsteuern | –5,6 | –28,5 | 22,8 | 80,3 | –38,1 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 229,8 | 259,0 | –29,1 | –11,2 | 266,8 |
| davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 42,9 | 31,9 | 11,0 | 34,3 | 44,9 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | |||||
| (Konzernergebnis) | 186,9 | 227,0 | –40,1 | –17,7 | 221,9 |
| Ergebnis je Aktie in EUR1) | 1,14 | 1,39 | –0,25 | –17,7 | 1,36 |
1) Infolge des Aktiensplits per 17.4.2008 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte angepasst.
Konzernlagebericht
Energiebezugspreise auf unverändert hohem Niveau
Der massive Anstieg der Primärenergiepreise (Öl, Gas, Kohle) und Strommarktpreise sowie höhere Bezugsmengen aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung, insbesondere in Südosteuropa, aber auch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere Witterung haben zu einem starken Anstieg bei der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger geführt. Vom Gesamtanstieg um 199,7 Mio EUR bzw. 17,0% sind 109,0 Mio EUR auf den Mengeneffekt und 90,7 Mio EUR auf die gestiegenen Primär- und Strommarktpreise zurückzuführen.
Beim Material- und Betriebsaufwand war hingegen ein Rückgang in Höhe von 53,4 Mio EUR bzw. 15,9% zu verzeichnen, der in erster Linie auf geringere Volumina im Projektgeschäft des Umweltsegments zurückzuführen war. Darüber hinaus standen niedrigeren Aufwendungen für das Instandhaltungsprogramm in Österreich – wo im Vorjahr Revisionen der Abfallverwertungsanlage und einer Gasturbine in Theiß enthalten waren – gestiegene Aufwendungen für die Reduzierung der Netzverluste in Südosteuropa gegenüber.
Steigende Effizienz dank erfolgreicher Restrukturierung
Die EVN weist für das Geschäftsjahr 2007/08 – trotz eines Anstiegs der Mitarbeiter in Österreich und des erstmaligen Einbezugs von TEZ Plovdiv – mit 9.342 Mitarbeitern einen um 2,0% geringeren Personalstand aus. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der fortgeführten Restrukturierung in Bulgarien und Mazedonien.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich jedoch aufgrund der steigenden Mitarbeiterzahl in Österreich und stärkerer kollektivvertraglicher Gehaltserhöhungen um 15,5 Mio EUR bzw. 5,4% auf 304,4 Mio EUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 135,3 Mio EUR knapp unter dem Vorjahresniveau von 136,1 Mio EUR. Einem deutlichen Rückgang von Kosten für Netzzutritte in Bulgarien standen Erhöhungen von Forderungsabschreibungen sowie von Beratungsaufwendungen gegenüber.
Verbesserung im EBITDA
Per Saldo erhöhte sich das EBITDA trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 11,6 Mio EUR bzw. 3,3 % auf 362,3 Mio EUR. Die EBITDA-Marge reduzierte sich aufgrund des höheren Umsatzwachstums um 0,6 Prozentpunkte auf 15,1 %.
Einmaleffekt im Abschreibungsbereich
Die Abschreibungen nahmen gegenüber dem Vorjahr in Summe um 42,3 Mio EUR bzw. 27,6 % auf 195,7 Mio EUR zu. Neben einer durch die laufenden Investitionen um 8,2 Mio EUR auf 183,7 Mio EUR gestiegenen planmäßigen Abschreibung war dafür auch das außerplanmäßige Ergebnis der Werthaltigkeitsprüfungen verantwortlich. Dabei stand dem positiven – vorwiegend aus Zuschreibungen bei den Kraftwerken bedingten – Vorjahreseffekt von +22,1 Mio EUR heuer ein negativer Ergebnisbeitrag von –12,0 Mio EUR gegenüber. Dieser resultierte in erster Linie aus Wertminderungen im Verteilnetz in Bulgarien, die aufgrund nachteiliger regulatorischer Rahmenbedingungen erforderlich waren.
Anstieg der Energiebeschaffungsaufwendungen: +17,0%
Verringerung des Material- und Betriebsaufwands: –15,9 %
Anstieg der Personalaufwendungen: +5,4%
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio EUR
EBIT nach Segmenten
in Mio EUR
Rückgang im operativen Ergebnis (EBIT)
Aufgrund der beschriebenen Entwicklung verringerte sich das EBIT um 30,7 Mio EUR bzw. 15,6 % auf 166,6 Mio EUR. Davon entfielen 155,2 Mio EUR auf das Segment Energie und 25,4 Mio EUR auf das Segment Umwelt sowie –13,9 Mio EUR auf das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges.
Finanzergebnis durch negative Entwicklung auf den Finanzmärkten belastet
Veränderung des EBIT 2007/08 im Vergleich zum Vorjahr in Mio EUR
Finanzergebnis: –23,6%
Der Beitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen, der sich um 5,9 Mio EUR auf 95,7 Mio EUR erhöhte, sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen, das vor allem bedingt durch die höhere Dividendenausschüttung der Verbundgesellschaft um 4,1 Mio EUR auf 41,3 Mio EUR anstieg, führten insgesamt zu einem Anstieg des Beteiligungsergebnisses von 10,0 Mio EUR bzw. 7,9 %. Dem steht ein deutlicher Rückgang im Zins- und sonstigen Finanzergebnis von 31,3 Mio EUR auf –68,2 Mio EUR gegenüber. Der darin enthaltene Anstieg der Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten, der vor allem aus den Leasingzahlungen der nunmehr in der Betriebsphase befindlichen Moskauer Großprojekte resultierte, konnte zwar den durch die gestiegenen langfristigen Finanzverbindlichkeiten höheren Zinsaufwand mehr als kompensieren, nicht jedoch die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis. Bei dieser Position konnte sich die EVN der weltweit negativen Entwicklung auf den Finanzmärkten nicht entziehen. Marktwertbedingte Kursänderungen der Investmentfonds, die zur Wertpapierdeckung der Personalrückstellungen gesetzlich vorgeschrieben sind, und der Wertpapiere aus der Veranlagung der kurzfristigen Liquidität belasteten das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres, wodurch sich das Finanzergebnis der EVN Gruppe per Saldo um 21,3 Mio EUR bzw. 23,6% auf 68,9 Mio EUR verminderte.
Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau
Ertragsteuern: –80,3 %
Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Finanzergebnisses reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 52,0 Mio EUR bzw. 18,1 % auf 235,5 Mio EUR. Die Ertragsteuern lagen mit –5,6 Mio EUR um 22,8 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres, das durch Steuersatzreduktionen in Bulgarien, Deutschland und Mazedonien positiv beeinflusst worden war. Maßgeblich dafür war ein – trotz deutlich gestiegener steuerfreier Beteiligungserträge – geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern sowie ein positiver Einmaleffekt von 11,0 Mio EUR aufgrund einer Bewertungsänderung im Bereich der latenten Steuern.
Konzernlagebericht
Der Rückgang im Ergebnis nach Ertragsteuern fiel daher mit 29,1 Mio EUR bzw. 11,2 % auf 229,8 Mio EUR moderater aus. Der Ergebnisanteil anderer Gesellschafter, der die Anteile von Konzernfremden am Jahresergebnis vollkonsolidierter Gesellschaften erfasst, stieg aufgrund des positiven Ergebnisses der RAG sowie der Ergebnisverbesserungen in Südosteuropa um 11,0 Mio EUR auf 42,9 Mio EUR.
Das Konzernergebnis lag um 40,1 Mio EUR bzw. 17,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung des Aktiensplits und der Rückkäufe eigener Anteile im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,14 EUR gegenüber 1,39 EUR im Vorjahr.
Trotz der rückläufigen Ergebnisentwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung eine nahezu gleichbleibende Dividende von 0,370 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,375 EUR) vorschlagen. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 32,4 % (Vorjahr: 27,0 %) sowie eine Dividendenrendite von 2,5% (Vorjahr: 1,7 %).
2,0
Ergebnis und Dividende
je Aktie in EUR
1) Infolge des Aktiensplits per 17.4.2008 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte angepasst.
Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
| Kennzahlen | 2007/08 | 2006/07 | 2005/06 | |
|---|---|---|---|---|
| ROE | % | 7,4 | 9,0 | 10,6 |
| Durchschnittliches Eigenkapital | Mio EUR | 3.111,6 | 2.885,3 | 2.520,7 |
| ROCE | % | 6,3 | 7,1 | 7,9 |
| Durchschnittliches Capital Employed | Mio EUR | 4.901,8 | 4.624,6 | 4.068,8 |
| WACC | % | 6,5 | 6,5 | 6,5 |
| OpROCE | % | 8,7 | 9,0 | 10,8 |
| EVA | Mio EUR | 71,7 | 77,5 | 118,8 |
Aufgrund des erwartungsgemäß niedrigeren versteuerten Ergebnisses und des höheren durchschnittlichen Eigenkapitals ging der Return on Equity (ROE) von 9,0 % auf 7,4 % zurück.
In gleicher Weise ist auch die Rentabilität des im Unternehmen gebundenen Gesamtkapitals (Return on Capital Employed bzw. ROCE) von 7,1 % im Vorjahr auf heuer 6,3 % gesunken. Zu berücksichtigen ist bei diesen beiden Kennzahlen, dass im Anstieg der Kapitalbasis auch eine ergebnisneutrale Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft enthalten ist.
Bei Neutralisierung des Bewertungseffekts der Beteiligung an der Verbundgesellschaft zeigt sich in den operativen Steuerungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 mit 71,7 Mio EUR ein nur geringfügig niedrigerer erwirtschafteter Wertbeitrag (EVA) sowie mit 8,7 % ein leicht geringerer operativer ROCE. Im Berichtszeitraum wurden die gewogenen Kapitalkosten der EVN nach Steuern (WACC) – unter Berücksichtigung spezifischer Unternehmens- und Länderrisiken – wie im Vorjahr mit 6,5 % berechnet.
Deutlicher Anstieg der Bilanzsumme
Die Bilanzsumme der EVN Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 374,3 Mio EUR auf 6.636,3 Mio EUR. Maßgeblich dafür war in erster Linie ein deutlicher Anstieg des langfristigen Vermögens, dessen Anteil an der Bilanzsumme von 82,5 % auf 86,1 % zunahm. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich einerseits durch den Erwerb von TEZ Plov-
Bilanzstruktur in%
Langfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Schulden
Langfristige Schulden
Eigenkapital
div, andererseits durch gestiegene laufende Investitionen. Der Bilanzansatz der at Equity einbezogenen Unternehmen und anderen finanziellen Vermögenswerte erhöhte sich vor allem durch die Aufstockung der indirekten Beteiligung an der RAG und durch die erfolgsneutrale Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft.
| Konzern-Bilanz Kurzfassung |
30.9.2008 Mio EUR |
30.9.2007 Mio EUR |
Mio EUR | Veränderung % |
30.9.2006 Mio EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 2.749,5 | 2.477,0 | 272,5 | 11,0 | 2.359,3 | |
| At Equity einbezogene Unternehmen | ||||||
| und andere finanzielle Vermögenswerte | 2.365,0 | 2.073,7 | 291,3 | 14,0 | 1.903,4 | |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 597,9 | 615,3 | –17,4 | –2,8 | 519,1 | |
| 5.712,4 | 5.166,0 | 546,4 | 10,6 | 4.781,9 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 923,9 | 1.095,9 | –172,1 | –15,7 | 1.063,9 | |
| Summe Aktiva | 6.636,3 | 6.261,9 | 374,3 | 6,0 | 5.845,8 | |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | ||||||
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 2.975,9 | 2.788,0 | 187,9 | 6,7 | 2.523,3 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 232,5 | 226,7 | 5,8 | 2,6 | 232,7 | |
| 3.208,5 | 3.014,7 | 193,7 | 6,4 | 2.756,0 | ||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.358,9 | 1.172,6 | 186,3 | 15,9 | 1.397,2 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | ||||||
| und langfristige Rückstellungen | 876,4 | 856,9 | 19,5 | 2,3 | 813,9 | |
| Vereinnahmte Baukosten- und | ||||||
| Investitionszuschüsse und übrige | ||||||
| langfristige Verbindlichkeiten | 420,0 | 371,0 | 49,0 | 13,2 | 325,9 | |
| 2.655,3 | 2.400,6 | 254,7 | 10,6 | 2.537,0 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 153,9 | 247,2 | –93,3 | –37,7 | 15,3 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 618,6 | 599,4 | 19,2 | 3,2 | 537,6 | |
| 772,5 | 846,6 | –74,1 | –8,8 | 552,8 | ||
| Summe Passiva | 6.636,3 | 6.261,9 | 374,3 | 6,0 | 5.845,8 |
Der Rückgang des kurzfristigen Vermögens von 172,1 Mio EUR bzw. 15,7 % auf 923,9 Mio EUR resultierte in erster Linie aus der Rückführung der kurzfristigen Liquidität in Form der kurzfristigen Wertpapiere zur erfolgten Tilgung fälliger Anleiheverbindlichkeiten.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 193,7 Mio EUR bzw. 6,4 % auf 3.208,5 Mio EUR. Einem Anstieg durch das laufende Ergebnis sowie der Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft steht die Ausschüttung der Dividende des Geschäftsjahres 2006/07 an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 61,3 Mio EUR sowie an Minderheitengesellschafter in Höhe von 36,4 Mio EUR gegenüber. Daraus resultiert eine mit 48,3 % knapp über dem Vorjahreswert von 48,1 % liegende Eigenkapitalquote.
Konzernlagebericht
Die langfristigen Schulden nahmen um 254,7 Mio EUR bzw. 10,6% auf 2.655,3 Mio EUR zu. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten, höhere latente Steuerverbindlichkeiten, die aus der Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft resultieren, sowie gestiegene von Kunden geleistete Baukostenzuschüsse lösten diese Entwicklung aus.
Aufgrund nahezu stabiler sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten reduzierten sich die kurzfristigen Schulden vor allem durch den Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die in erster Linie zu tilgende Anleihen enthalten.
Verschuldungsgrad
Der Anstieg der Nettoverschuldung führte trotz der Erhöhung des Eigenkapitals zu einer Verschlechterung des Gearings um 7,9 Prozentpunkte auf 35,3 %, was jedoch weiterhin einen unter dem Branchendurchschnitt liegenden Wert darstellt.
Die mit 3,25 % verzinste CHF-Obligation und die mit 5,00 % verzinste DEM-Anleihe in Höhe von insgesamt 225,4 Mio EUR wurden im laufenden Geschäftsjahr planmäßig getilgt. Die Refinanzierung erfolgte durch Ziehung der bestehenden syndizierten Kreditlinie im Ausmaß von 200 Mio EUR. Weiters wurden von EVN Macedonia AD zur Finanzierung der im Zuge der Privatisierung übernommenen Investitionsverpflichtung Investitionskredite von insgesamt 70,0 Mio EUR mit der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) und der International Finance Corporation (IFC) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag wurden 62,4 Mio EUR davon in Anspruch genommen. Auch für die Errichtung der Linie 3 der Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr werden Fremdmittel verwendet. Unter Berücksichtigung der laufenden Tilgung der bestehenden Kredite erhöhten sich damit die langfristigen Finanzverbindlichkeiten per Saldo um 186,3 Mio EUR auf 1.358,9 Mio EUR.
| 2007/08 | 2006/07 | Veränderung | 2005/06 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad | Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | Mio EUR |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.358,9 | 1.172,6 | 186,3 | 15,9 | 1.397,2 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) | 127,0 | 225,4 | –98,3 | –43,6 | 0,1 |
| Fonds liquider Mittel | –94,1 | –54,4 | –39,8 | –73,2 | –76,8 |
| Kurzfristige Wertpapiere | –136,0 | –395,7 | 259,7 | 65,6 | –282,7 |
| Langfristige Wertpapiere | –102,9 | –101,2 | –1,6 | –1,6 | –94,2 |
| Ausleihungen | –21,6 | –21,4 | –0,2 | –1,0 | –13,6 |
| Nettoverschuldung | 1.131,3 | 825,3 | 306,0 | 37,1 | 930,0 |
| Eigenkapital | 3.208,5 | 3.014,7 | 193,7 | 6,4 | 2.756,0 |
| Gearing2) % |
35,3 | 27,4 | – | 7,9 | 33,7 |
1) Exkl. der im Fonds liquider Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
2) Ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten
Die mit 2,43 % verzinste CHF-Obligation wird mit 10.6.2009 fällig und ist daher unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Finanzlage der EVN wird trotz dieser Tilgung weiterhin sehr stabil bleiben und auch künftig die Erfüllung der Anforderungen aus der Geschäftsentwicklung ermöglichen. Neben den liquiden Mitteln steht der EVN bis 2013 eine syndizierte Kreditlinie zur Verfügung, von der zum Bilanzstichtag 400 Mio EUR nicht ausgenutzt waren.
Planmäßige Anleihentilgungen von 225,4 Mio EUR
Entwicklung des Cash Flow
Cash Flow aus dem Ergebnis: +3,5 % Nachdem sich die Abschreibungen insbesondere aufgrund des Ergebnisses der Werthaltigkeitsprüfungen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten und ein Großteil der durch die Finanzkrise aufgetretenen negativen Erfolgsbeiträge im Finanzergebnis unbar waren, erhöhten sich die unbaren Ergebniskomponenten im Cash Flow deutlich um 66,5 Mio EUR bzw. 53,3% auf 191,2 Mio EUR. Dadurch erhöhte sich der Cash Flow aus dem Ergebnis trotz eines rückläufigen Ergebnisses vor Ertragsteuern um 14,5 Mio EUR bzw. 3,5% auf 426,7 Mio EUR.
| Konzern-Geldflussrechnung Kurzfassung |
2007/08 Mio EUR |
2006/07 Mio EUR |
Mio EUR | Veränderung % |
2005/06 Mio EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 235,5 | 287,4 | –52,0 | –18,1 | 304,9 |
| Unbare Ergebniskomponenten | 191,2 | 124,7 | 66,5 | 53,3 | 130,1 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 426,7 | 412,1 | 14,5 | 3,5 | 435,0 |
| Veränderung kurz- und langfristiger | |||||
| Bilanzpositionen | –15,6 | –51,7 | 36,1 | 69,9 | –14,7 |
| Zahlung für Ertragsteuern | –28,5 | –17,6 | –10,9 | –61,6 | –20,6 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 382,6 | 342,8 | 39,8 | 11,6 | 399,7 |
| Veränderung bei immateriellen | |||||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | –350,4 | –206,2 | –144,1 | –69,9 | –210,9 |
| Nettoauszahlung für Unternehmens | |||||
| akquisitionen | –35,0 | – | – | – | –227,9 |
| Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen | |||||
| langfristigen Vermögenswerten | –186,8 | 18,8 | –205,7 | – | –180,4 |
| Veränderung bei kurzfristigen | |||||
| Finanzinvestitionen | 245,4 | –107,7 | 353,2 | – | –100,7 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –326,8 | –295,2 | –31,6 | –10,7 | –719,9 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –16,0 | –70,1 | 54,1 | 77,1 | 314,6 |
| Cash Flow gesamt | 39,8 | –22,4 | 62,2 | – | –5,6 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 54,4 | 76,8 | –22,4 | –29,2 | 82,4 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 94,1 | 54,4 | 39,8 | 73,2 | 76,8 |
Operativer Cash Flow: +11,6 % Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Anstiegs im Working Capital erhöhte sich der operative Cash Flow trotz höherer Ertragsteuerzahlungen mit 39,8 Mio EUR bzw. 11,6 % auf 382,6 Mio EUR deutlich stärker.
Der Mittelabgang in Form des Cash Flow aus dem Investitionsbereich lag trotz gestiegener laufender Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, des Erwerbs der Anteile an TEZ Plovdiv und der Fernwärme St. Pölten sowie der Aufstockung der indirekten Beteiligung an der RAG mit 326,8 Mio EUR nur leicht über dem Vorjahresniveau, da die Finanzierung zum Großteil durch den Verkauf von Wertpapieren erfolgte. Der Vorjahreswert war zudem vom Eingang der Zahlung aus dem Verkauf der Energie AG Oberösterreich in Höhe von 177,4 Mio EUR geprägt.
Per Saldo erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten trotz der Tilgung der beiden Anleihen im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der Refinanzierung aus der syndizierten Kreditlinie und der Aufnahme weiterer
Konzernlagebericht
Projektfinanzierungen stärker als im Vorjahr. Bei nur geringfügig höheren Mittelabflüssen durch die Dividendenzahlungen an die Aktionäre der EVN AG sowie an Minderheitengesellschafter vollkonsolidierter Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2006/07 verringerte sich der Mittelabfluss aus dem Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich in ähnlicher Höhe auf 16,0 Mio EUR.
In Summe erzielte die EVN im Geschäftsjahr 2007/08 einen Cash Flow von 39,8 Mio EUR, wodurch sich die liquiden Mittel auf 94,1 Mio EUR erhöhten. Per 30. September 2008 wurden zusätzlich kurzfristige Wertpapiere mit einem Volumen von 136,0 Mio EUR (Vorjahr: 395,7 Mio EUR) gehalten, die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind. Die Liquiditätssituation der EVN ist damit weiterhin sehr stabil.
Durch den Anstieg der Nettoverschuldung reduzierte sich die Net Debt Coverage von 50,7 % auf 41,3 %. Da sich die Zinsaufwendungen analog zu den Funds from Operations entwickelten, bleibt die Interest Cover mit 5,5 auf Vorjahresniveau.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Investitionen der EVN in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtszeitraum deutlich um 137,9 Mio EUR auf 415,6 Mio EUR erhöht. Davon wurden 153,2 Mio EUR für den Ausbau der Netz- und Zählertechnik in Südosteuropa verwendet, um die Versorgungssicherheit und -qualität weiter zu verbessern und auch um die Reduktion der Netzverluste voranzutreiben. Im Business Unit Netze wurden 140,0 Mio EUR in Niederösterreich investiert, fokussiert wurden der Ausbau und die Erneuerung von Hochspannungsleitungen sowie der Neubau von Umspannwerken im Bereich Stromnetze.
Einen Überblick über die wichtigsten Investitionsschwerpunkte liefert die folgende Tabelle:
| Investitionsschwerpunkte der EVN Mio EUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Erzeugung | 32,3 | 13,1 |
| davon kalorische Kraftwerke | 26,6 | 12,0 |
| Netze | 140,0 | 104,7 |
| davon Stromnetz | 107,2 | 81,8 |
| davon Gasnetz | 27,3 | 16,3 |
| Vertrieb | 20,6 | 21,0 |
| davon Wärmeanlagen | 20,5 | 20,9 |
| Südosteuropa | 153,2 | 83,2 |
| Umwelt | 67,9 | 53,6 |
| davon Linie 3 der Abfallverwertung in Dürnrohr | 39,0 | 20,0 |
| davon Blockheizkraftwerk in Moskau | 6,4 | 13,1 |
| davon überregionale Versorgungsleitungen, Ortsnetze, Abwasserentsorgung | 14,9 | 17,5 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 1,6 | 2,1 |
| Summe | 415,6 | 277,7 |
Verstärkte Investitionen in Südosteuropa
Struktur der Investitionen in%
Mitarbeiter
| Mitarbeiterqualifikation als Erfolgsfaktor |
Die EVN sieht in der Qualifizierung und im Engagement ihrer 9.342 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine stabile Basis ihres Unternehmenserfolgs. Dementsprechend hoch ist ihre Bereitschaft, in die laufende Aus- und Weiterbildung, in Sicherheitsmaßnahmen und in die Implementierung moderner Führungsins trumente zu investieren. |
|---|---|
| Erfolgreiche Integration der Mitarbeiter in Südosteuropa |
Mit Gesamtaufwendungen (Seminargebühren, Trainer, E-Learning) von rund 2,9 Mio EUR wurden im Berichtsjahr pro Mitarbeiter 314,9 EUR für Weiterbildungsmaßnahmen aufgewendet. Der leichte Rück gang um 2,1% im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich im Auslaufen von Schwerpunktveranstaltungen im Bereich der Führungskräfteentwicklungen in Österreich und vergleichbaren Veranstaltungen in Bulgarien und Mazedonien. Die Stundenanzahl der durchschnittlich absolvierten Weiterbildungsveranstaltungen beläuft sich auf 11,4 Stunden pro Mitarbeiter, woraus sich für den EVN Konzern 105.765 Schulungsstunden bzw. 13.308 Schulungstage errechnen. Neben EDV-Schulungen und Fachseminaren bilden Verhaltenstrai nings, die die Sozialkompetenz gegenüber Kunden und auch Kollegen verbessern sollen, einen weiteren Bildungsschwerpunkt. |
| Verbesserung der persönlichen Arbeitstechnik |
Bei der Erhebung des Qualifikationsbedarfs agieren bereits seit 2005 konzernweit Bildungsbeauftragte als Schnittstelle zwischen Mitarbeitern, Vorgesetzen und dem Personalwesen. Sie koordinieren alle internen und externen Qualifizierungsmaßnahmen für den jeweiligen Bereich. Ebenfalls seit 2005 wird – beginnend mit der EVN Netz GmbH – ein praxisorientiertes Trainingsprogramm für Mitarbeiter und Führungskräfte durchgeführt. Ziel ist die Verbesserung und Verfeinerung der persönlichen Arbeitstechnik: höhere Arbeits zufriedenheit, Effizienz und Effektivität am Büroarbeitsplatz. Bisher wurden rund 1.100 Mitarbeiter in Nie |
Verbesserungsprozess stabilisiert langfristig die erzielten Verbesserungen.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit als fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie
Umwelt und Nachhaltigkeit
Die EVN hat den schonenden Umgang mit Ressourcen fest in ihrer nachhaltig orientierten Unternehmensführung verankert und sieht darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor. Mit der Forcierung erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Biomasse oder Biogas wird nicht nur ein wertvoller Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen geleistet, sondern auch die eigene Abhängigkeit von fossilen Primärenergieträgern reduziert. Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad der Produktionsanlagen zu erreichen, kommen modernste Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz. Nahezu alle kalorischen Anlagen der EVN weisen ein Umweltzertifikat auf.
derösterreich geschult; für das Geschäftsjahr 2008/09 sind weitere Trainings geplant. Ein kontinuierlicher
Auf Basis dieses bestehenden Umweltmanagementsystems wurden die Anforderungen an Umwelt- und Arbeitsschutz, Recht und Sicherheit in einem abgestimmten System erfasst sowie sämtliche darauf bezogene Maßnahmen in eine einheitliche Struktur zusammengeführt. Den nächsten Schritt bildet die Erweiterung dieses integrierten Managementsystems um die Dimension der Nachhaltigkeit.
Konzernlagebericht
Risikomanagement
Risikodefinition
Der EVN Konzern definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung von Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.
Risikomanagementprozess
Das oberste Ziel des Risikomanagements besteht in der gezielten Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale. Ein zentral geführtes, zweistufig aufgebautes Risikocontrolling stellt den verantwortlichen Mitarbeitern des EVN Konzerns die Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung und Beurteilung von Risiken zur Verfügung. Die verantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikocontrolling; dort findet eine bereichsübergreifende Beurteilung statt, um letztlich geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definieren zu können.
Prozess des Risikocontrollings
- Identifikation: Feststellung der Risiken aus den Ergebnissen der jeweils letzten Risikoinventur und den neuen Geschäftsaktivitäten des Konzerns
- Bewertung & Analyse: Quantifizierung des Risikos, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven, Modellierung der Ergebnisverteilungen und Erstellung des Risikoberichts
- Berichterstattung: Risikoberichte ergehen in regelmäßigen Abständen an die Risikoverantwortlichen. In der Berichterstattung an den Vorstand wurden mit dem Konzernrisikoausschuss und dem Risikoarbeitsausschuss zwei Gremien geschaffen, die in die Beurteilung und Diskussion der Risikopositionen involviert sind.
- Prozess-Review: Dient einerseits der Festlegung der zu betrachtenden organisatorischen Einheiten, wozu eine Methodik entwickelt wurde, die konzernweit jene Einheiten identifiziert, die regelmäßig einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind. Andererseits ist regelmäßig zu überprüfen, ob die festgelegten Methoden zur Identifikation und Bewertung der Risiken bei geänderten Verhältnissen zu modifizieren sind.
Ausschüsse des Risikomanagements und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss werden die Ergebnisse der Risikoberichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf und kann Arbeitsgruppen einberufen und Arbeitsaufträge erteilen. Als Letztinstanz hat der Konzernrisikoausschuss die Kompetenz, die Steuerungsmaßnahmen des EVN Konzerns zur Veränderung der Risikopositionen anzupassen und damit auch die Risikopolitik aber auch die strategische Unternehmensausrichtung zu beeinflussen.
Der Risikoarbeitsausschuss hingegen ist mit der Überwachung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikocontrolling-Kreislaufs beauftragt. Er definiert auch die Bewertungsmethoden und die Leitlinienvorgaben bezüglich der Art und des Umfangs der offiziellen Berichterstattung. Die interne Revision beinhaltet die Überprüfung der Prozesse des Risikocontrollings sowie der Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Verantwortliche in operativen Einheiten berichten an zentrales Risiko-Controlling
Zertifizierung des Risikomanagementsystem durch KPMG Austria
Risikominimierung durch zentrales Treasury und laufendes Monitoring
Das Risikomanagementsystem des EVN Konzerns wurde hinsichtlich seiner Funktionsfähigkeit und Qualitätsstandards von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zertifiziert.
Risiko aufgrund internationaler Expansion
Durch die stetige Expansion des EVN Konzerns in Regionen Zentral-, Ost- und Südosteuropas wurde das Ertrags-, aber auch das Risikopotenzial des Unternehmens gesteigert. Die Expansion im Geschäftsbereich Energiebeschaffung- und Vertrieb konzentriert sich vorwiegend auf das Engagement in Bulgarien und Mazedonien und stellt den EVN Konzern regelmäßig vor neue Herausforderungen.
In Bulgarien ist der EVN Konzern seit fünf Jahren im Südosten des Landes aktiv. Die damit verbundenen Risikopotenziale stammen vor allem aus dem politisch-rechtlichen Umfeld und der makroökonomischen Entwicklung des Landes. Die wichtigsten Risikoklassen bilden Deckungsbeitragsrisiken im Strom- und Fernwärmegeschäft, Lieferantenausfallsrisiken bei diversen Projekten, hohe Personalfluktuation, unerlaubte Vorteilsgewährung sowie Ausfallsrisiken bei gewerblichen und privaten Kunden.
Die Risiken in Mazedonien resultieren vor allem aus dem politisch-rechtlichen Umfeld. Wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen und die ethnischen Spannungen in dieser Region bilden die größten Herausforderungen, die nur in Kooperation mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden und Interessenvertretungen gelöst werden können. Die operativen Risiken bilden Deckungsbeitragsrisiken im Stromgeschäft, unerlaubte Vorteilsgewährungen, technische und kommerzielle Netzverluste, regulative Vorschriften sowie steigende Personalaufwendungen für gut ausgebildete Spezialisten.
Absicherungsinstrumente für volatile Märkte
Auch die stetige Expansion des Segments Umwelt in die zentral- und osteuropäische Region – vor allem in Russland – beeinflusst die Risikolandschaft des EVN Konzerns. Die wichtigsten Risikoklassen dieses Engagements bilden die vorherrschenden politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Aspekte der Projektfinanzierung, die im Licht der internationalen Finanzkrise und geänderter makroökonomischer Indikatoren neu zu beurteilen sind. Steigende Finanzierungskosten der Kommunen, der Mangel an Facharbeitern sowie Ausfallsrisiken bei den Geschäftspartnern sind die größten Einzelrisiken dieses Geschäftszweigs. Politische und ökonomische Risiken werden mit einer Versicherungsstrategie minimiert, Haftungs- und Durchgriffsrechte werden durch gesellschaftsrechtliche Konstruktionen geregelt.
Gesamtrisikoprofil
Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar
Expansionsbedingt verändert sich das Risikoprofil der EVN kontinuierlich. Trotz des überaus volatilen Umfelds – vor allem bei Finanzierungsfragen und der Auswahl von Partnern – konnten keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert werden.
