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EUWAX AG Annual Report 2016

Apr 27, 2017

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Annual Report

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EUWAX Aktiengesellschaft

Stuttgart

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft (EUWAX AG) übernimmt an der Börse Stuttgart die Funktion des Quality-Liquidity-Providers (QLP) und betreut die Anlageklassen verbriefte Derivate, Anleihen, inländische Aktien, aktive Fonds und Exchange Traded Products (ETPs). Aufgabe der EUWAX AG als QLP am Börsenplatz Stuttgart ist es für Anleger und Geschäftspartner ideale Handelsbedingungen zu schaffen: Die Markt- und Handelsexperten der EUWAX AG sorgen für eine optimale Orderabwicklung an der Börse Stuttgart. Im Rahmen des elektronischen Handels vermeiden sie Teilausführungen, spenden Liquidität, prüfen die Quotes auf Plausibilität und stellen stets den bestmöglichen Preis für die Anleger sicher.

Die EUWAX AG wird in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt und ist seit dem Jahre 2000 börsennotiert. Die Boerse Stuttgart GmbH (BSG), Muttergesellschaft der EUWAX AG, hält 84,1 % der Anteile an der EUWAX AG. Die weiteren 15,9 % der Anteile befinden sich im Streubesitz.

Die EUWAX AG ist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die BSG abzuführen. Die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG erhalten entsprechend den Regelungen in § 304 AktG einen Ausgleich von der BSG. Zwischen der BSG (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Schwestergesellschaft T.I.Q.S. GmbH & Co. KG i. L. wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2015 aufgelöst und im Berichtsjahr liquidiert. Mit Löschung der Gesellschaft im Handelsregister am 07.12.2016 endete das Liquidationsverfahren. Die T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH i. L. befindet sich in Liquidation.

Abbildung 1: Organisationsstruktur der Gruppe Börse Stuttgart zum 31.12.2016

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Jahres 2016 kam es zu einer weiter divergierenden Entwicklung der Zinssätze in Europa und den USA. Während die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England ihre Zinssätze weiter senkten, hob die US-amerikanische Notenbank Fed das Zielband der Leitzinsen erneut an. Das Anleihekaufprogramm der EZB wurde im Jahr 2016 nochmals aufgestockt sowie zeitlich ausgedehnt - neben Staatsanleihen kaufte die EZB nun auch Unternehmensanleihen auf. Dies bedeutete einen Paradigmenwechsel, der in dieser Form nicht von den Märkten erwartet worden war. Das Ziel der Maßnahme, eine Inflation von 2 % in der Eurozone, wurde dennoch nicht erreicht. Politisch kann das Jahr 2016 durchaus als turbulent bezeichnet werden, unter anderem aufgrund des unerwarteten Brexit-Votums und der US-Präsidentschaftswahl. Entsprechend kam es zu teilweise recht heftigen, wenn auch nur kurzfristigen Reaktionen an den Kapitalmärkten. Terroranschläge in Europa, unter anderem in Deutschland und Frankreich, sowie der gescheiterte Putschversuch in der Türkei haben zu weiterer Verunsicherung geführt.

Zu Beginn des Jahres waren starke Abwärtsbewegungen der Aktienmärkte aufgrund der Turbulenzen in China zu beobachten. Der DAX verzeichnete sein Jahrestief im Februar bei unter 8.800 Punkten. Im weiteren Jahresverlauf erholten sich die Märkte nur langsam, es dominierte weitestgehend eine Seitwärtsbewegung. Die Aktienmärkte starteten nach der US-Wahl im November zur Jahresendrallye, der DAX schloss Ende Dezember bei knapp unter 11.500 Punkten. Der Volatilitätsindex VDAX-New verlief in einer Spannweite von ungefähr 14 bis 37 Punkten.

Aufgrund der Verunsicherung und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Anleger reduzierten sich die Handelsaktivitäten an den deutschen Börsen in 2016 deutlich. Das Volumen börslich ausgeführter Kundenorders in verbrieften Derivaten in Deutschland betrug im Gesamtjahr 2016 insgesamt 41,2 Mrd. € (-21 %), die Anzahl ausgeführter Kundenorders 5,1 Mio. Orders (-15 %). Die Reduktion betrifft sowohl Anlage- als auch Hebelprodukte.

Der Anwendungszeitpunkt der Finanzmarktrichtlinie MiFID II, der Verordnung MiFIR und somit des nationalen Umsetzungsgesetzes (zweites Finanzmarktnovellierungsgesetz) wurde auf den 3. Januar 2018 verschoben. Die vorliegenden Detailregelungen ermöglichen es, die regulatorisch notwendigen Umsetzungsmaßnahmen vorzubereiten. Unsicherheiten bestehen weiterhin in den Guidelines und Q&A-Dokumenten der europäischen Markt- und Wertpapieraufsichtsbehörde ES-MA, da diese erst im Laufe des Jahres 2017 erscheinen werden.

Wettbewerb

In der für die Börse Stuttgart wichtigen Assetklasse verbriefte Derivate ist neben dem bereits bestehenden OTC Handel und der Börse Frankfurt Zertifikate AG im Juli 2016 ein weiterer börslicher Wettbewerber hinzugekommen: gettex, ein Handelsplatz der Börse München. Die Börse Stuttgart konnte ihre Marktführerschaft in Deutschland in dieser Anlageklasse dennoch weiter behaupten. Der Marktanteil nach Volumen ausgeführter Kundenorders lag bei 64,1 %. Darüber hinaus bleibt Stuttgart mit einem Marktanteil von rund 62 % im börslichen Handel mit Unternehmensanleihen Deutschlands führender Börsenplatz. Außerdem war die Börse Stuttgart 2016 erneut der führende Parketthandelsplatz in Deutschland.

Die geplante Fusion der Deutschen Börse Gruppe mit der London Stock Exchange Group befindet sich noch in Untersuchung durch die EU-Wettbewerbskommission. Eine Entscheidung war von Seiten der Aufsicht mehrfach verschoben worden und wird derzeit bis zum 13. März 2017 erwartet. Proaktiv hatte die Londoner Börse bereits bekannt gegeben, ihre im Bereich Clearing tätige französische Tochter LCH.Clearnet an die Börse Euronext zu verkaufen.

Geschäftsverlauf

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Börslicher Handelsverlauf 2016 2015
Betreute Wertpapiere (Stück) 1.360.351 1.307.985
Ausgeführte Orders (Tsd. Stück)* 5.338 6.323
Verbriefte Derívate 3.035 3.710
Aktien 980 1.092
Anleihen 596 671
Fonds 727 850
Handelsvolumen (Mio. €)* 68.447 78.858
Verbriefte Derivate 26.417 33.244
Aktien 12.755 12.922
Anleihen 16.061 18.842
Fonds 13.214 13.850
Marktanteile %*
Verbriefte Derívate 64,1% 63,9%
Aktien (Inland) insgesamt 20,3% 18,3%
Anleihen 44,2% 50,8%
Aktiv gemanagte Fonds 23,9% 23,9%
Passiv gemanagte Fonds 62,1% 63,2%

*1 Der Ausweis des Derivatehandels erfolgt auf Basis Anzahl bzw. Volumen börslich ausgeführter Kundenorders (Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV). Der Ausweis der sonstigen QLP-Bereiche erfolgt nach Orderbuchstatistik.

*2 Marktanteil der verbrieften Derivate auf Basis des Volumens börslich ausgeführter Kundenorders ('DDV-Statistikj) Marktanteile der sonstigen QLP-Bereiche auf Basis des Orderbuchumsatzes an deutschen Börsen (in kl. Tradegate))

Tabelle 1: Börslicher Handelsverlauf der EUWAX AG

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG wird aufgrund ihrer Funktion als QLP im Wesentlichen von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Orders in den einzelnen Assetklassen sowie der Schwankungsbreite der Aktienmärkte, der Volatilität, bestimmt. Politische Großereignisse wie der Brexit und die Wahl von Donald Trump ließen die Märkte weitgehend unbeeindruckt, eine hohe Volatilität und ausgeprägte Marktschwankungen waren nur an wenigen Handelstagen zu verzeichnen. Die Zinssituation überlagerte alle politischen und auch leichtere wirtschaftliche Dämpfer, insgesamt zeigten die Märkte im Jahr 2016 einen überwiegend seitwärts gehenden Trend auf. Aufgrund dieser Marktsituation sowie der anhaltenden Zurückhaltung der Privatanleger lag die Transaktionstätigkeit am Börsenplatz Stuttgart mit 5,3 Mio. ausgeführten Orders sowohl deutlich unter dem Vorjahreswert als auch unter dem im Vorjahr prognostizierten Niveau.

Die verbrieften Derivate stellten mit einem Umsatzanteil von 39 % weiterhin die bedeutendste Anlageklasse der Börse Stuttgart dar. Aufgrund der beschriebenen Marktentwicklung lag das Handelsvolumen bei 26,4 Mrd. € (-21 %). Der Vorjahreswert sowie die im Vorjahr abgegebene Prognose wurden nicht erreicht. Insbesondere der Handel mit Hebelprodukten - Knock-Out-Produkten, Optionsscheinen und Faktor-Zertifikaten - erlebte einen deutlichen Rückgang.

Mit einem Handelsvolumen von 12,8 Mrd. € wurde im Handel mit Aktien der Umsatz des Rekordjahres 2015 nahezu erreicht (-1 %) und die im Vorjahr abgegebene Prognose leicht übertroffen. Aktien sind in der aktuellen Niedrigzinsphase für viele Anleger eine attraktive Alternative.

Entsprechend der im Vorjahr abgegebenen Prognose leidet der Bereich Anleihenhandel weiter unter der Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Das Handelsvolumen lag mit rund 16,1 Mrd. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-15 %). Mit über 11,3 Mrd. € entfiel der größte Teil des Umsatzes im Anleihenhandel auf Unternehmensanleihen.

Im Geschäftsjahr 2016 handelten Privatanleger in Stuttgart ETPs im Volumen von rund 12,2 Mrd. €, was einem Umsatzanteil von 93 % des gesamten Fondshandels entspricht. ETPs stellen ungeachtet des im Vorjahr nicht erwarteten Umsatzrückgangs (-2 %) weiterhin die Produkte mit dem höchsten Wachstumspotential dar.

Zum Jahresende 2016 waren insgesamt 1,4 Mio. handelbare Wertpapiere (+4 %) an der Börse Stuttgart gelistet, wovon 99 % auf die Assetklasse der verbrieften Derivate entfielen.

