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EUWAX AG Annual Report 2015

Jul 11, 2016

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Annual Report

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EUWAX Aktiengesellschaft

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft (EUWAX AG) übernimmt an der Börse Stuttgart die Funktion des Quality-Liquidity-Providers (QLP) und betreut die Anlageklassen inländische Aktien, verbriefte Derivate, aktive Fonds, Exchange Traded Products (ETPs) und Anleihen. Aufgabe der EUWAX AG als QLP am Börsenplatz Stuttgart ist es für Anleger und Geschäftspartner ideale Handelsbedingungen zu schaffen: Die Markt- und Handelsexperten der EUWAX AG sorgen für eine optimale Orderabwicklung an der Börse Stuttgart. Im Rahmen des elektronischen Handels vermeiden sie Teilausführungen, spenden Liquidität, prüfen die Quotes auf Plausibilität und stellen stets den bestmöglichen Preis für die Anleger sicher.

Die EUWAX AG wird in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt und ist seit dem Jahre 2000 börsennotiert. Die Boerse Stuttgart GmbH (BSG), Muttergesellschaft der EUWAX AG, hält 84,1 % der Anteile an der EUWAX AG. Die weiteren 15,9 % der Anteile befinden sich im Streubesitz. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH wurde im Geschäftsjahr 2015 auf die Boerse Stuttgart AG verschmolzen. Mit Handelsregistereintragung vom 20.07.2015 wurde die Boerse Stuttgart AG in Boerse Stuttgart GmbH umgewandelt. Im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge gingen alle mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH bestehenden Vertragsbeziehungen inhaltlich unverändert auf die Boerse Stuttgart GmbH über.

Die EUWAX AG ist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Boerse Stuttgart GmbH abzuführen. Die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG erhalten entsprechend den Regelungen in § 304 AktG einen Ausgleich von der Boerse Stuttgart GmbH. Zwischen der Boerse Stuttgart GmbH (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft-, umsatz- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Schwestergesellschaften T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH und T.I.Q.S. GmbH & Co. KG wurden zum Ablauf des 31.12.2015 aufgelöst und befinden sich in Liquidation.

Abbildung 1: Organisationsstruktur der Gruppe Börse Stuttgart zum 31.12.2015

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die US-amerikanische Notenbank Fed hat im Dezember 2015 erstmals seit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 den historisch niedrigen Leitzins auf die Spanne von 0,25 % bis 0,5 % angehoben. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgehenden Signale sind jedoch nicht eindeutig. Der Hauptrefinanzierungssatz aus September 2014 von 0,05 % wurde beibehalten.

Die Niedrigzinspolitik mit dem daraus resultierenden Mangel an Anlagealternativen, aber auch die Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen und geldpolitischen Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Aktienmärkte im Jahr 2015 gezeigt. Die anhaltende Gefahr einer Staatspleite Griechenlands belastete insbesondere zu Jahresbeginn 2015 die Märkte. Insbesondere wirtschaftliche Probleme in China und Preisrückgänge bei Rohstoffen lösten im August deutliche Kursrückgänge aus. Dagegen erhielten die Aktienmärkte kräftigen Rückenwind durch den Beginn und später durch die beschlossene Erweiterung des Anleiheaufkaufprogramms der EZB. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Inflation in der Eurozone auf den Wert von 2 % anzuheben. Zusätzlich hielten Themen wie der VW-Skandal, die Ukraine-Krise oder auch der Flüchtlingsstrom die Anleger in Atem. Insgesamt bewegte sich der deutsche Leitindex DAX in einer breiten Spanne von knapp über 9.000 Punkten bis über 12.300 Punkte. Der VDAX-New, als Volatilitätsindex des deutschen Aktienmarktes, verlief in einer Spannweite von ungefähr 17 bis 38 Punkten und spiegelt damit die volatile Entwicklung des Aktienmarkts wider.

Die Handelsaktivitäten an den deutschen Börsen haben in 2015 deutlich zugenommen. Das Volumen börslich ausgeführter Kundenorders in verbrieften Derivaten in Deutschland betrug im Gesamtjahr 2015 insgesamt 52,1 Mrd. €, eine Zunahme von 18 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl ausgeführter Kundenorders ist sogar um 22 % auf 6,1 Mio. Orders gestiegen. Die Zunahmen betreffen sowohl Anlage- als auch Hebelprodukte. Letztere sind dabei jedoch besonders stark gewachsen. Bei den als sehr liquide geltenden Märkten für Staatsanleihen (insbesondere in den USA) wurde ein Rückgang der Handelsaktivitäten beobachtet. Als Gründe wurden vor allem die zunehmende Regulierung mit den damit einhergehenden verschärften Vorschriften für Banken genannt sowie die Erwartung einer Zinswende.

Regulatorische Veränderungen waren im Jahr 2015 von großer Bedeutung. Insbesondere hinsichtlich der Finanzmarktrichtlinie MiFID II und der entsprechenden Verordnung MiFIR wurden einige Aspekte weiter konkretisiert. Allerdings befinden sich zentrale Eckpfeiler weiter in der Ausarbeitung, sodass endgültige Klarheit über die neuen Rahmenbedingungen erst mit den finalen Detailregelungen erlangt wird. Mitte Februar 2016 hat die EU-Kommission Vorschläge für eine Verschiebung der MiFID II und der MiFIR veröffentlicht. Nach Annahme der Vorschläge durch den EU-Rat und das EU-Parlament würde sich die Anwendbarkeit des MiFID II / MiFIR-Gesetzespakets um ein Jahr auf den Jahresbeginn 2018 verschieben.

Wettbewerb

Die Börse Stuttgart konnte ihre europäische Marktführerschaft im Handel mit verbrieften Derivaten gegenüber dem wichtigsten Wettbewerber im börslichen Bereich, der Börse Frankfurt Zertifikate AG, erfolgreich verteidigen. Bei den übrigen Assetklassen war die Börse Stuttgart im Vergleich mit den anderen Regionalbörsen auch 2015 weiterhin gut positioniert. Mit einem Marktanteil von rund 68 % bleibt Stuttgart im börslichen Handel mit Unternehmensanleihen weiterhin Marktführer in Deutschland. Die Tradegate Exchange konnte ihre Position bei Aktien und Fonds selektiv ausbauen.

Bei der Deutschen Börse Gruppe gab es unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Übernahmen, bspw. vom Indexanbieter Stoxx und der Devisenhandelsplattform 360 Treasury Systems (TS).

Geschäftsverlauf

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Börslicher Handelsverlauf 2015 2014
Betreute Wertpapiere (Stück) 1.307.985 1.136.869
Ausgeführte Orders (Tsd. Stück)*1 6.323 5.346
Verbriefte Derivate 3.710 3.031
Aktien 1.092 964
Anleihen 671 752
Fonds 850 599
Handelsvolumen (Mio. €)*1 78.858 71.915
Verbriefte Derivate 33.244 28.384
Aktien 12.922 10.691
Anleihen 18.842 22.869
Fonds 13.850 9.971
Marktanteile %*2
Verbriefte Derivate 63,9% 64,2%
Aktien [Inland] insgesamt 18,3% 20,5%
Anleihen 50,8% 41,2%
Aktiv gemanagte Fonds 23,9% 25,6%
Passiv gemanagte Fonds 63,2% 67,4%

*1 Der Ausweis des Derivatehandels erfolgt auf Basis Anzahl bzw. Volumen börslich ausgeführter Kundenorders (Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV)). Der Ausweis der sonstigen QLP-Bereiche erfolgt weiterhin nach Orderbuchstatistik.

*2 Marktanteil der verbrieften Derivate auf Basis des Volumens börslich ausgeführter Kundenorders (DDV-Statistik). Marktanteile der sonstigen QLP-Bereiche auf Basis des Orderbuchumsatzes an deutschen Börsen (inkl. Tradegate).

Tabelle 1: Börslicher Handelsverlauf der EUWAX AG

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG wird aufgrund ihrer Funktion als QLP im Wesentlichen von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Orders in den einzelnen Assetklassen sowie der Schwankungsbreite der Aktienmärkte, der Volatilität, bestimmt. Aufgrund des volatilen Marktumfelds lag die Transaktionstätigkeit am Börsenplatz Stuttgart mit 6,3 Mio. ausgeführten Orders sowohl deutlich über dem Vorjahreswert als auch über dem im Vorjahr prognostizierten Niveau. Die Börse Stuttgart war 2015 erneut der führende deutsche Parketthandelsplatz.

Die verbrieften Derivate stellten mit einem Umsatzanteil von 42 % weiterhin die bedeutendste Anlageklasse der Börse Stuttgart dar. Grund für den deutlichen Anstieg des Handelsvolumens um 17 % waren die gestiegenen Intraday-Schwankungen beim deutschen Leitindex DAX. Insbesondere der Handel mit Hebelprodukten - Faktor-Zertifikate, Optionsscheine und Knock-Out-Produkte -erlebte infolgedessen eine deutliche Belebung. Angesichts des Niedrigzinsumfelds griffen Anleger wieder verstärkt auf derivative Anlageprodukte zurück, um höhere Renditen zu erwirtschaften. Somit übertraf der Handel mit Hebel- und Anlageprodukten die Vorjahreswerte sowie die abgegebene Prognose.

Der Umsatz im Aktienhandel markierte mit rund 12,9 Mrd. € (+21 % ggü. Vj.) ein überdurchschnittliches Niveau. Die Verunsicherung der Anleger hat merklich nachgelassen, was an der Rückkehr der Privatanleger an die Börse beobachtet werden konnte. Aktienanlagen rückten neben der anhaltenden Niedrigzinsphase unter anderem aufgrund des wachsenden Wohlstands, der steigenden Kaufkraft und der hohen Sparquote wieder in den Fokus der Anleger.

Im Bereich der Anleihen lag das Handelsvolumen mit rund 18,8 Mrd. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-18 %) sowie der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Der größte Anteil des gesamten Umsatzes im Anleihenhandel entfiel mit 12,8 Mrd. € auf die Unternehmensanleihen.

Im Geschäftsjahr 2015 handelten Privatanlege r in Stuttgart ETPs im Volumen von rund 12,5 Mrd. €, was einem Umsatzanteil von 90 % des gesamten Fondshandels entspricht. Die stetig gestiegenen Umsätze bei ETPs (+42 % ggü. Vj.) zeigen, dass Privatanleger diese Produktklasse verstärkt nutzten, um sich in einem dynamischen Marktumfeld zu positionieren und vielfältige Handelsstrategien umzusetzen.

