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EUWAX AG Annual Report 2014

Jun 1, 2015

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Annual Report

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EUWAX AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, (nachfolgend EUWAX AG) erbringt in Ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) die Finanzdienstleistung am Börsenplatz Stuttgart im geregelten Markt sowie im Freiverkehr der Baden-Württembergische Wertpapierbörse für inländische Aktien, verbriefte Derivate (Anlage- und Hebelprodukte), aktive und passive Fonds (Exchange Traded Funds) und Anleihen. Das Angebot umfasst nicht nur eine große Bandbreite an handelbaren Wertpapieren, sondern auch hochwertige Dienstleistungen und eine professionelle Infrastruktur. Für die technische Durchführung des elektronischen Handels am Börsenplatz Stuttgart sorgt die Boerse Stuttgart AG als Börsenbetriebsgesellschaft. In der Boerse Stuttgart Holding GmbH werden die beiden am Börsenbetrieb beteiligten Gesellschaften koordiniert und die für den operativen Betrieb der Börse Stuttgart maßgeblichen Entscheidungen getroffen.

Die Börse Stuttgart bietet dem Anleger ein spezielles Marktmodell an. Um dem Privatanleger dabei stets höchste Qualitäts- und Dienstleistungsstandards zu garantieren, ist der elektronische Handel mit einer individuellen Betreuung durch einen Markt-Experten, den QLP, verknüpft. Dieses hybride Marktmodell trägt maßgeblich dazu bei, dass die Börse Stuttgart der natürliche Handelsplatz für die Wertpapierorders von Privatanlegern in Deutschland ist.

Die EUWAX AG wird in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt und ist seit dem Jahre 2000 börsennotiert. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Muttergesellschaft der EUWAX AG, hält 84,1 % der Anteile an der EUWAX AG, die weiteren 15,9 % der Anteile befinden sich im Streubesitz. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der EUWAX AG besteht seit dem 12.02.2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Danach verpflichtet sich die EUWAX AG ihren gesamten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abzuführen. Die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG erhalten entsprechend den Regelungen in § 304 AktG einen Ausgleich von der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft-, umsatz- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH einbezogen.

Abbildung 1: Organisationsstruktur des Börsenplatzes Stuttgart zum 31.12.2014

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Jahres 2014 hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins weiter gesenkt. Zuerst Anfang Juni 2014 von 0,25 % auf 0,15 % und nochmals Anfang September 2014 auf 0,05 %. Darüber hinaus wurden für Einlagen der Banken bei der EZB Strafzinsen eingeführt. Hintergrund ist die Bekämpfung der als zu gering angesehenen Inflation bzw. die Angst vor Deflation und die Hoffnung, durch eine verstärkte Kreditvergabe der Banken die Konjunktur zu beleben. Einige Banken in Deutschland haben bereits begonnen, auch von Privatanlegern bei höheren Einlagevolumina, Strafzinsen zu verlangen. Auch die Notenbanken in den USA und Japan haben ihre Nullzinspolitik der letzten Jahre beibehalten. Als nächster Schritt der EZB erfolgt der Aufkauf von Staatsanleihen, während die Notenbank FED in den USA verkündet hat, dieses Vorgehen zu beenden.

Begründet wurde dieser Schritt der US-Zentralbank mit der guten Erholung der heimischen Wirtschaft und der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. In Deutschland zeigten sich ebenfalls positive Entwicklungen, wenn auch mit geringerer Dynamik. Das Bruttoinlandsprodukt war nach Daten des Statistischen Bundesamtes Ende 2014 preisbereinigt um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und auch die Arbeitslosenzahlen und -quoten sanken weiter. Der ifo Geschäftsklimaindex verzeichnete Anfang 2014 eine steigende Tendenz, ging in der zweiten Jahreshälfte allerdings stark zurück. Zuletzt war wieder eine leichte Erholung zu verzeichnen. In der Eurozone wuchs seit dem Sommer 2014 die Sorge vor einer Rezession. Der Internationale Währungsfonds korrigierte in der zweiten Jahreshälfte seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft.

Die Entscheidungen der Notenbanken hatten Auswirkungen auf die Entwicklung des DAX. Das durch die geringen Leitzinsen günstige Geld und der Mangel an attraktiven Anlagealternativen wirkten kurstreibend. Die sich eintrübenden Konjunkturaussichten sowie die Angst vor einer möglichen Änderung der Notenbankpolitik führten immer wieder zu kräftigen Kursrückgängen, die durch verschiedene geopolitische Krisen noch verstärkt wurden. Ausgehend von einem Niveau um die 9.400 Punkte zu Beginn des Jahres 2014 bewegte sich der DAX bis zur Jahresmitte in einem Korridor zwischen 9.000 und 9.800 Punkten. Im Juni und Juli wurde mehrfach die Marke von 10.000 Punkten übertroffen. In der Folgezeit häuften sich belastende Faktoren, die den DAX Mitte Oktober auf sein Jahrestief von unter 8.500 Punkten fallen ließen. Im Anschluss gab es eine Rallye bis zu einem Allzeithoch von 10.080 Punkten Anfang Dezember sowie einen weiteren Kursrückgang, bis der DAX das Jahr schließlich bei einem Stand von knapp 9.800 Punkten beendete. Der Volatilitätsindex des deutschen Aktienmarktes (VDAX-New) bewegte sich zu einem großen Teil des Jahres in dem im Vorjahr prognostizierten Korridor zwischen 15 und 20 Punkten. Das Jahrestief des Index lag Anfang Juli bei 12 Punkten, seinen Jahreshöchstwert erreichte der VDAX-New Mitte Oktober bei über 28 Punkten.

Privatanlegern boten sich 2014 wenige attraktive Alternativen zum Kapitalmarkt. Klassische Sparprodukte hatten eine sehr geringe bzw. teilweise sogar negative Verzinsung und der Anleihenmarkt bot auch keine attraktive Renditeerwartung. Zu klassischen Rentenversicherungen mehrten sich ebenfalls negative Berichterstattungen.

Bei verbrieften Derivaten betrug das gesamte börsliche Umsatzvolumen ausgeführter Kundenordes in Deutschland im Berichtsjahr 44,2 Mrd. €, ein Plus von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl ausgeführter Kundenorders stieg um 5,2 % auf 5,0 Mio. Getrieben wurde diese Entwicklung durch Hebelprodukte, welche sowohl beim Volumen als auch bei der Anzahl ausgeführter Kundenorders ein deutliches Plus in 2014 gegenüber 2013 verzeichneten. Der börsliche Handel von derivativen Anlageprodukten ist hingegen merklich zurückgegangen.

Wettbewerb

Die Börse Stuttgart fokussiert sich stark auf Privatanleger und bietet diesen ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Produkt- und Serviceangebot. Im Bereich verbriefter Derivate besteht aufgrund der hohen Bedeutung für die Börse Stuttgart ein starker Wettbewerb mit der Börse Frankfurt, welche diese Produkte seit November 2013 als Börse Frankfurt Zertifikate AG anbietet. Die Börse Stuttgart konnte ihren Marktanteil im börslichen Handel mit verbrieften Derivaten halten.

Auch in den anderen Assetklassen konnte die Börse Stuttgart ihre starke Position gegenüber den anderen deutschen Regionalbörsen behaupten. Wettbewerb besteht insbesondere durch die Tra-degate Exchange in den Bereichen Aktien und Fonds. Die Börse Stuttgart baut ihr Angebot für Privatanleger kontinuierlich aus. So erfolgte beispielsweise Anfang Juli 2014 ein neuer Internetauftritt.

Das Jahr 2014 gestaltete sich hinsichtlich Übernahmen und Fusionen in Europa deutlich ruhiger als das Vorherige. Die im November 2013 von der amerikanischen IntercontinentalExchange übernommene NYSE Euronext spaltete ihren europäischen Kassamarkt ab und die Euronext ging im Juni 2014 an die Börse. Die Börse Stuttgart übernahm das außerbörsliche Handelssystem cats der Citigroup und betreibt es seit Anfang August 2014 in der Boerse Stuttgart cats GmbH.

Geschäftsverlauf

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Handelsverlauf 2014 2013
Betreute Wertpapiere (Stück) 1.136.869 1.051.054
Ausgeführte Orders (Tsd. Stück)*1 5.346 5.181
Verbriefte Derivate 3.031 2.836
Aktien 964 1.051
Anleihen 752 806
Fonds 599 488
Handelsvolumen (Mio. €)*1 71.915 72.752
Verbriefte Derivate 28.384 27.970
Aktien 10.691 11.317
Anleihen 22.869 25.394
Fonds 9.971 8.071
Marktanteile %*2
Verbriefte Derivate 64,2% 64,3%
Aktien (Inland) insgesamt 20,5% 20,9%
Anleihen 41,2% 32,8%
Aktiv gemanagte Fonds 25,6% 26,2%
Passiv gemanagte Fonds 67,4% 69,8%

*1 Der Ausweis des Derivatehandels erfolgt auf Basis Anzahl bzw. Volumen ausgeführter Kundenorders (Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV)). Der Ausweis der sonstigen QLP-Bereiche erfolgt weiterhin nach Orderbuchstatistik.

*2 Marktanteil der verbrieften Derivate auf Basis des Volumens ausgeführter Kundenorders (DDV-Statistik). Marktanteile der sonstigen QLP-Bereiche auf Basis des Orderbuchumsaazes an deutschen Börsen (inkl. Tradegate).

Tabelle 1: Handelsverlauf der EUWAX Aktiengesellschaft

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG wird aufgrund ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) im Wesentlichen von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Orders sowie der Schwankungsbreite der Aktienmärkte - der Volatilität - in den einzelnen Assetklassen bestimmt.

Im vergangenen Jahr konnte die Börse Stuttgart ihre Marktposition bei privaten Anlegern und in den unterschiedlichen Anlageklassen weiter stärken. Über alle Anlageklassen hinweg war die Börse Stuttgart 2014 erneut der mit Abstand größte deutsche Parketthandelsplatz. Wie im letzten Jahr für die Transaktionstätigkeit prognostiziert lag die Anzahl der ausgeführten Orders mit 5,3 Mio. Stück auf dem Niveau des Vorjahres. Der Blick auf die unterschiedlichen Assetklassen fällt dabei differenziert aus.