Die wichtigsten Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Deckungsbeitragsrisiken
Stromhandel und Fernwärme: Nichterreichen der Deckungsbeiträge ➝ Absicherungsstrategien, Diversifizierung der Kunden-
segmente, längerfristiger Verkauf von Kraftwerkskapazitäten, Fixpreisvereinbarungen
Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator
➝ Lobbying bei nationalen Behörden und Interessenvertretungen Lieferantenrisiko
Zunehmende Konzentration bei Anlagenherstellern mit Potenzial zu Abhängigkeitsverhältnissen gegenüber einzelnen Lieferanten
➝ Gezielte Diversifikation der Lieferantenbeziehungen, langfristige vertragliche Leistungsvereinbarungen
Projektrisiko
Steigende Projektkosten beim Aufbau neuer Produktionskapazitäten
➝ Partnerschaften, weitestgehend vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter, externe Expertisen
Finanzrisiken
Ausfallrisiko
Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern
➝ Konzernweites Kreditlimitsteuerungssystem, vertragliche Vereinbarungen und Haftungen Dritter
Liquiditätsrisiko
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten
➝ Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung, vertragliche Absicherung des benötigten Finanzierungsbedarfs
Beteiligungsrisiken
Nichterreichung der Gewinnziele einer Beteiligungsgesellschaft
➝ Vertretungen im Aufsichtsrat der jeweiligen
Beteiligungsgesellschaft
Zinsänderungsrisiken
Veränderungen der Marktzinsen, Wertveränderung der variabel verzinsten Finanzinstrumente
➝ Einsatz von Absicherungsinstrumenten
Fremdwährungsrisiken
Wechselkursschwankung bei Auslandsengagements
➝ Einsatz von Absicherungsinstrumenten
Preisänderungsrisiken
Preisschwankungen der Primärenergieträger
(Öl, Gas, Kohle und Biomasse)
➝ Diversifikation der Bezugsquellen, Absicherungsinstrumente Unsichere Rahmenbedingungen für Handel mit CO2-Zertifikaten in der EU ab 2013
➝ Lobbying bei nationalen und EU-Interessenvertretungen sowie bei Behörden
Betriebsrisiken
Personalrisiken
Wettbewerbsnachteil aufgrund verspäteten Know-how-Aufbaus
Konzernlagebericht
➝ Regelmäßige interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen, Teilnahme an externen Forschungsprojekten
Mitarbeitersicherheit: Persönliche Folgeschäden für Mitarbeiter aus Arbeitsunfällen, Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess und damit Verlust von Personalressourcen
➝ Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle
Infrastrukturrisiken
Kommerzielle Netzverluste
➝ Austausch der Zählermesseinrichtungen,
Abschalten der Stromlieferung bei Zahlungsverzug
Technische Netzverluste: Einsatz veralteter Technologien
➝ Forcierte Investitionsprogramme in die Infrastruktur Technische Komplikationen bei Eigen- bzw. Fremdanlagen:
Teilweise mangelhafte technische Infrastruktur in Südosteuropa
- ➝ Kontinuierlicher Austausch von veralteten Anlagen
- ➝ Lobbying bei lokalen, regionalen und nationalen Behörden zur Modernisierung der Anlagen
Rechtliche, politische und makroökonomische Umfeldrisiken
Drittes EU-Binnenmarktpaket
Unklare Auswirkungen aus der Trennung der Bereiche Verteilung und Vertrieb
➝ Lobbying bei Behörden, Verbänden und Interessenvertretungen auf nationaler und internationaler Ebene, Vorbereitung interner Organisationsmaßnahmen
Umweltgesetzgebung
Absenkung der Grenzwerte in den Produktionsanlagen für Strom und Wärme
➝ Einsatz modernster Technologien im bestehenden Kraftwerkspark und bei Neubauprojekten, Lobbying über regionale, nationale und internationale Interessenvertretungen
Rechtliche Rahmenbedingungen in Zentral- und Osteuropa
Auslegung nationaler und internationaler rechtlicher Rahmenbedingungen auf lokaler Ebene
➝ Lobbying über lokale, regionale, nationale und EU-weite Interessenvertretungen
Sonstige Risiken
Informationsweitergabe und unerlaubte Vorteilsgewährung Weitergabe interner vertraulicher Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung
➝ IT-Sicherheitskonzepte, Zugangsbeschränkungen für vertrauliche Informationen
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2008/09
Der Geschäftserfolg der EVN im Energiebereich wird vor allem von den Preisen für Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate sowie von den Strompreisen im Stromhandel auf den europäischen Spot- und Terminmärkten bestimmt. Zusätzlich wirkt die Entwicklung der Außentemperaturen auf die Verkaufsmengen der Produkte Strom, Gas und Wärme. Trotz starker Preissteigerungen auf den Energiemärkten konnte die EVN zum Teil dank einer erfolgreichen Beschaffungspolitik die Endkundenpreise für Strom und Gas seit Dezember 2006 stabil halten. Eine temporäre Erholung der Gaspreise konnte sogar in Form einer 7%-igen Gaspreissenkung im Juni 2007 an die Endkunden weitergegeben werden. Nunmehr haben die Preissteigerungen auf den internationalen Rohstoff- und Energiemärkten ein so hohes Ausmaß erreicht, dass sich die EVN gezwungen sieht, per 1. November 2008 eine Anpassung der Endkundenpreise für Strom und Gas im Regionalmarkt Niederösterreich vorzunehmen, die jedoch im Laufe des Geschäftsjahres im Zuge der Erholung der Primärenergiepreise wieder angepasst werden.
Die für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung resultiert demnach aus folgenden Faktoren:
- Im Business Unit Erzeugung wird aufgrund der aktuellen Entwicklung der Primärenergieeinsatzkosten und Stromhandelspreise mit einem stärkeren Einsatz der thermischen Kraftwerke gerechnet. Dies wird zu einem Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses führen.
- Im Business Unit Netze wird als Saldo der verbesserten Energieeffizienz im Haushaltsbereich und des zu erwartenden höheren Kraftwerkseinsatzes mit einer leichten Nachfrage- und damit Absatzsteigerung gerechnet. Hinsichtlich Tarifgestaltung wird mit keinen nennenswerten negativen Einflüssen auf die Netzerlöse gerechnet, womit das Ergebnis per Saldo stabil bleiben sollte.
- Im Business Unit Vertrieb wird bei Strom infolge der verbesserten Energieeffizienz mit einer nur geringfügigen Absatzerhöhung und beim Gasvertrieb mit einem Rückgang aufgrund des Umstiegs auf andere Brennstoffe und Fernwärme gerechnet. Aufgrund der hohen Volatilitäten bei der Entwicklung der internationalen Energiepreise erscheint es schwierig, an das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2007/08 anschließen zu können.
- Die Integration im Business Unit Südosteuropa wird planmäßig fortgesetzt und sollte insgesamt zu einer positiven Entwicklung führen. Der Geschäftsverlauf in Bulgarien wird von der erfolgreichen Bewältigung der geplanten Marktliberalisierung abhängen. In Mazedonien kann eine Ergebnisverbesserung aufgrund der problematischen regulatorischen Rahmenbedingungen und einer Änderung des Energiegesetzes nur durch deutliche Effizienzsteigerungen und eine weitere Reduktion der Netzverluste erreicht werden.
- Das Ergebnis im Segment Umwelt wird stark vom projektspezifischen Charakter des Geschäftsfelds beeinflusst und sollte nach einem Rückgang im Geschäftsjahr 2007/08 sowohl umsatz- als auch erfolgsmäßig wieder ansteigen. Aufgrund des guten Auftragsstands wird im Wasserver- und -entsorgungsgeschäft mit einer positiven Entwicklung gerechnet, während im Abfallgeschäft die Akquisition neuer Großprojekte erst geplant ist.
Konzernlagebericht
– Im Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges wird ein mit dem Geschäftsjahr 2007/08 vergleichbares Niveau angestrebt, wenngleich die Entwicklung sehr stark mit dem weiteren Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang steht.
Bei Eintreten der genannten Prämissen kann für das Geschäftsjahr 2008/09 in Summe mit einem starken Anstieg der Umsatzerlöse der EVN Gruppe gerechnet werden. Das operative Ergebnis sollte ebenfalls verbessert werden können, wenngleich aus heutiger Sicht nicht das Niveau des Rekordjahres 2006/07 erreicht werden wird. Bei einer Stabilisierung des Geld- und Kapitalmarkts wird ein leicht verbessertes Finanzergebnis erwartet, womit in Summe das Konzernergebnis über jenem des Geschäftsjahres 2007/08 liegen würde. Eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik wird in Abstimmung mit dem wertorientierten Wachstumskurs angestrebt.
Für das Geschäftsjahr 2008/09 plant die EVN eine markante Erhöhung der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Großprojekte im Rahmen des Energiekonzepts Zentralraum Niederösterreich werden zügig fortgesetzt. Dieses Vorhaben konzentriert sich auf das Areal der EVN in Dürnrohr/Zwentendorf und umfasst die Kapazitätserweiterung der thermischen Abfallverwertungsanlage, den Anlagenausbau im Kraftwerk Dürnrohr zur Weiterverarbeitung der anfallenden Wärme aus der Müllverbrennungsanlage sowie den Bau der Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit bei steigender Nachfrage werden die Investitionen in das niederösterreichische Strom- und Gasnetz auf hohem Niveau weitergeführt. In Südosteuropa wird fortlaufend in die weitere Modernisierung und den Ausbau der Netze investiert.
Einschränkend sei jedoch angemerkt, dass die beschriebene mögliche Entwicklung der EVN Gruppe durch die rezessiven Wirkungen der sich zunehmend verstärkenden Finanz- und Wirtschaftskrise nicht unbeeinflusst bleiben könnte. Obwohl anzunehmen ist, dass die Betroffenheit im Energie- und Umweltgeschäft weniger stark ausfallen sollte als vergleichsweise in anderen Wirtschaftssektoren, muss gegebenenfalls auch damit gerechnet werden, dass das Ergebnis der EVN Gruppe des Geschäftsjahres 2008/09 unter den beschriebenen Erwartungen liegen kann.
Stabiles Fundament für weiteres Wachstum
Markante Erhöhung des Investitionsvolumens geplant
Maria Enzersdorf, am 20. November 2008 EVN AG Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands
Inhalt
Konzernabschluss 2007/08
Nach International Financial Reporting Standards
| Konzern-Bilanz | 70 | |
|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 71 | |
| Konzern-Geldflussrechnung | 72 | |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 73 | |
| Konzernanhang | 74 Grundsätze der Rechnungslegung | |
| 76 Konsolidierung | ||
| 81 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | ||
| 91 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz | ||
| 109 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||
| 115 Sonstige Angaben | ||
| Beteiligungen der EVN | 124 | |
| Berichterstattung nach IFRS | 128 | |
| Bestätigungsvermerk | 131 | |
Konzern-Bilanz
| Erläuterung1) | 30.9.2008 TEUR |
30.9.2007 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 24 | 357.549,5 | 327.857,2 |
| Sachanlagen | 25 | 2.391.972,3 | 2.149.128,1 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 26 | 641.490,1 | 460.310,7 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 27 | 1.723.504,2 | 1.613.362,0 |
| Aktive latente Steuern | 40 | 912,0 | 1.032,4 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 28 | 596.987,2 | 614.303,8 |
| 5.712.415,3 | 5.165.994,3 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 29 | 97.551,7 | 84.127,5 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 30 | 569.376,3 | 539.900,1 |
| Liquide Mittel | 31 | 256.932,5 | 471.904,1 |
| 923.860,5 | 1.095.931,6 | ||
| Summe Aktiva | 6.636.275,7 | 6.261.925,9 | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 32–37 | 2.975.927,3 | 2.788.012,5 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 38 | 232.532,3 | 226.720,8 |
| 3.208.459,6 | 3.014.733,3 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 39 | 1.358.888,1 | 1.172.612,3 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 40 | 420.022,5 | 399.807,9 |
| Langfristige Rückstellungen | 41 | 456.363,3 | 457.122,7 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 42 | 354.322,2 | 324.041,4 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 43 | 65.684,4 | 46.968,7 |
| 2.655.280,3 | 2.400.553,0 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 44 | 153.904,0 | 247.233,6 |
| Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 45 | 60.479,4 | 58.870,5 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 46 | 283.695,6 | 297.980,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 47 | 96.410,8 | 92.956,6 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 48 | 178.045,9 | 149.598,9 |
| 772.535,8 | 846.639,6 | ||
| Summe Passiva | 6.636.275,7 | 6.261.925,9 |
1) Die Erläuterungen im Konzernanhang sind integrierender Bestandteil dieser Konzern-Bilanz.
Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| TEUR | 2006/07 TEUR |
|
|---|---|---|
| 49 | 2.397.001,9 | 2.233.124,3 |
| –1.745,8 | –5.098,3 | |
| 13.500,9 | 13.353,7 | |
| 50 | 50.863,8 | 45.585,5 |
| 51 | –1.657.571,5 | –1.511.279,0 |
| 52 | –304.436,8 | –288.893,2 |
| 53 | –195.681,3 | –153.339,9 |
| 54 | –135.326,7 | –136.138,3 |
| 166.604,3 | 197.314,9 | |
| 55 | 95.721,2 | 89.844,7 |
| 56 | 41.307,0 | 37.160,6 |
| 57 | 49.934,1 | 31.467,0 |
| 57 | –84.921,3 | –75.835,0 |
| 57 | –33.186,2 | 7.487,9 |
| 68.854,8 | 90.125,3 | |
| 235.459,2 | 287.440,2 | |
| 58 | –5.616,2 | –28.462,2 |
| 229.843,0 | 258.978,0 | |
| 42.906,1 | 31.948,3 | |
| 186.936,8 | 227.029,7 | |
| 59 | 1,14 | 1,393) |
| 0,3704) | 0,3753) | |
| Erläuterung1) | 2007/08 |
1) Die Erläuterungen im Konzernanhang sind integrierender Bestandteil dieser Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
2) Verwässert ist gleich unverwässert
3) Infolge des Aktiensplits per 17.4.2008 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte angepasst.
4) Vorschlag an die Hauptversammlung
Konzern-Geldflussrechnung
| TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 235.459,2 | 287.440,2 |
| + Abschreibungen/– Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 195.681,3 | 153.339,9 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | –1.621,4 | –10.205,4 |
| – Gewinne/+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen | –69,3 | –105,0 |
| +/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | 29.671,8 | –5.644,4 |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | –29.507,6 | –27.835,1 |
| – Gewinne/+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten | ||
| des Investitionsbereichs | –840,2 | –331,4 |
| + Zunahme/– Abnahme von langfristigen Rückstellungen | –2.115,3 | 15.482,2 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 426.658,4 | 412.140,9 |
| – Zunahme/+Abnahme der kurzfristigen Vorräte | ||
| und der kurzfristigen Forderungen | –60.927,1 | – 89.812,1 |
| + Zunahme/– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen | 3.348,9 | –9.623,2 |
| + Zunahme/– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten | ||
| sowie der übrigen Verbindlichkeiten | 41.999,6 | 47.747,4 |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | –28.487,0 | –17.623,6 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 382.592,7 | 342.829,4 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 5.270,2 | 2.675,4 |
| + Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen | 59.191,1 | 64.419,0 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | ||
| und übrigen langfristigen Vermögenswerten | 46.859,0 | 201.943,8 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von kurzfristigen Finanzinvestitionen1) | 352.423,2 | 81.513,9 |
| – Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe | –35.021,9 | – |
| – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | ||
| und Sachanlagen | –414.816,8 | –273.341,9 |
| – Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen | ||
| und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –233.723,0 | –183.122,0 |
| – Auszahlungen für Zugänge von kurzfristigen Finanzinvestitionen1) | –107.001,5 | –189.244,1 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –326.819,7 | –295.155,9 |
| – Gezahlte Dividende an Aktionäre der EVN AG | –61.322,2 | –57.234,0 |
| – Gezahlte Dividende an Minderheitengesellschafter vollkonsolidierter | ||
| Tochterunternehmen | –36.420,7 | –35.147,0 |
| – Rückkauf von eigenen Anteilen | –4.753,9 | – |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 404.183,4 | 128.268,3 |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –317.712,7 | –106.002,3 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –16.026,1 | –70.115,0 |
| Cash Flow gesamt | 39.747,0 | –22.441.4 |
| Fondsveränderungen1) | ||
| Fonds liquider Mittel am Anfang der Periode | 54.356,0 | 76.797,4 |
| Währungsdifferenzen | 14,5 | – |
| Fonds liquider Mittel am Ende der Periode | 94.117,5 | 54.356,0 |
| Cash Flow gesamt | 39.747,0 | –22.441,4 |
1) In dieser Position wird die Veränderung von Wertpapieren ausgewiesen, die zur Veranlagung der kurzfristigen Liquidität dienen, jedoch nicht die Kriterien für die Einstufung als Cash-Äquivalente gemäß IFRS erfüllen. Siehe Erläuterung 60. Geldflussrechnung.
Konzern-Geldflussrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Kapital | Gewinn | Neube wertungs rücklage |
Bewer tungs rücklage |
Unter schieds betrag Währungs |
Eigene | Anteile der Aktionäre |
Anteile anderer Gesell |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR Stand 30.9.2006 |
Grundkapital 99.069,4 |
rücklagen | rücklagen 309.361,9 1.255.634,2 |
gem. IFRS 3 7.050,6 |
gem. IAS 39 851.897,6 |
umrechnung 262,4 |
Anteile | der EVN AG – 2.523.276,1 |
schafter | Summe 232.676,8 2.755.952,9 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||||||
| Ergebnisse nach Ertragsteuern aus | ||||||||||
| Währungsdifferenzen | – | – | – | – | – | 842,0 | – | 842,0 | – | 842,0 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | – | – | – | – | 69.369,6 | – | – | 69.369,6 | – | 69.369,6 |
| Cash Flow Hedges | – | – | – | – | 16.806,9 | – | – | 16.806,9 | – | 16.806,9 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | – | – | – | – | 7.886,5 | – | – | 7.886,5 | –786,8 | 7.099,7 |
| Übrigen Veränderungen | – | – | 35,8 | – | – | – | – | 35,8 | –36,0 | –0,1 |
| Summe im Eigenkapital erfasste | ||||||||||
| Ergebnisse nach Ertragsteuern | – | – | 35,8 | – | 94.063,0 | 842,0 | – | 94.940,8 | –822,7 | 94.118,0 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern 2006/07 | – | – | 227.029,7 | – | – | – | – | 227.029,7 | 31.948,3 | 258.978,0 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | 227.065,5 | – | 94.063,0 | 842,0 | 321.970,5 | 31.125,5 | 353.096,0 | |
| Dividende 2005/06 | – | – | –57.234,0 | – | – | – | – | –57.234,0 | –35.147,0 | –92.381,1 |
| Aktienerwerb von vollkonsolidierten | ||||||||||
| Unternehmen | – | – | – | – | – | – | – | – | –1.934,5 | –1.934,5 |
| Stand 30.9.2007 | 99.069,4 | 309.361,9 1.425.465,7 | 7.050,6 | 945.960,7 | 1.104,4 | – 2.788.012,5 | 226.720,8 3.014.733,3 | |||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse nach Ertragsteuern aus |
||||||||||
| Währungsdifferenzen | – | – | – | – | – | 1.032,3 | – | 1.032,3 | – | 1.032,3 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | – | – | – | – | 81.097,5 | – | – | 81.097,5 | – | 81.097,5 |
| Cash Flow Hedges | – | – | – | – | –7.502,8 | – | – | –7.502,8 | – | –7.502,8 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | – | – | – | – | –7.573,2 | – | – | –7.573,2 | –673,9 | –8.247,1 |
| Summe im Eigenkapital erfasste | ||||||||||
| Ergebnisse nach Ertragsteuern | – | – | – | – | 66.021,4 | 1.032,3 | – | 67.053,8 | –673,9 | 66.379,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern 2007/081) | – | – | 186.936,8 | – | – | – | – | 186.936,8 | 42.906,1 | 229.843,0 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | 186.936,8 | – | 66.021,4 | 1.032,3 | – | 253.990,6 | 42.232,3 | 296.222,8 |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 200.930,6 | –200.930,6 | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Erwerb eigener Anteile | – | – | – | – | – | – –4.753,9 | –4.753,9 | – | –4.753,9 | |
| Dividende 2006/07 | – | – | –61.322,2 | – | – | – | – | –61.322,2 | –36.420,7 | –97.742,9 |
| Stand 30.9.2008 | 300.000,0 | 108.431,3 1.551.080,5 | 7.050,6 1.011.982,0 | 2.136,7 –4.753,9 2.975.927,3 | 232.532,3 3.208.459,6 |
1) Aus dem Ergebnis wird der Hauptversammlung eine Gewinnausschüttung von 0,370 EUR je Aktie vorgeschlagen.
Konzernanhang
Grundsätze der Rechnungslegung
1. Allgemeines
Die EVN AG als Mutterunternehmen des EVN Konzerns ("EVN") ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges, führendes börsenotiertes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen, das seine Aktivitäten auf die Bereiche Energie und Umwelt konzentriert (siehe auch Erläuterung 61. Segmentberichterstattung).
Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarkts konnte sich die "EVN" in der Energiewirtschaft erfolgreich in Bulgarien und Mazedonien positionieren. Im Umweltbereich werden über Tochtergesellschaften Kunden in 14 Ländern erfolgreich in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung serviciert.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens umfasst den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Weichen Abschlussstichtage der einbezogenen Unternehmen von jenem des Mutterunternehmens ab, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt. Die einbezogenen Abschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) geprüft.
Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Bilanz sowie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert.
Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit, sofern nicht anders angegeben, grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards
Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der IFRSs sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Grundsätze der Rechnungslegung
Folgende Standards und Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2007/08 anzuwenden:
| 2. Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) |
|---|---|
| Neue Standards/Interpretationen | |
| IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben |
1.1.2007 |
| IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung |
1.11.2006 |
| IFRIC 11 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen nach IFRS 2 |
1.3.2007 |
| Geänderte Standards/Interpretationen | |
| IAS 1 Darstellung des Abschlusses | 1.1.2007 |
| IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung | 1.1.2007 |
| IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben |
1.7.2008 |
| IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung | 1.7.2008 |
1)Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Die erstmalige Anwendung der Änderungen des IAS 1 und des IFRS 7 führt zu erweiterten Anhangsangaben. Die erstmalige Anwendung der weiteren genannten Standards und Interpretationen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der "EVN".
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben, von der EU teilweise übernommen und im Amtsblatt der EU veröffentlicht:
| 2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten |
|---|---|
| Neue Standards/Interpretationen | |
| 8 Geschäftssegmente1) IFRS |
1.1.2009 |
| 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen2) IFRIC |
1.1.2008 |
| 13 Kundentreueprogramme2) IFRIC |
1.7.2008 |
| IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, |
|
| Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung2) | 1.1.2008 |
| 15 Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien2) IFRIC |
1.1.2009 |
| 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb2) IFRIC |
1.10.2008 |
| Geänderte Standards/Interpretationen | |
| IAS 1 Darstellung des Abschlusses3) | 1.1.2009 |
| IAS 23 Fremdkapitalkosten2) | 1.1.2009 |
| 2) IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS |
1.1./1.7.2009 |
| IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung2) | 1.1.2009 |
| IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung2) | 1.7.2009 |
| IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards2) |
1.1.2009 |
| 2 Anteilsbasierte Vergütungen2) IFRS |
1.1.2009 |
| 3 Unternehmenszusammenschlüsse2) IFRS |
1.7.2009 |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Die Standards, die von der EU noch nicht übernommen wurden, sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
3) Es erfolgten mehrere Änderungen, die bislang nur teilweise von der EU übernommen wurden. Bezüglich deren Inkrafttreten sei auf die Ausführungen im Anhang auf den Seiten 128ff. unter "Berichterstattung nach IFRS" verwiesen.
Neue oder geänderte Standards und Interpretationen werden derzeit nicht frühzeitig angewandt. Für den genauen Inhalt der Bestimmungen siehe die Seiten 128ff. "Berichterstattung nach IFRS".
Konsolidierung
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem neu bewerteten Nettovermögen der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs.
Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identifizierbare Marktchancen und Entwicklungspotenziale abgelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens und der Bemessung der Anschaffungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.
Beim Erwerb zusätzlicher Anteile an Gesellschaften, an denen bereits beherrschender Einfluss besteht, wird der Unterschiedsbetrag aus Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital den stillen Reserven zugerechnet. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird dem Firmenwert zugeordnet.
Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei denen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50,0 % der Stimmrechte der Fall.
Die Erstkonsolidierung erstmals einbezogener Unternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen (gemeinschaftliche Leitung zusammen mit einem oder mehreren konzernfremden Unternehmen) erfolgt quotal (anteilsmäßig) nach den gleichen Grundsätzen.
Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung der anteilig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen:
Konsolidierung
| 3. Wesentliche Posten von Gemeinschaftsunternehmen | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Bilanz | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 16.024,7 | 3.143,0 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 301.634,0 | 230.629,4 | |
| Langfristige Schulden | 4.983,7 | 5.118,9 | |
| Kurzfristige Schulden | 246.362,9 | 128.850,4 | |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||
| Umsatzerlöse | 776.082,7 | 616.849,6 | |
| Operativer Aufwand | –749.640,6 | –576.516,2 | |
| Abschreibungen | –319,0 | –197,9 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 26.123,1 | 40.135,5 | |
| Finanzergebnis | 3.552,7 | 1.365,9 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 29.675,8 | 41.501,4 | |
Für die at Equity einbezogenen Unternehmen gelten dieselben Konsolidierungsgrundsätze wie für vollkonsolidierte Unternehmen. Den Jahresabschlüssen der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden mit dem beizulegenden Zeitwert, der in der Regel den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, die Summe des Anlagevermögens, das anteilige Eigenkapital sowie der Außenumsatz des einbezogenen Unternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen. Die nach diesen Kriterien im Konsolidierungskreis erfassten Unternehmen repräsentieren mehr als 98 % der jeweiligen Gesamtsumme.
Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und die latenten Steuern in Ansatz gebracht.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Voll- und Quotenkonsolidierungskreises werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Die im Geschäftsjahr in den Einzelabschlüssen vorgenommenen Zu- bzw. Abschreibungen auf Anteile an Konzerngesellschaften werden im Konzernabschluss wieder neutralisiert.
4. Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind inklusive der EVN AG als Muttergesellschaft 25 (Vorjahr: 23) inländische und 26 (Vorjahr: 23) ausländische Unternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
28 (Vorjahr: 25) verbundene Unternehmen wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert.
Der von der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, Wien, ("EAA"), aufgestellte Teilkonzernabschluss wird anteilsmäßig einbezogen. Dabei beträgt der Anteil der "EVN" am Teilkonzernabschluss, bestehend aus "EAA", Switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg, sowie Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Wien, 45,0%.
Die EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, an der ein Kapitalanteil von 100 % gehalten wird, wird aufgrund sondervertraglicher Regelungen anteilsmäßig einbezogen.
Die vollkonsolidierte RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Maria Enzersdorf, ("RBG"), an der "EVN" 50,05 % der Anteile hält, ist mit 75,0 % an der Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien, ("RAG"), beteiligt. Im 1. Quartal 2007/08 erfolgte der indirekte Erwerb zusätzlicher Anteile an der "RAG" im Wege der at Equity einbezogenen EESU Holding GmbH, Wien, ("EESU Holding"), an der "EVN" 49,95 % hält. Somit hält "EVN" nunmehr mit 50,03 % indirekt die Mehrheit an der "RAG". Da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht, wird die "RAG" weiterhin at Equity einbezogen.
Aufgrund sondervertraglicher Regelungen – auf deren Basis maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann – wird die EconGas GmbH, Wien, ("EconGas"), an der "EVN" einen Kapitalanteil von 15,7 % hält, at Equity einbezogen.
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 124 unter "Beteiligungen der EVN" angeführt. Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| 4. Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll konsolidiert |
Quoten konsolidiert |
Equity konsolidiert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2006 | 43 | 4 | 13 | 60 |
| Neugründungen/Erstkonsolidierung | 4 | – | 2 | 6 |
| Entkonsolidierung | –1 | – | –3 | –4 |
| 30.9.2007 | 46 | 4 | 12 | 62 |
| Unternehmenserwerbe | 1 | – | – | 1 |
| Neugründungen/Erstkonsolidierungen | 4 | – | 1 | 5 |
| 30.9.2008 | 51 | 4 | 13 | 68 |
| davon ausländische Unternehmen | 26 | – | 3 | 29 |
Unternehmenserwerbe
Im Versorgungsgebiet der "EVN" in Bulgarien wurde die zweitgrößte bulgarische Fernwärmegesellschaft EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv"), die über fünf Wärmeerzeugungsanlagen eine thermische Kapazität von 1.259 MW und eine elektrische von 85 MW aufweist, zur Gänze übernommen und mit 14. Dezember 2007 erstmalig konsolidiert. Der Kaufpreis inklusive sämtlicher Anschaffungskosten betrug 35.177,2 TEUR.
Die Wertermittlung des Sachanlagevermögens war zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Folgende vorläufige Auswirkungen zum Fair Value auf die Konzern-Bilanz ergaben sich durch diesen Unternehmenserwerb und die damit verbundene Erstkonsolidierung:
Konsolidierung
| 4. Auswirkungen der Unternehmenserwerbe | TEUR | 2007/081) |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 35.259,5 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.258,1 | |
| 41.517,6 | ||
| Eigenkapital | 25.552,8 | |
| Langfristige Schulden | 5.769,2 | |
| Kurzfristige Schulden | 10.195,6 | |
| 41.517,6 |
1) Im Geschäftsjahr 2006/07 fanden keine Unternehmenserwerbe statt.
In der Privatisierungsvereinbarung betreffend den Erwerb der beiden bulgarischen Stromversorger im Geschäftsjahr 2004/05 wurde unter anderem festgelegt, dass die Stromverteilanlagen der lokal tätigen Sunny Beach AD, Bulgarien, ("Sunny Beach"), an der die Republik Bulgarien einen qualifizierten Mehrheitsanteil inne hatte, von der EVN AG bzw. den bulgarischen Stromversorgern übernommen werden. Die diesbezügliche Einigung mit der Republik Bulgarien erfolgte im Oktober 2007, worauf die Vermögenswerte entsprechend der Privatisierungsvereinbarung an die bulgarische Netzgesellschaft der "EVN" übertragen wurden. Im Zuge dessen erhöhten sich nachträglich die Anschaffungskosten und demzufolge der Firmenwert um 14.128,8 TEUR.
Neugründungen/Erstkonsolidierungen
Die im Oktober 2007 gegründete EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf, an der "EVN" 100% der Anteile hält, dient der Errichtung einer Pyrolyseanlage zur Vergasung von Biomasse am Standort des Kohlekraftwerks Dürnrohr.
Mit Wirkung Jänner 2008 erfolgte der Erwerb von 49,0 % an der Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten, ("Fernwärme St. Pölten"), in welche die Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken ausgegliedert wurden. Die Gesellschaft wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Rückwirkend zum 1. Oktober 2007 wurde das Wärmegeschäft der "EVN" aus der EVN AG ausgegliedert und in der im März 2008 neu gegründeten EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, ("EVN Wärme"), gebündelt, die fortan für die Belieferung der Kunden mit Wärme, Erdgas, KWK-Wärme, Biogas-Wärme, solarer Energie und anderen Energieträgern verantwortlich ist. Für den Konzernabschluss ergeben sich aufgrund der Ausgliederung keine Änderungen, da "EVN Wärme" vollkonsolidiert wird und das Geschäftsvolumen wie bisher zur Gänze im Konzern abgebildet wird.
Im April 2008 erfolgte zum Zweck der Planung, Errichtung, Finanzierung und Betriebsführung der dortigen Meerwasserentsalzungsanlage die Gründung der Projektgesellschaft WTE desalinizacija morske vode d.o.o. – Budva, Budva, Montenegro, ("WTE Budva").
Im Juni 2008 wurde die OAO WTE Süd-Ost, Moskau, Russland, gegründet, an der "EVN" 100 % der Anteile hält. Die Gesellschaft ist Objektgesellschaft für eine Natriumhypochloritanlage auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy in Moskau.
5. Währungsumrechnung im Konzern
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden in Euro umgerechnet. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung. Demnach werden bei den Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Die daraus resultierende Eigenmittelveränderung im Geschäftsjahr 2007/08 beträgt +1.032,3 TEUR (Vorjahr: +842,0 TEUR).
Die Zu- und Abgänge im Anlagenspiegel werden zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnittskursen für die Umrechnung der Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden im Konzernanlagenspiegel als "Währungsdifferenzen" gesondert ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam. Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:
| 5. Währungsumrechnung | 2007/08 | 2006/07 | ||
|---|---|---|---|---|
| Währung | Kurs zum Bilanzstichtag | Durchschnitt | Kurs zum Bilanzstichtag | Durchschnitt |
| Bulgarische Lew1) | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 |
| Dänische Kronen | 7,46110 | 7,45732 | 7,45440 | 7,45128 |
| Kroatische Kuna | 7,10490 | 7,25265 | 7,27730 | 7,34395 |
| Mazedonische Denar | 61,16420 | 61,24637 | 61,40120 | 61,12578 |
| Polnische Zloty | 3,39670 | 3,49430 | 3,77300 | 3,84162 |
| Russische Rubel | 36,40950 | 36,36155 | 35,34900 | 34,68977 |
1) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung fixiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche bestehende und neu herausgegebene Standards und Interpretationen sowie jegliche Änderungen an Standards und Interpretationen – soweit bis zum 30. September 2008 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und in Kraft getreten – beachtet. Der Konzernabschluss wurde nach folgenden Grundsätzen aufgestellt:
6. Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Im Zuge der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte ist auf die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 zu achten, die zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unterscheiden. Es wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsausgaben aktiviert.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer, begrenzter Nutzungsdauer werden dieser entsprechend über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und von drei bis 40 Jahre für Rechte planmäßig linear abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe werden mittels Schätzung hinsichtlich des Zeitraumes und der Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitablauf festgelegt.
Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen werden, sofern aufgrund von Marktliberalisierung eine Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear über fünf bis 15 Jahre abgeschrieben.
Für die im Geschäftsjahr 2005/06 im Zuge des Unternehmenserwerbes und der Erstkonsolidierung der EVN Macedonia AD, Skopje, Mazedonien, aktivierte Marke ESM ergab sich im Zuge eines Relaunchs eine bestimmbare Nutzungsdauer, woraus eine planmäßige Abschreibung von zwei Jahren resultierte.
7. Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Sofern die Verpflichtung besteht, einen Vermögenswert des Sachanlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, umfassen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auch die geschätzten hierfür aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten. Der Barwert der zukünftig dafür anfallenden Zahlungen wird zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe als Rückstellung passiviert.
Laufende Wartungskosten im Rahmen von Instandhaltungen von Sachanlagen werden, sofern die Wesensart des Vermögenswertes dadurch nicht verändert und künftig kein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, erfolgswirksam erfasst. Eine nachträgliche Aktivierung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme Wertsteigerungen bewirkt werden.
Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert.
Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtlich erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Die wirtschaftlichen sowie technischen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Den planmäßig linearen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| 7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 10 – 50 |
| Leitungen | 15 – 50 |
| Maschinen | 10 – 33 |
| Zähler | 7 – 40 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 25 |
Werden Sachanlagen verkauft, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert als "zu Veräußerungszwecken gehalten" klassifiziert und, soweit erforderlich, auf den Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet und in der Folge bis zum Verkaufszeitpunkt nicht weiter abgeschrieben. Die Kriterien des IFRS 5 werden wie im Vorjahr von keinem Vermögenswert des Sachanlagevermögens erfüllt.
Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang erfasst, die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.
8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird jeweils zum Bilanzstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Während Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung lediglich bei Vorliegen eindeutiger Anzeichen auf eventuelle, außerplanmäßig vorzunehmende Wertminderungen hin zu überprüfen sind, unterliegen Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verpflichtenden, mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
Die Werthaltigkeitsprüfung von Firmenwerten sowie Vermögenswerten, für die keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse einzeln identifiziert werden können, erfolgt auf der Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units, CGUs). Für eine Zuordnung sind jene CGUs zu identifizieren, aus denen separate Mittelzuflüsse erzielt werden und die – im Falle von Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten – einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die nicht zuordenbaren Unterschiedsbeträge wurden auf die CGUs Energiebeschaffung und -vertrieb, Bulgarien, Mazedonien und Umwelt verteilt.
Im Bereich der Sachanlagen wird als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als CGU deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom- und Gasverteilungsanlagen, Datenleitungen sowie Strombezugsrechte.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit wird der höhere erzielbare Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert dem Buchwert der CGU bzw. dem Buchwert des Vermögenswertes gegenübergestellt. Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten.
Die Berechnung des Nutzungswertes erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Geldmittelzu- und -abflüsse (Cash Flows), die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Diese Zahlungsströme werden mit dem Kapitalkostensatz vor Ertragsteuern (WACC) von 8,7 % (Vorjahr: 8,7%), angepasst um spezifische Unternehmens- und Länderrisiken, abgezinst. In die Wertermittlung werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei im Falle von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand Berücksichtigung findet. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung der nächsten mittelfristigen Unternehmensplanung berücksichtigt.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem angesetzen Buchwert, so ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag zu verringern und eine Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) zu erfassen. Übersteigt der Buchwert einer CGU, der ein Firmenwert oder sonstiger Vermögenswert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der Firmenwert bzw. der betreffende Vermögenswert in Höhe des Differenzbetrages wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der CGU berücksichtigt.
Wenn der Grund für eine vorgenommene Wertminderung entfällt, werden die Vermögenswerte zugeschrieben. Der infolge der Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungsund Herstellungskosten nicht übersteigen. Firmenwerte, die im Zuge einer Werthaltigkeitsprüfung einmal wertgemindert wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben werden.
9. Leasing- und Pachtgegenstände
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstandes zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Die langfristigen Leasingforderungen im Rahmen des sogenannten BOOT-Modells (Build, Own, Operate, Transfer), bei dem eine Anlage für einen Kunden gebaut, finanziert und über eine fixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, werden gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasinggeschäft klassifiziert und als solches im Konzernabschluss der "EVN" bilanziert.
Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden passiviert. Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.
10. Langfristige Vermögenswerte
At Equity einbezogene Unternehmen
Die at Equity einbezogenen Unternehmen werden zunächst mit den Anschaffungskosten, in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen zuzüglich etwaiger Firmenwerte bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Eine Wertminderung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.
Andere finanzielle Vermögenswerte
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, an nicht nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und an übrigen Beteiligungen sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung des Wertes werden Abschreibungen vorgenommen. Bei Veräußerung wird der bisher im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertender finanzieller Vermögenswert" klassifiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst. Verzinsliche Ausleihungen werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die langfristigen Leasingforderungen stammen aus dem Projektgeschäft, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasinggeschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 9. Leasing- und Pachtgegenstände).
11. Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei den übrigen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden auf Erfahrungswerten beruhende Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
Die gemäß Emissionszertifikategesetz (EZG) gratis zugeteilten Emissionszertifikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anschaffungskosten von Null bilanziert. Für notwendige Beschaffungen erfolgt die Bilanzierung zu den Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund von allfälligen Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag. In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind im Materialaufwand nur Aufwendungen enthalten, die durch die zu geringe Zuteilung bedingt sind.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
12. Kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte des kurzfristigen Bereichs werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten. Die fortgeführten Anschaffungskosten können als angemessene Schätzwerte des Tageswertes betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.
Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein verrechenbarer Anspruch vorhanden ist.
13. Liquide Mittel
Unter den liquiden Mitteln sind flüssige Mittel sowie Wertpapiere zur kurzfristigen Veranlagung der freien Liquidität zusammengefasst.
Flüssige Mittel werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Die Bewertung der Wertpapiere, die als "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft werden, erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwertes werden sofort in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
14. Eigenkapitalinstrumente
In Abgrenzung zum Fremdkapital ist Eigenkapital gemäß dem IFRS-Rahmenkonzept definiert als "Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden". Das Eigenkapital ergibt sich somit als Restgröße aus Vermögenswerten und Schulden.
Die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Anteile werden entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Wertpapiere ausgewiesen, sondern in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile offen von den Gewinnrücklagen abgesetzt. Gewinne und Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
15. Direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisanteile nach Ertragsteuern
In dieser Position werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betrifft etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren und den effektiven Teil der Marktwertänderung von Cash Flow Hedge-Transaktionen. Weiters sind in dieser Position anteilige Übernahmen von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.
16. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verpflichtung, Mitarbeitern, die bis 31. Dezember 1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verpflichtung besteht auch für die EVN Netz GmbH, Maria Enzersdorf, für jene Mitarbeiter, die ihr im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes in die EVN Netz GmbH übertragen wurden. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von "EVN" und in der Regel auch von den Arbeitnehmern Beiträge an die EVN-Pensionskasse AG, Maria Enzersdorf, geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verpflichtungen der "EVN" sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Pensionsrückstellungen und ergänzend durch beitragsorientierte Leistungen der EVN-Pensionskasse AG abgedeckt.
Für die ab 1. Jänner 1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensionsmodell geschaffen, das im Rahmen der EVN-Pensionskasse AG finanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investmentfonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, aufgrund derer der Konzern unter bestimmten Voraussetzungen nach ihrem Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten hat.
Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen betrifft Strom- und Gasdeputatsverpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeitern sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode"). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter bis zum Pensionsantritt verteilt. Künftig zu erwartende Gehalts- und Pensionssteigerungen werden berücksichtigt.
Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Die Berechnungsparameter sind in Erläuterung 41. Langfristige Rückstellungen angeführt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit diese 10% des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der jeweiligen Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst.
Für die Pensionsrückstellung wurden die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pensionsversicherungstafeln "Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" (Vorjahr: "AVÖ 1999-P") errechnet.
Sowohl der Dienstzeitaufwand als auch der Zinsanteil der Rückstellungszuführung werden im Personalaufwand ausgewiesen.
17. Rückstellungen für Abfertigungen
Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Jänner 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird. Für die anderen Mitarbeiter der "EVN" bestehen hinsichtlich Abfertigungsansprüche je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeitersicherung.
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei der Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen. Die Berechnungsparameter sind in Erläuterung 41. Langfristige Rückstellungen angeführt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit diese 10% des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der jeweiligen Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst.
Bei Arbeitnehmern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wurde diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.
18. Sonstige langfristige Rückstellungen
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und/oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss waren. Die Rückstellungen werden mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der über die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit verfügt.
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von kollektivvertraglichen Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei der Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt.
Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen für rechtliche und faktische Verpflichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Kosten angesetzt. Änderungen in der Schätzung der Kosten oder des Zinssatzes werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswertes erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst.
19. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden – mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Hedge Accounting – zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 20. Derivative Finanzinstrumente). Geldbeschaffungskosten sind Teil der fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode verzinst.
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht. Sie werden gemäß IAS 20 auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anschaffungskosten dieser Sachanlagen dar und werden über deren durchschnittliche Nutzungsdauer linear aufgelöst.
Investitionszuschüsse Dritter werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Mit der Gewährung der Investitionszuschüsse ist in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheidmäßig festgesetzte Betriebsführung verbunden.
20. Derivative Finanzinstrumente
Zu den derivativen Finanzinstrumenten zählen im weiteren Sinne Swaps, Optionen, Forwards, Futures sowie strukturierte Produkte.
Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich werden einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Währungs- und Zinsswaps, eingesetzt. Zur Begrenzung der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich und bei Stromgeschäften entstehen, setzt "EVN" Swaps, Futures und Forwards ein.
Die von "EVN" abgeschlossenen Forward- und Futureverträge zum Kauf oder Verkauf von Strom und CO2-Zertifikaten führen zu einer physischen Lieferung. Die Verträge werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Stromlieferungen bzw. CO2-Zertifikate und der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Aufgrund der physischen Erfüllung der von "EVN" abgeschlossenen Forwardund Futureverträge handelt es sich hierbei nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39, und es erfolgt daher keine Marktwertbewertung dieser Verträge nach IAS 39. Bei den zurzeit bei "EVN" bestehenden Forward- und Futureverträgen handelt es sich um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden.
Um derivative Finanzinstrumente gemäß IAS 39 handelt es sich bei den zur Begrenzung und Steuerung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich eingesetzten Instrumenten sowie bei den zur Begrenzung der Risiken aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich eingesetzten Swaps.
Die Bewertung von Derivaten im Sinne von IAS 39 erfolgt zum Marktwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den "EVN" zahlen müsste oder erhalten würde, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Die Werte enthalten daher nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Behandlung dieser Wertänderungen richtet sich nach der Art des Sicherungsgeschäftes.
Die Marktbewertungen von derivativen Instrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash Flow Hedging-Instrumente zu klassifizieren sind (insbesondere bei Zinsswaps beim Tausch von variablen Zinsbindungen in fixe Zinsbindungen und bei Energiederivaten), werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Bewertungsrücklage gem. IAS 39 eingebucht (siehe Erläuterung 63. Finanzinstrumente). Bei Realisierung des Sicherungsgeschäftes erfolgt die ergebniswirksame Erfassung.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei Fair Value Hedges (insbesondere bei Zinsswaps beim Tausch von fixen Zinsbindungen in variable Zinsbindungen und Währungsswaps) wird die Bewertung des Grundgeschäftes um den Betrag, der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.
Die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfüllen großteils die Voraussetzungen für das Hedge Accounting.
21. Ertragsrealisierung
Umsatzrealisierung (allgemein)
Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsatzerlöse werden dann als Erlöse erfasst, wenn "EVN" gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht hat.
Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Auftragsfertigung
Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere BOOT-Modelle) und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage-of-Completion-Methode") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "Cost-to-Cost-Methode" festgelegt. Dabei werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Veränderungen der gesamten geschätzten Gesamtauftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.
22. Ertragsteuern und latente Steuern
Der auf die Muttergesellschaft EVN AG anwendbare Körperschaftsteuersatz beträgt zum Abschlussstichtag 25,0%.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde vom österreichischen Gesetzgeber die Möglichkeit zur Bildung von steuerlichen Unternehmensgruppen geschaffen. Für "EVN" wird davon seit dem Geschäftsjahr 2004/05 durch die Bildung von vier Gruppen Gebrauch gemacht. Die EVN AG befindet sich in einer Unternehmensgruppe mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, als Gruppenträger.
Die steuerlichen Ergebnisse der diesen Gruppen zugehörigen Gesellschaften werden dabei nach der Verrechnung mit den eigenen Vorgruppenverlusten dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppenträger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der "Stand-Alone-Methode" orientiert.
Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurden.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der "Liability-Methode" mit jenem Steuersatz, der bei Umkehr der befristeten Unterschiede nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten ist. Auf alle temporären Differenzen (Differenz zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert.
Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sein werden. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.
Für Unterschiedsbeträge, die aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden keine latenten Steuern in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.
| Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet: | |||
|---|---|---|---|
| 22. Ertragsteuersätze | % | 2007/08 | 2006/07 |
| Unternehmenssitz | ||
|---|---|---|
| Österreich | 25,0 | 25,0 |
| Bulgarien | 10,0 | 10,0 |
| Dänemark | 25,0 | 28,0 |
| Deutschland1) | 30,0 | 39,0 |
| Estland2) | 21,0 | 22,0 |
| Kroatien | 20,0 | 20,0 |
| Litauen | 15,0 | 15,0 |
| Mazedonien | 10,0 | 12,0 |
| Montenegro | 9,0 | 9,0 |
| Polen | 19,0 | 19,0 |
| Russland | 24,0 | 24,0 |
| Slowenien | 22,0 | 23,0 |
| Türkei | 20,0 | 20,0 |
| Zypern | 10,0 | 10,0 |
1) Mit 1.1.2008 ist in Deutschland die Unternehmenssteuerreform in Kraft getreten. Die Steuerbelastung für Körperschaften wurde um 9,0 Prozentpunkte auf 30,0 % gesenkt.
2)Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erläuterungen zur Konzern-Bilanz Vorwort des Vorstands Geschäftsmodell Unternehmensstrategie Interview mit dem Vorstand Nachhaltige Unternehmensführung Corporate Governance Aktie und Investor Relations Geschäftsverlauf 2007/08 Konzernabschluss 2007/08 Glossar
23. Zukunftsgerichtete Aussagen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Konzernanhang angegebenen Beträge beeinflussen.
Bei den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduzierung der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen führen.
Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Abfertigungen werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie Pensions- und Gehaltserhöhungen verwendet.
Weitere Anwendungsgebiete für Annahmen und Schätzungen liegen zum einen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des langfristigen Vermögens, der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren und Umweltschutz sowie zum anderen in der Bewertung von Forderungen und Vorräten. Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden.
Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Die Nettowerte verstehen sich als nutzungsbedingte Restbuchwerte, das sind Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.
Als Währungsdifferenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und Ende des laufenden Geschäftsjahres ergeben.
24. Immaterielle Vermögenswerte
Der Zugang zum Firmenwert aus Unternehmenserwerb in Höhe von 23.753,2 TEUR stammt aus dem Erwerb von "TEZ Plovdiv" und der nunmehrigen Einigung zwischen der Republik Bulgarien und "EVN" über die Übertragung der Stromverteilanlagen der "Sunny Beach".
Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden insbesondere Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, großteils Software-Lizenzen sowie die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger, ausgewiesen.
Zum 30. September 2008 standen Kundenbeziehungen, die noch nicht der Marktliberalisierung unterlagen und somit eine unbestimmbare Nutzungsdauer aufwiesen, mit Anschaffungskosten von 24.514,9 TEUR (Vorjahr: 54.513,0 TEUR) zu Buche. In Bulgarien wurde mit Beginn der neuen Regulierungsperiode mit einer planmäßigen Abschreibung des Kundenstocks begonnen. Die zur Gänze planmäßig abgeschriebene Marke ESM ist im Geschäftsjahr 2007/08 abgegangen. Die Abgänge des Vorjahres betreffen im Wesentlichen aktivierte künftige Erfolgsbeiträge aus dem Auftragsbestand der "WTE", deren planmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2006/07 endete.
Die Durchführung einer Werthaltigkeitsprüfung der immateriellen Vermögenswerte ergab im Vorjahr für die Strombezugsrechte eine Zuschreibung in Höhe von 3.206,2 TEUR.
Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden insgesamt 934,1 TEUR (Vorjahr: 576,3 TEUR) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die von den IFRS geforderten Aktivierungskriterien wurden nicht erfüllt.
| TEUR | Aktive Firmenwerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
Summe |
|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.9.2006 | 191.172,8 | 361.648,7 | 552.821,5 |
| Währungsdifferenzen | 154,1 | –100,6 | 53,6 |
| Zugänge | 296,7 | 2.062,1 | 2.358,8 |
| Abgänge | – | –23.100,0 | –23.100,0 |
| Umbuchungen | – | 1.273,5 | 1.273,5 |
| Bruttowert 30.9.2007 | 191.623,6 | 341.783,7 | 533.407,3 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2006 | – | –219.865,8 | –219.865,8 |
| Währungsdifferenzen | – | 12,2 | 12,2 |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –11.533,1 | –11.533,1 |
| Wertminderungen | – | –171,9 | –171,9 |
| Zuschreibungen | – | 3.206,2 | 3.206,2 |
| Abgänge | – | 23.096,9 | 23.096,9 |
| Umbuchungen | – | –294,5 | –294,5 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 | – | –205.550,1 | –205.550,1 |
| Nettowert 30.9.2006 | 191.172,8 | 141.782,9 | 332.955,7 |
| Nettowert 30.9.2007 | 191.623,6 | 136.233,6 | 327.857,2 |
24. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2006/07
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
24. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2007/08
| TEUR | Aktive Firmenwerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
Summe |
|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.9.2007 | 191.623,6 | 341.783,7 | 533.407,3 |
| Währungsdifferenzen | 111,6 | 4,1 | 115,7 |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | 23.753,2 | 54,1 | 23.807,3 |
| Zugänge | – | 14.398,7 | 14.398,7 |
| Abgänge | – | –7.416,3 | –7.416,3 |
| Umbuchungen | – | 1.935,9 | 1.935,9 |
| Bruttowert 30.9.2008 | 215.488,5 | 350.760,2 | 566.248,6 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 | – | –205.550,1 | –205.550,1 |
| Währungsdifferenzen | – | –1,9 | –1,9 |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –10.420,3 | –10.420,3 |
| Abgänge | – | 7.353,4 | 7.353,4 |
| Umbuchungen | – | –80,2 | –80,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2008 | – | –208.699,2 | –208.699,2 |
| Nettowert 30.9.2007 | 191.623,6 | 136.233,6 | 327.857,2 |
| Nettowert 30.9.2008 | 215.488,5 | 142.061,0 | 357.549,5 |
25. Sachanlagen
Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus dem Ausbau von Stromverteilungs- und Wärmeanlagen, der Errichtung von Gastransport- und -verteilungsleitungen, dem Austausch von Zählern sowie den Investitionen in Einrichtungen der technischen Infrastruktur. In den Zugängen zu den Sachanlagen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 3.541,3 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) enthalten. Der Aktivierungszinssatz beträgt 5,43% – 5,50% (Vorjahr: 0,0%). Die Position Zugang durch Unternehmenserwerb umfasst Anlagenwerte der bulgarischen Fernwärmegesellschaft "TEZ Plovdiv".
In der Position Grundstücke und Bauten sind Grundwerte in Höhe von 69.989,4 TEUR (Vorjahr: 52.274,7 TEUR) enthalten. Zum Bilanzstichtag besteht eine Höchstbetragshypothek in unveränderter Höhe von 1.827,7 TEUR. Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf 13.500,9 TEUR (Vorjahr: 13.353,7 TEUR).
Im Berichtszeitraum ergab sich im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen bei Wärmeanlagen ein Zuschreibungsbedarf von 1.437,9 TEUR (Vorjahr: Zuschreibung von 2.031,4 TEUR). Im Zusammenhang mit regulatorischen Veränderungen im bulgarischen Markt wurde eine Wertminderung im Netzbereich in Höhe von 11.451,2 TEUR vorgenommen. Die Wertminderung der übrigen Anlagen betrug 1.980,2 TEUR (Vorjahr: 790,0 TEUR). Im Vorjahr wurden Zuschreibungen der Gaskraftwerke Theiß und Korneuburg in Höhe von 16.736,6 TEUR sowie des Kohlekraftwerks Dürnrohr in Höhe von 1.112,1 TEUR vorgenommen.
In der Position Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau sind zum Abschlussstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungskosten von 294.733,4 TEUR (Vorjahr: 133.371,1 TEUR) enthalten.
Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Konzern-Bilanz der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus der Nutzung von Wärmenetzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag 22.170,3 TEUR (Vorjahr: 16.716,0 TEUR). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten sind – abgesehen vom kurzfristigen Anteil mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr – unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.
| 25. Entwicklung der Sachanlagen 2006/07 | Andere Anlagen, | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Grundstücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Geleistete Anzahlungen u. Anlagen in Bau |
Summe |
| Bruttowert 30.9.2006 | 688.168,6 | 2.116.328,5 | 1.614.818,5 | 169.481,0 | 191.041,7 | 104.283,2 | 4.884.121,6 |
| Währungsdifferenzen | –692,3 | – | –626,4 | –8,9 | –61,8 | –131,7 | –1.521,0 |
| Zugänge | 7.077,5 | 49.932,5 | 19.968,5 | 3.214,0 | 10.196,9 | 185.252,7 | 275.642,0 |
| Abgänge | –1.461,3 | –7.850,9 | –5.332,5 | –3.202,9 | –8.129,3 | –1.090,6 | –27.067,6 |
| Umbuchungen | 445,0 | 44.520,0 | 20.346,2 | 9.889,4 | 14.288,4 | –91.376,8 | –1.887,7 |
| Bruttowert 30.9.2007 | 693.537,6 | 2.202.930,1 | 1.649.174,3 | 179.372,5 | 207.335,9 | 196.937,0 | 5.129.287,4 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2006 | –300.170,8 | –1.218.162,6 | –1.105.880,5 | –85.561,7 | –146.586,7 | –1.387,8 | –2.857.750,1 |
| Währungsdifferenzen | 321,5 | – | 377,8 | 1,2 | 55,8 | – | 756,3 |
| Planmäßige Abschreibungen | –17.888,7 | –68.068,3 | –47.432,9 | –12.076,2 | –18.465,1 | – | –163.931,3 |
| Wertminderungen | –18,0 | –217,6 | –430,4 | –103,6 | –20,3 | – | –790,0 |
| Zuschreibungen | 6.223,9 | 1.001,2 | 12.655,0 | – | – | – | 19.880,1 |
| Abgänge | 844,8 | 6.967,2 | 3.087,5 | 2.619,7 | 7.630,5 | – | 21.149,7 |
| Umbuchungen | 2.857,2 | 56,9 | –2.839,3 | –182,6 | 633,6 | – | 525,8 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 | –307.830,0 | –1.278.423,2 | –1.140.462,8 | –95.303,3 | –156.752,2 | –1.387,8 | –2.980.159,3 |
| Nettowert 30.9.2006 | 387.997,9 | 898.165,9 | 508.938,0 | 83.919,3 | 44.455,1 | 102.895,4 | 2.026.371,6 |
| 25. Entwicklung der Sachanlagen 2007/08 | Grundstücke | Technische | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus |
Geleistete Anzahlungen u. |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | und Bauten | Leitungen | Anlagen | Zähler | stattung | Anlagen in Bau | Summe |
| Bruttowert 30.9.2007 | 693.537,6 | 2.202.930,1 | 1.649.174,3 | 179.372,5 | 207.335,9 | 196.937,0 | 5.129.287,4 |
| Währungsdifferenzen | 638,5 | 238,5 | 659,3 | 14,4 | 146,9 | –34,6 | 1.663,0 |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | 17.242,5 | 12.453,0 | 3.648,2 | 96,4 | 263,7 | 319,8 | 34.023,7 |
| Zugänge | 9.859,4 | 101.841,6 | 53.474,4 | 12.296,9 | 16.081,1 | 206.659,9 | 400.213,3 |
| Abgänge | –4.090,8 | –6.234,7 | –11.159,1 | –4.422,4 | –12.416,7 | –660,0 | –38.983,6 |
| Umbuchungen | –117.398,6 | 215.861,4 | –19.520,1 | 5.014,8 | 9.967,4 | –96.057,1 | –2.132,2 |
| Bruttowert 30.9.2008 | 599.788,5 | 2.527.090,0 | 1.676.277,1 | 192.372,6 | 221.378,4 | 307.165,0 | 5.524.071,7 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 | –307.830,0 | –1.278.423,2 | –1.140.462,8 | –95.303,3 | –156.752,2 | –1.387,8 | –2.980.159,3 |
| Währungsdifferenzen | –295,4 | –129,4 | –381,4 | –1,3 | –108,3 | – | –915,8 |
| Planmäßige Abschreibungen | –16.847,2 | –74.614,1 | –48.292,4 | –13.057,0 | –20.456,7 | – | –173.267,5 |
| Wertminderungen | –397,2 | –12.233,3 | –800,8 | –0,1 | – | – | –13.431,4 |
| Zuschreibungen | – | 1.069,8 | 337,7 | – | – | 30,4 | 1.437,9 |
| Abgänge | 3.058,6 | 5.940,6 | 10.343,2 | 3.393,5 | 11.267,9 | 304,5 | 34.308,2 |
| Umbuchungen | 57.071,1 | –92.808,8 | 35.572,3 | –0,6 | 94,4 | – | –71,5 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2008 | –265.240,1 | –1.451.198,4 | –1.143.684,2 | –104.968,8 | –165.954,9 | –1.052,9 | –3.132.099,4 |
| Nettowert 30.9.2007 | 385.707,5 | 924.506,9 | 508.711,6 | 84.069,2 | 50.583,7 | 195.549,2 | 2.149.128,1 |
| Nettowert 30.9.2008 | 334.548,4 | 1.075.891,6 | 532.593,0 | 87.403,8 | 55.423,5 | 306.112,1 | 2.391.972,3 |
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
26. At Equity einbezogene Unternehmen
Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang ab Seite 124 unter "Beteiligungen der EVN" dargestellt.
Sämtliche at Equity einbezogenen Unternehmen werden mit ihrem anteiligen IFRS-Ergebnis aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der EVN AG liegt.
| 26. Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen | TEUR |
|---|---|
| Bruttowert 30.9.2007 | 327.384,7 |
| Zugänge | 186.156,1 |
| Bruttowert 30.9.2008 | 513.540,8 |
| Kumulierte Equity-Änderungen 30.9.2007 | 132.926,0 |
|---|---|
| Währungsdifferenzen | 1.636,5 |
| Anteiliges Ergebnis | 95.721,2 |
| Ausschüttungen | –94.099,8 |
| Neutrale Wertänderungen | –8.234,6 |
| Kumulierte Equity-Änderungen 30.9.2008 | 127.949,3 |
| Nettowert 30.9.2007 | 460.310,7 |
| Nettowert 30.9.2008 | 641.490,1 |
Die Zugänge zu den at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten die "Fernwärme St. Pölten" sowie die Aufbringung von Eigenmittelanteilen – einerseits für die Projektgesellschaft des Kohlekraftwerks Duisburg-Walsum, Deutschland, andererseits für den Erwerb der indirekten Beteiligung an der "RAG" durch die "EESU Holding".
Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung der at Equity einbezogenen Unternehmen:
26. Wesentliche Abschlusspositionen der at Equity
| einbezogenen Unternehmen | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.098.873,7 | 680.988,5 | |
| Vermögenswerte | 3.579.825,0 | 2.424.254,8 | |
| Schulden | 2.480.951,3 | 1.743.266,3 | |
| Umsatzerlöse | 4.835.257,4 | 3.841.244,1 | |
| Versteuertes Ergebnis | 220.715,0 | 199.853,0 |
Der aufgrund der Überschreitung des Wertes des Beteiligungsansatzes nicht erfasste anteilige Verlust beträgt für das Geschäftsjahr 2007/08 0,0 TEUR (Vorjahr: –431,1 TEUR).
Für die im Konzern at Equity einbezogenen Unternehmen existieren keine öffentlich notierten Marktpreise.
27. Andere finanzielle Vermögenswerte
Die Position andere finanzielle Vermögenswerte umfasst Anteile an verbundenen und at Equity einbezogenen Unternehmen, die aufgrund mangelnder Wesentlichkeit nicht konsolidiert werden, sowie Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.
In den sonstigen Beteiligungen sind Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.707.661,3 TEUR (Vorjahr: 1.599.621,5 TEUR) enthalten. Bei den anderen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 15.842,9 TEUR (Vorjahr: 13.740,5 TEUR) handelt es sich um nicht börsenotierte Unternehmen, weshalb mangels vorhandener Marktpreise keine Aussage über einen Marktwert erfolgen kann.
Das laufende Periodenergebnis enthält keine Erträge aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar".
Die Zuschreibungen bei den sonstigen Beteiligungen in Höhe von 108.039,8 TEUR (Vorjahr: 92.492,8 TEUR) betreffen im Wesentlichen Anpassungen an gestiegene Marktwerte und Börsekurse, die nach Berücksichtigung des Abzugs von latenten Steuern gegen die Bewertungsrücklage gem. IAS 39 verrechnet wurden.
Im Berichtszeitraum wurden Wertminderungen in Höhe von 58,7 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) im Periodenergebnis erfasst.
| TEUR | Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Beteiligungen |
Summe |
|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.9.2007 | 10.477,1 | 376.279,2 | 386.756,3 |
| Zugänge | 1.994,5 | 204,9 | 2.199,4 |
| Abgänge | –20,1 | –4,6 | –24,8 |
| Umbuchungen | –166,9 | –32,8 | –199,7 |
| Bruttowert 30.9.2008 | 12.284,6 | 376.446,6 | 388.731,2 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.9.2007 | –5.586,4 | 1.232.192,2 | 1.226.605,8 |
| Wertminderungen | –6,2 | –52,5 | –58,7 |
| Zuschreibungen | 33,9 | 108.039,8 | 108.073,6 |
| Umbuchungen | 127,2 | 25,0 | 152,2 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.9.2008 | –5.431,5 | 1.340.204,5 | 1.334.772,9 |
| Nettowert 30.9.2007 | 4.890,7 | 1.608.471,4 | 1.613.362,0 |
27. Entwicklung der anderen finanziellen Vermögenswerte
28. Übrige langfristige Vermögenswerte
Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an Investmentfonds und dienen der nach österreichischem Steuerrecht zum Bilanzstichtag wieder vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (diese Bestimmung des Einkommensteuergesetzes wurde vom Verfassungsgerichtshof im Oktober 2006 aufgehoben und durch das Budgetbegleitgesetz 2007 im August 2007 wieder eingeführt). Die Buchwerte entsprechen
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultieren aus diesbezüglichen Vermögensumschichtungen im Geschäftsjahr.
Von den Ausleihungen in Höhe von 21.648,5 TEUR (Vorjahr: 21.427,6 TEUR) haben 2.228,5 TEUR (Vorjahr: 1.592,8 TEUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von BOOT-Modellen. Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestehen Forderungen in Höhe von 25.896,0 TEUR (Vorjahr: 16.212,2 TEUR). In den Zugängen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 295,0 TEUR (Vorjahr: 7.441,4 TEUR) enthalten. Der Aktivierungszinssatz beträgt 4,6% – 9,1 % (Vorjahr: 3,2% – 7,0%).