Ertragslage

Die EUWAX AG erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,9 Mio. € (Vj. 14,8 Mio. €). Die im Vorjahr prognostizierte Ertrags- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2016 wurde aufgrund der beschriebenen Entwicklungen am Markt nicht erreicht.

Die Reduktion der Gesamterträge auf 22,6 Mio. € (-23 %) ist im Wesentlichen auf das gesunkene Nettoergebnis des Handelsbestands sowie das Provisionsergebnis zurückzuführen, die sich entgegen der abgegebenen Prognose deutlich reduzierten. Der Rückgang des Provisionsergebnisses auf insgesamt 8,1 Mio. € (-16 %) und des Nettoergebnisses des Handelsbestands auf 13,8 Mio. € (-28 %) ist hauptsächlich in den geringen Bewegungen des Aktienmarktes und den damit gesunkenen Transaktionstätigkeiten begründet.

Die Gesamtaufwendungen der Gesellschaft reduzierten sich entgegen der abgegebenen Prognose um 2,9 Mio. € auf 11,7 Mio. €. Die Gesamtaufwendungen wurden weiterhin von den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dominiert. Innerhalb dieser Position reduzierten sich die Personalaufwendungen um 27 % auf 6,0 Mio. €, was hauptsächlich den hohen Bonusansprüchen der Mitarbeiter im Vorjahr geschuldet ist. In den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5,6 Mio. € (Vj. 5,9 Mio. €) sind insbesondere Aufwendungen für von der BSG in Anspruch genommene Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich enthalten.

Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag insgesamt 3,1 Mio. €. Im Wesentlichen beinhaltet die Position Konzernsteuerumlagen in Höhe von 2,6 Mio. € sowie Ertragsteuern auf Ausgleichzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von 498 T€. Nach Steuern belief sich das Jahresergebnis der EUWAX AG auf 7,7 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,50 € entspricht. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2016 in voller Höhe an die BSG abgeführt.

Internes Steuerungssystem

Die internen Steuerungsgrößen, die der Quantifizierung der strategischen Ziele sowie der wertorientierten Unternehmensführung dienen, wurden primär anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft, Innovationskraft sowie Nachhaltigkeit definiert. Entwickelt wurde das System auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns. Das Steuerungssystem wird soweit anwendbar auch für die Steuerung der EUWAX AG herangezogen.

Im Mittelpunkt der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft steht die Sicherstellung eines unternehmerisch erfolgreichen Betriebs unter Berücksichtigung einer effizienten und effektiven Ressourcennutzung. Im Geschäftsjahr 2016 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei 10,9 Mio. €. Infolge des spürbaren Ertragsrückgangs lag die Cost-Income-Ratio1 bei 52 % und damit entsprechend der abgegebenen Prognose leicht oberhalb des Vorjahreswertes von 50 %.

Die Innovationskraft des Konzerns wird anhand der Projektaufwandsquote quantifiziert. Die Quote ist lediglich auf Ebene des Gesamtkonzerns aussagekräftig, da die Entwicklung und Einführung von Innovationen weitestgehend von mehreren Unternehmen des Börsenplatzes begleitet wird.

Das Kriterium Nachhaltigkeit wird anhand der Eigenkapitalrentabilität vor Steuern gemessen. Die rückläufige Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum wird in der erwarteten geringeren Eigenkapitalrentabilität vor Steuern2 von 13 % (-5 Prozentpunkte) ersichtlich.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EUWAX AG lag zum 31.12.2016 mit 100,7 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (-5 %). Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich um 50 % auf 35,0 Mio. €. Zum einen wurden liquide Mittel in Höhe von 18,2 Mio. € zur Deutschen Bundesbank transferiert und spiegeln sich nun innerhalb der Barreserve wider. Zum anderen ist die Reduktion der Forderungen an Kreditinstitute auf die erfolgte Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2015 an die Muttergesellschaft (10,1 Mio. €) sowie auf Investitionen in Wertpapiere (10,4 Mio. €) zurückzuführen. Der aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen resultierende Handelsbestand betrug zum 31.12.2016 insgesamt 1,5 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände spiegelte sich insbesondere das an die BSG gewährte Darlehen in Höhe von 15,0 Mio. € wider.

1 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

2 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % zum Eigenkapital.

Die Passivseite der Bilanz wurde weiterhin mit einem Anteil von 82 % (Vj. 78 %) vom Eigenkapital dominiert, das unverändert zum Vorjahr 82,9 Mio. € betrug. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2016 im Wesentlichen die noch ausstehende Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2016 an die BSG in Höhe von 7,7 Mio. €. Die Reduktion der Rückstellungen auf 1,0 Mio. € (Vj. 3,6 Mio. €) resultiert hauptsächlich aus der im Berichtszeitraum erfolgten Ausza h-lung der Leistungsbonifikationen an die Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2015. Aufgrund einer im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Auflösung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 0,7 Mio. € dotierte der Posten zum 31.12.2016 bei 8,7 Mio. € (Vj. 9,5 Mio. €).

Finanzlage

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds3 im Berichtsjahr 2016 um -17,9 Mio. € auf 41,4 Mio. € wird nachfolgend erläutert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,9 Mio. € (Vj. 9,4 Mio. €) resultiert aus dem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung (7,7 Mio. €), der unter anderem um den Verbrauch der Rückstellungen (-3,2 Mio. €) und die Zunahme der Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Handelsbestands (-6,2 Mio. €) bereinigt wurde. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug entgegen der abgegebenen Prognose -5,2 Mio. € (Vj. 5,1 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus der Investition in Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von -5,4 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgte aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -10,8 Mio. € (Vj. -6,8 Mio. €) spiegelt sich vor allem die vollzogene Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 201 5 an die Muttergesellschaft (-10,1 Mio. €) sowie die Auflösung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB (-0,7 Mio. €) wider.

Der Finanzmittelfonds unterstreicht die hohe und äußerst solide Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die im Berichtszeitraum zu jederzeit gegeben war. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität auf den Tagesgeldkonten. Die Dominanz der liquiden Mittel wird unter anderem in der Cashquote4 der Gesellschaft ersichtlich, die zum Jahresende 41 % (Vj. 56 %) betrug. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden durch die liquiden Mittel hinreichend gedeckt, was sich in der Kennzahl Liquidität 1. Grades5 zeigt, die zum 31.12.2016 460 % (Vj. 432 %) betrug.

Der EUWAX AG wurde von einem Kreditinstitut zur Finanzierung von Wertpapiergeschäften eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 31.05.2016 eingeräumt. Die Rahmenkreditlinie wurde für den Zeitraum vom 02.06.2016 bis zum 30.11.2016 auf 2,0 Mio. € reduziert und zum 30.11.2016 beendet. Bis zum 30.11.2016 wurde die eingeräumte Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Die Kapitalstruktur der EUWAX AG wird weiterhin vom Eigenkapital in Höhe von insgesamt 82,9 Mio. € dominiert. Dies zeigt sich im geringen Verschuldungsgrad6 von 10 % (Vj. 15 %) und spiegelt nach wie vor die Unabhängigkeit von fremden Geldgebern wider. In den Verbindlichkeiten der EUWAX AG zum 31.12.2016 schlug sich insbesondere die noch ausstehende Gewinnabführung an die BSG für das Geschäftsjahr 2016 nieder. Die Gewinnabführung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat, die im April 2017 geplant ist. Die Kapitalrendite gem. § 26a Abs. 1 S. 4 KWG7 betrug zum 31.12.2016 insgesamt 8 % (Vj. 9 %).

3 Finanzmittelfonds: Zahlungsmittel (täglich fällige Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere die zur Refinanzierung bei der Bundesbank zugelassen sind).

4 Cashquote: Finanzmittelfonds in % zur Bilanzsumme.

5 Liquidität 1. Grades: Finanzmittelfonds in % zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

6 Verschuldungsgrad: Fremdkapital in % zum Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken).

7 Kapitalrendite gem. § 26a Abs. 1 S. 4 KWG: Nettogewinn (= Jahresüberschuss vor Gewinnabführung) in % zur Bilanzsumme.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mit ihrem Ideenreichtum, ihrem Engagement für die Ziele der Gesellschaft und nicht zuletzt durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, leisten insbesondere die Mitarbeiter den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg der EUWAX AG. Die hohe Fachkompetenz und Qualifikation der Mitarbeiter werden laufend gefordert. Deshalb setzt die Gesellschaft alles daran, gezielt das Potenzial ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich 66 Beschäftigte (Vj. 63) bei der EUWAX AG tätig (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB). Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 8 % (Vj. 33 %) und verdeutlicht die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Resümee Geschäftslage 2016

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG blickt nach einem Jahr 2015, in dem Rekordumsätze bei Aktien und ETPs verzeichnet werden konnten, auf ein relativ "normales" Börsenjahr 2016 zurück. Die beschriebenen politischen Ereignisse und die andauernde Niedrigzinsphase führten nur zu geringen Bewegungen an den Märkten. Hinzu kam die anhaltende Zurückhaltung vieler Privatanleger. Diese Entwicklung sowie der starke Wettbewerb im Markt führten zu deutlich rückläufigen Transaktionstätigkeiten am Börsenplatz Stuttgart, die sich wiederum in geringeren Gesamterträgen und einer gedämpften Geschäftsentwicklung niederschlugen. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der EUWAX AG als zufriedenstellend ein.

In einem national wie international anspruchsvollen Markt mit stark umkämpftem Wettbewerb im Handel mit Finanzprodukten ist es das stete Bestreben der EUWAX AG, seinen Nutzern eine leistungsfähige und kompetente Handelsplattform zur Ausführung von Wertpapieraufträgen zur Verfügung zu stellen. Die zunehmende Preissensibilität der Anleger, die ständig anwachsende Anzahl an handelbaren Instrumenten, die umzusetzenden regulatorischen Vorgaben sowie die grundsätzliche Zurückhaltung der Anleger stellt die Börse Stuttgart vor Herausforderungen. Das Vertrauen in die Märkte wird unter anderem durch die intensive Vermittlung von Finanzwissen (unter anderem durch Bildungsaktivitäten und Börsenseminare) gefördert und weiter gestärkt.

Risikobericht

Der nachfolgende Risikobericht beschreibt das Risikomanagementsystem der EUWAX AG sowie die aktuellen Risikoschwerpunkte. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Chancen, die sich im Wesentlichen aus positiven Marktentwicklungen bzw. aus für das Börsenwesen positiven regulatorischen Entwicklungen ergeben, nicht in das Risikomanagementsystem einbezogen.