Mit 28,4 Mrd. € wurde ein Großteil des Umsatzes mit verbrieften Derivaten erzielt, die damit weiterhin die wichtigste Anlageklasse der Börse Stuttgart darstellt. Damit konnte die Börse Stuttgart ihre führende Stellung im börslichen Handel mit verbrieften Derivaten in Europa verteidigen. Beim Volumen der ausgeführten Kundenorders konnte die Börse Stuttgart den Marktanteil bei verbrieften Derivaten mit 64,2 % (Vj. 64,3 %) konstant halten. Insgesamt führte die Börse Stuttgart im Geschäftsjahr 2014 rund 3,0 Mio. Orders (+7 % ggü. Vj.) in verbrieften Derivaten aus und liegt damit leicht über der abgegebenen Prognose. Bei der Zusammensetzung der Umsätze mit verbrieften Derivaten war eine Verschiebung von Anlageprodukten zu gehebelten Produkten zu verzeichnen. Während die Umsätze mit Anlageprodukten, zu denen Anlagezertifikate und Aktienanleihen gehören, im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14 % auf 14,9 Mrd. € zurückgingen, erhöhten sich die Umsätze mit Hebelprodukten - Knock-out-Produkten, Optionsscheinen und exotischen Produkten - im Vergleich zu 2013 um 27 % und lagen bei 13,5 Mrd. €. Die Umsätze mit gehebelten Produkten profitierten dabei von den Phasen mit großen Marktschwankungen, die insbesondere im ersten und letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres zu verzeichnen waren.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau bzw. die expansive Geldpolitik entfalteten positive Auswirkungen insbesondere auf den Fondshandel der Börse Stuttgart. Die Umsatzentwicklung zeigt, dass Anleger wieder verstärkt in Fonds handeln und die Servicequalität der Börse Stuttgart schätzen. Insgesamt setzte die Börse Stuttgart 2014 rund 10,0 Mrd. € (Vj. 8,1 Mrd. €) im Fondshandel um und verzeichnete damit einen über den Erwartungen liegenden Anstieg um 24 %. Der größte Anteil von knapp 8,8 Mrd. € entfiel dabei auf Exchange Traded Products (ETPs) wie Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs).

Der Umsatz bei den Inlandsaktien reduzierte sich entgegen der abgegebenen Prognose im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Mrd. € auf 10,7 Mrd. € - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6 %. Viele Anleger, insbesondere auch Anleger in DAX-Aktien, schienen dabei die Kursrisiken schwerer zu gewichten als die erwarteten Renditechancen.

Mit dem Anleihenhandel hat sich die Börse Stuttgart zur weiteren Diversifikation ein zweites starkes Standbein geschaffen. Bedingt durch das Niedrigzinsumfeld lag das Handelsvolumen im Anleihenhandel mit 22,9 Mrd. € entgegen der abgegebenen Prognose um 10 % unter dem Niveau des Vorjahres. Durch gezielte Initiativen in Fremdwährungsanleihen und Emerging Markets konnte die Börse Stuttgart ihren Marktanteil in diesem Segment deutlich um 8 Prozentpunkte auf 41,2 % erhöhen. Der größte Anteil des gesamten Umsatzes im Anleihenhandel entfiel mit 14,7 Mrd. € auf Unternehmensanleihen.

Auch im Berichtsjahr hat sich die Anzahl der betreuten Wertpapiere am Börsenplatz Stuttgart weiter erhöht. Zum Jahresende 2014 waren insgesamt 1,1 Mio. handelbare Wertpapiere an der Börse Stuttgart gelistet, wovon 99 % auf die Assetklasse der verbrieften Derivate entfielen.

Ertragslage

Die Ertrags- und Ergebnisentwicklung des Jahres 2014 lag, entgegen der abgegebenen Prognose, unterhalb des Vorjahresniveaus. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die EUWAX AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 11,5 Mio. € (Vj. 12,7 Mio. €).

Die Gesamterträge der EUWAX AG reduzierten sich im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € auf 24,6 Mio. €. Der leichte Ertragsrückgang (-2 %) ist geprägt durch einen Rückgang des Provisionsergebnisses, der durch die Erhöhung des Nettoergebnisses des Handelsbestandes teilweise kompensiert wurde.

Das Provisionsergebnis reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund der Anpassung der Quality-Liquidity-Provider Vergütung, um insgesamt 1,7 Mio. € auf 8,5 Mio. €. Dabei wird die EUWAX AG wirtschaftlich an den erheblichen Aufwendungen und Investitionen der Boerse Stuttgart AG in handelsunterstützende Systeme und Infrastruktur, die dem Ausbau der Automatisierung geschuldet sind, beteiligt.

Insbesondere die volatileren Marktphasen im ersten und vierten Quartal des Geschäftsjahres 2014 zeichneten für die Erhöhung des Nettoergebnisses des Handelsbestandes um 1,4 Mio. € auf 14,9 Mio. € verantwortlich. Die gesetzliche Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340e HGB erfolgte im Dezember 2014 zu Lasten des Handelsergebnisses in Höhe von 1,7 Mio. €.

Die Gesamtaufwendungen der Gesellschaft erhöhten sich entgegen der abgegebenen Prognose im Geschäftsjahr um 0,8 Mio. € auf 13,2 Mio. €. Die Gesamtaufwendungen wurden von den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dominiert. Innerhalb dieser Position erhöhten sich die Personalaufwendungen leicht um 1 % auf 6,7 Mio. €. In den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 6,1 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. €) sind insbesondere Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart Holding GmbH erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich enthalten.

Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag insgesamt 4,0 Mio. €. Im Wesentlichen beinhaltet die Position Konzernsteuerumlagen in Höhe von 3,5 Mio. € sowie Ertragsteuern auf Ausgleichzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von 498 T€.

Nach Steuern belief sich das Jahresergebnis der EUWAX AG auf 7,4 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,44 € entspricht. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2014 in voller Höhe an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abgeführt.

Internes Steuerungssystem

Die internen Steuerungsgrößen, die der Quantifizierung der strategischen Ziele sowie der wertorientierten Unternehmensführung dienen, wurden primär anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft, Innovationskraft sowie Nachhaltigkeit definiert. Das Kennzahlensystem orientiert sich an den Interessen und Ansprüchen der Eigentümer und Kapitalgeber. Entwickelt wurde das System auf Ebene des Konzerns Boerse Stuttgart Holding GmbH, in den die EUWAX AG als Tochterunternehmen einbezogen wird. Das Steuerungssystem wird soweit anwendbar auch für die Steuerung der EUWAX AG herangezogen.

Im Mittelpunkt der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft steht die Sicherstellung eines unternehmerisch erfolgreichen Betriebs unter Berücksichtigung einer effizienten und effektiven Ressourcennutzung. Während zur Steuerung der Ertragskraft auf das Ergebnis vor Steuern bzw. das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit abgestellt wird, wird die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit anhand der Cost-Income-Ratio quantifiziert. Im Geschäftsjahr 2014 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei 11,5 Mio. €. Infolge des leichten Ertragsrückgangs bei einem gleichzeitigen Anstieg der Aufwendungen lag die Cost-Income-Ratio1 bei 53 % und damit entgegen der abgegebenen Prognose über dem Vorjahreswert von 49 %.

Die Innovationskraft des Konzerns wird anhand der Projektaufwandsquote quantifiziert. Die Entwicklung und erfolgreiche (Markt-) Einführung von neuen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen oder Geschäftsmodellen finden darin Berücksichtigung. Die Projektaufwandsquote ist lediglich auf Ebene des Gesamtkonzerns aussagekräftig, da die Entwicklung und Einführung von Innovationen weitestgehend von mehreren Unternehmen des Börsenplatzes Stuttgart begleitet wird.

Das Kriterium Nachhaltigkeit wird anhand des Marktanteils der Börse Stuttgart, der lediglich für den Börsenplatz Stuttgart insgesamt von Bedeutung ist, sowie der Eigenkapitalrentabilität vor Steuern gemessen und dient der Sicherstellung eines dauerhaften Bestands und einer dauerhaften Rentabilität des Unternehmens. Die Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum wird auch in der entgegen der Prognose des Vorjahres geringeren Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)2 von 14 % (-1 Prozentpunkt) ersichtlich.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte Rückführung, des an die Boerse Stuttgart Holding GmbH zur konzerneinheitlichen Anlage von Liquiditätsreserven gewährten Darlehens von 62,8 Mio. € geprägt. Dabei wurden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere zuzüglich darauf entfallender Zinsen zu Marktwerten von 48,0 Mio. € sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere zu Marktwerten von 5,0 Mio. € von der Boerse Stuttgart Holding GmbH auf die EUWAX AG übertragen. Der Differenzbetrag zum gewährten Darlehen wurde in bar ausgeglichen. Weiterhin gewährte die Gesellschaft der Boerse Stuttgart Holding GmbH im Geschäftsjahr 2014 ein Darlehen in Höhe von 15,0 Mio. €. Auf der Aktivseite der Bilanz spiegeln sich diese Geschäftsvorfälle in der Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände um 48,0 Mio. € auf 16,2 Mio. € und dem Anstieg der Wertpapierbestände auf 42,1 Mio. € wider.

1 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

2 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Die Bilanzsumme der EUWAX AG lag zum 31.12.2014 mit 101,5 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (+1 %). Die Forderungen an Kreditinstitute der EUWAX AG erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Mio. € auf 42,4 Mio. €, was hauptsächlich auf fällige Wertpapiere zurückzuführen ist.

Der aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen resultierende Handelsbestand betrug zum 31.12.2014 insgesamt 0,5 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €). Aus der kurzfristigen Haltedauer der Positionen ergibt sich für den Handelsbestand eine hohe Depotumschlagshäufigkeit.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2014 im Wesentlichen die noch ausstehende Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2014 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH in Höhe von 7,4 Mio. €.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotierte nach der im Berichtsjahr vorgenommenen Zuführung zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß bei 8,8 Mio. €.

Die Passivseite der Bilanz wurde weiterhin mit einem Anteil von 82 % (Vj. 83 %) vom Eigenkapital dominiert, das unverändert zum Vorjahr 82,9 Mio. € betrug.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte Rückführung, des an die Boerse Stuttgart Holding GmbH zur konzerneinheitlichen Anlage von Liquiditätsreserven gewährten Darlehens von 62,8 Mio. € geprägt. Die Rückführung erfolgte um die konzerninternen Strukturen zu vereinfachen. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität auf den Tagesgeldkonten.

Der erstmals im Geschäftsjahr 2014 für die Kapitalflussrechnung angewandte DRS 21 definiert den Finanzmittelfonds sowie dessen Zusammensetzung aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Im Zuge der notwendigen Anpassungen im Rahmen der Erstanwendung wurden auch die Vorjahreszahlen für eine bessere Vergleichbarkeit angepasst.

Der Finanzmittelfonds3 erhöhte sich im Geschäftsjahr von 29,1 Mio. € auf 51,5 Mio. €. Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2014 um 22,4 Mio. € wird nachfolgend erläutert.

Im Geschäftsjahr 2014 verringerte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 1,3 Mio. € nach 14,2 Mio. € im Vorjahr. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält das Jahresergebnis in Höhe von 7,4 Mio. € (Vj. 8,4 Mio. €), das im Wesentlichen um die Zunahme der Forderungen an Kreditinstitute (-1,9 Mio. €; Vj. Abnahme 4,5 Mio. €) und die Zunahme der Wertpapierbestände (-4,9 Mio. €; Vj. Abnahme 0,6 Mio. €) bereinigt wurde.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt -20,0 Mio. € (Vj. -90 T€) und resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Finanzmittelanlagen in Höhe von 20,0 Mio. €. Aufgrund der Rückübertragung der Liquiditätsreserven lag das Investitionsvolumen des abgelaufenen Geschäftsjahres über der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgte aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

3 Finanzmittelfonds: Zahlungsmittel (täglich fällige Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere die zur Refinanzierung bei der Bundesbank zugelassen sind).

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 auf 41,1 Mio. € (Vj. -10,6 Mio. €). Ursächlich hierfür sind die im Geschäftsjahr erfolgten Rückführungen der an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährten Darlehen. Außerdem ist die vollzogene Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2013 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH in Höhe von 8,4 Mio. € (Vj. 12,1 Mio. €) enthalten.