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Garantieentgelte für langfristige Bankdarlehen und Forderungen im Zusammenhang mit dem Fair Value der Zins- und Währungsswaps.
| 28. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte | Langfristige | Forderungen und | Sonstige | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Wertpapiere | Ausleihungen | Primärenergie reserven |
Abgrenzungen aus Leasinggeschäften |
langfristige Vermögenswerte |
Summe |
| Bruttowert 30.9.2007 | 95.959,8 | 21.579,7 | 11.908,9 | 462.543,4 | 19.850,1 | 611.841,9 |
| Währungsdifferenzen | 10,3 | – | – | – | – | 10,3 |
| Zugänge | 14.310,0 | 1.403,9 | – | 27.765,4 | 748,9 | 44.228,2 |
| Abgänge | –474,3 | –973,4 | – | –45.876,3 | –3.946,8 | –51.270,8 |
| Umbuchungen | 0,6 | – | – | – | – | 0,6 |
| Bruttowert 30.9.2008 | 109.806,4 | 22.010,2 | 11.908,9 | 444.432,4 | 16.652,2 | 604.810,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 | 5.257,1 | –152,1 | –521,1 | – | –2.122,0 | 2.461,9 |
| Währungsdifferenzen | –7,3 | – | – | – | – | –7,3 |
| Wertminderungen | –12.077,5 | –200,3 | – | – | – | –12.277,8 |
| Abgänge | –111,9 | –9,3 | – | – | 2.122,0 | 2.000,8 |
| Umbuchungen | –0,6 | – | – | – | – | –0,6 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.9.2008 | –6.940,2 | –361,6 | –521,1 | – | – | –7.823,0 |
| Nettowert 30.9.2007 | 101.216,8 | 21.427,6 | 11.387,8 | 462.543,4 | 17.728,1 | 614.303,8 |
| Nettowert 30.9.2008 | 102.866,2 | 21.648,5 | 11.387,8 | 444.432,4 | 16.652,2 | 596.987,2 |
Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:
28. Fristigkeiten der Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften
| Restlaufzeit zum 30.9.2008 | Restlaufzeit zum 30.9.2007 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis zu 1 Jahr | mehr als 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | Summe | bis zu 1 Jahr | mehr als 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | Summe |
| Zinskomponente | 39.225,6 | 110.828,2 | 57.654,1 | 207.707,9 | 42.553,1 | 124.536,4 | 74.053,8 | 241.143,3 |
| Tilgungskomponente | 51.047,5 | 183.127,4 | 210.257,5 | 444.432,4 | 44.530,8 | 189.829,6 | 228.183,0 | 462.543,4 |
| Summe | 90.273,1 | 293.955,6 | 267.911,6 | 652.140,3 | 87.083,9 | 314.366,0 | 302.236,8 | 703.686,7 |
Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert.
Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponente aus den Leasingzahlungen des laufenden Geschäftsjahres wird großteils in den Zinserträgen aus langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Kurzfristige Vermögenswerte
29. Vorräte
Die Primärenergievorräte bestehen aus Kohlevorräten.
Bei den Emissionszertifikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertifikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertifikategesetzes (EZG). Die korrespondierende Verpflichtung für die Unterdeckung ist in den kurzfristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 47. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.
| 29. Vorräte TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Primärenergievorräte | 44.563,7 | 37.098,7 |
| Emissionszertifikate | 272,2 | 2.207,6 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte | 37.718,6 | 30.831,5 |
| Nicht abgerechnete Kundenaufträge | 14.997,2 | 13.989,7 |
| Summe | 97.551,7 | 84.127,5 |
Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäufigkeiten wird durch eine Erhöhung der Wertberichtigung um 1.437,6 TEUR (Vorjahr: 1.011,3 TEUR) Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Zuschreibungen in Höhe von 10,4 TEUR (Vorjahr: 1.836,2 TEUR).
Die Vorräte erhöhten sich durch Unternehmenserwerbe um 647,9 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR). Die Vorräte unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen liegen ebenfalls nicht vor.
30. Kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Gas- und Wärmekunden.
Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird durch eine Wertberichtigung in Höhe von 55.917,6 TEUR (Vorjahr: 34.253,0 TEUR) Rechnung getragen.
Die Forderungen aus Finanzinstrumenten bestehen insbesondere aus der erfolgsneutralen Bewertung von Sicherungsgeschäften. Die Forderungen gegenüber Dienstnehmern enthalten Abgrenzungen aus der laufenden Lohn- und Gehaltsverrechnung.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzernfinanzierung und aus Dienstleistungen gegenüber nichtkonsolidierten Tochterunternehmen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Abgabenforderungen sowie Forderungen aus Versicherungen und geleistete Anzahlungen.
30. Kurzfristige Forderungen und
| sonstige kurzfristige Vermögenswerte TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 305.085,8 | 284.186,2 |
| Forderungen aus Finanzinstrumenten | 20.528,5 | 20.286,2 |
| Forderungen gegenüber Dienstnehmern | 9.952,6 | 10.067,3 |
| Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 131.003,9 | 87.730,9 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.740,9 | 17.543,6 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 98.064,6 | 120.086,0 |
| Summe | 569.376,3 | 539.900,1 |
31. Liquide Mittel
Neben einem durch Abgänge von Wertpapieren realisierten Veräußerungsverlust von 3.453,1 TEUR (Vorjahr: Gewinn von 443,1 TEUR) wurde in der Berichtsperiode aufgrund gesunkener Börsekurse eine erfolgswirksame Abwertung in Höhe von 14.307,2 TEUR (Vorjahr: Aufwertung von 3.130,6 TEUR) vorgenommen.
| 31. Liquide Mittel TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | 120.980,9 | 76.223,5 |
| Wertpapiere | 135.951,6 | 395.680,5 |
| Summe | 256.932,5 | 471.904,1 |
Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:
| 31. Zusammensetzung Wertpapiere | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Cashfonds | 82.905,5 | 293.725,5 | |
| Anleihenfonds | 2.052,7 | 22.483,6 | |
| Aktienfonds | 3.317,5 | 8.740,6 | |
| Sonstige Fondsprodukte | 18.572,3 | 44.682,4 | |
| Summe Fondsanteile | 106.848,0 | 369.632,1 | |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 5.954,5 | 4.356,0 | |
| Aktien | 23.149,1 | 21.692,4 | |
| Summe Wertpapiere | 135.951,6 | 395.680,5 |
Passiva
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08 ist auf Seite 73 dargestellt.
32. Grundkapital
In der 79. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG am 17. Jänner 2008 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln von 99.069,4 TEUR um 200.930,6 TEUR auf 300.000,0 TEUR beschlossen. Diese wurde durch Umwandlung des entsprechenden Teilbetrages der gebundenen Kapitalrücklagen ohne Ausgabe neuer Aktien mit Wirkung 17. April 2008 durchgeführt. Zum gleichen Stichtag erfolgte die Umsetzung des ebenfalls in der 79. ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Jänner 2008 beschlossenen Aktiensplits der EVN AG im Verhältnis 1:4 an der Wiener Börse. Aktionäre der EVN AG erhielten ab diesem Tag für eine Stückaktie drei weitere Stückaktien; der Aktienkurs wurde zu diesem Stichtag auf ein Viertel der Notierung des Vortages umgestellt.
Das Grundkapital der EVN AG beträgt somit 300.000,0 TEUR (Vorjahr: 99.069,4 TEUR) und besteht aus 163.525.820 (Vorjahr: 40.881.455) nennbetragslosen Stückaktien.
33. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen verringerten sich im Einklang mit der per 17. April 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung gegenüber dem Geschäftsjahr 2006/07 um 200.930,6 TEUR auf 108.431,3 TEUR (Vorjahr: 309.361,9 TEUR). Darin enthalten sind gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen nach österreichischem Aktienrecht in Höhe von 50.163,6 TEUR (Vorjahr: 251.094,2 TEUR) und gegenüber dem Vergleichsstichtag unveränderte, nicht gebundene Kapitalrücklagen nach österreichischem Aktienrecht in Höhe von 58.267,7 TEUR.
34. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.551.080,5 TEUR (Vorjahr: 1.425.465,7 TEUR) enthalten die anteiligen Gewinnrücklagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:
| 34. Entwicklung Bilanzgewinn der Muttergesellschaft | TEUR |
|---|---|
| Ausgewiesener Jahresgewinn 2007/08 | 60.526,5 |
| Zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2006/07 | 128,1 |
| Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn | 60.654,6 |
| Vorgeschlagene Gewinnausschüttung | –60.401,7 |
| Gewinnvortrag für das Geschäftsjahr 2008/09 | 252,9 |
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2007/08 in Höhe von 0,370 EUR je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.
Die Ausschüttung für 2006/07 in Höhe von 1,50 EUR pro Aktie (bzw. 0,375 EUR pro Aktie unter Berücksichtigung des Aktiensplits per 17. April 2008 im Verhältnis 1:4) wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2008 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2008.
35. Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3
Die im Eigenkapital ausgewiesene Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3 resultiert aus sukzessiven Unternehmenserwerben im Zuge der Übernahme von weiteren 10,05% an der "RBG" und des restlichen Anteils von 50 % an der EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, im Geschäftsjahr 2004/05.
36. Bewertungsrücklage gem. IAS 39
In der Bewertungsrücklage gem. IAS 39 werden Marktwertänderungen von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" und von Cash Flow Hedges sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.
| 36. Bewertungsrücklage gem. IAS 39 TEUR |
vor Steuern | 2007/08 Steuern |
nach Steuern | vor Steuern | 2006/07 Steuern |
nach Steuern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||||||
| Marktbewertung von Wertpapieren | 1.342.552,4 | –335.626,8 | 1.006.925,6 | 1.234.437,5 | –308.609,4 | 925.828,1 |
| Cash Flow Hedges | –1.988,9 | 479,7 | –1.509,2 | 8.013,5 | –2.019,9 | 5.993,6 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | 6.565,7 | – | 6.565,7 | 14.138,9 | – | 14.138,9 |
| Summe | 1.347.129,2 | –335.147,1 | 1.011.982,0 | 1.256.589,9 | –310.629,3 | 945.960,7 |
37. Eigene Anteile
In der 79. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 wurde der Vorstand gem. §65 Abs. 1 Z 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der Vorstand der EVN AG hat im Geschäftsjahr 2007/08 beschlossen, von dieser Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt ist, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612 % des derzeitigen Grundkapitals – über die Wiener Börse rückzukaufen.
Das Rückkaufprogramm begann am 24. Juli 2008 und endet spätestens am 31. März 2009. Im Bestand der EVN AG waren zum 30. September 2008 278.035 Stück eigene Aktien (das sind 0,17 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 4.753,9 TEUR und einem Kurswert zum Bilanzstichtag von 4.167,7 TEUR.
Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich daher wie folgt:
37. Entwicklung der Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile
| Stückaktien | Eigene Aktien | In Umlauf befindliche Anteile | |
|---|---|---|---|
| 1.10.2007 | 40.881.455 | – | 40.881.455 |
| Aktiensplit im Verhältnis 1:4 | 122.644.365 | – | 122.644.365 |
| Kauf eigener Aktien | – | –278.035 | –278.035 |
| 30.9.2008 | 163.525.820 | –278.035 | 163.247.785 |
Die Zahl der in Umlauf befindlichen Aktien zum gewichteten Durchschnitt, die als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 163.488.927 Stück.
Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
38. Anteile anderer Gesellschafter
Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die folgenden Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften:
| 38. Anteile anderer Gesellschafter % |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Burgenland Holding AG, Eisenstadt, ("BUHO") | 27,73 | 27,73 |
| EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, Bulgarien | 33,00 | 33,00 |
| EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD, Plovdiv, Bulgarien | 33,00 | 33,00 |
| EVN Macedonia AD, Skopje, Mazedonien | 10,00 | 10,00 |
| RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf | 49,95 | 49,95 |
| Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, Maria Enzersdorf | 30,00 | 30,00 |
Alle übrigen vollkonsolidierten Unternehmen stehen direkt oder indirekt zu 100% im Anteilsbesitz der "EVN".
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Langfristige Schulden
39. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Position langfristige Finanzverbindlichkeiten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
39. Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten
| Nominalverzinsung (%) | Laufzeit | Nominale | Buchwert 30.9.2008 (TEUR) |
Buchwert 30.9.2007 (TEUR) |
Effektiver Zinssatz zu Buchwerten1) (%) |
Fair Value 30.9.2008 (TEUR) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| JPY-Anleihe | 5,20 | 1994–2014 | 8 Mrd JPY | 50.440,0 | 45.537,8 | 12,18 | 62.742,1 |
| EUR-Anleihe | 5,25 | 2001–2011 | 262,85 Mio EUR | 251.973,8 | 251.960,7 | 6,72 | 261.866,9 |
| CHF -Obligation |
2,43 | 2004–2009 | 200 Mio CHF | – | 120.308,7 | – | – |
| Summe Anleihen | – | – | – | 302.413,8 | 417.807,3 | 7,63 | 324.609,0 |
| Langfristige Bankdarlehen | 1,00–8,77 | bis 2031 | – | 1.056.474,3 | 754.805,0 | 4,76 | 1.056.474,3 |
| Summe | – | – | – | 1.358.888,1 | 1.172.612,3 | 5,40 | 1.381.083,3 |
1) Zinsaufwand im Verhältnis zum durchschnittlichen Buchwert unter Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften.
Der effektive Zinssatz zu Buchwerten stellt die durchschnittliche Zinsbelastung nach Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften in Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Buchwert dar und beträgt 5,40% (Vorjahr: 5,33%). Zum Bilanzstichtag – somit unter Berücksichtigung der erfolgten Tilgungen – beträgt der nach Buchwerten gewichtete Zinssatz 7,05% (Vorjahr: 5,84%).
Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
39. Fälligkeitsstruktur langfristige Finanzverbindlichkeiten
| TEUR | bis zu 1 Jahr | mehr als 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | – | 251.973,8 | 50.440,0 | 302.413,8 |
| davon fix verzinst | – | – | – | – |
| davon variabel verzinst | – | 251.973,8 | 50.440,0 | 302.413,8 |
| Langfristige Bankdarlehen | 70.258,9 | 697.588,6 | 288.626,8 | 1.056.474,3 |
| davon fix verzinst | 51.966,9 | 272.211,7 | 113.203,4 | 437.382,0 |
| davon variabel verzinst | 18.292,0 | 425.376,9 | 175.423,4 | 619.092,3 |
| Summe langfristige Finanzverbindlichkeiten | 70.258,9 | 949.562,4 | 339.066,8 | 1.358.888,1 |
Anleihen
Sämtliche Anleihen sind endfällig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Rückkäufe getätigt.
Die mit 3,25% verzinste CHF-Obligation und die mit 5,00% verzinste DEM-Anleihe wurden am 8. April 2008 bzw. 26. August 2008 getilgt. Am 10. Juni 2009 wird die Tilgung der mit 2,43% verzinsten CHF-Obligation erfolgen. Der Ausweis zum Bilanzstichtag erfolgt daher unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (siehe 44. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten). Die Zinsaufwendungen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind in den Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten enthalten.
Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleihenverbindlichkeit in Höhe von –4.915,3 TEUR steht im Wesentlichen eine gegenläufige Bewegung der Rückstellungen für langfristige Finanzinstrumente in Höhe von 7.651,7 TEUR gegenüber.
Der Fair Value wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihenkurs und dem Devisenkurs ermittelt.
Langfristige Bankdarlehen
Dabei handelt es sich um Darlehen, die zum Teil durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds gefördert sind. Die von Projektgesellschaften eingegangenen Verbindlichkeiten ohne Rückgriffsrecht auf die EVN AG ("Non-Recourse") betragen zum Stichtag 335.736,5 TEUR (Vorjahr: 399.829,6 TEUR).
Im Zuge von Projektfinanzierungen wurden Anteile an Projektgesellschaften sowie deren Vermögenswerte als Sicherheit gegeben.
"EVN" hat über die EVN Finance Service B.V., Amsterdam, am 12.9.2006 eine syndizierte revolvierende Kreditlinie über 600 Mio EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren (2006–2013) unterzeichnet. Zum Bilanzstichtag wurden davon 200 Mio EUR in Anspruch genommen.
Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.
40. Latente Steuerverbindlichkeiten
| 40. Latente Steuern TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Sozialkapital | –25.933,0 | –27.191,6 |
| Vortragsfähiges steuerliches Ergebnis | –2.465,2 | –1.687,4 |
| Sonstige aktive latente Steuern | –4.579,4 | –9.535,2 |
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 50.300,6 | 43.983,9 |
| Unversteuerte Rücklagen | 21.395,9 | 25.300,4 |
| Finanzinstrumente | 361.082,5 | 339.784,9 |
| Sonstige passive latente Steuern | 19.309,1 | 28.120,4 |
| Summe | 419.110,5 | 398.775,4 |
| davon | ||
| aktive latente Steuern | –912,0 | –1.032,4 |
| latente Steuerverbindlichkeiten | 420.022,5 | 399.807,9 |
Die latenten Steuern erhöhten sich durch erfolgsneutrale Wertänderungen um 24.517,8 TEUR (Vorjahr: 28.829,9 TEUR) sowie durch Unternehmenserwerbe um 914,6 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) und reduzierten sich durch einen latenten Steuerertrag in Höhe von 5.097,3 TEUR (Vorjahr: 8.457,2 TEUR) per Saldo auf 419.110,5 TEUR (Vorjahr: 398.775,4 TEUR).
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Für Verlustvorträge in Höhe von 24.170,9 TEUR (Vorjahr: 20.197,0 TEUR), mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden kann, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. 3.740,4 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) dieser Verlustvorträge verfallen nach 2013.
41. Langfristige Rückstellungen
| 41. Langfristige Rückstellungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Rückstellung für Pensionen | 219.517,6 | 221.938,9 |
| Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen | 16.670,0 | 16.253,4 |
| Rückstellung für Abfertigungen | 72.323,0 | 67.415,4 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 147.852,6 | 151.515,0 |
| Summe | 456.363,3 | 457.122,7 |
Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:
- Zinssatz 5,75 % p.a. (Vorjahr: 5,00% p.a.)
- Bezugserhöhungen 3,75% p.a.; Folgejahre 3,00 % p.a. (Vorjahr: 3,00 % p.a.)
- Pensionserhöhungen 3,75 % p.a. (Vorjahr: 2,75 % p.a.)
- Rechnungsgrundlagen "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" (Vorjahr: "AVÖ 1999-P")
41. Entwicklung der Rückstellung für
| Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 1.10. | 240.511,4 | 247.183,6 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | 1.758,4 | 1.896,3 |
| + Zinsaufwand | 12.037,0 | 11.766,4 |
| – Pensionszahlungen | –16.949,0 | –17.003,4 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | 15.093,2 | –3.331,5 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.9. | 252.450,8 | 240.511,4 |
| Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 30.9. | 236.187,6 | 238.192,3 |
Zum Bilanzstichtag unterschreitet die Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen den DBO-Wert um 6,4 % (Vorjahr: Unterschreitung um 1,0%).
| 41. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 1.10. | 71.522,1 | 69.177,0 |
| + Währungsdifferenzen | 5,8 | – |
| + Zugang durch Unternehmenserwerb | 245,9 | – |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs) | 3.057,6 | 2.883,0 |
| + Zinsaufwand | 3.655,6 | 3.266,1 |
| – Abfertigungszahlungen | –3.979,2 | –4.999,4 |
| + Versicherungsmathematischer Verlust | 1.503,9 | 1.195,5 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.9. | 76.011,7 | 71.522,1 |
| Rückstellung für Abfertigungen am 30.9. | 72.323,0 | 67.415,4 |
Zum Bilanzstichtag unterschreitet die Rückstellung für Abfertigungen den DBO-Wert um 4,9% (Vorjahr: Unterschreitung um 5,7%).
| 41. Entwicklung der sonstigen | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| langfristigen Rückstellungen | Kooperations | Langfristige Finanz |
Mieten für | Restruk | Umwelt und Entsor |
Übrige langfristige |
|||
| TEUR | Jubiläumsgelder | verträge | instrumente | Netzzutritte | Prozessrisiken | turierung | gungsrisiken | Rückstellungen | Summe |
| Buchwert 1.10.2007 | 16.496,0 | 37.051,2 | 35.748,6 | 15.305,7 | 7.201,3 | 2.511,0 | 36.225,9 | 975,2 | 151.515,0 |
| Währungsdifferenzen | 4,3 | – | – | – | 28,3 | – | – | – | 32,5 |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | – | – | – | 546,3 | – | – | 563,7 | – | 1.110,0 |
| Zinsaufwand | 623,8 | 2.223,1 | – | – | 1.894,3 | – | 1.749,7 | – | 6.490,8 |
| Verwendung | –678,1 | –1.414,3 | –9.628,4 | –28,1 | –2.795,5 | – | –1.679,0 | –206,5 | –16.429,9 |
| Zuführung | 619,8 | – | – | 1.265,1 | 1.230,3 | – | 2.257,4 | 2.277,7 | 7.650,3 |
| Umbuchung | –5,1 | – | – | – | – | –2.511,0 | – | – | –2.516,1 |
| Buchwert 30.9.2008 | 17.060,7 | 37.860,0 | 26.120,2 | 17.089,0 | 7.558,7 | – | 39.117,7 | 3.046,4 | 147.852,6 |
Die Rückstellung für langfristige Finanzinstrumente besteht im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften, denen zum Teil eine gegenläufige Entwicklung der Anleihenverbindlichkeit gegenübersteht.
Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien.
42. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
Die Position der Baukosten- und Investitionszuschüsse entwickelte sich wie folgt:
42. Vereinnahmte Baukosten-
| und Investitionszuschüsse | TEUR | Baukostenzuschüsse | Investitionszuschüsse | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert 1.10.2007 | 286.575,6 | 37.465,8 | 324.041,4 | |
| Währungsdifferenzen | 43,9 | – | 43,9 | |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | – | 597,3 | 597,3 | |
| Umgliederungen | –891,7 | 891,7 | – | |
| Zugänge | 55.453,2 | 3.694,0 | 59.147,2 | |
| Auflösung | –27.299,6 | –2.208,0 | –29.507,6 | |
| Buchwert 30.9.2008 | 313.881,3 | 40.440,8 | 354.322,2 |
Vom Gesamtbetrag der Zuschüsse werden 324.814,5 TEUR (Vorjahr: 296.206,4 TEUR) nicht innerhalb eines Jahres ertragswirksam.
43. Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Pachtverbindlichkeiten aus langfristigen Nutzungsverträgen von Wärmenetzen sowie Heizwerken. Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betreffen anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken, die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zukünftige Leasingraten aus Finanzierungsleasing.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
| 43. Übrige langfristige Verbindlichkeiten | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Pachtverbindlichkeiten | 37.812,7 | 33.723,3 | |
| Langfristige Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 10.723,5 | 7.178,3 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 17.148,2 | 6.067,2 | |
| Summe | 65.684,4 | 46.968,7 |
43. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten
| Restlaufzeit zum 30.9.2008 | Restlaufzeit zum 30.9.2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre | Summe | mehr als 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | Summe | |
| Langfristige Pacht verbindlichkeiten |
12.645,5 | 25.167,2 | 37.812,7 | 10.057,0 | 23.666,3 | 33.723,3 |
| Langfristige Abgren zungen aus Finanz transaktionen |
3.840,1 | 6.883,4 | 10.723,5 | 2.705,0 | 4.473,2 | 7.178,3 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
5.471,9 | 11.676,3 | 17.148,2 | 1.149,8 | 4.917,3 | 6.067,2 |
| Summe | 21.957,6 | 43.726,8 | 65.684,4 | 13.911,8 | 33.056,8 | 46.968,7 |
Kurzfristige Schulden
44. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Kontokorrentkredite sind Teil des Fonds der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.
| 44. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| -Obligation 1998–20081) 3,25% CHF |
– | 110.836,7 | |
| 5,00% DEM-Anleihe 1998–20081) | – – |
114.529,4 | |
| -Obligation 2004–20092) 2,43 % CHF |
126.719,8 | – | |
| Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite | 27.184,2 | 21.867,6 | |
| Summe | 153.904,0 | 247.233,6 |
1) Die planmäßige Tilgung der Obligation bzw. der Anleihe erfolgte im laufenden Geschäftsjahr. 2) Die Tilgung erfolgt am 10.6.2009.
45. Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten
Die Position kurzfristige Steuerverbindlichkeiten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 45. Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Energieabgaben | 28.706,8 | 22.548,7 | |
| Umsatzsteuer | 22.383,6 | 18.228,0 | |
| Körperschaftsteuer | 5.995,9 | 12.674,1 | |
| Sonstige Posten | 3.393,1 | 5.419,7 | |
| Summe | 60.479,4 | 58.870,5 |
46. Lieferantenverbindlichkeiten
In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 47.284,0 TEUR (Vorjahr: 49.820,4 TEUR) enthalten.
47. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und offene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wird die Rückstellung mit 1.993,4 TEUR (Vorjahr: 4.148,4 TEUR) ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden mittels Bescheid für das Kalenderjahr 2008 konzernweit 1.577.956 Emissionszertifikate (Vorjahr: 1.444.152) unentgeltlich zugeteilt. Für die am Bilanzstichtag darüber hinaus bestehende Unterdeckung wurde mittels Rückstellung vorgesorgt (siehe Erläuterung 29. Vorräte). Diese wurde mit dem Marktwert der Emissionszertifikate zum 30. September 2008 bewertet.
Die Rückstellung für Restrukturierung umfasst die in Bulgarien und Mazedonien gesetzten Maßnahmen im Rahmen eines freiwilligen Sozialprogramms.
| TEUR | Personalansprüche | Drohverluste | Emissionszertifikate | Restrukturierung | Kurzfristige Finanzinstrumente |
Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 1.10.2007 | 56.350,6 | 11.330,6 | 577,1 | 3.231,8 | 12.763,6 | 8.703,1 | 92.956,6 | ||
| Währungsdifferenzen | 7,1 | – | – | 11,7 | – | 5,3 | 24,2 | ||
| Zugang durch Unternehmenserwerb | – | – | – | – | – | 105,3 | 105,3 | ||
| Verwendung | –26.957,2 | –5.511,0 | –562,8 | –3.926,3 | –12.763,6 | –6.436,9 | –56.157,8 | ||
| Zuführung | 27.770,5 | 16.358,7 | 425,2 | 3.738,7 | – | 9.352,4 | 57.645,6 | ||
| Umbuchung | –28,0 | – | – | 2.296,4 | – | –431,5 | 1.836,9 | ||
| Buchwert 30.9.2008 | 57.143,0 | 22.178,3 | 439,5 | 5.352,2 | – | 11.297,8 | 96.410,8 | ||
47. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen
48. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsanstalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Verbindlichkeiten gegenüber der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, ("e&t"), aus dem Vertrieb und der Beschaffung von Elektrizität, und der "EconGas", aus der Beschaffung von Erdgas.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen nicht vollkonsolidierte verbundene Unternehmen.
Die erhaltenen Anzahlungen erfolgten für Strom-, Gas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in erster Linie Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern, erhaltene Kautionen, Ausgleichszahlungen für Stromfuture-Geschäfte sowie Verbindlichkeiten gegenüber Partnern der "EAA".
| 48. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 14.133,8 | 15.140,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 71.061,0 | 26.735,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.651,6 | 19.633,8 |
| Erhaltene Anzahlungen | 27.825,0 | 26.339,3 |
| Zinsabgrenzungen | 9.234,2 | 10.103,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 51.140,3 | 51.646,8 |
| Summe | 178.045,9 | 149.598,9 |
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Seit Dezember 2007 wird die vollständig übernommene bulgarische Fernwärmegesellschaft "TEZ Plovdiv" neu in den Konzernabschluss der "EVN" einbezogen. Somit ist diese im vorliegenden Jahresabschluss für drei Quartale in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt.
49. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:
| 49. Umsatzerlöse TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse Energie | 2.182.302,9 | 1.932.742,5 |
| Umsatzerlöse Umwelt | 184.563,4 | 275.068,2 |
| Umsatzerlöse Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 30.135,5 | 25.313,6 |
| Summe | 2.397.001,9 | 2.233.124,3 |
Die Segmentberichterstattung enthält eine Gliederung der Umsätze nach Geschäftsfeldern und Regionen (siehe Erläuterung 61. Segmentberichterstattung).
In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von BOOT-Modellen in Höhe von 27.932,5 TEUR (Vorjahr: 106.626,3 TEUR) enthalten.
50. Sonstige betriebliche Erträge
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen hauptsächlich Zinsen für verspätete Zahlung von Kunden, Prämien und Subventionen sowie Warenverkäufe und Dienstleistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehen.
| 50. Sonstige betriebliche Erträge | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.809,9 | 1.049,6 | |
| Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 29.507,6 | 27.835,1 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen | |||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | 840,2 | 331,4 | |
| Miet- und Pachterträge | 2.289,2 | 2.228,1 | |
| Entschädigungen und Vergütungen | 3.392,3 | 1.898,3 | |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 13.024,5 | 12.243,1 | |
| Summe | 50.863,8 | 45.585,5 |
51. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassen insbesondere Gas- und Strombezugskosten sowie den durch die zu geringe Zuteilung von Gratis-Emissionszertifikaten entstandenen Aufwand für den Einsatz zugekaufter Emissionszertifikate in Höhe von 4.468,1 TEUR (Vorjahr: 7.218,7 TEUR).
Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand stehen überwiegend in Zusammenhang mit dem Projektgeschäft des Umweltbereichs sowie mit Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters sind in dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen enthalten.
51. Materialaufwand und Aufwand
| für bezogene Leistungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Fremdstrombezug und Energieträger | 1.375.823,4 | 1.176.086,7 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | 281.748,1 | 335.192,3 |
| Summe | 1.657.571,5 | 1.511.279,0 |
52. Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Beiträge an die EVN-Pensionskasse AG, Maria Enzersdorf, in Höhe von 4.710,3 TEUR (Vorjahr: 4.425,4 TEUR) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 207,8 TEUR (Vorjahr: 129,9 TEUR) enthalten.
| 52. Personalaufwand TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Gehälter | 218.735,3 | 205.221,7 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 11.466,0 | 13.608,9 |
| Aufwendungen für Pensionen | 18.938,0 | 17.447,5 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 46.390,9 | 43.621,9 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 8.906,6 | 8.993,2 |
| Summe | 304.436,8 | 288.893,2 |
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:
| 52. Mitarbeiter nach Business Units | Anzahl im Jahresdurchschnitt | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Erzeugung | 82 | 71 | |
| Netze | 1.446 | 1.423 | |
| Vertrieb | 174 | 141 | |
| Südosteuropa | 6.560 | 6.843 | |
| davon Bulgarien | 3.520 | 3.418 | |
| davon Mazedonien | 3.041 | 3.425 | |
| Umwelt | 456 | 462 | |
| Sonstiges | 624 | 595 | |
| Summe | 9.342 | 9.535 |
Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung berücksichtigt.
53. Abschreibungen
Die Vorgehensweise bei Werthaltigkeitsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.
| 53. Abschreibungen nach Bilanzpositionen | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 10.420,3 | 8.498,7 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 185.261,0 | 144.841,1 | |
| Summe | 195.681,3 | 153.339,9 | |
| 53. Abschreibungen | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
| Planmäßige Abschreibungen | 183.687,8 | 175.464,3 | |
| Wertminderungen1) | 13.431,4 | 961,9 | |
| Zuschreibungen1) | –1.437,9 | –23.086,3 | |
| Summe | 195.681,3 | 153.339,9 |
1) Details siehe Erläuterungen 24. Immaterielle Vermögenswerte und 25. Sachanlagen
54. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 54. Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken | 19.681,1 | 15.337,2 |
| Forderungsabschreibungen | 18.953,2 | 13.452,1 |
| Betriebssteuern und Abgaben | 15.518,3 | 11.699,6 |
| Werbeaufwand | 12.124,9 | 11.816,3 |
| Telekommunikation und Portospesen | 10.140,7 | 10.304,4 |
| Versicherungen | 9.535,7 | 9.760,2 |
| Fahrt- und Reisespesen | 6.504,4 | 5.943,2 |
| Mieten | 5.245,8 | 20.999,9 |
| Wartung und Instandhaltung | 5.009,9 | 4.499,6 |
| Weiterbildung | 2.947,4 | 3.012,1 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 29.665,2 | 29.313,6 |
| Summe | 135.326,7 | 136.138,3 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Aufwendungen für Umweltschutz, Spesen des Geldverkehrs, Lizenzen, Mitgliedsbeiträgen sowie Verwaltungs- und Büroaufwendungen.
Finanzergebnis
55. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
Diese Position umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile und Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten Vermögenswerten folgender Gesellschaften:
| 55. Ergebnisanteil der at Equity | ||
|---|---|---|
| einbezogenen Unternehmen %-Anteil der "EVN" am Ergebnis |
2007/08 | 2006/07 |
| BEGAS – Burgenländische Erdgasversorgungs-Aktiengesellschaft, | ||
| Eisenstadt, ("BEGAS")1) | 49,0 | 49,0 |
| Burgenländische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (BEWAG), | ||
| Eisenstadt, ("BEWAG")1) | 49,0 | 49,0 |
| "EconGas" | 15,7 | 15,7 |
| "EESU Holding" | 49,95 | 49,95 |
| "Fernwärme St. Pölten" | 49,0 | – |
| "RAG"1) | 75,0 | 75,0 |
| Evonik-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland2) | 49,0 | 49,0 |
| Zagrebacke otpadne vode d.o.o., Zagreb, Kroatien | 48,5 | 48,5 |
| Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o., Zagreb, Kroatien | 35,0 | 35,0 |
1) "BEWAG", "BEGAS" bzw. "RAG" werden indirekt über "BUHO" bzw. "RBG" gehalten, an denen "EVN" nicht 100% der Anteile hält (siehe auch Erläuterung 38. Anteile anderer Gesellschafter).