Das Risikomanagementsystem

Die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Mit der operativen Umsetzung zur Einrichtung und dem Betrieb ist das Risikocontrolling beauftragt, welches an die BSG ausgelagert ist. Das Risikomanagementsystem ist als Summe aller betrieblichen Regelungen, Prozesse und Methoden zu verstehen, die der Unternehmung eine effektive und effiziente Steuerung ihrer Risiken erlaubt. Die übergeordnete Zielsetzung an das Risikomanagement der EUWAX AG bzw. des Boerse Stuttgart-Konzerns ist die langfristige Sicherstellung der Überlebens- und Leistungsfähigkeit der Unternehmung. Das Risikomanagementsystem wird durch die Interne Revision regelmäßig geprüft.

Risikostrategie und -planung

Der Vorstand erarbeitet jährlich eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete und eng mit der Finanzplanung verzahnte Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierbei plant die Geschäftsleitung auf Basis der grundsätzlichen Risikoeinstellung des Boerse Stuttgart-Konzerns die zukünftige Risikolage, legt den Risikoappetit auf der Basis der erwarteten Risikotragfähigkeit fest und leitet daraus Zielvorgaben für die Geschäftsbereiche ab. Alle Planungsprozesse sind gruppenweit harmonisiert und abgestimmt.

Risikomanagementprozesse

Es existieren standardisierte Methoden und Verfahren für alle Risikoarten, die es den Geschäftsbereichen erlauben, Risiken zu erkennen und nach einheitlichen Standards zu bewerten. Risikomanager sind für die Risikosteuerung der ihnen zugewiesenen Risiken verantwortlich. Diese werden basierend auf der durch die Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie durch geeignete Maßnahmen reduziert, bis ein unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten angestrebtes Optimum erreicht ist. Das Risikocontrolling hat neben der Methodenhoheit die Aufgabe, den Risikomanagementprozess zu begleiten und zu beurteilen, sowie die Umsetzung beschlossener Maßnahmen nachzuhalten.

Governance

Unabhängig von der Behandlung spezifischer Risiken bestehen Governance-Elemente, die allgemein dazu beitragen, die von der Geschäftsleitung gewünschte Steuerung und Überwachung sicherzustellen. So existieren klare Verantwortlichkeitsregelungen für jedes einzelne Risiko. Es existiert eine Funktionstrennung zwischen Risikosteuerung und -überwachung. Ein Risikohandbuch legt die im Risikomanagement zur Anwendung kommenden Prozesse und Methoden unter Einhaltung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und branchenüblicher Standards verbindlich fest. Die im Unternehmen existierenden Prozesse werden risikoorientiert so ausgestaltet, dass unnötige Risiken vermieden werden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Bei der Gesellschaft sind nachfolgend beschriebene Strukturen und Prozesse implementiert. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell oder funktionell voneinander getrennt sind. Kontrollhandlungen wie bspw. das Vier-Augenprinzip kommen zum Einsatz. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z. B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Die Interne Revision überwacht die Einhaltung dieser Regelungen.

Reporting

Das Risikocontrolling berichtet an den Vorstand und die Risikomanager regelmäßig über die aggregierte Risikosituation. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad hoc-Berichterstattung an den Vorstand, sofern dies geboten erscheint.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Geschäftszweck der EUWAX AG bedingt die Verwendung von Finanzinstrumenten im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20.11. Aus diesen resultieren vollumfänglich die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG von 0,27 Mio. € bzw. 2,68 Mio. €. Die Einzelheiten werden im Teil zu den Risikoarten beschrieben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Darstellung von Art und Umfang, der Notwendigkeit des Eingehens von Risiken und der Risikosteuerung.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die Methoden der Quantifizierung von Risiken, die dabei eingesetzten Anwendungen und die Prozessabläufe wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die oben beschriebenen Grundsätze des Risikomanagementsystems wurden in diesem Rahmen ebenfalls unverändert beibehalten.

Die Risikoarten

Nachfolgend werden die Ausprägungen der relevanten Risikoarten erläutert. Die Risikoarten definieren sich dabei nach DRS 20.11. In Abbildung 2 ist eine Übersicht der auf die jeweiligen Risikoarten entfallenden Value-at-Risk dargestellt, die sich aufgrund einer einheitlichen Bewertungsmethodik ergeben. Die Betrachtung der Risikosituation erfolgt dabei immer auf Basis des verbleibenden Risikos nach bestehenden Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung).

Marktpreisrisiken

Die Marktpreisrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11. Marktpreisrisiken entstehen bei der EUWAX AG aus der Anlage von Eigenmitteln und der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen für Kunden.

Die Haltedauer der Risikopositionen im Dienstleistungsbereich ist in aller Regel sehr kurz. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird länger, z. B. über Nacht, gehalten. Eine laufende portfoliogerechte Quantifizierung der Risiken ist deshalb nicht möglich. Die Gesellschaft setzt für die Überwachung der Risiken aus der laufenden Handelstätigkeit Risikolimite ein, die pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze beinhalten, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Diese pragmatische Berechnungsmethodik erlaubt eine Risikosteuerung und -überwachung nahezu in Echtzeit. Hedging-Strategien kommen im Rahmen der Risikosteuerung nicht zum Einsatz.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch die tägliche portfoliogerechte Ex-Post-Bewertung des Wertpapierbestandes zum Ende des Handelstages in Form eines durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten, indexgestützten Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 10 Handelstagen. Dieser Ansatz wird für die strategische Risikosteuerung im Dienstleistungsbereich sowie zur Ermittlung der Marktpreisrisiken aus der Anlage eigener Mittel herangezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Marktpreisrisiken der EUWAX AG aufgrund der Wiederanlage von freien Mitteln sowie normaler Veränderungen des Bestandes und der Risikoparameter leicht erhöht. Sie ergeben sich weiterhin überwiegend aus Zinsänderungsrisiken, diese entsprechen 80 % des Gesamtrisikos.

Im Rahmen des Managements von Marktpreisrisiken auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios über alle Einzelgesellschaften hinweg in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gattungen, Länder, Laufzeiten und Währungen. Gleichfalls werden die betroffenen Wertpapierportfolien auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Die Adressenausfallrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Diese ergeben sich im Wesentlichen als Emittentenrisiken aus Geldanlagen und in geringerem Umfang aus Wertpapieren des Handelsbestandes, als Kontrahentenrisiken aus offenen Kontrahentenpositionen sowie als sonstige Ausfallrisiken (Kreditrisiken) aus Kontokorrentbeziehungen und gruppeninternen Ausleihungen. Diese Risiken werden täglich über einen durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten Value-at-Risk auf der Basis ratingbasierter Ausfallraten (Probability of Default) und ebenfalls ratingbasierter Ausfallquoten (Loss Given Default) quantifiziert. Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99 %.

Dieser Ansatz kommt zur strategischen Steuerung des Adressenausfallrisikos zum Einsatz. Die operative Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Kreditlinien, die einer laufenden elektronischen Überwachung unterliegen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Adressenausfallrisiken der EUWAX AG aufgrund der Wiederanlage von freien Mitteln und normaler Veränderungen der Risikoparameter leicht erhöht.

Im Rahmen des Managements von Adressenausfallrisiken auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gegenparteien, Länder, Ratingklassen und Branchen. Auch hier werden weiterhin die betroffenen Positionen auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können für die EUWAX AG in zweifacher Hinsicht bestehen. Einerseits als dispositives Liquiditätsrisiko (gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen können nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt werden), andererseits als strukturelles Liquiditätsrisiko (zusätzliche Refinanzierungsmittel/ Kapital können nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden).

Die eigene Liquiditätslage der Gesellschaft ist allerdings konstant gut. Es bestehen laufend hohe Barmittelbestände und eine mehrfache Überschreitung der aufsichtsrechtlichen Kennziffern. Veränderungen werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass beide Erscheinungsformen für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Dennoch erfolgt fortlaufend eine Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens im Hinblick auf die Ausprägung aufsichtsrechtlicher Kennziffern und wesentlicher Gruppenkennzahlen wie Finanzmittelbestand und Risk Adjusted Net Cash, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben.

Operationelle und strategische Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Weiterhin zählt der Boerse Stuttgart-Konzern auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Diese Risiken nehmen im Boerse Stuttgart-Konzern einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Als Tochtergesellschaft der BSG mit starker Konzernbindung aufgrund gleichartiger Strategien und Geschäftsmodelle und auch einer Vielzahl von Auslagerungsverhältnissen strahlen Risiken von Konzern und Schwestergesellschaften oftmals auf die EUWAX AG aus. Insofern kann die Betroffenheit durch die im Folgenden genannten Risiken auch mittelbar bestehen.

Risiken, die sich aus der Allokation von Chancen und Risiken innerhalb des Boerse Stuttgart-Konzerns ergeben, werden im Risikomanagement der EUWAX AG nicht betrachtet, da eine Gefährdung des Boerse Stuttgart-Konzerns als Ganzes und der Interessen Dritter im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen mit der BSG nicht erkennbar ist.

Zur Quantifizierung der operationellen und strategischen Risiken verwendet die EUWAX AG ebenfalls ein auf eine Monte-Carlo-Simulation gestütztes Value-at-Risk-Konzept über den Zeitraum der laufenden Mittelfristplanung hinweg. Das Konfidenzniveau liegt hier ebenfalls bei 99 %. Die Grundlage hierfür sind regelmäßige Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen Schadenshöhen und Schadensverläufe.

Die operationellen und strategischen Risiken sind durch Zuweisung entsprechender Risikotoleranzen durch die Geschäftsleitung begrenzt und werden durch die vierteljährliche Risikoberichterstattung überwacht. Im Jahresverlauf 2016 haben sich die operationellen und strategischen Risiken der EUWAX AG auf 7,20 Mio. € (im Vorjahr 8,95 Mio. €) leicht abgebaut.

Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf dem Bereich Kunden/ Markt/ Wettbewerb einschließlich der möglichen Ausgestaltung der Regulierungsinitiativen "Finanztransaktionssteuer" und "MiFiD II". Insbesondere letztere könnten aufgrund der Auswirkungen auf die Märkte und der erhöhten Anforderungen an Systemkapazitäten, zeitliche Synchronisierung und Transparenz das Unternehmen mit entsprechenden negativen Folgen treffen, die aktuell noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden können.

Weitere wesentliche potentielle Risiken ergeben sich aus dem Bereich Informationstechnologie und externen Ereignissen, die aber über zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen sowie im Rahmen eines laufenden Business Continuity Management kontinuierlich bearbeitet werden.