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2014 in Höhe von insgesamt 51,5 Mio. € unterstreicht die hohe und äußerst solide Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die im Berichtszeitraum zu jederzeit gegeben war. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten.

Der EUWAX AG wurde von einem Kreditinstitut zur Finanzierung von Wertpapiergeschäften eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis auf weiteres, längstens aber befristet bis zum 31.05.2015 eingeräumt. Die Laufzeit verlängert sich zum 31.05. jeweils um ein weiteres Jahr, falls die Rahmenkreditlinie nicht - ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist - von der Gegenpartei gekündigt wird. Bis zum 31.12.2014 wurde die eingeräumte Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Die Kapitalstruktur der EUWAX AG wird weiterhin vom Eigenkapital in Höhe von insgesamt 82,9 Mio. € dominiert. Dies zeigt sich im geringen Verschuldungsgrad4 von 11 % (Vj. 11 %) und spiegelt nach wie vor die Unabhängigkeit von fremden Geldgebern wider. In den Verbindlichkeiten der EUWAX AG zum 31.12.2014 schlug sich insbesondere die noch ausstehende Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2014 nieder. Die Gewinnabführung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat, die im April 2015 geplant ist.

Die Dominanz der liquiden Mittel wird unter anderem in der Cashquote5 der Gesellschaft ersichtlich, die zum Jahresende 51 % (Vj. 29 %) betrug. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden durch die liquiden Mittel hinreichend gedeckt, was sich in der Kennzahl Liquidität 1. Grades6 zeigt, die sich zum 31.12.2014 auf 529 % (Vj. 287 %) verbesserte. Der solide Finanzmittelbestand sowie die Entwicklung der Kennzahlen signalisieren, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft weiterhin als sicher einzustufen ist.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, ihrem Ideenreichtum und ihrem Engagement für die Ziele der Gesellschaft leisten insbesondere die Mitarbeiter den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg der EUWAX AG. Die ausgewogenen Fachkompetenzen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie deren Potenziale werden laufend gefordert und gefördert.

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 63 Beschäftigte bei der EUWAX AG tätig (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB). Damit hat sich die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert (-3 Arbeitnehmer). Individuelle Leistungen werden durch moderne Vergütungsmodelle honoriert. Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 18 %.

Resümee Geschäftslage 2014

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2014 zeigte sich insgesamt verhalten, was auf die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von den allgemeinen Bewegungen der Aktienmärkte und den damit verbundenen Handelsaktivitäten der Anleger zurückzuführen ist. Durch volatile Marktphasen erhöhten sich die Transaktionstätigkeit und der Marktanteil vor allem von gehebelten Produkten. Dagegen wirkten sich eine zunehmende Preissensibilität der Kunden in einem gleichzeitig anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sowie die nur langsame Rückkehr der privaten Anleger zum Wertpapiergeschäft eher dämpfend auf die Geschäftstätigkeit aus. Zusätzlich belastete die Anpassung der QLP-Vergütung, die auf den von der Boerse Stuttgart AG bezogenen Leistungen beruht, die Geschäftsentwicklung der EUWAX AG.

4 Verschuldungsgrad: Fremdkapital in % zum Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken).

5 Cashquote: Finanzmittelfond in % zur Bilanzsumme.

6 Liquidität 1. Grades: Finanzmittelfond in % zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG stellt den privaten Anleger in den Mittelpunkt ihres Handelns. Privatanleger sollen alle für sie sinnvollen Finanzprodukte handeln können und dabei Bedingungen vorfinden, die sonst institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Die Umsetzung dieses Anspruchs zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr darin, dass die Börse Stuttgart über alle Assetklassen hinweg der führende Parketthandelsplatz in Deutschland war.

Hervorzuheben ist dabei das Handelssegment Euwax auf dessen 15-jährige Erfolgsgeschichte im Juli 2014 zurückgeblickt werden konnte. Seit seiner Gründung 1999 ist das Handelssegment Euwax zur größten börslichen Plattform für verbriefte Derivate in Europa avanciert und hat maßgeblich zur positiven Entwicklung des Stuttgarter Handelsplatzes beigetragen. Dabei haben die klaren, verlässlichen Regeln und die hohe Preisqualität des Euwax-Segments auch Standards für den Gesamtmarkt gesetzt.

Mit ihrer Transparenz, ihrer Handelsqualität und ihrem leistungsfähigen hybriden Marktmodell ist die Börse Stuttgart in der Lage, ihren Weg erfolgreich weiterzuverfolgen. Auch künftig werden sich Privatanlegern in Stuttgart hervorragende Möglichkeiten für den Wertpapierhandel in allen Anlageklassen bieten. Angesichts dessen schätzt die Geschäftsleitung der EUWAX AG die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als zufriedenstellend ein.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 ist Herr Dr. Christoph Boschan zum Vorstandsmitglied der EUWAX AG berufen worden.

Risikobericht

Der nachfolgende Risikobericht beschreibt das Risikomanagementsystem der EUWAX AG sowie die aktuellen Risikoschwerpunkte. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Chancen, die sich im Wesentlichen aus positiven Marktentwicklungen bzw. aus für das Börsenwesen positiven regulatorischen Entwicklungen ergeben, nicht in das Risikomanagementsystem einbezogen.

Das Risikomanagementsystem

Die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Mit der operativen Umsetzung zur Einrichtung und dem Betrieb ist das Risikocontrolling beauftragt, welches an die Boerse Stuttgart Holding GmbH ausgelagert ist. Das Risikomanagementsystem ist als Summe aller betrieblichen Regelungen, Prozesse und Methoden zu verstehen, die der Unternehmung eine effektive und effiziente Steuerung ihrer Risiken erlaubt. Die übergeordnete Zielsetzung an das Risikomanagement der Börse Stuttgart ist die langfristige Sicherstellung der Überlebens- und Leistungsfähigkeit der Unternehmung. Das Risikomanagementsystem wird durch die Interne Revision regelmäßig geprüft.

Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems werden nachfolgend beschrieben:

Risikostrategie und -planung

Der Vorstand erarbeitet jährlich eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete und eng mit der Finanzplanung verzahnte Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierbei plant die Geschäftsleitung auf Basis der grundsätzlichen Risikoeinstellung der Börse Stuttgart die zukünftige Risikolage, legt den Risikoappetit auf der Basis der erwarteten Risikotragfähigkeit fest und leitet daraus Zielvorgaben für die Geschäftsbereiche ab. Alle Planungsprozesse sind gruppenweit harmonisiert und abgestimmt.

Risikomanagementprozesse

Es existieren standardisierte Methoden und Verfahren für alle Risikoarten, die es den Geschäftsbereichen erlauben, Risiken zu erkennen und nach einheitlichen Standards zu bewerten. Risikomanager sind für die Risikosteuerung der ihnen zugewiesenen Risiken verantwortlich. Diese werden basierend auf der durch die Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie durch geeignete Maßnahmen reduziert, bis ein unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten angestrebtes Optimum erreicht ist. Das Risikocontrolling hat neben der Methodenhoheit die Aufgabe, den Risikomanagementprozess zu begleiten und zu beurteilen, sowie die Umsetzung beschlossener Maßnahmen nachzuhalten.

Governance

Unabhängig von der Behandlung spezifischer Risiken bestehen Governance-Elemente, die allgemein dazu beitragen, die von der Geschäftsleitung gewünschte Steuerung und Überwachung sicherzustellen. So existieren klare Verantwortlichkeitsregelungen für jedes einzelne Risiko. Es existiert eine Funktionstrennung zwischen Risikosteuerung und -überwachung. Ein Risikohandbuch legt die im Risikomanagement zur Anwendung kommenden Prozesse und Methoden unter Einhaltung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und branchenüblicher Standards verbindlich fest. Die im Unternehmen existierenden Prozesse werden risikoorientiert so ausgestaltet, dass unnötige Risiken vermieden werden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Bei der Gesellschaft sind nachfolgend beschriebene Strukturen und Prozesse implementiert. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell oder funktionell voneinander getrennt sind. Kontrollhandlungen wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip kommen zum Einsatz. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z. B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Die Interne Revision überwacht die Einhaltung dieser Regelungen.

Reporting

Das Risikocontrolling berichtet an den Vorstand und die Risikomanager regelmäßig über die aggregierte Risikosituation. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand, sofern dies geboten erscheint.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Geschäftszweck der EUWAX AG bedingt die Verwendung von Finanzinstrumenten im Sinne des DRS 20.11. Aus diesen resultieren vollumfänglich die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG von 0,70 Mio. € bzw. 1,77 Mio. €. Die Einzelheiten werden im nachfolgenden Risikobericht bei diesen beiden Risikoarten beschrieben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Darstellung von Art und Umfang, der Notwendigkeit des Eingehens von Risiken und der Risikosteuerung.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die Methoden der Quantifizierung von Risiken, die dabei eingesetzten Anwendungen und die Prozessabläufe wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die oben beschriebenen Grundsätze des Risikomanagementsystems wurden in diesem Rahmen ebenfalls unverändert beibehalten.

Mit Wirkung zum 23.05.2014 wurde der EUWAX AG die Funktion der Anlage freier Mittel von der Boerse Stuttgart Holding GmbH zurückübertragen. Die entsprechenden Darlehensverträge wurden durch Übertragung von Werten und Spitzenzahlungen erledigt. Hieraus ergab sich ein moderater Anstieg der Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG.

Die Risikoarten

Nachfolgend werden die relevanten Risikoarten erläutert. In Abbildung 2 ist eine Übersicht der auf die jeweiligen Risikoarten entfallenden Value-at-Risk dargestellt, die sich aufgrund einer einheitlichen Bewertungsmethodik ergeben. Die Betrachtung der Risikosituation erfolgt dabei immer auf Basis des verbleibenden Risikos nach bestehenden Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung).

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter verstanden. Dies beinhaltet Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken, Aktienkursrisiken, Rohstoffrisiken, Optionsrisiken sowie Marktliquiditätsrisiken. Die Marktpreisrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Marktpreisrisiken entstehen bei der EUWAX AG aus der Anlage von Eigenmitteln und der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen für Kunden.

Die Haltedauer der Risikopositionen im Dienstleistungsbereich ist in aller Regel sehr kurzfristiger Natur und bewegt sich oftmals im Bereich weniger Minuten. Dadurch ergibt sich eine hohe Depotumschlagshäufigkeit, verbunden mit einer sich ständig ändernden Risikostruktur. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird über einen längeren Zeitraum - zum Beispiel über Nacht- gehalten. Aufgrund der beschriebenen Risikolage ist eine laufende portfoliogerechte Quantifizierung dieser Marktpreisrisiken über einen herkömmlichen Value-at-Risk-Ansatz nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft setzt deshalb für die Überwachung der Risiken aus der laufenden Handelstätigkeit so genannte Risikolimite ein. Dies sind pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Diese pragmatische Berechnungsmethodik erlaubt eine Risikosteuerung und -überwachung nahezu in Echtzeit. Hedging-Strategien kommen im Rahmen der Risikosteuerung nicht zum Einsatz.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch die tägliche portfoliogerechte Ex-Post-Bewertung des Wertpapierbestandes zum Ende des Handelstages in Form eines durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten, indexgestützten Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 10 Handelstagen. Dieser Ansatz wird für die strategische Risikosteuerung im Dienstleistungsbereich sowie zur Ermittlung der Marktpreisrisiken aus dem Wertpapierportfolio herangezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Marktpreisrisiken der EUWAX AG aufgrund der Übernahme der Wertpapierbestände in absolut geringem Umfang erhöht. Sie ergeben sich überwiegend aus Zinsänderungsrisiken, diese entsprechen 89 % des Gesamtrisikos.

