Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

EUWAX AG Annual Report 2012

May 29, 2013

149_rns_2013-05-29_89d36e13-40ee-4d93-b31a-78257cee7896.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

EUWAX AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die Börse Stuttgart hat auch im Jahr 2012 ihre Position als führende Privatanlegerbörse in Deutschland weiter gefestigt und war erneut der größte deutsche Handelsplatz im intermediärgestützten Börsenhandel. Dies ist das Ergebnis einer kontinuierlichen und konsequenten Ausrichtung des Handelsplatzes Stuttgart an den Bedürfnissen der Privatanleger. Durch das hybride Marktmodell, das Handelsexperten in den elektronischen Handel einbindet, gewährleistet die Börse Stuttgart eine äußerst flexible und kosteneffiziente Orderausführung und garantiert stets höchste Qualitäts- und Dienstleistungsstandards. Diese Handelsexperten, die Quality-Liquidity-Provider, prüfen die Preise auf Plausibilität und greifen im Sinne der Privatanleger aktiv ein, wenn es darum geht, Teilausführungen und Preissprünge zu vermeiden. Dieses Marktmodell trägt maßgeblich dazu bei, dass die Börse Stuttgart als die Privatanlegerbörse in Deutschland gilt.

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart (nachfolgend: EUWAX AG) erbringt in Ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) die Finanzdienstleistung am Börsenplatz Stuttgart im geregelten Markt sowie im Freiverkehr der Baden-Württembergische Wertpapierbörse für inländische Aktien, verbriefte Derivate (Anlage- und Hebelprodukte), aktive und passive Fonds (Exchange Traded Funds) und Anleihen. Das Angebot umfasst nicht nur eine große Bandbreite an handelbaren Wertpapieren, sondern auch hochwertige Dienstleistungen und eine professionelle Infrastruktur. Für die technische Durchführung des elektronischen Handels am Börsenplatz Stuttgart sorgt die Boerse Stuttgart AG als Börsenbetriebsgesellschaft. In der Boerse Stuttgart Holding GmbH werden die beiden am Börsenbetrieb beteiligten Gesellschaften koordiniert und die für den operativen Betrieb der Börse Stuttgart maßgeblichen Entscheidungen getroffen. Zusätzlich greifen an der Börse Stuttgart alle wichtigen Überwachungs-, Regulierungs- und Kontrollmechanismen einer öffentlich-rechtlichen Börse. Dies schafft Vertrauen, größtmögliche Transparenz und Sicherheit im Wertpapierhandel.

Die EUWAX AG wird in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt und ist seit dem Jahre 2000 börsennotiert. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Muttergesellschaft der EUWAX AG, hält 84,07 % der Anteile an der EUWAX AG, die weiteren 15,9 % der Anteile befinden sich im Streubesitz. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der EUWAX AG besteht seit dem 12.02.2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Danach verpflichtet sich die EUWAX AG ihren gesamten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abzuführen. Die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG erhalten entsprechend den Regelungen in § 304 AktG einen Ausgleich von der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft-, umsatz- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH einbezogen.

Abbildung 1: Organisationsstruktur des Börsenplatzes Stuttgart zum 31.12.2012

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2012 stand weiterhin im Schatten der Schuldenkrise in Europa. Neben der vorübergehenden weiteren Verschlechterung der Lage in den Schuldenstaaten traten die negativen Auswirkungen auf die Konjunktur in ganz Europa zunehmend in das Bewusstsein der Märkte. Nachdem die vorherigen Rettungsmaßnahmen stets nur eine Ausweitung der Vorgängerprogramme bedeuteten, zeigte sich im vierten Quartal eine erste Tendenz zur Stabilisierung an den Märkten. Das von den noch gesunden Eurostaaten sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgesetzte Instrumentarium sorgte zwar für eine Abmilderung der Ängste vor einem weitreichenden Systemzusammenbruch in der Eurozone, darf aber nicht mit einer nachhaltigen Lösung der Schuldenkrise verwechselt werden. Die zuletzt positiven Kommentare von Weltbank und anderen Institutionen nähren jedoch die Hoffnung, dass die Krise ihren Höhepunkt tatsächlich überschritten hat. Die EZB dürfte jedoch noch über einen längeren Zeitraum an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten und die getroffenen Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität im Bankensystem nur äußerst vorsichtig zurückfahren.

Die Wirtschaftsdaten für Deutschland sind im internationalen Vergleich weiterhin gut. Die Arbeitslosenquote verweilt immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Das ifo Geschäftsklima hat zwar im Verlauf des Jahres 2012 einen Zweijahres-Tiefpunkt erreicht, zuletzt jedoch wieder merklich zugelegt und insbesondere bei den Geschäftserwartungen eine Belebung erfahren. Zahlreiche Ökonomen erwarten in den nächsten Quartalen bereits wieder einen Aufschwung der Wirtschaftsleistung und gehen davon aus, dass in Deutschland eine zweite Rezession innerhalb weniger Jahre vermieden werden kann.

Die im Markt vorhandenen Unsicherheiten sowie die Entspannung in der zweiten Jahreshälfte spiegelten sich auch in der Entwicklung des Deutschen Leitindex (Dax) wider. Ausgehend von einem Kursstand von rund 6.150 Punkten Anfang Januar 2012 kam es bis Mitte März zu einem Anstieg über 7.000 Zähler. In den folgenden zweieinhalb Monaten folgte durch die erneute Verschärfung der Schuldenkrise eine Korrektur bis zum Tiefpunkt von 6.000 Punkten Anfang Juni. Der daraufhin eingetretene Kursaufschwung führte den Dax bis Mitte September auf 7.400 Punkte. Im Anschluss befand sich der Index für fast zwei Monate in einer Seitwärtsphase und startete nach einem kleinen Einbruch Mitte November eine Jahresendrally, bis er Ende Dezember bei einem Fünfjahreshoch von etwas über 7.600 Punkten schloss. Der Volatilitätsindex des deutschen Aktienmarktes (V-Dax) bewegte sich im Geschäftsjahr 2012 zwischen 13 und 15 Punkten. Diese Entwicklungen wurden in der Vorjahresperiode in diesem Ausmaße nicht prognostiziert.

Aufgrund der extremen Niedrigzinspolitik der Industriestaaten und der damit verbundenen geringen Renditemöglichkeiten bei Anleihen guter Bonität sowie mangelnden weiteren Anlagealternativen suchten Anleger in 2012 verstärkt Investitionen in Sachwerte wie beispielsweise Immobilien oder dividendenstarke Aktien. Dies zeigt sich auch an der vom Deutschen Aktieninstitut berichteten Anzahl an Aktionären, die stark zugenommen hat und inmitten der Finanzkrise ein langjähriges Hoch erreichte. Die starke Performance des deutschen Leitindex in 2012 geht zu einem nicht unwesentlichen Teil auf die aufgezeigte Kombination aus exzessiver Liquidität und einem Mangel an Alternativen zurück.

Das zurückliegende Jahr war trotz Kursaufschwung und einer gestiegenen Anzahl an Aktionären im Vergleich zum Vorjahr von geringeren Handelsaktivitäten gekennzeichnet. Neben der anhaltenden Zurückhaltung tradingaffiner Investoren ist hierfür auch der Basiseffekt durch die sehr hohen Umsätze in 2011 im Rahmen der Marktverwerfungen zu berücksichtigen. Auch im Vergleich zum Jahr 2010 zeigt sich jedoch, dass die deutschen Börsen einen Rückgang bei ihren Orderbuchumsätzen zu verzeichnen haben. Die Anlageklasse der verbrieften Derivate ist dabei besonders betroffen. Das börsliche Umsatzvolumen betrug 2012 insgesamt 45,7 Mrd. €, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 26,1 % entspricht. Die Anzahl an ausgeführten Kundenorders hat dabei noch stärker abgenommen (-31,6 %).

War das Jahr 2011 noch durch geplante und zum Teil auch vollzogene Zusammenschlüsse von Börsen sowie anderen Handelsplattformen geprägt, gestaltete sich das zurückliegende Jahr in dieser Perspektive deutlich ruhiger. Symptomatisch zeigte sich dies an der von der EU Kommission im Februar 2012 untersagten Fusion der Deutschen Börse und der NYSE Euronext. Einen erneuten Versuch zur Branchenkonsolidierung bildete die erst Ende Dezember 2012 angekündigte Übernahme der NYSE Euronext durch die amerikanische Terminbörse IntercontinentalExchange. Auch hier zeigt sich jedoch ein geringeres Interesse am Kassamarkt. Laut Mitteilungen ist geplant, diesen Bereich als selbstständige Euronext auszukoppeln. Der Hauptgrund ist sicherlich die Tatsache, dass andere Bereiche wie Derivatehandel oder Vor- und Nachhandelsdienstleistungen höhere Margen versprechen und damit für die Börsenbetreiber attraktiver erscheinen.

Geschäftsverlauf

scroll

Handelsverlauf 2012 2011 2010 2009 2008
Betreute Wertpapiere (Stück) 934.202 789.822 530.598 362.053 351.188
Ausgeführte Orders (Tsd. Stück)*1 5.105 6.397 5.765 5.360 5.196
Verbriefte Derivate 2.859 4.080 3.796 3.529 3.462
Aktien 893 1.080 831 743 921
Anleihen 1.012 790 777 837 524
Fonds 342 447 360 251 289
Handelsvolumen (Mio. €)*1 73.842 90.815 77.889 81.321 81.685
Verbriefte Derivate 29.605 42.231 37.174 32.799 32.367
Aktien 8.897 9.972 7.518 6.173 7.408
Anleihen 28.708 29.696 26.408 38.023 38.796
Fonds 6.633 8.917 6.789 4.326 3.114
Marktanteile %*2
Verbriefte Derivate 64,8% 68,3% 67,4% 64,3% 67,0%
Aktien (Inland) insgesamt 19,6% 18,7% 28,7% 27,8% 20,3%
Anleihen 31,0% 31,0% 291% 30,0% 32,3%
Aktiv gemanagte Fonds 21,7% 24,5% 22,0% 19,0% 16,5%
Passiv gemanagte Fonds 70,4% 65,4% 61,7% 49,3% 34,2%

*1 Der Ausweis des Derivatehandels erfolgt auf Basis Anzahl bzw. Volumen ausgeführter Kundenorders (Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV)). Der Ausweis der sonstigen QLP-Bereiche erfolgt weiterhin nach Orderbuchstatistik.

*2 Marktanteil der verbrieften Derivate auf Basis des Volumens ausgeführter Kundenorders (DDV-Statistik).Marktanteile der sonstigen QLP-Bereiche auf Basis des Orderbuchumsatzes an deutschen Börsen (inkl. Tradegate).

Tabelle 1: Handelsverlauf der EUWAX Aktiengesellschaft

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG wird aufgrund ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP) im Wesentlichen von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Orders sowie der Schwankungsbreite der Aktienmärkte - der Volatilität - in den einzelnen Assetklassen bestimmt.

An der Börse Stuttgart sank die Anzahl ausgeführter Orders im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der vorab beschriebenen Entwicklungen auf 5,1 Mio. Orders, was entsprechend der im Vorjahr abgegebenen Prognose einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 20 % entspricht.

Mit knapp 29,6 Mrd. € wurden 2012 rund 40 % des Gesamtumsatzes in Stuttgart mit verbrieften Derivaten erzielt. Damit bildeten die verbrieften Derivate weiterhin die wichtigste Anlageklasse bei der Börse Stuttgart, die in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt ihre führende Stellung im börslichen Handel mit verbrieften Derivaten in Europa verteidigt hat. Den Marktanteil bei den ausgeführten Kundenorders konnte die Börse Stuttgart gegenüber Frankfurt (Scoach Europe) von 60,1 % in 2011 auf 61,6 % im vergangenen Jahr leicht ausbauen, während der Marktanteil nach dem Volumen ausgeführter Kundenorders jedoch von 68,3 % auf 64,8 % abnahm. Insgesamt führte die Börse Stuttgart im Jahr 2012 rund 2,9 Mio. Orders in verbrieften Derivaten aus, was einem Rückgang von 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während die Nachfrage nach Zertifikaten - insbesondere nach Hebelprodukten wie beispielsweise Optionsscheinen, Knock-Out-Produkten und exotischen Produkten - im Jahr 2012 deutlich sank, stieg das Interesse an strukturierten Produkten, die einen konstanten Hebel aufweisen und ihre Stärke insbesondere in Marktphasen mit anhaltendem Trend in eine Richtung ausspielen. Damit gehören die Faktorzertifikate zu den wenigen Erfolgsgeschichten, die die leidgeplagte Derivatebranche im Jahr 2012 geschrieben hat.

Während sich die ausgeführten Orders im Aktienhandel an der Börse Stuttgart um 17 % auf 0,9 Mio. Stück verringerten, gelang es der Börse Stuttgart die gute Position der Vorjahre nicht nur zu verteidigen, sondern weiter auszubauen (+1 Prozentpunkt auf 19,6 %), obwohl die Tradegate Exchange ihren Erfolg im Handel mit Aktien weiter fortsetzte.

Anleger fanden im Jahr 2012 eine große Auswahl an aktiv und passiv gemanagten Produkten vor, die unter anderem den deutschen Aktienmarkt abbildeten. Die Zuflüsse zeigten, dass sich die passiv gemanagten Exchange Traded Funds zu einer Konkurrenz für die aktiv verwalteten Publikumsfonds entwickelt haben. Die Börse Stuttgart konnte ihre deutschlandweit führende Position im intermediärgestützten Börsenhandel mit passiv gemanagten Fonds zum Jahresende ausbauen und erhöhte ihren Marktanteil um 5 Prozentpunkte auf 70,4 %.

Der Anleihenhandel entwickelte sich aufgrund von Turbulenzen in griechischen Staatspapieren zu Beginn des Jahres und dem innerhalb des Jahres gestiegenen Druck auf spanische, italienische, portugiesische und irische Staatsanleihen, was sich in höheren Orderzahlen niederschlug, positiv. Dem Bedürfnis der Anleger nach alternativen Investitionsmöglichkeiten wurde durch die Erweiterung der Produktpalette der Börse Stuttgart Rechnung getragen. Es wurden mehrere Fremdwährungsanleihen eingeführt, die aufgrund der Eurokrise bei den Anlegern regen Anklang fanden. Corporate Bonds steuerten mit fast 15 Mrd. € mehr als die Hälfte zum gesamten Umsatz im Anleihenhandel bei. Gerade in Zeiten schwankungsstarker Märkte kann das Marktmodell seine Stärken voll ausspielen und die Marktführerschaft im börslichen Handel mit Unternehmensanleihen damit weiter festigen.

Aufgrund der hohen Wachstumsdynamik, die sich nicht zuletzt aus den zunehmenden Bedürfnissen der Anleger ergibt, sind an der Börse Stuttgart insgesamt 934 Tsd. Papiere gelistet. Dabei entfallen insgesamt 99 % der gelisteten Produkte auf die Assetklasse der verbrieften Derivate.

Ertragslage

scroll

Ertragslage 2012 2011 2010 2009 2008
Erträge (T€) 30.480 39.791 31.459 35.892 71.414
Aufwendungen (T€) 12.395 13.101 12.848 16.123 38.217
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (T€) 18.085 26.691 18.612 19.770 33.197
Vorsteuerergebnis (T€) (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter Berücksichtigung der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken) 18.085 25.851 18.612 19.770 33.197
Jahresergebnis nach Steuern, vor Gewinnabführung (T€) 12.097 16.771 12.508 13.624 22.608
Cost-Income-Ratio (Aufwendungen in % zu den Erträgen) 41% 33% 41% 45% 54%
Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital) 22% 31% 22% 24% 37%
Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern (Vorsteuerergebnis in % zum Gesamtkapital) 17% 25% 18% 18% 29%

Tabelle 2: Ertragslage der EUWAX Aktiengesellschaft

Die Ertrags- und Ergebnisentwicklung des Jahres 2012 konnte erwartungsgemäß nicht an die Vorjahreswerte anknüpfen. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die EUWAX AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 18,1 Mio. € nach 26,7 Mio. € im Vorjahr und entwickelte sich damit entsprechend der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Nachdem 2011 die Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Japan sowie die anhaltenden Unsicherheiten über die Euro-Schuldenkrise und den damit verbundenen panischen Reaktionen am Markt zu hohen Handelsaktivitäten und somit zu den hohen Erträgen führte, waren die Anleger im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der immer noch ungelösten Staatsschuldenkrise verunsichert und hielten sich mit Investitionen am Finanzmarkt zurück.

Die rückläufigen Orderzahlen am Markt (-20 %) reduzierten das Provisionsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf 14,7 Mio. €, was bereits im Vorjahr prognostiziert wurde. Für die Ausführung einer Order vereinnahmt die Boerse Stuttgart AG das Transaktionsentgelt am Börsenplatz Stuttgart. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeiten als QLP einen prozentualen Anteil des Entgeltes, die sogenannte QLP-Vergütung.

Die geringen Kursschwankungen 2012 an den deutschen Aktienmärkten sowie das gesunkene Handelsvolumen (-19 %) waren im Wesentlichen für den Rückgang des Nettoergebnis des Handelsbestands auf 13,0 Mio. € nach 18,5 Mio. € im Vorjahr verantwortlich. Die gesetzliche Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gem. § 340e HGB erfolgte im Dezember 2012 zu Lasten des Handelsergebnisses in Höhe von 1,4 Mio. €.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1,5 Mio. € sind Erträge aus Primärmarktaktivitäten in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €) enthalten, die im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfielen. Die ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Erträge aus einem reduzierten Sonderbeitragsbescheid der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) für das Geschäftsjahr 2011 (0,3 Mio. €) sowie Erträge aus den reduzierten Beitragsbescheiden der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die vergangenen Geschäftsjahre 2008 bis 2011 (0,2 Mio. €).

Das Zinsergebnis lag zum 31.12.2012 mit 1,2 Mio. € um 11 % unter dem Vorjahreswert, was insgesamt dem niedrigen Zinsniveau geschuldet ist. Die Zinserträge aus Kredit und Geldmarktgeschäften resultieren im Wesentlichen aus dem an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährten Darlehen.

Das Aufwandsniveau der Gesellschaft reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 5 % auf 12,4 Mio. €. Damit lagen die Aufwendungen deutlich unter der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Insbesondere die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, die 99 % der Gesamtaufwendungen ausmachen, reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (-3 %) und lagen zum Jahresende auf einem Niveau von 12,3 Mio. €. Die darin enthaltenen Personalaufwendungen lagen dabei im Geschäftsjahr 2012 auf Vorjahresniveau. Die Reduktion der anderen Verwaltungsaufwendungen ist hauptsächlich auf die geringere Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Muttergesellschaft zurückzuführen, die sich im Geschäftsjahr 2012 auf 2,6 Mio. € beliefen (Vj. 3,3 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag insgesamt 5.976 T€, davon entfielen 4 T€ auf vorangegangene Perioden. Im Wesentlichen beinhaltet die Position Konzernsteuerumlagen in Höhe von 5.478 T€ sowie Ertragsteuern auf Ausgleichzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von 498 T€. Die Steuerquote betrug im Geschäftsjahr 33,1 % (Vj. 35,1 %).

Nach Steuern belief sich das Jahresergebnis der EUWAX AG auf 12,1 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 2,35 € entspricht. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2012 in voller Höhe an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abgeführt.

Die verhaltene Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum wird auch in der geringeren Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern)1 von 22 % (-9 Prozentpunkte) ersichtlich. Unter Berücksichtigung des Fremdkapitals reduzierte sich die Gesamtkapitalrentabilität (vor Steuern)2 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 8 Prozentpunkte auf 17 %. Die Cost-Income-Ratio3 lag aufgrund des Ertragsrückgangs auf einem Niveau von 41 % (Vj. 33 %).

1 Eigenkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Eigenkapital.

2 Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern: Vorsteuerergebnis in % zum Gesamtkapital.

3 Cost-Income-Ratio: Aufwendungen in % zu den Erträgen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EUWAX AG vollzog gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion von 5 % auf 102,2 Mio. €. Die Forderungen an Kreditinstitute, die den Finanzmittelbestand der EUWAX AG darstellen, reduzierten sich zum Jahresende 2012 um 12 % auf 36,4 Mio. €, was neben der gedämpften Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2012 im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr vorgenommene hohe Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Jahr 2011 zurückzuführen ist.

Zum 31.12.2012 betrug der Handelsbestand 1,1 Mio. € nach 1,0 Mio. € im Vorjahr und beinhaltet hauptsächlich Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Lediglich ein Anteil von 2 % des Handelsbestands entfiel dabei auf Staatsanleihen der sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien).

Während die immateriellen Anlagewerte der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 vollständig abgeschrieben wurden, reduzierten sich die Sachanlagen abschreibungsbedingt um 5 % auf 177 T€.

Die Aktivseite der EUWAX AG wurde mit einem Anteil von 63 % an der Bilanzsumme weiterhin von den sonstigen Vermögensgegenständen dominiert. Die Position beinhaltete im Wesentlichen das an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährte Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen (63,2 Mio. €] zur konzerneinheitlichen Anlage der Liquiditätsreserven.

Die Position der sonstigen Verbindlichkeiten wurde mit einem Anteil von 95 % von der zum 31.12.2012 noch ausstehenden Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2012 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH in Höhe von 12,1 Mio. € bestimmt. Der schwache Geschäftsverlauf 2012 und die somit geringere Gewinnabführung (-28 %) erklärt den Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 33 % auf 12,7 Mio. € zum Jahresende 2012.

Zum 31.12.2012 reduzierte sich die Position der Rückstellungen um 48 % auf 0,9 Mio. €, was auf die im Berichtszeitraum eingegangenen Steuerbescheide (Gewerbesteuer und Kapitalertragsteuer jeweils 0,3 Mio. €] für die vergangenen Jahre zurückzuführen ist.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotierte nach der im Berichtsjahr vorgenommenen Zuführung zum Bilanzstichtag bei 5,7 Mio. €.

Die Passivseite der Gesellschaft wurde weiterhin mit einem Anteil von 81 % (Vj. 77 %) vom Eigenkapital dominiert, das unverändert zum Vorjahr 82,9 Mio. € betrug.

AKTIVA

scroll

31.12.2012

T€
31.12.2011

T€
1. Forderungen an Kreditinstitute 36.355 41.185
2. Handelsbestand 1.088 975
3. Immaterielle Anlagewerte - 46
4. Sachanlagen 177 186
5. Sonstige Vermögensgegenstände 64.537 65.465
6. Rechnungsabgrenzungsposten 7 6
Summe Aktiva 102.164 107.862

PASSIVA

scroll

31.12.2012

T€
31.12.2011

T€
1. Handelsbestand 1 -
2. Sonstige Verbindlichkeiten 12.694 18.991
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
4. Rückstellungen 934 1.786
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.653 4.204
6. Eigenkapital 82.881 82.881
Summe Passiva 102.164 107.862

Tabelle 3: Bilanzstruktur der EUWAX Aktiengesellschaft zum 31.12.2012

Finanzlage

Die Verantwortung über die konzerneinheitliche Anlage der Liquiditätsreserven innerhalb der Gruppe Börse Stuttgart obliegt der Muttergesellschaft, der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Die EUWAX AG gewährte der Muttergesellschaft zu diesem Zweck ein Darlehen in Höhe von nominal 62,8 Mio. €. Das operative Liquiditätsmanagement wird von der EUWAX AG selbst durchgeführt. Im Rahmen dessen erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität auf den Tagesgeldkonten. Demzufolge werden die liquiden Mittel flexibel, effizient und kurzfristig den aktuellen Marktentwicklungen angepasst.

Der Finanzmittelbestand4 zum 31.12.2012 in Höhe von insgesamt 36,4 Mio. € unterstreicht die hohe und äußerst solide Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die im Berichtszeitraum zu jederzeit gegeben war und auch zukünftig durch die Risikoüberwachung sichergestellt ist. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands um -4,8 Mio. € auf 36,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2012 wird unter Berücksichtigung der einzelnen Cash Flows nachfolgend erläutert.

Im Geschäftsjahr 2012 verringerte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 12,0 Mio. € nach 24,7 Mio. € im Vorjahr. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält das Jahresergebnis vor Gewinnabführung des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von 12,1 Mio. €, das um die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (0,1 Mio. €) sowie die zahlungsunwirksame Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (1,4 Mio. €) bereinigt wurde. Daneben sind die aus der aktiven Geschäftstätigkeit resultierende Abnahme der Aktiva (+0,8 Mio. €) sowie die Abnahme der Passiva (-2,5 Mio. €) enthalten. Die zum 31.12.2011 gebildeten Steuerrückstellungen (0,6 Mio. €) wurden im Jahresverlauf 2012 aufgrund der eingegangenen Steuerbescheide sowie die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund der beglichenen EdW-Sonderumlagen ratierlich abgebaut, was die Abnahme der Passiva begründet.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden Investitionen in die Büro- und Geschäftsausstattung in Höhe von 51 T€ (Vj. 44 T€) getätigt. Gemäß der im Vorjahr abgegebenen Prognose nahmen die Investitionen der EUWAX AG im Geschäftsjahr 2012 nur ein unwesentliches Niveau ein und werden auch im folgenden Jahr auf diesem Niveau erwartet. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgt aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 16,8 Mio. € (Vj. 12,5 Mio. €) spiegelt sich die im April 2012 erfolgte Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2011 wider.

Der EUWAX AG wurde von einem Kreditinstitut zur Finanzierung von Wertpapiergeschäften eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis auf weiteres, längstens aber befristet bis zum 31.05.2013 eingeräumt. Die Laufzeit verlängert sich zum 31.05. jeweils um ein weiteres Jahr, falls die Rahmenkreditlinie nicht - ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist - von der Gegenpartei gekündigt wird. Bis zum 31.12.2012 wurde die eingeräumte Rahmenkreditlinie nicht ausgenutzt.

Die Kapitalstruktur der EUWAX AG wird weiterhin vom Eigenkapital in Höhe von insgesamt 82,9 Mio. € dominiert. Dies zeigt sich im geringen Verschuldungsgrad5 von 15 % (Vj. 24 %) und spiegelt nach wie vor die Unabhängigkeit von fremden Geldgebern wider.

In den Verbindlichkeiten der EUWAX AG zum 31.12.2012 schlug sich insbesondere die noch ausstehende Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2012 nieder. Die Gewinnabführung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat, die im April 2013 geplant ist.

Die Dominanz der liquiden Mittel wird unter anderem in der Cashquote6 der Gesellschaft ersichtlich, die zum Jahresende 36 % (Vj. 38 %) betrug. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden durch die liquiden Mittel hinreichend gedeckt, was sich in der Kennzahl Liquidität 1. Grades7 zeigt, die sich zum 31.12.2012 auf 267 % (Vj. 198 %) verbesserte. Der solide Finanzmittelbestand sowie die Entwicklung der Kennzahlen signalisieren, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft weiterhin als sicher einzustufen ist.

4 Finanzmittelbestand: Forderungen an Kreditinstitute.

5 Verschuldungsgrad: Fremdkapital in % zum Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken).

6 Cashquote: Finanzmittelbestand in % zur Bilanzsumme.

7 Liquidität 1. Grades: Finanzmittelbestand in % zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Finanzlage

Abbildung 2: Entwicklung des Finanzmittelbestands 2012 der EUWAX Aktiengesellschaft

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Erfolg der EUWAX AG gründet sich unter anderem auf die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg der EUWAX AG leisten die Mitarbeiter durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, ihren Ideenreichtum und ihr Engagement für die Ziele der Gesellschaft. Die ausgewogenen Fachkompetenzen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie deren Potenziale werden laufend gefordert und gefördert.

Im Geschäftsjahr 2012 waren durchschnittlich 67 Beschäftigte bei der EUWAX AG tätig (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB). Damit hat sich die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Individuelle Leistungen werden durch moderne Vergütungsmodelle honoriert. Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 27 % und verdeutlicht die hohe Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg sowie die Honorierung von individuellen herausragenden Leistungen.

Kundenorientierung und zukunftsgerichtete Innovationskultur

Die gewonnenen Erkenntnisse aus der ständigen und intensiven Beobachtung und Analyse der Märkte sind wesentlich für die laufende Verbesserung der Handelsbedingungen. Der Fokus der Börse Stuttgart liegt darauf, die Dienstleistungen für private Anleger weiterzuentwickeln, um in allen Assetklassen weiterhin höchste Handels-, Preis- und Servicequalität zu gewährleisten. Gelungene Beispiele für entsprechende Innovationen aus Stuttgart sind die Etablierung des Handelssegment Euwax, das mittlerweile größte börsliche Handelssegment für verbriefte Derivate in Europa sowie das Best-Size- und das Best-Price-Prinzip. Auch erweiterte Handelszeiten, kostenlose Realtime-Kursinformationen sowie die intelligenten Ordertypen zielen darauf ab, Privatanlegern bestmögliche Handelsbedingungen zu bieten. Letztere bieten den Privatanlegern professionelle Möglichkeiten zur Steuerung ihrer Wertpapieraufträge. Über innovative Handelssegmente, wie beispielsweise Bondm, hat die Börse Stuttgart Zugänge zu neuen Anlageformen eröffnet. Mit dem in 2012 neu aufgelegten Goldprodukt für Privatanleger "EUWAX Gold" geht die Börse Stuttgart weiter konsequent auf die Bedürfnisse privater Anleger ein, die gerade angesichts der andauernden Staatsschuldenkrise an Investitionsmöglichkeiten in Gold interessiert sind. EUWAX Gold ist ein von der Boerse Stuttgart Securities GmbH, ein Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, emittiertes Exchange Traded Commodity (kurz ETC), in Form einer unbefristeten Inhaberschuldverschreibung, die zu 100 % mit Gold unterlegt ist und einen Anspruch auf physische Lieferung des Goldes verbrieft. Die Börse Stuttgart ist Deutschlands einziger Börsenplatz, der den Anlegern sowohl Markt-, Börsen- und Brokerage-Know-how aus einer Hand bietet. Das Resultat dieser einmaligen Aufstellung ist ein kundenfreundliches Komplettangebot, das zusätzlich alle Überwachungs-, Regulierungs- und Kontrollmechanismen einer öffentlich-rechtlichen Börse garantiert.

Engagement

Eine der Kernaufgaben der Börse Stuttgart ist die Vermittlung von Bildung zu den Themen Finanzen und Börse gemäß dem Motto "Bildung ist der beste Anlegerschutz". Als Institution mit öffentlich-rechtlichem Hintergrund übernimmt die Börse Stuttgart unabhängig und ohne Vertriebsinteresse für Finanzprodukte diese gesellschaftspolitische Verantwortung gerne. Die Börse Stuttgart hat ihr Aus- und Fortbildungsangebot in Sachen Finanz- und Börsenwissen für die unterschiedlichen Zielgruppen in unserer Gesellschaft zielgerichtet kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile fußt das Bildungskonzept auf drei Säulen: klassische Anlegerbildung für den Privatmann, Fortbildung für Bank- und Anlageberater und neuerdings auch fundierte Wissensvermittlung für Schüler und Lehrer an Realschulen, Gymnasien und kaufmännischen Berufsschulen. Denn ein hoher Bildungsstandard garantiert den Erfolg des Standorts Deutschland auch in Zukunft.

Ein weiterer Bereich in dem sich die Börse Stuttgart gesellschaftspolitisch engagiert, sind die Erforschung von börsenrelevanten Themen und deren praktische Nutzung im Alltag. Mit dem Engagement der Börse Stuttgart soll der Wissenstransfer zwischen unternehmerischer und börslicher Praxis und universitärer Theorie gefördert werden. Das EU-Projekt FIRST, das die Börse Stuttgart unterstützt, soll eine systematische Auswertung und Nutzung von unstrukturiertem Wissen aus dem Internet ermöglichen. Ein zentrales Ziel dabei: Methoden zu entwickeln, die für den Finanzmarkt relevante Informationen aus der ungefilterten Datenmenge im Internet extrahieren und in Echtzeit zur Verfügung zu stellen.

Als in der Region stark verwurzelte Institution ist es der Börse Stuttgart wichtig, soziale und kulturelle Projekte in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die Börse Stuttgart unterstützt im kulturellen Bereich zahlreiche Kunstprojekte sowie die Jugendstiftung Baden-Württemberg und fördert in diesem Rahmen das bereits langjährig erfolgreiche Berufsbildungsprojekt "Mitmachen Ehrensache". Mit all diesen Aktivitäten wird die Börse Stuttgart zukünftig ihrer Verantwortung als internationales Unternehmen mit regionalen Wurzeln gerecht.

Resümee Geschäftslage 2012

Der Geschäftsverlauf der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2012 zeigte sich erwartungsgemäß insgesamt verhalten und rückläufig, was auf die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von den allgemeinen Bewegungen der Aktienmärkte und den damit verbundenen Handelsaktivitäten der Anleger zurückzuführen ist. Anhaltender Preisdruck in einem gleichzeitig anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sowie die weiterhin deutlich spürbare Zurückhaltung der privaten Anleger aufgrund der Ungewissheit über die Lösung der Staatsschuldenkrise spiegelten sich in einem rückläufigen Handelsvolumen und somit in der gedämpften Geschäftsentwicklung wider.

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG schätzt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage vor dem Hintergrund der Unsicherheiten vieler Anleger und des schwierigen Marktumfelds dennoch als zufrieden stellend ein. Garant für die akzeptable Geschäftsentwicklung war neben den vorhandenen liquiden Mitteln, die bewährte Kombination an der Börse Stuttgart aus der Expertise der Handelsexperten und einem leistungsfähigen elektronischen Handelssystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Anleger angepasst wird. Außerdem stehen die privaten Anleger weiterhin im Mittelpunkt des Handelns der EUWAX AG. Die Weiterentwicklungen der Dienstleistungen bzw. die neuen Angebote werden konsequent an den Bedürfnissen dieser Zielgruppe ausgerichtet, um auch zukünftig die Stellung der Börse Stuttgart als führende Privatanlegerbörse zu sichern.

Nachtragsbericht

Keine berichtspflichtigen Nachträge.

Risikobericht

Zur Nutzung unternehmerischer Chancen ist das Eingehen von Risiken unvermeidbar. Daher ist es auch nicht das Ziel der Gesellschaft, Risiken grundsätzlich auszuschließen, sondern diese zu beherrschen. Die übergeordnete Zielsetzung an das Risikomanagement der Börse Stuttgart ist die langfristige Sicherstellung der Überlebens- und Leistungsfähigkeit der Unternehmung.

Der Geschäftszweck der EUWAX AG bedingt die Verwendung von Finanzinstrumenten im Sinne des DRS 20.11. Aus diesen resultieren vollumfänglich die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der EUWAX AG wie im nachfolgenden Risikobericht beschrieben.

Der nachfolgende Risikobericht beschreibt das Risikomanagementsystem der EUWAX AG sowie die derzeit bekannten Risiken. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Chancen, die sich im Wesentlichen aus positiven Marktentwicklungen bzw. aus für das Börsenwesen positiven regulatorischen Entwicklungen ergeben, nicht in das Risikomanagementsystem einbezogen.

Das Risikomanagementsystem

Die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Mit der operativen Umsetzung zur Einrichtung und dem Betrieb ist das Risikocontrolling beauftragt, welches an die Boerse Stuttgart Holding GmbH ausgelagert ist. Das Risikomanagementsystem ist als Summe aller betrieblichen Regelungen, Prozesse und Methoden zu verstehen, die der Unternehmung eine effektive und effiziente Steuerung ihrer Risiken erlaubt. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems werden nachfolgend beschrieben:

Risikostrategie und -planung

Der Vorstand erarbeitet jährlich eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete und eng mit der Finanzplanung verzahnte Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierbei plant die Geschäftsleitung auf Basis der grundsätzlichen Risikoeinstellung der Börse Stuttgart die zukünftige Risikolage, legt den Risikoappetit fest und leitet daraus Zielvorgaben für die Geschäftsbereiche ab. Alle Planungsprozesse sind gruppenweit harmonisiert und abgestimmt. Zur Festlegung des Risikoappetits muss die absolute Risikotragfähigkeit der Unternehmung bekannt sein, ohne das übergeordnete Ziel der Überlebens- und Leistungsfähigkeit zu gefährden. Entsprechende Methoden sind implementiert.

Risikomanagementprozesse

Das Wissen um die Risikotragfähigkeit und den Risikoappetit alleine genügt nicht. Entscheidend ist die Frage, ob aktuell bestehende und für die Zukunft erwartete Risiken in Sinne eines Soll-/ Ist-Abgleiches hiervon gedeckt sind. Da Risiken naturgemäß nicht offenkundig und oftmals schwer einzuschätzen sind, existieren standardisierte Methoden und Verfahren für alle Risikoarten, die es den Geschäftsbereichen erlauben, Risiken zu erkennen und nach einheitlichen Standards zu bewerten. Risikomanager sind für die Risikosteuerung der ihnen zugewiesenen Risiken verantwortlich. Diese werden basierend auf der durch die Geschäftsführung vorgegebenen Risikostrategie durch geeignete Maßnahmen reduziert, bis ein unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten angestrebtes Optimum erreicht ist. Das Risikocontrolling hat neben der Methodenhoheit die Aufgabe, den Risikomanagementprozess zu begleiten und zu beurteilen, sowie die Umsetzung beschlossener Maßnahmen nachzuhalten.

Governance

Unabhängig von der Behandlung spezifischer Risiken bestehen Governance-Elemente, die allgemein dazu beitragen, die von der Geschäftsleitung gewünschte Steuerung und Überwachung sicherzustellen. So existieren klare Verantwortlichkeitsregelungen für jedes einzelne Risiko. Es existiert eine Funktionstrennung zwischen Risikosteuerung und -überwachung. Ein Risikohandbuch legt die im Risikomanagement zur Anwendung kommenden Prozesse und Methoden unter Einhaltung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und branchenüblicher Standards verbindlich fest. Die im Unternehmen existierenden Prozesse, die auch die Rechnungslegung umfassen, werden risikoorientiert so ausgestaltet, dass unnötige Risiken vermieden werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Bei der Gesellschaft sind, unter anderem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, nachfolgend beschriebene Strukturen und Prozesse implementiert. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell oder funktionell voneinander getrennt sind. Kontrollhandlungen wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip kommen zum Einsatz. Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden - auch die EDV-gestützte Verarbeitung von Daten betreffend - eingehalten. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z.B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Die Interne Revision überwacht die Einhaltung dieser Regelungen.

Reporting

Das Risikocontrolling berichtet an den Vorstand und die Risikomanager regelmäßig über die aggregierte Risikosituation. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand, sofern dies geboten erscheint.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die Methoden der Quantifizierung von Risiken, die dabei eingesetzten Anwendungen und die Prozessabläufe wurden gegenüber dem Vorjahr verfeinert und die Effizienz und Effektivität des Risikomanagementsystems gesteigert. Die oben beschriebenen Grundsätze des Risikomanagementsystems wurden in diesem Rahmen unverändert beibehalten. Die vorgenommenen Änderungen sind bei den einzelnen Risikoarten beschrieben.

Die Risikoarten

Rangfolge

Die Rangfolge der Risikoarten ergibt sich entsprechend der einheitlichen Bewertungsmethodik aus dem auf die jeweilige Risikoart entfallenden Value-at-Risk und ist aufsteigend in Abbildung 3 dargestellt.

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter verstanden. Dies beinhaltet Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken, Aktienkursrisiken, Rohstoffrisiken, Optionsrisiken sowie Marktliquiditätsrisiken.

Marktpreisrisiken entstehen bei der EUWAX AG aus der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen für Kunden. Die Haltedauer der Risikopositionen ist in aller Regel sehr kurzfristiger Natur und bewegt sich oftmals im Bereich weniger Minuten. Dadurch ergibt sich eine hohe Depotumschlagshäufigkeit, verbunden mit einer sich ständig ändernden Risikostruktur. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird über einen längeren Zeitraum - zum Beispiel über Nacht - gehalten. Aufgrund der beschriebenen Risikolage ist eine laufende portfoliogerechte Quantifizierung der Marktpreisrisiken über einen herkömmlichen Value-at-Risk-Ansatz nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft setzt deshalb für die Überwachung der Risiken aus der laufenden Handelstätigkeit so genannte Risikolimite ein. Dies sind pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Diese pragmatische Berechnungsmethodik erlaubt eine Risikosteuerung und -überwachung nahezu in Echtzeit. Hedging-Strategien kommen im Rahmen der Risikosteuerung nicht zum Einsatz. Ergänzt wird dieser Ansatz seit dem Jahr 2012 durch die tägliche portfoliogerechte Ex-Post-Bewertung des Wertpapierbestandes zum Ende des Handelstages in Form eines durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten, indexgestützten Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 10 Handelstagen. Dieser Ansatz wird für die strategische Risikosteuerung herangezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Marktpreisrisiken der EUWAX AG aufgrund der unveränderten Risikostrategie qualitativ nicht verändert. Sie ergeben sich überwiegend aus Zinsänderungsrisiken. Die in Abbildung 3 ersichtlichen Abweichungen ergeben sich aus der methodischen Verfeinerung und geschäftsüblichen Bestandsveränderungen.

Im Rahmen des Managements von Marktpreisrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios über alle Einzelgesellschaften hinweg in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gattungen, Länder, Laufzeiten und Währungen. Gleichfalls werden die betroffenen Wertpapierportfolien auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen.

Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Diese ergeben sich im Wesentlichen als Emittentenrisiken aus Wertpapieren des Handelsbestandes, als Kontrahentenrisiken aus offenen Kontrahentenpositionen sowie als sonstige Ausfallrisiken (Kreditrisiken) aus Kontokorrentbeziehungen und gruppeninternen Ausleihungen. Diese Risiken werden täglich über einen durch eine Monte-Carlo-Simulation generierten Value-at-Risk auf der Basis ratingbasierter Ausfallraten (Probability of Default, PD) und ebenfalls ratingbasierter Ausfallquoten (Loss given Default, LGD) quantifiziert. Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99 %.

Hier wurde in 2012 ebenfalls eine Verbesserung des Verfahrens in Hinblick auf eine höhere Qualität der Simulation und die erstmalige Berücksichtigung von Ausfallquoten vorgenommen.

Dieser Ansatz kommt zur strategischen Steuerung des Adressenausfallrisikos zum Einsatz. Die operative Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Kreditlinien, die einer laufenden elektronischen Überwachung unterliegen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Adressenausfallrisiken der Gruppe aufgrund der unveränderten Risikostrategie qualitativ ebenfalls nicht verändert. Die in Abbildung 3 ersichtlichen Abweichungen ergeben sich damit auch aus der methodischen Verfeinerung und geschäftsüblichen Bestandsveränderungen.

Im Rahmen des Managements von Adressenausfallrisiken auf Gruppenebene werden auch Risikokonzentrationen betrachtet. Dies geschieht durch eine Beurteilung der Diversifizierung des Risikoportfolios in Bezug auf bestimmte Merkmale, wie Gegenparteien, Länder, Ratingklassen und Branchen. Auch hier werden weiterhin die betroffenen Positionen auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezogen auf mehrere Stressszenarien bewertet.

Staatsanleihen der Staaten Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien (GIIPS-Staaten) wurden zum 31.12.2012 nur in geringem Umfang im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit gehalten. Die Kurswerte lagen bei 0,03 Mio. €, die sich hieraus ergebenden Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sind geringfügig.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können für die EUWAX AG in zweifacher Hinsicht bestehen. Einerseits als dispositives Liquiditätsrisiko (gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen können nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt werden), andererseits als strukturelles Liquiditätsrisiko (zusätzliche Refinanzierungsmittel/ Kapital können nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden).

Die eigene Liquiditätslage der Gesellschaft ist allerdings konstant gut. Finanzielle Engpässe sind 2012 nicht aufgetreten. Diese werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass beide Erscheinungsformen für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Aufgrund der eingeschränkten Relevanz wird das Liquiditätsrisiko im Risikomanagementsystem der Gesellschaft nur noch qualitativ bewertet. Dementsprechend wird das Liquiditätsrisiko (Vorjahresausweis 0,07 Mio. €) in der Tabelle in Abbildung 3 nicht mehr berücksichtigt.

Dennoch erfolgt fortlaufend eine Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben.

Operationelle und strategische Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt die Gruppe auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Diese Risiken nehmen bei der Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Zur Quantifizierung der operationellen und strategischen Risiken verwendet die EUWAX AG ebenfalls ein auf eine Monte-Carlo-Simulation gestütztes Value-at-Risk-Konzept über den Zeitraum der laufenden Mittelfristplanung hinweg. Das Konfidenzniveau liegt hier ebenfalls bei 99 %. Die Grundlage hierfür bilden regelmäßige Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen Schadenshöhen und Schadensverläufe. Im Laufe das Jahres 2012 wurden auch hier technische und prozessuale Veränderungen vorgenommen, die allerdings vor dem Hintergrund der sich laufend verändernden Risikosituation nicht von der allgemeinen Risikoentwicklung zu trennen sind. Im Rahmen der Neukonzeption wurde auch die Risiko- und Kapitalabgrenzung innerhalb der Gruppe zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH und ihren Tochtergesellschaften im Hinblick auf eine ursachengerechte Zuordnung überarbeitet.

Im Jahresverlauf 2012 haben sich die operationellen und strategischen Risiken der EUWAX AG im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies ist allerdings im Wesentlichen den oben angesprochenen Verlagerungseffekten geschuldet.

Nachfolgend werden die wesentlichsten operationellen und strategischen Risiken dargestellt, welche aus Sicht der Gesellschaft im Jahresverlauf 2012 bestanden. Als Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Holding GmbH mit starker Konzernbindung aufgrund gleichartiger Strategien und Geschäftsmodelle und auch einer Vielzahl von Auslagerungsverhältnissen strahlen Risiken von Konzern und Schwestergesellschaften oftmals auf die EUWAX AG aus. Insofern kann die Betroffenheit durch die im Folgenden genannten Risiken auch mittelbar bestehen.

Kundenzufriedenheit / Markt / Wettbewerb

Die Dienstleistungen der Gesellschaft müssen den Kunden einen Mehrwert gegenüber anderen Marktmodellen und Wettbewerbern bieten. Daneben unterliegen die relevanten Wertpapiermärkte in Folge der Finanzmarktkrise einer sich intensivierenden Regulierung, die die Geschäftstätigkeit der EUWAX AG direkt beeinflusst. Weiterhin sieht sich auch der börsengestützte Handel einem harten, zunehmend globalen Wettbewerb durch andere Marktteilnehmer und alternative Handelsmodelle ausgesetzt. Negative Entwicklungen in diesen Bereichen würden das Unternehmen mit entsprechenden Umsatz- und Ertragsrückgängen treffen, die unter Umständen auch durch entsprechende unternehmerische Gegenmaßnahmen nicht zu kompensieren sind.

Geschäftspartnerrisiken

Die Struktur der Emittenten des Handelssegments Euwax ist von einer relativ hohen Konzentration geprägt. Dadurch ergibt sich eine natürliche, wenn auch sich stetig ändernde, Abhängigkeit von bestimmten Adressen. Im Gegensatz hierzu ist das Marktsegment Euwax Marktführer im deutschen börslichen Handel mit verbrieften Derivaten. Insofern bestehen auch auf Seiten der Emittenten Abhängigkeiten hinsichtlich dieses Marktes als Vertriebsweg. Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Emittenten ist daher eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg unseres Marktmodells.

EdW / Phoenix

Der EUWAX AG drohen aus ihrer Zwangsmitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) weiterhin finanzielle Risiken aufgrund der schwer kalkulierbaren Kosten, auch infolge neuer Schadensfälle. Die EUWAX AG wird hier die Entwicklung weiter prüfen und sich gegen nicht gerechtfertigte Inanspruchnahmen auch weiterhin mit gegebenenfalls juristischen Mitteln verteidigen.

Informationstechnologie

Die EUWAX AG ist zur Erbringung ihrer Dienstleistungen, zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Vorgaben und zur Sicherstellung einer effizienten Verwaltung auf die Unterstützung durch leistungsfähige IT-Systeme angewiesen.

Beeinträchtigungen der IT-Systeme, z.B. durch Hardware- oder Systemausfälle, können aus Sicht der EUWAX AG zu unmittelbaren Schäden führen. Weiterhin können sich bei Lieferanten und Betreibern von IT-Systemen Veränderungen ergeben, die umfangreiche Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen. Gleichzeitig ist der Produktlebenszyklus aller eingesetzten Systeme laufend zu überwachen, um einen effizienten und sicheren Betrieb sicherzustellen und entsprechende Pflegemaßnahmen einzuleiten. Die wesentlichen IT-Systeme der EUWAX AG werden von der Boerse Stuttgart AG gestellt.

Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden die Probleme umgehend analysiert, behoben und die Sicherheit nachhaltig verbessert. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen stellen den fortwährenden IT-Betrieb sicher.

Externe Risiken

Zusätzlich bestehen Risiken aus externen Ereignissen, welche in sehr unwahrscheinlichen Szenarien für die Gesellschaft grundsätzlich bestandsgefährdend sein können. Hierzu zählen beispielsweise seltene Katastrophenereignisse, Terroranschläge, Kriege oder Unruhen, die verheerend auf den Firmensitz, die Belegschaft oder das Finanzsystem einwirken. Die Gesellschaft unterhält hier ein laufend überarbeitetes Konzept zur Geschäftsfortführung in solchen Fällen im Rahmen eines Business Continuity Management (BCM) und hat Maßnahmen zur Reduzierung entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie zur Begrenzung möglicher Schäden bei Eintritt unternommen. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutz- oder sicherheitstechnische Maßnahmen, Ersatzarbeitsplätze und örtlich ungebundene Systemzugänge sowie die redundante Auslegung kritischer IT-Systeme an geografisch verteilten Rechenzentren. Darüber hinaus wurden Risiken, soweit möglich, auf Dritte abgewälzt. So besteht ein umfassender Versicherungsschutz, welcher beispielsweise Elementarrisiken, Betriebsunterbrechung oder Terroranschläge beinhaltet. Trotzdem kann das Unternehmen aufgrund seiner Größe und Fokussierung auf einen Geschäftssitz verbleibende Restrisiken nicht vollständig ausschließen.

Prognosegüte (Backtesting)

Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value at Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das Risikocontrolling überprüft für alle quantifizierten Risikoarten im Nachgang die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Für alle Risikoarten gilt, dass aufgrund der sehr vorsichtigen Messverfahren und dank einer guten Risikosteuerung bislang noch nie Verluste zu verzeichnen waren, die über dem zuvor ermittelten Value at Risk lagen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Risiken erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem konzeptionsbedingten Anstieg der operationellen und strategischen Risiken. Der Gesamtrisikowert lag zum 31.12.2012 bei 16,19 Mio. €. Zum 31.12.2011 betrug die Summe aller Risikowerte 8,21 Mio. €. Das zur Abdeckung der Risiken vorhandene Risikodeckungspotential ist aufgrund der genannten konzeptionellen Anpassungen und der damit verbundenen Allokationseffekte im Konzern ebenfalls deutlich gestiegen (34,18 Mio. €; Vj. 18,92 Mio. €). Die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG war im Berichtszeitraum fortwährend gegeben.

Die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen von 10,33 Mio. € werden ebenfalls durch die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel von 79,61 Mio. € deutlich eingehalten.

Abbildung 3: Risikosituation der EUWAX Aktiengesellschaft zum 31.12.2012 und 31.12.2011

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die Entwicklung der EUWAX AG als Teil des Börsenplatzes Stuttgart für das Jahr 2013. Diese zukunftsbezogenen Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein und die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können deshalb wesentlich von den derzeitig erwarteten abweichen.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Der Ausblick der Börse Stuttgart für das Geschäftsjahr 2013 spiegelt die Rahmenbedingungen eines weiterhin herausfordernden Börsenumfelds wider. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich die Finanz- und Schuldenkrise auch im Jahr 2013 weiter fortsetzen wird, wodurch die Konjunkturentwicklung stärker als in der Vergangenheit von schwer prognostizierbaren politischen Entscheidungen abhängig sein wird. Dies wird sich auch in einer steigenden Volatilität spürbar niederschlagen, die 2013 von der Geschäftsleitung in einer Range zwischen 20 bis 25 Punkten erwartet wird. Nachdem trotz der mitunter positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten die Handelsaktivitäten in den letzten Monaten sehr moderat waren, wird gegenwärtig eine Fortsetzung dieser Zurückhaltung für den weiteren Jahresverlauf angenommen.

Aufgrund der zwar leicht aufgehellten aber dennoch unsicheren wirtschaftlichen Aussichten erwartet die Börse Stuttgart zwar weitere leichte Kursgewinne im Dax, jedoch keinen nachhaltigen Stimmungswandel bei den Anlegern. Verschärfend kommt hinzu, dass durch die anstehenden Bundestagswahlen im kommenden Herbst im Vorhinein kaum kritische Reformen angestoßen werden dürften.

Der aufkommende regulatorische Gegenwind aus Brüssel und Berlin wird auch weiterhin einen wichtigen Einfluss auf die Kapitalmärkte ausüben und insbesondere das Geschäft mit den Hebelprodukten und Zertifikaten im Jahr 2013 schwierig machen. Das zurückliegende Jahr hat dabei mit den Diskussionen zu Hochfrequenzhandel und Finanztransaktionssteuern zusätzliche Komplexität herbeigeführt. Die letztgenannten Themen dürften erst nach 2013 zur Umsetzung gelangen, negative Auswirkungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgesehen werden. Die Börse Stuttgart unternimmt intensive Bemühungen, um die Position der Privatanleger bei der Ausgestaltung der regulatorischen Neuerungen aktiv zu vertreten.

Bei all diesen Punkten ist die Börse Stuttgart durch konstante Beobachtungen und aktive Einbringung gut positioniert, damit auf die möglichen Änderungen schnell reagiert werden kann.

Strategische Ausrichtung

Um auch in Zukunft eine führende Stellung im Privatanlegermarkt einzunehmen, verfolgt die Gruppe Börse Stuttgart die konsequente Weiterentwicklung der Kernkompetenz in Dienstleistungen für Privatanleger. Die EUWAX AG leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieser Services. Aus der nach wie vor starken Position heraus entwickelt die Börse Stuttgart nicht nur das Kerngeschäft weiter, sondern betreibt ebenso einen Ausbau neuer Geschäftsfelder zur nachhaltigen Zukunftssicherung. Die Sicherung und der Ausbau der Erfolgsfaktoren im Markt für Privatanleger stehen unverändert im Mittelpunkt der strategischen Überlegungen. Deshalb wird sich die EUWAX AG als Teil der Gruppe Börse Stuttgart auch in den nächsten Jahren für die kontinuierliche Verbesserung der Dienstleistungen für Privatanleger einsetzen, die börsliche Marktführerschaft im Kerngeschäft festigen und Diversifikationsanstrengungen fortsetzen.

Eine zentrale Basis für den Erfolg des Börsenplatzes stellt unverändert die hoch entwickelte Dienstleistung als Quality-Liquidity-Provider für verbriefte Derivate, Anleihen, Inlandsaktien und Fonds dar. Technologische Innovation in Verbindung mit einem klaren Kundenfokus haben den erfolgreichen Weg der Vergangenheit flankiert und sollen auch zukünftig entscheidende Faktoren sein, um im intensiven Wettbewerbsumfeld weiterhin richtungsweisend wirken zu können. Der seit dem Jahr 2010 erfolgte Aufbau der Primärmarktaktivitäten verdeutlicht die Fähigkeiten der Gruppe Börse Stuttgart, schnell auf Änderungen im Kapitalmarktumfeld zu reagieren und diese als Pionier zu nutzen. Auch zukünftig wird der weitere Ausbau der Aktivitäten im Primärmarkt vorangetrieben. So hat die Gruppe Börse Stuttgart im Februar 2012 ein Risikomaß für Mittelstandsanleihen eingeführt sowie die strategische Ausrichtung des Geschäftsbereichs auf eine breitere Basis gestellt, um die Chancen aus dem anhaltenden Wandel in der Unternehmensfinanzierung aktiv zu ergreifen.

Der seit Jahren zu beobachtende Margendruck an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette stellt auch die Gruppe Börse Stuttgart vor anhaltende Herausforderungen. Die in 2012 durchgeführte Anpassung der variablen Gebührensätze für verbriefte Derivate verdeutlicht den anhaltenden Druck auf die zentralen Ertragssäulen. Rückblickend hat die Börse Stuttgart durch die ergriffene Maßnahme jedoch erneut die Position bei Privatanlegern weiter gefestigt und durch bewussten Margenverzicht zukunftssichernd sowie im Sinne der Privatanleger agiert.

Die Strategie der Gruppe Börse Stuttgart zielt darauf ab, Privatanlegern ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Die Einführung des physisch besicherten ETCs EUWAX Gold in 2012 ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung dieser Zielsetzung. Die EUWAX AG sichert als Market Maker durch die kontinuierliche Stellung von Liquidität einen hochwertigen Handel von EUWAX Gold und verdeutlicht damit das synergetische Zusammenspiel der einzelnen Gruppenunternehmen. Seit dem 01.03.2013 sind sämtliche in- und ausländischen Aktien, Genussscheine sowie alle Exchange Traded Products (ETPs) an der Börse Stuttgart von 8 bis 22 Uhr handelbar. Dank der Erweiterung des Späthandels für diese Wertpapierklassen können Privatanleger künftig auch am Abend börslich auf internationale Marktgeschehnisse reagieren.

Neben den Privatanlegern hat der Börsenplatz Stuttgart auch die Bedürfnisse der Intermediäre und Emittenten im Fokus. Transparenz und ein attraktives Dienstleistungsbündel zur langfristigen Bindung der Zielgruppen sind zentrale Elemente, um auch in Zukunft die gute Marktstellung der Börse Stuttgart weiter zu festigen. Die Veränderung des Umfelds zwingt die Börse Stuttgart anhaltend zu intensiven Investitionen in zukunftsorientierte Technologie und Daten, um auch weiterhin ihre Differenzierung zum Wettbewerb aufrechtzuerhalten bzw. auszubauen. Die zunehmende Produktvielfalt, die vermutlich auch in den kommenden Jahren anhalten wird, verlangt hohe Investitionen in die immer stärker ausgelasteten IT-Systeme. Das Umfeld zeigt sich gegenwärtig hoch dynamisch und stellt sowohl auf der Wettbewerbs- wie auch auf der Kundenseite hohe Herausforderungen an die EUWAX AG.

Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Das Börsengeschäft wird auch im kommenden Jahr stark durch makroökonomische Entwicklungen sowie regulatorische Veränderungen beeinflusst werden. Dementsprechend ist in Europa bei einer andauernden europäischen Staatsschuldenkrise insgesamt für die Branche mit einer verhaltenen Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2013 zu rechnen.

Die Geschäftslage der EUWAX AG wird auch künftig stark von der Schwankungsbreite der Aktienmärkte sowie insbesondere von der Anzahl und dem Volumen ausgeführter Kundenorders geprägt sein. Für das Geschäftsjahr 2013 wird ein moderates Wachstum der Orderentwicklung erwartet, da das Vertrauen der Privatanleger in die Finanzmärkte voraussichtlich langsam zurückkehren wird, aber sich die deutschen Anleger im internationalen Vergleich bei der Teilnahme am Finanzmarkt dennoch weiterhin außergewöhnlich risikoavers verhalten.

Die Geschäftsleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2013, dass den schwierigen Marktentwicklungen durch die stringente Umsetzung der definierten Strategien erfolgreich entgegengewirkt werden kann. Danach sollen durch die Etablierung von neuen Leistungen wie beispielsweise der Handelszeitverlängerung, den Ausbau der Produktpalette (Fremdwährungsanleihen) und einer verstärkten Emittentenbindung unter anderem die Handelsumsätze und damit die Erträge leicht gesteigert werden.

Die pausenlos anwachsende Anzahl an betreuten Wertpapieren am Börsenplatz Stuttgart spiegelt einerseits das Bedürfnis der Anleger in eine vielschichtige Produktpalette wider, andererseits führt dies durch die zu verarbeitende Flut von Informationen und Datenmengen zu einer extremen Auslastung der IT-Systeme. Die Handelssysteme werden auch im Geschäftsjahr 2013 weiter entwickelt sowie die Effizienz der Systeme gesteigert werden müssen, damit diese weiterhin in der Lage sind, ein hohes Aufkommen von Informationen erfolgreich zu bewältigen. Auch eine Reihe neuer regulatorischer Anforderungen durch EU-Richtlinien und Verordnungen stellt die Systeme und Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Dies wird im Jahr 2013 neben weiteren Investitionen in eine leistungsfähige IT-Ausstattung zusätzlich erhöhte Kosten für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Börsenbetriebs mit sich bringen, die weitestgehend bei der Boerse Stuttgart AG als Börsenbetriebsgesellschaft anfallen werden. Durch die Nutzung der IT-Infrastruktur durch die EUWAX AG profitiert diese von den Investitionen der Boerse Stuttgart AG. Die EUWAX AG wird an den anfallenden Aufwendungen der Boerse Stuttgart AG für die Erhaltung bzw. den Ausbau der Systeme im Geschäftsjahr 2013 stärker beteiligt. Aufgrund des sich weiter verschärfenden Wettbewerbs in der Zertifikatebranche und dem damit anhaltenden Druck auf die Margen sowie der stärkeren Beteiligung an den IT-Kosten wird für das Provisionsergebnis im Geschäftsjahr 2013 wenn überhaupt nur eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahreswert prognostiziert.

Eine weitere bedeutende Ertragsquelle der Gesellschaft wird 2013 erneut das Nettoergebnis des Handelsbestands darstellen, das neben der Transaktionstätigkeit auch von der Volatilitätsentwicklung abhängig ist. Eine leichte Steigerung ist hier nur im Zusammenhang mit der Entwicklung der dargestellten Parameter denkbar.

Ungeachtet dem steigenden Wettbewerb und dem Ausbau des Leistungsportfolios, wie beispielsweise der Verlängerung der Handelszeiten, wird für das Geschäftsjahr 2013 keine bedeutende Veränderung der Gesamtaufwendungen erwartet.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird auch im Geschäftsjahr 2013 weiter erhöht werden und stellt einen zusätzlichen Risikopuffer für die Gesellschaft dar.

Die nach wie vor umfangreich vorgehaltene Liquidität ermöglicht der EUWAX AG auch weiterhin die Erbringung ihrer Zahlungsverpflichtungen, die Erfüllung ihrer Aufgaben als QLP sowie die Einhaltung regulatorischer Liquiditätsanforderungen.

Wesentliche Chancen für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Zusätzlich zu den Einschätzungen, die in diesem Prognosebericht beschrieben werden, gibt es weitere Chancen, die die Ergebnisperspektiven im Jahr 2013 in positiver Hinsicht beeinflussen könnten. Sollte eine tragfähige Lösung für die Staatsschuldenkrise gefunden werden, könnten Investoren und Konsumenten schneller als erwartet mehr Zuversicht in die Tragfähigkeit des Aufschwungs und die Stabilität des weltweiten Finanzsystems gewinnen. Die Rückkehr des Anlegervertrauens würde unter anderem zu einem Aufschwung des Zertifikatemarkts und somit zu einer Belebung des Handelsaufkommens bei der EUWAX AG führen.

Ein exogener, unerwarteter Schock korreliert mit hohen Kursbewegungen der Aktienmärkte und bedingt zudem ein erhöhtes Handelsaufkommen, was auf die erhöhte Anzahl an Kauf- und Verkaufsorders zurückzuführen ist.

Aus solchen Szenarien, die die deutliche Belebung der Handelsaktivitäten voraussetzen, würden sich dann auch Perspektiven für eine erheblich günstigere Geschäftsentwicklung der EUWAX AG im Jahr 2013 eröffnen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftsleitung der EUWAX AG erwartet für das Geschäftsjahr 2013 ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld mit einem anhaltend starken Wettbewerb sowie einem stetig wachsenden Preisdruck innerhalb der Branche. Die strukturelle Veränderung der Börsenlandschaft, die steigende Produktvielfalt sowie die weitere Verschärfung der regulatorischen Erfordernisse stellen die IT-Systeme und Mitarbeiter vor große Herausforderungen und werden die Geschäftslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 beeinflussen. Die Auswirkungen des erwarteten schwierigen Umfeldes zeigen sich direkt in den verhaltenen Ertragsprognosen der EUWAX AG. Die Geschäftsleitung prognostiziert für das Geschäftsjahr 2013 infolgedessen ein Jahresergebnis, das spürbar unterhalb des Vorjahresniveaus erwartet wird.

Kernziel in der strategischen Ausrichtung der Börse Stuttgart bleibt die weitere Etablierung als "Die Privatanlegerbörse" in Deutschland. Die Nische, in der sich die Gesellschaft damit bewegt, zeigt sich groß genug für ein eigenständiges und auch wirtschaftlich unabhängiges Überleben. Die Börse Stuttgart wird diesen Weg fortsetzen und mit hoher Dienstleistungs- und Servicequalität sowie Transparenz dazu beitragen, das Vertrauen der Privatanleger wieder zu stärken und ihre Position als innovativer und leistungsfähiger Handelsplatz für Privatanleger weiter ausbauen. Auch durch das dem Wettbewerb überlegene hybride Marktmodell, in dem das elektronische Handelssystem mit einer individuellen Betreuung verknüpft ist, gewährleistet die Börse Stuttgart Geschwindigkeit und Kosteneffizienz bei der Orderausführung.

Aus Sicht der Geschäftsleitung ist die EUWAX AG ungeachtet der Herausforderungen des Jahres 2013 solide aufgestellt um ihre Ziele weiter erfolgreich verfolgen zu können.

Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital sind im Anhang der EUWAX AG unter der Ziffer 11 angegeben.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen

Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht.

Stimmrechtskontrolle bei Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital

Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären.

Ernennung und Abberufung des Vorstands

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit den §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 4 Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur diese Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2012 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2012 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich des Aktienrückkaufs

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 02.07.2010 zum Erwerb eigener Aktien sowie deren späteren Verwendung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 AktG ermächtigt. Dabei wird die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis 10 % des Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 01.07.2015.

Sonderregelung für den Fall des Wechsels der Unternehmenskontrolle

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmer bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vorstandsbezüge

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle zum 31.12.2012 im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX AG. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder durch die Boerse Stuttgart Holding GmbH setzt sich aus fixen und erfolgsorientierten Vergütungskomponenten zusammen. Die fixen Komponenten werden monatlich als Grundgehalt ausbezahlt. Der erfolgsabhängige variable Anteil der Vergütung bemisst sich an Ergebnis-, Rendite- und weiteren Kennziffern des Boerse Stuttgart HoldingKonzerns (Vorsteuerergebnis, Cost-Income-Ratio, Marktanteil Börse Stuttgart, Projektaufwandsquote), an individuellen und ressortbezogenen Zielen sowie an Leistungs- und Kompetenzbeurteilungen des jeweiligen Vorstands. Die Vergütungsstruktur berücksichtigt dabei insbesondere die Lage und den Erfolg der Gruppe Börse Stuttgart sowie die individuelle Leistung des Vorstands.

Als Nebenleistungen erhalten die Vorstandsmitglieder insbesondere einen Dienst-PkW zur Nutzung, Reisekostenerstattungen sowie Zuschüsse zu Versicherungen. Fünf Jahre nach der Bestellung zum Geschäftsführer der Boerse Stuttgart Holding GmbH, kann die Boerse Stuttgart Holding GmbH dem jeweiligen Geschäftsführer eine betriebliche Altersversorgung zusagen.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.201 1 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 entbunden.

Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 113 T€ (Vj. 116 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 38 T€ (Vj. 41 T€) auf die Sitzungsgelder.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft innerhalb der Rubrik "Investor Relations" im Detailbereich "Corporate Governance" (link: http://www.euwax-ag.de/investor+relations/corporate+governance/corporate+governance.html) zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht ist die Erklärung im Corporate Governance Bericht abgedruckt.

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart zum 31.12.2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Stuttgart, 19. März 2013

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

scroll

31.12.2012

31.12.2011

T€
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 36.349.423,44 41.185
b) andere Forderungen 5.341,02 -
36.354.764,46 41.185
2. Handelsbestand 1.087.574,24 975
3. Immaterielle Anlagewerte
-) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 46
4. Sachanlagen 177.034,00 186
5. Sonstige Vermögensgegenstände 64.537.236,09 65.465
6. Rechnungsabgrenzungsposten 6.955,78 6
Summe Aktiva 102.163.564,57 107.862
Passiva
31.12.2012

31.12.2011

T€
1. Handelsbestand 1.086,56 -
2. Sonstige Verbindlichkeiten 12.694.434,56 18.991
3. Rechnungsabgrenzungsposten 100,97 0
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 614
b) andere Rückstellungen 933.876,56 1.172
933.876,56 1.786
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.653.382,33 4.204
davon Sonderposten nach §340e Abs. 4 HGB € 4.813.382,33 (Vj. T€ 3.364)
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.150.000,00 5.150
b) Kapitalrücklage 21.067.750,00 21.068
c) Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
ca) andere Gewinnrücklagen 56.662.933,59 56.663
d) Bilanzgewinn 0,00 0
82.880.683,59 82.881
Summe Passiva 102.163.564,57 107.862

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012

scroll

01.01.-31.12.2012

01.01.-31.12.2011

T€
1. Zinserträge aus
-) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.232.562,85 1.376
2. Zinsaufwendungen 23.137,60 11
1.209.425,25 1.365
3. Provisionserträge 14.728.006,53 17.260
4. Provisionsaufwendungen 5.801,91 21
14.722.204,62 17.239
5a. Ertrag des Handelsbestands 41.886.294,02 56.591
5b. Aufwand des Handelsbestands 28.851.787,58 38.058
davon Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB € 1.448.888,54 (V. T€2.059)
13.034.506,44 18.533
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.514.257,90 2.654
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.931.892,12 5.981
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 789.920,90 760
darunter für Altersvorsorgung € 58.523,24 (Vj. T€ 52) 6.721.813,02 6.741
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.560.499,68 5.942
12.282.312,70 12.683
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 105.773,65 233
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.257,50 184
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 18.085.050,36 26.691
11. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 840
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.976.053,79 8.971
davon Steuerumlage € 5478 025,48(Vj. T€ 7.803)
13. Sonstige Steuern 12.140,75 109
5.988.194,54 9.080
14. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 12.096.855,82 16.771
15. Jahresüberschuss 0,00 -
16. Bilanzgewinn 0,00 -

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeines

Die EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart (nachfolgend EUWAX AG), ist als amtlich notierte Aktiengesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB bzw. § 340a Abs. 1 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags (Handelsaktiva) bzw. Risikozuschlags (Handelspassiva) angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Bedarfsfall.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

scroll

Nutzungsdauer des Anlagevermögens
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 Jahre
Sachanlagen 3-13 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 150,00 € ("geringwertige Wirtschaftsgüter") werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der "Poolbewertung" über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden zum Barwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

3. Forderungen an Kreditinstitute

Für diesen Bilanzposten ergibt sich die folgende Fristengliederung:

scroll

T€ bis 3 Monate
31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Täglich fällig 36.349 41.185
Andere Forderungen 5 -
Forderungen an Kreditinstitute 36.355 41.185

Im Posten sind keine Forderungen an verbundene oder beteiligte Unternehmen enthalten (Vj. 0 T€).

4. Handelsbestand (Handelsaktiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelsaktiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Der Risikoabschlag erfolgt auf Einzelgeschäftsbasis anhand einer Pauschalmethode, der hohe Verlustannahmen zu Grunde liegen. Der VaR wird mit einem angenommenen Konfidenzniveau von 99 % auf Sicht eines Tages errechnet.

scroll

T€ Buchwert* Marktwert Risikoabschlag
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 775 541 780 541 5 0
Stückzinsforderungen 28 44 28 44 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestand 803 585 809 585 5 0
Optionsscheine 2 0 2 0 0 0
Zertifikate 0 0 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestand 2 0 2 0 0 0
Aktien/Fonds 282 390 282 390 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestand 282 390 282 390 0 0
Gesamtbestand Handelsaktiva 1.088 975 1.093 975 5 0

* Buchwert= Marktwert abzgl. Risikoabschlag

4.1 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsbestand)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Der Nominalbetrag zum 31.12.201 2 beträgt 910 T€ (Vj. 930 T€).

Die zum Buchwert bilanzierten Wertpapiere haben in Höhe von 42 T€ (Vj. 19 T€) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die anteiligen Zinsen darauf betragen 0,3 T€ (Vj. 0 T€).

Eine Bonitätsveränderung des Emittenten kann Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit zukünftiger Zahlungsströme und Verkaufserlöse des jeweiligen Wertpapiers beeinflussen.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 5 T€ (Vj. 241 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 6 T€ (Vj. 0 T€).

4.2 Derivative Finanzinstrumente (Handelsbestand]

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können. Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Satz 1 Nr. 20 HGB aus nominal 2.1 1 1.000 Stück (Vj. 5.000 Stück) Optionsscheinen zusammen.

4.3 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Handelsbestand)

Unter diesem Bilanzposten werden insbesondere Aktien und Fonds des Handelsbestandes ausgewiesen, die Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt sind. Die bestehenden Risiken können sich auf zukünftige Zahlungsströme sowie auf Verkaufserlöse der Papiere auswirken.

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 114 T€ (Vj. 53 T€) vorgenommen. Diese Abschreibungen erfolgten aufgrund der Veränderung des Marktwertes.

Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen in Höhe von 177 T€ (Vj. 186 T€) beinhalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

6. Sonstige Vermögensgegenstände

scroll

T€ 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.104 64.903
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 64.104 (Vj. T€ 64.903)
Steuererstattungsansprüche 433 558
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 101 (Vj. T€ 49)
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 0 4
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 0 (Vj. T€ 4)
Sonstige Vermögensgegenstände 64.537 65.465

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen ein an die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährtes Darlehen zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen (63.189 T€, Vj. 63.497 T€) sowie Forderungen gegenüber der Boerse Stuttgart AG aus erbrachten QLP-Dienstleistungen (915 T€, Vj. 877 T€).

Das Körperschaftsteuerguthaben wurde zum Barwert angesetzt. Die Höhe der Abzinsung beträgt 19 T€ (Vj. 16 T€).

7. Handelsbestand (Handelspassiva)

Die Kriterien für die Einbeziehung in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Der beizulegende Zeitwert, als Bewertungsgrundlage für die Handelspassiva, basiert auf Börsenpreisen (Marktwert).

Der Risikozuschlag erfolgt auf Einzelgeschäftsbasis anhand einer Pauschalmethode, der hohe Verlustannahmen zu Grunde liegen. Der VaR wird mit einem angenommenen Konfidenzniveau von 99 % auf Sicht eines Tages errechnet.

scroll

T€ Buchwert* Marktwert Risikozuschlag
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 1 - 1 - 0 -
Stückzinsforderungen 0 - 0 - 0 -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestand 1 0 1 0 0 0
Optionsscheine 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente des Handelsbestand 0 0 0 0 0 0
Gesamtbestand Handelspassiva 1 0 1 0 0 0

* Buchwert= Marktwert zzgl. Risikozuschlag

7.1 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Handelsbestand - Handelspassiva)

Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes (Handelspassiva) inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Der Nominalbetrag zum 31.12.2012 beträgt 1 T€ (Vj. 0 T€).

Die bilanzierten Wertpapiere haben in Höhe von 0,05 T€ (Vj. 0 T€) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die anteiligen Zinsen darauf betragen 0,02 T€ (Vj. 0 T€).

Eine Bonitätsveränderung des Emittenten kann Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit zukünftiger Zahlungsströme und Verkaufserlöse des jeweiligen Wertpapiers beeinflussen.

7.2 Derivative Finanzinstrumente (Handelsbestand - Handelspassiva)

Zum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG verbriefte derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand (Handelspassiva). Diese Papiere sind Marktpreis- sowie Emittentenausfallrisiken ausgesetzt, die sich auf zukünftige Zahlungsströme und Verkaufserlöse der Papiere auswirken können. Der Bestand setzt sich gemäß § 285 Satz 1 Nr. 20 HGB aus nominal -100 Stück (Vj. 0 Stück) Optionsscheinen zusammen.

8. Sonstige Verbindlichkeiten

scroll

T€ 31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.357 16.882
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 12.357 (Vj. T€ 16 882)
Sonstige Verbindlichkeiten 337 2.109
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 337 (Vj. T€ 2109)
Sonstige Verbindlichkeiten 12.694 18.991

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten den noch abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2012 (12.097 T€, Vj. 16.771 T€) sowie die Ertragssteuerumlage (123 T€, Vj. 107 T€) und Miet- und Nebenkostennachzahlungen (137 T€, Vj. 0 T€) an die Boerse Stuttgart Holding GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich mit 94 T€ (Vj. 182 T€). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 157 T€ (Vj. 13 T€) enthalten.

9. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 934 T€ (Vj. 1.172 T€) beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für die voraussichtlichen Leistungsbonifikationen in Höhe von 365 T€ (Vj. 311 T€), die Abschluss- und Prüfungskosten (226 T€, Vj. 245 T€) sowie die Aufsichtsratsvergütung (113 T€, Vj. 116 T€).

Die Restlaufzeiten der anderen Rückstellungen, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung (24 T€), sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB besteht eine Abzinsungspflicht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Da es sich hierbei um sogenannte Altfälle handelt, findet die Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Anwendung. Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 4 EGHGB beträgt die Rückstellungsüberdeckung zum 31.12.2012 für die Aufbewahrungsrückstellung 9 T€.

10. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB sind zum Bilanzstichtag insgesamt 5.653 T€ (Vj. 4.204 T€) eingestellt.

Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von 1.449 T€ (Vj. 2.899 T€) betrifft in voller Höhe (Vj. 2.059 T€) die gesetzliche Einstellung nach § 340e Abs. 4 HGB.

11. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2012 ausführlich dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31.12.2012 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Beteiligung am Kapital

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, ist zum 31. Dezember 2012 mit 84,07 % direkt am Kapital der EUWAX AG beteiligt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % bestehen nicht.

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen.

Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabe betrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2012 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €.

Genehmigtes Kapital II

In der Hauptversammlung vom 02.07.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01.07.2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabe betrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2012 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €.

Gewinnrücklagen

Seit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, werden alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

12. Zinsergebnis

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften resultieren im Wesentlichen aus dem an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährten Darlehen (1.079 T€, Vj. 1.114 T€).

13. Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten zum Großteil die von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, an die EUWAX AG bezahlten QLP-Vergütungen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als Quality-Liquidity-Provider einen prozentualen Anteil an dem von der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart, vereinnahmten Transaktionsentgelt.

14. Ertrag und Aufwand des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften, Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands, vereinnahmte Stückzinsen und Dividenden von Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB.

15. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 1.514 T€ (Vj. 2.654 T€) beinhalten hauptsächlich Erträge aus Primärmarktaktivitäten in Höhe von 793 T€ (Vj. 1.344 T€) sowie periodenfremde Erträge.

Die periodenfremden Erträge in Höhe von insgesamt 620 T€ (Vj. 1.149 T€) resultieren im Wesentlichen aus einem reduzierten Sonderbeitragsbescheid der EdW für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 347 T€ (Vj. 570 T€) sowie aus den von der Industrie- und Handelskammer zu viel veranlagten Beiträge für die Geschäftsjahre 2008 - 201 1 in Höhe von insgesamt 248 T€ (Vj. 0 T€).

16. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind Aufwendungen für von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, erbrachte Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich (2.578 T€, Vj. 3.333 T€) enthalten. Darüber hinaus sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Handelstätigkeit in Höhe von 1.986 T€ (Vj. 1.400 T€) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen durch eine erhöhte BaFin-Umlage für das Geschäftsjahr 2011 sind in Höhe von 68 T€ enthalten.

17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt.

Über eine Steuerumlagevereinbarung mit der Muttergesellschaft wird die EUWAX AG mit einem fiktiven Steueraufwand belastet. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 5.478 T€ (Vj. 7.803 T€).

Daneben ist im Steueraufwand die Körperschaftsteuer (472 T€, Vj. 472 T€) nebst Solidaritätszuschlag (26 T€, Vj. 26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, da kein außerordentliches Ergebnis ausgewiesen wird.

In der Position sind periodenfremde Steuern in Höhe von 4 T€ (Vj. 480 T€) enthalten.

D. Sonstige Angaben

18. Arbeitnehmer und Organe

Arbeitnehmer

scroll

2012 2011
Angestellte im Handel 57 55
Angestellte in der Verwaltung 10 12
Praktikanten 11 6
Summe der Beschäftigten 78 73

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB betrug im Berichtsjahr 67 (Vj. 67).

Die Herren Christoph Lammersdorf und Ralph Danielski waren im Geschäftsjahr 2012 bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH als Geschäftsführer und darüber hinaus als Vorstände der EUWAX AG bestellt.

Mitglieder des Vorstands

scroll

Mitglieder des Vorstands Zuständigkeitsbereiche / Weitere Mandate
Christoph Lammersdorf Unternehmensführung
Vorsitzender des Vorstands Weitere Mandate:
Diplom-Physiker -Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH
-Vorsitzender des Vorstands der Boerse Stuttgart AG
-Mitglied der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Securities GmbH (seit 26.04.2012)
-Chairman of the Board der Nordic Growth Market NGM AB
-Kuratorium Stiftung Kreditwirtschaft
-Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Rechnen
-Kuratorium Fachhochschule Organisation und Management
-Kuratorium Stiftung Katholische Kirche Stuttgart
-Mitglied des Vorstands des Bundesverband der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e.V. (seit 20.03.2012)
Ralph Danielski
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands Märkte & Services Weitere Mandate:
Bankkaufmann -Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH
-Mitglied der Geschäfsführung der Boerse Stuttgart Securities GmbH (seit 26.04.2012)
-Board Member der Nordic Growth Market NGM AB
-Mitglied des Börsenrates der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse

Vorstandsvergütung

Die Vergütungen der Vorstände werden von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 05.07.2011 bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2015 entbunden.

Mitglieder des Aufsichtsrats / Prüfungsausschusses

scroll

Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Thomas Munz Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats Boerse Stuttgart Holding GmbH
Mitglied des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e. V. Boerse Stuttgart AG
Dr. Michael Völter Boerse Stuttgart Holding GmbH
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Boerse Stuttgart AG S.V. Holding AG
Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Holding AG, Ressort Finanzen Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG
Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Gebäudeversicherung AG Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG
Mitglied des Vorstands der SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherung AG FidesSecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler GmbH
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH
Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH (seit 01.03.2012)
Dr. Christian Holzherr Boerse Stuttgart Holding GmbH
Selbstständiger Unternehmensberater Boerse Stuttgart AG
Geschäftsführer Ferdinand Piech Holding GmbH (seit 01.01.2013) Herrenknecht AG (seit 24.09.2012)
Horst Marschall Boerse Stuttgart Holding GmbH
Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank i. R. Boerse Stuttgart AG
Karlsruher Sport-Club
Dr. Manfred Pumbo Boerse Stuttgart Holding GmbH
Leiter Controlling/Risikomanagement der Württembergische Versicherung AG Boerse Stuttgart AG
Mitglied des Vorstands der Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG Auto-Staiger Verwaltungs-GmbH Bau- und WohnungsVerein Stuttgart
Hans-Joachim Strüder Baden-Württembergische Wertpapierbörse, teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts
Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Financial Markets Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH
Boerse Stuttgart Holding GmbH
Boerse Stuttgart AG AdCapital AG
Universal-Investment-Gesellschaft mbH
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH
LBBW Luxemburg S.A.

Die Herren Dr. Michael Völter, Horst Marschall und Dr. Manfred Pumbo sind ebenfalls Mitglied in dem 2011 konstituierten Prüfungsausschuss. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Michael Völter.

Aufsichtsratsvergütung / Vergütung Prüfungsausschuss

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrug für den Berichtszeitraum insgesamt 113 T€ (Vj. 116 T€). Davon entfallen 75 T€ (Vj. 75 T€) auf die Grundvergütung und 38 T€ (Vj. 41 T€) auf die Sitzungsgelder.

Im Berichtszeitraum wurde keine Vergütung für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der EUWAX AG gewährt. Die Vergütung wird von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die EUWAX AG ist aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bis ins Jahr 2020 in Höhe von 258 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€ mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitigem Kündigungsrecht ohne Einhaltung einer Frist.

Die EUWAX AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin (EdW). Neben den jährlichen Regelbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls "Phoenix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Die Erhebung solcher Sonderbeiträge führt in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der EUWAX AG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, abzuführen.

Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zum 01.01.2009 wurde der komplette Verwaltungsbereich von der EUWAX AG auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, verlagert. Für diese Dienstleistungen entrichtet die EUWAX AG ein jährliches anzupassendes Entgelt. Im Berichtszeitraum betrug die Vergütung insgesamt 2.578 T€.

20. Kapitalflussrechnung

Für detaillierte Erläuterungen verweisen wir auf die diesem Abschluss beigefügte Kapitalflussrechnung.

Im Jahresergebnis vor Gewinnabführung sind Zinszahlungen in Höhe von 23 T€ (Vj. 11 T€) und Ertragssteuerzahlungen in Höhe von 6.645 T€ (Vj. 8.540 T€) enthalten.

Der Finanzmittelbestand setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

scroll

T€ 31.12.2012 31.12.2011
Flüssige Mittel (Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von bis zu 90 Tagen) 36.355 41.185
davon: täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute 36.349 41.185
davon: andere Forderungen an Kreditinstitute 5 -
Finanzmittelbestand (Barreserve und kurzfristige Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 36.355 41.185

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute resultieren aus Primärmarktaktivitäten.

21. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Gruppenstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr bis auf Folgendes nicht geändert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwarb die Boerse Stuttgart Holding GmbH alle Anteile an der Ophirum Securities GmbH, Frankfurt. Die Gesellschaft wurde in Boerse Stuttgart Securities GmbH umfirmiert und der Sitz wurde von Frankfurt nach Stuttgart verlegt.

Für die Erbringung und Inanspruchnahme von Konzernleistungen bestehen einheitliche vertragliche Regelungen. Im Geschäftsjahr 2012 bestanden folgende Leistungsbeziehungen zwischen der EUWAX AG und anderen verbundenen Unternehmen:

Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

An die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., dem Mutterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, wurden im Berichtsjahr Mitgliedsbeiträge in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) entrichtet.

Forderungen oder Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH

Für die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, dem Tochterunternehmen der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 208 T€ (Vj. 133 T€) unter anderem für Einbeziehungen (161 T€, Vj. 83 T€) und die Teilnahme am Börsenhandel (30 T€, Vj. 30 T€) gemäß dem Entgeltverzeichnis bzw. der Gebührenordnung der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse verbucht.

Forderungen (Vj. 0 T€) oder Verbindlichkeiten (Vj. 5 T€) bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Boerse Stuttgart Holding GmbH

Von der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Mutterunternehmen der EUWAX AG, wurden Zinserträge aus der Darlehensgewährung in Höhe von 1.079 T€ (Vj. 1.114 T€) vereinnahmt.

Die Aufwendungen in Höhe von insgesamt 8.294 T€ (Vj. 11.271 T€) resultieren aus der Konzernsteuerumlage in Höhe von 5.478 T€ (Vj. 7.803 T€), der Verwaltungsumlage (2.578 T€, Vj. 3.333 T€) sowie den Miet- und Nebenkosten für die Büroräume der Gesellschaft (238 T€, Vj. 135 T€).

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen in Höhe von 63.189 T€ (Vj. 64.025 T€). Diese beinhalten das gewährte Darlehen für die konzerneinheitliche Vermögensverwaltung zuzüglich der darauf enfallenden Zinsen in Höhe von insgesamt 63.189 T€ (Vj. 63.497 T€).

Verbindlichkeiten bestanden zum 31.12.2012 in Höhe von 12.357 T€ (Vj. 16.878 T€). Diese betrafen die Gewinnabführung für das laufende Geschäftsjahr (12.097 T€, Vj. 16.771 T€), die Miet- und Nebenkostenabrechnung (137 T€, Vj. 0 T€) sowie die Ertragssteuerumlage in Höhe von 123 T€ (Vj. 107 T€).

Boerse Stuttgart AG

Die EUWAX AG vereinnahmte von der Boerse Stuttgart AG, ein 100 %iges Tochterunternehmen der Boerse Stuttgart Holding GmbH, für das Geschäftsjahr 2012 Erträge aus ihrer QLP-Tätigkeit in Höhe von insgesamt 14.717 T€ (Vj. 17.238 T€).

Aus diesem Sachverhalt resultieren zum 31.12.2012 Forderungen in Höhe von 915 T€ (Vj. 877 T€). Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj. 0 T€).

Nahestehende Personen und Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Personen und weiteren nahestehenden Unternehmen fanden im Berichtszeitraum nicht statt (Vj. 0 T€).

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH

Am 16.05.2007 hat die EUWAX AG mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Der Vertrag ist am 12.02.2008 mit Eintragung im Handelsregister wirksam geworden. Er ist für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, gewährt den außenstehenden Aktionären der EUWAX AG für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft nach dem Inkrafttreten des Vertrags - und somit erstmalig für das Geschäftsjahr 2008 - als angemessenen Ausgleich im Sinne des § 304 AktG die Zahlung einer Garantiedividende in Höhe von brutto 3,85 € je Inhaber-Stückaktie.

Die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, hat sich ferner verpflichtet, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der EUWAX AG dessen Aktien gegen Abfindung zu erwerben. Die Holding gewährt den außenstehenden Aktionären eine Barabfindung von 40,82 € zzgl. Zinsen je Inhaber-Stückaktie. Die Verpflichtung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zum Erwerb der Aktien ist befristet. Von mehreren außenstehenden Aktionären wurde ein Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Barabfindung (sog. Spruchverfahren) gestellt, so dass die Frist aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwei Monate nach dem Tag, an dem die endgültige Entscheidung in diesem Verfahren (z.B. Beschluss des Gerichts oder Vergleich) im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, endet. Die voraussichtliche Dauer des Verfahrens ist der Gesellschaft nicht bekannt.

22. Honorar für den Abschlussprüfer

scroll

T€ 2012 2011
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 145 145
Honorar für Bestätigungsleistungen 32 32
Honorar für Steuerberatungsleistungen 10 9
Honorar für sonstige Leistungen 0 0
Gesamtes Honorar des Abschlussprüfer 187 186

23. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der EUWAX AG

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden, u.a. auf der Internetseite der EUWAX AG.

24. Mitteilung nach § 21 WpHG

Am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft

Börsenstraße 4

D-70174 Stuttgart

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns gemäß §§ 25,24 folgendes mitgeteilt:

1. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 03.12.2007 unmittelbar und mittelbar über die boerse-stuttgart Holding GmbH Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben, die insgesamt 8,85 % der Stimmrechte (dies entspricht 455.829 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft überschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 8,85 % (455.829 Stimmen) betragen.

2. Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hielt am 06.12.2007 unmittelbar Finanzinstrumente, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart zu erwerben, die 1,46 % der Stimmrechte (75.000 Stimmen) vermitteln. An diesem Tag hätte die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 1,46 % (75.000 Stimmen) betragen.

3. Unter Bezugnahme auf die Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG vom 03.12.2007 teilt die boerse-stuttgart Holding GmbH mit, dass sie am 06.12.2007 keine Finanzinstrumente mehr hielt, die das Recht verleihen, Aktien an der EUWAX Aktiengesellschaft, Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, zu erwerben. An diesem Tag hätte die Boerse Stuttgart Holding GmbH, stellte man allein auf das durch Finanzinstrumente vermittelte Recht zum Erwerb von Aktien ab, die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der EUWAX Aktiengesellschaft unterschritten; der Stimmrechtsanteil hätte zu diesem Tage 0,00 % (0 Stimmen) betragen.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

Ebenfalls am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung:

EUWAX Aktiengesellschaft

Börsenstraße 4

D-70174 Stuttgart

Korrekturveröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns unter Korrektur ihrer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 04.12.2007) folgendes mitgeteilt:

Unter Korrektur unserer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 4.12.2007) teilen wir mit, dass der Stimmrechtsanteil der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. an der EUWAX Aktiengesellschaft von derzeit 83,85 % (dies entspricht 4.318.330 Stimmen) von der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. seit dem 4.12.2007 nicht mehr unmittelbar im Sinne des § 21 Abs. 1 WpHG gehalten, sondern dieser wie folgt zugerechnet wird:

75 % + 1 Stimmrecht (dies entspricht 3.862.501 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Boerse Stuttgart Holding GmbH zugerechnet;
7,39 % (dies entspricht 380.829 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet und zwar 302.551 Stimmrechte über Herrn Hans-Peter Bruker und 78.278 Stimmrechte über Herrn Harald Schnabel;
weitere 1,46 % (dies entspricht 75.000 Stimmen) werden der Vereinigung Baden-Württembergische

Wertpapierbörse e.V. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpHG zugerechnet.

Stuttgart im Januar 2008

EUWAX Aktiengesellschaft

25. Konzernverhältnisse/ -abschluss

Der Jahresabschluss der EUWAX AG für das Geschäftsjahr 2012 wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister über den Bundesanzeiger veröffentlicht.

26. Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht aktiviert. Die temporären Differenzen in Höhe von 10 T€ (Vj. 9 T€), auf die keine aktiven Latenten Steuern gebildet wurden, betreffen im Wesentlichen die Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei der Bildung von Rückstellungen und führen zu einer zukünftigen Steuerentlastung in Höhe von 3 T€. Die Bewertung der Latenten Steueransprüche erfolgt mit dem jeweiligen im Zeitpunkt der Realisierung gültigen Steuersatz. Für die Berechnung wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,53% zugrunde gelegt.

27. Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.

Stuttgart, 19. März 2013

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

scroll

Anschaffungs-/Herstellkosten
31.12.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2012
--- --- --- --- ---
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.787,09 0,00 0,00 915.787,09
b) Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
1.011.560,01 0,00 0,00 1.011.560,01
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.888,64 50.908,65 0,00 346.797,29
Gesamt 1.307.448,65 50.908,65 0,00 1.358.357,30

scroll

Abschreibungen
31.12.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2012
--- --- --- --- ---
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869.997,09 45.790,00 0,00 915.787,09
b) Geschäfts- oder Firmenwert 95.772,92 0,00 0,00 95.772,92
965.770,01 45.790,00 0,00 1.011.560,01
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.779,64 59.983,65 0,00 169.763,29
Gesamt 1.075.549,65 105.773,65 0,00 1.181.323,30

scroll

Buchwerte
31.12.2011 31.12.2012
--- --- ---
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.790,00 0,00
b) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
45.790,00 0,00
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.109,00 177.034,00
Gesamt 231.899,00 177.034,00

Eigenkapitalspiegel vom 01. Januar 2011 - 31. Dezember 2012

scroll

Gezeichnetes Kapital Stückaktien Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Eigenkapital
Stand am 01.01.2011 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 16.770.885,83 16.770.885,83
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -16.770.885,83 -16.770.885,83
Stand am 31.12.2011 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Stand am 01.01.2012 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59
Ergebnis 0,00 0,00 12.096.855,82 12.096.855,82
Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00 -12.096.855,82 -12.096.855,82
Stand am 31.12.2012 5.150.000,00 21.067.750,00 56.662.933,59 82.880.683,59

Kapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2012

scroll

T€ 01.01.-31.12.2012 01.01.-31.12.2011
Jahresergebnis vor Gewinnabführung 12.097 16.771
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 106 233
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen (+/-) 1.449 2.899
Cash Flow 13.652 19.903
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen, sonstiger Vermögensgegenstände und anderer Aktiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 814 5.198
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Wertpapiere -112 5.519
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 926 -321
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -852 -487
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.621 110
CASH FLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11.992 24.724
Investitionen (-) in Sachanlagen -51 -44
CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -51 -44
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -16.771 -12.508
Gewinnabführung aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrages -16.771 -12.508
CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -16.771 -12.508
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS -4.830 12.172
FINANZMITTELBESTAND
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 41.185 29.013
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 36.355 41.185
davon: Bankguthaben 36.355 41.185

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 19. März 2013

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Frey, Wirtschaftsprüfer

Seifert, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Stuttgart, 19. März 2013

Der Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft

Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender

Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2012

der EUWAX Aktiengesellschaft

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich geprüft, überwacht und beratend begleitet.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat seit langem zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Sachgerechtigkeit dieser Berichterstattung und diskutiert über gegebenenfalls notwendige Anpassungen. Dazu verfolgt er die aktuellen gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Vorhaben.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat stets frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus Sicht des Aufsichtsrats neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht ein Prüfungsausschuss, der die Arbeit im Gesamtgremium effektiv unterstützt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie mit Organisation, Tätigkeit und Feststellungen der Internen Revision, der Finanzberichterstattung des Unternehmens sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Neben dem Prüfungsausschuss bestehen keine weiteren Ausschüsse.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

In seinen insgesamt fünf ordentlichen Sitzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, an denen durchgängig alle Mitglieder teilnahmen, wurde der Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes informiert. Außerordentliche Aufsichtsratssitzungen fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

Auch zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage sowie quartalsweise den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Hervorzuheben sind insoweit die regelmäßig monatlich fest vereinbarten Gespräche über Geschäftsvorgänge zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands. Im Bedarfsfall nimmt an diesen Terminen auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teil.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle erforderlichen Beschlüsse in den Aufsichtsratssitzungen gefasst, Beschlüsse im Umlaufverfahren gab es keine.

Der Prüfungsausschuss hielt im vergangenen Geschäftsjahr drei Sitzungen ab, an denen jeweils alle Mitglieder teilnahmen. Zusätzlich nahm an allen Sitzungen der Vorsitzende des Vorstands teil sowie an der zweiten und dritten Sitzung auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats. In seiner ersten Sitzung am 12.04.2012 bereitete der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers und des Bereichsleiters Finanzen die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss den Jahresbericht 2011 der Internen Revision. Des Weiteren gab er dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. In der zweiten Sitzung am 27.09.2012 wurden im Wesentlichen der Statusberichts des Vorstands zur vorläufigen Planung 2013 und die Ausführungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanz- und Zwischenlageberichts 2012 entgegengenommen. Am 29.10.2012 wurde die Unternehmensplanung 2013 - 2015 mit dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Bereichsleiter Finanzen im Hinblick auf die Zustimmungsentscheidung des Aufsichtsrats vorbesprochen sowie das fortentwickelte Format der Risikoberichterstattung behandelt.

Schwerpunkte der Beratungen

Schwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres waren die Risikostrategie, die Abstimmung und Beschlussfassung zu den Themen der ordentlichen Hauptversammlung 2012, die Fortentwicklung der IT-Systemlandschaft in der Unternehmensgruppe sowie die Budgetplanung für die Gesellschaft.

Da die Geschäftsleitung der EUWAX Aktiengesellschaft trotz bestehendem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH auch weiterhin allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft ist, bildeten auch aufsichtsrechtliche Themen einen Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats.

Corporate Governance

Corporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2012 geändert, so dass sich der Aufsichtsrat auf Basis der Fassung des Kodex vom 15.05.2012, die am 05.06.2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit Fragen der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt hat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der EUWAX Aktiengesellschaft veröffentlicht.

Interessenkonflikte, die gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen wären - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können - sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Personelle Veränderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Vorstand der EUWAX Aktiengesellschaft keine personellen Veränderungen. Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind die Herren Christoph Lammersdorf (Vorsitzender) und Ralph Danielski.

Auch in der personellen Besetzung des Aufsichtsrats ergaben sich im Geschäftsjahr 2012 keine Veränderungen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 03.07.2012 für die Zeit bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, wiedergewählt. Herr Thomas Munz ist unverändert Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Dr. Michael Völter stellvertretender Vorsitzender. Herr Dr. Völter ist unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats der EUWAX Aktiengesellschaft zusammen. Dies waren im Geschäftsjahr 2012 unverändert die Herren Dr. Michael Völter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Dr. Manfred Pumbo und Horst Marschall.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 03.07.2012 wurde der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts, und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Gesonderte Prüfungsschwerpunkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesetzt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an uns versandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt worden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18.04.2013 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2012 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt.

Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren Dank aus.

Stuttgart, den 18. April 2013

Thomas Munz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft nach § 161 AktG

zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums geändert. Am 05.06.2012 wurde die aktuell geltende Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen.

Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit Februar 2012 bezieht sich diese Entsprechenserklärung auf die Anforderungen des Kodex in seiner Fassung vom 15.05.2012, die am 15.06.2012 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen:

Diversity - Führungsfunktionen im Unternehmen (4.1.5)

Die Empfehlung lautet, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Der Vorstand wird keine explizite Quote einführen, sondern strebt an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen angemessen zu berücksichtigen. Eine Quote ist dabei unseres Erachtens nicht zielführend. Vielmehr kommt es darauf an, aus der Vielfalt unterschiedlicher Talente, Erfahrungen und Kenntnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine für den Erfolg des Unternehmens wichtige Mischung an Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen sollen, zu finden.

Vorstandsvergütung (4.2.3)

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in Punkt 4.2.3 nicht entsprochen.

Diversity - Zusammensetzung des Vorstands (5.1.2)

Die Empfehlung lautet, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Der Aufsichtsrat wird keine explizite Quote einführen, sondern strebt an, diese Empfehlung im Rahmen von Nachfolgeregelungen angemessen zu berücksichtigen. Hintergrund ist, dass eine Quote bei einem Gremium, das derzeit aus zwei Personen besteht, nicht als angemessenes Mittel angesehen wird, um eine Förderung von Vielfalt zu erreichen. Der Aufsichtsrat sieht weiterhin als wichtigstes Entscheidungskriterium die persönliche und fachliche Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit.

Bildung eines Nominierungsausschusses im Aufsichtsrat (5.3.3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung eines Nominierungsausschusses in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit darauf zu verzichten, da ein Nominierungsausschuss nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Gesellschaft unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut bei der Besetzung des Aufsichtsrats darüber hinaus den Anforderungen des Kreditwesengesetzes und den konkretisierenden aufsichtsrechtlichen Regelungen. Dadurch bestehen aktuell bereits recht detaillierte Vorgaben zur Besetzung des Gremiums, die die Auswahl geeigneter und verfügbarer Kandidaten umfassend regeln. Der Aufsichtsrat hat deshalb keine über die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften hinaus gehenden Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, um den Kreis potenzieller Aufsichtsratsmitglieder nicht weiter einzuschränken. Dementsprechend werden Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen jährlichen Vergütung keine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpft. Hintergrund dafür ist der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH und die darin vorgesehene feste Ausgleichszahlung ("Garantiedividende"). An die Stelle der früheren von den beschlossenen Gewinnanteilen abhängigen variablen Vergütung, die entfallen ist, tritt nunmehr ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen.

Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben.

Rechnungslegung (7.1.2)

Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand grundsätzlich nicht vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands wird der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert. Außerdem finden ab dem Geschäftsjahr 2011 regelmäßig Gespräche zu Fragen der Rechnungslegung mit dem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrats besteht. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft aufgrund der nicht immer gegebenen Kompatibilität zwischen den Aufsichtsratssitzungsterminen und den Veröffentlichungsterminen für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen.

Stuttgart, im Februar 2013

Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2012 der EUWAX Aktiengesellschaft am 18.04.2013 gebilligt, damit ist der Jahresabschluss festgestellt.