Beeinträchtigungen der IT-Systeme, z. B. durch Hardware- oder Systemausfälle, können aus Sicht der EUWAX AG zu unmittelbaren Schäden führen. Weiterhin können sich bei Lieferanten und Betreibern von IT-Systemen Veränderungen ergeben, die umfangreiche Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen. Gleichzeitig ist der Produktlebenszyklus aller eingesetzten Systeme laufend zu überwachen, um einen effizienten und sicheren Betrieb sicherzustellen und entsprechende Pflegemaßnahmen einzuleiten. Die wesentlichen IT-Systeme der EUWAX AG werden von der BSG gestellt.

Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden die Probleme umgehend analysiert, behoben und die Sicherheit nachhaltig verbessert. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen stellen den fortwährenden IT-Betrieb sicher.

Prognosegüte (Backtesting)

Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value-at-Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das Risikocontrolling überprüft für alle quantifizierten Risikoarten im Nachgang die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Speziell für die Marktpreisrisiken ist ein regelmäßiges Prüfverfahren (Backtestingverfahren) implementiert. Es überprüft die Bewertungsannahmen der entsprechenden Modelle anhand der tatsächlichen Marktentwicklung und zeigt Anpassungsbedarf auf, der dann kurzfristig in den Modellen vollzogen wird.

Für alle Risikoarten gilt, dass aufgrund der sehr vorsichtigen Messverfahren und dank einer guten Risikosteuerung bislang noch nie Verluste zu verzeichnen waren, die über dem zuvor ermittelten Value-at-Risk lagen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Gesamtrisikowert war leicht rückläufig und lag zum 31.12.2016 bei 10,15 Mio. €. Zum 31.12.2015 betrug die Summe aller Risikowerte 10,50 Mio. €. Das zur Abdeckung der Risiken vorgehaltene Risikodeckungspotential ist unter der weiterhin vorsichtigen Prognose der Geschäftsergebnisse leicht gestiegen (25,45 Mio. €; Vj. 24,08 Mio. €). Die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG war im Berichtszeitraum fortwährend gegeben.

Die seit dem 01.01.2014 durch die CRR-Richtlinie neu gefassten aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen werden weiterhin deutlich übertroffen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel von 76,61 Mio. € übertreffen mit einer Quote von 94,11 % das geforderte Minimum von 8,00 % der aufsichtsrechtlichen Gesamtrisikobeträge um ein Vielfaches.

Abbildung 2: Risikosituation der EUWAX AG

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die Entwicklung der EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung als Teil des Boerse Stuttgart-Konzerns für das Jahr 2017. Diese zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können deshalb wesentlich von den derzeitig erwarteten abweichen.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

In Deutschland wird das Jahr 2017 auf politischer Ebene vor allem von der im September anstehenden Bundestagswahl geprägt sein. Auch in anderen europäischen Ländern stehen Wahlen an, unter anderem in den Niederlanden und in Frankreich. Der offene Ausgang der Wahlen, insbesondere durch die Teilnahme neuer Parteien, könnte für Unsicherheit bei den Wählern mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kapitalmärkte sorgen. Weitere Unsicherheitsfaktoren stellen der EU-Austritt Großbritanniens und wirtschaftspolitische Entscheidungen des neuen US-Präsidenten dar.

Hinsichtlich der Notenbankentscheidungen dürfte es vorerst keine Abkehr vom bisherigen Kurs geben. Die EZB wird ihre Zinssätze weiterhin niedrig halten und ihr Anleihenkaufprogramm weiter fortsetzen. Auch wenn die US-amerikanische Notenbank ihre Zinssätze in der nächsten Zeit leicht anheben dürfte, bietet sich für Privatanleger weiterhin keine Alternative als ein Engagement im Kapitalmarkt, wenn sie eine höhere Rendite erwirtschaften wollen. Die Integration junger Start-up Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie - die sogenannten FinTechs - wird eine der großen Herausforderungen, der sich die gesamte Finanzbranche im Jahr 2017 stellen muss. Durch die FinTechs können neuartige und attraktive Services entstehen, die gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Anleger eingehen können.

Aus regulatorischer Sicht sind im Lauf des Jahres 2017 die durch MiFID II/ MiFIR sowie das nationale Umsetzungsgesetz ausgelösten Umsetzungsmaßnahmen fortzuführen und abzuschließen. Dies stellt eine Herausforderungen dar, da insbesondere im IT-Bereich durch die neuen Vorschriften aufwandsintensive Anpassungen erforderlich sind. Des Weiteren bleiben mögliche Interventionsmaßnahmen im Vertrieb und dem Angebot einzelner Finanzprodukte durch nationale oder europäische Aufsichtsbehörden im Fokus. Außerdem wird in der großen Koalition eine mögliche Änderung bei der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge erwogen. Eine Umsetzung dieser Pläne ist erst in der kommenden Legislaturperiode zu erwarten. Zu den regulatorischen Rahmenbedingungen mit potentiellen Auswirkungen auf die Börse Stuttgart zählt ebenfalls die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Nach derzeitigem Stand ist frühestens 2018 mit einer Steuererhebung zu rechnen. Je nach genauer Ausgestaltung besitzen diese Themen das Potential, negative oder auch positive Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft und damit auf die Geschäftstätigkeit der EUWAX AG zu entfalten.

Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die Geschäftslage der EUWAX AG wird auch zukünftig stark von der Volatilität der Aktienmärkte und daraus resultierend von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Kundenorders abhängig sein. Laut der halbjährlichen DAX-Prognose des VÖB8 wird der deutsche Aktienindex im September 2017 zwischen 10.900 (Bayern LB) und 12.220 Punkten (Helaba) prognostiziert. Die Geschäftsleitung der EUWAX AG rechnet damit, dass der DAX im Jahr 2017 in den Handelsbreiten des Geschäftsjahres 2016 verbleibt und sich damit die Seitwärtsentwicklung weitestgehend fortsetzen wird. Die Volatilität der Aktienmärkte wird ungefähr auf dem Niveau von 2016 erwartet.

Im Bereich der verbrieften Derivate wird eine leichte Stabilisierung der Transaktionstätigkeit in 2017 gegenüber dem schwachen Jahr 2016 erwartet. Aktien und Fonds bleiben aufgrund von fehlenden Anlagealternativen weiterhin attraktiv. Aufgrund des niedrigen Zins- und Risikoprämienumfelds sowie der politischen Ausrichtung der EZB wird für den Anleihenhandel ein weiteres schwieriges Jahr prognostiziert. Die Transaktionstätigkeiten im Jahr 2017 werden für die Börse Stuttgart insgesamt auf einem nahezu konstanten Niveau prognostiziert. Aufgrund dessen prognostiziert die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2017 für das Provisions- sowie das Nettoergebnis des Handelsbestands lediglich eine leichte Steigerung.

Für die Gesamtaufwendungen der EUWAX AG wird ein deutlicher Anstieg im Jahr 2017 erwartet, der sich hauptsächlich in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen niederschlagen wird. Die Aufwandssteigerung ist unter anderem den voraussichtlich erhöhten Leistungsbonifikationen der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2017 und den steigenden Aufwendungen für von der BSG in Anspruch genommene Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich geschuldet.

Infolgedessen prognostiziert die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresergebnis, das deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Aufgrund des prognostizierten leichten Ertragsanstiegs bei einem deutlich erhöhten Aufwandsniveau in 2017 wird die Cost-Income-Ratio9 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 auf einem leicht erhöhten, die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern10 auf einem leicht reduzierten Niveau erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2017 sind keine wesentlichen Investitionen vorgesehen.

Die vorgehaltene Liquidität ermöglicht der EUWAX AG auch weiterhin die Erbringung ihrer Zahlungsverpflichtungen, die Erfüllung ihrer Aufgaben als QLP sowie die Einhaltung regulatorischer Liquiditätsanforderungen.

Wesentliche Chancen für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Ein exogener, unerwarteter Schock korreliert regelmäßig mit hohen Kursbewegungen der Aktienmärkte und bedingt zudem ein erhöhtes Handelsaufkommen. Die Umsetzung des Brexit-Entscheids, die Uneinigkeit Europas hinsichtlich der Flüchtlingspolitik, der Amtsantritt des neuen US-Präsidenten sowie die wirtschaftliche Situation Chinas sind unter anderem dazu geeignet, Marktkorrekturen auszulösen und durch die damit einhergehende erhöhte Volatilität das Handelsaufkommen zu erhöhen.

Aus solchen Szenarien, die die spürbare Belebung der Volatilität und der Handelsaktivitäten voraussetzen, würden sich Perspektiven für eine erheblich günstigere Geschäftsentwicklung der EUWAX AG im Jahr 2017 eröffnen.

8 Bundesverband öffentlicher Banken Deutschland, VÖB, e.V. / VÖB-Aktienmarkt-Prognose September 2016

9 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

10 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % zum Eigenkapital.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Die EUWAX AG ist weiterhin einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Die Themen des Geschäftsjahres 2016 - die fast schon defensive Positionierung der Anleger zum Wertpapiergeschäft, die zunehmende Preissensibilität der Kunden, die umzusetzenden regulatorischen Vorgaben sowie der Erhalt und Ausbau einer leistungsfähigen IT-Landschaft - werden die EUWAX AG sowie den gesamten Börsenplatz auch im Geschäftsjahr 2017 weiter beschäftigen.

Die Anforderungen und Bedürfnisse der Privatanleger stehen weiterhin im besonderen Fokus der EUWAX AG. Der Börsenplatz Stuttgart wird seine Anstrengungen, die Menschen von der Sinnhaftigkeit von Wertpapierinvestments zu überzeugen, weiter vorantreiben, um das Vertrauen der Anleger in die Märkte und insbesondere in hochregulierte Börsen zu stärken. Als Qualitätsanbieter trägt die Börse Stuttgart dazu bei, Privatanleger in Deutschland und relevanten internationalen Märkten auf Augenhöhe mit professionellen Investoren zu bringen. Die bisher hohe Innovationsfreudigkeit, wie bspw. die Einführung des Soforthandels für Aktien, verbriefte Derivate, ETPs und aktive Fonds sowie die Unterstützung der FinTech Days Stuttgart in 2016, wird auch im Jahr 2017 aufrechterhalten.

Ungeachtet der Herausforderungen des Jahres 2017 ist die EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung solide aufgestellt, um ihre Ziele weiter erfolgreich verfolgen zu können.

Übernahmerechtliche Angaben

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital sind im Anhang der EUWAX AG angegeben.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen

Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Vereinbarungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht.

Stimmrechtskontrolle bei Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital

Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären.