Zum Jahresende 2015 waren insgesamt 1,3 Mio. handelbare Wertpapiere (+ 15 %) an der Börse Stuttgart gelistet, wovon 99 % auf die Assetklasse der verbrieften Derivate entfielen.

Ertragslage

Die prognostizierte Ertrags- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2015 konnte deutlich übertroffen werden. Die EUWAX AG erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 14,8 Mio. € (Vj. 11,5 Mio. €).

Die Zunahme der Gesamterträge auf 29,5 Mio. € (+20 %) ist im Wesentlichen auf das gesteigerte Nettoergebnis des Handelsbestands sowie das Provisionsergebnis zurückzuführen. Entgegen der abgegebenen Prognose erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr das Provisionsergebnis um insgesamt 1,1 Mio. € auf 9,6 Mio. € aufgrund des volatilen Marktumfelds und den damit gestiegenen Transaktionstätigkeiten. Auch das Nettoergebnis des Handelsbestands profitierte stärker als erwartet von den erhöhten Orderzahlen sowie den schwankungsintensiven Märkten und legte im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf 19,1 Mio. € zu. Die gesetzliche Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340e HGB wurde im Geschäftsjahr 2015 wie erwartet vorerst abgeschlossen, da der Fonds das gesetzliche Mindestvolumen erreicht hat. Das Nettoergebnis des Handelsbestands wurde dadurch im Dezember 2015 geringer als in den vergangenen Jahren belastet.

Die Gesamtaufwendungen der Gesellschaft erhöhten sich entgegen der abgegebenen Prognose im Geschäftsjahr um 1,5 Mio. € auf 14,7 Mio. €. Die Gesamtaufwendungen wurden weiterhin von den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dominiert. Innerhalb dieser Position erhöhten sich die Personalaufwendungen um 25 % auf 8,3 Mio. €, hauptsächlich aufgrund höherer Bonusaufwendungen für die Mitarbeiter, bedingt durch die positive Ertragsentwicklung. In den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5,9 Mio. € (Vj. 6,1 Mio. €) sind insbesondere Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart GmbH in Anspruch genommene Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich enthalten.

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag insgesamt 4,8 Mio. €. Im Wesentlichen beinhaltet die Position Konzernsteuerumlagen in Höhe von 4,3 Mio. € sowie Ertragsteuern auf Ausgleichzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von 498 T€. Nach Steuern belief sich das Jahresergebnis der EUWAX AG auf 10,1 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,95 € entspricht. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2015 in voller Höhe an die BSG abgeführt.

Internes Steuerungssystem

Die internen Steuerungsgrößen, die der Quantifizierung der strategischen Ziele sowie der wertorientierten Unternehmensführung dienen, wurden primär anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft, Innovationskraft sowie Nachhaltigkeit definiert. Entwickelt wurde das System auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns. Das Steuerungssystem wird soweit anwendbar auch für die Steuerung der EUWAX AG herangezogen.

Im Mittelpunkt der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft steht die Sicherstellung eines unternehmerisch erfolgreichen Betriebs unter Berücksichtigung einer effizienten und effektiven Ressourcennutzung. Im Geschäftsjahr 2015 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei 14,8 Mio. €. Infolge der spürbaren Ertragssteigerung lag die Cost-Income-Ratio1 bei 50 % und damit entsprechend der abgegebenen Prognose unterhalb des Vorjahreswertes von 53 %.

Die Innovationskraft des Konzerns wird anhand der Projektaufwandsquote quantifiziert. Die Projektaufwandsquote ist lediglich auf Ebene des Gesamtkonzerns aussagekräftig, da die Entwicklung und Einführung von Innovationen weitestgehend von mehreren Unternehmen des Börsenplatzes Stuttgart begleitet wird.

Das Kriterium Nachhaltigkeit wird anhand der Eigenkapitalrentabilität vor Steuern gemessen. Die positive Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum wird in der verbesserten Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)2 von 18 % (+4 Prozentpunkte) ersichtlich. Die Entwicklung entspricht der im Vorjahr abgegebenen Prognose.

1 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

2 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EUWAX AG lag zum 31.12.2015 mit 106,1 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (+5 %). Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 61 % auf 14,6 Mio. €, was hauptsächlich auf fällige Wertpapiere zurückzuführen ist. Infolgedessen erhöhte sich die Bilanzposition Forderungen an Kreditinstitute um 27,6 Mio. € auf 70,0 Mio. €. Der aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen resultierende Handelsbestand betrug zum 31.12.2015 insgesamt 0,4 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €). Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände spiegelte sich insbesondere das an die Boerse Stuttgart GmbH gewährte Darlehen in Höhe von 15,0 Mio. € wider.

Die Passivseite der Bilanz wurde weiterhin mit einem Anteil von 78 % (Vj. 82 %) vom Eigenkapital dominiert, das unverändert zum Vorjahr 82,9 Mio. € betrug. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2015 im Wesentlichen die noch ausstehende Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2015 an die Boerse Stuttgart GmbH in Höhe von 10,1 Mio. €. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken erreichte im Geschäftsjahr 2015 den Mindestbetrag von 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands. Nach der im Berichtsjahr vorgenommenen Zuführung zum Bilanzstichtag dotierte der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB erwartungsgemäß bei 9,5 Mio. €.

Finanzlage

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds3 im Geschäftsjahr 2015 um 7,8 Mio. € auf 59,3 Mio. € wird nachfolgend erläutert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,4 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €) resultiert hauptsächlich aus dem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung (10,1 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug 5,1 Mio. € (Vj. -20,0 Mio. €) und resultierte im Wesentlichen aus der Fälligkeit eines Festgeldes in Höhe von 10,0 Mio. €, dem eine Festgeldanlage von 5,0 Mio. € gegenüberstand. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgte aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -6,8 Mio. € (Vj. 41,1 Mio. €) spiegelt sich vor allem die vollzogene Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2014 an die Muttergesellschaft wider.

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2015 in Höhe von insgesamt 59,3 Mio. € unterstreicht die hohe und äußerst solide Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die im Berichtszeitraum zu jederzeit gegeben war. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität auf den Tagesgeldkonten. Die Dominanz der liquiden Mittel wird unter anderem in der Cashquote4 der Gesellschaft ersichtlich, die zum Jahresende 56 % (Vj. 51 %) betrug. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden durch die liquiden Mittel hinreichend gedeckt, was sich in der Kennzahl Liquidität 1. Grades5 zeigt, die zum 31.12.2015 432 % (Vj. 529 %) betrug.

Der EUWAX AG wurde von einem Kreditinstitut zur Finanzierung von Wertpapiergeschäften eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis auf weiteres, längstens aber befristet bis zum 31.05.2016 eingeräumt. Die Laufzeit verlängert sich zum 31.05. jeweils um ein weiteres Jahr, falls die Rahmenkreditlinie nicht - ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist - von der Gegenpartei gekündigt wird. Bis zum 31.12.2015 wurde die eingeräumte Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Die Kapitalstruktur der EUWAX AG wird weiterhin vom Eigenkapital in Höhe von insgesamt 82,9 Mio. € dominiert. Dies zeigt sich im geringen Verschuldungsgrad6 von 15 % (Vj. 11 %) und spiegelt nach wie vor die Unabhängigkeit von fremden Geldgebern wider. In den Verbindlichkeiten der EUWAX AG zum 31.12.2015 schlug sich insbesondere die noch ausstehende Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart GmbH für das Geschäftsjahr 2015 nieder. Die Gewinnabführung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat, die im April 2016 geplant ist. Zum 31.12.2015 betrug die Kapitalrendite7 (vor Gewinnabführung) der Gesellschaft 9 % (Vj. 7 %).

3 Finanzmittelfonds: Zahlungsmittel (täglich fällige Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere die zur Refinanzierung bei der Bundesbank zugelassen sind).

4 Cashquote: Finanzmittelfonds in % zur Bilanzsumme.

5 Liquidität 1. Grades: Finanzmittelfonds in % zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

6 Verschuldungsgrad: Fremdkapital in % zum Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken).

7 Kapitalrendite gem. § 26a Abs. 1 S. 4 KWG: Nettogewinn (= Jahresüberschuss vor Gewinnabführung) in % zur Bilanzsumme.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, ihrem Ideenreichtum und ihrem Engagement für die Ziele der Gesellschaft leisten insbesondere die Mitarbeiter den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg der EUWAX AG. Die ausgewogenen Fachkompetenzen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie deren Potenziale werden laufend gefordert und gefördert.

Im Geschäftsjahr 2015 waren unverändert zum Vorjahr durchschnittlich 63 Beschäftigte bei der EUWAX AG tätig (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB). Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 33 % und verdeutlicht die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg sowie die Honorierung von individuellen herausragenden Leistungen.

Resümee Geschäftslage 2015

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG blickt auf ein spannendes und volatiles Börsenjahr 2015 zurück, das von der Geldpolitik der Notenbanken sowie von bedeutenden wirtschaftlichen Ereignissen geprägt war. Die Geschäftsentwicklung profitierte stärker als prognostiziert von deutlich gestiegenen Erträgen, die dem erhöhten Handelsaufkommen geschuldet waren. Dies wiederum war auf die hohe Schwankungsintensität der Märkte zurückzuführen, die deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Niveau lag. Die Geschäftsleitung der EUWAX AG schätzt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als äußerst zufriedenstellend ein.

Den privaten Anleger stellt die Geschäftsleitung der EUWAX AG weiterhin in den Mittelpunkt ihres Handelns. Privatanleger sollen alle für sie sinnvollen Finanzprodukte handeln können und dabei Bedingungen vorfinden, die sonst institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Das langsam zurückkehrende Vertrauen der Anleger wird durch hochwertige und neutrale Informationsangebote sowie ein intensives Engagement in Sachen Finanzbildung weiter gefördert.

Nachtragsbericht

Keine berichtspflichtigen Nachträge.

Risikobericht

Der nachfolgende Risikobericht beschreibt das Risikomanagementsystem der EUWAX AG sowie die aktuellen Risikoschwerpunkte. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Chancen, die sich im Wesentlichen aus positiven Marktentwicklungen bzw. aus für das Börsenwesen positiven regulatorischen Entwicklungen ergeben, nicht in das Risikomanagementsystem einbezogen.

Das Risikomanagementsystem

Die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Mit der operativen Umsetzung zur Einrichtung und dem Betrieb ist das Risikocontrolling beauftragt, welches an die Boerse Stuttgart GmbH ausgelagert ist. Das Risikomanagementsystem ist als Summe aller betrieblichen Regelungen, Prozesse und Methoden zu verstehen, die der Unternehmung eine effektive und effiziente Steuerung ihrer Risiken erlaubt. Die übergeordnete Zielsetzung an das Risikomanagement der EUWAX AG bzw. des Boerse Stuttgart-Konzerns ist die langfristige Sicherstellung der Überlebens- und Leistungsfähigkeit der Unternehmung. Das Risikomanagementsystem wird durch die Interne Revision regelmäßig geprüft.

