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EUWAX AG Annual Report 2013

Jul 9, 2014

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Annual Report

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EUWAX AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, (nachfolgend: EUWAX AG) erbringt in Ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) die Finanzdienstleistung am Börsenplatz Stuttgart im geregelten Markt sowie im Freiverkehr der Baden-Württembergische Wertpapierbörse für inländische Aktien, verbriefte Derivate (Anlage- und Hebelprodukte), aktive und passive Fonds (Exchange Traded Funds) und Anleihen. Das Angebot umfasst nicht nur eine große Bandbreite an handelbaren Wertpapieren, sondern auch hochwertige Dienstleistungen und eine professionelle Infrastruktur. Für die technische Durchführung des elektronischen Handels am Börsenplatz Stuttgart sorgt die Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, als Börsenbetriebsgesellschaft. In der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, werden die beiden am Börsenbetrieb beteiligten Gesellschaften koordiniert und die für den operativen Betrieb der Börse Stuttgart maßgeblichen Entscheidungen getroffen.

Die Börse Stuttgart bietet dem Anleger ein dem Wettbewerb überlegenes Marktmodell an. Um dem Privatanleger dabei stets höchste Qualitäts- und Dienstleistungsstandards zu garantieren, ist der elektronische Handel mit einer individuellen Betreuung durch einen Markt-Experten, den QLP, verknüpft. Dieses hybride Marktmodell trägt maßgeblich dazu bei, dass die Börse Stuttgart der natürliche Handelsplatz für die Wertpapierorders von Privatanlegern in Deutschland ist.

Die EUWAX AG wird in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt und ist seit dem Jahre 2000 börsennotiert. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Muttergesellschaft der EUWAX AG, hält 84,1 % der Anteile an der EUWAX AG, die weiteren 15,9 % der Anteile befinden sich im Streubesitz. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der EUWAX AG besteht seit dem 12.02.2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Danach verpflichtet sich die EUWAX AG ihren gesamten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abzuführen. Die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG erhalten entsprechend den Regelungen in § 304 AktG einen Ausgleich von der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft-, umsatz- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH einbezogen.

Abbildung 1: Organisationsstruktur des Börsenplatzes Stuttgart zum 31.12.2013

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins 2013 mehrmals, bis auf zuletzt das historisch niedrige Niveau von 0,25 %, gesenkt. Hintergrund war weiterhin das Versprechen, die Entwicklung der Wirtschaft mit günstigem Geld zu unterstützen sowie möglichen deflationären Tendenzen aktiv entgegenzuwirken. Die Schuldenkrise hat sich zwar beruhigt, die strukturellen wirtschaftlichen Probleme der europäischen Krisenländer konnten allerdings weiterhin nicht nachhaltig gelöst werden. Auch andere Notenbanken wie in den USA und Japan fahren eine Nullzinspolitik. Diese Entwicklung wird jedoch aufgrund einer möglichen neuen Blasenbildung teilweise skeptisch gesehen.

Deutschland hat sich während des Jahres 2013 wirtschaftlich gesehen positiv entwickelt, wenn auch das Bruttoinlandsprodukt in 2013 laut dem Statistischen Bundesamt mit einem Plus von 0,4 % gegenüber 2012 geringer wuchs als in den letzten Jahren und auch leicht unter den Erwartungen lag. Deutschland gilt zwar immer noch als ein Musterland in Europa, musste sich aber aufgrund seiner Aufrufe zur Sparpolitik wiederholt deutlicher Kritik stellen. Der ifo Geschäftsklimaindex hat sich nach den starken Rückgängen der letzten Jahre wieder leicht erholt. Auch die Arbeitslosenquote befindet sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. In den USA entwickelte sich die Wirtschaft positiv und die Notenbank FED hat zuletzt begonnen, ihre Anleihenkäufe leicht zurückzufahren. Diese Anpassungen und ihre Kommunikation erfolgen jedoch sehr vorsichtig, um die wieder erreichte Stabilität an den Kapitalmärkten nicht zu gefährden.

Für die Aktienmärkte ergaben sich aus der Mischung von günstig verfügbarem Geld und dem Mangel an renditeträchtigen Alternativen stark positive Effekte mit neuen Allzeithochs. Der DAX startete Anfang des Jahres bei rund 7.800 Punkten und verlief die ersten Monate seitwärts. Nach einem volatilen Kursrückgang wurde Mitte April der Jahrestiefpunkt bei unter 7.500 Punkten erreicht. Im Anschluss daran beförderte die erste Zinssenkung der EZB den DAX innerhalb weniger Tage auf ein erstes Allzeithoch bei 8.500 Punkten. Trotz einiger Rücksetzer entwickelte sich der deutsche Leitindex in der zweiten Jahreshälfte sehr gut und erklomm Ende November das Rekordhoch von 9.400 Punkten. Trotz eines starken Rückgangs Anfang Dezember vollzog der DAX noch die viel diskutierte Jahresendrallye und beendete das Jahr mit über 9.500 Punkten. Im Geschäftsjahr 2013 bewegte sich der Volatilitätsindex des deutschen Aktienmarktes (VDax-New) zwischen 12 und 24 Punkten.

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland hat laut dem Deutschen Aktieninstitut weiter zugenommen. Die positive Entwicklung hat zuletzt jedoch leicht an Dynamik verloren. Von dem gesteigerten Interesse der Anleger konnten die Wertpapierdienstleister jedoch nur selektiv entsprechend ihrer jeweiligen Spezialisierung profitieren. Im Jahr 2013 betrug das börsliche Umsatzvolumen bei verbrieften Derivaten 43,5 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Rückgang um 5 % dar. Die Anzahl ausgeführter Kundenorders hat hingegen um 2 % zugelegt, was eine Abnahme der durchschnittlichen Ordergrößen bedeutet. Derivative Anlageprodukte haben sich dabei besser entwickelt als Hebelprodukte. Die Anleger waren bei dieser Assetklasse weiterhin sehr zurückhaltend.

Obwohl sich der DAX und andere Indizes besser entwickelt haben als gehofft, profitierte hiervon insbesondere die Anlageform Aktien, während die Handelsaktivitäten bei verbrieften Derivaten hinter den Erwartungen lagen. Selbst in Phasen erhöhter Volatilität zeigte sich nur eine moderate Nachfrage nach diesen Produkten.

Wettbewerb

Für die Börse Stuttgart hat die Aufkündigung des Kooperationsvertrages bei Scoach zwischen der Deutschen Börse und der schweizerischen SIX zu einer Verschiebung in der Wettbewerbslandschaft geführt. Das deutsche Geschäft mit verbrieften Derivaten ist im Zuge der auf Privatanleger fokussierten Neuausrichtung der Börse Frankfurt wieder integriert worden. Die Börse Stuttgart konnte die Marktführerschaft bei verbrieften Derivaten in Deutschland auf hohem Niveau aufrechterhalten.

Bei den Anlageklassen Aktien, Anleihen und aktive sowie passive Fonds konnte die Börse Stuttgart ihre Marktanteile in den meisten Bereichen halten und teilweise sogar leicht ausbauen. Um den Erfolg der letzten Jahre fortzusetzen war die Börse Stuttgart weiterhin sehr aktiv und erweiterte ihr Serviceangebot für Privatanleger kontinuierlich. So wurde beispielsweise Anfang März 2013 die Handelszeit für viele Instrumente bis 22 Uhr ausgeweitet.

Hinsichtlich Übernahmen und Fusionen ist vor allem der Kauf der transatlantischen NYSE Euronext durch die amerikanische IntercontinentalExchange (ICE) zu erwähnen, der Mitte November 2013 abgeschlossen wurde. Das Interesse der ICE in Europa fokussierte sich dabei auf das Derivategeschäft der Liffe und es wurde mehrmals kommuniziert, dass man sich vom Kassamarktgeschäft der Euronext trennen möchte. Sowohl ein Börsengang als auch ein Verkauf an einen anderen Interessenten wurde erwogen. Mehrmals wurde in diesem Zusammenhang die Deutsche Börse ins Gespräch gebracht. Laut offizieller Bekanntmachung besteht dort jedoch kein Interesse. Die Entwicklung verdeutlicht die noch immer anhaltende Konsolidierung unter den internationalen Handelsplätzen und unterstreicht zugleich die inzwischen niedrige Attraktivität des Kassahandels in Europa. Die internationalen Großbörsen haben in 2013 ihren strategischen Fokus noch stärker in Richtung der geographischen Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika sowie zu neuen ergänzenden Geschäftsfeldern verschoben.

Geschäftsverlauf

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Handelsverlauf 2013 2012 2011 2010 2009
Betreute Wertpapiere (Stück) 1.051.054 934.202 789.822 530.598 362.053
Ausgeführte Orders (Tsd. Stück)*1 5.181 5.105 6.397 5.765 5.360
Verbriefte Derivate 2.836 2.859 4.080 3.796 3.529
Aktien 1.051 893 1.080 831 743
Anleihen 806 1.012 790 777 837
Fonds 488 342 447 360 251
Handelsvolumen (Mio. €)*1 72.752 73.842 90.815 77.889 81.321
Verbriefte Derivate 27.970 29.605 42.231 37.174 32.799
Aktien 11.317 8.897 9.972 7.518 6.173
Anleihen 25.394 28.708 29.696 26.408 38.023
Fonds 8.071 6.633 8.917 6.789 4.326
Marktanteile %*2
Verbriefte Derivate 64,3% 64,8% 68,3% 67,4% 64,3%
Aktien (Inland) insgesamt 20,9% 19,6% 18,7% 28,7% 27,8%
Anleihen 32,8% 31,0% 31,0% 29,1% 30,0%
Aktiv gemanagte Fonds 26,2% 21,7% 24,5% 22,0% 19,0%
Passiv gemanagte FondsPassiva steht nicht alleine, Bilanzsumme wahrscheinlich auch falsch gesetzt 69,8% 70,4% 65,4% 61,7% 49,3%

*1 Der Ausweis des Derivatehandels erfolgt auf Basis Anzahl bzw. Volumen ausgeführter Kundenorders (Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV)).

Der Ausweis der sonstigen QLP- Bereiche erfolgt weiterhin nach Orderbuchstatistik.

*2 Marktanteil der verbrieften Derivate auf Basis des Volumens ausgeführter Kundenorders (DDV-Statistik).

Marktanteile der sonstigen QLP-Bereiche auf Basis des Orderbuchumsatzes an deutschen Börsen (inkl. Tradegate).

Tabelle 1: Handelsverlauf der EUWAX Aktiengesellschaft

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG wird aufgrund ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) im Wesentlichen von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Orders sowie der Schwankungsbreite der Aktienmärkte - der Volatilität - in den einzelnen Assetklassen bestimmt.

An der Börse Stuttgart bewegte sich die Anzahl ausgeführter Orders mit 5,2 Mio. Stück, wie im letzten Jahr prognostiziert, auf dem Niveau des Vorjahres. Der Blick auf die unterschiedlichen Assetklassen fällt dabei differenziert aus, dennoch wirkte die stringente Umsetzung der definierten Maßnahmen (Handelszeitverlängerung, Ausbau der Produktpalette) dem schwierigen Marktumfeld erwartungsgemäß erfolgreich entgegen. Die Zurückhaltung der Investoren war trotz der Aktienhausse weiterhin zu spüren, die Indizes wurden insbesondere von institutionellen Investoren getrieben. Der Hauptgrund für die Verunsicherung und Abstinenz vieler Kleinanleger war das nach wie vor fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte.

Der Hauptteil des Umsatzes entfiel auf verbriefte Derivate mit einem Handelsvolumen von 28,0 Mrd. €. Die Börse Stuttgart führte im Geschäftsjahr 2013 rund 2,8 Mio. Orders (-1 % ggü. Vj.) in ihrer wichtigsten Anlageklasse aus, was der abgegebenen Prognose entspricht. Rund 62 % des Gesamtumsatzes mit verbrieften Derivaten entfielen auf Anlageprodukte, zu denen Anlagezertifikate und Aktienanleihen gehören. Damit erreichte das Handelsvolumen hier nahezu das Niveau des Vorjahres (-2 %). Der Umsatz bei Hebelprodukten - Knock-out-Produkten, Optionsscheinen und exotischen Produkten - sank dagegen im Vergleich zu 2012 um 10 % und lag bei 10,6 Mrd. €. Ausschlaggebend für die geringeren Handelsaktivitäten kurzfristig orientierter Anleger bei Hebelprodukten war die weltweit niedrige Volatilität an den Aktienmärkten mit äußerst geringen Intraday-Schwankungen.