Ernennung und Abberufung des Vorstands und Änderung der Satzung

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Da die EUWAX Aktiengesellschaft ein Finanzdienstleistungsinstitut ist, hat der Aufsichtsrat dabei zudem die einschlägigen Bestimmungen des Kreditwesengesetzes zu beachten, speziell § 25c KWG. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden oder statt-dessen einen Sprecher des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden oder stattdessen einen stellvertretenden Sprecher des Vorstands ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit den §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur diese Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich des Aktienrückkaufs

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 01.07.2015 zum Erwerb eigener Aktien sowie deren späteren Verwendung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 AktG ermächtigt. Dabei wird die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis 10 % des Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 30.06.2020. Von der Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2016 kein Gebrauch gemacht.

Sonderregelung für den Fall des Wechsels der Unternehmenskontrolle und Entschädigungsvereinbarungen

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen ebenso wenig wie Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vorstandsbezüge

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Alle zum 31.12.2016 im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft BSG. In der Vergangenheit erhielten die Herren von der Muttergesellschaft eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasste auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX AG. Das heißt, sie erhielten von der EUWAX AG keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Diese Vorgehensweise wurde für die Herren Danielski und Bolle im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 geändert.

Herr Dr. Christoph Boschan von dem Bussche ist zum 31.08.2016 aus dem Vorstand der EUWAX AG ausgeschieden. Er übte sein Amt im Wege eines Konzernmandats aus und erhielt von der Muttergesellschaft BSG eine angemessene Vergütung.

Der Sprecher des Vorstands, Herr Ralph Danielski, erhielt bis zum 30.09.2016 von der Muttergesellschaft eine angemessene Vergütung. Seit dem 01.10.2016 erhält Herr Ralph Danielski von der EUWAX AG gemäß den vertraglich vereinbarten Bedingungen eine jährliche fixe Vergütung. Sein Amt als Mitglied des Vorstands endete regulär zum 31.12.2016. Durch den Aufsichtsrat erfolgte eine Wiederbestellung bis zum 31.12.2017. Besondere Vergütungsregelungen bei Austritt und ein Wettbewerbsverbot sind nicht fixiert.

Herr Stefan Bolle ist mit Wirkung zum 01.09.2016 als Mitglied des Vorstands bestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt erhält Herr Stefan Bolle von der EUWAX AG gemäß den vertraglich vereinbarten Bedingungen eine jährliche fixe Vergütung. Sein Amt als Mitglied des Vorstands endete regulär zum 31.12.2016. Durch den Aufsichtsrat erfolgte eine Wiederbestellung bis zum 31.12.2017. Besondere Vergütungsregelungen bei Austritt und ein Wettbewerbsverbot sind nicht fixiert.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 (erfolgsunabhängige) Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB in Höhe von 95 T€ gewährt. Hiervon entfallen 45 T€ auf Herrn Ralph Danielski und 50 T€ auf Herrn Stefan Bolle. Bezüge oder Leistungen im Sinne des § 285 Nr. 9 Satz 5-8 HGB wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht zugesagt oder gewährt.

Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 117 T€ (Vj. 113 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 42 T€ (Vj. 38 T€) auf die Sitzungsgelder. Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.euwax-ag.de) innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht der EUWAX AG ist die Erklärung im Berichtsteil "Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance Bericht" abgedruckt.

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der EUWAX AG zum 31.12.2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der BSG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister veröffentlicht. Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Stuttgart, 06. März 2017

Der Vorstand der EUWAX AG

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Stefan Bolle

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

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31.12.2016

31.12.2015

T€
1. Barreserve
-) Guthaben bei Zentralnotenbanken 18.168.027,88 5
darunter: bei der Deutschen Bundesbank € 18.168.027,88 (Vj. T€ 5)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 19.996.147,83 55.014
b) andere Forderungen 15.021.005,56 15.026
35.017.153,39 70.040
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
-) Anleihen und Schuldverschreibungen
a) von öffentlichen Emittenten 14.570.800,00 14.571
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 14.570.800,00 (Vj. T€ 14.571)
b) von anderen Emittenten 5.405.589,04 -
19.976.389,04 14.571
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.970.923,20 4.929
4a. Handelsbestand 1.545.265,43 387
5. Sachanlagen 90.876,00 138
6. Sonstige Vermögensgegenstände 15.878.720,70 16.047
7. Rechnungsabgrenzungsposten 8.915,97 10
Summe Aktiva 100.656.271,61 106.127
PASSIVA
31.12.2016

31.12.2015

T€
1a. Handelsbestand 142,44 4
2. Sonstige Verbindlichkeiten 8.057.374,39 10.213
3. Rechnungsabgrenzungsposten 12,40 -
4. Rückstellungen
-) andere Rückstellungen 989.179,63 3.551
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.728.879,16 9.479
davon Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB € 7.888.879,16 (Vj. T€ 8.639)
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150
b) Kapitalrücklage 21.067.750,00 21.068
c) Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
-) andere Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
d) Bilanzgewinn 0,00 -
82.880.683,59 82.881
Summe Passiva 100.656.271,61 106.127

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

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01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
T€
--- --- --- --- ---
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 63.625,05 92
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 69.927,21 398
133.552,26 491
2. Negative Zinsen aus Geldanlagen
-) aus Geldmarktgeschäften 28.205,29
3. Zinsaufwendungen 25.413,94 28
79.933,03 463
4. Laufende Erträge aus
-) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 59.517,30 -
5. Provisionserträge 8.103.993,18 9.595
6. Provisionsaufwendungen 9.072,51 12
8.094.920,67 9.583
7a. Ertrag des Handelsbestands 48.216.545,41 58.918
davon Auflösung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 749.787,61 (Vj. T€ 0)
7b. Aufwand des Handelsbestands 34.372.575,17 39.817
davon Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 0,00 (Vj. T€ 672)
13.843.970,24 19.101
8. Sonstige betriebliche Erträge 526.359,39 369
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.183.121,74 7.278
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 850.131,76 1.026
darunter für Altersversorgung € 76.919,41 (Vj. T€ 68)
6.033.253,50 8.304
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.623.613,21 5.935
11.656.866,71 14.238
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 49.065,50 56
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.494,19 19
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 5.934,00 25
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 347
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 5
0,00 342
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 10.856.340,23 14.835
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.113.650,28 4.760
davon Steuerumlage € 2.615.877,14 (Vj. T€ 4.262)
17. Sonstige Steuern 1.125,00 11
3.114.775,28 4.770
18. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.741.564,95 10.065
19. Jahresüberschuss 0,00 -
20. Bilanzgewinn 0,00 -

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Hinweise

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, (EUWAX AG) ist eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a KWG ist die Gesellschaft entsprechend § 340a Abs. 1 HGB i. V. m. § 340 Abs. 4 Satz 1 HGB zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften verpflichtet. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 19972 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gem. § 265 Abs. 8 HGB grundsätzlich nicht angegeben.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Wertpapiere, die im Anschaffungszeitpunkt eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen und die mit der Absicht erworben wurden, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet und gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert, da diese Wertpapiere grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen.

Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr im Zugangszeitpunkt und Wertpapiere ohne feste Restlaufzeit werden gem. § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Diese Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags (Handelsaktiva) bzw. eines Risikozuschlags (Handelspassiva) angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Bedarfsfall.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer des Anlagevermögens Jahre
Immaterielle Anlagewerte 4-5
Sachanlagen 3-13

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 150,00 € ("geringwertige Wirtschaftsgüter") werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der "Poolbewertung" über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

3. Forderungen an Kreditinstitute

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 15.021 T€ (Vj. 15.026 T€) sind in nachfolgende Restlaufzeiten untergliedert:

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T€ mehr als drei Monate bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- ---
Andere Forderungen an Kreditinstitute 10.021 10.026 5.000 5.000

4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

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T€ Buchwert* Marktwert* Stille Reserven
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen - Anleihen 19.976 14.571 20.231 14.660 254 89
davon börsennotiert T€ 19.976 (Vj. T€ 14.571)

* Inklusive Stückzinsforderungen

Zum Bilanzstichtag beinhaltet diese Position zwei Landesschatzanweisungen sowie eine Unternehmensanleihe. Der Marktwert dieser Wertpapiere inklusive Stückzinsforderungen beträgt zum 31.12.2016 insgesamt 20.231 T€ (Vj. 14.660 T€). Darin enthalten sind Kurswertreserven in Höhe von 254 T€ (Vj. 89 T€). Stille Lasten bestehen zum Abschlussstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Im Berichtsjahr wurden auf die Wertpapiere des Anlagevermögens keine Ab- oder Zuschreibungen vorgenommen (Vj. 0 T€ bzw. 5 T€).

Zum 31.12.2016 bestehen Stückzinsforderungen in Höhe von 30 T€ (Vj. 1 T€).

Im Buchwert sind Anleihen von insgesamt 7.585 T€ mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr enthalten.

5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

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T€ Buchwert Marktwert Stille Reserven
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Fonds 9.971 4.929 9.993 4.929 22 -
davon börsennotiert T€ 5.048 (Vj. T€ 0)
davon nicht börsenfähig T€ 4.923 (Vj. T€ 4.929)

Der Posten beinhaltet zum Abschlussstichtag einen Geldmarktfonds sowie einen Indexfonds. Im Buchwert sind Kurswertreserven in Höhe von 22 T€ (Vj. 0 T€) enthalten. Stille Lasten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt Abschreibungen in Höhe von 6 T€ (Vj. 17 T€) vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Die ausgewiesenen Wertpapiere sind Teil der Liquiditätsreserve und werden nach den für Umlaufvermögen geltenden Bilanzierungsvorschriften bewertet.

Zum Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

6. Handelsbestand (Handelsaktiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelsaktiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Zur Ermittlung des etwaigen Risikoabschlages werden die Bestände zu Gattungsgruppen zusammengefasst. Bei Wertpapieren, bei welchen durch die Fair-Value-Bewertung stille Reserven aufgedeckt wurden, werden die Kurswerte je Gattungsgruppe mit einem Faktor multipliziert, um die mögliche negative Schwankungsbreite der einzelnen Wertpapierarten pauschal (auf Grundlage von Expertenschätzungen) zu ermitteln. Die pauschalierten negativen Schwankungsbreiten sind so bemessen, dass i.d.R. selbst außergewöhnlich hohe Over-Night-Verluste abgedeckt werden können.

Der Risikoabschlag wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode quantifiziert. Er soll mindestens 99 % der beobachteten Kursschwankungen für einen Handelstag (Konfidenzniveau) abdecken. Die kurze Haltedauer spiegelt den sehr kurzfristig angelegten Risikomanagementprozess wider. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere sind mit seltenen Ausnahmen als sehr liquide einzustufen, sodass Positionen bei Bedarf sofort geschlossen werden können.