Risikostrategie und -planung

Der Vorstand erarbeitet jährlich eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete und eng mit der Finanzplanung verzahnte Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierbei plant die Geschäftsleitung auf Basis der grundsätzlichen Risikoeinstellung des Boerse Stuttgart-Konzerns die zukünftige Risikolage, legt den Risikoappetit auf der Basis der erwarteten Risikotragfähigkeit fest und leitet daraus Zielvorgaben für die Geschäftsbereiche ab. Alle Planungsprozesse sind gruppenweit harmonisiert und abgestimmt.

Risikomanagementprozesse

Es existieren standardisierte Methoden und Verfahren für alle Risikoarten, die es den Geschäftsbereichen erlauben, Risiken zu erkennen und nach einheitlichen Standards zu bewerten. Risikomanager sind für die Risikosteuerung der ihnen zugewiesenen Risiken verantwortlich. Diese werden basierend auf der durch die Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie durch geeignete Maßnahmen reduziert, bis ein unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten angestrebtes Optimum erreicht ist. Das Risikocontrolling hat neben der Methodenhoheit die Aufgabe, den Risikomanagementprozess zu begleiten und zu beurteilen, sowie die Umsetzung beschlossener Maßnahmen nachzuhalten.

Governance

Unabhängig von der Behandlung spezifischer Risiken bestehen Governance-Elemente, die allgemein dazu beitragen, die von der Geschäftsleitung gewünschte Steuerung und Überwachung sicherzustellen. So existieren klare Verantwortlichkeitsregelungen für jedes einzelne Risiko. Es existiert eine Funktionstrennung zwischen Risikosteuerung und -überwachung. Ein Risikohandbuch legt die im Risikomanagement zur Anwendung kommenden Prozesse und Methoden unter Einhaltung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und branchenüblicher Standards verbindlich fest. Die im Unternehmen existierenden Prozesse werden risikoorientiert so ausgestaltet, dass unnötige Risiken vermieden werden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Bei der Gesellschaft sind nachfolgend beschriebene Strukturen und Prozesse implementiert. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell oder funktionell voneinander getrennt sind. Kontrollhandlungen wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip kommen zum Einsatz. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z.B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Die Interne Revision überwacht die Einhaltung dieser Regelungen.

Reporting

Das Risikocontrolling berichtet an den Vorstand und die Risikomanager regelmäßig über die aggregierte Risikosituation. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad hoc-Berichterstattung an den Vorstand, sofern dies geboten erscheint.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Geschäftszweck der EUWAX AG bedingt die Verwendung von Finanzinstrumenten im Sinne des DRS 20.11. Aus diesen resultieren vollumfänglich die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG von 0,18 Mio. € bzw. 1,38 Mio. €. Die Einzelheiten werden bei diesen beiden Risikoarten beschrieben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Darstellung von Art und Umfang, der Notwendigkeit des Eingehens von Risiken und der Risikosteuerung.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die Methoden der Quantifizierung von Risiken, die dabei eingesetzten Anwendungen und die Prozessabläufe wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die oben beschriebenen Grundsätze des Risikomanagementsystems wurden in diesem Rahmen ebenfalls unverändert beibehalten.

Die Risikoarten

Nachfolgend werden die Ausprägungen der relevanten Risikoarten erläutert. Die Risikoarten definieren sich dabei nach DRS 20.11. In Abbildung 2 ist eine Übersicht der auf die jeweiligen Risikoarten entfallenden Value-at-Risk dargestellt, die sich aufgrund einer einheitlichen Bewertungsmethodik ergeben. Die Betrachtung der Risikosituation erfolgt dabei immer auf Basis des verbleibenden Risikos nach bestehenden Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung).

Marktpreisrisiken

Die Marktpreisrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11. Marktpreisrisiken entstehen bei der EUWAX AG aus der Anlage von Eigenmitteln und der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen für Kunden.

Die Haltedauer der Risikopositionen im Dienstleistungsbereich ist in aller Regel sehr kurzfristiger Natur und bewegt sich oftmals im Bereich weniger Minuten. Dadurch ergibt sich eine hohe Depotumschlagshäufigkeit, verbunden mit einer sich ständig ändernden Risikostruktur. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird über einen längeren Zeitraum - zum Beispiel über Nacht - gehalten. Aufgrund der beschriebenen Risikolage ist eine laufende portfoliogerechte Quantifizierung dieser Marktpreisrisiken über einen herkömmlichen Value-at-Risk-Ansatz nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft setzt deshalb für die Überwachung der Risiken aus der laufenden Handelstätigkeit so genannte Risikolimite ein. Dies sind pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Diese pragmatische Berechnungsmethodik erlaubt eine Risikosteuerung und -überwachung nahezu in Echtzeit. Hedging-Strategien kommen im Rahmen der Risikosteuerung nicht zum Einsatz.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch die tägliche portfoliogerechte Ex-Post-Bewertung des Wertpapierbestandes zum Ende des Handelstages in Form eines durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten, indexgestützten Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 10 Handelstagen. Dieser Ansatz wird für die strategische Risikosteuerung im Dienstleistungsbereich sowie zur Ermittlung der Marktpreisrisiken aus der Anlage eigener Mittel herangezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Marktpreisrisiken der EUWAX AG aufgrund normaler Veränderungen des Bestandes und der Risikoparameter reduziert. Sie ergeben sich weiterhin überwiegend aus Zinsänderungsrisiken, diese entsprechen 97 % des Gesamtrisikos.

Im Rahmen des Managements von Marktpreisrisiken auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios über alle Einzelgesellschaften hinweg in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gattungen, Länder, Laufzeiten und Währungen. Gleichfalls werden die betroffenen Wertpapierportfolien auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Die Adressenausfallrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Diese ergeben sich im Wesentlichen als Emittentenrisiken aus Geldanlagen und in geringerem Umfang aus Wertpapieren des Handelsbestandes, als Kontrahentenrisiken aus offenen Kontrahentenpositionen sowie als sonstige Ausfallrisiken (Kreditrisiken) aus Kontokorrentbeziehungen und gruppeninternen Ausleihungen. Diese Risiken werden täglich über einen durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten Value-at-Risk auf der Basis ratingbasierter Ausfallraten (Probability of Default, PD) und ebenfalls ratingbasierter Ausfallquoten (Loss Given Default, LGD) quantifiziert. Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99 %.

Dieser Ansatz kommt zur strategischen Steuerung des Adressenausfallrisikos zum Einsatz. Die operative Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Kreditlinien, die einer laufenden elektronischen Überwachung unterliegen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Adressenausfallrisiken der EUWAX AG aufgrund normaler Veränderungen des Bestandes und der Risikoparameter ebenfalls vermindert.

Im Rahmen des Managements von Adressenausfallrisiken auf Ebene des Boerse Stuttgart-Konzerns werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gegenparteien, Länder, Ratingklassen und Branchen. Auch hier werden weiterhin die betroffenen Positionen auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können für die EUWAX AG in zweifacher Hinsicht bestehen. Einerseits als dispositives Liquiditätsrisiko (gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen können nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt werden), andererseits als strukturelles Liquiditätsrisiko (zusätzliche Refinanzierungsmittel/ Kapital können nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden).

Die eigene Liquiditätslage der Gesellschaft ist allerdings konstant gut. Es bestehen laufend hohe Barmittelbestände und eine mehrfache Überschreitung der aufsichtsrechtlichen Kennziffern. Veränderungen werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass beide Erscheinungsformen für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Dennoch erfolgt fortlaufend eine Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens im Hinblick auf die Ausprägung aufsichtsrechtlicher Kennziffern und wesentlicher Gruppenkennzahlen wie Finanzmittelbestand und Risk Adjusted Net Cash, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben.

Operationelle und strategische Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt der Boerse Stuttgart-Konzern auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Diese Risiken nehmen im Boerse Stuttgart-Konzern einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Als Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH mit starker Konzernbindung aufgrund gleichartiger Strategien und Geschäftsmodelle und auch einer Vielzahl von Auslagerungsverhältnissen strahlen Risiken von Konzern und Schwestergesellschaften oftmals auf die EUWAX AG aus. Insofern kann die Betroffenheit durch die im Folgenden genannten Risiken auch mittelbar bestehen.

Risiken, die sich aus der Allokation von Chancen und Risiken innerhalb des Boerse Stuttgart-Konzerns ergeben, werden im Risikomanagement der EUWAX AG nicht betrachtet, da eine Gefährdung des Boerse Stuttgart-Konzerns als Ganzes und der Interessen Dritter im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen mit der Boerse Stuttgart GmbH nicht erkennbar ist.

Zur Quantifizierung der operationellen und strategischen Risiken verwendet die EUWAX AG ebenfalls ein auf eine Monte-Carlo-Simulation gestütztes Value-at-Risk-Konzept über den Zeitraum der laufenden Mittelfristplanung hinweg. Das Konfidenzniveau liegt hier ebenfalls bei 99 %. Die Grundlage hierfür sind regelmäßige Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen Schadenshöhen und Schadensverläufe.

Die operationellen und strategischen Risiken sind durch Zuweisung entsprechender Risikotoleranzen durch die Geschäftsleitung begrenzt und werden durch die vierteljährliche Risikoberichterstattung überwacht. Im Jahresverlauf 2015 haben sich die operationellen und strategischen Risiken der EUWAX AG auf 8,95 Mio. € (im Vorjahr 10,82 Mio. €) wiederum Leicht abgebaut.

Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf dem Bereich Kunden/Markt/Wettbewerb einschließlich der möglichen Ausgestaltung der Regulierungsinitiativen "Finanztransaktionssteuer" und "MiFiD II". Insbesondere Letztere würden aufgrund der Auswirkungen auf die Märkte und den erhöhten Anforderungen an Systemkapazitäten, zeitliche Synchronisierung und Transparenz das Unternehmen mit entsprechenden Kostensteigerungen bzw. Umsatz- und Ertragsrückgängen treffen, die unter Umständen auch durch entsprechende unternehmerische Gegenmaßnahmen nicht zu kompensieren sind.

Weitere wesentliche potentielle Risiken ergeben sich aus dem Bereich Informationstechnologie und externen Ereignissen, die aber über zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen sowie im Rahmen eines laufenden Business Continuity Management (BCM) kontinuierlich bearbeitet werden.