2) Vormals STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland
Weiters werden ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., Wien, e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien, "e&t" und NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, ("NÖKOM"), at Equity einbezogen.
56. Ergebnis aus anderen Beteiligungen
Die Dividendenzahlungen von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen umfassen Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert wurden.
Die Dividendenzahlungen von sonstigen Unternehmen umfassen im Wesentlichen die Ausschüttung der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund).
| 56. Ergebnis aus anderen Beteiligungen TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Dividendenzahlungen | 41.331,9 | 37.160,6 |
| von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 10,0 | 15,0 |
| von sonstigen Unternehmen | 41.321,9 | 37.145,6 |
| Wertminderungen/Zuschreibungen | –24,8 | – |
| Summe | 41.307,0 | 37.160,6 |
57. Zins- und sonstiges Finanzergebnis
Die Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investmentfonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zinserträge beinhalten Erträge aus Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens.
Die Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten betreffen die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für langfristige Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtzinsen für Biomasseanlagen, Verteil- und Wärmenetze.
Das Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Vermögens enthält die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte – somit im Wesentlichen das Ergebnis der Bewertung der im R138-Fonds enthaltenen Investmentfonds.
Das Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von kurzfristigem Finanzvermögen resultiert primär aus Verkäufen bzw. der stichtagsbedingten Bewertung von Finanzinstrumenten, die "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft werden – somit Investmentfonds und Wertpapieren des kurzfristigen Bereichs.
| 57. Zins- und sonstiges Finanzergebnis TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten | 40.626,0 | 21.570,8 |
| Übrige Zinserträge | 9.308,1 | 9.896,2 |
| Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten | –77.031,4 | –68.479,9 |
| Übrige Zinsaufwendungen | –7.889,9 | –7.355,1 |
| Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Vermögens |
||
| Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von | –11.697,9 | 495,2 |
| kurzfristigem Finanzvermögen | –17.760,4 | 4.974,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –3.727,9 | 2.018,6 |
| Summe | –68.173,4 | –36.880,0 |
58. Ertragsteuern
| 58. Ertragsteuern TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | 10.713,6 | 36.919,4 |
| davon österreichische Gesellschaften | 5.160,6 | 30.927,5 |
| davon ausländische Gesellschaften | 5.552,9 | 5.991,9 |
| Latenter Steuerertrag | –5.097,3 | –8.457,2 |
| davon österreichische Gesellschaften | –3.050,8 | 2.995,4 |
| davon ausländische Gesellschaften | –2.046,5 | –11.452,6 |
| Summe | 5.616,2 | 28.462,2 |
Die effektive Steuerbelastung der "EVN" für das Geschäftsjahr 2007/08 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 2,4 % (Vorjahr: 9,9 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2008 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0% (Vorjahr: 25,0 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote des Geschäftsjahres 2007/08 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellen sich folgendermaßen dar:
| 2007/08 | 2006/07 | |||
|---|---|---|---|---|
| 58. Ermittlung des Effektivsteuersatzes | % | TEUR | % | TEUR |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – | 235.459,2 | – | 287.440,2 |
| Ertragsteuersatz/-aufwand | ||||
| zum nominellen Ertragsteuersatz | 25,0 | 58.864,8 | 25,0 | 71.860,0 |
| +/– Abweichende ausländische Steuersätze | –1,0 | –2.331,8 | 0,4 | 1.141,0 |
| – Effekt aus Steuersatzänderung | – | – | –4,5 | –12.937,9 |
| – Steuerfreie Beteiligungserträge | –18,2 | –42.890,9 | –11,0 | –31.751,4 |
| – Änderungen im Ansatz/in der Bewertung der latenten Steuern | –4,7 | –10.998,7 | – | – |
| + Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 0,3 | 702,5 | 0,5 | 1.541,4 |
| +/– Aperiodische Steuererhöhungen/-minderungen | 0,2 | 390,7 | –0,4 | –1.009,0 |
| +/– Sonstige Posten | 0,8 | 1.879,7 | –0,1 | –381,9 |
| Effektivsteuersatz/-aufwand | 2,4 | 5.616,2 | 9,9 | 28.462,2 |
Der Effekt aus der Steuersatzänderung im Geschäftsjahr 2006/07 ist vor allem auf eine Neubewertung der latenten Steuern in Bulgarien, Deutschland und Mazedonien aufgrund einer Steuersatzänderung zurückzuführen (siehe Erläuterung 22. Ertragsteuern und latente Steuern).
59. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien von 163.488.927 (Vorjahr: 163.525.820) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien aufgrund von Aktienoptionen und Wandelanleihen auftreten. Für "EVN" bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie ist.
Auf Basis des Konzernergebnisses von 186.936,8 TEUR (Vorjahr: 227.029,7 TEUR) errechnet sich für das Geschäftsjahr 2007/08 ein Ergebnis je Aktie von 1,14 EUR (Vorjahr: 1,39 EUR). Infolge des Aktiensplits per 17. April 2008 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte angepasst.
Sonstige Angaben
60. Geldflussrechnung
Die Geldflussrechnung der "EVN" zeigt, wie sich der Fonds der liquiden Mittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat.
Die Darstellung erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern werden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.
Die Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 28.487,0 TEUR (Vorjahr: 17.623,6 TEUR) sind gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.
Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im Geschäftsjahr 135.431,7 TEUR (Vorjahr: 116.799,9 TEUR). Die Zinseinzahlungen betrugen 47.355,8 TEUR (Vorjahr: 31.467,0 TEUR); Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 82.198,6 TEUR (Vorjahr: 74.346,1 TEUR) geleistet.
Die Auswirkungen von Unternehmenserwerben werden eliminiert und in der Position Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt. Im Vorjahr war der Erlös aus dem Verkauf der Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich in Höhe von 177.363,2 TEUR (inklusive Wertsicherung bis zum Zeitpunkt der Zahlung im Jänner 2007) enthalten.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 5.270,2 TEUR (Vorjahr: 2.675,4 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultierten Gewinne in Höhe von 840,2 TEUR (Vorjahr: Gewinne von 331,4 TEUR).
Die Dividendenauszahlungen an Aktionäre der EVN AG in Höhe von 61.322,2 TEUR (Vorjahr: 57.234,0 TEUR) sowie an andere Gesellschafter (jene der "RBG" und der "BUHO") in Höhe von 36.420,7 TEUR (Vorjahr: 35.147,0 TEUR) werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugegangenen liquiden Mittel betragen 155,4 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR).
Der Anteil quotenkonsolidierter Unternehmen am Fonds der liquiden Mittel beträgt 14.143,1 TEUR (Vorjahr: 7.820,0 TEUR).
| 60. Fonds der liquiden Mittel TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Kassenbestände | 327,8 | 300,6 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 120.653,2 | 75.923,0 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | –26.863,5 | –21.867,6 |
| Summe | 94.117,5 | 54.356,0 |
61. Segmentberichterstattung
Entsprechend den Regeln des IAS 14 sind einzelne Jahresabschlussdaten nach Segmenten und Regionen getrennt darzustellen. Die Gliederung orientiert sich dabei an der internen Berichterstattung, die eine zuverlässige Einschätzung der Risiken und Erträge des Konzerns ermöglicht. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten der einzelnen Aktivitäten des Konzerns transparent gemacht werden.
Die mit Beginn des Geschäftsjahres 2005/06 implementierte neue Konzernstruktur der "EVN" findet auch in der externen Berichterstattung in Aktionärsbriefen und Geschäftsberichten seither ihren Niederschlag. Dazu erfolgt die Darstellung gegliedert in die Segmente Energie, Umwelt sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges.
Dies soll einerseits eine kompakte Darstellung der steuerungsrelevanten Komponenten der "EVN" (Management Approach) ermöglichen und andererseits ausreichende Informationen über den Geschäftsgang in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vermitteln, damit eine schlüssige Interpretation der Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe ermöglicht wird.
Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:
| Segment | Aktivität |
|---|---|
| Energie | Erzeugung, Netze, Energiebeschaffung und -vertrieb sowie Südosteuropa |
| Umwelt | Wasserver- und Abwasserentsorgung, Thermische Abfallverwertung |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | Strategische Beteiligungen und Sonstiges, Konzernfunktionen |
Segmentaktivitäten
Die geografische Segmentierung umfasst die Unterteilung in die Regionen Österreich, Südosteuropa sowie Mittel- und Osteuropa.
Grundsatz der Segmentzuordnung
Sachlich zuordenbare Positionen sind den jeweiligen Segmenten direkt zugerechnet. Von einem Segment an ein anderes Segment erbrachte und direkt verrechenbare Leistungen werden über innerbetriebliche Leistungsverrechnung zugeordnet. Positionen, die weder direkt zuordenbar noch verrechenbar sind, werden mit Hilfe sachlich bedingter Umlageverfahren zugerechnet. Restgrößen werden im Verhältnis der zugeordneten Positionen verteilt.
Die Umsätze werden nach dem Bestimmungslandprinzip jenen Ländern zugerechnet, in welchen die Leistung erbracht wird. Bei Projektgeschäften entscheidet der Projektstandort.
Verrechnungspreise
Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.
Sonstige Angaben
61. Segmentergebnis nach
| Strategische Beteiligungen | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereichen | I | Energie | I Umwelt |
I und Sonstiges |
I Konsolidierung |
I S | umme I | |||
| Mio EUR | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 |
| Außenumsatz | 2.182,3 | 1.932,7 | 184,6 | 275,1 | 30,1 | 25,3 | – | – | 2.397,0 | 2.233,1 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 15,2 | 10,7 | 11,2 | 9,4 | 56,8 | 49,0 | –83,2 | –69,0 | – | – |
| Operativer Aufwand | –1.861,6 | –1.634,5 | –156,1 | –230,6 | –99,1 | –85,8 | 82,1 | 68,4 | –2.034,7 | –1.882,5 |
| EBITDA | 335,9 | 309,0 | 39,6 | 53,8 | –12,1 | –11,5 | –1,1 | –0,7 | 362,3 | 350,7 |
| Abschreibungen | –180,7 | –136,7 | –14,2 | –15,8 | –1,8 | –1,6 | 1,1 | 0,7 | –195,7 | –153,3 |
| davon Wertminderungen | –13,4 | –0,6 | – | –0,3 | – | – | – | – | –13,4 | –1,0 |
| davon Zuschreibungen | 1,4 | 23,1 | – | – | – | – | – | – | 1,4 | 23,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 155,2 | 172,3 | 25,4 | 38,1 | –13,9 | –13,0 | – | – | 166,6 | 197,3 |
| Ergebnisanteil der at Equity | ||||||||||
| einbezogenen Unternehmen | 9,7 | 8,0 | 9,9 | 18,8 | 76,1 | 63,1 | – | – | 95,7 | 89,8 |
| Buchwert der at Equity | ||||||||||
| einbezogenen Unternehmen | 87,6 | 44,6 | 63,2 | 53,0 | 490,7 | 362,7 | – | – | 641,5 | 460,3 |
| Firmenwerte | 173,6 | 150,1 | 41,9 | 41,5 | – | – | – | – | 215,5 | 191,6 |
| Verbindlichkeiten | 2.240,6 | 1.929,8 | 801,0 | 806,9 | 1.303,6 | 1.221,8 | –917,4 | –711,2 | 3.427,8 | 3.247,2 |
| Gesamtvermögen | 3.421,3 | 3.006,0 | 1.083,8 | 1.049,5 | 3.136,7 | 3.005,9 | –1.005,6 | –799,4 | 6.636,3 | 6.261,9 |
| Investitionen in immaterielle | ||||||||||
| Vermögenswerte und Sachanlagen | 346,1 | 222,0 | 67,9 | 53,6 | 1,6 | 2,1 | – | – | 415,6 | 277,7 |
| 61. Segmentergebnis nach Regionen | I Österreich |
I | Südosteuropa | I Mittel- und Osteuropa | I S | umme I | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 | 2007/08 | 2006/07 |
| Umsatz | 1.521,3 | 1.400,1 | 754,3 | 623,9 | 121,4 | 209,2 | 2.397,0 | 2.233,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 145,0 | 177,5 | 16,5 | 3,3 | 5,1 | 16,6 | 166,6 | 197,3 |
| Investitionen in immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte und Sachanlagen | 251,3 | 180,1 | 153,2 | 83,2 | 11,1 | 14,4 | 415,6 | 277,7 |
| Gesamtvermögen | 4.927,3 | 4.683,8 | 1.003,8 | 842,9 | 705,2 | 735,2 | 6.636,3 | 6.261,9 |
62. Risikomanagement
Zinsrisiken
Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr einer für "EVN" negativen Änderung des vorherrschenden Zinsniveaus mit Auswirkung auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital. Zur Minimierung der Zinsrisiken wird eine ausgewogene Mischung aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Die Risikominimierung findet durch Limits und Absicherungsstrategien sowie deren Überwachung statt. Die Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 63. Finanzinstrumente). Bei der Bewertung wird zwischen Finanzinstrumenten mit einer fixen Verzinsung und solchen mit einer variablen Verzinsung unterschieden.
Die Bewertung des Zinsänderungsrisikos wird gemäß der Anforderung des IFRS 7 durch eine Sensitivitätsanalyse bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten durchgeführt. Ein Anstieg des Marktzinssatzes von einem Prozentpunkt würde bei dem zum Bilanzstichtag vorliegenden Portefeuille von variabel verzinsten Finanz instrumenten zu einem um 8,7 Mio EUR geringeren Ergebnis führen. Ein Sinken des Marktzinssatzes um einen Prozentpunkt würde zum Bilanzstichtag zu einem um 8,7 Mio EUR höheren Ergebnis führen. Prinzipiell versucht "EVN" Zinsschwankungen durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten entgegenzuwirken.
Währungsrisiken
Währungsrisiken resultieren aus der Denominierung von Finanzinstrumenten in einer Währung, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Währungsrisiken bestehen für "EVN" primär aufgrund der begebenen Anleihen in JPY und CHF. Diese werden durch den Einsatz von Cross Currency Swaps grundsätzlich abgesichert (siehe Erläuterungen 39. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 63. Finanzinstrumente).
Sonstige Marktrisiken
In dieser Position werden vorwiegend Preisänderungsrisiken erfasst, die aus Marktschwankungen resultieren. Für "EVN" sind dies Schwankungen der Primärenergiepreise, der Strompreise am Absatz- und Beschaffungsmarkt sowie Kursänderungsrisiken von Wertpapieren. Zur Absicherung der Preisrisiken für Strom, Gas, Öl, Steinkohle, CO2 und Biomasse werden Termingeschäfte (siehe sogleich) und Swaps (siehe Erläuterung 63. Finanzinstrumente) abgeschlossen.
62. Preisabsicherungen im Energiebereich
| 2007/08 | 2006/07 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I Nominalvolumen |
I | Marktwerte | I | Nominalvolumen | I | Marktwerte | I | |||
| Käufe | Verkäufe | Positive | Negative | Netto | Käufe | Verkäufe | Positive | Negative | Netto | |
| Futures | 97.022,5 | –40.940,5 | 13.170,7 | –12.725,7 | 445,0 | 97.121,5 | –1.298,5 | 4.590,4 | –1.994,9 | 2.595,5 |
| Forwards | 419.939,4 | –333.073,2 | 99.225,5 | –81.243,5 | 17.982,1 | 370.187,9 | –310.069,1 | 41.232,3 | –34.029,2 | 7.203,1 |
Kursänderungsrisiken bestehen in Bezug auf Wertpapiere in Abhängigkeit von der Entwicklung des Kapitalmarkts. "EVN" hält wesentliche Aktienbestände an der Verbundgesellschaft.
Liquiditätsrisiko
Das Liqiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zu einer fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. "EVN" minimiert dieses Risiko durch eine langfristige Finanzplanung, die Festlegung von Limits und das konzernweite Cash Pooling. Das Gearing der "EVN" liegt mit 35,3 % unter dem Branchendurchschnitt und drückt die solide Kapitalstruktur des Unternehmens aus. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600 Mio EUR mit einem europäischen Bankensyndikat vereinbart. Zum 30. September 2008 nicht ausgenutzt und sofort verfügbar waren von diesem Kredit 400 Mio EUR.
Kreditrisiko
Das Kredit- bzw. Ausfallsrisiko ergibt sich aus der potenziellen Nicht- bzw. mangelhaften Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen der Geschäftspartner. Um das Ausfallsrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durchgeführt. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, ist vor Geschäftsabschluss eine ausreichende Besicherung zu erbringen.
Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird auf beste Bonität auf Basis internationaler Ratings geachtet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.
Sonstige Angaben
63. Finanzinstrumente
Originäre Finanzinstrumente
Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Ausleihungen, Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten. Die Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze sind bei der jeweiligen Bilanzposition angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden mit Wertansätzen des jeweiligen Settlement-Stichtags gebucht.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aus den begebenen Anleihen sind in Erläuterung 39. Langfristige Finanzverbindlichkeiten detailliert dargestellt.
In folgender Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind, dargelegt:
| 63. Finanzinstrumente zu fortgeführten | 2007/08 | 2006/07 | ||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Mio EUR |
Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Ausleihungen | 21,6 | 21,6 | 21,4 | 21,4 |
| Kurzfristige Forderungen | 548,8 | 548,8 | 519,6 | 519,6 |
| Liquide Mittel | 121,0 | 121,0 | 76,2 | 76,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Anleihenverbindlichkeiten | 302,4 | 324,6 | 417,8 | 443,7 |
| Langfristige Bankdarlehen | 1.056,5 | 1.056,5 | 754,8 | 754,8 |
| Liefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 461,7 | 461,7 | 447,6 | 447,6 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 153,9 | 153,9 | 247,2 | 247,2 |
Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Zeitwerte der Anleihenverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter der Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Anteilen an nicht-börsenotierten Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung anhand von vergleichbaren Transaktionen.
| 63. Finanzinstrumente zu Zeitwerten | Mio EUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende | |||
| finanzielle Vermögenswerte | 102,9 | 101,2 | |
| Zur Veräußerung verfügbare langfristige Finanzanlagen | 1.723,5 | 1.613,4 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 136,0 | 395,7 |
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente des Finanzbereichs dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko bergen und einen höheren Ertrag versprechen. Alle derivativen Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der "Value-At-Risk-Methode" erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte (Fair Value) angesetzt.
| Nominalwert1) I |
Marktwert2) I |
I | ||
|---|---|---|---|---|
| 63. Derivative Finanzinstrumente | 30.9.2008 | 30.9.2007 | 30.9.2008 | 30.9.2007 |
| Währungsswaps | ||||
| (unter 1 Jahr)3) Mio CHF |
200,0 | 180,0 | 5,6 | –12,8 |
| (unter 5 Jahre)3) Mio CHF |
– | 200,0 | – | –0,9 |
| Mio JPY (über 5 Jahre)3) | 8.000,0 | 8.000,0 | –15,2 | –21,6 |
| Mio USD (unter 5 Jahre) 3) | 15,4 | 15,4 | 1,9 | 1,8 |
| Mio USD (über 5 Jahre) 3) | 3,0 | 6,0 | 0,3 | 0,6 |
| Zinsswaps | ||||
| Mio EUR (unter 1 Jahr) | – | 70,3 | – | 0,2 |
| Mio EUR (unter 5 Jahre) 3) | 482,8 | 445,0 | –10,3 | –13,2 |
| Swaps Energiebereich | ||||
| Käufe (Gas, Kohle, Öl)3) | 136,1 | 119,0 | 0,4 | 19,0 |
| Caps | ||||
| Mio EUR (unter 5 Jahre) | 105,0 | – | 0,8 | – |
| Mio EUR (über 5 Jahre) | – | 105,0 | – | 0,5 |
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
1) In Mio in Nominalwährung
2) In Mio EUR
3) Wurde gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet
Positive Zeitwerte sind je nach Laufzeit unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten oder den Forderungen aus Finanzinstrumenten, negative in den Rückstellungen für Finanzinstrumente erfasst. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertänderungen jener Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Sonstige Angaben
64. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
"WTE" hat am 7. November 2008 einen Auftrag zum Bau der Schlammbehandlungsanlage mit einer Kapazität von 600.000 Einwohnergleichwerten für die litauische Hauptstadt Vilnius erhalten. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird etwa 45 Mio EUR betragen.
Unter Berücksichtigung der zu erwartenden operativen Geschäftsentwicklung wurde zur Zwischenfinanzierung der "EVN" die am 12. September 2006 unterzeichnete syndizierte, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 600 Mio EUR mit einem Volumen von weiteren 100 Mio gezogen. Somit wurden insgesamt 300 Mio EUR zur Zwischenfinanzierung in Anspruch genommen.
65. Sonstige Verpflichtungen und Risiken
"EVN" hat zur Sicherung der Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern langfristige Verträge mit "e&t" sowie mit "EconGas" abgeschlossen, die fixe Mengen- und Preisbindungen vorsehen. Weiters bestehen langfristige Verträge über den Import von Kohle aus Polen und Russland. Die durch "EVN" eingegangenen Verpflichtungen und Risken setzen sich wie folgt zusammen:
| 65. Sonstige Verpflichtungen und Risiken TEUR |
2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|
| Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften | 509.152,3 | 348.308,6 |
| Garantien im Zusammenhang mit dem Betrieb bzw. der Errichtung von Kraftwerken | 150.131,9 | 87.587,8 |
| Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 149.131,6 | 145.270,7 |
| Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung von Projekten im Umweltbereich |
80.383,6 | 243.812,4 |
| Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen | ||
| Haftungsverhältnissen | 27.821,7 | 63.967,0 |
| Summe | 916.621,1 | 888.946,5 |
Den oben genannten Verpflichtungen stehen entsprechende Rückgriffsforderungen in Höhe von 421.651,9 TEUR gegenüber.
Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassen im Wesentlichen offene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften. Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft gegen "EVN" potenziell geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage des Konzerns haben.
66. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige sowie at Equity einbezogene Unternehmen.
Transaktionen mit einem Hauptgesellschafter
Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf der Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Stichtag eine Forderung gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH in Höhe von 15.653,0 TEUR (Vorjahr: Verbindlichkeit 7.935,6 TEUR).
Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat
Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten inbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2007/08 insgesamt 1.235,3 TEUR (Vorjahr: 1.186,4 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 949,1 TEUR (Vorjahr: 918,8 TEUR) bezahlt.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der EVN AG betrugen für aktive Vorstandsmitglieder 1.312,7 TEUR (Vorjahr: 2.243,6 TEUR) und 1.322,0 TEUR (Vorjahr: 1.434,1 TEUR) für aktive leitende Angestellte. Der Stand der Pensionsverpflichtungen für die aktiven Vorstandsmitglieder beträgt zum Bilanzstichtag 9.391,9 TEUR (Vorjahr: 8.167,8 TEUR).
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 144,1 TEUR (Vorjahr: 140,8 TEUR). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 79,0 TEUR (Vorjahr: 79,1 TEUR) ausbezahlt.
Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht "EVN" mit zahlreichen Unternehmen im Lieferungsund Leistungsaustausch. Darunter befinden sich auch nahestehende Unternehmen, die at Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden. Mit "e&t" wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschaffung von Elektrizität getroffen. Ebenso wurden mit der "EconGas" langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen. Es besteht weiters eine Kooperationsvereinbarung mit der "BEGAS" betreffend gaswirtschaftlichen Leistungen. Mit "NÖKOM" existieren langfristige Nutzungsverträge über die Bereitstellung von Lichtwellenleitern.
Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:
| 66. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen | TEUR | 2007/08 | 2006/07 |
|---|---|---|---|
| Umsätze | 233.592,6 | 234.076,5 | |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 609.656,7 | 513.391,7 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 123.402,3 | 69.340,0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 59.686,3 | 15.469,7 | |
| Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Poolings | 11.238,0 | 11.196,6 | |
| Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Poolings | –880,6 | –441,6 |
Sonstige Angaben
67. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Organe der EVN AG sind:
Vorstand
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer – Sprecher des Vorstands Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Aufsichtsrat
Kommerzialrat Dr. Rudolf Gruber – Präsident Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident Kammerrat Gerhard Posset – Vizepräsident Kammerrat Walter Aigner (bis 17.3.2008) Dr. Amir Ghoreishi (bis 17.1.2008) Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Univ.-Prof. Dr. Gottfried Holzer Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Hofrat Dr. Reinhard Meißl Bernhard Müller
Wolfgang Peterl Martin Schuster Mag. Michaela Steinacker Generaldirektor Hans-Peter Villis (seit 17.1.2008) Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter Rudolf Rauch – Arbeitnehmervertreter Kammerrat Manfred Weinrichter – Arbeitnehmervertreter Ing. Paul Hofer – Arbeitnehmervertreter Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter Helmut Peter – Arbeitnehmervertreter (bis 17.3.2008) Franz Ziegelwagner – Arbeitnehmervertreter
68. Freigabe des Konzernabschlusses 2007/08 zur Veröffentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss des Mutterunternehmens werden am 10. Dezember 2008 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat kann den Konzernabschluss feststellen oder dessen Feststellung an die Hauptversammlung delegieren.
Maria Enzersdorf, am 20. November 2008
EVN AG Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands
Beteiligungen der EVN
Nachfolgend werden die Beteiligungen der "EVN" gegliedert nach Segmenten angeführt. Die Aufstellung enthält die Werte aus den letzten verfügbaren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben für das Eigenkapital mit den Mittelkursen zum Bilanzstichtag, für das Ergebnis mit den Jahresdurchschnittskursen.
1. Beteiligungen der EVN AG
| im Segment Energie ≥ 20% per 30.9.2008 | Letztes | Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | Anteilseigner | Beteiligung% | Währung | Eigenkapital TEUR |
Jahreser gebnis TEUR |
Jahresabschluss zum |
dierungsart 2007/08 |
| AUSTRI A FERNGAS Gesellschaft m.b.H. in Liqu., Wien |
EVN | 23,75 | EUR | 2.522 | 299 | 31.12.2007 | NE |
| EconGas GmbH, Wien1) | EVN | 15,70 | EUR | 110.340 | 47.314 | 31.12.2007 | E |
| Energie Raum Mur Wasserkraftwerk Errichtungs- und Betriebs GmbH, Graz |
WTK | 50,00 | EUR | 57 | – | 31.12.2007 | NE |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, ("EAA"), Wien | EVN | 45,00 | EUR | 5.025 | 692 | 30.9.2008 | Q |
| Energy Service DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN MKD | 100,00 | MKD | 9 | –3 | 31.12.2007 | NV |
| Energy Trading EAD, Sofia, Bulgarien | EVN EC | 100,00 | BGN | 115 | –26 | 31.12.2007 | V |
| EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, Bulgarien | EVN | 67,00 | BGN | 198.217 | 14.635 | 31.12.2007 | V |
| EVN Bulgaria Elektrosnabdjavane AD, ("EVN EC") Plovdiv, Bulgarien |
EVN | 67,00 | BGN | 33.757 | 3.128 | 31.12.2007 | V |
| EVN Bulgaria EAD, ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | BGN | 353 | 101 | 31.12.2007 | V |
| EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien2) | EVN | 100,00 | BGN | 22.568 | –10.629 | 31.12.2007 | V |
| EVN Development EOOD, Sofia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | BGN | 1 | –1 | 31.12.2007 | NV |
| EVN DOOEL, Skopje, Mazedonien2) | EVN SEE | 100,00 | MKD | – | – | – | NV |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 40.649 | 14.250 | 30.9.2008 | Q |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH ("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf |
EVN | 100,00 | EUR | 49.481 | –46 | 30.9.2008 | V |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. Zwentendorf an der Donau |
EVN/Utilitas | 100,00 | EUR | 100.882 | 98 | 30.9.2008 | V |
| EVN Macedonia AD, Skopje, Mazedonien3) | EVN | 90,00 | MKD | 150.195 | 64 | 31.12.2007 | V |
| EVN Macedonia Holding DOOEL, ("EVN MKD"), Skopje Mazedonien4) |
EVN | 100,00 | MKD | –491 | –209 | 31.12.2007 | V |
| evn naturkraft Erzeugungs- und Verteilungs GmbH ("evn naturkraft"), Maria Enzersdorf |
EVN | 100,00 | EUR | 48.376 | 8.503 | 30.9.2008 | V |
| EVN Netz GmbH, ("EVN Netz"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 351.203 | 13.763 | 30.9.2008 | V |
| EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf2) | EVN | 100,00 | EUR | 100.804 | 769 | 30.9.2008 | V |
| EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien2) | EVN SEE | 100,00 | RSD | – | – | – | NV |
| EVN Trading South East Europe EAD, ("EVN SEE") Sofia, Bulgarien |
EVN | 100,00 | BGN | 911 | –10 | 31.12.2007 | V |
Konsolidierungsart:
E: At Equity einbezogene Unternehmen (assoziierte Unternehmen)
NE: Nicht nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen
NV: Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Q: Quotenkonsolidierte Unternehmen
V: Vollkonsolidierte Unternehmen (verbundene Unternehmen)
Beteiligungen der EVN
| Gesellschaft, Sitz | Anteilseigner | Beteiligung% | Währung | Eigenkapital TEUR |
Letztes Jahreser gebnis TEUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2007/08 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf2) | EVN | 100,00 | EUR | 73.856 | 5.785 | 30.9.2008 | V |
| EVN Windpower Development & Construction S.R.L. Bukarest, Rumänien2) |
evn naturkraft | 50,00 | RON | – | – | – | NE |
| Evonik-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH Essen, Deutschland5) |
EVN Kraftwerk | 49,00 | EUR | 55.938 | –1.270 | 31.12.2007 | E |
| e&t Energie Handelsgesellschaft mbH, Wien | EVN | 45,00 | EUR | 4.163 | 1.711 | 30.9.2008 | E |
| Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten2) | EVN | 49,00 | EUR | – | – | – | E |
| grafotech Beratungs- und Planungsgesellschaft m.b.H. ("grafotech"), Maria Enzersdorf |
Utilitas | 100,00 | EUR | 2.103 | 1.861 | 30.9.2008 | V |
| IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn | EVN | 70,00 | HUF | 2.190 | 6 | 31.12.2007 | NV |
| Kabelsignal AG, Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | EUR | 26.970 | 7.024 | 30.9.2008 | V |
| Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH, Wien |
evn naturkraft | 33,33 | EUR | 49 | 4 | 31.12.2007 | NE |
| Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH & Co KG, Wien |
evn naturkraft | 33,33 | EUR | 6.036 | 237 | 31.12.2007 | NE |
| MAKGAS DOOEL, Skopie, Mazedonien | EVN | 100,00 | MKD | 3 | –1 | 31.12.2007 | NV |
| Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Wien | EAA | 100,00 | EUR | 906 | 156 | 30.9.2008 | Q |
| Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien2) | evn naturkraft | 100,00 | BGN | – | – | – | NV |
| NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H. Maria Enzersdorf |
EVN | 50,00 | EUR | 9.939 | –2.836 | 31.12.2007 | E |
| Switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg | EAA | 100,00 | EUR | 218 | –4 | 30.9.2008 | Q |
| Toplak Gesellschaft m.b.H., Wien | EVN | 50,00 | EUR | –129 | –103 | 31.10.2007 | NE |
| Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, ("WTK") Maria Enzersdorf |
evn naturkraft | 70,00 | EUR | 179 | –14 | 30.9.2008 | V |
1) Trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20 % wird die Beteiligung aufgrund ihrer Wesentlichkeit angeführt.
2) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.