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T€ Buchwert* Marktwert Risikoabschlag
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 248 0 249 0 1 -
Stückzinsforderungen 3 0 3 0 - -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 251 0 252 0 1 -
Optionsscheine 0 2 0 2 - -
Zertifikate 0 10 0 10 - 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestands 0 12 0 13 - 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 1.294 374 1.305 375 11 1
Gesamtbestand Handelsaktiva 1.545 387 1.557 388 12 1

* Buchwert= Marktwert abzgl. Risikoabschlag

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten.

Die Position beinhaltet ein auf fremde Währung lautendes Wertpapier mit einem Buchwert in Höhe von 14 T€ (Vj. 0 T€). Der Nominalwert der Fremdwährungsanleihe beträgt 14 TUSD.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands in Höhe von 2 T€ (Vj. 1 T€) vorgenommen. Zuschreibungen erfolgten in Höhe von 1 T€ (Vj. 0 T€). Abschreibungen sowie Zuschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Derivative Finanzinstrumente (Handelsaktiva)

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um ein indexbezogenes Partizipationszertifikat und Optionsscheine. Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können.

Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Nr. 20 HGB aus nominal 34.683 Stück (Vj. 51.985 Stück) Zertifikaten und nominal 4.400 Stück (Vj. 1.912.800 Stück) Optionsscheinen zusammen.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vj. 3 T€) vorgenommen. Zuschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht (Vj. 0 T€). Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Der Bilanzposten enthält Aktien und Fonds des Handelsbestands. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 8 T€ (Vj. 6 T€) vorgenommen. Zuschreibungen erfolgten in Höhe von 11 T€ (Vj. 1 T€). Abschreibungen sowie Zuschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

7. Sachanlagen

Die Sachanlagen betreffen mit 91 T€ (Vj. 138 T€) die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

8. Sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.749 15.836
Steuererstattungsansprüche 130 211
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 113)
Sonstige Vermögensgegenstände 15.879 16.047

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart, (BSG/Muttergesellschaft) und resultieren aus einem gewährten Darlehen (15.000 T€; Vj. 15.000 T€) sowie erbrachten QLP-Dienstleistungen (706 T€; Vj. 677 T€).

9. Sonstige Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9 -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 9 (Vj. T€ 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.952 10.073
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 7 952 (Vj. T€ 10.073)
Sonstige Verbindlichkeiten 96 140
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 96 (Vj. T€ 140)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.057 10.213

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen hauptsächlich den noch abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2016 (7.742 T€; Vj. 10.065 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der Ertragssteuerumlage (190 T€; Vj. 0 T€) an die Muttergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (96 T€; Vj. 140 T€).

10. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 989 T€ (Vj. 3.551 T€) umfassen im Wesentlichen Leistungsbonifikationen für Mitarbeiter in Höhe von 463 T€ (Vj. 2.859 T€), Abschluss- und Prüfungskosten (199 T€; Vj. 187 T€), sonstige Verpflichtungen aus dem Personalbereich (121 T€; Vj. 130 T€), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen (117 T€; Vj. 113 T€) sowie Vorsorgen für ausstehende Rechnungen (50 T€; Vj. 81 T€).

Die Restlaufzeiten der anderen Rückstellungen, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung (26 T€) und der Rückstellung für zukünftige Betriebsprüfungen (11 T€), sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB besteht eine Abzinsungspflicht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Höhe der Abzinsung beträgt im Geschäftsjahr 4 T€ (Vj. 3 T€).

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB sind zum Bilanzstichtag insgesamt 8.729 T€ (Vj. 9.479 T€) eingestellt.

Die im Berichtsjahr vorgenommene Auflösung in Höhe von 750 T€ (Vj. 0 T€) erfolgte im Einklang mit den Vorschriften des § 340e Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 HGB.

12. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel ausführlich dargestellt.

Der Eigenkapitalspiegel wird für das Geschäftsjahr 2016 erstmalig nach den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 22 erstellt. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31.12.2016 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Beteiligung am Kapital

Die BSG ist zum 31.12.2016 mit 84,07 % direkt am Kapital der EUWAX AG beteiligt.

Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % bestehen nicht.

Gewinnrücklagen

Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags werden alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

13. Zinserträge

Die Zinserträge in Höhe von insgesamt 134 T€ (Vj. 491 T€) resultieren aus Termingeldanlagen (64 T€; Vj. 89 T€) sowie aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen (70 T€; Vj. 398 T€).

14. Negative Zinsen aus Geldanlagen

Auf freie liquide Mittel bei Zentralnotenbanken und Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr negative Zinsen in Höhe von 28 T€ erhoben (Vj. 0 T€).

15. Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten zum Großteil die von der Muttergesellschaft an die EUWAX AG bezahlten QLP-Vergütungen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als Quality-Liquidity-Provider (QLP) einen prozentualen Anteil an dem von der BSG vereinnahmten Transaktionsentgelt.

16. Ertrag und Aufwand des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften, Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands, vereinnahmte Stückzinsen und Dividenden von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie die Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB i. V. m. § 340e Abs. 4 HGB.

17. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von insgesamt 526 T€ (Vj. 369 T€) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 375 T€ (Vj. 26 T€) enthalten. Ferner sind Erträge aus Vorperioden die QLP-Tätigkeit betreffend in Höhe von 50 T€ ausgewiesen.

Aus der Abzinsung von Rückstellungen sind Zinserträge in Höhe von 4 T€ (Vj. 3 T€) enthalten.

18. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für von der BSG für die EUWAX AG erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich (2.985 T€; Vj. 2.671 T€) enthalten. Darüber hinaus umfasst die Position Aufwendungen im Zusammenhang mit der Handelstätigkeit in Höhe von 1.808 T€ (Vj. 2.131 T€).

Darin enthalten sind Gebühren- und Beitragsnachzahlungen für Vorperioden in Höhe von 27 T€ sowie Nachberechnungen für Miet- und Mietnebenkosten in Höhe von 14 T€.

19. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3 T€ (Vj. 4 T€).

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der BSG (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt.

Über eine Steuerumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft wird die EUWAX AG mit einem fiktiven Steueraufwand belastet. Dieser betrug im Berichtsjahr insgesamt 2.616 T€ (Vj. 4.262 T€).

Daneben ist im Steueraufwand die Körperschaftsteuer (472 T€; Vj. 472 T€) nebst Solidaritätszuschlag (26 T€; Vj. 26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre enthalten.

D. Sonstige Angaben

21. Arbeitnehmer und Organe

Arbeitnehmer

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2016 2015
Angestellte 66 63
davon Verwaltung 11 11
davon Handel 55 52
Praktikanten 6 10
Summe der Beschäftigten 72 73

Angaben gerundet und im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB betrug im Berichtszeitraum 66 (Vj. 63).

Mitglieder des Vorstands

Die Herren Ralph Danielski und Stefan Bolle sind zum 31.12.2016 bei der BSG als Geschäftsführer und darüber hinaus als Mitglieder des Vorstands bei der EUWAX AG bestellt.

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Mitglieder des Vorstands Zuständigkeitsbereiche / Weitere Mandate
Ralph Danielski Sprecher des Vorstands Märkte & Services Mandate: - Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Member) - Mitglied des Börsenrates der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts
Stefan Bolle (seit 01.09.2016) Finanzen & Compliance
Dr. Christoph Boschan von dem Bussche (bis 31.08.2016) Börsenbetrieb (Marktfolge) Mandate: - Mitglied des Beirats des Zertifikate Forum Austria

Herr Stefan Bolle wurde zum 01.09.2016 als Mitglied des Vorstands der EUWAX AG bestellt. Herr Dr. Christoph Boschan von dem Bussche legte sein Amt als Vorstand am 31.08.2016 nieder.

Vorstandsvergütung

In der Vergangenheit erfolgten die Vergütungen der Mitglieder des Vorstands der EUWAX AG durch die herrschende Muttergesellschaft im Zuge eines Konzernmandats.

Künftig erhalten die Mitglieder des Vorstands der EUWAX AG für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben gemäß den vertraglich vereinbarten Bedingungen eine jährliche fixe Vergütung. Das Verfahren wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2016 geändert.

Der Sprecher des Vorstands, Herr Ralph Danielski, erhielt bis zum 30.09.2016 von der Muttergesellschaft eine angemessene Vergütung. Seit dem 01.10.2016 erhält Herr Ralph Danielski von der EUWAX AG eine fixe Vergütung.

Herr Stefan Bolle ist mit Wirkung zum 01.09.2016 als Mitglied des Vorstands bestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt erhält Herr Stefan Bolle von der EUWAX AG eine fixe Vergütung.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 (erfolgsunabhängige) Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB in Höhe von 95 T€ gewährt. Hiervon entfallen 45 T€ auf Herrn Ralph Danielski und 50 T€ auf Herrn Stefan Bolle.

Bezüge oder Leistungen im Sinne des § 285 Nr. 9 Satz 5-8 HGB wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht zugesagt oder gewährt.

Herr Dr. Christoph Boschan von dem Bussche ist zum 31.08.2016 aus dem Vorstand der EUWAX AG ausgeschieden. Er übte sein Amt im Wege eines Konzernmandats aus und erhielt von der Muttergesellschaft eine angemessene Vergütung.

Mitglieder des Aufsichtsrats / Prüfungsausschusses

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Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten, in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sowie in sonstigen fakultativen Gremien
Dr. Michael Völter
Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e. V Boerse Stuttgart GmbH (Vorsitzender) Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH (Vorsitzender) Nordic Growth Market NGM AB (Chairman)
Ingo Mandt Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Financial Markets/International Business (bis 31.12.2016) Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart GmbH (Stv. Vorsitzender) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft (bis 31.12.2016) LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH (Vorsitzender; bis 31.12.2016) FMS Wertemanagement (ab 06.01.2017)
Dr. Christian Holzherr
Geschäftsführer Finanzen und Portfoliomanagement der Ferdinand Piëch Holding GmbH Vorstand der Frank plastic AG Boerse Stuttgart GmbH Herrenknecht AG
Thomas Kölbl
Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Ressort Finanzen und Rechnungswesen Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart GmbH AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH AGRANA Stärke GmbH AGRANA Zucker GmbH AUSTRIA Juice GmbH (bis 03.11.2016) BENEO GmbH (bis 13.06.2016) CropEnergies AG (Stv. Vorsitzender) ED&F MAN Holdings Limited (seit 08.09.2016) Freiberger Holding GmbH PortionPack Europe Holding B.V. (Vorsitzender) Raffinerie Tirlemontoise S.A. Saint Louis Sucre S.A.S. Südzucker Polska S.A. Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH (Vorsitzender)
Thomas Munz
Selbständiger Unternehmensberater Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH Boerse Stuttgart GmbH
Dr. Manfred Pumbo
Leiter Controlling / Risikomanagement Württembergische Versicherung AG Leiter Konzernkostencontrolling Wüstenrot & Württembergische AG Mitglied des Vorstands der Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG Boerse Stuttgart GmbH Bau- und Wohnungsverein Stuttgart BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft ABACUS Financial Services AG

Im Geschäftsjahr 2016 waren die folgenden Mitglieder des Aufsichtsrats ebenfalls Mitglied im Prüfungsausschuss:

Dr. Manfred Pumbo (Vorsitzender des Prüfungsausschusses)
Dr. Christian Holzherr
Thomas Kölbl

Aufsichtsratsvergütung / Vergütung Prüfungsausschuss

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug im Berichtszeitraum insgesamt 117 T€ (Vj. 113 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 42 T€ (Vj. 38 T€) auf die Sitzungsgelder.

Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

22. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die EUWAX AG ist aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bis ins Jahr 2020 in Höhe von 236 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€ mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitigem Kündigungsrecht ohne Einhaltung einer Frist.

Die EUWAX AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin (EdW). Neben den jährlichen Regelbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls "Phoenix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Die Erhebung solcher Sonderbeiträge führt in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der EUWAX AG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten und ausschüttungsfähigen Gewinn an die Muttergesellschaft BSG abzuführen.

Der Verwaltungsbereich der EUWAX AG ist auf die Muttergesellschaft ausgelagert. Für diese Dienstleistungen entrichtet die EUWAX AG ein jährliches anzupassendes Entgelt. Im Berichtsjahr betrug die Vergütung insgesamt 2.985 T€ (Vj. 2.671 T€).

23. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode dargestellt.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag 41.399 T€ (Vj. 59.302 T€). Er beinhaltet Zahlungsmittel in Form von täglich fälligen Sichteinlagen (26.828 T€; Vj. 44.730 T€) und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Wertpapieren die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind (14.571 T€; Vj. 14.571 T€).

Abweichend zu den Vorschriften des DRS 21 werden die täglich fälligen Sichteinlagen in den Finanzmittelfonds miteinbezogen, da gerade sie die Basis der kurzfristigen Finanzdisposition der EUWAX AG bilden.

Bei Depotbanken unterhaltene Bankkonten, die ausschließlich der Abwicklung der Handelstätigkeit dienen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute sind Teil des operativen Geschäfts der EUWAX AG. Liquiditätsänderungen werden im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Für weitere Ausführungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auf den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016.

24. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Für die Leistungsbeziehungen der Unternehmen der Gruppe Börse Stuttgart bestehen vertragliche Regelungen. Im Geschäftsjahr 2016 bestanden folgende Leistungsbeziehungen zwischen der EUWAX AG und anderen verbundenen Unternehmen.

Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart (Vereinigung)

An die Vereinigung, dem Mutterunternehmen der BSG, wurden im Berichtsjahr Mitgliedsbeiträge in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) entrichtet.

Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€). Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart (BWWB)

Für die BWWB, einem Tochterunternehmen der Vereinigung, wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 234 T€ (Vj. 182 T€), hauptsächlich für Einbeziehungen (195 T€; Vj. 141 T€) gemäß dem Entgeltverzeichnis bzw. der Gebührenordnung der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, verbucht.

Zum Bilanzstichtag bestanden für oben genannte Sachverhalte Verbindlichkeiten gegenüber der BWWB in Höhe von insgesamt 15 T€ (Vj. 8 T€).

Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart (BSG)

Die von der BSG im Berichtszeitraum vereinnahmten Erträge in Höhe von insgesamt 8.058 T€ (Vj. 9.951 T€) beinhalten im Wesentlichen die Provisionserträge aus der QLP-Tätigkeit (7.993 T€; Vj. 9.951 T€).

Die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 5.871 T€ (Vj. 7.332 T€) resultieren aus der Verwaltungsumlage in Höhe von 2.985 T€, der Konzernsteuerumlage (2.616 T€), den Miet- und Nebenkosten für die Büroräume der Gesellschaft (215 T€) sowie aus sonstigen Handelsgebühren in Höhe von 54 T€.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 15.706 T€ (Vj. 15.836 T€). Diese beinhalten das gewährte Darlehen (15.000 T€) sowie noch nicht beglichene QLP-Vergütungen (706 T€).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 7.937 T€ (Vj. 10.065 T€) resultieren hauptsächlich aus der noch vorzunehmenden Gewinnabführung (7.742 T€) nebst Ertragssteuerumlage (190 T€) für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Boerse Stuttgart Securities GmbH, Stuttgart (BSSG)

Von der BSSG, einem Tochterunternehmen der BSG, wurden im Berichtszeitraum Erträge aus Handelstätigkeiten in Höhe von 111 T€ (Vj. 0 T€) vereinnahmt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 43 T€ (Vj. 0 T€).

Nahe stehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit weiteren nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen fanden im Berichtszeitraum nicht statt (Vj. 0 T€).

25. Honorar für den Abschlussprüfer

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T€ 2016 2015
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 150 160
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 46 54
Gesamtes Honorar des Abschlussprüfers 196 214

26. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.euwax-ag.de) innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" zugänglich gemacht worden.

27. Mitteilung nach § 21 WpHG

Am 26.05.2015 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung:

"Die Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EUWAX AG, Stuttgart, Deutschland am 22.05.2015 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 84,07% (das entspricht 4329759 Stimmrechten) betragen hat."

28. Konzernverhältnisse/ -abschluss

Der Jahresabschluss der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2016 wird in den Konzernabschluss der BSG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister veröffentlicht.

Zwischen der EUWAX AG und dem Mutterunternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag wurde am 12.02.2008 mit Eintragung ins Handelsregister wirksam. Er wurde für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird.

29. Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Bilanz nicht aktiviert. Die temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betreffen im Wesentlichen Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz beim Ansatz von Wertpapieren des Umlaufvermögens und bei der Bildung von Rückstellungen. Für die Berechnung wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,53 % zugrunde gelegt.

30. Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.

Stuttgart, 06. März 2017

Der Vorstand der EUWAX AG

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Stefan Bolle

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

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Anschaffungs-/Herstellkosten
31.12.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 915.787,09 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 915.787,09 95.772,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.204,12 1.939,50 50.908,65 215.234,97
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 14.570.800,00 5.376.000,00 0,00 19.946.800,00
Gesamt 15.846.564,13 5.377.939,50 966.695,74 20.257.807,89

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Abschreibungen
31.12.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 915.787,09 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 915.787,09 95.772,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.202,12 49.065,50 50.908,65 124.358,97
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.137.762,13 49.065,50 966.695,74 220.131,89

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Buchwerte
31.12.2015 31.12.2016
--- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.002,00 90.876,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 14.570.800,00 19.946.800,00
Gesamt 14.708.802,00 20.037.676,00

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2015 - 31. Dezember 2016

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Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Stückaktien Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB andere Gewinnrücklagen Jahresüberschuss Eigenkapital
--- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2015 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 0,00 82.880.683,59
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 10.065.142,19 10.065.142,19
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abzuführender Gewinn 0,00 0,00 0,00 -10.065.142,19 -10.065.142,19
Stand am 31.12.2015 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 0,00 82.880.683,59
Stand am 01.01.2016 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 0,00 82.880.683,59
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 7.741.564,95 7.741.564,95
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abzuführender Gewinn 0,00 0,00 0,00 -7.741.564,95 -7.741.564,95
Stand am 31.12.2016 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 0,00 82.880.683,59

Kapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2016

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T€ 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 7.742 10.065
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 49 56
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -3.179 -955
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 617 3.528
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 10
Sonstige Anpassungen (+/-) -105 -91
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen an Kreditinstitute -1.047 -2.191
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) -6.203 91
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -73 209
Zunahme (+) / Abnahme (-) anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit -26 -1.082
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -191 -524
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 3.114 4.760
Erhaltene (+) Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 160 500
Gezahlte (-) Zinsen -54 -28
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -2.681 -4.924
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.878 9.423
Investitionen (-) in Finanzanlagen -5.376 -
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Sachanlagen - 38
Investitionen (-) in Sachanlagen -2 -8
Mittelveränderung (+/-) aus sonstiger Investitionstätigkeit - 5.000
Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der Finanzdisposition 10.000 -5.000
Auszahlungen (-] aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der Finanzdisposition -10.000 10.000
Erhaltene Zinsen / Dividenden auf Finanzmittelanlagen (+) 168 89
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.210 5.119
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -10.065 -7.431
Gewinnabführung aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags -10.065 -7.431
Mittelveränderung aus sonstigem Kapital (Saldo) -750 672
Auflösung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB -750 -
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB - 672
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.815 -6.759
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -17.903 7.784
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 59.302 51.518
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 41.399 59.302
Zahlungsmittel 26.828 44.730
Zahlungsmitteläquivalente 14.571 14.571

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 7. März 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kocholl, Wirtschaftsprüfer

Hommel, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Stuttgart, 06. März 2017

Der Vorstand der EUWAX AG

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Stefan Bolle

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2016

der EUWAX Aktiengesellschaft

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich geprüft, überwacht und beratend begleitet.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat seit langem zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Sachgerechtigkeit dieser Berichterstattung und diskutiert über gegebenenfalls notwendige Anpassungen. Dazu verfolgt er die aktuellen gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Vorhaben.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat stets frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus Sicht des Aufsichtsrats neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht ein Prüfungsausschuss, der die Arbeit im Gesamtgremium effektiv unterstützt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie mit Organisation, Tätigkeit und Feststellungen der Internen Revision, der Finanzberichterstattung des Unternehmens sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die regelmäßig überprüft und angepasst wird. Zuletzt wurden mit Beschluss vom 17.09.2015 lediglich kleinere redaktionelle Anpassungen am Wortlaut vorgenommen.