Im Rahmen des Managements von Marktpreisrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios über alle Einzelgesellschaften hinweg in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gattungen, Länder, Laufzeiten und Währungen. Gleichfalls werden die betroffenen Wertpapierportfolien auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Die Adressenausfallrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Diese ergeben sich im Wesentlichen als Emittentenrisiken aus Geldanlagen und in geringerem Umfang aus Wertpapieren des Handelsbestandes, als Kontrahentenrisiken aus offenen Kontrahentenpositionen sowie als sonstige Ausfallrisiken (Kreditrisiken) aus Kontokorrentbeziehungen und gruppeninternen Ausleihungen. Diese Risiken werden täglich über einen durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten Value-at-Risk auf der Basis ratingbasierter Ausfallraten (Probability of Default, PD) und ebenfalls ratingbasierter Ausfallquoten (Loss given Default, LGD) quantifiziert. Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99 %.

Dieser Ansatz kommt zur strategischen Steuerung des Adressenausfallrisikos zum Einsatz. Die operative Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Kreditlinien, die einer laufenden elektronischen Überwachung unterliegen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Adressenausfallrisiken der EUWAX AG aufgrund der Anlage von Liquiditätsreserven wie in Abbildung 2 ersichtlich ebenfalls erhöht.

Im Rahmen des Managements von Adressenausfallrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gegenparteien, Länder, Ratingklassen und Branchen. Auch hier werden weiterhin die betroffenen Positionen auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Staatsanleihen der Staaten Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien (GIIPS-Staaten) werden nur in geringem Umfang im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit gehalten. Zum 31.12.2014 Lag kein Bestand vor (Vorjahr Kurswert 0,11 Mio. €). Die sich hieraus ergebenden Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sind weiterhin geringfügig.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können für die EUWAX AG in zweifacher Hinsicht bestehen. Einerseits als dispositives Liquiditätsrisiko (gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen können nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt werden), andererseits als strukturelles Liquiditätsrisiko (zusätzliche Refinanzierungsmittel/ Kapital können nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden).

Die eigene Liquiditätslage der Gesellschaft ist konstant gut. Es bestehen laufend hohe Barmittelbestände und eine mehrfache Überschreitung der aufsichtsrechtlichen Kennziffern. Veränderungen werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass beide Erscheinungsformen für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Dennoch erfolgt fortlaufend eine Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens im Hinblick auf die Ausprägung aufsichtsrechtlicher Kennziffern und wesentlicher Kennzahlen wie Finanzmittelbestand und Risk Adjusted Net Cash, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben.

Operationelle und strategische Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt die Gruppe auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Diese Risiken nehmen bei der Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Als Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Holding GmbH mit starker Konzernbindung aufgrund gleichartiger Strategien und Geschäftsmodelle und auch einer Vielzahl von Auslagerungsverhältnissen strahlen Risiken von Konzern und Schwestergesellschaften oftmals auf die EUWAX AG aus. Insofern kann die Betroffenheit durch die im Folgenden genannten Risiken auch mittelbar bestehen.

Risiken, die sich aus der Allokation von Chancen und Risiken innerhalb der Gruppe ergeben, werden im Risikomanagement der EUWAX AG nicht betrachtet, da eine Gefährdung der Gruppe als Ganzes und der Interessen Dritter im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen mit der Boer-se Stuttgart Holding GmbH nicht erkennbar ist.

Zur Quantifizierung der operationellen und strategischen Risiken verwendet die EUWAX AG ebenfalls ein auf eine Monte-Carlo-Simulation gestütztes Value-at-Risk-Konzept über den Zeitraum der laufenden Mittelfristplanung hinweg. Das Konfidenzniveau liegt hier ebenfalls bei 99 %. Die Grundlage hierfür bilden regelmäßige Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen Schadenshöhen und Schadensverläufe.

Die operationellen und strategischen Risiken sind durch Zuweisung entsprechender Risikotoleranzen durch die Geschäftsleitung begrenzt und werden durch die vierteljährliche Risikoberichterstattung überwacht. Im Jahresverlauf 2014 haben sich die operationellen und strategischen Risiken der EUWAX AG auf 10,82 Mio. € (im Vorjahr 13,92 Mio. €) wiederum leicht abgebaut.

Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf dem Bereich Kunden/Markt/Wettbewerb einschließlich der möglichen Ausgestaltung der Regulierungsinitiativen "Finanztransaktionssteuer" und "MiFID II". Insbesondere letztere würden aufgrund der Auswirkungen auf die Märkte und erhöhte Anforderungen an Systemkapazitäten, zeitliche Synchronisierung und Transparenz das Unternehmen mit entsprechenden Kostensteigerungen bzw. Umsatz- und Ertragsrückgängen treffen, die unter Umständen auch durch entsprechende unternehmerische Gegenmaßnahmen nicht zu kompensieren sind.

Weitere wesentliche potentielle Risiken ergeben sich aus dem Bereich Informationstechnologie und externen Ereignissen, die aber über zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen sowie im Rahmen eines laufenden Business Continuity Management (BCM) kontinuierlich bearbeitet werden.

Beeinträchtigungen der IT-Systeme, z.B. durch Hardware- oder Systemausfälle, können aus Sicht der EUWAX AG zu unmittelbaren Schäden führen. Weiterhin können sich bei Lieferanten und Betreibern von IT-Systemen Veränderungen ergeben, die umfangreiche Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen. Gleichzeitig ist der Produktlebenszyklus aller eingesetzten Systeme laufend zu überwachen, um einen effizienten und sicheren Betrieb sicherzustellen und entsprechende Pflegemaßnahmen einzuleiten. Die wesentlichen IT-Systeme der EUWAX AG werden von der Boerse Stuttgart AG gestellt.

Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden die Probleme umgehend analysiert, behoben und die Sicherheit nachhaltig verbessert. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen stellen den fortwährenden IT-Betrieb sicher.

Prognosegüte (Backtesting)

Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value-at-Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das Risikocontrolling überprüft für alle quantifizierten Risikoarten im Nachgang die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Speziell für die Marktpreisrisiken ist ein regelmäßiges Prüfverfahren (Backtestingverfahren) implementiert. Es überprüft die Bewertungsannahmen der entsprechenden Modelle anhand der tatsächlichen Marktentwicklung und zeigt Anpassungsbedarf auf, der dann kurzfristig in den Modellen vollzogen wird.

Für alle Risikoarten gilt, dass aufgrund der sehr vorsichtigen Messverfahren und dank einer guten Risikosteuerung bislang noch nie Verluste zu verzeichnen waren, die über dem zuvor ermittelten Value-at-Risk lagen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Gesamtrisikowert war leicht rückläufig und lag zum 31.12.2014 bei 13,29 Mio. €. Zum 31.12.2013 betrug die Summe aller Risikowerte 14,67 Mio. €. Das zur Abdeckung der Risiken vorhandene Risikodeckungspotential ist aufgrund der weiterhin vorsichtigen Prognose der Geschäftsergebnisse ebenfalls leicht zurückgegangen (31,27 Mio. €; Vj. 32,37 Mio. €). Die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG war im Berichtszeitraum fortwährend gegeben.

Abbildung 2: Risikosituation der EUWAX Aktiengesellschaft zum 31.12.2014 und 31.12.2013

Die seit dem 01.01.2014 durch die CRR-Richtlinie neu gefassten aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen werden weiterhin deutlich übertroffen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel von 75,03 Mio. € übertreffen mit einer Quote von 101,35% das geforderte Minimum von 8,00% der aufsichtsrechtlichen Gesamtrisikobeträge um ein Vielfaches.

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die Entwicklung der EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung als Teil des Börsenplatzes Stuttgart für das Jahr 2015. Diese zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein und die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können deshalb wesentlich von den derzeitig erwarteten abweichen.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Die Ende Januar 2015 in Griechenland stattgefundenen Wahlen haben zu Beginn des Jahres für einige Turbulenzen an den Kapitalmärkten gesorgt. Auch die noch immer bestehenden geopolitischen Krisenherde wie beispielsweise die Ukraine oder der Nahe Osten haben das Potential, zumindest kurzfristig, für einige Unsicherheit bei den Anlegern zu sorgen. Gleiches gilt für die Entscheidungen der Notenbanken bezüglich eventueller Änderungen des Leitzinses oder des Ankaufs von Staatsanleihen.

Zusätzliche Risiken könnten sich aus den unsicheren Aussichten für die deutsche Wirtschaft ergeben. Dies gilt insbesondere für stark exportabhängige Unternehmenszweige, trotz günstiger Rohstoffpreise und eines schwachen Euros.

Von großer Bedeutung sind noch immer regulatorische Veränderungen, die sich aus der Umsetzung der MiFID II und der möglichen Einführung einer Finanztransaktionssteuer ergeben. Während der Status der letzteren Regulierung noch recht unklar ist, ist der erste Schritt bei der MiFID II abgeschlossen. Bis zum Inkrafttreten Anfang 2017 besteht jedoch noch Klärungsbedarf. Je nach genauer Ausgestaltung können sich aus beiden Vorhaben negative Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit der gesamten Branche und damit auch der Börse Stuttgart ergeben und daraus resultierend zusätzliche Aufwendungen entstehen.

Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Nach einem durchaus erfolgreichen Handelsjahr 2014 blickt die Geschäftsleitung der EUWAX AG mit verhaltener Zuversicht in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2015 prognostizieren wir für die EUWAX AG eine Geschäftsentwicklung, die sich am Geschäftsjahr 2014 orientieren wird.

Die Geschäftslage der EUWAX AG wird auch zukünftig stark von der Schwankungsbreite der Aktienmärkte und daraus resultierend insbesondere von der Anzahl und vom Volumen ausgeführter Kundenorders geprägt sein. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung wird sich der DAX im Jahr 2015 größtenteils in einer Schwankungsbreite zwischen 8.000 und 10.000 Punkten bewegen. Die Transaktionstätigkeiten im Jahr 2015 werden für den Börsenplatz Stuttgart insgesamt auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014 erwartet. Das Umfeld niedriger Zinsen sowie fehlende Anlagealternativen werden insbesondere beim Aktien- und Fondshandel vermutlich zu einer moderaten Belebung der Handelsaktivitäten der privaten Anleger führen. An den Anleihenmärkten lassen sowohl die Entwicklung der Inflationsdaten, das weiterhin niedrige Zinsumfeld als auch die Tendenz zu großer Stückelung keinen großen Aufwärtstrend erkennen. Die Handelsaktivitäten bei verbrieften Derivaten werden auf Niveau des Geschäftsjahres 2014 erwartet, wobei insbesondere für Anlageprodukte ein schwieriges Marktumfeld prognostiziert wird. Aufgrund der differenzierten Entwicklung der Handelstätigkeiten in den einzelnen Assetklassen wird für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt keine wesentliche Veränderung des Provisionsergebnisses erwartet.