3) Vormals AD Elektrostopanstvo na Makedonija, Skopje, Mazedonien
4) Vormals EVN Macedonia DOOEL, Skopje, Mazedonien
5) Vormals STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland
2. Beteiligungen der EVN AG
| Letztes | Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteilseigner | Beteiligung% | Währung | TEUR | gebnis TEUR | zum | dierungsart 2007/08 |
| WTE Essen | 49,00 | EUR | 250 | 30 | 30.9.2007 | NE |
| EVN Umwelt | 100,00 | EUR | 6.917 | 5.809 | 30.9.2008 | V |
| WTE Denmark | 100,00 | LTL | 98 | 34 | 30.9.2008 | NV |
| WTE Betrieb | 100,00 | EUR | 63 | 20 | 30.9.2008 | V |
| evn wasser | 51,00 | HUF | 1.605 | 12 | 31.12.2007 | NV |
| EVN Umwelt/Utilitas | 100,00 | EUR | 26.868 | –6.723 | 30.9.2008 | V |
| EVN Umwelt | 100,00 | EUR | 4.388 | 111 | 30.9.2008 | V |
| EVN Umwelt | 100,00 | EUR | 18 | –17 | 30.9.2008 | V |
| Eigenkapital | Jahreser | Jahresabschluss |
| Gesellschaft, Sitz | Anteilseigner | Beteiligung% | Währung | Eigenkapital TEUR |
Letztes Jahreser gebnis TEUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2007/08 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf |
EVN | 100,00 | EUR | 107.868 | 9.958 | 30.9.2008 | V |
| evn wasser Gesellschaft m.b.H., ("evn wasser") Maria Enzersdorf |
EVN/Utilitas | 100,00 | EUR | 63.325 | 4.210 | 30.9.2008 | V |
| OAO "EVN MSZ 3", ("OAO MVA3"), Moskau, Russland | EVN MVA3 | 100,00 | RUB | 196.485 | –388 | 31.12.2007 | V |
| OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland | Süd-West | 100,00 | RUB | 171.279 | –18.142 | 31.12.2007 | V |
| OAO "WTE Süd-Ost", Moskau, Russland1) | WTE Hyp | 100,00 | RUB | – | – | – | V |
| OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | RUB | 8 | 6 | 31.12.2007 | V |
| OOO EVN-Ekotechprom MSZ3, Moskau, Russland | OAO MVA3 | 70,00 | RUB | –123 | –125 | 31.12.2007 | NV |
| OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland | Süd-West | 70,00 | RUB | 816 | 813 | 31.12.2007 | NV |
| OOO "WTE Wassertechnik West", Moskau, Russland1) | WTE Essen | 100,00 | RUB | – | – | – | NV |
| Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH ("Süd Butowo"), Essen, Deutschland |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 8.418 | 626 | 30.9.2008 | V |
| SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH | |||||||
| ("Zelenograd"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | EUR | 20.689 | 1.661 | 30.9.2008 | V |
| SHW Hölter Projektgesellschaft Slowenien mbH Essen, Deutschland |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 22 | – | 30.9.2008 | NV |
| SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o. | |||||||
| Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 50,00 | HRK | 2.376 | 874 | 31.12.2007 | NE |
| SHW Projektgesellschaft Pskov mbH, Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | EUR | 21 | – | 30.9.2008 | NV |
| Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland |
WTE Essen | 49,00 | EUR | 535 | 23 | 31.12.2007 | NE |
| Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H Untertullnerbach |
evn wasser | 50,00 | EUR | 887 | –1 | 31.12.2007 | NE |
| WTE Denmark A/S ("WTE Denmark") Birkerod,Dänemark |
WTE Essen | 100,00 | DKK | 600 | 898 | 30.9.2008 | V |
| WTE desalinizacija morske vode d.o.o. – Budva Budva, Montenegro1) |
WTE Essen | 100,00 | EUR | – | – | – | V |
| WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | EUR | –24 | –43 | 30.9.2008 | V |
| WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o. Kranjska Gora, Slowenien |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 18 | 1 | 30.9.2008 | V |
| WTE Projektna druzba Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | EUR | –56 | –17 | 30.9.2008 | V |
| WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH ("WTE Hyp"), Essen, Deutschland EVN UFS/WTE Essen |
100,00 | EUR | 14.976 | –49 | 30.9.2008 | V | |
| WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH ("Süd-West"), Essen, Deutschland |
WTE Essen | 100,00 | EUR | 30.111 | –9.320 | 30.9.2008 | V |
| WTE Betriebsgesellschaft mbH, ("WTE Betrieb") Hecklingen, Deutschland |
|||||||
| WTE Vodice d.o.o., Zagreb, Kroatien | WTE Essen WTE Essen |
100,00 100,00 |
EUR HRK |
511 8 |
– 5 |
30.9.2008 30.9.2008 |
V V |
| WTE Wassertechnik GmbH, ("WTE Essen") Essen, Deutschland |
EVN Umwelt | 100,00 | EUR | 63.456 | 421 | 30.9.2008 | V |
| WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen | WTE Essen | 100,00 | PLN | 1.368 | 371 | 30.9.2008 | V |
| ZAO "STAER", Moskau, Russland | Süd Butowo | 70,00 | RUB | 171 | 168 | 31.12.2007 | NV |
| ZAO "STAER-ZWK", Moskau, Russland | Zelenograd | 70,00 | RUB | 126 | 63 | 31.12.2007 | NV |
| Zagrebacke otpadne vode d.o.o., Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 48,50 | HRK | 108.647 | 23.588 | 31.12.2007 | E |
| Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o Zagreb, Kroatien |
WTE Essen | 35,00 | HRK | 4.414 | 3.603 | 31.12.2007 | E |
1) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.
Beteiligungen der EVN
| 3. Beteiligungen der EVN AG im Segment | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20% per 30.9.2008 | Eigenkapital | Letztes Jahreser |
Jahresabschluss | Konsoli dierungsart |
|||
| Gesellschaft, Sitz | Anteilseigner | Beteiligung% | Währung | TEUR | gebnis TEUR | zum | 2007/08 |
| ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., Wien | Utilitas | 50,00 | EUR | 795 | 172 | 31.12.2007 | E |
| ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf | grafotech | 50,00 | EUR | 91 | 29 | 31.12.2007 | NE |
| BEGAS – Burgenländische Erdgasversorgungs | |||||||
| Aktiengesellschaft, Eisenstadt | BUHO | 49,00 | EUR | 72.140 | 5.494 | 30.9.2007 | E |
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft, ("BUHO") | |||||||
| Eisenstadt | EVN | 72,27 | EUR | 76.622 | 6.527 | 30.9.2008 | V |
| Burgenländische Elektrizitätswirtschaft-Aktiengesellschaft | |||||||
| (BEWAG), Eisenstadt | BUHO | 49,00 | EUR | 201.067 | 21.415 | 30.9.2007 | E |
| EESU Holding GmbH, Wien | Utilitas | 49,95 | EUR | 330.168 | 45.362 | 30.6.2008 | E |
| Ernst Hora Elektroinstallationen Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| ("Ernst Hora"), Wien | first facility | 100,00 | EUR | 57 | 5 | 31.12.2007 | NV |
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien | EVN | 100,00 | ALL | 6 | –2 | 31.12.2007 | NV |
| EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | EUR | 653 | 519 | 30.9.2008 | V |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH | |||||||
| ("EVN FM"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 15.697 | 4.796 | 30.9.2008 | V |
| EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf | EVN FM | 100,00 | EUR | 15.841 | 4.887 | 30.9.2008 | V |
| EVN Finance Service B.V., Amsterdam, Niederlande | EVN FM | 100,00 | EUR | 8 | –27 | 30.9.2007 | NV |
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 4.742 | 297 | 31.12.2007 | NV |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien | EVN | 50,00 | EUR | 377 | 44 | 30.9.2008 | E |
| first facility Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien | first facility | 100,00 | BGN | 17 | 4 | 31.12.2006 | NV |
| first facility d.o.o., Zagreb, Kroatien | first facility | 100,00 | HRK | –125 | –79 | 31.12.2007 | NV |
| first facility GmbH, ("first facility"), Wien | Utilitas | 100,00 | EUR | 462 | 18 | 30.9.2008 | V |
| first facility Ingatlankezelö Kft., Budapest, Ungarn | first facility | 100,00 | HUF | –184 | –53 | 31.12.2007 | NV |
| first facility Imobile SRL, Bukarest, Rumänien | first facility/Ernst Hora | 95,00 | RON | –3 | –3 | 31.12.2007 | NV |
| first facility Macedonia DOOEL, Skopje, Mazedonien | first facility | 100,00 | MKD | 4 | –1 | 31.12.2007 | NV |
| first facility Slowakei s.r.o., Bratislava, Slowakei1) | first facility | 92,50 | EUR | – | – | – | NV |
| first facility – tourism GmbH, Wien | first facility | 50,00 | EUR | 48 | –57 | 31.12.2007 | NE |
| Niederösterreichische Facility Management GmbH | |||||||
| Wiener Neustadt | first facility | 50,00 | EUR | 27 | –8 | 31.12.2007 | NE |
| Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft | |||||||
| (Verbund), Wien1) | EVN | 12,84 | EUR | 1.298.745 | 333.068 | 31.12.2007 | N |
| R 138-Fonds, Wien | EVN AG/EVN Netz/evn wasser | 100,00 | EUR | 87.695 | –6.385 | 30.9.2008 | V |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, ("RBG") | |||||||
| Maria Enzersdorf | EVN | 50,05 | EUR | 120.381 | 69.880 | 30.6.2008 | V |
| Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien | RBG | 75,00 | EUR | 126.487 | 92.143 | 31.12.2007 | E |
| Spieth Kathodischer Korrosionsschutz GmbH | |||||||
| Denkendorf, Deutschland2) | V&C | 100,00 | EUR | – | – | – | NV |
| Utilitas Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft | |||||||
| m.b.H, ("Utilitas"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | EUR | 186.755 | 17.871 | 30.9.2008 | V |
| VCK Betonschutz + Monitoring GmbH, Mainz | V&C | 50,00 | EUR | 61 | 24 | 31.12.2007 | NE |
| Deutschland | |||||||
| V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. ("V&C"), Pressbaum |
Utilitas | 100,00 | EUR | 569 | 268 | 31.3.2008 | V |
| V2 FM, Wien3) | first facility | 100,00 | EUR | 34 | –1 | 31.12.2007 | NV |
| Wiener Stadtwerke Management Beta Beteiligungs | |||||||
| GmbH, Wien | Utilitas | 47,37 | EUR | 924 | 5 | 30.11.2007 | NE |
1) Trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20 % wird die Beteiligung aufgrund ihrer Wesentlichkeit angeführt.
2) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.
3) Vormals first facility – healthcare GmbH, Wien
Berichterstattung nach IFRS Neue und geänderte Standards und Interpretationen
Erstmals anwendbare neue und geänderte Standards und Interpretationen1)
Im August 2005 hat das IASB IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" verabschiedet. IFRS 7 fordert Angaben zur Bedeutung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden für die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens und enthält neue Anforderungen hinsichtlich der Berichterstattung über Risiken, die mit finanziellen Vermögenswerten und Schulden verbunden sind. Der neue Standard hat einen Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung der Informationen über Finanzinstrumente der "EVN", nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten.
IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung", die im Juli 2006 herausgegeben wurde, stellt fest, dass Wertminderungen in Bezug auf Firmenwerte und auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte, die in Konzern-Zwischenberichten erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, in künftigen Konzern-Zwischenberichten und Konzernabschlüssen nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Die Anwendung dieser Interpretation wird nur bei etwaigen zukünftigen unterjährigen Wertminderungen einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder den Cash Flow der "EVN" haben.
Die im November 2006 veröffentlichte IFRIC 11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" befasst sich mit der Fragestellung, wie IFRS 2 auf aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen anzuwenden ist, bei denen Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens oder Eigenkapitalinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden. Da IFRS 2 derzeit bei "EVN" keine Anwendung findet, gilt dies ebenso für IFRIC 11.
Die Ergänzung zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" machte zusätzliche Angaben zum Kapital erforderlich, wie beispielsweise zur Kapitalstruktur sowie deren Ermittlung und Steuerung durch das Management bzw. zu etwaigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Kapitalausstattung.
Mit der Änderung im August 2005 wurden die Angabevorschriften in IAS 32 durch IFRS 7 "Anhangangaben zu Finanzinstrumenten" ersetzt und der Titel von IAS 32 wurde auf "Finanzinstrumente: Darstellung" abgeändert.
Im Oktober 2008 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" mit dem Titel "Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten". Die Änderungen von IAS 39 erlaubten nicht nur gewisse Umklassifizierungen nicht-derivativer finanzieller Vermögenswerte (abgesehen von denen, die nach der Fair-Value-Option als "zum Fair Value bewertet" klassifiziert wurden) aus der Kategorie der "zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte", sondern auch unter bestimmten Bedingungen Umklassifizierungen von "zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten" in die Kategorie der Forderungen aus dem Kreditgeschäft. Die Änderungen von IFRS 7 sahen zusätzliche Offenlegungsvorschriften für Unternehmen vor, die Umgliederungen von finanziellen Vermögenswerten in Übereinstimmung mit den Änderungen von IAS 39 vorgenommen haben. Die Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 traten rückwirkend zum 1. Juli 2008 in Kraft und waren bis 31. Oktober 2008 anzuwenden.
Noch nicht anwendbare neue und geänderte Standards und Interpretationen2)
IFRS 8 "Geschäftssegmente", der im November 2006 vom IASB herausgegeben wurde und IAS 14 "Segmentberichterstattung" vollständig ersetzt, regelt die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen sowie Kundenbeziehungen des Unternehmens. Nach IFRS 8 ist die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Demgegenüber sah IAS 14 vor, die Segmentberichterstattung nach Ursprung und Art der Chancen und Risiken des Unternehmens zu strukturieren (Risk and Reward Approach). Inwieweit IFRS 8 eine Auswirkung auf die Darstellung der "EVN" hat, wird sich anhand der Entwicklung des Unternehmens und seiner derzeitigen Segmente bis zum Inkrafttreten des Standards und dessen erstmaliger Anwendung im Geschäftsjahr 2009/10 zeigen. Die Änderungen wurden bereits durch die EU übernommen.
Ebenfalls im November 2006 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" veröffentlicht, in deren Mittelpunkt die Bilanzierung von Dienstleistungsvereinbarungen bei Unternehmen, die im Auftrag von Gebietskörperschaften öffentliche Leistungen, wie etwa den Bau von Straßen, Flughäfen, Gefängnissen oder Energieversorgungsinfrastruktur anbieten, steht. Es wird die Frage behandelt, wie Unternehmen die sich aus derartigen vertraglichen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Pflichten zu bilanzieren haben. "EVN" prüft zurzeit, wie sich die Anwendung der Interpretation auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Cash Flow des Konzerns auswirken wird.
Berichterstattung nach IFRS
IFRIC 13 "Kundentreueprogramme", die im Juni 2007 veröffentlicht wurde, widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften ("Treuepunkte") an Kunden vergeben, die diese beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen erhalten. Insbesondere wird geklärt, wie diese Unternehmen ihre Verpflichtungen, kostenfreie oder reduzierte Güter oder Dienstleistungen für Kunden, die ihre Gutschriften einlösen, zur Verfügung zu stellen, zu bilanzieren haben. Da "EVN" keine derartigen Kundentreueprogramme verwendet, kommt IFRIC 13 nicht zur Anwendung.
IFRIC 15 "Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien", veröffentlicht im Juli 2008, regelt die Bilanzierung von Immobilienverkäufen, die bereits vor Abschluss der Bauarbeiten stattfinden. Die Errichtung von Immobilien ist nicht Teil der Geschäftstätigkeit der "EVN", daher haben die Neuerungen durch IFRIC 15 keine Auswirkungen auf das Unternehmen.
Ebenso im Juli 2008 veröffentlichte das IFRIC die IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb", um jene Fragestellungen zu klären, die sich bei Anwendung von IAS 21 "Wechselkursänderungen" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe ergeben. Die Auswirkungen von IFRIC 16 auf "EVN" und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf den Cash Flow des Konzerns werden derzeit eingehend geprüft.
Bereits im September 2007 wurde eine überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" vom IASB veröffentlicht, die eine bessere Vergleichbarkeit und eine bessere Analysemöglichkeit von Jahresabschlüssen zum Ziel hat. Neuerungen ergeben sich einerseits in den Begrifflichkeiten, andererseits im Ausweis. So sind Eigenkapitalveränderungen aus Transaktionen mit den Eigentümern von nun an getrennt von allen anderen eigenkapitalverändernden Sachverhalten darzustellen. Dafür bietet sich ab nun die Möglichkeit des Ausweises sämtlicher nicht anteilseignerbezogener Eigenkapitalveränderungen in einem sogenannten "Statement of Comprehensive Income". Für "EVN" werden sich im Zuge dessen Änderungen in der Aufbereitung und Darstellung des Konzernabschlusses ab der Berichtsperiode 2009/10 ergeben.
Neuerungen bezüglich der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital und somit des Bilanzausweises präsentieren die im Februar 2008 überarbeiteten Versionen von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung". Fortan können einige Finanzinstrumente (kündbare Instrumente und Verpflichtungen, die lediglich im Liquidationsfall entstehen), die derzeit explizit die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllen, als Eigenkapital erfasst werden. Somit greift diese Neuregelung auch in den Regelungsbereich des IAS 32. Inwieweit die Neuerungen von IAS 1 bzw. IAS 32 auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben, wird sich bei eingehender Prüfung der Materie zeigen.
Die wesentliche Änderung des im April 2007 überarbeiteten IAS 23 "Fremdkapitalkosten" betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, wenn sie direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Da jedoch "EVN" von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht hat, ergeben sich durch diese Änderung auch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Cash Flow.
IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" schrieb bislang vor, die Anschaffungskosten einer Beteiligung um etwaige nach dem Erwerbszeitpunkt getätigte Ausschüttungen aus den vor dem Erwerbszeitpunkt gebildeten Gewinnrücklagen zu kürzen. Mit einer im Mai 2008 im Einklang mit der Überarbeitung des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" ergangenen Änderungen ist in diesem Punkt keine Unterscheidung mehr zu treffen – Dividenden sind ab sofort ergebniswirksam zu erfassen. Eine weitere Änderung des IAS 27 ergab sich durch Neuerungen in IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (siehe sogleich). Inwieweit die Überarbeitungen von IAS 27 bzw. IFRS 3 Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage sowie den Konzern-Cash Flow haben, wird sich nach genauer Prüfung zeigen. Die im Zusammenhang mit IFRS 1 ergangenen Änderungen des IAS 27 haben keinerlei Einfluss auf "EVN" als langjährigen Anwender der IFRSs.
Neuerliche Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" verabschiedete das IASB im August 2008. Neben den bereits bestehenden Regelungen, die es einem Unternehmen ermöglichen, das gesamte Risiko, einen Teil davon oder bestimmte Risiken eines Grundgeschäftes in einen Hedge einzubeziehen, ist es fortan unter bestimmten Umständen möglich, auch Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie einseitige Risiken in einem Grundgeschäft abzubilden. Ob sich durch die Änderungen in IAS 39 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben, wird derzeit geprüft.
Im Mai 2008 kam es zu Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", die Vereinfachungen in der Bewertung von Beteiligungen in einem erstmalig nach IFRS aufzustellenden Einzelabschlussvorsehen (siehe bereits zuvor). Diese Neuerung wirkt auch in den Anwendungsbereich von IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" ein, da die in IAS 27 vorgesehene rückwirkende Bestimmung der Anschaffungskosten nun nicht mehr nötig ist. Diese Änderungen haben auf "EVN" als langjährigen Anwender der IFRSs keinerlei Auswirkungen.
Die im Jänner 2008 veröffentlichten Änderungen von IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" betreffen im Wesentlichen die Definition von Ausübungsbedingungen und die Regelungen zur Annullierung eines Planes durch eine andere Partei als das Unternehmen. Da in der "EVN" keine anteilsbasierten Vergütungssysteme bestehen, findet IFRS 2 im Konzern keine Anwendung.
Ebenfalls im Jänner 2008 vom IASB veröffentlicht wurde eine neue, umfangreiche Fassung von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", die als wichtigste Neuerung eine Änderung der bilanziellen Behandlung von Minderheitenanteilen vorsieht. Fortan können Minderheitenanteile wahlweise inklusive des auf sie entfallenden Firmenwerts oder, wie bisher, lediglich zum beizulegenden Zeitwert des auf sie entfallenden identifizierbaren Nettovermögens bilanziert werden. Der Buchwert von Minderheitenanteilen kann zukünftig auch negativ werden, da die Bestimmung, über den Buchwert von Minderheitenanteilen hinausgehende Verluste den Mehrheitsgesellschaftern zuzurechnen, abgeändert wurde. Außerdem ist bei der Bilanzierung von Transaktionen mit Minderheiten die Anwendung des "Economic Entity Approach" verpflichtend. Folgeänderungen ergeben sich aus diesen Bestimmungen auch für IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" (siehe zuvor). "EVN" prüft derzeit den Zeitpunkt der Umsetzung der Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 und die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows. Die Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.
1) Erstmals anwendbar im Geschäftsjahr 2007/08
2) Bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben sowie von der EU teilweise übernommen und im Amtblatt der EU veröffentlicht; Datum des Inkrafttretens siehe Seite 75
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Wien, am 20. November 2008
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler ppa. MMag. Angelika Vogler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
EVN AG
Jahresabschluss 2007/2008 nach UGB
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007/08
Bericht des Vorstandes
Rechtliches Umfeld
Europäische Energiepolitik
Im Jahr 2007 hat sich die Europäische Kommission für eine integrierte Energie- und Klimapolitik ausgesprochen und im Rahmen eines ambitionierten Klimaschutzpaketes verbindliche Ziele für den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz festgelegt:
- Senkung der CO2-Emission in der EU um 20 % bis 2020 gegenüber 1990
- Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie (Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme oder Biomasse) am Gesamtenergieverbrauch von 6 % des Jahres 2005 auf 20 % bis 2020 (Bandbreite von 0,3 % Malta bis 40,0 % Lettland, Österreich liegt mit 21,2 % an vierter Stelle).
- Verbesserung der Energieeffizienz: Reduktion des Energieverbrauchs bis 2020 um 20 % gegenüber dem Basisjahr 1990
Die Entscheidung über den Energiemix zur Erreichung dieser Ziele wird den Mitgliedsstaaten überlassen. Bei den damit verbundenen Überlegungen ist auch zu berücksichtigen, dass laut der Studie des WIFO "Energieszenarien für Österreich bis 2020" ein jährlicher Anstieg des energetischen Endverbrauchs um 1,1 % erwartet wird.
Neben diesen Bestimmungen legte die EU-Kommission im September 2007 ein Drittes Gesetzespaket zum Energiebinnenmarkt vor, auf dessen Basis der Wettbewerb gestärkt und der Energiebinnenmarkt vollendet werden soll. Tiefgreifende Strukturmaßnahmen sind darin vorgesehen: vorrangiger Diskussionspunkt ist die Frage, ob im Bereich der "Entflechtung" auf der Übertragungs- bzw. Fernleitungsebene eine eigentumsrechtliche Entflechtung oder die Installierung eines Unabhängigen Systemnetzbetreibers erfolgen soll. Nach dem aktuellen Stand der Diskussion ist für den Strombereich zu erwarten, dass auf der Ebene der Übertragungsnetzbetreiber eine eigentumsrechtliche Entflechtung angeordnet werden wird. Für den Gasbereich wird erwartet, dass die Fernleitungsunternehmen dieser Regelung nicht unterworfen werden, sondern neben der eigentumsrechtlichen Entflechtung zwei weitere Lösungsmöglichkeiten – die Einrichtung eines unabhängigen Netzbetreibers (Independent System Operator) oder eines unabhängigen Fernleitungsbetreibers (Independent Transmission Operator) – vorgesehen werden. Da die EVN keine Übertragungsnetze betreibt, ist keine relevante Auswirkung auf den EVN Konzern zu erwarten.
Zu allen anderen Themenbereichen wie dem Grad der Entflechtung der Verteilernetzbetreiber, Unabhängigkeit und Kompetenzen der Regulierungsbehörden, Konzentrierung der Kompetenzen auf eine nationale Regulierungsbehörde, Transparenz von Marktvorgängen, Konsumentenrechte, etc. werden eine Vielzahl von Lösungsansätzen geprüft. Zur Gewährleistung einer raschen Umsetzung der in Aussicht gestellten Konsumentenrechte wurde ein weiteres Gremium ("London Forum") eingerichtet.
Das Gesetzespaket wird von den Mitgliedstaaten und den involvierten Interessenvertretungen weiterhin kontroversiell diskutiert. Die konkrete Beschlussfassung wird für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartet. Erst dann können die Auswirkungen für die Implementierung in die nationalen Rechtsordnungen beurteilt werden.
Energiepolitisches Umfeld
Regulierung der Strom- und Gasnetze
Für Stromnetze wurde Anfang 2006 und für Gasnetze Anfang 2008 das System der Anreizregulierung eingeführt, das die bislang jährliche Tarifprüfung durch eine mehrjährige Regulierungsperiode ersetzt. Während der Regulierungsperiode – die erste erstreckt sich für das Stromnetz bis 2009 und für das
Gasnetz bis 2012 – folgt die Tarifentwicklung einem festgelegten Automatismus. Die Anreizregulierungsmodelle wurden auf einheitlicher Basis erstellt: sie sehen eine Abgeltung der Inflation vor, die um eine von allen österreichischen Netzbetreibern erwartete Produktivitätssteigerung sowie um eine unternehmensspezifische Effizienzsteigerung vermindert wird. Den Kern beider Modelle bildet ein nationales Benchmarking der österreichischen Netzbetreiber. Aus dem Benchmarking-Verfahren ging die EVN sowohl im Strom- als auch im Gasnetzbereich als einer der effizientesten Anbieter hervor. Daher kann die EVN für beide Regulierungsperioden im Wesentlichen eine stabile Entwicklung der Strom- und Gasnetzerlöse erwarten.
Die Tarifrunden für die Strom-Netznutzungstarife per Jänner 2007 sowie 2008 führten bei der EVN dank der hohen Netzeffizienz zu keiner Senkung, weshalb per Saldo eine stabile Entwicklung der Netzerlöse erzielt werden konnte. Im Bereich Gasnetze wirkten sich im Geschäftsjahr 2007/08 zwei Tarifrunden auf die Netznutzungstarife und somit auf die Netzerlöse aus: Noch basierend auf dem System der jährlichen Kostenprüfung wurden bereits per Jänner 2007 die Gas-Netznutzungstarife für die EVN um 4,0 % gesenkt. Per 1. Februar 2008 ist im Rahmen des Anreizregulierungssystems eine Reduktion des Gas-Netznutzungstarifes für Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 15.000 KWh von rund 2,0 % vorgegeben worden.
Liberalisierungsbedingter Kundenwechsel
Seit Beginn der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes 2001 bzw. 2002 haben – laut Angaben der E-Control – österreichweit insgesamt etwa 260.000 oder 6,6 % bei Strom und 48.000 oder 3,8 % bei Gas der Haushaltskunden ihren Lieferanten gewechselt. Inklusive Gewerbe und Industrie wechselten rund 470.000 Kunden (8,4 %) den Strom- und rund 53.000 (4,0 Prozent) den Gaslieferanten.
Zweites Ökostromgesetz
Die am 8. Juli 2008 vom Nationalrat beschlossene 2. Ökostromgesetz-Novelle 2008 löste wesentliche Änderungen im Ökostromgesetz aus. Um bis 2015 den Anteil von Ökostrom auf 15 % zu erhöhen, soll die Produktion aus Windkraft um 700 MW bzw. 1.500 GWh p.a., aus Wasserkraft um 700 MW bzw. 3.500 GWh p.a. (davon 350 MW bzw. 1.750 GWh p.a. aus Kleinwasserkraft und mittlerer Wasserkraft) und aus Biomasse bei nachweislicher Rohstoffverfügbarkeit um 100 MW bzw. 600 GWh p.a. angehoben werden. Das zusätzliche jährliche Unterstützungsvolumen für neu in Betrieb gehende sonstige Ökostromanlagen wird von 17 Mio EUR auf 21 Mio EUR erhöht (davon 2,1 Mio EUR für neue Photovoltaikanlagen). Aufgrund des Beihilfencharakters einzelner Regelungen dieses Gesetzes erfordert dessen Inkrafttreten die Genehmigung oder Nichtuntersagung der Europäischen Kommission. Geplant ist das Inkrafttreten mit spätestens 1.1.2009.
CO2-Emmissionszertifikate
Die Europäische Kommission hat 2007 die Nationalen Allokationspläne II (2008–2012) geprüft und durchschnittlich um 6,4 % gekürzt. Die aus der CO2-Emmissionsprognose für Österreich errechnete Gratis-Zuteilungsmenge von 32,8 Mio Tonnen wurde auf 30,33 Mio Tonnen gekürzt, wodurch sich in Summe eine Lücke zwischen Emissionsprognosen und Zuteilungsmenge von mehr als 20 % errechnet. Der österreichischen Elektrizitätswirtschaft wurden Gratis-CO2-Emissionszertifikate im Ausmaß von 7,70 Mio Tonnen p.a. zugeteilt, wovon rund 1,58 Mio auf die EVN entfallen (NAP I für die Periode 2005-2007 1,45 Mio Tonnen). Die EVN rechnet für die nächsten Jahre mit einem notwendigen Zukauf von Zertifikaten für rund 0,5 bis 0,8 Mio Tonnen p.a.
Wirtschaftliches Umfeld
Die Konjunkturlage der Weltwirtschaft hat sich 2008 deutlich verschlechtert. Hohe Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise führten bereits 2007 zu einer Abflachung der Wachstumsdynamik. Die internationale Finanzkrise, die Mitte 2007 durch die Hypotheken- und Finanzkrise in den USA ausgelöst wurde, hat die negativen Auswirkungen des Preisauftriebes verstärkt. Die Turbulenzen am US-Finanzmarkt hielten mit unverminderter Vehemenz an und erreichten auch den europäischen Bankensektor. Eine hohe Volatilität der Finanzmärkte und stark gestiegene Refinanzierungskosten für Unternehmen waren die Folge. Vor allem Banken mussten zum teil massive Abschreibungen ihrer Kreditportfolios verbuchen und
kamen somit stark unter Druck. Die Hochkonjunkturphase der Vorjahre wurde damit beendet, die Dauer der einsetzenden Rezession war gegen Ende des Geschäftsjahres noch nicht abzuschätzen.
Bedingt durch die Rezession in den USA, der deutlichen Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und die massiven Rohstoffpreissteigerungen verschlechterte sich im Laufe des Jahres die Wirtschaftslage auch im Euroraum deutlich. Für 2008 wurden die Wirtschaftsprognosen auf 1,0 % bis 1,5 % zurückgenommen, für 2009 gilt ein Rückgang auf 1,0 % als wahrscheinlich.
Für die österreichische Wirtschaft wird nach 3,2 % im Jahr 2007 für 2008 und 2009 ein BIP-Wachstum von 2,0 % bzw. 0,9 % bis 1,2 % erwartet. Die zuletzt starke Exportleistung erfuhr durch den Nachfragerückgang und den starken Euros eine markante Abkühlung, ebenso die private Nachfrage. Angesichts dieses Umfelds trübte sich auch das Investitionsklima ein. Getrieben von der starken Erhöhung der Nahrungsmittel- und der Energiepreise wird im Jahresdurchschnitt 2008 eine Inflationsrate von etwa 3,4 % erwartet. Die schwache Konjunktur sollte die Inflation im Jahr 2009 auf rund 2,3 % reduzieren. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Konsequenzen für den Arbeitsmarkt; nach ersten Anzeichen im Jahr 2008 wird für 2009 ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote prognostiziert.
Seit 2000 fiel das Wirtschaftswachstum der Länder in Zentral- und Osteuropa etwa doppelt so hoch aus wie im EU-Raum. Nach unverändert starken Wachstumsraten in der ersten Jahreshälfte 2008 wirkte sich der weltweite Konjunkturabschwung aber auch in dieser Region negativ aus. Im Durchschnitt wird für die Volkswirtschaften der zentral- und osteuropäischen Länder eine Abflachung der Wachstumsraten von 6,0 % des Vorjahres auf 5,0 % im Jahr 2008 und auf 4,0 % bis 5,0 % im Jahr darauf erwartet. Die Prognosen für die südosteuropäischen Länder fallen dagegen mit 7,0 % für 2008 und 5,0 % für 2009 etwas besser aus.
Die Wirtschaft Bulgariens profitierte von der robusten Entwicklung der Industrie und dem Dienstleistungssektor sowie von zweistelligen Zuwächsen der Investitionen und wird für 2008 einen voraussichtlichen BIP-Anstieg von 6,0 % ausweisen; für 2009 werden 5,8 % prognostiziert. Bei der Inflationsrate, die für 2008 mit 13,0 % ausgewiesen wird, wird ein Rückgang auf 8,0 % erwartet. In Mazedonien beläuft sich das vorläufige BIP-Wachstum für 2008 auf 5,0 %. Nach 8,0 % im Vorjahr zeigen die Prognosen für das BIP-Wachstum in Albanien 9,0 % für 2008 und 10,0 % für 2009. Die Inflation bleibt mit 3,0 % unverändert niedrig, die Arbeitslosenrate mit 13,0 % bis 14,0 % allerdings unverändert hoch.
| 2007/08 | 2006/07 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| GJ | GJ | % | ||
| Temperaturen1 | 102 | 76 | ||
| Rohölpreis - Brent | EUR/bbl | 70,41 | 49,24 | +43,0% |
| Gaspreis - GIMP | Cent/m³ | 28,30 | 21,80 | +29,8% |
| Kohle - API#2 (Notierung in ARA) | EUR/t | 98,84 | 55,58 | +77,8% |
| CO2-Zertifikate (1.Periode) | EUR/t | 17,92 | 3,06 | +486,4% |
| Strom - Spotmarkt | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh 63,20 | 34,69 | +82,2% | |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh 86,58 | 49,69 | +74,2% | |
| Berechnet nach Heizgradsummen. Die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1 1997-2006. |
||||
| Die obige Darstellung enthält Durchschnittswerte. |
Energiewirtschaftliches Umfeld
Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der EVN. Die wichtigsten, zum Teil gegensätzlich wirkenden Faktoren werden nachstehend erörtert.