Neben dem Prüfungsausschuss bestehen keine weiteren Ausschüsse.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden planmäßig 6 Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes informiert. Darüber hinausgehende außerordentliche Aufsichtsratssitzungen fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

Auch zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage sowie quartalsweise den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Hervorzuheben sind insoweit die regelmäßig monatlich fest vereinbarten Gespräche über Geschäftsvorgänge zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Sprecher des Vorstands bzw. dem gesamten Vorstand.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle erforderlichen Beschlüsse in den Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Der Prüfungsausschuss hielt im vergangenen Geschäftsjahr zwei Sitzungen ab, an denen jeweils alle amtierenden Mitglieder teilnahmen. An den Sitzungen nahmen zudem beide Mitglieder des Vorstands sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats als Gäste teil. In seiner ersten Sitzung am 26.04.2016 bereitete der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss im Beisein des fachlich zuständigen Vorstandsmitglieds die Tätigkeiten der Internen Revision, des Risikocontrollings und der Compliance-Funktion. Des Weiteren gab er dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. In der zweiten Sitzung am 23.11.2016 wurden im Wesentlichen die unterjährigen Berichte der internen Kontrollabteilungen und die Jahresplanung 2016 der Internen Revision sowie die Unternehmensplanung 2017 - 2019 im Hinblick auf die Zustimmungsentscheidung des Aufsichtsrats behandelt. In dieser Sitzung wurden auch die Ausführungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanz- und Zwischenlageberichts 2016 entgegengenommen.

Schwerpunkte der Beratungen

Schwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres waren unter anderem neben dem regelmäßig intensiven Austausch zur jeweils aktuellen Geschäftsentwicklung die Abstimmung und Beschlussfassung zu den Themen der ordentlichen Hauptversammlung die Beratung und Erörterung der strategischen Unternehmensplanung der Geschäftsleitung für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 mitsamt Maßnahmen der Umsetzung, die Erörterung des Markt- und Wettbewerbsumfelds, die Positionierung der Gesellschaft mitsamt der Boerse Stuttgart GmbH im Markt, mögliche Entwicklungsfelder der Gesellschaft, deren Budgetplanung und die Nachfolgeplanung zur Besetzung des Vorstands der Gesellschaft.

Da die Geschäftsleitung der EUWAX Aktiengesellschaft trotz bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart GmbH auch weiterhin allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft ist, bildeten auch aufsichtsrechtliche Themen einen Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats. So hat sich der Aufsichtsrat insbesondere intensiv mit der sach- und zeitgerechten Umsetzung der MAR im laufenden Geschäftsjahr sowie der bevorstehenden Implementierung der MiFID II und MiFIR-Regulierung beschäftigt.

Corporate Governance

Corporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 nicht geändert, so dass sich der Aufsichtsrat erneut auf Basis der Fassung des Kodex vom 05.05.2015, die am 12.06.2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit Fragen der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt hat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der EUWAX Aktiengesellschaft veröffentlicht.

Interessenkonflikte von einzelnen Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats, die gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen sind - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können - sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Potentielle Interessenskonflikte, die daraus resultieren können, dass Mitglieder des Aufsichtsrats weitere Funktionen in Konzerngesellschaften wahrnehmen, sind dem Aufsichtsrat bekannt. Die Mandate werden u.a. im Anhang zum Jahresabschluss veröffentlicht.

Personelle Veränderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft die nachfolgenden personellen Veränderungen. Herr Dr. Christoph Boschan von dem Bussche hat sein Amt als Mitglied des Vorstands mit Ablauf des 31.08.2016 niedergelegt.

Mit Wirkung zum 01.09.2016 wurde Herr Stefan Bolle zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Ralph Danielski ist weiterhin Sprecher des Vorstandes.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht verändert. Herr Dr. Michael Völter ist weiterhin Vorsitzender des Aufsichtsrats. Herr Ingo Mandt ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist Herr Dr. Manfred Pumbo.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zusammen. Dies waren im Geschäftsjahr 2016 die Herren Dr. Manfred Pumbo (unabhängiger Finanzexperte und Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Dr. Christian Holzherr und Thomas Kölbl.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 22.06.2016 wurde der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts, und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Gesonderte Prüfungsschwerpunkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesetzt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an den Aufsichtsrat versandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt worden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 06.04.2017 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2016 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt.

Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren Dank aus.

Stuttgart, den 06. April 2017

Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

der EUWAX Aktiengesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft als börsennotierte Gesellschaft ist gemäß § 161 Abs. 1 S. 1 AktG jährlich verpflichtet zu erklären, dass den im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums nicht geändert. Am 12.06.2015 wurde die aktuell geltende Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen.

Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit Februar 2016 bezieht sich diese Entsprechenserklärung auf die Fassung vom 05.05.2015, die am 12.06.2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen:

Diversity - Führungsfunktionen im Unternehmen (4.1.5)

Die Empfehlung lautet, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Der Vorstand strebt an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen angemessen zu berücksichtigen. Dabei kam und kommt es dem Vorstand vorrangig darauf an, aus der Vielfalt unterschiedlicher Talente, Erfahrungen und Kenntnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine für den Erfolg des Unternehmens wichtige Mischung an Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen sollen, zu finden.

Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sieht u.a. die Pflicht von börsennotierten Gesellschaften vor, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in den beiden Ebenen unterhalb des Vorstands und Fristen zu deren Erreichen festzulegen. Der Vorstand hat zuletzt im Dezember 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst, mit der Zielgröße Null.

Vorstandsvergütung, Vergütungsbestandteile sowie Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (4.2.2 und 4.2.3)

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Bis zum 31.12.2016 waren alle Vorstandsmitglieder Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart GmbH und erhielten von dieser eine angemessene Vergütung mit variablen und fixen Vergütungsbestandteilen. Die Vergütung der Muttergesellschaft umfasste bis 31.08./30.09.2016 auch das Ausüben des Konzernmandates bei der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhielten keine gesonderte Vergütung oder Versorgungszusagen für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wurde den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in den Punkten 4.2.2 und 4.2.3 nicht entsprochen. Ab dem 01.09./01.10.2016 erhalten die Mitglieder des Vorstands eine feste Vergütung von der Gesellschaft, die vom Aufsichtsrat festgesetzt wurde. Die Vorstandsmitglieder erhalten weder variable Vergütungsteile, noch Versorgungszusagen von der EUWAX Aktiengesellschaft. Nachdem die Vorstandsmitglieder bei der EUWAX Aktiengesellschaft keine variable Vergütungsteile erhalten, werden die diesbezüglichen Vorgaben des Kodex nicht eingehalten. Der Aufsichtsrat hat für den Vergleich zwischen der Geschäftsleitung und dem oberen Führungskreis und der relevanten Belegschaft keine weiteren Abgrenzungsmerkmale festgelegt. Gesetzliche Vorgaben, wie etwa aus dem Kreditwesengesetz und nachgelagerten Verordnungen, werden eingehalten.

Vergütungsbericht (4.2.5)

Von der für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2013 beginnen, geltenden Empfehlung zu den Inhalten des Vergütungsberichts wird abgewichen. Wie bisher werden im Vergütungsbericht die Grundzüge dargestellt. Da jedoch, wie oben erwähnt, die EUWAX-Vorstandsmitglieder im Wege eines Konzernmandats tätig sind und im Geschäftsjahr 2016 überwiegend keine gesonderte Vergütung für ihre Vorstandstätigkeit erhielten, kann sich die Darstellung nicht detailliert auf konkrete Zahlen beziehen und auch nicht sinnvoll in einer Mustertabelle erfolgen.

Bildung eines Nominierungsausschusses im Aufsichtsrat (5.3.3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung eines Nominierungsausschusses in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit darauf zu verzichten, da ein Nominierungsausschuss nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Gesellschaft unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut bei der Besetzung des Aufsichtsrats darüber hinaus den Anforderungen des Kreditwesengesetzes und den konkretisierenden aufsichtsrechtlichen Regelungen. Dadurch bestehen aktuell bereits recht detaillierte Vorgaben zur Besetzung des Gremiums, die die Auswahl geeigneter und verfügbarer Kandidaten umfassend regeln. Seit Inkrafttreten des oben genannten Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind weitere gesetzliche Regelungen umzusetzen.

Der Aufsichtsrat hat deshalb keine über die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften hinaus gehenden Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, um den Kreis potenzieller Aufsichtsratsmitglieder nicht weiter einzuschränken. Dementsprechend werden Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen jährlichen Vergütung keine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpft. Hintergrund dafür ist der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart GmbH und die darin vorgesehene feste Ausgleichszahlung ("Garantiedividende"). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen.

Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben.

Rechnungslegung (7.1.2)

Der Empfehlung wird überwiegend entsprochen. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand nicht immer vor der Veröffentlichung ausführlich mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands wird der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert. Außerdem finden regelmäßig Gespräche zu Fragen der Rechnungslegung mit dem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats besteht. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung, gibt ihm die Gelegenheit zur Erörterung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen.

Stuttgart, im Februar 2017

Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft

Länderspezifische Berichterstattung (Country-by-country-Reporting) zum Stichtag 31. Dezember 2016

der EUWAX Aktiengesellschaft (EUWAX AG)

Nach § 26a Absatz 1 Satz 2 KWG haben CRR-Institute auf konsolidierter Basis zusätzliche Angaben offenzulegen.

Folgende Angaben aus Sicht der EUWAX AG sind zum Stichtag 31.12.2016 im Rahmen der Offenlegungsanforderungen im Sinne des § 26a Absatz 1 KWG darzustellen:

Die Firmenbezeichnung, die Art der Tätigkeiten und die geografische Lage der Niederlassungen,
der Umsatz,
die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten
Gewinn oder Verlust vor Steuern
Steuern auf Gewinn oder Verlust
erhaltene öffentliche Beihilfen.

Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Der Umsatz wird nach handelsrechtlichen Vorgaben unter Anwendung der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) ermittelt. Für die länderspezifische Berichterstattung gem. § 26a Absatz 1 Satz 2 KWG wird als Umsatzgröße das Provisionsergebnis sowie das Nettoergebnis des Handelsbestands herangezogen.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger wird entsprechend der handelsrechtlichen Regelung gemäß § 267 Absatz 5 HGB angegeben (nach Quartalsendständen berechneter Durchschnittswert).

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Firmenbezeichnung Art der Tätigkeit Sitz Land Anzahl der Beschäftigten
EUWAX Aktiengesellschaft Finanzdienstleistungsinstitut Stuttgart Deutschland 66

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in T€ Umsatz Gewinn vor Steuern Steuern auf Gewinn erhaltene öffentliche Beihilfen
Deutschland 21.939 10.856 3.114 0

Stuttgart, 06. März 2017

Der Vorstand der EUWAX AG

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 201 6 der EUWAX Aktiengesellschaft am 06.04.2017 gebilligt, damit ist der Jahresabschluss festgestellt.