Die weltweit liquiditätsgetriebene Aktienrallye im Jahr 2013 mit Allzeithochs wichtiger Indizes, die Ausweitung der Handelszeiten am Börsenplatz Stuttgart sowie das niedrige Zinsniveau entfalteten positive Auswirkungen auf den Aktien- und Fondshandel der Börse Stuttgart. Die Umsatzentwicklung zeigt, dass Anleger wieder verstärkt in Aktien und Fonds handeln und die Servicequalität der Börse Stuttgart schätzen. Bei Inlandsaktien belief sich der Umsatz von Januar bis Dezember 2013 auf 11,3 Mrd. € - ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 27 %. Besonders gefragt waren 2013 Automobil- und Chemiewerte sowie Konsumgüteraktien. Unter Druck standen wie schon im Vorjahr vor allem Banken und Versorger.

Im Fondshandel hat die Börse Stuttgart im Berichtsjahr ihre Angebotspalette um rund 300 Papiere, insbesondere Aktien-, Renten- und Mischfonds, aufgestockt. Insgesamt setzte die Börse Stuttgart 2013 rund 8,1 Mrd. € im Fondshandel um. Der Löwenanteil von über 7,1 Mrd. € entfiel dabei auf Exchange Traded Products (ETPs) wie Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs).

Mit dem Anleihenhandel hat sich die Börse Stuttgart zur weiteren Differenzierung ein zweites starkes Standbein geschaffen. An die Vorjahreswerte konnte der Anleihenhandel erwartungsgemäß nicht anknüpfen. Zum einen waren die Vorjahreszahlen von den Turbulenzen in griechischen Staatspapieren beeinflusst, zum anderen war die schwache Nachfrage im Berichtszeitraum dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld geschuldet. Mit rund 11,4 Mrd. € entfiel 2013 der größte Anteil des gesamten Umsatzes im Anleihenhandel auf Corporate Bonds.

Auch im Berichtsjahr hat sich die Anzahl der betreuten Wertpapiere am Börsenplatz Stuttgart weiter erhöht. Zum Jahresende 2013 waren insgesamt 1,1 Mio. handelbare Wertpapiere an der Börse Stuttgart gelistet, wovon 99 % auf die Assetklasse der verbrieften Derivate entfielen.

Ertragslage

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Ertragslage 2013 2012 2011 2010 2009
Erträge (T€) 25.124 30.480 39.791 31.459 35.892
Aufwendungen (T€) 12.418 12.395 13.101 12.848 16.123
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (T€) 12.706 18.085 26.691 18.612 19.770
Vorsteuerergebnis (T€) (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit unter Berücksichtigung der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken) 12.706 18.085 25.851 18.612 19.770
Jahresergebnis nach Steuern, vor Gewinnabführung (T€) 8.354 12.097 16.771 12.508 13.624
Cost-Income-Ratio (Aufwendungen in % zu den Erträgen) 49% 41% 33% 41% 45%
Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital) 15% 22% 31% 22% 24%
Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern (Vorsteuerergebnis in % zum Gesamtkapital) 13% 17% 25% 18% 18%

Tabelle 2: Ertragslage der EUWAX Aktiengesellschaft

Die Ertrags- und Ergebnisentwicklung des Jahres 2013 Lag, entsprechend der abgegebenen Prognose, spürbar unterhalb des Vorjahresniveaus. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die EUWAX AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,7 Mio. € (Vj. 18,1 Mio. €) und konnte sich damit dem allgemeinen Branchentrend nicht entziehen.

Für die Ausführung einer Order vereinnahmt die Boerse Stuttgart AG das Transaktionsentgelt am Börsenplatz Stuttgart. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeiten als QLP einen prozentualen Anteil des Entgeltes, die sogenannte QLP-Vergütung, die wiederum das Provisionsergebnis dominiert. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 erfolgte eine Anpassung der QLP-Vergütung aufgrund der von der Boerse Stuttgart AG bezogenen Leistungen, die insbesondere für die Erhaltung und den Ausbau leistungsfähiger IT-Systeme erforderlich sind. Neben der hauptsächlich im Anleihenhandel verhaltenen Handelstätigkeit reduzierte sich das Provisionsergebnis infolgedessen erwartungsgemäß deutlich auf 10,2 Mio. € (Vj. 14,7 Mio. €) und zeichnet für den kumulierten Ertragsrückgang (-18 %) verantwortlich.

Ungeachtet der Höchststände verschiedener Leitindizes ist die Schwankungsintensität der Märkte, die anhand des VDAX-New Volatilitätsindex quantifiziert wird, auf niedrige Niveaus zurückgegangen. Lediglich zur Jahresmitte erreichte der VDAX-New kurzfristig die im Vorjahr prognostizierte Range zwischen 20 und 25 Punkten, ansonsten bewegte sich die Volatilität meist unterhalb der Marke von 20 Punkten. Dennoch verbuchte das Nettoergebnis des Handelsbestands eine leichte Erhöhung von 3 % auf 13,5 Mio. €, was insbesondere auf die Zunahme der Handelstätigkeiten im Aktien- und Fondshandel zurückzuführen ist. Die gesetzliche Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340e HGB erfolgte im Dezember 2013 zu Lasten des Handelsergebnisses in Höhe von 1,5 Mio. €.

Die Reduktion des Zinsergebnisses um 52 % auf 0,6 Mio. € ist im Wesentlichen der dauerhaften Niedrigzinspolitik der Zentralbanken geschuldet. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften resultieren hauptsächlich aus dem an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährten Darlehen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,8 Mio. € sind hauptsächlich Erträge aus Primärmarktaktivitäten in Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) enthalten.

Ungeachtet dem erfolgten Ausbau des Leistungsportfolios, wie beispielsweise der Verlängerung der Handelszeiten und einer erweiterten Produktpalette, lagen die Gesamtaufwendungen der Gesellschaft mit 12,4 Mio. €, entsprechend der im Vorjahr abgegebenen Prognose, auf Vorjahresniveau. Die Gesamtaufwendungen wurden nahezu vollständig von den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dominiert. Innerhalb dieser Position reduzierten sich die Personalaufwendungen leicht um 2 % auf 6,6 Mio. €, was unter anderem der im Vergleich zum Vorjahr leicht veränderten Anzahl an Arbeitnehmern (-1 Arbeitnehmer) geschuldet ist. In den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vj. 5,6 Mio. €) sind insbesondere Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart Holding GmbH erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich enthalten.

Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag insgesamt 4,3 Mio. €. Im Wesentlichen beinhaltet die Position Konzernsteuerumlagen in Höhe von 3,8 Mio. € sowie Ertragsteuern auf Ausgleichzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von 498 T€.

Nach Steuern belief sich das Jahresergebnis der EUWAX AG auf 8,4 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,62 € entspricht. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2013 in voller Höhe an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abgeführt.

Internes Steuerungssystem

Die internen Steuerungsgrößen, die der Quantifizierung der strategischen Ziele sowie der wertorientierten Unternehmensführung dienen, wurden primär anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft, Innovationskraft sowie Nachhaltigkeit definiert. Das Kennzahlensystem orientiert sich an den Interessen und Ansprüchen der Eigentümer und Kapitalgeber. Entwickelt wurde das System auf Ebene des Konzerns Boerse Stuttgart Holding GmbH, in den die EUWAX AG als Tochterunternehmen einbezogen wird. Das Steuerungssystem wird soweit anwendbar auch für die Steuerung der EUWAX AG herangezogen.

Im Mittelpunkt der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft steht die Sicherstellung eines unternehmerisch erfolgreichen Betriebs unter Berücksichtigung einer effizienten und effektiven Ressourcennutzung. Während zur Steuerung der Ertragskraft auf das Ergebnis vor Steuern bzw. das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit abgestellt wird, wird die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit anhand der Cost-Income-Ratio quantifiziert. Erwartungsgemäß reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013 das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 8,4 Mio. €. Infolge des erwarteten Ertragsrückgangs lag die Cost-Income-Ratio1 bei 49 % und damit über dem Vorjahreswert von 41 %.

Die Innovationskraft des Konzerns wird anhand der Projektaufwandsquote quantifiziert. Die Entwicklung und erfolgreiche (Markt-) Einführung von neuen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen oder Geschäftsmodellen finden Berücksichtigung. Die Projektaufwandsquote ist lediglich auf Ebene des Gesamtkonzerns aussagekräftig, da die Entwicklung und Einführung von Innovationen weitestgehend von mehreren Unternehmen des Börsenplatzes Stuttgart begleitet wird.

Das Kriterium Nachhaltigkeit wird anhand des Marktanteils der Börse Stuttgart, der lediglich für den Börsenplatz Stuttgart insgesamt von Bedeutung ist, sowie der Eigenkapitalrentabilität vor Steuern gemessen und dient der Sicherstellung eines dauerhaften Bestands und einer dauerhaften Rentabilität des Unternehmens. Die Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum wird auch in der geringeren Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)2 von 15 % (-7 Prozentpunkte) ersichtlich.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EUWAX AG lag mit 100,2 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (-2 %). Die Forderungen an Kreditinstitute, die den Finanzmittelbestand der EUWAX AG darstellen, reduzierten sich zum Jahresende 2013 leicht um 3 % auf 35,3 Mio. €, was hauptsächlich der gedämpften Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2013 geschuldet ist.

Der Handelsbestand, der zum 31.12.2013 insgesamt 0,5 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) betrug, resultiert aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und setzte sich im Wesentlichen aus Aktien und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Aus der kurzfristigen Haltedauer der Positionen ergibt sich eine hohe Depotumschlagshäufigkeit, die wiederum den schwankenden Handelsbestand begründet.

Zum Jahresende 2013 erhöhten sich die Sachanlagen aufgrund von Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung wie erwartet nur leicht auf 245 T€ (Vj. 177 T€).

Die Aktivseite der EUWAX AG wurde mit einem Anteil von 64 % an der Bilanzsumme weiterhin von den sonstigen Vermögensgegenständen dominiert. Die Position beinhaltete im Wesentlichen das an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährte Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen (63,0 Mio. €) zur konzerneinheitlichen Anlage der Liquiditätsreserven.

Die Position der sonstigen Verbindlichkeiten wurde mit einem Anteil von 91 % von der zum 31.12.2013 noch ausstehenden Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2013 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH in Höhe von 8,4 Mio. € bestimmt. Der Geschäftsverlauf 2013 und die somit geringere Gewinnabführung (-31 %) erklärt den Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 28 % auf 9,2 Mio. € zum Jahresende 2013.

Die Rückstellungen, die zum 31.12.2013 insgesamt 1,0 Mio. € (Vj. 0,9 Mio. €) betrugen, wurden nach wie vor von den Rückstellungen für die voraussichtlichen Leistungsbonifikationen der Mitarbeiter dominiert.

Erwartungsgemäß dotierte der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB nach der im Berichtsjahr vorgenommenen Zuführung zum Bilanzstichtag bei 7,1 Mio. €.

1 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

2 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Die Passivseite der Gesellschaft wurde weiterhin mit einem Anteil von 83 % (Vj. 81 %) vom Eigenkapital geprägt, das unverändert zum Vorjahr 82,9 Mio. € betrug.

AKTIVA

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31.12.2013

T€
31.12.2012

T€
1. Forderungen an Kreditinstitute 35.290 36.355
2. Handelsbestand 485 1.088
3. Sachanlagen 245 177
4. Sonstige Vermögensgegenstände 64.184 64.537
5. Rechnungsabgrenzungsposten 8 7
Summe Aktiva 100.212 102.164

PASSIVA

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31.12.2013

T€
31.12.2012

T€
1. Handelsbestand - 1
2. Sonstige Verbindlichkeiten 9.165 12.694
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
4. Rückstellungen 1.0174 934
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.149 5.653
6. Eigenkapital 82.881 82.881
Summe Passiva 100.212 102.164

Tabelle 3: Bilanzstruktur der EUWAX Aktiengesellschaft zum 31.12.2013

Finanzlage

Innerhalb der Gruppe Börse Stuttgart obliegt der Muttergesellschaft der EUWAX AG, der Boerse Stuttgart Holding GmbH, die Verantwortung über die konzerneinheitliche Anlage der Liquiditätsreserven. Zu diesem Zweck gewährte die EUWAX AG der Muttergesellschaft ein Darlehen in Höhe von nominal 62,8 Mio. €. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements, das von der EUWAX AG selbst durchgeführt wird, erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität auf den Tagesgeldkonten.