Das Nettoergebnis des Handelsbestandes als weitere bedeutende Ertragsquelle der EUWAX AG, ist neben der Transaktionstätigkeit auch von der Volatilität der Märkte abhängig. Für das Geschäftsjahr 2015 werden keine exogenen Schocks und infolgedessen Märkte mit einer mäßigen Schwankungsintensität erwartet. Der VDAX-New wird von uns größtenteils in einer Spanne zwischen 15 und 20 Punkten prognostiziert. Für 2015 wird dennoch eine leichte Steigerung des Nettoergebnisses des Handelsbestandes erwartet, da die gesetzliche Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340e HGB in 2015 abgeschlossen sein wird.

Da die EUWAX AG bereits eine solide Kostenbasis erreicht hat, wird für das Geschäftsjahr 2015 keine bedeutende Veränderung der Gesamtaufwendungen erwartet.

Zur internen Steuerung der Ertragskraft wird auf das Ergebnis vor Steuern bzw. das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sowie die Cost-Income-Ratio abgestellt. Aufgrund des prognostizierten höheren Ertragsniveaus bei konstantem Aufwandsniveau in 2015 werden sich die Cost-Income-Ratio7 sowie die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)8 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 leicht verbessern.

Aufgrund der Rückübertragung der Liquiditätsreserven von der Boerse Stuttgart Holding GmbH wird die Investitionstätigkeit der EUWAX AG im Geschäftsjahr 2015 maßgeblich von Investitionen in Finanzanlagen dominiert sein, allerdings in einem deutlich geringeren Umfang als in 2014. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgt auch zukünftig aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

7 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

8 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich bis zum gesetzlichen Mindestbetrag von 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes erhöht.

Die vorgehaltene Liquidität ermöglicht der EUWAX AG auch weiterhin die Erbringung ihrer Zahlungsverpflichtungen, die Erfüllung ihrer Aufgaben als QLP sowie die Einhaltung regulatorischer Liquiditätsanforderungen.

Wesentliche Chancen für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Zusätzlich zu den Einschätzungen, die in diesem Prognosebericht beschrieben werden, gibt es weitere Chancen, die die Ergebnisperspektiven im Jahr 2015 in positiver Hinsicht beeinflussen könnten.

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank für den Ankauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, verbunden mit einem weiter wachsenden Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte und der Etablierung einer neuen Anlagekultur kann die Transaktionstätigkeit erhöhen und könnte die Entwicklung der Erträge positiv beeinflussen.

Ein exogener, unerwarteter Schock korreliert regelmäßig mit hohen Kursbewegungen der Aktienmärkte und bedingt zudem ein erhöhtes Handelsaufkommen. Die anhaltenden geopolitischen Krisenherde, Schwankungen an den Rohstoffmärkten sowie Verwerfungen bei Währungsrelationen sind auch weiterhin dazu geeignet, Marktkorrekturen auszulösen und durch die damit einhergehende erhöhte Volatilität das Handelsaufkommen zu erhöhen.

Aus solchen Szenarien, die die spürbare Belebung der Handelsaktivitäten voraussetzen, würden sich Perspektiven für eine erheblich günstigere Geschäftsentwicklung der EUWAX AG im Jahr 2015 eröffnen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Um die Marktposition der EUWAX AG zu sichern und weiter ausbauen zu können, muss die EUWAX AG ihrer Zielgruppe, den privaten Investoren, weiterhin schnelle, effiziente und verlässliche Dienstleistungen anbieten, für die eine leistungsfähige IT die Grundlage darstellt. Dauerhaft kann die Wettbewerbsfähigkeit nur durch die stetige Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur gewährleistet werden. Die auf Basis dieser Erkenntnis in 2013 begonnene Entwicklung und Einführung eines neuen Börsenhandelssystems wird im 3. Quartal 2015 abgeschlossen werden. Der Start des neuen Handelssystems ermöglicht langfristig einen sicheren Börsenbetrieb und gibt uns mehr Raum für exklusive Innovationen, die Privatanlegern national wie international zugutekommen werden.

Das erfolgreich etablierte hybride Marktmodell, das eine leistungsfähige Informationstechnologie mit einer individuellen Betreuung verknüpft, garantiert dem Kunden weiterhin Servicequalität, Sicherheit und Kosteneffizienz bei der Orderausübung.

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG wird ihr Augenmerk auch zukünftig auf die weitere Entwicklung bezüglich der Einführung und Ausgestaltung einer Finanztransaktionssteuer und anderer regulatorischer Überlegungen richten, welche die Geschäftsentwicklung der EUWAX AG zukünftig belasten könnten.

Ungeachtet der Herausforderungen des Jahres 2015 ist die EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung solide aufgestellt, um ihre Ziele weiter erfolgreich verfolgen zu können.

Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital sind im Anhang der EUWAX AG angegeben.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen

Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht.

Stimmrechtskontrolle bei Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital

Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären.

Ernennung und Abberufung des Vorstands

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit den §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 4 Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur diese Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2014 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €.

Die Ermächtigung, das Grundkapital einmalig oder mehrmals zu erhöhen, wurde in der Hauptversammlung vom 01.07.2014 aufgehoben. Die Löschung im Handelsregister erfolgte am 08.07.2014.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2014 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich des Aktienrückkaufs

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 02.07.2010 zum Erwerb eigener Aktien sowie deren späteren Verwendung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 AktG ermächtigt. Dabei wird die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis 10 % des Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 01.07.2015.

Sonderregelung für den Fall des Wechsels der Unternehmenskontrolle

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmer bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vorstandsbezüge

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle zum 31.12.2014 im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX AG. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 entbunden.

Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 117 T€ (Vj. 110 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 73 T€) auf die Grundvergütung und 42 T€ (Vj. 37 T€) auf die Sitzungsgelder. Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" (link: http://www.euwax-ag.de/investor+relations/corporate+governance /corporate+governance.html) zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht der EUWAX AG ist die Erklärung im Berichtsteil "Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance Bericht" abgedruckt.

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart zum 31.12.2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Stuttgart, 3. März 2015

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Dr. Christoph Boschan

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

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31.12.2014

31.12.2013

T€
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 22.422.575,57 35.290
b) andere Forderungen 20.000.727,38 -
42.423.302,95 35.290
2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
-) Anleihen und Schuldverschreibungen
a) von öffentlichen Emittenten 14.570.410,10 -
darunter: beieihbar beider Deutschen Bundesbank € 14.570.410,10 (Vj. T€ 0)
b) von anderen Emittenten 22.622.418,58 -
darunter: beieihbar bei der Deutschen Bundesbank € 22.622.418,58 (Vj. T€ 0)
37.192.828,68 -
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.946.483,50 -
3a. Handelsbestand 460.591,74 485
4. Sachanlagen 233.987,00 245
5. Sonstige Vermögensgegenstände 16.201.500,07 64.184
6. Rechnungsabgrenzungsposten 7.258,90 8
Summe Aktiva 101.465.952,84 100.212
Passiva
31.12.2014

31.12.2013

T€
1. Sonstige Verbindlichkeiten 8.800.366,26 9.165
2. Rechnungsabgrenzungsposten 6,19 0
3. Rückstellungen
-) andere Rückstellungen 978.241,58 1.017
4. Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.806.655,22 7.149
davon Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB € 7.966.655,22 (Vj. T€ 6.309)
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150
b) Kapitalrücklage 21.067.750,00 21.068
c) Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
-/ andere Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
d) Bilanzgewinn 0,00 -
82.880.683,59 82.881
Summe Passiva 101.465.952,84 100.212

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014

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01.01. - 31.12.2014

01.01. - 31.12.2013

T€
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 197.649,80 605
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 517.832,92 -
715.482,72 605
2. Zinsaufwendungen 26.040,91 26
689.441,81 579
3. Laufende Erträge aus
-) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 46.483,00 -
4. Provisionserträge 8.538.748,80 10.259
5. Provisionsaufwendungen 21.538,67 11
8.517.210,13 10.248
6a. Ertrag des Handelsbestands 49.690.697,25 43.503
6b. Aufwand des Handelsbestands 34.773.224,13 30.042
davon Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 1.657.497,01 (Vj. T€ 1.4961)
14.917.473,12 13.462
7. Sonstige betriebliche Erträge 468.701,85 835
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.868.919,22 5.773
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 797.802,27 796
darunter für Altersversorgung € 57637,97(Vj. T€ 56) 6.666.721,49 6.569
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.077.284,07 5.791
12.744.005,56 12.360
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 56.614,98 55
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.367,17 3
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 152.839,50 -
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 9.300,00
143.539,50 -
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 227.305,00 -
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.466.477,70 12.706
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.024.998,03 4.345
davon Steuerumlage € 3.527.104,50 (Vj. T€ 3847)
16. Sonstige Steuern 10.893,79 6
4.035.891,82 4.351
17. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.430.585,88 8.354
18. Jahresüberschuss 0,00 -
19. Bilanzgewinn 0,00 -

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeines

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart (nachfolgend EUWAX AG), ist eine amtlich notierte Aktiengesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a KWG ist die Gesellschaft entsprechend § 340a Abs. 1 HGB zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den für große Kapitalgesellschaften gelten Vorschriften verpflichtet.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gem. § 265 Abs. 8 HGB grundsätzlich nicht angegeben.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Wertpapiere, die im Anschaffungszeitpunkt eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen und die mit der Absicht erworben wurden, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, werden gemäß § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet und gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert, da diese Wertpapiere grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen.

Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr im Zugangszeitpunkt und Wertpapiere ohne feste Restlaufzeit werden gem. § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Diese Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Bedarfsfall.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer des Anlagevermögens
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 Jahre
Sachanlagen 3-13 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 150,00 € ("geringwertige Wirtschaftsgüter") werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der "Poolbewertung" über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden zum Barwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Posten im Jahresabschluss erfolgt gemäß §§ 256a bzw. 340h HGB.

B. Erläuterungen zur Bilanz

3. Forderungen an Kreditinstitute

Für die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 42.423 T€ (Vj. 35.290 T€) ergibt sich die folgende Fristengliederung:

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T€ bis 3 Monate mehr als drei Monate bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Täglich fällig 22.423 35.290 - - - -
Andere Forderungen 1 - 10.000 - 10.000 -
Forderungen an Kreditinstitute 22.423 35.290 10.000 - 10.000 -

4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

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T€ Buchwert Marktwert Stille Reserven / Lasten
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen - Anleihen
davon börsenfähig/börsennotiert 33.077 T€ (Vj. 0 T€) 33.077 - 33.078 - 1 -
Liquiditätsreserve - Anleihen
davon börsenfähig/börsennotiert 4.116 T€ (Vj. 0 Tel) 4.116 - 4.116 - - -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 37.193 - 37.193 - 1 -

Zum Bilanzstichtag beinhaltet diese Position Anleihen von Kreditinstituten und Unternehmen sowie zwei Landesschatzanweisungen. Der Marktwert dieser Wertpapiere inklusive Stückzinsforderungen beträgt zum 31.12.2014 insgesamt 37.193 T€ (Vj. 0 T€). Darin enthalten sind Kurswertreserven in Höhe von 1 T€ (Vj. 0 T€). Stille Lasten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 284 T€ (Vj. 0 T€) vorgenommen. Hiervon entfallen 227 T€ (Vj. 0 T€) auf Wertpapiere des Anlagevermögens und 57 T€ auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Zuschreibungen erfolgten nicht (Vj. 0 T€).

Im Buchwert sind Anleihen von insgesamt 4.116 T€ mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr enthalten.