Im österreichischen Versorgungsgebiet der EVN lagen die Temperaturen im Berichtszeitraum gemessen an der Heizgradsumme um 1,5 % unter dem langjährigen Durchschnitt; in Mazedonien um 5,2 % und in Bulgarien um 1,3 %. Die Witterung wirkt sich vor allem auf den Energieverbrauch der Haushalte, insbesondere auf deren Gas- und Wärmenachfrage aus. In beiden Sektoren versorgte die EVN im Berichtszeitraum im Wesentlichen nur in Österreich.
Der Preis für das in Europa als Referenz geltende Nordseeöl Brent stieg im Geschäftsjahr 2007/08 um 61,9 % auf 106,2 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig gewann der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert, wodurch in Summe der Rohölpreis auf Euro-Basis nur um 43,0 % auf 70,41 EUR zulegte. Der an den Rohölpreis gekoppelte Gasbezugspreis stieg im Berichtszeitraum um 29,8 %. Trotz dieser massiven Erhöhung der Energiepreise blieben die Endkundenpreise der EVN seit Dezember 2006 stabil.
Der Preis für CO2-Emissionszertifikate vervielfachte sich für das Geschäftsjahr 2007/08 von 3,06 EUR je Tonne des Vorjahres auf 17,92 EUR je Tonne. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf das Ende der 1. Handelsperiode im Jahr 2007. Nachdem bekannt wurde, dass die meisten EU-Länder ihre Zielwerte unterschreiten werden, setzte bereits 2006 ein Preisverfall auf 0,1 EUR bis 1,0 EUR je Tonne ein, der sich auch 2007, im letzten Jahr der Handelsperiode fortsetzte. Der Zertifikatspreis für die 2. Regulierungsperiode (2008-2012) pendelte sich bislang hingegen in der Bandbreite von 15 EUR bis 25 EUR je Tonne ein, im weiteren Verlauf wird ein Anstieg auf bis zu 33 EUR je Tonne erwartet.
Bei den Primärenergiepreisen fiel der Anstieg von Steinkohle mit durchschnittlich 77,8 % auf 98,8 EUR je Tonne am deutlichsten aus. Im letzten Quartal wurde für Steinkohle ein Rekordpreis von 125 EUR je Tonne erzielt, wofür die starke Nachfrage des asiatischen und indischen Wirtschaftraums verantwortlich gemacht wird. Für die Folgejahre erwartet EVN bei Steinkohle weiterhin ein hohes Niveau von rund 130 EUR je Tonne.
Im Geschäftsjahr 2007/08 lagen die Spotmarktpreise für Strom bei Grundlast um 82,2 % und bei Spitzenlast um 74,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2006/07 hingegen war ein starker Rückgang der Großhandelspreise für Strom aufgrund fallender Primärenergiepreise, die durch die milde Witterung ausgelöst wurden, und des deutlichen Preisverfalls für CO2-Zertifikate zu verzeichnen. Die Marktpreise auf dem Terminmarkt für Grundstrom stiegen im Geschäftjahr 2007/08 im Durchschnitt um 4,5 %, jener für Spitzenstrom blieb auf dem Vorjahresniveau. Während in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres (Oktober – März) die Preise auf dem Terminmarkt um etwa 7 % unter dem Vorjahreswert lagen, legten in der zweiten Hälfte die Forwardpreise für Strom um fast ein Viertel zu. Auf die tatsächlichen Strombeschaffungskosten der EVN ist die Entwicklung der Forwardpreise für Strom ausschlaggebend, da EVN bereits für künftige Perioden Terminkontrakte abschließt.
Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einflussfaktoren lässt sich Folgendes zusammenfassend feststellen: Steigende Preise für CO2-Emissionszertifikate und eine Preissteigerung der Primärenergieträger Rohöl, Erdgas sowie Steinkohle wirkten sich negativ auf den Geschäftsverlauf der EVN aus. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden diese Kostensteigerungen noch nicht an die Endkunden weitergegeben.
Wirtschaftliche Entwicklung
Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in EVN Wärme GmbH ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich.
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2007/08 | 2006/07 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Umsatzerlöse | 397,0 | 425,9 | -29,0 | -6,8% |
Die Umsatzerlöse setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 220,9 Mio EUR, Gaserlösen in Höhe von 35,2 Mio EUR, Wärmeerlösen in Höhe von 5,9 Mio EUR und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 135,0 Mio EUR zusammen.
Unter Berücksichtigung der Ausgliederung des Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in die EVN Wärme GmbH, die rückwirkend auf den Beginn des Geschäftsjahres 1.10.2007 erfolgte und die zu Umsatzrückgängen bei den Wärmeerlösen in Höhe von 52,1 Mio EUR geführt hat, konnten die Umsatzerlöse um 5,9 Mio EUR geringfügig gesteigert werden.
Die Aufwendungen für Primärenergie, CO2-Kosten und Strombezugskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 189,0 Mio EUR (Vorjahr: 176,2 Mio EUR). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 12,8 Mio EUR. Während sich die Aufwendungen im Zusammenhang mit CO2 Zertifikaten deutlich reduziert haben, hat sich vor allem der Anstieg der Primärenergiepreise negativ auf die Entwicklung der Aufwendungen für Energieträger ausgewirkt.
An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 90,3 Mio EUR (Vorjahr 84,0 Mio EUR) angefallen.
Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2007/08 66,4 Mio EUR (Vorjahr 53,3 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 575 Angestellte auf Vollzeitbasis beschäftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung. Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,1 Mio EUR. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 0,7 Mio EUR.
Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 4,0 Mio EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (12,8 Mio EUR). Grund hierfür ist die Ausgliederung des anlagenintensiven Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in die EVN Wärme GmbH.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 46,9 Mio EUR (Vorjahr 41,9 Mio EUR). Diese setzen sich hauptsächlich aus Versicherungs-, Beratungs-, Umweltschutz- und Werbeaufwendungen, Konzernverrechnungen sowie sonstigen Steuern und Abgaben zusammen.
Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen konnte ein Betriebserfolg in Höhe von 4,5 Mio EUR erzielt werden, was einen Rückgang von 68,4 Mio EUR bzw. 93,8 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser Rückgang ist einerseits auf die Ausgliederung des Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in die EVN Wärme GmbH und andererseits auf die stark gestiegenen Primärenergiekosten zurückzuführen.
Das Finanzergebnis ist vor allem durch Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und –erträge sowie durch sonstige Finanzaufwendungen und –erträge geprägt. Das Beteiligungsergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals um 14,5 Mio EUR auf 175,2 Mio EUR deutlich gesteigert werden. Während sich das Zinsergebnis nahezu unverändert zum Vorjahresergebnis entwickelt hat, haben sich die Aufwendungen für Wertpapiere des Umlaufvermögens, die größtenteils aufgrund der Entwicklungen der Finanzmärkte erforderliche Bewertungsmaßnahmen beinhalten, um 9,9 Mio EUR deutlich erhöht.
Trotz des schwierigen Umfeldes konnte das Finanzergebnis in Summe um 12,4 Mio EUR oder 9,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 138,9 Mio EUR verbessert werden.
Insgesamt führten die beschriebenen Entwicklungen zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 143,5 Mio EUR; dies bedeutet eine Reduktion von 56,0 Mio EUR bzw. 28,1 %; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich um 55,5 Mio EUR auf 194,0 Mio EUR verringert.
| Berechnung | 2007/08 | 2006/07 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 194,0 | 249,5 | -55,5 | -22,2% |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß § 231 (2) Z 15 UGB |
|||||
| Berechnung | 2007/08 | 2006/07 | |||
| % | % | ||||
| EBIT-Marge | Betriebsergebnis | 1,1% | 17,1% | ||
| Umsatzerlöse |
Aufgrund der oben angeführten Entwicklungen steht bei den Umsatzerlösen eine Verringerung von 6,8 % einem Rückgang beim Betriebsergebnis von 93,8 % gegenüber.
| Berechnung | 2007/08 | 2006/07 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalrentabilität | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 11,0% | 16,4% |
| durchschnittliches Eigenkapital |
Auch die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern hat sich hauptsächlich aufgrund des geringeren Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entsprechend auf 11,0 % verringert.
| Berechnung | 2007/08 | 2006/07 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Gesamtkapitalrentabilität | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 6,9% | 9,0% |
| durchschnittliches Gesamtkapital |
Während die Höhe des durchschnittlichen Gesamtkapitals gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben ist, ist die Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern aufgrund des deutlich geringeren Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2007/08 auf 6,9 % gesunken.
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| Berechnung | 30.09.2008 | 30.09.2007 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoverschuldung | Verzinsliches Fremdkapital | 795,7 | 586,0 | 209,7 | 35,8% |
| - Flüssige Mittel |
Das verzinsliche Fremdkapital und die flüssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaßen:
| Berechnung | 30.09.2008 | 30.09.2007 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Verzinsliches Fremdkapital |
Anleihen | 964,8 | 981,3 | -16,5 | -1,7% |
| + Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| + Rückstellungen für Abfertigungen | |||||
| +Rückstellungen für Pensionen | |||||
| +Rückstellungen für Jubiläumsgelder | |||||
| 30.09.2008 30.09.2007 |
Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Flüssige Mittel | Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten, Wertpapiere des UV sowie aus sonstigem Finanzvermögen |
169,1 | 395,3 | -226,3 | -57,2% |
Bei nur geringfügiger Verringerung des verzinslichen Fremdkapitals hat sich die Nettoverschuldung um 209,7 Mio EUR auf 795,7 Mio EUR erhöht. Dies ist vor allem auf den Abbau des kurzfristigen Wertpapierbestandes zurückzuführen.
| Berechnung | 30.09.2008 | 30.09.2007 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoumlaufvermögen | Umlaufvermögen | 76,4 | 295,9 | -219,5 | -74,2% |
| - langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| =Kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| - kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| =Nettoumlaufvermögen |
Der deutliche Rückgang des Nettoumlaufvermögens ist zum einen auf den veräußerungsbedingten niedrigeren Bestand an kurzfristigen Wertpapieren und zum anderen auf eine Verringerung bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.
Der aktivseitigen Verringerung des Nettoumlaufvermögens steht allerdings die Tilgung der CHF-Anleihe über 184 Mio CHF und der DM-Anleihe über 224 Mio DM im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gegenüber, welche auch beim kurzfristigen Fremdkapital zu einem Rückgang gegenüber dem 30. September 2007 geführt hat.
| Berechnung | 30.09.2008 | 30.09.2007 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital | 47,7% | 45,2% |
| Gesamtkapital |
Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2007/08 2.837,7 Mio EUR (VJ: 2.791,4 Mio EUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % erhöht. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr erhöht und beläuft sich unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen auf 1.366,2 Mio EUR (VJ: 1.279,4 Mio EUR).
Das erhöhte Eigenkapital, vor allem aufgrund des Jahresergebnisses 2007/08, führt bei einem geringfügig erhöhten Gesamtkapital zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote um 2,5 %.
| Berechnung | 30.09.2008 | 30.09.2007 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Nettoverschuldungsgrad | Nettoverschuldung | 58,8% | 46,4% |
| Eigenkapital |
Aufgrund der gestiegenen Nettoverschuldung und dem nur geringfügig gestiegenen Eigenkapital erhöhte sich der Nettoverschuldungsgrad auf 58,8 %. Erläuterungen dazu siehe Kennzahl: Nettoverschuldung.
Geldflussrechnung
| Berechnung | 2007/08 | 2006/07 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Geldflussrechnung Geldfluss aus dem Ergebnis | 174,3 | 194,2 | -19,9 | -10,2% |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
187,7 | 180,1 | 7,6 | 4,2% |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -346,1 | 93,1 | -439,2 | - |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -57,7 | -149,7 | 92,0 | -61,5% |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes infolge Ausgliederung des Teilbetriebs Wärmegeschäft |
-10,1 | 0 | -10,1 | -100% |
| Zahlungswirksame Veränderung des | -226,3 | 123,5 | -349,7 | - |
| Finanzmittelbestandes |
Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von 152,1 Mio EUR konnte ein Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit von 187,7 Mio EUR erwirtschaftet werden. Bereinigt um die im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführte Ausgliederung des Teilbetriebes Wärmegeschäft haben sich vor allem der Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Verringerung bei den kurzfristigen Rückstellungen positiv auf den operativen Cashflow ausgewirkt. Demgegenüber wirkten sich unter anderem der Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Verringerung der sonstigen langfristigen Rückstellungen und Schulden sowie die Veränderung bei den übrigen Verbindlichkeiten negativ auf den operativen Cashflow aus.
Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit während des abgelaufenen Geschäftjahres belief sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -346,1 Mio EUR. Neben Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen lag das Hauptaugenmerk der Investitionstätigkeit bei den Finanzanlagen.
Ausgehend von der im Geschäftjahr 2007/08 durchgeführten Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2006/07 in Höhe von 61,3 Mio EUR, einer Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einer Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weist die EVN AG einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -57,7 Mio EUR aus.
Aus der Ausgliederung des Teilbetriebs Wärmegeschäft resultiert eine Änderung des Finanzmittelbestandes von -10,1 Mio EUR.
Somit führte vor allem die hohe Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Gesamt Cashflow von -226,3 Mio EUR.
Zweigniederlassungen
EVN verfügt über keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 243 Abs 3 Z 4 UGB; die im Geschäftsjahr 2004/05 noch vorhandenen wirtschaftlich und organisatorisch unselbständigen Außenstellen für den Kundendienst und die technische Netzbetreuung wurden im Zuge der Ausgliederung des Netzbetriebes in die EVN Netz GmbH überführt.
Forschung und Entwicklung
Die EVN AG beurteilt Investitionen in Forschung und Entwicklung als essenziellen Bestandteil ihres Unternehmenserfolgs und engagiert sich seit vielen Jahren in zahlreichen Projekten. Dabei werden die Forschungsaktivitäten speziell auf dem Gebiet der Energieerzeugung mit dem Ziel, neue Technologien der effizienten Energieumwandlung und -anwendung frühzeitig im eigenen Bereich einzusetzen, gebündelt. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die laufende Erhöhung der Wirkungsgrade und die Emissionsreduktion bei allen Erzeugungsanlagen. Die EVN AG setzt dabei unter anderem auf Forschungskooperationen mit Höheren Technischen Lehranstalten, Fachhochschulen und Technischen Universitäten.
Im Berichtszeitraum hat die EVN AG in Summe mehr als 0,9 Mio EUR für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet.
Bei einem stetigen Anstieg des Energieverbrauchs – in Europa jährlich um etwa 2 % (Quelle: E-Control) – steht unter Beachtung der ökologischen Grenzen die Energieversorgung der Zukunft vor großen Herausforderungen. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zum Jahr 1990 um 20 % zu senken. Neben technologischen Verbesserungen zur Steigerung der Anlageneffizienz fokussieren die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in diesem Bereich auf die Reduktion der CO2- Emissionen. Die EVN engagiert sich dabei in mehreren nationalen und internationalen Forschungsinitiativen.
Die erste und wichtigste Maßnahme zur Minderung der CO2 Emissionen stellt die Verbesserung des Wirkungsgrades dar. Dies kann durch eine Erhöhung der Dampftemperatur und -drücke erreicht werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts COMTES werden in der Versuchsanlage in Scholven/Gelsenkirchen neue Materialien für den Einsatz bei 700°C Dampftemperatur getestet. In einer Planungsstudie werden Kraftwerke mit dieser neuen Technologie simuliert, berechnet und ausgelegt. Zudem ist die EVN an der Austrian Fenco Initiative (AFI) beteiligt, einer Arbeitsgemeinschaft, die unter anderem einen Fonds für Projekte zur Erforschung eines umweltfreundlichen Einsatzes von fossilen Brennstoffen verwaltet und finanziert.
CO2 wird bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas aber auch Biomasse freigesetzt. Um die CO2 Emissionen zu verringern, wird aktuell vor allem eine Technologie, "Carbon Capture & Storage" (CCS), erprobt. Die EVN ist diesbezüglich Technologieführer in Österreich. Unter CCS wird die Abtrennung des bei der Verbrennung entstehenden CO2, die Verflüssigung und letztendlich die Lagerung bzw. Verwertung verstanden. Weltweit werden hierzu drei Ansätze verfolgt: (i) Abtrennung nach der Verbrennung ("Post-combustion"), (ii) Abtrennung vor der Verbrennung ("Precombustion") und (iii) Verbrennung in Sauerstoff ("Oxyfuel"). Aktuell ist noch keine dieser Technologien für den kommerziellen Einsatz in Kraftwerken geeignet.
Die EVN kooperiert bei diesen Fragestellungen mit anderen Energieversorgungsunternehmen wie auch mit namhaften Universitäten. Mit der Technischen Universität Wien, der Universität Hamburg-Harburg und der Universität Stuttgart wird eine Studie zur Erforschung der Um- bzw. Nachrüstungsmöglichkeiten des Kraftwerks Dürnrohr mit einer CO2-Wäscheanlage bzw. in eine Oxyfuelanlage durchgeführt. Die ersten Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Implementierung der derzeitigen Technologien einen erheblichen Rückgang des Wirkungsgrades zur Folge hätte. Es wird nun versucht diesen Nachteil durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Um die Ergebnisse der Studie zu überprüfen wird auch eine Testanlage für die CO2-Abscheidung im Kraftwerk Dürnrohr installiert werden.
Die EVN ist auch an den Vorversuchen zu dem Pilotprojekt des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe bei Cottbus, Deutschland, beteiligt. Im September 2008 ging dort die weltweit erste 30 MW-Oxyfuel-Pilotanlage in Betrieb. Zu Staub zermahlene Kohle wird mit reinem Sauerstoff verbrannt, das CO2 wird verflüssigt und soll künftig auch gespeichert werden. Mit dem japanischen Energieversorger J-Power wurde eine "CCS Taskforce" eingerichtet, die sich in regelmäßigen Arbeitssitzungen und Anlagenbesichtungen durch Erfahrungsaustausch diesem Thema widmet.
Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Ausdehnung des internationalen Netzwerkes der EVN lieferte auch die Ausrichtung des "International 11th IEA GHG – Post Combustion CO2 Capture Workshops" der International Energy Agency (IEA), der am 20. und 21. Mai 2008 mit rund 110 Experten am Firmensitz in Maria Enzersdorf abgehalten wurde.
Im Rahmen des strategischen Leitprojekts "Clean Energy Pathways 2020" des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie werden im Rahmen eines zweijährigen Forschungsvorhabens neue Antriebstechnologien für den Einsatz sauberer Energieträger wie Erdgas und Biogas bei realen Bedingungen untersucht. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben wurden im Rahmen des Energiesymposiums beim EVN Cup 2008 vorgestellt.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Zur Minimierung der Umweltrisiken führte die EVN AG ab dem Jahr 1996 in ihren Standorten mit wesentlichen Umweltauswirkungen Umweltmanagementsysteme nach EMAS und ISO 14001 ein. Seither wurden nahezu alle thermischen Erzeugungsanlagen der EVN AG zertifiziert. Den Kern dieser Ausrichtung bildet ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sicherstellt, dass im Hinblick auf Risikominimierung bei potenziell gefährdeten Arbeitsabläufen Kennzahlen und Umweltauswirkungen erhoben und analysiert, Stärken und Schwächen erkannt sowie mögliche Verbesserungspotenziale aufgezeigt und genutzt werden.
Als Energieversorgungsunternehmen liegt der Schwerpunkt der EVN Umweltschutzagenda jedoch vor allem im Klimaschutz, der sich auf die Säulen konsequente Reduktion der CO2-Emissionen, Steigerung der Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energiequellen stützt. Das Umweltbewusstsein der EVN endet jedoch nicht bei diesen teilweise auch energiepolitisch bedingten Anstrengungen, sondern geht weiter darüber hinaus. So wurden etwa mehrere Projekte zur Sicherstellung der Artenvielfalt realisiert, ökologische Ausgleichsflächen geschaffen und Umweltmanagementsysteme sowie ein internes Umweltcontrolling eingeführt.
Auf Basis des bestehenden Umweltmanagementsystems wurden die Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz, Recht und Sicherheit in einem einheitlichen System erfasst sowie sämtliche darauf bezogene Maßnahmen in eine einheitliche Struktur zusammengeführt. Den nächsten Schritt bildet die Erweiterung des Managementsystems um die Dimension der Nachhaltigkeit und seine Integration in ein einheitliches Nachhaltigkeitsmanagementsystem.
Aufgrund der operativen Ausrichtung und der in vielen Bereichen sensiblen Berührungspunkte sucht EVN den aktiven Dialog mit unterschiedlichen Interessensgruppen und nimmt Anliegen, aber auch kritische Bedenken bei Ausbauvorhaben der Netze und Produktionsanlagen überaus ernst. Ergänzend zu den für derartige Projekte gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen wird die Bevölkerung der Umlandgemeinden frühzeitig in diese Projekte eingebunden, um einen reibungslosen Ausgleich etwaiger unterschiedlicher Interessen bestmöglich zu erzielen. In diesem Zusammenhang sind auch der Dialog und die Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen oder anderen NGOs von besonderer Bedeutung. Die EVN bemüht sich deshalb aus den natürlichen Reibungen positive Energie zu gewinnen und steht in einem ständigen Dialog mit lokalen und regionalen Bürgerinitiativen, wie Greenpeace oder Global 2000. So wurden beispielsweise im Sommer 2008 konstruktive Gespräche mit Greenpeace International am Standort des Kernkraftwerkes Zwentendorf geführt.
Human Resources
Gerade in einem liberalisierten Markt stellt ein hohes Kompetenzniveau der Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Die EVN AG setzt deshalb eine Fülle von Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation. Die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten zielen dabei durchwegs darauf ab, Unterstützung in der konkreten Aufgabenerfüllung zu geben.
In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegenüber einer Reihe fundamentaler Grundsätze verpflichtet:
Eine Selbstverständlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit sämtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gründen des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren. Gesetzliche Vorschriften zum Thema Sicherheit werden durch ein umfangreiches internes organisatorisches Regelwerk sowie ein speziell auf die Arbeitsbedingungen in der Energiewirtschaft zugeschnittenes "Handbuch Sicherheit" ergänzt.
Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft über die laufende Entwicklung des Unternehmens zählt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.
Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen höheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.
Mit insgesamt rund 0,6 Mio EUR lagen die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) im Geschäftsjahr 2007/08 etwas unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2006/07.
Der Erfolg dieser Initiativen zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dem Unternehmen im Schnitt über mehr als 25 Jahre angehören. Im Einklang damit zeigt die Fluktuationsrate der bei der EVN Beschäftigten mit < 1 % einen extrem niedrigen Wert.
Risikomanagement
Risikodefinition
EVN AG definiert Risiko als Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung der Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.
Risikomanagementprozess
Das oberste Ziel des Risikomanagements besteht in der gezielten Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale. Ein zentral geführtes, zwei stufig aufgebautes Risikocontrolling stellt den verantwortlichen Mitarbeitern der EVN AG die Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung und Beurteilung von Risiken zur Verfügung. Die verantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikocontrolling; dort findet eine bereichsübergreifende Beurteilung statt, um letztlich geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definieren zu können.
Prozess des Risikocontrollings
• Identifikation: Feststellung der Risiken aus den Ergebnissen der jeweils letzten Risikoinventur und den neuen Geschäftsaktivitäten des Konzerns • Bewertung & Analyse: Quantifizierung des Risikos, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven, Modellierung der Ergebnisverteilungen und die Erstellung der Risikoberichts
| • | Berichterstattung: | Risikoberichte ergehen in regelmäßigen Abständen an die Risikoverantwortlichen. In der Berichterstattung an den Vorstand wurden mit dem Konzernrisikoausschuss und dem Risikoarbeitsausschuss zwei Gremien geschaffen die in die Beurteilung und Diskussion der Risikopositionen involviert sind. |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
• Prozess Review: Dient einerseits der Festlegung der zu betrachtenden organisatorischen Einheiten, wozu eine Methodik entwickelt wurde, die konzernweit jene Einheiten identifiziert, die regelmäßig einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind. Andererseits ist regelmäßig zu überprüfen, ob die festgelegten Methoden zur Identifikation und Bewertung der Risiken zu modifizieren sind.
Ausschüsse des Risikomanagements und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss werden die Ergebnisse der Risikoberichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf und kann Arbeitsgruppen einberufen und Arbeitsaufträge erteilen. Als Letztinstanz hat der Konzernrisikoausschuss die Kompetenz die Steuerungsmaßnahmen des EVN Konzerns zur Veränderung der Risikopositionen anzupassen und damit auch die Risikopolitik aber auch strategische Unternehmensausrichtung zu beeinflussen.
Der Risikoarbeitsausschuss hingegen ist mit der Überwachung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikocontrolling-Kreislaufes beauftragt. Er definiert auch die Bewertungsmethoden und die Leitlinienvorgaben bezüglich der Art und des Umfangs der offiziellen Berichterstattung. Die Interne Revision beinhaltet die Überprüfung der Prozesse des Risikocontrollings sowie der Umsetzung der geplanten Maßnahmen.
Das Risikomanagementsystem des EVN Konzerns wurde hinsichtlich seiner Funktionsfähigkeit und Qualitätsstandards von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zertifiziert.
Operative Risiken
Operative Risiken bestehen in der Erzeugung und Verteilung von elektrischer Energie, der Beschaffung und Verteilung von Gas sowie der Produktion und dem Vertrieb von Wärmeenergie. Um eine Betriebsstörung zu vermeiden, betreibt die EVN AG modernste technische Anlagen, deren Zuverlässigkeit die Voraussetzung für die Geschäftstätigkeit bildet.
Weitere Maßnahmen, die diesen Risiken entgegenwirken, sind strenge Wartungs- und Qualitätskontrollen, regelmäßige Beobachtung und Instandhaltung sowie breit gestreute Weiterbildungsprogramme für die Mitarbeiter.
Rechtlichen Risiken begegnet die EVN AG mit einer zunehmend intensiveren Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken beinhaltet Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Bezug auf die Verwertung von Strom, Gas, Kohle, Öl und CO2.
Die EVN AG verfügt zur Steuerung der Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken über ein zentrales Treasury. Auf Basis detaillierter Konzernrichtlinien und gesetzter Limits verwendet das zentrale Treasury derivative Finanzinstrumente, um finanzwirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Diese Transaktionen finden ausschließlich in Zusammenarbeit mit Banken erstklassiger Bonität statt.
Ereignisrisiken
Ereignisrisiken werden vorwiegend durch höhere Gewalt verursacht. Die Schäden dieser außergewöhnlichen Risiken versucht die EVN AG, soweit dies möglich ist, an Versicherungsunternehmen abzutreten.
Mitarbeiter
Die operativen und strategischen Risiken der EVN AG sind maßgeblich vom Potenzial der Mitarbeiter abhängig. Um die Kompetenzen der Mitarbeiter ständig zu erweitern, bietet die EVN AG umfassende Schulungsmaßnahmen an. Die gestartete Ausbildungsoffensive findet auf allen Ebenen statt und zielt auf die Entwicklung von Potenzial- und Führungskräften ab. Im Interesse der Sicherheit, Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter setzt die EVN AG auf eine Vielzahl von Maßnahmen, welche von Gesundheitsund Sicherheitsvorsorge, flexiblen Arbeitszeiten, Ideenmanagement, betrieblicher Altersvorsorge bis hin zu einem breiten Freizeitangebot reichen.
Gesamtrisikoprofil
Die EVN AG ist ein internationales Multi-Utility Unternehmen. Die stetige Expansion der Geschäftsfelder bewirkt, dass sich das Gesamtrisikoprofil kontinuierlich verändert. Einerseits findet eine Streuung der Erträge und Geschäftsrisiken statt, andererseits wird die Anzahl der Einzelrisiken erweitert. Im Moment sieht die EVN AG keine Risiken, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit gefährden könnten. Die Interne Revision und die Abschlussprüfer überprüfen regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements.
EVN Aktie
Die EVN Aktie notiert im Segment "prime market" der Wiener Börse AG. Der prime market ist ein Marktsegment, in dem Aktien von Gesellschaften aufgenommen werden, welche sich über die für die Zulassung von Aktien zum Amtlichen Handel oder zum Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse AG geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Börsegesetzes hinausgehend vertraglich zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten. Die Aufnahmekriterien und Folgepflichten sind im "Regelwerk Prime Market" geregelt.
In der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2008 wurden eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 200.930,6 TEUR von 99.069,4 TEUR auf 300.000,0 TEUR sowie ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde im 2. Quartal 2007/08 durch Umwandlung des entsprechenden Teilbetrages der gebundenen Kapitalrücklagen ohne Ausgabe neuer Aktien durchgeführt. Mit Wirkung 17. April 2008 erfolgte die effektive Umsetzung des Aktiensplits der EVN AG an der Wiener Börse. Aktionäre der EVN AG erhielten ab diesem Tag für eine Stückaktie drei weitere Stückaktien, der Kurs beträgt seither nur noch ein Viertel des ursprünglichen Wertes. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien wurde von 40.881.455 Stückaktien um 122.644.365 Stückaktien auf 163.525.820 Stückaktien, die auf Inhaber lauten, erhöht.
Die Aktionärsstruktur der EVN hat sich gegenüber dem Jahresultimo 2006/07 nicht verändert. Mehrheitseigentümer der EVN AG ist auf Basis der verfassungsrechtlichen Vorschriften mit 51 % unverändert das Land Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält. Der deutsche Stromversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat am 23.Oktober 2006 bekannt gegeben, dass sein Aktienanteil die Schwelle von 35 % überschritten hat. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.
Die Hauptversammlung hat in ihrer ordentlichen Sitzung den Vorstand ermächtigt, auf Inhaber lautende Stückaktien bis höchstens 10 % des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand der EVN AG hat am 17. Juli 2008 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen. Beabsichtigt ist, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612% des derzeitigen Grundkapitals – über die Wiener Börse rückzukaufen. Der Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse, da diese nach Einschätzung der EVN unterbewertet ist. Der Handel mit eigenen Aktien zum Erwerbszweck ist jedoch ausgeschlossen. Das Rückkaufprogramm begann am 24. Juli 2008 und wird spätestens am 31. März 2009 enden. Bis zum Jahresultimo per 30. September 2008 wurden 278.035 Stück EVN Aktien zum Durchschnittskurs von 17,10 EUR zurückgekauft. Dies entspricht (0,17 % der Gesamtaktien).
Strategie und Zielsetzungen
Mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 durchgeführten Ausgliederung des Teilbetriebes Wärmegeschäft hat die EVN AG einen weiteren Schritt in Richtung einer konzernsteuernden Holding getätigt. Derzeit befindet sich noch das Segment Kraftwerke im operativen Bereich der EVN AG.
Als diversifiziertes Unternehmen im Energie- und Umweltbereich will die EVN AG durch ihre Beteiligungsunternehmen eine starke Position sowohl in Zentral- als auch in Mittel- und Osteuropa erreichen und langfristig halten. Basierend auf einer nachhaltig orientierten Unternehmensführung soll die Zielsetzung einer kontinuierlichen und nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung erreicht werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurden strategische Vorgaben und Zielsetzungen erarbeitet, die für alle Beteiligungen der EVN AG Gültigkeit haben und die unter Einhaltung aller interner Kontrollmechanismen zu nachhaltigem Wachstum der EVN AG und ihrer Beteiligungen führen sollen und die sich auf vier Eckpfeiler stützen.
1. Zwei-Säulen-Strategie: Energie- und Umweltgeschäft
Neben dem klassischen Kerngeschäft Energie wurde und wird die Geschäftstätigkeit der EVN Beteiligungen um Geschäftsfelder im Umweltbereich wie Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie thermische Abfallverwertung kontinuierlich auf- und ausgebaut.
