Interim / Quarterly Report • Sep 29, 2023
Interim / Quarterly Report
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der EnviTec Biogas AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
| Kennzahlenüberblick | 04 |
|---|---|
| Vorwort | 06 |
| Konzernzwischenlagebericht | |
| Grundlagen des Konzerns | 10 |
| Wirtschaftsbericht | 10 |
| Geschäftsverlauf und Segmententwicklung im ersten Halbjahr 2023 | 14 |
| Ertragslage | 18 |
| Vermögens- und Finanzlage | 20 |
| Liquiditätslage | 21 |
| Chancen- und Risikobericht | 21 |
| Prognosebericht | 22 |
| Konzernzwischenabschluss | |
| Konzernbilanz | 26 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 29 |
| Konzern-Anhang | 31 |
| Impressum | 42 |
| (Mio. Euro) | H1 2023 | H1 2022 | Entwicklung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 142,1 | 144,2 | -2,1 |
| Rohergebnis | 77,4 | 53,7 | 23,7 |
| EBITDA | 41,2 | 26,3 | 14,9 |
| EBT | 39,3 | 20,1 | 19,2 |
| Konzernergebnis | 33,3 | 17,6 | 15,7 |
| Mitarbeiter (Anzahl) | 636 | 531 | 105 |
| Auftragsbestand | 307,5 | 218,6 | 88,9 |
| davon Ausland | 235,5 | 181,8 | 53,7 |
| Auftragseingänge | 114,0 | 63,2 | 50,8 |
| davon Ausland | 70,9 | 47,8 | 23,1 |
| Auftragsstornierungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgearbeitete Aufträge | 2,4 | 14,2 | -11,8 |
In den Tabellen und Grafiken dieses Geschäftsberichts können aus rechentechnischen Gründen in Einzelfällen Rundungsdifferenzen auftreten.
ren Aktionärinnen und Aktionären eine attraktive Dividende auszuschütten.
Mit Blick auf die Entwicklung im zweiten Halbjahr rechnen wir im Anlagenbau mit der Schlussrechnung mehrerer Projekte in den USA, was auf Konzernebene zu einer nochmaligen Steigerung gegenüber der bereits guten Entwicklung in den ersten sechs Monaten führen wird.
Im Eigenbetrieb werden wir bei einer guten operativen Performance aufgrund des beschriebenen Sonderertrags das hervorragende Vorjahresniveau auf Gesamtjahresbasis nochmals übertreffen. Im Segment Service setzen wir weiter auf den Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten in den USA und Frankreich. Hinzu kommt eine im bisherigen Jahresverlauf sehr positive Entwicklung des Servicegeschäfts in Deutschland.
Die wichtigsten Investitionen des laufenden Jahres umfassen den bereits laufenden Ausbau der Eigenbetriebsanlagen in Forst (Brandenburg) sowie in Neuburg (Mecklenburg-Vorpommern), der mit Kapazitätserhöhungen sowie der Ergänzung der Anlagen um CO2 -Verflüssigungverfahren verbunden ist. Hierdurch wird unsere Marktposition als integrierter, innovativer Biogasspezialist mit hoher Technologiekompetenz weiter gestärkt.
Unter dem Strich gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einer Gesamtleistung (oder Umsatz) in einer Bandbreite von 400 bis 450 Mio. Euro aus. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) erwarten wir weiterhin unter Berücksichtigung des Einmaleffekts aus dem Bereich Energy eine Bandbreite von 85-105 Mio. Euro zu erreichen. Dieser positive Ertragseffekt ist in dieser Form in den kommenden Jahren nicht wieder zu erwarten. Auch die hohen Preise für Rohstoffe und Baumaterialien werden sich mittelfristig auf die gegenwärtig außerordentlich gute Ertragslage auswirken. Die in Deutschland weiterhin fragilen politischen Rahmenbedingungen stellen ebenfalls ein maßgebliches Risiko dar.
Gleichzeitig haben die Rekordergebnisse der jüngsten Geschäftsperioden eine sehr hohe Innenfinanzierungskraft geschaffen, die eine starke Grundlage für den weiteren Erfolg von EnviTec bildet. Die fundamentalen Veränderungen der Energiemärkte zur Bekämpfung des Klimawandels, hin zu einer nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung, bieten uns dabei kontinuierlich neue Chancen auf den internationalen Biogas-Märkten.
Im Zuge des fortgesetzten Wachstums setzte sich auch der Personalaufbau unserer Gruppe fort, so dass der EnviTec Konzern zum 30. Juni 2023 weltweit 636 Mitarbeiter beschäftigte. Wir heißen alle neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und bedanken uns für den engagierten Einsatz, den unsere gesamte Belegschaft jeden Tag für den Erfolg von EnviTec Biogas leistet.
Mit besten Grüßen Ihr Vorstand der EnviTec Biogas AG
Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink CEO CTO
Jörg Fischer CFO
der Geschäftsverlauf von EnviTec Biogas in den ersten sechs Monaten 2023 war im Wesentlichen durch ein fortgeführtes Wachstum in allen Segmenten unseres Unternehmens gekennzeichnet.
Während im Anlagenbau die weiter intensivierten Aktivitäten in den USA hervorzuheben sind, profitierte der Service vor allem von einem erhöhten Geschäftsvolumen in Frankreich und Deutschland. Im Eigenbetrieb lag bei einer weiterhin sehr guten operativen Geschäftstätigkeit der Fokus vor allem auf dem Ausbau des Geschäftsfelds fortschrittlicher Biokraftstoffe. Der Bereich Bio-LNG ist ein wichtiger Bestandteil einer seit Jahren konsequent verfolgten Strategie, zusätzliche Wachstumspotenziale für die Gruppe außerhalb der klassischen Einsatzfelder von Biogas zu erschließen. Der Erwerb des BioEnergie Park Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) im Frühjahr 2021 stellte hier einen ersten Meilenstein dar. Ende August 2023 fand nun nach zweijähriger Umbauphase und Investitionen von über 50 Mio. Euro die feierliche Eröffnung statt.
Mit der Realisierung eines innovativen Anlagenkonzeptes haben wir uns erneut als Pionier der Biogasbranche erwiesen. Zudem setzt Deutschlands größte integrierte Bio-LNG-Anlage mitsamt CO2-Verflüssigung neue Maßstäbe für einen grüneren Transportsektor. Nach dem Abschluss der Inbetriebnahme wird die Anlage im Regelbetrieb rund 9.600 Tonnen Bio-LNG und 15.000 Tonnen flüssiges Kohlstoffdioxid (LCO2) pro Jahr
produzieren. Das gewonnene Bio-LNG dient als klimafreundlicher Kraftstoff für den Nutz- und Schwerlastverkehr, wohingegen LCO2 vor allem Verwendung in der Lebensmittelherstellung und in Gewächshäusern findet.
Die hohe Dynamik des operativen Geschäfts zeigt sich deutlich im weiteren Ausbau des Auftragsbestands des Segments Anlagenbau, der gegenüber dem Jahresende um über 40 % auf 307,5 Mio. Euro per Ende Juni 2023 stieg. Davon sind 220,8 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, Dänemark und den USA. Neue Projekte konnten zudem im Berichtszeitraum in Lettland und Schweden akquiriert werden. Der Anteil der Projekte in Deutschland hat gegenüber den Vorperioden ebenfalls deutlich zugenommen.
Beim Periodenergebnis konnten wir das sehr erfolgreiche erste Halbjahr 2022 erneut übertreffen. Ausschlaggebend für den starken Anstieg der Profitabilität ist im Wesentlichen ein Sondereffekt durch im Vorjahreszeitraum abgeschlossene Kontrakte im Stromhandel (Energy). Dieser Effekt führt im laufenden Geschäftsjahr 2023 zu einem Sonderertrag von rund 15 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten und rund 30 Mio. Euro im Gesamtjahr. Auf Basis der sehr guten Ertrags- und Liquiditätslage und einer soliden Eigenkapitalquote war es daher möglich, zur Hauptversammlung im Juli 2023 unse-
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für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 der EnviTec Biogas AG
Der EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogas- und Biomethanproduzenten in Deutschland.
Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen weltweit in 16 Ländern (inkl. Deutschland) vertreten.
Die Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Das Konzernmutterunternehmen fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften.
Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2023 von einer Reihe von Faktoren belastet, die zu einem im historischen Vergleich schwachen Wachstum führen. Eine Herausforderung bleibt die Leitzinspolitik der Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflation. Zudem hat sich die weltweite Erholung der Wirtschaftstätigkeit von den Folgen der COVID-19-Pandemie spürbar verlangsamt, insbesondere in China. Der Einmarsch Russlands in der Ukraine wirkt sich ebenfalls weiterhin negativ auf die globalen Handelsbeziehungen und das Wirtschaftswachstum insgesamt aus. In der Folge erwartet der IWF gemäß seiner aktuellen Juli-Prognose einen nur mäßigen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,0 % im Gesamtjahr 2023.
Für die Industriestaaten rechnet der IWF bis Jahresende mit einem Wachstum von 1,5 %. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 4,0 % zulegen. In den Staaten der Eurozone wird das Wachstum mit 0,9 % deutlich geringer veranschlagt. Während in den USA, wo EnviTec aktuell besonders aktiv ist, ein Wachstum um 1,8 % veranschlagt wird, erwartet der IWF in Deutschland einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 %. In Frankreich (+0,8 %) wird die Wirtschaftsentwicklung laut der IWF-Daten für das Gesamtjahr weiterhin positiv eingeschätzt.
Die Preisentwicklung am deutschen Agrarmarkt war im Berichtszeitraum neben den Witterungsbedingungen weiterhin auch von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges gekennzeichnet. Der
EnviTec profitierte im Berichtszeitraum auf Basis langfristiger Lieferverträge, hoher Lagerbevorratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe. Dabei sind aufgrund im Jahr 2022 neu geschlossener Lieferkontrakte zwar im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte, aber gesicherte Einkaufspreise zu verbuchen, die seitens EnviTec zumindest im laufenden Geschäftsjahr absatzseitig deutlich kompensiert werden können. Insgesamt werden die in der landwirtschaftlichen Produktion allseits gestiegenen Kosten (u.a. für Diesel, Dünger, Löhne) und der zunehmend spürbare Einfluss der Klimaveränderungen (u.a. Trockenheit) in den kommenden Jahren für EnviTec zu höheren Aufwendungen im Rohstoffeinkauf führen.
Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) verzeichnete im bisherigen Verlauf des Jahres 2023 einen Rückgang von 206 Punkten im Dezember 2022 auf einen Wert von 172 Punkten in den Monaten Juni und August 2023. Trotz des Rückgangs verbleiben die Agrarpreise damit auf einem historisch hohen Niveau. In Deutschland sind jedoch gegenüber der sehr trockenen Jahre 2020 bis 2022 verbesserte Vegetationsbedingungen zu konstatieren. Laut Erntebericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verläuft bei einem Ausbau der Anbauflächen der Rapsanbau im Erntejahr 2023 weitgehend unproblematisch. Die Entwicklung der Maisbestände in Deutschland ist sehr heterogen, insgesamt ist aber auch hier mit einer im langjährigen Mittel verbesserten Erntesituation zu rechnen. fizienz und Energiestrategien IREES GmbH herausgegebenen Untersuchung weist Biomethan eindeutig die beste Treibhausgasbilanz auf. Als nachhaltiger, gasförmiger (Bio-CNG) oder flüssiger (Bio-LNG) Treibstoff können bereits heute mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart und gleichzeitig fast 100 % der gesundheitsschädigenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden. Darüber hinaus ergeben sich für den Einsatz von Biomethan im Mobilitätssektor negative THG-Emissionen, sofern Gutschriften gemäß der europäischen Gesetzgebung (RED II und RED III) berücksichtigt werden. Diese Gutschriften resultieren aus der Emissionsvermeidung in der Landwirtschaft durch Nutzung von Reststoffen in der Biogasanlage.
Der aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient zur Einspeisung in das Erdgasnetz. Zudem kann das Biomethan als CO2-armer Treibstoff insbesondere im Verkehrssektor eingesetzt werden. Gemäß einer vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem Institut für RessourcenefInfolgedessen ist das LNG-Tankstellennetz in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nach der Eröffnung der ersten öffentlichen Tankstelle für verflüssigtes Erdgas im Herbst 2018 sind mittlerweile nach Angaben der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bundesweit 158 öffentliche LNG-Tankstellen in Betrieb und weitere 46 in Planung (Stand: 20. September 2023).
Der weltweite energiebedingte CO2-Ausstoß ist nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % auf einen historischen Rekordwert von 36,8 Mrd. t gestiegen (Deutschland/AG Energiebilanzen e. V.: -1,3 %). Diese Entwicklung verdeutlicht, wie bedeutend der Einsatz erneuerbarer Energieträger wie der Bioenergie für die Bewältigung des Klimawandels ist. Dafür sind in Deutschland wie international günstige regulatorische Rahmenbedingungen notwendig.
In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz.
lisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt und erwirtschaftet heute in allen Unternehmenssegmenten maßgebliche Umsätze in internationalen Märkten.
Auf gesamteuropäischer Ebene stellte die Europäische Kommission im März 2022 ihren REPowerEU-Plan vor. Die neue geopolitische Situation und insbesondere die Lage auf den Energiemärkten erfordern entschiedene Maßnahmen, um die Energiewende zu beschleunigen. Ziel des Plans ist es, möglichst rasch von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig zu werden. Dazu sollen bis zum Jahr 2030 unter anderem 20 % der europäischen Gasimporte aus Russland mit Biomethan substituiert werden. Als konkrete Zielmarke wurden 35 Mrd. Nm3 Biomethan im Jahr 2030 festgelegt, was einer Verzehnfachung der aktuellen Produktionsmenge entspräche. Im März 2023 wurde dieser Plan durch den Rat in die sogenannte Aufbau- und Resilienzverordnung aufgenommen. Dabei stellt die EU maßgebliche Mittel zur Finanzierung mitgliedstaatlicher Maßnahmen zur Verfügung.
Natural Gas) und Bio-CNG (Compressed Natural Gas) bereits heute einen strategischen Grundpfeiler der umweltfreundlichen und wettbewerbsfähigen Logistik von morgen. EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibi-Strategie vorgelegt, um die Folgen des Kriegs in der Ukraine auf den Energiesektor zu bewältigen. Dabei schreibt Frankreich auch der Biogas-Branche eine wichtige Bedeutung zu. So sollen die Biogasproduktionskapazitäten weiter erhöht werden mit dem Ziel, bis 2030 10 % des französischen Gasverbrauchs aus dem Biogas-Sektor zu speisen.
Eine aktuelle Studie zur Umsetzung des REPowerEU-Plans, der durch Gas for Climate (GfC), einem europäischen Verband führender Gastransport und -erzeugungsunternehmen, in Auftrag gegeben wurde, bewertet das europaweite Ausbaupotential (EU-27) von Biomethan auf 38 Mrd. Nm3 im Jahr 2030 und auf 91 Mrd. Nm3 bis 2050. Zu den fünf Ländern mit dem größten Potenzial über beide Perioden hinweg gehören dabei konstant Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und Italien. Auch in osteuropäischen Ländern wie Polen zeigt die Studie erhebliche Potentiale auf.
Frankreich ist innerhalb Europas bereits heute eines der dynamischsten Länder der Branche. Im Rahmen eines Resilienzplans hat die französische Regierung im Jahr 2022 eine Auch der US-amerikanische Biogasmarkt entwickelt sich positiv und stellt für EnviTec Biogas einen der wichtigsten Märkte dar. Haupttreiber ist die ambitionierte Klimaschutzpolitik der aktuellen Regierung, die das Land bis 2050 klimaneutral aufstellen möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, werden große Fördersummen bereitgestellt. Dazu gehören der Infrastructure Investment and Jobs Act mit einem Finanzierungsumfang von 1.200 Mrd. US-Dollar sowie der Inflation Reduction Act im Umfang von 379 Mrd. US-Dollar. In Verbindung mit einzelstaatlichen Anreizen wie dem California Low Carbon Fuel Standard ist die Nachfrage nach Biogas und Biogasaufbereitungssystemen daher zuletzt in die Höhe geschnellt.
Dänemark ist bei der Biogas-Nutzung unter den fortschrittlichsten Ländern weltweit. So lag der Biogasanteil an der Gesamtgasversorgung 2022 bereits bei geschätzten 40 %. Experten gehen davon aus, dass die inländische Biogas-Produktion noch vor 2030 die gesamte Gasnachfrage Dänemarks decken wird.
China bietet mit seinem ambitionierten Plan, als weltweit größter CO2-Emittent umweltfreundlicher zu werden, ein enormes Marktpotenzial für erneuerbare Energien. Bis 2030 soll der Anteil nicht-fossiler Energieträger auf 25 % am Primärenergieverbrauch und bis 2060 auf 90 % steigen. Ende 2023 dürfte der Anteil erst 18 % (inkl. Atomenergie) erreichen, wie die Nationale Energieagentur (NEA) im April 2023 verkündete, was die noch notwendigen Investitionen mehr als verdeutlicht.
Italien ist der drittgrößte Biogasproduzent weltweit. Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen neuen Biomethan-Verordnung haben sich die Marktaussichten dort deutlich verbessert. Bis
Nach Prognosen des Fachverbands Biogas wurden zum Jahresende 2022 9.879 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von 5.926 MW (inklusive Überbauung) in Deutschland betrieben. Das entspricht einer Stromproduktion von 33,56 TWh oder 9,59 Mio. mit Biogas versorgten Haushalten.
Der Netto-Zubau belief sich damit im Jahr 2022 auf geschätzte 109 Biogasanlagen. Bei einem weiter deutlich steigenden Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland stieg der Anteil von Biogas laut Daten des Statistischen Bundesamts im Berichtszeitraum nur leicht auf 6,1% (1. Halbjahr 2022: 5,7 %).
Die aktuelle, am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen EEG-Novelle sieht vor, den Anteil von Wind-, Solar- und Wasserkraft am Bruttostrom bis 2030 auf 80 % zu erhöhen. Biogas und Biomethan spielen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Gleichzeitig war die neueste Ausschreibungsrunde nach dem EEG 2023 erstmals seit Einführung des Instruments im Jahr 2017 überzeichnet. Auf das ausgeschriebene Volumen von 300 Megawatt (MW) wurden Gebote im Umfang von 532 MW eingereicht. Im Gegensatz dazu fanden sich keine Bieter für sogenannte Biomethan-Spitzenlastkraftwerke, obwohl die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen vorsorglich von 300 MW auf 19 MW gesenkt hatte. Insgesamt lassen sich anhand der Ergebnisse der neuesten Ausschreibungsrunde sowohl die Verbesserungen im Rahmen der jüngsten EEG-Novelle als auch die weiter fortbestehenden Hemmnisse wie zu geringe Höchstwerte und fehlgesteuerte Anreize ablesen, die zeitnah behoben werden sollten, um die Potentiale des Energieträgers heben zu können.
Immer größere Bedeutung gewinnt dagegen der Einsatz im Verkehrs- und Wärmesektor. Seit dem Januar 2022 ist im Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Gesetz) eine Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor festgeschrieben. Mit dem THG-Gesetz hat der deutsche Gesetzgeber die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umgesetzt. Demnach muss der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch im Verkehrssektor bis 2030 bei mindestens 14 % liegen, wobei Deutschland sich hier mit 25 % bereits höhere Ziele gesetzt hatte. Mit der kurz vor der finalen Verabschiedung stehenden RED III-Richtlinie wird dieses Ziel EU-weit auf 29 % erhöht. Darüber hinaus wird ein neues Ziel von 5,5 % für fortschrittliche Biokraftstoffe festgesetzt (bisher 2,7%).
Im Wärmesektor trat im November 2020 das Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude (GEG) in Kraft. Demnach muss der Energiebedarf jedes Gebäudes zu wesentlichen Teilen aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Mit der im September 2023 verabschiedeten Novelle des GEG, die mit Beginn des Jahres 2024 in Kraft treten wird, soll die Defossilisierung der Wärmversorgung in Wohn- und Nichtwohngebäuden weiter vorangetrieben werden. Dabei ist jedoch noch nicht klar, welche Rolle Biogas im Rahmen der künftigen Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) spielen wird.
Zusammengefasst sind die Rahmenbedingungen für die Biogas-Industrie in Deutschland nach Ansicht von EnviTec weiterhin unzureichend, vor allem weil keine langfristige Investitions- und Planungssicherheit gewährleistet ist. In Summe führt dies dazu, dass die Klimaschutzpotenziale von Biogas zum Gelingen der Energiewende nicht gehoben werden können. Stattdessen wird von der Strom-, über die Wärme- und bis hin zur Kraftstoffproduktion kontinuierlich gegen das Prinzip der Technologieneutralität verstoßen. Dies trifft insbesondere auf alternative Kraftstoffoptionen und Antriebstechnologien zu, die gegenüber der Elektromobilität gezielt benachteiligt werden, obwohl hier Biogas nachweislich die beste Treibhausgasbilanz besitzt.
Auf den internationalen Märkten wird das Potenzial von Treibstoffen auf Biomethanbasis vor allem im Schwerlastbereich bereits wahrgenommen. In verschiedenen europäischen Nachbarstaaten sowie in den USA und China bilden Bio-LNG (Liquefied
Bio-LCO2 kann beispielsweise in der Lebensmittelherstellung wie der Getränkeindustrie, aber auch in Gewächshäusern eingesetzt werden.
Nach dem Abschluss der Inbetriebnahme wird die Anlage im Regelbetrieb rund 9.600 Tonnen Bio-LNG und 15.000 Tonnen LCO2 pro Jahr produzieren. Weitere Aus- und Umbauprojekte bestehender Eigenbetriebsanlagen laufen derzeit in Forst (Brandenburg) sowie in Neuburg (Mecklenburg-Vorpommern). Zusätzlich hat sich EnviTec mit der Gründung eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien GmbH im Bio-LNG-Markt in eine aussichtsreiche Stellung gebracht.
Ein weiteres Hauptaugenmerk von EnviTec Biogas liegt derzeit auf der Expansion in den USA. Hier befinden sich 15 Anlagen im Bau, davon stehen vier Anlagen kurz vor der Inbetriebnahme. Die steigende Nachfrage an Biogasanlagen- und Gasaufbereitungstechnik "Made in Germany" hat auch das EnviTec-Team vor Ort auf 20 Mitarbeitende in fünf Bundesstaaten anwachsen lassen.
Der EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau tätig. Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen bereinigt.
Im Eigenbetrieb, dem größten Segment des Unternehmens, hielt die hervorragende Entwicklung des Vorjahreszeitraums auch im ersten Halbjahr 2023 an. Der Segmentumsatz verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4% auf 113,4 Mio. Euro. Die Gesamtleistung im Eigenbetrieb erhöhte sich unter Berücksichtigung sonstiger betrieblicher Erträge in Höhe von 1,6 Mio. Euro um 6,0 % auf 115,1 Mio. Euro.
Der Materialaufwand verringerte sich deutlich um 25,4 % auf 52,8 Mio. Euro. Hierfür war ein verringertes Handelsvolumen aufgrund der gesunkenen Strom- und Gaspreise maßgeblich. Gleichzeitig profitiert EnviTec im Stromhandel weiterhin von den hohen Energiepreisen des Vorjahres, auf deren Basis das Unternehmen Kontrakte und feste Lieferverträge für das Jahr 2023 abgeschlossen hatte. Dieser Effekt führt im Eigenbetrieb im laufenden Geschäftsjahr 2023 zu einem Sonderertrag von rund 15 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten und rund 30 Mio. Euro im Gesamtjahr.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Zuge der anhaltend expansiven Geschäftstätigkeit um 31,6 % auf 4,6 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen durch Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen bei diversen Eigenbetriebsanlagen sowie durch allgemein gestiegene Kosten aufgrund des expansiven Geschäftsverlaufes im ersten Halbjahr um 12,3 % auf 7,8 Mio. Euro.
Die elektrische Leistung der eigenen Anlagen am Netz betrug zum Bilanzstichtag 81,3 MW (31. Dezember 2022: 79,3 MW) – davon 57,4 MW (31. Dezember 2022: 55,4 MW) vollkonsolidiert und 23,9 MW (31. Dezember 2022: 23,9 MW) at-Equity bewertet. 8 Anlagen mit einer Leistung von 8,7 MW werden im Ausland betrieben (31. Dezember 2022: 8,7 MW). Die übrigen 81 Anlagen mit einer Leistung von 72,6 MW werden in Deutschland betrieben.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug einschließlich des beschriebenen Sondereffekts 49,3 Mio. Euro (H1 2022: 21,6 Mio. Euro). Das Segment Eigenbetrieb war somit einmal mehr der maßgebliche Ergebnistreiber der Gruppe und trägt im laufenden Geschäftsjahr außerordentlich stark dazu bei, das finanzielle Fundament der Gruppe weiter zu festigen und die Basis für die Erschließung neuer Wachstumsmärkte zu legen.
2024 will die italienische Regierung Zuschüsse für Investitionen und Anreiztarife für die Nettoproduktion von Biomethan in Höhe von über 1,7 Mrd. Euro bereitstellen, um eine Produktionskapazität von rund 2 Mrd. Kubikmetern pro Jahr zu fördern, was dem Zehnfachen der derzeitigen Produktion entspricht.
Die EnviTec Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 in allen Unternehmensbereichen eine starke Geschäftsentwicklung, die aus Sicht des Unternehmens für eine neue Dynamik im Biogassektor steht. Basierend auf dem fundamentalen, globalen Bedürfnis nach einer sicheren und unabhängigen Energieversorgung ist der wesentliche Treiber dafür die Bekämpfung des Klimawandels. Zusätzlich hat der Krieg in der Ukraine das Thema Versorgungssicherheit noch stärker in den Fokus gerückt. Eine schnelle, konsequente Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ist damit unabdingbar geworden.
Der Ausbau des Geschäftsfelds fortschrittlicher Biokraftstoffe ist ein wichtiger Bestandteil in der Strategie von EnviTec, um von der neuen Marktdynamik zu profitieren und zusätzliche Wachstumspotenziale für die Gruppe zu erschließen. Der Erwerb des BioEnergie Park Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) im Frühjahr 2021 stellte hier einen ersten Meilenstein dar. Ende August 2023 fand nun nach zweijähriger Umbauphase und Investitionen von über 50 Mio. Euro die feierliche Eröffnung statt.
Dabei setzt Deutschlands größte integrierte Bio-LNG-Anlage mitsamt CO2-Verflüssigung Maßstäbe für einen grüneren Transportsektor. Vor Ankauf und Übernahme durch EnviTec Biogas speiste die 500 GWh-starke Anlage in das Erdgasnetz ein. Dazu wurden rund 400.000 Tonnen Substrat, überwiegend Mais, eingesetzt. Das neue Betriebskonzept der Anlage beinhaltet eine Reduzierung und Umstellung der Inputstoffe. So kommen inzwischen 100.000 Tonnen Hühnertrockenkot aus Geflügelanlagen und nur noch 40.000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. Mit der anschließenden Aufbereitung und Verflüssigung von Biomethan zu Bio-LNG sowie der Verflüssigung von CO2 deckt die Anlage die gesamte Wertschöpfungskette an einem Standort ab. Das gewonnene

Der Bereich Service verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 ebenfalls eine sehr positive Geschäftsentwicklung. Der Segmentumsatz stieg um 5,9 % auf 20,3 Mio. Euro. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, der im Wesentlichen Repowering- und Umrüstungsprojekte (Biogasaufbereitung) umfasst, erhöhte sich um 5,5 Mio. Euro. Die Gesamtleistung stieg um 24,5 % auf 26,6 Mio. Euro.
Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte im Servicesegment weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie Dänemark, Frankreich und die USA. Insbesondere in Frankreich ist aufgrund der Dynamik vor Ort ein weiterer Bedeutungszuwachs zu erwarten.
In Deutschland wurden zum 30. Juni 2023 im biologischen Service 177 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 85 MW und 29 MW äquivalent (EnviThan) (31. Dezember 2022: 72 MW / 10 MW) und im technischen Service 403 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 280 MW und 30 MW äquivalent (EnviThan) (31. Dezember 2022: 270 MW / 12,6 MW) betreut.
Im Ausland betreute EnviTec im biologischen Service zum 30. Juni 2023 71 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 57 MW (inkl. EnviThan) (31. Dezember 2022: 60 MW). Im technischen Service betreute EnviTec 212 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 169,5 MW (inkl. EnviThan) (31. Dezember 2022: 165 MW).
Die Materialkosten im Servicesegment lagen aufgrund des erhöhten Auftragsvolumens, aber auch gestiegener Preise, mit 21,8 Mio. Euro um 35,9 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Personalkosten erhöhten sich im Zuge der expansiven Geschäftstätigkeit ebenfalls um 8,9 % auf 4,6 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 1,6 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 1,9 Mio. Euro.
Das operative Segmentergebnis (EBT) belief sich in den ersten sechs Monaten 2023 auf -1,8 Mio. Euro nach -1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Wie auch in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin deutlich positiv.

Das Segment Anlagenbau verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2023 insbesondere aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage auf den internationalen Biogasmärkten eine hohe Dynamik. Die wichtigsten Märkte in diesem Segment sind für EnviTec derzeit Frankreich und die USA. Zudem verfügt der US-Markt über außerordentliches Potenzial und gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Unternehmen. Hier befinden sich derzeit 15 Biogas-Projekte in der Umsetzung, fünf weitere befinden sich momentan in Planung.
Die Umsatzerlöse sanken im Segment Anlagenbau im ersten Halbjahr 2023 von 17,4 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro. Dies ist auf eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringere Anzahl schlussgerechneter Projekte zurückzuführen. Gleichzeitig fand eine Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen um 25,7 Mio. Euro durch im Bau befindliche Anlagen statt (H1 2022: +16,5 Mio. Euro). Hinzu kommt die Aktivierung von Eigenleistungen durch die Umrüstung der Eigenbetriebsanlagen, im Wesentlichen des BioEnergie Park Güstrow sowie in Forst und Neuburg, in Höhe von 11,3 Mio. Euro. Die Gesamtleistung stieg folglich deutlich um 14,1 % auf 47,1 Mio. Euro.
Die Materialkosten lagen mit 36,7 Mio. Euro um 19,9 % über dem Vorjahreswert. Hier kam vor allem der Bezug hochpreisiger Technologiekomponenten für die Umrüstung der Anlage in Güstrow zum Tragen. Die Personalkosten erhöhten sich ebenfalls deutlich um 54,5 % auf 9,3 Mio. Euro, da EnviTec zur Bewältigung des hohen Auftragseingangs seit dem ersten Halbjahr 2022 substanziell Personal aufgebaut hat, insbesondere in den USA. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 8,2 Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf -8,2 Mio. Euro nach -0,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das deutlich geringere Periodenergebnis ist insbesondere auf die stark expansive Geschäftstätigkeit mit gestiegenen Kosten, denen zum Stichtag keine entsprechenden Umsätze gegenüberstanden, zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr 2023 ist hier mit einem positiven Ergebnis durch die Schlussrechnung mehrerer Projekte zu rechnen.

Der Auftragsbestand im Anlagenbau summierte sich per Ende Juni 2023 auf 307,5 Mio. Euro. Davon sind 220,8 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Mit 235,5 Mio. Euro entfällt der Großteil des Auftragsbestands auf die internationalen Biogas-Märkte.
Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, Dänemark, den USA und in China. Neue Projekte konnten zudem im Berichtszeitraum auch in Lettland und Schweden akquiriert werden. Gegenüber Jahresanfang stieg der Auftragsbestand um 41,3 % (31. Dezember 2022: 217,7 Mio. Euro).
EnviTec Biogas beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2023 weltweit 636 Mitarbeiter (30. Juni 2022: 531; 31. Dezember 2022: 607). Davon ist mit 499 (30. Juni 2022: 417) der wesentliche Teil in Deutschland beschäftigt. An den Auslandsstandorten sind 137 Mitarbeiter (30. Juni 2022: 114) für EnviTec Biogas im Einsatz.

Die Umsatzerlöse des EnviTec Biogas Konzerns lagen in den ersten sechs Monaten 2023 mit 142,0 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 144,2 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf einen zum Stichtag 30. Juni 2023 geringeren Anteil schlussgerechneter Projekte im Segment Anlagenbau zurückzuführen ist. Dem stand ein deutlicher Bestandsaufbau in Höhe 31,2 Mio. Euro gegenüber, der vor allem neue im Bau befindliche Projekte im Anlagenbau sowie neue Repowering- und Umrüstungsprojekte im Servicesegment umfasst.
Die aktivierten Eigenleistungen, die auch den Ausbau der eigenen Anlage in Güstrow beinhalten, lagen bei 11,3 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 2,5 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. In Summe stieg die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2023 um 10,3 % auf 188,7 Mio. Euro.
Den Großteil der Umsätze generierte das Unternehmen mit 79,9 % weiterhin im Segment Eigenbetrieb (60,1 % bezogen auf die Gesamtleistung). Zudem wurden rund 120,2 Mio. Euro und damit 84,6 % der Konzernumsätze in Deutschland erwirtschaftet.

Die Materialkosten, ein wesentlicher Aufwandsposten im Konzern, gingen im ersten Halbjahr 2023 um 5,2 % auf 111,3 Mio. Euro zurück (H1 2022: 117,5 Mio. Euro). Dabei standen sich zwei gegensätzliche Faktoren gegenüber. Während die Aufwendungen für bezogene Leistungen vor allem im Zuge des Umbaus des BioEnergie Parks Güstrow um 18,2 Mio. Euro auf 29,5 Mio. Euro anstiegen, sanken die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren dagegen um 22,9 % auf 81,9 Mio. Euro. Hierfür war vor allem ein verringertes Handelsvolumen im Bereich Energy aufgrund der gesunkenen Strom- und Gaspreise verantwortlich.
Die Materialkostenquote (bezogen auf die Gesamtleistung) sank folglich von 68,6 % im Vorjahres- auf 59,0 % im Beexpansiven Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas in den ersten sechs Monaten 2023 um 34,6 % auf 18,5 Mio. Euro (H1 2022: 13,8 Mio. Euro). Die Personalkostenquote, bezogen auf die Gesamtleistung, stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 9,8 %.
Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 8,2 Mio. Euro um 9,4 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, zu denen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zählen, stiegen um 30,4% auf 17,7 Mio. Euro (H1 2022: 13,6 Mio. Euro). Der Anstieg im Berichtszeitraum lag vor allem am expansiven Ausbau des Geschäfts von EnviTec Biogas im Bereich Anlagenbau sowie der sich mittlerweile im Probebetrieb befindlichen Bio-LNG-Anlage in Güstrow und sonstigen Instandhaltungsmaßnahmen im Eigenbetrieb.
richtszeitraum. Das Rohergebnis verbesserte sich deutlich um 44,2 % auf 77,4 Mio. Euro. Ausschlaggebend für den starken Anstieg der Profitabilität sind im Wesentlichen die im Vorjahreszeitraum abgeschlossenen Kontrakte im Stromhandel (Energy). Dieser Effekt führt im laufenden Geschäftsjahr 2023 zu einem Sonderertrag von rund 15 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten und rund 30 Mio. Euro im Gesamtjahr. Zudem wirkt sich die deutliche Bestandserhöhung der unfertigen Erzeugnisse im Bereich Anlagenbau und Service positiv auf das Rohergebnis aus. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund der weiterhin Mio. Euro). Das Ergebnis aus at-Equity-Beteiligungen betrug 6,6 Mio. Euro nach 1,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahreszeitraum geschlossenen Kontrakten aus dem Stromhandel. Das Finanzergebnis lag per Saldo bei -0,4 Mio. Euro. Damit belief sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) im ersten Halbjahr 2023 auf 39,2 Mio. Euro (H1 2022: 20,1 Mio. Euro). Der Konzernperiodenüberschuss erhöhte sich von 17,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 33,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg somit im Konzern von 1,19 Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,24 Euro im ersten Halbjahr 2023.
Die EnviTec Gruppe konnte auch im ersten Halbjahr 2023 dank einer dynamischen Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsbereichen ihren Wachstumskurs bei hoher Profitabilität fortsetzen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich von Januar bis Juni 2023 auf 41,2 Mio. Euro (H1 2022: 26,3 Mio. Euro).
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich ebenfalls deutlich auf 33,0 Mio. Euro (H1 2022: 18,9
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die hohe Profitabilität des Vorjahres vor allem aufgrund des Sondereffekts im Bereich Energy nochmals deutlich gesteigert werden konnte. Dieser positive Ertragseffekt ist in dieser Form in den kommenden Jahren nicht wieder zu erwarten. Gleichzeitig liegt die Profitabilität im Konzern erneut deutlich über dem Niveau früherer Jahre, was die dynamische Geschäftsentwicklung von EnviTec unterstreicht.
Zum Zwischenbilanzstichtag am 30. Juni 2023 betrug die Bilanzsumme des EnviTec Konzerns 419,3 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg um 78,7 Mio. Euro im Vergleich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 15,5 % auf 165,6 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 143,3 Mio. Euro). Dabei sanken die immateriellen Vermögenswerte leicht von 8,5 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro, während insbesondere der Wert der Sachanlagen stark um 18,3 % auf 122,2 Mio. Euro zunahm. Hierzu trug insbesondere der Posten der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau bei, der vor allem im Rahmen des Umbaus des BioEnergie Parks Güstrow von 24,2 Mio. Euro zum Jahresende 2022 auf 39,6 Mio. Euro zum 30. Juni 2023 anstieg. Der Wert der Finanzanlagen erhöhte sich um 11,9 % auf 35,3 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 31,5 Mio. Euro). Hier war im Zuge der positiven Beteiligungsergebnisse vor allem ein Anstieg der Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen um 36,2 % auf 28,2 Mio. Euro zu verzeichnen.
Das Umlaufvermögen stieg um 28,4 % auf 247,1 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 192,4 Mio. Euro). Dabei erhöhten sich insbesondere die liquiden Mittel auf 116,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 69,4 Mio. Euro). Die Vorräte stiegen um 10,6% auf 69,5 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 62,8 Mio. Euro). Durch das weiter gestiegene Projektvolumen im Bereich Anlagenbau erhöhten sich die unfertigen Erzeugnisse (ohne Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen) ebenfalls deutlich auf 99,4 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 76,4 Mio. Euro). Der Wert fertiger Erzeugnisse, im Wesentlichen in den Eigenbetriebsanlagen produziertes Biomethan, stieg signifikant auf 14,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 1,9 Mio. Euro). Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sank um 11,0 % auf 47,3 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 53,2 Mio. Euro) und ist im Wesentlichen auf den normalen Bestandsabbau im Bereich Eigenbetrieb zurückzuführen.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 18,3 % auf 197,8 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 167,2 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die positive Geschäftsentwicklung, ablesbar an einem Bilanzgewinn von 164,2 Mio. Euro.
Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 188,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 144,5 Mio. Euro). Besonders deutlich erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 39,4 Mio. Euro zum Jahresende 2022 auf 63,2 Mio. Euro zum 30. Juni 2023. Hierfür war das gestiegen Projektvolumen verantwortlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 13,8 % auf 67,3 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 59,2 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 22,6 Mio. Euro auf 31,4 Mio. Euro zu. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich leicht um 2,5 % auf 10,6 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 10,9 Mio. Euro).
Bei einer Bilanzsumme von 419,3 Mio. Euro lag die Eigenkapitalquote zum Zwischenbilanzstichtag bei einem weiterhin sehr guten Wert von 47,2 % (31. Dezember 2022: 49,1 %).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 22,5 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 15,6 Mio. Euro). Die Summe der kurzfristigen Vermögensgegenstände und der liquiden Mittel in Höhe von 139,4 Mio. Euro übersteigt die (31. Dezember 2022: 10,9 Mio. Euro) deutlich. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 22,1 Mio. Euro zur Verfügung.
In Folge der profitablen Geschäftsentwicklung stiegen die liquiden Mittel zum Zwischenbilanzstichtag auf einen Wert von 116,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 69,4 Mio. Euro). Zwar ist ein höherer Cashbestand zum 30. Juni auch auf den typischerweise im ersten Halbjahr geringeren Wareneinkauf im Segment Eigenbetrieb zurückzuführen. Der aktuelle Wert liegt aber – trotz laufend hoher Investitionen – aufgrund der guten Geschäftslage erheblich über dem Niveau zum 30. Juni 2022 von 32,5 Mio. Euro und EnviTec hat weiterhin eine positive Netto-Cash-Position. Die Liquiditätssituation des EnviTec Biogas Konzerns gestaltet sich damit überaus komfortabel. kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 12,2 Mio. Euro Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.
Die Risikosituation der EnviTec Biogas Gruppe wurde im zusammengefassten Lagebericht des EnviTec Konzerns und der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2022 ausführlich dargestellt. Hierin wurden die Risiken aufgeführt und detailliert erläutert. Aus Sicht des Vorstands bestehen derzeit keine weiteren Risiken und Chancen, die über die im Lagebericht zum 31. Dezember 2022 dargestellten Aspekte hinausgehen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Ansicht des Vorstands zurzeit nicht.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet im Gesamtjahr 2023 nur mit einer mäßigen Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft (+ 3,0 %). In den Industriestaaten wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,5 % gerechnet. In den für EnviTec besonders wichtigen Märkten USA (+1,8 %) und Frankreich (+0,8 %) wird ebenfalls eine leicht positive Entwicklung, in Deutschland hingegen ein Rückgang um 0,3 % in Aussicht gestellt. Wesentliche Risikofaktoren für eine weitere Verschlechterung der Lage der Weltwirtschaft sind eine kontinuierlich hohe Inflation, instabile Finanzmärkte sowie eine weitere Eskalation geopolitischer Konflikte.
Eine beschleunigte Neuausrichtung der Energiepolitik hat in den vergangenen Jahren rund um den Globus neue Wachstumsmöglichkeiten für die Biogasbranche eröffnet. Dies gilt auch für den Heimatmarkt der EnviTec Biogas. Dennoch bleibt gerade in Deutschland viel Potential ungenutzt, um den möglichen Beitrag von Biogas zu einer signifikanten Beschleunigung der Energiewende in Deutschland zu heben. Insbesondere die Klimaschutzpotenziale fortschrittlicher Kraftstoffe biogenen Ursprungs sollten stärker in den Fokus gerückt und Marktakteure Investitions- und Planungssicherheit erhalten. Stattdessen ist eine hohe politische Fragilität zu konstatieren, die keine gesicherten Rahmenbedingungen bietet und so Investitionen bremst oder verhindert.
In den internationalen Märkten sind die Rahmenbedingungen, insbesondere für den Anlagenbau, weiterhin deutlich attraktiver. Länder wie Frankreich oder die USA treiben die Energiewende konsequent voran. Große Dynamik verzeichnen zudem aktuell die Märkte in Italien, Dänemark oder auch in den baltischen Staaten. Auf europäischer Ebene schafft vor allem der REPowerEU-Plan neue Anreize, um noch vor 2030 von fossilen Energiequellen aus Russland komplett unabhängig zu werden und sieht dabei auch eine wichtige Rolle für Biomethan vor. Als konkrete Zielmarke wurden 35 Mrd. Nm3 Biomethan im Jahr 2030 genannt, was einer Verzehnfachung der aktuellen Produktionsmenge entspräche
Ungeachtet aller politischen Unwägbarkeiten lässt sich in Grundzügen seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und spätestens seit dem vergangenen Geschäftsjahr eine Zeitenwende im Biogassektor konstatieren. Hauptursache für die neue Marktdynamik ist vor allem die Bekämpfung des immer stärker zu Tage tretenden Klimawandels, die auch in neuen regulatorischen Vorgaben und ambitionierten Ausbauzielen für Erneuerbare Energien ihren Ausdruck findet. EnviTec ist dank seiner internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit, einer gesunden finanziellen Grundlage, technologischer Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell strategisch hervorragend aufgestellt, um in dieser Situation neue Chancen wahrzunehmen und weiter zu wachsen.
Eine große Rolle für das künftige Unternehmenswachstum spielt die Produktion fortschrittlicher Biokraftstoffe. Der kürzlich offiziell eingeweihte BioEnergie Park Güstrow wird im Regelbetrieb künftig rund 9.600 Tonnen Bio-LNG und 15.000 Tonnen LCO2 pro Jahr produzieren. Weitere Umbauprojekte bestehender Eigenbetriebsanlagen laufen derzeit in Forst (Brandenburg) sowie in Neuburg (Mecklenburg-Vorpommern). Zusätzlich hat sich EnviTec mit der Gründung eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien
GmbH im Bio-LNG-Markt in eine aussichtsreiche Stellung gebracht. Hinzu kommen zahlreiche neue Chancen auf den internationalen Märkten des Unternehmens im Anlagenbau und im Service.
Das Geschäftsjahr 2023 verlief im bisherigen Jahresverlauf in allen Geschäftsbereichen sehr erfolgreich. Dabei sind auch Einmaleffekte im Bereich Energy zu konstatieren, die ab dem kommenden Geschäftsjahr nicht mehr in dieser Form zum Tragen kommen werden, so dass sich die außerordentlich hohe Profitabilität im Geschäftsjahr 2023 in den Folgejahren aller Voraussicht nach so nicht wiederholen wird. Hinzu kommen fortgeführt hohe Preise für Rohstoffe und Baumaterialien sowie die geopolitischen Spannungen im Zuge des Krieges gegen die Ukraine, die das Potenzial haben, sich mittelfristig negativ auszuwirken. In Summe geht EnviTec jedoch davon aus, negative Effekte im Zuge einer fortgeführt guten Geschäftsentwicklung kompensieren zu können und weiter profitabel zu wachsen. Im Segment Service erwartet EnviTec für das Gesamtjahr 2023 einen nahezu gleichbleibenden Geschäftsverlauf. Der Ausbau der Geschäftstätigkeit in den internationalen Märkten, vor allem in den USA, wird das Ergebnis einerseits belasten. Gleichzeitig ist ein Ausbau der Geschäftstätigkeit in den wichtigsten Märkten des Segments zu beobachten. Daher wird für das Geschäftsjahr 2023 im Servicebereich insgesamt eine Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau mit leicht niedrigerem Ergebnis (EBT) prognostiziert Konzernprognose Auf Konzernebene wird für das Gesamtjahr 2023 auf Ba-
Im Eigenbetrieb stehen sich im Geschäftsjahr 2023 mehrere gegenläufige Tendenzen gegenüber: Auf der einen Seite gesunkene Strom- und Gaspreise, andererseits der Start der neuen Bio-LNG-Produktionsanlage in Güstrow sowie eine
verbesserte Erntesituation. Hinzu kommt der bereits beschriebene Sonderertrag von rund 30 Mio. Euro aus dem Bereich Stromhandel (Energy). Unter dem Strich geht EnviTec daher davon aus, beim Umsatz und Ergebnis das hervorragende Vorjahresniveau auf Gesamtjahresbasis nochmals zu übertreffen.
Im Anlagenbau ergeben sich in Deutschland aktuell vor allem punktuelle Chancen im Repowering und der Umrüstung von Altanlagen auf Gasaufbereitung. Deutlich stärker profitiert EnviTec im laufenden Jahr von den positiven Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten. Der Auftragsbestand per Ende Juni 2023 summierte sich auf 307,5 Mio. Euro. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich und den USA. Im Zuge der zu erwartenden Schlussrechnung mehrerer Projekte im Anlagenbau in der zweiten Jahreshälfte 2023 wird im Segment Anlagenbau sowohl bei Umsatz (oder Gesamtleistung) als auch beim Ergebnis (EBT) das Niveau des Vorjahres erneut erreicht. (oder Umsatz) in einer Bandbreite von 400 bis 450 Mio. Euro prognostiziert. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet der EnviTec-Vorstand unter Berücksichtigung des Einmaleffekts aus dem Bereich Energy eine Bandbreite von 85-105 Mio. Euro zu erreichen. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor, insbesondere im Geschäftsbereich Anlagenbau, bleiben der Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Folgen für den Energiemarkt, Lieferketten und Preisentwicklung.
sis der beschriebenen Entwicklung und abhängig von der konkreten Anzahl der bis zum Jahresende schlussgerechneten Projekte im Anlagenbau weiterhin eine Gesamtleistung
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Aktiva
| A. | Anlagevermögen | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
581.653,28 | 399 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 6.826.715,55 | 7.384 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 639.905,22 | 683 | |
| 8.048.274,05 | 8.465 | ||
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
31.801.235,60 | 25.739 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 38.708.876,98 | 43.126 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.119.815,80 | 10.233 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 39.586.943,83 | 24.221 | |
| 122.216.872,21 | 103.320 | ||
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen | 28.223.317,34 | 20.717 | |
| 2. Beteiligungen | 485.819,19 | 476 | |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.018.332,20 | 3.367 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 5.566.472,54 | 6.972 | |
| 35.293.941,27 | 31.532 |
| B. | Umlaufvermögen | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| I. | Vorräte | |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 47.347.772,33 | |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 99.442.823,16 | |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen | -98.158.276,49 | |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 14.904.343,72 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 5.918.392,96 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 34.826.182,76 | |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.420.136,63 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 22.521.516,28 | |
| 60.767.835,67 | ||
| III. | Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 116.866.210,69 |
| C. | Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 4.560.306,47 |
| D. | Aktive latente Steuern | 2.080.798,93 |
| B. | Umlaufvermögen | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | ||
| I. | Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 47.347.772,33 | 53.187 | |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 99.442.823,16 | 76.368 | |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen | -98.158.276,49 | - 74.189 | |
| 1.284.546,67 | 2.179 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse | 14.904.343,72 | 1.856 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 5.918.392,96 | 5.558 | |
| 69.455.055,68 | 62.781 | ||
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 34.826.182,76 | 41.178 | |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.420.136,63 | 3.406 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 22.521.516,28 | 15.627 | |
| 60.767.835,67 | 60.212 | ||
| III. | Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 116.866.210,69 | 69.415 |
| C. | Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 4.560.306,47 | 3.502 |
| D. | Aktive latente Steuern | 2.080.798,93 | 1.367 |
| Summe | 419.289.294,97 | 340.593 |
| A. | Eigenkapital | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 15.000.000,00 | 15.000 |
| Abzüglich Nennbetrag eigener Anteile | -150.000,00 | -150 | |
| Ausgegebenes Kapital | 14.850.000,00 | 14.850 | |
| II. | Kapitalrücklage | 4.328.633,67 | 4.329 |
| III. | Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 10.150.000,00 | 10.150 | |
| IV. | Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -1.470.487,56 | - 114 |
| V. | Bilanzgewinn | 164.204.876,67 | 133.370 |
| VI. | Nicht beherrschende Anteile | 5.691.082,20 | 4.616 |
| 197.754.104,98 | 167.201 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 19.433.563,18 | 15.801 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 10.485.325,87 | 10.240 | |
| 29.918.889,05 | 26.041 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 67.342.080,81 | 59.173 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 63.230.495,87 | 39.355 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.422.609,72 | 22.626 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
16.313.222,27 | 12.424 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern: 3.256.119,64 EUR (Vorjahr: 5.224 TEUR) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 164.689,16 EUR (Vorjahr: 198 TEUR) |
10.620.901,51 | 10.889 | |
| 188.929.310,18 | 144.467 | ||
| D. | Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 2.686.990,76 | 2.883 |
| Summe | 419.289.294,97 | 340.593 |
|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2023 | 01.01.-30.06.2022 | ||
|---|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 142.048.199,91 | 144.182 |
| 2. | Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 31.200.399,22 | 18.591 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 11.251.131,06 | 5.888 |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge | 4.224.164,64 | 2.463 |
| Gesamtleistung | 188.723.894,83 | 171.125 | |
| 5. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 81.852.042,89 | 106.157 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 29.486.026,90 | 11.305 | |
| 111.338.069,79 | 117.462 | ||
| Rohergebnis | 77.385.825,04 | 53.663 | |
| 6. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 15.127.300,08 | 11.110 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung | 3.378.433,92 | 2.640 | |
| 18.505.734,00 | 13.750 | ||
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
8.188.145,68 | 7.484 |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17.694.497,12 | 13.574 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 32.997.448,24 | 18.855 | |
| 9. | Ergebnis aus Equity Beteiligungen | 6.626.235,93 | 1.522 |
| 10. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 757.559,20 | 185 |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.133.630,30 | 489 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 39.247.613,07 | 20.074 | |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.802.231,74 | 2.338 |
| 13. | Ergebnis nach Steuern | 33.445.381,33 | 17.736 |
| 14. | Sonstige Steuern | 112.121,53 | 100 |
| 15. | Konzernhalbjahresüberschuss | 33.333.259,80 | 17.636 |
| 16. | Konzernfremden zustehender Gewinn | 2.159.320,86 | 389 |
| 17. | Konzernhalbjahresüberschuss nach Minderheiten | 31.173.938,94 | 17.247 |
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zum 30. Juni 2023 der EnviTec Biogas AG, Lohne
Die EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, dessen Unternehmenszweck neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften, auch der Betrieb von eigenen Biogasanlagen, der technische und biologische Service sowie die Vermarktung von Strom ist.
Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 30. Juni 2023 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss umfasst das bisherige Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023. Die Vorjahreszahlen der Bilanz beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember 2022, die Vergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung auf den vergleichbaren Geschäftszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022. Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2023 wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon-Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.
Sofern erforderlich, werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen an die im Konzern geltenden Methoden angepasst.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB gegenseitig aufgerechnet.
Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet.
Zwischenergebnisse gemäß § 304 HGB aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und Entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.
Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-Equity Beteiligungen. Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 172 (31.12.2022: 169) Unternehmen, von denen 113 (31.12.2022: 110) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Mit Satzung vom 06. April 2023 wurde die EnviTec Investment Sp. z o.o. mit Sitz in Poznan, Polen, gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 500.000,00 PLN und wird zu 80% von der EnviTec Biogas AG gehalten. 31.12.2022 51 8 59 Zugänge von at-Equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 Abgänge von at-Equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 30.06.2023 51 8 59
Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023 wie folgt entwickelt:
| Inland | Ausland | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen | ||||
| 31.12.2022 | 83 | 23 | 110 | |
| Zugänge von Tochterunter nehmen |
2 | 1 | 0 | |
| Abgänge von Tochterunter nehmen |
0 | 0 | 0 | |
| 30.06.2023 | 89 | 24 | 113 | |
| At-Equity bewertete Unternehmen | ||||
| 31.12.2022 | 51 | 8 | 59 | |
| Zugänge von at-Equity bewerteten Unternehmen |
0 | 0 | 0 | |
| Abgänge von at-Equity bewerteten Unternehmen |
0 | 0 | 0 |
Mit Vertrag vom 12. Juni 2023 wurde die Bioenergie Friedland GmbH & Co. KG mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg HRA 208071, gegründet. Das Kommanditkapital beträgt 100.000,00 Euro und wird wirtschaftlich zu 89% von der Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von zur Erzeugung und Verwertung regenerativer Energien, insbesondere von Biogasanlagen.
Mit Gesellschaftsvertrag vom 27. Juni 2023 wurde die Bioenergie Rietschen GmbH mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg unter der Nummer HRB 219701, gegründet. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 Euro und wird zu 100% von der Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung (durch Subunternehmer) und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung und Verwertung regenerativer Energien in Rietschen, insbesondere von Bioenergieanlagen.
Aus Wesentlichkeitsgründen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB folgende Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen des Vorjahres wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2022 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht. Dieser kann auch im Internet unter www.envitec-biogas.de abgerufen werden.
Den Zwischenabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungsund Bewertungsmethoden zugrunde.
Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen.
Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen – mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten – sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste. Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen.
Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 40 Jahre |
| Andere Baulichkeiten | 10 bis 20 Jahre |
| Technische Anlagen | 6 bis 20 Jahre |
| Maschinen und Apparate | 6 bis 12 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 11 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 bis 8 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 7 Jahre |
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.
Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.
Latente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.
Die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.
Im Folgenden werden wesentliche Änderungen bei den Posten der Bilanz im Vergleich zu den Bilanzposten zum 31. Dezember 2022 erläutert. Posten die nicht erläutert werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert bzw. zum Verständnis der Veränderung bedarf es keiner näheren Erläuterung. Deren Zusammensetzung kann dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 entnommen werden.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig abgeschrieben. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 557 vorgenommen.
Der Anstieg der Sachanlagen resultiert im Wesentlichen aus Investitionen, insbesondere in den Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 15.366), Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.887) und Grundstücken und Gebäuden (TEUR 6.062), welchen planmäßige Abschreibungen entgegenstehen. Die Investitionen resultieren im Wesentlichen aus dem Umbau des Energieparks Güstrow, dem Um- bzw. Ausbau der Biogasanlagen in Neuburg und Forst und dem Anbau des Bürogebäudes in Lohne.
Der Anstieg der Vorräte in Höhe von TEUR 6.674 ist im Wesentlichen auf die Zunahme der fertigen Erzeugnisse bedingt durch einen Aufbau des Bestandes an Biomethan in Höhe von TEUR 13.301 im Bereich Energy sowie durch den Abbau der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe der Biogasanlagen in Höhe von TEUR - 5.839 zurückzuführen.
Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.685 vorgenommen.
Das Eigenkapital beträgt zum 30.06.2023 TEUR 197.754 und ist gegenüber dem 31.12.2022 um TEUR 30.553 angestiegen. Ursächlich waren hierfür im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von TEUR 33.333.
| TEUR | |
|---|---|
| Konzernhalbjahresüberschuss | 33.333 |
| Gewinnvortrag zum 1. Januar 2023 | 133.370 |
| Konzernfremden zuzurechnender Gewinn | -2.159 |
| Erfolgsneutrale Auf-/Abstockung | -339 |
| Konzern-Bilanzgewinn zum 30. Juni 2023 | 164.205 |
Die Verbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Verbindlichkeitenspiegel | Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2023 in EUR | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.204.274,87 | 33.805.321,58 | 21.332.484,36 | 67.342.080,81 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 63.230.495,87 | 0,00 | 0,00 | 63.230.495,87 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.422.609,72 | 0,00 | 0,00 | 31.422.609,72 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
16.313.222,27 | 0,00 | 0,00 | 16.313.222,27 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.620.901,51 | 0,00 | 0,00 | 10.620.901,51 |
| 133.791.504,24 | 33.805.321,58 | 21.332.484,36 | 188.929.310,18 | |
| davon aus Steuern | 3.256.119,64 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 164.689,16 | |||
| 31.12.2022 in EUR | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 10.936.432,23 | 37.175.694,09 | 11.060.428,45 | 59.172.554,77 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 39.355.332,55 | 0,00 | 0,00 | 39.355.332,55 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22.625.886,28 | 0,00 | 0,00 | 22.625.886,28 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
12.423.886,43 | 0,00 | 0,00 | 12.423.886,43 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.889.492,03 | 0,00 | 0,00 | 10.889.492,03 |
| 96.231.029,52 | 37.175.694,09 | 11.060.428,45 | 144.467.152,06 | |
| davon aus Steuern | 5.224.467,53 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 197.987,50 |
Im Folgenden werden wesentliche Änderungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Januar bis 30. Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 erläutert. Im Posten andere aktivierte Eigenleistungen ist eine Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen worden. Hierbei handelt es sich um eine Umgliederung in Höhe von TEUR 5.888 aus der Position Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen heraus. Posten, die nicht erläutert werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert bzw. zum Verständnis der Veränderung bedarf es keiner näheren Erläuterung.
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:
| in TEUR | |
|---|---|
| Anlagenbau | 8.301 |
| Service | 20.322 |
| Eigenbetrieb | 113.425 |
| Summe | 142.048 |
Die Erhöhung des Bestands im ersten Halbjahr 2023 resultiert aus im Bau befindlichen Projekten in den Segmenten Anlagenbau (TEUR 25.703) und Service (TEUR 5.497).
Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um TEUR 6.124 gesunken. Diese Verminderung resultiert aus einem Anstieg im Segment Anlagenbau in Höhe von TEUR 6.097, einem Anstieg in dem Segment Service in Höhe von TEUR 5.763 sowie einer wesentlichen Reduktion in dem Segment Eigenbetrieb mit TEUR -17.984.
Die Abschreibungen im Konzernhalbjahresabschluss 2023 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 557.
Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die zum 31. Dezember 2022 bestanden, bestehen unverändert weiter.
Bei den Gesellschaften des EnviTec Konzerns waren zum Stichtag 30. Juni 2023 weltweit 636 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 607) beschäftigt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Für eine genaue Aufstellung der gewährten Sicherheiten und deren Buchwerte wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 verwiesen.
In der Hauptversammlung am 3. Juli 2023 wurde eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 2,00 je Aktie beschlossen. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 6. Juli 2023.
Für weitere Informationen wird auf den Lagebericht verwiesen.
Der Vorstand setzte sich im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne, Sprecher des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007
Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe, Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007
Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt, Vorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2010
Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
Herr Ulf Hüttmeyer (Vorsitzender) Executive Vice President EMP Structured Assets GmbH, München
Herr Kaufmann Michael Böging (stellvertetender Vorsitzender) Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek
Frau Silvia Breher Mitglied des Deutschen Bundestages
Lohne, den 29. September 2023
Olaf von Lehmden CEO
Jörg Fischer CFO
Jürgen Tenbrink CTO
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Lohne, 29. September 2023
Olaf von Lehmden CEO
Jörg Fischer CFO
Jürgen Tenbrink CTO
EnviTec Biogas AG Industriering 10 a 49393 Lohne Tel.: +49 (0) 4442 / 8016-8100 Fax: +49 (0) 4442 / 8016-98100 E-Mail: [email protected] www.envitec-biogas.de
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