Zum 31.12.2014 bestehen Stückzinsforderungen in Höhe von 273 T€ (Vj. 0 T€).

Zum Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

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T€ Buchwert Marktwert Stille Reserven / Lasten
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Aktien / Fonds
davon börsenfähig/börsennotiert 0 T€ (Vj. 0 T€) 4.946 - 4.946 - - -
davon börsenfähig /nicht börsennotiert 0 T€ (Vj. 0 T€)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.946 - 4.946 - - -

Im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere ist zum Bilanzstichtag ein Geldmarktfonds mit einem Buchwert bzw. Marktwert von 4.946 T€ (Vj. 0 T€) enthalten. Stille Reserven bzw. stille Lasten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Abschreibungen in Höhe von 20 T€ (Vj. 0 T€) vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwerts. Zuschreibungen erfolgten im Berichtszeitraum nicht.

Der ausgewiesene Geldmarktfonds ist Teil der Liquiditätsreserve und wird nach den für Umlaufvermögen geltenden Bilanzierungsvorschriften bewertet. Er ist nicht börsenfähig.

Zum Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

6. Handelsbestand (Handelsaktiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelsaktiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Der Risikoabschlag wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode quantifiziert. Der Value-at-Risk aus Marktpreisrisiken wird mit einem angenommenen Konfidenzniveau von 99 % auf Sicht eines Tages errechnet. Die kurze Haltedauer spiegelt den sehr kurzfristig angelegten Risikomanagementprozess wider. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere sind mit seltenen Ausnahmen als sehr liquide einzustufen, sodass Positionen bei Bedarf sofort geschlossen werden können.

Zur Ermittlung des etwaigen Risikoabschlages werden die Bestände zu Gattungsgruppen zusammengefasst. Die Kurswerte je Gattungsgruppe werden mit einem Faktor multipliziert, um die mögliche negative Schwankungsbreite der einzelnen Wertpapierarten pauschal (auf Grundlage von Expertenschätzungen) zu ermitteln. Die pauschalierten negativen Schwankungsbreiten sind so bemessen, dass i.d.R. selbst außergewöhnlich hohe Over-Night-Verluste abgedeckt werden können.

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T€ Buchwert* Marktwert Risikoabschlag
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 16 64 16 64 0 -
Stückzinsforderungen 0 2 0 2 - -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 17 66 17 66 0 -
Optionsscheine 73 0 73 0 - -
Zertifikate 14 17 14 17 0 -
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestands 88 17 88 17 0 -
Aktien/Fonds 356 402 371 402 14 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 356 402 371 402 14 0
Gesamtbestand Handelsaktiva 461 485 475 486 15 0

* Buchwert= Marktwert abzgl. Risikoabschlag

6.1 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Der Nominalbetrag zum 31.12.2014 beträgt 14 T€ (Vj. 84 T€).

In diesem Posten ist eine Fremdwährungsanleihe, welche mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet wurde in Höhe von 5 T€ (31.12.2013: 0 T€) enthalten. Der Nominalbetrag beläuft sich auf 8.000 Australische Dollar (AUD).

Eine Bonitätsveränderung des Emittenten kann Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit zukünftiger Zahlungsströme und Verkaufserlöse des jeweiligen Wertpapiers beeinflussen.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0 T€ (Vj. 17 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

6.2 Derivative Finanzinstrumente (Handelsaktiva)

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um originäre Optionsscheine sowie um indexbezogene Partizipationszertifikate und Optionsscheine. Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können. Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Satz 1 Nr. 20 HGB aus nominal 870 Stück (Vj. 2.000 Stück) Optionsscheinen und nominal 3.656 Stück (Vj. 44.355 Stück) Zertifikaten zusammen.

Es wurden Abschreibungen in Höhe von 20 T€ (Vj. 0 T€) vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

6.3 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Unter diesem Bilanzposten werden Aktien und Fonds des Handelsbestandes ausgewiesen, die Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt sind. Die bestehenden Risiken können sich auf zukünftige Zahlungsströme sowie auf Verkaufserlöse der Papiere auswirken.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 5 T€ (Vj. 10 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 18 T€ (Vj. 0 T€).

7. Sachanlagen

Die Sachanlagen in Höhe von 234 T€ (Vj. 245 T€) beinhalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

8. Sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.697 63.749
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 0)
Steuererstattungsansprüche 281 413
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 183 (Vj. T€ 256)
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 223 22
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 0)
Sonstige Vermögensgegenstände 16.202 64.184

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen ein an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährtes Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen (15.006 T€; Vj. 62.971 T€) sowie Forderungen gegenüber der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, aus erbrachten QLP-Dienstleistungen (690 T€; Vj. 774 T€).

Das in den Steuererstattungsansprüchen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG wurde zum Barwert angesetzt.

9. Sonstige Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.532 8.634
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 7.532 (Vj. T€ 8.634)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.269 532
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 1.269 (Vj. T€ 532)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.800 9.165

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten hauptsächlich den noch abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2014 (7.431 T€; Vj. 8.354 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der Ertragssteuerumlage (100 T€; Vj. 279 T€) an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 1.179 T€ (Vj. 463 T€).

10. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 978 T€ (Vj. 1.017 T€) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von 210 T€ (Vj. 520 T€), die Abschluss- und Prüfungskosten (158 T€; Vj. 207 T€), die Aufsichtsratsvergütung (117 T€; Vj. 110 T€) sowie Vorsorgen für ausstehende Rechnung (113 T€; Vj. 81). Außerdem sind in dieser Position Rückstellungen für EDW-Beiträge in Höhe von 347 T€ (Vj. 68 T€) enthalten.

Die Restlaufzeiten der anderen Rückstellungen, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung (24 T€) und der Rückstellung für zukünftige Betriebsprüfungen (8 T€), sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB besteht eine Abzinsungspflicht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Höhe der Abzinsung im Geschäftsjahr 2014 beträgt 4 T€ (Vj. 12 T€)

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB sind zum Bilanzstichtag insgesamt 8.807 T€ (Vj. 7.149 T€) eingestellt.

Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von 1.657 T€ (Vj. 1.496 T€) betrifft in voller Höhe die gesetzliche Einstellung nach § 340e Abs. 4 HGB.

12. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel ausführlich dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31.12.2014 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Beteiligung am Kapital

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, ist zum 31.12.2014 mit 84,07 % direkt am Kapital der EUWAX Aktiengesellschaft beteiligt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen über 10% bestehen nicht.

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Die Ermächtigung, das Grundkapital einmalig oder mehrmals zu erhöhen, wurde in der Hauptversammlung vom 01.07.2014 aufgehoben. Bis dahin wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Löschung im Handelsregister erfolgte am 08.07.2014.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2014 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Gewinnrücklagen

Seit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, werden alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

13. Zinserträge

Die Zinserträge in Höhe von insgesamt 715 T€ (Vj. 605 T€) betreffen mit 198 T€ (Vj. 605 T€) Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften und resultieren hauptsächlich aus dem der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährten Darlehen. Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen betragen 518 T€ (Vj. 0 T€).

14. Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten zum Großteil die von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, an die EUWAX AG bezahlten QLP-Vergütungen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als Quality-Liquidity-Provider (QLP) einen prozentualen Anteil an dem von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, vereinnahmten Transaktionsentgelt.

15. Ertrag und Aufwand des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften, Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands, vereinnahmte Stückzinsen und Dividenden von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB.

16. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 469 T€ (Vj. 835 T€) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 289 T€ (Vj. 77 T€). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine Rückerstattung des BaFin Beitrags des Jahres 2013 in Höhe von 223 T€.

Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (50 T€) und Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von (4 T€) enthalten.

17. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, für die EUWAX AG erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich (2.695 T€; Vj. 2.671 T€) enthalten. Darüber hinaus beinhaltet der Posten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Handelstätigkeit in Höhe von 2.194 T€ (Vj. 2.376 T€).

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt.

Über eine Steuerumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft wird die EUWAX AG mit einem fiktiven Steueraufwand belastet. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 3.527 T€ (Vj. 3.847 T€).

Daneben ist im Steueraufwand die Körperschaftsteuer (472 T€; Vj. 472 T€) nebst Solidaritätszuschlag (26 T€; Vj. 26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, da kein außerordentliches Ergebnis ausgewiesen wird.

D. Sonstige Angaben

19. Arbeitnehmer und Organe

Arbeitnehmer

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2014 2013
Angestellte 63 66
davon Verwaltung 12 13
davon Handel 51 53
Praktikanten 11 10
Summe der Beschäftigten 74 76

Angaben gerundet und im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB betrug im Berichtsjahr 63 (Vj. 66).

Mitglieder des Vorstands

Die Herren Christoph Lammersdorf und Ralph Danielski sind zum 31.12.2014 bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, als Geschäftsführer und darüber hinaus als Vorstände der EUWAX AG bestellt.

Seit dem 01.01.2015 ist Herr Dr. Christoph Boschan ebenfalls Vorstandsmitglied der EUWAX AG.

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Mitglieder des Vorstands Zuständigkeitsbereiche / Weitere Mandate
Christoph Lammersdorf
Vorsitzender des Vorstands Diplom-Physiker Unternehmensführung Weitere Mandate: - Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH - Vorsitzender des Vorstands der Boerse Stuttgart AG - Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Chairman) - Kuratorium Stiftung Kreditwirtschaft - Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Rechnen - Kuratorium Fachhochschule Organisation und Management Stuttgart - Kuratorium Stiftung Katholische Kirche Stuttgart - Kuratorium der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart - Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e. V
Ralph Danielski
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands Bankkaufmann Märkte & Services Weitere Mandate: - Stell vertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH - Mitglied des Vorstands der Boerse Stuttgart AG (seit 01.01.2015) - Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Securities GmbH (bis 28.04.2014) - Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Member) - Mitglied des Börsenrates der Baden- Württembergischen Wertpapierbörse
Dr. Christoph Boschan (seit 01.01.2015)
Volljurist Weitere Mandate - Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Sutttgart Holding GmbH (seit 01.04.2014) - Mitglied des Vorstands der Boerse Stuttgart AG

Vorstandsvergütung

Die Vergütungen der Vorstände werden von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen. Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.2011 bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2015 entbunden.