Der Finanzmittelbestand3 zum 31.12.2013 in Höhe von insgesamt 35,3 Mio. € unterstreicht die hohe und äußerst solide Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die im Berichtszeitraum zu jederzeit gegeben war. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands um -1,1 Mio. € auf 35,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 wird unter Berücksichtigung der einzelnen Cash Flows nachfolgend erläutert.

Im Geschäftsjahr 2013 verringerte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 11,1 Mio. € nach 12,0 Mio. € im Vorjahr. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält das Jahresergebnis 2013 vor Gewinnabführung in Höhe von 8,4 Mio. €, das um die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (55 T€), die Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (-33 T€) sowie die zahlungsunwirksame Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (1,5 Mio. €) bereinigt wurde. Daneben sind die aus der aktiven Geschäftstätigkeit resultierende Abnahme der Aktiva (+1,0 Mio. €) sowie die Zunahme der Passiva (+0,3 Mio. €) enthalten.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit, der hauptsächlich auf Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen ist, betrug im zurückliegenden Geschäftsjahr -90 T€ (Vj. -51 T€). Gemäß der im Vorjahr abgegebenen Prognose nahmen die Investitionen der EUWAX AG im Geschäftsjahr 2013 nur ein unwesentliches Niveau ein und werden auch im Geschäftsjahr 2014 auf diesem Niveau erwartet. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgt aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -12,1 Mio. € (Vj. -16,8 Mio. €) spiegelt sich die im April 2013 erfolgte Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2012 wider.

Der EUWAX AG wurde von einem Kreditinstitut zur Finanzierung von Wertpapiergeschäften eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis auf weiteres, längstens aber befristet bis zum 31.05.2014 eingeräumt. Die Laufzeit verlängert sich zum 31.05. jeweils um ein weiteres Jahr, falls die Rahmenkreditlinie nicht - ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist - von der Gegenpartei gekündigt wird. Bis zum 31.12.2013 wurde die eingeräumte Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

3 Finanzmittelbestand: Forderungen an Kreditinstitute.

Die Kapitalstruktur der EUWAX AG wird weiterhin vom Eigenkapital in Höhe von insgesamt 82,9 Mio. € dominiert. Dies zeigt sich im geringen Verschuldungsgrad4 von 11 % (Vj. 15 %) und spiegelt nach wie vor die Unabhängigkeit von fremden Geldgebern wider. In den Verbindlichkeiten der EUWAX AG zum 31.12.2013 schlug sich insbesondere die noch ausstehende Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2013 nieder. Die Gewinnabführung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat, die im April 2014 geplant ist.

Die Dominanz der liquiden Mittel wird unter anderem in der Cashquote5 der Gesellschaft ersichtlich, die zum Jahresende 35 % (Vj. 36 %) betrug. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden durch die liquiden Mittel hinreichend gedeckt, was sich in der Kennzahl Liquidität 1. Grades6 zeigt, die sich zum 31.12.2013 auf 347 % (Vj. 267 %) verbesserte. Der solide Finanzmittelbestand sowie die Entwicklung der Kennzahlen signalisieren, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft weiterhin als sicher einzustufen ist.

Finanzlage

Abbildung 2: Entwicklung des Finanzmittelbestands 2013 der EUWAX Aktiengesellschaft

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Erfolg der EUWAX AG basiert unter anderem auf den nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, ihrem Ideenreichtum und ihrem Engagement für die Ziele der Gesellschaft leisten insbesondere die Mitarbeiter den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg der EUWAX AG. Die ausgewogenen Fachkompetenzen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie deren Potenziale werden laufend gefordert und gefördert.

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 66 Beschäftigte bei der EUWAX AG tätig (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB). Damit hat sich die Zahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert (-1 Arbeitnehmer).

4 Verschuldungsgrad: Fremdkapital in % zum Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken).

5 Cashquote: Finanzmittelbestand in % zur Bilanzsumme.

6 Liquidität 1. Grades: Finanzmittelbestand in % zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Individuelle Leistungen werden durch moderne Vergütungsmodelle honoriert. Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 29 % und verdeutlicht die hohe Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg sowie die Honorierung von individuellen herausragenden Leistungen.

Kundenorientierung und zukunftsgerichtete Innovationskultur

Um in allen Assetklassen weiterhin höchste Handels-, Preis- und Servicequalität zu gewährleisten, setzt die Börse Stuttgart den Fokus auf die Weiterentwicklung der Dienstleistungen für private Anleger. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der ständigen und intensiven Beobachtung und Analyse der Märkte sind wesentlich für die laufende Verbesserung der Handelsbedingungen. Darüber hinaus sind auch die Zusatzleistungen der Börse Stuttgart vollkommen auf private Anleger ausgerichtet. Über die kostenlose Kundenhotline werden die Anleger von kompetenten Mitarbeitern bzw. ausgebildeten Börsenhändlern fachkundig und individuell betreut. Der ungebrochenen Nachfrage nach Informationen wird die Börse Stuttgart unter anderem durch die Bereitstellung von kostenlosen Realtime-Kursen auf der Internetseite gerecht.

Mit der umgesetzten Handelszeitverlängerung bietet die Börse Stuttgart den Privatanlegern einen weiteren innovativen Service an. Seit dem 01.03.2013 können an der Börse Stuttgart sämtliche inländische und ausländische Aktien sowie Genussscheine, Investmentfondsanteile und Exchange Traded Products (ETPs) in der Zeit von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr gehandelt werden. Weitere gelungene Beispiele für entsprechende Innovationen aus Stuttgart sind die Etablierung des Handelssegment Euwax, das mittlerweile größte börsliche Handelssegment für verbriefte Derivate in Europa, das Best-Size- und das Best-Price-Prinzip sowie die intelligenten Ordertypen, die darauf abzielen, Privatanlegern bestmögliche Handelsbedingungen zu bieten. Mit dem in 2012 neu aufgelegten Goldprodukt für Privatanleger EUWAX Gold ging die Börse Stuttgart weiter konsequent auf die Bedürfnisse privater Anleger ein.

Die Börse Stuttgart ist Deutschlands einziger Börsenplatz, der den Anlegern sowohl Markt-, Börsen- und Brokerage-Know-how aus einer Hand bietet. Das Resultat dieser einmaligen Aufstellung ist ein kundenfreundliches Komplettangebot, das zusätzlich alle Überwachungs-, Regulierungs- und Kontrollmechanismen einer öffentlich-rechtlichen Börse garantiert.

Engagement

Eine der Kernaufgaben der Börse Stuttgart ist die Vermittlung von Bildung zu den Themen Finanzen und Börse gemäß dem Motto "Bildung ist der beste Anlegerschutz". Als Institution mit öffentlich-rechtlichem Hintergrund übernimmt die Börse Stuttgart unabhängig und ohne Vertriebsinteresse für Finanzprodukte diese gesellschaftspolitische Verantwortung. Die Börse Stuttgart hat ihr Aus- und Fortbildungsangebot in Sachen Finanz- und Börsenwissen für die unterschiedlichen Zielgruppen in unserer Gesellschaft zielgerichtet und kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile fußt das Bildungskonzept auf drei Säulen: klassische Anlegerbildung für den Privatmann, Fortbildung für Bank- und Anlageberater und neuerdings auch fundierte Wissensvermittlung für Schüler und Lehrer an Realschulen, Gymnasien und kaufmännischen Berufsschulen. Denn ein hoher Bildungsstandard garantiert den Erfolg des Standorts Deutschland auch in Zukunft.

Zum wissenschaftlichen Engagement der Börse Stuttgart gehören die Bereiche Innovationen und Grundlagenforschung in börsenrelevanten Themen. Mit dem Engagement der Börse Stuttgart soll der Wissenstransfer zwischen unternehmerischer und börslicher Praxis und universitärer Theorie gefördert werden.

Als in der Region stark verwurzelte Institution ist es der Börse Stuttgart wichtig, soziale und kulturelle Projekte in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die Börse Stuttgart unterstützt im kulturellen Bereich zahlreiche Kunstprojekte sowie die Jugendstiftung Baden-Württemberg und fördert in diesem Rahmen das bereits langjährig erfolgreiche Berufsbildungsprojekt "Mitmachen Ehrensache". Mit all diesen Aktivitäten wird die Börse Stuttgart auch zukünftig ihrer Verantwortung gerecht.

Resümee Geschäftslage 2013

Erwartungsgemäß zeigte sich der Geschäftsverlauf der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2013 verhalten und in Teilen rückläufig. Die gedämpfte Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist unter anderem dem anhaltenden Preisdruck in einem gleichzeitig anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld, der nur langsamen Rückkehr der privaten Anleger zum Wertpapiergeschäft und der damit beinahe unveränderten Transaktionstätigkeit sowie der schwachen Volatilität geschuldet. Zusätzlich belastete die Anpassung der QLP-Vergütung, die auf den von der Boerse Stuttgart AG bezogenen Leistungen beruht, die Geschäftsentwicklung der EUWAX AG.

Mit einem breiten Angebot an handelbaren Produkten, höchster Handelsqualität in allen Wertpapieren und passgenauen Services ist die Börse Stuttgart konsequent auf private Anleger ausgerichtet. Auch das hybride Marktmodell, das ein leistungsfähiges elektronisches Handelssystem und die menschliche Expertise von Handelsexperten kombiniert, leistet hier einen wichtigen Beitrag. Die Handelsexperten, die sogenannten QLPs, prüfen Orders und spenden bei Bedarf Liquidität. Orders werden so nicht nur schnell und effizient ausgeführt, sondern auch individuell betreut. Dem schwierigen Marktumfeld wurde erneut durch die stringente Umsetzung der definierten Strategie sowie die kontinuierliche und konsequente Ausrichtung des Handelsplatzes Stuttgart an den Bedürfnissen der Privatanleger erfolgreich entgegengewirkt. Angesichts dessen schätzt die Geschäftsleitung der EUWAX AG die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als zufriedenstellend ein.

Nachtragsbericht

Keine berichtspflichtigen Nachträge.

Risikobericht

Zur Nutzung unternehmerischer Chancen ist das Eingehen von Risiken unvermeidbar. Daher ist es auch nicht das Ziel der Gesellschaft, Risiken grundsätzlich auszuschließen, sondern diese zu beherrschen. Die übergeordnete Zielsetzung an das Risikomanagement der Börse Stuttgart ist die langfristige Sicherstellung der Überlebens- und Leistungsfähigkeit der Unternehmung.

Der nachfolgende Risikobericht beschreibt das Risikomanagementsystem der EUWAX AG sowie die derzeit bekannten Risiken. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Chancen, die sich im Wesentlichen aus positiven Marktentwicklungen bzw. aus für das Börsenwesen positiven regulatorischen Entwicklungen ergeben, nicht in das Risikomanagementsystem einbezogen.

Das Risikomanagementsystem

Die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Mit der operativen Umsetzung zur Einrichtung und dem Betrieb ist das Risikocontrolling beauftragt, welches an die Boerse Stuttgart Holding GmbH ausgelagert ist. Das Risikomanagementsystem ist als Summe aller betrieblichen Regelungen, Prozesse und Methoden zu verstehen, die der Unternehmung eine effektive und effiziente Steuerung ihrer Risiken erlaubt. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems werden nachfolgend beschrieben:

Risikostrategie und -planung

Der Vorstand erarbeitet jährlich eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete und eng mit der Finanzplanung verzahnte Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierbei plant die Geschäftsleitung auf Basis der grundsätzlichen Risikoeinstellung der Börse Stuttgart die zukünftige Risikolage, legt den Risikoappetit fest und leitet daraus Zielvorgaben für die Geschäftsbereiche ab. Alle Planungsprozesse sind gruppenweit harmonisiert und abgestimmt. Zur Festlegung des Risikoappetits muss die absolute Risikotragfähigkeit der Unternehmung bekannt sein, ohne das übergeordnete Ziel der Überlebens- und Leistungsfähigkeit zu gefährden. Entsprechende Methoden sind implementiert.

Risikomanagementprozesse

Das Wissen um die Risikotragfähigkeit und den Risikoappetit alleine genügt nicht. Entscheidend ist die Frage, ob aktuell bestehende und für die Zukunft erwartete Risiken in Sinne eines Soll-/ Ist-Abgleiches hiervon gedeckt sind. Da Risiken naturgemäß nicht offenkundig und oftmals schwer einzuschätzen sind, existieren standardisierte Methoden und Verfahren für alle Risikoarten, die es den Geschäftsbereichen erlauben, Risiken zu erkennen und nach einheitlichen Standards zu bewerten. Risikomanager sind für die Risikosteuerung der ihnen zugewiesenen Risiken verantwortlich. Diese werden basierend auf der durch die Geschäftsführung vorgegebenen Risikostrategie durch geeignete Maßnahmen reduziert, bis ein unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten angestrebtes Optimum erreicht ist. Das Risikocontrolling hat neben der Methodenhoheit die Aufgabe, den Risikomanagementprozess zu begleiten und zu beurteilen, sowie die Umsetzung beschlossener Maßnahmen nachzuhalten.

Governance

Unabhängig von der Behandlung spezifischer Risiken bestehen Governance-Elemente, die allgemein dazu beitragen, die von der Geschäftsleitung gewünschte Steuerung und Überwachung sicherzustellen. So existieren klare Verantwortlichkeitsregelungen für jedes einzelne Risiko. Es existiert eine Funktionstrennung zwischen Risikosteuerung und -überwachung. Ein Risikohandbuch legt die im Risikomanagement zur Anwendung kommenden Prozesse und Methoden unter Einhaltung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und branchenüblicher Standards verbindlich fest. Die im Unternehmen existierenden Prozesse werden risikoorientiert so ausgestaltet, dass unnötige Risiken vermieden werden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die EUWAX AG gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Bei der Gesellschaft sind nachfolgend beschriebene Strukturen und Prozesse implementiert. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell oder funktionell voneinander getrennt sind. Kontrollhandlungen wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip kommen zum Einsatz. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z.B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Die Interne Revision überwacht die Einhaltung dieser Regelungen.

Reporting

Das Risikocontrolling berichtet an den Vorstand und die Risikomanager regelmäßig über die aggregierte Risikosituation. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand, sofern dies geboten erscheint.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Geschäftszweck der EUWAX AG bedingt die Verwendung von Finanzinstrumenten im Sinne des DRS 20.11. Aus diesen resultieren vollumfänglich die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG von 0,08 Mio. € bzw. 0,67 Mio. €. Die Einzelheiten werden im nachfolgenden Risikobericht bei diesen beiden Risikoarten beschrieben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Darstellung von Art und Umfang, der Notwendigkeit der Risikonahme und der Risikosteuerung.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die Methoden der Quantifizierung von Risiken, die dabei eingesetzten Anwendungen und die Prozessabläufe wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die oben beschriebenen Grundsätze des Risikomanagementsystems wurden in diesem Rahmen ebenfalls unverändert beibehalten.

Die Risikoarten

Rangfolge

Die Rangfolge der Risikoarten ergibt sich entsprechend der einheitlichen Bewertungsmethodik aus dem auf die jeweilige Risikoart entfallenden Value-at-Risk und ist aufsteigend in Abbildung 3 dargestellt.

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter verstanden. Dies beinhaltet Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken, Aktienkursrisiken, Rohstoffrisiken, Optionsrisiken sowie Marktliquiditätsrisiken. Die Marktpreisrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Marktpreisrisiken entstehen bei der EUWAX AG aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen für Kunden. Die Haltedauer der Risikopositionen ist in aller Regel sehr kurzfristiger Natur und bewegt sich oftmals im Bereich weniger Minuten. Dadurch ergibt sich eine hohe Depotumschlagshäufigkeit, verbunden mit einer sich ständig ändernden Risikostruktur. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird über einen längeren Zeitraum - zum Beispiel über Nacht - gehalten. Aufgrund der beschriebenen Risikolage ist eine laufende portfoliogerechte Quantifizierung der Marktpreisrisiken über einen herkömmlichen Value-at-Risk-Ansatz nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft setzt deshalb für die Überwachung der Risiken aus der laufenden Handelstätigkeit so genannte Risikolimite ein. Dies sind pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Diese pragmatische Berechnungsmethodik erlaubt eine Risikosteuerung und -überwachung nahezu in Echtzeit. Hedging-Strategien kommen im Rahmen der Risikosteuerung nicht zum Einsatz. Ergänzt wird dieser Ansatz seit dem Jahr 2012 durch die tägliche portfoliogerechte Ex-Post-Bewertung des Wertpapierbestandes zum Ende des Handelstages in Form eines durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten, indexgestützten Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 10 Handelstagen. Dieser Ansatz wird für die strategische Risikosteuerung herangezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Marktpreisrisiken der EUWAX AG aufgrund der unveränderten Risikostrategie qualitativ nicht verändert. Sie ergeben sich überwiegend aus Zinsänderungsrisiken, diese entsprechen 75 % des Gesamtrisikos. Die in Abbildung 3 ersichtlichen Abweichungen ergeben sich aus geschäftsüblichen Bestandsveränderungen.

Im Rahmen des Managements von Marktpreisrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios über alle Einzelgesellschaften hinweg in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gattungen, Länder, Laufzeiten und Währungen. Gleichfalls werden die betroffenen Wertpapierportfolien auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Die Adressenausfallrisiken beziehen sich ausschließlich auf Finanzinstrumente gemäß DRS 20.11.

Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Diese ergeben sich im Wesentlichen als Emittentenrisiken aus Wertpapieren des Handelsbestandes, als Kontrahentenrisiken aus offenen Kontrahentenpositionen sowie als sonstige Ausfallrisiken (Kreditrisiken) aus Kontokorrentbeziehungen und gruppeninternen Ausleihungen. Diese Risiken werden täglich über einen durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten Value-at-Risk auf der Basis ratingbasierter Ausfallraten (Probability of Default, PD) und ebenfalls ratingbasierter Ausfallquoten (Loss given Default, LGD) quantifiziert. Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99 %.

Dieser Ansatz kommt zur strategischen Steuerung des Adressenausfallrisikos zum Einsatz. Die operative Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Kreditlinien, die einer laufenden elektronischen Überwachung unterliegen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Adressenausfallrisiken der EUWAX AG aufgrund der unveränderten Risikostrategie qualitativ ebenfalls nicht verändert. Die in Abbildung 3 ersichtlichen Abweichungen ergeben sich damit auch aus geschäftsüblichen Bestandsveränderungen.

Im Rahmen des Managements von Adressenausfallrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gegenparteien, Länder, Ratingklassen und Branchen. Auch hier werden weiterhin die betroffenen Positionen auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Staatsanleihen der Staaten Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien (GIIPS-Staaten) wurden zum 31.12.2013 nur in geringem Umfang im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit gehalten. Die Kurswerte lagen bei 0,11 Mio. € (Vorjahr 0,03 Mio. €), die sich hieraus ergebenden Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sind weiterhin geringfügig.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können für die EUWAX AG in zweifacher Hinsicht bestehen. Einerseits als dispositives Liquiditätsrisiko (gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen können nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt werden), andererseits als strukturelles Liquiditätsrisiko (zusätzliche Refinanzierungsmittel/ Kapital können nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden).

Die eigene Liquiditätslage der Gesellschaft ist allerdings konstant gut. Finanzielle Engpässe sind 2013 nicht aufgetreten. Diese werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass beide Erscheinungsformen für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Dennoch erfolgt fortlaufend eine Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben.

Operationelle und strategische Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt die Gruppe auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Diese Risiken nehmen bei der Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Zur Quantifizierung der operationellen und strategischen Risiken verwendet die EUWAX AG ebenfalls ein auf eine Monte-Carlo-Simulation gestütztes Value-at-Risk-Konzept über den Zeitraum der laufenden Mittelfristplanung hinweg. Das Konfidenzniveau liegt hier ebenfalls bei 99 %. Die Grundlage hierfür bilden regelmäßige Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen Schadenshöhen und Schadensverläufe.

Im Jahresverlauf 2013 haben sich die operationellen und strategischen Risiken der EUWAX AG auf 13,92 Mio. € (im Vorjahr 15,37 Mio. €) leicht abgebaut. Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf dem Bereich Kunden/Markt/Wettbewerb einschließlich der möglichen Ausgestaltung der Regulierungsinitiativen "Finanztransaktionssteuer" und "MiFiD II".

Nachfolgend werden die wesentlichsten operationellen und strategischen Risiken dargestellt, welche aus Sicht der Gesellschaft im Jahresverlauf 2013 bestanden. Als Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Holding GmbH mit starker Konzernbindung aufgrund gleichartiger Strategien und Geschäftsmodelle und auch einer Vielzahl von Auslagerungsverhältnissen strahlen Risiken von Konzern und Schwestergesellschaften oftmals auf die EUWAX AG aus. Insofern kann die Betroffenheit durch die im Folgenden genannten Risiken auch mittelbar bestehen.

Kundenzufriedenheit / Markt / Wettbewerb

Die Dienstleistungen der Gesellschaft müssen den Kunden einen Mehrwert gegenüber anderen Marktmodellen und Wettbewerbern bieten. Daneben unterliegen die relevanten Wertpapiermärkte in Folge der Finanzmarktkrise einer sich intensivierenden Regulierung, die die Geschäftstätigkeit der EUWAX AG direkt beeinflusst. Weiterhin sieht sich auch der börsengestützte Handel einem harten, zunehmend globalen Wettbewerb durch andere Marktteilnehmer und alternative Handelsmodelle ausgesetzt. Negative Entwicklungen in diesen Bereichen, wie etwa die Einführung einer Finanztransaktionssteuer oder europäische bzw. nationale Produktverbote unter MiFiD II, würden das Unternehmen mit entsprechenden Umsatz- und Ertragsrückgängen treffen, die unter Umständen auch durch entsprechende unternehmerische Gegenmaßnahmen nicht zu kompensieren sind.

Geschäftspartnerrisiken

Die Struktur der Emittenten des Handelssegments Euwax ist von einer relativ hohen Konzentration geprägt. Dadurch ergibt sich eine natürliche, wenn auch sich stetig ändernde, Abhängigkeit von bestimmten Adressen. Im Gegensatz hierzu ist das Marktsegment Euwax Marktführer im deutschen börslichen Handel mit verbrieften Derivaten. Insofern bestehen auch auf Seiten der Emittenten Abhängigkeiten hinsichtlich dieses Marktes als Vertriebsweg. Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Emittenten ist daher eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg unseres Marktmodells.

Mitarbeiterfluktuation

Die EUWAX AG verfügt über eine Vielzahl loyaler und motivierter, in ihren Funktionen aber teilweise hochspezialisierter Mitarbeiter. Hieraus sieht sie sich speziellen Fluktuationsrisiken ausgesetzt, denen sie durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes und attraktive Vergütungsmodelle entgegenwirkt.

Informationstechnologie

Die EUWAX AG ist zur Erbringung ihrer Dienstleistungen, zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Vorgaben und zur Sicherstellung einer effizienten Verwaltung auf die Unterstützung durch leistungsfähige IT-Systeme angewiesen.

Beeinträchtigungen der IT-Systeme, z.B. durch Hardware- oder Systemausfälle, können aus Sicht der EUWAX AG zu unmittelbaren Schäden führen. Weiterhin können sich bei Lieferanten und Betreibern von IT-Systemen Veränderungen ergeben, die umfangreiche Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen. Gleichzeitig ist der Produktlebenszyklus aller eingesetzten Systeme laufend zu überwachen, um einen effizienten und sicheren Betrieb sicherzustellen und entsprechende Pflegemaßnahmen einzuleiten. Die wesentlichen IT-Systeme der EUWAX AG werden von der Boerse Stuttgart AG gestellt.

Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden die Probleme umgehend analysiert, behoben und die Sicherheit nachhaltig verbessert. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen stellen den fortwährenden IT-Betrieb sicher.

Externe Risiken

Zusätzlich bestehen Risiken aus externen Ereignissen, welche in sehr unwahrscheinlichen Szenarien für die Gesellschaft grundsätzlich bestandsgefährdend sein können. Hierzu zählen beispielsweise seltene Katastrophenereignisse, Terroranschläge, Kriege oder Unruhen, die verheerend auf den Firmensitz, die Belegschaft oder das Finanzsystem einwirken. Die Gesellschaft unterhält hier ein Laufend überarbeitetes Konzept zur Geschäftsfortführung in solchen Fällen im Rahmen eines Business Continuity Management (BCM) und hat Maßnahmen zur Reduzierung entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie zur Begrenzung möglicher Schäden bei Eintritt unternommen. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutz- oder sicherheitstechnische Maßnahmen, Ersatzarbeitsplätze und örtlich ungebundene Systemzugänge sowie die redundante Auslegung kritischer IT-Systeme an geografisch verteilte Rechenzentren. Darüber hinaus wurden Risiken, soweit möglich, auf Dritte abgewälzt. So besteht ein umfassender Versicherungsschutz, welcher beispielsweise Elementarrisiken und Betriebsunterbrechungen beinhaltet. Trotzdem kann das Unternehmen aufgrund seiner Größe und Fokussierung auf einen Geschäftssitz verbleibende Restrisiken nicht vollständig ausschließen.

Prognosegüte (Backtesting)

Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value at Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das Risikocontrolling überprüft für alle quantifizierten Risikoarten im Nachgang die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Speziell für die Marktpreisrisiken ist ein regelmäßiges Prüfverfahren (Backtestingverfahren) implementiert, das 2013 überarbeitet wurde. Es überprüft die Bewertungsannahmen der entsprechenden Modelle anhand der tatsächlichen Marktentwicklung und zeigt Anpassungsbedarf auf, der dann kurzfristig in den Modellen vollzogen wird.

Für alle Risikoarten gilt, dass aufgrund der sehr vorsichtigen Messverfahren und dank einer guten Risikosteuerung bislang noch nie Verluste zu verzeichnen waren, die über dem zuvor ermittelten Value at Risk lagen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Gesamtrisikowert war leicht rückläufig und lag zum 31.12.2013 bei 14,67 Mio. €. Zum 31.12.2012 betrug die Summe aller Risikowerte 16,19 Mio. €. Das zur Abdeckung der Risiken vorhandene Risikodeckungspotential ist aufgrund der vorsichtigen Prognose der Geschäftsergebnisse ebenfalls leicht zurückgegangen (32,37 Mio. €; Vj. 34,18 Mio. €). Die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG war im Berichtszeitraum fortwährend gegeben.

Die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen von 5,73 Mio. € werden ebenfalls durch die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel von 77,83 Mio. € deutlich eingehalten.

Abbildung 3: Risikosituation der EUWAX Aktiengesellschaft zum 31.12.2013 und 31.12.2012

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die Entwicklung der EUWAX AG aus Sicht der Geschäftsleitung als Teil des Börsenplatzes Stuttgart für das Jahr 2014. Diese zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein und die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können deshalb wesentlich von den derzeitig erwarteten abweichen.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Politisch war das Jahr 2013 in Deutschland durch die Bundestagswahl Ende September bestimmt. In dem von der großen Koalition vorgelegten Koalitionsvertrag finden sich für die Kapitalmärkte Aussagen, dass die bereits in den letzten Jahren angestoßenen regulatorischen Vorschriften weiter fortgesetzt werden sollen. Am bedeutendsten für die Börse Stuttgart dürfte die geplante Einführung einer Finanztransaktionssteuer sein. Je nach konkreter Ausgestaltung könnten sich zukünftig negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der gesamten Gruppe Börse Stuttgart ergeben. Ohne eine Ausnahme für Market Maker würde der intermediärgestützte Handel finanziell stark belastet werden.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind weiterhin gut und lassen eine Fortsetzung der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten erhoffen. Auch dürften die Notenbanken noch einige Zeit ihre Niedrigzinspolitik fortsetzen, wenn auch mittelfristig eine Zinswende erwartet wird. Derzeit mehren sich die Stimmen, die von einer Überhitzung oder Blasenbildung an den Börsen sprechen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Notenbanken weiterhin sehr vorsichtig agieren, um erneute Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden und die konjunkturelle Erholung nicht zu gefährden.

Strategische Ausrichtung

Die Gruppe Börse Stuttgart bekennt sich weiterhin zu ihrem Fokus auf den Privatanleger und setzt sich kontinuierlich dafür ein, ihre Dienstleistungen und ihr Produktangebot weiter zu verbessern und zu erweitern sowie die Interessen der Privatanleger im Kapitalmarkt zu vertreten. Der EUWAX AG kommt hierbei in ihrer Rolle als QLP am Börsenplatz Stuttgart wie in der Vergangenheit eine wichtige Rolle zu teil. Die Börse Stuttgart beschreitet den Weg in die Zukunft auch weiterhin eigenständig und besitzt hohe Kompetenzen und Ressourcen um ihre Marktstellung rund um den Privatanleger zielgerichtet auszubauen.

Auch im vergangenen Jahr hat die Börse Stuttgart ihre Dienstleistungen mit Blick auf die Anforderungen der Privatanleger weiterentwickelt. Beispielsweise sind die Handelszeiten für in- und ausländischen Aktien, Genussscheine sowie Investmentfondsanteile und ETPs seit 01.03.2013 auf 22 Uhr verlängert worden. Privatanleger haben damit die Möglichkeit auch noch am Abend auf Entwicklungen der amerikanischen Leitmärkte zu reagieren.

Trotz des starken Preisrückgangs bei Gold im Jahr 2013 ist diese Anlageform bei Privatanlegern weiterhin gefragt. Im Oktober 2012 wurde das Produkt EUWAX Gold gestartet, welches mit seiner innovativen Ausgestaltung (z.B. kostenlose Auslieferung und Lagerung) für Investoren interessant ist. Der Goldbestand konnte bis Ende 2013 auf rund zwei Tonnen ausgebaut werden, ein Erfolg, der für das Produkt spricht.

Die Börse Stuttgart wird sich auch im Geschäftsjahr 2014 für die kontinuierliche Verbesserung der Dienstleistungen für Privatanleger einsetzen. Um die Marktposition weiter auszubauen und die Existenz des Handelsplatzes nachhaltig zu sichern, hat sich die Börse Stuttgart 2013 entschlossen, ein eigenständiges Handelssystem einzuführen. Allen Partnern - Banken, Emittenten und natürlich den Privatanlegern - wird damit auch in Zukunft der gewohnt hohe Standard an Servicequalität geboten.

Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Nach einem durchaus erfolgreichen Aktienjahr 2013 blickt die Geschäftsleitung der EUWAX AG mit verhaltener Zuversicht in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2014 prognostizieren wir für die EUWAX AG eine Geschäftsentwicklung, die sich am Geschäftsjahr 2013 orientieren wird.

Ungeachtet der erwarteten Fortsetzung des Anstiegs des DAX auf über 10.000 Punkte, werden die Transaktionstätigkeiten im Jahr 2014 für den Börsenplatz Stuttgart insgesamt auf Niveau des Geschäftsjahres 2013 geschätzt. Das Vertrauen in die Finanzmärkte auf Anlegerseite wird wieder etwas deutlicher zu spüren sein. Die neuen Höchststände wichtiger Indizes sowie das Umfeld niedriger Zinsen werden insbesondere bei Inlandsaktien und Fonds vermutlich zu einer moderaten Belebung der Handelsaktivitäten der privaten Anleger führen. An den Anleihenmärkten lassen sowohl die Entwicklung der Inflationsdaten, das weiterhin niedrige Zinsumfeld, als auch die Dynamik des Wirtschaftswachstums keinen großen Aufwärtstrend erkennen. Zugleich werden die Handelsaktivitäten bei verbrieften Derivaten auf Niveau des Geschäftsjahres 2013 erwartet. Aufgrund der diffizilen Entwicklung der Handelstätigkeiten sowie des anhaltenden Drucks auf die Margen wird für das Geschäftsjahr 2014 keine wesentliche Veränderung des Provisionsergebnisses erwartet.

Eine weitere bedeutende Ertragsquelle der EUWAX AG wird erneut das Nettoergebnis des Handelsbestands darstellen, das neben der Transaktionstätigkeit auch von der Volatilität der Märkte abhängig ist. Für das Geschäftsjahr 2014 werden keine exogenen Schocks und infolgedessen Märkte mit einer mäßigen Schwankungsintensität erwartet. Der VDAX-New wird von uns in einer Spanne von 15 und 20 Punkten prognostiziert. Durch schwankungsarme Märkte kann die Festigung und Rückkehr des Anlegervertrauens bestärkt werden. Eine leichte Steigerung des Nettoergebnisses des Handelsbestands ist nur in Zusammenhang mit der Entwicklung der dargestellten Parameter denkbar.

Da die EUWAX AG bereits eine solide Kostenbasis erreicht hat, wird für das Geschäftsjahr 2014 keine bedeutende Veränderung der Gesamtaufwendungen erwartet.

Zur internen Steuerung der Ertragskraft wird auf das Ergebnis vor Steuern bzw. das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sowie die Cost-Income-Ratio abgestellt. Aufgrund des prognostizierten konstanten Ertrags- und Aufwandsniveaus in 2014 werden die Cost-Income-Ratio7 sowie die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)8 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2013 erwartet.

Im Geschäftsjahr 2014 werden keine wesentlichen Investitionen bei der EUWAX AG anfallen. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgt nach wie vor aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken stellt einen weiteren Risikopuffer für die EUWAX AG dar, er wird im Geschäftsjahr 2014 durch die gesetzlich notwendige Zuführung weiter erhöht werden.

Die vorgehaltene Liquidität ermöglicht der EUWAX AG auch weiterhin die Erbringung ihrer Zahlungsverpflichtungen, die Erfüllung ihrer Aufgaben als QLP sowie die Einhaltung regulatorischer Liquiditätsanforderungen.

Wesentliche Chancen für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Zusätzlich zu den Einschätzungen, die in diesem Prognosebericht beschrieben werden, gibt es weitere Chancen, die die Ergebnisperspektiven im Jahr 2014 in positiver Hinsicht beeinflussen könnten.

Mit der Rückkehr des Vertrauens in das Wertpapiergeschäft kann eine bedeutende Zunahme der Transaktionstätigkeit einhergehen. Sofern sich zusätzlich die wichtige Erkenntnis bei den Anlegern durchsetzt, dass wer Rendite oberhalb der Inflationsrate erwirtschaften will, an den Kapitalmärkten investieren muss, könnte dies ebenfalls eine positive Wirkung entfalten. Insbesondere im Derivatehandel könnte neben der hohen Schwankungsintensität der Märkte auch die Etablierung einer neuen Anlagekultur, in der die Chancen des Kapitalmarkts effektiver und dynamischer genutzt werden, zu einem Anstieg der Transaktionstätigkeit führen und könnte damit die Entwicklung der Erträge positiv beeinflussen.

7 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

8 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

Ein exogener, unerwarteter Schock korreliert mit hohen Kursbewegungen der Aktienmärkte und bedingt zudem ein erhöhtes Handelsaufkommen, was auf die erhöhte Anzahl an Kauf- und Verkaufsorders zurückzuführen ist.

Aus solchen Szenarien, die die spürbare Belebung der Handelsaktivitäten voraussetzen, würden sich dann auch Perspektiven für eine erheblich günstigere Geschäftsentwicklung der EUWAX AG im Jahr 2014 eröffnen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG will die bewährte Marktposition der EUWAX AG auch in Zukunft ausbauen. Nur mit modernster Informationstechnologie können wir langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichern und unserer Zielgruppe, den privaten Investoren, schnelle, effiziente und verlässliche Dienstleistungen anbieten. Deshalb hat die Börse Stuttgart in 2013 in enger Abstimmung mit den Handelsteilnehmern die Einführung eines neuen Börsenhandelssystems auf den Weg gebracht, bei dem die Börse Stuttgart künftig eigenständig über Weiterentwicklungen entscheiden kann. Innovationen zugunsten privater Anleger lassen sich so schneller umsetzen. Dies unterstreicht unseren Anspruch, Privatanlegern auch in Zukunft hohe Servicequalität, Sicherheit und beste Preise im Wertpapierhandel zu bieten. Neben leistungsfähiger IT spielt für uns der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle. Das zeigt sich unter anderem in dem erfolgreich etablierten hybriden Marktmodell am Börsenplatz Stuttgart.

Insbesondere die weiteren Entscheidungen bezüglich der Einführung und Ausgestaltung einer Finanztransaktionssteuer können die Geschäftsentwicklung der EUWAX AG zukünftig stark belasten. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet die Geschäftsleitung der EUWAX AG unter anderem aufgrund des beständigen Aufwandsniveaus sowie der prognostizierten konstanten Transaktionstätigkeit keine wesentlichen Veränderungen der Geschäftsentwicklung.

Wir beabsichtigen den erwarteten Marktentwicklungen im Geschäftsjahr 2014 durch die weitere stringente Umsetzung der definierten Strategie erfolgreich zu begegnen. Die Dienstleistungen und neuen Angebote werden weiterhin konsequent an den Bedürfnissen der privaten Anleger ausgerichtet, um auch zukünftig die Stellung der Börse Stuttgart als führende Privatanlegerbörse zu sichern. Deshalb sieht die Geschäftsleitung die EUWAX AG für die Zukunft, insbesondere für das Geschäftsjahr 2014, gut gerüstet.

Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital sind im Anhang der EUWAX AG unter der Ziffer 11 angegeben.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen

Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht.

Stimmrechtskontrolle bei Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital

Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären.

Ernennung und Abberufung des Vorstands

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit den §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 4 Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur diese Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2013 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2013 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich des Aktienrückkaufs

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 02.07.2010 zum Erwerb eigener Aktien sowie deren späteren Verwendung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 AktG ermächtigt. Dabei wird die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis 10 % des Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 01.07.2015.

Sonderregelung für den Fall des Wechsels der Unternehmenskontrolle

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmer bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vorstandsbezüge

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle zum 31.12.2013 im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX AG. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Bei der Ausgestaltung des angemessenen Vergütungssystems für die Geschäftsleiter der Boerse Stuttgart Holding GmbH wurden die geltenden Vorschriften - auch die für Finanzdienstleistungsinstitute - eingehalten.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 entbunden.

Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 110 T€ (Vj. 113 T€). Davon entfallen 73 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 37 T€ (Vj. 38 T€) auf die Sitzungsgelder. Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" (link: http://www.euwax-ag.de/investor+relations/corporate+governance /corporate+governance.html) zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht der EUWAX AG ist die Erklärung im Berichtsteil "Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance Bericht" abgedruckt.

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart zum 31.12.2013 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Stuttgart, 11. März 2014

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf (Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2013

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

AKTIVA

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31.12.2013

31.12.2012

T€
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 35.290.295,74 36.349
b) andere Forderungen 0,00 5
35.290.295,74 36.355
2. Handelsbestand 485.151,09 1.088
3. Sachanlagen 244.812,00 177
4. Sonstige Vermögensgegenstände 64.184.114,90 64.537
5. Rechnungsabgrenzungsposten 7.978,52 7
Summe Aktiva 100.212.352,25 102.164
Passiva
31.12.2013

31.12.2012

T€
1. Handelsbestand 0,00 1
2. Sonstige Verbindlichkeiten 9.165.223,03 12.694
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0,45 0
4. Rückstellungen
-) andere Rückstellungen 1.017.286,97 934
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.149.158,21 5.653
davon Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB € 6.309.158,21 (Vj. T€ 4.813)
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150
b) Kapitalrücklage 21.067.750,00 21.068
c) Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
ca) andere Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
d) Bilanzgewinn 0,00 0
82.880.683,59 82.881
Summe Passiva 100.212.352,25 102.164

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

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01.01.-31.12.2013

01.01.-31.12.2012

T€
1. Zinserträge aus -) Kredit- und Geldmarktgeschäften 604.952,76 1.233
2. Zinsaufwendungen 26.325,02 23
578.627,74 1.209
3. Provisionserträge 10.258.880,62 14.728
4. Provisionsaufwendungen 10.588,02 6
10.248.292,60 14.722
5a. Ertrag des Handelsbestands 43.503.470,20 41.886
5b. Aufwand des Handelsbestands 30.041.951,82 28.852
davon Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 1.495.775,88 (Vj. T€ 1.449)
13.461.518,38 13.035
6. Sonstige betriebliche Erträge 835.225,06 1.514
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.772.926,43 5.932
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 795.908,97 790
darunter für Altersversorgung € 55.419,89 (Vj. T€ 59)
6.568.835,40 6.722
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.791.104,79 5.560
12.359.940,19 12.282
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 55.084,49 106
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.035,42 7
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 12.705.603,68 18.085
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.344.931,52 5.976
davon Steuerumlage € 3.847.037,99 (Vj. T€ 5.478)
12. Sonstige Steuern 6.259,40 12
4.351.190,92 5.988
13. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 8.354.412,76 12.097
14. Jahresüberschuss 0,00 0
15. Bilanzgewinn 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeines

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart (nachfolgend EUWAX AG), ist als amtlich notierte Aktiengesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB i. V. m. § 264d HGB bzw. § 340a Abs. 1 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags (Handelsaktiva) bzw. eines Risikozuschlags (Handelspassiva) angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Bedarfsfall.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer des Anlagevermögens

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Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 Jahre
Sachanlagen 3-13 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 150,00 € ("geringwertige Wirtschaftsgüter") werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der "Poolbewertung" über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden zum Barwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Posten im Jahresabschluss erfolgt gemäß den §§ 256a bzw. 340h HGB.

B. Erläuterungen zur Bilanz

3. Forderungen an Kreditinstitute

Für diesen Bilanzposten ergibt sich die folgende Fristengliederung:

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T€ bis 3 Monate
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Täglich fällig 35.290 36.349
Andere Forderungen 0 5
Forderungen an Kreditinstitute 35.290 36.355

Im Posten sind keine Forderungen an verbundene oder beteiligte Unternehmen enthalten (Vj. 0 T€).

4. Handelsbestand (Handelsaktiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelsaktiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Der Risikoabschlag wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode quantifiziert. Der Value-at-Risk aus Marktpreisrisiken wird mit einem angenommenen Konfidenzniveau von 99 % auf Sicht eines Tages errechnet. Die kurze Haltedauer spiegelt den sehr kurzfristig angelegten Risikomanagementprozess wider. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere sind mit seltenen Ausnahmen als sehr liquide einzustufen, sodass Positionen bei Bedarf sofort geschlossen werden können.

Zur eigentlichen Bewertung werden die Bestände zu Gattungsgruppen zusammengefasst. Die Kurswerte je Gattungsgruppe werden mit einem Faktor multipliziert, um die mögliche negative Schwankungsbreite der einzelnen Wertpapierarten pauschal (auf Grundlage von Expertenschätzungen) zu ermitteln. Die pauschalierten negativen Schwankungsbreiten sind so bemessen, dass i.d.R. selbst außergewöhnlich hohe Over-Night-Verluste abgedeckt werden können.

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T€ Buchwert* Marktwert Risikoabschlag
31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 64 775 64 780 0 5
Stückzinsforderungen 2 28 2 28 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 66 803 66 809 0 5
Optionsscheine 0 2 0 2 0 0
Zertifikate 17 0 17 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestands 17 2 17 2 0 0
Aktien/Fonds 402 282 402 282 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 402 282 402 282 0 0
Gesamtbestand Handelsaktiva 485 1.088 486 1.093 0 5

* Buchwert= Marktwert abzgl. Risikoabschlag

4.1 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Der Nominalbetrag zum 31.12.2013 beträgt 84 T€ (Vj. 910 T€).

Die zum Buchwert bilanzierten Wertpapiere haben in Höhe von 42 T€ (Vj. 42 T€) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die anteiligen Zinsen darauf betragen 2 T€ (Vj. 0 T€).

Eine Bonitätsveränderung des Emittenten kann Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit zukünftiger Zahlungsströme des jeweiligen Wertpapiers beeinflussen.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 17 T€ (Vj. 5 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Im Berichtsjahr erfolgten keine Zuschreibungen (Vj. 6 T€).

4.2 Derivative Finanzinstrumente (Handelsaktiva)

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Hierbei handelt es sich überwiegend um indexbezogene Partizipationszertifikate. Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können. Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Nr. 20 HGB aus nominal 2.000 Stück (Vj. 2.1 11.000 Stück) Optionsscheinen und nominal 44.355 Stück (Vj. 0 Stück) Zertifikaten zusammen.

4.3 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Handelsaktiva)

Unter diesem Bilanzposten werden Aktien und Fonds des Handelsbestandes ausgewiesen, die Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt sind. Die bestehenden Risiken können sich auf zukünftige Zahlungsströme sowie auf Verkaufserlöse der Papiere auswirken.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 10 T€ (Vj. 114 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen in Höhe von 245 T€ (Vj. 177 T€) beinhalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

6. Sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 63.749 64.104
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 0)
Steuererstattungsansprüche 413 433
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 256 (Vj. T€ 332)
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 22 0
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 0)
Sonstige Vermögensgegenstände 64.184 64.537

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen ein an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährtes Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen (62.971 T€, Vj. 63.189 T€) sowie Forderungen gegenüber der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, aus erbrachten QLP-Dienstleistungen (774 T€, Vj. 915 T€).

Das in den Steuererstattungsansprüchen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG wurde zum Barwert angesetzt.

7. Handelsbestand (Handelspassiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelspassiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Die Ermittlung des Risikozuschlags erfolgt analog zur Berechnung des Risikoabschlags auf Handelsaktiva (siehe 4. Handelsbestand - Handelsaktiva).

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T€ Buchwert* Marktwert Risikozuschlag
31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 0 1 0 1 0 0
Stückzinsforderungen 0 0 0 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands 0 1 0 1 0 0
Optionsscheine 0 0 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Gesamtbestand Handelspassiva 0 1 0 1 0 0

* Buchwert = Marktwert zzgl. Risikozuschlag

8. Sonstige Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.634 12.357
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 8.634 (Vj. T€ 12.357)
Sonstige Verbindlichkeiten 532 337
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 532 (Vj. T€ 337)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.165 12.694

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten hauptsächlich den noch abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2013 (8.354 T€, Vj. 12.097 T€) sowie die Ertragssteuerumlage (279 T€, Vj. 123 T€) an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 463 T€ (Vj. 94 T€).

9. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 1.017 T€ (Vj. 934 T€) beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für die voraussichtlichen Leistungsbonifikationen in Höhe von 447 T€ (Vj. 365 T€), die Abschluss- und Prüfungskosten (207 T€, Vj. 226 T€) sowie die Aufsichtsratsvergütung (110 T€, Vj. 113 T€).

Die Restlaufzeiten der anderen Rückstellungen, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung (21 T€) und der Rückstellung für zukünftige Betriebsprüfungen (9 T€), sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB besteht eine Abzinsungspflicht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Höhe der Abzinsung beträgt im Geschäftsjahr 12 T€ (Vj. 0 T€).

10. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB sind zum Bilanzstichtag insgesamt 7.149 T€ (Vj. 5.653 T€) eingestellt.

Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von 1.496 T€ (Vj. 1.449 T€) betrifft in voller Höhe die gesetzliche Einstellung nach § 340e Abs. 4 HGB.

11. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel (Anlage 4) ausführlich dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31.12.2013 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Beteiligung am Kapital

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, ist zum 31.12.2013 mit 84,07 % direkt am Kapital der EUWAX AG beteiligt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % bestehen nicht.

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2013 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2013 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Gewinnrücklagen

Seit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, werden alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

12. Zinserträge

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften resultieren im Wesentlichen aus dem an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährten Darlehen (554 T€, Vj. 1.079 T€).

13. Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten zum Großteil die von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, an die EUWAX AG bezahlten QLP-Vergütungen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als Quality-Liquidity-Provider einen prozentualen Anteil an dem von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, vereinnahmten Transaktionsentgelt.

14. Ertrag und Aufwand des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften, Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands, vereinnahmte Stückzinsen und Dividenden von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB.

15. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 835 T€ (Vj. 1.514 T€) beinhalten hauptsächlich Erträge aus Primärmarktaktivitäten in Höhe von 498 T€ sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 217 T€.

Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um einen reduzierten Beitragsbescheid der EdW für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 77 T€ sowie um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (70 T€).

16. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, für die EUWAX AG erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich (2.671 T€, Vj. 2.578 T€) enthalten. Darüber hinaus sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Handelstätigkeit in Höhe von 2.376 T€ (Vj. 1.986 T€) enthalten.

Ferner sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 99 T€ enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen eine erhöhte BaFin-Umlage für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 83 T€.

17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt.

Über eine Steuerumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft wird die EUWAX AG mit einem fiktiven Steueraufwand belastet. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 3.847 T€ (Vj. 5.478 T€).

Daneben ist im Steueraufwand die Körperschaftsteuer (472 T€, Vj. 472 T€) nebst Solidaritätszuschlag (26 T€, Vj. 26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, da kein außerordentliches Ergebnis ausgewiesen wird.

D. Sonstige Angaben

18. Arbeitnehmer und Organe

Arbeitnehmer

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2013 2012
Angestellte im Handel 53 57
Angestellte in der Verwaltung 13 10
Praktikanten 10 11
Summe der Beschäftigten 76 78

Angaben gerundet und im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB betrug im Berichtsjahr 66 (Vj. 67).

Die Herren Christoph Lammersdorf und Ralph Danielski sind zum 31.12.2013 bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, als Geschäftsführer und darüber hinaus als Vorstände der EUWAX AG bestellt.

Bei der Ausgestaltung des angemessenen Vergütungssystems für die Geschäftsleiter der Boerse Stuttgart Holding GmbH wurden die geltenden Vorschriften - auch die für Finanzdienstleistungsinstitute - eingehalten.

Mitglieder des Vorstands

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Mitglieder des Vorstands Zuständigkeitsbereiche / Weitere Mandate
Christoph Lammersdorf Vorsitzender des Vorstands Diplom-Physiker Unternehmensführung Weitere Mandate: - Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH - Vorsitzender des Vorstands der Boerse Stuttgart AG - Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Securities GmbH (bis 25.02.2013) - Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Chairman) - Kuratorium Stiftung Kreditwirtschaft - Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Rechnen - Kuratorium Fachhochschule Organisation und Management Stuttgart - Kuratorium Stiftung Katholische Kirche Stuttgart - Kuratorium der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart - Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e. V.
Ralph Danielski Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands Bankkaufmann Märkte & Services Weitere Mandate: - Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH - Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Securities GmbH - Board of Directors der Nordic Growth Market NGM AB (Member) - Mitglied des Börsenrates der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse

Vorstandsvergütung

Die Vergütungen der Vorstände werden von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.2011 bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2015 entbunden.

Mitglieder des Aufsichtsrats / Prüfungsausschusses

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Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Thomas Munz Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e. V. Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG
Dr. Michael Völter Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Holding AG, Ressort Finanzen Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Gebäudeversicherung AG Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherung AG Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG S.V. Holding AG Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG FidesSecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler GmbH Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH
Dr. Christian Holzherr Geschäftsführer Finanzen und Portfoliomanagement der Ferdinand Piëch Holding GmbH Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG Frank plastic AG (seit 15.11.2013) Herrenknecht AG
Thomas Kölbl (seit 20.06.2013) Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Ressort Finanzen und Rechnungswesen Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts Boerse Stuttgart Holding GmbH (seit 20.06.2013) Boerse Stuttgart AG (seit 20.06.2013) AGRANA Bioethanol GmbH AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH AGRANA J & F Holding GmbH AGRANA Stärke GmbH AGRANA Zucker GmbH BENEO GmbH CropEnergies AG Freiberger Holding GmbH Mönnich GmbH PortionPack Europe Holding B.V. Raffinerie Tirlemontoise S.A. Saint Louis Sucre S.A. Südzucker Polska S.A. Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH
Ingo Mandt (seit 02.12.2013) Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Finanzen/Controlling und Beteiligungen Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts (seit 19.11.2013) Boerse Stuttgart Holding GmbH (seit 01.12.2013) Boerse Stuttgart AG (seit 01.12.2013) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft LBBW Bank CZ a.s. (Vorsitzender) LBBW Immobilien Management GmbH LBBW Luxemburg S.A. (Vorsitzender) LHI Leasing GmbH S Rating und Risikosysteme GmbH
Horst Marschall (bis 20.06.2013) Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergische Bank i.R. Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 20.06.2013) Boerse Stuttgart AG (bis 20.06.2013) Karlsruher Sport-Club
Dr. Manfred Pumbo Leiter Controlling/Risikomanagement Württembergische Versicherung AG Mitglied des Vorstands der Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG Boerse Stuttgart Holding GmbH Boerse Stuttgart AG Auto-Staiger Verwaltungs-GmbH Bau- und WohnungsVerein Stuttgart
Hans-Joachim Strüder (bis 30.09.2013) Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg i. R. Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts (bis 30.09.2013) Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH (bis 30.09.2013) Boerse Stuttgart Holding GmbH (bis 30.09.2013) Boerse Stuttgart AG (bis 30.09.2013) Universal-Investment-Gesellschaft mbH (bis 31.12.2013) Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank (bis 01.11.2013) LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH (bis 31.03.2013) LBBW Luxemburg S.A. (bis 31.03.2013)

Die Herren Horst Marschall und Hans-Joachim Strüder haben im Geschäftsjahr 2013 ihre Aufsichtsratsmandate form- und fristgerecht nach § 7 Abs. 6 der Satzung niedergelegt. Herr Marschall schied am 20.06.2013 mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, Herr Strüder am 30.09.2013 aus dem Aufsichtsrat aus.

Im Geschäftsjahr 2013 waren die folgenden Aufsichtsräte ebenfalls Mitglied im Prüfungsausschuss:

Dr. Michael Völter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses)
Dr. Manfred Pumbo
Dr. Christian Holzherr (seit 01.10.2013)
Horst Marschall (bis 20.06.2013)
Hans-Joachim Strüder (von 20.6.2013 bis 30.09.2013)

Aufsichtsratsvergütung / Vergütung Prüfungsausschuss

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 110 T€ (Vj. 113 T€). Davon entfallen 73 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 37 T€ (Vj. 38 T€) auf die Sitzungsgelder.

Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die EUWAX AG ist aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bis ins Jahr 2020 in Höhe von 168 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€ mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitigem Kündigungsrecht ohne Einhaltung einer Frist.

Die EUWAX AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin (EdW). Neben den jährlichen Regelbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls "Phoenix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Die Erhebung solcher Sonderbeiträge führt in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der EUWAX AG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, abzuführen.

Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zum 01.01.2009 wurde der komplette Verwaltungsbereich von der EUWAX AG auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, verlagert. Für diese Dienstleistungen entrichtet die EUWAX AG ein jährliches anzupassendes Entgelt. Im Berichtszeitraum betrug die Vergütung insgesamt 2.671 T€.

20. Kapitalflussrechnung

Für detaillierte Erläuterungen verweisen wir auf die diesem Abschluss beigefügte Kapitalflussrechnung (Anlage 5).

Im Jahresergebnis vor Gewinnabführung sind Zinszahlungen in Höhe von 26 T€ (Vj. 23 T€) und Ertragssteuerzahlungen in Höhe von 4.093 T€ (Vj. 6.645 T€) enthalten.

Der Finanzmittelbestand setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2013 31.12.2012
Flüssige Mittel 35.290 36.355
(Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von bis zu 90 Tagen)
davon: täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute 35.290 36.349
davon: andere Forderungen an Kreditinstitute 0 5
Finanzmittelbestand 35.290 36.355
(Barreserve und kurzfristige Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr)

21. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Gruppenstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Für die Erbringung und Inanspruchnahme von Konzernleistungen bestehen einheitliche vertragliche Regelungen. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden folgende Leistungsbeziehungen zwischen der EUWAX AG und anderen verbundenen Unternehmen:

Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

An die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart, dem Mutterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, wurden im Berichtsjahr Mitgliedsbeiträge in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) entrichtet.

Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH

Für die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart, dem Tochterunternehmen der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart, wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 222 T€ (Vj. 208 T€) unter anderem für Einbeziehungen (181 T€, Vj. 161 T€) und die Teilnahme am Börsenhandel (30 T€, Vj. 30 T€) gemäß dem Entgeltverzeichnis bzw. der Gebührenordnung der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse verbucht.

Zum Bilanzstichtag bestehen weder Forderungen (Vj. 0 T€) noch Verbindlichkeiten (Vj. 0 T€).

Boerse Stuttgart Holding GmbH

Von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, dem Mutterunternehmen der EUWAX AG, wurden im Geschäftsjahr Zinserträge aus der Darlehensgewährung in Höhe von 554 T€ (Vj. 1.079 T€) sowie im Vorjahr zu viel bezahlte Miet- und Nebenkosten in Höhe von 32 T€ (Vj. 0) vereinnahmt.

Die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 6.619 T€ (Vj. 8.294 T€) resultieren aus der Konzernsteuerumlage in Höhe von 3.847 T€ (Vj. 5.478 T€), der Verwaltungsumlage (2.671 T€, Vj. 2.578 T€) sowie den Miet- und Nebenkosten für die Büroräume der Gesellschaft (101 T€, Vj. 238 T€).

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen in Höhe von 62.971 T€ (Vj. 63.189 T€) aus dem gewährten Darlehen für die konzerneinheitliche Vermögensverwaltung zuzüglich der darauf enfallenden Zinsen.

Verbindlichkeiten in Höhe von 8.633 T€ (Vj. 12.357 T€) bestehen zum 31.12.2013 aus der noch vorzunehmenden Gewinnabführung für das laufende Geschäftsjahr (8.354 T€, Vj. 12.097 T€) sowie aus der Ertragssteuerumlage in Höhe von 279 T€ (Vj. 260 T€).

Boerse Stuttgart AG

Die EUWAX AG vereinnahmte von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr Erträge aus ihrer QLP-Tätigkeit in Höhe von insgesamt 10.216 T€ (Vj. 14.717 T€).

Aus diesem Sachverhalt resultieren zum 31.12.2013 Forderungen in Höhe von 774 T€ (Vj. 915 T€). Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

T.I.Q.S. GmbH & Co. KG

Für die von der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG, Stuttgart, ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, in Anspruch genommene Nutzung einer Handelsplattform sind Aufwendungen in Höhe von 0 T€ angefallen (Vj. 0 T€).

Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€). Aus oben genanntem Sachverhalt resultieren Verbindlichkeiten in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

Boerse Stuttgart Securities GmbH

Die EUWAX AG vereinnahmte von der Boerse Stuttgart Securities GmbH, Stuttgart, ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, aus Handelstätigkeiten für das Geschäftsjahr Erträge in Höhe von insgesamt 28 T€ (Vj. 0 T€).

Aus diesem Sachverhalt resultieren zum 31.12.2013 Forderungen in Höhe von 4 T€ (Vj. 0 T€). Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Nahestehende Personen und Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Personen und weiteren nahestehenden Unternehmen fanden im Berichtszeitraum nicht statt (Vj. 0 T€).

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH

Am 16.05.2007 hat die EUWAX AG mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Der Vertrag ist am 12.02.2008 mit Eintragung im Handelsregister wirksam geworden. Er wurde für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährt den außenstehenden Aktionären der EUWAX AG für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft nach dem Inkrafttreten des Vertrags - und somit erstmalig für das Geschäftsjahr 2008 - als angemessenen Ausgleich im Sinne des § 304 AktG die Zahlung einer Garantiedividende in Höhe von brutto 3,85 € je Inhaber-Stückaktie.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, hat sich ferner verpflichtet, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der EUWAX AG dessen Aktien gegen Abfindung zu erwerben. Die Holding gewährt den außenstehenden Aktionären eine Barabfindung von 40,82 € zzgl. Zinsen je Inhaber-Stückaktie. Die Verpflichtung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zum Erwerb der Aktien ist befristet. Von mehreren außenstehenden Aktionären wurde ein Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Barabfindung (sog. Spruchverfahren) gestellt, so dass die Frist aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwei Monate nach dem Tag, an dem die endgültige Entscheidung in diesem Verfahren (z.B. Beschluss des Gerichts oder Vergleich) im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, endet. Die voraussichtliche Dauer des Verfahrens ist der Gesellschaft nicht bekannt.

22. Honorar für den Abschlussprüfer

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T€ 2013 2012
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 136 145
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 32 32
Honorar für Steuerberatungsleistungen 4 10
Honorar für sonstige Leistungen 0 0
Gesamtes Honorar des Abschlussprüfers 172 187

23. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der EUWAX AG

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" (link: http://www.euwax-ag.de/investor+relations/corporate+governance/corporate+governance.html) zugänglich gemacht worden.

24. Mitteilung nach § 21 WpHG

Am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft Börsenstraße 4 D-70174 Stuttgart

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns gemäß §§ 25,24 folgendes mitgeteilt:

1. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 03.12.2007 unmittelbar und mittelbar über die boerse-stuttgart Holding GmbH Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben, die insgesamt 8,85 % der Stimmrechte (dies entspricht 455.829 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft überschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 8,85 % (455.829 Stimmen) betragen.

2. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 06.12.2007 unmittelbar Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart zu erwerben, die 1,46 % der Stimmrechte (75.000 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 1,46 % (75.000 Stimmen) betragen.

3. Unter Bezugnahme auf die Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG vom 03.12.2007 teilt die boerse-stuttgart Holding GmbH mit, dass sie am 06.12.2007 keine Finanzinstrumente mehr hielt, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben. An diesem Tag hätte die boerse-stuttgart Holding GmbH, stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 0,00 % (0 Stimmen) betragen.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

Ebenfalls am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft

Börsenstraße 4

D-70174 Stuttgart

Korrekturveröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns unter Korrektur ihrer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 04.12.2007) folgendes mitgeteilt:

Unter Korrektur unserer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 4.12.2007) teilen wir mit, dass der Stimmrechtsanteil der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. an der EUWAX Aktiengesellschaft von derzeit 83,85 % (dies entspricht 4.318.330 Stimmen) von der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. seit dem 4.12.2007 nicht mehr unmittelbar im Sinne des § 21 Abs. 1 WpHG gehalten, sondern dieser wie folgt zugerechnet wird:

75 % + 1 Stimmrecht (dies entspricht 3.862.501 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die boerse-stuttgart Holding GmbH zugerechnet;
7,39 % (dies entspricht 380.829 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet und zwar 302.551 Stimmrechte über Herrn Hans-Peter Bruker und 78.278 Stimmrechte über Herrn Harald Schnabel;
weitere 1,46 % (dies entspricht 75.000 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG zugerechnet.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

25. Konzernverhältnisse/ -abschluss

Der Jahresabschluss der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2013 wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister über den Bundesanzeiger veröffentlicht.

26. Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht aktiviert. Die temporären Differenzen in Höhe von 5 T€ (Vj. 10 T€), auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, betreffen im Wesentlichen die Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei der Bildung von Rückstellungen und führen zu einer zukünftigen Steuerentlastung in Höhe von 2 T€. Die Bewertung der latenten Steueransprüche erfolgt mit dem jeweiligen im Zeitpunkt der Realisierung gültigen Steuersatz. Für die Berechnung wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,53 % zugrunde gelegt.

27. Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.

Stuttgart, 11. März 2014

Der Vorstand der EUWAX AG

Christoph Lammersdorf (Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

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Anschaffungs-/Herstellkosten
31.12.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
b) Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 346.797,29 195.573,49 231.357,87 311.012,91
Gesamt 1.358.357,30 195.573,49 231.357,87 1.322.572,92

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Abschreibungen
31.12.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
b) Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.763,29 55.084,49 158.646,87 66.200,91
Gesamt 1.181.323,30 55.084,49 158.646,87 1.077.760,92

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Buchwerte
31.12.2012 31.12.2013
--- --- ---
I. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
b) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.034,00 244.812,00
Gesamt 177.034,00 244.812,00

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2012 - 31. Dezember 2013

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

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Gezeichnetes Kapital Stückaktien Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Eigenkapital
Stand am 01.01.2012 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 12.096.855,82 12.096.855,82
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -12.096.855,82 -12.096.855,82
Stand am 31.12.2012 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Stand am 01.01.2013 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 8.354.412,76 8.354.412,76
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -8.354.412,76 -8.354.412,76
Stand am 31.12.2013 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59

Kapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2013

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

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T€ 01.01.-31.12.2013 01.01.-31.12.2012
Jahresergebnis vor Gewinnabführung 8.354 12.097
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 55 106
Buchgewinne (-) / -Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -33 0
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen* -2 0
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen für Aufbewahrung und zukünftiger Betriebsprüfungen -2 0
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen (+/-) 1.496 1.449
Cash Flow 9.871 13.652
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen, sonstiger Vermögensgegenstände und anderer Aktiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 955 814
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Wertpapiere 602 -112
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 352 926
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 85 -852
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 212 -1.621
CASH FLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11.122 11.992
Investitionen (-) in Sachanlagen -196 -51
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Sachanlagen 106 0
CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -90 -51
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -12.097 -16.771
Gewinnabführung aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrages -12.097 -16.771
CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -12.097 -16.771
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS -1.064 -4.830
FINANZMITTELBESTAND
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 36.355 41.185
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 35.290 36.355
davon: Bankguthaben 35.290 36.355

* Im Vorjahr erfolgte der Ausweis bei den kurzfristigen Rückstellungen

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 11. März 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Frey, Wirtschaftsprüfer

Seifert, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Stuttgart, 11. März 2014

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zum Geschäftsjahr 2013

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich geprüft, überwacht und beratend begleitet.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat seit langem zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Sachgerechtigkeit dieser Berichterstattung und diskutiert über gegebenenfalls notwendige Anpassungen. Dazu verfolgt er die aktuellen gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Vorhaben.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat stets frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus Sicht des Aufsichtsrats neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht ein Prüfungsausschuss, der die Arbeit im Gesamtgremium effektiv unterstützt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie mit Organisation, Tätigkeit und Feststellungen der Internen Revision, der Finanzberichterstattung des Unternehmens sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Neben dem Prüfungsausschuss bestehen keine weiteren Ausschüsse.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

In seinen insgesamt fünf ordentlichen Sitzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, an denen durchgängig alle Mitglieder teilnahmen, wurde der Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes informiert. Außerordentliche Aufsichtsratssitzungen fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

Auch zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage sowie quartalsweise den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Hervorzuheben sind insoweit die regelmäßig monatlich fest vereinbarten Gespräche über Geschäftsvorgänge zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands. Im Bedarfsfall nimmt an diesen Terminen auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teil.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden bis auf zwei Beschlüsse, die im Umlaufverfahren gefasst worden sind, alle erforderlichen Beschlüsse in den Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Der Prüfungsausschuss hielt im vergangenen Geschäftsjahr zwei Sitzungen ab, an denen jeweils alle Mitglieder teilnahmen. Zusätzlich nahm an allen Sitzungen der Vorsitzende des Vorstands teil sowie auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats. In seiner ersten Sitzung am 16.04.2013 bereitete der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers und des Bereichsleiters Finanzen die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss im Beisein der fachlichen Leiter die Jahresberichte 2012 der Internen Revision, des Risikocontrollings und Compliance-Funktion. Des Weiteren gab er dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. In der zweiten Sitzung am 18.10.2013 wurden im Wesentlichen die Ausschreibung zur Abschlussprüfung für die Geschäftsjahre 2014 ff., die Jahresplanung 2014 der Internen Revision sowie die Unternehmensplanung 2014 - 2016 im Hinblick auf die Zustimmungsentscheidung des Aufsichtsrats behandelt. In dieser Sitzung wurden auch die Ausführungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanz- und Zwischenlageberichts 2013 und die Jahresplanung 2014 entgegengenommen. Bereits vor seiner Veröffentlichung am 14.08.2013 hatten sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit dem Halbjahresbericht im schriftlichen Verfahren auseinandergesetzt.

Schwerpunkte der Beratungen

Schwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres waren die Risikostrategie, die Abstimmung und Beschlussfassung zu den Themen der ordentlichen Hauptversammlung 2013, die Fortentwicklung der IT-Systemlandschaft in der Unternehmensgruppe sowie die Budgetplanung für die Gesellschaft.

Da die Geschäftsleitung der EUWAX Aktiengesellschaft trotz bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH auch weiterhin allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft ist, bildeten auch aufsichtsrechtliche Themen einen Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats. So hat sich der Aufsichtsrat insbesondere intensiv mit der sach- und zeitgerechten Umsetzung neuer Regelungen des Kreditwesengesetzes im Unternehmen beschäftigt.

Corporate Governance

Corporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2013 geändert, so dass sich der Aufsichtsrat auf Basis der Fassung des Kodex vom 13.05.2013, die am 10.06.2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit Fragen der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt hat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der EUWAX Aktiengesellschaft veröffentlicht.

Interessenkonflikte, die gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen wären - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können - sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Personelle Veränderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft keine personellen Veränderungen. Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind die Herren Christoph Lammersdorf (Vorsitzender) und Ralph Danielski.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2013 verändert. Mit dem Ausscheiden von Herrn Horst Marschall aus dem Aufsichtsrat am 20.06. wurde Herr Thomas Kölbl für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Weitere Veränderungen ergaben sich durch die Niederlegung des Aufsichtsratsmandats von Herrn Hans-Joachim Strüder zum 30.09.2013 sowie die Bestellung von Herrn Ingo Mandt zum Mitglied des Aufsichtsrats zum 02.12.2013. Herr Thomas Munz ist unverändert Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Dr. Michael Völter stellvertretender Vorsitzender. Herr Dr. Völter ist unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zusammen. Dies waren im Geschäftsjahr 2013 bis zum 20.06. die Herren Dr. Michael Völter (unabhängiger Finanzexperte und Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Dr. Manfred Pumbo und Horst Marschall. Mit dem Ausscheiden von Herrn Marschall aus dem Aufsichtsrat am 20.06.2013 wurde Herr Hans-Joachim Strüder in den Ausschuss zugewählt. Mit dessen Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 30.09.2013 erfolgte die Wahl von Herr Dr. Christian Holzherr als drittes Ausschussmitglied.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20.06.2013 wurde der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts, und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Gesonderte Prüfungsschwerpunkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesetzt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an uns versandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt worden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 10.04.2014 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2013 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt.

Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren Dank aus.

Stuttgart, den 10. April 2014

Thomas Münz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums geändert. Am 10.06.2013 wurde die aktuell geltende Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen.

Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit Februar 2013 bezieht sich diese Entsprechenserklärung auf die Anforderungen des Kodex in seiner Fassung vom 13.05.2013, die am 10.06.2013 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen:

Diversity - Führungsfunktionen im Unternehmen (4.1.5)

Die Empfehlung Lautet, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Der Vorstand wird keine explizite Quote einführen, sondern strebt an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen angemessen zu berücksichtigen. Eine Quote ist dabei unseres Erachtens nicht zielführend. Vielmehr kommt es darauf an, aus der Vielfalt unterschiedlicher Talente, Erfahrungen und Kenntnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine für den Erfolg des Unternehmens wichtige Mischung an Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen sollen, zu finden.

Vorstandsvergütung, Vergütungsbestandteile sowie Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (4.2.2 und 4.2.3)

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung oder Versorgungszusagen für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in den Punkten 4.2.2 und 4.2.3 nicht entsprochen. Gesetzliche Vorgaben, wie etwa aus dem Kreditwesengesetz und nachgelagerten Verordnungen, werden eingehalten.

Vergütungsbericht (4.2.5)

Von der ab Geschäftsjahren, die nach dem 31.12.2013 beginnen, geltende Empfehlung zu den Inhalten des Vergütungsberichts wird abgewichen. Wie bisher werden im Vergütungsbericht die Grundzüge dargestellt. Da jedoch wie bereits erwähnt die EUWAX-Vorstandsmitglieder im Wege eines Konzernmandats tätig sind und keine gesonderte Vergütung für ihre Vorstandstätigkeit erhalten, kann sich die Darstellung nicht detailliert auf konkrete Zahlen beziehen und auch nicht sinnvoll in einer Mustertabelle erfolgen.

Diversity - Zusammensetzung des Vorstands (5.1.2)

Die Empfehlung lautet, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Der Aufsichtsrat wird keine explizite Quote einführen, sondern strebt an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen angemessen zu berücksichtigen. Hintergrund ist, dass eine Quote bei einem Gremium, das derzeit aus zwei Personen besteht, nicht als angemessenes Mittel angesehen wird, um eine Förderung von Vielfalt zu erreichen. Der Aufsichtsrat sieht weiterhin als wichtigstes Entscheidungskriterium die persönliche und fachliche Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit.

Bildung eines Nominierungsausschusses im Aufsichtsrat (5.3.3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung eines Nominierungsausschusses in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit darauf zu verzichten, da ein Nominierungsausschuss nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Gesellschaft unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut bei der Besetzung des Aufsichtsrats darüber hinaus den Anforderungen des Kreditwesengesetzes und den konkretisierenden aufsichtsrechtlichen Regelungen. Dadurch bestehen aktuell bereits recht detaillierte Vorgaben zur Besetzung des Gremiums, die die Auswahl geeigneter und verfügbarer Kandidaten umfassend regeln. Der Aufsichtsrat hat deshalb keine über die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften hinaus gehenden Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, um den Kreis potenzieller Aufsichtsratsmitglieder nicht weiter einzuschränken. Dementsprechend werden Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen jährlichen Vergütung keine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpft. Hintergrund dafür ist der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH und die darin vorgesehene feste Ausgleichszahlung ("Garantiedividende"). An die Stelle der früheren von den beschlossenen Gewinnanteilen abhängigen variablen Vergütung, die entfallen ist, tritt nunmehr ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen.

Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben.

Rechnungslegung (7.1.2)

Der Empfehlung wird überwiegend entsprochen. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand nicht immer vor der Veröffentlichung ausführlich mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands wird der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert. Außerdem finden regelmäßig Gespräche zu Fragen der Rechnungslegung mit dem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats besteht. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung, gibt ihm die Gelegenheit zur Erörterung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen.

Stuttgart, im Februar 2014

EUWAX Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2013 der EUWAX Aktiengesellschaft am 10.04.2014 gebilligt, damit ist der Jahresabschluss festgestellt.