Beeinträchtigungen der IT-Systeme, z.B. durch Hardware- oder Systemausfälle, können aus Sicht der EUWAX AG zu unmittelbaren Schäden führen. Weiterhin können sich bei Lieferanten und Betreibern von IT-Systemen Veränderungen ergeben, die umfangreiche Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen. Gleichzeitig ist der Produktlebenszyklus aller eingesetzten Systeme laufend zu überwachen, um einen effizienten und sicheren Betrieb sicherzustellen und entsprechende Pflegemaßnahmen einzuleiten. Die wesentlichen IT-Systeme der EUWAX AG werden von der Boerse Stuttgart GmbH gestellt.

Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden die Probleme umgehend analysiert, behoben und die Sicherheit nachhaltig verbessert. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen stellen den fortwährenden IT-Betrieb sicher.

Prognosegüte (Backtesting)

Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value-at-Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das Risikocontrolling überprüft für alle quantifizierten Risikoarten im Nachgang die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Speziell für die Marktpreisrisiken ist ein regelmäßiges Prüfverfahren (Backtestingverfahren) implementiert. Es überprüft die Bewertungsannahmen der entsprechenden Modelle anhand der tatsächlichen Marktentwicklung und zeigt Anpassungsbedarf auf, der dann kurzfristig in den Modellen vollzogen wird.

Für alle Risikoarten gilt, dass aufgrund der sehr vorsichtigen Messverfahren und dank einer guten Risikosteuerung bislang noch nie Verluste zu verzeichnen waren, die über dem zuvor ermittelten Value-at-Risk lagen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Gesamtrisikowert war leicht rückläufig und lag zum 31.12.2015 bei 10,50 Mio. €. Zum 31.12.2014 betrug die Summe aller Risikowerte 13,29 Mio. €. Das zur Abdeckung der Risiken vorgehaltene Risikodeckungspotential ist unter der weiterhin vorsichtigen Prognose der Geschäftsergebnisse ebenfalls zurückgegangen (24,08 Mio. €; Vj. 31,27 Mio. €). Hauptursache war hier eine veränderte Allokation innerhalb des Boerse Stuttgart-Konzerns. Die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG war im Berichtszeitraum fortwährend gegeben.

Die seit dem 01.01.2014 durch die CRR-Richtlinie neu gefassten aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen werden weiterhin deutlich übertroffen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel von 76,68 Mio. € übertreffen mit einer Quote von 106,94 % das geforderte Minimum von 8,00 % der aufsichtsrechtlichen Gesamtrisikobeträge um ein Vielfaches.

Abbildung 2: Risikosituation der EUWAX AG zum 31.12.2015 und 31.12.2014

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die Entwicklung der EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung als Teil des Boerse Stuttgart-Konzerns für das Jahr 2016. Diese zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein und die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können deshalb wesentlich von den derzeitig erwarteten abweichen.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2016 dürfte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland in dem derzeit mäßigen Tempo fortsetzen. Begünstigt wird die Erholung weiterhin durch einen vergleichsweise niedrigen Rohölpreis, der auf die Budgets der privaten Haushalte und Unternehmen entlastend wirkt. Die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar setzt weiterhin positive Impulse hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Absatzperspektiven der Unternehmen. Allerdings verunsichert der Preisverfall die Anleger weltweit in hohem Maße. Mit dem abstürzenden Ölpreis gingen vor allem in Russland der Privatkonsum sowie die Investitionen zurück. Zusätzlich belasten die westlichen Sanktionen hinsichtlich der Ukraine-Krise die russische Wirtschaft. Es droht eine Rezession, die auch Folgen für die westliche Welt mit sich bringen könnte. Weitere Risiken liegen in den hohen Schuldenständen privater Haushalte und Unternehmen im Euroraum, der wirtschaftlichen Situation in den Schwellenländern (insbesondere China) sowie in Ölpreis- und Wechselkursänderungen. Weiterhin hohe Bedeutung wird den weiteren Entscheidungen der Notenbanken beigemessen.

Auch auf regulatorischer Seite werden wichtige Themen erwartet. Zum Beispiel werden über die finalen Detailregelungen für die Finanzmarktrichtlinie MiFID II und die entsprechende Verordnung MiFIR weitere Eckpfeiler konkretisiert. Vorbehaltlich der Zustimmung des EU-Rats und des EU-Parlaments zu den Mitte Februar 2016 vorgebrachten Vorschlägen der EU-Kommission, scheint eine Verschiebung der Anwendbarkeit des MiFID II / MiFIR-Gesetzespakets um ein Jahr auf den Jahresbeginn 2018 als sicher. Die geplante Finanztransaktionssteuer befindet sich weiterhin in der Schwebe. Der politische Wille zur Einführung besteht aber fort. Zudem wurden mögliche Änderungen bei der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge diskutiert, die in der nächsten Legislaturperiode des Bundestages vorangetrieben werden könnten. Je nach genauer Ausgestaltung besitzen diese Themen das Potential, negative oder auch positive Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft und damit auf die Geschäftstätigkeit der EUWAX AG zu entfalten.

Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG erwartet nach dem äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 2015, für das Jahr 2016 eine leicht rückläufige Geschäftsentwicklung.

Auch zukünftig wird die Geschäftslage der EUWAX AG stark von der Volatilität der Aktienmärkte und daraus resultierend insbesondere von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Kundenorders geprägt sein. Prognosen über die Entwicklung des DAX sind unter anderem aufgrund der Unklarheiten bezüglich des Zeitpunkts der Zinswende im Euroraum sowie den weiteren wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen nur schwer zu treffen. Der DAX wird zum aktuellen Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2016 in einem Bereich um die 10.000 Punkte erwartet, potenzielle Kursrückgänge sind aber nicht auszuschließen. Die Transaktionstätigkeiten im Jahr 2016 werden für die Börse Stuttgart insgesamt auf einem leicht geringeren Niveau prognostiziert. Insbesondere die Handelsaktivitäten bei verbrieften Derivaten und im Aktienhandel werden für das Geschäftsjahr 2016 auf einem leicht geringeren Niveau erwartet. ETPs werden auch im Geschäftsjahr 2016 als Trendprodukt bei mittel- bis langfristig orientierten Anlegern angesehen, somit werden die Orderzahlen im Fondshandel vermutlich ein leicht erhöhtes Niveau gegenüber dem Jahr 2015 einnehmen. Im Anleihenhandel wird aufgrund des niedrigen Zins- und Risikoprämienumfelds ein weiteres schwieriges Jahr prognostiziert. Für das Jahr 2016 wird die Schwankungsintensität der Märkte insgesamt auf einem mäßigeren Niveau erwartet. Aufgrund dessen prognostiziert die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2016 für das Provisions- sowie das Nettoergebnis des Handelsbestands leichte Rückgänge.

Da die EUWAX AG bereits eine solide Kostenbasis erreicht hat, wird für das Geschäftsjahr 2016 keine bedeutende Veränderung der Gesamtaufwendungen erwartet.

Zur internen Steuerung der Ertragskraft wird auf das Ergebnis vor Steuern bzw. das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sowie die Cost-Income-Ratio abgestellt. Aufgrund des prognostizierten rückläufigen Ertragsniveaus bei nahezu konstantem Aufwandsniveau in 2016 wird die Cost-Income-Ratio8 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 auf einem leicht erhöhten, die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)9 auf einem leicht reduzierten Niveau erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind keine wesentlichen Investitionen vorgesehen.

Die vorgehaltene Liquidität ermöglicht der EUWAX AG auch weiterhin die Erbringung ihrer Zahlungsverpflichtungen, die Erfüllung ihrer Aufgaben als QLP sowie die Einhaltung regulatorischer Liquiditätsanforderungen.

8 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

9 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Wesentliche Chancen für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Zusätzlich zu den in diesem Prognosebericht beschriebenen Einschätzungen, gibt es weitere Chancen, die die Ergebnisperspektiven im Jahr 2016 in positiver Hinsicht beeinflussen könnten.

Ein exogener, unerwarteter Schock korreliert regelmäßig mit hohen Kursbewegungen der Aktienmärkte und bedingt zudem ein erhöhtes Handelsaufkommen. Die anhaltenden geopolitischen Krisenherde, Schwankungen an den Rohstoffmärkten, Verwerfungen bei Währungsrelationen sowie die Unsicherheiten über die wirtschaftliche Situation Chinas und Russlands sind dazu geeignet, Marktkorrekturen auszulösen und durch die damit einhergehende erhöhte Volatilität das Handelsaufkommen zu erhöhen.

Aus solchen Szenarien, die die spürbare Belebung der Volatilität und der Handelsaktivitäten voraussetzen, würden sich Perspektiven für eine erheblich günstigere Geschäftsentwicklung der EUWAX AG im Jahr 2016 eröffnen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Die Börse Stuttgart analysiert regulatorische Regelungen und Vorhaben kontinuierlich, welche die Geschäftsentwicklung der EUWAX AG zukünftig belasten könnten. Im Dialog mit Regulatoren und Politik wird eine Umsetzung im Sinne der Privatanleger angestrebt.

Die EUWAX AG ist weiterhin einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Neben der immer noch spürbaren Zurückhaltung der privaten Anleger zum Wertpapiergeschäft, stellt die zunehmende Preissensibilität der Kunden die Börse Stuttgart vor Herausforderungen. Die Wettbewerbsposition der EUWAX AG wird im Geschäftsjahr 2016 durch optimierte und neue Services im Handelsbereich, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse von Privatanlegern, weiter gestärkt. Die EUWAX AG profitiert von der leistungsfähigen IT-Infrastruktur, die von der BSG bereitgestellt wird. Der Erhalt und Ausbau leistungsfähiger IT-Systeme ist infolge der immensen Zunahme der Anzahl an handelbaren Instrumenten und der damit einhergehenden Flut von zu verarbeitenden Informationen sowie der in den IT-Systemen umzusetzenden regulatorischen Vorgaben bzw. Meldepflichten unerlässlich.

Durch die bestehenden Unsicherheiten bezüglich der politischen und konjunkturellen Entwicklung wird die Prognose über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft deutlich erschwert. Ungeachtet der Herausforderungen des Jahres 2016 ist die EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung solide aufgestellt, um ihre Ziele weiter erfolgreich verfolgen zu können.

Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital sind im Anhang der EUWAX AG angegeben.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen

Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht.

Stimmrechtskontrolle bei Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital

Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären.

Ernennung und Abberufung des Vorstands

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit den §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur diese Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Die Ermächtigung, das Grundkapital einmalig oder mehrmals zu erhöhen, wurde in der Hauptversammlung vom 01.07.2015 aufgehoben. Bis dahin wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Löschung im Handelsregister erfolgte am 13.07.2015.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich des Aktienrückkaufs

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 02.07.2010 eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien erteilt. Diese Ermächtigung ist nach Ablauf der zulässigen gesetzlichen Höchstfrist von 5 Jahren am 01.07.2015 abgelaufen.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 01.07.2015 zum Erwerb eigener Aktien sowie deren späteren Verwendung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 AktG ermächtigt. Dabei wird die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis 10 % des Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 30.06.2020.

Sonderregelung für den Fall des Wechsels der Unternehmenskontrolle

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmer bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vorstandsbezüge

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle zum 31.12.2015 im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX AG. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 entbunden.

Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 113 T€ (Vj. 117 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 38 T€ (Vj. 42 T€) auf die Sitzungsgelder. Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.euwax-ag.de) innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht der EUWAX AG ist die Erklärung im Berichtsteil "Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance Bericht" abgedruckt.

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der EUWAX AG zum 31.12.2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger und Unternehmensregister veröffentlicht. Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Stuttgart, 07. März 2016

EUWAX AG

Der Vorstand

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Dr. Christoph Boschan von dem Bussche

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

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31.12.2015

31.12.2014

T€
1. Barreserve
-) Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.937,09 -
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 4.937,09 (Vj. T€ 0)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 55.014.457,00 22.423
b) andere Forderungen 15.025.763,85 20.001
70.040.220,85 42.423
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
-) Anleihen und Schuldverschreibungen
a) von öffentlichen Emittenten 14.571.402,93 14.570
darunter: beleihbar beider Deutschen Bundesbank € 14.571.402,93 (Vj. T€ 14.570)
b) von anderen Emittenten 0,00 22.622
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 0,00 (Vj. T€ 22 622)
14.571.402,93 37.193
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.929.176,00 4.946
4a. Handelsbestand 386.953,62 461
5. Sachanlagen 138.002,00 234
6. Sonstige Vermögensgegenstände 16.046.595,90 16.202
7. Rechnungsabgrenzungsposten 10.033,13 7
Summe Aktiva 106.127.321,52 101.466
PASSIVA
31.12.2015

31.12.2014

T€
1a. Handelsbestand 4.090,50 -
2. Sonstige Verbindlichkeiten 10.212.765,75 8.800
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
4. Rückstellungen
-) andere Rückstellungen 3.551.114,91 978
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 9.478.666,77 8.807
davon Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB € 8.638.666,77(Vj. T€ 7.967)
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150
b) Kapitalrücklage 21.067.750,00 21.068
c) Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
-) andere Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
d) Bilanzgewinn 0,00 -
82.880.683,59 82.881
Summe Passiva 106.127.321,52 101.466

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015

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01.01. -31.12.2015

01.01. -31.12.2014

T€
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 92.263,46 198
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 398.369,19 518
490.632,65 715
2. Zinsaufwendungen 28.126,31 26
462.506,34 689
3. Laufende Erträge aus
-) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 46
4. Provisionserträge 9.595.087,24 8.539
5. Provisionsaufwendungen 12.040,75 22
9.583.046,49 8.517
6a. Ertrag des Handelsbestands 58.918.155,20 49.691
6b. Aufwand des Handelsbestands 39.817.172,27 34.773
davon Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 672.011,55 (Vj. T€ 1.657)
19.100.982,93 14.917
7. Sonstige betriebliche Erträge 369.269,98 469
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 7.278.022,83 5.869
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.025.700,37 798
darunter für Altersversorgung € 67.697,93 (Vj. T€ 58)
8.303.723,20 6.667
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.934.604,76 6.077
14.238.327,96 12.744
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 56.163,25 57
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.127,28 1
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 24.907,50 153
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 9
24.907,50 144
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 346.703,50 227
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 4.900,00 -
341.803,50 227
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.835.476,25 11.466
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.759.503,99 4.025
davon Steuerumlage € 4.261.673,64 (Vj. T€ 3.527)
17. Sonstige Steuern 10.830,07 11
4.770.334,06 4.036
18. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 10.065.142,19 7.431
19. Jahresüberschuss 0,00 -
20. Bilanzgewinn 0,00 -

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Hinweise

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, (EUWAX AG) ist eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a KWG ist die Gesellschaft entsprechend § 340a Abs. 1 HGB zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften verpflichtet.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gem. § 265 Abs. 8 HGB grundsätzlich nicht angegeben.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

Mit Eintragung ins Handelsregister am 22.05.2015 wurde die Verschmelzung durch Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1 UmwG der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, (BSH) der Muttergesellschaft der EUWAX AG, auf die Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, (BS AG) vollzogen. Mit Wirksamwerden der Verschmelzung gingen im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge alle mit der BSH bestehenden Vertragsbeziehungen inhaltlich unverändert auf die BS AG über. Die BSH ist erloschen.

Mit Handelsregistereintragung vom 20.07.2015 wurde die BS AG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, welche künftig unter dem Namen Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart, (BSG) firmiert.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Wertpapiere, die im Anschaffungszeitpunkt eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen und die mit der Absicht erworben wurden, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, werden gemäß § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet und gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert, da diese Wertpapiere grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen.

Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr im Zugangszeitpunkt und Wertpapiere ohne feste Restlaufzeit werden gem. § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Diese Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags (Handelsaktiva) bzw. eines Risikozuschlags (Handelspassiva) angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Bedarfsfall.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer des Anlagevermögens
Immaterielle Anlagewerte 3-5 Jahre
Sachanlagen 3-13 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 150,00 € ("geringwertige Wirtschaftsgüter") werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der "Poolbewertung" über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden zum Barwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Posten im Jahresabschluss erfolgt gemäß §§ 256a bzw. 340h HGB.

B. Erläuterungen zur Bilanz

3. Forderungen an Kreditinstitute

Für die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 15.026 T€ (Vj. 20.001 T€) ergibt sich die folgende Fristengliederung:

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T€ bis 3 Monate mehr als drei Monate bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Andere Forderungen an Kreditinstitute - 1 10.026 10.000 5.000 10.000

4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

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T€ Buchwert Marktwert Stille Reserven
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
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Anlagevermögen - Anleihen 14.571 33.077 14.660 33.078 89 1
davon börsenfähig/börsennotiert 14.571 T€ (Vj. 33.077 T€)
Liquiditätsreserve - Anleihen - 4.116 - 4.116 - -
davon börsenfähig/börsennotiert 0 T€ (Vj. 4.116 T€)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 14.571 37.193 14.660 37.193 89 1

Zum Bilanzstichtag beinhaltet diese Position zwei Landesschatzanweisungen. Der Marktwert dieser Wertpapiere inklusive Stückzinsforderungen beträgt zum 31.12.2015 insgesamt 14.660 T€ (Vj. 37.193 T€). Darin enthalten sind Kurswertreserven in Höhe von 89 T€ (Vj. 1 T€). Stille Lasten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 5 T€ (Vj. 0 T€).

Zum 31.12.2015 bestehen Stückzinsforderungen in Höhe von 1 T€ (Vj. 273 T€).

5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere ist zum Bilanzstichtag ein Geldmarktfonds mit einem Buchwert bzw. Marktwert von 4.929 T€ (Vj. 4.946 T€) enthalten. Stille Reserven bzw. stille Lasten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Abschreibungen in Höhe von 17 T€ (Vj. 20 T€) vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwerts.

Der ausgewiesene Geldmarktfonds ist Teil der Liquiditätsreserve und wird nach den für Umlaufvermögen geltenden Bilanzierungsvorschriften bewertet. Er ist nicht börsenfähig.

Zum Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

6. Handelsbestand (Handelsaktiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelsaktiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Zur Ermittlung des etwaigen Risikoabschlages werden die Bestände zu Gattungsgruppen zusammengefasst. Bei Wertpapieren, bei welchen durch die Fair-Value-Bewertung stille Reserven aufgedeckt wurden, werden die Kurswerte je Gattungsgruppe mit einem Faktor multipliziert, um die mögliche negative Schwankungsbreite der einzelnen Wertpapierarten pauschal (auf Grundlage von Expertenschätzungen) zu ermitteln. Die pauschalierten negativen Schwankungsbreiten sind so bemessen, dass i.d.R. selbst außergewöhnlich hohe Over-Night-Verluste abgedeckt werden können.

Der Risikoabschlag wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode quantifiziert. Er soll mindestens 99 % der beobachteten Kursschwankungen für einen Handelstag (Konfidenzniveau) abdecken. Die kurze Haltedauer spiegelt den sehr kurzfristig angelegten Risikomanagementprozess wider. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere sind mit seltenen Ausnahmen als sehr liquide einzustufen, sodass Positionen bei Bedarf sofort geschlossen werden können.

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T€ Buchwert* Marktwert Risikoabschlag
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 0 16 0 16 - 0
Stückzinsforderungen 0 0 0 0 - -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 0 17 0 17 - 0
Optionsscheine 2 73 2 73
Zertifikate 10 14 10 14 0 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestands 12 88 13 88 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 374 356 375 371 1 14
Gesamtbestand Handelsaktiva 387 461 388 475 1 15

* Buchwert= Marktwert abzgl. Risikoabschlag

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Der Nominalbetrag zum 31.12.2015 beträgt 5 T€ (Vj. 14 T€).

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands in Höhe von 1 T€ (Vj. 0 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Im Berichtsjahr erfolgten keine Zuschreibungen (Vj. 0 T€).

Derivate Finanzinstrumente (Handelsaktiva)

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um originäre Optionsscheine sowie um indexbezogene Partizipationszertifikate und Optionsscheine. Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können. Zudem können für in Fremdwährung notierte derivative Finanzinstrumente Wechselkursrisiken bestehen.

Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Satz 1 Nr. 20 HGB aus nominal 1.912.800 Stück (Vj. 870 Stück) Optionsscheinen und nominal 51.985 Stück (Vj. 3.656 Stück) Zertifikaten zusammen.

Dieser Posten enthält in Höhe von 12 T€ (Vj. 0 T€) ein Partizipationszertifikat über nominal 49.999 US-Dollar.

Es wurden Abschreibungen in Höhe von 3 T€ (Vj. 20 T€) vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Der Bilanzposten enthält Aktien und Fonds des Handelsbestands. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 6 T€ (Vj. 5 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1 T€ (Vj. 18 T€).

7. Sachanlagen

Die Sachanlagen betreffen mit 138 T€ (Vj. 234 T€) die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsjahr 2015 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens in Höhe von 4 T€ (Vj. 0 T€).

8. Sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.836 15.697
Steuererstattungsansprüche 211 281
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 113 (Vj. T€ 183)
Übrige sonstige Vermögensgegenstände - 223
Sonstige Vermögensgegenstände 16.047 16.202

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft und resultieren im Wesentlichen aus einem gewährten Darlehen (15.000 T€; Vj. 15.000 T€) sowie erbrachten QLP-Dienstleistungen (677 T€; Vj. 690 T€).

Das in den Steuererstattungsansprüchen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG wurde zum Barwert angesetzt.

9. Handelsbestand (Handelspassiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelspassiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Die Ermittlung des Risikozuschlags erfolgt unter Anwendung der gleichen Parameter analog zur Berechnung des Risikoabschlags bei der Handelsaktiva (siehe 6. Handelsbestand - Handelsaktiva).

Zum Bilanzstichtag sind Verbindlichkeiten in Höhe von 4 T€ (Vj. 0 T€) aus Verpflichtungsgeschäften mit einem Marktwert von 4 T€ (Vj. 0 T€) enthalten.

10. Sonstige Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.073 7.532
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 10.073 (Vj. T€ 7.532)
Sonstige Verbindlichkeiten 140 1.269
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 140 (Vj. T€ 1.269)
Sonstige Verbindlichkeiten 10.213 8.800

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten hauptsächlich den noch abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2015 (10.065 T€, Vj. 7.431 T€) an die Muttergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 140 T€ (Vj. 1.179 T€).

11. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 3.551 T€ (Vj. 978 T€) betreffen im Wesentlichen Leistungsbonifikationen für Mitarbeiter in Höhe von 2.859 T€ (Vj. 5 T€), Abschluss- und Prüfungskosten (187 T€; Vj. 158 T€), Aufsichtsratsvergütungen (113 T€; Vj. 117 T€) sowie ausstehende Rechnungen (81 T€; Vj. 113 T€).

Die Restlaufzeiten der anderen Rückstellungen, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung (17 T€) und der Rückstellung für zukünftige Betriebsprüfungen (10 T€), sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB besteht eine Abzinsungspflicht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Höhe der Abzinsung im Geschäftsjahr 2015 beträgt 3 T€ (Vj. 4 T€).

12. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB sind zum Bilanzstichtag insgesamt 9.479 T€ (Vj. 8.807 T€) eingestellt.

Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von 672 T€ (Vj. 1.657 T€) betrifft in voller Höhe die gesetzliche Einstellung nach § 340e Abs. 4 HGB.

13. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel ausführlich dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31.12.2015 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Beteiligung am Kapital

Die BSG ist zum 31.12.2015 mit 84,07 % direkt am Kapital der EUWAX AG beteiligt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % bestehen nicht.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Die Ermächtigung, das Grundkapital einmalig oder mehrmals zu erhöhen, wurde in der Hauptversammlung vom 01.07.2015 aufgehoben. Bis dahin wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Löschung im Handelsregister erfolgte am 13.07.2015.

Gewinnrücklagen

Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags werden alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

14. Zinserträge

Die Zinserträge in Höhe von insgesamt 491 T€ (Vj. 715 T€) resultieren hauptsächlich aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen (398 T€; Vj. 518 T€).

15. Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten zum Großteil die von der Muttergesellschaft an die EUWAX AG bezahlten QLP-Vergütungen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als Quality-Liquidity-Provider (QLP) einen prozentualen Anteil an dem von der BSG vereinnahmten Transaktionsentgelt.

16. Ertrag und Aufwand des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften, Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands, vereinnahmte Stückzinsen und Dividenden von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB i. V. m. § 340e Abs. 4 HGB.

17. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von insgesamt 369 T€ (Vj. 469 T€) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 26 T€ (Vj. 50 T€) enthalten.

Aus der Abzinsung von Rückstellungen sind Zinserträge in Höhe von 3 T€ (Vj. 4 T€) enthalten.

18. Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt insgesamt 8.304 T€ (Vj. 6.667 T€). Hierin enthalten sind Bonuszahlungen für Vorjahre in Höhe von 76 T€ (Vj. 3 T€).

19. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für von der Muttergesellschaft für die EUWAX AG erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich (2.671 T€; Vj. 2.695 T€) enthalten. Darüber hinaus beinhaltet der Posten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Handelstätigkeit in Höhe von 2.131 T€ (Vj. 2.194 T€) sowie eine Nachberechnung von Mietnebenkosten aus Vorjahren in Höhe von 213 T€.

20. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 4 T€ (Vj. 0 T€).

21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der BSG (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt.

Über eine Steuerumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft wird die EUWAX AG mit einem fiktiven Steueraufwand belastet. Dieser betrug im Berichtsjahr insgesamt 4.262 T€ (Vj. 3.527 T€). Davon entfallen 4.248 T€ auf das Geschäftsjahr 2015 und 14 T€ auf frühere Perioden.

Daneben ist im Steueraufwand die Körperschaftsteuer (472 T€; Vj. 472 T€) nebst Solidaritätszuschlag (26 T€; Vj. 26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, da kein außerordentliches Ergebnis ausgewiesen wird.

D. Sonstige Angaben

22. Arbeitnehmer und Organe

Arbeitnehmer

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2015 2014
Angestellte 63 63
davon Verwaltung 11 12
davon Handel 52 51
Praktikanten 10 11
Summe der Beschäftigten 73 74

Angaben gerundet und im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB betrug im Berichtsjahr 63 (Vj. 63).

Mitglieder des Vorstands

Die Herren Ralph Danielski und Dr. Christoph Boschan von dem Bussche sind zum 31.12.2015 bei der BSG als Geschäftsführer und darüber hinaus als Mitglieder des Vorstands bei der EUWAX AG bestellt.

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Mitglieder des Vorstands Zuständigkeitsbereiche / Weitere Mandate
Ralph Danielski
Sprecher des Vorstands Bankkaufmann Märkte & Services (Markt)
Weitere Mandate:
- Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH [bis 22.05.20151
- Mitglied des Vorstands der Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH
- Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Member)
- Mitglied des Börsenrates der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse
Dr. Christoph Boschan von dem Bussche
Volljurist Börsenbetrieb (Marktfolge)
Weitere Mandate
- Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Sutttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
- Mitglied des Vorstands der Boerse Stuttgart AG. nach Umwandlung Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH
- Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e. V (seit 26.02.2015)
Christoph Lammersdorf (bis 30.04.2015)
Vorsitzender des Vorstands Diplom-Physiker Unternehmensführung
Weitere Mandate:
- Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 30.04.2015)
- Vorsitzender des Vorstands der Boerse Stuttgart AG (bis 30.04.2015)
- Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Chairman; bis 30.04.2015)
- Kuratorium Stiftung Kreditwirtschaft (bis 24.11.2015)
- Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Rechnen
- Kuratorium Fachhochschule Organisation und Management Stuttgart (bis 30.04.2015)
- Kuratorium Stiftung Katholische Kirche Stuttgart (bis 30.05.2015)
- Kuratorium der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e. V (bis 26.02.2015)

Herr Christoph Lammersdorf ist nach Erreichen der Altersgrenze zum 30.04.2015 aus dem Vorstand der EUWAX AG ausgeschieden. Herr Ralph Danielski wurde mit Wirkung zum 01.05.2015 zum Sprecher des Vorstandes ernannt.

Vorstandsvergütung

Die Vergütungen der Vorstände werden von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2015 entbunden.

Mitglieder des Aufsichtsrats / Prüfungsausschusses

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Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten, in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sowie in sonstigen fakultativen Gremien
Dr. Michael Völter
Vorsitzender des Aufsichtsrats Boerse Stuttgart Holding GmbH(bis 22.05.2015)
Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden- Württembergische Wertpapierbörse e. V. Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
(Mitglied seit 01.03.2015. Vorsitzender ab 01.05.2015) Vorsitzender des Beirats der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH (Mitglied seit 02.03.2015, Vorsitzender ab 13.04.2015)
Mitglied des Vorstands der SV SparkassenVersicherung Holding AG. Ressort Finanzen (bis 31.01.2015) Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Chairman; seit 01.05.2015)
Mitglied des Vorstands der SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung AG (bis 31.01.2015) S.V. Holding AG (bis 31.01.2015)
Mitglied des Vorstands der SV SparkassenVersicherung Lebensversicherung AG (bis 31.01.2015) Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG (bis 31.01.2015)
Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG (bis 31.01.2015)
FidesSecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler GmbH (bis 31.01.2015)
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH (bis 31.01.2015)
Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH (bis 31.01.2015)
Ingo Mandt
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts
Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Financial Markets/ International Business Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
LBBW Immobilien Management GmbH (bis 28.02.2015)
LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH (Vorsitzender)
LHI Leasing GmbH (bis 30.04.2015)
Dr. Christian Holzherr
Geschäftsführer Finanzen und Portfoliomanagement der Ferdinand Piech Holding GmbH Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
Vorstand der Frank plastic AG (seit 01.01.2016) Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
Frank plastic AG (bis 18.12.2015)
Herrenknecht AG
Thomas Kölbl
Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Ressort Finanzen und Rechnungswesen Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH
AGRANA J & F Holding GmbH (bis 28.07.2015)
AUSTRIA Juice GmbH
AGRANA Stärke GmbH
AGRANA Zucker GmbH
BENEO GmbH
CropEnergies AG (Stellvertretender Vorsitzender)
Freiberger Holding GmbH
PortionPack Europe Holding B.V. (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A.
Saint Louis Sucre S.A., nach Umwandlung Saint Louis Sucre S.A.S. Südzucker Polska S.A.
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH (Vorsitzender)
Thomas Munz
Mitglied des Vorstands der Vereinigung Baden- Württembergische Wertpapierbörse e. V (bis 30.04.2015) Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH
Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
Dr. Manfred Pumbo
Leiter Controlling/Risikomanagement Württembergische Versicherung AG Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 22.05.2015)
Leiter Konzernkostencontrolling Wüstenrot & Württembergische AG Boerse Stuttgart AG, nach Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH
Mitglied des Vorstands der Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG Bau- und Wohnungsverein Stuttgart
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
ABACUS Financial Services AG (seit 01.06.2015)

Herr Dr. Michael Völter wurde mit Wirkung zum 14.04.2015 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Gleichzeitig wurde Herr Ingo Mandt zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Thomas Munz ist weiterhin Mitglied des Aufsichtsrats. Bis zum 14.04.2015 war Herr Thomas Munz Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Im Geschäftsjahr 2015 waren die folgenden Mitglieder des Aufsichtsrats ebenfalls Mitglied im Prüfungsausschuss:

Dr. Manfred Pumbo (Vorsitzender des Prüfungsausschusses seit 14.04.2015)
Dr. Michael Völter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses bis 14.04.2015)
Dr. Christian Holzherr
Thomas Kölbl (seit 14.04.2015)

Mit der Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden hat Dr. Michael Völter sein Amt im Prüfungsausschuss niedergelegt und Dr. Manfred Pumbo wurde zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt.

Aufsichtsratsvergütung / Vergütung Prüfungsausschuss

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 113 T€ (Vj. 117 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 38 T€ (Vj. 42 T€) auf die Sitzungsgelder.

Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

23. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die EUWAX AG ist aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bis ins Jahr 2020 in Höhe von 170 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€ mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitigem Kündigungsrecht ohne Einhaltung einer Frist.

Die EUWAX AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin (EdW). Neben den jährlichen Regelbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls "Phoenix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Die Erhebung solcher Sonderbeiträge führt in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der EUWAX AG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten und ausschüttungsfähigen Gewinn an die Muttergesellschaft BSG abzuführen.

Der Verwaltungsbereich der EUWAX AG ist auf die Muttergesellschaft ausgelagert. Für diese Dienstleistungen entrichtet die EUWAX AG ein jährliches anzupassendes Entgelt. Im Berichtszeitraum betrug die Vergütung insgesamt 2.671 T€ (Vj. 2.695 T€).

24. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode dargestellt.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31.12.2015 59.302 T€ (Vj. 51.518 T€). Er beinhaltet Zahlungsmittel in Form von täglich fälligen Sichteinlagen (44.730 T€; Vj. 14.325 T€) und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Wertpapieren die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind (14.571 T€; Vj. 37.193 T€).

Abweichend von den Vorschriften des DRS 21 werden die täglich fälligen Sichteinlagen in den Finanzmittelfonds miteinbezogen, da gerade sie die Basis der kurzfristigen Finanzdisposition der EUWAX AG bilden. Bei Depotbanken unterhaltene Bankkonten, die ausschließlich der Abwicklung der Handelstätigkeit dienen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute sind Teil des operativen Geschäfts und werden bei Liquiditätsänderungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Für weitere Ausführungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auf den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015.

25. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Für die Leistungsbeziehungen der Unternehmen der Gruppe Börse Stuttgart bestehen vertragliche Regelungen. Im gesamten Geschäftsjahr 2015 bestanden folgende Leistungsbeziehungen zwischen der EUWAX AG und anderen verbundenen Unternehmen.

Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart (Vereinigung)

An die Vereinigung, dem Mutterunternehmen der BSG, wurden im Berichtsjahr Mitgliedsbeiträge in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) entrichtet.

Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart (BWWB)

Für die BWWB, einem Tochterunternehmen der Vereinigung, wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 182 T€ (Vj. 206 T€) unter anderem für Einbeziehungen (141 T€; Vj. 161 T€) und die Teilnahme am Börsenhandel (33 T€; Vj. 33 T€) gemäß dem Entgeltverzeichnis bzw. der Gebührenordnung der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse verbucht.

Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag keine (Vj. 0 T€). Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 betrugen 8 T€ (Vj. 1 T€) und betreffen die oben genannten Sachverhalte.

Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart (BSG]

Von der BSG wurden im Berichtszeitraum insgesamt Erträge in Höhe von 9.591 T€ (Vj. 8.523 T€] vereinnahmt, welche im Wesentlichen aus ihrer QLP-Tätigkeit resultieren (9.590 T€).

Die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 7.332 T€ (Vj. BSH 6.323 T€) resultieren aus der Konzernsteuerumlage in Höhe von 4.262 T€, der Verwaltungsumlage (2.671 T€) sowie den Miet- und Nebenkosten für die Büroräume der Gesellschaft (400 T€). Die Leistungen wurden im Vorjahr von der BSH bezogen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen in Höhe von 15.836 T€ (Vj. BSH 15.006 T€ / BS AG 690 T€). Diese beinhalten das gewährte Darlehen (15.000 T€) sowie noch nicht beglichene QLP-Vergütungen (677 T€).

Verbindlichkeiten in Höhe von 10.065 T€ (Vj. BSH 7.431 T€) bestehen zum 31.12.2015 aus der noch vorzunehmenden Gewinnabführung für das laufende Geschäftsjahr.

Nahe stehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit weiteren nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen fanden im Berichtszeitraum nicht statt (Vj. 0 T€).

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH bzw. nach Verschmelzung und Umwandlung Boerse Stuttgart GmbH

Am 16.05.2007 hat die EUWAX AG mit der BSH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag ist am 12.02.2008 mit Eintragung im Handelsregister wirksam geworden. Er ist für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird.

Die BSH gewährt den außenstehenden Aktionären der EUWAX AG für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft nach dem Inkrafttreten des Vertrags - und somit erstmalig für das Geschäftsjahr 2008 - als angemessenen Ausgleich im Sinne des § 304 AktG die Zahlung einer Garantiedividende in Höhe von brutto 3,85 € je Inhaber-Stückaktie. Diese Verpflichtung wird seit Wirksamwerden der Verschmelzung und des Formwechsels für die Zukunft von der Rechtsnachfolgerin der BSH, der BSG, übernommen.

Die BSH hatte sich ferner verpflichtet, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der EUWAX AG dessen Aktien gegen Abfindung zu erwerben. Hierfür gewährt die BSH den außenstehenden Aktionären eine Barabfindung von 40,82 € zzgl. Zinsen je Inhaber-Stückaktie. Auch diese Verpflichtung wird mittlerweile von der BSG übernommen. Die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien ist befristet. Von mehreren außenstehenden Aktionären wurde ein Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Barabfindung (sog. Spruchverfahren) gestellt, so dass die Frist aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwei Monate nach dem Tag, an dem die endgültige Entscheidung in diesem Verfahren (z.B. Beschluss des Gerichts oder Vergleich) im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, endet. Die voraussichtliche Dauer des Verfahrens ist der Gesellschaft nicht bekannt.

Das aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag resultierende Gewinnbezugsrecht ging rückwirkend zum 01.01.2015 (Verschmelzungsstichtag) auf die BSG über.

26. Honorar für den Abschlussprüfer

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T€ 2015 2014
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 160 130
54 35
Honorar für Steuerberatungsleistungen - -
Honorar für sonstige Leistungen - -
Gesamtes Honorar des Abschlussprüfers 214 165

27. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der EUWAX AG

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.euwax-ag.de) innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" zugänglich gemacht worden.

28. Mitteilung nach § 21 WpHG

Am 26.05.2015 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung:

Die Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EUWAX AG, Stuttgart, Deutschland am 22.05.2015 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 84,07% (das entspricht 4329759 Stimmrechten) betragen hat.

29. Konzernverhältnisse/ -abschluss

Der Jahresabschluss der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2015 wird in den Konzernabschluss der BSG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister veröffentlicht.

30. Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.

Stuttgart, 07. März 2016

EUWAX AG

Der Vorstand

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Dr. Christoph Boschan von dem Bussche

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

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Anschaffungs-/Herstellkosten
31.12.2014 Zugänge Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.638,09 8.397,25 97.831,22 264.204,12
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 33.139.908,50 0,00 18.569.108,50 14.570.800,00
Gesamt 34.505.106,60 8.397,25 18.666.939,72 15.846.564,13

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Abschreibungen
31.12.2014 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 0,00 915.787,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.651,09 56.163,25 49.612,22 0,00 126.202,12
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 227.305,00 0,00 222.405,00 4.900,00 0,00
Gesamt 1.358.516,10 56.163,25 272.017,22 4.900,00 1.137.762,13

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Buchwerte
31.12.2014 31.12.2015
--- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 233.987,00 138.002,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 32.912.603,50 14.570.800,00
Gesamt 33.146.590,50 14.708.802,00

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2014 - 31. Dezember 2015

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Gezeichnetes Kapital Stückaktien Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Eigenkapital
Stand am 01.01.2014 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 7.430.585,88 7.430.585,88
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -7.430.585,88 -7.430.585,88
Stand am 31.12.2014 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Stand am 01.01.2015 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 10.065.142,19 10.065.142,19
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -10.065.142,19 -10.065.142,19
Stand am 31.12.2015 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59

Kapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2015

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T€ 01.01. -31.12.2015 01.01. -31.12.2014
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 10.065 7.431
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 56 57
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -955 -942
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 3.528 903
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 10 -
Sonstige Anpassungen (+/-) -91 -46
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen an Kreditinstitute -2.191 -1.900
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) 91 -4.922
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 209 -61
Zunahme (+) / Abnahme (-) anderer Passiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.082 702
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -524 -689
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 4.760 4.025
Erhaltene (+) Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 500 908
Gezahlte (-) Zinsen -28 -26
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -4.924 -4.095
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 9.423 1.344
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Sachanlagen 38 -
Investitionen (-) in Sachanlagen -8 -46
Mittelveränderung (+/-) aus sonstiger Investitionstätigkeit 5.000 -20.000
Auszahlungen i-1 aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der Finanzdisposition -5.000 -20.000
Einzahlungen (-) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der Finanzdisposition 10.000 -
Erhaltene Zinsen auf Finanzmittelanlagen (+) 89 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 5.119 -20.046
Einzahlungen (+) aus der Rückführung von gewährten Darlehen - 62.800
Auszahlungen (-) aus der Gewährung von Darlehen - -15.000
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -7.431 -8.354
Gewinnabführung aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags -7.431 -8.354
Mittelveränderung aus sonstigem Kapital (Saldo) 672 1.657
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB 672 1.657
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.759 41.103
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 7.784 22.401
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 51.518 29.117
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 59.302 51.518
Zahlungsmittel 44.730 14.325
Zahlungsmitteläquivalente 14.571 37.193

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 8. März 2016

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kocholl, Wirtschaftsprüfer

Hommel, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Stuttgart, 07. März 2016

Der Vorstand der EUWAX AG

Ralph Danielski, Sprecher des Vorstands

Dr. Christoph Boschan von dem Bussche

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2015

der EUWAX Aktiengesellschaft

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich geprüft, überwacht und beratend begleitet.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat seit langem zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Sachgerechtigkeit dieser Berichterstattung und diskutiert über gegebenenfalls notwendige Anpassungen. Dazu verfolgt er die aktuellen gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Vorhaben.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat stets frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus Sicht des Aufsichtsrats neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht ein Prüfungsausschuss, der die Arbeit im Gesamtgremium effektiv unterstützt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie mit Organisation, Tätigkeit und Feststellungen der Internen Revision, der Finanzberichterstattung des Unternehmens sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die regelmäßig überprüft und angepasst wird. Zuletzt wurden mit Beschluss vom 17.09.2015 lediglich kleinere redaktionelle Anpassungen am Wortlaut vorgenommen.

Neben dem Prüfungsausschuss bestehen keine weiteren Ausschüsse.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden planmäßig fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes informiert. Darüber hinausgehende außerordentliche Aufsichtsratssitzungen fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

Auch zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage sowie quartalsweise den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Hervorzuheben sind insoweit die regelmäßig monatlich fest vereinbarten Gespräche über Geschäftsvorgänge zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Sprecher des Vorstands bzw. dem gesamten Vorstand.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle erforderlichen Beschlüsse in den Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Der Prüfungsausschuss hielt im vergangenen Geschäftsjahr zwei Sitzungen ab, an denen jeweils alle amtierenden Mitglieder teilnahmen. An der ersten Sitzung nahm zudem der Vorsitzende des Vorstands und an der zweiten Sitzung beide Mitglieder des Vorstands, sowie jeweils die fachlichen Leiter der Bereiche Finanzen, Risikocontrolling & Compliance und Interne Revision sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats als Gäste teil. In seiner ersten Sitzung am 13.04.2015 bereitete der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss im Beisein der fachlichen Leiter die Tätigkeiten der Internen Revision, des Risikocontrollings und der Compliance-Funktion. Des Weiteren gab er dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. In der zweiten Sitzung am 12.11.2015 wurden im Wesentlichen die unterjährigen Berichte der internen Kontrollabteilungen und die Jahresplanung 2016 der Internen Revision sowie die Unternehmensplanung 2016 - 2018 im Hinblick auf die Zustimmungsentscheidung des Aufsichtsrats behandelt. In dieser Sitzung wurden auch die Ausführungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanz- und Zwischenlageberichts 2015 entgegengenommen. Bereits vor seiner Veröffentlichung am 14.08.2015 hatten sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit dem Halbjahresbericht im schriftlichen Verfahren auseinandergesetzt.

Schwerpunkte der Beratungen

Schwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres waren die Risikostrategie, die Abstimmung und Beschlussfassung zu den Themen der ordentlichen Hauptversammlung 2015, Bedeutung und Auswirkungen der Einführung des neuen Handelssystems Xitaro sowie die Budgetplanung für die Gesellschaft.

Da die Geschäftsleitung der EUWAX Aktiengesellschaft trotz bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart GmbH auch weiterhin allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft ist, bildeten auch aufsichtsrechtliche Themen einen Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats. So hat sich der Aufsichtsrat insbesondere intensiv mit der sach- und zeitgerechten Umsetzung neuer Regelungen des Aktien- und Kreditwesengesetzes im Unternehmen sowie der bevorstehenden Implementierung der MAR-, MiFID II und MiFIR-Regulierung beschäftigt.

Corporate Governance

Corporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2015 in seinen Anlagen geändert, so dass sich der Aufsichtsrat auf Basis der Fassung des Kodex vom 05.05.2015, die am 12.06.2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit Fragen der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt hat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der EUWAX Aktiengesellschaft veröffentlicht.

Interessenkonflikte von einzelnen Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats, die gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen sind - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können -sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Potentielle Interessenskonflikte, die daraus resultieren können, dass Mitglieder des Aufsichtsrats weitere Funktionen in Konzerngesellschaften wahrnehmen, sind dem Aufsichtsrat bekannt. Die Mandate werden u.a. im Anhang zum Jahresabschluss veröffentlicht.

Personelle Veränderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft die nachfolgenden personellen Veränderungen. Herr Dr. Christoph Boschan von dem Bussche ist seit dem 01.01.2015 als Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Christoph Lammersdorf (Vorsitzender) ist nach Erreichen der Altersgrenze zum 30.04.2015 aus dem Vorstand ausgeschieden. Herr Ralph Danielski wurde mit Wirkung zum 01.05.2015 zum Sprecher des Vorstands ernannt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht verändert. Herr Dr. Michael Völter hat zum 14.04.2015 das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernommen. Der bisherige Vorsitzende, Herr Thomas Munz, ist seit dem 14.04.2015 einfaches Mitglied des Aufsichtsrats. Herr Ingo Mandt ist seit dem 14.04.2015 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und folgt in dieser Funktion Herrn Dr. Völter nach. Herr Dr. Manfred Pumbo fungiert mit Wirkung zum 14.04.2015 zudem als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zusammen. Dies waren im Geschäftsjahr 2015 bis zum 14.04.2015 die Herren Dr. Michael Völter (unabhängiger Finanzexperte und Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Dr. Manfred Pumbo und Dr. Christian Holzherr. Mit der Wahl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats legte Herr Dr. Völter sein Amt im Prüfungsausschuss zum 14.04.2015 nieder und Dr. Manfred Pumbo wurde zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt. Gleichzeitig erfolgte die Wahl von Herrn Thomas Kölbl als drittes Ausschussmitglied.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 01.07.2015 wurde der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts, und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Gesonderte Prüfungsschwerpunkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesetzt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an den Aufsichtsrat versandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt worden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28.04.2016 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2015 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt.

Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren Dank aus.

Stuttgart, den 28. April 2016

Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

der EUWAX Aktiengesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft als börsennotierte Gesellschaft ist gemäß § 161 Abs. 1 S. 1 AktG jährlich verpflichtet zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums geändert. Am 12.06.2015 wurde die aktuell geltende Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen.

Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit Februar 2015 bezieht sich diese Entsprechenserklärung auf die Fassung vom 05.05.2015, die am 12.06.2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen:

Diversity - Führungsfunktionen im Unternehmen (4.1.5)

Die Empfehlung lautet, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Der Vorstand hatte bisher keine Quote vorgesehen, sondern strebte an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen angemessen zu berücksichtigen. Eine Quote war aus Sicht des Vorstands dabei nicht zielführend. Vielmehr kam und kommt es darauf an, aus der Vielfalt unterschiedlicher Talente, Erfahrungen und Kenntnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine für den Erfolg des Unternehmens wichtige Mischung an Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen sollen, zu finden.

Das inzwischen in Kraft getretene Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sieht u.a. die Pflicht von börsennotierten Gesellschaften vor, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in den beiden Ebenen unterhalb des Vorstands und Fristen zu deren Erreichen festzulegen. Der Vorstand hat einen entsprechenden Beschluss gefasst, mit der Zielgröße Null.

Vorstandsvergütung, Vergütungsbestandteile sowie Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (4.2.2 und 4.2.3)

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung oder Versorgungszusagen für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in den Punkten 4.2.2 und 4.2.3 nicht entsprochen. Gesetzliche Vorgaben, wie etwa aus dem Kreditwesengesetz und nachgelagerten Verordnungen, werden eingehalten.

Vergütungsbericht (4.2.5)

Von der für Geschäftsjahren, die nach dem 31.12.2013 beginnen, geltenden Empfehlung zu den Inhalten des Vergütungsberichts wird abgewichen. Wie bisher werden im Vergütungsbericht die Grundzüge dargestellt. Da jedoch wie bereits erwähnt die EUWAX-Vorstandsmitglieder im Wege eines Konzernmandats tätig sind und keine gesonderte Vergütung für ihre Vorstandstätigkeit erhalten, kann sich die Darstellung nicht detailliert auf konkrete Zahlen beziehen und auch nicht sinnvoll in einer Mustertabelle erfolgen. Von der (gesetzlichen) Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die Gesellschaft durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich 31.12.2015 entbunden.

Bildung eines Nominierungsausschusses im Aufsichtsrat (5.3.3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung eines Nominierungsausschusses in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit darauf zu verzichten, da ein Nominierungsausschuss nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Gesellschaft unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut bei der Besetzung des Aufsichtsrats darüber hinaus den Anforderungen des Kreditwesengesetzes und den konkretisierenden aufsichtsrechtlichen Regelungen. Dadurch bestehen aktuell bereits recht detaillierte Vorgaben zur Besetzung des Gremiums, die die Auswahl geeigneter und verfügbarer Kandidaten umfassend regeln. Seit Inkrafttreten des oben genannten Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind weitere gesetzliche Regelungen umzusetzen.

Der Aufsichtsrat hat deshalb keine über die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften hinaus gehenden Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, um den Kreis potenzieller Aufsichtsratsmitglieder nicht weiter einzuschränken. Dementsprechend werden Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen jährlichen Vergütung keine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpft. Hintergrund dafür ist der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart GmbH und die darin vorgesehene feste Ausgleichszahlung ("Garantiedividende"). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen.

Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben.

Rechnungslegung (7.1.2)

Der Empfehlung wird überwiegend entsprochen. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand nicht immer vor der Veröffentlichung ausführlich mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands wird der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert. Außerdem finden regelmäßig Gespräche zu Fragen der Rechnungslegung mit dem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats besteht. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung, gibt ihm die Gelegenheit zur Erörterung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen.

Stuttgart, im Februar 2016

EUWAX Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat

Länderspezifische Berichterstattung (Country-by-country-Reporting) zum Stichtag 31. Dezember 2015

der EUWAX Aktiengesellschaft (EUWAX AG)

Nach § 26a Absatz 1 Satz 2 KWG haben CRR-Institute auf konsolidierter Basis zusätzliche Angaben offenzulegen.

Folgende Angaben aus Sicht der EUWAX AG sind zum Stichtag 31.12.2015 im Rahmen der Offenlegungsanforderungen im Sinne des § 26a Absatz 1 KWG darzustellen:

Die Firmenbezeichnung, die Art der Tätigkeiten und die geografische Lage der Niederlassungen,
den Umsatz,
die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten
Gewinn oder Verlust vor Steuern
Steuern auf Gewinn oder Verlust
erhaltene öffentliche Beihilfen.

Der Umsatz wird nach handelsrechtlichen Vorgaben unter Anwendung der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) ermittelt und umfasst das Provisionsergebnis sowie das Nettoergebnis des Handelsbestands. Die Steuern auf den Gewinn beinhalten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger wird entsprechend der handelsrechtlichen Regelung gemäß § 267 Absatz 5 HGB angegeben (nach Quartalsendständen berechneter Durchschnittswert).

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in T€ Umsatz Gewinn vor Steuern Steuern auf Gewinn erhaltene öffentliche Beihilfen
Deutschland 28.684 14.835 4.760 0

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Firmenbezeichnung Art der Tätigkeit Sitz Land Anzahl der Beschäftigten
EUWAX Aktiengesellschaft Finanzdienstleistungsinstitut Stuttgart Deutschland 63

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2015 der EUWAX Aktiengesellschaft am 28.04.2016 gebilligt, damit ist der Jahresabschluss festgestellt.