Mitglieder des Aufsichtsrats / Prüfungsausschusses

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Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten, in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sowie in sonstigen fakultativen Gremien
Thomas Munz
Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Vereinigung Badenwürttembergische Wertpapierbörse e. V Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG
Dr. Michael Völter
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Holding AG, Ressort Finanzen Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Gebäude versicherung A G Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherung AG Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG S.V. Holding AG Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG FidesSecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler GmbH Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH
Dr. Christian Holzherr
Geschäftsführer Finanzen und Portfoliomanagement der Ferdinand Piech Holding GmbH Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG Frank plastic AG Herrenknecht AG
Thomas Kölbl
Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Ressort Finanzen und Rechnungwesen Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG AGRANA Bioethanol GmbH (bis 31.03.2014) AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH AGRANA J & F Holding GmbH AUSTRIA Juice GmbH AGRANA Stärke GmbH AGRANA Zucker GmbH BENEOGmbH CropEnergies AG Freiberger Holding GmbH Mönnich GmbH (bis 04.04.2014) PortionPack Europe Holding B.V. Raffinerie Tirlemontoise S.A. Saint Louis Sucre S.A. Südzucker Polska S.A. Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH
Ingo Mandt
Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Finanzen/ Controlling und Beteiligungen bis (30.11.2014) Dezernat Financial Markets/International Business (seit 01.12.2014) Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart Holding Boerse Stuttgart AG BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft LBBW Bank CZ a.s. (Vorsitzender) LBBW Immobilien Management GmbH LBBW Luxemburg S.A. (Vorsitzender; bis 05.05.2014) LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH (seit 06.03.2014) LHI Leasing GmbH S Rating und Risikosysteme GmbH (bis 31.03.2014)
Dr. Manfred Pumbo
Leiter Controlling /Risikomanagement Württembergische Versicherung AG Leiter Konzernkostencontrolling Wüstenrot & Württembergische AG Mitglied des Vorstands der Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG Auto-Staiger Verwaltungs-GmbH (bis 24.09.2014) Bau- und Wohnungsverein Stuttgart BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft (seit 01.05.2014)

Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Aufsichtsräte ebenfalls Mitglied im Prüfungsausschuss:

Dr. Michael Völter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses)
Dr. Christian Holzherr
Dr. Manfred Pumbo

Aufsichtsratsvergütung / Vergütung Prüfungsausschuss

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 117 T€ (Vj. 110 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 73 T€) auf die Grundvergütung und 42 T€ (Vj. 37 T€) auf die Sitzungsgelder.

Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die EUWAX AG ist aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bis ins Jahr 2020 in Höhe von 176 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€ mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitigem Kündigungsrecht ohne Einhaltung einer Frist.

Die EUWAX AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin (EdW). Neben den jährlichen Regelbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls "Phoenix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Die Erhebung solcher Sonderbeiträge führt in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der EUWAX AG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, abzuführen.

Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zum 01.01.2009 wurde der Verwaltungsbereich von der EUWAX AG auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, verlagert. Für diese Dienstleistungen entrichtet die EUWAX AG ein jährliches anzupassendes Entgelt. Im Berichtszeitraum betrug die Vergütung insgesamt 2.695 T€ (Vj. 2.671 T€).

21. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird für das Geschäftsjahr 2014 erstmalig nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Die Vorjahreswerte wurden für eine bessere Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Der Cahsflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode dargestellt.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31.12.2014 51.518 T€ (Vj. 29.117 T€). Er beinhaltet Zahlungsmittel in Form von täglich fälligen Sichteinlagen (14.325 T€; Vj. 29.117 T€) und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Wertpapieren die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind (37.193 T€; Vj. 0 T€).

Abweichend zu den Vorschriften des DRS 21 werden die täglich fälligen Sichteinlagen in den Finanzmittelfonds miteinbezogen, da gerade sie die Basis der kurzfristigen Finanzdisposition der EUWAX AG bilden. Bei Depotbanken unterhaltene Bankkonten, die ausschließlich der Abwicklung der Handelstätigkeit dienen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute sind Teil des operativen Geschäfts und werden bei Liquiditätsänderungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Gemäß der geänderten Definition des Finanzmittelfonds durch DRS 21 ergaben sich für die Einbeziehung zum Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Änderungen:

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T€ 31.12.2013 01.01.2013
Finanzmittelfonds Berichtsjahr 2013 nach DRS 2-10 35.290 36.355
Bankkonten, ausschließlich der Handelstätigkeit dienend -6.164 -10.709
Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie andere Forderungen gegen Kreditinstitute -9 -4
Finanzmittelfonds Berichtsjahr 2013 nach DRS 21 29.117 25.642

Für weitere Ausführungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auf den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014.

22. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Für die Erbringung und Inanspruchnahme von Konzernleistungen bestehen einheitliche vertragliche Regelungen. Im Geschäftsjahr 2014 bestanden folgende Leistungsbeziehungen zwischen der EUWAX AG und anderen verbundenen Unternehmen:

Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

An die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart, dem Mutterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, wurden im Berichtsjahr Mitgliedsbeiträge in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) entrichtet.

Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH

Für die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart, einem Tochterunternehmen der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart, wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 206 T€ (Vj. 222 T€) unter anderem für Einbeziehungen (161 T€; Vj. 181 T€) und die Teilnahme am Börsenhandel (33 T€; Vj. 30 T€) gemäß dem Entgeltverzeichnis bzw. der Gebührenordnung der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse verbucht.

Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag keine (Vj. 0 T€). Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 betrugen 1 T€ (Vj. 0 T€) und betreffen die oben genannten Sachverhalte.

Boerse Stuttgart Holding GmbH

Von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Suttgart, dem Mutterunternehmen der EUWAX AG, wurden Zinserträge aus der Darlehensgewährung in Höhe von 143 T€ (Vj. 554 T€) vereinnahmt.

Die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 6.323 T€ (Vj. 6.619 T€) resultieren aus der Konzernsteuerumlage in Höhe von 3.527 T€ (Vj. 3.847 T€), der Verwaltungsumlage (2.695 T€; Vj. 2.671 T€) sowie den Miet- und Nebenkosten für die Büroräume der Gesellschaft (101 T€; Vj. 101 T€).

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen in Höhe von 15.006 T€ (Vj. 62.971 T€). Diese beinhalten das gewährte Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen.

Verbindlichkeiten in Höhe von 7.531 T€ (Vj. 8.633 T€) bestehen zum 31.12.2014 aus der noch vorzunehmenden Gewinnabführung für das laufende Geschäftsjahr (7.431 T€; Vj. 8.354 T€) sowie aus der Ertragssteuerumlage in Höhe von 100 T€ (Vj. 279 T€).

Boerse Stuttgart AG

Die EUWAX AG vereinnahmte von der Boerse Stuttgart AG, Suttgart, ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr Erträge aus ihrer QLP-Tätigkeit in Höhe von insgesamt 8.523 T€ (Vj. 10.216 T€).

Aus diesem Sachverhalt resultieren zum 31.12.2014 Forderungen in Höhe von 690 T€ (Vj. 774 T€). Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Boerse Stuttgart Securities GmbH

Die EUWAX AG vereinnahmte von der Boerse Stuttgart Securities GmbH, Stuttgart, ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, aus Handelstätigkeiten für das Geschäftsjahr Erträge in Höhe von insgesamt 1 T€ (Vj. 28 T€).

Aus diesem Sachverhalt resultieren zum 31.12.2014 Forderungen in Höhe von 1 T€ (Vj. 4 T€). Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Nahe stehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit weiteren nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen fanden im Berichtszeitraum nicht statt (Vj. 0 T€).

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH

Am 16.05.2007 hat die EUWAX AG mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Der Vertrag ist am 12.02.2008 mit Eintragung im Handelsregister wirksam geworden. Er ist für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährt den außenstehenden Aktionären der EUWAX AG für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft nach dem Inkrafttreten des Vertrags - und somit erstmalig für das Geschäftsjahr 2008 - als angemessenen Ausgleich im Sinne des § 304 AktG die Zahlung einer Garantiedividende in Höhe von brutto 3,85 € je Inhaber-Stückaktie.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, hat sich ferner verpflichtet, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der EUWAX AG dessen Aktien gegen Abfindung zu erwerben. Die Holding gewährt den außenstehenden Aktionären eine Barabfindung von 40,82 € zzgl. Zinsen je Inhaber-Stückaktie. Die Verpflichtung der Boerse Stuttgart Holding GmbH zum Erwerb der Aktien ist befristet. Von mehreren außenstehenden Aktionären wurde ein Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Barabfindung (sog. Spruchverfahren) gestellt, so dass die Frist aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwei Monate nach dem Tag, an dem die endgültige Entscheidung in diesem Verfahren (z.B. Beschluss des Gerichts oder Vergleich) im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, endet. Die voraussichtliche Dauer des Verfahrens ist der Gesellschaft nicht bekannt.

23. Honorar für den Abschlussprüfer

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T€ 2014 2013
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 130 136
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 35 32
Honorar für Steuerberatungsleistungen - 4
Honorar für sonstige Leistungen - -
Gesamtes Honorar des Abschlussprüfers 165 172

24. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der EUWAX AG

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" (link: http://www.euwax-ag.de/investor+relations/corporate+governance/corporate+governance.html) zugänglich gemacht worden.

25. Mitteilung nach § 21 WpHG

Am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft

Börsenstraße 4

D-70174 Stuttgart

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns gemäß §§ 25,24 folgendes mitgeteilt:

1. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 03.12.2007 unmittelbar und mittelbar über die boerse-stuttgart Holding GmbH Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben, die insgesamt 8,85 % der Stimmrechte (dies entspricht 455.829 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft überschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 8,85 % (455.829 Stimmen) betragen.

2. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 06.12.2007 unmittelbar Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart zu erwerben, die 1,46 % der Stimmrechte (75.000 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 1,46 % (75.000 Stimmen) betragen.

3. Unter Bezugnahme auf die Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG vom 03.12.2007 teilt die boerse-stuttgart Holding GmbH mit, dass sie am 06.12.2007 keine Finanzinstrumente mehr hielt, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben. An diesem Tag hätte die boerse-stuttgart Holding GmbH, stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 0,00 % (0 Stimmen) betragen.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

Ebenfalls am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft

Börsenstraße 4

D-70174 Stuttgart

Korrekturveröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns unter Korrektur ihrer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 04.12.2007) folgendes mitgeteilt:

Unter Korrektur unserer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 4.12.2007) teilen wir mit, dass der Stimmrechtsanteil der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. an der EUWAX Aktiengesellschaft von derzeit 83,85 % (dies entspricht 4.318.330 Stimmen) von der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. seit dem 4.12.2007 nicht mehr unmittelbar im Sinne des § 21 Abs. 1 WpHG gehalten, sondern dieser wie folgt zugerechnet wird:

75 % + 1 Stimmrecht (dies entspricht 3.862.501 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die boerse-stuttgart Holding GmbH zugerechnet;
7,39 % (dies entspricht 380.829 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet und zwar 302.551 Stimmrechte über Herrn Hans-Peter Bruker und 78.278 Stimmrechte über Herrn Harald Schnabel;
weitere 1,46 % (dies entspricht 75.000 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG zugerechnet.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

26. Konzernverhältnisse/ -abschluss

Der Jahresabschluss der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2014 wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister über den Bundesanzeiger veröffentlicht.

27. Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.

Stuttgart, 03. März 2015

Der Vorstand der EUWAX AG

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stv. Vorstandsvorsitzender

Dr. Christoph Boschan

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

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Anschaffungs-/Herstellkosten
31.12.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2014
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I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.012,91 45.789,98 3.164,80 353.638,09
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 33.139.908,50 0,00 33.139.908,50
Gesamt 1.322.572,92 33.185.698,48 3.164,80 34.505.106,60

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Abschreibungen
31.12.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2014
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I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.200,91 56.614,98 3.164,80 119.651,09
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 227.305,00 0,00 227.305,00
Gesamt 1.077.760,92 283.919,98 3.164,80 1.358.516,10

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Buchwerte
31.12.2013 31.12.2014
--- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 244.812,00 233.987,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 32.912.603,50
Gesamt 244.812,00 33.146.590,50

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2013 - 31. Dezember 2014

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Gezeichnetes Kapital Stückaktien Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Eigenkaptial
Stand am 01.01.2013 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 8.354.412,76 8.354.412,76
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -8.354.412,76 -8.354.412,76
Stand am 31.12.2013 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Stand am 01.01.2014 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 7.430.585,88 7.430.585,88
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -7.430.585,88 -7.430.585,88
Stand am 31.12.2014 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59

Kapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2014

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T€ 01.01. - 31.12.2014 01.01.- 31.12.2013
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 7.431 8.354
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 57 55
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -942 -874
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 903 958
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - -33
Sonstige Anpassungen (+/-) -46 -
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen an Kreditinstitute -1.900 4.527
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) -4.922 602
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -61 56
Zunahme (+) / Abnahme (-) anderer Passiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 702 57
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -689 -579
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 4.025 4.345
Erhaltene (+) Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 908 835
Gezahlte (-) Zinsen -26 -26
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -4.095 -4.110
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.344 14.167
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Sachanlagen - 106
Investitionen (-) in Sachanlagen -46 -196
Mittelveränderung (+/-) aus sonstiger Investitionstätigkeit -20.000 -
Auszahlungen (-] aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der Finanzdisposition -20.000 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -20.046 -90
Einzahlungen (+) aus der Rückführung von gewährten Darlehen 62.800 -
Auszahlungen (-) aus der Gewährung von Darlehen -15.000 -
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -8.354 -12.097
Gewinnabführung aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags -8.354 -12.097
Mittelveränderung aus sonstigem Kapital (Saldo) 1.657 1.496
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB 1.657 1.496
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 41.103 -10.601
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 22.401 3.476
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 29.117 25.642
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51.518 29.117
Zahlungsmittel 14.325 29.117
Zahlungsmitteläquivalente 37.193 -

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 13. März 2015

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kocholl, Wirtschaftsprüfer

Hommel, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Stuttgart, 3. März 2015

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Dr. Christoph Boschan

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2014

der EUWAX Aktiengesellschaft

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich geprüft, überwacht und beratend begleitet.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Sachgerechtigkeit dieser Berichterstattung und diskutiert über gegebenenfalls notwendige Anpassungen. Dazu verfolgt er die aktuellen gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Vorhaben.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat stets frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus Sicht des Aufsichtsrats neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht ein Prüfungsausschuss, der die Arbeit im Gesamtgremium effektiv unterstützt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie mit Organisation, Tätigkeit und Feststellungen der Internen Revision, der Finanzberichterstattung des Unternehmens sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Neben dem Prüfungsausschuss bestehen keine weiteren Ausschüsse.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden planmäßig sechs Aufsichtsratssitzungen statt. In der ersten Sitzung am 03.02.2014 wurde über die künftige Besetzung des Vorstands und über Strukturveränderungen im Unternehmensverbund im Jahr 2015 beraten. In den anderen fünf Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes informiert. Darüber hinausgehende außerordentliche Aufsichtsratssitzungen fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt. Fünf von sechs Aufsichtsratsmitgliedern nahmen an allen sechs Sitzungen teil.

Auch zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage sowie quartalsweise den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Hervorzuheben sind insoweit die regelmäßig monatlich fest vereinbarten Gespräche über Geschäftsvorgänge zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands. Im Bedarfsfall nimmt an diesen Terminen auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teil.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle erforderlichen Beschlüsse in den Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Der Prüfungsausschuss hielt im vergangenen Geschäftsjahr zwei Sitzungen ab, an denen jeweils alle Mitglieder teilnahmen. An den Sitzungen nahmen zudem der Vorsitzende des Vorstands, die fachlichen Leiter der Bereiche Finanzen, Risikocontrolling & Compliance und Interne Revision sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats teil. In seiner ersten Sitzung am 08.04.2014 bereitete der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss die Jahresberichte 2013 der Internen Revision, des Risikocontrollings und Compliance-Funktion. In der zweiten Sitzung am 11.11.2014 wurden im Wesentlichen die unterjährigen Berichte der internen Kontrollabteilungen und die Jahresplanung 2015 der Internen Revision behandelt sowie im Hinblick auf die Zustimmungsentscheidung des Aufsichtsrats die Unternehmensplanung 2015 - 2017. In dieser Sitzung wurden auch die Ausführungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanz- und Zwischenlageberichts 2014 entgegengenommen. Bereits vor seiner Veröffentlichung am 14.08.2014 hatten sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit dem Halbjahresbericht im schriftlichen Verfahren auseinandergesetzt.

Schwerpunkte der Beratungen

Schwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres waren die Neubesetzung des Vorstands im Geschäftsjahr 2015, Strukturveränderungen im Unternehmensverbund, die Risikostrategie, die Abstimmung und Beschlussfassung zu den Themen der ordentlichen Hauptversammlung 2014, die Fortentwicklung der IT-Systemlandschaft in der Unternehmensgruppe sowie die Budgetplanung für die Gesellschaft.

Da die Geschäftsleitung der EUWAX Aktiengesellschaft trotz bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH auch weiterhin allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft ist, bildeten auch aufsichtsrechtliche Themen einen Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats.

Corporate Governance

Corporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2014 in seinen Anlagen geändert, so dass sich der Aufsichtsrat auf Basis der Fassung des Kodex vom 24.06.2014, die am 30.09.2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit Fragen der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt hat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internetseite der EUWAX Aktiengesellschaft veröffentlicht.

Interessenkonflikte, die gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen wären - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können - sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Personalia

Im Geschäftsjahr 2014 gab es im Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft keine personellen Veränderungen. Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft waren die Herren Christoph Lammersdorf (Vorsitzender) und Ralph Danielski.

Auch in der personellen Besetzung des Aufsichtsrats ergaben sich im Geschäftsjahr 2014 keine personellen Veränderungen. Mit der Zuwahl des im Dezember 2013 zunächst gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieds Herrn Ingo Mandt durch die ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 01.07.2014 sind nunmehr alle Mitglieder für die Zeit bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, gewählt. Herr Thomas Munz war unverändert Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Dr. Michael Völter stellvertretender Vorsitzender. Herr Dr. Völter fungierte zudem als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zusammen. Dies waren im Geschäftsjahr 2014 unverändert die Herren Dr. Michael Völter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) , Dr. Manfred Pumbo und Dr. Christian Holzherr.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 01.07.2014 wurde der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts, und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Gesonderte Prüfungsschwerpunkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesetzt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an uns versandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt worden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14.04.2015 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2014 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt.

Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren Dank aus.

Stuttgart, den 14. April 2015

Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

der EUWAX Aktiengesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft als börsennotierte Gesellschaft ist gemäß § 161 Abs. 1 S. 1 AktG jährlich verpflichtet zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums geändert. Am 30.09.2014 wurde die aktuell geltende Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen.

Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit Februar 2014 bezieht sich diese Entsprechenserklärung auf die Fassung vom 24.06.2014, die am 30.09.2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen:

Diversity - Führungsfunktionen im Unternehmen (4.1.5)

Die Empfehlung lautet, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Der Vorstand hatte bisher keine Quote vorgesehen, sondern strebte an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen angemessen zu berücksichtigen. Eine Quote war aus Sicht des Vorstands dabei nicht zielführend. Vielmehr kam und kommt es darauf an, aus der Vielfalt unterschiedlicher Talente, Erfahrungen und Kenntnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine für den Erfolg des Unternehmens wichtige Mischung an Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen sollen, zu finden.

Das Bundeskabinett hat im Dezember 2014 den Entwurf eines Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beschlossen. Es sieht u.a. die Pflicht von börsennotierten Gesellschaften vor, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in den beiden Ebenen unterhalb des Vorstands und Fristen zu deren Erreichen festzulegen. Sollte diese gesetzliche Regelung in Kraft treten, wird der Vorstand sie umsetzen.

Vorstandsvergütung, Vergütungsbestandteile sowie Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (4.2.2 und 4.2.3)

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung oder Versorgungszusagen für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in den Punkten 4.2.2 und 4.2.3 nicht entsprochen. Gesetzliche Vorgaben, wie etwa aus dem Kreditwesengesetz und nachgelagerten Verordnungen, werden eingehalten.

Vergütungsbericht (4.2.5)

Von der für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2013 beginnen, geltenden Empfehlung zu den Inhalten des Vergütungsberichts wird abgewichen. Wie bisher werden im Vergütungsbericht die Grundzüge dargestellt. Da jedoch wie bereits erwähnt die EUWAX-Vorstandsmitglieder im Wege eines Konzernmandats tätig sind und keine gesonderte Vergütung für ihre Vorstandstätigkeit erhalten, kann sich die Darstellung nicht detailliert auf konkrete Zahlen beziehen und auch nicht sinnvoll in einer Mustertabelle erfolgen.

Von der (gesetzlichen) Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die Gesellschaft durch die Hauptversammlung am 05.07.2011 bis einschließlich 31.12.2015 entbunden.

Diversity - Zusammensetzung des Vorstands (5.1.2)

Die Empfehlung lautet, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Der Aufsichtsrat hatte keine explizite Quote eingeführt, sondern strebte an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen angemessen zu berücksichtigen. Hintergrund ist, dass eine Quote bei einem Gremium, das aus zwei oder drei Personen besteht, nicht als angemessenes Mittel angesehen wird, um eine Förderung von Vielfalt zu erreichen. Der Aufsichtsrat sieht weiterhin als wichtigstes Entscheidungskriterium die persönliche und fachliche Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit.

Das oben genannte Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht u.a. die Pflicht von börsennotierten Gesellschaften vor, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in Vorstand und Aufsichtsrat sowie Fristen zu deren Erreichen festzulegen. Sollte diese gesetzliche Regelung in Kraft treten, wird der Aufsichtsrat sie umsetzen.

Bildung eines Nominierungsausschusses im Aufsichtsrat (5.3.3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung eines Nominierungsausschusses in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit darauf zu verzichten, da ein Nominierungsausschuss nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Gesellschaft unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut bei der Besetzung des Aufsichtsrats darüber hinaus den Anforderungen des Kreditwesengesetzes und den konkretisierenden aufsichtsrechtlichen Regelungen. Dadurch bestehen aktuell bereits recht detaillierte Vorgaben zur Besetzung des Gremiums, die die Auswahl geeigneter und verfügbarer Kandidaten umfassend regeln. Bei In krafttreten des oben genannten Gesetzes (siehe Punkt 5.1.2) werden weitere gesetzliche Regelungen umzusetzen sein.

Der Aufsichtsrat hat deshalb keine über die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften hinaus gehenden Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, um den Kreis potenzieller Aufsichtsratsmitglieder nicht weiter einzuschränken. Dementsprechend werden Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen jährlichen Vergütung keine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpft. Hintergrund dafür ist der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH und die darin vorgesehene feste Ausgleichszahlung ("Garantiedividende"). An die Stelle der früheren von den beschlossenen Gewinnanteilen abhängigen variablen Vergütung, die entfallen ist, tritt nunmehr ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen.

Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben.

Rechnungslegung (7.1.2)

Der Empfehlung wird überwiegend entsprochen. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand nicht immer vor der Veröffentlichung ausführlich mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands ist der Aufsichtsrat aber kontinuierlich informiert. Außerdem finden regelmäßig Gespräche zu Fragen der Rechnungslegung mit dem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats besteht. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung, gibt ihm die Gelegenheit zur Erörterung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen.

Stuttgart, im Februar 2015

Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2014 der EUWAX Aktiengesellschaft am 14.04.2015 gebilligt, damit ist der Jahresabschluss festgestellt.