2. Organisches und externes Wachstum mit Fokus Mittel- und Osteuropa
Im weitestgehend versorgten Heimmarkt Niederösterreich ergibt sich das Wachstumspotenzial durch den laufenden Bedarfszuwachs. Um zukünftig eine darüber hinausgehende nachhaltige Unternehmenswertsteigerung zu gewährleisten, wurden in den Vorjahren Internationalisierungsschritte in Richtung Bulgarien und Mazedonien realisiert. Beide Volkswirtschaften befinden sich derzeit noch in einem Transformationsprozess; dieser ist jedoch auch mit hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten verbunden. Neben dem klassischen Versorgungsgeschäft sind derzeit einige Projekte in der Vorbereitungsbzw. Umsetzungsphase, die vor allem im Energieerzeugungs- und Umweltbereich zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe führen sollen.
3. Finanzstärke, Transparenz und dividendenstarke Kapitalmarktpolitik
Als an der Wiener Börse notiertes Unternehmen ist sich die EVN AG ihrer Verantwortung gegenüber den Aktionären stets bewusst. Neben einem aktiven und transparenten Dialog mit bestehenden und potenziellen Aktionären und Analysten, legt die EVN AG großen Wert auf finanzielle Stabilität und Kontinuität. Dieses Bestreben zeigt sich in unverändert positiven Credit Ratingeinstufungen durch Standard & Poor's und Moody's.
4. Nachhaltige Unternehmensführung
Ziel dieser nachhaltigen Unternehmensführung ist es sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht den Interessen der Eigentümer, der Kunden und der künftigen Generationen zu entsprechen. Ein wesentlicher Teil dieser Strategie ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Neben der Inbetriebnahme des europaweit größten Fernwärmespeichers im Jänner 2008, in welchem die bei der Stromerzeugung freiwerdenden Wärmemengen gespeichert und in der weiteren Folge an die Wärmekunden abgegeben werden, soll die weiterhin hohe Investitionstätigkeit vor allem in die Übertragungsnetze im In- und Ausland neben der Sicherstellung der Versorgungssicherheit auch deren Effizienz erhöhen.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vorgefallen.
Ausblick
Der Geschäftserfolg der EVN AG und ihrer Beteiligungen hängt im Energiebereich vor allem von den Primärenergie- und CO2-Emissionszertifikatpreisen sowie von den Preisen für Strom auf den europäischen Spot und Terminmärkten ab. Zusätzlich wirkt sich die Entwicklung der Außentemperaturen entscheidend auf den Geschäftsverlauf eines Energieversorgungsunternehmens aus.
Im Geschäftsjahr 2008/09 rechnet die EVN AG mit steigenden Marktpreisen und infolge dessen mit einem stärkeren Einsatz der thermischen Kraftwerke. Dies sollte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses führen. Die Investitionen werden sich deutlich erhöhen und vor allem im Zusammenhang mit der Verstromung des Dampfes der AVN Linie 3 auf das Kraftwerk Dürnrohr konzentrieren. Das mit Evonik Steag GmbH initiierte Kohlekraftwerk wird 2010 in Betrieb gehen; das Errichtungsprojekt wird im Geschäftjahr 2008/09 abgeschlossen werden. Die EVN AG hält an diesem Projekt 49,0 %; nach Inbetriebnahme des Kraftwerks wird die Stromproduktion der EVN AG aus heutiger Sicht um 37 % steigen.
Die EVN geht davon aus, dass sich das Beteiligungsergebnis aufgrund des gut diversifizierten Beteiligungsportfolios und den darin enthaltenen ertragsstarken Beteiligungen weiterhin stabil entwickeln wird.
Insgesamt wird zwar weiterhin mit einer Intensivierung des Wettbewerbes gerechnet, aufgrund der Verfolgung der Strategie einer alle Wirtschaftsstufen umfassenden Geschäftstätigkeit im In- und Ausland sollte jedoch mittel- und langfristig eine weiterhin positive Entwicklung der künftigen Geschäftsperioden möglich sein.
Einschränkend sei jedoch angemerkt, dass die beschriebene mögliche Entwicklung der EVN durch die rezessiven Wirkungen der sich zunehmend verstärkenden Finanz- und Wirtschaftskrise nicht unbeeinflusst bleiben könnte. Obwohl anzunehmen ist, dass die Betroffenheit im Energiegeschäft weniger stark ausfallen sollte als vergleichsweise in anderen Wirtschaftssektoren, muss gegebenenfalls auch damit gerechnet werden, dass das Ergebnis der EVN des Geschäftsjahres 2008/09 unter den beschriebenen Erwartungen liegen kann.
Maria Enzersdorf, am 20. November 2008
Der Vorstand
Dr. Burkhard Hofer eh. Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr eh. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher eh.
Bilanz zum 30. September 2008 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| A K T I V A | Stand am 30.09.2008 | Stand am 30.09.2007 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände Rechte |
12.172.922,83 | 12.156 | ||
| II. | Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten |
||||
| auf fremdem Grund 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und |
21.170.841,02 13.473.441,21 |
39.296 120.816 |
|||
| Geschäftsausstattung | 5.143.230,22 | 5.398 | |||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 16.380.191,76 | 56.167.704,21 | 11.467 | 176.977 | |
| III. Finanzanlagen | 2.099.552.425,77 | 1.695.334 | |||
| 2.167.893.052,81 | 1.884.467 | ||||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. | Vorräte | ||||
| 1. Primärenergievorräte | 55.986.674,49 | 51.666 | |||
| 2. Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.308.968,76 | 3.051 | |||
| 3. Waren | 29.702,26 | 28 | |||
| 4. noch nicht abrechenbare Leistungen | 0,00 | 59.325.345,51 | 279 | 55.024 | |
| II. | Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen | |||||
| und Leistungen | 9.659.645,89 | 31.119 | |||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
340.985.290,67 | 302.098 | |||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, | |||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis | |||||
| besteht | 75.155.558,78 | 43.043 | |||
| 4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
4.307.817,43 | 430.108.312,77 | 67.020 | 443.279 | |
| III. Wertpapiere und Anteile | |||||
| 1. Eigene Anteile | 4.167.744,65 | 0 | |||
| 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 120.396.529,33 | 124.564.273,98 | 372.712 | 372.712 | |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 44.491.780,45 | 22.620 | |||
| 658.489.712,71 | 893.635 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 11.330.688,82 | 13.258 |
2.837.713.454,34 2.791.361
Bilanz zum 30. September 2008 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| P A S S I V A | Stand am 30.09.2008 | 30.09.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |||
| A. Eigenkapital | ||||||
| I. | Grundkapital | 300.000.000,00 | 99.069 | |||
| II. | Kapitalrücklagen | |||||
| 1. gebundene | 54.550.758,43 | 255.481 | ||||
| 2. nicht gebundene | 58.267.709,06 | 112.818.467,49 | 58.268 | 313.749 | ||
| III. | Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 4.723.734,22 | 4.724 | ||||
| 2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 871.748.540,64 | 876.472.274,86 | 783.816 | 788.540 | ||
| IV. Rücklage für eigene Anteile | 4.167.744,65 | 0 | ||||
| V. Bilanzgewinn | 60.654.609,67 | 61.450 | ||||
| davon Gewinnvortrag: EUR 128.129,44 | ||||||
| Vorjahr: TEUR 149 | 1.354.113.096,67 | 1.262.809 | ||||
| B. Unversteuerte Rücklagen | ||||||
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von | ||||||
| Sonderabschreibungen | 12.119.912,30 | 16.617 | ||||
| C. Rückstellungen | ||||||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 20.864.599,00 | 16.254 | ||||
| 2. Rückstellungen für Pensionen und | ||||||
| pensionsähnliche Verpflichtungen 3. Steuerrückstellungen |
48.713.296,00 245.227,68 |
47.105 238 |
||||
| 4. sonstige Rückstellungen | 161.725.865,66 | 115.567 | ||||
| 231.548.988,34 | 179.163 | |||||
| D. Verbindlichkeiten | ||||||
| 1. Anleihen | 477.261.421,41 | 717.582 | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 413.394.016,37 | 196.457 | ||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||||
| Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
15.650.908,77 | 17.519 | ||||
| Unternehmen | 267.363.807,65 | 247.636 | ||||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | ||||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 13.086.870,88 | 22.822 | ||||
| 6. sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern: EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 8.397 |
18.720.382,68 | 62.477 | ||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | ||||||
| EUR 5.922.194,14; Vorjahr: TEUR 6.531 | ||||||
| 1.205.477.407,76 | 1.264.494 | |||||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| 1. Baukostenzuschüsse | 24.672.014,63 | 53.900 | ||||
| 2. sonstige | 9.782.034,64 | 14.377 | ||||
| 34.454.049,27 | 68.278 | |||||
| 2.837.713.454,34 | 2.791.361 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstige | ||||||
| Haftungsverhältnisse | 722.537.265,56 | 698.723 | ||||
| 149 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.07 - 30.9.08 | 1.10.06 - 30.9.07 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 396.977.959,04 | 425.929 | |
| 2. Veränderung des Bestands an noch nicht | |||
| abrechenbaren Leistungen | -279.439,39 | -1.446 | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 652.027,27 | 472 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | |||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 44.148,11 | 1.471 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) übrige |
749.904,47 3.072.420,62 |
488 14.312 |
|
| 3.866.473,20 | 16.270 | ||
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige | |||
| bezogene Herstellungsleistungen | |||
| a) Fremdstrombezug und Energieträger | -189.043.928,96 | -176.228 | |
| b) Materialaufwand | -7.852.684,85 | -6.904 | |
| c) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -82.446.338,00 | -77.105 | |
| 6. Personalaufwand | -279.342.951,81 | -260.237 | |
| a) Gehälter | -44.606.271,57 | -37.831 | |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an |
|||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -5.915.491,96 | -2.063 | |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -5.928.626,84 | -4.665 | |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | |||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | |||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -9.166.032,75 | -7.942 | |
| e) sonstige Sozialaufwendungen | -801.939,89 | -66.418.363,01 | -814 -53.314 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -4.047.830,95 | -12.808 | |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen | -1.542.703,12 | -916 | |
| b) übrige | -45.333.873,58 | -46.876.576,70 | -41.017 -41.933 |
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | 4.531.297,65 | 72.932 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 175.242.389,69 | 160.720 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 91.832.446,79; | |||
| Vorjahr: TEUR 104.596 | |||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |||
| des Finanzanlagevermögens | 108.111,53 | 1.467 | |
| 12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 20.774.522,70 | 17.982 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.277.354,45; | |||
| Vorjahr: TEUR 10.119 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung |
|||
| zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlauf | |||
| vermögens | 11.755.368,93 | 3.326 | |
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus | |||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | -18.362.494,33 | -6.905 | |
| davon Abschreibungen: EUR 14.247.898,95; | |||
| Vorjahr: TEUR 4.865 | |||
| 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -50.575.698,22 | -50.072 | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 5.280.349,86; Vorjahr: TEUR 5.294 |
|||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | 138.942.200,30 | 126.518 | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | 143.473.497,95 | 199.450 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.07 - 30.9.08 | 1.10.06 - 30.9.07 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | 143.473.497,95 | 199.450 |
| 18. Steuern vom Einkommen | 8.621.941,54 | -17.096 |
| 19. Jahresüberschuss | 152.095.439,49 | 182.355 |
| 20. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 531.040,74 | 1.071 |
| 21. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen | 0,00 | -324 |
| 22. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | -92.100.000,00 | -121.800 |
| 23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 128.129,44 | 149 |
| 24. Bilanzgewinn | 60.654.609,67 | 61.450 |
Anhang der EVN AG für das Wirtschaftsjahr 2007/08
Allgemeines
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2008 wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt. Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der EVN AG.
Der Teilbetrieb "Wärmegeschäft" der EVN AG wurde mit Sacheinlage- und Einbringungsvertrag vom 30. Mai 2008 nach Maßgabe des Art III UmgrStG als Sacheinlage in die EVN Wärme GmbH eingebracht. Grundlage für die gegenständliche Einbringung ist die zum 30. September 2007 erstellte unternehmensrechtliche Einbringungsbilanz. Der 30. September 2007 ist auch der Einbringungsstichtag im Sinne des § 13 UmgrStG.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermögens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss basiert auf den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung des Unter-nehmens ausgegangen. Alle Wirtschaftsgüter wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willkür bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste berücksichtigt wurden.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialund Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden Personalstundensätze berücksichtigen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, Abfertigungen und betriebliche Altersversorgung. Ein Ausscheiden überhöhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbeschäftigung war nicht erforderlich.
Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden branchenübliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungssätze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.
| Abschreibungen nach Anlagenkategorien | Nutzungsdauer in Jahren |
Planmäßige Abschreibung in % |
|---|---|---|
| Rechte | 4-40 | 2,5-25 |
| Gebäude | 10-50 | 2-10 |
| Bauliche Anlagen der Kraftwerke | 25-50 | 2-4 |
| Maschinelle und elektrische Einrichtungen | 10-33 | 3-10 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-25 | 4-33,3 |
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.
Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Für bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt. Längerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.
Posten des Umlaufvermögens, die auf Fremdwährung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Rückstellungen
Die Bildung der Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder erfolgt gemäß IFRS/IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertansätzen versicherungsmathematische Gutachten über die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsrückstellungen werden für die gesetzlichen Ansprüche gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wiederkehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der künftigen Auszahlungen bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem höheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Die wertmäßige Verringerung einiger Bilanzposten lässt sich hauptsächlich mit der Ausgliederung des Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in die neugegründete EVN Wärme GmbH erklären.
Die Bilanzsumme in Höhe von 2.837.713,5 TEUR liegt um 46.352,6 TEUR bzw. 1,7 % über dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Aktiva
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 283.425,6 TEUR bzw. 15,0 % auf 2.167.893,1 TEUR angestiegen.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte ausgewiesen. Die Zugänge in Höhe von insgesamt 2.307,1 TEUR betreffen im Wesentlichen Kosten in Zusammenhang mit Kraftwerksprojekten in Albanien sowie Netzzutrittsentgelte.
Sachanlagen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Wirtschaftsjahr insgesamt 14.099,5 TEUR. Die größten Zugänge entfallen auf Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau.
Der Grundwert der Grundstücke betrug insgesamt 10.825,7 TEUR (30. September 2007: 14.477,6 TEUR).
Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen.
Finanzanlagen
Der Bilanzwert der Finanzanlagen hat gegenüber dem 30. September 2007 um 404.218,7 TEUR bzw. 23,8 % auf 2.099.552,4 TEUR zugenommen. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus Zugängen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie aus Beteiligungen. Eine Übersicht über die Höhe des Nominalkapitals, des gesamten Eigenkapitals, des anteiligen Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten vorliegenden Jahresabschlusses der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen findet sich in der Anlage.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen.
Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr weist bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ein Betrag von 73.400,0 TEUR (30. September 2007: 73.400,0 TEUR) sowie bei den sonstigen Ausleihungen ein Betrag von 380,2 TEUR (30. September 2007: 408,2 TEUR) auf.
Umlaufvermögen
Vorräte
Die Vorräte sind um 4.301,1 TEUR bzw. 7,8 % auf 59.325,3 TEUR gestiegen. Die Erhöhung resultiert vorwiegend aus dem Anstieg der Kohlevorräte.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 30. September 2008 | 30. September 2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen | ||||||
| Restlaufzeit | Bilanzwert | Restlaufzeit | Bilanzwert | |||
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 1 Jahr | > 1 Jahr | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und | ||||||
| Leistungen | 9.505,6 | 154,0 | 9.659,6 | 31.112,5 | 6,6 | 31.119,1 |
| Forderungen gegenüber | ||||||
| verbundenen Unternehmen | 340.985.3 | 0,0 | 340.985,3 | 302.097,8 | 0,0 | 302.097,8 |
| Forderungen gegenüber | ||||||
| Unternehmen, mit denen ein | ||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 75.155,6 | 0,0 | 75.155,6 | 43.042,8 | 0,0 | 43.042,8 |
| Sonstige Forderungen u. | ||||||
| Vermögensgegenstände | 4.104,8 | 203,0 | 4.307,8 | 66.869,4 | 150,3 | 67.019,7 |
| Summe | 429.751,3 | 357,0 | 430.108,3 | 443.122,5 | 156,9 | 443.279,4 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen (284.896,7 TEUR), welche 250.000 TEUR Festgeldveranlagungen beinhalten. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen zur Gänze aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Forderungen aus Steuerguthaben in Höhe von 1.696,2 TEUR, aus gegebenen Anzahlungen in Höhe von 638,0 TEUR, aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 480,5 TEUR, aus Telekomerlösen in Höhe von 453,2 TEUR und aus Forderungen gegenüber Versicherungsunternehmen in Höhe von 457,7 TEUR. Der Rückgang der sonstigen Forderungen resultiert vorwiegend aus der Begleichung der zum Stichtag 30. September 2007 offenen Gewährleistungsansprüchen in Höhe von 49.600,0 TEUR.
In den sonstigen Forderungen sind Erträge von 1.245,5 TEUR (30. September 2007: 3.845,1 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich um 248.147,4 TEUR bzw. 66,6 % auf 124.564,3 TEUR verringert. Der Rückgang der Wertpapiere beruht auf deren Verwendung für erfolgte Tilgungen der CHF-Obligation über 184 Mio CHF sowie der DEM-Anleihe über 224 Mio DM aufgrund der bereits eingetretenen Endfälligkeiten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Darüber hinaus waren bezüglich des vorhandenen Portefeuilles Wertberichtigungen infolge der negativen Entwicklungen auf den Finanzmärkten erforderlich.
In der 79. Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Anteile im Ausmaß von maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals rückzukaufen. Dieser hat nunmehr beschlossen, von dieser Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt ist, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612 % des derzeitigen Grundkapitals – rückzukaufen. Zum Bilanzstichtag werden 278.035 Stück eigene Anteile mit einem Gesamtwert von 4.167,7 TEUR in den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mit 5.845,7 TEUR (30. September 2007: 5.552,1 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung, mit 2.928,8 TEUR Abgrenzungen aus Finanztransaktionen (30. September 2007: 4.243,2 TEUR) und mit 2.556,2 TEUR (30. September 2007: 3.462,9 TEUR) sonstige Aufwandsabgrenzungen.
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
In der am 17. Jänner 2008 abgehaltenen 79. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG wurde eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 200.930,6 TEUR von 99.069,4 TEUR auf 300.000,0 TEUR beschlossen. Ein ebenfalls beschlossener und durchgeführter Aktiensplit im Verhältnis von 1:4 teilt das Grundkapital in nunmehr 163.525.820 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.
Rücklagen
Kapitalrücklagen
Die gebundene Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agio-Beträge aus Kapitalerhöhungen. Anlässlich der beschlossenen Kapitalerhöhung sind 200.930,6 TEUR von den gebundenen Kapitalrücklagen in Grundkapital umgewandelt worden.
Als nicht gebundene Kapitalrücklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederösterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederösterreichische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.
Gewinnrücklagen
Im Posten "gesetzliche Rücklage" wird der in Vorjahren aus dem Jahresüberschuss dotierte Teil der gebundenen Rücklage gemäß § 130 AktG ausgewiesen.
Die gebundenen Kapital- und Gewinnrücklagen betragen zusammen 59.274,5 TEUR und übersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.
Die anderen, freien Gewinnrücklagen betragen 871.748,5 TEUR (30. September 2007: 783.816,3 TEUR).
Rücklage für eigene Anteile
Gemäß § 225 Abs 5 UGB wurde für die zum Stichtag 30. September 2008 im Bestand der EVN AG befindlichen eigenen Anteile eine Rücklage durch Umwidmung freier Gewinnrücklagen gebildet. Analog zu den eigenen Anteilen im Umlaufvermögen weist diese Rücklage für eigene Anteile zum Bilanzstichtag einen Stand von 4.167,7 TEUR aus.
Unversteuerte Rücklagen
Die Zusammensetzung der unversteuerten Rücklagen sowie deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2007/08 ist aus der Anlage 4 zum Anhang ersichtlich.
Rückstellungen
Bei der Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen sowie für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 5,75 % sowie mit einer Erhöhung der Gehälter bzw. der flüssigen Pensionen von 3,75 % im nächsten Jahr und einer jährlichen Erhöhung von 3,00 % in den Folgejahren gerechnet.
Aufgrund der Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 sind bei den Abfertigungsverpflichtungen nicht realisierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 2.318,3 TEUR, bei den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5.130,6 TEUR sowie bei den Deputatsverpflichtungen in Höhe von 282,0 TEUR angefallen.
Bei der Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der Rückstellungen für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen angewandt.
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird das errechnete Körperschaftsteuerguthaben als Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gemäß § 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Höhe von 16.251,5 TEUR (30. September 2007: 18.853,5 TEUR) nicht angesetzt.
In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem für künftige Jubiläumsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 20.128,7 TEUR, für Kooperationsvereinbarungen mit 37.860,0 TEUR, für Umwelt- und Altlastenrisiken mit 29.049,4 TEUR, für Energieabgrenzungen mit 32.520,0 TEUR sowie für andere sonstige Verpflichtungen mit 42.167,8 TEUR vorgesorgt.
Verbindlichkeiten
| 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | ||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Anleihen | 130.147,7 | 262.850,0 | 84.263,7 | 477.261,4 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 594,0 | 383.400,0 | 29.400,0 | 413.394,0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.650,9 | 0,0 | 0,0 | 15.650,9 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 267.363,8 | 0,0 | 0,0 | 267.363,8 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen | |||||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 13.086,9 | 0,0 | 0,0 | 13.086,9 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 18.689,1 | 31,3 | 0,0 | 18.720,4 | |
| Summe | 445.532,4 | 646.281,3 | 113.663,7 | 1.205.477,4 |
| 30. September 2007 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | |||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Anleihen | 240.321,0 | 392.997,7 | 84.263,7 | 717.582,4 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.657,0 | 177.400,0 | 15.400,0 | 196.457,0 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.496,9 | 0,0 | 22,6 | 17.519,5 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | ||||||
| Unternehmen | 247.636,1 | 0,0 | 0,0 | 247.636,1 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen | ||||||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 22.819,8 | 2,1 | 0,0 | 22.821,9 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31.763,3 | 7.810,2 | 22.903,4 | 62.476,9 | ||
| Summe | 563.694,1 | 578.210,0 | 122.589,7 | 1.264.493,8 |
Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Anleihen | Nominale | Buchwert in TEUR | Buchwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| 30.9.2008 | 30.9.2007 | ||
| 5,2 % JPY-Anleihe 1994-2014 | 8 Mrd JPY | 84.263,7 | 84.263,7 |
| 3,25 % CHF-Obligation 1998-2008 | 184 Mio CHF | 0,0 | 125.791,6 |
| 2,43 % CHF-Anleihe 2004-2009 | 200 Mio CHF | 130.147,7 | 130.147,7 |
| 5 % DEM-Anleihe 1998-2008 | 224 Mio DEM | 0,0 | 114.529,4 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2001-2011 | 263 Mio EUR | 262.850,0 | 262.850,0 |
| GESAMT | 477.261,4 | 717.582,4 |
Die CHF-Obligation über 184 Mio CHF sowie die DEM-Anleihe über 224 Mio DEM wurden aufgrund der eingetretenen Endfälligkeit im abgelaufenen Wirtschaftsjahr getilgt.
Die Währungsrisiken der Fremdwährungsanleihen sind bei der JPY-Anleihe und CHF-Anleihe vollständig abgesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem 30. September 2007 um 216.937,0 TEUR auf 413.394,0 TEUR erhöht. Bis auf einen Betrag in Höhe von 412.800,0 TEUR beträgt die Restlaufzeit dieses Postens bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 1.868,6 TEUR abgenommen und weisen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 159.395,0 TEUR und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 107.968,8 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 13.086,9 TEUR aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beträgt nicht mehr als ein Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem 30. September 2007 um 43.756,6 TEUR auf 18.720,4 TEUR gesunken. Sie enthalten im Wesentlichen die in der Bilanz gesondert angeführten Abgrenzungen aus Finanzgeschäften in Höhe von 12.163,0 TEUR (30. September 2007: 14.346,6 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 5.922,2 TEUR (30. September 2007: 6.531,4 TEUR) . Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 18.689,1 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2007: 31.763,3 TEUR).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 15.723,5 TEUR (30. September 2007: 18.037,8 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen passivierte Baukostenzuschüsse in Höhe von 24.672,0 TEUR, abgegrenzte Erträge aus Finanzgeschäften in Höhe von 9.184,9 TEUR und Erlösabgrenzungen für noch nicht abrechenbare Leistungen in Höhe von 597,1 TEUR ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen
Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen auf Fertigstellungsgarantien bzw. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie auf übernommene Haftungen gegenüber Banken für Kundenkredite.
Neben einer bereits aus Vorjahren bestehenden Refinanzierungstransaktion für das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") stehende Kraftwerk Freudenau, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 eine solche auch für das Kraftwerk Greifenstein abgeschlossen, welches ebenfalls im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") steht. Bei diesen Transaktionen hat sich die EVN AG verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustfällen an die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund) Kostenersatz zu leisten.
Für die im Auftrag der EVN getätigten Geschäfte der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., für den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizität wurden gegenüber den Handelspartnern Patronatserklärungen erteilt. Es besteht weiters eine Kooperationsvereinbarung mit der "BEGAS" betreffend gaswirtschaftliche Leistungen. Mit der NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Wien, existieren langfristige Nutzungsverträge über die Bereitstellung von Lichtwellenleitern.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters wurden von EVN AG die evn wasser GmbH, die EVN Netz GmbH, die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH, die EVN Wärme GmbH sowie die evn naturkraft Erzeugungs- und Verteilungs GmbH in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Mit evn wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabführungsvertrag fortgesetzt. Mit den übrigen Gruppenmitgliedern wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beim jeweiligen Bilanzposten angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.
Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des für das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.
Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertansätzen.
Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zinsänderungsrisken. Strategisches Ziel ist die Kontinuität des Finanzergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko enthalten und einen höheren Ertrag versprechen.
Währungsrisken erwachsen dem Unternehmen primär durch die begebenen Anleihen in JPY und CHF. Diese werden größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Zur Minimierung der Zinsrisken wird generell ein Mix aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Die kurzfristige Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente.
Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte (Fair Value) angegeben.
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominalwert | Marktwert in Mio EUR | ||||
| 30.09.2008 | 30.9.2007 | 30.09.2008 | 30.9.2007 | ||
| Währungsswaps | |||||
| Mio CHF (unter 1 Jahr) | 200,0 | 180,0 | 5,6 | -12,8 | |
| Mio CHF (unter 5 Jahre) | 0,0 | 200,0 | 0,0 | -0,9 | |
| Mio JPY (über 5 Jahre) | 8.000,0 | 8.000,0 | -15,2 | -21,6 | |
| Mio USD (unter 5 Jahre) | 15,4 | 15,4 | 1,9 | 1,8 | |
| Mio USD (über 5 Jahre) | 3,0 | 6,0 | 0,3 | 0,6 | |
| Zinsswaps | |||||
| Mio EUR (unter 1 Jahr) | 0,0 | 70,3 | 0,0 | 0,2 | |
| Mio EUR (unter 5 Jahre) | 445,0 | 445,0 | -10,9 | -13,2 | |
| Swaps Energiebereich | |||||
| Käufe (Gas, Kohle, Öl) | 136,1 | 119,0 | 0,4 | 19,0 | |
| Caps | |||||
| Mio EUR (unter 5 Jahre) | 105,0 | 0,0 | 0,8 | 0,0 | |
| Mio EUR (über 5 Jahre) | 0,0 | 105,0 | 0,0 | 0,5 |
Die Währungsswaps dienen der Absicherung der JPY-Anleihe und der CHF-Anleihe sowie von Wertpapieren des Umlaufvermögens in USD.
Die Zinsswaps dienen im Wesentlichen der Absicherung der Marktwerte bei der begebenen EUR-Anleihe.
Die im Geschäftsjahr 2004/05 abgeschlossenen cap-Vereinbarungen dienen der Absicherung der Zinszahlungen für die EUR Anleihe. Ziel ist die Begrenzung der durch den EUR Zinsswap anfallenden variablen Zinszahlungen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Durch die Ausgliederung des Teilbetriebes "Wärmegeschäft" in die neugegründete EVN Wärme GmbH kommt es im Berichtszeitraum 2007/08 in einigen Posten zu entsprechenden Verringerungen. Aufgrund von Umgliederungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen bei den Posten 5a. Fremdstrombezug und Energieträger und 5b. Materialaufwand nicht möglich; es wurden Umgliederungen in Höhe von TEUR 728,3 vorgenommen.
Umsatzerlöse und betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % auf 396.978,0 TEUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 220.881,3 TEUR, aus Gaserlösen in Höhe von 35.221,3 TEUR, aus Wärmeerlösen in Höhe von 5.864,8 TEUR und aus anderen betrieblichen Umsatzerlösen in Höhe von 135.010,6 TEUR zusammen. Die anderen betrieblichen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Kundenaufträgen, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen sowie aus Benützungsentgelten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Datenleitungen.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 1.387,4 TEUR (2006/07: 3.422,3 TEUR) die Auflösung von Baukostenzuschüssen, mit 903,7 TEUR (2006/07: 30,5 TEUR) Schadensvergütungen, mit 749,9 TEUR (2006/07: 487,8 TEUR) die Auflösung von Rückstellungen und mit 338,1 TEUR (2006/07: 338,8 TEUR) diverse Mieterträge enthalten.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug, Energieträger und Materialaufwand sind gegenüber dem Vorjahr um 19.105,8 TEUR bzw. 7,3 % auf 279.343,0 TEUR gestiegen.
Personalaufwand
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 89,1 TEUR (2006/07: 54,5 TEUR) enthalten.
Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 berechnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Höhe von 4.047,8 TEUR (2006/07: 12.807,7 TEUR) aus.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Rechts- und Beratungsaufwendungen, Energieberatungs- und Werbeaufwendungen, Verrechnungen an verbundene Unternehmen, Telekommunikationsaufwendungen, Mieten, Versicherungen, Forderungsabschreibungen und sonstige Schadensfälle, Kostenverrechnungen für Kraftwerksbeteiligungen sowie Geldverkehrsspesen erfasst.
Finanzergebnis
Die Beteiligungserträge in Höhe von 175.242,4 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbundgesellschaft), Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der EconGas GmbH, Wien, UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs - Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Netz GmbH, Maria Enzersdorf, der Vereinigten Telekom Österreich Beteiligungs GesmbH, Maria Enzersdorf, sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von 9.005,3 TEUR (2006/07: 6.843,5 TEUR) enthalten.
Steuern vom Einkommen
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 wird unter dem Posten Steuern vom Einkommen ein Steuerertrag in Höhe von 8.621,9 TEUR ausgewiesen. Dieser Ertrag ergibt sich aus erhaltenen Steuerumlagen von den Steuergruppenmitgliedern. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen um 132,8 TEUR.
Bilanzgewinn
Unter Berücksichtigung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen sowie des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr in Höhe von 128,1 TEUR schließt das Wirtschaftsjahr zum 30. September 2008 nach der Zuführung zur freien Rücklage mit einem Bilanzgewinn von 60.654,6 TEUR.
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) während des Wirtschaftsjahres betrug 530 (Vorjahr: 485). Der Stand am Bilanzstichtag betrug 575 (Vorjahr: 496) Angestellte.
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Wirtschaftsjahr 1.235,3 TEUR, an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 949,1 TEUR bezahlt.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen für Vorstand und leitende Angestellte 1.373,1 TEUR, für die übrigen Arbeitnehmer 10.471,0 TEUR.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 143,5 TEUR.
An den Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 82,02 TEUR ausbezahlt.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 60.654,6 TEUR einen Betrag in Höhe von 60.401,7 TEUR, das entspricht einer Dividende von 0,37 EUR je gewinnberechtigter Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat:
Präsident: Kommerzialrat Dr. Rudolf Gruber
Vizepräsidenten: Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker Kammerrat Gerhard Posset
Mitglieder: Kammerrat Walter Aigner (bis 17.3.2008) Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Hofrat Dr. Reinhard Meißl Bürgermeister Bernhard Müller Bürgermeister Wolfgang Peterl Bürgermeister Martin Schuster Mag. Michaela Steinacker Generaldirektor Hans-Peter Villis (seit 17.1.2008)
Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Rudolf Rauch Ing. Otto Mayer Franz Ziegelwagner
Dr. Amir Ghoreishi (bis 17.1.2008) Univ.-Prof. Dr. Gottfried Holzer
stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter Ing. Paul Hofer Helmut Peter (bis 17.3.2008)
Vorstand:
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Maria Enzersdorf, am 20. November 2008
Der Vorstand
Dr. Burkhard Hofer eh. Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr eh. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher eh.
Erklärung des Vorstands
gemäß § 82 Abs 4 Z 3 Börsegesetz
Der Vorstand der EVN AG bestätigt,
dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt;
dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschrieben sind.
Maria Enzersdorf, am 20. November 2008 EVN AG Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands